Bienen- und insektenfreundliche Literatur, hilfreiche Links und sehenswerte Filme Im Garten und Siedlungsraum 1. Literatur, Broschüren und Merkblätter Handbuch Netzwerk blühende Landschaft Wege zu einer blühenden Landschaft Praxistipps und Anleitung für verschiedene Zielgruppen z.B. Landwirtschaft, Garten, Weinbau, Forst und Gehölze, Naturschutzflächen, Öffentliche Flächen… Herausgeber: Netzwerk blühende Landschaft Alle Materialien auch als kostenloser Download: http://www.bluehendelandschaft.de/nbl/nbl.handlungsempfehlungen/index.html Bestelladresse für gebundene Printausgabe: http://www.mellifera.de/portal/portal.shop/index.html, Kosten € 14,80 Umfangreiches Angebot an Literatur, Lernmaterialen und Imkereibedarf im Webshop
Naturgartenbücher von Dr. Reinhard Witt Ausgewählte Titel: Natur für jeden Garten, Naturnahe Rosen, Das Wildpflanzen Topfbuch, Nachhaltige Ansaaten und Pflanzungen… Wertvolle Grundlagen bei der Planung und Anlage von Naturgärten und naturnahen Flächen im öffentlichen Raum Büchershop des Autors und Materialen zum Download: http://www.naturgartenplaner.de/buchshop/aktuelle-buecher/
Wildbienen – Die anderen Bienen von Paul Westrich Wunderbares Fachbuch mit beeindruckenden Bildern von verschiedensten Wildbienen, Praxisratschläge zur bienenfreundlichen Landschaftsgestaltung, Bauanleitung für Wildbienenkästen… Verlag: Pfeil, F., ISBN: 978-3-89937-136-9, Preis: € 19,80 [D] / €20,40 [A] Homepage des Autors mit vielen Wildbienenportraits und Praxistipps: http://www.wildbienen.info
Der Mensch und die Bienen von Michael Weiler Betrachtungen zu den Lebensäußerungen des Bien. Eine wunderbare Beschreibung der innigen Beziehung zwischen Mensch und Honigbienen. Verlag Lebendige Erde, ISBN 978-3-921536-60-5, Preis beträgt € 15,00 (ggf. zzgl. Versand) Das Buch ist zu beziehen bei jeder Buchhandlung oder unter: info@LebendigeErde.de _______________________________________________________________________________________________________
Bodensee Akademie, Wissen schaffender Verein für nachhaltige Entwicklung, A-6850 Dornbirn Steinebach 18; Tel:+43 (0)5572-33064, E-mail: office@bodenseeakademie.at; www.bodenseeakademie.at
Downloads und Veranstaltungen unter www.blühendes-vorarlberg.at
Bienenweidekatalog – Verbesserung der Bienenweide und des Artenreichtums Maßnahmenkatalog für Imker, Landwirte, Gärtner, Verantwortliche für öffentliche Grünflächen, Forstwirte, Jäger und Waldbesitzer, Streuobstwiesenbewirtschafter, Naturschutzinteressierte und Betreuer von Unternehmensgeländen. 128 Seiten mit vielen farbigen Abb. und Pflanzentabellen Herausgeber: Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg Kostenloser Download und Bestellung: http://www.fachdokumente.lubw.badenwuerttemberg.de/servlet/is/105070/?COMMAND=DisplayBericht&FIS=200&OBJECT=105070&MODE= METADATA
Merkblätter zu Wiesen, Acker und Brachen von AGRIDEA/CH Landwirtschaftliche Beratungszentrale der Schweiz Die AGRIDEA fördert den Wissens- und Erfahrungsaustausch zwischen den Menschen in der Praxis, Beratung, Forschung, Verwaltung und Politik. Die Kantone und rund vierzig in der Landwirtschaft und im ländlichen Raum tätige Organisationen bilden ihre Trägerschaft. Im Themenfeld Umwelt, Natur, Landschaft finden sich einige Merkblätter zu Wiesenbewirtschaftung, Ackerbewirtschaftung und Förderung der Artenvielfalt. Z.B. Der Weg zu artenreichen Wiesen, Schonende Erntetechnik, Ackerschonstreifen – blühende Vielfalt im Verborgenen, … Bestellung und Download: http://www.agridea.ch/de/publikationen/publikationen/
Faktenblatt Wildbienen und Bestäubung vom Forschungsinstitut biologischer Landbau
Das Faktenblatt fasst den aktuellen Erkenntnisstand der Wissenschaft zur Bedeutung der Wildbienen bei der Bestäubung von Wild- und Kulturpflanzen zusammen. Es nennt die bisher bekannten Ursachen für den Rückgang der Wildbienen, stellt die Wirkung des biologischen Landbaus dar und listet zusätzliche Förder- und Schutzmaßnahmen auf. Bestellung und Download: https://www.fibl.org/de/shop/artikel/c/artenvielfalt/p/1633-wildbienen.html
Merkblätter und Tipps der Umweltberatung Österreich Internetseite der Umweltberatung zum Thema Garten und Bienen wartet mit vielen Praxistipps (Gartengestaltung, wertvolle Bienenweidepflanzen…) und Hintergrundinformationen (Bienensterben, Umweltgifte…) auf. Alle Informationen und Downloads: http://www.umweltberatung.at/themen-garten-bienen
Natur im Garten Ausgehend vom Bundesland Niederösterreich ist ein umfassendes Netzwerk rund um das Thema naturnahe Gartengestaltung entstanden. Seit einigen Jahren gibt es die Aktion „Natur im Garten2 auch in Vorarlberg Broschüren, Veranstaltungen und Schaugärten: http://www.naturimgarten.at/, http://www.naturimgarten.at/natur-im-garten-vorarlberg
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Bodensee Akademie, Wissen schaffender Verein für nachhaltige Entwicklung, A-6850 Dornbirn Steinebach 18; Tel:+43 (0)5572-33064, E-mail: office@bodenseeakademie.at; www.bodenseeakademie.at
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Bienen- und insektenfreundlich Säen und Pflanzen Im Garten und Siedlungsraum 1. Mischungen mit Kulturpflanzen (z.B. für Blühstreifen und als Gründüngung) Bienenweide - einjährig Komposition aus Kräutern, Duft- und Blütenpflanzensamen. In der Mischung enthalten sind: Buchweizen, Kornblume, Ringelblume, Borretsch, Dill und Phacelia. Alle Arten können auch einzeln bestellt werden und als Gründüngung angebaut werden. Zu bestellen bei: Bingenheimer Saatgut AG, Kronstrasse 24-26, D-61209 Echzell-Bingenheim Tel. +49 (0) 6035 1899-0; Fax: +49 (0) 6035 1899-40 www.bingenheimersaatgut.de, E-Mail: info@bingenheimersaatgut.de Blühende Landschaft - mehrjährig Entwickelt vom Netzwerk Blühende Landschaft und Rieger-Hofmann Geeignet für insektenfreundliche Blühstreifen in der Agrarlandschaft, mehrjährige Stilllegungen und Blühflächen im Garten. Die Mischung ist für eine Standzeit von etwa fünf Jahren konzipiert. Sie besteht aus 60 % Kulturpflanzen und 40 % Wildarten aus gesicherter Herkunft. Enthalten sind z. B. Buchweizen, Borretsch, Sonnenblume, Kornblume, Färberkamille, Natternkopf, Flockenblume, Margerite, Wiesensalbei, Hornklee u.v.m . Für Vorarlberg Version Süddeutschland verwenden. Zu bestellen bei: Rieger-Hofmann GmbH, In den Wildblumen 7, D-74572 Blaufelden-Raboldshausen Tel. +49 (0)7952 – 5682; Fax: +49 (0)7952 - 6509 www.rieger-hofmann.de, E-mail: rieger-hofmann@t-online.de
2. Mischungen aus Wildblumen (wertvoll für Wildbienen, Hummeln und Schmetterlinge) Wildbienenmischung – einjährig Wildbienenmischung mit einjährigen und mehrjährigen Arten Mit einjährigen Wildblumen aus gebietsheimischer Herkunft am Bodensee zusammengestellt vom Wildbienenexperten Dr. Paul Westrich. Die beste Saatzeit ist ab Anfang März, sobald der Boden soweit abgetrocknet ist, dass eine Bodenbearbeitung möglich ist. Zu empfehlen wäre ein Umgraben bereits im Herbst. Der Boden sollte möglichst locker und unkrautfrei sein. Ist er feinkrümelig und gut planiert, können die Samen besser keimen. Samen nur auf offene Böden ausbringen. Zur besseren Verteilung des Saatguts können Sie die Aussaatmenge mit Sand im Verhältnis 1:2 oder 1:3 strecken. Es ist wichtig die Einsaatfläche anschließend zu walzen oder mit einem Brett am Fuß anzudrücken. Zu bestellen bei: Syringa - Duftpflanzen und Kräuter, Dipl. Biol. Bernd Dittrich, D-78247 Hilzingen-Binningen Telefon +49 (0)7739 - 1452, Telefax +49 (0)7739 - 677 www.syringa-pflanzen.de, E-mail: info@syringa-pflanzen.de _______________________________________________________________________________________________________
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3. Anlage einer dauerhaften Blumenwiese oder eines Wildblumensaums Wichtig ist die Bereitung eines möglichst unkrautfreien Saatbeets, Übersaaten in bestehende Wiesenoder Rasenflächen funktionieren nicht. Optimal ist, wenn die Fläche bereits im Herbst zum ersten Mal umgebrochen wird. Dann keimen die Samen, die im Boden immer vorhanden sind. Im Frühling werden diese „Unkräuter“ dann sobald der Boden abgetrocknet ist, untergefräst. Im Abstand von 3-4 Wochen wird dieses Fräsen wiederholt. So entsteht ein Saatbeet, welches nur noch wenige einjährige Pflanzen aufzuweisen hat. Das Saatbeet wird nun fein gerecht und die entsprechende Samenmenge aufgebracht. Wichtig ist, dass die angegebene Saatgutmenge pro Flächeneinheit genau eingehalten (keinesfalls dichter säen) und das Saatgut fein und gleichmäßig auf der Fläche verteilt wird. Am besten das Saatgut mit Sand oder feinkrümeligen Kompost vermischen und so aufbringen. Danach wird die Saat angewalzt. Bewässerung ist nicht notwendig. Diese Art der Ansaat funktioniert von Anfang April bis Mitte Juni. Zur Stabilisierung und Beschattung der Ansaat ist eine dünne und lückige Mulchschicht aus Heu sinnvoll. Im ersten Jahr gibt es noch keine Blüten, es entwickeln sich bodennah die Blattrosetten der Wildblumen, allerdings gibt es immer noch „Unkrautaufwuchs“. Dieser sollte gemäht und abtransportiert werden, sobald er kniehoch ist, dabei den Mäher eher hoch einstellen. Im zweiten Jahr entwickelt sich einiges an Blumen, da wird nur noch ein- oder zweimal gemäht und das Schnittgut abgeräumt. Die noch vorhandenen unerwünschten Pflanzen werden mit den Jahren von der Wildpflanzenflora verdrängt. In dieser Zeit findet eine starke ökologische Dynamik statt, die Wiese kann jedes Jahr anders aussehen. So richtig in Schwung kommt die Blumenwiese erst ab dem fünften Jahr, dann etablieren sich die Arten, die für den Standort optimal passen, vorausgesetzt es wird nicht gedüngt und richtig gepflegt (angepasste Mahd, kein Mulchen!). Nach zehn Jahren kann die Wiese als eingewachsen bezeichnet werden und entfaltet ihre volle ökologische Wirkung als Lebensraum für Pflanzen und Tiere. Oft genügt es auch wenn ein Streifen eingesät wird (Mindestbreite 2m), dann können die Arten in die Restfläche einwandern. Wiesenansaaten auf Kleinflächen in Gärten mit regional gewonnenem Saatgut sind nur ein Hilfsmittel zur Wiederansiedelung von artenreichen, ökologisch wertvollen Wiesen. Wichtig ist ihre Erhaltung in der freien Landschaft. Werden dort Wiesen angelegt, so ist unbedingt zu prüfen, wo das Saatgut herkommt. Die beste Möglichkeit ist eine passende artenreiche Spenderfläche in der Nähe. Bezugsquellen von regionalem Saatgut und Fachwissen zur Ansaat von Wiesen, Säumen, Dachflächen u.a. (Katalogbestellung oder Webshop): Rieger-Hofmann GmbH, In den Wildblumen 7, D-74572 Blaufelden-Raboldshausen Tel. +49 (0)7952 – 5682; Fax: +49 (0)7952 - 6509 www.rieger-hofmann.de, E-mail: rieger-hofmann@t-online.de Syringa - Duftpflanzen und Kräuter, Dipl. Biol. Bernd Dittrich, D-78247 Hilzingen-Binningen Tel. +49 (0)7739 - 1452, Telefax +49 (0)7739 - 677 www.syringa-pflanzen.de, E-Mail: info@syringa-pflanzen.de fenaco Genossenschaft UFA-Samen Wildblumen Johannes Burri, Beratung Wildblumen, Postfach 344, CH-8401 Winterthur Tel. +41 (0)58 - 4337634, Fax: +41 (0)58 – 4337620 www.ufasamen.ch/deu/04_wildblumen.shtml, E-mail: wildblumen@fenaco.com Alle Einsaaten nur in vorbereitetes Saatbeet! Übersaaten funktionieren nur begrenzt und benötigen eine spezielle Saattechnik.
4. Blühende Stauden und Gehölze Zwiebel- und Knollenpflanzen Wichtig ist, dass Bienen, Wildbienen, Hummeln und Co nach dem langen Winter gleich geeignete Nahrungsquellen finden, daher sind die ersten Frühjahrsblüher, die sich aus Knollen und Zwiebeln entwickeln besonders wertvoll. Die beste Pflanzzeit für die Frühjahrsblüher ist Anfang Oktober bis Mitte November. Der gelb blühende Winterling (Eranthis hyemalis) fühlt sich ähnlich wie das gewöhnliche Schneeglöckchen (Galanthus nivalis) an halbschattigen, feucht-humosen Standorten wohl, ebenso Lerchensporn (Corydalis solida) und Buschwindröschen (Anemone nemorosa). Durch ihre auffällige Blüte zeichnen sich sie violett-blau blühende Anemone (Anemone blanda) und die weiß-purpur gemusterte Schachbrettblume (Fritillaria meleagris) aus. Krokusse (Crocus vernus, flavus und tommasiniannus) sind besonders vermehrungsfreudig und mögen es gern sonnig und eher trocken. Die zarten Blüten von Milchstern (Ornithogallum umbellatum) und Blausternchen (Scilla bifolia oder siberica) kommen am besten zur Geltung wenn sie in größeren Gruppen gepflanzt werden. Die Traubenhyazinthe (Muscari neglectum oder armeniacum) gedeiht im Halbschatten ebenso wie als Lückenfüller auf Beeten. Wildtulpen sind im Gegensatz zu vielen Zuchtformen nicht pollensteril und vermehren sich hervorragend, wenn der Standort passt. Dazu zählen: Weinberg – Tulpe (Tulipa sylvestris) Felsen – Tulpe (Tulipa saxatilis oder bakeri), Damen-Tulpe oder Persische Tulpe (Tulipa clusiana), GnomenTulpe (Tulipa turkestania). Für alle Zwiebelgewächse gilt, dass erst frühestens nach sechs Wochen die oberirdischen Teile abgeschnitten werden dürfen, am besten ist es, wenn die Blätter und Stängel mit Samenkapseln erst entfernt werden, wenn sie verwelkt sind. Balkon und Terrasse Viele Stauden, Blumen und Kräuter gedeihen hervorragend in Töpfen und anderen Pflanzgefäßen und auch der üppig blühende Balkonkasten kann bienenfreundlich sein. Die beliebteste Balkonpflanze, die Geranie, bietet leider keine Nahrung für Bienen und Insekten, die ebenfalls beliebten Dauerblüher Ziertabak und Petunien werden aufgrund ihrer Blütenform von Schmetterlingen besucht. Wer auf den hängenden Blütenreichtum nicht verzichten will, kann Kapuzinerkresse und Katzenminze pflanzen. Diese auch für den Menschen bekömmlichen Kräuter bietet Nektar für Bienen, Hummeln, Schmetterlinge und Schwebfliegen. Ansonsten werden Bienen noch von Stiefmütterchen, Portulakröschen, Steinkraut, Männertreu, Fächerblume und Topfmargariten angezogen. Ebenso sind blühende Küchenkräuter ein aromatisches Nektarparadies. Wer am Balkon speziell der natürlichen Artenvielfalt dienen will, dem sei folgendes Buch empfohlen: „Wildpflanzen Topfbuch“ von Reinhard Witt, Verlag Naturgarten 2010. Staudengarten, Kräutergarten Allgemein gilt es zu beachten, dass gefüllt blühende Sorten von Insekten weniger besucht werden können, da die Staubgefäße verdeckt sind. Offen blühende Sorten, ob einfach oder halbgefüllt blühend sind besser geeignet und werden auch gerne besucht. Viele gärtnerische Formen wurden auf Pollensterilität hin gezüchtet, damit die Pflanzen länger blühen. Auf jeden Fall gut für die Insektenwelt sind Wildstaudenpflanzungen (besonders für die heimische Insektenwelt) und blühende Heilkräuter (liefern Gesundheit für Mensch und Biene). Orientierung bieten Naturgartenbücher und die Staudenliste des Netzwerks blühende Landschaft (http://www.bluehende-landschaft.de/fix/doc/NBL-14-Staudenliste-1008.pdf). Eine kleine Auswahl übers Jahr: Erste Blüher: Nieswurz, Christrosen, Kuhschelle, Lungenkraut, Frühlingsplatterbse Frühling: Akelei, Salbei, Seifenkraut, Blaukissen, Sonnenröschen, Taubnesseln Frühsommer: Flockenblumen, Malven, Lavendel, Ochsenauge, Junkerlilie, Ehrenpreis Sommer: Naturnahe Rosen, Storchschnäbel, Glockenblumen, Zierlauch, Eisenkraut, Sonnenbraut Hochsommer: Fetthennen, Steinbrechgewächse, Färber-Hundskamille, Anemonen, Blutweiderich Herbst: Topinambur, Astern, Chrysanthemen _______________________________________________________________________________________________________
Bodensee Akademie, Wissen schaffender Verein für nachhaltige Entwicklung, A-6850 Dornbirn Steinebach 18; Tel:+43 (0)5572-33064, E-mail: office@bodenseeakademie.at; www.bodenseeakademie.at
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Hecken und Gehölze Von Seiten des Naturschutzes und der Naturgartenbewegung wird empfohlen einheimischen Pflanzen jedenfalls den Vorzug zu geben, da sie das optimale Nahrungsangebot für die heimischen Wildtiere bieten. In vielen Fällen trifft das zu, so finden sich im heimischen Weißdornstrauch 32 fruchtfressende Vogelarten, die begehrte Zierform Lavalls Weißdorn wird nur von drei Arten besucht. Mit heimischen Sträuchern und Gehölzen lässt sich übers Jahr eine tolle Mischung an Nahrungspflanzen für Insekten zusammen stellen, deren Beeren im Herbst und Winter gerne von Vögeln gefressen werden und die vielfältige Nistmöglichkeiten bieten. Im Vorfrühling sind dies der Haselnussstrauch, Kornelkirschenstrauch und die verschiedene Weidenarten. Im April/ Mai ist die Auswahl besonders groß, Hartriegel, Schlehdorn und Schneeball überbieten sich selbst im Blütenreichtum. Zu Sommerbeginn blühen Holunder und Liguster, den Sommer hindurch Wildrosen, besonders ausdauernd Essigrosen und Kartoffelrosen. Auch unscheinbar blühende Sträucher wie Eiben, Kreuzdorn und Pfaffenhütchen sind gute Nektarspender. Natürlich sind auch Nutzgehölze wie Beerensträucher und Obstbäume bei Bienen und Insekten heiß begehrt. Ebenfalls gerne besucht werden Ahornbäume, Linden und Kastanien (nicht heimisch). Eine wichtige Herbsttracht bieten die Blüten der Kletterpflanze Efeu. Die Abteilung Umweltschutz der Vorarlberger Landesregierung hat eine Broschüre der heimischen Bäume und Sträucher zusammengestellt. Zu bestellen unter: Tel: +43 (0)5574 511-24505, E-Mail: umwelt@vorarlberg.at, Download: www.vorarlberg.at/pdf/dernaturzuliebe.pdf
5. Nistmöglichkeiten für bestäubende Insekten Rund 75% der nestbauenden Wildbienen nisten im Boden. Offenen Bodenstellen, Rohboden und sandige Stellen in sonniger Lage sind daher immer hoch willkommen, gerade auch bei Hummeln. 20% nisten in vorhandenen Hohlräumen, z.B. im Holz oder Gemäuer. 5% nagen sich in hohle Pflanzenstängel selber Gänge. Des Weiteren gibt es viele Sondernistweisen wie leere Schneckenhäuser, hohes Altgras, Nester aus Lehm oder Harz und anderen Materialien. Manche Nistkästen (Nützlingshotels), die es im Handel zu kaufen gibt, entsprechen in ihrer Bauweise nicht den Bedürfnissen der Insekten. Darauf sollten Sie achten: Die meisten Wildbienen mögen es warm (südexponiert), aber auch Nistblöcke, die nach Osten oder Westen zeigen, werden angenommen. Die Nisthilfen sollten mit einem Regenschutz gegen Feuchtigkeit geschützt werden. Viele Wildbienen nehmen Bohrlöcher mit einem Durchmesser zwischen 2 und 5 mm. Wird Holz mit Bohrlöchern angeboten, dann ist es besser Hartholz (Stärke 10cm) zu verwenden und die Löcher nicht in die Stirnseite des Holzes sondern parallel zur Faser zu bohren, saubere Bohrränder sind Bedingung für Besiedelung. Die Bohrung sollte bis 6 cm tief gehen. Wichtig ist auch, dass die Bohrlöcher nicht durchgängig sind, sondern hinten abschließen. Lehmwände müssen jedenfalls gut vor Feuchtigkeit geschützt sein, Löcher verschiedener Größe in feuchten Lehm vorbohren. Stängel sollten auch aufrecht angebracht werden, gerade jene die Mark enthalten (Brombeere, Himbeere, Königskerze…). Wer mehr über die faszinierende Welt der Wildbienen wissen will, dem sei das Buch „Wildbienen - Die anderen Bienen“ von Paul Westrich, Verlag Dr. Friedrich Pfeil, 2013, ans Herz gelegt. Wertvolle Informationen und viele Bilder zum Bestimmen von Wildbienen findet man auch auf seiner Homepage: www.wildbienen.info Achten Sie beim Saatgut- und Pflanzeneinkauf jedenfalls darauf, keine pollenfreien Züchtungen zu erwerben. Pollenfreie Blüten bieten Insekten keine Nahrung für ihre Brut!
Netzwerk Blühendes Vorarlberg ist Mitglied bei
www.vorarlberg.at/umwelt
Dieses Merkblatt steht auf der Homepage des Landes zur Verfügung
Impressum Herausgeber und Medieninhaber: Amt der Vorarlberger Landesregierung Abteilung Umweltschutz (IVe) Jahnstraße 13-15, A-6901 Bregenz T +43 (0) 5574 / 511 – 24505 F +43 (0) 5574 / 511 – 924595 E umwelt@vorarlberg.at I www.vorarlberg.at/umwelt Titelfoto: © www.umg.at / Wolliger Schneeball, Viburnum lantana Bregenz, Februar 2010
Der Natur zuliebe ... Heimische, standortgerechte Bäume und Sträucher
INHALT Welche Aufgaben haben Gehölze?
5
Wie kann die Artenvielfalt gesteigert werden?
5
Welche Vorteile haben heimische Pflanzen?
6
Welche Nachteile haben eingeführte Pflanzen?
6
Was sind Ufergehölze?
6
Wo können heimische Pflanzen bezogen werden?
7
Was muss beim Kauf beachtet werden?
7
Welche Pflanze passt zu welchem Boden?
7
Pflanzenportraits
9
Literatur
34
Der Natur zuliebe… 3⎪
⎪4 Der Natur zuliebe‌
Anlass für dieses Merkblatt ist die Zunahme von Zucht- und Gartenformen von Gehölzen im Uferschutzbereich und in Gärten. Die Verwendung von heimischen, standortgemäßen Arten ist ein Beitrag zum Natur- und Umweltschutz und steigert die Artenvielfalt. Die beschriebenen Pflanzen haben ihre natürliche Verbreitung in Vorarlberg. Sie sind nach ihren gärtnerischen Einsatzbereichen
in
drei
Gruppen
gegliedert
und
darin
alphabethisch
angeführt.
Pflanzenportraits informieren über Standortansprüche, Blüten, Früchte und Wuchshöhe. Weiterführende Informationen liefern Planer, Botaniker, Gärtnereien und Fachliteratur.
Welche Aufgaben haben Gehölze? Bäume und Sträucher sind das Grundgerüst in jedem Garten. Sie spenden Schatten im Sommer, sind Sichtschutz und grenzen Nutzungsflächen ab. Sie verbessern die Luftqualität und regulieren das Kleinklima im Garten. Zudem bieten sie Lebensraum für zahlreiche Tiere (Singvögel, Hasen, Igel, Schmetterlinge, Wildbienen usw) und geben so den Gartenbesitzern die Möglichkeit zur Beobachtung der Tier- und Pflanzenwelt.
Wie kann die Artenvielfalt gesteigert werden? Studien belegen einen eindeutig positiven Zusammenhang zwischen der Artenvielfalt von Schmetterlingen und Vögeln und dem Vorkommen von heimischen Pflanzen. Aus diesem Grund sollte heimischen Arten gegenüber Zucht- und Gartenformen der Vorzug gegeben werden. So ist beispielsweise der heimische Blutrote Hartriegel Nahrung für 20 Vogelarten, der Gelbholzige Hartriegel aus Nordamerika hingegen nur für zwei. Bei der heimischen Stieleiche ist es ähnlich. Diese ernährt etwa 300 Insekten- und 28 Vogelarten, die eingebürgerte Rosskastanie nur vier Insekten- und zwei Vogelarten. Von den Beeren des Schwarzen Holunders ernähren sich 62 Vogel- und sechs Säugetierarten. Andere Beispiele für wertvolle Pflanzen für die Tierwelt sind der Haselnussstrauch (33 Säugetierarten leben von seinen Produkten), die Vogelbeere, der Rote Holunder, der Weißdorn, die Schlehe und der Faulbaum.
Der Natur zuliebe… 5⎪
Welche Vorteile haben heimische Pflanzen? Heimische Pflanzenarten fördern Nützlinge (wie beispielsweise Marienkäfer und ihre Larven, Florfliegenlarven, Schwebfliegenlarven etc). Sie sind ans regionale Klima angepasst und so wesentlich
widerstandfähiger
als
eingeführte
Arten.
Sie
sind
pflegeleichter
und
kostengünstiger.
Welche Nachteile haben eingeführte Pflanzen? Die oft verwendeten Ziersträucher und –bäume sind auf den ersten Blick eine Zierde, haben jedoch vielfach kaum einen Wert für die Natur. Ihre Blüten haben eine reine Schaufunktion und sind für Insekten und Vögel wenig brauchbar. Thujenhecken beispielsweise, werden nur von wenigen Arten bewohnt und stellen für Vögel keine Nahrungsquelle dar. Ziersträucher werden oft absichtlich unfruchtbar gezüchtet. Die Früchte einiger Zierpflanzen reifen in unseren Breiten häufig gar nicht aus. Neophyten (gebietsfremde Pflanzen, die ursprünglich in Vorarlberg nicht heimisch waren) stellen sogar eine Gefährdung dar. Weitere Informationen darüber finden Sie in der Broschüre „Gebietsfremde Pflanzen an Fließgewässern. Neophyten als Problem für Naturschutz und Gewässerschutz“.
Was sind Ufergehölze? Ufergehölze sind bachbegleitende Gehölze, dh feuchtigkeitsliebende Bäume und Sträucher. Sie verhindern Erosion am Ufer und bieten Tieren Unterstand: Fische finden im Wurzelwerk Unterschlupf, Libellen im Blätterdach und Wasservögel nutzen Baumkronen als Sitzwarte. Für Bachflohkrebse und andere Lebewesen ist das Laub der Bach begleitenden Vegetation eine wichtige Nahrungsquelle. Ufergehölze spenden Schatten und erhöhen die Sauerstoffkonzentration im Gewässer, was wiederum positiv für Fische ist. Sie erhöhen den Fließwiderstand des Wassers, halten Treibholz zurück und vernetzen Lebensräume miteinander.
⎪6 Der Natur zuliebe…
Wo können heimische Pflanzen bezogen werden? Ausgesuchte Gärtnereien und Markenbaumschulen im Land, Landesforstgarten Rankweil Achtung: Es besteht Verwechslungsgefahr mit Zuchtformen. Fragen Sie deshalb ausdrücklich nach heimischen Wildformen!
Was muss beim Kauf beachtet werden? Beim Kauf ist es besonders wichtig, die Pflanzen auf Schädlingsbefall, gesunde Wurzeln (nicht vertrocknet oder verfault), gute Durchwurzelung des Ballens im Container (übermäßige Durchwurzelung weist jedoch auf überständige Ware hin) und makellose Rinde zu überprüfen. Bei der Wahl der Gehölze sollten die Größe des Gartens und die Standortverhältnisse berücksichtigt werden. Damit das Gehölz das erste Jahr gut übersteht, ist vor dem Einpflanzen auf einen guten Rückschnitt von Wurzeln und Krone zu achten. Der Gartenfachmann berät Sie dabei gerne. Im ersten Jahr darf während längerer Trockenphasen auf das Wässern nicht vergessen werden.
Welche Pflanze passt zu welchem Boden? Pflanzen und Boden müssen aufeinander abgestimmt sein. Um festzustellen, um welchen Boden es sich im eigenen Garten handelt, wird etwas feuchte Erde zu einer Wurst geformt. Ist dies nicht möglich, ist der Boden sandiger Natur, trocken und nährstoffarm. Er ist nur für anspruchslose Gehölze geeignet. Wenn eine Wurst gelingt und Sandkörnchen zwischen den Fingern spürbar sind, liegt Lehmboden vor. Dieser bietet günstige Wachstumsbedingungen für die meisten Pflanzen. Gelingt es, eine Wurst zu formen, grobe Teile sind nicht vorhanden und die Schmierfläche glänzt, handelt es sich um Tonboden. Er ist nährstoffreich, schlecht durchlüftet und für das Pflanzenwachstum eher ungünstig.
Der Natur zuliebe… 7⎪
⎪8 Der Natur zuliebe‌
Heimische Sträucher – eine Auswahl Berberitze, Gemeine Berberis vulgaris
13
Faulbaum Frangula alnus
13
Felsenbirne, Gewöhnliche Amelanchier ovalis
13
Hartriegel, Blutroter Cornus sanguinea
14
Hasel, Gemeine Corylus avellana
14
Heckenkirsche, Rote Lonicera xylosteum
14
Heckenkirsche, Schwarze Lonicera nigra
15
Holunder, Roter Sambucus racemosa
15
Holunder, Schwarzer Sambucus nigra
15
Johannisbeere, Alpen- Ribes alpinum
16
Kornelkirsche Cornus mas
16
Kreuzdorn, Gewöhnlicher Rhamnus cathartica
16
Liguster, Gewöhnlicher Ligustrum vulgare
17
Pfaffenhütchen Euonymus europaeus
17
Rose, Filz- Rosa tomentosa
17
Rose, Hängende Rosa pendulina
18
Rose, Wein- Rosa rubiginosa
18
Sanddorn, Gewöhnlicher Hippophae rhamnoides
18
Schlehe Prunus spinosa
19
Schneeball, Gewöhnlicher Viburnum opulus
19
Schneeball, Wolliger Viburnum lantana
19
Stechpalme, Gewöhnliche Ilex aquifolium
20
Weide, Grau- Salix cinerea
20
Weide, Ohr- Salix aurita
20
Weide, Purpur- Salix purpurea
21
Weißdorn, Eingriffeliger Crataegus monogyna
21
Der Natur zuliebe… 9⎪
Heimische Bäume – eine Auswahl
Ahorn, Berg- Acer pseudoplatanus
23
Ahorn, Feld- Acer campestre
23
Ahorn, Spitz- Acer platanoides
23
Apfel, Holz- Malus sylvestris
24
Birke, Hänge- Betula pendula
24
Birne, Wild- Pyrus pyraster
24
Buche, Rot- Fagus sylvatica
25
Eibe, Gewöhnliche Taxus baccata
25
Eiche, Stiel- Quercus robur
25
Esche, Gemeine Fraxinus excelsior
26
Hainbuche Carpinus betulus
26
Kiefer, Wald- Pinus sylvestris
26
Kirsche, Vogel- Prunus avium
27
Linde, Sommer- Tilia platyphyllos
27
Linde, Winter- Tilia cordata
27
Mehlbeere, Gewöhnliche Sorbus aria
28
Pappel, Schwarz- Populus nigra
28
Pappel, Zitter- Populus tremula
28
Traubenkirsche, Gewöhnliche Prunus padus
29
Vogelbeere Sorbus aucuparia
29
⎪10 Der Natur zuliebe…
Heimische Ufergehölze – eine Auswahl (teilweise Wiederholung der Auswahl von Sträuchern und Bäumen) Birke, Hänge- Betula pendula
24
Birne, Wild- Pyrus pyraster
24
Eiche, Stiel- Quercus robur
25
Erle, Grau- Alnus incana
31
Erle, Schwarz- Alnus glutinosa
31
Esche, Gemeine Fraxinus excelsior
26
Faulbaum Frangula alnus
13
Hartriegel, Blutroter Cornus sanguinea
14
Hasel, Gemeine Corylus avellana
14
Heckenkirsche, Rote Lonicera xylosteum
14
Holunder, Schwarzer Sambucus nigra
15
Kreuzdorn, Gewöhnlicher Rhamnus cathartica
16
Pappel, Schwarz- Populus nigra
28
Pappel, Silber- Populus alba
31
Pfaffenhütchen Euonymus europaeus
17
Schneeball, Gewöhnlicher Viburnum opulus
19
Traubenkirsche, Gewöhnliche Prunus padus
29
Ulme, Berg- Ulmus glabra
32
Ulme, Feld- Ulmus minor
32
Weide, Grau- Salix cinerea
20
Weide, Korb- Salix viminalis
32
Weide, Ohr- Salix aurita
20
Weide, Purpur- Salix purpurea
21
Weide, Silber- Salix alba
33
Weißdorn, Zweigriffliger Crataegus laevigata
33
Der Natur zuliebe… 11⎪
LEGENDE Gehölz ua besonders wertvoll für Bienen / Hummeln Schmetterlinge Vögel
⎪12 Heimische Sträucher
Heimische Sträucher
© Büro LACON / Netzwerk Naturschutz
© Büro LACON / Netzwerk Naturschutz
© www.umg.at
Berberitze, Gemeine
Faulbaum
Felsenbirne, Gewöhnliche
Anspruchsloser und anpassungsfähiger Strauch
Sommergrün, schlankwüchsig, keine Dornen
Aufrecht, locker verzweigt, orange-rote Herbstfärbung
Standort trocken bis frisch, warm, Sonne bis Halbschatten
Standort frisch bis feucht, verträgt Schatten
Standort trocken, kalkhaltig, Sand- und Kiesböden, Sonne
Blüte Mai, gelb, streng duftend
Blüte Mai bis September, weiß
Früchte erst nach einem Frost genießbar, rot
Früchte giftige, schwarze Steinfrüchte
Blüte April bis Mai, weiße Trauben, streng duftend
Wuchshöhe 1-3 m
Wuchshöhe 1-4 m
Berberis vulgaris
Frangula alnus
Amelanchier ovalis
Früchte essbar, blauschwarz Wuchshöhe 1-3 m
Heimische Sträucher 13⎪
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Hartriegel, Blutroter
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Hasel, Gemeine
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Heckenkirsche, Rote
Cornus sanguinea
Corylus avellana
Lonicera xylosteum
Anspruchsloser Strauch mit roter Herbstfärbung
Rasch- und starkwüchsiger Strauch, breit aufrecht, vielstämmig
Buschiger, niedrigwüchsiger Strauch, aufrecht bis leicht übergeneigt, hohle Zweige
Blüte Mai bis Juni, weiß
Standort frisch, geringe Ansprüche, Sonne bis Halbschatten
Standort frisch, kalkhaltig, salzverträglich, Halbschatten
Früchte schwarz, nur vollreif genießbar
Blüte Februar bis April, gelbe Kätzchen
Wuchshöhe 2-5 m
Früchte essbare Nüsse
Standort frisch bis feucht, geringe Ansprüche, Halbschatten
Wuchshöhe 3-5 m
⎪14 Heimische Sträucher
Blüte April bis Mai, gelblich, zwei an einem Stiel Früchte giftig, dunkelrot Wuchshöhe 1-3 m
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Heckenkirsche, Schwarze
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Holunder, Roter
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Holunder, Schwarzer
Lonicera nigra
Sambucus racemosa
Sambucus nigra
Kleinstrauch mit locker übergeneigten, dünnen Zweigen, wird oft für Mischpflanzungen verwendet
Schnellwüchsiger, aber kurzlebiger Strauch
Sommergrüner, sehr buschiger Strauch, aufrecht, überhängende Triebe
Standort humos, kalkarm, Halbschatten bis Schatten Blüte Mai bis Juni, gelblich Früchte giftig, schwarz Wuchshöhe 0,5-1,5 m
Standort nährstoffreich, frisch bis feucht, Sonne Blüte April bis Mai, weißgelb Früchte nach Erhitzen essbar, scharlachrot Wuchshöhe 1-4 m
Standort frisch, nährstoffreich, Sonne bis Schatten Blüte Mai, weiß, stark riechend Früchte schwarz, roh zT unverträglich Wuchshöhe 2-7 m
Heimische Sträucher 15⎪
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Johannisbeere, Alpen-
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Kornelkirsche
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Kreuzdorn, Gewöhnlicher
Ribes alpinum
Cornus mas
Rhamnus cathartica
Anfangs aufrecht, später überhängend
Attraktiver, vielseitig einsetzbarer Strauch
Sparrig verzweigt, Triebe an den Spitzen meist dornig
Standort nicht zu trocken, nicht zu sauer, auch im Schatten
Standort frisch, bevorzugt Lehmboden, Sonne bis Halbschatten
Standort kalkhaltig, trocken, Sonne, Zwischenwirt eines Haferrostpilzes, deshalb nicht in Ackernähe pflanzen
Blüte April bis Juni, grünlich gelbe Trauben
Blüte März bis April, gelb
Früchte essbar, jedoch fad schmeckend, rot
Früchte rot, geeignet für Marmelade, Saft, Schnaps
Wuchshöhe 1-2,5 m
Wuchshöhe 3-8 m
⎪16 Heimische Sträucher
Blüte Mai, gelbgrün Früchte giftig, schwarz Wuchshöhe 1-3 m
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Liguster, Gewöhnlicher
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Pfaffenhütchen
© Alexander Mrkvicka
Rose, Filz-
Ligustrum vulgare
Euonymus europaeus
Rosa tomentosa
Anspruchsloser Füllstrauch, sehr schnittverträglich
Vielseitiger Strauch mit attraktiver Herbstfärbung
Kompakter Strauch mit Stacheln, unterseits behaarte Blätter
Standort trocken bis frisch, für alle Böden geeignet, Sonne bis Schatten
ähnlich: Euonymus latifolius, wärmeliebend
Standort trocken, warm, gedeiht auch im Halbschatten
Blüte Juni bis Juli, weiß
Standort lehmig, frisch bis feucht, Sonne bis Halbschatten
Blüte Juni bis Juli, weiß
Früchte giftig, schwarz
Blüte Juni bis Juli, grünlich
Früchte essbar, große Hagebutten
Wuchshöhe 2-5 m
Früchte giftig, pink-orange
Wuchshöhe 1-3 m
Wuchshöhe 1,5-3 m
Heimische Sträucher 17⎪
© Alexander Mrkvicka
Rose, Hängende
© Alexander Mrkvicka
Rose, Wein-
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Sanddorn, Gewöhnlicher
Rosa pendulina
Rosa rubiginosa
Hippophae rhamnoides
Sommergrüner, buschiger, fast stachelloser Strauch, aufrecht
Beliebte Gartenrose mit kräftigen Stacheln
Sommergrün, viele Kurztriebe sind in Dornen umgewandelt
Standort feucht, Halbschatten, winterhart
Standort nährstoffreich, trocken, Sonne
Standort trocken bis frisch, humusarm, kalkreich, Sonne
Blüte Juni bis Juli, rosa bis purpurn
Blüte Juni bis Juli, rosa
Blüte April bis Mai, gelb
Früchte essbar, scharlachrot
Früchte orange, essbar (Marmelade, Säfte), viel Vit. C
Früchte essbar, ziegelrot Wuchshöhe 0,5-2 m
⎪18 Heimische Sträucher
Wuchshöhe 1-2 m
Wuchshöhe 1-5 m
© Maja Dumat / PIXELIO
Schlehe
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Schneeball, Gewöhnlicher
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Schneeball, Wolliger
Prunus spinosa
Viburnum opulus
Viburnum lantana
Sommergrün, sparrig verzweigt, Kurztriebe enden in Dornen, bildet dichte Bestände
Raschwüchsiger Strauch mit attraktiver Herbstfärbung
Raschwüchsiger Strauch mit attraktiver Herbstfärbung
Standort frisch bis feucht, verträgt Hitze und Trockenheit schlecht, Sonne bis Schatten
Standort frisch, warm, kalkhaltig, Sonne bis Halbschatten
Blüte Mai bis Juni, weiß
Blüte Mai, weiß, attraktiv
Früchte giftig, rot
Früchte giftig, rot und schwarz
Wuchshöhe 2-4 m
Wuchshöhe 2-5 m
Standort kalkhaltig, trocken, frosthart, Sonne Blüte April, weiß, erscheinen oft vor den Blättern Früchte essbar, jedoch herbsauer, schwarz Wuchshöhe 1-3 m
Heimische Sträucher 19⎪
© digiflex, Jürgen / PIXELIO
Stechpalme, Gewöhnliche
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Weide, Grau-
© Staudinger Markus
Weide, Ohr-
Ilex aquifolium
Salix cinerea
Salix aurita
Immergrüner Strauch mit harten, stachelig gezähnten Blättern, breit aufrecht
Sommergrüner, dickästiger Strauch, dicht buschig, sehr formenreich
Standort frisch bis feucht, windgeschützt, Halbschatten
Standort sandig-kiesige Böden, Sonne, oft als Pioniergehölz in Feuchtgebieten gepflanzt
Sommergrüner, sparrig verzweigter Strauch, breitwüchsig, Zweige auffallend dünn
Blüte Mai, weiß Früchte giftig, rot, für Fruchtbildung weibliche und männliche Pflanzen nötig Wuchshöhe 1-6 m
⎪20 Heimische Sträucher
Standort frisch bis feucht, Sonne bis Halbschatten
Blüte März bis April, gelb, Kätzchen oft vor Laubaustrieb
Blüte April bis Mai, gelbe Kätzchen, oft vor Laubaustrieb
Wuchshöhe 2-4 m
Wuchshöhe 1-2 m
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Weide, Purpur-
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Weißdorn, Eingriffeliger
Salix purpurea
Crataegus monogyna
Sommergrüner, buschiger Strauch, Triebe anfangs glänzend purpurrot, besenförmig verzweigt
Vielseitig und anpassungsfähig, Dornen, anfällig für Feuerbrand
Standort frisch, kalkhaltig, Sonne bis Halbschatten Blüte März bis April, Kätzchen erst purpurn, dann gelb, erscheinen vor den Blättern Wuchshöhe 2-8 m
Standort kalkreich, trocken, Sonne bis Halbschatten Blüte Mai bis Juni, weiße Rispen Früchte essbar, rot Wuchshöhe 2-6 m Verbot der Auspflanzung laut Verordnung betreffend der Bekämpfung der Pflanzenkrankheit Freuerbrand (LGBl.Nr. 50/2001)
Heimische Sträucher 21⎪
LEGENDE Gehölz ua besonders wertvoll für Bienen / Hummeln Schmetterlinge Vögel
⎪22 Heimische Bäume
Heimische Bäume
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Ahorn, Berg-
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Ahorn, Feld-
© Alexander Mrkvicka
Ahorn, Spitz-
Acer pseudoplatanus
Acer campestre
Acer platanoides
Mächtiger Laubbaum mit goldgelber Herbstfärbung
Kurzstämmiger, vielseitiger Baum, Krone kegelförmig bis rundlich, gelborange Herbstfärbung
Runde Krone, gelborange Herbstfärbung
Standort tiefgründig, frisch bis feucht, verträgt Hitze und Lufttrockenheit schlecht, Sonne bis Halbschatten
Standort kalkhaltig, feucht, Sonne bis Halbschatten
Blüte Mai, gelbgrüne Rispen
Blüte April bis Mai, gelbgrün
Früchte Flügelnüsschen
Früchte Flügelnüsschen
Wuchshöhe bis 30 m
Wuchshöhe 2–8 m
Standort frisch, nährstoffreich, fürs Stadtklima geeignet, Sonne bis lichter Schatten Blüte April bis Mai, gelbgrün Früchte geflügelte Nüsschen Wuchshöhe bis 25 m
Heimische Bäume 23⎪
© Staudinger Markus
Apfel, Holz-
© Staudinger Markus
Birke, Hänge-
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Birne, Wild-
Malus sylvestris
Betula pendula
Pyrus pyraster
Kleinkroniger Baum mit überhängenden Zweigen, sommergrün
Raschwüchsiger Baum mit überhängenden Zweigen, goldgelbe Herbstfärbung
Mittelgroßer Baum, Krone unregelmäßig, etwas sparrig, Kurztriebe zT bedornt
Standort durchlässiger Boden, Sonne bis Halbschatten
Standort anspruchslos, trocken bis frisch, viel Licht, Sonne
Standort durchlässig, Sonne
Blüte April bis Mai, rosa-weiß
Blüte April bis Mai, gelbe Kätzchen, verursachen Pollenallergien
Früchte genießbar, gelbgrün mit roter Backe, herbsauer und holzig Wuchshöhe 3-10 m
⎪24 Heimische Bäume
Früchte Fruchtkätzchen hängend Wuchshöhe bis 25 m
Blüte April bis Mai, weiß Früchte essbar, jedoch sauer und herbbitter aufgrund des hohen Gerbstoffgehalts Wuchshöhe 3-15 m
© Peter Behrens / PIXELIO
Buche, Rot-
© gnubier / PIXELIO
Eibe, Gewöhnliche
© Nikanos / Wikipedia
Eiche, Stiel-
Fagus sylvatica
Taxus baccata
Quercus robur
Breitkronig mit tief hängenden Zweigen, mächtiger Baum
Langsamwüchsiger, langlebiger Nadelbaum, ganzer Baum giftig!
Kurzstämmig mit breiter Krone, langlebig, mächtig
Standort frisch bis feucht, tiefgründig, nährstoffreich, Sonne bis Halbschatten, nicht fürs Stadtklima geeignet
Standort frisch bis feucht, flachgründig, nicht zu sauer, Sonne bis Schatten
ähnlich: Quercus petraea, meist langstämmig
Blüte April bis Mai, weiß Früchte Bucheckern, in kleinen Mengen genießbar Wuchshöhe bis 30 m
Blüte April bis Mai, braun Früchte Scheinbeere, giftig, leuchtend rot Wuchshöhe bis 20 m
Standort frisch, nährstoffreich, Sonne bis Halbschatten Blüte April bis Mai, grün Früchte Eicheln Wuchshöhe bis 40 m
Heimische Bäume 25⎪
© Maja Dumat / PIXELIO
Esche, Gemeine
© Karl-Heinz Liebisch / PIXELIO
Hainbuche
© Alexander Mrkvicka
Kiefer, Wald-
Fraxinus excelsior
Carpinus betulus
Pinus sylvestris
Kurz- oder langstämmig mit runder Krone, starkwüchsig, anspruchslos
Hoch gewölbte, rundliche Krone, Stamm oft drehwüchsig, robust, schnellwüchsig, sehr schnittverträglich
Krone oft in übereinander stehenden „Stockwerken“, anspruchsloser Tiefwurzler
Standort nährstoffreich, frisch bis feucht, Sonne Blüte Mai, rötlich-grüne Rispen, erscheinen vor den Blättern Früchte einseitig geflügelte Nüsschen, bräunlich Wuchshöhe bis 40 m
⎪26 Heimische Bäume
Standort anspruchslos, frisch, Sonne bis Schatten Blüte April bis Mai, Kätzchen grün, erscheinen mit den Blättern Früchte braune Nüsschen Wuchshöhe 5-25 m
Standort trocken bis frisch, durchlässig, geringe Ansprüche an den Boden, verträgt keinen Schatten Blüte Mai bis Juni, gelb Wuchshöhe bis 30 m
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Kirsche, Vogel-
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Linde, Sommer-
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Linde, Winter-
Prunus avium
Tilia platyphyllos
Tilia cordata
Wuchsform unterschiedlich
Meist kurzstämmig, Krone mächtig und harmonisch aufgebaut
Meist kurzstämmig, mit anfangs kegelförmiger, später hoch gewölbter Krone
Standort warm, frisch bis feucht, durchlässig, nährstoffreich, salzund abgasempfindlich
Standort frisch, tiefgründig, reagiert empfindlich auf Streusalz, Sonne
Blüte Juni, hellgelb
Blüte Juni bis Juli, gelbgrün
Früchte graufilzige Nüsse
Früchte graufilzig
Wuchshöhe 15-40 m
Wuchshöhe bis 30 m
Standort frisch bis feucht, lehmig, tiefgründig, nährstoffreich, geschützte Lagen, Sonne Blüte April bis Mai, weiße Büschel, duften süß Früchte kleine essbare Kirschen, schwarz Wuchshöhe bis 20 m
Heimische Bäume 27⎪
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Mehlbeere, Gewöhnliche
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Pappel, Schwarz-
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Pappel, Zitter-
Sorbus aria
Populus nigra
Populus tremula
Breite Krone und kurzer Stamm, anspruchslos
Raschwüchsiger, mächtiger Baum, breitkronig, kräftige Äste, Blätter variabel
Raschwüchsiger, anspruchsloser Baum, breitkronig, Borke schwarzgrau und rissig, Pioniergehölz
Standort frisch, kalkhaltig, nässeempfindlich, Sonne bis Halbschatten Blüte Mai, weiß Früchte essbar, mehliger Geschmack, rotorange Wuchshöhe bis 12 m
⎪28 Heimische Bäume
Standort feucht, tiefgründig, nährstoffreich, Sonne Blüte März bis April, hängende Kätzchen, rot und gelbgrün Wuchshöhe bis 30 m
Standort trocken bis frisch, sehr anpassungsfähig, Sonne Blüte März, hängende graue Kätzchen Wuchshöhe bis 25 m
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Traubenkirsche, Gewöhnliche
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Vogelbeere
Prunus padus
Sorbus aucuparia
Raschwüchsiger, anspruchsloser Baum
Anspruchsloser Flachwurzler
Standort frisch bis feucht, lehmig, wasserzügig, Sonne bis Halbschatten Blüte April bis Mai, weiße Trauben Früchte essbar (nur verarbeitet), schwarz Wuchshöhe 2-15 m
Standort kühl, frisch, verträgt keine Hitze, Sonne bis Halbschatten Blüte Mai, weiße Schirmrispen Früchte rote „Beeren“ mit viel Vit. C, nach Verarbeitung genießbar Wuchshöhe bis 15 m
Heimische Bäume 29⎪
LEGENDE Gehölz ua besonders wertvoll für Bienen / Hummeln Schmetterlinge Vögel
⎪30 Heimische Ufergehölze
Heimische Ufergehölze
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Erle, Grau-
© gnubier / PIXELIO
Erle, Schwarz-
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Pappel, Silber-
Alnus incana
Alnus glutinosa
Populus alba
Als Baum oder Strauch, durch die starke Ausläuferbildung, zur Befestigung von Ufern und nassen Hängen geeignet
Locker aufgebaute, breite Krone, Borke schwarzbraun und rissig, wichtiges Pioniergehölz
Sommergrüner Laubbaum mit breit runder Krone, starke Ausläufer, zur Befestigung von feuchten Hängen geeignet
Standort nährstoffreich, frisch bis feucht, Sonne bis Halbschatten Blüte März bis April, rötlich braune Kätzchen Früchte dunkelbraune Fruchtzapfen Wuchshöhe 8-12 m
Standort kalkarm, frisch bis feucht, Sonne bis Schatten Blüte März bis April, Kätzchen erscheinen vor den Blättern Früchte dunkelbraune Fruchtzapfen Wuchshöhe bis 22 m
Standort warm, nicht zu nass, frostempfindlich Blüte März bis April, gelbgrüne, hängende Kätzchen erscheinen vor dem Laubaustrieb Früchte hängend Wuchshöhe 15-30 m
Heimische Ufergehölze 31⎪
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Ulme, Berg-
© Alexander Mrkvicka
Ulme, Feld-
© Alexander Mrkvicka
Weide, Korb-
Ulmus glabra
Ulmus minor
Salix viminalis
Wird von einem Schadpilz bedroht, mächtiger Baum
Breitkronig, wird von einem Schadpilz bedroht
Standort kühl, luftfeucht, nährstoffreich, kalkhaltig, Sonne bis Halbschatten
Standort nährstoffreich, kalkhaltig, warm, tiefgründig, Sonne bis Halbschatten
Strauch mit langen, schlanken Zweigen, wächst auch in überschwemmten Gebieten, bildet Wasserwurzeln
Blüte März bis April, grün-rötlich in Büscheln
Blüte März bis April, grünlich
Früchte geflügelte Nüsschen Wuchshöhe 20-40 m
⎪32 Heimische Ufergehölze
Früchte geflügelte Nüsschen Wuchshöhe 20-35 m
Standort frisch bis feucht, Sonne Blüte März bis April, Kätzchen erscheinen vor den Blättern Früchte grauwollige Fruchtkätzchen Wuchshöhe 2-10 m
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Weide, Silber-
© Alexander Mrkvicka
Weißdorn, Zweigriffliger
Salix alba
Crataegus laevigata
Kurz- oder schiefstämmig mit breiter, rundlicher Krone, schnellwüchsig, zur Uferbefestigung geeignet
Aufrecht, sparrig verzweigt, spitze Dornen, gelb-orange Herbstfärbung
Standort kalkhaltig, wasserzügig, Sonne Blüte März bis April, graue Kätzchen erscheinen mit den Blättern Wuchshöhe bis 25 m
Standort frisch bis feucht, Sonne bis Halbschatten Blüte Mai bis Juni, weiß, stark riechend, in Doldenrispen Früchte essbar (Marmelade, Kompott), scharlachrot Wuchshöhe 2-10 m
Heimische Ufergehölze 33⎪
Weiterführende Broschüren Amt der Vorarlberger Landesregierung (2007): Gebietsfremde Pflanzen an Fließgewässern. Neophyten als Problem für Naturschutz und Gewässerschutz. Amt der Vorarlberger Landesregierung (2009): Naturschutz in der Gemeinde. Amt der Vorarlberger Landesregierung (2005): Geschützte Pflanzen und Tiere - Bestimmungen zum Schutz von wild wachsenden Pflanzen und frei lebenden Tieren in Vorarlberg.
Literaturverzeichnis Amann, G. (1976): Bäume und Sträucher des Waldes. 12. Auflage. Verlag J. NeumannNeudamm KG, Melsungen. Amt der Oö. Landesregierung (2009): Alte Gartenpflanzen neu entdeckt. Teil 1, 2. Bertiller, R. (2004): Ufergehölze und Totholz an kleinen Fließgewässern. Ökologische Bedeutung und Fördermaßnahmen. ETH Zürich. Burghardt, K. T., Tallamy, D. W., Shriver, W. G. (2008): Impact of Native Plants on Bird and Butterfly Biodiversity in Suburban Landscapes. Conservation Biology 23 / 1: 219-224. Der NÖ Naturgarten-Ratgeber: Bäume, Sträucher & Co. Teil 7. Die OÖ Gärtner, Landwirtschaftskammer für OÖ. (2008): klein und fein. Kleine Gärten naturnah gestalten. Die OÖ. Gärtner, Landwirtschaftskammer für OÖ. (2008): Die 100 besten Gartentipps. „die Umweltberatung“ Wien (2006): Laubhecken-Poster. 1. Auflage. „die Umweltberatung“ Wien (2009): Artenliste für Ihre Baumwahl in Garten und Innenhof. „die Umweltberatung“ Wien (2009): Der richtige Baum in Garten und Innenhof. „die Umweltberatung“ Wien (2009): Heimische Gehölze im Garten. Bäume, Sträucher, Hecken und Kletterpflanzen im Portrait. 1. Auflage. „die Umweltberatung“ Wien (2009): Tipps zur Pflanzung von Baum und Strauch. Dreyer, E., Dreyer, W. (1990): Der Kosmos-Waldführer. Ökologie, Gefährdung, Schutz. Kosmos Naturführer. Franckh-Kosmos Verlags-GmbH & Co., Stuttgart. Harz, K. (1997): Bäume und Sträucher. Blätter, Blüten, Früchte der heimischen Arten. BLV Naturführer. 8. Auflage. BLV Verlagsgesellschaft mbH, München. Kals, E., Kumpfmüller, M. (2009): Wege zur Natur… im Garten. Handbuch. 2. Auflage. Oberösterreichische Landesregierung. Kumpfmüller, M., Polak, P. (2009): Wege zur Natur… Heimische Pflanzen für unsere Gärten. Oberösterreichische Landesregierung. Mayer, J., Schwegler H.-W. (2002): Welcher Baum ist das? Bäume, Sträucher, Ziergehölze. 25. Auflage. Franckh-Kosmos Verlags-GmbH & Co., Stuttgart. NABU Bundesverband (2006): Hecken und heimische Gehölze. Poschwitz, H.: Gehölzbewuchs als natürlicher Uferschutz an den Bächen des Main-TaunusKreises. Verband Schweizerischer Baumschulen: Pflanzen für unsere Gärten. Pflanzenliste einheimische Gehölze.
⎪34
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Schaffen Sie buntes Grün im Garten*! Jeder Garten, ob Nutz- oder Ziergarten, kann zu einem Paradies für Blütenbesucher werden. Blühende Pflanzen in den Gärten können helfen, die Trachtlücke für Bienen, Schmetterlinge und Co. in der freien Landschaft im Sommer und Herbst etwas auszugleichen. Und mehr Farbe und Vielfalt im Garten erfreut auch das menschliche Auge. Die Natur hat mehr als Grün zu bieten. Betrachten sie die folgenden Tipps einfach als bunte Farbpalette für ihren Garten.
Tipp 1 – Blütenpracht im Gemüsebeet – Gründüngung / Blühendes Gemüse Gründüngung nach der Gemüseernte unterdrückt Beikräuter, fördert den Humusaufbau und die Bodenbedeckung. Wählt man dazu Blühpflanzen wie Phacelia, Inkarnat- oder Perserklee, bietet man auch den Blütenbesuchern tolle Nahrungsquellen. Zucchini, Gurken oder Kürbisse sind reiche Nektar- und Pollenspender. Oder lassen sie einzelne Zwiebel oder Möhrenpflanzen abblühen! Achten Sie auch auf einen sparsamen und sorgsamen Umgang mit Pflanzenschutzmitteln.
Tipp 2 – Gedeckter Tisch im Kräutergarten – Gewürzkräuter blühen lassen! Frische Kräuter sind leckere Zutaten, die einer Speise den letzten Schliff geben. Auch Blüten besuchende Insekten lieben Kräuter. Aber nur, wenn die Pflanzen im Sommer zur Blüte kommen, denn dann liefern sie Pollen und Nektar. Lassen sie ein paar Kräuterpflanzen abblühen! Bienen und Hummeln lassen sich Blüten von Salbei, Rosmarin, Pfefferminze, Melisse, Fenchel, Dill, Majoran, Oregano und Thymian gerne schmecken. Und sie danken mit zufriedenem Summen und Brummen in ihrem Garten.
Tipp 3 – Jedem Tierchen sein Plaisirchen – Wildbienen, Hummeln & Schmetterlinge Wildbienen sind oft auf einzelne Pflanzen spezialisiert. Je nach Rüssellänge bevorzugen sie Rainfarn, Ziest-Arten, Fetthenne oder Hauswurz als Nahrungspflanzen. Hummeln besuchen gerne Rachen- und Röhrenblumen wie Rittersporn, Fingerhut und Lupinen. Bei Tagfaltern sind Nelkenarten (Kartäuser-, Heide-, Pech-, Lichtnelke), Kornrade und Winden sehr beliebt. Nachtfalter laben sich gern an duftenden Nachtblühern wie Nachtkerze, Türkenbund, Zaunwinde oder Seifenkraut. Wichtig bei der Auswahl von Blumen ist, dass sie nicht gefüllt blühen. _______________________________________________________________________________________________________
Bodensee Akademie, Wissenschaftlicher Verein für nachhaltige Entwicklung Seite 1 A-6850 Dornbirn, Steinebach 18; Tel:+43/(0)5572/33064; Fax: DW 9; E-mail: office@bodenseeakademie.at www.bodenseeakademie.at www.gentechnikfreie-bodenseeregion.org
Tipp 4 – Liegestuhl statt Rasenmäher – Zeit und Geld sparen / Mähstreifen Grüner Zierrasen muss oft gemäht, besprengt und gedüngt werden. Das kostet Zeit und Geld und für Insekten bleibt nur eine grüne Wüste. Doch selbst ein artenarmer Rasen lässt sich nach einiger Zeit in eine bunte Wiese verwandeln. Probieren sie es aus: düngen sie ein Stück ihres Rasens nicht mehr und mähen nur noch alle paar Wochen. Lassen sie immer mal wieder einen Mähstreifen stehen. So können die Pflanzen blühen und aussamen. Blühstreifen am Rand unterstützen den Prozess. Und dann gönnen sie sich eine wohlverdiente Pause im Liegestuhl und genießen die Farbenpracht!
Tipp 5 – Wilde Gartenwinkel – Hecken und Büsche / Nützlinge fördern In einem größeren Garten darf man ruhig auch mal den einen oder anderen wilden Winkel zulassen. Schlehen, Berberitzen oder Heckenkirschen und natürliche Verbuschungen geben Nahrung und Unterschlupf für Insekten, Vögel, Igel und andere Nützlinge. Auch Dachbegrünungen eignen sich, um gezielt Wildpflanzen als Insektennahrung anzubauen. Tipp 6 – Mehr Holz vor die Hütte! Bäume / Sträucher / Kletterpflanzen Neben Blumen bieten blühende Sträucher und Bäume ein breites Nahrungsangebot für Insekten. Besonders beliebt sind alle Arten von Obstbäumen sowie Hartriegel, Liguster oder Schneeball. Im Frühjahr bieten Haselnuss und Kätzchen-Weiden die wichtigen ersten Pollen. Danach liefern blühende Beerensträucher (Himbeere, Brombeere, Johannisbeere, Stachelbeere) Nahrung für Insekten. Auch Kletterpflanzen wie Wilder Wein, Efeu, Jelängerjelieber oder ungefüllte Kletterrosen decken den Tisch für Bienen und Co.
Tipp 7 – Hotelneubau mit Pool in attraktiver Lage – Nisthilfen / Wasserstellen Nistkästen und Nisthilfen, sog. Wildbienenhotels, bieten Wohnraum für Wildbienen, die im Gegensatz zu den Honigbienen solitär leben. Wichtig: wählen sie einen sonnigen, windund regengeschützten Platz (Himmelsrichtung Süd / Südost) und belassen sie die Nisthilfe das ganze Jahr am gleichen Platz im Freien. Kleine Gartenteiche oder Gefäße sichern die wichtige Wasserversorgung der Insekten.
Verwenden Sie regionales Saat- und Pflanzgut! Unsere heimischen Pflanzenarten haben sich im Laufe ihrer Entwicklung an ihre Umweltbedingungen angepasst. Die daraus entstandene Arten- und Genotypenvielfalt ist ein wichtiger Aspekt der biologischen Vielfalt und muss bewahrt werden. Deshalb sollten sie Saat- und Pflanzgut aus der Region verwenden. So verhindern sie die Verfälschung der regionalen Flora.
* Mit freundlicher Genehmigung der Bodenseestiftung
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Bodensee Akademie, Wissenschaftlicher Verein für nachhaltige Entwicklung Seite 2 A-6850 Dornbirn, Steinebach 18; Tel:+43/(0)5572/33064; Fax: DW 9; E-mail: office@bodenseeakademie.at www.bodenseeakademie.at www.gentechnikfreie-bodenseeregion.org