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03/2016 | Ausgabe N° 1

Ist Gentechnik gefährlich? Regionales fürs Osterfest Weg ins „Bodenlose“? Messe SCHAU! 2016 Unsere Land- und Forstwirtschaft. Wertvoll fürs Land.

Sind wir Versuchskaninchen?


ENKELTAUGLICHKEIT

EIGENVERANTWORTUNG

WERTSCHÄTZUNG WERTSCHÖPFUNG

ALLGEMEINWOHL TIERWOHL UMWELTSCHUTZ

RICHTLINIEN KONTROLLSYSTEM TRANSPARENZ GENTECHNIKFREIHEIT GESETZT-GEWACHSEN-GEERNTET GEHALTEN-GEFÜTTERT-GELEGT GEHALTEN-GEFÜTTERT-GESCHLACHTET GEHALTEN-GEFÜTTERT-GEMOLKEN GEHALTEN-GESAMMELT-GESCHLEUDERT FRISCHE GESUNDHEIT

SICHTBARKEIT SICHERHEIT

LÄNDLE VORARLBERG GÜTESIEGEL VERSORGUNGSSICHERHEIT

VERTRAGSLANDWIRTSCHAFT PARTNERSCHAFT SOLIDARITÄT

PRODUKTIONSQUALITÄT

PRODUKTQUALITÄT REGIONALITÄT

www.laendle.at/guetesiegel luag 2


Inhalt

Ostern & Eier Seite 6

Risiko Gentechnik? Seite 10

TTIP ante portas? Seite 12

Kein Zickenkrieg Seite 16 Weg ins Bodenlose? Seite 34

Schau zur Schau! Seite 36

Boden geht uns alle an! D

as Jahr 2015 wurde von den Vereinten Nationen zum Jahr des Bodens erklärt. Für die Landwirtschaft ist der Boden die wichtigste Produktionsgrundlage. Daher haben wir das Thema Boden mit einigen Fachveranstaltungen und wissenschaftlichen Untersuchungen näher unter die Lupe genommen.

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äglich gehen der Vorarlberger Land- und Forstwirtschaft 1,6 Hektar fruchtbarer Boden verloren. 1,3 Hektar Boden werden durch Verbauung versiegelt. Das entspricht zwei Fußballplätzen pro Tag. Das ist zuviel. Wir leben auf Kosten kommender Generationen. Jetzt kommt noch das Projekt „RHESI“, Hochwasserschutz am Rhein dazu. Hochwassersicherheit ja! Aber dass jetzt verschiedene Gruppierungen versuchen die Gunst der Stunde zu nutzen, und der bäuerlichen Lebensmittelerzeugung großräumig zusätzliche Acker- und Weideflächen für Flusslandschaften und Freizeitzwecke entziehen wollen, geht entschieden zu weit.

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ie Vorarlberger Bevölkerung hat den Wunsch nach sicheren, nachhaltig erzeugten und regionalen Lebensmitteln. Dafür arbeiten die Bauernfamilien und die Landwirtschaftskammer täglich. Um den Konsumenten die Vorarlberger Herkunft und Qualität garantieren zu können, wird die Ländle Qualitätsprodukte Marketing GmbH das im Rahmen der Ökoland Strategie weiterentwickelte Ländle Gütesiegel die kommenden Jahre stark forcieren. Wenn wertvolle Anbau- und Weideflächen für Freizeitzwecke geopfert werden, bedeutet das nur höhere Lebensmittelimporte nach Vorarlberg. Das entspricht nicht dem Wunsch der Bevölkerungsmehrheit und zerstört bäuerliche Existenzen.

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ch appelliere an alle Verantwortlichen im Sinne der Menschen die hier leben und arbeiten, sorgsam mit Grund und Boden umzugehen. Den gibt es nämlich nur einmal und deshalb kümmern wir uns auch 2016 akttiv um den Bo oden. ektar rg 1,6 H t h orarlbe hen in V n. Das entspric e g h c li ore Täg che verl allfeldern!!! ä fl n rü G ßb zwei Fu

. Josef Moosbrugger, Präsident der Landwirtschaftskammer Vorarlberg Film: Regionale Kreislaufwirtschaft

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chaft s t r i w d n a L ch im Gesprä

TTIP: Klare rote Linien Glaubt man den politischen Kommentatoren und EU-Verhandlern zum Thema TTIP, soll 2016 die Entscheidung über das geplante Freihandelsabkommen mit den USA fallen. Seit Beginn der Verhandlungen haben sich zahlreiche Vertreter der europäischen Land- und Forstwirtschaft, aber auch viele Konsumentenschützer und Konsumenten aktiv zu Wort gemeldet. Dabei ging es in erster Linie um Lebensmittel- und Qualitätsstandards (Hormonfleisch, Chlorhühner etc.), sowie die geplanten Schiedsgerichte. Diese Proteste haben bereits Wirkung gezeigt. So sollen, nach derzeitigem Verhandlungsstand, die privaten Schiedsgerichte nicht in der geplanten Form zum Einsatz kommen. Auch die Lebensmittelstandards sollen nicht angetastet werden. Die regional geschützten Lebensmittelmarken wie z.B. Vorarlberger Bergkäse oder Wachauer Marille sollen ursprungsgeschützt bleiben. Die Betonung liegt auf „sollen“!

„Die definierten roten Linien unserer hohen Lebensmittelqualität und -sicherheit dürfen nicht überschritten werden!“ Das ist kurz gesagt die Position der österreichischen Landwirtschaft. Diese österreichische Position wird auch von zahlreichen EU-Ländern unterstützt. LK Österreich-Präsident Schultes hat Anfang des Jahres beim Besuch von Agrarkommissar Phil Hogan in Wien seine Position klar formuliert: „Wenn heimische Qualitätskriterien in der Lebensmittelkette nicht garantiert werden können, darf Österreich TTIP nicht zustimmen.“ Auch Landwirtschaftsminister Andrä Rupprechter stellt in der Beantwortung einer Resolution der Vorarlberger Landwirtschaftskammer klar: „Die Erhaltung der hohen österreichischen Produktions-, Umwelt- und Lebensmittelstandards sind eine rote luag 4

Linie in den Verhandlungen, die nicht überschritten werden darf.“ Sollte das die Verhandler in Brüssel nicht überzeugen gibt es andere Möglichkeiten. TTIP darf von der EU nur abgeschlossen werden, wenn das EU-Parlament und die Parlamente aller 28 Mitgliedsstaaten zustimmen.

Entscheidung liegt bei den Parlamenten „Da ist im Endeffekt auch unser Parlament gefordert und wir können nur hoffen, dass die Parlamente in Wien und Brüssel von ihren derzeitigen Positionen in Sachen Lebensmittelsicherheit und Qualitätstandards im Sinne der Konsumenten und unserer bäuerlichen Familienbetriebe nicht abweichen“, so LK-Präsident Josef Moosbrugger.

Worum geht es bei TTIP? Das Transatlantische Freihandelsabkommen, offiziell Transatlantische Handels- und Investitions-Partnerschaft (englisch: Transatlantic Trade and Investment Partnership) ist ein in der Verhandlungsphase befindliches Freihandelsabkommen in Form eines völkerrechtlichen Vertrags zwischen der Europäischen Union, den USA und weiteren Staaten. Die detaillierten Vertragsbedingungen werden seit Juli 2013 von Vertretern der Europäischen Kommission und der US-Regierung ausgehandelt. Vor allem die geplanten Schiedsgerichte und die mögliche Senkung von Qualitätsstandards im Lebensmittelbereich sorgen bei vielen Menschen für Besorgnis.


Kleinbäuerliche Betriebe als Idealmodell „Aus der Region – für die Region.“ Das ist keineswegs ein abgedroschener Werbespruch. Kleinbäuerliche Betriebe sichern Arbeitsplätze und versorgen nachhaltiger als die industrielle Landwirtschaft.

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as Bauernsterben ist ein weltweites Phänomen. Auch in der EU nimmt die Anzahl der Betriebe ab und die Größe zu. Waren es 1995 in Österreich noch 239.100 Betriebe, so waren es 2013 nur mehr 167.500 laut Statistik Austria. Das entspricht einem Rückgang von 30 Prozent. Sinkende Erzeugerpreise durch die Liberalisierung des Marktes schreiten voran. EU-Agrarsubventionen, von denen vor allem auch Großbetriebe profitieren, dynamisieren den Strukturwandel in der Landwirtschaft. Eine Konzentration auf Qualitätsprodukte, Nischen und Direktvermarktung sind für kleine Betriebe überlebensnotwendig. Darum konzentrieren sich Vorarlbergs Bauern auch auf Qualität statt Quantität. Produktion für den Massenmarkt würde sie ruinieren. Von den Preisschwankungen des globalen Marktes abkoppeln Günstige Produktpreise sind oft ein wichtiger Entscheidungsgrund, weshalb importierte Waren im Einkaufswagen landet. Heimische Lebensmittel können diesen Preiskampf meist nicht bestehen. Grund dafür sind vor allem unsere hohen Produktionsstandards, das hohe Kostenniveau bei Futter, Boden, Neubau, Löhnen etc. und die im internationalen Vergleich sehr kleinstrukturierten Betriebe. Billige Nahrungsmittel können nur in der Masse produziert werden. Deshalb heißt die nachhaltigste Devise „Vor Ort erzeugen, vor Ort kaufen, den Kapitalfluss in der Region halten, in der gewohnt wird.“ Ob auf dem Wochenmarkt, direkt ab Hof oder im Supermarkt mit regionaler Sortimentsstrategie – Ländle Produkte sind überall erhältlich.

Beim Einkauf auf die Herkunft zu achten, sichert nachhaltig die Lebensgrundlage aller in der Region lebenden Menschen. Kleinbäuerliche Betriebe sind Grundlage der Ernährungssicherheit und nicht nur in der Region Vorarlberg, Bodensee, Rheintal oder Österreich von Vorteil. Das Modell der industriellen Landwirtschaft mag dem globalen Markt Güter in großen Mengen liefern, zeigt aber, dass die Weltbevölkerung nicht allein damit ernährt werden kann. Diese zu ernähren bedingt lokale Gemeinschaften und kleinbäuerliche Betriebe. Auch in anderen Ländern wären Regionalinitiativen oder regionale Gütesiegel eine Lösung, um aus der zerstörerischen Preisabwärtsspirale auszusteigen und die Wertschöpfung, auch in Form von Arbeitsplätzen, zu erhalten. Vor allem in Entwicklungsländern, wo die Arbeitslosigkeit hoch ist und die Arbeit nicht viel kostet, ist dies ein vielversprechender Ansatz gegen Armut und Hunger. Sichere Lebensmittel aus der eigenen Region Kleine Strukturen sind überschaubarer und transparenter als große. Familienbetriebe mit Verantwortungsgefühl stehen hinter ihren Produkten. Siegel, wie das Ländle Gütesiegel, das Produkte zudem auf Herkunft und Produkt- sowie Produktionsqualität kontrolliert, fördern jede erdenkliche Sicherheit. Denn das Vertrauen in Lebensmittel wird in regelmäßigen Abständen durch Skandale und ungewollte Macharten erschüttert. Tierleid, Gentechnik, Antibiotika, Hormone, Dioxin, Gammelfleisch, EHEC, Falschdeklarationen, riesige Monokulturen und dementsprechender Pestizideinsatz etc. Hier sind kleine, ehrliche Betriebe mit adequater Zertifizierung gefragt. Weltmarktniveau verfehlt Weltmarktniveau können und wollen Vorarlbergs Bauern nie erreichen. Dafür aber, dank der Konsumenten und Lebensmittelhändler, die auf Regionalität setzen: „Ländle Niveau“. Qualität zu fairen Preisen, Landschaftspflege und Identitätsstiftung für einen attraktiven Lebens- und Erholgungsraum – nicht zuletzt auch für den Tourismus.

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Ländle Eier zum Osterfest Vor allem an Ostern haben Eier Saison – 70 Millionen Eier verzehren die Österreicher dann. Pro Kopf und Jahr sind es in etwa 235 Eier, aufgerechnet sind das fast zwei Milliarden Gesamtkonsum. Davon wird die eine Hälfte in privaten Haushalten verarbeitet, die andere in der Lebensmittelindustrie und Gastronomie. 84 Prozent der in Österreich konsumierten Eier kommen aus heimischer Produktion. In Vorarlberg liegt die Eigenversorgung bei knapp 40 Prozent.

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n einem Jahr legt eine Legehenne im Schnitt 285 Eier. Die Planung muss an die Eier-Nachfrage angepasst werden. Im Sommer werden weniger Eier gegessen, im Winter, bedingt durch die Backsaison, wieder mehr. Und an Ostern ist die Nachfrage ganz besonders groß. Vor allem auch nach weißen Eiern. Weiß oder braun? Zu Ostern werden weiße Schalen bevorzugt, weil die Farben darauf mehr leuchten. Den Rest des Jahres sind die braunen Eier beliebter – wahrscheinlich, weil diese dem Verbraucher mehr Natürlichkeit vermitteln. Die Farbe der Eier ist unabhängig von der Farbe des Huhns. Sie ist vielmehr abhängig von der Hühnerrasse. Bei Rassen, die braune Eier legen, geht die Färbung auf Pigmente aus dem roten Blutfarbstoff und dem Gallenfarbstoff zurück, die der Organismus des Huhns ausscheidet und der sich außen auf der Kalkschale des Eis ablagert. Aus welcher Haltung Am Stempel auf den Eiern, erkennt man, aus welcher Haltung sie stammen: Die Ziffer 0 kennzeichnet Bio-Eier, 1 steht für Freilandhaltung, 2 für Bodenhaltung und 3 für Eier aus Käfighaltung. Die Buchstaben nach dem Bindestrich geben Auskunft über das Herkunftsland. Danach folgt die Betriebs- und die Stallnummer.

Käfighaltung In Vorarlberg gibt es seit 2003 keine Käfighaltung mehr. Seit 2009 ist sie auch in Österreich verboten. Eine Kleingruppenhaltung in Käfigen – auch „ausgestaltete Käfighaltung“ genannt – ist jedoch für bereits gebaute Stallungen noch bis 2019 (Übergangsfrist) erlaubt. Ausgestaltete Käfighaltung heißt: etwas mehr Platz als in den ursprünglichen Legebatterien, ausgestattet mit Sitzstangen und Gummimatten. luag 6

Seit 2012 ist die nicht ausgestaltete Käfighaltung per EU-Gesetz verboten. Die Übergangsfristen für das Auslaufen der ausgestalteten Käfighaltung gehen, je nach nationaler Gesetzgebung, jedoch bis 2028. Bodenhaltung In der Bodenhaltung muss für sieben Hühner ein Mindestplatz von einem Quadratmeter verfügbar sein. Die Hühner können sich frei im Stall bewegen. Sitzstangen, Einstreu (1/3 der Stallfläche), Dinkelnester und Teppiche fürs Eierlegen sowie Tageslicht sind bei der Bodenhaltung für Ländle Eier Pflicht. Freilandhaltung Tagsüber verfügen die Freilandhennen über einen Auslauf von acht Quadratmetern pro Tier. Bei der konventionellen Freilandhaltung entsprechen die Mindestflächen in den Stallungen denen der Bodenhaltung. Weiters sind Sitzstangen für die Tiere vorhanden und mindestens ein Drittel der Stallfläche sind eingestreut.


Bio-Haltung Bei der biologischen Freilandhaltung sind zehn Quadratmeter Auslauf pro Henne vorgeschrieben. Im Stall dürfen pro Quadratmeter maximal sechs Tiere leben. Ein Drittel der Stallfläche muss eingestreut sein. Legenester und Sitzstangen stehen ebenfalls zur Verfügung. Die Fütterung erfolgt mit biologisch erzeugtem Futter. Mangelnde Kennzeichnungspflicht bei verarbeiteten Produkten Die Kennzeichnungspflicht für die Haltungsform gilt leider nur für Schaleneier. Für Trockenei oder Flüssigei, wie es gerne in der Lebensmittelindustrie oder Gastronomie verwendet wird, nicht. Vor allem hier werden viele Käfigeier verwendet. Nachfragen hilft und sensibilisiert die Industrie und Gastronomie!

Für alle Haltungsarten der Ländle Legehennen gilt zudem auch ein durchgehendes Verbot des vielerorts praktizierten Schnabelstutzens. Das schmerzhafte Abschneiden der Schnabelspitze, meist ohne Betäubung an Küken, soll Federpicken und Kannibalismus in der Hühnerhaltung verhindern. Eine Amputation der Schnabelspitze beeinträchtigt das Tier in Folge beim Ertasten von Futter, beim Fressen, Trinken und Putzen. Wo gibt es die Eier mit Ländle Gütesiegel zu kaufen? Erhältlich bei ADEG, ADEG Riedmann, AGM, BILLA, FruchtExpress Grabher, METRO, Peherstorfer, SPAR, Sutterlüty und diversen Dorfläden sowie direkt im Sennhof-Lädele in Rankweil. Alles über Ländle Eier auf:

www.laendle.at/eier

Ländle Vorzüge Wer Ländle Eier kauft, unterstützt nicht nur die Region Vorarlberg. Sicherheit und Rückverfolgbarkeit sind durch unabhängige Kontrollen gewährleistet. Neben der Qualität und Haltung, ist auch die Herkunft klar definiert: Ländle Eier gelten als solche, wenn die Legehennen in Vorarlberg gehalten, gefüttert und das Ei in Vorarlberg gelegt wurde. Sämtliche Futtermittel für die Ländle Legehennen in allen Haltungsformen sind weiters gentechnikfrei. Mehr noch, alle Futtermittel stammen aus der EU.

ANTENNE VORARLBERG HÜHNERCHOR Am Montag n einschalten & auf de Hühnerchor achten: Immer von 9 bis 16 Uhr!

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In Sulzberg betreiben Gerd und Claudia Giselbrecht ihren Eierhof. Die Freilandeier werden an den Sennhof weitergeliefert.

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llein schon die Anschrift „Fehren an der Sonnenseite“ verspricht ein kleines Idyll. Und so ist es dann auch, wenn man den kurvigen Weg zum Hof von Gerd und Claudia Giselbrecht in Sulzberg nimmt. Wo anderweitig auf dieser Höhe noch Schnee liegt, hat das wärmende Gestirn die hügelige Landschaft in ein Grün verwandelt. Verständlich, dass man hier oben auf gut 1.000 Meter Höhe gerne seine Ferien verbringen würde. Doch nicht nur die Familie Giselbrecht hat hier ihr Glück gefunden, sondern auch 4.000 Hühner, die sozusagen ebenfalls ihr Leben auf der Sonnenseite verbringen dürfen. Denn das Federvieh hat sowohl einen eigenen Auslauf im Freien, der vor allem in der warmen Jahreszeit gerne genützt wird, als auch einen Wintergarten, der in der kälteren Jahreszeit für Tageslicht im Stall sorgt. Rund 3.500 Eier legen die Hennen pro Tag, die vom Sennhof in Rankweil abgeholt und von dort weiterverteilt werden. „Das hat für uns den Vorteil, dass wir uns um die Vermarktung nicht kümmern müssen. Die Zusammenarbeit, die auch die Betreuung mit einschließt, klappt perfekt“, betont das Paar.

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Seit Oktober 2011 ist Gerd Giselbrecht als Zulieferer des größten Eierbetriebes des Landes tätig. „Das ermöglichte mir auch eine Vollexistenz als Landwirt aufzubauen“, so der 41-Jährige, der auch noch 20 Milchkühe hat. Vor dieser Zeit war Gerd Giselbrecht als Baggerfahrer tätig. „Als ich dann ein Inserat las, dass ein Eierproduzent gesucht wird, habe ich die Chance ergriffen.“ Die 4.000 Hühner geben allerdings ganz schön viel Arbeit. So heißt es jeden Tag, um sieben Uhr morgens im Stall zu stehen. „Das ist wichtig, damit man gleich in der Früh nachschauen kann, ob alles in Ordnung ist.“ Familie Giselbrecht hat dabei ein geschul-


tes Auge entwickelt, wenn sie durch die Gänge geht. „Hat sich ein Huhn verletzt, holen wir es raus und pflegen es gesund“, erzählen sie. Ebenso ist es den Giselbrechts ein Anliegen, dass die Hühner genügend Beschäftigungsmöglichkeiten haben. Einmal die Woche gibt es deshalb frisches Stroh. Und gefüttert wird fünfmal täglich. Das erfolgt automatisch. Die Haupttätigkeit von Claudia Giselbrecht ist es, die Eier in die Kartons zu verpacken. Jeweils 30 Stück kommen in die offene Palette. „Rund zweieinhalb Stunden brauche ich dafür“, sagt die gebürtige Steirerin, die seit vielen Jahren ihr Glück im Bregenzerwald gefunden hat. Für die 44-Jährige ist das Eier einsammeln und verpacken fast schon zu einer Art meditativen Beschäftigung geworden. „Ich mache das gerne“, unterstreicht sie. Sortiert nach Größe müssen sie nicht werden. Das übernimmt der Sennhof. Ein paar Paletten bleiben hier – für die Selbstvermarktung. Denn Nachbarn aus der Umgebung schätzen die frischen Eier aus Freilandhaltung. Freilich ist es auch am Samstag oder Sonntag nichts mit Ausschlafen, denn Hühner machen ja bekanntlich keinen Urlaub, auch wenn die Idylle am Hof dazu animieren würde. Ohne familiären Zusammenhalt würde es wohl nicht gehen. Denn externe Mitarbeiter kann sich ein Betrieb in der Größe des GiselbrechtHofes nicht leisten. So sind auch noch Gerds Eltern ein wenig im Einsatz – und ihre drei Kinder haben die Landwirtschaftsschule be-

sucht beziehungsweise besuchen sie gerade. Während das Paar von seiner täglichen Arbeit erzählt, scharren die Hühner vor sich hin und picken frech an den Schuhen von Gerd Giselbrecht herum. Das Leben an der Sonnenseite scheint in jeder Hinsicht positiv auf das Gemüt zu schlagen.

Mit dem Ländle Gütesiegel werd en nur Produkte Hauptanteil der W , deren ertschöpfung in Vo rarlberg erfolgt, au lobt. Im Falle von sgeEiern heißt dies: G EHALTE N, G EF G ELEGT in Vorarlb ÜTTE RT, erg. Alle mit dem Lä ndle Gütesiegel ausgezeichneten sind gentechnikfre Produkte i. Die verwendete n Futtermittel für tiere stammen vo die Nutzn zertifizierten Fu ttermühlen und ge ten ebenfalls Gen wä hr leistechnikfreiheit. Da s ist gesund und Mensch und Tier. sicher für Ländle Eier in kont rollierter Qualität produzieren der Ch in Bezau und der ristahof Sennhof in Rankwe il mit seinen Zulie trieben Dietmar Ba ferbeldauf und Gerd G iselbrecht aus Su sowie Peter Schn lzb erg eider aus Mögge rs und Gebhard Dornbirn. Kröss aus

www.laendle.at

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Ist Gentechnik gefähhrlich?

D Die Öffentlichkeit hält Gentechnik für eine

e exakte Wissenschaft. Doch Gentechnik hat völlig unbekannte Nebenwirkungen.

Viele wissenschaftliche Experten warnen davor. Langzeitstudien fehlen. Im Prinzip befinden wir uns inmitten einer Studie – Mensch und Tier fungieren als Versuchskaninchen der Agrogentechnik.

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nterschieden wird zwischen roter, weißer und grüner Gentechnik. Rote Gentechnik findet ihren Einsatz in der Medizin. Weiße Gentechnik stellt Enzyme, Zellen und Mikroorganismen in den Mittelpunkt. Diese werden gentechnisch optimiert, sodass sie hoch spezialisiert sind und hohe Erträge der gewünschten Produkte bringen. Beispielsweise funktioniert damit die Herstellung von Enzymen, Nahrungsergänzungsmitteln, Hormonen, Waschmittelbestandteilen, Bioethanol etc. Grüne Gentechnik betrifft die Landwirtschaft und den Lebensmittelbereich. Biochemiker züchten neue Pflanzensorten, die besonders resistent gegen Pestizide sein sollen. Seit 1996 werden Produkte der grünen Gentechnik kommerziell angebaut. Weltweit fand 2013 der Anbau in 27 Ländern mit 18 Millionen Landwirten auf 175 Millionen Hektar statt. Das sind zwölf Prozent des weltweit nutzbaren Ackerlandes. Die bedeutendsten Anbauländer sind die USA, Brasilien, Argentinien, Indien und Kanada. Argumente für grüne Gentechnik Die Argumente der Agrogentechnikkonzerne und deren Lobbyisten orientieren sich in der Bewerbung an emotionalen und selbstlosen Zielen. Beispielsweise könne Gentechnik helfen, den Welthunger zu besiegen. In einer globalisierten Welt mit knappen natürlichen Ressourcen und einer wachsenden Nachfrage, sei es die Verantwortung jedes Landes, die Produktivität der Landwirtschaft durch neue Züch-

tungsmethoden, sprich Gentechnik, zu steigern. Eine Produktionssteigerung zur Hungerbekämpfung sei unumgänglich. Neben der Hungerbekämpfung soll Gentechnik auch die Umwelt schonen. Mit Pflanzen, die sich selbst gegen Schädlinge wehren. Arbeit, Pestizide und Sprit soll dabei zu sparen sein. Gute Verkaufsargumente für das teure Gentech-Saatgut. Geringere Risiken und höhere Erträge werden den Landwirten versprochen. Selbst erstellte Studien bestätigen Produktivitätssteigerungen, angeblich auch in Ländern, die inzwischen ganz andere Erfahrungen mit Gentechnik im Anbau gemacht haben, wie zum Beispiel Indien. Doch wie gut funktioniert Gentechnik denn nun wirklich in der Praxis? Herbizidresistenz durch Gentechnik Durch Übertragung von Genen, wie beispielsweise aus dem Bodenbakterium Agrobacterium tumefaciens, konnten Nutzpflanzen erzeugt werden, die eine Resistenz gegenüber dem Herbizid Glyphosat (z.B. Roundup) besitzen und großzügig mit Glyphosat behandelt werden können, um das Unkraut abzutöten, die Nutzpflanzen selbst jedoch überleben. Insbesondere Mais, Raps, Soja, Baumwolle, Luzerne und Zuckerrüben wurden mit dieser Resistenz ausgestattet. Weitere Genübertragungen gegen Glufosinat (z.B. Liberty, Basta) wurden ebenfalls durchgeführt. Durch den häufigen Einsatz von Glyphosat weltweit, ist zu beobachten, dass natürliche Unkräuter ebenfalls eine Resistenz gegen diese Herbizide entwickeln. Ganz ohne Gentechnik. Somit geht die selektive Wirkung des Herbizids drastisch verloren. Insektenbekämpfung durch Gentechnik Bt-Toxine aus dem Bakterium Bacillus thuringiensis werden als Präparate auch im biologischen Pflanzenschutz oder zur Bekämpfung von Stechmücken eingesetzt. Durch die Übertragung der entsprechenden Gene des Bt-Bakteriums können Pflanzen eigenständig Gifte gegen bestimmte Schädlinge erzeugen. Aber auch hier entwickelt sich bei Schädlingen mit der Zeit eine Resistenz und die Wissenschaft muss neue Ansätze suchen.

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Laufend forschen Gentech-Wissenschaftler auch nach Möglichkeiten Pflanzen resistent gegen Viren, Bakterien und Pilze zu machen. Auch trockentolerante Nutzpflanzen sollen entwickelt werden, damit Ernteausfälle durch unzureichende Wasserversorgung wegen klimatischer Veränderungen oder Trockenperioden vermieden werden. Da Trockentoleranz durch viele Gene kontrolliert wird, ist klassische Züchtung eine brauchbare Alternative und beispielsweise bei Reis und anderen Kulturpflanzen auch sehr erfolgreich. Salz- und aluminiumtolerante Pflanzen sowie die Erhöhung von Protein- oder Aminosäuren- und Vitamingehalten in Pflanzen sind ebenfalls Bestandteile der transgenen Arbeit. Wie kommen fremde Gene in die Pflanzen? Standardmäßig nehmen Wissenschaftler eine Art „Taxi“, meist ein Virus oder ein Bakterium, welches mit dem neuen Gen ausgestattet wird und dann die betreffenden Pflanzenzellen infiziert. Wenn es in die Pflanzenzellen eindringt, kann das neue Gen übertragen werden. Haben die Pflanzenzellen das neue Gen aufgenommen, werden sie im Labor zu vollständigen Pflanzen heran gezogen.

die Energieerzeugung mit Pflanzen beanspruchen Ackerflächen, die für den Anbau direkt konsumierbarer Nutzpflanzen verwendet werden könnten. Auch wenn die Bevölkerung weiter ansteigt, Gentech-Kritiker sehen keine Lösung der Ernährungsprobleme in der Gentechnik, sondern viel mehr in unabhängigen, regionalen Kreisläufen in denen kleinstrukturierte Landwirtschaften ihr eigenes Saatgut vermehren können bzw. dürfen (vor allem in Entwicklungsländern) und vor Ort an die Bevölkerung verkaufen. Das schafft Arbeitsplätze und Ernährungssouveränität und kann mit den adäquaten Anbaumethoden ausreichend Menschen ernähren. Kritiker sehen in der Gentechnik vielmehr eine Armutsfalle für Bauern, nicht nur in armen Ländern der Welt. Die Behauptung, dass herbizid-resistente Pflanzen den Verbrauch von Unkrautvernichtern reduzieren würden, gelte nur für die ersten Jahre, nach ein paar Jahren entwickelt sich eine Resistenz des Unkrauts gegen Glyphosat und danach werden mehr Herbizide benötigt als zuvor. Bestes Beispiel ist der Bt-Baumwoll Skandal in Indien, der mit dazu beitrug, dass tausende Bauern Selbstmord begingen. Die leeren Versprechungen der Agrargentechnikkonzerne lockten viele Bauern in Indien in die Schuldenfalle. Sie hatten in das teurere Saatgut und die Chemikalien investiert, doch die versprochenen höheren Erträge blieben aus. Außerdem, so die Gentech-Kritiker, seien gezüchtete Sorten teilweise robuster als gentechnisch veränderte und passen sich auch besser dem Klimawandel an. Der Zukauf von Saatgut ist in jeder Hinsicht kritisch zu sehen. Die Saatgutbranche ist heute so konzentriert wie noch nie. Die drei größten Anbieter sind Monsanto, DuPont und Syngenta – sie dominieren über die Hälfte des Marktes. Ca. 90 Prozent des gentechnisch veränderten Saatguts von Soja, Mais, Baumwolle weisen von Monsanto patentierte Gene auf. Zudem greife Gentechnik in die Ernährung ein, ohne dass sich Verbraucher dagegen wehren können und die Folgen seien nicht absehbar. Es werden Gene von Arten gemischt, die sich in der Natur niemals paaren würden. Der Gentransfer passiert über natürliche Artenschranken hinweg. Auf diese Weise werden jenseits der Evolution völlig neue Organismen geschaffen.

Doch nicht jede Zelle nimmt die neuen Gene auf. Daher werden die Zellen nicht nur mit dem einzuschleusenden Gen infiziert, sondern auch mit Antibiotikaresistenz-Genen, sogenannten Marker-Genen. Danach werden zu dem Zellhaufen Antibiotika hinzugefügt, damit nur die neuen Zellen mit den gewünschten Eigenschaften weiter wachsen. Die Kritik daran: es sind schon sehr viele Bakterien gegen Antibiotika resistent, kommen zusätzliche Antibiotikaresistenz-Gene „in den Umlauf“, vergrößert sich dieses Problem zusätzlich. Argumente gegen grüne Gentechnik Das Argument der Hungerbekämpfung durch Gentechnik sehen die Gentech-Gegner nicht. So hat das aktuelle Hungerproblem aus ihrer Sicht Gründe wie Leistbarkeit, Spekulation, Korruption etc. Tatsächlich haben wir aktuell 1,5 mal mehr Nahrung auf dem Planeten, als die Menschheit braucht. Futtermittel für die Fleischproduktion und

Einmal in die Natur freigesetzt, lassen sich gentechnisch veränderte Organismen nicht wieder zurückholen. Ist Gentechnik gesundheitsschädlich? Gentech-Gegner behaupten, das Immunsystem erkenne die Nahrung mit der neuen Genfrequenz nicht. So würde diese als Fremdkörper wahrgenommen und das Immunsystem kann zum Angriff übergehen. Es bekämpft diese Sequenz und daraus entstehen Entzündungen aller Art. Studien bestätigen eine signifikante Zunahme von Erkrankungen in den USA, die mit dem Verdauungstrakt zusammenhängen, seit der Zulassung von Gentechnik-Nahrungsmitteln 1996. Vor allem Nahrungsmittelallergien und Autoimmunerkrankungen nehmen zu – nicht nur in den USA, sondern überall wo Gentechnik mit der Nahrung aufgenommen wird. Langzeitstudien würden fehlen bzw. die Menschen befänden sich als unfreiwillige Versuchskaninchen mittendrin.

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TTIP-Verhandlungen:

Ein Wunschkonzert der Konzerne Von Martha Mertens

Das zwischen Europa und den USA geplante Transatlantische Freihandelsabkommen (Transatlantic Trade and Investment Partnership, TTIP) zielt auf die Überwindung sogenannter nichttarifärer Handelshemmnisse. Im Klartext: Standards und Regulierungen sollen angeglichen oder wechselseitig anerkannt werden. Diese unterscheiden sich in Bereichen wie Umwelt- und Verbraucherschutz jedoch nicht unerheblich auf beiden Seiten des Atlantiks.

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ie Umweltgesetzgebung der EU beruht auff dem Vorsorgepriinziip, das geb bietet, früh hzeiitiig und d vorau ussschauend zu u handeln, um Belastungen zu vermeiden und Sch hä h häden gar nicht erst entstehen zu lassen. In den US SA gilt ein P Produkt oder Verfahren hingegen so lange als sicher, bis sseine Schädlich hkeiit wiissensch haftllich h erwiiesen ist; die Beweislast liegt beii den Beh hörd den. Dieser Ansatz wiirrd d als „science based d“ bezeiich hnet. Risikoeinschätzung g GV Diese untersch hied dlich he Herangeh henswe eiise s wirkt sich insbesondere im Bereich der Agrogentechnik ec aus. So geht die EU-G Gesetzgebung im Falle gentechnisch g veränderter Organismen (GVO)) davon aus, dass es sich dabei um Organismen mit neuen Risiken hang dellt, die vor der Anwend dung er g zu untersuchen sind. Zud dem wiird d üb ber die Kennzeiich hnung ein Mindestmaß ß an Transparenz über den GVO O O-Einsatz geschaffen. Der US S-Ansatz besagt ag hingegen, ht GVO O seien nicht-veränderten Organisme en gleichartig: g Sie bergen be daher kein höheres Riisiko R s und bed dürfen auch keiner Kennzeichnung.

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Über TTIP soll nun eine Angleichung dieser unterschiedlichen Gentechnik-Regelungen erreicht werden – mit der US-Vorgehensweise als Modell, so der Wunsch der Industrie. Anbau begrenzt – Import zulässig In der EU besteht derzeit nur für einen GVO eine Anbauzulassung, und zwar für die insektenresistente Maislinie MON 810 der Firma Monsanto, deren Anbau sich auf Spanien (auf etwa 130.000 Hektar) konzentriert. Während der Anbau begrenzt ist, ist der Import von GVO zulässig: 60 GVO dürfen als Futter- und Lebensmittel importiert werden. Weitere Anträge auf Anbauzulassung vermeintlich insekten- und/oder herbizidresistenter GV-Maislinien liegen vor. Auch wenn das GVO-Zulassungsverfahren der EU weltweit als eines der umfassendsten gilt, weist es eine Reihe von Mängeln auf. Zum einen legen die Hersteller nur die Studien vor, die die Sicherheit ihrer Produkte beweisen sollen. Zum anderen werden Umweltrisiken nicht umfassend geprüft und sozioökonomische Effekte – etwa Kosten für die Trennung von GVO- und Nicht-GVO-Warenströmen – gar nicht. Nationale GVO-Gesetzgebung Mitgliedsstaaten der EU können seit geraumer Zeit auch nationale GVO-Anbauverbote aussprechen. So auch Österreich und Deutschland. In der Schweiz gilt bis 2017 ein Moratorium.


Seit 2004 müssen Lebens- und Futtermittel mit GVO-Anteilen über 0,9 Prozent auf der Zutatenliste als „genetisch verändert“ ausgewiesen werden. Nicht kennzeichnungspflichtig sind Produkte wie Milch, Fleisch und Eier von Tieren, an die Gentech-Pflanzen verfüttert wurden. Um diese Kennzeichnungslücke zu schließen, gibt es in einigen EU-Staaten wie Deutschland und Österreich ein „Ohne Gentechnik“-Kennzeichen für Produkte von Tieren, die mit GVOfreiem Futter gefüttert wurden. GVO in den USA Die USA haben mit etwa 70 Millionen Hektar GVO-Anbaufläche (das entspricht 44 Prozent der US-Ackerfläche) den weltweit größten Anteil am GVO-Anbau. Die über 100 zugelassenen GVO sind zumeist herbizid- und insektenresistent – häufig in Kombination. Zu Soja, Mais, Baumwolle und Raps gesellen sich andere Nutzpflanzenarten. In den USA existiert kein einheitliches Gentechnikrecht, die Zuständigkeit für Freisetzung und Inverkehrbringung von GVO ist auf verschiedene Behörden verteilt. Die Behörden vertrauen im Wesentlichen auf die Angaben und Daten des Herstellers, der seinem Produkt attestiert, dass davon keine Gesundheits- oder Umweltgefahren ausgehen, und verleihen den „Non-regulated Status“. Ein so eingestufter GVO darf ohne weitere Auflagen vermarktet werden. Es sind weder Sicherheitsabstände zwischen Feldern mit und ohne GVO einzuhalten, noch gibt es eine Beobachtung von GVO nach Markteinführung, wie sie in der EU (zumindest theorethisch) vorgesehen ist. Keine Kennzeichnung für GVO-Produkte Obwohl vielfach von Konsumenten gefordert, gibt es keine Gentechnik-Kennzeichnung für Saatgut, Lebens- und Futtermittel. Die von diversen Bundesstaaten hierzu angestoßenen Initiativen waren bislang nur sehr begrenzt erfolgreich, nicht zuletzt weil die Gentech-Industrie Millionen Dollar in Gegenkampagnen investiert hat. Die Diskussion hat jedoch dazu geführt, dass mit „non-GMO“ gekennzeichnete Lebensmittel in den USA fortlaufend einen steigenden Umsatz verzeichnen. TTIP als Türöffner für Agrogentechnik in der EU Die Positionspapiere der Agrarkonzerne diesseits und jenseits des Atlantiks lassen keine Zweifel daran, dass sie TTIP nutzen wollen, um die ungeliebte Gentechnik-Gesetzgebung der EU in ihrem Sinne zu ändern. Auf der Wunschliste stehen beispielsweise: beschleunigte EU-Zulassungsverfahren für GVO ein Ende der Verpflichtung zur Saatgutreinheit, nach der gentechnisch verunreinigtes Saatgut nicht verkehrsfähig ist keine besondere Regulierung gentechnisch veränderter Pflanzen mit einer Vielzahl von Eigenschaften Abschaffung der Nulltoleranz für nicht zugelassene GVO in Lebensmitteln Abschaffung, respektive Änderung der EU-Kennzeichnungsregeln Gentechnik-Verbote als Handelshemmnis Die US-Regierung unterstützt die Forderungen der Biotech-Industrie und spricht von einer massiven Handelsbarriere für US-GentechProdukte und -Saatgut durch EU-Regelungen; so würden GVOKennzeichnungsregeln fälschlicherweise signalisieren, diese Produkte seien unsicher. Kritisiert werden zudem die in verschiedenen

Dr. Martha Mertens , geb. 1947, ist Di plombiologin und Sprecherin de s AK Gentechnik de s BU ND (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland)

Mitgliedsstaaten ausgesprochenen Anbauverbote von GVO sowie Maßnahmen zur Sicherung der Koexistenz zwischen dem Anbau von GVO und Nicht-GVO. Diese sollten abgeschafft und die Grenzwerte für gentechnische Verunreinigungen erhöht werden. Der EU-Kommission ist bekannt, dass es der Agrogentechnik in den europäischen Ländern an Akzeptanz fehlt. Auf der einen Seite will sie im Rahmen von TTIP die Gentechnik nicht verhandeln, die GVO-Sicherheitsbewertung durch die EFSA (European Food Safety Authority) beibehalten, auf der anderen Seite jedoch den Handel durch die jeweiligen Systeme zur Zulassung von GVO so wenig wie möglich beeinträchtigen. Eine Art doppeltes Spiel. Auch das mit Kanada bereits verhandelte, aber noch nicht unterzeichnete Freihandelsabkommen CETA illustriert, wohin die Reise bei TTIP gehen soll. So wird das gemeinsame Ziel betont, die GVO-Zulassung „science based“ zu gestalten – damit wird das Vorsorgeprinzip zur Disposition gestellt. Eine wichtige Rolle spielt die „regulatorische Kooperation“, über die negative Handelseffekte von Gesetzen minimiert werden sollen. Dies bedeutet, dass geplante EU-Gesetze künftig erst mit dem Vertragspartner (sowie Wirtschaftsakteuren) auf „Handelstauglichkeit“ abgeklopft werden, bevor das EU-Parlament oder nationale Parlament sie zu Gesicht bekommen. Unliebsame Gesetze können so bereits im Vorfeld „unschädlich“ gemacht weronssch hutz den. Mit dem angepeilten Investitio ließen sich im Zweifelsfall immer noch der Milliardenklagen gegen die EU od Mitgliedsstaaten anstrengen. Um Demokratie und Rechtsstaat zu schützen und bestehende Verbraucher- und Umweltschutzstandards zu wahren, dürfen CETA und TTIP nicht unterzeichnet werden.

TTIP luag 13


Ländle Herkunfts- und Gütesiegel steht für Gentechnikfreiheit Der kommerzielle Einsatz von gentechnisch veränderten Pflanzen begann 1996. Der Einsatz von gentechnisch veränderten Tieren, die für den menschlichen Verzehr bestimmt sind, könnte bald folgen.

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eniger Pestizideinsatz, mehr Ertrag beim Anbau von Pflanzen dank Gentechnik im Bereich Landwirtschaft. Nutztiere, die schneller wachsen, nurmehr weiblich und steril sind sowie weniger Futter benötigen. Das klingt wirtschaftlich und ressourcenschonend. Viele Behörden prüfen laufend Anträge auf Zulassung von GVO (Gentechnisch veränderte Organismen), die von AgrogentechnikKonzernen gestellt werden. Zahlreiche Studien – meist von den Herstellern selbst erstellt und/oder finanziert – liegen vor, die eine Unbedenklichkeit bescheinigen sollen. Doch gibt es auch Studien, die Gentechnik als wirtschaftlichen und ökologischen Reinfall entlarven. Grundsätzlich trifft die Gentechnik in Österreich und in großen Teilen der EU auf Ablehnung. Dennoch sind auf EU-Ebene zahlreiche GVO, zumeist gentechnisch veränderte Pflanzen, bereits zugelassen. Eine Reihe von weiteren Anträgen für Zulassung liegen den Behörden vor. Die meisten GVO werden importiert, nur der insektenresistente Mais MON810 ist derzeit für Anbauzwecke erlaubt. Verschiedene Kräfte wirken Mit der Gentechnik werden alle Lebewesen, einschließlich wir Menschen, zu beliebig zerleg- und rekombinierbarer Materie. Das ursprüngliche Europäische Patentübereinkommen, das „Tierarten und Pflanzensorten“ von Patentierungen grundsätzlich ausschließt, wird schon lange anders interpretiert. Antragsteller erhalten ein Monopol auf die Verwertung von Genen, die es seit Jahrtausenden gibt. Verschiedene Interessensgruppen, auch innerhalb der EU, unterstützen luag 14

eine Pro-Gentechnik Haltung und arbeiten stetig daran, die Gesetzgebung zugunsten der Gentechnik zu ändern. Seit 2015 dürfen Mitgliedsstaaten auch nationale Anbauverbote verhängen. Zuvor prägten Diskussionen über die Verletzung der bestehenden Welthandelsverträge und die Verträge des Europäischen Binnenmarktes die Dialoge zwischen Kommission, Rat und Parlament. Das derzeit bestehende Recht kann sich jedoch angesichts TTIP wieder ändern. Spätestens dann ist eine Kennzeichnung gentechnikfreier Produkte ein starkes Verkaufsargument auf dem

„Gentechnikfreiheit ist keine Selbstverständlichkeit.“ Manuel Gohm, GF Ländle Qualitätsprodukte Marketing GmbH Lebensmittelmarkt. „Wir wollen früh genug damit beginnen und die Konsumenten zu diesem Thema sensibilisieren, damit wir auch weiterhin mit zertifizierten Produkten aus Vorarlberg eine sichere Alternative zu nicht transparenten Lebensmitteln bieten können“, erklärt Manuel Gohm, Geschäftsführer der Ländle Qualitätsprodukte Marketing GmbH, die Mission Gentechnikfreiheit des Ländle Gütesiegels. „Gentechnikfreiheit ist keine Selbstverständlichkeit“, fügt Manuel Gohm hinzu. Gentechnikfreiheit gewährleisten, egal was kommt Es gilt zwar ein Anbauverbot für GVO in Österreich, doch gentechnikfrei ist Österreich nicht. Tiere dürfen mit gentechnisch verändertem Futter gefüttert werden. Auf diese Weise landet Gentechnik indirekt und vom Verbraucher unbemerkt in Lebensmitteln. Eine gesetzliche Kennzeichnungspflicht gibt es bis dato nicht. Eine mehr oder weniger bewusste Gesetzeslücke.


Das Ländle Herkunfts- und Gütesiegel garantiert komplette Gentechnikfreiheit, auch in der Fütterung der Nutztiere. Ganz im Sinne der Vorarlberger Bevölkerung, die gentechnisch veränderte Lebensmittel überwiegend ablehnt. Alle mit dem Ländle Gütesiegel zertifizierten Produkte wie Eier, Fleisch und Milch sind somit zur Gänze gentechnikfrei.

„Fütterung ohne Gen-Pflanzen ist generelles Qualitätskriterium für das Ländle Gütesiegel.“ Othmar Bereuter, Qualitätsmanagement, Ländle Qualitätsprodukte Marketing GmbH

„Unsere vertraglich eingebundenen Landwirte kaufen nur Futtermittel bei ebenfalls zertifizierten Futtermittelherstellern ein. Diese kaufen zertifizierte, gentechnikfreie Zutaten ein. Bei Milch und Fleisch haben wir Lieferanten, die einen Schwellenwert für Kontamination von 0,1 Prozent einhalten können, gesetzlich liegt dieser bei 0,9 Prozent. Die damit zusammenhängenden Kontrollen und Zertifizierungen verteuern derartige Futtermittel natürlich. Darum ist es auch so wichtig, einen fairen Marktpreis für die produzierenden Landwirte zu erzielen“, erläutert Othmar Bereuter, Qualitätsmanagement Verantwortlicher des Ländle Gütesiegels. Gemeinsam gegen Gentechnik Es ist, wie so oft, ein Zusammenspiel vieler Akteure, die etwas ermöglichen. So auch die Gewährleistung von Gentechnikfreiheit. Zum Einen muss der Konsument auf das Thema hin sensibilisiert sein und den Wunsch nach Gentechnikfreiheit auch mit dem Kauf dementsprechender Produkte honorieren. Zum Anderen muss für diese Art der Nachfrage die gesamte Supply Chain (Versorgungskette) abgestimmt sein: vom Handel zurück zum Produzenten und nochmals rückverfolgt zum Hersteller der Futtermittel. Auf diese Art und Weise sichert das Ländle Gütesiegel die Wahlfreiheit der Konsumenten, wenn es um Gentechnik geht.

„Der Einkauf von zertifizierten, gentechnikfreien Futtermitteln ist teurer, das muss sich auch im Preis für das Endprodukt widerspiegeln.“ Manuel Gohm, GF Ländle Qualitätsprodukte Marketing GmbH Der brasilianische Verband der gentechnikfreien Soja-Anbauer ABRANGE verzeichnete 2014 ein Ernteplus von zehn Prozent. Der Anbau von gentechnikfreiem Soja in Europa nimmt, vor allem Dank des Donau-Soja Projektes, ebenfalls stetig zu.

de Hersteller muss nachweisen, dass es sich bei den Beimischungen um zufällige und technisch nicht vermeidbare GVO-Kontaminationen handelt. Bei Überschreitung besteht eine Kennzeichnungspflicht. Gentechnikfreiheit durch geringe Margen erschwert Im Bereich der Legehennenhaltung ist eine gentechnikfreie Fütterung im deutschsprachigen Raum am weitesten fortgeschritten. Im Fleischbereich, vor allem in der Produktion von Schweinefleisch und Geflügel, ist die Bereitschaft der Produzenten zur gentechnikfreien Fütterung nicht sehr groß. Das liegt auch an den knappen Margen. Die Preise für Schweine- und Geflügelfleisch spiegeln nicht annähernd den Aufwand für die Produktion wider. Hier ist der Kostendruck bei vielen Produkten einfach zu hoch. Das Ländle Gütesiegel soll auch den Landwirten im Fleischbereich faire Preise garantieren. Nur so sind die Wünsche nach tierfreundlicher Haltung und gentechnikfreier Fütterung realisierbar. Besonders in diesem Produktbereich müssen Konsumenten, Handel und Landwirte zusammenhalten. Trend zu „GMO-Free“ Kennzeichnung auch in den USA Verbraucher und Nichtregierungsorganisationen kämpfen in den USA um die Kennzeichnungspflicht von GVO Produkten. Sie fordern von den Herstellern, ihre GVO Produkte ersichtlich zu machen. Diese finden eine Kennzeichnungspflicht unsinnig, da Gentech-Lebensmittel gesundheitlich unbedenklich seien. Wenn Konsumenten für gentechnikfreie Nahrungsmittel mehr bezahlen wollen, würden die

„Das Ländle Gütesiegel garantiert auch im Fleischbereich eine gentechnikfreie Fütterung durch faire Preise für die Landwirte. Besonders hier müssen Konsumenten, Handel und Landwirte zusammenhalten.“ Manuel Gohm, GF Ländle Qualitätsprodukte Marketing GmbH Lebensmittelhersteller freiwillig kennzeichnen. Und genau das tun sie vermehrt. Die mit „GMO-Free“ gekennzeichneten Produkte erfreuen sich steigenden Absatzes. „Wir sind auch der Meinung, dass Gentechnik ungeklärte Gesundheitsrisiken für Mensch, Tier und Umwelt beinhaltet und Konsumenten daher ein Informationsrecht haben, ob Risikotechnologie im Lebensmittel enthalten ist, oder nicht“, unterstreicht Manuel Gohm. „Für viele Verbraucher ist Gentechnikfreiheit inzwischen ein relevantes Kaufkriterium geworden. Sie müssen sich aber auch stets bewusst sein, dass die Gewährleistung von Gentechnikfreiheit auch mit höheren Kosten für die Produzenten einhergeht.“ Infos zum Ländle Gütesiegel auf www.laendle.at/guetesiegel

Rechtlich ist der bewusste Einsatz von Gentechnik mit Hilfe von Schwellenwerten, von einer zufälligen, technisch nicht mehr beeinflussbaren Beimischung, abgegrenzt. In der EU liegt der Schwellenwert von Futter und Lebensmitteln – auch von Bio-Lebensmitteln – bei 0,9 Prozent. Andere Länder sind da weitaus toleranter. Die Breite der Schwellenwerte liegt zwischen einem und fünf Prozent. Der betreffenluag 15


Kein Zickenkrieg im Stall In Bürs betreibt Christoph Vonblon-Bürkle gemeinsam mit seinem Schwager Florian Bürkle eine Ziegen- und Schafzucht.

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hristoph Vonblon-Bürkles Geißen haben allesamt Namen. Zehn Stück der Rassen Toggenburger und Bunte Edelziege stehen im Stall des jungen Nebenerwerbs-Landwirtes in Bürs. „Ziegenmilch ist bekömmlicher als Kuhmilch, da das Kalzium vom Körper besser aufgespalten werden kann“, sagt der 29-Jährige, der die Ziegenprodukte schätzen gelernt hat. Wer an Gastritis leide, dem rät der Geschäftsführer des Vorarlberger Ziegenzuchtverbandes, täglich ein Stamperl davon auf nüchternen Magen zu trinken. „Das wirkt sich wohltuend aus.“ Und auch bei Neurodermitis können positive Effekte erzielt werden. Mit seiner Frau Sabrina – eine ausgebildete Ernährungspädagogin und Kochlehrerin – steht Christoph eine kompetente Partnerin zur Seite. Klar, dass da das Essen neben dem gesunden Aspekt auch zum Genuss wird. Auch der eigene Ziegennachwuchs wird mit der Muttermilch aufgezogen. Als kommunikativer Typ – Christoph Vonblon-Bürkle arbeitet hauptberuflich im BayWa-Lagerhaus im Verkauf – macht dem gebürtigen Bludenzer die Direktvermarktung besonders viel Spaß. „Mein Anliegen ist es, die Vorzüge von Ziegen- und Schafprodukten aufzuzeigen.“ Neben Milch und Käse spielt auch das Fleisch eine große Rolle. Dabei ist es ihm wichtig, dass der Schlachtkörper des ganzen Tieres verwertet wird. Neben Kitz- und Lammfleisch werden aus älte-

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ren Tieren Wurstprodukte oder auch Mostbröckle erzeugt. Der dem regionalen Gedanken verbundene Oberländer setzt dabei auf ein Miteinander. Gemeinsam mit seinem Schwager Florian Bürkle betreibt er das Projekt „Schroffalamm“. „Der Name kommt daher, dass unmittelbar neben unserem Haus eine Felswand steht.“ Auf die Ziegen beziehungsweise Schafe kam er, als ihm seine Oma im Alter von zehn Jahren zwei Lämmer schenkte. „Eigentlich hätte ich mir damals lieber Ziegen gewünscht.“ Es dauerte nicht lange, da standen dann auch tatsächlich Zicklein im Stall. Heute könnte sich Christoph Vonblon-Bürkle ein Leben ohne seine Ziegen nicht vorstellen. „Manchmal können sie zwar schon etwas zickig sein“, lacht er. „Doch von irgendwoher muss dieser Begriff ja stammen.“ Aber von einem Zickenkrieg im Stall ist natürlich weit und breit nicht die Rede.


GOURMETWOCHEN

In Kooperation mit

vom Ländle Ziegenkitz

Samstag, 2. bis Sonntag, 17. April 2016 Braz Gasthof Rössle, T 05552 281050 Bregenz Wirtshaus am See, T 05574 42210 Bregenz Gasthof-Hotel Lamm, T 05574 71701 Dornbirn Panoramarestaurant Karren, T 05572 54711 Dünserberg Henslerstüble, T 0664 2564619 Dünserberg Café-Restaurant Luag ahe, T 0664 545178 (ab 26.3.!) Eichenberg Hotel Restaurant Schönblick, T 05574 45965 Feldkirch-Tosters Gasthof Löwen Tosters, T 05522 72868 Gurtis Alpengasthof Brunella-Stüble, T 05522 51199 Rankweil Gasthof Mohren, T 05522 44275 Rankweil Rankweiler Hof, T 05522 44113

Eröffnungsabend: Samstag, 2. April, ab 19:30 Uhr

Ländle Ziegenkitz Gourmetmenü

im Restaurant Gasthof Adler in Schwarzenberg 4-Gänge-Menü inkl. Aperitif und Unterhaltung um EUR 48,– Anmeldungen bis 30. März unter: T 05574 400-701

Satteins Wirtshaus zum Stern, T 05524 53586 Schwarzenberg Restaurant Gasthof Adler, T 05512 2966 Stuben am Arlberg s‘Arlberg Stuben, T 05582 521 www.laendle.at/ziegenkitz

Beliebter denn je ... Die Gourmetwochen vom Ländle Ziegenkitz feiern in diesem Jahr ihr zehntes Jubiläum. 14 Vorarlberger Gastronomiebetriebe servieren auch heuer allerlei Köstlichkeiten vom Ländle Ziegenkitz. Proteinreich und fettarm

Tiergerechte Haltung

Ziegenkitzfleisch gilt unter Feinschmeckern als besondere Delikatesse. Es ist eiweißreich, fett- und cholesterinarm, hat wenig Kalorien und ist daher gut bekömmlich. Ziegenfleisch enthält wichtige Aminosäuren, fettlösliche Vitamine sowie Mineralstoffe und Spurenelemente. Es weist im Vergleich zu anderen Fleischarten einen hohen Anteil an wertvollen ungesättigten Fettsäuren auf. Der hohe Anteil an konjugierter Linolsäure bewirkt im menschlichen Organismus einen Fettabbau und fördert den Muskelaufbau. Dieser Säure wird zudem eine krebshemmende Wirkung nachgesagt.

Das Ländle Ziegenkitz Programm ist eine Kooperation der Ländle Qualitätsprodukte Marketing GmbH und des Vorarlberger Ziegenzuchtverbandes. Insgesamt produzieren 37 Landwirte, die allesamt Mitglieder des Vorarlberger Ziegenzuchtverbandes sind, Kitzfleisch nach Richtlinien des Ländle Herkunfts- und Gütesiegels. Die kleinen Strukturen der Betriebe ermöglichen eine tierfreundliche Haltung, Laufställe, Auslauf ins Freie und eine ausgewogene Fütterung. Alle teilnehmenden Landwirte des Ländle Ziegenkitzprogramms finden Sie unter: www.laendle.at/ziegenkitz

Kontrollierte Fleisch-Qualität Das Ziegenkitzfleisch mit dem Ländle Herkunfts- und Gütesiegel gibt es von 2. bis 17. April in der ausgewählten Vorarlberger Gastronomie zu genießen. Wer das Qualitätsfleisch gerne auch zu Hause selbst zubereiten möchte, erhält es bei Sutterlüty oder jeden ersten Freitag und Samstag im Monat in allen EUROSPAR- und INTERSPAR-Märkten. luag 17


Kitzbraten mit Fächerkartoffeln und buntem Ländle Gemüse Z

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Mir sind z'frieda... 25 Milchkühe hält die Familie Ammann auf ihrem Hof in Röns. Die Milch dieser Tiere wird in der Dorfsennerei Schlins zu exzellentem Käse verarbeitet.

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ie Dorfsennerei Schlins-Röns hat sich spezialisiert auf die Erzeugung von „ursprungsgeschütztem Vorarlberger Bergkäse“. Und dass die Schlinser Käsemacher ihr Handwerk verstehen zeigen die laufenden nationalen und sogar internationalen Auszeichungen. Der Kleinbetrieb hat nur acht Bauern, die ihre Milch hier anliefern, vier davon aus Röns. Einer von ihnen ist Michael Ammann. Er ist gleichzeitig auch Obmann der Sennerei. Dieses Amt hat er vor einem Jahr von Alfons Matt aus Schlins übernommen, der mehr als 30 Jahre Obmann war. Genauso wie sein Vorgänger ist er bestrebt, dass in der Dorf-Sennerei Käse mit hervorragender Qualität produziert wird. Das erhält die Wertschöpfung in der Region und bringt den Bauern einen akzeptablen Milchpreis. Die Erzeugnisse der Sennerei gibt es jeden Vormittag frisch im „Käslädele“ in Schlins. Mehr unter www.dorfsennerei.at Die Familie Ammann wohnt in Röns direkt hinter der Kirche. Hier wurde der Platz für eine zeitgemäße Tierhaltung zu eng. Deshalb wurde schon vor mehreren Jahren am Ortsrand ein moderner Laufstall errichtet, der sowohl für die Tiere als auch für die Bauernfamilie zeitgemäße Bedingungen erfüllt. Ein Teil der Tiere verbringt den Sommer auf der Alpe, der Rest auf den Weideflächen in Röns. Sowohl der Tages- als auch der Jahresablauf der Familie wird mehr oder weniger von den Tieren bestimmt. Denn diese müssen täglich betreut werden. Doch die gesamte Familie macht dies aus Leidenschaft und ist zufrieden dabei. Vielseitig unterwegs Röns ist mit 144 Hektar flächenmäßig die kleinste Gemeinde Vorarlbergs und hat 330 Einwohner. Wer sich gerne in Vereinen engagiert, hat in einer solchen Kleingemeinde viel zu tun. So auch Michael Ammann. Der aktive Feuerwehrmann ist auch Obmann des örtlichen Viehzuchtvereines, Mitglied des Gemeindevorstandes und des Kirchenrates. Als Alpmeister ist er zuständig für die Alpe Vilifau im Rellstal (am Fuße der Zimba) und für die Alpe Els am Muttersberg macht er die Finanzgebarung. Michael Ammann ist nicht nur

Tobias und Michael Ammann gönnen ihren Kühen nur gutes Heu, eine wesentliche Voraussetzung, um aus der gewonnenen Milch auch einen guten Käse herstellen zu können.

leidenschaftlicher Bauer, sondern auch leidenschaftlicher Schifahrer. Neben seinem ehrenamtlichen Engagement im Schiverein Schnifis macht er mit seiner Frau Margit – so es die Landwirtschaft erlaubt – jährlich einen mehrtägigen Schiurlaub. Einsatz für die Gemeinschaft geht in die nächste Generation Die große Leidenschaft für die Landwirtschaft hat sich auch auf Sohn Tobias übertragen. Um die richtige Ausbildung für seinen zukünftigen Beruf zu haben, besuchte er die landwirtschaftliche Fachschule in Hohenems. Derzeit macht der engagierte Jungzüchter eine Zimmererlehre. Wie sein Vater möchte sich der junge Feuerwehrmann in der Region engagieren und mitreden. Als Vorbereitung dafür hat er in der Landjugend-Jungbauernschaft schon erfolgreich an mehreren Redewettbewerben teilgenommen. Zuletzt hat er dabei auf Bundesebene Bronze geholt.

Michael Ammann ist nicht nur ein leidenschaftlicher Landwirt sondern auch begeisterter Schifahrer.

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OSTERSpezialitäten aus Vorarlberg

Seit vielen Jahren gehört rt Lamm- und Kitzfl fleisch zu einem fle abwechslungsreichen Speiseplan dazu. Das zart rte Fleisch rte erfreut sich besonders zur Osterzeit großer Beliebtheit. TANN Qualitäts-Lamm oder Qualitäts-Kitz für Ihr Ostermenü erhälltlich h in Märk kten mit Fleisch in Bedienung!

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Tierfreundliche Haltung & familiäre Bauernhöfe In Bregenz Fluh befindet sich der landwirtschaftliche Betrieb der Familie Moosbrugger. Sie hat sich ganz auf die Schafzucht konzentriert. „Ohne Hund geht gar nichts“, sagt Jakob Moosbrugger. Egal ob Arko, der Erfahrene oder Cora, die Jüngere. Einer der beiden Border Collies hält die Schafherde immer zusammen, die zum Hobby für den Pensionisten geworden ist. Den Betrieb haben er und seine Frau Brigitte an Tochter Claudia Moosbrugger verpachtet. Früher, da hielt sich die Familie Moosbrugger Milchkühe, später dann Ziegen. Auf Schafe stiegen sie um, weil die Tiere eine wertvolle Hilfe bei der Bewirtschaftung der Wiesen sind und weil sie problemlos zu halten sind. „Unsere Wiesen sind ziemlich steil und die Schafe nehmen uns einiges an Mäharbeit ab“, erklärt Claudia Moosbrugger. In der Regel fressen sie alles ab – sozusagen eine Schafschur der etwas anderen Art. Schafe als Landschaftspfleger bewähren sich. So schicken die Moosbruggers rund 25 der wolligen Vierbeiner jedes Jahr auf die Alpe Auenfeld ins Gebiet Tannberg – gemeinsam mit weiteren 300 Schafen leisten sie ihre Dienste an der Natur.

Die Nachfrage nach Lammfleisch ist in Vorarlberg gestiegen – nicht nur saisonal, sondern es ist ganzjährig in den Regalen zu finden. „Wichtig ist, dass die Fleischqualität stimmt.“ Das ist dann der Fall, wenn die Tiere gut gehalten werden. So werden etwa regelmäßig die Klauen kontrolliert. Sie werden geputzt und geschnitten. Für die Schafe ist diese „Fußpflege“ äußerst wichtig, damit sich die Klauen nicht entzünden. „Man merkt sofort, wenn mit den Tieren etwas nicht in Ordnung ist“, spricht Jakob Moosbrugger aus seinem Erfahrungsschatz. Der kleine landwirtschaftliche Betrieb im Bregenzer Ortsteil Fluh ist selbstverständlich nicht mehr als ein Nebenerwerb für die Familie. So ist Claudia Moosbrugger hauptberuflich in der Schmuckherstellung tätig. Ihr 19-jähriger Sohn Nico beschäftigt sich ebenfalls viel mit den Schafen. „Wir helfen eben alle zusammen“, sagt seine Oma Brigitte, nicht ohne dabei nochmals im Stall nach dem Rechten zu sehen.

Rund 100 Lämmer pro Jahr Im Stall, wo sich rund 60 Schafe der Rasse Jura befinden, ist die Harmonie spürbar. Die Mutterschafe sind mit ihren Lämmern vereint und die Tiere zeigen auch keinerlei Scheu. Auch drei Böcke werden gehalten, damit der Nachwuchs ganzjährig garantiert ist. „Meist sind es zwei Junge, die auf die Welt kommen, manchmal sogar Drillinge“, erklärt Claudia Moosbrugger. Rund 100 Lämmer werden pro Jahr geboren. Davon werden zwei Drittel geschlachtet, wenn sie ein Lebendgewicht von ca. 40 Kilogramm erreicht haben. Der Rest wird für die Nachzucht eingesetzt. www.laendle.at/lamm luag 21


Wieviel sollte Fleisch kosten? Monika Wohlgenannt und ihre Tochter Susanne Maaß setzen sich dafür ein, dass Fleisch nicht als billiges Massenprodukt gesehen wird. „Männer sind die bewussteren Einkäufer“, sagt Monika Wohlgenannt mit einem Lachen und stellt sich dabei einen Prachtkerl vor, der einem ordentlichen Stück Steak nicht abgeneigt ist. Freilich von einem Rind, das von ihr persönlich aufgezogen wurde und das den Sommer auf der Alp verbringen durfte. Dafür stellt sich die Seniorchefin des Bluamahofs in Dornbirn auch gemeinsam mit ihrer Tochter Susanne Maaß zweimal die Woche hinter den Tresen ihres Standes am Dornbirner Marktplatz, um das Selbstproduzierte – wie im Fall des Steaks – auch tatsächlich an den Mann zu bringen. Denn Rindfleisch sei vor allem eine Männerspezialität, hat Monika Wohlgenannt festgestellt. Aber freilich sind es nicht nur Steaks, die den Weg allen Fleisches gehen. Vielmehr ist es der Anspruch der Direktvermarkterinnen, vom Tier alles zu verwerten. Egal ob Rind, Kalb oder Schwein: das Ziel ist es, so viele Teile wie möglich zu veredeln. „Die Kunst ist es, alles zu verkaufen“, bringt es Monika Wohlgenannt auf den Punkt. Denn nur das ist nachhaltig und nur so würde die Wertschöpfung passen. Für einen kleinen Familienbetrieb, wie es der Bluamahof ist, müssen alle Rädchen zusammenpassen. Es muss, wie bei jedem wirtschaftlichen Unternehmen, genau kalkuliert werden. Allerdings nicht zum Nachteil der Tiere, die bis zur Schlachtung ein artgerechtes Leben führen und sich wohlfühlen sollen. „Und selbst wenn wir die Tiere

zum Schlachthof bringen, transportieren wir sie nur einzeln hin und schauen, dass sie gleich geschlachtet werden, damit sie nicht warten müssen.“ Dieser sorgsame Umgang mit dem Nutztier hat natürlich seinen Aufwand und damit seinen Preis.

Fleisch – ein Kampfprodukt Leider ist Fleisch in den letzten Jahrzehnten vermehrt zum Kampfprodukt geworden. Die Regale sind voll und die Supermärkte überbieten sich regelrecht mit Aktionen. Schnitzel zum Kilopreis von EUR 3,90 – da kann und will ein regionaler Landwirt nicht mithalten. Besonders beim Schweinefleisch, das der Bluamahof ebenso vermarktet, sei es fast unmöglich, einen anständigen Preis zu erzielen. „Es gibt zwar Menschen, die bereit sind einen fairen Preis zwischen EUR 9,- und 12,- für das Kilo zu bezahlen, aber das ist eine dünne Schicht“, erklären die Hofbetreiberinnen.

Die Folgen von Billigfleisch Die Produktion von Fleisch in großen Mengen zu billigen Preisen wird zum Nährboden für alle möglichen Skandale, wir errinnern uns an die Rinderseuche BSE, den Gammelfleisch-Skandal, Dioxin in Schweinefleisch, an den Pferdefleisch-Skandal und die gängigen Antibiotika-Skandale. Niedrige Preise sind besonders für Mäster und Züchter ein Problem. Gewinnmargen richten sich stark nach Tierfutterpreisen, die wiederum sind stark von den Weltmarktpreisen abhängig. Rentabilitäten bewegen sich im einstelligen Prozentbereich, wenn nicht sogar Verlustbereich. Ohne staatliche Subventionen wären viele Existenzen akut gefährdet. Leider werden mit Subventionen auch in der EU und den USA Massentierhaltungsbetriebe unterstützt. Der Druck zur Industrialisierung und Spezialisierung geht mit dem Kostendruck einher. Betriebe brauchen am Markt gewisse Größen um im

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Bluamahof, Dornbirn

Vollerwerb überleben zu können. Kleinbetriebe können dem Wettbewerbsdruck kaum standhalten und müssen vermehrt schließen.

Vermarktet werden Produkte vom eig enen Hof (unter anderem Al prind und Kalbfleis ch aus Mutterkuhh Strohschwein, Al altung, pschwein, verschie dene Wurst- und Speckwaren) sowi e Waren von regio nalen Partnern Ein weiterer wich tiger Partner ist TA NN /SPAR Im Herbst 2013 üb ernahmen die heut ige n Betriebsführer Susanne und Bern hard Maaß die Di rektvermarktung.

Hochwertige und regionale Ware Auch Monika Wohlgenannt ist der Meinung, dass Fleisch viel zu billig angeboten wird. Das gilt auch für hochwertige und regionale Ware, die eigentlich um bis zu 50 Prozent mehr kosten sollte. „Dann wären die Landwirte, die auch in anderen Bereichen viel leisten, nicht von Ausgleichszahlungen abhängig, sondern könnten ordentlich leben.“ Aber EUR 19,90 für ein Kilo Rindfleisch sei für viele schon eine absolute Schmerzgrenze. Der kleine Familienbetrieb ist ein zertifizierter Ländle Bur Betrieb und weiß, dass Ehrlichkeit und Transparenz der beste Weg sind, um die Konsumenten zu überzeugen. Diese Tugenden hat sie ihrer Tochter Susanne, die an der Alpenländischen Landwirtschaftsschule maturiert hat, weitergegeben. Auch deren Mann Bernhard Maaß kann sich für die Arbeit auf dem Hof begeistern. Und nicht nur dort – sondern auch auf dem Markt gibt er eine gute Figur ab. Ein echter Prachtkerl eben, der einem ordentlichen Steak nicht abgeneigt ist.

Weitere Informatio nen: www.bluamah of

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www.laendle.at/bur

Große Ländle Umfrage g n u n i e IhreistMgefragt!

TEILNAHME UNTER: www.umfrageonline.com/s/laendleumfrage luag 23


„Mir ist wichtig, dass ich die Bauern persönlich kenne“ Ländle Metzger Jörg Mangold in Weiler setzt schon seit über 20 Jahren auf Regionalität. Von der Schlachtung bis zur Verarbeitung erfolgt alles im eigenen Betrieb.

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ie Ländle Metzg Betriebe sind die Vorarlberger Antwort auf die internationale Fleischindustrie, deren einziges Bestreben es ist, möglichst billig zu produzieren. Jörg Mangold setzte schon vor über zwanzig Jahren auf eine regionale Strategie, die besagt, dass für die Herstellung seiner Wurst- und Fleischwaren Tiere aus der näheren Umgebung verarbeitet werden. Durchschnittlich sechs bis acht Schweine sind es, die wöchentlich in seinem Betrieb in Weiler jeweils am frühen Montagmorgen geschlachtet werden, dazu kommen noch ein bis zwei Rinder und ein Kalb. „Alles für den Eigenbedarf“, sagt der 51-Jährige, der 1995 das Traditionsgeschäft von seinen Eltern übernahm. Durch die regionale Ausrichtung und die überschaubaren Strukturen bleiben die Produktionsketten sowohl für den gelernten Metzger als auch für die Konsumenten jederzeit nachvollziehbar. „Mir ist es wichtig, dass ich die Bauern, die ihre Tiere bringen, persönlich kenne. So weiß ich, wie die Tiere gehalten werden und was ich da verkaufe“, unterstreicht Mangold.

Hauseigene Schlachtung Die Schlachtung erfolgt durch zwei Mitarbeiter, die dafür einen speziellen Befähigungsnachweis besitzen. Oberste Priorität hat dabei, dass der Schlachtprozess für die Tiere stressfrei abläuft. Das beginnt schon bei der Vorbereitung. „Mir ist wichtig, dass der Bauer das Tier bringt, damit es nicht nervös wird. Denn wenn das eine fremde Person macht, wird es unruhig. Um für den Transport vorbereitet zu sein, wird es vielfach schon am Morgen aufgeladen. Dann ist das Tier entspannter“, beschreibt Mangold das Szenario. Auch kurz vor der Schlachtung gilt, dass sich möglichst keine fremde Person nähert, damit kein Stress entsteht. Wichtig ist, dass die Betäubung sofort erfolgt. „Der Rest ist dann Handwerk“, so der Experte. Zum Vergleich: in Großbetrieben werden pro Stunde etwa 300 Schweine im Akkord geschlachtet, im Metzgerfachbetrieb sind es sechs bis acht. „Vom Preis her ist das Schlachten kein gutes Geschäft“, betont Mangold, dem es vielmehr um eine ausgezeichnete Qualität seiner Waren geht. „Für die Qualität entscheidend sind neben der Rasse die Haltung und Fütterung der Tiere.“

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Große Konkurrenz Für Jörg Mangold und seine Mitarbeiter setzt sich die Arbeit mit der Veredelung des Fleisches fort. So wird beispielsweise Fleisch von älteren Tieren für die Herstellung von Dauerwürsten verwendet, weil es von der Konsistenz her kompakter ist. Durch das schlachtwarme Verarbeiten („Warmbräten“) erspart man sich Zusatzstoffe. Nur eine der Spezialitäten, die im Geschäft des SPAR Kaufmannes angeboten werden. Zum Angebot gehört auch ein Catering-Service. Auch wenn eine gewisse Kundenschicht bereit ist, höhere Preise für Qualität zu bezahlen, gibt Jörg Mangold zu bedenken, dass das Metzgerhandwerk einer großen Konkurrenz ausgesetzt ist. „Früher war es ein Wettbewerb gegen andere Metzgereibetriebe, jetzt ist es einer gegen die Handelsketten“, nennt der 51-Jährige ein Beispiel, was sich verändert hat. Es gibt praktisch seit Jahren niemanden mehr, der neu anfängt. Die kleinen Betriebe, die noch bestehen blieben, haben allesamt eine lange Tradition. „Beim Metzger steht das Gütesiegel nicht auf dem Etikett, sondern hinter der Theke“, lautet seine Philosophie. Schließlich könne man mit Persönlichkeit am ehesten punkten. „Man muss sich eine Identifikation schaffen, ansonsten bist du austauschbar“, weiß der Sohn einer Metzgerfamilie, für den es schon sehr früh klar war, dass er einmal den elterlichen Betrieb übernehmen wird.

Metzgerei Nahversorgung Catering Öffnungszeiten: Montag bis Donn erstag 7:30 bis 12:30 un d 14:00 bis 18:1 5 Uhr Freitag 7:30 bis 18 :15 Uhr durchgeh end Samstag 7:00 bis 12:10 Uhr

6833 Weiler, Treiet 7 T 05523/624420, E metzgerei.ma ngold@aon.at


www.laendle.at/metzg

Der Osterhase empfiehlt:

Feine, regionale Fleisch- und Wurstwaren aus der Ländle Metzg

Dür, Hohenweiler

Fesslerhof Eichenberg

Martin Fink Dornbirn

Hosp Satteins

Klopfer Lauterach

Mangold Weiler

Nägele Gisingen

Pfleghar Bludenz

Schlachthof Dornbirn Im Sinne der Ökolandstrategie muss es in Vorarlberg weiterhin einen Schlachhof geben.

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er Schlachthof in Dornbirn hat für die Vorarlberger Viehwirtschaft eine zentrale Rolle in der Vermarktung. Die Stadt Dornbirn schließt eine Weiterführung des Schlachthofes, in dem rund die Hälfte des Vorarlberger Viehs geschlachtet wird, als alleiniger Betreiber, nach Ende 2016 aus. Aus diesem Grund laufen intensive Verhandlungen zur Weiterführung des Schlachthofes. Die Landwirtschaftskammer Vorarlberg, das Land Vorarlberg und die Stadt Dornbirn sind in konkreten Gesprächen mit mehreren Interessenten. Dabei geht es um die Sicherstellung notwendiger Schlachtkapazitäten am derzeitigen Standort in Dornbirn zumindest für die nächsten drei bis fünf Jahre.

„Wenn der Dornbirner Schlachthof geschlossen würde, wären andere Schlachtstätten notwendig, die im Stande sind, die verloren gegangenen Kapazitäten aufzunehmen. Ansonsten sind die Ziele der Ökolandstrategie wie Tierschutzland Nr. 1, bessere Lebensmitteleigenversorgung, Regionalität, Vermeidung von Tiertransporten und ,Ländle‘-Strategie nicht voll umsetzbar. Als Vertreter der Vorarlberger Landwirtschaftskammer bin ich daher seit Monaten mit aller Kraft dahinter, eine neue Lösung zu finden“, so LK-Präsident StR. Josef Moosbrugger.

Ergebnis bis Sommer Die Verhandlungen sollen bis Sommer 2016 abgeschlossen und eine mittelfristige Weiterführung des Schlachthofes am derzeitigen Standpunkt vereinbart werden. „Wir machen Druck, aber Druck mit Hausverstand. Es ist gescheiter, wohlüberlegt eine gute Lösung zu erreichen als Schnellschüsse zu tätigen“, so Josef Moosbrugger. luag 25


„Ein Schlachthof ist kein Streichelzoo“ Landesveterinär Dr. Norbert Greber über Tiertransporte, den Schlachthof Dornbirn und die Folgen, wenn dieser zusperrt.

Schlachtungen in Metzgereien sind wieder im Kommen. Es gibt Konsumenten, die beziehen ausschließlich Fleisch, das von Metzgern stammt, die selbst schlachten. Können Sie da den Beschlüssen der Stadt Dornbirn, den Schlachthof zu schließen, etwas abgewinnen? Norbert Greber: Rund die Hälfte aller Tiere in Vorarlberg wird im Schlachthof Dornbirn geschlachtet. In Zahlen ausgedrückt sind dies über 5.800 Großtiere pro Jahr – also über 100 Tiere pro Woche. Das sind mindestens vier große LKW-Ladungen, die ansonsten irgendwohin gekarrt werden müssten. Dazu kommen rund 10.000 Schweine und knapp 1.500 Lämmer und Schafe pro Jahr. Das ist eine Menge, die ganz sicher nicht von den heimischen Metzgereibetrieben aufgefangen werden kann. Im Klartext heißt das: Sperrt der Schlachthof zu, müssen die Tiere ins Ausland oder nach Innerösterreich transportiert werden. Das kann nicht im Sinne des Tierschutzes sein. Wer Fleisch isst, muss sich im Klaren sein, dass dafür ein Tier getötet werden muss. Ist dieses Bewusstsein bei den Konsumenten vorhanden? Norbert Greber: Ein Schlachthof ist ja kein Streichelzoo, der schöne Bilder liefert. Niemand will sich so etwas anschauen, aber auf das Fleisch möchte doch keiner verzichten – außer einer kleinen, aber wachsenden Minderheit. Man schafft das Problem nicht aus der Welt, wenn man keinen Schlachthof hier hat. Im Gegenteil: Ein Schlachthof im Land bedeutet, dass Tieren mitunter lange Transporte erspart bleiben. Und die sind ein zusätzlicher Stressfaktor für das Tier. Als Veterinär kann man da natürlich nicht dafür sein. Nicht zu vergessen ist auch die Wertschöpfung, die für das Land verloren geht. Die Tiere werden ja nicht nur hier geschlachtet, sondern das Fleisch auch im Ländle veredelt. Das fällt dann ebenso weg. Die Problematik beim Schlachthof Dornbirn liegt darin, dass er nicht mehr zeitgemäß ist.

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Inwiefern? Norbert Greber: Er ist der einzige verbliebene kommunale Schlachthof in Österreich. Das ist mit EU-Recht kaum mehr vereinbar, weil beispielsweise vorgeschrieben ist, dass Warmfleisch – also Frischgeschlachtetes – nicht transportiert werden darf. Das Fleisch muss zuerst auf mindestens sieben Grad herunter gekühlt werden – und das dauert mindestens 24 Stunden. Da geht bis zur Verarbeitung also viel Zeit verloren. Die Fleischwirtschaft ist aber einem harten Druck ausgesetzt. Was wir bräuchten wäre ein Schlachthof mit angeschlossenem Zerlegeraum, damit gleich verarbeitet werden kann. Aber den zu bauen, ist nicht Sache der öffentlichen Hand – das muss durch Private passieren. Haben sich die Schlachtbetriebe in den letzten Jahren verändert? Norbert Greber: Auf jeden Fall. Die Hygiene ist durch die getrennt voneinander durchgeführten Arbeitsschritte – Stichwort Schlachtband – viel besser gewährleistet. Das setzt aber selbstverständlich größere räumliche Kapazitäten voraus. Essen Sie selbst auch Fleisch mit gutem Gewissen? Norbert Greber: Ja. Wobei ich vorausschicken muss, dass ich Jäger bin – und daher zumeist Wildfleisch auf dem Tisch landet.

Zur Person Seit Mai 2012 ist der Schwarzacher Dr . Norbert Greber (52) Vorstand de r Abteilung Veterinärangelegen heiten im Amt der Vorarlb erger Landesregierung.


Davon träumen Schweine

Sauwohl fühlen können sich die Schweine im „Ländle Metzg Schwein“ Programm. Mit ausreichend Fläche, Tageslicht, Einstreu und bestem, gentechnikfreien Futter, verläuft der Schweinealltag stressfrei und angenehm.

zu können. Steigenden Anforderungen gerecht zu werden, ohne finanzielle Honorierung der Arbeit, die wir dadurch haben, wäre nicht möglich“, so Jürgen Hagspiel, Schweinemäster im Nebenerwerb. Er unterrichtet hauptberuflich am Bäuerlichen Schul- und Bildungszentrum in Hohenems. Der Bezug zu Schweinen ist familiär bedingt; schon sein Vater hielt Schweine auf dem Hof in Hohenweiler.

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ie Schweinemast im Land ist rückläufig. Um dem Einhalt zu gebieten und Fleischimporte mit niedrigeren Standards entgegen zu wirken, wurde das „Ländle Metzg Schwein“-Programm etabliert.

21 Landwirte vermarkten gemeinsam mit den Ländle Metzgereien ca. 2.000 Schweine pro Jahr im Rahmen des Programms und bekommen den Mehraufwand für die Einhaltung der strengen Richtlinien mit einem deutlich über dem Börsenpreis liegenden Kilopreis abgegolten. „Unsere Schweinemäster müssen definierte Richtlinien einhalten. Der dadurch entstehende Mehraufwand, vor allem durch die Liegeflächen mit Einstreu, muss natürlich abgegolten werden. Wohlfühlleistungen fürs Schwein müssen honoriert werden. Die Rentabilität in der Schweinemast ist ohnehin schon sehr gering. Immer mehr Schweinemäster aus Vorarlberg ziehen sich zurück, da müssen sich die bestehenden Mäster über ein Premiumprodukt am Markt differenzieren“, so Manuel Gohm, GF Ländle Qualitätsprodukte Marketing GmbH, über das Programm.

Komfortzonen für Wohlfühlklima Gewisse Grundregeln wie Verzicht auf Vollspaltenböden, eingestreute Liegebereiche ohne Spalten und Beschäftigungsmaterial für den natürlichen Erkundungstrieb des Schweines sind für alle teilnehmenden Landwirte Pflicht. Tageslicht und geräumige Stallungen sowie eine gentechnikfreie Fütterung gehören ebenfalls zur Einhaltung der Richtlinien. Der eine oder andere Landwirt hält zudem noch weiteren Komfort für die Schweine bereit, wie zum Beispiel befestigten Auslauf ins Freie mit Beschattung oder Nieselduschen für eine willkommene Abkühlung vor allem bei großer Hitze. „Viele der im Ländle Metzg Schwein verankerten Richtlinien sind heutzutage leider aus Kostengründen keine Selbstverständlichkeit mehr. Mit dem Mehrpreis über das Programm ermöglichen uns die Metzger und schlussendlich die Konsumenten den Schweinen gute Haltungsbedingungen bieten

Sauwohl fühlen sich die Ländle Metzg Schweine. Tierfreundliche Haltung: Teilbefestigte Böden, Einstreu, kurze Transporte und gentechnikfreie Fütterung. GEHALTEN, GEFÜTTERT, GESCHLACHTET in Vorarlberg. Exklusiv in Ihrer Ländle Metzg. www.laendle.at/schwein luag 27


Fleischeslust Ernst Marte, Leiter der TANN-Fleischwarenerzeugung in Vorarlberg und geprüfter Fleischsommelier, als Fleischexperte im Interview über Fleischvorlieben der Konsumenten und Entwicklungen auf dem Fleischmarkt.

Fleisch ist vor allem in Zusammenhang mit dem Klimawandel ein heikles Thema geworden. Zeigt sich das am Fleischmarkt? Ernst Marte: Fleisch sollte generell mehr ein Genussartikel sein, für den man bereit ist, den entsprechenden Preis zu bezahlen. Die Wahrnehmung als Genussartikel bringt es mit sich, weniger, dafür bewusster und hochwertigeres Fleisch zu konsumieren. Der entsprechende Preis ermöglicht den Produzenten, den zahlreichen Wünschen und Anforderungen der Konsumenten und Fleischhändler nachzukommen. Generell wächst der Fleischmarkt weltweit. In Europa ist seit einigen Jahren eine Stagnation im Fleischkonsum eingetreten bzw. ist ein leichter Rückgang zu verzeichnen.

Welche Vorlieben sind bei den Verbrauchern zu beobachten? Ernst Marte: Der durchschnittliche Österreicher isst über 40 kg Schweinefleisch pro Jahr. Die Vorliebe für Schweinefleisch teilt er mit den Deutschen, Polen und Dänen. Bei unseren Schweizer Nachbarn ist Schweinefleisch nicht so beliebt – lediglich 24 kg im Durchschnitt pro Schweizer. Rindfleisch liegt bei ca. zwölf kg pro Kopf in Österreich. Diese Menge pro Kopf entspricht auch der Konsumation von Rindfleisch in der Schweiz. Die Deutschen liegen bei 8,5 kg pro Kopf. Die Dänen, Franzosen, Schweden und Italiener sind Spitzenreiter im Rindbereich mit 16 bis 20 kg pro Kopf. So sind landespezifisch durchaus Unterschiede und Vorlieben nach Tierart zu beobachten. Geflügel ist besonders in Ungarn beliebt – 20 kg pro Kopf und Jahr, dafür Rindfleisch relativ wenig mit ca. zwei kg pro Kopf und Jahr. Aber nicht nur die Bevorzugung der Tierarten sind unterschiedlich. Die Vorlieben in einer Sparte betreffend Fett und Alter der Tiere können ebenfalls nicht nur länderspezifisch, sondern auch stark regional variieren. Die Vorarlberger mögen beispielsweise besonders mageres Fleisch. Weiter im Osten Österreichs lieben die Verbraucher Fleisch mit mehr Fettabdeckung. Zudem gilt in Frankreich Fleisch von älteren Rindern als Delikatesse, während es in Österreich kaum Absatz findet.

Kann Vorarlberg seinen Bedarf an Fleisch decken? Wie verhält es sich mit dem Import und Export im Ländle? Ernst Marte: Nein, der Bedarf an Fleisch in Vorarlberg kann aus Vorarlberg nicht gedeckt werden. Fehlendes Fleisch für die Deckung des Bedarfes kommt vorwiegend aus Restösterreich. Die Eigenluag 28

versorgung österreichweit gesehen liegt bei Rind- und Schweinefleisch bei über 100 Prozent. Im Geflügelbereich ist die heimische Landwirtschaft im internationalen Vergleich nicht so effizient und konkurriert mit billigeren Importprodukten, da die Tierschutzgesetze und Auflagen hier strenger sind. Generell stöhnen viele fleischproduzierenden Betriebe unter dem Kostendruck, der durch ausländische Produkte entsteht. Umso wichtiger ist also das Thema Regionalität und Preisbewusstsein für hochwertiges Fleisch aus Vorarlberg bzw. Österreich.

Kann alles, was in Vorarlberg an Fleisch erzeugt wird, auch im Ländle abgesetzt werden? Ernst Marte: Nein, der Markt lässt dies nicht zu. Zum einen ist für die Mast in vielen Betrieben nicht die nötige Struktur vorhanden um bei den üblichen Marktpreisen mithalten zu können, zum anderen haben die Vorarlberger ihre Vorlieben und Abneigungen. Je nach nachdem muss der Landwirt dann nach einer Lösung seines Absatzproblemes suchen und diese liegt nicht immer im Ländle.

Warum gibt es nicht mehr Betriebe in Vorarlberg, die Fleisch produzieren? Ernst Marte: In Vorarlberg haben wir größtenteils sehr kleinstrukturierte Betriebe, die wir als Handelspartner gerne unterstützen. Generell sind jedoch auf dem internationalen Fleischmarkt Betriebe mit weniger als 1.000 Tieren eher unwirtschaftlich geworden. Der Kostendruck steigt, je mehr die Konzentration im Markt voranschreitet. Zudem strömt immer stärker Fleisch aus industriellen Dimensionen auch auf den heimischen Markt. Mit dieser Art Fleischproduktion können und wollen viele nicht mithalten und werfen das Handtuch.

Ist der Konsument auch bereit, mehr Geld dafür auszugeben? Ernst Marte: Ganz schwierig ist es beim Schweinefleisch. Beim Rind ist die Situation wesentlich besser. Gefragt sind vor allem die edlen Teile des Tieres. Das ist sicher ein Unterschied zu früher, wo das ganze Tier Absatz fand. Nicht zu vergessen ist aber auch das Lammfleisch. Das setzt sich im Ländle als qualitativ hochwertiges Fleisch immer mehr durch. Bei unseren Vorarlberg Projekten im Fleischbereich, wie Landbeef, Bio-Freilandbeef, Kalb, Lamm, Kitz und Alpschwein merken wir eine erhöhte Preisbereitschaft. Darum ist es uns auch wichtig, wo es möglich ist, die Vorarlberger Landwirte zu unterstützen.


15 Jahre

„Schule am Bauernhof“ Ein Projekt für Groß und Klein!

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eit 2001 wird in Vorarlberg das Projekt „Schule am Bauernhof“ angeboten. Kinder und Jugendliche haben dadurch die Möglichkeit, einen landwirtschaftlichen Betrieb mit allen Sinnen kennenzulernen. In Vorarlberg gibt es ca. 35 Betriebe, die regelmäßig die Stalltüren für Schulklassen und Kindergärten öffnen und den Besuchern einzigartige Momente ermöglichen. Momente, wenn gerade ein Kalb auf die Welt

kommt, wenn das Huhn ein Ei gelegt hat oder die Kinder eine Bienenkönigin anfassen können. Über 5.000 Kinder und Jugendliche konnten im Jahr 2015 diese Erlebnisse auf ganz unterschiedlichen Betrieben machen. Die Lehrausgänge können von einem halben bis mehrere Tage dauern und kosten EUR 4,– pro Kind. Neben den landwirtschaftlichen Arbeiten und den Tieren auf dem Hof dürfen die Besucher auch bei der Veredelung von regionalen Produkten mithelfen. Bei manchen Betrieben wird Butter, Topfen und Käse zubereitet, bei anderen die eigene Schafwolle verfilzt oder die selbst angebauten Kartoffeln gekocht – so ist für alle etwas dabei. Auch private Kindergruppen von ca. acht Personen können diese Möglichkeiten im Zuge des Projektes „Bauernhof Detektiv“ nützen. Nähere Informationen erhalten Sie beim LFI Vorarlberg unter T 05574/400-191 oder E martina.vierhauser@lk-vbg.at sowie online auf www.schuleambauernhof.at oder www.lfi.at/vbg.

Hol Dir den Frühling!

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Seit vielen Jahren legt die Eismanufaktur Dolce Vita Wert auf Regionalität. Vorarlberger Heumilch, Ländle Sahne und Ländle Joghurt, Kirschen aus Fraxern, Erdbeeren, Heidelbeeren, Himbeeren, Johannisbeeren aus Dornbirn oder Gaißau, Haselnüsse vom Bodensee, Schokolade von der Schokoladenmanufaktur Fenkart in Hohenems und Honig aus dem Ländle. Erhältlich ist der Eisgenuss von Dolce Vita in allen Sutterlüty Märkten sowie in über 50 gastronomischen Betrieben wie Eisdielen, Cafés, Restaurants und Schwimmbädern in ganz Vorarlberg, Tirol und der Schweiz.

Wein mit Ländle Gütesiegel LÄNDLE[CRÜ], heuer neu im Portfolio des TraditionWeinGut Möth aus Bregenz. „Cru“ kommt aus der Weinfachsprache und bedeutet frei übersetzt: Weinanbaugebiet oder Gewächs. Ob als „Stehachtele“ oder niveauvoller Menübegleiter, mit seiner markanten Würze und Fruchtigkeit ist der LÄNDLE[CRÜ] immer ein Genuss. Seit 2015 ist Josef Möth Partner im Ländle Herkunfts- und Gütesiegelprogramm. Erhältlich sind die Weine von Möth direkt ab Hof in Bregenz, Langenerstraße 5, T 05574/47711, im Weinfachhandel, in der Gastronomie sowie bei INTERSPAR, EUROSPAR, SPAR Vorarlberg. www.moeth.at

Ländle Eier aus Freilandhaltung Seit 2014 ist der Christahof aus Bezau mit dem Ländle Herkunftsund Gütesiegel zertifiziert. Die 2.200 Hühner auf dem Christahof haben ganzjährig freien Auslauf und finden auch in den Ställen beste Bedingungen vor. Es wird ausschließlich rein pflanzlich sowie gentechnikfrei gefüttert. Bezogen wird das Futter von der regionalen Mühle in Egg. Und dass es den Hennen von Christa und Hubert Natter so gut geht – das schmeckt man auch! Christahof-Eier sind erhältlich bei INTERSPAR, EUROSPAR, diversen SPAR-Filialen, in den Sennereiläden der Alpenkäse Bregenzerwald in Bezau, Lauterach und Dornbirn sowie bei Naturprodukte Flatz in Hard.

Bei uns gibt‘s was zu staunen! Der Vorarlberger Lesezirkel ist jetzt ganz neu. Werden Sie bei uns Abo-Kunde, Privat oder mit Ihrer Firma. Ihr persönliches Abo: ab 6,90 € (für 7 Zeitschriften wöchentlich) Sie sparen bis zu 40% gegenüber dem Einzelkauf im Handel. Die Zeitungsauswahl finden sie auf www.vorarlberger-lesezirkel.at

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Heute schon einem Hochlandrind in die Augen geschaut?

Viele Bäuerinnen und Bauern in Vorarlberg halten verschiedene Rassen als Mutterkühe. Dabei wird aus Gras, Heu und Silage wertvolles Fleisch erzeugt. Damit mehr Konsumentinnen und Konsumenten auch „ihrem“ Bauern immer öfter in die Augen schauen, soll im Rahmen der Landwirtschaftsstrategie 2020 „Ökoland Vorarlberg - regional und fair“ die Partnerschaft zwischen Produzent und Konsument gestärkt werden. www.vorarlberg.at/oekoland


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Frisch und knackig! Heimisches Gemüse der „Ländle Gemüsekiste“ ist in aller Munde.

Regionales Gemüse aus Vorarlberg Acht Jahre begeistert nun die Ländle Gemüsekiste ihre Kunden mit einem einfachen, regionalen Konzept. Die Verbindung von heimischem, qualitativ hochwertigem Gemüseanbau in Vorarlberg und kurzen, schnellen Wegen zum Kunden, ermöglicht vielen Vorarlbergerinnen und Vorarlbergern den einfachen Zugang zu gesunden, regionalen Lebensmitteln. Nach dem Motto „gerade erst in Vorarlberger Erde, kurz darauf vor der Haustüre“, schafft es die Ländle Gemüsekiste gesundheits- und qualitätsbewusste Menschen in unserem Land mit Gemüse mit dem Ländle Gütesiegel zu bedienen. Infos auf: www.laendle.at/gemuese

Höchste Qualität Der Qualitätsanspruch von Daniela und Werner Fessler ist sehr hoch. „Wir wollen dem Kunden eine hohe Gemüsequalität und einen tollen Kundenservice bieten!“ Auch für ihre Kooperationspartner Familie Gehrer in Höchst, Familie Metzler in Ludesch und Familie

Weitere Infos

Meusburger in Koblach hat Qualität oberste Priorität. An die 50 verschiedene Gemüse- und Kräutersorten werden von ihnen frei von Strahlen, Hormonen und Genmanipulation übers Jahr produziert. Die Gemüsepflanzen werden von Walter Gehrer in Höchst ausgesät und aufgezogen. Dadurch ist die Nachverfolgung der fertigen Frucht, von der Aussaat bis hin zur Ernte, kontrollierbar und bis zum Ursprung gegeben. Alle Betriebe achten sehr exakt auf die sogenannte Feldhygiene, was der Pilzbildung auf natürlichem Wege entgegenwirkt. Der Einsatz von Kulturschutznetzen hält auf natürliche Weise Ungeziefer fern, Mulchfolien schützen gegen Unkraut und Verunreinigungen. Im geschützten Anbau kommen Nützlinge und Hummelvölker zum Einsatz. Sie sind für die natürliche Schädlingsbekämpfung bzw. für die Bestäubung zuständig.

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Die Bestellung erfolgt einfach und unkompliziert, telefonisch, per Fax oder E-Mail. Es gibt keinerlei vertragliche Bindung, das Abo kann jederzeit unterbrochen oder verändert werden, immer bis Dienstag, 12:00 Uhr der jeweiligen Lieferwoche. Geliefert wird von Anfang Mai, wenn es im Land wieder frisches Gemüse gibt, bis ca. Mitte Dezember wöchentlich bzw. nach Kundenwunsch 14-tägig und im Jänner und Februar jeweils einmal pro Monat. Für leckere Kochideen befindet sich in jeder Gemüsekiste ein Rezeptzettel mit Vorschlägen. luag 33


Weg in eine bodenlose Wer gesunde, regionale Lebensmittel wünscht, braucht eine regionale Landwirtschaft. Dazu braucht es Boden und keine Agrarfabriken. Und genau da liegt das Problem.

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er tägliche Bodenverbrauch in Österreich und vor allem auch in Vorarlberg hat erschreckende Ausmaße angenommen. Jeden Tag gehen der österreichischen Landwirtschaft über 20 Hektar Boden verloren, das entspricht einem durchschnittlichen Bauernhof. In Vorarlberg beträgt der Bodenverbrach 1,6 Hektar pro Tag. Das entspricht zwei Fußballplätzen, und das in einem Land, wo freie Flächen generell rar sind. Um diese letzten freien Flächen wird immer mehr aus realwirtschaftlichen, teils aus rein spekulativen Gründen gefochten. „Natürlich gilt es die Bedürfnisse von Industrie, Gewerbe und Handel, Tourismusund Freizeitindustrie zu berücksichtigen. Was dabei aber oft nicht bedacht wird, ist der alte Vorarlberger Spruch „Man ka net s´Füferle luag 34

und s´Weckle ho“. Steter Bodenverbrauch, von Bauern gepflegte Landschaften und regionale Lebensmittel geht nicht. „So sind in Vorarlberg 30 Prozent der gewidmeten Flächen nicht verbaut. Auch viele verbaute Bau-, Industrie- und Gewerbeflächen, werden zur Zeit nicht genutzt. Ein erster Schritt wäre die Mobilisierung dieser Industrieund Gewerbeflächen um Umwidmungen einzubremsen. Hier ist nicht nur die Raumplanung auf Landes-, sondern vor allem auf Gemeindeebene gefordet, damit nicht weitere Grünflächen zugepflastert werden“, so LK-Präsident Josef Moosbrugger.

Nicht die eigene Zukunft verbauen! Diesen Wunsch teilen auch viele Konsumenten. Eine Umfrage aus dem Jahr 2015 des market-Institutes im Auftrag der Österreichischen Hagelversicherung bestätigt, dass der Bodenverbrauch für Herrn und Frau Österreicher immer mehr zu einem ernsthaften Problem wird. Vier von fünf Österreichern kritisieren eine Verschandelung des Landschaftsbildes und verlangen in der Folge einen Stopp der Bodenverbauung. „Der Boden ist die einzige Ressource, mit der


Welchen Stellenwert hat die Lebensmittelerzeugung im Land? Diese ackerfähigen Flächen in Koblach sollen für eine Flusslandschaft geopfert werden.

Landwirtschaft? Lebensmittel produziert werden können. Deshalb ist sein Schutz für eine Sicherstellung der Ernährung essenziell. Die tägliche Verbauung von rund 20 Hektar – das entspricht der Fläche von 30 Fußballfeldern – wertvoller Wiesen und Äcker für Straßen, Siedlungen, Shoppingcenter und Industriehallen, hat dramatische Auswirkungen auf die eigene Lebensmittelversorgung, auf den Klimawandel und damit auf Schäden durch Wetterextremereignisse wie Dürreperioden, Hochwasser etc. Durch die Versiegelung des Bodens geht auch notwendiger CO2- und Wasserspeicher für immer verloren. „Verbauen wir nicht die Zukunft unserer Kinder! Österreich soll auch in Zukunft ein Land der Äcker, und nicht ein Land der leeren Industriehallen, Straßen und Einkaufszentren sein“, so Dr. Kurt Weinberger, Direktor der Österreichischen Hagelversicherung.

„Einmal Oberösterreich verloren“ In den letzten 60 Jahren sind 350.000 Hektar Felder und Wiesen unter Asphalt und Beton verschwunden – dies entspricht der gesamten Ackerfläche Oberösterreichs. Wenn dieser Versiegelungstendenz

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Film: Regionale Kreislaufwirtschaft

nicht Einhalt geboten wird, so wird die Landwirtschaft langsam, aber sicher gänzlich aus Österreich verschwinden. Denn jährlich werden in Österreich 0,5 Prozent der Agrarflächen verbaut.

Hochwasserschutz ja, aber... Beim Rhein-Hochwasserschutzprojekt RHESI, gehen auf der Vorarlberger Seite rund 200 Hektar landwirtschaftliche Flächen verloren. „Wir sind nicht gegen Hochwasserschutz, denn die Sicherheit der Menschen geht vor. Jetzt sollen aber in Koblach und Fußach außerhalb der Dämme zusätztlich noch 33 Hektar beste landwirtschaftliche Böden und damit bäuerliche Existenzen geopfert werden. Ich denke, dass hier unter dem Deckmantel der Hochwassersicherheit übertriebene Ökologie- und Freizeitmaßnahmen auf Kosten der Flächen für die Lebens- und Futtermittelerzeugung gesetzt werden. Je mehr Bodenverlust, umso mehr Lebensmittelimporte. Das kann auch nicht das Ziel der Umweltvertreter, sein“, so Moosbrugger. luag 35


31. März bis 3. April 2016

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EisGenuss Den alen Eisgenuss mit sellbst gemachten Knuspertüten gibt es r in der Ländle Halle . aubert aus VorarlberLändle Sahne und Joghurt, axern, Bee eren aus Dornb birn elnü e B odensee, der olad man Hohe un oni em e. w. i .

Bur: hn Ma a e ehühn r, th en ode puten – Truthahn Marte auss Weiler sorgt für ein fröhliches Gegacker in der Ländle Halle. Informieren Sie sich über Hühnerund Putenprodukte von Truthahn Marte.

Broger Privatbrennerei: Whiskys & Edelbrände Eine kleine hochprozentige Pause vom Messetrubel: Genießen Sie feinste Whiskys, erfrischenden Gin-Tonic oder fruchtige Edelbrände an unsee Ihre Sinne von rem Stand. Lassen Sie der Vielfalt und Ausdr cksstärke der Arom men ren. www.

Kinder Messe-Rallye Die Kinderstation widmet sich spielerisch dem Thema Boden: Die Kinder können Punkte sammeln, in dem sie natürliche Bod de bewohner identifizieren. Als zusätzliche Belohnun ng richtige Lösungen gibt‘s einen Ländle Luftballon n.


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Osterei ist nicht gleich Bio-Osterei Ob selbst gefärbt oder fertig gekauft – Eier zu Ostern haben einfach Tradition. Aber auch hier gibt es einige Punkte zu beachten, damit der Eier-Genuss keinen bösen Beigeschmack bekommt.

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ier erhöhen den Cholesterinspiegel – oder doch nicht? Mittlerweile gehen Mediziner davon aus, dass der Konsum von Eiern bei den meisten Menschen keinerlei Einfluss auf die Cholesterinwerte hat. Wir dürfen also in den nächsten Tagen wieder beherzt zum Osterei greifen – am besten nur zu Bio-Ostereiern. Zeit, sich einmal bewusst mit diesem wertvollen Lebensmittel auseinander zu setzen: Hühnereier konzentrieren hochwertige Nährstoffe, die vom Organismus besonders leicht verdaut und zu 95 Prozent verwertet werden können. Sie zeichnen sich durch einen hohen Proteingehalt sowie reichlich Vitamine und Mineralstoffe aus, wobei sich die Inhaltsstoffe sehr unterschiedlich in Eiklar und Eigelb verteilen.

Aber Augen auf beim Eierkauf! Bei lose angebotenen, bereits gefärbten Eiern, ist oft nicht ersichtlich, woher und aus welcher Haltung sie stammen. Die Käfighaltung ist in Österreich – Gott sei Dank – inzwischen verboten, dennoch stammt immer noch jedes siebte in Österreich verspeiste Ei aus Käfighaltung! In Verarbeitungsprodukten, zu denen auch die gefärbten Ostereier gehören, können importierte Käfig-Eier „versteckt“ sein, da für diese die Kennzeichnungspflicht nicht gilt. Die sieht vor, dass jedes Ei, das in den Handel kommt, mit einem Code versehen wird. Die erste Ziffer steht jeweils für die Haltungsform (0= Bio, 1= Freiland, 2= Boden, 3= Käfig). Dann folgt das Herkunftsland, z.B. AT, und schließlich noch die individuelle Betriebsnummer des Erzeugers. Da dieser Code auf den gefärbten Eiern nicht ersichtlich ist, sollten Sie sich hier mit ei-

nem genauen Blick auf das Etikett oder beim Verkaufspersonal nach der Herkunft erkundigen.

Mit Bio auf Nummer sicher gehen – für Tier und Mensch Bio-Hühnern steht mehr Stallfläche zur Verfügung als ihren konventionellen Artgenossen – etwa doppelt so viel im Vergleich zu den in der EU noch erlaubten Kleingruppenkäfigen. Zusätzlich ist auch eine bepflanzte Freifläche für Bio-Legehennen vorgeschrieben. Hier können sie ihr natürliches Futtersuchverhalten ausleben und gemeinschaftliche Sand- und Sonnenbäder nehmen. Auf Bio-Betrieben dürfen grundsätzlich keine synthetischen Farbstoffe verfüttert werden, um die Färbung des Dotters zu beeinflussen. Deshalb sind Bio-Dotter in der Regel heller bzw. gelber. Auch um Pestizid- und Antibiotikarückstände braucht man sich bei Bio-Eiern nicht zu sorgen. Ihr Einsatz ist nämlich verboten. Wer zu Bio-Eiern greift, tut damit also nicht nur den Hennen etwas Gutes, sondern auch sich selbst.

Veranstaltungstipps

Filmabende am Sp ielboden/ Dornbir n jeweils ab 19:3 22. März: „Varvilla“ 0 Uhr 5. und 13. April: „D as Leben ist keine Generalprobe“ 31. März bis 3. Ap ril: SCHAU! 2016 Sie finden uns au f der Dornbirner Fr ühjahrsmesse in der Ländle Halle 4. 22. und 23. April: Erdreich Setzling sm

arkt in Feldkirch

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Produzenten regionaler Bio-Eier uvm. finden Sie im Einkaufsführer von BIO AUSTRIA Vorarlberg und unter www.bio-austria.at/biomap

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BIO - sichert Arbeitsplätze,

Nahversorgung und Lebensqualität

Ein Interview mit Biobauer Elmar Weißenbach – engagierter Bio-Beef-Produzent in Götzis. Was ist das besondere an biologischen Lebensmitteln? Elmar Weißenbach: Biologisch gewachsene Lebensmittel sind gesund und wirken sich positiv auf unseren Lebensraum aus. Durch eine natürliche Kreislaufwirtschaft werden günstige Voraussetzungen für einen höheren Humusgehalt und ein intaktes Bodenleben geschaffen. Biobäuerinnen und Biobauern fördern zudem die Entwicklung einer größeren Vielfalt von Flora und Fauna. Transparenz vom Feld über den Stall bis zum Teller wird durch ehrliche Arbeit sowie ein tragfähiges Kontrollsystem gesichert. Bio-Lebensmittel enthalten deutlich mehr natürliche Inhaltsstoffe. Sie sind der beste Garant für einen intakten Lebensraum und somit auch für unsere Gesundheit. Wie wirkt sich eine solche Wirtschaftsweise auf die BioFleischqualität aus? Elmar Weißenbach: Eine tiergerechte Fütterung ist die Grundlage für gesundes, e et ak langsames Wachstum. Rindfleischp Vorarlberger BioSo entsteht zartes unter laufend bestellbar Bio-Fleisch mit dem t g.a www.biovorarlber typischen intensiven Geschmack sowie ausreichender Marmorierung.

Greifen Sie zu ...

Was sind die Besonderheiten der biologischen Tierhaltung? Elmar Weißenbach: Die Tierhaltung ist artgerecht und standortangepasst. Die Tiere haben laufend Zugang ins Freie bzw. leben im Sommer auf der Weide. Das Futter ist natürlich frei von Zusatzstoffen und Gentechnik. Eine vorbeugende Verabreichung von Antibiotika ist verboten und pflanzenbasierte Heilmittel und Homöopathie sind zu bevorzugen. Bio setzt auf Vielfalt statt auf Einfalt. Wie sieht die Wertschöpfungskette von Bio-Fleisch in Vorarlberg aus? Elmar Weißenbach: Geboren, gemästet und geschlachtet in Vorarlberg ist die Grundvoraussetzung für die Qualitätsbezeichnung Vorarlberger Bio-Rindfleisch. Dabei wird auf größtmögliche Transparenz geachtet, das bedeutet, dass jedes verkaufte Stück Bio-Fleisch bis zum Produzenten zurückverfolgt werden kann. Gleichzeitig stehen zahlreiche Bio-Betriebe in Form von Bio Austria Schaubauernhöfen den Konsumentinnen und Konsumenten zur Besichtigung offen. Durch die Schlachtung in Vorarlberg können kurze Transportwege gesichert werden, während eine individuelle Anlieferung durch die Bauern selbst unnötigen Tierstress verhindert. Wo kann Bio-Fleisch gekauft werden? Elmar Weißenbach: Bio-Beef erhalten Sie im INTERSPAR und in ausgewählten EUROSPAR- und SPAR-Märkten, Bio-Weiderind in allen Sutterlüty Filialen. Fragen Sie danach! Ebenso erhalten Sie erstklassige heimische Bio-Rindfleischpakete direkt bei Bio Vorarlberg: www.biovorarlberg.at. luag 39


Vorarlberg entdecken Mit der V-CARD über 75 Ausflugsziele besuchen –

vom 1. Mai bis 31. Oktober

ohin zum Tagesausflug oderr für abwechslungsreiche Stun-den? Anregungen in reicher Zahll gibt die V-CARD von Vorarlberg g Tourismus. Sie lädt zwischen 1. Maii und 31. Oktober 2016 dazu ein,, g über 75 Ausflugsziele in Vorarlberg und Liechtenstein zu besuchen. Mitt e ihr fährt man mit Seilbahnen in die schönsten Wandergebiete, besuchtt d Museen, Ausflugsziele, Hallen- und Freibäder. Die beteiligten Ziele kann n man jeweils einmal kostenlos besu-chen. Zudem gewährt die V-CARD D mehrmalige Preisnachlässe bei elf Bonuspartnern.

Neue Ziele Neue Partner der V-CARD 2016 sind der Schlegelkopflift und der Familienspielpark Buxbaum in Lech, das Walgaubad Nenzing, mehrere kleine Museen der Schubertiade in Hohenems, die SilvrettaHochalpenstraße und das Liechtensteinische Landesmuseum in Vaduz.

©Peter Mathis_Vorarlberg Tourismus luag 40

Eine Karte – viele Vorteile Für einen erlebnisreichen Ausflug lassen sich die V-CARD-Ziele beliebig kombinieren und mit weiteren Aktivitäten verbinden. Geografische Orientierung in gedruckter Form gibt die Landkarte im V-CARD-Folder, auf der alle Ziele übersichtlich eingezeichnet sind. Der Folder ist auch online verfügbar auf www.v-card.at. Interaktiv informiert die Vorarlberg-App „Urlaub und Freizeit“, kostenlos erhältlich in App-Stores und auf www.vorarlberg.travel. Zusätzlich zu den Ausflugszielen und Bonuspartnern zeigt die interaktive Landkarte Wander- und Radwege sowie Mountainbikerouten mit Kurzbeschreibung und Höhenprofil. Die Geo-Koordinaten kann man herunterladen, die Touren in 3D auf Google Earth anschauen.

Preise und Infos Die V-CARD für Erwachsene kostet EUR 59,– für Kinder von sieben bis 15 Jahren EUR 29,50 (Jahrgang 2001 bis 2009). Der Gesamtwert der angebotenen Leistungen beträgt etwa das Achtfache des Kaufpreises der Karte. Die V-CARD ist online bestellbar und an mehreren Verkaufsstellen erhältlich. Für Inhaber des Vorarlberger Familienpasses kostet die V-CARD ein Drittel weniger. Weitere Informationen www.v-card.at.

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Ein Fest fürs Osternest! V-CARD um minus 20 % Viele abwechslungsreiche Ausflüge in ganz Vorarlberg inkludiert die praktische V-CARD. Wenn Sie die Karte zwischen 21. März und 3. April kaufen, zahlen Sie um 20 Prozent weniger! Mit der V-CARD fahren Sie mit Bergbahnen, besuchen Museen, Ausflugsziele, Hallen- und Freibäder und bekommen Ermäßigungen bei Bonuspartnern. Die V-CARD gilt vom 1. Mai bis 31. Oktober 2016. Jedes der über 75 Ausflugsziele können Sie einmal kostenlos besuchen. Osteraktions-Preise *: Erwachsene € 47,– (statt € 59,–) Kinder Jg. 2001–2009 € 23,50 (statt € 29,50) Kinder bis 6 Jahre gratis Die V-CARD gibt’s auf info@v-card.at und bei den Vorverkaufsstellen. Details auf www.v-card.at

Die V-CARD ist ein Produkt der Vorarlberg Tourismus GmbH, Poststraße 11, 6850 Dornbirn, T +43.(0)5572.377033-0. * Nicht anwendbar auf den Familienpass-Preis. Dieser ist ganzjährig um ein Drittel reduziert.

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p p i t s g u l f s Au

Von Egg nach Schetteregg... Das Gebiet zwischen Egg und Schetteregg bie-

Wandern im Alpgebiet

tet das ganze Jahr viele Wander- und Bikemög-

Egg-Schetteregg ist umgeben von einem großen Alp- und Vorsäßgebiet, das viele kürzere und längere Wanderungen anbietet, und das nicht nur im Sommer, wenn die Kühe grasen, sondern auch im Winter, wenn die Natur mit Schnee bedeckt ist. Auf die Wanderer wartet eine wunderbare Natur und in den vielen kleinen Parzellen sieht man das typische Bregenzerwälder Bauernhaus mit holzgeschindelter Fassade.

lichkeiten für die ganze Familie.

Einkehren im Fallenbacher Moststüble Eine gute Einkehrmöglichkeit befindet sich in der Parzelle Fallenbach. In ihrem Moststüble bietet Bernadette Sohler Produkte aus der eigenen Landwirtschaft an. Das Moststüble ist noch bis Ende Mai von Freitag bis Sonntag von 14:00 bis 24:00 Uhr geöffnet. Im Sommer muss sich Bäuerin Bernadette um die Heuernte kümmern, deshalb ist in dieser Zeit das Fallenbacher Moststüble geschlossen. Erst wenn die Feldarbeiten erna-erledigt sind, also ab Ende Oktober, begrüßt Be dette wieder Gäste in ihrem Moststüble.

Kapelle in Fallenbach

GROSSDORF – FALLENBACH – SCHETTEREGG Gehzeit: 2,5 Stunden, leichte Wanderung, auch für Kinderwagen Über die Parzellen Stocker, Fallenbach, Steinvorsäß und Fohren erreicht man in gut zwei Stunden Schetteregg. Die Rückfahrt kann mit dem Wanderbus der Linie 32 erfolgen, der am Wochenende alle zwei Stunden fährt. Diese Wanderroute ist praktisch während des ganzen Jahres begehbar und bietet einen schönen Ausblick in den vorderen Bregenzerwald. BIKEN FÜR EINSTEIGER Egg – Großdorf – Fallenbach – Fohren – Schetteregg – Langeneggwald – Ebenwald – Egg Länge: 20,2 km, davon Asphalt: 12,3 km, Schotter: 7,9 km Höhenunterschied: 580m, Höchster Punkt: 1.080m Diese „schnelle Runde" eignet sich auch für Einsteiger. Bergauf radelnd gelangt man auf der Hauptstraße nach Großdorf. Von dort verläuft die Strecke vorbei an schönen Bregenzerwälder Bauernhäusern durch die ruhig gelegene Siedlung Fallenbach. Leicht ansteigend führt der Weg bis Fohren und weiter nach Schetteregg. Auf Forststraßen, durch den Wald und entlang von Vorsäßsiedlungen geht es zurück nach Egg.

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Termine

Gewinnspiel

GOURMETWOCHEN VOM LÄNDLE ZIEGENKITZ Samstag, 2. bis Sonntag, 17. April Eröffnungsabend Samstag, 2. April, ab 19:30 Uhr im Restaurant Gasthof Adler in Schwarzenberg www.laendle.at/ziegenkitz

SCHAU! DORNBIRNER FRÜHJAHRSMESSE, LÄNDLE HALLE 4 Donnerstag, 31. März bis Sonntag, 3. April

VORARLBERGER LANDESPRÄMIERUNG Freitag, 29. April, 19:00 Uhr in der inatura, Dornbirn www.laendle.at/edelbraende

LÄNDLE MOST GALA Samstag, 30. April, 19:00 Uhr Restaurant DorfMitte, Koblach LÄNDLE MOST WOCHEN 22. April bis 8. Mai www.laendle.at/most

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D ri ig n o n n i i a zi e i s n i e re f l a “ a l e dle l - b . t o r n die P sta L l u ä r k M e g , n rt „ u “, stra e 11, 69 0 reg n . E e d n f n b nd s e ü z s n rt n E – rl . E n en e hlu s is n rstag, 2 . Mä z.

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UMWELTWOCHE Samstag, 30. Mai bis Sonntag, 7. Juni www.umweltv.at/umweltwoche

BIOMARKT Samstag, 4. Juni, 9:00 bis 14:00 Uhr Sparkassenplatz, Feldkirch www.bio-austria.at/vorarlberg

BIO-RINDFLEISCH KOCHKURS mit Werner Vögel aus Sulzberg Donnerstag, 21. April, 19:00 bis ca. 22:00 Uhr Mittelschule Götzis www.biovorarlberg.at

Impressum Medieninhaber, Herausgeber und Redaktion: Landwirtschaftskammer Vorarlberg und Ländle Qualitätsprodukte Marketing GmbH, Montfortstraße 11/7, 6900 Bregenz, T 05574/400-700, E laendle@lk-vbg. at, www.laendle.at, vbg.lko.at, Redaktion/Layout: Bernhard Ammann, Sabine Hagspiel, Dietmar Hofer, Marion Hofer, Juliane Nogler, Christoph Pallinger, Ing. Armin Schwendinger, Sabrina Zerlauth MA; Bildnachweis: LK Vorarl-berg, Ländle Qualitätsprodukte Marketing GmbH, Denise Neufert, Othmar Heidegger, Marion Hofer, Dietmar Walser, Zanella-Kux, Peter Mathis_Vorarlberg Tourismus, i-stock, Fotolia.

MIT UNTERSTÜTZUNG VON BUND, LAND UND EUROPÄISCHER UNION

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Warum der Osterhase Ländle Eier empfiehlt? e Ländle Legehennen erfolgt mit gentechni

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Ländle Eier Produzenten: Sennhof, Rankweil Gerd Giselbrecht, Sulzberg Peter Schneider, Möggers Dietmar Baldauf, Sulzberg Gebhard Kröss, Dornbirn Christahof, Bezau

Ländle Eier erhältlich bei:

Erhältlich bei ADEG, ADEG Riedmann, AGM, BILLA, FruchtExpress Grabher Grabher, METRO METRO, Peherstorfer Peherstorfer, SPAR, Sutterlüty und diversen Dorfläden sowie direkt im Sennhof-Lädele in Rankweil.


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