JOURNAL WIRTSCHAFTSRAUM DORNBIRN APRIL 2018
PLATZ FÜR NEUE BETRIEBE
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EIN LEUCHTTURM DER BILDUNG
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STADT MIT ANZIEHUNGSKRAFT
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NEUE HALLE VOR BAUSTART
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IM FOKUS
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Der Marktplatz ist längst zum großen Treffpunkt geworden.
Der Bau der neuen Stadtbücherei läuft auf Hochtouren.
Aktive Wirtschaftspolitik trägt Früchte Bürgermeisterin Andrea Kaufmann über die Vorzüge des Wirtschaftsstandortes Dornbirn, die erfolgreiche Wirtschaftspolitik durch gezielte Investitionen oder die Sinnhaftigkeit einer Markthalle im Zentrum. Dornbirn steuert der 50.000-Einwohner-Marke zu. Hat die Stadt überhaupt noch Platz für immer mehr Menschen?
Die Dynamik in unserer Stadt ist enorm und zeigt, dass Dornbirn nicht nur ein gefragter Wirtschaftsstandort ist, sondern dass wir es auch schaffen, den Dornbirnerinnen und Dornbirnern ein familienfreundliches, sozial sicheres und attraktives Umfeld zu bieten. Wir investieren viel in die Kinderbetreuung, Bildung, Gesundheit sowie in Freizeitangebote. Eine Studie hat aufgezeigt, dass bei weiterer Verdichtung nach innen deutlich mehr Bürgerinnen und Bürger in Dornbirn Platz finden würden. Wichtig ist, dass dies schrittweise erfolgt. Aber es ist deutlich sichtbar: Dornbirn gehört zu den attraktivsten Plätzen im Land. Das Budget hat mit 288 Millionen Euro einen neuen Rekordwert
Der Dornbirner Weg ist immer noch der, das Gemeinsame über das Trennende zu stellen. Bürgermeisterin Andrea Kaufmann
erreicht. Was sind die Gründe?
Aufgrund der über Jahrzehnte aktiv betriebenen Wirtschaftsund Standortpolitik war es möglich, viele zusätzliche Arbeitsplätze nach Dornbirn zu holen, was sich auch auf die Steuereinnahmen auswirkt. Es ist erfreulich, dass sich auch die Maßnahmen der Budgetkonsolidierung gepaart mit zielgerichteten und nachhaltigen Investitionen positiv auf die Entwicklung des städtischen Haushalts auswirkt. Über mehrere Jahre hinweg hatten wir Rekordwerte bei den Investitionen bei gleichzeitiger Reduk-
tion des Schuldenstandes. Mein Credo war immer: Das Richtige zum richtigen Zeitpunkt tun. Die Entwicklung zeigt, dass wir das gar nicht so schlecht machen. Immerhin werden dieses Jahr Investitionen in Höhe von 38 Millionen Euro getätigt. In welche Projekte fließt das Geld?
Für eine wachsende Stadt steht derzeit natürlich die Infrastruktur im Vordergrund. Die neuen Betriebsgebiete wurden großteils schon erschlossen, die Unternehmen bauen. Wichtig ist der weitere Ausbau der Betreuungs- und
der Bildungseinrichtungen. Hier haben wir mehrere große Projekte umgesetzt und gerade eben auch begonnen, beispielsweise die Volksschule Haselstauden und die neue Stadtbücherei. Mit dem Umbau und der Modernisierung des Operationsbereichs machen wir unser Krankenhaus fit für die Zukunft. In Vorbereitung sind der Neubau der Polizeiinspektion beim Bahnhof, die Personalwohnhäuser und die Erweiterung der Rettungszentrale für die Bergrettung. Für die zukünftige Entwicklung unserer Stadt arbeiten wir an wichtigen Projekten zum Themenbereich Digitalisierung. Dornbirn hat den großen Vorteil, auf eine junge und innovative Entwicklerszene zurückgreifen zu können. Vor einem Jahr fragten wir Sie, wann und wo eine Markthalle, eines Ihrer Lieblingskinder, gebaut werden soll. Nach wie vor herrscht aber Stillschweigen.
Und dafür ersuche ich auch weiterhin um Verständnis, bis die Verhandlungen über den Standort abgeschlossen sind. Für die Innenstadt würde ein solches Projekt nach der Stadtgarage und den Erweiterungen in der Fußgängerzone einen weiteren Meilenstein bedeuten. Eine aktuell durchgeführte Studie hat klar ergeben, dass in Dornbirn und in der Region das Potenzial für eine Markthalle gegeben ist. Wir arbeiten konsequent an der Umsetzung und werden hoffentlich noch dieses Jahr konkrete Ergebnisse liefern können. Wie lange will und kann sich Dornbirn noch ein eigenes Krankenhaus leisten?
Diese Frage wird in dieser Form
immer wieder gestellt. Sie ist allerdings nicht richtig: Die Stadt Dornbirn betreibt als einzige Stadt im Land ein eigenes Spital, das jedoch in die Gesundheitslandschaft Vorarlbergs intensiv und vor allem konstruktiv eingebunden ist. Die Trägerschaft durch die Stadt erlaubt es uns, den Betrieb wirtschaftlich optimal zu gestalten. Mit einem eigenen Qualitätsmanagement sichern wir die äußerst hohen Standards der medizinischen Versorgung und Pflege. Würden wir das Krankenhaus nicht selber führen, können wir bei wichtigen Entscheidungen nicht mitreden und würden trotzdem mitzahlen. Sowohl für das Land als auch für die Stadt ist die aktuelle Situation die richtige und wird auch nicht angezweifelt. Das Interesse von Unternehmern sich in Dornbirn niederzulassen oder zu erweitern, ist nach wie vor groß. Gibt es überhaupt genügend gewidmete Grundstücke?
Die Stadtvertretung entscheidet über die großen Investitionen.
In den Betriebsgebieten gibt es nach wie vor gewidmete Grundstücke. Da sich die meisten davon in privater Hand befinden, ist deren Verfügbarkeit eingeschränkt. Das ist tatsächlich eine
Herausforderung für die Zukunft. Nachdem wir sowohl Betriebsgrundstücke als auch Flächen für den gemeinnützigen Wohnbau in unser Flächenmanagement eingebunden haben, sind wir in beiden Bereichen aktiv. Ich muss aber zugeben, dass es immer schwieriger wird, geeignete Flächen für die öffentliche Hand zu sichern. Eine Frage noch zum politischen Klima in Dornbirn: Ist das Regieren nach dem Verlust der absoluten Mehrheit der ÖVP schwieriger geworden?
Politische Arbeit ist immer herausfordernd. Wir sind nach der Gemeindewahl ganz bewusst keine Koalition eingegangen, weil auch in den Jahren zuvor Sachpolitik im Vordergrund stand und wir auch früher immer den Kompromiss über die Parteigrenzen hinweg gesucht haben. Der weit überwiegende Teil der Beschlüsse in der Stadtvertretung wird nach wie vor einstimmig gefasst, weil wir die Entscheidungen gemeinsam vorbereiten, unter anderem auch das Budget, das dann auch die Handschrift aller Fraktionen trägt.
INHALT Platz für neue Betriebe Seite 6 Ein Leuchtturm der Bildung Seite 11 Stadt mit Anziehungskraft Seite 14 Neue Halle vor Baustart Seite 15 Akademie für die Stadt Seite 17
IMPRESSUM Herausgeber, Medieninh aber und Hersteller: Russmedia V erlag GmbH Redaktion: Josef Hagen Texte und Fotos: Josef Hagen, Philipp Steurer, Klaus Hartinger, Roland Paulitsch, Stadt Dornbirn, Stadtarchiv Dornbirn, FH Vorarlberg Ums etzung: Yvonne Fetz Anzeigenb eratung: Georg Flatz, Tel. 05572 501-114, E-Mail: g eorg. flatz@russmedia.com
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Was zählt, sind die Menschen.
Die Volksschule Haselstauden wird komplett neu gebaut.
INVESTITIONEN IN DIE ZUKUNFT Dieses Jahr fließen 38 Millionen Euro in städtische Bauprojekte. Profitieren werden vor allem heimische Unternehmen, die mit Aufträgen rechnen können. Die gute finanzielle Situation der Stadt macht es möglich: Für 2018 sind im Budget rund 38 Millionen Euro für Hoch- und Tiefbauvorhaben reserviert, um vier Millionen Euro mehr als im vergangenen Jahr. Das sind immerhin rund 15 Prozent des Haushaltes, der mit über 288 Millionen Euro deutlich über dem Budget 2017 liegt. Diese Zahlen kommen nicht von ungefähr. Die Ertragsanteile des Bundes steigen 2018 um vier Millionen Euro an, die
PLATZ FÜR BERGRETTUNG Noch dieses Jahr erhält die Rettungszentrale in der Höchster Straße einen Zubau um rund 400.000 Euro. Profitieren wird die Bergrettung, die derzeit unter Platzmangel leidet, auch weil die Anforderungen an die Bergretter ständig steigen.
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Jahr knapp 100 Millionen Euro aus. GROSSE PROJEKTE
Im Oktober vergangenen Jahres wurde der neue Landeplatz auf dem Stadtspital fertig gestellt.
Kommunalsteuer schnellt um sechs Prozent auf 23,7 Millionen in die Höhe. Für die Stadtregierung ein deutliches Zeichen, dass wirtschaftspolitische Maßnahmen und das aktive Flächenmanagement, eine Voraussetzung für Betriebsansiedlungen Früchte tragen. SCHULDENABBAU Trotz hoher Investitionen kann der Schuldenstand um eine Million Euro reduziert werden. Derzeit liegt der Darlehens-
stand bei gut 137 Millionen Euro. Das erscheint viel, lässt sich aber begründen. Anders als andere Städte des Landes betreibt Dornbirn ein eigenes Krankenhaus und hat bislang auch auf eine Auslagerung der Pflegeheime an private Unternehmen verzichtet. Dies wirkt sich auch auf den Personalstand aus: Derzeit stehen 1845 Bedienstete auf der Lohnliste des Rathauses, allein 1102 arbeiten in den städtischen Gesundheitsbetrieben. Für Löhne und Gehälter gibt Dornbirn in diesem
Ein erheblicher Teil der Investitionsmittel fließt in das städtische Krankenhaus. Nach der Fertigstellung des Hubschrauberlandeplatzes auf dem Spitalsdach wird die Erweiterung des Operationstraktes mit Hochdruck vorangetrieben. Der Investitionsaufwand dürfte über 20 Millionen Euro betragen. Über zwölf Millionen Euro kostet der Neubau der Volksschule Haselstauden, der in diesen Tagen in Angriff genommen wird. Für 2019 ist der Spatenstich für ein neues Gebäude für die Bundespolizei beim Bahnhof vorgesehen, das die Stadt auf eigene Kosten errichtet. „Wir haben lange für dieses Projekt gekämpft und ich bin froh, dass wir nun endlich in die Umsetzung kommen können“, verteidigt Bürgermeisterin Andrea Kaufmann den tiefen Griff in die Stadtkasse, der im Sinne der Sicherheit erfolgt.
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Bevor Firmengebäude in die Höhe wachsen, muss die Stadt in Verkehrsanbindungen oder Kanal investieren.
Firmenbesuche stehen bei Bürgermeisterin Andrea Kaufmann auf der Prioritätenliste ganz oben.
PLATZ FÜR NEUE BETRIEBE
Auch das Origano Festival findet unter der Regie des Stadtmarketings auf der Freiluftbühne des Marktplatzes statt.
Bevor sich neue Unternehmen niederlassen können, muss die Stadt viele Vorleistungen erbringen, von der Kanalisation über die Wasserversorgung bis hin zur Verkehrserschließung der Betriebsgrundstücke. Dornbirn ist nach wie vor ein idealer Standort für Unternehmen aller Art, auch weil die Voraussetzungen für Neuansiedlungen oder Erweiterungen passen, angefangen von der zentralen Lage im Vierländereck bis zu den Bemühungen der Stadt, Betriebsgrundstücke zur Verfügung zu stellen. Bevor allerdings gebaut werden kann, muss die Stadt die Flächen mit Straßen, Kanälen und anderen Versorgungseinrichtungen erschließen. Die Investitionen rechnen sich, weil neue Arbeitsplätze entstehen, die das Kommunalsteueraufkommen spürbar ansteigen lassen. „Investitionen in den Straßenbau, die Kanal- und Wassererschließung haben in den letzten Jahren erst die Ansiedlung neuer Betriebe ermöglicht“, spricht der zuständige Tiefbaustadtrat Gebhard Greber von einer erfolgreichen Dornbirner Strategie zur weiteren Stärkung des Betriebsstandortes. Von den für heuer budgetierten
10,9 Millionen Euro im Bereich Tiefbau wird ein großer Teil für die Erschließung der großen Betriebsgebiete Wallenmahd und Dornbirn Nord verwendet. Für die Anbindung von Betriebsgebieten an das öffentliche Straßennetz sind für dieses Jahr rund 500.000 Euro budgetiert. GELD GUT ANGELEGT Für Bürgermeisterin Andrea Kaufmann ist das Geld für die Erschließung von Betriebsflächen gut angelegt: „Innovative Unternehmen, die neue Arbeits-
plätze schaffen, sind eine notwendige Grundlage für eine positive Stadtentwicklung.“ Eine Herausforderung für die Stadt ist die Beschaffung von geeigneten Grundstücken für neue Firmen, denn gewidmete Flächen sind längst nicht nur in Dornbirn zur Mangelware geworden, auch weil sie nicht auf dem Markt angeboten werden. Sollte sich die Möglichkeit eines Ankaufs ergeben, steht die Stadt Gewehr bei Fuß: Im Budget 2018 sind 3,5 Millionen Euro für Grundankäufe reserviert. „Aktives Flächenmanagement“
nennt man in Dornbirn die Strategie, Betriebsgrundstücke zur Verfügung zu stellen. Das geschieht unter anderem mit Baulandumlegungen, Änderungen der Flächenwidmung oder durch neue städtebauliche Konzepte. Im Norden der Stadt verfügt Dornbirn noch über entsprechende Reserven für betriebliche Bauten. Die immer wertvoller werdenden Flächen werden vorwiegend Betrieben mit großer Wertschöpfung angeboten.
Handwerkerpark Mit dem Konzept „Handwerkerpark“ wurden in Dornbirn-Nord drei Unternehmen für sie wichtige Erweiterungsmöglichkeiten eröffnet. Das dafür notwendige 4500 m² große Grundstück wurde von der Stadt zur Verfügung gestellt.
„Handwerkerpark“ - neuestes Projekt im Betriebsgebiet Dornbirn-Nord.
78 VERANSTALTUNGSTAGE Die größte Stadt des Landes ist auch Ort großer Veranstaltungen, die vorwiegend im Zentrum über die Bühne gehen. Bei 32 Festen und Märkten zieht das Stadtmarketing im Hintergrund die Fäden. Dornbirn ist längst zu einem Treffpunkt für Jung und Alt geworden. Vor allem in der warmen Jahreszeit geht es in der Innenstadt speziell an Wochenenden rund. Die Voraussetzungen für Veranstaltungen mit Tausenden Besuchern wurden mit der Fußgängerzone vor St. Martin, die inzwischen in die Eisengasse und letztes Jahr in Richtung westliche Innenstadt erweitert wurde, geschaffen. Die Organisation der meisten größeren Feste unter freiem Himmel ist seit Jahren Sache des Stadtmarketings. Letztes Jahr waren StadtmarketingChef Herbert Kaufmann und sein Team für die Durchführung von 32 Veranstaltungen, die in 78 Tagen über die Bühne gingen, verantwortlich. Renner waren unter anderem Musikveranstaltugen wie Hörbar, das Origano Festival, Silent Disco
Blick vom Karren auf eine Wirtschaftsstadt mit hoher Lebensqualität.
oder Aufmärsche der Blaskapellen. „Aber auch kulinarische Events sowie zahlreiche Märkte wie Ostermark, „Bsundrigs“, Martinimarkt oder der Christkindlemarkt werden von A bis Z hausintern organisiert“, so Kaufmann. Im Sommer dürfte der Marktplatz anlässlich der Fußballweltmeisterschaft wieder zum großen Treffpunkt der Freunde des runden Leders werden: Ab dem Viertelfinale am
Freitag, 6. Juli, werden auf einer 24 Quadratmeter großen LEDWand sämtliche Spiele gezeigt. EINKAUFSSTADT Eine weitere Kernaufgabe des Stadtmarketings ist auch die Förderung des Handels. Weitere Frequenzsteigerungen erwartet sich Kaufmann von gemeinsamen Geschäftsöffnungszeiten, die viel Verhandlungsge-
schick und Geduld erfordern, weil viele unterschiedliche Meinungen unter einen Hut zu bringen sind. Derzeit laufen Gespräche mit Geschäftsinhabern auf Hochtouren. Kaufmann: „Dabei geht es um die Erhebung, Verbesserung und Bewerbung der Kernöffnungszeiten der innerstädtischen Handelsbetriebe.“ Gut läuft inzwischen die lange Einkaufsnacht, die viele Kunden aus nah und fern in die Geschäfte bringt. Weiters unterstützt das Stadtmarketing die Digitalisierung im Handelsbereich, die immer mehr an Bedeutung gewinnt. Das Dornbirner Stadtmarketing arbeitet eng mit dem Dornbirn Tourismus zusammen. Beide Einrichtungen, die mit der Stadt in enger Beziehung stehen, haben ihre Büros in einem vor wenigen Jahren errichteten Gebäude in direkter Nachbarschaft des Kulturhauses.
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Eröffnung der neuen Fußgängerzone im Herbst vergangenen Jahres.
KEIN STILLSTAND IM ZENTRUM Auch nach der Fertigstellung der neuen Fußgängerzone westlich von St. Martin sind im Zentrum weitere Bauprojekte in Planung. Ziel ist es, die Innenstadt für die Bevölkerung noch attraktiver zu machen. Im Herbst wurde die neue Fußgängerzone in der Schulgasse eröffnet, vor wenigen Wochen fand der Spatenstich für die neue Stadtbücherei statt, weitere Projekte im Zentrum sind in Planung. Dornbirn investiert auch in Zukunft beträchtliche Mittel, um das engere und weitere Zentrum aufzuputzen. Bereits fix und fertig sind die Pläne für die Verlängerung der neuen Fußgängerzone westlich von St. Martin bis zur Realschulstraße. Gebaut wird allerdings erst dann, wenn klar ist, was mit der ehemaligen PSK-Filiale passiert, die sich in Privatbesitz befindet und alles eher als ein Schmuckstück ist. Vorgesehen ist jedenfalls
eine unterirdische Verbindung zwischen den beiden Garagen im Stadtmarkt und
dem Nahversorger Sutterlüty. „Auch zusätzliche Tiefgaragenplätze unter der Schul-
gasse sind noch ein Thema“, schließt Vizebürgermeister Martin Ruepp, zuständig für die Stadtplanung, weitere Parkmöglichkeiten im engsten Zentrum nicht aus. BEGEGNUNGSZONE
Verkehrsknotenpunkt Marktplatz im Jahr 1966.
Teile der Jahngasse von der Einmündung in die Schulgasse bis zum Stadtgarten bei der inatura sollen zu einer Begegnungszone werden. Der motorisierte Verkehr wird dabei nicht ausgeschlossen, es gilt aber in diesem Bereich generell Tempo 20, um ein gefahrloses Nebeneinander von Fußgängern und Autos zu gewährleisten. Ein erster Schritt wurde mit dem Umbau der Kreuzung beim Vereinshaus bereits getan, wei-
tere Maßnahmen sollen nächstes Jahr erfolgen. VERKEHRSFREI SEIT 30 JAHREN Nächstes Jahr sind es 30 Jahre her, dass der Marktplatz zur Fußgängerzone wurde. Voraussetzung für die Verbannung des motorisierten Verkehrs aus dem Zentrum war die neue Stadtstraße, die 1987 fertiggestellt wurde. Die Neugestaltung des Kirchenplatzes führte damals zu Diskussionen. Einige Geschäftsleute fürchteten um ihren Umsatz, andere freuten sich auf neue Kundschaft. Skepsis gab es auch wegen des Belages des Marktplatzes. Der damalige Bürgermeister Rudi Sohm ließ sich nicht beirren: Er wollte einen Platz ohne Firlefanz, der sich auch für Großveranstaltungen eignet. Er lag nicht falsch: Heute gehen dort Märkte, vom Wochenmarkt bis zum Weihnachtsmarkt, ebenso über die Bühne wie Konzerte und andere Großer-
eignisse mit vielen Besuchern. An die seit einigen Monaten fertiggestellte Erweiterung der Fußgängerzone in der westlichen Innenstadt zwischen der Kreuzung Mozartstraße bis zur Bahnhofstraße haben sich die Dornbirnerinnen und Dornbirner, aber auch viele Besucher von auswärts, gewöhnt. Eine Stolperfalle, die Anlass zu Kritik gab, wurde inzwischen durch die Installierung eines Geländers entschärft.
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Die Dornbirner Sparkasse hat eine neue Adresse bekommen: Im Zug der Erweiterung der Fußgängerzone wurde eine Fläche vor dem Geldinstitut zum „Sparkassenplatz“ umbenannt. Ein Grund war das 150-Jahr-Jubiläum der Bank.
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Das Rappenloch wurde nach dem Felssturz im Mai 2011 neu erschlossen.
Neue Aussichtsplattform am Karren im Bau. Im Mai ist Eröffnung.
Moderne Labors stehen rund um die Uhr zur Verfügung.
Im Hochschulcampus in Dornbirn gehen 1300 Studierende ein und aus.
TOURISMUS WEITER IM AUFWIND
EIN LEUCHTTURM DER BILDUNG
Mit fast 305.000 Nächtigungen zwischen November 2016 und Oktober 2017 wurde ein neuer Rekord erzielt. Die 4-SterneHäuser verzeichnen mit rund sechs Prozent Zuwachs eine besonders gute Auslastung.
Im Jahr 1994 startete in Vorarlberg der erste Fachhochschulstudiengang in Österreich. Seitdem wurde die Fachhochschule Vorarlberg erfolgreich ausgebaut und ist heute die zentrale Wissensdrehscheibe der Region.
„Die gute Grundauslastung im Geschäftstourismus und die weiterhin starke Nachfrage nach Seminaren und Tagungen ist ausschlaggebend für diese positive Entwicklung“, sagt Klaus Lingg von Dornbirn Tourismus. Der Trend nach oben ist auch
NEUER AUSSICHTSPUNKT Nach der Karrenkante bei der Bergstation errichtet die Dornbirner Seilbahngesellschaft unterhalb der Bergstation direkt an der Felskante eine Kanzel mit Sicht auf das untere Rheintal und die Schweizer Berge. Im Mai wird der Aussichtspunkt eröffnet.
neuen Investoren im Bereich Hotellerie nicht entgangen. Das neueste Projekt ist der Bau eines 50-Zimmer-Hauses direkt beim Dornbirner Bahnhof. Die Weichen wurden von der Stadt mit der Erlassung eines Bebauungsplanes in der F.M. Felder-Straße bereits gestellt. Erst im Mai 2017 hat in derselben Straße der neue „Katharinenhof“ eröffnet. „Auch das Hotel Krone plant einen neuen Bettentrakt mit 48 Zimmern“, freut sich Lingg über einen weiteren Zuwachs an Betten der gehobenen Kategorie. Denn die besten Chancen auf volle Häuser haben jene Beherbergungsbetriebe, die auf gehobene Ausstattung setzen. „Der hohe Standard des Angebotes und die Dienstleistungsqualität der Dornbirner Betriebe werden von den Gästen sehr ge-
schätzt“, kennt der Tourismuschef die Wünsche der Kundschaft. Vom immer größer werdenden Kuchen wollen sich auch große Ketten ein Stück sichern, stellt Vizebürgermeister Martin Ruepp fest: „Internationale Betreiber sind bereits mit der Stadt in Kontakt getreten, konkrete Standorte für neue Hotels gibt es aber noch keine.“ ÜBER 1000 4-STERNE-BETTEN „Erfreulich ist die konstante Auslastung unserer Beherbergungsbetriebe, die in den vergangenen Jahren in den Ausbau und die Qualitätssicherung investiert haben“, ist Bürgermeisterin Andrea Kaufmann mit der Entwicklung des Tourismus, dem dritten Standbein der Dornbirner Wirtschaft, zufrieden. Aktuell verfügt Dornbirn
über 1050 Betten der 4-Sterne-Kategorie, bis in ein oder zwei Jahren könnten es deutlich mehr werden. Über 4000 der 304.700 Nächtigungen gehen auf das Konto des Campingplatzes Enz. Nach der geplanten Sanierung sollen in Zukunft jährlich 10.000 Camper dort ihre Zelte aufschlagen oder Wohnwagen aufstellen. Diese Gäste sind vorwiegend Urlauber, die in Dornbirn Erholung suchen. An Ausflugszielen fehlt es in der Gartenstadt nicht. Die größte Attraktion ist die Rappenlochschlucht, die Jahr für Jahr von rund 200.000 Wanderern besucht wird. Auch die Karrenseilbahn verzeichnet steigende Fahrgastzahlen. Mit rund 100.000 Besuchern sehen lassen kann sich die Bilanz der inatura.
Im Hochschulcampus in Dornbirn finden mittlerweile rund 1300 Studierende optimale Studienbedingungen vor. In den Bereichen Wirtschaft, Technik, Gestaltung sowie Soziales & Gesundheit werden an der FH Vorarlberg ab diesem Herbst zwölf Bachelor- und zehn Masterstudienprogramme angeboten. Neben Vollzeitstudierenden haben Berufstätige die Möglichkeit, ein berufsbegleitendes Studium zu absolvieren. Fast die Hälfte der Studierenden nutzt dieses Angebot. Sie studieren in kleinen Gruppen und kennen ihre Mitstudierenden. INTERNATIONAL AUSGERICHTET Internationale Erfahrungen und interkulturelle Kompetenzen werden am Arbeitsmarkt immer wichtiger. Die FH Vorarlberg ist international bestens vernetzt und kooperiert weltweit mit 114
Partnerhochschulen. Inzwischen studieren durchschnittlich 48 Prozent der Vollzeit-Bachelorstudierenden der FH Vorarlberg für ein Semester an einer Partnerhochschule im Ausland. Mit dieser hohen Mobilitätsquote belegt die FH Vorarlberg nicht nur österreichweit, sondern auch international einen absoluten Spitzenplatz.
Stefan Fitz-Rankl, Geschäftsführer der FH Vorarlberg. Als eine der forschungsstärksten Fachhochschulen Österreichs sind außerdem Studium und Forschung eng miteinander verknüpft. Schon während des Studiums wird in den Lehrveranstaltungen der Zugang zu Forschung und Entwicklung unterstützt.
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Am Wirtschaftsstandort Vorarlberg bieten viele international bekannte Unternehmen den Absolventinnen und Absolventen attraktive Jobs und Karrierechancen. „Davon profitieren unsere Studierenden. Schon während des Studiums knüpfen sie über Projektarbeiten und über das Berufspraktikum Kontakte zu diesen Unternehmen. Das sichert ihnen ausgezeichnete Jobperspektiven“, weiß
Die FH Vorarlberg erweitert ihr Angebot an Studiengängen: Im Herbst 2018 startet das neue Bachelorstudium „Gesundheits- und Krankenpflege“. Theorie und Praxis sind in diesem neuen Studium eng miteinander verbunden. Rund 50 Prozent sind als praktische Ausbildung in Gesundheitseinrichtungen vorgesehen. Pro Semester machen die Studierenden deshalb mindestens ein
Berufspraktikum. Ebenfalls neu im Programm der betriebswirtschaftlichen Masterstudiengänge sind ab Herbst die Studienprogramme „Human Resources and Organisation“ und „International Management and Leadership“.
ORT DER FORSCHUNG Rund 60 Prozent der Forschungsobjekte an der FH werden im Auftrag und in Zusammenarbeit mit regionalen Partnern durchgeführt. Fünf Forschungszentren und zwei „Josef-ResselZentren" betreiben angewandte Forschung und experimentelle Entwicklung.
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20 JAHRE STANDORT- UND GRÜNDERZENTRUM Eine der wichtigsten Aufgaben des Standort- und Gründerzentrums, das nunmehr sei zwei Jahrzehnten besteht, ist die Beratung und Betreuung von Unternehmen, die
Im Stadtteil Kastenlangen stellt die Stadt Baugründe für „Stadtwohnungen“ zur Verfügung.
Privater und gemeinnütziger Wohnungsbau wird in größeren Anlagen immer öfter Realität.
200 NEUE WOHNUNGEN BIS 2019 Bevölkerungszuwachs macht Wohnraum in Dornbirn zusehends knapper. Um lange Wartelisten abzubauen, fördert die Stadt den gemeinnützigen Wohnungsbau, indem sie Grundstücke zur Verfügung stellt. An allen Ecken und Enden der Stadt wird gebaut, denn die Nachfrage nach Wohnraum ist nach wie vor groß. Entsprechend hoch sind die Preise für Eigentum. Deshalb
„SICHERES VERMIETEN“ Im Bereich „Leerstandsmanagement“ wird das Projekt „Sicheres Vermieten“ mit den Partnern Land, Vogewosi und Eigentümervereinigung fortgesetzt. Das Modell ist bisher auf die Stadt Dornbirn beschränkt. Zumindest zehn Wohnungen konnten bisher auf den Markt gebracht werden, gefördert werden.
sind gemeinnützige Wohnungen, die erschwinglich sind, besonders gefragt. Das zeigt die lange Liste der Wohnungssuchenden in der Stadt: Sie umfasst rund 1000 Interessenten, darunter befinden sich 300 dringende Fälle. „Leistbares Wohnen für unsere Bevölkerung gehört zu den wichtigsten und größten Herausforderungen in unserer Stadt“, kündigt Bürgermeisterin Andrea Kaufmann verstärkte Bemühungen zur Linderung der Wohnungsnot an. Eine Möglichkeit ist, städtische Grundstücke gemeinnützigen Wohnbaugesellschaften zur Verfügung zu stellen. Und davon macht die Stadt regen Gebrauch: Auf einem eigenen Grundstück in Kastenlangen entstehen 65 Wohnungen, die nächstes Jahr bezogen werden sollen.
Auf einer benachbarten Liegenschaft sind weitere 20 bis 25 Einheiten vorgesehen. Weitere Standorte gemeinnütziger Bauträger sind in Vorbereitung. In Stiglingen stellt die Stadt der Alpenländischen Heimstätte ein rund 1800 m² großes Grundstück für gemeinnützigen Wohnbau zur Verfügung. Im Froschweg plant die Pfarre gemeinsam mit der Wohnbauselbsthilfe die Errichtung von neuen Wohneinheiten. „In den kommenden zwei Jahren werden damit mehr als 200 neue gemeinnützige Wohnungen zusätzlich zur Verfügung stehen“, hofft die Stadtchefin, den Run auf „Stadtwohnungen“ etwas besser in den Griff zu bekommen. Bei größeren Projekten ist eine gewisse Durchmischung von Eigentum und Mi-
etobjekten auf ein und demselben Grundstück durchaus erwünscht. PERSONALWOHNUNGEN Dornbirn vergisst auch die eigenen Angestellten nicht: An der Hinteren Achmühlerstraße werden nächstes Jahr vier neue Wohnhäuser mit insgesamt 73 Wohneinheiten als Startwohnungen für städtische Bedienstete, vor allem für das Personal der Gesundheitsbetriebe gebaut. Damit sollen Engpässe bei der Besetzung von Arbeitsstellen im Stadtspital und in den beiden Pflegeheimen vermieden werden. Die bestehenden alten Gebäude werden abgebrochen. Entsprechende Beschlüsse hat die Stadtvertretung in ihrer jüngsten Sitzung gefasst.
stattfindenden KMU-Treffen, die immer gut besucht sind. Bewährt hat sich auch der „Business Göte“: Erfolgreiche und erfahrene Unternehmer stehen jungen Unterneh-
Wir begleiten Jungunternehmer bei der Betriebsgründung, aber auch Firmen, die sich in Dornbirn ansiedeln wollen.
RECHT FÜR DIE WIRTSCHAFT www.twp.at
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in Dornbirn erweitern wollen oder in der Stadt einen neuen Standort suchen. Die Einrichtung ist aber auch Anlaufstelle für junge Leute, die den Schritt in die Selbstständigkeit wagen. Geschäftsführer Marco Fehr: „Als Servicestelle helfen wir bei der Erstellung von Businessplänen, bei Kosten-, Marketingund Finanzierungsfragen sowie bei der Abwicklung bürokratischer Formalitäten wie Gewerbeanmeldung.“ Das Standortzentrum steht Unternehmen bei der Suche nach Lehrlingen zur Seite. Dafür wurde extra eine Lehrlingsbörse ins Leben gerufen. Das Angebot wird gerne angenommen, denn nicht alle kleinen Firmen haben oftmals die finanziellen Möglichkeiten, kostenintensive Werbekampagnen durchzuführen. Umso mehr sind sie interessiert, eine hochwertige Ausbildung anzubieten. Auf dem Programm des Standortzentrums stehen auch die mehrmals im Jahr
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STADT MIT ANZIEHUNGSKRAFT
NEUE HALLE VOR BAUSTART
Die größte Stadt des Landes wächst und wächst. Im kommenden Jahr knackt Dornbirn aller Voraussicht nach die 50.000-Einwohner-Marke. Und das ist sicher noch nicht das Ende der Fahnenstange.
Auch nach der Fertigstellung der neuen Hallen auf der Westachse des Messegeländes geht der Bauboom weiter: Anstelle der alten Halle 5 wächst in den nächsten Monaten ein moderner Neubau in die Höhe.
Mit Stichtag 1. Dezember 2017 verzeichnete das Meldeamt exakt 49.244 Einwohnerinnen und Einwohner aus insgesamt 116 Nationen. Das bedeutet, dass sich die Bevölkerung seit 1901, dem Jahr der Stadterhebung, fast vervierfacht hat. Flächenmäßig ist Dornbirn die nur drittgrößte Gemeinde des Landes. Die Nase vorn hat die Stadt allerdings bei den Einwohnern. Und es werden immer mehr: Wenn der Zuwachs weiterhin so anhält, wird Mitte 2019 die 50.000-Einwohnermarke überschritten. Verantwortlich für das Bevölkerungswachstum ist unter anderem die florierende Wirtschaft, verbunden mit einem großen Angebot an Jobs in allen Wirtschaftsbereichen, von der Industrie über den Handel bis zum Dienstleistungssektor. Vor gut 400 Jahren lebten rund 2000 Menschen in Dornbirn, 170 Jahre später waren es be-
punktet aber nicht nur mit Arbeitsplätzen, sondern mit einer hohen Lebensqualität, angefangen von einer vielfältigen Naturlandschaft über ein großes kulturelles Angebot bis zu unzähligen Sportmöglichkeiten. 490 FLÜCHTLINGE
Um 1900 zählte Dornbirn 13.000 Einwohner.
reits doppelt so viele. Mit dem Beginn der Industrialisierung ging es rasch nach oben: 1869 zählte das damals größte Dorf der Monarchie bereits 8700 Einwohner. 1901, im Jahr der Stadterhebung, waren es bereits über 13.000. Ein Grund
für die stetige Zunahme war vor 100 und mehr Jahren die Zuwanderung. Damals waren es vor allem Menschen aus der Monarchie, die Arbeit suchten und auch fanden. Für die meisten von ihnen wurde Dornbirn zur zweiten Heimat. Dornbirn
In Dornbirn haben vor allem in den letzten beiden Jahren Flüchtlinge eine Zuflucht gefunden. Rund 110 Personen, die im Zuge der Flüchtlingswelle in Dornbirn untergebracht wurden, haben das Bleiberecht erhalten. Die Gesamtzahl der Flüchtlinge mit Bleiberecht liegt derzeit bei rund 490. Bürgermeisterin Andrea Kaufmann legt Wert darauf, dass sich diese Menschen in der Gesellschaft schnell zurechtfinden. Sie verweist unter anderem auf die Koordinationsstelle „Hand in Hand mit Flüchtlingen in Dornbirn“, die sich um Freizeitangebote und Sprachkurse bemüht. Dieses Jahr sollen Menschen mit Fluchterfahrung, die sich bereits gut eingelebt haben, als Brückenbauer gewonnen werden.
E5 PROGRAMM Im Rahmen des e5 Programmes setzt Dornbirn konkrete Projekte aus den Bereichen Mobilität, Raumplanung, Energie, Materialwirtschaft oder Wirtschaft um. Für dieses Engagement könnte es bald die höchste Auszeichnung mit fünf „e“ geben. 2019 brennen die Lichter erstmals für 50.000 Menschen.
Die Mehrzweckhalle, die neben der Messe auch dem Turnsportzentrum und dem Badmintonverband zur Verfügung steht, soll bis zur Weltgymnaestrada 2019 fertig sein. Die Baukosten belaufen sich auf rund 12 Millionen Euro, fast zwei Drittel davon übernimmt das Land. Ursprünglich wurde eine Sanierung der 40 Jahre alten Halle ins Auge gefasst. Dann entschieden sich Stadt und Land auch aus wirtschaftlichen Gründen doch für einen Neubau. SPORT AM MESSESTANDORT Mit dem Neubau der auf der ostseitigen „Sportachse“ der Messe Dornbirn gelegenen Halle 5 wird die sportliche Infrastruktur in Dornbirn weiter verbessert. Profitieren werden vor allem zwei Vereine: Eine neue Bleibe bekommen das 2007 gegründete „Turnsportzentrum“ und der BadmintonVerband. Die neue Halle gliedert sich in zwei wesentliche Bereiche, und zwar in eine Halle in Massivbauweise auf der einen Seite und einem Servicebereich mit Erschließungstrakt und Nebenräumen auf der an-
Durch das Foyer sollen 2019 auch die Turnerinnen und Turner der Gymnaestrada ein- und ausgehen.
deren Seite. In der barrierefreien Foyerzone ist Platz für Technikräume, Sanitärbereiche und einen Kiosk. Drei Innenhöfe sind bei den Übergängen zwischen den Hallen 4 und 5 situiert und sollen das Foyer aufwerten, sodass es auch als eigener Veranstaltungsbereich in Betracht gezogen werden kann. Die neue Halle ist als multi-
funktionale Halle mit dem Schwerpunkt Sport ausgelegt. Die Hallenbereiche für den Badmintonsport und das Turnsportzentrum werden durch einen mobilen Trennwandvorhang getrennt. Aufgrund der Anforderung der Messe und des Sports für ein blendungsfreies Licht in der Halle ist keine Belichtung mit Tageslicht vorgesehen. Zwei
WELTGYMNAESTRADA 2019 Die Vorbereitungen für das große Turnfest, das in zwei Jahren zum zweiten Mal in Dornbirn über die Bühne geht, laufen auf Hochtouren. Erwartet werden rund 20.000 Turnerinnen und Turner aus über 50 Nationen. Anstelle der alten Halle 5 wird eine moderne Mehrzweckhalle errichtet.
Treppenzugänge führen ins Obergeschoß. Hier befinden sich die Nebenräume zu den Sporthallen wie die Umkleiden und Räumlichkeiten für die Betreuer sowie die Technik. Im Obergeschoß befindet sich auch eine Galerie mit zwei Stehplatzreihen für circa 300 Personen. Durch den Neubau wurde die Größe der bestehenden Ausstellungsflächen für die Messe nicht verändert. Die Maximalbelegung der Halle im Messebetrieb oder bei anderen Veranstaltungen ist auf 1000 Personen ausgelegt. Für Bürgermeisterin Andrea Kaufmann bedeutet der Neubau der Halle 5 nicht nur eine Verbesserung der Messe-Infrastruktur, sondern auch eine notwendige Investition in den Sport: „Mit diesem Projekt können wir dem Turnsportzentrum mit seinen rund 350 aktiven Turnerinnen und Turnern sowie dem Badmintonverband eine neue Heimstätte bieten.“
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Mitarbeiterstab, der kürzlich ins Leben gerufenen „Dornbirn Akademie“. Die Uferdämme der Dornbirner Ache befinden sich unter genauer Beobachtung.
Am Fuße des Zanzenberges wurde mit den Vorbereitungen für die Tunnelbohrung begonnen.
MILLIONEN FÜR HOCHWASSERSCHUTZ Um gegen drohende Überschwemmungen gewappnet zu sein, investiert die Stadt enorme Summen in die Hochwassersicherheit. Das spektakulärste Projekt ist ein Entlastungsstollen durch den Zanzenberg. Mit dem Bau wurde nun begonnen. Der 470 Meter lange Stollen durch den Zanzenberg ist eines der größten Bauprojekte im Bereich Hochwasserschutz, das in Dornbirn in den letzten Jahren umgesetzt wurde. Nach langer Planungszeit können nun die Bohrmaschi-
DIGITALES PARKSYSTEM Mit dem digitalen Parksystem können Parktickets per App, Web, SMS oder per Anruf im Servicecenter gelöst werden. Ein Ticket im Auto braucht es dann nicht mehr, das Fahrzeug wird über das Kennzeichen identifiziert. 500 Nutzer sind in Dornbirn bereits registriert.
nen in Gang gesetzt werden. Teile des rund 6,4 Millionen Euro teuren Projektes sind auch ein unterirdischer Abfluss vom Stollenausgang am Fuße des Zanzenberges bis zur Dornbirner Ache sowie ein Fassungsbauwerk im Steinebach, ein so genanntes „Tiroler Wehr“. Mit dieser außergewöhnlichen Hochwasserschutzmaßnahme wird die Überflutungsgefahr am Unterlauf des Fischbachs deutlich reduziert, weil weiter oben, in der Parzelle Steinebach, im Ernstfall bis zu 20 Kubikmeter Wasser pro Sekunde in Richtung Ache abgeleitet werden können. Diese hydraulische Entlastung führt zu einer Reduktion der Hochwasserwelle im Fischbach und somit zu einer Verbesserung der derzeitigen Abflusssituation durch
Dornbirner Gemeindegebiet. Konkret soll die Hochwassergefahr in den Stadtteilen Fischbach und Wieden um rund 50 Prozent verringert werden. SICHERHEIT FÜR BETRIEBE Seit Jahren folgt in Dornbirn ein Hochwasserschutzprojekt dem anderen. Eines der wichtigsten war die Verbauung des Fallbachs im Süden der Stadt. Sie war die Voraussetzung für die Ansiedlung von Großbetrieben wie Ölz, Blum oder Elektro Graf. Ständig im Blick der Flussbauer sind die Ufermauern der Dornbirner Ache, die seit Jahren Schritt für Schritt verstärkt werden. Für 2018 sind dafür rund 300.000 Euro vorgesehen. Für das Hochwasserschutzprojekt Haselstauderbach sind die Pla-
nungskosten im Budget enthalten. ZEIT DRÄNGT „Wir müssen rasch die wichtigsten Maßnahmen umsetzen“, macht der zuständige Tiefbaustadtrat Druck. Er rechnet damit, dass durch den Klimawandel Hochwasserereignisse häufiger auftreten und heftiger ausfallen werden. Um auch gegen Großereignisse gewappnet zu sein, will die Stadt mindestens 15 Millionen Euro für weitere Verbauungen in die Hand nehmen. Von Bürgermeisterin Andrea Kaufmann gibt es die notwendige Unterstützung: „Gerade die vergangenen Jahre haben gezeigt, dass solche Projekte Hochwasserereignisse wesentlich entschärfen können.“
AKADEMIE FÜR DIE STADT Eine neue Weiterbildungsstätte für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadt Dornbirn, die „Dornbirn Akademie“, soll das Wissensmanagement der Stadt sichern und weiter ausbauen. Das Projekt wurde in diesen Tagen gestartet. Bei der Stadt Dornbirn sind Fachleute aus den verschiedensten Bereichen, vom Förster bis zur Reinigungskraft, angestellt. Insgesamt gibt es rund 100 verschiedene Berufsbilder. Dazu gehören beispielsweise Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Pflegeberufen, der Musikschule, der Verwaltung, im Kindergarten, im ITBereich, in der Küche, im Standesamt, in der Stadtgärtnerei, der Straßenmeisterei. Auch Ärzte, Architekten, Juristen und diverse Beauftragte im Bereich Katastrophenschutz, Datenschutz, Brandschutz sowie Sicherheit stehen im Dienst der Stadt. Für ihre Weiterbildung wurde nun die „Dornbirn Akademie“ ins Leben gerufen. Dabei stellen neben externen Experten vor allem die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als Fachexperten ihr „Know-how“ in Schu-
lungen zur Verfügung. Für Bürgermeisterin Andrea Kaufmann geht es dabei um eine weitere Verbesserung der ohnedies schon guten Qualität
Mitarbeitern zur Verfügung.“ Gestartet wird mit 24 internen Trainerinnen und Trainern. Mit der neuen „Dornbirn Akademie“ wird innerhalb der
Mit der Dornbirn Akademie sind wir in der Lage, das persönliche und individuelle Wissen innerhalb der Stadt zu sichern.
erwartet sich Bürgermeisterin Andrea Kaufmann einen Qualitätsschub in allen Büros und anderen städtischen Einrichtungen. Angenehmer Nebeneffekt der Akademie: Neben der Verbesserung der internen Strukturen ist der Einsatz eigener Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die Fort- und Weiterbildung zudem auch kostengünstig.
Bürgermeisterin Andrea Kaufmann
START MIT ZEHN KURSEN der diversen Dienstleistungen, die das Rathaus anbietet: „Die Verwaltung unserer Stadt ist fachlich bestens qualifiziert und in den mehr als 100 Fachbereichen, die eine Stadt an Dienstleistungen zu bieten hat, gut aufgestellt. Mit dem neuen, internen Bildungsprogramm sichern wir dieses Wissen und stellen es auch anderen Mitarbeiterinnen und
Rathausorganisation ein Rahmen geschaffen, der allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die Möglichkeit gibt, sich neues Wissen anzueignen oder Erfahrungen an die Kollegenschaft weiterzugeben. „Damit sind wir in der Lage, dieses persönliche und individuelle Wissen innerhalb der Stadt zu sichern und kollektives Wissen aufzubauen“,
In den vergangenen Monaten wurden die Strukturen für die „Dornbirn Akademie“ aufgebaut, die Fachexperten für ihren Einsatz als Trainerinnen und Trainer vorbereitet und erste Inhalte ausgearbeitet. Zehn Kurse stehen ab sofort zur Verfügung, weitere sind in Ausarbeitung und die Wissenslandkarte wird sukzessive erweitert.
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Das „Ohr“ der Stadt in der Wirtschaft In Dornbirn sind (Jung-) Unternehmer nicht nur herzlich willkommen, sondern werden auch bestens bedient. Das Standort- und Gründerzentrum berät und betreut bei der Gründung und Ansiedlung von Unternehmen in Dornbirn. Am Beispiel des Standort- und Gründerzentrums Dornbirn wird deutlich, dass Wirtschaftsförderung nicht nur „Bares“ bedeuten muss, sondern auch umfassende Gründungsberatung, rasche Behördenverfahren, Bereitstellung von Betriebsgründen etc. beinhalten kann. Die Servicestelle ist auf mehreren Ebenen tätig und richtet sich gleichermaßen an Jungunternehmer, Neuansiedler und bereits ansässige Unternehmen. Dornbirner Spielboden punktet mit einem breiten kulturellen Angebot.
Bürgermeisterin Andrea Kaufmann und Projektleiterin Bettina Steindl warten gespannt auf die Entscheidung der Europäischen Kommission.
EINE STADT DER KULTUR um die begehrte Auszeichnung zu gehen. GRENZENLOSES EUROPA Zu verstecken braucht sich Dornbirn vor bekannten Städten, die sich wahrscheinlich auch bewerben, nicht, denn die Stadt und ihre Mitstreiter punkten mit einem
rund 80 Vertreterinnen und Vertretern diverser Vereine und Kulturanbieter wurde jedenfalls eines deutlich: Alle ziehen an einem Strang und werden sich aktiv an der Erstellung der Bewerbungsunterlagen beteiligen. Auch Projektleiterin Bettina Steindl rechnet sich gute Chancen aus: „Die Region im
Die Region im Vierländereck ist geradezu prädestiniert, ein grenzenloses Europa sichtbar zu machen. Bettina Steindl, Projektleiterin Kulturhauptstadt 2024
breiten kulturellen Angebot, das mit der wirtschaftlichen Entwicklung der Region einher geht. Beim großen Kulturempfang der Stadt mit
Vierländereck ist geradezu prädestiniert dafür, ein grenzenloses Europa sichtbar zu machen, beziehungsweise aufzuzeigen, wie wir Grenzen
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A-6850 Dornbirn • T 05572/55 377 • standort@dornbirn.at
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Dornbirn verfügt über eine Kulturszene, die vor allem durch ihre Vielfalt bekannt ist. Vereine gehören ebenso dazu wie diverse Kulturveranstalter. Für die Stadt Dornbirn Grund genug, sich der Wahl zur Europäischen Kulturhauptstadt 2024 zu stellen. Allein geht Dornbirn nicht ins Rennen. Mit dabei sind auch Hohenems, Feldkirch sowie die Region Bregenzerwald. Gemeinsam könnte man es schaffen, ist Bürgermeisterin Andrea Kaufmann guter Dinge, dass die Europäische Kommission den Bewerbern aus dem Ländle den Vorzug gibt. Die Entscheidung fällt Ende 2019. Auf gut Glück tritt man jedenfalls nicht an: Die Kulturschaffenden der Region haben im Rahmen vieler Veranstaltungen und Gespräche die Weichen für eine fundierte Bewerbung, die sich sehen lassen kann, gestellt. „Der Prozess der Bewerbung ist auch ein wesentlicher Impuls für die kulturelle und gesellschaftliche Entwicklung der Region“, begründet die Stadtchefin die Entscheidung, ins Rennen
Die Servicestelle unterstützt Wirtschaftstreibende konkret durch: • Kostenlose Beratung in der Vorphase von Unternehmensgründungen und
Ansiedlungen in Dornbirn • Individuelle Gründungsberatung und Unterstützung bei Businessplänen, Kosten-, Marketing- oder Finanzierungsfragen • Koordination von Behörden, Ämtern und Institutionen • Unterstützung bei der Suche nach Büroräumlichkeiten, Gewerbeflächen und Grundstücken
gemeinsam überwinden können.“ Unterstützung für die Bewerbung haben auch zahlreiche Städte in Österreich, Deutschland, der Schweiz und Liechtenstein zugesagt. Rückendeckung gibt es auch von der Stadtvertretung, die einstimmig grünes Licht für die Bewerbung gab. Stadtrat Gebhard Greber würde sich mehr Unterstützung durch das Land wünschen: „Bisher vermisse ich das Engagement des Landeshauptmannes.“ Anlässlich des Europatages im Mai wird das Projekt einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt. Sollten die Bewerber aus dem Ländle nicht zum Zug kommen, ist nichts verloren, sagt Kaufmann. Dann habe man zumindest neue Weichen für die Zukunft gestellt.
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