Foto: Alpla | Matthias Weissengruber
Top-Lehrlinge
DIENSTAG, 8. JÄNNER 2013
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Top-Lehrlinge
„Würde wieder eine Lehre machen“ Gerold Burtscher ist seit Oktober Leiter der Produktion und Logistik und außerdem ein Mitglied der Geschäftsleitung. Begonnen hat die Karriere mit einer Lehre als Chemielabortechniker. Die Lehre bei Getzner Werkstoffe in Bürs ist eine breit angelegte Ausbildung voller Abwechslung in einer echten Zukunftsbranche. Gerold Burtscher erzählt von seinem Weg vom Lehrling in die Chefetage. Was bringt diese Funktion mit sich, wie sieht Ihr Alltag aus und was sind die Herausforderungen? Als Mitglied der Geschäftsleitung habe ich viele verschiedene Herausforderungen und eine große Themenvielfalt zu
Als Lehrling hat man die Chance, die Arbeiten und das Unternehmen von Grund auf kennenzulernen. Gerold Burtscher Leiter Produktion und Logistik
bewältigen. Die letzten Jahre waren bei Getzner von starkem Wachstum geprägt. Aufgrund des steigenden Wettbewerbs werden Themen wie Effizienz oder die Reduktion von Schnittstellen künftig noch stärker in den Vordergrund rücken. Aktuell gilt es, die Organisation weiterzuentwickeln und die Produktionstechnologien kontinuierlich zu optimieren. Wir werden Durchlaufzeiten – vom Auftrag bis zur Auslieferung – senken und die Logistik sowie die Lagerung der Halbzeuge weiter optimieren. In meiner neuen Aufgabe bei Getzner Werkstoffe steuere ich die Produktion und Logistik an den Getzner-Standorten Bürs und Kunshan (China), wo ich für die Abläufe und Prozesse in diesen Bereichen verantwortlich bin. Dazu gehört auch die Kostenverantwortung für die Logistik, die
Produktion und Infrastruktur inklusive der Gebäude. Zusätzlich bin ich auch Beauftragter für Sicherheit und Umwelt. Ihre Karriere begann als Chemielaborant. Warum haben Sie sich damals für diese Lehre bei Getzner entschieden? Nach der AHS-Matura wollte ich ins Arbeitsleben einsteigen und hatte mich für eine Lehre entschieden; habe verschiedene Lehrstellen angesehen und die Stelle bei Getzner hat mir am meisten imponiert. Neben den sehr vielseitigen Tätigkeiten als Chemielaborant hat mir auch das Arbeitsklima sehr gut gefallen. Hatten Sie (vor dem Lehrbeginn) die Möglichkeit, in verschiedene Bereiche hineinzuschnuppern? Ich hatte mich in verschiedenen Firmen auch über andere Lehrberufe informiert und einige Schnuppertage absolviert und mich dann für die Lehre als Chemielaborant entschieden. Würden Sie sich noch einmal für eine Lehre entscheiden? Wenn ja, warum? Ja, ich würde wieder eine Lehre machen. Es gibt auch nach der Lehre ein sehr gutes Weiterbildungsangebot. Als Lehrling hat man die Chance, die Arbeiten und den Betrieb von Grund auf kennenzulernen, die Ausbildung ist zudem praxisorientiert und an die betrieblichen Bedürfnisse angepasst. Wussten Sie damals schon, in welchem Bereich Sie später einmal arbeiten möchten? Nein, das wusste ich nicht. Ich war als Lehrling organisatorisch in der Werkstoffentwicklung angesiedelt, wo ich auch nach der Lehre noch weitergearbeitet habe. Dort habe ich vor allem Laborversuche zur Anwendung auf unseren Produktionsanlagen angepasst. Die auf den Anlagen hergestellten Versuchswerkstoffe habe ich auch selbst qualifiziert. Nach der Lehre
Gerold Burtschers Erfolg basiert auf entsprechendem Engagement im Alltag. Weiterbildung ist das Um und Auf. habe ich die berufsbegleitende Ausbildung Werkmeister Kunststofftechnik absolviert und bin dann drei Jahre später von Getzner gegangen, um in der Automobil-Zulieferindustrie Erfahrungen als Produktentwickler zu sammeln. Als ich drei Jahre später zu Getzner Werkstoffe zurückgekehrt bin, habe ich als Qualitätstechniker gearbeitet. Später habe ich das Qualitätsmanagement übernommen, in dessen Aufgabengebiet auch die Qualitätssicherung und die Qualifikation und Zulassung neuer Werkstoffe liegt. Heute bilden Sie selbst Lehrlinge aus. Was geben Sie Ihren Lehrlingen mit auf den Weg? Wer die Chance bekommt, sich auch nach der Lehre intern oder extern weiterbilden
zu lassen, der sollte sie auch nützen. Bei Getzner gibt es Lehrlingsausbilder, die für die einzelnen Abteilungen verantwortlich sind, die sich um die Ausbildung der Lehrlinge kümmern. Die Lehrlinge haben in einem Rotationsprinzip die Chance, die vielfältigen Bereiche und Arbeiten von Getzner kennenzulernen. Sie bekommen dadurch einen sehr breiten Einblick ins Unternehmen. Diese Fachkräfte von morgen können sich so schon früh ein deutliches Bild davon machen, in welchem Bereich sie nach der Lehre arbeiten wollen. Getzner ist diesbezüglich ein Vorzeigebetrieb. Vom Lehrling zum Produktionsleiter, ist Ihrer Meinung nach so eine Karriere üblich? Diese Karriere war von mir nicht geplant, sondern wurde
mir aufgrund der jahrelangen Erfahrungen in den verschiedenen Bereichen angeboten. Eine entsprechende Karriere mit Lehre ist bei entsprechendem Engagement im Arbeitsalltag – und wenn man bereit ist, sich weiterzubilden – durchaus möglich.
(Foto: Bernd Hofmeister)
Wo sehen Sie sich in fünf Jahren? Ich sehe mich auch in fünf Jahren als Produktionsleiter der Getzner Werkstoffe Gruppe, der das Unternehmen durch die kommenden Phasen des Wachstums und der Internationalisierung begleitet.
Schnuppern bei Getzner Werkstoffe in Bürs Getzner minimiert und isoliert Schwingungen, egal ob bei Baukörpern, Transportmitteln oder in der Haustechnik. Fünf Lehrberufe stehen zur Auswahl: - ProduktionstechnikerIn - MaschinenbautechnikerIn - ChemielabortechnikerIn - Industriekaufmann/-frau - IT-TechnikerIn Einfach eine Bewerbung mit
kurzem Lebenslauf und einer Kopie des letzten Schulzeugnisses an Getzner schicken. Wunsch-Lehrberuf und Kontaktdaten angeben! Getzner Werkstoffe GmbH Karin Gisinger Lehrlingsbeauftragte Herrenau 5 6706 Bürs Tel. 05552 201-1707 E-Mail: karin.gisinger@ getzner.com
Was zeichnet Ihr Unternehmen als renommierten Lehrbetrieb aus?
Gütesiegel
er Name Blum steht für durchdachte Produkte, die auf der ganzen Welt einen ausgezeichneten Ruf genießen. Dieser Erfolg ist nur mit gut ausgebildeten Fachkräften möglich. Deshalb legen wir unseren Schwerpunkt auf die hochwertige Ausbildung unserer Lehrlinge. Dafür stellen wir den Menschen in den Mittelpunkt und fördern jeden Lehrling nach seinen speziellen Talenten und Neigungen – fachlich wie auch persönlich.
eusburger bietet seinen Lehrlingen eine Top-Ausbildung in einem int. Unternehmen. Neben vielen Weiterbildungs- und Karrieremöglichkeiten profitieren sie auch von zusätzlichen Sozial leistungen wie z. B. Werksverkehr und Kantine. Zudem kann jeder, der seine Ausbildung erfolgreich abschließt, mit einer Fixanstellung rechnen. Viele unserer heutigen Führungskräfte haben ihre Karriere mit einer Lehre bei uns gestartet.“
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Johannes Berger, Personalverantwortlicher bei Blum
Peter Nussbaumer,Leiter der Lehrlingsausbildung bei Meusburger
Lydia Kaltenbrunner, Geschäftsbereichsleitung Personal Lidl Österreich GmbH
bwechslungsreich, und spannend: das ist die Lehre bei Lidl Österreich. Jährlich starten 40 Lehrlinge ihre Lehre als Einzel handelskaufmann/frau. Während der Ausbildung erlernen sie das volle Tagesgeschäft: Vom direkten Kundenkontakt über Warenbestellung bis hin zur Kassenabrechnung. Die Lehrlinge erfahren, worauf es ankommt: Kundenfreundlichkeit, Verantwortungsbewusstsein, Flexibilität und Teamgeist.
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Jahre Lehrlingsausbildung und das Zertifikat „Ausgezeichneter Lehrbetrieb“ belegen unsere Qualität. Investitionen in unser Lehrlingszentrum und individuelle Betreuung, unter Beibehaltung geltender Regelungen, ergeben die Spezialisten der Zukunft. Mit 150 Mitarbeitern und als Tochter der Viessmann-Gruppe haben wir bei MAWERA die Vorzüge eines Mittelbetriebs und die Sicherheit eines Großkonzerns.
ilti Thüringen hat seit 1971 über 570 Lehrlinge in 22 Lehrberufen erfolgreich ausgebildet und gilt als Musterbeispiel für außerordentliche Lehrlingsausbildung. Großer Wert wird auf fachliche Qualifikation, Persönlichkeitsbildung und Teamarbeit gelegt. Die moderne Lehrwerkstätte ist auf dem neuesten Stand der Technik. Zur Ausbildung zählen Aktivitäten wie Lehrlingssport, Teamworkshops, Lehrlingsprojekte und vieles mehr.
Hugo Zimmermann, Ausbildungsleiter, Köb Holzheizsysteme GmbH
Dietmar Vonbrül, Leiter Aus- und Weiterbildung, Fa. Hilti
Bereits zum 16. Mal haben Landesregierung, Wirtschaftskammer und Arbeiterkammer Vorarlberg das Prädikat „Ausgezeichneter Lehrbetrieb“ vergeben. Darüber hinaus bekamen 48 Absolventen der „Akademie für Lehrlingsausbildung“ ihre Zertifikate überreicht. 128 Lehrbetriebe erhielten das Qualitätssiegel, 32 davon zum ersten Mal. Von den etwa 2450 Ausbildungsbetrieben in Vorarlberg tragen aktuell 305 aus allen Branchen dieses Prädikat. Die Verleihung erfolgt seit 1997 jährlich und gilt für drei Jahre. Jetzt bewerben Die allgemeine Ausschreibung für die diesjährige Vergabe beginnt im Jänner. Bis spätestens Mitte Februar können der Antrag eingereicht werden, danach erfolgt die Überprüfung der Unterlagen sowie der Lokalaugenschein vor Ort. Infos u . a. auf der Homepage der Wirtschaftskammer.
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Bei uns kannst du zeigen, was in dir steckt: In den High-TechLehrberufen Maschinenbautechnik, Werkzeugbautechnik, Zerspanungstechnik, Elektrotechnik, Produktionstechnik, Kunststoff technik und Konstruktionstechnik. Komm zum Lehrlings-Infotag und melde dich an zu den Berufspraktischen Tagen. Online oder telefonisch unter 05578 705-2375.
Berufsausbildung Lehrlings-Infotag Hilti Thüringen Donnerstag, 31. Januar 2013 17 bis 20 Uhr
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Die Lehrlingsbaustelle ist ein tolles Beispiel, was Lehrlinge bereits während ihrer Ausbildung schon alles bewerkstelligen können.
(Fotos: Bernd Hofmeister, Tomaselli Gabriel Bau, Pzwei/Patrizia Gunz)
Von Haus aus auf Erfolg gebaut Lehrlingsbaustelle: Lehrlinge von Tomaselli Gabriel Bau bauen ein Einfamilienhaus fast in Eigenregie. Die fünf Lehrlinge des Bauunternehmens Tomaselli Bau
dürfen ihr Können unter Beweis stellen. Gemeinsam mit ihrem Polier Julian Zimmerer sind sie auf einer Lehrlingsbaustelle in Röns tätig. Dabei geht es nicht nur um ein Übungsprojekt.
Sie errichten in bester Hanglage ein Einfamilienhaus für eine fünfköpfige Familie. Es soll ein zweistöckiges Einfamilienhaus entstehen, das voll unterkellert ist. Der wasserdicht in Stahlbeton ausge-
Wie gefällt es dir auf der Lehrlingsbaustelle?
ir gefällt es hier auf der Baustelle. Ich arbeite mit der Ziegelfräse und verschiedenen elektrischen Handgeräten. Die gemeinsame tägliche Reinigung der Baustelle gehört auch dazu. Aber am besten gefällt mir das Mauern der Wände.
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a ich mich für den Bau interessiere, habe ich vor meiner Maurerlehre eine Lehre als Zimmerer gemacht. Ich bin gerne auf dieser Baustelle. Am liebsten baue ich Wände mit Ziegeln, obwohl das Beginnen einer Wand eine Herausforderung für mich ist.
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Clemens Kronabitter, 18 Jahre, 3. Lehrjahr
Andreas Wellinger, 20 Jahre, 2. Lehrjahr
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esonders das Mauern gefällt mir. Das habe ich zuvor nicht so oft gemacht. Außerdem habe ich auf dieser Baustelle schon Eisen gebunden, betoniert und geschalt. An der Lehrlingsbaustelle mag ich die enge Zusammenarbeit mit meinen Kollegen. Michael Öhre, 17 Jahre, 3. Lehrjahr
führte Keller und eine erste Decke stehen schon. An den Mauern des Erdgeschoßes arbeiten sie gerade mit viel Einsatz. Das erste Obergeschoß soll bald folgen. Während Lehrling Clemens Kronabitter einen Tonziegel mit der Ziegelfräse auf die richtige Länge bringt, trägt Lehrling Michael Öhre Mörtel mit der Kelle auf den Ziegel auf und setzt den nächsten drauf. „Wir wollen, dass sie selbstständig arbeiten. Sie müssen alles machen, was am Bau dazugehört. Nur den Kran dürfen sie nicht bedienen. Dazu sind sie zu jung“, erklärt Julian Zimmerer mit einem Augenzwinkern. Für den jungen Polier ist es die erste eigene Baustelle. Etwas Nervosität ist schon dabei, schließlich sei er das erste Mal für junge Menschen verantwortlich. Qualität bleibt wichtig Neben dem Polier überwacht der Bauleiter Thomas Öhre den Hausbau und ist stolz darauf, wie sich die Lehrlinge machen. „Wir kommen gut voran. Der Rohbau dürfte bis Ende Oktober fertig sein und dann können wir ihn an die Zimmerleute übergeben“, so Öhre. Da es eine Lehrlingsbaustelle
Lehre bei Tomaselli Gabriel Bau 203 Lehrverträge in 21 Jahren Aktuell sind 24 Lehrlinge bei Tomaselli Gabriel angestellt. 2 von ihnen machen eine Lehre als Maurer, einer als Tiefbauer, zwei lernen den Beruf des Baumaschinentechnikers und ein Lehrling wird Bürokaufmann. „Wir sind stolz, dass wir seit Jahren die Anzahl der Ausbildungsplätze auf diesem Niveau halten können. In den letzten 21 Jahren haben wir 203 Lehrverträge abgeschlossen und unsere Arbeit wurde mit dem Prädikat ‚Ausgezeichneter Lehrbetrieb‘ prämiert“, erklärt Barbara Gabriel-Tomaselli.
ist, ist es schon passiert, dass ein Lehrling eine Mauer zum zweiten Mal machen musste. Doch Qualität geht bei Tomaselli Gabriel vor, da werden von den Ausbildern keine Ausnahmen gemacht. Außerdem hat sich der Bauherr bewusst auf ein von Lehrlingen erbautes Haus eingelassen. Deshalb gibt es auch keinen Termindruck von seiner Seite aus. Er verwöhnt die Lehrlinge sogar regelmäßig an heißen Tagen mit Eis und alkoholfreien Getränken. Der Auftraggeber hat dem Team von Tomaselli Gabriel Bau im Voraus ein großes Vertrauen entgegengebracht, das heutzutage nicht selbstverständlich ist. Dafür dankt das gesamte Team. Doch nicht nur für den Polier und die Lehr-
linge ist dieser Hausbau eine Premiere. Auch für das Bauunternehmen aus Nenzing ist eine Lehrlingsbaustelle in dieser Form das erste Mal. Entwicklung fördern „Wir waren begeistert, als uns Bauleiter Thomas Öhre diesen Vorschlag gemacht hat. Unsere Lehrlinge lernen hier nicht nur Fachliches. Sie werden selbstständiger und auch selbstbewusster. Uns ist wichtig, die jungen Menschen nicht nur für die Arbeit fit zu machen, sondern auch ihre persönliche Entwicklung zu fördern“, erklärt Geschäftsführerin Barbara Gabriel-Tomaselli. Und wenn der Bau eines Einfamilienhauses dazu dienlich ist, warum nicht?
Vier Lehrlinge am Start Von Blum haben sich vier Lehrlinge in den Berufen Polymechanik, CNC-Drehen, Maschinenbau-CAD und Anlagenelektrik für den internationalen Wettbewerb im Sommer 2013 in Leipzig qualifiziert. Alle zwei Jahre treten Fachkräfte aus der ganzen Welt bei der World Skills Berufsweltmeisterschaft an. Eine große Herausforderung für die Teilnehmer,
Termine Berufspraktische Tage vom 14. Jänner bis 5. März Wer einen praxisnahen Eindruck von seinem Wunschberuf erhalten will, kann sich mit einer Schnupperlehre Klarheit verschaffen. Bitte meldet euch mindestens eine Woche vor eurem Wunschtermin online über das Anmeldeformular oder telefonisch unter Tel. 05578 705 2375 an. www.lehre-bei-blum.at
die in kürzester Zeit ihr Können im internationalen Vergleich unter Beweis stellen müssen. Wer hier an den Start geht, hat bereits erfolgreich die österreichischen Staatsmeisterschaften absolviert. Nicht umsonst ist die Teilnahme eine Bestätigung für die erfolgreiche Ausbildungsarbeit eines Unternehmens. Manuel Feuerstein, Lehrling im Beruf Zerspanungstechnik, erzählt von seiner Teilnahme. Warum haben Sie sich für eine Lehre als Zerspanungstechniker bei Blum entschieden? Ich war auf dem LehrlingsInfo-Tag und da hat mir dieser Berufszweig am besten gefallen. Das Schnuppern hat mich dann überzeugt, weil mich die Arbeit mit den Maschinen begeistert hat. Blum hat mich schon wegen seiner Größe überzeugt. Wo arbeitet man sonst mit so vielen Lehrlingen zusammen? Außerdem kannte ich einige Lehrlinge von der Schule her. Das hat den Ausschlag gegeben, es bei Blum zu probieren.
Dieter Hämmerle Ausbildungsleiter bei Blum
Wir sind sehr stolz auf die Leistung unserer teilnehmenden Lehrlinge. Bei der Vorbereitung stellen wir immer wieder fest, dass sie sich fachlich und mental enorm weiterentwickeln. Die Berufswettbewerbe haben bei Blum eine lange Tradition. Wie kam es zur Teilnahme? Bei den Blum-internen Ausscheidungen war ich unter den Besten. Das hat mich motiviert, bei den Staatsmeisterschaften mitzumachen. Ich freue mich, dass es dort mit der Qualifikation für Leipzig geklappt hat und bin gespannt, wie weit ich nun komme.
Manuel Feuerstein hat sich für die World Skills 2013 in Leipzig qualifiziert.
(Fotos: Blum)
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Eine Lehre, die von den Socken haut Michelle Thaler verstärkt als erster Lehrling das Team von „47Grad“. Die Dornbirnerin macht nach ihrer Matura eine Lehre zur Medienfachfrau mit Schwerpunkt Mediendesign. Ganz von den Socken war Michelle Thaler, als sie ihr erstes Produkt in den Händen hielt. Ein Katalog eben dem Beinkleid gewidmet, den die 21-Jährige zum Großteil mitgestaltete. Die junge Dornbirnerin ist nach der Matura endlich am Ziel ihrer Berufswünsche angelangt. „Ich mache eine Lehre zur Mediengestalterin bei der Werbeagentur ,47Grad‘ in Schwarzach“, erklärt sie freudig und verrät: „Damit habe ich meinen Traumjob gefunden.“ Mit fünf schon gestaltet Dass der Weg dorthin nicht geradlinig verlief, lässt während ihrer Erzählungen im Kopf ganz leise den Ohrwurm von Xavier Naidoo erklingen:
„Dieser Weg wird kein leichter sein, dieser Weg wird steinig und schwer. Nicht mit vielen wirst du dir einig sein. Doch dieses Leben bietet so viel mehr ...“ Denn Michelle Thaler ging es so wie vielen anderen Michelle Thaler Lehre zur Medienfachfrau – Mediendesign bei „47Grad“
Ich weiß von vielen, dass sie mit ihrem Studium nicht glücklich sind. Deshalb ist eine Lehre eine gute und zukunftsreiche Alternative. jungen Menschen, die zunächst nicht wissen, welchen Beruf sie ergreifen wollen. Ihr Hang zum Zeichnen war aber
schon in ihrer Kindheit ausgeprägt. Als Fünfjährige gestaltete sie die Einladungen zu ihrer Geburtstagsparty selbst. Damals schon mit der gleichen Leidenschaft, wie sie heute die Layouts kreiert. Nach der Matura eine Lehre Das kreativ begabte Mädchen entschied sich zunächst aber für eine fundierte schulische Ausbildung und absolvierte zuerst das Stadtgymnasium Dornbirn. Wie die meisten Maturanten lockte danach ein Studium in der Großstadt Wien. Doch der relativ trockene Stoff der Studienfächer Französisch und Spanisch gefiel ihr nicht und außerdem litt der Tweny an Heimweh. Die Messestädterin kehrte also zurück ins Ländle. Sie begann als Köchin zu arbeiten, eine Tätigkeit, die ebenfalls zu ihren Hobbys gehört, und schnupperte später noch in den Beruf der Rechtsanwaltsassistentin hinein. Aus ihrer Erfahrung
Medienfachmann/-frau – Mediendesign Lehrzeitdauer: 3,5 Jahre Ausbildungssystem: Duales Ausbildungssystem im Lehrbetrieb und in der Berufsschule Berufsschule in Salzburg: Der blockmäßige Unterricht wird aufgeteilt: 1.–3. Klasse: 9 Wochen 4. Klasse: 4 Wochen Aufgabenschwerpunkte: – Gestaltung von Printmedien
(wie Zeitungen, Broschüren, Plakate) – Design/Wartung von Websites – Gestalten von Schrift- und Bildelementen zu einem Layout – Vorbereitung der Entwürfe für den Kunden – Zusammenarbeit mit Multimediaprogrammierern, Multimediakonzeptionisten oder Onlineredakteuren – Unterstützung bei Audio-
und Videoaufnahmen – Nachbearbeitung von Bildund Tonaufnahmen (Sichten, Schnitt, etc.) Verwandte Berufe: – Medienfachmann/-frau – Marktkommunikation und Werbung – Medienfachmann/-frau – Medientechnik Ausbildungsinhalte sind ähnlich, haben aber unterschiedliche Schwerpunkte
heraus rät sie jedem Gymnasiast, nach der Reifeprüfung auch an die Option Lehre zu denken. Bei vielen Jungmaturanten sei dies auch zu wenig bekannt, dass sich auch dadurch tolle Karrieremöglichkeiten ergeben. „Ich habe jetzt echte Zukunftsperspektiven“, freut sie sich über ihre Entscheidung. Der Einstieg als Azubi in der Werbeagentur „47Grad“ war für sie jedenfalls keine 180-Grad-Kehrtwendung, was den weiteren Weg betrifft. Auch ihr Ausbildner Christoph Lenz ist überzeugt,
dass der Weg nach der Matura eine Lehre zu beginnen der „lässigere Weg“ ist, weil man dadurch eine sehr praxisbezogene Ausbildung erhält. Verkürzte Ausbildung Michelle Thalers Lehrzeit dauert aufgrund ihrer Vorbildung nur zweieinhalb statt dreieinhalb Jahre. Außerdem muss sie an der Berufsschule in Salzburg nur die fach- und berufsspezifischen Fächer besuchen. „In Mathe, Englisch oder Deutsch bewege ich mich ja schon auf Maturaniveau“, so
(Foto: 47Grad)
Thaler, die vor einem Jahr mit der Ausbildung zur Medienfachfrau begonnen hat. Damit ist die 21-Jährige auch gleichzeitig der erste Lehrling bei „47Grad“. „Das ist für unser Team natürlich genauso spannend wie für Michelle“, betont Geschäftsführer Christoph Lenz von der elf Mitarbeiter umfassenden Agentur. Bei der Ausbildung geht es sowohl um Grundlagen der Gestaltung, das Erstellen von Kommunikationskonzepten und -strategien sowie der Qualitätskontrolle.
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Ein Team von 70 Mitarbeitern befasst sich bei uns mit der Zukunft. Lange bevor ein Produkt aus Kunststoff tatsächlich Realität wird, sehen wir bereits, wie es aussehen soll. Wir bauen Spritzguss-Werkzeuge, die den Produkten von Morgen ihre Form geben. Eine High-TechFertigung, die sich im Tausendstel-MillimeterBereich bewegt, arbeitet aus tonnenscheren Stahlkörpern filigranste Strukturen heraus. Diese werden dann bei uns im Haus mit der
Michelle Thaler und ihr Ausbildner Christoph Lenz beraten ein aktuelles Projekt.
Hilfe von Spritzguss-Automaten mit Kunststoff „ausgefüllt“ - tausendfach, hunderttausendfach. Ein neues Produkt ist geboren. Du bist dabei. Nimm deine Zukunft in die Hand und entscheide dich für eine Ausbildung bei Lercher. Ein dynamisches Familienunternehmen, eine junge Führungscrew, Lehrlinge, die regelmäßig mit ausgezeichnetem Erfolg ihre Karriere starten. Willkommen in der Zukunft. Deiner Zukunft.
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Lehrlinge des ersten Lehrjahres begannen die Schwerpunktlehre zum/zur „MalerIn & BeschichtungstechnikerIn“.
(Foto: WKV)
Nicht den Teufel an die Wand malen Die Berufsgruppe der Malerund Malermeisterbetriebe startet eine Qualitätsoffensive in der Ausbildung – mit dem neuen Berufsbild „MalerIn & BeschichtungstechnikerIn mit Schwerpunktlehre“. „Die neue dreijährige Ausbildung ist jetzt noch attraktiver und interessanter und zählt zu
den innovativsten Berufsbildern im Handwerk und Gewerbe“, informiert Fachgruppenobmann Dietmar Längle. Ziel dabei ist es, den Handwerkern von morgen genau die Qualifikationen mit auf den Weg zu geben, die den Fachkräftebedarf der Unternehmen sichern. „Unser Ziel ist es die Qualität der Maler-Lehre durch die auf Schwerpunkte
ausgerichtete Ausbildung deutlich zu steigern“, sagt Lehrlingswart Markus Hagspiel und führt weiter an: „Neben der Verbesserung des Fach- und Ausbildungswissens sollte auch das Image der Malerlehre und die Wertschätzung für den Handwerksberuf innerhalb der Bevölkerung zunehmen.“ Für die Lehrabschlussprüfung hat sich
die Berufsgruppe eine spezielle „Quizbox“ entwickelt: 300 Fragen- und Antwortkarten zu den relevanten Lerninhalten erleichtern die Vorbereitung für die Lehrabschlussprüfung. Die Lehrlinge wählen im Zuge ihrer Ausbildung aus vier Themenbereichen ihren Schwerpunkt aus: Funktionsbeschichtungen, Historische Maltechniken, Dekor-
maltechnik und Korrosionsschutz. Der Schwerpunkt „Funktionsbeschichtungen“ entspricht der bisherigen Lehre zum Maler & Anstreicher. „Historische Maltechnik“ ist ein Schwerpunkt für Lehrlinge, die im Bereich der Denkmalpflege arbeiten und Restauratoren unterstützen. Bei der Gestaltung von Innen- und Außenflächen
ist der Schwerpunkt „Dekormaltechnik“ der richtige – hier lernen die Lehrlinge das Arbeiten mit verschiedenen Zier-, Gestaltungs- und Schmucktechniken. „Korrosionsschutz“ ist der vierte Schwerpunkt für eine Ausbildung beispielsweise im Korrosionsschutz, Bodenbeschichtungs- oder Brandschutzbeschichtungsbetrieb.
Schichtweise die Karriereleiter hinauf Stefan Muxel arbeitet als Schichtmeister und Abteilungsleiter in der Abteilung „Fräsen Sonder“ bei Meusburger Formaufbauten. Seine Karriere startete der 24-jährige Wolfurter mit einer Lehre. Stefan Muxel zögert keinen Moment, wenn man ihn fragt, warum er sich für eine Lehre bei Meusburger entschieden hat: „Der Schnuppertag hat mich begeistert, die große Lehrwerkstatt mitten im Betrieb hat mir besonders gut gefallen! Inzwischen ist er seit neun Jahren im Unternehmen für Formaufbauten tätig und mittlerweile Abteilungsleiter der Sonderbearbeitung. Werlches sind die Aufgaben in Ihrem Job? Ich bin Schichtmeister und Abteilungsleiter der Abteilung ,,Fräsen Sonder“ und arbeite selbst noch an einer CNC-Fräsmaschine, wo ich Einzelteile
nach Kundenwunsch eigenhändig programmiere und zerspane, zusätzlich habe ich an der Maschine und im Büro einen Computer zum CAM-programmieren. Es kommt schon mal vor, dass ich für die Bearbeitung einer Metallplatte rund 80 Stunden brauche. Außerdem bin ich zuständig für die Maschineneinteilung, Arbeitseinteilung, Urlaubsplanung, Sicherheitsunterweisung, allgemeine Hilfestellung, Nachkalkulationen und Abklärung von Bearbeitungsfehlern. Wussten Sie schon während Ihrer Ausbildung in welchem Bereich Sie später einmal arbeiten möchten? In der Hälfte des ersten Lehrjahres wusste ich eigentlich schon, dass ich einmal auf so einer Sonderfertigungsmaschine arbeiten will. Hatten Sie die Möglichkeit, in verschiedene Bereiche hinein-
Lehre bei Meusburger
Die Lehre hat in unserem Betrieb einen hohen Stellenwert. Wer sich engagiert, kann Karriere mit Lehre machen. Stefan Muxel Abteilungsleiter „Fräsen Sonder“
zuschnuppern? Wenn ja, wie war das? Ja sicher! Während der Lehrzeit habe ich alle Abteilungen durchlaufen, es war sehr lehrreich und spannend zu sehen, was alles dahinter steckt, dass so eine große Firma gut läuft. Hat sich das Interessensgebiet dadurch, oder während der Lehre geändert? Wenn ja, was war ausschlaggebend? Man nimmt aus jeder Abteilung viele Informationen mit, dass war während der Lehrzeit und ist jetzt immer noch sehr hilfreich. Aber ich wollte trotzdem immer in meine Abteilung.
Ausgezeichneter Lehrbetrieb 2013 Lehrlinge: 49 Lehrberufe im Überblick MetalltechnikerIn Zerpanungstechnik MetalltechnikerIn Maschinenbautechnik ProduktionstechnikerIn MetallberarbeiterIn NEU ab 2013: ElektrotechnikerIn Anlagen- und Betriebstechnik Unsere neue Lehrlingswebseite: www.lehre-bei-meusburger.com
Wie würden Sie Ihre Lehrjahre im Unternehmen beschreiben? Die Qualität der Lehre ist im Allgemeinen sehr hoch, nach einer intensiven Grundausbildung in der Lehrwerkstatt im ersten Lehrjahr fängt man langsam an, die einzelnen Abteilungen zu durchlaufen und kommt dann immer für eine
Stefan Muxel bildet jetzt selbst Nachwuchsfachkräfte aus. gewisse Zeit wieder in die Lehrwerkstatt, um zum Beispiel die CNC-Ausbildung zu machen, somit ist Abwechslung garantiert. Und durch die vielen Veranstaltungen wie zum Beispiel Kennenlerntage, Ausflüge, Exkursionen kommt der Spaß auch nicht zu kurz. Es wird bei Meusburger im Allgemeinen sehr viel in die Lehrlingsausbildung investiert, da sie einen sehr hohen Stellenwert hat. Welche Bedeutung hat Weiterbildung für Sie? Weiterbildung ist sehr wichtig. Wir haben viele hausinterne Kurse und Schulungen und auch bei gewissen Fortbil-
dungsmaßnamen wirst du von der Firma unterstützt. Das finde ich wirklich super. Wie unterscheidet sich Ihre jetzige Tätigkeit als Abteilungsleiter vom vorherigen Job? Der Tag ist noch abwechslungsreicher geworden, als er zuvor schon war, und in gewisser Hinsicht bin ich jetzt auch Vorbild geworden, gerade für die jungen Nachwuchsfachkräfte in unserem Betrieb. Nun stehen andere an Ihrer früheren Stelle und werden von Ihnen ausgebildet. Was ist das für ein Gefühl?
(Foto: Meusburger)
Ein sehr gutes, trotz meines noch jungen Alters habe ich schon sehr viel Erfahrung sammeln können, gerade in meinem Bereich, da gibt es so viele Tipps und Tricks und neue Strategien, die ich gerne an andere weitergebe! Wo sehen Sie sich in fünf Jahren? Unsere Firma wächst so schnell, da ist es relativ schwierig , auf fünf Jahre hinauszuschauen. Irgendwann muss ich das Fräsen an der Maschine sicher aufgeben, weil die Abteilung und meine Aufgabengebiete immer größer werden.
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„Da fliegt dir doch das Blech weg“ Irgendwann machte es bei Jurij Hartmann „Klick“. Dann zog der 21-jährige Feldkircher nicht nur seine Lehre in der Spenglerei Ganath durch, sondern holte sogar Silber bei der Berufs-WM der Dachdecker.
Augen der Jury. Bei einem Flachdach spielt die Dichte eine besonders große Rolle. Schon ein stecknadelgroßes Loch kann schwere Wasserschäden verursachen. Begriffe wie Dampfsperre, Isolierung,
„Komm steh auf, geh’ aufs Parkett, schüttel was du hast, denn du bist kein Brett! Da fliegt dir doch das Blech weg!“ Mit diesem Rap animierte Anfang der 80er-Jahre die NDW-Band „Spliff“ die damalige Jugend, die Situation selbst in die Hand zu nehmen. Auch bei Jurij Hartmann ist das Blech im wahrsten Sinne irgendwann „weggeflogen“. Denn auf der Suche nach dem richtigen Beruf hat der 21-Jährige in diesem Material praktisch seine Erfüllung gefunden. Einst Schüler des Feldkircher Gymnasiums Rebberggasse, merkte er bald, dass ihn das Lernen auf Dauer nicht richtig motivierte. „Ich wollte lieber etwas mit den Händen machen“, entschloss sich Hartmann zunächst für eine Lehre als Metallverarbeiter. „Aber auch das war nicht das Passende für mich,
Die Arbeit als Dachdecker ist sehr vielseitig. Man ist auch viel draußen. Zudem ist das Ergebnis sichtbar. Das ist ein schönes Gefühl. Jurij Hartmann WM-Silbermedaillengewinner
Im Angesicht des Erfolges: Jurij Hartmann holte als Spengler und Dachdecker keine Blech-, sondern eine Silbermedaille.
mechanische Befestigung, Abdichtung und Verblendung gehören zum Dachdeckerjargon wie für andere das tägliche Frühstücksei.
(Fotos: Bernd Hofmeister)
weil man da praktisch ständig nur an der Maschine und in der Halle ist“, ging die Suche nach der richtigen Ausbildung weiter. Bei Hubert Ganath, von der gleichnamigen Spenglerei in Feldkirch, fand der aus Röthis
Wissenswertes Jurij Hartmann (Feldkirch), Manuel Massenbauer (Viktorsberg), Jonas Metzler (Andelsbuch) und Christian Gabriel (Bad Leonfelden) holten in Luzern bei der Dachdecker-Berufsweltmeisterschaft zwei Silbermedaillen nach Vorarlberg. 14 Handwerksteams aus elf Ländern wetteiferten in drei Fachdisziplinen um einen Platz auf dem Podest. Hartmann und Massenbauer sind Vize-Weltmeister in der Kategorie Abdichtung. Gabriel und Metzler sind Vize-Weltmeister in der Kategorie Dachdeckung.
stammende junge Mann schließlich einen Arbeitgeber, der auch zum Mentor wurde. „Ich musste ihm anfangs etwas auf die Sprünge helfen, aber dann hat er sich bestens entwickelt“, findet der Chef viele lobende Worte für seinen Schützling. Leben in die Hand nehmen Der leidenschaftliche Kletterer und Snowboarder startete voll durch, als er mit 18 von zu Hause auszog. „Mir war klar, dass ich jetzt mein Leben selbst in die Hand nehmen muss. Ich wusste, dass ich die Lehre durchziehen will.“ Und nicht nur das: Jurij Hartmann packte
zum einen der Ehrgeiz und zum anderen das Wettkampffieber. Gemeinsam mit seinem
Manuel Massenbauer Silbermedaillengewinner
Auf den Dächern finde ich ein Stück Freiheit. Ich habe viele Handwerksberufe ausprobiert, aber Spengler und Dachdecker gefällt mir am besten.
Kollegen Manuel Massenbauer von Entner Dach in Rankweil qualifzierte er sich für die Berufsweltmeisterschaft. Gecoacht wurden sie von Peter Amann, dem Gebietsleiter von Sika-Austria. Für das Duo galt es, in der Flachdachkategorie „Abdichtung“ zwei Aufgaben zu lösen. Am ersten Tag hieß es, einen Dachaufbau mit Sarnafil – das sind spezielle Kunststoffbahnen – und am zweiten einen mit Flämmpappe durchzuführen. Und zum Abschluss gab es noch eine Kür, wo es galt, ein Flachdach zu begrünen. „Das wurde jedoch extra gewertet“, erinnern sich die beiden an die strengen
Militärdienst in Salzburg Die Freude über die Silbermedaille war letztlich sowohl beim 21-jährigen Feldkircher als auch beim 18-jährigen Viktorsberger groß und für die beiden Lehrherren Hubert Ganath und Joachim Entner die Bestätigung einer fundierten und qualitativ hochwertigen Ausbildung. Jurij Hartmann hat mit Jänner seinen Militärdienst in Salzburg angetreten und hofft, dass er eine Gebirgsjägerausbildung absolvieren kann. Denn wer schon beruflich auf das Dach steigt, dem können auch im Heer schwindelerregende Höhen wenig antun. „Da fliegt ja glatt das Blech weg.“
Händchen für Medaillen Handwerk hat im Ländle die Nase vorne. 2012 sicherten sich die Vorarlberger Junghandwerker acht Goldmedaillen und 13 Stockerlplätze bei nationalen und internationalen Wettbewerben. Der Erfolg des Vorarlberger Handwerkernachwuchses ist seit fünf Jahren ungebrochen und kann sich sehen lassen. Mit stolzen 32 Bundestiteln führt Vorarlberg den Medaillenspiegel an, gefolgt von Tirol (29 Titel) und Oberösterreich (26 Titel). Das ist eine enorme Leistung, wenn man bedenkt, dass beispielsweise Oberösterreich rund dreimal so viele Lehrlinge hat, die an Wettbewerben teilnehmen können. Knapp 12.500 Azubis zählt das drittgrößte Bundesland. Im Ländle sind es hingegen nur 3700. WorldSkills 2013 und Euro Skills 2014: Das Ländle kommt Auch die Vorarlberger Dachdecker sind nicht nur bei der Arbeit ganz oben zu finden: Kürz-
lich holten sich Jurij Hartmann, Manuel Massenbauer und Jonas Metzler den Vizeweltmeistertitel in Luzern. Nur wer bei den Lehrlingswettbewerben auf Bundesebene eine Top-Platzierung erreicht, kann sich für die internationalen Wettbewerbe qualifizieren, wie Lukas Gabriel von der Firma Intemann in Lauterach, der sich den EM-Titel bei den Berufs-Europameisterschaften (EuroSkills 2012) erkämpfte. Martin Mittelberger, Michael Geri und Fabienne Karg haben den spannenden Wettbewerb auf internationaler Ebene noch vor sich: Mittelberger glänzte bei den AustriaSkills in Salzburg. Der Allrounder der Firma Müller Bau wird sich nächstes Jahr – als bester Jungmaurer Österreichs – bei der Berufsweltmeisterschaft 2013 in Leipzig mit der Weltelite messen. Michael Geri, Fliesenleger bei Fliesen Liftinger, konnte sich in Salzburg für die Euro Skills 2014 in Lille qualifizieren. Er wurde von Andreas Liftinger für den
Wettbewerb trainiert, der als Drittplatzierter der WorldSkills 2011 in London seine wertvollen Erfahrungen weitergeben konnte. Fabienne Karg, vom gleichnamigen Familienbetrieb, konnte sich mit einer hervorragenden Leistung beim Bundeslehrlingswettbewerb der Floristen einen Startplatz für die Berufseuropameisterschaften 2014 in Lille sichern. Spürbare Begeisterung der jungen Auszubildenden Vorarlbergs Handwerksbetriebe haben längst erkannt, dass dem steigenden Fachkräftebedarf nur mit einer hohen Ausbildungsqualität begegnet werden kann: Mit der Weitergabe von inhaltlichem und praktischem Know-how an die junge Generation. So kann gleichzeitig der Wirtschaftsstandort Vorarlberg nachhaltig gestärkt und den jungen Fachkräften eine berufliche Karriere ermöglicht werden. Manfred Rein, Präsident der Wirtschaftskammer Vorarlberg, liegt der Nachwuchs besonders am Herzen: „Bei der Ehrung der EuroSkills-Sieger war die Begeisterung der jungen Menschen greifbar. Es ist enorm, welche Leistungen Menschen erbringen, wenn sie von ihrer Arbeit begeistert sind.“
Information Vorarlberger Gewerbe und Handwerk 7500 Betriebe, davon 1300 Ausbildungsbetriebe 31.000 Arbeitsplätze 3700 Lehrlinge
Martin Mittelberger glänzte bei den AustriaSkills.
100 verschiedene Lehrberufe (Foto: WKV)
Ein Stern wie Fabienne Die 22-jährige Fabienne Karg wird Österreich bei den Euro Skills 2014 in Lille vertreten. Die Wolfurterin ist aufgewachsen inmitten von Gärtnern: Hatte der Großvater noch überwiegend Gemüse angebaut, setzten Fabiennes Vater Erwin und dessen Bruder auf Blumen. „Im Blumengeschäft hat es mir schon als Kind gefallen“, erinnert sich die Euro Skills-Teilnehmerin. Trotzdem führte nicht der direkte Weg zur Floristen-Lehre. „Der Gedanke, Floristin zu erlernen, war schon immer da. Aber ich habe auch gesehen, wie viel Arbeit und Zeit meine Eltern der Job kostet.“ Überlegenszeit musste sein. Also beschloss die Absolventin der HLW Marienberg, mit 19 Jahren Auslandsluft zu schnuppern. Costa Rica in Zentralamerika war das Ziel. Sechs Monate weilte sie dort, lernte
Spanisch, arbeitete auf einer Schildkröten-Farm und reiste drei Monate quer durch das Land, dessen Schönheit im Reichtum prächtiger Blumen und Pflanzen liegt. „Da hat es
Ich liebe an meinem Beruf, dass ich jeden Tag mit Schönheit zu tun habe und Menschen damit ein Stück weit glücklich machen kann. Fabienne Karg Floristin, 22 Jahre
den Schalter bei mir umgelegt und ich wusste: Ich werde Floristin.“ 2010 begann sie ihre Lehre in der Salzburger „Blumengalerie Awender“. Zur floristischen Ausbildung gehören insbesondere die Gebiete S c h n i t t b l u m e n -A r r a n g e -
ments, Kranzbinden, Tischschmuck und Trauerfloristik. Aber auch Proportionen- und Farbenlehre, Stilkunde, betriebswirtschaftliche Kalkulation und Strategien der Verkaufsförderung werden behandelt. Grundkenntnisse in Botanik und Pflanzenschutz werden ebenfalls vermittelt. Callas, Rosen, Tulpen, Margeriten, Gerbera – Fabienne Karg hat keine Lieblingsblume. Sie mag die gesamte Pracht. Einen neuen Liebling hat sie bei den Staatsmeisterschaften gefunden: Erstmals war es eine der Aufgaben, eine Schale mit Weihnachtssternen zu bepflanzen. Ziel war es, das Publikum auf die europäische Kampagne „Stars for Europe“ aufmerksam zu machen und zu zeigen, welches Potenzial das „Material“ Weihnachtsstern hat. Das wurde zu ihrer „Fahrkarte“ für die EuroSkills im französischen Lille.
DIENSTAG, 8. JÄNNER 2013
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Schnuppertage bei Meusburger Meusburger sucht Lehrlinge für den Herbst 2013. Dazu bietet das Wolfurter Familienunternehmen SchülerInnen an, zwei Tage lang in den Betrieb und die Ausbildung zu schnuppern. Interessierte können sich noch bis März für Schnuppertage anmelden. Noch bis März bietet Meusburger SchülerInnen, die eine Lehrstelle suchen, die Möglichkeit, zwei Tage lang in den Betrieb und die Lehrlingsausbildung zu schnuppern. „Wir teilen die Schnupperer in zwei Gruppen zu maximal acht Leuten. Dadurch lernen wir jeden einzelnen kennen. Die eine Gruppe ist am ersten Tag in der Lehrwerkstatt und
Guntram Meusburger Geschäftsführer
„Neben Karrierechancen, Bonusprämien für gute Leistungen und einer modernen Lehrwerkstatt profitieren die Lehrlinge von zahlreichen Sozialleistungen.“ probiert sich im Feilen, Schleifen und Fräsen, während die andere Gruppe die einzelnen Abteilungen kennenlernt. Am zweiten Tag wird gewechselt“, erklärt der Leiter der Lehrlingsausbildung Peter Nussbaumer. Um in Zukunft noch mehr enga-
Interessierte können sich noch bis März für die Schnuppertage anmelden. gierten Nachwuchskräften eine Top-Ausbildung zu ermöglichen, investierte das Unternehmen über 1,2 Mio. Euro in den Ausbau der Lehrwerkstatt. Auch die Zahl der Lehrlingsausbilder wurde entsprechend aufgestockt. Der Familienbetrieb bildet derzeit 49 Lehrlinge in fünf Lehrberufen aus. Meusburger bietet mehr Neben der Aussicht auf einen sicheren Arbeitsplatz nach der Lehre profitieren die Lehrlinge von Bonusprämien für gute schulische und betriebliche Leistungen, ei-
ner modern ausgestatteten Lehrwerkstatt, hohen Karrierechancen sowie von vielen Sozialleistungen, zum Beispiel der Werksverkehr, gratis Bus- und Bahnkarten für ganz Vorarlberg, vergünstigtes Essen in der Kantine, schulische Nachhilfeprogramme, interne wie externe Weiterbildungsmöglichkeiten. „Qualifiziertes und bestens ausgebildetes Fachpersonal ist für die Wettbewerbsfähigkeit jedes Unternehmens die wesentliche Grundlage. Wenn die MitarbeiterInnen noch dazu im eigenen Betrieb ausgebildet werden, ist das von
unschätzbarem Wert“, erzählt Geschäftsführer Guntram Meusburger. Lehrlingswebsite: Blog – Mobile – Social Für die BesucherInnen der Meusburger Lehrlingswebsite „www.lehre-bei-meusburger.com“ gibt es neben allen wichtigen Infos rund um die Ausbildung auch die Möglichkeit, Kommentare abzugeben bzw. sich an Diskussionen zu beteiligen. „Mit dieser Form der Kommunikation suchen wir gezielt den Dialog mit interessierten SchülerInnen, Eltern und
Foto: Meusburger
LehrerInnen und bieten eine ideale Plattform für offene Fragen, Wünsche und Anregungen rund um die Lehrlingsausbildung“, freut sich Peter Nussbaumer. Weiters ist auf der Website ein Video, das Einblicke in die Schuppertage gibt. Weitere Informationen: Meusburger Formaufbauten Peter Nussbaumer Leiter Lehrlingsausbildung info@lehre-bei-meusburger. com www.lehre-bei-meusburger. com Tel. 05574 6706-704 ANZEIGE
Daten & Fakten Anmeldungen für die Schnuppertage noch bis März 2013 möglich Lehrberufe: – Metalltechnik Zerspanung – Metalltechnik Maschinenbau – Produktionstechnik – Metallbearbeitung – ab 2013: Elektrotechnik Anlagen- und Betriebstechnik
Mawera und Köb sind Unternehmen der Viessmann Gruppe, dem international führenden Hersteller von energiesparenden und umweltschonenden Heizsystemen.
Top Lehrlinge gesucht! Jetzt bewerben! Ausbildung nach VEM-Standard im neuen Viessmann Lehrlingszentrum in Hard! Das Leuchtfeuer von Mawera und Köb. Unter diesem Motto starteten die Lehrlinge im September 2012 ihre Zukunftslehre in Hard.
Foto Lehrlinge (v.l.n.r.) Pierre Gröber, Danijel Antonijevic, Hugo Zimmermann (Lehrlingsausbilder), Hakan Parlak, Halil Celik;
Wir bieten auch 2013 wieder Top-Lehrstellen im Bereich Metalltechnik und Konstruktion an! Bewirb dich jetzt bei unserem Lehrlingsausbilder Hugo Zimmermann unter zieh@viessmann.com, oder unter +43 5574 74301-304. Mehr Informationen auf www.mawera.com.
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Top-Lehrlinge
Lehrling Simon Geminiani (16) präsentiert poppigen Winterlook. (Foto: Dietmar Stiplovsek) Er lernt bei Sajas in Feldkirch.
Kim Sarah Weiss hat die Lehre bei Sutterlüty abgeschlossen und (Foto: ikp) macht jetzt noch die Matura.
Nur keine Katz’ im Sack Eine Karriere im Vorarlberger Handel spricht immer mehr Jugendliche an. Besonders, weil es so viele unterschiedliche Jobs und Branchen im Handel gibt, ist für viele etwas dabei. Einzelhandelskaufleute sind so vielseitig, wie die verschiedenen Branchen in der Handelslandschaft. Deshalb verstecken sich hinter dem Lehrberuf eine ganze Reihe an Möglichkeiten, um eine Ausbildung entsprechend der persönlichen Interessen zu absolvieren. Spezialisten auf ihrem Gebiet Wer sich für eine Lehre im Handel entscheidet, kann zwischen 15 Schwerpunkten wählen. So werden die Lehrlinge rasch zu Spezialisten auf ihrem Gebiet und können fachkundige Beratungen und Serviceleistungen bieten. Denn: Kaufleute im Ein-
Gebhard Sagmeister Obmann der Sparte Handel Vorarlberg
Derzeit absolvieren 15 Prozent aller Auszubildenden in Vorarlberg eine Handelslehre. Rund 1200 Lehrlinge absolvieren ihre Ausbildung im Einzelhandel. zelhandel kennen die aktuellen Entwicklungen und Trends in ihrem Fachbereich ganz genau. Deshalb können sie über die verschiedenen Produkte, Verwendungsmöglichkeiten, Vorund Nachteile informieren, den
tatsächlichen Bedarf ermitteln und bei Kaufentscheidungen unterstützen. Mehr als nur gut beraten Das alleine reicht aber noch nicht. Neben dem direkten Verkauf verantworten Einzelhandelskaufleute auch umfangreiche organisatorische und kaufmännische Bereiche. Dazu gehören sowohl kreative Aufgaben wie das Gestalten der Schaufenster oder die Durchführung von Werbemaßnahmen. Aber auch Warenbestandsmanagement, die Zusammenarbeit mit Lieferanten, Angebotslegung, Zahlungsabwicklung und der Umgang mit Kundenbeschwerden gehören zum täglichen Geschäft. Einen erfolgreichen Einzelhandelskaufmann machen deshalb nicht nur seine gute Rhetorik, Kontaktfreudigkeit, Verkaufs-
und Organisationstalent aus. Er benötigt auch für Zahlen und kaufmännische Fragenstellungen ein gutes Verständnis, ist teamfähig und hat ein gepflegtes Auftreten. Eine Karriere im Vorarlberger Handel spricht immer mehr Jugendliche an. Besonders, weil es so viele unterschiedliche Jobs und Branchen im Handel gibt, ist für viele etwas dabei. So traten heuer knapp fünf Prozent mehr Jugendliche ihre Ausbildung als Einzelhändler an. „In meinen Augen ist es das Um und Auf für den Wachstum im Handel, in den Nachwuchs zu investieren und die Berufe im Handel für Jugendliche attraktiv zu gestalten. Nur so können wir kompetente Fachkräfte für die Zukunft ausbilden“, so Michael Tagwerker, Geschäftsführer der Sparte Handel.
Nicole Humpeler hat sich für eine Lehre als Floristin bei Marietta’s (Foto: Roland Paultisch) Blumenzauber in Lustenau entschieden.
Schwerpunkte im Einzelhandel 1) Allgemeiner Einzelhandel: Experte für Kundenbetreuung und Beratung 2) Baustoffhandel: Profi für Beratungen bei Arbeiten rund ums Haus 3) Drogist: Spezialist für Gesundheit, Schönheit und Haushalt 4) Einrichtungsberatung: Einrichtungsberater sorgt dafür, dass sich seine Kunden in den eigenen vier Wänden wohlfühlen 5) Eisen- und Hartwaren: Fachmann in Sachen Heimwerken, Geräte, Glas- und Porzellanwaren 6) Elektro-Elektronikberatung: Sie sind top informiert über die aktuellen Trends und Neuheiten im Technik-Markt 7) Feinkostfachverkauf: Genießer und Fachmann für die Präsentation von besonderen Lebensmitteln 8) Gartencenter: Der Einzelhändler berät rund um die Themen Pflanzenanbau und Gartenpflege 9) Kraftfahrzeuge & Ersatzteile: Experte für Finanzierung, Ausstattung und Sicherheit im Bereich Kraftfahrzeuge 10) Lebensmittelhandel: Der Lebensmittel-Verkäufer sichert die Versorgung, gibt Informationen und Tipps zur Lagerung und Zubereitung von Lebensmitteln 11) Parfümerie: Spezialist für Kosmetika, Parfums und Wohlbefinden 12) Schuhe: Profi für Schuhmode, Accessoires und gesunde Füße 13) Sportartikel: Kennt alle Trends und Sportarten sowie die dazu passende Bekleidung und Geräte 14) Textilhandel: Modeprofi in Sachen Stil, Farbe, Form und Material 15 Uhren- & Juwelenberatung: Experte für Edelmetalle und Edelsteine
Berufswechsel ist kein Zeichen von Schwäche Die Berufswahl ist für viele Jugendliche die schwierigste Entscheidung. Wer aufs falsche Pferd gesetzt hat, hat sich dennoch nichts verbaut. Wenn Ausbilder nach Eigenschaften gefragt werden, die angehende Lehrlinge mitbringen sollen, lautet die Antwort einstimmig: „Zuverlässigkeit,
Pünktlichkeit und ein ordentliches Auftreten.“ Hinzu kommen natürlich noch bestimmte Qualifikationen, die für die einzelnen Berufe benötigt werden. Auch wenn viele nach der Pflichtschule noch nicht genau wissen, welche Ausbildung ihnen entspricht, lohnt es sich auf alle Fälle, den Einstieg in die Berufswelt of-
fensiv anzugehen. Dem zukünftigen Unternehmen ist klar, dass der Neuling das fachliche Wissen und die Techniken erst erlernen muss und dass der Umstieg von der Schule in die Arbeitswelt ein großer Sprung ist. Gerade größere Unternehmen beschäftigen deshalb eigene Ausbilder, die sich ausschließlich um die
Lehrlinge kümmern. Bei kleineren Firmen wiederum wird man rasch in das Tagesgeschehen miteingebunden. Durchziehen oder wechseln Moderne Methoden umfassen auch soziale und pädagogische Komponenten. Schließlich hat jeder selbst einmal klein angefangen. Und gerade bei Heran-
wachsenden sind Konflikte nichts Außergewöhnliches. Wenn man während der Lehrzeit merkt, dass der Beruf doch anders ist, als man ihn sich vorgestellt hat, ist dies kein Grund zum Verzagen. Alles hinschmeißen lohnt sich nicht, da man sich dadurch vielleicht den einen oder anderen Weg verbaut. Kommt die Unzufrie-
denheit eher am Ende der Ausbildung, empfiehlt es sich, die Lehre dennoch fertig zu machen, damit man einen Abschluss in der Tasche hat. Wer schon frühzeitig mit Wechselgedanken spielt, sollte entsprechend handeln. Umzusteigen bedeutet keine Schwäche, sondern kann auch ein Zeichen von Entschlossenheit sein.
Was zeichnet deine Ausbildung aus?
s gibt wohl keinen anderen Beruf, in dem man den ganzen Tag frei hat. Dass ich praktisch in der Nacht arbeite, stört mich nicht. Auch das frühe Aufstehen macht mir nichts aus. Ursprünglich wollte ich eine Bürolehre machen, aber ich habe dann rasch gemerkt, dass das nichts für mich ist. Da gefällt mir die Bäckerlehre viel besser, weil da ein Produkt hergestellt wird, bei dem man die Arbeitsschritte genau verfolgen kann.
E
ür mich war der Berufswunsch eigentlich klar, weil ich gegenüber der Firma Hilti aufgewachsen bin und dort auch arbeiten wollte. Ich habe mich für die Ausbildung zum Maschinenmechaniker entschieden, der im Modullehrberuf Metalltechniker eingegliedert ist. Mir gefällt, dass dieser Beruf viel erfordert, und man auch auf Montageeinsatz ist. Ich bin jetzt im vierten Lehrjahr und schließe heuer ab. Danach möchte ich gerne ins Ausland gehen. Das ist bei Hilti möglich.
F
it 15 wusste ich noch nicht genau, was ich machen will. Also habe ich mich für eine Lehre als Koch entschieden. Das war aber nicht ganz so meines. Dennoch habe ich die Lehre durchgezogen. Danach habe ich auf Plattenund Fliesenleger umgesattelt. Bereits mein Vater war in diesem Bereich tätig. Ich lerne jeden Tag etwas Neues, schneide bereits Fliesen, mache Abbrüche etc. Der Staub sollte einem allerdings nichts ausmachen.
M
ir gefällt vor allem, dass die Lehre zum Steinmetz anspruchsvoll und mit Denkarbeit verbunden ist. Man braucht ziemlich viel Gefühl und Geschicklichkeit sowie höchste Genauigkeit bei der Bearbeitung der Materialien. Man muss auch anpacken können. Beim Schnuppern habe ich gemerkt, dass ich das machen will. Ich bin nun im zweiten Lehrjahr und schon in die Planungen eingebunden. Ich kann auch schon schleifen und andere Dinge.
M
ch habe mich für die Kombination Matura und Lehre entschieden. Nach sieben Jahren Gymnasium wollte ich einfach etwas machen, wo ich mich entfalten kann. Als Skateund Snowboarder kam mir die Lehre im Einzelhandel im Bereich Sportartikel entgegen. Mir geht es dabei gar nicht so sehr ums Geld, sondern darum, meine Persönlichkeit zu entwickeln. Der tägliche Kontakt mit Kunden hilft dabei. Und mir stehen auch alle Wege offen.
I
ch interessiere mich speziell für die Elektrotechnik, deshalb habe ich mich auch für eine Ausbildung in diesem Bereich entschieden. Bereits im ersten Jahr habe ich gelernt, wie man Schaltungen aufbaut, Steckdosen montiert oder was sonst im Umgang mit Strom von Relevanz ist. Der Themenbereich ist äußerst vielfältig und lässt auch die Möglichkeit zur Spezialisierung zu. Im zweiten Lehrjahr steht etwa SPS-Programmierung auf dem Programm.
I
Melanie Kessler (17), Lehrling in der Bäckerei Breuß, Rankweil
Philipp Wehinger (19), Maschinenmechaniker-Lehrling bei Hilti in Thüringen
Marco Erhart (19), Lehrling als Platten- und Fliesenleger bei Liftinger in Hohenems
Elias Frei (16), SteinmetzLehrling bei Stein Lampert in Göfis
Marco Esposito (18), Lehrling im Einzelhandel bei Sajas in Feldkirch
Patrick Jäger (16), Lehrling Elektrotechnik bei Tridonic in Dornbirn