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Unser holz kw21

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www.unser-holz.com

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Wo Kaisers urlaubten Da ist was los. Wo sonst als am Lochauer und Bregenzer Bodenseeufer gibt es ein so unvergleichliches Badevergnügen auf Stelzen. Wir haben uns das Badehaus am Kaiserstrand und die »Mili« angeschaut. Unvergleichlich.

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Der Burgherr vom Schwarzbad Was kann ein Jogger entdecken, der frühmorgens im Lochauer Schwarzbad seine Runden dreht? Eines ganz sicher: eine Holzburg, die von einem hochbegabten Baumeister errichtet wurde. Halb über, halb unter Wasser. Geheimnisvoll. Mystisch.

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Holz im Wasser Eigentlich unmöglich, denkt man sich: Holz, das ständig im Wasser ist. Dass das geht, beweisen Naturpools von Timberra. Sie bestehen ganz oder größtenteils aus Holz. Wie das funktioniert? Wir haben mit dem Geschäftsführer Klaus Reiter gesprochen.

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Vom Naturwald zum Urwald

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Naturwald und Urwald – ein Gespräch mit Conrad Amber macht den Auftakt für unsere Serie über den firmeneigenen Wald von i+R. Dabei startet das Unternehmen ein Experiment, das der Erforschung von Wäldern, in die kaum eingegriffen wird, dient.


#03 Waren Sie schon einmal in einem Urwald? Oder einem Naturwald? Wenn nicht, dann haben Sie etwas verpasst. Uns hat es ein kleines, unscheinbares Stück Wald an der Bregenzerach bei Buch, beinahe schon vergessen, angetan. Wirtschaftlich uninteressant aufgrund der Beschaffenheit des Geländes, stellte sich die Frage, was wir damit anfangen sollten. Nach einer gemeinsamen Begehung mit dem Baumfreund Conrad Amber wurde die Idee geboren, den Wald einfach Wald sein zu lassen, um ihm die Möglichkeit zu geben, zum Naturwald, später zum Urwald zu werden. Dieses Langzeitprojekt werden wir in den nächsten Jahren gemeinsam mit Amber verfolgen. Wir sind gespannt, wie sich dieses Gebiet entwickelt, was mit seiner Flora und Fauna in den nächsten Jahren geschehen wird. Und damit auch Sie ein paar Eindrücke davon bekommen, werden wir Sie auf dem Laufenden halten. Außerdem haben wir uns in dieser Ausgabe dem Thema Holz und Wasser gewidmet: Badeanstalten, ursprünglich-romantisch und neumodisch-modern, zwischen Lochau und Bregenz haben es Einheimischen und Touristen angetan. Es ist doch etwas Besonderes, sich nicht am Strand, sondern auf dem Wasser dem Badevergnügen hinzugeben. Und das ganz ohne Boot. Wir haben uns die altehrwürdige Militärbadeanstalt, im Volksmund »Mili« genannt, und das neue Badehaus am Kaiserstrand genauer angesehen. Dass sich Holz und Wasser vertragen, beweisen die Naturpools von Timberra. Wir haben uns mit dem Inhaber Klaus Reiter unterhalten. Weiters sind wir im Schwarzbad in Lochau auf Spurensuche gegangen: Wussten Sie, dass ein Biber bis zu 30 kg auf die Waage bringen kann? Oder dass er bis zu 140 cm lang werden kann? Was ein Biber sonst so alles vermag, davon haben wir uns mit eigenen Augen vor Ort überzeugt. Dass Vorarlberg über ein funktionierendes Bibermanagement verfügt, hat uns Agnes Steininger im Gespräch aufgezeigt. Zum Schluss hat uns Simon Österle aus Doren, seines Zeichens Bauund Projektleiter bei i+R Wohnbau, von seiner Holzleidenschaft erzählt. Das und noch viel mehr ist in der dritten Ausgabe von UNSER HOLZ zu finden. Und jetzt: viel Spaß bei der Lektüre.

DI Reinhard Schertler i+R Bmstr. DI Joachim Alge i+R


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Holz im Wasser

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Viel mehr als nur ein Job

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Vom Naturwald zum Urwald U

rwald – impliziert Abenteuer, giftige Schlangen in Grasgrün, Lianen und undurchdringbares Dickicht, kurz: einen Lebensraum Grün in Grün. Zumindest, was tropische Urwälder betrifft.

Doch Urwälder sind nicht nur in Äquatornähe zu finden, es gibt Natur- und Urwälder auch in unserer näheren Umgebung. So besitzt i+R ein Stück Wald in Buch an der Rotach, wo sie in die Bregenzerach mündet. Dieses Gebiet ist schon seit Anfang im Besitz des Unternehmens, als Johann Schertler und sein Sohn Rudolf das Holz noch über die Ach nach Lauterach flößten. Heute hat sich das Unternehmen dazu entschlossen, nicht mehr in das Ökosystem des Waldes einzugreifen, um aus dem Wirtschaftswald mittelfristig einen Naturwald, langfristig einen Urwald entstehen zu lassen. Wir haben uns mit dem Baumexperten Conrad Amber, der dieses Projekt begleitet, unterhalten.

Du beschäftigst dich schon seit vielen Jahrzehnten mit dem Zustand unserer Wälder und Bäume. Jetzt bist du in dieses langfristig angelegte Projekt von i+R eingebunden. Was haben wir unter einem Naturwald zu verstehen? Im Naturwald greift der Mensch nicht mehr ins Ökosystem ein. Der natürliche Wald besteht immer als Mischwald aus Nadel- und Laubbäumen, aus Tiefund Flachwurzlern, die sich ergänzen.

der beheimateten Baumarten hinaus, das sind 250 bis 400 Jahre. Erst dann ist der Wald völlig autark und reguliert sich durch seine Lebensformen und Organismen selbst.

Altbäume, sogenannte Habitatbäume, bleiben bis zu ihrem natürlichen Lebensende stehen und sterben dann in einem langsamen Prozess ab. Zuvor konnten sie sich tausendfach vermehren. Die Waldbegründung – Naturverjüngung – geschieht nach der natürlichen Auswahl. Je nach Standort, Bodenqualität und Lichteinfall, Feuchtigkeit setzen sich an den verschiedenen Flächen vermehrt einzelne Baumarten durch.

Welchen Nutzen hat ein solcher Wald für den Menschen und seine Umwelt? Der wesentliche Unterschied des naturnahen Waldes zum Wirtschaftswald ist zum einen die Abwesenheit des Menschen und seiner sichtbaren Eingriffe, zum anderen ein gesunder, artenreicher Baumbestand, erkennbar an der Artenvielfalt und Altersvielfalt und dem zahlreichen Vorhandensein vielfältigster Organismen. Es gibt einen übergeordneten Wert eines Waldes, der nicht von seiner Holzmasse oder seinen Ausdehnungen abhängt. Diese Werte haben unmittelbar mit der Betrachtung der Zeiträume weit über das menschliche Leben hinaus zu tun.

Und was ist im Gegensatz dazu unter einem Urwald zu verstehen? Wenn die letzten menschlichen Eingriffe nicht mehr sichtbar sind, z. B. abgesägte Baumstümpfe, entwickelt sich der naturnahe Wald zum Urwald. Bestimmte Pilz- und Flechtenarten, Insektenarten und damit verbunden bestimmte Vogelarten, z. B. Spechte, kehren langsam zurück und sind messbare Indikatoren für einen Urwald. Dies kann über 100 Jahre nach der letzten Holznutzung sein, manchmal sogar über das durchschnittliche Baumalter

Ein naturnaher Wald hat schon nach wenigen Jahren der Bewirtschaftung eine andere Optik und wirkt auf den Besucher klarer, kraftvoller, romantischer und in seiner eigenen Ordnung stimmiger. Mit der Zeit entstehen Lebensformen und waldgebundene Organismen, die zum Gesamtorganismus Wald gehören und diesen in seinen natürlichen Lebenszyklen stützen und organisieren: Flechten, Pilze und Moose, Mikroorganismen, Insekten und Tiere sowie unterschiedlichste Pflanzenarten, die erst mit der Zeit wieder heimisch in diesen Waldungen werden. »


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Conrad Amber, Familie Schertler und Alge und Hermann BĂśhler

Conrad Amber präsentiert Waldbewohner


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GenaudieseLebensformensindfüralle»gestressten« Wirtschaftswälder der Umgebung sehr wichtig, manchmal überlebenswichtig. Deshalb sind die Auswirkungen von Naturwaldflächen auf die Umgebung besonders wertvoll.

Einen Namen für diese Waldung zu finden, ist ebenso wichtig wie richtig. Dieser soll in die Flurnamenverzeichnisse und letztlich in die Landkarten eingetragen werden und kann so viele Jahrhunderte erhalten bleiben.

Gibt es konkrete Auswirkungen auf den Organismus des Menschen? Der Besuch eines solchen Waldes ist gesundheitsfördernd. Durch Terpene, Terpenoide sowie Phytonzide, die in einem solchen Wald durch die Bäume produziert und über unsere Haut und Lungen aufgenommen werden, verbessert sich unser Blutbild und unsere Gesundheit. Und in einem naturnahen Wald geschieht das natürlich wesentlich stärker und schneller.

Um die Ernsthaftigkeit zu untermauern, sollten namhafte Biologen, Dendrologen, Wissenschaftler und Forscher eingeladen werden, Beobachtungen und Forschungen und Dokumentationen zu erstellen.

Wie können wir uns den Prozess der Begleitung des Projektes – die Entwicklung des Waldes ohne menschlichen Eingriff – vorstellen? Eine spannende Begleitung ist die schriftliche Dokumentation des Jetzt-Zustandes und der Veränderungen. Diese müssen auch fotografisch, u. U. auch videografisch, festgehalten werden. Es gilt vor allem ein Zeugnis für die späteren Generationen zu geben. Möglicherweise siedeln sich hier erstmals auch neue Baumarten an, die nicht von wirtschaftlichem Nutzen sind, jedoch für die klimatischen Veränderungen der Zukunft besser gewappnet sind und die Überlebensfähigkeit großer Waldflächen so verbessern. Auch der Jagd kommt eine besondere Bedeutung zu, denn nur mit einem waldverträglichen Wildbestand kann sich der Wald verjüngen und Jungbäume entsprechend dicht und kräftig aufwachsen.

Vielen Dank für das Gespräch.

Publikationen von Conrad Amber Baumwelten

Kosmos, Stuttgart 2015

Bäume auf die Dächer, Wälder in die Stadt Kosmos, Stuttgart 2017

Conrad Amber Conrad Amber ist ein österreichischer Buchautor, Naturfotograf und Vortragender. Er begleitete als Kind seinen Vater bei der Jagd, und das Interesse für die Natur war geweckt. Ab 1977 war er als Fotograf für die Schubertiade Vorarlberg in Hohenems tätig. 1985 gründete er mit Gerhard Winkler und Hans Dünser den Kunstraum Dornbirn, in dessen Vorstand er aktiv ist. Conrad Amber ist Vater von drei Töchtern und lebt in Dornbirn.

i+R Waldgebiet für das Langzeitprojekt


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Drachenfelsen und ein gepflegter »Zieher« W

enn Sie diese Begriffe kennen, sind Sie vertraut mit der »Mili«. Wenn nicht, wird’s Zeit. Die »Mili« und das Badehaus am Lochauer Kaiserstrand – zwei Möglichkeiten, sich individuell dem Badevergnügen hinzugeben. Und das auf architektonisch-ästhetisch hohem Niveau. »


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Badehaus in Lochau am Kaiserstrand


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Der »Drachenfelsen« ist das Richtung Lochau ausgerichtete Sonnendeck auf dem unteren Deck der Bregenzer »Mili«. Nein, keine schuppenartigen Echsen oder ähnliches Ungetier treiben hier ihr Unwesen. Es sind vielmehr die Bregenzer Stadtladies, die sich jeden sonnigen Sommertag hier treffen, um dem Kartenspiel zu frönen. Und wehe, das Plätzchen ist besetzt. Dann erfahren Sie sehr schnell, warum dieser Teil des Bades den Namen »Drachenfelsen« hat. So war es zumindest früher. Heute ist ja alles gaaaanz anders. Ein »Zieher« spielt sich hingegen im Wasser ab. Das Bad bildet eine U-Form mit der Öffnung Richtung See. An den Längsseiten sind Wasserballtore befestigt. Bei einem »Zieher« spielen zwei Teams mit je einem Torwart und einem Feldspieler gegeneinander. Der Keeper ist Torverhinderer und Passgeber, der Feldspieler verwertet. Oder auch nicht. Das Problem: Der Ball fliegt pausenlos hin und her und das Wasser ist zu tief, um zu stehen. Ein Spiel kann mitunter eine Stunde und mehr dauern. Danach weiß man, was man geleistet hat. 1825 – Geburtsstunde der »Mili« Diese und andere Traditionen zeichnen die altehrwürdige Militärbadeanstalt in Bregenz aus. Das stilvolle Bad aus dem Jahre 1825 ist die älteste Badeanstalt am Bodensee. Das damalige Militärbad wurde zur Ausbildung der jungen Rekruten erbaut, die das Schwimmen erlernen mussten. Nachdem die »Mili« teilweise einem Brand zum Opfer fiel, wurde sie nach ihrer Renovierung der Öffentlichkeit übergeben. Der eingeschossige Pfahlbau, der über einen Holzsteg mit dem Ufer verbunden ist, umfasst Umkleidekabinen, ein doppelstöckiges Sonnendeck und Leitern ins Wasser.

Militärbadeanstalt »Mili«

Wie bereits erwähnt wurde die »Mili« 1825 nach Plänen von Unterleutnant Schilling knapp außerhalb der Stadtgrenze von Bregenz am Tannenbach erbaut. Ihr Zweck: die »körperliche Ertüchtigung« der Rekruten des Militärs. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Bad der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Da es als Kriegsbeute galt, wurde es zuvor vom französischen Militärgouverneur der Stadt Bregenz zum Kauf angeboten. 1961 wurde das Bad endgültig in den Besitz der Landeshauptstadt Bregenz übernommen, nachdem dessen Betreuung schon längst durch die Stadt erfolgt war. In der Saison 1977/78 erfolgte die Renovierung des linken Traktes. 1978 wurde der rechte Trakt durch einen Brand zerstört. Erst im Juni 1979 waren die Wiederinstandsetzungsarbeiten abgeschlossen. Nach dem Neubau des Südtraktes 1983 erfolgte 1985 der Neubau des Nordtraktes.

Place to be Wer sich heute ein bisschen den Menschenhorden auf der Pipeline, dem Lochauer und Bregenzer Stadtstrand, entziehen möchte, bleibt zu Hause. Oder geht in die »Mili«. Dort wacht ein Bademeister mit Argusaugen über das Wohl seiner Gäste. Im Juli findet hier außerdem ein internationales Wasserballturnier statt, das sportlich und gesellschaftlich einiges zu bieten hat. Weitere Möglichkeiten? Tischtennis auf dem See, Stand up Paddling (SUP) oder einfach nur schwimmen, sonnenbaden oder einen »zünftigen Jass« klopfen. Vielleicht sogar auf dem Drachenfelsen.

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Wo Kaisers urlaubten D

ort, wo einst der Kaiser ein paar sonnige Tage verbrachte. Dort, wo jeder Sonnenuntergang einzigartig ist. Dort, wo heute wieder Gäste verwöhnt werden. Dort befindet sich das Badehaus am Kaiserstrand in Lochau, das seine Gäste mit Badespaß, Ruhe und Kulinarik verwöhnt.

Es sticht dem interessierten Betrachter bereits von Weitem aus allen Himmelsrichtungen ins Auge: Schlicht steht es da, gebettet auf 30 Pfeiler, öffnet seine Pforten bei Sonnenschein, um Gästen abseits vom Trubel ein kleines Refugium der Erholung zu bieten. Auf dem Sonnendeck recken Schirme ihre weißen Häupter in die Höhe, der Sonne entgegen, um den Erholungssuchenden Schatten zu spenden. Im Restaurant lassen sich Badende verwöhnen, die einen genießen eine feine Köstlichkeit zwischendurch, die anderen sitzen plaudernd bei einem bunten Drink über dem Wasser und erleben den kleinen Luxus, den allein ein Badetag im Badehaus schenkt. Alte Idee, neu interpretiert Doch die Idee vom Bauen auf Stelzen am Bodensee ist alt: Man denke an die Pfahlbauten von Unteruhl-

dingen, wo steinzeitliche Häuser auf dem See rekonstruiert wurden. In diese Tradition reiht sich das mehrfach ausgezeichnete Badehaus am Lochauer Bodenseeufer ein. Der große Unterschied: Das 2010 fertiggestellte Refugium ist von schlichter Eleganz und spielt alle Stücke modernster Technik. Das von den Architekten Lang + Schwärzler geplante Haus liegt – auf 30 Stahlbeton-Pfählen ruhend – am Kaiserstrand. Ein 42 Meter langer Holzsteg verbindet das Bodenseeufer mit dem Badehaus. Der 102 m² große Innenraum bietet bei geöffneten Fassadenflächen einen sensationellen Rundumblick über Berg und See. Das Badehaus steht an der Stelle des ehemaligen Schiffsstegs und wird ganzjährig genutzt. Bis auf die Pfähle und die Bodenplatte, die betoniert sind, besteht das Haus außen aus heimischer Weißtanne, die vom Pfänderstock stammt. Als Boden dient im Freien ein Lattenrost, die Innenräume sind mit Dielenböden ausgestattet. Um ein zu hohes Schallaufkommen zu vermeiden, wurde eine abgehängte, akustisch wirksame Deckenschalung aus Tanne installiert. Die Wandverkleidungen sind aus Fichten-Dreischichtplatten, nur die Funktionsräume sind gefliest.

Technik pur Das Badehaus verfügt über eine kontrollierte Beund Entlüftung. Die Einbringung der Wärmeenergie erfolgt mittels Heizregister über die Lüftungsanlage durch eine Luftwärmepumpe. Das Fassadensystem wurde so konzipiert, dass es den hohen Windkräften am Ufer des Bodensees standhält. Das Objekt wurde aufgrund seiner besonderen Ästhetik und Funktionalität mit dem Vorarlberger Holzbaupreis 2011 ausgezeichnet. Damit steht das Badehaus in einer Tradition mit seinem betagten Verwandten in Bregenz, der »Mili«, die 86 Jahre älter ist und zahlreiche Stürme und Wirren der Zeit überlebt hat. Weitere Hotspots in dieser Reihe sind die Badhütte in Rorschach/Schweiz und das Aeschacher Bad in Lindau/Deutschland.

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Facts and Figures Architekten: Lang + Schwärzler, Bregenz Projektbeteiligte: Hagen-Huster, Bregenz und i+R, Lauterach (Tragwerksplanung); i+R, Lauterach (Holzbau und Fenster); Walter Cernenschek, Lingenau (Schlosserarbeiten); Markus Stolz, Feldkirch (Heizung, Sanitär); Ender Klimatechnik, Altach (Lüftung); Maler Hörburger Raum- und Fassadengestaltung, Lochau (Malerarbeiten); Bell Fliesen, Götzis (Fliesen) Fertigstellung: 2010 Standort: Am Kaiserstrand in Lochau

Badehaus Lochau


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Unübersehbare Spuren des Burgherren

Der Burgherr vom Schwarzbad

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orgendliches Joggen durchs Schwarzbad in Lochau. Die ersten Sonnenstrahlen bahnen sich ihren Weg durch die Bäume. Die sumpfigen Wiesen dampfen noch in der Frische des Aprilmorgens. Auf dem Naturweg kreucht und fleucht schon das Kleingetier.

Die Brücke ist überquert, jetzt geht es auf dem Naturweg ein paar Meter zur nächsten Bachquerung. Hier bleibe ich stehen. Nicht, weil ich müde bin. Nicht, weil mir die Puste ausgeht. Nein, es ist die Landschaft, die mich innehalten lässt. Trotz geringer Niederschlagsmengen in den letzten Wochen staut sich der Kanal viele Meter zurück und setzt die Aulandschaft unter Wasser. Daneben liegen Bäume kreuz und quer in der Landschaft. Haben hier Vandalen gewütet? Hat ein Sturm die Stämme geknickt? Noch etwas fällt auf: Manche Bäume sind mit Maschendraht umwickelt. Was hat das zu bedeuten? Der Biber ist zurück Des Rätsels Lösung: In Lochau/Hörbranz haben sich Biber niedergelassen. Jene fleißigen Baumeister – in der Zoologie auch als Castor fiber bekannt –, die mit ihren braunen Nagezähnen stattliche Stämme zu Fall bringen, besiedeln das Naturschutzgebiet an

der Leiblach. Doch was hat es mit diesen putzigen Tieren auf sich? Es ist keineswegs selbstverständlich, dass dieser Nachtschwärmer hier anzutreffen ist. Seit 2006 nimmt er unsere Gewässer wieder ein, nachdem er vor ca. 350 Jahren ausgerottet worden war. Gefällte Baumstämme verraten seine Rückkehr. Doch wie sieht ein Biber eigentlich aus? Oft ist er tagsüber ja nicht zu sehen. Biber sind durch ihren kompakten Körperbau, ein dichtes braunes Fell und einen breiten, flachen Schwanz – die Kelle – zu erkennen. Eine dicke Fettschicht schützt die emsigen Tiere vor der Kälte. Seine großen Hinterpfoten haben Schwimmhäute, die ihn zu einem flinken Schwimmer machen. Die Vorderpfoten sind mit langen Krallen, mit denen er greifen und Feinarbeiten auf seiner »Baustelle« erledigen kann, versehen. Wer glaubt, Biber seien immer klein und putzig, der irrt: Ausgewachsene Tiere können ein Gewicht von bis zu 30 kg erreichen. Mit einer Gesamtlänge von ca. 135 cm sind sie dabei größer als ein Reh. Aber aufgepasst: Nicht jedes Tier, das braun ist und im Wasser schwimmt, ist ein Biber. Zwei eingewanderte Genossen, die ebenfalls in unseren Gefilden leben, gleichen ihm: die Bisamratte und das Nutria.

Beobachten? Fehlanzeige Sie wollen einen Biber einmal in natura sehen? Ist möglich, aber nicht so einfach. Entweder Sie nähern sich der hölzernen Biberburg spätabends oder frühmorgens, denn die Tiere sind nachtaktiv. Und: Einen großen Teil der Zeit verbringen sie in ihrer Burg. Diese bietet Schutz vor Feinden, Hitze und Kälte. Der Eingang liegt gut geschützt unter Wasser – die »gute Stube« liegt immer über Wasser und damit im Trockenen. So führen Biber ein relativ geheimes Leben. Die Burg wird nur verlassen, um Futter zu suchen und nötige Bauarbeiten zu erledigen. Biber sind übrigens reine Vegetarier: Im Sommer fressen sie Gräser, Kräuter, Wasserpflanzen, Blätter und Gehölztriebe, im Winter stehen Baum- und Strauchrinden auf dem Speiseplan. Und: Der Biber duldet keinen fremden Rivalen in seinem Revier, er ist ein »Familientier«. Biber können einmal im Jahr Junge bekommen. Die Fortpflanzungszeit liegt zwischen Jänner und März und nach einer Tragzeit von 105 Tagen bringt das Weibchen ein bis vier Junge zur Welt. Die hölzerne Biberburg Der Biber ist ein exzellenter Holzbaumeister. In einem Biberrevier kann man überall Nagespuren entdecken, die Schnittstellen weisen einen Winkel von 45 Grad auf. Die Tiere fällen Bäume nicht wahllos: Wenn sie im Revier eine lohnende Nahrungsquelle – Baumrinde – finden, fällen sie meist mehrere Bäume


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an derselben Stelle – dem Fällplatz. Anschließend wird der Baum in Teile zerlegt, um diese dann zum Fraßplatz zu bringen. Biber entfernen sich nie weit vom Wasser, das ihnen Schutz bietet. Ist ein Gewässer zu seicht, bauen Biber oft einen Damm. Damit werden sich ändernde Wasserstände ausgeglichen, durch die größere Wasserfläche wird der Lebensraum ausgedehnt und das Holz kann besser transportiert werden. Außerdem liegen die Eingänge zur Burg unter Wasser, sodass Biber eine Tiefe von ca. einem halben Meter benötigen. A la longue unterstützen Biber mit ihren Aktivitäten zahlreiche Ziele der Wasserwirtschaft: Ihre Dämme halten Schwebstoffe zurück, was zur Reinigung der Gewässer beiträgt. Wenn Biber Bäche aufstauen, verteilt sich das Wasser über eine größere Fläche und fließt so langsamer in die Flüsse. Außerdem fördern Biberseen die Entwicklung natürlicher Auwälder. So schaffen Biber in reiner »Handarbeit«, wofür wir Menschen viel Technik, Energie und Geld einsetzen:

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Biberseen sind abwechslungsreicher als künstliche Gewässer und können durchaus mit den Biotopteichen konkurrieren, die aus Gründen des Naturschutzes angelegt worden sind. Insbesondere die flachen Uferbereiche, in denen zahlreiche Wasserpflanzen wachsen, sind wesentlich größer als die in künstlich angelegten Gewässern. In vielen Fällen funktioniert das Miteinander von Bibern und Menschen gut. Doch auch hier können Probleme entstehen. Deshalb wurde 2013 das Bibermanagement ins Leben gerufen, das Informationen, aber auch Beratung und Hilfe anbietet. Um Bäume vor dem Fällen zu schützen, werden beispielsweise Drahtgitter und Elektrozäune an gefährdeten Stellen montiert. Auch so kann ein Miteinander funktionieren. Sprach’s und setzte seine Laufrunde fort. Die Biber hinter mir lassend, die mich, den Jogger und Eindringling in ihre Welt, mit Nichtbeachtung bedachten, führte mich mein Weg in den klaren Morgen des Lochauer Naturschutzgebietes.

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Facts and Figures Biber bis zu 135 cm lang bis zu 30 kg schwer 350 Jahre lang verschwunden 105 Tage Tragezeit 1-4 Junge 500 Gramm Geburtsgewicht ca. 90 Tiere 2018 in Vorarlberg Eingang 0,5 m unter Wasser 2013 Bibermanagement Biberalter 10 bis 14 Jahre 20 – 30 m lange Dämme

Weiterführende Informationen Bibermanagement Vorarlberg www.bibervorarlberg.at

Agnes Steininger, die Bibermanagerin

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enn man durchs Lochauer Schwarzbad am Mühlebach spaziert, verändert sich die Landschaft schlagartig: ein aufgestauter Bach und zahlreiche gefällte Bäume säumen das Ufer. Untrügliches Zeichen für einen Biber im Revier. Agnes Steininger, Biberbeauftragte des Landes, hat uns zum Thema Biber spannende Erkenntnisse geliefert.

Agnes, wir stehen hier in einer wilden Landschaft, für deren Zustand der Biber verantwortlich zeichnet. Inwiefern ist die Biberpopulation schädlich? Wir müssen das Ganze ein bisschen aus seiner Historie betrachten: Der Biber war seit 350 Jahren hier nicht mehr heimisch. Das heißt, die Fläche der Auwälder ist zurückgegangen und wir sind den Anblick von gefällten und angenagten Bäumen nicht mehr gewohnt. Der Biber muss aber als nachhaltiger Landschaftsarchitekt betrachtet werden. D. h., er fällt nicht wahllos Bäume, sondern lichtet die Wälder. Bevor er ein Gebiet kahlschlägt, sucht er sich ein neues für seine Holzfällerarbeiten. So kann sich der Wald immer wieder erholen. Wenn man den vermeintlichen Schaden betrachtet, den der Biber verursacht, stellt sich die Frage, ob es nötig ist, die Biberpopulation künstlich zu limitieren? Nein, sicher nicht. Der Biber limitiert sich auf natürlichem Wege selbst. Wenn wir von zwei bis drei Jungtieren pro Jahr sprechen, so überlebt etwa die Hälfte der Biber. Die größte Gefahr droht den Jungtieren auf ihrer Wanderung, denn sie müssen sich ihre eigenen Reviere suchen. So kann es durchaus vorkommen, dass ein Biber von einem Auto überfahren wird.

Außerdem funktioniert die Entnahme nicht. Denn wenn ich ein Tier entferne, siedelt sich ein Jahr später sicher ein neuer Biber an. Trotzdem nehmen wir Bedacht, dass wir das natürliche Gleichgewicht erhalten können und es ein gutes Miteinander von Mensch und Tier gibt. Grundsätzlich bekommen wir viele positive Rückmeldungen und glauben, dass der Biber in der Bevölkerung gut aufgenommen wird. Dass das so bleibt, ist unsere Aufgabe. Was gehört noch zu euren Aufgabengebieten? Wir sind einerseits der Biberanwalt, achten aber andererseits auf ein gedeihliches Miteinander. Wir bemühen uns um Aufklärung in der Bevölkerung und sind bei allfälligen Fragen gerne für alle da. So mussten wir z. B. beim Mühlebach in Lochau den Damm öffnen, denn dort hatte sich schon zu viel Material abgelagert, sodass sich der Bach zu weit zurückstaute. Welches ist der große Nutzen des Bibers? Der Biber war – wie gesagt – schon früher da. Man darf ihn getrost als Landschaftsarchitekten bezeichnen, der Lichtungen schafft und für Totholz sorgt, wo sich zahlreiche Insekten und Amphibien tummeln. Er schafft also für viele Arten neue Lebensräume. Wir kommen dann ins Spiel, wenn bei den Aktivitäten des Bibers nicht alles nach Plan läuft. Besonders bedanken möchte ich mich an dieser Stelle bei den Bauhöfen der betroffenen Gemeinden und bei der Abteilung Wasserwirtschaft, die uns in unserem Bibermanagement tatkräftig unterstützen, sei es durch Drahtgitterschutz, Baumfällungen usw. Wir stehen hier vor dem Biberdamm. Was ist der Unterschied zwischen Damm und Burg? Die beiden dürfen nicht verwechselt werden. Der Damm in Lochau liegt kurz vor der Mündung des Baches in den See. Die Burg befindet sich weiter bachaufwärts. Oft graben sich die Biber in Uferböschungen, in Lochau hat er einen vorhandenen Erd-

wall okkupiert. Und wenn Nachwuchs ansteht, so wird die Biberburg vergrößert. Wie bei den Menschen. Habt ihr euren Bibern Namen gegeben? Nein, denn die Biber sind im Wasser kaum zu unterscheiden. Am ehesten erkennt man sie an ihrem Schwanz oder an anderen Kleinigkeiten. Aber im Wasser sind sie eben kaum zu unterscheiden. Mein Neffe hat den Lochauer Biber allerdings Max getauft. Seitdem heißt jeder Biber in Lochau Max. Vielen Dank für das Gespräch.

Mag. Agnes Steininger Mag. Agnes Steininger ist ausgebildete Biologin mit Schwerpunkt Botanik. Als 2006 die ersten Biberspuren im Rheindelta entdeckt wurden, wurde sie mit der Kartierung und der Bestandsaufnahme der Tiere beauftragt. Das Land Vorarlberg erkannte sehr schnell, dass für die wachsende Biberpopulation ein eigenes Management von Vorteil wäre. Seit vier Jahren übt Steininger nun diese Funktion aus.


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Holz im Wasser Timberra Pool aus Holz

Und wie erfolgt die Wasserreinigung und -aufbereitung in den Pools? Die Pools sind kleine, naturnahe Wasserwerke. Sie schaffen ohne chemische Hilfsmittel in mehreren Schritten reinste Wasserqualität. Dabei steht die biologische Filtertechnik im Hintergrund oder wird als natürliches Element integriert. Möglich macht dies das patentierte Filtersystem. Es arbeitet nach einem einfachen Prinzip: Durch den besonderen Aufbau finden Mikroorganismen optimale Lebensbedingungen im Filter vor. So stehen im Schwimmbereich kaum Nährstoffe für Algenwachstum zur Verfügung und es entsteht in einem wartungsarmen System beste Wasserqualität. Wie oft wird das Wasser im Naturpool gewechselt? Biologisch aufbereitetes Wasser ist nährstoffarm und hat einen hautfreundlichen pH-Wert. So wird der menschliche Säureschutzmantel geschützt und die Schleimhäute nicht angegriffen. Das Wasser eines Naturpools wird nie gewechselt. Denn nur in seiner Ursprünglichkeit kann Wasser in seinem Element sein.

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eht denn das? Einen Pool zu bauen, der aus Holz besteht? Es geht. Das beweisen die Naturpools von Timberra, die je – nach Ausführung – ganz oder teilweise aus Holz bestehen. Doch was macht den Holzpool langlebig?

einzigartig. Die Tanne ist ein Schattenbaum und ein Tiefwurzler und kann Wasser sehr gut einlagern. Bei einer Durchfeuchtung von mehr als 80 Prozent ist sie nahezu ewig haltbar. Bei unseren Naturpools ist das Holz immer unter der Wasserlinie und dadurch auch über Jahrhunderte haltbar.

Das wollten wir von Klaus Reiter, CEO von Timberra, wissen.

Wie wird das Becken abgedichtet? Wie gesagt, verarbeiten wir die Weißtanne im patentierten Schwalbenschwanz-Verbundsystem. Dabei verwenden wir weder Schrauben noch Leim noch eine andere Verbindung. Die Dichtung erfolgt auf natürlichem Weg: Im Wasser quillt das Holz auf und wird so in sich stabil. Um eine hundertprozentige Durchfeuchtung des Holzes und damit Haltbarkeit über Generationen garantieren zu können, steht das Becken innerhalb einer Kautschukfolie, die eine zusätzliche Dichtbahn bildet und so die Möglichkeit bietet, mit der Wasserlinie über das Holz zu gehen. Das Verbundsystem ermöglicht nahezu jede Poolgröße und -form sowie eine Tiefe von bis zu drei Metern.

Wasser und Holz sind zwei Naturstoffe, von denen man glaubt, sie vertragen sich nicht auf Dauer. Was macht das Holz in euren Pools trotz dauernder Berührung mit Wasser so langlebig? Wasser ist grundsätzlich ein belebendes Element. Es bringt Wachstum und Ruhe in den Garten. In einem Pool aus Holz bewahrt das Wasser seine natürliche Kraft und Energie. Holz ist für einen Pool der ideale Baustoff, da es seit jeher mit Wasser eng verbunden ist. Es hat einen guten Isolationswert und hält im Sommer die Temperatur konstant. Holz braucht Wasser zum Wachsen und besteht ähnlich wie der Mensch zu fast 80 Prozent aus Wasser. Es kann als natürlicher Rohstoff auch in sensiblen Naturgebieten eingebaut werden und unterstützt nachwachsend unsere CO2-Bilanz. Welches Holz verwendet ihr für eure Naturpools? Für unsere Pools und die Schwimmteichabgrenzungen verwenden wir heimische Weißtanne, die wir im patentierten Schwalbenschwanz-Verbundsystem in unserem Werk in Bad Lainach im Mölltal verarbeiten. Die Wände werden aus massivem Vollholz vorgefertigt. Ein Pool von etwa vier mal acht Metern kann mühelos an einem Tag aufgebaut werden. Entweder wird er als fertiges Becken oder in Einzelteilen geliefert, die dann vor Ort miteinander verbunden werden. Das Holz der Weißtanne wird seit jeher als »Wasserholz« verwendet. Ihr langsamer Wuchs, ihre Beständigkeit und Widerstandsfähigkeit im Wasser sind

Wenn ich mich dazu entschließe, einen Naturpool zu bauen: Inwiefern unterscheidet sich die Lebensdauer eines solchen Pools von einem herkömmlichen? Die Lebensdauer eines Timberra Naturpools geht über Generationen. Durch die Bauweise, das Holz ist zu 100% unter Wasser, wird dies garantiert. Auch die von uns eingesetzten Materialien wie Stein und Edelstahl sind über Generationen haltbar. Wichtig ist, dass man die richtigen Materialien am richtigen Platz einsetzt. Die »richtigen« Materialien, die im Naturpool verbaut werden, begründen sich in einer sorgfältigen Überprüfung der Inhaltsstoffe und somit der Eignung für das natürliche Wasser. Vielen Dank für das Gespräch.

Du hast gesagt, dass in euren Naturpools Holz der Hauptbestandteil ist, andere Stoffe aber variabel eingesetzt werden können. Wo werden welche Materialien verwendet? Das Material der Stufen kann Stein, Fliese oder auch Holz sein. Der Boden des Beckens ist ebenfalls variabel. Die anthrazitfarbene Kautschukfolie, die in jedem Becken die Bodenabdichtung darstellt, bildet einen dunklen Kontrast, lässt das Becken optisch tief erscheinen. Naturstein oder helle Keramikböden hingegen geben dem Becken Weite. So kann für jeden Geschmack und jeden Wunsch individuell ein Pool geplant und umgesetzt werden. Für die Sonnendecks und die umgebende Terrasse verwenden wir die Tauernlärche. Sie schützt sich, indem sie eine Art Patina bildet, den sogenannten Grauschleier.

Weiterführende Informationen Timberra® Holzsysteme GmbH www.timberra.com


In unserem Online-Magazin finden Sie alles über die vorliegende Printausgabe und weiterführende Informationen zum Thema Holz.

www.unser-holz.com

Impressum

Herausgeber: i+R Gruppe GmbH, Johann-Schertler-Str. 1, 6923 Lauterach, Österreich, www.ir-gruppe.at Konzeption und Redaktion: i+R Gruppe GmbH, studio spitzar (Bernhard Hafele, Marco Spitzar, Petra Fiel), althaus 7 (Klaus Feldkircher) Gestaltung: studio spitzar, Dornbirn (www.studio-spitzar.com) | Text: althaus 7, Lochau (www.althaus7.at) | Lektorat: Martin Johler | Druck und Verteilung: Russmedia GmbH, Schwarzach (www.russmedia.com) Stand: Mai 2018 | 3. Ausgabe | Alle Angaben trotz sorgfältiger Recherche ohne Gewähr auf Richtigkeit.

Bildnachweis

Marcel A. Mayer (www.marcelmayer.com): S. 1, S. 3 (Vom Naturwald zum Urwald, Wo Kaisers urlaubten, Der Burgherr vom Schwarzbad, Viel mehr als nur ein Job ), S. 4 – S. 13, S. 15, S. 16 (Simon Österle) Lisa Mathis (www.lisamathis.at): S. 7 (Portrait Conrad Amber) Christine Tschisner: S. 13 (Portrait Mag. Agnes Steininger) i+R (www.ir-gruppe.at): S. 2, S. 16 (Mag. Elena-Maria Lang) Timberra® Holzsysteme GmbH (www.timberra.com): S. 15


Holz – viel mehr als nur ein Job S

o sieht das zumindest Simon Österle. Denn Holz beschäftigt den jungen Wälder schon seit seiner Kindheit. Warum? Die väterliche Werkstatt war sein Abenteuerspielplatz.

Sein Großvater, Erwin Österle, und sein Vater, Artur Österle, haben den kleinen Simon immer wieder dorthin mitgenommen. Die Liebe zum Werkstoff Holz hat Simon also wohl über Generationen mitbekommen. Ausbildung – ein »Holz«weg »Holz ist ein Werkstoff, der einen permanent umgibt und sehr nachhaltig ist, denn es wächst mehr Holz nach, als wir benötigen«, erklärt Simon seine Leidenschaft. Und deshalb hat der junge Dorener, ein 1985er-Jahrgang, seine Liebe zu Holz zu seinem Beruf gemacht. Er absolvierte eine Lehre als Zimmerer bei der Zimmerei Nenning OEG, um dann das Kolleg für Holztechnik in der HTL Rankweil zu besuchen. Doch damit war sein Wissensdurst noch lange nicht

gestillt. 2017 schloss er die berufsbegleitende Ausbildung zum Holzbau-Meister in der Bauakademie Hohenems am WIFI erfolgreich ab. Anschließend war er in einigen Unternehmen als Zimmermann, Bauleiter und Planer tätig. Seit Anfang Februar ist Simon nun bei i+R als Bau- und Projektleiter im Wohnbau beschäftigt. Warum im Wohn- und nicht im Holzbau, wollten wir wissen. »Natürlich lag es nahe, mich im Holzbau zu engagieren, und viele in meiner Umgebung dachten auch so. Doch mich fasziniert das Thema Wohnbau. Vor allem die Komplexität, was das Bauen betrifft. Hier habe ich mit den unterschiedlichsten Herausforderungen zu tun. Und die Lösungen sehen immer wieder ganz individuell und unterschiedlich aus«, erklärt Simon. Neun verschiedene Dachstühle Derzeit ist Simon beim Projekt »Gräfliche Seedomaine zu Bodman« am Überlinger See beschäftigt. Bei diesem Projekt entstehen neun Häuser mit unter-

schiedlichen Dachstühlen. Jedes Haus hat seinen eigenen Charakter und fügt sich behutsam in das gewachsene Umfeld ein – und das in direkter Nähe zum See. »Und genau hier kann ich mein Spezialwissen als Holzbau-Meister perfekt einbringen«, erzählt Simon mit leuchtenden Augen. Darin sieht er die Stärke seines Arbeitgebers i+R: Mitarbeiter wie er werden bestmöglich gefördert und dort eingesetzt, wo sie ihre Fähigkeiten optimal einbringen können. Das fördere die Motivation entscheidend, meint Simon Österle. Und auch die Chancen zum beruflichen Aufstieg. Doch Simon hat sich auch privat dem Wohnbau verschrieben. Im Moment entsteht unter seiner Handschrift, die geprägt ist von ökologischem Holzbau, das eigene Heim: »Mit viel Holz und Lehm«, wie Simon betont. Denn das sind natürliche Baustoffe, die sich positiv auf die Wohnraumqualität auswirken. So nachhaltig kann eine Ausbildung, gepaart mit Freude und Leidenschaft, wirken.

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Simon Österle

Hast auch du Interesse, dich mit dem Thema Holz auseinanderzusetzen? Interessierst du dich für eine Karriere bei i+R? Suchst du eine sichere Lehrstelle, um voll durchzustarten? Du hast die Nase voll von deiner momentanen Tätigkeit und suchst eine neue Herausforderung? Dann ist die i+R Gruppe dein Ansprechpartner. Melde dich doch einfach bei Frau Elena-Maria Lang. Sie freut sich auf deine Kontaktaufnahme und hilft gerne weiter.

Mag. Elena-Maria Lang HR Business Partner e.lang@ir-gruppe.com +43 (0)5574 / 6888-2834


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