Sehr geehrte Damen und Herren! Bregenz, Juni 2006 Seit über 100 Jahren führen wir Dominikanerinnen von Marienberg in Bregenz Schulen, in denen wir Kindern und Jugendlichen eine von christlichem Geist geprägte Erziehung und Berufsausbildung anbieten. Im Schuljahr 2005/06 besuchen ca. 400 Schülerinnen diese Schulen. Der große Zustrom an Schülerinnen in all diesen Jahren zeigt die Wertschätzung und das große Vertrauen der Bevölkerung in die Erziehungs- und Bildungsarbeit der Dominikanerinnen von Marienberg. Nun aber zwingt der Mangel an eigenen Mitgliedern den Orden, einen neuen Weg zur Weiterführung der Schulen zu gehen. Aus diesem Grunde wurde der „Schulträgerverein der Dominikanerinnen von Marienberg in Bregenz“ gegründet. Dem Verein steht die jeweilige Priorin der Dominikanerinnen von Marienberg, derzeit: Sr. M. Cordis Feuerstein, als Obfrau vor. HR Dipl.Vw. Mag. Herbert Mock, HR Dr. Alfons Bechter, Dr. Franz-Josef Köb, Irmi Ritter Sachs, LABG. Monika Reis, Dr. Regina Witwer sind weitere Mitglieder des Vorstandes. Aufbauend auf den Erfahrungen anderer Ordensgemeinschaften mit Schulträgervereinen wurde eine Kooperation mit dem Schulträgerverein der Kreuzschwestern Institut St. Josef in Feldkirch vereinbart und die Geschäftsführung zusammengelegt. Die Geschäftsführung wird von Gerhard Krump wahrgenommen. Es ist der ausdrückliche Wunsch des Trägervereines, die Schulen in Marienberg im Sinne des Ordens als katholische Privatschule weiter zu führen. Durch die Statuten ist gewährleistet, dass der Einfluss des Ordens der Dominikanerinnen von Marienberg immer gewährleistet bleibt. Wir Dominikanerinnen von Marienberg in Bregenz schenken den Persönlichkeiten, die den Schulträgerverein mittragen, volles Vertrauen. Alle Beteiligten sind überzeugt, dass die Lehrerinnen und Lehrer gemeinsam mit dem neuen Schulerhalter den Erziehung- und Bildungsauftrag wie bisher nach christlichen Grundsätzen wahrnehmen werden. Wir danken für das uns geschenkte Vertrauen und hoffen, dass Sie dieses auch den zukünftigen Verantwortlichen entgegenbringen. Im Anhang finden Sie einige interessante Informationen und Details. Bregenz, Juni 2006 Sr. M. Cordis Feuerstein Priorin
Sr. Barbara Griebler Direktorin
Zusammenarbeitsmodell Die Dominikanerinnen von Marienberg in Bregenz, der Schulträgerverein der Dominikanerinnen von Marienberg in Bregenz, die Kongregation der Barmherzigen Schwestern vom Heiligen Kreuz (Kreuzschwestern) Provinz Tirol/Vorarlberg und der Schulträgerverein der Kreuzschwestern Institut St. Josef haben sich entschlossen, auf Grund der gegebenen Ausgangssituation, dass derzeit leider die Personaldecke in den Ordensgemeinschaften immer dünner wird – ein zukunftsträchtiges Modell der Zusammenarbeit zu entwickeln, das einerseits die Eigenständigkeit der Ordensgemeinschaften und andererseits der Schulorganisationen gewährleisten soll. Aufbauend auf der gemeinsamen Geschichte im Land Vorarlberg und den gemeinsamen inhaltlichen Positionen (beide Ordensgemeinschaften und Schulträgerorganisationen betrachten Bildung und Ausbildung als eine ihrer wesentlichen Aufgaben – siehe Geschichte der Orden in den nachfolgenden Ausführungen) haben wir vereinbart, die Zukunft der von uns betriebenen Schulen, dort wo es möglich ist, gemeinsam zu organisieren. Ziel dieser Zusammenarbeit ist es, bei Sicherstellung, dass es zu keiner vermögensrechtlichen oder finanziellen Verflechtung der beteiligten Organisationen kommt, und das bisherige Schulangebot aufrecht zu erhalten und weiter zu entwickeln. Alle Beteiligten sind der Auffassung dass durch diese Kooperation mehrere Ziele erreicht werden können: Es werden andere Ordensgemeinschaften ermuntert, über die Grenzen der eigenen Spiritualität hinaus, ebenfalls ihre Kräfte zu bündeln und ihre Unternehmen, falls erforderlich, gemeinsam zu betreiben. Es wird ein Zeichen gesetzt, dass die „katholische Privatschule“ Zukunft hat. Durch die gemeinsame Geschäftsführung können Synergieeffekte im wirtschaftlichen und personellen Bereich genutzt werden. Sichergestellt wird diese Zusammenarbeit durch einen Kooperationsvertrag und einem Management- und Dienstleistungsvertrag. Im Kooperationsvertrag ist geregelt, dass in einem Kooperationsausschuss die gemeinsamen Positionen entwickelt werden und dass es zu einem entsprechenden Gedanken- und Erfahrungsaustausch aller beteiligten Akteure kommt. Das die Spiritualität und Tradition des jeweiligen Ordens sichergestellt bleibt, ist dadurch geregelt, dass die jeweilige Provinzoberin bzw. Priorin im jeweiligen Schulträgerverein auf Grund der Statuten den Vorsitz (die Obfrau-Funktion) hat.
Orden der Kreuzschwestern
Orden der Dominikanerinnen
Schulträgerverein der Kreuzschwestern
Schulträgerverein der Dominikanerinnen
INSTITUT ST. JOSEF in Feldkirch
MARIENBERG in Bregenz
• eigene Statuten • eigener Vorstand • eigene Bilanz
• eigene Statuten • eigener Vorstand • eigene Bilanz
• Kooperation
• Gemeinsame Geschäftsführung
• Ziele:
Nutzung von Synergieeffekten und dadurch Sicherung eines für die Eltern leistbaren Schulgeldes
Der Orden der Dominikanerinnen und Dominikaner (auch: Predigerorden) Gründer Dominikus Guzman von Caleruega/Spanien (1170 – 1221). Auf einer Reise durch Südfrankreich kommt Dominikus in Kontakt mit der Sekte der Katharer. Anders als die offizielle Kirche, die die Anhänger dieser neuen Lehre mit Gewalt bekämpft, sieht er als besitzloser Wanderprediger den Dialog mit den Katharern. Die Kraft seiner Worte und seines Beispiels sollten die Sektenmitglieder zur Rückkehr zum christlichen Glauben veranlassen. Bald schließen sich ihm gleichgesinnte Männer und Frauen an; Grundlage ihres Wirkens ist eine fundierte ganzheitliche Bildung. 1216 bestätigt der Papst den neuen Orden der Prediger. Dominikus wird bereits im Jahre 1234 heilig gesprochen.
Die Schwestern von Marienberg 1234 1245 1878
1904 1907 1921 1922 1924 1938 1944 1945 1974 1976 2006
Zusammenschluss von Frauen in Adelhausen (Freiburg/Breisgau) zu einer klösterlichen Gemeinschaft Anschluss dieser Gemeinschaft an den Dominikanerorden Niederlassung der 1867 durch politische Wirren vom Heimatkloster Adelhausen bei Freiburg/Breisgau vertriebenen Dominikanerinnen (in Erziehung und Unterricht tätig) im heutigen Redemptoristinnen-Kloster in Lauterach. Die räumliche Beengtheit veranlasste die Kommunität, nach einer Möglichkeit zu suchen, Schule und Internat auszubauen. Ersteigerung der Villa Raczynski (erbaut 1875/76) um 299.560,-- Kronen; Übersiedlung von 35 Ordensfrauen und 50 internen Schülerinnen in das Areal, das von da an „Marienberg“ genannt wurde (Volksschule, Lyceum, Handelsschule) Erweiterung des bestehenden Gebäudekomplexes durch die Architekten Georg Baumeister und Romedius Wacker Haushaltungsschule (einjährig) Hauswirtschaftsschule (dreijährig) Realgymnasium Verstaatlichung von Schulen und Internat, Vertreibung eines Teiles der Schwestern ins Ausland Lazarett der Wehrmacht Wiedereröffnung von Schule und Internat, Rückkehr der Schwestern Höhere Lehranstalt für wirtschaftliche Berufe (fünfjährig) Umbau des „Thomasbaus“ (ehemals gräfliches Kasino mit Kegelbahn, erbaut von Romedius Wacker) für den Unterrichtsgebrauch Gründung des Schulträgervereins der Dominikanerinnen von Marienberg in Bregenz
Der Schulträgerverein 2006 wurde der Schulträgerverein der Dominikanerinnen von Marienberg in Bregenz gegründet. Zweck des Vereins Der Verein, dessen Tätigkeit nicht auf Gewinn ausgerichtet ist, bezweckt die Erhaltung sowie die Übernahme und Führung von katholischen Privatschulen, und zwar insbesondere von Schulen samt angeschlossenem Internat, die bisher vom Konvent der Dominikanerinnen von Marienberg in Bregenz geführten Schulen. Die Errichtung und Erhaltung, Übernahme und Führung von katholischen Privatschulen durch den Verein hat nach den Grundsätzen der katholischen Kirche für die katholischen Privatschulen zu erfolgen, dies unter besonderer Berücksichtigung der Spiritualität des Ordens der Dominikaner und Dominikanerinnen und der Tradition der Schulen. Der Verein darf ausschließlich gemeinnützige Zwecke verfolgen. (Auszug aus den aktuellen Vereinsstatuten § 2)
Der Vorstand Obfrau
Sr. Maria Cordis Feuerstein (Priorin des Ordens)
Stellvertreter
HR Dipl.Vw. Mag. Herbert Mock
Kassier
Irmi Ritter-Sachs
Schriftführer
HR Dr. Alfons Bechter
Beirat
LABG. Monika Reis
Beirat
Dr. Regina Witwer
Beirat
Dr. Franz-Josef Köb
Rechnungsprüfer
Dkfm. Johannes Ebner, Dr. Thomas Lins
Geschäftsführer
Gerhard Krump
Unser Schulangebot EWF
einjährige Wirtschaftsfachschule
FW
dreijährige Fachschule für wirtschaftliche Berufe
HLW
höhere Lehranstalt für wirtschaftliche Berufe
1 Klasse 6 Klassen 10 Klassen fünfjährig mit Matura
Internat 20 Plätze stehen unseren auswärtigen Schülerinnen zur Verfügung
Schülerinnen Derzeit besuchen 400 Schülerinnen vor allem aus dem Großraum Bregenz und dem Bregenzerwald unsere Schulen. Diese Schülerinnen werden von 55 LehrerInnen unterrichtet.
Leitbild Die privaten katholischen Schulen von Marienberg sehen in der Vermittlung einer umfassenden Bildung ihre Hauptaufgabe. Zurückgehend auf den Ordensgründer Dominikus wollen wir den ganzen Menschen bilden und ihn zu einer christlichen Persönlichkeit reifen lassen. Wir Lehrpersonen sind den Werten Toleranz, Respekt, Würde der Person, Solidarität und soziale Verantwortung verpflichtet. Erziehung zur Eigenverantwortung, Gemeinschaftsfähigkeit und Gewissensbildung sind uns wichtig. Wir achten das Leben und die Vielfalt der Schöpfung. In unseren Schulen erhalten diese Werte ein christliches Gepräge und daher trifft jede Schülerin bei ihrem Eintritt eine Vorentscheidung. Wir bekennen uns zu einer Kultur des sorgsamen Umgangs und des Vertrauens. Unseren Schülerinnen treten wir mit höflicher Achtung gegenüber. Wir erwarten aber auch Respekt und die Bereitschaft, Regeln einzuhalten. Im täglichen Miteinander üben wir Geduld, heitere Gelassenheit und Rücksicht. Wir betrachten Bildung als fortdauernden Prozess und ständige Weiterbildung als unabding-bar. Die stete Veränderung der Kulturtechniken ist ein hoher Auftrag für die Lehrerschaft. Wir sind bemüht, unseren Unterricht vor dem Hintergrund eines hohen pädagogischen und technischen Standards zu halten. Die Ausgewogenheit zwischen Theorie und Praxis stellt einen Schwerpunkt unseres Bildungsangebotes dar. Unsre Absolventinnen sollen sich in ihrem Beruf bewähren, daher wird die Bereitschaft zur Leistung vorausgesetzt. Dem Dialog mit dem Elternhaus sowie Vertreterinnen und Vertretern der Wirtschaft, der Kultur und des öffentlichen Lebens messen wir große Bedeutung bei und Kontakte jedweder Art sind uns wertvoll. Unsere Schule soll ein offener, fröhlicher Ort sein, an dem in gegenseitigem Kennenlernen und geistigem Austausch menschliches Wachsen möglich ist.
Die Kongregation der Barmherzigen Schwestern vom Heiligen Kreuz (Kreuzschwestern) Gründer Die Wurzeln unserer Geschichte gehen ins 19. Jahrhundert zurück (1856) , in eine Zeit, die gekennzeichnet war von unvorstellbarer Armut, in eine Zeit des großen Umbruchs. Arbeitslosigkeit und Elend ließen ganze Landstriche darben. Niemand kümmerte sich um die Armen und Kranken, um Greise und Waisen. In diese Zeit wurden unsere Gründer Pater Theodosius Florentini (1808 – 1865) und Maria Theresia Scherer (1825 – 1888) hineingestellt. Sie sahen die Not und suchten sie an der Wurzel anzugehen. Für sie war nur mit ganzheitlicher Bildung, mit der Bildung der Frau, mit dem Aufbau einer geordneten Armenfürsorge und Krankenpflege, mit Arbeitsbeschaffungen wollten Sie der Not entgegentreten. Das Bildungskonzept von Pater Theodosius betonte das Ganzheitliche und Religiöse, aber auch das Zeitgemäße. Seligsprechung unserer Mitgründerin Maria Theresia Scherer am 29. Oktober 1995. 1880 1891 1892 1896 1900 1902 1910 1914 1930 1938 1945 1946 1958 1960 1962 1978 1983 1987 1998 1998 1999
Die Kreuzschwestern beginnen ihre Arbeit in Feldkirch mit einer Grundschule Ausbau der Grundschule Gründung der Privat-Volksschule in Feldkirch Öffentlichkeitsrecht der Grundschule Haushaltungs- und Nähkurse im Exerzitienhaus erste Handelsschule für Mädchen im Westen von Österreich Neubau „Institut St. Josef“ mit Volks-, Bürger- und Handelsschule und Internat die Schulen und das Internat werden evakuiert – das Haus als Lazarett verwendet bauliche Erweiterung und Gründung der „Hauswirtschaftsschule“ Enteignung des Hauses und Vertreibung der Schwestern Wiedereröffnung der Schule Gründung der ganzjährigen Haushaltungsschule Gründung der Bildungsanstalt für Kindergartenpädagogik Neubau der Handelsschule Bau von drei Internatshäusern Gründung der zweijährigen Fachschule für wirtschaftliche Berufe Volksschule läuft aus Gründung der dreijährigen Fachschule für wirtschaftliche Berufe Gründung des Schulträgervereins der Kreuzschwestern Institut St. Josef Gründung der höheren Lehranstalt für wirtschaftliche Berufe (fünfjährig mit Matura – Schwerpunkt „Mediendesign und Informatik“) Volkshochschule am Institut St. Josef als Zweigstelle der Volkshochschule Götzis
Der Schulträgerverein 1998 wurde der Schulträgerverein der Kreuzschwestern Institut St. Josef gegründet. Zweck des Vereins Der Verein, dessen Tätigkeit nicht auf Gewinn gerichtet ist, bezweckt die Erhaltung sowie die Übernahme und Führung von katholischen Privatschulen, und zwar insbesondere von Schulen und anderen Bildungseinrichtungen und Kindergärten, die bisher vom Ordern der „Barmherzigen Schwestern vom Heiligen Kreuz“ unterhalten und geführt wurden. Die Errichtung und Erhaltung, Übernahme und Führung von katholischen Privatschulen durch den Verein erfolgt auf der Grundlage und mit der Zielsetzung des katholischen Weltbildes und im Geiste des Ordens der „Barmherzigen Schwestern vom Heiligen Kreuz“. Der Verein darf ausschließlich gemeinnützige Zwecke Verfolgen. (Auszug aus den aktuellen Vereinsstatuten § 2)
Der Vorstand Obfrau
Sr. Dkfm. Maria Magdalena Scherl (Provinzoberin Tirol/Vorarlberg)
Stellvertreter
Günter Lampert (Vizepräsident des Vorarlberger Landtages a.D.)
Kassier
Dkfm. Johannes Ebner
Schriftführer
Dr. Hubert Emerschtiz
Beirat
Hans Sperandio
Rechnungsprüfer
Peter Schöberl, Peter Xander
Geschäftsführer
Gerhard Krump
Unser Schulangebot HS
Hauptschule für Mädchen
Halbinternat
12 Klassen 2 Gruppen Nachmittagsbetreuung an schulfreien Nachmittagen
EWF
Einjährige Wirtschaftsfachschule
FW
Dreijährige Fachschule für wirtschaftliche Berufe
HLW
Höhere Lehranstalt für wirtschaftliche Berufe fünfjährig mit Matura
10 Klassen
BAKIP
Bildungsanstalt für Kindergartenpädagogik (Schwerpunkte: Horterziehung und Früherziehung)
11 Klassen
SOKI
Lehrgang für Sonderkindergartenpädagogik
ÜK
Übungskindergarten Blasenberg im Antoniushaus Übungskidergarten Fidelisstrasse
Hort
1 Klasse 3 Klassen
1 Klasse (berufsbegleitend) 2 Gruppen
2 Gruppen (in Zusammenarbeit mit der Stadt Feldkirch)
Übungshort: Kaleidoskop (in Zusammenarbeit mit der Stadt Feldkirch)
Internat und Studentenheim in Zusammenarbeit mit dem Landesjugendherbergswerk Vorarlberg
80 Plätze
Volkshochschule in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Götzis
SchülerInnen Derzeit besuchen 1.000 Jugendlichen aus dem ganzen Land Vorarlberg und dem benachbarten Ausland (Schweiz, Fürstentum Liechtenstein und Deutschland) unsere Schulen. Diese SchülerInnen bzw. Kinder werden von 145 LehrerInnen bzw. KindergartenpädagogInnen bzw. ErzieherInnen betreut.
Leitbild Die Barmherzigen Schwestern vom heiligen Kreuz sind ein weltweit tätiger franziskanischer Orden, der 1856 als Antwort auf das Arbeiter- und Kinderelend als sozial-karitative Einrichtung gegründet wurde. Der entschiedene Einsatz unserer Gründer, Sr. Maria Theresia Scherer und Pater Theodosius Florentini OFMCap, zur Linderung menschlicher Not bleibt die besondere Aufgabe unserer Gemeinschaft. Seither versuchen die „Kreuzschwestern“ stets neu, die Zeichen und Bedürfnisse der Zeit zu erspüren und aus dem Evangelium eine christliche Antwort zu geben. Weltweit gehören heute ca. 4.000 Schwestern der Ordensgemeinschaft an; der Sitz des Ordens ist Ingenbohl (Schweiz). Seit 1880 sind die Kreuzschwestern auch in Feldkirch (und im übrigen Vorarlberg) tätig. Die vorrangige Aufgabe der Ordensgemeinschaft bestand darin, für junge Frauen besonders aus benachteiligten sozialen Schichten überhaupt eine Ausbildungsmöglichkeit zu schaffen. Das Institut St. Josef hat seither die Bildung im Land Vorarlberg wesentlich mitgestaltet und fühlt sich diesem Anliegen auch in Zukunft verpflichtet. Seit 1.9.1998 wird diese Aufgabe vom „Schulträgerverein der Kreuzschwestern Institut St. Josef“ wahrgenommen. Der Verein wird maßgeblich von der Kongregation geprägt und sieht seine Aufgabe in der Fortbildung der Tradition des Ordens in Verbindung mit den Anforderungen eines modernen Schulbetriebs. Eine besondere Verpflichtung besteht gegenüber den Eltern, die uns ihre Kinder bewusst anvertrauen. Das Institut St. Josef als katholische Privatschule möchte junge Menschen begleiten und ihnen helfen – in einer Zeit des raschen Wandels der Werte – neben einer gediegenen Ausbildung auch eine sinntragenden Mitte aus dem Geist des Evangeliums zu finden. Dies betrifft auch unser Bemühen um Gerechtigkeit, Frieden und die Bewahrung der Schöpfung. Die Schulen bekennen sich zu einer umfassenden Allgemeinbildung, der Betonung einer soliden fachlichen Ausbildung und der Vermittlung von Werten und Grundhaltungen wie Achtung der Menschenwürde und –rechte, Solidarität, Toleranz, soziale Kompetenz, Urteilsund Kritikfähigkeit, Verantwortungsbewusstsein und Zivilcourage. Die Entwicklung der Gesamtpersönlichkeit steht im Vordergrund. Um das erreichen, sichern und weiter entwickeln zu können, bemühen sich die Unterrichtenden ständig und bilden sich weiter. Um den persönlichen Begabungen, Bedürfnissen und Lebensplanungen junger Menschen zu entsprechen, bietet das Institut St. Josef eine Vielfalt an Bildungsmöglichkeiten. Wir fördern unsere Schülerinnen und Schüler, indem wir sie fordern; wir stärken ein positives Selbstwertgefühl und einen achtsamen und verantwortungsbewussten Umgang mit sich selbst und dem Umfeld. Ein wohlwollendes Miteinander von Schülerinnen und Schülern, Lehrenden und Eltern ist für uns Voraussetzung, anspruchsvollen pädagogischen Zielen gerecht zu werden.
Auf der Basis des Evangeliums Ich freue mich über die Gründung des neuen Schulträgervereins der Dominikanerinnen von Marienberg in Bregenz, der die seit vielen Jahrzehnten bewährten Schulen weiterführt und so ihre Zukunft sichert. Ebenso erfreulich ist der Zusammenschluss mit dem Schulträgerverein der Kreuzschwestern vom Institut St. Josef in Feldkirch. Ein mutiger, neuer Schritt, der der Verwirklichung des gemeinsamen Anliegens nur förderlich sein kann. Mit dem Dank für alle bisher geleistete Arbeit verbinde ich den Wunsch, dass es auch in Zukunft gelingen möge, junge Menschen aus dem Geist des Evangeliums heraus in dominikanischer und franziskanischer Tradition auf ihr Leben vorzubereiten. Dazu wünsche und erbitte ich Gottes Segen
Bischof von Feldkirch
Zukunft braucht Herkunft! Marienberg baut auf einer langjährigen Tradition auf, die von Vertrauen und Wertschätzung getragen ist. Das ist die Basis für die neuen Wege, die ab Herbst gegangen werden. Die Verantwortung für die erfolgreichen Schulen der Dominikanerinnen von Marienberg übernimmt ab dem kommenden Schuljahr ein Schulträgerverein, der eng mit dem erfahrenen Team des Instituts St. Josef in Feldkirch zusammenarbeitet. Damit können die guten Erfahrungen, die in St. Josef bereits seit 1998/99 gemacht werden, für die Schulen in Marienberg genutzt werden. Die Ordensgemeinschaften der Kreuzschwestern (St. Josef in Feldkirch) und der Dominikanerinnen (Marienberg in Bregenz) haben die Bildungslandschaft für Mädchen und junge Frauen in Vorarlberg entscheidend mitgeprägt. Nun legen auch die Dominikanerinnen die Verantwortung in andere Hände und vertrauen darauf, dass die Schulen in ihrem Sinne modern und zukunftsweisend weitergeführt werden. Ich danke den Dominikanerinnen in Marienberg für die wertvolle Arbeit, die sie für unzählige Mädchen und junge Frauen geleistet haben und wünsche dem neuen Schulträgerverein und der Schulgemeinschaft Marienberg gutes Gelingen und eine erfolgreiche Zukunft!
LR Mag. Siegi Stemer Amtsführender Präsident des Landesschulrates
Aus dem Geist des Hl. Domenikus Über die Grenzen schauen – ist sicherlich eine Herausforderung, der sich auch Ordensgemeinschaften in Zukunft stellen müssen. Wir haben gesehen, dass es in unserem Umfeld Organisationen gibt, die schon neue und erfolgreiche Wege eingeschlagen haben. Dies hat uns veranlasst einerseits auch einen Schulträgerverein zu gründen und andererseits einen Partner zu suchen, der diesbezüglich schon Erfahrungen gesammelt hat. Ich bin der festen Überzeugung, daß durch das Modell Marienberg / Institut St. Josef eine Basis geschaffen wurde, die es allen Beteiligten ermöglicht, für die Schülerinnen und Eltern, aber auch für die bei uns unterrichtenden Lehrerinnen und Lehrer eine erfolgreiche Zukunft zu gestalten.
Sr. M. Cordis Feuerstein Priorin
Aus dem Geist des Hl. Franziskus „Nichts allein tun, was wir gemeinsam besser können“. Das ist das Leitwort der Arbeitsgemeinschaft der franziskanischen Orden im deutschen Sprachraum. Wir glauben, dieses Motto trifft auch auf die beiden sehr geschätzten Schulen der Dominikanerinnen Marienberg, Bregenz und der Kreuzschwestern Institut St. Josef, Feldkirch zu. Unter Wahrung der Selbstständigkeit, der eigenen Schulkultur und der eigenen Spiritualität möchten wir in vielen Belangen gemeinsam gehen, wo wir Hilfe und Erfahrung austauschen können. Wir freuen uns auf den gemeinsamen Weg, weil wir ganz sicher sind, dass er beiden Partnerschulen gut tun wird.
Ihre Sr. M. Magdalena Scherl Provinzoberin der Kreuzschwestern