12/2015 | Ausgabe N째 4
Zukunftspreis 2015 Boden ist wertvoll L채ndle Christbaum Aufforstungsprojekt Malawi Unsere Land- und Forstwirtschaft. Wertvoll f체rs Land.
Wie uns der Wald Nachhaltigkeit lehrt
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www.vmilch.at LUAG 2
Inhalt
Bodenverbrauchh betrifft uns allee Wald & Nachhaltigkeit Seite 4
Boden ist wertvoll Seite 8
Zukunftspreis 2015 Seite 10
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icht erst seit die Vereinten Nationen das Jahr 2015 zum UN-Jahr des Bodens erklärt haben, beschäftigt sich die Landwirtschaft mit dem Thema. Boden ist die Grundlage allen bäuerlichen Arbeitens, und nur wer gut zu seinem Boden schaut, kann daraus langfristig gute und hochwertige Erträge sichern. Wir haben die UN-Initiative daher zum zum Anlass genommen, das Thema verstärkt in unserer öffentlichen Kommunikation einzubinden, denn es betrifft uns alle.
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as den Bodenverbrauch im Land betrifft, können wir leider kaum positive Nachrichten vermelden. Laut Erhebungen des Bundesumweltamtes und des Bundeseichamtes gehen allein in Vorarlberg täglich 1,6 Hektar Flächen verloren. Das entspricht zwei Fußballplätzen. Hier wollen wir in der öffentlichen Diskussion das Bewusstsein für diesen Verbrauch schärfen, und die Mobilisierung vorhandener Bauflächen vor Neuwidmungen forcieren. Das geht aber nur in Zusammenarbeit mit der Landesraumplanung und den Raumplanern in den Gemeinden.
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Naturkosmetik Seite 22
Ländle Christbaum Seite 24
Sommer unterm Christbaum Seite 32
rfreuliche Ergebnisse erbrachten die in 40 Gemeinden erhobenen Bodenproben auf landwirtschaftlichen Nutzflächen. Der Humusund Nährstoffgehalt in den Böden bestätigt die umweltfreundliche und intelligente Nutzung dieser Lebensmittelproduktionsflächen durch unsere Bauernfamilien. Die Ergebnisse widerlegen auch die immer wieder pauschal erhobenen Vorwürfe selbst ernannter Umweltexperten.
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ir wollen weder dem privaten „Häuslebauer“ seinen Traum vom Eigenheim verwehren, noch wirtschaftliche Expansion verhindern, aber mehr Sensibilität in die landesweite Bebauungs- und Widmungspraxis bringen. Fast die Hälfte der landwirtschaftlichen Flächen sind Pachtflächen und gehören nicht den Bauern. So ist die Grundlage für die regionale Lebensmittelerzeugung, welche die Konsumenten schätzen und wünschen, oft branchenfremden Kräften ausgeliefert.
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elfen Sie mit unsere Kulturlandschaft zu erhalten und die Lebensmittelerzeugung in der Region zu förden, indem Sie sich aktiv in dieses Spannungsfeld einschalten. Nicht nur die Bauernfamilen, sondern auch nachfolgende Generationen werden es uns danken.
StR. Josef Moosbrugger, Präsident der Landwirtschaftskammer Vorarlberg
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Der Wald:
wichtiger Klimapartner Das waren noch Zeiten, als Europa zu 90 Prozent mit Wäldern bedeckt war. Jäger und Sammler zogen durchs Land und nutzten den Lebensraum Wald auf vielfältige Weise. Durch die Sesshaftigkeit wurde aus vielen Waldgegenden eine Kulturlandschaft. Bäume wurden zum Bau von Siedlungen genutzt und wichen zugunsten von Ackerbau und Viehzucht.
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n dem Ausmaß in dem die Menschen immer zahlreicher und die Dörfer und Städte immer größer wurden, gingen die Wälder zurück. Vor allem im Mittelalter schritt die Entwaldung rasant voran. Gebäude, Zäune, Brücken, Kutschen, Boote, Möbel, Werkzeuge, Waffen – nahezu alles wurde aus Holz gemacht. Kochen und Heizen war ebenfalls von diesem Rohstoff abhängig.
Geburt des Begriffes Nachhaltigkeit Bereits im 14. Jahrhundert waren zwei Drittel der einstigen Wälder abgeholzt. Wäre so weiter gemacht worden, wäre Europa heute eine Steppe. 1713 schrieb der Deutsche Hans Carl von Carlowitz das erste geschlossene Werk über die Forstwirtschaft, eine Art Anweisung zur Baumzucht. Das Buch wurde in einer Zeit der Energiekrise geschrieben. Erzgruben und Schmelzhütten des Erzgebirges verbrauchten viel Holz, ebenso das Bevölkerungswachstum. Holznot entstand. Geregelter Waldbau, Gesetze, Ökostandards oder Zertifizierungen zur Aufforstung gab es nicht. In diesem Werk tauchte der Begriff „nachhalten“ zum ersten Mal auf. Dies war gleichzeitig
Prinzip der Nachhaltigkeit (Intergenerative Gerechtigkeit): Nachfolgende Generation sollen die gleichen Bedingungen zum Leben vorfinden, wie die vorhergehenden. die Geburtsstunde des Begriffes Nachhaltigkeit, der die ganz simple Idee beinhaltet, nicht mehr Holz zu schlagen, wie der Wald im Stande ist „nachzuproduzieren“. So sollen auch nachfolgende Generationen die gleichen Bedingungen zum Leben vorfinden, wie die vorhergehenden. Seit der Erkenntnis, dass Holz durch den unbedachten Verbrauch ohne Aufforstung ein knapper Rohstoff wird, erfuhr die Waldund Forstwirtschaft eine umfassende Weiterentwicklung. LUAG 4
Waldflächen weltweit Zwar hat sich die Abholzung der Wälder verlangsamt, doch weltweit gehen sie kontinuierlich zurück. Vor allem Regenwälder schrumpfen weiterhin deutlich. Während in Europa und Asien die Wälder wachsen, schwinden sie in Afrika, Nord-, Mittel- und Südamerika sowie in Ozeanien weiter. Gerodet wird vorwiegend zur Gewinnung von Plantagenflächen für Kautschuk- und Palmölherstellung. Regenwald-
Regenwälder schrumpfen zugunsten von Kautschuk-, Soja- und Palmölplantagen sowie Rinderfarmen. flächen werden auch für Rinderfarmen und Sojaanbau (vorwiegend Futtermittel) gerodet. Laut Weltwaldbericht 2015 der FAO (Food and Agriculture Organization of the United Nations) gab es 2015 weltweit noch vier Milliarden Hektar Wald, das sind rund 31 Prozent der Landesflächen. Seit 1990 entspricht dies einem Rückgang um 130 Millionen Hektar. Den größten Anteil des Waldes findet man in Russland. Im größten Land der Erde sind 815 Millionen Hektar bewaldet, gefolgt von Brasilien mit 494 Millionen Hektar. Zeitgleich ist der südamerikanische Staat der größte Waldvernichter. Jährlich gehen rund 984.000 Hektar verloren (2010 bis 2015). Gemeinsam mit Indonesien und Burma wird diese Negativliste angeführt.
Die „Grüne Mauer“ in China ist das größte Aufforstungsprojekt der Welt, das es je gegeben hat. China steht ganz oben auf der Aufforstungsliste mit 1,5 Millionen Hektar pro Jahr. Das größte Aufforstungsprojekt der Welt nennt sich „Grüne Mauer“ und startete in den 1970er Jahren und soll bis 2050 fortgesetzt werden. Der weltweit größte Produzent von Treibhausga-
sen muss eine erschreckende Vielfalt an Umweltproblemen bewältigen. Die „Grüne Mauer“ soll diesen Problemen zum Teil entgegen wirken und vor allem die Wüstenentwicklung eindämmen. Österreich reiht sich in dem Bericht unter die Länder ein, in denen sich die Waldfläche im gleichen Zeitraum nicht nennenswert verändert hat (ca. ein Prozent Zunahme der Waldflächen seit den 1990er Jahren).
Waldflächen in Österreich Der Wald ist ein vielfältiges Ökosystem, Erholungsraum, Holz- und Energielieferant. Der Wald schützt uns vor Lawinen, Steinschlag und Muren. Er sorgt für sauberes Trinkwasser und reine Luft. Außerdem kühlt er auch in Zeiten der globalen Erwärmung. Neben der
Der Wald schützt uns vor Naturkatastrophen, bietet uns Erholung, Baustoff und Energie. Holzproduktion ist er auch Naherholungsraum für uns. 47,6 Prozent der Landflächen in Österreich sind bewaldet. Dies entspricht knapp vier Millionen Hektar. Pro Jahr kommen etwa 4.500 Hektar durch die Aufforstung von landwirtschaftlichen Grenzertragsflächen (für die Landwirtschaft nicht mehr zur Bewirtschaftung taugliche Flächen) und durch die Ausbreitung des Waldes auf Alpflächen, die nicht mehr genutzt werden, hinzu. Neben der Schweiz und Bayern hat Österreich die höchsten Hektarvorräte in Europa. In einer Sekunde wächst in Österreich etwa ein Kubikmeter Holz nach. Insgesamt gibt es in Österreich einen Holzvorrat von 1,135 Milliarden Festmetern. Jährlich kommen ca. 30 Millionen Festmeter hinzu – davon werden 87 Prozent geerntet. Der Wald (Pflanzen und Humus) in Österreich speichert auf knapp vier Millionen Hektar rund 800 Millionen Tonnen Kohlenstoff.
Trend zum Mischwald Im 19. Jahrhundert war die Angst vor Holzknappheit groß. Die sogenannte Bodenreinertragslehre dieser Zeit propagierte eine Konzentration auf die rentabelsten Bäume. Die nachwuchsstarke Fichte wurde deshalb in der Waldwirtschaft lange Zeit stark bevorzugt. Fichten bedecken heute mehr als die Hälfte der Waldfläche. Sie finden im Gebirgsland Österreich optimale Bedingungen vor. Lärche und Kiefer sind mit knapp fünf Prozent Flächenanteil weitere wichtige Nadelbäume. Ungefähr ein Viertel der Waldfläche ist mit Laubbäumen bewachsen. Die häufigste Laubbaumart ist dabei die Buche mit einem Anteil von zehn Prozent. Weitere 50 Baumarten leisten ihren Beitrag zur Artenvielfalt im Wald.
Warum ist der Schutz von Wäldern erstrebenswert? 78 Billiarden Tonnen Kohlenstoff gibt es auf der Erde. 99,8 Prozent davon sind in Gestein eingelagert – nahezu alles im Kalkgestein. Der vergleichsweise kleine Anteil, der aber für den spürbaren Klimawandel große Auswirkungen zeigt, findet sich mit 4.100 Milliarden Tonnen in fossilen Brennstoffen (Kohle, Erdöl, Erdgas), mit 38.000 Milliarden Tonnen im Wasser und mit 1.580 Milliarden Tonnen im Boden, mit 800 Milliarden Tonnen in Lebewesen sowie mit 820 Milliarden Tonnen in der Luft wider. Die Natur ist auf einen geschlossenen Kohlenstoffkreislauf eingestellt. Durch die Fotosynthese wird Kohlenstoff in Zucker umgewandelt und dabei entsteht Sauerstoff. Pflanzen geben jedoch auch Kohlendioxid ab. Und zwar dann, wenn kein Licht für die Fotosynthese vorhanden ist (z. B. nachts). In der Bilanz Tag – Nacht wird allerdings mehr CO2 verbraucht als produziert. Gleichzeitig wird mehr Sauerstoff produziert als von den Pflanzen nachts verbraucht wird. Seit der Industrialisierung produziert der Mensch durch die massive Verwendung von fossilen Brennstoffen zur Energieerzeugung einen Kohlendioxid-Ausstoß, der das Öko-System Erde durcheinander bringt. Auch die Rodung der Wälder trägt zur Freisetzung von Kohlendioxid bei. Jedes Jahr nimmt der CO2-Ausstoß, den Klimaschutz-Bekenntnissen zum Trotz, kontinuierlich zu. Waren es beispielsweise 1751 noch elf Millionen Tonnen, ca. 100 Jahre später 1841 124 Millionen Tonnen, nochmals 100 Jahre später 1961 bereits 9.500 Millionen Tonnen, so sind es nochmals 50 Jahre später sagenhafte 35.500 Millionen Tonnen. Tendenz steigend. Die Kohlenstoffsenken wie Wald, Boden, und Ozeane sind damit überfordert und die Öko-Systeme reagieren empfindlich darauf. Vor allem deswegen wäre es so notwendig bereits existierende Öko-Systeme wie den Wald, nachhaltig zu behandeln.
Zunahme des CO2-Ausstoßes
Das aktuell vorherrschende Konzept der naturnahen Waldwirtschaft steigert den Anteil an Laub- und Mischwäldern seit Jahrzehnten deutlich. Weil die Forstwirtschaft mit Zeiträumen von 100 und mehr Jahren arbeitet, braucht die Umstellung jedoch Zeit. Mischwälder sind gegenüber Monokulturen in vielen Belangen vorteilhafter. So ist ein Mischwald besser gewappnet gegen Schädlingsbefall, Krankeiten, Sturm und Feuer. Er fördert Pflanzen- und Tiervielfalt, verfügt über stärkere Abwehrmechanismen und kann sich besser an Veränderungen anpassen.
© Statista 2015
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Der Wald –
ein Vorbild für Nachhaltigkeit D
er Begriff „Nachhaltigkeit“ scheint moderner denn je zu sein. Ob es um die Produktion von allen möglichen Gütern geht, um Mobilität oder um unser Konsum-, Ernährungs- oder Reiseverhalten – viele Dinge unseres Alltages werden daran gemessen, wie nachhaltig sie sind und dementsprechend bewertet. So neu das auch klingen mag – der Begriff der Nachhaltigkeit wurde schon vor über 300 Jahren geprägt und stammt ursprünglich aus der Forstwirtschaft. In diesem Sinne bedeutete er nichts anderes, als nur so viel Holz aus dem Wald zu schlägern, wie auch wieder nachwächst. So sorgte man dafür, dass der Wald auch für die nächsten Generationen stabil und damit nutzbar blieb. Das ist bis zum heutigen Tag der Grundsatz der Forstwirtschaft.
Die Vorarlberger Forstwirtschaft – ökologisch und ökonomisch Für viele landwirtschaftliche Betriebe sind Einkünfte aus dem Forst ein wichtiges Standbein. Mehr als ein Drittel (ca. 98.000 Hektar) der Vorarlberger Landesfläche ist bewaldet. Wälder liefern dabei nicht nur Rohstoffe und Energieträger, sie sind auch Lebensraum für verschiedene Tier- und Pflanzenarten. In Vorarlberg gibt es ca. 6.000 Waldeigentümer. Für viele Unternehmen und ihre 3.500 Beschäftigten in verschiedenen Branchen ist der Wald die wirtschaftliche Grundlage. Neben diesen „direkten“ und relativ einfach zu erfassenden Leistungen des Waldes, bewahren die Schutzwälder (ca. 49.000 Hektar) uns Menschen vor Muren, Lawinen und Steinschlag. Zwei Drittel der Landesfläche wären durch solche Ereignisse bedroht, gäbe es die Schutzund Bannwälder nicht. Für den Trinkwasserschatz unseres Landes erfüllt der Wald wichtige Filter- bzw. Schutzfunktionen und er wirkt ausgleichend auf das Wasserdargebot. Auch für die Gesundheit der Menschen ist der Wald eine unerschöpfliche und kostenlose Energiequelle. Der naturnahe Mischwald, der in Vorarlberg vorherrscht, bietet zudem vielen verschiedenen Arten einen wertvollen Lebensraum.
Heimische Holzenergie Durch die verstärkte Nutzung von heimischer Holzenergie im Sinne der Forststrategie 2018 wird nicht nur ein wichtiger Beitrag für die Stabilität der Wälder, die Wertschöpfung und Arbeitsplätze in der Region geleistet. Auch der CO2-neutrale Energieträger Holz kann im eigenen Land gewonnen, verarbeitet, vermarktet und genutzt werden, sodass – im Interesse des Klimaschutzes – auch lange Transportwege entfallen können.
Drei Landesstrategien – ein verbindendes Ziel Die Landwirtschaftsstrategie 2020 „Ökoland Vorarlberg – regional und fair“, die Strategie „Energieautonomie 2050“ und die „Forststrategie 2018“ verfolgen dasselbe Ziel: den Energieverbrauch und die CO2-Emissionen zu reduzieren. Dem Wald und seinen Leistungen kommt dabei eine zentrale Rolle zu: Der erneuerbare Rohstoff und Energieträger Holz soll energieintensive Baustoffe und fossile Energieträger so weit wie möglich ersetzen und der Waldboden soll als natürlicher Kohlenstoffspeicher erhalten und verbessert werden.
So kommt Vorarlberg den Zielen der Landwirtschaftsstrategie 2020 „Ökoland Vorarlberg – regional und fair“, der „Forststrategie 2018“ und der „Energieautonomie 2050“ Schritt für Schritt näher. Weitere Informationen unter: www.vorarlberg.at/oekoland www.vorarlberg.at/energieautonomie www.vorarlberg.at/forstwesen Entgeltliche Einschaltung des Landes Vorarlberg
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Ich glaub‘, ich steh‘ im Wald „Wald-Navi“ – Neue kostenlose Waldfinder-App schafft nicht nur Orientierung, sondern vermittelt auch wertvolle Tipps im Umgang mit dem Forst.
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und 10.000 Waldbesitzer gibt es in Vorarlberg. Nicht alle sind jedoch mit dem Forst derart affin, dass sie sich problemlos damit auskennen. Das geht sogar so weit, dass manche Schwierigkeiten haben, ihren eigenen Wald überhaupt zu finden, geschweige denn seine Grenzen kennen. „Ich glaub‘, ich steh‘ im Wald“ kann für sie zum Motto werden, das schon mal der Verzweiflung nahe kommen kann. Bis jetzt. Denn der Fachbereich Forst der Landwirtschaftskammer Vorarlberg hat in Zusammenarbeit mit der App-Werkstatt von
„Die Waldfinder-App macht es leicht, den eigenen Wald kennenzulernen. Sie ist aber auch für alle interessant, die sich mit diesem Thema näher befassen wollen.“ DI Thomas Ölz, Landwirtschaftskammer, Abteilung Forst Lukas Böhler ein „Wald-Navi“ entwickelt, das ab sofort kostenlos heruntergeladen werden kann. Mithilfe der Parzellen-Nummer kann die genaue Position gefunden werden – Voraussetzung dafür ist jedoch ein GPS-Signal.
App bietet Hilfestellung Thomas Ölz, Leiter des Fachbereichs Forst der Landwirtschaftskammer Vorarlberg, betont, dass es von Vorteil sei, den eigenen Wald zu kennen. Auch hier bietet die App Hilfestellung. „Auf dem App kann abgelesen werden, um welche Waldgesellschaft es sich handelt.“
Das heißt, es wird angezeigt, welche Arten von Bäumen sich darin befinden. Wer sich intensiver damit befassen will, bekommt über das Waldhandbuch Tipps in Hinblick auf Nutzung, Bewirtschaftung und Naturschutz. Der Besitzer lernt dadurch auch kennen, was für einen gesunden Wald alles wichtig ist. Eine Bewirtschaftung des Waldes macht auf jeden Fall Sinn. Zum einen kann dadurch die nachhaltige und nachwachsende Ressource Holz genützt werden und zum anderen bedeutet dies auch eine Verjüngungskur für den Forst. „Zumindest jedoch sollten regelmäßig die Grenzmarkierungen kontrolliert werden“, betont Ölz. „Um Grenzen oder wichtige Punkte später wiederzufinden, bietet die App das Setzen von Markierungen an. Diese können auch bequem geteilt werden.“
Viele Tipps und Infos Das App bietet viel Service für alle Waldbesitzer: Auf Knopfdruck scheint der zuständige Waldaufseher auf. Dadurch weiß man in der Waldberatung und bei der Holzauszeige, an wen man sich wenden kann. Dasselbe gilt für den Waldbewirtschaftungs- und Holzvermarktungsservice. Für alle, die in sicheren Händen sein wollen, bietet sich ein „Rundum-Sorglos-Paket“ an. Dann weiß man, dass Profis auf den Wald schauen.
www.waldfinder.a
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Die App kann koste nlos fürr Android oder Apple iOS heruntergeladen werden.
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Weitere Infos: Landwirtschaftskam mer Fachbereich Forst DI Thomas Ölz Montfortstraße 9 6900 Bregenz E info@waldfinder. at
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„Investieren Sie in Grund und Boden, denn das wird nie mehr produziert“, erklärte der berühmte Autopionier Henry Ford vor gut 100 Jahren.
Dieser Ausspruch kann, je nach Interessenslage, als Fluch oder Segen für eine der größten Herausforderungen unserer Zeit verstanden werden. Fluch in dem Sinn, dass sich Investoren zunehmend enorme Flächen aneignen, die dann brach liegen und zu Spekulationszwecken die Preise in die Höhe treiben. Segen im verantwortungsvollen und nachhaltigen Sinn, Arbeit und Know-how zu investieren, um regionale Lebensmittel zu erzeugen und die Kulturlandschaft im Sinne der Allgemeinheit zu pflegen sowie Grünflächen für künftige Generationen zu erhalten. Die Vereinten Nationen haben auch aus solchen Gründen das Jahr 2015 zum UN-Jahr des Bodens erklärt. Das wurde von Seiten der Landwirtschaftskammer Vorarlberg genutzt, um über das Thema intensiv zu informieren und die Bevölkerung für die Gefahren eines ungezügelten Bodenverbrauchs zu sensibilisieren. So stand unter anderem Ende Oktober das zweite Vorarlberger Agrarforum im Zeichen des Bodens, der Grundlage unserer Ernährung. Dazu wurden mehrere Experten nach Hohenems eingeladen.
t f a h c s t r i w Land ch im Gesprä
Sicherung der Böden „Heute geht man davon aus, dass ein Mensch in unseren Breiten etwa 3.600 Quadratmeter benötigt, um seinen Kalorienbedarf zu decken. So wird erkennbar, dass allein aufgrund der naturräumlichen Gegebenheiten (hoher Gebirgs- und Waldanteil) die erforderliche landwirtschaftliche Nutzfläche für eine autonome Versorgung der Vorarlberger Bevölkerung und Gäste mit Lebensmitteln nicht gegeben ist. Maximal zwei Drittel des Bedarfs können auf heimischen Böden produziert werden”, so Univ. Prof. Dr. Gerlind Weber, eine der profiliertesten Bodenexpertinnen Dr. Gerlind Weber Österreichs.
„Ohne eine intakte – von den Bauern gepflegte – offene und abwechslungsreiche Kulturlandschaft kann in Vorarlberg Tourismus nicht erfolgreich betrieben werden.“
Wie lange Nur knapp die Hälfte der landwirtschaftlichen Flächen gehören den Bauern.
ra hervorbringen und nur auf gesunden, artenreichen Böden können gesunde Lebensmittel heranreifen”, so Weber. Eine weitere Gefahr sieht die Expertin im sorglosen Verschleiß durch Zersiedelung. Das gefährdet insbesondere die Freizeit- und Tourismusindustrie.
Raumplanung gefordert „Es wäre also mehr Ackerland in Vorarlberg von Nöten, wobei aber das sensible Wirkgefüge zwischen Tal- und Alpwirtschaft nicht gefährdet werden darf. Es braucht die Viehhaltung im Tal, um das Alpvieh für die Bewirtschaftung und Pflege der Bergregion für die Zukunft sichern zu können. Der Erhalt der landwirtschaftlichen Böden, die in Vorarlberg nur knapp zur Hälfte in bäuerlichem Besitz sind, dient aber nicht nur der Krisenfestigkeit und der möglichst weitgehenden regionalen Ernährungssicherung. Boden braucht es für Klimaschutz, die beabsichtigte Energiewende und natürlich für die Artenvielfalt und den Naturschutz. „Nur die Bewirtschaftung der landwirtschaftlichen Böden – so sie naturgerecht erfolgt – kann eine robuste, vielfältige Fauna und FloLUAG 8
„Es braucht also einen verbesserten Bodenschutz durch verbesserte Raumplanung. Allein in Vorarlberg stehen 10.000 Wohnungen leer. Dazu kommen noch viele leerstehende Büro- und Geschäftsräume und Gewerbeflächen”, so Gerlind Weber. Die Expertin fordert in ihrer neuen Bodenstudie zu Vorarlberg die Erhaltung der für die Landwirtschaft besonders geeigneten Böden. Unter dem Motto „Von der Restflächen- zur Bestflächenstrategie” müssen, die für die Lebensund Futtermittelproduktion besonders geeigneten Böden einen besonderen Schutz bekommen. Eine verbesserte Abstimmung von Agrarstruktur und Siedlungserweiterung, den Abbau des Überhangs an Bauflächenwidmungen und die Mobilisierung der reduzierten Bauflächen muss einfordert werden.
Täglich gehen in Vorarlberg 1,6 Hekta r Grünfäche verloren. Das entspricht zwei Fußballfeldern!!!
gensatz dazu bilden Böden auch die Grundlage für die Errichtung von Gebäuden, Straßen, Sport- und Erholungseinrichtungen, die Deponie von Abfällen u.a. und liefern für diesen Zweck Rohstoffe wie Tone, Sande, Kies und Schotter”, so Blum.
Internationales Problem
Film: Re gion Kreisl aufwir ale tschaf t
Global gesehen sind nur zwölf Prozent der festen Erdoberfläche für die Produktion von Nahrungsmitteln und hochwertigen agrarischen Rohstoffen geeignet. 33 Prozent der Erdoberfläche sind für Landwirtschaft ungeeignet und 31 Prozent sind Wald. „Das Paradoxon ist, dass die landwirtschaftlich nutzbaren Flächen abnehmen, gleichzeitig aber immer mehr Menschen ernähren sollen, und das nach Möglichkeit noch ohne Intensivierung der Flächennutzung. Diese Rechnung kann nicht aufgehen“, so Blum.
Gefahr durch Umwidmungen
noch? Tausendsassa Boden Univ.-Prof. DI Dr. Winfried Blum erläuterte die vielfältigen Funktionen und Leistungen des Bodens: „Böden haben sechs wesentli-
„Höhere Erträge aus weniger Fläche ist aus nachhaltiger Landwirtschaft nicht möglich, wird aber durch den massiven Bodenverbrauch forciert. che Funktionen. Die drei ökologischen Funktionen umfassen die Produktion von Nahrungs- und Futtermitteln sowie Dr. Winfried Blum von biogenen Rohstoffen. Böden filtern und reinigen das Regenwasser und erzeugen sauberes Grund- und Trinkwasser. Außerdem enthalten Böden die größte Anzahl und Masse von Lebewesen und sind die größte globale Genreserve. Im Ge-
Von größter Bedeutung ist der Verlust von Böden durch Umwidmung von Agrarflächen in Bauland. Österreich verliert täglich ca. 22,4 Hektar und jährlich 0,5 Prozent der gesamten Agrarfläche. Von 1964 bis 2014 hat Österreich bereits 25 Prozent der aktuellen Agrarfläche verloren. Darüber hinaus bestehen zahlreiche Bodenbelastungen durch Erosion, Kontamination, Verdichtung und andere Schäden. In Vorarlberg gehen täglich 1,6 Hektar produktive Fläche verloren, davon 1,3 Hektar durch bauliche Versiegelung. „Die Landwirtschaft steht sowohl regional, national als auch global vor erheblichen Herausforderungen, allerdings mit sehr unterschiedlicher regionaler und lokaler Gewichtung. In Vorarlberg dürfte vor allem der Verlust von Agrarflächen durch Umwidmung in Bauland im Vordergrund stehen“, so Professor Blum.
Raumplanung in Vorarlberg DI Manfred Kopf von der Raumplanungsabteilung im Land Vorarlberg, schätzt die Situation kritisch ein. „Auf unseren begrenzten Talflächen die für landwirtschaftliche Nutzung günstige Voraussetzungen aufweisen, haben in den vergangenen Jahrzehnten auch eine prosperierende wirtschaftliche Entwicklung und ein starkes Bevölkerungswachstum stattgefunden. Das hat Spuren in der räumlichen Nutzung des Landes hinterlassen. Das wichtigste Instrument für die geordnete Bodennutzung ist der Flächenwidmungsplan. Er ist kompetenzrechtlich ein Instrument der örtlichen Raumplanung auf Gemeindeebene”, so Kopf. Die Landesgrünzone konnte bis auf wenige Ausnahmen quantitativ weitgehend gehalten werden, steht jedoch zunehmend unter Druck. In der Freiflächensicherung werden künftig noch bessere Planungsgrundlagen erforderlich sein, um bei der Interessenabstimmung mit anderen konkurrierenden Nutzungen mehr Gewicht zu erhalten“, erläutert Kopf die raumplanerische Zwickmühle.
Produktive Böden sichern „Es braucht größte Anstrengungen die verbleibenden produktiven Flächen als solche zu erhalten um die Grundlage für gesunde Lebensmittel zu sichern. Das sehen wir gerade wieder bei der geplanten Umsetzung des Hochwasserschutzprojektes RHESI. Hochwasserschutz muss sein, aber nicht allein auf Kosten der landwirtschaftlichen Nutzflächen. Rund 200 Hektar beste landwirtschaftliche Böden sollen laut Planungen dafür verloren gehen. Die Sicherung der produktiven Böden für die Lebens- und Futtermittelerzeugung muss als vorrangiges Ziel im Raumplanungsgesetz verankert werden“, fordert auch LK-Präsident StR. Josef Moosbrugger. LUAG 9
Der Boden verbindet Am 20. November wurden im Kultursaal Götzis AmBach die Preisträger des landwirtschaftlichen Zukunftspreises <<i luag druf>> 2015 gekürt. Rahmen war die bereits zehnte Ländle Gala von Landwirtschaftskammer und Ländle Qualitätsprodukte Marketing GmbH.
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it dem landwirtschaftlichen Zukunftspreis werden vorbildliche Leistungen aus der heimischen Land- und Forstwirtschaft ausgezeichnet. Das Jahr 2015 wurde von der UNO zum Jahr des Bodens ausgerufen und deshalb wurden landwirtschaftliche und gastronomische Betriebe sowie Schulen, die sich intensiv mit dem Thema Boden beschäftigen, zur Teilnahme eingeladen. Im Rahmen der Ländle Gala in Götzis wurden nun die Preise in drei Kategorien vergeben. Gut 300 Gäste aus Landwirtschaft, Wirtschaft und Politk kamen um zu gratulieren und sich bei Köstlichkeiten aus regionaler Erzeugung auszutauschen. Gastgeber LK-Präsident StR. Josef Moosbrugger zeigte sich über das hohe Niveau der Einreichungen erfreut und wies auf die Bedeutung des Bodens für die Landwirtschaft hin: „Einerseits haben Bodenuntersuchungen gezeigt, wie verantwortungsvoll die Bauernfamilien damit umgehen, anLUAG 10
derseits hat Vorarlberg das Problem des zu hohen Bodenverbrauchs. Ich gratuliere allen Einreichern und Gewinnern zu ihrem Engagement für den Boden“, so Moosbrugger. Traditionellerweise wurden bei der Ländle Gala auch die Branchensieger das Jahres noch einmal geehrt.
Bester Service war durch die Schülerinnen des BSBZ Hohenems garantiert.
Die Kleaborar Bahnteifl mit Otto Hofer unterhielten die Gäste mit viel Humor.
Die Preisträger 2015 SCHULEN – Sieger • Schulgarten der Schule Langenegg Anerkennungspreise, je EUR 200,– und Urkunde • Schulgarten der Volksschule Lochau • Schulgarten SPZ Bludenz GASTRONOMIE – Sieger • Restaurant Schulhus Krumbach Anerkennungpreis, EUR 200,– und Urkunde • Wirtshaus zur Taube, Alberschwende LANDWIRTSCHAFT – Sieger • „Lisilis Biohof“, Familie Brigitte und Karl Kühne, Meiningen Anerkennungspreise, je EUR 200,– und Urkunde • „Gertruds Garten“, Familie Baumgartner in Dornbirn • Biohof Lukas Breuß, Röthis
Ein besonderer Dank für die langjährige Unterstützung des <<i luag druf>> gilt den beiden Hauptsponsoren Vorarlberger Kraftwerke AG und Vorarlberg Tourismus und natürlich allen Sponsoren, die zum Gelingen der Gala beigetragen haben. Dank gilt auch der Jury unter Vorsitz von Mag. Brigitte Plemel.
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Die Jahressieger 2015
Unschlagbar: Otto Hofer Für die Bewirtung zeigten sich einmal mehr das „kul-t Catering“ und die Schülerinnen des BSBZ Hohenems verantwortlich, die ihre Aufgabe in gewohnter Weise bestens erfüllten. Moderiert wurde die Gala von Heidi Schuster-Burda und für die musikalische Unterhaltung mit humorvollen Einlagen sorgten die Kleaborar Bahnteifl mit Otto Hofer. Weitere Bilder und Berichte der Ländle Gala finden Sie unter vbg.lko.at und www. laendle.at/Zukunftspreis.
Heidi Schuster-Burda beim Interview mit ihren Bühnengästen.
Die Schule Langenegg begeisterte mit einem Lied über ihren Igel Isidor.
Käseprämierung Schwarzenberg, Senner des Jahres • Kaspar Domig, Alpe Steris in der Kategorie „Hartkäse“ • Herbert Nenning, Alpenkäse Bregenzerwald in der Kategorie „Schnittkäse“ Sura Kees-Prämierung Schruns • Neue Produktion: Elizane Wohlfahrt-Bentz, Alpe Tilisuna • Traditionelle Produktion: Veronika und Christian Kartnig, Alpe Garnera Brenner des Jahres • Wilfried Amann, Weiler • Anton Kostenzer, Vandans • Andreas Radl, Nüziders Moster des Jahres • Gerold Amann, Koblach LUAG 11
Gewinner 2015
land- und
Auch 2015 war die Ländle Gala der würdige Rahmen für die Verleihung der land- und forstwirtschaftlichen Zukunftspreise <<i luag druf>>. Er war in drei Kategorien ausgeschrieben.
Kategorie Landwirtschaft H
euer, im UN-Jahr des Bodens standen in der Kategorie Landwirtschaft vor allem Gemüse- und Obstbaubetriebe im Mittelpunkt. Mit ihren „Bodenschätzen“ liefern sie wertvolle regionale Lebensmittel, was nur durch nachhaltigen Umgang mit dem Boden erfolgreich sein kann. Das bestätigen die vielen ausgezeichneten Einreichungen zum <<i luag druf>> 2015.
SIEGER: Familie Karl Kühne, „Lisilis Biohof“, Meiningen Trophäe <<i luag druf>> 2015 Urkunde und Preisgeld von EUR 800,–
hren übernah hmen Briigiitte und d Karll Kühne ihren Hoff. Den Vor 25 Jah damals noch konventionell geführten Betrieb stellten sie aus einer tiefen Überzeugung heraus auf biologische Wirtschaftsweise um. Seither konnten sie nicht nur die kleinbäuerliche Struktur erhalten, sondern auch eine große Vielfalt entwickeln. Diese Vielfalt findet sich in den Gemüsesorten, in der Tierhaltung und in der sorgsamen Veredelung der Produkte wieder. Regionalität, Saisonalität und Vielfalt werden an Lisilis Biohof ganz groß geschrieben. „Jeder der etwa 40 Gemüsesorten auf unseren Feldern lassen wir die Zeit, die sie braucht, um ihren optimalen Geschmack zu entfalten und bringen diesen so schnell wie möglich an den Endverbraucher. Das geschieht in unserer Lisilis Bio-Kiste, direkt im Hofladen oder auf den Wochenmärkten“, so Karl. Seit dem Frühjahr 2015 kann sich jeder Interessierte bei einem Rundgang durch den Hof (Sonntag Ruhetag) an verschiedenen Stationen zum Beispiel über die Tiere, die Kreislaufwirtschaft und ihre Philosophie selbst informieren. Grundprinzip ist: Ein gesunder Boden ist die Grundlage für gesunde Lebensmittel.
Konsequente Betriebsphilosophie
Karl und Brigitte (Foto oben) Kühne leben und vermitteln ihre Vorstellung von Landwirtschaft transparent und offen.
„Was wir dem Boden an Nährstoffen entnehmen, müssen wir auch wieder zuführen und zwar in einer Form, die zum einen gut für die Pflanzen verfügbar ist, zum anderen aber auch langfristig wirkt. Wir stellen daher unseren eigenen Kompost her und arbeiten ihn regelmäßig in die Ackerböden ein. Nur auf die gut durchwurzelten Wiesen bringen wir die bei uns anfallende Gülle aus, denn sie sind am besten in der Lage, die leicht wasserlöslichen Nährstoffe rasch aufzunehmen“, beschreibt Karl den vorbildlichen Umgang mit dem Boden. Zur Bekämpfung von Schädlingen setzt man am Lisilis Biohof auf eine vielfältige Fruchtfolge. So können Schädlinge nur schwer große Populationen aufbauen und die Ernteeinbußen halten sich in Grenzen. Unkraut rückt man mechanisch zu Leibe, sei es durch Ausrupfen per Hand oder maschinell. Der gute Ruf des Lisilis Biohof der Familie Kühne kommt nicht von ungefähr und das Lebenskonzept für Familie und Betrieb sind für die kleinstrukturierte Landwirtschaft mehr als überzeugend.
forstwirtschaftlicher Zukunftspreis <<i luag druf>> Kategorie Gastronomie G
esucht wurden Betreiber von Hotel- und Gastronomiebetrieben und deren Köchinnen und Köche, die ihren Gästen überwiegend regionale Schätze aus heimischem Boden anbieten.
SIEGER: Restaurant „Schulhus“ Krumbach
Kategorie Schulen
Trophäe <<i luag druf>> 2015 Urkunde und Preisgeld von EUR 800,– An einem ruhigen, fast unscheinbaren Ort gelegen, geschieht Großartiges. In Krumbach, abseits des Dorfkerns, nahe der Moorlandschaft, steht das alte Schulhaus des Dorfes, dem Gabi und Herbert Strahammer vor 20 Jahren neues Leben eingehaucht haben. Sie haben das Gebäude in ein kleines Restaurant mit 56 Sitzplätzen umfunktioniert. Hier zeigen Kochweltmeisterin Gabi, als exzellente Köchin, und Gatte Herbert, als feinfühliger Gastgeber und Weinkenner, was sie selbst lieben. Im Vordergrund steht das passende Produkt zur Jahreszeit. Mit einfachen Zubereitungsarten, großem Können und dem Gespür für die richtige Kombination entstehen aus den regionalen Grundprodukten Kunstwerke. Gabi verzichtet bewusst auf Meeresfisch und weitgereiste Lebensmittel. Ob Pflanzen aus dem Krumbacher Moor, eigens gemästete Duroc Schweine, Dexter Rinder aus der Nachbarschaft, selbst gesammelte Pilze und Beeren, Fische aus dem Bodensee und Fleisch aus dem Bregenzerwald oder Gemüse aus dem eigenen Garten. Sie weiß, dass ihre Heimat mehr als genug für eine kleine aber feine Speisekarte hergibt. Gesundes aus der Region und aus der heimatlichen Erde stehen bei Gabi im Mittelpunkt. Die reine Frischmarktküche ohne Fertig- oder Teilfertigprodukte bringt keine besonders umfangreiche Karte hervor, muss Sie aber auch nicht. Gerade dieses Konzept mit den eigenen saisonalen Schätzen aus der heimischen Natur, und das persönliche Verhältnis zu all ihren Lieferanten überzeugt die vielen Gäste aus nah und fern.
Gabi Strahammer, Krumbach
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esuch ht wurd den Sch hullen die anh hand d von Projjekkten den Kind dern den Wert von Lebensmitteln, die Funktion der Natur und die Arbeit der Menschen die hinter der Erzeugung stehen, vermitteln.
SIEGER: Schule Langenegg Trophäe <<i luag druf>> 2015 Urkunde und Preisgeld von EUR 800,–
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ie Schule Langenegg unterrichtet 90 Kinder mit 23 Lehrpersonen in vier Volksschulklassen und fünf Sonderpädagogischen Klassen und betreibt einen gemeinsamen Schulgarten. „Durch einen Garten, der bewirtschaftet, der gepflegt, aus dem geerntet, in dem gearbeitet wird und in dem Begegnungen stattfinden, sammeln die Kinder wertvolle und bereichernde Erfahrungen für viele Bereiche des Lebens. Gerade dieses elementare Arbeiten mit Kindern ohne Leistungsdruck hat dazu bewogen, den Gedanken eines Schulgartens umzusetzen“, so Direktor Bernhard Dorner. Jede der neun Klassen hat ein eigenes Beet zu bewirtschaften. Der Garten ist auch für die Schüler mit Rollstuhl zugänglich und befahrbar. Es gibt auch ein Hochbeet, das für die Rollstuhlkinder passend gebaut wurde. Gemeinsam wird in den Klassen abgesprochen was angebaut wird und wer für das Ernten zuständig ist. Dabei wird auch über die weitere Verwendung wie zum Beispiel das Einmachen gemeinsam entschieden und in der Gruppe mit dem frischen Gemüse gekocht. Projekttage, Workshops und natürlich ein Erntedankfest runden das Projekt ab. Das langfristige Ziel ist es, den Schulgarten als fixe Institution in Langenegg zu verankern. Des Weiteren sollen die Kinder für die Thematik des Konsums von regionalen und saisonalen Produkten sensibilisiert werden. Mehr Bilder der Preisträger unter vbg.lko.at LUAG 13
Anerkennungspreise <<i luag druf>> 2015 Landwirtschaft
Biohof Breuß, Röthis
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„Gertruds Garten“, Dornbirn
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ie Familie Gertrud und Helmut Baumgartner bewirtschaftet in Dornbirn den Bauernhof „Gertruds Garten“. Gertrud hat den Betrieb vor über 20 Jahren von ihren Eltern übernommen. Schon seit Beginn ihrer bäuerlichen Arbeit hat sie sich mit dem Boden auseinandergesetzt und in vielen Kursen und Weiterbildungen den nachhaltigen Umgang damit erlernt. Gearbeitet wird ohne chemische Düngung mit Kompost aus Pferdeund Hühnermist von Hühnern aus Bodenhaltung und nur mit biologisch zugelassenen Pflanzenstärkungsmitteln und ihren Lieblingen, den Nützlingen. Weit über 100 Gemüse- und Kräutersorten werden inzwischen in Gertruds Garten gesät, geerntet und von den Kunden geschätzt.
Gertrud und Helmut sind mit Leib und Seele Gemüsebauern.
In der Bewirtschaftung der schweren und nicht immer lang trockenen Böden haben Baumgartners auf die eigene Erfindungsgabe gesetzt und zum Teil eigene, bodenschonende, Maschinen gebaut. Für die Vielfalt im Garten legen Baumgartners besonderen Wert auf den Umgang mit ihrem Boden. Jedes Jahr werden Bodenproben genommen, um zu wissen wie sich die biologische Düngung und die schonende Bearbeitung auf den Boden ausgewirkt haben. Täglich dürfen und wollen sie dazulernen, denn es gibt laut Gertrud kein Rezept für die richtige Bewirtschaftung der Erde. „Jedes Jahr ist anders und man muss es im Gespür haben, ein Gefühl für den eigenen Boden. Und so wie die Erde aussieht, sich anfühlt und riecht beim Ernten und wie das Gemüse aussieht und schmeckt, denke ich, dass wir auf dem richtigen Weg sind“, so Gertrud. LUAG 14
ukas Breuß ist ein junger Mann aus Röthis der am elterlichen Betrieb mit Viehwirtschaft groß geworden ist. Lukas träumte aber davon Vollerwerbslandwirt zu sein und entdeckte schon früh seine Vorliebe für den Gemü- Lukas seanbau. Nach intensi- Breuß: ven „Gesprächen“ in der Erfolgreich Familie konnte er seinen mit Traum verwirklichen. Er Gemüse. durfte, nach Abschluss der Landwirtschaftsschule seinen eigenen Betrieb gründen und sich auf den Gemüseanbau konzentrieren. Lukas produziert Bio-Freilandgemüse im Feld und in zwei 250m² großen Gewächshäusern. Das Bio-Gemüse wird zu 95 Prozent direkt an Kunden vermarktet. Die restlichen fünf Prozent werden an die Gastronomie geliefert. Die Produktkette geht von A wie Aubergine bis Z wie Zucchini. „Weil ich mit dem Boden arbeite und vom Boden lebe, schaue ich besonders gut dazu. Ich gehe oft mal mit dem Spaten über den Acker um zu schauen ob Regenwürmer vorhanden sind und wie die Durchwurzelung der Begrünung ausschaut“, so Lukas. „Der Umgang mit dem Boden ist gleich wie mit einem rohen Ei. Wenn eine Generation gut auf den Boden achtet hat die nächste Generation auch einen fruchtbaren gesunden Boden“, so der junge Bauer.
Schulen Volksschule Lochau Der Schulgarten der Volksschule Lochau besteht seit 50 Jahren. Derzeit sind insgesamt 130 Kinder (6 Klassen und eine Gruppe „Kreatives Gestalten“) am Projekt beteiligt die vom Gemeindegärtner unterstützt werden. Jugend forscht im Schulgarten Lochau. Jährlich werden viele verschiedene Kräuter, saisonales Gemüse sowie Lagergemüse, Beeren und Obst angebaut. Die Ernte wird miteinander gefeiert, geteilt (Kohlrabi usw.) bzw. gekocht (Kartoffeln). Die jeweiligen Klassen- und Integrationslehrerinnen planen die Gartenarbeit im Schuljahresablauf. Mit der Zeit bekommt die Organisation eine Eigendynamik und die Kinder wollen schauen gehen, wie weit die Radieschen sind bzw. fordern ein, dass heute noch gegossen werden muss. Teilweise ist die ganze Klasse im Einsatz, teilweise erledigt eine Kleingruppe eine bestimmte Arbeit. „Das Thema „Boden“ und seine Bedeutung begleitet uns das ganze Jahr. Nach dem Winter muss der Boden aufbereitet werden. Die Regenwürmer werden zu Freunden, genauso die Marienkäfer, die uns beim Reduzieren der Blattläuse helfen. Besondere Kleintiere werden mit der Becherlupe angeschaut und bestimmt, ob es sich um Schädlinge oder Nützlinge handelt, bzw. was die Tiere von den Pflanzen nehmen und in den Kreislauf einbringen. Alle Kinder unserer Schule sollen einen lustvollen Zugang zu den unterschiedlichsten Tätigkeiten vom Säen, Auspflanzen, Wachsen erfahren“, freut sich Martina Rhomberg als verantwortliche Projektbetreuerin.
Gartenarbeit im SPZ Bludenz verspricht Spaß und Spannung.
Sonderpädagogisches Zentrum Bludenz Bei der Eröffnungskonferenz im Herbst 2014 stieß die Idee „Schulgarten“ auf reges Interesse bei Kolleginnen und Kollegen verschiedenster Fächer. Aus der Idee wurde ein Projekt. Die Schule achtete von Beginn an darauf, dass der Schulgarten nach biologischen Grundsätzen geführt wurde. Steinmehle und organischer Dünger sind dabei selbstverständlich. Erste zu erledigende Arbeiten waren: Obere Grasschicht entfernen, Untergrund bearbeiten, humusreiche Erde organisieren (Stadt Bludenz) und Kompost auftragen, Bodenbearbeitung mit der Fräse und eine Umrandung und Wege des Gartens anfertigen. Im Schulgarten wird gesetzt, gesteckt, gesät: „Nenziger Riebelmais“, Stangenbohnen, mexikanische Bohnen, Kartoffeln, Karotten, Speise- und Zierkürbisse, Kräuter (Basilikum, Schnittlauch, Petersilie, Dill) Ringelblumen, Radieschen, Paprika, Kohlrabi usw. Einige Setzlinge wurden selbst gezüchtet, andere gekauft. Jede Klasse war für ihr Beet zuständig“, erklärt Projektleiterin Margit Bitschnau. Das verschiedene Gemüse wird in der Schulküche im Fach „Ernährung und Haushalt“ zu feinen Speisen verkocht. Auch die verschiedenen Konservierungsarten von frischem Gemüse und Kräutern wurden ausprobiert. „Der Schulgarten soll auch in den nächsten Jahren bewirtschaftet werden und das Thema „Boden“ wird sicher im kommenden Schuljahr noch intensiver besprochen, auch weil wir sehen wie groß das Interesse der Kinder daran ist“, so Bitschnau.
Gastronomie Wirtshaus zur Taube, Alberschwende
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as Wirtshaus zur Taube im Zentrum von Alberschwende ist für die herausragende regionale Küchenkultur weit bekannt. Geführt wird das schon im 15. Jahrhundert geschichtlich erwähnte Haus von Lothar Eiler mit seiner Partnerin Helene die mit ihrem Team dem Gast die so geschätzte Atmosphäre bieten. Als ausgebildeter Landwirt verbindet Lothar sein Interesse an der Natur und die Liebe zur Umgebung des Bregenzerwaldes mit dem sensiblen Umgang von Mensch, Tier und Tradition. Das spiegelt sich auch in seiner Betriebsphilosophie wieder, der sich ganz besonders auch das Küchenteam um Günter Michel und Thomas Heldbock verschrieben haben. Als Landwirt weiß er genau wie man mit der Natur umgehen muss, um aus der Erde und dem Stall beste Qualität zu bekommen, und genau diese Qualität müssen seine Lieferanten auch liefern. Wie gut diese Partnerschaften funktionieren, zeigt die lange Liste, der auf der Karte namentlich angeführten Lieferanten. Beinahe alles kommt aus dem Bregenzerwald und vieles aus der unmittelbaren Umgebung, so wie auch die „Kräuter und Blumen aus den Gärten unserer Nachbarn und Mitarbeiter“. Zudem gehört die Taube zu den Käsewirten der Käsestraße Bregenzerwald, was eine breite Auswahl regionaler Käsesorten bester Qualität von Kuh, Schaf und Ziege gewährleistet.
Lothar und Helene sind stolz auf die lange Tradition des Hauses. LUAG 15
Heißer Käsegenuss – das Richtige zur kalten Jahreszeit! Walliser Bergbauern, die ihren Bergkäse über offenem Holzkohlenfeuer im Kamin schmolzen.
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ie Rede ist von einer Schweizer Spezialität, die in der Vorarlberg Milch einen Verbündeten gefunden hat, der es allen Freunden des gepflegten Raclette-Essens noch leichter macht, herzhaft zuzugreifen. Wir sprechen von der „Ländle Raclette Stange“, einer ausgezeichneten Käsespezialität, die den strengen Anforderungen des Ländle Herkunfts- und Gütesiegels entspricht und nur aus 100 Prozent gentechnikfreier Ländle Milch von Vorarlberger Bauernhöfen hergestellt wird.
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schmeckt man Seit vielen Jahren gehört das Lammfleisch zu einem abwechslungsreichen Speiseplan dazu. Das zarte Fleisch erfreut sich auch zur Weihnachtszeit immer größerer Beliebtheit.
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Gutes und böses C
holesterin dient unter anderem als Vorstufe für Hormone, Vitamine oder Gallensäure und kommt größtenteils natürlich im menschlichen Körper vor. Bis zu 90 Prozent des nötigen Cholesterins stellt unser Körper selbst her – nur ein kleiner Teil wird mit der Nahrung aufgenommen. Mag. Eva Wildauer Ernährungswissenschaftlerin
Die Höhe des Cholesterinwerts ist alters- und geschlechtsabhängig. Generell nimmt der Gesamtcholesterinspiegel mit dem Alter deutlich zu. In der Regel ist er bei jungen Frauen etwas niedriger als bei jungen Männern. Mit zunehmendem Alter gleicht sich dieser Unterschied jedoch aus. Leider gibt es zahlreiche Störungen des Cholesterinstoffwechsels, die – unabhängig von der Nahrungsaufnahme – zu stark erhöhten Cholesterinwerten im Blut führen.
Cholesterin
Was bedeuten die Werte? Wer bei einer Blutuntersuchung die Cholesterinwerte bestimmen lässt, bekommt mehrere Werte vorgelegt: Den Gesamtcholesterinwert, das HDL (gutes Cholesterin), LDL (schlechtes Cholesterin) und die Verhältnisse dieser zueinander. Natürlich sollten die Einzelwerte nicht außerhalb der Norm liegen, entscheidender ist jedoch das Verhältnis zwischen gutem und schlechtem Cholesterin. Ein Zusammenhang besteht zwischen den Blutcholesterinwerten und Übergewicht. Niedrige Cholesterinwerte gehen mit einer geringeren Wahrscheinlichkeit für Herz- und Krebserkrankungen einher.
Wo steckt Cholesterin drin? Natürlicherweise kommt Cholesterin nur in Lebensmitteln tierischen Ursprungs, wie Butter, Innereien und Eier, vor. Bei einem hohen Cholesterinwert sollte man mageres Fleisch und viel Gemüse bevorzugen, Innereien und Wurstwaren meiden und auf genügend Bewegung achten – dann darf auch das Frühstücksei oder das Rührei ab und zu auf den Tisch!
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Flüssiges Gold Besonders in den letzten Jahren hat Honig wieder sehr an Bedeutung gewonnen – nicht nur auf dem Butterbrot oder im Tee, sondern auch in der Medizin und in der Hautpflege. Honig ist ein wahrer Tausendsassa und kann pur oder im Zusammenspiel mit anderen Wirkstoffen manchmal Unglaubliches leisten.
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Iris Lins Grüne Kosmetikpädagogin
onig gibt es in unterschiedlichen Qualitäten: Am besten ist es, auf den Imker aus der Umgebung zu vertrauen und regionalen Honig zu kaufen. Es gibt verschiedene Arten von Honig: Blütenhonig, Waldhonig, Lindenblüten-, Kastanienhonig, usw. Für die Haut besonders gut geeignet und unserer Region entsprechend, ist der Waldhonig. Aber auch ein Blütenhonig leistet hervorragende Dienste. Er muss nicht cremig gerührt sein, darf aber ruhig kristallisieren.
Wenn es darum geht, Honig für Kosmetik zu verwenden, wird oft kritisiert, dass er zu schade dafür sei. Dabei sind für Gesichtsanwendungen ein bis zwei Teelöffel meist ausreichend. Das Naturprodukt Honig ist für uns eine wahre Wohltat – sowohl innerlich als auch äußerlich. In Kulturen wie Tibet oder Russland hat er eine Jahrtausende alte Tradition als Heilmittel. Auch in Vorarlberg wurde Honig früher erfolgreich angewendet. Honig besteht überwiegend aus Kohlenhydraten, das heißt aus etwa 75 Prozent Zucker. Im Gegensatz zum gewöhnlichen Haushaltszucker – der besteht zu 100 Prozent aus dem Zweifachzucker „Saccharose“ – enthält Honig bis zu 30 verschiedene Zuckerverbindungen, die den Körper nicht einseitig belasten wie raffinierter Zucker. Zurückzuführen ist dies einerseits auf die verschiedenen Nektarquellen der Bienen, andererseits auf deren Fermentation (Enzyme, die die Bienen dem Nektar hinzufügen). Honig enthält viele Vitamine wie beispielsweise den kompletten Vitamin B-Komplex und Vitamin C, aber auch Kalzium, Phosphor, Mangan, Kalium, Kupfer, Eisen und Magnesium. Obwohl er einen geringen Eiweißgehalt von ca. 0,5 Prozent hat, besitzt er wichtige Aminosäuren (Eiweißbausteine). Je nach Honigsorte sorgen etwa 120 Aromastoffe für den entsprechenden Geschmack und den jeweiligen therapeutischen Nutzen. Die im Honig enthaltenen „Inhibine“ hindern Bakterien am Wachstum: Honig entzieht Flüssigkeit aus entzündetem Gewebe und lässt Bakterien austrocknen. In Kombination mit anderen Honig-Inhaltsstoffen
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fungieren Inhibine als natürliches Antibiotikum, was sich die Medizin in der Wundbehandlung zu Nutze macht. Weil Honig ein schwach saures Milieu hat, siedeln sich Bakterien und Hefepilze hier nicht an, selbst in hoher Verdünnung hat Honig noch eine keimtötende bzw. -hemmende Wirkung. Wichtig: Honig sollte nie – auch nicht kurz – über 45 Grad erhitzt werden, da viele wertvolle Stoffe dabei verloren gehen. Beim Kochen und Backen lässt sich das natürlich nicht vermeiden. Auch wenn er dabei hoch erhitzt wird, ist der Honig dem gewöhnlichen Haushaltszucker immer noch überlegen, da manche Inhaltsstoffe sehr wohl hitzebeständig sind. Allerdings macht es Sinn, Tee erst etwas abkühlen zu lassen, bevor man Ho onig hinzzugibt. „Unser Kräuternest“ Kräuterwerkstatt für Kinder und Jugendliche www.kraeuternest.at
Honig-Maske mit Haferflocken und Heilerde 1 TL Hafermark oder Haferflocken (fein geschrotet) 2-3 TL Wasser 1 TL Heilerde 1 TL Honig Das Hafermark gut mit dem Wasser verrühren und zehn Minuten quellen lassen. Anschließend Heilerde und Honig hinzufügen und gut verrühren. Maske auf das Gesicht auftragen und 15 bis 20 Minuten einwirken lassen. Anschließend mit lauwarmem Wasser abreinigen und wie gewohnt pflegen. Honig und Hafer nähren und pflegen die Haut, die Heilerde reinigt sie. Die Haut sieht danach frisch und strahlend aus.
Hand-Peeling mit Honig und Mohn
Mein persönlicher Tip: Honig pur!
2 TL Honig 1 TL Mohn
2 TL Honig Wirkt entzündungshemmend, straffend und nährend.
Honig gut mit Mohn vermengen. Durch das Verreiben zwischen den Händen erwärmt sich der Honig, wird dadurch flüssiger und lässt ich gut verteilen. Wird kristallisierter Honig verwendet, sollte er zu Beginn etwas in der Handinnenfläche angewärmt werden. (Da der Mohn keine scharfen Kanten hat und von einer dünnen Fettschicht umgeben ist, eignet er sich auch für Gesichtspeelings.) Das Honig-MohnHand-Peeling sanft zwischen den Händen verreiben und anschließend mit lauwarmem Wasser abwaschen. Dieses Peeling kann auch als Handmaske angewendet werden: Einfach nach dem Einmassieren die Hände in ein Handtuch wickeln, 15 Minuten einwirken lassen und dann mit warmem Wasser reinigen. Wer noch einen Rest Sauerrahm oder Avocado zu Hause hat, kann sich danach die Hände mit einem Teelöffel davon die Hände einmassieren. Anschließend Hände waschen – und sie fühlen sich an wie eingecremt!
Den ersten Teelöffel Honig zwischen den Fingern verreiben und auf das ganze Gesicht auftragen, 15 bis 20 Minuten einwirken lassen und danach mit lauwarmem Wasser abnehmen. Den zweiten Teelöffel Honig in den Mund nehmen und so lange wie möglich lutschen – über die Mundschleimhaut werden viele wertvolle Inhaltsstoffe aufgenommen. Honig kann auch gute Dienste leisten, wenn sich ein Pickel zeigt, da er entzündungshemmend und gleichzeitig auch vorbeugend wirkt. Eine schnelle und ganz unkomplizierte Möglichkeit, sich und seiner Haut am Sonntagabend noch etwas Gutes zu tun und am Montag strahlend in die neue Woche zu starten!
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Weihnachten
von Jänner bis Dezember Der Bregenzer Gerhard Sieber legt das ganze Jahr Hand an seine Christbäume an.
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n den Geschäften und Schaufenstern spiegelt sich Weihnachten bereits an allen Ecken und Enden wider. Nicht mehr lange und dann leuchten auch wieder Kinderaugen in den Wohnzimmern mit dem Weihnachtsbaum um die Wette. Für die heimischen Christbaumanbieter beginnt nun eine hektische Zeit. Innerhalb weniger Tage müssen sie ihre Ware absetzen, oftmals dem Wetter trotzen und sich – umgeben von Billiganbietern – gegen die Mitbewerber behaupten. Für den Konsumenten ist der Glanz von Weihnachten bald wieder vorbei. Nicht aber für jene, die dafür sorgen, dass wir uns mit schön geschmückten Bäumen am wichtigsten Fest des Jahres erfreuen können. Irgendwie muss ein Christbaum-Produzent ein wenig auch ein „Ganz-Jahres-Weihnachtsmann“ sein. „Im Jänner werden die neuen Jungpflanzen bestellt, im März und April werden sie gesetzt, im Mai folgt der Austrieb, über den Sommer müssen sie gepflegt werden und im Oktober entscheidet sich, welcher Baum genommen wird“, zählt Gerhard Sieber auf.
Seit dem letzten Jahr hat der auf der Fluh wohnende 51-Jährige einen kleinen Verkaufsstand in Bregenz-Rieden. Was der hauptberuflich als Blechschlosser tätige Christbaum-Produzent in einem Jahres-Zyklus beschreibt, dauert in Wahrheit gut ein Jahrzehnt. Denn solange braucht eine Jungpflanze bis sie Raumhöhe hat und als Weihnachtsbaum in Frage kommt. Für den sehr naturverbundenen Mann ist das Züchten ein Ausgleich zum Berufsleben. „Es ist eine spannende Angelegenheit, wenn man sich in die Materie vertieft. Denn es braucht schon viel Wissen, damit man schöne Bäume bekommt.“ Der Konsument ist anspruchsvoll geworden. „Bäume wie gewachsen“ das spielt sich nicht mehr. Die Kunden wollen einen schönen gleichmäßigen Wuchs mit vollen Zweigen und robusten Nadeln. Deshalb sind Nordmanntannen die meist nachgefragten Bäume. Sieber führt aber auch Exoten wie die Korea- und Coloradotanne. Fichten und Blaufichten ergänzen das Angebot. Alles echte Ländle Christbäume mit Ländle Herkunfts- und Gütesiegel – gesetzt, gewachsen und geerntet in Vorarlberg.
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Mehrmals im Jahr legt der Bregenzer an den Bäumen Hand an. „Die wichtigste Zeit ist dabei der Mai, wenn sie austreiben“, erzählt er. So darf beispielsweise der Leittrieb nicht zu lang werden. Um das zu verhindern, wird mit einer Top-Stopp-Zange der Saftstrom unterbrochen. In dieser Zeit wird der Christbaum-Produzent auf gewisse Weise zum Schönheits-Chirurgen. Und wie es eben mit der Schönheit so ist. Sie strahlt zum Feste im hellsten Glanz, ist aber auch vergänglich. Ein Trost: Dieses Schicksal teilen alle Weihnachtsbäume.
Agrar Nenzing, Am Platz 10, Nenzing, T 05525/62144, 0664/4215027, www.agrar-nenzing.at, Verkauf: Agrargebäude
Danner Karl, Höchsterstraße 131, Dornbirn T 0664/6309140
Agrar Thüringen, Faschinastraße 10, Thüringen T 0664/1018313, Verkauf: Dorfplatz Thüringen
Spiegel Heinz, Rödermacher 5, Dornbirn T 0664/9606401, heinz.spiegel@gmx.net
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Agrar Innerbraz, Mühleplatz 11, Braz, T 0664/6255605 Verkauf: Gemeindebauhof Innerbraz
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Rauch Elmar, Brunnenweg 1, Schlins T 0664/8788099, 05524/8661, ab Hof und in der Kultur
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ie Bevölkerung Malawis ist eine der freundlichsten auf dem afrikanischen Kontinent und nicht selten wird das Land als das „warme Herz Afrikas“ bezeichnet. Leider ist Malawi nicht sehr bekannt, einerseits weil es keine wichtigen Bodenschätze aufzuweisen hat, andererseits weil es kein vielbereistes Touristengebiet ist.
Mit einem jährlichen Pro-Kopf-Einkommen von 230 EUR gehört Malawi zu den ärmsten und am wenigsten entwickelten Ländern der Welt. Es nimmt Platz 174 von 187 auf dem Index für menschliche Entwicklung ein. Rund 16 Millionen Menschen leben in Malawi, 65 Prozent davon unter der Armutsgrenze. Die durchschnittliche Lebenserwartung liegt bei 50 Jahren. Das Bevölkerungswachstum ist hoch und stellt das Land vor erhebliche Probleme bei der Ernährungssicherung und der Versorgung der Bevölkerung mit sozialen Diensten. Weitere Probleme, die die Entwicklung des Landes hemmen, sind ungleich verteilte Einkommen, schlechter Zugang zu Ausbildung und medizinischen Grunddiensten sowie eine sehr hohe HIV/AIDS-Rate.
In den vergangenen Jahren wurden große Waldgebiete des Landes durch intensive Holznutzung extrem gerodet. Leider sehen die meisten Menschen den direkten Zusammenhang zwischen Abholzung, Erosion und Abtragen der fruchtbaren Ackererde nicht. Deswegen wird die ansässige Bevölkerung für eine nachhaltige Waldbewirtschaftung sensibilisiert und gemeinsam mit der Schule vor Ort involviert. Die Aufforstung erfolgt mit klimaangepassten Bäumen und Pflanzen sowie mit Nutzpflanzen (Mango, Papaya, Bananen) für eine nachhaltige Selbstversorgung. Im Jänner 2016 werden im ersten Schritt 2.000 Setzlinge gepflanzt.
Vielen herzlichen Dank! Die Ländle Christbaum Produzenten
Die Stiftung Bruder und Schwester in Not der Katholischen Kirche Vorarlberg unterstützt Gesundheits-, Bildungs- und Ernährungsprojekte in Malawi. In der Region Malambo hat die Stiftung bis dato eine Geburtenstation realisiert und fördert weitere Projekte, wie die Renovierung und Ausstattung der Schule vor Ort sowie eine große Aufforstungsaktion.
www.laendle.at/christbaum
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Milchprodukte mit Herz Meistersenn Thomas Kaufmann und sein Team von der Dorfsennerei Schlins-Röns produzieren, neben verschiedensten Milch- und Käsespezialitäten, schmackhaften Bergkäse von höchster Qualität. Acht bäuerliche Familienbetriebe aus Schlins, Röns und Satteins liefern dafür täglich frische Heumilch, die nach strengen Qualitätsrichtlinien erzeugt wird. Die Fütterung der Kühe erfolgt natürlich silofrei, das heißt sie bekommen nur Gras, Heu und Getreide e. Öffnungszeiten Käsefachgeschäft, Sennereistraße 10, Schlins: Montag bis Samstag von 7:30 bis 12:00 Uhr und 17:00 bis 18:30 Uhr Sonn- und Feiertage von 7:30 bis 11:00 Uhr
Riebelmais jetzt auch Bio Bis in die 1950er Jahre war der weiße, schmackhafte Riebelmais die Hauptzutat des Riebels. Verdrängt vom Weizengrieß liegt seine letzte Blütezeit heute schon Jahrzehnte zurück. Der ursprüngliche Charakter des Riebels ging verloren – und somit auch ein Stück Tradition. Neben dem klassischen Riebel oder Duranand (mit Kartoffeln) lassen sich auch Aufläufe, Knödel, Hafaloab, Polenta und vieles mehr aus Riebelmais herstellen. Erhältlich ist der Riebelmais in Bio-Qualität im guten Bio-Lebensmittelfachhandel sowie direkt bei Dietrich Kostbarkeiten, Lerchenauerstraße 45, Lauterach, www.dietrich-kostbarkeiten.at
Goldgelbes vom Martinshof Aus dem Eigelb von frischen Freilandeiern, Ländle Rahm und Ländle Milch entsteht auf dem Martinshof eine wahre Köstlichkeit: Eierlikör. Echte Fair Trade Bio-Bourbon Vanilleschoten verfeinern den einzigartigen Geschmack. Martinshof Eierlikör ist ein natürliches Produkt, das frei von Stabilisatoren, Verdickungsmitteln, Aroma- und Farbstoffen ist. Egal, ob zum pur genießen, zum Dessert oder zum Kuchen; ob als Geschenk oder für sich selbst – der cremig milde Eierlikör vom Martinshof garantiert besonderen Genuss. Beste Zutaten schmeckt man einfach! Martinshof, Risar 36a, 6960 Buch, T 05579/8259, www.martins-hof.at
Besonders kräftig & würzig Auf etwa 900 m Seehöhe am sonnseitigen Südhang des Großen Walsertals gelegen, produziert die Sennerei Thüringerberg beste Käsespezialitäten aus der frischen Heumilch der umliegenden Höfe. Ein besonderes Juwel der Sennerei ist der 17 Monate alte Bergkäse. Durch die sehr lange Reifung erhält der Käse seinen einzigartig kräftig-würzigen Geschmack. Berühmt sind die Thüringerberger auch für ihre kalten Platten und Buffets, kreiert aus Köstlichkeiten der Region. Erhältlich sind der Bergkäse und weitere Spezialitäten direkt beim Sennereilädele, Jagdbergstraße 110, Thüringerberg, T 05550/24274 oder 0664/2188018. Öffnungszeiten: Montag bis Samstag von 7:45 bis 12:00 Uhr LUAG 27
Architektur: DI Alexandra und DI Hannes Zumtobel Holzbau: Zimmerei Gerhard Berchtold
Wenn’s um Finanzierung geht, ist nur eine Bank meine Bank. Die Initiativen der heimischen Holzbauer und der vorarlberger holzbau_kunst verlangen nach einem regional starken Finanzierungspartner und Förderer. So werden aus Ideen umsetzbare Projekte und eine natürliche Ressource zum Wohnraum der Vorarlberger. www.raiba.at
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Schule am Bauernhof – spannend und lehrreich Von Hühnern, Kühen und Pferden
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Heute stelle ich Ihnen den Biohof Gavadura in St. Anton und den LUAG IHI Erlebnisbauernhof in Sonntag vor. Der Betrieb im Montafon wird von Alexandra und Herbert Battlogg geführt. Wenn Sie auf den Hof kommen, werden Sie zuerst die kleine, hofeigene Brennerei entdecken, in der kostbare Edelbrände entstehen. Weiter geht es zum Auslauf der Original Braunviehkühe und Rinder. Betreten Sie den Stall, fällt Ihnen bestimmt die große Glaswand auf, hinter der es lustig zugeht! Die 350 Hühner können dort von außen beobachtet werden und sogar beim Eierlegen können die Kinder zusehen und diese dann selbst aus den Nestern nehmen. Alexandra Battlogg stellt das Thema „Vom Ei zum Huhn“ sehr kindgerecht und abwechslungsreich vor!
Der Familienbetrieb in Sonntag wird von Petra und German Nigsch geführt. Der Laufstall bietet für Schule am Bauernhof Lehrausgänge viel Platz. Vor allem die kleinen Besucher erhalten einen lebendigen Einblick in die Haltung von Kühen, Kälbern, Pferden und Hühnern. Diverse Themen, wie z.B. Regionalität, Bauernsterben, Futterbedarf einer Kuh oder die vielen helfenden Hände am Hof stellt Petra mit verschiedenen Methoden spannend und „begreifbar“ vor! Möchten Sie einen dieser Höfe besuchen, dann kontaktieren Sie mich beim LFI Vorarlberg unter T 05574/400-191 oder E martina.vierhauser@lk-vbg.at.
Alma uund SPAR unterstützen Vorarlberger Sennalpen ma stellt nicht nur Käsespezialitäten in den eigenen drei Alm Berrgsennereien her, sondern bringt auch die Produkte aus Sennalpen und 26 kleinen Dorfsennereien 80 Vorarlberger V auf die Tische der Genießer.
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ie Vorarlberger Kulturlandschaft wurde von der traditionellen Milchwirtschaft geprägt. Noch heute sind mehr als 40 Prozent Vorarlbergs Alpfläche. Vorarlberg besitzt das größte zusammenhängende Heumilchgebiet Europas. Von den 520 bewirtschafteten Alpen sind 137 Sennalpen, das heißt, auf ihnen wird Käse erzeugt. Insgesamt 80 dieser Sennalpen beliefern Alma mit Alpkäse.
Alma Alpkäse in den SPAR Regalen Oben auf den Alpen entsteht unter einfachsten Bedingungen eine Rarität, wie man sie sonst kaum mehr findet. Ein von Hand im Kupferkessel gekäster Spitzenkäse aus der wohl besten Milch überhaupt.
In diesem Jahr haben sich Alma und SPAR Vorarlberg ein ganz besonderes Ziel gesetzt: Die wertvolle Arbeit, welche die Bauern und Senner jedes Jahr während des Alpsommers leisten, soll im Rahmen einer gemeinsamen Alpkäse-Initiative gewürdigt und das Bewusstsein für diese saisonalen Spezialitäten geweckt und gestärkt werden. Denn die ursprüngliche Art seiner Herstellung, seine Qualität als genussvolles und natürliches Lebensmittel und sein Charakter als typisches Produkt der Vorarlberger Berglandschaft machen den Alpkäse zu etwas ganz Unverwechselbarem und Besonderem. Aus diesem Grund ist der Alma Vorarlberger Alpkäse in allen SPAR-Märkten im Ländle erhältlich (Ausnahme: einzelne selbstständige SPAR-Kaufleute).
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Vorarlberger
Glühmost
wärmt Herz und Händde Wenn die Tage kurz sind und es draußen kalt ist, ist die richtige Zeit für einen Glühmost. Er stimmt uns auf die Vorweihnachtszeit ein – egal ob zuhause oder auf dem Adventsmarkt. Glühmost riecht gut, schmeckt gut, und enthält noch manch gute Inhaltsstoffe des Apfels.
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er für Glühmost verwendete Most sollte würzig aber nicht zu gerbstoffreich sein. In manchen Teilen Österreichs wird auch reiner Birnenmost oder eine Mischung aus Birnen- und Apfelmost verwendet. Die Vorarlberger Moster empfehlen jedoch maximal 20 bis 30 Prozent Birnenanteil. Dies entspricht dem Vorarlberger Geschmack besser. In der Schweiz verwendet man für den Glühmost häufig auch Süßmost – eine alkoholfreie Variante.
Die Herstellung ähnelt jener von Glühwein
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In Vorarlberg verwendet man meist reinen Apfelmost von guter Qualität, beispielsweise aus Boskoop-Äpfeln, und fügt Gewürze wie Zimtstangen, Gewürznelken, Zitronenscheiben, abgeriebene Zitronenschalen (ungespritzt) oder Sternanis hinzu. Manche verwenden auch Ingwer, was dem Ganzen einen exotischen Hauch verleiht, aber auch etwas Schärfe bringt. Alles wird zusammen erhitzt und mit Zucker, Kandiszucker oder Honig gesüßt. Wichtig ist, dass der Most nicht gekocht und nicht zu lange erhitzt wird, da sonst wertvolle Inhaltsstoffe zerstört werden und Aromakomponenten verloren gehen. Zum Servieren wird abgeseiht und der Glühmost in Glastassen oder Gläser gefüllt. Zur Garnierung kann man eine aufgeschnittene getrocknete Apfelscheibe auf den Gläserrand stecken oder eine lange Zimtstange in die Tasse stellen.
Glühmost ist milder als Glühwein und enthält deutlich weniger Alkohol, nämlich ca. fünf Prozent. Die Obstkomponenten treten dadurch stärker hervor und werden weniger von Säure oder Alkohol überlagert. Wird der Glühmost nicht zu stark erhitzt, sind auch die wertvollen Inhaltsstoffe noch großteils enthalten. Vorarlberger Glühmost stammt zu einem guten Teil aus dem Streuobstanbau im Ländle. Der Genuss unterstützt somit auch den Erhalt des traditionellen Landschaftsbildes.
Glühmost aus dem Län
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Fertig gewürzten Glühmost aus eig ener Erzeugung bieten beispielsw eise an: • Mosterei Gerold Amann, Koblach • Mosterei Andrea s Krammel, Luste nau • Obstverarbeitun g Bovelhof, Düns • Mosterei Manfre d Schallert, Nenz ing • Mosterei Edmu nd Schnetzer, Blud esch • Mosterei Marku s Summer, Rankwe il • Küferei Alfred W elte, Frastanz
Die Liste der Vorarlberger Mostereien sowie die Brosch hüre prämierter Vorarlberger Moster können beim Fachbereich Obst & Garten der Landwirtschaftskammer Vorarlberg angefordert werden: T 05574/400-232, E obst-garten@lk-vbg.at Die Liste ist auch online abrufbar unter: www.laendle.at/most LUAG 31
Das Aroma des Sommers unterm Christbaum
2015
Vorarlbergs Täler sind noch immer geprägt von Hochstamm-Obstbäumen. Im Frühling blühen sie weithin sichtbar. Im Sommer und Herbst liefern sie wertvolle Früchte. Die heimischen Brenner veredeln sie zu Edelbränden für höchste Ansprüche. Im Winter ist dieses eingefangene Aroma des Sommers ein besonderer Genuss,
Aus dem Vollen schöpfen
Auf die Qualität achten!
Vorarlberg ist ein Land von Brennern. Kaum eine Region hat eine solche Vielfalt an Obstbränden zu bieten wie das Ländle. Gerade im Bereich der Birnen ist die Sortenvielfalt enorm. Angefangen von der bekannten Subira über Länglerbirnen, Zitronenbirnen, Hausbirnen bis hin zu Raritäten wie der Töubelarbirne oder der Klosabira reicht das Angebot. Aber auch Apfelbrände, Kirschenbrände, Zwetschkenwasser, Traubenbrände oder Vogelbeerbrand sind ein Genuss.
Seit 20 Jahren werden jährlich bei der Vorarlberger Landesprämierung der Landwirtschaftskammer 250 bis 300 heimische Brände neutral verkostet und bewertet. Sie werden zunächst sensorisch – also mit Auge, Nase und Gaumen der geschulten Verkoster – beurteilt. Anschließend werden die wichtigsten chemischen Eckdaten in einem Lebensmittellabor geprüft.
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sodass Obstbrände auch gerne in der kalten Jahreszeit getrunken werden.
Inzwischen erreichen ca. 80 Prozent der eingereichten Edelbrände das begehrte Ländle Herkunfts- und Gütesiegel in Gold, Silber oder Bronze. Dieses Gütesiegel gibt die Garantie für einen hochwertigen, fehlerfreien Brand. Aus den Goldmedaillenprodukten einer Sortengruppe wird jeweils der punktestärkste Brand zum Sortensieger gekürt. Die drei besten Brenner werden zum „Brenner des Jahres“ erhoben. Achten Sie also beim Schenken oder selber Genießen von Edelbränden auf das Ländle Herkunfts- und Gütesiegel!
Brände sind keine Schnäpse Während im Volksmund kein Unterschied besteht, stehen die beiden Begriffe doch für ganz unterschiedliche Qualitäten. Nach dem österreichischen Lebensmittelrecht ist der „Schnaps“ eine mit Neutralalkohol verdünnte Spirituose, die nur 33 Prozent Obstbrand der entsprechenden Obstsorte enthalten muss. Der Rest ist industriell gereinigter Ethylalkohol. Nur der „Brand“ ist reines und unverdünntes Destillat aus Obst. Deshalb ist im Lebensmittelgeschäft beispielsweise „Zwetschkenschnaps“ auch deutlich günstiger als „Zwetschkenbrand“. Das Ländle Herkunfts- und Gütesiegel ist nur reinen Bränden vorbehalten.
Liste der prämierten Edelbrände Alle prämierten Edelbrände & Liköre, Moste, Fruchtsäfte und Essige finden Sie unter: www.laendle.at/edelbraende-likoere Auf Wunsch senden wir Ihnen auch gerne die Broschüre der Vorarlberger Landesprämierung 2015 zu. Kontakt: Landwirtschaftskammer Vorarlberg, Obst & Garten, Montfortstraße 9, 6900 Bregenz, T 05574/400-232, E obst-garten@lk-vbg.at
Richtig genießen In der kühlen Jahr eszeit sind Obstb rände ein besonderer Genus s! Obstbrände we rden bei Zimmertemperatu r getrunken. Nur so gibt der Brand seine Arom en frei, sodass sie beim Genießen Na se und Gaumen kit zeln. Spezielle Brände gläser haben einen kleinen, bauchigen Kelch, der sich nach oben ve rengt, damit sich die verd unstenden Aromen zur Nase hin bünd eln.
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„Urban Lebender“ und „Waldmensch“ gleichermaßen Wasser und im Wald sichtbar. Als Lohn erhielt der Lehrer im September den Staatspreis für beispielhafte Waldwirtschaft
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er Fritz Trippolt mit Holz in Verbindung bringt, denkt sofort an die alte Segelyacht „Runag“, die er in 4.000 Arbeitsstunden restauriert hat. Überhaupt ist der 58-jährige Bregenzer sehr eng mit dem kühlenden Nass verbunden und ein international erfolgreicher Segler. Kein Wunder, wohnt er doch nur wenige Meter vom Bodenseeufer entfernt und ist praktisch mit dem Wasser groß geworden. So verwundert es wenig, dass er sich bereits als kleines Kind ein Floß aus Kistenholz und Abbruchmaterial bastelte. Nur wenige wissen, dass seine zweite große Leidenschaft dem Wald gehört. Und zwar seinen 7,2 Hektar großen Waldparzellen, die er genauso hegt und pflegt wie sein legendäres Holzschiff. Das Talent für den geschickten Umgang mit Materialien scheint dem Lehrer für Maschinenbau, Mathematik und technisches Zeichen in die Wiege LUAG 34
gelegt worden sein. Egal, was er anpackt, es entsteht immer etwas daraus. Sei es, dass er einen alten Ulmenbaum in einen Stubentisch verwandelt hat oder Lampen aus lauter dünnen Holzstäben kreiert hat, die nun das eigene Wohnzimmer schmücken. Dem Ingenieur scheint tatsächlich nichts zu schwer. Für Bekannte bastelt er gerne kleine Geschenke aus Holz. Aktuell beispielsweise „Ofenkeksle“. Was das ist? Der „Erfinder“ klärt auf. „Das sind Holzspäne und altes Kerzenwachs, aus denen ich Anzünder mache. Sie schauen so täuschend echt wie Keksle aus, dass es schon mal vorgekommen ist, dass jemand reingebissen hat.“ Ein verschmitztes Lächeln folgt.
Vom Wald geträumt Dass er eines Tages sogar den Staatspreis für beispielhafte Waldwirtschaft gewinnen würde, war aber selbst für den umtriebigen Vorarlberger überraschend. Im September 2015 durfte er diesen aus den Händen von Landwirtschaftsminister Andrä Rupprechter entgegennehmen. Die Tatsache, dass er als „urban Lebender“ einen derartigen Bezug zur Waldwirtschaft aufbaute, beeindruckte die Jury. Die Liebe zur Natur schlug beim handwerklichen Multitalent bereits früh durch. „Schon als Bub habe ich davon geträumt, einmal selbst eine kleine Parzelle zu besitzen“, verrät er.
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Fritz Trippolts Leidenschaft fürs Holz wird im
Bei seinen steten Touren auf den Pfänder sah er immer wieder Wälder, die nicht bewirtschaftet waren. Irgendwann kam er dann selbst in den Besitz zweier kleinerer Parzellen, die auf einer Seehöhe zwischen 700 und 900 Meter liegen. Für den Wassersportler war dies auch die ideale Gelegenheit um Holz für seinen Kachelofen, der das ganze Haus heizt, zu ernten. „Früher musste ich das Schwemmholz aus dem Wasser holen, das wurde mir irgendwann zu mühsam.“
Schwierige Bewirtschaftung Fritz Trippolt hat auch gelernt, dass der Wald ein sehr empfindliches Gebilde ist. Zumal seine Parzellen eine Hangneigung von 30 bis 60 Prozent haben und geologisch in der Molassezone liegen. Das heißt, die Waldflächen sind sehr rutschgefährdet und als Schutzwälder definiert. „Der Fichten-Tannen-Buchenwald ist die Leitgesellschaft in diesem Wuchsgebiet, wobei im randalpinen Klima die Tanne ihr Optimum aufweist“, klärt Experte Thomas Ölz vom Fachbereich Forst der Landwirtschaft auf. Trippolt als Waldbesitzer hat gelernt, auch mit Problembäumen umzugehen. Und er weiß, dass es eine gute Durchmischung und auch eine ständige Verjüngung braucht, damit der Forst gesund bleibt. „Da gibt es natürlich immer etwas zu tun. Fertig ist ein Wald nie.“ Der Lehrer, für den die Bewirtschaftung des Waldes ein entspannendes Hobby ist, setzt dabei auf Einzelbaumentnahme. „Langfristiges Ziel ist es, einen Plenterwald zu schaffen.“ Als Fritz Trippolt den Hain übernahm, war dieser in einem sehr schlechten Zustand. Er fand auch Monokulturen in Form von Fichtenbäumen vor. „Wenn dann die Bäume befallen werden, ist der ganze Wald hin“, spricht er es klar aus. Deshalb hat er auch Douglasien, Weißtannen, Ahorn oder Eschen gesetzt. Nicht zu retten sind hingegen die Ulmen. „Ihr Pilzbefall ist ein europaweites Problem. Leider werden sie deshalb stark zurückgehen“, fürchtet er.
Über die Jahre eignete er sich immer mehr Wissen über den Wald an – auch im nahen Kontakt mit dem Vorarlberger Waldverband und der Forstbehörde. Trippolt lernte Bäume zu fällen und schaffte sich auch das entsprechende Gerät an. Auf Wunsch schlägert er auch Mondholz. „Bisher habe ich das aber erst einmal mit einem Architekten gemacht.“ Seine Leidenschaft übertrug er auf die Söhne, die anfangs gar nicht so begeistert waren, wie er sagt. Und auch auf Freunde. „Das gemeinsame Holzen ist Abenteuer und Herausforderung gleichermaßen. Es kann sein, dass wir am Samstag oft zu sechst zum Holzen gehen.“ Als Belohnung gibt es Brennmaterial. Rund 70 bis 100 Festmeter Holz nutzt er pro Jahr, wobei ihm das Brennholz regelrecht aus den Händen gerissen wird.
Auch als Jäger tätig Damit die Schutzwald-Funktion aufrecht erhalten bleibt, ist es wichtig, den Wildbestand dem Waldlebensraum anzupassen. Deshalb hat Trippolt vor vier Jahren die Jagdprüfung gemacht. Im besten Einvernehmen mit der Jagdgenossenschaft Fluh und deren Mitgliedern hat er freie Hand. In dem vitalen Mann scheint Energie ohne Ende zu stecken. „Fernsehschauen wäre nichts für mich“, gibt er auch unumwunden zu. „Dafür wäre mir die Zeit einfach zu schade.“
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Im Energiesektor g knistert es
Clemens Seewald, Seewald Ofenbau, Götzis
Erneuerbare Energieträger wie Holz müssen sich gegen niedrige Erdölpreise behaupten. Doch wer auf Holz setzt, schafft nicht nur Wärme, sondern tut auch etwas für die Atmosphäre.
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rinnen in der Stube knistert es einladend. Das Feuer im Kaminofen lodert, während draußen der Winter die Landschaft in ein weißes Kleid gehüllt hat. Nach einem herrlichen Tag im Freien, wartet jetzt die gute Stube, um sich Hände und Füße aufzuwärmen und den Abend bei romantischer Stimmung in den eigenen vier Wänden zu verbringen. Schnell springt der Funke auf unser Herz über. Das heimelige Gefühl, das bis in die Zehenspitzen spürbar wird, wirkt wie eine Massage für Körper und Geist. Wohl dem, der diesen inneren Zauber erleben kann. Der Ofenbauer Clemens Seewald aus Götzis kann dieses Empfinden nur bestätigen. „Das wohlige Gefühl, das beispielsweise ein Kachel- oder Kaminofen vermittelt, ist mit ein Grund, warum sich Menschen für diese Form des Heizens entscheiden.“ Bereits unsere Vorfahren heizten im Winter – auch angesichts fehlender Alternativen – die Stuben ausschließlich mit Holz. Doch mit „anno dazumal“ haben moderne Holzheiz-Systeme nicht mehr viel zu tun. Vielmehr sind LUAG 36
die modernen Öfen mit technischen Raffinessen verbunden, die das Heizen zum einen erleichtern und zum anderen auch Programmfunktionen beinhalten, mit denen sich Einstellungen regeln lassen. „Man ist ganz sicher nicht mehr der Knecht des Ofens“, nennt der 40-Jährige einen weiteren Aspekt, der sich gegenüber früher geändert hat. Zweimal am Tag „nachfeuern“ reicht, damit es schön warm bleibt. Und man muss zwecks Luftzufuhr auch keine Schieber mehr bedienen. Clemens Seewald zeigt auf ein Modell, das jeweils ein Fach für Scheitholz und für Pellets aufweist. Durch diese kombinierte Form kann man individuell entscheiden, womit man Heizen will.
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Und das in zweifacher Hinsicht.
Holz unschlagbar billig Auch vom Design her spielen Kachel- oder Kaminöfen alle Stücke. Sie lassen sich gut in ein Wohnkonzept integrieren und sind durch ihr Design auch Blickfang in den Wohnzimmern. „In dieser Hinsicht hat sich sehr viel getan“, weiß Ofenbauer Seewald, der den Betrieb in Götzis in dritter Generation führt. Doch neben dem besonderen Flair und dem optischen Reiz stellt sich natürlich in erster Linie die Frage nach der Effizienz von Holzöfen. „Wenn der Ofen das ganze Haus heizt, ist er nach wie vor eine sehr günstige Variante.“ Gegenüber Heizöl beträgt – trotz des günstigen Ölpreises – die Ersparnis pro Jahr in etwa 650 EUR. Als Ausgangspunkt wurde ein Einfamilienhaus mit einer Wohnfläche von 140 Quadratmetern genommen. Im direkten Kostenvergleich bedeutet dies eine Ersparnis von 35 Prozent. Damit eine Kilowattstunde Energie erzeugt werden kann, müssen 7,5 Cent für Heizöl bzw. 4,9 Cent für Weichholz berappt werden. Nicht zu vergessen ist, dass Holz eine natürliche, CO2-neutrale und nachwachsende Ressource ist und damit energetische Unabhängigkeit bietet. Gerade diese Versorgungssicherheit sollte angesichts von volatilen Märkten nicht außer Acht gelassen werden. Thomas Ölz, bei der Landwirtschaftskammer für den Fachbereich Forst zuständig, bringt zudem die Wertschöpfungskette ins Spiel. So wurde umzustellen. „Es braucht deshalb staatliche Anreize – also hohe Förderungen“, appelliert Ölz an die öffentliche Hand. Hafnermeister Clemens Seewald macht auf eine spezielle Förderung aufmerksam. „Wer seinen Wohnraum saniert und einen Pelletofen anschafft, erhält einen Zuschuss von 500 EUR – auch wenn dieser lediglich zur Unterstützung eines anderen Heizsystems dient.“ Denn vielfach wird Holz als alternative Heizmöglichkeit verwendet – oder gleichwertig zu einem anderen Heizsystem. „Das heißt, man schafft sich dadurch ein Back-up für Krisensituationen oder man heizt damit vermehrt im Herbst oder Frühjahr.“
„Wer auf heimisches Holz setzt, tut auch etwas für den Erhalt und die Schaffung von Arbeitsplätzen“ DI Thomas Ölz, Landwirtschaftskammer, Fachbereich Forst anhand des Beispiels der Wärmebereitstellung der KEM Hartberg (Steiermark) errechnet, dass eine hundertprozentige Versorgung durch Holz 61 Arbeitsplätze in der Region sichern würde. Bei hundertprozentiger Versorgung durch fossile Brennstoffe sind lediglich 8,5 Arbeitsstellen notwendig, weil der Großteil des Geldes wieder aus der Region abfließt.
Keine Kostenwahrheit Für Ölz wäre in dieser Hinsicht mehr Kostenwahrheit gefragt. „Leider werden die Klimafolgekosten nicht annähernd auf den Ölpreis aufgeschlagen. Auch die volkswirtschaftlichen Vorteile der erneuerbaren Energieträger werden viel zu wenig berücksichtigt.“ Ob sich am billigen Ölpreis etwas ändert, kann schwer vorausgesagt werden. Daher stellt sich natürlich auch die Rentabilitätsfrage – vor allem, wenn es darum geht, von einem fossilen auf ein erneuerbares Heizsystem
Generell sei es möglich mit Kachelöfen ein ganzes Haus zu heizen – das hängt auch davon ab, in welchem thermischen Zustand sich das Gebäude befindet. Mittels eines Zentralsystems in Speicheröfen kann die Wärme im ganzen Haus verteilt werden. So wird das Nützliche mit dem Funktionellen und ein wohliges Gefühl mit knisternder Atmosphäre verbunden.
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Graf Hugo und sein Schatz...
Das Schidorf Garfrescha auf 1.500 Meter See-
Graf Hugo Schatzsuche
höhe im Montafon bietet nicht nur im Winter
Graf Hugo lebt als Geist in der Montafoner Bergwelt. Er kümmert sich um die Natur und versorgt die Kinder der Gegend mit Spaß, Spannung und manchmal kleinen Zaubereien. In der Früh schiebt er die letzten Nebelschwaden beiseite, um der Sonne Platz zu machen. In Garfrescha kann man auf den Spuren Graf Hugos und seinen Freunden den Steinmännchen wandern, um gemeinsam das Rätsel dieses Berggeistes zu knacken. Beginnend beim Gasthaus Brunellawirt führt die rätselhafte Wanderung durch das Maisäß-Dorf Garfrescha, vorbei am Hafner See und einer Kneippstation weiter über Naturpfade bis zum Ziel der Schatzsuche. Wer alle Rätsel richtig lösen kann, den erwartet dort eine kleine Überraschung.
ein wunderbares Panorama sondern ist auch im Sommer ein idealer Wanderort für die ganze Familie. Nachtrodeln in Garfrescha Jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag ab 18:00 Uhr startet das Rodelvergnügen auf Garfrescha. Denn dort gibt es mit 5,5 km die längste beleuchtete Nachtrodelbahn Vorarlbergs. Die Auffahrt mit der Garfrescha Bahn ist ab 18:00 Uhr möglich. Eine Rodelfahrt dauert durchschnittlich 15 bis 20 Minuten. Die letzte Bergfahrt mit der Garfrescha Bahn findet um 21:30 Uhr statt.
Einkehren beim Brunellawirt Eine sehr beliebte Einkehrmöglichkeit im idyllischen Feriendorf Garfrescha ist der Brunellawirt. Die Familie Sandrell bietet in ihrem Berggasthof Produkte aus der eigenen Landwirtschaft an. Auf der große Terrasse kann man einen einmaligen Blick auf die Montafoner Berge genießen und direkt beim Brunellawirt startet der Graf Hugo Schatzwanderweg. Neben Graf Hugo wartet auf die Kinder auch ein Spielplatz und ein Kinderbaggerplatz. Öffnungszeiten im Sommer: Juli bis Oktober 9:00 bis 17:00 Uhr Nähere Informationen unter www.brunellawirt.eu
NOVA STOBA – GANTEKOPF – GARFRESCHA Gehzeit: 2 Stunden, leichte Wanderung Auffahrt mit der Versettlabahn zur Nova Stoba. Von dort über den Gantekopf (1.958 m) bei sagenhaftem Panorama weiter zur Weißplatte und nach Garfrescha. Talfahrt mit dem GarfreschaSessellift. Wer länger wandern möchte, kann statt der Berg- oder/ und der Talfahrt den Wanderweg benützen. GRAF HUGOS SCHATZWANDERWEG Gehzeit: 1 Stunde, auch für Kinderwagen Kleine und große Abenteurer machen sich auf dem SchatzkartenWeg auf Garfrescha oberhalb von St. Gallenkirch auf die Jagd nach dem großen Schatz. Die dafür benötigte geheime Schatzkarte ist für EUR 2,– beim Brunellawirt neben der Bergstation Garfrescha erhältlich. Als Belohnung winkt am Ende eine Überraschung. RUNDWEG ST. GALLENKRICH – GARFRESCHA Gehzeit: 3,5 Stunden, Länge: 9 km Von der Ortsmitte St. Gallenkirch am Pfarrrhaus vorbei zu einer kleinen Holzbrücke über die Ill. Dann rechts haltend über den Wurza-Weg sehr steil nach oben. Ca. eine Stunde geht es durch den Steilwald bis zu einer SOS-Notrufstelle. Von dort den Forstweg bis nach Garfrescha. Beim Brunella-Wirt gut eingekehrt und über den Schipistenweg zurück nach St. Gallenkirch.
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Termine
Gewinnspiel Wieviel Prozent der Fläche in Österreich ist mit Wald bedeckt? a) 47,6 Prozent b) 32,8 Prozent
Dienstag, 8. Dezember 13:00 bis 19:00 Uhr Rehmer Advent verschiedene St ationen im Ortsteil Au-Rehmen
Die Antwort fifin nden Sie in diesem Magazin. Senden Sie die richtige Lösung an die Landwirtschaftsk ammer Vorarlberg, Kennwort „Christbaum“, Montfortstraße 9, 6900 Bregenz. Verlost werden zehn Ländle Christbäume Einsendeschluss (Poststempel) ist Dienst ag, 15. Dezember 2015. Viel Glück!
Samstag, 12. Dezember ab 15:00 Uhr Ländle Bur B auernadvent Familie Kalb, Pariserstraße 28, Lauterach www.laendle.at/aktuelles
LÄN D LE B R U N CH Hotel Schwärzler, Landstraße 9, 6900 Bregenz Sonnt ag, 13. Dezember S amst ag, 26. Dezember (Weihnachtsbrunch) Sonnt ag, 10. Jänner Sonnt ag, 14. Februar Sonnt ag, 6. März Sonnt ag, 27. März (Literatur-Osterbrunch) Sonnt ag, 3. April jeweils 11:00 bis 14:00 Uhr
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Impressum Redaktion: Bernhard Ammann, Dietmar Hofer, Marion Hofer, Ulrich Höfert, Armin Schwendinger, Sabrina Zerlauth; Layout: Sabine Hagspiel, Juliane Nogler; Bildbearbeitung: Christoph Pallinger; Bildnachweis: Marcel Hagen, Othmar Heidegger, Dietmar Hofer, Marion Hofer, iStock, Miro Kuzmanovic, LK Vorarlberg, Ländle Qualitätsprodukte Marketing GmbH, Denise Neufert, Sabrina Zerlauth.
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