Zukunft gestalten! VN-Klimaschutzpreis 2018 Wir alle haben es in der Hand, durch unser aktives Verhalten eine gesunde und positive Zukunft f체r mehr Lebensqualit채t zu gestalten und uns im Klima- und Naturschutz zu engagieren. Ideen, Innovationen und Initiativen von Vorarlberger Sch체lern, Unternehmern, Privaten und Gemeinden sind auch f체r den VN-Klimaschutzpreis 2018 wieder gefragt.
AUF INITIATIVE
ANZEIGE
PARTNER VN-KLIMASCHUTZPREIS 2018
Unser Klima gerät aus den Fugen, jetzt handeln und mitmachen! Bewerben Sie sich für den VN-Klimaschutzpreis 2018 unter klima.vol.at. Alle Projekte werden von einer unabhängigen Fachjury in sechs Kategorien bewertet.
1. Kategorie: Bewusste Lebensweise im privaten Haushalt
Gewinnen Sie einen Hypo-Scheck mit Sparbuch im Wert von 2000 Euro (1. Platz), 1500 Euro (2. Platz) und 1000 Euro (3. Platz).
2. Kategorie: Schule und Jugend
Die Gewinner dürfen sich über eine Zugreise zum neuen Wiener Hauptbahnhof mit zwei Übernachtungen in Österreichs Hauptstadt im Wert von 3500 Euro freuen. Auf Platz 2 und 3 wartet ein spannender Erlebnisausflug vom Klimabündnis Vorarlberg.
3. Kategorie: Gemeinden und Öffentlichkeit
Für ihr Engagement in Sachen Klimaschutz wird den Gewinnern eine Auszeichnung verliehen.
4. Kategorie: Innovative Unternehmen
Der Preisträger darf sich über einen Klima-Tag im Montafon mit Besichtigung der Anlagen der illwerke vkw freuen.
5. Kategorie: Neu! Öko-Gastronomie und Tourismus NEU Der Gewinner erhält eine Auszeichnung sowie eine informative Hofführung inklusive regionaler Spezialitäten.
6. Kategorie: Landwirtschaftliche Vielfalt
Die Gewinner erwartet eine Auszeichnung sowie eine Führung durch den LifeCycleTower für 20 Personen mit anschließendem Catering.
Sonderpreis: Die beste Klimaschutzidee
Die beste Klimaschutzidee gewinnt eine komplette Ausstattung des Haushalts mit LED-Leuchten.
Alle weiteren Teilnahmekriterien sowie Bewerbungsformular und -zeitraum zum VN-Klimaschutzpreis 2018 finden Sie unter klima.vol.at
Hier abschneiden
Samstag/Sonntag, 24./25. März 2018 Vorarlberger Nachrichten
VN-Klimaschutzpreis 2018 3
Zukunft gestalten! Die VS Krumbach gewann den österreichweiten Klimabündnis-Kreativwettbewerb „Wie sieht der Schulweg in 15 Jahren aus?“.
Was wollen wir?
Die richtigen Fragen stellen, Ziele definieren und handeln! „Wir brauchen Menschen und Beispiele, die uns zeigen, wie jeder Einzelne seine Möglichkeiten für einen aktiven Klimaschutz nutzen kann. Das kann anregen, in seinem Umfeld aktiver zu werden und Ideen zu entwickeln. Angesichts der großen Herausforderungen ist es wichtig zu erleben, dass es bereits viele gibt, die verantwortungsvoll mit ihrer Umwelt umgehen. Und es werden immer mehr“, informiert die Juryvorsitzende des Projekts „VN-Klimaschutzpreis 2018“, Gabriele Greußing vom Klimabündnis. So sind im Sinne einer neuen Wirtschaftsethik technischer Fortschritt und die planetarischen Naturgesetze sinnvoll zu verknüpfen zum Erhalt unserer Lebensgrundlage, der natürlichen Vielfalt und dadurch zur Steigerung unserer Lebensqualität. Verbesserungen „Technische sind ein Weg, effizienter mit unseren Ressourcen umzugehen. Dies allein wird allerdings nicht genügen. Wir sind alle aufgefordert, den eigenen Lebensstil bewusster zu sehen“, betont Greußing. SCHWARZACH
Alles hängt zusammen „Das Bewusstsein für die Zusammenhänge wächst“, sagt Greußing. „Unser Handeln oder Nichthandeln hat Auswirkungen, oft auch direkt auf unsere Lebensqualität. Etwa ein regionaler Einkauf von Lebensmitteln von den Kleinproduzenten reduziert die Transportkilometer, erhält Arbeitsplätze in der
Region und bringt Frisches und Gesundes auf unseren Teller, das nicht aus überdüngten Monokulturen stammt. Oder: Die Bereitschaft, bei Genussmitteln wie Kaffee und Bananen darauf zu achten, wie produziert wird, ermöglicht den Bauern in den Herkunftsländern ein Leben unter fairen Bedingungen und angepassten Anbaumethoden und damit den Erhalt der Kulturlandschaft für spätere Generatio-
„Sich des eigenen L ebensstils und s einer Auswirkungen bewusst werden.“ Gabriele Greußing Juryvorsitzende
nen. Im Rahmen des heurigen VNKlimaschutzpreises werden wieder Engagement und Projekte in den Kategorien „Bewusste Lebensweise im privaten Haushalt“, „Schule und Jugend“, „Gemeinden und Öffentlichkeit“, „Innovative Unternehmen“, und neu: „Öko-Gastronomie und Tourismus“, „Landwirtschaftliche Vielfalt“ sowie die beste „Klimaschutzidee“ und ein „Ökopionier“ ausgezeichnet. Den vielen motivierten Einreichern, die via Klima.vol.at mitmachen kön-
nen, gibt Gabriele Greußing zur Beschreibung und Bebilderung des jeweiligen Projekts den folgenden Tipp mit auf den Weg: „Bei der Einreichung am besten darauf achten, dass dort in Text und Fotos diese Fragen beantwortet sind, damit sich die Jury ein gutes Gesamtbild machen kann: Was sind die Ziele des Engagements, der Idee, des Projekts? Weshalb tun wir das und was wollen wir erreichen? Wie lange wurde daran gearbeitet? Welche Aktivitäten wurden durchgeführt und was wurde umgesetzt? Was war schwierig und was wurde gelernt?“
Jugendengagement Ein schönes Beispiel ist hier etwa die VS Krumbach, die sich die klimafreundliche Mobilität als Thema ganz besonders zu Herzen nimmt. Sie ist Stammgast der Schulwegkampagnen Klimameilen und Schoolwalker. Jedes Jahr sammeln die SchülerInnen sowohl im Herbst als auch im Frühjahr klimafreundliche Schulwege, jeweils vier Wochen lang. Dabei sind auch die Eltern mit eingebunden. Seit Herbst vergangenen Jahres nimmt die Volksschule Krumbach zudem am Projekt „Klimaschulen“ teil. So wird in Workshops und Veranstaltungen der Klimaschutz zu einem Hauptfach. Für den Klimabündnis-KreativWettbewerb haben die Schülerinnen ein tolles Panoramaplakat gezeichnet, auf dem alle Kinder ihre Transportmittel der Zukunft aufgemalt haben.
DIE JUROREN
Sie engagieren sich für ein Klimaschutz-Projekt oder haben Schritte unternommen, den CO2-Ausstoß zu verringern? Wenn Ihr Projekt Vorbildwirkung besitzt und in Vorarlberg realisiert wurde, dann bewerben Sie sich in einer der 6 Kategorien für den VN-Klimaschutzpreis 2018:
1. Bewusste Lebensweise im privaten Haushalt 2. Schule und Jugend 3. Gemeinden und Öffentlichkeit 4. Innovative Unternehmen 5. Öko-Gastronomie und Tourismus 6. Landwirtschaftliche Vielfalt Alle Projekte sind willkommen und werden von einer unabhängigen Fachjury bewertet. Nicht die Größe des Projektes ist entscheidend, sondern Kreativität und Umsetzung.
Sonderpreis Klimaschutz-Idee Sie tüfteln an einer bahnbrechenden Idee – dann bewerben Sie sich! Originalität und Ideenreichtum sind gefragt. Die Durchführbarkeit Ihrer Idee stellt kein Bewertungskriterium dar. Der Gewinnerhaushalt wird mit LED-Lampen* von Ledon ausgestattet. Jede weitere, von der Jury als auszeichnungswürdig bewertete Einsendung erhält eine LED-Lampe*. *mit integriertem Einbruchsschutz/ledon-guard.com
Katharina Lins, Naturschutzanwältin Vorarlberg
Josef Burtscher, Leiter des Energieinstituts
Verena Daum, Projektleitung VN-Klimaschutzpreis
Online-Anmeldung und Teilnahmebedingungen finden Sie auf klima.vol.at Einsendeschluss: 22. September 2018 PARTNER VN-KLIMASCHUTZPREIS 2018
AUF INITIATIVE
Christian Vögel, Landesleitung Energie und Klimaschutz
Hubert Rhomberg, Rhomberg Gruppe
Elmar Weissenbach, Bäuerliches Schul- und Bildungszentrum
ANZEIGE
4 VN-Klimaschutzpreis 2018
Samstag/Sonntag, 24./25. März 2018 Vorarlberger Nachrichten
DIE BESTE KLIMASCHUTZIDEE
Positive Energie für Lebensschutz „Der Mensch beeinflusst alle Ereignisse.“
Zahlreiche gute Klima schutzideen wurden bereits von Vorarlbergerinnen und Vorarlber gern zum Klimaschutzpreis ein gereicht. Sie kamen von findigen Forschern und Tüftlern, von Häus lebauern mit guten Tipps für op timale Effizienz im Haushalt oder auch aus dem psychosozialen Be reich, wie das bei KommRat Wer ner Druml sen. aus Dornbirn der Fall war, der 2016 mit dem Klima schutzpreis ausgezeichnet wurde.
barschaftsklima, Betriebsklima, persönliches Klima, Schüler-Leh rer-Klima usw. Wenn in diesen Be reichen ein gutes und nachhaltiges Klima herrscht, verbrauchen wir weniger menschliche Energie und können diese anders und positiv nutzen, uns etwa unnötige Wege zu Gerichten, Ämtern und Behörden ersparen.“
DORNBIRN
Beziehungsfähigkeit Mit seiner Klimaschutzidee appel lierte er an unsere Beziehungsfä higkeit und die Jury gab ihm recht: Achtsamkeit und positive Energie von uns Menschen steht für Le bensschutz und Lebensqualität. Positive Nutzung In seiner beruflichen Führungspo sition war Pensionist Druml zur Er kenntnis gelangt, dass „der Mensch den größten Einfluss auf sämtliche Ereignisse und Bewegungen hat“. Daher lautete die Klimaschutz idee von Werner Druml: „Wenn wir von Klimaschutz reden, dann den ken wir an Klimawandel, Klima erwärmung, Klimaveränderung, Klimabündnis, Klimaschutzpoli tik usw. Meine Vorstellung geht in Richtung Mensch: Gesprächs klima, Beziehungsklima, Nach
Werner Druml betonte die Wichtigkeit von menschlichem Beziehungsklima.
PARTNERSTATEMENT Als landesweit tätiges Logistikunternehmen kommt uns gerade im Umweltbereich eine große Verantwortung zu. Wir setzen seit Jahren auf Grünstrom, E-Mobility sowie Energieeffizienz. Gleichzeitig wollen wir mithelfen, die Gesellschaft zu sensibilisieren. Der VN-Klimaschutzpreis liegt uns daher besonders am Herzen. DI Dr. Georg Pölzl, Generaldirektor österr. Post AG
Weiterdenken „Bei gutem Beziehungsklima ha ben wir Augen und Ohren offen für die wesentlichen Dinge und erle ben eine andere Lebensqualität“, betonte Werner Druml und rief uns auf: „Dieser Ansatz ist selbstver ständlich nicht zu Ende gedacht, ist aber vielleicht Anregung für weite re Überlegungen.“ Naturbewusstsein Neues Denken und neue Zugänge braucht es für die Bewältigung der enormen Herausforderung, alle In teressen empathisch und respekt voll, mit Vernunft und gesundem Menschenverstand im Sinne einer naturbewussten Lebens- und Wirt schaftsweise zu harmonisieren. DER PREIS Die beste Klimaschutzidee gewinnt eine komplette Ausstattung des Haushalts mit LED-Leuchten von LEDON.
Wenn Licht über sich hinauswächst.
Editorial
Verena Daum
Baum der Erkenntnis Diverse Irrwege auf dem Weg zum globalen Dorf sind uns längst bewusst. Wir wissen aber auch, dass wir gemeinsam aktiv Zukunft gestalten können. Der VN-Klimaschutzpreis 2018 holt vorbildliches Engagement sowie zukunftsfähige Innovationen vor
„Wir haben täglich die Wahl, das Richtige oder das Falsche zu tun.“ den Vorhang. Denn in der Mitte des Gartens, des Paradieses, steht der Baum der Erkenntnis und wir haben täglich die Wahl, das Richtige oder das Falsche zu tun. Im Rahmen des World Future Council in Bregenz machte die Physikerin und Systemkritikerin Vandana Shiva klar: „Making money without work“ verursacht die Vernichtung unserer Lebensgrundlage und folglich unsere eigene. „Die Herausforderung und Chance für uns als Akteure und Betroffene ist es, die uns beherrschende Dummheit und Gefühllosigkeit zu beenden. Denn, wie einst die Ost-Indien-Kompanie sind es heute die Chemie-, Phar-
ma- und Saatgut-Multis, die totale Kontrolle über Handel und Wirtschaft anstreben und ausüben“, so die Trägerin des Alternativen Nobelpreises für Umweltschutz, biologische Vielfalt und Frauenrechte. Oder wie es die Umweltsystemwissenschafterin an der ETH Zürich, Prof. Dr. Angelika Hilbeck, auf den Punkt brachte: „Wir können nicht vier Planeten verbrauchen und vergiften, wenn wir nur einen haben. Die planetarischen Prozesse, die Naturkreisläufe, geben den Rahmen vor. Nach deren Regeln muss sich ein ethisches Wirtschaftssystem vor allem in der Nahrungsmittelproduktion in Zukunft richten. Wir müssen uns schleunigst gemeinsam auf den Weg machen für eine gesamtgesellschaftliche Transformation, die Ökonomie, Ökologie und Soziologie in Einklang bringt. Wir brauchen einen Gesamtentwurf, wie das Lokale im globalen Kontext funktionieren kann, oder anders ausgedrückt: einen neuen Gesellschaftsvertrag.“ VERENA DAUM redaktion@vn.at 05572 501-263
IMPRESSUM PROJEKTLEITUNG UND REDAKTION Verena Daum FOTOS VN, Verena Daum, Ludwig Berchtold, Klimabündnis, Handout LAYOUT Stefan Eder
LEDIVA
Solar Lighting
Licht immer und überall zugänglich – unabhängig von netzgebundenen Systemen und unter Beachtung ökologischer Zusammenhänge. Das ist Solar Lighting, die neue Technologie der autarken, solaren Außenbeleuchtung von LEDON. Mehr Informationen unter ledon-solarlighting.com LEDON GmbH | Millennium Park 6 | A-6890 Lustenau | 0043 5577 21550 | info@ledon.at
LEDON-SOL ARLIGHTING.COM
5
Samstag/Sonntag, 24./25. März 2018 Vorarlberger Nachrichten
Gemeinsam Zukunftskonzepte umsetzen VN-Klimaschutzvortrag mit Podiumsdiskussion am 11. April ab 18 Uhr im LCT in Dornbirn.
„Wie können wir digitale Abläufe und Modelle, Naturkreisläufe, erneuerbare Energie, Green-City-Konzepte und saubere Mobilität in Einklang und nachhaltig auf den Weg bringen?“, lautet die Frage an die Diskutanten Referent DI Hubert Rhomberg, IVGeschäftsführer Mathias Burtscher, Innovation Lab-GF der illwerke vkw, Gerhard Günther, Bgm. Rainer Siegele, Umweltverband und vau/ hoch/drei, sowie Umwelt- und Mobilitätslandesrat Johannes Rauch. Zum Einstieg in die lösungsorientierte Diskussion dient das Impulsreferat „Technologie, Raumplanung und Mobilität - Auswirkungen und Konzepte für nachhaltigen Klimaschutz“ von DI Hubert Rhomberg, der uns ermuntert: „Stellen Sie sich einmal vor, wie viele Flächen, Wege und Plätze in Vorarlbergs Gemeinden plötzlich frei wären, wenn dort keine Lkw und Autos mehr fahren oder parken würden. Stellen Sie sich vor, wie viele Flächen in und um unsere Ortschaften freiblieben, wenn bestehende Gebäude aufgestockt und die Wohnzentren verdichtet werden würden. Stellen Sie sich vor, wie viel Lebensqualität dann trotzdem dort herrschte, wenn Urban Farming und Guerilla Gardening sich der Mauern und Betonflächen bemächtigen. Klingt utopisch? Nicht mehr lange! Das Vorarlberg des Jahres 2030 oder 2040 wird dramatisch anders aussehen als das Vorarlberg von heute. Das steht fest. Prinzipiell ist das eine gute Nachricht, sofern wir uns rechtzeitig mit den Veränderungen beschäftigen und sie aktiv gestalten“, führt
sind Fahrzeuge ohne Pedale und Lenkrad mittlerweile zugelassen. Amazon oder Mercedes Benz experimentieren bereits intensiv an Drohnenliefersystemen in den USA oder auch der Schweiz.“
DORNBIRN
Wie schaffen wir sanfte Mobilität, grüne Wohn- und Lebensqualität für alle? Podiumsdiskussion am 11. April, 18 Uhr, LCT Dornbirn.
Rhomberg aus. „Dann profitieren alle vom Fortschritt und die eingangs erwähnten Utopien könnten
Realität werden. Denn selbst, wenn Dinge wie autonomes Fahren oder Postlieferungen per Drohne für vie-
le von uns momentan noch reine Zukunftsmusik sind, diese Zukunft ist schon längst da: In Kalifornien
Unsere Welt in 20 Jahren Wie genau unsere Welt in fünf, zehn oder zwanzig Jahren aussehen wird, das wisse allerdings keiner, sagt Visionär Rhomberg. „Kein Professor, kein Wirtschaftslenker und kein Politiker. Was wir aber machen können: die richtigen Fragen stellen. Über diese Fragen kann und muss dann offen, respektvoll und breit diskutiert werden. Nur so werden wir es schaffen, für ganz Vorarlberg, für die Umwelt und für unser Klima die richtigen Entscheidungen zu treffen, hin zu einer sanften Mobilität, grünen Wohnquartieren und Städten für die Menschen.“ Ein spannender und informativer Abend am 11. April ist garantiert. Der Eintritt ist frei. Um Anmeldung wird gebeten unter: vesna.sailer@ russmedia.com, Tel. 05572 501-286.
DIE DISKUSSIONSTEILNEHMER
DI Hubert Rhomberg, Rhomberg Gruppe
IV-GF Mathias Burtscher, Vision Marke Vorarlberg
Gerhard Günther, GF Innovation Lab illwerke vkw
Bgm. Rainer Siegele, Umweltverband vau/hoch/drei
LR Johannes Rauch, Umwelt und Mobilität
MIT UNSEREM HANDELN
Nachhaltigkeit ist ein Begriff mit vielen Facetten. Vermutlich denken die meisten in erstter Linie an ökologisch bewusstes Handeln. Doch Nachhaltigkeit trägt ebenso eine wirtschaftliche wie eine soziale Bedeutung. Für uns als Unternehmensgruppe sind alle Aspekte der Nachhaltigkeit wichtig, geht es dabei doch stets um eines: achtsames und bewusstes Handeln. Nur so können wir sinnvolle Entscheidungen treffen, sinnhafte Projekte umsetzen und mit unseren Taten Sinn entfalten – im wertschätzenden Umgang mit unseren Mitarbeitern ebenso wie im effizienten Einsatz von Ressourcen oder im Einsparen von CO 2 .
www.rhomberg.com
ENTFALTEN. Mit Unternehmungen in den Bereichen Bau, Bahn und Ressourcen ist die Rhomberg Gruppe in einer Branche tätig, die rund 40 Prozent aller Rohstoffe weltweit verbraucht. Wir wissen um unsere Aufgabe und unsere Verpflichtung. Wir wissen, dass bewusstes, nachhaltiges Handeln ein steter Weg ist. Einer, der Sinn entfaltet, wenn wir ihn gemeinsam kontinuierlich weitergehen.
6 VN-Klimaschutzpreis 2018
Samstag/Sonntag, 24./25. März 2018 Vorarlberger Nachrichten
BEWUSSTE LEBENSWEISE IM PRIVATEN HAUSHALT
Zukunftsorientiert und selbstbestimmt handeln Erneuerbare Energie und verinnerlichtes Naturbewusstsein.
Auf politische Entscheidungen für neue und zukunftsfähige gesetzliche Rahmenbedingungen zu warten, dauert vielen viel zu lang. Daher setzen immer mehr Menschen in Eigenregie auf Selbstbestimmtheit und eine Lebens- und Arbeitsweise im Einklang mit der Natur im Rahmen ihrer Möglichkeiten. In Häusern und Wohnungen wird auf Energieautonomie geschaut, auf natürliche Dämmung, auf Solarenergie sowie auf Erdwärme. Auf Terrassen und im Garten weichen Zierpflanzen essbaren Gärten. Mehr Lebensqualität durch Naturbewusstsein und regionale Wertschöpfung heißt dabei die Devise. Es geht aber in der Kategorie „Bewusste Lebensweise im privaten Haushalt“ auch und vor allem darum, wie man Klima- und Naturschutz ganz selbstverständlich in den Alltag integriert - etwa in Sachen Mobilität oder im Konsumverhalten. Gehe ich gerne mal zu Fuß oder nehme ich immer öfter das Fahrrad und nutze die in Vorarlberg gute Infrastruktur? Nutze ich Öffis? Wie sehen meine Konsumgewohnheiten aus - kaufe ich regional oder direkt beim Bauern und achte ich auf bio und fair trade? BREGENZ
Biologisches Bauen Längst ein Allrounder in Sachen „Natur pur“ ist der Klimaschutz-
preisträger 2016 Fritz Trippolt aus Bregenz. Er hat eine ganzheitliche Lebensart verinnerlicht. „Als ich vor 35 Jahren mein Haus baute, legte ich großen Wert auf biologisches Bauen mit einem großen Kachelofen im Zentrum des Hauses“, informiert Fritz Trippolt. „Eine Zeit lang holten wir das Schwemmholz aus dem See. Später hatten wir das Glück, umliegende Waldflächen erwerben zu können und haben realisiert, wie wertvoll Wald und Bäume sind.“ Der Wald wurde und wird gehegt und gepflegt, eigenes Holz herausgeholt und laufend aufgeforstet, eigene Möbel gebaut und
PARTNERSTATEMENT Die Politik ist gefordert, Rahmenbedingungen und Impulse für den Klimaschutz zu schaffen. Unverzichtbar ist aber auch das persönliche Engagement von Privatpersonen, Unternehmen und Kommunen, um eine nachhaltige Veränderung für unseren Lebensraum zu bewirken. Als Gründungsmitglied beim „Klimaneutralitätsbündnis 2025“ können wir einen entscheidenden Beitrag dazu leisten: Durch Unterstützung globaler Klimaschutzprojekte und eigene Einsparungen sind wir seit 2017 im ganzen Konzern klimaneutral. Mag. Michel Haller, Vorstandsvorsitzender Hypo Vorarlberg
Hochbeete am Waldrand angelegt. „Jeden Morgen freue ich mich bereits beim Frühstück über unseren wunderschönen Küchentisch, den wir aus einer abgestorbenen Ulme gebaut haben. Auch die Tischlampen darüber sind aus filigranen Weißtannenstäben. Das Design haben wir geklaut, aber gebaut haben wir alles selber“, führt der stolze Beinahe-Selbstversorger aus.
Ertragreiche Natur „Unsere Wollschweine bereiten nicht nur den Boden wunderbar auf für unseren Kartoffelacker, wir freuen uns auch über ihr gutes Fleisch. Am Waldrand ist unser Gemüse- und Obstgarten erstaunlich ertragreich. Unser Ziel ist die Rundum-Selbstversorgung im Naturkreislauf mit Pflanzen und Tieren. Wir sind schon sehr weit“, freut sich Trippolt. Die Jurybegründung: Für Fritz Trippolt ist ein nachhaltiger Umgang mit der Natur und Ressourcen zur Passion geworden: Vom eigenen Wald, der Energieversorgung des Hauses bis zur eigenen Lebensmittelproduktion. DIE PREISE Gewinnen Sie einen Hypo-Scheck mit Sparbuch im Wert von 2000 Euro für Platz 1, 1500 Euro für Platz 2 und 1000 Euro für Platz 3.
DIE SCHÖNSTE GEGEND,
UM BERGE ZU VERSETZEN.
WER VIEL VORHAT, KOMMT ZU UNS. Mit der Hypo Vorarlberg an Ihrer Seite können Sie alles erreichen – von privaten Zielen bis hin zum Aufbau eines internationalen Unternehmens. Sie werden staunen, was ausgezeichnete Beratung und schnelle Entscheidungen alles bewirken können. Also: Welcher Berg darf’s sein? Hypo Vorarlberg – 17 x in Vorarlberg sowie in Wien, Graz, Wels und St. Gallen (CH). www.hypovbg.at
Bodenseepromenade Bregenz
Wald, Tiere, Obst- und Gemüsegarten: Fritz Trippolt hat sich eine Rundum-Selbstversorgung im Naturkreislauf zum Ziel gesetzt.
7
Samstag/Sonntag, 24./25. März 2018 Vorarlberger Nachrichten
SCHULE UND JUGEND
„Die Kreisläufe der Natur verstehen“ Kinder, Schüler und Jugendliche sind in Sachen Klima- und Naturschutz ganz besonders engagiert.
liche Umwandlung der Stoffe im ökologischen Kreislauf mithilfe von Mikroorganismen wie Photosynthesebakterien. Die Erkenntnis der jungen Akteure: Über Jahrzehnte hat die industrielle Landwirtschaft Böden ausgelaugt und durch Chemikalien zerstört.
In der Klimaschutzpreis-Kategorie „Schule und Jugend“ sind Kindergärten, Schulen, Vereine und Privatinitiativen tut sich in Vorarlberg sehr viel. So konnte sich die Volksschule Partenen 2016 über eine Auszeichnung freuen. Die SchülerInnen haben sich intensiv mit den Themen Recycling und Energiewende auseinandergesetzt und haben sowohl die globalen Zusammenhänge, wie etwa der Müll in die Weltmeere gelangt und was er dort anrichtet, eindrucksvoll plakatiert sowie aufgezeigt, was man in seinem eigenen Umfeld, in der Region tun kann, um im Einklang mit der Natur zu leben. SCHWARZACH
Die Welt retten „Wir retten die Welt“, lautete das Motto der Schulkinder, die mit Referaten, Energie- und Kräuterworkshops und zum Abschluss mit dem Musical „Eisbär, Dr. Ping und seine Freunde der Erde“ beeindruckten. Auch die NMS Hittisau wurde 2016 ausgezeichnet. Dort lautete das Motto der reparaturfreudigen und kreativen Hittisauer SchülerInnen und ihres Direktors Hanno Metzler: „Bei uns wird nichts weggeworfen, kein Abfall produziert, sondern repariert.“ Bewusst konsumieren Um Mikroorganismen und die Erde ging es 2016 der 3b-Klasse der MS Mittelweiherburg in Hard, die das Projekt „EAThink“ umsetzte und damit den Klimaschutzpreis ge-
Dem Leben zuwenden Zur Freude der Schüler war es zu schaffen, mithilfe von Naturkompost als in sich arbeitendem Organismus mithilfe von effektiven Mikroorganismen auch scheinbar kaputte Erde wieder zum Leben zu erwecken.
PARTNERSTATEMENT
Projekt „EAThink“ 2016 der 3b MS Mittelweiherburg Hard mit KV Andrea Böhler und Projektleiterin Anja Seidl.
DIE PREISE Die Gewinner dürfen sich über eine Zugreise der ÖBB zum neuen Wiener Hauptbahnhof mit zwei Übernachtungen im Wert von 3500 Euro freuen. Auf Platz 2 und 3 wartet ein spannender Erlebnisausflug vom Klimabündnis Vorarlberg.
.
Alle Infos auf oebb.at/nachhaltigkeit
wann. Die SchülerInnen stellten die Frage: „Woher kommen unsere Lebensmittel, wie werden sie produziert und wie sind sie verpackt?“ Der derzeitige Zustand wurde recherchiert und dargestellt, danach wurde ein Hochbeet gebaut, auf dem man gesunde Nahrung für die Lebensenergie in der Praxis wachsen ließ. Es folgte die Analyse
der Erde und der natürlichen Zusammenhänge: den Stoffen Lehm, Ton, Ästen, Sand, Kohle, Mineralien, lebenden, organischen Stoffen (Tiere, Kadaver, Exkremente) - und die „Bewegungen“ durch Magnetismus, Energie, Wetter, Organismen usw. Die Bodenkultur wurde hervorgehoben: das Mulchen, die natür-
Umweltfreundlich Bahn fahren! Alle zwei Stunden gibt es eine Railjet-Verbindung von Wien über Innsbruck und Feldkirch nach Zürich - in der Zwischenstunde den Railjet von Wien über Innsbruck und Feldkirch nach Bregenz. Besser als je zuvor ist Vorarlberg an ganz Österreich angebunden. Die ÖBB setzen auf Topqualität in modernen Waggons. So erfreut sich nicht nur der Nightjet zwischen Bregenz und Wien sowie Feldkirch und Graz enormer Beliebtheit, auch hat sich in den letzten zehn Jahren die Zahl der Fahrgäste im Vorarlberger Nahverkehr verdoppelt. Heute nutzen bereits über 40.000 BahnkundInnen die 217 komfortablen Nahverkehrszüge. Neue Triebwagen kommen im Frühjahr 2019. Gerhard Mayer, ÖBB Regionalmanager
8 VN-Klimaschutzpreis 2018
Samstag/Sonntag, 24./25. März 2018 Vorarlberger Nachrichten
GEMEINDEN UND ÖFFENTLICHKEIT
Smarte Ideen und bewusst mobil sein Vorarlberger Gemeinden sind aktiv in allen Lebensbereichen.
BREGENZ „Wir wollten bei der Einreichung für den Klimaschutzpreis 2016 unterstreichen, dass wir als ganz normale Gemeinde - auch ohne e5 und Klimabündnis - die
PARTNERSTATEMENT Beim Klimaschutz sind wir alle gefordert, unseren Beitrag zu leisten. Das beginnt im Kleinen bei alltäglichen Handlungen und reicht hinauf bis zu weltweiten Bemühungen im Rahmen von staatenübergreifenden vertraglichen Übereinkommen. Vorarlberg hat sich mit dem Ziel der Energieautonomie bis 2050 frühzeitig auf einen ambitionierten Weg begeben. Die Landwirtschaftsstrategie 2020 ‚Ökoland Vorarlberg – regional und fair‘ und die Tourismusstrategie bilden weitere wichtige Pfeiler für eine nachhaltig positive Entwicklung. Die vielfältigen Anstrengungen gehen weit über einige gute Vorsätze hinaus. Es werden vielmehr ganz konkrete Maßnahmen verfolgt, um Klimaschutz und die Sicherung einer hohen Lebensqualität in Einklang zu bringen. Den Vorarlbergerinnen und Vorarlbergern danke ich, dass sie den Kurs aktiv mitgehen. Mag. Markus Wallner, Landeshauptmann
Möglichkeit haben, unseren Beitrag zur Energieautonomie 2050 zu leisten“, freute sich der Dalaaser Bürgermeister Christian Gantner über die Auszeichnung 2016. Die Jurybegründung lautete: Die Gemeinde Dalaas geht gemeinsam mit den BürgerInnen aktiv eine breite Palette wichtiger Klimaschutzthemen an und besticht mit einer sympathischen Kommunikationsidee.
Gutes Zusammenleben Auch die Stadt Hohenems gehörte 2016 mit „g’hörig feschta“ zu den Klimaschutzpreisgewinnern. Dabei lautete die Devise „Nachhaltig veranstalten und dabei das Klima schützen“. Um Müllberge zu vermeiden, hat der Vorarlberger Umweltverband „g’hörig feschta“ entwickelt. Veranstalter werden kostenlos beraten und unterstützt, um das jeweilige Event umwelt-, klima- und gesellschaftsverträglich umzusetzen. Man achtet u. a. darauf, kein Plastik zu verwenden, Öffis zu fahren und die Lebensmittel regional, am besten von unseren Bauern zu kaufen und damit regionale Wertschöpfung zu fördern.
Das regionale Mobilitätsmanagement plan b der Hofsteiggemeinden ist längst Vorbild in Europa und international.
Über Platz eins konnte sich das regionale Mobilitätsmanagement plan b der Hofsteiggemeinden Bregenz, Hard, Kennelbach, Lauterach, Schwarzach und Wolfurt freuen, die sich seit über einem Jahrzehnt die bewusste Mobilität auf die Fahnen geheftet haben. Es wird auf Fahrrad- und Fußwege gesetzt, auf Bus, Bahn und gute Infrastruktur fürs Klima sowie auf Schoolwalker und Kinderzügle, um schon die Kleinsten auf den richtigen Weg mitzunehmen. Die plan-b-Verantwortlichen sehen Klimaschutz als komplexes Thema mit vielen Ansatzpunkten. Es geht um attraktive Orts- und Stadtzentren mit funktionierenden Strukturen und Aufenthaltsqualität oder Freizeitangebote über die Gemeindegrenzen hinaus. Hier wird auf Kooperation und gemeinsame Entwicklung viel Wert
gelegt. Wie bisher schon will plan b auch künftig interessante Bildungseinrichtungen, Unternehmer oder Veranstalter motivieren und unterstützen, wenn sie sich mit bewusster Mobilität auseinandersetzen. Immer wieder wird plan b als nachahmenswertes Konzept auf internationale Kongresse und Vorträge eingeladen und anderen europäischen Ländern als Vorbild vorgestellt. Zahlreiche Auszeichnungen für plan b sprechen eine deutliche Sprache: dazu gehören der österreichische VCÖ-Mobilitätspreis für die Radroute Bregenz-Hard und die Glückspunkte Sammelaktion ein.kaufen - rad.fahren, das Finale im Wettbewerb cc.alps der internationalen Alpenschutzkommission CIPRA, die Auszeichnung der Internationalen Bodenseekonferenz, der österreichische Verkehrssicher-
heitspreis fürs Kinderzügle sowie der Climate Star des europäischen Klimabündnisses.
Einen plan b haben Über den Vorarlberger Klimaschutzpreis 2016 freute sich das gesamte plan-b-Team ganz besonders. Die Jurybegründung lautete: Es ist gut, einen plan b zu haben! Und es ist wichtig, zusammenzuarbeiten. Das demonstriert das Projekt plan b mit den Hofsteigeindrücklich und bei gemeinden einem besonders heiklen, aber brennenden Klimaschutzthema: der Mobilität. DIE PREISE Für ihr Engagement in Sachen Klimaschutz wird den Gewinnern eine schöne Auszeichnung verliehen.
Entgeltliche Einschaltung des Landes Vorarlberg
e n i e r Fü e h c i l g u enkelta t f n u k u Z Was bringt wahre Lebensqualität? Schon durch kleine Schritte gelingt es, den Alltag kostengünstiger, erfüllter und vor allem nachhaltiger zu gestalten. Durch die Energieautonomie schaffen wir für Generationen eine wichtige Basis für eine lebenswerte Zukunft. Mach auch du deinen nächsten Schritt Richtung Energieautonomie.
www.vorarlberg.at/energieautonomie
Schritt für Schritt zur Energieautonomie
9
Samstag/Sonntag, 24./25. März 2018 Vorarlberger Nachrichten
INNOVATIVE UNTERNEHMEN
Kooperationen und Kreislaufwirtschaft Innovativer Unternehmergeist macht deutlich, dass Klimaschutz und Erfolg kein Widerspruch sind.
„Der Stoffkreislauf der Natur ist geschlossen“, bringen es die Klimaschutzpreisträger 2016, Tobias und Margit Ilg vom EnergieWerk Dornbirn, auf den Punkt. Sie arbeiten energieneutral in ganzheitlicher Kreislaufwirtschaft und betreiben erfolgreich Land-, Forst- und Energiewirtschaft im ökologischen Naturkreislauf. Das ist aus gewachsenen Strukturen heraus zu schaffen: „Im geschlossenen Ökokreislauf gelingt eine sensationelle Energiebilanz mit Ascheverwertung als Rückführung in den Boden, Biokohle im Stoffkreislauf der Natur. Die Bodenwerte sind hervorragend. Pflanzen speichern Sonnenlichtenergie und diese geht in den Naturstoffkreislauf zurück. Wir brauchen keinen Fremddünger. Unser Humusaufbau mit Biokohle bringt tolle Erträge - es fruchtet und die Bilanzen passen“, freuen sich die Unternehmer. BREGENZ, DORNBIRN
Bewusstseinsbildung Die Jugend liegt Tobias und Margit Ilg ganz besonders am Herzen, daher geben sie ihr Wissen an Schüler und Jugendliche weiter: „Mit dem richtigen Verständnis können wir alle gemeinsam Zukunft gestalten“, ist das Unternehmerpaar überzeugt und bietet Führungen und Seminare an. Einen interessanten Kurzfilm zur Naturstoffkreislaufwirtschaft des Betriebs hat Margit Ilg zusammengestellt. Das Unternehmen und Engagement der Familie Ilg wurde bereits mehrfach ausge-
Neun Partnerunternehmen wollen via „Wirtschaft MOBIL“ gemeinsam gesunde Mobilitätsprojekte entwickeln.
zeichnet, unter anderem auch mit dem Energy Globe.
Gute Zusammenarbeit Sich gemeinsam weiterzuentwickeln lautet das Motto des Projekts „Wirtschaft MOBIL“, durchgeführt vom Energieinstitut Vorarlberg. Das Unternehmer-Netzwerk konnDIE PREISE Die Preisträger dürfen sich über einen Klimatag im Montafon mit Besichtigung der Anlagen der illwerke vkw freuen.
te sich über den VN-Klimaschutzpreis 2016 freuen. Neun Partnerunternehmen setzen auf Ideen- und Erfahrungsaustausch und die gemeinsame Entwicklung von gesunden Mobilitätsprojekten: die Julius Blum GmbH in Höchst, die Collini GmbH in Hohenems, die Haberkorn AG in Wolfurt, die Hilti AG in Schaan, die illwerke vkw in Bregenz, OMICRON electronics in Klaus, die Zumtobel Group in Dornbirn, die Wolford AG in Bregenz und die Krankenhausbetriebsgesellschaft mbH in Feldkirch. Es geht darum, in Sachen betrieblicher Mobilitäts-
PARTNERSTATEMENT Viel mehr Menschen als man vielleicht denkt, machen sich in Vorarlberg aktiv Gedanken zum Thema Umwelt- und Klimaschutz und setzen sie um. Mit dem VN-Klimaschutzpreis erhalten sie für ihre zumeist selbstlosen Bemühungen eine Bühne. Auf diese Weise stehen sie völlig zurecht für kurze Zeit im Rampenlicht – als Vorbild für all jene, die dadurch ermutigt werden, es ihnen gleich zu tun. DI Helmut Mennel, Mitglied des Vorstands illwerke vkw
aktivitäten voneinander zu lernen und gegenseitig zu profitieren. Die Arbeit der Mobilitätsbeauftragten aus den Unternehmen basiert auf drei Säulen: Ideen- und Erfahrungsaustausch, um persönliche Kompetenzen zu stärken; Umsetzung gemeinsamer Mobilitätsprojekte, um inhaltliche Fortschritte zu erzielen; Unterstützung in der externen und internen Kommunikationsarbeit, um Erfolge zu vermitteln. Themen, Aktionen und Ziele sind vor allem der Ausbau der entwickelten Analysetools, Fahrgemeinschaften, ECOMiles, E-Bikes, Mitarbeiterbefragungen, Falträder, überdachte und eingangsnahe Fahrradabstellplätze, Mobilitätszuschuss, Radlerfrühstück, VVV-Jahreskarte, E-Autos, Elektrotankstellen, Mobilitätslotto, Biker-Fahrsicherheitstraining und Infrastruktur wie Garagen, Duschen und Umkleideräume. Laufend werden Themen wie „Mobilität und Gesundheit“, „Anbindung an Öffis“ oder „Kombination Bahn und Rad“ umgesetzt.
Verantwortung übernehmen Die Jury zeigten sich vom „miteinander Verantwortung“ übernehmen beeindruckt und begründete daher die Auszeichnung so: Mit kompetenter, fachlicher und organisatorischer Unterstützung zeigt das Projekt „Wirtschaft MOBIL“ des Energieinstituts Vorarlberg, dass man auch ohne Zwang, dafür aus Überzeugung, sehr viel tun kann.
eine Energiedienstleistung von
Teste n Sie die ne ueste n Elektr oauto s und inform ieren Sie si über ch die ne ue Wallb oxFörde raktio n!
VKW Mobilitätszentrale Mit einem Elektroauto erleben Sie Fahrvergnügen mit einem guten Gewissen. Sie fahren energieeffizient und schonen unsere Umwelt. Testen Sie jetzt die neuesten Fahrzeuge und lernen Sie die Mobilität von morgen kennen – in der VKW Mobilitätszentrale. Öffnungszeiten: Mo/Mi 9-12 und 13-16.30 Uhr, Fr 9-13 Uhr in der Weidachstraße 6, 6900 Bregenz. Alle Infos unter www.vlotte.at oder beim VKW Kundenservice Tel. +43 (0) 59 110 9011.
Energiezukunft gestalten.
10 VN-Klimaschutzpreis 2018
Samstag/Sonntag, 24./25. März 2018 Vorarlberger Nachrichten
ÖKO-GASTRONOMIE UND TOURISMUS
Topbetriebe in Gastronomie und Tourismus
Heuer erstmals neue Kategorie beim VN-Klimaschutzpreis 2018 in dieser Sparte. Die ökologische Ausrichtung und Naturverbundenheit ist in immer mehr Betrieben deutlich spürbar, es werden großartige Ideen und Innovationen umgesetzt. „Der Schutz des Klimas ist eine unserer wichtigsten Aufgaben, um künftigen Generationen gute Lebensbedingungen zu ermöglichen. Von der Bevölkerung und Wirtschaft umgesetzte Projekte leisten dazu einen entscheidenden Beitrag. Dank dem VN-Klimaschutzpreis werden die Leuchtturmprojekte und das große Engagement der Bevölkerung besonders gewürdigt“, freut sich Landesrat Erich Schwärzler und betont, dass sich die Kooperationen zwischen Landwirtschaft, Gastronomie und Tourismus in den letzten Jahren positiv auf den Tourismus in Vorarlberg ausgewirkt haben. BREGENZ
Kulinarik und Naturjuwele „Die Landwirtschaft ist Produzent hochwertiger Lebensmittel für Hotellerie und Gastronomie sowie Garant für eine gepflegte Kulturlandschaft. Hotellerie und Gastronomie veredeln die Qualitätsprodukte zu genussvollen Speisen und bringen
Einheimischen und Gästen unsere lebendigen Regionen und Naturjuwele näher“, führt Schwärzler aus. „So bleibt Vorarlberg als Lebens-, Arbeits- und Wirtschaftsraum mit menschlichem Gesicht, aber auch als Tourismusland unverwechselbar. Eine attraktive Landschaft, Erholung und Naturerlebnis sind dabei ebenso gefragt wie der Genuss regionaler Gerichte und Produkte. Ein Meilenstein im Bereich Bildung war der Start einer Höheren Lehranstalt für Landwirtschaft mit Maturaabschluss am Bäuerlichen Schul- und Bildungszentrum Hohenems (BSBZ) im Schuljahr 2015/16.“
Topausbildung wichtig „Da die Nachfrage nach regionalem Gemüse sehr groß ist, wurde auch das Ausbildungsangebot am BSBZ um den ,Facharbeiter Feldgemüsebau’ erweitert. Derzeit befinden sich rund 30 Personen in Ausbildung“, informiert Schwärzler. „In dieser Hinsicht leistet auch die seit einigen Jahren bestehende Zusammenarbeit zwischen der Landesberufsschule Lochau und dem
Auf gutem Weg: Zahlreiche Kooperationen zwischen Landwirtschaft, Gastronomie und Tourismus tragen bereits Früchte.
BSBZ Hohenems unter dem Motto „Vom Feld bis auf den Teller“ einen wichtigen bewusstseinsbildenden Beitrag. Aber auch die Bäuerinnenorganisation und die Landjugend-
„Mit dem VN-Klimaschutzpreis werden engagierte Ökobetriebe besonders gewürdigt.“ Erich Schwärzler Landesrat
Jungbauernschaft sind ein wichtiger Motor für die Zukunft im Land. Sie stärken die Bäuerinnen, Bauern und Jungbauern in ihrer wertvollen
Arbeit und schaffen Bewusstsein für eine gepflegte Kulturlandschaft und hochwertige regionale Produkte. Weiters leistet das Projekt MEHRWERT FÜR ALLE nachhaltige Regionalentwicklung. Ziel ist es, im Sinne einer Kooperation von Tourismus-, Landwirtschafts- und Gesundheitsförderungsstrategie mehr regionale Qualitätslebensmittel in die Gemeinschaftsverpflegung, in Gastronomie, in Schulen, in Krankenhäusern und Sozialzentren sowie in privaten Haushalten auf den Teller zu bringen.“
Gegenseitiges Vertrauen „Es gilt, eine vertrauensvolle Beziehung zwischen Anbietern regionaler landwirtschaftlicher Lebensmittel und Verantwortungsträgern der Küchen zu forcieren“, betont Schwärzler. „Mit der V5-Zertifizierung werden vorbildliche Gemeinschaftsverpfleger vor den Vorhang
geholt. Zahlreiche Dialog- bzw. Regionalprojekte wie ,Miteinander wachsen und ernten,‘ ,Landwirtschaft verstehen‘, Forum Genuss Alpen und vo:dô fördern den Ausbau von Regionalinitiativen wie KäseStraße Bregenzerwald, bewusstmontafon, Klostertaler Bauerntafel, Walser Stolz sowie Kleinwalsertaler Wild und Rind.“ Ab sofort sind nun die vielen innovativen und zukunftsorientierten Ökogastronomie- und TourismusBetriebe im Land aufgerufen, beim VN-Klimaschutzpreis 2018 mitzumachen und sich via klima.vol.at anzumelden. DIE PREISE Die Gewinner dürfen sich über eine Auszeichnung sowie eine informative Hofführung und gesunde Kostproben vom Garten Eden Permakulturhof Hittisau freuen.
█Es steckt viel█ █Grün im Gelb.██ r █COC-Neutrale CO2-Neutrale Logistik Logistik█ █für Klima.█ für unser Klima. Wir sind uns der Verantwortung gegenüber der Umweltt bewusst. Deshalb setzen wir Maßnahmen, die unseren ökologischen Fußabdruck verringern. Wir hab ben die größte E-Fahrzeugflotte Österreichs, konsumieren „grünen“ Strom, produzieren mit zwei Photovoltaikanlagen auch selbst Energie und kompensieren alle anfallenden CO2-Emissionen. Darum sind wir das einzige Logistikunternehmen, das alle Sendungen in Österreich CO2-neutral zustellen kann. Wenn’s wirklich wichtig ist, dann lieber mit der Post.
post.at/co2neutral
11
Samstag/Sonntag, 24./25. März 2018 Vorarlberger Nachrichten
Lehrgang des Netzwerks Blühendes Vorarlberg DORNBIRN „Weil sie so klein und unscheinbar sind und manchmal lästig stechen, wird der Nutzen von Insekten oft verkannt“, macht Simone König vom NBV aufmerksam. „Bienen, Hummeln, Wildbienen, Schmetterlinge und andere Insekten bilden das Fundament der Artenvielfalt und unserer Nahrungskette, einerseits weil die Insekten mit ihrer großen Anzahl und Biomasse den Säugetieren und Vögeln als Nahrungsgrundlage dienen und andererseits weil sie durch die Bestäubung die Pflanzenvielfalt die Befruchtung der Kulturpflanzen sicherstellen.“ Ihre Gefährdung muss als groß eingestuft werden. Das „Bienensterben“ ist da nur ein Stichwort, denn bei den wild lebenden Verwandten der Honigbienen gehen sowohl die Zahl der Arten als auch die Anzahl der Individuen seit Jahren stark zurück. Deshalb hat es sich das Netzwerk, das vor sieben Jahren gegründet wurde, zur Aufgabe gemacht, da-
LANDWIRTSCHAFTLICHE VIELFALT
rüber zu informieren, was in Gärten, auf öffentlichen Flächen, in Betriebsgebieten, in der Land- und Forstwirtschaft, entlang von Gewässern und im Siedlungsbau für Bienen, Hummeln, Wildbienen Schmetterlinge und andere bestäubende Insekten getan werden kann.
Profundes Querschnittswissen Inzwischen konnten viele interessierte Menschen am Bildungsprogramm, bestehend aus Praxisworkshops, Seminaren und Exkursionen teilnehmen. Bereits zum dritten Mal findet der Lehrgang blühende Landschaft von April bis Juni statt, der alle Teilnehmenden zu Botschaftern für den Blütenreichtum qualifiziert. Im Austausch mit erfahrenen Praktikern und auch untereinander kann profundes Querschnittswissen erworben werden. Infos und Anmeldung unter: www.bodenseeakademie.at, office@bodenseeakademie.at
Anmeldungen für den Lehrgang des NBV unter office@bodenseeakademie.at
Ackerbau ohne Pestizide Teamwork im Ökokreislauf in „Gertruds Garten“ in Dornbirn.
„Im ökologischen Naturkreislauf wollen wir selbstbestimmt eine gesunde Erde schaffen“, betonen Gertrud und Helmut Baumgartner, die 2016 mit dem VN-Klimaschutzpreis ausgezeichnet wurden. Von der Natur lernen heißt die Devise in „Gertruds Garten“, aber nicht nur dort. Immer mehr Menschen interessieren und begeistern sich für die natürliche Lebensmittelproduktion und werden nach den Prinzipien der Permakultur aktiv und stellen Arbeits- und Lebensweise entsprechend um. Es geht um Beziehungskultur, um Kooperation anstatt Konfrontation und Konkurrenz, also um eine gesamtheitliche Sichtweise. DORNBIRN
„Natur gibt uns alles“ Neben Energiesparmaßnahmen und Erzeugung von erneuerbarer Energie stellt sich Familie Baumgartner darauf ein, mit dem zu leben, was die Natur uns gibt. „Ich will Lebensmittel vom Strauch oder aus dem Boden nehmen und essen können“, bringt es Gertrud Baumgartner auf den Punkt. Die Familie setzt auf saisonalen und vielfältigen Anbau von Früchten und Pflanzen, auf eigenen Dünger, Fruchtfolge, Nützlingseinsatz und die Schaffung von Blühflächen. Auch im Folientunnel kommen wichtige Nützlinge zum Einsatz. Auf den Freiflächen werden etwa zwischen Kohlpflanzen auch Blumen gepflanzt. „Ein gesunder Boden nimmt entspre-
In „Gertruds Garten“ in Dornbirn wird im Einklang mit der Natur gearbeitet.
PARTNERSTATEMENT Jede politische Entscheidung, jede technologische Entwicklung, einfach alles beeinflusst unsere Umwelt und unser Klima. Das eine vielleicht eher, das andere später, das eine mehr, das andere weniger, direkt oder indirekt, sichtbar oder unsichtbar. Aber immer spürbar. Umso wichtiger ist es, dass wir diese Tatsache bei jeder unserer Entscheidungen berücksichtigen, und so unser Klima und damit die Welt, in der wir leben, beschützen. Schließlich haben wir nur die eine. DI Hubert Rhomberg, Rhomberg Gruppe
chend Regenwasser auf, er benötigt keine Intensivbewässerung und ist daher ressourcenschonend“, erklären die Gärtner aus Leidenschaft. „Wir verwenden auch keine schweren Geräte und verhindern so die Verdichtung des Bodens sowohl beim Pflanzen wie auch beim Ernten. Ausschlaggebend für ein Umdenken war vor vielen Jahren die Allergie von Helmut gegen Spritzmittel. Daher werden Herbizide, Pestizide & Co. selbstverständlich nicht verwendet.“ DIE PREISE Die Gewinner erwartet eine informative Führung durch den Rhomberg LifeCycle Tower in Dornbirn für 20 Personen mit Catering.
Klimaschutz beginnt vor Ort Bei all den Diskussionen zur Umsetzung des Hochwasserschutzprojektes RHESI war von Anfang an klar: Die Verbesserung der Hochwassersicherheit steht auch für die Landwirtschaft außer Frage. Sie kommt an erster Stelle gefolgt von der Trinkwassersicherheit und der Lebensmittelsicherheit. Dabei stellte und stellt sich aber die Frage, wie viel der landwirtschaftlich hochwertigen Böden für das Projekt tatsächlich geopfert werden müssen. In guten Gesprächen mit der Projektleitung und betroffenen Landwirten konnten Kompromisse erzielt werden, die es aber auch umzusetzen gilt. Nicht nur
Josef Moosbrugger LK-Präsident
Der Hochwasserschutz steht auch für die Landwirtschaft an erster Stelle.
Hochwasserschutz beschränkt sich nicht nur auf die Rheinufer, sondern betrifft auch alle Gemeinden und deren Gewässer. beim Projekt RHESI, sondern im ganzen Land hat der Bodenschutz für die Land- und Forstwirtschaft und den Klimaschutz eine enorme Bedeutung. „Boden bedeutet Erzeugungsmöglichkeiten für eine regionale Lebensmittelerzeugung und somit eine massive CO2-Vermeidung durch
unnötige Lebensmitteltransporte. Das ist ganz im Sinne der vom Landtag einstimmig beschlossenen Ökolandstrategie, wo der Schutz fruchtbarer Böden für die Futter- und Lebensmittelerzeugung festgehalten wird. Natürlich verstehen wir auch die Bedürfnisse der Wirtschaft, aber hier muss die Mobilisierung bestehender Gewerbe- und Industrieflächen vor neuen Umwidmungen stehen“, so LK-Präsident Josef Moosbrugger. Umdenken entstanden Neben seiner Funktion für die Futter- und Lebensmitteler-
zeugung ist der Boden auch Wasserspeicher und -filter, einer der größten Speicher für das Treibhausgas CO2 und ein riesiger Bioreaktor, der organische Reststoffe umwandelt, sowie Schadstoffe abbaut. Fällt der Boden durch die fortschreitende Verbauung, sprich Versiegelung als Wasserspeicher, weg, kann das Wasser bei Starkniederschlägen nicht mehr versickern, Schäden durch Hochwasser häufen sich. „Daher beschränkt sich der Hochwasserschutz nicht nur auf die Rheinufer, sondern betrifft auch alle Gemeinden und
deren Gewässer. Schon hier gilt es, den Boden als natürlichen Wasserspeicher zu nutzen und zu schützen, und den täglichen, landesweiten Bodenverbrauch von rund 1,3 Hektar Boden massiv zu reduzieren. Dazu soll auch das neue Vorarlberger Raumplanungsgesetz beitragen. In den letzten Jahren haben sich viele Initiativen diesen Forderungen der Landwirtschaft angeschlossen, und das Umdenken in der Bevölkerung in Sachen Bodenschutz und gegen unnötige Verbauungspläne macht Mut“, erklärt Moosbrugger. ANZEIGE
Daten & Fakten Fakten zum Bodenverbrauch (Quelle: Österreichische Hagelversicherung)
• Österreich verliert jährlich 0,5 Prozent seiner Agrarflächen, das entspricht 22 Hektar pro Tag durch Verbauung • In den letzten 50 Jahren wurden bereits 300.000 Hektar Felder und Wiesen verbaut – so viel wie die gesamte Ackerfläche Oberösterreichs. • Österreich hat mit 15 Meter pro Kopf eines der dichtesten Straßennetze, Deutschland z. B. 7,9 Meter, Schweiz 8,1 Meter pro Kopf. • In Österreich gibt es laut Umweltbundesamt 13.000 Hektar gewidmete und ungenutzte Industriebrachen. Inklusive Gewerbeflächen und leer stehender Häuser schätzt man die verbaute ungenutzte Fläche auf 50.000 Hektar
12 VN-Klimaschutzpreis 2018
Samstag/Sonntag, 24./25. März 2018 Vorarlberger Nachrichten
ÖKOPIONIER
„Unsere Welt ist ein globales Dorf“
„Sind noch lange nicht am Ziel, aber gemeinsam auf gutem Weg!“ „Der Start der Initiative im Jahr 1990, Solaranlagen im Selbstbau zu errichten, hat damals in Vorarlberg einen regelrechten Solarboom ausgelöst“, erinnert sich der Gründer der ARGE Erneuerbare Energie, Walter Pfister aus Thüringen, der 2016 in der Kategorie „Ökopionier“ mit dem VN-Klimaschutzpreis ausgezeichnet wurde. „Rund 25 Jahre nach den Anfängen kann man sagen: Die Nutzung von Sonnenenergie über thermische Solaranlagen ist in der breiten Öffentlichkeit angekommen. Mittlerweile sind fast 300.000 Quadratmeter Kollektorfläche in Vorarlberg auch klimaaktiv“, freut sich Pfister. „Die Stromgewinnung aus Solarenergie und passive Solarenergienutzung finden im Hausbau ungebremste Zustimmung.“ THÜRINGEN
Energieautonomieziel „Unsere Welt ist ein globales Dorf “, betont der Ökopionier. „Wir tragen alle Verantwortung. Wir kennen die Zusammenhänge und können nicht mehr sagen: Wir haben nichts gewusst. Es gibt keine Ausrede und keine Entschuldigung. Jeder ist Akteur und gleichzeitig Betroffener. In erster Linie besteht die Aufgabe, im Zusammenleben der einzelnen Individuen - egal welcher Gruppengröße und geografischer Lage aufeinander Rücksicht zu nehmen.
Deshalb braucht es immer wieder neue Anstöße, welche von einzelnen Personen, Institutionen, Staaten usw. ausgehen, um positive und zukunftsfähige Veränderungen auf lokaler, regionaler, nationaler und globaler Ebene einzuleiten zum Schutz der Natur als unserer Lebensgrundlage und für unser aller
„Gute Ideen und I nnovationen hat die Bevölkerung engagiert mitgetragen.“ Walter Pfister ARGE Erneuerbare Energie
Lebensqualität. Vorarlberg könnte etwa das Energieautonomieziel 2050 übertreffen und Vorbild für Regionen sein.“
Modellregion Vorarlberg „Dass ,best practice’ eine Vielzahl von Nachahmern und ungeahnte Verbreitung findet, ist längst offensichtlich“, führt Pfister aus. „Gute Ideen und Innovationen hat die Bevölkerung immer engagiert
mitgetragen und daher glaube ich, dass Vorarlberg in der Lage ist, eine Modellregion im Klima- und Naturschutz zu werden. Dafür müssen wir alle in unserem Wirkungsbereich unseren Beitrag leisten und erkennen, dass dies unserer unmittelbaren Region, Europa und schließlich unserem Globus - uns selbst - einen unschätzbaren Nutzen bringt. Wir sind noch lange nicht am Ziel, aber gemeinsam auf gutem Weg.“ Durch zahlreiche Aktivitäten und viel persönliches Engagement zeigen Vorarlberger ÖkopionierInnen, was alles in die richtige Richtung bewegt werden kann. 2017 haben die VN den LK-Milchwirtschaftsreferenten Othmar Bereuter, Allmenda Social Business Obmann Gernot Jochum-Müller, E-Taxi-Pionierin Manuela Kopf, Hans Punzenberger von der Arbeitsgemeinschaft erneuerbare Energie Vorarlberg (AEEV), den Kleinwasserkraftwerke-Spezialisten Franz Karl Meusburger und Zukunftsorte-Obmann Josef Mathis aus Zwischenwasser vorgestellt. Heuer werden weitere folgen.
Ökopionier Matthias Ammann, Holzbaukunst
Ökopionier Josef Mathis, Zwischenwasser
Ökopionier Hans Punzenberger, AEEV
Ökopionier Gernot Jochum- Müller, Allmenda
Ökopionierin Manuela Kopf, taxi4you (E-Taxis)
Ökopionier Franz Karl Meusburger, Kleinwasserkraft
DER PREIS Der/die Ökopionier/in erhält eine schöne Auszeichnung sowie ein kleines Präsent.
®
auch für kids!
in vielen verschiedenen Designs.
e,
-
-20%
auf all Nur e Produkte solan v ge de on Zuperz oz r Vor rat r ial. eicht !
13
Samstag/Sonntag, 24./25. März 2018 Vorarlberger Nachrichten
Ingenieure setzen die Energiewende um „Dazu braucht es allerdings entsprechende Ausbildung und Fachkräfte“, heißt es bei BERTSCHenergy.
Derzeit wird das modernste und effizienteste 100-Megawatt-Biomassekraftwerk gebaut, das höchste Maßstäbe auch über die Grenzen Europas hinaus setzt. Mit herausragenden Innovationen in Sachen „schlüsselfertige Energieversorgung der Zukunft“, etwa der „Wirbelschichttechnologie“, ist BERTSCHenergy auf Europas Spitzenposition. „Vergleicht man ein Kraftwerk mit einem Auto, dann haben wir früher nur den Motor – eben den Kessel geliefert. Heute hingegen sind wir Komplettanbieter. Wir haben es verstanden, uns aus der Basiskompetenz des Kesselbauers hin zu einem Anbieter von schlüsselfertigen Kraftwerken zu entwickeln. Und da wir die Kraftwerke von Grund auf selbst planen und konstruieren, also kaum Kompetenzen zukaufen, sind wir in der Gesamtdarstellung, das heißt in Bezug auf unsere Kostenstruktur sehr schlank geblieben. Unsere europäische Spitzenposition basiert genau auf diesem Wettbewerbsvorteil und natürlich auch auf der Wirbelschichttechnologie. Das ist eine Weiterentwicklung der ursprünglichen Rostfeuerung mit deutlichen Vorteilen hinsichtlich Effizienz und Emissionskontrolle“, erläutert BERTSCHenergy-CEO Mag. Gernot Kranabetter. BLUDENZ
Fossile Brennstoffe unnötig Schon 30 Biomasseheizwerke wurden von BERTSCHenergy in Europa gebaut und leisten bereits einen bedeutenden Beitrag zur Erreichung der Pariser Klimaziele. Diese Anlagen sind mit einem Gesamt-
wirkungsgrad von über 90 Prozent die effizientesten und nachhaltigsten Energieproduzenten ohne Entstehung von zusätzlichem CO2 in der kombinierten Strom- und Dampferzeugung. „Wir sind in Europa primär in jenen Ländern aktiv, die ihre politischen Entscheidungen hinsichtlich der erneuerbaren Energien gefällt haben und über entsprechende Programme verfügen“, führt Kranabetter aus. „Das hat natürlich auch mit Förderungen in Bezug auf die Investition oder die Einspeisetarife für den generierten Strom zu tun. Aber wenn heute zum Beispiel ein großes Sägewerk oder ein Spannplattenhersteller sein Biomassekraftwerk mit Produktionsabfällen speist und damit den Strom- und Dampfbedarf der Anlage deckt, dann ist das immer eine interessante Angelegenheit – mit oder ohne Förderungen. Denn neben den Entsorgungskosten für seine Produktionsabfälle erspart sich der Betreiber den Einsatz von fossilen Brennstoffen.“
Vorteile für uns alle Bezüglich Klima- und Naturschutz ist die Unternehmensphilosophie und -strategie eine klare: „Man muss verstehen, dass die Zersetzung von Biomasse, sei es durch die Verbrennung im Kraftwerk oder durch Verrottung, genau jene Menge an CO2 freisetzt, die von der nächsten Biomassegeneration für ihr Wachstum benötigt wird – heißt daher klimaneutral bzw. gesunder Naturkreislauf “, betont Kranabetter. „Fossile Brennstoffe hingegen setzen CO2 frei, welches vor Jahr-
30 Biomasseheizwerke – wie dieses in Augsburg – wurden von BERTSCHenergy in Europa bereits errichtet. Das modernste 100-Megawatt-Werk wird derzeit gebaut.
millionen in Kohle oder Öl gebunden wurde. Heute geht es längst nicht mehr darum, wie viele Reserven an fossilen Brennstoffen es noch gibt, es geht allein darum, wie
„Mit jedem neuen Biomassekraftwerk verhindern wir das Äquivalent an fossilem Brennstoffeinsatz.“ Mag. Gernot Kranabetter CEO BERTSCHenergy
viele Emissionen davon unsere Atmosphäre noch aufnehmen kann. Mit jedem neuen Biomassekraftwerk verhindern wir das Äquivalent
BERTSCHenergy
Arbeit und Standort Neue zukunftstragende Technologien bedeuten auch neue hochwertige Arbeitsplätze: „Wir sind wie jedes andere Unternehmen dem Wettbewerb ausgesetzt. Als Konsequenz gilt es, unsere Kraftwerkstechnologie, aber auch die interne Organisation, ständig auf die höchste Effizienz zu trimmen. Was diesen Prozess am meisten erschwert, sind
Qualität als Naturprinzip.
»Innovative Technologien zur Energieversorgung«
Ih re D um ruc we kw ltf erk re e w un dl erde ich n en na Fa chh rb alt en ig m au it fP fla nz en
öl ba sis
pr
od
uz
ie
rt
.
Kraftwerksanlagen Prozessapparate
an fossilem Brennstoffeinsatz. In umweltpolitischer Hinsicht definieren sich die Vorteile daher für uns alle, nicht nur für den Betreiber eines Biomassekraftwerks. Als Komplettanbieter unterstreichen wir zudem die wirtschaftlichen Aspekte, das heißt der Kunde erhält sein Biomassekraftwerk aus einer Hand, wir liefern die gesamte Kompetenz inklusive der erforderlichen Gewährleistungen für die Funktion des Kraftwerks. Das fördert den Entscheidungsprozess in jedem Fall.“
wohl die hochwertigen Arbeitsplätze selbst, das heißt, diese in Zeiten des Fachkräftemangels weitgehend besetzen zu können. Hier kommen gewaltige Herausforderungen auf uns zu“, sagt Kranabetter. Regionalund geopolitische Maßnahmen und Rahmenbedingungen sind dringend nötig, um die Energiewende voranzutreiben und zu fördern: „Die notwendigen geopolitischen Maßnahmen sind hinreichend bekannt, aber in der EU ist jeder einzelne Staat gefordert, seinen Beitrag in deren Umsetzung zu leisten, und das läuft in erstaunlich unterschiedlichen Geschwindigkeiten ab. Lassen wir es mal dahingestellt, ob regionalpolitische Kräfte die EU als Ganzes stärken oder schwächen. Aber wenn wir schon dabei sind: Eine gute Regierung sollte den Menschen und der Wirtschaft die besten Rahmenbedingungen bieten. Dazu gehören natürlich die Institutionen zur Ausbildung und somit Bereitstellung von Fachkräften“, betont der erfahrene Unternehmer. „Nicht, dass dies in Österreich schlecht geregelt wäre, aber es ist keinem geholfen, wenn sich auf ein Inserat für einen Diplom-Ingenieur kein Mensch meldet, während Hunderte Eventmanager nach Jobs suchen. Die freie Studienwahl in Ehren, aber etwas staatlich koordinierte Werbung und Motivation für jene Positionen, die tatsächlich benötigt werden, wäre kein Fehler. Die schrittweise Energiewende mag politisch entschieden sein, aber umsetzen müssen sie Ingenieure.“
Seit über 90 Jahren steht das Familienunternehmen BERTSCH für Qualität und Know-how auf höchstem Niveau. Wir errichten heute komplette Kraftwerke für Industrieunternehmen und Energieversorger. Hohe ethische Standards und konsequente Umweltpolitik bilden die Grundlage für unsere Qualitäts-, und Umweltschutzziele.
Raffiniert konfektioniert.
Gestanztes, Gerilltes, Perforiertes: Was aus dem Rahmen fällt, sticht ins Auge. Eine außergewöhnliche Optik, eine besondere Haptik verleihen dem Printprodukt das gewisse Etwas und erhöhen seine Attraktivität. So wird raffiniert verpackten Absichten des Absenders unbewusst Folge geleistet: Der Antwortcoupon wird abgetrennt, die Prägung erforscht, das Perforierte und Ausgestanzte auf optische Täuschung hin überprüft. Perfekte Schnitte, Falzungen, Heftungen oder Klebungen verwandeln Drucksorten zum handlichen Prospekt, zur auffallenden Verpackung oder zur edlen Visitenkarte. Gedrucktes erzeugt somit noch mehr Eindruck.
Buchdruckerei Lustenau GmbH Millennium Park 10 6890 Lustenau, Austria Tel +43 (0)5577 82024-0 info@bulu.at
Offsetdruck | Digitaldruck | www.bulu.at Bertsch Energy GmbH & Co KG | office@bertsch.at I www.bertsch.at
14 VN-Klimaschutzpreis 2018
Samstag/Sonntag, 24./25. März 2018 Vorarlberger Nachrichten
„Heute schon an morgen denken“ „Alles muss grüner, nachhaltiger und ressourceneffizienter werden!“
BREGENZ „Alles ist Klimaschutz, so
einfach ist es“, findet Hubert Rhomberg, Visionär, VN-Kommentator und mit seiner Rhomberg Gruppe Sponsor des heurigen Klimaschutz-
„Jede Entscheidung, die wir treffen, entscheidet über die Welt, in der wir leben werden.“ DI Hubert Rhomberg Rhomberg Gruppe
preises der Vorarlberger Nachrichten. „Aber“, ergänzt er: „auch: so kompliziert.“ Denn das bedeute, dass alles, was wir tun – genauso wie alles, was wir lassen – Einfluss hat auf unser Klima hat. Direkt oder indirekt, früher oder später, sichtbar oder unsichtbar. Seine Meinung: „Eine große Verantwortung! Je eher wir uns ihr stellen, desto besser.“ Normalerweise, so Rhomberg, folge an dieser Stelle in der Regel die Mahnung, sich schon heute
Gedanken darüber zu machen, wie die Welt in Zukunft aussehen wird, dass man Trends erkennen und Entwicklungen richtig einordnen muss. „Ich bin aber lieber aktiv: Warum denken wir nicht besser darüber nach, wie wir uns die Welt der Zukunft wünschen? Denn erst, wenn wir das wissen, können wir anfangen zu planen, wie wir dahin kommen.“ Und erst dann ergebe es auch Sinn, Trends und Entwicklungen mit einzubeziehen und zu überlegen, wie sie nutzbar gemacht werden können.
Urbane Landwirtschaft Seine Vision für den Bereich Bauen: „Es muss grüner, nachhaltiger, werden.“ ressourceneffizienter Und zwar nicht nur im und am einzelnen Gebäude, sondern in der gesamten Stadtentwicklung und Raumplanung. Dazu plädiert der Bauunternehmer dafür, in die sanfte Mobilität zu investieren und sich verstärkt der „urbanen Landwirtschaft“ zu widmen, also der Erzeugung von Lebensmitteln innerhalb von Stadtgrenzen. „Und wir sollten die Möglichkeiten des technischen Fortschritts, der Digitalisierung, auch für die Stadt- und Raumplanung nutzen.“ Um seinen Ansatz zu
Eine gesamtheitliche Sicht auf Zukunftsgestaltung und naturbezogene Wirtschaftskreisläufe werden bei Rhomberg großgeschrieben.
verdeutlichen, lädt der Bregenzer zu einem „geistigen Rundflug“ ein: „Werfen wir doch mal einen ‚Satellitenblick‘ auf Vorarlberg und sehen uns an, wie viel öffentlicher Raum allein im Rheintal für parkende Autos zubetoniert worden ist.“ Solche Betonwüsten sind für den Chef des international agierenden Bau- und Bahntechnikspezialisten nichts anderes als potenzielle Spazier- und Radwege, Begegnungszonen und Grünanlagen: „Was da an Lebens-
qualität entstehen könnte, wenn es die Stehzeuge – Fahrzeuge stimmt ja nicht, das ist ein beschönigender Ausdruck für Autos – nicht mehr gibt.“
Spannende Erkenntnisse Wenn man diesen Blick aus der Vogelperspektive dann noch mit Analysedaten unterfüttert, beispielsweise zu Verkehrsströmen, Bebauungszahlen oder Bewegungsprofilen, dann ergeben sich
für Rhomberg ganz neue, spannende Erkenntnisse: „Die Technik dafür ist da, jetzt schon! Nutzen wir sie! So können wir zum einen dafür sorgen, dass weniger CO2 produziert wird, und zum anderen, dass die Treibhausgase, die sich nicht vermeiden lassen, gespeichert und so der Umwelt entzogen werden. Von beiden Entwicklungen profitieren unser Klima und damit auch wir“, ist DI Hubert Rhomberg überzeugt.
Die über 100 Mitarbeiter der Buchdruckerei Lustenau tragen die naturverbundene Unternehmensphilosophie engagiert mit und freuen sich gemeinsam über den Lustenauer Umweltpreis.
Fürs großartige Engagement erhielt die Buchdruckerei Lustenau (BuLu) im Februar den Lustenauer Umweltpreis 2017. LUSTENAU Das engagierte BuLuTeam konnte sich schon bisher über zahlreiche Auszeichnungen im Natur- und Umweltschutz freuen und aktuell über den Umweltpreis 2017 in der Heimatgemeinde. Dank zahlreicher Maßnahmen konnte die BuLu den Gasverbrauch in den
Mehrfach ausgezeichnetes Green Printing letzten Jahren kontinuierlich reduzieren und ist mittlerweile fast gar nicht mehr auf Erdgas angewiesen. Zählt man alles zusammen, erzielt das Unternehmen eine jährliche Einsparung von 387 Tonnen CO2. Die BuLu druckt für viele Kunden als verlässlicher Partner deren Drucksorten klimaneutral.
Betriebliche Maßnahmen Diese CO2-Einsparungen werden durch das Angebot von klimaneutralem Drucken über die Partnerorganisationen natureOffice und ClimatePartner erreicht. Bereits die Planung des Neubaus im Jahr 2000
beinhaltete eine energieeffiziente und langfristige Versorgung. Dafür wurde ein für die damalige Zeit in der Region neuartiges Energiepfählesystem verwendet. Die 430 Betonpfähle dienen im Winter zur Gebäudeheizung und kühlen es im Sommer.
„Im Sinne der Umwelt werden wir unser Unternehmen laufend weiterentwickeln.“ Christine Schwarz-Fuchs BuLu-Geschäftsführerin
Internes Energieteam Des Weiteren nutzt das Unternehmen die Abwärme der Druckmaschinen für die Gewinnung von Warmwasser sowie für die Beheizung des Betriebsgebäudes. Auch die Abwärme der Kompressoren wird in das Heizsystem eingespeist.
Zwei der Druckmaschinen sind zudem mit einem energiesparenden Rückkühlsystem ausgestattet. Geschäftsführerin Christine Schwarz-Fuchs freut sich über die Auszeichnung: „Über Jahrzehnte hat die Buchdruckerei Lustenau ihre Geschäfts- und Produktionsprozesse im Sinne des ökonomischen und ökologischen Gedankens optimiert und ausgebaut. Unser internes Energieteam beschäftigt sich laufend mit neuen Ideen, denn wir wollen nicht stehenbleiben, sondern uns im Sinne der Umwelt und unseres Unternehmens laufend weiterentwickeln.“
15
Samstag/Sonntag, 24./25. März 2018 Vorarlberger Nachrichten
„Die Welt ist unsere Werkbank“
Nach GOTS- und „fair wear“-Zertifizierungen tritt Großhändler Stefan Grabher dem Klimaneutralitätsbündnis bei. DORNBIRN „Die Menschen wollen ganz bewusst Bio, fair wear und fair trade, das ist toll und wir machen uns gemeinsam auf den richtigen Weg. Es sind Good News, dass wir immer mehr Kunden und Konsumenten mit Organic-Produkten bedienen können und seit vielen Jahren unser Unternehmen auf ökologisch-soziale Standards umbauen“, erläutert Grabher. „Das ist ein Prozess, eine Entwicklung, wir sind auf sehr gutem Weg. Es geht darum, im Wettbewerb die Balance zu halten zwischen wirtschaftlichem Erfolg und ökologisch-sozialer Ausrichtung, dieses Engagement zahlt sich in jeder Hinsicht aus: für die Umwelt als unsere Lebensgrundlage und für die Allgemeinheit mit einem guten Gefühl für einen selbst.“
Komplexes Flechtwerk Markt „Der Markt ist global und die Weltwirtschaft ein komplexes Flechtwerk, das ist Fakt, und wir wollen weder zurück in die Steinzeit, noch wollen wir uns mit Verzicht und Rückschritt belegen und das können wir auch nicht von der verarmten Bevölkerung aufstrebender Dritt- und Schwellenländer erwarten“, betont der weitsichtige Unternehmer. „Die Fragen und die Herausforderungen sind also: Wie gestalten wir alle gemeinsam eine lebenswerte und realitätsbezogene Zukunft und eine vernünftige, verantwortungsvolle und transparente Weltwirtschaft, die regionale Strukturen und Wertschöpfung ganz selbstverständlich ins große Ganze miteinbezieht? Wie verhindern wir den
Fokus, betont Grabher, sondern „möglichst kurze Lieferwege und faire Produktionsbedingungen bei maximaler Erfahrung in der Produktion. Die Welt ist unsere Werkbank, ob Vorarlberg, Waldviertel, Türkei, Rumänien oder Indien. Bei guter und fairer Zusammenarbeit profitieren alle.“
Energiekiller Pestizide Die Irrwege der Globalisierung seien hinlänglich bekannt und niemand könne heute sagen: Das haben wir nicht gewusst. Umso erfreulicher ist es für Stefan Grabher, dass die Saat von naturbewusstem Engagement nicht nur bei Mary Rose und im Großhandel aufgeht, sondern im Ausland sowohl Österreich und besonders das Ökoland Vorarlberg einen sehr guten Ruf in Sachen Export hat. „Das macht stolz und beschert bessere Geschäfte“, freut sich der Unternehmer aus Leidenschaft, der weder auf „netter Kerl“ noch auf „Weltverbesserer“ macht. „Im Endeffekt sitzen wir alle im gleichen Boot. Daher auch mein Beschluss, dem Vorarlberger Klimaneutralitätsbündnis beizutreten. Man lernt permanent dazu, erfährt wichtige Zahlen und Fakten und kann noch effizienter eine vernünftige Unternehmensstrategie umsetzen. Dabei war interessant zu erfahren, dass die Erzeugung von Pestiziden und Kunstdünger, die bekanntlich viel Schaden verursachen, weit mehr Energie benötigt als der gesamte Transport. Bei ehrlicher Betrachtung unseres Fußabdrucks ist demnach der Griff zum Biotextilprodukt der richtige.“
Das gesamte Mitarbeiter-Team trägt die ökologisch-soziale Ausrichtung des Betriebes überzeugt und engagiert mit.
Supergau und machen unsere Welt wieder lebenswert für alle?“
Regionale Wertschöpfung Hier sind laut dem paptex/Mary Rose/Tyrler-Inhaber Stefan Grabher Politik, Unternehmer und Konsumenten gleichermaßen gefordert: „Jeder muss sich der Zusammenhänge bewusst werden. Meine Aufgabe als Heimtextiliengroßhändler sehe ich in erster Linie beim Ursprung der Produkte, also Bio, GOTS und fair wear für saubere Entstehung, soziale Strukturen und Arbeitsbedingungen, transparent und unabhängig überwacht.
Da Baumwolle nun einmal nicht im Bregenzerwald wächst, ist grundsätzlich die ganze Welt unsere Produktionsstätte, weil jedes Land und jeder Kulturkreis etwas Spezielles zu bieten hat und jahrhundertelange Erfahrung mitbringt. Warum soll also nicht ein guter Teil regionaler Wertschöpfung durch Verarbeitung und Veredelung im jeweiligen Ursprungsland bleiben? Warum Porzellan nicht in China kaufen, wenn es dort erfunden wurde? Warum sollte man nicht in Baumwoll-Ländern auch die Decke fertigen lassen?“ Dabei stehe nicht der günstigste Preis im
„Ökosoziales Engagement zahlt sich aus für die Umwelt, die Allgemeinheit und den Unternehmenserfolg.“ Stefan Grabher Großhandel/Mary Rose
FACTBOX: 1.192 SOLARMODULE AUF DEM DACH DER BAYWA HANDELSGMBH IN LAUTERACH MODULFLÄCHE: 3.700 M² SPITZENLEISTUNG: 300 KILOWATT PEAK MODELL: 5X KACO POWADOR 60.0 TL 3 WECHSELRICHTER
E I G R E N E E R E B U SA H C A R E T U A L A W Y A B I BE
JAHRESSTROMPRODUKTION: 270.000 KILOWATT STUNDEN, 80% DES EIGENVERBRAUCH D.S. 30% DES GESAMTEN STROMBEDARFS
Die Anlage produziert ca. 270.000 kWh Energie pro Jahr welche dann direkt im Hause verbraucht wird. Durch west- und ostseitige Ausrichtung wird eine möglichst kontinuierliche Stromproduktion während des ganzen Tages erzielt. Damit werden gesamt 30% des gesamten Energieverbrauches selber erzeugt.
Neben der neuen Anlage setzt die BayWa HandelsGmbH weitere Maßnahmen in Sachen Energieautonomie und Nachhaltigkeit. Für eine bessere Energieeffizienz ist bereits eine weitgehende Umrüstung des Standortes Lauterach auf LED Beleuchtung erfolgt. Viele weitere Maßnahmen die vor allem die Einsparung von Energie im Focus haben sind angedacht.
Ziel der neuen Photovoltaikanlage ist es einen innovativen Schritt in Richtung erneuerbarer Energien zu gehen und vorhandene Energiequellen zu nutzen um die Umwelt zu schonen.
Durch neue innovative Ideen und Evaluierung will die BayWa ihren Beitrag in die Nachhaltigkeit der Region einbringen.
BayWa Vorarlberg HandelsGmbH, Scheibenstraße 2, 6923 Lauterach
16 VN-Klimaschutzpreis 2018
Samstag/Sonntag, 24./25. März 2018 Vorarlberger Nachrichten
Umweltgeschichte über die Mutter Erde Vortrag und Empfang am 19. April um 19 Uhr in der Fachhochschule Vorarlberg in Dornbirn.
DORNBIRN „Die UNO erklärte 2009 den 22. April zum Internationalen Tag der Mutter Erde, um die wechselseitige Abhängigkeit zwischen den Menschen, den anderen Lebewesen und dem Planeten, den wir alle bewohnen, ins Bewusstsein zu rufen und die Harmonie mit der Natur zu fördern. Daher begehen der Naturschutzbund, FHV und der Verein KonsumentensolidaritätJETZT (www.consolnow.org) in Kooperation mit dem Klimabündnis, der Bodenseeakademie, Bio Vorarlberg, Bodenfreiheit, Arge Erneuerbare Energie Vorarlberg und unser-grundeinkommend.at den Internationalen Tag der Mutter Erde heuer zum dritten Mal mit einem Empfang in der FH in Dornbirn“, informiert consolnowObmann Hubert Feurstein.
Wir sind Teil der Natur „Den Auftakt machte 2016 Herbert Pietschmann, Prof. em. für Theoretische Physik der Universität Wien, zum Thema ,Schwester Erde, Mutter Erde und die Naturwissenschaft‘. Er zeigte auf, wie das alte, bewährte, in vielen Kulturen gereifte Konzept Mutter Erde mit dem Aufkommen der neuzeitlichen Naturwissenschaft und Technik weitgehend verloren ging“, führt Feurstein aus. „Das mechanistische Denken ließ für Mutter Erde keinen Platz mehr. Schutzlos lieferte es die Erde der Ausbeutung ihrer Ressourcen durch die nach Reichtum strebenden Menschen aus. Die Erde kann mit mechanistischem Denken nicht verstanden werden, ein neues Denken ist daher notwendig. Beim
Gegen Umweltzerstörung durch ausländische Konzerne unterstützt Klimabündnis V die Partnergemeinden im Chocó/Kolumbien u. a. bei Schulgärten, Biofarming und Schutzzonen.
zweiten Empfang 2017 explizierte Dr. Andreas Baumgarten von der AGES, in wie vielfacher Weise der Boden die Grundlage unseres Lebens ist.“
„Die Dynamik der Natur stellte und stellt Gesellschaften vor große Herausforderungen.“ Ing. Dr. Verena Winiwarter Professorin für Umweltgeschichte
Umweltgeschichte „Heuer wird Frau Univ. Prof. Ing. Dr. Verena Winiwarter, Professorin für Umweltgeschichte, darüber referieren, was die noch junge Disziplin ,Umweltgeschichte‘ angesichts der riesigen Herausforderungen zu deren Bewältigung leisten kann“, sagt Feurstein. Ob es um die Erhaltung der Bodenfruchtbarkeit
B’sundrig. Sutterlüty ist 100% klimaneutral* Unser Klima geht uns alle an. Schließlich soll unsere Erde auch für unsere Kinder und Enkel noch ein lebenswerter Ort sein. Statt aber nur darüber zu reden, tun wir etwas: In den letzten Jahren haben wir über 1.300 Tonnen CO2 eingespart. Und was wir nicht vermeiden können, kompensieren wir, indem wir zertifizierte Klimaschutzprojekte auf der ganzen Welt unterstützen. Damit können Sie jetzt in 100 % klimaneutralen Ländlemärkten einkaufen – und so bei jedem regionalen Einkauf ein kleines bisschen die Welt retten. Weitere Informationen und alle Details finden Sie auf unserer Website.
* Gemäß den Kriterien des Klima neutralitätsbündnisses Vorarlberg (Zertifizierung nach ISO 14064-1 – Treibhausgasbilanzierung)
geht oder um den Umgang mit der Hochwassergefahr durch Flüsse, die Dynamik der Natur stellte und stellt Gesellschaften vor große Herausforderungen. Terrassierte Hänge, Steinmulchungen auf windgefährdeten Ackerflächen, Dämme und Kanäle sind unter den vielfältigen materiellen Zeugen des Umgangs damit. Das menschliche Bedürfnis nach Stabilität hat immer wieder zum Gegenteil geführt, zu Nebenwirkungen, durch die Dynamiken sogar verstärkt wurden. Nicht zuletzt haben wir die Stabilität des Welt-
klimas durcheinandergebracht und müssen nun mit verstärkter Dynamik leben. Was der Blick in die Geschichte für den Umgang mit der Herausforderung naturaler Dynamik leisten kann, stellt der Vortrag von Frau Dr. Winiwarter vor. „Für den Empfang zum Internationalen Tag der Mutter Erde im Jahr 2019 hat Vandana Shiva mit dem Thema ,Ernährungssouveränität durch klein strukturierte ökologische Landwirtschaft‘ ihr Kommen zugesagt“, freut sich Hubert Feurstein. Anmelden unter: www.veranstaltungen.fhv.at
s r ü f a Prim Klima