03/2017 | Ausgabe N° 1
Hilft Jod gegen Brustkrebs? Ostereier aus dem Ländle Landesgrünzone in Gefahr? Schlachthof Dornbirn Unsere Land- und Forstwirtschaft. Wertvoll fürs Land.
Zeit für
Blümchensex h
N° 1 | 03/2017
Inhalt
D I E LÄN D LE M ETZG E R Zertififizziert und garantiert kontrolliert. Seite 4
Titelgeschichte Neue Bienen-Serie Martin Metzler, Obmann des Bienenzuchtvereines im Jagdbergischen, über den Einfluss der Bienen auf das Ökosystem.
34
Fleisch Vertrauen ist gut – Kontrollen sind besser! Beim Ländle Metzg Zertifizierungsprogramm wird die Ländle Herkunft von Rind-, Kalb- und Schweinefleisch streng kontrolliert.
4
Ländle Metzg Nägele Thomas Nägele aus Feldkirch-Gisingen, setzt auf Qualität, Beratung und regionale Schmankerln.
6
Schwein muss man haben ... Unter dem Motto „Qualität durch Respekt“ werden Ländle Metzg Schweine nach klaren Richtlinien gehalten.
8
Schlachthof Dornbirn Anton Fetz, der neue Betreiber des Schlachthofs, plädiert für kurze Transportwege.
10
Ländle Vieh Vermarktung Dr. Thomas Jutz im Interview über die aktuelle Situation auf dem Vorarlberger Fleischmarkt.
12
Z E IT FÜ R B LÜ MCH E N S EX Schon Albert Einstein sagte: Wenn die Biene von der Erde verschwindet, dann hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben. Seite 34
Tierschutz Tierschutzombudsmann Dr. Pius Fink berichtet, mit welchen tierschutzrechtlichen Fällen er konfrontiert wird, und warum der Tierschutzpreis Vorbildwirkung hat.
13
Tiergesundheitsdienst Vorarlberg nimmt in Sachen Tierwohl und Tiergesundheit eine führende Position ein. Landesveterinär Dr. Norbert Greber im Interview.
14
Mutterkuhhaltung Für die vorbildhafte Führung ihres Biohofs in Meiningen wurde Familie Feistenauer mit dem Tierschutzpreis ausgezeichnet.
17
Schafe als Lebensinhalt Kurt Mitterlehner bekam letztes Jahr den Tierschutzpreis für seine vorbildliche Stall- und Alphaltung überreicht.
19
Tierwohlbeurteilung BIO AUSTRIA bietet Leitfäden zur Tierwohlbeurteilung für verschiedene Tierarten und regelmäßige Schulungen an.
38
luag 2
LÄN D LE HALLE Zahlreiche kulinarische Genüsse und Gewinnspiele laden auf der SCHAU! zum Verweilen ein. Seite 32
Landwirtschaft im Gespräch
Mehr als Milch D
ie Vorarlberger Landwirtschaft ist für ihre zahlreichen Käsespezialitäten und Lebensmittel aus der sogenannten „weißen Palette“ berühmt. Dieser Name ist von der Milch hergeleitet, dem Grundstoff dieser Spezialitäten. In Vorarlberg wächst auf Grund der hohen Niederschlagsmengen vor allem Gras – die ideale Grundlage für die Viehhaltung. Dieses Vieh vom Berg und Tal braucht es für die flächendeckende Beweidung und Bewirtschaftung der Alpen. Die wiederum sind die Grundlage für Tourismus und viele Freizeitaktivitäten in unserem Land. Würden die Alpen nicht bewirtschaftet, würden sie zuwachsen. Die Milch ist daher gleichermaßen Grundlage für die Landschaftspflege und Rohstoff für den EU-geschützten Berg- und Alpkäse: Also Tourismusgrundlage und Exportschlager zugleich! Es verwundert daher, dass immer wieder Stimmen laut werden, es gäbe im Land zu viel Milch. Die Milch wird zum Großteil zu Käse veredelt und dann – wie viele andere erfolgreiche Produkte der Vorarlberger Wirtschaft – teilweise auch exportiert. Das ist die Grundlage unseres Wohlstandes. Warum sollte die Landwirtschaft diese Exportchance nicht nutzen dürfen? Man stelle sich vor, man würde unserer Industrie vorwerfen, sie produziere z. B. mehr Beschläge, als im Land benötigt würden. Das würde zu Recht für Kopfschütteln sorgen. Die heimische Landwirtschaft hat aber auch anderes zu bieten. Fleisch, Gemüse, Obst und Eier werden in hoher Qualität erzeugt. Dabei ist eines klar: Die Achtung vor der Natur, sprich der sorgfältige Umgang mit Boden und Tieren ist dafür unabdingbar, und da hat sich in den letzten Jahren sehr viel getan. Nur wer gesunde Tiere im Stall hat und die Böden bedarfsgerecht bearbeitet, kann eine entsprechende Qualität erzeugen. Und das beweisen unsere bäuerlichen Familienbetriebe tagtäglich aufs Neue. Ob auf dem Feld oder Acker, beim Obst oder Gemüse, in der Verarbeitung oder Betriebswirtschaft – die Landwirtschaftskammer bietet ein breites Beratungs- und Weiterbildungsangebot. Das alles ist eine gute Basis für eine regionale, naturnahe Lebensmittelgrundversorgung und Lebensraumpflege im Sinne der Konsumenten.
LK-Präsident StR. Josef Moosbrugger
Lernen auf der Alp So ein Alpsommer bedeutet für Schüler/-innen Lernen für das spätere Leben.
16
Landesgrünzone in Gefahr Siedlungsgebiete und Gewerbeflächen nagen an den letzten Grünlandreserven im Land. Aktueller Fall: die Betriebserweiterung der Firma Ölz.
22
Regionale Produkte Gourmetwochen vom Ländle Ziegenkitz Das zart-würzige Ziegenfleisch hat in Vorarlberg wieder an Popularität gewonnen.
20
Ländle Gemüsekiste Gemüse mit Ländle Gütesiegel – direkt vor die Haustür geliefert.
24
Gustotage vom Ländle Kalb Fast vergessene Gaumenfreuden aus heimischen Ställen.
25
Ländle Eier zum Osterfest 70 Millionen Eier verzehren die Österreicher/ -innen jedes Jahr an Ostern.
28
Produkte vom Klostertal Die Klostertaler Bauerntafel bietet saisonale Produkte als „Klostertaler Bauernkiste“ an.
37
Achtung gesund: Bio-Rindfleisch Hochwertiges Fleisch von langsam wachsenden Tieren, die sich ausreichend bewegen.
39
Gesundheit Die Sache mit dem Jod Brustkrebs und Jodmangel – Heilpraktiker René Gräber über nachvollziehbare Zusammenhänge
26
Naturkosmetik Was das Ei im Gesicht zu suchen hat
36
Aktuell SCHAU! Die Frühlingsausstellung In der Ländle Halle 4 präsentieren Produzenten und Aussteller feinste Lebensmittel und Produkte aus Vorarlberg.
32
Wandertipp Unterwegs im Weitried.
42
Termine Interessante Veranstaltungen zu den Themen Landwirtschaft und regionale Lebensmittel.
43
Gewinnspiel Gewinnen Sie ein Ländle Ziegenkitz Menü für zwei Personen im Gasthof Rössle in Braz!
43
www.laendle.at
luag 3
Vertrauen ist gut Kontrollen sind besser! Die Ländle Qualitätsprodukte Marketing GmbH ist die zentrale Zertifizierungs- und Vermarktungsstelle für Agrarprodukte aus Vorarlberg. Neben Produktzertifizierungen führt sie auch Betriebszertifizierungen durch. Die so genannten „Ländle Metzg“ Betriebe werden jährlich mindestens zweimal auf Fleischherkunft kontrolliert.
Die Ländle Metzger - zer Ländle Metzgerei Dür Hohenweiler, Leutenhofen 21 T 05573/82226 E metzgerei.duer@aon.at
Ländle Metzg Klopfer Lauterach, Alte Landstraße 12 T 05574/71266 E christof@klopfer.at
Georg Mangold KG Weiler, Treiet 7 T 05523/62442-0 E info@metzgerei-mangold.at
Ländle Metzg Nägele Feldkirch, Ringstraße 9 T 05522/72096-0 E laendlemetz.naegele@aon.at
S
eit vielen Jahren gibt es das Ländle Metzg Zertifizierungsprogramm. Hier wird Ländle Herkunft von Rind-, Kalb- und Schweinefleisch streng kontrolliert. Die Ländle Qualitätsprodukte Marketing GmbH handelt mit diesem Programm im Interesse der Landwirtschaftsstrategie 2020 „Ökoland Vorarlberg – regional und fair“ und wird dabei vom Land Vorarlberg unterstützt.
Zweck des Ländle Metzg Programms ist es, den Konsumenten regionales, qualitativ hochwertiges Fleisch aus tierschutzgerechter Haltung anzubieten. Eine klare Kennzeichnung und Auslobung sowie Kontrollen sollen die Nachvollziehbarkeit der Herkunft, und somit das Vertrauen der Verbraucher/-innen stärken. Ein gezieltes Angebot an regionalem Qualitätsfleisch sichert und verbessert auch die Wertschöpfung beim Landwirt sowie bei den nachgelagerten Bereichen. Das ist für die Landwirtschaftskammer als Vertretung der Bauern von großem Interesse. „Speziell unser Nachbar Deutschland hat sich zum Exportland von Billigfleisch entwickelt. Deutsche Betriebe haben ganz andere Dimensionen, was die Anzahl von gehaltenen Tieren betrifft. Die Lohnkosten und Betriebskosten sind geringer als in Vorarlberg. Die Standards betreffend Gentechnik, Antibiotika und Tierhaltung sind ganz andere als bei uns im Ländle. Viele unserer Mitbewerber im Land greifen vermehrt auf die günstigere Ware aus dem Ausland zurück“, weiß Christof Klopfer, ein kontrollierter Ländle Metzger aus Lauterach. „Wir zertifizierten Ländle Metzger versuchen dennoch, dem Wettbewerbsdruck standzuhalten und unterstützen die Ländle Bauern.“ „Mit der Unterzeichnung des Partnervertrages verpflichten sich die Ländle Metzg Betriebe, die Qualitätsrichtlinien verbindlich einzuhalten. Die Betriebe werden von der Ländle Qualitätsprodukte Marketing GmbH sowie von externen Kontrollstellen jährlich mindestens zweimal überprüft. Dabei werden die Einhaltung der Richtlinien, Hygienestandards und natürlich die Herkunft der Produkte strengstens kontrolliert“, betont Manuel Gohm, Geschäftsführer der Ländle Qualitätsprodukte Marketing GmbH.
Richtlinien: Hier ein Auszug der Ric htlinien des Vertrages zwischen den Ländle Metzg Betrie ben und der Ländle Qu alitätsprodukte Marketing GmbH : • In einem Ländle Metzg Betrieb wird bei Rind-/ Kalb- und Schweinefleisch zu 100 Prozent Vorarlberger Fle isch über die Theke verkauft. • Ausnahmen sind saison ale Schwankungen bei diversen Produkten (Filet zu We ihnachten sowie Spare Ribs, Karree und Hals in der Grills aison). • Die Inanspruchnahm e einer Ausnahmeregelun g ist innerbetrieblich zu dokument ieren. • Bei Inanspruchnahm e einer Ausnahmemöglich keit ist das Fleisch in der Theke de utlich mit der tatsächlic hen Herkunftsangabe auszulob en. • Bei jeder Inanspruchna hme einer Ausnahme mu ss das Fleisch (Rind, Kalb, Sc hwein) nachweislich aus öst erreichischer Herkunft stamm en. • Zukäufe von ausländis chem Fleisch (Rind, Ka lb, Schwein) sind in keinem Fall erla ubt!
rtifiziert und garantiert kontrolliert! Meistermetzgerei Hosp Satteins, Rankweiler Straße 1 T 05524/2891, E laendlemetzg. hosp@meistermetzgerei.at
Hatler Metzg Martin Fink Dornbirn, Hatlerstraße 35 T 05572/22134 E martin.fink@hatlermetzg.at
Fesslerhof Metzgerei Eichenberg, Schüssellehen T 05573/84581 E metzgerei@fesslerhof.com
www.laendle.at/metzg
Metzgerei Pfleghar Bludenz, Untersteinstraße 1 T 05552/62218 E metzgerei.pfleghar@vol.at
luag 5
Mit UnterstützUng von
4 kg Gusto-Paket vom Ländle Kalb um EUR 59,– 6. bis 25. März
je 1 kg Geschnetzelt
2017
es, Schnitzel, Braten und Bratwürste
www.laendle.at/metzg
Ländle Kalb Gusto-Tage T Exklusiv in Ihrer Ländle Metzg!
„Kleine Metzgereien bedienen Rund 100 Meter vom Zentrum von Feldkirch-Gisingen entfernt, findet man in einer Seitenstraße mit der Metzgerei Nägele noch einen echten Fleisch-Fachbetrieb.
„Gerade der Umstand, dass wir nicht direkt an der Hauptstraße liegen, ist ein Problem für uns“, gibt Betreiber Thomas Nägele unumwunden zu, dass die Lage für seine kleine Metzgerei nicht optimal sei. Deshalb gäbe es wenig Laufkundschaft. All jene, die den Geschäftsraum betreten, wissen jedoch, was sie erwartet: Höchste Qualität und ehrliche Beratung. „Die Kunden haben Vertrauen in uns“, bringt es der 58-jährige Metzgermeister auf den Punkt. So spricht Nägele auch offen darüber, dass nicht alles zu jeder Zeit aus dem Ländle zur Verfügung stehen kann. „Filets etwa gibt es generell zu wenig, als dass der Bedarf allein aus Vorarlberg gedeckt werden könnte.“ luag 6
den Nischenmarkt“
Anspruchsvolle Konsumenten Genau in dieser Hinsicht spielt jedoch das fachliche Wissen eine große Rolle. Ein Experte wie Nägele erkennt die Qualität anhand verschiedener Faktoren. Ein Beispiel ist etwa Fleisch, das von Ochsen oder Kalbinnen stammt. „Diese Tiere werden erst im Alter zwischen 25 und 28 Monaten geschlachtet. Dadurch kann sich die Muskulatur besser entwickeln, weil sie langsamer wachsen kann. Sichtbar wird dies auch an der Marmorierung“, erklärt der Metzgermeister. Je nach Lieferverfügbarkeit stammt das Rindfleisch auch mal von zertifizierten Biobauern direkt oder der Genossenschaft Bio Vorarlberg. Nägele, der den Betrieb 1989 von seinem Vater Martin übernommen hat, betont, dass der Konsument generell anspruchsvoller geworden sei. Zumindest diejenigen, die ein Fachgeschäft aufsuchen, zeigen sich interessiert und wollen wissen, wo das Produkt herkommt. Zum Teil fragen Kunden sogar nach der Rasse des Tieres oder wie
das Fleisch gelagert wurde. „Bei uns ist alles deklariert. Außerdem stammt unsere Ware entweder von Vorarlberger Bauern oder von österreichischen Qualitätsbetrieben.“ Der Metzger aus Leidenschaft findet auch gut, dass von verschiedenen Stellen regelmäßig kontrolliert wird. „So hat jeder die Bestätigung, dass nicht getrickst wird.“
„Leider geht bei vielen die Quantität vor der Qualität.“ Und dann gibt es noch diejenigen, die zwar für besondere Anlässe zum Metzger gehen, ansonsten aber in Supermärkten nach günstigen Angeboten suchen. „Als kleine Metzgerei, wie wir es sind, lebt man sicher von einem Nischenmarkt. Nur zehn Prozent des gesamten Fleisches, wird in Metzgereien verkauft“, verdeutlicht er die Dimensionen. Schade eigentlich. Denn so entgehen so manchen die regionalen Schmankerln, die Thomas Nägele in seiner Vitrine hat. Das „Gisinger Speckle“ ist solch ein Beispiel. Am besten ist, man probiert’s gleich selber aus.
Metzgerei Nahversorgung Partyservice Öffnungszeiten: • Dienstag bis Fr eitag 7:30 bis 12:15 un d 14:30 bis 18:0 0 Uhr • Samstag 7:00 bis 12:15 Uhr
Regionale Schmankerln Ihm ist jedoch bewusst, dass Menschen, die bereit sind, für Fleischprodukte einen ordentlichen Preis zu zahlen, in der Minderheit sind.
6800 Feldkirch-G isingen, Ringstraß e9 T 05522/720960, E laendlemetzg.n aegele@aon.at
Der Osterhase empfiehlt:
Feine, regionale Fleisch- und Wurstwaren aus der Ländle Metzg
Dür, Hohenweiler
Fesslerhof Eichenberg
Martin Fink Dornbirn
www.laendle.at/metzg
Mit Unterstützung von
Garantiert ! kontrolliert Hosp Satteins
Klopfer Lauterach
Mangold Weiler
Nägele Gisingen
Pfleghar Bludenz
Schwein muss
man haben ...
Das Ländle Metzg Schwein Programm garantiert dem Konsumenten bestes Ländle Qualitätsfleisch aus tiefreundlicher Aufzucht und gewährleistet dem Landwirt einen Aufschlag auf den Börsenpreis.
V
on der Ländle Qualitätsprodukte Marketing GmbH zertifizierte Ländle Metzger und Schweinemäster im Land haben bereits im Jahr 2013 gemeinsam das Programm Ländle Metzg Schwein ins Leben gerufen. Die wesentlichen Ziele dabei sind: Ländle Qualitätsfleisch für den Konsumenten, ein respektvoller Umgang mit den Tieren, kostendeckende Fleischpreise für den Landwirt und die Steigerung der Selbstversorgung mit Schweinefleisch.
3G-Herkunftsprinzip Das Ländle Gütesiegel garantiert, dass die Tiere aus dem Ländle Metzg Schwein Programm in Vorarlberg gehalten, gefüttert und geschlachtet wurden. Da es aktuell zu wenig Ferkelzüchter in Vorarlberg gibt, wird nur ein kleiner Anteil der Ferkel in Vorarlberg geboren. Die restlichen Ferkel aus dem Ländle Metzg Schwein Programm stammen jedoch zu 100 Prozent aus Österreich. Garantiert kontrolliert und rückverfolgbar. Alle am Programm teilnehmenden Landwirte sind zu finden unter www.laendle.at/schwein Mit Unterstützung von
Qualität durch Respekt Unter dem Motto „Qualität durch Respekt“ wurden klare Richtlinien definiert, wie Ländle Metzg Schweine gehalten werden müssen, um als solche deklariert werden zu dürfen.
Kastration männlicher Ferkel nur mit Betäubung Alle männlichen Ferkel, die ins Ländle Metzg Schwein Programm gelangen, werden unter tierärztlicher Betäubung fachmännisch kastriert.
Stallungen mit Tageslicht und ohne Vollspalten Schweine sind tagaktiv und führen ihre Aktivitäten immer gemeinsam aus. Deshalb ist Tageslicht in den Ställen verpflichtend. Teilbefestigte Flächen laden zum entspannten Ruhen ein. Zusätzlich dazu stellen einige der Landwirte im Programm ihren Schweinen einen befestigten Auslauf ins Freie zur Verfügung.
Beschäftigung statt Langeweile Ständige Einstreu kommt dem Bedürfnis der Schweine, zu wühlen, zu nagen und zu erkunden nach. Langweile, Frust und damit verbundene Verhaltensstörungen werden somit vermieden.
Gentechnikfreie Fütterung Die mit dem Ländle Herkunfts- und Gütesiegel zertifizierten Schweine werden mit gentechnikfreien Futtermischungen gefüttert. luag 8
Schweinefleisch mit Ländle Gütesiegel Tierfreundliche Haltung: Teilbefestigte Böden, Einstreu, kurze Transporte und gentechnikfreie Fütterung. GEHALTEN, GEFÜTTERT, GESCHLACHTET in Vorarlberg. Exklusiv in Ihrer Ländle Metzg. www.laendle.at/schwein
Vielseitig, regional & frisch
www.laendle.at/eier
Eier sind sehr nährstoffreich. Sie enthalten fettlösliche Vitamine B2, B12 und Folsäure, aber auch leicht verdauliches, hochwertiges Eiweiß, das lebenswichtige Aminosäuren beinhaltet. Ob weichgekocht, pochiert, als Rührei oder Spiegelei, Jausenei, Osterei oder zum Kochen und Backen – frische Ländle Eier sind eine vielseitige Köstlichkeit. Kontrollierte Herkunft & Qualität mit Ländle Gütesiegel GEHALTEN + GEFÜTTERT + GELEGT in Vorarlberg. Eier mit Ländle Gütesiegel produzieren der Sennhof in Rankweil mit seinen Zulieferbetrieben Dietmar Baldauf und Gerd Giselbrecht aus Sulz-
berg, Peter Schneider aus Möggers und dem Dielenhof in Hard. Sämtliche Futtermittel für die Ländle Legehennen sind gentechnikfrei und stammen aus der EU – auch das Soja (Donau Soja Projekt). Die Eier mit Ländle Gütesiegel gibt es in den Qualitäten Ländle Bio Eier, Ländle Eier aus Freilandhaltung oder aus Bodenhaltung. Gekochte Ländle Eier gibt es als Jauseneier sowie als bunte Ostereier. Erhältlich sind sie bei ADEG, AGM, BILLA, FruchtExpress
Grabher, METRO, Peherstorfer, SPAR, den V-Milch Lädele und diversen Dorfläden sowie direkt im Sennhof-Lädele in Rankweil.
Kitzfleisch – zart & gesund nd
Bei uns gibt‘s was zu staunen!
Fleisch vom Ländle Ziegenkitz entspricht dem 3G-Herkunftsprinzip, welches bedeutet, dass die Kitze in Vorarlberg GEHALTEN + GEFÜTTERT + GESCHLACHTET wurden. Neben der Herkunft wird auch die Produkt- und Produktionsqualität von der Ländle Qualitätsprodukte Marketing GmbH geprüft. 38 Mitglieder des Vorarlberger Ziegenzuchtverbandes sind Partner im Ländle Ziegenkitz Gütesiegelprogramm. Die kleinen Strukturen der Betriebe ermöglichen eine tierfreundliche Haltung, Laufställe, Auslauf und eine ausgewogene Fütterung. Erhältlich ist das Ziegenkitzfleisch mit Ländle Gütesiegel bei SPAR, EUROSPAR und INTERSPAR.
Der Vorarlberger Lesezirkel ist jetzt ganz neu. Werden Sie bei uns Abo-Kunde, Privat oder mit Ihrer Firma. Ihr persönliches Abo: ab 6,90 E (für 7 Zeitschriften wöchentlich) Sie sparen bis zu 40% gegenüber dem Einzelkauf im Handel. Die Zeitungsauswahl finden sie auf www.vorarlberger-lesezirkel.at T 05574/73757, office@v-lz.at luag 9
„Tiere sollten zum nächstgelegenen Schlachthof gebracht werden“ Anton Fetz ist der neue Betreiber des Schlachthofs in Dornbirn. Er plädiert dafür, dass der Transportweg der Schlachttiere möglichst kurz sein sollte.
E
ines ist klar: Ein Ort, an dem Tiere geschlachtet werden, wird nie mit schönen Bildern verbunden sein. Auch Anton Fetz macht sich in dieser Hinsicht nichts vor. Dennoch hat der 45-jährige Bregenzerwälder die Übernahme des Schlachthofs Dornbirn mit einer Vision verbunden: „Es wäre ideal, wenn allen Tieren lange Transporte erspart blieben.“ Was der Andelsbucher damit ausdrücken will, ist: „Es sollte gesetzlich verankert werden, dass Tiere zwingend zum nächstgelegenen Schachthof gebracht werden müssen. Leider sind wir, EU-weit betrachtet, meilenweit davon entfernt.“ Umso wichtiger ist es, sich wenigstens in Vorarlberg dieser Thematik bewusst zu werden. Auch in dieser Hinsicht hat Anton Fetz, tatkräftig unterstützt von seiner Frau Gaby, klare Vorstellungen: „Es sollte im Land in allen Belangen eine regionale Vermarktung in einem geschlossenem Kreislauf angestrebt werden.“ Gefordert sind dabei alle Beteiligten, auch die Landwirte. „Denn meistens entscheidet der Bauer mit, wohin das Tier geht“, so der Metzgermeister. Es kann nicht immer alles Fleisch in Vorarlberg direkt vermarktet werden und durch die Nähe zu Deutschland oder Italien und den dortigen, manchmal besseren Preisen, gehen einige Kühe und Kälber zur Schlachtung ins Ausland. Gefragt ist für Fetz aber auch die Gastronomie. Ein Umdenken in der Verwertung aller Fleischteile eines Rinds oder Kalbes, würde hier schon sehr viel bewirken. „Nur allerhöchstens 20 Prozent des Fleisches, das in der Gastronomie auf dem Teller landet, stammt aus dem Ländle“, bringt er es auf den Punkt.
Diskussionen um Fortbestand des Schlachthofs Nachdem sich die Stadt Dornbirn zurückgezogen hatte, wurde monatelang darüber diskutiert, wie es mit dem Schlachthof weitergeht. Hätte sich kein privater Betreiber wie Anton Fetz gefunden, wären die Pforten wohl endgültig geschlossen worden. Sehr zur Freude von Vegetariern, Veganern und Tierschützern. Allerdings: Das Schlachtthema hätte sich damit nur verlagert. Denn auch in Vorarlberg wollen neun von zehn Personen zumindest nicht gänzlich auf Wurst oder Fleisch verzichten. Viele Metzger in Vorarlberg schlachten selbst. Auch Anton Fetz führt in zweiter Generation seinen Schlacht- und Zerlegebetrieb in Andelsbuch unverändert weiter. Doch der Gesamtbedarf an Fleisch kann dadurch keineswegs abgedeckt werden. Laut jüngsten Zahlen wurden in Dornbirn im vergangenen Jahr ca. 4.500 Stück Großvieh, rund 2.500 Kälber, 8.000 Schweine und ca. 1.500 Schafe und Ziegen geschlachtet. Gäbe es also keinen zentralen Schlachthof in Vorarlberg mehr, müssten diese Tiere irgendwo anders „hingekarrt“ werden. Zum Vergleich: im luag 10
größten Schlachtbetrieb Deutschlands, dem Unternehmen Tönnies, werden pro Jahr allein über 16 Millionen Schweine geschlachtet. Bei durchschnittlich 250 Schlachttagen pro Jahr entspricht dies einer Tagesmenge von 64.000 Schweinen. Und im Schlachthof Kempten im Allgäu, der 2012 von Tönnies übernommen wurde, lassen pro Woche rund 1.000 Rinder ihr Leben. Das sind täglich (Montag bis Freitag gerechnet) 200 Großtiere. Von solch industriellen Massenzahlen ist man im Ländle weit entfernt. Doch, wie bei Unternehmen in anderen Branchen, ist der Schlachthof nichts anderes als ein Dienstleistungsbetrieb, bei dem die wirtschaftliche Rentabilität gegeben sein muss. In den letzten Jahren stand jedoch ein jährlicher Verlust von EUR 200.000, der von der Stadt Dornbirn getragen wurde, zu Buche. Als privater Betreiber wäre solch ein Abgang natürlich nicht denkbar. Maximal fünf Jahre bleiben Fetz – mithilfe finanzieller Unterstützung vom Land – nun Zeit, den Schlachthof in ein rentables Unternehmen an diesem Standort umzuwandeln. Dass der Schlachthof einst neben dem Bahnhof errichtet wurde, hat einen Grund. Denn früher wurden die Tiere vor allem mit der Bahn „geliefert“. Heute ist ein solcher Betrieb mitten im Stadtgebiet nicht mehr zeitgemäß. Deshalb wird langfristig der Standort verlegt werden. Konkrete Angaben dazu kann Anton Fetz jedoch noch nicht machen. Eine Arbeitsgruppe unter der Leitung von LK-Präsident StR. Josef Moosbrugger – bestehend aus Vertretern der Metzger und Bauern-
schaft – erarbeitet aktuell Vorschläge, wie die Auslastung verbessert werden könnte. Aber auch ein langfristiges Konzept mit neuem Standort soll entwickelt werden.
Ehrgeizige Ambitionen Die ehrgeizigen Ambitionen von Anton Fetz zielen klar darauf ab, dass in Vorarlberg auch langfristig eine moderne regionale und zentrale Schlachtstelle Bestand haben soll. Seiner Meinung nach ist es im Sinne aller, wenn in Vorarlberg weiterhin die Möglichkeit besteht, das Schlachtvieh auch im Ländle schlachten lassen zu können. Dies hat Vorteile für die Handelsbetriebe und vor allem für den Endkunden, der Wert auf Ländle Fleisch legt. Fetz arbeitet deshalb auf eine bessere und höhere Auslastung hin. Kapazitäten dafür gibt es, da bisher nur an zwei Tagen (Montag und Dienstag) geschlachtet wird.
Unterschiede zwischen seinem Betrieb in Andelsbuch und Dornbirn gibt es keine. „Es kann immer etwas Unvorhergesehenes passieren, aber im Vordergrund muss immer stehen, dass die Tiere so wenig Stress wie möglich haben und natürlich keine Schmerzen erleiden. Auch der Respekt gegenüber dem Tier muss gegeben sein. Darauf wird das Personal auch geschult.“ Missstände dulde er auf keinen Fall. Er sei auch offen für einen Austausch mit Tierschutzorganisationen, wie dem VGT.
Expertenstimmen llte tezeiten – das so ege, geringe War rd. wi t te „Kurze Transportw ch r geschla sein, wenn ein Tie ch dli än rst n. tve ge rin lbs fb se Geduld au als Metzger auch n ma ss mu n Fall er ine nt ke Mitu llte man auf ruhig ist. Dann so un r Tie s da n hier ma nn ist, dass Etwa, we beruhigen. Wichtig zu alt ew G t iner mi me es rm ist aus versuchen, ste Betäubungsfo be e Di . ibt ble hig als Person ru und Kälbern bzw. chuss bei Rindern Sicht der Bolzens bei Schweinen“. der Stromschlag nweiler le Metzg in Hohe Konrad Dür, Länd
„Mit der Anlage in Dornbirn verfügen wir über einen mo Schlachthof. Die dernen Idee der Weidesch lac htung ist für mich nachvollziehbar. Ich nicht würde das meine m Vieh nie zumute Jeder Schuss ist n. ein Schock für da s Tier. Was ist, we Familie mit Kinder nn ein e n vorbeigeht und es wird gerade ein geschossen? Stell Tie r en Sie sich vor, we nn auf Nachbars herumgeballert wi Wiese rd. Wo soll das en de n? Generell sollte Umdenken her. So ein wohl beim Produz enten, beim Hand auch beim Konsum el als enten. Die Mästu ng eines Kalbes ko teilweise mehr, als stet es durch den Verka uf einbringt. Ganz ist es beim Schw arg ein: Da gelten zw ei Euro pro Kilo sc gut bezahlt für de hon als n Landwirt. Bei so lchen Preisen rent eigentlich nur ein iert sich e Massentierhaltu ng. Klein strukturie Betriebe in Vorarlb rte erg können da ka um mithalten“. Franz Fechtig, Ge schäftsführer de Vorarlberger Sc s hweinezuchtver bandes und Land wirt
„Weideschlachtun gen sind aus meine r Sicht höchstens et was für Kleinstbet rie be, ganz sicherlic h aber nicht für gr öß er e Mengen von Tiere n geeignet. Es gib t die Idee, dass mobile Schlachtungen vo r O rt in Sattelschleppern durchgeführt werd en könnten. Man wird sehe n, wohin der Weg geht. Ich persönlich ho ffe, dass der Schla chthof in Dornbirn bestehe n bleibt.“ Ernst Marte Leiter TANN Flei schwaren
chofessionelllle Schla d schmerzfreie, pr un tgs an e h rc ein du s Stunden „Ich plädiere für ansporte über sech rtr ttie ch hla Sc tb d ine Schlach etung. Auch sin g haben wir 66 kle er rlb ra Vo In . en r Schlachthof nichts zu rechtfertig hlachtbetrieb ist de Sc r ge er rlb ra Vo t. Ein triebe. Der größte r Tiere geschlachte etwa die Hälfte de en rd we ener er leg Hi ge n. l ra bir Dorn tatteter, zent rschutz gut ausges Tie n . Ich de f en au rd k we lic t im Hinb ausgebau bleiben und sollte n lte ha er sie ss e wi mu r, of pe Schlachth chtung su en die mobile Schla ng tu ch ißt hla he sc tz us hu finde für Ha llt hat. Tiersc r kürzlich vorgeste he irc ldk e Fe eg o rtw nn die Transpo der Harder Be lten werden, dass ha ge t gu re nn Tie De . werden für mich, dass die svoll geschlachtet sie verantwortung ss da d un ng, zu der bei d tu or sin rz ntw ku enslange Vera leb e ein mt nim er gehört.“ wer ein Tier hat, üb s Schlachten dazu zt Nutztieren auch da mann und Tierar erschutzombuds Ti , nk Fi us Pi . Dr
„Die ideale Schlachtung findet für mich in einem Schlachtraum statt. Hie r ist alles kontrollierbar und entspricht den gesetzlichen , hygienischen Standard s. Weideschlachtungen sehe ich kritisch – selbst bei ein em gut gesetzten Herzschuss kan n das Rind noch 50 bis 10 0 Meter laufen. Und ein Schuss ins Gehirn ist auf große Dis tan z nur schwer zu treffen. Ist er nicht tödlich, leidet das Tier unnötig. Und dann muss man sic h vorstellen: ein 650 Kilo schweres Rind liegt auf dem Feld, blutet aus und muss dan n schnell zur Weiterverarbeitung . Wollen das die Konsu menten? Immerhin werden in Vo rarlberg pro Jahr 8.000 Rin der geschlachtet. Ich finde die Leute haben ein Recht auf Hygiene und auf amtliche Kontrolle . Eine Zulassung für ein e mobile Schlachtanlage ist mir nicht bekannt.“ Dr. Norbert Greber, La ndesveterinär luag 11
„Wir haben die Situation für die Bauern verbessert“ Die Ländle Vieh Vermarktung eGen versucht für die Bauern eine faire Abgeltung für ihre Tiere zu erzielen. Was dahinter steht, welche Aufgaben die Genossenschaft hat und wer die Anteilseigner sind, erklärt Geschäftsführer Dr. Thomas Jutz im Interview:
Was sind die Aufgaben der Ländle Vieh Vermarktung? Wir verfolgen das Ziel, die Tiere der Vorarlberger Landwirte zum bestmöglichen Preis zu vermarkten. Wieviel ist ein Schlachttier wert? Im Fleischbereich sind bestimmte Fleischqualitäten definiert und werden durch einen Klassifizierungsdienst im Schlachthof geprüft. Unterschieden wird in diversen Qualitäten. Bei der Rindfleischklassifizierung wird die Tierkategorie (V, Z, A, B, C, D, E, also Alter, Geschlecht und Kastration), die Fleischigkeit (hier geht es um Muskelfülle, SEUROP) und die Fettklasse (1 bis 5 Klassen, bewertet wird wie sehr der Schlachtkörper mit Fett abgedeckt ist) analysiert und das Fleisch in Handelsklassen eingeteilt. Bei der Klassifizierung von Schweinefleisch wird nach dem Muskelfleischanteil des Schlachtkörpergewichts in Prozent gewertet (SEUROP: S = 60 und mehr, E = 55 und mehr, jedoch weniger als 60, U = 50 und mehr, jedoch weniger als 55, R = 45 und mehr, jedoch weniger als 50, O = 40 und mehr, jedoch weniger als 45, P = weniger als 40). Wer ist Anteilseigner der Ländle Vieh Vermarktung eGen? 29 Prozent der Anteile gehören der Alpenkäse Bregenzerwald Sennerei eGen (ehemals Alma), weitere 29 Prozent dem Raiffeisen Verband, 19 Prozent hält der Braunviehzuchtverband, 19 Prozent die Landwirtschaftskammer und vier Prozent verteilen sich auf diverse Viehzuchtvereine und verschiedene Landwirte. Welchen Vorteil bringt es dem Bauern, wenn er über die Ländle Vieh Vermarktung verkauft? Ist der Weg über einen Zwischenhändler nicht der teurere? Wir versuchen eine qualitätsbezogene Bezahlung zu erzielen und so gegenüber Mitbewerbern einen höheren Preis zu erwirtschaften. Wichtig ist uns dabei die Transparenz, welchen Preis die Abnehmer bezahlen und welche Höhe die Provision hat. Wir arbeiten ja auf Provisionsbasis.
luag 12
Der neue Schlachthofbetreiber Anton Fetz plädiert für ein Gesetz, dass man Schlachtvieh zwingend zum nächstgelegenen Schlachthof bringen muss. Wie denken Sie darüber und wäre das in der Praxis realisierbar? Das wäre ein Eingriff in die freie Marktwirtschaft, aber wir wären durchaus einverstanden, vorausgesetzt, dass es für alle gilt. Also auch für unsere Mitbewerber. Wir agieren als Unternehmen und müssen uns daher am freien Markt behaupten. 2016 wurden lediglich 2,8 Prozent nach Deutschland veräußert. Das waren 79 Rinder. Insgesamt haben wir aber rund 1.500 Schlachttiere vermarktet. Ist die Preisdifferenz so hoch, dass es bei einem Anteil von 2,8 Prozent eine Rolle spielt? Im Vordergrund steht auch, einen Abnehmer zu finden. Kommt auf unsere Anfrage von den Vorarlberger Abnehmern die Antwort: „Wir sind diese Woche schon voll“ oder „Diese Qualität ist nicht gefragt“, suchen wir einen Käufer außerhalb Vorarlbergs. Dabei kommt auch das Kaufverhalten der Konsumenten ins Spiel. Denn die mögen vor allem Filet, Brust und andere Gustostückerl. Kein Wunder, dass die Hotellerie Unmengen von Schnitzelfleisch ordert, denn das wird von den Gästen verlangt und verzehrt. Wer will ihnen das verübeln, die denken eben auch wirtschaftlich. Doch es geht nicht nur um den Fleischkonsum: Die Milchwirtschaft ist das wirtschaftlich zentrale Element der Vorarlberger Landwirtschaft. Doch erst wenn eine Kuh ein Kalb geboren hat, erzeugt sie Milch. In Vorarlberg kommen deshalb jährlich rund 20.000 Kälber zur Welt, davon 10.000 Stierkälber. Einen hohen Anteil daran haben qualitativ hochwertige Gebrauchskreuzungskälber. Diese können am heimischen Markt nicht immer abgesetzt werden. Die Nachfrage am Vorarlberger Markt nach diesen Kälbern ist gering. Ihre Mast ist in den allermeisten Fällen unrentabel. Auch in diesen Fällen müssen oft Abnehmer außerhalb Vorarlbergs gefunden werden. Auch wenn dies gerne kritisiert wird – die Realität am Markt macht es uns nicht immer leicht. Widerspricht das nicht der Ökolandstrategie, dass Vorarlberg das Tierschutzland Nr. 1 sein möchte? Unsere zentrale Aufgabe ist die bestmögliche Vermarktung der Tiere. Damit ist es uns gelungen, die Situation der Bauern zu verbessern – auch das ist gut für das Tierwohl.
„Ich muss lästig sein“ Jedes Bundesland hat eine Tierschutzombudsstelle, die die Interessen des Tierschutzes vertritt. In Vorarlberg wird diese Aufgabe von Tierarzt Dr. Pius Fink ausgeführt. Mit welchen tierschutzrechtlichen Angelegenheiten er konfrontiert wird und warum der Tierschutzpreis Vorbildwirkung hat, erzählt der Lochauer im Interview: Was ist Ihre zentrale Aufgabe? Tiere können nicht sprechen. Meine zentrale Aufgabe ist es daher, ihnen eine Stimme zu verleihen. Außerdem bin ich für Fachfragen zuständig. Damit sind auch Beratungen und Stellungnahmen verbunden, die sich um die Frage drehen: Entspricht das dem Tierschutzgesetz – ja oder nein? Als Tierschutzombudsmann habe ich in Verwaltungsverfahren einschließlich Verwaltungsstrafverfahren Parteistellung und bin berechtigt, in alle Verfahrensakte Einsicht zu nehmen sowie alle einschlägigen Auskünfte zu verlangen. Welche Handlungsmacht steht Ihnen zu? Ich bin derjenige, der auf Missstände und Mängel im Tierschutz hinweist, und nötigenfalls auch Anzeige erstattet. In diesem Zusammenhang würde ich mir wünschen, dass einige Dienststellen die Hinweise schneller abarbeiten und die Probleme, zum Wohl der Tiere und der Tierhalter, beherzt angehen.
Tierschutzombudsmann aße 4, Bregenz Dr. Pius Fink, Montfortstr E pius.fink@vorarlberg.at T 05574/511-42070,
zombudsmannes: Aufgaben des Tierschut weisen, auf deren Mängel im Tierschutz hin • Auf Missstände und zeige erstatten und nötigenfalls auch An Abstellung hinarbeiten Tiere übernehmen en Parteistellung für die • In Verwaltungsverfahr Verbesserung des hutzrat (Vorschläge zur rsc Tie im g kun wir Mit • Tierschutzgesetzes) n schutzrelevanten Theme • Stellungnahmen zu tier rschutz ationen zum Thema Tie • Weitergabe von Inform Hinweis auf mögliwahrnehmen oder einen Falls Sie einen Missstand kt bei der zuständigen melden Sie diesen dire che Missstände haben, smann berät Sie gerrde. Der Tierschutzombud Bezirksverwaltungsbehö um den Tierschutz. ne in allen Fragen rund
Die geplanten Erneuerungen rund um das Bundestierschutzgesetz haben für viel Wirbel gesorgt. Weshalb? Eine ganze Reihe von Bestimmungen sollen geändert werden, u. a. soll die Rechtsstellung der Tierschutzombudspersonen verbessert werden. Durch die Novelle der 1. Tierhaltungsverordnung sollen die Betäubung und die Verabreichung von Schmerzmitteln bei Eingriffen verpflichtend werden – nur beim Ferkel leider nicht – und die Mindestbestimmungen zur Haltung von Schweinen, Ziegen und Geflügel sollen angepasst und verbessert werden. Aber was ist mit der gesetzlich tolerierten, betäubungslosen Enthornung von Kälbern und der Ferkelkastration? Die „politischen Eier“ – das sage ich bewusst so – die schmerzfreie Kastration von Ferkeln durchzusetzen, fehlen. Denn die Bundespolitik ist nicht mutig genug, den Tierschutz bei der Ferkel-Kastration mit Betäubung plus Schmerzbehandlung durchzusetzen. Bei uns in Vorarlberg ist man in der Frage der betäubungslosen Eingriffe bei Ferkeln und Kälbern einen vorbildlichen, österreichweit einzigartigen Weg gegangen. Das Land hat die Kosten für die Betäubung zur FerkelKastration und Kälber-Enthornung übernommen. Jene Landwirte, die ihre Kälber nicht enthornen, erhalten aus Tierschutzgründen ebenfalls diese Abgeltung. Inzwischen nähern wir uns nahezu der 100-ProzentMarke! Damit ist Vorarlberg der Ökoland-Strategie, Tierschutzland Nummer 1 zu werden, ein Stück näher? Ja und nicht nur bei diesem Punkt. Wir wollen über den gesetzlichen Standard. Das erfordert ein beherztes und konsequentes Vorgehen. Wenn wir ein Problem erkennen, suchen wir eine Lösung. Wir haben ein tolles Tierschutzgesetz mit allen Möglichkeiten. Handeln ist das Um und Auf, denn jeder Fall vor Gericht ist einer zu viel. Ist ein Tierschutz-Preis für Landwirte gerechtfertigt? Selbstverständlich. Uns ist die Kritik wegen der Bezeichnung bekannt. Wir wollen aber bewusst positive Beispiele vor den Vorhang holen und zeigen, dass es auch gelingen kann, den Nutztieren ein tierfreundliches Leben zu ermöglichen. Durch Vorbildwirkung soll außerdem auch der Tierschutz im Land vorangetrieben werden. Was ist für Sie im Sinne des Tierschutzgesetzes ein absolutes No-Go? Fleisch und andere Lebensmittel, die von Tieren stammen, wegzuwerfen, ist ein absolutes No-Go. Ich sehe immer mit Entsetzen, wie in Gasthäusern Fleisch und Wurst wieder zurückgeschickt werden, weil die Portionen zu groß sind. Hinter jedem Schnitzel und hinter jeder Bratwurst steht ein Lebewesen. Das sollte man sich vor Augen halten. Ich plädiere nicht dafür, kein Fleisch zu essen – vielmehr sollte es ein Genussmittel sein. Ich esse selbst auch Fleisch, aber nicht viel. Die bewusste Reduktion ist für mich die Lösung. Der Weg sollte daher zu weniger und qualitativ hochwertigerem Fleisch gehen. Das Ergebnis wären faire Preise für faire Haltung. Auch ein zentraler, gut geführter Schlachthof gehört dazu. Denn Langstreckentransporte über acht Stunden sind durch nichts zu rechtfertigen. Und noch eines verzeiht der Konsument nicht: Er will nicht angelogen werden.
luag 13
„Der Tiergesundheitsdienst in Vorarlberg hat bundesweit Vorbildwirkung“ Vorarlberg ist das einzige Bundesland Österreichs, in dem der Tiergesundheitsdienst (TGD) dem Land unterstellt ist. Damit nimmt das westlichste Bundesland in Sachen Tierwohl, artgerechte Haltung und Tiergesundheit eine führende Position ein. Landesveterinär Norbert Greber erklärt im luag-Interview, warum das Ländle in dieser Hinsicht vorbildhaft ist. Welche Aufgaben hat ein Amtstierarzt in Vorarlberg? Das Aufgabengebiet eines Amtstierarztes ist sehr vielfältig. Neben der Schlachttier- und Fleischuntersuchung, Hygiene in Fleischbetrieben, zählen auch die Lebensmittel- und Milchhygiene, die Tierseuchenbekämpfung, die Rückstandskontrolle zur Untersuchung auf Arzneimittel, Hormone, Pestizide etc. und der Tierschutz dazu. Bleiben wir bei der Schlachttier- und Fleischuntersuchung: Wie läuft sie ab? Das Gesetz sieht vor, dass vor jeder Schlachtung eine Lebenduntersuchung des zu schlachtenden Tieres durch einen Tierarzt stattfinden muss. Er kontrolliert bei der Ankunft der Tiere ihren Gesundheitszustand und ihre Herkunft. Die Kontrolle der Anlieferung (Transportfahrzeug, Entladevorgang, …), des Schlachtvorganges, insbesondere des Betäubens und Entblutens, erfolgt stichprobenartig. Nach der Schlachtung wird jedes Tier, das verkauft wird, von einem Tierarzt untersucht – dabei müssen die Organe dem Tierkörper zuordenbar sein. Nicht nur Tierschützer und Vegetarier wollen wissen, was im Schlachthof passiert. Der Wunsch nach einem besseren Umgang mit Lebewesen und das Bekenntnis zum wertschätzenden Umgang mit Tieren sind in der Gesellschaft deutlich zu spüren. Was bedeutet dieser Wertewandel für den Fleischkonsum? Gemäß der aktuellen Tierschutz-Schlachtverordnung müssen die Tiere von ungerechtfertigten Schmerzen, Leiden, Schäden und schwerer Angst verschont bleiben. Dies gilt für den gesamten Schlachtweg vom Verbringen über das Ruhigstellen und Betäuben bis hin zum Töten selbst. Als Tierarzt vertrete ich daher die Meinung, dass der Schlachthof der geeignetste Ort ist, um unnötiges Tierleid zu verhindern.
luag 14
Nicht die Weideschlachtung? Die steht ja immer wieder im Raum. Die Weideschlachtung ist aus meiner Sicht nicht sinnvoll. Auch was das Tierleid betrifft. Durch das entsprechende Fixieren des Kopfes trifft der Bolzenschuss zu 100 Prozent. Das Tier spürt nur einen kräftigen Schlag und ist dann bewusstlos. Der Tod tritt in der Regel erst später durch die sogenannte Entblutung, also durch das Aufschneiden der Hauptschlagader bzw. durch den Bruststich ein. Wichtig ist dabei, dass zwischen dem Schuss und dem Durchtrennen der großen Blutgefäße höchstens eine Minute vergeht. Auf der Weide hingegen ist die Wahrscheinlichkeit viel größer, dass die Tiere nicht richtig getroffen werden – das Leid wird dadurch viel größer. Auch können die Hygiene-Vorschriften nur bedingt eingehalten werden. Auf den Punkt gebracht ist eine Schlachtung im Schlachthaus am kontrollierbarsten und am hygienischsten – und so ist es auch gesetzlich vorgeschrieben.
Was ist die Aufgabe des Tiergesundheitsdienstes (TGD)? Das Motto des TGD lautet: Vorbeugen ist besser als heilen. Deshalb werden einmal im Jahr alle Mitgliedsbetriebe durch einen Betreuungstierarzt überprüft – mit dem Ziel, sich für eine artgerechte Tierhaltung einzusetzen, damit die besonderen Qualitätsansprüche erfüllt werden und ein hoher Standard in der Tiergesundheit gesichert ist.
Was haben die Mitglieder für Vorteile? Vorarlberg hat als erstes Land in Österreich ein Tiergesundheitsfondsgesetz erlassen, das flächendeckend stark auf Vorbeugung abzielt und Maßnahmen nicht erst nach der Erkrankung von Tieren beziehungsweise zur Entschädigung bei Tierverlusten vorsieht. Damit ist die Finanzierung gesichert. Auch heuer werden vom Land Vorarlberg EUR 850.000 in die Gesundheitsprogramme für Rinder, Schafe, Ziegen und Schweine investiert. So werden auch die Kosten für die Betäubung bei der Ferkelkastration oder bei der Enthornung von Kälbern finanziert. Zusätzlich schüttet der Fonds EUR 2,7 Millionen an Leistungsabgeltungen an die Mitgliedsbetriebe aus, zur Abgeltung ihres Mehraufwandes für die Tierhaltung.
Aber auch die Durchführung von Maßnahmen wie Parasitenbekämpfung, Schutzimpfung oder Blutentnahmen für Screeningprogramme gehören dazu. Wer zählt zu den Mitgliedsbetrieben des TGD? Was den TGD betrifft, nimmt Vorarlberg österreichweit gesehen eine Vorreiterrolle ein. Mitglieder sind alle Rinderbetriebe und die meisten Schweine, Schaf- und Ziegenbetriebe. Das ist einzigartig, denn in den anderen österreichischen Bundesländern beträgt die Mitgliederquote gerade mal 30 Prozent.
Was ist, wenn ein Betrieb Mängel aufweist? Dann müssen innerhalb einer Frist Verbesserungsmaßnahmen durchgeführt werden. Das wird dann auch überprüft. Sind diese nicht erfolgt, wird eine Anzeige nach dem Tierschutzgesetz erstattet. Allerdings muss immer im Hinterkopf behalten werden, dass Tierhalter möglichst wirtschaftlich agieren müssen. Wird beispielsweise weniger Einstreu als vorgeschrieben verwendet, kann das für den Landwirt finanziell entscheidend sein. Deshalb fahren wir auch nicht gleich mit Strafen rein, sondern versuchen, gemeinsam mit dem Landwirt eine Lösung zu finden. Mit dem TGD und dem Fokus auf der Prophylaxe verfolgen wir das Ziel, es gar nicht so weit kommen zu lassen, dass es Verbesserungsaufträge oder Anzeigen braucht.
Zur Person
Woran liegt das? Wir haben in Vorarlberg die Sondersituation, dass wir einen landesgesetzlich eingerichteten TGD haben. In den anderen Bundesländern hingegen handelt es sich um Vereine.
Seit Mai 2012 ist der rt Greber Schwarzacher Dr. Norbe ung teil Ab r (53) Vorstand de n Veterinärangelegenheite r im Amt der Vorarlberge Landesregierung.
luag 15
Lernen auf der Alp? Wenn Jugendliche ihre Ferien – und manchmal auch ein bis zwei Wochen der Schulzeit – auf einer Alpe verbringen. Bleiben sie dann nur vom Unterricht fern oder lernen sie doch etwas?
V
iele Schüler verbringen den Sommer auf einer Alpe. Nicht nur solche, deren Eltern eine Alpe bewirtschaften, sondern auch solche, die nicht von einem Bauernhof stammen. Und weil die Alpzeit vielfach schon vor dem Beginn der Schulferien startet, gibt es jedes Jahr wieder von jungen Älpern Ansuchen auf Befreiung vom Schulunterricht für ein bis zwei Wochen. Die Jungs und Mädels wechseln zur „Schule der Natur“. So ein Alpsommer bedeutet Lernen für das spätere Leben. Das Land Vorarlberg gewährt den Jugendlichen ab dreizehn Jahren für die Bereitschaft, sich der Alperfahrung zu stellen, einen finanziellen Anerkennungsbeitrag. Vergangenes Jahr wurde an 195 Jugendliche ein derartiger Beitrag gezahlt. Riccarda Jenny, Anton Becvar und Laura Rhomberg haben letzten Sommer gemeinsam auf der Alpe Brazer Staffel oberhalb vom Spullersee verbracht. Sie unterstützten dabei die Arbeit von Lauras Eltern Cornelia und Christoph Rhomberg. Während Anton den Tag über RICCARDA JENNY „I bin uf d‘Alp ganga, weil i d‘Berg gern mag und weil‘s efach schö isch, wenn ma dia Tradition erholta kann“.
luag 16
ANTON BECVAR „Es gab viele schöne Momente. Neun Wochen ohne meine Familie auszukommen – ich bin stolz, dass ich es geschafft habe“.
LAURA RHOMBERG „I bia bis jetzt mi ganzes Leaba uf da Alpa gsi und i ka mir des nid vorstella, im Summer ohne mine Viecher zum si“.
Riccarda, Anton und Laura werden sich sicher noch lange an ihre Alpzeit in ihren Jugendjahren erinnern.
die Kühe auf der Weide begleitete, damit sie nicht ausbrechen, leisteten die Mädels Assistenz beim Melken der Kühe und bei der Stallreinigung. Und Tiere betreuen heißt, von und mit den Tieren lernen, und das bei jedem Wetter. Das braucht Ausdauer und Willensstärke. Weil sie es geschafft haben, sind alle drei stolz, diese Erfahrung gemacht zu haben. Denn in dieser Schule der Natur gab es auch viele wunderschöne Momente, die ein ganzes Leben lang in Erinnerung bleiben werden. Die gemachten Erfahrungen beim Umgang mit den Tieren und mit der Natur kann ihnen niemand mehr nehmen.
Erlebnis Alp Damit nicht nur einzelne Schüler, sondern ganze Schulklassen das Alpleben erleben können, gibt es sogar den Zertifikatslehrgang „Alpführer/-in“ für Alpleute, die der Jugend das Älplerleben näher bringen wollen. Das Motto für „ErlebnisAlp“ spricht für sich selbst: „ErlebnisAlp“ ist eine Erfahrung der ganz besonderen Art. Hoch oben im Gebirge, in freier Natur, auf unseren heimischen Alpen haben wir die Lernorte. Lehrmeister sind die Alpenpflanzen, das Alpvieh und die Alpleute. So werden Naturkreisläufe erlebbar gemacht.
Älper sind gefragt Wer weiß, vielleicht wird aus den drei Jungälplern Riccarda, Anton und Laura einmal ein Alphirt oder eine -hirtin. Denn unsere Alpen müssen auch in Zukunft bewirtschaftet werden. Und dafür melden sich häufig Personen, die schon in jungen Jahren die Natur, die Berge und die Tiere verstehen gelernt haben.
„Wir wollen die Tiere nicht ausbeuten“
Für die vorbildhafte Führung ihres Biohofs in Meiningen wurden
Angelika und Bernhard Feistenauer mit dem „Vorarlberger Tierschutzpreis der Vorarlberger Nachrichten in Kooperation mit dem Ökoland Vorarlberg“ ausgezeichnet.
D
er Unterschied zwischen einer Kuh und einem Rind war Bernhard Feistenauer vor vielen Jahren nicht bekannt, weil er nicht auf einem Bauernhof aufgewachsen ist. „Wie denn auch, ich hatte ja keine Ahnung davon“, kann er heute über seine Unkenntnis lachend erzählen. Der 58-Jährige hatte vielmehr etwas mit Technik zu tun. Sein Wissen gibt er heute noch hauptberuflich als Lehrer an der Landesberufsschule Feldkirch im Fachbereich Elektrotechnik weiter. Über viele Jahre hat sich Bernhard Feistenauer aber zu einem echten Landwirtschaftsprofi entwickelt. Auch dank seiner Frau Angelika, mit der er 1991 den Hof seiner Schwiegereltern übernahm. 1995 stellten die beiden auf einen Biohof um, elf Jahre später von der Milchwirtschaft auf Mutterkuhhaltung. Auch deshalb, weil letztere energetisch weit weniger aufwendig ist. Das betrifft den Hof gleichermaßen, wie auch das Tier. Denn so bringt Feistenauer ein interessantes Faktum auf den Tisch: „Für einen Liter Milch, den die Kuh produziert,
werden 400 Liter Blut durch das Euter gepumpt.“ Bei den heutigen Milchmengen, kann sich jeder vorstellen, welche Hochleistungen der Körper erbringen muss.
Landwirt soll Vorbild sein Eines wollten die beiden aber auf keinen Fall: dass die Tiere ausgebeutet werden. Vielmehr achten sie darauf, dass von Beginn an möglichst alles stressfrei verläuft. Im Fall der Feistenauers bedeutet dies, dass die 20 Angus-Kälber – anders als bei den meisten Milchkühen – bei ihren Müttern bleiben dürfen. Auch ein Stier ist dabei. Die Tiere können sich überall frei bewegen. „Die Tiere sind von Mitte März bis Ende Oktober auf den Weiden, von Anfang Juni bis Anfang September auf der Alpe in Laterns“, betont Bernhard Feistenauer. Erst nach zehn Monaten werden die Kälber von den Kühen getrennt. Geschlachtet werden sie kurz bevor sie ein Jahr alt sind. Das Fleisch, das sich durch seine besondere Konsistenz und Marmorierung auszeichnet, landet als Bio-Freilandbeef in den Vitrinen von SPAR. Angelika Feistenauer ist davon überzeugt, dass Landwirte eine besondere Vorbildwirkung haben. Für sie heißt dies, bewusst einzukaufen. „Bei uns kommt nur etwa zweimal die Woche Fleisch auf den Teller“.
Nachhaltige Landbewirtschaftung Die Mutterkuhhaltung ist aber nicht der einzige Zweig, der auf dem Biohof betrieben wird. Vielmehr werden die 25 Hektar nachhaltig bewirtschaftet. Dabei wird Dinkel ebenso angebaut, wie Miscanthus, das auch unter dem Namen Elefantengras bekannt ist. Die Besonderheit an diesem Mulchmaterial ist, dass es zum einen ph-neutral ist und zum anderen Kieselsäure enthält. Letztere hilft den Pflanzen, ihre Zellstruktur zu stärken. Sie sind damit weniger anfällig. „Miscanthus hat aber noch einen weiteren Vorteil“, ergänzt Angelika Feistenauer. „Wegen seiner scharfen Fasern hält es auch Schnecken fern.“ luag 17
OSTERSpezialitäten aus Vorarlberg
Seit vielen Jahren gehört Lamm- und Kitzfleisch zu einem abwechslungsreichen Speiseplan dazu. Das zartte e Fleisch erfreut sich besonders zur Osterzeit großer Beliebtheit. TANN Qualitäts-Lamm oder Qualitäts-Kitz für Ihr Ostermenü erhältlich in Märkten mit Fleisch in Bedienung!
d stock.adobe.com
k u lin a r isc h e r L e ck e r bisse n
Schafe als
Lebensinhalt
Trotz seiner 78 Jahre führt Kurt Mitterlehner seine Schafherde jeden Sommer auf die steil gelegene Alp. Für seine vorbildliche Stallund Alphaltung bekam er letztes Jahr den „Vorarlberger Tierschutzpreis der Vorarlberger Nachrichten in Kooperation mit dem Ökoland Vorarlberg“ überreicht. „Die Tiere sind mein Lebensinhalt“, spricht es Kurt Mitterlehner gerade heraus. Wer den 78-Jährigen sieht, spürt, dass der in Wald am Arlberg lebende Pensionist eng mit seinen Schafen verbunden ist. Die Herde von rund 90 Wollträgern hält ihn sichtlich jung. Die Tiere bekommen seine ganze Aufmerksamkeit. Im Sommer scheut er trotz seines hohen Alters die steilen Aufstiege und teils sehr schmalen Pfade nicht, um seine Schafe auf die Glong-Alpe, vis-à-vis des Sonnenkopfs, zu führen. Stete Begleiterin ist Border-Collie Esche. Die elfjährige Hündin hat alles voll im Griff. Rund 800 Höhenmeter müssen dabei bewältigt werden. „Die Alphaltung ist eine natürliche und ertragreiche Form der Bewirtschaftung unserer Flächen“, weiß der Experte. Insbesondere die Magerweiden auf der Alp profitieren davon.
Schafe sind sehr zufrieden
Spezielle Kreuzungen Damit er den höchsten Ansprüchen der Konsumenten gerecht wird, kreuzt der 78-Jährige Tiroler Bergschafe mit französischen Barégeoise und englischen Suffolks. Das sind spezielle Rassen, die das Tier „fleischiger“ machen. „Das Fleisch hat auch eine andere Struktur.“ Deshalb sei Lamm auch nicht gleich Lamm, betont er. Ein Anliegen ist es ihm, dass das ganze Tier verwendet wird und nicht nur ausgewählte Gustostücke. „Alles ist eine Delikatesse.“ Da spricht auch der Koch aus ihm heraus. Zwanzig Jahre lang war Mitterlehner in der Kristberger Knappenstube tätig. Jetzt, wo er seit vielen Jahren in Pension ist, kann er den Lebensabend mit seinen Schafen voll genießen. „Ohne Tiere zu sein – das könnte ich mir einfach nicht vorstellen“, sagt er wieder. Und ja: ein wenig stolz ist er dann doch auf den Tierschutzpreis, den er vergangenen Oktober vom Land Vorarlberg überreicht bekommen hat. Zumal er sich dafür nicht einmal beworben hatte. www.laendle.at/lamm
Mittlerweile ist es 33 Jahre her, dass der vierfache Vater und Opa begann, sich mit Schafen zu beschäftigen. Er war damit ein absoluter Pionier im Lande. Was ihn an den sanften Tieren so fasziniert? „Sie sind sehr zufrieden und auch sehr aufmerksam. Sie hören genau, wenn ich komme“, spricht Mitterlehner von seinen „Putzelen“, als er den Stall betritt. In der Region nennen ihn einige sogar „Schafpapst“. Eine Bezeichnung, die ihn ein wenig verlegen macht und von der er nicht will, dass man sie an die große Glocke hängt. Dass auch Nutztiere gut behandelt werden, war für den gelernten Metzger von jeher eine Selbstverständlichkeit. Auch wenn den meisten der Lämmer, die seine Mutterschafe gebären, die Schlachtbank nicht erspart bleibt, versucht er dennoch, eine Beziehung zu ihnen aufzubauen. Rund 150 Lämmer, die nach den Richtlinien des Ländle Gütesiegels gehalten werden, werden über SPAR vermarktet. Die Tiere werden auf ihrem letzten Weg beispielsweise einzeln vom Stall in den Hänger getragen, der wiederum mit Stroh ausgekleidet wird. Ihnen soll der Stress erspart bleiben. „Je besser man mit den Tieren umgeht, desto mehr wirkt sich das auch auf die Qualität des Fleisches aus“, ist Kurt Mitterlehner überzeugt. luag 19
Eiweißreich und fettarm Ziegenkitzfleisch mit Ländle Gütesiegel ist in der Vorarlberger Gastronomie und der Frischfleischtheke bei EUROSPAR und INTERSPAR erhältlich. 38 Mitglieder des Vorarlberger Ziegenzuchtverbandes sind Partner im Ländle Ziegenkitz Gütesiegelprogramm. Neben der Herkunft wird auch die Produkt- und Produktionsqualität von der Ländle Qualitätsprodukte Marketing GmbH geprüft. Die kleinen Strukturen der Betriebe ermöglichen eine tierfreundliche Tierhaltung wie z. B. Laufställe, Auslauf und eine ausgewogene Fütterung.
fett- und cholesterinarm und hat somit wenig Kalorien. Auch in der Diätküche wird gerne mit Ziegenkitzfleisch gekocht.
Gesund und bekömmlich Traditionell und doch modern: In den letzten Jahren hat das zart-würzige Ziegenfleisch in Vorarlberg wieder an Popularität gewonnen. Das Fleisch ist eiweißreich,
Gebackenes Kitz in der Kürbiskernkruste Zutatten für 4 Perso onen 70 00 g Fleissch h vo om Ländle e Ziege enkkitz (B Bru ust,, Sch hullter,, Bratten n) e Kürrbiske erne | Sem mmelb bröse el | M ehl 2 Eier | Krääuterssalz | 1/2 Tasse Buttersschm malz zum Ausbaacken n | 1 Zitron ne | Preise elbee ermarrmelaade
Zubereittung g Kiitzflfleiisc ch sorgffältig vo on alllen n Seh hne en befre eien und d in geffällige e Stü ückke teiilen n. Mitt dem m Flleissch hklop pferr kurzz weich klo opfen n. Eiier miit Sallz verrquirle en un nd in einen n tiefe en Te eller füllen. Kürb biske erne in n eine er Pffanne e ohne e Fe ett ku urzz rö östen un nd klein n mah hle en. Mit den n Semm melbrrösseln n missch hen n und d in n eine en Te elle er fü üllen. Kitzflfle eisch h zue erst im m Me ehl wende en, dann im Ei und d dan nn miit den n Kürrbiskkernen n paanieren. In n einer Pffan nne e Buttterrsc chmallz erh hitzen n und d die Schniitzell von n beid den n Seiiten n krräfttig anbratten n. Auf einem m Küc che enkre epp abttro opfe en laasssen n. Die e Zitrron ne in Sch heib ben n sc chneiiden. Das Schn nitzell mit den Preise elbee eren und Zitron nensc cheib be serrviere en. Dazu passtt Voge erlsaalat mit Kürrbiskkernöll ode er Karrtoffellsalatt. www w.laaend dle.at//rezep pte e
luag 20
Brig gitte Schw warz, Hittissau Hobb byköc chin n & Fo oodb blog ggerin www.go oats.to odayy
Im Fleischfett der Kitze ist eine ganz besondere ungesättigte Fettsäure enthalten. In der Fachsprache nennt sie sich Conjugated Linolenic Acid, abgekürzt CLA. Diese konjugierte Linolsäure fördert im menschlichen Organismus den Fettabbau und den Muskelaufbau. Dieser Säure wird zudem eine krebshemmende Wirkung nachgesagt.
Köstliches Ziegenkitzfleisch Das Ziegenkitzfleisch mit dem Ländle Gütesiegel gibt es im Frühjahr für einige Zeit in der ausgewählten Vorarlberger Gastronomie zu genießen. Die Gourmetwochen vom Ländle Ziegenkitz sind eine Kooperation der Ländle Qualitätsprodukte Marketing GmbH und dem Vorarlberger Ziegenzuchtverband.
Kontrolliert rte Fleisch-Qualität Das Ziegenkitzfleisch mit dem Ländle Gütesiegel gibt es von 8. bis 23. April in der ausgewählten Vorarlberger Gastronomie zu genießen. Wer das Qualitätsfleisch gerne auch zu Hause selbst zubereiten möchte, erhält es ganzjährig jeden ersten Freitag und Samstag im Monat in allen EUROSPAR- und INTERSPAR-Märkten. www.laendle.at/ziegenkitz
GOURMETWOCHEN
In Kooperation mit
vom Ländle Ziegenkitz
Samstag, 8. bis Sonntag, 23. April 2017
Bizau Biohotel Schwanen, T 05514 2133 (nur bis 16.4.!) Braz Gasthof Rössle, T 05552 281050 Bregenz Wirtshaus am See, T 05574 42210 Dornbirn Panoramarestaurant Karren, T 05572 54711 Mit Unterstützung von
Dünserberg Henslerstüble, T 0664 2564619 Feldkirch Gasthof Löwen Tosters, T 05522 72868
Eröffnungsabend: Samstag, 8. April, ab 19:30 Uhr
Ländle Ziegenkitz Gourmetmenü im Gasthof Rössle in Braz
4-Gänge-Menü inkl. Aperitif und Unterhaltung um EUR 48,– Anmeldungen bis 4. April unter: T 05574/400-701
Gurtis Alpengasthof Brunella-Stüble, T 05522 51199 (erst ab 13.4.!) Rankweil Rankweiler Hof, T 05522 44113 Satteins Wirtshaus zum Stern, T 05524 53586
www.laendle.at/ziegenkitz
Landesgrünzone in Gefahr?
Immer mehr Siedlungsgebiete und Gewerbeflächen nagen an den letzten Grünlandreserven im Land. Verständnis ist für alle Seiten aufzubringen, aber irgendwo muss eine Grenze sein.
D
er rapide Bodenverbrauch in Österreich macht auch in Vorarlberg nicht halt. Die Landwirtschaftskammer Vorarlberg kämpft seit Jahren für eine Einbremsung dieser Entwicklung. Bei allem Verständis für das Bedürfnis nach Wohnraum und Gewerbeflächen sollte aber zumindest die Landesgrünzone erhalten bleiben. Jüngster Anlassfall ist die Suche der Firma Ölz nach einem Grundstück zur Betriebserweiterung. Fündig wurde sie in Weiler, was aber auf heftige Proteste in der Bevölkerung stößt. Grund dafür ist, dass das besagte Grundstück zur Landesgrünzone gehört und deshalb eigentlich für neue Betriebsansiedlungen tabu sein sollte.
Betriebserweiterungen Es gab zwar in den letzten Jahren Eingriffe in die Landesgrünzone, wie zum Beispiel beim Güterbahnhof in Wolfurt, dies war aber eine notwendige Betriebserweiterung am bestehenden Standort ohne Alternative. Das musste auch die heimische Landwirtschaft pragmatisch zur Kenntnis nehmen. luag 22
t f a h c s t r i w Land ch im Gesprä Dammbruch befürchtet Günter Bernhart aus Weiler, Gründer der Initiative „Lebensraum Weiler”, sieht jetzt aber die Gefahr eines Dammbruchs. „Wir haben nichts gegen die Firma Ölz und freuen uns über den tollen Betrieb im Land, aber der Eingriff in die Landesgrünzone wäre ein Dammbruch. Wir wollen die Grünzonen in und um die Gemeinde für unsere Nachkommen erhalten. Vizebürgermeister Peter Stöger aus Weiler sieht die Sache naturgemäß nüchterner. „Weiler hat im Vergleich zu vielen Gemeinden im Umfeld ein relativ kleines Aufkommen an Kommunalsteuern. Um die Anforderungen der Gemeinde zu finanzieren, braucht es eben auch Einnahmen.“ Der zuständige Landesrat Mag. Karlheinz Rüdisser spricht sich klar für die Unterstützung von Ölz aus: „Natürlich verstehe ich die Einwände von Anrainern und Landwirtschaft, aber es gilt schon klar abzuwägen, was es für die Entwicklung des Landes braucht. Wir bemühen uns aber weiterhin, einen alternative Standort zu finden. Leicht ist das aber nicht.“ Diese Bemühung um die Standortsuche für die Firma Ölz begrüßt LK-Präsident StR. Josef Moosbrugger, gibt aber zu bedenken. „Wir müssen uns schon
Quelle: Weltbank
Quelle: Bundesumweltamt
Diese Zahlen sprechen für sich!
Landesgrünzone Vorarlberg Quelle: GfK
klar überlegen, wie wir in Zukunft mit Grund und Boden im Land umgehen. Täglich wird im Land landwirtschaftlicher Boden verbaut. Ohne Boden gibt es keine Landwirtschaft im Tal und als Folge auch keine Bewirtschaftung der Alpen. Es gibt zahlreiche, bereits gewidmete Gewerbeflächen im Land, die zum Teil gehortet werden. Diese Flächen gilt es auch im Zuge der Änderung des Raumplanungsgesetzes für die gewerbliche Nutzung zu mobilisieren, bevor wir in die Landesgrünzone eingreifen.“
Richtungsentscheidung Das sieht auch Landesstatthalter Rüdisser so: „Wir sind mit Einbindung der Landwirtschaft im Prozess der Überarbeitung des Raumplanungsgesetzes und suchen nach Mechanismen, auch bestehende Gewerbeflächen zu mobilisieren. Dazu braucht es aber eine Vertragsraumordnung.“ Richtungsweisend wird sein, ob es zu einem Eingriff in die Landesgrünzone wie im Fall Ölz kommt, denn Wünsche für ein Aufbrechen der Schutzzone gibt es schon in mehreren Gemeinden.
Die Landesraumpläne über die Festlegung von überörtlichen Freiflächen in den Talsohlen wurden im Jahr 1977 für das Rheintal und den Walgau verordnet. Mit der Grünzone werden Gebiete zur Erhaltung eines leistungsfähigen Naturhaushaltes und des Landschaftsbildes, zur Erhaltung von Naherholungsgebieten sowie zur Erhaltung der räumlichen Voraussetzungen für eine leistungsfähige Landwirtschaft festgelegt. Durch die Verordnung im Jahr 1977 wurde eine Fläche von ca. 13.626 Hektar als Grünzone gesichert. 18 Prozent dieser Flächen liegen im Walgau und 82 Prozent im Rheintal. In den Grünzonen ist nur eine Widmung als Freifläche-Landwirtschaftsgebiet (FL), Freifläche-Freihaltegebiet (FF), FreiflächeSondergebiet (FS-„Verwendungszeck“), Verkehrsflächen oder Vorbehaltsflächen zulässig. Bauflächen oder Bauerwartungsflächen dürfen nicht gewidmet werden. In den letzten Jahren wurde die Landesgrünzone in Randbereichen geändert, um im Wesentlichen die Weiterentwicklung bestehender Betriebe zu ermöglichen. Änderungen betreffend Bauflächen für Wohnen wurden nicht zugelassen. Die in der Grünzone zulässigen Widmungen, so vor allem auch Sondergebietswidmungen, werden zum Erhalt der Ziele der Landesgrünzone restriktiv behandelt. (Quelle: www.vorarlberg.at) luag 23
Frisch vom Feld Gemüse mit Ländle Gütesiegel – frisch vom Feld, direkt vor die Haustür geliefert.
M
it ihrer Ländle Gemüsekiste bieten Daniela und Werner Fessler den Kunden eine ideale Kombination aus hoher Qualität und erstklassigem Kundenservice. Die Ländle Gemüsekiste wird von Anfang Mai, wenn es im Land wieder frisches Gemüse gibt, bis ca. Mitte Dezember wöchentlich bzw. nach Kundenwunsch 14-tägig und im Jänner und Februar jeweils einmal pro Monat direkt vor die Haustür geliefert. In jeder Gemüsekiste befindet sich außerdem ein Rezeptzettel mit tollen Vorschlägen für leckere Gemüsegerichte.
Familie Gehrer aus Höchst
Familie Metzler aus Ludesch
Fam. Meusburger aus Koblach
Familie Burtscher aus Bludenz
Qualität hat oberste Priorität
Alle Betriebe achten sehr exakt auf Feldhygiene, was der Unkrautbildung auf natürlichem Wege entgegenwirkt. Der Einsatz von Kulturschutznetzen hält auf natürliche Weise Ungeziefer fern, Mulchfolien schützen gegen Unkraut und Verunreinigungen. Im geschützten Anbau kommen Nützlinge und Hummelvölker zum Einsatz. Sie sind für die natürliche Schädlingsbekämpfung bzw. für die Bestäubung zuständig.
Kontakt
erner Fessler Daniela und W Im Wäsle 9 6832 Sulz 5 oder T 05522/4178 8 77 76 0699/170 uesekiste.at m E laendle@ge muesekiste.at www.laendle.ge
Jens Blum Qualitätsobstbau aus Höchst
Drei verschiedene Größen Neben der bewährten Gemüsekiste (EUR 15,30) und der größeren Familienkiste (EUR 18,98) gibt es seit einem Jahr zusätzlich „s`Kischtle“ (EUR 13,50) für den kleineren Haushalt.
Ganz einfach – ohne vertragliche Bindung Die Bestellung erfolgt einfach und unkompliziert, telefonisch, per Fax oder E-Mail. Es gibt keinerlei vertragliche Bindung, das Abo kann jederzeit unterbrochen oder verändert werden, immer bis Montag, 18:00 Uhr der jeweiligen Lieferwoche. www.laendle.at/gemuese
luag 24
Bezahlte Anzeige
Für die Landwirte, die die Ländle Gemüsekiste beliefern – Familie Gehrer aus Höchst, Familie Metzler aus Ludesch, Familie Meusburger aus Koblach und Familie Burtscher aus Bludenz – hat Qualität oberste Priorität. Sie produzieren über das Jahr verteilt etwa 50 verschiedene Gemüsesorten, Kräuter und Kartoffeln – natürlich gentechnikfrei. Die Gemüsepflanzen werden von Walter Gehrer in Höchst ausgesät und aufgezogen. Dadurch ist die Nachverfolgung der fertigen Frucht, von der Aussaat bis hin zur Ernte, kontrollierbar und bis zum Ursprung gegeben. Eine ideale Ergänzung zum Gemüse in der Kiste stellt ab Herbst auch immer der zertifizierte Ländle Apfel von Jens Blum Qualitätsobstbau aus Höchst dar.
Gustotage vom Ländle Kalb Ländle Metzger lenken die Aufmerksamkeit ihrer Kunden auf ein wichtiges Produkt der Vorarlberger Landwirtschaft.
D
ie Entwicklung der Landwirtschaft ist eng mit Klima, Boden und den typischen Niederschlägen verbunden. Diese regionalen Gegebenheiten sind der Grund dafür, dass die Milchwirtschaft der Haupterwerbszweig vieler Vorarlberger Bauern ist.
Mit ihren Tieren bzw. für ihre Tiere bewirtschaften diese Landwirte einen Großteil der unverbauten Fläche in Vorarlberg. Ihre Arbeit und die damit verbundene Pflege von Wiesen und Äckern – vom Bodensee bis hinauf in die Berge – prägt unser schönes Ländle. Das schätzen Einheimische und Touristen gleicher Maßen.
Fast vergessene Gaumenfreuden aus heimischen Ställen Doch nicht nur deshalb profitieren wir von der Leidenschaft, welche dieser Berufsstand 365 Tage im Jahr an den Tag legt. Auch kulinarisch lohnt es sich einen Blick in Richtung heimische Milchwirtschaft zu werfen. Neben dem wertvollen Lebensmittel Milch und allen Köstlichkeiten die daraus erzeugt werden, ist das Kalbfleisch ein typisches Produkt der Vorarlberger Milchbauern.
Diese sehr bekömmliche Delikatesse gerät allerdings immer mehr in Vergessenheit. Und das, obwohl kaum eine andere Fleischsorte so exakt dem Trend der heutigen Esskultur entspricht. Kalbfleisch ist zart, mild und mager. Trotzdem ist es für alle Garmethoden vom Kochen über Braten, Schmoren, Dünsten bis hin zum Kurzbraten und Grillen geeignet. Als wichtiger Eiweiß- und Eisenlieferant ist es gerade in der Kinder- und Krankenküche sehr geschätzt. Es wäre genügend Potenzial im Land vorhanden, um die Selbstversorgung mit Kalbfleisch aus Vorarlberger Ställen zu decken. Aus diesem Grund haben sich die acht Ländle Metzger bereits vor vielen Jahren dazu entschlossen, die Gustotage vom Ländle Kalb zu initiieren. „Uns geht es vor allem darum, die Kunden von heute regelmäßig an diese Spezialität vom heimischen Bauern zu erinnern“, erklärt Jörg Mangold, Ländle Metzger in Weiler. „Die Gustotage bieten die Möglichkeit, durch den Kauf eines 4-KiloPaketes verschiedene Fleischteile vom Ländle Kalb zu probieren“, fasst Jörg Mangold die Vorteile für seine Kunden zusammen. „Da es in vielen Haushalten unüblich ist, Kalbfleisch zu kochen, gibt es beim Einkauf oft zahlreiche Fragen rund um die richtige Zubereitung. Wir Ländle Metzger sind Profis in unserem Job und haben für jedes Fleischstück entsprechende Tipps, damit jedes Fleischgericht zu Hause auch gelingt“, verspricht Jörg Mangold. www.laendle.at/gustotage-vom-laendle-kalb
4 kg Gusto-Paket vom Ländle Kalb EUR 59,– 6. bis 25. März 2017
je 1 kg Geschnetzeltes, Schnitzel, Braten und Bratwürste
Ländle Kalb Gusto-Tage Exklusiv in Ihrer Ländle Metzg!
www.laendle.at/metzg
Hilft Jod gegen Brustkrebs? Jod ist ein lebensnotwendiges Spurenelement. Der menschliche Körper kann Jod nicht selbst herstellen, er muss es mit der Nahrung aufnehmen. So gut wie alle Lebensmittel enthalten Jod. Leider in unseren Breitengeraden nur in sehr geringen Mengen. Der empfohlene Tagesbedarf wird durch eine durchschnittliche Ernährung meist nicht gedeckt. Österreich gilt als Jodmangelregion.
J
od ist Bestandteil der Hormone der Schilddrüse. Diese Hormone spielen wichtige Rollen bei Stoffwechselprozessen im Köper. So werden das Wachstum, die Knochenbildung, die Entwicklung des Gehirns sowie der Energiestoffwechsel damit gesteuert. Die meiste Jodverarbeitung findet im menschlichen Körper in der Schilddrüse statt. Konkret bildet sie die Hormone Trijodthyronin (T3) und Thyroxin (T4) sowie Kalzitonin. Das Hormon Thyreotropin (TSH) reguliert dabei die Ausschüttung von T3 und T4.
Wird nicht genügend T3 oder T4 produziert, kommt es zu einer Schilddrüsenunterfunktion. Der Stoffwechsel kann sich verlangsamen, Symptome wie Gewichtszunahme, schnelles Frieren und Müdigkeit machen sich breit. Auch Gedächtnisschwäche, Depressionen, Haarausfall, uvm. kann mit einem Jodmangel zusammen hängen. Bei der Schilddrüsenüberfunktion werden zu viele T3 und T4 Hormone gebildet. Anzeichen dafür können Gewichtsverlust trotz gutem Appetit, übermäßiges Schwitzen, Ruhelosigkeit, Durchfälle, etc. sein. Bei einer Über- als auch Unterfunktion kann sich die Schilddrüse vergrößern. Umgangssprachlich auch „Kropf“ genannt. Seit geraumer Zeit wird auch ein Zusammenhang zwischen Jodmangel und Brustkrebs vermutet.
Jod gegen Brustkrebs In vielen Ländern Südostasiens ist die Häufigkeit von Brustkrebs und gutartigen Veränderungen der Brust niedriger, als in westlichen luag 26
Ländern. Forscher gehen davon aus, dass dies nicht nur mit dem Konsum von Soja, sondern auch mit dem Verzehr von Seetang und Meeresalgen zu tun haben könnte. Seetang und Algen enthalten besonders viel Jod. Zahlreiche Tierversuche und auch Untersuchungen von Frauen ergeben, dass die Gabe von Jod das Wachstum von Tumoren hemmt, ja die Tumore sogar kleiner werden lässt. Insbesondere Brustdrüsen benötigen Jod für ihre Funktion. In weiblichen Brustdrüsen reichert sich sogar mehr Jod an, als in der Schilddrüse. Eine Studio beobachtete, dass bei einer 30-tägigen Zufuhr von 50 mg einer Jod/Jodid-Mischung (in einem Verhätlnis entsprechend der Lugol´schen Lösung), sich die Tumore verringerten und die Frauen neben Jod auch vermehrt Brom und Fluor über den Urin ausschieden. Jod trägt also auch zur Ausscheidung bzw. Entgiftung von Fluor und Brom bei. Es liegt nahe, dass Brom und Fluor an der Entstehung von Brustkrebs beteiligt sein könnten. Die zunehmende Umweltbelastung durch Fluor und Brom führt nämlich zur Verdrängung des lebenswichtigen Jods aus der Schilddrüse und anderen Organen.
Jodempfehlungen In asiatischen Ländern wie Südkorea und Japan werden viele Lebensmittel aus Algen verzehrt. So nehmen Japaner/-innen am Tag durchschnittlich 5 mg (5.000 µg bzw. Mikrogramm) zu sich. Europäerinnen kommen auf 100 bis 200 µg pro Tag. 200 µg sind gemäß der deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) für Erwachsene
empfohlen. Für Schwangere und stillende Mütter lauten die Empfehlungen 230 bis 260 µg pro Tag. So liegt die tägliche Jodzufuhr in Asien um das 20-fache über der in Europa. Brustkrebs ist bei Frauen die häufigste bösartige Erkrankung in Europa. Es ist jedoch Vorsicht geboten: Eine plötzliche zu hohe Gabe von Jod in Form von Nahrung oder Jod-Nahrungsergänzungen kann den Stoffwechsel überfordern.
Jodzufuhr erhöhen
kommt zu Beginn zu Tachykardien (Herzrasen), Herzrhythmusstörungen, Durchfällen, Tremor (Zittern), Unruhe und so weiter. Die Krise setzt sich fort mit Bewusstseinsstörungen, Desorientierung, Körperstarre bis hin zum Koma und Ableben. Empfohlene Jodzufuhr nach Altersklassen gemäß der deutschen Gesellschaft für Ernährung:
Gute Quellen mit hohem Jodgehalt sind Fisch, Meeresfrüchte, Seetang, Kelp (Braunalge) und Schalentiere. Diverse Gemüsesorten, Milchprodukte, Eier und auch Fleisch enthalten ebenfalls überdurchschnittlich hohe Joddosen. Eine Gefahr der Überdosierung von Jod über Nahrungsmittel ist nur beim Verzehr von Algen und Seetang gegeben. Algen enthalten beispielsweise, je nach Art, zwischen 5 µg und 11.000 µg Jod pro Gramm Trockengewicht. Um den empfohlenen Tagesbedarf an Jod mittels Milch zu decken, wären ca. drei Liter vonnöten. In Form von Spinat bräuchte es ca. ein Kilogramm pro Tag. Und ca. 33 Eier wären für die Deckung des Tagesbedarfs nötig. Jodiertes Speisesalz enthält ca. 15 bis 20 µg Jod pro Gramm Salz. Je nach Fischart sind 50 bis 400 g Fisch pro Tag für die Deckung des Bedarfs notwendig.
Daneben gibt es noch in den Apotheken erhältliche Nahrungsergänzungen, die einem Jodmangel vorbeugen sollen. Die Zuführung von Jod durch Nahrungsergänzungsmittel beinhaltet immer die Gefahr, zu viel des Guten zu tun. Höhere Dosierungen können „Jodismus“ auslösen. Die hohen Konzentrationen von Jod führen dann zu einer Reihe von Symptomen, wie Schnupfen, Bronchitis, Exanthemen etc. Zu viel des Guten kann auch noch weitere Probleme mit sich bringen: Es besteht die Gefahr einer Schilddrüsenüberfunktion bis hin zu einer thyreotoxischen Krise (Stoffwechselentgleisung). Das Risiko ist deutlich erhöht, wenn zuvor ein schwerer Jodmangel vorliegt, den man mit hohen Joddosierungen zu bekämpfen versucht. Bei einer bestehenden Schilddrüsenüberfunktion kann die Zufuhr von größeren Mengen von Jod ebenfalls zu einer thyreotoxischen Krise führen. Dieses Jod stammt in der Regel zum Beispiel aus Nahrungsergänzungsmitteln, jodhaltigen Medikamenten, jodhaltigen Kontrastmitteln für ärztliche Untersuchungen und so weiter. Es
René Gräber
René Gräber war langjä hriger Leiter eines Physioth erapiezentrums und arbeite t heute als Heilpraktiker in De utschland. Seit 1999 behan delt er Patienten in seiner eigenen Praxis und gibt sein Wissen in Publikationen und Se minaren weiter. Ausführliche re Informationen dazu find en Sie unter www.ReneGraeber.de sowie www.NaturHeilt.c om.
luag 27
Ländle Eier zum Osterfest Vor allem an Ostern haben Eier Saison – 70 Millionen Eier verzehren die Österreicher dann. Ganzjährig sind es pro Kopf etwa 235 Eier, also fast zwei Milliarden Gesamtkonsum. Davon wird die eine Hälfte in privaten Haushalten verarbeitet, die andere in der Lebensmittelindustrie und Gastronomie.
W
er Ländle Eier kauft, unterstützt nicht nur die Region Vorarlberg. Sicherheit und Rückverfolgbarkeit sind durch unabhängige Kontrollen gewährleistet. Neben der Qualität und Haltung, ist auch die Herkunft klar definiert: Ländle Eier gelten als solche, wenn die Legehennen in Vorarlberg gehalten, gefüttert und das Ei in Vorarlberg gelegt wurde. Sämtliche Futtermittel für die Ländle Legehennen in allen Haltungsformen sind weiters gentechnikfrei. Mehr noch, alle Futtermittel stammen aus der EU. Für alle Haltungsarten der Ländle Legehennen gilt zudem auch ein durchgehendes Verbot des vielerorts praktizierten Schnabelstutzens. Das schmerzhafte Abschneiden der Schnabelspitze, meist ohne Betäubung an Küken, soll Federpicken und Kannibalismus in der Hühnerhaltung verhindern. Eine Amputation der Schnabelspitze beeinträchtigt das Tier in Folge beim Ertasten von Futter, beim Fressen, Trinken und Putzen.
Wo gibt es Eier mit Ländle Gütesiegel zu kaufen? Erhältlich sind sie bei ADEG, AGM, BILLA, FruchtExpress Grabher, METRO, Peherstorfer, SPAR, Sutterlüty, den V-Milch Lädele und diversen Dorfläden sowie direkt im Sennhof-Lädele in Rankweil.
Eine Frage der Haltung Am Stempel auf den Eiern, erkennt man, aus welcher Haltung sie stammen: Die Ziffer 0 kennzeichnet Bio-Eier, 1 steht für Freilandhaltung, 2 für Bodenhaltung und 3 für Eier aus Käfighaltung. Die Buchstaben nach dem Bindestrich geben Auskunft über das Herkunftsland. Danach folgt die Betriebs- und die Stallnummer.
Käfighaltung In Vorarlberg gibt es seit 2003 keine Käfighaltung mehr. Seit 2009 ist sie auch in Österreich verboten. luag 28
Bodenhaltung In der Bodenhaltung muss für sieben Hühner ein Mindestplatz von einem Quadratmeter verfügbar sein. Die Hühner können sich frei im Stall bewegen. Sitzstangen, Einstreu (1/3 der Stallfläche), Dinkelnester und Teppiche fürs Eierlegen sowie Tageslicht sind bei der Bodenhaltung für Ländle Eier Pflicht.
Freilandhaltung Tagsüber verfügen die Freilandhennen über einen Auslauf von acht Quadratmetern pro Tier. Bei der konventionellen Freilandhaltung entsprechen die Mindestflächen in den Stallungen denen der Bodenhaltung. Weiters sind Sitzstangen für die Tiere vorhanden und mindestens ein Drittel der Stallfläche sind eingestreut.
Bio-Haltung Bei der biologischen Freilandhaltung sind zehn Quadratmeter Auslauf pro Henne vorgeschrieben. Im Stall dürfen pro Quadratmeter maximal sechs Tiere leben. Ein Drittel der Stallfläche muss eingestreut sein. Legenester und Sitzstangen stehen ebenfalls zur Verfügung. Die Fütterung erfolgt mit biologisch erzeugtem Futter.
Neu uer Standard für Mitgliedsbetrriebe des Vereins BIO AUSTRIA für männliche Küken Seit 2017 hat der Verein zur Förderung des biologischen Landbaus BIO AUSTRIA neue Standards und Richtlinien für Legehennen. Die Mitgliedsbetriebe müssen die männlichen Küken ab sofort am Leben halten. Im Bewusstsein, dass die Praxis des Aussortiere ens von Eintagsküken bei Eiern von BIO AUSTR IA Betrieben ein für allemal beendet wird, tragen Konsument/-innen die anfallenden Mehrkosten für die Aufzucht der Bio-Hähne von etwa zwei bis drei Cent pro Ei mit. Im Jahr 2016 erhielt die Initiative von BIO AUSTRIA dafür den Bundestierschutzpreis. Der Verein begibt sich mit diesen neuen Standards in eine Vorreiterrolle auch im Bio-Bereich.
Aus der Mischrasse wird kein Brathendl Die Hähne werden gemästet und nach ca. zehn Wochen Mastdauer zu Suppenhähnen, Frischfleisch oder Hackfleisch verarbeitet. Ein Brathendl wird nicht aus den männlichen Küken, da sie auf Grund ihrer Mischrasse in der Fleischmenge nicht so ergiebig sind, wie die Fleischrassen. Konventionelle Masthühner werden sechs bis sieben Wochen aufgezogen, Bio-Masthühner ca. zehn Wochen.
Im konventionellen Bereich wird ein solcher Branchenstandard aktuell für nicht realistisch erachtet. Frischeier, die direkt vom Kunden gekauft werden, hätten diesbezüglich nur für eine bestimmte Zielgruppe Marktchancen. (Hier wird aktuell die Entwicklung der Absätze und Preise im Bio-Bereich für Eier und Hahnfleisch beobachtet.) Es gehen jedoch über 50 Prozent der Eier in die Verarbeitung der Lebensmittelindustrie und in die Gastronomie. Hier ist die Preissensibilität besonders hoch und der europäische Wettbewerb sehr stark. Eventuell ist die Früherkennung des Geschlechts ein Thema in der konventionellen Produktion. Hier würden Eier mit männlichen Küken erst gar nicht ausgebrütet. Doch das ist aktuell, wie vieles in der Landwirtschaft, eine Kostenfrage. „Wir werden sehen, wohin sich die Nachfrage und der Abnehmerpreis entwickeln werden. Wenn eine solche Branchenlösung leistbar bzw. realistisch wird, wehren sich die konventionellen Landwirte nicht, dementsprechend zu produzieren. Doch bis dahin müssen wir um die Wettbewerbsfähigkeit kämpfen“, so Gebhard Flatz, Sennhof Geschäftsführer. Er und seine Zulieferer produzieren Ländle Eier in allen Qualitäten: Bodenhaltung, Freiland und Freiland Bio (nach Standards der BIO AUSTRIA). www.laendle.at/eier
MEHR VIELFALT – MIT DEN BESTEN NEUEN HITS UND ECHTEN KULTHITS! 300 Euro für 30 Minuten Musik!
ANTENNE VORARLBERG
Einschalten: Ab 10. April um 9 Uhr!
HÜHNERCHOR
Ostern steht vor der Tür - und wir legen Ihnen extraviel Musik ins Nest! Denn nur wir spielen jede Stunde den Mehr-Musik-Marathon mit 30 Minuten Musik am Stück! Täglich zwischen 9 und 16 Uhr. Und mittendrin versteckt sich ab 10. April der ANTENNE VORARLBERG Hühnerchor! Wenn Sie ihn hören, sofort anrufen: Dem 3. Anrufer schenken wir ein Osternest mit Ländle-Eiern und einem goldenen Osterei im Wert von 300 Euro!
luag 29
Entgeltliche Einschaltung des Landes Vorarlberg
Heute schon einer Mutterkuh in die Augen geschaut?
Viele Bäuerinnen und Bauern in Vorarlberg halten verschiedene Rassen als Mutterkühe. Dabei wird aus Gras, Heu und Silage wertvolles Fleisch erzeugt. Damit mehr Konsumentinnen und Konsumenten auch „ihrem“ Bauern immer öfter in die Augen schauen, soll im Rahmen der Landwirtschaftsstrategie 2020 „Ökoland Vorarlberg - regional und fair“ die Partnerschaft zwischen Produzent und Konsument gestärkt werden. www.vorarlberg.at/oekoland
Was macht die Ziege im Heuhaufen? … und geben Schweine Milch?
D
er Frühling erwacht und mit ihm kommt auch wieder neues und junges Leben auf die Bauernhöfe. Die Kinderstuben von Kuh, Pferd, Schwein, Schaf und Huhn sind voll und warten auf den Besuch von Schulklassen und privaten Kindergruppen.
Bezahlte Anzeige
Schule am Bauernhof und das Projekt Bauernhof Detektiv ermöglichen ihnen Einblicke in das Leben auf einem Bauernhof in Vorarlberg. Im direkten Kontakt mit den Tieren lernen die Kinder und Jugendlichen den
Pflänzle us‘m Ländle D
ie Gärtnerei Angeloff in Rankweil produziert Pflanzen und Kräuter mit dem Ländle Gütesiegel unter dem Namen „Pflänzle us’m Ländle“. Auf rund 0,3 Hektar Anbaufläche werden pro Jahr ca. 200.000 Pflanzen verschiedenster Sorten angebaut. 100 verschiedene Sorten werden in der Gärtnerei Angeloff produziert.
richtigen Umgang, die gute Pflege und den gesunden Kreislauf der Landwirtschaft kennen. Neben dem allgemeinen Thema Landwirtschaft haben viele Betriebe auch weitere Schwerpunkte gesetzt, wie z.B. „Bodenkreislauf“, „Vom Ei zum Huhn“, „Vom Gras zum Butterbrot“ und vieles mehr.
Bäuerinnen und Bauern besuchen die Schule „Kuhles Wissen“ kann aber auch direkt in der Klasse vermittelt werden. Engagierte Bäuerinnen und Bauern aus der Region besuchen die Schüler/-innen in der Schule und stellen den Milchlehrpfad vor. Dabei wird der Kreislauf „Von der Kuh zur Milch im Kühlschrank“ genau erklärt, spielerisch durch ein Wettmelken aufgelockert und mit der Verkostung von Milchprodukten gefestigt. Wollen Sie wissen, was die Ziege im Heuhaufen macht? Wir informieren Sie gerne: LFI Vorarlberg, T 05574/400-193, E jasmin.naegele@lk-vbg.at www.schuleambauernhof.at
Pflänzle us‘m Ländle
Vermarktet werden die Pflanzen und Kräuter, die nach den Richtlinien des Ländle Gütesiegels angebaut werden, ab Mai 2017 direkt bei der Gärtnerei Angeloff sowie folgenden Partnern:
www.laendle.at/pflanze
• Martin Lenz, Dornbirn • Elisabeth Lenz, Dornbirn • Marietta‘s Blumenzauber, Lustenau • Riedmann, Super der Markt, Altach • reGREENa, Andelsbuch • Blütenstil, Krumbach • Blumenfee, Egg und Bezau
T 05522/42351 6830 Rankweil, Rüggelen 3
E info@garten-angeloff.at www.garten-angeloff.at luag 31
Die Vorarlberger Frühlingsausstellung 6. bis 9. April 2017
Ländle Gastronomie Sich ausruhen, verweilen und schlemmen. Im Gastgarten der Ländle Gastronomie stehen feine Kässpätzle und weitere Spezialitäten mit frischen Produkten aus der Region auf dem Speiseplan. www.laendle.at/gastronomie
Dietrich Vorarlberger Kostbarkeiten lädt wieder zur Verkostung: Die unvergleichlichen Tortilla Riebelmais Chips, dazu Tomaten Salsa aus Ländle Tomaten. Erstmals dabei unser neues Riebel Müsli, schön knusprig für das schnelle Frühstück. Altbewährte Eisenpfannen und Rezepte zum Riebelmais u.v.m. gibt es für Genießer regionaler Produkte! www.dietrich-kostbarkeiten.at
Ländle EisGenuss Den regionalen Eisgenuss mit selbst gemachten Knuspertüten gibt es wieder in der Ländle Halle 4 zu genießen. Gezaubert aus Vorarlberger Heumilch, Ländle S ahne und Joghurt, Kirschen aus Fraxern, Beeren aus Dornbirn und Gaißau, Haselnüssen vom B odensee, Schokolade von der Schokoladenmanufaktur Fenk art in Hohenems und Honig aus dem Ländle. www.dolcevit a.at
Ländle Metzg Immer der Nase nach! Die Ländle Metzger Klopfer, Mangold und Hosp grillen Messehits wie die Ländle Kalbsbratwurst und die Ländle Curry-Wurst. www.laendle.at/metzg
Sennerei Schoppernau Zehn Monate Zeit geben die Schoppernauer Senner dem ausgezeichneten F.M. Felder Bergk äse um zu reifen. Überzeugen Sie sich selbst von seiner würzigen Reife und probieren Sie die vielen Käse- und Sennereispezialit äten aus Schoppernau. Machen Sie zudem beim Gewinnspiel am St and mit! www.bergk aeserei.at
Ländle Eier / Nudeln Hochwertiger Dinkel und frische Eier aus Vorarlberg sind die Zutaten, die den besonderen Geschmack der Ländle Nudeln ausmachen. Informieren Sie sich am Stand der Ländle Eier und Nudel Produzenten über die Produktion und das umfangreiche Sortiment! www.laendle.at/eier
Broger Privatbrennerei: Whiskys & Edelbrände Eine kleine hochprozentige Pause vom Messetrubel: Genießen Sie feinste Whiskys, erfrischenden Gin-Tonic oder fruchtige Edelbrände an unserem Stand. Lassen Sie Ihre Sinne von der Vielfalt und Ausdrucksstärke der Aromen verführen. www.broger.info
Ernährungspyramide Was wir täglich essen und trinken, ist oftmals nicht das Beste für uns: zu viel Zucker, Fett oder auch Fleisch. Die heurige Kinderstation widmet sich spielerisch dem Thema ausgewogene Ernährung. Die Kinder können an unserer Pyramide versuchen, die Nahrungsmittel richtig anzuordnen. Als zusätzliche Belohnung für richtige Lösungen gibt‘s einen Ländle Luftballon.
Der Frühling kann kommen! In der Ländle Halle 4 präsentieren Produzenten und Aussteller feinste Lebensmittel und Produkte aus Vorarlberg. Zahlreiche Gewinnspiele, kulinarische Genüsse und die Kinderstation im Rahmen der Kinder-Messe-Rallye laden zum Verweilen ein.
Pflänzle fä Landwirtschaftskammer Vorarlberg & Ökoland Vorarlberg Keine Lust auf überfüllte Touristenstrände? Dann ab auf’s Land: Am Stand der Landwirtschaftskammer und der Abteilung Landwirtschaft und Ländlicher Raum des Landes Vorarlberg erfahren Sie alles rund um das Thema Urlaub am Bauernhof, das vom Verein Urlaub am Bauernhof Vorarlberg zusammen mit dem Verein Agrotourismus aus Graubünden präsentiert wird. Wir freuen uns auf Ihren Besuch! www.urlaubambauernhof.at, www.vorarlberg.at/oekoland
us‘m Ländle
Gärtnerei Angeloff Die Gärtnerei Angeloff aus Rankweil informiert Sie gerne über die neuen „Pflfläänzle us’m Ländle“ – Pflflaanzen und Kräuter, die nach den Richtlinien des Ländle Gütesiegels produziert werden. Am Stand haben Sie die Möglichkeit, beim GlücksradGewinnspiel einen Petersilien-Topf zu gewinnen. www.garten-angeloff.at, www.laendle.at/pflflaanze
Bienen, blühende Landschaft und biologische Vielfalt Was können wir für Bienen, Hummeln & Co Gutes tun und zur Erhaltung der biologischen Vielfalt beitragen? Das Netzwerk blühendes Vorarlberg bietet dazu praktische Tipps und fachkundige Infos an. Möglichkeiten gibt es viele: auf Balkon und Terrasse, im Garten, im Siedlungsbau, bei öffentlichen und gewerblichen Flächen, Schulhöfen und Spielplätzen, in der Landwirtschaft, Hecken- und Waldrandgestaltung, Schaugärten und Lehrpfaden. Die Imker zeigen am Schaubienenstand, wie Bienen leben und dazu gibt es bei einem Gewinnspiel Blumensamen und feinsten Vorarlberger Qualitätshonig zu gewinnen. www.blühendes-vorarlberg.at
Bäckerei Luger Die Bäckerei Luger bietet ein ausgewähltes Sortiment an köstlichen Feinbackwaren mit heimischen Produkten aus eigener Produktion. Versüßen Sie sich Ihren Messebesuch mit einem leckeren Stück Kuchen!
Ländle Gemüsekiste Frisches Gemüse aus dem Ländle wird wöchentlich direkt vor die Haustüre geliefert! Die Betreiber der Ländle Gemüsekiste Daniela & Werner Fessler kooperieren mit den heimischen Landwirten Fabienne Gehrer (Höchst) und Paul Metzler (Ludesch). An ihrem Stand werden mittels eines Gewinnspieles jeden Tag zwei Gemüsekisten verlost. Informieren Sie sich über die verschiedenen Abo-Varianten der Gemüsekiste und gewinnen Sie! www.laendle.gemuesekiste.at
B IO AUSTR IA & Bio Vorarlberg B IO AUSTR IA und Bio Vorarlberg reg. Gen. mbH sind auch in diesem Jahr wieder gemeinsam bei der Frühjahrsmesse vertreten. An vier Tagen präsentieren wir Ihnen die Vielfalt der biologischen Landwirtschaft in Vorarlberg. Wir informieren Sie rund um das Thema „bio“ und das Angebot unserer Biobäuerinnen und Biobauern. Sie erhalten den neuen Bio-Einkaufsführer für Vorarlberg gratis an unserem Stand. www.bio-austria.at & www.biovorarlberg.at
„Blümchensex“erhält unser Ökosystem Bienen sind die Leidenschaft von Martin Metzler aus Schlins. Seine Spezialität, der Alpenrosenhonig, wurde schon mehrfach prämiert.
F
rüher hatte Martin Metzler mit Bienen nichts am Hut. Vielmehr erfreute sich der Oberländer an seinem gepflegten Garten, den er vor dem Haus angelegt hatte. Doch seit ihm sein Bruder einige Völker praktisch vor die Tür stellte, ist alles anders. „Honig ist das faszinierendste aller Lebensmittel“, hält er mit seiner Begeisterung nicht hinterm Zaun und spricht von einem Wunder der Natur: „Bienen nehmen Nektar an Pflanzen auf, verändern ihn in ihrem Körper und speichern ihn in den Waben des Bienenstocks, wo sie ihn zur richtigen Konzentration reifen lassen.“
100 Blüten für einen vollen Honigmagen Es ist also nicht schwer zu erraten, was bei Metzlers auf dem Frühstückstisch steht. Doch es braucht keinen Löffel des süßen Goldes, um angesteckt von der Euphorie, selbst in den Entstehungsprozess eintauchen zu wollen. Und frei nach dem Motto „Wir treffen heute unsere Freundin Biene . . .“ öffnet der Imker einen Bienenstock und gibt den Blick auf unzählige summende Insekten frei, die bereits die erste Brut pflegen. Nicht viele, denn bei Temperaturen um die Null-GradGrenze trauen sich nur wenige der emsigen Immen ins Freie. Steigt hingegen das Thermometer im Frühjahr, schwärmen alle Flugbienen des Volkes aus, um gemeinsam einen gesunden Bienenstamm aufzubauen. So ist der Frühling mit seinem reichen Nahrungsangebot gleichsam auch der Startschuss für den neuen Flugplan, der die fleiluag 34
ßigen Bienen von Blüte zu Blüte treibt. Erst wenn der Honigmagen prall gefüllt ist, geht es wieder heim. Bis dahin haben die kleinen Insekten jedoch eine wahre Meisterleistung vollbracht. Denn um ihr Bäuchlein zu füllen, der etwa ein Volumen von 0,05 Gramm hat, müssen sie zwischen 15 und 100 Blüten pro Ausflug anfliegen. Bis zu 40 Mal fliegt eine Flugbiene am Tag aus!
Bienen-Küsschen Apropos Blüte: Ist die Biene erstmal auf den Geschmack gekommen und kann beispielsweise vom köstlichen Nektar der knallgelben Löwenzahn-Blüte nicht genug bekommen, ist sie kaum noch für anderes zu begeistern. Blütensteht oder auch Blütentreu nennt das der Experte im Imker-Fachjargon. Und das ist gut so, denn nur deshalb gibt es auch den sortenreinen Honig wie beispielsweise den Alpenrosen-Honig, für den Metzler schon mehrfach prämiert wurde. Übrigens schwärmen nicht alle Bienen aus. Das tun nur die Flugbienen. Der größere Teil des Volkes, die so genannten Stockbienen, verrichtet „Innendienst“. Ihnen wird Rüssel an Rüssel der noch flüssige Nektar übergeben. Dieses Bienen-Küsschen ist es aber auch, das letztlich für die Entstehung von Honig verantwortlich ist. Denn während der Aufnahme und Abgabe des Nektars mengt die Biene immer wieder körpereigene Enzyme und Fermente bei. Dadurch verändert sich die Zuckerzusammensetzung des Nektars. Durch diese beigefügten Stoffe wirkt der Honig antibakteriell. Außerdem wird durch den Veredelungsprozess der anfängliche Wassergehalt von 20 bis 90 Prozent, auf 15 bis 17 Prozent reduziert. Und deshalb werden für ein 1.000-Gramm-Glas Honig zwischen zwei und zweieinhalb Kilo Nektar benötigt.
Blümchensex spart 525 Millionen Euro
Bienenfreundliche Blumen und Sträucher
Doch eigentlich ist es nicht der Honig, der die Arbeit der Bienen so wertvoll macht. Vielmehr liegt der Wert in der Bestäubungsleistung. Mehr als 80 Prozent der heimischen Kultur- und Wildpflanzen – oder anders gesagt – ein Drittel der weltweiten Nahrungsproduktion hängen direkt oder indirekt von der Arbeit der Bienen ab. Für Österreich wird diese Leistung in einem Geldwert von jährlich EUR 525 Millionen beziffert.
Bei Martin Metzler dient auch der eigene Garten zum erweiterten Nahrungsangebot für seine Bienen. Er ist ein Spiegel für die Leidenschaft des Familienvaters. Denn statt englischer Rasen, ist in seinem eigenen Grün naturnahes Gärtnern mit Blumen und Sträuchern angesagt, die den Bienen als Nahrung dienen. Und was machen Sie gegen die Läuse auf Ihrer Kugeldistel, hat ihn mal ein Gärtner gefragt. „Warum soll ich was machen“, antwortete Metzler, „es gibt doch so viele Nützlinge, die davon leben.“ Ja, die gibt es. Dazu zählen auch die Bienen. Sie brauchen Honigtau prop duzierende Insekten. Und mal ehrlich: über Akelei, Lavendel, Lupine, usw. freuen wir uns doch alle. Wilde Malve, Astern, Dahlien D
Dieser Einfluss der Bienen auf das Ökosystem bringt Albert Einstein wie folgt auf den Punkt: Wenn die Biene von der Erde verschwindet, dann hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben. Ob der geniale Physiker und Erfinder der Relativitätstheorie tatsächlich eine Berechnung dafür aufgestellt hat oder ob ihm das Zitat nur in den Mund gelegt wurde, spielt kaum eine Rolle. Vielmehr macht diese Aussage klar, wie dramatisch das Bienensterben ist. „Es gibt keinen Imker, der nicht mit der Varroa-Milbe zu kämpfen hätte“, bestätigt Martin Metzler, der auch gleichzeitig der Obmann des Bienenzuchtvereines im Jagdbergischen ist. Dieser Schädling gilt als Hauptgrund für das Schwinden vieler Bienenvölker und beschäftigt die Imker schon seit den 1970erJahren, als er vermutlich mit importierten Bienen aus Asien nach Europa gelangte. Nur 1,7 Millimeter groß, ernährt sich der Schädling vom Blut der Bienen und fügt ihnen dabei Bisswunden zu und kann so verschiedene Viruserkrankungen übetragen. Eine Wunderwaffe gegen die hartnäckige Varroa-Milbe gibt es nicht. Zur Reduktion der Milben werden organische Säuren eingesetzt, mit dem Umstand, dass die Behandlung auch für das Bienenvolk kein Honiglecken ist.
Wissenswertes: • Der Begriff „Biene“ wird meist auf die Westliche Honigbiene (Apis mellifera) reduziert. Dabei sind in Österreich mehr als 690 Bienenarten heimisch. Honigbienen und Hummeln gehören zur Familie der Apidae. Nur die Honigbiene bildet mehrjährige, hochgradig organisierte Völker. Die Hummeln dagegen bilden nur einjährige Völker. Die restlichen Arten leben allein (ohne Imker). Sie werden alle unter dem Begriff „Wildbienen“ zusammengefasst. • Ca. 10.000 Bienenvölker gibt es in Vorarlberg, ob es den Bienen gut geht, hängt stark von der Varroa Milbe ab, ein Parasit, der das Immunsystem der Bienen schwächt, zudem ist das Bienenwohl enorm abhängig vom Nahrungsangebot, sprich das Wetter (Frost etc.) spielt eine große Rolle, aber auch die Anzahl der Blüten. Intensivlandwirtschaft und private Gärten mit Mähroboter sind dem Nahrungsangebot nicht dienlich. Auch der Pestizideinsatz, vor allem in privaten Kleingärten, der im Unterschied zur Landwirtschaft und Gärtnereien oftmals unkontrolliert, zu häufig und zu hoch dosiert erfolgt, schadet den Bienen. • Im Herbst sollten mindestens 5.000 Bienen in einem Volk zu finden sein, sonst könnte die Überwinterung ein Problem werden. Dagegen beträgt die Volksstärke im Juni oft 40.000 Individuen, manchmal auch mehr.
• Der Pro-Kopf-Verbraauch an Honig liegt in Östterreich bei ca. 1,2 Kilogramm pro Jahr. • Ein Volk benötigt ca. 70 everkg Honig zur Energie sorgung und ca. 25 kg Pollen bzw. Blütenstaaub g – der zur Eiweißversorgung das, Imker bekommt nur d was die Bienen darüber hinaus sammeln, dass sind etwa pro Bienen15 bis 20 kg Honig p volk im mehrjährigen Durchschnitt in Vorarlberg on 1 kg Honig muss die Biene ca. • Für die Produktion vo n. Das entspricht 60.000 Honigblasen3 kg Nektar sammeln onigblase einmal zu füllen muss die Biene füllungen. Um die Ho ca. 15 – 100 Blüten (je nach Blütenart) pro Ausflug besuchen. macht die Biene pro Tag. 1 kg Honig entBis zu 40 Ausflüge m 0.000 bis 6 Millionen Blütenbesuchen. spricht damit ca. 900 lu uag g 35
Ei
Was das im Gesicht zu suchen hat Eier sind richtige Kraftpakete, sie lassen unsere Haare wie Seide glänzen und können auch, in Kombination mit anderen Zutaten, unse ere Haut zum Strahle en bringen.
V
iele kennen sie noch von früher: Die Haarpackung mit Eiern. Doch Eier tun auch unserem Gesicht gu ut, weil sie prall gefüllt mit wunderbaren Inhaltsstoffen sind. Sie enthalten die fettlöslichen Vitamine A, D, E, K, mehrere B-Vitamine (u. a. Folsäure und Biotin) und die Aminosäure Cystein.
Iris Lins Grüne Kosmetikpädagogin
Das folgende Rezept ist ein Kllassiker un-ter den Ei-Rezepten – und vo or allem für alle, die in der Fastenzeit auf Alkohol verzichten, bestens geeignet: Hie er wird das Bier nicht getrunken, sondern n unterr`ss Eii gemischt, um mit seidig-glänze enden Haaren in den Frühling zu starten:
Goldlöckchen – Eipackung mit Bier 2 Eigelb | 150 ml Bier | Saft einer halben Zitrone 1 – 2 TL Honig | evtl. Essig (für die „Spülung danach“) Alles gut miteinander vermengen, auf die Haare auftragen, den Kopf mit einem Handtuch einwickeln und für 30 Minuten einwirken lassen. Anschließend warm ausspülen. Diese Packung ist eine wahre Wohltat, wenn die Haare durch Wind und Wetter strapaziert sind und die Spitzen strohig werden. Omas und Tanten wissen es einfach: Früher wurde das Haar nach dem Waschen oft noch mit Essigwasser gespült.
Dazu ein Spritzer Essig in einen halben Liter Wasser und die Haare damit spülen. Dann glänzen sie nicht nur, sondern sind auch seidig-weich. Wer es lieber alkoholfrei mag, kann das Bier beispielsweise durch Tee ersetzen: Je nach Tee fällt auch die Wirkung anders aus: Gerade für alle mit einem Blondschopf eignet sich Kamillentee, wer seiner Kopfhau ut was Gutes tun will kann Brennnesseltee verwenden. Auch Kräute er wie Melisse, die verschiedenen Minze- und Salbeiarten oder Stiefmütterchen/Veilchen eignen sich bestens. Manche von ihnen warten rund ums Haus schon in den Startlöchern, also warum nichtt eine Eipackung mit Brennnesseln und Stiefmütterchen? (unge espritzt, versteht sich…)
Das restliche Eiweiß eignet sich hervorragend für eine reinigende, nährende Gesich htspackung:
Ei-Sahne-Packung 2 Eiweiß | 2 E L ungeschlagene Sahne | 2 TL Honig Das Eiweiß steif schlagen, die Sahne und den Honig vorsichtig unterheben. Auf das Gesicht auftragen und 20 Minuten einwirken lassen. Anschließend mit lauwarmem Wasser abwaschen und zum Schluss etwas kühler nachspülen.
Wer zu Hauttunreinheiten neigt, kann noch 2 TL Heilerde unterrühren. Heilerde e kann äußerlich als Packung auf die Haut oder für die Haare verwe endet werden. Allerdings sollte man beachten, dass sie neben ihrer reinigenden Wirkung auch austrocknend wirkt. Deshalb macht es Sinn, sie mit Zutaten wie Honig, Sahne oder ein paar Tropfen n gutem Pflanzenöl zu kombinieren.
Klostertaler Bauerntafel Obfrau Saskia Dünser, Catrin Zimmermann und Sybille Burtscher von der Klostertaler Bauerntafel bemühen sich, die Produkte der Klostertaler Bauern bestmöglichst zu vermarkten. Zusätzlich organisieren sie Gastronomie-Events wie die „Genussrallye“ und bieten saisonale Produkte über die „Klostertaler Bauernkiste“ an. Die nächste Genussrallye durch das Klostertal findet am 4. Mai statt. Anmeldungen: Klostertal Tourismus T 05585/7244 E info@klostertal.info
Klostertaler Spezialitäten Saskia Dünser ist leidenschaftliche Bäuerin auf dem Mottnerhof oberhalb von Braz. Dabei ist es ihr ein Anliegen, der Bevölkerung die Bedeutung der täglichen Arbeit auf dem Bauernhof für die Erhaltung unserer Kulturlandschaft zu vermitteln.
D
er Betrieb von Saskia und Jürgen Dünser wird in 5. Generation als Grünlandbetrieb naturnah und nachhaltig geführt und umfasst 18 Hektar – teilweise sehr steile – Fläche. Um vor allem Kindern das Leben und Arbeiten auf einem Bauernhof näher zu bringen, waren bei der Familie Dünser im Rahmen von „Schule am Bauernhof“ schon viele Schülergruppen am Hof und beobachteten die Tiere, das Heranwachsen der Pflanzen, die Gewinnung der Milch und die Entstehung von Käse sowie die saisonalen Abläufe auf einem Bauernhof.
dieser Qualitätsprodukte kann den Bewohner/-innen und Gästen auch zukünftig eine lebendige und vielfältige Klostertaler Landschaft geboten werden. Die bereits seit Jahrhunderten traditionell bewirtschaftete Klostertaler Kulturlandschaft bringt regionale Köstlichkeiten hervor – mit den Genussprodukten der Klostertaler Bauerntafel wird Regionalität im Klostertal sichtbar und erlebbar. So treffen sich die 40 Mitglieder regelmäßig beim Stammtisch und leben die Zusammenarbeit mit der örtlichen Gastronomie.
Produkte vom Bauern
Genussrallye und Geschenkkistle
Neben ihrer Tätigkeit als Bäuerin und Mutter ist Saskia auch Obfrau vom Verein Klostertaler Bauerntafel. Die „Klostertaler Bauerntafel“ entstand durch ein von der REGIO Klostertal initiiertes Leader-Projekt, um so rein regionale Produkte aus der Landwirtschaft und Landschaft des Klostertals zu einem unverwechselbaren Angebot zu entwickeln. Leitideen waren dabei der Erhalt der vielfältigen Kulturlandschaft, wachsende Wertschätzung und Steigerung der regionalen Wertschöpfung durch die Herstellung regionaler Produkte sowie durch die Kooperation der Landwirtschaft mit der Gastwirtschaft im Tal. Denn über einen gesicherten Absatz
Zweimal im Jahr wird von der Alpenregion Bludenz, der Klostertaler Bauerntafel und der Gastronomie eine Genußrallye mit mehreren Stationen durch das Klostertal angeboten, bei der die Teilnehmer Klostertaler Köstlichkeiten an diversen Orten genießen können. Der Großteil der über die Klostertaler Bauerntafel angebotenen Produkte wird in drei verschieden großen „Kistle“ unter dem Motto „Schenk ein Stück Heimat“ vermarktet. Je nach Saison beinhalten die Kistle unterschiedliche Produkte. Die steigende Nachfrage zeigt den richtigen Weg. Bestellungen und weitere Infos: www.klostertalerbauerntafel.at
Schenk ein Stück Heimat. Mit der Klostertaler Bauernkiste.
luag 37
Tierwohl ist den Biobäuer/-innen ein besonderes Anliegen T
ierwohl ist ein Begriff, der in letzter Zeit immer häufiger verwendet wird. Tierwohl bedeutet nicht nur die Freiheit von Krankheiten, sondern beinhaltet auch die Möglichkeit eines natürlichen Verhaltens und wird auch als generelles Wohlbefinden bezeichnet. Für eine optimale Beurteilung des Tierwohls, reicht eine rein technische Herangehensweise über bauliche Vorschriften der Ställe, wie z.B. Gangbreiten und Standmaße, nicht aus. Vielmehr sollte die Betrachtung des Tieres selbst im Vordergrund stehen. BIO AUSTRIA hat diese tierindividuelle Beurteilung bereits im letzten Jahr zum Beratungsschwerpunkt für Biobetriebe gemacht. Dazu wurden von Expert/-innen aus Praxis und Forschung Leitfäden zur
Tierbeurteilung erstellt. Diese errd möglichen es Biobäuerinnen und Biobauern anhand von einfachen, tierbezogenen Indikatoren Rück-schlüsse auf das Tierwohl zu ziehen. Solche Leitfäden zur Tierwohlbeurteilung gibt es mittlerweile für Rinder, Schafe, Ziegen, Schweine und Geflügel. Damit kann das Wohlbefinden der meisten Nutztiere rasch beurteilt werden. Zusätzlich zu den Leitfäden bietet BIO AUSTRIA in ganz Österreich regelmäßig Schulungen für verschiedene Tierarten an. Bei den Schulungen lernen die Bäuerinnen und Bauern den richtigen Umgang mit dem Leitfaden und es werden Erfahrungen und Verbesserungspotenziale im Bereich Tierwohl ausgetauscht und diskutiert.
BIO AUSTRIA Betriebe gehen mit gutem Beispiel voran
Natürlich bestehen immer Verbesserungsmöglichkeiten, welche auf Bio-Betrieben kontinuierlich umgesetzt werden. Mit dieser Erhebung ist aus Sicht der biologischen Landwirtschaft ein weiterer wichtiger Schritt in Richtung einer artgerechten Tierhaltung getan. luag 38
Bezahlte Anzeige
Der Verein zur Förderung des Biologischen Landbaus, BIO AUSTRIA, hat kürzlich das Tierwohl seiner Rinderbetriebe erhoben. Zahlreiche Bäuerinnen und Bauern nahmen teil und zeichnen durchwegs ein gutes Bild vom Tierwohl auf Biobetrieben. So zeigt zum Beispiel die Erhebung der Lahmheiten der Kühe, dass 87 Prozent keine Schmerzen im Bewegungsapparat haben. Lahmheiten können durch Erkrankungen der Klaue oder Haltungsmängel verursacht werden und große Schmerzen für das Tier auslösen.
Achtung gesund: Bio-Rindfleisch I
n Maßen genossen liefert Fleisch, insbesondere Bio-Rindfleisch wertvolles Eiweiß, Eisen, Selen, Zink und Vitamine. Qualitativ hochwertiges Fleisch stammt nach wie vor von langsam wachsenden Tieren, die sich ausreichend bewegen und eine ausgewogene Fütterung genießen. Die Fleischqualität hängt grundsätzlich von drei Komponenten ab: Dem Genusswert, dem Nährwert und dem Gesundheitswert. Expert/-innen haben in wissenschaftlichen Untersuchungen herausgefunden, dass die Qualität von Bio-Rindfleisch außerordentlich gut ist.
Schmecken muss es: Der Genusswert Für den Genusswert sind der Saftverlust, die Marmorierung (kleine Fetteinlagerungen im Fleisch) und die Zartheit entscheidend. Wi s s e n s ch a f t l i ch e Untersuchungen zeigen, dass Fleisch aus biologischer Haltung sehr wenig Saft beim Kochen und Grillen verliert. Ausschlaggebend für die Marmorierung und die Zartheit des Fleisches sind die Rassen (Fleischrassen eignen sich besser als Milchrassen), die Fütterung und die Produktionsform (Ochsen und Kalbinnen sind zarter und marmorierter als Stiere).
Hochwertige Inhaltsstoffe soll es haben: Der Nährwert Der Nährwert beschreibt die Zusammensetzung eines Lebensmittels, wie z. B. Fett, Eiweiß oder Spurenelemente. Neben dem Energiegehalt (in kkJJ oder kcal angegeben) und der Zusammensetzung von Fett und Eiweiß ist das Fettsäuremuster ein entscheidender Faktor für den Nährwert von Fleisch. Ein hoher Anteil von Omega-3 und Omega-6 Fettsäuren senkt das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und stärkt das Immunsystem, im Gegensatz zu gesättigten Fettsäuren, wie Myristin- oder Palmitinsäure. Die Fütterung beeinflusst die Zusammensetzung der Fettsäuren fleischpakete nd Ri oBi r ge er maßgeblich. Je höher Vorarlb unter der Anteil an frischem laufend bestellbar g.at Gras, Grassilage und www.biovorarlber Heu – sogenanntes Grundfutter – in der Fütterung, desto besser ist das Fettsäuremuster. In den
Richtlinien der biologischen Landwirtschaft ist klar geregelt, dass der überwiegende Teil des Futters für Wiederkäuer aus Grundfutter bestehen muss. Auch der Weidegang ist in den Biorichtlinien verankert. Dies ermöglicht den Tieren, frisches Gras direkt von der Wiese aufzunehmen und fördert zudem deren Gesundheit und das Wohlbefinden. Die Weidehaltung und Alpung sind grundlegende Vorgaben für das von der BIO Vorarlberg Genossenschaft vermarktete Fleisch vom Vorarlberger Bio-Beef und Bio-Weiderind.
Gesund soll es sein: Der Gesundheitswert Der Gesundheitswert setzt sich aus dem Gehalt an wertgebenden Inhaltsstoffen, Sättigungswirkung, mikrobiologischem Zustand (Keimzahl), Verdaulichkeit, Frische und eventuellen Giftbelastungen zusammen. Für die Gesundheit ist nicht nur wichtig, dass Lebensmittel Nährstoffe liefern und frei von Schadstoffen sind, sondern auch, dass bei der Erzeugung Umwelt und Ressourcen geschont werden. Ein hoher Gesundheitswert wird unter anderem durch eine einwandfreie Hygiene sowie Freiheit von Rückständen sichergestellt. Diese Bestimmungen werden durch das strenge österreichische Lebensmittelrecht gewährleistet. Die Einhaltung von Haltungs-, Fütterungsund Lebensmittelhygienevorschriften wird am Biobetrieb zusätzlich durch die jährliche, auf allen Betrieben stattfindende, Bio-Kontrolle gewährleistet. Bio-Produkte zählen damit zu den am genauesten kontrollierten Lebensmitteln am Markt und fördern zusätzlich die Gesundheit von Mensch, Tier und Umwelt.
Greifen Sie zu ...
luag 39
Vorarlberg entdecken Mit der V-CARD über 80 Ausflugsziele besuchen –
vom 1. Mai bis 31. Oktober er Bergbahn hinauf zum Wandern? Ins Museum oder ins Schwimmbad? Oder gleich alles zusammen? Für abwechslungsreiche Familienausflüge liefert die V-CARD die besten Ideen. Sie gilt für über 80 Ausflugsziele in Vorarlberg und Liechtenstein, wobei man jedes Ziel einmal kostenlos besuchen kann. Mit dabei sind Bergbahnen, Museen, Hallen- und Freibäder sowie weitere Attraktionen. Jahr für Jahr kommen neue Ziele dazu. Seit 2017 erwei-
Die V-CARD
Oktober 2017 Gilt vom 1. Mai bis 31. lberg und über 80 Zielen in Vorar Für je einen Besuch von nuspartnern. Bo i be se h Preisnachläs Liechtenstein. Zusätzlic Erwachsene: EU R 59,– bis 2010) bis 15 Jahre, Jg. 2002 Kinder: EU R 29,50 (7 trägt etwa ebotenen Leistungen be Der Gesamtwert der ang AR D ist reises der Karte. Die V-C das Achtfache des Kaufp erhältlich. mehreren Verkaufsstellen online bestellbar und an tet die rger Familienpasses kos Für Inhaber des Vorarlbe niger. V-CAR D ein Drittel we www.v-card.at
©Peter Mathis_Vorarlberg Tourismus
tern die Mohren Biererlebniswelt in Dornbirn und die Kristbergbahn in Silbertal die Auswahl. Zudem gewährt die V-CARD Ermäßigungen bei Bonuspartnern. Seine Entdeckungstouren stellt man entweder selber zusammen oder lässt sich von den Anregungen für Familienausflüge auf www.v-card.at inspirieren. Von Bregenz bis Lech am Arlberg, vom Montafon bis ins Kleinwalsertal führen Tages- und Halbtages-Programme zu Bekanntem und weniger Bekanntem. Die Öffnungszeiten der V-CARD-Partner sind ebenso angeführt wie Tipps zu Wanderungen, Grill- und Spielplätzen oder zu Einkehrmöglichkeiten. Alle beteiligten Ziele finden sich auf www.v-card.at und im VCARD-Folder mit Landkarte. Interaktiv informiert die Vorarlberg App „Urlaub und Freizeit“, kostenlos erhältlich in App-Stores und auf www.vorarlberg.travel. Zusätzlich zu den Ausflugszielen und Bonuspartnern der V-CARD zeigt die interaktive Landkarte Wanderund Radwege sowie Mountainbikerouten mit Kurzbeschreibung und Höhenprofil.
Bezahlte Anzeige
P
Wünsch Dir das vom Osterhas! Die V-CARD um minuss 20 2 % Viele attraktive Ausflüge inkludiert die V-CARD. Sie gilt für über 80 Ausflugsziele wie Bergbahnen, Museen und Freibäder. Jedes Ziel können Sie zwischen 1. Mai und 31. Oktober 2017 einmal kostenlos besuchen. Jetzt gibt’s die V-CARD um 20 Prozent günstiger! Osteraktion*: Für alle, die die V-CARD zwischen 10. und 23. April 2017 kaufen. Erwachsene E 47,– (statt E 59,–), Kinder Jg. 2002–2010 E 23,50 (statt E 29,50), Kinder bis 6 Jahre gratis Die V-CARD gibt’s auf info@v-card.at und bei den Vorverkaufsstellen. Details auf www.v-card.at
Die V-CARD ist ein Produkt der Vorarlberg Tourismus GmbH, Poststraße 11, 6850 Dornbirn, T +43.(0)5572.377033-0. * Nicht anwendbar auf den Familienpass-Preis. Dieser ist ganzjährig um ein Drittel reduziert.
luag 41
ip t s g u l f s u A
p
Unterwegs im Weitried... In Rankw kweil gibt es den ErlebnisRadWeg Weitried.
A
usgehend vom Marktplatz in Rankweil führt der ErlebnisRadWeg in ein landwirtschaftlich intensiv genutztes Gebiet, das Weitried. Verschiedene landwirtschaftliche Kulturen der Gegenwart wechseln mit Fragmenten der traditionellen Kulturlandschaft. Entstehung und Entwicklung des Raumes werden vor dem geistigen Auge lebendig. Landwirtschaft und Landschaft sind mit allen Sinnen wahrnehmbar. Die Kulturlandschaft zu verschiedenen Tages- und Jahreszeiten im bäuerlichen Arbeitsjahr hinterlässt beim Besucher einen starken Eindruck. Nicht romantisierende Ideale sondern der reale Raum wird entlang des ErlebnisRadWeges erfahrbar. Westlich der Raststation am Sennhof führt der Sennhofweg in die intensiv genutzte Kulturlandschaft im Weitried. Nach etwa 900 Metern folgt man nach Südwesten einem kurzen Teilstück des Wohlwendweges. Neben dem Siedlerhof am Ende des Wohlwendweges folgt man nach rechts abzweigend weiter dem Maldinaweg. Weiter führt der Untere Petzlernweg in Richtung Riedstraße.
ERLEBNISRADWEG WEITRIED Länge: 12 km ErlebnisRadWeg mit dem Rad: rund 1 Stunde ErlebnisRadWeg abgekürzt zu Fuß: rund 1 Stunde
Der ErlebnisRadWeg Der ErlebnisRadWeg folgt der Riedstraße entlang über ein kurzes Teilstück in die andere Richtung, bis zur Abzweigung in den Riedkapellenweg. Über die Kirchstraße erreicht man wieder den Sennhofweg und der ErlebnisRadWeg schließt seinen Kreis. Routenplan und Radweg-Folder stehen unter www.rankweil.at unter „Downloads“ zur Verfügung.
Rast beim Gstach-Teich Der Radweg führt direkt beim Teich der Familie Gstach vorbei. Dieser lädt mit der Parkanlage geradezu zu einer Rast ein. Die Familie Gstach bietet bei ihrem Biotop eine PartyLocation für diverse Events an. Auch Spanferkelpartien und Sonntagsbrunch stehen auf dem sommerlichen Programm. Nähere Infos unter www.gstach.cc luag 42
Die 10 Teilabschnitte A-B, B-C, C-D, D-E, E-F, F-G, G-H, H-I, I-J und J-K gliedern den Wegverlauf des Geländeradweges. Je nach umgebender Landschaft und deren Inhalten, werden den Besuchern die verschiedenen Themen im Weitried und seiner Umgebung erschlossen. Der jeweilige Teilabschnitt ist auf den Wegweisern vermerkt. Mit Hilfe des Übersichtsplanes und der Beschreibung der einzelnen Teilabschnitte entdecken die Besucher die spannende Geschichte einer jahrhundertealten, bereits seit längerem im Wandel begriffenen Kulturlandschaft. Möchte man das Weitried zu Fuß entdecken, so bietet sich ausgehend vom Sennhof eine verkürzte, aber nicht minder spannende Route über die Teilabschnitte C-D und D-E an, dann weiter den Teilabschnitt E-Riedkapelle, anschließend die Abkürzung über die Riedstraße in Richtung Kirchstraße und schließlich das letzte Wegstück zu Fuß wieder auf dem Teilabschnitt J-K.
Termine GUSTOTAGE VOM LÄNDLE KALB Montag, 6. bis Samstag, 25. März Exklusiv in Ihrer Ländle Metzg www.laendle.at/metzg
GOURMETWOCHEN VOM LÄNDLE ZIEGENKITZ Samstag, 8. bis Sonntag, 23. April Eröffnungsabend Samstag, 8. April ab 19:30 Uhr im Gasthof Rössle in Braz Anmeldungen bis 4. April unter T 05574/400-701 www.laendle.at/ziegenkitz
SCHAU! DORNBIRNER FRÜHJAHRSMESSE LÄNDLE HALLE 4 Donnerstag, 6. bis Sonntag, 9. April www.laendle.at/schau
VORA RARLBERGER LANDESPRÄ RÄMIERUNG für Edelbrände, Liköre, Moste, Fruchtsäfte und Essige Freitag, 28. April, 19:00 Uhr in der inatura, Dornbirn
LÄNDLE MOST GALA Samstag, 6. Mai, 19:00 Uhr Restaurant DorfMitte, Koblach LÄNDLE MOST WOCHEN 22. April bis 7. Mai
UMWELTWOCHE Montag, 5. bis Sonntag, 11. Juni www.umweltv.at/umweltwoche
Gewinnspiel
Gourmetwochen vom Ländle Ziegenkitz 4-G Gäng ge-Menü am Erö öffn nungsabend gewinnen! In de er au usg gew wählten n Vorarrlbe ergerr Gastron nomie e fin nden vo on 8. biss 23.. April die e Gou ur-me etwochen n mit Qualitt äts-fle eisc ch vo om Län ndle e Zie ege enkkitzz staatt. Wer ein Menü für je e zwei Pe ersson nen n am Erröfffnun ngssab bend, dem m 8. Apriil im Gasstof Rö össsle e in Brazz gew winne en ho eantw worte et follgend de Frrawiill, be ge e: Welchem m Inh haltssttoff im Kiitzfle eisch h wird eine kreb bsemmende Wirk kun ng nachhe esagt? ge
Diie ric chtige e Anttworrt fifind den Sie in n die esem Mag gazin n! Senden n Sie e die e Löung g mitt Bettrefff „lu uag g“ an n laaen ndle@ @lkk-vvbg g.aat od der an die Po ostan nsc chrrift su e Qualitäätspro odukkte Marke eting g GmbH, Ken nnwort „lluag“, Mo ontLäändle 7, 6900 0 Bre ege enz. Ess werde en fü ünff Abe end desssen n am Eröffffortsstraaße 11/7 ungsaaben nd fürr zwe ei Pe erson nen im m Wert vo on je e E UR R 48 8,– – ve erlosst. nu send des schlus ss istt Fre eittag g, 24. März z 201 17. Eiins
Impressum Redaktion: Bernhard Ammann, Sabine Hagspiel, Dietmar Hofer, Marion Hofer, Isabella Kuster, Armin Schwendinger, Sabrina Zerlauth; Layout: Sabine Hagspiel; Bildbearbeitung: Christoph Pallinger; Bildnachweis: Ludwig Berchtold, Marcel Hagen, Othmar Heidegger, Dietmar Hofer, Marion Hofer, iStock, LK Vorarlberg, Ländle Qualitätsprodukte Marketing GmbH, Peter Mathis_Vorarlberg Tourismus, Martin Metzler, Christoph Pallinger, Popp & Hackner/Vorarlberg Tourismus, Norman Radon, Brigitte Schwarz, Armin Schwendinger, Foto_Serra, Sabrina Zerlauth.
MIT UNTERSTÜTZUNG VON BUND, LAND UND EUROPÄISCHER UNION
luag 43
Warum der Osterhase Ländle Eier empfiehlt? Die Fütterung der Ländle Legehennen erfolgt mit gentechnikfreien Futttermitteln aus der EU. Zudem dürfen unsere Legehenneen ihhre Schnabelspitzen behalten. Schnabelkupieren ist verboten. Sicherheit und Rückverfolgbarkeit sind
R O V
A
ER B L R
G
LT
EN
FÜT E G ,
TERT, GEL
EG
Ti
n
durch unabhängige Kontrollenn gewährleistet. Aus der Region, für die Region. www.laendle.at/eier
G
E H A
Ländle Eier Produzenten:
Sennhof, Rankweil Gerd Giselbrecht, Sulzberg Peter Schneider, Möggers Dielenhof, Hard Dietmar Baldauf, Sulzberg
Ländle Lä dl Ei Eier erhältlich hältli h bbei:i
ADEG, AGM, BILLA, Frucht-Express Grabher, METRO, Peherstorfer, SPAR, den V-Milch Lädele und diversen Dorfläden sowie direkt im SennhofLädele in Rankweil.