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luaga_und_losna_2007

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Luaga und Losna 2007

Dienstag; 12. Juni: UM HIMMELS WILLEN > Nenzing - Ramschwagsaal 10.00/17.00 Uhr Vorstadttheater Basel (CH) Spiel: Sibylle Burkart, Gina Durler, Simon Grossenbacher, Ruth Oswalt Regie: Caro Thum 60 min. Für Menschen ab 8 Jahren

Österreichische Erstaufführung Lässt sich das Leben selbst bestimmen? Spielen andere Kräfte mit? Was ist Zufall? Was ist Planung? Kinder finden dafür ihre eigenen Antworten, kleine magische Spiele: wenn bei den nächsten zehn Autos drei rote dabei sind, tut es beim Zahnarzt nicht weh zum Beispiel. Doch auch Erwachsene lassen Sternschnuppen nicht ohne Wunsch verglühen. Neben diesen magischen Alltagsbewältigungsstrategien gehört zum Schicksal noch viel mehr: die Frage nach «höheren Mächten» berührt religiöse Weltbilder, aber auch gesellschaftliche Verhältnisse und schliesslich die eigene Geschichte. Warum ist der eine stark und der andere schwach, warum lebt man ausgerechnet heute und in dieser Gesellschaft? "Um Himmels Willen" erzählt Geschichten, in welchen Glück und Unglück, Schicksal und Zufall das Leben durcheinander wirbeln – kleine Geschichten, deren große Bedeutung nicht immer vorauszusehen ist. Im Anschluss an die Eröffnungsvorstellung um 17.00 Uhr laden die Gemeinde Nenzing und das Festival alle BesucherInnen herzlichst zum Mitfeiern am kalten Buffet ein!


AUSSTELLUNGSERÖFFNUNG > Nenzing - Artenne 20.00 Uhr Die Ergebnisse des 5. Symposions Theater&Kunst werden in einer kleinen Ausstellung zusammengefaßt und während des Festivals in der Artenne präsentiert. (TeilnehmerInnen des 5. Symposions in Bludenz: Werner Zülch/D, Reinhold Weber/D, Rana Matloub/D, Moniek Smeets und Bram Wiersma/NL, Annette Munk/A, Michael Mittermayer/A, Sabine Wöllgens/A, Payr Thomas/A, Niina Torkko/FI) AutorInnen-Theater-Dialog > Nenzing - Festivalclub 21.30 Uhr AutorInnen-Theater-Dialog zu: Um Himmels Willen (CH) Mittwoch, 13. Juni: DER AUGSBURGER KREIDEKREIS > Nenzing - Ramschwagsaal 10.00 Uhr Junges Theater Konstanz / D von Bertolt Brecht Spiel: Anja Panse Regie: Jutta Maria Staerk 50 min. Für Menschen ab 8 Jahren

Österreichische Erstaufführung Da hat sich eine in der Zeit verirrt. Eben noch war sie in Augsburg, der dreißigjährige Krieg ist seit fünf Jahren vorbei. Irgendwie sortiert sich das Leben wieder neu, werden Kinder großgezogen und das tägliche Essen


beschafft. Und jetzt steht sie hier - in einem Haus mit festen Mauern und elektrischem Licht, vor staunenden Menschen in komischen Kleidern. Denen muss sie doch erzählen, wie es bei ihr zuhause zugeht! Und eine der verrücktesten Geschichten ist doch noch immer die von Anna, der Magd. Die ein Kind rettete, alles tat, um es durchzufüttern - sogar heiratete! Und doch musste sie letztendlich vor das Gericht ziehen, damit sie es auch behalten darf. Wie gut, dass sie dort auf den Richter Ignaz Dollinger trifft ... Im Augsburger Kreidekreis, entstanden 1940, nimmt Brecht bereits die Umbewertung des Salomonischen Urteils um die wahre/leibliche Mutter und angemaßte/nicht leibliche Mutter vorweg, die er im "Kaukasischen Kreidekreis" dramatisch ausführt. MUMM, MUT, MACKE > Nenzing - Ramschwagsaal 17.00 Uhr Piccolo Theater Cottbus / D von Juliane Blech Spiel: Werner Bauer und Hauke Grewe Regie: Heidi Zengerle 60 min. Für Menschen ab 5 Jahren

Österreichische Erstaufführung Karl kommt bedrückt von der Schule, und sein Vater möchte wissen, was vorgefallen ist. Aber Karl rückt nicht mit der Sprache heraus, fragt stattdessen seinen Vater, ob der sich früher viel geprügelt habe: nein, aber er habe einfach geschrieen, bis seine Gegner Angst bekamen. Vater und Sohn probieren aus, wie sie sich selbst und gegenseitig Mut machen können. Das Stück erzählt, wie Mut und Angst zusammen gehören und wie wichtig es sein kann, sich was zu trauen - sich zu trauen, also auch sich selbst zu vertrauen. "Mumm, Mut, Macke" ist ein Stück über das Mutigsein, das Angsthaben und das Verrücktsein, darüber, dass man keine Angst vor der Angst haben


muss, aber auch ein Stück über Gewalt als Handlungsmuster in Konfliktsituationen. Was kann man dagegen tun? Darüber reden! AutorInnen-Theater-Dialog > Nenzing - Festivalclub 20.00 Uhr AutorInnen-Theater-Dialog zu: Der Augsburger Kreidekreis (D) + Mumm, Mut, Macke (D) Donnerstag, 14. Juni: DRACHENTOD UND KÄSEBROT > Nenzing - Ramschwagsaal 10.00 Uhr WuWei Theater Frankfurt / D von Katrin Lange Spiel: Angelika Sieburg, Andreas Wellano Musik: Falk Hübner Regie: Antonia Brix 50 min. Für Menschen ab 5 Jahren

Österreichische Erstaufführung Als vom Intercity mit den Zirkuskollegen nur noch die roten Lichter zu sehen sind, steht der Clown Schorsch so verlassen am Bahnhof wie ein Kind. Da gibt die Großverwaltung von Stadt und Land bekannt: der Drache, der jährlich seinen lästigen Tribut fordert, soll endlich abgeschafft werden - und verspricht dem Drachentöter allerhand Belohnungen. Was bleibt einem übrig, wenn man seine Clownsnase aus Rationalisierungsgründen an den Nagel hängen muss? Schorsch im finsteren Wald, aus der Drachenhöhle raucht es gewaltig, doch der Drache scheint auch schon bessere Tage gesehen zu haben. Auf fliegendem


Teppich, mit Tarnkappe und mit wilden Gesängen, in zauberhaften Kostümen umkreisen sich Schorsch und der Drache mit allerlei Witz und Verkleidungskunst. Und so werden - in diesem Märchen zwischen der Realität des täglichen Käsebrotverdienens und dem geheimnisvolllen Zauberwald - aus den beiden Feinden Tischgenossen, die sich lieber das Brot teilen, als sich gegenseitig an die Kehle zu gehen. DIE SEILTÄNZERIN > Nenzing - Ramschwagsaal 17.00 Uhr Coproduktion Cortile Theater im Hof Bozen/I & Dschungel Wien/A von Mike Kenny in der Übersetzung von Herta Conrad Spiel: Hubertus Zorell, Claudia Victoria Kottal Musik: Jörg Ulrich Krah Regie: Marcelo Diaz 55 min. Für Menschen ab 6 Jahren

Jedes Jahr, besucht Esme ihre Großeltern. Eigentlich verändert sich dort nie etwas, doch in diesem Jahr ist Oma Queenie nicht da. "Sie ist ausgegangen!", erklärt der Opa. Als Esme die Oma jedoch zu suchen beginnt, erfindet der Großvater eine Geschichte. "Sie ist beim Zirkus.", denn Omas größter Traum war es immer, in einem Glitzerkleid übers Hochseil zu tanzen. Als eines Tages ein Zirkus in die Stadt kommt, ist die Stunde der Wahrheit gekommen. "Wo ist Oma?", fragt Esme im Zirkus. "Vielleicht geht es ihr nicht gut!", antwortet der Großvater und drängt darauf zu gehen. In diesem Moment aber setzt der Trommelwirbel in der Manege ein, und hoch oben auf dem Seil, in rosa Licht getaucht, steht eine Frau in einem glitzernden Kleid. Feinfühlig zeigt "Die Seiltänzerin", wie Erwachsene mit wichtigen und manchmal auch schmerzvollen Fragen umgehen. Und vor allem, wann sind Notlügen erlaubt und wann nicht?


Lesungen > Nenzing - Provinzwerkstatt 13.00-16.00 Uhr Georg Lippert (CH) liest aus "Jedem seinen Frühling. Herzkrebs. Olympus" Juliane Blech (D) liest aus "Hin und Her" Carina Nekolny (A) liest aus "Ein Welttheater im Taschenformat" AutorInnen-Theater-Dialog > Nenzing - Festivalclub 20.00 Uhr AutorInnen-Theater-Dialog zum Stück Drachentod und Käsebrot (D) + Die Seiltänzerin (A) Freitag, 15. Juni: THIS IS NOT A LOVESONG > Nenzing - Ramschwagsaal 10.00 Uhr Bravebühne Winterthur/ CH von Sabine Wen-Ching Wang, Katharina Schlender, Guy Krneta, Simon Froehling Spiel: Julia Glaus, Kristina von Holt, Graham Smart, Marco Zbinden, Roman Riklin Musik: Roman Riklin Regie: Taki Papaconstantinou 55 min. Für Menschen ab 13 Jahren

Österreichische Erstaufführung Vier AutorInnen haben zum Thema "this is not a lovesong" unabhängig voneinander vier Geschichten erfunden. Eine handelt von einem Mädchen


und einem Jungen, von Fischzähnen und dem Tag nach der "Chilbi". Eine spielt am Flughafen, wo eine zerrissene Perlenkette eine besondere Bedeutung hat. Eine weitere erzählt von Sex, ob man liebt und wen und warum oder warum nicht. Und eine erzählt von einem Jungen mit zu dünnen Armen und zu großen Händen, der ein richtiger Kerl sein will und in die Welt hinauszieht. Mit ihm beginnt alles. Die vier AutorInnen erzählen in ihrer unterschiedlichen Sichtweise Liebesgeschichten für und über Jugendliche auf der Grenze zum Erwachsenwerden. Liebesgeschichten, die unerfüllt, sehnlichst herbei gewünscht, zufällig oder mit schicksalshafter Romantik uns einen bittersüßen Blick auf das Leben selbst schenken. WIENER ORCHESTRION > Nenzing - Artenne 22.00 Uhr Figurentheater Lilarum Wien / A Buch und Regie: Karin Koller Figuren und Bühne: Traude Kossatz Musik: Vicki Schmatolla Figurenspiel: Karin Bayerle, Sabine Geisler, Manuela Hämmerle SprecherInnen: Yvette Mattern, Elisabeth Prohaska, Alexandra Sommerfeld, Susi Stach, Gerhard Rühmkorf, Gregor Seberg 60 min., Für Erwachsene

Alles ganz wienerisch – als sei man im Prater und fahre dort durch die Geisterbahn: Reinhard der Giftzwerg, Konrad der Alleswisser, Rudi der Zwidere, Adele die Mitfühlende. Da sind die Genügsamen, die sagen: "I könnt’s a schön hab’n. Aber i leg kan Wert drauf." Oder die unendlich vielen Damen mit Pelzmützen und Hund, die stoisch in Reih und Glied sitzen und bedrohliche Blicke ins Publikum werfen. Der Miesmacher, geistiges und körperliches Nackabatzl, fährt in seiner Badewanne herum: "Wird dös was, i glaubs ja net, schaut net guat aus." Eine Szene ist skurriler als die andere und die Befindlichkeiten werden ins Groteske gezogen.


In dem außergewöhnlichen Figurenspiel "Wiener Orchestrion" wird der Spezies der Wiener Typen ins Herz geschaut. In siebzehn Episoden sehen wir schräge Figuren und Szenen mit Einwänden, Vorwänden und subtilem Humor. Lesewanderung > Nenzinger Himmel (1.350 m) 12.00 Abfahrt in Nenzing 14.30-17.30 Uhr Lesungen für die Lesewanderung ist eine Anmeldung erforderlich. Treffpunkt für die Abfahrt in den Nenzinger Himmel ist das Rettungszentrum (Feuerwehr) Nenzing!

Frauengruppe mit Daniela Beuren, Elke Papp, Karin Seidner, Martina Sinowatz (A) lesen aus ihrem Stück "Lustspiel" für vier Frauen Birgit Unterholzner (I) liest aus " herzgeliebt", Theaterstück in Bildern Martin Orth (A) liest aus " Die Macht der blauen Schuhe", Kinderstück AutorInnen-Theater-Dialog > Nenzing - Festivalclub 20.00 Uhr AutorInnen-Theater-Dialog zum Stück This is not a Lovesong (CH) Samstag, 16. Juni: KOKOSNUSSDIEBE > Nenzing - Ramschwagsaal 17.00 Uhr Minimus Maximus / A nach einem afrikanischen Märchen Spiel: Bruno Mbayabo Text und Regie: Sabine Wöllgens 50 min. Für Menschen ab 5 Jahren


"Dies sind meine Kokosnüsse! Wer es wagt, sie zu sammeln, zu essen oder gar Vorräte damit anzulegen, wird von mir höchstpersönlich gefressen. Der Leopard!" Schildkröte und Hund lassen sich von dieser Warnung nicht abschrecken. Die reifen Kokosnüsse sind zu verlockend, doch wenn man von einer herabfallenden Frucht getroffen wird, heißt es Ruhe bewahren. Gegen den Schmerz hilft ein leise gemurmeltes makekembe ma motu la motu ma und der Panzer der Schildkröte. Gegen den Leoparden hilft nur die schnelle Flucht - die gelingt dem schreckhaften Hund. Die Schildkröte jedoch gerät bei den Diebeszügen in die Fänge des Leoparden, der gleich alle seine Freunde zu einer köstlichen Suppe einladen lässt. So muss der Hund all seinen Mut aufbringen, um seiner Freundin das Leben zu retten. Auf kluge und humorvolle Weise zeigt diese spannende Geschichte gesellschaftliche Machtverhältnisse in einfachen, für Kinder verständlichen Situationen und stellt nicht zuletzt die hochaktuellen Fragen: Wem gehört das Wasser im Fluss? Wem gehört der Baum und seine Früchte? DREI ALTE MÄNNER WOLLTEN NICHT STERBEN > Nenzing - Artenne 19.00 Uhr Aktionstheater Kassel / D von Susanne van Lohuizen Spiel: Axel Kretschmer, Ignatz Wilka, Werner Zülch Regie: Helga Zülch 70 min. Für Menschen ab 12 Jahren


Österreichische Erstaufführung Unverschämtheit: Da bekommen drei alte Männer einen Brief. Ohne Absender. Inhalt: "Heute ist der letzte Tag. Euer Leben ist alle. Die Tage sind verbraucht. Leider endgültig." Wer mag ihn geschrieben haben? Der Nachbar? Die Regierung? Der liebe Gott? Jedenfalls ist klar: Gestorben wird nicht. Man hat ja noch viel vor, und überhaupt soll das Leben ewig dauern. Dass Leben und Tod untrennbar miteinander verbunden ist, macht dieses Stück auf vergnügliche Weise bewusst, und es vermittelt feinfühlig und lebensnah die Erkenntnis, dass der Gedanke an den Tod seinen Schrecken verliert, wenn man sich aktiv mit ihm auseinandersetzt - und dass ohne den Tod dieses Leben nur eine halbe Sache ist. Die heiter-skurrilen Lebenssituationen und Verrücktheiten der drei alten Männer werden in einem Raum volle Authentizität zwischen Theater und Realität gezeigt. Lesungen > Nenzing - Provinzwerkstatt 10.00-12.00 Uhr Günther Pfeifer (A) liest aus "Thomas Bernhards Hure" Ewald Baringer (A) liest aus " Essen. Reden. Und aus" Lesungen > Nenzing - Provinzwerkstatt (bei schönen Wetter unter freiem Himmel) 13.00-16.00 Uhr Helene Gattereder (A) liest aus "Du bist doch mein Freund?!" Ein Theaterstück für 2 Personen Babette Ulmer (D) liest aus "Was, wenn die Sterne lügen" Jugendtheaterstück


AutorInnen-Theater-Dialog > Nenzing - Festivalclub 21.00 Uhr AutorInnen-Theater-Dialog zum St체ck Kokosnussdiebe (A) + Drei alte M채nner wollten nicht sterben(D)


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