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Online_Wald_Zeitung_KW36

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Wald Zeitung 20 ausgewählte Pilze Vorarlbergs Pilze als wichtiger Teil des Waldökosystems Biodiversität Waldstrategie2030+ Die Vorarlberger Waldstrategie Drei Fragen zur biologischen Vielfalt Drei Persönlichkeiten geben Antworten Drechseln eine Handwerkskunst Alte Handwerkskunst in Kursen erlernen Ausgabe 10 Herbst 2022 www waldverein at

Mitgliedschaft Waldverein Vorarlberg inkl Abo der Wald Zeitung Wenn Sie das Thema Wald interessiert, würden wir uns freuen Sie als Mitglied des Waldverein Vorarlberg begrüßen zu dürfen Mitgliedsbeitrag ab € 20,–/Jahr Einfach anmelden unter: www waldverein at oder info@waldverein at DI DR ECKART SENITZA Präsident von Pro Silva Österreich und Pro Silva Europa

Biodiversität –Waldstrategie 2030+

Vorwort

Die zehnte Ausgabe der Wald Zeitung hat sich dem Thema „Waldstrategie 2030+“ gewidmet. Warum unser Wald so viel (helfen) kann: Klimaschutz, Biodiversität, Lebensraum, Erholungsraum, Schutz funktion, Naturschutz, nachhaltiger Rohstoff das sind Schlagworte, die uns in Bezug auf unsere Zukunft und die Zu kunft unserer Enkelkinder aktuell be schäftigen und uns konfrontieren. Die neue Vorarlberger Waldstrategie 2030+ gilt hier als einstimmig im Vorarlberger Landtag beschlossener Richtungsweiser und gelungener Leitfaden, welcher nicht nur den WaldbesitzerInnen entsprechende Unterstützung bietet. Wald und die überlegte Nutzung dieses wunderbaren Ökosystems können einen wesentlichen Beitrag leisten, die großen Herausforde rungen, mit denen wir konfrontiert sind, zu lösen. Dazu braucht es Verständnis u und Handlungsbereitschaft!

Als generelle Leitlinie ist wichtig, dass wir keine zusätzliche Bürokratie schaffen, motivierte WaldbesitzerInnen erhalten, Arbeitsplätze am Land erhalten und das Wissen in den Wald bringen, durch Schulungen, Exkursio nen zu guten Beispielen und Austausch von Praxiserfahrungen

digungspositionen

Seite 2 Wald Zeitung Herbst 2022 Titelbild: Herbststimmung Dannersbruck im Dornbirner Firstgebiet; Regulierung Wasserhaushalt Holznutzung Artenvielfalt und Erholung in traumhaften Landschaften gehen zusammen Foto: Thomas Ölz Impressum Medieninhaber und Herausgeber: Waldverein Vorarlberg, Geschäftsstelle Rathaus Dornbirn, Rathausplatz 2, 6850 Dornbirn, T +43 (0)670 404 1884 Konzeption und Gestaltung: Baschnegger Ammann und Partner Zollgasse 7 6850 Dornbirn Beratung: Amelie Baschnegger Grafik: Luisa Winckler Redaktion: Walter Amann Andreas Amann Thomas Ölz Monika Moosbrugger Christian Natter, Dorothee Glöckle, Uschi Österle Redaktionsadresse: Baschnegger Ammann und Partner, „Wald Zeitung“, Zollgasse 7, 6850 Dornbirn Lektorat: Merle Rüdisser Bildbearbeitung: www profiler cc Druck: Russmedia GmbH, Gutenbergstraße 1, 6858 Schwarzach Bildnachweise: Eckart Senitza Andreas Amann Christoph Hiebeler Claudia Nußbaumer Cramers Gallery of Nature Conrad Amber Ernst Kaufmann Klemens Nenning Josef Maurer Thomas Ölz Land Vorarlberg Abteilung Forstwesen Sammlung Anna Fuchs, Vorarlberger Landesbibliothek, Oliver Benvenuti, FM Hämmerle Firmenarchiv, Peter Andres Stockbilder: AdobeStock Zur Vorarlberger Waldstrategie

Gratulation dem Land Vorarlberg zur inte gralen, zeitgemäßen und zukunftsgerich teten Waldstrategie! Waldbewirtschaftung muss sich dynamisch den Herausforderungen anpassen und darf nicht erstarren in Vertei gegen gesellschaftliche Ansprüche Kompetenzen müssen weiterent wickelt, implementiert, umgesetzt und nach außen kommuniziert werden Nun ist aktuell der Weg einer ganzheitlichen und integralen Waldbewirtschaftung mit der Holznutzung quasi „über Nacht“ in den Fokus von gesellschaftlichen Diskussionen gerückt Die Basis ist eine gesunde Ökologie mit einer hohen Biodiversität Es geht aber nicht um eine Maximierung von seltenen Arten und schon gar nicht um einen statischen Schutz der Natur unter einer „Käseglocke“ Verschiedene Ökosys temleistungen können und müssen je nach Bedarf mit verschiedenen Schwerpunkten aus der Waldbewirtschaftung angeboten werden Pro Silva wird gehört und ist gefordert, Antwor ten zu liefern Vertreter von Pro Silva waren seit 2020 in vielen Meetings der wichtigsten europäischen Gremien eingeladen Pro Silva versucht, sachliche und wissenschaftliche sowie praxisorientierte Lösungen vorzustellen, die die Holzproduktion, die Artenvielfalt, ein CO2 Ma nagement und weitere Ökosystemdienstleistun gen in einem ganzheitlichen Modell vereinen Ein Kernthema ist der Wildeinfluss durch Ver biss, Verfegen und Schälung; ein Dauerbrenner in inzwischen fast allen europäischen Ländern auch Irland, Skandinavien oder Slowenien und ein massives Problem, vor allem bei den empfindlichen Mischbaumarten wie beispiels weise Eiche, Ahorn oder Tanne, die wir im Klimawandel dringend brauchen Auch „fremde“ Baumarten, die aus dem Süden oder von anderen Kontinenten kommen, sind kein Tabu Sie können mit Maß und Ziel zur Erhöhung der Vielfalt und Resilienz beitra gen Pro Silva hat dazu seit 2012 eine Position definiert (siehe www prosilva org) Nur auf eine einzige Baumart zu setzen als Allheilmittel, kann ziemlich danebengehen

M MAG WALTER AMANN Obmann Waldverein Vorarlberg

Seite 3 Wald Zeitung Herbst 2022 Seite 7 Inhalt Seite 4 Seite 6 Seite 7 Seite 8 Seite 10 Seite 13 Seite 14 Seite 11 Seite 12 Seite 15 Biodiversität in der Vorarlberger Waldstrategie Wälder als Schlüssel für die Klimaherausforderung Regeln im Wald Für WaldbesitzerInnen und BesucherInnen Familienfreundliche Wanderung 20 Pilze Vorarlbergs Ausgewählte Arten werden vorgestellt Buchenwald in Hohenems Reute Drei Fragen zur biologischen Vielfalt im Wald Kohlenstoffsenke und Substitution CO2 Effekte mit Wald und Holz Der Wald ruft! Das Waldfest in Feldkirch Der Wald in früheren Zeiten Teil 1 Zahlen, Daten, Fakten Wussten Sie, dass … Veranstaltungen Drechseln eine alte Handwerkskunst Buchtipp Produkt Tipp Seite 4 Seite 10 Seite 8 Seite 13

Die Klimawandelanpassung der Wälder ist ein zentrales Ziel der neuen Vorarlberger Waldstrategie 2030+ Mit der Förderung von strukturreichen Mischwäldern glaubt man dieses Ziel am besten erreichen zu können

Seite 4 Wald Zeitung Herbst 2022

Die naturnahe Waldbewirtschaftung bringt oft sogar eine höhere Artenvielfalt als in unbewirtschafteten Wäldern

Biodiversität in der Vorarlberger Waldstrategie

Unter naturnaher Waldbewirtschaftung versteht man eine Wirtschaftsweise, welche in hohem Maße die natürlichen Abläufe im Ökosystem berücksichtigt und sich diese zunutze macht Dadurch haben die Wälder eine höhere Wider standskraft gegenüber verschiedenen Schadens ereignissen Für diejenigen, die den Wald be wirtschaften, entstehen weniger Kosten und Risiken Naturnahe Waldbewirtschaftung setzt auf Arten und Strukturvielfalt in den Wäldern und berücksichtigt neben Ertragszielen auch die Zusammenhänge im Ökosystem inklusive der verschiedenen Bodenfunktionen Dies erfordert ein vielfältiges Fachwissen über Eigenschaften der Baumarten und Standorte sowie ein gutes räumliches und zeitliches Vorstellungsvermögen Im Rahmen der forstlichen Beratung wird dieses Wissen von Landesforstdienst, Waldverein und Landwirtschaftskammer an Waldeigentümer Innen vermittelt Auch die Plenterwaldbewirt schaftung in den nördlichen Landesteilen gehört zu den besonders naturnahen Bewirtschaftungs methoden Diese einzelstammweise Nutzung von reifen Bäumen bringt besonders stabile und vielfältige Strukturen in die vorhandenen Fichten Tannen Buchenwaldgesellschaften

Naturnahe und artenreiche Wälder als Schlüssel für die Klimaherausforderungen

Erfolgreiche natürliche Verjüngung aller vor handenen Baumarten

Zentrale Elemente der naturnahen Waldbewirt schaftung sind die natürliche Ansamung der am jeweiligen Standort bewährten Baumarten sowie die Anreicherung der Waldökosysteme mit zusätzlichen passenden Baumarten, welche die genetische Vielfalt erhöhen oder besser an künf tige Klimabedingungen angepasst sind Dazu sind je nach Baumart bestimmte Boden und Lichtverhältnisse Voraussetzung Die natürliche Verjüngung kann durch die Dosie rung des Lichteinfalls in den Wäldern gesteuert werden, wobei sowohl zu wenig Licht als auch zu viel Licht (aufgrund der Konkurrenzvegeta

tion) die Verjüngung hemmen kann Die Kunst der Waldbewirtschaftung besteht darin, durch gezielte Nutzungs und Pflegeeingriffe günstige Lichtverhältnisse für die Regeneration der Wäl der zu schaffen, ohne die Stabilität der Bäume zu gefährden Die Nutzungen sollten daher kleinflächig bis einzelstammweise durchgeführt werden

Pflege des Bodens als Wasser und Nährstoffspeicher Ein weiteres wesentliches Element der natur nahen Waldbewirtschaftung ist die Bodenpflege Der Boden ist Wasserspeicher und Nährstofflie ferant für die Pflanzen und damit die Grundlage für Wachstum und Vitalität Ziel der Bodenpflege ist die Aufrechterhaltung einer guten Wasser speicherung sowie der Nährstoffverfügbarkeit Bodenverdichtung durch unsachgemäßes Befahren sowie Nährstoffentzug durch Erosion, Ausschwemmung und Entnahme von Ast und Laubmaterial verschlechtern die Bodenfunktio nen Eine Beschattung des Bodens durch Sträu cher und Jungbäume wirkt der Austrocknung entgegen und bremst den Wind im Bestand, was die Verdunstung zusätzlich vermindert Auch diese Ziele werden durch kleinflächige Bewirt schaftung und Mischung mit Laubbaumarten am besten erreicht Die Blätter der Laubbäume wirken der Versauerung entgegen und unterstüt zen die Bodenlebewesen bei der raschen Zerset zung von Blättern, Ästen, Blüten, Samen etc in verfügbare Nährstoffe

Das Zauberwort heißt „naturnahe Waldbe wirtschaftung“ Was darunter zu verstehen ist und welche Auswirkungen diese Wirtschafts weise auf den Vorarlberger Wald hat, lesen Sie im folgenden Artikel Wald ist mit 38 Prozent der Landesfläche ein wichtiger Teil unserer Kulturlandschaft Schon aufgrund der sehr kleinteiligen Besitzstruktur mit ca 18 000 WaldeigentümerInnen wird in Vorarlberg im internationalen Vergleich überwiegend eine sehr kleinflächige und natur nahe Waldbewirtschaftung durchgeführt Die neue Vorarlberger Waldstrategie möchte die naturnahe Waldbewirtschaftung noch weiter ausbauen und die WaldeigentümerInnen dabei unterstützen

Was ist naturnahe Waldbewirtschaftung?

Es gibt in Vorarlberg ein Netz an Natura 2000 Waldlebensräumen, Naturwaldreservaten und Naturwaldzellen

Es ist ein gesellschaftliches Missverständnis, dass unbewirtschaftete Wälder automatisch eine höhere Biodiversität aufweisen oft ist das Gegenteil der Fall In der häufig kontrovers geführten Diskussion wird vielfach auch über sehen, dass es sich beim Wald in Vorarlberg um eine Kulturlandschaft handelt, die durch menschliche Bewirtschaftung entstanden ist Vielfach war und ist der Wald auch Existenz grundlage für die Eigentü merInnen Die Vorarlber ger Waldstrategie 2030+ würdigt die Leistungen der WaldbewirtschafterIn nen für die Gesellschaft ausdrücklich und sieht einen respektvollen und wertschätzenden Umgang mit den Waldeigentü merInnen als wichtigsten Schlüssel für die Errei chung von Biodiversitäts zielen Dazu gehört auch eine faire Abgeltung für allfällige Bewirtschaf tungseinschränkungen und Naturschutz Dienst leistungen

Eine naturnahe Waldbewirtschaftung erntet daher vorwiegend kleinflächig reife Bäume und schafft dadurch Lichtverhältnisse für eine natürliche Verjüngung Eine gute Erschließung mit Forstwegen unterstützt diese Art der Bewirt schaftung und schafft zusätzliche ökologische Nischen

Naturschutzdiskussionen wertschätzend führen

Die Waldbewirtschaftenden werden sowohl vom Land als auch von Bund und EU mit ent sprechenden Förderprogrammen für naturnahe Bewirtschaftungsmethoden und Erhöhung der Biodiversität gefördert

Eine funktionierende Naturverjüngung ist Vorausset zung für eine hohe Biodiversität

Vermeidung von Großkahlschlägen kleinflächige Nutzung gute Erschließung

Mehr dazu unter: www vorarlberg at

Langfristiges Gleichge wicht von Lebensraum und Wildtierbeständen Eine naturnahe Waldbewirtschaftung bietet auch ausreichende und attraktive Lebensräume für Wildtiere Deren Bestände müssen jedoch so reguliert werden, dass sie im Gleichgewicht mit dem Lebensraum sind und nicht die eigenen Nahrungsgrundlagen bzw Wohnhabitate zer stören Dies tritt ein, wenn Wildbestände länger über der natürlichen Lebensraumkapazität gehalten werden bzw die Naturverjüngung nicht mehr möglich ist Wald als Ökosystem sehen und bewirtschaften

Diese Flächen sind wichtig für die Erforschung der natürlichen Abläufe in Waldökosystemen Die Natura 2000 Waldlebensräume werden entsprechend den gemeinsam von Forst und Naturschutzabteilung erstellten Management plänen bzw Waldfachplänen bewirtschaftet, damit ein günstiger Erhaltungszustand sicher gestellt werden kann Die Umsetzung von Naturschutzmaßnahmen soll prioritär durch die betroffenen GrundeigentümerInnen im Rahmen des Vertragsnaturschutzes erfolgen Zusätzliche Außernutzungstellungen von Waldflächen sollen ebenfalls im Rahmen des Vertragsnaturschutzes partnerschaftlich mit den Waldbesitzenden entwickelt werden

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Die Waldbewirtschaftung mit einer Vielfalt an Baumarten und Strukturen fördert die Biodiversität

Totholz ist ein wichtiger Lebensraum für Kleinlebewesen

Neben seinen vielfältigen Funktionen für den Men schen ist das Ökosystem Wald Lebensraum und Existenzgrundlage für eine Vielzahl an Pflanzen und Tieren, welche auf arten und strukturreiche Standorte bzw Habitate angewiesen sind Es ist gesellschaftliche Aufgabe, diese Lebensräume zu erhalten und ihre Struk turvielfalt und ihren Artenreichtum durch gezielte Maßnahmen nachhaltig zu fördern Dazu gehört auch das Belassen von stehendem Totholz in stärkeren Dimensionen, wo die Sicher heit von WaldbesucherInnen nicht gefährdet ist Vor allem aber kann durch eine frühzeitige Pflege der Jungwälder sowohl die Baumarten vielfalt als auch die Strukturvielfalt in den Wäl dern entscheidend verbessert werden In diesem Zusammenhang erfordert auch die Bekämpfung invasiver Neobiota besondere Anstrengungen In einem dicht besiedelten Gebirgsland wie Vor arlberg mit hohen Ansprüchen der Bevölkerung an die Sicherstellung der verschiedenen Wald funktionen hat sich ein integrativer Naturschutz ansatz, der den Naturschutz im Rahmen der Bewirtschaftung auf allen Waldflächen berück sichtigt, als zielführend erwiesen

WaldbewirtschafterInnen können die Biodi versität im Wald durch einfache Maßnahmen deutlich verbessern: abgestorbene Bäume mit wenig Brennwert als Totholz stehenlassen; markante, großkronige Bäume als Landschafts element, Wohnraum und Nahrung für viele Lebewesen länger erhalten; in Jungwäldern mit großem Konkurrenzdruck seltene Baumarten früh genug freistellen, damit sie im Ökosystem erhalten bleiben; beim Ausmähen von Kulturen nicht ganzflächig, sondern nur im dafür nötigen Umkreis der hilfsbedürftigen Bäumchen mä hen, so bleiben Sträucher und seltene Boden pflanzen erhalten, welche Tieren zur Nahrung dienen und auch den Boden verbessern

Seite 6 Wald Zeitung Herbst 2022

Fair Play im Wald

Regeln im Wald

Kleine und feine, familienfreundliche Wanderung zu Wald und Wasser

Der Aufenthalt im Wald bietet mehrfache positive Effekte auf Gesundheit und Psyche der WaldbesucherInnen Das ist gut so und kann und soll auch genutzt werden Aufgrund des zunehmenden Besucherdrucks aus Freizeitnut zung und Tourismus ist es unumgänglich, dass Regeln im Wald berücksichtigt werden Sehr wichtig ist beispielsweise, wenn es möglichst wenig Begehen oder Befahren „querfeldein“ gibt Die vielen vorhandenen markierten Wege sollen genutzt werden Das Radfahren ist nur auf ausgewiesenen Routen erlaubt Sie nehmen damit Rücksicht auf die Kinderstube und die scheuen Tiere des Waldes Schon aufgrund der eigenen Sicherheit sollten zudem unbedingt die „forstlichen Sperrgebiete“ wegen Holznutzungen berücksichtigt werden

Bei Fragen: Tourismusbüro Sibratsgfäll www sibra at, T +43 (0)5513 2112 13 M info@sibra at

Wegbeschreibung:

Der markierte Rundweg führt vom Dorfplatz entlang der Straße bergab, vorbei am Tennisplatz, hinein in den Wald und weiter zur Krähenbergbrücke Zurück geht es nochmal ein Stück über dieselbe Straße bis zum ersten Bauernhaus rechterhand, kurz danach bergauf, am Waldrand dem Bächlein entlang, zurück zur Dorfmitte Hier bieten sich die beiden Wirtshäuser Adler und Hirschen zu diesem Naturerlebnis passend für einen Einkehrschwung an Der familienfreundliche Tobelweg ist drei Kilometer lang mit hundert Meter Höhenunterschied Er führt durch bäuerliche Kulturlandschaft, vorbei an Magerwiesen, über kleine Bächlein bis hinunter in den Wald an der Subersach auf Kieswegen und weichem Waldboden Stationen wie Waldmeister und Baumklang regen die Sinne an Besonders die Hängematten im sogenannten „Betrunkenen Wald“ verführen zum Tagträumen

Das Ökosystem Wald ist eine Wohngemeinschaft verschiedenster Lebewesen. Je vielfältiger diese Lebensgemeinschaft ist, desto besser ist sie gegen die Herausforderungen der Zukunft gewappnet Ein sorgsamer Umgang von BewirtschafterInnen und WaldbesucherInnen trägt zu einem gesunden Waldökosystem bei.

Tobelweg in Sibratsgfäll

Neben dem Tourismus und der Freizeitnutzung kann die Jagd selber den größten Beunruhigungs faktor für die Wildtiere in einem Revier darstel len Hier ist es einerseits wichtig, dass entspre chende Jagdmethoden mit langen Ruhezeiten und nur kurzen Zeitabschnitten der Bejagung praktiziert werden Andererseits kann bereits nur das „Dazuschauen“ mit vielen Reviergängen oder beobachtungen eine große Beunruhi gungsquelle darstellen Ruhigeres Wild kann durch weitere Maßnahmen, wie durch kurze Jagdzeiten mit langen Ruheintervallen oder das Jagen am Morgen auf bereits gesättigtes Wild, das zurück in den Einstand zieht, erreicht werden Auch das Jagen im Wald und nicht auf den Äsungsflächen kann dazu beitragen

Biodiversität durch Waldbewirtschaftung

Wiesen,

Beunruhigungsfaktor Jagd

Manchmal unscheinbar, aber stets treffsicher führen viele Wanderwege im Land an wunderbare Orte Ein erfrischendes Fußbad in der Subersach oder das Abhängen in der Waldhängematte laden hier an diesem Ort im Bregenzerwald ganz besonders ein

Meist viele farbig gezonte Hüte mit weißer, poriger Unterseite, zähe Kon sistenz, auf Totholz; durch Zerkleinern und Kochen als Tee zur Immunstärkung verwendbar als Tee verwendbar

Der kleine Troll ALPENROSE NACKTBASIDIE Gallertartige Wucherungen mit 1 3 cm Durchm an Alpenrosen, ausgelöst durch einen parasitischen Pilz Verwechslung mit Pflanzengallen von Gallwespen ungenießbar

Pilze sind ein wichtiger Teil des Waldökosystems. Oft sind sie mit Bäumen vergesellschaftet und umhüllen deren Wurzeln als Schutzmantel Manche sind essbar und begehrt, andere ungenießbar oder giftig Hier finden Sie eine Auswahl aus der Pilzvielfalt in Vorarlberg.

Die Vitale SCHMETTERLINGSTRAMETE

Der Riese PARASOLPILZ Riesenschirmling mit braunschuppigem Hut verschiebbarem Ring am genatterten Stiel, Geschmack nussig; Verwechslung mit giftigem Garten Riesenschirmling (glatter Stiel) essbar Der Pfeffrige PFIFFERLING Gelber Leistling hauptsächlich bei Fichten, Geruch mirabellartig pfeffrig; Verwechslung möglich mit leicht giftigem falschem Pfifferling auf morschem Holz mit Lamellen essbar

Poster zum Download unter waldverein at und zur Abholung beim Waldfest am Samstag, 17 Sept 2022 (solange der Vorrat reicht) Weitere Infos zum Waldfest auf S 12 Der Mystische FLOCKENSTIELIGER HEXENRÖHRLING Samtiger brauner Hut Poren unterseitig rot orange, Stiel mit roten Flöckchen; Blaufärbung im Schnitt früher der Hexerei zugeschrieben; roh stark giftig mindestens 15 Min erhitzen essbar Der Todbringende GRÜNER KNOLLENBLÄTTERPILZ Grüner Hut (weiße Form möglich), Lamellen, Ring genatterter Stiel und Volva weiß; Ver wechslung m grünen Täublingen u weißen Champignons; Tod durch Organversagen tödlich giftig

Birnenförmiger Bauchpilz jung weiß mit abwischbaren stumpfen Stacheln, reif ockerbraun weich, alt durch Scheitelöff nung stäubend; jung (fest) essbar essbar Der Unberechenbare WIESEN CHAMPIGNON Weiß Lamellen jung rosa alt schokobraun; kann nach langer Trockenheit mit folgender Regenperiode in großer Menge kommen; stark schwermetallbelastet! bedingt essbar

Der Zerfließende SCHOPF TINTLING Hut walzenförmig jung gesamthaft weißlich, leicht schuppig, im Alter schwarz zerfließend (Name); auf nährstoffreichem Boden im Garten Park Wald; nur weiß essbar essbar Mit fachlicher Unterstützung des Pilzkundlichen Verein Vorarlberg

Der Begehrte FICHTEN STEINPILZ Guter Speisepilz bei Fichten, brauner Hut, weißes Stielnetz, Poren Unterseite jung weißlich später hell bis olivgrün; Verwechslung mit bitterem Gallen Röhrling möglich essbar

Der Würzige HABICHTSPILZ Dunkelbraune, abstehende Schuppen am fleischigen Hut mit hellerem Untergrund, unten mit dichten Stacheln besetzt; jung (kurze Stacheln) Verwendung als Würzpilz bedingt essbar

Der Vielseitige ZUNDERSCHWAMM Bis 12 Jahre alte 30 cm breite dicke Hüte an Birken und Buchen; Verwendung des filzigen Inneren als Zunder in der Stein zeit später als ein eigenes Handwerk zu Kleidung etc ungenießbar

Die Unscheinbare SPEISEMORCHEL Vorkommen v a bei Eschen daher rückläufig; sehr guter Speisepilz, roh giftig! Morcheln haben eine wabenartige Struktur im Gegensatz zur giftigen Lorchel mit hirnartigem Aussehen essbar

Seite 7 Wald Zeitung Herbst 2022 20 Pilze Vorarlbergs

Der Gefürchtete ECHTER HAUSSCHWAMM Braun orange gelbe Töne mit weißem Zuwachsrand, labyrinthisch faltig; arger Gebäudeschädling durchzieht Holz (auch im Wald) und Mauerwerk ungenießbar

Das Chamäleon FRAUEN TÄUBLING Hutfarbe sehr variabel mit Grün Lila Rosa , Grautönen, nie einheitlich; weiße, wachsige Lamellen (Ausnahme bei Täublingen) vorwiegend bei Buchen essbar

Der Fliegenfreund STINKMORCHEL Jung als glibbriges Hexenei (Innenteil essbar) aus der Erde brechend, inneres Ei streckt sich, Spitze mit dunkelolivfarbenem Sporenbrei stark aasiger Geruch zieht v a Fliegen an bedingt essbar Der Exotische TINTENFISCHPILZ

Der Märchenhafte FLIEGENPILZ Giftiger Wulstling mit oranger bis dunkelroter Huthaut mit weißen bei Regen abwaschbaren Flocken, weiße Lamellen, Ring am Stiel; Glückssymbol giftig Der Gefährliche PANTHERPILZ Brauner Hut mit weißen Flocken Lamellen Stiel u Ring Stielbasis mit wulstigem Gürtel, schwere Vergiftung bei geringer Menge; Verwechslung mit essbarem Perlpilz tödlich giftig Der Zerstörer HALLIMASCH Auch an lebendem Holz kann Bäume zum Absterben bringen Hut mit Schüppchen Lamellen jung hell Stiel mit weißlichem Ring; essbar nach Abschütten des Kochwassers und Anbraten; nicht jedem bekömmlich bedingt essbar

Als Hexenei aus der Erde hervorbrechend 4–6 krakenartige, rote Arme mit olivlichen Flecken, Sporenmasse mit aasigem Geruch zur Sporenverbreitung durch Fliegen ungenießbar Der Staubige mit Bauch FLASCHENSTÄUBLING

Buchenwald in Hohenems Reute Rotbuchen unter sich in ihrem Optimum in der submontanen Stufe dulden sie kaum Baumkon kurrenz anderer Arten, vielleicht eine Eibe oder Stechlaub in den unteren Waldetagen Buchen wälder sind daher in vielen Fällen relativ arm an Mischbaumarten Nach oben außerhalb ihres Optimums gesellen sich Fichten und Tannen dazu und bilden beispielweise die stabilen und klima fitten „Fichten Tannen Buchen Plenterwälder“ In tieferen Lagen sind Eichen und Hainbuchen bei gemischt Buchenholz war über viele Jahre ein beliebtes Holz für die verschiedensten Möbel und Innenausbauanwendungen (Parkettboden) In den letzten Jahren ist sie leider nicht mehr in Mode

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Seite 9 GEHEN SIE AUF SPURENSUCHE! Diese etwa 70 jährigen Buchen stehen im Wald von Schloss Glopper in Hohenems Reute info@waldverein at www waldverein at Neue Holzbeispiele mit einem sägerauen Band sägeschnitt zeigen aber, dass sehr attraktive und moderne Holzatmosphären erzeugt werden können Auch in der konstruktiven Anwendung bieten sich durch die ausgezeichnete Tragfähigkeit neue Verwendungsmöglichkeiten mit kleineren Querschnitten an (Buchenbrettschichtholzträger) Hier geht’s zum Standort

Wir brauchen klimafitte Wälder für die Zukunft. Welche Maßnahmen müssen gesetzt werden? Eine flächige Außernutzungstellung kommt für uns nicht in Frage Wir glauben nicht, dass man in einer intensiv bewirtschafteten Region mit engen Lebensräumen für Mensch, Tier und Pflanzen Teilbereiche sich selbst überlassen kann So kommen wir sicher nicht oder jeden falls viel zu spät zu klimafitten Wäldern Der Wald braucht uns Wir ernten aktuell unsere alten Fichtenbestände und pflanzen Bergahorn und andere Laubbaumarten Wir regulieren die alles überwuchernde Buche, damit der natürli che Weißtannennachwuchs genug Platz findet Die biologische Vielfalt wird so verbessert, und der Wald wird fit für heißere und trockenere Zeiten Fast nebenbei fällt Holz als Baustoff und Energieträger mit riesigen CO2 Einsparungs mengen an In der öffentlichen Diskussion wird bei der Waldnutzung immer wieder von „Waldzer störung“ gesprochen Was sagen Sie dazu?

Drei Fragen zur biologischen Vielfalt im Wald

Ernst Kaufmann Obmann Schnellvorsäß Welche Vorteile sehen Sie in der naturnahen Waldbewirtschaftung in Ihrem Wald? Als Besitzer haben wir die forstliche Zielsetzung im Schnellvorsäß vereinbart, die Lebensräume aller ansässigen Wildtiere zu erhalten und den Forst für den bevorstehenden Klimawandel fit zu machen Mit einer naturnahen Waldwirt schaft können alle Interessen sehr gut berück sichtigt werden

Wir sehen uns mit unserer Arbeit eher als „Waldretter“ Wir nutzen den nachhaltigen und klimapositiven Rohstoff und berücksichtigen gleichzeitig etwa das Biotop des Auerwildes Mit den vielfach kritisierten Forststraßen können lichte und strukturreiche Lebensräume für das Auerwild bewirtschaftet werden Gleichzeitig sind Forststraßen auch wichtige Flugschneisen für den eher schweren Vogel

In den Medien sehen wir Bilder von verheeren den Rodungen in aller Welt Das wird leider auf jeden übertragen, der mit einer Motorsäge in den Wald geht Unsere Wälder im Bregenzer wald sind mit Urwaldstrukturen vergleichbar und bieten Lebensraum für unzählige Tiere und Pflanzen Wir weisen die BesitzerInnen auf die Bedeutung von Biotopbäumen und vielfäl tige Struktur in unserer täglichen Arbeit hin Unsere Waldbewirtschaftung bringt für mich den „artenreichsten Arbeitsplatz“ und ist die natürlichste Form der Kulturlandschaft Wir brauchen klimafitte Wälder für die Zukunft. Welche Maßnahmen müssen gesetzt werden? Wesentlich für eine Anpassung ist die Nutzung eines möglichst großen heimischen Baumarten spektrums, und auch „Gastbaumarten“ sollten eingebracht werden In vielen Gebieten haben wir einen zu starken Verbiss durch unnatürlich hohe Wildbestände von Reh , Rot und Gams wild Leider wird dadurch die Vielfalt in der Waldverjüngung und in der Krautschicht stark dezimiert Wir brauchen klimafitte Wälder für die Zukunft. Welche Maßnahmen müssen gesetzt werden? Eine wesentliche Grundlage für klimafitte Wälder sind angepasste Wildzahlen der drei jagdlich interessanten Arten von Reh , Rot und Gamswild Das Jagdgesetz muss dahingehend dringend novelliert werden: weg von der „Geweihorientierung“, hin zur naturnahen Bejagung mit Lokalaugenscheinen in der Natur anstatt einer Beurteilung der Situation an Wänden voller Geweihen Das sind wir unseren Wäldern und unseren Nachkommen schuldig

In der öffentlichen Diskussion wird bei der Waldnutzung immer wieder von „Waldzer störung“ gesprochen Was sagen Sie dazu? Im Gegenteil, wir sorgen mit unserer nachhalti gen und naturnahen Waldbewirtschaftung für zukunftsfitte und artenreiche Wälder, die auch der Aufgabe als Schutzwald gerecht werden, womit der öffentlichen Hand große Investi tionen in Verbauungen erspart bleiben Mit unserem Jagdmodell in Möggers sehen wir klar, dass gesunde Wildbestände ohne künstliche Fütterung und zugleich eine artenreiche Natur verjüngung gut funktionieren

Mit der naturnahen Waldbewirtschaftung gehören die Wälder in Vorarlberg zu den natürlichsten, vielfältigsten und artenreichsten Lebensräumen des Landes Die Weiterführung dieser Bewirtschaftungsweise ist ein wesentlicher Kern der neuen Vorarlberger Waldstrategie 2030+ und ein wichtiger Beitrag zur Erhaltung der Biodiversität in unseren Lebensräumen

In der öffentlichen Diskussion wird bei der Waldnutzung immer wieder von „Waldzer störung“ gesprochen Was sagen Sie dazu?

Seite 1 0 Wald Zeitung Herbst 2022 Klemens Nenning Waldaufseher, Hittisau Welche Vorteile sehen Sie in der naturnahen Waldbewirtschaftung? Wir lassen die Natur für uns arbeiten Im Optimalfall beschränkt sich der menschliche Eingriff aufs Ernten Dadurch haben wir einen naturnahen und standortangepassten Wald Das hat bei uns Tradition Unsere Beratung ist darauf ausgerichtet, und auch in der Vorarlber ger Waldstrategie wurde diese Herangehens weise verankert

Reinhard Rädler Waldbesitzer und Jäger Welche Vorteile sehen Sie in der naturnahen Waldbewirtschaftung in Ihrem Wald? In unserer Gegend wird seit Generationen die naturnahe Waldbewirtschaftung betrieben Lei der wird die ankommende Verjüngung durch die von den JägerInnen künstlich aufgehegten Wildbestände stark beeinträchtigt Es braucht dringend eine „Ökologisierung“ der JägerInnen und des Jagdgesetzes Eine verpflichtende Zurschaustellung der Trophäen, wie dies das Vorarlberger Jagdgesetz derzeit vorschreibt, ist beispielweise absolut nicht mehr zeitgemäß, im Gegenteil, das fördert einen Trophäenkult bei den JägerInnen und muss dringend abgeschafft werden

Der Holzeinschnitt, die Trocknung und Verarbei tung erfolgten regional, somit hat das fertige Holzprodukt weniger als 70 km und zum Teil noch viel weniger Transportweg hinter sich, schaffte Wertschöpfung bei Waldeigentümer Innen und Holzakkordanten, bei Frächtern, im Sägewerk und in der Fertigung Und das Schönste: Es fühlt sich heimelig und gesund an, denn Holz ist nachweislich imstande, sich positiv auf den menschlichen Körper und die Kreislauffunk tionen auszuwirken Die intelligenteste Produktionsmaschine

ist der Baum

Der Raum und das verwendete Holz schaffen in diesen Schulgebäuden eine Qualität, die in der Pädagogik für das Lernen unserer Kinder von größter Bedeutung sein werden Und dieses Ler nen begann bereits bei einer Waldbegehung der SchülerInnen mit ihrem Lehrer Sepp Maurer, wo die Fällung und die Seilkranbringung des „Schulholzes“ vor Ort angeschaut wurden Die Menschen sollen ein Bewusstsein für die Produkt wege bekommen, woher Baustoffe für unsere Häuser kommen und wie viel CO2 sie verursa chen Holz ist klimafreundlich, wächst lau fend vor unserer Haustüre nach und ist daher unschlagbar gut, und das seit Jahrtausenden Gemeinden und Städte haben für den Holzbau eine ganz wichtige Vorbildfunktion Eine Besonderheit ist zudem das in geringen Mengen eingebaute Furnier Schichtholz aus Laubholz, kurz BauBuche genannt, das in diesem Beispiel zwar nicht aus eigener Buche produziert ist, aber besonders gefragte Holzei genschaften mit sich bringt Es ist in Zukunft eine tolle Verwendung für Buchenholz in unse rem Land Holzverwendung ist zudem intelligent, denn nach Ablauf seiner baulichen Verwendung ist es nicht teurer, entsorgungspflichtiger Müll, sondern kann schadstofffrei nochmals verwen det werden oder steht CO2 neutral als Brennstoff zur Verfügung

Förster Christian Natter und Bürgermeister Gerhard Beer freuen sich über die Holzverwendung aus den Wäldern ihrer Gemeinden

Derzeit läuft ein Förderungs Call aus dem Waldfonds des Bundes für Gebäude in Holzbauweise bis 30 November 2022 Ge fördert werden Neubauten sowie Zu und Ausbauten von mehrgeschossigen Wohn bauten und Gebäuden für öffentliche Zwecke in Holzbauweise Die Förderung beträgt 1 Euro je kg verbautes Holz Bei den beim Schulprojekt Hittisau verbauten 1 500 Kubikmetern Holz wäre das eine beachtliche Förderung von etwa 705 000 Euro Allerdings gibt es Höchstgrenzen und weitere Förderungsbedingungen In formieren Sie sich auf der Homepage des Waldfonds des Bundes oder bei der Kom munal Kredit, bei der Anträge eingebracht werden können

Seite 1 1 Wald Zeitung Herbst 2022

Vorzeigebeispiel Schulen in Hittisau Ein aktuelles Leuchtturmprojekt sind die neuen Schulen in Hittisau (Volksschule, Mittelschule und Polytechnische Schule) Hier werden die sehr positiven CO2 Effekte von Holz noch mit bewusstem regionalem Einkauf verbunden

Call CO2 Bonus

Kohlenstoffsenke und Substitution

Schon der Wald speichert sehr viel CO2 Mit der nachhaltigen Holznutzung kann aber noch viel mehr CO2 gespeichert und hohe Emissionen können vermieden werden Der Bausektor ist mit Bau und Betrieb der Gebäude für knapp 40 Prozent der globalen CO2 Emissionen verantwortlich Hier braucht es daher dringend Einsparungen und neutrale bzw CO2 positive Alternativen Und hier kommt Holz ins Spiel Einerseits wird im Baustoff selber CO2 gebunden, und anderseits werden große CO2 Mengen durch den Ersatz energie und CO2 intensiver Baustoffe und Energieträger eingespart Der ohnehin bereits sehr hohe Spei chereffekt des Waldes wird mit dem Substituti onseffekt bis zum Fünffachen erweitert Damit wird der Holzbau zu einer sehr bedeutenden Klimaschutzmaßnahme Vorbildhafte Holzverwendung bringt Klimaschutz und regionale Wertschöpfung; nebenbei gibt s noch ein gesundes Arbeitsklima zum Lernen für unseren Nachwuchs

SchülerInnen der Mittelschule Hittisau beim Vermessen des Holzes für ihren Schulneubau

Mega CO2 Minderungseffekt mit viel Holzbau bei der neuen Mittelschule in Hittisau

Riesige CO2 Effekte mit Wald und Holz möglich

Der Schulerhalterverband Hittisau Riefens berg Sibratsgfäll hat sich nämlich bewusst dafür entschieden, Holz aus den Verbandsgemeinden in ihre Schulgebäude zu verbauen Es wurden dazu mit Unterstützung der WaldaufseherInnen des Landes und des Vorarlberger Waldverbands 882 Kubikmeter Rundholz (Fichte und Tanne) von zwölf WaldeigentümerInnen eingekauft Verwendung fand dieses Holz für konstruktive Bauteile Weitere 600 Kubikmeter besonders schönes und qualitativ hochwertiges Rundholz wurden lokal eingekauft und vom örtlichen Zimmereibetrieb für Decken, Innentäfer und Außenfassaden verarbeitet

l i h i f d

Waldarbeit/Holzziehparcours mit Pferden Barfußpfad Kutschenfahrten für Kinder Holzhandwerk mit Drechsler Versteigerung besonders gewachsener Stämme Infos zur Lehrlingsausbildung von Forstbetrieben Infos zur Försterausbildung (HBLA Bruck an der Mur) praktische Tipps fürs Pilzesammeln und vieles mehr

Seite 1 2 Wald Zeitung Herbst 2022

Für die An und Abreise wird die Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel empfohlen Diese sind für das Waldfest gratis

Für das leibliche Wohl ist mit regionalen Speisen und Getränken gesorgt Durch das Pro gramm führt der Kabarettist Markus Linder

Am 17 September 2022 wird es von 10 bis 17 Uhr beim Alten Hallenbad in Feldkirch ein Waldprogramm geben, gezimmert für Sie und Ihre Familie: Entlang eines Waldparcours werden Stände aufgeboten, die Kinder und Erwachsene den Wald in seiner Fülle riechen, schmecken und erleben lassen Waldökologie vom Boden bis zum Baumwipfel Früchte des Waldes und Waldhonig Holzverarbeitung und Kunsthandwerk Waldtiere und Jagd Führungen und Infos zur Vorarlberger Wald strategie 2030+ Waldarbeit und Sicherheit Kinderstube des Waldes Waldberufe und Maschinenvorführungen reichhaltiges Kinder Aktionsprogramm Waldpädagogik für alle Altersgruppen

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Der Wald ruft Erleben Sie den Wald in schillernden Facetten.

Wald ist mehr: Er ist Schutzraum, Arbeitge ber, Klimaschützer, Erholungsraum, Roh stofflieferant Er reinigt die Luft und filtert das Trinkwasser Er reguliert die Tempe ratur, ist Lebensraum für unzählige Tiere Er ist Raum für sportliche Aktivitäten und ntspannung Holz ist darüber hinaus ein esonders wertvoller Bau und Werkstoff Wald ist mehr: Er ist wertvoll!

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Holzrückung war mühsame Winterarbeit für Mensch und Tier Köhlerei war früher weit verbreitet

Der Wald in früheren Zeiten

verdienen damit ihr Brot und bestreben sich, neue Vorteile in der Beize und Behandlung des Feuerschwammes ausfindig zu machen Die Gewinnung von Pottasche geschieht auf die einfachste, aber nicht eben so legale Weise Im Spätherbst und Winter begeben sich solche Spe kulanten in die Alpenwälder und verbrennen Gruppen von Ahornbäumen zur reinsten Asche Da die Alpenkessel über den Winter meist in den Sennhütten bleiben, so wird die Asche dahingetragen, ausgelaugt und das Produkt verkauft Wenn man den Verlust der Bäume, die wegen des ungelegenen Standortes ohnehin keinen Nutzen gewährt hätten, nicht beachten würde, so leiden die Kessel umso mehr Wenn sich daher Spuren eines solchen Gewerbeflei ßes zeigen, so bringt man die Sennkessel in Sicherheit Für die Wein und Lagerfässer des Biers ist das Eichenholz unentbehrlich, ebenso ganze Eichen zu Wellbäumen (Achsen für Mühlräder, Ham merwerke, etc ) und Wasserbauten; kleinere Stücke zu Fensterstöcken Das unüberlegte Fällen dieses Baumes lässt besorgen, dass am Ende Mangel entstehe, der Rotgerber nicht zu gedenken, welche die Lohe von Eichenrinden allen anderen vorziehen Früher konnte man für einige Tausend Gulden Lohe ausführen; jetzt müssen sich die Gerber viel an die Rinde der Rothtanne halten, um die Gruben damit zu füllen o t o : © S a m m u n g A n n a F u c h s

Die Wälder wurden sehr intensiv genutzt Holz als unentbehrlicher Rohstoff für viele Gebrauchsgegenstände o t o © S a m m l u n g A n n a F u c h s F o t o © V o r a r b e r g e r L a n d e s b i b l o t h e k O l v e r B e n v e n u t i F o o : © F M H ä m m e r l e F r m e n a r c h i v

Holzverwendungen

Hauptnutzungen des Waldes sind Bau und Brennholz Glattes Holz mit wenigen Ästen verwendet man zu Rebpfählen, die in den Spalthütten außerhalb von Bregenz und von den Bergbauern dem Tausend nach verfer tigt werden Ihre Zahl belief sich, als Weiler (im Allgäu) noch zu Vorarlberg gehörte, im Durchschnitt auf eine Million und trug dem Lande 10 000 Gulden ein [umgerechnet etwa € 220 000,–; Anm ] Abnahme fanden sie in der Schweiz und an dem Schwäbischen Seeufer Barzahlungen gab es selten, größtenteils nahm man Wein entgegen Kübler, der nur Gefäße mit einem Boden macht, ist beinahe jeder Bauer auf den Bergen Diese Geschirre nebst Brettern, Gipslatten, Dachschindeln, Holzkohlen und seit einiger Zeit auch gespaltenes Brennholz sind die einzigen Artikel, die der Schiffahrt auf dem See noch einigen Ertrag liefern und sie vor gänzlicher Lähmung bewahren Harz wird von armen Leuten, die sich der Forstpolizei zu entziehen suchen, gesammelt und teils im Ausland, teils an die inländischen Seiler abge lassen Solange ein Gewinn mit Wagenschmiere zu machen ist, gibt man sich mit Teerschwellen ab Im Großen kann jedoch nichts geschehen, da die Forstwärter und Waldhirten die Schleich wege der Sammler zu gut kennen Ahorn , Kirsch und Nußbaumbretter gingen ehemals in großer Menge dem Auslande zu; Erlenmaser, aus welchem die Ulmer Tabak pfeifenköpfe geschnitten wurden, verkaufte man jährlich viele Zentner Als Wagnerholz verwendet man größtenteils die Rothbuche Ulmen und stämmige Birken sind wenige oder ihr Standort so entlegen, dass die Beischaffung zu große Kosten verursacht Buchenschwämme sucht man fleißig zusammen, viele arme Leute den Aufzeichnungen des Landeskundlers Franz Josef Weizenegger und des Kreishauptmanns Johann Nepomuk Ebner Teil 1

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Seite 1 3 Wald Zeitung Herbst 2022 Zwischen 1800 und 1840 gab es in Vorarlberg diese zwei bedeutende Autoren, die uns wert volle Informationen zur Landesgeschichte überliefert haben. Der Wald spielt in der Landesbeschreibung sowie in Tagebuchauf zeichnungen eine bedeutende Rolle. Dank dieser Aufzeichnungen haben wir wertvolle Informationen über die Rolle des Waldes bei unseren Vorfahren Teil 1: aus den Aufzeich nungen von Franz Josef Weizenegger Baumarten um 1800 Das Nadelholz bedeckt alle Gebirge Die Gat tungen desselben stehen ihrer Menge nach in folgender Reihe: Weiß und Rothtanne [Fichte, Anm ], Forche [Kiefer, Anm ], Lärche, Eibe Als Waldung kommt nur die Tanne vor, die andern sind unter diese zerstreut; in Bregenz ist auf dem Schlossberge eine Lärchenpflanzung ange legt, um Mastbäume für die Schiffe in der Nähe zu haben Die Eibe wird sehr früh ausgehauen, man trifft daher wenige Stücke von der Dicke eines Armes an Laubholzwaldungen sind selten und nicht von großem Umfange, noch weniger nur eine Gattung beisammen, sondern mit Nadelholz untermischt Dahin gehören der Zahl nach, in welcher die Bäume vorkommen: die Rothbuche, der Ahorn, die Ulme, Esche, Hainbuche, die Aspe, der Faulbaum, wenige Birken und der Haselnuß Eichen trifft man nur auf Gemein degründen an Nach alter Sitte musste jedes angehende Ehepaar zwei Eichen pflanzen und für ihr Aufkommen Sorge tragen Diesem schö nen Brauch verdankt das Land seinen Bedarf an Eichenholz; in neuerer Zeit werden diese Bäume gefällt, verkauft und die Gemeindeschul den damit gezahlt, ohne die Nachpflanzung, wie es sein sollte, zu betreiben; die Gegenwart zehrt am Fleiße der Väter und streicht die Zukunft aus der Berechnung

Waldverein Vorarlberg Im Waldverein Vorarlberg setzen sich WaldbesitzerInnen, Forstleute, JägerInnen oder einfach nur FreundInnen des Waldes für eine nachhaltige, klimafitte und natur nahe Waldwirtschaft ein In den sieben Ortsgruppen im Land kann ein fachlicher Austausch vielfach auch im geselligen Rahmen für eine positive Waldgesinnung in der Gesellschaft stattfinden info@waldverein at; www waldverein at Mitgliedsbeitrag ab € 20, /Jahr

Wussten Sie, dass …

die Entwicklung von umweltfreundlichen „Holzbatterien“ schon relativ weit fortge schritten ist? An der TU Graz ist es gelungen, Vanillin, das aus Lignin, einem Bestandteil von Holz, abgespalten wird, als flüssigen Elektrolyt in sogenannten Redox Flow-Batte rien zu verwenden.

Zahlen, Daten, Fakten

Heute werden die vom Auerwild benötigten lichten und stufigen Althölzer über eine gezielte Holznutzung erreicht Die Forststra ßen, die für die Holznutzungen eine Voraus setzung darstellen, werden vom Auerwild dabei gerne als Flugschneisen, als sonniger Aufenthaltsort oder zur Aufnahme von Magensteinchen benutzt Selbstverständlich sollte eine Beunruhigung möglichst vermie den werden im Vergleich zu einem Urwald die Holzvor räte nicht konstant hoch sind? Diese entwi ckeln sich in relativ langen zeitlichen Zyklen

Die Unterschiede sind nach wissenschaft lichen Studien zu unseren Wirtschaftswäl dern in Summe gar nicht groß und vergleich bar Damit bringen Außernutzungstellungen in Bezug auf die Speicherung von CO2, wie dies immer wieder von manchen Umwelt gruppen argumentiert wird, nichts.

lassen Österreich zu den waldreichsten Ländern der EU zählen 4 Mio. ha Wald 65 Baumarten zählen unsere Wälder Insgesamt wachsen hier mehr als 3,4 Milliarden Bäume 3.600 Mio. Tonnen CO2 sind allein in Österreichs Wäldern gebunden Das entspricht ungefähr der 45 fachen Menge des jährlichen CO2 Ausstoßes in Österreich der österreichischen Landesfläche sind mit Wald bedeckt 50 % 4.450 Großpilzarten tummeln sich mit einer beachtlichen Vielfalt in Österreichs Wäldern

Vorarlberger Motorsägenführerschein In drei Modulen Arbeitssicherheit und Arbeitsweise mit der Motorsäge erlernen, Ort: Bäuerliches Bildungszentrum in Hohenems, ab 23 09 2022 Motorsägenwartung und Ketteninstandsetzung 3 10 2022, 18 bis 22 Uhr, bei der Agrargemeinschaft Röthis Waldbegehung „Überführung in Plenterwälder“ Bereich Bregenzer Fluh, die praktische Waldbewirtschaftung in und für Plenterwälder steht im Mittelpunkt 14 10 2022, 13 15 bis 17 Uhr Rehwild ohne Fütterung Brauchen unsere Wildtiere eine Fütterung?; diese Frage steht im Mittelpunkt einer Waldbegehung mit ForstexpertInnen und JägerInnen im Bereich Düns 4 11 2022, 14 bis 17 Uhr Pferdebringung live Das Pferd wird zur Holznutzung nach wie vor eingesetzt, Sie können in Schnifis live dabei sein: 25 11 2022, 13 bis 17 Uhr Für diese und viele weitere Veranstaltungen Infos, Orte, Kursbeiträge und Anmeldung unter: Ländliches Fortbildungsinstitut (LFI) Vorarlberg www lfi at/vbg; lfi@lk vbg at oder T +43 (0)5574 400 191 Waldsymposium Vorarlberg 2022 Alle Welt spricht vom Klimawandel, von Biodiversität und einem Waldumbau hin zu klimafitten Wäldern Ein hoch aktuelles und vor allem brisantes Thema mit global extremen Auswirkungen Der Vorarlberger Waldverein greift das Thema mit den sich verändernden Waldökosystemen im Zusammenhang mit der Notwendigkeit von ökologisch angepassten Wildpopulationen auf Als ReferentInnen wurden mehrere namhafte WissenschaftlerInnen und PraktikerInnen eingeladen Termin: 12 11 2022, 9 bis 15 30 Uhr, Gemeindezentrum, Raiffeisenstraße 56, 6713 Ludesch; Veranstalter: Vorarlberger Waldverein in Zusammenarbeit mit der Ortsgruppe Großes Walsertal, genaues Programm unter waldverein at Veranstaltungen Waldsymposium zu Klimawandel und ökologisch angepassten Wildpopulationen Alle WaldbesitzerInnen, JägerInnen und Natur und Umweltinteressierten sind herzlich eingeladen

nach einer Analyse von 120 Studien an der TUM München (Prof Dr Hubert Röder, nach haltige Betriebswirtschaft) die Gesamt Bio diversität durch eine selektive Waldbewirt schaftung ansteigt? Nur bei Bewirtschaftung mit Kahlschlägen oder in Plantagen nimmt die Artenvielfalt signifikant ab mit der Pyrolyse (= Holzvergasung) aktiv CO2 aus der Luft entnommen werden kann und in der im Prozess entstandenen Pflan zenkohle über mehr als 1 000 Jahre gespei chert werden kann? Fast nebenbei kann damit Strom und Wärme produziert werden Damit könnte weltweit ein sehr großer Bei trag zum Klimaschutz geleistet werden die heute gefährdete Wildart Auerwild in der Vergangenheit sehr von geplünderten Wäldern und intensiv landwirtschaftlich genutzten Waldweiden profitiert hat?

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Die Preise für Energieholz sind zwar auch etwas angestiegen, sind aber im Vergleich zu Heizöl pro Kilowattstunde etwa um die Hälfte billiger Die guten Nachrichten dazu: Wir nutzen den jährlichen Holzzuwachs bei Wei tem nicht aus Das heißt, es stehen noch hohe nachhaltige Potenziale für Nutzholz und Energieholz zur Verfügung Mit der nachhaltigen Nutzung bei uns bleibt die Verbrennung auch CO2 neutral Dadurch können große CO2 Mengen von fossilen Emissionen ersetzt werden Dass die Holzenergie bei uns regional zur Verfügung steht und nicht aus unsicheren Regionen der Welt über weite Strecken transportiert werden muss, sind weitere gute Nachrichten Die Wertschöpfung kommt direkt den LandwirtInnen und WaldbesitzerInnen zugute, die unseren Wald pflegen Über 30 ProduzentInnen landesweit bieten den speziellen Ofenholz Service an Hart oder Weichholz können in den gewünschten Längen ofenfertig und trocken frei Haus bestellt werden (Lieferanten und Preise unter www ofenholz at oder vbg lko at) Der Ofenholzservice wird auf dem Waldfest vorgestellt.

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Querholzdrehen

In Vorarlberg kann man diese vielseitige Art der Holzbearbeitung in Kursen erlernen

Produkt-Tipp

Beim Langholzdrehen wird das Holz längs in Faserrichtung eingespannt, um Geländerstäbe, Möbelbeine, Pfeffermühlen, Kerzenständer oder auch Knöpfe herzustellen

Eine Spezialtechnik ist das Reifendrehen Mittels sehr langer Dreheisen werden aus Nadelholz sehr fein konturierte Ringe gedreht, die nach Aufspalten ihre Form präsentieren zumeist Tiere oder Zube hör für Spielzeug und Figuren Im sächsischen Erzgebirge ist der Ort Seiffen für diese Art der Spielzeugherstellung sehr bekannt Früher war es sogar üblich, Gewinde aus Holz für verschiedene Anwendungen im Möbelbau, oder z B Weinpressen zu drechseln Für das Drechseln sind viele Holzarten geeignet Ziergegenstände wer den gerne aus dekorativen Obstgehölzen wie Nuss, Kirsche oder Zwetschke gemacht Für den Einstieg an der Drechselbank eignen sich besonders fein faserige, homogene Hölzer wie z B Ahornarten und die meisten Obstbaumhölzer In Vorarlberg werden für interessierte Personen laufend Drech selkurse angeboten, bei denen man dieses schöne Handwerk erlernen und verfeinern kann Peter Andres ist Aussteller beim Waldfe und macht auch Drechselvorführungen Kontakt Peter Andres, Gurtis T +43 (0)650 511 16 60, www peter andres com

Buchtipp

Beim Querholzdrehen ist das Werkstück einseitig am Spindelstock befestigt Mit dieser Technik wer den Schalen und Teller, große Ringe oder Dosen hergestellt Reifendrehen

Investieren wie ein Förster von Stephan Philipp Nirgendwo lassen sich Ökonomie und Ökologie so gut verbinden wie in der Forstwirtschaft, die den heute so inflationär gebrauchten Begriff der Nachhaltigkeit schon vor über 300 Jahren erfunden hat Leider haben viele ein falsches Bild und wollen unsere Wälder unter Schutz stellen Dabei ist es gerade im Hinblick auf den Klimawandel von besonderer Bedeutung, heimisches Holz zu ernten Es ist ein genialer Rohstoff, der CO2 bindet; durch die aktive Bewirtschaftung lenken wir die Prozesse im Wald und gestalten unsere Landschaft Die auch vom Naturschutz sehr gelobten Plenter wälder in unserer Region sind dafür ein gutes Beispiel Bewirtschaftung nutzt allen Waldfunktionen Auch das eigene Geld sollte man aktiv bewirtschaften; dabei kann ein Mehrwert für die Gesellschaft entstehen Und man kann sich vieles von Forstleuten abschauen Grundprinzipien wie langfristiges generationenübergreifendes Denken, Risikostreuung durch Diversifikation und die Bedeutung von pri vatem Eigentum sind einige der Aspekte, die in 17 Kapiteln dargestellt werden Das Buch gibt es über den FinanzBuch Verlag München sowie den regionalen Buchhandel Auf dem Waldfest am Stand des Waldvereins wird dieses Buch zu kaufen sein est n ISBN 978 3 902762

Langholzdrehen

Unter Drechseln versteht man die Holzbe arbeitung auf einer Drehbank, bei der ein rotierendes Holzstück mit verschiedenen meißelartigen Werkzeugen aus Stahl in die gewünschte Form gebracht wird. Die Technik des Drechselns wurde schon vor über 3 000 Jahren von den alten Griechen, in Ägypten und Mesopotamien ausgeübt Während früher das Werkstück per Hand oder Fuß in Drehbewe gung versetzt werden musste, kann man heute auf moderne Drehbänke mit Elektroantrieb zurückgreifen Es gibt verschiedene Arten des Drechselns

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Ofenholzservice

Peter Andres mit einem dünnwandigen Werkstück Drechselkurse werden laufend angeboten Selbstgemachte Schalen aus edlem Holz

Ofenholz: sicher regional CO2 effektiv und im Vergleich günstig

Drechseln – eine alte Handwerkskunst

Drechseln ist eine alte Handwerkskunst der Holzbearbeitung, welche schon seit der Antike bekannt ist

Ausgabe 10 Herbst 2022 usgabe Wald Zeitunginfo@waldverein at www waldverein at Blick Richtung Dornbirner First vom Gräsaweg oberhalb von Kehlegg; mit der Herbstverfärbung fallen die guten Mischwaldstrukturen auf Hier geht’s zum Standort

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