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Sommer 2021 | 3 Euro

Vorarlbergs Wirtschafts- und Lifestyle-Magazin

Foto: Bregenzer Festspiele/Ralph Larmann

Wenn Träume und Clowns fliegen lernen Bei den Experten für Aluminium mit Profil Martin Bereuter und seine Lümmelnomaden Special: Die „Top 100“ in Vorarlberg Nautische Zeitreise in Mahagoni und Messing Ein buntes Wien für alle Gemütslagen

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Editorial

Sommer 2021 | 3 Euro

Vorarlbergs Wirtschafts- und Lifestyle-Magazin

Raus aus dem Alltag. Der Clown erwacht wieder zum Leben und begleitet die Bregenzer Festspiele heuer durch ihr 75-Jahr-Jubiläum. „Rigoletto“ auf dem See, „Nero“ im Haus, mehrere Uraufführungen – das Programm ist inhaltlich kompakt und führt auch zurück zum Ursprung des ­Namens Bregenz. Mit Profil und Nachhaltigkeit. Strangpressen, Ober­flächenbehandlung, ­Veredelung, mechanische Bearbeitung, Montage, Verpackung, Versand – Hydro Nenzing hat sich vom Profilhersteller zum Lösungsanbieter entwickelt.

Viel Spaß wünscht Ihnen Ihr „kontur“-Redaktionsteam

Wenn Träume und Clowns fliegen lernen Foto: Bregenzer Festspiele/Ralph Larmann

Schöne Schiffe. Sie sind wahre Träume aus Mahagoni und Messing: die ­Duchess of Argyll und die Sowitasgoht VII. Aufwendig restauriert und in neuem Glanz gleiten sie über den See und begeistern durch ihre Schönheit, ihre Eleganz und ihre Geschichte. Kommen Sie mit auf eine nautische Zeitreise.

Bei den Experten für Aluminium mit Profil Martin Bereuter und seine Lümmelnomaden Special: Die „Top 100“ in Vorarlberg Nautische Zeitreise in Mahagoni und Messing Ein buntes Wien für alle Gemütslagen

Inhalt

Fotos: Bregenzer Festspiele/Ralph Larmann, Frederick Sams, Sedus Stoll AG, Matthias Rhomberg

08 Zum Ursprung 75 Jahre Bregenzer Festspiele werden mit einem Programm gefeiert, das unter anderem ins römische Brigantium zurückführt. 14 Bis zu den Sternen Er ist kreativer Kopf, leidenschaft licher Gastgeber und Netzwerker – zu Besuch bei Ernst Seidl. 18 Aluminium mit Profil Bei Hydro Nenzing stehen Nach haltigkeit, Kundenbegeisterung und Mitarbeitende an erster Stelle. 25 „Wohlfühlzone“ Büro Welche wichtige Rolle vier C bei der Wahl der passenden Farben spielen. 28 Nautische Zeitreise Träume aus Mahagoniholz und Messing: Mit der Duchess of Argyll und der Sowitasgoht VII auf dem See. 32 Digitale Korrekturschleife Warum die Menschen wieder ver stärkt nach echten Beziehungen und Kulturtechniken suchen.

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37 Wertvolle Begegnungen Die Museen und Kunsthäuser haben wieder geöffnet. Höchste Zeit für einen Rundgang durch aktuelle Ausstellungen in und um Österreich. Im Fokus: die kreativen Leistungen der Künstler(innen). 42 Nachts kommt die Erleuchtung Von wegen zurückhaltend, von wegen cool. Der Cupra Formentor versprüht seine spanische Leidenschaft nach allen Seiten. 44 Der Pandemie-Übersetzer Er ist Naturfreund, geerdete Frohnatur, Forscher, Entdecker, Musiker ... und ganz nebenbei erklärt Günther Mayr für jeden verständlich die komplexen Probleme einer weltumspannenden Seuche. 48 Special „Top 100“ Vorarlbergs größte Unternehmen blicken auf ein außergewöhnliches und herausforderndes Wirtschaftsjahr zurück. Dass eine Krise aber auch Chancen bietet, zeigen zahlreiche neue Impulse. 63 Herz, Hirn und Hand Der Architekt und Vermittler Martin Mackowitz plant, entwirft und erfindet Kulturprojekte – und engagiert sich für eine Wende im Bauen. 68 Kein Richtig oder Falsch Im Recruiting spielt die Sozialkompetenz eine ebenso große Rolle wie die Fachkompetenz. Und hier kommen Persönlichkeitstests ins Spiel.

78 10 Fragen an Bianca van Dellen über die Dynamik am Wirtschaftsstandort und ein tiefes Gefühl von Zufriedenheit.

82 Lümmelnomaden und tischtafelblätter Architekt und Tischler Martin Bereuter und seine Faszination, Design in einen Zustand zu bringen, in dem man es nutzen kann. 87 Ein bunter Streifzug durch Wien Vom herrlich unaufgeregten 4. Bezirk zu kunstvollen Murals in Straßen und Gassen. Die Bundeshauptstadt ist Anziehungspunkt für Kosmopoliten, Kunstschaffende und Kulinarikbegeisterte.

IMPRESSUM Herausgeber, Medieninhaber und Hersteller: Russmedia GmbH, A-6858 Schwarzach, Gutenbergstraße 1 • Redaktionelle Leitung: Sabine Carotta, sabine. carotta@russmedia.com • Redaktion: Christa Dietrich, Ernest F. Enzelsberger, Marion Hofer, Tristan Horx, Verena Konrad, Elisabeth Längle, Franz Muhr, Christiane Schöhl von Norman, Yvonne Tscherner • Art Direktion: Bernadette Prassl, bernadette.prassl@russmedia.com • Anzeigenberatung: Russmedia GmbH, A-6858 Schwarzach, Gutenberg­straße 1, Patrick Fleisch, +43 5572 501-818, patrick.fleisch@russmedia.com; ­Petra Kremmel, +43 5572 501-356, petra.kremmel@russmedia.com; Ramona Lo Russo,+43 5572 501-437, ramona.lorusso@russmedia.com; Nadja Mauser, +43 5572 501-280, nadja.mauser@­r ussmedia.com; Gabriel Ramsauer +43 5572 501-785, ­gabriel.ramsauer@russmedia.com; Markus Wertl, +43 5572 501-852, markus.wertl@­r ussmedia.com • Druck: ­Buch­druckerei Lustenau GmbH, A-6890 Lustenau, Millennium Park 10 • Erscheinungstag: 2. Juli 2021 • Nächste Ausgabe: 29. Oktober 2021

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Fotos: privat, Mark Niedermann, Klaus Bodensee-Vorarlberg Tourismus GmbH/Vylnnalek, Rainer, Adolf Bereuter, Philine Hofmann

73 Im Auftrag ihrer Majestät Agent 007 sorgt für den großen Auftritt von Rolex, Omega und Co.


saison 2021 | 22 18. | 19. September 2021

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····· 2. | 3. OktOber 2021 Kirill Petrenko Mahler ··························· 23. | 24. OktOber 2021

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Leo McFall · Eldbjørg Hemsing Mendelssohn Bartholdy · Dvořák · Mayer Oper | märz 2022

Heinz Ferlesch · Michael Schneider · Stefan Otteni · Bregenzer Festspielchor · Benjamin Lack Händel · Jephtha szenisches Oratorium in 3 Akten 9. | 10. April 2022

Kolja Blacher Beethoven · Haydn · Bernstein 14. | 15. mAi 2022

Leo McFall · Christopher Park Mozart · Bruckner

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8 kontur Foto: Bregenzer Festspiele/Ralph Larmann


Theater fasziniert seit jeher

Die Bregenzer Festspiele feiern heuer das 75-JahrJubiläum. Das Programm mit „Rigoletto“ auf dem See, der Oper „Nero“ im Haus sowie mehreren ­Uraufführungen ist inhaltlich kompakt, berücksichtigt das zeitgenössische Schaffen, führt aber auch auf besondere Weise zurück auf den Ursprung des ­Namens Bregenz als römisches Brigantium.

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er das Konzept verfolgt, dass Festspiele ein Heraustreten aus dem Alltag und die Beschäftigung mit dem Besonderen bedeuten, der müsste unweigerlich auf die Oper „Nero“ von Arrigo Boito kommen, sind sich Intendantin Elisabeth Sobotka und Regisseur Olivier Tambosi einig. In Bregenz weicht man vielleicht auch deshalb einem Werk nicht aus, das zur Uraufführung im Jahr 1924 offenbar die bislang teuerste Produktion an der Mailänder Scala verursachte. Man darf aber wohl davon ausgehen, dass man hier keine rund 600 Statisten sowie Streitwägen, Pferde und sonstige kostspieligen Requisiten brauchen wird, die das Budget einst in die Höhe schnellen ließen. Was den Chor betrifft, so wird man allerdings sicher nicht sparen. Arrigo Boitos Werk verlangt nach vielen Stimmen. Der Prager Philharmonische Chor beschäftigt sich auch schon länger mit der Oper als an sich vorgesehen. Jeder weiß es, „Nero“ sollte bereits im Sommer 2020 auf die Bühne kommen, die Pandemie erlaubte es nicht. In Verbindung mit Verdis „Rigoletto“ auf der Seebühne und der Premiere der Bühnenadaptierung von Kleists Novelle „Michael Kohlhaas“ als Sprechtheaterproduktion behält das Programm in diesem Jahr seine Kompaktheit wie sein Motto „Besessenheit und Wahn“.

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Faszination für das Böse. Olivier Tambosi hat in Bregenz bereits „Amleto“ von Franco Faccio inszeniert, ein Werk, das von Elisabeth Sobotka erst wieder in Erinnerung gerufen wurde und den Bregenzer Festspielen wieder einmal eine Nennung in der europäischen Opernchronik bescherte. Nach zwei Aufführungen in den Jahren 1865 und 1871 war diese Oper nach dem Shakespeare-Drama „Hamlet“ nämlich aus dem Blickfeld von Intendanten und Verlegern geraten, bis sie schließlich in den USA rekonstruiert wurde und durch das

Nero war Kaiser des Römischen Reiches.

Ballonfahrt in „Rigoletto“ auf dem See.

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Engagement der Bregenzer im Sommer 2016 wieder in Europa landete. Abgesehen vom Regisseur gibt es eine weitere Verbindung der diesjährigen Hausoper zur damaligen Produktion, Arrigo Boito (1842–1918) schrieb nämlich das Libretto zu „Amleto“. Auch er zählte, wie Franco Faccio (1840– 1891) zur Gruppe der Scapigliatura (die mit den zerzausten Haaren), die nicht nur gesellschaftliche Freiheiten propagierte, sondern auch eine Erneuerung der Kunst. Faccios „Amleto“ machte die Auseinandersetzung mit Richard Wagner deutlich, in der

Literatur gewannen deutsche und französische Dichter an Einfluss und inhaltlich beschäftigte man sich unter anderem mit dem Abgründigen. Die bekannteste Oper von Arrigo Boito ist nicht zufällig „Mefistofele“, die auf Goethes „Faust“-Dichtungen basiert und für die er wie bei „Nero“ auch das Libretto schrieb. Auf die Frage, worüber er mit Arrigo Boito sprechen würde, wenn die Möglichkeit dafür bestünde, meinte Olivier Tambosi einmal, dass es ihn interessieren würde, woher die Faszination für das Abseitige und das Dunkle komme, denn Boito

Fotos: shutterstock, Frederick Sams, Philipp Steurer

Zu fünf szenischen Opernproduktionen, darunter die Uraufführungen „Wind“ von Alexander Moosbrugger und „Upload“ von Michel van der Aa, kommen heuer noch eine halbszenische Variante der Oper „Rheingold“, zwei Schauspielproduktionen, ein besonderer Beitrag des Landestheaters und ein dichtes Konzertprogramm.


Theatralisch. Festspielleitung mit Regisseur Olivier Tambosi.

Die Festspiele wurden im Jahr 1946 mit dem Mozart-Singspiel ­„Bastien und Bastienne“ auf Kieskähnen ­gegründet. Schon im Jahr darauf gab es eine Bühne auf dem See. habe nicht nur ein römischer Kaiser inte­ ressiert, der einen schlechten Ruf hat, ­sondern auch das Böse. Römisches Theater. Zwischen Nero, im 1. Jahrhundert Kaiser des Römischen Reiches, und Bregenz lässt sich zudem eine besondere Beziehung herstellen. Brigantium war längst gegründet, als Nero an die Macht kam. Dass im Stadtbild des heutigen Bregenz weniger von diesem Brigantium sichtbar ist als es Archäologen und vor allem der geschichtsbewussten Bevölkerung lieb war und ist, heißt nicht, dass die römische Siedlung für die Region am Bodensee nicht von Bedeutung war. Warum die ausgegrabenen Mauerreste eines Kastells im heutigen Stadtzentrum wieder zugeschüttet wurden, bleibt dennoch unerklärlich. Nachdem man schon in den 1950er-Jahren davon ausging, dass sich irgendwo auch ein Theater befinden müsste, wurden vor rund zehn Jahren Funde gesichert, die eindeutig darauf schließen lassen, dass sich am Fuße der Oberstadt ein Ort befand, an dem sich bis zu 2000 Menschen zu Aufführungen versammeln konnten. Viele dürften eigens zu den Spek-

Mit „Hamlet“ inszenierte Tambosi hier bereits ein Werk von Arrigo Boito.

takeln angereist sein, denn obwohl sich die Historiker über die Zahl der Bewohner von Brigantium nicht einig sind, hätten diese das Auditorium noch nicht füllen können. Karl Oberhofer, der mit der Siedlungsstruktur von Brigantium beschäftigte Wissenschaftler, geht ohnehin von einer dichteren Besiedelung aus als Gerhard Grabher, der Archäologe im Vorarlberg Museum, der von höchstens 1000 Einwohnern spricht. Im Museum hat man zudem in den letzten Jahren das Ziel verfolgt, den Besuchern und vor allem auch Schülerinnen und Schülern zu verdeutlichen, dass sich die damalige Zeit nicht so einfach rekonstruieren lässt, wie man es noch vor Jahrzehnten versuchte. Um welche kultischen Ereignisse es sich handelte, für die das halbkreisförmige Theater mit steinernen Grundmauern und hölzernen Bänken gebaut wurde, ist nicht exakt eruierbar. Ob im Bereich des Ölrains bzw. über dem heutigen City-Tunnel, wo es viele Funde aus der Römerzeit gab, auch ein Amphitheater errichtet wurde, in dem Kämpfe stattfanden, lässt sich ebenso nicht mehr feststellen.

Regisseur Olivier Tambosi war etwa 18 Jahre alt, als ihm die Oper „Nero“ von Arrigo Boito in die Hände fiel. Die Aufnahme lag wochenlang auf dem Plattenteller, so sehr hatte ihn die Musik fasziniert. kontur 11


Im einstigen Brigantium traf man sich zum Warenaustausch und offensichtlich auch, um Theateraufführungen zu sehen. Nur noch ein Pferdehuf. Relativ gesichert ist die Tatsache, dass es in Brigantium ein von Säulen begrenztes Forum sowie eine Versammlungshalle und einen Tempel gab. Dort hatte man sich getroffen, Waren angeboten und sich ausgetauscht. Auch die jeweiligen römischen Kaiser waren präsent. Ein bronzener Pferdehuf ist der Einschmelzung durch spätere Generationen entkommen. Als letzter Rest eines großen Reiterstandbildes war er auch einmal in Bregenz zu sehen, wo man als eines der markantesten Zeugnisse aus der Römerzeit eine bronzene Hand mit Füllhorn aufbewahrt, wobei man allerdings nicht weiß, ob die Figur dazu männlich oder weiblich war. Der ebenfalls ausgebuddelte Flügel gab den Historikern weniger Rätsel

auf. Er ist der großen Skulptur einer Siegesgöttin zuzuordnen. Apropos Nero bzw. die Oper von Boito: Das Werk sei bereits rezensiert worden, bevor jemand auch nur einen Takt gehört habe, erzählt Olivier Tambosi. Arrigo Boito hat mit der Komposition im Alter von 20 Jahren begonnen und dann kontinuierlich daran gearbeitet, damit gerungen. Opernfreunde, die Nero bzw. Nerone vor allem in Claudio Monteverdis „L’incoronazione di Poppea“ begegnet sind, sei erläutert, dass das Liebesleben des Kaisers in Boitos Werk gar nicht vorkommt. Abgesehen davon, dass die Ehe mit Poppea in Wirklichkeit nicht lange dauerte, fokussiert Boito den Muttermord. Nero empfindet, so Tambosi, nach dem Tod von

Diese Hand zählt zu den Römerfunden im Vorarlberg Museum.

Agrippina auch nicht Reue, sondern Angst vor den Schicksalsgöttinnen. Eine spezielle Perspektive, die das Werk einnimmt, ist die Idee vom Künstlertum, die Nero hat und die sich nicht mit seiner vor allem durch Filme bekannt gewordene Darstellung als Schmierenkomödiant deckt. Dazu kommt die Auseinandersetzung mit den Religionen der Zeit, der kultischen Verehrung von Göttern, dem frühen Christentum und einer agnostischen Abspaltung davon. Die Rolle der Kunst oder Definitionen der Kunst dürften in diesem Sommer somit ein großes Thema werden. Giuseppe Verdis 1851 uraufgeführte Oper „Rigoletto“ mit dem tragischen Ende eines Spaßmachers tangiert es ebenfalls. Christa Dietrich

Fotos: Miro Kuzmanovic, Petra Rainer, Robert Fessler

Ausgrabungen fanden vor allem im heutigen Bereich des Ölrains statt.

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Freude am Fahren

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Stiglingen 75, 6850 Dornbirn Telefon 05572/23286-0, Fax 05572/23 2 86-860 info.dornbirn@unterberger.bmw.at

Bundesstraße 96, 6710 Nenzing Telefon 05525/6971-0, Fax 05525/62122 info.nenzing@unterberger.bmw.at

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BMW iX: 240 kW (326 PS) bis 385 kW (524 PS), Kraftstoffverbrauch 0,0 l/100 km, CO2-Emission 0,0 g CO2 /km, Stromverbrauch von 21,0 kWh/100 km bis 21,4 kWh/100 km. Angegebene Verbrauchs- und CO2-Emissionswerte ermittelt nach WLTP.

Symbolfoto

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Der Netzwerker W

er auf der A14 unterwegs ist und die Autobahnabfahrt Rankweil nimmt, sieht es direkt vor sich: das Firmament. Damit ist nicht das Himmelszelt gemeint, sondern die neue Heimat von Seidl Catering. In dem imposanten Gebäude im Römergrund finden aber nicht nur die Logistik und Küche des Cateringunternehmens ihren Platz, sondern auch ein Hotel, Seminarräume, ein Restaurant und eine große Veranstaltungshalle. Die Ausrichtung: Business und Events. „Wir haben aus Stahl, Glas, Beton und Holz ein Werkzeug gebaut. Hier sollen sich Menschen treffen, die sich weiterentwickeln und gemeinsam eine gute Zeit verbringen wollen“, führt Ernst Seidl das Konzept des Firmament aus. Grillgarten bis Vinothek. Die Idee zu seinem neuen Baby entstand bereits, als 2014 das Olympische Komitee an die Tür klopfte und Seidl Catering ans andere Ende der Welt holte. „Nach Sotschi haben wir gemerkt, dass der alte Standort bald aus allen Nähten platzen wird. Da haben wir angefangen, zu philosophieren.“ Zum reinen Ort fürs Catering gesellte sich relativ schnell die Idee für eine Eventhalle und das dazu passende Hotel. „Mit 80 Zimmern haben wir gedanklich begonnen, jetzt sind es 150 geworden“, so

Ernst Seidl über die Entstehung des Großprojektes. 2020 begannen die Bauarbeiten, pünktlich zu Corona. „Im Unternehmen war quasi Stillstand. Keine Veranstaltungen, keine Caterings. Doch diese Zeit haben wir genutzt, um gemeinsam mit dem Team das Firmament zu entwickeln.“ So gab es Workshops mit den Köchen, in denen die Idee zum Naschgarten entstand. „Walnussbäume, Zwetschgenbäume, 2500 Kräuterstöcke ... alles was wir im Anschluss auch verarbeiten können, hat in unserem Garten Platz gefunden“, ist Ernst Seidl begeistert. Apropos Garten. Der hält noch eine andere Besonderheit bereit: Grillringe der Grill Garten Manufaktur aus Hörbranz. „Eine Win-win-Situation: Wir haben einen einzigartigen Grillgarten mit hochwertigen Designergrills, die jede Woche zum Einsatz kommen und Christoph Hagspiel kann unseren Garten quasi als Ausstellungsfläche nutzen.“ Hier kommt ein weiteres großes Talent von Ernst Seidl zum Tragen: das Netzwerken. „Du musst heute nicht nur effizient arbeiten, sondern auch in Netzwerken denken. Genau dann entstehen nämlich Sachen, die vorher noch niemand gemacht hat.“ Kooperationen pflegt das Firmament mit Reiter Design, Enjo, Rational und Winterhalter. Mit Bevanda in Dornbirn wurde zudem ein besonderes Projekt umgesetzt: „Ich kenne kein anderes Restaurant mit einer eigenen, öf-

„Die Gastronomie ist extrem transparent und vielfältig. Du kannst nicht vom Wiener Schnitzel bis zum Espumaschaum der Weltbeste sein. Vielmehr geht es darum, deine Nische zu finden. In dieser musst du dich bewegen und der Beste werden.“

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Foto: Frederick Sams

Er wäre der schlechteste Buchhalter der Welt, sagt Ernst Seidl über sich selbst. Ein Glück, hat er sich für das Handwerk entschieden. Konditor und Koch hat er gelernt, seit mehr als 25 Jahren ist der Geschäftsführer und kreativer Kopf seines Unternehmens Seidl Catering. Mit dem Firmament wird in Rankweil nun ein neues Baby des leidenschaftlichen Gastgebers geboren.


Kooperationen und Partnerschaften sind wesentlich wertvoller und nachhaltiger als glanzvolle Alleingänge. fentlich zugänglichen Vinothek inklusive Sommelier.“ Eine von vielen Netzwerk-Ideen, auf die man aber erstmal kommen muss. „Ja da bin ich sehr kreativ. Und ich habe die Freiheit, alle möglichen Länder zu bereisen. Da sehe ich Gutes und ich sehe Schlechtes. All das hat Einfluss und wird entweder importiert oder angepasst. Und wenn ich ein Problem habe, dann frage ich nicht irgendjemanden, sondern ich suche mir den Besten dieser Branche aus – und der bringt mich dann auch zu meinem Ziel.“ So wie sein Hauptpartner beim Firmament, Peter Mostögl von Investraum in Dornbirn. „Er ist ein echter Bauprofi mit jahrzehntelanger Erfahrung. In seiner Hand lag das komplette Baumanagement.“ Mit großer Bühne. Ohne Frage, Ernst Seidl verfügt über ein großes Netzwerk, die Kontaktliste im Handy hält vom Herzchirurgen bis zum Meistersommelier alles bereit. Damit auch junge Menschen sich solch ein Netz aufbauen können, haben sein Team und er die Seidl Masterclass ins Leben gerufen. Ein Ausbildungskonzept, das die Welt nach Vorarlberg bringt. „Junge Köche kommen dafür drei Monate zu uns und werden zum Eventchef weitergebildet.“ Mit großer Bühne: Denn im letzten Monat kochen sie vor den Gästen in der offenen Küche des Restaurants Rezepte aus ihrem Land.

Hoch hinaus. Ernst Seidl führte „kontur“-Chefredakteurin Sabine Carotta durch sein Firmament.

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„Wir haben mit dem Firmament ein Werkzeug gebaut. Hier ­sollen sich Menschen treffen, die sich weiterentwickeln und ­miteinander eine gute Zeit verbringen wollen. Und wenn am ­ Ende alle glücklich sind, haben wir unsere Arbeit gut gemacht.“

Do it yourself. Die Disco­kugel mit 2,5 Metern ­Durchmesser ist ein kleines Herzensprojekt. Vom Seidl-Team selbst mit hunderten Spiegelplättchen beklebt. Sie wird in der Eventhalle über allem schweben. In elf Metern Höhe.

Dass Ernst Seidl die Gastro im Blut hat, merkt man auch, wenn man nach seinem privaten Ausgleich fragt. Denn auch in seiner Freizeit geht er mit seiner Frau, mit der er vor 26 Jahren Seidl Catering gegründet hat, gerne aus, macht Städtetrips. „Ich bin gerne unter Menschen und sammle neue Eindrücke. Und wenn das Stresslevel nicht zu hoch wird, brauchst du auch nicht dringend Urlaub“, lacht er. Dazu kommt eine starke Familie – nicht nur privat. „Unsere große Tochter ist 23 Jahre alt. Sie hat in den letzten Jahren in Barcelona Tourismus studiert und kommt jetzt zurück und

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bringt ihr Wissen mit ins Firmament. Und die Kleine – ja, auch mit 21 Jahren wird sie immer die Kleine bleiben – ist klassisch im Bereich HR und macht das, was im Hintergrund stattfindet.“ Was Spaß macht. Großes Projekt, Corona, Stillstand im Catering ... kamen da im vergangenen Jahr nie Zweifel auf? „Das mag vielleicht blauäugig klingen, aber ich war mir immer sicher. Muss ich ja auch, sonst würde das gar nicht gehen. Ich weiß ja, dass ich eine Mannschaft hinter mir habe, auf die ich mich komplett verlassen kann. Und ich weiß, was wir können: Olympische Spiele auf der anderen Seite der Erde umsetzen oder bei der Gymnaestrada 13.000 Mittagessen auf Top-Niveau rausschicken. Es gibt nur eins, was wir nicht können: Das was keinen Spaß macht. Und sollte alles Pech dieser Welt über uns hereinbrechen, ist das Firmament in seiner Quintessenz ein stattliches Immobilienprojekt.“ Sabine Carotta

Foto: Frederick Sams

„So bleibt auch unser Betrieb niemals stehen. Denn neben der eigentlichen kulinarischen Ausrichtung Pizza & Pasta können wir zusätzliche, internationale und authentische Küche bieten.“ Und die jungen Menschen kehren mit neuen Eindrücken und Freundschaften im Gepäck in ihre Heimat zurück.


„Nenzing Exzellenz“ Vom Profilhersteller zum Lösungsanbieter: Hydro Nenzing versteht sich als Kompetenzzentrum für Industrieanwendungen aus Aluminium. Strangpressen (Extrusion), Ober­flächenbehandlung und -veredelung, mechanische Bearbeitung, Montage, Verpackung und Versand gehören zum Portfolio. niumprodukten und -lösungen. Hydro ist weltweit mit über 150 Standorten und insgesamt 35.000 Mitarbeitern präsent.“ Hydro Nenzing entwickelt und produziert heute jährlich 45.000 Tonnen Aluminiumprofile auf drei Strangpresslinien. Zudem verfügt Hydro Nenzing über ein eigenes Bearbeitungszentrum mit über 50 Maschinen. Die Kunden werden bereits im Design und in der Entwicklung ihrer individuellen Aluminiumlösungen betreut. Ein Fünftel der Produktion geht in den lokalen Markt, 15 Prozent in die Schweiz und der Rest vorwiegend nach Süddeutschland bis zur Mainlinie.

Innovation. Die Kunden zu begeistern, liegt immer im Fokus.

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Vorreiterrolle. Das Werk in Nenzing wurde 2019 zum besten europäischen Strangpresswerk der Hydro ausgezeichnet.

Fotos: Hydro, Mathias Rhomberg

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ir sind damit für unsere Kunden ein ganzheitlicher Ansprechpartner für Aluminium mit Profil“, so Geschäftsführer Manfred Rotschne. Er hebt hervor, dass der Konzern zum Standort Nenzing steht und kündigt weitere größere Investitionen an. Und weiter: „Das Aluwerk in Nenzing wurde im Jahr 1972 als eines der ersten Hydro-Werke außerhalb Skandinaviens gegründet. Es ist ein in Europa führendes Unternehmen der Hydro-Gruppe. Norsk Hydro gilt als Weltmarktführer für innovative Aluminiumlösungen und ist ein globaler Lieferant von Aluminiumoxid, Aluminium sowie Alumi-


Gegründet 1972. Das Werk Nenzing im Dreiländereck.

Die Vorteile von Aluminium liegen laut Rotschne u. a. im geringen Gewicht, der guten Festigkeit, der hohen Formbarkeit des Materials und den relativ geringen Kos­ten. Aluminium hat darüber hinaus eine sehr hohe Recyclebarkeit, es ist in sehr vielen Branchen verwendbar und es gibt genug für den Weltmarkt. Der Anwendungsbereich reicht von der Weltraumfahrt über die Flugzeugtechnik bis zum automotiven Bereich und zum Fassaden- und Fensterbau. Was macht Hydro Nenzing so einmalig, wo liegen die Erfolgsfaktoren? Dazu Manfred Rotschne: „Das Team Nenzing ist eine starke Mannschaft, die sich nicht nur in

Krisenzeiten durch einen starken Zusammenhalt und eine extrem hohe Kompetenz auszeichnet. Die Vorarlberger Mentalität spielt hier bestimmt eine große Rolle.“ Mit Begeisterung. Kompetente Mitarbeitende, kombiniert mit einer guten technologischen Basis und der Zusammenarbeit mit den anderen Werken führen zu herausragenden Erfolgen. „Wir haben eine sehr erfolgreiche und loyale Kundenbasis, die Kundenbegeisterung steht bei uns an oberster Stelle. Wir zeichnen uns durch eine hohe Leistungsfähigkeit durch langjährige Erfahrung und gute Beziehungen

Beim Thema Nachhaltigkeit geht es für uns nicht nur um Materialien, sondern auch um vollumfängliches Handeln am Standort. kontur 19


Mit Profil. Kompetenzz­ entrum für Industriean­ wendungen aus Aluminium.

zu unseren Kunden aus“, erläutert Manfred Rotschne. Auch das Thema Nachhaltigkeit spielt eine wichtige Rolle: Nachhaltige Produkte für eine zukunftsfähige Gesellschaft – dabei geht es nicht nur um Materialien und Produkte, sondern auch um vollumfängliches Handeln am Standort. „Was die Nachhaltigkeit betrifft, sind wir sieben Mal besser als der europäische Durchschnitt“, freut sich Rotschne. Die Umweltbelastungen werden systematisch minimiert, indem Abfälle und Emissionen reduziert werden und die Energieeffizienz

stetig optimiert wird. Das ist ein positiver Beitrag zum Umweltschutz. Unternehmensphilosophie. Alle haben das Recht, die Produktion bei unsicheren Zuständen zu stoppen. Die Gesundheit und Sicherheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist das wichtigste Gut. Zusätzlich zu den Bemühungen um einen sicheren und gesunden Arbeitsplatz werden die Beschäftigten ermutigt, einen gesunden und sicheren Lebensstil für sich und ihre Familien zu führen. Das wird durch Aktivi-

täten wie Obsttage und gesundheitsfördernde Aktionen wie Inhouse-Massagen unterstützt. Ein weiterer wichtiger Punkt: Die Mitarbeitenden wertschätzen, damit sie ihre Stärken und Talente am richtigen Platz einsetzen können. Ausbildung und Förderung haben darum einen hohen Stellenwert. Die Diversifikation im Mitarbeiterstamm wird aktiv gefördert und dies auch in der Kommunikation berücksichtigt. Durch die ausgeprägte „HSE-Kultur“ (Health, Safety, Environment) und das Risikomanagement werden die HSE-Standards, das Verhalten und die Anlagen laufend überprüft. Die Belegschaft wird regelmäßig konsultiert und zur aktiven Beteiligung am integrierten Managementsystem aufgefordert. So werden Unfälle sowie Schäden, Verluste und die unnötige Verschwendung von Ressourcen vermieden. Basis des Wachstums sind die Kundenanforderungen. Die Kunden werden durch Mehrwert aus nachhaltigen Aluminiumlösungen und deren qualitativ hochwertige und wirtschaftlich rentable Umsetzung unterstützt. Mit der Offenheit für neue Technologien wird ständig nach innovativen Lösungen gestrebt. Die Produkte und Dienstleistungen, Managementsysteme und Prozesse sowie die eigene Kompetenz werden kontinuierlich verbessert. „Hierbei sind Digitalisierung und Lean Management ein wichtiger Baustein unserer Kultur auf dem Weg zur ‚Nenzing Exzellenz‘.“

Die Kompetenzen der Mitarbeitenden stehen im Unternehmen an oberster Stelle. Um diese zu fördern, werden attraktive Weiterbildungsmöglichkeiten und Fortbildungen angeboten, sowohl intern als auch in Zusammenarbeit mit externen Partnern. 20 kontur

Fotos: Hydro, Roland Paulitsch, Michael Gunz

Weitblick. Wasserkraft als Grundlage für nachhaltigeres Rohmaterial.


Lean Management bedeutet für uns, so schnell und so schlank wie möglich zu produzieren. Zur Entlastung für Mitarbeitende und Kunden. Die Talenteschmiede. Aktuell werden 15 Lehrlinge in den Berufen Industriekauffrau/-mann und Maschinenbautechniker/-in ausgebildet. Ab Herbst gibt es die Möglichkeit einer Lehre als Informationstechnologe/-in mit Schwerpunkt Systemtechnik. Die Lehrlinge bekommen eine breitgefächerte Ausbildung in dem seit Jahren „ausgezeichneten Lehrbetrieb“. Dazu gehören ein Rotationssystem, eine Eins-zu-Eins-Betreuung durch kompetente Fachkräfte und das High-TalentProgramm, das die jungen Menschen optimal fördert. Generell stehen die Kompetenzen der Mitarbeitenden im Unternehmen an oberster Stelle. Um diese zu stärken, werden attraktive Weiterbildungsmöglichkeiten und Fortbildungen angeboten, sowohl intern als auch in Zusammenarbeit mit externen Partnern und Institu-

Das Werk verfügt über drei Strangpresslinien und ein ­eigenes Bearbeitungszentrum.

tionen. Damit sollen die Mitarbeitenden auf die Themen von morgen vorbereitet werden und neben den fachlichen auch ihre sozialen Skills aufbauen können. Ein breites Angebot an Sozialleistungen rundet das Profil ab. So wird es ab Herbst auch eine Kooperation mit dem Kinderhort in Nenzing geben, um Mitarbeiterinnen die Möglichkeit für Kinderbetreuung zu bieten. Eine wichtige Rolle spielt auch die Unterstützung von ehrenamtlichen Diensten. So gibt es seit Jänner eine eigene Betriebsfeuerwehr mit 15 ausgebildeten Mitgliedern. Aus der Geschichte. Das Aluwerk in Nenzing wurde als eines der ersten HydroWerke außerhalb Skandinaviens gegründet. Seither gilt es als eines der größten Unternehmen der Region Walgau. Im Rah-

men eines Joint Ventures im Jahr 2013 übernahm der norwegische Konzern Sapa wie zahlreiche andere Hydro-Presswerke das Werk in Nenzing. Seit Oktober 2017 ist es allerdings wieder Teil der Hydro-Familie, da der norwegische Konzern Norsk Hydro AS 100 Prozent aller Anteile an der Sapa Firmengruppe übernahm. Hydro wurde somit zum alleinigen Eigentümer eines global führenden Anbieters von Strangpresslösungen und zu einem weltweit führenden Unternehmen der Aluminiumindustrie. Sapa, das – laut Eigenangaben – weltweit größte Unternehmen für Strangpressprodukte, wurde als Geschäftsbereich Extruded Solutions in den weltweiten Hydro Konzern integriert und positioniert sich im Markt als Aluminium S ­olution Provider. Ernest F. Enzelsberger

#nextgeneration. Aus­ bildung wird bei Hydro ­Nenzing großgeschrieben.

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Bereit machen für den Aufschwung Die BDO Finanzierungsprofis aus Dornbirn berichten über ihre Prognosen für den Wirtschaftsstandort Österreich, die aktuellen Herausforderungen ihrer Kundinnen und Kunden sowie ihren persönlichen Umgang mit der Krise.

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Foto: BDO

ie Pandemie wurde häufig mit einem Marathon verglichen. In einigen Ländern mit hoher Durchimpfungsrate befindet sich die Wirtschaft bereits wieder im Aufschwung. Das lässt die berechtigte Hoffnung zu, dass wir uns im Endspurt befinden und aktuell sieht es so aus, dass sich auch die österreichische Wirtschaft schneller als erwartet erholen wird“, blickt Michael Grahammer, Partner bei BDO und Leiter des Vorarlberger Standorts, optimistisch in die Zukunft. „Mittelfristig gehen wir davon aus, dass vermehrt Anfragen im Finanzierungsbereich auf uns zukommen werden, weil einerseits Stundungen auslaufen, andererseits die Wirtschaft und die Unternehmen wieder wachsen und dadurch einen höheren Liquiditätsbedarf haben. Auch die Zahl der Unternehmenskäufe und -verkäufe wird steigen.“ Mit Begeisterung. Aktuell ist das Team mit unterschiedlichen Situationen konfrontiert und unterstützt v. a. bei der Finanzierung neuer Vorhaben bzw. der Neustrukturierung bestehender Finanzierungen. Da praktisch alle Branchen betreut werden, sind die Kundinnen und Kunden sehr unterschiedlich von Covid-19 betroffen. „Diejenigen, die mit wesentlichen Umsatz- und Ergebniseinbrüchen zu kämpfen haben, sollten sich in Bezug auf Kapital und Liquidität so aufstellen, dass sie den durch die Öffnung bedingten Lager- und gegebenenfalls auch einen notwendigen Personalaufbau finanziell bewältigen können“, rät Elke Le Duigou, Managerin bei BDO. „Ein Patentrezept gibt es nicht. Aber indem sie Liquidität sichern, bei möglichen Aufträgen am Ball bleiben und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter motivieren, können Unternehmen eine gute Basis schaffen, um nach der Krise schnell wieder durchzustarten“, ergänzt Christian Rhomberg, Manager bei BDO. Und wie geht er selbst mit der Situation um? „Ich versuche, die Verbesserung für Kundinnen und Kunden im Fokus zu behalten. Eine sinnstiftende Tätigkeit, die man mit Begeisterung ausübt, gibt viel Halt.“ Ganz

Es ist unser Antrieb, immer wieder mit neuen Herausforderungen ­konfrontiert zu sein und die ­bestmöglichen Lösungen für ­Kundinnen und Kunden zu finden.

ähnlich hält es Michael Grahammer. „Wertschätzung für eine gute Leistung zu erfahren, ist für mich die größte Motivation. Und gleichzeitig versuche ich mir Ausgleich durch Bewegung in der Natur und z. B. ein gutes Essen mit meiner Familie zu verschaffen.“ Eine positive Einstellung und Vorfreude sind die zentralen Motivatoren für Elke Le Duigou. „Diese Zeit hat das Bewusstsein gestärkt, in welch wunderbarer Region wir leben. Trotz mancher Einschränkungen war es möglich, die Natur zu genießen. Es blieb auch mehr Zeit für Familie und andere Dinge, die sonst zu kurz kommen. Nichtsdestotrotz freue ich mich wieder auf Treffen mit Freunden ebenso wie auf die Öffnung der Grenzen, die uns das Reisen wieder ­ermöglicht.“ „Die Pandemie hat das Leben für uns alle verändert. Wir stehen gerne bereit, unsere Kundinnen und Kunden bei der bestmöglichen Vorbereitung für den Endspurt zu unterstützen und so die Grundlage zu schaffen, am wirtschaftlichen Aufschwung nach der Krise teilzuhaben“, erklärt Michael Grahammer.

V. l. n. r.: Christine Bösch, Michael ­Grahammer, Elke Le Duigou, Chris­tian Rhomberg, Nadine König

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Multi Creation. Um sich unbefangen neuen Ideen zu öffnen, ist es wichtig, von einer aktivierenden und agilen Raumatmosphäre umgeben zu sein.

Ein Ort zum Ruhe finden, zum miteinander Kommunizieren, zum konzentriert und kreativ Arbeiten, zum Energietanken – all das und mehr kann ein Büro heute sein. Wenn die Farben stimmen.

Vom Spiel mit den Farben V iele haben sich in den vergangenen Monaten sehr wohl in ihrem Büro gefühlt Warum? Weil ein Großteil Homeoffice betrieben hat und seine beruflichen Zelte in den eigenen vier Wänden eingerichtet hat. Im gewohnten Umfeld, das noch dazu so gestaltet ist, wie man es sich selber wünscht. Mit Wohlfühlfarben und angenehmen Oberflächen. Nun geht es für viele wieder zurück in den Büroalltag im Betrieb. Ein anderes, professionelles Umfeld, das aber keineswegs weniger „Wohlfühlzone“ sein kann. Ganz im Gegenteil: Das Büro sollte sogar ein Ort zum Wohlfühlen sein, bestätigt auch Guntram Paterno, Geschäftsführer von Paterno Bürowelt in Dornbirn. „In einer gesunden Büroatmo-

sphäre stehen Körper und Geist im Einklang mit dem täglichen Workflow. Gesundheit und Individualität prägen die neue Gestaltung. Der Mensch steht dabei im Fokus. Das Design passt sich an die Mitarbeitenden an und unterstützt diese bei einem effektiven Arbeitsablauf. Hierbei geht es darum, in einer angenehmen, puren und authentischen Atmosphäre neue Energie zu tanken, um sein kreatives Potenzial auszuschöpfen.“ Klassisch bis unkonventionell. Generell geht es bei der Officegestaltung um vier C: Contemplation, Concentration, Communication und Collaboration. Diese vier Komponenten spielen bei der täglichen Arbeit zusammen und können allein durch

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Die Themen Wohnen und Arbeiten verschmelzen immer mehr miteinander. Wohlbefinden spielt hierbei eine zunehmend große Rolle.

Soft Being. In der Kombination von zarten und anregenden Tönen zeigt sich der Wechsel zwischen Aktivität und Ruhe.

Die ganze Palette. Um den Kunden einen Leitfaden an die Hand zu geben, welche Farben für welche Anforderung im Arbeitsalltag passend sind, hat der Hersteller für Büroeinrichtungen, Sedus, eigene Farbwelten entwickelt. Vier Richtungen gibt es, in denen jedes der vier C seinen Platz findet. Da wäre zum einen Smart Balance, wo Leichtigkeit und pure Klarheit eine smarte und gleichzeitig angenehme Arbeitsatmosphäre unterstreichen. Eine eher minimalistische Farbpalette mit vertrauten Kalk- und Kreidetönen sowie sanf-

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ten Blau-, Flieder- und Blondnuancen schafft eine Ästhetik, in der räumliche Stille, Reinheit und Frische herrschen. Kraftvoller und dunkler wird es mit Urban Living. Diese Farbwelt lässt angenehme Räume mit regelrechtem Lounge-Feeling entstehen. „Juwelenfarben stehen für Wertigkeit und mischen sich mit sinnlichen, sanften Seidentönen. Das Büro erhält damit eine softe Optik mit beruhigender und eleganter Note“, erklärt Guntram Paterno. Bei Soft Being mischt sich vertraute Reduktion mit natürlicher Authentizität. Weiche, runde Formen stehen im Einklang mit matten Oberflächen und sanften Texturen. „Ein leicht ethnologischer Bezug in den Farben und Accessoires zeigt die Bedeutung von Tradition und Naturverbundenheit in unserer schnelllebigen Welt.“ Und schließlich noch Multi Creation. Hier trifft Minimalismus auf plakative Farbgestaltung. Frische Blaunuancen, warme, vitale Melonentöne und angenehme Begleitfarben wie energiegeladene Gelbtöne schaffen eine kommunikative Stimmung. „Diese starken Kontraste und intensiven Farben helfen dabei, seinen Geist frei zu entfalten und kreativ zu handeln“, bringt es Guntram Paterno auf den Punkt. Doch wie immer im Leben gilt auch hier: Erlaubt ist, was gefällt und gut tut. Sabine Carotta

Fotos: Sedus Stoll AG

die Wahl der richtigen Farben in Einklang gebracht werden bzw. ihren jeweiligen Raum finden. Während bei der Contemplation eher ein beruhigendes, regenerierendes und gemütliches Umfeld mit zarten Akzenten und Ton-in-Ton-Kombinationen gefragt ist, wird für die Concentration eine funktionale, fokussierte, zurückhaltende und klare Linie bevorzugt. Hier haben kühlere, klare Farben und angenehme Akzente ihren großen Auftritt. Um Vertrautheit, Seriösität und Authentizität geht es bei der Communication. Hier kann man auf wärmere und lebendigere Farben und ein Spiel mit Nebenfarben setzen. Beim Thema Collaboration kann es dagegen bunt und laut werden, lebendig, aktivierend, mutig und unkonventionell.


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Nautische Zeitreise Für einzigartiges Flair im Natur- und Urlaubs­paradies Bodensee sorgen historische Schiffe wie die Duchess of Argyll und die Sowitasgoht VII, die, aufwendig restauriert, heute in neuem Glanz erstrahlen. Sie begeistern durch ihre Schönheit und Eleganz. Und durch ihre Geschichte.

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ur K&K Zeit, als der See noch an fünf Länder – das Großherzogtum Baden, das Königreich Bayern, das Königreich Württemberg, die Schweiz und das Kaiserreich Österreich – grenzte, bevölkerten erste Raddampfer und Dampfschiffe den Bodensee. 1895 prägten mehr als 80 Dampfschiffe das Bild, die v. a. die fehlende Zugverbindung der Arlbergbahn ersetzten und Menschen sowie Waren auf dem Wasserweg nach Konstanz oder Friedrichshafen

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Fotos: Petra Rainer/Bodensee-Vorarlberg Tourismus GmbH

Duchess of Argyll. Die Dampfyacht von Kpt. Kloser ist seit 2011 in Hard zu Hause.


beförderten. Es war ebenso die Zeit, in der international ein Wettlauf um das schönste Schiff entbrannte – prächtige Boote im Jugendstil entstanden. So auch in England im Jahre 1883 die Dampfyacht Duchess of Argyll, die der gleichnamige Herzog in Auftrag gab, um standesgemäß zu glänzen und Lustfahrten zu unternehmen. Glanz und Gloria. „Damals hat man repräsentiert, die Ausstattung und Materialien der Schiffe waren vom Feinsten. Die

Duchess of Argyll besteht ganz aus edlem Mahagoniholz und glänzendem Messing. Sie bietet Platz für 17 Personen“, erzählt Kapitän und Schiffsingenieur Reinhard Kloser. Die 74-jährige Seefahrerlegende ist vielen als der Mann bekannt, welcher den historischen Schaufelraddampfer Hohentwiel in Schuss und auf Kurs auf den Bodensee brachte. Besonders knifflige technische Herausforderungen sind seine Leidenschaft. Da verwundert es kaum, dass die 2011 zum Verkauf ausge-

schriebene desolate Duchess of Argyll, auf die ihn der Liechtensteiner Geschäftsmann Erich Hopp aufmerksam machte, sein Interesse weckte. Gemeinsam mit Holzbauspezialist Hubert Hartmann besichtigte das oldtimerbegeisterte Trio die heruntergekommene Lady an der Themse in Windsor und schlug sofort zu. Restaurierung in Hard. „Eigentlich hätte man das Schiff gar nicht so einfach aus England bringen dürfen, da die Duchess

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Die elegante Segelyacht Sowitasgoht VII ist bereits seit 85 Jahren am Bodensee unterwegs und genießt einen hohen Bekanntheitsgrad. Geplant und erbaut wurde das historische Schiff vom Bregenzer Franz Plunder, welcher mit einem hochseetüchtigen Schwesterschiff 1923 den Atlantik querte und für großes Aufsehen sorgte. of Argyll im National Heritage registriert ist“, erzählt Kloser. Man wollte das nun 138 Jahre alte Schiff jedoch vor dem drohenden Untergang bewahren – der damalige Besitzer, ein Professor aus Eton, war erleichtert. In einer Nacht- und Nebel-Aktion wurde die 13 Meter lange und 2,40 Meter breite Dampfyacht per Lkw nach Hard gebracht und in vielen tausend Arbeitsstunden aufwendig restauriert. „Hubert hat sich um alles, was aus Holz ist, gekümmert. Meine Wenigkeit übernahm die technische Restaurierung – vom Kessel bis zur Dampfmaschine“. Zur Crew gehört auch Aero-Clubpräsident Reinhard Flatz. Highlight Bodensee. Heute gleitet die Duchess of Argyll lautlos und majestätisch über den im Sonnenlicht funkelnden Bodensee. Das Schiff könnte allerdings Geschwindigkeiten erreichen, die zum Wasserskifahren ausreichen. „Die Engländer sind mit steifer Oberlippe vorgefahren, das tun wir natürlich nicht in unserer Bescheidenheit“, lacht Kapitän Kloser. Für ihn ist der Lifestyle, den die historische Dampfyacht mit sich bringt, ein wahrer Genuss und der Bodensee ein Naturjuwel: „Nachdem ich alle Illusionen loswerden durfte, wo es hätte besser sein können, bin ich reumütig an den Bodensee zurückgekehrt“, erklärt der erfahrene Seefahrer, der

55-mal den Panama- und zwölfmal den Suezkanal durchquerte und heute das heimische Gewässer bevorzugt. Sowitasgoht. Auch Physiotherapeutin Sibylle Hartmann, die eine Praxis in Schwarzenberg betreibt, verspürt wenig Fernweh. „Für mich hat woanders segeln gar keine Priorität mehr“, sagt die 47-Jährige, die früher Segeltörns in ausländischen Gewässern unternahm. Sie schätzt die Vorzüge des Bodensees: das Klima, die Natur, die Sauberkeit und Wasserqualität, die unkomplizierte Anreise und schnelle Heimkehr in den Bregenzerwald. Und vor allem: das eigene Boot am See – die historische Segelyacht Sowitasgoht VII, die 1936 vom Bregenzer Franz Plunder geplant und erbaut wurde. Plunders Erbe. Plunder war ein wahrer Tausendsassa: Bildhauer, Bootskonstrukteur, Bootsbauer, Lehrer, Hochseesegler, Buchautor und Major der amerikanischen Army. Größere Bekanntheit erlangte er durch die 14 Meter lange Hochseeyacht Sowitasgoht V, mit der er gemeinsam mit drei Freunden 1923 die Atlantiküberquerung wagte – von Bregenz über Hamburg und Madeira in 61 Tagen nach New York. Tausende Schaulustige bejubelten damals den Stapellauf an der „Bodensee-

Fotos: Michael Widmann

Baujahr 1936. Die Holzyacht wurde originalgetreu restauriert.

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Traumschiff. Ehepaar Hartmann-Alster auf der Sowitasgoht VII.

Weil ich alte Dinge und deren Einfachheit liebe, gibt es auch heute außer dem Tiefenmesser weder GPS noch andere Technik an Bord. werft“ in Hard. Die Überfahrt war eine echte Sensation – eine Legende war geboren. Weitere Boote liefen vom Stapel, so auch die Sowitasgoht VII von Sibylle Hartmann, die fachmännisch restauriert und fahrtüchtig im YCH im Harder Hafen liegt. 85 Jahre am See. „Die Sowi, wie wir sie nennen, ist ca. 12 m lang und 3,10 m breit. Übernommen habe ich sie 2012 von meinem Bruder, der keinen Käufer fand – was daran lag, dass Restaurationsarbeiten

durchgeführt werden mussten“, so Hartmann, die sich mit Ehemann Günter Alster auf das zeit- und kostenintensive Unterfangen einließ. „Weil ich alte Dinge und deren Einfachheit liebe, gibt es auch heute außer dem Tiefenmesser weder GPS noch andere Technik an Bord“, erzählt die Seglerin. Stattdessen sticht unter Deck ein Koffergrammofon aus der Entstehungszeit ins Auge. Das originalgetreue Segelboot ist ein Schmuckstück und ein kleiner Star am Bodensee: „Unser Segelschiff wird oft ­

­ rkannt. Es kommt sogar vor, dass fremde e Leute uns erzählen, dass sie vor 20 Jahren auf dem Boot gesegelt sind oder gefeiert haben.“ Kein Wunder, denn die Sowitas­ goht VII ist seit stolzen 85 Jahren auf dem Schwäbischen Meer unterwegs und hat vielerorts Menschen begeistert. Das tut sie noch immer. Mit dem Charme und der Eleganz, die nur historischen Schiffe versprühen, repräsentiert sie längst vergangene Tage. Und sorgt für das besondere Flair, das dem Bodensee eigen ist. Yvonne Tscherner

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Postdigitales Zeitalter Langsam kann man es kaum mehr hören, die Digitalisierung ist nun wahrlich überall. Aber ist die Zukunft erst erreicht, wenn alles digitalisiert ist? Trend- und Zukunftsforscher Tristan Horx ist überzeugt: Die Menschen suchen wieder nach echten Beziehungen und Kulturtechniken. Es folgt die Rache des Analogen.

Am Höhepunkt. Die nächste große, hoffentlich globale, Frage lautet: Was machen wir mit den großen Monopolen, also Facebook, Google und Co. Dafür muss gesamtgesellschaftlich eine Lösung gefunden werden. Wie Filterblasen funktionieren und wie Zwischenmenschlichkeit verloren gegangen ist, das ist jetzt im Zeitgeist angekommen. Das Thema „digitale Einsamkeit“ sehr stark im Diskurs. Wir sind immer mehr digital vernetzt, fühlen uns aber immer einsamer. Das zeigt deutlich, wie wir Digitalisierung verwenden müssen. Es reicht nicht nur, die Verbindungsfragen zu lösen. Auch die Beziehungsfragen müssen orchestriert werden. Jetzt gilt es, systemisch darauf Antworten zu finden. Die Tatsache, dass wir den Peak digital im Lockdown erlebt haben, nimmt vielen Menschen hoffentlich ein bisschen Sorgen. Das Humane ins Digitale zu bringen oder gar Sachen einfach analog zu machen, ist nun klar. Natürlich wird immer weiter digitalisiert, aber wir sind am gesellschaftlichen Höhepunkt angekommen. Korrekturschleife. Es ist ja bei allen Technologien so. Am Anfang übertreiben wir es total – und dann kommt die Korrekturschleife. Hätten wir im Industriezeitalter die Korrekturschleife nicht gehabt, wären wir alle im Smog erstickt. Insofern könnte es doch auch sein,

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dass Covid-19 uns ins nächste Zeitalter gezwungen hat. Provokativ könnte man es das postdigitale Zeitalter nennen. Das klingt zuerst etwas verkehrt, wo doch so viele Institutionen wie Schule und Wirtschaft jetzt erst wirklich im digitalen 21. Jahrhundert angekommen sind. Aber als Zukunftsforscher muss man immer ein wenig weiter vorausschauen. Postdigital aus dem Grund, dass wir dann endlich nicht mehr über Digitalisierung reden müssen – weil es „eh schon klar“ ist. Wenn wir die Korrekturschleife jetzt hinkriegen, ist es endgültig selbstverständlich, dass wir mit sozialen M ­ edien nicht menschliche Beziehungen ersetzen können. Oder, dass mit Zoom-Meetings echte, kreative Zusammenkünfte auf der Stre­ cke bleiben. Spätestens bei der digitalen Familienweihnachtsfeier wurde klar, wie wichtig das analoge, menschliche Emphatische bei der zunehmenden Digitalisierung wird. Wenn die Maschinen immer bessere Maschinen werden, dann müssen die Menschen auch immer menschlichere Menschen werden. Nehmen wir zum Beispiel den Bereich Pflege, der schon demographisch betrachtet in Zukunft immer mehr an Bedeutung gewinnen wird: Es will in der Realität keiner von einem Roboter gepflegt werden. Die zwischenmenschliche Ebene wird noch lange nicht digitalisiert werden können. Das postdigitale Zeitalter wird dann beginnen, wenn wir genau dieses Konzept endlich verinnerlicht haben. Die Balance zwischen Real und Digital macht die Zukunft so interessant. Tristan Horx

Wir sind immer mehr digital vernetzt, fühlen uns aber immer einsamer.

Foto: Klaus Vylnnalek

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ir befinden uns gerade in der digitalen Korrekturschleife. Durch Corona haben wir alle eine massive Überdosis erlebt. Schule, Arbeiten, soziales Leben, alles ist nun lange fast exklusiv digital abgelaufen – und es hat auch mal weh getan. Klar war es gut, dass auch die Omi jetzt facetimen kann, und das Bildungssystem mal angefangen hat, sich dem Digitalen zuzuwenden. Aber es hat auch nochmal gezeigt, dass nicht alles online Sinn macht. Vor allem unsere sozialen Beziehungen fast ausschließlich auf Social Media zu führen, ist nicht wirklich geglückt. So gespalten haben wir uns noch nie gefühlt. Freunde und Verwandte verschwinden in Verschwörungsgruppen, konstruktiver politischer Diskurs ist Schnee von gestern.


Speaker aus der Generation Y. „Wenn wir die Korrekturschleife jetzt hinkriegen, ist es endgültig selbstverständlich, dass wir mit sozialen Medien nicht menschliche Beziehungen ersetzen können“, so Tristan Horx.

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ORF Vorarlberg: Neuer Social-Media-Auftritt

Fotos: ORF Vorarlberg, Pixabay

Mit jungem Team und ausgefeilter Strategie hat der ORF Vorarlberg seinen Auftritt in den sozialen Netzwerken professionalisiert. Seit wenigen Wochen erstrahlen die Accounts auf Instagram und Facebook in neuem Glanz.

K

Anja Stojanovic

urz und bündig, regelmäßig und topaktuell informiert der ORF Vorarlberg die Nutzer auf Facebook (ORF Vorarlberg) und Instagram (orfvorarlberg) über das aktuelle Geschehen in Vorarlberg. Durch das neue einheitliche Design erkennen die Nutzerinnen und Nutzer sofort, dass es sich um Informationen des ORF Vorarlberg handelt. Gerade in Zeiten von Fake News werden verlässliche Quellen immer wichtiger. Das klare Konzept und die ausgezeichnete Zusammenarbeit von Online, Fernsehen, Radio und Social Media soll vor allem junges Publikum für die Inhalte begeistern. Top informiert, bestens unterhalten. Das Social-Media-Team setzt mit der richtigen Dosis „Infotainment“ auf eine besondere Mischung aus Information und Unterhaltung. Die Followerinnen und Follower verpassen garantiert keine wichtige Meldung, dürfen sich aber auch auf unterhaltende Inhalte wie Beiträge zu Trends und

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Emanuel Broger

Pia Lenz

Rezepten sowie auf lustige Fotos oder Videos freuen. Zudem wird auf Instagram unter der Rubrik „Über uns“ gezeigt, wie es hinter den Kulissen aussieht.

Die Welt wird immer schnell­ lebiger. Deshalb ist es wichtig, dass auch der ORF Vorarlberg verstärkt über Social Media publiziert und informiert. Markus Klement, Landesdirektor ORF Vorarlberg

Pierce Lange

Starkes Wachstum. Schon in den ersten Wochen nach dem Relaunch konnte mit der neuen Linie ein starkes Wachstum verzeichnet werden. Die Anzahl an erreichten Personen, Gefällt-mir-Angaben und Abonnements haben deutlich zugelegt. Der starke Zuspruch bestärkt den ORF Vorarlberg in seiner neuen Social-Media-Strategie. Forciert wurde die Professionalisierung von der jungen Redaktion bestehend aus Anja Stojanovic, Pia Lenz, Emanuel B ­ roger, Pierce Lange und Simon Bitriol. Die ORFKoordinatorinnen Christine Welte-Amon und Angela Ganthaler haben das Team fachlich begleitet. ORF-Landesdirektor Markus Klement und Gerd Endrich als Zentraler Chefredakteur begrüßen die Erneuerung der zukunftsweisenden Kanäle und stellen die notwendigen Ressourcen bereit. Neben dem Kernteam zeichnen künftig auch Angela Ganthaler, Roman Neugebauer, Dominic Dapré, David ­Breznik, Bernhard Stadler und Martin Kopf für die Inhalte verantwortlich.

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Simon Bitriol


Wertvolle Begegnungen Foto: Mark Niedermann

Die Museen und Kunsthäuser sind wieder geöffnet. Was in namhaften Institutionen in Wien, aber etwa auch in Basel gezeigt wird, konfrontiert im Besonderen mit dem Verhältnis des Menschen zur Natur oder dem Beginn der Moderne. Im Fokus stehen aber auch das Schaffen sowie die kreativen und innovativen Leistungen von Künstlerinnen.

Déjà-vu. Olafur Eliasson erinnert in Basel an eine frühere Ausstellung im Kunsthaus Bregenz.

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ie Olafur Eliasson Kunst, Architektur und Landschaft fusioniert, hat das Publikum vor 20 Jahren eindrücklich im Kunsthaus Bregenz erfahren können. Der dänisch-isländische Künstler hat die Beschäftigung mit physikalischen Phänomenen in der Natur mittlerweile zu einem Markenzeichen gemacht. Wer die Ausstellung „Life“ in der Fondation Beyeler in Basel-Riehen besucht, nimmt wahr, wie Konzepte somit auch über Jahrzehnte funktionieren. Dass sich spektakuläre Lichtskulpturen oder Interventionen im öffentlichen Raum bis hin zu riesigen Wasserfällen vor der Skyline von New York als ungemein fotogen erweisen, hat die Bekanntheit des Künstlers erhöht, dass er sich als Botschafter für den Klimaschutz engagiert, nimmt man ihm ab. Nachdem er vor wenigen Jahren auch im Kunsthaus Zürich vertreten war, wo er eine Installation realisierte, die sich als Nebeldecke erwies, die auf die Bewegungen und Temperatur im Raum reagierte, bedingt sein aktuelles Werk in Basel-Riehen einen deutlichen Eingriff in die Architektur von Renzo Piano. Wo man vom Innenbereich bislang auf einen Seerosenteich blickte, fehlt die Glasbarriere mittlerweile völlig, die Natur bzw.

Mit Erzählkraft. Xenia Hausner in der Albertina.

Wasserpflanzen erobern sich für eine Zeitlang den Raum zurück. In der folgenden Ausstellung zeigt Beyeler dann Werke namhafter Künstlerinnen und Künstler wie Louise Bourgeois, Polke, ­Hodler oder Matisse, die ihre Beziehung zur ­Natur thematisierten. Anschließend gehört der Sonderausstellungsraum ausschließlich Künstlerinnen, die die Geschichte der ­Moderne wesentlich prägten. Genannt seien etwa Paula Modersohn-Becker, Mary ­Cassatt, Frida Kahlo oder Cindy Sherman.

Vorausblickend. Es mag geographisch wie inhaltlich ein großer Sprung sein, aber wer den Frauen der Wiener Werkstätte im Wiener Museum für Angewandte Kunst (MAK) begegnet, der stellt nicht nur fest, dass es endlich Zeit war für eine derartige Ausstellung, sondern nennt beim Rückblick auf die entscheidenden Jahre Anfang des 20. Jahrhunderts Namen wie Else Unger, Felice Rix, Mathilde Flögl, Vally ­ ­Wieselthier und Martha Alber vor Josef Hoffmann und Koloman Moser. Bei der Betrachtung von Geschirrentwürfen mit

Starke Frauen. Felice Rix ist eine Künstlerin der Wiener Werkstätte.

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Fotos: Christa Dietrich, MAK, Nobuyoshi Araki, Manfred Thumberger

Albertina Modern zeigt Arbeiten von ­Nobuyoshi Araki.


Zugänglich ist nun auch die sogenannte „Libelle“ auf dem Dach des Leopold Museums mit künstlerischen Interventionen von Eva Schlegel und Brigitte Kowanz. geometrischem Muster von Jutta Sika muss man sich stets vor Augen führen, dass diese um 1900 entstanden sind und nicht ein paar Jahrzehnte später als auch das Bauhaus Kunst und Handwerk zusammenführte und Frauen den männlichen Kommilitonen zwar noch nicht wirklich gleichgestellt waren, aber selbstverständlich Aufnahme fanden. Was diese Schau so bedeutend macht, ist erstens die Vielfalt, die sich hier zeigt, wenn vom Briefpapier bis zur Kleidung, den Accessoires und der Tapete alles gestaltet wurde und zweitens die Tatsache, dass Künstlerinnen mit ihrem Mut und ihrer Kreativität in bedeutendem Ausmaß ausschlaggebend für den Beginn der Moderne waren. Die Wiener Werkstätte ist gerade auch Thema im Kunsthaus Zürich, wo die länger geplante Ausstellung über die Beziehung des Schweizer Künstlers Ferdinand Hodler zu Österreich, der Secession und Gustav Klimt realisiert wurde. 1917 eröffnete die Wiener Werkstätte in der Zürcher Bahnhofstraße eine Filiale. Hodler ließ sich seine

Wohnung in Genf von WW-Designern einrichten, hatte er doch erkannt, dass sein eigentlicher Durchbruch erfolgte, nachdem er in Wien ausstellen konnte und der Grazer Sammler Carl Reininghaus, der im Übrigen auch sehr viel Schiele-Arbeiten kaufte, gleich einige seiner Bilder erwarb. Aufschlussreich. Sich Schiele zu widmen, zählt zu den zentralen Aufgaben des Leopold Museums. „Body Electric“ heißt die aktuelle Schau, in der ein weniger bekanntes Kapitel aufgeschlagen wird und die einen aufschlussreichen Zugang zum Werk eröffnet. Erwin Dominik Osen, einem Künstlerfreund von Egon Schiele, war es gestattet, in einer psychiatrischen Klinik Patientenporträts zu fertigen. Abgesehen davon, dass die Bilder mit einer kritischen Haltung zum damaligen Stand der ­Neurologie zu betrachten sind, führte die intensive Auseinandersetzung mit der Physiognomie zu einem neuen Porträtstil. Schiele, dem es wiederum erlaubt war, Schwangere und Neugeborene in einer Frauenklinik zu zeichnen, hat diesen

Zwei Ausstellungen in Wien, einmal in der Albertina Modern und einmal in der Fotogalerie Westlicht, lenken den Blick auf die emotionalsten Bilder des ­bekannten japanischen Fotokünstlers Nobuyoshi Araki.

schließlich geprägt, indem er die Pro­ portionen der eigenen Intuition folgend, veränderte. Die Programme zum Beethoven-Jahr 2020, in dem der 250. Geburtstag des Komponisten zu feiern war, hat die Pandemie dezimiert. Vorgesehene Ausstellungsprojekte sind deshalb noch zugänglich oder gut dokumentiert. Das Leopold Museum ließ jedenfalls jenes Musikzimmer rekonstruieren, das sich der Schmuck­ fabrikant Georg Adam Scheid von Josef

Entdeckenswert. Arbeit von Erwin Dominik Osen.

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Ersatz kann es niemals sein, die erweiterten InternetAuftritte der Museen bieten nun aber eine gute Vorbereitung. ­ aria Auchentaller entwerfen ließ. Ein JuM gendstilkleinod mit tanzenden Elfen in der Landschaft ist von der 6. Sinfonie Beethovens inspiriert, ruft aber ebenfalls Assoziationen zu Auchentallers grafischem Schaffen hervor, der schließlich im Adria-Seebad Grado Spuren hinterließ. Das Überirdische. Wer im Kunsthistorischen Museum, der an sich größten Schatzkammer des Landes, sich dazu aufgefordert sieht, seine Gedanken zum Thema höhere Mächte auf einem Zettel zu notieren und diesen zu hinterlassen, könnte meinen, dass der Lockdown einige der Kuratoren auf den Esoteriktrip geführt hat. Die Ausstellung selbst entspricht nur in

­ inem ganz kleinen Teil einer Votivkammer. e Pragmatisch orientierte Kunstbetrachter erfreuen sich an der Schönheit und der Vielzahl der Exponate aus verschiedenen Ländern, die den vier Elementen zuzuordnen sind oder das Verhältnis des Menschen zur Natur bzw. die Vorstellung vom Überirdischen thematisieren, das Kulturen geprägt hat. Dazu zählt etwa das „Venusfest“ von Rubens ebenso wie der „Düstere Tag“ von Pieter Bruegel d. Ä. , ein Federkopfschmuck aus Brasilien, römische Gemmen oder einer der Köpfe von Arcimboldo. Wer einige der vertretenen Theaterbilder betrachtet, etwa jenes zu Shakespeares „Sturm“ von Oskar Laske, macht sich bewusst, dass es geerdeten Zeitge-

Faszinierend. Kopfschmuck aus dem Kongo.

nossen aufgrund ihrer Fantasiebegabung möglich ist, einen lockeren Umgang mit Elfen oder Luftgeistern zu pflegen. Mit dem Schauspiel und Inszenierungen konfrontiert auch die Albertina. Unter dem Titel „True Lies“ wurden rund 40 ältere und relativ neue Arbeiten der österreichischen Malerin und früheren Bühnenbildnerin ­Xenia Hausner zusammengefasst. Die Künstlerin, die selbst sagt, dass sie ihre Zeit reflektiert, überlässt das Maß der politischen Konnotation ihrer Porträts von Menschen in verschiedenen Situationen zwar weitgehend den Betrachtern, bezieht aber durchaus Position, wenn es etwa drei Frauen mit ­einem Diktator aufnehmen. Christa Dietrich

Fotos: khm, Kunsthaus Zürich/Franca Candrian

Erkundet. Die Wiener Werkstätte betrieb eine Filiale in Zürich.

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© Anja Köhler

2 1 . J U L I – 2 2 . AU G U ST 2 0 2 1

SPIEL AUF DEM SEE

RI GO LE T TO GIUSEPPE VERDI


Nachts kommt die Erleuchtung Spannende Autos geben sich mitunter z­ iemlich cool, zurückhaltend in i­hrer ­Aufmachung. Vom ­ Cupra Formentor kann man das nicht behaupten. Er versprüht ­seine Leidenschaft nach allen Seiten.

Hohe Leistung, sportliche Performance. Der Blick ruht dabei meist auch wohlgefällig bis fasziniert auf der gewagten Front des Cupra. Kühn platziert, strahlt das kupferfarbene Markenzeichen Selbstbewusstsein aus – und Eigenständigkeit. Cupra ist die Premiummarke der VW-Tochter Seat. Das wird hier deutlich gesagt. Der Einstieg der neuen Marke – sie hat viel vor – erfolgte mit dem Formentor. Das Ziel: dem jungen Seat-Publikum eine Alternative zu

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bieten. Modelle in kraftvollem Design hervorzubringen, die durch hohe Leistung und sportliche Performance glänzen und gleichzeitig mit einem gehobenen Premiumniveau aufwarten. Und das zu moderaten Preisen im Vergleich zu anderen großen Sportmarken. Schon völlig unter Strom. Der Formentor war das erste hausgeschneiderte Modell der jungen Marke. Mittlerweile will sich Cupra auch mit elektrischen Autos profilieren. Der elektrische Allradantrieb wird dabei ein Thema sein. Mit dem ebenfalls spannend gestylten Modell Born ist jüngst der erste vollelektrische Cupra vorgestellt worden. So viel zum Experiment Cupra, dessen erstes eigenständiges Auto für sein faszinierendes Design mit dem renommierten „Red Dot Award“ aus-

Foto: Cupra

B

eispielsweise in Gestalt von Lichtarchitektur als Einstiegshilfe. Nachts beleuchtet der Spanier den Asphalt neben den Fronttüren mit einem spektakulären „Lichtbild“ seines Logos. Ein markantes Logo, das manche vor ein Rätsel stellt: Was ist das für ein Auto?


Cupra Formentor 1.5 TSI, fünftürig; ­Motor: Vier­zylinder TSI, 150 PS; ­Antrieb: DG7 Sutomatikgetriebe, ­Frontantrieb; Preis: ab 34.490 Euro, ­Testfahrzeug 43.408 Euro

gezeichnet wurde. Formentors gibt es in allen Leistungsstufen und Preislagen, von 50 bis 390 PS, Front- oder Allradantrieb, Sechsgangschalter oder Sieben-Gang-DSG. Auch als Plug-inHybrid ist der Katalane aus Martorell bei Barcelona zu haben. Wie auch immer: Cupra steht für Freude am Fahren. Dabei müssen es nicht unbedingt die knapp 400 PS (aus einem Audi-Fünfzylinder) sein, die den Puls schneller schlagen lassen. Auch die Einsteigerversion mit 150 PS und 250 Nm aus dem sparfreudigen 1,5-Liter TSI hat durchaus ihre sportlichen Qualitäten, macht Freude mit ihrer Hightech-Ausstattung und ihren dynamischen Proportionen. Echte Präzisionsarbeit. Das ultraschnelle Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe und die adaptive Dämpferregelung bieten

dem Fahrer die Möglichkeiten, zwischen sparsamer Eco-Fahrweise oder einem sportlichen Ambiente zu wählen. Die exakte Lenkung ermöglicht trotz auffallender Leichtgängigkeit echte Präzisionsarbeit am Volant. Überhaupt: das Handling passt, die Sitzposition ist vorbildhaft. Mit dem zackigen Innenleben des Formentor und seinem dominanten Megabildschirm kann man nach einiger Eingewöhnung auch ganz gut existieren. Was die Materialien des Interieurs betrifft (Schalter, Hebel, Oberflächen), ist auf dem Weg zum absoluten Premium-Niveau noch Luft nach oben. Der Cupra-Kraftakt in Richtung Sport, ­Power und leistbarer Exklusivität verläuft jedenfalls vielversprechend. Franz Muhr

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Wissen schafft Lebensfreude Günther Mayr erklärt Wissenschaft so, wie es Albert Einstein sinngemäß empfahl: kann man es der Großmutter nicht erklären, hat man es selbst nicht verstanden.

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eit Ausbruch der Pandemie kennt ihn jeder. Für jedermann verständlich erklärt Günther Mayr (55), Leiter der Wissenschaftsredaktion im ORF, die komplexen Probleme einer weltumspannenden Seuche, die in China ihren Ausgang nahm. Ausgangspunkt seines wissenschaftlichen Orbits ist das Rheindelta. In der wundersamen Vogelwelt wecken die Wunder der Natur sein Interesse für Naturwissenschaft.

Die Arbeit am Wörthersee. Aus Neugierde, wie die Welt hinter St. Peter am Kammersberg aussieht, inskribiert Günther Mayr Publizistik und Politikwissenschaft an der Universität in Wien. Knappe Geldmittel in Verbindung mit alemannischer Nutzenrechnung richten den Fokus der Jobsuche auf die Gleichzeitigkeit

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Geerdet. Die Leidenschaft für Fische und die Wasserwelt hat Günther Mayr von seinem Vater.

Geld verdienen und im See baden, nach dem Sommer mit Taschen voller Geld wieder studieren, eine Kombination, die gepasst hat.

Foto: privat

Das Leben am Bodensee. Bregenz ist Geburtsort. Hörbranz Lebensmittelpunkt. Die Welt der drei Mayr-Brüder sind der Bodensee und das Rheindelta. Harry ist zwei Jahre älter als Günther. Heute Holzexperte in Murau. Bernd, der Jüngste, kehrt zu den väterlichen Wurzeln zurück. Auf einen Bauernhof mit Fischzucht in der Steiermark. Mama Martina arbeitet bei Sannwald. Sie liebt die Arbeit mit den feinen Wollen von Kaschmirziegen und Kamelen. Eine steirische Arbeitskollegin „verkuppelt“ die Hörbranzerin mit ihrem Bruder. Der Landwirt fackelt nicht lange, übersiedelt ins Ländle, macht eine Maurerlehre, wird stolzer Ehemann und glücklicher Vater. Seine Leidenschaft für Fische und Wasservögel ist ansteckend. Sohn Günther teilt das aufregende Leben der ­Wasserwelt mit seinen Helden Hans Hass und Jacques-Yves ­Cousteau. Allerdings bekommen diese alsbald Konkurrenz aus dem Weltraum. Konkurrenzlos bleibt seine Volksschullehrerin ­Fanny Gorbach im Gedächtnis. „Sie war meine allererste Lehrerin und hat mein Sprachtalent sehr gefördert.“ Günther Mayr ist zwölf Jahre alt, als die Familie 1978 die Zelte in Vorarlberg ab- und auf einem Bauernhof in der Steiermark aufbaut. Mama Martina ­vermisst den Bodensee und tröstet die Knaben mit Kässpätzle. Bis heute das Lieblingsgericht von Günther Mayr.


von Theorie und Praxis. Das funktioniert auf Anhieb mit einem Volontariat bei der Kleinen Zeitung und gipfelt in einem Sommerjob beim ORF Landesstudio Kärnten. „Geld verdienen und im See baden, nach dem Sommer mit Taschen voller Geld wieder studieren, eine Kombination, die gepasst hat.“ So gut, dass er das Studium an den Nagel hängen will. Das verhindert ein kluger Mentor. Ergo macht er seinen Abschluss und heuert im Ressort Innenpolitik von Profil an. „Ein Fehler.“ Günther Mayr sucht Abstand in der Republik Irland, sammelt dort Lebensweisheiten bei einfachen Landmenschen, und wird sich klar, dass er als

Journalist arbeiten will. Als ihm das Geld ausgeht, kehrt er zurück und macht den Zivildienst. Die Chance am Küniglberg. Sie kommt 1996 mit dem Wissenschaftsformat „Modern Times“. Zwei Jahre lang ist er Redakteur im Team von Josef Broukal, von 1998 bis 2005 stellvertretender Sendungschef. In derselben Funktion findet die Fortsetzung beim Nachfolgemagazin „Newton“ statt. Im April 2007 wird Günther Mayr zum Leiter der aktuellen Wissenschaft im ORF-TV bestellt. Das Covid-19-Virus katapultiert den bescheidenen Natur- und

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Pandemie-Übersetzer. Quasi unabsichtlich wurde Günther Mayr zum TV-Star. Gewürdigt mit der Romy 2021.

Die Liebe für Metaphern ist echt. Sie sind freudvoll wie sorgsam benutzte Werkzeuge des Erklärens und Verständlichmachens.

Mayrs Magazin. Wissen für alle. Das ORF-Format ist eine Premiere für die Wissenschaft und eine Anerkennung für alle Wissenschaftsjournalisten: Seit Kurzem hat Günther Mayr jeden Freitag um 18.30 Uhr auf einem Sendeplatz der ZIB 2 seine eigene Sendung. Im Magazinstil werden die Menschen hinter der Wissenschaft 20 Minuten sichtbar und erlebbar. Er bringt sie zu uns nach Hause. Ganz so, wie wir sind: bei der Arbeit im Büro, in der Fabrik, am Bau, im Cockpit wie im Stall; daheim im Haushalt; in der Freizeit, auf Fußballfeld und Tennisplatz, in Wasser und Wald, am Berg, beim Entdecken, Staunen, Erkennen. Die Damen und Herren der Wissenschaft haben Hoffnungen und neues Wissen, aber auch Sorgen und Nöte im Gepäck. Ihre Welt ist international, bunt, abenteuerlich. Das Unglaubliche wird durch genaue Begründung glaubwürdig. Günther Mayr kennt viele, liest ihre Bücher und Fachbeiträge, korrespondiert und redet mit denen, die Neues von morgen zu sagen haben. „Darunter sind Österreicherinnen und Österreicher, die über den ganzen Globus verteilt sind. Das Magazin ist wie ein Flugzeug, das wir in der Luft zusammenbauen.“ Mensch Mayr! Er ist Fliegenfischer und kein Partytiger. Spielt ­Saxofon in einer Band und haut als Wissenschaftsjournalist nicht auf die Pauke. Er lässt sich lieber ein Murauer Bier am Stammtisch

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schmecken als Austern bei einer Staatsgala. Günther Mayr ist eine geerdete Frohnatur. Zu sein, wer man ist: Die Mutprobe der Wiener Moderne hat er nicht nötig. „Ich bin ein Arbeiter- und Bauernkind.“ Neugierig auf die große Welt, unerschrocken am steilen Berg wie im schnellen Wasser, wissbegierig, wie die globale Klimakrise bewältigt wird. „Sie ist bedrohlicher als die Pandemie.“ Seit Kindesbeinen mit Schalk und Humor gesegnet, nutzt der Studiosus diese Talente für eine arteigene augmented reality und bringt eine gefiederte Rabenfrau dazu, an der Uni zu inskribieren und sich ihr Studentendasein als „schräger Vogel“ im Studienausweis bestätigen zu lassen. Den Beweis bleibt uns Günther Mayr nicht schuldig. Aktuell passt privat alles. Seine Lebensgefährtin Beatrix forscht in der Universitätsbibliothek in Folianten des 18. Jahrhunderts, ­Günther widmet seinen Forschergeist der Zukunft, die er uns mit Sprachbildern aus dem echten Leben erklärt. An sein Leben hat er einen speziellen Wunsch: mit seinen Musikerfreunden Joe ­Zawinuls „Mercy, Mercy, Mercy“ zu spielen... „You know, some­ times we’re not prepared for adversity.“ Stimmt, oder? Elisabeth Längle

Kraft tanken. Auf der Kuhalm in der Steiermark.

Fotos: privat

Menschenfreund Anfang März 2020 als Pandemie-Übersetzer auf die Bildschirme aller Wohnzimmer von Österreich. Diesen nicht einfachen Job im Rahmen des „Hochamtes ZIB 1“ macht er unaufgeregt, sachlich, positiv gestimmt. Mit einem gewissen Schalk in den Augen serviert er zum leichteren Verständnis der komplexen Materie bildhafte Vergleiche. Seine Liebe für Formulierungen und Metaphern ist echt. Sie sind freudvoll wie sorgsam benutzte Werkzeuge des Erklärens und Verständlichmachens. „Wenn man es der Großmutter nicht erklären kann, hat man es nicht verstanden.“ So sagte es Albert Einstein. Daran hält sich Günther Mayr und wurde unabsichtlich zum TV-Star. Gewürdigt mit der Romy 2021 steht er „für die Hoffnung und nicht für die Katastrophe“.


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KONTUR-SPECIAL

VORARLBERGS WIRTSCHAFT 2020

Foto: Weissengruber

Viele „durchwachsene” Bilanzen im Corona-Jahr – Krisenzeiten sind aber auch Phasen, die den Unternehmen große Chancen bieten.

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eit 35 Jahren veröffentlichen die VN jährlich die Sonderpubli­ kation „Top 100“. Darin werden die größten Unternehmen Vor­ arlbergs nach wichtigen betriebswirt­ schaftlichen Kennzahlen wie beispiels­ weise Mitarbeiterzahl in Vorarlberg und an anderen Standorten, Umsatz und Exportquote verglichen. Seit einigen Jahren werden nun auch im Rahmen ei­ nes „kontur“-Specials die Top-Unterneh­ men Vorarlbergs präsentiert. Daraus wird ersichtlich, dass Vorarlberg zu den weltweit erfolgreichsten Wirt­ schaftsregionen zählt. Das zeigt sich darin, dass in kaum einem Gebiet auf so

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engem Raum so viele Weltmarktführer vertreten sind, wie hier. Das Wirtschaftsjahr 2020, auf das sich die im Folgenden veröffentlichten Kennzah­ len beziehen, war durch die Corona-Pan­ demie außergewöhnlich und zeigt, wie zu erwarten war, eine sehr durchwachse­ ne Bilanz, in der sich der mittlerweile an­ gelaufene Erholungsprozess noch nicht niederschlägt. Daher ist auch noch keine abschließende Beurteilung über die Aus­ wirkungen der Krise möglich. Keine Veränderung gab es gegenüber 2019 an der Spitze des folgenden Ran­ kings. Unternehmen der Elektro- und

Das vergangene Jahr war durch teilweise fast ­völlig wegbrechende Märkte und eine Verunsicherung ­gekennzeichnet. Birgit Jochum, RTG Dornbirn


ERFOLGREICHE WIRTSCHAFTSREGION Die Unternehmenskennzahlen zeigen, dass sich Vorarlberg zu einer der erfolgreichsten Wirtschaftsregionen entwickelt hat.

Metall-, aber auch der Kunststoffindustrie liegen ganz vorne und dokumentie­ ren den Schwerpunkt der Vorarlberger Industrie nach einem erfolgreich bewäl­ tigten Strukturwandel weg vom einsti­ gen führenden Textilland. Förderungen abstimmen. Die Steu­ erberaterin Birgit Jochum von RTG in Dornbirn führt aus: „Das vergangene Jahr war durch die teilweisen fast völlig wegbrechenden Märkte von Vorarlbergs Unternehmen und eine Verunsiche­ rung aufgrund der lockdownbedingten ständigen On-off-Phasen gekennzeich­ net. Die dabei sehr kurzfristig in Kraft getretenen zahlreichen öffentlichen

Förderungen und Zuschüsse leisten dabei einen enorm wichtigen Beitrag, um den Unternehmen den Fortbetrieb zu ermöglichen und damit die Arbeits­ plätze weitestgehend zu erhalten. Umso wünschenswerter wäre es aber gewesen, dass die so zahlreichen Fördermaßnah­ men besser aufeinander abgestimmt worden wären. Die Regelungsflut stellte die Unternehmen nämlich vor zusätz­ liche Herausforderungen, wobei wir als Steuerberater die Unternehmen auch kurzfristig, beispielsweise mittels Tools für die Wahl der geeigneten Fördermaß­ namen, unterstützen können und als beständige Partner in der Krise wahrge­ nommen werden. Auch die nächste Zeit

wird unvermeidlich weiterhin im Zei­ chen der coronabedingten Auswirkun­ gen stehen: So stehen nun derzeit bei uns etwa Rückzahlungsanträge im Zu­ sammenhang mit gestundeten Beiträ­ gen/Abgaben und einer dabei erforder­ lichen sorgfältigen Finanzplanung bzw. die endgültigen Förderabrechnungen im Fokus, um letztlich die Krise auch wirtschaftlich meistern zu können.“ Trotzdem erkennen viele Vorarlberger Unternehmer, dass Krisenzeiten Pha­ sen sind, in denen oft Großes hervorge­ bracht werden kann, denn in jeder Krise stecken auch Chancen, die es zu erken­ nen und zu nutzen gilt. Ernest F. Enzelsberger

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ZIMA

EIN HALBES JAHRHUNDERT

Das Projekt „Attemsgarten” in Wien ist derzeit eines der größten Projekte der ZIMA Unternehmensgruppe – Baustart ist für Ende des Jahres geplant.

Über die Grenzen. 1971 gründeten Horst Zimmermann und DI Franz Markowski (†) die ZIMA Unternehmensgruppe in

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Vorarlberg, die sich schnell als lokaler Wohnbauträger etablierte. Mit sechs Nie­ derlassungen in vier Ländern ist sie heute in der Lage, innovative Immobilienpro­ jekte zu entwickeln und über die Grenzen der Firmenzentrale in Dornbirn hinweg zu arbeiten. Im Fokus steht das Schaffen nachhaltiger Immobilien, die eine hohe Lebensqualität und Sicherheit für zukünf­ tige Eigentümer und Investoren bieten. Dabei wurden in den vergangenen Jahren nicht nur mehr als 8000 Wohnungen und Raum für 6500 Arbeitsplätze verwirklicht, sondern auch etliche neue Projekte in die Wege geleitet. Attraktive Projektpipeline. „Als inhaber­ geführte Unternehmensgruppe entwi­ ckeln wir seit 1971 besondere Immobilien im deutschsprachigen Alpenraum. Die

Arbeit, die dabei in den vergangenen 50 Jahren geleistet wurde, erfüllt mich mit Stolz und hat die Weichen für eine Fort­ setzung dieser Erfolgsgeschichte gestellt. Unsere derzeitige Projektpipeline von aktuell über 4300 Wohneinheiten und ei­ nem Gesamtprojektvolumen von rund 1,8 Milliarden Euro lässt uns mit Zuversicht und Optimismus in die Zukunft blicken“, erklärt Alexander Nußbaumer, CEO der ZIMA Unternehmensgruppe. Nußbaumer selbst ist vor rund 30 Jahren in das Unternehmen eingetreten und hat es 1999 im Rahmen eines ManagementBuy-outs übernommen. 2001 übernahm er dann sämtliche Gesellschaftsanteile und führt seither als Vorstandsvorsitzen­ der und alleiniger Inhaber der Unterneh­ mensgruppe die operativen Geschäfte.

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er Immobilienentwickler ZIMA feiert heuer sein 50-jähriges Jubiläum. Zurückblicken kann die Unternehmensgruppe auf einen erfolgreichen Weg, der von Vorarl­ berg über Tirol, Südtirol und die Schweiz bis nach München und Wien führte. Heu­ te zählt die ZIMA über 8000 realisierte Wohnungen sowie rund 180 Mitarbeiter und ist einer der größten privaten Immo­ bilienentwickler im deutschsprachigen Alpenraum. Dabei baut die ZIMA auf Ver­ trauen gegenüber Kunden und Partnern und setzt stark auf Nachhaltigkeit, was mit dem revolutionären Konzept „pureli­ vin“ einmal mehr verdeutlicht wird.

Fotos: ZIMA

Die ZIMA-Erfolgsgeschichte: 50 Jahre Vertrauen, Verlässlichkeit, Qualität, Transparenz und Wertschätzung.


Zu den derzeitigen Highlight-Projekten zählt die nachhaltige Quartiersentwick­ lung „Attemsgarten“ in Wien. Bei dem drei Baukörper mit rund 240 Wohnein­ heiten umfassenden Projekt spielt das Thema Begrünung eine übergeordnete Rolle: Neben unzähligen Pflanztrögen auf Balkonen und Terrassen profitieren die künftigen Bewohner unter anderem von individuell nutzbaren Beeten auf den Flachdächern. Ein weiteres Land­ mark-Projekt wird derzeit in Tirol entwi­ ckelt: Mit dem Stadt Carré realisiert die ZIMA Unternehmensgruppe derzeit ein attraktives Stadtquartier im Herzen Inns­ brucks, das vier Baukörper mit rund 250 Wohneinheiten umfasst. Dabei stellen die modernen, voll möblierten Micro-LivingApartments ein besonderes Highlight dar. Vertrauen als wichtigstes Gut. Zum 50-jährigen Jubiläum unterstreicht die ZIMA, wie wichtig eine Vertrauensallianz auf allen Ebenen ist. „Vertrauen fängt beim Schaffen eines Zuhauses an und endet beim Einhalten aller Versprechen gegenüber Partnern, Kunden und Inves­ toren. Es baut sich nicht durch Worte, sondern durch Taten auf. Diesem Leit­ spruch werden wir auch in den nächsten 50 Jahren folgen“, so Nußbaumer weiter. Die Unternehmensgruppe ist als Entwick­ ler auf diversen Ebenen aktiv, akquiriert

Projekte, baut Immobilien und verwertet sie. Dabei sind Verlässlichkeit, Qualität, Transparenz und Wertschätzung stets unverzichtbare Bestandteile. „Um in dieser Branche erfolgreich zu sein, braucht man die Fähigkeiten eines Ge­ neralisten, gepaart mit kaufmännischer Kompetenz und Handschlagqualität. Das war damals so und hat sich auch bis heute nicht verändert. Was aktuell mehr denn je gefragt ist, ist Mut für neue Visionen und die Bereitschaft für Veränderung“, so Nuß­ baumer auf die Frage, was die Erfolgsfak­ toren eines Projekt- und Immobilienent­ wicklers sind. Mut für neue Visionen und

Vertrauen baut sich nicht durch Worte, sondern durch Taten auf. Alexander Nußbaumer CEO ZIMA Unternehmensgruppe

die Bereitschaft für Veränderung hat die ZIMA zweifellos. Das Unternehmen be­ dient sich seit langer Zeit intelligenter Be­ bauungskonzepte, um Grund und Boden zu schonen und die bestehenden Flächen nachhaltig zu nutzen. Förderung nachhaltiger Konzepte. Das wohl spannendste und revolutionärste Zukunftsthema ist derzeit „purelivin”, mit dem die ZIMA als Bauträger innovatives und klimapositives Bauen fördert. Mit dem modularen Holzmassivbau-Konzept werden seriell vorgefertigte, komplette Raummodule nach dem Prinzip „plug & play“ zu multifunktionalen Wohnein­ heiten kombiniert. Dabei ermöglicht die Kombination aus qualitativ hochwer­ tigem Massivholz und einer seriellen Vorfertigung kurze Bauzeiten, reduziert die CO₂-Belastung am Bau und schafft Wohngebäude, die zu beinahe 100 % wie­ derverwertbar sind. Diesem Prinzip fol­ gend, wurden mit dem Partner Kaufmann Bausysteme aus Reuthe bereits Projekte im Bereich Hotel, Student Living, Sozi­ alzentren, Schulen, Büro und Wohnbau mit rund 7000 Modulen erfolgreich um­ gesetzt – auch über die österreichischen Grenzen hinweg. Derzeit befinden sich weitere, reine „purelivin”-Projekte mit über 350 Wohnungen und über 900 Mo­ dulen in Planung und Umsetzung . Über ZIMA. Die ZIMA Unternehmens­ gruppe zählt zu den größten privaten Immobilienentwicklern im deutschspra­ chigen Alpenraum. Der Stammsitz ist in Dornbirn. Weitere Niederlassungen befin­ den sich in Innsbruck, Bozen, München, St. Gallen und Wien. Meilensteine der ZIMA Geschichte gibt es online: www.zima.at/ unternehmen/zima-im-alpenraum

ZIMA Holding AG 6850 Dornbirn Lustenauer Straße 64 +43 (0)5572 3838 www.zima.at

ZIMA ist mit sechs Niederlassungen in vier Ländern vertreten.

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RANKING 2020

DIE TOP 100 IN ZAHLEN Die größten Arbeitgeber in der Vorarlberger Wirtschaft im Bereich Produktion und Dienstleistung und ihr Umsatz 2020 im Überblick. Rang Unternehmen Branche

Eigentümer/ Hauptaktionäre

1 Blum Gruppe Beschläge 2 Zumtobel Group AG Lichtbranche 3 Liebherr Werk Nenzing GmbH Maschinenbau 4 Doppelmayr Holding SE Metallverarbeitende Industrie 5 illwerke vkw AG Energieunternehmen, -dienstleister 6 Hirschmann Automotive GmbH Automobilzulieferindustrie 7 ALPLA Group Kunststoffverarbeiter, -verpackungen 8 Getzner Textil AG Textilindustrie 9 Meusburger Georg GmbH & Co KG Metallverarbeitendes Gewerbe 10 Gebrüder Weiss GmbH Transport, Logistik, IT 11 GRASS GmbH Metallindustrie 12 i+R Gruppe Bauen, Immobilien, Bagger 13 Rauch Fruchtsäfte GmbH & Co OG Nahrungsmittel-Industrie 14 Silvretta Montafon Holding GmbH Tourismus 15 Rhomberg Holding Bau, Bahntechnik, Ressourcen 16 OMICRON Holding GmbH Energietechnik 17 Hilti AG Bautechnologie 18 Collini Holding AG Oberflächentechnik 19 Rudolf Ölz Meisterbäcker Lebensmittelindustrie GmbH & Co KG 20 Bäckerei Mangold GmbH Bäckerei 21 Loacker Recycling GmbH Handel 22 Rupp AG Lebensmittelindustrie 23 Jäger Beteiligungs GmbH Bau, Transport 24 Wolford AG Textilindustrie 25 Majer Unternehmensgruppe Gebäudereinigung 26 Russmedia Verlag GmbH Medien und IT 27 Haberkorn Holding AG Technischer Handel 28 Hydro Extrusion Nenzing GmbH Metallindustrie, Aluminium 29 KÖNIG GmbH & Co KG Motorenteile 30 IMA Schelling Group Maschinen- und Anlagenbau 31 Hilti & Jehle GmbH Bau 32 11er Nahrungsmittel GmbH Nahrungsmittelindustrie

Familie Blum, Blum Privatstiftung Familie Zumtobel mit 37% k. A. Privatstiftung Land Vorarlberg F&R Industriebeteiligungen GmbH Familie Lehner Getzner, Mutter & Cie GmbH & Co KG Guntram Meusburger Familien Weiss und Jerie Würth-Gruppe Alge Holding und Schertler Holding k. A. Bank für Tirol und Vorarlberg AG Rhomberg Privatstiftung OMICRON Holding GmbH Hilti AG Kontag-, Collini-Beteiligungs- und und VerwaltungsgesellschaftmbH Familie Ölz

52 kontur

Beschäftigte andere Umsatz in Vorarlberg Standorte (in Mill. E)

Familie Haag Loacker Privatstiftung 95%, Familie Loacker 5% Josef Rupp, Ludwig Rupp, Clemens Fischli, Sarah Fischli-Dürnberger, Daniela Rupp Jäger Privatstiftung Fosun 58% Hans Majer Russmedia Holding GmbH, Sophie Kempf-Russ Privatstiftung Familie Haberkorn Norsk Hydro Familie König SAB Holding GmbH Helmut Hilti Familienbesitz

6.258 2.185 1.906 1.872 4.323 1.131 1.580 440 427 1.565 1.738 872 1.223 19 679 1.144 5.019 374 1.060 20.540 3.690 1.032 713 397 1.000 670 261 990 6410 1.773 983 820 375 938 138 551 915 1.135 965 865 – 56 763 2.269 783 675 365 156 610 30.000 5.400 600 1.100 223 592

353

217

560 550

– 797

25 621

520

240

210

518 478 450 449

63 691 – 23

150 68 9 88

415 400 399 398 384 374

1.724 34.000 – 1.160 157 6

626 11.090 45 252 109 88


DONAU VERSICHERUNG AG

ERFOLGREICHE ZUKUNFT Die DONAU zählt zu den Top-Versicherungen des Landes. Landesdirektor Jürgen Gmeiner über die Herausforderung und Chancen.

D

Wie lief das Geschäft im vergangenen Jahr? „Alle Mitarbeiterinnen und Mit­ arbeiter konnten rasch von daheim ar­ beiten. Mit großem Engagement haben alle beigetragen, dass der Betrieb nahe­ zu wie gewohnt weiterlaufen konnte. Mit unseren Kundinnen und Kunden sind wir telefonisch oder online in Kon­ takt geblieben. Unsere regionale Strate­ gie hat viel dazu beigetragen, dass unser Kunden- und Serviceorientierung sehr erfolgreich war. Insgesamt haben wir ein solides Ergebnis erzielt. Wir haben auch bemerkt, dass die private Kranken­ versicherung stark nachgefragt wurde.“

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Wie wird sich der Bedarf in Zukunft entwickeln? „Bei der Beratung steht für die DONAU der Mensch im Mittelpunkt. Wir setzen hier Akzente für die Absiche­ rung schwerer Erkrankungen. Es zeigt sich, dass eine Krebserkrankung noch vor Corona die Gesundheitssorge Num­ mer 1 in Österreich ist. Die Betroffenheit ist sehr groß. Acht von zehn Personen kennen eine Person, die an Krebs er­ krankt ist. Mit unserer Krebsversiche­ rung bieten wir die finanzielle Absiche­ rung für diesen Fall.“ Welche neuen Risiken kommen auf uns zu? „Die steigende Vernetzung unserer Gesellschaft und Wirtschaft erhöht das Risiko, Opfer eines digita­ len Einbruchs zu werden, deutlich. Fast

Foto: Thomas Pitterle

ie DONAU zählt zu den österrei­ chischen Traditionsversiche­ rern und wichtigen Partnern der Wirtschaft in Vorarlberg. Rund 2700 Vorarlberger Gewerbebetrie­ be vertrauen auf den Schutz der DONAU. Mehr als 40 Mitarbeiter betreuen und beraten die Kunden – regional und ser­ viceorientiert in vier Geschäftsstellen.

Landesdirektor Jürgen Gmeiner, MBA

jeden Tag gibt es neue Berichte darü­ ber. Einerseits muss die technische Si­ cherheit erhöht werden und zugleich sollte sich jeder das finanzielle Risiko absichern. Die Cyberversicherung der DONAU schützt vor den finanziellen Folgen eines digitalen Einbruchs. Für Unternehmen bieten wir eine umfas­ sende Beratung in Verbindung mit un­ serem Sicherheits-Check der IT-Syste­ me, der für mehr Sicherheit sorgt. Auch Privathaushalte können sich bei der DONAU absichern und schützen.” Beratung bleibt ein wichtiges Thema oder wird alles online erledigt? „Die DONAU verbindet digitale Services mit persönlicher Beratung und sorgt so für die Zufriedenheit unserer Kundin­ nen und Kunden. Eine Leistungsmel­ dung kann einfach über die Website abgewickelt werden und dieses Service wird immer stärker angenommen.

Zugleich ist das persönliche Gespräch für Vorsorgethemen immer wichtiger. Nachhaltigkeit in der Vorsorge wird beispielsweise stärker nachgefragt. Mit unserer Green Protect ist das möglich – veranlagt wird ausschließlich in mit dem österreichischen Umweltzeichen zertifizierte Fonds. Das macht die Green Protect so attraktiv.“

DONAU Versicherung Landesdirektion Vorarlberg Arlbergstraße 15 6850 Dornbirn +43 (0)50 330 70190 vbg@donauversicherung.at www.donauversicherung.at

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RANKING 2020 Rang Unternehmen Branche

Eigentümer/ Hauptaktionäre

33 Wilhelm+Mayer GmbH Baugewerbe 34 Offsetdruckerei Schwarzach GmbH Druck und Verpackung 35 Ganahl AG Papierverarbeitende Industrie 36 Getzner Werkstoffe GmbH Industrie 37 Walter Bösch GmbH & Co KG Großhandel, Dienstleistungen, Industrie 38 Flatz GmbH Verpackungen, Dämmstoffe 39 Versluis Restaurant Gastronomie Gastronomie GmbH 40 Heron Gruppe Metallgewerbe 41 Bachmann electronic GmbH Elektro- und Elektronikindustrie 42 Graf Firmengruppe Elektro, Elektronik 43 Mondelez Production Süßwaren 44 HEAD Sport GmbH Sportartikel 45 Bertsch Holding GmbH Kraftwerksbau, Molkerei- und Fleischereianlagen 46 Huber Holding AG Textil 47 Glas Marte Gruppe Glasverarbeitung, Glasbau 48 SCHMIDT'S Gruppe Eisenwarengroßhandel 49 RATTPACK Group Verpackungsbranche 50 Künz Gruppe Maschinen- und Anlagenbau 51 Faigle Gruppe Kunststoff-Verarbeiter 52 EHG Stahlzentrum GmbH & Co OG Stahl- und Metallhandel 53 Nägele Hoch- und Tiefbau GmbH Bau 54 LTW Intralogistics GmbH Maschinen- und Stahlindustrie 55 Tomaselli Gabriel BauGmbH Baugewerbe 56 KRAL GmbH Pumpen, Messtechnik 57 Ball Beverage Packaging GmbH Metallverarbeitende Industrrie 58 Dorfinstallateur GmbH Heizung, Sanitär, Klima 59 Pfanner Holding AG Nahrungs- und Genussmittel, Getränke 60 SOLA-Messwerkzeuge GmbH Metall, Herstellung von Messwerkzeugen 61 Erne Fittings GmbH Metallverarbeitende Industrie 62 Inhaus Handels GmbH Heizungs- und Sanitärgroßhandel 63 Salzmann Formblechtechnik GmbH Metallgewerbe 64 z-werkzeugbau gmbh Metallindustrie 65 JCL Logistics AG Transport & Logistik 66 Intersport Fischer GmbH Sportartikelhandel 67 Bischof Holding GmbH Güterbeförderungsgewerbe 68 Schneider Automobil GmbH Kfz-Handel, Service und Reparatur 69 Etiketten CARINI GmbH Etikettendruck 70 1zu1 Prototypen GmbH & Co KG Kunststoffgewerbe 71 Auto Gerster GmbH Autohandel, Kfz-Gewerbe, Lackierer, Spengler

Familie Wilhelm Privatstiftung VBG Holding AG Familien-AG im Streubesitz Getzner, Mutter & Cie. GmbH & Co KG k. A.

370 369 364 360 346

– 44 1.402 130 334

43 77 401 106 103

Familie Flatz Lodewijk Versluis

340 335

– –

75 24

Christian Beer Bachmann Holding GmbH k. A. Mondelez International Inc. USA k. A. Hubert Bertsch

333 325 322 320 319 310

48 188 1 – 187 63

87 88 52 k. A. k. A. k. A.

Benger Brands Limited Familienbesitz Familienbesitz Matthias und Stephan Ratt Familienbesitz Familie Faigle Gebrüder Ulmer Holding GmbH, Josef Pircher Beteiligungs GmbH PORR Doppelmayr Holding SE Tomaselli-Gabriel Privatstiftung Familie Kräutler Ball Corporation USA 12 mitarbeitende Gesellschafter Walter Pfanner, Peter Pfanner, Hermann Pfanner, Wilfried Pfanner, Elmar Schneider, Marie-Luise Dietrich SOLA Privatstiftung, Familien Scheyer und Hörburger Erne Group GmbH Pircher Beteiligungs GmbH, Huwa Finanz- und Beteiligungs AG Gerhard Salzmann Hermann Eberle, Johannes Steurer Stephan Jöbstl Erhard Fischer 80%, Tobias Stergiotis 20% Astrid Bischof, Otto Bischof, Michael Zimmermann Ulrike Janschek 75%, Karin Seyfried 25% Andrea Sohm, Thomas Sohm, Siegfried Erne Wolfgang Humml, Hannes Hämmerle Familie Gerster

300 900 k. A. 280 61 38 275 505 180 265 199 91 260 240 93 257 173 71 230 140 176

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Beschäftigte andere Umsatz in Vorarlberg Standorte (in Mill. E)

230 223 223 222 220 219 218

– 72 – 20 17.500 11 707

43 107 43 31 8.500 34 303

214

32

39

213 210

170 20

54 70

205 200 190 181 170

– – 1.160 – 110

27 24 320 29 49

166 150 150 149

– – – –

98 25 14 53


VORARLBERGER LANDESKRANKENHÄUSER

ARBEITGEBER UND AUSBILDNER Fotos: VVlbg. Krankenhaus-Betriebsges.m.b.H. / Dietmar Mathis / Weissengruber - Manuel Riesterer

Dem Gesundheitskonzern der Vorarlberger Krankenhaus-Betriebsgesellschaft gehören die fünf LKH sowie die zwei Pflegeschulen an.

Fortbildung für junge Ärztinnen und Ärzte: der Turnusärztekongress.

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as Ziel ist es, die bestmögliche Gesundheitsversorgung für die Vorarlberger Bevölkerung sicherzustellen. Höchste Be­ handlungsqualität, qualifizierte Fachkräf­ te und wichtige Investitionen. Das sind die Grundvoraussetzungen für eine zu­

Quantensprung im OP-Bereich: Das OP- & Intensivzentrum am LKH Feldkirch.

Die Ausbildung für Pflegekräfte findet in den Pflegeschulen Feldkirch und Rankweil statt.

kunftssichere Spitalsversorgung. Um eine Gesundheitsversorgung im stationären Bereich auf höchstem Niveau anzubieten, muss eine gute Aus-, Fort- und Weiterbil­ dung in allen medizinischen und pflegeri­ schen Bereichen gewährleistet sein. Lernschmiede Krankenhaus. Die Vorarl­ berger Landeskrankenhäuser bieten nicht nur Ausbildungsstellen für Medizinstu­ denten im klinisch-praktischen Jahr, für die Turnus- und Facharztausbildung so­ wie für die größte Berufsgruppe der Lan­ deskrankenhäuser – die Pflegeberufe – an, sondern auch für Lehrlinge. Top-Arbeitgeber. Die Vorarlberger L­andeskrankenhäuser bieten 5140 Mitarbei­ ter/-innen eine sichere Arbeitsstätte. Der sorgsame und nachhaltige Umgang mit

den Ressourcen und den öffentlichen ­Mitteln hat oberste Priorität. Hohe Verantwortung. Mit medizini­ schen Leistungen auf höchstem Niveau und bester Servicequalität sind die fünf Landeskrankenhäuser auch ein wesentli­ cher Faktor für die gute Lebensqualität in Vorarlberg. Für die rund 400.000 Patien­ tenbehandlungen stehen insgesamt 1540 Betten zur Verfügung.

Vorarlberger KrankenhausBetriebsgesellschaft.m.b.h. Carinagasse 41, 6800 Feldkirch www.landeskrankenhaus.at

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RANKING 2020 Rang Unternehmen Branche

Eigentümer/ Hauptaktionäre

Beschäftigte andere Umsatz in Vorarlberg Standorte (in Mill. E)

72 GANTNER Electronic GmbH Elektronik 73 Mohrenbrauerei Vertriebs KG Lebensmittelindustrie 74 Mayer Glastechnik GmbH Glasbau 75 Lercher Werkzeugbau GmbH Werkzeug- und Formenbau, Kunststoffspritzguss 76 Otto Wohlgenannt GmbH Gewerbe 77 Walser Gruppe Fahrzeugbau/Handel 78 ZIMM Gruppe Industrie, Maschinenbau 79 Vorarlberg Milch eGEN Nahrungsmittelindustrie 80 RÖFIX AG Stein- und Keramikindustrie 81 Gesundhotel Bad Reuthe Tourismus 82 Fohrenburg Beteiligungs AG Getränkeindustrrie/Handel 83 Scheyer Verpackungstechnik GmbH Kunststoffverarbeitung 84 Siemens AG Österreich, Vorarlberg Digitalisierung, Software, Elektrotechnik 85 Fliesenpool GmbH Handwerk und Gewerbe 86 Müroll GmbH Verpackung, Papierverarbeitung 87 Dorner Electronic GmbH Softwarelösungen für Baustoffindustrie 88 Josef Mäser GmbH Handel 89 Sika Österreich GmbH Chemische Industrie 90 MAWERA Anlagenbau Holzfeuerungsanlagen GmbH 91 ZIMA Holding AG Immobilienentwicklung, Projektentwicklung, Bauträger 92 Maier Holding GmbH KFZ-Handel und -Instandsetzung 93 Buchdruckerei Lustenau GmbH Druck 94 FRIES Kunststofftechnik GmbH Kunststoffindustrie 95 Vorarlberger Verlagsanstalt GmbH Druckindustrie 96 HENN Industrial Autozulieferung Group GmbH & Co KG 97 WolfVision GmbH Audio-visuelle Branche 98 Wagner GmbH Anlagenbau, Haustechnik 99 Visuform GmbH Orientierungssysteme, Werbetechnik 100 Pfanner Schutzbekleidung GmbH Schutzausrüstung

GANTNER Electronic Austria Holding GmbH Familie Huber Familie Mayer Familie Lercher

145 145 145 140

321 – – –

63 23 19 k. A.

Otto Wohlgenannt Gerhard Rauch Gunther Zimmermann 478 Landwirte FIXIT Trockenmörtel Holding AG Familie Frick Brauunion Österreich Familien Wiesenegger Siemens AG

135 130 130 122 120 120 119 117 114

8 83 170 – 691 – 14 2 30.800

30 48 39 48 228 k. A. 20 37 1.441

Bell und Beck Beteilungs-GmbH Familien-Privatstiftung Dorner Holding, Andreas Dorner, Michael Jäger 5% Hanno, Otto und Guntram Mäser Sika AG SAB Holding GmbH 80 %, Peter Mender 20% Alexander Nußbaumer

110 110 96

11 47 5

15 51 12

94 93 92

57 171 25

25 139 22

90

89

253

Walter Mayer VBG Holding AG Familie Rhomberg Milz Beteiligungs GmbH Martin Ohneberg

86 86 85 85 80

– – 105 8 205

36 12 17 13 86

WolfVision Center GmbH Wagner Immobilien GmbH WD BeteiligungsgmbH, Mathias Zimmermann Anton Pfanner

80 80 80 65

28 – – 2

22 13 k. A. 11

Die Angabe der Unternehmensdaten erfolgte über Selbstauskunft der Betriebe / Stand: Juni 2021

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MESSE DORNBIRN

WEIHNACHTEN GEBÜHREND FEIERN Vier Unternehmen, eine Kooperation und ein gemeinsames Ziel: einzigartige und unvergessliche Erlebnisse schaffen.

Foto: Udo Mittelberger

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emeinsame Erlebnisse ver­ binden, fördern die Moti­ vation und bleiben in Erin­ nerung. Weihnachtsfeiern sind dabei die Gelegenheit für Firmen, ihren MitarbeiterInnen Danke zu sagen und bieten die Möglichkeit, das Gemein­ schaftsgefühl und die Identifikation mit dem Unternehmen zu beleben – nach den vergangenen Monaten mit Homeof­ fice, Kurzarbeit und all den Unsicherhei­ ten mehr denn je. Zugegebenermaßen ist es für Weihnachten noch etwas früh, aber als Unternehmen sollte man bereits jetzt mit der Planung der Weihnachtsfeier starten. Denn es gilt Location, Catering, Programm und auch das Sicherheitskon­ zept zu organisieren. Wenn es da nur ein Rundum-sorglos-Paket gäbe. Aus diesem Grund haben sich die Messe Dornbirn,

Mo Catering & Events, +Plus Eventsupport GmbH und MShh – Marketing Support zu­ sammengeschlossen und ihre Kompeten­ zen in ein Komplettpaket für betriebliche Weihnachtsfeiern zusammengeschnürt: Location, ­Catering, Technik, Mobiliar und Sicher­heitskonzept – alles inklusive und zum unschlagbaren Pauschalpreis. Zu Gast im Messequartier. Mit der Moh­ ren-Halle 13 im Messequartier steht ne­ ben genügend Platz für 200 bis hin zu 450 Gästen auch eine ideale Infrastruktur mit bester Verkehrsanbindung und aus­ reichend Parkplätzen zur Verfügung. Die Galabetischung mit 6er- und 8er-Rund­ tischen ermöglicht ausreichend Sicher­ heitsabstand zwischen den Tischen und kann individuell auf die Gästeanzahl an­ gepasst werden.

Das Plus an Technik. +Plus Eventsupport zeigt sich verantwortlich für die passen­ de technische Infrastruktur. Die große Bühne mit Beamer und Leinwand bietet ausreichend Platz für Reden, Ehrungen und ein spannendes Rahmenprogramm. Die Bühnenbelichtung inkl. Showlicht und die speziell anpassbare Ambiente­ beleuchtung rücken die Weihnachtsfeier ins passende Licht. Auch für den richtigen Ton auf der Feier ist gesorgt: Beschallung, Mikrofone und Headsets inklusive. Zwei engagierte TechnikerInnnen sorgen für den optimalen Ablauf vor Ort. Das Mehr an Genuss. Mit bester Kulinarik sorgt MO Catering für mehr Lebensfreude im wundervoll abgestimmten Ambiente. Das exklusive 3-Gang-Menü lässt dabei keine Wünsche offen. Der perfekte Service und die einmalige Infrastruktur runden das Angebot ab und schaffen Raum und Zeit für Begegnungen und unvergessliche Erinnerungen. Weihnachten gebührend feiern mit dem Rundum-sorglos-Paket zum unschlagba­ ren Preis inkl. Location, Catering, Technik, Mobiliar und Sicherheitskonzept

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Information und Buchung: MO Catering & Events Christian Stadler Schwefelbadstraße 2 6845 Hohenems +43 (0)664 2469543 christian.stadler@mo-catering.com www.mo-catering.com

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vlnr: Manfred Rümmele, Peter Kögl, Alfred Geismayr, Birgit Jochum, Leopold Schurz, Ferdinand Schurz

RTG Steuerberater des Jahres 2021 Im Rahmen des jährlich stattfindenden Publikumsvotings von Die Presse und IFA wurde RTG bereits zum sechsten Mal als „Steuerberater des Jahres“ in der Kategorie „Allrounder Vorarlberg“ ausgezeichnet. Auch in diesem Jahr wurden österreichweit mittels Klientenvotings die besten Steuerberater des Jahres gesucht und die Preisträger im Juni in den Wiener Sofiensälen gekürt. Der in der Branche begehrte Award gilt als Bestätigung für Beratungsleistungen auf höchstem Niveau. RTG als eine der führenden Vorarlberger Prüfungs- und

Beratungskanzleien konnte dabei erneut die Trophäe als Vorarlbergs Steuerberater des Jahres 2021 in Empfang nehmen und gewinnt bereits zum sechsten Mal in Folge. Dieser Publikumspreis besitzt für uns in diesem Jahr einen besonders hohen Stellenwert. Unsere Klienten honorieren damit, dass wir sie auch in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten selbst bei sich sehr rasch ändernden Umständen und einer unklaren Rechtslage erfolgreich unterstützen können und ein beständiger Partner sind. Gleichzeitig spornt er uns an, uns auch künftig mit ganzer Kraft für unsere Klienten einzusetzen. RTG beschäftigt rund 100 Beraterinnen und Berater in Dornbirn, Riezlern, Wien und Graz. rtg.at

38. Vorarlberger Wirtschaftsforum Internationale Tagung

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PFANNER SCHUTZBEKLEIDUNG GMBH

SICHERHEIT ALS AUFGABE

Fotos: Pfanner Schutzbekleidung GmbH

Wenn es um Innovationen geht, kommt man in Vorarlberg an einem Unternehmen nicht vorbei: Pfanner Schutzbekleidung in Koblach.

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rfindungsgeist hat in Vorarlberg einen Namen: Anton Pfanner und sein Team zählen zu den Spitzen­ reitern, was Neuentwicklungen und Patente angeht. „In den vergangenen 20 Jahren haben wir über 2800 Patente angemeldet. Tendenz steigend“, zeigt sich Geschäftsführer Anton Pfanner stolz. „In zwei Jahren feiern wir 33 Jahre Pfanner Schutzbekleidung und elf Jahre Protos. Bis dahin möchten wir noch insgesamt 33 In­ novationen auf den Markt bringen.“ Maßgeschneiderte Lösungen. Für den leidenschaftlichen Tüftler dürf­ te das sicher kein Problem sein, ste­ hen er und sein Team doch seit jeher für maßgeschneiderte Lösungen und neuartige Technologien. Mit höchs­ ter Qualität und Nachhaltigkeit hat sich das Unternehmen zum Premi­ um-Hersteller für Schutzbekleidung

und Sicherheitslösungen in den Berei­ chen Forst, Industrie, Jagd und Nach­ suche sowie Outdoor entwickelt. Ob Gladiator®, StretchFlex®, Kli­ maAIR® oder 3CON® – innovative Lösungen erfordern Know-how und das Wissen um aktuelle Technologien und Möglichkei­ ten. Für Anton Pfanner und sein Team willkommene Her­ ausforderung und Ansporn. Wegweisend. Mit dem Kopfschutz Protos Integral wurde ein Meilenstein gesetzt. Nicht nur in der Geschichte des Betriebes, sondern auch in punkto Schutzkleidung. In diesem Zusammen­ hang hat die Zusammenarbeit mit der Weltmarke Microsoft kürzlich eine neue Ebene erreicht: Protos mit HoloLens ist nun auch EU-Norm zertifiziert für den Einsatz in Bauwesen und Industrie.

Mit Protos wurde ein Meilenstein gesetzt.

Pfanner Schutzbekleidung GmbH Herrschaftswiesen 11 6842 Koblach +43 (0)59 5050 200 info@pfanner-austria.at www.pfanner-austria.at

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RONDO GANAHL AG

IM RECYCLINGKREISLAUF Der Traditionsbetrieb sammelt selbst Altpapier, bereitet es zu WellpappeRohpapier auf und stellt damit die nachhaltigen Verpackungen her.

Das Kerngeschäft des Unternehmens ist die Produktion innovativer, nachhalti­ ger Verpackungslösungen aus Wellpap­ pe: sie ist ökologisch, besteht aus nach­

wachsenden Rohstoffen und hat eine ausgezeichnete Recyclingfähigkeit. Im Öko-Vergleich mit anderen Materialien schneidet sie daher ausgezeichnet ab. Bei Rondo werden maßgeschneiderte Well­ pappe-Verpackungen hergestellt, die zu 100 % aus recyclingfähigen Materialien bestehen. Die natürlichen Ressourcen werden hocheffizient und mit geringst­ möglichen Emissionen verarbeitet. Mit modernsten Technologien, einem flexiblen Produktionsplanungsmodul, erfahrenen Verkaufsberatern und kurzen Durchlaufzeiten von der Entwicklung bis zu individuellen Logistiklösungen und Lieferung zählt der Wellpappe-Spezialist aus Frastanz zu den Top-Anbietern der

Rondo zählt zu den größten Arbeit­gebern im Walgau.

Branche. Neben ausgezeichnetem Pro­ duktschutz während Transport und La­ gerung überzeugt eine Wellpappe-Verpa­ ckung von Rondo auch als Werbeträger. Dank hochwertigem Flexodruck werden aufmerksamkeitsstarke Botschaften per­ fekt auf der Ver­packungslösung in Szene gesetzt. Die Rondo Ganahl AG fördert den scho­ nenden Umgang mit Ressourcen und sammelt, sortiert und presst selbst Alt­ papier sowie Kartonagen als Rohstoff für die eigenen Wellpappe-Rohpapiere, aus denen die nachhaltigen, maßgeschnei­ derten Verpackungslösungen herge­ stellt werden. So gelingt es ­Rondo, den Papier-­Recyclingkreislauf innerhalb der ­Unternehmensgruppe zu schließen.

Fotos: Rondo Ganahl AG

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ie Rondo Ganahl AG mit Stamm­ sitz in Frastanz ist s­pezialisiert auf die Herstellung von Well­ pappe-Rohpapieren sowie von individuellen Mehrweg­verpackungen aus Wellpappe. Die Wurzeln des öster­ reichischen Familienbetriebs reichen bis ins Jahr 1797 zurück. Heute beschäf­ tigt die Unternehmensgruppe mehr als 1600 Mitarbeiter in fünf europäischen Ländern – ein Viertel d ­ avon in Frastanz. Damit zählt Rondo zu den größten ­Arbeitgebern im Walgau.

Innerhalb der Rondo-Unternehmensgruppe schließt sich der Papier-Recyclingkreislauf.

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Rondo Ganahl AG Rotfarbweg 5, 6820 Frastanz +43 (0)5522 51841-0 frastanz@rondo-ganahl.com


Fahrspaß neu definiert: In der neuen C-Klasse behalten Sie immer den Überblick – dank des innovativen Infotainmentsystem MBUX mit Head-up-Display. Und haben jede Situation fest im Griff: mit dem ultrahellen DIGITAL LIGHT und seiner Projektionsfunktion. Ganz nebenbei entspannen Sie sich – und genießen den Komfort im 8-Zonen-Massage-Sitz. Entdecken Sie mehr auf mercedes-benz.at/c-klasse und bei Ihrem Mercedes-Benz Partner. Mercedes-Benz C-Klasse C 180: Kraftstoffverbrauch gesamt (kombiniert): 6,3–7,2 l/100 km; CO₂-Emissionen gesamt (kombiniert): 143–163 g/km. Ermittelt nach WLTP. Tippfehler vorbehalten. Stand 04/2021. Abgebildet sind Mercedes-Benz C-Klasse Limousine und Mercedes-Benz C-Klasse T-Modell. Abbildung ist Symbolfoto.

Die neue C-Klasse von Mercedes-Benz.

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Österreich. Jährlich stehen Informationen zu über 8500 neuen Bauprojekten bereit – egal welches Baustadium, welche Bauart oder Projektkategorie. Umfassende und laufend aktualisierte Produktdatenbank Seit dem Jahr 2014 stehen Architekturschaffenden mit der innovativen Produktplattform „nextroom Produkte“ aktuelle Infos zu den Angeboten der Bauwirtschaft und -industrie zur Verfügung. „Architekturschaffende sind auf aussagekräftige Infos der Bauindustrie angewiesen, www.nextproducts.at

ist eine Schnittstelle zwischen beiden Welten“, so Tobias Braszkeit, Geschäftsführer DOCUmedia.at GmbH. Die ständig weiterentwickelten Produkte von DOCUmedia verknüpfen Angebot und Nachfrage der österreichischen Baubranche und schaffen ideale Voraussetzungen für eine direkte und gezielte Kommunikation. Über 1000 großteils langjährige Kunden profitieren bereits von diesem Angebot. DOCUmedia.at schafft mit den Portalen www.documedia.at und www.nextproducts.at direkte und gezielte Kommunikation in der Baubranche!

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Ihr „Gut zum Druck“ ist mit BuLu ein kompromissloses „Gut zur Umwelt“! In den letzten Jahren ist die Biene immer mehr zum Indikator für den Gesundheitszustand unserer Umwelt geworden. Unsere Bienenvölker sind direkt auf unserer Wiese neben dem Firmengebäude beheimatet. Die Bienenstöcke aus unbehandeltem Holz sind das Zuhause von über 50.000 Bienen. Täglich schwärmen sie aus, um in der großen Blütenvielfalt rund um unser Firmenareal den für den Honig notwendigen Nektar zu sammeln. Die Bienen halten wir weniger für den Honigertrag, vielmehr möchten wir einen Beitrag zu unserem Nachhaltigkeitsprojekt zum Erhalt der Bestäubungsleistung und dem Artenschutz vor Ort leisten. Wenn es den Bienen gut geht, geht es auch der Natur und damit den Menschen gut.

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Buchdruckerei Lustenau GmbH 6890 Lustenau, Austria Millennium Park 10 Ihre persönliche Beratung: Harry Gamper 0664 6 10 69 23 harald.gamper@bulu.at


Herz, Hirn und Hand

In Martin Mackowitz’ Werkstatt für interaktive Baukunst sind schon viele kulturell wirksame Projekte entstanden. Darüber hinaus realisierte der ­junge Architekt auch erste Wohn- und Gewerbebauten. Sein neues Projekt: Bauen mit Lehm populär machen.

Foto: Hanno Mackowitz

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m Ufer des tosenden Lutzbaches, unweit vom Dorf Buchboden, befindet sich das Lutzschwefelbad. An bestimmten Tagen im Jahr ist es möglich, in dieser rauen, natürlichen Umgebung in warmem Wasser zu baden. Eine Kooperation zwischen dem Künstlerkollektiv AO& und Martin Mackowitz hat 2012 zum Bau einer kleinen Badeinfrastruktur geführt. Das Wasser für das kleine Lutzschwefelbad kommt aus den Buchbodener Trinkwasserquellen und wird durch einen eigens entwickelten Holzofen auf bis zu 40 Grad

Architekt und Vermittler. Martin Mackowitz plant, entwirft und erfindet Kulturprojekte.

erhitzt. Das Becken fasst ca. 3000 Liter und bietet Platz für acht bis zehn Personen. Dieses Projekt steht in einer ganzen Reihe von kulturell-räumlichen Interventionen, die Architekt Martin Mackowitz konzipiert und realisiert hat. „Natürlich nicht alleine, denn Architektur und auch Kulturarbeit leben von der Kooperation.“ Torte und Kompott. Die Projekt-Biografie des Architekten beginnt in Innsbruck. Vor etwas mehr als zwölf Jahren gründete Martin Mackowitz mit Freund(inn)en und Kolleg(inn)en die „Tortenwerkstatt“. Wer

nun an eine Konditorei denkt, liegt knapp daneben. Der Name des jungen Architekturkollektivs warf viele Fragen auf und war damit gut gewählt. „Wir wollten experimentieren, Spaß haben, zusammen unsere Zeit verbringen und arbeiten.“ Ein bisschen Dolce Vita eben, aber eben nicht in Rom, sondern in Innsbruck. Die Schwerpunkte waren schon damals klar: „wir interessieren uns für sinnvolle architektur / das arbeiten mit dem bestand / das verwenden von eigenen ressourcen / intelligent, langfristig & nachhaltig / recycling ohne unseren ästhetischen anspruch zu verlieren“, schrieben

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Anliegen. Die ökologische Wende im Bauen. Einen inspirierenden Beitrag dazu leistet das Lehmbauunternehmen von Martin Rauch.

Erstlingswerk. Haus Birne punktet mit räumlicher Raffinesse und nachhaltigen Werkstoffen.

die jungen Wilden, oder auch die jungen Vernünftigen, manifestartig nieder. Es gab ein „Tortenblatt“ als Kommunikationsorgan, Konzerte, Veranstaltungen und wer sie mochte, die Tortenwerkstatt, gehörte eindeutig zu den „Freunden der Torte“. Das nächste Kollektiv mit dem Namen „Kompott“ war eine Kooperation mit Nikolaus Skorpik und der Bezug zu Vorarlberg schon wesentlich näher. Projekte wie das Feldhotel entstanden und wurden durch gelungene Nutzungen zu einem Sinnbild von Alternativkultur, made in Vorarlberg. Es war ein besonderer Sommer auf der „Virglar Hoschtat“ in Lustenau, als dort 2014 im sogenannten „Feldhotel“ die Zentrumsentwicklung der Gemeinde öffentlich-

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keitswirksam diskutiert wurde. Anlass dafür war ein besonderes Programm aus Ver­ anstaltungen und das Feldhotel ein dafür b ­ estens geeignetes, temporäres und öffent­liches Wohnzimmer. Ein urbaner Treffpunkt ohne Konsumzwang. „Das Feldhotel lud ein, ein Quartier neu zu erleben. Zutaten waren ein Gerüst, Paletten und Material aus dem Abriss einer alten Tischlerei.“ Genau hinschauen. Seit 2016 betreibt Martin Mackowitz den „ma_ma Werkraum für interaktive Baukunst“ als Bezeichnung für seine planerischen aber auch kulturellen Tätigkeiten. Parallel dazu unterrichtet er an der Universität Liechtenstein und arbeitet bei Lehm Ton Erde, dem Unternehmen des Lehmbaupioniers Martin Rauch. Die Kombination aus Planung, Vermittlung, Kom-

munikationsaufgaben und Kulturprojekten liegt dem in Bludenz geborenen Architekten. Seine Ideen sind meist mit einem Augenzwinkern verbunden und mit viel Lebensfreude, trotz all dem Engagement und Einsatz und all der Sensibilität, die dahintersteht, und trotz der Bedeutsamkeit der Anliegen, die Martin Mackowitz vertritt. Dringlichstes davon ist eine ökologische Wende im Bauen. Diese ist schon lange im Gang, „doch die Bewegung muss wachsen und Fahrt aufnehmen. Die Bauwirtschaft ist viel zu konservativ. Sie behauptet zwar, innovativ zu sein, doch sie folgt eher stur dem eigenen Diktum, als sich wirklich zu verändern.“ Dieses Diktum liegt im steten Wachstum. „Mit diesem Wachstum ist ein enormer Verbrauch von Ressourcen verbunden. Das muss sich ändern.“

Fotos: Hanno Mackowitz

Martin Mackowitz engagiert sich als Architekt für die ökologische Wende im Bauen. Bei Lehm Ton Erde in Schlins plant er und kommuniziert die Vorteile des Bauens mit Lehm. Sein dringendstes Anliegen: den Lehmbau in der Architektur und Bauwirtschaft verankern.


Projekte wie der Wanderkiosk und die ­Teestube in Feldkirch sind Ausdruck dieser Haltung, aber auch Vermittlungsprojekte. Als Dozent will der Architekt seine jungen Kolleg(inn)en dazu anleiten, nicht nur weniger zu bauen und mehr Bestand zu nutzen, sondern auch mit wenig Material zu bauen und genau hinzuschauen, also eine Sensibilität für Ort und Nutzer(innen) aufzubauen. So entwarfen, planten und bauten rund 25 Studierende der Universität Liechtenstein einen Teepavillon auf dem Raiffeisenplatz mitten in der Stadt Feldkirch. „Es ging da­ rum, die Aufenthaltsqualität des Innenhofs zu steigern, dabei aber einen inklusiven Ansatz zu verfolgen, also auch soziale Randgruppen, die den ruhigen Platz in den vergangenen Jahren für sich entdeckt hatten, nicht auszuschließen.“ Mit geringem Budget und gespendeten Materialien wurde eine temporäre Architektur errichtet. Ähnlich das Konzept des Wanderkiosk. „Der Wanderkiosk ist ein Kiosk, der keinen festen

Standort hat, der von einem Ort zum anderen versetzt wird und über kürzere oder längere Zeit dort stehen bleibt. Es ist ein modularer Freiraum. Er kann in aller Einfachheit aufgebaut, abgebaut und benutzt werden. Seine Einsatzmöglichkeiten sind kaum begrenzt. Er kann als Bühne ausgeklappt und als Ausschankbude umgeklappt werden.“

Wurf. Mit der Ofenwerkstatt ­Müller in Ludesch folgt ein erster Gewerbebau. Die Werkstatt für den renommierten Handwerksbetrieb ergänzt einen Bestandsbau und setzt ein großes Zeichen. Das Handwerk tritt hier als Auftraggeber auf und bekommt einen wirtschaftlich sparsamen und zugleich kulturell reichen Raum. Verena Konrad

Wohlüberlegt. Auch erste Realisierungen von Wohn- und Gewerbebauten sind bereits entstanden und sie folgen dem, was die kleinen, temporären Projekte inhaltlich vertreten. „Haus Birne“ oder „Haus Schnifis“ sind gelungene Erstlingswerke. Materialwahl, Bodenverbrauch, Lebenskonzepte – die vielen Aspekte, die hinter jedem Projekt stehen und die Ausdruck sind von Reflexionstiefe und Verantwortungsbereitschaft, sind wohlüberlegt und sorgsam umgesetzt. Funktional kluge Grundrisse, differenzierte und wohnliche Räume mit viel Atmosphäre gelingen bereits beim ersten

Mit dem Wachstumsgedanken in der ­Bauwirtschaft ist ein enormer Verbrauch von Ressourcen ­verbunden. Das muss sich ändern.

Raumwunder. Von außen fast wie ein Stallgebäude und innen wie ein Loft.

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Willkommen im Outdoor-Wohnzimmer

Wo Träume Wirklichkeit werden. In der größten Wellness-Indoor-Ausstellung Vorarlbergs können sich Kunden in Lustenau nicht nur Inspiration holen, sie

können sich von den Mitarbeitern auch kompetent beraten lassen. Denn die Möglichkeiten im Bereich Pools und Wellness sind vielfältig.

Qualität ist uns sehr wichtig. Nicht nur bei unseren Produkten, sondern auch bei unseren Mitarbeitern. Philipp Hagspiel, Soltech GmbH

Was für eine Kombi. Zwischen Pool und Outdoor-Küche lässt sich ein Sommertag genießen.

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Eine Runde schwimmen gehen. Ob als Frei- oder Hallenbad: Schwimmbecken werden immer individueller, das Design immer anspruchsvoller. Eine gerade und reduzierte Linienführung, ausgewogene Proportionen und stilsichere Farb- und Materialauswahl, kombiniert mit maximaler Funktionalität – ein Schwimmbad ist weit mehr als nur ein „Becken voller Wasser“. Daher setzt Soltech auf höchste ­Qualität und modernes Design, das keine Wünsche offen lässt. Der Kunde kann zwischen verschiedenen Linien wählen. So ist es mit der Serie „Style“ gelungen, ein zeitgemäßes Fertigbecken preisgünstig anzubieten. Das Ausstattungspaket gehört hier bereits zum Lieferumfang. Mit der optionalen Rollladenabdeckung erhalten die Kunden nicht nur einen sicher abgedeckten Pool, sondern zusätzlich eine Flachwassersitzbank, die zum Zentrum eines entspannten Badetages wird.

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ie Geschichte von Soltech pools & more beginnt vor mehr als 20 Jahren in einem kleinen Büro. Schon wenige Jahre später zählt das Unternehmen zu den führenden Premiumanbietern. Im Jahr 2013 erfolgt schließlich der Zusammenschluss mit Gleichgesinnten, dem Schweizer Familienunternehmen Infrafit. Die Wellnesspioniere können auf über 25 Jahre Erfahrung zurückblicken. Mit Innovationsgeist, jeder Menge Ideen und den umfassenden Synergien in der Zusammenarbeit entsteht schließlich etwas Besonderes: Im Jahr 2017 ist Soltech die Nummer 1 am Markt und bietet als Komplettanbieter alles aus einer Hand. Von der Beratung über den Einbau bis hin zum Service.

Fotos: Soltech GmbH, marcel hagen/studio22.at, VS dirkwehmeyer

Die besten Partys finden immer am Pool statt? Auf jeden Fall! Aber auch abseits sollte es genussvolle Momente mit Familie und Freunden geben. Darum hat Soltech sein Programm um Outdoor-Küchen erweitert.


Badetag. Wenn beim Haus am See noch der eigene „See“ fehlt, lässt sich das schnell ändern.

Kochen unter freiem Himmel. Soltech Lustenau ist seit vergangenem Jahr aber nicht mehr nur der kompetente Partner in Sachen Pool- und Outdoorgestaltung, sondern auch erster Ansprechpartner wenn es um exklusive Outdoor-Küchen von BBQtion, designed by Village Garden, geht. Nur schick und stylisch aussehen ist den Profis dabei definitiv zu wenig. Deshalb halten die BBQtion Outdoor-Küchen auch Wind und Wetter stand und machen zu jeder Jahreszeit eine gute und vor allem funktionelle Figur. Perfekt für kulinarische Dauereinsätze.

Bei Soltech in Lustenau weiß man um die beruhigende Wirkung von Wasser, die kraftgebende Ruhe eines gut gestalteten Gartens und die Harmonie, die ein stimmungsvolles Outdoor-Wohnzimmer ausstrahlen kann.

Wellness. Auch wenn es um Infrarotkabinen, Saunen oder Whirlpools geht, ist man bei Soltech richtig.

Die BBQtion-Module gibt es in zwei verschiedenen HPL Dekoren – ein Verbundwerkstoff in Holzoptik. Der Vorteil dieser speziell entwickelten und härteerprobten HPL-Oberflächen: Sie zeichnen sich durch ihre hohe Haltbarkeit aus, da sie extrem wetter-, kratz- und stoßfest sind. Zudem sind sie kinderleicht zu reinigen, unempfindlich gegen Flecken und absolut hygienisch. Praktische Details und Küchenhelfer wie Gewürz-, Teller- oder Flaschenhalter sowie ein ausziehbarer Tisch kom­ plettieren die Ausstattung der OutdoorKüchen. Der Kunde entscheidet, welche Ausführung er möchte, das Team von ­Soltech kümmert sich um den Rest. Spontanen Grill- und Outdoor-Kochsessions steht somit nichts mehr im Weg!

Soltech GmbH Dornbirner-Straße 19a, info@sol-tech.at 6890 Lustenau, www.sol-tech.at

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Es gibt kein Gut oder Schlecht Wenn es darum geht, für eine Stelle den oder die Richtige(n) zu finden, spielt auch die Persönlichkeit eine große Rolle. Das Mittel der Wahl, um die Sozialkompetenz „auf Papier“ zu bekommen, kann ein professioneller Persönlichkeitstest sein.

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ind Sie ein INTJ-A? Oder doch vielleicht ein ENTJ-T? Ein INFJ-A? Oder ein ISTP-T? Was sich hinter diesen kryptischen Kürzeln verbirgt, sind die Persönlichkeitstypen Architekt, Kommandeur, Advokat und Virtuose. Vier der 16Personalities, wie der gleichnamige Test im Internet heißt. In wenigen Minuten beantwortet man verschiedene Fragen, schätzt sich selber ein und erfährt, ob man eben ein ISFJ-T oder eine ESFP-T ist. Verteidiger oder Entertainerin. „Dieser Test ist nett, in den Auswertungen und Beschreibungen findet sich eigentlich jeder wieder und kann sich identifizieren. Fürs Recruiting ist diese Variante aber zu oberflächlich, weil kein kritischer Spiegel vor­ gehalten wird“, erklärt Personalberater ­Christoph Kathan von Kathan & Sepp in Dornbirn. Er arbeitet regelmäßig mit Persönlichkeitstests und kennt die Vorteile aber auch Risiken dieses Werkzeugs. Sozialkompetenz auf Papier. Ist ein ­Unternehmen oder eine Institution auf der Suche nach neuen Mitarbeitern, bieten

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Persönlichkeitstests sind auch konjunkturabhängig. Bekomme ich für eine Stelle nur zwei Bewerbungen, baue ich keine zusätzlichen Hürden ein. sich verschiedene Möglichkeiten, die Bewerberinnen und Bewerber zu „bewerten“. Es beginnt mit den schriftlichen Unterlagen. Beherrscht die Person die Rechtschreibung, in welcher Verfassung sind die Unterlagen, ... „Das war früher noch einfacher, weil man physische Unterlagen in einer schönen Bewerbungsmappe bekommen hat. Heute läuft das zu 99 Prozent über E-Mail und PDFs ab. Wobei man da schon auch sieht, ist jemand in der Lage, mit diesen Tools umzugehen oder schickt er Bilder mit 17 MB“, so Christoph Kathan. Die nächste Möglichkeit: ein persönliches und strukturiertes Interview. „Nach wie vor das wichtigste Tool, das aber sehr viel Übung und auch sehr viel Kenntnis erfordert.“ Zusätzlich kann man Referenzen einholen bei ehemaligen Arbeitgebern, Dienstzeugnisse und Schulnoten heranziehen. „Man kann also auf verschiedenen Wegen die Vergangenheit evaluieren. Was man aber in all diesen Unterlagen und Gesprächen nicht schwarz auf weiß erhält, ist die Persönlichkeitsstruktur, die Sozialkompetenz des Gegenübers“, führt der Personalberater weiter aus.

Foto: shutterstock

Einloggen und los. In der Regel werden Persönlichkeitstests online durchgeführt.

Und hier kommen die Persönlichkeitstests ins Spiel. Wenn sie denn gewünscht sind. „Ich möchte das nicht pauschalisieren, aber natürlich gibt es viele Unternehmen, die sagen: O. k., ich hab mir den Lebenslauf angeschaut, ich hab ein gutes Gefühl im Interview gehabt, das passt für mich, die Person stellen wir ein. Je ‚vorsichtiger‘ jemand ist in diesem Entscheidungsprozess, desto eher sucht er nach einem teilanalytischen Versuch, diese Persönlichkeit auch auf Papier zu bringen. Um nochmal eine Entscheidungshilfe zu bekommen und sich vielleicht auch abzusichern. Denn eine Fehlentscheidung im Personalbereich ist nicht nur ärgerlich, sie kostet auch Geld.“

Fürs Recruiting gibt es verschiedene Testformen. Das Bochumer Inventar zur berufsbezogenen Persönlichkeitsbeschreibung (BIP), den Myers-Briggs-Typenindikator oder das NEO-Fünf-Faktoren-Inventar beispielsweise. Im Normalfall laufen Persönlichkeitstests in einem Onlinverfahren ab. Die Bewerberinnen und Bewerber werden gebeten, aus dem Bauch heraus Fragen zu beantworten und sich einzuschätzen. Und da sind wir schon bei einer ersten Schwierigkeit: Der Test ist immer eine Momentaufnahme und situationsabhängig. „Wenn Sie sich beispielsweise am Morgen mit Themen beschäftigt haben, die Sie als ungerecht empfinden, dann werden Sie sich vermutlich eine Stunde später bei Fragen, bei denen es um Einfühlungsvermögen und Toleranz geht, wesentlich liberaler verhalten, als wenn Sie gerade vorher im Zug von einer anderen Person blöd angesprochen worden sind“, so Christoph Kathan. Selbstbild/Fremdbild. Zudem handelt es sich bei den Antworten immer um ein Selbstbild, sie zeigen, wie die Person sich sieht. „Und genau das wollen wir eruieren, wenn wir solche Tests a ­ nwenden“, erklärt Markus Vögel, Vorstand der Abteilung ­Personal beim Land Vorarlberg. Hier ist der Einsatz von Persönlichkeitstests an bestimmte Postitionen geknüpft. „Dabei ­sehen wir die Ergebnisse keineswegs als sakrosant. Vielmehr gewähren sie uns einen zusätzlichen Blick auf die Person und lassen uns bei Themen nachhaken, die vielleicht ohne den Test gar nicht zur Sprache gekommen wären“, so Markus Vögel. Das kann auch Martin Sandholzer von der P ­ ersonalverwaltung bei Doppelmayr unterstreichen. Beim Weltmarktführer im Seilbahnbau kommen insbesondere ­ beim Besetzen von Führungspositionen

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Interpretation. Die Auswertung von Persönlichkeitstest sollten nur Experten – in Unternehmen oder extern – übernehmen.

Interpretationssache. Womit wir bei der Gewichtung wären. Christoph Kathan: „Vernünftig für eine Entscheidung wäre beispielsweise, wenn 50 Prozent auf das persönliche Gespräch fallen, 25 Prozent auf den Lebenslauf, 15 Prozent nehmen wir als Referenz ein, 5 Prozent die Schulzeugnisse und die letzten 5 Prozent macht ein Persönlichkeitstest aus. Dann kann es aber passieren, dass diese letzten 5 Prozent die restlichen 95 Prozent kippen, weil das Un-

ternehmen auf einmal unsicher wird. Vielleicht nur aufgrund eines Wortes.“ Darum gibt der Personalberater selten Ergebnisse direkt an Kunden weiter. Denn um solch einen Test richtig lesen zu können, muss man sich regelmäßig damit beschäftigen. Die Auswertung sollte daher nur Profis überlassen werden. „Ein Beispiel: Beim Test kommt raus, dass die Person ein hohes Selbstbewusstsein hat. Viele werden meinen: toll, keine Schattenseiten. Doch dabei muss ich beachten: welche Rolle hat die Person in der Organisation? Denn selbstbewusste Menschen neigen halt auch gerne dazu, andere Meinungen leichter zu übersehen.“ Reflexion und Kritikfähigkeit sind hier ebenfalls große Themen. Interessant wird es dann, wenn auch das

Fremdbild mit ins Rennen gebracht wird. „Dafür nimmt man eine Person, die den Bewerber oder die Bewerberin aus ihrem Arbeitsalltag kennt. Diese bekommt ähnliche Fragen. Die daraus entstandenen Kurven legt man schließlich übereinander. Sind sie ähnlich, ist alles im grünen Bereich. Gehen Selbstbild und Fremdbild extrem auseinander, muss man hinterfragen. Und auch das hatten wir schon.“

Persönlichkeitstests machen vor allem überall dort Sinn, wo Sozialkompetenzen für die Ausübung des Jobs wich­ tig und unabdingbar sind.

Es gibt beim Selbstbild kein Richtig und kein Falsch. Aber es hilft uns, bei Themen nach­ zuhaken, die vielleicht nie zur Sprache gekommen wären.

Persönlichkeitstests sind eine gute Unterstützung, jedoch nur ein Aspekt von vielen bei der Auswahl der „richti­ gen“ Mitarbeiter(innen).

Christoph Kathan Kathan und Sepp GmbH

Markus Vögel Amt der Vorarlberger Landesregierung

Martin Sandholzer Personalverwaltung Doppelmayr

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Das Fazit, das abschließend gezogen werden kann: Persönlichkeitstests sind eine tolle Ergänzung im Recruiting, wenn sie professionell und nicht oberflächlich sind und wenn sie von den Personen, die sie ausführen, auch wirklich interpretiert ­werden können. Sabine Carotta

Fotos: shutterstock, Jens Ellensohn Fotografie, Alexander Serra, Doppelmayr

­ erkzeuge wie die CPA-Analyse und das W Bochumer Inventar zum Einsatz. „Sie sind eine gute Unterstützung in der Entscheidungsfindung, jedoch kann eine Persönlichkeitsanalyse nur ein Aspekt unter zahlreichen anderen Kriterien sein.“


DESIGN MÖBEL AUKTION Donnerstag, 8.7.2021, 18 Uhr Zum Ersten, zum Zweiten, zum Dritten: Designmöbel-Auktion mit Wolfgang Pauritsch (Bares für Rares) Details: www.hoettges.at

Höttges Showroom Dornbirn, Rhomberg‘s Fabrik, Färbergasse 15 T 05572 22175, www.hoettges.at

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Edle Begleiter, für die Ewigkeit gemacht Tipp für Uhren- und Schmuckliebhaber: Ein Besuch bei Huber Fine Watches & Jewellery in Bregenz bietet Flair, edles Design und Tradition.

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marte Produkte sind oft vergänglich: heute in, morgen out. Bei mechanischen Uhren und ausgewähltem Schmuck ist das anders. Sie werden seit Generationen hergestellt und überzeugen mit traditioneller Handwerkskunst und zeitlosen Designs.

Die erlesene Auswahl an Uhren und Schmuck ist das eine – das richtige Flair das andere. Wie an den anderen HuberStandorten ist der eigene Anspruch hoch – ein stimmiges Innendesign sorgt für ein angenehmes Ambiente und für Highlights, zu denen auch die Lounge gehört. Diese ist mit einem gläsernen Lift im zweiten Stock erreichbar. Dort können die Gäste

Die Lounge von Huber lädt zum Verweilen ein.

in gemütlicher Atmosphäre verweilen. Zudem ist geplant, die Lounge für ausgewählte Präsentationen oder Events im kleinen Kreis zu nutzen. Bleibende Momente. „Bei Huber stehen die erstklassige Beratung und Qualität an oberster Stelle“, sagt Norman J. Huber. „Beides wird von den Gästen auch sehr geschätzt“, ergänzt Wei Lun Lin. Der gebürtige Bregenzer ist Geschäftsführer der Uhren- und Schmuckboutique von Huber in der Landeshauptstadt. Seine Begeisterung für erlesene Uhren und Schmuckstücke ist sicht- und spürbar. „Es sind Traditionsprodukte, die sich zwar im Design immer wieder verändern, aber für die Ewigkeit gemacht sind. Das fasziniert mich und auch unsere Gäste immer wieder aufs Neue.“ www.huber-juwelier.at

Bei Huber stehen die erstklassige ­Beratung und Qualität an ­oberster Stelle.

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Rolex und weitere Weltmarken. Am zentral gelegenen Leutbühel-Platz, mitten in der Fußgängerzone, erwartet die Gäste ein sogenanntes Shop-in-Shop-Konzept mit verschiedenen Weltmarken. Auf 160 Quadratmetern im Erdgeschoß des Hauses werden neben Rolex auch Uhren von IWC, Cartier, Hublot und Tudor in ihrem eigenen Markenauftritt präsentiert. Die Schmuckauswahl überzeugt mit Weltmarken wie Pomellato, Boucheron und Serafino Consoli sowie mit der eigenen Huber Private Label Collection. Das Sortiment wird durch ausgewählte Vintage-Uhren abgerundet.

Foto: Studio Fasching

Norman J. Huber ist bereits in vierter Generation in der Uhren- und Schmuckbranche tätig. Er führt das gleichnamige Familienunternehmen Huber Fine Watches & Jewellery mit Standorten in Lech am Arlberg, Vaduz (Fürstentum Liechtenstein) und Bad Ragaz (Schweiz). Seit Oktober letzten Jahres ist Huber auch mit einer Uhren- und Schmuckboutique in Vorarlbergs Landeshauptstadt Bregenz präsent.


Foto: Greg Williams Photography

Noch mal schnell die Welt retten Ein Mann und seine Uhr – bei James Bond wurde diese Verbindung zu einer ikonischen Beziehung. Eine faszinierende Zeitreise durch ein halbes Jahrhundert Agentengeschichte, inklusive Superhelden-Features und Bösewichten. kontur 73


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u einem Gentleman gehören zwei Accessoires: eine schöne Frau und seine Uhr – zumindest würde der bekannteste Geheimagent seiner Majestät das so sehen. Zweiteres nicht nur für stilvolle Zwecke, sondern, dank Q’s Erfindungsreichtum, auch als clevere Waffe mit Laser-Gadget. Doch erst einmal der Reihe nach.

1962–1965. In „007 jagt Dr. No“, dem ersten Bond-Film, trägt Sean Connery die Marke mit der Krone. Diese Verbindung basiert auf Ian Flemings Originalroman „Casino Royale“, in dem der berühmte Spion die ebenso berühmte Marke rockt. Fleming selbst hatte ein Faible für Rolex und wurde oft mit einer Explorer am Handgelenk gesichtet – eine Leidenschaft, die er mit Connery teilte. Es wurde tatsächlich berichtet, dass die Rolex Submariner in Dr. No direkt aus seiner eigenen Privatsammlung stammte. Sie markiert das stilvolle Debüt einer beinahe ikonischen Beziehung. In der Eröffnungsszene trägt 007 übrigens eine Gruen Precision 510. Der Zeitmesser ist kaum unter der Hemdmanschette zu erkennen, was dazu führte, dass Fans auf der ganzen Welt jahrelang im Dunkeln tappten. Erst der bekannte Bondund Uhrenforscher Dell Deaton konnte die Marke 40 Jahre nach ihrem ersten Leinwandauftritt identifizieren. Getreu dem Sprichwort „Never change a winning team“ blieb Bond seiner Rolex Submariner auch in den drei darauffolgenden Filmen treu. Allerdings gab ihm Q in „Feuerball“ ein neues Spielzeug an die Hand: ein modifizierter Breitling Top Time Chronograph, der gleichzeitig als Geigerzähler fungiert und Bond natürlich bei einer ultimativ kniffligen Situation unterstützt: 007 kann unauffällig ü ­ berprüfen, ob sich in der Nähe die gekaperten Atomwaffen befinden, mit denen Bösewicht Emilio Largo und die Organisation Phantom die Welt erpressen. Unterhaltsames Fun-Fact: Die besagte Breitling-Uhr landete 2013 auf einem englischen Flohmarkt, wo sie für 25 Pfund verkauft wurde. Ein Schnäppchen für den n ­ euen Besitzer, der sie später bei einer Auktion für über 100.000 Pfund weiterveräußerte. 1967–1974. Im Kampf gegen Superschurke Ernst Stavro Blofeld („Man lebt nur zweimal“) trägt 007 zur Abwechslung mal keine Rolex: Die überwiegende Mehrheit eingefleischter Bondexperten ist sich sicher, dass es sich vermutlich um eine Gruen aus Connerys persönlicher Sammlung handelte – und zwar die vom ersten Film. In Diamantenfieber hat der Zeitmesser dann seinen letzten großen Auftritt. Die Gruen Watch Company war ein

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­ ersteller in den Vereinigten Staaten, der H vom deutschen Dietrich Grün gegründet wurde und bis 1958 Uhren fertigte. Nach der Liquidierung wurde versucht, das Erbe durch verschiedene Nachfolgefirmen weiterzuführen, die alle scheiterten, sodass 1977 endgültig mit der Produktion Schluss war. Georg Lazenby durfte dann wieder Rolex tragen: Genauer gesagt, drei verschiedene Modelle – wie Fans herausfanden, die jede einzelne Szene von „Im Geheimdienst ihrer Majestät“

genau unter die Lupe nahmen: ein Pre-Daytona-Chronograph sowie zwei unterschiedliche Submariner-Referenzen. Bei der Submariner blieb es dann auch in den kommenden Abenteuern, teilweise ausgerüstet mit nützlichen Features wie Kreissägen- und Magnetzusatzfunktion („Leben und sterben lassen“). 1977–1989. Den großen Twist gab es Mitte/ Ende der 1970er-Jahre: Als Digitaluhren hipp wurden, hielt natürlich auch Bond mit


Foto: Omega

Agententauglich. Omega Seamaster Diver 300M – sowohl das 42 Millimeter Gehäuse als auch das Mesh-Armband wurden aus robustem Titan gefertigt. Gibt’s u. a. bei Juwelen Uhren Optik Präg in Dornbirn.

Foto: Nicola Dove, NTTD, Danjaq, LLC, MGM

James Bond und seine Uhren: Die komplette Liste 1. 007 jagt Dr. No (1962): Sean Connery – Rolex Submariner/Gruen Precision 510 2. Liebesgrüße aus Moskau (1963): Sean Connery – Rolex Submariner 3. Goldfinger (1964): Sean Connery – Rolex Submariner 4. Feuerball (1965): Sean Connery – Breitling Top Time/Rolex Submariner/Breitling Navitimer 5. Casino Royale (1967): David Niven – Rolex GMT Master 6. Man lebt nur zweimal (1967): Sean Connery – Gruen Precision 510 7. Im Geheimdienst ihrer Majestät (1969): Georg Lazenby – Rolex Pre-Daytona Chronograph 8. Diamantenfieber (1971): Sean Connery – Gruen Precision 510 9. Leben und sterben lassen (1973): Roger Moore – Rolex Submariner/Pulsar LED-Digital-Uhr 10. Der Mann mit dem goldenen Colt (1974): Roger Moore – Rolex Submariner 11. Der Spion, der mich liebte (1977): Roger Moore – Seiko 0674 LC/Rolex GMT Master 12. Moonraker (1979): Roger Moore – Seiko M354 Memory Bank Calendar 13. In tödlicher Mission (1981): Roger Moore – Seiko 7549-7009/Seiko H357 Duo Display 14. Octopussy (1983): Roger Moore – Seiko G757 Sports 100/Seiko TV Uhr 15. Sag niemals nie (1983): Sean Connery – Laseruhr, Marke unbekannt 16. Im Angesicht des Todes (1985): Roger Moore – Seiko 6923-8080 SPD09/ Seiko SPR007 7A28-7020/ Seiko H558-500 SPW001/Rolex Datejust 17. Der Hauch des Todes (1987): Timothy Dalton – Tag Heuer Professional Night-Dive 18. Lizenz zum Töten (1989): Timothy Dalton – Rolex Submariner 19. Goldeneye (1995): Pierce Brosnan – Omega Seamaster Diver 300M 20. Der Morgen stirbt nie (1997): Pierce Brosnan – Omega Seamaster Diver 300M 21. Die Welt ist nicht genug (1999): Pierce Brosnan – Omega Seamaster Diver 300M 22. Stirb an einem anderen Tag (2002): Pierce Brosnan – Omega Seamaster Diver 300M 23. Casino Royale (2006): Daniel Craig – Omega Seamaster Diver 300M/Omega Seamaster Planet Ocean 24. Ein Quantum Trost (2008): Daniel Craig – Omega Seamaster Planet Ocean 25. Skyfall (2012): Daniel Craig – Omega Seamaster Planet Ocean/Omega Seamaster Aqua Terra 26. Spectre (2015): Daniel Craig – Omega Seamaster 300/Omega Seamaster Aqua Terra 27. Keine Zeit zu sterben (2021): Daniel Craig – Omega Seamaster Diver 300M in Titan

(Bei Mehrfachnennungen ist die erstgenannte die Hauptuhr im jeweiligen Film)

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Foto: MGM/Zuma/picturedesk.com

Legendär. Sean Connery alias ­James Bond mit seiner Rolex Submariner.

dieser Entwicklung Schritt. In „Der Spion, der mich liebte“ zeigt sich 007 erstmals mit einer rechteckigen Seiko, die winzig kleine Nachrichten ausdruckt. Um den analogen Geist am Leben zu erhalten, kommt zudem eine Rolex GMT Master zum Einsatz. In den kommenden Jahren wurde der Agent dann aber vollständig mit Seiko-Uhren digitalisiert: Mal befindet sich auf der Rückseite eine Sprengladung („Moonraker“), mal ist sie mit einem Mikrofon („In tödlicher Mission“) oder einem Ortungsgerät ausgerüstet („Octopussy“). Doch jeder Trend ebbt irgendwann einmal wieder ab – soll heißen, die unkomplizierten Quarzuhren aus Japan waren nicht mehr ganz so fancy und so sagt Timothy Dalton Seiko auf Wiedersehen. „Im

Foto: Rolex/JVA Studios

Ikone. Die Rolex Submariner, eine Uhr, geschaffen für jedes Abenteuer. Bei Juwelier Huber in Bregenz.

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Hauch des Todes“ trumpft er mit einer Tag Heuer mit leuchtendem Zifferblatt sowie schwarzem Gehäuse und Armband groß auf. Daltons zweiter und letzter Auftritt als James Bond brachte dann die Schweizer Legende Rolex für ein letztes großes Abenteuer zurück auf die Leinwand. 1995–2021. Mit „Goldeneye“ wurde Omega als offizieller neuer Partner vorgestellt und die Seamaster Diver 300M mit ihrem markanten blauen Zifferblatt und der blauen TaucherLünette machte Bekanntschaft mit James Bond, der von Pierce Brosnan verkörpert wurde. Der benutzte auch gleich den integrierten Laser, um im Zug von Ex-MI6 Agenten 006 Alex Trevlyan ein Loch in den Boden zu schneiden. Seitdem begleitete die Sea­

master-Uhrenfamilie den Agenten in altbekannter Form eines „Schweizer Taschenmessers fürs Handgelenk“ auch durch seine anderen Abenteuer: Dank Enterhaken und Seilwinde in Krone und Lünette raus aus der Schneelawine („Die Welt ist nicht genug“) oder dank Fernzünder anstelle eines Heliumventils noch mal schnell die Welt retten („Stirb an einem anderen Tag“) – die Super-DuperGeheimagentenuhren sind ein Lebensretter in allen extremen Lebenslagen. 2006 kam in „Casino Royale“ neben der Seamaster auch die Planet Ocean mit schwarzem Kautschuk-Armband zum Einsatz. Nach mehreren Anläufen kommt im Herbst nun endlich „Keine Zeit zu sterben“ in die Kinos. Daniel Craig darf sich in seinem letzten Abenteuer über eine neue Seamaster Diver 300M freuen. Laserstrahl, Fernzünder, Ortungsdienst – die nützlichen AgentenFeatures im Inneren sind noch geheim. Fest steht, der britische Geheimagent war und ist dank seiner Raffinesse, Ausrüstung und seines Lebensstils für viele eine Inspiration. Doch die Welt hat sich seit „Dr. No“ in Zeiten von #Metoo, Fridays for Future, Corona und Gleichberechtigung dramatisch verändert. Sicher ist: 007*in wird auch noch in den nächsten Jahrzehnten die Welt retten, vielleicht nicht mehr mit einem Wodka-Martini und einem Aston Martin, dafür aber mit einem Soja-Latte und einem Elektroauto. Gejagt werden auch keine Atomwaffen mehr, sondern vielleicht ein super-tödliches Virus, mit dem eine Superschurkin alle Menschen vernichten will, die nicht vegan leben – wer weiß? Bleiben wird auf jeden Fall die Uhr und das ist doch auch irgendwie beruhigend, oder? Christiane Schöhl von Norman


„Aus Müll Magisches bauen“

Roos van Haaften LIGHT WOR KS Re-Risch-Lau

So lautet das Motto der n ­ ieder­­­län­dischen Künstlerin Roos van Haaften, die Besucherinnen und Besucher im BTV Stadtforum mit ihren S ­ chatten­bildern in ihren Bann zieht.

I

INN SITU, Stadtforum 1, 6020 Innsbruck, info@innsitu.at

Mit Plastikfolien kreiert van Haaften ein Bild der Innsbrucker Nordkettenbahn.

Foto: Roos van Haaften

LIGHT WORKS. Re-Risch-Lau, bis 17. Juli 2021, Eintritt frei www.innsitu.at

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nspirieren ließ sich die Künstlerin von den Postkarten des Risch-Lau-Archivs, das auf die beiden Tiroler Pitztalerinnen Anna Katharina und Barbara Lentsch zurückgeht. Bereits 1874 machten sich die zwei ­Fotografie-Pionierinnen zu Fuß auf den Weg entlang der Alpen bis nach Wien, später nach Deutschland, Rumänien, Ungarn und in die Türkei. Auf ihren Reisen entstanden beeindruckende Aufnahmen, die bis heute das Bild der alpinen Landschaft Westösterreichs prägen. Roos van Haaften hat diese Postkarten als Vorlage verwendet und filigrane ­Schattenbilder entworfen – manche ganz nach Vorlage, ­andere freier interpretiert. Das Making-of befindet sich ­dabei stets vor den Augen der Besucherinnen und Besucher. ­Sobald das Licht angeht, verwandeln sich Plastikteile, Holzsplitter, Schrauben und sogar Federn in faszinierende Kunstwerke. Doch die Schönheit ist vergänglich: ein Hauch von Wind und das Bild ist verschwunden.

Die Aus ste llun g 14. Ap ril bis 17. Jul i 2021, BT V Sta dtfo rum Inn sbruck inn situ .at/foto grafie Kunst und Kultur


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Mutig anders und anders mutig Die Schweiz war in den vergangenen Jahren berufliche Heimat von Bianca van Dellen. Jetzt ist sie zurück, um die Wirtschaftspolitik Vorarlbergs maßgeblich mitzugestalten. „kontur“ hat ihr 10 Fragen gestellt.

Hauptthemen in Ihrer vorherigen Funktion waren Diversity & Inclusion. Können Sie uns mehr dazu erzählen? Diversity bedeutet grundsätzlich nichts anderes als Vielfalt. Besonders spannend und relevant finde ich das Thema im Unternehmenskontext, wo es darum geht, diese Vielfalt der Personen und Mitarbeitenden zu nutzen um Unternehmensziele zu erreichen. Im Idealfall geht dies mit dem Begriff Inclusion einher. Diversity & Inclusion (D&I) bedeutet ein Klima zu schaffen bzw. eine Unternehmenskultur zu etablieren, wo sich die Mitarbeitenden zugehörig sowie wertgeschätzt fühlen und dadurch ihren optimalen Beitrag im Un-

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ternehmen leisten können. Mehr Diversity bedeutet aber nicht automatisch immer mehr Vorteile. Es kommt auf den Kontext an. In einem sehr stabilen Umfeld, mit sehr routinisierten Prozessen und allenfalls auch einfachen Aufgaben bringt Diversity keinen wirklichen Vorteil. Handelt es sich jedoch um ein sehr dynamisches Umfeld, unsichere Parameter, wo viel Innovation gefordert ist, sind diverse bzw. heterogene Teams klar im Vorteil, bringen bessere Ergebnisse und erarbeiten schneller tragfähigere Lösungen. Wie ist die Lage diesbezüglich in Vorarlberg? In Vorarlberg gibt es in diesem Bereich noch Potenzial. D&I ist Führungsaufgabe. Vielfalt – hier ist die Forschung eindeutig – gibt einer Organisation innovative sowie kreative Kraft und bringt auch dem Employer Branding viel. Und von Innovation und Kreativität kann ein Wirtschaftsstandort nur profitieren. Was macht Ihre neue Aufgabe so spannend? Der gestalterische Rahmen, der „Möglichkeitenraum“, das unternehmerische Potenzial des Wirtschaftsstandorts, die Dynamik sowie die Vielfalt und der Impact der zahlreichen unabhängigen Variablen in dieser „Regression“. Auch diese besondere Zeit macht die Aufgabe spannend, die im Zwischenraum der alten und neuen Normalität neben einer Form der Ungewiss­ heit auch sehr viel Optimismus und Aufbruchstimmung mit sich bringt. Zeiten, Aufgaben und Orte der Veränderung sowie des

Wachstums sind per se wie die Natur des Frühlings: spannend und belebend, wenn auch wenig komfortabel. Was zeichnet für Sie die wirtschaftliche Landschaft in Vorarlberg aus? Vorarlberg kann aus einem einzigartigen Spektrum und einer Fülle an unternehmerischer Kraft mit zeitgleich starker Verbundenheit schöpfen. Hier im Land sind so viele inspirierende, verantwortungsvolle, resonanzfähige und umtriebige Köpfe am Werk. Als wirtschaftliche Landschaft zeichnet uns aus, dass was zusammengehört, sich hier auch begegnen kann: Talent und Unternehmer(in), Fragestellung und Lösungsansatz, Idee und Umsetzer(in), Emotion und Argument, Unternehmen und Gesellschaft und vieles mehr. Wie kann bzw. muss der Wirtschaftsstandort Vorarlberg in die Zukunft gehen? Mutig anders und anders mutig sein, wäre und ist DIE Strategie für Vorarlberg. Ein Wirtschaftsstandort ist immer auch und insbesondere für den Menschen da und dann können Gewinne sowie Profit nicht das einzige Ziel sein. Vorarlberg will bis 2035 chancenreichster Lebensraum für Kinder sein. Das bedeutet Verantwortung für den Standort und damit für die Politik, die Wirtschaft und Gesellschaft. Gepaart mit der Fülle an Potenzial hierzulande müssen wir einen Beitrag zu diesem Lebensraum leisten. Dazu ist es wichtig, resonanzfähige Geschäftsmodelle aufzubauen, ein interaktives Netz-

Foto: Roland Baulitzsch

Was fasziniert sie an der Welt von Wirtschaft, Zahlen und Unternehmerschaft? Wirtschaft, Zahlen und Unternehmerschaft klingen als Begrifflichkeiten so abstrakt und kalt, dabei reden wir eigentlich von einer sehr hohen Diversität an Menschen, die hinter dieser Wirtschaft und diesen Zahlen stehen, welche durch ihr Tun inspirieren, unterstützen, helfen, scheitern, sich sorgen, wieder aufstehen und ihre Visionen verfolgen. Unternehmerschaft ist eine Mischung aus Hingabe, Mut, Kreativität, Überzeugung und Leidenschaft, die sich mit Weitsicht sowie Verantwortung dem Risiko der Unsicherheit stellt. Es ist eine Chance, um Mehrwert zu stiften, Potenziale auszuschöpfen sowie innovative gesellschaftliche und soziale Zukunftsperspektiven aufzuzeigen – genau das und noch einiges mehr fasziniert mich daran.


Zukunftsweisendes Unternehmertum gestaltet aktiv, glaubwürdig, umsetzungsorientiert, gemeinschaftlich und transparent mit. werk zu gestalten und ein lebendiges Öko­ system zu entwickeln, welches an gesellschaftliche Fragestellungen anknüpft. Zukunftsweisendes Unternehmertum gestaltet aktiv mit, auch im Prozess Dis.Kurs Zukunft. Wie haben Sie die vergangenen Wochen und Monate erlebt? Neu. Anders. Divers. Spannend. Begeistert. Nüchtern. Mutig. Dankbar. Mit viel Motivation, Raum, Potenzial und Freude für mehr. Das Leben beginnt außerhalb der Komfortzone.

Bianca van Dellen geb. 1983. Nach dem Studium ­Betriebswirtschaftslehre an der FH Dornbirn absolvierte sie an der ­Universität Liechtenstein den Masterstudiengang Entrepreneurship und schloss an der Universität St. Gallen als Diplom-Wirtschaftspädagogin ab. Nach ihrer Tätigkeit im Bereich Kommerzkundenberatung im Bankenund Consultingsektor arbeitete ­Bianca van Dellen als Chief Financial ­Officer (CFO) in der Privatwirtschaft sowie als Senior Project Managerin an der HSG. Mit 1. März 2021 hat sie die Leitung der Abteilung Wirtschaftspolitik sowie des Strategie­ prozesses Dis.Kurs Zukunft in der Wirtschaftskammer übernommen.

Wo finden Sie privat einen Ausgleich zum Arbeitsalltag? So wie ich im beruflichen Alltag gerne Dinge bewege, bewege ich mich auch gerne in der Natur, im Element des Humors und nehme mir gerne bewusst Zeit für liebe Menschen und Raum für glückliche Momente. Wie sieht ein perfekter freier Tag für Sie aus? Wer gesund ist, ein tiefes Gefühl von Glück und Zufriedenheit verspüren darf, von Herzen lachen kann, Zeit mit wundervollen Menschen verbringen kann, sehr bereichernde Begegnungen, Momente und Orte erleben darf, mit offenen Augen sowie neugierigen Sinnen durchs Leben geht, innere Freude verspüren und teilen darf und Begeisterungsfähigkeit ausleben kann, ist gesegnet mit Geschenken, die jeden „freien“ und „nicht freien“ Tag unterm Strich perfekt machen. Wie lautet Ihr Lebensmotto? „Happiness is an inside job.“ Sabine Carotta

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Tischtafelblatt. Am Tisch gemeinsam skizziert und notiert, um dann – mit einem Handgriff aufgerichtet – zu präsentieren.

Märchenhaftes Design Martin Bereuter, Architekt und Tischler, erzählt in seinem Blockbuster von ­Lümmelnomaden, halbewahrheitganzewahrheit oder tischtafelblättern. Es ist ein Abenteuer, das vom Entstehungsprozess handelt. Spannend wie ein Märchen.

L

ümmelnomade, halbewahrheitganzewahrheit oder tischtafelblatt – Worte, die klingen als wären sie einem Märchen entnommen worden. Und gewissermaßen sind sie das auch. Denn die tägliche Herausforderung entspricht voll und ganz der Typologie einer Erzählung. Also dem Stoff, der in Hollywood Blockbuster und Bestseller garantiert.

Der Stoff für diesen Blockbuster beginnt in den 70er-Jahren in einer Tischlerwerkstatt in Lingenau. „Sie war mein Spielplatz“, beschreibt der 48-Jährige die Schreinerei seines Vaters. Hier wuchs die Neugier, den ganzen Prozess von der Idee zum funktionierenden Objekt kennen zu wollen. Und die Freude daran, auszuprobieren, ob hinter der Funktion eine Logik steckt. Schon damals entwickelte Martin Bereuter ein Gefühl für Materialien und deren Möglichkeiten.

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Fotos: Adolf Bereuter

In diesem Märchen ist der Hauptdarsteller Tischler und Architekt und der Ruf ins Abenteuer die Anforderung, die ans Produkt gestellt werden. Doch was macht gerade diese Geschichte von den klingenden Worten so spannend? Es ist der innovative Weg der Produktentwicklung oder wie es Martin Bereuter ausdrücken würde: „Der Prozess, etwas Eigenes in einen Zustand zu bringen, in dem man es nützen kann.“


Kinderzimmer. Die skulpturalen Raumboxen funktionieren auf zwei Ebenen: arbeiten unten, schlafen oben. Eine Schiebetür ermöglicht im offenen, großzügigen Raum Intimsphäre.

Dass ihn sein Weg von Lingenau an die HTL Imst führte, eine ­Schule, die sich unter anderem auf Bauplanung, Holztechnologie und Möbeldesign spezialisiert hat, war naheliegend. Es folgte ein Studium an der Hochschule Liechtenstein. Damals als Duales ­Bildungsformat. Seinen Arbeitsplatz fand er im Architekturbüro Spagolla in Bludenz, weshalb sein Weg in die Bau- und Planungskunst besiegelt schien. Wäre da nicht der Werkraum Bregenzerwald mit seinem Gestaltungswettbewerb Handwerk + Form gewesen, wer weiß, welche Geschichte es jetzt zu erzählen gäbe.

und ein typisches Beispiel dafür, wie Bereuter Gewohntes hinterfragt und neu denkt. „Das ist die Aufgabe des Gestalters“, ist der Obmann des Werkraums überzeugt und zeigt, wie schnell sich tischtafelblatt verwandeln lässt. „Zuerst wird gemeinsam skizziert und notiert, dann präsentiert.“ Bereuter durchquert den Schauraum und macht vor, wie sich durch einen ausgeklügelten Klappmechanismus die Tischfläche für die Präsentation aufrichtet. Voilà! Dass Bereuter tischtafelblatt als Anschauungsobjekt wählt, hat natürlich einen Grund. Es zeigt beispielhaft, wie sich Handwerk mit anderen

Entwicklungsprozess. Doch wir bleiben bei unserem Märchen, das zurück nach Lingenau führt. In eine Tischlerei, in der klassische Innenausbauten wie Küchen, Bäder, Stauräume, Schlafzimmer oder Büroausstattungen gefertigt werden. „Normale“ Auftrags­ arbeiten. Nichts Besonderes, gäbe es da nicht Martin Bereuter, dessen Königsdisziplin das Entwickeln von Einzelstücken ohne konkreten Bedarf nach freien Entwürfen ist. Ein Arbeiten im Bewusstsein, was Handwerk alles kann. „Ich empfinde es als Privileg, denken und entwickeln zu dürfen“, schätzt Bereuter diesen Entstehungsprozess, der in märchenhaften Objekten wie Lümmelnomade, halbewahrheitganzewahrheit oder tischtafelblatt resultiert. ­Letzteres und jüngstes Objekt ist Stehtisch und Flipchart in einem

Das Wissen des Handwerkers liegt in seinen Händen. Es basiert auf Erfahrungen, die über herkömmliche Wege nicht vermittelt werden. kontur 83


Techniken, Disziplinen, aber auch Branchen verknüpft. Und es steht für den Mut, den langen und nicht einfachen Entwicklungsprozess gemeinsam zu starten und zu gehen. Auf dieser Philosophie der produktiven Verbindung basieren sowohl der­ ­ Erfolg des Werkraums als auch der Lingenauer Tischlerei, die er 2005 von seinem Vater übernahm. Offenes, flexibles Feld. Handwerk ist eben ein offenes und flexibles Feld, das Platz für Entwicklung bietet. Ein guter Handwerker ist von seiner Idee und seiner Arbeit nahezu besessen. Und fühlt sich dem Werk, das er fertigt, geradezu verpflichtet. „Es ist faszinierend, wenn man sieht, wie es Gestalt annimmt und etwas Eigenes, selbst Designtes eine Form annimmt, in der man es nutzen kann.“ Der Stoff, aus dem Designerträume geformt werden, muss aber nicht zwangsläufig Holz sein. Die Kunst liegt vielmehr in der Wahl des für die jeweilige Anwendung geeigneten und damit richtigen Materials. Im Fall des modulartigen Regalsystems namens Superstructure sind es Faserzement, Stahl und MDF Eiche furniert. Es darf sichtbar sein, woraus ein Werkstück gebaut ist. „Materialehrlichkeit“, nennt es der Wahl-Harder, dessen Betrieb noch eine dritte Dimension eröffnet: Die Kunstproduktion. „Mit dieser Schiene setze ich Konzeptionen von Künstlern um und realisiere deren Objekte“, sagt Bereuter. Ein Beispiel ist das drehende Hotelzimmer von Carsten Höller, das im KUB ausgestellt war. Nicht zu ver­gessen „Getting Things Done“, eine mobile Ausstellung, die unter anderem in Madrid, Hongkong, Rabat, Oslo, Berlin und Budapest zu sehen war. Die Holzkisten für den Transport zeichnen sich als wahre Verwandlungskünstler aus, die aufgeklappt zu Podesten für Ausstellungsobjekte werden. Natürlich tragen sie Bereuters Handschrift. Doch im Abspann dieses Blockbusters werden auch die 13 Mitarbeitenden und vier Lehrlinge genannt. Ihnen ist der Oscar für die besten Nebenrollen gewiss. Nicht zuletzt deshalb, weil sie es ­einfach verdient haben. Und wenn das Möbel verkauft wird, dann schreiben die Kunden die Geschichte weiter. Sie laden es ­emotional auf und geben es an ihre Kinder weiter. Märchen sind eben generationentauglich. Marion Hofer

Martin Bereuter ist ­Tischler und Architekt und Obmann des Werkraum ­Bregenzerwald, ein Zu­ sammenschluss von über 80 Meisterbetrieben.

Die Kunst liegt vielmehr in der Wahl des für die jeweilige Anwendung geeigneten und damit richtigen Materials.

Fotos: Victor Marin, Hanne Brandt

Blickfang. Für die DesignerKüche wurden die Materialien Hainbuche geölt und Schwedischer Granit (Arbeitsplatte) gewählt.

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Mit Nachhaltigkeit sicher in die Zukunft Die Generali nimmt ihre Verantwortung für die Gesellschaft wahr und achtet auf einen sorgsamen Umgang mit der Umwelt und die Schonung von Ressourcen. Viele Initiativen zeugen von einem hohen sozialen Engagement.

Deswegen sind der sorgsame Umgang mit der Umwelt und die Schonung von Ressourcen entscheidend. Auf internationaler Ebene hat die Generali Group zahlreiche UN-Initiativen unterzeichnet. Sie trat nach der UN-Welt-Klimakonferenz 2015 in Paris auch dem „Paris Pledge for Action“ bei. Um die Umweltperformance zu verbessern, wurde im Unternehmen das „Environmental Management System“ etabliert. Damit wird der Verbrauch von Energie, Papier und Wasser und Treibhausgasemissionen reduziert und Abfall vermieden. Auch Dienstreisen werden etwa durch

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Hohes soziales Engagement. Um ihre Verantwortung im sozialen Bereich zu verstärken, startete die Generali Group ­ 2017 die Initiative „The Human Safety Net“ (THSN). Ziel dieser weltweiten Bewegung ist es, benachteiligte Menschen zu fördern und zu unterstützen. In Österreich hat die Generali in Zusammenarbeit mit Big Brothers Big Sisters Österreich FAmily ­ MEntoring FAME entwickelt. Das Programm unterstützt Familien mit Kindern zwischen drei und sechs Jahren. Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist der Generali Österreich ein wichtiges Anliegen. Seit 2012 ist die Generali als familienfreund­ liches Unternehmen zertifiziert. Auch am Kapitalmarkt nachhaltig. Als weltweit agierende, institutionelle Investorin beeinflusst die Generali Versicherung aktiv Bereiche wie Umweltschutz sowie Menschen- und Arbeitsrechte bei ihren Investments. Die Generali Group legt bei der Veranlagung verstärkt Wert auf Nachhaltigkeitskriterien. Das Ziel ist es, ihr Investmentportfolio bis 2050 klimaneutral zu gestalten. Mit ihrer Mitgliedschaft in der Net-Zero ­Asset Owner Alliance, einer Gruppe von 18 Pensionsfonds und Versicherern, verpflichtet sich die Generali, ihr Portfolio bis 2050 auf Netto-Null-Emissionen zu dekarbonisieren, um einen globalen Temperaturanstieg über das Pariser Ziel von 1,5 Grad Celsius zu vermeiden. „Mit all diesen Initiativen stellen wir sicher, dass die Generali für ihre Kund(inne)n und Mitarbeiter(innen) eine attraktive und lebenslange Partnerin bleibt“, betont Schuchter.

Arno Schuchter, Vorstand für Vertrieb und Marketing

Wir nehmen den ­Klimawandel ernst, schließlich sind seine Auswirkungen im Versicherungsgeschäft spürbar.

Foto: Lukas Lorenz

Schutz der Umwelt. „Wir nehmen den Klimawandel ernst, schließlich sind seine Auswirkungen im Versicherungsgeschäft spürbar. Extreme Wetterereignisse wie Hagel, Stürme und Starkregen werden begünstigt. Naturkatastrophen machen einen großen Teil der Schäden aus“, erklärt Arno Schuchter weiter.

den Ausbau von Videokonferenzsystemen, ­E-Trainings und Webinaren weniger.

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D

ie Generali Versicherung hat schon sehr früh die Notwendigkeit von nachhaltigem Handeln erkannt und als ein wesentliches Fundament in ihre Unternehmensstrategie aufgenommen. „Die Generali ist ein verantwortlich handelndes Unternehmen, das sich ihrer Rolle in der Gesellschaft bewusst ist. Wir setzen gezielt Initiativen in den Dimensionen Ökonomie, Soziales und gesellschaftliches Engagement sowie Ökologie, weil uns die Zukunft nicht gleichgültig ist“, unterstreicht Arno Schuchter, Vorstand für Vertrieb und Marketing der Generali Versicherung AG, stolz die umfangreichen Initiativen des drittgrößten österreichischen Versicherers zum Thema Nachhaltigkeit.


Für alle Gemütslagen Foto: WienTourismus/Paul Bauer

Wenn Ghost auf Opa Walter trifft – warum der 4. Bezirk ein Anziehungspunkt für Kosmopoliten, Kunstschaffende und Kulinarikbegeisterte ist. Ein Streifzug durch ein herrlich unaufgeregtes Viertel, gewappnet für alle Gemütslagen.

W

as haben Franz Kafka, Ludwig Anzengruber und Stefan Zweig gemein? Sie gehören alle der literarischen Zunft an, was in diesem Fall aber noch relevanter ist – sie hielten sich irgendwann einmal im 4. Wiener Gemeindebezirk auf: Kafka nächtigte auf der Durchreise mit seiner Geliebten Milena im Hotel Riva, Zweig wohnte während seiner Studienzeit

in der Frankenberggasse 9 und Anzengruber verbrachte u. a. seine Schulzeit bei den Paulanern. An ihn erinnern ein Denkmal, der gleichnamige Hof sowie eine kulinarische Labungsstätte in der Schleifmühlgasse. Das Café Anzengruber (Schleifmühlgasse 19) ist ein typisches Wiener Beisl: Thonet-Sessel, Marmortische, altmodische Wandvertäfelung, große ­ Schank. Die Gebrauchsspuren im Interieur

werden hier lässig zelebriert und sorgen für den Bohemian-Charme, der sich vom Ambiente bis zum Publikum zieht: BeislLiebhaber mit einem Hang zur Wohnzimmer-Atmosphäre sowie Künstler und Literaten. Das sogenannte Café öffnet übrigens erst um 16 Uhr seine Pforten und ist somit mehr für den Genuss hopfenhaltiger Getränke, denn für den Verzehr von Kuchen und braunem Bohnen-Wachmacher

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Alice. Einzigartige Porzellankrea­ tionen finden sich bei feinedinge.

Optischer Augenschmaus. Wieden war immer schon ein Anziehungspunkt für Kunstschaffende – Richard Strauß wohnte in der Mozartgasse 4, Franz Schubert starb 1828 in der Kettenbrückengasse, Antonio Vivaldi wurde 1741 am Bürgerspital-Gottesacker unweit der heutigen Technischen Universität beigesetzt – daran hat sich in all den Jahren nicht viel geändert. Noch heute werden Kunst und Kultur in Wieden großgeschrieben: sei es im Schikaneder, einem der ältesten Kinos Wiens (Margaretenstraße 22–24), dem Wien Museum (Karlsplatz) oder der Kunsthalle (Treitlstraße 2/Karlsplatz). Aus dem ehemaligen Kunsthallencafé schuf Andreas

Herzlichkeit. Generationentreff Vollpension.

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Wiesmüller mit dem „Heuer am Karlsplatz“ ein junges Szenelokal. Besonderer Blickfang, neben dem Schanigarten, sind die dekorativen Einmachgläser an der Rückwand des Lokals, die nicht nur einen optischen Augenschmaus bieten, sondern zugleich auch als Warenlager für die eingelegten Früchte und Gemüse dienen, die dann später von Haubenkoch Markus ­Höller zu ansprechenden Speisen weiterverarbeitet werden. Die kreative Küche ist ­geprägt von ausgesuchten Produkten und bietet wechselnde Gerichte wie etwa einen rosa gebratenen Wienerwald-Rehbock mit Johannisbeer-Schalotten, grünem Spargel und Pilzvinaigrette. Augenfälligste Neuerung sind der neue CasualFine-­Dining-Bereich sowie die Small Plates, a ­lso mehrere kleine Speisen à la japa­nische Zensei-Küche. Der Karlsplatz ist übrigens ein guter Ausgangspunkt, um den 4. Bezirk zu erkunden. So schrieb vor einigen Jahren die Wiener Zeitung: „Wenn man sich’s aussuchen kann, so betrete man die Wieden am besten zu Fuß, vom Karlsplatz herkommend. Der Blick auf die imperiale Karlskir-

che entschädigt für den Aufwand. Und wer das Pech hat, per Auto von Süden kommend, über den Matzleinsdorfer Platz in den 4. Wiener Gemeindebezirk einzufahren, sei getröstet: So hässlich wie hier ist die Wieden ansonsten nirgendwo mehr.“ Herrlich unaufgeregt. Mit einer Fläche von 180 Hektar und etwa 33.000 Einwohnern zählt Wieden zu den kleineren der 23 Wiener Gemeindebezirke. Am Karlsplatz grenzt der Bezirk an den ersten, im Norden bildet die Prinz-Eugen-Straße die Grenze zum dritten Bezirk. Im Süden ist man eng mit Margareten verbunden, da diese Stadtteile ursprünglich eine Einheit bildeten. Auf der Wieden lebt es sich ruhig, unaufgeregt und beschaulich. Kein Wunder, ist die Nachbarschaft doch sehr kosmopolitisch: Bolivarische Republik Venezuela, demokratisch-sozialistische Republik Sri Lanka, Republik Kosovo – die Liste der Botschaften ist lang und das Publikum dementsprechend international. Gepflegtes Weltbürgertum mit einem Kick Lässigkeit ist vorherrschend: Sei es die Beislund Kunstszene im Freihausviertel rund

Heuer. Markus Höller und Andreas Wiesmüller.

Fotos: feinedinge*porzellanmanufaktur, Mark Glasser, Sebastian Philipp, Julia Oberhauser, VMV Valerie Voithofer

geeignet. In der Küche herrscht Tradition: Fritatten- und Grießnockerlsuppe, Schnitzel und Innereien, Gulasch und köstliche Mehlspeisen wie Palatschinken und Kaiserschmarrn bestimmen die Speisekarte. Für viele gibt es hier das beste Gulasch der Stadt. Hierfür werden die Zwiebeln langsam bei kleiner Hitze stundenlang angeröstet. Aber auch das Schnitzel hat Kultstatus, genauso wie die Fußballabende mit Liveübertragung und kühlem Bier.


Kreativ. Vorarlbergerin Jutta Pregenzer entwirft nachhaltige Kleidung.

um die ewig coole Schleifmühlgasse, seien es Erinnerungen an legendäre Abende im Nachtclub Roxy oder der Bio-Laden mit Soja-Latte. Das Angebot für das weltgewandte Publikum mit gehobeneren Ansprüchen stimmt. Und so reihen sich in der Schleifmühlgasse lässige Shops und Restaurants aneinander wie etwa der Pregenzer Fashion Store in der Nr. 4. Seit vielen Jahren entwirft Jutta Pregenzer ihre eigene, fair produzierte Modekollektion aus Naturmaterialien. Aber auch andere Green Fashion Labels sind im Conceptstore zu finden wie Ecoalf, ein spanisches Unternehmen, das kreative Kleidung aus recyclebaren Materialien wie Plastikflaschen, Kaffeepulver und Fischernetzen herstellt. Klare Schnitte und hochwertige Stoffe sind das Credo der Vorarlbergerin. Die Unternehmerin setzt auf kleine Manufakturen und alte Familienbetriebe – viele davon kennt sie persönlich. „Der Konsument muss sich überlegen, ob das so weitergehen kann. Immer mehr, immer billiger, das wird auf dem Rücken von Mensch oder Tier ausgetragen“, unterstreicht Pregenzer die Philosophie ihres Conceptstores.

Wenn man sich’s aussuchen kann, so betrete man die Wieden am besten zu Fuß vom Karlsplatz her. Um Mode dreht es sich auch im Flo in der Schleifmühlgasse 15a. Seit über 40 Jahren betreibt Ingrid Raab einen der besten Vintage-Shops der Welt. „This shop is heaven“, schwärmt der Louis Vuitton City-Guide. Selbst Marc Jacobs shoppte hier und ließ sich für eine seiner Kollektionen inspirieren. Zu finden sind originale Fashion-Sahne­ stücke und Accessoires aus der Zeit 1880 bis 1980. Echt Vintage eben und nicht retro.

Kleiderzimmer. Erbstücke von Opa Walter.

Apropos generationenübergreifend: Auf der anderen Straßenseite (Nr. 16) ist die Vollpension seit vielen Jahren ein Fixpunkt. Was als Pop-up-Konzept zur Adventzeit in der Schneiderei der Gebrüder Stich ­zwischen Nähmaschinen und Stoffballen

2012 begonnen hatte, wurde zu einem permanenten Social Business, bei dem ältere Menschen für jüngere backen. Ein Generationentreff mit viel Herzlichkeit und Lebensfreude. Bamboo oder Opas Erbstücke. Gekreuzt wird die Schleifmühlgasse von der Margartenstraße. Im Haus 35 hat sich die ehemalige Lehrerin Sandra Haischberger als Porzellan-Designerin mit ihrem Shop feinedinge etabliert. Grundstoff all ihrer Produkte ist Limoges-Porzellan. Eine Masse, die für Feinheit und Transparenz bekannt ist und sich gut einfärben lässt. Und so fertigt die gebürtige Amstettnerin kunstvolle Vasen, Windlichter und Speiseservice

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Inspiration. Japanisch-peruanische Küche im DiningRuhm.

Interpretationen, darunter Sashimi vom Kingfisch mit Jalapeños und Yuzu Soja Sauce, Meeresfische wie der Gelbflossen­ thunfisch Tataki Style, Grillgerichte wie das österreichische Rib Eye Steak von der ­Kalbin mit peruanischer Anticucho-Sauce sowie Tullnerfelder Pork Belly mit Spicy ­Miso Sauce sind auf der Karte zu finden.

mit wohlklingenden Namen wie Alice, Bamboo und Ghost. Vier Häuser weiter zeigt Barbara Lukas im Kleiderzimmer (Margartenstraße 39) läs­ sige europäische Modelabels. Ihr Shop ist gespickt mit Vintagemöbeln – zauber-­ hafte Erbstücke ihres Großvaters Walter. Der Store ist eine Art gemütliches Wohn­ zimmer, mit dem sich die Immobilienexpertin, nach einer Phase der persönlichen Neuorientierung, einen Lebenstraum erfüllte. Ein liebevoll eingerichteter Shop, in dem das Bild von Großvater Walter seinen Platz auf dem wunderschönen Sideboard b ­ ekommen hat. Absolut stimmig und ­entschleunigend.

Es klappert die Mühle. Ein Konzept, das generell sehr gut zur Gemütslage der Wiedener passt, ein Lebensgefühl, in dem sich Graffitis eher im Rahmen von Kunstprojekten finden, denn in Form von wildem SprayVandalismus und man zu jeder Stimmungslage das passende Beisl findet wie etwa die Gin-Bar Wiener Blut des Szenelokalurgesteins Rudi Buzasi (Faulmanngasse 5). Das Getränkeangebot umfasst 120 verschie­ dene Ginsorten, Weine, Bier, Schampus und viele internationale Spirituosen. Das DiningRuhm (Lambrechtgasse 9) verfolgt einen modernen Küchenstil, der sich aus japanisch-peruanischen Rezepten zusammensetzt. Marcel Ruhms einzigartige

Sogar die Straßennamen klingen charmant: Grün-, Apfel-, Most-, Heumühlgasse, Bärenmühldurchgang – wie aus einem Gedicht von Eichendorff und gleichzeitig eine Remineszenz an längst vergangene Zeiten, in denen in Wiens ältester Vorstadt noch Mühlen klapperten und Obstbäume blühten. Erst durch den Bau von Adelspalästen im 19./20. Jahrhundert kam es zu einem starken Bevölkerungswachstum, das mit einem rasanten Rückgang der Grünflächen einherging. Wieden ist heute einer der am dichtbesiedeltsten Bezirke der Stadt, nur zehn Prozent der Fläche sind grün, und einer der gefragtesten. Keine kafkaeske Verwandlung also, eher das Gegenteil: Eine Transformation zu einem „Kosmos“, der mit urbanem Flair und unaufgeregter Vielfalt überzeugt.

Wieden ist heute einer der am dichtbesiedeltsten Bezirke der Stadt und einer der ­gefragtesten. Keine kafkaeske Verwandlung also, eher das Gegenteil: Eine Transforma­ tion zu einem „Kosmos“, der mit urbanem Flair und unaufgeregter Vielfalt überzeugt. 90 kontur

Fotos: Sascha Ruhm, Petra Lucas, Wien Tourismus/Paul Bauer, Wiener Blut

Kein Wunder, dass Wieden ein gefragter Wohnbezirk ist. Infrastrukturtechnisch ist die Lage ebenfalls prädestiniert: Der Weg zur Technischen Universität am Karlsplatz ist ein Katzensprung und auch zum Stephansplatz spaziert man bequem in einer halben Stunde. Der U-Bahn-Knotenpunkt Karlsplatz mit der U1/U2/U4 ist ideal, um schnell ans andere Ende von Wien zu fahren. Im Planquadrat von Botschaften, Universität, elitären Schulen wie dem Theresianum, kulturellen Einrichtungen und ansprechendem gastronomischen Angebot und Shops lässt es sich gut leben.


Spitzenlokal. Kulinarik at it’s best im Grace.

Hotspots in Wieden, die ebenfalls einen Besuch wert sind Grace. Der ehemalige Sous-Chef des Steirerecks, Oliver Lucas, führt mit seiner Frau Petra ein Spitzenlokal im Vierten. Das Credo: Eine kleine Karte mit saisonalen Menüs wie Maibock mit weißem Spargel und Maiwipferl oder Saibling mit Karfiol, Curry und Rosinen – dazu biodynamische Weine. Danhausergasse 3 Fruth. Eduard Fruth liegt das Zuckerbacken quasi im Blut. Schon sein Vater war Konditormeister und arbeitete im Sacher, seine Mutter war Französin und schickte ihn nach Paris. Nach Jahren im Ausland, u. a. in Japan, eröffnete der Meister-Patissiere das Fruth. Seither kommen auch ­Privatkunden in den Genuss seiner Kreationen, wie täglich frisch produzierte Punschkrapfen, Trüffeln, Eclairs, Törtchen, Kekse oder Mousse au Chocolat. Ketten­ brückengasse 20 Stattgarten-Eigenbedarf. Im Conceptstore für Küche, Haushalt und Kulinark von Eva Seisser und Christian Jauernik findet sich alles, was gut aussieht, praktisch ist und schmeckt. „Der Begriff Eigenbedarf bezieht sich auf jene Dinge, die man selber schätzt und verwendet. Um diese Idee

herum haben wir das Konzept entwickelt“, erklärt Eva Seisser. „Es geht dabei um die Leidenschaft für bestimmte Produkte, deren Herstellung oder Qualität” – wie Steckdosenbürsten, parfümierte Radiergummis oder Spaghettis aus Napoli. Kettenbrückengasse 20 Unikatessen. Eine kleine, feine Auswahl aufstrebender Jung-Designer, einzigartige Vintage-Kreationen sowie ausgefallene Accessoires und Schmuckstücke finden sich bei Daniela Cismigiu, deren Leidenschaft es ist, besondere Unikate aufzuspüren, um sie dann in ihren Shop zu bringen. Margaretenstraße 45

lockt das Grätzel rund um die Schleif­ mühlgasse mit zahlreichen Restaurants, Design-Shops und Galerien. Für viele ­ansässige Künstler und Kreative ist es eine Art verlängertes Wohnzimmer. Karlsplatz. Die Brücke zum 1. Bezirk – hier wird praktisch das ganze Jahr über etwas geboten: Freiluftkino, Popfestival, Weihnachtsmarkt, Wien Museum, Kunsthalle, Karlskirche inklusive Kirchenkonzerte.

Siebentage. Cleaner Mix aus italienischen, nordischen und auch deutschen Labels. Abgerundet wird das Modesortiment durch feine skandinavische Wohn­ accessoires. Schleifmühlgasse 6

Urbanek. Der Stand Nummer 46 am Naschmarkt, genau auf der Grenze zwischen 4. und 6. Bezirk, ist eine Institution, in dem die Brüder Thomas und Daniel Urbanek sowie Papa Gerhard auf 13 Quadratmetern ihr Spezialitätengeschäft unterhalten. Neben der hohen Qualität von Schinken, Roastbeef, Wurst, Käse und Wein ist vor allem der Schmäh der drei legendär. Naschmarkt Stand 46

Freihausviertel. Der Name „Freihaus“ beruht auf Wiens erster und größter sozialer Wohnanlage, deren Wurzeln bis ins 17. Jahrhundert zurückreichen. Hier wurde 1791 Mozarts „Zauberflöte“ im dazugehörigen Theater uraufgeführt. Heute

Blumenkraft. Die Vorarlbergerin Christine Fink zaubert blühende Kunstwerke und Arrangements in einem spätgründerzeitlichen Gebäude mit üppigem Fassadendekor. Atemberaubend schön inszeniert. Schleifmühlgasse 4. Christiane Schöhl von Norman Karlsplatz. Hier ist das ganze Jahr etwas los.

Gin-Bar. Lokal-Urgestein Rudi Buzasi.

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Kunstwerke mit Selfie-Potenzial Die große Cousine der Guerillakunst oder zu Gast im größten Freilichtmuseum Wiens – prächtige Gemälde auf Hausfassaden erobern die Hauptstadt.

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ie haben die Fähigkeit, die Fantasie zu beflügeln und tauchen an Orten auf, an denen man es am wenigsten erwartet: Wandgemälde, sogenannte Murals, sind der Designtrend in den letzten Jahren und so etwas wie die Cousine der Guerillakunst á la Banksy. Die Strömung ist allerdings nicht grundlegend neu, denn einprägsame Grafiken, die auf öffentliche Oberflächen gekritzelt oder gemalt wurden, machten sich bereits im 1. und 2. Weltkrieg breit wie die berüchtigten „Kilroy Was Here“-Graffitis, die während des 2. Weltkriegs überall auftauchten und mit amerikanischen GIs in Verbindung standen. Sie zeigen einen grob gezeichneten, glatzköpfigen Mann mit einer langen Nase, der über eine Wand späht, so dass nur seine Augen und die Nase sichtbar sind, während die Hände die Oberkante der Wand umklammern. Diese Graffitis waren eine Tradition unter den GIs, die die Kilroy-Zeichnungen an verschiedenen Orten hinterließen, an denen sie dienten. Die Sache mit „Kilroy“ ­basierte übrigens auf einem früheren Graffiti der Australier, die im 1. Weltkrieg das Konterfei „Foo Was Here“ hinkritzelten. Die ersten richtigen Graffitis fanden sich den 60er-Jahren in Philadelphia: „Cornbread“ und „Cool Earl“ hinterließen ihre schwarzen Konterfeis, um sich auf öffentlichen Plätzen zu verewigen. In den folgenden Jahren entwickelte sich ein regelrechter Trend, der im New York der 70/80er-Jahre weltweite Beachtung fand und sich von dort zu einer Designbewegung rund um den Globus auswuchs – für viele ist NYC die Wiege der Straßenkunst. Street Art führte zu großflächigen, trotzigen Arbeiten an Hausfassaden und ganzen U-Bahnwagen – wie etwa die Graffitis von Keith Haring, die in den 80er-Jahren für Furore sorgten. Zur gleichen Zeit experimentierten andere Künstler mit verschiedenen Möglichkeiten, um die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit

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auf sich zu lenken: Eine didaktische Denkweise, die sich heute zu prächtigen Gemälden auf Hausfassaden ausgewachsen hat. Diese Murals stellen eine besonders auffällige Form der Street Art dar und erstrecken sich oft über komplette Wände, Gebäude, Dächer oder Straßen. Im Gegensatz zu Graffitis (hier stehen nicht unbedingt ästhetische Gesichtspunkte im Vordergrund, sondern es geht um einen möglichst einzigartigen Style, eine spezielle Form der Selbstdarstellung im öffentlichen Raum mit dem Ziel, ein Höchstmaß an Ruhm zu erlangen) handelt es sich bei Murals meist um beauftragte Arbeiten oder freie Werke, die für einen bestimmten Zeitraum oder langfristig den öffentlichen Raum verschönern sollen. Ein charakteristisches Merkmal dieser Kunstform ist, dass die architektonischen Elemente des gegebenen Raumes harmonisch in das Bild integriert werden. Outdoor Gallery. Zahlreiche kunstvolle Murals sind auch in Wien über die ganze Stadt verteilt – wie das in der Magdalenenstraße 12 (1060 Wien), das von Evoca1, einem dominikanischen Künstler aus Miami, gestaltet wurde: Ein Mann sitzt auf einem kargen Steinblock und schaut auf das Goldfischglas, das er im Arm hält. So schön, dass man stehen bleibt und die Emotionen auf sich wirken lässt.

Murals sind eine auffällige Form der Street Art. Sie erstrecken sich oft über komplette Gebäude.


Fotos: Philine Hofmann, Jolly Schwarz, Christiane Schöhl von Norman

Freilichtmuseum. In Wien existiert eine lebendige Street-Art-Szene mit zahlreichen Murals: Geborgenheit und Liebe (Kirchengasse 44, 1070 Wien), Künstler Gustav Klimt (Wiedner Hauptstraße 78, 1040 Wien), Alkohol mit Rosen-Gurken-Flavour (Siebensterngasse 32, 1070 Wien), ­Umweltaktivistin Zinnia Kumar (Pfeilgasse/Ecke Strozzigasse, 1080 Wien).

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Bereicherung. Mural von David Leitner.

Oder die Mutter, die sich schützend neben ihr Baby kuschelt (Kirchengasse 44, 1070 Wien) von Künstler David Leitner. So wird ein Spaziergang durch die Viertel zu einem Gang durch ein Freilichtmuseum. Sogar Blogs widmen sich mittlerweile dem Thema und zeigen, wo sich die Kunstwerke befinden. Besonders in Coronazeiten ist es praktisch, dass die Bilder im Freien zu bestaunen sind. Klar, dass bei so viel Aufmerksamkeit auch die Industrie den Hype für sich entdeckt hat. So überrascht etwa H&M mit einem 400 m² großen handgemalten Artwork-Gemälde und verwandelt gemeinsam mit der Wiener Graffiti Agentur Concrete das Grätzl rund um die Pfeilgasse im 8. Bezirk in eine Outdoor Gallery. Das Motiv stammt aus der aktuellen Spring-Kollektion und zeigt Model und Umweltaktivistin Zinnia Kumar, die sich erfolgreich für nachhaltige Mode einsetzt. „Ziel des Artwork ist es, ihren Spirit auf der Wand festzuhalten“, erklärt Maira Kerschner, Geschäftsleitung Concrete. „Wir wollen mit unseren Arbeiten den öffentlichen Raum bereichern. Daher ist uns die künstlerische Freiheit bei Aufträgen extrem wichtig.“

Fest steht: Murals sind, wenn sie gut gemacht sind, unangepasst, authentisch, provokativ, inspirierend, einzigartig, knallbunt, gerne auch mal gesellschaftskritisch und voller Emotionen. Die Menschen, die Selfies und Bilder davon posten, identifizieren sich damit und wollen im Grunde doch nur eines sagen: Seht her, ich bin genauso einzigartig, authentisch, glücklich, rockig, bunt – und sie verneigen sich vor einer Form der Street-Art, der keiner mehr ernsthaft den Status eines Kunstwerks abspricht. Christiane Schöhl von Norman

Willkommen im digitalen Zeitalter, in dem sich die internetaffine Generation permanent auf der Suche nach neuen Motiven und Hintergrundkulissen befindet, die zeigen, wie glücklich man doch mit seinem (retuschierten) Ich ist. Klar, Berggipfel, Wasserfälle, Sonnenuntergänge und Sandstrände sind schön anzusehen, aber in Zeiten des Social-Media-Overflows nichts weltbewegend Neues. Die Suche nach einem besonderen Motiv, mit dem man seinen digitalen Auftritt, sein Image kreiert, ist gerade für jüngere Semester zu einem Hype avanciert. Mit ein Grund, warum sich die großformatigen Wandgemälde in den letzten Jahren zum absoluten Trend im urbanen Großraum entwickelt haben. Aber nicht nur, wie Maira Kerschner betont: „Bei Murals spielt der künstlerische Aspekt die tragende Rolle: Es wird ein einzigartiges Werk geschaffen, das nur einmal in dieser Form existiert und nicht eins zu eins replizierbar ist. Bereits der mehrtägige Schaffensprozess ist ein Happening: Die Passanten bleiben stehen und schauen, was in ihrem Grätzl passiert. Internetaffinität und Interesse für Street Art gehen Hand in Hand.“

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Tiefgründig. Das Mural von Evoca1.

Fotos: Jolly Schwarz, Christiane Schöhl von Norman

Sonnenuntergänge sind out. Die Reaktion der Menschen? Immer wieder bleiben Passanten stehen, um das zu tun, was von ihnen erwartet wird: Sie zücken ihr Smartphones und schießen ein Foto, um es dann über die verschiedenen Social-Media-Kanäle wie Instagram & Co in die Welt hinauszusenden – vielleicht sogar als Selfie.


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