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05/2016 | Ausgabe N° 2

Ländle Gütesiegel Milch- & Käseland Vorarlberg Gemüsesaison startet Die Beeren sind los Unsere Land- und Forstwirtschaft. Wertvoll fürs Land.

Das

liebe

Rindvieh


www.vmilch.at

Mein L채ndle. Meine Heumilch.

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RZ-Inserat_Plakat_U2.indd 1

4/29/2016 9:26:53 AM


Inhalt

TTIP in aller Munde Hintergründe

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Naturkosmetik-Deos

Die Landwirtschaftskammer Vorarlberg fordert eine transparente Verhandlungsführung und zum jetzigen Verhandlungsstand ein klares NEIN zu TTIP. Die europäische Landwirtschaft braucht die Sicherheit, dass die europäischen Standards in der Lebensmittelerzeugung sowie im Umwelt- und Tierschutz nicht unterlaufen und keine privaten Schiedsgerichte eingeführt werden. Wir unterstützen daher auch die Forderung von Landeshauptmann Mag. Markus Wallner, der vor kurzem die Herausnahme der Lebensmittelbranche und der Landwirtschaft aus dem Abkommen forderte. Die Konsumenten wünschen Transparenz und hohe Lebensmittelstandards. Unsere Bauernfamilien können und wollen das liefern.

www.vmilch.at

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ein, genau das wollen wir nicht! Durch die jüngsten Enthüllungen zu den Verhandlungsinhalten rund um das Freihandelsabkommen TTIP sind unsere Befürchtungen mehr als bestätigt worden. Die europäischen Konsumenten sollen u.a. mit nicht gekennzeichnetem Hormonfleisch und Gentechnik überflutet werden. Das sollte kein europäischer Konsument in den Mund nehmen müssen.

zur Milchproduktion

Sennereiprozess

selber herstellen Seite 28 Klimaschutzpartner Wald Seite 30 Stop dem Bodenverbrauch Seite 32 Die Beeren sind los! Seite 38

Deshalb wird auch die „Ländle“ Strategie ausgebaut. Mit dem durchgängigen Ländle Gütesiegel als Herkunfts- und Qualitätsgarantie bekommen Lebensmittel aus heimischer Landwirtschaft eine vorrangige Position am Vorarlberger Markt. Das kürzlich vorgestellte Ländle Gütesiegel wird konsequent und einheitlich auf alle Produktsparten ausgedehnt. Das gibt dem Vorarlberger Konsumenten eine einfach erkennbare Sicherheit beim Lebensmitteleinkauf. Parallel dazu gilt es, die Partnerschaften mit dem heimischen Lebensmittelhandel, den Großküchen und der Gastronomie auszubauen. Was wir aber zur Erzeugung wertvoller, regionaler Lebensmittel brauchen ist Boden. Aus diesem Grund sieht sich die Landwirtschaftskammer in der Pflicht, den massiven Verbrauch von fruchtbarem Boden immer wieder aufzuzeigen. Es ist paradox und schmerzlich, dass wir als Land der Berge, Europameister im Bodenverbrauch sind. Deshalb engagieren wir uns intensiv in dieser Problematik.

Landwirtschaftskammer-Präsident StR. Josef Moosbrugger

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LÄNDLE GÜTESIEGEL >> Obst, Gemüse, Getreide: >> Eier: >> Fleisch: >> Milch: >> Honig:

GESETZT - GEWACHSEN - GEERNTET GEHALTEN - GEFÜTTERT - GELEGT GEHALTEN - GEFÜTTERT - GESCHLACHTET GEHALTEN - GEFÜTTERT - GEMOLKEN GEHALTEN - GESAMMELT - GESCHLEUDERT

www.laendle.at/guetesiegel luag 4

g r e b l r a r o V n i ...


Ländle Gütesiegel für konventionelle und Bio-Produkte aus Vorarlberg Die Ländle Qualitätsprodukte Marketing GmbH setzt in Kooperation mit der Landwirtschaftskammer Vorarlberg im Rahmen der Ökoland Strategie ein einheitliches Gütesiegel für echte Vorarlberger Lebensmittel um. Diese Qualitäts-

„Hinter dem Ländle Gütesiegel stehen konkrete Richtlinien und unabhängige Kontrollstellen. Produzenten, Verarbeiter und Vermarkter sind vertraglich eingebunden.“ Manuel Gohm, Geschäftsführer Ländle Qualitätsprodukte Marketing GmbH

partnerschaft auf hohem Niveau steigert die Wertigkeit der Lebensmittel aus nächster Nähe.

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n der Ökoland Strategie und dem Arbeitspapier der Vorarlberger Landesregierung ist ein einheitlicher Lebensmittelstandard für ganz Vorarlberg als Ziel formuliert. Mit dem Ländle Gütesiegel soll dieses Ziel nun umgesetzt werden. „Das Ländle Herkunfts- und Gütesiegel soll das Vertrauen zwischen Landwirtschaft und Konsumenten weiter ausbauen. Herkunft und Qualität sind damit transparent und nachvollziehbar und geben Konsumenten und Handelspartnern Sicherheit“, so Ing. Erich Schwärzler, Landesrat für Landwirtschaft.

„Das Ländle Gütesiegel soll das Vertrauen zwischen Landwirtschaft und Konsumenten weiter ausbauen. Herkunft und Qualität sind damit transparent und nachvollziehbar.“ Erich Schwärzler, Landesrat für Landwirtschaft „Hinter dem Ländle Gütesiegel stehen konkrete Richtlinien und unabhängige Kontrollstellen. Produzenten, Verarbeiter und Vermarkter sind vertraglich eingebunden“, erklärt Manuel Gohm, Geschäftsführer der Ländle Qualitätsprodukte Marketing GmbH. „Das Ländle Gütesiegel kann für Lebensmittel in konventioneller und in Bio-Qualität vergeben werden. Maßgeblich für die geografische Herkunftsgarantie ist das so genannte 3G-Prinzip.

„Speziell das Ländle Bio Gütesiegel macht die Verbindung zwischen bio und regional ersichtlich. Es steht für hervorragende Bio-Produkte aus der Region.“ Manuel Kirisits, Geschäftsführer Bio Vorarlberg

So ist Obst, Gemüse und Getreide gesetzt, gewachsen und geerntet in Vorarlberg. Für tierische Produkte wie Milch und Milchprodukte gilt gehalten, gefüttert und gemolken, für Fleisch gehalten, gefüttert und geschlachtet und für Eier gehalten, gefüttert und gelegt in Vorarlberg. „Vorarlberger Landwirte bewegen sich im internationalen Vergleich auf einem hohen Qualitätsniveau und sind auf Grund der kleinen Strukturen in Sachen Tierwohl und Umweltschutz sowie Gentechnikfreiheit gut unterwegs. Das Ländle Herkunfts- und Gütesiegel soll dafür sorgen, dass es weiterhin so bleibt und Lebensmittel im Sinne des Absatzmarktes optimiert werden. Hinsichtlich der Kontrollen und Anforderungen gilt das Motto: so wenig wie möglich, so viel wie nötig. Denn Kontrollsysteme sind immer mit Kosten und Aufwänden verbunden“, weist StR. Josef Moosbrugger, Präsident der Landwirtschaftskammer, auf das Vermeiden unnötiger Bürokratie hin.

„Vorarlberger Landwirte bewegen sich auf einem hohen Qualitätsniveau und sind auf Grund der kleinen Strukturen in Sachen Tierwohl und Umweltschutz sowie Gentechnikfreiheit gut unterwegs.“ Josef Moosbrugger, Präsident Landwirtschafskammer Vorarlberg „Zudem fordert das Ländle Herkunfts- und Gütesiegel nicht nur von den Landwirten, sondern ermöglicht ihnen auch eine verbesserte Preis- und Absatzsituation. Denn die Ländle Qualitätsprodukte Marketing GmbH sieht sich als Plattform, die Landwirte, Einzelhandel, Gastronomie und Konsument auf fairer Basis zusammenbringt“, beschreibt Manuel Gohm die Kernaufgaben. Die regionale Wertschöpfung soll durch das Ländle Herkunftsund Gütesiegel verbessert und gesichert werden, davon zeigen sich alle Partner überzeugt. „Aus der Region – für die Region“ sollen keine leeren Schlagworte sein, sondern gelebte Strategie des Ökoland Vorarlberg. www.laendle.at/guetesiegel luag 5 www.vorarlberg.at/oekoland


Das liebe Milchvieh r u z e d n ü r g Hi n t e r n o i t k u d o r Milchp

im Ländle

Vorarlberg ist ein typisches Grasland. Niederschlagsbedingt bringt Ackerbau hierzulande nicht die größten Erträge. Für die Viehhaltung ist Grasland jedoch ideal. Ca. 1.200 Betriebe

als Weltmilchrasse. Diese ist schon länger auf Milch gezüchtet und daher leistungsbetonter und leistungssicherer. Generell verfolgen die Zuchtverbände in Vorarlberg das Ziel, gesunde, fruchtbare Tiere mit hoher Milchleistung zu züchten. Nur ein gesundes, fruchtbares Tier bringt auch gute Leistungen. Deswegen ist Milchleistung eben nicht alles was zählt.

halten im Schnitt 20 Milchkühe plus Jungvieh. Eine Milchkuh in Vorarlberg gibt durchschnittlich ca. 7.280 Liter Milch im Jahr. Ca. zwei Monate im Jahr gibt sie keine Milch – bevor sie ein Kalb auf die Welt bringt, wird sie „trocken gestellt“, wie es in der Fachsprache heißt. Zweimal am Tag wird gemolken, das ist auch der Grund, warum Milchviehhaltung so arbeitsintensiv für die Landwirte ist. In den vergangenen Jahrzehnten nahm die Anzahl der Betriebe ab, die Anzahl der Kühe blieb in etwa gleich, aber die Produktionsmenge stieg – sprich die Milchleistung pro Kuh.

Milchleistung – alles was zählt? „Milchleistung ist nicht alles was zählt. Nur gesunde und fruchtbare Tiere bringen auch gute Leistungen.“ Dr. Thomas C. Jutz, Fachbereichsleiter für Tierhaltung, Tierzucht Landwirtschaftskammer Vorarlberg

Die Kuh ist in erster Linie ein Nutztier. Nichts desto trotz kennt jede Bäuerin und jeder Bauer auf Grund der kleinen Betriebsgrößen seine Kühe hier noch beim Namen. Natürlich ist man besonders stolz auf jene Kühe, die eine gute Milchleistung erzielen, was von verschiedenen Faktoren beeinflusst wird. Speziell die Auswahl der Rasse hat einen wesentlichen Einfluss. Die am weitesten verbreitete Rasse in Vorarlberg ist mit 57 Prozent das milchbetonte Braunvieh, auch Brown Suisse genannt. Ca. 19 Prozent der in Vorarlberg gehaltenen Kühe sind Holstein Friesian. Holstein gilt luag 6

„Die Fütterung ist abhängig von Rasse, Erhaltungsbedarf und Leistung. Aber auch von der Produktionsart.“ Ing. Christian Meusburger, Fütterungsberatung Landwirtschaftskammer Vorarlberg

Optimale Futterversorgung Die Futterversorgung hängt zum Teil von der Rasse ab. Aber auch vom Erhaltungsbedarf – das ist jener Bedarf an Nährstoffen, der zum Leben benötigt wird. Dieser Bedarf ist abhängig vom Tiergewicht. Zusätzlich werden Nährstoffe für die Leistung (Milchleistung bei Milchkühen, Fleischzuwachs bei Masttieren, Bewegung) benötigt. Wie viel Nährstoffe das Tier über das Futter aufnimmt, hängt von mehreren Gegebenheiten ab, wie beispielsweise vom Nährstoffgehalt des Futtermittels, der Verdaulichkeit des Futtermittels, der Zusammensetzung einzelner Futterkomponenten, der genetischen Veranlagung des Tieres und wie abwechslungsreich der Speiseplan zu den verschiedenen Jahreszeiten ist. Eine Kuh kann täglich zwischen zehn und 25 Kilogramm Trockenmasse (Futter ohne Wassergehalt) an Futter fressen. Die geringste Futteraufnahme findet zum Zeitpunkt des Abkalbens statt. Die größte Menge an Futter vertilgt die Kuh ca. 60 bis 100 Tage nach dem Abkalben. Je nachdem ob Heumilch oder Silomilch in konventioneller oder BioHaltung produziert wird, gibt es Vorschriften, wie hoch der Anteil von Ergänzungsfutter an der Jahresration Trockenmasse sein darf. Zwischen 70 und 85 Prozent schwankt der Anteil an Grund- bzw. Raufuttermittel. Zu diesem Futter gehören Gras und Heu für alle Milcharten. Bei Silomilch darf zudem Gras-/Maissilage (Konservierung von Gras oder Silomais durch den Silierprozess) verwendet werden.


Gibt eine Kuh immer g

leich viel Milch?

Milchkühe geben nicht das ganze Ja hr über gleich vie ben sie, nachdem l Milch. Am meist sie ein Kalb gebo en geren haben. Zwisc für gewöhnlich die he n März und Mai flie meiste Milch. Circ ßt a 40 Prozent der verbringen den So Kühe in Vorarlber mmer mit dem Ju g ngvieh auf den Al die Kuh einen höhe pen. Auf der Alpe ren Energieverbra hat uch, da sie viel Be fließt weniger Ener wegung hat, dadu gie in die Milchleist rch ung. Im Herbst ke und bekommt zw hrt sie ins Tal zurü ischen Oktober un ck d Januar ihr Kalb.

Laufstall oder Anbind

estall?

Der Anbindestall hat Tradition. Der Laufstall ist ein mo Milchviehhaltung. derner Trend in de Per se ist ein Anbin r destall nicht schle genügend Auslauf cht, sofern die Kü haben. Bei dieser he Va riante werden sie genossinnen im St abends neben Ar all platziert, die ihn ten sympathisch sin sie zwar mehr Platz d. Im Laufstall habe und Bewegungsfr n eiheit – für rangnie jedoch genügend drigere Tiere müss Ausweichmöglichk en eiten geschaffen von Stall ansonste werden, da diese n zur Stressgefah Art r werden kann.

Zum Ergänzungsfutter, auch Kraftfutter genannt, gehören Vollgetreide wie Gerste, Weizen, Mais und Nebenprodukte der Getreideverarbeitung und Lebensmittelerzeugung (z. B. Kleie aus Mehlproduktion, Trockenschnitzel aus Zuckerproduktion). Neben Salz wird Kühen auch Mineralfutter angeboten. Im Mineralfutter sind die wichigsten Spuren- und Mengenelemente sowie Vitamine enthalten. Je nach Wassergehalt im Futter nimmt eine Milchkuh zudem pro Tag zwischen 60 und 140 Liter Wasser zu sich.

Was macht ein Fütterungsberater? Der Fütterungsberater hilft dem Landwirt dabei, die Fütterung seiner Milchkühe im Bezug auf Tiergesundheit, Leistung und Milchqualität zu optimieren. Grundfutteranalysen geben Aufschluss über die Qualität des eigenen Futters. Ziel ist es, so viel Milch wie möglich aus dem Grundfutter (Gras, Heu, Gras- und Maissilagen) zu erzeugen, Ungleichgewicht in der Nährstoffversorgung gezielt auszugleichen und fehlende Nährstoffe zu ergänzen.

Wie funktioniert die Verdauung einer Kuh? Den Hauptteil ihres Lebens verbringen Rinder mit Fressen. Gleich vier Mägen wollen beschäftigt werden – das nimmt Zeit in Anspruch. Mit ihrer Zunge umschlingen sie das Gras, rupfen es ab und schlucken es hinunter. Zum Kauen bleibt aber vorerst keine Zeit. Der Pansen, der erste Magen kann bei einem erwachsenen Rind ca. 60 Kilogramm Futter aufnehmen. Milliarden Bakterien und Einzeller beginnen sofort mit der Verdauung. Durch diese Fermentation werden Gase, Kohlendioxid und Methan produziert. Methanausstöße können durch eine ausgewogene Fütterung (ausgeglichene Energie-Eiweiß-Balance) minimiert werden. Stellt sich ein Sättigungsgefühl ein, geht’s meist im Liegen weiter. Der Nahrungsbrei wird zwischen Pansen und Netzmagen hin- und hergeschoben, solange bis alles zerkleinert ist. Der Netzmagen sortiert zu große Stücke aus und schickt sie zur Nachbearbeitung in das Maul zurück zum Wiederkäuen. Sind die Bestandteile klein genug, kommen sie in den Blättermagen, wo sie von den dort ansässigen Mikroorganismen zu einem Brei eingedickt werden. Sobald im Pansen wieder Platz frei wird, steht die Kuh wieder auf um weiter zu fressen. Der Futterbrei kommt zwischenzeitlich in den Labmagen. Durch körpereigene Enzyme werden Eiweiß und Fett entzogen und verwertet. Der Rest verlässt über den Darm nach zwei Tagen in Form von Fladen den Organismus. Dieses aufwendige Verdauungssystem lässt Rinder viel mehr aus ihrer schwerverdaulichen Kost herausholen als Geflügel und Schweine.

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Käsevielfalt in Vorarlberg

Vorarlberg wird nicht zu Unrecht als „DAS KÄSELAND“ bezeichnet. 67 Prozent der Milch werden zu einer Vielzahl von Käsespezialitäten veredelt. Über 70 verschiedene Sorten Käse in den Kategorien Bergkäse, Schnittkäse, Weichkäse, Sura Kees oder Frischkäse werden in den 26 Sennereien und der Vorarlberg Milch sowie in 130 Alpsennereien erzeugt. Firma Rupp, Emmi und Käse Moosbrugger sind Partner für die überregionale Vermarktung.

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or allem mit dem Bergkäse, produziert im Tal und auf der Alpe, hat Vorarlbergs Landwirtschaft eine weit über die Grenzen hinaus gefragte Spezialität entwickelt. Grundlage für den Erfolg unserer Milchwirtschaft ist die Viehhaltung vom Tal bis auf die Alpen, die regionale Milchproduktion und somit auch die aktive Landschaftspflege.

Pflege der Kulturlandschaft erhöht die Attraktivität des Lebensraumes Vorarlberg. Die Dreistufen-Milchwirtschaft mit Talbetrieb, Vorsäß und Alpe ermöglicht die Futtergrundlage für die Haltung von Vieh und unterstützt gleichzeitig die Attraktivität des Lebensraumes Vorarlberg für Einheimische und Touristen. 70 Prozent der produzierten Milchmenge in Vorarlberg ist Heumilch. Diese ist Grundlage für die Hartkäseproduktion. Diese Heumilch wird sowohl in konventioneller, als auch in Bio-Qualität hergestellt.

Heumilch als Grundlage für beste Käsequalität. Besonders unsere kleinstrukturierte Landwirtschaft ermöglicht die Hartkäseproduktion mit Heumilch. Im internationalen Vergleich ist der Anteil an Heumilch gering. Durch die Heumilch-Initiative in Österreich ist eine deutliche Differenzierung am Markt gelungen. In der Vorarlberger Milchwirtschaft wird bereits seit vielen Jahrzehnten

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nachhaltig die Qualitätsproduktion von hochwertigen Milchprodukten mithilfe kleiner Betriebe praktiziert. Entgegen aller Branchentrends hin zu ständigem Wachstum müssen unsere Kleinbauern unterstützt und ihre Existenz gesichert werden. Immer wieder sind sie den volatilen Schwankungen der Weltmarktpreise ausgesetzt und viele Bauern geben auf Grund der schwierigen Marktverhältnisse auf. Durch das stetige Qualitätsbemühen der Vorarlberger Sennereien und Molkereien sowie der Landwirte selbst, konnten vor allem in den benachteiligten Grünlandgebieten gegenüber den internationalen Großbetrieben stärkere Preiseinbußen bislang verhindert werden.

Gesicherte Qualität muss erkennbar sein In Österreich erfüllen alle Milcherzeuger und Milchverarbeiter die Anforderungen im Rahmen des AMA Gütesiegels. Bio-Betriebe erfüllen zudem die Bio-Richtlinien. Auf regionaler Ebene ist das Ländle Herkunfts- und Gütesiegel ein Erkennungszeichen für Qualität und Herkunft aus dem Ländle. Der geografische Herkunftsschutz der europäischen Union sichert außerdem die Herkunft des Vorarlberger Berg- und Alpkäses. Weiters unterliegt die gesamte Vorarlberger Milchwirtschaft der gentechnikfreien Fütterung.


Käsevielfalt aus Kuhmilch

Einteilung nach Wassergehalt in der fettfreien Käsemasse (Wff-Gehalt) Österreichischer Emmentaler

Hartkäse

Österreichischer Alp- und Bergkäse z. B. Vorarlberger Bergkäse g.U., Vorarlberger Alpkäse g.U., Tiroler Alm-/Alpkäse g.U., Tiroler Bergkäse g.U., Gailtaler Almkäse g.U. (g.U. = geschützte geographische Ursprungsbezeichnung) Alpenkäse Reibhartkäse oder Hartkäse gewürfelt

Schnittkäse

Weichkäse

Halbharter Schnittkäse z. B. Mischlingskäse, Räßkäse Schnittkäse z. B. Edamer, Gouda, Geheimratskäse, Bad Ischler, Tilsiter, Bierkäse, Raclettekäse, Mostkäse, Weinkäse Halbweiche (halbfeste) Schnittkäse z. B. Grün- oder Blauschimmelkäse, Butterkäse, Mozzarella, Rahmkäse, Mondseer z. B. Camembert, Brie, Romadur, Schlosskäse, Limburger, Klosterkäse, Weißkäse nach Balkan-Art (in Salzlake oder Olivenöl eingelegt)

Sauermilchkäse

z. B. Vorarlberger Sauerkäse, Montafoner Sura Kees, Graukäse, Quargel, Kochkäse

Molkeneiweißkäse

z. B. Ziger

Frischkäse

Frischkäse z. B. Speisetopfen, Frischkäse, Gervais, Cottage Cheese, Mascarpone Frischkäsezubereitungen z. B. Liptauer, Kräuterfrischkäse, Fruchttopfen luag 9


Seit dem Ende der Milchquote im Jahr 2015 hat die Milchmenge europaweit zugenommen und in Folge den Milchpreis nach unten gedrückt. Das trifft auch unsere Bauern hart.

Milchmarkt unter Druck Grund genug, die schwierige Situation mit dem Obmann des Milchausschusses bei der Landwirtschaftskammer Österreich, LK-Präsident StR. Josef Moosbrugger zu beleuchten. Die Produzenten-Milchpreise fallen seit Ende der Milchquote. Hat die Milchwirtschaft die Zeichen der Zeit nicht früh genug erkannt? Das kann man so nicht sagen. Dass die Mengen zunehmen werden, wurde prognostiziert, aber das Russland-Embargo und die international schwächelnden Märkte waren nicht vorherzusehen. Eine Kuh ist keine Maschine, die man einfach abschalten kann, sondern sie erzeugt täglich Milch. Änderungen bei der Milchmenge, egal ob nach oben oder unten, brauchen immer eine gewisse Vorlaufzeit. Was muss auf EU-Ebene passieren? Da gibt es zwei Stoßrichtungen: Einerseits müssen die Maßnahmen der Marktstabilisierung, insbesondere die Einlagerungsaktionen fortgesetzt werden. Andererseits müssen Geldmittel für einen freiwilligen Lieferverzicht zur Verfügung gestellt werden. Das ist derzeit nicht der Fall. Und die Auswirkungen für Vorarlberg? Noch haben wir einen etwas besseren Milchpreis als im EU-Durchschnitt, weil der größte Teil der Milch in Sennereien und in der Vorarlberg Milch zu besonderen Spezialitäten veredelt wird. Das bringt eine höhere Wertschöpfung für die Bauern. Qualität vor Quantität heißt die Devise. Aber der Druck steigt auch bei uns. Was kann die Politik zur Entschärfung der Lage beitragen? Faktum ist, dass die Zeit der Einflussnahme der Politik vorbei ist. Österreich hat zu denjenigen Ländern gehört, die sich am längsten für die Beibehaltung eines Mengensystems eingesetzt haben. Dafür gab es aber in der EU keine Mehrheit. Daher kann man die heimische Politik nicht für die Situation verantwortlich machen. Es müssen auch die Genossenschaften das Gespräch mit ihren Bauern suchen, wo der gemeinsame Weg für die Zukunft liegt. luag 10

LK-Präsident Josef Moosbrugger: „In der Milchveredelung sehe ich Chancen.“

Wie ernst schätzen Sie die Lage für unsere Milchbauern ein? Die Situation ist angespannt. Kurzfristig sehe ich aber die Gefahr einer größeren Strukturveränderung nicht. Es muss sich aber jeder Milchbetrieb überlegen, wie man am besten durch die Krise kommt. Nur die Menge zu steigern wird keine Lösung sein. Unternehmerisches Denken und Handeln ist gefragt. Das heißt die Kosten im Griff haben, Marktnischen erkennen und ausbauen. Zum Beispiel mehr Bioprodukte? Es gibt keine Garantie ob und wie lange der markant bessere Preis anhält. Ob jemand umstellt, muss die betriebswirtschaftliche Entscheidung jedes Einzelnen sein. Leider müssen auch unsere Biobauern verstärkt mit importierten Biobilligwaren konkurrieren, deren Qualitätsanspruch nicht immer nachvollziehbar ist. Entscheidend ist schlussendlich der Konsument beim Griff ins Regal. Danke für das Gespräch.


Regionale Landwirtschaft vom Weltmarkt beeinflusst V

iele Erzeugerpreise, auch die im Ländle, basieren auf Preisen, die durch den Weltmarkt zustande kommen. Auch unsere Landwirte sind von den Preisschwankungen, bedingt durch das weltweite „Angebot-und-Nachfrage-Spiel“, betroffen.

Aktuelle Marktsituation Der Anstieg der globalen Milchüberschüsse im Jahr 2015 ist in erster Linie ein europäisches Thema. Außerhalb des Kontinents stagnierte die Milchproduktion in mehreren wichtigen Erzeugerländern wie Australien, Neuseeland und den USA. Die Nachfrage nach Magermilchpulver, Vollmilchpulver, Butter sowie Standardkäse in wichtigen Schlüsselmärkten, wie beispielsweise China, fiel geringer aus, als erwartet. Hierbei spielen auch die international schwächelnde Wirtschaftslage und die niedrigen Rohölpreise eine Rolle. Dies beeinflusst die Kaufkraft vieler Länder. Der verlängerte Importstopp von Russland wirkte sich ebenfalls negativ auf die globale Milchwirtschaft aus.

Langfristig soll Milchkonsum steigen Langfristig ist laut OECD-Prognose global mit einer Zunahme des Konsums von Milch und Milchprodukten zu rechnen. Vor allem in Entwicklungs- und Schwellenländern wird die Nachfrage steigen und zum Teil die Produktion übertreffen. Kurzfristig und mittelfristig muss man eher zur Vorsicht raten, da eine Stabilisierung des Marktes nur durch eine ausgeglichene Angebots- und Nachfragesituation möglich ist.

Produkte mit Mehrwert statt Massenprodukte Wichtig für kleinstruktierte Landwirtschaften, wie es sie in Österreich gibt, ist es, weniger auf austauschbare Massenprodukte sondern mehr auf lukrative Nischen und auf Produkte mit Mehrwert zu

setzen. Vor allem die Verkaufsargumente „Regionalität, Bio, Heumilch, Gentechnikfreiheit“ können die Preisstabilisierung unterstützen. Nur durch eine starke Positionierung und passende Kommunikation am Markt, können wir den Weiterbestand einer erfolgreichen Milchviehhaltung in Vorarlberg sichern.

70 Prozent Heumilch in Vorarlberg Über 70 Prozent der produzierten Milchmenge in Vorarlberg ist Heumilch. Diese ist Grundlage für die Hartkäseproduktion. Diese Heumilch wird sowohl in konventioneller, als auch in Bio-Qualität hergestellt – natürlich immer kontrolliert gentechnikfrei.

Käseproduktion stabilisiert Erzeugerpreise Vor allem die hochwertigen Käsespezialitäten halten in Vorarlberg den Milchpreis aktuell etwas stabiler als andernorts. In der Käse-

„Im Ländle setzen wir auf Regionalität, Bio, Heumilch und Gentechnikfreiheit. Diesen Mehrwert müssen wir auch am Markt positionieren.“ Othmar Bereuter, Milchreferent und Geschäftsführer Gebietslabor der Landwirtschaftskammer Vorarlberg produktion wird für die Landwirte und deren genossenschaftlich organisierten, milchverarbeitenden Betriebe am meisten Wertschöpfung generiert. Das ist auch der Grund, warum in Vorarlberg im internationalen Vergleich der Erzeugerpreis nicht total abgestürzt ist.

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Kontrollierte Ländle Milch: gehalten, gefüttert, gemolken in Vorarlberg Die Milch ist das Hauptprodukt der Vorarlberger Landwirtschaft. Die Kontrollen sind umfangreich und streng. Neben der Produkt- und Produktionsqualität wird auch die Herkunft überprüft.

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ualität steht an oberster Stelle. Die milchverarbeitenden Betriebe haben hohe Anforderungen an die milchproduzierenden Landwirte. Ihre Qualitätsrichtlinien richten sich nach den Anforderungen von Gesetzgeber, Handel und Konsument und gehen teilweise sogar darüber hinaus. Die 3G „gehalten, gefüttert, gemolken in Vorarlberg“ dienen als Herkunftsprinzip für Milch, die mit dem Ländle Gütesiegel gekennzeichnet ist. 3G-Prinzip definiert Wertschöpfungsanteil Das Ländle Gütesiegel wird ausschließlich für Milch vergeben, welche nach dem 3G-Prinzip „gehalten, gefüttert, gemolken in Vorarlberg“ produziert wurde. „Das 3G-Prinzip vermittelt auf einfache Art und Weise, auch Branchenfremden, wann ein Produkt ein echtes Ländle Produkt ist. Dabei definieren die 3G die Wertschöpfungsschritte, die in Vorarlberg stattfinden müssen. Die Qualitätsrichtlinien beinhalten weitere Details, wie diese Schritte ausgeführt werden müssen“, erklärt Manuel Gohm, Geschäftsführer der Ländle Qualitätsprodukte Marketing GmbH, das leicht zu merkende Herkunftsprinzip. Ländle Gütesiegel steht für Gentechnikfreiheit Es gilt zwar ein Anbauverbot für GVO in Österreich, doch gentechnikfrei ist Österreich nicht. Tiere dürfen mit gentechnisch verändertem Futter gefüttert werden. Auf diese Weise landet Gentechnik indirekt und vom Verbraucher unbemerkt in Lebensmitteln. Eine gesetzliche Kennzeichnungspflicht gibt es bis dato nicht. Das Ländle Herkunfts- und Gütesiegel garantiert eine komplette Gentechnikfreiheit, auch in der Fütterung der Nutztiere. Alle mit luag 12

„Die 3G – bei Milch sind dies gehalten, gefüttert, gemolken – definieren den Wertschöpfungsanteil, der in Vorarlberg stattfinden muss.“ Manuel Gohm, Geschäftsführer Ländle Qualitätsprodukte Marketing GmbH dem Ländle Gütesiegel zertifizierten tierischen Produkte wie Eier, Fleisch und Milch, sind somit zur Gänze gentechnikfrei. „Landwirte, welche nach den Ländle Richtlinien Milch produzieren, kaufen ihr Futter bei zertifizierten Futtermittelherstellern, welche ausschließlich zertifizierte, gentechnikfreie Zutaten verarbeiten. Die damit zusammenhängenden Kontrollen und Zertifizierungen verteuern derartige Futtermittel natürlich. Gerade deshalb ist ein fairer Marktpreis für die


liegen die Verarbeitungsbetriebe ebenfalls einer externen Kontrolle. Hierbei werden Mengenflüsse, die einzelnen Verarbeitungsprozesse sowie die Endprodukte regelmäßig untersucht. Milchlabor Partner bei Analysen Basierend auf gesetzlichen Grundlagen wird die Milch, die vom Verarbeiter übernommen wird, monatlich auf unterschiedliche Qualitätsparameter untersucht. Es werden Proben aus der Lieferung gezogen und im akkreditierten Gebietslabor in Dornbirn auf Fett-, Eiweißgehalt, Hemmstoffe, Harnstoffe, Keimzahl sowie Zellzahl untersucht.

„Fütterung ohne gentechnisch veränderte Pflanzen ist ein generelles Qualitätskriterium für das Ländle Gütesiegel.“ Othmar Bereuter, Qualitätsmanagement Ländle Qualitätsprodukte Marketing GmbH produzierenden Landwirte enorm wichtig“, erläutert Othmar Bereuter, Qualitätsmanager des Ländle Gütesiegels. Verpflichtende Kontrollen Auf allen Stufen der Wertschöpfungskette werden lückenlos Kontrollen durchgeführt. Angefangen bei den Futtermittelwerken/Futtermittelhändlern über die Landwirte bis hin zu den Milchverarbeitern. In einem Milchliefervertrag zwischen Landwirt und Sennerei bzw. Molkerei sind die Qualitätskriterien für die angelieferte Milch festgeschrieben. Kontrolliert werden die Milchbetriebe regelmäßig von unabhängigen, akkreditierten Kontrollstellen (agrovet, Lacon etc.). Diese Kontrollstellen werden von der Sennerei bzw. Molkerei beauftragt und kontrollieren die vertraglich eingebundenen Landwirte. Kontrolliert wird die Gentechnikfreiheit der Futtermittel gemäß der Kodexrichtlinie des Bundesministeriums für Gesundheit und die AMA-Produktionsbestimmungen für die Haltung von Kühen der AMA-Marketing. In diesen Bestimmungen ist auch die Betriebshygiene (Futtermittel, Stall, Anlagen in Zusammenhang mit der Milchgewinnung), die Tierbewegungen/Tierhaltung/Tiergesundheit sowie die Dokumentation der eingesetzten Betriebsmittel festgehalten. Produziert ein Betrieb Heumilch, so wird auch nach den Kriterien im Heumilchregulativ überprüft. Alle Milchbetriebe werden im Rahmen einer Betriebskontrolle, je nach Risikoeinschätzung, in einem Abstand von einem Jahr bis zu max. vier Jahren kontrolliert. Die Landwirte sind darüber hinaus Mitglieder beim Tiergesundheitsdienst (TGD). Hier wird anhand der Vorgaben des Bundestierschutzgesetzes in Form von Stichproben überprüft.

„Die Milchinhaltsstoffe sind Grundlage für die Preisfestlegung pro Liter Milch für den liefernden Landwirt. Der Harnstoffgehalt der Milch ist ein wichtiger Gradmesser für eine optimale Eiweißversorgung. Der Fettgehalt zeigt die Stoffwechselsituation und Rohfaserversorgung der Tiere an. Hemmstoffe zeigen Medikamenteneinsatz auf. Die Zellzahl gibt Auskunft über die Eutergesundheit und die Keimzahl definiert die Reinheit der Milch und gibt Aufschluss über die Hygienebedingungen“, erklärt Othmar Bereuter, Milchwirtschaftsreferent der Landwirtschaftskammer Vorarlberg und Geschäftsführer des Gebietslabors der Landwirtschaftskammer Vorarlberg, die komplexe Materie der Milchuntersuchungen. „Vorarlberg war immer schon Vorreiter in Sachen Qualität im Milchbereich. Die Gründung der Arbeitsgemeinschaft Milch (Zusammenschluss der milchverarbeitenden Betriebe), hat ihren Ursprung im Ländle und wurde von mir im Jahre 2001 initiiert. Diese Arbeitsgemeinschaft befasst sich laufend mit allen Belangen der Milcherzeugung, Milchverarbeitung sowie der Milchmarktpolitik. Ziel ist die bestmöglichste Lebensmittelqualität und Sicherheit. Kaum ein anderer Lebensmittelbereich ist so gut kontrolliert, wie Milch und Milchprodukte“, fügt Othmar Bereuter hinzu. Freiwillige Kontrollen Zusätzlich zu den genannten verpflichtenden Kontrollen unterziehen sich die meisten heimischen Landwirte noch einer freiwilligen Kontrolle durch die Milchleistungskontrollstelle der Landwirtschaftskammer Vorarlberg, um die Qualität ihrer Milch und die Gesundheit ihrer Kühe zu optimieren. Bei monatlichen Proben wird die Milch von jeder einzelnen Kuh im Labor genauestens unter die Lupe genommen. Auch die Milchleistung pro Kuh wird berechnet. Diese objektive Leistungsüberprüfung ist eine wichtige Grundlage für das Herdenmanagement der Landwirte und die Zucht. Hohe Standards, klar definierte Qualitätsrichtlinien und unabhängige Kontrollen erlauben eine klare Kennzeichnung mit dem Ländle Herkunfts- und Gütesiegel. Mehr zum Ländle Gütesiegel auf www.laendle.at/guetesiegel

Bei Bio-Betrieben erfolgt eine jährliche Betriebskontrolle gemäß den Bio-Richtlinien (EU Bio-Richtlinien, Zusätze von Bio-Verbänden wie z. B. BIO AUSTRIA). Standardkontrollen bei Milchverarbeitern Um die Qualität der verarbeiteten Produkte zu gewährleisten, unterluag 13


Wie gesund ist wirklich?

Milch

Was ist dran an „immunaktivierenden Wunderjoghurts“? Welche Rolle spielen Milch und Milchprodukte heute in einer ausgewogenen, gesunden Ernährung?

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ilch ist von Natur aus als Nahrung für die Neugeborenen von Säugetieren vorgesehen und entspricht in idealer Weise den Bedürfnissen der jeweiligen Art in den ersten Lebensmonaten. Nach dem Säuglingsalter verliert Milch zwar an Bedeutung, ist aber dennoch auch im Wachstums- und Erwachsenenalter ein wertvoller Nährstofflieferant für den Menschen. Dabei nimmt der Anteil an Kuhmilch in Europa mit über 95 Prozent eine überragende Stellung ein.

Was die wenigsten wissen: Viele Käsesorten sind laktosefrei! Je länger ein Käse gereift ist, umso weniger Laktose enthält er. Denn während des Reifeprozesses wird die Laktose in ihre Bestandteile Glukose und Galaktose gespalten und dann zu Milchsäure umgewandelt. Bergkäse ist laktosefrei und stellt für die Verdauung auch bei Lactoseunverträglichkeit kein Problem dar. Was steckt drin in der Milch? Aus ernährungsphysiologischer Sicht ist der mäßige Konsum von Milch und Milcherzeugnissen empfehlenswert. Rohmilch, pasteurisierte Vollmilch und ESL Milch enthalten die meisten Nährstoffe. Milch ist besonders reich an Kalzium sowie den Vitaminen B2 und B12. Der empfohlene Tagesbedarf an Kalzium liegt bei 1.000 bis 1.200 mg. 100 ml Vollmilch enthalten etwa 120 mg Kalzium, in 100 g Käse stecken ca. 830 mg, 180 g Joghurt enthalten 205 mg. Der Eiweißgehalt von Milch schwankt zwischen 3,1 und 3,7 Prozent. Milchprotein besitzt einen hohen Gehalt an essenziellen Aminosäuren. Zusammen mit den Proteinen pflanzlicher Lebensmittel wie Getreide, Kartoffeln und Hülsenfrüchte ergeben sich sehr günstige Proteinkombinationen mit hoher biologischer Wertigkeit (z. B. Kartoffeln mit Topfen).

Pro Kopf Verbrauch in Österreich Der derzeitige Jahresverbrauch liegt in Österreich bei 77 Kilogramm „Konsummilch“ (Trinkmilcherzeugnisse inklusive Joghurt und Sauermilch, ohne Butter und Käse) und ca. 20 Kilogramm Käse sowie ca. fünf Kilogramm Butter pro Kopf. Viele Käsesorten sind laktosefrei Eine Unverträglichkeit von Milchzucker (Laktoseintoleranz) wird durch den Mangel des Enzyms Laktase verursacht. Ist man davon betroffen, sollten nur lactosefreie Milchprodukte gegessen werden. luag 14

Nur nicht sauer werden Obwohl Milch viel Kalzium enthält, ist zu beachten, dass, wenn insgesamt zu viel tierisches Eiweiß zugeführt wird, der Körper übersäuert und sich zur Neutralisierung das Kalzium aus den Knochen holt. Aus diesem Grund sollte man tierische und pflanzliche Lebensmittel in einem ausgeglichenen Maß zu sich nehmen. Pflanzliche Eiweißlieferanten sind beispielsweise Hülsenfrüchte (Linsen, Erbsen, Bohnen) und Gemüse wie Spinat, Brokkoli, Kartoffeln und Spargel. Nüsse enthalten ebenfalls sehr viel Eiweiß. Walnüsse, Haselnüsse, Mandeln, Cashewkerne, Sonnenblumen- und Kürbiskerne sollten daher ebenfalls auf dem Speiseplan stehen.


Darmgesundheit Die in Sauermilch-Erzeugnissen (z.B. Joghurt) und anderen milchsauren Lebensmitteln (z.B. Sauerkraut) vorkommenden lebenden Milchsäurebakterien können sich günstig auf die Darmfunktion auswirken. Sie unterdrücken durch die Produktion von Milchsäure das Wachstum unerwünschter Erreger im Dickdarm. Da jedoch nur etwa fünf Prozent der Laktobazillen und 30 Prozent der Bifidobakterien die Magen-Darm-Passage überleben, können sich die Milchsäurebakterien nur durch den regelmäßigen Verzehr milchsaurer Produkte dauerhaft im Darm ansiedeln. Im Joghurt enthaltene Milchsäurebakterien bleiben dabei am besten vor den Verdauungssäften geschützt. Macht Designer Food wirklich „wetterfest“? Seit den 1990er Jahren sind probiotische Milcherzeugnisse auf dem Markt, die durch den Gehalt an lebenden Mikroorganismen die Darmflora positiv beeinflussen sollen. Die Behauptung der Hersteller, dass solch ein vermeintliches „Wunderjoghurt“ zum Frühstück das Immunsystem „aktiviert“ und „wetterfest“ macht, ist jedoch stark übertrieben. „Actimel“ wurde beispielsweise nach einer Verbraucherumfrage von foodwatch mit dem „Goldenen Windbeutel 2009“ für die größte Werbelüge des Jahres „ausgezeichnet“. Die Wahrheit: Jeder ganz gewöhnliche Joghurt unterstützt das Immunsystem zu einem bestimmten Grad. Die „probiotischen Designer-Produkte“ sind jedoch im Durchschnitt viermal so teuer und doppelt so zuckerhaltig wie herkömmlicher Naturjoghurt.

Haltbarmachung

Rohmilch Rohmilch ist unbehan delte Milch, praktisch direkt vom Euter der Kuh. Rohmilch darf nu r innert drei Tagen nac h der Gewinnung an Endverbraucher ab Ho f verkauft werden. Rohm illch enthält sämtliche Vit amine und die Proteine sind unveränd ert . Jedoch kann sie mit Krankheitskeimen (St aphylokokken, Salmo nellen, Listerien, Campylobacter, EH EC ) belastet sein. Aus Sic he rhe itsgründen gibt es im konventionellen Ha ndel in Österreich keine Rohmilch. Pasteurisierte Milch Die Rohmilch wird kurzze itig auf 71 bis 74 °C erh itzt. Es gehen kaum Vit am ine verloren, der Gesch ma ck bleibt vorwiegend erhalten. Pasteuri sierte Milch ist gekühlt un d ungeöffnet fünf bis sieben Tage haltba r. ES L-Milch (extended shelf life = längere Ha ltbarkeit im Regal) Geschmacklich hat sie den Charakter von Fri schmilch und ernährungsphysiologisch ist sie so wertvoll wie paste urisierte Milch. Das Verfahren ist komplex. Es wird die Milch mecha nisch in haarfeine Strahlen aufgeteilt, in einer Überdruckkamm er mit heißem Dampf für ein bis zwei Sekun den auf 85 bis 127 °C erh itzt und direkt danach in einem Unter druckgefäß rasch auf 65 °C runtergekühlt. ES L-Milch ist ungeöffne t und gekühlt bis zu 25 Tagen haltbar. Sterilisierte Milch (U ltrahocherhitzte Haltb armilch) Die Sterilisierung erfolg t bei mindestens 141 °C für in einem luftdicht verschlossenen Behälter. Sterilmilch ist un ge öffnet und ungekühlt sechs Monate haltbar. Eiweiß und Ge sch ma ck ändern sich dabei stark. Viele Vit am ine gehen verloren. Die se Art von Milch ist gerne in der Gastronom ie und der Backindustrie im Einsatz.

Kräutertopfen Zutaten für vier Personen: 100 g Ländle Butter 250 g Ländle Topfen 2 Zehen Knoblauch, fein gehackt 1 EL fein gehackte Zwiebel 2 EL gehackte Kräuter nach Wahl und Saison Salz, Pfeffer, Kräutersalz

Zubereitung: Butter flaumig rühren. Topfen löffelweise einmixen. Knoblauch Zwiebel und Kräuter unter den Topfen rühren. Salz, Pfeffer und Kräutersalz untermengen und gut durchziehen lassen. Vor dem Servieren nochmals durchrühren. Anstelle der Butter kann auch Ländle Creme fraîche genommen werden.

Tipp: Der Kräutertopfen passt hervorragend zu Kartoffeln und schmeckt auch auf Brot sehr lecker. Weitere Rezeptideen finden Sie auf www.laendle.at/rezepte Rezept: Sigrid Gasser Hobbyköchin aus Leidenschaft

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Die

Poesie,

die im Käse steckt Günter Muxel ist mit Leidenschaft Senner. Der Schoppernauer gibt „luag“ einen Einblick in seine tägliche Arbeit.

F

ranz Michael Felder. Nein, nicht der Dichter ist gemeint. Vielmehr der Bergkäselaib, zehn Monate gereift und wahrlich auch ein Gedicht. Schon beim ersten Bissen wird klar, in dieser Geschmackskomposition steckt genauso viel Poesie. Nicht umsonst erhielt er zweimal in Serie die höchste Auszeichnung, das „Kasermandl“. Eben ein Premiumprodukt, das Gourmetkenner auch außerhalb der Landesgrenzen beeindruckt.

Doch was jetzt in kleine Stücke geschnitten, so herzhaft und vollmundig auf den Verzehr wartet, hat eine lange Entstehungsgeschichte. Es dauert Monate bis aus der frischen Milch der fertige Käse serviert werden kann. Senner Günter Muxel kennt den Prozess genau. Schließlich beschäftigt sich der 46-Jährige schon seit drei Jahrzehnten mit der Käseherstellung. Und eines stellt der Bregenzerwälder gleich klar: „Ohne gute Milch gibt es keinen guten Käse.“ Im Fall der Bergkäserei Schoppernau, bei der Muxel seit 15 Jahren beschäftigt ist, bedeutet dies, dass ausschließlich unbehandelte Heumilch verwendet wird. In der Hauptsaison wird das „weiße Gold“ zweimal pro Tag angeliefert. „Jene Milch, die am Abend kommt, wird über Nacht auf elf Grad abgekühlt und die Morgenmilch kommt warm hinzu“, erklärt der Senner die Ausgangsbasis. Frühmorgens ab halb fünf Uhr ist Muxel in der Sennerei anzutreffen. Schließlich muss alles parat sein, wenn die

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Bauern das Ausgangsmaterial vorbeibringen. Ist die Milch im Kessel, kommen eigens gezüchtete Kulturen hinzu – verschiedene Bakterienstämme, die es braucht, um aus der Milch Käse werden zu lassen. Dann wird das Ganze auf 31 Grad angewärmt. Und während die Kulturen zu arbeiten beginnen, fügt der Senner das Lab hinzu. Alles ist in Bewegung. Auch Günter Muxel hat nun alle Hände voll zu tun. Die Masse beginnt zu gerinnen. „Die Milch ist dickgelegt“, nennt es der Experte. Bis zu 5.400 Liter Milch werden pro Tag verarbeitet. Kaum zu glauben, dass sie sich binnen kürzester Zeit in ein Gallert verwandelt hat, das jetzt vom Senner mit einer Käseharfe in die Größe von Maiskörnern geschnitten wird. Dabei ist Routine gefragt. Und Fingerspitzengefühl, um den richtigen Moment zu erwischen. Mit Argusaugen und voller Konzentration bewacht Muxel den nächsten Prozess. Dabei wird unter ständigem Rühren der Käsebruch auf bis


zu 54 Grad erhitzt. In der Fachsprache heißt das „Brennen“. „Das ist wichtig, damit die Molke ausgeschieden wird“, erklärt der Senner. Während das Bruchmolkegemisch vor sich hinköchelt, startet Muxel mit dem Abfüllen des Gemischs in die Formen. Das geschieht über eine Pumpe. „Früher wurde das alles händisch gemacht“, erinnert sich der Mittvierziger an seine Lehrzeit. „Heute wäre so etwas schon allein wegen der Produktionsmenge gar nicht mehr möglich.“ Die Maschinen sind eine große Hilfe. Dennoch ist die Sennerei mit viel Handarbeit verbunden. „Ohne Leidenschaft könnte man solch einen Job gar nicht ausüben“, gibt der Meister zu verstehen. Nicht nur am frühen Morgen steht er in der Produktionshalle, sondern auch noch am Abend, wenn wieder Milch angeliefert wird. „Man kann die Kühe ja nicht abstellen, wie einen Roboter“, sagt er und lacht. Für diesen Tag ist die Käseproduktion abgeschlossen. Die Arbeit jedoch noch nicht. Denn die Käseerzeugung ist ein kontinuierlicher Prozess. Das eben verarbeitete Bruchmolkegemisch wird in die Käseform gebracht und dort ausgeformt. Dabei wird Milchzucker durch Mikroorganismen abgebaut und Molke ausgepresst.

naten beurteilt der Senner die Qualität. Ab diesem Zeitpunkt kann der Käse auch verspeist werden. Es gilt: je länger er lagert, desto würziger wird er. Seinen Reifungshöhepunkt hat er nach zehn Monaten. Dann ist daraus der „Franz Michael“ – also das Premiumprodukt – geworden. Bei der Milch, die Günter Muxel heute verarbeitet hat, ist hingegen der Käse noch lange nicht gegessen. Nach einem Tag kommen die gepressten Formen für 48 Stunden in ein Salzbad – zwecks Rindenbildung und G e s ch m a ck . Ist dieser Vorgang abgeschlossen, geht es auch für diese Laibe in den Unterdorf 248, 6886 Sc hoppernau Lagerraum. T 05515/30151 Wo „Franz E info@bergkaeserei.at, www.bergkaeserei.at Michl“ schon auf sie war• Öffnungszeiten Senne reiladen: tet. „Lesen“ Montag bis Samstag 8:3 0 bis 11:30 Uhr und „Käsen“ • Käseautomat mit 24-St unden-Verkauf liegen eben doch ganz Jeden Montag um 17:00 Uhr bietet die Sennerei nah beieineine Führung durch die Produ ktio nsräumlichkeiten an. Au ander. ch Führungen für Gruppen werden gerne auf Anme ldung (T 05515/30151-14) du rchgeführt. Sehen und erleben Sie die Herstellung des Schoppernauer Bergkäse s!

Günter Muxel schaut derweil im Käsekeller nach dem Rechten. Hier lagern rund 4.000 Laibe. Und da kommt nun auch der „Franz Michl“ ins Spiel. Nicht in Form des Literaten, dem die Schoppernauer sogar ein eigenes Museum gewidmet haben. Vielmehr handelt es sich beim

Franz Michl der Gegenwart um einen Roboter, der die Laibe zwei- bis dreimal pro Woche wendet. „Zum einen wegen der Rindenbildung und zum anderen, dass sich kein Schimmel bildet“, klärt Muxel auf. Gleichzeitig wird die Rinde mit Salzwasser gebürstet. Nach drei Mo-

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Milchprodukte mit Herz Meistersenn Thomas Kaufmann und sein Team von der Dorfsennerei SchlinsRöns produzieren, neben verschiedensten Milch- und Käsespezialitäten, schmackhaften Bergkäse von höchster Qualität. Acht bäuerliche Familienbetriebe aus Schlins, Röns und Satteins liefern dafür täglich frische Heumilch, die nach strengen Qualitätsrichtlinien erzeugt wird. Die Fütterung der Kühe erfolgt ausschließlich mit Gras, Heu und Getreide. Öffnungszeiten Käsefachgeschäft, Sennereistraße 10, Schlins: Montag bis Samstag von 7:30 bis 12:00 Uhr und 17:00 bis 18:30 Uhr Sonn- und Feiertage von 7:30 bis 11:00 Uhr

Gu

: g i r e e b , r e s s e b t,

Das Beeren-Jogurt aus Schnifis

Die Beeren der Gebrüder Winder aus Dornbirn werden zu aromatischem Fruchtmus verarbeitet und von den Schnifner Sennern händisch in ihr Natur-Jogurt gerührt – eine einmalige Gaumenfreude! Die Jogurts sind in „Üs´rem Lada“ in Schnifis und ab jetzt auch jeden Freitag in der Verkaufsstelle in Sulz erhältlich, weiters direkt bei Winder Beeren in Dornbirn, bei Interspar und bei ausgewählten Nahversorgern. Sennerei Schnifis REG GenmbH, Jagdbergstraße 84, 6824 Schnifis T 05524/2588, www.sennerei-schnifis.at Öffnungszeiten Üs’r Lada: Montag bis Samstag 8:00 bis 12:00 und 17:00 bis 18:30 Uhr Sonn- und Feiertage 9:00 bis 11:00 und 17:00 bis 18:30 Uhr Öffnungszeiten Laden Sulz, Müsinenstraße 20/1: Freitag 8:00 bis 18:00 Uhr

Wälder Käsekultur Zehn Monate Zeit geben die Schoppernauer Senner dem F.M. Felder Bergkäse um zu reifen. Der Käse überzeugt mit seiner würzigen Reife und seiner besonderen Geschmeidigkeit. In Kooperation mit der Weinstraße Weinviertel wird der Bergkäse unter dem Namen „Weinviadla Kas würzig“ nach Niederösterreich geliefert – im Gegenzug wird ein eigener Wein für die KäseStrasse Bregenzerwald, der „Wäldar Win“, geliefert. Der Schoppernauer Bergkäse wurde 2014 unter dem Namen F.M. Felder Bergkäse sowie 2015 als Weinviadla Kas würzig mit dem „Kasermandl in Gold“ (Kategoriesieg bei Hartkäse aus Kuhmilch) ausgezeichnet. Erhältlich direkt bei der Bergkäserei Schoppernau, Unterdorf 248, 6886 Schoppernau, in ausgesuchten Fachgeschäften sowie bei Spar, Interspar und Eurospar. www.bergkaeserei.at luag 18


Ein wahres

Juwel

Weit über tausend Jahre Käsegeschichte prägen noch heute die Kulturlandschaft des Bregenzerwaldes und sind die Wurzeln für die kulinarische Heimat vom Bregenzerwälder Alp- und Bergkäse.

D

ie Kulturlandschaft ist von der traditionellen Landwirtschaft geprägt: Wiesen zwischen 600 und 1.400 Metern Seehöhe, Vorsäße in den mittleren Höhen und die Hochalpen für die „Sömmerung“ von Kühen, Kälbern, Stieren, Schafen und Ziegen. Es ist eine Landwirtschaft der kleinen Strukturen und genossenschaftlichen Zusammenarbeit. Die Dreistufenwirtschaft, die heute noch praktiziert wird, sichert dem Vieh frisches Futter zwischen Mai und Oktober, die Talwiesen liefern Heu für den Winter.

waldes mit zahlreichen Milchkühen bevölkern, wird das Handwerk des Sennens vielfach noch traditionell gelebt. Unterschiedliche Gräser und Kräuter formen die geschmacklichen Nuancen von Alpkäse und vollenden ein wahres Juwel. „Erleben & Entdecken“ Weitere Informationen zu den Sennalpen, sowie das Programm „Erleben & Entdecken“ der KäseStrasse Bregenzerwald finden Sie unter www.kaesestrasse.at.

Der Bregenzerwälder Alpkäse – ein Juwel der Alpen Unsere Region zeichnet sich durch die silofreie Fütterung aus. Dadurch gibt es beste Heumilch, welche die Grundlage zur Erzeugung von Rohmilchkäse liefert. Der Bregenzerwald gilt als größte zusammenhängende silofreie Region in der EU. Dank dieser Einzigartigkeit wird der Käse zu einem qualitativ hochwertigen Naturprodukt. Zu den kulinarischen Kostbarkeiten Österreichs zählt der Bregenzerwälder Alpkäse, welcher ausschließlich im Sommer auf den Alpen handgeschöpft wird. Auf den 90 Sennalpen, die die Höhen des Bregenzer-

Kontakt

rwald GmbH KäseStrasse Bregenze Zeihenbühl 423 6951 Lingenau T 05513 42870-41 E info@kaesestrasse.at www.kaesestrasse.at

Unverfälschter Käsegenuss Nach traditioneller Art wird in der Sennerei Riefensberg die Milch von 28 Heumilchbauern zu erstklassigem Bregenzerwälder Bergkäse veredelt. In den eigenen Reifekellern geben die Riefensberger Senner ihrem Käse genug Zeit, um seinen unverkennbaren Geschmack zu entwickeln – von mild bis würzig. Der Riefensberger Bergkäse ist bei den Partnern ADEG Beer in Riefensberg, im Bartle – üser Wirtshus eGEN nebenan im Sennereigebäude, Firma Rupp, bei Sutterlüty sowie vielen Kleinabnehmern und Marktfahrern erhältlich. Kontakt: Sennereigenossenschaft Riefensberg, Dorf 61, 6943 Riefensberg T 05513/8128, E info@sennerei-riefensberg.at, www.sennerei-riefensberg.at luag 19


Lerne Bauernbetriebe kennen! Zwei Bauernfamilien öffnen ihre Stalltüren

Familie Sibylle und Norbert Sieber bewirtschaftet auf der Fluh bei Bregenz einen landwirtschaftlichen Milchviehbetrieb mit ca. 40 Milchkühen. Der neu gebaute Stall ist ein Laufstall mit einem Gang im ersten Stock, der einen guten Ausblick über den gesamten Tierbereich bietet. Neben den Kühen, Rindern und Kälbern befinden sich auch ein Hofhund und mehrere Hühner auf dem Gehöft. Der in den Stall eingebaute Seminarraum rundet das Angebot ab. Familie Monika und Daniel Gohm aus Meiningen hat im Herbst 2015 den Schwerpunkt von der Milchwirtschaft auf die Rindermast

verlegt. Neben der Viehhaltung baut die junge Familie Dinkel, Riebelmais und Miscanthus an. Im Frühsommer zieht Familie Gohm mit dem Vieh, den Pferden, Schweinen und Hühnern auf die eigene Alpe in Furx. Beide Betriebe haben sehr unterschiedliche Schwerpunkte und bieten tolle Einblicke in die Möglichkeiten der Vorarlberger Landwirtschaft. Gerne öffnen die Familien Sieber und Gohm ihre Türen für Kinder- und Jugendgruppen. Nähere Informationen bekommen Sie beim LFI Vorarlberg unter T 05574/400-191 oder E martina.vierhauser@lk-vbg.at sowie auf der Website www.schuleambauernhof.at oder www.lfi.at/vbg.

Einfach ein urgutes Gefühl: Heumilch ist jetzt eine „garantiert traditionelle Spezialität“. An den Lauf der Jahreszeiten angepasst, verbringen unsere Kühe jeden Sommer auf heimischen Wiesen und Almen, wo bis zu 1.000 aromatische Gräser und Kräuter wachsen. Im Winter steht Heu auf ihrem Speiseplan. Als Ergänzung erhalten sie mineralstoffreichen Getreideschrot. Vergorene Futtermittel sind strengstens verboten. Diese besondere Wirtschaftsweise wurde nun mit dem EU-Gütesiegel „garantiert traditionelle Spezialität“ ausgezeichnet - ein besonderer Schutz für noch mehr Qualität und Unverfälschtheit. Besuchen Sie die Ausgezeichneten auf www.heumilch.at.

GARANTIERT GENTECHNIKFREI* UND SILAGEFREI luag 20 *Laut Definition des Österreichischen Lebensmittelkodex für gentechnikfrei erzeugte Lebensmittel.

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für Kinder und Jugendliche.


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Aus Sonne wird Käse Die Alpenkäse Bregenzerwald eGen setzt auf erneuerbare Energie: Aktuell wird auf dem Dach des Sennereigebäudes in Bezau eine Photovoltaikanlage installiert.

N

achhaltigkeit, Regionalität, Eigenständigkeit – diese Ziele verfolgt die Alpenkäse Bregenzerwald eGen bei der traditionellen Herstellungsweise verschiedenster Hart- und Schnittkäse aus reiner Heumilch seit jeher.

Ein Beteiligungsbetrag von EUR 500,– entspricht dem Wert eines der 320 Photovoltaikfelder. Der Beteiligungsbetrag wird mit Alpenkäse-Gutscheinen in Höhe von insgesamt EUR 600,– abgegolten. Das entspricht einer Verzinsung ihres Geldes in Höhe von 5,6 Prozent. Einlösbar sind die Gutscheine in den Sennereiläden der Alpenkäse Bregenzerwald. (Eine Barablöse ist nicht möglich.)

„Lassen Sie mit uns zusammen das Alpenkäse-Sonnenkraftwerk Wirklichkeit werden!“ Hermann Metzler, Geschäftsführer Alpenkäse Bregenzerwald eGen

Das Alpenkäse-Sonnenkraftwerk Dieser erfolgreiche Weg wird konsequent weiter verfolgt. In diesem Sinne entstand auch der Wunsch nach der Nutzung erneuerbarer Energien für den Betrieb der Sennerei. Um nicht von Atomstrom und fossiler Energie abhängig zu sein, lässt die Alpenkäse Bregenzerwald eGen deshalb eine Photovoltaikanlage auf dem Dach des Sennereigebäudes in Bezau installieren. „Wir bieten allen Interessierten ein Beteiligungskonzept zur nachhaltigen Stromgewinnung in Form von Mietkauf an“, freut sich Hermann Metzler, Geschäftsführer bei Alpenkäse Bregenzerwald.

Werden Sie Teilhaber/-in! Aktuell wird die Photovoltaik Anlage mit einer Leistung von 135 kWp installiert. Und hier kommen Sie ins Spiel, indem Sie sich am Sonnenkraftwerk beteiligen können.

Informationen erhalten Sie in den Sennereiläden in Bezau, Au, Dornbirn oder Lauterach oder telefonisch unter T 05514/30020. Sie können die Infos, das Konzept und das Beteiligungsformular aber auch hier herunterladen: www.alpenkaese.at

Aufsflugtipp: Erlebnisrundgang für Genießer In der Sennerei in Bezau können sich Besucher beim Erlebnisrundgang über die Entstehung der Käsespezialitäten aus erster Hand informieren. Sie erhalten Einblick in die Welt der Milchveredelung auf höchstem Niveau. Aber auch ein Besuch in den Sennereiläden in Bezau, Au, Dornbirn oder Lauterach lohnt sich immer!

Besonders kräftig & würzig Auf etwa 900 m Seehöhe am sonnseitigen Südhang des Großen Walsertals gelegen, produziert die Sennerei Thüringerberg beste Käsespezialitäten aus der frischen Heumilch der umliegenden Höfe. Ein besonderes Juwel der Sennerei ist der 17 Monate alte Bergkäse. Durch die sehr lange Reifung erhält der Käse seinen einzigartig kräftig-würzigen Geschmack. Berühmt sind die Thüringerberger auch für ihre kalten Platten, Buffets und Geschenksideen, kreiert aus Köstlichkeiten der Region. Erhältlich sind der Bergkäse und weitere Spezialitäten direkt im Sennereilädele, Jagdbergstraße 110, Thüringerberg, T 05550/24274 oder 0664/2188018. Öffnungszeiten: Montag bis Samstag von 7:45 bis 12:00 Uhr luag 21


Entgeltliche Einschaltung des Landes Vorarlberg

Milch und mehr ...

Weil in Vorarlberg Klima und Topografie ideal sind für das Wachstum von Gräsern auf Wiesen und Weiden und die wiederum ideales Futter für unsere Kühe liefern, wird bei uns vor allem Milch produziert. Damit in Zukunft eine größere regionale Lebensmittelvielfalt entstehen kann, werden Initiativen und Projekte, die dies möglich machen, im Rahmen der Landwirtschaftsstrategie 2020 „Ökoland Vorarlberg – regional und fair“ unterstützt.

www.vorarlberg.at/oekoland luag 22


Langenegger Käse -

beliebt & begehrt

DORFSENNEREI

Die Langenegger Senner verarbeiten täglich die frische Heumilch von 25 Bauernhöfen zu Käse von höchster Qualität. Das Premiumprodukt, der Langenegger Dorfkäse, ist im ganzen Ländle berühmt und beliebt. Aber auch Bergkäse, Sonnenkäse, Räßkäse, Chilikäse, Kräuterkäse, Sennereibutter und Butterschmalz werden produziert. Jetzt neu im Sortiment: der Langenegger ESPRESSOKÄSE mit feinem Kaffeearoma – lassen Sie sich überraschen!

Im Sennereiladen werden neben den verschiedensten Milchprodukten auch allerlei Geschenksideen für jeden Anlass angeboten – vom kleinen Präsent bis zum Weihnachtsgeschenk für Firmen an Mitarbeiter und Kunden. Öffnungszeiten Sennereiladen: Montag bis Freitag 8:30 bis 11:30 Uhr und 15:00 bis 18:00 Uhr, Samstag 7:30 bis 11:30 Uhr und 15:00 bis 17:00 Uhr 6941 Langenegg, Berkmann 116, T 05513/6190 E verkauf@kaeserei.com, www.kaeserei.com Die Produkte können auch rund um die Uhr vom Käseautomaten der Sennerei bezogen werden.

Wie kommen die Löcher in den Käse? Käse gibt es in allen Formen und Größen sowie Geschmacksrichtungen. Ebenso vielfältig sind auch die Löcher im Käse: kleine, große, runde oder geschlitzte. Der Käse verdankt seine Löcher winzigen Bakterien und der Reifetemperatur. In der Sennerei wird der Milch Lab (Enzyme Chymosin und Pepsin, meist aus Kälberlabmagen gewonnen) zugesetzt. Dadurch wird aus der Milch eine feste Masse. Dabei wird Kohlendioxid produziert. Das gebildete Gas kann durch die Käserinde nicht entweichen und dann entstehen Hohlräume im Käse. Auch die Lagertemperatur spielt eine Rolle beim Entstehen von Löchern. Die Größe der Löcher hängt von den Temperaturen während der Lagerung ab. Wird der Käse sehr kühl gelagert, sind die Löcher sehr klein bzw. kaum vorhanden. Je höher die Temperaturen sind, desto mehr dehnen sich Gase aus und umso größer sind natürlich dann die Löcher. Manche Löcher entstehen bereits vor der Käsereifung. Der bekannte Tilsiter hat beispielsweise kleine, eher schlitzartige Löcher. Diese kommen daher, dass der Käse nicht starkt gepresst, sondern von Hand in den Formen leicht angedrückt wird. Durch die lockere Schichtung bilden sich die charakteristischen Löcher.

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Mitmachen, genießen und staunen bei der

Umweltwoche „Kleine Schätze, große Schätze“ – das ist das Motto der Vorarlberger Umweltwoche von 29. Mai bis 5. Juni. Wie jedes Jahr lässt sich in diesen acht Tagen besonders gut erleben, was die Natur um uns bietet und was die Vorarlbergerinnen und Vorarlberger alles für die Umwelt tun. Ein Schwerpunktthema ist der Wert unserer Lebensmittel, erfahrbar unter anderem am klimafreundlichen Mittagstisch oder bei Kochkursen.

V

iele erwarten sie schon mit Vorfreude: die Umweltwoche. In vielfältigen Veranstaltungen im ganzen Land wird besonders erlebbar, was Menschen, Institutionen und Gemeinden im Land das ganze Jahr über für die Umwelt tun – und wie sie dadurch mit Genuss auch ihre eigene Lebensqualität steigern.

Backen, gärtnern, kreativ sein Perfekt zum Thema Genuss passen z. B. Kochkurse oder der klimafreundliche Mittagstisch, zu dem an mehreren Tagen im Bregenzer Magazin 4 geladen wird. Auch kreatives Gestalten und Gärtnern kommt nicht zu kurz und wer handwerkliches Geschick beweisen möchte, ist in den Reparaturcafés goldrichtig.

he c o tw l e w m U r u z Facts

Kinoabende liefern wertvolle Impulse, und besonders viele Interessierte werden sich wohl auch heuer wieder zu den zahlreichen Naturexkursionen einfinden. Diese führen zu kleinen und großen Schätzen, zu besonderen Landschaften und ihren Bewohnern wie Bibern, Wildbienen und Uhus.

Aktiver Nachwuchs Ganz vorne mit dabei in Sachen Umweltschutz ist die Jugend. An vielen Schulen sind Natur und Umweltschutz das ganze Jahr über Thema. Ein besonderes Angebot für Nachwuchs-Klimaschützer/-innen im Rahmen der Umweltwoche ist die beliebte „Klimaakademie“ am 1. Juni in Bürs. Schulkinder zwischen neun und zwölf Jahren lernen dort von Gleichaltrigen, sich als Klimabotschafter/-innen füreinander und für die Umwelt einzusetzen.

Bus und Bahn zum Sonderpreis Besonders günstig sind Bus- und Bahnfahrer in der Umweltwoche unterwegs: Das Umweltwochen-Ticket des Verkehrsverbund Vorarlberg (VVV) kostet nur EUR 11,– und gilt ab Kaufdatum eine Woche lang in ganz Vorarlberg. Es ist während der Umweltwoche an allen üblichen Verkaufsstellen erhältlich. Alle VVV-Jahreskarten gelten außerdem während der Umweltwoche als maximo im ganzen Land.

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ag, 5. Juni Land . Mai bis Sonnt • Sonntag, 29 nen im ganzen ngen und Aktio ltu ta ns n ra ie Ve ed den M • Über 70 rtner/-innen, in Pa , en nd ei em • Infos bei G mweltv.at und auf www.u und Bahn: n-Ticket für Bus he oc tw el w m • U für E U R 11,– nz Vorarlberg ga he oc W ne ei

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Milch-Glücksrad on Tour Anlässlich des Weltmilchtages werden von 28. Mai bis 3. Juni in Vorarlbergs Städten Milchprodukte mit Ländle Gütesiegel verlost. Unsere

Sibylle Sieber und ihr Team beim Weltmilchtag 2015 in Bregenz

Bäuerinnen berichten von ihrer täglichen Arbeit und beantworten Fragen rund um die Milch.

M

ilch ist das Hauptprodukt der Vorarlberger Landwirtschaft. Aktuell erwirtschaften etwa 1.450 Landwirte ihr Einkommen damit. Die Arbeit der heimischen Landwirte gewährleistet die Nahversorgung mit Lebensmitteln, welche nach höchsten Standards produziert wurden. Zusätzlich pflegt und erhält sie die schöne Landschaft und schafft zahlreiche Arbeitsplätze auch außerhalb ihrer Berufssparte. Vor allem der Tourismus und das Senn- und Metzgerhandwerk profitieren davon. Aus diesem Grund nimmt die Ländle Qualitätsprodukte Marketing GmbH gemeinsam mit der Vorarlberg Milch den Weltmilchtag seit vielen Jahren zum Anlass, die Bevölkerung auf die Qualität und Wichtigkeit heimischer Milch und Milchprodukte aufmerksam zu machen.

Versuchen Sie Ihr Glück Mit der Unterstützung zahlreicher Vorarlberger Bäuerinnen macht das Mmmmilch-Glücksrad heuer Ende Mai bzw. Anfang Juni Halt in Bregenz, Dornbirn, Hohenems, Feldkirch und Bludenz. Passanten

haben die Möglichkeit, durch einen Dreh einen feinen Milchdrink, Joghurt, Pudding oder Käse zu gewinnen. Als Hauptgewinn lockt ein Korb voller Milchprodukte – persönlich zugestellt von der Vorarlberg Milch. Die Bäuerinnen kümmern sich aber nicht nur um den richtigen Dreh und die Verteilung der Gewinne. Ihnen ist es auch wichtig, mit den Menschen vor Ort ins Gespräch zu kommen. „Ich bin jetzt schon mehrere Jahre dabei und finde es ist eine gute Möglichkeit, darauf aufmerksam zu machen, wie viel Arbeit in der Milch steckt und wie wichtig der Einkauf heimischer Milchprodukte und anderer regionaler Lebensmittel für jeden einzelnen Vorarlberger ist“, berichtet Sibylle Sieber. „Gerade bei den aktuellen Milchpreisen ist der Weiterbestand unserer landwirtschaftlichen Betriebe nicht gewährleistet. Die Arbeit in den für Vorarlberg so typsichen Familienbetrieben ist zu kostenintensiv und die Kosten für Boden und Bau sind höher als in vielen anderen Ländern. Deshalb mein Appell an alle: Wer bei seinen Nahrungsmitteln Wert auf beste Qualität und größtmögliche Frische legt, der kann durch den bewussten Einkauf regionaler Produkte einen wichtigen Teil zum Erhalt der heimischen Landwirtschaft beitragen.“

Mmmmilch-Glücksrad Stationen Feldkirch: Samstag, 28. Mai, Bauernmarkt (vor der Johanniterkirche) Bludenz: Samstag, 28. Mai, Wochenmarkt (neben dem Nepomukbrunnen) Dornbirn: Mittwoch, 1. Juni, Wochenmarkt (Marktplatz, beim Roten Haus) Hohenems: Donnerstag, 2. Juni, Wochenmarkt (Schlossplatz) Bregenz: Freitag, 3. Juni, Bauernmarkt (untere Kaiserstraße)

Als Hauptpreis locken insgesamt fünf Körbe voller Milchprodukte, persönlich zugestellt vor die Haustür!

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Ab 6. Juni – RELAUNCH

Ländle Sura Käs mit Ländle Heumilch Natürlich vom Ländle. Der berühmte Ländle Sura Käs – fast 0 % Fett – wird jetzt mit Ländle Heumilch produziert. Die Herstellung von Ländle Heumilch ist die ursprünglichste Form der Milchgewinnung. Heumilchkühe werden silofrei gefüttert, das heißt mit saftigen Gräsern und Kräutern, sonnengetrocknetem Heu sowie mineralstoffreichem Getreideschrot. Das natürliche Aroma und die hohe Qualität machen die Heumilch so wertvoll. Heumilch wurde mit dem EU-Gütesiegel „garantiert traditionelle Spezialität“ ausgezeichnet. Wie alle Vorarlberg Milch Produkte ist natürlich auch der Ländle Sura Käs mit dem Ländle Herkunfts- und Gütesiegel und dem AMA-Gütesiegel ausgezeichnet, das heißt höchste Qualität und 100 Prozent Vorarlberg.

Die Käsespezialität mit einzigartigem Geschmack Der Ländle Sura Käs ist eine alte, regionale Spezialität aus dem Montafon, die von der Vorarlberg Milch auf traditionelle Art hergestellt wird. Der Sauerkäse wird aus Magermilch erzeugt und entwickelt einen Speckmantel mit einem säuerlich-topfigen Kern in der Mitte. Der Ländle Sura Käs hat 0 Prozent F.i.T. (ca. 0,7 Prozent Fett) und ist somit fast fettfrei und sehr kalorienarm. Den Namen verdankt er seinem intensiven Geruch und einem säuerlich-pikanten Geschmack, der sich durch verschiedenste Zutaten vielfältig variieren lässt. Sehr gut eignet er sich für die bekannten Kässpätzle (als Geschmackszugabe) oder einfach als Brotbelag. Natürlich kann der Ländle Sura Käs auch mariniert mit Essig-Öl und Zwiebeln serviert werden.

Für Rückfragen:

Ab 6. Juni – NEU im Sortiment

Ländle Rahm ESL - länger frisch

Vorarlberg Milc h eGen Helga Stark E helga.stark@ vmilch.at www.vmilch.at

Natürlich vom Ländle. Aktuell wird das erfolgreiche Produkt Ländle Rahm um die Sorte „Ländle Rahm ESL – länger frisch“ ergänzt. Mit dem Ländle Rahm ESL können Sie Schlagobers noch länger genießen. Einfach gekühlt lagern und nach dem Öffnen innerhalb von wenigen Tagen aufbrauchen.

schutz-Packung erhalten. Dieses Verfahren wird als ESL (extended shelf life) bezeichnet – das bedeutet: länger frisch genießen. Wie alle Vorarlberg Milch Produkte ist natürlich auch der Ländle Rahm ESL mit dem Ländle Herkunfts- und Gütesiegel und dem AMA-Gütesiegel ausgezeichnet, das bedeutet höchste Qualität und 100 Prozent Vorarlberg.

Das i-Tüpfelchen in der feinen Küche Der Ländle Rahm ESL ist ein hochwertiges Naturprodukt und wird aus wertvoller Ländle Milch hergestellt. In einem schonenden Verfahren wird der Rahm für kurze Zeit erhitzt und wieder abgekühlt. Dadurch bleiben die wertvollen Inhaltsstoffe und der frische Geschmack in der innovativen Frischeluag 26

Das feine Naturprodukt in der wiederverschließbaren 250 ml Tetra Top Verpackung ist die geschmackliche Krönung für jedes Gericht – für Hauptgerichte, für die Zubereitung von Saucen, Backwaren und Desserts. Vorarlberg Milch garantiert dabei für höchste Qualität und Frische. Tipp: Ländle Rahm lässt sich besonders gut bei einer Temperatur unter 8 °C schlagen.


Neues Heumilch-Kinderbuch:

„Urgut geht’s den Heumilchkühen!“ Bauerntochter Laura und Stadtjunge Luis erkunden im jüngsten Kinderbuch der ARGE Heumilch die Lebensbedingungen von Heumilchkühen – Tierwohl als Grundlage für wertvolle Heumilch und gesunde Lebensmittel. „Urgut geht’s den Heumilchkühen!“ heißt das neueste Kinderbuch der ARGE Heumilch. Wie der Titel bereits vermuten lässt, geht es in der fünften Folge der Heumilch-Reihe ganz schön tierisch zu: Es dreht sich alles um die Heumilchkuh. Kindergartenkinder und Leseanfänger erfahren dieses Mal Wissenswertes über die Haltung der liebenswerten Tiere auf Österreichs Bauernhöfen und Almen. Und sie können aktiv mitmachen: Im Innenteil des Kinderbuches befinden sich Sticker, die an den passenden Stellen angebracht werden können.

Bei uns gibt‘s was zu staunen! Der Vorarlberger Lesezirkel ist jetzt ganz neu. Werden Sie bei uns Abo-Kunde, Privat oder mit Ihrer Firma. Ihr persönliches Abo: ab 6,90 E (für 7 Zeitschriften wöchentlich) Sie sparen bis zu 40% gegenüber dem Einzelkauf im Handel. Die Zeitungsauswahl finden sie auf www.vorarlberger-lesezirkel.at

Im Mittelpunkt der reizenden Erzählung steht Bauerntochter Laura, die mit Luis, einem Stadtjungen, einen Ferientag auf dem heimischen Bauernhof verbringt. Dabei erfährt man allerlei von ihrem Alltag mit den Heumilchkühen. Da ist von einem Besuch im Kälbchenstall ebenso die Rede wie davon, dass auch Kühe ein Lieblingsessen haben und sogar über einen Massagesalon in ihrem Laufstall verfügen. Die kleinen Leser erfahren, dass Kühe an einem ruhigen Plätzchen bis zu 100 Kilogramm Gras am Tag fressen, auf der Weide ausgelassen herumspringen und sogar schnurren können. „Im Fokus des neuen Kinderbuches steht ganz klar das Tierwohl“, so Andreas Geisler, Koordinator der ARGE Heumilch. „Denn die guten Lebensbedingungen der Kühe sowie ein artgerechtes Futter bilden die Basis für wertvolle Heumilch.“ In Bauerntochter Lauras Worten heißt das: „Wir schauen, dass sich unsere Kühe pudelwohl fühlen. Denn nur dann geben sie auch gute Milch!“

Das neue Kinderbuch ist kostenlos bei der ARGE Heumilch unter www.heumilch.at erhältlich.

T 05574/73757, office@v-lz.at luag 27


Einfach dufte ... ganz natürlich Ob zwölf bis 24 oder gar 48 Stunden ohne Schweißgeruch – mit Jasmin-Duft oder die Sport-Edition. Die Auswahl im Deoregal ist riesig. Doch die meisten Deos enthalten gesundheitsschädliches Aluminium. Wie man ganz einfach sein eigenes effektives und gesundheitlich unbedenkliches Deo herstellen kann verrät Iris Lins.

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ahrscheinlich wurde in den vergangenen zwei Jahren über kein anderes Körperpflegeprodukt so viel kontrovers diskutiert, wie über das Deo. Hauptkritikpunkt war das Aluminium, welches in den meisten herkömmlichen Antitranspirantien verwendet wird. Dort hat es die Funktion, die Ausgänge der Schweißdrüsen zu verstopfen, um so die Schweißmenge zu reIris Lins duzieren. Die Aufgabe der Schweißdrüsen Grüne Kosmetikist es aber, unseren Körper abzukühlen pädagogin und zu entgiften, was dadurch natürlich erschwert bzw. verhindert wird. Außerdem steht Aluminium im Verdacht, das Brustkrebsrisiko bei Frauen zu erhöhen und wird auch in Zusammenhang mit Demenz gebracht. Die Kosmetikindustrie reagierte prompt und viele Deos waren plötzlich als „aluminiumfrei“ oder „ohne Aluminiumchlorid“ deklariert. Allerdings war das nicht immer der Fall: Wie in Konsumententests festgestellt wurde, wurde beispielsweise synthetisches Aluminium durch ein natürlich vorkommendes ausgetauscht. Wobei Experten sich hier ausnahmsweise einer Meinung waren: Ob künstlich oder natürlich – die Wirkung bleibt die gleiche. Aluminium ist auch in anderen Kosmetika wie Puder und Make-up oder Sonnencreme enthalten. Bezeichnungen für Aluminium in Kosmetikprodukten sind: Aluminium chlorohydrate, Aluminium Chlorid, Aluminium Chlorohydrex PG, Aluminium silicate und weitere Aluminiumsalze. Allerdings ist es kinderleicht, sich ein Deo selbst herzustellen: Je nach Vorliebe kann ein Deo beispielsweise mit Salz, Essig oder Natron (Speisenatron aus der Apotheke) hergestellt werden. Natron („Natriumhydrogencarbonat) ist basisch und bindet überschüssige

Säure z.B. bei Sodbrennen. Es bindet Gerüche – auch jene in unseren Achselhöhlen. Hinweis: Natron kann bei Menschen mit empfindlicher Haut Irritationen oder Rötungen auslösen. Wenn dies der Fall ist, das Deo erstmal absetzen. Oft hilft es allerdings schon, wenn die Natronmenge reduziert wird.

Grundrezept Naturkosmetik-Deo 100 ml Wasser, ½ –1 TL Natron, 2 – 3 Tropfen ätherisches Öl Lauwarmes Wasser mit Natron mischen und in eine Sprühflasche füllen.

Gerade im Sommer bewährt sich das ätherische Öl des Salbeis, er hemmt die Schweißbildung. Aufgrund seines intensiven Dufts und der Wirkung ist ein Tropfen ausreichend. Dazu können, je nach Lust, auch noch ein bis zwei Tropfen eines Zitrusduftes (Orange, Limette, Zitrone,...) gemischt werden. Männer mögen gerne herbe Düfte wie Tanne, Zirbelkiefer usw. einfach ausprobieren! Wer kein ätherisches Öl hat, dafür aber beispielsweise Salbei, Minze oder Rosmarin im Garten, macht sich damit ein Tässchen Tee, lässt diesen abkühlen und mischt ihn mit dem Natron. Das funktioniert auch mit Fichtennadeln oder Buchenholzspänen. Fertig ist das Deo! Deos können in vielen verschiedenen Variationen hergestellt werden – anstatt Natron kann auch Salz oder Essig verwendet werden: 80 ml Wasser werden mit 20 ml Apfelessig vermischt, dazu nach Belieben noch ein bis drei Tropfen eines ätherischen Öls hinzugeben. Es können statt Wasser auch Hydrolate oder Tees als Basis für das Deo verwendet werden. Außerdem können diese Deos auch als Körperspray verwendet werden: Im Sommer beispielsweise entfalten Minzdüfte ihre kühlende Wirkung, Zitrusdüfte erfrischen und Zitronenmelisse und Orange heben unsere Stimmung. Wichtig: Am Anfang braucht es ein wenig Geduld. Die Umgewöhnung ist für manche eine Herausforderung, weil Geruch und Konsistenz einfach anders sind. Seiten/Apps, die uns im Inhaltsstoffe-Dschungel eine Hilfe sein können: www.codecheck.info, www.bund.net/toxfox

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Z'frieda mit dem, was i ha... Seine Landwirtschaft besteht nur aus acht Kühen und einigen Kälbern, seine Leidenschaft ist die Viehzucht. Aber er ist damit zufrieden. Das ist Wolfgang Ott, Bauer im Kleinwalsertal.

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olfgang Ott braucht keine große Landwirtschaft, um glücklich zu sein. Mit acht Kühen ist nicht das große Geld zu verdienen. Trotzdem brauchen sie täglich Betreuung, Fütterung und Pflege. Der Stall, in dem die Tiere stehen, ist schon sehr alt. Sogar uralt. Einige Balken datieren nachweislich aus dem Jahr 1442. Dementsprechend dominiert die Handarbeit. Egal ob Futtervorlage oder Entmistung – alles erfolgt hier noch händisch. Dafür haben die Kühe täglich Auslauf ins Freie – auch im Winter. Das erfordert viel Zeitaufwand für die Tierbetreuung. Aber Braunviehzüchter Wolfgang liebt seine Tiere, seine Landwirtschaft und die Landschaft an sich. Einsatz für die Region Ein wichtiges Anliegen ist ihm die Erhaltung unserer Kulturlandschaft. Ein einmaliges Erbe, das es nur einmal gibt und erhaltenswert ist. Sein Motto ist es, das Land zu verwalten und damit für die nächste Generation zu erhalten. Obwohl das Stallgebäude und der Großteil der Wiesen und Weiden nur gepachtet ist, wollen nämlich auch seine beiden Söhne in Zukunft Landwirtschaft betreiben. Das freut Wolfgang Ott auch für seine Frau, die im vergangenen Jahr nach jahrelanger Krankheit und Pflege verstorben ist. Auch sie war mit Stolz Bäuerin. Vielseitig unterwegs Jeder will etwas von der Natur, aber die wenigsten geben ihr etwas. Das sieht Wolfgang auch im Winter als Schilehrer. Das Leben ist aber ein Geben und Nehmen und so ist es auch mit der Natur. Was wir nicht erhalten können für die kommende Generation ist verloren. Deshalb setzt sich Wolfgang sehr stark für die Erhaltung und Offenhaltung unserer schönen Landschaft ein. Dies macht er auch wort-

Wolfgang Ott hatte es nicht immer leicht in seinem Leben. Trotzdem ist er mit seinem Beruf, mit seinen Tieren, mit sich selbst und mit seiner Umgebung glücklich und zufrieden.

stark im Landwirtschaftsausschuss der Gemeinde sowie in der Landwirtschaftskammer. Als leidenschaftlicher Viehzüchter ist er auch Gebietsvertreter des Braunviehzuchtverbandes und Obmann des Viehzuchtvereines Kleinwalsertal. Im Sommer ist Wolfgang mit seinen und auch noch anderen Tieren auf der Alpe Bärgunt im Bärgunttal unterhalb des Großen Widdersteins. Seit mittlerweile 27 Jahren betreut er hier als Hirte ca. 200 Tiere. Die auf der Alpe hergestellten Produkte verwendet seine Schwester Sabine für die Verköstigung der vielen Wanderer. Die Bärgunthütte ist nicht nur im Sommer, sondern auch im Winter ein beliebtes Wanderziel im Kleinwalsertal. Nähere Infos unter www.baergunthuette.de

Im privaten Museumsraum neben dem Kuhstall werden viele ehemalige Gebrauchsgegenstände des Walserhofes aufbewahrt und für die Nachwelt erhalten. luag 29


Der Wald

tut nicht nur dem Klima gut Holz wirkt sich positiv auf den Menschen aus. Nicht nur als wichtiger Sauerstofflieferant und Kohlenstoffspeicher. So senken Waldspaziergänge auch den Blutdruck und die Herzfrequenz. Aber auch Holz im Wohnraum wirkt positiv auf unsere Gesundheit.

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ie „Woche des Waldes“ ist eine Initiative der österreichischen Forstwirtschaft. In diesem Jahr findet sie vom 13. bis 19. Juni statt. Aber nicht nur in Österreich wird sich die Öffentlichkeit der Wichtigkeit eines gesunden Waldes immer mehr bewusst.

tet sich auch im Innenbereich. Holz in Innenräumen wirkt, in Herzstudien nachgewiesen, beruhigend und ist damit für unsere Gesundheit überaus positiv. Vorzugsweise sollte natürlich regionales Holz eingesetzt werden (Infos unter www.vorarlbergholz.at).

Vielfältige Rollen

Wald als wichtiger Klimaschutzpartner

Der Wald ist ein vielfältiges Ökosystem. Er speichert Kohlenstoff, produziert Sauerstoff, schützt uns vor Lawinen, Steinschlag und Muren. Und nicht nur in Form von Holz liefert er uns Baustoff und auch Energie. Wir können den Wald auch als Erholungsraum wahrnehmen und auf diese Weise über ihn Energie aufnehmen. Ca. 48 Prozent der Landflächen in Österreich sind bewaldet. Dies entspricht knapp vier Millionen Hektar. „Wir sind eines der wenigen Länder weltweit, in dem pro Jahr mehr Holz nachwächst als verbraucht wird. Pro Jahr kommen sogar etwa 4.500 Hektar durch die Aufforstung dazu“, erklärt Fachbereichsleiter DI Thomas Ölz die Situation in Österreich. „Wer den erneuerbaren Rohstoff Holz als Baumaterial oder Brennmaterial verwendet, erzeugt damit nachhaltige Klimaschutzeffekte.“

Die Wälder gehen weltweit gesehen kontinuierlich zurück. Vor allem Regenwälder schrumpfen weiterhin deutlich. Das Bewusstsein, dass vor allem die Abholzung von Regenwald einen kaum wieder gut zu

Waldspaziergang gegen Stress Der Diplom-Ingenieur und Waldexperte betont jedoch, dass das Gehölz nicht nur in Sachen Klimaschutz und Rohstoff eine besondere Rolle einnimmt, sondern auch positive Einflüsse auf die menschliche Gesundheit und Psyche hat. Wer sich im Wald aufhält, tut jedenfalls seinem Körper und seiner Seele etwas Gutes. Waldspaziergänge machen den Kopf frei und den Puls ruhig. Wissenschaftliche Studien haben die Thesen untermauert, dass Waldspaziergänge den Blutdruck und die Herzfrequenz senken. Zudem ist die Adrenalin-Ausschüttung und damit der Stresspegel niedriger als nach einem Ausflug in der Stadt. Gerade die Waldluft tut dem Herz-Kreislauf-System besonders gut. Japanische Forscher haben sogar herausgefunden, dass das Gehen im Wald Krebskillerzellen aktiviert.

Wohlfühlfaktor Holz beim Wohnen Wer sich den Wald in Form von Holz ins Haus holt, profitiert ebenso von den positiven Effekten, denn seine energetische Wirkung entfal-

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„Der Klimawandel macht nicht vor Landesgrenzen Halt. Deswegen auch unsere Unterstützung für ein Aufforstungsprojekt in Malawi.“ DI Thomas Ölz, Landwirtschaftskammer, Fachbereich Forst machenden Schaden für den gesamten Globus darstellt, ist leider noch nicht bei allen angekommen. Der Klimawandel macht nicht vor Landesgrenzen Halt. Eine nachhaltige Wald- und Forstwirtschaft sollte deshalb in unser aller Interesse sein. Deswegen unterstützen die Ländle Christbaum Produzenten auch das Aufforstungsprojekt in Malawi der Stiftung „Bruder und Schwester in Not“.


Ländle unterstützt Aufforstungsprojekt in Malawi Ländle Christbaum Produzenten und ihre Kunden brachten 2015 eine beachtliche Spende für das Klimaschutz- und Hilfe-zur-Selbsthilfe-Projekt von „Bruder und Schwester in Not“ zusammen.

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ie Klimaerwärmung macht vor der Grenze nicht halt. In dem im Südosten von Afrika gelegenen Staat Malawi wurden in den vergangenen Jahren große Waldgebiete des Landes durch intensive Holznutzung gerodet. Die Menschen vor Ort sahen den Zusammenhang zwischen Abholzung, Erosion und Abtragen der fruchtbaren Ackererde nicht. Deswegen wird nun die ansässige Bevölkerung für eine nachhaltige Walbewirtschaftung sensibilisiert und gemeinsam mit der Schule vor Ort in ein Aufforstungsprojekt involviert.

Nachhaltige Waldbewirtschaftung Durch eine nachhaltige Waldbewirtschaftung soll für die Bevölkerung eine dauerhafte Lebensgrundlage geschaffen werden. Nutzpflanzen wie Mango, Papaya und Bananen sorgen für genügend Nahrung, und klimaangepasste Bäume, dass die Pflanzen auch gedeihen können.

30 Cent = ein Baum Im bitterarmen Land müssen Menschen teilweise mit 30 Cent pro Tag auskommen. Genauso viel kostet ungefähr ein Setzling, der zur Aufforstung abgeholzter Wälder oder für die Anpflanzung eines Nutzbaumes dient. Derzeit läuft unter Beteiligung der Ländle Christbaum Produzenten ein solches Projekt in der malawischen Ortschaft Malambo. Durch die Weihnachtsaktion, bei der Ofenanzünder um drei Euro erworben werden konnten, kamen EUR 6.273,– zusammen, die den katholischen Ordensschwestern, die das Projekt vor Ort betreuen, nun übergeben werden konnten.

Der Feldkircher Markus Fröhlich, Leiter des Projektes „Bruder und Schwester in Not“, war mehrfach in Projektleiter Markus Fröhlich sorgt vor Ort in Malawi dafür, dass die Spende dort Malambo. „Die ankommt, wo sie gebraucht wird. Menschen leiden förmlich unter der Hungersnot, die durch Ernteausfälle entstanden ist. Teilweise gibt es nur jeden zweiten Tag etwas zu essen“, schildert er die dramatische Situation. Mit schuld daran ist die Klimaveränderung. „Regnet es zu viel, wird die Ernte weggeschwemmt, bleibt er aus oder kommt er zu spät, vertrocknet die Saat.“ 1.500 Bäume konnten bisher gepflanzt werden.

ungs Aufforst

projekt

Malawi

EUR

6.273,00

Das Geld, das aus der Aktion der Vorarlberger Christbaum Produzenten lukriert wurde, ist ein wichtiger Beitrag zum Projekt. Seit Jahren setzt sich „Bruder und Schwester in Not“ der katholischen Kirche Vorarlbergs an vielen armen Orten der Welt ein. In Malambo wurde unter anderem ein Krankenhaus errichtet sowie ein Brunnen, durch den es nun eine Wasserversorgung vor Ort gibt.

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ACHTUNG VERLUSTZONE

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Gesunde landwirtschaftliche Nutzflächen sind die Grundlage für die Lebensmittelversorgung aus Vorarlberg.

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ie bäuerlichen Familien sind bemüht diese Flächen optimal und nachhaltig zu bewirtschaften und wertvolle Lebensmittel zu erzeugen. Täglich gehen der Vorarlberger Landwirtschaft 1,6 Hektar Boden verloren. Das sind elf Quadratmeter Boden pro Minute! „Der Großteil wird durch Verbauung und Straßennetzwerke etc. versiegelt. Wenn wir Jungbäuerinnen und Jungbauern uns diese Entwicklung vor Augen führen, müssen wir uns berechtigte Sorgen um unsere berufliche Zukunft machen“, so Obmann Thomas Ganahl von der Landjugend-Jungbauernschaft Vorarlberg.

Die Rechnung ist einfach: Kein Boden = keine Landwirtschaft! Unter dem Motto „Stopp dem Bodenverbrauch“ haben deshalb die Landjugend-Jungbauernschaft und die Landwirtschaftskammer Vorarlberg landesweit sichtbare Zeichen gesetzt. Mit der Aktion soll landesweit auf das Problem des Bodenverbrauches aufmerksam gemacht werden. Mit 120 „VerlustzonenFelder“ wird so ein Zeichen gesetzt. Die elf Quadratmeter großen Verlustzonen werden mit Pfosten abgesteckt und mit einem Absperrband mit der Aufschrift „Achtung Verlustzone“ und einer Warntafel versehen. Informationsmaterial zum Flächenverbrauch kann der Vorbeikommende aus dem am Pfosten angebrachten Holzkästchen entnehmen. „Die Verlustflächen sind an gut besuchten Fußgänger- und Radwegen in Vorarlberg zu finden. „Damit wollen wir die Bevöl-

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kerung auf die Problematik aufmerksam machen und für unser Anliegen sensibilisieren“, so Geschäftsführerin Barbara Geißler.

„Im Bodenverbrauch sind wir leider Europameister!“ Aus diesem Grund sieht sich die Landwirtschaftskammer in der Pflicht den massiven Verbrauch von fruchtbarem Boden immer wieder aufzuzeigen. „Es ist paradox und schmerzlich, dass wir als Land der Berge, Europameister im Bodenverbrauch sind. Deutschland und die Schweiz liegen beim Bodenverbrauch knapp bei der Hälfte. Um eine funktionierende, regionale und bäuerliche Lebensmittelerzeugung im Sinne der Ökolandstrategie, die vom Vorarlberger Landtag einstimmig beschlossen wurde, zu erreichen, engagieren wir uns deshalb auch auf verschiedenen Ebenen wie zum Beispiel • Sicherung

fruchtbarer Böden für die Lebensmittelerzeugung, • Novellierung Raumplanungsgesetz, • Mobilisierung leer stehender Flächen und Gebäude • und mit Fach- und Informations veranstaltungen intensiv gegen die Bodenverschwendung“, so LK-Präsident StR. Josef Moosbrugger.

ACHTUNG VERLUSTZONE

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Erfolg hat drei Buchstaben:

„TUN“

Der massive Verbrauch von fruchtbarem Boden bedroht auch die Zukunft von Jungbauern wie Thomas Ganahl aus Bartholomäberg. Thomas, du bist seit kurzem Landesobmann der Vorarlberger Landjugend-Jungbauernschaft, einer der größten Jugendorganisationen des Landes. Wo siehst du da die Aufgabenschwerpunkte? Seit September sind Theresia Meusburger und ich die Landesleiter der aktivsten Jugendorganisation in Vorarlberg. Ziel von uns ist es unsere fünf Schwerpunktthemen zu leben, indem wir versuchen unsere Mitglieder weiter zu bilden, sie motivieren sich einzubringen, mit ihnen Brauchtum zu pflegen und miteinander die junge Landwirtschaft zukunftsweisend mitzugestalten. Die Hälfte unserer 2.400 Mitgliedern hat keine landwirtschaftlichen Wurzeln. Hier können wir als Brückenbauer zwischen Landwirt und Konsument agieren. Derzeit läuft gemeinsam mit der Landwirtschaftskammer eine landesweite Aktion gegen den massiven Bodenverbrauch. Was wollt ihr damit erreichen? In Vorarlberg gehen der Lebens- und Futtermittelerzeugung täglich 1,6 Hektar Boden verloren, das sind pro Minute erschreckende elf Quadratmeter. Mit dieser Fläche geht nicht nur die Grundlage für die Nahrungsmittelerzeugung verloren, sondern auch die Basis bäuerlicher Zukunft. Mit unserer Aktion „STOPP dem Bodenverbrauch“ wollen wir mit 120 „Verlustzonen“ in Vorarlberg die Bevölkerung auf den enormen Bodenverbrauch in Vorarlberg aufmerksam machen und für das Thema sensibilisieren. Jede sogenannte ­„Verlustzone“ zeigt optisch auffällig, welches Ausmaß an Boden pro Minute verloren geht. Du bewirtschaftest gemeinsam mit deinem Vater einen landwirtschaftlichen Betrieb in Bartholomäberg? Wo liegen deine betrieblichen Schwerpunkte? Unser Bio-Bergbauernhof liegt auf 1.080 Metern Seehöhe. Er baut auf verschiedene Standbeine, was es uns ermöglich, unseren Hof im

Vollerwerb zu betreiben. Milchviehhaltung, Urlaub am Bauernhof und die letzten Jahre verstärkt Direktvermarktung unserer am Hof erzeugten Lebensmittel sind die Schwerpunkte. Da muss die ganze Familie zusammenarbeiten und zusammenhalten. Wo siehst du deinen Betrieb in 20 Jahren, wohin entwickelt sich deiner Meinung nach die Vorarlberger Landwirtschaft? Die Zukunft der Berglandwirtschaft sehe ich in der engen und verlässlichen Partnerschaft mit dem Tourismus. Zur Offenhaltung unserer Kulturlandschaft braucht es die Viehhaltung. In den Tallagen sehe ich Chancen im Gemüse- und Obstbau. Auch Schaf-, Ziegen- oder Hühnerhaltung sind interessante Alternativen zum Milchvieh. Ich persönlich möchte unsere Landwirtschaft mit der traditionellen Dreistufenbewirtschaftung und Alpung weiterführen, und dabei neue Ideen, Techniken und Innovationen im Wandel der Zeit einfließen lassen. Wie schätzt du die Stimmung bei der bäuerlichen Jugend, den künftigen Betriebsführern, ein? Leider ist bei der momentanen Marktsituation die Stimmung getrübt. Wie sich in unserer Organisation und in der Landwirtschaftsschule zeigt, gibt es aber viele junge Bäuerinnen und Bauern, die versuchen neue Wege zu finden. „Nur Optimisten verändern die Welt“, sagt Facebook-Gründer Mark Zuckerberg. Warum hast du dich für den Beruf Landwirt entschlossen? Ich wuchs am Bergbauernhof auf und verbrachte jede freie Minute in der Natur und bei den Tieren im Stall. Nach meiner Ausbildung als Zimmermann ging ich auch beruflich meiner Leidenschaft nach – unserer Landwirtschaft. Für mich ist das der schönste und vielseitigste Beruf den es gibt, denn „TUN“ ist der Weg zum Erfolg. Danke für das Gespräch. luag 33


„Beim Kompost muss alles stimmen.“ Otto Alge aus Lustenau baut seit vielen Jahren Bio Basilikum mit Ländle Bio Gütesiegel an. Wichtig für die Qualität seiner Pflanzen ist auch die richtige Erde. Alles über das richtige Kompostieren.

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elber Kompostieren liegt im Trend. Allerdings braucht es einige Voraussetzungen und auch das Wissen, um ein entsprechendes Ergebnis zu erzielen. Auch die unterschiedlichen Methoden werden eifrig diskutiert. Denn mit dem Kompostieren verhält es sich fast so wie beim Grillen – jeder hat so seine eigene Philosophie.

Inhaltsstoffe und Feuchtigkeit Einer, der sich mit diesem Thema bereits seit Jahrzehnten beschäftigt, ist Otto Alge. Bekannt ist der Lustenauer wegen seines Bio Basilikums. Rund 100.000 Töpfe pro Jahr liefert er an Spar. Beim Ko m p o s t i e ren kommt es vor allem darauf an, dass das Verhältnis von Kohlenstoff- zu Stickstoffgehalt stimmt. „Wichtig ist auch, dass die Feuchtigkeit passt. Zu feucht darf er auf keinen Fall sein“, weiß der Experte. Der Kompost muss also vor Regen geschützt werden. Der richtige Feuchtigkeitsgehalt kann mit der Faustprobe leicht ermittelt werden. Wenn zwischen den Fingern Wassertropfen oder Schlamm herausgepresst werden kann, dann ist das Material zu feucht. Zerfällt es hingegen beim Öffnen der Hand, ist es zu trocken. Bei einer optimalen Feuchtigkeit entsteht beim Zusammenpressen kein Wasser und beim Öffnen der Faust bleibt das Material als Knödel zusammen. luag 34

Optimale Beschaffenheit Ein guter Kompost garantiert, dass die Böden besser werden. In vielen Versuchen hat der 61-Jährige die optimale Beschaffenheit herausgefunden. Als Ausgangsmaterial verwendet er den Siebabfall aus der Hackschnitzel-Erzeugung. Das Material wird mit toniger Erde und Urgesteinsmehl vermischt. Wichtig ist das richtige Mischungsverhältnis: Frisches Material – aufgesetzt zu einer Miete – erhitzt sich in kurzer Zeit und muss dann öfters gewendet werden, damit keine Fäulnis entsteht. Ist die heiße Phase beendet so kann zur Produktveredelung und als Düngerspeicher Qualitäts-Holzkohle aus einer Pyrolyse-Anlage oder aus einem Holzvergaser (Abfallprodukt bei der Stromerzeugung mit Holz) dazugemischt werden. Auf diese Art wird Schwarzerde selber hergestellt. Diese Schwarze Erde verwendet Otto Alge allerdings noch nicht in der Topf-Produktion, denn bisher fehlte die offizielle Zulassung (das Produkt ist noch recht neu). Auf privater Ebene verwendet er diese Mischung aber bereits mit großem Erfolg im Hausgarten.

Die „Schwarze Erde“ Als idealer Nährboden hat sich „Terra preta“ erwiesen. Der Name ist portugiesisch und heißt auf Deutsch „Schwarze Erde“. Das Verfahren ist bereits Jahrtausende alt und stammt aus dem Amazonasgebiet. Das Besondere: Die Erde wurde einst von den Indios selbst in luftdichten Tongefäßen hergestellt und zeichnet sich durch ihren hohen Humusgehalt aus. Durch den Prozess der Fermentierung entstand so die fruchtbare Erde. Der Boden besteht aus einer Mischung von Holz- und Pflanzenkohle, Dung und Kompost durchsetzt mit Tonscherben und gelegentlich auch Knochen sowie Fischgräten. Terra preta kann hohe Nährstoffmengen speichern und bietet dadurch hervorragende Voraussetzungen für den Ackerbau.

Buchtipps von Otto Alge

• „Kompostierung“ (Leopold Stocker Verlag , ISB N 3-7020-0612-5 ) • „Kompostierung und Erdenherstellung“ von Ge rald Dunst (Sonnenerde, ISB N 97 8-3-9503088-1-5) In leicht verständlicher Sprache und mit vielen Bildern wird dargestellt, worau f es beim Kompostieren wirklich ankommt und wie Fehler vermieden werden kön nen.


t Gesunde Pflanzenkost Gemüse hat einen hohen Anteil an Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen und wirkt basisch. Je frischer das Gemüse umso wertvoller die Inhaltsstoffe. Deshalb gilt: am besten regional und saisonal!

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Gemüse mit Ländle Herkunfts- und Gütesiegel gibt es von diesen Bauern: 1 Gemüsebau Alge, Otto Alge (Vermarktung über SPAR) Sankt-Antonius-Straße 31a, 6890 Lustenau, T 05577/86437 2 Jungpflanzen und Gemüsebau Gehrer, Walter Gehrer Frühlingsstraße 35, 6973 Höchst, T 05578/75440 Öffnungszeiten Hofladen: Mai bis Allerheiligen Montag bis Freitag 8:00 bis 12:00 Uhr und 13:30 bis 18:00 Uhr Samstag 8:00 bis 12:00 Uhr 3 Roswitha Hämmerle Alpstraße 1a, 6890 Lustenau, T 05577/86247 Öffnungszeiten Hofladen: Selbstbedienung und nach telefonischer Vereinbarung 4 Gemüsebau Gebrüder Karg, Markus Karg (Vermarktung über SPAR) Im Wida 2, 6922 Wolfurt, T 05574/71369-30 5 Mahlerhof, Martin Brunner Birnbaumstraße 20, 6973 Höchst, T 05578/75344 Öffnungszeiten Hofladen: Montag bis Freitag 8:00 bis 12:00 Uhr und 14:00 bis 18:00 Uhr, Samstag 8:00 bis 12:00 Uhr 6 Gärtnerei Metzler, Paul Metzler Walgaustraße 118, 6713 Ludesch, T 05550/3334-0 Öffnungszeiten Hofladen: Montag bis Freitag 8:00 bis 12:00 Uhr und 13:30 bis 18:00 Uhr, Samstag 8:00 bis 13:00 Uhr 7 Gemüsebau Meusburger, Jürgen Meusburger Au 5a, 6842 Koblach, T 0664/1429056 Öffnungszeiten Hofladen: Montag, Mittwoch, Freitag jeweils 17:00 bis 19:00 Uhr, www.laendle.at/gemuese Samstag 9:00 bis 11:00 Uhr

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Felsenhof Bio-Milchviehbetrieb aus Überzeugung S

eit mehr als 28 Jahren ist Kaspar Kohler überzeugter Biobauer. Mit seiner Familie lebt und werkt er seit 1982 in Sulzberg nahe der Weißach. Sie bewirtschaften dort ca. 20 Hektar Grünland. Im Stall stehen 25 stolze Bio-Milchkühe mit ihrer Nachzucht – allesamt mit Horn! Kaspar Kohler ist überzeugt, dass Hörner bei Rindern na-

nur einen höheren Gehalt an den wichtigen fettlöslichen Vitaminen A und E, sondern auch ein besseres Fettsäuremuster, das sich positiv auf den Stoffwechsel auswirkt. Selbstverständlich müssen aber auch in der biologischen Käseproduktion Mikroorganismen verwendet werden, jedoch dürfen auch diese nicht gentechnisch verändert worden sein.

Nachhaltigkeit und Umweltschutz Diese Qualität ist natürlich auch in den am Felsenhof hergestellten Produkten wie Bio-Bergkäse und Bio-Joghurt schmeckbar! Ganz speziell ist vor allem, dass alle Joghurts nach wie vor in MehrwegGläser abgefüllt werden. Ein weiterer Beitrag zu Nachhaltigkeit und Umweltschutz – ein Gedanke, der sich am Felsenhof durchzieht.

turgemäß sind, und die Natur leistet sich keinen Luxus! Kaspar meint, dass die Hörner mehr Sinn machen als wir uns allgemein vorstellen. So naturgegeben die Hörner sind, so naturgemäß und unverändert möchte Familie Kohler ihre Produkte herstellen und weiterreichen. Dadurch ist ein möglichst naturnaher Kreislauf vom Stall bis zum fertigen Produkt wie Käse oder Joghurt gegeben.

Mmmm! Milch ... aber bitte in Bio Milch und Milchprodukte enthalten wertvolle Nährstoffe, wie hochwertiges Eiweiß, Mineralstoffe und Vitamine. Bio-Milch hat aber nicht

Die Tiere im Stall fressen nur Gras und Heu, Kaspar Kohler verzichtet schon seit nahezu zehn Jahren auf die Zugabe von Getreide, Mais oder Soja in Form von Kraftfutter. Die Natur hat die Tiere im Laufe der Evolution mit vier Mägen, so wie sie heute sind, ausgestattet. So wird das, was Weiden und Landschaft hergeben, optimal durch unsere Wiederkäuer verwertet. Mit Zusatzfütterung von Getreide kann wohl die Leistung der Tiere in Litern und Kilogramm gesteigert werden. Was aber die Qualität von Milch und Fleisch anbelangt, ist in den Augen von Kaspar Kohler die Leistung mit wenig oder gar ganz ohne Getreidefütterung eine wertvollere. Tierwohl wird im Hause Kohler groß geschrieben zugunsten aller Lebewesen am Hof, der Natur und nicht zuletzt für eine gesunde Zukunft der eigenen Enkelkinder.

Kaspar Kohler, Bio-Bauer Felsenhof, Sulzberg

Greifen Sie zu ...

Vorarlberger BioGenüsse laufend bestellbar unter www.biovorarlber g.at

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TTIP kostet Österreich Arbeitsplätze und beschleunigt das Bauernsterben! E

ine von IHS und ÖFSE im Auftrag von Spar, BIO AUSTRIA, NÖM und Greenpeace erstellte Studie prognostiziert einen drastischen Beschäftigungsrückgang.

Das US-europäische Freihandelsabkommen TTIP würde sich in Summe negativ auf den heimischen Arbeitsmarkt auswirken. Zu den stärksten Verlusten käme es in der Landwirtschaft und auf dem Nahrungsmittelsektor. So lautet das Ergebnis einer umfassenden Studie zu den Beschäftigungseffekten von TTIP in Österreich. Diese Studie sieht vor allem die kleinstrukturierte heimische Landwirtschaft bedroht. Hauptbetroffen wären Betriebe bis zu 20 Hektar, was der durchschnittlichen österreichischen Bauernhofgröße entspricht. Insgesamt könnte TTIP den Landwirtschafts- und Nahrungsmittelsektor über 4.600 Jobs kosten.

TTIP

Gertraud Grabmann, Obfrau von BIO AUSTRIA sieht ihre Kritik an TTIP durch die Studie bestätigt: „Die Ergebnisse zeigen, dass die österreichische Wirtschaft durch das transatlantische Freihandelsabkommen nicht profitieren würde, die negativen Effekte von TTIP aber den Landwirtschafts- und Lebensmittelsektor am stärksten treffen würden. TTIP wäre also ein volkswirtschaftliches Nullsummenspiel auf Kosten der Landwirtschaft. BIO AUSTRIA sieht sich daher in seiner ablehnenden Haltung gegenüber TTIP bestärkt.“

Veranstaltungstipp MARKT 04.06.2016 SPARKASSENPL ATZ FELDKIRCH 9.00 – 13.00 Uhr

Wir schauen aufs Die Biobäuerinn

Ganze

en & Biobauern

Produzenten regionaler Bio-Produkte finden Sie im Einkaufsführer von BIO AUSTRIA Vorarlberg und unter: www.bio-austria.at/biomap

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Die Beeren sind los! D

ie Brüder Martin und Peter Winder sind längst schon zum Inbegriff des Beerengenusses in Vorarlberg geworden. Aber auch Zwetschken gehören zum Sortiment. Ihre Produkte sind begehrt, die Nachfrage ist groß.

eren, HimAngebaut werden Erdbe Brombeeren, beeren, Heidelbeeren, und rote rze wa Stachelbeeren, sch Kürbis, r, de Johannisbeeren, Holun el. arg Zwetschken, weißer Sp

e 7, en in der Sebastianstraß Erhältlich direkt im Hoflad eren@web.de /73655086, E winderbe 6850 Dornbirn, T 0664 rkt auf dem Dornbirner Ma und zweimal wöchentlich sowie bei Sutterlüty

Aus den einst bescheidenen Anfängen auf fünf Ar sind im Laufe der Jahre 20 Hektar Gesamtanbaufläche in Dornbirn und Hohenems geworden, auf denen Beeren nach den Richtlinien des Ländle Herkunfts- und Gütesiegels angebaut werden. Die Früchte werden frisch auf dem Dornbirner Markt, im eigenen Hofladen und über den Handel verkauft, aber auch zu fruchtigen Produkten weiterverarbeitet. Abnehmer sind neben Privathaushalten auch die heimische Gastronomie sowie regionale Händler oder Märkte – darunter viele Stammkunden. Der Erfolg der Winders basiert auch in ihrem Interesse, stets Neues auszuprobieren. 2014 betraten sie beispielsweise völliges Neuland mit dem erstmaligen Anbau von Spargel auf zwei Hektar. Nach einem „Probestechen“ im letzten Jahr konnte heuer schon mit der Ernte von weißem Spargel begonnen werden.

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olfgang Karg führt die Familientradition weiter, und betreibt bereits in dritter Generation Gartenbau. Er hat sich dabei auf den Anbau von Erdbeeren spezialisiert und ist bereits seit vielen Jahren Partner im Ländle Gütesiegel Programm. Die schmackhaften Beeren (aus botanischer Sicht gehört die Erdbeere zur Gattung der Sammelnussfrüchte, und gar nicht zu den Beeren) baut er auf einer Fläche von vier Hektar in Gaißau an. Bei der Sortenauswahl setzt Wolfgang Karg auf Erdbeeren mit ausgeprägtem Aroma – da diese Beeren etwas weicher sind, sind sie nur für die Direktvermarktung geeignet. Andere Erdbeersorten, die in den Export gehen, sind fester und dadurch länger haltbar, verlieren dafür aber erheblich an Geschmack. „Am aromatischsten sind frisch geerntete Erdbeeren bei wechselhaftem Wetter, wenn es nicht allzu heiß ist“, rät der Beerenspezialist. Karg baut seine Erdbeeren seit Jahren auf Foliendämmen an. Das hat den Vorteil, dass die kleinen Früchte nicht mit dem Boden bzw. dem Stroh in Berührung kommen und so weit weniger anfällig für Krankheiten sind. Die Folienabdeckung verhindert außerdem das Wachstum von Unkraut, so dass auf einen Großteil der Pflanzenschutzmittel verzichtet werden kann.

Karg Erdbeerenbau der Saison Erhältlich ganztägig in Mitte Juli von ca. Mitte Mai bis ca. stellen: bei folgenden Verkaufs , direkt ab Hof • Gaißau, Riedgasse 95 rg raße, hinter Gärtnerei Ka • Wolfurt, an der Achst erstraße • Bludenz, Werdenberg y- und ADEG-Filialen rlüt tte Su sowie in diversen


Beeren mit dem Ländle Gütesiegel gesetzt – gewachsen – geerntet in Vorarlberg Die Ländle Beeren Bauern führen Aufzeichnungen über Pflegemaßnahmen, Dünge- und Pflanzenschutzmittel, Herkunft von Pflanzgut sowie den Verkauf der Früchte. Dies gewährleistet eine lückenlose Rückverfolgbarkeit. Regelmäßige, unangemeldete Vor-Ort-Kontrollen durch die Ländle Qualitätsprodukte Marketing GmbH sowie Laboruntersuchungen der erntereifen Beeren bieten zusätzliche Sicherheit. Kurze Transportwege garantieren Frische und entlasten außerdem die Umwelt. Eine vielseitige Fruchtfolge ist Voraussetzung für langfristig gesunde Böden und somit auch für gesunde Pflanzen. Gerade bei Erdbeeren lassen sich dadurch beispielsweise bodenbürtige Pilzkrankheiten vermeiden. Ländle Erdbeer-Bauern bauen auf einem Acker höchstens drei Jahre Erdbeeren an. Danach muss mindestens zwei Jahre pausiert werden. Pflanzenschutz wird auf das unbedingt notwendige Maß reduziert. Die Verwendung robuster Sorten senkt das Krankheitsrisiko zusätzlich.

Die kleinen Powerfrüchte sind Schlankmacher

Beeren schmecken herrlich erfrischend

Beeren haben durchschnittlich weniger als 40 Kilokalorien pro 100 Gramm. Die kleinen aromatischen Früchte enthalten neben vielen Ballaststoffen auch das immunstärkende Vitamin C in hohen Mengen, welches wichtig für den Zellschutz ist. Außerdem trägt Vitamin C zur Stärkung des Immunsystems bei, schützt dadurch vor Infekten und erhöht die Eisenaufnahme. Beerenfrüchte liefern darüber hinaus gesundheitsfördernde sekundäre Pflanzenstoffe, die den Beeren ihre typische Farbe verleihen.

Ob als leichte Zwischenmahlzeit oder Dessert, frisch und pur, im Müsli mit Getreideflocken und fettarmer Milch kombiniert, verarbeitet zu Saft oder im Milchmixgetränk, im Smoothie, als Mus, Kompott oder rote Grütze – Beerenfrüchte sind unglaublich vielseitig. Auch als Fruchtcocktail oder im Salat schmecken sie hervorragend! www.laendle.at/beeren

Rhabarber-Spargel-Erdbeer-Salat Zutaten für vier Personen (als Vorspeise): 200 g Rhabarber | 1 EL Zucker | Saft einer Orange 6 Stück weißer Spargel | 12 Stück grüner Spargel | 6 große Erdbeeren Salz | Pfeffer | Olivenöl | Balsamicoessig 1 kleiner Bund Rucola | Pfeffer aus der Mühle

Zubereitung: Rhabarber schälen, in 2 cm breite Stücke schneiden. Zucker in einer Pfanne karamellisieren, Rhabarberstücke dazugeben und mit dem Saft der Orange aufgießen. Platte ausschalten und den Saft leise einköcheln lassen – dabei aufpassen, dass der Rhabarber nicht zu weich wird. Spargel schälen und in schräge, 2 cm breite Scheiben schneiden. Spitze längs teilen. In einer Pfanne etwas Olivenöl erhitzen, Spargelscheiben mit Salz und einer Prise Zucker leicht dünsten, so dass sie etwas Bratspuren bekommen aber auch nicht zu weich werden.

Die Erdbeeren blättrig schneiden. Marinade aus Olivenöl, Balsamico, Salz und gemahlenem Pfeffer aus der Mühle herstellen, dazu kommt der Saft aus der Rhabarber-Pfanne. Etwas Rucola als Bett auf den Tellern anrichten. Rhabarber, Spargel und Erdbeeren darauf verteilen. Mit der Marinade beträufeln und mit Pfeffer aus der Mühle bestreuen. Rezept: Sigrid Gasser Weitere Rezeptideen finden Sie auf www.laendle.at/rezepte

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Frühkartoffeln direkt ab Hof www.laendle.at/kartoffel

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Frühkartoffeln mit Ländle Herkunfts- und Gütesiegel erhalten Sie in Kürze hier: 1

Familie Bischof, Allmeinteilweg 7, 6713 Ludesch T 0664/3587724, 0664/2204917 2 Familie Willi Burtscher, Unterbings 51, 6700 Bludenz T 05552/91406, 0664/9251952 3 Dietmar Fechtig, Leha 10, 6841 Mäder T 05523/540008, 0664/3588088 4 Andreas Kalb, Pariserstraße 28, 6923 Lauterach T 0664/4616244 5 Rosa und Lothar Kaufmann, Bazulstraße 26, 6710 Nenzing T 05525/64446, 0664/9388074 6 Familie Ludescher/Fink, Klosterstraße 22 und Lerchenauerstraße 78, 6923 Lauterach, T 05574/64631, 0664/3906096 7 Gärtnerei Metzler, Walgaustraße 118, 6713 Ludesch T 05550/3334, 0664/3360506 8 Jürgen Meusburger, Au 5a, 6842 Koblach T 0664/1429056 9 Familie Mündle, Augasse 34, 6822 Satteins T 05524/22365, 0664/5149969 10 Familie Reiner, Fellentorstraße 8, 6923 Lauterach T 05574/75705, 0664/8714600 11 Kilian Schatzmann, Torkelgasse 5, 6800 Feldkirch-Gisingen T 05522/73673, 0664/4922908 12 Ingrid und Ulrich Tiefenthaler, Brosswaldenweg 15, 6830 Rankweil-Brederis, T 05522/38091, 0664/5804303 luag 40


„D’r G’spana“ für unterwegs Der ideale Wegbegleiter für rasante Gipfelstürmer und gemütliche Ausflügler: Das neue handliche Filztäschchen für unterwegs: Im „G’spana“ finden sich zwei 50 ml Fläschchen, je nach Wunsch befüllt mit einem feinen Whisky, einem erfrischenden Gin oder fruchtigen Edelbrand. Nehmen Sie sich Zeit für jeden einzelnen Tropfen und lassen Sie sich überraschen von den vielfältigen Destillaten aus der Broger Privatbrennerei. Zum Wohl! Broger Privatbrennerei OG Dammweg 43, 6833 Klaus T 05523/53546 E office@broger.info, www.broger.info

Jetzt neu: Spargel aus dem Ländle Im Frühjahr 2014 bauten Martin und Peter Winder (bekannt als die „Beeren-Brüder“ Winder aus Dornbirn) auf 1,7 Hektar erstmalig Spargel an. Nach einem „Probestechen“ im letzten Jahr kann heuer schon in größerem Umfang weißer Spargel geerntet werden. Das zarte Gemüse ist sehr gesund: Es liefert Ballaststoffe, Folsäure, Kalium, ein äußerst günstiges Kalzium-MagnesiumVerhältnis, B-Vitamine und viele bioaktive Pflanzenstoffe. Je frischer, desto besser! Erhältlich ist der Spargel aus dem Ländle direkt im Hofladen und zweimal wöchentlich am Stand der Winders auf dem Dornbirner Markt (Mittwoch und Samstag Vormittag) sowie bei Sutterlüty. Winder Beeren, Sebastianstraße 7, 6850 Dornbirn, T 0664/73655086, E winderbeeren@web.de

Sahnig, köstlich, raffiniert Der Wilde Engel – himmlisch sanft und verführerisch raffiniert! Aus eigenen Eiern aus Freilandhaltung und Ländle Milch produzieren Daniel und Angelika Bell vom Geflügelhof Feldkirch wahre Köstlichkeiten in drei Geschmacksvarianten: Champagner Trüffel, Mokka und Eierlikör. Beste ausgewählte Grundprodukte und die Komposition der Zutaten nach altem Rezept bieten ein einzigartiges Geschmackserlebnis. Genießen Sie die sahnige Verführung für sich selbst zu einer gemütlichen Stunde und überraschen Sie auch Ihre Gäste. Auch als edles, köstliches Geschenk bereitet der Wilde Engel viel Freude. Erhältlich direkt beim Gefügelhof Feldkirch, Werdenbergstraße 42, 6800 Feldkirch T 05522/74394, E gefluegelhof@gmx.at, www.gefluegel-feldkirch.at sowie in der ausgewählten Gastronomie und in diversen Feldkircher Geschäften.

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Die Brenner des Jahres 2016, v. links n. rechts: Ulrich Höfert (LK), Peter Mähr, Manuel Gohm (Ländle Marketing), Markus Amann (OGV), Norbert Bertsch, Claudia Immler (Ländle Marketing), Hubert Fink, LK-Vizepräsidentin Andrea Schwarzmann, LR Ing. Erich Schwärzler.

Vorarlbergs Obstprodukte können sich sehen lassen Obstbäume stehen in fast allen Gemeinden des Landes. Und das soll auch so bleiben, kann man doch aus Obst edle Produkte herstellen.

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N

icht nur das Landschaftsbild sondern auch die Mentalität der Vorarlberger wird durch die Obstbäume geprägt. Tradition, Leidenschaft und höchste Anstrengung verbinden sich mit dem Erhalt der Obstbäume und der Veredelung des Obstes zu Edelbränden, Mosten oder Säften.

Um dem Obst und seinen Erzeugnissen die notwendige Aufmerksamkeit und Wertschätzung zu sichern, veranstalten die Landwirtschaftskammer Vorarlberg und die Ländle Qualitätsprodukte Marketing GmbH seit 23 Jahren die Landesprämierung für Edelbrände, Liköre, Moste, Säfte und Essige. Erzeuger können ihre flüssigen Obstprodukte von unabhängigen Experten anonym bewerten lassen. Laboruntersuchungen ergänzen die Qualitätskontrolle. Einwandfreie Produkte erhalten das Ländle Herkunfts- und Gütesiegel.

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Heuer wurden 369 Getränke eingereicht. 338 davon wurden mit dem Ländle Herkunfts- und Gütesiegel in Gold, Silber oder Bronze prämiert. Dies zeigt, auf welch hohem Niveau Vorarlbergs bäuerliche Obstverarbeiter inzwischen arbeiten. Wie immer machten die Obstbrände einen Großteil der eingereichten Proben aus. Im Kommen sind aber auch moderne Obstweine. Aus den besten Brennern und den besten Mostern wurden drei Brenner des Jahres und zwei (punktegleiche) Moster des Jahres ermittelt. Aus den Goldmedaillen-Produkten werden die Punktebesten zu Sortensiegern der jeweiligen Kategorie erklärt.

Broschüre Landesprämierung 2016 Für einen raschen und optisch ansprechenden Überblick über die prämierten Obsterzeugnisse und deren Anbieter wurde auch heuer eine Broschüre aufgelegt. Sie kann in gedruckter Form bei der Landwirtschaftskammer, Abteilung Obst & Garten, unter T 05574/400-232 kostenlos angefordert oder auch im Web heruntergeladen werden: www.laendle.at/edelbraende-likoere


Die Sieger auf einen Blick Brenner des Jahres 2016 Norbert Bertsch, Bludenz Hubert Fink, Höchst Peter Mähr, Feldkirch

Moster des Jahres 2016 Bovelhof, Christoph & Christine Mähr, Düns Toni Schiefer, Götzis

Sortensieger 2016

• Apfelbrände: Apfelbrand Boskoop Holzfass von Albert Loacker, Götzis • Birnenbrände Subirer: Birnenbrand Subirer von Elmar Domig, Ludesch • Birnenbrände Zitronenbirne (punktegleich): Birnenbrand Zitronenbirne von Kevin Frumen, Laterns Birnenbrand Zitronenbirne von Armin Rauch, Dünserberg • Sortenreine Birnenbrände (punktegleich): Birnenbrand Bartlmaibirne von Peter Mähr, Feldkirch Birnenbrand Hausbirne von Kurt Fink, Krumbach Birnenbrand Pastorenbirne von Norbert Bertsch, Bludenz

• Sortenreine Obstbrände: Obstbrand Apfel Birne von Kurt Schatzmann, Altenstadt • Kirschenbrände: Kirschenbrand von B. & J. Summer, Fraxern • Trauben- und Traubentresterbrände: Traubenbrand Bouvier Holzfass von Gottfried Summer, Klaus • Steinobstbrände (punktegleich): Zwetschkenbrand von Arnold Hehle, Feldkirch-Nofels Zwetschkenbrand von Andreas Radl, Nüziders Zwetschkenbrand von Toni Schiefer, Götzis • Liköre: Walnusslikör von Toni Schiefer, Götzis • Apfelmoste: Apfelwein von Karl Grass, Bürs • Sortenreine Apfelmoste: Apfelmost Maschanzker von Christoph & Christine Mähr, Düns • Moderne Moste: Birnenperlwein von Christoph & Christine Mähr, Düns • Fruchtsäfte: Apfelsaft von Gerold & Günther Gassner, Höchst • Essige: Apfelessig von Helmut Flatz, Alberschwende

Die Moster des Jahres 2016, v. links n. rechts: Ulrich Höfert (LK), Manuel Gohm (Ländle Marketing), Christoph Mähr, Markus Amann (OGV), Christine Mähr, LK-Vizepräsidentin Andrea Schwarzmann, Claudia Immler (Ländle Marketing), Toni Schiefer, LR Ing. Erich Schwärzler. luag 43


Ein Panorama, das alles andere als Wurst ist Der Fesslerhof in Eichenberg ist Metzgerei und Jausenstation zugleich. Die Wurstwaren und die Aussicht sind gleichermaßen ein Genuss.

E

s ist schon eher ungewöhnlich, dass ein Einkauf beim Metzger mit einem landschaftlichen Erlebnis verbunden wird. Der Fesslerhof kann dieses Ambiente bieten. Oberhalb des Ortszentrums von Eichenberg gelegen, eröffnet sich – das entsprechende Wetter vorausgesetzt – den Besuchern ein herrlicher Blick auf die Berge und den Bodensee. So verwundert es wenig, dass die Jausenstation, die von Mai bis Oktober geöffnet ist, von Wanderern viel frequentiert wird. „Bei einem gemütlichen Hock lässt es sich eben besonders fein einkaufen“, spielt für Christine Fessler die Geselligkeit eine große

Rolle. Für ihren Mann Hansjörg (53), der den Betrieb führt, ist sie die gute Fee in der Firma. Auch Sohn Martin ist Teil der Familien-Metzgerei. Der 22-Jährige belegte vor drei Jahren beim Bundeslehrlingswettbewerb den zweiten Platz, anschließend legte er die Meisterprüfung ab. Die Fesslers haben noch einen weiteren Sohn (Georg) und eine Tochter (Isabella), die zwar nicht im Betrieb sind, aber in ihrer Freizeit fleißig mithelfen.

Alles selbst aufgebaut Der Fesslerhof ist auch die Geschichte einer Familie, die sich mühsam und mit viel Einsatz alles selbst aufgebaut hat. Der Grundstein wurde dabei von Hansjörgs Vater gelegt, der als Landwirt und später luag 44

auch als Hofmetzger tätig war. 1993 wurde ein kleiner Schlachtbetrieb eingerichtet. Vor 20 Jahren stand die Familie dann vor der Entscheidung, wie es weitergehen soll. Die exponierte Lage am Ende einer Straße schien keine idealen Voraussetzungen zu bieten, um eine Metzgerei erfolgreich führen zu können. Doch Hansjörg Fessler setzte sein Konzept um, in dem er die umliegenden Bauern einband. Sein Bestreben war und ist es, nur Tiere zu schlachten, die von Bauern aus der Nachbarschaft stammen. „Der maximale Transportweg beträgt 20 Minuten“, klärt Sohn Martin auf. Die Fesslers schufen auch die Voraussetzungen, dass das Fleisch direkt am Hof veredelt werden kann. Zehn bis 15 Schweine, zwei Kälber, zwei Stiere oder Ochsen werden pro Woche verarbeitet. Hinzu kommen noch 130 Lämmer pro Saison sowie Wild, das von Vater und Sohn geschossen wird. „Wir machen alles selbst. Angefangen von der Streichwurst über die Salami bis hin zum Schinken und Bauernspeck“, betonen beide. Über 30 Wurstwaren werden angeboten. Hinzu kommt das Fleisch, das nicht über die Theke angeboten, sondern jeweils frisch zugeschnitten wird. Diese Handschlagqualität kommt an. Der Betrieb hat viele Stammkunden – 70 Prozent davon sind aus Deutschland. Viele kommen extra hier her oder sind beim Vorbeiwandern auf die Metzgerei aufmerksam geworden. „Die Kunden sind auch bereit, etwas mehr zu zahlen. Allerdings muss das Preis-/Leistungsverhältnis schon stimmen“, bekräftigt Christine Fessler. Selbst zahle man auch den Bauern ordentliche Preise.

Bekannt für Gastfreundlichkeit Schon seit jeher war die Familie Fessler auch für ihre Gastfreundlichkeit bekannt. Denn auch früher konnten sich vorbeikommende Wanderer mit einem Most oder Schnäpsle stärken. Manche kamen gerne auf einen Hock vorbei oder labten sich am feinen Leberkäs, während


der Einkauf hergerichtet wurde. Schritt für Schritt entstand daraus eine Jausenstation, die in der warmen Jahreszeit viel frequentiert ist. In der Hochsaison sind auch bis zu zehn Mitarbeiter beschäftigt. Im Winter ist es deutlich ruhiger am Fesslerhof. Der Zusammenhalt ist

Fesslerhof Schüssellehen 58 6911 Eichenberg T 05573/84581 E metzgerei@fesslerho f.com Öffnungszeiten: METZGE RE I: • 1. Jänner bis 30. April und 1. November bis 31 . Dezember Dienstag, Mittwoch, Fre itag 9:00 bis 18:00 Uh r Samstag 9:00 bis 13:00 Uhr • 1. Mai bis 31. Oktob er Dienstag, Mittwoch, Fre itag, Samstag 9:00 bis 18:00 Uhr Sonn- und Feiertage 10 :00 bis 17:00 Uhr JAUSE NSTATION: • 1. Mai bis 31. Oktob er 10:00 bis 18:30 Uhr täg lich, außer Montag und Donnerstag auch an Sonn- und Fei ertagen

aber in jeder Jahreszeit gegeben. „Ohne Idealismus ginge nichts“, ist sich die Familie einig. Und wer dann auf das herrliche Panorama schaut, spürt, dass auf rund 1.000 Meter Höhe das Einkaufserlebnis alles andere als Wurst ist.

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p p i t s g u l f A us

Mit Blick ins Kriasidorf... Fraxern ist nicht nur bekannt für seine Kirschen, sondern auch als Ausgangspunkt für diverse Wander- und Bikerouten für die ganze Familie. Rundwanderungen sind in alle Richtungen möglich. Beispielsweise über die „Letze“ nach Viktorsberg und wieder retour durch die Schlucht. Oder auch über die Alpen „Staffel“ oder „Maiensäss“ bis zur „Hohen Kugel“, mit einzigartigem Rundblick über das gesamte Rheintal bis zum Bodensee und darüber hinaus. Oder auch auf den Fraxner „First“. Bei heißen Temperaturen lässt sich eine Waldwanderung empfehlen Richtung „Götzner Moos“ oder auch bis nach Klaus durch die legendäre „Örflaschlucht“.

Einkehren auf der Alpe Maiensäss Eine gute Einkehrmöglichkeit befindet sich auf der Alpe Maiensäss auf 1.350 Meter Seehöhe. Hier weiden von Ende Mai bis Anfang September ca. 70 Kühe, die morgens und abends im Stall gemolken werden. Betreut werden die Tiere heuer von Verena Zwickle und Christoph Fetz, die in dieser Zeit auch gerne hungrige und durstige Wanderer verköstigen. Während der Herbst-, Winter- und Frühjahrsmonate wird die Alphütte auf Maiensäss jedes Wochenende vom Schiverein Fraxern bewirtet.

FRAXERN – VIKTORSBERG Gehzeit: 1 Stunde, leichte Wanderung Durch Wiesen mit vielen Kirschbäumen und weiter auf dem Waldweg durch ein Tobel und etwas aufwärts auf dem Mühleweg führt der leicht begehbare Weg nach Viktorsberg mit seiner tollen Aussicht ins Rheintal und auf die Schweizer Berge. FRAXERN – HOHE KUGEL Gehzeit: ca. 2,5 Stunden Höhenunterschied: 645 m, Höchster Punkt: 1.645 m Ausgehend vom Parkplatz „Kapieters“ gibt es einen wunderbaren Wanderweg (ehemaliger Saumpfad) über die Alpe Maiensäss zur Hohen Kugel. Der Rückweg kann über den Güterweg erfolgen. Von Ende Mai bis Anfang September wird das Vieh den Sommer über auf den verschiedenen Fraxner Alpen gehütet. Die Hirtschaften bewohnen in dieser Zeit abwechslungsweise die Alphütten auf „Maiensäss“ und „Staffel“. Trifft man die Älpler während der Wanderung hier an, kann der Durst u.a. mit frisch gemolkener Kuhmilch gestillt werden, natürlich auch mit einem Möstle.

Auf der Alphütte „Hohe Kugel“ bietet im Sommer die Hirtenfamilie Cäsar Verpflegung für Wanderer und Biker.

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Termine im Ländle

MILCH-GLÜCKSRAD ANLÄSSLICH WELTMILCHTAG ON TOUR Feldkirch: Samstag, 28. Mai, Bauernmarkt (vor der Johanniterkirche) Bludenz: Samstag, 28. Mai, Wochenmarkt (neben dem Nepomukbrunnen) Dornbirn: Mittwoch, 1. Juni, Wochenmarkt (Marktplatz, beim Roten Haus) Hohenems: Donnerstag, 2. Juni, Wochenmarkt (Schlossplatz) Bregenz: Freitag, 3. Juni, Bauernmarkt (untere Kaiserstraße) LÄNDLE UMWELTWOCHE – 29. Mai und 5. Juni – www.umweltv.at Blick über den Tellerrand – klimafreundlicher Mittagstisch 30. Mai bis 3. Juni, 11:30 bis 13:30 Uhr, Magazin 4, Bergmannstraße 6, Bregenz Anmeldung: T 0680/1181928, Kosten: EUR 5,50 pro Person Backen mit vollem Korn – Backkurs mit Hildegard Zangerle 30. Mai, 20:00 Uhr, Mittelschule, Berkmannweg 16, Altach Anmeldung: E bibliothek@altach.at, T 05576/42336, Kosten: EUR 20,– Restekochkurs mit Mike Pansi 31. Mai, 20:00 bis 22:00 Uhr, Platz 138, Mittelschule, Bezau Anmeldung bis 25. Mai: T 05514/2213, Kosten: EUR 15,– Herstellen von Kräutersalz mit Garten- und Wildkräutern 1. Juni, 14:00 bis 16:00 Uhr (nur bei Schönwetter), im Garten, Hörbranzerstraße 19, Lochau Anmeldung: T 0664/5031831 (Melitta Sohm), Kosten: EUR 4,– Bio-Markt von Bio Austria Vorarlberg und den Vorarlberger Biobäuerinnen 4. Juni, 9:00 bis 13:00 Uhr, Sparkassenplatz, Feldkirch Markt „wer ko ka kut“ – Lebensmittel sind kostbar, Infostand und Kühlschrankspiel 4. Juni, 16:00 bis 20:00 Uhr, Dorfplatz, Schwarzach MARKT IN BEZAU ab Freitag, 3. Juni, 9:00 bis 13:00 Uhr, jeden Freitag bis einschließlich 28. Oktober auf dem Bezauer Dorfplatz, www.witus.at THEMENTAG: REGIONALITÄT & NACHHALTIGKEIT Zukunftsperspektiven für Tourismus, Landwirtschaft und Gesellschaft 4. Juni, 10:00 bis 16:00 Uhr, Bäuerliches Schul- und Bildungszentrum, Hohenems Veranstalter: Forum Genuss Alpen, WKV-Vorarlberg isst, Ökoland Vorarlberg, Bodensee Akademie www.bodenseeakademie.at

Impressum

Medieninhaber, Herausgeber und Redaktion: Landwirtschaftskammer Vorarlberg und Ländle Qualitätsprodukte Marketing GmbH, Montfortstraße 11/7, 6900 Bregenz, T 05574/400-700, E laendle@lk-vbg.at, www.laendle.at, vbg.lko.at, Redaktion/Layout: Bernhard Ammann, Sabine Hagspiel, Dietmar Hofer, Marion Hofer, Juliane Nogler, Isabella Kuster, Ing. Armin Schwendinger, Sabrina Z ­ erlauth MA; Bildnachweis: LK Vorarlberg, Ländle Qualitätsprodukte Marketing GmbH, Denise Neufert, Ludwig Berchtold, Christoph Pallinger, Darko Todorovic, Othmar Heidegger, Marion Hofer, Sebastian Gabriel, Sabrina Zerlauth MA, Dietmar Walser, i-stock; Bildbearbeitung: Christoph Pallinger

MIT UNTERSTÜTZUNG VON BUND, LAND UND EUROPÄISCHER UNION

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