05/2020 | Ausgabe N° 1
Ernährungssouveränität Bluamahof mit Ländle Rind Ländle Bio-Eier aus Möggers Vorarlberg am Teller Unsere Land- und Forstwirtschaft. Wertvoll fürs Land.
Regionale Versorgung wichtiger denn je
PREISELBEERE GRANATAPFEL MIT NUR 1% FETT
NEUE SORTE
ABGEFÜLLT IN DER RECYCELBAREN Tetra Pak® VERPACKUNG
NACH GEBRAUCH IN DEN GELBEN SACK
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Beste Aussichten
www.urlaubambauernhof.at/vorarlberg
„Abschalten, erleben, genießen“ ist das Motto des Ausblickhofs in Egg. Eine Perspektive in unsicheren Corona-Zeiten bietet der Urlaub auf einem Vorarlberger Bauernhof. Er ist attraktiver denn je. Hier ist man in bester – menschlicher wie tierischer – Gesellschaft: Gastgeberin Martina Geiger empfängt Besucherinnen und Besucher herzlich. Mit ihrem Mann Johannes führt sie den Ausblickhof am Ortsrand von Egg. Zum Hof zählen rund 25 Milchkühe, Kälber, Ziegen, zwei Mastschweine sowie Hühner. Kinder haben am meisten Freude an den Zwergkaninchen Wolke und Brownie, Hofkatze Lara und natürlich an Hund Berni, einem gutmütigen Bernhardiner.
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Den Eltern hat es die ruhige Lage fernab des Trubels angetan – und vor allem das Panorama, das bis zum Bödele und Pfänder reicht. Vor zwei Jahren haben die Geigers die letzten Arbeiten an ihrer Ferienwohnung abgeschlossen. Auf 64 Quadratmetern bietet sie Platz für bis zu fünf Personen. Familien und Paare sind gleichermaßen willkommen. „Die Rückmeldungen unserer Gäste sind sehr positiv“, erzählt Martina. „Sie loben immer wieder die beeindruckenden Sonnenuntergänge, die Spielmöglichkeiten und die hochwertige Ausstattung der Wohnung.“ Kein Wunder: Aus eigener Eiche gefertigt sind Eckbank
und Tisch in der Wohnküche, die auch mit einem KaffeeVollautomaten und einer SodaStream-Maschine punktet. Die Wohnung verfügt über zwei separate Schlafzimmer, eine Waschmaschine und einen überdachten Balkon. Mit im Haus wohnen die Geigers. Die Grillstelle sowie den Garten mit einer gemütlichen Sitzecke und Liegestühlen dürfen alle benutzen. „Das gilt auch für unsere Gemüse- und Kräuterbeete. Wir freuen uns, wenn die Gäste zum Beispiel Tomaten, Erdbeeren, Salat oder Kräuter naschen“, sagt Martina. Attraktiv und planungssicher Im Mai ziehen die Kühe auf die Alpe, die circa fünf Kilometer entfernt liegt. Gäste genießen weiterhin die Hofprodukte wie Kräutersalz, Marmelade, Sirupe und natürlich die Heumilch. Aus ihr wird in der Alpenkäse Bregenzerwald Sennerei zudem Butter, Berg- und Schnittkäse. Die derzeitige Corona-Krise trifft Tourismus-Betriebe besonders hart. „Eine Stornierung aus den USA haben wir für den Sommer bislang erhalten. Der Großteil unserer Gäste kommt aus Deutschland. So heißt es für uns derzeit: abwarten“, berichtet Martina. Für ausländische Feriengäste ist es entsprechend nicht leicht, im Voraus zu planen. Heimischen Besuchern bietet sich hingegen die Auswahl unter vielen attraktiven Möglichkeiten, ihren Urlaub auf einem Vorarlberger Bauernhof zu verbringen.
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N° 1 | 05/2020
Inhalt
Ernährungssicherheit Auf uns ist Verlass! Die heimische Landwirtschaft hat sich auch in der Krise als verlässlicher Produzent hochwertiger Lebensmittel bewährt.
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Eigenversorgung Fakten und Zahlen zur Lebensmittelproduktion in Österreich
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BLUAMAHOF MIT LÄNDLE RIND
Regionale Produkte „Maaßarbeit“ in Sachen Rinderzucht Der Bluamahof in Dornbirn hat sich auf Mastrinder spezialisiert und setzt dabei auf Mutter- und Ammenkuhhaltung.
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Nachfrage schafft heimisches Angebot Der Bregenzerwälder Fleischwarenproduzent Broger setzt auf Regionalität und ist ein verlässlicher Partner der heimischen Landwirtschaft.
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Rote Früchtchen direkt vom Feld Erdbeerzeit! Die kleinen Power-Früchte gedeihen prächtig bei Wolfgang Karg in Gaißau.
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Zuerst war die Henne – und nun auch der Hahn Bio-Eier-Produzent Peter Schneider aus Möggers ist beim Gockel-Aufzuchtprogramm dabei – aus Überzeugung.
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Hochprozentig & fruchtig Die Sieger der Vorarlberger Landesprämierung für veredelte Obstprodukte auf einen Blick.
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Ein tierischer „Gemischtwarenladen“ Am Haldahof in Weiler leben drei Generationen mit Dutzenden Ziegen und vielen anderen Tieren.
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Familie Maaß aus Dornbirn züchtet keine Blumen, sondern hat sich auf die Aufzucht von Mastrindern spezialisiert. Seite 10
LÄNDLE BEEREN AUS GAISSAU Familie Karg ist der größte Erdbeerproduzent in Vorarlberg. Die kleinen Powerfrüchte gibt es jetzt wieder frisch vom Feld. Seite 16
Vorarlberg am Teller Essen ist auch eine Vertrauenssache Im Vorderlandhus in Röthis wird täglich für Kinder und Senioren gekocht. Ein große Rolle spielen dabei Produkte von heimischen Landwirten.
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Wissen So verhalte ich mich richtig auf Alpen Verhaltensregeln für den richtigen Umgang mit Weidevieh
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Eier | Fakten Legen nur braune Hennen braune Eier? Wie hoch ist die Eigenversorgung in Österreich? Interessante Infos zur regionalen und internationalen Eierproduktion, Haltungsformen, u. v. m.
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LÄNDLE ZIEGENKITZ Mit einer Geiß zum Geburtstag fing alles an. Heute leben auf dem Haldahof in Weiler Dutzende Ziegen und viele andere Tiere. Seite 30
Auf eigene Stärken vertrauen M
it dem Ausbruch der Corona-Pandemie ist fast Undenkbares über Nacht Realität geworden. Plötzlich waren Grenzen geschlossen, der Warenverkehr kam ins Stocken und Güter des täglichen Lebens waren nicht mehr verfügbar. Einfachste medizinische Grundausrüstung wie Schutzmasken wurden Mangelware, weltweite Lieferketten geschlossen. Die Wirtschaft wurde heruntergefahren und das soziale Leben unter Quarantäne gestellt. Langsam kehrt wieder ein Stück Normalität ein, dennoch ist ein Ende der Pandemie noch nicht in Sicht.
Aber es gibt in dieser schweren Zeit auch Entwicklungen, die mich optimistisch stimmen. Viele Initiativen und innovative Ideen sind in allen Bereichen der Wirtschaft in kürzester Zeit entstanden und helfen, in der Krise zu bestehen – so wie unsere gut funktionierende Lebensmittelversorgung. Das liegt vorrangig an unserer nationalen und regionalen Landwirtschaft, deren Wert plötzlich wiedererkannt und geschätzt wird. Stimmen, die noch vor kurzem unsere kleinstrukturierte Landwirtschaft als Auslaufmodell bezeichnet haben, sind verstummt. Unsere Bauernfamilien erleben eine Wertschätzung für ihre Arbeit, wie schon lange nicht. Das freut und motiviert. Neue Kooperationen in der Direktvermarktung sind entstanden und werden von der Bevölkerung begeistert angenommen. Unsere Partner in der Gastronomie und im Tourismus leiden besonders unter der Krise, doch auch hier hört man von neuen, spannenden Ideen. Nachbarschaftshilfe und Eigeninitiative bekommen einen ganz neuen Stellenwert und überall zeigen sich neue Ansätze des Wirtschaftens. Die Globalisierung hat uns als Exportland Wohlstand gebracht, aber wir müssen in Zukunft genauer überlegen, was ausgelagert werden soll. Versorgungssicherheit bei Grundbedürfnissen muss vor Gewinnmaximierung stehen. Die „Geiz ist geil Mentalität“ hat europaweit zur Auslagerung lebensnotwendiger Produktionen geführt, und ein Virus zeigt, wie schnell uns eine solche Fehlentwicklung bis ins Mark treffen kann.
Gemüse neu entdeckt Sellerie – das würzig-aromatische Knollengemüse prägt geschmacklich viele Gerichte und überzeugt mit vielen wertvollen Inhaltsstoffen.
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Wertvolle Helfer Die Vorarlberger Gärtner lassen sich beim Garten- und Gemüsebau von Nützlingen helfen.
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Service Urlaub am Bauernhof Beim Ausblickhof in Egg ist man in bester – menschlicher und tierischer – Gesellschaft.
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Saisonskalender Was wird wann geerntet? Ein Überblick.
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Rezepttipps Erdbeerknödel mit Topfenteig und Nussbröseln Cappuccino von der Sellerie mit Walnussöl
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Aktuell Milch-Gewinnspiel Am 1. Juni ist Weltmilchtag! Gewinnen Sie einen von fünf Körben voller Milchprodukte der Vorarlberg Milch.
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Wandertipp Von Bezau nach Schönenbach.
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www.laendle.at
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ns Milch-Gewin auf Seite 8
Vielleicht liegt darin das Positive, das wir aus dieser, noch nicht ausgestandenen Krise, schon ziehen können. Viele Menschen wachsen über sich hinaus, beschreiten neue kreative Wege und erkennen die Bedeutung einer regionalen Grundversorgung mit Lebensmitteln. Arbeiten wir daran, dass diese Erkenntnis, mit dem hoffentlich baldigen Ende der Pandemie, nicht wieder verloren geht. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen vor allem Gesundheit und alles Gute in diesen herausfordernden Zeiten.
Josef Moosbrugger Präsident der Landwirtschaftskammer
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Foto: © Christoph Pallinger
Auf uns ist Verlass! D
ie Coronavirus-Krise zeigt uns drastisch, dass es bei Weitem nicht selbstverständlich ist, Lebensmittel überall und jederzeit zu bekommen, denn Ernährungssicherheit kann man nicht importieren. Es müssen deshalb in unserem Land die Voraussetzungen dafür geschaffen und erhalten werden, um die Bevölkerung im Ernstfall ernähren zu können. Gerade zu Beginn der Corona-Pandemie hat man gesehen, wie schnell auch mitten in Europa Grenzen geschlossen und Lieferketten unterbrochen wurden. Die heimische Landwirtschaft, oft als zu kleinstrukturiert und – im internationalen Vergleich – als wirtschaftlich unrentabel bezeichnet, hat sich in dieser Krise als verlässlicher Lieferant von hochwertigen Lebensmitteln bewiesen. Es sollte also im nationalen Interesse liegen, dass im Krisenfall die Grundversorgung der Bevölkerung mit Lebensmitteln sichergestellt ist. Der Ansturm auf die bäuerlichen Direktvermarkter hat in den letzten Wochen gezeigt, dass viele Menschen das ebenfalls erkannt haben und die Landwirtschaft erfährt ein hohes Maß an Wertschätzung wie schon lange nicht. Das tut auch den bäuerlichen Familien gut. „Diese Unverzichtbarkeit einer nationalen Ernährungssouveränität sollte aber nach Beendigung der Corona-Krise nicht wieder vergessen werden. Es sind ausreichend heimische Lebensmittel vorhanden und werden auch nachgeliefert. Dafür sorgen Bäuerinnen und Bauern, die Genossenschaften und die Verarbeitungswirtschaft sowie auch der Handel mit allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, denen ich für ihr besonderes Engagement als Partner der Landwirtschaft in dieser Krise danken möchte“, erklärt Landwirtschaftskammer-Präsident Josef Moosbrugger. Wer auch in Zukunft bewusst zu heimischen Lebensmitteln greift, der
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sichert die Existenz der Bauernfamilien und garantiert sich selbst die beste Krisenvorsorge. Um das zu erleichtern, ist die auch im Regierungsprogramm enthaltene verpflichtende Herkunftskennzeichnung rasch umzusetzen, damit die Menschen die Chance haben, aktiv unsere Ernährungssouveränität im Land sicherzustellen.
Zeit für eine Rückbesinnung Versorgungsengpässe können überall ärgerlich sein, solche bei Lebensmitteln hingegen haben eine ganz andere Dimension. „Daher ist eine sichere regionale Versorgung durch die österreichischen Bäuerinnen und Bauern von großer Bedeutung. Wenn in manchen Kreisen Menschen ernsthaft darüber diskutieren, dass unsere kleinstrukturierte Landwirtschaft ein Auslaufmodell sei und die Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmittelimporten sichergestellt werden könne, hoffe ich, dass sie jetzt zur Besinnung kommen. Auf unsere Bauernfamilien ist Verlass“, so Moosbrugger.
Regionalität gefragt Gerade jetzt zeigt sich, laut einer aktuellen AMA-Studie, deutlich, dass die Konsumenten bei Lebensmitteln klar auf die Regionalität und Frische der heimischen Landwirtschaft setzen. Sie wissen auch um die Qualität und Sicherheit heimischer Lebensmittel. Ein gutes Beispiel dafür ist z. B. die Vorarlberger Initiative „Guats vo do“, die einen neuen Vermarktungsweg aufgetan hat, der von der Bevölkerung bestens angenommen wurde. „Wir hoffen, dass dieser erfolgreiche Pfad auch nach Corona weiter beschritten wird. Daher gilt auch der Wunsch an den Lebensmittelhandel, noch stärker auf die regionale Herkunft und Verfügbarkeit bei Lebensmitteln und gärtnerischen Produkten zu achten und – wo möglich – auf Importe zu verzichten. Das stärkt uns im Endeffekt alle“, so Josef Moosbrugger.
LEBENSMITTELPRODUKTION IN ÖSTERREICH Stand 2018
FLEISCH
12,1 kg
Rind & Kalb
141 % 37,2 kg 101 %
Schwein
12,9 kg
Geflügel
72 % 0,8 kg 77 %
KARTOFFELN GEMÜSE OBST
Eigenversorgungsgrad Ö *menschlicher Verzehr Quelle: Statistik Austria, 2018
Eigenversorgungsgrad Ö
167 %
Quelle: Statistik Austria, 2018
94 %
84 %
92 %
75 % Kirschen
81 %
Zwetschken Pflaumen
94 %
Birnen
Zwiebeln
Erbsen
Kartoffeln
83 %
Äpfel
100 %
Kraut
114 %
Karotten
Schaf & Ziege
pro Kopf-Verbrauch pro Jahr*
MILCH/KÄSE
Mengen in Tonnen Quelle: Statistik Austria, 2018
Konsummilch
1.126.333
Erzeugung
498.083
Export Import
57.298 685.547
Verbrauch Käse
Erzeugung
209.140
Export
114.199
Import
114.946
Verbrauch
192.307 (abzüglich Verarbeitung)
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Milch-Gewinnspiel
Am 1 A 1. JJunii 2020 iistt W Weltmilchtag! lt il ht !
Machen Sie mit beim Gewinnspiel und gewinnen Sie einen von fünf Körben voller Milchprodukte der Vorarlberg Milch. Milch ist das Hauptprodukt der Vorarlberger Landwirtschaft, welches von ca. 1.100 landwirtschaftlichen Betrieben erzeugt wird. Die Ländle Qualitätsprodukte Marketing GmbH nimmt gemeinsam mit der Vorarlberg Milch den Weltmilchtag zum Anlass, auf die Qualität und Bedeutung heimischer Milch und Milchprodukte aufmerksam zu machen.
GEWINNSPIELFRAGE: Wie viele Kühe hält ein Vorarlberger Milchviehbetrieb im Durchschnitt?
a) 20
b) 50
c) 100
Teilnahmeberechtigt ist jede/r ab 18 Jahren. Die Verlosung unter den korrekt ausgefüllten Einsendungen findet unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Gewinne können nicht in bar abgelöst werden. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Ihre Daten werden von der Ländle Qualitätsprodukte Marketing GmbH und Vorarlberg Milch für Marketingzwecke genutzt. Eine Weitergabe an Dritte ist ausgeschlossen.
Foto: Ivo Vögel
Senden Sie die Antwort mit Ihrem Namen und Adresse bis 5.6.2020 (Datum des Poststempels) an: Ländle Qualitätsprodukte Marketing GmbH, Montfortstraße 11/7, 6900 Bregenz oder per E-Mail an laendle@lk-vbg.at www.laendle.at/gewinnspiel
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* Bio-Tiere werden grundsätzlich mit biologischem Futter ernährt. Mindestens 60% der Futtermittel müssen aus dem eigenen Betrieb stammen oder von anderen biologischen Betrieben aus derselben Region erzeugt werden. Bei BIO AUSTRIA ist zudem die Kraftfuttermenge auf max. 15% reduziert. Somit fressen Bio-Rinder uns nicht das Essen weg und sind auch nicht auf Rodungen im Ausland zur Futtergewinnung angewiesen.
Ländle Arlberger Cremig und würzig im Geschmack. Der Ländle Arlberger aus Heumilch besticht durch seinen würzig-aussagekräftigen Charakter. Mit einem Fettgehalt von 55 % Fett i. Tr. erhält er seine intensive Cremigkeit und die feine Textur. Während der etwa fünfmonatigen Reifezeit im Naturkeller erhält er außerdem seine ausgeprägte bräunlichorange Naturrinde. Vollmundig ist der Eindruck am Gaumen mit seinem geschmeidigen, zart schmelzenden Teig. Der Ländle Arlberger eignet sich natürlich für jede Käseplatte, für die sich verschiedene Schneidetechniken anbieten. Durch seine idealen Schmelzeigenschaften ist der Ländle Arlberger auch der perfekte Käse zum Gratinieren.
KÄSEKAISER 2020 Der Ländle Arlberger wurde in der Kategorie „Schnittkäse würzig-kräftig“ mit dem Käsekaiser 2020 ausgezeichnet. Bei der Vergabe des Käsekaisers bestimmt eine Jury aus Käsesommeliers, Fachjournalisten, Produzenten und Vertreter des Handels aus allen Einreichungen die besten fünf Käse jeder Kategorie. Knapp tausend Käsesorten sind in Österreich offiziell registriert. Ein Käsekaiser kann somit nur primus inter pares sein, also der ERSTE unter Gleichen.
Für Rückfragen: Vorarlberg Milch eGen michael.schatzmann@vmilch.at, www.vmilch.at
Unser Rezepttipp:
Überbackenes Gemüse mit Ländle Arlberger Rezept: Kochweltmeister Kevin Micheli Umsetzung: Foodblogger Schmackofatzo.de
Zubereitung:
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Gemüse, z. B. Zucchini, Zwiebeln, Tomaten, Paprika, Bohnen und Pilze, in mittelkleine Teile schneiden. Grill vorheizen und alle Gemüseteile auf dem Grill beidseitig anbraten. Wenn das Grillgemüse den richtigen Biss hat, in eine hitzebeständige Schale füllen. Nebenbei ein Ei mit etwas Ländle Rahm, Salz und Pfeffer verquirlen und über das Gemüse gießen. Anschließend den Ländle Arlberger großzügig über das Gemüse hobeln.
Wer möchte, kann noch fein geschnittenen Prosciutto darüber legen. Nochmals geriebenen Ländle Arlberger drauf verteilen und in den Grill stellen. Sobald der Käse etwas geschmolzen ist, servieren. Guten Appetit! Hier geht's zum Kochvideo:
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„Maaßarbeit“
in Sachen Rinderzucht
die Aufzucht von Mastrindern spezialisiert. Sie setzen dabei auf Mutter- und Ammenkuhhaltung und stellen das Tierwohl in den Vordergrund.
M
anchmal braucht es so etwas wie den zweiten Blick, um zu erkennen, was dahintersteckt. Der Bluamahof in Dornbirn ist so ein Beispiel. Denn der Name lässt zunächst auf ein Anwesen schließen, auf dem Blumen gezüchtet werden. Bernhard und Susanne Maaß, die beiden Hofbetreiber, wissen dazu eine nette Anekdote zu erzählen. „Unsere erste Verkäuferin haben wir genau wegen dieser irrtümlichen Annahme bekommen. Sie bewarb sich auf ein Inserat, weil sie dachte, es geht ums Blumen verkaufen.“ Dabei steht der Bluamahof für regionale Fleischproduktion und -vermarktung. Übri-
gens, die Marktverkäuferin nahm die Stelle dennoch an – und blieb über zehn Jahre lang dem Unternehmen treu. Bleibt noch zu klären, wie der Hof tatsächlich zu seinem Namen kam. „Meine Mutter, Monika Wohlgenannt, hat den Namen einst kreiert. Sie hatte damals viele Blumenfelder und bot als Erstes auch Blumen zum Selberpflücken an“, liefert die Tochter die simple Erklärung. Das war 1994. Seit damals betreibt die Familie auch Direktvermarktung.
Ein Mastbetrieb Vor drei Jahren übernahmen Bernhard (37) und Susanne (38) den Hof, der in der Nähe des Messestadions in Dornbirn liegt. Die Wandlung zum jetzigen Hauptgeschäft, der Rinderaufzucht, war damals schon vollzogen. Vor sieben Jahren wurde die Milchwirtschaft aufgegeben und stattdessen auf einen Mastbetrieb gesetzt. Gehalten werden neben Maststieren auch Kalbinnen, 16 Mutterkühe, ein Zuchtstier sowie Einsteller. Die Tiere sollen sich bis zur Schlachtung, die ausschließlich in Dornbirn erfolgt, so wohl als möglich fühlen. Heu und Gras stehen auf dem „Speiseplan“ und dazu noch Maissilage und Biertreber, der aus Braumalz besteht. Mehrmals täglich schauen Bernhard und Susanne, ob auch wirklich alles passt. Den Sommer verbringen die Kühe und Rinder auf drei verschiedene Alpen in Lech sowie in Dornbirn. Ansonsten befinden sie sich im Laufstall und können sich jederzeit frei bewegen. Dass die Kühe in unterschiedliche Gruppen eingeteilt werden, hängt auch mit den charakterlichen Eigenschaften zusammen, die sehr unterschiedlich ausgeprägt sein können. Es gibt Kühe, die nur ihr eigenes Kalb saugen lassen, aber auch solche, die sich auch um den fremden Nachwuchs kümmern. Diese Tiere sind vor allem für die Ammenhaltung
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Fotos: © Weissengruber & Partner; Text: Dietmar Hofer
Susanne und Bernhard Maaß haben sich auf
April endlich wieder seine Pforten öffnete. Ein Gespräch mit den Kunden vertieft die Beziehungen und hilft, „nach Maaß“ produziern zu können. „Das Feedback ist uns wichtig und Lob freut uns natürlich besonders“, hat Susanne das Ohr ganz nah beim Konsumenten.
sehr wertvoll. Es ist wichtig, das Verhalten der Tiere genau zu kennen. Denn damit das Fleisch auch den hohen Qualitätskriterien der AMA und des Ländle Gütesiegels entspricht, müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein – wie Schlachtalter oder Gewicht. Die Tiere dürfen weder zu schwer noch zu leicht sein und die Fleischfülle sowie die Fettabdeckung müssen sich in einem vorgegebenen Rahmen bewegen. Das heißt, am Hof muss im wahrsten Sinne des Wortes „Maaßarbeit“ betrieben werden.
Landwirte mit Matura Das Ehepaar, das sich in der Landwirtschaftsschule in Salzburg kennengelernt und dort auch die Matura absolviert hat, versucht alles bestmöglich zu verwerten. Deshalb ist eine genaue Dokumentation unerlässlich. Susanne Maaß ist Managerin, Marktfahrerin und (dreifache) Mutter gleichermaßen – Tochter Katharina ist zwölf, die Söhne Manuel und Raphael zehn bzw. vier Jahre alt.
Doch auch zu Hause wird viel kommuniziert. Für das Duo geht es auch um eine stete Weiterentwicklung und um zukünftige Strategien. Ein regelmäßiger Besuch von Fortbildungskursen am Ländlichen Fortbildungsinstitut (LFI) gehört da ebenso dazu. Bernhard Maaß, der der Liebe wegen im Jahre 2004 ins Ländle kam, ist zudem ausgebildeter Qualitätsmanager.
Mit Leib und Seele Manchmal braucht es tatsächlich den zweiten Blick, um zu erkennen, was hinter qualitätsvollen regionalen Lebensmitteln alles steckt. Wer sich dermaßen bemüht und mit Leib und Seele dahintersteht wie Susanne und Bernhard Maaß, hat dafür einen symbolischen Strauß Blumen verdient.
Susanne und Bernhard Maaß 6850 Dornbirn, Lange Mähder 44 T 0664/400 94 88, markt@bluam ahof
.at, www.bluamahof.at
• Produkte mit Ländle Gütesiegel: Ländle Rind, Ländle Riebel • Weitere Produkte: selbstgemachtes Gulasch, heiße Thek e, Leb
erkäse
Ihr aus der Tiroler Gemeinde Wildermieming stammender Ehemann führt wiederum exakt Buch, was die Technik betrifft. Schließlich gilt es, 26 Maschinen zu bedienen und zu erhalten. Zudem setzen sie auf Kooperationen und bauen Ländle Riebel für Richard Dietrich (Dietrich Vorarlberger Kostbarkeiten) sowie Dinkel für den Martinshof an. Eine Spezialität des Bluamahofes ist das selbstgemachte Gulasch, das sich auf dem Markt als echter Renner entpuppt. Äußerst beliebt sind auch die heiße Theke und der Leberkäse. Überhaupt liebt die leutselige Frau das Marktgeschehen. Deshalb war sie heilfroh, als nach der „Corona-Sperre“ der Marktbetrieb Ende
Verkauf: Zustellung oder Abholung ab Hof nach Vorbestellung Dornbirner Markt Mittwoch und Sam stag Vormittag Ländle Rind bei Spar, Eurospar, Inter spar
www.laendle.at/rind, www.laendle.a t/rie
bel
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Ländle ndle R ind RGER BU
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FLEISCH MIT KLASSE
Mit dem TANN Ländle Rind Burger genießen Sie beste Fleischqualität aus Vorarlberg. 100%ige Transparenz vom Ländle-Partnerlandwirt bis in die Feinkosttheken der SPAR-Geschäfte, höchste Qualität sowie einzigartiger Genuss – dies versichert nicht nur TANN Dornbirn, der Fleischproduktionsbetrieb der SPAR in Vorarlberg, sondern auch das AMA- und Ländle Gütesiegel.
Erhältlich in allen EUROSPAR- und INTERSPAR-Märkten sowie in ausgewählten SPAR-Märkten mit Fleisch in Bedienung.
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Frühkartoffeln aus dem Ländle! Kartoffeln mit Ländle Gütesiegel • echtes Ländle Produkt von Vorarlberger Bauern • 100 % rückverfolgbar • garantiert kontrolliert • gentechnikfrei
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„Nachfrage schafft heimisches Angebot“ produzent Broger setzt auf Innovation. Und trägt mit seiner Philosophie viel zur Stärkung der heimischen Landwirtschaft bei.
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egionalität ist ein Stichwort, das in der Corona-Krise noch mehr an Bedeutung gewonnen hat. „Doch nur Ländle alleine draufzuschreiben, ist zu wenig“, ergänzt Christoph Egger, dass hinter regionaler Produktion und Vermarktung viel mehr steckt. Das Ländle Gütesiegel ist dabei eine gute Orientierungshilfe. Der Mehrwert muss schlicht sicht- und spürbar sein, betont der Geschäftsführer des Bregenzerwälder Fleisch- und Wurstwarenproduzenten Broger. Die Spezialitäten des Traditionsunternehmens, das seit 2011 zur luag 14
Sutterlüty-Holding gehört, aber als völlig eigenständige Firma agiert, sind weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt und begehrt. Als Beispiel dafür dient das einzigartige Speck- und Schinkensortiment. Es wird – wie bei allen anderen Produkten – konsequent auf Laktose, Gluten und künstliche Geschmacksverstärker verzichtet. Gewürzt werden die Wurst- und Fleischspezialitäten ausschließlich mit hauseigenen, selbst zusammengestellten Mischungen und natürlichen Aromen, wie beispielsweise mit Buchenrauch.
Das Ohr beim Konsumenten Die 1932 in Mellau gegründete Metzgerei Broger gilt als äußerst innovativ. „Es ist nicht unser Anspruch, die 35. Extrawurst zu produzieren, sondern Broger-Kunden immer wieder mit neuen Kreationen zu begeistern“, verdeutlicht Egger, dass bei der Entwicklung eines Betriebes weit mehr dahintersteckt. Das gelingt, wenn das Ohr ganz bei den Konsumenten ist, die mit Essen ganz bewusst Lifestyle, Kulinarik und Genuss in Verbindung bringen. „Der Wurm muss nicht dem Angler, sondern dem Fisch schmecken“, betont er, um gleich einen weiteren Vergleich anzubringen.
Fotos: © Christian Kerber; Text: Dietmar Hofer
Der Bregenzerwälder Fleisch- und Wurstwaren-
Vorarlberger und österreichisches Fleisch Die alteingesessene Metzgerei leistet mit ihrer Philosophie auch einen wertvollen Beitrag für die heimische Landwirtschaft. Eingekauft wird die Ware ausschließlich in Österreich – zum großen Teil in Vorarlberg. Das bedeutet, dass Broger pro Jahr rund 1.500 Kälber von Vorarlberger Milchviehbetrieben übernimmt. Hinzu kommen nochmals rund 450 Lämmer, ca. 100 Bio-Weiderinder, 100 Ziegenkitze sowie Bio-Geflügel und heimisches Wildfleisch aus den Vorarlberger Wäldern. Gesamthaft werden pro Woche rund 25 bis 30 Tonnen Fleisch verarbeitet, und die Produkte zum Geräuchert wird ausschließlich Teil bis nach England und über Buchenholzspänen. Skandinavien exportiert. Christoph Egger ist überzeugt davon, dass mit viel Information und Bewusstseinsbildung eine gewisse Schärfe aus teilweise überhitzt geführten Diskussionen, wie z. B. beim Thema Kälbervermarktung, genommen werden kann.
Sensibilisierung für regionalen Einkauf Generell nimmt der Fleischkonsum im mitteleuropäischen Raum um ein bis zwei Prozent pro Jahr ab. „Wir wachsen hingegen jährlich stetig“, fügt er mit einem gewissen Stolz hinzu.
Broger Bregenzerwälder Fleisch waren GmbH & Co KG 6874 Bizau, Unterdorf 395, T 055 14/30 101-0 info@broger.co.at, www.broger.cc Gegründet 1932 in Mellau, 2006 Übersiedlung nach Bizau Mitarbeiter: 25 Rund 25 bis 30 Tonnen Fleisch- & Wurstwaren werden pro Woche verarbeitet • Produkte mit Ländle Gütesiegel: Ländle Bio-Rind, Ländle Schwein, Ländle Lamm, Länd le Ziegenkitz, Ländle Kalbsbratwurst • Weitere Produkte: Vorarlberger Kalbfleisch, Speck, Schinken, Frischwurst, Leberkäse, Wildspezialitäten, Suppeneinlagen Broger-Produkte sind erhältlich bei Sutterlüty, Billa, Merkur, Adeg, Bregenzerwälder Käsehaus in Andelsbuch und Feldkirch Käsehaus der Sulzberger Käsereb ellen und verschiedensten Feinkostgeschäften in Vorarlberg Absatzländer: Österreich, Deutsch land, Skandinavien, England, Benelux
mit
100%
Vorarlberg er Kalbfleisch
Die Bregenzerwälder Bregenzerwälder Kalbsbratwurst der Metzgerei Broger Einer der beliebtesten Broger Klassiker und aus der Vorarlberger Küche nicht wegzudenken. Dank der engen Zusammenarbeit mit dem Ländle Marketing und den Vorarlberger Bauern verarbeiten die Broger Metzgermeister für diese Vorarlberger Spezialität zu 100 % Vorarlberger Kalbfleisch von Tieren, die hier geboren und aufgewachsen sind.
25 x im Ländle bei Su!erlüty erhältlich!
Christoph Egger plädiert dafür, dass der Vorarlberger Lebensmittelmarkt sensibilisiert wird und alle Potenziale im Land ausgeschöpft werden. Dabei spielt der „Außerhausverzehr“, wie es der Geschäftsführer nennt, eine entscheidende Rolle. Konkret spricht er damit die Gastronomie an. Den Konsumenten ist es wichtig zu wissen, woher die Lebensmittel kommen. „Wer ins Gasthaus geht, sollte unbedingt danach fragen. Denn Nachfrage schafft (heimisches) Angebot.“ Allerdings ist gerade die Gastronomie durch die Corona-Pandemie in den letzten Wochen arg unter die Räder gekommen. „Vielen ist erst jetzt die Wichtigkeit der heimischen Gastronomie für die Landwirtschaft bewusst geworden.“
Zehn Goldmedaillen im Fachwettbewerb Doch auch in der langen Firmengeschichte der Metzgerei gab es einige Krisen zu bewältigen. Die größte davon wurde 2005 durch die Hochwasserkatastrophe im Bregenzerwald ausgelöst. Das Unternehmen stand damals vor dem Aus, die ganze Existenz schien gefährdet, denn das Betriebsgebäude der Metzgerei in Mellau konnte den Wassermassen nicht standhalten. Doch der damalige Besitzer Hermann Broger gab nicht auf. Alle Kraft wurde in den erfolgreichen Wiederaufbau in Bizau investiert. Ein Engagement, das sich gelohnt hat. Denn 2010 erhielt die Metzgerei Broger zehn Goldmedaillen für zehn Einreichungen beim Internationalen Fachwettbewerb für Fleisch- und Wurstwaren. luag 15
Rote Früchtchen direkt vom Feld
wachsen die „roten Früchtchen“ am Hof von Wolfgang Karg in Gaißau heran. Frisch vom Feld geerntet schmecken sie am besten.
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er mitten in einem Erdbeerfeld steht, für den ist unter Umständen „Polka“ und „Lambada“ angesagt. Aber keine Angst. Wer auf die süßen roten Früchtchen steht, muss deshalb noch lange nicht das Tanzbein auspacken. Vielmehr handelt es sich bei „Polka“ und „Lambada“ um zwei beliebte Erdbeersorten. Erstere leuchten purpurrot und glänzen stark, zweitere schmecken sehr süß und aromatisch.
Überhaupt erweisen sich die Züchter bei der Namensgebung als äußerst kreativ. Erdbeersorten heißen unter anderem „Senga Sengana“, „Die Schöne von Chile“, „Mieze Schindler“, „Pegasus“, „Pandora“ oder so klingend wie „Florence“, „Cosima“ und „Julietta“. Und dann sticht ein weiterer Name hervor, der in den letzten Monaten weltweit zum Inbegriff geworden ist : „Korona“. Ja, auch so heißt eine Erdbeersorte, die speziell im Hausgarten sehr beliebt ist.
„Korona ist nicht dabei“ Den Brüdern Wolfgang (57) und Dietmar Karg (60), die beide mittlerweile in Dornbirn wohnen, sind all die Namen natürlich ein Begriff. Welche Sorten die Erdbeerspezialisten aus Gaißau auf ihren insgesamt vier Hektar anbauen, bleibt aber ein Betriebsgeheimnis. Nur so viel sei verraten: „Die Korona ist nicht dabei“, sagt Wolfgang mit einem verschmitzten Lächeln. Und dennoch hat das wohl meist ausgesprochene Wort des Jahres 2020 auch für ihn eine besondere Bedeutung. Denn durch die Corona-Pandemie und der damit verbundenen Einschränkungen bangten die beiden, ob die benötigten Erntehelfer aus Bulgarien auch tatsächlich einreisen dürfen, was inzwischen glücklicherweise erlaubt wurde. Im Unterschied zu Gemüse gibt es bei Erdbeeren nur ein kurzes Zeitfenster zum Ernten. „Wir setzten auf weiche Sorten, die innerhalb von drei Tagen verkauft sein sollten. Der Grund ist, dass diese frischer und aromatischer sind, als beispielsweise harte Sorten, die aus Spanien, Italien oder sonst woher stammen.“ Die Regionalität wird in diesem Fall vor allem am Geschmack und der Konsistenz spürbar.
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Fotos: © Weissengruber & Partner; Text: Dietmar Hofer
Jetzt ist wieder Erdbeerzeit. In Vorarlberg
Zwölf Kilo pro Stunde Morgens geerntet und mittags bereits im Laden, heißt das Motto. Ein Drittel geht an den Großhandel, zwei Drittel werden direkt vor Ort vermarktet. Wolfgang Karg, der den Betrieb – seit einem schweren Unfall seines Bruders – seit 20 Jahren führt, setzt dabei auf ein eingespieltes 20-köpfiges Ernteteam.
Bereits in der Steinzeit war die Erdbeere, die botanisch zu den Sammelnussfrüchten gehört, bekannt. Sie gilt als die erotischste Frucht und wurde im Mittelalter von der Form her mit einer Brustwarze verglichen. „Ich bin so wild nach deinem Erdbeermund“, lechzte der Dichter François Villon im 15. Jahrhundert. Der exzentrische Schauspieler Klaus Kinski machte das Gedicht in Deutschland berühmt.
Der pure Genuss
„Die Mengen schwanken mitunter extrem und können sich innerhalb von zwei bis drei Tagen verdreifachen. Schätzungsweise sind es zwischen 10 und 15 Tonnen pro Hektar, die – sortenbedingt – zwischen Mitte Mai und Ende Juni ausschließlich händisch abgepflückt werden müssen. Alle zwei Tage muss ein Feld neu durchgepflückt werden. Ein Erntehelfer schafft bis zu zwölf Kilogramm pro Stunde. Das ist nur möglich, wenn alle Abläufe passen. Die Kunst liegt daran, einerseits schnell zu sein, andererseits die Erdbeeren beim Pflücken nicht zu beschädigen.“ Dafür braucht es geschulte Hände. Bewusst wird auf mehrere Sorten gesetzt, die zu unterschiedlicher Zeit reifen. Dadurch kann die Erntezeit auf rund zwei Monate gestreckt werden.
Seit drei Generationen In der Familie Karg wird bereits in der dritten Generation der Gartenanbau betrieben. Anfang der 1980er-Jahre wurde am Hof in Gaißau von Gemüse auf Erdbeeren umgestellt. Eine „beerenstarke“ Entscheidung, denn der Betrieb ist heute der größte Erdbeerproduzent in Vorarlberg. Früher waren es sogar rund sechs Hektar Fläche. Vier Hektar sind jedoch organisatorisch besser zu bewirtschaften. Auch mengenmäßig kann so optimaler kalkuliert werden. „Lieber zu wenige, als zu viele Erdbeeren“, lautet das Credo.
Für die Konsumenten sind Erdbeeren eine Köstlichkeit, die es zu vernaschen gilt. Genuss pur ist garantiert. Für die Produzenten sind sie eine eigene Wissenschaft für sich. Da gehört auch das Experimentieren und Ausprobieren neuer Sorten dazu. Schwere Stürme, Hochwasser oder Schädlingsbefall können ganze Ernten vernichten. Wolfgang Karg hat zudem einen besonders hohen Qualitätsanspruch. Daher wird jedes Jahr in eine neue Kultur investiert. Angebaut wird auf Foliendämmen, weil die Erdbeeren dadurch besser geschützt sind. Nur jedes fünfte Jahr wachsen auf demselben Feld Erdbeeren. Ansonsten wird darauf Dinkelanbau betrieben. Ganz ohne „Polka“ und „Lambada“.
Karg Erdbeerenbau 78/711 09 6974 Gaißau, Riedgasse 95, T 055 rg-erdbeerenbau t/ka dle.a .laen w.karg@showorx.eu, www le Beeren (Erdbeeren)
Produkte mit Ländle Gütesiegel: Länd
Verkauf: e 95 • direkt ab Hof in Gaißau, Riedgass ) LTW a Firm (bei e • Wolfurt, Achstraß 65 e straß berg • Bludenz, Werden Adeg-Märkten • bei Sutterlüty und in ausgewählten www.laendle.at/beeren
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* Von Mitte September bis November im Ganzen, von Oktober bis September eingehobelt erhältlich.
Auberginen/Melanzane Blaukraut Blumenkohl Busch-/Stangenbohnen Brokkoli Champignons Chinakohl Erbsen Fenchel Gurken/Salatgurken Karotten Kartoffeln Kohlrabi Kürbis Mangold Paprika Pastinaken Lauch/Porree Radieschen Rettich Rote Beete/Randig Sellerie Spargel Spinat Sprossenkohl Stangensellerie Steckrüben/Räben* Tomaten Weißkraut/Spitzkraut Wirsing Zuckermais Zucchini Zwiebeln luag 18
Dezember
November
Oktober
September
August
Juli
Juni
Mai
April
März
Februar
Januar
Gemüse
SAIS
KALE
aus Freilan aus dem G aus Lageru
Februar
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Dezember
Februar
März
April
Mai
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Dezember
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Januar
ENDER
Salat
Januar
SON
Batavia Eichblatt Eisberg Kopfsalat Lollo rot/grün Feldsalat/Nüssli
Obst Äpfel Birnen Brombeeren Erdbeeren Heidelbeeren Himbeeren Holunderbeeren Johannisbeeren Kirschen Mirabellen Quitten Rhabarber Stachelbeeren Weintrauben Zwetschken
www.laendle.at luag 19
Erdbeerknödel mit Topfenteig und Nussbröseln
www.laendle.at/rezepte
Zutaten für 5 Knödel: Knödel: 250 g Magertopfen* 125 g Ländle Dinkel Mehl* 2 EL Weizengrieß 1 Ländle Ei* 1 Prise Salz 5 mittelgroße Erdbeeren* Brösel: 1 EL Butter* 100 g Semmelbrösel 80 g geriebene Haselnüsse 40 g Zucker
Zubereitung: Für den Teig alle Zutaten mit den Knethaken des Handmixers vermengen. Anschließend mit den Händen zu einem glatten Teig verkneten. Kurz rasten lassen, dann den Teig (falls nötig mit wenig Mehl) zu einer Rolle formen und in 5 gleiche Teile schneiden. Die Teigstücke mit bemehlten Händen flachdrücken, je eine Erdbeere einwickeln und zu Knödeln formen, evtl. in etwas Mehl wälzen. Wasser in einem großen Topf aufkochen, die Knödel hineingeben und in wallendem Wasser ca. 5 Minuten ziehen lassen, bis sie oben schwimmen. In der Zwischenzeit Butter in einer Pfanne schmelzen. Brösel, Nüsse und Zucker mischen und in der Pfanne anrösten. Die Knödel mit einer Schaumkelle aus dem Wasser nehmen und sofort in den Bröseln wenden.
* Produkte mit Ländle Gütesiegel erhältlich (je nach Saison), www.laendle.at
Rezept & Foto: Nadin Hiebler www.diegluecklichmacherei.com
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www.sichere-almen.at luag 21
Zuerst war die Henne und nun auch der Hahn glücklicherweise immer mehr an Bedeutung. Eierproduzent Peter Schneider aus Möggers ist bei diesem Programm schon seit über drei Jahren dabei.
D
ie berühmte Frage, ob zuerst die Henne oder das Ei da war, ist am Hof von Peter Schneider rasch geklärt. Schon beim Aussteigen aus dem Auto wird man von ein paar frei laufenden Hühnern „begrüßt“. Die Hennen warten schon – so scheint es – auf den
fremden Ankömmling. Sie scharen sich neugierig um das Gefährt, in der Hoffnung, dass vielleicht das eine oder andere Korn für sie abfällt. Die Frage nach der Henne und dem Ei hat in den letzten Jahren aber noch einen weiteren Aspekt erhalten. Nämlich jenen, was mit den männlichen Küken passiert. Hofbesitzer Peter Schneider hat, was seine rund 3.000 Hühner betrifft, die Antwort parat: „Sie werden aufgezogen.“
Das Gockel-Aufzuchtprogramm Seit über drei Jahren ist der 54-jährige hauptberufliche Landwirt beim einzigartigen Gockel-Aufzuchtprogramm dabei. Das heißt, dass er pro Henne, die er von einem niederösterreichischen Züchter bezieht, um fünf Euro mehr bezahlt. Dadurch wird verhindert, dass die männlichen Eintagsküken – die für die Eierproduktion nutzlos sind – getötet werden. Vielmehr kommen sie in einen Mastbetrieb, wo sie unter natürlichen Umständen in Freilandhaltung heranwachsen. Später wird ihr Fleisch genützt. Das Fleisch dieser Gockel ist übrigens nicht zu vergleichen mit jenem von herkömmlichem Mastgeflügel, das in Turbogeschwindigkeit heranwächst. Alles erfolgt behutsam und in einem sinnvollen und ethischen Kreislauf, der gerade in Hinblick auf Tierwohl und Klimaschutz eine neue Bewusstseinsbildung darstellt. Die Eier von Peter Schneiders Hühnern wiederum werden an den Sennhof in Rankweil geliefert, der den Vertrieb übernimmt. Wer also Ländle Bio-Eier vom Sennhof kauft, unterstützt damit auch das Gockel-Aufzuchtprogramm. Den Unterschied, ob es sich um Henne oder Hahn handelt, erkennt man übrigens am Flaum und am speziellen Wuchs der Federn.
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Fotos: © Weissengruber & Partner; Text: Dietmar Hofer
Die Gockelaufzucht bei Legehennen gewinnt
Mobbing im Hühnerstall Vor der Haustüre des Biobauern aus Möggers picken ein paar Hennen derweilen weiter munter herum. Peter Schneider hält sie vom restlichen Federvieh getrennt. Denn auch im Hühnerstall ist mitunter „Mobbing“ angesagt. „Auch unter Hennen gibt es Machtkämpfe und
15 Monate dauert die Legezeit einer Henne, dann wird sie durch eine neue ersetzt. Laufende Kontrollen – beispielsweise auf Salmonellenbefall – sind selbstverständlich. Allein die Anschaffungskosten für seine 3.000 Hühner erhöhen sich durch den Mehrpreis um 15.000 Euro. Hinzu kommen noch die Risiken, die es in der Tierhaltung immer gibt. da ist es besser, gleich einzuschreiten. Ansonsten hat das arge Verletzung zur Folge“, hat Schneider das entsprechende Gespür entwickelt und sieht genau, wenn etwas nicht in Ordnung ist. Jeden Tag geht der Leiblachtaler deshalb durch den Stall, um zu schauen, ob auch alles passt.
Stall mit hochmoderner Technik Ansonsten ist der Stall, der vor fünf Jahren errichtet wurde, mit hochmoderner Technik ausgestattet. Die Fütterung – immerhin siebenmal am Tag – erfolgt präzise über Computersteuerung. Wichtig ist, dass auch die Stalltemperatur passt. Sie muss konstant zwischen 20 und 22 Grad liegen. Auch die Eiablageflächen werden mittels EDV-Technik bedient. Sind die Eier gelegt, fährt das System hoch. Trotz aller Technologie muss ein Landwirt aus Schrot und Korn aber schon selbst zupacken können. Peter Schneider erzählt von einem Blitzschlag, der im Vorjahr das komplette EDV-System lahmlegte.
Peter Schneider ist aber überzeugt von diesem Konzept, zumal Bio-Eier mit Gockelaufzucht immer mehr gefragt sind. Mit seiner Philosophie trägt er gemeinsam mit dem Sennhof zum ethischen Tierwohl bei. Die statistischen Zahlen machen es deutlich. Über 246.000 Eier werden in Vorarlberg täglich (!) konsumiert. Sei es in Form von Frischeiern oder als Bestandteil von Lebensmitteln wie Kuchen oder Nudeln. Da ist jedes Ei, das aus biologischer Aufzucht kommt, wertvoll. Und wer den Hennen der Familie Schneider beim Picken zusieht, kann sich vorstellen, wie ein glückliches Hühnerleben aussieht.
Peter Schneider 6900 Möggers, Ramsach 72 T 0676/319 35 42 Produkte: Ländle Bio-Eier kweil,
über Sennhof Ran Verkauf: Vertrieb als Ländle Bio-Eier und im erhältlich bei Spar, Eurospar, Interspar ris ede il-Br kwe Sennhof Lädele in Ran cher Vorbestellung Direktverkauf ab Hof nach telefonis www.laendle.at/eier
Glückliches Hühnerleben Den Umstieg auf die Bio-Eier-Produktion vor fünf Jahren hat Schneider auch deshalb gemacht, damit er eines Tages seinen drei Söhnen eine innovativ-moderne Landwirtschaft übergeben kann. „Ich will ihnen eine Perspektive schaffen.“ Dafür hat er eigens investiert. Rund luag g 23 3
Das Ei Das Ei ist ein geniales „Lebens-Mittel“! Vor allem das Hühnerei ist aus unserem Speiseplan nicht wegzudenken. Ob zum Frühstück in Form von Rührei, Spiegelei, Omelett, weich oder hart gekocht, oder als Zutat in pikanten Gerichten und Süßspeisen – kaum ein anderes Lebensmittel ist so vielseitig verwendbar. Und was wäre das Osterfest ohne die bunt bemalten Ostereier?
DIE GRÖSSTEN EIER-PRODUZENTEN Anteil an der weltweiten Jahresproduktion
Mexiko
4%
Dazu kommt, dass Eier sehr gesund sind. Ein Ei enthält ca. 13 Prozent besonders hochwertiges Protein – im Dotter steckt sogar mehr davon drin als im Eiklar. Das Ei liefert zudem wertvolle Aminosäuren, B-Vitamine, fettlösliche Vitamine und Spurenelemente. Die biologische Wertigkeit steigt sogar noch an, wenn Eier z. B. zusammen mit Kartoffeln verzehrt werden. Am besten natürlich frisch vom Ländle!
2.057.822.000 ... ... Stück Hühnereier werden jährlich in Österreich produziert. 86 % des Nahrungsverbrauchs werden durch Eigenversorgung gedeckt.
240 ...
Indien
Sonstige
6%
36 %
... Hühnereier werden in Österreich durchschnittlich pro Kopf pro Jahr verspeist. Quelle: Statistik Austria, 2018
USA
8%
China
38 %
EU
8%
536.818.007.000 Stück Hühnereier produzierte die VR China 2017
Quelle: AMA, 2017
IN VORARLBERG ... ... legen derzeit 136.000 Hühner ca. 38 Millionen Eier pro Jahr. Der größte Eier-Produzent Sennhof in Rankweil erzeugt 15 Millionen Ländle Eier pro Jahr, zusammen mit seinen Partnerbetrieben sind es 23 Millionen.
DER AUFBAU
Ein Querschnitt durch das Hühnerei Eischale Oberhäutchen Hagelschnur Eiklar Dotter Keimscheibe
Luftkammer
LEGEN NUR BRAUNE HENNEN BRAUNE EIER? Nein. Die Eierschalenfärbung ist genetisch bedingt und von der einzelnen Hühnerrasse abhängig. Auch weiße Hühner legen braune Eier und umgekehrt.
SIND BRAUNE EIER GESÜNDER? Da die meisten Bio-Eier eine braune Färbung besitzen, bringen viele mit braunen Eierschalen automatisch auch ein gesünderes Ei in Verbindung. Das ist jedoch ein Irrglaube, denn die Konzentration von Mineralstoffen und Vitaminen hat nichts mit der Eierschalenfarbe zu tun. Quelle: www.geo.de/wissen
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EI-KENNZEICHNUNG
HALTUNGSFORMEN
Kennzeichnungsregeln in der EU (seit 2004)
Herkunftsland AT = Österreich
Beschreibung
Betriebsnummer
1-AT-1234xxx
0 – Eier aus Bio-Haltung Stall: max. 7 Tiere/m² Auslauf: 10 m²/Henne Futter: Bio 1 – Eier aus Freilandhaltung Stall: max. 9 Tiere/m² Auslauf: 8 m²/Henne 2 – Eier aus Bodenhaltung Stall: max. 7 – 9 Tiere/m² (je nach Aufstallung) Auslauf: kein Auslauf
Haltungsform 0 = Bio-Haltung 1 = Freilandhaltung 2 = Bodenhaltung
Käfighaltung traditioneller Käfig: (550 cm²/Henne)
seit 1.1.2009 in AT verboten seit 2012 in der EU verboten
ausgestalteter Käfig: seit 31.12.2019 in AT verboten (750 cm²/Henne) in der EU erlaubt (auch in DE)
Quelle: www.landschafftleben.at
HALTUNGSFORMEN | Vergleich Österreich – EU
Quelle: www.landschafftleben.at
Bio-Haltung Freilandhaltung Freilandhaltung
5,4 % 15,7 %
25,5 % 62,2 %
50,4 % 12,3 % Bio-Haltung
28,5 % Bodenhaltung
Bodenhaltung
DAS EI IM HANDEL
WUSSTEN SIE'S ...? 34 %
Lebensmittelhandel
40 %
Gastronomie Hotel Direktvermarktung
4%
Ostereier
ausgestalteter Käfig
• Eier sind der erfolgreichste Bio-Artikel im österreichischen Lebensmitteleinzelhandel. • Eier sind führend bei ab Hof verkauften Produkten.
22 %
verarbeitetende Industrie
• Bei verarbeiteten Produkten sind Herkunft und Haltungsform oft nicht ersichtlich – hier können „Käfigeier“ enthalten sein!
Quelle: www.landschafftleben.at luag 25
„Essen ist auch eine Vertrauenssache“ Im Vorderlandhus wird täglich für kleinste Kinder bis hin zu hochbetagten Senioren gekocht. Eine große Rolle spielen regionale Produkte, die von heimischen Landwirten stammen.
„Es wird mit Recht ein guter Braten gerechnet zu den guten Taten.“ steht auf der Tafel in der Küche des Vorderlandhus in Röthis in großen Lettern geschrieben. Diese Zeilen aus dem Gedicht „Kritik des Herzens“ von Wilhelm Busch verkörpern, dass Essen auch in einer Großküche mit einem Wohlgenuss verbunden ist. Oder wie es der große Dichter ausdrücken würde: „Zubereitet mit Sinnigkeit und Innigkeit.“ Das Herz und die Leidenschaft, mit der Küchenleiter Gerhard Nachbaur und sein 15-köpfiges Team bei der Sache sind, macht jedenfalls Appetit, dem Geheimnis auf die Spur zu kommen, wie man einjährige Kinder kulinarisch genauso zufrieden stellt wie hundertjährige Senioren.
Die Hälfte ist regional Ein Patentrezept gibt es nicht, vielmehr aber viel Gespür und Erfahrung, die der 59-jährige diplomierte Diät- und Heimkoch in die (Küchen-)Waagschale werfen kann. „Essen ist eine Vertrauensluag 26
sache“, drückt er es zwar etwas weniger lyrisch als Wilhelm Busch aus, dafür umso überzeugender und mit ganz viel regionalem Geschmack. So ist das Vorderlandhus mit vier Gabeln im Rahmen des Projektes „Vorarlberg am Teller“ zertifiziert, das unter anderem den Aspekt des regionalen Einkaufs von Lebensmitteln beinhaltet. „Gut die Hälfte der von uns verwendeten Produkte stammen von hier“, bekräftigt Nachbaur, der auch auf die Zusammenarbeit mit heimischen Bauern setzt. Als Beispiele nennt der in Klaus wohnhafte Küchenleiter den Spallenhof in Götzis, woher Geflügel und Rindfleisch bezogen werden, die Metzgerei Walser, den Röthner Gemüsebauern Lukas Breuss, die Nudeln vom Martinshof oder die Familie Ebenhoch, die das Vorderlandhus mit frischen Säften versorgt. Für eine Großküche, in der bis zu 450 Essen pro Tag zubereitet werden, ist dies ein enorm hoher Anteil. „Möglich ist dies nur, weil wir verlässliche Partner aus der Landwirtschaft haben.“
Fotos: © Werner Micheli ; Text: Dietmar Hofer
Der wichtigste Aspekt ist aber die Leidenschaft, mit der gekocht wird.
Verlässlichkeit ist gefragt Gerhard Nachbaur schneidet damit ein Thema an, das für einen Betrieb solcher Größe ein unabdingbares Muss ist. Denn um exakt über Wochen vorausplanen, sich aber auch die Flexibilität bewahren zu können, müssen alle Faktoren zu hundert Prozent passen. Die Ware muss zu einem genauen Zeitpunkt bereitstehen. Es darf keine Verzögerungen geben, da dies den Plan durcheinanderbringt. Nur so ist garantiert, dass die Lebensmittel optimal verwertet werden können. Werden etwa Hühner geliefert, werden die Brustteile für die Seniorenküche verwendet, die Schenkel für die Kindermenüs. Erst diese Effizienz lässt den hohen Anteil an regionalen Produkten zu, damit auch der preisliche Rahmen passt. Der Küchenleiter tauscht sich deshalb regelmäßig mit den Lieferanten aus. Schließlich gilt es auch, saisonale Schwankungen zu berücksichtigen. „Im Laufe der Jahre haben wir das gut in den Griff bekommen.“ Manches ist ein Ausprobieren, was funktioniert und was nicht. Regionalität ist zu jeder Jahreszeit machbar, sofern der Wille dazu da ist. Was frisch kommt, soll auch frisch verwertet werden. So landen beispielsweise rund fünf Tonnen Gulasch und acht Tonnen Hackfleisch pro Jahr auf den Tellern, müssen sieben Tonnen Karfoffeln geschält und 22.000 Liter Milch verarbeitet werden.
Digitale Menüplanung Zu den Tabletts für das Mittagsbuffet ist mittlerweile das elektronische Tablet hinzugekommen, das sich als unverzichtbarer Küchenhelfer hinter dem Herd bewährt. Sämtliche Rezepte – inklusive benötigter
Zutaten und Mengen – wurden digitalisiert und sind stets abrufbar. Auch das vereinfacht die Logistik wesentlich. Gerhard Nachbaur, der seit 22 Jahren im Vorderlandhus beschäftigt ist, geht aber noch einen Schritt weiter. Kontinuierlich macht er Fotos von den gekochten Gerichten. Der Grund: Besonders betagte Menschen erhalten damit einen visuellen Eindruck vom Essen. „Es kann sein, dass sie mit den Namen nichts mehr anfangen können, aber das Gericht kennen, wenn sie das Bild sehen.“ Die Betreuer und Betreuerinnen können dadurch wertvolle Rückschlüsse ziehen. Manchmal ist es nur die Zusammensetzung, die entscheidet, ob etwas angenommen wird oder nicht. Gerade die tägliche Nahrungsaufnahme kann bis ins höchste Alter ein Stück Selbstständigkeit vermitteln. Das ist auch das Ziel. „Man kann sich gar nicht vorstellen, was es ausmacht, wenn man noch selbst den Löffel oder die Gabel zum Mund führen kann.“ Genau umgekehrt verhält es sich mit den Kleinkindern. Sie müssen zunächst lernen, richtig zu essen und sollen bewusst zum Mittagstisch geführt werden. Das schafft Regelmäßigkeit, Struktur und Bezug zu Lebensmitteln. Gerhard Nachbaur nennt in diesem Zusammenhang die Satellitenküchen für die Kinderbetreuung in Klaus und in Sulz.
Gespür ist gefragt
derland Sozialzentrum Lebensraum Vor bH Gm s rieb gemeinnützige Bet 05522/416 61-15 6832 Röthis, Rautenastraße 44, T dhus.at erlan .vord info@vorderlandhus.at, www
„Jede Altersstruktur hat ihre speziellen Voraussetzungen“, erklärt der Küchenleiter. Es ist Gespür gefragt. „Schließlich wollen wir zufriedene Kunden.“ Würde Wilhelm Busch noch unter den Lebenden weilen, käme er im Vorderlandhus wohl voll auf seine Rechnung. Der Dichter galt als wahrer Feinspitz. Sowohl mit dem Gaumen als auch mit der Feder. „Wer einen guten Braten macht, hat auch ein gutes Herz“, endet übrigens sein eingangs zitiertes Gedicht.
4 Gabeln Mind. 50 % der Lebensmittel, welches das Vorderlandhaus bezieht, sind regional, wobei mind. 25 % der Lebensmittel davon nach dem 3G-Prinzip hergestellt wurden.
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Hochprozentig & fruchtig Die 27. Verleihung des Ländle Gütesiegels für veredelte Obstprodukte konnte in diesem Jahr – wegen der aktuellen Situation – nicht wie üblich, im festlichen Rahmen einer Veranstaltung, gefeiert werden. Die Brenner und Moster des Jahres erhielten aber nichtsdestotrotz ihre wohlverdienten Auszeichnungen. Zwei geschulte Jurys aus Sommeliers und erfahrenen Produzenten beurteilen die jeweiligen Proben anonym. Anschließend findet eine Prüfung im Lebensmittellabor statt. Nach dem etwas ernteschwachen Obstjahr 2019 wurden insgesamt überschaubare 332 Proben eingereicht. Mit 92,5 Prozent erhielt aber eine Rekord-Quote die Prämierung mit dem Ländle Gütesiegel. Je nach Höhe der erreichten Punktezahl wurden sie sogar mit Gold oder Silber ausgezeichnet. Die punktestärksten Goldmedaillenprodukte jeder Kategorie wurden zusätzlich als Sortensieger geehrt.
Die Nutzung des heimischen Obstes durch Vorarlbergs Brenner und Moster sichert Pflege und Erhalt der Obstbäume und Streuobstwiesen, bringt vielen Landwirtschaftsbetrieben ein Zusatzeinkommen und erhält jahrhundertealtes Know-how.
Das Ländle Gütesiegel garantiert, dass ... ... das verwendete Obst zu 100 % aus Vorarlberg stammt. ... das Obst in Vorarlberg weiterverarbeitet wird.
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Text: Ulrich Höfert
Vor 27 Jahren, bei der ersten Landesprämierung, lag die Prämierungsquote bei 31,4 Prozent. Somit ist ersichtlich, dass die Landesprämierung, kombiniert mit unzähligen Weiterbildungsveranstaltungen der Vereinigung der Abfindungsund Kleinbrenner (VAKÖ) und des Ländlichen Fortbildungsinstitutes der Landwirtschaftskammer (LFI), einen gewaltigen Qualitätssprung in der Vorarlberger Obstverarbeitung bewirkt hat. Aushängeschilder sind die Zertifikatslehrgänge zum Edelbrandsommelier und zum Mostsommelier.
Die Vorarlberger Landesprämierung für Edelbrände, Liköre, Moste, Fruchtsäfte und Essige
2020
DIE SIEGER AUF EINEN BLICK
2020
Brenner des Jahres 2020
Herbert Battlogg St. Anton im Montafon
Kurt Fink Krumbach
Gerold & Günther Gassner Höchst
Andreas Tscholl Thüringen
Moster des Jahres 2020 Toni Schiefer Götzis
DIE BROSCHÜRE mit allen prämierten Produkten gibt es kostenlos bei der Landwirtschaftskammer Vorarlberg T 05574/400-232 oder auf www.laendle.at/obstveredelung
Sortensieger 2020 • Beerenbrände: Aroniabrand | Toni Schiefer, Götzis • Birnenbrände (punktegleich): Birnenbrand | Ewald & Barbara Bechter, Alberschwende Birnenbrand | Gerold & Günther Gassner, Höchst • Birnenbrände sortenrein: Birnenbrand Ruchschiebler | Robert Rüdisser, Hohenems • Birnenbrände Subirer/Husbirer (punktegleich): Birnenbrand Subirer | Werner Alge, Lustenau Birnenbrand Husbirer | Helmut Flatz, Alberschwende • Brände im Holzfass: Birnenbrand Zitronenbirne Holzfass | Josef Nessler, Innerbraz • Kirschenbrände: Kirschenbrand | Herbert Battlogg, St. Anton im Montafon • Sonstige Kernobstbrände: Apfelbrand Cox Orange | Günter Wohlgenannt, Dornbirn
• Sonstige Steinobstbrände: Zwetschkenbrand entsteint | Richard Zehrer, Lauterach • Wildbeeren- und Wurzelbrände: Vogelbeerbrand | Herbert Battlogg, St. Anton im Montafon • Liköre: Weichsellikör | Birgit Hefel, Wolfurt • Apfelmoste: Apfelmost Streuobst | Edmund & Simone Schnetzer, Bludesch • Sortenreine Apfelmoste: Apfelmost Topaz | Toni Schiefer, Götzis • Moderne Moste: Apfelcider | Peter Speckle, Feldkirch • Fruchtsäfte: Apfel-Schwarzer Johannisbeersaft | Winder Beeren, Dornbirn • Essige: Apfel-Birnenessig mit Himbeeren | Andreas Krammel, Lustenau luag 29
Am Haldahof in Weiler herrscht immer reges Leben. Drei Generationen leben dort mit Dutzenden Ziegen und vielen anderen Tieren.
E
ine kleine scharfe Abzweigung auf der Straße zwischen Weiler und Fraxern führt zum Haldahof hinauf. Von dort aus geht es mit dem Auto nicht mehr weiter. Doch es ist keine vermeintliche Sackgasse, in der man fährt, sondern vielmehr offenbart sich am Ende des Weges ein offener Familienbetrieb, in der drei Generationen unter einem Dach leben und in dem Menschen und Tiere fast wie in einer Symbiose zusammengefunden haben.
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Das offenbart sich etwa dann, wenn auf der Facebook-Seite ein Schnappschuss von „Freigeist Charlotte“ gepostet wird, die sich zu „an Bsuach in die Kuchi“ eingefunden hat. Bei Charlotte handelt es sich um ein Huhn, das sich versehentlich in die Küche verirrt hat. Sie ist eine von 50 Hennen, die am Hof leben und brav ihre Bio-Eier legt. Auch sechs Mutterkühe, Rinder, zwei Ponys, frei laufende Schweine (über den Sommer), zwölf Mutterziegen, 25 Kitze und zu guter Letzt zwei Meerschweinchen zählen zum weiteren Tierreich. Und dann sind da natürlich noch die Menschen, die dafür sorgen, dass es den vielen Tieren entsprechend gut geht. Immer wieder fängt die Familie die Stimmung ein und lässt via Facebook Interessierte daran teilhaben. Sei es, wenn Kitzlein auf die Welt kommen oder sich die Junghennen gerade eingelebt haben.
Fotos: © Weissengruber & Partner; Text: Dietmar Hofer
Ein tierischer „Gemischtwarenladen“
Ein großes Hobby
Gesundes Ziegenfleisch
Den Haldahof gibt es seit dem 17. Jahrhundert. Früher gehörte er zum Kloster Viktorsberg, jetzt ist er die Heimat von Norbert und Berta Längle mit ihren drei Töchtern Bettina, Julia und Alexandra. Zum Hof gehört auch Alexis Tschütscher, der Lebensgefährte von Bettina. „Er hat bei uns Asyl bekommen“, scherzt Hausherr Norbert Längle und blickt dabei auf den jüngsten Zuwachs Lina und Zita. Die beiden Kinder von Bettina und Alexis sind der ganze Sonnenschein der Familie.
In erster Linie wurden die Ziegen für die Landschaftspflege angeschafft. Im zum Teil sehr exponierten und steil emporragenden Gelände sind sie eine wertvolle Hilfe. Seit 2018 ist der Haldahof auch Partner im Ländle Ziegenkitz Gütesiegel Programm.
Das Paar lernte sich einst beim gemeinsamen Holzhacken kennen. „Wir sind zwar gemeinsam in die Landwirtschaftsschule gegangen, gefunkt hat es aber erst später“, gesteht der 29-jährige Rankweiler. „Gefunkt“ hat es bei ihm auch, als es um die Betreuung der Ziegen ging. „Ein großes Hobby von mir“, sagt der hauptberuflich bei der Firma Stark Spannsysteme beschäftigte Endzwanziger. Alexis Tschütscher ist auch Mitglied beim Ziegenzuchtverein Montfort.
Ziegenfleisch hat in den letzten Jahren eine Renaissance erlebt. Es gilt als eiweißreich, aber fett- und cholesterinarm und wird unter anderem in der Diätküche verwendet. Im Fleischfett der Kitze ist mit CLA eine ganz besondere ungesättigte Fettsäure enthalten. Sie fördert im menschlichen Organismus den Fettabbau und den Muskelaufbau. Auch die Gastronomie hat Kitzfleisch für sich entdeckt. Ausgewählte Restaurants laden normalerweise im Frühjahr zu den Gourmetwochen vom Ländle Ziegenkitz. Doch in diesem Jahr machte das Corona-Virus der Aktion einen Strich durch die Rechnung. Das macht die Vermarktung für Alexis Tschütscher nicht einfacher. Alle die Ländle Ziegenkitz zu Hause kochen möchten, erhalten dessen Fleisch an jedem ersten Freitag und Samstag des Monats in allen IntersparMärkten in Vorarlberg – oder direkt ab Hof auf Vorbestellung.
Reges Leben am Hof Alexis Tschütscher beschäftigt sich jedenfalls intensiv mit den Ziegen, kümmert sich mit Leidenschaft darum. „Ohne diese Leidenschaft würde es auch gar nicht gehen“, sagt der Maschinenbaumeister und Lehrlingsausbilder. Die Ziegenzucht ist auch so etwas wie ein Ausgleich, auch wenn harte Arbeit dahintersteckt. Zu jeder Jahreszeit herrscht reges Leben am Haldahof. Oder wie es Hofbesitzer Norbert Längle ausdrückt. „Wir haben so etwas wie einen Gemischtwarenladen.“
Haldahof | Familie Längle-Tsch ütscher 6837 Weiler, Halden 3, T 0664/25 1 98 31 alexis.tschuetscher@gmail.com, face book.com/haldahof Produkte mit Ländle Gütesiegel: Länd le Bio-Ziegenkitz Weitere Produkte: Bio-Eier
Eine Geiß zum Geburtstag Auch Hofbesitzer Norbert Längle hat einen „Brotberuf“. Er ist beim Bauunternehmen Wilhelm & Mayer beschäftigt. „Die Landwirtschaft alleine wäre viel zu wenig rentabel. Sie ist mehr zum Hobby geworden.“ Früher wurde am Hof Schweinemast betrieben, jetzt werden nur welche für den Eigenbedarf gehalten. Dass nun gut drei Dutzend Ziegen rund um den Hof herumspringen, hat mit einem Geburtstagswunsch zu tun. „Mein Mann wollte schon immer eine Geiß, und zu seinem 50er bekam er eine mit zwei Kitzen geschenkt“, spricht Berta Längle mit einem Lächeln. „Sie hieß Milka“, kann sich Norbert noch genau an den Namen erinnern. Das war vor sechs Jahren.
Verkauf: • Ländle Bio-Ziegenkitz jeden 1. Freit ag und Samstag im Monat bei Interspar • Bio-Eier direkt ab Hof www.laendle.at/ziegenkitz
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Gemüse neu entdeckt
Powerknolle Sellerie Wer es herzhaft liebt, holt sich jetzt Sellerie in den Garten. Das würzig-aromatische Knollengemüse prägt geschmacklich viele Gerichte und überzeugt mit vielen wertvollen Inhaltsstoffen.
ellerie stammt ursprünglich aus dem östlichen Mittelmeerraum. Im Laufe der Jahrhunderte wanderte das intensiv schmeckende Doldengewächs über die Alpen und fand hier zuerst Verwendung als Heilpflanze. Zu der Zeit sah Sellerie noch einem Blattbusch ähnlich, also eher dem Stangensellerie. Erst im 17. Jahrhundert begann man, aus dem Wildtypus verschieden Formen heraus zu züchten, wodurch Pflanzen mit der Knollenform entstanden. Das Laub des Knollensellerie kann man heute noch frisch oder getrocknet kulinarisch verwerten.
Nur gut genug für die Suppe? Lange fristete der Sellerie sein Dasein als reines Suppengemüse. Die Powerknolle hat jedoch viel mehr zu bieten: Ob als würziger Bestandteil im Gemüseeintopf, als Selleriepüree, Gratin im Ofen überbacken, Sellerie-Sticks (Sellerie-Pommes), als vegetarisches Schnitzel natur gebraten oder paniert oder der gesunde Saft – der Sellerie mit seinen ätherischen Ölen ist enorm vielfältig. Das stark duftende Öl findet auch in Gewürzen, z. B. Kräutersalzen seine Anwendung.
Lust fördernd? Den Siegeszug in der Verbreitung schreibt man der angeblich aphrodisierenden Wirkung des Selleries zu. Ob das zutrifft, ist nicht bewiesen, allein der Ruf reichte jedoch aus, um die Knolle zu verbreiten. Hervorzuheben ist vor allem der hohe Gehalt an Kalium, welcher – durch seine harntreibende Wirkung – das Ausscheiden von Harnsäure unterstützt, was bei Gicht und Rheuma sehr wichtig ist. In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) gilt Selleriesaft als Mittel gegen zu hohen Blutdruck. Wegen der vielen Ballaststoffe wird das Powergemüse auch gerne bei Verdauungsstörungen eingesetzt.
Wärme erwünscht Nach den letzten Spätfrösten werden die vorkultivierten Jungpflanzen ins Freie gesetzt. Ist es zu kalt, beginnen sie zu blühen. Daher sollte man ein Vlies bereithalten. Ideal sind Pflanzabstände von 50 mal 50 Zentimeter. Sellerie nicht zu tief setzen, will man kräftige Knollen ernten. Sellerie benötigt gut versorgte Böden. Regelmäßi-
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ges Wässern ist wichtig und, bis das Laub den Unkräutern das Licht nimmt, ist mehrfach zu hacken bzw. das Unkraut durch Mulchen zu unterdrücken.
Vielfach verwendbar Der Knollensellerie lässt sich in verschiedenen Wachstumsstadien ernten. Ab Sommer erntet man kleine Knollen samt Laub, ab Oktober die ausgewachsenen Sellerieknollen. Im Kühlschrank halten sie einige Wochen, wenn man sie in Küchenrolle einschlägt.
Cappuccino von der Sellerieknolle mit Walnussöl Zutaten für 4 Personen: 30 g Butter* | 1 große Sellerieknolle* | 1 Zwiebel* 75 ml trockener Weißwein | 800 ml Milch* | 200 ml Sahne* Salz | Pfeffer und Koriander aus der Mühle e Walnussöl | 4 Zweige Dill Zubereitung: Sellerie und Zwiebel schälen und würfeln. Butter in einem Topf zergehen lassen und Sellerie und Zwiebeln darin glasig anschwitzen. Mit Weißwein ablöschen. Mit Milch und Sahne aufgießen. Zehn Minuten n köcheln lassen. Danach mit dem Mixstaab durchmixen und weitere fünf Minuten köch heln lassen. Mit Salz, Pfeffer und Koriander abschme schmecken und nochmals schaumig mixen. In vorgewärmten Tassen anrichten und mit Walnussöl und Dill dekorieren. * Produkte mit Ländle Gütesiegel erhältlich (je nach Saison). Rezept: Michael Ritter | Foto: Michael Gunz
Text: Harald Rammel
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Mit der Natur – der Einsatz von Nützlingen
Wertvolle Helfer Arbeiten mit der Natur ist im Vorarlberger Garten- und Gemüsebau gelebte Praxis. Unsere Pflanzenprofis lassen sich dabei von Nützlingen helfen.
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ie Vorarlberger Gärtner punkten mit frischem, gesundem Gemüse. Sie erreichen dieses Ziel, indem sie möglichst eng auf die Bedürfnisse der Pflanzen eingehen. Pflanzen werden optimal mit Licht, Luft, Wasser und Wärme versorgt. Viel Aufmerksamkeit schenkt man dem richtigen Standort und passenden Böden. Die angepasste Düngung ist entscheidend für beste Pflanzenqualität und höchstmögliche Umweltschonung. Diese ausgewogene Ernährung macht Pflanzen widerstandsfähig gegenüber Krankheiten und Schädlingen. Gestresste und geschwächte Individuen sind wesentlich krankheitsanfälliger als gesunde, es ist daher oberstes Gebot der Vorarlberger Gemüsegärtner, den Pflanzen bestmögliche Rahmenbedingungen zu bieten.
Raubmilben
Blattlauslöwe
Schwebfliegenlarve
Schwebfliege
Schlupfwespe mit Blattläusen
Offene Nützlingszucht
Nützliche Gegenspieler – die „Nützlinge” Nehmen Schädlinge überhand, werden sie natürlich bekämpft. Zusätzlich wird den Ursachen für die Massenvermehrung auf den Grund gegangen und diese verändert. Zur Regulierung von Schädlingen bietet sich – neben biologischen und chemischen Pflanzenschutzmaßnahmen – auch der Einsatz von Nützlingen an. „Nützlinge” ist ein von Menschen definierter Begriff. Dabei kann es sich um Tiere, Pilze oder Mikroorganismen handeln. „Fressen und gefressen werden” lautet die Devise – und der Stärkere überlebt. Das gilt auch im Gewächshaus. Durch Nützlinge wird ein ökologisches Gefüge geschaffen, das die massenhafte Verbreitung von Schädlingen unterbindet.
Positive Entwicklung
Text: Harald Rammel
In den Vorarlberger Gärtnereien werden seit über 20 Jahren Nützlinge in Gemüse- und Zierpflanzenkulturen ausgebracht. Tendenz stark steigend! Dabei versucht man, die Lebensbedingungen der wertvollen Helfer möglichst positiv zu gestalten, z. B. werden nur nützlingsschonende Pflanzenschutzmittel eingesetzt.
Einen Gegenspieler für jeden Schädling Unsere Profigärtner setzen gegen die verschiedenen Schädlinge jeweils unterschiedliche Gegenspieler aus. Virusübertragende Blattläuse werden mit Florfliegenlarven, Marienkäferlarven, Schlupfwespen und Gallmücken in Schach gehalten. Um den Läusen keinen zu
großen Entwicklungsvorsprung zu lassen, züchten Gärtner spezielle Getreideblattläuse heran. Diese dienen Schlupfwespen als Kinderstube. Tritt in den Kulturen eine Massenvermehrung von Blattläusen auf, verteilt der Gärtner die vorbereitete Nützlingszucht im Gewächshaus und sorgt so für ausreichend „Nützlingspower”. Gegen saugende Spinnmilben und Thripse werden Raubmilben verteilt. Raupen sehen sich mit größeren Schlupfwespen konfrontiert und Engerlinge werden durch winzige Fadenwürmer parasitiert.
Bedarf und Timing sind entscheidend Die verschiedenen Nützlinge werden von Spezialfirmen zugekauft und, nach genauer Beobachtung der Kulturen, bedarfsgemäß verteilt. Da es sich um Lebewesen handelt, ist das Timing entscheidend. Vorausschauendes Handeln garantiert den Erfolg und erübrigt den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln. Im Hausgarten siedeln sich Nützlinge von selbst an. Wichtig ist ein möglichst vielfältiger blühender Lebensraum, in dem sich ein natürliches Gleichgewicht einstellt. Wie im Profigartenbau heißt das Motto auch hier: „Mit der Natur, nicht gegen sie!” luag 33
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Von Bezau nach Schönenbach
Foto: © Ludwig Berchtold
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Die Umgebung von Bezau bietet viele Möglichkeiten zum Wandern. Ein Ziel ist Schönenbach.
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ie Bergstation Baumgarten und die Mittelstation Sonderdach der Seilbahn Bezau sind Ausgangspunkte für vielfältige, abwechslungsreiche Wanderungen. Von Baumgarten erreicht man in ca. 20 Minuten den höchsten Punkt der Umgebung, die Niedere Höhe (1.711 m), wo man eine prachtvolle Aussicht genießt. Ein Weg führt dann durch ein Karstgebiet hinüber zur Stongerhöhealpe (1.644 m) und weiter über den Schreiberesattel Richtung Schönenbach oder, für schwindelfreie Bergsteiger, zur Winterstaude.
Rast auf Alpe Sammere Auf der halben Strecke zwischen Mittelstation Sonderdach und Schönenbach liegt die Alpe Sammere, auf der von Anfang Juni bis Anfang September die Familie Metzler mit ihren Kühen lebt und aus der Milch Alpkäse produziert. Für Wanderer und Biker gibt es Bretteljause, frische Butter, Käse etc. aus eigener Erzeugung.
Von Baumgarten über Schreiberesattel nach Schönenbach Gemütliche Wanderung Gehzeit: 3,5 Stunden, 10 Kilometer, 300 Höhenmeter Sie fahren mit der Seilbahn Bezau bis zur Bergstation Baumgarten. Dort führt der Weg über die Stongerhöhenalpe und Lingenaueralpe – Sammere – Schreiberesattel – durchs Gesertobel und Lepoldtobel bis nach Hinteregg Richtung Schönenbach. Von Schönenbach fährt ein Bus zurück nach Bezau. Wer nicht so weit bzw. zu Fuß zurück zum Ausgangspunkt wandern möchte, kann auf der Alpe Sammere den Weg Richtung Mittelstation Sonderdach nehmen und mit der Bahn wieder ins Tal fahren. Von der Alpe Sammere ist es noch ca. 3/4 Stunde Gehzeit auf die Winterstaude (1.877 m). Fahrplan Bus Linie 36: www.regiobregenzerwald.at/landbus
Mit dem Mountainbike von Bezau nach Schönenbach und retour
Die Alpe Sammere ist im Besitz der Familie Metzler und wird nun seit drei Jahren von Anna und Jonas Metzler bewirtschaftet. Kontakt: Jonas Metzler T 0664/591 21 46 luag 34
Diese Tour mit zum Teil sehr steilen Abschnitten eignet sich für Profis. Sie verläuft von Bezau nach Schönenbach und zurück über den Schreiberesattel und die Wildmoosalpen. Von Bezau aus fährt man über teils kurze, bissige Anstiege über Rimsgrund zur Langenalpe. Auf einer asphaltierten Mautstraße und durch schattigen Wald gelangt man nach Schönenbach. Es folgt eine schöne Runde über die Iferwiesalpe vorbei an der Abzweigung zur Schneckenlochhöhle und zur Iferalpe. Hier überquert man die Subersach und radelt über einen mäßig steilen Alpweg zur Helbockstobelalpe. Danach folgen ein rauer, anspruchsvoller Weg zur Gesertobelalpe und eine Schiebepassage (ca. 10 Minuten) zum Schreiberesattel. Dann kommt bereits die Alpe Sammere, auf der man sich von den Strapazen des Aufstiegs erholen kann bevor es dann wieder hinunter ins Tal geht.
Text: Armin Schwendinger
Fahrzeit: ca. 5 Stunden, 30 Kilometer, 1.170 Höhenmeter
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Regionalität in aller Munde
Frische und qualitativ hochwertige Lebensmittel tragen zur Gesundheit bei. Gerade in den letzten Wochen der Coronavirus-Pandemie haben immer mehr Menschen den besonderen Wert von Lebensmitteln aus der Region erkannt. Die Nahversorgung von landwirtschaftlichen Produkten ist gesichert und wird auch seitens Küchen der Gemeinschaftsverpflegung geschätzt. Denn Lebensmittel, die aus der Region kommen, bringen nicht nur viel Genuss und Abwechslung auf den Teller, sondern schonen durch kurze Transportwege das Klima und tragen zur Wertschöpfung im eigenen Land bei. Die Initiative Vorarlberg am Teller zeichnet Betriebe aus, welche auf Produkte aus regionaler und bäuerlicher Hand setzen, ganz im Sinne der Landwirtschaftsstrategie „Landwirt.schafft.Leben“. www.vorarlberg.at/landwirtschafftleben