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I N F O R M AT I O N S B R O S C H Ü R E Z U R G E M E I N D E A B S T I M M U N G A M 9 . / 1 1 . N O V E M B E R 2 0 0 7

Weilerzentrum Schaanwald „Zuschg“


I N H A LT

VORWORT

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Gemeindevorsteher Freddy Kaiser

W E I L E R G E S TA LT U N G

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aus dem Konzept „Mura“ herausgewachsen

„UNSER BEDÜRFNIS“

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ein Treffpunkt

DER WEG ZUM KONZEPT VOM GESAMTKONZEPT

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zur 1. Etappe

V I E L F Ä LT I G E E N T W I C K L U N G S M Ö G L I C H K E I T E N

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K R E D I TA B S T I M M U N G

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Impressum Herausgeber Gemeinde Mauren Konzept/Grafik Medienbuero Oehri & Kaiser AG

am 9./11. November 2007

Druck Matt-Druck AG, Mauren Auflage

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1'950 Exemplare

EINLADUNG

Oktober 2007

zur Informationsveranstaltung am 22. Oktober 2007

Abstimmungsbroschüre Zuschg

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VORWORT

Identitätsstiftender Treffpunkt im Weiler Schaanwald

Freddy Kaiser Gemeindevorsteher

Liebe Stimmbürgerinnen Liebe Stimmbürger Am Freitag, 9. November, und Sonntag, 11. November 2007, sind Sie eingeladen, an der Urne über die erste und zugleich wichtigste Etappe der Zentrumsgestaltung „Zuschg“ in Schaanwald Ihre Meinung kundzutun. Gegenstand der Abstimmung ist der Verpflichtungskredit von 9,7 Mio. Franken, dessen Befürwortung dem langjährigen Wunsch der Schaanwälder Bevölkerung, endlich eine Kerngestaltung realisieren zu können, entsprechen würde. In der Erarbeitung der raumplanerischen Perspektiven für die Gemeinde Mauren-Schaanwald – im Konzept „Mura“ – wurde seinerzeit unter engem Einbezug der Anliegen und Ideen der Einwohner-

schaft festgelegt, dass sich die Gemeindebehörde der Situation im Zentrumsbereich des Weilers Schaanwald speziell annehmen soll. In einer ersten Phase widmete sich die Gemeinde im Jahre 1994 mittels Workshops und der Einbindung aller interessierter Kreise der Verkehrsthematik. Bekanntermassen wickelt sich auf der Vorarlbergerstrasse ein starker Durchgangsverkehr ab, sodass sich im Kernbereich noch kein eigentlicher Treffpunkt mit dorfähnlichem Charakter bilden kann. Betreffend die Verkehrssituation an der Vorarlbergerstrasse wurden schon diverse Massnahmen ergriffen, die begrüssenswerte Teilergebnisse für die Schaanwälder Einwohnerschaft brachten. Sie bilden aber noch keine Lösung im Sinne einer wirklichen Begegnungsstätte im Zentrum. Es war in der Folge das erklärte Ziel der Gemeindebehörde, die Frage der Zentrumsgestaltung im Weiler Schaanwald in einer gesonderten Projektarbeit zusammen mit den Einwohnerinnen und Einwohnern von Schaanwald und Mauren zu erörtern, um so bedarfsgerechte Lösungsansätze zu erhalten. In zahlreichen Workshop-Sitzungen und kontinuierlichen Informationsrunden, an denen die Zwischenergebnisse der Bevölkerung präsentiert und bewertet wurden, kristallisierte sich in mehreren Teilschritten das nun vorliegende Projektvorhaben heraus. Das Bedürfnis und die daraus resultierende Zielsetzung, im Weiler Schaanwald einen verkehrsfreien Treffpunkt – eine Begegnungsstätte mit multifunktionaler Ausrichtung – zu schaffen, lassen sich nur in Etappen realisieren. In einer ersten Etappe soll das Zentrumsgebäude „Zuschg“ und in einer zwei-

ten Etappe zusammen mit dem Land die punktuelle Strassenverlegung im Kernbereich – eine Verkehrsschlaufe – erstellt werden. In der vorliegenden Informationsschrift zur Abstimmung über den Verpflichtungskredit werden Sie über das Bedürfnis, die Ziele, die Pläne, die Projektschritte und die Kosten im Detail informiert. Gerne laden wir Sie im Weiteren zur Informationsveranstaltung über die Zentrumsgestaltung „Zuschg“ ein, die am Montag, den 22. Oktober 2007 im Gemeindesaal Mauren stattfindet. Der Gemeinderat von Mauren hat das gegenständliche Projekt und den hierfür erforderlichen Kredit in seiner Sitzung vom 4. Juli 2007 einstimmig genehmigt. Mit einem JA zum Verpflichtungskredit ermöglichen Sie die konkrete Einleitung der Zentrumsgestaltung Schaanwald und damit die Bildung eines identitätsstiftenden Treffpunkts im und für den Weiler Schaanwald.

Freddy Kaiser Gemeindevorsteher

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W E I L E R G E S TA LT U N G

Schaanwald ist ein sehr stark befahrenes ‹Durchgangsdorf›, in dem sich aufgrund dieser Situation kein Zentrum bilden konnte. Es ist sehr wichtig, dass das langjährige Bedürfnis und der Wunsch der Bevölkerung, einen verkehrsfreien Treffpunkt im Weilerkern zu erhalten, ernst genommen werden. In vielen Workshops und Besprechungen zusammen mit der Einwohnerschaft von Schaanwald und auch Mauren hat sich diese 1. Etappe des «Zuschg»-Gebäudes als gewünschte Bestvariante herauskristallisiert. Es bietet die Möglichkeit, diverse öffentliche wie auch private Veranstaltungen durchzuführen und im wachsenden Weiler Schaanwald einen dorffreundlichen Raum für Begegnung zu schaffen. Ein Zentrumsbereich, der verschiedene Funktionen zu erfüllen vermag, eine angenehme Atmosphäre schafft und die Menschen zusammenführt, gibt Identität. Für die zukünftige Entwicklung des Lebensraums Schaanwald – davon bin ich überzeugt – wird das geplante Projekt für die Bevölkerung ein attraktives und lebenswertes Dorfzentrum bilden.

Lucia Dürr

Lucia Dürr, Schaanwald

Weilergestaltung – aus dem Konzept „Mura“ herausgewachsen Die Wurzeln des vorliegenden Projektes „Zuschg“ gehen auf das Konzept „Mura“ aus dem Jahre 1992 zurück. Die Gemeindebehörde befasste sich damals in verschiedenen Workshops und in engem Einbezug der Bevölkerung aus Mauren und Schaanwald mit der Zukunftsentwicklung der Gemeinde. Einerseits ging es dabei um raumplanerische Zielsetzungen und andererseits um gesellschaftliche Bedürfnisse, welche die Neuzeit mit sich brachten. Mit dem Konzept „Mura“ setzte sich die Gemeindebehörde zum Ziel, Leitlinien zu erstellen, die von den Einwohnerinnen und Einwohnern mitentwickelt und mitgetragen werden. Letztlich ging es darum, den Lebensraum miteinander und auf längere Sicht hinaus zu gestalten.

Abstimmungsbroschüre Zuschg

Basierend auf diesen Grundsatzentscheidungen wurden diverse Projekte realisiert, so z. B. die Freizeitanlage Weiherring in Mauren, die Schulerweiterung der Primarschule Mauren, das Mehrzweckgebäude in der IGZ und jüngst wurde mit der Realisierung der neuen Gemeindeverwaltung gestartet.

„Unser Bedürfnis“ – ein Treffpunkt im Weiler Schaanwald Die Einwohnerinnen und Einwohner des Weilers Schaanwald – Jung und Alt – nahmen in den letzten Jahren die Einladungen der Gemeinde zur Teilnahme an den Workshops an und wirkten mit grossem Engagement an der Findung einer zukunftsorientierten Lösung für den Weiler Schaanwald mit. Daraus ist der gemeinsame Nenner bzw. das Bedürfnis der Schaanwälder Bevölkerung herausgewachsen, nämlich die

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Dabei standen in erster Linie Standortfragen im Vordergrund, wie > wo sollen in Mauren und in Schaanwald die Bildungsstätten sein? > wo sollen sich gesellschaftliche Treffpunkte entwickeln? > wo werden örtlich die kommunalen Dienste eingerichtet?

„Bildung eines verkehrsfreien und belebten Ortszentrums im Kernbereich des Weilers Schaanwald“. Dieses Anliegen der Menschen von Schaanwald ist von einer Zielsetzung getragen, die in der Ausgestaltung in zwei Schritten realisiert werden kann. Einen gesellschaftlich attraktiven und belebten Ortskern kann es nur geben, wenn die Verkehrsachse


UNSER BEDÜRFNIS

im Zentrumsbereich in Form von einer Schlaufe verlegt wird. Nur so kann der Kernbereich des Weilers Schaanwald belebt und längerfristig in Folgeetappen mit Infrastrukturen für altersgerechtes Wohnen im Rahmen des Projektes „Älter werden in Mauren“, Dienstleistungseinrichtungen und Schaffung von Arbeitsplätzen bereichert werden, um einige Beispiele zu nennen. Ein belebtes Ortszentrum, das Begegnung und Kommunikation ermöglicht und das der Einwohnerschaft von Schaanwald längerfristig Perspektiven eröffnet – auch hinsichtlich der belastenden Verkehrsachse – ist das Fernziel. Information von Gemeinderat und Projektgruppe „Zuschg“

Vorarlbergerstrasse und Postprovisorium

Stätte der Begegnung Der Name „Zuschg“ steht somit sinnigerweise für ein sehr anspruchsvolles Projekt, mit dem der Ortskern im Weiler Schaanwald in funktionaler und gestalterischer Hinsicht zu einer „neuen“ Stätte der Begegnung und des gesellschaftlichen Zusammenlebens entwickelt werden soll.

Alter Zoll Schaanwald

Die alte Zuschg in Schaanwald, die 1954 dem Strassenneubau weichen musste, bildete einst zusammen mit der alten Mühle und dem ehemaligen Wirtshaus „Schaanwald“ samt grossem Stallgebäude den eigentlichen Ortskern von Schaanwald.

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UNSER BEDÜRFNIS

Verkehrsproblematik in Schaanwald Die Auseinandersetzung mir der zukünftigen Gemeindeentwicklung liess erkennen, dass von Seiten der Bevölkerung das Bedürfnis vorhanden war, verschiedene Themen genauer unter die Lupe zu nehmen, die insbesondere auch unterschiedliche Alters-, Interessens- und Berufsgruppen betrafen, so zum Beispiel den Treffpunkt für die Jugendlichen (Papperlapapp), das Seniorenstüble, das längerfristig angelegte Projekt „Älter werden in Mauren“, die Projekte

„Muron“ sowie „Umpasa“ usw. In Schaanwald sind die Verkehrssituation und die damit zusammenhängende Ortszentrums-Gestaltungsfrage zudem seit zwei bis drei Jahrzehnten ein Diskussionsthema. Einerseits wurde in Schaanwald in den 1980er-Jahren eine Strassenverlegung zum Bahntrassee diskutiert, in den 1990er-Jahren wurden verschiedene Massnahmen wie die Verengung der Vorarlbergerstrasse mit einer Trottoir-Anbringung realisiert und in Zusammenhang mit dem Konzept „Mura“ kristal-

lisierte sich eine „kleine Umfahrung“ im Kernbereich mit gleichzeitiger Zentrumsgestaltung für den Weiler Schaanwald heraus. Um sich diesem Bedürfnis im Detail annehmen zu können, wurde das Projekt „Zuschg“ lanciert.

Das erste Projektteam „Zuschg“ (2001-2006): Theo Oehri, Gemeinderat (2001–2005) Lucia Dürr, Schaanwald Edi Oehri, Schaanwald Heinz Ritter, Schaanwald Rony Uehle, Schaanwald Michael Ritter, Gemeinderat (ab Februar 2003) Georg Matt, Gemeinderat (2001–2003) Beat Aliesch, Stauffer & Studach, Chur Michael Biedermann, Moderation Starke Verkehrsfrequentierung auf der Vorarlbergerstrasse mitten durch den Weilerkern

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Abstimmungsbroschüre Zuschg


KONZEPT

Der Weg zum Konzept Bis zur heutigen konkreten Vorlage der ersten Etappe ist eine intensive Workshoparbeit vorausgegangen. Dieses Zwischenergebnis, das zur Abstimmung vorliegt, wurde in engem Zusammenwirken mit der Einwohnerschaft von Schaanwald und auch Mauren erarbeitet. Anlässlich der Informationsveranstaltungen im November 2002 und März 2004 wurden die Workshop-Arbeiten der Projektgruppe präsentiert und daraus ableitend die Weichen für die nächsten Schritte von den Betroffenen – von der Schaanwälder Bevölkerung – gestellt. Gemeinsame Zieldefinition Der Weiler Schaanwald ist mittels der stark frequentierten Verkehrsachse durchtrennt und in zwei Teile gegliedert. Eine Zentrumsgestaltung, welche das gesellschaftliche Zusammenleben mit einer Stätte der Begegnung ermöglicht, erfordert eine punk-

tuelle Verkehrsverlagerung, um einen belebten Ortskern zu bilden. Die Umsetzung muss mit der Gesamtentwicklung der Gemeinde vonstatten gehen, wie dies die längerfristige Planung im Konzept „Mura“ vorsieht. Sie kann somit nur in Etappen realisiert werden. Ausschreibung und Bewertung des Ideenwettbewerbs Die Ausschreibung des Ideenwettbewerbs war in der folgenden Phase ein entscheidendes Instrument, um von Fachleuten Gestaltungsmöglichkeiten zu erhalten, die raumplanerische Lösungsvarianten aufzeigten. Die zentrale Herausforderung stellte sich in der Fragestellung: „Wie kann die Verkehrsführung mit der Zielsetzung der Kerngestaltung des Weilers Schaanwald am idealsten gelöst werden?“

Projektablauf „Zuschg“ 2002

2004

Ideenwettbewerb

Überarbeitung

13. Nov. 2002 Öffentliche Präsentation

2008 Projektwettbewerb

Realisierung in Etappen

Das vorliegende Projekt, welches in mehreren Etappen verwirklicht wird, bildet mit dem Zuschg-Gebäude (1. Etappe) ein neues Zentrum und schafft mit der geplanten Umfahrung längerfristig auch einen verkehrsberuhigten Kernbereich. Durch die Verlegung der Vorarlbergerstrasse entstehen zwischen der heutigen und der zukünftigen Vorarlbergerstrasse Bauflächen, welche längerfristig in unterschiedlicher Art genutzt werden können. Das Zentrum von Schaanwald wird dadurch für die Bevölkerung zusätzlich aufgewertet.

Stefan Schuler

Die Nutzung des Zuschg-Gebäudes mit einem Mehrzweckraum, verschiedenen Vereinsräumen aber auch einem neuen Aussenplatz ermöglicht Synergien mit dem Restaurant „Alter Zoll“ und auch mit der Theresienkirche. Da der Mehrzwecksaal und der Aussenplatz auch für Privat- oder Firmenanlässe genutzt werden können, ist eine vielseitige Nutzung möglich. Die zeitgemässe Infrastruktur und die ökologische Bauweise unterstützen dieses Vorhaben. Stefan Schuler, Bauführer Gemeinde Mauren

10. März 2004 2. Öffentliche Präsentation

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KONZEPT

Die Aufgabenstellung war für die fünf am Ideenwettbewerb beteiligten Architektenteams (Arbeitsgemeinschaften) nicht leicht, da der Durchgangsverkehr auf der Vorarlbergerstrasse ein Fakt darstellte, der nicht negiert werden konnte. Auf der anderen Seite war der Zentrumsbereich optimal zu erschliessen, sodass der öffentliche Verkehr sowie Botengänge mit PW’s gut organisiert sind. Die Lösungsansätze bzw. Ideenskizzen „Zuschg“ wurden der Bevölkerung in der Folge präsentiert. Zusammen mit der Einwohnerschaft wurde die Bewertung diskutiert und die Bestvariante evaluiert. Das Siegerprojekt mit der Variante „Bahn“, bei dem die Vorarlbergerstrasse punktuell verlegt wird, um einen Innenbereich für die Ortszentrumsgestaltung zu erhalten, überzeugte, da die Kriterien • der hohen Verkehrssicherheit (Durchgangsverkehr wird umgeleitet) • des Potenzials einer attraktiven Zentrumsgestaltung (Begegnung und Treffpunkt) • der Zugänglichkeit des Zentrums für Besucher, Kunden und Anwohner

Variante „Querung“ (bisher)

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Variante „Berg“

Abstimmungsbroschüre Zuschg

Variante „Tunnel“

• der vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten • der langfristigen Ausrichtung mit Etappierungsmöglichkeiten allesamt erfüllt wurden. Anlässlich der Informationsveranstaltung entschied sich die Bevölkerung eindeutig für die Variante „Bahn“. Vorerst war ein Vollausbau mit Gebäuden und der Strassenverlegung vorgesehen. In der weiteren Bearbeitungsphase stellte sich im Zusammenwirken mit den Workshop-Teilnehmern heraus, dass das Gesamtprojekt in Teilschritte aufgegliedert werden sollte. Erste Priorität erhielt dabei das Zuschg-Gebäude, das nun als 1. Etappe den Stimmbürgern/-innen vorgelegt wird. Das Siegerprojekt der Brunhart Brunner Kranz Architekten AG, Balzers, wird im Folgenden näher vorgestellt. Weiterentwicklung der Konzeptvariante Die Weichenstellung betr. der Zielsetzung sowie dem Variantenentscheid war somit klar. Der Ge-

Variante „Bahn“, Siegerprojekt


KONZEPT

Die Baukommission Projekt „Zuschg“ (seit 2006): Claudia Kaiser, Gemeinderätin (Vorsitz) Freddy Kaiser, Vorsteher Ingrid Allaart, Gemeinderätin Elisabeth Büchel, Primarschule Schaanwald „Zuschg“ – Zentrumsentwicklung Schaanwald: Skizzen in der Projektentwicklungsphase

meinderat stand einstimmig hinter diesem Vorgehen und beauftragte das Architekturbüro Brunhart Brunner Kranz, das Wettbewerbsprojekt bis zur Stufe „Vorprojekt“ weiterzuentwickeln. Neben dem Raumprogramm, das in einem ersten Schritt einen Mehrzwecksaal mit Konzertbestuhlung für ca. 200 Personen, Vereinsräumlichkeiten sowie weitere multifunktionale Räumlichkeiten beinhaltet, waren die geologischen, statischen, haus-, licht- und bühnentechnischen Aspekte zu bewerten. Die Wettbewerbsjury regte zudem an, das äussere Erscheinungsbild zu überarbeiten. Das „Zuschg“-Gebäude präsentiert sich nun sehr Dorfbild-freundlich mit einer Klinkerfassade sowie einem Walmdach. Hervorzuheben ist zudem, dass das Gebäude im Minergiestandard konzipiert ist.

Lucia Dürr, Schaanwald Thomas Lampert, Schaanwald Stefan Schuler, Gemeindebauführer Johannes Brunner, Brunhart Brunner Kranz, Architekten AG

Die Baukommission „Zuschg“: hinten v. l. Stefan Schuler, Vorsteher Freddy Kaiser, Thomas Lampert, Johannes Brunner; vorne v. l. Gemeinderätin Ingrid Allaart, Lucia Dürr, Elisabeth Büchel, Gemeinderätin Claudia Kaiser (Vorsitz)

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GESAMTKONZEPT

Vom Gesamtkonzept zur 1. Etappe Das Gesamtkonzept der Wettbewerbsausschreibung sieht für den Weiler Schaanwald im Zentrumsbereich ein zukunftsträchtiges Entwicklungspotenzial vor. Diese Weiterentwicklung lässt auch die Frage der Bauherrschaft offen, die öffentlicher oder privater Herkunft sein kann. Wichtig ist, dass die 1. Etappe in ein Gesamtkonzept eingebettet ist, was beim Projekt „Zuschg“ auf ideale Weise erfüllt wird.

Die 1. Etappe – das „Zuschg“-Gebäude

Dorfplatz mit fliessenden Übergängen

Das neue „Zuschg“-Gebäude ist – wie der zuständige Architekt Johannes Brunner von der Brunhart Brunner Kranz Architekten AG, Balzers, als charakteristisches Element ausführt – nach allen Seiten offen und bildet in Bezug auf die Weiterentwicklungsmöglichkeiten einen zentralen Knotenpunkt.

Über einen dem Foyer vorgelagerten überdachten Aussenbereich öffnet sich das Gebäude zu dem im Norden angrenzenden neuen Dorfplatz, wobei die Übergänge vom Dorfplatz zum überdeckten Aussenbereich – dem Foyer mit dem grossen, zweigeschossigen Mehrzweckraum – möglichst fliessend gestaltet werden.

Planskizze des längerfristigen Gesamtkonzepts der Weilerzentrumsgestaltung Schaanwald

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Abstimmungsbroschüre Zuschg

Die 1. Etappe umfasst das „Zuschg“-Gebäude, das im Gesamtkonzept eingebettet ist.


1 . E TA P P E

Erdgeschoss mit Bankettbestuhlung

Erdgeschoss mit Konzertbestuhlung

Nordfassade

L채ngsschnitt

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1 . E TA P P E

Thomas Lampert

Das vorliegende Projekt „Zuschg“ bildet den ersten Schritt und damit die Grundlage einer Ortskerngestaltung in Schaanwald. Aufgrund des stetigen Wachstums des Weilers ist eine weitsichtige Planung unumgänglich, damit der Zentrumsbereich vom stark frequentierten Strassenzug „abgeschirmt“ werden kann. Die Einwohnerschaft von Schaanwald und auch von Mauren hat ihre Bedürfnisse und Anliegen eingebracht. Die Unterbringung von drei Vereinen in diesem „Zuschg“-Gebäude belebt das Zentrum und zudem kann das jetzige Probelokal des Gesangsvereins-Kirchenchor Schaanwald für schulische Zwecke verwendet werden. Zweifellos ist der „Wert“ der längerfristigen Kerngestaltung für die Bevölkerung sehr gross, ich denke dabei an Veranstaltungen, Kurse, Firmenanlässe, Hochzeiten und Geburtstage usw. Die Zustimmung zum vorliegenden Kredit erscheint mir wichtig, damit diese Chance der Bildung einer Begegnungsstätte wahrgenommen werden kann.

Vereinsräume in Beziehung zum Schädlerstall Der historische Schädlerstall bildet im Osten das Gegenüber zu den Vereinsräumen, die sich im Obergeschoss befinden. In Erinnerung an den Mühlbach Der nordseitige Abschluss des Platzes wird durch eine Baumreihe und eine Brunnenanlage, die den Verlauf des alten Mühlbaches nachzeichnet, vorgenommen. Erschliessung via Parkgarage Die Anlieferung des „Zuschg“-Gebäudes wird auf der Südseite angeordnet. Im Sockelgeschoss befindet sich eine öffentlich zugängige Parkgarage.

Thomas Lampert, Schaanwald

Obergeschoss

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Abstimmungsbroschüre Zuschg

Querschnitt


1 . E TA P P E

Treppenanlage als Verbindung vom Riet zum Dorfzentrum Auffallend ist im westlichen Bereich die grosszügige Treppenanlage, die den Dorfplatz mit dem tiefer liegenden Niveau der Bahngeleise verbindet. Diese Treppenanlage bildet einen zentralen Bestandteil einer Wegverbindung vom Riet bis ins erhöht liegende Wohngebiet.

Nutzung für Schaanwald und Mauren Von diesem Zentrumsgebäude „Zuschg“ im Kernbereich Schaanwald profitiert die Einwohnerschaft von Mauren und Schaanwald. Die Lokalitäten sowie insbesondere der multifunktionale Mehrzweckraum stehen den Vereinen, Interessensgruppen und privaten Personen von Mauren und Schaanwald zur Verfügung.

Als Vertreterin der Primarschule Schaanwald befürworte ich das Projekt „Zuschg“. Die räumliche Situation im Schulgebäude ist momentan insbesondere für Schulanlässe nicht zufriedenstellend. Diese müssen zurzeit entweder im Gymnastikraum des Kindergartens oder in der Turnhalle stattfinden. Der Mehrzweckraum im Zuschggebäude gibt uns die Möglichkeiten, Theateraufführungen der Kinder und Schulanlässe wie Elternabende oder Schulfeste durchzuführen. Gleichzeitig sehe ich für das Dorf Schaanwald den ersten Schritt zu einem Dorfzentrum, einem Mittelpunkt für verschiedenste Anlässe.

Elisabeth Büchel

Elisabeth Büchel, Primarschule Schaanwald

Untergeschoss

Südfassade

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1 . E TA P P E

Blick vom Bahnhof

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Abstimmungsbrosch端re Zuschg


1 . E TA P P E

Blick von der Vorarlbergerstrasse

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1 . E TA P P E

Westfassade

Ostfassade

Dorffreundliches Erscheinungsbild Die Konstruktion der Fassaden besteht aus einer inneren tragenden Schale, einer innen liegenden Wärmedämmung und einer äusseren Schale aus Klinkersteinen, die in konventioneller Mauerwerksbauweise errichtet wird und somit einen dorfbildfreundlichen Charakter erhält. Das Gebäude erhält als oberen Abschluss ein Walmdach aus Kupferblech. Wände und Decke des Mehrzweckraumes im Inneren werden mit Holzpaneelen verkleidet.

Querschnitt 2. Etappe

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Abstimmungsbroschüre Zuschg


ENTWICKLUNGSMÖGLICHKEITEN

Vielfältige Entwicklungsmöglichkeiten Die im Rahmen einer 2. Etappe entstehende Siedlungsstruktur des neuen Schaanwälder Dorfzentrums soll als eine offene Bebauungsstruktur mit fliessenden Zwischenräumen interpretiert werden, wobei die zukünftigen neuen Gebäude mittels einer möglichst allseitigen Ausrichtung ein hohes Mass an Attraktivität aufweisen.

von der Intensität dieser Verkehrsdichte und kann gleichzeitig seinem Charakter als Platz mit einem multifunktionalen Anforderungsprofil gerecht werden.

Verkehr und multifunktionaler Dorfplatz Zum zentralen Knotenpunkt für den Langsamverkehr inkl. Kurzzeitparkierung, Velofahrer, Fussgänger und Pendler wird der „Postplatz“ Verwendung finden. Über ihn laufen mit Ausnahme des überörtlichen Strassenverkehrs sämtliche wichtigen Wegverbindungen sowohl längs als auch quer zur Hangrichtung. Der angrenzende Dorfplatz profitiert

Ein Treffpunkt im Zentrum von Schaanwald ist sehr sinnvoll, weil dann auch die Schaanwälder Jugendlichen die Möglichkeit bekommen würden, sich an einem zentralen und gemütlichen Ort zu treffen. Schaanwald wurde bis jetzt von anderen Gemeinden nur als Durchfahrtsdorf wahrgenommen. Dies möchten wir mit einem neuen Zentrum ändern. Ein besonderes Anliegen wäre mir persönlich dabei, dass es in Zukunft einen kleinen Saal geben würde, der für private Veranstaltungen oder von Vereinen genutzt werden könnte. Ausserdem würde ich mir ein gemütliches Café wünschen, das nicht direkt an die Strasse grenzt. Ein Zentrum für Schaanwald würde bestimmt das Zusammenleben im selben Dorf fördern und die Möglichkeit bieten, Kontakte auf längere Zeit zu pflegen. Dies wiederum würde die Identität mit der Heimatgemeinde stärken und auch die Jugend dazu anregen, im Dorf zu bleiben.

Mirjam Kaiser

Mirjam Kaiser, Jugendliche aus Schaanwald

„Zuschg“ – Zentrumsentwicklung Schaanwald: Skizzen in der Projektentwicklungsphase

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K R E D I TA B S T I M M U N G

Kreditabstimmung über 1. Etappe Gegenstand der Abstimmungsvorlage ist am Freitag/Sonntag, 9./11. November 2007, die erste Etappe – das Zentrumsgebäude „Zuschg“. Dieser erste Schritt bildet zugleich das Fundament der weiteren Etappen, insbesondere der Strassenverlegung, die gemäss der Zusage des Tiefbauamtes später vom Land finanziert würde.

Das Gesamtprojekt mit dem Baukredit von 9.7 Mio. Franken, der vom Gemeinderat Mauren einstimmig verabschiedet wurde, beinhaltet die Gebäude-, Umgebungskosten, die Kosten für die Verlegung einer Sauberwasserleitung und eines Teiles der Bahngasse sowie Reservemittel in Höhe von CHF 600‘000.

Der Kostenrahmen von 9.7 Mio. Franken: Umgebung: Dorfplatz, Grünflächen, Aussenanlagen

– 9 – 8 – 7

Hochbau: Rohbau, Technik, Gebäudehülle, Einrichtungen

– 6 – 5 – 4

Tiefbau: Pfählung, Statik, Leitungen usw. Planung

– 3 – 2 – 1

Reserven

– 0 CHF in Mio.

Übersichtsplan mit weiteren längerfristigen Entwicklungsmöglichkeiten; das dunkel markierte Gebäude betrifft die 1. Etappe.

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Abstimmungsbroschüre Zuschg


K R E D I TA B S T I M M U N G

Mit dem Projekt „Spiegel“ führte die Gemeinde Mauren im Jahre 2002 eine Image- und Bedürfnisanalyse durch. Diese repräsentative Umfrage bei der Einwohnerschaft sowie dem Gewerbe und der Industrie in MaurenSchaanwald deckte viele Bereiche des täglichen Lebens und Arbeitens ab und stiess auf ein sehr grosses Interesse.

Heutige Dorfkernsituation

Langjährige Planungsphase

Anlässlich der Workshoparbeit mit der Bevölkerung sowie den Informationsveranstaltungen des Projekts „Zuschg“ kristallisierte sich auf deutliche Art und Weise der gemeinsame Nenner heraus, das Zentrum im Weiler Schaanwald möglichst verkehrsfrei zu gestalten. In der Phase 2 wurde ein Projektwettbewerb unter Einbezug von internen und externen Fachleuten durchgeführt. Die Gemeinde Mauren hat sich dann entschlossen, am „Europäischen Dorferneuerungspreis 2004“ mitzuwirken und das Konzept „Mura“ sowie die daraus resultierenden Projekte „Muron“, „Zuschg“ und „Umpasa“ der internationalen Jury zur Prüfung und Beurteilung vorzulegen. Erfreulicherweise wurde die Gemeinde mit „Lobender Anerkennung besonderer Leistung“ ausgezeichnet. Wert bzw. Nutzen für die Einwohnerschaft von Mauren und Schaanwald Ein Zentrumskern in Schaanwald, wie ihn das Projekt „Zuschg“ darstellt, ist sehr wichtig für unsere Gemeinde. Für den Weiler Schaanwald

bedeutet diese Kerngestaltung eine Aufwertung sowie eine Bereicherung. Diese 1. Etappe bildet die Chance, dass sich in Schaanwald ein Treffpunkt der Begegnung entwickelt. In einer zweiten Etappe würde die Strassenverlegung (Verkehrsschlaufe) im Mittelpunkt stehen, wobei nur der Rückbau der Vorarlbergerstrasse von der Gemeinde finanziell zu übernehmen ist. Die Kosten der Strassenverlegung gehen zu Lasten des Landes. Weitere Bauvorhaben im Zentrumsbereich in späteren Phasen würden Wohnungen (z. B. im Rahmen des Projektes „Älter werden in Mauren“), Geschäfts-, Freizeit- oder medizinisch genutzte Räumlichkeiten usw. dienen.

Claudia Kaiser

Mit der Zustimmung zum Projekt „Zuschg“ ist es möglich… • den Zentrumsbereich zukünftig verkehrsfrei zu gestalten • eine Begegnungsstätte – einen Treffpunkt – entstehen zu lassen • für die betroffene Einwohnerschaft von Schaanwald – aber auch für Mauren – ein Kleinod zu schaffen, das Freiraum zum Flanieren, für Vereinsräumlichkeiten, Dienstleistungsbereiche – einen Treffpunkt für Alt und Jung – bildet. Claudia Kaiser, Gemeinderätin, Vorsitzende der Baukommission „Zuschg“

1. Etappe „Zuschg“-Gebäude (links der Vorarlbergerstrasse)

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E I N L A D U N G Z U R I N F O R M AT I O N S V E R A N S TA LT U N G

BEGRÜSSUNG Abstimmungsvorlage Zentrumsgebäude „Zuschg“ Montag, 22. Oktober 2007 19.00 Uhr Gemeindesaal Mauren

Freddy Kaiser, Gemeindevorsteher

V O R S T E L L U N G D E S „ Z U S C H G “ - P R O J E K T E S 1 . E TA P P E Claudia Kaiser, Gemeinderätin und Baukommissionsvorsitzende Mitglieder des Projektteams Johannes Brunner, Brunhart Brunner Kranz Architekten AG Moderation: Michael Biedermann

DISKUSSION APÉRO


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