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Krankenhaus Maria Ebene | Maria Ebene 17 | 6820 Frastanz | 05522 727 460
Therapiestation Carina | Pater-Grimm-Weg 12 | 6800 Feldkirch | 05522 77 151
Therapiestation Lukasfeld | Herrengasse 41 | 6812 Meiningen | 05522 393 90 Clean Feldkirch | Schießstätte 12 - Top 8 | 6800 Feldkirch | 05522 380 72 Clean Bregenz | Bergstraße 8 | 6900 Bregenz | 05574 45400 Supro Suchtprophylaxe | Moosmahdstrasse 4 | 6850 Dornbirn | 05572 55 155 Supromobil | Moosmahdstrasse 6 | 6850 Dornbirn | 05572 20 70 10 Stiftung Maria Ebene | Maria Ebene 17 | 6820 Frastanz | 05522 727 460 | www.mariaebene.at
Impressum Herausgeber | Stiftung Maria Ebene Redaktionsleitung | Stabstelle Marketing & PM | Martin Hefel Gestaltung | Kombinat Media Gestalter GmbH Fotografie | Stiftung Maria Ebene | Matthias Weissengruber | Nikolaus Walter Auflage | 1700 Druck | Jochum Druck © Februar 2005
Projekte Supromobil Mehr Spaß mit Maß
2004
Krankenhaus Maria Ebene Carina Lukasfeld Clean Feldkirch Clean Bregenz Supro
Bericht des Vorstandsvorsitzenden Das Jahr 2004 war wiederum sehr arbeitsreich. Engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben vielen suchtkranken Menschen den Weg zurück in ein Leben ohne Abhängigkeit und mit neuen Lebensperspektiven vermittelt, eine sehr mühsame, aber erfüllende Arbeit. Dazu waren Fachkompetenz, ständige Fort- und Weiterbildung und vor allem Menschlichkeit im Umgang mit den Patienten erforderlich. Die Stiftung Maria Ebene als das Suchtkrankenzentrum Vorarlbergs hat im In- und Ausland eine hervorragende Reputation. Sie zeichnet sich durch Arbeitszufriedenheit der Mitarbeiterschaft, durch sozialen Frieden und ein gutes Betriebsklima als wichtige Voraussetzungen für die äußerst schwierigen Dienstleistungen aus. Die Funktionsträger der Stiftung, Präsident, Kuratorium, Vorstand, Stellenleiter und Betriebsrat arbeiteten auch im vergangen Jahr sehr konstruktiv zusammen.
Sommerfest Der Tod unseres verdienstvollen und beliebten Mitarbeiters Alwin Lang machte alle sehr betroffen und war ein sehr schmerzlicher Verlust. Unser Mitgefühl gilt seiner Familie. Die Einrichtungen der Stiftung waren durchwegs gut ausgelastet, was nicht nur eine fachgerechte Behandlung sondern auch großes Vertrauen der Patienten in unsere Einrichtungen voraussetzt. Das Budget wurde dank guter Budgetdisziplin exakt eingehalten. Neben der laufenden täglichen Arbeit für und mit suchtkranken Menschen konnten auch im Jahre 2004 einige Schwerpunkte gesetzt werden, die Verbesserungen in den Rahmenbedingungen für Patienten und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter brachten, unter anderem
- die Neugestaltung der Ambulanz - die Installierung der Krankenhausleitung auf Maria Ebene - das österreichweit größte und erfolgreiche Alkoholpräventionsprojekt „Spaß mit Maß“ - die Neuregelung der Beförderungen - das Qualitätssicherungsprojekt „Aufnahme- und Entlassungsmanagement“ - die Betriebsvereinbarungen über Dienstfreistellungen und Privattelefonate - das Symposium „ Die Härte der weichen Drogen“ - die Neubestellung des Leiters für die Präventionsstelle SUPRO - die Vereinbarung über die Pensionskasse als zweite Säule der Pensionsvorsorge Ich bedanke mich bei allen, die zu dieser erfolgreichen Arbeit im Dienste suchtkranker Menschen beigetragen haben. Mein besonderer Dank gilt meinen Vorstandskollegen Chefarzt Univ. Prof. Dr. Reinhard Haller und Verwaltungsdirektor Mag. Günter Amann, die die Arbeit in der Stiftung mit Kompetenz, Führungskraft und Menschlichkeit geleitet haben. [OAR Walter Stefani, Vorstandsvorsitzender]
Jahresbericht 2004 | Stiftung Maria Ebene | 05522 727 460 | www.mariaebene.at
Rosa Bitschnau Saal Eröffnung Frau Rosa Bitschnau ist die Gründerin des Krankenhauses Maria Ebene. Sie lernte in der Arbeit mit Kindern als Kindergärtnerin und in der Familienfürsorge der Caritas, in der sie ursprünglich tätig war, die Problematik des Alkoholismus kennen. Daher sah sie ihre besondere Aufgabe in der Hilfe für Alkoholkranke und deren Angehörige. 1960 übernahm sie die Leitung des Sozialmedizinischen Dienstes der Caritas, welchen sie zu einer der wichtigsten Sozialinstitutionen unseres Landes ausgebaut hat. Mit größtem persönlichen Einsatz ist es ihr in enger Kooperation mit dem bekannten Alkoholforscher Univ. Prof. Dr Kornelius Kryspin-Exner gelungen, für Vorarlberg ein eigenes Behandlungszentrum für Suchtkranke zu gründen. Das 1976 eröffnete Krankenhaus Maria Ebene ist zwischenzeitlich zusammen mit der von Frau Bitschnau 1983 geschaffenen Therapiestation Carina und den
anderen Einrichtungen zu einem Suchtbehandlungszentrum mit überregionaler Bedeutung herangewachsen, der Stiftung Maria Ebene - „einem Ort der Geborgenheit, ein Stück zeitlich begrenzte Heimat“. Die Pionierin der Suchttherapie in Vorarlberg wurde unter anderem mit dem Dr. Toni-Russ-Preis, dem Goldenen Ehrenzeichen der Caritas der Diözese Feldkirch, dem Verdienstzeichen der Republik Österreich und dem Silbernen Ehrenzeichen des Landes Vorarlberg ausgezeichnet. Univ. Prof. Dr. Reinhard Haller würdigte in seiner Laudatio das Wirken von Rosa Bitschnau und brachte in dem Zitat von Oscar Wilde „Persönlichkeiten, nicht Prinzipien bringen die Zeit in Bewegung“ die Schaffenskraft von „Rosl“ zum Ausdruck. Zur Anerkennung all dieser Leistungen unserer Gründerin wurde am 22.12.2004 im Krankenhaus Maria Ebene der Rosa Bitschnau Saal eröffnet.
Am 27. September fand das jährlich vom Verein „Friends of ME“ veranstaltete Sommerfest für Patient/innen, Angehörige, Freunde und Förderer der Stiftung Maria Ebene statt. Wie bereits in den vergangenen Jahren, war das Fest ein voller Erfolg und viele ehemalige Patient/innen halfen bei der Organisation mit.
„Die Härte der weichen Drogen“ War das Thema des alljährlichen Symposiums der Stiftung Maria Ebene. Cirka 330 Personen nahmen teil. Die anschliessende Diskussion endete am vielseitigen und kreativ gestalteten Buffett der Krankenhausküche. So war reichlich Nahrung für Geist und Körper vorhanden.
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Rückblicke
Rückblicke
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Der personelle und finanzielle Rahmen des Unternehmens stieg von 19 Mitarbeitern und Einnahmen von ca. EURO 510.000 im Jahre 1976 zu einem Betrieb mit ca. 120 Mitarbeitern und Einnahmen von über EURO 7.500.000 im Jahr 2004. Nachfolger von Alt-Landeshauptmann Dr. Herbert Keßler ist Arbeiterkammer-Präsident Josef Fink. Unter Josef Fink als neuem Präsidenten und damit als Repräsentanten der Stiftung nach Außen gilt es, die Stiftung als unverzichtbaren und einzigartigen Bestandteil in der sich ändernden Spitalslandschaft Österreichs und Vorarlbergs zu platzieren.
Bauaktivitäten Das Jahr 2004 und die Folgejahre 2005 und 2006 werden gekennzeichnet sein durch Verbesserung in der Organisation und strukturellen Substanz der Stiftung Maria Ebene und ihrer Abteilungen. Die bauliche Sanierung und Neuorganisation der Ambulanz am Krankenhaus Maria Ebene in Frastanz wurde im Jahr 2004 abgeschlossen. Im Jahr 2005 gilt es die notwendigen Verbesserungen im Hygiene- und Wirtschaftsbereich zu verwirklichen. Wir möchten uns an dieser Stelle für die Unterstützung des Landes Vorarlberg für diese Maßnahmen herzlich bedanken.
Ebenso gilt es auf der Therapiestation Carina dringendst notwendige Sanierungen und Adaptierung aus brandschutz-, hygiene- und arbeitnehmerschutzrechtlichen Gründen durchzuführen. Verhandlungen über die Finanzierung mit den maßgeblichen Stellen beim Amt der Vorarlberger Landesregierung laufen. [Mag. Günter Amann, Verwaltungsdirektor]
Großzügige Spende von K-Shake Bei einem Weihnachts-Charity Event im K – Shake (www.kshake. at) kamen durch Besucher, Mitarbeiter und Geschäftsführung 12.000 Euro zusammen. Die Hälfte dieses Betrages ging an Licht ins Dunkel, die restlichen 6.000 wurden der Stiftung Maria Ebene am Samstag Abend überreicht.
Die K – Shake Crew und ihr Geschäftsführer MMag. Thomas Krobath überreichten am Samstag Josef Fink, dem Präsidenten der Stiftung Maria Ebene und Mag. Günter Amann, Verwal-
tungsdirektor, einen 6000 Euro Scheck. Diese Mittel werden bei der Therapiestation Carina, in der Menschen mit Sucht und schweren Persönlichkeitsstörungen behandelt werden investiert. Der Alltag in der Therapiestation Carina ist gekennzeichnet durch verschiedene Arbeitsbereiche sowie psycho- als auch soziotherapeutische Gruppen und Maßnahmen. Die Mitarbeit im Garten und die Pflege der Pferde, die therapeutisch eingesetzt werden, sind für unsere Patienten von großer Bedeutung. Hier werden die von der K – Shake Crew gespendeten Mittel investiert und kommen direkt den Patient/innen zugute. Die Stiftung bedankt sich herzlich bei den jugendlichen Besuchern, den Mitarbeitern und der Geschäftsführung des K - Shake. Mehr Infos über die Therapie in der Carina erfahren Sie unter www.mariaebene.at
Die Stiftung Maria Ebene wird in den kommenden Jahren vermehrt ein Augenmerk auf Fundraising Aktivitäten legen, um die hohe Qualität in der Therapie gewährleisten zu können.
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Rückblicke
Ausblicke
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Bericht Ärztlicher Leiter Veränderung der Drogenszene Die Suchtsituation im vergangenen Jahr war geprägt durch eine deutliche Veränderung in der Drogenszene und durch Konzentration auf den Jugendalkoholismus sowie eine Verbesserung vor allem der ambulanten Therapieangebote. Während jugendliche Suchtgiftkonsumenten in den letzten Jahren vor allem Stimulanzien (Ecstasy, Speed, Kokain) eingenommen haben und Motive wie Vergnügen, Erhöhung des „FunFaktors“ oder Leistungssteigerung im Vordergrund gestanden sind, ist nun eine Rückkehr zum problematischen und dadurch auch zum riskanteren Drogenkonsum zu beobachten.
Die hohe Arbeitslosigkeit der jungen Menschen verschärft diese Situation. Zeugnisse für diese Entwicklungen waren im Jahr 2004 der starke Andrang an die Beratungsstellen, die Vollauslastung der Therapiestationen Carina und Lukasfeld und die große Nachfrage nach Präventionsveranstaltungen.
Die härteste Droge, Heroin, welche seit Mitte der 90er Jahre in den Hintergrund getreten ist, erlebt nun eine Renaissance, was große Herausforderungen an die Suchtprophylaxe und -therapie mit sich bringt. Die jungen Menschen sind heute offensichtlich bereit, Risiken in Kauf zu nehmen, alle erhältlichen Substanzen zu konsumieren und Drogen gezielt gegen psychische Beschwerden einzusetzen. Jahresbericht 2004 | Stiftung Maria Ebene | 05522 727 460 | www.mariaebene.at
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Hinter der Dramatik der illegalen Rauschgifte haben wir die Hauptdroge der jungen Menschen, den Alkohol, in den letzten Jahren wohl oft zu wenig beachtet. Alkohol fordert etwa zehnmal mehr Opfer als die verbotenen Drogen, sei es im Straßenverkehr, sei es durch Suizid oder durch organische Erkrankungen. Zeltfeste sind häufig geprägt vom Bild des betrunkenen Jugendichen, Rettungskräfte sehen sich im Einsatz für alkoholvergiftete junge Menschen oft nahezu überfordert, Nachrichten über Discounfälle erschrecken uns regelmäßig. Um dieser Entwicklung entgegenzutreten, hat die Stiftung Maria Ebene zusammen mit zahlreichen Partnern, insbesondere der Vorarlberger LRG, der Gastronomie, der Handelskammer, der Firma Rauch und dem ORF, das Projekt „Mehr Spaß mit Maß“ gestartet. Es handelt sich dabei um die größte bisher vom Fonds Gesundes Österreich geförderte Präventionsprojekt, das letztlich darauf ausgerichtet ist, die jungen Menschen zur Alkoholmündigkeit zu erziehen und Erwachsenen ihre Vorbildwirkung bewußt zu machen. In den nächsten Jahren wird die Stiftung Maria Ebene im Rahmen dieser Maßnahmen zahlreiche Veranstaltungen und Projekte, welche vom Institut für Suchtforschung der Universität Innsbruck wissenschaftlich evaluiert werden, durchführen. Alle Aktivitäten zielen auf ein generelles gesellschaftliches Umdenken in der Frage des Alkoholkonsums Jugendlicher ab.
Statistische Daten 2004
Kostendruck im Gesundheitswesen Der Kostendruck im Gesundheitswesen macht auch vor der Suchttherapie nicht Halt. Obwohl für die Behandlung von Alkohol-, Medikamenten- und Drogenabhängigkeit, einer der größten Krankheitsgruppen in unserer Gesellschaft, in Anbetracht der wirtschaftlichen Bedeutung des Alkohols, der enormen Staatseinnahmen durch Alkoholsteuer usw im Verhältnis zu anderen Zivilisationskrankheiten relativ wenig Mittel zugeteilt werden, bemühen wir uns, durch Verkürzung der stationären Behandlung und Ausbau der ambulanten Therapie um Kostenreduktion. Die Neukonzipierung der Ambulanz
am Krankenhaus Maria Ebene sowie die Eröffnung neuer Behandlungsräumlichkeiten, um die wir viele Jahre gekämpft haben, sind sichtbarer Ausdruck dieser Entwicklung.
verrechnete Pflegetage
30.027 Tage
Stationäre Patienten
661
Stationäre Aufnahmen
563
Durchschnittliche Verweildauer
ca. 52 Tage
Durchschnittliche Auslastung
über 99 %
Anteil Vorarlberger Patienten
ca. 64 %
Anteil weitere österreichische Patienten
ca. 33 %
Anteil ausländischer Patienten
ca. 3 %
Alter der Patienten: 1 – 15 Jahre
1 Aufnahme
Alter der Patienten: 15 – 45 Jahre
365 Aufnahmen
Alter der Patienten: 45 - 65 Jahre
192 Aufnahmen
Alter der Patienten: über 65 Jahre
5 Aufnahmen
Bericht des Verwaltungsdirektors Wechsel im Kuratorium
Im Gesundheitsbereich geht, so sagt man, die Arbeit nie aus. Für die Suchterkrankungen trifft dies besonders zu. Unsere gesellschaftliche Situation ist auch geprägt von neuen Krankheiten, unter denen die Krankheit des Nichtgenugkriegens und des Nichtaufhörenkönnens, die Sucht, einen herausragenden Stellenwert einnimmt. [Univ-Prof. Dr. Reinhard Haller, Chefarzt der Stiftung Maria Ebene]
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Einblicke
Einblicke
Jugend und Alkohol
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Mit Juni 2003 legte der seit Beginn amtierende Präsident der Stiftung Maria Ebene, Alt-Landehauptmann Dr. Herbert
Keßler, seine Mitgliedschaft im Kuratorium sowie seine Funktion als Präsident der Stiftung Maria Ebene zurück.
Alt-Landeshauptmann Dr. Herbert Keßler war maßgeblich an der Gründung der Stiftung Maria Ebene im Jahre 1975 beteiligt. Als Präsident der Stiftung, für einen Zeitraum von über 28 Jahren, schuf er die Grundlagen und Rahmenbedingungen, sodass sich die Stiftung von einer kleinen Suchtstation mit 20 Betten zu einem modernen Zentrum für Suchtfragen, mit stationären und ambulanten Einrichtungen, sowie Prophylaxestellen und Beratungsstellen zu Suchtfragen und Suchtbehandlung entwickeln konnte.
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Veränderungen prägten 2004
„Ihr Suchtproblem können die Betroffenen nur selbst lösen. Wir in der Stiftung Maria Ebene müssen ihnen aber bestmögliche Hilfe und optimale Rahmenbedingungen zur Selbstheilung geben“ [Univ. Prof. Dr. Reinhard Haller]
Es gibt kein ruhiges Jahr. Nicht wirklich. Und vor allem nicht am Krankenhaus Maria Ebene. Es geschahen Veränderungen im Sinne von Neubeginn, aber auch Abschied und Trauer prägten 2004. Abschied
Ehemaligen Treffen Am 7. Mai 2004 lud das Krankenhaus Maria Ebene zum zweiten Treffen der ehemaligen Patienten ein. Es haben sich ca. 200 Gäste aus ganz Österreich eingefunden, die von Univ. Prof. Prim. Dr. Haller herzlich begrüßt wurden. Martin Hefel stellte den Anwesenden das Projekt „Spaß mit Maß“ vor. Vorarlberg ist in den kommenden fünf Jahren Schauplatz des EUweit größten Projektes zur Reduzierung des Alkoholkonsums bei Jugendlichen. Ziel ist es, ein möglichst spätes Alter beim Erstkonsum zu erreichen. Nach der Projektvorstellung gab es ausreichend Zeit für eine Diskussion. Mag. Andreas Pavel, der Seelsorger des Krankenhauses, bot den Gästen eine Meditation an.
Einen Einblick in das Therapieleben zeigte eine Ausstellung im neuen C-Trakt. Dort konnten verschiedene Werkstücke, die im Rahmen der Kreativtherapie von Patienten hergestellt wurden, bewundert werden. Zur Stärkung gab es Kaffe und Kuchen.
Am 23.09.2004 verstarb Herr Alwin Lang nach kurzer, schwerer Krankheit im Alter von 51 Jahren; Alwin war sei 1976 im Krankenhaus als Koch, zuletzt als Küchenchef tätig und war weit über das Krankenhaus hinaus ob seiner Kochkünste bekannt; wir alle verlieren mit ihm einen äußerst wertvollen Mitarbeiter und Freund. [OA Dr. Hans Kohler, Leiter Ambulanz]
Die anschließenden Musikeinlagen des „Kolpingchörles“, „Tina Turner“ und Lieder von Alexandra Sutter erfreuten unsere Gäste.
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Am 17. Mai trat Frau Dr. Sonja Koren eine Assistenzarztstelle an, im Juli wechselte Herr Dr. Ulrich Kathan zuerst vorläufig, dann definitiv in die Therapiestation Lukasfeld in Meiningen; mit ihm gibt das Krankenhaus einen erfahrenen Mitarbeiter ab, aber „er bleibt ja der Stiftung erhalten“. Im Sommer kam es zu Umbauarbeiten im Bereich der Küche, wo zum einen die Decke saniert wurde, zum anderen in den Kühlräumen neue Regal- und Kühlsysteme installiert wurden.
Mit September beendete Frau Bianca Rützler ihr Arbeitsverhältnis um sich neuen Herausforderungen zu stellen: ihr Aufgabenfeld teilen sich nun zu je 50% Frau Margit Weinzierl für den stationären Bereich und Frau Astrid Rheinberger als Ambulanzsekretärin. Im selben Monat noch kam es nach vielen Vorgesprächen mit der Caritas zu einer weiteren Intensivierung der Zusammenarbeit und zwar dahingehend, dass für die sozialarbeiterische Betreuung von Ambulanzpatienten eine 50% Stelle, die
sich zwei Mitarbeiter der Caritas teilen, geschaffen wurde. Anfang Oktober fand erstmalig ein sogenanntes Motivationsseminar statt, die Früchte werden zu einem späteren Zeitpunkt geerntet. Im Rahmen der Qualitätssicherung wurde dieses Jahr die „telefonische Erreichbarkeit“ abgeschlossen und mit dem neuen Projekt „Aufnahmemanagement“ begonnen.
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Rückblicke
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Ausblicke
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Krankenhaus Maria Ebene Carina Lukasfeld Clean Feldkirch Clean Bregenz Supro
Krankenhaus Maria Ebene Carina Lukasfeld Clean Feldkirch Clean Bregenz Supro Patientenstatistik stationär Männer
274
Frauen
107
Ambulanz Neu
Ambulanzkontakte
Therapie stationär
Angehörigenarbeit
99.16% Auslastung
Mit Juni 2004 fiel der Startschuss zum Umbau der Ambulanz, wobei neben einer Änderung des Standortes (vom Trakt A nach B) es auch zu einer räumlichen Erweiterung dieses Bereichs mit zwei komfortablen Untersuchungsräumen, einem Anmeldebereich, großzügigem Wartebereich und einem separatem Behinderten WC kam. Die Arbeiten wurden im Dezember abgeschlossen, der Ambulanzbetrieb konnte mit 22. Dezember aufgenommen werden. Mit Ende Jahr verließ unser sehr engagierter Ambulatorius Dr. Thomas Bitriol unser Haus, um seinen Weg zur Facharzt Ausbildung fortzusetzen. Die ambulante Behandlung stellt in vielen Fällen eine gute Alternative zur stationären Therapie dar, insbesondere wenn die Erkrankung noch nicht sehr weit fortgeschritten ist und ein stabiles soziales Umfeld besteht. Für manche Patienten ist eine ambulante Behandlung aus familiären oder beruflichen Gründen die einzige Möglichkeit.
Die Ambulanz erfüllt im Vorfeld einer stationären Behandlung wichtige Aufgaben:
5944 Patienten, dies bedeutet eine Steigerung von 18% im Vergleich zum Vorjahr. Davon 348 Erstkontakte, 5596 Nachbehandlungen.
Der Verlauf der stationären Therapie wird durch verschiedenen Elemente bestimmt.
In der fünften Therapiewoche werden die Angehörigen zu einem Angehörigentag, in der siebten Therapiewoche zu einem Angehörigennachmittag eingeladen. Ziel dieser Tage ist es, die Angehörigen über Suchtentstehung, Suchtverlauf, Co-Abhängigkeit und über das therapeutische Angebot zu informieren. Es werden auch Gespräche mit dem Bezugstherapeuten angeboten, um Angehörigen und Patienten die Möglichkeit zu bieten, ihre persönliche Situation darzulegen und wieder darüber miteinander ins Gespräch zu kommen.
381 Patienten wurden aufgenommen, davon 274 Männer (71,92%), und 107 Frauen (28,08%), in Summe 18.146 Belegstage und eine Auslastung von 99,16%.
Erstkontakte im Sinne einer medizinischen und psychosozialen Beurteilung zur Planung der weiteren Vorgangsweise oder die Weiterleitung an andere Stellen. Bewährt haben sich auch ambulante Entgiftungsbehandlungen vor der stationären Aufnahme, sodass die Betroffenen schon von Beginn an die Therapieangebote wahrnehmen können und nicht durch die Wirkungen von Medikamenten beeinträchtigt sind.
Unsere Therapieelemente 56% mehr Kontakte Auch in der Beratungsstelle Bregenz, Kolumbanstrasse 9 fand eine deutliche Steigerung der Ambulanzkontakte von 283 im Jahr 2003 auf 441 Patienten im Jahr 2004 statt. Davon waren 94 Frauen und 347 Männer, die die Beratungsstelle aufsuchten.
In der Nachbetreuung liegt der Schwerpunkt in der Behandlung von rückfälligen Patienten, wobei ein Abgleiten in ein schweres Trinken vielfach verhindert werden kann. Andere Patienten benötigen regelmäßige klinische Kontrolluntersuchungen, weil es behördliche (Führerschein) oder gerichtliche Auflagen gibt. Vermehrt hat unsere Ambulanz auch Aufgaben bei Programmen zum Thema „Alkohol am Arbeitsplatz“ übernommen.
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Bezugstherapeuten und Einzeltherapie Jeder Patient bekommt einen Bezugstherapeuten zugeteilt, der die Einzelgespräche und die Krankengeschichte führt und für den Therapieverlauf sowie die Koordination der einzelnen Therapieelemente verantwortlich ist.
Obligatorische Gruppentherapie mit Anwesenheitspflicht Durch die Interaktion in der Gruppe werden unterschiedliche Erfahrungen eingebracht. Eigenes Verhalten kann überprüft und korrigiert, neu entwickelte Verhaltensmöglichkeiten können gefestigt werden. Der häufig zu beobachtenden Isolation wird entgegen gewirkt. Verschiedene Gruppentherapieformen werden unterschieden, z.B. Psychotherapeutische Kleingruppe (7 – 10 Patienten), Kerngruppe (20 – 25 Patienten), Hausgruppe, Neigungsgruppen.
Einblicke
381
Einblicke
aufgenommene Patienten gesamt
Davon kamen aus: Patientenabstammung Vorarlberg
231
Salzburg
57
Tirol
47
Oberösterreich
12
Wien
10
Niederösterreich
5
Steiermark
3
Burgenland
1
Südtirol
4
Schweiz
1
Liechtenstein
1
„40-Stundenwoche“ Die Therapiezeit beginnt um 8.00 Uhr und dauert einschließlich Mittagspause bis 17.00 Uhr. Neben den Gruppen, den Einzelgesprächen, den Visiten oder anderen Terminen, gibt es in der verbleibenden „offenen Therapiezeit“ die Möglichkeit, in den Werkstätten aktiv zu sein oder die soziotherapeutischen Aufgaben zu erledigen.
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Auslastung und Schwerpunkte
Struktur in den Alltag bringen Ich, 19 Jahre alt, kam auf gerichtliche Weisung in die Therapiestation Carina. In der Carina lernte ich Verantwortung zu übernehmen und selbständig zu Arbeiten. Der wichtigste Teil war Struktur in den Alltag zu bringen, wobei mich das Team der Carina bestärkte.
Ausbau - Umbau Nun gestalte ich meine eigene Struktur, was auch sehr gut funktioniert. Ich hatte bis dato keinen Rückfall mit Drogen oder Alkohol, auch griff ich noch keine Zigarette an (das Rauchen gewöhnte ich mir am Anfang meiner Therapie ab). Momentan habe ich auch einen zweiten Job aus finanziellen Gründen (Putzfirma).
Frau Mag. Karin Mittelberger unterstützte mich bei der Suche meines neuen Berufes. Durch die Betreuung von Karin konnte ich einige Schnuppertage machen und bekam so eine Lehrstelle als Fitnessbetreuer. Ich übe diesen Beruf nun seit Ende Juli aus - eine Woche nach erfolgreichem Therapieabschluss. Anfangs war ich sehr unsicher, was sich jedoch mit der Zeit legte, auch mit dem Wissen von meiner neuen Ausbildung.
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In unserer Arbeit stehen wir vor neuen Herausforderungen. Wir haben sowohl die Planung als auch die Kostenrechnung für die neuen Stiegenhäuser und die Sanierung des Kellers abgeschlossen und freuen uns auf die Realisierung dieser Bauvorhaben. Abgeschlossen haben wir den Umbau des Wohnbereiches der Patienten mit einem hohen Anteil an Eigenleistungen. [Mag. Johannes Rauch, Leiter Carina]
Im Arbeitsjahr 2004 ist uns eine sehr gute Auslastung der Therapiestation Carina gelungen. Aufgrund der sehr hohen Nachfrage nach unserem Behandlungs Angebot, ergab sich jedoch der Nachteil einer langen Wartezeit von 4 – 6 Monaten. Es herrschte eine sehr hohe Nachfrage nach unserem Therapieangebot. Dies wiederum hat eine positive Auswirkung auf die Abbruchquote, sie beläuft sich in diesem Jahr auf 16 %. Eine weitere Zunahme seit dem letzten Jahr, ist in der Aufnahme von Personen mit schweren Formen von Cannabisabhängigkeit mit schweren Angststörungen bzw. psychotischen Störungen zu bemerken. Ansonsten lag der Schwerpunkt weiterhin auf der Behandlung von polytoxikomanen Abhängigkeitserkrankungen. Das therapeutische Team blieb im wesentlichen konstant und stabil. Die vakante Stelle in der Soziotherapie wurde besetzt und die neue Mitarbeiterin eingearbeitet.
Rückblicke
Ausblicke
„Die Abstinenz muss dem Leben abgerungen werden“ [Mag. Johannes Rauch]
Integration in den Arbeitsmarkt
Wohnen
Nach erfolgreicher stationärer Therapie ist die Vorbereitung auf die Zukunft in den Bereichen, Wohnmöglichkeit, ambulante Nachbetreuung, Aufbau von sozialen Kontakten und Konfrontation mit realisierbaren Möglichkeiten nach der Therapie, wie der Einstieg ins Berufsleben, neue Ausbildungsmöglichkeiten und Qualifizierungsmöglichkeiten von großer Bedeutung und Wichtigkeit, um ein selbständiges und verantwortungsbewusstes Leben führen zu können.
Von den abgeschlossenen Patienten haben 15 Patienten in einer Wohngemeinschaft Aufnahme gefunden. 33 Patienten suchten eine Wohnung und fanden diese.
Die Berufsplanung/Jobcoaching trägt für Menschen mit einer Suchterkrankung positiv dazu bei, dass diese Menschen durch ihre erschwerten Startbedingungen auf dem Arbeitsmarkt unterstützt, beraten und begleitet werden, um so am gesellschaftlichen Leben teilhaben zu können. Trotz großer Probleme am Arbeitsmarkt haben 16 Patienten eine Integration in den Arbeitsmarkt geschafft. 13 Patienten haben einen Platz in einer Ausbildungseinrichtung (Lehrstelle, Fachhochschule, Universität) gefunden. 8 Patienten konnten erfolgreich das vor der Therapie bestehende Dienstverhältnis fortsetzten.
Patientenabstammung Vorarlberg
29
übrige Bundesl.
19
Südtirol
2
Schweiz
1
Therapieerfolg Abgeschlossen
43
Abgebrochen
5
Abbruch Carina
3
Geschlechtsaufteilung Weiblich
17
Mänlich
26
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Einblicke
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Einblicke
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Unsere sechs Arbeitsbereiche
Therapeutisches Konzept
Drei Therapieabschnitte
Die Aufnahme zur Therapie erfolgt nach der abgeschlossenen, medizinisch überwachten Entgiftung.
Die Therapie selbst gliedert sich in drei Abschnitte, wobei ein positiver Abschluss der Therapie in allen drei Abschnitten möglich ist.
Die Therapie beginnt mit der Eingewöhnungszeit. Diese dauert ca. 2 – 4 Wochen. Vorrangiges Ziel der Eingewöhnungszeit ist es, dem Patienten einen Einblick in die Therapie zu geben: er soll sich ein Bild machen über das, was ihn erwartet. Der Patient nimmt während der Eingewöhnungszeit an allen soziotherapeutischen, psychotherapeutischen und kreativen Gruppen teil und beteiligt sich an der Arbeit in den Arbeitsbereichen. Wenn sichergestellt ist, daß der Patient aus sich selbst heraus und nach Einsicht in Ablauf und Struktur des Lebens auf der Station zur Therapie motiviert ist (meistens nach zwei bis vier Wochen), kann er in den ersten Therapieabschnitt aufgenommen werden. Die Aufnahme zur Therapie findet unter Teilnahme aller Mitpatienten statt.
Mit dem ersten Therapieabschnitt beginnen die psychotherapeutischen Kleingruppen sowie die psychotherapeutische Einzelarbeit. Hier entsteht Raum für die Auseinandersetzung mit der eigenen Geschichte und dem Weg in die Sucht und Abhängigkeit.
Therapeutischer Alltag Ein Teil des therapeutischen Alltags wird durch die Arbeit in den verschiedenen Arbeitsbereichen bestimmt. Alle anfallenden täglichen Arbeiten zur Selbsterhaltung der Hausbewohner und Wartung von Haus und Garten sowie angegliedertem Stallbereich werden von den Patienten selbstverantwortlich durchgeführt.
Im dritten Therapieabschnitt widmet sich die therapeutische Arbeit der Vorbereitung auf die Zukunft. Es geht um das Aufbauen eines eigenen Platzes in der Arbeits- und Beziehungswelt durch Konfrontation mit realisierbaren Möglichkeiten.
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Durch die Arbeit in der Küche soll jeder Patientin zum selbständigen Kochen einschließlich des Backens des täglichen Brotes befähigt werden. Dazu gehört auch die Planung und Kalkulation der Einkäufe sowie die Entwicklung eines Bewusstseins für gesunde Ernährung und gepflegte Eß- und Tischkultur. Hausreinigung
Vermittlung zur Nachbetreuung Der zweite Therapieabschnitt setzt den psychotherapeutischen Schwerpunkt der Identitätsbildung. Die Wahrnehmung der eigenen Person durch Auseinandersetzungen in der therapeutischen Gemeinschaft und die Überprüfung an der Realität führt zur Übernahme von Verantwortung für sich selbst und die Umwelt.
Küche
Beratungsstellen
26
psychiatrische NB
2
psychotherapeutische NB
17
keine NB
6
Der Arbeitsbereich Hausreinigung ermöglicht das Erlernen der Fertigkeiten, die zur Pflege und Reinigung eines Haushaltes notwendig sind. Das Gespür der Patienten für Sauberkeit und Genauigkeit soll erhöht und ihr Durchhaltevermögen gestärkt werden.
Bewusstsein für Kleidung und Sich-Kleiden als Ausdruck der eigenen Persönlichkeit schaffen. Werkstätte Im Arbeitsbereich Werkstätte erlernen die Patienten alle erforderlichen Arbeiten zur Instandhaltung von Haus, Hof und Stall einschließlich der Wartung und Pflege der dazugehörenden Geräte und Werkzeuge. Stall Im Stall können die Patienten den Umgang mit Tieren und die Erfordernis von Verlässlichkeit und verantwortungsvollem Handeln erfahren. Garten
Waschküche Die Arbeit in der Waschküche umfasst alle Tätigkeiten, die zur Reinigung, Pflege und zur Instandhaltung der eigenen Kleidung und Wäsche notwendig sind. Darüber hinaus soll die Arbeit im Arbeitsbereich Waschküche ein
Im Arbeitsbereich Garten sollen Grundkenntnisse zum Anlegen und Pflegen eines eigenen Gartens erlangt werden. Die tägliche Gartenarbeit führt zu einer Vertiefung der Beziehung zur Natur, zu verstärkter Erdverbundenheit und zum Erleben der Notwendigkeit und des Erfolges von Geduld und Nachhaltigkeit.
Kontinuierliches Lernen von Verantwortung In der Regel arbeitet jeder Patient mindestens ein Mal in einem der bestehenden Arbeitsbereiche – zunächst als Mitarbeiter mit der Möglichkeit, die erforderlichen Arbeiten nach und nach zu erlernen. Die kontinuierliche und nachhaltige Arbeit in den Arbeitsbereichen bedeutet für die Patienten eine oftmals neuartige Auseinandersetzung mit dem eigenen Können: aus der Erfahrung heraus, dass dieses Können wandelbar, d.h. veränder- und verbesserbar ist und aus dem Erleben heraus, dass auch Neues gelernt und angeeignet werden kann, entsteht Motivation und Selbstwert. Arbeit wird so über die bloße Selbsterhaltung hinaus als Prozess der Selbstgestaltung erlebbar. Ab dem zweiten Therapieabschnitt übernehmen die Patienten Verantwortung als eigenverantwortliche Leiter eines Arbeitsbereiches.
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„Veränderte Konsum- und Verhaltensmuster Jugendlicher erfordern neue Angebote bei Entgiftung und Therapie“ [OA Dr. Roland Wölfle]
Therapieabschluss
Wir haben uns für das Jahr 2005 zwei Schwerpunkte vorgenommen
Ein Blick zurück.
Krisen haben zugenommen
Aufenthaltsdauer geht zurück
Am 14. Dezember hat einer unserer Patienten seine Abschlussfeier gehabt, und wir haben die Therapie Revue passieren lassen. Harald (Name geändert) kam am 01. Juni 2004 zur ersten stationären Aufnahme. Er hatte schon mehrere Aufenthalte an psychiatrischen Einrichtungen hinter sich, er hatte sich die letzten Jahre sehr zurück gezogen, lebte zunehmend in einer eigenen Welt, die von Misstrauen, Beeinträchtigungs- und Verfolgungsgedanken durchwoben war.
1. Verbesserung der Entgiftungssituation
2. Verkürzung und Flexibilisierung der Therapie Die Veränderungen der Konsumgewohnheiten und die ständig jünger werdende und labilere Klientel bringen es mit sich, dass mittlere und längere Therapiephasen nicht mehr so gut akzeptiert werden. Wir haben Arbeitsgruppen gebildet, die konzeptuelle Änderungen vorbereiten.
Es war für die TS Lukasfeld ein Jahr, das mehr Konsolidierung ins Team brachte, uns aber mit deutlich mehr Labilität und Krisenanfälligkeit in der Patientengruppe konfrontierte. Dies mag damit zusammen hängen, dass wir eine zunehmend jüngere Klientel haben und heuer auch vermehrt reine Entgiftungsbehandlungen angeboten haben, allerdings ausschließlich für ehemalige Patientinnen und Patienten.
2004 hatten wir 109 Aufnahmen, ein knappes Drittel waren Frauen.
Unser kleines Krankenzimmer ist eigentlich nur ein Provisorium. Wenn wir, wie es auch angedacht ist, den Entgiftungsbereich intensivieren wollen, bedarf es sowohl einer Vergrößerung der Räumlichkeiten als mittelfristig auch einer personellen Aufstockung. Wir haben schon Vorarbeiten geleistet, gemeinsam mit unserem Architekten, Herrn Dipl. Ing. Martin Häusle, wurde eine Entgiftungsstation konzipiert. Wenn dies nicht finanzierbar ist, bedarf es wenigstens eines kleineren Ausbaues.
Die TS Lukasfeld besteht nun das 10. Jahr. Am Ende dieser Dekade präsentiert sich unser Haus als eine stabile und anerkannte Einrichtung, die aus der Behandlungsszene des Landes wohl nicht mehr wegzudenken ist. Es sind in diesen Jahren viel praktisches Wissen und Erfahrung gesammelt worden, die wir in unserer täglichen Arbeit nutzen und an unsere Patientinnen und Patienten weitergeben können. Wir sind auch mit viel Not und Elend konfrontiert und wir müssen ständig Rückfallserlebnisse und persönliche Katastrophen vieler Betroffener miterleben und verarbeiten. Ein gutes, von Vertrauen getragenes und kooperatives Klima im Team sind das größte Kapital, welches eine derartige Einrichtung nur haben kann. Dies muss gepflegt und gefördert werden, sodass wir unter anderem auf eine hochqualifizierte externe Supervision großen Wert legen.
Harald hatte am Anfang allergrößte Kontaktschwierigkeiten und Mühe an Gruppen teilzunehmen. Er hatte auch Schwierigkeiten im Umgang mit Regeln. Mittlerweile hat er viel Selbstbewusstein entwickelt. In seiner Abschiedsrede sagte Harald: “Ich habe bei euch erfahren, dass auch ich etwas Wert bin und von anderen respektiert werde. Der Aufenthalt in Lukasfeld ist eine der wichtigsten und schönsten Zeiten in meinem Leben gewesen. Ich habe viel dazu gelernt und mich mit meiner Erkrankung intensiv auseinandergesetzt. Nun habe ich wieder eine Zukunftsperspektive.
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Es soll noch vor dem Sommer 2005 neben der reinen Entgiftung und dem fünfmonatigem Behandlungszyklus ein kürzeres Angebot geben. [OA Dr. Roland Wölfle, Leiter Lukasfeld]
Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer ist von 74,9 Tagen im Jahr 2003 auf 52,8 Tage zurück gegangen, nicht zuletzt bedingt durch eine überdurchschnittlich hohe Abbruchrate. 76% der Patientinnen und Patienten stammen aus Vorarlberg, 11,1% aus Tirol, die verbleibenden aus Oberösterreich, Wien, Salzburg und Niederösterreich. Bei fast der Hälfte (44,1%) bestehen neben der Suchtdiagnose auch eine oder mehrere psychische Störungen von Seiten der Persönlichkeit, einer psychosomatischen Erkrankung oder eine (drogeninduzierte) Psychose.
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Rückblicke
Auskblicke
Krankenhaus Maria Ebene Carina Lukasfeld Clean Feldkirch Clean Bregenz Supro
Einblicke
Migranten in der TS Lukasfeld Die Arbeit mit Migranten und Migrantinnen, die vorwiegend aus der Türkei und aus dem ehemaligen Yugoslawien stammen, ist eine der Besonderheiten unserer Erinrichtung, da diese Gruppe über die Jahre ca. 1/4 unserer Klientel ausmacht. Interkulturelle Suchttherapie ist somit ein Schwerpunkt, mit dem wir uns seit Jahren befassen. Dr. Wölfle hat dazu beim Kongress „Ethnicity and Addiction“ in Wien (September 2004) sowie an der Psychiatrischen Klinik Herisau Referate gehalten. In Vorarlberg sind ca. 10% der Bevölkerung türkischer Herkunft, der Anteil in der Drogenarbeit beträgt bei uns fast das Doppelte, wobei es sich in erster Linie um die zweite Generation handelt, also um Kinder der ursprünglichen Einwanderer oder „Gastarbeiter“. In dieser doppelten Identität liegt schon einer der typischen Belastungsfaktoren. Die Werthaltungen, die soziale Zugehörigkeit oder unterschiedliche Ängste vor dem Fremden sind weitere Risikofaktoren, ebenso ein ganz anderes Krankheitsverständnis oder das Fehlen kollektiver und regulierender Erfahrungen im Umgang mit Alkohol.
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Was geschah im Jahr 2004? Als Detail unserer Arbeit kann die Psychotherapiegruppe vom Frühsommer erwähnt werden, in welcher von 6 Teilnehmerinnen und Teilnehmern folgende Volksgruppen vertreten waren: Ein Türke, ein Grieche, eine Serbin, eine Tirolerin mit Roma-Volkszugehörigkeit, eine junge Frau mit sizilianischer Mutter und österreichischem Vater sowie schließlich ein einziger junger Mann, von dem beide Eltern Österreicher waren. Ein Merkmal v.a. der Türken war, dass sie nicht freiwillig kamen, sondern ausschließlich unter „Therapie statt Strafe“ über die Justiz. Wir bemühen uns um eine optimale Integration ausländischer Patienten und Patientinnen und wollen den kulturellen, familiären und religiösen Bedürfnissen soweit Rechnung tragen, wie es unseren Möglichkeiten als kleine Einrichtung entspricht, ohne dass es zu Konflikten oder als ungerecht empfundenen Sonderbehandlungen kommt.
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Therapieformen mit nicht-sprachlichen Anteilen (z. B. Musiktherapie) sind hilfreich, zumal sich gerade hier südländische Menschen mit ihrem Rhythmusgefühl als kompetent erweisen können, was zur Verbesserung des Selbstwertgefühls beiträgt.
Bei besonderen Aktivitäten neben den Gruppen, den Einzelgesprächen und vielen anderen Aktivitäten im Haus haben wir großen Wert auf eine nützliche und sinnvolle Freizeitgestaltung gelegt; es gab viele Spaziergänge und Wanderungen, Besuche von Ausstellungen und Museen, Teilnahme an Sportveranstaltungen und Tournieren, sowie die regelmäßigen freitäglichen Besuche in einem Fitnessstudio, welches von den Patientinnen und Patienten gut angenommen wird. Tiefschnee, Iglus & Schluchten Outdoor-Tage am Hirschberg bei optimalen Verhältnissen
Brandschutzübung mit Patienten Ein Teil dieser erlebnispädagogischen Tage besteht darin, sich durch Gruppenspiele und verschiedene Übungen symbolisch manchen Grundqualitäten des Lebens und dem Kern der Persönlichkeit anzunähern. Regelmäßige Brandschutzschulungen sind im Lukasfeld vorgeschrieben und üblich. Auch Erste Hilfe - Kurse und andere Aktivitäten, die mit Realitätsnähe und sozialer Verantwortung zu tun haben, sind uns große Anliegen. Mut und Kraft waren notwendig, um an einem Drahtseil eine Schlucht zu überqueren. Ein Wünschebaum wurde mit aus Jute und Wachs selbst hergestellten Fackeln beleuchtet.
Zwei Patientinnen, fünf Patienten sowie unser bewährtes Outdoor-Team Martin Waldner und Horst Schaflinger verbrachten im Jänner vier OutdoorTage im Bregenzerwald. Endlich präsentierte sich eine Winterlandschaft, die den Einsatz der neuen Schneesägen ermöglichte, um zwei Iglus zu bauen. Zu viert oder zu fünft in einem Iglu zu nächtigen war wohl für die meisten eine ganz spezielle Erfahrung und ist sicher nichts für Menschen mit Platzangst – das war aber zum Glück bei niemandem der Fall.
Einblicke
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Erstaunlich war für manche Stadtmenschen, dass es möglich ist, auch bei Schneefall an einem Lagerfeuer zu sitzen oder unter einfachsten Verhältnissen Brot zu backen. Alles in allem sind die OutdoorTage für alle sehr gut verlaufen. Es war eine Mischung aus Abenteuer und Selbsterfahrung sowie ein unvergessliches Erlebnis, von dem hoffentlich noch lange profitiert werden kann.
Zum Thema „Vorbeugung und Bekämpfung von Bränden“ konnten wir in einem Steinbruch praktische Übungen durchführen. Wir wurden in einer Theoriestunde über den Gebrauch und die Funktion eines Feuerlöschers aufgeklärt. Anschließend ging es in den Steinbruch Hohenems, wo wir in einem speziellen Übungsgelände den Gebrauch von Pulver- und Schaumlöschern üben konnten. Besonders in Erinnerung geblieben ist uns die Demonstration einer explodierenden Friteuse, wenn diese unsachgemäß mit Wasser gelöscht wird. Herzlichen Dank an Herrn Walch und die Feuerwehr Dornbirn.
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„Das Auskurieren einer Spielsucht erfordert einen längeren Prozess, schnelle Lösungen spielen sich nicht. In den meisten Fällen benötigen die Klienten bei diesem Prozess professionelle Begleitung und Unterstützung“
Gruppe für Angehörige und Betroffene... die Sucht und meine Familie Wir haben das Gruppenangebot auf die Zielgruppe Angehörige und Betroffene erweitert. Eingeladen sind Eltern von Jugendlichen, die suchtgefährdet sind sowie Betroffene und Angehörige, in deren Familie oder Herkunftsfamilie Sucht in irgendeiner Form ein Thema ist oder war. In der Gruppe gibt es die Möglichkeit über eine Familienaufstellung, die Zusammenhänge zwischen der Suchtthematik und Ihrem Familiensystem besser zu verstehen, mit anderen Erfahrungen auszutauschen und neue Lösungsmöglichkeiten zu entwickeln.
Sucht im Betrieb
Sucht/Drogen - Schule
Schwierigkeiten mit Mitarbeiter/ innen und Lehrlingen, wie Verschlechterung der Leistungen, Zunahme der Krankenstände, zu spät Kommen und andere Nachlässigkeiten haben manchmal einen Hintergrund, der außerhalb des Arbeitsverhältnisses liegt. Dieser kann in Beziehungen zu den Eltern, zum Partner oder den Kindern liegen, aber auch in einem Sucht- oder Drogenproblem.
Wenn das Thema Sucht oder Drogen aktuell wird, Verdachtsmomente auftauchen oder bekannt wird, dass ein Kind Drogen konsumiert, sind wir für Sie da.
Wenn Sucht und Drogen eine Rolle spielen könnten, bieten wir Personalverantwortlichen Beratungsgespräche an.
Mitbetreute Bezugspersonen bei 181 Klienten Bezugspersonen mitbetreut
76
Bezugspersonen nicht mitbetreut
105
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Informationsgespräch Eine Fachperson der Stelle führt mit verantwortlichen Personen der Schule (Direktor, Lehrer/in, Eltern...) ein erstes Gespräch. Hier werden die Situation und der Handlungsbedarf geklärt. Folgende Angebote können für die aktuelle Situation die geeignete Maßnahme sein: -
Workshop mit der ganzen Klasse Elternvortrag Beratung Psychotherapie für Einzelpersonen - Familienberatung - Lehrerfortbildung - Vermittlung an eine andere Einrichtung - Elternseminar [Mag. Christine Köhlmeier, Leiterin Clean Feldkirch]
[Mag. Christine Köhlmeier]
Spielsucht
Substitution
Laut Schätzung von Experten sind 0,11 bis 0,19 Prozent der Bevölkerung krankhaft spielsüchtig. Etwa 75 Prozent verfallen den Spielautomaten. Lediglich 2 bis 4 Prozent halten sich an Lotto und Toto. Steigend ist die Zahl jener, die über Sportwetten und über das Spielen im Internet in eine Spielsucht verfallen.
Es sind jetzt unter 40 Menschen, die bei uns im Rahmen des Substitutionsprogrammes betreut werden. Einige Gedanken dazu: Substitution ist ein Arbeitsbereich der durch ständige Bewegung oder Unruhe gekennzeichnet ist. Dies ergibt sich durch das Klientel selbst und durch die vielfachen Bezüge in denen es steht bzw die vielen Menschen/ Institutionen die irgendwie involviert sind. Für uns heißt das viele Ebenen zu sehen, und auf vielen Ebenen immer wieder zu handeln.
Das Auskurieren einer Spielsucht erfordert einen längeren Prozess, schnelle Lösungen spielen sich nicht. Das Bewusstsein, dass Spielsucht eine entsprechende Therapie erfordert, steigt. Die Zahl jener, die bei uns Unterstützung suchen, um aus der Spirale des Spielens herauszukommen, nahm zu. Diesem Thema widmet sich auch eine Arbeitsgruppe in der Stiftung Maria Ebene. Spielsucht war und wird einer der Schwerpunkte sein in diesem und sicher auch in folgenden Jahren.
Substitutionsprogramm heißt ja Verschreibung einer Ersatzdroge zusammen mit psychosozialer Betreuung, insgesamt mit dem Ziel der Verbesserung der Gesundheit im umfassenden Sinn. Es gilt was vielleicht das einfachste ist, Klienten anzuhalten ihre Termine beim Arzt regelmäßig einzuhalten, vielfach Kontakte zu Apotheken zu pflegen, damit auch diese Schiene ohne größere Probleme funktioniert.
Kontakte zu Arbeitgebern bzw zu Projektträgern gehören hier zum täglichen Brot der Beratungsstelle um Verständnis aufzubauen, Konflikte helfen zu bereinigen. Auch Angehörige gilt es einzubinden, die sehr oft in eine Coabhängige Rolle geraten. Substitutierte unterschreiben zwar anfangs einen Betreuungsvertrag, in dem sie sich verpflichten psychosoziale Betreuung in Anspruch zu nehmen. Was dies heißt ist vielen anfangs nicht klar und es braucht unsererseits sehr viel Energie dies auch einzufordern bzw dann auch mit ihnen an den Zielen der Verbesserung ihrer Lebenssituation zu arbeiten. An diese Verbesserung herangehen zu können heißt mit viel Mühe immer wieder an den Strukturen zu arbeiten. Verlieren wir kurz dieses Augenmerk entschwinden viele wieder und die Arbeit beginnt von vorne.
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Rückblicke
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Ausblicke
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Immer mehr Angehörige nehmen unser Angebot zu Familienberatung und –therapie in Anspruch. Es sind dies oft Eltern von Jugendlichen, die Cannabis konsumieren. Ein Ziel der Beratung ist natürlich die Veränderung des Konsumverhaltens. Ein Fokus der Beratung ist die Familiendynamik, die Beziehung zwischen den Eltern, die Beziehung zwischen Eltern und Jugendlichen. Durch das auffallende Verhalten des Konsums bringen Jugendliche einiges in Bewegung in diesen Beziehungen und stellen einiges in Frage. Drogenkonsum kann auch ein Symptom sein, und sich in Beratung und Therapie zu begeben kann heißen herauszutreten und die Verstrickungen und Verwicklungen anzusehen und anzugehen. Eine positive Wirkung auf den Jugendlichen kann etwa die Einbindung des getrennt lebenden Elternteils haben oder das stärkere Auftreten des Vaters und das Zurücktreten der Mutter.
Andere erleben es als sehr hilfreich die Situation in der sie in der Familie, Partnerschaft stehen, anzuschauen und merken wie entlastend es für die Familie, für die Partnerschaft ist, sich vom Fokus Droge zu lösen und der Beziehungsdynamik diese Energie zu widmen. Dieses andere Schwerpunktsetzen hat sicher auch Auswirkungen auf das Konsumverhalten. Es tauchen Ängste auf und Schuldgefühle „heißt das, dass ich - wir schuld sind, wenn mein, unser Kind Drogen konsumiert?“ In den wenigsten Fällen geht es um Schuld. Wir alle kommen irgendwo her, bringen unsere Verstrickungen mit, in die Beziehungen zum Partner, zu den Kindern.
Beratung kurzfristig Betroffene Personen Beratungen Harnkontrollen sonstige Maßnahmen
408 118 609
Betreuung langfristig Betroffene Personen
Es gibt auch Äußerungen von Angehörigen, mein Sohn, meine Tochter konsumiert, es ist ihre/ seine Sache damit aufzuhören, ich hab nichts damit zu tun.
141
Beratung und Therapie Harnkontrollen sonstige Maßnahmen
181 1025 464 2319
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Hier liegt auch der Verantwortungsbereich und die Möglichkeit der Angehörigen etwas zu tun und etwas zu bewirken. Wir arbeiten in verschiedenen Zusammensetzungen, mit der ganzen Familie, mit den Eltern alleine und mit dem konsumierenden Jugendlichen, Erwachsenen. Diese Aufteilung und wieder Zusammenführung erweist sich als hilfreich für alle Beteiligten.
Einblicke
Einblicke
Eindrücke zu unserer Angehörigenarbeit
Ein erstes Familiengespräch Der Vater von Benjamin entschließt sich, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Er nimmt telephonisch mit uns Kontakt auf. Wir laden die Eltern gemeinsam mit ihrem Sohn zu einem ersten Gespräch in die Beratungsstelle ein. Als erstes schildert jeder die Situation aus seiner Sicht. Der Vater berichtet, dass der 17-jährige Sohn der Familie M. immer wieder mal kiffe und er sich Sorgen mache, dass Benjamin in Konflikt mit dem Gesetz kommen könnte. Allerdings habe die Mutter in Bezug auf Benjamin völlig übertriebene Ängste, was zu Meinungsverschiedenheiten auch zwischen den Eltern führe. Die Mutter berichtet von ihrem drogenabhängigen Cousin und schildert ihre Ängste in Bezug auf Benjamin. Benjamin selbst findet seinen Konsum normal und empfindet die Ängste und Sorgen seiner Eltern übertrieben. Insgesamt fühlt er sich von den Eltern unverstanden. Im Laufe des Gespräches wird deutlich, dass die Eltern für einander kaum Zeit finden und beide Elternteile den Eindruck haben, sich in den letzten Jahren auseinander gelebt zu haben.
Elternseminar Da die Eltern wieder zueinander finden wollen, um auch in Bezug auf Benjamin wieder gemeinsam stark sein zu können, vereinbaren sie einen Termin für ein Paargespräch an der Beratungsstelle. Wir machen Benjamin das Angebot, einige Beratungsgespräche alleine in Anspruch zu nehmen, um herauszufinden, wo und in welchem Maße er suchtgefährdet sein könnte. Benjamin erklärt sich dazu bereit. Das Familiengespräch mit der Familie M. wird von einer Mitarbeiterin und einem Mitarbeiter geführt, die psychotherapeutisch bzw. beraterisch geschult sind. Die Beraterin führt in weiterer Folge die Gespräche mit Benjamin; der Therapeut die folgenden Paargespräche.
Vor kurzem wurde bei uns das Elternseminar zum Thema „Meine Familie und die Sucht“ erfolgreich abgeschlossen. An drei Terminen setzten sich die TeilnehmerInnen mit diesem Thema intensiv auseinander. Es war für alle interessant, zu erkennen, dass der Suchtmittelkonsum des Kindes ein wichtiger Impuls für das eigene Leben und auch die Paarbeziehung war. Einige Erfahrungen und Zitate der Teilnehmer: Ich bin viel ruhiger geworden. Mein Mann und der Sohn können jetzt wieder miteinander reden. Das Gefühl, dass ich alles falsch gemacht habe, ist weg und ich fühle mich in der Rolle als Mutter wohler. Uns hat auf dem Weg bestärkt, dass die Einbeziehung der Familie für alle Beteiligten hilfreich und befruchtend erlebt wurde. Oft kann dadurch eine konstruktive Dynamik in Gang gesetzt werden.
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„Bei unseren Klienten ist die Kontrolle des allgemeinen Gesundheitszustandes wichtiger denn je“ [Mag. Michael Lipburger] Das therapeutische Team
Arbeitsschwerpunkte 2004
Konsumverhalten
Die wesentlichen Arbeitsschwerpunkte im Jahre 2004 bildeten neben der Sekundärprävention (Teilnahme an der Bezirkskonferenz in Bregenz, Teilnahme an AG, Projekte in der Jugendarbeit, Klausurschwerpunkt, Überlegungen zu einer konzeptionell verbesserten Zusammenarbeit mit den Schulen...) der Aufbau eines Angebotes bei Spielsucht und die aktive Mitarbeit bei übergreifenden sozialpolitischen Projekten auf Landes- und Bundesebene (Rehaprojekt des Landes, bundeseinheitliches Dokumentationsprojekt).
Die im „Bericht zur Drogensituation 2004“ (Österreichisches Bundesinstitut für Gesundheitswesen) angeführten wissenschaftlichen Ergebnisse bzgl. der Drogensituation in Österreich lassen sich in wesentlichen Bereichen auch in unserer täglichen Arbeit feststellen. Auf der einen Seite ein experimenteller Konsum psychotroper Substanzen einer steigenden Zahl von Jugendlichen, ein riskanter und problematischer Konsum mit polytoxen Gebrauch bei einem Teil der Jugendlichen und in zahlreichen Fällen ein sehr frühes Einstiegsalter in den Drogenkonsum, welcher unserer Einschätzung nach von den maßgeblichen Sozialisationseinrichtungen (Elternhaus, Schule, Jugendarbeit) vielfach erst sehr spät erkannt bzw. entsprechend darauf reagiert wird.
Substitutionsbehandlung Die Zahl der Betroffenen in Substitutionsbehandlung stieg bis Herbst 2004 in einem solchen Ausmaß an, dass für dieses Angebot befristet ein Aufnahmestopp verfügt werden musste, da sowohl die ärztlichen als auch therapeutischen Kapazitäten erschöpft waren. Bis Jahresende 2004 war nunmehr eine Konsolidierung der Zahl von Klienten/Patienten in diesem Bereich möglich, sodass nunmehr wieder eine sowohl quantitativ als auch qualitativ fachlich adäquate Versorgung gewährleistet ist.
Auf der anderen Seite des Spektrums sehen wir insbesondere bei der Teilgruppe der älteren Betroffenen mit einer langjährigen chronifizierten Abhängigkeitserkrankung in vielen Fällen schwere gesundheitliche Folgeschäden, welche tw. unbehandelt sind bzw. nur unzureichend behandelt werden. Neben begleitenden psychosozialen Maßnahmen zur sozialen Integration ist es im Rahmen der Betreuungsarbeit wichtiger den je, das Gesundheitsverhalten der Betroffenen auch insofern zu fördern, als dass regelmäßige medizinische Kontrollen des allgemeinen Gesundheitszustandes bzw. notwendige medizinischen Behandlungen der einhergehenden somatischen Erkrankungen durchgeführt werden. [Mag. Michael Lipburger, Leiter Clean Bregenz]
Mitbetreute Bezugspersonen bei 224 Klienten Bezugspersonen mitbetreut
101
Bezugspersonen nicht mitbetreut
123
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Im Laufe des Jahres 2004 übernahm Dr. Ulrich Kathan von Dr. Michael Kuhn die suchtmedizinische Betreuung unserer Klienten/Patienten. Damit besteht neben dem fachärztlichen Angebot der Entzugs- und Substitutionsbehandlung, welche durch Dr. Franz Riedl, Facharzt für Psychiatrie und Neurologie, durchgeführt wird, weiterhin ein ergänzendes allgemeinmedizinisches Angebot an der Beratungsstelle. Ansonsten gab es im Jahre 2004 keine Veränderungen im therapeutischen Team.
Unsere Klienten/Patienten
Maßnahmen 2004 Beratung direkt
1809
Beratung indirekt
219
Psychotherapie
304
Med.psych.Behand.
562
Bezugsperson
299
Familienberatung
36
Hausbesuche
17
Krankenhaus
8
Strafvollzug
12
Arbeitssuche
26
Wohnungssuche
26
Lebensunterhalt
128
Amtsweg Institution Drogenscreening Gruppe
7 95 1171 4
Vermittlung
120
Schreibarbeit
477
Telefon
559
Fallbesprechung
604
Dokumentation
213
Sonstiges
Die Zahl der insgesamt betreuten Klienten/Patienten blieb im Jahre 2004 ebenso wie die Zahl der Einzelkontakte auf einem vergleichsweise hohen Stand. Unter Einbezug der zusätzlichen Gruppen- und Projektarbeit der Beratungsstelle spiegelt sich dies sowohl in der großen Zahl der durchgeführten gesundheitsbezogenen Maßnahmen als auch in der gesamt hohen Auslastung der Beratungsstelle wieder.
55
Verwaltung
1548
Gesamt
8299
Migrant/innen Der bereits 2003 gestiegene Anteil von in erster Linie türkischstämmigen Migranten im Jugendalter bzw. jungen Erwachsenenalter stabilisierte sich 2004 ebenfalls auf einem vergleichsweise hohen Niveau. Der Anteil der Migranten unter den Patienten/Klienten der Beratungsstelle entspricht nunmehr ihrem repräsentativen Anteil an der Gesamtbevölkerung in Vorarlberg. Einerseits handelt es sich bei dieser Gruppe aufgrund verschiedener Umstände um eine Risikogruppe für problematischen Drogenkonsum, andererseits erreichen wir aufgrund der Entwicklung unserer Arbeit diese Gruppe nun besser als früher.
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Rückblicke
Ausblicke
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Einblicke
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Einblicke
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Bericht eines Betroffenen Projekt soziale Hilfe
Anzahl Personen
Klienten
45
aus dem Vorjahr
40
Abschlüsse Übernahme in 2005
Projekt soziale Hilfe (PSH) für Menschen, welche der Prostitution nachgehen
Vermittlung PSH an...
Die Zahl der insgesamt betreuten Personen blieb auch im Jahre 2004 auf einem vergleichsweise hohen Stand. Speziell in diesem Arbeitsbereich ist eine sich seit Jahren stark differenzierende Zielgruppe und damit die Entwicklung sehr unterschiedlicher Teilgruppen festzustellen, welche an das professionelle Handeln vielfältige (neue) Anforderungen stellt und ein fachlich angepasstes Angebot erfordert.
Mein Weg aus dem MarihuanaKonsum
9
Begonnen hat alles damit, dass ich lediglich einmal etwas Neues und Verbotenes ausprobieren wollte.
36
Maßnahmen PSH 2004
LKH Rankweil
2
Beratung direkt
LZT Verein Grüner Kreis
1
Beratung indirekt
LZT Pro Mente Erlenhof
2
Bezugsperson
Psych. Ärzte
2
Familienberatung
Kolpinghaus
1
Hausbesuche
533
IFS Schuldenberatung
1
Krankenhaus
121
Psychotherapeuten
1
Strafvollzug
34
4
Arbeitssuche
37
Krankenhaus Linz
321 10 135 26
Gemeinschaftspraxis Do.
1
Wohnungssuche
18
Sachwalterschaft Fk.
1
Lebensunterhalt
60
Haus der Hoffnung, Do.
1
Amtsweg
86
A-PLUS, Do.
2
Institution
138
Kolpinghaus Götzis
1
Vermittlung
22
Familienaufst. Tschofen
1
Schreibarbeit
Soz.med. Fk.
1
Telefon
Gesamt
22
1089
Fallbesprechung
44
Dokumentation
10
Sonstiges Verwaltung Gesamt
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144
106 3 2937
Anfangs konsumierte ich Marihuana nur gelegentlich und sagte zu mir selber: „Ich werde niemals so viel kiffen wie die anderen“! Mit zunehmendem Marihuana Konsum geriet ich immer mehr an die falschen Leute und das „Unheil“ nahm seinen Lauf. Doch schon nach kurzer Zeit kam es anders als ich es mir vorgestellt hatte und Marihuana war nun schon (fast) der Mittelpunkt meines Lebens. Meine Freizeitgestaltung bestand über Monate hinweg nur noch aus Computer spielen, essen und daraus Joints zu drehen. Die große Wende in meinem Leben kam dann schließlich, als man mich mit etwas Gras erwischte, anschließend verhaftete und verhörte. Das Urteil der Staatsanwaltschaft lautete 3 Jahre Bewährung und 2 Jahre ambulante Drogenberatung.
In den ersten 2 - 3 Monaten war die Beratung für mich unwichtig, überflüssig und sehr nervend. Ich blieb auch lange meinem bis dahin gewohnten Lebensstiel treu. Jedoch erkannte ich durch die professionelle Hilfe, welche ich bei der Beratungsstelle erhalten habe schnell, daß es der falsche Weg ist. Für mich und mein Leben gab es auf einmal wieder wichtigere Dinge als mich mit Joints einzunebeln.
Ab diesem Zeitpunkt sah ich die Beratung als unterstützend und sehr hilfreich an – nicht nur in Bezug auf die Drogen, sondern auch für meinen privaten Bereich. Jetzt, wo ich am Ende meiner Beratung bin, stelle ich erst richtig fest, dass meine Probleme, welche ich durch das „Kiffen“ vergessen wollte, eigentlich noch viel schlimmer wurden! An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich bei meiner Betreuerin bedanken.
Beratung - kurzfristig Betroffene
Anzahl Personen 206
Beratungen Betroffene
511
Angehörige
29
Beratung Angehörige
69
Betreuung - langfristig Personen
Anzahl Personen 224
Neuaufnahmen
81
Wiederaufnahmen
15
Weiterbetreuungen (03)
128
Abschluß (04)
102
Übernahme (05)
122
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Perspektivenkonzept und Leistungskatalog
Schulen
Sportvereine
Im Jahr 2005 gilt es gemeinsam mit der Supromobil ein Perspektivenkonzept für die Präventionsarbeit unter Einbeziehung von Expertinnen und Experten und von Systempartnern zu erstellen. Darauf aufbauend werden Produkte und Leistungen beschrieben, quantifiziert und Zielgruppen zugeordnet. Diese Beschreibungen bilden die Grundlage für die Planung des Mitteleinsatzes.
Neben einer Reihe von Projekten wollen wir den Einsatz der Schulung „Eigenständig werden“ in den Volksschulen erproben und infolge das österreichweit erfolgreiche Programm auch in Vorarlberg implementieren. Weiters bieten wir gemeinsam mit der Supromobil das Programm „ALF – Allgemeine Lebenskompetenzförderung“ für interessierte Schulen (5. und 6. Schulstufe) an und setzen die Weiterentwicklung von und die Schulung mit „JUPI“ fort.
Im Rahmen von Modellprojekten und in darauf aufbauenden konzeptionellen Überlegungen werden wir unsere Möglichkeiten zur Unterstützung von Vereinen ausloten und entsprechende Angebote (weiter)entwickeln.
Ohne Kooperation keine Prävention Die gemeinsam mit der Supromobil durchgeführten Bezirkskonferenzen stellen auch 2005 eine wichtige Vernetzungsplattform dar. Darüber hinaus werden weitere Angebote zur regionalen Vernetzung angeboten.
Grundsätzlich wird die Supro die Information, Beratung und Schulung von Menschen, die mit Kindern und Jugendlichen leben und arbeiten, verstärken. [Mag. Martin Hebenstreit, Leiter Supro]
Krankenhaus Maria Ebene Carina Lukasfeld Clean Feldkirch Clean Bregenz Supro
„Strukturen für wirkungsvolle Präventionsarbeit zu schaffen, ist für uns ein wichtiges Ziel“ [Mag. Martin Hebenstreit]
Das vergangene Jahr war für die Supro geprägt durch eine intensive Zusammenarbeit mit den Schulen im Rahmen von Kleinprojekten, dem Start des fünfjährigen Projektes „Mehr Spaß mit Maß“ und dem Wechsel in der Stellenleitung. Nach über elf Jahren übergab Martin Hefel im September 2004 die Leitung der Supro an Mag. Martin Hebenstreit und widmet sich seither ganz der Stabstelle „Marketing und Projektmanagement“ in der Stiftung Maria Ebene.
Die Supro war über das vergangene Jahr mit durchschnittlich 275 Stellenprozent besetzt. Neben den Stellenleitern waren im Jahr 2004 Kornelia Kopf, Mag. Amanda Ruf, Mag. Morena Ploner (bis Ende März) und Mag. Viktoria Hattler in der Supro beschäftigt. Darüber hinaus wurden viele Aufträge durch bzw. gemeinsam mit engagierten Fachkräften auf Honorarbasis bearbeitet.
Information Der Wechsel in der Leitung der Supro führt dazu, dass die vorhandenen Strukturen, die Ziele, die Produkte und die Leistungen überdacht werden. Einerseits, um Bewährtes weiterzuführen und zu vertiefen und andererseits, um die Weiterentwicklung der Supro hin zu einer Fachstelle für Suchtprävention zu gewährleisten. Jahresbericht 2004 | Supro | 05572 55 155 | www.supro.at
Im Bereich Information vermitteln wir Sachinformationen, sensibilisieren die Bevölkerung zum Thema „Sucht“ und „Drogen“, versuchen sachliche Informationen Vorurteilen entgegenzustellen und Menschen zum suchtpräventiven Handeln zu mobilisieren. Dafür stehen
uns neben der Pressearbeit eine Vielzahl von spezifischen Drucksorten, unsere Website, Fachliteratur, unterschiedlichste Materialien und Einzelmaßnahmen wie z.B. Vorträge im Rahmen von Elternabenden zur Verfügung.
Vernetzung Gemeinsam luden die Supromobil und die Supro zur zweiten Bezirkskonferenz in Dornbirn und in Bludenz ein und konnten jeweils an die fünfzig Teilnehmerinnen und Teilnehmer begrüßen. Unter dem Motto „Jugend und Drogen“ wollen wir so den Erfahrungsaustausch, die Vernetzung und die fachliche Auseinandersetzung fördern und gemeinsam an der Weiterentwicklung der Suchtprävention arbeiten.
Jahresbericht 2004 | Supro | 05572 55 155 | www.supro.at
Rückblicke
Ausblicke
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Beratung & Coaching
JUPI
Die Beratung und Unterstützung bei der Durchführung von suchtpräventiven Maßnahmen reicht von der Mithilfe bei der Konzeption über die Mitarbeit bei der Erstellung von Ansuchen und die fachliche Begleitung von Projekten bis hin zu zielgruppenspezifischen Schulungen.
In Zusammenarbeit mit der Supromobil konnte die Schulung „JUPI – Jugend und Prävention international“ dreimal durchgeführt werden. Die Schulung richtet sich an die hauptamtlichen und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der offenen und in der verbandlichen Jugendarbeit. Suchtmittelkonsum ist ein Thema, das oft zur Realität von Jugendeinrichtungen gehört und häufig zu Verunsicherung führt. Ziel der Schulung ist es, dass Jugendarbeiterinnen und Jugendarbeiter einen sicheren Umgang mit dem Suchtmittelkonsum (Nikotin, Alkohol, ...) Jugendlicher finden.
Neben vielen Einzel- oder Mehrfachberatungen arbeitete die Supro bei der Konzeption der Projekte „... trotz allem gesund“ der IfS Familienarbeit und dem Projekt „Hauptsach Gsund“ der Vorarlberger Plattform Gesundheitsförderung mit und unterstützte das BORG Dornbirn-Schoren bei ihrem Projekt „Gesunder Lern- und Lebensraum Schule“.
Längerfristige Präventionsprojekte „I luag uf mi“
Kinder stark machen mit Sport
„Alive“
„Check ob’s checksch“
ist ein Volksschulprogramm, das im vergangenen Jahr mit Schülerinnen, Schülern und Eltern von 18 vierten Klassen umgesetzt wurde. Während die Eltern sich in Elternabenden den Themen widmeten, wurde mit den Kindern in nach Geschlechtern getrennten Gruppen Übungen zu Körperwahrnehmung, Erkennen von Grenzen und Gefühlen gemacht. Die Kinder erlebten dadurch ihre Einmaligkeit und lernen sich selbst und andere zu achten.
Im Rahmen dieses seit 1998 bestehenden Projektes wurde wieder die Kindersportwelt vom 5. bis 7. Juli 2004 durchgeführt. Dabei nahmen 3.972 Kinder aus 51 Schulen teil. In Zusammenarbeit mit drei Volksschulen und gemeinsam mit über 250 Eltern wurden erfolgreich Volksschulolympiaden veranstaltet.
ist ein auf vier Jahre angelegtes Projekt der Hauptschule Alberschwende. Im vergangenen Jahr wurde „Alive“ mit den Schülerinnen und Schülern, Eltern und Lehrerinnen und Lehrern aller zweiten Klassen durchgeführt. Während den Outdoortagen wurde mit den Schülerinnen und Schülern gemeinsam mit den Lehrerinnen und Lehrern das Thema „Vertrauen und Selbstvertrauen“ erarbeitet, während sich Eltern in Seminaren ihrer Vorbildrolle bewusst wurden.
Das Projekt wurde 2001 von Schülerinnen und Schülern der 4. Klassen des Bundesgymnasium Feldkirch in Zusammenarbeit mit der Supro konzipiert. Im Schuljahr 2004 führten wir das Projekt zum bereits dritten Mal durch. In Workshops und Seminaren beschäftigen sich Schülerinnen und Schüler, Eltern und Lehrerinnen und Lehrer über mehrere Wochen intensiv mit Fragestellungen rund ums Thema Sucht. Das Projekt wurde zusammen mit der Drogenberatung Clean in Feldkirch und dem kriminalpolizeilichen Beratungsdienst in Bregenz umgesetzt.
„Kinder, Fernsehen & Computer“ Innovation Im Auftrag der Stadt Feldkirch erarbeitete die Supro ein Konzept für eine Tagung zum Thema Gewaltprävention. In der Folge lud die Stadt Feldkirch die Supro ein, bei der Vorbereitung und Durchführung der Fachtagung „Macht Gewalt Schule?“ am 23. Februar 2005 als Kooperationspartner mitzuwirken.
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Eltern, Schülerinnen, Schüler und Lehrerinnen und Lehrer haben in Workshops und Seminaren das Medienverhalten von Erwachsenen und Kindern beleuchtet. Dabei wurden Fragen wie „Wie wirkt sich Fernsehkonsum auf Kinder und Erwachsene aus? Was fasziniert uns dabei? Was sehen wir uns im Fernsehen an?“ erarbeitet, diskutiert und beantwortet. Gemeinsam wurden Alternativen gesucht und bei einem Spielnachmittag umgesetzt.
Aktion Trocken Die Kooperation mit der Katholischen Jugend und dem Sozialmedizinischen Dienst der Caritas wurde im Rahmen des erfolgreichen Präventionsprojektes „Aktion trocken“ fortgeführt.
Ich bin ok – du bist ok! 2004 wurde in Zusammenarbeit mit der Hauptschule Bezau das Projekt „Ich bin ok – du bist ok!“ abgeschlossen. Über einen Zeitraum von vier Jahren begleitete Supro die Schülerinnen und Schüler sowie deren Eltern. In Einkehrtagen, Workshops und Seminaren wurde das Thema Sucht in seiner gesamten Bandbreite beleuchtet. Mit einem gemeinsamen Abschlussfest ging das Projekt zu Ende.
„Mehr Spaß mit Maß“ Das fünfjährige Projekt verfolgt gemeinsam mit einer Reihe von Partnern sehr ehrgeizige Ziele: eine Reduktion des Alkoholkonsums bei Kindern und Jugendlichen unter 16 Jahren, einen verantwortungsvolleren Umgang mit Alkohol bei Jugendlichen und Erwachsenen, die Reflexion des eigenen Alkoholkonsums bei Erwachsenen und das Bewusstwerden ihrer Vorbildwirkung.
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