Tälerporträt

Sportliches Aushängeschild
Alessandro Hämmerle freut sich schon auf die Heim-WM
Kreativität aus der Region
Menschen mit Ideen, Pinsel und Leidenschaft
Natur neu entdecken
Von Alpen, Kräutern und besonderen Orten



ZWEI BESONDERE ORTE.EIN VERSPRECHEN:

Wasmit dem Bergrestaurant Fuchsbau auf 1.450 Metern begann,findet nun seine Fortsetzung im Tal: Die Alpenlodge Fuchsbauverbindet stilvolle Apartments, private Wellnessmomenteund kulinarischen Genuss inmitten derBergwelt
Private Sauna &Infrarotkabine |Halbpension 2.0| Frühstückskorb |24/7 Trust Bar |Premium-Gästekarte
MEHR ALS URLAUB EINORT ZUM ANKOMMEN UNDBLEIBEN
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SONN




üb 30abwechslungsreiche Spielstationen



erwe e Bergrestaurant mit Panoramaterrasse



traumhafte Wanderwege aumhafte Wand g Bike-Touren für alle Ansprüche ber 30 abwechslungsr p








Sommerbetrieb: 27.06. bis04.10.2026 täglich, 08:30 bis16:30 Uhr 6754 KlösterleamArlberg T.:+43 5582 292-0 info@sonnenkopf.com
Alle Infoszum Bärenlandund denweiteren Angeboten auf sonnenkopf.com
Inhalt
4 Besonderes Alpleben
Auf der Alpe Rona gibt es jeden Tag viel zu tun
8 Sommer in den Bergen
Zahlreiche Hütten locken zum Wandern und Einkehren
10 Gargellen
Wanderwege werden zu Theaterpfaden
12 Doppel-Olympiasieger
Snowboarder Alessandro Hämmerle im Gespräch
14 Runder Geburtstag
Die Bürgermusik Gaschurn-Partenen feiert ein dreitägiges Fest
16 Lernen und staunen
Der Naturraum Verwall bietet besondere Einblicke
18 Klostertal
Vier Tage im Zeichen des nassen Elements
20 Events zwischen Berg und Tal
Den ganzen Sommer über locken zahlreiche Events
22 „Pakt mit dem Pinsel“
Künstler Roland Haas malt seit fünf Jahrzehnten Aquarelle
26 Strand-Feeling in Sonntag
Zum neunten Mal wird die Beachvolleyball Nighttrophy ausgetragen
28 Tierisches Paradies
Auf dem Hüahop Abenteuer Minihof gibt es viel zu erleben
32 Geschichten sichtbar machen
Anna Stemer ist eine der profiliertesten Illustratorinnen im Land
34 s’brennt scho wiedr
Gleich zwei Jubiläen feiert die Feuerwehr Thüringerberg
36 Die Kraft der Natur
Michaela Zech gibt ihr Wissen über Kräuter und Natur weiter
38 Kreativität kennt kein Alter
Otmar Ganahl ist vielseitig begabt und liebt die Abwechslung
Impressum | Herausgeber, Hersteller: Russmedia Verlag GmbH, Gutenbergstraße 1, 6858 Schwarzach

Redaktion: Johanna Walser, Kathrin Hausberger, Laura Fitsch, Michael Steinlechner, Stephanie Herweg (Russmedia) Umsetzung: Khrysstine Galias (Russmedia) Fotos: Andreas Vaschauner, Andreas Gassner, Alpenregion Bludenz Tourismus GmbH (Jessica Müller, Robert Bohnke, Alex Kaiser), Christoph Schöch, Lech Zürs Tourismus (Katerina Fišer), Franz-Josef-Hütte, Lenz Nenning, Thomas Eder, Thomas Hennerbichler, Montafon Tourismus GmbH (Roland Fritsch, Andreas Haller, Marie-Christin Schilcher, Stefan Kothner, Christian Hirschmann), Olympic Team Austria, FIS Snowboard Racing, Bürgermusik Gaschurn-Partenen, Naturschutzverein Verwall, Manuela Domig, Kathrin Hausberger, Klaus Hartinger, Johanna Walser, Hüahop Minihof, Mathias Rhomberg, Stephanie Herweg, Ortsfeuerwehr Thüringerberg, Holzmichl’s Alpakas, Chiara Zech, Michael Steinlechner, Shutterstock Anzeigen: Brigitte Moser, Melanie Bertsch, Thorben Eichhorn, Russmedia Verlag GmbH, Gutenbergstraße 1, 6858 Schwarzach Erscheinungsdatum: Freitag, 26. Juni 2026 8 14




ALLTAG AUF 1250 METERN IN BÜRSERBERG
Melken, sennen, Tiere versorgen. Fünf Mitarbeiter der Alpe Rona geben einen Einblick in ihren Alltag und verraten, was das Alpleben besonders macht.
Auf 1250 Metern, mitten auf dem Tschengla-Hochplateau in Bürserberg, liegt die Alpe Rona. Wo Kuhglocken bimmeln und der Duft von saftigen Berg- und Kräuterwiesen in der Luft liegt, verbringen rund 400 Tiere aus den Landwirtschaftsbetrieben in Bürserberg ihren Sommer. Etwa 100 Tage verweilen sie hier auf 246 Hektar Weideflächen, bevor sie im September beim Alpabtrieb in festlicher Atmosphäre wieder ins Tal ziehen.

Alpmeister Michael Domig und sein Team sorgen dafür, dass die Tiere gut versorgt sind, täglich frische Alpprodukte entstehen und Besucherinnen und Besucher die Alpe Rona in vollen Zügen genießen können. Aber wie sieht der Alltag auf einer Alpe eigentlich aus – und was macht die Arbeit so besonders?
Arbeitsbeginn um 3 Uhr Alptage sind lange Tage – und sie beginnen früh. Bereits um 3 Uhr werden die Kühe in den Stall gebracht, gefüttert und gemolken. Das Melken der 80 Milchkühe nimmt etwa zweieinhalb Stunden in Anspruch. Um 17 Uhr folgt ein zweiter Durchgang. „Das Schönste am Alpleben ist, dass du immer unter den Tieren bist. Du siehst immer wieder was Neues, lernst viel dazu. Es wird nie langweilig", erzählt Milchkuhhirte Dominik Bertsch. Die frische Milch wandert direkt nebenan in die Sennerei, wo Senner Lukas Madlener bereits wartet. Täglich verarbeitet er bis zu 1800 Liter Milch zu Bergkäse, Frischkäse, Joghurt und Alpbutter. „Hier oben auf der Alpe ist beim Sennen noch viel Handarbeit gefragt, das gefällt mir“, sagt Lukas, der seine erste Saison auf einer Alpe verbringt. Jeden Morgen von 8:30 bis 9:30
Uhr können Besucherinnen und Besucher in der Schausennerei live bei der Käseherstellung zusehen – besonders für Kinder ist das ein echtes Highlight.

„Das Schönste am Alpleben ist, dass du immer unter den Tieren bist. Du siehst immer wieder was Neues, lernst viel dazu. Es wird nie langweilig.“
Dominik Bertsch Milchkuhhirte
Verantwortung für 270 Tiere Während im und rund um das Alpgebäude der Morgen schon voll im Gang ist, ist Hirte Jonas Walser bereits draußen auf den Weiden unterwegs, kontrolliert Zäune und schaut, dass alle Tiere wohlauf sind. 270 Tiere – darunter Rinder, Mutterkühe, Ziegen, Pferde und die jeweiligen Jungtiere –liegen in seiner Obhut. Und er kennt jedes einzelne. „Jedes Tier hat seine Eigenheiten,
das eine ist zahm, das andere eher wild. Besonders aufpassen muss man bei den Mutterkühen, wenn sie ihre Kälber verteidigen – da musste ich auch schon flüchten", erzählt er. Für Jonas, der mit zehn Jahren als Kleinhirte begonnen hat, gehört auch das dazu.

„Wenn schönes Wetter ist, stehst du mitten auf der Weide, die Glocken tönen und den Tieren geht es gut. Das ist unbeschreiblich."
Jonas Walser Hirte
„Dem Himmel ein Stück näher“ Was die Mitarbeiter täglich erleben, spüren auch die Besucher(innen). René Badetscher, zuständig für Verkauf und Service, beobachtet es jeden Tag aufs Neue. „Die Leute suchen hier die Ruhe. Man sieht es ihnen an, wie sie sich hierhersetzen und richtig abschalten können. Man fühlt sich hier dem Himmel eben ein Stück näher." Selbst bei Regen kommen Gäste morgens schon vorbei, um sich mit frischen Alpprodukten einzudecken – besonders der Käse ist gefragt. Dank der flachen, befestigten Straße ist die Alpe vom Wanderparkplatz Tschengla in nur zehn Minuten erreichbar, auch mit Kinderwagen. Wer Abenteuer sucht, findet ringsum zahlreiche Möglichkeiten für Wanderungen und (E-)Mountainbike-Touren.


„Wenn
hier oben das letzte Tier gesund die Alpe verlässt – das ist das Allerschönste."
Michael Domig Alpmeister



Nach der Saison ist vor der Saison Michael Domig, der Alpmeister selbst, schaut während der Alpsaison regelmäßig nach seinem Team. Er unterstützt, wo es geht, ist aber nicht täglich vor Ort. Seine eigentliche Arbeit beginnt erst wieder im September: neue Saison planen, Personal organisieren, Tierplätze koordinieren. Ein
Ganzjahresjob, den Michael bereits in der vierten Saison ausübt, neben seiner Tätigkeit als Bautechniklehrer an der HTL Rankweil und einem eigenen Landwirtschaftsbetrieb. Sein persönliches Highlight ist die Auffahrt, wenn die Tiere das erste Mal auf die Weide dürfen – und der Alpabtrieb, wenn die geschmückten Kühe im September ins Tal zurückkehren.
Alpe Rona
Die Alpe Rona ist von Ende Mai bis Mitte September täglich von 8 bis 19 Uhr geöffnet.
Weitere Informationen auf www.alpe-rona.at


GENUSS FÜR ALLE SINNE


Am Freitag, dem 10. Juli 2026, wird das Alvierbad in Brand ab 16 Uhr zum Treffpunkt für Genießerinnen und Genießer.
Laptop zu, sommerliche Freizeitkleidung an und ab ins Wochenende, bzw. rein in die Schulferien: Beim Genussfestival im Alvierbad warten Gaumenfreuden, Live-Musik und Naturgenuss auf zahlreiche Gäste. Die Brandnertaler Gastronom(inn)en begrüßen die Besucher(innen) an diesem Freitagnachmittag mit einer Vielfalt an liebevoll zuberei-
Genussfestival Alvierbad
Wann Freitag, 10. Juli 2026, ab 16 Uhr Wo Alvierbad Brand, Mühledörfle 77, 6708 Brand Programm Live-Musik mit den montaphonics von ca. 18 bis 21 Uhr Shuttle 21:30 bis 23:30 Uhr zwischen Alvierbad Brand und Bahnhof Bludenz. Preise Bezahlt wird nur, was gegessen und getrunken wird.

teten Speisen und Getränken, die die kulinarische Handschrift des Tals tragen.
Zwischen den einzelnen Ständen können sich die Gäste treiben lassen, Neues probie-
ren und Altbekanntes neu entdecken. Dazu sorgt am Abend Live-Musik mit den montaphonics für eine entspannte Stimmung, während es auch für Kinder einen eigenen Bereich zum Spielen und Ausprobieren gibt. Die montaphonics – bestehend aus dem Akustik-Duo Berti und Alex – haben mit den grooving Sixties, Rock, Pop, Funk und vielem mehr ein breitgefächertes Repertoire.
Mit den Öffis zum Festival
Wer mit öffentlichen Verkehrsmitteln zum Genussfestival kommt, fährt mit dem Landbus L580 bis zur Haltestelle „Brand Gemeindezentrum“. Die genauen Verbindungen finden sich online unter www. vmobil.at. Abends verkehrt zusätzlich ein Shuttle zwischen dem Alvierbad in Brand und dem Bahnhof Bludenz.








TEAM MONTAFON – MEHR ALS ARBEIT
Arbeiten, wo andere Urlaub machen: Mit der Arbeitgebermarke „Team Montafon“ erlebst du Sinn, Entwicklung und Gemeinschaft – in einer Region, die mehr bietet als nur einen Job. Hier zählt, was dich bewegt – mit Haltung, Herz und Perspektive.
Der Tourismus ist einer der zentralen Wirtschaftsfaktoren im Montafon – rund 2.000 Menschen arbeiten allein in gewerblichen Betrieben, viele weitere in privaten oder tourismusnahen Bereichen.
Doch Zahlen allein erzählen nicht, was es heißt, Teil des „Team Montafon“ zu sein.
Gemeinsam stark
Seit 2022 arbeiten engagierte regionale Betriebe – initiiert von der Montafon Tourismus GmbH – an einer gemeinsamen Arbeitgebermarke.
„Team Montafon“ ist mehr als ein Logo: Es steht für Qualität, Werte und Zusammenarbeit. Ein Netzwerk, in dem sich Betriebe austauschen, voneinander lernen und aktiv eine nachhaltige Arbeitskultur gestalten. Ziel ist es, Zu-


friedenheit, Motivation und die Vernetzung unter den Mitarbeitenden zu stärken. Ergänzend dazu entstehen echte Perspektiven durch Aus- und Weiterbildung, bessere Rahmenbedingungen und gezielte Bindung der Mitarbeitenden für alle, die mehr vom Arbeiten erwarten.
Zukunft gestalten Unterstützt vom Zertifikat „Top Tourismus Jobs Vorarlberg“ – verliehen von der Wirtschaftskammer Vorarlberg – zeigen sich Betriebe, die über dem Standard liegen. Regelmäßige Befragungen und Selbstevaluierungen sichern die Qualität. „Als Teil des ͵Team Montafon‘ lebe ich echte Gastfreundschaft – an einem Arbeitsplatz mit Lebensqualität“, sagt Martina Peter, Servicechefin im

Hotel Zimba. Warum das wichtig ist? Weil sich Tourismus verändert und das vor allem durch die Haltung jener, die ihn gestalten. „Team Montafon“ schafft Orte, an denen Sinn, Entwicklung und Gemeinschaft im Fokus stehen. WERBUNG
Mitgliedsbetriebe im „Team Montafon“
• Hotel Zimba
• Felbermayer Hotel & Alpine Spa
• Hotel Fernblick
• Panoramagasthof Kristberg
• Boutiquehotel Grandau
• Hotel Vitalquelle
• Hotel Montafoner Hof
• Gasthof Löwen
• Hotel Alpenfeuer Montafon & Montafon Moment
• Löwen Hotel Montafon
• Montafon Tourismus GmbH


Wandern,
EINKEHREN, GENIESSEN
Ob für einen Tagesausflug oder mehrere Wandertage – zahlreiche Berghütten laden im Sommer zum Besuch ein. Wir präsentieren ausgewählt Hüttentipps der Redaktion.
GROSSES WALSERTAL

BIBERACHER HÜTTE Sie befindet sich am Übergang vom Großen Walsertal in den Bregenzerwald, umgeben von Kalkfelsen und blühenden Bergwiesen mit seltenen Orchideen. Unter anderem von Buchboden in drei bis vier Stunden zu erwandern und eine Etappe der beliebten Lechquellenrunde.
Höhe: 1.846 m
Highlights: Hochkünzelspitze, Braunarlspitze, Rothorn
KALTENBERGHÜTTE Im hintersten Klostertal liegt die Kaltenberghütte, die sich auf der Verwallrunde befindet und von Stuben oder Langen erwandert werden kann. Nach dem Wandern empfiehlt sich ein Sprung in den Bergsee, der wenige Minuten entfernt zum Baden einlädt.
Höhe: 2.089 m
Highlights: Kaltenberg, Maroiköpfe, Krachenspitze

Tälerporträt
FRANZ-JOSEF-HÜTTE Im Bereich der Oberen Staffelalpe in Faschina liegt diese urgemütliche Familienhütte, die seit 1978 zur Rast und Übernachtung einlädt. Dieses Einkehrziel im Biosphärenpark Großes Walsertal erreicht man von Faschina aus entweder zu Fuß oder mit dem Sessellift.
Höhe: 1.704 m
Highlights: Glatthorn


RAVENSBURGER HÜTTE Oberhalb des Spullersees – an einem der schönsten Plätze Österreichs – liegt diese ausgesprochen familienfreundliche Hütte mit Spielplatz und Klettermöglichkeiten, die zur Lechquellenrunde zählt und unter anderem von Klösterle oder Lech Zürs gut erreichbar ist.
Höhe: 1.948 m
Highlights: Spuller Schafberg, Roggalspitze, Kleine Wildgrubenspitze
BRANDNERTAL

SAROTLAHÜTTE Durch stille Wälder und vorbei an rauschenden Wasserfällen führt der Weg von Brand in den Talkessel am Fuß der Zimba – dem „Vorarlberger Matterhorn". Die Hütte überzeugt mit nachhaltiger Bewirtschaftung, selbstgebackenem Brot und unkonventioneller Küche.
Höhe: 1.611 m
Highlights: Zimba, Großer Valkastiel, Gottvaterspitze
TILISUNAHÜTTE Direkt an der Grenze zur Schweiz liegt eine der ältesten Alpenvereinshütten im Rätikon. Sportliche Wanderung von Tschagguns-Grabs, vorbei am Tobelsee und dem Schwarzhornsattel, wird mit Sprung in den Tilisunasee, verdienter Einkehr und herrlichem Ausblick belohnt.
Höhe: 2.211 m
Highlights: Sulzfluh, Weißplatte, Scheienfluh


OBERZALIMHÜTTE Inmitten weiter Almflächen im Zalimtal gelegen, ist diese Alpenvereinshütte von Brand oder von der Bergstation der Palüdbahn zu erreichen. Ideal für eine Familienwanderung oder einen Zwischenstopp, bevor es Richtung Mannheimer Hütte und auf die Schesaplana geht.
Höhe: 1.889 m
Highlights: Oberzalimkopf, Panüelerkopf, Schesaplana

MONTAFON

SAARBRÜCKER HÜTTE Im Silvretta-Gebiet thront diese Alpenvereinshütte in beeindruckender Lage. Für Hobbysportler sowie erfahrene Alpinisten ein beliebtes Einkehrziel. Diesen Sommer von Partenen aus mit Vermuntbahn und Tunnelbus ab dem Vermuntstausee gut zu Fuß zu erwandern.
Höhe: 2.538 m
Highlights: Großes Seehorn, Großlitzner, Kleinlitzner



WO BERGE ZUR BÜHNE WERDEN
Wenn sich in Gargellen Wanderwege in Theaterpfade verwandeln, verschmelzen Natur, Geschichte und Schauspiel zu einem besonderen Erlebnis.
Die Montafoner Theaterwanderung verbindet seit Jahren Wanderung und Schauspiel vor der eindrucksvollen Bergkulisse der Madrisa. Nach mehr als zehn Jahren Spielzeit und fast 100 ausgebuchten Vorstellungen von „Auf der Flucht“ wurde 2025 mit „Grenzerfahrungen am Zauberberg“ ein neues Kapitel aufgeschlagen.
Geschichte erleben
Vor der 2770 Meter hohen Madrisa führt das Ensemble teatro caprile die Besucherinnen und Besucher auf einer etwa fünfstündigen Wanderung durch die Kulturlandschaft rund um Gargellen. An verschiedenen Stationen entlang des Weges entfalten sich kurze Spielszenen, die historische Ereignisse, persönliche Schicksale und gesellschaftliche Entwicklungen miteinander verweben. Die alpine Landschaft dient dabei nicht nur als Kulisse, sondern wird selbst Teil der Inszenierung.
Blick zurück
Das aktuelle Stück „Grenzerfahrungen am Zauberberg“ beleuchtet die Region aus unterschiedlichen Perspektiven. Im Mittelpunkt stehen die Veränderungen, die das Leben im Bergdorf und seiner Umgebung
Gargellen


geprägt haben. Dabei greift die Inszenierung Themen wie Bergleben, Tourismus und gesellschaftlichen Wandel auf und verbindet sie mit Fragen, die bis heute nachwirken. Zwischen historischen Schauplätzen und beeindruckenden Ausblicken entsteht so ein vielschichtiges Bild des Montafons.
Natur als Bühne
Gerade die Verbindung aus Bewegung, Naturerlebnis und Schauspiel macht den besonderen Reiz der Theaterwanderung aus. Hinter jeder Wegbiegung eröffnen sich neue Perspektiven auf die Bergwelt und ihre Vergangenheit. So wird aus einer Wanderung eine Reise durch Zeit und Erinnerung – und aus der Landschaft eine Bühne unter freiem Himmel.
Montafoner Theaterwanderung: „Grenzerfahrungen am Zauberweg“
Termine 2026
17./18./19. Juli
21./22./23. August
28./29./30. August
Weitere Informationen und Tickets auf www.montafon.at/theaterwanderung


Der Freizeitpark
Mountain BeachinGaschurn
wurde in diversen Rankings bereits wiederholt zum schönstenNaturbadÖsterreichs gekürt!

Aktivitäten für dieganzeFamilie
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„DIE HEIM-WM IST EIN RIESIGER MOTIVATIONSFAKTOR“
Snowboardcross Doppel-Olympiasieger Alessandro Hämmerle über intensives Sommertraining, die Motivation der bevorstehenden Heim-WM, den Ausgleich am Golfplatz und die Freude am Sport.
Hallo Alessandro, du bist seit März Doppel-Olympiasieger im Snowboardcross. Hat sich seitdem bei dir etwas verändert?
Alessandro Hämmerle: Eine grundlegende Veränderung in meinem Leben hat es nicht gegeben. Der Sprung vom ersten zum zweiten Olympiasieg ist nicht mehr so groß wie damals. Beim zweiten Mal kennt man den Umgang mit der Situation bereits. Natürlich bekomme ich noch etwas mehr Aufmerksamkeit, und für meine Karriere ist es eine besondere Auszeichnung. Es war ein großes Ziel, das wir noch einmal erreichen konnten. Dafür bin ich sehr dankbar.
Wie sieht dein Sommertraining aus?
Alessandro Hämmerle: Ich trainiere jeden Tag außer am Sonntag, meistens stehen sogar zwei tägliche Einheiten auf dem Programm. Einen Teil absolviere ich im Olympiazentrum Vorarlberg, wo ich circa drei Mal pro Woche bin. Ansonsten trainiere ich oft im Fitnessstudio in Bludenz oder bin draußen unterwegs – etwa mit dem Rad im Montafon. Solche Ausdauereinheiten gehören ebenso dazu wie das Krafttraining.

Hast du dir nach dem Ende der Weltcup-Saison eine Auszeit gegönnt?
Alessandro Hämmerle: Ja, ich bin im April auf Urlaub gewesen – unter anderem in der Steiermark, Kärnten und Spanien. Nach einer so intensiven Saison braucht man eine Auszeit, um wieder Energie zu tanken.
Wir sind gerade am Golfplatz in Tschagguns. Wie lange spielst du schon und was gefällt dir daran?
Alessandro Hämmerle: Mittlerweile spiele ich die dritte Saison Golf. Das Schöne daran ist, dass ich es auch nach dem Training machen kann. Körperlich ist es nicht sehr belastend, mental dafür umso anspruchsvoller. Ich habe gemerkt, dass mir das auch beim Snowboarden hilft. Man lernt, den Körper bewusster wahrzunehmen und Dinge aus einer anderen Perspektive zu sehen.
Vor allem ist Golf für mich ein Ausgleich. Als Sportler ist alles sehr leistungsorientiert. Auf dem Golfplatz kann ich abschalten. Die Plätze sind wunderschön, man ist draußen in der Natur und verbringt Zeit mit anderen Menschen.
Wie viel Zeit verbringst du im Montafon und wo bist du gerne unterwegs?
Alessandro Hämmerle: Da ich in Bludenz wohne, bin ich ungefähr einmal pro Woche bei meiner Familie im Montafon. Wandern ist nicht unbedingt meine Leidenschaft, dafür bin ich sehr gerne mit dem Mountainbike unterwegs. Das liegt mir einfach mehr, weil es etwas actionreicher ist. Ich bin gerne im Garneratal in Gaschurn, auf den BikeTrails am Hochjoch oder entlang der Ill zum Kneippen.
Wann beginnt für dich das Schneetraining wieder?
Alessandro Hämmerle: Voraussichtlich stehen wir ab September wieder auf dem Snowboard. Dann können wir auf die heimischen Gletscher gehen und müssen nicht nach Südamerika oder an andere weit entfernte Trainingsorte ausweichen. Wo genau wir trainieren, hängt schließlich von den
Schneeverhältnissen ab. Oft starten wir in Hintertux, manchmal auch am Stilfser Joch.
2027 findet die Snowboard-WM im Montafon statt. Was bedeutet das für dich?
Alessandro Hämmerle: Die Heim-WM ist ein riesiger Motivationsfaktor für mich. Als Sportler ist es wichtig, ein großes Ziel vor Augen zu haben. Das Training ist oft extrem hart. Man steht morgens mit Muskelkater auf und muss trotzdem weitermachen. Dafür braucht man Motivation und Leidenschaft. Die Heim-WM gibt mir genau diesen Antrieb. Sie ist der Grund, warum ich mich weiterhin so intensiv vorbereite und eine gute Performance liefern will. Gleichzeitig versuche ich, die Balance zu halten. Zu viel Druck kann schnell nach hinten losgehen. Ich möchte mit einer gewissen Gelassenheit an den Start gehen. Schließlich habe ich in meiner Karriere bereits sehr viel erreicht. Die Erfahrung sollte mir dabei helfen, möglichst frei und locker zu fahren.
Worauf freust du dich am meisten?
Alessandro Hämmerle: Auf die Zuschauer und Fans. Es wird ein echtes Highlight, und ich freue mich darauf, dass das Montafon einmal ein so großes Snowboard-Ereignis erleben kann. Denn die Snowboard-Community bringt eine besondere Atmosphäre mit sich. Die Freestyle-Disziplinen und die gesamte Szene sind sehr beeindruckend.
Spielt es eine Rolle, dass dir in deiner Medaillensammlung noch WM-Gold fehlt?
Alessandro Hämmerle: Nein, eigentlich nicht. Natürlich wäre eine Goldmedaille bei einer Weltmeisterschaft etwas Besonderes. Aber wenn ich auf meine Karriere zurückblicke, dann sehe ich vor allem all das, was ich bereits erreichen durfte. Dafür bin ich unglaublich dankbar.


Wovon hängt es ab, wie lange du deine Karriere fortsetzen wirst?
Alessandro Hämmerle: Von drei Faktoren: den Ergebnissen, der Gesundheit und der Freude am Sport. Wenn ich merke, dass keine guten Ergebnisse mehr möglich sind, dass der Körper nicht mehr mitmacht oder wenn mir der Sport keine Freude mehr machen würde. Der Aufwand, den wir betreiben, das tägliche Training und all die Dinge, auf die man verzichtet – ohne Freude wäre das alles nichts wert.

Welche privaten Wünsche oder Pläne hast du?
Alessandro Hämmerle: Für mich ist das Wichtigste, dass meine Familie gesund ist. Außerdem möchten meine Frau und ich irgendwann gerne wieder ins Montafon ziehen. Aktuell freue ich mich aber am meisten darauf, dass ich in wenigen Wochen zum ersten Mal Papa werde.
Vielen Dank für das Gespräch – und alles Gute für deine Zukunft!

100 JAHRE KLANG – 3 TAGE MUSIKFEST
Von 24. bis 26. Juli zelebriert die Bürgermusik Gaschurn-Partenen das dreitägige Musikfest mit internationalen Musikkapellen, Live-Acts und einer Weinstraße.
Manche Vereine feiern ein Jubiläum mit einem Empfang und einer Festrede. Die Bürgermusik Gaschurn-Partenen wagt Größeres: Zum 100-jährigen Bestehen stemmt der 69-köpfige Musikverein das 38. Montafoner Bezirksmusikfest. 30 internationale Gastkapellen aus Deutschland, Frankreich, der Schweiz und Südtirol sowie rund 6.000 Besucherinnen und Besucher werden an diesem Juli-Wochenende erwartet.
Gemeinsam zum Musikfest
Hinter einem Event dieser Größe steckt ein Kraftakt, wie der Obmann der Bürgermusik, Martin Rudigier, erzählt: „Neben den Hauptverantwortlichen des Vereins und dem Festvorstand werden uns rund 250 bis 300 Helfer:innen unterstützen." Ein Event dieser Größenordnung wäre natürlich auch nicht ohne die Unterstützung von Sponsoren und Gönnern machbar, wie Martin Rudigier betont. Nach rund zwei Jahren Planung freut er sich besonders auf jenen Moment: „Wenn der Fassanstich durchgeführt werden kann – und natürlich auf tolle Klänge der Musikantinnen und Musikanten, der Live-Acts und auf eine gute Zusammenarbeit mit allen Helfern."
Zwischen Tradition und Party
Den Auftakt macht am Freitagabend der internationale Empfang der Gastkapellen am Schulplatz – bevor der Gaschurner Bürgermeister Daniel Sandrell den Fassanstich vollzieht und „Volxrock" aus Südtirol das Zelt zum Beben bringt. Samstag steht

im Zeichen der 2. Notenschlüssel WM, bei der Kapellen aus der Region ihr Können zeigen, ehe „Oberkrainer Power“ für ausgelassene Partystimmung sorgt. Der Sonntag gehört ganz der Tradition: Festmesse, Frühschoppen, internationaler Festumzug durchs Dorf und schließlich Walter Grechenig und seine Fegerländer mit Blasmusik vom Feinsten.
Abwechslung Weinstraße
Was das Musikfest 2026 besonders macht, bringt Martin Rudigier auf den Punkt: „Es wird drei Tage lang nicht einfach nur gefeiert – sondern je nach Lust und Laune wird es laut, gemütlich und schön lebendig." Für garantierte Abwechslung sorgt die neue

Weinstraße, wo neben dem Hauptzelt mit Bewirtung und der klassischen Bar ebenfalls Live-Acts auftreten. Die Tickets für Freitag und Samstag sind bereits zur Hälfte vergriffen – wer sich das Musikfest in Gaschurn keinesfalls entgehen lassen will, sollte sich deshalb noch unbedingt im Vorverkauf Karten sichern.
Musikfest 2026
100 Jahre Bürgermusik Gaschurn-Partenen 24. bis 26. Juli 2026
Informationen und Tickets www.musikfest26.at


Volxrock aus Südtirol bringt am Freitag, dem 24. Juli, das Zelt zum Beben.

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WO DAS SCHÖNE TAL BEGINNT
In Partenen lädt ein beeindruckender Ausstellungsraum dazu ein, das Verwall kennenzulernen. Er macht Lust auf die Landschaft, noch bevor der erste Schritt auf den Wanderweg gesetzt wird.
Wer in Partenen ankommt, ist meist schon mit dem Kopf in den Bergen. Das Montafoner Bergdorf am Ende der Silvrettastraße ist seit jeher Ausgangspunkt für Wanderungen ins Verwall. Der Name der Gebirgsgruppe geht auf das romanische „val bel“ zurück und bedeutet „schönes Tal“. Seit vergangenem Sommer gibt es nun einen Ort, der genau darauf einstimmt, bevor der erste Schritt ins Gebirge gesetzt wird.
Interaktive Ausstellung

Im ehemaligen Tourismusbüro an der Silvrettastraße hat die Gemeinde Gaschurn gemeinsam mit dem Naturschutzverein Verwall-Klostertaler Bergwälder den Ausstellungsraum Naturraum.Verwall eingerichtet. Schon von außen fällt das markante Aussichtsfenster ins Auge. Im Inneren eröffnet es den Blick auf das Europaschutzge-
biet Schuttfluren Tafamunt. Geneigte Holzwände ragen wie ein eingestülpter Berg zur Decke, Exponate und großformatige Lebensraumbilder der Tiroler Künstlerin Ina Hsu begleiten durch den Raum. Im Zentrum steht ein detailreiches Landschaftsmodell, das vom Blockgletscher bis zur Alpwirtschaft die Lebensräume des Verwall greifbar macht. Interaktive Stationen laden dazu ein, einzelne Themen zu vertiefen.
Der Mensch und die Natur Das Verwall ist das flächenmäßig größte Europaschutzgebiet Vorarlbergs und neben Silvretta und Rätikon eine der drei prägenden Gebirgsgruppen des Montafons. Die Ausstellung widmet sich dieser Vielfalt: Wald, Moor, alpine Rasen, Fels und Geröll. Sie geht auch der Frage nach, welche Rolle
der Mensch in dieser Landschaft gespielt hat und bis heute spielt. Die Alpwirtschaft, die über Generationen zur Pflege der Kulturlandschaft beigetragen hat, zieht sich als roter Faden durch die Schau. Besonderes Gewicht erhält der Moorkomplex am Wiegensee – eine der bedeutendsten Moorlandschaften des Montafons und Teil des europaweiten Natura-2000-Netzwerks.
Entstanden ist das Projekt aus einer pragmatischen Idee. Das aufgelassene Tourismusbüro stand leer, Partenen ist der natürliche Einstiegspunkt ins Verwallgebiet. Ein LEADER-Projekt ermöglichte den Umbau. Herausgekommen ist eine Ausstellung, die weder belehrt noch überwältigt, sondern Lust macht, danach selbst loszugehen.
Naturraum Verwall
Silvrettastraße 8, Partenen Täglich geöffnet von 7 bis 22 Uhr Eintritt frei
NEU: MURMELWEG IN FASCHINA
Der Themenweg lädt zum Entdecken ein.
Seit Kurzem ist der familienfreundliche Themenweg „Murmelweg“ geöffnet. Entlang der rund vier Kilometer langen Strecke tauchen große und kleine Besucher:innen in die Welt der Murmeltiere ein und erleben die alpine Landschaft aus einer neuen Perspektive.
Fontanella erweitert damit sein Angebot für Kinder und Familien: Mit dem Murmelweg entsteht ein neues Erlebnis, das den bekannten Blumenlehrpfad und die „Hutschn“ ergänzt.
Auf den Spuren der Murmeltiere Der Murmelweg verbindet den Lebensraum des Murmeltiers mit interaktiven Spielen und Erlebnissen. Sieben abwechslungsreiche Stationen begleiten Wandernde durch einen Tag im Leben der beliebten Alpenbewohner. Dabei rollen Holzmurmeln durch Bahnen und Labyrinthe, Rätsel werden gelöst und Wissenswertes über Natur, Tiere und das Leben auf der Alpe vermittelt. Themen wie Schnelligkeit, Nahrungssuche, tierische Nachbarn oder die Arbeit auf den Alpen werden kindgerecht erlebbar gemacht.
Der Startpunkt des Themenweges befindet sich bei der Mittelstation der Stafelalpbahn.
Hierrolltdein Abenteuerlos

Von dort führt die Route über die FranzJosef-Hütte und den Stafelalpsee zur Passhöhe in Faschina. Die Wanderung ist leicht begehbar und richtet sich insbesondere an Familien mit Kindern. Die passenden Holzmurmeln für die Erlebnisstationen sind vor Ort erhältlich.
Ein Projekt regionaler Partner Entstanden ist der Murmelweg als Gemeinschaftsprojekt regionaler Partner, darunter die Seilbahnen Faschina, Tourismusbetriebe vor Ort, die Gemeinde Fontanella, Damüls Faschina Tourismus sowie die Alpenregion Bludenz Tourismus.

Ziel ist es, Familien einen zusätzlichen Anlass zu geben, die Bergwelt in Faschina aktiv zu entdecken und gleichzeitig Wissen über die Natur des Biosphärenparks Großes Walsertal zu vermitteln.
Themenweg „Murmelweg“
Gehzeit: 1 h 15 min
Länge: 3,93 km
Höhenmeter aufwärts: 100 hm
Höhenmeter abwärts: 171 hm
Schwierigkeit: einfach
www.walsertal.at/murmelweg WERBUNG


Tälerporträt


DAS KLOSTERTAL FEIERT
DAS
ELEMENT WASSER
Vom 2. bis 5. Juli 2026 dreht sich im Klostertal alles ums Wasser – geführte Touren zu Wasserplätzen, Einblicke in die Wasserkraft und eine Wassershow warten auf die Besucher:innen.
Bäche, die durch enge Schluchten stürzen. Stille Bergseen, in denen sich Gipfel spiegeln. Brunnen, aus denen eiskaltes Quellwasser fließt. Im Klostertal war Wasser immer mehr als nur ein Element – es hat die Landschaft, die Menschen und die Wirtschaft geformt. Genau diese Tiefe will das erste „Alpine Wasser Festival“ sichtbar machen: als viertägige Entdeckungsreise für Jung und Alt, die von der Quelle bis zum Fluss führt oder anders gesagt vom Spullersee über Klösterle bis nach Außerbraz.
Alles fließt an vier Tagen
Rund 20 Programmpunkte gliedern sich in vier Themensäulen: Wasser.ERLEBEN, Wasser.KRAFT, Wasser.GENUSS und Wasser. FAMILIE. Wer Lust auf Bewegung hat, wandert mit geführter Begleitung zum beeindruckenden Masonwasserfall oder genießt Abendpilates direkt am Wasser. Wer tiefer ins Thema eintauchen möchte, erfährt beim Spullerseekraftwerk, wie das alpine Wasser zur Energiequelle wird.
Vom Brunnen zum See Den Auftakt macht am Donnerstagabend die Klostertaler Genussrallye: Fünf Gast-


ronomiebetriebe servieren an fünf Wasserschauplätzen regionale Spezialitäten, begleitet von Wein und Musik. Tags darauf
feiert die Brunnenrallye Premiere – vier Brunnen von Klösterle bis Innerbraz werden zur Bühne für Wasserverkostungen, Einblicke ins Kneippen, Bierbraukunst mit eigenem Festivalbier und Schnapsbrennerei. Der Höhepunkt folgt am Samstagabend: Im Naturbadesee des Almwasserparks Klösterle entsteht bei Einbruch der Dunkelheit ein bis zu 20 Meter breiter Water Screen. Hochauflösende Projektionen, Licht und Ton verschmelzen zu einer Wassershow der besonderen Art – begleitet von regionalem Street Food und Live-Musik.
Familientag am Sonnenkopf
Das Finale des Alpinen Wasser Festivals bildet am Sonntag der Familientag am Sonnenkopf: Eine Familienwanderung unter dem Motto „Das Wasser des Lebens" mit Geschichtenerzählerin Hertha Glück lädt Groß und Klein ein, das Tal mit anderen Augen zu entdecken. Spiel- und Forschungsstationen sorgen auch bei den Kleinsten für freudige Erlebnisse mit dem Element Wasser.
Anmeldung und Programm auf www.klostertal.travel/wasserfestival



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SOMMER IN DEN TÄLERN Wohintipps
Was wäre ein Sommer ohne Feste, Konzerte und Begegnungen? Veranstaltungshighlights aus Klostertal, Großem Walsertal, Brandnertal und Montafon im Überblick.
Juni
27. Juni 2026
Raiffeisen Montafon Arlberg Marathon Zwei Täler, zwei Bundesländer, ein Erlebnis: Beim Raiffeisen Montafon Arlberg Marathon finden jede und jeder ihre persönliche Herausforderung – ob auf der klassischen Marathonstrecke, dem T33-Trail, dem Panoramatrail oder einem der Kindertrails. Infos unter: montafon.at
27. Juni 2026, ab 13 Uhr, Sportplatz Sonntag
9. Beachvolleyball Nighttrophy Bereits zum neunten Mal verwandelt der VC Großwalsertal den Sportplatz in Sonntag in eine Beachvolleyball-Arena mit Festivalcharakter. Tagsüber kämpfen die Teams im Sport- oder Hobby Cup um den Sieg, das Finale steigt im Flutlicht. Wer nicht spielt, genießt die Atmosphäre an der Cocktailbar. Den Abend beschließt DJ Nico Altenried. Mehr dazu auf Seite 26.
27. Juni bis 4. Oktober 2026
Kulinarische Genussrunde Klostertal Zu Fuß oder mit dem (E-)Bike durch die Bergwelt des Klostertals – mit drei kulinarischen Stationen unterwegs. Am Sonnenkopf gibt es eine herzhafte Jause mit Panoramablick, beim Panorama-
Tälerporträt
gasthof Kristberg ein regionaltypisches Mittagessen, im Gasthaus Post in Dalaas einen süßen Abschluss. Infos und Anmeldung unter: vorarlberg-alpenregion.at
Juli
2. bis 5. Juli 2026, Sonnenkopf
Alpines Wasser Festival Wasser prägt das Klostertal wie kaum ein anderes Ele ment – und steht beim Alpinen Wasser Festival vier Tage lang im Mittelpunkt. Unter den Themensäulen Wasser.Erleben, Wasser. Kraft, Wasser.Genuss und Wasser.Familie gibt es für alle Generationen etwas zu entdecken. Highlight am Samstagabend, 4. Juli: Im Almwasserpark entsteht bei Einbruch der Dämmerung ein Water Screen – Videoprojektion auf Wassernebel – umrahmt von regionalem Street Food und Live-Musik. Mehr dazu auf Seite 18.
4. Juli 2026
Montafon Totale Trail
und Läufer aus aller Welt ins hochalpine
Gelände der Silvretta Montafon. Zur Wahl stehen Trails über 45, 31, 16 und 10 Kilometer. Auf der 31-km-Strecke findet erneut ein Staffellauf statt, bei dem Teams die Distanz gemeinsam in Etappen bewältigen. Infos unter: montafontotale.at
9. bis 11. Juli 2026
Silvretta Classic Rallye Montafon Erneut wird das Montafon zum Treffpunkt automobiler Legenden. Von der Eleganz der Zwanzigerjahre bis zu den markanten Nachkriegsmodellen – die Silvretta Classic verbindet Technik- und Kulturgeschichte mit beeindruckender Bergkulisse. Weitere Infos unter: silvrettaclassic.at

10. Juli 2026, ab 16 Uhr, Alvierbad Brand
Der Montafon Totale Trail feiert seine zehnte Auflage und lockt Läuferinnen
Genussfestival im Alvierbad Für einen Tag zieht die Brandnertaler Gastronomie hinaus ins Freie: Beim Genussfestival im Alvierbad präsentieren die Betriebe des Tals ihre kulinarische Handschrift – zum Schlendern, Probieren und Entdecken. Von ca. 18 bis 21 Uhr sorgen die Montaphonics für Live-Musik, für Kinder gibt es einen eigenen Bereich. Eintritt frei. Mehr dazu auf Seite 6.


10. Juli bis 7. August 2026, jeden Freitag, 20:30 Uhr, Heimatmuseum Bürserberg Sommerkonzerte der Dorfmusik Bürserberg Sommerabende wie aus dem Bilderbuch: Die Dorfmusik Bürserberg lädt jeden Freitag zu Blasmusikkonzerten im Museumsgarten des Heimatmuseums ein. Gemütliches Ambiente, Bewirtung und gute Blasmusik – Stimmung garantiert.
11. Juli 2026, ab 19:45 Uhr, Damüls Ö3 Silent Cinema Open-Air-Kino-Tour Österreichs größte Sommerkino-Tour macht Station in Damüls: Beim Silent Cinema bekommt jeder Gast einen eigenen Kopfhörer für das individuellperfekte Klangerlebnis – wahlweise mit deutscher Vertonung oder Originalton. Welcher Film läuft, entscheidet das Publikum per Voting. Der Uga-Express ist abends von 18:30 bis 23 Uhr in Betrieb. Infos unter: silentcinema.at
17. bis 19. Juli 2026 (weitere Termine: 21.–23. August und 28.–30. August) Montafoner Theaterwanderung „Grenzerfahrungen am Zauberberg" geht in die zweite Spielsaison. Auf einer rund fünfstündigen Wanderung vor der Kulisse der 2.770 Meter hohen Madrisa verbindet das Ensemble von Teatro caprile die Geschichte Gargellens mit alpiner Bergwelt und gesellschaftlichen Entwicklungen. Mehr Infos unter: montafon.at und auf auf Seite 10.
18. Juli bis 22. August 2026, Freilichtbühne Silbertal Montafoner Sagenfestspiele Die Sagenfestspiele entführen heuer mit „Die Lareina Schwestern" in die Welt alter Mythen. Auf der 20.000 Quadratmeter großen Freilichtbühne in Silbertal erwecken Laiendarstellerinnen und Lai-
endarsteller die Welt der alpinen Vorfahren zum Leben – mit aufwendigen Bauten und raffinierter Bühnentechnik. Infos unter: sagenfestspiele.at
August
1. August 2026
M³ Montafon Mountainbike Marathon Herausforderung trifft Naturerlebnis: Der M³ bietet Strecken für Profis ebenso wie E-Bike-Touren mit Einblicken in die Bergbaugeschichte des Montafons. Für Kinder von fünf bis 14 Jahren stehen Technik-Parcours, Cross-Country-Runden und der neue Pumptrack im Silvretta Park auf dem Programm. Infos unter: montafon.at/m3
6. August bis 5. September 2026
Montafoner Resonanzen
Das Festival bringt Blasmusik, Kammermusik, Jazz, Volksmusik und mehr an außergewöhnliche Orte im Tal und am Berg. Hochkarätige Künstlerinnen und Künstler erfüllen die einzigartige Kulisse mit Klang – Tradition und Innovation vereint. Infos und Tickets unter: montafon.at/montafoner-resonanzen

15. August 2026, ab 10 Uhr, Damüls
Damülser Kilbi
Die Damülser Kilbi ist ein fixer Sommertermin: Der Festtag startet um 10 Uhr mit einem Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Nikolaus, danach spielt der Musikverein Alpenklänge Damüls beim Frühschoppen auf. Nachmittags öffnet das FIS-Skimuseum seine Türen.
31. Mai bis 28. August 2026, ab 18 Uhr, Restaurant Frööd, Bürserberg
Mountain BBQ bei Vollmond
Wenn der Vollmond die Bergwelt in sein Licht taucht, lädt das Restaurant Frööd auf 1.680 m zum Mountain BBQ ein. Die Bergbahnen Brandnertal bringen Gäste kostenlos hinauf – bis 21:15 Uhr geht es wieder ins Tal. Reservierung erforderlich. Erwachsene € 36,50, Kinder 6–13 Jahre € 19,50, Kinder bis 5 Jahre frei.
September
5. September 2026, 12 bis 18 Uhr, Fontanella-Faschina
Street Food Festival
Kulinarische Köstlichkeiten im Streetfood-Style, Cocktails und regionales Bier – beim Street Food Festival am Faschinapass trifft Genuss auf Bergpanorama. Ein Tag voller Geschmacksmomente für Feinschmeckerinnen und Feinschmecker. Ausweichtermin bei schlechtem Wetter: 20. September.
September 2026
Alpabtriebe im Montafon
Seit Jahrhunderten sömmert das Vieh auf den Alpen des Montafons – im September kehren die geschmückten Tiere ins Tal zurück. Gefeiert wird mit Speis, Trank und Musik. Genaue Termine unter: montafon.at/alpabtrieb
„ICH HABE DEN PAKT MIT DEM PINSEL“
Künstler, Skilehrer, Abenteurer: Seit fünf Jahrzehnten hält Roland Haas Landschaften rund um den Globus in Aquarellen fest.
Roland Haas öffnet die Schubladen seines Ateliers in Schruns und zieht einen Block hervor. Hunderte Aquarelle lagern hier: Berggipfel im Montafon, mediterrane Dörfer, grüne Wälder. Hinter jedem Blatt steckt eine Reise, eine Wanderung oder ein stiller Morgen auf 5.300 Metern Höhe in Nepal. 185 seiner Aquarellgemälde sind derzeit im Bildungshaus Batschuns zu sehen – in der bislang umfangreichsten Ausstellung seines Schaffens. Die Schau führt durch fünf Jahrzehnte künstlerischer Arbeit und macht die Entwicklung des Montafoner Malers sichtbar.
Die Liebe zum Aquarell „Auf der Akademie galt das Aquarellieren als Hausfrauenmalerei", erzählt Roland Haas, der an der Akademie der Bildenden Künste in Wien studiert hat und bis heute dem Aquarell treu geblieben ist. Das Aquarell zwingt zur Entscheidung, zur Spontaneität. „Du nimmst es über die Augen auf und es fließt durch den Arm aufs Papier", erklärt der 68-Jährige. Deshalb malt er ausnahmslos direkt vor Ort – kein Foto als Vorlage, kein Bleistiftstrich darunter. „Man sieht es dem Bild an. Es trocknet anders bei fünf Grad und 95 Prozent Luftfeuchtigkeit als im warmen Atelier", betont er. Als Alpinist

und Abenteurer war Roland Haas stets viel unterwegs. Ein Block, ein Pinsel und Farben im Rucksack – mehr braucht es nicht. So reisten seine Aquarelle mit ihm um die ganze Welt.
Natur als Inspirationsquelle Landschaft war von Anfang an sein Thema. Die Natur in ihrer Unmittelbarkeit hat Roland Haas stets fasziniert. Einen prägenden Abschnitt seines Schaffens erlebte er in Island. 1984 reiste er mit Studienkollegen auf die Insel, später folgte eine weitere Reise. Mehr als 100 Aquarelle entstanden, die von der Unberührtheit der Natur zeugen. „Die-
se Mischung aus Moos, Lava, Gletschern und Mitternachtssonne war unglaublich intensiv. Wir haben uns gegenseitig aufgestachelt und bis Mitternacht gemalt“, erinnert er sich. Seitdem zieht sich die Faszination für Gletscher wie ein roter Faden durch sein Werk. Den Ochsentaler Gletscher in der Silvretta hat er über Jahrzehnte hinweg immer wieder gemalt – und dessen drastischen Rückgang dokumentiert. „Es ist ein Trauerspiel“, sagt Haas.
Luftiger, leichter, sicherer „Manchmal denke ich, es ist wie bei Faust: Er hatte den Pakt mit dem Teufel – ich habe den Pakt mit dem Pinsel“, sagt Roland Haas und lacht. Nach rund 50 Jahren künstlerischer Schaffenszeit gehorcht der Pinsel. Der Malprozess selbst geht schnell – ein Aquarell ist in anderthalb Stunden gemalt, erklärt er. Doch bis es so weit ist, muss für ihn alles rundherum stimmen. Heute malt er nicht mehr so viel wie früher. „Wozu? Es liegt schon so viel hier herum", sagt er beim Blick durch sein Atelier. Wer die Werke der neuen Ausstellung chronologisch betrachtet, sieht die Entwicklung seines Stils. Die Bilder wirken heute leichter, luftiger und sicherer. Das Suchen und Ringen der frühen Jahre ist einer großen Selbstverständlich-


keit gewichen. Was braucht es, um Künstler zu werden? Roland Haas muss nicht lange überlegen: „Du musst es mit jeder Faser deines Körpers wollen.“ Neunzig Prozent seien harte Arbeit und nur zehn Prozent dem Talent zuzuschreiben.
Kunst, die das Montafon prägt Roland Haas zählt zu den prägendsten Künstler:innen Vorarlbergs. 1996 war er Mitbegründer des Kunstforums Montafon in Schruns, das er bis heute als künstlerischer Leiter führt und hier regelmäßig Aquarellseminare anbietet. Vor 28 Jahren rief er das SilvrettAtelier ins Leben, ein alpines Kunstsymposion, das jeden zweiten

Sommer im Montafon stattfindet. Sein Schaffen beschränkt sich nicht auf die Malerei: Skulpturale Arbeiten wie jene der Gauertaler AlpkulTour zeugen von einem Künstler, der die Grenzen der Kunst immer wieder neu auslotet.
Strichweise geschaffen
Die Ausstellung im Bildungshaus Batschuns entstand auf Initiative seiner Studienfreunde Wolfgang Herburger, Georg Vith und Johannes Ludescher. Begleitend dazu ist der Bildband „Strichweise Schneeschauer – Aquarelle aus fünf Jahrzehnten“ erschienen. Die Schau zeigt eindrucksvoll, was Roland Haas geschaffen hat: ein Le-
benswerk, das von der Neugier auf die Welt erzählt – und von der Kunst, ihre Schönheit mit dem Pinsel festzuhalten.
Roland Haas –Strichweise Schneeschauer
Bildungshaus Batschuns bis September 2026 Mo – Fr: 8 – 12 Uhr und 14 – 16.30 Uhr Sa – So: 8 – 12 Uhr
Buchpräsentation Montafon 30. Juni 2026, 17.30 Uhr Volksbank Schruns www.rolandhaas.org


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Wenn die Tage lang sind und das Licht golden über die Gipfel fällt, wenn die Almwiesen blühen und die Bergluft nach Freiheit riecht, dann ist er wieder da, der Sommer. Mit all seiner Wärme, seiner Weite und dem stillen Versprechen, dass man einfach sein darf. Durchatmen, den Moment spüren, das Herz weit werden lassen. Es gibt keine bessere Jahreszeit, um zu genießen, was das Leben bereithält.
Foto: Andreas Vaschauner

BUNT UND EINFACH ANDERS
Kaffee macht munter, das Konzept ist bunt – der Name „Munterbunt“ ist hier Programm. Und das kommt bei den Menschen an.
Bunt. Offen. Anders – so beschreiben Marianne und Tobias Kieber ihr neues Café, Bistro, Bar „Munterbunt“ im Silvretta Center in Schruns. Seit der Eröffnung Mitte Mai ist es ein neuer Treffpunkt für Jung und Alt, Einheimische und Gäste. „Das spiegelt sich auch in unserer Einrichtung wider“, erzählt Inhaber Tobias Kieber. Bunte Holzverkleidung, farbige Wände, gemütliche Ecken, ein Kinderspielbereich, ein offener Bücherschrank und eine Bartheke. Wer es noch süßer mag: Die Eisdiele Dolce Vita gehört ebenfalls dazu. „Der Wechsel nach 17 Jahren Nachtgastronomie jetzt ins Café ist eine Herausforderung – die wir gerne annehmen. Das Café hat einen tollen Standort, wir sind gerne hier und lieben es, mit verschiedenen Menschen in Kontakt zu kommen“, so Marianne Kieber. Die langjährige Menschenkenntnis sei auch heute ausschlaggebend, denn Freundlichkeit und Gastfreundschaft sind nur zwei der Gründe, warum Gäste gerne wiederkommen.

Auf der Cafékarte finden sich neben den Klassikern auch Trendgetränke wie Matcha oder Chai Latte – und wer vormittags bis 11.30 Uhr vorbeischaut, kann auch frühstücken. Die Kuchen stammen vom Café und Konditorei La Torteria in Gaschurn. Für den kleinen Hunger gibt es Toasts und Salate. Zudem: Mariannes Bruder produziert in Uganda bio und fairtrade Ananasprodukte, die im Café erhältlich sind – samt Ananas-Eis.



Munterbunt Café
Bahnhofstraße 24, 6780 Schruns
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Öffnungszeiten
MO bis FR von 8:30 bis 18 Uhr
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SPIEL, SAND UND FLUTLICHT: 9. BEACHVOLLEYBALL NIGHTTROPHY
Wenn die Sonne hinter den Bergen verschwindet und es allmählich dunkel wird, geht es am Sportplatz in Sonntag erst richtig los.
Seit 2014 veranstaltet der Volleyballclub Großwalsertal jährlich die Beachvolleyball Nighttrophy – ein Turnier der besonderen Art, heuer zum neunten Mal. Los geht’s morgen, Samstag, den 27. Juni, ab 13 Uhr beim Sportplatz in Sonntag in zwei Kategorien: Dem Sports Cup, bei dem in Zweierteams und nach internationalen Regeln gespielt wird, und dem Hobby Cup mit gelockerten Regeln, Viererteams und einer Mixed-Pflicht.
Mehr als ein Turnier
Manuela Domig aus Sonntag ist Vorstandsmitglied des VC Großwalsertal und erzählt, was die Nighttrophy so besonders macht: „Bei den meisten Turnieren geht es rein um den Sport. Sie finden tagsüber statt, kein Drumherum, kein Fest. Wir wollten das anders machen." Die Spiele starten deshalb etwas später und gehen bis in die Nacht. „Wenn die Sonne hinter den Bergen verschwindet und der Platz nur noch vom Flutlicht beleuchtet ist – das ist schon was Besonderes. Die Stimmung ist immer super.“ Für die richtige Atmosphäre sorgen nicht nur die Spiele selbst, sondern auch die Beachparty danach mit Musik, Essen und Getränken.
Sonntag
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer kommen von überall. Beim Sports Cup sind manche Teams schon seit Jahren fixe Gäste, und die Plätze sind schnell weg. Beim Hobby Cup ist das Feld bunter: Vereine, zusammengewürfelte Gruppen, manche sogar im Kostüm. Sie reisen aus dem ganzen Land an, viele kommen aber auch aus dem Tal selbst. Das ist dem Verein besonders wichtig.
„Wenn der Platz nur noch vom Flutlicht beleuchtet ist – das ist schon etwas Besonderes.“

Manuela Domig Vorstandsmitglied VC Großwalsertal
Ein Fest nicht nur für Spieler Manuela selbst ist keine aktive Spielerin und trotzdem nicht wegzudenken. Sie kümmert sich beim Volleyballclub Großwalsertal um Website, Social Media sowie alles Organisatorische – und ist der beste

Beweis, dass man keinen Ball anrühren muss, um von der Nighttrophy begeistert zu sein: „Die Stimmung ist jedes Jahr ansteckend", erzählt sie. „Auch wenn man mit dem Sport gar nichts am Hut hat." Noch ist die Veranstaltung nicht überall im Tal ein Begriff. Das würde Manuela gern ändern und lädt ein: „Einfach vorbeikommen, zuschauen und eine schöne Zeit haben – wir freuen uns auf euch!“


Übe rnachten in den en nBergen




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WO KLEINE PFERDE KINDER STARK MACHEN
Hufgetrappel, Entengeschnatter und Schweinegrunzen: Auf dem Hüahop Abenteuer Minihof in St. Anton im Montafon gibt es für Groß und Klein viel zu erleben.
In dieser schnelllebigen Zeit finden Besucher(innen) auf dem Hüahop Abenteuer Minihof Ruhe, eine beeindruckende Natur, tierische Begegnungen sowie eine erholsame Auszeit vom Alltag. Dort scheint es, drehen sich die Uhrzeiger noch etwas langsamer. Erreicht man den Hof, wird man zuerst von Hof- und Hütehund Socke, einem Bordercollie, beschnüffelt und begrüßt. Er bewacht unter anderem die sieben Minipferde, die den Hof von Bettina Helth ausmachen und auch namensgebend sind. Sie gehören zur einzigartigen Rasse der American Miniature Horses – der Amerikanischen Miniaturpferde.
Klein, aber mit großem Charisma Wie Bettina erklärt, liegen deren Ursprünge im Europa des 17. und 18. Jahrhunderts, wo besonders kleine Pferde gezielt gezüchtet und an Adelshöfen geschätzt wurden. Sie sind bekannt für ihre Intelligenz, Menschenbezogenheit sowie für ihre ruhige, freundliche Art. Das bestätigt sich, sobald man den Stall betritt: mit weicher Mähne, neugierigen Augen und
einer sanften Nase beschnuppern sie die Besucher(innen). Den Hof betreibt Bettina seit 18 Jahren mit großer Verantwortung und viel Herzblut. Vor zwei Jahren startete sie dann mit einer ei genen Zucht der American Miniature Horses. „2025 haben wir mit einem Zuchthengst unsere Herde vergrößert und hoffen nun auf einige Fohlen nächstes Jahr“, erzählt Bettina. Die Minipferde auf dem Hüahop-Hof verbringen das ganze Jahr artgerecht in der Gruppe im Bewegungsund Offenstall.
Wachsende Tierfamilie

Doch damit nicht genug. Fünf größere Pferde haben auf einer riesigen Weide ihr Zuhause gefunden. Auf dem Hof leben auch noch die zwei Minischweine Denise und Martin sowie eine muntere Truppe Laufenten. Eine davon, Ronja, brütet gera-
de ihre Eier aus. „Wenn alles gut geht, watscheln hier demnächst einige Entenküken über den Hof“, erzählt Bettina. Besonders wichtig ist ihr ein respektvoller Umgang – sowohl mit ihren Tieren als auch mit den Menschen, die sie besuchen. Pferde begleiten die 48-Jährige schon ihr Leben lang, seit vergangenem Jahr ist sie nun auch zertifizierte Reitpädagogin.
Pferdegestützte Pädagogik
Bei der Reitpädagogik handelt es sich um eine spezialisierte Form der pädagogischen Arbeit mit dem Pferd, die Kinder, Jugendliche und Erwachsene in ihrer persönlichen Entwicklung gezielt unterstützt. Im Mittelpunkt stehen die Stärkung von Selbstvertrauen, sozialen Kompetenzen und emotionaler Ausgeglichenheit sowie die Förderung von Wahrnehmung, Konzentration und Motorik. Durch den res-


pektvollen und achtsamen Umgang mit dem Pferd entstehen wertvolle Lernerfahrungen, die nachhaltig wirken und den Transfer in den Alltag erleichtern.
Bleibende Erinnerungen
Es wird schnell klar: Der Hüahop Abenteuer Minihof ist nicht nur für Kinder ein wertvolles Erlebnis, sondern auch für ihre Eltern. Denn das Angebot ist vielfältig: von Minipferde-Pflegeworkshops für die ganze Familie, über geführte MinipferdTrekkingtouren durch Wald und Feld bis zu besonderen Geburtstagsfeiern mit den Minipferden. Bei den Wanderungen geht es in entspannter Atmosphäre gemeinsam durch die Natur – eine entschleunigende Auszeit, bei der Nähe zum Tier, Freude und Achtsamkeit im Mittelpunkt stehen.

Wachsendes Selbstvertrauen
„Bei uns können die Menschen zur Ruhe kommen. Vor allem für Kinder ist der direkte Kontakt zu den Tieren und zur Natur prägend – vielen fehlt das leider. Je länger sie am Hof sind, desto mehr trauen sie sich, den Minipferden näherzukommen, sie zu pflegen und auch zu reiten. Das ist schön zu beobachten“, erzählt Bettina. Beim Pflegekurs lernen die Kinder die Minipferde kennen, erfahren Spannendes über ihre Körpersprache, helfen bei kleinen Stall- und Pflegearbeiten mit und füttern gemeinsam die Tiere. Zum Abschluss machen sie einen gemütlichen Spaziergang mit den Minipferden, grillen anschließend an der Feuerschale Würstchen und Stockbrot oder basteln Dinge aus den Schätzen des Waldes. Zur Erinnerung erhält jedes Kind eine kleine Urkunde. Währenddessen können die Eltern eine Auszeit in den Monta-


foner Bergen genießen – ob beim Skifahren, Wandern oder Mountainbiken.
Für den Sommer möchte die Reitpädagogin zudem ein Ferienprogramm anbieten können, das insbesondere berufstätige Eltern entlasten soll. Bettinas Zukunftspläne für den Hüahop Abenteuer Minihof? Eine gesunde Minipferde-Zucht und Kindern mit ihren Familien wertvolle Momente und nachhaltige Erinnerungen ermöglichen.
Hüahop Minihof
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THERAPEUT(INN)EN AUF VIER HUFEN
Pferde heilen nicht mit Worten – sie heilen mit Präsenz. In der Propstei St. Gerold finden Menschen in schwierigen Lebensphasen einen Ort, an dem Vertrauen wächst und Hoffnung wieder möglich ist.
Eine weiche, samtene Nase, neugierige Augen und aufmerksame Ohren – Pferde begegnen Menschen ohne Vorurteile und ohne Worte. Sie nehmen Gefühle wahr und spiegeln sie auf eine achtsame, unverfälschte Weise. Ob Kind oder Erwachsener – im Umgang mit den Tieren findet sich eine Kraftquelle, die Ängste lindert sowie Vertrauen und neue Hoffnung schenkt.
Diese wertvollen Begegnungen werden bei der tiergestützten Intervention in der Oase der Begegnung der Propstei St. Gerold durch den Verein der So zialwerke möglich. Er finanziert sich über Spenden und setzt sich dafür ein, dass alle Menschen, unabhängig von finanziellen Mitteln, die Chance auf Unterstützung und Heilung erhalten.

schwer, jedoch stets auch Phasen des persönlichen Wachstums. Tiergestützte Therapie mit Pferden kann dabei die Selbstwirksamkeit – das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten – auf einzigartige Weise fördern. Menschen, die von Ängsten oder Traumata begleitet werden, finden im unvoreingenommenen Wesen der Pferde oft einen Zugang, den Worte allein nicht öffnen könnten. Und für Menschen mit Lernbehinderungen oder Autismus-Spektrum können die Tiere eine Verbindung sein, die ohne Erklärungen auskommt.
Seminare mit Pferden
Pferde als Therapeut(inn)en
Ob Trennung, Trauer, Krankheit, Burnout oder Überforderung – Krisenzeiten sind
St. Gerold
In den Angeboten mit Pferden bei der Propstei St. Gerold liegt der Fokus klar in der Beziehung zum Tier, dem Bewusstsein und der eindrucksvollen Begegnung mit dem Pferd selbst. Die Seminare bieten einen geschützten Raum, in dem die Teilnehmenden entschleunigen, durchatmen und sich selbst wieder näherkommen können.
Bei einer geführten Meditation erleben sie innere Ruhe und tiefen Frieden – oder können schmerzvolle Gefühle in einer tröstenden Begegnung mit den Vierbeinern besser verarbeiten.
Lust auf Leben
Für chronisch oder genetisch erkrankte Kinder und ihre Familien haben die Propstei St. Gerold, Husky Tonis Kindertraum, Geben für Leben – Leukämiehilfe Österreich und die Vorarlberger Landeskrankenhäuser gemeinsam „Lust auf Leben" geschaffen – eine heilsame Familienauszeit mit tiergestützter Therapie und sozialtherapeutischer Begleitung. Nähe, die trägt. Hoffnung, die bleibt.
So wird die Propstei St. Gerold – im behutsamen Umgang mit den Tieren – zu einem Ort, an dem innere Spannungen abfallen können. Dort entstehen Räume, in welchen das Herz leichter wird, Vertrauen wächst und die eigenen Stärken wieder spürbar werden.
Mehr Informationen unter www.propstei-stgerold.at


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ZWISCHEN BERGEN, BÜCHERN UND GROSSEN SEHNSÜCHTEN
Wie Illustratorin Anna Stemmer mit ihren Zeichnungen Geschichten sichtbar macht.
Manche Menschen hinterlassen Spuren mit großen Worten. Anna Stemmer tut es mit feinen Linien. Wenn die Illustratorin an ihrem Schreibtisch sitzt, umgeben von Papier, Skizzen und einer Tasse Kaffee, entstehen Geschichten, Welten, Erinnerungen und Bilder, die bleiben.
Aufgewachsen ist Anna Stemmer in St. Gerold. Kunst gehörte dort zum Alltag wie die Berge vor dem Fenster. Ihre Mutter war Künstlerin, leitete die St. Gerold Werkstätten und prägte ein Umfeld, in dem Kreativität selbstverständlich war. Die Entscheidung zu einem künstlerischen Beruf kam nahezu natürlich. „Es war eigentlich ein Ausschlussverfahren. Am Ende ist die Kunst übriggeblieben.“
Heute zählt Anna Stemmer zu den profiliertesten Illustratorinnen Vorarlbergs. Besonders deutlich wird ihre künstlerische Haltung im Bilderbuch „Ahna und Mara“, das gemeinsam mit der Autorin Moni Valentin entstand. Die Geschichte einer Großmutter und ihrer Enkelin erzählt vom Aufwachsen, Älterwerden und von den Stationen eines
Lebens. Gleichzeitig steht das Buch exemplarisch für vieles, was Anna Stemmers Arbeit ausmacht: die Liebe zum Detail, die bewusste Reduktion und das Vertrauen darauf, dass gute Kinderbücher Menschen jeden Alters erreichen können.
„Ich habe einfach gezeichnet.“
Anna Stemmer Illustratorin

Schon früh verbrachte sie unzählige Stunden mit Stift und Papier. Talent sei wichtig, sagt sie. Noch wichtiger seien Neugier, Übung und Fantasie. Nach ihrem Studium an der Angewandten in Wien, zunächst in der Fotografie, führte sie ihr Weg zurück nach Vorarlberg. Während ihre Kinder aufwuchsen, blieb das Zeichnen ein fester Bestandteil ihres Alltags.
Aus dieser Beständigkeit entwickelte sich Schritt für Schritt ihr heutiges Schaffen.
Zahlreiche Bücher, Ausstellungen und Illustrationsprojekte folgten. Besonders reizvoll sind für sie Arbeiten, bei denen Zeichnung und Wissensvermittlung zusammenfinden.
Die Kunst des genauen Hinschauens Vor jedem Projekt steht eine intensive Recherche. Historische Quellen, Fachliteratur und Gespräche mit Expert:innen bilden die Grundlage ihrer Arbeit. Ob Vorarlberger Geschichte, mittelalterliche Hügelgräber im Karpatenbecken oder längst vergangene Lebenswelten: Anna Stemmer beschäftigt sich mit ihren Themen, bevor die erste Illustration entsteht.
Wie sahen die Menschen damals aus? Welche Kleidung trugen sie? Welche Tiere lebten in ihrer Umgebung? Welche Gegenstände gehörten zu ihrem Alltag? Die Suche nach Antworten gehört für Anna Stemmer ebenso zum kreativen Prozess wie das Zeichnen selbst. Gerade diese Verbindung aus wissenschaftlicher Genauigkeit und künstlerischer Interpretation verleiht ihren Arbeiten besondere Tiefe.


Bei „Ahna und Mara“ stand hingegen kein historisches Thema im Mittelpunkt, sondern das Leben selbst. Die Hauptfigur Mara wird vom Babyalter bis ins hohe Alter begleitet. Freundschaften, Liebeskummer, Abschiede, Neuanfänge und das Wiederkommen an einen vertrauten Ort verdichten sich zu einem Lebensbogen, der generationsübergreifend verständlich bleibt. Entstanden ist das Buch in enger Zusammenarbeit mit Autorin Moni Valentin und Grafikerin Nadine Jochum. Das gemeinsame Ziel: ein Buch zu schaffen, das Kinder ebenso anspricht wie Erwachsene. Kein klassisches Vorlesebuch, sondern ein Werk, das auch Jahre später noch gerne zur Hand genommen wird.
„Das Recherchieren liebe ich fast genauso wie das Zeichnen.“
Anna Stemmer Illustratorin
Charakteristisch ist dabei die gestalterische Zurückhaltung. Statt überladener Bilder entschied sich das Team bewusst für Klarheit und Reduktion. „Eigentlich haben wir alles weggelassen, was nicht notwen-
dig war“, sagt Anna Stemmer. Freie Flächen, wenige präzise gesetzte Details und eine ruhige Bildsprache geben den Geschichten Raum, sich zu entfalten.
Inspiration zwischen Garten und Bergen Wer Anna Stemmer fragt, woher ihre Ideen kommen, bekommt keine romantische Künstlerantwort. Vielmehr findet sie diese direkt vor ihrer Haustür. In den Bergen. Im Garten. Beim Spaziergang. Im Beobachten. Sie studiert die Formen der Landschaft, die Linien eines Berghangs, die Struktur eines Waldrandes. Oft genügt ein Blick hinaus, um eine neue Idee anzustoßen.

„Ich glaube, die Natur inspiriert mich mehr als alles andere.“

Besonders Farben spielen dabei eine wichtige Rolle. Vielleicht auch deshalb fällt ihr der Winter schwer. „Mir fehlen die Farben. Der Winter ist für mich schwarz-weiß.“ In Zeiten von künstlicher Intelligenz und digitalen Bildgeneratoren bleibt Anna Stemmer erstaunlich gelassen. Sie zeichnet weiterhin auf Papier. Mit der Hand. Strich für Strich. Weil man den Unterschied sieht. Weil echte Zeichnungen etwas besitzen, das keine Maschine erzeugen kann: Seele.
Wer Anna Stemmer begegnet, trifft auf eine Frau, die mit großer Bescheidenheit über ihre Arbeit spricht und gleichzeitig mit beeindruckender Leidenschaft für Geschichten, Kunst und Wissen brennt. Ihre Illustrationen erzählen vom Leben, von Heimat, von Sehnsucht und vom Staunen über die Welt.
Wer sich selbst ein Bild von ihrer besonderen Arbeit machen möchte, hat dazu schon bald Gelegenheit: Am 17. Juli wird ihre neue Graphic Novel „Delphina“ im Vorarlberg Museum vorgestellt. Eine Einladung an alle, die Bücher lieben. An alle, die Geschichten schätzen. Und an alle, die sich noch die Fähigkeit bewahrt haben, die Welt mit neugierigen Augen zu betrachten.

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WENN’S AM BERG SCHO WIEDR BRENNT: 100 JAHRE FEUERWEHR
100 Jahre Feuerwehr, 10 Jahre Feuerwehrjugend und ein großes Bezirksfeuerwehrfest: Thüringerberg hat im Juli gleich mehrfach Grund zum Feiern.
Die Vergangenheit und die Zukunft werden vom 17. bis 19. Juli in Thüringerberg gefeiert. Vor 100 Jahren – am 14. November 1926 –wurde die Freiwillige Feuerwehr Thüringerberg gegründet. 90 Jahre später wurde genau am gleichen Tag die Feuerwehrjugend ins Leben gerufen. Beide Anlässe werden im Rahmen eines großen Fests gefeiert. Zusätzlich wird an diesem Wochenende auch der 40. Nassleistungsbewerb des Bezirks Bludenz ausgetragen.
Wichtige Nachwuchsarbeit
Für Kommandant Xaver Stark sind die beiden Jubiläen ein besonderes Ereignis. „Gerade die Gründung der Jugend vor zehn Jahren hatte eine sehr große Bedeutung“, ist er überzeugt. Durch die Nachwuchsarbeit ist es in den vergangenen Jahren gelungen, dass stetig neue Mitglieder in den Aktivstand aufgerückt sind. Dabei hat sich laut Stark ein weiterer Vorteil gezeigt. Denn die Jungen kennen sich bereits aus der Jugend und arbeiten dann auch im Aktivstand entsprechend gut zusammen.
Alle zehn Jahre ein Fest
Die Organisation des Bezirksfeuerwehrfests zum runden Jubiläum ist für die Thüringerberger kein Neuland. Es ist schon eine
Thüringerberg

Tradition, dass sie zu runden Geburtstagen der Wehr zum Fest einladen. 2006 gab es dabei erstmals das Motto „s’brennt“, 2016 hieß es dann „s’brennt wiedr“ und heuer steht die Veranstaltung entsprechend unter dem Leitspruch „s’brennt scho wiedr“. „Die Erfahrung hilft natürlich“, sagt der Kommandant.
Lange geplant
Dennoch wurde vor knapp zwei Jahren schon mit den Planungen begonnen. So ist es auch gelungen, dass am Freitagabend die Schweizer Band Gotthard in Thüringerberg rockt. Am Samstag steht der Nassleistungsbewerb

des Bezirks Bludenz mit 68 teilnehmenden Gruppen auf dem Programm. Den Abschluss bildet am Sonntag der große Festumzug mit über 50 teilnehmenden Gruppen.
Obwohl die Feuerwehrleute in der Berggemeinde schon Routine bei der Organisation ihres großen Jubiläumsfests haben, ist der Anlass dennoch etwas Besonderes. Jung und Alt packen gemeinsam an, damit die Feier gelingt. „Das stärkt den Zusammenhalt“, freut sich der Kommandant.
Informationen und Programm unter www.of-thueringerberg.at
EINE WIESE, EIN JA UND EIN HAUFEN WOLLE
Michael Müller arbeitet unter der Woche in der Schweiz. Am Wochenende wartet in Thüringerberg ein ganz anderes Leben auf ihn: Alpakas, Bergluft und Menschen, die für ein paar Stunden den Alltag hinter sich lassen.
Was 2018 mit drei Tieren begann, ist heute ein echtes Herzensprojekt. Damals besuchte Michael einen Züchter in der Schweiz, der rund 250 Alpakas hält. „Wenn man da auf den Hof fährt, schauen einen 500 große Kulleraugen neugierig an“, erzählt er. Die ruhige, gelassene Art der Tiere hat ihn nicht mehr losgelassen. Er besuchte Kurse, holte sich Wissen und brachte schließlich seine ersten drei Alpakas nach Thüringerberg.
Vom Hobby zum Herzensprojekt Heute umfasst Holzmichl's Alpakas weit mehr als eine Herde auf der Weide. Besucher(innen) können bei geführten Wanderungen durch das Große Walsertal die Tiere hautnah erleben, auf Single Wanderungen neue Menschen kennenlernen oder bei speziell gestalteten Paarerlebnissen gemeinsam entschleunigen. Die Alpakas gehen dabei einfach mit, als ruhige, neugierige Begleiter durch die Vorarlberger Natur.
Gäste kommen vor allem aus der Region: Familien, Freundesgruppen, Teams auf Betriebsausflug. Einer dieser Besuche ist Michael bis heute in Erinnerung geblieben. Ein junger Mann, seine Freundin, die Alpakas ringsum und ein Heiratsantrag mitten auf der Wiese. Sie hat Ja gesagt.

Tradition und Handwerk
Wer etwas mit nach Hause nehmen möchte, findet im Shop von Holzmichl's Alpakas hochwertige Produkte aus Alpakawolle: Decken, Schals, Mützen oder Naturkosmetik. Ein Großteil davon entsteht in Lima, Peru, wo erfahrene Handwerkerinnen die Wolle in traditioneller Handarbeit verarbeiten. Faire Bezahlung ist für Michael dabei keine Floskel, sondern Grundbedingung.
Thüringerberg ist nicht nur Standort, es ist Heimat. Michael ist hier aufgewachsen und arbeitet bewusst mit lokalen Betrie-

ben zusammen, etwa dem Gasthof Sonne im Ort oder dem Gasthof Kreuz im nahen St. Gerold. Und die Zukunft? „Ich lasse mich überraschen. Ich bin schon zufrieden, wenn alles so bleibt, wie es ist.“ Der schönste Ausgleich zum Beruf, den man sich wünschen kann.
Holzmichl’s Alpakas
Faschinastraße 173, 6721 Thüringerberg T +43 664 1506 451
www.holzmichlsalpakas.at

NATURSCHÄTZE ZWISCHEN HAUSTÜR UND GARTENTOR
Michaela Zech aus Wald am Arlberg hat sich der Kraft der Natur verschrieben. Als Kräuterpädagogin und Naturenergetikerin gibt sie ihr Wissen in Kursen und Workshops weiter und zeigt, wie die Natur uns ganzheitlich guttun kann.
Kräuter sammeln, im Rhythmus der Jahreszeiten leben, wissen, was wächst und heilt – das liegt tief in uns verankert. Lange Zeit waren solche Fähig keiten für uns Menschen überlebensnotwendig. Heute ist es eine Kunst, die nur noch wenige pflegen. Michaela Zech aus Wald am Arlberg ist eine von ihnen. Die Kräuterpädagogin und Naturenergetikerin hat es sich mit „Natürlich Michaela“ zur Herzensauf gabe gemacht, ihr Wissen weiterzugeben und Menschen wieder mit sich selbst und der Natur zu verbinden.

Verwurzelt im Klostertal Aufgewachsen auf einem Bauernhof im Klostertal, war Naturverbundenheit für Michaela etwas, das schon immer da war. Den Einstieg zu den Kräutern fand sie über das Imkern. „Durch die Bienen bin ich zu
den Blumen und Kräutern gekommen und habe sehr schnell gemerkt, dass mir das gefällt", erzählt sie. Das Interesse ließ sie nicht mehr los, zumal ihr Heimatort auf 1000 Metern Seehöhe den perfekten Rahmen dafür bietet: Die Wiesen werden hier seltener gemäht, die Blumen haben Zeit zu blühen, und die Vielfalt an Pflanzen und Kräutern ist bemerkenswert. Es folgte eine Ausbildung nach der nächsten: von der Kräuterpädagogik über Naturkosmetik bis zur Wildkräuterkunde und Naturenergetik. Mit dem Wissen wuchs auch der Wunsch, es mit anderen zu teilen.
Neuanfang mit Rückenwind
Lange gab sie Kurse nebenher – doch der Alltag ließ kaum Raum dafür. Als das Leben sie zu einer Auszeit zwang und eine Neuorientierung unausweichlich wurde, war
der Entschluss klar. „Ich dachte mir: Wenn ich die Chance jetzt nicht ergreife, mache ich es nie mehr“, erzählt sie über ihren Schritt in die Selbstständigkeit im Jahr 2023. Dass es so weit kam, hat sie nicht zuletzt ihrer Familie zu verdanken, die sie immer wieder bestärkt hat, ihre Leidenschaft zum Beruf zu machen. „Ich hätte mich das alleine nie getraut", macht Michaela deutlich. Bis heute steht die Familie hinter ihr: Die älteste Tochter kümmert sich um Website und Social Media, die Jüngste und der Sohn bringen sich vor und während den Kursen ein. Auch ihren Mann hat Michaela mit der Begeisterung für die Natur angesteckt: Gemeinsam machen sie derzeit eine Wildbienenausbildung. Und weitere Projekte rund um Biodiversität und heimische Arten sind bereits in Planung.
Zwischen Haustür und Gartentor Aber nicht nur ihre Familie begeistert Michaela mit ihrer Leidenschaft. In ihren Kursen und Workshops – die von Kräuterwerkstatt und Naturkosmetik über Räuchern bis hin zu einem Mini-Retreat


speziell für Frauen reichen – teilt sie ihr Wissen rund um die Schätze der Natur. Und diese liegen oft näher, als man denkt. „Zwischen Haustür und Gartentor wächst schon so viel. Man muss sich nur mal mit ein paar Kräutern beschäftigen und lernen, sie für sich zu nutzen. Eine Handvoll Kräuter am Tag reicht schon, um unserem Körper etwas Gutes zu tun“, erklärt Michaela und schenkt dabei ganz selbstverständlich einen selbstgemachten Kräutertee ein.
Sehnsucht nach dem Ursprünglichen
Dass Michaela mit ihrem Angebot einen Nerv trifft, zeigt die Resonanz: Zu ihren Kursen kommen Menschen aus der ganzen Region – manche reisen sogar extra aus der Schweiz oder Deutschland an. „Jeder Kurs ist anders und schön: so viele verschiedene Leute, und jeder bringt etwas ein. Das habe ich gar nicht so erwartet", erzählt sie. Besonders freut sie, dass auch immer mehr junge Menschen
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den Weg zu ihr finden. Der Wunsch nach Entschleunigung und dem Ursprünglichen treibt viele zu ihr, und das spürt Michaela in jedem Kurs. „Ich glaube, das ist heutzutage wichtiger denn je, dass man
„Man
geht wirklich ganz anders durch die Welt, wenn man die Pflanzen kennt. Dann schaust du plötzlich hin, wo du früher einfach vorbeigegangen bist.“
Michaela
Zech

Kräuterpädagogin und Naturenergetikerin
ein bisschen runterkommt. Ein bisschen zurück zu sich. Sich mit der Natur zu beschäftigen, hilft da enorm", so Michaela,


die selbst bewusst nach dem Rhythmus der Jahreszeiten lebt.
Die Vermittlerin
Michaela sieht sich als Vermittlerin – und nichts bestätigt sie darin mehr als Momente wie dieser: Nach einem Insektenstich griff ein kleiner Junge ganz selbstverständlich zum nächsten Spitzwegerich – so wie er es bei ihr im Kräuterkurs für Kinder gelernt hatte. „Er kam zwei Wochen später zu mir und sagte: Schau mal, ich habe das ausprobiert und es hat sofort geholfen. Das hat mich so ermutigt", erzählt Michaela lächelnd. Genau solche Momente sind es, die sie antreiben: Wenn jemand nach einem Kurs nach Hause geht, das Gelernte anwendet und die Natur so wieder zu einem vertrauten Begleiter im Alltag wird, so wie es einmal selbstverständlich war.
Weitere Informationen zu „Natürlich Michaela“ und dem Kursangebot auf www.natuerlich-michaela.at.


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IMMER AUF DER SUCHE NACH NEUEM
Otmar Ganahl schnitzt, malt, baut Uhren und tüftelt an technischen Geräten. Haus und Werkstatt des Klostertalers sind voller Geschichten und überraschender Einfälle.
Kaum hat Otmar Ganahl die Türe zu seiner Werkstatt geöffnet, bleibt er stehen. „Da ist der Wasserstoffreaktor, den ich gebaut habe“, sagt er und zeigt auf eine metallene Apparatur auf einer Werkbank neben der Tür. Ursprünglich hatte er sie in sein Auto eingebaut, um Benzin zu sparen. Doch eine behördliche Zulassung gab es dafür nicht. „Also hab‘ ich jetzt ein Schweißgerät draus gemacht“, erklärt der 79-Jährige und geht nur wenige Schritte weiter.
So beginnt ein Rundgang durch eine Werkstatt, in der fast jedes Objekt eine Geschichte erzählt. Ganahl malt, schnitzt, drechselt, baut Uhren, tüftelt an technischen Geräten und hilft in der Küche sogar beim Verzieren von Torten mit. Die Abwechslung ist ihm wichtig.
Der Traum von der Kunst Begonnen hat die Leidenschaft für Kunst und Handwerk schon in seiner Kindheit. Otmar Ganahl wollte einst nach Florenz, um dort Kunst zu studieren. Doch dieser Traum blieb unerfüllt. „Wir waren fünf Kinder, die Familie hatte drei Kühe, und von denen haben wir gelebt. Da gab es kein Geld, um zu studieren“, erinnert er sich.
Also begann er als Stukkateur zu arbeiten und brachte sich das Schnitzen selbst bei. Später war er viele Jahre bei der Straßenmeisterei auf der Alpe Rauz tätig. Gerade im Winter, wenn wegen Lawinengefahr

niemand hinaus durfte, blieb Zeit für das Handwerk. Dafür bekam er sogar ein eigenes Zimmer.
Heute ist das ganze Haus ein Zeugnis dieser Leidenschaft. In den Wohnräumen von Otmar und seiner Frau Monika hängen selbst gemalte Bilder. Auch in den Zimmern, die an Urlaubsgäste vermietet werden, finden sich Werke des Künstlers.
Besonders eindrucksvoll ist das „Blumenzimmer“. Schon an der Türschwelle leuchten einem bunte Farben entgegen. Sie stammen von Blumensträußen, die er aus Holz geschnitzt hat. „Wenn mir im Winter kalt ist, ziehe ich einfach die Badehose an,
gehe in das Blumenzimmer und schon habe ich Frühling“, scherzt der Tüftler.
Holzuhr mit Heuschrecke Zurück in der Werkstatt zeigt Otmar auf seinen Schnitztisch, wo gerade neue Zahnräder entstehen. Direkt daneben ist eines seiner außergewöhnlichsten Werke: eine hölzerne Standuhr mit einer Heuschrecke als Herzstück.
„Das ist die Ankerhemmung“, erklärt ihr Erbauer. Ursprünglich wollte er dieses Teil, das für die Zeitmessung zuständig ist, als Krokodil gestalten. Doch Monika hatte Einwände: „Hier gibt es doch keine Krokodile.“ Also sorgt heute eine Heuschrecke dafür,
dass die Uhr die Zeit korrekt misst. Ein Dreiviertel-Jahr hat er an der Uhr getüftelt, diese immer wieder zerlegt, neue Berechnungen angestellt und die Zahnräder angepasst. Alles ohne digitale Hilfsmittel.

„Wenn mir im Winter kalt ist, ziehe ich einfach die Badehose an, gehe in das Blumenzimmer und schon habe ich Frühling.“
Otmar Ganahl Künstler und Schnitzer
Ein Urlaubsgast konnte dies kaum glauben: „Er hat mich gefragt, welches Programm denn bei der Uhr im Hintergrund läuft. Ich habe zuerst gar nicht gewusst, was er damit meint“, erzählt der Tüftler. Dabei gibt es gar kein Programm, die Uhr funktioniert rein mechanisch. Für den 79-Jährigen ist es das Größte, wenn er die Lösung für ein Problem gefunden hat und am Ende alles funktioniert, wie es soll.
Natürlich aus Holz
Vom Schnitzraum geht es zurück Richtung Eingang. Doch statt hinauszugehen, biegt der Tüftler in einen weiteren kleinen Raum ab. Dort stehen noch mehr seiner Werke: eine Trompete aus Holz, geschnitzte Pilze, Masken und vieles mehr. In einem hölzernen Kübel liegen Brotstücke – aus Holz natürlich. Er greift in ein kleines Körbchen und holt eine Specksemmel als „Snack“ heraus. Auch sie ist geschnitzt. Genau solche Momente machen den Rundgang aus. Man

weiß nie, ob hinter der nächsten Tür ein Werkzeug, ein Kunstwerk, eine Maschine oder eine Geschichte wartet.
Vom Bühnenbild bis zur Drohne Otmar tüftelt nicht nur für sich allein. Bei den Klostertaler Passionsspielen ist er als Bühnenbildner und Requisiteur tätig. Er hat Wandbilder gemalt, Altare restauriert und Drohnenaufnahmen gemacht. Denn so sehr ihn altes Handwerk interessiert, reizt ihn moderne Technik genauso. Deshalb hat er auch den Drohnenführerschein gemacht.
Einmal in der Woche widmet er sich gemeinsam mit einem Freund dem alten Handwerk. Jeden Mittwoch zeigen sie von 16 bis 17 Uhr in der Schauwerkstätte in Wald am Arlberg, wie früher gearbeitet wurde. Etwa, wie Schindeln gemacht werden. Otmar ist es wichtig, Wissen weiterzugeben, damit es nicht verloren geht. Das gilt auch für seinen Riebel, den er nach altem Familienrezept in der Eisenpfanne mit Butterschmalz zubereitet.

Ein Hobby in der Pension
Die Begeisterung für Kunst und Handwerk hat auch in der Familie Spuren hinterlassen. Die jüngere Tochter malt selbst Bilder, und auch bei den Enkeln zeigt sich bereits die kreative Ader. Gattin Monika freut sich darüber, dass ihr Mann so umtriebig ist. „Ich finde es toll, wenn ein Mann in der Pension ein Hobby hat“, sagt sie.
Manchmal stellt sie ihm aber auch eine andere Frage: „Mit wem bist du eigentlich verheiratet? Mit dem Schnitzraum oder mit mir?“ Otmar Ganahl muss darüber nicht lange nachdenken. „Mit beiden“, sagt er und lacht.
Schauwerkstätte
Arlbergstraße 44, 6752 Wald am Arlberg
Von Mai bis Oktober mittwochs von 16 bis 17 Uhr geöffnet Keine Anmeldung erforderlich


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