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Unser Vorarlberg. Unsere Zukunft.

Jugend im Fokus

Die Jugend blickt in die Zukunft Anziehungspunkt Kletterhalle K1 360card – eine APP für alle Fälle


DIENSTAG, 21. MAI 2016

2 Jugend im Fokus

Planen ist nicht mehr. Was nicht heißt, dass Jugendliche keine Ziele mehr hätten. Sie stecken ihre Zeithorizonte in drei bis vier Jahren. Das ist übersichtlich und die Wahrscheinlichkeit, das Ziel zu erreichen, realistisch.

Jugend in der Krise? Oder nur anders? Wettbewerbsorientiert, angepasst, planlos und überfordert – Attribute, die Jugendlichen nachgesagt werden. „Was ist mit der heutigen Jugend los?“ Diesen Satz haben wir bereits gehört und prompt unsere Augen verdreht. Was soll los sein? Für uns war damals alles „völlig normal – eben total abnormal“. Neben Schule, Gefühlschaos, den angesagten Trends mit aufgeschnittenen Hosen, überlangen TShirts, bauchfreien Tops und den neuesten Nokia-Handys, hatten wir konkrete Vorstellungen und idealistische Träume unserer Zukunft. JUGENDFORSCHUNG.

Was bewegt Jugendliche? Jugend-Expertin Beate Großegger geht genau dieser Frage nach. Was ist 2016 mit Jugendlichen zwischen 12 und 26 Jahren los? Was treibt sie an, bewegt sie, hält sie zurück? Großegger ist wissenschaftliche Leiterin am Institut für Jugendkulturforschung in Wien. „Wir haben Jugendliche in Österreich befragt, wie sie ihre Generation beschreiben. Am häufigsten wurde genannt, dass sie eine verunsicherte Generation seien, an zweiter Stelle, sie seien angepasst, und mehrfach, ‚wir sind eine planlose Generation‘“, berichtet sie. „Die heutige Jugend wächst in einer Zeit heran, die von Unsicherheiten geprägt ist. Der Wohlfahrtsstaat ist im Umbruch. Seit 2006 sprechen wir unentwegt von Krisen. Die Wirtschafts-, Banken-, Finanzmarkt-, Euro- und Schuldenkrise. Und neuerdings von der Flüchtlingskrise. Das verunsichert.“ Jugendliche

seien ein Produkt der vorherrschenden gesellschaftlichen Strukturen, in denen sie groß werden. Wachsende Unsicherheit Seit geraumer Zeit würden sich Jugendliche häufiger die Frage stellen, ob sie eine staatliche Pension erhalten, von der sie leben können. Die Jugend ist heute, so Großegger, einen guten Lebensstandard der Eltern gewöhnt. „Sie wollen auch im Alter gut leben und nicht in Armut abdriften.“ Die großen Lösungen für die Fragen unserer Zeit liegen laut der Wissenschaftlerin nicht am Tisch, und man habe nicht den Eindruck, dass sie morgen oder übermorgen am Tisch liegen. Das verunsichere. „Jugendliche, die Angst um ihre Pension, ihre Zukunft haben, bezeichnet die Forschung als Modernisierungsverlierer. Sie profitieren nicht von Gesellschaftsentwicklungen, sondern

Ein Thema, über das wir derzeit in der Schule sprechen und in der Zeitung lesen, sind die Flüchtlinge. Aber wir sprechen auch darüber, dass wir derzeit im Schulsport Volleyball neu lernen. Adriana Kadur, 14,

Hohenems

leiden darunter, ziehen sich ins Hier und Jetzt zurück.“ Sie haben geringe Chancen, gesellschaftlich mitzugestalten, fühlen sich, so Großegger, schlecht vertreten und wollen daher nicht partizipieren, sondern konsumieren. Da sind sie gefragt. Sie konsumieren, um in ihrem sozialen Umfeld an Prestige zu gewinnen. „Man kann sich das neue Smartphone leisten. Insgesamt herrscht ein erlebnisorientierter Konsum. Die Markenwelt überträgt sich auf sie. Rationale Kaufentscheidungen spielen kaum eine Rolle.“ Im Hier und Jetzt Also heute Spaß, weil der Planungshorizont weg ist? Das „man soll seine Zukunft in die Hand nehmen“, gehe, so Großegger, völlig an der Realität der Jugend vorbei. Planen ist nicht mehr. Was nicht heißt, dass sie keine Ziele mehr hätten, „sondern sie stecken ihre Zeithorizonte in drei bis vier Jahren. Das ist übersichtlich und die Wahrscheinlichkeit, das Ziel zu erreichen, realistisch.“ Jugendliche sind laut der Forscherin absolute Realisten, was Stärke und Schwäche zugleich ist. Es ist eine pragmatische Jugend, die versucht am Ball zu bleiben, trotz all der Herausforderungen. Grundsätzlich sei Sicherheit ein großes Thema. Man braucht eine gute Schulbildung, Ausbildung, einen Arbeitsplatz, dabei möchte man noch Spaß haben, man will die Freizeit genießen. „Das, was Erwachsene gern als Work-Life-Balance bezeichnen.“ Die Arbeitswelt, in welche die Elterngeneration eingestiegen ist, funktionierte anders: Es gab den unbefriste-

ten Vollerwerbsarbeitsplatz. Man konnte beruflich planen, sich entwickeln. „Heute ist alles flexibler. Es wird auch von der Jugend erwartet, dass sie flexibel ist, was sie stark internalisiert hat“, sagt Großegger. Junge Leute „switchen“ leichter den Arbeitgeber, sie binden sich nicht mehr langfristig. „Wir haben eine wahnsinnige Dynamik. Es kommen immer neue Technologien hinzu, die weiter das Tempo steigern. Wir sind eine Beschleunigungsgesellschaft.“ Technologisiert, digitalisiert? Warum verbringen Jugendliche so viel Zeit mit dem Smartphone, fragen sich manche genervte Eltern. „Was sollen sie machen, die Zeitfenster sind zu klein, da bleibt nur Zeit für ein kurzes Spiel oder ein Chat mit dem Smartphone“, weiß Großegger. Sie sind lange in der Schule, haben Aufgaben zu erledigen. Dann sind Freizeit­ aktivitäten zu absolvieren, weitere Termine. „Sie sind ständig eingespannt und sollen die Erwartungen erfüllen.“ Für Mädchen bietet das Smartphone einen Rückzug. Sie wollen nicht mit anderen Blickkontakt halten, vertiefen sich lieber, ziehen sich in die eigene Welt zurück. „In den 80ern war es der SonyWalkman. Jungs haben in der Öffentlichkeit auffällig mit der Musik mitgewippt, im Sinne von ‚Seht her, ich habe einen Walkman‘. Mädchen haben den Walkman als Rückzugsmöglichkeit gesehen, um abzuschalten und sich von der Familienarbeit zurückziehen.“ Die Nutzung ist dieselbe geblieben, nur die Geräte sind andere.

Die Jugend ist mit ihrem Umfeld via Smartphone gut vernetzt. BEATE GROSSEGGER

Das Smartphone ist heute ein Muss, weil man in Echtzeit überall dran sein kann. „Die Jugend ist mit ihrem Umfeld via Smartphone gut vernetzt. Man muss viele Facebook-Freunde haben, das zeigt, dass man gefragt ist.“ Jugendliche, die „digital natives“, die Generation mobiles Internet – sind auf diesem Gebiet Trendsetter. Sie haben ihre Freunde, inklusive der Facebook-Freunde, im Smartphone dabei. Was sich laut der Wissenschaftlerin deutlich zeige ist: „pics or didn‘t happen“ – auf meiner Facebook-Wall dokumentiere ich mein Leben. Man erlebt nicht einfach ein Konzert, sondern man nimmt es mit dem Smartphone auf, stellt es online. Glücklich in die Zukunft Umfragen ergeben, dass 70 Prozent der Jugendlichen mit ihrem Leben zufrieden sind. Sie blicken optimistisch in ihre persönliche Zukunft – allerdings pessimistisch in die

Zur Person Dr. Beate Großegger Beruf: wissenschaftliche Leiterin und stellv. Vorsitzende am Institut für Jugendkulturforschung Wohnort: Wien Geboren: 19. Juni 1966 Seit 1996 in der angewandten Sozialforschung tätig Buch: „Kinder der Krise“, Archiv der Jugendkulturen Verlag

Zukunft unserer Gesellschaft. „Sie konzentrieren sich auf ihr eigenes Ding, Erfahrungen zu sammeln, im Ausland zu sein, beruflich weiterzukommen.“ Jugendliche, die in der Burn-out-Gesellschaft groß werden, sehen die mentale, psychische Gesundheit als großes Thema. „In der Forschung beobachten wir, dass viele junge Menschen stark unter Druck stehen, sie werden von den Erwachsenen gedrillt, gute Leistungen in der Schule abzuliefern und später ihren Platz in der Leistungsgesellschaft zu finden und nicht abzurutschen. Viele glauben, dass ihre Eltern sie nur dann lieb haben, wenn sie gute Noten mit nach Hause bringen“, diagnostiziert Großegger. Sparen, warum auch? Jetzt Geld zu sparen und sich vieles nicht leisten zu können, um später ein Eigenheim kaufen zu können, daran denken sie nicht. „Vom Ansparen haben sich Jugendliche verabschiedet. Quer durch die Bildungsschichten und Milieus glauben und hoffen sie, später zu erben“, beobachtet die Wissenschaftlerin. Es sei wie eine Neuinterpretation von „der Papa wird’s schon richten“. Jugendliche denken zudem nicht darüber nach, was passiert, wenn die Eltern pflegebedürftig werden. Je mehr sie in der Familie, das „Patchwork-Leben“ und Lebensabschnittspartner der Eltern mitbekommen, umso mehr wächst, so Großegger, die Sehnsucht, den Partner fürs Leben zu finden und in einem Häuschen das Leben zu genießen. „Eine pragmatische Flucht in Harmonie mit dem Bewusstsein, dass es dieses Idyll nicht gibt.“

Rahmenbedingungen für die Jugend der Zukunft Ein Bürgerrat für die Jugend soll in Vorarlberg Chancen für die Zukunft bieten. BÜRGERRAT. Viele

Jugendliche in Vorarlberg sehen ihre persönliche Zukunft positiv und finden gute Rahmenbedingungen vor. Jedoch besteht

in einigen Lebensbereichen Verunsicherung beispielsweise mit gesellschaftlichen Herausforderungen wie Wirtschaftskrisen und persönlichen Etablierungschancen, beispielsweise beim Thema Wohnen. Das Land Vorarlberg und das Büros für Zukunftsfragen lud diesen Monat

Was ist ein Jugendbürgerrat? »1 5 bis 20 zufällig ausgewählte Personen im Alter zwischen 15 und 26 Jahren; 1,5 Tage Zusammenarbeit; gemeinsames Statement »P räsentation der Ergebnisse; vertiefende Diskussion; erste Resonanz der Politik »B ehandlung der Ergebnisse im Rahmen der Regierungssitzung; fachliche Zuweisung an Abteilungen

und Ausschüsse; Grundlage für Rückmeldung an Teilnehmer und Öffentlichkeit, was mit Ergebnissen passiert. »S eptember/Oktober: Feedback von Landesregierung an Bürgerräte zu Maßnahmen, Status der Umsetzung; Begründung für nicht unmittelbar verwertbare Impulse des Bürgerrats

zum landesweiten Bürgerrat zum Thema „Jugend – Zukunft – Chancen“. Die per Zufallsprinzip nominierten 26 Bürgerräte (15 bis 26 Jahre) entwickelten Vorschläge für bestmögliche Rahmenbedingungen für junge Menschen in Vorarlberg. Im Rahmen dieses Beteiligungsprozesses sollten Antworten auf die Fragen der Jugendlichen gefunden werden: Was braucht es, damit sie mit aktuellen Herausforderungen umgehen und ihre Chancen auf ein gutes Leben nützen können. Bürgercafé Die Ergebnisse des JugendBürgerrats werden im Bürgercafé „Jugend – Zukunft

Mit dem Beteiligungsprozess sollen Antworten gefunden werden, was Jugendliche in Vorarlberg brauchen.

– Chancen“ morgen, ab 18.30 Uhr, im Festspielhaus, Bregenz, vorgestellt. Die entstandenen Statements der intensiven Zusammenarbeit werden hierbei erstmals öffentlich präsentiert, diskutiert, verdichtet und als

Empfehlungen an die Landesregierung übermittelt. Das Bürgercafé bietet die Gelegenheit, sich über die Ergebnisse zu informieren und diese zu diskutieren. Daraus entstehen Impulse für die Perspektiven für Jugendli-

che in Vorarlberg und mehr Bürgerbeteiligung. Die Vorarlberger Landesregierung verpflichtet sich dazu, die Ergebnisse aufzugreifen und die Bürger zeitnah darüber zu informieren, wie diese umgesetzt werden.


DIENSTAG, 24. MAI 2016

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VORARLBERGER NACHRICHTEN

Von Karriereschritten und wertvollem Jugendcoaching Das BIFO informiert: Wie findet man den richtigen Job oder die passende Schule. Mit ungefähr 13 Jahren stellt sich bei vielen Jugendlichen in Vorarlberg ein erstes Mal die Frage: „Was möchte ich beruflich machen? Welcher Arbeitgeber ist der richtige für mich?“ Aber auch bei Maturanten oder Gesellen stehen wichtige Entscheidungen auf dem beruflichen Lebensweg an. „Studieren oder gleich ins Berufsleben starten? Welcher Weg ist richtig für mich?“ In dieser Phase, die durch erste wichtige Entscheidungen geprägt sein wird, können die Informationen, Angebote und Möglichkeiten für Jugendliche ziemlich verwirrend erscheinen. Das BIFO – Beratung für Bildung und Berufe Vorarlberg – steht helfend zur Seite.

ben sich 2015 im BIFO Vorarlberg über ihre Bildungs- und Berufsmöglichkeiten informiert. „Jugendliche kommen zu uns, um sich über weitere berufliche Wege und Weiterbildungsmöglichkeiten zu informieren“, so Lehner.

BERATUNG.

Hilfestellung beim Entscheiden „Einen ersten Kontakt mit dem BIFO haben viele Schüler bereits im Alter von zehn bis 14 Jahren im Zuge des Vorarlberger Zukunftstags ‚ich geh mit‘. Mädchen und Buben können an diesem Tag mit einem Elternteil oder Verwandten in die Berufswelt hineinschnuppern und sehen, wie ein echter Betrieb

Martina Lehner unterstützt und berät Jugendliche auf dem beruflichen Lebensweg. FOTO: VN/MAIER-ORTNER

aussieht, und was Mama oder Papa arbeiten“, sagt Martina Lehner, Bildungs- und Be-

rufsberaterin beim BIFO Vorarlberg. 22.236 Ratsuchende, Kontakte und Teilnehmer ha-

Jugendcoaching Beim sogenannten Jugendcoaching, das beim BIFO ab der 9. Klasse in Anspruch genommen werden kann, können viele Fragen, wie „Soll ich weiter in die Schule gehen oder eine Lehre machen?“, geklärt und Antworten gefunden werden. Dieses Unterstützungsangebot hilft Jugendlichen am Ende ihrer Schulpflicht oder beim Schulaustritt, ihre persönlichen Fähigkeiten und Stärken kennenzulernen, berufliche Interessen aufzuzeigen und einen passenden Lehrberuf auszuwählen. Der BIFOTalente-Check kann dabei

Alle Infos zu Weiterbildungsmöglichkeiten und Förderungen BIFO: Kurzlinks zur Übersicht der Schulen und Lehrberufe in Vorarlberg: »Ü bersicht der Schulen: http://VOL.AT/su4XF5 »Ü bersicht der Lehrberufe http://VOL.AT/su4XF4 Links zu Weiterbildungsanbietern »P fiffikus – die Weiterbildungsplattform in Vorarlberg für Kurse und Lehrgänge : www.pfiffikus.at/

» Hochschul- und Studienführer der Region Bodensee: www.hochschulfuehrer.net »R atgeber zum MBA, Master & Fernstudium: www.mba-studium.net »W eitere Infomöglichkeiten: BeSt3: Die Messe für Beruf, Studium und Weiterbildung findet vom 19. bis 21. Oktober in der Messe Innsbruck statt

» AMS: Die Mitarbeiter im BerufsInfoZentrum des AMS können bei der Berufswahl weiterhelfen. Informationen online unter: http:// VOL.AT/su4XF6 Fördermöglichkeiten » Datenbank zur Weiterbildungsförderung: www.kursfoerderung.at » AK-Bildungsförderung: www. arbeiterkammer.at/online/akbildungsfoerderung-1958.html

unterstützen. „Im Jugendcoaching geben wir Informationen, manchen Jugendlichen reicht das bereits. Aber wir begleiten auch Schüler bis zu einem Jahr lang und bis zum erfolgreichen Einstieg in die Berufswelt.“ Die Mitarbeiter des BIFO trainieren auch mit den Jugendlichen Gesprächssituationen, bei Bedarf begleiten und unterstützen sie bei Bewerbungsgesprächen. „Wir erarbeiten individuell mit den Jugendlichen passende Berufs- oder Schulwege, finden bei der Neu- und Umorientierung oder beim Wiedereinstieg geeignete Optionen.“ Hitparade der Lehrberufe Den ersten Platz belegte im Oktober 2015 von insgesamt 173 verschiedenen Lehrberufen bei den Mädchen der Lehrberuf im Einzelhandel und Lebensmittelhandel mit 254 Lehrlingen, dicht gefolgt von Bürokauffrau (234) und den Friseurinnen und Perückenmacherinnen (180). Bei den Buben steht der Lehrberuf Metalltechnik und Maschinenbautechnik (421) hoch im Kurs, gefolgt von Elektrotechnik, Anlagen- und Betriebstechnik mit 323 Lehrlingen sowie auf dem dritten Platz der Lehrberuf Kraftfahrzeugtechnik (276).

Das Thema unterschiedliche Gewalt und speziell das Cybermobbing beispielsweise über Facebook besprechen wir zurzeit in der Schule. Wir haben gerade erst einen Workshop dazu gemacht.

Lukas Herbst, 13, Götzis

Vom Träumen zur Umsetzung

Wer eine tolle Idee hat, kann sich Unterstützung in der Umsetzung an Bord holen. Der Ideenkanal Vorarlberg ist ein Wettbewerb, bei dem Ideen formuliert, eingereicht, präsentiert, weiterentwickelt und mit Unterstützung auch verwirklicht werden. Die Unterstützung beinhaltet ein Startkapital von 1000 Euro, ein Mentoring und bei Bedarf Hilfe beim Crowdfunding. Der Spezialpreis für Jugendliche ging an „Gelati Vegano“. Drei Schüler, die etwas Gutes für die Umwelt und etwas Leckeres für den Geschmackssinn der Vorarlberger tun wollen, haben ihr eigenes veganes Eis kreiert. IDEENKANAL.

Weitere Informationen und den direkten Einstieg zum Wettbewerb findet man unter www.Ideenkanal. com.


DIENSTAG, 24. MAI 2016

4 Jugend im Fokus VN-INTERVIEW. Landeshauptmann Markus Wallner, „Jugend und Zukunft in Vorarlberg“

Ein Belohnungssystem durch das Land Vorarlberg soll Jugendliche verstärkt für ehrenamtliches Engagement begeistern.

„Es geht um die Zukunftschancen“ Es geht um eine ganze Generation. Das Land Vorarlberg will Jugendliche stärken.

Das Land Vorarlberg hat vorgesehen, in diesem Jahr knapp 4,2 Millionen Euro in die Arbeit für Jugendliche und mit Jugendlichen zu investieren. Landeshauptmann Markus Wallner erklärt im Interview, warum sich die Landesregierung für die Jugend einsetzt. JUGENDARBEIT.

Herr Landeshauptmann, Bund und Länder haben 2016 zum „Jahr der Jugendarbeit“ erklärt. Mit welcher Intention? WALLNER: Im Vordergrund steht, in der Öffentlichkeit das Bewusstsein für den Wert der außerschulischen Jugendarbeit zu schärfen. Sie ist neben Familie, schulischer Erziehung sowie Berufsausbildung eine wichtige Säule, um junge Menschen zu fördern und zu stärken. Wie würden Sie den Ist-Zustand in Bezug auf Jugendarbeit und jugendliches Engagement in Vorarlberg beschreiben? WALLNER: Es gibt viele positive Beispiele, an denen sichtbar wird, dass wir im Land eine starke und interessierte Jugend haben, die dazu bereit ist, Vorarlberg aktiv mitzugestalten und Verantwortung zu tragen. Die Verbindung von Jugend und Ehrenamt etwa ist für unsere Gesellschaft ein großer Ge-

winn. Denn Mitwirkung und Mitbestimmung der Jugend, ihre Teilnahme am öffentlichen Leben und am gesellschaftlichen Miteinander, sind absolute Grundvoraussetzungen in jeder Gemeinschaft, die sich weiterentwickeln will. Und trotzdem sieht die Landesregierung offenbar Handlungsbedarf, was Beteiligung und Mitsprache von Jugendlichen angeht… WALLNER: Natürlich ist es ein Ziel, Jugendliche noch stärker einzubinden. Die jungen Menschen im Land sollen wissen, dass sie ernst genommen werden und dass ihnen auf Augenhöhe begegnet wird. Welches sind die „bewährten Instrumente“, die jugendliche Mitsprache sicherstellen? WALLNER: Ein wichtiger Partner für das Land in Sachen Kinder- und Jugendbeteiligung ist etwa der Landesjugendbeirat. Er besteht aus Vertreterinnen und Vertretern von insgesamt 16 Jugendorganisationen, in denen über 41.000 Vorarlberger Jugendliche organisiert sind. Es ist mir ein großes persönliches Anliegen, den Beirat in all jenen Fragen einzubinden, die für Jugendliche hier im Lande besonders relevant sind. Ein Beispiel ist etwa das Jugendschutzgesetz, das in enger Absprache mit dem Beirat überarbeitet wird.

Worauf richtet das Land verstärkt sein Augenmerk? Wo liegt Ihrer Meinung nach die größte Herausforderung und: Sehen Sie auch die Jugendlichen gefordert? WALLNER: Vorrangiges Anliegen des Landes ist es, alles daran zu setzen, dass Vorarlbergs Kinder und Jugendliche ihre Potenziale, Talente und Fähigkeiten optimal entwickeln und entfalten können. Dazu gehört auch, dass der notwendige Freiraum für eine sinnvolle Freizeitgestaltung zur Verfügung steht. In enger Kooperation mit den Gemeinden ist es gelungen, landesweit eine gute Infrastruktur zu schaffen. Allein von Landesseite werden heuer in den Betrieb der einundvierzig Jugendzentren und Jugendtreffs und in den Dachverband der Jugendzentren mehr als zwei Millionen Euro investiert. Wichtig ist aber, die jungen Menschen noch stärker mitzunehmen und zu aktivieren. Da gibt es noch Luft nach oben. Laut einer Studie der FH Vorarlberg ist das Potenzial in Sachen Bürgerengagement bei der Altersgruppe der 15- bis 29-Jährigen am größten. Hier setzen wir mit innovativen Beteiligungsmodellen an. Von Landesseite gibt es Unterstützung für die Offene ebenso wie für die verbandliche Jugendarbeit. Wie beurteilen Sie das Verhältnis der beiden Pfeiler der Jugendarbeit?

WALLNER: Sehr positiv. Es

gibt hier kein Konkurrenzdenken. Beide sind wichtige Eckpfeiler zur Förderung von Jugendlichen in Vorarlberg. Übereinstimmend geht es darum, junge Menschen zu motivieren, ihr persönliches Umfeld politisch, wirtschaftlich und gesellschaftlich mitzugestalten und sie auf diese Weise aktiv in die Verantwortung einzubinden. Wie sehen Sie die Leistungsbilanz der Offenen Jugendarbeit seit Bestehen? WALLNER: Das Koordinationsbüro für Offene Jugendarbeit und Entwicklung „koje“ zählt derzeit 38 Mitgliedseinrichtungen, die landesweit insgesamt 58 Jugendtreffs betreiben. Laut Umfrage von 2014 liegen die Öffnungsstunden pro Woche in Summe bei rund 770, in den Treffs sind 140 Jugendarbeiterinnen und Jugendarbeiter hauptamtlich tätig. Neben der standortbezogenen Offenen Jugendarbeit in den Jugendzentren und -treffs spielt die mobile Jugendarbeit im öffentlichen Raum in Vorarlberg eine wichtige Rolle. Vorarlberg will ein Anerkennungssystem für freiwillig engagierte Jugendliche starten. Ist heute ein Belohnungsmodell nötig, um junge Menschen zu motivieren, oder welche Absicht steckt hinter der Initiative?

Aus meiner Sicht ist bei jungen Leuten die Bereitschaft, etwas zu tun, grundsätzlich vorhanden. LH MARKUS WALLNER WALLNER: Natürlich kann eine

Belohnung einen gewissen Anreiz bieten. Alleine das wird aber vermutlich keinen Jugendlichen ernsthaft hinter dem Ofen hervorlocken und dazu bewegen, sich zu engagieren. Aus meiner Sicht ist bei jungen Leuten die Bereitschaft, etwas zu tun, grundsätzlich vorhanden. Was fehlt, ist oft eine Art Initialzündung. Dem innovativen Modell, das gerade entwickelt wird, traue ich zu, dass damit dieser Funke erzeugt werden kann. Vorgesehen ist, dass Jugendliche für ihre freiwillige Tätigkeit im Rahmen von Projekten, in Vereinsfunktionen etc. Punkte sammeln können und dafür eine Belohnung bzw. Anerkennung bekommen. Dies reicht von nicht käuflich erwerbbaren Dingen bis zur Möglichkeit auf Erfahrungen wie z.B. Mitgestaltung einer Radiosendung. In einer zweiten Ausbaustufe sollen die Jugendlichen zudem einen „Engagement-Lebenslauf“ erhalten. Dieser kann einen Vorteil bei der Jobsuche verschaffen.

Welche Impulse erhoffen Sie sich vom geplanten JugendBürgerrat „Jugend – Zukunft – Chancen“? WALLNER: Der Bürgerrat bietet die Gelegenheit, die Sichtweisen von Jugendlichen einzuholen, Herausforderungen zu benennen und mit ihnen auch Lösungsvorschläge zu entwickeln. Daraus entstehen Empfehlungen an die Vorarlberger Landesregierung, die wir auch diskutieren und in die tägliche Regierungsarbeit einfließen lassen wollen. Wie bewerten Sie die Voraussetzungen für Jugendliche, um nicht für eine Ausbildung weggehen zu müssen oder nach einem Studium wieder nach Vorarlberg zurückzukehren? WALLNER: Viele, aber eben nicht alle Ausbildungen lassen sich hier im Land absolvieren. Alles in allem ist das vorhandene Ausbildungsangebot gut entwickelt. Die Lehre – und die damit verbundene Ausbildung - ist eine Perle Vorarlbergs. Nicht umsonst entscheidet sich jede/r Zweite für diesen Weg. Auch die FH ist sehr beliebt. Auch hier wird das Angebot ständig weiterentwickelt. Wer an einer Uni studieren will, muss Vorarlberg zwar verlassen, aber viele kommen auch wieder zurück. Vielleicht nicht gleich, aber dann nach einiger Zeit. Vorarlberg zeichnet einfach eine hohe Lebensqualität aus.

Es klappt, wenn Jugend mitgestaltet Die Jugend will ihre Zukunft mitgestalten. Sie ist davon betroffen. Auf die fast 70.000 Jugendlichen in Vorarlberg wirken Chancen und gesellschaftliche Herausforderungen der Zukunft ein und verunsichern so manchen. Dennoch sind junge Menschen interessiert, sich über drängende Themen auszutauschen und mitzuentscheiden. Sie werden als Experten für ihr Lebensumfeld anerkannt, nutzen Gestaltungsspielräume, übernehmen Verantwortung und erleben, was sich durch Engagement bewegen

lässt, wie z.B. bei der Langen Nacht der Partizipation, die im Mai 2017 wieder stattfindet.

MITREDEN.

Jugend in Vorarlberg in Zahlen 68.913 junge Menschen von zwölf bis 27 Jahren lebten zum Stichtag am 31. Dezember 2015 in Vorarlberg. Im Rheintal sind mit 46.313 die meisten Jugendlichen, im Brandnertal mit 222 die wenigsten wohnhaft. 12.334 gehen in die Hauptschule oder Neue Mittelschule. An der FH studieren 1191 Vorarlberger, 6009 studieren an einer österreichischen Universität. 7111 absolvieren eine Lehre. 1525 junge Frauen und Männer unter 25 Jahre waren zum Stichtag arbeitslos.

Für Anliegen einsetzen Ein weiteres Beispiel für gelebte Jugend-Partizipation ist in Nenzing umgesetzt worden: Für die Verbesserung der Schulausstattung stellte die Gemeinde 5000 Euro zur Verfügung. Die Schüler entwickelten Ideen, bewerteten die Kosten, suchten Befürworter, reichten 37 Vorschläge ein und stimmten ab. Die zwei meistgewählten Ideen wurden der Gemeindevertretung präsentiert und umgesetzt. Ergebnis: ein neuer

Volleyballplatz anstelle der alten, wenig genutzten Kugelstoßanlage sowie eine Lerninsel. Durch das aktive Mitwirken an Entscheidungen wurde Politik erlebbar. Auch im Montafon. Dort setzt das regionale Jugendforum Montafon sich für die Interessen und Rechte von jungen Menschen ein. Der Landesjugendbeirat erarbeitet Empfehlungen an die Landesregierung bezüglich der Überarbeitung des Jugendgesetzes. Bei Onlinebefragungen und Workshops in der offenen sowie verbandlichen Jugendarbeit nahmen insgesamt über 1100 Jugendlichen teil.

Ich bin derzeit sehr am Bundespräsidentenwahlkampf interessiert, daher verfolge ich die Debatten. Wir reden daüber in der Schule und im Freundeskreis. Ich bin politisch aktiv und gehe auf Vorträge.

Alim Dumanli, 16, Dornbirn


DIENSTAG, 24. MAI 2016

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VORARLBERGER NACHRICHTEN

Integration einfach leben und ermöglichen Selbst ist die Jugend: Schüler engagieren sich für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge. Hier wird nicht lange über Möglichkeiten und Schwierigkeiten von Integration diskutiert, sondern die Initiative ergriffen: Am BG Dornbirn haben sich Schüler im Modulfach „Sozialkompetenz“ in diesem Schuljahr dem Thema Integration gewidmet. Und das auf einfache und persönliche Weise. Die Gymnasiasten der 7. Klasse haben Jugendliche, die vor INTEGRATION.

Derzeit bewegt und interessiert mich das Flüchtlingsthema und die Frage, wie man helfen kann, sehr. Wir behandeln es in der Schule, und ich bin auch in Kontakt mit Flüchtlingen gekommen. Judith

Hämmerle, 22, Lustenau

Krieg, Zerstörung und Verfolgung sowie ohne Eltern oder Verwandte nach Österreich geflohen sind, zu Freizeitaktivitäten mitgenommen. „Im Haus Karim, das von der Caritas betreut wird, sind etwa 30 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge untergebracht. „Wir sind durch unsere Lehrerin Prof. Schuster, die sich bei der Caritas engagiert, auf das Haus Karim im Oberdorf aufmerksam geworden und waren sofort einverstanden, uns zu engagieren“, berichtet Noa (17). Erste Kontakte knüpfen „Wir haben im Vorfeld den Flüchtling Manaf angesprochen, der schon länger in Dornbirn lebt, wie es ihm hier geht und wie er sich eingelebt hat“, so Elisabeth (17). Er habe erzählt, ergänzt Anna, warum er vor dem IS flüchten musste und wie er nach Dornbirn kam. Seit dem 30. September leben junge Flüchtlinge im Haus Karim. „Wir haben Ankunftsgeschenke vorbereitet und in kleineren Gruppen von vier bis sechs Personen zusammen gekocht und gegessen“, erzählt Elisabeth. Es sei wie in jeder neuen Gruppe, manche sind aufgeschlossener, manche zurückhaltender, berichtet Alexander (17). „Daher haben wir im Anschluss mit ihnen

Was mach’ ich mit dem Bio-Abfall? Schüler am BG Dornbirn haben das Thema Müll an ihrer Schule unter die Lupe genommen. Das Thema Müll und dessen Entsorgung ist in Vorarlberg seit der Causa Häusle wieder in aller Munde. Schüler am BG Dornbirn haben sich seit September 2015 dem vermeidbaren Müll im Zuge ihrer Bewerbung für den Roboterwettbewerb First Lego League (FLL) genähert und neue Ideen zur Abfallvermeidung eingebracht. Die First Lego League ist ein internationales Bildungsprogramm, das Kindern und Jugendlichen von zehn bis 16 Jahren Zugang zu Wissenschaft und Technologie ermöglichen soll. So haben die Gymnasiasten erhoben, dass alleine in ihrer Schulkantine pro Woche 46 Kilogramm Lebensmittelabfälle anfallen. Hinzu kommen 25 Kilogramm durch nicht gegessene Jause und ähnliche Abfälle der Schüler. Am Dornbirner Gymnasium wurden dieses Jahr bereits einige der vorgeschlagenen Maßnahmen in den Alltag übernommen: So wurden Plakate im Schulrestaurant beim Salatbüffet mit der Aufschrift „Nimm bitte nur so viel, wie du auch wirklich aufessen kannst“ angebracht, damit die Schüler bewusster am Buffet schöpfen. Die Bestellung von Speisen nach Bedarf konnte durch die MÜLLVERMEIDUNG.

Die Dornbirner Gymnasiasten gestalteten Freizeitprogramme für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge.

Tischfußball gespielt, um Kontakte zu knüpfen“, sagt er und fügt hinzu: „Außerdem haben wir ein Willkommensfest organisiert. Wir haben sie zu Stadterkundungen, zum Eislaufen, Kegeln, einer Uferund Flurreinigung oder zum Kekse backen mitgenommen.“ Im Rahmen des Projekts hat das Fundraising Team mit einer Kinder-Schminkaktion im Messepark Spenden gesammelt. Der Reinerlös kam den Flüchtlingen zugute. „Wir haben bei vielen Aktivitäten das gute Herz der Menschen erlebt: So mussten wir für die Flüchtlinge weniger oder keinen Eintritt zahlen“, sagt Beate. Rückblickend

würden die Schüler die jungen Flüchtlinge am Wohnheim eher spontan zu Aktivitäten einladen und abholen. Der erste Weg mit Einladungen via Mails etc. und Listen, in denen sich die Flüchtlinge eintragen konnten, erschwerte unnötig die Kommunikation. „Es war schön, mit den Flüchtlingen viel zu unternehmen und sie und ihre Kultur näher kennenzulernen. Viele haben erzählt, was sie früher gemacht haben, in welche Schule sie gegangen sind, was ihre Hobbys waren. Man lernt sie kennen und betrachtet das Thema aus einer anderen Perspektive“, berichtet Daniel.

Res­taurantleiterin optimiert werden. Ein Ergebnis: Der Biomüll konnte im Schulrestaurant stark reduziert werden und besteht nun hauptsächlich aus unvermeidbaren Bio-Abfällen, wie z.B. Knochen von Hühnchen etc. Das FLL-Team hat damit den „Newcomer Award“ als bestes neues Team beim FLLWettbewerb an der HTL Bregenz im Herbst 2015 erhalten. Nachhaltigkeit Ein Kühlschrank für gekochte Speisen nach Restaurantschluss stellt Essen für Flüchtlinge zu Verfügung. Diese Idee befindet sich derzeit noch in der Pilotphase. Die Schülerinnen Aurelia, Hannah und Martha betreuen im Modulfach „Sozialkompetenz“ dieses Projekt. Die Idee wurde bereits mit dem Viktualia Award ausgezeichnet.

Robin Yeter, Simon Walser, Christopher Herbst, Zoe Schwarz und Kilian Raby wollen Müll vermeiden.


DIENSTAG, 24. MAI 2016

6 Jugend im Fokus

Johannes Hofherr

Trainerin Clara Meusburger beim Sichern

Leonie Venier

Nemuel Feurle

Die jungen Wilden in der Felswand In der Kletterhalle K1 wachsen Jugendliche über sich und die Erdanziehung hinaus.

Ein frühsommerlicher Donnerstag, spätnachmittags, Sonnenschein und blauer Himmel. Trotz schönen Wetters strömen unzählige Kinder und Jugendliche in die K1 Kletterhalle in Dornbirn. Das Training an der Wand ruft. Der Geruch von Kletterkreide liegt in der Luft. Immer wieder sieht man die Kletterer in der weitläufigen, hellen Halle in den kleinen Chalk-Bag greifen, den jeder Kletterer an der Hüfte trägt. Ein kurzes Verreiben des Kreideabriebs in den Händen und ein sicherer Halt in der Wand ist verbessert. Clara Meusburger (20) instruiert eine Gruppe von rund zehn Kindern im Alter zwischen acht und zwölf Jahren vom Alpenverein Dornbirn, die sich um sie versammelt haben. „Es geht gleich zum Aufwärmen in den Boulderbereich“, sagt sie zur Gruppe. Clara ist Übungsleiterin und hat die Trainerausbildung zum Instruktor absolviert. Sie ist konzentriert und hat den Trainerblock fest im OHNE

HÖHENANGST.

Griff. „Jetzt alle fertigmachen, dann gehen wir rüber und starten gleich.“ Jung übt sich Die jungen Kletterfexe üben sich am Queren eines leichten Steigs an der Boulderwand im Nachwuchsbereich. Mit Softballs wird nach ihnen geworfen. „Wer getroffen wurde, muss runter von der Wand und Liegestütze machen“, informiert Meusburger. Als Nächstes wird mit Augenmaske geklettert. Dabei verlassen sich die jungen Gipfelstürmer voll und ganz auf die Anweisungen ihrer Kletterpartner,

wo der Fuß hinzusetzen ist und wo die Hand einen Halt in der Wand findet. Es geht um Vertrauen und Wahrnehmung. Evi Meusburger ist seit zehn Jahren bei den Kletterern dabei, Gruppenleiterin der Sportkletterer und Kinderklettergruppe beim Alpenverein Dornbirn. „Ich bin durch meine sportlichen Kinder Clara und Laurin zum Klettern gekommen und dabei geblieben“, sagt sie mit einem Lächeln. Griff für Griff Der 17-jährige Simon Marxgut testet in der großen Halle

Ausrüstung Zum Klettern braucht man: » ein Seil (je nach Länge 110–255 Euro; Kindern und Anfängern wird ein Seil gestellt), » einen Klettergurt (50–120 Euro), » Expressen-Set mit Karabiner (20–30 Euro) » einen Chalk-Bag (25 Euro) und Chalk/Magnesium (4–10 Euro), » Schuhe (40–135 Euro; bei Erwachsenen ist der Vorspann des Schuhs versteift, um besseren Halt zu haben; die Schuhe werden eher zu klein gekauft, um einen besseren Druck aufbauen zu können, und » für den Außenbereich einen Helm (50–100 Euro)

Griff für Griff eine der Wettkampfrouten für die Landesmeisterschaften, die an diesem Wochenende in der Dornbirner Kletterhalle ausgetragen werden. Plötzlich, schon recht weit in die Höhe geklettert, fällt der Andelsbucher rund vier Meter tief. Sein Sicherer Laurin Meusburger (16) wird ein paar Schritte nach vorne gezogen. Hat alles unter Kontrolle. „Je nachdem, wie viel Seil man gibt, wird man ein Stück weiter nach vorne gezogen.“ Laurin ist bereits seit zehn Jahren begeisterter Kletterer und erklärt: „Simon testet, ob die vom Routenplaner gesteckte Route für den kommenden Wettbewerb überhaupt kletterbar ist oder ob vielleicht ein Fehler gesteckt wurde. Er darf das, da er für diese Kategorie mit 17 Jahren bereits zu alt ist“, sagt Laurin, während sein Blick nicht vom Kletterpartner an der Wand abweicht. Bouldern – ohne Seil und Gurt Im Boulderbereich für Fortgeschrittene der Kletterhalle blickt ein Kletterer konzentriert die vor im stehende, nach vorn geneigte, überhängende Wand an. Die Wand ist

Ich überlege mir im Vorhinein die Route, die ich klettern will. NEMUEL FEURLE

übersät mit unzähligen unterschiedlich großen, bunten Griffen. Nemuel Feurle (14) plant zuerst die Route, die er zurücklegen will – ähnlich der Slalomfahrer, die vor dem Rennen im Geiste die Strecke zurücklegen. „Die verschiedenen Farben zeigen unterschiedliche Schwierigkeitsgrade“, erklärt er. Nemuel wärmt sich mit Bouldern für die große Kletterwand auf. Leistungsträger wie Nemuel wärmen sich rund eine halbe Stunde für das zweibis dreistündige Training auf. „Ich überlege mir im Vorhinein die Route, die ich klettern will.“ Beim Bouldern (engl. boulder für Felsblock) wird ohne Seil und Sicherheitsgurt geklettert, jedoch in Absprunghöhe. Die ausgelegten weichen Matten unterhalb der Boulderwand garantieren dem Kletterer eine sichere Landung. Der junge Kletterer nimmt Griff für Griff die

Wand, als gäbe es nichts Leichteres. Mit einem Sprung ist er vom obersten Griff wieder zurück auf dem weichen Boden gelandet und lächelt. „An der Wand bleibt nicht mehr viel Zeit zum Überlegen“, weiß Trainer Mark Amann. Er trainiert in zwei Leistungskadern die 13- bis 18-Jährigen und die 9- bis 13-Jährigen zu leistungsstarken Wettkampfkletterern. „Über den Alpenverein oder die Naturfreunde gibt es die ersten Berührungspunkte mit den Sportkletterern“, sagt der 33-jährige Altacher. „In den Kadergruppen trainieren wir die Jugendlichen in der Technik und im Bereich Leistung, Kondition, Maximalkraft und Ausdauer weiter.“ Der achtmalige Staatsmeister weiß, wie die Nachwuchskletterer auf die Wettkämpfe optimal vorbereitet werden. Doch nun wird weiter trainiert. Die Leistungsträger Leonie Venier, Johannes und Andreas Hofherr haben schon die nächste Kletterroute fest im Griff. Infos zum Thema Klettern und Bouldern geben die Vorarlberger Alpenvereine und Naturfreunde unter www.klettern-vorarlberg.at oder sind unter www.k1-dornbirn.at zu finden.

VN-INTERVIEW. Daniel Batlogg (22), Elektrotechniker im Bereich Energiewirtschaft

Karriere mit Umweltgedanken Das Thema Umwelt lässt Daniel Batlogg nicht los. Der Lorünser Elektrotechniker im Bereich Energiewirtschaft setzt sich privat für die Umwelt ein.

Konzeptvarianten, die wir später mit den Illwerken technisch und wirtschaftlich bewerteten.

UMWELT.

Im Freundeskreis ist Thema, dass in Lustenau mehr für den Sport und Sportmöglichkeiten getan werden soll. Ich hoffe, dass eine erste Kunstrasenanlage zum Fußballspielen gebaut wird. Tarek Basalic,

14, Lustenau

Impressum Redaktion: Bettina Maier-Ortner Fotos: VN/Philipp Steurer/Bettina Maier-Ortner, aha, Land Vorarlberg, Fotolia Layout: Christian Lorenz

Wie bist du zum Diplomarbeitsthema „Automatisierte Rechenreinigung und Rechengutentsorgung im Latschauwerk“ gekommen? BATLOGG: Ich hatte seit der Lehre noch einen engen Bezug zum Unternehmen, sowie privates Interesse an erneuerbaren Energien. Das Projekt einer automatisierten Rechenreinigungsanlage verband gut die Schwerpunktfächer der HTL Automatisierungstechnik mit Mechanik. Unsere Arbeit bestand in der Ausarbeitung verschiedener

VN: Was war die Herausforderung? BATLOGG: Um uns einen Überblick über die verschiedenen handelsüblichen Systeme verschaffen zu können, besuchten wir mehrere Anbieter in Österreich. Mithilfe dieses Gedankenaustauschs mit den Herstellern konnten wir ein eigenes System ent-

Zur Person Daniel Batlogg Geburtsdatum: 24.11.1992 Wohnort: Lorüns Beruf: Elektrotechniker im Bereich Energiewirtschaft, in der Abteilung Energietransportanlagen Hobby: Kochen, Skifahren, Radfahren

werfen, da es durch die sehr beengten Platzverhältnisse bei unserem Projekt keine Standardlösung gab. Die spätere Ausarbeitung und Berechnung funktionierte aufgrund des tollen Zusammenhalts im Projektteam hervorragend.

BATLOGG: Zu meinen Auf-

VN: Hast du zu Hause Berührungspunkte mit Nachhaltigkeit gehabt? BATLOGG: Dieses Thema wurde zu Hause kaum behandelt. Es wurde erst präsenter, als ich in der Lehre selbst in die Branche der erneuerbaren Energien kam. Intensiv habe ich mich erst die letzten Jahre damit beschäftigt.

VN: Wo ist hier der Umweltund Nachhaltigkeitsgedanke wichtig? BATLOGG: Freileitungen stellen die wichtige Verbindung zwischen unseren Kraftwerken und den Verbrauchern dar, beziehungsweise die Verbindung von Windkraftanlagen mit unseren Pumpspeicherkraftwerken. Mit diesem Wechselspiel lässt sich eine Versorgung mit erneuerbaren Energien gut verwirklichen. Es war mir ein Anliegen, in einem

gaben zählt alles rund um elektrische Freileitungen in Vorarlberg. Angefangen von der Planung von Instandhaltungsmaßnahmen über Messungen bis hin zur Projektleitung bei Umbauarbeiten oder Mastverlegungen. Daniel Battlogg.

VN: Du arbeitest bei Illwerke VKW im Bereich Energietransportanlagen. Was kann man sich darunter vorstellen?

ökologischen Unternehmen zu arbeiten. VN: Ist Nachhaltigkeit auch in deiner Freizeit präsent? BATLOGG: Ich setze mich seit drei Jahren für den schonenden Umgang mit Tieren und Natur ein und ernähre mich vegetarisch. Es hat meinen Horizont bei Nahrungsmitteln erweitert. Auch fahre ich begeistert mein zweites E-Auto, das mit Ökostrom betrieben wird.


DIENSTAG, 24. MAI 2016

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VORARLBERGER NACHRICHTEN

Eine App für alle Fälle Die Vorarlberger Jugendkarte 360 bietet Aktivitäten und Angebote bei über 300 Partnern im Land.

Im Jahr 2015 hatten 11.973 von rund 31.200 Vorarlberger Schülern und Lehrlingen im Alter zwischen 14 und 20 Jahren die 360card. Seit rund 15 Jahren bietet die kostenlose Karte nicht nur in über 300 Partnerbetrieben in ganz Vorarlberg Ermäßigungen und Vorteile. Mit der Karte sollen Jugendliche zudem einen einfacheren Zugang zu Informationen bekommen und den Lebensraum Vorarlberg besser erleben können, so die Initiatoren vom Land Vorarlberg sowie den 96 Vorarlberger Gemeinden. „Seit rund zwei Jahren gibt es nun die ‚360-to-go‘. Diese kann mittels der 360-App und den individuellen Zugangsdaten am Smartphone abgerufen werden. Im Jahr 2015 wurde die 360-App 5828-mal heruntergeladen. Wichtig ist dabei ein aktuelles Foto“, weiß ahaMitarbeiterin Sandra Dangel (26). Die Anmeldung für die mobile Version der 360card unterliegt denselben Verifizierungskriterien wie die Plastikkarte. Die Daten des Online-Formulars sowie das Foto muss der Antragsteller im aha, Gemeindeamt oder einer Hypofiliale mit einem amtlichen Lichtbildausweis bestätigen. „Der Jugendliche

regelmäßig in Kreativ-Workshops den aha-Mitarbeitern ein Feedback über das Angebot“, so Dangel. So gestalten Vorarlberger Jugendliche die abwechslungsreichen Angebote der 360card aktiv mit. Verlosungen und Gewinnspiele wie der „fättige Fritag“, an dem jedem Monat coole Preise locken, oder auch die 360-Winteraktion mit vergünstigten Skikarten machen die Card für Jugendliche attraktiv. Und im Winter haben beispielsweise 1359 mit der 360 ermäßigte Ski-Saisonkarten gekauft.

MOBILE INFOS.

Mit der 360card können sich Jugendliche via Smartphone auch bei Behörden ausweisen.

bekommt umgehend eine provisorische Karte und innerhalb von 48 Stunden die Zugangsdaten für die 360-togo“, sagt Dangel. Nachweis via Smartphone Auch als Altersnachweis ist die 360card bei den Vorarlberger Jugendlichen besonders beliebt, informiert Dangel. Neu ist, dass die 360-to-go nun auch in vielen Vorarlberger Klubs, Restaurants und bei Behörden als Altersnachweis via Smartphone akzeptiert wird. Was

praktisch ist, denn das Smartphone haben heutzutage die meisten jungen Leute immer griffbereit. „Das konnten wir in Zusammenarbeit mit der Landessicherheitsdirektion realisieren“, freut sich die Lustenauerin über die unkomplizierte Möglichkeit für Jugendliche, sich auszuweisen. Das Foto kann auf dem Smartphone praktischerweise vergrößert werden und auch im Dunkeln sind das Bild und die persönlichen Informationen gut lesbar. „Die Inhaber der 360card geben

Musik aus Vorarlberg Besonders stolz ist man auch auf v:tunes – die OnlineMusikplattform der 360card. Über 130 registrierte Vorarlberger Nachwuchsbands und -musiker können sich auf dieser professionell gestalteten Plattform einer breiteren Öffentlichkeit vorstellen, austauschen und den nächsten Gig generieren. Insgesamt gibt es rund 280 User der v:tunes-Plattform. „Wir bieten mit der Plattform den Musikern auch gratis Workshops von Tontechnik bis Bühnenperformance an“, weiß Sandra Dangel. Und das wird genutzt: Letztes Jahr gab’s 18.545 Zugriffe auf die v:tunes-Website. Weitere Informationen und die Anmeldung zur 360card unter den Links: www.360card.at/card, www.360card.at/app sowie unter www.360card.at/alterskontrolle

Bequem und im kleinen Rahmen Infos erhalten, das können Jugendliche jetzt ganz leicht buchen. FOTO: AHA

Beratung kommt zur Couchparty frei Haus „aha-to-go“ — Gratisberatungen mit Freunden und zu Hause. Eine Couchparty mit Freunden zu Hause feiern und gleichzeitig Infos INFOSTUNDE.

Derzeit bewegt mich das Flüchtlingsthema, was wir in der Studienberechtigungsprüfung und im Freundeskreis besprechen. Auch meine Eltern sind vor 30 Jahren nach Vorarlberg gekommen. Ayla Dumanli, 24,

Dornbirn

von Experten zum Thema Finanzen oder Auslandsaufenthalten erhalten – das geht jetzt mit dem aha. Mit dem neu entwickelten „aha-togo“ können Freunde über das aha eine Infostunde zu einem Thema, das sie in der Gruppe derzeit bewegt, buchen. Egal zu welchem Thema, ob Finanzen, Versicherungen, Reisen, Bewerbungen oder Förderungen für Projekte, die Experten kommen zu den Jugendlichen bequem nach Hause oder man trifft sich im Café um die Ecke. Die Beratung für Gruppen zwischen fünf und zehn Jugendlichen im privateren Rahmen ist kostenlos. Und damit die Beratung nicht zu „trocken“ wird, bringt der aha-Experte Snacks und Getränke sowie aha-Überraschungs-Goody-Bags für jeden mit. Direkt zum aha-to-go: http://VOL.AT/su4YZM


DIENSTAG, 24. MAI 2016

8 Jugend im Fokus

Ich mach’ mich schlau mit aha Nahezu zu allen Themen, die junge Leute betreffen, hat das aha Antworten. ANTWORTEN. „Ich helfe in allen

Bereichen hier im aha mit. Derzeit bin ich an der ahaAPP-Entwicklung beteiligt. Wir testen unsere APPs und aktualisieren sie, wenn notwendig“, berichtet die 16-jährige Damla Karakas über ihre Tätigkeiten im aha Dornbirn. Und sie fügt gleich hinzu: „Ich bin ein Handyjunkie und daher auch für die Pflege des Instagram-Accounts und des aha-Blogs zuständig.“ Die Bregenzerin arbeitet für fünf Monate einmal die Woche in der aha-Stelle, beim Dornbirner Bahnhof mit. Weitere Anlaufstellen gibt es in Bregenz und Bludenz. Das aha ist Info-Plattform für Jugendliche, die Antworten suchen. Und die Zahlen geben sogleich Aufschluss, wie beliebt die Anlaufstelle bei Jugendlichen ist: Insgesamt 18.452 persönliche Anfragen wurden in den drei Vorarlberger aha-Stellen im Jahr 2015 gestellt, 244.785 Mal wurde die Ferienjob- und 67.612 Mal die Lehrstellenbörse aufgerufen. 584.601 Website-Aufrufe gab’s von aha.or.at und 360card.at. Die Aufbereitung der jeweiligen Themen richtet sich nach den

Interessen und Bedürfnissen der Jugendlichen. Sie erhalten in den aha-Stellen Orientierung und Informationen, um selbstbestimmt Entscheidungen treffen zu können. Auch können sich die jungen Leute Kompetenzen im aha aneignen und werden bei der Umsetzung von Projekten unterstützt. Die Vorarlberger aha-Stellen arbeiten nach den Qualitätskriterien der österreichischen Jugendinfos. Lernen, informieren und wissen Das Thema Lernen nehmen Jugendliche ernst und da-

Mich interessiert die Wahl des Bundespräsidenten, darüber sprechen wir in der Schule und lese ich in der Zeitung. Auch möchte ich einen Kunstrasenplatz, der für die Jugend ganzjährig nutzbar ist. Tobias

Scheffknecht, 14, Lustenau

her ist die aha-Onlinebörse „Nachhilfe“ bei Schülern besonders beliebt. 43.761 Zugriffe verzeichnete die Plattform 2015. „Mit der ahaNachhilfebörse kommen Nachhilfesuchende unkompliziert mit Nachhilfelehrern wie Schülern, Studenten oder Lehrern in Kontakt. Unsere aha-Checkliste hilft online bei der Auswahl“, informiert Carolina Fleisch (26) vom aha-Team in Bludenz. Auch in Sachen Meinungsbildung wollen sich Jugendliche auf den aktuellsten Stand bringen: „Jugendliche fühlen sich politisch nicht gut informiert“, stellt Fleisch fest. Daher ist das aha ein wichtiger Ansprechpartner: Workshops im Rahmen von „Jugend & Politik“ regen zur aktiven Meinungsbildung und Beteiligung an. „Von Debatte- und Redekunst-Workshops über Präsentationen, Workshops über Informations- und Entscheidungskompetenz im Internet, Facebook und Co. bis hin zum ‚FrageRaum Politik‘ bietet das aha die Möglichkeit, sich mit Meinungen, Informationen und Politikern zu befassen“, zählt die Vandanserin auf. Rund 330 Jugendliche haben beim FrageRaum im letzten Jahr mitgemacht. Vom Ferien- und Nebenjob bis hin zur Lehrstellenbewerbung: Interessierte finden

Insgesamt 18.452 persönliche Anfragen wurden in den drei Vorarlberger aha-Stellen 2015 gestellt.

Jugendliche fühlen sich politisch nicht gut informiert. CAROLINA FLEISCH

nicht nur eine Gratis-plattform für Jobanbieter und Jobsuchende, sondern auch Unterstützung rund um das Thema Bewerbung mit Computer-Arbeitsplätzen sowie eine Gratis-BewerbungsfotoAktion mit professionellen Fotografen. Die Broschüre „Ferien- und Nebenjobsuche“ ist voll mit Tipps, Checklisten und rechtlichen Hinweisen. Neu ist im aha ist die „WIK:I Kompetenzanalyse“, mit der in einem Gespräch Fähigkeiten und Engagement, derer sich die Jugendlichen vielmals nicht bewusst sind, erfasst und ihre Stärken erarbeitet und festgehalten

werden. Wenn Anna als Babysitter arbeitet oder Cem als Trainer im Fußballverein aktiv ist, sind das Kompetenzen, die bei einer Bewerbung genannt werden sollten. Fit für den Beruf Mit dem neuen Workshop „Bewerbung – Top oder Flop“ kann man sich im aha der „DOs und DON’Ts“ bewusst und sich für das nächste erfolgreiche Bewerbungsgespräch fit machen. Fast 550 Jugendliche haben im letzten Jahr bei den angebotenen Workshops teilgenommen. Wer sich nicht nur im aha informieren möchte, sondern selbst aktiv sein will, für den gibt’s eine Vielzahl an Möglichkeiten: In den Teams von aha und 360 können Jugendliche aktiv mit dem InfoTeam an Schulen über Aktionen und Themen berichten oder im Multimediateam die Fülle an Infos multimedial

aufbereiten. Viele junge Leute wollen nach ihrem Schulabschluss ins Ausland und Erfahrungen sammeln. „Bei unserer aha-Messe ‚welt weit weg‘, die einmal im Jahr mit auslandserfahrenen Jugendlichen stattfindet, stellen verschiedene Organisationen ihre Auslandsprogramme vor“, weiß Fleisch. Auch dass bei „Travel & Work“ nicht alles in allen Ländern möglich ist, zeigen die aha-online-Seiten „work away“ auf und bieten tolle Alternativen. Dass es neben dem klassischen Reisen auch coole Möglichkeiten wie Couchsurfen, Sprachreisen oder das freiwillige soziale Jahr in Afrika oder Asien gibt, erfahren junge Globetrotter im aha. Wer ein wenig im Fernweh schwelgen möchte, ist auf der aha-Seite ahamomente.at genau richtig. Kurzlink zur AHA-Info-Seite: http://VOL.AT/su4YTY


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