Vorarlbergs Wirtschafts- und Lifestyle-Magazin

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Sechs fliegende Tiger
Er war populär, because er hatte Flair
Kraft künstlerischer Rebellion
Special: Bregenzer Festspiele
Mallorca-Vorarlberg Connection

Gesundes Wachstum, nachhaltige Ernte.
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Taylor-Johnson

Extreme faszinieren, weil in ihnen Präzision und Risiko gleichzeitig sichtbar werden. Gerade dort, wo Konzentration und Grenzerfahrung aufeinandertreffen, entsteht eine besondere Intensität. In London sprach der britische Schauspieler Aaron Taylor-Johnson über seine Momente außerhalb der Komfortzone und wie lehrreich diese sind.
Bei den Piloten der Kunstflugstaffel Patrouille Suisse wird diese Gratwanderung maximal sichtbar: sechs Jets in enger Formation, hohe Geschwindigkeit, minimale Abstände – ein System, das nur funktioniert, weil jeder einzelne Schritt perfekt sitzt und das Vertrauen in den Ablauf und das Team absolut ist. Auch in der Kultur entstehen solche Räume der Zuspitzung: Die Bregenzer Festspiele verwandeln den Bodensee in eine Bühne zwischen Technik und Natur, während die Biennale in Venedig heuer ganz auf Rebellion setzt. Das Überraschendste aber ist, wie mühelos diese extremen Gratwanderungen oft wirken – Leichtigkeit aus maximaler Komplexität.
Viel Spaß wünscht Ihnen Ihr kontur-Redaktionsteam
Herausgeber, Medieninhaber und Hersteller: Russmedia Verlag GmbH, A-6858 Schwarzach, Gutenbergstraße 1 Redaktionelle Leitung: Christiane Schöhl von Norman, christiane.norman@russmedia.com
Redaktion: Christa Dietrich, Elisabeth Längle, Stefan Pabeschitz, Angelika Schwarz
Artdirection: Bernadette Prassl, bernadette.prassl@russmedia.com
Anzeigenberatung: Russmedia GmbH, A-6858 Schwarzach, Gutenbergstraße 1 Patrick Fleisch, Thorben Eichhorn, Roland Rohrer, Andrea Oberjörg
Druck: Samson Druck GmbH, A-5581 St. Margarethen im Lungau 171 Erscheinungstag: 9. Juni 2026; nächste Ausgabe: 13. November 2026 kontur online: Das Vorarlberger Wirtschafts- und Lifestyle-Magazin finden Sie auch auf: Instagram, Facebook & LinkedIn: @konturmagazin und auf kontur-magazin.at




Seite 07 | Seebühne. Hier spiegeln sich Dramen wider
Seite 13 | Aaron Taylor-Johnson. Ein Star in Echtzeit
Seite 18 | Troll Cosmetics. Die Mallorca-Vorarlberg Connection
Seite 21 | Gucci. Codes, Casting & Charaktere
Seite 24 | Patrouille Suisse. Sechs fliegende Tiger
Seite 27 | Flugplatz Altenrhein. Spuren am Himmel
Seite 31 | Graf Elektronik. Damit Züge ankommen
Seite 34 | Longines. Kein Bling Bling, dafür mit Substanz
Seite 39 | Special. Bregenzer Festspiele
Seite 52 | VW Golf Falco Edition. Star-Kult im Golf-Pelz
Seite 57 | Varieté am Bodensee. La Boom: Die „Fete“ geht weiter
Seite 61 | Pop-up-Sauna Badeschiff. Des is heiß, Oida
Seite 62 | Mercedes E-Klasse T-Modell 220d. Allround-Star
Seite 64 | Steffi Schwarzmann. Der Luxus der gemeinsamen Zeit
Seite 66 | Luger Mode. Es bleibt in der Familie
Seite 71 | Kulturhauptstadt 2026. Trencˇín, schon mal gehört?
Seite 72 | Filmreife Fashion. Stil statt Style
Seite 75 | Hilti Art Foundation. Eine globale Bewegung
Seite 79 | Biennale Venedig. Weiblich wirksam widerständig



























































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BMW iX3 50 xDrive: Energieverbrauch, kombiniert WLTP in kWh/100 km: 15,1-17,0; Elektrische Reichweite, WLTP in km: 720-805.

















VON CHRISTIANE SCHÖHL VON NORMAN

NEUE FORM DER EFFIZIENZ
BMW erweitert die Neue Klasse um den BMW iX3 40. Die neue Antriebsvariante setzt auf 235 kW (320 PS), 500 Nm Drehmoment und Hinterradantrieb. Basis ist die 6. Generation der BMW eDrive Technologie mit 800-Volt-Architektur und stromerregter Synchronmaschine an der Hinterachse. Der Sprint von 0 auf 100 km/h gelingt in 5,9 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 200 km/h. Bis zu 635 Kilometer Reichweite (WLTP) unterstreichen den elektrischen Langstreckenanspruch. Als Einstiegsmodell ergänzt der iX3 40 die Modellfamilie nur wenige Wochen nach dem Marktstart des iX3. •
bmw.at

WENN STREETWEAR AUF LUXUS TRIFFT
Als Louis Vuitton den LV Tilted im letzten Jahr erstmals vorstellte, war schnell klar: Dieser Sneaker ist gekommen, um zu bleiben. Jetzt geht die Maison den nächsten Schritt und erweitert die Kollektion um neue Farb- und Materialwelten. Das geneigte LV-Logo auf der gepolsterten Zunge verweist subtil auf die Skater-Attitüde, während die breite Gummisohle mit Monogram-Flower- und Damier-Relief für markante Präsenz sorgt. Leichte Materialien verleihen dem Schuh Flexibilität und Beweglichkeit – und schlagen die Brücke zwischen funktionalem Sportswear-Spirit und moderner Designkultur. •
louisvuitton.com

EIN DRINK WIE TOKIO BEI NACHT
Mit „Toki“ bringt Suntory japanische Barkultur ins Glas. Besonders als Highball hat sich der Whisky weltweit etabliert: In den Izakayas Tokios, den traditionellen japanischen Kneipen, gilt er als beliebter After-Work-Drink zwischen Gesprächen und kleinen Speisen. Die Mischung aus Whisky, Soda und viel Eis wirkt schlicht und unaufgeregt, erfordert jedoch Präzision und ein Gefühl für Balance – ein Prinzip der japanischen Barkultur, das auf Handwerk und Zurückhaltung basiert. Toki zeigt Noten von grünem Apfel, Basilikum und Ingwer, ergänzt von feiner Würze und subtiler Süße. •
house.suntory.com

Zwischen Herkunft, Extremen und Meer – Aaron Taylor-Johnson gewährt in London Einblicke in sein Leben und seine Verbindung zu Omega. In der Tate Modern präsentiert er gemeinsam mit der Marke die neue Seamaster Planet Ocean.
London.
Redakteurin Christiane Schöhl von Norman traf den britischen Schauspieler.


Perfekt abgestimmt. Die Augen von Aaron TaylorJohnson, sein Anzug und die Uhr – so blau wie das Meer.
London rollt den orangen Teppich aus: Es ist Nachmittag, die Sonne steht hoch über der Stadt, klar und ungewöhnlich großzügig, als hätte sie beschlossen, genau heute mitzuspielen. Glasfassaden spiegeln Licht, die Themse wirkt ruhig, am Ufer thront das London Eye – und über allem liegt eine erfrischende Leichtigkeit, die der Stadt ein besonderes Flair verleiht.
Im Penthouse des Corinthia Hotels öffnet sich die Tür – Aaron Taylor-Johnson kommt mit einem Lachen herein: lässiges Outfit, Ehering am Finger, der Blick ausgeglichen, die Augen tiefblau – fast so klar wie das Meer, über das er später sprechen wird. Schon als Kind stand er auf der Bühne und vor der Kamera – da war er gerade mal sechs Jahre alt –, mit einem festen Fokus auf die Schauspielerei, ohne Plan B. Vom Fernsehen folgt schnell der Sprung auf die Kino-Leinwand – von Shanghai Knights über Nowhere Boy und Kick-Ass bis zu internationalen Produktionen wie Tenet und Bullet Train. 2017 wird ihm ein Golden Globe für Nocturnal Animals verliehen.
Wir kamen aus einer Arbeiterfamilie. Mein Vater musste sein Gehalt sparen, um sich eine solche Uhr leisten zu können.

Statt sich auf einen Rollentyp festzulegen, bewegt er sich seit Jahren mühelos zwischen Independent-Filmen, BlockbusterKino und Charakterrollen.
Aus einfachen Verhältnissen. Seit vergangenem Jahr ist er Markenbotschafter von Omega. Die Verbindung liegt in der Familie: Sein Vater, erzählt er, musste lange sparen, um sich eine Omega leisten zu können. „Er war Bauingenieur. Wir kamen aus einer Arbeiterfamilie. Das war etwas, wonach man streben konnte: Geld zu verdienen, um sich eine solche Uhr leisten zu können.“ Doch materialistisch sei er nicht gewesen und Luxus habe keine Rolle gespielt. Entscheidend war etwas anderes: die Möglichkeit, sich Dinge erarbeiten zu können. „Mein Vater war definitiv jemand, der keinen Luxus brauchte. Die Uhr war eher eine Notwendigkeit, aber auch etwas, worauf er sehr stolz war.“ Auch sein Großvater, er diente bei der Royal Air Force im Zweiten Weltkrieg, hätte eine Omega gehabt. „Als ich im letzten Jahr das OmegaMuseum besuchen durfte, entdeckte ich, dass sie 1943 Uhren an das Militär geliefert
haben. Ich hatte plötzlich dieses Bild im Kopf, dass mein Großvater vielleicht eine solche getragen haben könnte.“
Dieser Besuch im Stammhaus in Biel wirkt bis heute nach. Kein Launch, kein Event, sondern ein authentischer Blick hinter die Kulissen: Werkbänke, Präzision, Ruhe. „Ich habe die Menschen, das Team, dort kennengelernt“, erinnert er sich: „Das Niveau an Können und Präzision hat mich nachhaltig beeindruckt. Es fühlte sich nicht wie eine Fabrik an, sondern wie ein sehr familiärer Ort.“ Ein Detail bleibt besonders hängen: Menschen, die seit Jahrzehnten dort arbeiten, ausgezeichnet mit goldenen Plaketten für 25 Jahre Zugehörigkeit. „Hunderte davon hängen an den Wänden. Das zeugt von einer tiefen Leidenschaft, die man dort auch sofort spürt.“
Außerhalb der Komfortzone. Diese Idee von Kontinuität und Heritage nimmt er mit – und sie führt ihn zurück in die ei-
gene Geschichte. „Ich bin mit dem Gedanken aufgewachsen, dass Omega ein Teil unserer Familie und unseres Erbes ist. Sobald ich es mir leisten konnte, habe ich mir eine gekauft, sodass ich tatsächlich schon eine Seamaster trug, bevor ich überhaupt als Markenbotschafter angefragt wurde.“ Eine Taucheruhr – passend zu einem Leben, das sich auch unter Wasser fortsetzt. „Ich war letztes Jahr mit meiner Familie auf den Malediven. Wir haben alle einen Tauchkurs gemacht und unser PADI-Zertifikat erhalten.“ Eine Woche unter Wasser, ein anderes Zeitgefühl, eine andere Stille. Haie hätten sie gesehen und Lust auf mehr bekommen: „Jetzt wollen wir verschiedene Orte auf der Welt entdecken und mehr Ozeane erforschen.“ Das Mittelmeer ist für ihn ein Fixpunkt: die Amalfiküste, Ischia, Ponza, Sizilien und die Gegend darum herum. „Unsere Flitterwochen haben wir auf den Äolischen Inseln verbracht – daher habe ich eine besondere Verbindung zu diesem Ort.“
Das klingt alles ruhig und harmonisch. Doch Extreme spielen in Aaron TaylorJohnsons Leben durchaus eine Rolle. Seine Figuren bewegen sich oft im Grenzbereich: vom Marvel-Charakter Pietro Maximoff alias Quicksilver bis zum Auftragskiller Tangerine in Bullet Train. „In meiner Arbeit haben die Figuren, die ich über die Jahre gespielt habe, viele Extreme durchlebt.“ Sie entstünden für ihn über Feinheiten, Details und über das präzise Erarbeiten, das Hineinfinden in einen Charakter. „Ich möchte mich bewusst in unbequeme Situationen begeben. Wenn ich mich außerhalb meiner Komfortzone befinde, ist das meist der Moment, in dem ich am meisten erforsche, lerne und entdecke. Ich schätze, das ist meine ganz eigene Art von innerem Abenteuer.“
Aquatisches Licht. Am Abend verlagert sich die Veranstaltung. London ist nicht mehr Gesprächsraum, sondern Bühne: Die Tate Modern, das ehemalige Kraftwerk
„Wenn ich mich außerhalb meiner Komfortzone befinde, ist das meist der Moment, in dem ich am meisten erforsche, lerne und entdecke. Ich schätze, das ist meine ganz eigene Art von innerem Abenteuer.“
Im Gespräch. Raynald Aeschlimann, Präsident und CEO von Omega.


Perfektes Match. Aaron Taylor-Johnson trug schon eine Seamaster, bevor er Markenbotschafter wurde.

an der Themse, ist in ein gedämpftes, fast aquatisches Licht getaucht. In den Tanks darunter – einst industrielle Ölspeicher, heute Ausstellungsräume – fließt Licht über die rohen, kreisförmigen Betonwände. Es erinnert an den sanften Wellengang des Ozeans im Sonnenuntergang.
An diesem Abend ist alles auf diese Farbwelt reduziert: Dunkelblau und Orange ziehen sich durch Raum, Licht und Kleidung. Nichts wirkt dekoriert, eher perfekt orchestriert – als hätte man die Uhr nicht nur präsentiert, sondern die ganze Umgebung auf sie eingestellt. „Es ist sehr symbolisch, diese überarbeitete Kollektion in London zu feiern – einer Stadt, die seit jeher für Entdeckung, Stil und Innovation steht“, unterstreicht Raynald Aeschlimann, CEO von Omega.
Abgetaucht. Zwanzig Jahre nach dem ursprünglichen Launch erscheint die Omega Seamaster Planet Ocean in ihrer vierten Generation – in den charakteristischen Farben Blau, Schwarz und Orange. Das sichtbarste Update liegt im Detail:
Tate Modern. Aquatisches Licht liegt über der Rundung des Raums – auf der Bühne spricht Raynald Aeschlimann.
Staraufgebot.
Weitere namhafte
Gäste begleiten den Abend (v. l. n. r.):
Die Schauspieler
Jonah Hauer-King, Pierre Niney und Tom Blyth.
Es ist sehr symbolisch, die Kollektion in London zu feiern – einer Stadt, die seit jeher für Entdeckung, Stil und Innovation steht.

Das Heliumventil ist verschwunden, einst ein technisches Erkennungszeichen der professionellen Taucher-DNA. Auch das Gehäuse wurde überarbeitet – flacher, kantiger, insgesamt schlanker proportioniert. 42 Millimeter, die am Handgelenk kompakter wirken, als die Zahl vermuten lässt. Raynald Aeschlimann ordnet es nüchtern ein: „Die Planet Ocean begann als reine Taucheruhr und hat sich zu einem unserer wichtigsten Lifestyle-Modelle entwickelt.“
Aaron Taylor-Johnson trägt, passend zu seinem Anzug, die blaue Version: „Sie erinnert mich an das Meer“, lässt er wissen. Begleitet wird er an diesem Abend von weiteren namhaften Gästen, darunter der französische Schauspieler Pierre Niney sowie die britischen Schauspieler Connor Swindells, Tom Blyth, Jonah Hauer-King und Charlie Rowe.
Draußen ist London längst in die Nacht abgetaucht. Die Stadt hat ihre Farbe gewechselt – aus dem Licht des Tages ist tiefes Dunkel geworden. Selbst die Lichtinstallation in der Tate Modern hat den Rhythmus aufgenommen und von Orange auf Dunkelblau gewechselt, als hätte sie nicht auf den Abend reagiert, sondern ihn mitvollzogen.



Die Patrouille Suisse zählt zu den besten militärischen Kunstflugstaffeln der Welt. Zum 100-jährigen Bestehen des Flughafens Altenrhein sind sie das Highlight der Jubiläums-Airshow.
VON CHRISTIANE SCHÖHL VON NORMAN
Militärflugplatz Emmen, Kanton Luzern. Vor den Hangars stehen sechs Northrop F-5E Tiger II. Die Kampfflugzeuge sind bereit zum Start. Einer der Piloten ist Maj. Maurice „Moe“ Mattle – im olivgrünen Fliegeranzug, Patrouille-Suisse-Abzeichen auf der Brust, den Helm unter dem Arm. Für viele Aviatik-Fans sind er und seine Kollegen Helden – und doch spricht Mattle, der seit zwei Jahren auf der Left Wing Position fliegt, ganz abgeklärt und lässig über diesen „Job“. „Wenn man unsere Formation als Körper sieht, dann ist der Leader das Gehirn. Die anderen fünf sind die Muskeln.“ Er beschreibt damit ein System, in dem einer vorgibt, was die anderen exakt umsetzen: Takt, Tempo und Richtung kommen von vorne, die übrigen Piloten reagieren ohne Verzögerung.
Entscheidend ist nicht nur die fliegerische Präzision, sondern das Zusammenspiel im Verband: Kommunikation, gegenseitiges Verständnis und vor allem Vertrauen. Jeder weiß jederzeit, was der andere tut. Ohne diese Abstimmung würde die Formation nicht funktionieren, denn die Piloten manövrieren die ÜberschallKampfflugzeuge auf engstem Raum – drei bis fünf Meter zwischen den Maschinen, dazu ein Höhenversatz von rund zwei Metern, damit die Wirbelschleppen den Verband nicht zerreißen. Geschwindigkeiten von bis zu rund 1.700 km/h sind möglich. Zeit für Korrekturen: praktisch keine. Was von unten wie eine einzige Bewegung wirkt, ist ein Zustand maximaler Synchronität.


„Die
Patrouille Suisse ist ein Symbol für die Leistungsfähigkeit der Schweizer Luftwaffe. Sie ist eine Visitenkarte und steht für typisch schweizerische Werte wie Präzision, Sicherheit und Vertrauen.“

Tausende Flugstunden. Die Patrouille Suisse existiert seit 1964 als offizielles Kunstflugteam der Schweizer Luftwaffe. Ihr Auftrag ist es, die Leistungsfähigkeit der Armee im In- und Ausland sichtbar zu machen. Die Piloten sind keine spezialisierten Showflieger, sondern Berufsmilitärpiloten des Berufsfliegerkorps. Im Alltag fliegen sie die F/A-18 Hornet und übernehmen Aufgaben der Luftpolizei sowie Luftraumüberwachung. Die Kunstflugstaffel ist keine Parallelwelt, sondern eine zusätzliche Rolle innerhalb dieser militärischen Realität.
Die fliegerische Erfahrung ist die Grundlage. „Ohne sie kommt man gar nicht erst infrage für die Patrouille Suisse“, unterstreicht Mattle. „Formationsflug gehört zum Standardrepertoire eines Militärpiloten und wird von Beginn an trainiert. Mit der Zeit wird
er zur Routine, fast wie Fahrradfahren.“ Das Programm bleibt dabei weitgehend gleich, die Abläufe sind fest eingeübt und jederzeit abrufbar. „Wenn ich im Abstand von wenigen Metern neben meinem Kameraden fliege, muss ich sicher sein, dass er exakt das tut, was wir trainiert haben“, so der leidenschaftliche Pilot. Neue Mitglieder werden deshalb gemeinsam aus dem Kreis möglicher Kandidaten ausgewählt.
Mutige Manöver. Der Unterschied zum normalen militärischen Einsatz ist markant: Kampfjetpiloten verfügen über mehr Eigenverantwortung und Entscheidungsspielraum in der Luft. „In der Patrouille Suisse hingegen ordnet sich alles der Formation und dem Team unter. Man fliegt nicht mehr das eigene Flugzeug, sondern ist Teil eines Gesamtsystems“, so Mattle. Aber auch die
Militärflugplatz Emmen. Letzte Handgriffe kurz vor dem Start zum nächsten Trainingsflug.



Hauptberuf: Berufsmilitärpilot und Fluglehrer bei der Schweizer Armee
Flugzeugtyp: Boeing F/A-18 Hornet sowie Northrop F-5E Tiger II
Flugstunden: 2000
Fliegt für die Patrouille Suisse seit: 2024
Position: Left Wing
Aufgabe: Die Position im Verband möglichst exakt und ruhig halten Freizeit: Zeit mit der Familie, Film und Musik, Modellbau
Beruf – sie ist Teil unserer Identität und unserer Überzeugung“, so Mattle. „Gleichzeitig sind wir Soldaten und akzeptieren politische Entscheidungen.“ Die Zeit bis dahin wollen die Piloten bewusst nutzen. Jede Vorführung wird noch einmal mit voller Konzentration geflogen. „Wir geben alles bis zum Schluss.“
F-5 Tiger II prägen den Stil und somit die Vorführung. Als einziges Team in Europa fliegt die Patrouille Suisse mit einem noch aktiven Kampfflugzeug. „Weil dieser Jet schneller fliegt und größere Radien benötigt, brauchen wir auch mehr Platz“, erklärt Mattle die spezifischen Eigenschaften des Fluggeräts. „Dafür erlaubt uns die Leistung Manöver, die andere Teams nicht zeigen können.“ Doch das Ende ist absehbar.
„Wir geben alles“. Die vom Parlament beschlossene Außerdienststellung der Patrouille Suisse Ende 2027 markiert auch für die Piloten einen Einschnitt: „Das ist für uns alle natürlich ein sehr emotionales Thema. Die Patrouille Suisse ist für uns mehr als ein
Hoch konzentriert. Egal ob kleines Flugmeeting oder großes Jubiläum wie in Altenrhein: „Im Kopf bleiben wir immer im gleichen Modus – fokussiert und professionell. Natürlich spüre ich bei besonderen Anlässen die Atmosphäre etwas mehr, aber im Cockpit zählt letztlich nur die Vorführung und das Ergebnis.“ Maverick-Feeling also Fehlanzeige? Mattle schmunzelt: „Solche Momente gibt es tatsächlich, etwa wenn ich über meine Heimat, die Ostschweiz, fliege oder wenn die Stimmung einfach speziell schön ist, beispielsweise ein Sonnenuntergang über den Alpen.“ Er macht eine kurze Pause: „Aber sie bleiben sehr kontrolliert. Professionalität bedeutet, dass man sich nicht von Emotionen leiten lässt. Wir genießen den Moment kurz für uns – und behalten ihn im Herzen. Gleichzeitig bleiben wir immer innerhalb unserer Abläufe und der Konzentration.“ Dann steigt er ein, setzt den Helm auf. Die anderen Piloten sind längst bei den Maschinen. Noch ein kurzer Blick, letzte Handgriffe. Dann heben sich die Daumen und die Tiger setzen zum nächsten Flug an.













































































































steht seit Sommer 2025 an der Spitze von Longines. Der gebürtige Libanese war bereits fast zwei Jahrzehnte in unterschiedlichen Funktionen für die Schweizer Uhrenmarke tätig und gilt als Führungspersönlichkeit mit kosmopolitischem Zugang, feinem Gespür für Eleganz und einem klaren Verständnis für die traditionsreiche DNA der Marke.
Seit Sommer 2025 ist Patrick Aoun neuer CEO von Longines – zuvor arbeitete er bereits 19 Jahre im Unternehmen. Warum Bling Bling so gar nicht geht, der Preis sehr wohl eine Rolle spielt und Geschichten emotional berühren müssen? kontur traf den gebürtigen Libanesen im Almanac Hotel in Wien – eine Geschichte über Earhart, Eleganz und Emotionen.
VON CHRISTIANE SCHÖHL VON NORMAN
Sie arbeiten seit 2007 bei Longines und haben die Marke aus verschiedenen Perspektiven kennengelernt. Wie prägt diese lange Verbundenheit Ihre Vision als CEO? Die letzten 19 Jahre waren eine fantastische Reise voller wertvoller Erfahrungen. In dieser Zeit habe ich sehr viel gelernt, was mir heute hilft, die Marke wirklich tief zu verstehen. Als ich die Rolle des CEO übernommen habe, fühlte es sich deshalb nicht neu an – eher so, als wäre ich bereits zu Hause. Ich kenne die Marke, die Produkte, die Märkte und die Menschen hinter Longines. Der Übergang war deshalb für mich reibungslos und stimmig.
Letzten Sommer haben Sie Longines in einer Phase mit Gegenwind übernommen, insbesondere in China. China war lange Wachstumstreiber, der Markt schwächelt nun. Sehen Sie das als zyklische Delle oder als strukturellen Wandel im Konsumverhalten? Im Geschäftsleben gibt es keinen linearen Verlauf – Auf und Ab gehört einfach immer dazu. China erlebt derzeit Gegenwind, doch Longines ist in über 130 Ländern vertreten und verzeichnet in vielen Märkten ein starkes Wachstum, beispielsweise den USA, Indien, Schweiz oder Australien – dort haben wir in den letzten Jahren Rekordergebnisse erzielt.
Die Abschwächung in China liegt einerseits an einem veränderten Konsumverhalten, aber auch an vorübergehenden Faktoren wie etwa, dass viele Menschen zuletzt Schmuck und Gold gekauft ha-

Longines ist für mich eine Lebensart, die für Mut, Inspiration, Innovation und Eleganz steht.
ben, weil die Preise so enorm gestiegen sind. Wenn sich die Lage normalisiert, kehren sie wieder zu ihrem natürlichen Kaufverhalten zurück. Trotzdem bleibt Longines in China, in unserem Preissegment, führend. 2025 hatten wir dort einen Marktanteil von über 70 Prozent – das zeigt, wie stark und etabliert die Marke ist. Longines steht für Qualität, Zuverlässigkeit und Authentizität. Wir halten an unserem Preisniveau fest, um diese Position zu schützen – das gibt uns einen klaren Vorteil gegenüber der Konkurrenz.
Sie haben die Preisentwicklung angesprochen: Longines bewegt sich im Affordable-Luxury-Segment. Wie sehen Sie die zukünftige Entwicklung dieses Bereichs? Unser Kernsegment liegt zwischen 1.500 und 5.000 Euro. Natürlich gibt es Modelle aus Vollgold oder mit Diamanten besetzt, die darüber liegen. Viele andere Marken verlassen ihr Preissegment, heben die Preise, aber wir bleiben und wollen es ausbauen. Unsere Stärke ist unsere Vielseitigkeit: Wir haben ikonische Modelle für Damen und Herren, sportlich oder klassisch, mechanisch oder quarzbetrieben.
Der Preis von 2000 Euro ist für viele Führungskräfte oder die obere Mittelschicht hoch. Diese Menschen möchten eine Marke besitzen, der sie vertrauen, auf die sie stolz sind und die sie an die nächste Generation weitergeben können. Longines setzt genau an diesem Punkt an, hat in dieser Hinsicht ein enormes Potenzial, und aus diesem Grund verteidigen wir unser Segment.
Worauf legen Sie bei der Weiterentwicklung der Marke Wert? Ein zentraler Punkt ist, dass wir respektieren, wer wir sind. Longines steht für Eleganz, Tradition und Leistung – das prägt alles, was wir tun. Das heißt, wir machen keine Fantasie- oder BlingBling-Uhren, sondern bleiben unserer Identität, unserer DNA treu. Inspiration ziehen wir aus der Geschichte, aber auch moderne Interpretationen sind möglich, solange sie authentisch bleiben, wie etwa die neue HydroConquest. Natürlich spielt auch die

Der Zeit voraus. Elinor Smith (l.) und Géraldine Fasnacht (r.) trugen Longines-Uhren.

Qualität eine große Rolle: Longines-Uhren waren schon immer funktional, präzise und zuverlässig – dieses Erbe schützen und tragen wir weiter.
Welche Geschichte aus der Historie wird Ihrer Meinung nach noch zu wenig erzählt? Fast 200 Jahre Longines stecken voller verborgener Geschichten. In diesem Jahr erscheint ein Buch, das rund 50 Zeitmesser in den Mittelpunkt stellt und erzählt, wer sie getragen hat. Es sind die Reisen, die Abenteuer und die Lebensgeschichten der Menschen hinter den Uhren.
Frauen wie Emilia Earhart? Genau. Sie trug zwischen 1928 und 1932 Longines-Chronographen und setzte damit Maßstäbe. Es gibt zahllose weitere Geschichten von Frauen, die unsere funktionalen und gleichzeitig wunderschönen Uhren nutzten, um ihre eigenen Grenzen zu überschreiten. Diese Geschichten sollen inspirieren und aufzeigen, wie sie Menschen begleiten, motivieren und Teil ihres Lebens werden.
Sie kommen ursprünglich aus der Parfum- und Kosmetikbranche. Welche Lehren oder Erkenntnisse aus diesem „Brand Management“ helfen Ihnen heute? Ich war drei Jahre in diesem Bereich tätig, danach fast 21 Jahre in der Uhrenindustrie. Ich nenne es eher ‚Brand Building‘ als ‚Brand Management‘: Eine Marke aufzubauen heißt, ihr Leben einzuhauchen. Das erfordert Strategie, Disziplin, Kreativität, eine klare Denkweise und Vision. Zuerst muss man wissen, wohin man will – Ziele und Missionen definieren, Prioritäten setzen und die wichtigsten Dinge angehen. Mit einer klaren Vision steuern alle im Team in dieselbe Richtung. Konsistenz und Fokus sind darüber hinaus
entscheidend. Diese Prinzipien – Vision, Klarheit, Fokus und Beständigkeit – sind für mich nicht nur der Schlüssel zum Erfolg im Business, sondern generell im Leben.
Longines steht für Eleganz, die als zeitlos gilt. Wie passen Sie dieses Leitprinzip an neue Kundengenerationen an? Eleganz ist kein starres Konzept. Ein 20- oder 22-Jähriger muss nicht Anzug und Krawatte tragen, um elegant zu sein. Mein 18-jähriger Sohn liebt Longines – für ihn bedeutet Eleganz etwas anderes als für mich. Eleganz ist heute multidimensional: sportlich, feminin, jung, alt, ernst, verspielt. Wir kommunizieren diese Vielfalt bewusst – das zeigt sich auch im Motto unserer heutigen Veranstaltung „Elegance in Motion“: Eleganz entwickelt sich, ist dynamisch und facettenreich.
Sind jüngere Konsumenten schwerer zu überzeugen? Gegenfrage: Was ist schwieriger – von Null auf Eins zu gehen oder von Eins auf Zehn?
Ich würde sagen von Null auf Eins. Genau. Ein bestehender Kunde kennt die Marke, vertraut ihr und hat sie erlebt. Bei einem Neukunden liegt der Aufwand darin, ihm die Werte, die Qualitäten und die Bedeutung der Marke zu vermitteln – das erfordert deutlich mehr Einsatz als die Pflege bestehender Kunden.
Sie stammen aus dem Libanon und sprechen mehrere Sprachen. Wie prägt das Ihren Führungsstil? Am wichtigsten ist Toleranz: Die eigene Meinung zählt, aber auch die Sichtweise der anderen. Führung bedeutet zuzuhören, Ratschläge und Feedback anzunehmen. Es geht nicht darum, von oben zu entscheiden –das wäre diktatorisch. Wer in verschiedenen Kulturen gelebt hat, lernt, unterschiedliche Sichtweisen zu schätzen und offen zu sein für andere Perspektiven.
Wer in verschiedenen Kulturen gelebt hat, lernt unterschiedliche Sichtweisen zu schätzen.
Wenn Sie Longines in einem Satz beschreiben müssten, der nicht im Markenhandbuch steht – wie würde er lauten? Longines ist für mich eine Lebensart, die für Mut, Inspiration, Innovation und Eleganz steht – eine Haltung, die man lebt. Es geht nicht nur um die korrekte Anzeige der Zeit, sondern darum, Menschen emotional zu berühren und eine Verbindung herzustellen.
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Er war Superstar, er war populär – und ist es nach wie vor. Für Falco, den Schöpfer dieser Zeilen gilt das ebenso, wie für den VW Golf. Zwei Massen-Phänomene, die nur auf den ersten Blick wenig gemeinsam haben, vereint im Sondermodell Falco Edition.
VON STEFAN PABESCHITZ
Es gibt zwei Arten, Kult-Status zu erreichen: Mit kolossalem Scheitern oder durch epochalen Erfolg. Die Häufigkeit der ersten Variante ist ein zutiefst österreichisches Modell, es gibt aber Ausnahmen. Musikalisch muss der 1957 in Wien geborene Johann Hölzel als so eine gelten. Nicht wegen der Rarität des absoluten Gehörs, das dem späteren Falco bereits im zarten Alter von fünf Jahren attestiert wurde –sondern dank des von ihm im Alleingang
erledigten Absprungs der heimischen Musikszene vom provinziellen auf internationales Niveau. Für den Mut, es einfach anders zu machen, lieben ihn seine Landsleute bis heute. Den Erfolg, den er damit hatte, haben sie ihm bis zu seinem Tod nicht verziehen. Und ihn dann posthum zum Helden erklärt. Nichts triggert die kollektive rotweißrote Schizophrenie so wie der Ruhm eines Einzelnen. Vor Falco war „Austro-Pop“ eher ein Warnhinweis für die Geschmacksnerven, ohne die von ihm
geschaffene Fahrrinne wären Bands wie Bilderbuch oder Wanda heute hingegen kaum denkbar – wobei den einen die kreative Basis fehlen würde und den anderen der identitätsstiftende Schmäh.
Dass ausgerechnet der eher derbe Kommerz-Hammer „Rock Me, Amadeus“ es als bislang einziger deutschsprachiger Song auf Platz eins der US-BillboardCharts schaffte, traf den Falken selbst tief ins Herz – er wusste um die Unwiederhol-

Es konnte nur einen geben. Was sowohl auf den Künstler, als auch auf den Nummer Eins-Hit in den USA zutrifft. An der so erreichten Zementierung seines Status konnte nicht einmal die selbstzerstörerische Ader des Falken selbst etwas ändern.
Rock me. Die nächste Falco-Nummer kommt aus Salzburg: Mit dem Golf Falco Edition setzt die Porsche Holding dem Star ein automobiles Denkmal.

barkeit dieser Leistung. Seine exzellenten Songs wie „Nachtflug“ und „Junge Römer“ sind dagegen auf hohem Niveau ebenso zeitlos wie massenuntauglich und mögen es bitte auch immer bleiben.
Eine besondere Affinität zu Autos wurde für die Künstlerseele Falco nie bestätigt. Eventuell im reinsten Wortsinn legendär ist hingegen die Anekdote, nach der er einen Lancia Delta Integrale – damals und eigentlich bis heute in etwa das Komprimat automobiler Sehnsüchte – einmal abschätzig als „a Simca oder so“ verunglimpft haben soll.
Dennoch existiert nun ein automobiles Sondermodell, das seinen Namen trägt. Ein VW Golf, ausgerechnet. Was strikt unzynisch gemeint ist: Wer, wenn nicht die erfolgreichste Pkw-Baureihe der aller Zeiten wäre denn würdiger, den triumphantesten Musiker des Landes zu ehren? Die Initialzündung dazu passierte wohl am 1. November 2025. An diesem Tag, genau vierzig Jahre nachdem es zuletzt dort platziert war, erreichte „Falco 3“ erneut die Nummer eins der österreichischen Album-Hitparade – dank einem ReRelease samt Deluxe Edition mit Bonusmaterial. Das muss dem Falken auch erst einmal jemand nachmachen.
Beim Österreich-Importeur fiel dieser Umstand auf fruchtbaren Boden – wobei die Saat durch die Jugend-Prägung der heutigen Geschäftsführung im Falco-Zeitalter schon früh gesetzt war. In der Wolfsburger Konzernleitung stoßen derartige Alleingänge der Österreich-Organisation auf wenig Widerstände – immerhin fußt auch das Bestseller-Sondermodell Rabbit in mittlerweile siebenter Auflage auf solch einer autochthonen Idee. Es liefert nun auch die Basis für den Golf Falco Edition – gediegen aufgefettet mit Sound System, LEDMatrix-Leuchten und schwarzglänzenden Alu-Felgen. Der Ausnahme-Künstler befindet sich damit in guter Gesellschaft: Der Golf diente in der Vergangenheit bereits Pink Floyd, den Rolling Stones und Bon Jovi als Werbeträger – oder umgekehrt, ganz nach Sichtweise.
Insgesamt musste das Standing diesmal aber noch besonderer werden. Die notwenige Sicherstellung dafür ist unter anderem der treffenden Artwork geschuldet, die ebenfalls ein Made-In-Austria-Siegel trägt – sie stammt von der Design-Agentur Solo Due in Steyr, in deren ansehnlicher Referenz-Liste sich unter anderem auch internationale Erfahrung in der Gestaltung von Pkw-Sondermodellen findet. In zahllosen Terminen wurde der Ideen-Pool laufend

feingefeilt – etwa mit den schwarzmatt abgesetzten „Rock Me, Amadeus“-Textstellen auf der B-Säule, oder der Falco-Signatur unter dem Schriftzug an der C-Säule. Die zugehörige Kunden-Präsentbox setzt noch eins drauf: Sie enthält die „Falco 3“-Neuauflage in Vinyl, ein stilvolles Zeichen gegen den schnöden Download- und Streaming-Zeitgeist. Wie viel Begeisterung und Schweiß in die Abstimmung geflossen sein müssen, zeigen Details, wie der Schlüsselanhänger mit Falco-Prägung. Es gibt aber auch etwas auf die Ohren: Für die Auswahl des perfekten Kopfhörers in der Box traten die Porsche Holding-Entscheidungsträger selbst zur Hörprobe an. Gemacht hat das Rennen eine weitere Ikone: Der Dr. Dre Beats Studio Pro – und bekam natürlich prompt einen exklusiven Falco Badge verpasst.
Selbst die Präsentation des Sondermodells folgte den Spuren seines Namensgebers: Sie fand im Wiener U4 statt, das unter anderem auch eines von Falcos Stammlokalen war. Mit dabei: Zahlreiche Urgesteine der Wiener Szene, Wegbegleiter wie der Falco 3-Produzent Rob Bolland aus Holland, das Regie- und ProduzentenDuo Rossacher/Dolezal, die Chef-Etage der Porsche Holding in seltener Feierlaune und natürlich der legendäre U4-Türsteher und Falco-Freund Conny de Beauclair, der auch im aktuellen Werbespot für das Edition-Modell zu sehen ist.
Wer ein bisschen vom Original-Spirit atmen möchte, verfolgt die Konzerttermine der Band „Die Goldfisch“, benannt nach einer Textzeile aus dem Falco-Klassiker „Ganz Wien“ – ein Zusammenschluss aus heutigen Spitzen der heimischen Musikszene, Mitgliedern der original Falco-Band und teils äußerst unerwarteten Überraschungsgästen. Ob der Besitz eines Golf Falco Edition einen Vorteil beim Ergattern der raren Karten bringt, wird nicht bestätigt.
VON CHRISTIANE SCHÖHL VON NORMAN

TEINT IN BALANCE
Der Gucci Éternité de Beauté Cushion SPF 35 verbindet Make-up und Hautpflege in einer mattierenden Cushion-Foundation mit langanhaltender Deckkraft. Die Matte-Technologie passt sich den Bewegungen der Haut an und sorgt für ein schwereloses, atmungsaktives Finish.
gucci.com

DUFT DER INDIVIDUALITÄT
Perfect Intense by Marc Jacobs ist ein Bekenntnis zu mehr Selbstbestimmung. Inspiriert vom Mantra „I am perfect as I am“, interpretiert der Duft Individualität neu: Narzisse trifft auf Nachtjasmin, geröstete Mandel auf warmes Sandelholz – ein floraler Duft mit unerwarteter Wärme.
marcjacobs.com

VON GLAMOUR INSPIRIERT
Der Divas’ Dream Ring aus 18 Karat Roségold verbindet italienischen Glamour mit römischer Eleganz. Das charakteristische Fächer-Motiv wird durch Perlmutt-Einlagen und pavé-gefasste Diamanten veredelt – eine feine, feminine Signatur der ikonischen Linie.
bulgari.com

AUF EINER WELLENLÄNGE
Eine Hommage an den kalifornischen Sommer –gefertigt aus 18 Karat Weiß-, Gelb- und Roségold, akzentuiert von 82 Diamanten und farbigem Lack in Blau und Orange, ist das Vivienne Surfer Pendant ein Eye-Catcher. Der Anhänger kann auch als Brosche getragen werden.
louisvuitton.com

RENDEZVOUS MIT DER SONNE
Inspiriert vom Allzeitklassiker der Pilotenbrille verbindet Rimless Shades eine reduzierte Formsprache mit Titan und leichter Konstruktion. Die randlose Sonnenbrille setzt auf Doppelsteg-Design und flexible Bauweise – ein lässiges Accessoire für den Sommer.
silhouette.com

DOLCE VITA IM GLAS
Am Anfang standen zwei Freunde und die Idee eines feinen Aperitivos ohne Alkohol, hergestellt nur mit natürlichen Zutaten. Das Ergebnis: drei verschiedene Blends – Rubino, Ambraviva und Zaffiro – mit vollem Geschmack und 100 % natürlichen Zutaten. Made in Austria.
barettino.eu
Accessoires setzen Akzente: Eine Sonnenbrille, ein Schmuckstück oder ein einzelnes Detail genügt oft, um ein Outfit zu vervollständigen. Die Auswahl hier folgt genau dieser Idee – geprägt von klaren Formen, exklusiven Materialien und einer unaufgeregten Präsenz.

Ende des Jahres gibt Nadja Mauser im Festspielhaus Bregenz mit „La Boom“ ihr Debüt als neue Leitung des Varietés am Bodensee. Ihr Anspruch: Bloß kein Mittelmaß, sondern große Bühnenmomente – mit einer Handschrift, die klassisches Varieté mit der Energie großer Shows wie dem „Moulin Rouge“ verbindet.
VON CHRISTIANE SCHÖHL VON NORMAN
„La
Boom steht für ein Lebensgefühl – für Aufbruch, Energie und ein bisschen Nostalgie. Gleichzeitig passt der Name wunderbar zu einer Varietéshow, weil er Glamour und Überraschung transportiert und dadurch eine Stimmung schafft, in der Träume Realität werden.“



Was zählt, sind Träume. Vic alias Sophie Marceau steht im Film „La Boum“ auf einer Party. Lichter wandern durch den Raum, Stimmen und Musik überlagern sich, alles ist gleichzeitig da. Mathieu setzt ihr die Kopfhörer des Walkmans auf und es erklingt „Reality“ von Richard Sanderson. Beide beginnen zu tanzen und Welt und Wahrnehmung verschieben sich. Auch das neue Programm des Varietés am Bodensee trägt diese Assoziation in sich. „La Boom steht für ein Lebensgefühl – für Aufbruch, Energie und ein bisschen Nostalgie. Gleichzeitig passt der Name wunderbar zu einer Varietéshow, weil er dieses Gefühl von Glamour, Überraschung und Feierlichkeit transportiert“, erklärt Nadja Mauser, die diese Saison erstmals die Führung übernimmt.
Die gebürtige Bregenzerin kommt eigentlich aus der Medienbranche, danach der Wechsel in die Schmuck- und Uhrenwelt, gefolgt von den Brettern, die die Welt be-
deuten. „Ich liebe die Vielfalt und Schönheit in meinem Leben“, unterstreicht Mauser und tatsächlich verbindet diese drei Welten weit mehr, als man auf den ersten Blick vermuten würde: „In den Medien geht es darum, Geschichten zu erzählen und Emotionen zu transportieren. In der Schmuck- und Uhrenwelt um Inszenierung, Handwerk, die Liebe zum Detail und um jede Menge Emotionen. Varieté vereint all das: Kunst, Präzision, Dramaturgie und Atmosphäre.“
Koryphäen treffen auf Dramaturgie. Der Neustart bedeutet keine Zäsur, vielmehr ist es ein fließender Übergang und doch ist ihre Handschrift bereits unverkennbar. Zum ersten Mal zieht das Format ins Festspielhaus Bregenz und somit in direkte Seenähe. „Es ist ein Ort mit internationaler Strahlkraft und einer Infrastruktur, die es erlaubt, eine Produktion auf einem ganz anderen Niveau zu inszenieren – technisch, räumlich und atmosphärisch. Gleichzeitig liegt es direkt am Wasser, was dem Ganzen
eine besondere Magie verleiht und wie der Name schon sagt, gehört das Varieté am Bodensee an den Bodensee“, unterstreicht sie die Vorzüge der neuen Location.
Unterstützung bekommt sie von Heinz Wendel, der das Eventformat vor 20 Jahren gründete, und auch weiterhin die künstlerische Leitung innehat. „Er bringt unglaublich viel Erfahrung und ein internationales Netzwerk in der Varietéwelt mit – das ist ein großer Schatz“, so Mauser. „Wir sind froh um Inputs, die man im ersten Moment vielleicht nicht bedenkt.“ Im Zusammenspiel der beiden geht es weniger um einzelne Ideen als vielmehr um die Abstimmung zwischen Konzept, Künstler(inne)n und Dramaturgie. Wenn sich der Vorhang hebt, müsse alles zusammenpassen, damit das Publikum einen stimmigen Abend erlebt. Der Fokus liegt auf der Teamarbeit, weniger auf Einzelrollen. „Ich bin nicht allein, sondern in einem großartigen Team von Menschen, die alle in ihren Bereichen Koryphäen sind und an
einem Strang ziehen“, betont Mauser und trotzdem bleibt eine zentrale Herausforderung immer dieselbe: das Vertrauen des Publikums, das man sich ohne VorschussLorbeeren erarbeiten muss.
Moulin Rouge am Bodensee. Doch der größte Druck entstehe aus dem eigenen Anspruch heraus: „Es geht darum, etwas zu schaffen, das künstlerisch überzeugt und Menschen begeistert.“ Deshalb kann sie mit Mittelmaß wenig anfangen: „Es berührt niemanden. Leere Reihen kann man dagegen analysieren und daraus lernen. Deshalb geben wir alle unser Bestes, weil wir daran glauben, dass das Varieté seinen Platz am Bodensee verdient hat“, und mit einem vielsagenden Schmunzeln fügt sie hinzu: „Vielleicht werden wir der nächste
Hotspot – ein zweites Moulin Rouge am Bodensee. Nicht der Nacktheit, sondern der Künstler(innen) wegen.“
Der Schwerpunkt liegt auf den Darbietungen. „Wir wollen das Publikum überraschen, begeistern und mitreißen“, unterstreicht Mauser und verweist dabei auf ihr persönliches Faible für akrobatische Nummern. „Die Beweglichkeit, die ein Körper in sich hat, kombiniert mit Leidenschaft, Sex und einer Anmut, die einem den Atem nimmt und in den Bann zieht.“
Der Realität entrückt. 13 Termine im Dezember markieren ihr Debüt. „Die Zahl gilt als große Glückszahl im Casino und auch bei Juwelier Huber“, weiß Mauser und blickt der „Feuertaufe“ entsprechend ge-

lassen entgegen. Auf die Frage, was sie noch überraschen könne, antwortet sie ohne lange Umschweife: „Ich bin schwer zu beeindrucken oder zu überraschen –aber diejenigen, die es schaffen, haben einen besonderen Platz in meinem Leben oder Herzen.“ Es ist ein Satz über Wirkung – darüber, was bleibt. Genau darum geht es auch auf der Bühne.
Die Scheinwerfer gehen an. Die Aufmerksamkeit der Zuschauer fokussiert sich. Der Raum verändert nicht seine Größe, aber seine Dimension. Man sitzt nicht mehr vor der Bühne, sondern ist mittendrin in der „Reality“. Für zwei, drei Stunden ist alles ganz nah und gleichzeitig ein wenig entrückt. Man könnte es auch so sagen: Dreams are my Reality.
3. bis 13. Dezember 2026 Festspielhaus Bregenz Künstler (Auszug):
Chris Kolonko – Moderation Sonambul – Hellseher
Duo Navas – Todesrad
Stela S. – Cyr-Wheel-Act
Los Machos – Musik & Comedy
Andrea Matousek – Trapez


Persönliche Beratung im Ländle
Telefon: +43 664 432 30 15


Rund hundert Nationen sind auf der Biennale Venedig, der bedeutendsten Kunstausstellung der Welt, vertreten. Die Künstlerin Florentina Holzinger schaffte es, den Austria-Pavillon dabei zum angesagten Ort zu machen. Außerdem heißt es in Venedig: prossima fermata Bregenz.
VON CHRISTA DIETRICH
Schon vor gut einem Jahr stand fest, wofür Thomas D. Trummer, Direktor des Kunsthaus Bregenz, nun keine Werbung mehr zu machen braucht. Als Satellitenprogramm zu ihrem Projekt „Seaworld Venice“ realisiert Florentina Holzinger am 11. Juli eine „Étude“ für Bregenz und den Bodensee. Wie es sich an einem See, der einige Millionen Menschen in Deutschland mit Trinkwasser versorgt, dann mit jenen Kreisläufen verhält, die Holzinger in Venedig thematisiert, wird spannend. „Wir haben einen Ponton, einen Kran, eine Glocke, das Publikum befindet sich am Molo und es werden nicht nur Performerinnen, sondern auch Musikerinnen auftreten“, verhält sich Trummer einerseits so bedeckt über den Ablauf, wie er es mit der Künstlerin vereinbart hat, er verweist damit aber auch auf die inhaltliche Verbundenheit der Holzin-
ger-Projekte in Venedig und Bregenz. Mehrere Male war er im Austria-Pavillon auf der Biennale und berichtet vom „unglaublichen Zuspruch für das Werk“, den er von Fachleuten aus dem Bereich der bildenden Kunst und des Theaters und überhaupt in ganz Venedig erfahren konnte. „Das ist ein großer Erfolg für Holzinger, für ihr Team, aber auch für Österreich.“
Nacktheit. Welche der Länderpavillons (rund 30 befinden sich in den Giardini und gut zwei Mal so viel im Arsenale sowie verteilt in der Stadt) die Biennale-Besucher(innen) betreten, bleibt ihnen überlassen. Dass die Installation im Österreich-Pavillon eine „künstlerische Performance mit vollständiger Nacktheit umfasst, die sowohl im Inneren als auch im angrenzenden Außenbereich sichtbar ist“,
Sound. Paolo Fantin ist im venezianischen Pavillon vertreten, Lubaina Himid hinterfragt für England eurozentrische Narrative.


darauf wird am Haupteingang schriftlich hingewiesen. Man könnte sich dem Auftritt somit locker entziehen. Das kontur-Team hat an jedem Tag seiner Anwesenheit ein Rennen zum hinteren Teil der Giardini beobachten können, wo sich vor dem 1934 nach Plänen von Josef Hoffmann und Robert Kramreiter errichteten Pavillon jeweils eine Warteschlange bildete.
Wer etwa die seit zwei Jahren gefeierte und an mehreren Orten gezeigte Holzinger-Inszenierung „Sancta“ gesehen hat, dem ist das Hängen einer unbekleideten Performerin in der Glocke, die mit ihrem Körper den Schwengel bildet, nicht neu und dem drängt sich nicht die nun mitunter erwähnte Verbindung zu einer legendär gewordenen, extremen Performance des aus Vorarlberg stammenden Künstlers Flatz auf, der sich in der Silvesternacht 1990/91 in der zerstörten Synagoge von Tiflis kopfüber zwischen Stahlplatten pendeln ließ.
Symbolik. Mit dem Spruch „O tempora, o mores“ prangerte der Philosoph Cicero einst die Skrupellosigkeit der Politik an. In Relieflettern ist er auf der Glocke von Holzinger zu lesen, die an einem Mobilkran vor dem Pavillon hängt. Als öffentliches Instrument der

Kirche wird sie von einer Frau unter enormer Anstrengung stündlich zum Klingen gebracht. Immer dann, wenn auch die Glocken der vielen Kirchen in Venedig läuten.
Wenn man bedenkt, dass Österreich auf der 1895 gegründeten Biennale Venedig hauptsächlich mit Künstlern vertreten war und dass nach zahlreichen Einzelauftritten von Männern und Gruppen, zu denen nur ab und zu auch Künstlerinnen zählten sowie dem Duo-Auftritt von VALIE Export und Maria Lassnig 1980, erst im Jahr 2019 mit Renate Bertlmann eine Künstlerin allein den ÖsterreichPavillon bespielen konnte, erhält die radikal feministische Position, die die Tänzerin und Choreografin Florentina Holzinger heuer mit ihrem Team vertritt, eine zusätzliche Symbolik.
Der Titel „Seaworld Venice“ bringt es zum Ausdruck, mit dem Thema Wasser beschäftigt sich Holzinger im von Ebbe und Flut durchspülten, aber auch verunreinigten und sinkenden Venedig. Ihr dystopischer Themenpark ist inhaltlich komplex, aber auch entsprechend der Popkultur, deren Mechanismen die Künstlerin beherrscht, leicht zugänglich. Diese beiden Aspekte derart zu ver-
Die Biennale ist bis 22. November geöffnet. Neben den Giardini und dem Arsenale finden Ausstellungen überall in Venedig statt.



Dokumentiert. Tausende Postkarten vermitteln allein im Spanien-Pavillon eine Art Weltreise.
In
sind zur
binden und dabei auch noch authentisch Rebellion zum Ausdruck zu bringen, definiert die hohe Qualität des Projekts.
Partizipativ. Es ist im gewissen Sinne auch partizipativ, denn die Spende des Blaseninhalts jener Besucher(innen), die die eigens aufgestellten Toilettenkabinen benutzen, speist in gefilterter Form jenen gläsernen Tank, in dem Performerinnen stundenlang ausharren. Ob die Herkunft des Tankinhalts nun suggeriert ist oder nicht, bleibt unwesentlich angesichts des Kreislaufgedankens und überhaupt in Anbetracht des mächtigen Auftritts der Künstlerin unter Wasser, die für das starke Bild an die Grenzen des Aushaltbaren geht. Im nächsten Raum durchbohrt eine kühn und martialisch bekletterte Wetterfahne den Pavillon und im übernächsten schlägt die Fahrt auf einem Jetski hohe Wellen. Der Raum ist begrenzt wie die Ressourcen auf der Erde. Um noch darauf aufmerksam zu machen, braucht es Widerständigkeit. Demnächst in Bregenz, der prossima fermata, der nächsten Station von Florentina Holzinger.
Bezug zur Seebühne. Andernorts ist eine Installation zu erleben, die zwar in keinerlei Beziehung zum Österreich-Auftritt steht, aber heuer einen besonderen Bezug zu Bregenz hat. Im VenedigPavillon, der den Länderpavillons gleichgestellt ist, weil die Stadt Venedig die Funktion der Gastgeberin der Biennale einnimmt, hat Paolo Fantin ein Werk konzipiert. Der italienische Bühnenbildner, der erstmals für eine Seebühnenproduktion bei den Bregenzer Festspielen engagiert wurde, hat für die Biennale eine Installation entworfen. Das Soundsystem reagiert auf Bewegungen und Geräusche in der Umgebung. Was zu erfahren war, hörte sich interessanterweise angenehm an. Inwieweit der zerteilte Flügel mit dem riesigen zerborstenen Spiegel in Verbindung zu bringen ist, mit dem er auf der Seebühne in Bregenz für die Inszenierung von Damiano Michieletto das Leid von Violetta in Verdis Oper „La Traviata“ versinnbildlicht, bleibt offen.
Nach den Preview-Tagen mit entsprechend lauten Demos vor dem Russland-Pavillon und dem Rücktritt der Jury wegen der Zulassung der Teilnahme des Landes, bleibt ein stiller Protest mit „Hope for

Gelungen. Die mehrteilige Installation im deutschen Pavillon rückt die Nachwendezeit in den Fokus.