Umwe l t geste r n heut e morg e n Eine Feldkircher Bestandsaufnahme
Zur besseren Lesbarkeit wird in dieser Brosch체re die m채nnliche Schreibform verwendet. Angesprochen sind selbstverst채ndlich beide Geschlechter.
Inhaltsverzeichnis Sieben Fragen an Bürgermeister Berchtold und Stadtrat Schwarz
Seite
4–5
Stadtentwicklung
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6–9
Verkehr
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10 – 13
Energie
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14 – 17
Abfall und Emissionen
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18 – 21
Wasser
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22 – 25
Naturschutz
Seite
26 – 29
Links & Impressum
Seite
30 – 31
Zur Lösung der zentralen Umweltprobleme braucht es Verhaltensveränderungen jedes Einzelnen. Die Herausforderung für die öffentliche Hand liegt darin, die notwendigen Rahmenbedingungen zu setzen, obwohl diese dem heutigen Zeitgeist von Konsum und Mobilität entgegen stehen. DI Walter Schwarz, Stadtrat für Umweltschutz und Abfallwirtschaft
Sieben Fragen an Bürgermeister Berchtold Die Umweltabteilung der Stadt Feldkirch gibt es seit 1990. Warum wurde sie damals eingerichtet?
Wilfried Berchtold: Zu Beginn der 80er Jahre rückte das Thema Umwelt immer mehr in den Mittelpunkt der öffentlichen Diskussion . Auslöser dafür waren sichtbare und spürbare Umweltbelastungen: Ozon, Abfallberge, verschmutzte Gewässer, das Waldsterben, aber auch Katastrophen wie Tschernobyl. In dieser Zeit des Umdenkens war es der Stadt Feldkirch ein Anliegen, Voraussetzungen für ein wirksames Handeln im Umweltbereich zu schaffen - eine eigene Umweltabteilung wurde daher eingerichtet. Was ist seither konkret gemacht worden?
Wilfried Berchtold: Eine zentrale Aufgabe der Umweltabteilung war es zunächst, den Umweltgedanken in allen Abteilungen des Amtes und in den zugeordneten Betrieben zu verankern. Das ist uns gelungen: Umweltverträgliches Handeln ist heute in allen städtischen Bereichen selbstverständlich geworden - im Hoch- und Tiefbau, in der Stadtplanung, im Bauhof und der Gärtnerei, im Stadtforst, im Einkauf oder auch bei den Stadtwerken. Im Interesse der Umwelt arbeiten die unterschiedlichen Abteilungen in verschiedenen Projekten zusammen. Was sind die Erfolge?
Wilfried Berchtold: Wir können auf eine ganze Reihe innovativer Projekte verweisen, die in den letzten 10 Jahren Ressort übergreifend realisiert wurden. Ich denke zB daran, mit welch großem Einsatz der Feldkircher Stadtbus eingeführt wurde. Oder mit welcher Konsequenz Feldkirch als erste Gemeinde Vorarlbergs eine Energiebuchhaltung für stadteigene Gebäude etabliert hat. Vorzeigeprojekte sind auch die Gestaltung des Tisner Weihers und die Jahresveranstaltungsreihe zur Umweltbewusstseinsbildung geworden. Dass die Stadt Feldkirch in Sachen Umwelt sehr aktiv ist, zeigen die zahlreichen Preise, die wir erhalten haben. In den letzten 10 Jahren wurden wir insgesamt sechs Mal mit dem österreichweiten Mobilitätspreis des VCÖ ausgezeichnet. Unter anderem sind aber auch unsere Klimaschutz-Aktivitäten, das städtische Energiemanagement und die Maßnahmen zur ökologischen Aufwertung der Flüsse und Bäche mit bundesweiten Hauptpreisen belohnt worden. Was sind Ihre besonderen Umweltanliegen für die Stadt Feldkirch?
Walter Schwarz: Die Lebensqualität und die Gesundheit der Bevölkerung. Um beides garantieren zu können, müssen vor allem Maßnahmen zum Schutz des Klimas umgesetzt und ein ökologisches Verkehrskonzept entwickelt werden.
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Unsere Lebensqualität ist eng mit einer intakten Umwelt verbunden. Zukunftsgestaltung bedeutet deshalb immer auch Erhaltung unserer Umweltressourcen Wasser, Boden, Luft, Klima und Artenvielfalt. Dazu braucht es heute mehr denn je den Schritt über die Gemeindegrenze hinaus, um komplexe Umweltprobleme gemeinsam anzugehen. Bürgermeister Mag. Wilfried Berchtold
und Stadtrat Schwarz Welche Rolle kommt der Stadt zu, welche den Bürgern?
Walter Schwarz: Zur Lösung der zentralen Umweltprobleme braucht es heute Verhaltensveränderungen jedes Einzelnen. Die Schwierigkeit liegt darin, dass diese nötigen Verhaltensänderungen dem heutigen Zeitgeist, der von Konsum und Mobilität geprägt ist, gerade entgegengesetzt sind. Die wichtigste, vielleicht auch undankbarste Rolle der öffentlichen Hand ist es deshalb, nötige Verhaltensveränderungen zu steuern. Eine Stadt oder eine Gemeinde muss Vorbild für ihre Bürger und Wirtschaftstreibenden sein, sie muss in ihren eigenen Bereichen konsequent umweltgerecht handeln. Wenn durch Bewusstseinsbildung und Bürgerbeteiligung zusätzlich noch erreicht wird, dass die Bürger ein eigenes Interesse am umweltbewussten Handeln entwickeln, dann kann Umweltschutz erfolgreich sein. Wozu wurde diese Broschüre gemacht?
Walter Schwarz: Von Zeit zu Zeit ist es wichtig, Bilanz zu ziehen, zu erheben, wo wir heute stehen, um dann Ziele und Maßnahmen für die Zukunft neu festzulegen. Dazu haben wir in den letzten zwei Jahren verfügbare Umweltdaten über Feldkirch zusammengetragen. In dieser Broschüre ist diese Bestandsaufnahme kurz zusammengefasst. Sie soll einerseits anhand von ausgewählten Daten die derzeitige Umweltsituation in der Stadt Feldkirch für die Handlungsbereiche Stadtentwicklung, Verkehr, Energie, Abfall/Emissionen, Wasser und Naturschutz vermitteln. Andererseits soll sie einen Überblick geben, was in Zukunft zu tun ist, um die gestecken Ziele erreichen zu können. Ich möchte Sie ganz herzlich einladen, gemeinsam mit uns eine lebenswerte Zukunft für Feldkirch zu sichern. Wie wichtig ist das Thema Umwelt bei der Zukunftsgestaltung Feldkirchs?
Wilfried Berchtold: Umwelt wird auch in Zukunft ein bedeutendes Thema für die Stadt Feldkirch bleiben. Unsere Lebensqualität ist eng mit einer intakten Umwelt verbunden. Zukunftsgestaltung bedeutet deshalb immer auch Erhaltung unserer Umweltressourcen Wasser, Boden, Luft, Klima und Artenvielfalt. Dazu braucht es heute mehr denn je den Schritt über die Gemeindegrenze hinaus, um komplexe Umweltprobleme gemeinsam anzugehen.
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Gisingen 1952
Gisingen 2001
vv
Quelle: Amt der Stadt Feldkirch, Bauamt
Quelle: Land Vorarlberg, freigegeben vom BMLV mit GZ 13.085/14-1.4/01
Wie diese Luftaufnahmen am Beispiel von Gisingen zeigen, hat der steigende Flächenbedarf für Wohnraum, Betriebe, Verkehrs- und Infrastruktureinrichtungen zu einer starken Überbauung geführt. Zur Eindämmung dieses Flächenverbrauchs wurde 1977 der Landesgrünzonenplan für das Rheintal erlassen, der auch weite Gebiete von Feldkirch miteinbezieht.
Stadtentwicklung So haben sich Feldkirchs Bevölkerung und die Zahl der Wohngebäude entwickelt
Seit 1971 hat die Feldkircher Bevölkerung um 30% zugenommen. Heute ist Feldkirch mit rund 30.700 Einwohner die zweitgrößte Stadt Vorarlbergs. Noch rasanter hat sich allerdings der Bestand an Wohngebäuden entwickelt. Er ist im selben Zeitraum um fast 70% gestiegen. Die Gründe: Einerseits sind die Familien kleiner geworden und die Zahl der Haushalte hat zugenommen, andererseits sind die Platzansprüche gestiegen. Pro Person werden heute rund 80% mehr Wohnfläche beansprucht als vor 30 Jahren.
Feldkirchs Bevölkerung und Wohngebäude Bevölkerung Wohngebäude
200% 175% 150% 125% 100% 1971
1981
1991
2001
Quelle: Statistik Österreich, Volkszählung, Häuser- und Wohnungszählung, 1971, 1981, 1991, 2001; Statistik Österreich, Wohnbaustatistik 1999 - 2001; Index 1971 = 100%
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Viele Ansprü c h e – b e g r e n z t e r R a u m Weil Grund und Boden nicht vermehrt werden können, treten die verschiedenen Nutzungsinteressen immer mehr in Konkurrenz zueinander.
Flächennutzung in Feldkirch 2003 34,0% 2,5% 5,6% 2,1% 0,6%
Auf der einen Seite brauchen wir Platz für Wohnbau, Betriebsansiedlungen, Verkehrswege, Einkaufs- und Freizeiteinrichtungen. Auf der anderen Seite brauchen wir aber auch Platz für landwirtschaftliche Flächen, für Erholungsgebiete und zum Schutz der Natur. Um Nutzungskonflikte möglichst klein zu halten, wurde 1976 erstmals ein Flächenwidmungsplan erstellt, der rechtsverbindlich festlegt, welche Flächen für welche Nutzung reserviert sind. Damals wurde allerdings das zukünftige Bevölkerungswachstum zu hoch geschätzt und deshalb übergroße Baulandreserven ausgewiesen, die hohe Erschließungskosten und Umweltbelastungen zur Folge hatten. Im Jahr 2002 wurde der Flächenwidmungsplan überarbeitet und weite Teile der schwer erschließbaren Bauerwartungsflächen in Freiflächen rückgewidmet. Räumliches Entwicklungskonzept und Stadtentwicklungsplan
Heute gibt es zwei zentrale und übergeordnete Instrumente für die zukünftige Gestaltung der Feldkircher Stadtentwicklung: 1. Das Räumliche Entwicklungskonzept, das Aspekte der zukünftigen Siedlungsentwicklung, Verkehrserschließung und Freiflächensicherung enthält. 2. Der Stadtentwicklungsplan, der unter Bürgerbeteiligung erarbeitet wurde.
bebaut unbebaut
Wohngebiet Mischgebiet Kerngebiet Betriebsgebiet 0
100
200
Feldkirch verfügt noch über umfassende Flächenreserven für die Wohn- und Betriebsnutzung. Quelle: Bauflächenreservenerhebung 2004, Amt der Vorarlberger Landesregierung, Abt. Raumplanung und Baurecht
35,9% Wald 19,3% Bauflächen*
Auf rund 19% des Feldkircher Gemeindegebietes befinden sich Gebäude und dazugehörige Anlagen, wie Grünflächen und Parkplätze. Quelle: Amt der Vorarlberger Landesregierung, Abt. Statistik, Katasterflächenstatistik, 2003. * Unter Bauflächen werden hier Gebäudeflächen, befestigte Bauflächen (zB asphaltierte Höfe oder Parkplätze) und begrünte Bauflächen (zB Gärten) zusammengefasst.
Entwicklung der Flächennutzung
Feldkirchs Bauflächenreserven
Flächenmaß (ha)
Landw. Grundflächen Gewässer Straßen & Bahnanlagen Sonstige (zB Felsgelände) Gärten & Weingärten
300
400
500
Wohngebiet: nur für Wohnen Mischgebiet: für Wohnen und Kleinbetriebe Kerngebiet: für Wohnen, Geschäfte und Dienstleistungen Betriebsgebiet: für Betriebe
1.500 ha 1.000 ha 500 ha 0 ha
Landw. Grundflächen Wald Bauflächen & Gärten Unproduktive Flächen
1971 1981 1991 2002
In den vergangenen Jahrzehnten hat sich das Siedlungsgebiet in Feldkirch ausgedehnt - auf Kosten der landwirtschaftlich genutzten Flächen. Quelle: Amt der Vorarlberger Landesregierung, Abt. Statistik, Katasterflächenstatistik, 2003
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Die Leitziele
Die Siedlungsentwicklung soll maßvoll und qualitätsvoll sein. Mit Grund und Boden soll sparsam umgegangen, das vielfältige Landschaftsbild gesichert werden.
Stadtentwicklung WAS IST ZU TUN?
Siedlungsränder halten Innerhalb des Siedlungsgebietes besitzt Feldkirch noch große Reserven für die Wohn- und Betriebsnutzung. Statt Flächen außerhalb der Siedlungsränder zu Bauflächen umzuwidmen, wird deshalb die bauliche Entwicklung nach innen angestrebt. Beispiele für solche Maßnahmen sind die Erschließung noch unbebauter Grundstücke in den Ortskernen und die höhere Landeswohnbauförderung für platzsparende Bauformen, wie Reihenhäuser und Wohnanlagen. Qualität sichern Das äußere Erscheinungsbild von Gebäuden ist entscheidend für ein harmonisches Stadtbild. 1992 hat die Stadt Feldkirch deshalb einen Fachbeirat für architektonische und städtebauliche Fragen eingerichtet, der sich aus unabhängigen Architekturexperten zusammensetzt. Er berät bei Bauvorhaben, die im besonderen öffentlichen Interesse liegen.
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Flächen sparen I Da können auch Sie mithelfen! Grund und Boden ist ein Gut, das nicht vermehrt werden kann. Umso wichtiger ist ein effizienter Umgang mit den noch zur Verfügung stehenden Bauflächen. Dass sich die Akzeptanz von verdichteten Wohnformen in den letzten Jahren sehr stark erhöht hat, liegt einerseits an der Bevölkerungsentwicklung und dem Trend zu Single-Haushalten, andererseits aber auch an den steigenden Baulandpreisen und Baukosten.
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Feldkirch und sein besonders reizvolles Landschaftsbild
Die Stadt Feldkirch liegt eingebettet zwischen ihren Hausbergen und den beiden Illschluchten. Unsere Stadt hat viele kulturhistorisch bedeutende Gebäude und Relikte ehemaliger Kulturlandschaften, wie zB die Weinbau-
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terrasse am Ardetzenberg, zu bieten. Alles zusammen ergibt ein reizvolles und abwechslungsreiches Landschaftsbild, mit dem wir sehr behutsam umgehen müssen. 1. Blick vom Ardetzenberg auf die Stadt Feldkirch.
2. Die Weinbergstiege wurde erst kürzlich in alter Tradition mit Eichenschwellen saniert. 3. Kirche St. Michael in Tisis: Landschaft und Bauwerk ergänzen einander und stehen in harmonischer Beziehung zum weiteren Umfeld.
Wie viel Platz haben wir noch in unseren Siedlungsgebieten?
Grün- und Freiflächen pflegen Je mehr Wohn- und Betriebsgebiete wachsen, desto größer wird das Bedürfnis nach Erholungsflächen, wie Natur- und Landschaftsräumen, Parks, Sport- und Freizeitanlagen. Deshalb hat die Stadt Feldkirch ein Freiflächenkonzept zur langfristigen Erhaltung und Aufwertung der bestehenden Parkanlagen und Naherholungsgebiete entwickelt. In diesem Konzept geht es nicht nur um die Erhaltung bereits bestehender Erholungsflächen, es enthält auch Optionen für neue Einrichtungen, wie zB Sport- und Freizeitflächen oder Parks in verschiedenen Ortsteilen.
Diese Abbildung zeigt am Beispiel von Nofels, wie viele Grundstücke im Siedlungsgebiet noch unbebaut sind. In ganz Feldkirch sind es genug, um noch einmal 50% der Gesamtbevölkerung anzusiedeln. Quelle:
stadtland,
Räumliches
Entwicklungskonzept
Feldkirch, 1999
Vielfalt des Landschaftsbildes erhalten Das Feldkircher Stadtbild ist außergewöhnlich reizvoll und abwechslungsreich, aber auch sehr sensibel. Als Grundlage für seine Erhaltung wurde im Jahr 2000 ein Landschaftsbildkonzept erarbeitet. Es enthält eine Bestandsaufnahme all jener Landschaftsräume und Gebäude, die der Stadt Feldkirch und ihren Fraktionen Unverwechselbarkeit und Identität verleihen. Das Konzept gibt zudem Empfehlungen zum Schutz und zum behutsamen Umgang mit diesen Schätzen.
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Betriebsgebiete geordnet entwickeln Die zunehmende bauliche Verdichtung macht eine geordnete Ansiedlung von Betrieben immer wichtiger. Zum einen sollen Wohngebiete möglichst vor Belastungen durch Emissionen geschützt werden, zum anderen sollen Firmen attraktive, verkehrstechnisch günstige Standorte angeboten werden. Auf Initiative der Stadt Feldkirch stehen heute zB im Betriebsgebiet Runa über 40 Hektar an freier Gewerbefläche zur Verfügung, die durch Grundstücksumlegungen gut bebaubar und voll erschlossen sind.
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Qualitätsvolle Stadtentwicklung in der Praxis
1. Diese neue Wohnanlage am Dr. Isa-Großschaedl-Weg ist ein gelungenes Beispiel für den sparsamen Umgang mit Grund und Boden durch verdichtete Bauweise. Großzügig gestaltete Außenflächen und Spielplätze
zur gemeinsamen Nutzung fördern das soziale Klima. 2. Seit der Umgestaltung nach einem Konzept des Landschaftsarchitekten Günter Vogt ist der Rösslepark zu einem gern genutzten Stadtpark geworden.
3. Im Betriebsgebiet Runa haben sich in den letzten zehn Jahren zahlreiche Betriebe und Institutionen niedergelassen. Die klare Architektur signalisiert Kompetenz.
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Bis zu 50.000 Kraftfahrzeuge passieren an Werktagen die Feldkircher Bärenkreuzung, die damit zu den am stärksten belasteten Kreuzungen in Vorarlberg gehört. Nachdem die Grenzwerte für Stickstoffoxide und Feinstaub zuletzt wiederholt überschritten wurden, besteht nun dringender Handlungsbedarf. Nähere Informationen unter: www.feldkirch.at/verkehrsplanung
Verkehr
Die Entwicklung ist in allen Ländern Mitteleuropas ähnlich: Die Zahl der Autos wächst ständig, der Verkehr nimmt zu, die Umweltbelastungen werden immer brisanter. Auch Vorarlberg nähert sich der Vollmotorisierung: Von 1990 bis 2000 ist die Anzahl der PKWs um 33% gestiegen. Im Durchschnitt besitzt heute jeder Haushalt 1,3 Autos. Eine Verkehrsbefragung, die 2003 landesweit durchgeführt wurde, kam in Feldkirch zu folgendem Ergebnis: 95% aller Haushalte besitzen mindestens einen PKW, 81% der Führerscheininhaber ab 18 Jahren verfügen jederzeit über ein Auto. Im Vergleich zum restlichen Vorarlberg beurteilte die Feldkircher Bevölkerung die Verkehrssituation in ihrer Stadt allerdings recht positiv – vor allem für Fußgänger und Benutzer öffentlicher Verkehrsmittel.
Wie häufig werden die unterschiedlichen Verkehrsmittel genutzt? Fuß Rad PKW-Lenker PKW-Mitfahrer Bus Bahn Prozent (%)
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Spitzenreiter Auto
Trotz attraktiver öffentlicher Verkehrsmittel und gut ausgebauter Rad- und Fußwegnetze werden an einem Feldkircher Werktag fast 60% aller Wege mit dem PKW zurückgelegt. Und das, obwohl 48% dieser Fahrten kürzer als 5 Kilometer sind.
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Quelle: Verkehrsverhaltenbefragung Vorarlberg 2003, Sonderauswertung Feldkirch, Herry Consult, Wien
Welche Wege werden mit welchen Verkehrsmitteln zurückgelegt? Arbeitsplatz dienstlich/geschäftlich Ausbildung Bringen/Holen v. Pers. Einkauf private Erledigungen Freizeit Prozent (%)
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Quelle: Verkehrsverhaltenbefragung Vorarlberg 2003, Sonderauswertung Feldkirch, Herry Consult, Wien
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Berufsverkehr
Mehr als zwei Drittel aller Arbeitswege werden in Feldkirch mit dem Auto zurückgelegt, nur jeder zehnte Arbeitsweg mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Für Wege zu Ausbildungszwecken (Schule, Lehre, ...) werden hingegen fast zur Hälfte Bus und Bahn benutzt. Eingekauft wird in Feldkirch zu über 50% mit dem Fahrrad, dem Bus oder zu Fuß. In der Freizeit hat das Auto die Nase vorn.
Besondere Verkehrssituation durch besondere Lage Feldkirch ist Knotenpunkt von Verkehrsverbindungen ins restliche Wie hoch ist die tägliche Rheintal, in die Schweiz, nach Liechtenstein und in den Walgau Verkehrsbelastung Richtung Arlberg. Deshalb fällt in Feldkirch neben dem selbst ver- auf Feldkirchs Straßen? ursachten Verkehr auch Durchgangsverkehr an. Dazu kommt, dass Feldkirch mit seinen zahlreichen Inselbergen (Känzele, Stadtschrofen, Blasenberg, Ardetzenberg, Schellenberg) und den beiden Illschluchten in der Felsenau und im Kapf eine Geländeform aufweist, die den Raum für Verkehrsverbindungen stark einschränkt. Ein großer Teil des Verkehrs kann derzeit somit nur am Rande der Altstadt geführt werden. Die Folgen: Vor allem die Altstadt, aber auch die Wohngebiete an den stark frequentierten Zubringerverbindungen sind durch Luftschadstoffe und Lärm belastet, die Wohnqualität und die Verkehrssicherheit sind erheblich beeinträchtigt.
Wie hoch ist der Anteil des Durchgangsverkehrs im gesamten Feldkircher Stadtgebiet? Durchgangsverkehr 9%
Quelle: Verkehrsmodell Feldkirch, Büro Besch & Partner, 2000
2,5-5
Fahrten mit Ausgangspunkt oder Ziel in Feldkirch
29% 62%
Fahrten innerhalb Feldkirchs
5-10
10-15 15-20 20-25
1000 Kfz/Tag
20.000 - 25.000 Fahrzeuge pro Tag auf der L190
Je stärker die jeweilige Linie in dieser Grafik gezeichnet ist, desto höher ist die durchschnittliche tägliche Verkehrsbelastung Neue Wege: erste Erfolge & große Herausforderungen auf der entsprechenden Strecke. Viele Jahre hatte der Ausbau des Straßennetzes Priorität. Als 1985 Am größten ist sie mit 20.000 der Generalverkehrsplan für Feldkirch überarbeitet wurde, ging man bis 25.000 Fahrzeugen pro Tag erstmals neue Wege. Es wurden eine Reihe von Maßnahmen einge- auf der L190 von Altenstadt in leitet, die der Bevölkerung Alternativen zum Auto bieten sollten. Richtung Bärenkreuzung. Aber auch die anderen Landesstraßen Gleichzeitig mit der Gründung des Verkehrsverbundes Vorarlberg sind stark belastet. wurden beispielsweise der Feldkircher Stadtbus und der Landbus eingeführt und mit dem Fahrplan der Österreichischen Bundesbahnen vernetzt. Zur selben Zeit wurde das Rad- und Fußwegnetz verstärkt ausgebaut, die Fußgängerzone in der Altstadt ausgeweitet und die Gebührenpflicht bei Parkplätzen eingeführt. Quelle: Verkehrsmodell Feldkirch, Büro Besch & Partner, 2000
Diese Maßnahmen – begleitet von Öffentlichkeitsarbeit – ermöglichten, dass erstmals ein Teil der Bevölkerung auf alternative Verkehrsmittel umstieg. Trotzdem haben der motorisierte Straßenverkehr und die daraus resultierenden Umweltbelastungen bis heute stark zugenommen. Eine Trendwende ist mehr als notwendig. Wir können sie aber nur dann erreichen, wenn wir unser Mobilitätsverhalten massiv überdenken. 11
Die Leitziele
Die verkehrsbedingten Umweltbelastungen sollen reduziert, das Verkehrsverhalten soll verändert werden.
Verkehr
WAS IST ZU TUN?
Bewusstsein bilden Mitte der 90er Jahre führten gezielte Aktionen und Kampagnen zu einem Ansteigen der Fahrten mit Rad, Bahn und Bus. Dass dieser Anteil am gesamten Verkehrsaufkommen in Feldkirch seither aber bei ca. 25% stagniert, ist nicht zuletzt darauf zurückzuführen, dass in den letzten Jahren in der Öffentlichkeit hauptsächlich Themen rund ums Auto (zB S 18, Letzetunnel, Bärenkreuzung,...) diskutiert wurden. Gezielte Öffentlichkeitsarbeit zur Bewerbung alternativer Verkehrsmittel ist wieder dringend nötig.
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Öffentliche Verkehrsmittel attraktiver machen In Feldkirch benutzen über 11.000 Fahrgäste pro Tag den Stadtbus. Diese hohe Akzeptanz der öffentlichen Verkehrsmittel soll durch eine Optimierung des Angebotes weiter gesteigert werden. Besonders wichtig: Verbesserungen für die zahlreichen Pendler. Auf Initiative der Stadt Feldkirch wird derzeit zB der Bahnhof Feldkirch um rund 70 Millionen Euro modernisiert. Geplant ist außerdem eine neue Bahnhaltestelle in Tosters.
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Alltags-Radverkehr fördern 48% aller Wege, die in Feldkirch an einem Werktag von PKW-Lenkern zurückgelegt werden, sind kürzer als 5 Kilometer, 16% sogar kürzer als 2,5 Kilometer. Solche Strecken sollten viel öfter mit dem Fahrrad bewältigt werden. Für eine Trendwende im Verkehrsverhalten genügt es nämlich nicht, das Fahrrad in der Freizeit zu benützen, es sollte besonders auf dem Arbeitsweg und beim Einkaufen das Auto ersetzen. Eine Arbeitsgruppe des städtischen Bauamtes befasst sich damit, wie dieses sogenannte „Alltagsradfahren“ in Zukunft mehr gefördert werden kann.
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Fuß- und Radwegenetz ausbauen Die Stadt Feldkirch hat viele Maßnahmen gesetzt, um ein attraktives Fuß- und Radwegenetz zu etablieren. Für die Zukunft gilt es nun, dieses Netz mit seinen vielen kleinen Wegen und willkommenen Abkürzungen zu erhalten, zu vernetzen und weiter auszubauen.
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Maßnahmen, die das Benützen von alternativen Verkehrsmitteln erleichtern
1. Der neue Radweg nach Bangs und weiter bis zur Schweizer Staatsgrenze bindet die Radwege entlang des Rheindammes optimal an das Feldkircher Stadtgebiet an.
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2. Via digitalem Bildschirm gibt es in den Feldkircher Stadtbussen seit 2003 Informationen über Buslinien, Haltestellen, Tickets, Anschlüsse, Baustellen, Verspätungen und mehr.
Wohngebiete entlasten Vor allem in den Spitzenzeiten stoßen die Hauptverkehrsstraßen in Feldkirch an ihre Leistungsgrenzen. Die Folge: Vermehrter Durchgangs- und Schleichverkehr in Wohngebieten. Die Entlastung dieser Wohngebiete wird deshalb in Zukunft weitere Maßnahmen erfordern, wie beispielsweise auch den Bau des Letzetunnels. Mobilität steuern Mehr als zwei Drittel aller Arbeitswege in Feldkirch werden mit dem eigenen PKW zurückgelegt, nur jeder zehnte mit einem öffentlichen Verkehrsmittel und nur jeder fünfundzwanzigste mit dem Fahrrad. Hier liegt das größte Potenzial zur Einsparung von Autokilometern. Dienstgeber können gezielt auf das Mobilitätsverhalten ihrer Mitarbeiter einwirken: Durch die Organisation von Fahrgemeinschaften, überdachte Fahrradabstellplätze, finanzielle Zuschüsse für öffentliche Verkehrsmittel, kostenpflichtige Parkplätze, Bewusstseinsbildung und andere Maßnahmen können die Mitarbeiter zum Verzicht auf den eigenen PKW bewegt werden. Das Amt der Stadt Feldkirch ist derzeit dabei, ein solches betriebliches Mobilitätsmanagement für die eigenen Mitarbeiter einzuführen. Geplant ist, auch andere Betriebe und Institutionen aus Feldkirch und der gesamten Region dafür zu gewinnen. Zusammenarbeit stärken Verkehrsprobleme sind nicht isoliert in einer einzelnen Gemeinde lösbar. Optimale und für alle Betroffenen verträgliche Lösungen brauchen regionale und grenzüberschreitende Zusammenarbeit. Neben wenigen gezielten Straßenbaumaßnahmen ist vor allem auch ein regionales Mobilitätsmanagement der Gemeinden notwendig. Alternative Verkehrsmittel wählen I Da können auch Sie mithelfen! Die wohl wichtigste Maßnahme ist die bewusste Verkehrsmittelwahl jedes einzelnen Bürgers. Letztlich liegt die Entscheidung darüber, welches Verkehrsmittel Sie für welchen Weg wählen, bei Ihnen selbst. Sie sollten aber nicht vergessen: Jeder eingesparte Autokilometer ist ein Schritt in Richtung einer umweltverträglicheren Zukunft.
3. 1998 wurde mit der Verlegung der Landesstraße L53 in den neuen Ardetzenbergtunnel für 17.000 Bewohner aus Tosters, Nofels und Gisingen eine autofreie Rad- und Busverbindung durch die Kapfschlucht in die Innenstadt geschaffen.
Tempo 30 im Feldkircher Siedlungsgebiet
Tempo 30 Zonen Quelle: Stadt Feldkirch, Abt. Stadtplanung, 2004
Mehr Verkehrssicherheit, weniger Schadstoffe und Lärm
Praktisch alle Nebenstraßen in Feldkirchs Siedlungsgebieten sind heute Tempo 30 Zonen. Mit dieser Verkehrsberuhigung soll in Wohngebieten die Verkehrssicherheit erhöht und die Belastungen durch Schadstoffe und Lärm möglichst gering gehalten werden.
4. Kfz-Sperren, wie hier in der Fidelisstraße, entlasten Wohngebiete, senken die Gefahren auf dem Schulweg, schaffen sichere Rad- und Fußwege. Die Fidelisstraße ist für Alltagsradler zu einer wichtigen Verbindung zwischen Altenstadt und Innenstadt geworden. 13
Erneuerbare Energien sichern unsere Zukunft: Wer auf die Sonne setzt, braucht sich nicht zu sorgen, wenn Erdöl, Erdgas oder Kohle knapper und teurer werden. Solarenergie ist im Prinzip unerschöpflich und die Sonne schickt keine Rechnung. Solaranlagen werden übrigens nicht nur vom Land Vorarlberg gefördert, seit 1990 zahlt die Stadt Feldkirch noch einmal 25% der Fördersumme dazu.
Energie
Zum Vergleich: Ein Europäer verbraucht derzeit dreißig Mal mehr Energie als ein Bewohner Bangladeshs oder eines anderen Landes der dritten Welt. Man sieht also: Energie ist Luxus. Je mehr einem Land davon zur Verfügung steht, desto höher ist sein Wohlstand, sein Wirtschaftswachstum und die Lebensqualität seiner Bewohner. Wie aber soll das in Zukunft weiter gehen, wenn Energie immer knapper und teurer wird? Del Rosario, der philippinische Präsident des Weltenergierates, hat anlässlich der Eröffnung des Weltenergiekongresses 2004 in Sydney gesagt: „Der enorme Energiehunger der Menschheit wird in den nächsten Jahren noch einmal gewaltig wachsen - und es ist nicht absehbar, wie er gestillt werden soll. Energie wird damit zur Schlüsselfrage des 21. Jahrhunderts.“
Der Energieverbrauch in Vorarlberg steigt nach wie vor an 1990 1991 1992 1993 1994 1995 1996 1997 1998 1999 2000 2001 2002 2003 * GWh (1.000er Schritte) 0
Heizöl Treibstoff PKW/LKW Erdgas Strom Kohle Holz Sonstiges (Solarenergie, Umweltwärme und andere erneuerbare Energien)
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1 GWh = 1.000.000 kWh
Quelle: Amt der Vorarlberger Landesregierung, Abteilung Allgemeine Wirtschaftsangelegenheiten, 2004. *Anmerkung: Der starke Anstieg des Treibstoffverbrauchs im Jahr 2003 ergibt sich aus einer tatsächlichen Steigerung, aus einem zunehmenden Tanktourismus und vor allem durch eine im Jahr 2003 vorgenommene statistische Bereinigung.
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E i n B l i c k in die Zuku n f t Warum Erdöl, Erdgas und Kohle keine dauerhafte Lösung sind
Der Löwenanteil des Energiebedarfes wird in Vorarlberg, wie in der ganzen westlichen Welt, nach wie vor durch die fossilen Brennstoffe Erdöl und Edgas abgedeckt. Eine Tatsache, die gleich in doppelter Hinsicht problematisch ist:
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1. Der Verbrauch dieser fossilen Energieträger steigt weltweit immer mehr an, während die Vorräte noch in diesem Jahrhundert zur Neige gehen werden. Das bedeutet: große Nachfrage, wenig Angebot. Nach den Gesetzen des Marktes führt das zu einer immer drastischeren Erhöhung der Preise. Wer keine Alternativen zu Erdöl, Erdgas und Kohle hat, ist dieser internationalen Preispolitik völlig ausgeliefert. 2. Durch die Verbrennung von fossilen Energieträgern werden immer mehr Luftschadstoffe und CO2 freigesetzt, was die Luftverschmutzung und die globale Klimaproblematik immer brisanter macht.
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Wie sieht die Lösung aus?
Die Lösung der Energiefrage kann also nur darin liegen, sich aus der Abhängigkeit von Erdöl, Erdgas und Kohle zu befreien. Da auch die Atomenergie letztlich keine wirkliche Zukunftsoption bietet, gibt es nur zwei sinnvolle Strategien: Wir müssen Energie - besonders die fossile Energie - sparsamer und effizienter einsetzen. Vor allem aber müssen wir die regionale Erschließung erneuerbarer Energien, wie zB der Sonnenenergie und der Biomasse, stark forcieren. Denn so und nur so - können wir unsere Zukunft nachhaltig sichern.
Umgesetztes Energiebewusstsein
Die wichtigsten Energieträger in Vorarlberg: Stand 2003 Heizöl Treibstoff PKW/LKW Erdgas Strom Kohle Holz Sonstiges* Prozent (%)
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Quelle: Amt der Vorarlberger Landesregierung, Abteilung Allgemeine Wirtschaftsangelegenheiten, 2004 *Sonstiges = Solarenergie, Umweltwärme und andere erneuerbare Energien
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1. Energiebewusstsein der öffentlichen Hand: Eine zentrale Hackschnitzelheizung versorgt das Haus Nofels und andere Gebäude in der Umgebung mit Wärme. Dieses Nahwärmenetz wurde 1996 als eine der ersten Nahwärmeanlagen in Feldkirch beim Haus Nofels errichtet. 2. Auch beim derzeit noch im Bau befindlichen Haus Tosters wird ein solches Nahwärmenetz realisiert. Die zentrale Hackschnitzelheizung versorgt neben dem Haus Tosters unter anderem auch eine Vogewosi-Siedlung. 3. Energiebewusstsein privater Betriebe: Mit dieser Solaranlage hat die Firma Winkler die Südfassade ihrer Firmenhalle im Industriepark Runa verkleidet.
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Die Leitziele
Der Energieverbrauch soll verringert, die Energie-Effizienz gesteigert werden. Der Anteil der erneuerbaren Energie soll erhöht, die Möglichkeiten vor Ort genutzt werden.
Energie
WAS IST ZU TUN?
Vorbild sein Land, Städte und Gemeinden haben eine besonders wichtige Vorbildfunktion für die Bevölkerung. Schließlich kann man von den Bürgern nichts verlangen, was die öffentliche Hand selber nicht tut. In diesem Sinne hat Feldkirch für die stadteigenen Gebäude bereits vor über 10 Jahren als erste Gemeinde Vorarlbergs eine Energiebuchhaltung aufgebaut. Die Erkenntnisse dieser Buchhaltung bilden seither die Basis für Verbesserungen des Wärmeschutzes, für optimierte Heizsysteme und Stromsparmaßnahmen bei Sanierungen oder auch bei Zu- und Umbauten städtischer Gebäude und Anlagen. Öffentliche Neubauten werden außerdem schon seit Jahren standardmäßig als Energiesparhäuser errichtet.
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Erneuerbare Energiequellen erschließen Erneuerbare Energien, wie zB die Sonnenenergie, sind im Prinzip unerschöpflich und haben keinen negativen Einfluss auf unser Klima. Je mehr erneuerbare Energie in der Region gewonnen wird, desto unabhängiger sind wir von der internationalen Preispolitik, desto gesicherter ist unsere Versorgung, desto besser geht es unserer Umwelt, desto mehr werden Wirtschaft, Wohlstand und Arbeitsmarkt in der Region belebt. Deshalb forciert die Stadt Feldkirch seit Jahren regionale Projekte zur Nutzung von erneuerbarer Energie.
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Energiebewusstsein stärken I Da können auch Sie mithelfen! Weil Wohnen einer der größten „Energiefresser“ ist, liegt hier auch ein besonders großes Einsparpotenzial. Mit der WohnbauÖkoförderung des Landes Vorarlberg und der Förderung von Solaranlagen durch das Land Vorarlberg und die Stadt Feldkirch wird Energiebewusstsein beim Wohnbau belohnt. Die regionale Energieberatungsstelle im Rathaus und die Beratungsstelle der Stadtwerke Feldkirch bieten außerdem seit vielen Jahren Information und Beratung für die Bevölkerung.
Umgesetzte Projekte zur Gewinnung erneuerbarer Energie
1. Durch das 2003 eröffnete Kleinwasserkraftwerk Hochwuhr konnte der Anteil an selbst produziertem Strom in Feldkirch verdoppelt werden. 2. Diese Biogasanlage ist ein gemeinsames Projekt des Landwirtes Daniel Allgäuer und der 16
Stadtwerke Feldkirch. Es liefert ca. 1.050 Megawattstunden Ökostrom pro Jahr. 3. Fotovoltaik-Anlagen wandeln Sonnenenergie in Ökostrom um. Wie hier auf dem Dach der Volksschule Nofels werden solche Anlagen zum Teil von Gruppen pri-
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vater Interessenten gemeinsam errichtet. 4. Noch im Jahr 2005 soll beim städtischen Forstamt eine Halle errichtet werden, die optimale Voraussetzungen zur Aufbereitung und Verteilung von Hackschnitzeln bietet.
Verdichtete Bauweise fördern I Da können auch Sie mithelfen! Durch den Bau von mehrgeschossigen Wohnanlagen, von Doppelund Reihenhäusern lässt sich nicht nur viel Bodenfläche, sondern auch sehr viel Energie sparen. Einfamilienhäuser sind im Vergleich zu diesen Wohnformen richtige Bodenverschwender und Energiefresser. Die Wohnbauförderung ist deshalb für die sogenannte verdichtete Bauweise höher als für Einfamilienhäuser. Nahwärmeversorgung ausbauen Nahwärmenetze versorgen mehrere Gebäude über eine zentrale Heizanlage mit Wärme. Diese Anlagen können besonders energieeffizient und umweltfreundlich betrieben werden. Im Nahwärmenetz der Vorarlberg Milch zum Beispiel wird Produktionsabwärme dazu verwendet, das Waldbad und die Schule Oberau zu heizen. Auch in der Innenstadt wird ein großes Nahwärmenetz betrieben, das unter anderem durch die Generatorabwärme des Kraftwerks Mühletor gespeist wird. Das Nahwärmenetz beim Haus Nofels liefert via Hackschnitzelheizung unter anderem Wärme ins Haus Nofels und ins Stadtgut. Weitere Anlagen (zB beim Haus Tosters) sollen folgen. Energiebewusst sanieren I Da können auch Sie mithelfen! Das größte Potenzial zum energiesparenden Wohnbau bietet die Wärmedämmung. Ein Passivhaus zum Beispiel ist so gut gedämmt, dass es allein durch die gewonnene Sonnenenergie angenehm warm bleibt und keine Heizung braucht. Alte Gebäude dagegen sind oft kaum wärmegedämmt und derzeit noch große Energievergeuder. Eine energiebewusste Althaussanierung wird deshalb vom Land Vorarlberg besonders hoch gefördert. Autokilometer sparen I Da können auch Sie mithelfen! Der verkehrsbedingte Treibstoffverbrauch ist in den letzten Jahren vorarlbergweit überproportional stark angestiegen. Die Folgen sind höhere CO2-Emissionen und steigende Belastungen durch Luftschadstoffe, wie beispielsweise an der Feldkircher Bärenkreuzung. Jeder Einzelne von uns ist dringend dazu aufgerufen, sein Verhalten zu hinterfragen. Das Motto der Zukunft muss lauten: sparsamere und schadstoffärmere Motoren, viel weniger Autofahrten, dafür mehr Nutzung von Bus, Bahn, Rad und den eigenen Füßen. Wer verursacht in Vorarlberg welchen Anteil an CO2-Emissionen? 43,9% Haushalte und Kleinverbraucher
1,0% Sonstige 15,5% Industrie 39,6% Verkehr
Woher stammt der Strom, der in Feldkirch verbraucht wird?
23,2% Eigenproduktion Stadt
76,8% Fremdbezug von den VKW
Mit welchen Anlagen wird in Feldkirch Ökostrom erzeugt?
KW Mühletorplatz KW Hochwuhr Fotovoltaik Trinkwasserkraftwerk Biogas Prozent (%)
0
10
20
Nur 0,01% der Eigenstromerzeugung stammt aus einem Blockheizkraftwerk, das mit fossilen Brennstoffen betrieben wird, der Rest ist Ökostrom. Quelle: Stadtwerke Feldkirch, berechnete Zahlen für 2004
Wenn die fossilen Energieträger Erdöl, Erdgas oder Kohle verbrannt werden, entsteht das klimabelastende CO2. Diese Grafik macht deutlich: Mit 43,9% haben Haushalte und Kleinverbraucher den wesentlichsten Anteil am gesamten CO2-Ausstoß in Vorarlberg. Quelle:
Umweltbundesamt,
Bundesländer
Luftschadstoff-Inventur 2004
17
30
40
50
v
Wenn etwas produziert, gebraucht und entsorgt wird, entstehen Abfälle und Emissionen. Bis Ende der 80er Jahre wurde mehr oder weniger sorg- und wahllos eingekauft und weggeworfen, kaum jemand verschwendete einen Gedanken daran, was die Folgen für unsere Umwelt sind. Das Ergebnis: Berge aus Müll, Wasserverschmutzung, Luftverschmutzung und Rohstoffverschwendung.
Abfall & Emissionen Bilder von überfüllten Mülldeponien und Informationen über die damit verbundenen Umweltbelastungen führten Anfang der 90er Jahre zu einem langsamen Umdenken. Erste strategische Schritte in Richtung Vermeidung und Verwertung von Abfällen wurden gesetzt, auch die ökologische Herstellung und Nutzung von Materialien wurde zum Thema. Seitdem ist zwar schon einiges erreicht worden, trotzdem gibt es noch immer viel zu tun. Unsere große Herausforderung liegt heute darin, das Erreichte zu erhalten und weiter auszubauen: Wann immer ein Produkt hergestellt, gekauft, gebraucht und entsorgt wird, soll das von einer ökologischen Denk- und Handlungsweise geprägt sein. Ein umwelt- und rohstoffschonender Lebensstil soll zur absoluten Selbstverständlichkeit werden.
18
Weniger Restabfall – mehr wiederverwertbare Altstoffe So haben sich die Feldkircher Abfälle in den letzten Jahren entwickelt 1988 1989 1990 1991 1994 1998 1999 2000 2001 2002 2003
kg pro Kopf
Restabfall Biomüll Altpapier Kunststoffverpackungen Altglas Altmetall Holzabfälle Alttextilien Problemstoffe Elektronikschrott
0
50
100
150
200
250
300
Quelle: Entwicklung der Siedlungsabfälle in Feldkirch 1988 - 2003, Amt der Stadt Feldkirch, 2004
Die Feldkircher Abfallstatistik zeigt eine Entwicklung, die typisch für westliche Industrieländer ist
1988 wurden in unserer Stadt pro Kopf noch über 250kg Restabfall produziert, heute sind es ca. 100kg, also ca. 60% weniger. Diese positive Bilanz wurde vor allem durch die getrennte Sammlung von wiederverwertbaren Altstoffen, wie Papier, Metall, Glas und Kunststoffverpackungen, erreicht. 1
Wichtige Daten in der Feldkircher „Müllgeschichte“
1989 1993 1997 2000
Einführung der Restabfall-Sammlung für Haushalte per Sack Einrichtung der Altstoff-Sammelinseln Start der getrennten Sammlung von Kunststoffverpackungen Einführung der Bioabfall-Sammlung Einführung des Gelben Sackes für die Sammlung von Kunststoffverpackungen
2
3
1. Die Kuststoffsammlung mittels "Gelben Sack" entlastet die Altstoff-Sammelinseln. 2. Im Jahr 2004 wurden 2.737 Tonnen "Restabfall" nach Nenzing in die Deponie Böschistobel abgeführt.
3. Was ordnungsgemäß im Container landet, belastet nicht unsere Deponien, sondern kann weiterverwendet werden: AltstoffSammelinseln finden sich flächendeckend im gesamten Feldkircher Stadtgebiet. 19
Abfall & Emissionen Zu viel Biomüll im Restabfall
Eine Untersuchung des Restabfalls aus den Feldkircher Haushalten hat ergeben, dass im Jahr 2001 die Inhalte der Restabfallsäcke zu fast 40% aus Biomüll bestanden. Hier müssen wir alle noch konsequenter trennen. Auch deshalb, weil in absehbarer Zeit der Restabfall nicht mehr deponiert, sondern (mechanisch und thermisch kombiniert) verwertet werden soll. Unsere Kaufentscheidung ist wichtig!
Um zu erreichen, dass immer mehr umweltgerechte Produkte hergestellt und günstig angeboten werden, braucht es einerseits eine Gesetzgebung, die Anreize schafft, solche Produkte zu entwickeln und entsprechend gekennzeichnet anzubieten. Andererseits ist auch die Entscheidung der Konsumenten wichtig. Je größer nämlich die Nachfrage nach umweltfreundlichen Produkten ist, desto öfter bleiben die anderen Waren im Regal liegen und werden auf Dauer immer weniger erzeugt. Beim Einkaufen sind unter anderem folgende Überlegungen wichtig: Woraus besteht dieses Produkt? Wie viel Abfall entsteht bei der Entsorgung? Kann das Material wiederverwertet werden? Hat das Produkt lange Transportwege hinter sich oder stammt es aus der Region?
Was werfen die Feldkircher in den Restabfallsack? Altstoffe Papier Glas Kunststoffverpackungen Metall Problemstoffe
4,3% 2,2% 5,0% 1,8% 0,3%
4,6% 16,7% 25,9% 0,5%
Biomüll Biomüll 38,7%
Quelle: Amt der Stadt Feldkirch, 2001
20
Restabfall Textilien Hygieneartikel sonstiger Restabfall Holz
Die Leitziele
Abfälle und Emissionen sollen verringert, das Einkaufsund Konsumverhalten soll umweltgerechter werden.
WAS IST ZU TUN?
1
Vorbild sein Um ihren Bürgern mit gutem Beispiel voranzugehen, bemüht sich die Stadt Feldkirch schon seit Jahren, beim Kauf von Produkten und Dienstleistungen besonders ökologisch vorzugehen. Bevorzugt werden Produkte, die langlebig sind, reparaturfreundlich, nachrüstbar und sparsam im Verbrauch. Bei Lebensmitteln sind besonders die regionale Herkunft, die biologische Erzeugung, die Sozialverträglichkeit und der faire Handel ausschlaggebend. Vermieden werden Einwegartikel, Tropenholz und Waren, deren Herstellung stark umweltbelastend ist.
2
Bewusstsein bilden Über Abfallvermeidung und -trennung ist schon viel informiert worden. Gezielte Öffentlichkeitsarbeit soll jetzt auch das Bewusstsein für einen umweltschonenden Lebenstil, für umweltgerechtes Kauf- und Konsumverhalten schärfen. Wertstoffhof ausbauen In den nächsten Jahren soll die Abgabestelle für Problem- und Altstoffe im Stadtbauhof zu einem modernen, leistungsfähigen Wertstoffhof ausgebaut werden. Abfall richtig entsorgen I Da können auch Sie mithelfen! Es kommt leider immer noch vor, dass Grünmüll illegal im Wald abgelagert wird oder Abfälle zu Hause im Ofen verbrannt werden. Vermeiden Sie solche und ähnliche umweltbelastende Müllentsorgung! Abfall konsequent trennen I Da können auch Sie mithelfen! Bitte denken Sie daran: Biomüll und Altstoffe gehören nicht in den Restabfallsack! Problemstoffe vermeiden I Da können auch Sie mithelfen! Setzen Sie Problemstoffe wie Farben, Chemikalien, Batterien, Spraydosen, Medikamente und Mineralöle sparsam ein und geben Sie sie nach dem Gebrauch bei Problemstoff-Sammelstellen ab. Reinigungsmittel sollten biologisch abbaubar sein und richtig verdünnt angewendet werden.
3
1. Wasser statt Chemie: Haben Sie gewusst, dass durch den Einsatz von Fasertüchern vielfach auf Chemie verzichtet werden kann und so die Abwasserbelastung sinkt? 2. Geplant: die Abgabestelle für Problemund Altsoffe im Stadtbauhof soll leistungsfähiger werden. 3. Deponie Böschistobel in Nenzing: Bis zur Einführung der mechanisch und thermisch kombinierten Verwertung wird der Restabfall aus Feldkirch hier deponiert.
Bewusst einkaufen I Da können auch Sie mithelfen! Wer beim Einkauf umweltverträgliche Produkte bevorzugt, gibt den Herstellern ein deutliches Zeichen.
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Das Hechtloch im Naturschutzgebiet Matschels ist eines der wenigen Gewässer in Feldkirch, das bis heute naturnah geblieben ist. Das Hechtloch ist ein Abschnitt des Leimenbaches, liegt in einer Naturwaldzelle und ist das Relikt eines ehemals sehr artenreichen Auengebietes.
Wasser
Wie wichtig Wasser ist, sieht man schon daran, dass es ohne Wasser auf der Erde kein Leben gäbe: keine Menschen, keine Tiere, keine Pflanzen - nicht einmal Mikroorganismen. Wir nutzen Wasser nicht nur zum Trinken, Kochen und Waschen, sondern auch zur Bewässerung und Kühlung, zur Wärme- und Energiegewinnung, zum Abwasser-Transport, für Gewerbe und Industrie, für die Schifffahrt und die Fischerei, für Sport und Freizeit. Diese intensive Nutzung bringt Risiken mit sich: Jeder Eingriff in den natürlichen Wasserkreislauf - sei es aufgrund von Versiegelung, künstlicher Gewässerregulierung, Kraftwerkbau, Kiesabbau, Verunreinigungen durch Abwässer, landwirtschaftliche Düngung, Verkehr und Industrie - hat starke Auswirkungen auf die Trinkwasserqualität und die ökologische Funktionsfähigkeit unserer Flüsse, Bäche und Seen. Wasser ist ein äußerst sensibles Gut, mit dem wir sorgsam umgehen müssen. Heute mehr denn je.
Wie gut ist die Wasserqualität der Feldkircher Fließgewässer? Rhein Spiersbach Ill Mühlbach Tisis Nafla Mühlbach Rankweil/Altenstadt Jahreszahlen
I I-II II II-III III III-IV IV
1967
1972
Güteklassen der Wasserqualität: unbelastet gering belastet mäßig belastet kritisch belastet stark belastet sehr stark belastet übermäßig verschmutzt
22
1978
1985
1990
1992
1998
2003
Der konsequente Ausbau des Kanalnetzes und die verbesserte Abwasserreinigung zeigen positive Auswirkungen: Bis in die 70er Jahre waren starke Defizite in der Wassergüte festzustellen, heute haben die größeren untersuchten Flüsse und Bäche durchwegs eine gute Wasserqualität. Der Anschlussgrad an das kommunale Kanalnetz beträgt in Feldkirch inzwischen 93%. Quelle: Umweltinstitut des Landes Vorarlberg, 2004
We n i g natur nahe Fl ü s s e u n d B ä c h e Wie naturnah sind Feldkirchs Fließgewässer? 0% natürlich I 2% naturnah I-II 11% mäßig beeinträchtigt II 8% deutlich beeinträchtigt II-III 53% stark beeinträchtigt III III-IV 11% naturfern 7% naturfremd IV 8% verrohrt
Ernüchterndes Ergebnis
Seit 1996 untersucht das Umweltinstitut des Landes den Grad der Naturnähe unserer Flüsse und Bäche. In Feldkirch wurden 28 der insgesamt rund 46 Bach- und Flusskilometer bewertet. Das Ergebnis ist ähnlich ernüchternd wie im ganzen Vorarlberger Rheintal. Quelle: Umweltinstitut des Landes Vorarlberg, 2004 Gewässer gestern und heute
Bis ins 19. Jahrhundert hat der Mensch die Gewässer kaum verändert. Die sich schlängelnden, weit verzweigten Wasserläufe des Rheins, der Ill, des Spiersbaches und der vielen anderen kleinen Bäche prägten das Landschaftsbild von Feldkirch. Heute hat sich vieles verändert. Die Gewässeradern bildeten damals vielfältige Lebensräume, die eng mit ausgedehnten Auwäldern und Sumpfwiesen verbunden waren. Regelmäßige Überschwemmungen machten das Umland für die Menschen unbewohnbar und ließen nur wenig landwirtschaftliche Nutzung zu. Heute sind die Auen und Feuchtgebiete durch Entwässerungsmaßnahmen fast zur Gänze verschwunden. Der Grundwasserspiegel ist großflächig abgesenkt, die Flüsse und Bäche sind weitgehend eingeengt, begradigt, verbaut oder sogar verrohrt. Dafür haben sich Siedlungen und Verkehrswege ausgebreitet und die fruchtbaren Böden werden intensiv als Äcker, Wiesen und Weiden genutzt. Die negativen Folgen dieser massiven menschlichen Eingriffe wurden zum ersten Mal in den 70er Jahren offensichtlich. Damals, auf dem Höhepunkt der Abwasserbelastung, wiesen viele Flüsse, Bäche und Seen - mancherorts auch schon das Grund- und Quellwasser - eine bedenkliche Wasserqualität auf. Heute, wo dieses Problem durch den Ausbau der Abwasserreinigung größtenteils behoben ist, rückt eine andere ernüchternde Bilanz ins Bewusstsein. Es gibt im Talraum kaum mehr naturnahe Fluss- und Bachläufe, die einer vielfältigen Tier- und Pflanzenwelt Lebensraum bieten. Die meisten Flüsse und Bäche können heute ihre ökologischen Funktionen nicht mehr oder nur stark eingeschränkt erfüllen.
1845
1999 Ill
Rhein Bangs
Rhein Bangs
Ruggell
Ruggell
Das Gewässersystem Rhein-IllSpiersbach zeigt deutlich, was sich in den letzten 150 Jahren alles geändert hat. Quelle:
Gertrud
Haidvogl,
Historische
Grundlagen für das Entwicklungskonzept Spiersbach, 2003; Grafik: Hydra 2003
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Ill
Die Leitziele
Unsere Trinkwasserressourcen sollen in bester Qualität erhalten, das Abwasser schadlos in die natürlichen Kreisläufe zurückgeführt werden. Der ökologische Zustand unserer Fließgewässer und Seen soll konsequent verbessert werden.
Wasser
WAS IST ZU TUN?
Trinkwasserversorgung sichern Feldkirch hat reichliche Trinkwasservorräte in bester Qualität. Diesen Schatz gilt es auch für die Zukunft zu sichern. Mit dem Bau eines weiteren Stollens durch den Stadtschrofen legten die Stadtwerke im Jahr 2003 eine zweite Versorgungsleitung für das Stadtgebiet und erhöhten damit die Versorgungssicherheit wesentlich. Der neue Trinkwasser-Hochbehälter Gisingen, der im Jahr 2005 am Ardetzenberg errichtet wird, soll zudem die Versorgungsreserve für die angeschlossene Siedlungszone verdoppeln.
1
Grundwasser schonen Die Gefahren für das Grundwasser haben sich durch das Bevölkerungswachstum, den Verkehr, die massiven Gewässerregulierungen und den verstärkten Düngemitteleinsatz deutlich erhöht. Um für die Zukunft vorzusorgen, sind in Feldkirch 20% des gesamten Gemeindegebietes wasserrechtlich besonders geschützt. Eine weitere Vorsorge-Maßnahme ist die systematische Kontrolle des Grundwassers, um Beeinträchtigungen sofort zu erkennen. Diese Aufgabe übernimmt in ganz Vorarlberg das Landeswasserbauamt.
2
Versiegelungen vermeiden I Da können auch Sie mithelfen! Böden sind Grundwasserspender und -filter. In den letzten Jahrzehnten hat die rege Bautätigkeit aber zu einer massiven Versiegelung des Bodens geführt. Die Folgen: Der Regen fließt vermehrt oberflächlich ab, die Bodenversickerung und die Neubildung von Grundwasser werden verringert. Vermieden werden können Versiegelungen durch eine Bebauung, die darauf Rücksicht nimmt, indem zB versickerungsfähiges Befestigungsmaterial, wie Kies oder Rasengitter, gewählt wird.
3
Abwasserreinigung verbessern Bis 2006 sollen alle Feldkircher Haushalte und Betriebe an das Kanalnetz angeschlossen sein. Bis dahin wird außerdem die Abwasserreinigungsanlage der Region Feldkirch in Meiningen auf den neuesten technischen Stand gebracht.
Wissenswertes zum Thema Wasser
1. Das Grundwasserfeld Felsenau, aus dem Feldkirch einen Großteil seines Trinkwassers bezieht, ist ein Wasserschutzgebiet. Hier gelten strenge Nutzungsauflagen, die sicherstellen, dass unser Trinkwasser nicht verunreinigt wird. 2. Die Abwasserreinigungsan24
lage der Region Feldkirch liegt in Meiningen und wird zurzeit auf den neuesten technischen Stand ausgebaut. 3. Die Nafla in Altenstadt ist ein Beispiel für ein naturfremdes Fließgewässer, wie es in Siedlungsgebieten vielfach anzutreffen ist: Die harte Verbauung ver-
4
hindert die Vernetzung mit dem Grundwasser und dem Umland. 4. Wie bei den meisten Bächen und Gräben fehlt auch beim Spiersbach in Bangs eine naturnahe Ufergehölzbepflanzung. Dünge- und Pflanzenschutzmittel können dadurch leichter ins Gewässer gelangen.
Woher stammt das Feldkircher Trinkwasser 3% 26% 34% 37%
Quellwasser Tisis Grundwasser Horizontalfilterbrunnen Grundwasser Vertikalfilterbrunnen Quellwasser Samina Quelle: Wasserwerk Feldkirch, 2004
Bestes Trinkwasser 60% des Feldkircher Trinkwassers wird aus dem Grundwasserfeld Felsenau bezogen, der Rest aus Quellen im Saminatal und oberhalb von Tisis. Die Qualität des Trinkwassers wird regelmäßig vom Umweltinstitut untersucht und ist seit 1906 immer bestens. Wasser sparen I Da können auch Sie mithelfen! Auch wenn wir reichlich Trinkwasservorräte haben, sollten wir doch sparsam damit umgehen. Wasser sparen bedeutet nämlich auch Energie sparen und Abwasser vermeiden. Dadurch wird der natürliche Wasserkreislauf weniger belastet. Tipps zum Thema „Wasser sparen im Haushalt“ gibt es online unter www.feldkirch.at/rathaus/ umwelt.
1
Feuchtgebiete erhalten Auch in Feldkirch sind die ehemals ausgedehnten Feuchtgebiete größtenteils verschwunden. Sogar die noch vorhandenen Streuwiesen in Matschels sind durch niedrige Grundwasserstände vom Austrocknen bedroht. Da vor allem die tiefer gewordene Rheinsohle für die Grundwasserabsenkung in diesem Gebiet verantwortlich ist, können diese Streuwiesen langfristig nur durch internationale Anstrengungen erhalten werden.
2
Naturnahe Feuchtbiotope fördern I Da können auch Sie mithelfen! Frösche, Kröten, Unken, Molche und Salamander gehören heute in Vorarlberg zu den gefährdeten Tierarten, weil Laichplätze für Amphibien durch Grundwasserabsenkungen und Verfüllungen von natürlichen Tümpeln rar geworden sind. Naturnahe Feuchtbiotope, zB im eigenen Garten, können wertvolle Laichplätze für Amphibien sein - vorausgesetzt, dass keine Fische eingesetzt werden. Fische fressen nämlich den Amphibienlaich!
3
Fließgewässer renaturieren Wie überall im Rheintal sind auch in Feldkirch naturnahe Flüsse und Bäche kaum mehr vorhanden. Heute ist deshalb das Bestreben groß, Bächen und Flüssen wieder mehr Raum zum Fließen zurückzugeben. In Feldkirch gibt es an praktisch allen Gewässersystemen Renaturierungsprojekte.
Beispiele für umgesetzte Renaturierungen
1. Neugestaltete Illmündung mit naturnahem Mündungsarm: Hier finden Pflanzen und Tiere wieder einen geeigneten Lebensraum, für uns Menschen ist die neue Illmündung Erholungsgebiet. 2. Der im letzten Jahrhundert verrohrte Mühlbach in Tisis ist seit dem Sommer 2004 von der
Volksschule bis zum ÖBB-Damm wieder geöffnet. 3. Der Tisner Weiher wurde 1997 saniert. In den ersten zwei Jahren sind viele Kröten, Frösche und Molche eingewandert, die inzwischen allerdings durch Goldfische, die von der Bevölkerung eingesetzt wurden,
4
wieder verdrängt worden sind. 4. Auf Flächen der Stadt Feldkirch hat die Rheticusgesellschaft in den Alten Rüttenen mehrere Amphibientümpel angelegt, die unter Naturschutz gestellt sind. Sie dienen als Lehrbiotope und zur Bewusstseinsbildung.
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Naturschutz
Wenn Sie im Frühsommer im Matschelser Unterried spazieren gehen, erwartet Sie ein Farbspektakel der besonderen Art: Millionen von Sibirischen Schwertlilien verwandeln die Wiesen in ein leuchtend blaues Blütenmeer. Eine der schönsten Antworten auf die Frage, warum es so wichtig ist, die Natur zu schützen.
Gäbe es den Einfluss des Menschen nicht, wäre Feldkirch ein nahezu geschlossener Wald. In den vergangenen Jahrtausenden aber wurde dieser Wald vom Menschen nach und nach gerodet und verändert. So entstand eine Kulturlandschaft, in der viele neue Pflanzen- und Tierarten eine Heimat gefunden haben. Als sich im 20. Jahrhundert die Siedlungsgebiete besonders rasch ausbreiteten und die Landwirtschaftsflächen immer intensiver genutzt wurden, gerieten besonders die anspruchsvolleren dieser Arten in Bedrängnis. Heute ist es wichtig, die restlichen Flächen, die noch naturnah bewirtschaftet werden, zu erhalten. Ganz besonders gilt das für die Streuwiesen. Sie werden nur einmal im Jahr gemäht, wovon viele Blumen, Kleintiere und seltene Vögel profitieren. Die meisten dieser Streuwiesen stehen unter Naturschutz.
Wie viele Schmetterlingsarten leben in den verschiedenen Biotop-Typen der Naturschutzgebiete Bangs und Matschels? Auwälder Streuwiesen Trockenvegetation Fettwiesen Fichtenforste Artenanzahl
Vergleicht man die Anzahl der Tierarten in Feldkirch mit der in ganz Vorarlberg, wird deutlich: Feldkirch hat eine sehr artenreiche Fauna. Säugetiere Brutvögel Reptilien Amphibien Fische Schmetterlinge Heuschrecken Libellen
58 179 8 11 32 2.307 52 59
37 90 6 10 18 1.148 * 27 31
Anzahl der Tierarten in ganz Vorarlberg 0
200
400
600
800
Anzahl der Tierarten in Feldkirch
Neben den Streuwiesen sind auch naturnahe Laubwälder ein Garant für Vielfalt. In den Auwäldern von Bangs und Matschels beispielsweise gibt es fast 800 verschiedene Schmetterlingsarten.
Quelle: div. Quellen, ausgewertet vom
Quelle: Huemer, P. (1996) Schmetterlinge im Bereich der Naturschutzgebiete Bangser Ried
* Zahlen beziehen sich auf die Natur-
und Matschels: Vorarlberger Naturschau Dornbirn, Band 2: S 141-202
schutzgebiete Bangser Ried und Matschels
26
Umweltbüro Grabher 2003, ungefähre Angaben
Vielfältiges Feldkirch
Feldkirch weist eine erstaunliche Vielfalt unterschiedlichster Lebensräume für Pflanzen und Tiere auf. Darunter sind auch besonders wertvolle, wie Streuwiesen oder naturnahe Laubwälder. Insgesamt wurden 20% des Feldkircher Gemeindegebietes in das Vorarlberger Biotopinventar aufgenommen. Diese grünen Oasen sind wertvolle Erholungsgebiete für die Bevölkerung und unverzichtbare Rückzugsgebiete für gefährdete Pflanzen und Tiere. Und damit es so bleibt, wurden zwei besonders schützenswerte Gebiete unter Naturschutz gestellt: das Bangser Ried und Matschels.
Naturschutzgebiet Matschels Kiebersried
Sindersried
Alte Rüttenen mit Lehrbiotop Mühlbach Ardetzenberg
Naturschutzgebiet Bangs
Altenried Stadtried Steinbruch Nofels Felskuppe St. Wolfgang Tostner Wald Inselberg St. Michael
Levner Weiher
Lebensräume im Biotopinventar Naturschutzgebiete Wasserschutzgebiete Mischwälder Naturdenkmäler Bäume Stehende Gewässer Trockenstandorte Streuwiesen
27
Naturschutz Von Wachtelkönigen & Moorwiesenvögelchen
Die Naturschutzgebiete Bangs und Matschels zählen zu den wertvollsten Lebensräumen in Feldkirch. Hier haben viele Pflanzen- und Tierarten eines ihrer letzten Refugien gefunden. Zum Beispiel der auf der ganzen Welt bedrohte Wachtelkönig: Diese Vogelart hat vorarlbergweit ihr bedeutendstes Vorkommen in Feldkirch. Oder das Moorwiesenvögelchen: Es ist trotz seines Namens ein Schmetterling und ebenfalls vom Aussterben bedroht. In ganz Österreich hat es nur zwei Lebensräume - einer davon ist in Feldkirch. Durch diese besondere Bedeutung als Heimat für seltene Tier- und Pflanzenarten wurden Bangs und Matschels in ein europaweites Netz an Schutzgebieten (Natura 2000) aufgenommen.
1
Besonders wichtig: hohe Grundwasserstände in den Naturschutzgebieten
Trotzdem sind nach wie vor Anstrengungen für bedrohte Arten nötig: Kiesbaggerungen und die Kanalisierung des Rheins haben dazu geführt, dass sich mit der Rheinsohle auch das Grundwasser großflächig gesenkt hat. Viele Streuwiesen sind dadurch bereits ausgetrocknet, Boden, Pflanzen- und Tierwelt haben sich verändert. Die besonders schöne und schützenswerte Sibirische Schwertlilie beispielsweise ist vielerorts schon völlig von der amerikanischen Goldrute verdrängt worden. Für die Zukunft dieser Schutzgebiete ist neben der naturnahen Nutzung daher eines besonders wichtig: Die hohen Grundwasserstände müssen erhalten, beziehungsweise wieder hergestellt werden.
2
3
In welchen Feldkircher Lebensräumen findet man die meisten gefährdeten Pflanzenarten? Streuwiesen
Ausgerottete Arten Vom Aussterben bedrohte Arten Gefährdete Arten Arten, denen die Gefährdung droht
Wälder Trockene Magerwiesen & Trockenbiotope Gewässer Artenanzahl
0
5
10
Seltene Pflanzen in Feldkirch
1. Den Namen verdankt der Frauenschuh seiner Blütenform. Es dauert bis zu 16 Jahren, bis diese seltene Orchidee ihre ersten Blüten entwickelt. 28
15
20
25
30
2. Im Mittelalter glaubte man, dass die Knollen dieser Streuwiesen-Pflanze unverwundbar und die schwertförmigen Blätter unbesiegbar machen. Deshalb
bekam sie den Namen Siegwurz. 3. Der hübsche Lungenenzian wächst ausschließlich in nassen Streuwiesen.
Die Leitziele
Wertvolle Lebensräume sollen geschützt und aufgewertet, die Tier- und Pflanzenvielfalt gesichert und erhöht werden.
WAS IST ZU TUN? Streuwiesen schützen Streuwiesen sind der Naturschatz Feldkirchs und beherbergen die meisten seltenen Pflanzenarten. Deshalb bemüht sich die Stadt Feldkirch in Zusammenarbeit mit dem Land Vorarlberg ganz besonders um ihre Erhaltung.
1
Fließgewässer renaturieren Bäche und Flüsse sollen wieder Naherholungsgebiete für Menschen und Lebensraum für Fische und andere Tierarten werden. Beispiele für bereits renaturierte Fließgewässer sind der Mühlbach in Tisis und die neu gestaltete Illmündung. Naturnahe Gärten fördern I Da können auch Sie mithelfen! Gärten können eine erstaunliche Vielzahl an Pflanzen und Tieren beherbergen, wenn sie naturnah gestaltet und gepflegt werden. Das heißt zum Beispiel: Pflanzung heimischer Bäume und Sträucher, Wiese statt Rasen, keine Pflanzenschutzmittel. Wichtig ist auch der Verzicht oder der sparsame Einsatz von Düngemitteln. Bodenuntersuchungen haben nämlich gezeigt, dass die meisten Vorarlberger Hausgärten überdüngt sind und damit die Umwelt unnötig belasten.
2
Hochstamm-Obstgärten erhalten Hochstamm-Obstgärten sind erhaltenswert, weil sie viele gefährdete Insekten und Vögel beherbergen. Die Stadt Feldkirch setzt gezielte Maßnahmen zur Eindämmung des Feuerbrandes und fördert den Erhalt von alten regionalen Obstsorten. Ihre eigenen Obstgärten hat die Stadt in den letzten Jahren saniert und durch Nachpflanzungen verjüngt.
3
Naturnahe Forstwirtschaft forcieren Bei Neuaufforstungen im Stadtgebiet von Feldkirch wird vermehrt Wert auf Naturnähe gelegt, weil dadurch Laubwälder entstehen, in denen sich besonders viele Pflanzen- und Tierarten ansiedeln. Ein Förderprogramm des Landes Vorarlberg schafft auch finanzielle Anreize.
4
Bewusstsein bilden Seit vielen Jahren bietet die Stadt Feldkirch Exkursionen, Vorträge und Workshops für Kinder und Erwachsene an. So wird den Bürgern auf lustvolle und spannende Weise die Bedeutung unserer Naturschätze nahegebracht. Nach dem Motto: „Was wir schätzen, sind wir auch bereit zu schützen“. Seltene Tiere in Feldkirch
1. In Vorarlberg leben Laubfrösche nur noch im Rheintal und am Bodensee. Der kleinste heimische Frosch fällt durch die lauteste Stimme auf.
2. Der gut getarnte Wachtelkönig ist schwer zu beobachten, sein Rufen aber nicht zu überhören. 3. Das Moorwiesenvögelchen, das in Europa vom Aussterben
bedroht ist, hat in Feldkirch noch einen Lebensraum. 4. Naturnahe Teiche und Tümpel sind Lebensraum für gefährdete Lurche, wie dieser Teichmolch. 29
Links & Impressum Interessante Links zu den einzelnen Themen Stadtentwicklung
Stadt Feldkirch, Abteilung Stadtplanung: Land Vorarlberg: (Informationen zur Raumplanung und Gemeindeentwicklung unter der Rubrik „Bauen & Wohnen“) Vision Rheintal: Vorarlberger Architekturinstitut:
www.feldkirch.at/rathaus/stadtplanung
www.vorarlberg.at www.vision-rheintal.at www.v-a-i.at
Verkehr
Stadt Feldkirch, Verkehrsplanung: Stadtbus Feldkirch: Verkehrsverbund Vorarlberg: ÖBB-Fahrplan: Land Vorarlberg: (Rubrik „Wirtschaft und Verkehr“) VCÖ Mobilität mit Zukunft: VCS (Verkehrsclub Schweiz): VCL (Verkehrsclub Liechtenstein): Luftschadstoffsituation Bärenkreuzung:
www.feldkirch.at/rathaus/stadtplanung/verkehrsplanung www.stadtbus-feldkirch.at www.vmobil.at www.oebb.at www.vorarlberg.at www.vcoe.at www.vcs-ate.ch www.vcl.li www.feldkirch.at/verkehrsplanung www.vorarlberg.at/umweltinstitut
Energie
Stadtwerke Feldkirch: Energieinstitut Vorarlberg: Land Vorarlberg: (Informationen zur Wohnbauförderung, Solarenergie und Bauökologie, Energiekonzept, etc. unter der Rubrik „Bauen & Wohnen“ bzw. „Wasser und Energie“)
www.feldkirch.at/stadtwerke www.energieinstitut.at
www.vorarlberg.at
Abfall und Emissionen
Stadtbauhof Feldkirch, Abteilung Abfallwirtschaft: Vorarlberger Umweltverband: (Informationen zum Thema Abfall und ökologisches Beschaffungswesen unter den Rubriken „Abfall“, „Beschaffung“, „Umwelt“) Vorarlberger Umweltinstitut: 30
www.feldkirch.at/rathaus/bauhof
www.umweltverband.at www.vorarlberg.at/umweltinstitut
Wasser
Stadt Feldkirch, Abteilung Umwelt: Stadt Feldkirch, Abteilung Tiefbau: Wasserwerk Feldkirch: Vorarlberger Umweltinstitut: Landeswasserbauamt: Land Vorarlberg, Abteilung Wasserwirtschaft: Zukunft Alpenrhein: Informationen zum Bodensee: Seespiegel:
www.feldkirch.at/rathaus/umwelt www.feldkirch.at/rathaus/hochtiefbau www.feldkirch.at/stadtwerke/Wasser www.vorarlberg.at/umweltinstitut www.vorarlberg.at/landeswasserbauamt www.vorarlberg.at/wasserwirtschaft www.alpenrhein.net www.bodenseeweb.net www.seespiegel.de
Naturschutz
Stadt Feldkirch, Abteilung Umwelt: Land Vorarlberg, Abteilung Umwelt: Inatura: Naturschutzbund Vorarlberg: Umwelt und Natur am Bodensee – Vereine und Initiativen: Euronatur: Birdlife Österreich:
www.feldkirch.at/rathaus/umwelt www.vorarlberg.at/umwelt www.inatura.at www.naturschutzbund.at/landesgruppen.html
www.bsz-bw.de/eu/eunatur.html www.euronatur.org/ www.birdlife.at
Impressum
Herausgeber: Amt der Stadt Feldkirch Konzeption und Gesamtredaktion: Claudia Hämmerle Inhaltliche und redaktionelle Mitarbeit: Stadtentwicklung: Johann Peer, Edgar Hagspiel, Sibylla Zech Verkehr: Werner Pichler, Johann Peer, Anton Gächter Energie: Gerhard Zimmermann, Johannes Marte, Wolfgang Errath Abfall und Emissionen: Reinold Lins, Hans-Jürgen Steiner Wasser: Gerhard Hutter, Klaus Gau, Elmar Rauch Naturschutz: Markus Grabher, Ingrid Loacker Alle Themen: Gabor Mödlagl Für den Inhalt verantwortlich: Claudia Hämmerle (claudia.haemmerle@feldkirch.at) Grafik: Martin Caldonazzi/Kerbleder, Frastanz (www.caldonazzi.at) Text: Elke Burtscher (www.agkommunikation.at) Fotos: Archiv Stadt Feldkirch, Archiv Stadtwerke Feldkirch, Archiv Stadtbus, Reinold Lins, Umweltbüro Grabher, Claudia Hämmerle, Gerhard Hutter, Birdlife/P. Buchner Druck: Druckerei Hämmerle, Hohenems Auflage: 7.000 Stück Datum: Feldkirch, März 2005 31
Umwe l t ges t e r n heu t e mor g e n www.feldkirch.at