B’sundrig GENÜSSE, MENSCHEN, GESCHICHTEN AUS DER REGION
RUND UM DIE KUH
Von Sommerfrische und Hochgenuss
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neutral gedruckt
August/ September/ Oktober 2022 107. Ausgabe Euro 1,50
Editorial
Rund um die Kuh Was wäre die Vorarlberger Genusskultur ohne die große Vielfalt an Milch- und Käsespezialitäten oder ein gutes Steak, natürlich
Making of …
EIN BLICK HINTER DIE KULISSEN
vom Vorarlberger Bio-Weiderind? In dieser Ausgabe von „B’sundrig“ dreht sich alles um die Kuh – und all jene Köstlichkeiten, die wir ihr zu verdanken haben. Welche Unterschiede es bei Milch geben kann, beleuchten wir ab Seite 20. Und wie Sutterlüty’s Alpkäse zu jener b’sundrigen Köstlichkeit wird, die er ist, haben wir auf dem Vorsäß Vorderhopfreben für Sie in Erfahrung gebracht. Mehr über
So erreichen Sie uns: magazin@sutterluety.at
unseren Besuch bei Senner Peter Kohler
Am Grill
Fürs Blitzrezept geht es bei Miriam dieses Mal heiß her (Seite 19)
erzählen wir Ihnen ab Seite 28. Auch für die richtige Zubereitung eines perfekten Steaks in all seinen Varianten
und
haben wir uns an Experten gewandt: Eine „Best of Beef“-Grillrezepte-Sammlung inklusive Zubereitungstipps von Grillprofi Tom Heinzle finden Sie ab Seite 6.
Adressen und Öffnungszeiten unse rer Ländlemärkte, aktuelle Änderungen aufgrund von Covid-19 sowie über 600 Rezepte und Informationen zu unseren b’sundrigen Produkten finden Sie auf www.sutterluety.at
Am Vorsäß Vorderhopfreben
Redakteurin Lisa zu Besuch bei Senner Peter Kohler (Seite 28)
Wie bei jedem wahren Genuss entscheidet auch beim Guten von Kuh und Rind das Maß über die Bekömmlichkeit – für uns genauso wie für die Umwelt und vor allem für das Klima. Welche Auswirkungen insbesondere der Fleischkonsum hat und was wir tun können, um die Grillsaison möglichst klimaschonend zu gestalten, diesen Fragen geht Christof Drexel vom Verein KlimaVOR! ab Seite 62 auf den Grund.
Seit 2011 wird „B’sundrig“ – Das Sutterlüty Magazin in einem klimaneutralen Verfahren und seit 2012 zudem auf Umweltpapier gedruckt. So konnten wir bis heute 3596 Tonnen CO2 kompensieren. Durch den Druck dieses Magazins unterstützen wir das Projekt „Gesamtpaket für Haushalte“ in Äthiopien.
Auf dem Sprung Outdoor-Experte Heli Düringer will mit dem Bike hoch hinaus (Seite 52)
Wir wünschen Ihnen einen b’sundrig schönen Sommer und kurzweiliges Lesevergnügen!
Christian Kerber Chefredakteur Sutterlüty Magazin
03
Inhalt
19
06
BEWUSST GENIESSEN 06
20
„Best of Beef“ plus Tipps von Grillprofi Tom Heinzle
19
Blitzrezept
20
Genuss im Fokus
25
Lebensgefühl
288
Dry Aged Beef mit Grillgemüse
Volle Kanne Milchvielfalt
Health-Expertin und Personal Trainerin Nina Keck über gute und weniger gute Fette
UNSER LÄNDLE 28
52
Rezepte
47 66
Ein Tag bei …
… Senner Peter Kohler am Vorsäß Vorderhopfreben
36
Sutterlüty aktuell
41
Junges Ländle
47
Sutterlüty Vorteilskarte
Unsere Teammitglieder und ihre b’sundrigen Leidenschaften
MONATTI-Taschen aus Dornbirn
Auf zum Familienflugtag – mit gratis Wurfgleiter
GEWINN SPIELE
BESSER LEBEN
Impressum: Medieninhaber und Herausgeber: Sutterlüty Handels GmbH, Mühle 534, 6863 Egg, Tel. +43 (0)5512 / 2266-0, magazin@sutterluety.at, www.sutterluety.at, www.facebook.com/bsundrig, www.instagram.com/sutterluety Konzeption: Baschnegger Ammann Partner Beratung: Amelie Baschnegger, Bakk. phil. Redaktion: Carmen Jurkovic-Burtscher, MMag. Lisa Christensen Grafik: Sarah Höfler Mitwirkende dieser Ausgabe: Nina Keck, Christof Drexel, Helmut Düringer, Dr. Peter Natter Redaktionsadresse: Baschnegger Ammann Partner, „B’sundrig“ – das Sutterlüty Magazin, Zollgasse 7, 6850 Dornbirn Korrektur: Mag. Merle Rüdisser Bildbearbeitung: www.profiler.cc Druck: Print Finish Direktwerbung GmbH Projekt- & Anzeigenleitung: Mag. (FH) Christian Kerber, christian.kerber@sutterluety.at Fotografie: Christian Kerber Stockbilder: shutterstock, Adobe Stock Auflage: 150.000 Stück In der Regel finden Sie die Zutaten, die in den Rezepten in diesem Magazin verwendet werden, in jedem größeren Sutterlüty Ländlemarkt. Sollte im Ausnahmefall eine spezielle Zutat nicht erhältlich sein, wenden Sie sich bitte an ein gut sortiertes Spezialitäten-Geschäft oder den Bioladen Ihres Vertrauens.
52
Unterwegs in der Natur
62
KlimaVOR!
66
Gelebte Verantwortung
71
Ansichtssachen
73
Mondkalender
Transalp zum Ausprobieren
Wie viel Fleisch verträgt unser Klima?
Fährt unser Logistikpartner Schluge bald elektrisch?
Dr. Peter Natter über die Lässigkeit der Kühe
29.07.–13.10.2022
Sutterlüty Magazin
05
1. FILETSTEAK KLASSIKER AUS DEM FILETMITTELSTÜCK
5. FLAT IRON AUS DEM MITTELSTÜCK DER SCHULTER
4. RIB-EYE-STEAK BESONDERS ZART IM DRY-AGEDREIFUNGSVERFAHREN
06
Sutterlüty Magazin
2. BRISKET ODER AUCH RINDERBRUST
C Rind fleisch brilli er
BEWUSST GENIESSEN
in der Hau p troll t Geschmacksex plo e – sion garan tier t !
3. FLANK-STEAK BESONDERS AROMATISCH TROTZ MAGEREM FLEISCHGENUSS
Best of Beef Ran an den Grill, heute gibt’s Rind Was wäre der Sommer ohne Grillpartie? Passend zum thematischen Rahmen des aktuellen „B’sundrig“ haben wir die feinsten Inspirationen der vergangenen Jahre herausgesucht und neu zusammengestellt: einmal mediterran, einmal Tex-Mex, einmal klassisch, einmal fruchtig – immer ein Genuss!
4. 2.
5.
1.
3.
Sutterlüty Magazin
07
Rezepte BEWUSST GENIESSEN
TOM HEINZLE MAGAZIN 70
Angegrilltes Tatar für 4 Personen Zubereitungszeit: 25 Min. Schwierigkeitsgrad:
•••
ZUTATEN
ZUBEREITUNG
4 Scheiben Rinderfilet ca. 2 cm dick, vom
Das Fleisch auf der einen Seite bis zur
In feine Würfel schneiden und auf dem
österreichischen Qualitätsrind · 2 Bund Rucola
Mitte kreuzweise einschneiden, den Salat
Salat anrichten. Mit Salz, Pfeffer und
Olivenöl · Saft einer Zitrone · Salz, Pfeffer
mit dem Olivenöl und dem Zitronensaft
Olivenöl würzen, mit grob gehobelten
1 Stück Parmesan
vermischen. Mit Salz und Pfeffer
Parmesanspänen garnieren.
abschmecken. Das Fleisch auf der nicht eingeschnittenen Seite bei großer Hitze 4 bis 5 Min. grillen.
08
Sutterlüty Magazin
BEWUSST GENIESSEN
Rezepte
TOM HEINZLE NEU IM MAGAZIN
Brisket-Taco
mit Pfirsich und Mais für 4 Personen Zubereitungszeit: ca. 40 Min. + 6 h Fleischzubereitung Schwierigkeitsgrad:
•••
ZUTATEN 1,5 kg Rinderbrust flaches Stück 2 Knoblauchzehen · grobes Meersalz 3 Maiskolben vorgegart · 3 EL Butter · 3 Pfirsiche 3 Frühlingszwiebeln · 2 EL Oreganoblätter Salz & Pfeffer · etwas BBQ-Sauce zum Abschmecken · 12 Taco-Shells
außerdem: 3 Stück Alufolie & Backpapier ZUBEREITUNG Für die Rinderbrust den Knoblauch mit einer Knoblauchpresse in das Meersalz drücken und gut vermischen. Die Rinderbrust damit rundum gut einreiben. Den Grill auf indirekte Hitze (100–110 °C) vorbereiten. Das Brisket ca. 6 Stunden auf eine Kerntemperatur von 88 °C ziehen lassen. Danach etwas ruhen lassen. Für die Füllung die Alufolie auslegen und jeweils mit 1 Stück Backpapier und einem Maiskolben belegen. Je 1 EL Butter auf dem Mais verteilen und mit dem Meersalz würzen. Die Alufolie zu einem geschlossenen Päckchen falten und im Backrohr oder auf dem Grill bei 180 °C indirekter Hitze 30–40 Min. schmoren. Die Pfirsiche halbieren und den Stein entfernen. Bei hoher direkter Hitze kurz auf der Schnittfläche branden und anschließend in feine Scheiben schneiden. Die Maiskolben vom Grill nehmen, Körner senkrecht vom Strunk schneiden und mit den Pfirsichscheiben und der BBQ-Sauce
Wer am frühen Ab end Gä erwar tet , soll te das Briske ste t sc zur Mittagszeit vorb ereitenhon
C
vermengen. Das Brisket in feine Streifen schneiden. Nun das Pfirsich-Mais-Gemisch in den Tacos verteilen und mit den Fleischstreifen belegen. Mit in Ringe geschnittener Frühlingszwiebel und dem Oregano dekorieren. Eventuell mit Salz und Pfeffer abschmecken. Sutterlüty Magazin
09
Rezepte BEWUSST GENIESSEN
C Su per fruch tig medit
errane B eilage
10
Sutterlüty Magazin
BEWUSST GENIESSEN
Rezepte
Flat Iron
mit Honigtomaten für 4 Personen Zubereitungszeit: 30 Min. Schwierigkeitsgrad:
•••
ZUTATEN 4 Flat Iron vom österreichischen Qualitätsrind Salz, Pfeffer · 2 Blatt Backpapier 2 Schalen Kirschtomaten 10–12 Zweige Thymian Sutterlüty’s Kräutertöpfle 10 EL Sutterlüty’s Waldhonig · Meersalz grob ZUBEREITUNG Die Flat Iron mit etwas Salz würzen. Auf dem Grill bei direkter Hitze (ca. 400 °C) 5 Min. pro Seite grillen. Danach bei indirekter Hitze (120 °C) ca. 10–15 Min. nachziehen lassen, bis eine Kerntemperatur von 56 °C erreicht ist. Dann pfeffern und mindestens 5 Min. rasten lassen. Für die Honigtomaten das Backpapier unter Wasser zerknüllen, damit es etwas Feuchtigkeit aufnimmt. Dann auf einem glatten Untergrund flachstreichen und die Außenkanten etwas nach innen rollen. Die Tomaten in der Mitte des Backpapiers auflegen und mit dem Honig beträufeln, anschließend den Thymian auf den Tomaten verteilen. Das Ganze bei indirekter Hitze (200–250 °C) ca. 15–20 Min. grillen, bis die Tomaten beginnen aufzuplatzen. Mit grobem Meersalz bestreuen und zusammen mit dem mit Salz und Pfeffer gewürzten Flat Iron servieren.
TOM HEINZLE MAGAZIN 70 Sutterlüty Magazin
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Rezepte BEWUSST GENIESSEN
C Dazu pass t Gegrilltes Rib-Eye-Steak
an Randig-Grapefruit-Salat für 4 Personen Zubereitungszeit: 40 Min. Schwierigkeitsgrad:
•••
ZUTATEN 200 g Randig gekocht · 1 Grapefruit 50 g junger Spinat · 3 Radieschen 4 Frühlingszwiebeln · 1 EL Apfelessig 1 EL Honig · Pfeffer aus der Mühle, schwarz · Salz 4 EL Rapsöl · 2 Stück Sutterlüty’s Ländle-BioRindfleisch Rib-Eye-Steak in der SB-Packung Für die Garnitur: 1 Schale Kresse Mahlerhof 1 Handvoll essbare Blüten
LENZ MOSER SELECTION BLAUER ZWEIGELT
Dunkles Rubinrot. Fruchtigwürziges Bukett. Samtig am Gaumen, reife Kirschfrucht spürbar, weiche Gerbstoffnote. Harmonisch im Geschmack, hervorragend ausbalanciert. Ein harmonischer Rotwein, der durch seine fruchtige, gehaltvolle Art zum Genießen anregt – am besten bei 15–17 °C.
ZUBEREITUNG Grill auf 250 °C vorheizen. Fleisch aus dem Kühlschrank nehmen. Für den Salat Randig in 2 cm große Würfel schneiden. Die Grapefruit filetieren und den dabei austretenden Fruchtsaft
Das Fleisch von beiden Seiten salzen, auf
auffangen. Den jungen Spinat waschen
den Grillrost legen und je 2 Min. auf beiden
und trockentupfen. Die Radieschen putzen,
Seiten grillen. Vom Grill nehmen und
waschen und in feine Scheiben hobeln.
2 Min. rasten lassen.
Die Frühlingszwiebeln waschen und in feine Scheiben schneiden.
In dieser Zeit alle Zutaten für den Salat in eine Schüssel geben und mit der Vinaigrette
12
Für die Vinaigrette Essig und den
vermengen. Dekorativ auf einem Teller
aufgefangenen Grapefruitsaft mit Honig,
anrichten. Mit Kresse und Blüten garnieren.
Salz und Pfeffer glatt rühren. Nach und
Das Fleisch pfeffern, in Stücke schneiden
nach Rapsöl unterrühren.
und zum Salat anrichten.
Sutterlüty Magazin
hervorragend ein harmonischer Ro twein
BEWUSST GENIESSEN
Rezepte
ALEX HEER MAGAZIN 82
Sutterlüty Magazin
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Rezepte BEWUSST GENIESSEN
WOLFGANG PONIER MAGAZIN 65
C Das Flanks teak is t ein Stüc k Fleisch m
it Charak ter , gu tem Biss und ausg eprägtem Geschmack
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Sutterlüty Magazin
BEWUSST GENIESSEN
Rezepte
Die Toma ten können in einer Gusseisenpfanne direkt au f dem Grill zu bereite t werden
Flanksteak
mit Rucola und Kirschtomaten für 4 Personen Zubereitungszeit: 20 Min. Schwierigkeitsgrad:
•••
ZUTATEN 1 Flanksteak vom österreichischen Qualitätsrind, gut gelagert · 40 g Ja! Natürlich Bio-Olivenöl
40 g Steak- und Grillgewürz · 320 g Tomaten
Die Kirschtomaten in der Zwischenzeit
Meersalzflocken · 100 g Rucolasalat
ebenfalls langsam in einer Gusseisenpfanne
Saft von 1 Limone
grillen. Am Schluss mit Olivenöl und Meersalz würzen. Rucolasalat mit wenig
ZUBEREITUNG
Salz, Olivenöl und etwas Limonensaft
Das Flanksteak scharf und heiß angrillen,
marinieren.
damit Röstaromen entstehen. Danach mit Olivenöl und Steak- und Grillgewürz
Das Flanksteak gegen die Faser dünn
marinieren und bei indirekter Hitze auf
aufschneiden und eventuell noch mit
eine Kerntemperatur von 55 bis 56 °C
Salzflocken bestreuen. Zusammen mit
weitergrillen. Das gegrillte Flanksteak für
den Grilltomaten auf dem Rucolasalat
15 Min. ruhen lassen. Die Ruhephase ist
anrichten.
wichtig, damit der Fleischsaft sich wieder im Steak verteilen kann.
Sutterlüty Magazin
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Rezepte BEWUSST GENIESSEN
Grilltipps vom Profi So klappt’s mit dem perfekten Steak
1
Ein Steak sollte mindestens 3–3,5 cm dick sein, ein Filet auch gerne dicker. Wichtig ist, dass die Fleischstücke gleichmäßig geschnitten sind, damit
5
Hitze auf einer Seite zügig an. Dann wenden Sie das Fleisch. Während die zweite Seite gegrillt wird, können Sie die bereits gegrillte Seite mit Pfeffer
sie auch gleichmäßig gar werden.
2 3
Grillen Sie Ihr Steak bei starker, direkter
oder Knoblauch würzen. Das Fleisch sollten Sie vor dem Grillen immer auf Raumtemperatur bringen. Das hilft dabei, das Steak beim Grillen gleichmäßig zu erhitzen. Salzen Sie Ihr Steak ruhig vor dem
6
Wenn das Steak auf beiden Seiten gegrillt ist, wenden Sie das Fleisch nochmals und garen es bei geringer Hitze (max. 120 °C) indirekt bis zum gewünschten Garpunkt weiter.
Grillen. Das Salzen hat keinen negativen
Währenddessen würzen Sie auch die
Einfluss auf die Saftigkeit des Fleisches –
zweite Seite.
und es schmeckt einfach besser, als wenn im Nachhinein gewürzt wird.
Für ein optimales Grillergebnis stecken Sie von der Seite (parallel zum Grillrost)
7
Ist die gewünschte Kerntemperatur erreicht, nehmen Sie das Steak vom Grill und lassen es mindestens fünf Minuten rasten. Legen Sie dazu das
ein Kerntemperatur-Thermometer
Steak auf etwas zerknüllte Alufolie.
Röstaromen entwickelt, mischen Sie Zucker
in das Fleischgut.
So kann sich unter dem Grillgut ein
in das Salz, etwa im Verhältnis 2:1.
ACHTUNG: Während der Rastphase
Damit Ihr Steak am Grill noch feinere
4 16
Tom Heinzle ist eingefleischter Grillprofi. Mehr Rezepte, Kurse und Buchtipps unter www.tomsgrillwerkstatt.at
steigt die Kerntemperatur Wenden Sie Ihr Steak mit einer
nochmals um 1–2 °C an.
Luftpolster bilden. Mit einem weiteren Stück Alufolie decken Sie das Grillgut so zu, dass ein Stück offen bleibt.
Fleischzange statt mit der Fleischgabel,
Sonst fängt das Fleisch an zu
denn an den Einstichstellen kann Saft
schwitzen und wird aufgeweicht.
austreten und das Fleisch wird trocken.
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BEWUSST GENIESSEN
Blitzrezept
Dr y Ag ed B ee f in allen Märk ten er hältlich ! ZUTATEN
Dry Aged Beef mit Grillgemüse für 2 Personen · Zubereitungszeit: 20 Min. · Schwierigkeitsgrad:
•••
600 g Beiried Dry Aged · 1 Zucchini 1 Aubergine · 1 rote Zwiebel 7 EL Olivenöl · Fleur de Sel Pfefferkörner frisch gemörsert
ZUBEREITUNG
de Sel würzen. Den Gasgrill auf höchster
Das Fleisch aus dem Kühlschrank nehmen
Stufe einschalten. Das Gemüse 5 Min.
und Raumtemperatur annehmen lassen. In
grillen und vom Feuer nehmen, wenn es
indirekter Hitze 4 Min. nachgaren lassen
der Zwischenzeit Zucchini und Aubergine
eine schöne Farbe hat. Das Fleisch mit 2 EL
(Kerntemperatur: ca. 53 °C). Das Beiried
in 1 cm dicke Scheiben schneiden, Zwiebel
Öl bepinseln, mit Salz und Pfeffer würzen
mit dem Grillgemüse anrichten und sofort
vierteln. Gemüse mit 5 EL Öl und Fleur
und auf jeder Seite 3 1/2 Min. grillen. Bei
servieren. ¿
Sutterlüty Magazin
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Genuss im Fokus BEWUSST GENIESSEN
Die Mehrzahl von Milch … … ist Milche. Unnützes Wissen? Nicht wenn Sie demnächst beabsichtigen, Milch zu kaufen. Denn ein Blick ins Milchregal zeigt: Die Auswahl ist riesig. Welche Kuhmilchsorten gibt es, und wo liegen die wichtigsten Unterschiede? Wir haben die Milche für Sie unter die Lupe genommen.
Buttermilch Ein Nebenprodukt der Butterherstellung, leicht säuerlich und prickelnd mit höchstens 1 Prozent Fett
Vollmilch Der Klassiker aus dem Kühlregal mit einem Fettgehalt von 3,5 Prozent
20
Sutterlüty Magazin
Heumilch stammt von Kühen, die silofrei gefüttert werden, die also im Sommer hauptsächlich Gras und im Winter Heu fressen.
BEWUSST GENIESSEN
Laktosefreie Milch Hat einen Laktosegehalt von unter 0,1 g / 100 g. Da der enthaltene Milchzucker bereits aufgespalten ist, schmeckt sie leicht süßlich.
Genuss im Fokus
Fettreduzierte Milch Milch mit reduziertem Fettgehalt ist als Leicht-, Halbfett- oder Magermilch erhältlich.
Sutterlüty Magazin
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Genuss im Fokus BEWUSST GENIESSEN
Nehmen Sie Milch? Ob im Café oder am Kühlregal – das ist längst nicht die einzige Frage, die sich kritische Konsument*innen heute stellen können. Neben zahlreichen tierischen und auch pflanzlichen Alternativen gibt es schon bei klassischer Kuhmilch eine ganze Menge Unterschiede.
I
st erst einmal geklärt ob es Bio-, Heu-
bekömmliche. Deshalb sind in der Regel die
Ultrahocherhitzen:
milch oder klassische Milch sein soll,
Milchsorten, die man im Lebensmittelhandel
H-Milch wird die Milch für zwei bis vier
steht schon die nächste Entscheidung
findet, auf die eine oder andere Art wärme-
Sekunden auf 135–150 °C erhitzt und sofort
an: Vollmilch, Halbfett- oder Leichtmilch?
behandelt und damit gleichzeitig haltbar(er).
wieder heruntergekühlt. Durch die Hitze-
Frisch, länger frisch oder lieber gleich
Herstellung
von
einwirkung wird die Milch quasi sterilisiert.
H-Milch? Doch was bedeuten die jeweiligen
Frischmilch ist pasteurisiert und meist homo-
Dieses Verfahren hat Einfluss auf den Nähr-
Bezeichnungen und wo sind die wichtigsten
genisiert. Ihre Haltbarkeit beträgt im Kühl-
stoffgehalt sowie auf die Fettsäuren und die
Unterschiede? Finden wir es heraus!
schrank etwa vier bis sechs Tage.
Milchproteine, was sich in leicht veränder-
ESL-Milch (ESL = extended shelf life) trägt
tem Geschmack und besserer Verdaulichkeit
UNTERSCHIEDLICHE MILCHSORTEN
häufig die Bezeichnung „länger frisch“.
äußern kann.
NACH FETTGEHALT
Ungeöffnet und im Kühlschrank aufbewahrt
Der Hauptunterschied zwischen Vollmilch
ist ESL-Milch zwei bis drei Wochen haltbar.
Sterilisierung: Wird Milch für 20 bis 30
und fettreduzierten Milchsorten liegt im
H-Milch ist ultrahocherhitzt und homo-
Minuten auf 110–120 °C erhitzt, wird sie
Fett- und Kaloriengehalt: Vollmilch enthält
genisiert – und damit praktisch keimfrei.
steril. Diese Milch ist bei Zimmertemperatur
mehr Fett und damit Kalorien als die fett-
Ungekühlt und ungeöffnet ist H-Milch bis zu
mindestens sechs Monate haltbar. Dadurch
arme Variante. Beim Kalium- und Kalzium-
sechs Monate haltbar. Geöffnet sollte sie wie
verringert sich der Nährstoffgehalt weiter.
gehalt jedoch sind die jeweiligen Milchsorten
Frischmilch gekühlt aufbewahrt und inner-
weitestgehend identisch.
halb von zwei bis vier Tagen konsumiert
UND WAS BEDEUTET „HOMOGENISIERT“?
werden.
Die meisten im Handel erhältlichen Milchsorten sind nicht nur durch Erhitzen haltbar
Vollmilch enthält mindestens 3,5 Prozent Fett.
SO WIRD MILCH HALTBAR GEMACHT
gemacht, sondern auch homogenisiert. Voll-
Halbfettmilch oder fettarme Milch enthält
Pasteurisieren: Bei dieser Form der Kurz-
milch enthält rund 87 Prozent Wasser. Der
1,6 Prozent Fett.
zeiterhitzung wird die Milch für 15 bis 30
Rest besteht aus Fett und wasserlöslichen
Leichtmilch enthält bis zu 1 Prozent Milchfett.
Sekunden auf 72 bis 75 °C erhitzt und danach
Bestandteilen wie Milchzucker (Laktose),
Magermilch ist eine völlig entrahmte Milch
sofort wieder abgekühlt. So wird Frischmilch
Eiweiß, Mineralstoffen sowie verschiedenen
mit nur 0,1 Prozent Fett.
behandelt; das Pasteurisieren hat kaum Ein-
Vitaminen. Beim Homogenisieren werden
fluss auf die Inhaltsstoffe.
die in der Milch vorhandenen Fettkügelchen
UNTERSCHIEDLICHE MILCHSORTEN
22
Zur
unter hohem Druck verkleinert. So können
NACH HALTBARKEIT
Hocherhitzen: Hier wird die Milch für zwei
sich die Bestandteile der Milch gleichmäßi-
Je stärker Milch erhitzt wird, desto länger
bis vier Sekunden auf 125 bis 127 °C erhitzt
ger (homogener) vermischen. Dadurch ist
ist sie haltbar, da die meisten Keime durch
und danach sofort wieder abgekühlt. Die-
homogenisierte Milch für den menschlichen
Hitze abgetötet werden. Unbehandelte Roh-
ses Verfahren wird für ESL- oder Länger-
Organismus leichter verdaulich. Auf die
milch, also Milch, wie sie direkt von der
Frisch-Milch angewendet. Inhaltsstoffe und
Haltbarkeit der Milch hat das Homogenisie-
Kuh kommt, enthält immer auch Mikro-
Geschmack von ESL-Milch sind ähnlich wie
ren alleine jedoch keinen Einfluss. ¿
organismen – bekömmliche und weniger
jene von Frischmilch.
Sutterlüty Magazin
BEWUSST GENIESSEN
Genuss im Fokus
Unsere Empfehlungen erhältlich bei Sutterlüty Ländle-Vollmilch Vollmilch aus Vorarlberg mit 3,5 Prozent Fett
BIO Ja! Natürlich Bio-Leichtmilch Leichtmilch mit 0,9 Prozent Fett, aus biologischer Landwirtschaft
Schärdinger Formil H-Milch Haltbar-Vollmilch mit 3,5 Prozent Fett
Ländle-Buttermilch Buttermilch mit 1 Prozent Fett, aus Vorarlberg, hergestellt durch die Zugabe von Butterreinkulturen
Ländle-Heumilch ESL Silofreie Länger-FrischVollmilch aus Vorarlberg mit 3,5 Prozent Fett
BIO Ja! Natürlich Bio-Vollmilch laktosefrei Laktosefreie Bio-Vollmilch mit 3,5 Prozent Fett Sutterlüty Magazin
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BEWUSST GENIESSEN
Lebensgefühl
Echt fett! Frittieren, sautieren, legieren, braten – fette Speisen schmecken einfach lecker! Trotzdem hat Fett in der Ernährung einen schlechten Ruf. Allerdings wissen viele nicht, dass Fett für uns Menschen einen Grundnährstoff darstellt und manche Fettsäuren sogar lebensnotwendig sind. Da ist eine genaue Klärung nötig! NINA KECK ist Health-Expertin und Personal Trainerin. Von ihr gibt’s in jeder Ausgabe von „B’sundrig“ Tipps und Lifehacks rund um Ernährung, Sport und Wohlgefühl. www.figurbetont.at
Fotos: Dejan Krstovic Text: Lisa Christensen
P
rinzipiell gilt, dass hochwertige Fette einen wichtigen Teil der
Verbindung gebracht. Stattdessen sollte man auf ungesättigte Fett-
gesunden Ernährung ausmachen, denn Fett zeichnet nicht
säuren setzen, zum Beispiel mit Olivenöl oder Avocados. Manche
nur die hohe Energiedichte aus – ein Gramm birgt mehr als
davon, wie die Omega-3-Fettsäuren, sind essentiell, was bedeutet,
doppelt so viel Energie, als das bei Eiweiß oder Kohlenhydraten der Fall
dass der Körper diese Fettsäuren nicht selbst herstellen kann und sie
ist. Manche Vitamine (Eselsbrücke: E-De-K-A) kann der Körper nur
deshalb mit der Nahrung aufgenommen werden müssen. Aus diesem
in Verbindung mit Fett aufnehmen. „Doch Fett ist nicht gleich Fett“,
Grund versucht Nina, praktisch ausschließlich ungesättigte Fettsäu-
erklärt Healthcoach und Personal Trainerin Nina Keck: Gesättigte
ren zu sich zu nehmen, zum Beispiel in der Reinform als Omega-3-Öl
Fettsäuren, wie sie in Wurstwaren oder Hartkäse enthalten sind, und
oder eben mit Lebensmitteln, die besonders viel davon enthalten, wie
Transfette, die meist synthetisch hergestellt werden, um Öle streich-
mit Nüssen. Zum Anbraten eignen sich hingegen Kokosöl oder Ghee,
fähig zu machen, werden häufig mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen in
da diese stark erhitzt werden können.
Sutterlüty Magazin
25
Lebensgefühl BEWUSST GENIESSEN
TIPP: Kokosöl kann man auch für den Mund nutzen, damit Gift-
Fettkonsum. Hier meint Nina, dass diese Ernährung durchaus sinn-
stoffe, die sich über Nacht ansammeln, natürlich ausgespült wer-
voll sein könne, eine Pauschalierung aber nicht möglich sei: „Das
den können. Beim Ölziehen nimmt man etwa einen Teelöffel voll
kommt ganz auf den Lebensstil, die Stresssituation, das Energiema-
erwärmtes Kokosöl nach dem Zähneputzen am Morgen in den
nagement und die Sportlichkeit an. Statt es einfach auszuprobieren,
Mund und spült ihn damit über 3–5 Minuten. Das Öl sollte auf kei-
sollte man eine so einschneidende Ernährungsumstellung struktu-
nen Fall geschluckt werden, sondern in ein Tuch oder eine Küchen-
riert und begleitet angehen – am besten mit einem Healthcoach an
rolle gespuckt werden. Der feine Kokosgeschmack im Mund hält
der Seite.“ So können auch manche starren Denkmuster – beispiels-
sich einige Stunden.
weise: Fleisch ist prinzipiell schlecht – gemeinsam überdacht werden. Denn auch wenn tierisches Fett häufig gesättigte Fettsäuren
UMSTELLUNG GEFÄLLIG?
enthält, gilt das nicht für alle Fleischsorten im gleichen Ausmaß.
Neben den unterschiedlichen Fettarten geht es natürlich um die
Nina empfiehlt deshalb helles Fleisch – auf der einen Seite ist dieses
aufgenommene Menge, die gegessen wird. Zwischen 60 und 80
Fleisch fettarm und birgt deshalb auch kaum gesättigte Fettsäuren,
Gramm täglich ist die Empfehlung der Österreichischen Gesell-
auf der anderen Seite kann der Mensch das Eiweiß aus tierischen
schaft für Ernährung. Dabei sollten gesättigte Fettsäuren nicht
Quellen besser aufnehmen. Wer beispielsweise das Hühnerfilet auf
mehr als ein Drittel ausmachen. Manche Diätformen wie beispiels-
einem Salat mit hochwertigen Ölen wie Avocado- oder Olivenöl
weise der Lowcarb-Trend setzen aber regelrecht auf einen hohen
genießt, bekommt so das Beste aus beiden Welten.
BEWUSST GENIESSEN
Lebensgefühl
Pesto-Zoodles mit Hühnerhackfleisch ZUTATEN FÜR EINE PERSON
1 Zucchini · 180 g Hühnerhackfleisch · 6 Kirschtomaten 1 TL Öl · 5 Walnusshälften · 5–6 Basilikumblätter Salz, Pfeffer, Paprikapulver edelsüß
ALLES ZU SEINER ZEIT Da Fette viel schwerer verdaulich sind als andere Nährstoffe, sollte man diese nicht direkt vor dem Training genießen. Stattdessen setzt Nina hier auf leichte Eiweißkost. Überhaupt sei es sinnvoll, Eiweiß in jede Mahlzeit zu integrieren, da es gut sättige und auch den Blutzucker nicht so schnell steigen lasse. Außerdem sei es für die meisten Menschen schwierig, genügend Eiweiß zu sich zu nehmen, nämlich täglich mindestens ein Gramm pro Körperkilo – beim Muskelaufbau sogar häufig doppelt so viel. Wie sich eine ideale Kombination aus Eiweiß und Fett sinnvoll in einer Mahlzeit umsetzen lässt, zeigt Nina uns mit ihren Pesto-Zoodles mit Hühnerfleisch. ¿
ZUBEREITUNG Zucchini mit einem Spiralschneider in dünne
Streifen schneiden. Wasser zum Kochen bringen und die „Zucchini-Nudeln“ für ungefähr eine Minute hineingeben. Das Fleisch in einer beschichteten Pfanne von allen Seiten goldbraun anbraten. Mit Pfeffer, Salz und Paprik
a abschmecken. Für das Tomatenpesto die Kirschtomate n waschen und mit Öl, Nüssen, Pfeffer, Salz und Basilik um pürieren. Unter das Hackfleisch mischen und gemeinsam mit den Zoodles anrichten.
Morgenstund hat Gold im Mund Auf dem Vorsäß Vorderhopfreben nimmt man die alte Weisheit beim Wort, denn lange bevor die Sonne hinter der Üntschenspitze aufgeht, steht Senner Peter Kohler bereits im Sennhus und kümmert sich mit viel Leidenschaft um wahres Alpengold: unseren Sutterlüty’s Alpkäse.
Text: Lisa Christensen Fotos: Christian Kerber
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Sutterlüty Magazin
UNSER LÄNDLE
Sutterlüty Magazin
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Ein Tag bei … UNSER LÄNDLE
D
as klingt nach purer Bergidylle, und genau das ist es auch, was wir in Vorderhopfreben anfinden, als
wir am Abend auf dem Vorsäß ankommen: Die letzten Sonnenstrahlen bringen die kleine Siedlung mitten in den sanften Wiesen rund um die Üntschenspitze zum Leuchten, aus einer Stube erklingen traute Heimatmelodien von einer Handorgel, daneben hört man Kuhglocken klingeln. Noch ist das Tagwerk nicht für alle Älpler erledigt, doch von Stress ist hier keine Spur. Man scherzt bei der Arbeit, die Kinder spielen derweil draußen – da gehört ihnen praktisch die ganze Welt. Würden nicht Autos bei den Hütten stehen, könnte man meinen, man wäre in die gute alte Zeit zurückversetzt. Während unser Fotograf Christian die malerische Szene mit der Kamera einfängt, geht sich eine Plauderei mit der Sennerin Silvia Kohler aus: „Die Bauern sind mit ihren Kühen ab Ende Mai bis Ende Juni hier auf dem Vorsäß. Das macht das Vorsäßleben auch so b’sundrig – die Gemeinschaft hält fest zusammen und von der Neunzigjährigen bis zum Säugling
Pure Bergidylle für Mensch und Tier, von Stress ist hier keine Spur
haben alle einen festen Platz.“
ES GRÜNT SO GRÜN … Die Kühe bekommen hier auf dem Vorsäß übrigens genauso gutes Futter wie auf der Alpe im Hochsommer. Das liegt an der ausgeklügelten Dreistufenwirtschaft, die seit 2011 sogar zum Immateriellen Kulturerbe der UNESCO gehört. In der kalten Jahreshälfte bleiben die Kühe im Tal und werden mit Heuvorräten gefüttert. „Im Frühsommer nutzen die Bauern auf den Vorsäßen die früher einsetzende Vegetation“, erzählt Alpmeister Walter Beer, „in den niederen Lagen ab etwa 1000 Meter grünen die saftigen Bergwiesen nämlich einige Wochen früher als auf den Hochalmen über 1600 Metern, wo die Kühe ihren Sommer verbringen. Sind die Weiden dort bis Anfang September
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Sutterlüty Magazin
UNSER LÄNDLE
Ein Tag bei …
Jeder Käse wird täglich mit Salz eingerieben.
SENN AUS LEIDENSCHAFT abgegrast, geht es bei uns nochmals zurück
Für diese Arbeit braucht es nicht nur das
auf das Vorsäß.“ So bekommen die Tiere
Know-how, sondern auch die Begeisterung,
von Mai bis September die besten Alm-
die einen jeden Tag in aller Herrgottsfrühe
kräuter zum Grasen: Silbermäntele, Wege-
aus dem Bett treibt. Als wir nämlich um kurz
rich, Klee, Rispengras, Johanniskraut …
nach fünf aus den Federn schlüpfen, brennt
genau das richtige Futter für die Alpmilch,
im Sennhus schon Licht. Die gestrige Abend-
aus der der Sutterlüty’s Alpkäse hergestellt
milch ist bereits abgerahmt und rührt in den
wird. Für den hat Senn Peter Kohler ein
beiden Kupferkesseln – oder Kesse, wie sie
gutes Händchen. Kein Wunder, denn die
im Dialekt heißen. Auf die Frage, wie das mit
Arbeit rund um den Käse beschäftigt ihn
dem Käsen nun funktioniere, meint Peter
praktisch schon sein ganzes Leben. Bereits
ganz bescheiden, das sei keine schwierige
mit fünfzehn Jahren war er das erste Mal als
Sache, und fügt lachend hinzu, so leicht wie
Pfister auf der Alpe Vorderüntschen und hat
Suppekochen. Doch man merkt gleich, dass
sein Handwerk seither immer weiter perfek-
dieser Vergleich hinkt; denn sobald der Senn
tioniert. Nicht umsonst lobt ihn so mancher
mit dem ersten Reinemachen von Gebsen
Älpler hier als besten Senn der Region.
und anderen Behältern fertig ist, kümmert er sich um die Käse vom Vortag.
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Ein Tag bei … UNSER LÄNDLE
Jede Lieferung wird mit einer alten Hängewaage abgewogen und das Gewicht mit Kreide in eine Tabelle an der Wand eingetragen Die Bauern füllen die gesiebte Milch in die Kannen …
… und bringen sie zum Wiegen ins Sennhus.
Käse ungefähr zwanzig Kilo! Nicht nur die
hat einen eigenen Charakter, und ich bin für
dreitägigen Käse werden gedreht, auch alle
sie verantwortlich.“ Untertags, so erzählt
anderen Käse im kühlen Lager nimmt Peter
er beim Melken, haben die Kühe auf dem
einen nach dem anderen aus den Regalen
Vorsäß viel Freiheit, dürfen sich die Weide-
und reibt sie mit Salz ein. Schließlich werden
wie die Rastplätzchen selbst aussuchen und
alle Gerätschaften wieder penibel gewaschen
genießen wie die Menschen auch die fried-
und für den heutigen Käse bereitgestellt.
liche Atmosphäre. Genauso vertraut ist sein
In der Zwischenzeit sind auch alle anderen
Umgang mit dem Vieh, zum Beispiel wenn
Bauern des Vorsäß auf den Beinen und mel-
er beim Melken jeder Kuh gut zuredet oder
ken ihre Kühe.
sie danach ganz ruhig aus dem Stall treibt. Es ist nämlich schon sieben Uhr – Zeit,
Diese liegen unter mehreren großen Pres-
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sen immer noch im Käsemodel auf einer
KÜHE MIT CHARAKTER
die Milch im Sennhus abzuliefern. Nachei-
Art flachem Spülbecken. Die buttrig weich
Das lassen wir uns natürlich nicht entge-
nander kommen die Bauern mit ihren
wirkenden, blassen Käse werden am Rand
hen und besuchen Bauer Roman Greber
Kannen auf dem Gummiwagen, dann geht
versäubert und mit einem Bleacha umge-
im Stall. Er liebt die Zeit auf dem Vorsäß,
alles flott: Peter wiegt jede Lieferung mit
dreht – so nennt man das Seihtuch beim
obwohl er, wie viele andere hier auch, einem
einer alten Hängewaage ab und trägt das
Käsen. Nun kommen alle acht Stück in einen
zweiten Beruf nachgeht und nach der Früh-
Gewicht mit Kreide in eine Tabelle an der
großen Trog voll Salzwasser im Nebenraum,
schicht im Stall einen normalen Arbeitstag
Wand ein. Die Bauern schütten die Milch in
wo sie die nächsten drei Tage eingelaugt
als Schreiner hat. Abends kommt er wieder
den Kessel und waschen die Kannen sofort
werden. Die anderen Käse, die hier lagern,
zum Melken, Füttern und Stallen. „Das ist
ab – jeder packt mit an.
dreht Peter bei dieser Gelegenheit gleich
halt meine Leidenschaft, ich mag die herz-
um und salzt sie ein. Was einfach klingt, ist
liche Gemeinschaft hier, und die Arbeit mit
wahre Knochenarbeit – immerhin wiegt ein
dem Vieh sowieso. Da ist jedes Tier anders,
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UNSER LÄNDLE
Ein Tag bei …
Bei Peter Kohler sitzt jeder Handgriff.
HARFENSPIEL FÜR KÖNNER Jetzt kommt der wichtigste Teil beim Käsen: Peter legt unter den Kesseln ordentlich Holz nach, das Lab bringt dann die warme Milch zum Stocken. Diese Masse zerschneidet Peter mit der Käseharfe, bevor sie weiter verrührt wird. Nun geht es darum, den richtigen Moment zu erwischen, denn ist der Käse zu wenig reif, schmeckt er nicht gut, ist er zu reif, fällt er auseinander. Deshalb prüft Peter immer wieder die Temperatur und die Konsistenz der Masse, fährt mit der Hand durch und riecht am Käsebruch. „Wenn es süß
Das restliche Käsewasser im Kessel wird
riecht, ist der Käse fertig.“ Peter hat schon
schließlich zum Waschen der Gebsen ver-
das Seihtuch parat, mit dem er tief durch den
wendet – dadurch behalten sie die schöne
Kessel fährt, um genau die richtige Menge
Holzfarbe und werden nicht grau. Wie bei
an Käsebruch herauszuschöpfen, damit am
jedem Arbeitsschritt steht auch hier am Ende
Ende alle Käse gleich groß sind. Beim He-
die sorgfältige Reinigung aller Gerätschaften
rausziehen wird das Tuch verknotet, auf eine
inklusive Kessel, in den sich Peter leichtfüßig
Winde gehoben und zur Presse gefahren.
hineinschwingt. Erst wenn alles reine ist,
Zuerst sieht es so aus, als hätte der Käse im
hat er Pause – theoretisch zumindest, denn
Model keinen Platz, doch schon nach den
er nutzt den Nachmittag lieber für Vorberei-
ersten zehn Minuten unter der Presse hat
tungsarbeiten auf der Alpe, steckt Zäune ab
er sich der Form angepasst. Jetzt kann der
und hackt Brennholz. Bis wir in zweieinhalb
Käse schon zum ersten Mal gewendet wer-
Wochen zum Almauftrieb wiederkommen,
den, ein weiteres Mal nach einer Stunde und
ist schon alles bereit.
schließlich nochmals am Abend nach sechs Stunden. Da sitzt jeder Handgriff und alle Arbeitsabläufe sind aufeinander abgestimmt.
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Ein Tag bei … UNSER LÄNDLE
AUF GEHT’S Zweieinhalb Wochen später werden die Kühe auf die Alpe Vorderüntschen getrieben. Der Tag beginnt wieder früh – nach dem Melken um sieben macht sich der Tross auf den Weg. Oben angekommen heißt es erst einmal rasten, für die Älpler gibt es Kaffee und für die Kühe ein Maulvoll beste Alpenkräuter. Dann heißts aber nochmals anpacken, bis jede der 91 Kühe schließlich den vorgesehenen Platz im Stall beziehen kann. Die Älpler und ihre Kühe dürfen hier den ganzen Sommer verweilen – da wird man fast ein wenig neidisch. Auf jeden Fall steht eines fest: Nachdem man um die viele Arbeit hinter dem „Alpengold“ weiß, ist der nächste Biss von Sutterlüty’s Alpkäse ein ganz b’sundriger Genuss. ¿
ALPE VORDERÜNTSCHEN
Obmann Walter Beer 6886 Schoppernau
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Sutterlüty aktuell UNSER LÄNDLE
Passion Tierzucht Ausmisten, einstreuen, Vieh füttern, Fell pflegen – was für viele nach harter Arbeit klingt, ist für manche der schönste Zeitvertreib. Zur Landwirtschaft gehört eben eine große Portion Leidenschaft. Diese kann man auch dann ausleben, wenn man nicht hauptberuflich Bauer ist …
ALPENLIEBE
Jürgen Ballweber, Stellvertreter Marktmanagement Dornbirn Rohrbach
Für den gebürtigen Dornbirner Jürgen Ballweber gehört das Älplerleben schon seit der Kindheit dazu. Obwohl es viele nicht ahnen würden, ist Dornbirn nämlich die Gemeinde mit den zweitmeisten Alpen in Vorarlberg. Auf diesen Alpen war Jürgen zuerst Pfister, ist später Senn geworden und hat sich in diesem Bereich auch mit vielen Auszeichnungen einen Namen gemacht. Diese Leidenschaft für die Region, die Tiere und die Milch macht seither sein ganzes Leben aus. Nun kann er diese Begeisterung als stellvertretender Marktmanager und Lehrlingsmentor im Ländlemarkt Rohrbach ausleben, denn wer einmal in der Landwirtschaft tätig war, sieht die vielen Mühen, die hinter den Qualitätsprodukten stecken. Als Senn hat er Besucher*innen aus aller Welt auf der Alpe immer Einblicke in die traditionellen Arbeitsweisen gegeben, weil das Bewusstsein die Wertschätzung für das Produkt prägt. Dieses Bewusstsein möchte er nun auch den Lehrlingen und Kund*innen bei Sutterlüty weitergeben.
EINMAL SENN – IMMER SENN
So bald wie möglich möchte Jürgen im Sommer wieder z’Alp sein, denn wen erst die Leidenschaft gepackt hat, den lässt sie nie mehr los. Das war mit der Marktmanagerin von vornherein vereinbart; auch bei anderen begeisterten Älplern wird das Zeitproblem mit entsprechenden Dienstplänen, Urlaubstagen und Zeitausgleich gelöst. Momentan hat Jürgen aber noch keine Zeit dafür, weil er nebenbei die Ausbildung zum Stellvertreter Marktmanagement absolviert. Immerhin kann er aber bei häufigen Besuchen auf Alpen von Freunden ein wenig Heimweh abstreifen.
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UNSER LÄNDLE
Sutterlüty aktuell
Dietmar Schneider, Marktmanager Lauterach Achpark
BEEINDRUCKENDER GEMEINSCHAFTSGEIST Dietmar Schneider vom Ländlemarkt Achpark in Lauterach ist mit dem Projekt „Galloway & Partner“ sogar noch einen Schritt weiter gegangen, denn er betreut seine 43 Biorinder und 40 Biofreilandschweine das ganze Jahr über. „Man muss für die Landwirtschaft etwas tun“, beschloss er mit seinen Freunden Markus Rusch und Bernd Drexel beim Wirtshausbesuch und begann mit der Schweinezucht. Schon im zweiten Jahr kamen elf Rinder dazu. „Galloway“, betont Dietmar, „denn die haben besonders gutes Fleisch.“ Er schätzt die vollkommen andere Welt der Landwirtschaft, das hervorragende Fleisch, und daneben ist ihm das Tierwohl ein besonderes Anliegen. Damit das neben der Arbeit klappt, teilen die drei Bauern die Arbeit in 14-tägige Dienste ein; denn man muss jeden Tag dazuschauen, den Zaun ablaufen, das Wasser prüfen, den Trog räumen etc. „Ungefähr zwei Stunden Aufwand“, meint Dietmar lachend, „aber das ist für mich Freizeit! Wenn ich komme, laufen Betti und Wilma, unsere beiden Wollschweine, schon her und wollen gestreichelt werden. Und geht sich das einmal zeitlich nicht aus, werde ich vorwurfsvoll angegrunzt.“
WERTVOLLE FLEXIBILITÄT Als Marktmanager ist bei Dietmar im Beruf natürlich viel los, aber sein Hobby lässt sich dank der Offenheit vonseiten der Geschäftsleitung gut einrichten. Diese Freiheit hat ihm Jürgen Sutterlüty nämlich von Vornherein zugestanden, und inzwischen hat sich längst bestätigt, dass Dietmar Hobby und Beruf gut unter einen Hut bekommt. Wenn er beispielsweise zum Futterdienst eingeteilt ist oder das Heuen anfällt, kommt er dementsprechend früher zur Arbeit oder macht es morgens und bleibt dafür länger. Die Arbeit mit dem Vieh hat auch Dietmars Einstellung zur Regionalität beeinflusst; deshalb achtet er im Markt darauf, dass regionale Hersteller b’sundrig gut präsentiert werden, und erzählt den Kundschaften gerne, wie die Produkte entstehen – die Nudeln auf dem Martinshof zum Beispiel, oder die Kartoffeln auf dem Feld von Georg Fink. Denn auch die Kund*innen sollen verstehen, dass Regionalität bedeutet, sich etwas Gutes zu gönnen.
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Nachgefragt – nachgehakt UNSER LÄNDLE
WAS IST EIGENTLICH SO B’SUNDRIG AN …?
Sutterlüty’s Alpbutter Herr und Frau Österreicher lieben Butter. Pro Jahr werden hierzulande rund 34,5 Millionen Kilo Butter produziert. Der Bärenanteil kommt natürlich von den Großmolkereien, doch auch kleine Produzenten leisten ihren Beitrag zur Butterproduktion. In puncto Qualität ist dieser unübertroffen.
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gibt’s nur zur Alpzeit
von der Alpe direkt ins Regal
bestes Futter für die Kühe
Achtung vor dem Tier
von Hand gemacht
ganz natürlich
SAFTIG GRÜNE WEIDEN …
Butter. Deshalb ist es sinnvoll, Butter einer
Weitere Produktbezeichnungen wie Sonn-
… Sonnenschein und Kuhgemuhe – die
Qualitätsprüfung zu unterziehen. Insge-
tagsbutter oder Fasslbutter haben häufig
Bilder in der Werbung geben einem oft
samt sind die österreichischen Standards
mehr mit Marketing als mit wahrer Qualität
das Gefühl, dass Butter prinzipiell von
für Butter recht hoch. Wer im Kühlregal
zu tun. Da sieht es mit der Sutterlüty’s Alp-
glücklichen Kühen mit Grünfutter stammt.
zu Teebutter greift, hat schon viel richtig
butter schon einmal ganz anders aus, denn
Doch das entspricht nicht ganz der Reali-
gemacht, denn das ist hierzulande die
diese kommt genau wie die Milch, aus der
tät. Auch wenn die Verpackung darüber
höchste Butterqualität. Sie darf nur aus
sie gemacht wird, von der Alpe – nämlich
hinwegtäuschen mag, Butter ist nicht gleich
Milch oder Milchrahm hergestellt werden.
Untere und Obere Falz in Egg-Schetteregg.
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UNSER LÄNDLE
Nachgefragt – nachgehakt
GANZ SCHÖN GELB Dass Butter heutzutage mit einem blassen Weiß assoziiert wird, hat übrigens mit der
schön gelbe Sutterlüty’s Alpbutter kommt
Nahrung der Kühe zu tun. Frisches Gras
gänzlich ohne Zusatzstoffe aus, denn bei
muss viel länger (wieder-)gekäut werden,
Theresia Schneider auf der Alpe Obere Falz
wodurch das darin enthaltene Betacarotin
bekommen die Kühe nur frisches Gras und
oder Provitamin A herausgelöst wird, das
kein Silofutter zu fressen.
wir von der Karotte, aber auch vom Grünkohl kennen. Die Folge davon ist ein höherer
GANZ SCHÖN GESUND
Anteil von Betacarotin in der Milch, das von
Überhaupt ist das Futter entscheidend für
den Milchfettkügelchen ummantelt wird. So
die Zusammensetzung der Milch. Im Ver-
sieht man es in der Milch nicht, in der zu
gleich zu Milch aus Talgebieten unterschei-
mindestens 80 % aus Milchfett bestehenden
det sich Alpmilch im Hinblick auf Keim-
Butter dafür umso besser. Gelbe Butter deu-
zahl, Zellzahl, Fettsäuren und viele andere
tet also im Normalfall auf Weidefutter hin;
Parameter – das ist hinlänglich bekannt.
im Fall unserer Alpbutter sogar auf beste
Interessant erscheinen auch wissenschaft-
Berggräser und -kräuter. Manche Hersteller
liche Untersuchungen dazu, nach welchen
sehen die gelbe Farbe ebenfalls als Quali-
die Milch von Alpkühen ein bekömmliches
tätsmerkmal und färben deshalb die weiße
Fettsäuren-Profil aufweisen soll. „Alpines
Butter mit Betacarotin. Während die Gelb-
Paradoxon“ nennt das die Wissenschaft.*
färbung nach österreichischem Recht zuge-
„Einfach b’sundrig“ heißt es bei uns. ¿
lassen ist, darf dies etwa bei bei Butter mit dem AMA-Gütesiegel nicht passieren. Die
*
Collomb, M., Eberhard, P., Wechsler, D., Sieber, R.: „Saisonale Veränderungen der Fettsäuren in Alpbutter“, in: Agrarforschung 12, Nr. 9 (2005), S. 416–421. Vgl. Hauswirth, C., Scheeder, M., Beer, J.: „High omega-3 fatty acid content in alpine cheese: the basis for an alpine paradox“, in: Circulation 109, Nr. 1 (2004), S. 103–107. Vgl. Rutz, F., Beer, J., Buergi, A.: „,Sat fats‘: Sind Milch, Butter und Käse rehabilitiert?“, in: Primary and Hospital Care 20, Nr. 11 (2020), S. 356–358.
GANZ SCHÖNER GENUSS
Diese Alpbutter wird so wie früher mit der Hand hergestellt – auf der Alpe Obere Falz in Egg-Schetteregg. Hier weiß man, worauf es beim Buttern ankommt: Die Milch! Die vielen Alpkräuter geben der Milch ein einzigartiges, natürliches Aroma. Und das macht die Alpbutterr b’sundrig fein im Geschmack.
Sutterlüty’s Alpbutter 250 g
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JUNGES LÄNDLE
MONATTI
Taschenliebe
Sie können einer Frau das Herz stehlen, sind geheimnisvolle Tempel der lebenswichtigen Kleinigkeiten und für die meisten Männer unergründliche Mysterien: Handtaschen. Martin Bonatti und Sebastian Hämmerle haben sich auf dieses Terrain vorgewagt. Mit ihrem Label MONATTI bringen sie exklusive Handtaschen aus Leder nach Vorarlberg und Partylaune in heimische Wohnzimmer.
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MONATTI JUNGES LÄNDLE
D
ie
Geschichte
von
MONATTI
beginnt kurz vor Weihnachten 2016
bei
einem
gemütlichen
Abend zu viert. Sebastian und Martin unterhalten sich über alles Mögliche, während ihre Partnerinnen immer wieder auf ein Thema zurückkommen: auf Handtaschen und darauf, wie schwierig es sei, in Vorarlberg schöne Modelle von guter Qualität zu bekommen, die – und das war offenbar die Krux – auch noch leistbar seien. Sebastian erinnert sich: „Plötzlich stand diese Idee im Raum: Warum bringen nicht wir solche Handtaschen nach Vorarlberg?“ – „Es lag vielleicht daran, dass der Abend schon relativ fortgeschritten war“, ergänzt Martin.
Sebastian Hämmerle (l.) und Martin Bonatti (r.)
„Aber die Idee hat uns so gepackt, dass wir uns noch am selben Abend ein Geschäftsmodell und einen Namen überlegt und sofort eine Domain reserviert haben.“ MONATTI
Abfallprodukt. Trotzdem versuchen Martin
sollte das Label heißen, ein Kofferwort aus
und Sebastian, so viel wie möglich des wert-
„Martin“ und „Bonatti“. Fühlt sich Sebastian
vollen Rohstoffs zu verwenden. „Diese Naht
deswegen benachteiligt? „Eher nicht“, lacht
hier“, sagt Sebastian, während er eine der
er. „Oder würdest du eine Handtasche von
Taschen aus dem Regal nimmt, „ist nicht ein-
‚Sämmerle‘ haben wollen?“ Auch wenn das
fach nur ein Designelement. Sie hat auch den
Konzept gleich feststand, gab es doch noch
Vorteil, dass so zwei kleinere statt eines gro-
einiges auf die Beine zu stellen: Handtaschen
ßen Stücks Leder verwendet werden können.
zum Beispiel. „Da war uns von Anfang an
Dadurch gibt es weniger Abfall.“
wichtig, dass die Qualität stimmt und möglichst alle Fertigungsschritte in Europa statt-
… und echtes italienisches Handwerk
finden“, sagt Sebastian.
Gegerbt wird das Leder in Italien. „Es gibt niemanden, der dieses Handwerk so per-
Echtes Leder …
fektioniert hat wie die Italiener“, sagt Mar-
„Wir wollen Taschen anbieten, die langlebig
tin. Zugeschnitten und genäht werden die
sind.“ Da kommt für MONATTI nur echtes
Taschen ebenfalls dort, genauer gesagt in
Leder in Frage. Natürlich kann auch bei
Florenz oder Bologna, und zwar nach den
hochwertigen Ledertaschen mal etwas kaputt
Vorstellungen der beiden Vorarlberger. „Wir
gehen. Deshalb bietet MONATTI seinen
orientieren uns bei der Auswahl unserer
Kundinnen eine einjährige Vollgarantie und
Modelle an Prototypen unserer Lieferanten
kümmert sich auch danach noch um etwaige
und passen sie den Wünschen unserer Kun-
Reparaturen. Die Häute für das Kalbs- und
dinnen an“, sagt Martin. Bedeutet das, bei
Rindsleder stammen von fleischproduzieren-
MONATTI kann man individuelle Taschen
den Betrieben aus Südamerika, sind also ein
bestellen? Nicht ganz. Doch das Feedback
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Sutterlüty Magazin
JUNGES LÄNDLE
MONATTI
Damit eine MONATTI viele Jahre Freude macht, führen Martin und Sebastian kleinere Reparaturen selbst durch.
der Kundinnen auf den Taschenpartys fließt
Teilnehmer*innen und circa zwei Stunden
sehr wohl in die Gestaltung der Modelle der
Zeit. Reservieren kann man die Taschen-
nächsten Kollektionen mit ein.
party direkt auf unserer Website. Es meldet sich dann umgehend jemand und bespricht
Taschenparty im eigenen Wohnzimmer
alles Weitere mit der Gastgeberin oder dem
Eine Taschenparty verbindet die Vorteile
Gastgeber persönlich.“ Bei der Taschenparty
von Online-Shopping und Einkauf in der
bringt der oder die Verkäufer*in eine große
Boutique. Man kann sich zuhause in aller
Auswahl an aktuellen Modellen mit, die
Ruhe die verschiedensten Taschenmodelle
dann direkt vor Ort gekauft und auch bezahlt
zeigen lassen. Was einem gefällt, kann man
werden. Lästiges Nachtelefonieren oder
anfassen, probetragen und auf Herz und
Geldeinsammeln entfällt damit.
Nieren prüfen: Stimmt die Länge der Henkel? Passt die Farbe zu den Schuhen und
Verkäufer*innen gesucht!
das Handy in die Innentasche? Die Lieb-
Die Nachfrage nach Taschenpartys steigt
lingstaschen kann man gleich behalten.
wieder. Doch wie bei vielen anderen Unter-
Retouren gibt es so praktisch keine. „Das ist
nehmen, die von der Pandemie stark betrof-
auch einer der Gründe, warum wir uns gegen
fen waren, fehlt es auch bei MONATTI
einen Online-Shop entschieden haben“, sagt
derzeit an helfenden Händen. „Wir suchen
Sebastian. „Bei großen Online-Shops wird
dringend Verkäuferinnen oder Verkäufer“,
extrem viel zurückgeschickt. Das ist doch
sagt Sebastian. Interessent*innen können
aus Umweltsicht ein Wahnsinn.“ Und wie
sich gerne auf monatti.at melden. Es gibt
wird man Gastgeber*in einer MONATTI-
eigentlich nur zwei Bedingungen: Freude
Taschenparty? „Das ist ganz einfach“, erklärt
am Umgang mit Menschen – und natürlich
Martin. „Es braucht nur mindestens fünf
Taschenliebe.
Sutterlüty Magazin
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MONATTI JUNGES LÄNDLE
JETZT MITMACHEN UND TOLLE PREISE EINSTECKEN! Beantworten Sie einfach die Gewinnfrage und sichern Sie sich mit etwas Glück tolle Preise!
Schicke Handtaschen und ein gemütlicher Abend mit Freund*innen: Eine MONATTI-Taschenparty macht Spaß!
GEWINN SPIEL
WO WERDEN MONATTITASCHEN GEFERTIGT? a) in Italien b) in Indien c) in Irland 1. Preis: Taschenparty mit Sebastian Hämmerle und Martin Bonatti persönlich + 100 Euro Rabatt auf Ihren Einkauf für Sie als Gastgeber*in
MONATTI
2. Preis: die rechts abgebildete Tasche im Wert von 149 Euro
Bonatti Hämmerle GmbH Martin Bonatti & Sebastian Hämmerle Wallenmahd 27 6850 Dornbirn
3.–7. Preis: je 50 Euro Rabatt auf Ihren Einkauf für Sie als Gastgeber*in
info@monatti.at MONATTI.at
Schicken Sie die richtige Antwort zusammen mit Ihrem vollen Namen, Ihrer Telefonnummer und Ihrer E-Mail-Adresse per Post an das Sutterlüty Service-Center, Mühle 534, 6863 Egg, oder per Mail an gewinnspiel@sutterluety.at. Kennwort: MONATTI-Gewinnspiel. Teilnahmeberechtigt sind Personen über 18 Jahre oder Jüngere mit schriftlicher Einwilligung des rechtlichen Vormunds. Teilnahmeschluss ist der 26.08.2022. Die Gewinner*innen werden per E-Mail verständigt. Darüber hinaus kann über das Gewinnspiel kein Schriftverkehr geführt werden. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
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Sutterlüty Magazin
UNSER LÄNDLE
Vorteilskarte
Mit Sinn und Spaß flügge werden! Stundenlang vor dem Bildschirm sitzen und Videospiele spielen – was Kindern und Jugendlichen Spaß macht, treibt Eltern nicht selten zur Verzweiflung. Dabei lässt sich mit einem Controller sehr viel Cooleres anstellen.
D
ie Köpfe in den Nacken gelegt
Seine Erfahrung: Wer sich erst einmal mit
Gähnen auslöst, wird am Modellflugplatz
stehen die Kinder auf der Wiese,
den Grundlagen vertraut gemacht hat, hat
plötzlich rasend interessant. Wer sich für
den Blick konzentriert nach oben
den Dreh in ein paar Stunden raus. Doch
den Modellflugsport interessiert, lernt fast
gerichtet. Noch sind es vier Hände, die die
beim Modellflug geht es um weit mehr als
nebenbei erstaunlich viel über Konstruktion,
Hebel und Knöpfe der Steuerung bedienen.
um das Bedienen von Hebeln und Knöpfen.
Programmierung und Steuerung – allesamt Dinge, die auf dem Arbeitsmarkt genauso
„Zu zweit geht’s am Anfang leichter“, lächelt Martin Salzgeber. Er ist Leiter der Modell-
ALLES EINE FRAGE DER TECHNIK
gefragt sind wie am Flugplatz. „Es gibt kaum
flugsport-Landessektion Vorarlberg beim
Auf welchen physikalischen Gesetzen basiert
ein Hobby, das so viele Fertigkeiten und so
Österreichischen Aeroclub und hat schon so
Aerodynamik, wie funktioniert ein Elek-
viel Wissen vermittelt wie der Modellflug“,
manchem jungen Menschen die Faszination
tro- und wie ein Verbrennungsmotor? Was
sagt Martin und ergänzt: „Und das dabei so
für den Modellflugsport nähergebracht.
in der Schule nicht selten gelangweiltes
viel Spaß macht.“ Sutterlüty Magazin
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Vorteilskarte UNSER LÄNDLE
Für den Einstieg in den Modellflug b’sundrig gut geeignet sind leichte und robuste Wurfgleiter aus Flexipor. So einen gibt’s übrigens mit Sutterlüty Vorteilskarte gratis. Wie und wo, das erfahren Sie auf Seite 50.
Eine dieser Gelegenheiten ist der Familienflugtag. Bei Flugshows mit erfahrenen Modellpilot*innen können kleine und große Besucher*innen Fluggeräte vom kleinen Segelflieger über mannshohe Modelle bis zu Multicoptern (Drohnen) in Aktion bewundern und man kann den Profis natürlich
ALLER ANFANG IST LEICHT
Fragen stellen. Zudem können Kinder ab
Für den Einstieg eignen sich besonders
vier Jahren im Lehrer-Schüler-Betrieb oder
gut leichte Wurfgleiter aus Flexipor. Das
am Simulator selbst einmal ausprobieren,
Material ist leicht, robuster als Balsaholz
wie es ist, ein Flugzeug hoch in die Luft stei-
und lässt sich mit ein wenig Geschick und
gen zu lassen, und erfahren, was es braucht,
einem optional erhältlichen Bausatz mit
damit es auch oben bleibt.
eigenen Händen bereits in ein ferngesteuertes Modell umbauen – für so manche*n
„Der Modellflugsport ist eine Schule fürs
ein Einstieg in den Modellbau. Ein Hobby,
Leben“, davon ist Martin Salzgeber über-
das neben Fingerfertigkeit und Kreativität
zeugt. So manche*r gehe dabei sogar früher
auch Geduld und Umsicht schult. Denn ein
oder später selbst in die Luft. „Die meis-
Modell, in das man so viel Zeit und Arbeit
ten Pilot*innen“, weiß Martin Salzgeber,
investiert hat, hütet ein*e Modellpilot*in
„hatten ihren ersten Kontakt zur Fliegerei
der Regel wie den eigenen Augapfel.
über den Modellflugsport.“ Doch auch für jene, die lieber am Boden bleiben, gibt es
TEST, TEST …
ein gewisses „Restrisiko“: Wen einmal das
Die Modellbauclubs im Land bieten Kin-
Modellflugsport-Fieber gepackt hat, den
dern und Jugendlichen gerne die Möglich-
lässt es so schnell nicht mehr los. ¿
keit, den Modellflugsport kennenzulernen.
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Sutterlüty Magazin
UNSER LÄNDLE
Vorteilskarte
Offen für alle
Familienflugtag
EINTRITT FREI!
WANN?
vom Modellbauclub Bregenz gemeinsam
Sa, 17.9.2022, 10 bis ca. 17 Uhr
mit weiteren Modellbauclubs in Vorarlberg
(Ausweichtermin bei Schlechtwetter: So, 18.9.2022)
WAS PASSIERT?
WO?
• Modellflugzeuge, Helikopter,
• ganztägig Flugshows Modellflugplatz MCB Brigantium
Drohnen & Co aus der Nähe
(Königswiese, Lustenau, vis-à-vis
• Flugsimulatoren zum Ausprobieren
Loacker-Recycling)
• Bewirtung
Ein spannender Tag für alle von vier bis
INFOS ZUR VERANSTALTUNG
99, die sich für den Modellflugsport inte-
www.mcb-bregenz.at
ressieren – organisiert und durchgeführt Die Parkplätze sind begrenzt. Bitte nutzen Sie wenn möglich die öffentlichen Verkehrsmittel. Der Familienflugtag kann nur bei trockener Witterung durchgeführt werden. Sollten die Wetterverhältnisse die Durchführung am 17. und am 18.9. verhindern, muss der Familienflugtag leider abgesagt werden.
MODELLBAUCLUBS VORARLBERG Modellbauclub Bregenz www.mcb-bregenz.at
Modellflugverein Altach www.mfv-altach.at
Modellsportflieger Bregenzerwald www.msfb.at
Modellfluggruppe Feldkirch-Montfort www.mfg-feldkirch.org
Modellsportfliegerclub Rheintal www.msfc-rheintal.com
Modellbaugruppe Bludenz www.mbg-bludenz.at
Modellsportfliegerclub Dornbirn www.msfc-dornbirn.at
FPV Race Vorarlberger www.fpv-rcv.com
Sutterlüty Magazin
49
Vorteilskarte UNSER LÄNDLE
Gratis
Wurfgleiter & Teilnahme am Gewinnspiel für
50 Vorteilspunkte SO GEHT’S
MINIPROP FELIX IQ 2.0 WURFGLEITER
Holen Sie sich für nur 50 Vorteilspunkte
IM WERT VON 16 EURO
einen Gutschein für einen gratis Wurfglei-
• mit patentierter Loopingfunktion
ter im Wert von 16 Euro an Ihrer Sutterlüty
• ausgezeichnet mit dem SpielGut-Siegel
Kassa. Jedes Kind zwischen vier und 14
• einfach zusammenzubauen
Jahren kann direkt beim Familienflugtag
• robuster und langlebiger Flugspaß
am Stand vom Modellbaugeschäft Hobby
• mit Fernsteuerung erweiterbar
Land einen Gutschein einlösen. Die Wurf-
(nicht in der Aktion enthalten!)
gleiter sind sehr einfach zusammenzu-
• hergestellt in Deutschland
bauen und können direkt am Modellflug-
• kurzes Erklärvideo
platz ausprobiert werden. Doch es heißt schnell sein, denn die Aktion ist auf 300 Stück begrenzt!
WICHTIG Sollte der Familienflugtag abgesagt werden, können die Wurfgleiter gegen Vorlage des Gutscheins direkt bei Hobby Land in Lauterach abgeholt werden.
HOBBY LAND
Johannes Büsel Bundesstraße 30 6923 Lauterach Tel. +43 (0)5574 / 72 089 Mobil +43 (0)664 / 410 48 70 info@hobby-land.at www.hobby-land.at
BONUS: Überflieger-Gewinnspiel! Gemeinsam mit der ModellflugsportLandessektion Vorarlberg verlosen wir zusätzlich drei himmlische Preise für alle, die immer schon einmal das Ländle von oben erkunden wollten:
(jeweils ab Flugplatz Hohenems via österreichischem Aeroclub, Termine nach Vereinbarung)
1. Preis: ein Motor-Rundflug (30 Min.) für 3 Personen 2. Preis: ein Motor-Rundflug (30 Min.) für 2 Personen 3. Preis: ein Segelflug (30–90 Min.) für 1 Person
50
Sutterlüty Magazin
Teilnameberechtigt sind alle vollständig ausgefüllten Sutterlüty Vorteilskarten-Gutscheine (inkl. Name, E-Mail und Telefonnummer), die am Familienflugtag gegen einen Wurfgleiter eingelöst werden. Sollte die Veranstaltung wetterbedingt abgesagt werden, findet die Verlosung der bei Hobby Land in Lauterach eingelösten Gutscheine am 3.10.2022 statt. Die personenbezogenen Daten auf den abgegebenen Gutscheinen werden für die Kontaktaufnahme der Gewinner*innen benötigt und nach Bekanntgabe der Gewinner*innen gelöscht.
In ungeahnten Höhen Transalp zum Ausprobieren
Es ist der Traum vieler Mountainbiker – einmal die Alpen zu überqueren. Für Transalp-Profi Michael Rüscher ist das Reizvolle dabei aber nicht alleine die sportliche Herausforderung. Stattdessen geht es um die Ruhe in der Natur abseits von vielbefahrenen Wegen, den Genuss am Radfahren und nicht zuletzt um das Abenteuer an und für sich.
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Sutterlüty Magazin
BESSER LEBEN
HELMUT (HELI) DÜRINGER ist Bergführer und Alpinfotograf; er beschreitet in jeder „B’sundrig“-Ausgabe neue Wege für uns.
M
it
Transalp-Touren
kennt
sich Physiotherapeut Michael Rüscher bestens aus. Dahinter
steckt nicht nur die eigene Leidenschaft, sondern auch sein berufliches Engagement. Seine Idee war es, Kniepatient*innen ein klares Ziel zu geben, damit diese den Motivationsschub fürs Training nutzen können. Viele seiner Patient*innen sind deshalb nach der Verletzung konditionell besser drauf als davor. Inzwischen hat Michael schon mehr als 100 ambitionierte Radler*innen über die Alpen gebracht. Der Startpunkt ist direkt im Bregenzerwald; dann geht’s im Lauf einer Woche über 12.000 bis 15.000 hm mit Highlights wie Fimbatal, Val d’Uina, RabbiJoch und Brentner Dolomiten bis zum Ballinopass, der praktisch das Tor zum Gardasee darstellt. Allmählich spürt man, wie sich das Klima verändert und mit ihm natürlich auch die Kultur: „Der erste Espresso in Italien ist immer ein besonderer Genuss.“ Tag zwei der einwöchigen Transalpin-Tour führt von Schruns aus übers Silbertal zum Zeinisjoch – das ist technisch nicht besonders anspruchsvoll und bietet trotzdem ein bezauberndes Alpenpanorama; eben genau das Richtige, um in die Faszination Transalp hineinzuschnuppern. Sutterlüty Magazin
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Unterwegs in der Natur BESSER LEBEN
B’sundrige Vorsicht gilt beim Einstieg sowie Baden in Bergseen genauso wie der Verzicht auf Sonnencreme – der Natur zuliebe.
Lust am Radeln Für die konditionell fordernde Tour über 1700 hm sollte man vor allem genügend Zeit im Rucksack haben. Es geht ja nicht um einen neuen Geschwindigkeitsrekord, sondern vielmehr um den Genuss und die schöne Umgebung, meint Michael: „Wenn man den ganzen Tag dafür einplant, ist der Höhenunterschied kein Problem. Wer aber meint, er müsse der Schnellste sein, ist gleich mal fix und foxi.“ Der erste Teil der Strecke ist noch recht gemütlich: über die Straße der Litz entlang ins Silbertal und von dort aus weiter bis zum Gasthaus Fellimännle. Wo für viele Ausflügler*innen die Tour schon endet, fängt sie für uns gerade erst richtig an. Stetig steigt das Gelände über Schotter- und Naturwege weiter an und führt am beeindruckenden Fuchsschwanz-Wasserfall vorbei immer tiefer ins Verwall hinein. Sanfte Bergwiesen, kleine Seelein, hohe Gipfel – für diesen schönen Anblick nehmen wir alle Anstrengung gerne in Kauf. Bei der Freschalpe heißt es erst einmal absatteln, denn der weitere Weg ist nur bedingt befahrbar. Wem es nach dem RadlTragen zu heiß geworden ist, der kann sich dafür im Langsee wunderbar abkühlen.
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Sutterlüty Magazin
„
Sanfte Bergwiesen, kleine Seelein, hohe Gipfel – für diesen schönen Anblick nehmen wir alle Anstrengung gerne in Kauf
“
BESSER LEBEN
Unterwegs in der Natur
Flow-Trail-Feeling Die atemberaubenden Bergspitzen des Verwalls stets im Blick queren wir beim Silbertaler Winterjöchle die Landesgrenze und kommen auf Tiroler Boden zum interessantesten und auch knackigsten Teil der Tour – zum Single-Trail am Verbellner Winterjöchli und den Scheidseen vorbei bis zur Heilbronner Hütte: Spitzkehren, grober Schotter und Steinplatten machen den Weg aus; wer sich nicht sicher fühlt, kann jederzeit absteigen und das Rad buckeln. Auf der Höhe der schönen Scheidseen rückt die Heilbronner Hütte ins Blickfeld; ein wichtiger Rastpunkt, denn hier kann man bei einer zünftigen Jause die Energiespeicher wieder auffüllen. Die folgende Abfahrt zum Kopsstausee ist purer Genuss. Aber Achtung, bei der Verbella Alpe sollte man sich links auf dem Pfad halten, damit man am Zeinisee vorbei zum Alpengasthof Zeinisjoch gelangt. Für heute haben wir genug gestrampelt und schlagen hier deshalb unser Nachtlager auf. Dafür können wir den idyllisch gelegenen See noch bis in die Abendstunden auf der Sonnenterrasse genießen. Das macht tatsächlich Lust auf mehr!
Sutterlüty Magazin
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Unterwegs in der Natur BESSER LEBEN
Infos und Details beschriebene Teilstrecke: 38 km Höhenmeter: 1770 Fahr- und Gehzeit gesamt: 7–8 Stunden Sicherheitshinweis Wer sich an die Tour heranwagt, sollte schon MTB-Erfahrung mitbringen. Neben der entsprechenden Fahrradausrüstung inkl. Helm
Michael Rüscher
benötigt man warme Funktionskleidung, Regen- und Sonnenschutz sowie ein Erste-
Anreise zur Tour
Hilfe-Paket und ein Handy für den Notfall.
Nach Schruns kommt man problemlos
Die Schuhe sollten sich zum Biken und Wan-
öffentlich mit dem Zug. Wer lieber mit dem
dern eignen. Zur Verpflegung reicht etwas
Auto unterwegs ist, nimmt die A14 bis nach
zu trinken und eine kleine Jause, denn auf
Bludenz und fährt auf der L188 weiter ins
der Strecke gibt es mit dem Gasthaus Felli-
Montafon bis nach Schruns. Im Dorf sind
männle, der Oberen Freschalpe, der Heil-
mehrere Parkplätze vorhanden. Rückreise
bronner Hütte und der Alpe Verbella mehrere
einkalkulieren.
Einkehrmöglichkeiten. Notruf-Nummern 140: alpine Notfälle österreichweit 144: alpine Notfälle Vorarlberg 112: Euro-Notruf (funktioniert mit
INFOS ZU MICHAEL RÜSCHER
Praxisgemeinschaft REHA MED Tel. +43 (0)664 / 143 43 40
jedem Handy/Netz)
michael.ruescher@reha-med.at www.reha-med.at
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Sutterlüty Magazin
So geht
W
er sich an eine mehrtägige,
SCHLAUFUCHS STATT PACKESEL
intensive
heranwagen
Bei einer Transalp-Tour übernachtet man
will, sollte mit einer ent-
für gewöhnlich direkt am Berg. Deshalb ist
sprechenden
Tour
Vorbereitungszeit
rechnen.
die richtige Ausrüstung umso wichtiger.
Mit seinen Patient*innen beginnt Michael
Bergführer und Bikeguide Heli Düringer
deshalb immer schon ein halbes Jahr
zeigt uns, worauf es ankommt. Der Schlüs-
davor – im Winter zuerst im Fitnessraum,
sel zum Erfolg ist und bleibt die sorgfältige
aber sobald es die Bedingungen zulassen,
Tourenplanung. Das beginnt bei der Aus-
natürlich auf dem Rad. Dabei geht es nicht
wahl der Routen, geht weiter über den Bike-
nur um die Steigerung der Ausdauer, son-
check kurz vor der Abfahrt und endet bei
dern auch um das entsprechende Technik-
der Vorbereitung auf Problemsituationen
training, „denn müde und überfordert macht
wie Pannen oder Verletzungen. Beim mög-
die Tour nicht nur keinen Spaß, sondern
lichst leichten Cross-Country-Bike werden
man ist auch verletzungsgefährdet.“ Regen
die Bremsen und deren Druckpunkt genauso
oder Wind sind übrigens kein Grund, mit
geprüft wie die Schaltung. Der Steuersatz
dem Training auszusetzen, weil es auch am
darf nicht locker sein, die Laufräder müssen
Berg schnell zu extremen Wettersituationen
fest sein und die Reifen genug Druck haben,
kommen kann.
die Federelemente sollen ordentlich funktionieren und am Rahmen dürfen keine Risse zu sehen sein. Da man alles Gewicht selbst
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Sutterlüty Magazin
BESSER LEBEN
Unterwegs in der Natur
Transalp
trägt, ist es sinnvoll, Gruppenausstattung
Ersatzbremsbeläge
wie Reparatur- und Pannensets auf alle
diverse andere Ersatzteile (nach
Rucksäcke aufzuteilen. Genauso wichtig ist auch, dass mindestens eine Person in der Gruppe imstande ist, kleine Reparaturen durchzuführen, bspw. einen Platten, eine
eigenem Ermessen) Bikerucksack für Mehrtagestouren (mind. 20 l) Taschenmesser/Multifunktionswerkzeug
gerissene Kette oder ein defektes Schaltteil. Helis Liste gibt einen guten Überblick über
ORIENTIERUNG
die benötigte Ausstattung:
Karte des Gebiets Smartphone mit entsprechender
TECHNISCHE AUSRÜSTUNG funktionstüchtiges, gewartetes,
Orientierungs-App evtl. GPS-Gerät
modernes Mountainbike normale Pedale (Plattform) –
NOTFALL-AUSRÜSTUNG
keine Klick-Pedale
stabiler Biwaksack (für 2 Personen)
2 Ersatzschläuche
kleines Erste-Hilfe-Paket, Tape und
Reifenflickzeug Luftpumpe Dämpferpumpe (falls
Alurettungsdecke Stirnlampe und Rücklicht (mit Reservebatterien)
Fullsuspension-Bike) Sutterlüty Magazin
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Unterwegs in der Natur BESSER LEBEN
BIKE-SCHUTZAUSRÜSTUNG
evtl. Badekleidung
Bikehelm
Schildkappe
Bike-Handschuhe evtl. Knie- & Ellbogenschützer, je nach Schwierigkeit der Strecke
ÜBERNACHTUNG Waschzeug
Sonnen- bzw. Bikebrille
Hüttenschlafsack
Sonnencreme & Lippenschutz
leichte Hüttenschuhe Ohrenstöpsel
BEKLEIDUNG
Bargeld & E-Card
wandertaugliche Bikeschuhe funktionale Bikebekleidung
PROVIANT
funktionale Reservewäsche
Trink-/Thermosflasche
Mütze und Handschuhe (warm)
zusätzliche Tourenverpflegung
Pullover (Fleece oder Schurwolle)
nach Belieben (Riegel, Nüsse)
wetterfeste alpine Kleidung (Anorak, Hose)
EVENTUELL Fotoapparat
Heli Düringer zeigt, wie man richtig packt
KlimaVOR! BESSER LEBEN
Fleisch
Lieber Klasse statt Masse Wenn es um den Fleischkonsum geht, ist eines klar: Weniger ist sehr viel besser. Fürs Klima, für die Umwelt, für das Tierwohl und nicht zuletzt auch für uns selbst. Doch gerade in der Grillsaison gehört ein Stück Fleisch für die meisten einfach dazu. Worauf es dann ankommt, ist die Qualität. CHRISTOF DREXEL ist Klimaschutzexperte und Obmann von KlimaVOR!, dem Verein zur Förderung der Klimaneutralität Vorarlbergs. Fürs „B’sundrig“ greift er wichtige Themen zu Klimaschutz und Ernährung auf.
W
das Tier aufgezogen, wo es geschlachtet
ten Konsum von rotem oder verarbeitetem
und wo es zerlegt wurde, da diese Angaben
Fleisch gebracht. In Hinblick auf das Klima
auf dem Etikett ersichtlich sein müssen.
gilt ebenfalls: je weniger Fleisch, umso bes-
Bei unverpacktem Fleisch lässt sich die
ser. Ein gelegentliches Steak oder Schnitzel
Herkunft an der Bedientheke erfragen.
muss man sich deswegen jedoch nicht neh-
Schwieriger wird es bei verarbeiteten Pro-
men lassen. Wenn jede*r im Rahmen der
dukten, wie beispielsweise mariniertem
eigenen Möglichkeiten mehr pflanzliche
Fleisch oder Grillwürsten. Hier gibt es keine
Alternativen in die Ernährung einbaut, ist
Kennzeichnungspflicht.
schon viel gewonnen.
2. Besser in Bio
as und wie wir essen, ist für ein Sechstel unserer klima-
Was bedeutet bewusster Fleischkonsum?
schädlichen Emissionen ver-
Wie bei vielen Lebensmitteln gilt ganz
1. Immer der Nähe nach
besonders bei Fleisch: Regional ist gut.
antwortlich. Mehr als 50 Prozent dieser
Neben der Reduktion des Fleischkonsums
Regional und Bio ist besser. Insbesondere
ernährungsbedingten Treibhausgase ent-
ist der wichtigste Aspekt die Herkunft des
bei Rindfleisch ist das Bio-Angebot aus Vor-
stehen durch tierische Lebensmittel – also
Fleisches. Hier gilt: je näher, umso klima-
arlberg groß. Dass Bio besser fürs Klima
durch Milchprodukte und Fleisch.
freundlicher. Wer also zumindest Fleisch
ist, liegt in erster Linie am Futter. In der
aus Österreich, viel besser noch aus Vor-
biologischen Rinderzucht darf neben Gras
Wie viel Fleisch ist gut für mich?
arlberg den Vorzug gibt, kann lange Trans-
und Heu nur durchschnittlich 15 Prozent
für
portwege schon einmal aus der CO2-Bilanz
Bio-Kraftfutter zum Einsatz kommen. Dar-
Ernährung empfiehlt für 19- bis 65-Jäh-
streichen – und unterstützt dabei die Land-
über hinaus sind Pestizide und synthetische
rige maximal drei Portionen Fleisch oder
wirt*innen in der Region. So bleibt auch
Düngemittel verboten. Diese wiederum sind
Wurstwaren à 100–150 Gramm pro Woche.
die Versorgung mit heimischem Fleisch
für einen großen Teil der Lachgasemissionen
Tatsächlich
durchschnittliche
gesichert. Wie wichtig das ist, zeigt sich
der konventionellen Landwirtschaft ver-
Fleischkonsum in Österreich bei knapp
besonders in krisengebeutelten Zeiten, wie
antwortlich und außerdem sehr energiein-
1,2 kg pro Person und Woche, das ist mehr
wir sie seit inzwischen über zwei Jahren
tensiv in der Herstellung. Die Entscheidung
als doppelt so viel. Dabei werden zahlreiche
erleben. Bei verpacktem Frischfleisch ist es
für Biofleisch leistet also einen Beitrag zur
sogenannte Zivilisationskrankheiten schon
einfach nachzuvollziehen, in welchem Land
Reduktion der indirekten Emissionen.
Die
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lange in Zusammenhang mit einem erhöh-
Österreichische
liegt
Sutterlüty Magazin
der
Gesellschaft
BESSER LEBEN
KlimaVOR!
ischkonsum 5 Tipps für genussvollen und nachhaltigen Fle 1. Gehen Sie es langsam an Wenn Sie derzeit täglich Fleisch und Wurstwaren e essen, ist mit einem fleischfreien Tag pro Woch . getan t Schrit schon ein großer 2. Trauen Sie sich! Für das Wurstbrot am Abend gibt es inzwischen . eine große Auswahl an pflanzlichen Alternativen neue ganz Ihnen et eröffn egal Ein Blick ins Kühlr Geschmackserlebnisse. 3. Gönnen Sie sich etwas Wenn Sie ohnehin wenig Fleisch essen, ist es zum sprichwörtlichen Sonntagsbraten nicht mehr weit. Einmal pro Woche ein Stück gutes Fleisch ist ein Genuss, den Sie sich aus Klimasicht ohne Weiteres gönnen können.
4. Wenn, dann g’hörig er Halten Sie es beim Fleischkauf mit der Vorarlberg . riges“ „g’hö ein dann h, Fleisc Philosophie: Wenn Will heißen: lieber weniger, dafür in exzellenter BioQualität und natürlich aus der Region. 5. Lassen Sie sich nicht verführen Preisaktionen animieren gerade in der Grillsaison zu Hamsterkäufen. Kaufen Sie nur, was Sie auch wirklich brauchen, und essen Sie nur so viel Fleisch, wie Ihnen gut tut. Damit tun Sie übrigens auch den Tieren einen Gefallen.
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KlimaVOR! BESSER LEBEN
Jährliche Emission für den Transport von 1 kg Lebensmittel pro Woche 4 kg Co2 für den Lkw aus Spanien 20 kg Co2 für das Schiff aus Südamerika 700 kg Co2 für das Flugzeug aus Südamerika
Kraftfutter hingegen enthält meist Soja aus
sehr viel teurer zu stehen als gelegentlich
Übersee. Letzteres ist gerade in Südamerika
ein gutes Stück Fleisch von höherer Quali-
für die rasante Abholung von Regenwäldern
tät und zu einem entsprechenden Preis. ¿
mitverantwortlich.
Wer soll das bezahlen? Jetzt könnte man sagen: „Regionales Fleisch und auch noch bio? Das kann sich doch auf Dauer niemand leisten.“ Doch! Nämlich dann, wenn Fleisch und Wurstwaren wieder zu dem werden, was sie auch aus gesundheitlicher Sicht sein sollten: ein Genuss, den man sich gelegentlich gönnt. Gerade jetzt, wo Lebensmittel teils empfindlich teurer
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Dazu kommt, dass Bio-Kraftfutter überwie-
werden, sollten wir uns bewusst sein: Billi-
gend aus heimischem Anbau oder zumin-
ges Fleisch kommt unsere Gesundheit, die
dest aus Europa stammt. Konventionelles
Region und eben auch das Klima am Ende
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Mehr zum aktuellen Thema, zum Verein KlimaVOR! und zu Christof Drexel: www.klimaVOR.at www.zwei-grad-eine-tonne.at
Gelebte Verantwortung BESSER LEBEN
Fotos: Christian Kerber | © 2021 Renault Trucks SAS all rights reserved Text: Carmen Jurkovic-Burtscher
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BESSER LEBEN
Gelebte Verantwortung
Kühl- und Lebensmittellogistik
Kann Elektro liefern? Lange Zeit haben günstige Kraftstoffpreise und niedrige Reichweiten die Elektromobilität im Transportsektor ausgebremst. Inzwischen jedoch nimmt das Thema Fahrt auf. Auch für das Transportunternehmen Schluge wird die Anschaffung von Elektro-Fahrzeugen immer interessanter: Ob ein batteriebetriebener Lkw tatsächlich den hohen Anforderungen in der Kühl- und Lebensmittellogistik gerecht wird, möchte Geschäftsführer Stefan Schluge diesen Herbst in seinem Unternehmen testen.
S
eit 1997 ist Schluge Kühl- und Lebensmittellogistik Tag für
die rasanten technischen Entwicklungen der letzten Jahre nicht
Tag für Sutterlüty auf Vorarlbergs Straßen unterwegs. Auch
entgangen. „Im Nahverkehr ist Elektro sicherlich die Zukunft“, ist
wenn ein großer Teil der Lebensmittel bei Sutterlüty aus
er überzeugt – und wagt im Herbst einen weiteren Versuch. Den
dem Ländle und der Umgebung stammt: Irgendwie müssen auch
ganzen September über wird dem Unternehmen ein Renault D
diese regionalen Köstlichkeiten in die Ländlemärkte kommen –
Wide 26 Z.E. zur Verfügung stehen. Eine Gelegenheit, die Stefan
gerade bei erntefrischem Obst und Gemüse möglichst rasch und bei
Schluge und sein Team trotz aller Skepsis gerne nutzen. „Ich fange
Frische- oder Tiefkühlprodukten natürlich ohne Unterbrechung der
mit den kürzesten Touren an und schaue, was passiert“, sagt er.
Kühlketten.
Zweimal täglich die Strecke vom Wallenmahd in Dornbirn nach Bregenz, das würde er dem 26-Tonner mit 370 kW Gesamtleistung
54 Lkws von 3,5 bis 40 Tonnen umfasst der Fuhrpark des Trans-
durchaus zutrauen. Auf dieser Strecke liegen die Sutterlüty Märkte
portunternehmens. Je nach Route legen die Fahrzeuge Strecken
Lauterach, Bregenz und Lochau. Eine zweite mögliche Teststrecke
von 100 bis 600 Kilometer täglich zurück. Für die Ländlemärkte
wäre die von Dornbirn über Lustenau nach Hard; auch auf dieser
und andere Kunden ist das Transportunternehmen in ganz Vorarl-
Strecke fährt Schluge mehrere Ländlemärkte an. Da wie dort fährt
berg, Tirol, Süddeutschland und der Ostschweiz unterwegs. Wären
Schluge auf Nummer sicher: Während der Lkw am Betriebsgelände
das nicht ideale Voraussetzungen für einen E-Lkw? „Wir hatten
in Dornbirn mit Lebensmitteln beladen wird, kann auch die Batterie
schon mehrere Testfahrzeuge da, die wir alle wieder zurückkge-
wieder „betankt“ werden – für den Testbetrieb über einen gewöhn-
geben haben“, sagt Stefan Schluge seufzend. Trotzdem sind ihm
lichen Starkstromanschluss.
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Gelebte Verantwortung BESSER LEBEN
RENAULT D WIDE 26 Z.E.
Tonnen Zulässiges Gesamtgewicht: 26 Nutzlast: ca. 14 Tonnen zwei Elektromotoren mit einer Gesamtleistung von 370 kW Maximales Drehmoment der Elektromotoren: 850 Nm Zweiganggetriebe
22 kW, Ladeanschluss: Typ 2 AC, max. oder Combo CCS DC, max. 150 kW 11, Kühlmaschine: Carrier SYBERIA Transportkühlmaschine mit Flachverdampfer LL3
Eine realistische Option Keinen Zweifel an der Alltagstauglichkeit auch über so kurze Strecken hinaus hat DI Christoph Breuer von Kairos in Bregenz. Das Büro für Zukunftsfragen setzt sich seit 20 Jahren mit dem Thema Elektromobilität in allen Facetten auseinander und berät auch Stefan Schluge in Sachen E-Mobilität. Der Experte ist überzeugt: „Die Lkws, die derzeit am Markt sind, haben Reichweiten von 300 km bis 600 km. Im nächsten Jahr werden 40-Tonner auf den Markt kommen, die eine uneingeschränkte Reichweite von 700 Kilometern haben. Diese Fahrzeuge könnten einen ganzen Tag ohne Ladestopps fahren.“ Das allerdings nur theoretisch, denn regelmäßige Pausen für die Fahrer*innen sind auf langen Strecken Pflicht. Dennoch wird mit solchen Reichweiten batterieelektrische Mobilität auch im Fernverkehr eine realistische Option.
Antriebsvariante ist für Stefan Schluge bislang wirtschaftlich am interessantesten, wie er sagt. Doch auch hier kann Christoph
Cool genug?
Breuer eine Lanze für die E-Variante brechen: Batterieelektrische
Eine Frage, die Stefan Schluge in Zusammenhang mit Elektromobi-
Lkws oder emissionsfreie Fahrzeuge seien in Österreich inzwischen
lität derzeit noch mehr beschäftigt als die Reichweite, ist jene nach
von der Schwerverkehrsabgabe ausgenommen. In Kombination mit
den Kühlmaschinen. In einem E-Lkw möchte er dieselben Modelle
der Anschaffungsförderung, den geringeren Unterhaltskosten, der
verwenden wie in seinen anderen Fahrzeugen. Entscheidend für
günstigeren Wartung und dem niedrigeren Energieverbrauch ent-
ihn wird nun sein, wie viel Energie die Kühlmaschine brauchen
stehe über die Nutzungsdauer Kostenparität. Die Kosten für einen
wird, denn sie wird durch die Antriebsbatterie gespeist. „Genau
batterieelektrischen Lkw sind heute also durchaus mit jenen für
dafür machen wir diesen Test im Herbst“, sagt Stefan Schluge und
einen Lkw mit jeglicher Art von Verbrennungsmotor vergleichbar.
ergänzt: „Wenn das funktioniert, kaufen wir gerne einen E-Lkw.“
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Was jedenfalls dafür sprechen würde, sind die niedrigeren bis
Aus Sicht von Christoph Breuer könnte ohnehin der überwiegende
nicht vorhandenen Lärm- und Abgasemissionen – ein Vorteil,
Teil des Verteilverkehrs in Vorarlberg bereits ab übernächstem
den die Spedition in Ansätzen auch schon bei den drei mit Biogas
Jahr umgestellt werden. Das bedeute natürlich nicht, dass jeder
betriebenen Fahrzeugen im Fuhrpark beobachtet. Diese alternative
Verbrenner-Lkw sofort verschrottet werden soll, so Breuer. Wichtig
Sutterlüty Magazin
BESSER LEBEN
Gelebte Verantwortung
DI Christoph Breuer (l.) und Stefan Schluge diskutieren ausgiebig über das Für und Wider von E-Lkws in der Praxis. Im September 2022 testet Schluge Kühl- und Lebensmittellogistik einen solchen auf Herz und Nieren. Ob der E-Lkw im Test überzeugen kann?
allerdings sei, schon jetzt das Potenztial der Elektromobilität bei Neuanschaffungen zu nutzen. Denn: „Wer jetzt einen neuen Diesel-Lkw anschafft, ist die nächsten 15 Jahre auf diesen Treibstoff festgelegt – und weiterhin vom Geschehen am Weltmarkt abhängig.“ Der September jedenfalls wird ein sehr interessanter Monat werden für Schluge Kühl- und Lebensmittellogistik. Ob der E-Lkw im Test überzeugen kann? Wir werden berichten. ¿
SCHLUGE TRANSPORT GMBH
Stefan Schluge Wallenmahd 67 6850 Dornbirn Tel. +43 (0)5572 / 37 22 55 office@schluge-transporte.at schluge-transporte.at
KAIROS OG MOBILITÄTS- UND KOMMUNIKATIONSLÖSUNGEN KAIROS INSTITUT FÜR WIRKUNGSFORSCHUNG & ENTWICKLUNG
DI Christoph Breuer Jahnstraße 11 6900 Bregenz info@kairos.or.at kairos.or.at
Sutterlüty Magazin
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BESSER LEBEN
Ansichtssachen
Ackerbau und Viehzucht Kühe also. Ich mag sie, auch weil mir die
Schluss, der eher ein Anfang ist. Nietzsche
großen Tiere ein klein wenig Angst machen,
war auch ein Transalpinist, ein geistiger:
Respekt einflößen. Weidende Kühe, immer
ein Gedankengebirgsüberquerer und -über-
noch am liebsten solche mit Hörnern, auf
winder (© Peter Natter). Damit haben wir
grüner Wiese sind aber meist ein beruhigen-
vom weidenden Rindvieh bis zum Denker
der Anblick. Nicht zuletzt, weil sie einerseits
nur scheinbar einen großen Schritt getan.
ganz in sich ruhen und andererseits schöne
Auch wenn ein Vergleich in intellektueller
Symbole der althergebrachten bäuerlichen
oder emotionaler Hinsicht nicht angebracht
Wirtschafts- und Lebensweise sind, die hierzulande noch vor wenigen Jahrzehnten ein tragendes und prägendes
gesellschaft-
liches und kulturelles Element gewesen ist. Viel hat sich verändert, das Bäuer-
ist, zu lernen findet der
ZU LERNEN FINDET DER DENKER ÜBERALL ETWAS
liche hat sich ins Industrielle und Folkloristische gewandelt. Zum
Denker überall etwas, und sei es die Lässigkeit, die er dann eben Gelassenheit nennt. An der Lässigkeit der Kühe wollte ich schon als junger Mann teilhaben.
So habe ich im Jahr 1980 eine Art Hirten-
Glück für die Produzent*innen (Bauern) und
praktikum bei Theresia Schneider auf der
Konsument*innen (Menschen) schwingt das
Oberen Falzalpe (siehe Seite 38) absolviert.
Pendel schon wieder zurück, und so lassen
Oh: Da habe ich dann mehr gelernt als in so
sich landauf, landab die feinsten Gusto-
manchem Semester an der Universität und
stückchen an Käse, Fleisch, Gemüse, Obst
vor allem: fürs Leben! Denn die Kühe liegen
etc. erstehen.
nicht nur auf der Wiese, sie wollen auch gemolken werden, und das zweimal am Tag
„Alle guten Dinge haben etwas Lässiges und
und damals noch von Hand! Zudem will die
liegen wie Kühe auf der Wiese.“ So steht es
Wiese gepflegt werden und das Holz für das
bei einem, der es wissen muss, beim Philo-
Feuer unter dem Sennkessel gehackt und
sophen Friedrich Nietzsche (1844–1900),
das Butterfass gedreht und der Stall sauber-
einem großen Wanderer und Denker.
gemacht. Da ist dem jungen Philosophen
Man ersitzt sich seine Wahrheiten nicht,
tatsächlich das Leben begegnet. Gut hat es
man ergeht sie sich, lautet denn auch sein
ihm getan, saugut! ¿
Peter Natter
Sutterlüty Magazin
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MOND
KALENDER Auszug aus dem Vorarlberger Schreib-Kalender
KW 37
KW 36
KW35
KW 34
KW 33
KW32
KW 31
KW30
©
29.07. 30.07. 31.07. 01.08. 02.08. 03.08. 05.08. 06.08. 07.08. 09.08. 10.08. 11.08. 12.08. 13.08. 15.08. 16.08. 18.08. 19.08. 20.08. 21.08. 22.08. 23.08. 25.08. 26.08. 27.08. 28.08. 30.08. 31.08. 01.09. 03.09. 04.09. 05.09. 06.09. 08.09. 09.09. 10.09. 11.09. 12.09. 14.09. 15.09. 16.09. 18.09.
V
V
v v v v
Mondkalender
Ha ar e Da sch ue ne id r Ha wel en ut len / w as ch Kö und en rp er Nag Za en elp t fl hn g zie ifte ege he n u W n äs u. nd r ch e Ki ef inig Fe e w er e ns as b eh n te ch an Pa r u. en/ dl rk un et Gla Flec ge Ha t u. s re ken i us Ho nig en n pu lzb en tf er Ein tz öd ne la en n ge f e r Br n u / c en h E tw in n isc Br holz frie re en he nh schl n/E n a ol ge inm Fr z n ei uc a nl ch ht ag en Bl pfla er at n n ze tp n Bl flan sä üt en z en en u W pfla säe nd n ur n un setz ze ze Dü lpfl n sä d se en ng anz en tze e e u n Dü n: B n sä nd ng lu en set m e un zen Pfl n: O en u. d s an b ze st u Zim etze Um nnd m n se und Ge erp tze m fla H Bl um n u ecke üse nze n ns en nd ch U Ra g se ieß mto nit n pf t m en en äh en
BESSER LEBEN
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Wärmetag Fruchttag Wärmetag Fruchttag Kältetag Wurzeltag Kältetag Wurzeltag Kältetag Wurzeltag Luft-/Lichttag Blütetag Wassertag Blatttag Wassertag Blatttag Wärmetag Fruchttag Kältetag Wurzeltag Kältetag Wurzeltag Luft-/Lichttag Blütetag Luft-/Lichttag Blütetag Wassertag Blatttag Wärmetag Fruchttag Wärmetag Fruchttag Kältetag Wurzeltag Kältetag Wurzeltag Luft-/Lichttag Blütetag Luft-/Lichttag Blütetag Luft-/Lichttag Blütetag Wassertag Blatttag Wärmetag Fruchttag Wärmetag Fruchttag Wärmetag Fruchttag Kältetag Wurzeltag Luft-/Lichttag Blütetag Luft-/Lichttag Blütetag Wassertag Blatttag Wärmetag Fruchttag Wärmetag Fruchttag Wärmetag Fruchttag Kältetag Wurzeltag Luft-/Lichttag Blütetag Luft-/Lichttag Blütetag Wassertag Blatttag Wassertag Blatttag Wärmetag Fruchttag Kältetag Wurzeltag Kältetag Wurzeltag Luft-/Lichttag Blütetag Luft-/Lichttag Blütetag
Sind ein oder mehrere Tag/e nicht angeführt, gelten dieselben Empfehlungen wie am letzten vorangegangenen Tag.
Vollmond
Zunehmender Mond
Neumond
Abnehmender Mond
Aufsteigender Übergehender Mond
Absteigender Untergehender Mond
v Steinbock
Wassermann
Fische
Widder
Stier
Zwilling
Krebs
Löwe
Jungfrau
Waage
Skorpion
Schütze
Sutterlüty Magazin
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MOND
KALENDER Auszug aus dem Vorarlberger Schreib-Kalender
KW 41
KW 40
KW 39
KW 38
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Mondkalender BESSER LEBEN
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