Frühjahr 2022 | 3 Euro
Vorarlbergs Wirtschafts- und Lifestyle-Magazin
Wenn Hightech neue Freiheit schenkt Spannende Architektur im Dazwischen Special: Die „Top 100“-Unternehmen Von Fotografien, Geschichten und Poesie Willkommen in „Glorious Döbling“
Foto: Frederick Sams
Der Bau auf dem Weg in die Zukunft
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Editorial
Frühling 2022 | 3 Euro
Vorarlbergs Wirtschafts- und Lifestyle-Magazin
Zukunftsfähiges Bauen. Nicht nur zahlreiche Bauprojekte, auch innovative Ideen und nachhaltige Kooperationen gehören bei Tomaselli Gabriel Bau zum Alltag. In einer Branche, die Defizite in Sachen Produktivität aufweist, hat nicht nur die Digitalisierung Potenzial. Die Profis wissen: „Wir müssen auch die Zusammenarbeit am Bau weiterentwickeln, um produktiver zu werden.“ Geschichten erzählen. Er hätte auch Schriftsteller oder Filmemacher werden können. Doch der gebürtige Montafoner hat das gewählt, was für ihn zwischen dem Film, der Malerei und dem Schreiben steht, er schafft Fotografien – und das mit Erfolg. Ein Besuch bei Fotokünstler Marko Zink.
Der Bau auf dem Weg in die Zukunft
Viel Spaß wünscht Ihnen Ihr „kontur“-Redaktionsteam
Foto: Frederick Sams
„kontur“-Special. Die heimischen „Top 100“-Unternehmen schrieben auch im vergangenen Jahr Erfolgsstorys und behaupteten sich auf ihren Märkten.
Wenn Hightech neue Freiheit schenkt Spannende Architektur im Dazwischen Special: Die „Top 100“-Unternehmen Von Fotografien, Geschichten und Poesie Willkommen in „Glorious Döbling“
Inhalt 8 Entwicklung schaffen Die Tomaselli Gabriel BauGmbH in Nüziders setzt auf ökonomisches und ökologisches Handeln. 15 Weniger ist mehr Warum weder soziale Intelligenz noch technologische Innovation allein die Welt abkühlen werden.
Fotos: Christian Schramm Photography, Martin Hauer, Angela Lamprecht, Sedus Stoll AG
18 Der Musik dienen Isabel Pfefferkorn beweist eindrucks voll, wie Vielfalt klingen kann. 24 Echt hightech So vielfältig das Leben ist, so ver- schieden sind die Anforderungen an Prothesen. Sportliche Beispiele: Fabian Burtscher und Julia Lau. 29 Fürs Teamgefühl Kantinen, Cafés und Bistros als beliebter Treffpunkt im Unternehmen. 32 10 Fragen an ... ... Belinda Rukschcio. Die Geschäftsführerin des Werkraum Bregenzerwald sieht das Handwerk untrennbar mit Nachhaltigkeit verbunden.
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34 Mit ruhigem Geist Der kanadische Abenteurer und Glashütte Original-Markenbotschafter Ryan Pyle über mentale Stärke, MacGyver-Tools sowie die Bedeutung von Tageslicht auf einer Expedition. 40 Neuer Look, gleicher Spirit Das Bildungshaus St. Arbogast in Götzis bekommt ein Update – doch der Geist des besonderen Kraftortes bleibt derselbe. 43 „kontur“-Special Top 100 Sie schreiben wirtschaftliche Erfolgsstorys, trotzen aktuellen Krisen und behaupten sich auch international auf ihren Märkten: Die 100 größten Unternehmen Vorarlbergs. 61 Ästhetin, Poetin, Fotografin Ulrike Köb inszeniert in Kochbüchern und Ausstellungen die Poesie und Ästhetik der Lebensmittel und Kochkünste – „kontur“ hat die Spezialistin für Food Photography in Wien besucht. 66 Freiräume schaffen Ums Dazwischen geht es den Landschaftsarchitekten Elisabeth Gruber und Alexander Haumer. 73 Unter einem Hut Wo der Name Programm ist. In der Schaffarei in Feldkirch vereint Daniel Schweighofer erstklassige Küche und Club-Kultur.
78 Die richtige Entscheidung Vom Loslassen und Festhalten: Fotokünstler Marko Zink erzählt mit seinen Arbeiten Geschichten.
83 Wenn alles passen muss Edelmetalle pflasterten diesen Winter den Weg zu Head nach Kennelbach. Hinter dem Erfolg stecken viel Arbeit und Präzision. 86 Im größten Heurigen Wiens Zwischen Weingärten, Villen und Gemeindebauten. Ein Spaziergang durch das Naturjuwel im Bezirkspotpourri der Bundeshauptstadt, dem 19. Wiener Gemeindebezirk.
IMPRESSUM Herausgeber, Medieninhaber und Hersteller: Russmedia GmbH, A-6858 Schwarzach, Gutenbergstraße 1 • Redaktionelle Leitung: Sabine Carotta, sabine. carotta@russmedia.com • Redaktion: Christa Dietrich, Ernest F. Enzelsberger, Tristan Horx, Elisabeth Längle, Joachim Mangard, Franz Muhr, Edith Schlocker, Christiane Schöhl von Norman, Yvonne Tscherner, Johanna Walser • Art Direktion: Bernadette Prassl, bernadette.prassl@russmedia.com • Anzeigenberatung: Russmedia GmbH, A-6858 Schwarzach, Gutenbergstraße 1, Patrick Fleisch, +43 5572 501-818, patrick.fleisch@russmedia.com; Ramona Lo Russo,+43 5572 501-437, ramona.lorusso@russmedia.com; Nadja Mauser, +43 5572 501-280, nadja.mauser@russmedia.com; Gabriel Ramsauer +43 5572 501-785, gabriel.ramsauer@russmedia.com; Markus Wertl, +43 5572 501-852, markus.wertl@russmedia.com • Druck: B uchdruckerei Lustenau GmbH, A-6890 Lustenau, Millennium Park 10 • Erscheinungstag: 30. März 2022
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Fotos: Cecilia Magnusson, Koeb Food Photography, Glashütte Original, Kuche.Klub, HEAD Sport GmbH, Marko Zink
76 Was Besonderes eben Mehr Eleganz, mehr Sportlichkeit, rundum Luxus: der Mercedes-Benz GLE 350 de 4matic Coupé.
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* Gültig bei Kaufvertragsabschluss bis 31.12.2022 bzw. bis Beendigung der Bundesförderung. Die E-Mobilitätsförderung 2022 setzt sich zusammen aus dem Anteil des Bundes für Fahrzeuge mit einem Basispreis bis max. € 60.000,- (Wertangabe brutto, Bedingungen siehe www.umweltfoerderung.at) und dem Anteil der Fahrzeugimporteure (Wertangabe netto) beim Ankauf von Neufahrzeugen für folgende Modelle: BMW i4, BMW iX3, BMW i3, BMW 320e Limousine, BMW 330e Limousine, BMW 330e xDrive Limousine, BMW 320e Touring, BMW 320e xDrive Touring, BMW 330e Touring, BMW 330e xDrive Touring, BMW 520e Limousine, BMW 520e Touring, BMW X1 xDrive25e, BMW X2 xDrive25e, BMW X3 xDrive30e. Ein individuelles Beratungsgespräch für Ladeinfrastruktur kann gerne durch unseren Installationspartner NewMotion erfolgen.
Symbolfoto
BMW i4: 250 kW (340 PS) bis 400 kW (544 PS), Kraftstoffverbrauch 0,0 l/100 km, CO2-Emission 0,0 g CO2 /km, Stromverbrauch von 16,1 kWh bis 22,5 kWh/100 km. Angegebene Verbrauchs- und CO2-Emissionswerte ermittelt nach WLTP.
„Wir schaffen Entwicklung“
Foto: Dietmar Stiplovsek
Die Tomaselli Gabriel BauGmbH in Nüziders setzt auf ökonomisches und ökologisches Handeln.
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m Qualität zu garantieren, wollen wir nicht nur den Standards entsprechen, sondern selber welche setzen. Und zwar durch ein gleichermaßen ökonomisches wie ökologisches Handeln, eine faire und transparente Preisgestaltung, Termintreue und ein hohes Maß an Funktionalität bei gleichzeitigem Gespür für Ästhetik. Das verstehen wir unter zukunftsfähigem Bauen.“ So Baumeister Dipl.-Ing. (ETH) Philipp Tomaselli, Geschäftsführer der Tomaselli Gabriel BauGmbH in Nüziders. Und weiter: „Wir sind in den klassischen Tätigkeitsbereichen des Hoch- und Tiefbaues sowohl als Bau- als auch Generalunternehmer aktiv. Unser Familienunternehmen zeichnet sich durch hochstehende Bauleistung und ein gesichertes wirtschaftliches Fundament aus. Durch die Kompetenz, das Fachwissen und die Einsatzbereitschaft unserer rund 220 Mitarbeitenden erreichen wir den Erfolg unseres Unternehmens.“
Aus zwei mach eins. Die Wurzeln des in dritter Generation geführten Familienunternehmens reichen bis in die Nachkriegszeit zurück. Josef Tomaselli gründete 1948 in Nenzing ein vorwiegend im Tiefbau tätiges Bauunternehmen, das ab Mitte der 1960er-Jahre von seinem Sohn Lothar Tomaselli geführt wurde. Baumeister Karl Gabriel wagte 1960 in Nüziders den Schritt in die Selbstständigkeit und schuf wie Tomaselli ein erfolgreiches regionales Bauunternehmen. Tomaselli und Gabriel zählten Anfang der 1970er-Jahre zu den Gründern von Transbeton und prägten den Süden Vorarlbergs mit zahlreichen Bauwerken. Nach dem Rückzug von Karl Gabriel und Lothar Tomaselli 2007/2008 übernahmen Barbara GabrielTomaselli und Philipp Tomaselli die Leitung und führten die beiden Unternehmen zusammen. Seither hat sich der Familienbetrieb zu einem Komplettanbieter entwickelt, der auch über Beteiligungen seinen Kundinnen und Kunden umfassenden Service von A bis Z
Den Weg der regionalen und leistungs mäßigen Diversifizierung im Baubereich werden wir gezielt weitergehen.
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Bludenz, Stadthaus 38. Eine Gruppenleistung von der Entwicklung über den Umbau bis zur Vermietung.
bieten kann. Generell ist das Unternehmen in folgenden Geschäftsfeldern tätig: Hoch- und Industriebau, Tief- und Ingenieurbau, Fassadenbau, Generalunternehmer, Baulogistik und Sanierungen. Flexibel bleiben. Ein Meilenstein in der Geschichte war im Jahr 2019 der Bezug des neuen Firmengebäudes „B12 Illside“ in Nüziders. Für die Planung und Errichtung dieses besonderen und zukunftsweisenden Headquarters schloss sich das Unternehmen mit Gantner Electronic zusammen. Dabei war den Bauherren vor allem Nachhaltigkeit wichtig. Damit einher ging der sorgsame Umgang mit Grund und Boden sowie die gemeinsame Nutzung der Infrastruktur des siebenstöckigen Gebäudes. „Aktuell arbeiten unsere Teams in Großraumbüros, verteilt auf die zwei obersten Stockwerke, zusammen. Und alle sind begeistert“, freut sich Barbara Gabriel-Tomaselli. Eine anfängliche Skepsis gegenüber der offenen Arbeitsplätze ist schnell positiver Stimmung gewichen. „In den Büros herrscht aufgrund der Bauweise eine angenehme Ruhe. Die Abläufe sind einfacher, wichtige Punkte oder Projekte können schnell besprochen werden“, so Philipp Tomaselli. Die großzügige und offene Gestaltung hilft dem Unternehmen dabei, auch mit Blick auf Arbeitsplätze und neue Bereiche flexibel zu bleiben. „Die Räumlichkeiten können schnell umgestaltet werden.“
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Gute Kombi. Übernahmen und verbanden die beiden Familienunternehmen im Jahr 2008: Barbara Gabriel-Tomaselli und Philipp Tomaselli.
Vorreiter in der E-Mobilität. Tomaselli Gabriel Bau setzt seit Jahren auf E-Mobilität und leistet damit einen Beitrag zur Energieautonomie Vorarlbergs. Mit einem Fuhrpark von 30 E-Autos verfügt das Unternehmen über eine der größten privaten E-Auto-Flotten Vorarlbergs. Der Aktionsradius der E-Autos eignet sich bestens für das regional verankerte Unternehmen. Seit 2016 wurden rund zwei Millionen Kilometer mit Strom zurückgelegt. Damit konnten mehr als 290 Tonnen CO2 eingespart werden. Der Ökostrom wird an der hauseigenen Schnellladestation und zehn Wallboxen auf dem Firmengelände getankt. Dafür liefern die hauseigenen gemeinsam mit den von Tomaselli Gabriel Bau betreuten Fotovoltaik-Anlagen mit einer Leistung von 1300 Kilowatt Peak jährlich rund 1,5 Megawattstunden Sonnenstrom. Ernest F. Enzelsberger
In der Bauwirtschaft gibt es ein riesiges Potenzial für die Digitali sierung. Das möchten wir nutzen.
Fotos: Alexandra Serra; Marcel Hagen
Göfis, Kustergasse. Die Gruppe als Bauträger und Generalunternehmen.
Die beiden Geschäftsführer Philipp Tomaselli und Barbara Gabriel-Tomaselli im „kontur“-Interview über das Erfolgsrezept ihres Unternehmens, die große Bedeutung der Lehrlingsausbildung, wichtige Beteiligungen für bessere Lösungen und innovative Entwicklungen für die Zukunft der Baubranche.
Was ist das Erfolgsrezept von Tomaselli Gabriel Bau? Barbara Gabriel-Tomaselli: Wir haben tolle Teams, die teilweise schon seit Jahren konstant zusammenarbeiten. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter leisten sehr gute Arbeit und können unsere Kunden begeistern. Bei den Investitionen in unseren Maschinen- und Gerätepark orientieren wir uns immer an den neuesten Entwicklungen. Als Total- oder Generalunternehmen bringen wir unsere Lösungskompetenz in verschiedenen Projektphasen ein und realisieren so für unsere Kunden immer wieder Mehrwerte – ganz im Sinne unseres Mottos: „Wir schaffen Entwicklung“. Ihre aktuell größten Baustellen? Philipp Tomaselli: Der Autobahnanschluss Dornbirn-Süd wurde vor wenigen Wochen eröffnet, hier waren wir seit dem Spatenstich dabei. In Bregenz gestalten wir die Pipeline neu und realisieren den Hochwasserschutz an der Bregenzerach. Im Industriebereich bauen wir derzeit zum Beispiel für Rondo, Hydro, Hämmerle Kaffee und die Brauerei Fohrenburg. Hinzu kommen diverse Wohnbauprojekte mit rund 80 Einheiten oder etwa auch die neue Zentrumsverbauung in Thüringen. Natürlich arbeiten wir daneben auch an kleineren Projekten, die genauso wichtig sind, wie die großen.
Wie viele Mitarbeiter haben Sie und wie verteilen sich diese auf die einzelnen Unternehmensbereiche? Philipp Tomaselli: Im Kernbereich Bau beträgt unser Personalstand im Jahresschnitt rund 220 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Werden unsere Beteiligungsunternehmen dazu gezählt, sind es etwa 300 Menschen. Sie bilden auch Lehrlinge aus. Wie viele aktuell und in welchen Lehrberufen? Barbara Gabriel-Tomaselli: Derzeit bilden wir 24 Lehrlinge als Hochbauer(in), Tiefbauer(in), Baumaschinen techniker(in), Bürokaufmann/-frau und Bautechnische(r) Assistent(in) aus. Gerade die Fachkräfte-Ausbildung liegt uns sehr am Herzen. Wobei für uns wichtig ist, unsere Lehrlinge nicht nur fachlich, sondern auch in der Persönlichkeitsentwicklung zu unterstützen. Darum sind wir besonders stolz, seit mehr als 20 Jahren das Prädikat „Ausgezeichneter Lehrbetrieb“ zu führen. Stichwort Fachkräftemangel. Ist der auch in Ihrem Unternehmen zu spüren? Wenn ja, welches Personal wird aktuell gesucht? Barbara Gabriel-Tomaselli: Wir suchen praktisch alle, die sich für das Bauen begeistern. Vom Führungspersonal im Kader bis zum motivierten Helfer vor Ort.
Hoch hinaus. Die Lehrlinge werden bei Tomaselli Gabriel Bau nicht nur fachlich, sondern auch in ihrer Persönlichkeitsentwicklung gefördert.
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Meilenstein. 2019 wurde das neue Firmengebäude „B12 Illside“ bezogen.
Welche Rolle spielen für Sie Beteiligungen? Philipp Tomaselli: Unsere älteste Beteiligung im Rohstoffbereich existiert seit 50 Jahren. In den vergangenen Jahren haben wir uns ganz bewusst entlang der Wertschöpfungskette weiterentwickelt. Diesen Weg der regionalen und leistungsmäßigen Diversifizierung im Baubereich werden wir gezielt fortsetzen. Wir möchten unseren Kunden durch unsere Beteiligungen bessere Lösungen anbieten und gleichzeitig einen Beitrag zur Weiterentwicklung des Bauens leis ten. So forschen und entwickeln wir in der SCA, der Smart Construction Austria, gemeinsam mit fünf anderen Bauunternehmen aus Österreich an Zukunftslösungen. Beim 3D-Betondruckunternehmen Concrete 3D setzen wir uns intensiv mit dem Drucken von Beton auseinander. Diese innovative Technologie bietet neue Perspektiven für den Bau und wird vieles verändern. Doch Digitalisierung allein reicht nicht aus. Wir müssen auch die Zusammenarbeit am Bau weiterentwickeln, um wirklich produktiver zu werden. Ein gutes Beispiel dafür ist Lean Construction. Welche Rolle spielen bei Ihnen Frauen in Männerberufen? Barbara Gabriel-Tomaselli: Wir sind überzeugt, dass es mehr Frauen am Bau braucht. Bauen muss und wird weiblicher werden. Wir haben in unseren operativen Teams fünf Frauen, die als Bauleiterinnen und Technikerinnen erfolgreich arbeiten. In der Verwaltung sind die Frauen bereits in der Mehrheit. Natürlich freuen wir uns auch über jede junge Frau, die bei uns schnuppert oder als Ferialerin arbeitet.
Das Führungsteam. Im Bild (v. l. n. r.): Markus Längle (Tiefbau), Florian Galehr (Hochbau Generalunternehmer), Christof Jochum (Geschäftsleitung/Finanzwesen), Hubert Mayr (Hochbau Service), Philipp Tomaselli (Geschäftsführung), Barbara Gabriel-Tomaselli (Geschäftsführung), Jürgen Melk (Baulogistik, Beschaffung), Sebastian Luger (Geschäftsleitung/Akquisition), Merbod Neier (Hochbau) und Sandro Concin (Personal, Marketing).
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Fotos: Huber Karl, Janosch Schallert/native-media
Welche Maßnahmen haben Sie im Bereich der Digitalisierung gesetzt? Philipp Tomaselli: Gerade in der Bauwirtschaft, die enorme Defizite in Sachen Produktivität aufweist, gibt es ein riesiges Potenzial für die Digitalisierung. Das möchten wir nutzen. Wir sind mit unseren Baustellen vernetzt, alle größeren Bagger arbeiten mit GPS-Steuerungen und digitalen Geländemodellen. Im Hochbau greifen wir ebenfalls auf modernste Vermessungstechnik zurück, decken immer mehr Prozesse im Unternehmen mit elektronischen Workflows ab und setzen gemeinsam mit Partnern im Planungsbereich auf BIM (Building Information Modeling). Dies werden wir auch als Basis für neue Dienstleistungen im Bereich CAFM nutzen.
Mein Geld macht schlau. Ihr Geld kann die Welt verändern – wenn Sie mit Ihrem Investment Unternehmen fördern, die sich zum Beispiel für Bildung engagieren. Und das geht übrigens schon mit kleinen Beträgen. Wir geben 8 auf Ihr Geld. Und auf die Welt. Sinnvoll anlegen. Wir beraten Sie: 050 882-8000
vorarlberg.ORF.at
Weniger ist
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Die Empfehlung. Verabschieden Sie sich von der Doktrin des Verzichts.
Weder soziale Intelligenz noch technologische Innovation allein werden die Welt abkühlen. Was es braucht, ist, wie so oft, eine Mischung aus beidem. Davon ist Trendforscher Tristan Horx überzeugt, und erklärt in seinem Buch „Unsere Fucking Zukunft“ auch warum.
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as Zeitalter der Neo-Ökologie beginnt nun wahrhaftig. Das Fridays-for-Future-Gefühl vereint uns mit den Generationen, die noch kommen werden, auch wenn wir sie nicht mehr „Generationen“ nennen. All das, was zur Rettung des Klimas unmöglich erschien, war im Krisenfall auf einmal machbar. Wirtschaft herunterfahren, weniger Reisen, Konsum reduzieren. In der Moderne sind Krisen nicht mehr abstrakt. Corona hat uns alle ins selbe Boot geworfen. Doch wir haben nicht die Plastikstrohhalme aus den Ozeanen gefischt, um sie wieder mit Einwegmasken zu füllen. Auf der Suche nach einem Credo. Die Fridays-for-Future-Bewegung hat ge-
kämpft, solange es nur irgendwie ging. Aber die Realität des Alltags kam doch irgendwann um die Ecke. Zum Glück gab es dann Unterstützung von Corona – nicht die Krise, die wir wollten, aber vielleicht die, die wir brauchten. Ohne die Pandemie wäre Fridays for Future womöglich einfach als kurze Jugendrebellion abgestempelt worden. Zu einem gewissen Grad führte hier der Zufall einer Pandemie zu unglaublichem Veränderungspotenzial. Insofern kann man getrost sagen: Auch wenn wir sonst nichts anderes aus der Krise mit nehmen, das Klima hat eine Chance, wir haben uns zumindest Zeit gekauft. Nachhaltigkeit, Ökologie, grünes Hippie-Zeug, egal, wie man es nennen mag, es hat sich durchgesetzt. Die schlauen Staaten und
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Tristan Horx, Trendund Zukunftsforscher
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Businesses wissen, dass die Zukunft grün wird. Sie stellen jetzt die Weichen, um nicht nur ökologisch mit der Gesellschaft kompatibel zu werden, sondern auch nach haltig zu wirtschaften. Dennoch sind wir aber auf der Suche nach einem Credo, das nicht zu sehr nach Verzicht klingt. Muss es auch nicht. Der große Joke der Erdöl- Lobby und ihrer Komplizen war es, dem Individuum bzw. Konsumenten die Verantwortung für die Erderwärmung unterzujubeln. Doch mit solch einem Micro-Consumer-Bullshit wird die Mutter aller Krisen nicht gestoppt werden können. Die Coronakrise hat uns gezeigt, dass individuelle Verantwortung zwar durchaus wichtig ist, aber nur, wenn die Rahmenbedingungen des Systems diese auch ermöglichen. Nur so funktioniert Wir-Kultur, wenn sie gelingen soll. Es geht eben lediglich mit einer Symbiose zwischen den Akteur(inn)en. Dieses „Du bist schuld, verändere doch deinen Konsum“-Mindset hat uns alle geprägt. Klar sollen wir recyceln, mehr mit dem Fahrrad fahren und nicht ganz so viel Schrott kaufen, keine Frage. Aber das System, das uns die Schuld zuschreibt, lebt gleichzeitig davon, dass wir so viel wie möglich konsumieren. Wenn das kein Interessenkonflikt par exellence ist. Dabei muss die Zukunft aus genau beidem bestehen: Verzicht und Fülle. Individuum und Gesellschaft. Mehr gute Technologie, weniger sinnloser Konsum. Was wieder wie ein Widerspruch klingen mag, ist eigentlich keiner. In der Paradoxie entsteht die Zukunft. Auf der TechnologieFront tut sich viel. Es ist klar, wir müssen weg von Benzin & Co. Der technologische Fortschritt ist so rasant, es ist wirklich selbstgefällig zu denken, wir trinken den Planeten leer, und dann geht die Welt unter. Seien es Wasserstoff, Elektro, Bio-Öl oder Brennstoffzellen, Erdöl wird im jetzigen Ausmaß nicht überleben – und das ist gut so. Was nicht bedeutet, dass in der nachhaltigeren Welt von morgen nicht geile Retro-Autos (Baujahr 2010) mit Benzin über eine Rennstrecke fetzen können. Dieselnostalgie wird eine wunderbare Nische.
Was wirklich Sinn macht. Individuelle Verantwortung ist natürlich wichtig, aber dann doch etwas bieder. Darauf haben wir, salopp gesagt, alle keinen Bock. Insofern muss man sich vielleicht noch mal vor Augen führen, ob das, was wir als Verzicht codiert haben, eigentlich keiner ist. Die Bewegung zum Minimalismus, Digital Detox, Hygge und der Besitz eines eigenen Gemüsegartens sind gar nicht so asketisch, wie man uns immer eingeredet hat. Wenn man sich mal wirklich aus dem Hamsterrad herauszieht, ist es gar nicht so schlimm wie erwartet. Es ist sogar besser – man muss es nur mal machen. Unter Umständen ist dieses Umcodieren das, was wir brauchen, um Grüne Philosophie in Fragen des Konsums mehrheitsfähig zu machen. Entzug haben wir während des Corona-Lockdowns erfahren, in Zeiten einer gigantischen Krise – und so schlimm war’s dann doch nicht. Insofern lautet die Empfehlung, sich von der Doktrin des Verzichts zu verabschieden. Verzicht in Zeiten des Überflusses bedeutet wahrlich nicht weniger, sondern mehr. Mehr Fokus, mehr Achtsamkeit, mehr Konzentration auf das, was uns wirklich gefällt und Sinn macht. Kapitalismus ja, gerne. Wachstum? Nur her damit. Aber nicht als Selbstzweck. Unser Konsum hat den Sinn, dass er uns glücklicher machen sollte – und nicht, dass wir immer etwas verpassen. Es mag vielleicht stark vereinfachend klingen, aber ein simples Motto, das den endlosen Hardcore-Wachstumskapitalismus ein bisschen aushebelt, ohne dass wir zu viel verlieren, ist wichtiger, als wir vielleicht glauben. Ein Wert, hinter dem wir uns alle vereinen können. Hier würde ich wieder das leicht pathetische „Qualität statt Quantität“ in den Raum werfen. Wachsen, aber anders. Technologisch, aber sinnvoll. Den Widerspruch zwischen den beiden Lagern aufzulösen, ist dringend nötig, um die neue Ökologie funktionsfähig zu machen. In der Konsequenz kommen wir dann endlich in das postökologische Zeitalter, in dem wir nicht mehr dauernd entscheiden müssen, ob wir uns oder dem Planeten etwas Gutes tun. Tristan Horx
Foto: Klaus Vylnnalek
Verzicht in Zeiten des Überflusses bedeutet nicht weniger, sondern mehr. Mehr Fokus und mehr Kon zentration auf das, was uns wirklich gefällt.
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So klingt Vielfalt „Sobald ich den ersten Ton des Tages singe, habe ich für mich eine unausgesprochene Erklärung dafür, warum die Musik diesen Stellenwert hat“, sagt Isabel Pfefferkorn. Was die vielseitige Vorarlberger Künstlerin inspiriert und womit sie wiederum ihr Publikum inspiriert, ist Musik von Barock bis Pop.
Als im besten Sinne bodenständig erlebte man die Künstlerin, die bei großen Festivals wie der Schubertiade, in der Tonhalle Zürich oder im Konzerthaus Stockholm genauso auftritt wie in der Harder Kammgarn oder an ungewöhnlichen Orten wie auf einem Floß, bei einem inszenierten Konzertabend im Alten Hallenbad in Feldkirch. Dort, wo das Podium in der Tat ein gefliestes Becken ist, begeisterte sie mit Purcells „The Cold Song“ ebenso wie mit Adeles „Skyfall“ und es gelang ihr, die Klassik-Fans gleichermaßen anzuziehen wie ein junges Publikum, das vielleicht zum ersten Mal ein Konzert im Sitzen erlebte. Erste CD. Payam Taghadossi, Anton Spronk, Zoltán Despond und Paul Handschke waren bereits in Feldkirch dabei, „vier grandiose Cellisten, die mit mir die Reise durch die Musikgeschichte
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und diverse Musikstile gemacht haben“, sagt Pfefferkorn. Mit diesen Musikern produziert sie zurzeit ihre Debüt-CD für die alle Arien und Lieder eigens arrangiert wurden. Und die erwähnte „Winterreise“ will sie gemeinsam mit der Vorarlberger Pianistin Hanna Bachmann, die sie auch bei einem Auftritt in Wien begleitete, sowie dem Architekten Fabian Tobias Reiner auch szenisch gestalten und somit „auf neue Art“ begreifbar machen. Isabel Pfefferkorn wurde, wie sie sagt, „in eine künstlerisch-musikalische Familie hineingeboren“ und wuchs inmitten von Instrumenten auf. Der Vater und der Großvater waren Musiker. Im Wohnzimmer wurden Tanz- und Singfeste veranstaltet. Sie nahm früh Cello-, Klavier- und Gesangsstunden, besuchte die Musikmittelschule sowie ein Musikgymnasium und absolvierte ein Bachelor- und Masterstudium im klassischen Gesang in Zürich. Routine und Nervosität seien bei den Konzerten, die sie etwa auch in die USA und nach Kanada führten, immer gleichzeitig vorhanden gewesen, erinnert sie sich und bemerkt, dass sich das Auftrittsgefühl in den letzten Jahren sehr verändert habe.
Ich genieße die Vielfalt meiner Arbeit und hoffe, dass es noch eine Weile so weitergehen kann.
Foto: Martin Hauer
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erade war es Schuberts Liederzyklus „Winterreise“, dann kommt Mozarts Requiem, es folgt die H-MollMesse von Bach, dann ein Händel-Oratorium, schließlich Jazz, Pop und Eigenkompositionen sowie Mahler und wiederum Schubert. Schon ein Auszug aus dem Terminkalender von Isabel Pfefferkorn dokumentiert das umfangreiche Repertoire der Mezzosopranistin. „Ich hatte immer viele Interessen und was ich tat, tat ich mit voller Energie, Liebe und Hingebung“, erklärt sie. „So kommt es, dass ich mich zum Beispiel nie für einen Musikstil entscheiden konnte und etwa als Solistin mit einem Orchester oder vier Cellisten, Klavier oder Gitarre genauso gerne singe wie mit meinem A-capella-Frauen-Quartett, für das ich auch das eine oder andere Lied geschrieben habe.“ Sie genieße die Vielfalt ihrer Arbeit, betont die Vorarlbergerin und hofft, dass es so weitergeht.
Isabel Pfefferkorn Die Mezzosopranistin und vielseitige Musikerin Isabel Pfefferkorn (geb. 1991) ist in einer musikalischen Familie in Vorarlberg aufgewachsen. Sie erhielt früh Musikunterricht, absolvierte ein Studium in Zürich und besuchte Meisterkurse. Bekannt ist die Künstlerin für ihre stilistische Bandbreite. Das klassische Repertoire umfasst Werke der Alten und der Neuen Musik, außerdem tritt sie auch mit Jazz und Pop auf. Isabel Pfefferkorn ist Preisträgerin mehrerer Wettbewerbe, war bei verschiedenen Festivals engagiert – etwa auch der Schubertiade – und erarbeitet zurzeit unter anderem eine CD-Produktion.
Eine Affinität für das Besondere hat Isabel Pfefferkorn früh in sich entdeckt. „Obwohl ich lange versucht hatte, nicht aus dem Rahmen zu fallen, habe ich irgendwann nicht mehr unterdrücken wollen, dass ich einen Weg einschlagen möchte, der beispielsweise als klassisch ausgebildete Sängerin nicht üblich ist.“
„Durch die sich überschlagenden Ereignisse im Weltgeschehen hat sich die Selbstverständlichkeit des Auftretens verflüchtigt. In manchen Momenten schätzt man es dann umso mehr und in manchen Momenten fragt man sich, wozu man es tut. Bis jetzt habe ich glücklicherweise immer wieder zu dem Gefühl zurückgefunden, das mich schon als Kleinkind dazu veranlasst hat, Musik zu machen. Dieses war nie mit einer Logik oder Ratio verbunden, obwohl ich eine intensive Denkerin bin, sondern dieses Gefühl verriet mir, dass Musik meine direkteste Art zu kommunizieren ist, Menschen zu berühren, mich mit ihnen zu verbinden. Dazu gibt sie mir immer einen Ort des Schutzes und der Heimat.“ Mit Verbundenheit und Heimat setze sie sich momentan stark auseinander. „Sehr wahrscheinlich nicht nur ich.“
Vielfalt. Isabel Pfefferkorn zeichnet ein breites Repertoire aus.
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Wie alle ihre Kolleginnen und Kollegen hat auch Isabel Pfefferkorn wegen der Pandemie geplante Projekte auf Eis legen müssen. Die spezielle Darbietungsform der „Winterreise“ zählt etwa dazu. „Allgemein wünsche ich mir, dass es bald wieder eine Zeit gibt, in der man ohne Angst vor Nähe leben kann.“ Es mag kitschig klingen, meint sie, aber Musik könne Distanzen überbrücken. Man glaubt ihr, dass sie es erfahren hat. Sie hat es im Gespräch nie erwähnt, aber das Publikum weiß wohl, dass Musik zu machen und zu singen, ständiges Arbeiten bedeutet. Bei aller Nachdenklichkeit gibt sie sich auch pragmatisch. „Ein etwas egoistischer Wunsch mag es sein, dass meine Stimme und mein Körper noch eine Weile dazu bereit sind, sich immer wieder aufzuraffen und meiner Musik den Raum zu geben, die sie sich nehmen möchte, da ich bereits erlebt habe, dass nichts selbstverständlich ist.“ Christa Dietrich
Foto: Maciej Zborowski
Der Musik dienen. Interessant ist die Antwort der Künstlerin, die unter anderem Meisterkurse bei Thomas Hampson, Kurt Widmer und Noemi Nadelmann absolvierte, auf die Frage nach etwaigen Vorbildern oder entscheidenden Begegnungen. „Vorbilder sind für mich all jene, die es vermögen, ihrer Intelligenz genauso wie ihrer Intuition und Empathie zu folgen. Ich glaube, all diese Eigenschaften sind nötig, um der Musik wirklich dienen zu können.“ Sie möchte Personen folgen, die es schaffen „ohne Selbstdarstellung, zu der man heute als Künstlerin fast gezwungen wird, ihre Musik für sich sprechen zu lassen und auch gehört zu werden.“
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Das Gefühl von Freiheit Biomechanik, Sport-Karbonfedern, prozessorgesteuerte Kniegelenke – Prothesen sind heutzutage Hightech-Produkte, die Menschen mit fehlenden Gliedmaßen Sicherheit und Freiheit verleihen. Die Möglichkeiten sind vielfältig. Fabian Burtscher und Julia Lau erzählen, was die Prothesen für sie im Sport und im Alltag bedeuten.
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Die Reha selbst hat er in nur acht Wochen abgeschlossen. Ein wesentlicher Aspekt daran war von Anfang an die gute Versorgung und Betreuung durch Stefan Meyer, Orthopädietechnik-Meister und Inhaber des orthopädischen Ateliers Stock & Bein in Feldkirch. „Stefan ist seit der Reha einer der wichtigsten Menschen in meinem Leben und inzwischen auch ein guter Freund“, beschreibt Fabian ihre Beziehung. Gleiche Voraussetzungen. Da es vor zehn Jahren noch keine Spielmöglichkeiten im Land gab, organisierte der Lude-
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Fotos: Philipp Steurer, Christian Schramm Photography
Hightech. Sebastian Tschofen kann mit seiner mitdenkenden High-EndProthese jetzt u. a. wieder Ausfallschritte machen.
rthopädietechnik und Prothesen geben Menschen ihre Selbstständigkeit zurück. Das sagt auch Fabian Burtscher, denn er kann sich seinen Alltag nicht mehr ohne Prothese vorstellen. 2011 wurde ihm nach einem Unfall in der Schulskiwoche und anschließendem Ärztefehler als letzter Ausweg der Unterschenkel amputiert. Heute ist der 26-Jährige nicht nur österreichischer Nationalspieler im Para-Eishockey, sondern auch in weiteren Disziplinen wie Sitzball sportlich aktiv. „Zum ParaEishockey kam ich bereits in der Reha in Bad Häring, als mir ein anderer Spieler die Sportart genauer erklärte. Das hat mich gleich gefesselt“, erzählt Fabian Burtscher mit einem Lächeln im Gesicht.
scher Sportler kurzerhand ein Para-Eishockey-Probetraining mit zwei Kärntner Trainern in Vorarlberg. Diese überließen Fabian gleich einen Schlitten zum Üben. Eine Einladung zu einem Probetraining bzw. Trainingslager in Wien brachte ihn schluss endlich dann auch zur österreichischen Nationalmannschaft. Später rief er den Verein „Ländle Ice Tigers“ ins Leben, bei dem er aktuell mit drei weiteren Spielern immer montags, in Hard zusammen trainiert. Am Para-Eishockey fasziniert ihn, dass „es ein
Die Prothese macht für mich alles wieder möglich und ich spüre fast keine Einschränkungen. Beim Para-Eishockey ist die Prothese hingegen eher unwichtig. Fabian Burtscher Nationalspieler Para-Eishockey
Sport ist, bei dem die Behinderung wenig gespürt wird und es keinen Unterschied zu unversehrten Menschen gibt.“ Die Spieler bzw. die Beine werden im Schlitten fixiert, gespielt wird hauptsächlich mit der Kraft im Oberkörper und in den Armen. Wie Fabian erklärt, werden die Prothesen zum Spielen nicht benötigt, denn egal wer im Schlitten sitze, es haben alle dieselben Voraussetzungen. Für seinen Stumpf fertigte das orthopädische Atelier „Stock & Bein“ einen speziellen Schaft fürs Hockeyspielen an, um vor Schlägen und dem Puck geschützt zu sein. Ein Highlight der bisherigen sportlichen Karriere von Fabian Burtscher war sicherlich die Goldmedaille bei der C-WM 2017. Auf die Frage, ob die Paralympics für ihn ein Ziel sein können, antwortet er prompt: „Definitiv!“ In Bewegung. Auch im Sport bekam Fabian Burtscher immer Unterstützung von Stefan Meyer. So fuhren sie z. B. spontan gemeinsam mit Sebastian Tschofen, Mitarbeiter bei Stock & Bein, der ebenfalls seit einem Unfall beinamputiert ist, nach Frankreich, um diverse Sportprothesen auszuprobieren. Eine solche Karbonsportfeder verwendet Fabian nun zum Joggen. Mit seiner High-End-Alltagsprothese kann er sogar ins Wasser gehen. „Es hat sich bisher schon so viel in der Prothesenentwick-
Fabian nahm schon an vielen Trainingcamps teil und spielte eine Saison bei der Tschechischen Liga mit. Er ist der einzige Vorarlberger Para-Eishockey-Nationalspieler und leitet das Training in Hard. Derzeit bereiten sie sich auf die C-WM Ende 2022 vor. lung getan“, sagt Fabian. „Meine Prothese jetzt reagiert bereits viel schneller, kann Treppen steigen und auch kurze Wege schneller laufen.“ Das bestätigt auch der Inhaber von Stock & Bein: „Gerade die elektronischen Prothesen und die Biomechanik haben sich stark weiterentwickelt. Die Füße werden immer besser getestet. Inzwischen wird auch an Chipimplantaten gearbeitet, die den Druck messen oder Bewegungen steuern können.“ Die gegenseitige Wertschätzung und enge Freundschaft spürt man auch im Gespräch mit Stefan Meyer: „Fabian steht voll im
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Selbstständigkeit. Das Ziel ist, Menschen so weit zu bekommen, dass sie in ihrem Umfeld die wichtigsten Dinge wieder selbstständig erledigen können.
mehrt wird auch mit Stromimpulsen für myoelektrische und biomechanische Prothesen gearbeitet. Die sogenannte Mustererkennung, eine Art künstliche Intelligenz einer Prothese, ermöglicht es, Funktionen der Gliedmaßen wieder herzustellen.
Wichtiges Handwerk. Die Hauptprothesenteile kommen von großen Industriezulieferern wie Otto Bock oder Össur. Das Team rund um Stefan Meyer fertigt nach
der Gipsmodellabnahme des Beinstumpfs individuelle Prothesenschafte an. Dafür wird das Unterdrucksystem verwendet. Anpassungen, Beratung, Zuschleifen und Feinheiten von Hand macht das Team gemeinsam mit den Patient(inn)en, damit diese schon erste Schritte gehen können. Ver-
Prothesen sind wie Hilfs mittel oder Werkzeuge, mit denen man umzugehen lernen muss. Niemand kann das besser als der Anwender selbst.
Der schönste Teil unseres Berufs ist die Mobilisation. Es kommt jemand zu uns, der nicht gehen kann, und dann selbstständig mindestens einmal hier auf und ab geht.
Sebastian Tschofen, Orthopädietechniker
Stefan Meyer, CEO & Orthopädietechnikmeister
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Kein Nachteil. Als das Skifahren mit zu hohem Kraftaufwand verbunden war, entschied sich Julia, den Wintersport an den Nagel zu hängen und fand ihre große Leidenschaft in einer anderen Aktivität. „Ich wollte unbedingt tanzen und wir haben mit allen möglichen Tanzschulen Kontakt aufgenommen“, erzählt sie. Oft hieß es jedoch, eine Tanzschülerin mit körperlicher Beeinträchtigung könne nicht am regulären Tanzunterricht teilnehmen. Seit bereits acht Jahren beweist Julia nun das Gegenteil und ist beim Tanzhaus Hohenems regelmäßig nicht nur im Training, sondern steht bei Auftritten auch auf der Bühne. Die Tänzerin erzählt: „Was die Bewegungen mit Prothe-
Fotos: Philipp Steurer, Roland Paulitsch
Leben und ist ein motivierendes Beispiel für positives Denken und vor allem Leben.“
Im Schweinwerferlicht. Seit rund drei Jahren betreut Stefan Meyer in Kooperation mit Markus Mayer in Dornbirn auch Julia Lau. Sie wurde mit einer Dysmelie, also einer Fehlbildung von Gliedmaßen, Skoliose und Deformität des Hüftgelenks geboren. Das hält sie jedoch im Leben von nichts ab. Im Gegenteil. Ihre erste Prothese bekam die 20-Jährige mit bereits einem Jahr vom Sanitätshaus Mayer in Dornbirn. Während des Wachstums wurden auch die Prothesenmodelle öfters gewechselt. Mit einer steifen Prothese ging es für Julia als Kind sogar auf die Piste: „Ich hatte den Wunsch, Skifahren zu lernen. Mit der steifen Prothese konnte ich nur im Pflug fahren. Je länger aber die Prothese wurde, umso anstrengender war das Skifahren für mich.“ Mit acht Jahren wechselte sie zu ihrer ers ten Prothese mit Kniegelenk. Die Umstellung zur Gelenkprothese bedeutete für Julia ein Umgewöhnen ihrer Bewegungen. Den Umgang damit erlernte sie außergewöhnlich schnell in nur drei Tagen. Ihr einziges Handicap ist heute nur noch das lange und schnelle Gehen.
Die Gelenksprothese wurde früher mit Schienen versteift, um auch damit Skifahren zu können. Wegen Überbelastung des gesunden Beins entschied sich Julia, ihren Fokus aufs Tanzen zu richten. Dabei werden nicht nur die Muskeln, sondern auch die Koordination weitertrainiert. Außerdem geht sie mit viel Talent dem Modedesign nach. se angeht, mache ich das was ich kann, ansonsten mache ich eine andere Bewegung oder improvisiere.“ 2019 war sie mit ihrer Tanzgruppe auch bei der Weltgymnaestrada in Dornbirn mit dabei. „Tanzen ist genau mein Ding und vor allem ist es ein guter Ausgleich. Man kommt auf andere Gedanken und kann den Alltagsstress hinter sich lassen“, erzählt sie begeistert. „Zudem ist es ungefährlicher als Skifahren.“
Meine erste Prothese war auch für den Orthopädie techniker eine Herausforderung. Mir ist vor allem wichtig, dass sie so natürlich wie möglich aussieht. Julia Lau, Tänzerin
Im Juni 2021 schloss die Tänzerin erfolgreich die HTL Dornbirn im Fachbereich Mode ab. Nun ist ihr großes Ziel, Modedesignerin zu sein. Ein weiteres Stück Freiheit und Selbstständigkeit erlangte Julia nach bestandener Führerscheinprüfung mit ihrem umgebauten Automatik-Auto. Einer von Julias Ansprüchen an ihre Prothese ist, dass diese so natürlich wie möglich aus-
sieht. Für diese Wünsche baut Stefan Meyer mit seinem Team kosmetische Verkleidungen um den Edelstahl oder die Alulegierungen. „Julia hat einen zierlichen Körperbau. Das war für uns eine Herausforderung, die Prothese so leicht zu bauen, dass dadurch kein zusätzliches Handicap entsteht“, erklärt Stefan Meyer. Er suchte gemeinsam mit Markus Mayer in Dornbirn weltweit nach einer leichteren Gelenksprothese für Julia, sie probierten spezielle Prothesen an, um Absatzschuhe tragen zu können, versuchten elektronische Gelenksprothesen, jedoch waren diese aufgrund des Gewichts und der Einbauhöhe leider nicht möglich für sie. Der Orthopädietechniker ist optimistisch: „Ich bin mir sicher, dass Julia ihren Weg gehen wird, denn sie ist ein sehr lebenslustiger Mensch und hat große Pläne.“ Johanna Walser
Spaß an der Bewegung. Die Prothese bedeutet für Julia nicht nur beim Tanzen, sondern auch im Alltag Eigenständigkeit und Freiheit.
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Foto: Sedus Stoll AG
Wo man sich trifft Konzentriertes Arbeiten im Büro ist das eine. Erholsame Pausen und der ungezwungene Austausch im Team das andere – doch ebenso wichtig. Kantinen, Cafés und Bistros im Unternehmen werden zum beliebten Treffpunkt.
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Iexibel wie nie zuvor – so präsentiert sich die neue Arbeitswelt. Die vergangenen zwei Jahre haben die Entwicklung enorm beschleunigt. Was vor einigen Jahren in manchen Unternehmen noch undenkbar war, ist heute gang und gäbe. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben die freie Wahl, ob sie im Homeoffice oder vor Ort im Büro arbeiten. Durch das häufige „Arbeiten zu Hause“ ist aber oftmals ein wichtiger Aspekt auf der Strecke geblieben: das Teamgefühl. Denn vorbei war es auf einmal mit der schnellen Kaffeepause am Vormittag oder dem gemeinsamen Mittagessen. „Dabei sind genau solche informellen Treffen für den Arbeitsalltag und das Gemeinschaftsgefühl wesentlich“, weiß auch Guntram Paterno, Geschäftsführer von Paterno Bürowelt in Dornbirn. „Umso bedeutender ist es für Unternehmen – jetzt, wo viele Arbeiternehmerinnen und Arbeitnehmer wieder ins Teamgefüge und an ihren Arbeitsplatz zurückkommen – entsprechene Räume und Treff-
punkte zu schaffen, die aber die nötige Konzentration nicht stören.“ Und genau hier liegt die Herausforderung: Denn wie kann es aussehen, das optimale Büro, in dem Teamwork und Inter aktion gefördert werden, der Einzelne sich aber dennoch wohlfühlen und bei aller Offenheit effizient arbeiten kann? Guntram Paterno erklärt: „Es geht um den richtigen Mix. Ein Unternehmen sollte sowohl Räume für konzentrierte Einzelarbeit als auch für
Die Auswahl an möglichen Plätzen für solche Kreuzungen ist größer, als es oftmals scheinen mag. kontur 29
Je wohnlicher Treffpunkte gestaltet sind, desto wohler fühlen sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. gen zu aktuellen Themen ausgetauscht. Oder wie wäre es mit einem Work Café? Einem Ort, der die Möglichkeit für temporäres Arbeiten und informelle Treffen mit der Wohlfühlatmosphäre eines gemütlichen Cafés vereint. Und natürlich, last but not least, die Kantine. Dieser Raum, der im Grunde jeden Mittag zum Anziehungspunkt für alle Abteilungen wird, ist wichtig für das Gruppengefühl, für Gedankenaustausch und ungezwungene Kommunikation. Guntram Paterno ist überzeugt: „Je wohnlicher dieser Ort gestaltet ist, desto wohler fühlen sich die Mitarbeiter und können sich in ihren Pausenzeiten erholen.“
Mehrwert. Informelle Treffpunkte können die Kreativität erheblich steigern.
Raum finden. In den vergangenen zwei Jahren hat sich mehr denn je gezeigt, wie sehr das Arbeitsumfeld dazu beiträgt, dass sich Mitarbeitende körperlich, intellektuell und emotional besser fühlen, und zwar in Bezug auf ihre Beziehung zur Arbeit und zu den Kollegen. „Dies gilt unabhängig davon, wo wir arbeiten, und ist der Grund, warum wir unserer physischen Umgebung einen so hohen Stellenwert einräumen“, ist Guntram Paterno überzeugt. Um das vorhandene Raumangebot optimal zu nutzen bzw. ein neues Konzept zu erstellen, sei eine zum Unternehmen passende Arbeitsplatzstrategie daher das Um und Auf – auch, um genug Raum für Erholung und Austausch zu finden. Sabine Carotta
Von Kaffeebar bis Kantine. Arbeitsplatzpioniere wie Sedus arbeiten seit Jahren an Konzepten, die genau diese Treffpunkte für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu einem Wohlfühlort machen können. „Dabei kommt vor allem auch den verwendeten Möbeln eine bedeutende Rolle zu, und zwar mehr, als wir manchmal annehmen mögen“, so Guntram Paterno. Ansprechend, bequem und praktisch seien hier die wichtigsten Punkte. Und es muss nicht immer gleich die große Kantine sein. Schon eine KaffeeEcke im Büro kann als beliebter Treffpunkt für Pausen und Small Talk mit den Kollegen fungieren. An diesem zentralen Ort treffen Mitarbeiter unterschiedlicher Abteilungen aufeinander und es werden beim spontanen Gespräch Informationen und Meinun-
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Inspirierend. Mitarbeiter sollten die Möglichkeit haben, sich zu treffen und ungezwungen auszutauschen.
Foto: Sedus Stoll AG
offenes Netzwerken bieten.“ Und, der Übergang von der einen Arbeitsweise zur anderen sollte schnell und einfach möglich sein. „Denn solche Begegnungen können den spontanen Austausch fördern“, führt der Experte für Bürowelten aus. Es gehe also darum, bewusst „Kreuzungen“ zu schaffen, an denen die Mitarbeiter sich ganz ohne Termin, quasi unverhofft, treffen können. „Die inspiriernden Gespräche, die sich dabei ergeben, oder den kurzen Austausch von neuen Informationen darf man nicht unterschätzen.“ Informelle Treffpunkte wie diese können die Kreativität erheblich steigern und eine gute Einstellung zu innovativen Arbeitsprozessen fördern. Die Auswahl an möglichen Plätzen für solche Kreuzungen sei größer, als es oftmals scheinen mag. Eine große Rolle spielen dabei Kantinen, Bistros und Cafeterien. „Je wohnlicher diese gestaltet sind, desto besser ist das Wohlgefühl.“
Kreativer Austausch und Teamarbeit Aufgaben wie beispielsweise Brainstorming erfordern Bewegungsfreiraum, der Interaktivität zulässt. Der Wechsel zwischen Sitzen und Stehen fördert sowohl Agilität als auch Phasen der Besinnung. Bildschirm und Projektflächen vermitteln Informationen. Vertikale, beschreibbare Flächen halten Ideen fest. Moderne neue Möbel lassen Lernen zum Erlebnis werden und führen zum Erfolg.
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Zum Ursprung
Sie sind gelernte Kleidermacherin. Liegt Ihnen das Handwerk im Blut? Handwerk ist meine heimliche Leidenschaft, die ich leider viel zu wenig ausübe. Dazu fehlt mir aktuell die Zeit. Etwas mit meinen Händen zu erschaffen, bereitet mir Freude. Das hat auch damit zu tun, dass es im Handwerk sichtbare Ergebnisse gibt. Generell faszinieren und interessieren mich Handwerkstechniken aller Art. Ich nutze jede Gelegenheit, um mit Handwerkerinnen und Handwerkern ins Gespräch zu kommen und Details über ihre Profession zu erfahren. Nach Ihrer Ausbildung folgte dann der Wechsel zur Architektur. Wie kam’s? Sowohl in der Mode als auch in der Architektur geht es um Proportionen und Raum, der im Bezug zum menschlichen Körper steht. Beide Bereiche berühren die Ursprünge der Menschheit: Der Schutz vor dem Klima, sei es durch Kleidung oder durch eine Behausung. Insofern ist der Wechsel für mich nicht so abwegig, denn Mode und Architektur sind Teil der Kulturgeschichte und eröffnen mir eine Vielfalt an Themen, mit denen ich mich beschäftigen kann. Und beide Bereiche sind untrennbar mit dem Handwerk verbunden. So schließt sich für mich der Kreis.
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Sind Theorie und Praxis immer reibungslos unter einen Hut zu bringen? Nein, ohne Reibung funktioniert der Baualltag nicht. Ein konstruktiver Diskurs ist jedoch durchaus hilfreich, um im Sinne der Sache voranzukommen. Als junge Architektin lernte ich ziemlich schnell, dass zwischen Planung und Umsetzung ein Abstimmungsprozess stattfindet, der nicht ohne Diskussionen sein kann. Für mich steht die Geschichte des Turmbaus zu Babel exemplarisch für den Sinn einer Zusammenarbeit: Wenn nicht die gleiche Sprache gesprochen wird, rückt das Ziel in weite Ferne. Wohin führt Ihrer Meinung nach der Weg von Architektur und Handwerk in Vorarlberg? Es wird meiner Einschätzung nach mehrere Wege geben. Zum Beispiel durch das starke Wirtschaftswachstum. Arbeitsplätze werden geschaffen und mehr Menschen bedeuten natürlich auch mehr Bedarf an Infrastrukturen. Es wird in den kommenden Jahren weiterhin viel gebaut werden, was für eine gute Auftragslage sorgt. Hier ist jedoch mein Wunsch, dass vor Beginn von Baumaßnahmen deren langfristigen Wirkungen für kommende Generationen ganzheitlich bedacht werden. Ein weiterer Weg ist die zunehmende Bedeutung des kreislaufgerechten Bauens. Hier liegt großes Potenzial für einen Innovationsschub. Das regionale Know-how schafft einen Standortvorteil in der Branche des nachhaltigen Produzierens und Bauens. Die Preissteigerungen, die sich aufgrund von Rohstoffknappheit bereits bemerkbar machen, werden ein Umdenken hervorrufen. Davon bin ich überzeugt. Stichwort: „Neues europäisches Bauhaus“. Ist diese strategische Ausrichtung mit Blick auf mehr Nachhaltigkeit auch für den Werkraum bedeutend? Ich sehe das EU-Projekt „Neues Europäisches Bauhaus“ als eine Plattform, die länderübergreifend ein stärkeres Bewusstsein für das Thema schaffen möchte. Im Fokus steht dabei das gegenseitige Informieren
und Lernen: Wo gibt es bereits gute Ansätze für nachhaltiges Bauen und Produzieren? Welche neuen Entwicklungen können in der Praxis umgesetzt werden? Wo liegen Hemmnisse für eine Anwendung? Wir versuchen aktuell mit dem „Werkraumhäuschen“ genau diese Fragen zu stellen und zu besprechen. Denn die fundiertesten Forschungsergebnisse helfen wenig, wenn sie nicht in der Praxis ankommen. Im Werkraum Bregenzerwald haben wir durch die Mitgliedsbetriebe das große Potenzial, beide Seiten zu einem Ganzen zu verbinden. Was kann man vom traditionellen Handwerk bezüglich Nachhaltigkeit lernen? Die große Materialkenntnis. Jedem Handwerk liegt ein Material zugrunde und über die Jahre gibt es erlernte Kenntnisse zu dessen Verarbeitung. Dieses Wissen wurde weitergegeben und fortgeschrieben. Wissen um Material und Technik ist für mich Nachhaltigkeit: Materialverschwendung oder der falsche Einsatz werden dadurch ausgeschlossen. Ein weiterer Aspekt ist die Reparaturfähigkeit im traditionellen Handwerk. Denn eine Reparatur bedeutet automatisch weniger Abfall. Wie sehen Sie die Zukunft des Werkraums? Als offenes Haus, das sich den gesellschaftsrelevanten Themen im Handwerk widmet. So zum Beispiel der Aus- und
Ich denke, dass – wenn die Dichte an innovativen Vorhaben auf die Fläche um gelegt wird – der Bregenzerwald gleich auf mit Berlin ist.
Foto: Angela Lamprecht
Die gebürtige Wienerin Belinda Rukschcio ist im Handwerk verwurzelt – und sieht es untrennbar mit Nachhaltigkeit, Kre ativität und Innovation verbunden. „kontur“ hat der Geschäftsführerin des Werkraum Bregenzerwald 10 Fragen gestellt.
Weiterbildung und der Fachkraftgewinnung. Die junge Generation an Handwerkerinnen und Handwerkern hat für mich eine besondere Bedeutung. Im Bregenzerwald gibt es engagierte junge Menschen, die mit ihren Handwerksbetrieben tolle Sachen auf die Beine stellen, die gut vernetzt sind und die mit einer neuen Haltung an ihren Beruf herangehen. Generell ist das Werkraumhaus kein Museum, sondern eine Plattform, die auch Ausstellungen ermöglicht. Dabei möchten wir aktiv auf die Menschen zugehen. Zum Beispiel thematisiert unsere aktuelle Ausstellung Leben und Werk des Architekten Alfons Fritz aus Andelsbuch. Ein regionales Thema mit viel Tiefgang und aktuellen Bezügen.
Belinda Rukschcio geb. 1973. Nach der Ausbildung zur Kleidermacherin folgte das Studium der Architektur an der Wiener Kunstschule und der TU Wien sowie eine Ausbildung an der Deutschen Akademie für Management in Berlin. Als Architektin hatte Belinda Rukschcio u. a. die Projektleitung am Haus der Architektur in Graz inne. Ein Höhepunkt war die Organisation des ÖsterreichPavillons bei der 11. Architekturbiennale 2008 in Venedig. Nach wissenschaftlicher Mitarbeit an diversen Universitäten in Deutschland war sie in den vergangenen Jahren bei der deutschen Bundesstiftung Baukultur tätig.
Von Berlin sind Sie in den Bregenzerwald gekommen. Ein Kulturschock? In jeglicher Hinsicht ein großer Unterschied – aber kein Schock, denn in Berlin sind mir sehr viele Kulturen begegnet und für mich stellt sich der Bregenzerwald als eine weitere Kultur dar, die ich gerne besser kennenlernen möchte. In Berlin verändert sich vieles in kurzer Zeit, es ist eine internationale Metropole. Dies erzeugt eine Spannung, die auch anregend und inspirierend ist. Viele Menschen kommen für eine gewisse Dauer und verlassen die Stadt, so wie ich, nach einiger Zeit wieder. Im Bregenzerwald ist das regionale Bewusstsein sehr stark, die Menschen sind sehr verankert. Wie sieht ein Tag aus, wenn Familie und Freunde Sie im Ländle besuchen? In der Früh geht es in die Natur, für mich der beste Start in den Tag. Danach nehmen wir an einem Umgang im Dorf teil. Ein optimales Angebot der Region, um die Baukultur des Bregenzerwaldes aus erster Hand zu erfahren und zu erleben. Den Abschluss bildet dann ein geselliges Zusammensein bei regionalen Speisen in einem der vielen schönen Häuser. Ihr Lebensmotto? Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe. Sabine Carotta
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Ryan Pyle Egal ob er klettert oder Motorrad fährt, fotografiert, schreibt oder moderiert – Ryan Pyle ist mit Leidenschaft bei der Sache. Und das seit jeher: Nach seinem Studium der Internationalen Politik an der Universität von Toronto arbeitete er zunächst als Fotograf. Seine Arbeiten erschienen in New York Times, Wall Street Journal, Time, Newsweek und anderen internationalen Publikationen. Mit einer fast 18.000 km langen Motorradtour durch China im Jahr 2010 gelangte er in das Guinness Buch der Rekorde, und seine TV-Dokumentationen und Bücher haben ihn einem internationalen Publikum bekannt gemacht.
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„Das wichtigste MacGyver-Tool ist ein ruhiger Geist“ Welche Rolle mentale Stärke sowie Tageslicht auf einer Expedition spielen und warum 30 Minuten auf dem Laufband als körperliche Vorbereitung für einen Trek durch die Wildnis völlig ausreichend sind? Der 43-jährige kanadische Abenteurer und Glashütte OriginalMarkenbotschafter Ryan Pyle hat es im Interview verraten.
Was inspiriert Sie bei der Planung einer Reise? Die Motivation, ein neues Abenteuer anzugehen, beruht immer auf der Natur und den Menschen. Ich liebe es, neue Landschaften und Lebensweisen zu erkunden. Es gibt mir unglaubliche Energie und Kraft, mich über diese neuen Orte informieren zu können, und dann ist es ein großes Privileg, diese Geschichten mit einem Publikum auf der ganzen Welt zu teilen. Was war eine Ihrer Lieblingsreisen? Meine zehntägige und 120 km lange Wanderung durch den Regenwald in Zentral-Papua-Neuguinea entlang des berühmten Kokoda Trail. Es war eine wirklich emotionale Reise, bei der die herausfordernde körperliche Erfahrung mit einer intensiven Geschichte kombiniert wurde. Wir hatten das große Glück, die Reise mit etwa 20 lokalen Trägern und Führern durchzuführen, die uns beschützt und die Geschichte des Weges erzählt haben. Es war eine großartige Fernsehfolge und eines der Abenteuer, die ich nie vergessen werde.
Foto: Glashütte Original
Wenn Sie alle Ihre Reisen zusammenzählen, haben Sie die Welt schon umrundet? Ja, ich habe definitiv die Welt umrundet. Ich denke, vielleicht 20 bis 30 Mal bis jetzt. Wie kam die Zusammenarbeit mit Glashütte Original zustande? Ich bin seit vielen Jahren ein großer Fan der Marke, da ich von ihrer Präzision und Qualität beeindruckt bin. Daher habe ich mich sehr gefreut, als sie sich bezüglich einer möglichen Partnerschaft gemeldet haben. Sie mochten meine Arbeit, meine Abenteuer, meine Neugierde und die Art und Weise, wie ich die Schönheit unserer Welt sehe. Ich habe mich mit dem Team g etroffen und wir
waren uns sehr schnell einig, dass wir die gleichen Werte teilen. Ich bin sehr stolz darauf, Partner der Marke zu sein. Welche Rolle spielt Zeit bei Ihren Abenteuern? Zeit ist alles. Wenn Sie in der Wildnis unterwegs sind, dann ist Tageslicht alles. Die Verwaltung der Tageslichtstunden ist der wichtigste Teil eines jeden großen Abenteuers – es kann den Unterschied zwischen Leben und Tod bedeuten. Sie möchten nicht mitten in der Nacht wandern, sondern sicher im Zelt im Lager ankommen. Wie bereitet man sich auf einen Extreme Trek vor? Gibt es eine spezielle Ausbildung? Wie wichtig ist mentale Stärke? Die körperliche Vorbereitung ist ziemlich easy. Bleiben Sie einfach in einer grundlegend guten körperlichen Verfassung. Ich sage immer, wenn Sie 30 Minuten auf einem Laufband laufen können, können Sie einen Extreme Trek machen. Der Schlüssel zu all diesen großartigen Abenteuern ist mentale Stärke. Bergsteigen und Wüstenwandern ist zu 90 % geistig und zu 10 % körperlich. Haben Sie eine Art „MacGyver-Tool“, das Sie auf all Ihren Reisen im Rucksack mitnehmen? Das wichtigste MacGyverTool ist ein ruhiger Geist. Nichts in der Tasche kann einen ruhigen Geist ersetzen, wenn etwa die Natur Kapriolen schlägt oder in großer Höhe etwas schiefgeht. Als Extrem-Abenteurer dreht sich alles um mentale Stärke und Ruhe angesichts von Widrigkeiten. Aber wenn es um konkrete Dinge geht, habe ich natürlich gerne einen zuverlässigen Zeitmesser dabei. Meine Glashütte Original Senator Cosmopolite zum Beispiel ist mein liebster Begleiter auf Reisen rund um den Globus. Dank ihres intelligenten
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Meine Intension? Ich liebe es, Geschichten zu erzählen und ich möchte diese mit so vielen Menschen wie möglich teilen. eitzonenmechanismus zeigt die Uhr zwei Zeitzonen gleich Z zeitig an, was mich von der Notwendigkeit befreit, die Zeitdifferenz berechnen zu müssen.
jeder Ort und jede lokale Umgebung völlig anders und zu glauben, dass wir die Reise ohne lokale Unterstützung beenden könnten, wäre nicht verantwortungsbewusst.
Auf Ihren Wanderungen müssen Sie immer auf Gefahrensituationen achten. Erwarten Sie stets das Unerwartete? Sicherheit muss bei jedem Abenteuer immer an erster Stelle stehen, und sicher zu sein bedeutet, sich ständig auf das Unerwartete vorzubereiten.
Wenn Sie ein Abenteuer erfolgreich abgeschlossen haben – was ist die größte Belohnung? Die größte Belohnung für mich besteht nicht darin, die Reise zu beenden. Vielmehr geht es darum sicherzustellen, dass die Fernsehsendung authentisch die tatsächliche Erfahrung zeigt, die ich hatte und dann global ausgestrahlt und von Zuschauern auf der ganzen Welt gesehen wird. Ich liebe es, Geschichten zu erzählen, ich liebe es, Inhalte zu erstellen, und ich möchte das mit so vielen Menschen wie möglich teilen – das ist meine Intension. Christiane Schöhl von Norman
Haben Sie von jedem Abenteuer, das Sie gemacht haben, ein Andenken mitgenommen? Ja, ich nehme gerne einen Stein von jedem Berg mit, den wir erklimmen oder Dschungel, den wir durchwandern. Es erinnert mich daran, wie mächtig die Natur ist und wie unglaublich inspirierend es ist, sie wochenlang zu erkunden.
Wie gehen Sie bei Ihren Abenteuern mit Isolation und Einsamkeit um oder werden Sie immer von einem Kamerateam begleitet? Ich bin nie wirklich allein. Wir filmen immer mit einem Fernsehteam, das zwei Kameraleuten entspricht. Zudem werden wir immer von einem lokalen Führer, einigen Packtieren oder Trägern begleitet. Wir haben also immer eine Community um uns herum. Es ist wirklich wichtig, dass wir mit Einheimischen zusammenarbeiten, denn obwohl ich sehr weit gereist und erfahren bin, ist
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Weltzeituhr. Die Glashütte Original Senator Cosmopolite mit zweiter Zeitzone und Automatikwerk begleitet Abenteurer Ryan Pyle zuverlässig bei seinen Reisen um die Welt.
Fotos: Glashütte Original
Sie bezeichnen sich selbst als Anthropologe mit Kamera, was ist Ihnen beim Fotografieren wichtig? Als ich ein professioneller Fotograf war, in den frühen Stadien meiner Karriere, habe ich es sehr genossen, durch China zu reisen und Geschichten aus dem Leben der Menschen zu erzählen. Das Leben von Menschen zu dokumentieren und ihre Lebensweise zu verstehen, erfordert Zeit, Bildung und echtes Verständnis. Es geht um einen unterschwelligen Prozess, das Vertrauen der Menschen zu gewinnen, so dass sie einen in ihr Leben einbetten, um am Ende ihre Lebensweise wirklich zu verstehen. Das ist Anthropologie.
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Selber Spirit, neuer Look Das Bildungshaus St. Arbogast in Götzis bekommt ein Update – der Spirit des Kraftortes bleibt derselbe. Martina Triebelnig, Leiterin des Bildungsmanagements, über die Sanierung und das Kursprogramm. Modernisierungen. „Die Küche wird modernisiert, um den heutigen Ansprüchen zu entsprechen. Die Büroräumlichkeiten werden neu aufgeteilt und komprimiert – zugunsten der Eingangsfläche, die zukünftig besser für Begegnungen genützt werden kann“, erklärt Martina Triebelnig, Leiterin des Bildungsmanagements des Traditionshauses. Im Obergeschoß wird ein bestehender Balkon überbaut und das Dach angehoben, wodurch ein zweiter großer Veranstaltungssaal entsteht. Die Hackschnitzelheizung wird um eine umweltfreundliche Luftwärmepumpe ergänzt. „Von außen bleibt das Haus dasselbe – es entsteht kein neuer Bil
Sanierung. Ab dem Frühjahr 2023 dürfen sich Besucher(innen) über die neuen Räumlichkeiten freuen.
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dungstempel, St. Arbogast wird St. Arbogast bleiben“, so Triebelnig. Derselbe Geist. Inhaltlich setzt die Bildungsstätte auf eine Mischung aus Altbewährtem und Neuem für Jung und Alt, den christlichen Werten folgend. „Offen sind wir für jede und jeden. St. Arbogast ist ein Ort der Begegnung und der Ruhe, an dem Menschen aus ihrem Alltag heraustreten und ihre Perspektiven erweitern können“, erklärt Martina Triebelnig, die seit zwei Jahren für die Themen Gesellschaft, Frauen, Lebensgestaltung und Familie in der Bildungseinrichtung verantwortlich zeichnet. „Kirchenferne Menschen haben hier oft ein Aha-Er-
Von außen bleibt das Haus dasselbe – es entsteht kein neuer Bildungstempel, St. Arbogast wird St. Arbogast bleiben. Martina Triebelnig Leitung Bildungsmanagement
Fotos: HK Architekten, Martina Triebelnig, Hanno Thurnher
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as Jugend- und Bildungshaus St. Arbogast tritt im September zur Verjüngungskur an – ein mit 7,2 Millionen E uro veranschlagtes Sanierungsprojekt soll frischen Wind in die 60 Jahre alten Mauern bringen. Die Kosten sind durch privates Engagement sowie Beiträge der Diözese Feldkirch, des Landes Vorarlberg und des Unterstützervereins gedeckt – bereits im März 2023 soll die im Naturschutzgebiet gelegene Bildungseinrichtung in neuem Glanz erstrahlen. Die Veränderungen fokussieren sich auf den Innenbereich und das Haupthaus: die Seminarinfrastruktur, die Gastronomie s owie die Büros.
Ort der Ruhe. Das im Naurschutzgebiet gelegene St. Arbogast wird modernisiert – das äußere Erscheinungsbild bleibt weitgehend unverändert.
lebnis, denn einigen ist erst gar nicht bewusst, dass es sich um eine Einrichtung der Diözese handelt.“ Die Gäste-gruppen sind bunt gemischt, so entscheiden sich Frauen und Männer aus allen beruflichen Kontexten für die Teilnahme an Exerzitien – die Sehnsucht nach Entschleunigung und Stille ist in der heutigen Zeit groß. Aber auch körperbezogene Themen stehen auf dem Programm, beispielsweise das Bewegungscoaching mittels Feldenkrais oder die Traditionelle Europäische Medizin (TEM). Gerade bei der TEM wird deutlich, dass Menschen sich auf Praktiken, die sich in unseren Breitengraden schon vor Jahrhunderten bewährten haben, zurückgreifen möchten. Der ganzheitliche Ansatz überzeugt: Saisonale Ernährung spielt in der TEM eine ebenso große Rolle, wie die Anwendung von Wi ckeln – Hildegard von Bingen (1098–1179),
Äbtissin sowie natur- und heilkundige Universalgelehrte, erlebt mit ihren Lehren schon seit einiger Zeit eine Renaissance. Frauen in Führungspositionen. „Wir bieten erstmals auch für Frauen in Leitungsfunktionen ein Modul, in dem verschiedenen Fragen auf den Grund gegangen wird, um selbstbewusst den eigenen Platz zu finden und zu gestalten“, so Triebelnig. Konkret geht es dabei um die Problematik der oft widersprüchlichen Erwartungen, denen sich Frauen gegenübersehen. Denn ihr AndersSein wird einerseits begrüßt, andererseits fordert die Gesellschaft von Frauen, sich anzupassen und somit gender-stereotyp der Norm zu entsprechen. Wie soll mit dieser Rollenerwartung umgegangen werden? Wie kann der Komplexität von Berufsalltag, Familie und Frausein begegnet werden?
Diese Realität zu navigieren, braucht Beherztheit, Kreativität und einen klaren Blick. Das Seminar „Selbstbewusst den eigenen Platz gestalten“, welches mit Unterstützung des Referats für Frauen und Gleichstellung des Land Vorarlbergs von 5. bis 6. Mai in St. Arbogast stattfindet, verspricht einen Methodenkoffer, um genau diese Kompetenzen zu schärfen. Yvonne Tscherner
Das Bildungsangebot in St. Arbogast wird auch in Zukunft breit gefächert sein. Im Programm finden sich bewährte sowie neue Veranstaltungen. kontur 41
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it dem KASCHMIR Club I Bar erhält der Otten Wirtschafts park in Hohenems ein ein zigartiges Ambiente, in welchem die Besucherinnen und Besucher mit allen Sinnen genießen können. Die Location mit seiner Bar verbindet die besonders gestaltete Architektur mit textiler Kultur, der Geschichte des Standorts sowie mit gastronomischen Genüssen auf höchstem Niveau. Außergewöhnlich ist auch das Farbdesign, dessen intensives
„KONTUR“-SPECIAL TOP 100
VORARLBERGS GRÖSSTE UNTERNEHMEN Die heimischen „Top 100“-Unternehmen schreiben wirtschaftliche Erfolgsstorys und behaupten sich auf ihren Märkten.
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EIN ERFOLGREICHES JAHR
VORARLBERGS WIRTSCHAFT Das Jahr 2021 war für die Unternehmer insgesamt ein gutes Jahr. Doch Engpässe gab es auf dem Arbeitsmarkt.
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eit über drei Jahrzehnten veröffentlichen die Vorarlberger Nachrichten alljährlich ihre Sonderpublikation „Top 100“. Darin werden die „Top 100“ Vorarlberger Unternehmen mit ihren wichtigsten betriebswirtschaftlichen Kennzahlen den Leserinnen und Lesern vorgestellt und so die beeindruckenden Leistungen der heimischen Wirtschaft einer
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breiten Öffentlichkeit bewusst gemacht. Zusammengefasst dokumentieren die „Top 100“ so einen wichtigen Abschnitt Vorarlberger Wirtschaftsgeschichte, beginnend mit dem 20. Jahrhundert. Nämlich den im Wesentlichen ohne Arbeitslosigkeit bewältigten Strukturwandel der Vorarlberger Wirtschaft von einem der führenden Textilländer zu
einer Region, in der heute u. a. die Metall-, Kunststoff-, Elektrizitäts- und Verpackungsindustrie vorherrschend sind. Dazu kommen wichtige Dienstleister, etwa im Tourismus oder im Transportbereich. Heute befindet sich Vorarlberg auf dem Weg zum Innovationsland, das die Vorarlberger Industriellenvereinigung so definiert: „Ein Wirtschaftsraum, der nicht nur von einzelnen hoch innovati-
Fotos: ÖBB-Lukas Hämmerle, Marcel Hagen
International. Es gibt kaum andere Regionen auf der Welt, in denen auf so kleinem Raum so viele Weltmarktführer vertreten sind.
LAND DER INNOVATIONEN Vorarlberg hat sich zu einem führenden Standort der Maschinen-, Kunststoffund Elektroindustrie entwickelt.
ven Unternehmen, Institutionen oder Personen getragen wird, sondern die kontinuierliche Erarbeitung von Innovation als Ziel definiert und dieses auch entsprechend politisch und gesamtgesellschaftlich fördert.“ Vorarlberg ist hier auf gutem Weg, denn es gibt internationalen Untersuchungen zufolge kaum andere Regionen auf der Welt, in denen auf so kleinem Raum so viele Weltmarktführer vertreten sind, wie hierzulande. Wichtige Kennzahlen. In der VN-Beilage „Top 100“ werden die heimischen Unternehmen in der Haupttabelle nach der Zahl ihrer Mitarbeiter in Vorarlberg gereiht. Dazu kommen die Zahlen der Beschäftigten an anderen Standorten, die Lehrlingszahlen sowie Umsatz, Investitionen und Exportquoten. Die Präsentation dieser VN-Beilage findet alljährlich in einem führenden Vorarlberger Unternehmen statt. In den vergangenen Jahren stets in Anwesenheit des Herrn
Erfolgsfaktoren der Vorarlberger Betriebe sind Innovationen, Flexibilität, höchste Qualität, Lieferqualität, Termintreue und die ausgezeichnete Ausbildung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Bundeskanzlers, der auch für heuer bereits zugesagt hat. Diese Veranstaltung hat sich zu einem wichtigen Treffpunkt der heimischen Wirtschaft und Wirtschaftspolitik entwickelt. Bei dieser Feier wird alljährlich auch der VN-Wirtschaftspreis an eine herausragende heimische Unternehmerpersönlichkeit verliehen. Im Vorjahr wurde erneut deutlich, dass sich die heimischen Wirtschaftsbetriebe – aller Größenordnungen – trotz teils großer Schwierigkeiten auf ihren Märkten behaupten konnten. Die aufgetretenen Herausforderungen waren beispielsweise Preissteigerungen bei Energie, Rohstoffen, Lieferengpässe durch politische, technische und wirtschaftliche Probleme entlang der Lieferketten und der Mangel an entsprechenden Fachkräften. Nur die kreativsten Köpfe und Konzepte schaffen es, in diesem Wettbewerb um Menschen und Material erfolgreich zu
Unsere Unternehmen trotzen erneut einer Krise. Die Stärke der Flaggschiffe hilft auch kleineren Betrieben, Kurs zu halten. Denn die kommenden Herausforderungen be wältigen wir nur gemeinsam.
Eine starke Marktnachfrage und Engpässe in der Materialversorgung stellen besondere Herausforde rungen dar. Höchste Priorität liegt auf einem aktiven Risikomanagement.
Hans Peter Metzler, WKV-Präsident
Günter Bischof , Künz GmbH
bestehen. Vorarlberg kann die Ursachen dieser Probleme nicht allein beheben, aber es kann deren Wirkungen bekämpfen. Punkten konnten die Vorarlberger Betriebe international mit Innovationen, Flexibilität, höchster Qualität, ihrer Lieferqualität und Termintreue und der ausgezeichneten Ausbildung ihrer Mitarbeiter, die für die großen Vorteile der dualen Ausbildung spricht. Hierzulande hat man die große Bedeutung der Lehrlings- und Facharbeiterausbildung rechtzeitig erkannt und heute kann praktisch jeder Jugendliche, der willens und fähig ist, einen der begehrten Ausbildungsplätze erhalten. Top-Fachhochschule. Ergänzend kommt dazu der international ausgezeichnete Ruf der Fachhochschule Vorarlberg in Dornbirn. Aus den Zahlen für das vergangene Jahr wird also deutlich, dass 2021 für die Vorarlberger Wirtschaft mit der pandemiebedingten Ausnahme einiger weniger Branchen ein gutes Jahr war. An der Spitze der gelisteten Unternehmen befinden sich so wie in den letzten Jahren Blum-Beschläge in Höchst, Liebherr Nenzing und der Lichtkonzern Zumtobel in Dornbirn. Ungewisse Aussichten für heuer. Das Ranking der VN stellt aber nur eine Reihung und keinesfalls eine Wertung dar. Denn in einer arbeitsteiligen Wirtschaft leisten Unternehmen aller Größenordnungen einen wichtigen Beitrag zum volkswirtschaftlichen Erfolg und damit zum Wohlstand für uns alle, auch wenn der Ukraine-Konflikt die Wachstumserwartungen für 2022 dämpft und mit einer höheren Inflation rechnet. Diese soll bedingt durch den Anstieg der Rohstoffpreise 5,9 Prozent im Jahresdurchschnitt steigen. Ernest F. Enzelsberger
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DONAU VERSICHERUNG AG
NACHHALTIG UND GUT VERSICHERT DONAU Landesdirektor Jürgen Gmeiner über die Karrierechancen in der Beratung und Nachhaltigkeit in der Vorsorge.
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Wie wird sich der Bedarf in Zukunft entwickeln? „Bei der Beratung steht für die DONAU der Mensch im Mittelpunkt. Wir setzen hier Akzente für die Absicherung schwerer Erkrankungen. Es zeigt sich, dass eine Krebserkrankung noch vor Corona die Gesundheitssorge Nummer 1 in Österreich ist. Die Betroffenheit ist sehr groß und ebenso der Wunsch, dieses Risiko abzusichern. Zugleich haben viele den Wunsch, nachhaltig vorzusorgen und die Familie abzusichern. Eine fondsgebundene Lebensversicherung wie unsere Green Protect, die voll auf Nachhaltigkeit setzt, wird von unseren Kunden als sehr attraktiv gesehen. “ Welche neuen Risiken kommen auf uns zu? „Die steigende Vernetzung unserer Gesellschaft und Wirtschaft erhöht das Risiko, Opfer eines digitalen Einbruchs zu werden. Fast jeden Tag gibt es neue Berichte darüber. Einerseits muss die technische Sicherheit erhöht werden und zugleich sollte sich jeder das finanzielle Risiko absichern. Die Cyberversicherung der DONAU schützt vor den finanziellen Folgen eines digitalen Einbruchs. Für Unternehmen bieten wir eine umfassende Beratung in Verbindung mit unserem SicherheitsCheck der IT-Systeme, der für mehr Sicherheit sorgt. Auch Privathaushalte können sich absichern und schützen.“
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Foto: Thomas Pitterle
egional und serviceorientiert ist die DONAU für ihre Kundinnen und Kunden in Vorarlberg da. Als österreichischer Traditionsversicherer ist sie Partner für die Gewerbebetriebe. Zugleich wird für die Absicherung der Privatkund(inn)en gesorgt. Das Angebot reicht von der Versicherung des Eigenheims bis zur privaten Pensionsvorsorge.
Landesdirektor Jürgen Gmeiner, MBA
Beratung bleibt ein wichtiges Thema oder wird alles online erledigt? „Die DONAU verbindet digitale Services mit persönlicher Beratung und sorgt so für die Zufriedenheit unserer Kundinnen und Kunden. Wir haben ein exzellentes Beratungsteam und schaffen die Absicherung, die benötigt wird. Das machen wir sehr erfolgreich und wollen das Team weiter ausbauen. Wir suchen kommunikationsfreudige Beratungstalente, die mit uns diesen Weg gehen. Als Versicherer muss ich meine Kundinnen und Kunden individuell beraten. Dafür brauche ich Vertrauen und Verständnis für die Lebenssituation, um die passende Lösung zu finden. Im Beratungsteam der DONAU schaffen wir die Basis für den individuellen Erfolg. Wir teilen
unsere Expertise und fördern Neueinsteigerinnen und Neueinsteiger sehr aktiv, um sie erfolgreich zu machen. Die DONAU schafft attraktive Arbeitsplätze mit Zukunft.“
DONAU Versicherung Landesdirektion Vorarlberg Arlbergstraße 15 6850 Dornbirn 050 330 - 70190 vbg@donauversicherung.at www.donauversicherung.at
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FLATZ GMBH
MIT BEGEISTERUNG ERFOLGREICH Menschen und Innovationen sind für die Flatz GmbH in Lauterach der wichtigste Kernfaktor für eine erfolgreiche Zukunft.
Fotos: Flatz GmbH, Roland Paulitsch
95 Mill. Euro Jahresumsatz aufgeteilt in: 70 % Verpackung 20 % Dämmung 10 % technische Bauteile
Die Investition in den Bereich Faserguss bietet zahlreiche neue Möglichkeiten.
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eit 1935 fertigt die Flatz GmbH in Lauterach erfolgreich Produkte, mit denen man fast täglich in Berührung kommt. Die Erfolgsgeschichte führt Geschäftsführer Stefan Flatz in dritter Generation weiter. Seine persönliche Vision dabei lautet: begeis-
Unser Mehrwert: Wir bieten Systemlösungen mit allen Materialien kombiniert. Stefan Flatz, Geschäftsführer
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Am Standort Lauterach.
tert, revolutionär, erfolgreich. „Begeisterte Menschen sind für mich sehr wichtig, da wir den Großteil unserer Lebenszeit im Unternehmen verbringen“, erläutert er einen der elementarsten Punkte seiner Firmenphilosophie. Es verwundert daher nicht, dass viel Engagement in Recruiting und HR investiert werden. Das Ergebnis ist ein eingespieltes Team, bei dem die „alten Hasen“ den neuen Mitarbeitenden mit Rat und Tat zur Seite stehen. Revolutionär. Wenn es um Innovation geht, ist Stefan Flatz wichtig, einen „Think outside the box“-Ansatz zu fördern. „Durch diese Denkweise kommen wir oft auf Ideen, die nicht nur ein bisschen besser sind, sondern die auch komplett neue Lösungen ermöglichen.“ Generell ist das Leistungsangebot in drei Bereichen definiert. Da wären zunächst die Verpackungslösungen aus Wellpappe und EPS, Faserguss und EPP (expandiertes Polypropylen). Hinzu kommen technische Bauteile für diverse
Branchen und Dämmstofflösungen vom Keller bis zum Dach. Bei allem spielt das Thema Nachhaltigkeit eine große Rolle. So wird ausschließlich mit 100% recycelbaren Materialien gearbeitet. Schließlich zu Punkt drei der Flatz-Vision: Erfolgreich zu wirtschaften – als gesunde Basis. „Denn nur so haben wir die finanziellen Mittel, um in neue Technologien und Produktionsweisen zu investieren.“
Flatz GmbH Funkenstraße 6, 6923 Lauterach +43 5574 83290 office@flatz.com www.flatz.com
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JÄGER BAU GMBH
ERFOLGSGESCHICHTE WEITERSCHREIBEN Ein besonderes Jahr in der Firmengeschichte von Jäger Bau: Geschäftsführungswechsel, 100-jähriges Firmenjubiläum und neue Firmenzentrale.
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as renommierte Vorarlberger Industrieunternehmen ist international tätig und beschäftigt heute rund 600 Mitarbeitende. Zu den Kernkompetenzen zählen die Bereiche Projektentwicklung, Hochund Tiefbau und Untertagebau. Das Leistungsspektrum umfasst unter anderem die Planung, Errichtung und den Verkauf von hochwertigen Wohn-, Gewerbe- und Tourismusprojekten sowie den Tunnel-, Schacht- und Kavernenbau. JÄGER ist ein gefragter Partner für private Bauherren, die Öffentliche Hand, Architektur- und Ingenieurbüros.
Dreier-Team. Wolfgang Weber, Thomas Lang und Christoph Grass (v. l.).
Fundament für die Zukunft. Die neue Firmenzentrale im Stadtzentrum von Bludenz.
Alle drei Geschäftsführer sind langjährige Mitarbeiter, die das Unternehmen im Sinne der Unternehmenswerte, Kund(inn)en und Mitarbeiter(innen) weiterführen. 100-jähriges Firmenjubiläum. Die Werte, mit denen das Familienunternehmen mit 100-jähriger Geschichte gewachsen ist, bleiben erhalten und zeigen die Richtung für die Zukunft: Wissen durch Erfahrung und Mut zu Innovationen, die Freude an der Technik mit Wirtschaftlichkeit zu verbinden sowie die Bereitschaft, Leistung zu erbringen. Aufbruch in eine neue Arbeitswelt. Im Stadtzentrum von Bludenz entsteht eine moderne, architektonisch hochwertige Firmenzentrale mit großzügigen Büroräumen und offen gestalteten Begegnungszonen. Als attraktiver Arbeitgeber der
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Region ist es Jäger Bau wichtig, allen jetzigen und zukünftigen Mitarbeiter(inne)n innovative und sympathische Arbeitsplätze zu bieten, die die Zusammenarbeit und Kommunikation stärken und gleichzeitig ein sichtbares Zeichen für Baukompetenz zu setzen.
Jäger Bau GmbH Batloggstraße 95, 6780 Schruns +43 5556 71810 office@jaegerbau.com jaegerbau.com Fotos: Jäger Bau GmbH
Kontinuität im Familienunternehmen. Seit Anfang 2022 erfolgt die Lenkung der Unternehmensgruppe durch ein neues Dreier-Team: Thomas Lang (Hoch- und Tiefbau, Projektentwicklung), Wolfgang Weber (Untertagebau) und Christoph Grass (Finanz- und Rechnungswesen) haben die Geschäftsführung von Guntram Jäger und Nikolaus Gassner übernommen.
NACHHALTIGE INVESTITION
DAS LICHTFORUM DER ZUMTOBEL GROUP IM ZENTRUM VON DORNBIRN
mehr er fahren.
VORARLBERGER LANDESKRANKENHÄUSER
ARBEITGEBER UND AUSBILDNER Dem Gesundheitskonzern der Vorarlberger Krankenhaus-Betriebsgesellschaft gehören die fünf LKH sowie die zwei Pflegeschulen an.
Die Ausbildung für Pflegekräfte findet in den Pflegeschulen Feldkirch und Rankweil statt.
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as Ziel ist es, die bestmögliche Gesundheitsversorgung für die Vorarlberger Bevölkerung sicherzustellen. Höchste Behandlungsqualität, qualifizierte Fachkräfte und wichtige Investitionen. Das sind die Grundvoraussetzungen für eine zukunftssichere Spitalsversorgung. Um eine Gesundheitsversorgung im stationären Bereich auf höchstem Niveau anzubieten, muss eine gute Aus-, Fort- und Weiterbildung in allen medizinischen und pflegerischen Bereichen gewährleistet sein. Lernschmiede Krankenhaus. Die Vorarlberger Landeskrankenhäuser bieten nicht nur Ausbildungsstellen für Medizinstudenten im klinisch-praktischen Jahr, für die Turnus- und Facharztausbildung sowie für die größte Berufsgruppe der Landeskrankenhäuser – die Pflegeberufe – an, sondern auch für Lehrlinge.
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Fortbildung für junge Ärztinnen und Ärzte: der Turnusärztekongress.
Top-Arbeitgeber. Die Vorarlberger Landeskrankenhäuser bieten 5140 Mitarbeiter(inne)n eine sichere Arbeitsstätte. Der sorgsame und nachhaltige Umgang mit den Ressourcen und den öffentlichen Mitteln hat oberste Priorität. Hohe Verantwortung. Mit medizinischen Leistungen auf höchstem Niveau und bester Servicequalität sind die fünf LKH auch ein wesentlicher Faktor für die gute Lebensqualität in Vorarlberg. Für die rund 400.000 Patientenbehandlungen stehen gesamt 1540 Betten zur Verfügung.
Vorarlberger KrankenhausBetriebsgesellschaft.m.b.h. Carinagasse 41, 6800 Feldkirch www.landeskrankenhaus.at
Foto: Vorarlberger Krankenhaus-Betriebsges.m.b.H., selbstverständlich zur honorarfreien Verwendung; Fotograf: Dietmar Mathis
Quantensprung im OP-Bereich: Das OP- & Intensivzentrum am LKH Feldkirch.
KÜNZ GMBH
ERFOLG MADE IN VORARLBERG 2022 feiert Künz 90-jähriges Firmenjubiläum. Dabei blickt das Unternehmen auf eine spannende Geschichte zurück.
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ie Künz GmbH gehört zu den ältesten Unternehmen der Vorarlberger Maschinenbauindustrie. Das 1932 von Hans Künz gegründete Familienunternehmen verfügt über jahrzehntelange Erfahrung im Kran- und Stahlwasserbau und bietet seinen anspruchsvollen Kunden weltweit technisch und qualitativ erstklassige Produkte. Als eines der führenden Unternehmen im Kranbau hat Künz neueste Entwicklungen nicht nur im Blick, sondern treibt sie konsequent voran – mit innovativen und patentierten Lösungen, die in eigenen Fertigungsstätten entstehen.
Künz ist sich seiner Verantwortung gegenüber Gesellschaft und Umwelt bewusst.
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Das Traditionsunternehmen setzt – gestern wie heute – Trends durch innovative Lösungen.
Sicherheit und Produktivität. Als Innovationsführer stattet Künz den Großteil seiner Produkte mit automatisierten Funktionen in unterschiedlichen Automatisierungsgraden aus, mit dem Ziel, menschliches Fehlverhalten zu minimieren und die Sicherheit am Arbeitsplatz zu maximieren. Smarte zukunftsträchtige Technologien, die perfekt auf den Kundennutzen abgestimmt sind, erhöhen zudem die Performance und sichern höchste Produktivität im Betrieb.
ters werden intelligente Energiespeicherlösungen eingesetzt. Das Zusammenspiel von neuesten Technologien und einer effizienten Energienutzung ist ausschlaggebend für die signifikante Reduktion von CO2 im Betrieb. Zudem bietet Künz mit seinem Retrofit-Team einen ressourcenschonenden Geschäftsbereich, der sich auf die Modernisierung in die Jahre gekommener Krananlagen spezialisiert hat.
Mit Verantwortung. Welche Möglichkeiten gibt es, Krane nachhaltiger zu konstruieren? Künz setzt auf eine Optimierung des Gewichtes und den Einsatz von patentierten aerodynamischen Designs der Kranstruktur. Eine höchstmögliche Energieeffizienz wird durch Rückgewinnung der Energie beim Abbremsen des Kranes und Senken der Last erzielt. Wei-
Künz GmbH Gerbestraße 15 6971 Hard +43 5574 68830 sales@kuenz.com
Fotos: Künz GmbH/Christian Holzer
Fotos: Künz GmbH/Christian Holzer
Dabei zeichnet sich Künz als Komplettanbieter aus, der sämtliche Geschäftsfelder abdeckt – von der Beratung über die Konzeption, Konstruktion und Produktion bis hin zur Montage, Schulung und Wartung. Mit den Zielbranchen: Container Handling, Mining Industrie, Schienen Handling, Holz Handling, Recycling & Schüttgut und Hydro bietet das Unternehmen eine breite Palette an Individuallösungen an. Künz hat seinen Hauptsitz in Hard am Bodensee und beschäftigt an fünf Standorten in Österreich, Italien, der Slowakei und den USA mehr als 500 Mitarbeiter.
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RANKING 2021
DIE TOP 100 IN ZAHLEN Die größten Arbeitgeber in der Vorarlberger Wirtschaft im Bereich Produktion und Dienstleistung und ihr Umsatz 2021 im Überblick. Rang Unternehmen Branche
Eigentümer/ Hauptaktionäre
1 Blum Gruppe Beschläge 2 Zumtobel Group AG Elektroindustrie 3 Liebherr Werk Nenzing GmbH Maschinenbau 4 Doppelmayr Holding SE Metallverarbeitende Industrie 5 illwerke vkw AG Energieunternehmen, -dienstleister 6 Hirschmann Automotive GmbH Automobilzulieferindustrie 7 Meusburger Georg GmbH & Co KG Metallverarbeitendes Gewerbe 8 GRASS Bewegungs-Systeme Metallindustrie 9 Getzner Textil Gruppe Textilindustrie 10 ALPLA Group Kunststoffverarbeiter, -verpackungen 11 Gebrüder Weiss GmbH Transport, Logistik, IT 12 i+R Gruppe Bauen, Immobilien, Bagger 13 Rauch Fruchtsäfte GmbH & Co OG Nahrungsmittel-Industrie 14 Silvretta Montafon Holding GmbH Tourismus 15 Rhomberg Holding Bau, Bahntechnik, Ressourcen 16 OMICRON Holding GmbH Energietechnik 17 Rudolf Ölz Meisterbäcker Lebensmittelindustrie GmbH & Co KG 18 Jäger Beteiligungs GmbH Bau, Transport 19 Collini Holding AG Oberflächentechnik 20 Bäckerei Mangold GmbH Bäckerei 21 Hilti AG Bautechnologie 22 Loacker Recycling GmbH Handel 23 Rupp AG Lebensmittelindustrie 24 Hydro Extrusion Nenzing GmbH Metallindustrie, Aluminium 25 Majer Unternehmensgruppe Gebäudereinigung 26 Wolford AG Textilindustrie 27 Russmedia Verlag GmbH Medien und IT 28 Haberkorn Holding AG Technischer Handel 29 Hilti & Jehle GmbH Bau 30 KÖNIG GmbH & Co KG Motorenteile 31 IMA Schelling Group Maschinen- und Anlagenbau 32 Offsetdruckerei Schwarzach GmbH Verpackungsindustrie
Familie Blum, Blum Privatstiftung Familie Zumtobel mit 37% k. A. AMD Privatstiftung 90%, Michael Doppelmayr 10% Aktiengesellschaft F&R Industriebeteiligungen GmbH Guntram Meusburger Würth-Gruppe Getzner, Mutter & Cie GmbH & Co KG Familie Lehner Familien Weiss und Jerie Alge Holding und Schertler Holding k. A. Bank für Tirol und Vorarlberg AG Rhomberg Privatstiftung Omicron Holding GmbH Familie Ölz
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Beschäftigte andere Umsatz in Vorarlberg Standorte (in Mill. E)
Jäger Privatstiftung Familien Collini und Drexel Familie Haag Hilti AG Loacker Privatstiftung 95%, Familie Loacker 5% Josef Rupp, Ludwig Rupp, Clemens Fischli, Sarah Fischli-Dürnberger, Daniela Rupp Norsk Hydro Hans Majer Lavin Fashion Group 58% Russmedia Holding GmbH, Sophie Kempf-Russ Privatstiftung Familie Haberkorn Helmut Hilti k. A. Legro Group GmbH VBG Holding AG
6.738 1.690 1.640 1.617
2.275 4.123 460 1.575
2.377 1.045 532 763
1.325 1.200 1.060 1.052 1.047 1.030 1.015 973 919 900 850 697 611
– 5.300 640 813 523 21.070 6.921 165 1.106 – 2.250 384 360
k. A. 458 302 467 416 4.000 2.540 600 1.151 k. A. 811 180 213
609 600 590 573 557
62 1.200 – 31.115 830
178 295 28 5.822 1.027
510
250
230
490 470 463 443
– – 66 26
230 9 90 90
440 423 419 400 392
1.751 180 – 1.350 49
693 116 59 300 87
LIEBHERR
„SOUND OF SILENCE“ Melodien der Nachhaltigkeit: Die Unplugged-Geräte von Liebherr verursachen keine Abgase und sind sehr leise. Der LR 1250.1 unplugged ist ein Meilenstein im emissionsfreien Baumaschinen-Portfolio von Liebherr.
Foto: Liebherr
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er Schutz von Menschen und Umwelt hat bei allen Geschäftsaktivitäten von Liebherr eine besondere Bedeutung. Für alle Produkte und deren Herstellung heißt dies, dass sie sicher, effizient und umweltverträglich sein müssen.
Geräte ist „Zero Emission“. Sie verursachen keine Abgase und sind sehr leise. Mit diesem „Sound of Silence“ treffen sie besonders in lärmempfindlichen Regionen den richtigen Ton und finden Anklang bei Baustellenpersonal und Anwohnern.
„Zero Emission“. Mit den elektrisch angetriebenen Geräten der Unplugged-Serie haben die Kunden die Möglichkeit, sich für nachhaltige Produkte zu entscheiden. 2019 brachte Liebherr das weltweit erste Großdrehbohrgerät auf den Markt, das mit Akku betrieben wird. Nach erfolgreicher Markteinführung wurde das alternative Antriebskonzept auf weitere Geräte, wie Raupenkrane, übertragen. Ein herausragendes Merkmal der Unplugged-
Vergoldet. Liebherr wurde für sein Bestreben vom unabhängigen Ratingunternehmen EcoVadis mit einer Goldmedaille ausgezeichnet. EcoVadis ist der weltweit renommierteste Anbieter von Nachhaltigkeitsratings mit über 75.000 bewerteten Unternehmen. Die Goldmedaille platziert Liebherr unter den besten 5 % aller bewerteten Unternehmen und den besten 3 % der Unternehmen derselben Branche weltweit.
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Liebherr-Werk Nenzing GmbH Dr. Hans Liebherr Straße 1 6710 Nenzing +43 50809 41-0 www.liebherr.com
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RANKING 2021
Rang Unternehmen Branche
Eigentümer/ Hauptaktionäre
33 Flatz GmbH Verpackungen, Dämmstoffe 34 Ganahl AG Papierverarbeitende Industrie 35 Versluis Restaurant Gastronomie Gastronomie GmbH 36 11er Nahrungsmittel GmbH Nahrungsmittelindustrie 37 Huber Holding AG Textil 38 Walter Bösch GmbH & Co KG Großhandel, Dienstleistungen, Industrie 39 Heron Gruppe Metallgewerbe 40 Getzner Werkstoffe GmbH Chemische Industrie 41 Wilhelm+Mayer GmbH Baugewerbe 42 Graf Firmengruppe Elektro, Elektronik 43 Bachmann electronic GmbH Elektro- und Elektronikindustrie 44 HEAD Sport GmbH Sportartikel 45 Mondelez Österreich Production GmbH Süßwaren 46 SCHMIDT'S Gruppe Eisenwarengroßhandel 47 Glas Marte Gruppe Glasverarbeitung, Glasbau 48 RATTPACK Group Verpackungsbranche 49 Künz Gruppe Maschinen- und Anlagenbau 50 Bertsch Holding GmbH Erneuerbareenergie, Biomasse kraftwerke, Anlagenbau 51 Faigle Gruppe Kunststoff-Verarbeiter 52 SOLA-Messwerkzeuge GmbH Metall, Herstellung von Messwerkzeugen 53 LTW Intralogistics GmbH Maschinen- und Stahlindustrie 54 EHG Stahlzentrum GmbH & Co OG Handel mit Metallen 55 Dorfinstallateur GmbH Energie- und Gebäudetechnik 56 Nägele Hoch- und Tiefbau GmbH Bau 57 Salzmann Formblechtechnik GmbH Fromblechkomponenten 58 Tomaselli Gabriel Bau GmbH Baugewerbe 59 Pfanner Holding AG Nahrungs- und Genussmittel, Getränke 60 Ball Beverage Packaging GmbH Metallverarbeitende Industrie 61 KRAL GmbH Pumpen, Messtechnik 62 Carcoustics Austria GmbH Automobilzulieferer 63 z-werkzeugbau gmbh Metallindustrie 64 Rudi Lins GesmbH & Co KG Kfz-Handel, Reparatur 65 Inhaus Handels GmbH Heizungs- und Sanitärgroßhandel 66 Erne Group GmbH Metallindustrie 67 Vögel Transporte GmbH Transportgewerbe 68 Schneider Automobil GmbH Kfz-Handel, Service und Reparatur 69 Bischof Holding GmbH Güterbeförderungsgewerbe 70 1zu1 Prototypen GmbH & Co KG Kunststoffgewerbe 71 GANTNER Electronic GmbH Elektronik
Familie Flatz Streubesitz / Familie Ganahl Lodewijk Versluis
385 382 380
– 1.409 –
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Familienbesitz Huber Holding GmbH k. A.
372 371 364
6 819 328
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Christian Beer Getzner, Mutter & Cie. GmbH & Co KG Familie Wilhelm Beteiligungs GmbH Graf Holding Bachmann Holding GmbH k. A. Mondelez International Inc. USA Familienbesitz Familienbesitz Matthias und Stephan Ratt Familienbesitz Hubert Bertsch
364 360 351 340 336 332 300 285 274 270 252 250
65 123 – 1 172 175 – 505 55 190 235 65
98 134 45 63 90 k. A. k. A. 219 37 96 113 k. A.
Familie Faigle Sola Privatstiftung, Familien Scheyer und Hörburger Doppelmayr Holding SE Gebrüder Ulmer Holding GmbH, Josef Pircher Beteiligungs GmbH 12 mitarbeitende Gesellschafter Porr AG Gerhard Salzmann Tomaselli-Gabriel Privatstiftung Walter Pfanner, Peter Pfanner, Hermann Pfanner, Wilfried Pfanner, Elmar Schneider, Marie-Luise Dietrich Ball Corporation USA Familie Kräutler Carcoustics Int. Hermann Eberle, Johannes Steurer Lins Verwaltungs- und Beteiligungs GmbH, RL Holding GmbH Pircher Beteiligungs GmbH, Huwa Finanz- und Beteiligungs AG Pipes Holding GmbH Familie Vögel Ulrike Janschek 75%, Karin Seyfried 25% Astrid Bischof, Otto Bischof, Michael Zimmermann Prototal Industries AB Gantner Electronic Austria Holding GmbH
247 228
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Beschäftigte andere Umsatz in Vorarlberg Standorte (in Mill. E)
PFANNER SCHUTZBEKLEIDUNG GMBH
HAND IN HAND NACHHALTIG Der Schutzhelm Protos Integral wird komplett in Vorarlberg produziert. Dabei wird Pfanner Schutzbekleidung unterstützt.
Fotos: Pfanner Schutzbekleidung GmbH
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enn es um Innovationen geht, kommt man in Vorarlberg an einem Unternehmen nicht vorbei: Pfanner Schutzbekleidung in Koblach. Anton Pfanner und sein Team wissen, dass ihre Kunden Profis sind, die von Bekleidung und Helmen höchste Sicherheit und TopQualität erwarten. Darum wird in Produktion und Überprüfung kein noch so kleines Detail ausgelassen. „So können die stetigen Optimierungen gewährleistet werden“, erklärt Anton Pfanner. Doch dem Unternehmer geht es noch um mehr. Nachhaltigkeit ist bei Pfanner ein Grundsatz – auch wenn es um die Menschen und ihr Arbeitsumfeld geht. Wertvolle Kooperation. Eines der Erfolgsprodukte des Unternehmens ist der integrale Schutzhelm Protos. Einige aufwändige Bestandteile dieses Kopf-
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schutzes, wie Nackenschalen, Kinnriemen, Stirnbänder, Visierträger oder Gehörschutzbügel werden von Heimarbeiterinnen und in den Werkstätten der Lebenshilfe Dornbirn, der aks in Ludesch und Götzis, der ABO Ludesch und der Justizanstalt Dornbirn hergestellt. Eine Partnerschaft, die Anton Pfanner sehr schätzt. „Die Institutionen kamen vor einigen Jahren mit der Frage auf uns zu, ob wir uns eine Kooperation vorstellen könnten. Daraus ist eine wertvolle Zusammenarbeit entstanden, von der beide Seiten profitieren.“ Nach der Fertigstellung kommen die einzelnen Bauteile schließlich nach Koblach in die Produktion bei Pfanner, wo sie von den Mitarbeitenden zum fertigen Helm – je nach individuellen Vorgaben der Kunden – zusammengefügt werden.
Der Protos Integral besteht aus 146 Bauteilen.
Pfanner Schutzbekleidung GmbH Herrschaftswiesen 11 6842 Koblach +43 595050-200 info@pfanner-austria.at www.pfanner-austria.at
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RANKING 2021
Rang Unternehmen Branche
Eigentümer/ Hauptaktionäre
Beschäftigte andere Umsatz in Vorarlberg Standorte (in Mill. E)
72 Etiketten CARINI GmbH Etikettendruck Andrea und Thomas Sohm 73 Mohrenbrauerei Vertriebs KG Lebensmittelindustrie Familie Huber 74 Auto Gerster GmbH Autohandel, Kfz-Gewerbe, Familie Gerster Lackierer, Spengler 75 Lercher Werkzeugbau GmbH Werkzeug- und Formenbau, Familie Lercher Kunststoffspritzguss 76 ZIMM Gruppe Industrie, Maschinenbau Gunther Zimmermann 77 Siemens AG Österreich, Vorarlberg Digitalisierung, Software, Siemens AG Elektrotechnik 78 Fohrenburg Beteiligungs AG Getränkeindustrie/Handel k. A. 79 Fliesenpool GmbH Handwerk und Gewerbe Bell und Beck Beteilungs-GmbH 80 MGT Mayer Glastechnik GmbH Glasindustrie Hanna Mayer, Walter Mayer 81 Walser GmbH Fahrzeugbau, Feuerwehrtechnik, Gerhard Rauch Handel 82 Vorarlberg Milch eGEN Nahrungsmittelindustrie 462 Landwirte 83 RÖFIX AG Stein- und Keramikindustrie Fixit Trockenmörtel Holding AG 84 Müroll GmbH Chemische und papierverarbeitende Familien-Privatstiftung Industrie 85 Otto Wohlgenannt GmbH Fahrzeugbau Otto Wohlgenannt 86 Scheyer Verpackungstechnik GmbH Kunststoffverarbeitung Familien Wiesenegger 87 Intemann Heizung, Sanitär, Klima Familie Intemann 88 MAWERA Anlagenbau Legro Group GmbH Holzfeuerungsanlagen GmbH 89 FHE Vertrieb von Hotel- und Gastronomieeinrichtungen k. A. Gastronomieeinrichtungen GmbH 90 Josef Mäser GmbH Handel Hanno, Otto und Guntram Mäser 91 Gesundhotel Bad Reuthe Tourismus Familie Frick 92 Dorner Electronic GmbH Softwarelösungen Andreas Dorner für Baustoffindustrie 93 HENN Industrial Autozulieferung Martin Ohneberg Group GmbH & Co KG 94 Sika Österreich GmbH Chemische Industrie Sika AG 95 FRIES Kunststofftechnik GmbH Kunststoffindustrie Familie Rhomberg 96 ZIMA Holding AG Immobilienentwicklung, Alexander Nußbaumer Projektentwicklung, Bauträger 97 Pfanner Schutzbekleidung GmbH Schutzausrüstung Anton Pfanner 98 Visuform GmbH Orientierungssysteme, Werbetechnik WD Beteiligungs GmbH, Mathias Zimmermann 99 Wagner GmbH Anlagenbau, Haustechnik Wagner Immobilien GmbH 100 WolfVision GmbH Audio-visuelle Branche WolfVision Center GmbH
150 150 144
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27 23 59
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k. A.
140 135
170 303.000
39 1.339
134 130 130 127
14 10 5 90
k. A. 16 18 47
121 120 120
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50 290 56
120 120 110 105
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32 38 28 26
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k. A.
98 97 96
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40 k. A. 12
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365
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92 88 88
178 110 81
159 25 315
87 85 85 82
2 35 – 38
44 16 13 26
Die Angabe der Unternehmensdaten erfolgte über Selbstauskunft der Betriebe / Stand: März 2022
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RUSSMEDIA GMBH
STARKE MENSCHEN FÜR STARKE MEDIEN Russmedia ist ein Great Place to Work. Die Basis dafür sind rund 1000 gut ausgebildete und motivierte Mitarbeitende.
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eränderungen bringen immer große Chancen mit sich. Der Weg hin zu digitalen Medien spiegelt sich in allen Bereichen wider. Bei Russmedia hat man keine Angst davor, sich ständig neu zu erfinden und tradierte Dinge zu hinterfragen. Flexibilität und Anpassungsfähigkeit an neue Umfeldbedingungen sind deshalb wichtige Kompetenzen für die Mitarbeitenden. Durch flache Hierarchien erhalten sie schnell Verantwortung und Entscheidungskompetenz.
Fotos: Frederick Sams
Ständige Weiterbildung ist ein zentraler Faktor für Erfolg und persönliche Zufriedenheit. Claudia Probst, Leitung Personalentwicklung
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Foto: Frederick Sams
Lebenslang lernen. Im Rahmen der Russmedia-Akademie wird ein umfassendes Aus- und Weiterbildungsprogramm geboten, das stets fokussiert ist auf die neuesten Anforderungen am Markt. „Denn wir sind der Meinung, dass ständige Weiterbildung ein zentraler Faktor für Erfolg und persönliche Zufriedenheit unserer Mitarbeitenden ist“, erklärt Claudia Probst, Leitung Personalentwicklung. Bei Russmedia wirken Mitarbeitende in einem der fortschrittlichsten Unternehmen mit, in dem das lokale Geschehen ebenso Stellenwert hat wie internationale Tätigkeiten
und entsprechende Netzwerke. In einem Umfeld, das hipp und anders ist – und in dem Innovationen gefördert werden. Russmedia sieht sich als das progressivste Medienunternehmen Europas. Deshalb bietet das Unternehmen ein modernes Arbeitsumfeld, in dem jede Mitarbeiterin und jeder Mitarbeiter ermutigt wird, selbst Verantwortung zu übernehmen und unternehmerisch zu denken. Führungskräfte von morgen. Die Erwartungen sind hoch: „Wir denken und arbeiten unternehmerisch. Leistungsorientierung ist zentraler Bestandteil unseres
Schaffens. Führungskräfte werden vorrangig intern nachbesetzt. Dies macht auch Einstiegspositionen als Karrieresprungbrett attraktiv“, so Claudia Probst.
Russmedia GmbH Gutenbergstr. 1, 6858 Schwarzach +43 5572 501-0 www.russmedia.com
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Welcome to Huber – zweimal in Vorarlberg Die Stadt pulsiert, die Fußgängerzone ist gut besucht. Am Arlberg locken sonnige Pisten und exklusives Ambiente. In Bregenz und Lech erwarten Kunden von Huber Fine Watches & Jewellery weltbekannte Marken und beste Beratung.
Wei Lun Lin, Huber Bregenz
Ein ganzes Haus für Huber. Was macht den Standort Bregenz so besonders? Wir sind im Herzen der Landeshauptstadt, nur wenige Gehminuten vom Bodensee entfernt. Zwischen Tradition und Moderne, zwischen Kunst und Kultur fand das neue Huber Haus sein Fundament. Durch die charmante Architektur, welche sich harmonisch in das Stadtbild einbindet, und das stimmige Ambiente, wird die „Huber-Boutique“ zu etwas ganz Besonderem. Welches Erlebnis können die Kundinnen und Kunden erwarten? Wer außergewöhnlichen Schmuck und Uhren liebt und schätzt, ist bei uns richtig. Abgerundet wird das Gesamterlebnis in Bregenz durch eine exzellente Beratung in entspannter Atmosphäre. Welches Publikum dürfen Sie in Ihrem Geschäft begrüßen? Bei Juwelier Huber in Bregenz ist jeder willkommen, dem beim Anblick von tollen Uhren und atemberaubendem Schmuck das Herz höherschlägt. Das einzigartige Flair und unser kompetentes Team werden das gesamte Publikum verzaubern.
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m Jahr 1991 eröffnete Huber Fine Watches & Jewellery seine erste Boutique in Österreichs prominentestem Skiort Lech am Arlberg. Sie avancierte zum beliebten Treffpunkt für Gäste aus aller Welt. Geleitet wird die Huber-Dependance von Josef Güfel. „Wir möchten, dass die Gäste gerne zu uns kommen, unabhängig davon, ob sie etwas kaufen wollen oder nicht.“ Ihr Geschäft liegt mitten in Lech. Was zeichnet diesen Standort aus? Winterwonderland at it’s finest und eine Perle der Natur im Sommer. Lech besticht durch die entspannte Atmosphäre, den Dorfcharakter, perfekte Pisten und wunderbare Wanderwege. Unser Geschäft ist direkt beim Rüfiplatz. Vor dem Geschäft steht ein Skiständer, was vielleicht ungewöhnlich erscheint für einen Juwelier. Was schätzen die Kundinnen und Kunden an Ihrem Service? Wir haben die namhaftesten Schmuck- und Uhrenmarken in einem Ambiente präsentiert, das seinesgleichen sucht. Wir haben keine Kunden, wir haben Gäste und leben unsere Gastgeberrolle. Das heißt auch, dass unsere Gäste nach einem erfolgreichen Ski- oder Wandertag bei uns auf ein feines Glas Champagner oder eine T asse Espresso vorbeischauen, sich wohlfühlen in unserem Kaminzimmer und sich gegebenenfalls mit etwas Schönem belohnen. Welches Erlebnis können die Kundinnen und Kunden erwarten? Glücksmomente schenken lautet unser Credo. Persönliche Beratung und Betreuung – und das in Skiausrüstung.
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ie Idee entstand 2017, drei Jahre später wurde sie umgesetzt: Am 15. Oktober 2020 eröffnete das traditionsreiche Familienunternehmen seine zweite Uhrenund Schmuckboutique im Ländle. „Exklusives Uhrenund Schmuckerlebnis in einer familiären Atmosphäre – das schätzen unsere Kundinnen und Kunden in Bregenz“, so Geschäftsführer Wei Lun Lin.
Josef Güfel, Huber Lech
Ästhetin Poetin Fotografin
Foto: Koeb Food Photography
Ulrike Köb Die Berufsbilder einer HAK Absolventin begeistern sie nicht. Ihr steht der Sinn nach einer kreativen Arbeit. In einem Wiener Fotoatelier wird eine Lehrstelle zum Auslöser ihrer Karriere als Spezialistin für Food Photography. In zahlreichen Kochbüchern und Ausstellungen inszeniert sie Poesie und Ästhetik der Lebensmittel und Kochkünste.
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Legende. Wilhelm Tell war nicht der erste Vater, der mit einem Apfelschuss Leben rettete.
Stockrosen. Antike Heilpflanze und Farbstoff für Lebensmittel.
Randig. Die Rote Rübe ist reich an Vitaminen und Mineralstoffen.
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ei Stefan Liewehr in Wien findet sie nicht nur einen Arbeits- und Ausbildungsplatz, sondern auch ein Metier, das sie von Anfang an begeistert: Kulinarische Fotografie. Ulrike Köb bestätigt ihre Expertise als Fotografin mit der Gesellen- und Meisterprüfung. 1988 macht sie sich selbstständig. „Koeb Food Photography“. Nur ein Jahr später kann sie ihre Fotokünste in Buchform beweisen. Die Chance gibt ihr der Orac Verlag. Sie porträtiert die besten österreichischen Köche der damaligen Zeit und ihre Signature Dishes mit dem Buch „Große Küche“. Unter anderem auch Ernst Huber, damals gastronomischer Hausherr im Bregenzer „Zoll”. „Ich h abe die Anfangswelle der Essens- und Genusswelten erwischt.“ Mittlerweile sind im In- und Ausland rund 50 Kochbücher mit Fotografien von Ulrike Köb erschienen.
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Leidenschaft für Farbe, Licht, Stil. Der Eröffnung eines eigenen Studios im berühmten Majolikahaus von Otto Wagner in der Linken Wienzeile gehen Workshops in den USA voraus. „Je mehr man sieht, je mehr lernt man.“ Eine weise Erfahrung. Immerhin war die älteste Universität der Welt im ägyptischen Alexandria eine „Schule des Sehens“. Ulrike Köb sieht nicht nur die Poesie in den frischen Lebensmitteln am Naschmarkt, sondern auch die Schönheit alter Requisiten am benachbarten Flohmarkt. Inspirations- und Fundort liegen ihrem Studio gegenüber. Dort schlägt sie zwei Fliegen mit einem Schlag. Allmählich wächst ihre Sammlung an Tellern, Gläsern, Schüsseln, Besteck wie ihre Lust, nicht nur meisterhaft zubereitete Speisen im rechten Licht zu inszenieren, sondern auch ihre Zutaten in Obstgärten, Gemüsebeeten, in Wald und Wiese als Still life zu arrangieren.
Fotos: Koeb Food Photography
Nein, in die Textilschule nach Dornbirn wollte die Lustenauerin nicht gehen. Dann lieber HAK. Eine Karriere in der Stickereimetropole war nicht ihr Lebenstraum. Ulrike Köb, geboren 1959, träumte von einem künstlerischen Beruf. Ihre Wahl fiel auf Fotografie.
„Knipsen kann jeder. Nicht jeder kann sehen. Photographie ist eine Kunst des Sehens.“ Friedrich Dürrenmatt Ausstellungen im Ausland. Anfang der 1990er-Jahre reist Ulrike Köb in den Oman, der bis 2020 vom kunstsinnigen Sultan Quabus ibn Said regiert wird. Im Gepäck hat sie eine analoge Großbildkamera. Ihr fotografischer Schatz wird in Form von Platinum Palladium Prints in zwei Ausstellungen in Muscat gezeigt. Die spezielle Technik ermöglicht feine Grauabstufungen und intensive Licht-/ Schatteneffekte. Weltfotografen wie Irving Penn, Alfred Stieglitz und Paul Strand transferierten ihre Fotos auf Aquarellpapier, das mit Platinum-, Palladium- und Eisensalzen bestrichen, danach getrocknet und mit UV-Licht belichtet wird. Platinum Palladium Prints sind Unikate. Ausstellungen bleiben für Ulrike Köb ein wichtiges Terrain. Nach Beteiligung an Ausstellungen in Italien, Holland, Dänemark, Ungarn und Südkorea wird sie Fotoarbeiten zum aktuellen Thema Nachhaltigkeit in Osteuropa zeigen. Ihr Fokus liegt auf Reuse, Reduce, Recycling. Start: April 2022 in Budapest.
zartfarbene Amaryllisblüten in Glasvasen. „Fotografieren ist eine Art zu leben“, sagte Henri Cartier-Bresson. In ihrem Studio zum Hof kann man sein Statement erleben.
Ein Studio zum Hof. 2003 kauft Ulrike Köb ein Werksgebäude in einem Hinterhof der Schönbrunnerstraße. In dem Ende des 19. Jahrhunderts errichteten Zweckbau werden zunächst Stoffe gefärbt, dann Reißzeug gemacht. Nach gründlichem Umbau entstehen zwei weitläufige Etagen, eine zum Arbeiten, die andere zum Wohnen. Raumhohe Glasfronten geben den Blick auf eine Terrasse frei, Ulrike Köbs Lustgarten. Bäume und Bohnen, Paradeiser wie Pelargonien teilen einträchtig ihr Leben in Töpfen, das sie mit der Kamera begleitet. Zur Winterzeit defilieren vor den Fenstern
Ulrike Köb hat die Leidenschaft der Matzkas 2019 mit der Kamera eingefangen. 2021 erhalten die „Gemüsestars“ im Kontext mit dem VIVAMAYR Health Concept Buchwürde. Im Mai 2022 erscheint der Bildband APFELGARTEN, für den sie vergessene und neue, unbeachtete wie begehrte Sorten, inklusive 60 köstliche Speisen fotografiert hat. Dass die Äpfel nicht weit vom Stamm fallen, beweist Tochter Ambrosia (19) mit ihrer Entscheidung, an der Wiener Akademie der Bildenden Künste Architektur zu studieren. Elisabeth Längle
Gesund. Grüne Suppe aus Stangensellerie.
Köbs Kulinarische Bildbände. Die Freude der Fotografin an Reisen in fremde Länder, ihr Interesse an den Geburtsorten der Zutaten, die Lust mit Fotos Geschichten zu erzählen, ihre Begeisterung für Inszenierungen mit Licht, Schatten und stimmungsvollen Requisiten kommt in zahlreichen Bildbänden zum Ausdruck, die viel mehr als Kochbücher sind. Zu einer kulinarischen Reise durch Istrien laden beispielsweise Manfred Matzka, ehedem Präsidialchef im Bundeskanzleramt, und seine Gattin Anica Matzka-Dojder, ein, die nahe Opatijas ein altes Steinhaus bewohnen. Er, Ehrenbürger von Opatija, sammelt Geschichten, sie alte Rezepte der Gegend.
Köstlich. Kompott aus Birnen mit Sternanis.
Bunt. Pochiertes Ei auf Salat aus Wildkräutern.
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Im Dazwischen als Duo unterwegs Gute Landschaftsarchitektur ist für Elisabeth Gruber und Alexander Haumer (Gruber+Haumer) eine, die im Kontext der Geschichte des jeweiligen Orts in einem auf Augenhöhe geführten Dialog mit den potenziellen Nutzern entsteht.
Unter Architektur versteht man üblicherweise Gebautes, meist singuläre Baukörper. Vergessen wird da oft das Dazwischen. Aber genau das ist es, was euch interessiert. Wobei das Gebot der Stunde die innere Verdichtung von Städten wie Dörfern ist, um deren weiteres Ausfransen zu verhindern inklusive der negativen Folgen, die dieses Wuchern der Siedlungsräume mit sich bringt.
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Gruber+Haumer: Dichte muss allerdings nicht bedeuten, dass die Qualität der Außenräume darunter leidet. Man denke nur an den New Yorker Central Park. Wäre da nicht vor mehr als 100 Jahren diese riesige Fläche mitten in der Millionenstadt freigelassen worden, dann wäre sie jetzt mit absoluter Sicherheit komplett zugebaut. Durch die zunehmend verordnete Dichte gehen in unseren Ortskernen allerdings die Freiräume immer mehr verloren,
werden oft allein durch die behördlich verordneten Abstandsgrenzen definiert. Unserer Meinung nach wäre es besser, ein noch mehr an Dichte anzustreben und als Ausgleich dazu großzügig dimensionierte öffentliche Räume. Landschaftsarchitektur ist immer ein spannender Balanceakt zwischen gezähmter und ungezähmter Natur. Wie geht ihr damit um? Es kommt immer auf
Fotos: Christa Engstler, Christian Flatscher
Freiraum. Der großzügig dimensionierte Pausenhof der Neuen Mittelschule Bludenz.
Seit Jahren begleitet uns die philo sophische Haltung des japanischen Ästhetikkonzepts Wabi Sabi. den Kontext an. Wobei für uns die Übergänge zwischen der Natur und der Kulturlandschaft sehr wichtig sind, beim Siedlungsbau die Raumgrenzen. Die möglichst fließenden Übergänge etwa von kleinen, allein durch Sträucher begrenzten Privatgärten zu öffentlich genutzten, fein durchwegten und sanft modellierten Bereichen zum nahen Wald, zu einem Gewässer, freien Wiesen oder zur Straße. Landschaftsarchitektur ist allerdings ein dynamischer, letztlich nicht wirklich kalkulierbarer Prozess. Da man besonders bei Raum bildenden Pflanzen, wie es Bäume oder Sträucher sind, deren Entwicklung oft viele Jahre vorausdenken muss. Das Schicksal von uns Landschaftsarchitekten ist allerdings, dass wir unsere „Kinder“ sehr schnell den Benutzern bzw. denen, die sie pflegen, überlassen müssen. Nicht immer zu unserer Freude.
Was sagt ihr zu Lois Weinbergers „Mobilem Garten“, der fast ein Jahr lang vor dem Kunsthaus Bregenz Station gemacht hat und nun in den Lustenauer Millennium Park übersiedelt ist. Bestehend aus Hunderten mit Vorarlberger Erde gefüllten Plastikeimern, in denen wachsen darf, was wachsen will. Und das ist jede Menge. Das ist natürlich ein höchst spannender Ansatz. Wir kennen Weinberger schon seit seinem Auftritt 1997 bei der Kasseler documenta X, als er zwischen aufgelassenen Bahngleisen Ruderalpflanzen aus südlichen Ländern wachsen ließ. Sozusagen als weissagerische Metapher für die Flüchtlingsströme späterer Jahre. Für uns als Landschaftsarchitekten der Beweis, welches Potenzial in einem ganz normalen Boden schlummert. Wobei man heute weiß, dass es 100 Jahre
braucht, bis ein Zentimeter Erde entsteht. Als Ergebnis von Wachsen und wieder Absterben der unterschiedlichsten Pflanzen, wodurch der Humus entsteht, der wieder andere gedeihen lässt. Wobei euer Job natürlich ist, in die Natur einzugreifen, sie ganz bewusst zu gestalten. Jedenfalls so weit, wie das sein kann. Unser Ziel ist es, wie bei gebauten Architekturen auch im Außenbereich Räume zu definieren, die mit komplett unterschiedlichen Bedeutungen aufgeladen sind. Absolut dysfunktionale genauso wie solche, deren Nutzung ganz klar ist. Allerdings gilt auch hier die These, dass gutes Design letztlich unsichtbar ist. Ortet ihr nicht zuletzt durch eure konsequente Arbeit eine Zunahme des
Struktur. Neue ortsräumliche Dimension für das Zentrum von Niederndorf.
Gartenhöfe. Unterschiedlich genutzte Plätze bei der Wohnbebauung Weidach.
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Spielerisch. Sitzsteine geben der Begegnungszone Aktivpark Montafon Struktur.
Bewusstseins, was öffentlicher Raum alles sein kann? Ja, da ist eindeutig ein Umdenken im Gang. Was nicht zuletzt mit dem immer deutlicher werdenden Klimawandel zu tun hat. Versteht doch wirklich jeder, dass eine begrünte Fläche wesentlich kühler als Asphalt ist. Ein Zukunftsthema werden begrünte Fassaden sein, die allerdings teilweise sehr aufwendig sind, viel Technik, viel Wartung brauchen. Wobei der CO2-Fußabdruck dieser Anlagen höchst fragwürdig, in Sachen Umweltbewusstsein letztlich scheinheilig ist. Was auch auf die Gestaltung von Plätzen zutrifft, die über Tiefgaragen angelegt werden. Hier schattenspendende Bäume zu pflanzen, wäre eigentlich logisch, dafür allerdings ein paar Stellplätze zu opfern, ist aber meist ein No-Go. Wie funktioniert eigentlich die Zusammenarbeit von Architekten und Landschaftsarchitekten? In der Regel gut. Wobei in Vorarlberg Wettbewerbe noch immer viel zu selten interdisziplinär ausgeschrieben werden. Geht es hier doch primär darum, dass gute Architektur entsteht. Wobei es so wichtig wäre, neben Landschaftsarchitekten auch Soziologen und Verkehrsplaner in die Planungsprozesse von Anfang an miteinzubeziehen. Allerdings hat sich diesbezüglich schon sehr viel zum Besseren gewandelt. Erkennen doch auch die Kommunen langsam, welche Bedeutung öffentliche Räume für das Wohlbefinden der Bevölkerung haben. Wie wichtig ist der Zeitgeist in der Landschaftsarchitektur, gibt es Moden? Wir würden lieber von individuellen Handschriften als von Moden sprechen. Wobei wir von der philosophischen Haltung des „Wabi Sabi“, einem japanischen Konzept der Ästhetik, inspiriert sind. In der es um die Einfachheit in Harmonie mit der Natur geht, die stille Würde des Alterns in Schönheit. Die Bandbreite eurer Arbeit ist sehr weit gesteckt. Reicht vom kleinen
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Elisabeth Gruber und Alexander Haumer plädieren dafür, nicht jeden Freiraum zu kultivieren, sondern eine kleinräumige Verwilderung zuzulassen. Setzt eine Rasenfläche, die 18 Mal gemäht wird, doch wesentlich mehr CO2 frei als eine mit nur vier Schnitten.
Die von uns geplanten öffentlichen Freiräume sollen Orte der gegensätzlichsten Aneignung sein. Privatgarten bis zum raumplanerischen Projekt. Wobei ihr als Landschaftsarchitekten sowohl Planer als auch Gestalter und Gärtner seid. Als was fühlt ihr euch? Wir sehen uns als Planer von Freiräumen, die möglichst nutzungsoffen und trotzdem klar definiert sind. Was sehr technisch klingen mag, es in Wirklichkeit aber viel um Ästhetik, letztlich Emotionen geht. Wichtig sind uns informelle Begegnungsräume, großzügige Eingänge, Orte der Kommunikation wie eine Bank vor einer Hausmauer oder auch der städtische Raum, den selbstbewusst zu vereinnahmen durch uns alle wichtig wäre. Was sind gerade aktuelle Projekte? Ein Wettbewerb, den wir 2021 in Zusammenarbeit mit Bernhard Berger gewon-
Kreatives Duo. Die Bürser Landschaftsarchitekten Elisabeth Gruber und Alexander Haumer.
Fotos: Christa Engstler, Bruno Klomfar, Darko Todorovic
nen haben und bei dem es um die Neugestaltung von zwei zentralen Plätzen in Lechaschau im Außerfern geht, befindet sich gerade im Zustand der Ausführungsplanung. Um Struktur in einen Durchgangsort zu bringen, ihn durch Pflasterung, Möblierung und Bepflanzung in einen Ort zum Verweilen zu verwandeln.
Reduktion. Holzstege und Pflanzeninseln gliedern den Illwerke-Park Partennen.
Wie funktioniert eigentlich eure Arbeit als Team? Gibt es da gewisse Zuständigkeiten, wie wichtig ist die Reibung aneinander als Teil eines konstruktiven Findungsprozesses? Jeder von uns ist verantwortlich für ein Projekt, die Ideenentwicklung passiert allerdings meist gemeinsam. Wobei der männliche bzw. weibliche Zugang im Wahrnehmen von Räumen erstaunlicherweise schon sehr unterschiedlich ist. Das Konfliktpotenzial, das sich da raus ergibt, ist allerdings leicht auszuhalten. Als großer Vorteil stellt sich auch immer mehr unser prinzipiell unterschiedliches Herangehen an Projekte heraus, was nicht zuletzt mit unseren eigenen Geschichten bzw. Bildungswegen zu tun hat. Edith Schlocker
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Veränderte Lebens- und Arbeitsräume, das Verschwimmen der Grenzen zwischen urbanem und ländlichem Siedlungsraum und steigende Grundstücks-, Bau- und Wohnkosten fordern eine ganze Branche, sich immer wieder neu zu erfinden.
Umfassende Leistungen. Von der Nutzungsidee bis zur Wirtschaftlichkeitsbetrachtung, von der Projektentwicklung zu den konkreten Planungen, von der Begleitung der baulichen Ausführungen bis hin zu Vermarktung und laufendem Betrieb – die Leistungen der HRP sind umfassend. Dabei kann das zehnköpfige Team auf langjährige Erfahrung und Wissen aus verschiedensten Bereichen zurückgreifen. Nach dem Start in Vorarlberg konnten bald auch erste Projekte in Salzburg und Oberösterreich auf den Weg gebracht werden. Seit 2021 gibt es deshalb einen zweiten Standort im oberösterreichischen Innviertel. „Neben Vorarlberg, Salzburg und Oberösterreich wurden auch bereits
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erste Schritte in Tirol gesetzt. In den nächsten Jahren möchten wir in weitere Bundesländer expandieren und auch der norditalienische Raum bietet einiges an Perspektiven“, verrät Egon Hajek.
Das Interesse an MicroApartments steigt. Darum ziehen wir diese relativ neue Form des Wohnens auch bei unseren Projekten in Betracht. Egon Hajek Geschäftsführer HRP
Moderne Konzepte. Viele Möglichkeiten und großes Potenzial sehen die Immobilienentwickler in der Tourismus- und Gastronomiebranche. Ein erstes Projekt konnte im Vorjahr mit der Neuerrichtung der Alpe Furx abgeschlossen werden. Gero Riedmann gibt Einblick: „Eine Bestandsanalyse ergab, dass das bestehende Gebäude nicht mehr den Anforderungen der heutigen Zeit entspricht und Anpassungen nicht möglich sind.“ Mittels Architekturwettbewerb wurde die beste Idee gesucht und umgesetzt. „Mit der Errichtung des Res taurants am Standort und den zehn Chalets wurde nicht nur der Betrieb der Alpe Furx gesichert, sondern auch das Bestehenbleiben des Naherholungsgebietes für die Bewohner des Rheintals und den umliegenden Regionen“, ergänzt Riedmann und zeigt damit auf, dass oft auch das Umfeld von solchen Projekten profitiert. Eine weitere Eröffnung findet schon bald statt. Das bekannte Gasthaus Taube in Rankweil wurde 2021 erworben. Mit einigen Adaptierungen und modernem Kon-
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gon Hajek und Gero Riedmann sind seit mehr als 25 Jahren in der Immobilienbranche tätig. Vor fünf Jahren haben sie sich mit der Hajek Riedmann Projekt GmbH (HRP) selbstständig gemacht und setzen mit ihren Projekten neue Impulse.
Foto: Bernhard Rogen, HRP
Traditionen erhalten und neue Wege beschreiten
Beispielhaft. Mit einer Projektinitiative wurden der Fortbestand und die Weiterentwicklung der Alpe Furx gesichert.
zept können schon im Mai die ersten Besucher empfangen werden. „Es war uns und unseren Partnern von Beginn an ein persönliches Anliegen, das traditionsreiche Gebäude möglichst zu erhalten und
Natürlich möchten auch wir unseren Teil zu leistbarem Wohnen in Vorarlberg beitragen und sind offen für neue und innovative Lösungen. Gero Riedmann Geschäftsführer HRP
ihm neues Leben einzuhauchen. Damit möchten wir ein Zeichen gegen die schwindende Kultur-, Genuss- und Gasthauslandschaft in Vorarlberg setzen“, betont Egon Hajek und ist sich sicher, dass dies nicht das letzte Projekt dieser Art war. Innovative Lösungen. Die steigenden Kosten sind laufend in Diskussion. „Natürlich möchten auch wir unseren Teil zu leistbarem Wohnen beitragen und sind offen für neue Wege und Lösungen. Wir planen für die nächsten Jahre die Errichtung von Eigentumswohnungen im Baurecht. Durch diese Form des Wohnbaus können die Kosten für das Grundstück erheblich reduziert werden. Diese Preisreduktion spürt dann auch der Käufer einer solchen Wohnung“, informiert Gero Riedmann. Micro-Apartments. Die Bevölkerung in Vorarlberg wächst und damit auch der Bedarf nach Wohnraum. Seit einiger Zeit gewinnen Micro-Apartments – das sind Mietwohnungen mit optimiertem Raumund Einrichtungskonzept sowie guter Er-
reichbarkeit und Infrastruktur – immer mehr an Bedeutung. Egon Hajek dazu: „Auch diese relativ neue Form des Wohnens ziehen wir bei unseren Projekten in Betracht und merken, dass das Interesse steigt.“ Langfristige Partnerschaften. „Auch für uns waren die letzten beiden Jahre eine ganz neue Erfahrung. Die Unsicherheit gerade zu Beginn der Corona-Pandemie war für alle spürbar“, so die Geschäftsführer. „Die partnerschaftliche und vernetzte Zusammenarbeit, die wir schon zuvor gelebt haben, hat sich bewährt.“ Dabei betonen sie, dass der Grundstein für den Erfolg mit der Zusammenarbeit in vielen Bereichen gesetzt wird. „Wir setzen nicht nur auf langfristige Partnerschaften mit den Investoren, den Fachplanern und den Partnern in der baulichen Umsetzung. Auch eine gute und offene Kommunikation mit den Nutzern ist uns sehr wichtig.“ Informationen zur Hajek Riedmann Projekt GmbH und zu weiteren Projekten gibt es unter www.hajek-riedmann.at
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14. bis 29. April 2022
TO ALL TOMORROW‘S PARTIES Nico, Andy Warhol und die Factory Niklas Ritter | Uraufführung landestheater.org
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Für Feinschmecker und Clubgänger
Foto: Kuche.Klub
Mit einem einzigartigen Konzept vereint Daniel Schweighofer in der Schaffarei in Feldkirch erstklassige Küche und Club-Kultur.
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S
eit knapp einem Jahr gibt es Kuche & Klub, ein einzigartiges Lokal, beheimatet in der Schaffarei in der Nähe des Bahnhofs. Daniel Schweighofer und seinem Team ist es gelungen, verschiedene Aspekte hervorragender Gastronomie zusammenzuführen und im wunderschönen Ambiente der Lokalität zu vereinen. „Kuche & Klub: Wie der Name schon sagt, versuchen wir ein Angebot zu schaffen, das verschiedene Aspekte unter einen Hut bringt. Untertags verwandelt sich das Lokal in einen Treffpunkt für die Feldkircher. Sei es mit Frühstücks- oder Brunch-Angeboten, ausgefeilten Mittagsmenüs oder gastronomischen Schmankerln abseits des Mainstreams. Immer mit dem Anspruch, höchste Qualität auf die Teller zu bringen. Mit dem Ausbau des legendären Graf-Hugo-Kellers schaffen wir aber auch einen Raum für die Club-Kultur, einen Ort, an dem sich die Vorarlberger Szene trifft, um ausgelassen durch die Nacht zu feiern“, gewährt der Herzblut-Gastronom Einblick in seine Philosophie. Mit Daniel „Malone“ Traunig hat er diesbezüglich einen versierten Kompagnon an seiner Seite, mit dem das Feldkircher Nachtleben um eine Facette reicher geworden ist.
Hingucker. Kuche & Klub fügt sich perfekt in die Architek tur der Schaffarei ein.
Nahezu grenzenlos. Schweighofer selbst zählt ebenfalls seit Jahren zu den bekanntesten Gesichtern der Branche. Nach einem Gastspiel im Wiener Museumsquartier kehrte der 35-Jährige nach Vorarlberg zurück. Als Barchef im Dornbirner Conrad Sohm und nach der Gründung des Lokals Frei in der Innenstadt zog es ihn aber wieder zurück an seine ehemalige Wirkungsstätte. Zunächst zu seinem alten Mentor Reinhard Rauch. Dort führte er den Club in der Innenstadt, bevor er dann die Chance ergriff, seine persönliche Philosophie mit Kuche & Klub in die Tat umzuset-
Umtriebig. HerzblutGastronom Daniel Schweighofer in seinem Lokal Kuche & Klub.
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zen. „Die Lokalität an sich bietet eine ungeahnte Vielfalt, umgastronomisch bespielt zu werden. Ein Dank gilt hier der Arbeiterkammer Vorarlberg, die mir als jungem Gastronomen enorm viel Handlungsspielraum zur Entfaltung eröffnet hat. Die Architektur, der sympathische Innenhof, der gerade im Sommer ein absolutes Gustostückerl darstellt, die Ausrichtung in der Küche, die sowohl umfangreiche Verköstigung aber auch Bistro-Charakter anbieten kann, oder der Club im Keller: Unserer Philosophie sind hier nahezu keine Grenzen gesetzt“, führt Schweighofer fort.
Besonders danken wir natürlich unserem Publikum, das uns trotz der Pandemie von Anfang an die Treue gehalten hat.
Gerade während Corona war es für den Wirt, wie auch für die gesamte Branche, nicht einfach, ein Lokal auf die Beine zu stellen. Zu unsicher war der Blick in die Zukunft, die sich nahezu wöchentlich ändernden Auflagen und Bestimmungen taten ihr Übriges. Trotzdem hat sich Kuche & Klub seinen Platz in der Feldkircher Szene erkämpft und sich über die Stadtgrenzen hinaus einen Namen gemacht. „Besonders danken wir natürlich unserem Publikum, das uns trotz der Pandemie von Anfang an die Treue gehalten hat und unser Angebot wahrgenommen und lieben gelernt hat. Das möchten wir natürlich weiterführen und an unsere Gäste zurückgeben“, so der Herzblut-Gastronom. Der Ruf des Rauch Clubs. Die Nähe zu seinem ehemaligen Mentor Reinhard Rauch eröffnete Schweighofer nun ein neues Kapitel in seiner schillernden Laufbahn. Neben Kuche & Klub wird sich der Wirt in Zukunft gemeinsam mit dem Szene-Urgestein um seinen legendären Club in der Feldkircher Innenstadt kümmern. Rauch zieht sich nämlich langsam aus der Gastronomie zurück und stellt die Weichen in Richtung
uhestand. Seinen Rauch Club wird er R aber vorerst gemeinsam mit Daniel Schweighofer weiterführen. An Arbeit mangelt es dem jungen Innovationsgeist in Sachen Szenegastronomie also auch künftig nicht. Joachim Mangard
Kuche & Klub: Wie der Name schon sagt, versuchen wir ein Angebot zu schaf fen, das verschiedene Aspekte unter einen Hut bringt.
Kongenial. Daniel „Malone“ Traunig zählt von Anfang an zum Team.
Fotos: Kuche.Klub
Kuche & Klub. Treffpunkt für Feldkircher Genießer und Clubgänger.
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enau genommen ein SUV im Coupé-Kleid. Der MercedesBenz GLE 350 de 4matic Coupé. Braucht es das? In der Abteilung des gehobenen Geschmacks durchaus. Einer gewissen Klientel gefällt genau diese noble Distanz zum robusten Groß-SUV. Mehr Eleganz, mehr Sportlichkeit, rundum Luxus nach Art des Hauses, ausgefeiltes Design und trotzdem komfortable Platzverhältnisse. Was Besonderes eben. Wie man es bei Mercedes auch erwarten darf bei einer Preislage von in etwa 100.000 Euro. Lautloser E-Gleiter. Und dann kommt noch etwas Besonderes hinzu bei dieser Variante des durchgestylten SUV: Der
umweltbewusste Lenker steuert diesen Plug-in-Hybrid der dritten Generation rund 100 Kilometer emissionsfrei durch den Nahbereich oder die Großstadt. Das ist nicht nur ein Wunschziel, sondern dank leistungsstarker Batterie und eines effizienten Elektromotors durchaus in Reichweite. Defensiver Umgang mit dem Gaspedal vorausgesetzt. Damit kommt dieses schöne HightechAllradauto näher an ein Elektrofahrzeug heran als jedes andere SUV der Luxusklasse. Flotte Ladezeiten an der eigenen E-Zapfsäule in der Garage (wohl kein Problem in dieser Preisklasse) machen das GLE Coupé zum lautlosen E-Gleiter nach Lust und Laune. Und auf der Langstre
Foto: Mercedes-Benz Group AG
Nur nichts von der Stange. Wenn es um spannende neue Autos geht, fällt „kontur“ gern aus dem Rahmen. Dürfen ruhig ein wenig schillern, unsere Testfahrzeuge. So wie beispielsweise dieses sehr spezielle SUV von Mercedes.
cke? Da wirkt der E-Motor mit, wenn es einmal besonders dynamisch einhergeht, sich der Verbrauch aber dennoch in Grenzen halten soll. Bei verschiedensten Gelegenheiten wird natürlich auch rekuperiert. Etwa aus der Verwertung der Brems energie bilden sich, in bescheidenem Maß allerdings, neue Stromreserven. Die Angst vor langen Ladezeiten oder gar,
irgendwo ohne E-Power zu stranden, kennt ein Pilot dieses Mercedes SUC (Sport Utility Coupé) nicht. Mit Durchblick. Dafür ist er mit Luxus und Assistenzleistungen neuester Machart über alle Maßen versorgt. Lenker und Copilot (sofern vorhanden und talentiert) tun gut daran, sich geduldig einzuarbeiten
in den Reichtum an kooperativer Assistenz mit ihren zahlreichen Intelligent Drive-Funktionen. Hat man’s mal drauf, samt Durchblick durch die megabunte Welt des megabunten Armaturenpanels, läuft alles entspannt und sicher. Und man kann sich auf das individuelle Wellnessprogramm konzentrieren. Ohne Angst vor dem Stromverbrauch. Franz Muhr
Mercedes GLE 350 de 4matic Coupé: Motoren: Vierzylinder-Turbodiesel, 1950 ccm, 194 PS (143 kW), E-Motor 100 kW, Systemleistung 235 kW/320 PS, Antrieb: 4matic-Allradantrieb, vollvariables Verteilergetriebe, Fahrleistungen: 0 auf 100 km/h in 6,9 Sek., Höchstgeschwindigkeit 210 km/h, elektrisch 160 km/h, Verbrauch komb. 7,2 Liter, Preis: 73.917 Euro, Testfahrzeug (AMG-Ausstattung) 101.666 Euro kontur 77
„Es war die richtige Entscheidung“
Schön und poetisch. Arbeit aus der Serie „Schwimmer“.
Marko Zink ist Fotokünstler. Der Vorarlberger hätte auch Schriftsteller werden können, vielleicht auch Filmemacher. Er hat das gewählt, was für ihn zwischen dem Film, der Malerei und dem Schreiben steht, er schafft Fotografien. Mit seinen Arbeiten erzählt er Geschichten. Mit großem Erfolg. 78 kontur
Wenn die Werke nicht überzeugen, sind die Kuratoren schnell wieder aus dem Raum draußen.
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egen eine innere Dringlichkeit kommt man nicht an, erklärt Marko Zink. Im Montafon aufgewachsen, war ihm die Arbeit in der Landwirtschaft von klein auf vertraut, er verrichtete sie durchaus gerne. Sich dafür zu entscheiden, sie beim Lebensentwurf einzukalkulieren, dagegen wehrte sich etwas in ihm. „Ingo Springenschmid hat mich aufgefangen“, erzählt er und macht damit deutlich, wie entscheidend es oft ist, Lehrerinnen und Lehrer mit Antennen für die Begabungen jener jungen Leute zu haben, die ihnen anvertraut sind. Ingo Springenschmid (1942–2016) ist jener bildende Künstler, Schriftsteller, Pädagoge und Kunstvermittler, der in Vorarlberg viel vorangebracht hat. Auch Lebenswege hat er beeinflusst. Zum Guten. Wichtige Galeristinnen. Als er sich dann für einen künstlerischen Beruf entschied, war für Marko Zink rasch klar, dass er eher nicht Maler werden wird. Er brach die gerade begonnene Fahrausbildung ab, nahm das Geld, das er für den Erwerb des Führerscheins angespart hatte und kaufte sich eine Kamera, die er immer noch verwendet. „Ich habe mich auch ohne finanzielles
Fotos: Marko Zink (Assistenz: Gerd Winkler, Model: Isabella Anna Zink), Hermann Pentermann
Was ist passiert? „Als die Tiere den Wald verließen“ zählt zu den neueren Arbeiten.
Polster getraut, in eine künstlerische Richtung zu gehen, wenn du von einem Bauernhof kommst, dann hast du sowieso immer Existenzängste“, kommentiert er den Schritt. Der Start, parallel zum Studium, verlief peu à peu, aber Galeristinnen wie beispielsweise Lisi Hämmerle in Bregenz und Michaela Stock in Wien haben das Potenzial des Künstlers erkannt. Ingo Springenschmid stellte sich bei einer der ersten Ausstellungen als Vernissageredner zur Verfügung. Ein paar Jahre später, im Europäischen Monat der Fotografie, fand er dann eines seiner Werke, die unter Wasser entstan-
Marko Zink (geb. 1975) stammt aus Gaschurn und lebt als Fotokünstler in Wien.
„Im Kurhotel“ ist ein einzigartiges Porträt eines Gebäudes.
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Im Wald. „Ich habe dir nie etwas versprochen“ zeigt Marko Zinks Nähe zur Literatur.
den sind, als Hauptmotiv wieder. Mittlerweile wurden Marko Zinks Arbeiten in die Sammlungen namhafter Museen aufgenommen. Begegnung mit Elfriede Jelinek. Literaturnobelpreisträgerin Elfriede Jelinek hat einen Text zu einer dieser Arbeiten geschrieben. Ihr Roman „Die Liebhaberinnen“ hatte ihn nicht mehr losgelassen, über ihre Preisreden verfasste er eine Diplomarbeit. Er schrieb der Schriftstellerin eine Mail, bekam eine Antwort und später auch noch zwei Texte, die sie selbst für einen Tonträger einlas. „Ich habe Kataloge meiner Arbeiten vor ihre Türe gelegt, plötzlich geht die Türe auf und Elfriede Jelinek steht da in einer Sporthose, wie ich sie auch für meine Unterwasserstudien verwendete.“ Das anschließende Gespräch mit der Schriftstellerin hat mehrere Stunden gedauert. Das Jelinek-Projekt des Vorarlbergers wurde im Übrigen in jene Produktion des Dramas „Das Licht im Kasten“ eingebettet, das das Grazer Schauspielhaus in dieser Saison im Programm hat. Schon früh experimentiert. Bei der Frage nach der Eigenständigkeit der Fotokunst komme man um die Kritikerin und Essayistin Susan Sontag sowie den Philosophen Roland Barthes nicht herum, erklärt Zink. Was die Technik betrifft, so habe er schon früh zu experimentieren begonnen. „Ich habe angefangen, das Fotomaterial zu verändern, indem ich die Filme koche, die künstlerische Fotografie steht für mich zwischen der Malerei und dem Film. Wie ein Maler, der die Farbe mit dem Pinsel aufträgt, schaffe ich Referenzpunkte und dann erzähle ich Geschichten.“
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Susan Sontag zu erwähnen, hat auch eine bestimmte Bewandtnis, auch wenn dies vielleicht ein Zufall ist. Sontag schreibt einmal davon, dass ihre Auseinandersetzung mit der Fotografie auf eine persönliche Erfahrung beruht. Als Zwölfjährige sah sie Aufnahmen von deutschen Konzentrationslagern, die ihr Leben veränderten. Zu den großen Projekten im Werk von Marko Zink zählt eine Serie, die er im Konzentrationslager im österreichischen Mauthau-
„Innerer Film“ ist eine intensive Auseinandersetzung mit der eigenen Biografie.
Elfriede Jelinek hat Texte zu Werken von Marko Zink verfasst.
sen schuf. Dort wurde sie ausgestellt, bevor sie von weiteren Institutionen in verschiedenen Ländern übernommen wurde. Im kommenden Jahr ist auch eine Ausstellung im Vorarlberg Museum in Bregenz geplant.
Fotos: Marko Zink, Rudolf Sagmeister
Erinnerungskultur. Die KZ-Gedenkstätte Mauthausen hatte er als Maturant zum ersten Mal besucht. Daraufhin beschäftigte er sich mit Biografien von Überlebenden, sprach mit Geschichtswissenschaftlern und recherchierte in Dokumenten. Bevor er überhaupt mit der Arbeit an einer Fotoserie beginnen konnte, war er über Monate immer wieder dort. Der Ort konfrontiert mit der Ermordung von mehr als 100.000 Menschen und unbeschreibbaren Qualen, denen sie ausgesetzt waren. Er konfrontiert auch mit der Art des Gedenkens, generell mit der Erinnerungskultur sowie mit der Problematik des Sichtbarmachens des Leids und der Täterschaft. Die Absicht, die Taten zu vertuschen, thematisieren die Aufnahmen von Marko Zink mit ihren subtilen Interventionen. Ebenso spürbar wird die Demut des Künstlers.
„In der Maschine“ konfrontiert mit dem Menschsein.
Oft wie ein Drama zu lesen, sind die Serien „Als die Tiere den Wald verließen“ oder „Ich habe dir nie etwas versprochen“. Die Protagonisten sind Einzelgänger mit Tiermasken, in deren Umgebung jedes Detail in seiner Präzision mit Bedeutung aufgeladen wird, der man sich nicht entziehen kann, weil Humor, Poesie und eine tiefgehende Traurigkeit zu ihrem Recht kommen. Loslassen können. In der jüngeren Serie „Innerer Film“ tragen die Personen ebenfalls Masken. Sie zeigen gestylte oder leicht überhöhte Gesichter, nach denen Marko Zink lange gesucht und die er den jeweiligen Vintage-Kleidungsstücken angepasst hatte. Die Geschichte dahinter verdichtet sich zu einer intensiven Auseinandersetzung mit der eigenen Herkunft. Sie ist von Respekt
Einer Galeristin wie Lisi Hämmerle machst du nichts vor. Entweder sie nimmt dich oder nicht. vor den Personen und einer besonderen Empathie gekennzeichnet, die ein Mitempfinden auszulösen vermag, weil Marko Zink nicht nur von einer persönlichen Erfahrung erzählt, sondern das Verlassen eines Hauses auch als Schritt oder Entscheidung artikuliert, vor der viele Menschen unter verschiedenen Umständen stehen. Der Künstler lebt mittlerweile in Wien, Gaschurn, wo er aufwuchs, hat er nie als Heimat erlebt und dennoch assoziiert er nichts Negatives mit dem Ort. Auch nicht mit dem Haus: „Es ist ein Mittelpunkt für die Familie und hat etwas Beschützendes“. Mit vielen Tanten und dann noch der Oma sei er groß geworden. Das habe ihn sehr geprägt, wobei er betont, dass er den Begriff Matriarchat absolut positiv definiert. Jedenfalls seien die Tanten nach und nach weggezogen – bis nach Italien, wo eine der Frauen studiert hatte. „Sie sind aber immer wieder auf Besuch gekommen, haben ihre Eindrücke geschildert. In dem Haus hat sich alles gesammelt.“ Er hat es losgelassen, aber auch festgehalten. Das geht. Christa Dietrich
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Ihr „Gut zum Druck“ ist mit BuLu ein kompromissloses „Gut zur Umwelt“! In den letzten Jahren ist die Biene immer mehr zum Indikator für den Gesundheitszustand unserer Umwelt geworden. Unsere Bienenvölker sind direkt auf unserer Wiese neben dem Firmengebäude beheimatet. Die Bienenstöcke aus unbehandeltem Holz sind das Zuhause von über 50.000 Bienen. Täglich schwärmen sie aus, um in der großen Blütenvielfalt rund um unser Firmenareal den für den Honig notwendigen Nektar zu sammeln. Die Bienen halten wir weniger für den Honigertrag, vielmehr möchten wir einen Beitrag zu unserem Nachhaltigkeitsprojekt zum Erhalt der Bestäubungsleistung und dem Artenschutz vor Ort leisten. Wenn es den Bienen gut geht, geht es auch der Natur und damit den Menschen gut.
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Wenn alles passen muss Edelmetalle pflasterten diesen Winter den Weg nach Kennelbach. Bei Head freut man sich über eine tolle Saison. Doch dahinter stecken viel Arbeit und Präzision.
Fotos: HEAD Sport GmbH
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enn ein Ski perfekt funktioniert und der Skischuh genau sitzt, können Athletinnen und Athleten sich auf das fokussieren, was wichtig ist: ihr Rennen und die Ziellinie. Sie müssen keine Gedanken verschwenden an Material oder Teile ihres Equipments. Denn sie wissen: Ihre Serviceleute haben alles im Blick. Und genau so sollte es sein. Darum lässt man sich bei Head in Kennelbach von denjenigen inspirieren, die sich auf das konzentrieren, was wirklich zählt. Die ihre Aufmerksamkeit auf Erfolge und neue Rekorde lenken. Diese Leute wissen, dass Technologien und Entwicklungen den Unterschied zwischen dem Ruhm des Sieges und der Qual der Niederlage ausmachen können. Ob Ingenieure, Serviceleu-
te oder Sportler – gemeinsam arbeiten sie alle daran, das Skifahren weiter voranzubringen. Die individuelle Abstimmung des Materials spielt dabei im Profisport natürlich eine bedeutende Rolle.
Konzentration. Bei jedem Rennen werden die Karten völlig neu gemischt.
Hinter den Kulissen. Das weiß wohl niemand besser als die Männer vor Ort. Serviceleute wie Ingo Fink und Reini Berbig sind die „guten Geister“ hinter den Kulissen. Ihre Arbeit beginnt schon lange vor den ersten Rennen. So werden die Skischuhe von den eigenen Schuhspezialis ten passend für die Sporter gemacht. „Dabei ist es ganz wichtig, dass sich der Athlet direkt mit dem Service-Team der Schuhe abstimmt und das passende Material findet“, erklärt Ingo Fink. Auch Ski, Platte und Bindung werden individuell je
Feinarbeit. Das Material jeder Athletin und jedes Athleten ist individuell abgestimmt.
nach Rennen und je nach Schneebedingungen abgestimmt – passend für jedes Terrain. Und wenn es dann an den Start fürs erste Rennen geht? „Dann ist die Anspannung etwas größer – man will schließlich vorne dabei sein!“ Sabine Carotta
Vor dem Start wird alles nochmal durch gecheckt – Kanten werden kontrolliert, Schuhsohlen und Ski vom Eis befreit. Ist das erledigt, geht’s los. kontur 83
Jackpot: Traumjob in der Welt des Glücks Lockere Atmosphäre, Dutzende Spieltische und faszinierende Gewinne: Im Casino Bregenz lockt Tag und Nacht das Glück. Hier können Träume wahr werden. Für die einen der Traum vom Jackpot, für andere der vom Traumjob.
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m goldenen Ambiente des Casino Bregenz laufen alle Disziplinen des Glücksspiels zusammen. Es ist das exklusivste Casino im Vier-LänderEck, hat über 350 Spielautomaten und Dutzende Roulette-, Black Jack- und Poker-Tische, an denen geschickt Jetons geworfen, Karten gelegt und Roulettekugeln gegeben werden. Schon immer fanden sich spielbegeisterte Menschen in Casinos ein, so erlebte die Welt des Glücks immer wieder aufs Neue einen Aufschwung. War es anfangs noch der Crème de la Crème vorbehalten, an den Spieltischen zu sitzen, zieht das Casino Bregenz heute Glückssucherinnen und -sucher aus der ganzen Welt an. Smart casual ist der neue
Dresscode und so gekleidet lassen sie sich auf einen Erlebnisabend mit spektakulärer Spannung, Unterhaltung und Glück ein. Das Glück schläft nie. Das Casino Bregenz ist der Inbegriff von Unterhaltung. Es spielt in allen Bereichen die Erlebniskarte aus: Wer Nervenkitzel will, findet ihn. Wer Genuss sucht, findet ihn. Wer nur beobachten und Cocktails schlürfen will, ist genau richtig. Im Restaurant verzaubert das Team die Feinschmecker auf hohem Niveau, in der Lounge spielt mal ein JazzMusiker, mal unterhalten Comedians die Gäste. So bunt die Casinowelt ist, so vielseitig sind auch ihre Jobs. Ob Kugel geben beim Roulette, „Mischen possible“ bei
oker und Black Jack oder als GlücksbrinP ger für die Gäste – das Team ist mittendrin. Statt „rien ne vas plus“ heißt es für sie: hier ist alles möglich. Wer die spannungsgeladene Atmosphäre und die Interaktion mit Menschen mag, könnte für einen Job im Casino Bregenz wie gemacht sein. Und dann stehen die Zukunftschancen gut, denn neben den Jackpots wartet auch das große Karriereglück. Der kurze Weg zum großen Glück. „Das Casino Bregenz ist ein international führendes Glücksspielunternehmen, eine gehobene Freizeiteinrichtung, Ausgeh location und kulinarischer Treffpunkt in einem. Dementsprechend breit gefächert
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Breit gefächert. „So vielfältig wie das Casino Bregenz selbst sind auch die Aufgabengebiete der Mitarbeitenden“, so Direktor Bernhard Moosbrugger.
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Foto: Udo Mittelberger, Casinos Austria AG
Erlebniswelt. Das Casino Bregenz ist das exklusivste Casino im Vier-Länder-Eck.
sind die Aufgabengebiete unserer Mitarbeitenden“, erklärt Bernhard Moosbrugger, Direktor des Casino Bregenz. Egal welches Talent man mitbringt, das Casino Bregenz hat den passenden Job dazu: vom Croupier und Casino Assistant über den Techniker für die Spielautomaten bis hin zu Barkeepern und Rezeptionisten. Je nach Aufgabengebiet muss man Spielregeln kennen, sich den Herausforderungen stellen und das nötige Einfühlungsvermögen mitbringen. Das Gute ist, mit Geduld und Übung sind die Regeln und Abläufe bald gelernt. Im Casino Bregenz starten regelmäßig Ausbildungskurse, bei denen sich alles darum dreht, die zukünftigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf ihren Einsatz an den Spieltischen und -automaten vorzubereiten.
Was man wissen sollte. Der Start in die Entertainment-Karriere öffnet viele Türen mit einer fundierten Ausbildung an einem renommierten Arbeitsplatz, der garantiert nie langweilig wird. Die Karriereleiter im Casino Bregenz ist nach oben offen, die Dienstzeiten sind flexibel und Teamwork wird groß geschrieben. „Flexible Arbeitszeiten sind besonders für die Freizeitgestaltung der jungen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wichtig. Wir ermöglichen auch den Wechsel an andere Casino-Standorte – zum Beispiel, um nebenbei zu studieren“, so Bernhard Moosbrugger. Der Job im Casino steckt voller Vorteile, exklusive Atmosphäre in einer faszinierenden Event location und ein dynamisches Team in klusive. Der ideale Ausgangspunkt für ambitionierte Karrieren.
Wer sein Glück versuchen möchte, findet alle offenen Stellen auf bregenz.casinos.at kontur 85
Zwischen Wein, Villa und Gemeindebau Ein Bericht über Insektenpulver, englische Landhäuser und ganz viel Wein – oder warum es sich im 19. Wiener Gemeindebezirk wunderbar leben lässt.
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Winzerszene. Feine Spezialitäten finden sich im Buschenschank von Jutta Ambrositsch.
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Foto: shutterstock, Cecilia Magnusson
öbling ist das Naturjuwel im Bezirkspotpourri der Bundeshauptstadt: Dank Weinbau, Wienerwald und Villengärten ist knapp die Hälfte der Fläche Grünland. Das meiste davon entfällt auf Rebflächen, die dem 19. Bezirk den Beinamen als größter Heuriger Wiens einbrachten. Die lange Winzer-Tradition zeigt sich nicht nur im Ortsteil Grinzing, der den Charme eines alten Weindorfs versprüht, sondern auch in einigen Straßennamen wie der „Weinberggasse“ oder dem „Buttenweg“. Überhaupt ist Wien die einzige Metropole weltweit, die innerhalb der Stadtgrenzen nennenswerten Weinbau betreibt. Jutta Ambrositsch ist eine aus der lebendigen Wiener Winzerszene. 2004 entschloss sich die ausgebildete Art Direktorin spontan dazu, ihre Zeit in der Werbeagentur gegen einen Weingarten einzutauschen. Ein Viertel Hektar Riesling war rasch gepachtet, das erfreuliche Ergebnis am Ende des Jahres bestätigte die Entscheidung. Peu à peu wuchs die Fläche auf vier Hektar an. In den Weingärten auf beiden Seiten der Donau wachsen Gemischter Satz, Grüner Veltliner, Riesling und – in einer kleinen Anlage am Fuß des Kahlenbergs ein paar gemischt gepflanzte – rote Sorten. Vinifiziert wird ausschließlich händisch gelesenes Traubenmaterial, puristisch und low-tech in Edelstahl und
großem Holz. An zehn Wochenenden im Jahr öffnet Jutta Ambrositsch darüber hinaus die „Buschenschank In Residence“ in der Langackergasse 5a in Grinzing. Aufgetischt werden artgerechte und ressourcenschonend hergestellte Produkte befreundeter Kleinproduzenten. Erhebendes Gefühl. Apropos Kahlenberg: Der Hausberg der Wiener bietet nicht nur eine sensationelle Aussicht und ist eines der beliebtesten Naherholungsgebiete, hier wurde auch große Geschichte geschrieben. Als 1683 Wien von den Türken belagert wurde, stürmte von hier aus das Entsatzheer unter der Führung des polnischen Königs Jan Sobieski die Stadt hinunter und überraschte die Os manen aus dem Hinterhalt. Zum Dank für
Döbling ist ein Naturjuwel: Dank Weinbau, Wienerwald und Villengärten ist knapp die Hälfte der Fläche Grünland. kontur 87
Die Fassade der Zacherlfabrik erinnert an einen Palast aus dem märchenhaften Morgenland – ein Hinweis auf das Herkunftsland jener Pflanze, aus deren getrockneten Blüten das Insektenpulver „Zacherlin“ zur damaligen Zeit hergestellt wurde.
Orient. In der Zacherlfabrik wurde ursprünglich Insektenpulver hergestellt.
ihre Befreiung bauten die Wiener auf dem Kahlenberg die barocke Josefskirche. Ein paar Gehminuten davon entfernt ist der Kahlenberger Friedhof, wo die schönste Frau Wiens zur Zeit des Wiener Kongresses begraben liegt. Karoline Traunwieser war Sängerin und bestach, so schildern es Zeitzeugen, durch ihre betörende Schönheit. Die männlichen Teilnehmer der Versammlung sollen der jungen Sängerin in Scharen zu Füßen gelegen sein. Erwähnenswert im Zusammenhang mit dem Kahlenberg ist auch das Naturdenkmal „Am Himmel“. Das beinahe elf Hektar große
Areal bildet ein Crossover aus Kultur und Stadt, Mensch und Natur mit Sisi-Kapelle, waldpädagogischem Natur-Kinderspielplatz, hauseigenen Weingarten und Lebensbaumkreis, der den Verlauf eines ganzen Jahres symbolisiert. Dabei ist jedem Geburtsdatum ein eigener Baum zugeordnet. Historisches Pflaster. Neben reizvollen Wanderwegen erreicht man den Kahlenberg über die Höhenstraße, die sich, beginnend im 17. Bezirk bei der Neuwaldegger Straße, romantisch in Serpentinen über den Hermannskogel – mit seinen 542 Metern der höchste Berg der Donaume-
Superblock. Karl-MarxHof, Vorzeigeprojekt des kommunalen Wohnbaus.
Der Karl-Marx-Hof besteht seit 1930 und gilt mit 1100 Metern als das längste zusam menhängende Wohn gebäude der Welt. 88 kontur
tropole –, das Cobenzl sowie den Kahlenberg zur Endhaltestelle am Leopoldsberg schlängelt. Mit ihren knapp 15 Kilometern ist die Höhenstraße die längste Gemeindestraße Wiens. Der Name des Weingutes Cobenzl geht übrigens auf Johann Philipp Graf Cobenzl zurück, der in seinem Schloss rauschende Feste feierte und dort hochkarätige Gäste wie Kaiser Joseph II. oder Wolfgang Amadeus Mozart empfing. Mondänes Villenviertel. Bis heute gilt Döbling als vornehmer Bezirk, was wohl
Gourmet. Juan Amador setzt auf bodenständige Spitzenküche. Gespeist wird im gediegenen Ziegelgewölbe.
Fotos: shutterstock, Inge Prader, Lukas Kirchgasser
auch an dem noblen Cottageviertel auf der Türkenschanze liegen mag, einer der teuersten Wohngegenden der Stadt. Charakteristisch sind die vielen alten Villen und mondänen Häuser sowie die verträumten Gassen voller Bäume und Grünflächen. Vorbild für die Villen im „Cottage-Stil“ waren ursprünglich englische Landhäuser, später orientierte man sich am Baustil französischer und italienischer Häuser. Die im Privatbesitz stehenden Villen für ein oder zwei Familien sollten den bürgerlichen Gegenpol zu den teuren Zinspalästen bilden, die damals in der Innenstadt gebaut wurden. Ein weiteres erwähnenswertes architektonisches Sahnestück ist die Zacherlfabrik in der Nußwaldgasse 14. In dem ab 1888 nach einem Entwurf von Hugo Wiedenfeld von Karl Mayreder errichteten Gebäude befand sich ursprünglich eine Insektenpulverfabrik. Die Fassade erinnert an eine Moschee und erklärt sich durch das Herkunftsland jener Pflanze, aus deren getrockneten Blüten das Insektenpulver „Zacherlin“ hergestellt wurde. Johann Zacherl hatte um die Mitte des 19. Jahrhunderts auf seinen Reisen im Kaukasus beobachtet, dass die Blätter des Pyrethrums dort als wirksamer Schutz gegen Ungeziefer verwendet wurden. Er ließ die Blüten sammeln und zu Pulver zermahlen. Rotes Wien. Aber auch zahlreiche Gemeindebauten, gerade in Gürtelnähe, prägen das Gesicht von Döbling. Der KarlMarx-Hof etwa besteht seit 1930 und gilt
mit 1100 Metern als das längste zusammenhängende Wohngebäude der Welt. Er wurde nach Plänen des Otto-WagnerSchülers Karl Ehn als Musterbeispiel eines monumentalen „Superblocks“ errichtet (Heiligenstädter Str. 82–92). Die Ausstellung im Waschsalon des Karl-Marx-Hofes aus den 1920er-Jahren informiert über die Geschichte des Roten Wiens. Vom Gürtel weg führt die Grinzinger Straße wie eine Art Lebensader stadtauswärts ins noble Plateau. Hier wird in der Nummer 86 groß aufgekocht. Der gebürtige Spanier Juan Amador setzt auf bodenständige Spitzenküche, die von Gault Millau mit drei Hauben und von Michelin mit zwei Sternen ausgezeichnet wurde. „In meiner Küche folge ich keinen Moden, keinen Trends. Meine Küche ist wie das Kleine Schwarze – da gibt es nichts zu kaschieren“, bringt Amador seine Philosophie auf den Punkt, man könnte auch sagen: internationale Gourmetküche, serviert im urigen Ziegelgewölbekeller. Ein edles und zugleich gemütliches Ambiente, das stellvertretend für den gesamten 19. Bezirk steht: altehrwürdig und zugleich lässig und jung. Das macht „Das Weindorf der Wiener“ zur Heimat, mit der sich die Bewohner ein Leben lang verbunden fühlen. So wie Oscarpreisträger Christoph Waltz, der seine Kindheit im Elternhaus an der Grinzinger Straße verbrachte – „Glorious Döbling“ eben. Christiane Schöhl von Norman
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Fein. Das Zögernitz von Marian Link und Marco Simonis ist ein Juwel.
Diese Hotspots im 19. Bezirk sind ebenfalls einen Besuch wert.
Brasserie Casino Zögernitz. Das Res taurant, ein Juwel aus der Biedermeierzeit, verbindet eklektisches Design mit Wiener Charme. Beeindruckend ist der spürbare Spirit vergangener Zeiten ebenso wie die gegenwärtige Atmosphäre, die sich auf
Qualität und Leidenschaft für Innovationen stützt. Kulinarisch setzt Küchenchef Marian Link auf französisch-mediterrane Gerichte wie Bouillabaisse oder Lammrücken mit Belugalinsen, Minze und Sellerie. Döblinger Hauptstraße 76 Eckel. Eine Restaurantinstitution, die mit einem wunderschönen Garten und holzgetäfeltem Speisesaal sowie einer traditionell gutbürgerlichen Wiener Küche aufwartet. Die richtige Adresse für jeden, der wieder einmal ein Wiener- oder Butterschnitzel oder Gerichte wie gefüllter Pa-
prika, Krautroulade, Zwiebelrostbraten oder Ähnliches perfekt zubereitet genießen will. Sieveringer Str. 46 Setagaya Park. Die Anlage existiert bereits seit 1992 und repräsentiert das Freundschafts- und Kulturabkommen zwischen Setagaya, einem Stadtteil in Tokio, und dem 19. Wiener Gemeindebezirk. Besucher dürfen sich auf eine vielfältige Blumenpracht und Gartenarchitektur im japanischen Stil – inklusive Bambustor, Teehaus und Wasserlauf – freuen. Gallmeyergasse 4
Klassisch. Eckel – unaufgeregte Atmosphäre und traditionelle Küche.
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Fotos: www.photo-simonis.com, Rudy Dellinger,
Krapfenwaldbad. Wer eine atemberaubende Aussicht mit einem Sprung ins kalte Wasser kombinieren möchte, sollte Wiens höchstgelegenem Freibad einen Besuch abstatten. Das „Krawa“ befindet sich auf den Hängen des Cobenzls. Krapfenwaldgasse 65–73
Einladung zum A1 Business Forum 2022 in Vorarlberg. Diskutieren wir über die Herausforderungen der aktuellen Zeit.
Wie meistern Unternehmen Herausforderungen der aktuellen Zeit? Darüber und über relevante Themen wie Resilienz, Nachhaltigkeit, Innovation und starke Partnerschaften möchten wir im Rahmen des A1 Business Forums diskutieren! Machen wir Ihr Business gemeinsam bereit für die Zukunft. Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme. Mehr Infos zum finalen Termin und allen Themen finden Sie unter A1.net/business-forum
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