Unsere Wirtschaft. Unsere Zukunft.
Oh, wie schรถn ist Vorarlberg
Foto: VN/Steurer
70 Ausflugstipps Kultur Kulinarik
SAMSTAG/SONNTAG, 20./21. JUNI 2015
2 Unser Vorarlberg. Unsere Zukunft. Eine kulturelle Zuflucht im Prachtclub Dornbirn DORNBIRN. Der vierte Conrad Sohm Kultursommer bietet Musikliebhabern aus Vorarlberg und dem Bodenseeraum sowie zahlreichen im Sommer tourenden Künstlern eine kulturelle Zuflucht. Das Festival präsentiert offene kulturelle Vielfalt und belebt das Conrad Sohm mit einer
noch nie da gewesenen Konzert- und Clubreihe im Dornbirner Prachtclub. Bis zum 11. September werden noch Künstler und Bands wie Yellowcard, Madsen, Bonaparte, The Subways, The Baseballs, Anti-Flag, Friska Viljor, Bad Religion oder Jennifer Rostock erwartet. Auch steht das Kultursommer Experiment von Andreas Ender auf dem Programm. Im Rahmen des Festivals wird der Künstler sein Projekt „Paperbag reborn“ in einen interaktiven Rahmen bringen und die Besucher einladen, sich fotografieren zu lassen. Für das Foto erhält jedes „Modell” einen exklusiven Papiersack mit dem eigens angefertigten Kultursommer-Gesicht.
Bonaparte gastiert am 26. Juli im Dornbirner Prachtclub. FOTO: APA
Der Conrad Sohm Kultursommer läuft noch bis 11. September. Weitere Infos zum Programm und Tickets gibt‘s unter www conradsohm.com
Das Beste aus ganz Österreich
Blasmusik der besonderen Art
BREGENZ. Unter dem Motto „Best of Austria“ stehen am 5. September jene Künstler an einem Abend auf der Bregenzer Seebühne, die der österreichischen Austro-PopSzene ihre Identität geben. Mit dabei sind: Wolfgang Ambros, die EAV, Schiffkowitz, Hans Krankl (Johann K.) & Monti Beton sowie Zündschnur & Band. Gänsehaut ist garantiert!
DORNBIRN. Am 18. Juli findet auf dem Messegelände in Dornbirn eines der größten Blasmusikfestivals Österreichs statt. Bei „Summer Brass 2015“ werden internationale Blasmusikensembles für eine einzigartige Festivalstimmung sorgen. Mit dabei sind unter anderem der HMBC, Russkaja, Fäaschtbänkler, Da Blechhauf’n XXL, Innsbrucker Böhmische.
Ein Sommer im Zeichen von Kunst und Kultur BREGENZ. Wie bereits in den vergangenen Jahren wird die KUB-Arena für das diesjährige Sommerprogramm das Kunsthaus temporär verlassen und den Karl-Tizian-Platz in einen dynamischen öffentlichen Raum verwandeln, der Unterhaltung und Möglichkeiten des Austauschs bietet. Für das diesjährige Sommerprogramm kommen die in New York lebenden Künstle-
rinnen Kerstin Brätsch und Debo Eilers mit ihrem Gemeinschaftsprojekt „Kaya“ nach Bregenz. Kaya ist ein 18-jähriges Mädchen aus Texas, mit dem die Künstlerinnen seit 2010 zusammenarbeiten. Sie bildet den Ausgangs- und Mittelpunkt ihrer Ausstellungen, Performances und Interventionen. Das ganze Programm gibt es unter kunsthaus-bregenz.at
Eine Liebesgeschichte unter freiem Himmel Die 70. Bregenzer Festspiele werden mit der Oper „Turandot“ als Spiel auf dem See eröffnet. BREGENZ. Die 70. Bregenzer Festspiele eröffnen am 22. Juli 2015 ihre erste Spielzeit unter der neuen Intendantin Elisabeth Sobotka mit der Oper „Turandot“ von Giaco-
mo Puccini als Spiel auf dem See. „Puccinis ,Turandot‘ ist einzigartig in ihrer Dimension, der geheimnisvollen Erotik, den spektakulären Chorszenen und nicht zuletzt durch ,Nessun dorma‘, eine der berühmtesten Arien der Welt“, gibt Neo-Intendantin Sobotka einen Vorgeschmack auf das Spiel auf dem See. Im Festspielhaus gelangt die Oper „Hoffmanns Erzäh-
lungen“ von Jacques Offenbach zur Aufführung, und auf der Werkstattbühne wird das Musiktheaterwerk „Der goldene Drache“ von Peter Eötvös als österreichische Erstaufführung gezeigt. Neu im Programm sind außerdem das Opernstudio, bei dem sich junge Talente intensiv mit Wolfgang Amadeus Mozarts „Così fan tutte“ beschäftigen. Auch das Opern-
atelier bietet in Zusammenarbeit mit dem Kunsthaus Bregenz Einblicke in den Entstehungsprozess eines neuen Musiktheaterwerks. Darüber hinaus stehen mit Orchesterkonzerten, der Kammermusikreihe „Musik und Poesie“ sowie der Reihe „crossculture“ insgesamt knapp 80 Veranstaltungen auf dem Spielplan des Sommerfestivals am Bodensee.
Turandot
Mit „Turandot“ wird die erste Spielzeit unter der neuen Intendantin Elisabeth Sobotka eröffnet. FOTO: BREGENZER FESTSPIELE/MARKUS TRETTER
Die Terrakotta-Krieger als wesentliches Merkmal des Bühnenbildes.
» Musikalische Leitung Paolo Carignani » Libretto Giuseppe Adami und Renato Simon » Bühnenbild Marco Arturo Marelli » Kostüme Constance Hoffman » Premiere 22. Juli 2015 - 21.15 Uhr, Seebühne, Dauer 2.15 Stunden » Weitere Aufführungen 22., 24., 25., 26., 28., 29., 30. Juli sowie am 1., 2., 4., 5., 7., 8., 9., 11., 12., 13., 14., 15., 16., 18., 19., 20., 21., 22., 23. August » Weitere Informationen zum Programm und Karten unter: www.bregenzerfestspiele.at
Der Musikhotspot des Sommers Das 22. Poolbar-Festival bietet weit mehr als große Namen der Musikszene. Aloe Blacc, Jack Garratt, Jaguar Skills, Käptn Peng & Die Tentakel von Delphi, Wanda, James Hersey, Pusha T, Darwin Deez, William Fitzsimmons, Olympique, The Menzingers, Kele (live/Bloc Party) und viele mehr stehen auf dem diesjährigen Programm des PoolbarFestivals im Alten Hallenbad in Feldkirch, bei dem einmal mehr rund 20.000 Musikbegeisterte aus dem Bodenseeraum erwartet werden. Doch nicht nur die großen
FELDKIRCH.
Namen der Musikszene sind es, die die Qualität des Poolbar-Festivals jedes Jahr aufs Neue ausmachen. Auch auf das musikalische Nischenprogramm und die regionale Musikszene im Ländle wird sehr viel Wert gelegt, denn auch heuer werden wieder zahlreiche fulminante Abende mit regionalen Bands bei freiem Eintritt zu genießen sein. Freibad im Außenbereich Das große „Poolbar auf der Wiese“-Open-Air wird es heuer nicht geben – dafür wird der gesamte Außenbereich neu gestaltet und der Brutkasten,
die bestens bekannte, Kulturraum gewordene Nische, wird gepimpt und dient jeden Samstag als musikalisches Freibad: Hier finden ab 19.30 Uhr akustische Konzerte lässiger Bands statt. Laue Sommernächte, gutes Essen, kühle – und ebenso gute – Drinks lassen jeden Abend stilvoll beginnen.
Abseits der nächtlichen Konzerte und Partys bietet das Sommerfestival auch für Familien ein buntes Programm: Bei den beliebten Jazzfrühstücken im Reichenfeldpark stehen jeden Sonntag um 11 Uhr erlesene Bands auf der völlig neu gestalteten Außenbühne. Neu in diesem Jahr ist außerdem die begleitende Zirkuswerkstatt in Kooperation mit Zack&Poing, bei der Groß und Klein ihre Fertigkeiten in Akrobatik und Jonglieren testen können.
Headliner Aloe Blacc.
Das Poolbar-Festival 2015 findet vom 10. Juli bis 15. August im Alten Hallenbad in Feldkirch statt. Infos und Tickets gibt es unter: poolbar.at
Das 26. Szene Openair trumpft mit hochkarätigen Bands und Vorarlberger Newcomern auf Das größte Festival Westösterreichs findet heuer vom 30. Juli bis 1. August am Alten Rhein in Lustenau statt. Nachhaltig organisiert und ehrenamtlich durchgeführt, bringt das Volksbank
Vorarlberg Szene Openair zum 26. Mal internationale Headliner und Vorarlberger Newcomer nach Lustenau: Mit dabei sind neben Kraftklub (im Bild), Casper, Enter Shikari und K.I.Z.,
auch Bilderbuch, Alligatoah, Sophie Hunger oder Gregor Meyle . Tickets gibt es bei allen Volksbanken, im Musikladen oder bei oeticket.com. FOTO: VN/STEURER
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VORARLBERGER NACHRICHTEN
VN-INTERVIEW. Karlheinz Rüdisser (60) und Hans-Peter Metzler (49)
Die Tourismusbranche blickt optimistisch in Richtung Sommer; aufgrund der Steuerreformpläne der Bundesregierung ist die Sorge um die wirtschaftliche Zukunft und Wettbewerbsfähigkeit allerdings groß.
FOTO: L. BERCHTOLD
„Es sind einige Perlen am Wachsen“ Im Gespräch: Landesstatthalter Karlheinz Rüdisser und Tourismus-Spartenobmann Hans-Peter Metzler. BREGENZ. (VN-ger) Wieso Vorarlberg derzeit in allen relevanten Rankings immer weiter nach hinten rutscht, und mit welchen Erwartungen die Tourismusbranche in die Sommersaison startet.
Die Steuerreform war für den Tourismus ein böses Erwachen. Wie nehmen Sie derzeit die Stimmung in der Branche wahr? HANS-PETER METZLER: Die Stimmung ist positiv, was den bevorstehenden Sommer anbelangt, aber gedrückt, wenn es um unsere wirtschaftliche Zukunft und Wettbewerbsfähigkeit geht. Wir rutschen derzeit in allen relevanten Rankings immer weiter nach hinten. Vor allem wird durch die Mehrwertsteuererhöhung die Wettbewerbssituation im internationalen Vergleich verschlechtert. Durch die enorme Verteuerung der Betriebsübergaben wird der Nachfolgegeneration ein weiterer Rucksack mit auf den Weg gegeben, der es vielen jungen Menschen in unserer Branche verleiden wird, den elterlichen Betrieb zu übernehmen. Eine Branche, die in den vergangenen Jahren sehr erfolgreich
gearbeitet hat und immer ein festes Standbein war, wenn die Wirtschaft insgesamt geschwächelt hat, wird durch die Steuerreformpläne der Bundesregierung unverhältnismäßig zum Handkuss gebeten. Herr Metzler, Sie haben angekündigt, nicht klein beigeben zu wollen. Was sind die nächsten Schritte? METZLER: Die Steuerreform ist noch nicht beschlossen. Wir arbeiten derzeit noch intensiv daran, die für den Tourismus drohenden Belastungen zu verhindern bzw. zu korrigieren. Wir sind laufend auf Bundes- und Landesebene in Gesprächen und Verhandlungen. Besonders schön ist es, zu erfahren, dass die Landespolitik, allen voran Landeshauptmann Wallner, zu 100 Prozent hinter uns steht und uns massiv unterstützt. Wie wird das rote Telefon angenommen? METZLER: Die Einrichtung einer Bürokratieservicestelle in Verbindung mit einer Bürokratiehotline und dem Angebot eines Bürokratiecoaches für unsere Betriebe war eine richtige und wichtige Entscheidung. Anfragen und Problemfälle kommen seit dem Start vor wenigen Tagen laufend herein. Unsere Betriebe sind einfach nicht mehr in der Lage, die überbordende und ständig wachsende Bürokratie und
Zur Person Hans-Peter Metzler Obmann der Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft der WKV Geboren: 8. August 1965 Familie: verheiratet, drei Töchter Ausbildung: 3 Jahre Tourismusschule Bludenz, 3 Jahre Aufbaulehrgang für höhere Tourismusberufe in Bludenz, Matura Karriere: 1986 Übernahme der Verantwortung im elterlichen Betrieb, seit 2010 Obmann der Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft in der WKV Unternehmen: Hotel „Das Schiff “ in Hittisau
Karlheinz Rüdisser Landesstatthalter Geboren: 25. Februar 1955 Familie: verheiratet, eine Tochter, zwei Söhne Ausbildung: Matura an der Handelsakademie Bregenz, Studium der Handelswissenschaften an der WU Wien Karriere: Wirtschaftsabteilung des Landes (1980–1986), Leiter der Wirtschaftsabteilung (1986–2008), Vizebürgermeister Lauterach (1995– 2008), Landesrat (2008–2011), seit Dezember 2011 Landesstatthalter
Verwaltung zu überblicken. Sie sind überfordert und fühlen sich alleingelassen. Es ist hoch an der Zeit ernsthaft damit zu beginnen, Bürokratie auf Landes-, Bundesund EU-Ebene nicht nur zu stoppen, sondern wieder zurückzubauen, nicht nur neue Bürokratiebelastungen zu vermeiden, sondern auch bestehende Gesetze nach Möglichkeiten der Deregulierung zu durchforsten. Wir sind uns bewusst, dass das ein Langzeitprojekt ist und schwieriger wird, je mehr es in die Kompetenzbereiche von Wien und Brüssel geht. Herr Rüdisser, das Land Vorarlberg hat eine Bürokratiekommission eingerichtet. Welche Spielräume hat das Land in Sachen Entbürokratisierung? KARLHEINZ RÜDISSER: Die Vorarlberger Landesregierung bekennt sich im Arbeitsprogramm „Vorarlberg gemeinsam gestalten“ klar zum Bürokratieabbau. Ziel ist es, gesetzliche Bestimmungen auf ihre Sinnhaftigkeit zu überprüfen, neue Gesetze möglichst einfach und verständlich zu formulieren und die Auslegung und Handhabung sowie eine einheitliche Interpretation des in verschiedenen Gesetzen verankerten Grundsatzes der wirtschaftlichen Vertretbarkeit und Zumutbarkeit zu gewährleisten. Dafür wurde ein Ausschuss für Deregulierung mit Vertretern von Land und Wirtschaftskammer unter Einbeziehung der Bezirkshauptmannschaften Bludenz und Bregenz eingerichtet. Unnötige Kosten und Verzögerungen sollen in Zukunft vermieden werden. Der letzte Sommer war der beste Sommer aller Zeiten und das trotz schlechtem Wetter. Ist es eine neue Erkenntnis, dass die Gäste immer wetterunabhängiger reisen? RÜDISSER: Die Sommersaison des Vorjahres hat gezeigt, dass trotz der vielen Regentage im Hochsommer mehr
Karlheinz Rüdisser und Hans-Peter Metzler rechnen auch diesen Sommer mit einer erfreulichen Gästezahl. FOTO: VN/PAULITSCH
Gäste als je zuvor nach Vorarlberg kamen. Angesichts des vielseitigen Urlaubs- und Ausflugsangebots spielt die Wetterabhängigkeit keine große Rolle mehr. Was sind Ihre Erwartungen für den heurigen Sommer? RÜDISSER: Die im Sommer liegenden Potenziale werden in allen Destinationen zunehmend genutzt und auch im heurigen Sommer können Gäste wieder von vielfältigen und attraktiven Produkten und Packages profitieren. Auch neue Angebote, wie der „Umgang Bregenzerwald“ oder Ausstellungen, Wanderungen und Veranstaltungen zum Anlass „150 Jahre Erstbesteigung Piz Buin“, attraktivieren das Sommerangebot. Ich bin überzeugt, dass wir auch in dieser Saison mit erfreulichen Gästezahlen rechnen können. Ein Teil der Tourismusstrategie 2020 ist die regionale Küche und Gastfreundschaft. Inwieweit können Veranstaltungen wie Forum Genuss Alpen zum Ziel, Nummer eins zu werden, beitragen? METZLER: Das Forum Genuss Alpen wurde heuer zum ersten Mal durchgeführt. Es ist zum einen eine Botschaft nach innen, soll Bewusstsein bilden und Anregungen und Anreize schaffen. Das Forum Genuss Alpen wird
Angesichts des vielseitigen Angebots spielt die Wetterabhängigkeit keine große Rolle mehr. KARLHEINZ RÜDISSER
längerfristig Wettbewerb und Kreativität fördern, neue Ideen in die Köpfe und auf den Teller bringen. Das Forum ist nicht nur eine kulinarische Reise, sondern auch eine Dialogplattform und eine kritische Auseinandersetzung mit regionaler Küche und Entwicklungen in unserer Branche insgesamt. Die Jugend mit den internationalen Stars in Küche und Service in Berührung zu bringen, war uns auch besonders wichtig. Da sind gerade einige Perlen am Wachsen, die unserer Branche noch viel Freude bereiten werden. Das Forum unterstützt auch den Dialog und die Zusammenarbeit mit unserer Landwirtschaft und hilft, die bestehenden Verknüpfungen weiter zu festigen und zu entwickeln. Für den heurigen Sommer gibt es gleich viele Kontingentplätze für Mitarbeiter aus Drittländern wie im Vorjahr, das AMS bevorzugt heuer allerdings Anträge von Asylanten. Könnte die Vergabereglung durch
das AMS zu einem Problem werden? METZLER: Wir haben nach mehreren Jahren heuer erstmals wieder ein gleich hohes Saisonkontingent wie im Vorjahr bekommen. Das hätte an sich für diesen Sommer eine problemlose Mitarbeitersituation versprochen. Leider hat das AMS Vorarlberg entgegen der seit vielen Jahren geübten Praxis für heuer beschlossen, zuerst alle Anträge für Asylanten zu genehmigen und danach für alle Fachkräfte, auch wenn sie bisher noch nie in Österreich gearbeitet haben. Auf Betriebsgrößen und regionale Besonderheiten wurde nicht mehr Rücksicht genommen. Das hat dazu geführt, dass einige Betriebe langjährige Mitarbeiter in diesem Sommer nicht mehr beschäftigen konnten. Bei den Schweizer Gästen gab es im Winter teilweise zweistellige Zuwachsraten. Ist das auch im Sommer so zu erwarten? RÜDISSER: Mit einem Gästeanteil von 13 Prozent sind die Schweizer Gäste in Vorarlberg sehr stark vertreten. Wir gehen davon aus, dass sich die Nachfrage aus der Schweiz auch im Sommer noch verstärken wird. Inwieweit spielt dem Tourismus die gute deutsche Konjunkturlage in die Karten? RÜDISSER: Jährlich besuchen rund 2,2 Millionen Gäste unser Land und buchen 8,5 Millionen Nächtigungen. Mit einem Gästeanteil von 54 Prozent ist Deutschland der wichtigste Herkunftsmarkt. Vorarlberg profitiert als Tourismusland natürlich von der guten deutschen Konjunkturlage. Die Marktbearbeitung von Vorarlberg Tourismus und der Tourismusdestinationen ist darauf ausgerichtet, die Internationalisierung zu forcieren und den hohen Marktanteil in den Kernmärkten, insbesondere dem deutschsprachigen Markt, zu halten.
SAMSTAG/SONNTAG, 20./21. JUNI 2015
4 Alpenregion Bludenz
Auf ins Sommerabenteuer Bludenz Abwechslungsreich geht es in der Tourismusregion Bludenz auch im Sommer zu. SABRINA STAUBER E-Mail: sabrina.stauber @vorarlbergernachrichten.at Telefon: 05552/62471-13
BLUDENZ. Wandern, Biken, Golfen, Genuss- und Kulturveranstaltungen besuchen oder doch lieber mit den Kindern spielerisch die Natur entdecken? In der Alpenregion Bludenz gibt es Möglichkeiten für alle eben genannten Aktivitäten. Genau das sowie die drei eindrucksvollen Alpentäler – das Brandnertal, das Klostertal und das Große Walsertal – rund um die
Alpenregion Bludenz » 97.000 Gäste konnte man im Sommer 2014 in der Region (Brandnertal, Alpenstadt Bludenz, Klostertal und Großes Walsertal) begrüßen. » 3,95 Tage blieben die Sommergäste im Durchschnitt. 385.922 Übernachtungen wurden insgesamt verbucht, das entsprach einer Steigerung von knapp zwei Prozent. » 800 Kilometer Wanderwege sowie 300 Kilometer Mountainbikerouten hat die Tourismusregion für alle bewegungsfreudigen Gäste zu bieten.
Alpenstadt Bludenz machen auch den Reiz der Region aus, findet Kerstin BiedermannSmith, Geschäftsführerin der Alpenregion Bludenz GmbH. „Für Bewegungsfreudige finden sich insgesamt 800 Kilometer Wanderwege, 300 Kilometer Mountainbikerouten, zwei 18-Loch-Golfplätze sowie die Möglichkeiten zum Reiten und Bogenschießen“, macht sie Lust auf mehr. Besonders auch Familien kommen in der Region voll auf ihre Kosten: Anregende Naturerkundungen wie etwa der Natursprüngeweg im Brandnertal sind nicht nur für die Kleinen ein Spaß. Auf dem interaktiven Wanderweg lernen Kinder, Jugendliche und Erwachsene spielerisch an unterschiedlichen Stationen gemeinsam Neues und Spannendes aus dem Wald und dem Wasser der Alpen. Los geht's bei der Dorfbahn Brand. Neuer Kidspark Persönliche Highlights von Biedermann-Smith, der Mutter eines vierjährigen Sohnes, sind der Besuch des Bärenlandes am Sonnenkopf ebenso wie der neue Kidspark beim Bikepark Brandnertal. Doch auch der Muttersberg auf 1401 Metern und nur wenige
Festivals sind, wie der Name bereits verrät, die Stücke von William Shakespeare. Jedes Jahr soll künftig ein anderes seiner Stücke inszeniert werden. Gestartet wird heuer mit „Macbeth“; die ShakespeareTragödie wurde eigens für das Festival von Thomas A. Welte neu übersetzt und interpretiert. Die Premiere geht am 16. Juli über die Bühne. Bis 8. August finden weitere Vorstellungen statt. Auch einen Besuch des Seewaldsees in Fontanella nennt Biedermann-Smith als besonderen Ausflugstipp in der Region: Der See ist ab Fontanella/Säge in rund 35 Minuten zu Fuß zu erreichen. Gäste, die nur zum Relaxen und Baden kommen, können sich auch von einem kleinen Bummelzug zu diesem herrlichen Flecken Erde chauffieren lassen.
Nur wenige Seilbahnminuten von der Bludenzer Altstadt entfernt und für Kerstin Biedermann-Smith ein TopAusflugsziel: Der Muttersberg. FOTO: VN/HARTINGER
Seilbahnminuten über der Bludenzer Altstadt ist in ihren Augen immer einen Ausflug wert: An der Bergstation wird zudem ein vielseitiges Programm mit Ponyreiten,
Slacklining und einem Abenteuerspielplatz angeboten. Für Freunde der Kultur bietet sich ab heuer mit dem Open-Air-Theaterfestival „Shakespeare am Berg“ ein
ganz besonderes Spektakel. „Die Berglandschaft bietet eine spektakuläre Kulisse, vor deren Hintergrund die Stücke spielen“, so die Touristikerin. Schwerpunkt des
Vorfreude auf Sommersaison Der Sommersaison sieht die Touristikerin positiv entgegen, „wobei wir natürlich hoffen, dass das Wetter mitspielt und die neuen Angebote gut angenommen werden“, verweist Biedermann-Smith auf die neuen Themenwege in allen Tälern, den Bikepark, neue Berggastronomieangebote sowie Events wie „Shakespeare am Berg“.
10 Tipps aus der Region.
Lünersee
Natursprüngeweg
Bikepark in Bürserberg
Muttersberg
Bärenland
Die Umrundung des Lünersees ist mit einer Gehzeit von eineinhalb bis zwei Stunden eine ideale Wanderung für Familien. Empfehlenswert ist auch ein Besuch in der Douglass Hütte mit neuem Wintergarten.
Auf dem Natursprüngeweg in Brand, erreichbar mit der Dorf- und Panoramabahn, gibt es für Jung und Alt viel zu entdecken und erleben. Auch ein Besuch im Restaurant Frööd oder bei der Alpe Parpfienz sollte eingeplant werden.
Ein heißer Tipp für alle Abenteuerlustigen ist der Bikepark in Bürserberg. Mit klingenden Routennamen wie „Tschengla Unchained“, „Tschäck the Ripper“ oder „Funsport“ ist für jeden etwas Passendes dabei.
Ein Abstecher auf den Muttersberg mit herrlichem Ausblick lohnt sich immer. Doch auch bei weniger schönem Wetter sind der KinderOutdoor- und Indoor-Spielbereich oder rasante Single-Trails für Biker empfehlelswert.
Sprichwörtlich der Bär los ist im Bärenland am Sonnenkopf: Besonders viel Vergnügen bereiten etwa die tollen Wasserspiele oder der Bärenspielplatz. Auf dem Bärensee können sich Mutige im Floßfahren üben.
Milka Schokofest
Traumkulisse für Birdies
„berge.hören“
„B'sundrige Zit“
Street Food Festival
Am 11. Juli wird die Bludenzer Innenstadt wieder in ein lila Kleid gehüllt: Zum nunmehr 32. Mal in Folge geht das Milka Schokofest über die Bühne. Musikalisch werden „The Monroes“ einheizen.
Zwei 18-Loch-Golfanlagen warten in der Region: Da muss man sich nur noch zwischen dem Golfclub Bludenz-Braz und dem Golfclub Brand entscheiden – oder man stattet einfach beiden einen Besuch ab.
Die Veranstaltungsreihe „berge.hören“ bietet eine gelungene Mischung aus Entspannung, körperlicher Aktivität und musikalischen wie kulinarischen Genüssen. Die erste Veranstaltung findet am 6. September statt.
Im „B'sundrige Zit“-Erlebnisprogramm ist für jeden etwas dabei – etwa eine Wildniswanderung, eine Nachtwächtertour in Bludenz, ein Alptag im Brandnertal, Klettern für Anfänger oder die Beobachtung von Wildtieren.
Am 13. August präsentiert sich Bludenz als kulinarische Hauptstadt Vorarlbergs: 20 Gastronomiebetriebe präsentieren beim1. Alpen Culinary Street Food Festival rund um den Nepomukbrunnen ihre Kochkünste.
DO, 13. August 2015 von 11.00 bis 22.00 Uhr
„Bsundrige Zit“ Erlebnisprogramm für genussvolle Naturbegegnungen
Köstlichkeiten am Berg
Ob eine abenteuerliche Schatzsuche, eine nächtliche Altstadtführung, Steinböcke und Wildtiere beobachten oder den Sonnenaufgang am Berg genießen - das Sommererlebnisprogramm ermöglicht eine individuelle Freizeitgestaltung für Jedermann!
Bei der „Kulinarischen Genusswanderung Brandnertal“ und dem „Sommerkulinarium Großes Walsertal“ gemütlich von Hütte zu Hütte und Alpe zu Alpe wandern und dabei an verschiedenen Genussstationen Köstlichkeiten aus der Region genießen. Lassen Sie sich von den Hüttenwirten in einer atemberaubenden Bergwelt verzaubern!
www.alpenregion-vorarlberg.com/ bsundrige-zit
www.alpenregion-vorarlberg.com/genuss
Betriebe präsentieren kulinarische Highlights & Kostproben Showacts mit Top-Köchen Moderation durch Christian „Suti“ Sutter Street Food, Musik und Party
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Montafon 5
VORARLBERGER NACHRICHTEN
10 Tipps aus der Region.
Die 25-jährige Vandanserin Melanie Wachter verbringt am liebsten jede freie Minute an der frischen Luft des Montafons.
Natur pur mit Adrenalin Das Montafon hat für jeden etwas zu bieten – ob idyllische Ruhe oder rasante Abenteuer. ISABEL SEIDEL E-Mail: Isabel.Seidel @vorarlbergernachrichten.at Telefon: 05572/501-412
Die schönsten Plätze im Montafon? Bei dieser Frage muss Melanie Wachter erst einmal überlegen. Die vielen Ideen wollen zunächst sortiert werden. Ihr Blick schweift währenddessen hinunter ins Tal. Vom Maisäß Hüsli ihrer Großeltern im Ganeu kann sie ihren Heimatort Vandans fast ganz überschauen. „Von hier aus kann man zum Beispiel weiter nach Latschau gehen“, erklärt sie und deutet Richtung Golm. „Das ist eine sehr schöne Strecke, auch der Golm selbst ist ein tolles Wandergebiet“, ergänzt sie. Für den Rückweg ins Tal gibt es verschiedene Möglichkeiten. Jenen, die nach der Wanderung durch die Bergidylle ihren Beinen etwas Ruhe gönnen möchten, empfiehlt Wachter eine Fahrt mit dem Alpine-Coaster. Die 2600 Meter lange Rodelbahn endet in Vandans. Auf der knapp zehnminütigen Fahrt können Spitzengeschwindigkeiten von 40 km/h erreicht werden. Noch schneller geht es mit dem Flying-Fox. Mit VANDANS.
Eine Nacht unter freiem Himmel - für die sportliche Vandanserin nichts Ungewöhnliches. FOTOS: STEURER
bis zu 70 km/h segeln Abenteuerlustige an einem 565 Meter langen Stahlseil befestigt über den Stausee Latschau. Aktives Montafon Melanie Wachter kennt „ihr“ Montafon in- und auswendig. Mit ihren Fitnesskursen ist sie in der ganzen Region unterwegs. Auch ihre Freizeit gestaltet die quirlige 25-Jährige vornehmlich aktiv. „Solange es nicht hagelt, bin ich eigentlich immer draußen“, sagt sie lachend. Im Sommer stecke sie jedoch regelmäßig in einer Zwickmühle: „Mich zwischen Wandern und Schwimmen zu entscheiden, fällt mir ziemlich schwer“, scherzt sie. Eine Lösung bietet das Freibad Mountain-Beach in Gaschurn, das sich auf 1000
Meter Seehöhe befindet. „Nach dem Wandern kann man sich dort wunderbar abkühlen.“ Bei mehr als 30 Grad zieht es aber auch ein echtes Bergkind wie Melanie Wachter eindeutig ans Wasser, besonders gerne ins Alpenbad Montafon. Eine weitere große Leidenschaft der 25-Jährigen ist das Pilzesammeln. „Vor allem am Hochjoch gibt
Zahlen und Fakten » 39 Kilometer langes Alpental » Über 1400 Kilometer markierte Wanderwege » 270 Kilometer Rad, Mountainbikeund E-Bikestrecken » 180 Kilometer Lauf- und Nordic Walking-Strecken » 10 Klettersteige » 6 Klettergärten » 2 Kletterparks » Weitere Infos: info@montafon.at oder unter www. montafon.at
es einige versteckte Plätze, wo Pilze wachsen“, verrät sie. „Man findet nicht immer etwas, aber wenn, dann ist die Ausbeute groß.“ In ihrer Küche zaubert die freiberufliche Tanz- und Fitnesstrainerin sogleich eine deftige Pilzrahmsauce aus ihrem Fund. Angst, dass sich ein giftiger Geselle in ihren Korb verirren könnte, hat sie nicht. „Wenn man im Montafon aufgewachsen ist, kennt man sich einfach mit Pilzen aus“, sagt sie und ergänzt mit einem Zwinkern: „Und ansonsten schaue ich in meinem Pilzbuch nach.“ Persönliches Paradies Auch das schöne Montafon wird hin und wieder von Regen überrascht. Wer solche Tage lieber im Trockenen verbringt, könnte die Gelegenheit für einen kleinen Wellnesstrip nutzen, zum Beispiel ins Hotel Adler in St. Anton. Sowohl Sauna als auch Dampfbad kann Melanie Wachter wärmstens empfehlen. Zum Schluss verrät Melanie Wachter noch ihr kleines, persönliches Paradies im Montafon. „Am Rellsbach in Vandans gibt es, etwas versteckt bei einem Wasserfall, einen wunderschönen Grillplatz“, erzählt sie. Mit Freunden lässt sie bei Musik und Gegrilltem eine sportliche Woche gemütlich ausklingen.
Im Rausch der Höhe
Faszination Piz Buin
Kurzer Zustieg, stimmige Linienführung und atemberaubende Ausblicke. Der Schmugglersteig auf die Gargellner Köpfe bietet alles, was sich ein leidenschaftlicher Klettersteiggeher wünschen kann.
Die erste Besteigung des höchsten Bergs in Vorarlberg jährt sich heuer zum 150. Mal. Mit einem Führer, guten Bergschuhen und gebirgstauglicher Kleidung gehts es über Gletscher und Felsen in 3312 Meter Höhe.
Alte Handwerkskunst
Pfad der Schmuggler
Von Juli bis September zeigen heimische Holzfacharbeiter jeden Donnerstagnachmittag beim Alpengasthaus Rellseck wie Schindeln, Scheien, Zaunpfähle und Tüchel in alter Handwerkskunst gefertigt werden.
Zweitägige Abenteuertour rund um die Madrisa mit Übernachtung im Heu. Die Schmugglerwege führen über die schweizerisch-österreichische Grenze und halten allerhand knifflige Rätsel für Kinder und Erwachsene parat.
Flying-Fox Golm
Safari durch die Silvretta
Wer es schnell und aufregend mag, sollte dieses Abenteuer nicht verpassen. Ein 565 Meter langes Stahlseil ermöglicht einen rasanten Flug über den Stausee Latschau – mit einer Geschwindigkeit bis zu 70 km/h.
Die Bike-Tour führt vom Vermuntsee durch das breite Gebirgstal des Großvermunts zur Bielerhöhe mit dem Silvrettasee. Nach einem Besuch inTirol endet der Ausflug mit der Fahrt durch das wildromantische Ganifertal.
Naturerwachen
Angeln im Montafon
In den Morgenstunden geht es auf verschlungenen Waldwegen von Garfrescha über den Gantekopf zur Nova Stoba, wo auf die Wanderer ein leckeres Bergfrühstück wartet.
Die illwerke-Stauseen Kops, Vermunt und Silvretta, Lünersee sowie der Baggersee „Roter Stein“ lassen Fischerherzen höher schlagen. Tageskarte lösen und Angel auswerfen.
Alpines Campen
Kräuterwanderung
Zuerst beim Grillen am Lagerfeuer den Sonnenuntergang erleben und am nächsten Tag von der Morgenröte geweckt werden – das ist Camping im Hochgebirge des Montafons.
Auf einer geführten Wanderung erfahren die Teilnehmer allerhand Interessantes über die Schätze der Natur und können nebenbei eine wunderbare Aussicht genießen.
Bergfrühstück auf 2.130 m
Klettersteig
Das Schmugglerland
Das kulinarische Bergerlebnis im Montafon Genieße jeden Dienstag, Samstag und Sonntag (von 11.7.12.9. täglich) ein Bergfrühstück in der einzigartigen Bergkulisse. Um Reservierung online wird gebeten.
Klettern ist Leidenschaft Via Ferrata - die Klettersteige in Gargellen bieten für jeden Bergabenteurer das Richtige. Der VAUDE Klettersteig auf die Gargellner Köpfe eröffnet allen Wagemutigen atemberaubende Ausblicke auf die umliegende Bergwelt.
Abenteuerspielplatz und Streichelzoo auf 2.200 m Schmuggi Luggi war ein Meister darin, den wachsamen Zöllnern ein Schnippchen zu schlagen. Im Schmugglerland könnt ihr seinen Spuren folgen.
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6 Großes Walsertal 10 Tipps aus der Region.
Blumen-Wanderlehrpfad
Klettergarten Wandfluh
Einzigartig ist die Pflanzenvielfalt auf dem Hahnenkopf in Faschina. Die Lehrtafeln werden ständig nach der aktuellen Blütezeit aufgestellt und ausgetauscht. Insgesamt finden sich dort über 150 Pflanzenarten.
Die rund 100 Meter hohe Wand ist ein Geheimtipp unter Kletterern. Mit 15 unterschiedlichen Routen mit einem Schwierigkeitsgrad von 4 bis 8+ ist dabei für jeden Outdoorfan das Passende dabei.
KneippAktivWeg Raggal
Haus Walserstolz
Neben verschiedenen Höhepunkten wie einer Wassertrete, zahlreichen Kneipptrögen, einem Barfußweg und hölzernen Ruheliegen ist der Weg mit Infotafeln zu den fünf Säulen nach Kneipp versehen.
In der Erlebnissennerei in Sonntag erwartet die Besucher eine informative Reise in die ursprüngliche Welt der Walser Senner. Werden Sie Zeuge, wie aus Milch ein Käse der Extraklasse produziert wird – der Walserstolz.
Seewaldsee
Weg der Sinne
Der auf 1200 Meter gelegene See besticht durch warme Wassertemperaturen und die ihn umgebende Bergkulisse. Erreichbar ist der See von Fontanella (Säge) zu Fuß oder per Bummelzug.
Unterhalb der Propstei St. Gerold gelegen, führt der Meditationsweg an liebevoll angelegten Weihern durch den wohltuenden Wald und lädt dabei ein, still zu werden und der Natur und der Schöpfung nachzuspüren.
Walderlebnispfad Marul
Sommerkulinarium
Abwechslung und Spaß für die ganze Familie sind dank zweier unterschiedlich langer Rundwege garantiert. Ausgangspunkt für beide Wege ist der Wanderparkplatz in Marul.
Eine Wanderung über drei Alpen mit 4-Gänge Menü, individuell erwanderbar, sowie jeden Dienstag im Juli und August geführte Wanderung mit einem BERGaktiv Wanderführer.
Bad Rothenbrunnen
Klangraum Stein
Nach einer ausgiebigen Tour in der umliegenden Berglandschaft kann man sich hier im kühlen Schatten des Gastgartens eine wohltuende Erfrischung gönnen.
Ausgehend von der Bergstation in Sonntag-Stein laden künstlerische Installationen auf dem Weg zur Echowand ein, zu lauschen, zu genießen oder die Klangkulisse mitzugestalten.
Von seinem Garten aus genießt Emil Burtscher einen herrlichen Blick ins Große Walsertal.
FOTO: VN/JS
Rundumblick inklusive Eindrucksvolle Naturerlebnisse in traumhafter Bergkulisse im Biosphärenpark. JOACHIM SCHWALD E-Mail: joachim.schwald @vorarlbergernachrichten.at Telefon: 05552/62471-15
WALSERTAL. „Eine Besonderheit des Großen Walsertals ist mit Sicherheit seine Form“, antwortet der Maruler Emil Burtscher auf die Frage, was denn sein Heimattal ausmacht. Das V-Tal, das sich von 580 bis 2704 Meter Höhe erstreckt, verfügt praktisch über keine Talsohle. „Die Hänge sind bis 1300 Meter besiedelt, darüber gibt es zahlreiche Alpen“, führt der 74-Jährige weiter aus.
GROSSES
Viele schöne Plätze Mit rund 3400 Einwohnern ist das Hochgebirgstal im landesweiten Vergleich besonders dünn besiedelt: Auf einem Quadratkilometer leben im Großen Walsertal lediglich 18 Menschen. Zu entdecken gibt es hier dennoch vieles. Das weiß auch Emil Burtscher. Sein ganzes Leben hat der pensionierte Gendarm und Landwirt im Großen Walsertal verbracht. Entsprechend gut kennt er sich hier aus.
Den Walderlebnispfad in seinem Heimatort Marul hat Emil Burtscher vor zehn Jahren mitgestaltet. FOTO: GW TOURISMUS
Und beim Erzählen über seine liebsten Plätze im Tal sprudelt es nur so aus dem Bergführer und Skilehrer heraus. Einen Lieblingsplatz im Tal will er nicht ausgemacht haben, zu viele schöne Orte habe das Große Walsertal seiner Ansicht nach zu bieten. Aus historischer Sicht seien da etwa die Burgruine Blumenegg in Thüringerberg oder die denkmalgeschützte Lasanggabrücke, eine der ältesten Brücken Vorarlbergs, in Raggal zu nennen. „Zu den schönsten Plätzen im Tal zählt mit Sicherheit die Propstei St. Gerold“, so der rüstige Rentner weiter. „Aufgrund ihrer enormen Ausstrahlung hat sie eine ganz besondere Wirkung auf die Menschen“, kann er aus langjähriger Er-
fahrung sagen. „Das gleiche gilt im Übrigen auch für das Bad Rothenbrunnen“, fügt der Maruler an.
Zahlen und Fakten » Sechs Gemeinden: Thüringerberg, St. Gerold, Blons, Sonntag-Buchboden, Fontanella-Faschina und Raggal-Marul » Rund 3400 Einwohner » UNESCO Biosphärenpark seit November 2000 » 138 Beherbergungsbetriebe: 14 Hotelbetriebe, 8 Bauernhöfe, 59 Ferienwohnungen/-häuser, 13 Gasthöfe, 17 Hütten, 27 Privathäuser, 1 Campingplatz » 167.209 Nächtigungen pro Jahr (Tourismusjahr 2013/14) » 230 km markierte Wanderwege » 55 km ausgewiesene MountainBikestrecken » 47 bewirtschaftete Alpen » 40 Berggipfel
Panoramabahn Stafelalpe-Faschina Das Natur- und Bergparadies begeistert Naturfreunde mit der Blumenvielfalt auf dem Blumenlehrpfad und Kinder mit der längsten Tubingbahn Vorarlbergs. Täglicher Betrieb bei Wanderwetter 9 – 12 und 13 – 16 Uhr.
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Besonders stolz ist Burtscher auf den Walderlebnispfad in Marul. Und das zu Recht. Schließlich war er vor zehn Jahren dabei, als das Konzept dafür entwickelt wurde. Heute kümmert er sich gemeinsam mit drei weiteren Einheimischen um den Erlebnispfad, der mit Grillplatz, Wasserrad, Hängebrücke, Hubertuskapelle und vielem mehr für die ganze Familie einiges zu bieten hat. Apropos Familien, denen legt Burtscher auch den in die idyllische Bergwelt eingebetteten Seewaldsee ganz besonders ans Herz. „Auch weil man von hier einen eindrucksvollen Blick talauswärts hat.“ Überhaupt zeigt sich Burtscher von den atemberaubenden Rundumblicken im Tal besonders begeistert. „Diese gibt es aber nicht nur von sämtlichen Gipfeln aus zu genießen, auch einige Alpen bieten herrliche Ausblicke“, gerät Burtscher ins Schwärmen. Wenn ihm einmal nicht danach ist, auf Wanderschaft zu gehen, setzt sich der sympathische Pensionist genüsslich in seinen Garten, von dem aus er über das halbe Tal sehen kann, und genießt die heimische Bergwelt in vollen Zügen.
SAMSTAG/SONNTAG, 20./21. JUNI 2015
VORARLBERGER NACHRICHTEN
Kleinwalsertal 7
Genussvolle Lebenskunst der Walser Das Kleinwalsertal bietet Natur pur und kulinarische Sinnesfreuden für Individualisten. DANIELLE BIEDEBACH E-Mail: danielle.biedebach @russmedia.com Telefon: 0664/88 005 707
Es ist der Moment, in dem sich Nacht und Tag die Hände reichen, der dem Walser Elmar Müller der liebste ist. Etwa drei Stunden Aufstieg gehen diesem Ereignis am Gipfel des Hohen Ifen in 2230 Metern Höhe voran. Gestartet wird in der Nacht, um rechtzeitig zum Tagesanbruch inmitten der steinernen Wächter einzutreffen. In der Dunkelheit leuchtet eine Stirnlampe den anspruchsvollen Weg in die Höhe aus. In Vollmondnächten ist es so-
MITTELBERG.
Zahlen und Fakten » Bevölkerung Auf rund 96 Quadratkilometern Kleinwalsertal leben ca. 5000 Einwohner. » Talschaft Das 17 Kilometer lange Haupttal hat sechs Seitentäler. Die sogenannte funktionale Enklave ist im Auto nur über Deutschland zu erreichen. » Gipfel 36 Gipfel bilden das Bergpanorama: Der höchste ist der Große Widderstein mit 2533 Metern.
gar hell genug, um sicher einen Fuß vor den anderen zu setzen. Am Gipfel und in der Einsamkeit angekommen, wartet der 43-Jährige auf den magischen Moment. Sobald der Körper nicht mehr in Bewegung ist, wird es kalt. Auch in den Sommermonaten wird es spätestens jetzt Zeit, Jacke und Mütze anzuziehen, um nicht zu frieren. Tagesanbruch am Gipfel Vögel kündigen mit lautem Zwitschern den neuen Tag an. Die Sonne steigt hinter den majestätischen Gipfeln empor und erwärmt rasch die kühle Morgenluft. Auch die Zivilisation im Tal erwacht nun langsam. Es wird Zeit für den Abstieg. „Mindestens einmal im Jahr steige ich zum Sonnenaufgang auf den Hohen Ifen. Diesen Moment genieße ich mit allen Sinnen“, schwärmt der 43-jährige ausgebildete Bergführer. Müller ist Walser durch und durch und als Genussmensch in seiner Heimat optimal aufgehoben. Genussregion Das Tal, das nach seinen ersten Dauersiedlern aus dem Wallis benannt wurde, beschert nämlich nicht nur Sinnesfreuen in der Natur,
Ein Sonnenaufgang auf dem Gipfel vereint Bewegung, Erholung und Genuss.
Ich genieße den Tagesanbruch am Gipfel mit allen Sinnen. ELMAR MÜLLER
sondern auch solche kulinarischer Art. Im Jahr 2013 wurde das Kleinwalsertal als Genussregion mit den Leitprodukten Wild und Rind
ausgezeichnet. 14 Genusswirte und fünf Genusshütten setzen auf Regionalität, Saisonalität und eine enge Zusammenarbeit mit heimischen Landwirten, Jägern und Produzenten. „Die Auszeichnung sorgt für eine verstärkte Wertschätzung unserer Lebensmittel und die harte Arbeit, die mit der Produktion verbunden ist“, betont Jeremias Riezler, Obmann der Genussregion. Die Frage, inwiefern sich
FOTOS: KLEINWALSERTAL TOURISMUS
hemmungsloses Schlemmen mit dem Angebot von zahlreichen sportlichen Aktivitäten in der Region vereinbaren lässt, stellt sich nicht wirklich. Ernährung ist nicht zuletzt eine der zentralen Säulen der Gesundheit. Zu einem nachhaltigen Urlaub gehören Bewegung, Erholung und Genuss, das alles individuell auf den eigenen Rhythmus abgestimmt. „Für mich beginnt der perfekte Tag im Kleinwalsertal
mit einem zünftigen Frühstück: Riebl mit Alpkäse, Spiegeleier, Speck und Rösti. Danach eine gemütliche Wanderung mit der ganzen Familie durch die Walser Bergwelt, mit dem Ziel, bei Freunden einzukehren“, schwärmt Riezler. Die Kinder spielen in der Natur und die Eltern sitzen gemeinsam am Stammtisch und lassen es sich gut gehen. Ganz ähnlich stellt er sich den Himmel vor.
10 Tipps aus der Region.
Rocky Mountain Bike Days
Kneipp-Plätzle Schwand
Steinböcke beobachten
Flying Fox
Genusshütten-Wanderung
Bereits zum achten Mal in Folge ist das Kleinwalsertal Gastgeber der Original Rocky Mountain Bike Days. Einheimische Guides und Teamfahrer von Rocky Mountain zeigen Bikern die schönsten Touren, Trails und Plätze im Tal.
Neu gestaltet wurde das Kneipp-Becken nahe der Bergstation des Schwandlifts. Nach einer Wanderung haben hier alle Kneipp-Begeisterten die Möglichkeit, ins kalte Wasser zu steigen und dessen Wirkung zu erleben.
Die Rundtour von Bödmen über das Geißhorn und das Kemptner Köpfle zurück nach Bödmen beeindruckt mit atemberaubenden Ausblicken. Mit etwas Glück bietet sich die Möglichkeit Steinböcke, aus der Nähe zu sehen.
Eine rasante Fahrt an Rollen auf einem Drahtseil durch die Schlucht des Schwarzwasserbaches. Ein risikofreier Abenteuerspaß. Perfekt gesichert wird mit Klettergurten durch die Profis der Bergschule.
Ganz bewusst kommen in den fünf Genusshütten nur regionale und saisonale Speisen auf das Brotzeitbrett. Voraussetzung dafür ist die enge Zusammenarbeit mit heimischen Landwirten, Jägern und Produzenten.
Walser-Mini-Dialektkurs
Burmis Abenteuerland
Freibad Riezlern
Bergtour am Gottesacker
Wildnistag für Familien
Was ist das Besondere an einem Walser Haus? Was ist eine Brüüge, was ein Seelenloch oder ein Vorhuus? Fragen rund um die Walser Baukunst und Lebensweise werden bei einer leichten Themenwanderung geklärt.
Murmeltier Burmi hat keinen Winterschlaf gehalten, sondern ein Programm für den kommenden Sommer zusammengestellt. Das Motto: Bachbett statt iPad. Die Natur bietet dafür unzählige Gestaltungsmöglichkeiten.
Das Freibad bietet ein großes Schwimmbecken mit Nichtschwimmerbereich, 50-Meter-Bahn, Kinderbecken, Wasserrutschen und Sprungtürmen. Von Mai bis September lockt das kühle Nass inmitten des Bergpanoramas.
Das wohl bekannteste Karstgebiet in den Alpen verzaubert mit seinen bizarren Formen und seiner Abgeschiedenheit. Interessierte können im Rahmen der Tour Wissenswertes über Geologie und Botanik der Alpen erfahren.
Beim Wildnistag können Kinder und deren Eltern die Natur hautnah gemeinsam erleben. So werden etwa, wie bei den Bewohnern vergangener Tage, Schutzhütten gebaut, Werkzeuge hergestellt oder Spuren gelesen.
Gönnen Sie sich diesen Luxus einer genussvollen Auszeit! „Mit Körper, Geist und Seele im grünen Bereich – geborgen und rundum sorglose Tage verbringen“
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SAMSTAG/SONNTAG, 20./21. JUNI 2015
8 Bregenzerwald 10 Tipps aus der Region.
Umgang Bregenzerwald
Dampfend unterwegs
Zwölf neue Rundwege führen durch 13 Bregenzerwälder Dörfer. An jedem Weg lenken Infosäulen die Aufmerksamkeit auf ein Gebäude, auf Besonderheiten der Kulturlandschaft, auf handwerkliche und kulturelle Details.
Die Fahrt mit dem Wälderbähnle zwischen dem Bahnhof Schwarzenberg und Bezau ist ein Erlebnis. Die Nostalgiebahn ist bis 4. Oktober an Wochenenden, vom 16. Juli bis 27. August an Donnerstagen im Einsatz.
„hüslo, bopplo, spielo“
Haltestellenraritäten
Die Ausstellung zeigt im Angelika Kauffmann Museum in Schwarzenberg eine Auswahl an Spielzeug aus dem Bregenzerwald von der Jahrhundertwende bis zu Beginn des „Plastikzeitalters“.
Die sieben Buswartehäuschen, gestaltet von internationalen Architekturbüros aus Russland, Norwegen, Belgien, Spanien, Chile, Japan und China, sieht man in dieser Form ausschließlich in Krumbach.
Einblick in den Alp-Alltag
Kultur für Kinder
Die Familie Meusburger gewährt Einblicke in die Alpkäseproduktion, die Tierwelt und den Tagesablauf auf der Alpe Brongen in Egg-Schetteregg. Im Juli und August jeden Montag von 10.30 bis ca. 11.30 Uhr.
Begleitend zur aktuellen Ausstellung gestalten die Kulturvermittlerinnen des Frauenmuseums in Hittisau informative und lustige Stunden. Los geht‘s von Mitte Juli bis Mitte September einmal in der Woche.
Ponyreiten in Sulzberg
Aktiv im Urlaub
Kinder zwischen drei und zehn Jahren lernen in Sulzberg spielerisch den Umgang mit Ponys und Pferden. Anschließend geht es auf den Reitplatz, wo die Kinder geführt reiten können.
Über ausgewiesene Laufstrecken im Bregenzerwald verfügen die zwei Gemeinden Bezau und Lingenau. Sechs Laufstrecken gibt es in Bezau und sieben in Lingenau.
Auf Seilen in der Luft
Ausstellung „Kochen“
Der Waldseilgarten in Damüls bringt Spaß für die ganze Familie. Der Parcours und die 200-Meter-FlyingFox-Bahn sind für alle Altersgruppen geeignet. www.das-seil.at.
Das Werkraum Haus in Andelsbuch dient als Schaufenster der Handwerkskultur. Im Sommer ist die Sonderausstellung „Kochen“ zu sehen. Infos auf: www.werkraum.at.
Der begeisterte Wanderer Hubert Haller mit Gattin Erika, Tobias und Max genießt die Naturlandschaft rund um Mellau.
FOTO: LUDWIG BERCHTOLD
Wälder Wanderparadies Die Naturvielfalt im Bregenzerwald bietet Erholung im Freien für die ganze Familie. INGMAR JOCHUM E-Mail: ingmar.jochum @vorarlbergernachrichten.at Telefon: 05572/501-168
BREGENZERWALD. Der Bregenzerwald zählt zu den beliebtesten Sommer-Reisezielen Österreichs. Laut einer aktuellen Auswertung des Alpenportals „Tiscover“ belegt die Talschaft den dritten Platz. Die atemberaubende Naturvielfalt, die malerischen Dörfer, eingebettet in eine zauberhafte Bergwelt, bieten Erholung, Abwechslung und sind starke Argumente, den Urlaub im Bregenzerwald zu verbringen. Nicht zu vergessen die einzigartige Wälderkost.
Erholung im Grünen Viele Erholungssuchende entspannen am besten in der Natur, fernab von Verkehr und Straßenlärm. Mit über 2000 Kilometern beschilderte Wanderwegen ist das Angebot im Bregenzerwald wohl zu groß, um alle selbst zu erforschen. Aus diesem Grund gibt der begeisterte Wanderer Hubert Haller aus Mellau ein paar Tipps für den einen oder
anderen Ausflug ins Grüne. „Mein erster Tipp ist eine Familienwanderung im Gebiet meiner Heimatgemeinde Mellau. Der Start erfolgt beim Gemeindeamt. Von dort aus geht es weiter zum Hotel Engel über die Kreuzung der B 200 nach Hirschlitten. Hier kann man bereits den ersten Ausblick auf Mellau genießen.“ Weiter geht es über Rosenburg zum Gschwendle. „Der Ausblick auf die Kanisfluh wirkt äußerst imposant, wunderschön“, schwärmt der 52-Jährige. Der Weg führt dann weiter zum Vorsäß Boden. Es folgt der Abstieg nach Hirschau. „Für eine ers-
te Rast bietet sich hier das ,Tüble‘ an. Wer nicht mehr weiter kann oder mag, wartet einfach auf den nächsten Postbus.“ Für aktive Wanderfreunde führt dann der Weg zum Vorsäß Enge. Die Bregenzerach lädt hier zur Abkühlung ein. Weiter geht es Richtung Bergbahn und im Anschluss wieder zurück ins Ortszentrum von Mellau. „Nach der Wanderung empfehle ich eine Einkehr auf einer Terrasse der Mellauer Gasthäuser“, so Hubert Haller, der auch noch einen Tipp für eine längere Tour auf Lager hat. „Vier Stunden sollte man dafür schon einplanen“,
Zahlen und Fakten zum Bregenzerwald Daten » Fläche: 550 km2, 22 Dörfer, 30.000 Einwohner Unterkunft » 15.000 Gästebetten, sieben Campingplätze (Au, Bezau, Doren, Lingenau, Riefensberg, Schetteregg, Sibratsgfäll) Freizeiterlebnis » Über 2000 Kilometer beschilderte Wanderwege, Sommerbergbahnen (Alberschwende, Andelsbuch, Bezau, Bizau, Au, Schoppernau, Damüls, Warth) »18-Loch-Golfplatz (Golfpark Bregenzerwald in Sulzberg/Riefensberg) » 50 km Radwege, 450 km beschilderte Mountainbikestrecken
» sieben Freibäder (Hittisau, Egg, Schwarzenberg, Bezau, Mellau, Au, Schoppernau) » drei öffentliche Hallenbäder und Wellnesszentren (Gesundhotel Bad Reuthe, Hotel Quellengarten Lingen– au, Wellnesshotel Linde Sulzberg) Kultur und Museen » Frauenmuseum in Hittisau, Angelika-Kauffmann-Museum in Schwarzenberg, Franz-Michael Felder-Museum in Schoppernau, Juppenwerkstatt in Riefensberg, Kulisse Pfarrhof in Damüls, Heimatmuseen (Alberschwende, Bezau, Egg/ Heimatarchiv, Hittisau/Sennereimuseum, Schröcken/Alpmuseum „ufm Tannberg“) » Schubertiade Schwarzenberg
empfiehlt er. Wieder geht es vom Ortszentrum aus in die Parzelle Hirschlitten, bei der Pension „Sonnberg“ entlang des Güterwegs weiter ins Vorsäß Kau mit seiner wunderschönen Kapelle. Hier bietet sich ein herrlicher Rundblick über Mellau und die umliegenden Berge. Weiter geht es Richtung Waldrand. In engen Serpentinen geht man auf einer Forststraße hinunter Richtung Vorsäß Boden, dann rechts über die Hirschlitte nach Mellau zurück. Unterwegs auf „Ziegenweg“ Auf den Spuren der Ziegenhirten früherer Tage kann man auf dem neuen „Goßerweag“ in Bizau wandern. Dieser ist nicht nur historisch und naturräumlich aufschlussreich, sondern auch landschaftlich reizvoll. Im hinteren Bregenzerwald gibt der „Alpgang-Weg“ in Au-Schoppernau Einblicke in die Wälder Landwirtschaft, die seit Jahrhunderten in mehreren Stufen betrieben wird. Ein Erlebnis ist in Hittisau der frisch renovierte, mit neuen Tafeln versehene Wasserwanderweg. Er begleitet die Bolgenach und führt in rund zwei Stunden durch eine reizvolle Wald- und Flusslandschaft.
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SAMSTAG/SONNTAG, 20./21. JUNI 2015
Arlberg 9
VORARLBERGER NACHRICHTEN
10 Tipps aus der Region.
Arlberg Classic Car Rallye
Grüner Rätsel-Ring
Vom 25. bis 28. Juni treffen sich Dutzende Schätze der Automobilgeschichte zum „Oldtimer-Gettogether“. Die Arlberg Classic Car Rally hat sich zu einem Event entwickelt, das zahlreiche Oldtimerfans anlockt.
Der Grüne Rätsel-Ring führt von Lech bis zur Rud-Alpe. Ein unterhaltsamer Wanderweg für die ganze Familie. Ein Arbeitsbuch leitet durch die wunderlichen Stationen, die Rätselbegeisterten einiges abverlangen.
Bergidylle für Genießer und Aktive Ob zu Fuß oder mit dem Rad: Magnus Walch schwärmt von den Bergtouren am Arlberg. DOMINIK HEINZLE E-Mail: dominik.heinzle @vorarlbergernachrichten.at Telefon: 05522/76644-31
Er ist viel unterwegs, in den Bergen und auf den Skipisten weltweit. Zurück in die Heimat am Arlberg kommt er dennoch sehr gerne. Die Rede ist vom Lecher Skiprofi Magnus Walch. „50 Gipfel sind von Lech aus in Tagestouren zu erreichen. Ob das Omeshorn als Lecher Hausberg oder die imposante Rote Wand. In den Bergen am Arlberg finde ich den richtigen Ausgleich in der Natur. Es ist für mich etwas ganz Spezielles, die Ruhe im weitläufigen Gebiet zu genießen, mit etwas Glück die Steinböcke zu beobachten, und dann wieder in den Ort zurückzukehren, wo immer etwas los ist“, erklärt der 23-Jährige. Zu bieten hat die Region am Arlberg auch in diesem Jahr viel, wie Pia Herbst von Lech-Zürs Tourismus erkärt: „Ob Arlberg Classic Car Rallye Lech, Höhenhalbmarathon, Classic Festival, Dorffest oder das Philosophicum – Naturliebhaber, Kulturfreunde oder Aktivurlauber finden bei uns das Passende.“ Die Gäste schätzen aber sehr, dass Lech ein Dorf geblieben ist. Die reizvolle Natur mit Europas größter Steinbock-Kolonie, 20 unterschiedlichen Orchideen-Arten und einem 200 Millionen Jahre alten versteinerten Urmeer voller Korallen, Muscheln und anderer Fossilien lockt in den letzten Jahren mehr und mehr Sommergäste. Sie nutzen Wanderwege wie den „Grünen Ring“ oder den „Lechweg“ für reizvolle Touren und entdecken inmitten einer einzigartigen Naturlandschaft in der Region Tannberg die Spuren der Walser. Für Walch ist die Region am Arlberg ein ideales Trai-
ARLBERG.
Medicinicum Lech
Lecher Musikantentag
Beim Medicinicum (9. bis 12. Juli) steht das Thema „Lass Nahrung deine Medizin sein“ im Fokus. Die Vortragsthemen werden am Podium und mit dem Publikum diskutiert. Auch für Rahmenprogramm ist gesorgt.
Volksmusikgruppen, Sänger und Tänzer aus der Region verwandeln am 1. August mit ihren Melodien und Darbietungen ganz Lech in eine große Konzertarena. Dann wird auf den Hütten und Almen weitergespielt.
4. Lech Classic Festival
Lecher Dorffest
Vom 4. bis 8. August wird zum „Lech Classic Festival” vor dem Panorama des Arlbergs eingeladen. Im Mittelpunkt stehen junge Profi-Musiker des Lech-Festival-Orchesters, die mit Solisten das Musikprogramm bestreiten.
Die Trachtenkapelle Lech eröffnet am 11. Juli traditionell das Dorffest am Rüfiplatz. Für das kulinarische Wohl sorgen die Lecher Betriebe. Abgerundet wird das Fest von bunten Attraktionen für die Kleinen.
Höhenhalbmarathon
Burgwald Trail
Beim Lecher Höhenhalbmarathon am 22. August müssen die Teilnehmer rund 1000 Höhenmeter bewältigen. Parallel dazu findet der RaiffeisenFitnesslauf mit 13,6 km statt.
Der Burgwald Trail ist eine zusätzliche sportliche Attraktion. Die Strecke bei der Bergbahn Lech-Oberlech garantiert Anfängern und fortgeschrittenen Mountainbikern Spaß beim Freeriden.
Golf-Akademie
Waldschwimmbad
Im Ortszentrum von Lech liegt eine 3-Loch-Golf-Akademie mit DrivingRange, Putting-Green und Übungsbunker. Die neue 9-Loch-Anlage ist ab Juni 2016 bespielbar.
Direkt am Lechfluss gelegen, lockt das Freibad mit Felseninsel, kühner Wasserrutsche, großem Kinderbecken, Liegewiese und einem großen Kinderspielplatz.
ningsgebiet, um sich auf den Winter vorzubereiten, wenn er wieder für den ÖSV im Europacup im Einsatz ist. Mit dem Höhenlaufpark Lech und seinen zehn ausgewiesenen und kartografierten Strecken hat sich die Gemeinde zu einer gern besuchten Trainingsbasis für Freizeit- und Profiläufer entwickelt. Unter dem Motto „Lauf Dich gesund – Laufen bewegt“ leitet Bergläuferin Sabine Rainer zwei Trailrunning-Berg-Laufcamps in Lech. Vom 8. bis 11. Juli das „Basic“- und vom 19. bis 22. August das „Professional-Camp“. „Wandern entschleunigt“ Der größte Anziehungspunkt des Arlbergs sind aber seine Berge und die Vielzahl an Möglichkeiten, die Wandererherzen höherschlagen lassen. „Die mystischen Landschaften mit ihren Geschichten lassen einen zur Ruhe kommen. Denn Wandern öffnet die Augen für das Unsichtbare“, so beschreibt Lech-Zürs Tourismus die Faszination der Bergkulisse. Skirennfahrer Magnus Walch kann das nur bestätigen, denn auch ihn ziehen die Gipfel der Arlbergregion magisch an: „Der Ausblick auf die Bergkulisse ist einmalig.“ Eine der Lieblingstouren des gelernten Touristik-Kauf-
Abwechslungsreich und beeindrucklend: Der Lechweg.
manns startet am Formarindsee. Mit dem Bus dauert die Anfahrt von Lech rund 30 Minuten. Über den Gehrengrat führt die Wanderung zum Spullersee und dann zur Ravensburger Hütte, wo man sich erst einmal ordentlich stärken kann, bevor es wieder zurück nach Lech geht. Wer es lieber etwas gemütlicher mag und die Bergkulisse auch von unten imposant genug findet, dem empfiehlt Walch einen Spaziergang in Richtung Zug. Hier finden sich die Geheimtipps des vielseitigen Sportlers: die kleinen Seitenbäche des
LECH ZÜRS
Lech. „Ein paar Minuten den kleinen Bachläufen gefolgt, und man findet wunderbare kleine Wasserfälle und eine Ruhe, die man genießen muss. Und zwar ausgiebig“, meint Walch. Der Spaziergang bietet für den 23-Jährigen aber noch mehr, denn am Ziel wartet ein kulinarischer Genuss: Im Fischteich der Familie Mittermayr in Zug tummeln sich Bachforellen im frischen Gebirgswasser – und das schmeckt man. Was gibt es Köstlicheres, als eine selbst gefangene Forelle direkt am Teich auf dem Grill gebraten?
Zahlen und Fakten zum Arlberg 1059 wurde Lech zum ersten Mal urkundlich erwähnt und um 1300 von den aus dem Schweizer Kanton Wallis stammenden Walsern besiedelt. Der Bau der Flexenstraße (1895 bis 1900) brachte für die damals 340 Einwohner Aussichten auf eine bessere Zukunft. Die erste Liftanlage wurde im Jahre 1939 erbaut. Lech erstreckt sich zusammen mit Zürs über eine Fläche von 90 km² und liegt auf 1450 Metern. 1429 Einwohner leben in Lech und 77 in Zürs. Lech bietet 7006 Gästebetten in 274 Betrieben. In Zürs sind es 1335 in 19 Betrieben.
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» Hütten und Alpen Kriegeralpe (geöffnet vom 19. Juni bis 4. Oktober), Ravensburger Hütte (12. Juni bis 4. Oktober), Freiburger Hütte (13. Juni bis 4. Oktober), Göppinger
PRINTAUSGABE
Ausgabe 9
PR11.IN JuliT20 A14US GAB E
Hütte (19. Juni bis 4. Oktober), Stuttgarter Hütte (20. Juni bis 27. September), Kaltenberghütte (26. Juni bis 4. Oktober), Berggasthaus Körbersee (26. Juni bis 18. Oktober), Biberacher Hütte (19. Juni bis 4. Oktober), Widderstein Hütte (3. Juni bis 11. Oktober), Ulmer Hütte (11. Juli bis 13. September), Leutkircher Hütte (27. Juni bis 27. September), Kaiserjochhaus (27. Juni bis 4. Oktober), Fiderepass Hütte (30. Mai bis 20. Oktober) » Lecher Sommerbergbahnen Rüfikopf Seilbahn (täglicher Fahrbetrieb 19. Juni bis 4. Oktober), Bergbahn Lech – Oberlech (19. Juni bis 4. Oktober), Petersboden Sessellift (19. Juni bis 4. Oktober) Steffisalp Express Sessellift (3. Juli bis 11. Oktober)
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SAMSTAG/SONNTAG, 20./21. JUNI 2015
10 Bodensee_Vorarlberg
Urbanes Leben samt ländlicher Idylle Perfekte Kombination von Kultur, Sport und Freizeit in der Region Bodensee-Vorarlberg.
Zahlen und Fakten » 36 Ortschaften Zur Region Bodensee-Vorarlberg gehören insgesamt36 Gemeinden (4 Städte, 32 Dörfer). » Gesamtfläche und Einwohner Auf rund 45.574 Hektar leben rund 240.000 Einwohner. » Die Natur als Grenze der Region Die Region wird durch den Bodensee im Norden, den Rhein im Westen und die Alpen im Süden und Osten begrenzt.
LUKAS ÖSTERLE E-Mail: lukas.oesterle @vorarlbergernachrichten.at Telefon: 05572/501-636
BREGENZ. Elisabeth Royer aus Hörbranz und Verena Palli aus Dornbirn arbeiten beide gemeinsam am Kornmarktplatz in Bregenz und genießen das besonders in den Sommermonaten. „Spätestens seit der Neugestaltung wurde der Platz mit seinen zahlreichen Gastgärten zum perfekten Raum, um in der Mittagspause wieder neue Energie für die Arbeit zu tanken“, sind sich beide einig. Elisabeth verbringt auch ihre Freizeit am liebsten in der Nähe des Bodensees. Sei es beim Baden am WikingerHafen, beim Joggen an der Pipeline oder beim Mountainbiken und Wandern am Pfänder: „Das Tolle ist, dass der Sprung vom Alltagsstress zum Urlaubsgefühl in der Region in nur wenigen Minuten gelingt“, zeigt sich die 24-Jährige begeistert. Da Verena aus der Messestadt stammt, hat sie ihre Lieblingsplätze natürlich im
Verena Palli und Elisabeth Royer (v. l.) verbringen ihre Mittagspause gerne in einem der tollen Gastgärten der Region Bodensee-Vorarlberg. VN/ÖSTERLE
Bezirk Dornbirn. Hier genießt sie ihre Freizeit besonders gern beim Wandern am Karren oder beim Schwimmen im Hohenemser Freibad Rheinauen. „Allein die herrliche Aussicht vom Panoramarestaurant am Karren auf das ganze Rheintal ist eine schöne Belohnung für die Anstrengungen des Aufstieges zu Fuß“, so die 20-Jährige. Zudem genießt die junge
Dornbirnerin die vielen Möglichkeiten zum Einkaufen oder guten Essen rund um den Dornbirner Marktplatz. Kulturelle Highlights Viele Höhepunkte bietet die Region Bodensee-Vorarlberg auch im kulturellen Bereich. „Mit dem ‚Bregenzer Frühling‘, der ‚Schubertiade‘ in Hohenems, den ‚Montforter Zwischentönen‘ in Feldkirch
und natürlich den Bregenzer Festspielen ist auch im kulturellen Bereich für jeden Geschmack einiges dabei“, sagt Urs Treuthardt, Geschäftsführer bei Bodensee-Vorarlberg Tourismus. Hoch im Kurs stehen bei Einheimischen wie auch bei Touristen die kulinarischen Schätze, welche die Region hervorbringt. Viele Köstlichkeiten entstehen dabei in
kleinen Manufakturen und Gasthäusern, die sich besonders auf Tradition und Regionalität spezialisiert haben. Beliebt ist daher auch das kulinarische Wandern mit der ganzen Familie, zum Beispiel von Bregenz aus am See entlang in Richtung Hard oder Höchst, mit einem leckeren Essen in einem der schönen Gastgärten der Region zum Abschluss der Tour.
Eine gute Möglichkeit, um regionale Produkte zu erwerben, bieten auch die zahlreichen Wochenmärkte der Region. Schauplätze sind dabei der Marktplatz in Dornbirn, der Kornmarktplatz in Bregenz, die Gässchen der Feldkircher Altstadt oder der Schlossplatz vor dem Palast in Hohenems. Auch in Lustenau, Götzis, Wolfurt und Rankweil laden Wochenmärkte zum Besuch. Vielfältige Freizeitkarte Eine ideales Angebot, um die Region mit all ihren Attraktionen kennenzulernen, bietet die Bodensee-Vorarlberg Freizeitkarte, die als Eintrittskarte für viele Ausflugsziele und als Fahrkarte für Bus und Bahn gilt. Einem abwechslungsreichen Sommer steht somit nichts entgegen.
10 Tipps aus der Region.
Käsewanderweg Eichenberg
Bodenseeschifffahrt
Naturschutzgebiet Rheindelta
Karren-Seilbahn Dornbirn
Schattenburg Feldkirch
Besonders gut erlebbar ist das Thema Käse auf dem Käsewanderweg in Eichenberg mit bewirteten Raststationen, Besichtigungsmöglichkeiten und kleinen Hofläden, deren Betreiber ihre eigenen Erzeugnisse anbieten.
Die Altstadt von Lindau, die Blumeninsel Mainau, das Sea Life in Konstanz – die schönsten Ausflugsziele des Bodensees lassen sich am besten mit dem Schiff ansteuern. Zudem werden auch tolle Themenfahrten angeboten.
2000 Hektar groß ist dieses bedeutende Naturschutzgebiet mit Auwäldern, Feucht- und Streuwiesen, Schilfflächen und weitläufigen Sandstränden. Infos und Führungen bietet das Team des Rheindeltahauses in Fußach an.
Auf den Karren geht‘s entweder in rund einer Stunde zu Fuß oder schneller mit der Seilbahn, welche bis spät am Abend fährt. Der Ausblick vom Panoramarestaurant reicht dabei vom Bodensee bis zu den Schweizer Bergen.
Zwölf Museumsräume bieten einen eindrucksvollen Blick in die Wohnwelt früherer Jahrhunderte – mit einem Restaurant in den alten Gemäuern und einer wunderbaren Aussicht über die Dächer von Feldkirch.
„ArchitekTouren“
inatura Dornbirn
Sunset-Stufen Bregenz
Sagen-Wanderweg Schnifis
Erlebnis-Samstage Ebnit
Das Vorarlberger Architekturinstitut und Architekturexperten bieten für Interessierte geführte „ArchitekTouren“ in Deutsch, Englisch und Französisch an. Zu Fuß, mit dem Fahrrad oder motorisiert.
Die inatura lockt mit ihrer Ausstellung rund um die Natur: In verschiedenen Lebensräumen gehören Videoprojektionen ebenso dazu wie lebende Kleintiere, Tierpräparate zum Anfassen und spannende Sonderausstellungen.
Seit dem Sommer 2009 sind die Sunset-Stufen beim Bregenzer Hafen gleichzeitig Treffund Ruhepunkt. Ein besonderes Highlight ist es, hier den Sonnenuntergang über dem Bodensee zu erleben.
Die Gondel der Schnifner Bergbahn schwebt in wenigen Minuten zur Bergstation. Es bietet sich nicht nur ein herrlicher Rundblick, sondern hier startet auch der Sagen-Wanderweg, ideal geeignet für einen Familienausflug.
Bis Ende September laufen im Dornbirner Bergdorf Ebnit wieder die Erlebnis-Samstage. Dabei sind Hochseilgarten und Schluchtenfoxparcours sowie der Bogenparcours geöffnet. Bei Gruppen wird um Anmeldung gebeten.
Kleines Urlaubsparadies Das Harder Strandbad lädt zum Baden, Wohlfühlen, Sportmachen und Genießen ein. Mit seinen 40.000 m² und diversen Sportplätzen bietet es ein abwechslungsreiches Programm und genügend Raum für das private Urlaubsglück. Den Hunger und den Durst stillen ein SB-Restaurant und ein Kiosk mit Snacks und Erfrischungen. Die Kleinen freuen sich über Käpt‘n Einbeins Piratenschiff, den Spielplatz und natürlich über die Wasserrutschen. Die angrenzende Minigolfanlage war bereits Austragungsort von zwei Europa- und einer Weltmeisterschaft. Das Harder Strandbad, eines der größten Erlebnisbäder am Bodensee, begrüßt seine zahlreichen kleinen und großen Gäste. Wellnessen unter freiem Himmel Idyllische Gewässer, herrliche Wiesen und Wälder: Der FKK-Strand in Hard liegt im Naturschutzgebiet Rheindelta und ist eine Insel der Ruhe. Bocciabahnen, Tischtennistische, ein Beachvolleyballplatz, Grillplätze und ein Restaurant ermöglichen es, sich in der malerischen Umgebung auf natürlichste Art zu entschleunigen. hard-sport-freizeit.at
SAMSTAG/SONNTAG, 20./21. JUNI 2015
Unser Vorarlberg. Unsere Zukunft. 11
Der Bregenzerwald bietet wie alle Regionen Vorarlbergs jeden Sommer neue kulinarische Highlights an. Hier im Bild: Tafeln im Moor bei Nacht.
FOTO: L. BERCHTOLD
Vorarlberg kulinarisch entdecken Der Sommer bietet wieder zahlreiche Veranstaltungen, die sich regionalem Genuss verschrieben haben. Ob regionale oder ethnische Küche, ob Wirtshaus oder Spitzenrestaurant, ob Szenelokal oder Weinkeller – auf gutes Essen legt man in Vorarlberg großen Wert. Ein Erfolgsrezept der heimischen Köche ist, dass sie schon seit vielen Jahren eng mit der heimischen Landwirtschaft zusammenarbeiten. Wo immer möglich, verwenden sie regionale und saisonale Köstlichkeiten und zaubern daraus Bodenständiges oder Kreativ-Leichtes. Die SCHWARZACH.
Zusammenarbeit zwischen der Landwirtschaft, regionalen Produzenten, Gastronomie und Hotellerie hat Tradition. Vorarlberg überrascht Genussfreudige also auf angenehme Weise mit einem durchwegs hohen Qualitätsniveau und einem sehr guten Preis-Leistungsverhältnis. Kriterien dafür sind neben der Qualität der Speisen und Getränke auch das Ambiente, also die Einrichtung und die Serviceorientierung der Gastgeber und Mitarbeiter. Auch in diesem Sommer und Herbst widmen sich wieder mehrere Initiativen, Veranstaltungen und besondere Angebote der Kulinarik in Vorarlberg. Sie laden dazu ein, regionale Spezialitäten zu genießen und mehr
über heimische kulinarische Schätze zu erfahren. „Tafeln im Bregenzerwald“ Unter diesem Motto laden bis Juli verschiedene Köche aus dem Bregenzerwald zu fünfgängigen Menüs in einer exklusiven Runde. Gespeist wird an einem besonderen Platz im Bregenzerwald: Bei schönem Wetter im Freien – am Bauernhof, vor einer Hütte, im Garten oder im Moor; bei weniger gutem Wetter unter Dach – in der historischen Villa, im Frauenmuseum oder umgeben von modernem Handwerk. An der gedeckten Tafel finden 18 bis 30 Gäste Platz. Jedes der Menüs widmet sich bestimmten regionalen Spezialitäten: der Heumilch oder dem Milchkalb,
dem Käse oder Kräutern, dem Lamm, Fisch oder Wild. Dazu werden die passenden Weine oder Bier gereicht. Zwischen den Gängen steht Kurzweiliges auf dem Programm: Köche, Köchinnen und Erzeuger erzählen übers Essen und die Zutaten, Lesungen und Musik verbinden Geschichte mit Gegenwart. Kräuterwanderungen Wie schmeckt welches Kraut und wie wirkt es? Mehr über Erkenntnisse aus der Naturmedizin und die Kunst des Würzens erfährt man bei Kräuterwanderungen und Seminaren, die in allen Regionen Vorarlbergs angeboten werden. Im Biosphärenpark Großes Walsertal gestalten die Alchemilla Kräuterfrauen
entsprechende Programme und stellen auch Seifen, Salben und Wohlschmeckendes wie Tees, Brot, Kräutersalze und Süßes her. Nahrung als Medizin Wissenschaft und Praxis kombiniert das Medicinicum Lech vom 9. bis 12. Juli. Unter dem Motto „Lass Nahrung deine Medizin sein“ finden Vorträge und Diskussionen rund um Ernährungsmedizin, Gesundheitspolitik, (Ess-)Kultur und Philosophie statt, außerdem Kräuterwanderungen und Kochworkshops. Salon für Konsumkultur Zum dritten Mal veranstaltet die Messe Dornbirn die „Gustav“. Der Salon für Kon-
sumkultur und werthaltige Produkte findet am 24. und 25. Oktober statt. Ein Schwerpunkt widmet sich hochwertigem Handwerk, ein zweiter befasst sich mit landwirtschaftlichen Produkten, Lebens- und Genussmitteln. Streifzug mit Wild & Rind Bis 8. November begleitet Herbert Edlinger jeden Donnerstag einen etwa dreieinhalbstündigen Streifzug durch die Genussregion Kleinwalsertaler Wild und Rind. Die Teilnehmer wandern zu einem Jägerhochsitz, besichtigen Ställe und eine Sennerei und üben sich darin, mit einer Sense eine Wiese zu mähen. Zum Ausklang gibt’s eine Stärkung mit Spezialitäten der Genussregion.
Die neuen Genießer-Highlights Neue Restaurants, neue Pächter und Ortswechsel in der Gastronomielandschaft. SCHWARZACH. Auch wenn Vorarlberg ein Land der Traditionen ist, die auch traditionelle Gasthäuser beinhalten, gibt es sie jedes Jahr aufs Neue: Die neuen kulinarischen Highlights im Land. Hier ein kleiner Auszug aus der Gastronomielandschaft Vorarlbergs:
seine Ausbildung in einem Vier-Sterne-Haus in Hittisau und war anschließend im Haas Haus in Wien tätig. Zuletzt betrieb er das Restaurant im Golfpark Bregenzerwald. Das alte Schulhaus Im Lecher Ortsteil Zug wird das alte Schulhaus pünktlich zur Sommersaison zum Restaurant. Schwerpunkt: regionale Produkte, erzählt
Betreiber Joschi Walch. Highlight ist eine offene Küche, in der den Gästen bis zu zwanzig Gänge über den Tresen gereicht werden. Auch die Gäste sind aufgefordert, mit Vorarlberger Produkten zu arbeiten. Kesselhaus Bregenz Der langjährige Wirt im Bregenzer Kesselhaus, Dietmar Schönberger, will seine Wir-
Das Ill Ein neues Restaurant für Feinschmecker hat in Feldkirch eröffnet. Im „Das Ill“ in der Vorstadt kocht der Montafoner Oliver Fleisch, der bisher als Küchenchef im Romantikhotel Krone in Lech tätig war. Er führt das Restaurant gemeinsam mit der Burgenländerin Anna Schuster, die den Service leitet. Adler in Schwarzenberg Das Restaurant hat wieder geöffnet. Neuer Pächter ist der 34-jährige Riefensberger Bernd Reimer. Er absolvierte
Genuss in Schwarzenberg Der 120 Jahre alte Traditionsgasthof Adler in Schwarzenberg öffnete nach der Neuübernahme wieder seine Türen. Neo-Pächter Bernd Reimer und sein Team wollen den Traditionsgasthof erfolgreich weiterführen.
kungsstätte wechseln. Ab Sommer wird er in einem der schönsten Wirtshäuser des Landes, dem Freihof in Sulz, die Gäste begrüßen. Die neuen Betreiber für das „Kesselhaus“ sind auch bereits gefunden. Im Juli soll das Lokal baulich adaptiert werden und ab August wieder geöffnet sein. Coffeeshop Company Anfang Juni hat die Coffeeshop Company, die neben Starbucks stärkste Kaffeehauskette der Welt, mit Wurzeln in Österreich, nach Shops in Dubai, Aserbaidschan und Norwegen nun ihren ersten Shop in Vorarlberg eröffnet. Die Lage am See in Lochau ist neben dem Kaffee ein weiterer Trumpf. Restaurant Freigeist Das Kultlokal in Lustenau wird ab Herbst unter neuer Führung weiterbetrieben. Koch Jan Härle wird danach im Lustenauer Traditionsbetrieb Meindl am Herd stehen und österreichische Klassiker zubereiten.
Traditionell genießen Viele Gasthäuser und Restaurants gibt es schon seit Generationen. Stehenbleiben tun sie deswegen noch lange nicht. Mit der behutsamen Kombination von Traditionellem und neu Interpretiertem überraschen sie ihre Gäste immer wieder.
SAMSTAG/SONNTAG, 20./21. JUNI 2015
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