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Juni 2012/5. Ausgabe

DER VORARLBERGER IMMOBILIEN-MARKT

VORARLBERGER NACHRICHTEN


Zeit f端r Sonnenstunden Urlaubsgef端hle auf der eigenen Terrasse.


DIENSTAG, 12. JUNI 2012

DER VORARLBERGER IMMOBILIEN-MARKT

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Juni 2012/5. Ausgabe

DER VORARLBERGER IMMOBILIEN-MARKT

VORARLBERGER NACHRICHTEN

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in sicherer Hafen. Die globale Wirtschaft wird immer unwägbarer, Krisenmeldungen verunsichern und Stabilität gewinnt zusehends an Bedeutung. Die eigenen vier Wände bieten nebst Geborgenheit auch Sicherheit. Wer ein Grundstück, ein Haus oder eine Wohnung sein Eigen nennt, weiß auch seine nächste Generation gut versorgt. Der Run auf Grund und Boden und Immobilien – neue wie gebrauchte – ist in Vorarlberg ungebrochen hoch. Stabile Werte brauchen seriöse Vermittler. In der vorliegenden Ausgabe stellen wir die Maklerausbildung, die bereits mit einer Lehrausbildung starten kann, vor. Grundstücksknappheit fördert die Kreativität. Ein Beispiel, wie auf kleinstem Raum ein vollwertiges Einfamilienhaus entstand, präsentieren wir ebenso wie Textilfassaden, die mittlerweile in 10 verschiedenen Farben erhältlich und für Jahrzehnte buchstäblich niet- und nagelfest sind.

Betongold vermittelt Sicherheit Immobiliensteuer-Auswirkungen geringer als erwartet. IMMOBILIEN-TREND. Wohnungseigentum gewinnt als Anlage weiterhin an Wert. Immobilien werden angesichts der Weltmarktturbulenzen stärker als je zuvor als sicherer Hafen betrachtet. Die Flucht in Sachwerte liegt auf der Hand. Ein Investment in die mit den Begriffen Zement- oder Betongold bezeichneten Objekte wird für immer mehr Menschen in Vorarlberg zum Wunschziel. Die Vorarlberger Bauwirtschaft zeigt sich – zumindest was den Hochbau betrifft – zufrieden. Die Wohnbau-, und Energieförderung der Vorarlberger Landes-

zahlen steigen – die Statistik Austria rechnet mit einem Wachstum auf 9 Millionen österreichische Einwohner bis zum Jahr 2030. Alleine am Top-Standort Vorarlberg ist laut Wiener Zukunftsinstitut bis 2030 ein Bevölkerungswachstum von rund 40.000 Personen zu erwarten und mit einer erhöhten Nachfrage an Mietwohnungen zu rechnen. Wien, Salzburg und Vorarlberg sind zudem die „teuersten Pflaster“ Österreichs und die Preise sind im Vorjahr in allen Kategorien deutlich über der Inflationsrate von 3,3% gestiegen. Ein Trost: Mietwohnungen verteuerten sich weniger stark als Kaufobjekte.

Trotz der neuer Immobiliensteuer sind Investments in Immobilien enorm gefragt. Anleger-Wohnungen punkten mit Lage und Ausstattung. Als Eigentum bevorzugt werden nachhaltige Objekte, die geringe Betriebskosten garantieren. Vorarlbergs Bauträger stehen hierfür als professionelle Partner mit viel Kompetenz in Sachen Qualität und Ökologie zur Verfügung. Ein Überblick über aktuelle ImmobilienRichtwerte findet sich ebenfalls in dieser Ausgabe. Und wer sein neues Heim, ob gemietet oder gekauft, massiv gebaut oder aus heimeligem Holz, endlich bezieht, freut sich über schönes Interieur – z. B. vom Designklassiker Verner Panton. Denn „Homing“ hat als Trend das Cocooning abgelöst. Man zeigt wieder, was man hat, und lädt Freunde und Verwandte ein. Wer allerdings Lust auf einen Tapetenwechsel hat und dies mit Einnahmen verbinden will, für den sind Ferienimmobilien an der türkischen Mittelmeerküste eine interessante Option!

Ihr Redaktions-Team

Herausforderung für Private Wobei es der private Häuslebauer auf seiner Suche nach dem Traumgrundstück 2012 nicht leicht hat. Brancheninsider berichten, dass nicht nur Wohnbauträger, sondern auch Vorarlberger Unternehmerfamilien ihre Gewinne teils vermehrt in Grundstücken anlegen. Grundstücksbesitzer finden leichter denn je Abnehmer – sofern sie überhaupt willens sind, sich von diesen stabilen Werten zu lösen. Denn ohne Notwendigkeit trennt sich der Vorarlberger Eigentümer nicht von Grund und Boden, wie Makler seufzend berichten. Die Entwicklung am Grundstücksmarkt wird daher einerseits mit Sorge, andererseits mit großer Spannung beobachtet. Auswirkungen der Steuer

regierung spielt als Wirtschaftsmotor hiebei eine entsprechende Rolle. Thomas Peter, Geschäftsführer Bauinnung und Fachgruppe Immobilien: „Der Wohnbau ist derzeit eine wichtige Stütze der Vorarlberger Baukonjunktur.“ Wohnraum stark nachgefragt

IMPRESSUM Verleger (Medieninhaber) und Hersteller: Vorarlberger Graphische Anstalt Eugen Russ & Co., Gutenbergstraße 1, 6858 Schwarzach. Redaktion: Andrea Fritz-Pinggera. Titelbild: Philipp Steurer/ VN. Fotos: Shutterstock, Philipp Steurer, Alina Sonea, Treppenmeister, Vitra. Umsetzung: Susanne Hofer. Anzeigenberatung: Vorarlberger Medienhaus, 6858 Schwarzach, Gutenbergstraße 1, Tel. 05572 501-195, Fax 05572 501-195. Erscheinungsdatum: 12. Juni 2012

eine oder andere Grund(filet) stück sichern und haben für ihre nächsten Wohnbauprojekte bestens vorgesorgt.

Die Nachfrage nach Wohnraum ist aufgrund gesellschaftlicher Entwicklungen – Scheidungen und Singledasein – sowie durch Zuzug und die demographische Entwicklung weiterhin wachsend: Die Bevölkerungs- und Haushalts-

Angespannter Grundstücksmarkt Der Grundstücksmarkt ist in den vergangenen Monaten kurzfristig überraschend in Bewegung geraten. Der Markt wird von Experten als „trocken“ bezeichnet, doch angesichts der Einführung der neuen Immobiliensteuer fanden noch diesen März durch Anbieter, die keine finanziellen Einbussen in Form der neuen Steuer akzeptieren wollten, überraschende Grundstücksverkäufe statt. Verschiedene Bauträger konnten sich noch so das

Die Auswirkungen der mit 1. April 2012 eingeführten Immobiliensteuer sind noch nicht realistisch zu bewerten. Grundsätzlich wird mit einer weiteren Verteuerung des Wohnens gerechnet. Direkte Auswirkungen auf den Anleger-Wohnungsmarkt sind derzeit nicht zu verzeichnen. Fachgruppenobmann Elmar Hagen: Möglich wäre, dass manche Eigentümer in Zukunft auf den Vorsteuerabzug verzichten werden, dafür aber die Mieteinnahmen ohne Umsatzsteuer verrechnen“. Branchenkenner erwarten daher eine unverändert hohe Nachfrage bei einem allgemein stabilen Preisniveau, das aber in den Städten tendenziell eher steigen wird. Wer beim Wohnungskauf auf fallende Preise setzt, wird mit Sicherheit noch länger warten müssen.


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Immobilieninvestment rechnet sich Trotz der neuen steuerlichen Regelungen auf dem österreichischen Immobilienmarkt rechnet sich die Anlage in Immobilien. ATTRAKTIV. Die aktuelle Lage ist bekannt: Die zehnjährige Spekulationsfrist bei Immobilienverkäufen wurde gestrichen, dafür wird künftig ein einheitlich niedrigerer Steuersatz von 25% auf alle Veräußerungsgewinne fällig. Damit werden sämtliche Gewinne aus Immobiliengeschäften besteuert, auch Gewinne, die durch die Umwidmung von Grundstücken entstehen („Umwidmungsabgabe“). „Interessante Anleger-Wohnungen in qualitativ hochwertiger Ausführung, mit viel Freiraum für die Bewohner in der WA Feldmoos. Die zentrale Lage ermöglicht ein entspanntes, praktisches Wohnen.“ Franz Pircher, Immobilienfachberater Rhomberg Bau

Vernunft nach Verunsicherung Aus Sicht von Herwig Ganahl, Geschäftsführer der s Real Vorarlberg werden sich die Auswirkungen der Immobiliensteuer auf die Nachfrage am Immobilienmarkt in Grenzen halten. Nach einer kurzen Phase der Verunsicherung sind nämlich Vernunft und Realitätssinn wieder eingekehrt: Das entscheidende Motiv bei der Veranlagung in Immobilien ist und bleibt die Sicherheit, und diese ist durch den Grundbucheintrag und die stabile Entwicklung am Markt unverändert gegeben. Dazu kommt, dass ein Investment in Wohnimmobilien den Anlegern durch die laufenden, indexgebundenen Mieteinnahmen optimalen Schutz vor Inflation bietet. Der mögliche Wertzuwachs spielte auch früher unter den Kaufargumenten nur eine untergeordnete Rolle, wichtiger war immer schon der Werterhalt, und dieser wird – aufgrund der Inflationsabgeltung nach 10 Jahren – weiter steuerfrei möglich sein.

Steuerliche Möglichkeiten Auch die Auswirkungen der neuen Steuer auf die Rendite werden sich in überschaubarem Rahmen halten: Diese reduziert sich im üblichen Veranlagungszeitraum von 20 Jahren nur um wenige Zehntel-Prozent-Punkte. Dass sich der Vorsteuerberichtigungszeitraum auf 20 Jahre verlängert, ist zwar bedauerlich, aber bei den meisten dieser Immobilieninvestments soll ohnedies erst nach 20 bis 30 Jahren verkauft werden. Man erwartet hier, dass in Zukunft viele auf den Vorsteuerabzug verzichten werden, dafür aber die Mieteinnahmen ohne Umsatzsteuer verrechnen können. Unverändert attraktiv Investitionen in Anlageimmobilien sind also unverändert attraktiv, auch weil sich die Zinsen auf einem historisch tiefen Niveau befinden und damit die Rendite von Immobilien-Direktinvestments gegenüber anderen sicherheitsorientierten Veranlagungen mit ihrer derzeit negativen Realverzinsung eindeutig attraktiver ist. Branchenkenner erwarten daher eine unverändert hohe Nachfrage bei einem allgemein stabilen Preisniveau, das aber in den Städten tendenziell eher steigen wird.

Sicherheit und Wohnraum für die Nachfahren sind starke Argumente für Immobilieninvestments.

Die Änderungen im Detail:

erfrei verkauft werden. Künftig wird der Veräußerungsgewinn einer Immobilie mit 25% besteuert. Bei Veräußerung ab dem 11. Jahr ist ein Inflationsabschlag in Höhe von 2% p.a. vorgesehen, dieser ist mit maximal 50% begrenzt. Eigenheime und Wohnungen, die seit der Anschaffung mindestens zwei Jahre oder innerhalb der letzten zehn Jahre zumindest fünf Jahre als Hauptwohnsitz dienten, sind von dieser Besteuerung ausgenommen, ebenso selbst hergestellte Gebäude, wenn sie innerhalb der letzten zehn Jahre nicht zur Erzielung von Einkünften gedient haben. Bei vor dem Stichtag 1. April 2002 erstandenen Immobilien ist der Verkaufspreis mit 3,5% zu versteuern.

1) Bisher konnten Immobilien zehn Jahre nach dem Kauf steu-

2) Neu eingeführt wurde auch eine Umwidmungssteuer: Bei

„2- und 3-ZimmerWohnungen in der WA Feldmoos, mit großen Süd-Terrassen, bester Infrastruktur und niedrigen Betriebskosten. Hervorragend vermietbar mit unserem kostenlosen Vermietungsservice!“ Manfred Eisbacher, Verkaufsleiter Wohnen am See

Grundstücken, die vor dem 1. April 2002 erworben und zwischenzeitlich von Grün- zu Bauland umgewidmet wurden, wird künftig der Verkaufserlös mit 15% besteuert, es sei denn, man kann nachweisen, dass der Wertzuwachs weniger als 60% beträgt. Für jene Grundstücke, die nach diesem Stichtag erworben wurden, fallen bei Veräußerung 25% Umwidmungssteuer an. 3) Erst ab 1. September 2012: Vorsteuerabzugsfähigkeit wird an eine 20-jährige Behaltefrist gebunden: Bei Erwerb einer Vorsorgewohnung kann der Eigentümer einen Vorsteuerabzug geltend machen. Er erspart sich die Umsatzsteuer von 20% der Baukosten (das sind 10 – 13% der Gesamtkosten), die man zahlen müsste, wenn man die Wohnung selbst nutzen wollte. Das soll auch

FOTO: SHUTTERSTOCK

künftig so bleiben. Doch bisher musste man die Wohnung zehn Jahre lang tatsächlich vermieten, andernfalls die Umsatzsteuer anteilig zurückzahlen. Diese Frist wird ab 1. September 2012 von 10 auf 20 Jahre angehoben. 4) Unverändert bleibt die Steuerminderung durch Finanzierungskosten (Kreditzinsen) und Abschreibung. Da am Anfang der Kreditlaufzeit ein höherer Anteil der Raten Zinsen sind (der Anteil der Tilgung ist geringer), erzielt man in den ersten Jahren „Verluste“. Diese kann man gegen Steuern vom sonstigen Einkommen gegenrechnen und weniger Einkommensteuer zahlen. In 20 Jahren muss aber ein Gesamtüberschuss erzielt werden, sonst gilt das Projekt als „Liebhaberei“, und man muss alle Steuervorteile zurückzahlen.

Die richtige Investment-Immobilie Je nach Ziel sollte das entsprechende Objekt gewählt werden. ANLAGE. In wirtschaftlich unsicheren Zeiten entscheiden sich immer mehr Menschen für sichere Werte und legen ihr Geld in Immobilien an. Doch nicht jedes Objekt ist dafür geeignet. Die Mehrheit der Anleger investiert ihr Geld in Eigentumswohnungen. Das aus gutem Grund, denn Einfamilienhäuser sind als Investmentobjekte nur bedingt geeignet, da ihre Wertentwicklung nicht ausreichend stabil ist. Vorsicht ist auch bei Investments in unbebaute Grundstücke angebracht: Diese Anlageobjekte eignen sich primär für Investoren, die an reinem Werterhalt interessiert sind. Um mit Grundstü-

cken größere Wertsteigerungen zu erzielen, sind detaillierte Informationen über den lokalen Immobilienmarkt notwendig, über die Privatanleger zumeist nicht verfügen. Hier lohnt sich die Zusammenarbeit mit einem regionalen Makler-Profi ganz besonders. Klare Investmentziele definieren Geklärt sein muss auch, welche Ziele man mit seiner Immobilien-Investition erreichen möchte. Geht es vor allem um die Vorsorge für Familienmitglieder – Kinder und Enkelkinder, oder möchte man die eigene Pension absichern? Manch einer kauft

„Der Top-Standort Vorarlberg punktet mit starkem Zuzug – die Investition in Betongold in Verbindung mit unserem Anlegerservice und Vollkasko-Paket bietet hier eine attraktive und vor allem sichere Veranlagung..“ Wilfried Hefel, Geschäftsführer Hefel Wohnbau

hauptsächlich um Kapital breit gestreut anzulegen. Wohnbedürfnis vor Rendite Wer eine Immobilie erwirbt, um Wohnbedürfnisse seiner Familie abzudecken, sollte bei der Aus-

wahl des Objekte auf Grundriss, Wohnungsgröße und Ausstattung und die Bedürfnisse der Familienmitglieder achten. Anders als bei klassischen Vorsorgewohnungen, die ausschließlich zur Geldvermehrung erworben werden, ist absolute Top-Lage für Familien-Anleger kein Muss. Besser geeignet sind hier günstigere Objekte in durchschnittlicher Lage, die gut erreichbar und an das öffentliche Verkehrsnetz angebunden sind – schließlich sind junge Menschen viel unterwegs, sei es zwecks Studium, Berufstätigkeit oder abends zum Feiern. Auch Altbauwohnungen mit guter Bausubstanz können für Familien-Anleger durchaus interessant sein.

Wohnung als Pensionsvorsorge Wer mit dem Kauf einer Wohnung für die Pension vorsorgen möchte, will möglichst gleichbleibend hohe Mieterträge. Wichtigstes Kriterium bei der Auswahl sollte daher die gute Vermietbarkeit des Objektes sein. Nur so können Leerstände vermieden und die Rendite der Veranlagung maximiert werden. Daher kommt der Lage der Wohnung zentrale Bedeutung zu. Die ideale Vorsorgewohnung findet man in Top-Lagen von Großstädten mit funktionierendem Miet-Markt. Die optimale Wohnungsgröße liegt bei ca. 45 bis 65 m2, wobei der Raumaufteilung große Bedeutung zukommt.


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Zukunftsträchtig: Vorsorgewohnungen Anleger-Wohnungen haben trotz steuerlicher Änderungen kaum an Attraktivität eingebüßt. SICHERHEIT. Zugegeben, es gibt viele Möglichkeiten, sein Geld für später abzusichern. Wer sein Kapital für die Pension in Form einer sicheren Wohnstätte anlegen möchte, oder Kindern oder Enkeln den Start ins Berufsund Privatleben erleichtern möchte, ist mit einer Vorsorgewohnung gut beraten. Denn selbst wenn ein Objekt (noch) nicht selbst genutzt wird, können durch Vermietung Einnahmen lukriert oder Steuervorteile in Anspruch genommen werden.

(gleich) selbst bewohnen möchten, um nichts mehr kümmern müssen. Vom Finden geeigneter Mieter über die Abwicklung der Hausverwaltung, eines geeigneten Facility-Managements bis zur Kontrolle von Mieteingängen und Betriebskostenabrechnungen werden Pakete geschnürt. Vorsorgewohnungen sind eine besonders krisen- und inflationssichere Form einer Investition. Sie verbindet die Sicherheit der Immobilie mit regelmäßigen Erträgen. Ideale Größe

„Immobilien sind nach wie vor eine der sichersten Kapitalanlagen. Als Absicherung für die Zukunft, zur Deckung von Pensionslücken, als Startwohnung für die Kinder oder für den späteren Eigenbedarf.“ Roberto Romanin, Verkaufsleiter ZIMA Wohnbau

Sorglospakete Große Bauträger bieten bereits unterschiedliche „Rundum-Pakete“ an, sodass sich Käufer einer Eigentumswohnung, die sie nicht

Als Vorsorgewohnung werden gerne Kleinwohnungen – 1- bis 2-Zimmer-Neubauwohnungen im Erstbezug empfohlen. Die für eine rasche und nachhaltige Vermietung optimale Größe liegt in etwa zwischen 30 m2 und 65 m2 Wohnfläche. Entscheidend ist eine gute Lage, am besten ein Standort mit guter Verkehrsanbindung (öffentlich und privat) sowie Nahversorgungseinrichtungen. Neben einem funktionalen Grundriss sollte bei der Wahl der Vorsorgewohnung Wert auf eine voll eingerichtete Küche, ein gut ausgestattetes Bad und gute

Böden gelegt werden. Wer das Objekt später selbst benutzen möchte, wird vorausschauend eine nachhaltige Qualität für die Grundausstattung wählen. Steueränderung beachten Möglichen Nachteilen von Vorsorgewohnungen, wie hohen Fixkosten (plus Kreditkosten) bei Nichtvermietung, eventuellen Mietausfällen und Kosten durch säumige Mieter (Rechtsanwaltskosten, Prozesskosten, etc.) oder ein allfälliger Wertverlust (sollten die Immobilienpreise wider Erwarten doch fallen oder das Objekt schlecht gewählt worden

„Auch wenn der Zeitraum für die Vorsteuerberichtigung nun auf 20 Jahre angehoben wurde, ist eine Anleger-Wohnung nach wie vor eine äußerst attraktive und sichere Wertanlage.“ Katharina Böhler, Geschäftsfeldleiterin Wohnbau Rhomberg Bau GmbH

sein), stehen zahlreiche Vorteile gegenüber. Zu beachten sind auch der Wegfall des Vorsteuerabzuges, wenn die Wohnung nicht 20 Jahre vermietet wurde (ab 1. 4. 2012) sowie die neue Immobiliensteuer bis 25% ab 1. 4. 2012.

So manche Anleger-Wohnung wird später selbst bewohnt..

FOTOS: SHUTTERSTIOCK

Vorteile von Vorsorgewohnungen: werterhaltende

und wertsteigende Kapitalanlage krisen- und inflationssichere Investition echte Eigentumswohnungen, kein Miteigentum rechtlich, wirtschaftlich, steuerlich unabhängig größtmögliche Sicherheit durch persönliche Eintragung der konkreten Wohnung ins Grundbuch kein Zeitaufwand für den Wohnungseigentümer individuelle Finanzierungskonzepte verkehrsgünstige Lagen, beste Ausstattung, durchdachte Grundrisse unabhängige Hausverwaltungen geprüfte Mietverträge Mieteinnahmen durch Indexierung werterhaltend. Eine Investmententscheidung setzt langjährige Erfahrung und Marktkenntnis voraus. Entsprechende fachliche Beratung und Unterstützung ist sowohl bei der Auswahl wie den finanztechnischen und steuerrechtlichen Verfahren notwendig.

Kriterien einer guten Anleger-Wohnung Gute Lage, Infrastruktur und Ausstattung spielen hier mit. WOHNWERT. Eine Eigentumswohnung, die aufgrund ihrer ungünstigen Lage oder ihres wenig ansprechenden Grundrisses keine Mieter findet, wäre kein gutes Investment. Das entscheidende Kriterium ist vor allem die Lage der Wohnung. Im städtischen Gebiet oder in Grenznähe zur Schweiz oder Liechtenstein sind 2- bis 3-Zimmer-Zohnungen interessant,

da dort hauptsächlich junge, alleinstehende Menschen auf Wohnungssuche sind. Hier gibt es zahlreiche Interessenten. In ländlichen Regionen sind auch 4-Zimmer-Wohnungen für Familien gefragt. Hoher Wohnwert Weitere Pluspunkte sind ein hoher Wohnwert mit einer guten, modernen Ausstattung und

„Die Eigentumswohnung als Geldanlage ist gerade in wirtschaftlich unsicheren Zeiten ein attraktives Investitionsmodell. Wir haben Top-Wohnungen in besten Lagen und kümmern uns kostenlos auch um die Vermietung des Objekts.“ Manfred Eisbacher, Verkaufsleiter Projektmanagement i+R Schertler-Alge GmbH

einem idealen Grundriss mit einer optimalen Raumaufteilung. In der Beliebtheitsskala weit oben liegen ruhige, sonnige Wohnungen mit Grünfläche mit guter Nahversorgung, Bildungsund Freizeiteinrichtung und idealer Verkehrsanbindung. Die Ausstattung sollte modern, praktisch, barrierefrei, pflegeleicht und strapazierfähig sein. Das Preis-Leistungs-Verhältnis muss stimmen, will man eine entspre-

chende Rendite erzielen. Ist die Wohnung in höheren Stockwerken untergebracht, spielt auch der vorhandene oder eben nicht vorhandene Lift eine Rolle. Wer in der Pension eine Wohnraumverkleinerung anstrebt und seine Anleger-Wohnung selbst nutzen will, wird der Barrierefreiheit größte Beachtung schenken. Mehr Informationen unter: www.immobilien.net


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Themen-Immobilien liegen im Trend Über Vorarlberg hinaus gibt es das sogenannte „Motto-Wohnen“. NEUHEIT. Themen-Immobilien, bei denen sich alles rund um ein Motto dreht, liegen derzeit im Trend. Nicht das eigene Haus und die eigene Wohnung alleine werden dabei nach einem bestimmten Motto ausgerichtet, sondern ganze Immobilien und auch ganze Wohnkomplexe. So gibt es in Deutschland Wohnanlagen, in denen sich alles um die Sonne dreht. Der Fokus liegt auf der Sonnenenergie und der Beheizung und Versorgung mit Strom durch diese. Jede Eigentumswohnung wird dabei mit der Sonnenenergie versorgt. Eine andere – Schweizer – Variante besteht in einer autofreien Wohnanlage, in der alle Wege mit dem Rad zurückgelegt werden und vieles mehr. In der Wiener Webgasse soll sogar eine Musik-Wohnanlage mit 36 Wohnungen entstehen. „Motto-Wohnen“ Solche Wohnanlagen setzen auf ein bestimmtes Motto, aber auch auf gute Nachbarschaft und ein starkes Miteinander und erfreuen sich seit einiger Zeit einer steigenden Beliebtheit. Die in Planung befindliche Vorarlberger Baugemeinschaft hatte z. B. in einem Workshop das Motto „Mix“ angeregt, in dem in Feldkirch verschiedene Nationalitäten und Einkommensschichten in einer Kleinwohnanlage von acht Einheiten zusammenleben sollen und mit gemeinsam genutztem Gemeinschaftsraum, Garten und Grillplatz einen großen Austausch

ermöglichen. Synergien schaffen, durch die Mischung der Generationen ist ein wichtiger Aspekt bei der Bildung von Baugemeinschaften. Altersgerechtes Wohnen Völlig anders ist dies in Bezug auf Seniorenwohnungen oder ganze Seniorenresidenzen. Diese haben sich völlig der Zielgruppe Senioren oder Menschen mit Gebrechen verschrieben. Theoretisch ist eine Seniorenwohnung eine ganz normale Wohnung, die sowohl gekauft als auch gemietet werden kann. Wichtig ist in jedem Fall, dass die Seniorenwohnung barrierefrei gebaut ist. Das setzt voraus, dass sanitäre Anlagen so gestaltet sind, dass sie auch im hohen Alter problemlos genutzt werden können. Für Rollstuhlfahrer gibt es beispielsweise statt einer herkömmlichen Badewanne die Möglichkeit, einen Wasserablauf direkt in den Fußboden einzulassen. Dadurch entfällt das oft mühselige Einsteigen in die Badewanne oder die Dusche, dennoch kann man seiner täglichen Körperpflege entsprechend nachgehen. Eine erhöhte Anbringung der Toilette ist für ältere Menschen ebenfalls sinnvoll, ein Haltegriff sollte direkt daneben erreichbar sein. Die Häuser, in denen sich Seniorenwohnungen befinden, sind in der Regel mit einem Personenaufzug ausgestattet, sodass es grundsätzlich selbst bei Rollstuhlfahrern keine Probleme geben dürfte.

Hochschüler mit Wohnbedürfnis Eine völlig andere Zielgruppe sind wiederum die Studenten. Da sich immer mehr Maturanten für ein Studium entscheiden, kommt es in den Uni-Städten zu einem Mangel an Studentenwohnungen. In Vorarlberg liegt die Fachhochschule im gleichzeitig aus Immobiliensicht hochpreisigen Dornbirn. Hier werden als Varianten drei Studentenheime sowie Privatunterkünfte angeboten. Eine weitere von vielen Lebensformen sind die Wohngemeinschaften, kurz WGs genannt. Da man hier eine Menge Mietkosten sparen kann, sind Wohngemeinschaften bei Studenten sehr beliebt. Doch nicht nur wirtschaftliche Gründe, sondern auch Geselligkeit und Zusammenleben sprechen für eine WG. Man wohnt nicht nur zusammen, sondern unternimmt auch etwas gemeinsam und es entstehen Freundschaften. Begehrte Terrassenwohnung Sehr beliebt bei Käufern sind Terrassenwohnungen. Sie verfügen über eine großzügige Terrasse statt eines kleinen Balkons und haben oft auch einen Gartenanteil inkludiert. Es sei denn, es handelt sich um eine Dachterrasse. Dies schließt das Rasenmähen zwar aus, ermöglicht jedoch den Genuss im Freien sowie das Leben mit (aufgestellten) Pflanzen. Souterrain und Mansarde In Vorarlberg sind Begriffe wie Souterrain und Mansardenwoh-

nung kaum verbreitet. Wohl auch, weil es bei uns kaum sogenannte Souterrainwohnungen gibt. Aufgrund ihrer Konzipierung – der Fußboden befindet sich unter der Erdoberfläche – ist diese Art von Wohnung weniger hell. Zudem befinden sich in ihrem Umfeld meist Kelleranlagen mit technischen Geräten (u.a. Heizungstechnik), die permanent für einen gewissen Geräuschpegel sorgen. Eine kleine Souterrainwohnung lässt sich am ehesten vermarkten, wenn es sich nicht um eine typische Kellerwohnung des vergangenen Jahrhunderts handelt, sondern schlicht daraus entstanden ist, dass man sein Haus an einen Hang gebaut hat. Ähnliches gilt für die Mansardenwohnung, die sich im ausgebauten Dachgeschoß befindet. Ist dies entsprechend hell und freundlich, wird eine solche Wohnung in Vorarlberg als „Dachgeschoßwohnung“ verkauft. Ist die Immobilie entsprechend dimensioniert, wird sie auch als „Penthouse“ angeboten. Das Penthouse ist die exklusivste Art zu wohnen. Hierbei wird normalerweise eine Wohnung auf ein Haus aufgesetzt. PenthouseWohnungen sind vielfach über einen eigenen separaten Fahrstuhl erreichbar. Maisonette und Loft Eine Maisonettewohnung erstreckt sich über mehrere Etagen und beinhaltet meist das oberste Geschoß und den Dachstuhl, die über eine Treppe miteinander verbunden sind. Aufgrund ihrer „gehobenen“ Lage ist diese Wohnungsform nicht ganz preis-

wert in der Anmietung. Ein Loft hingegen ist eine Wohnung, die sich in einer stillgelegten Industriehalle befindet. Auch wenn das Loft für viele der Wohntraum schlechthin ist – vor allem die Nebenkosten können sich hier dank alter Bausubstanz ganz schnell an die Höhe der Kaltmiete angleichen. Deshalb darauf achten, dass Fenster und Mauerwerk isoliert wurden. Ganz anders verhält es sich mit einer Einliegerwohnung, die im eigentlichen Sinne keine Wohnung darstellt. Meist handelt es sich hierbei um von der Hauptwohnung abgetrennten Wohnraum mit eigenem Eingang. Wohnen in den Ferien Die Ferienwohnung ist eine unter den Bauherren sehr beliebte Möglichkeit, sich langfristig zusätzliche Einnahmen verschaffen zu können. Das gilt besonders dann, wenn man in einer Region baut, die ohnehin zu einem großen Teil vom Tourismus bestimmt wird. Besonders beliebt ist die Ferienwohnung unter den Touristen, die mit kleinen Kindern reisen. Auch Senioren wissen die Ruhe, die gemütliche Einrichtung und den fehlenden Etikettezwang einer Ferienwohnung sehr zu schätzen. In Vorarlberg sind Ferienwohnungen in Tourismusregionen wie am Arlberg oder im Kleinwalsertal stark verbreitet. Für die unterschiedlichen Wohn-Themen sind die heimischen Makler die geeigneten Ansprechpartner. Auskünfte über Baugemeinschaften gibt http://tisch.me/


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Das Berufsbild des Immobilienmaklers Ein guter Makler ist umfassend ausgebildet und folgt hohen ethischen Normen. KOMPETENZ. Der Immobilientreuhänder ist ein reglementiertes Gewerbe, dessen Ausübung nur mit entsprechender Befähigung möglich ist. Die Immobilienbranche ist in der Wirtschaftskammer in der Berufsgruppe der Immobilien- und Vermögenstreuhänder organisiert. Diese umfasst die drei wesentlichen Berufsgruppen der Immobilienverwalter, Immobilienmakler und gewerblichen Wohnbauträger. Die Aufgabe des Immobilienmaklers besteht in der Zusammenführung von Angebot und Nachfrage. Der Immobilienmakler vermittelt Kauf-, Miete und Firmenanteile bzw. ganze Unternehmen. Um zum Nutzen aller Kunden und der Wirtschaft optimal zu arbeiten, bedarf es einer umfassenden beruflichen Ausbildung. Dem Vorsitzenden der Prüfungskommission für die

Immobilienmaklerbefähigung und Prüfungsvorsitzender für die Lehrabschlussprüfungen für das Lehrfach „Immobilienkaufmann“, Ambros Hiller, ist die gute Ausbildung in der Immobilienbranche ein großes Anliegen. Der ausgewiesene Branchenkenner ist seit 1999 Landesstellenleiter des ÖVI, des Österreichischen Verbandes der Immobilientreuhänder. Er ist im Vorstand der Fachgruppe der Immobilien- und Vermögenstreuhänder aktiv sowie Delegierter im Hauptverband der Allgemein beeideten und gerichtlich zertifizierten Sachverständigen.

die Gestaltung und Beachtung der rechtlichen Rahmenbedingungen (Kauf-/Verkauf, Miete/ Vermietung, Pacht, Baurecht und Fruchtgenussbegründung) nachweisen. Spezielle Kenntnisse muss der Immobilientreuhänder (Makler) hinsichtlich der Bewertung von Immobilien mitbringen; umfassende Marktkenntnis aufgrund von Vergleichsobjekten, Berücksichtigung der aktuellen Marktlage sowie Prüfung allfälliger förderungsrechtlicher Möglichkeiten gehören zu seinem Aufgabengebiet. Verkaufsstrategie

her zu informieren und natürlich auch den Preis sowie allfällige Nebenbedingungen zu fixieren. Der Immobilienkaufmann muss dem Kunden eine Verkaufsstrategie vorlegen, kundenorientierte Unterlagen vorbereiten und alle Bemühungen unternehmen, um zum gewünschten Erfolg (Kauf/ Verkauf, Miete/Vermietung, etc.) zu kommen. Der Immobilientreuhänder bietet freibleibend die Objekte seinen Kunden an, berät die Interessenten, führt Verkaufs- und Vermietungsgespräche, ist bei der Finanzierung behilflich und klärt den Kunden über Nebenspesen auf.

Juristischer Background So etwa muss der Immobilienspezialist neben den Grundbegriffen des bürgerlichen Rechtes und des Handelsrechtes Spezialkenntnisse des Grundbuchsrechtes, der Widmungs- und Bebauungsbestimmungen, über

Der Immobilienmakler hat die Kunden in schriftlicher Form über voraussichtlich erwachsende Nebenkosten zu informieren, er muss einen Alleinauftrag in schriftlich und zeitlich limitierter Form abfassen, er hat die Kunden über die Provision (Honorar) vor-

Professionelle Begleitung Der Immobilienfachmann nimmt Kauf- oder Mietangebote entgegen bzw. ist jedenfalls dabei behilflich. Er begleitet den/die Kunden bis zur Vertragsunterfertigung, wobei die

Erstellung der Verträge nahezu ausnahmslos durch Notar oder Anwalt des Kunden erfolgt. Ganz allgemein hat der Immobilientreuhänder genauere Kenntnisse über Baupläne und Benützungsbewilligungen, über allenfalls vorliegende SachverständigenGutachten, Veräußerungsverbote sowie mietrechtliche Bestimmungen mitzubringen. Weiterführende Kenntnisse Weiters sollten tiefergehende Kenntnisse über die Eigenheiten des österr. Mietrechtes und über das Wohnungseigentumsrecht vorhanden sein, um die Kunden gut beraten zu können. Kenntnisse im Vermessungswesen, aus der Land- und Forstwirtschaft, Bonitätsauskünfte und Kenntnisse über Standortfragen sollten den guten Immobilienmakler auszeichnen. Mehr auf www..wko.at

Auf dem Weg zum Experten Der Lehrberuf Immobilienkaufmann/Immobilienkauffrau sieht eine Lehrzeit von drei Jahren vor. LEHRJAHRE. Früh übt sich, was ein Meister werden will. Gut, dass auch künftige Maklerinnen und Makler von der Pike auf lernen und mit einem entsprechenden Programm bestens ausgebildet werden. Die Wirtschaftskammer weiß wie wichtig hervorragend qualifizierte und bestens ausgebildeter Nachwuchs für die jeweilige Branche ist. 2004 wurden die Bedingungen für den Lehrberuf Immoblienkaufmann/Immobilienkauffrau neu definiert. Durch die Berufsausbildung im Lehrbetrieb und in der Berufsschule soll der ausgebildete Lehrling befähigt werden, die nachfolgenden Tätigkeiten fachgerecht, selbstständig und eigenverantwortlich auszuführen.

Umfassende Kenntnisvermittlung Dazu gehört es, Kunden sorgfältig zu betreuen, insbesondere Anfragen und Aufträge zu bearbeiten und bei der Vereinbarung von Geschäftsbedingungen mitzuwirken. Erlernt wird auch, Immobilien nach innerbetrieblichen Vorgaben zu verwalten und Arbeiten in der Bestandspflege zu organisieren. Dazu gehört, Analysen und Bewertungen von Immobilienobjekten sowie Verwertungskonzepte und Vertragsabschlüsse vorzubereiten und bei Abwicklung des Kaufs, Verkaufs, der Vermietung und der Verpachtung von Immobilienobjekten mitzuwirken. Das ambitionierte Aus-

bildungsspektrum umfasst auch das Vorbereiten und Organisieren von Sanierungsmaßnahmen, die Vorbereitung zur Erstellung von Finanzierungskonzepten, Versicherungs-, Bank- und Behördenangelegenheiten und Arbeiten im Zahlungsverkehr. Affinität zu Zahlen Eine Liebe zu Zahlen sollte der/ die künftige Immobilienspezialist/in generell mitbringen. Das Mitwirken an der Lohnverrechnung ist ebenso vorgesehen, wie an die betriebliche Buchführung und Kostenrechnung, administrative Arbeiten mit Hilfe der betrieblichen Informations- und Kommunikationssysteme durch-

führen und Statistiken, Dateien und Karteien anlegen, warten und auswerten. Die angeführten Fertigkeiten und Kenntnisse sollten so vermittelt werden, dass der Lehrling zur Ausübung qualifizierter Tätigkeiten im Sinne des Berufsprofils befähigt wird, die insbesondere selbstständiges Planen, Durchführen, Kontrollieren und Optimieren einschließt. Persönlichkeitsbildung Bei der Ausbildung in den fachlichen Kenntnissen und Fertigkeiten ist unter besonderer Beachtung der betrieblichen Erfordernisse und Vorgaben auch auf die Persönlichkeitsbildung

des Lehrlings zu achten. Die Wirtschaftskammer wünscht sich, dass Fachkräften erforderliche Schlüsselqualifikationen bezüglich Sozialkompetenz (wie Offenheit, Teamfähigkeit, Konfliktfähigkeit), Selbstkompetenz (wie Selbsteinschätzung, Selbstvertrauen, Eigenständigkeit, Belastbarkeit), Methodenkompetenz (wie Präsentationsfähigkeit, Rhetorik in deutscher Sprache, Verständigungsfähigkeit in den Grundzügen der englischen Sprache) und Kompetenz für das selbstgesteuerte Lernen (wie Bereitschaft, Kenntnis über Methoden, Fähigkeit zur Auswahl geeigneter Medien und Materialien) vermittelt werden. Mehr auf www..wko.at


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DER VORARLBERGER IMMOBILIEN-MARKT

DIENSTAG, 12. JUNI 2012

Ein völlig anderes Fassadensystem Eine Entwicklung des Architekturbüros Unterrainer-Lauritsch fasziniert Bauherren. INNOVATION. Nach Plänen des Feldkircher Architektur-Ateliers entstehen nicht nur preisgekrönte Holzhäuser, sondern auch faszinierende „Umhüllungen“. Industriegewebe aus umweltfreundlichem PE gibt es schon seit Langem und wurde immer wieder für Industriebauten eingesetzt. Als Entwicklung des Büros Unterrainer-Lauritsch wurde ein interssantes Fassadensystem für Ein- und Zweifamilienhäuser entwickelt und sorgt mit verschiedenen Farbvarianten und Nieten für optische Akzentuierungen. Christoph Lauritsch: „Einerseits stand am Anfang der ökonomische Gedanke: das Ausgangsmaterial ist günstig, 100% UV-stabil und farbecht. Die Fassade ist auf Dauerhaftigkeit ausgerichtet, abwaschbar und wasserabweisend und atmungsaktiv. Andererseits ist das System flexibel einsetzbar, zu 100% recycelbar und hat mehrere Vorteile. “

In 10 Farben erhältlich Das Textilmaterial ist als komplett atmungsaktive und hinterlüftete Fassade einsetzbar. Früher war das Material nur in Grüntönen oder in Schwarz erhältlich. Mittlerweile ist das System in 10 anderen Farben erhältlich, darunter Grau, Orange, Rot etc. „Die Farbe Schwarz hat den Vorteil, durch die solare Einstrahlung den Zwischenraum stärker zu erwärmen – was im Winter Wärme erzeugt und im Sommer eine größere Hinterlüftung stattfinden lässt“, erläutert Architekt Lauritsch die thermische Wirkung. Winddicht und witterungsbeständig Die eingesetzten, ca. zwei Meter breiten Bahnen weisen eine hohe Winddichtigkeit und Witterungsbeständigkeit auf. „Die Idee war, ausgehend von Jeansnähten und -nieten auch an einem Gebäude solche Akzente zu setzen“,

Das Garagentor fungiert „nahtlos“ als Teil der Fassade.

Das Passivhaus aus Holz in Lustenau erhielt eine derartige langlebige Textilfassade.

erläutert Lauritsch das Prinzip. Nahtsäume aus sichtbaren Edelstahlschrauben unterstreichen den textilen Charakter. Der Fassadenstoff wird umnäht, ein Saum entsteht, der mit Schrauben befestigt wird.

einem geschützten Außenraum. Damit sich die Anlage so positioniert, um sowohl den Baumbestand als auch die Gartenfläche maximal beizubehalten.

Umhüllter Holzrahmen

Straßenseitig ist die Fassade fast durchgehend geschlossen. Das kontrollierte Belüftungssystem mit Wärmerückgewinnung, die Wärmepumpe mit Erdsonden und die Dreischeiben-Isolierverglasung entsprechen den Anforderungen an ein Passivhaus. Die Photovoltaik-Anlage auf dem hinterlüfteten Flachdach, die 100% regenerative Wärmeversorgung und das Fehlen von CO2-Emissionen

Das gezeigte Objekt in Lustenau ist ein „Nullenergiehaus“. Das schwarze, dichte Industriegewebe aus umweltfreundlichem Polyethylen umhüllt die vorgefertigten, hoch gedämmten Holzrahmenelemente. Der Grundriss nutzt das kleine Grundstück optimal. Die Wohnräume orientieren sich südund westseitig mit großzügigen Holzfenstern zum Garten und

Nachhaltiges Passivhaus

FOTOS: ALINA SONEA

machen daraus sogar ein „NullEmissionshaus“. Die Konzeption des Wohnhauses aus Holzfertigteilen und umhüllendem Kunststoffgewebe ermöglicht eine kurze Bauzeit und geringe Baukosten. Wesentlicher Aspekt der Entwurfsüberlegung war die Nutzung alternativer Energien und Bauen im Sinne von Nachhaltigkeit. Die außergewöhnliche Fassade rundet die Optik des Bauwerkes reizvoll ab. „Mittlerweile gibt es schon weitere Anbieter des Textilfassadensystemes, aber wir waren die Vorreiter“, versichert Christoph Lauritsch. Mehr Informationen unter: www.lu-architektur.com

Passivhausstandard als Baustein der Energieautonomie 2050 Reduktion der Abhängigkeit von fossilen Energieträgern bleibt erklärtes Ziel. werden. Das Energieinstitut Vorarlberg hält folgende Zahlen bereit: Biomasse soll um 12%, BioSgas um 37% und Umweltwärme um 50% gesteigert werden. Auch die Wasserkraft soll die nächsten acht Jahren um knapp 500 GWh jährlich anwachsen.

ENERGIE. Der Passivhausstandard ist nur eine Maßnahme für die Energiezukunft Vorarlbergs. Um Vorarlberg bis zum Jahr 2050 energieautonom zu sehen, müssen zahlreiche Kräfte gebündelt werden. Dem Bereich Bau kommt dabei größte Bedeutung zu. Um das ambitionierte Ziel der Energieautonomie 2020 zu erreichen, ist der Vorarlberger Maßnahmenplan mit 101 enkeltauglichen Themen umfangreich.

Photovoltaik und Mobilität

Die Strategie Die Themenpalette reicht von Energieeffizienz in Gebäuden und dem Ausbau erneuerbarer Energieträger bis zu Mobilität und Industrie. So soll beispielsweise bei den Gebäuden eine anhaltende Sanierungsrate von drei Prozent und damit eine Reduzierung des Energieverbrauchs für Raumwärme um durchschnittlich 20 Prozent erreicht werden. Damit der Energieverbrauch im Vergleich zu 2005 für Raumwär-

Beim Neubau investieren immer mehr Hausbauer in die Nachhaltigkeit.

me entsprechend absinkt, ist die dreiprozentige Sanierungsrate unumgänglich. Der Stromverbrauch in Gebäuden soll ebenfalls um 17% reduziert werden. Passiv- und Nullenergiehaus Beim Neubau entscheiden sich immer mehr Hausbauer für ein nachhaltiges Gebäude. Das Herz

des Passivhausprinzips ist seine dichte Gebäudehülle, welche im Winter die Wärme im Haus hält und es im Sommer angenehm kühl bleibt. Mit einer Komfortlüftung ausgestattet sorgt das Passivhauswohnen zudem für ein spürbar gutes Wohnklima. Über das Passivhaus hinaus sollen bei Neubauten in Zukunft sogar „Nullenergiehäuser“ oder „Energieau-

FOTO: SHUTTERSTOCK

tonomiehäuser“ errichtet werden. Darunter versteht man ein Haus, das die Energie, die es braucht, selber erzeugt (Photovoltaik) oder aus unmittelbaren regionalen Quellen (Erdwärme) bezieht. Erneuerbare Energieträger Die Nutzung der erneuerbaren Energieträger soll klar gesteigert

Für die Energieautonomie müssen alle an einem Strang ziehen. So bekennt sich auch die produzierende Industrie dazu, eine jährliche Effizienzsteigerung um ein Prozent zu erzielen. Weiters sollen bis 2020 zusätzlich 35 GWh Strom aus Photovoltaik erzeugt werden und in Sachen Mobilität soll der Fahrradanteil von 15 auf 20 Prozent der kurzen und mittleren Wege (0 bis 10 km) gesteigert werden. Gut, wenn der Wohnungs- oder Hausstandort das Radeln zur Arbeit ermöglicht! Mehr Informationen unter: www.energiezukunft-vorarlberg.at


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Hell, frisch, unkompliziert & bunt Der 1998 verstorbene Verner Panton gilt als einer der erfinderischsten Designköpfe. DESIGN. Der dänische Designer Verner Panton führte als einer der ersten die Pop-Art in die Welt der Möbel ein. Er wird als einer der einflussreichsten Möbeldesigner und Innenarchitekten des 20. Jahrhunderts betrachtet. Verner Panton wurde 1926 in Gamtofte, Dänemark, geboren und studierte nach der technischen Schule anschließend Architektur an der Königlichen Kunstakademie Kopenhagen. Von 1950 bis 52 arbeitet er im Architekturbüro von Arne Jacobsen und gründet 1955 sein eigenes Architektur- und Designstudio. Mit seinen auf geometrischen Formen basierenden, von der Firma „Plus-linje“ hergestellten Möbeln erregt er erstmals Aufmerksamkeit. In den folgenden Jahren entstehen zahlreiche Sitzmöbel und Leuchten. „Vitra ist in unserem Hause eine starke Marke mit vielen Wiedererkennungsmerkmalen. Vitra & Reiter – Ihr Partner für Office und Wohnen. “ Harald F. Künzle, Geschäftsleitung Reiter Wohn & Objekteinrichtung GmbH

Erste Höhepunkte Seine Karriere als Designer erreichte Ende der Fünfzigerjahre einen ersten Höhepunkt. Mit einer auf geometrischen Grundformen aufbauenden Möbelserie nahm er Elemente der Pop-Art vorweg und bekannte sich in der Ausführung der Untergestelle gleichzeitig klar zur Eleganz der skandinavischen Moderne. Die bekanntesten Modelle aus dieser Serie sind die ursprünglich für ein Restaurant entworfenen Cone Chairs und Heart Cone Chairs. Für den gleichzeitig entworfenen Sessel C1 nutzte Verner Panton erstmals die Form eines Kugelabschnitts. Drehbar gelagert und leicht geneigt bietet die gepolsterte Sitzschale einen erstaun-

lich hohen Komfort – sowohl für entspannt zurückgelehntes als auch für aufrechtes Sitzen. Der C1 lässt sich dank seiner klaren Form in Privatwohnungen, Hotels oder Empfangsbereich integrieren und macht gerade auch in größeren Gruppen – oder ergänzt durch den Stool – eine gute Figur. Regenbogenfarbspektrum Pantons Entwürfe waren prototypisch für die psychedelischen Designs der 1970er-Jahre und wirkten häufig eher als Raumskulptur denn als Gebrauchsgegenstand. Er verwendete klare Farben aus dem ganzen Spektrum des Regenbogens. In den 1980er-Jahren experimentierte er mit geometrischen Formen. Er war fasziniert von den Möglichkeiten der neuartigen Kunststoffe, die durch ihre Strukturlosigkeit ihm völlige gestalterische Freiheit in Form und Farbgebung gaben. Panton liebte es mit Farben und Materialien zu experimentieren. So kreierte er unter anderem die ersten aufblasbaren Möbel aus Plastik. Mehr als nur Luft... 1960 entstehen die ersten aufblasbaren Sitzmöbel der Möbelgeschichte. Mit ihnen hatte sich Verner Panton bereits 1954 während seiner Europa-Reisen beschäftigt. Aus transparentem Kunststoff gefertigt, erlauben sie dem Betrachter ein Blick in ihr Inneres. Beides, der nahtlose Werkstoff Kunststoff, sowie das Spiel mit der Transparenz, wird charakteristisch für das Design Pantons.

Verner Pantons Vorliebe für kräftige Farben und geometrische Formen manifestieren sich auch in seinem umfangreichen Schaffen als Textildesigner. „Die Leute werden sauer auf einen, wenn man Farben mag. Das werden sie auch auf Menschen mit Fantasie. Die meisten möchten das, was sie gewohnt sind. Aber ich muss übertreiben, um meine Pointe herüber zu bringen“, äußerte sich Verner Panton einmal.

lenstein im Möbeldesign. Das skulpturale Sitzmöbel, das sich aus zwei Elementen zusammensetzt, verfügt über insgesamt vier Sitzebenen. Ebenfalls Ende der 60er gestaltet der Designer die Ausstellung auf dem DralonSchiff (1968) für das Chemieunternehmen Bayer anlässlich der Kölner Möbelmesse. Bis Mitte der 70er-Jahre mietet Bayer einen Rheindampfer und lässt ihn von zeitgenössischen De-

penhagen, 1885 erbaut, an dessen Sanierung er als Licht- und Raumberater 1984 beteiligt ist. Legendär sind Pantons Raumgestaltungen, die darauf abzielen, Boden, Wände und Decke, sowie Möbel, Leuchten, Textilien und Wandpaneele aus Email bzw. Kunststoff zu einer ebenso vollkommenen wie untrennbaren Raumeinheit zu verschmelzen. Dazu gehört auch das Restaurant „Varna“ in Aarhus (1970).

Pantons Zusammenarbeit mit Vitra begann Anfang der 60erJahre: Mit Vitra entwickelt er seinen bekanntesten Entwurf, den 1967 vorgestellten Panton-Stuhl. Dieser ist gleichzeitig das erste in eigener Regie entstandene Produkt von Vitra. Der S-Stuhl Aus Schichtholz hergestellt, hatte Verner Panton den Stapelstuhl bereits 1956 erdacht. Im selben Jahr, in dem der S-Chair schließlich erscheint, beginnt er mit dem Entwurf einer Wohnlandschaft. Die Systemmöbel mit quadratischem Grundriss wurden 1967 über den Kaufhof an die Kunden gebracht. Die Modulmöbel, mit einem Perlon-Bezug in den Farben Braun, Orange, Rot, Gelb, Blau und Türkis, boten nahezu unbegrenzte Möglichkeiten der Kombination. Visionäre Welten Wenig später (1968/1969) setzt Verner Panton mit dem Living Tower einen erneuten Mei-

Der Living Tower nutzt die Dreidimensionalität des Raumes.

Der „Heart Chair“ von Verner Panton. F

signern einrichten. Dabei geht es im Grunde genommen um Werbung für Wohntextilien aus Kunststoffen wie Dralon. Raumgestaltung Auf Anregungen Verner Pantons wird das Dralon-Schiff in Visiona 0 umbenannt. Die Visiona 2, im Jahre 1970, wird ebenfalls zum Showroom Pantons. Sowie das neu erbaute Spiegel-Redaktionshaus in Hamburg (1969). Bis heute ist die Kantine weitgehend im Originalzustand erhalten. Das macht diesen Ort zu einem einzigartigen Dokument der Designgeschichte. Ebenso wie das Zirkusgebäude von Ko-

FOTOS: VITRA

Verner Panton stirbt 1998 in Kopenhagen. Heute verdeutlichen auch die Re-Editionen von Panton-Entwürfen bei Vitra und die vom Vitra Design Museum im Jahr 2000 gezeigte Retrospektive auf sein Werk das besondere Verhältnis zwischen Vitra und Verner Panton. Die offizielle Vitra-Dependance in Vorarlberg ist Möbel Reiter in Rankweil. Hier sind die zertifizierten Originaldesignmöbel erhältlich. Reiter Wohn & Objekteinrichtung GmbH

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DER VORARLBERGER IMMOBILIEN-MARKT

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Man zeigt wieder, was man hat Nach dem Einigeln kommt nun wieder das Einladen. WOHNKOMFORT. Homing heißt der Trend beim Wohnen: Homing steht für ein großzügiges und heimeliges Wohngefühl. Es löst das Cocooning ab, das in den vergangenen Jahren als Trend definiert worden war: das Zurückziehen und Abschotten in den eigenen vier Wänden. Wie alle Wohn-Trends steht Homing auch für ein bestimmtes Image. Wer heute zeigen will, was er hat, investiert in Haus und Wohnung – und lädt Freunde, Bekannte oder Kollegen ein, um es auch zu zeigen.

Bezeichung für einen bestimmten Lebens- und Wohnstil wurde in den späten 1980er-Jahren von der US-amerikanischen Trendforscherin Faith Popcorn geprägt, zuvor sprach man von Cosy Home. Soziologisch wurde der Lebensstil Cocooning als Folge einer als immer bedrohlicher empfundenen Außenwelt erklärt, wie es beispielsweise in Krisenzeiten oder nach den Terroranschlägen am 11. September 2001 zu beobachten war.

Cocooning ist Geschichte

Als Nachfolger des „Ein-Igelns“ erweitert der Wohntrend Homing das (sichere, kuschelige) Heim um den sozialen Faktor: Das eigene Zuhause wird zum sozialen Lebensmittelpunkt, wo man sich mit Freunden trifft und feiert. Gemeinsames Kochen ersetzt die Restaurantbesuche, Spiele-

Als Cocooning wird die Tendenz bezeichnet, sich aus der Öffentlichkeit in das häusliche Privatleben zurückzuziehen. Der englische Begriff Cocooning bedeutet verpuppen, sich in einen Kokon einspinnen. Cocooning als

Es wird wieder sozialer

abende finden statt oder man sieht sich gemeinsam Filme an. Treffpunkt Tisch Um Freunde bequem bewirten zu können, braucht es beim Homing einen großen Esstisch mit mehreren Stühlen. Der Tisch wird zum zentralen Treffpunkt in der Wohnung, an dem wird nicht nur gegessen und geredet, sondern auch stundenlang Spiele gespielt werden. Entsprechend wird Wert auf großzügig geschnittene Wohnzimmer oder Essräume gelegt. Garten einbeziehen Das Wohnen geht draußen weiter: Der Garten wird immer mehr zum erweiterten Wohnraum. An kühleren oder verregneten Tagen sollen Wintergärten, überdachte Terrassen oder Loggien das Gefühl vermitteln, im Grünen zu

Das eigene Zuhause ist nun wieder sozialer Lebensmittelpunkt.

sein. Häuser und Wohnungen mit Garten punkten daher besonders. Homing als behagliches, gemütliches und harmonisches Wohn-

FOTOS: STEURER | SHUTTERSTOCK

gefühl hat seine Basis in entsprechenden Immobilien. Vorarlbergs Bauträger tragen mit ihren Projekten dazu bei.


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Nachhaltigkeit als großes Plus Die ImmoNachhaltigkeits-Studie 2012 zeigt die Vorteile auf.

ZUKUNFTSTREND. 83 Prozent der österreichischen Konsumenten glauben, dass nachhaltige Gebäude in Zukunft mehr nachgefragt werden: Das ist eines der zentralen Ergebnisse der ImmoNachhaltigkeits-Studie 2012.

Wohnungssuchenden davon aus, dass ein Energieausweis für ihre Immobilien vorliegt. In Vorarlberg ist die Kenntnis über Fördermöglichkeiten deutlich höher.

In Zusammenarbeit mit der Österreichischen Gesellschaft für nachhaltige Immobilienwirtschaft (ÖGNI), Rhomberg Bau, dem Aluminium-Fenster-Institut (AFI) und Pro Projekt Baumanagement & Planung hat das Wirtschaftskommunikationsunternehmen wiko eine Studie unter dem Titel „Nachhaltige Immobilien – was sagt der Konsument“ initiiert. Die Basis der Studie ist eine von Karmasin Motivforschung unter 950 Konsumenten durchgeführte repräsentative Telefonumfrage für Österreicher ab 18 Jahren. Ergänzt wurde die Konsumentenumfrage durch eine Online-Befragung bei Wohnungssuchenden unter weiteren 482 Befragten.

Die Nachhaltigkeit bei Gebäuden ergibt sich durch den Einsatz der Baustoffe. Im Rahmen der ImmoNachhaltigkeits-Studie 2012 wurde daher darüber hinaus abgefragt, welche Eigenschaften den Konsumenten zum Beispiel bei Fenstern wichtig sind. „Genau in jenen Bereichen, in denen Aluminiumfenster hervorragend performen, sind die Nachhaltigkeitswünsche von Herrn und Frau Österreicher in Bezug auf Fensterrahmen-Werkstoffe beheimatet: Langlebigkeit und dauerhafte Wärme- und Schalldämmung“, sagt Harald Greger vom Aluminium-FensterInstitut. In punkto Energiegewinnung bevorzugen drei Viertel der Konsumenten die Nutzung von natürlichen Ressourcen – von der Sonne über Wasser bis zur Erdwärme.

Erstmals Konsumentenbefragung Die Novität dabei: Bisherige Studien zum Thema „Nachhaltige Immobilien“ hatten Investoren, Bauherren oder gewerbliche Mieter als Zielgruppe. Jetzt wurde erstmals untersucht, welchen Stellenwert Nachhaltigkeit für Konsumenten und Wohnungssuchende einnimmt. Zwei Drittel der Befragten geben an, dass Nachhaltigkeit ein wichtiges Thema für ihre eigene aktuelle Wohnsituation ist. Ein Großteil der Österreicher wäre sogar bereit, für ein nachhaltiges Gebäude mehr zu bezahlen. Mehr Geld für Blue Buildings „Ein überraschendes Ergebnis ist die Tatsache, dass ein Großteil

Langlebigkeit und Dämmung

Blue Buildings rechnen sich für Käufer wie Nutzer gleichermaßen.

der Konsumenten bereit wäre, für ein Blue Building mehr zu bezahlen“, erklärt Philipp Kaufmann, Gründungspräsident der Österreichischen Gesellschaft für nachhaltige Immobilienwirtschaft (ÖGNI). „Dies jedoch nur dann, wenn nicht nur ökologische, sondern auch ökonomische und soziale Qualitäten wie Kostenfaktoren, Gesundheit und Lebensqualität gegeben sind.“ Bei dieser neuen Generation von Gebäuden, den Blue Buildings, wird der gesamte Lebenszyklus von der Planung über die Bauund Nutzungsphase bis zum Abbruch dokumentiert. Dabei sind alle Aspekte nachhaltigen Bauens beinhaltet: von der Herstellung der Materialien über effizientes Facility Management bis zur Wiederverwertbarkeit nach Beendigung des Lebenszyklus. Und auch der „Faktor Mensch“ muss in der Betrachtungsweise nach-

haltiger Bauentwicklungen berücksichtigt werden, da nur ein hohes Maß an Wohlbefinden die Nutzer überzeugen wird. Angebot und Konsumentenwunsch Deutlichen Verbesserungsbedarf orten die Befragten bei der Umsetzung des Themas Nachhaltigkeit in der Immobilienbranche. Im Vergleich zu Bio-Produkten im Supermarkt oder ÖkostromAngeboten sieht nur ein Drittel der Befragten das Thema im Immobilienbereich gut verwirklicht. Alexander Ertler, Geschäftsführer von immobilien.net dazu: „Interessant ist, dass die derzeit Wohnungssuchenden – also jene Gruppe, die den besten Überblick über das Angebot hat – der Immobilienbranche in punkto Nachhaltigkeit ein besonders schlechtes Zeugnis ausstellen.

FOTOS: SHUTTERSTOCK

Die Leute suchen nachhaltigen Wohnraum, das Angebot entspricht aber nicht ihren Anforderungen. Die Branche wäre gut beraten, mehr auf die Wünsche der Immobiliensuchenden einzugehen.“ Neben der finanziellen Gesamtbelastung durch Miete und Betriebskosten nennen die Wohnungssuchenden in erster Linie gesundheitliche Aspekte, die ihnen bei der neuen Immobilie wichtig sind. Immer noch Wissenslücken Ein weiteres Ergebnis der ImmoNachhaltigkeits-Studie 2012: 53 Prozent der Konsumenten geben an, keine Förderungen für die Sanierung eines Eigenheimes zu kennen, die Wiener Konsumenten schneiden mit 71 Prozent besonders schlecht ab. Darüber hinaus gehen nur 16 Prozent der Konsumenten und 21 Prozent der

Informationsoffensive gefordert „Die Studie zeigt ganz klar eine Kluft zwischen Angebot und Nachfrage. Immobilienbranche und Politik sind aufgefordert, auf die Wünsche der Konsumenten besser einzugehen und diese umzusetzen“, regt Helene Fink, (wiko Wien) an. Außerdem sei es notwendig, umfassender und nachhaltiger zu informieren. „Die massive Unwissenheit in Bezug auf wesentliche Instrumente wie den Energieausweis macht zudem deutlich, dass eine umfassende Informationsoffensive notwendig ist.“ Bis zum Inkrafttreten des neuen Energieausweisgesetzes bleibt nur mehr bis Dezember 2012 Zeit.

Sonnenstrom spart Betriebskosten Photovoltaikanlagenboom auf privaten wie öffentlichen Dächern. EINSPARPOTENZIAL. Die CO2-neutrale Sonnenenergie steht weltweit zur Verfügung und ihre Energiemenge übertrifft den Energiebedarf der Menschheit um das 10.000-fache. Mit Photovoltaikanlagen wird Sonnenlicht in elektrische Energie umgewandelt. Zudem sind Solarzellen ideale Stromerzeuger, da sie weder Lärm noch Abgase erzeugen und an bestehenden Bauwerken montiert werden können. Die Modulpreise für Photovoltaikanlagen sind vergangenes Jahr um 40% gefallen. Bei entsprechenden Flächen und mithilfe von Förderzusagen können Haushalte fast stromautark werden. Es gibt dabei verschiedene Modelle: der produzierte Strom wird beim Abnehmer VKW eingespeist und von diesem vergütet. Oder der gewon-

nene Sonnenstrom wird für den täglichen Haustechnikstrombedarf verwendet und nur Überdeckungen ins Netz eingespeist. Wirtschaftlichkeit Die Anschaffung ist mittlerweile auch wirtschaftlich interessant.

Der Investitionszuschuss vom Bund erfolgt ab 5kWpeak. Zur Verdeutlichung: In Vorarlberg kann ein Ertrag von 900 bis 1000 kWh pro kWp bei idealen Bedingungen erwartet werden. Ca. 40 m2 Photovoltaikfläche erzeugen 4000 kwh Strom, das ist der Strombedarf eines durchschnittlichen 4-Personen-

Im Optimalfall ermöglicht die Fotoviltaikanlage für einen stromautarken Haushalt.

Haushaltes. Bereits in der Hälfte der Lebensdauer (25 Jahre) kann sich die Anlage bezahlt machen.

weiteren Stromaufwand resp. die Einspeisung verwendet. Förderung für privat

Wohnanlagen mit Fotovoltaik Mittlerweile werden bereits neue Wohnanlagen nicht nur mit den vorgesehenen Leerverrohrungen für Fotovoltaikanlagen errichtet, sondern die Anlage ist im Kaufpreis bereits inkludiert. Dank einer Solar- und Photovoltaikanlage werden die Betriebskosten pro Wohnung ganz wesentlich gesenkt. So entstehen in Lauterach derzeit von der Fa. Greif + Sohm sowohl eine Kleinwohn- wie eine Reihenhausanlage, die die Warmwasserbereitung mit Solar bereitstellt, mittels Photovoltaikanlage den gesamten Stromverbrauch der Wärmepumpen abdeckt, und die 15%ige Überdeckung für

Die Förderung von Photovoltaikanlagen erfolgt durch Investitionszuschüsse im Rahmen des Klimaund Energiefonds (KLIEN) für Anlagen bis zu einer förderbaren Leistung bis max. 5 kWPeak, oder für Anlagen ab 5 kWPeak durch Einspeisetarife im Rahmen des Ökostromgesetzes. Von Privatpersonen auf Wohnhäusern errichtete Anlagen werden maximal mit 5 kWPeak gefördert. Unabhängig von der Förderung muss für FV-Anlagen immer der „Antrag auf Anerkennung als Ökostromanlage“ gestellt werden. Mehr Informationen unter: www.vkw.at


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DER VORARLBERGER IMMOBILIEN-MARKT

DIENSTAG, 12. JUNI 2012

Immobilienpreisspiegel 2012 Laut WKÖ-Fachverbandes der Immobilientreuhänder sind 2012 Wohnimmobilien und Baugrundstücke am gefragtesten. DRUCKFRISCH. „Immobilien sind weiterhin stark im Aufwind und erfreuen sich bei Eigennutzern und Anlegern ungebrochener Beliebtheit“, sagt Thomas Malloth, Obmann des Fachverbandes der Immobilientreuhänder der WKÖ. „Auch die neuen Steuerregelungen im Immobilienbereich werden daran nichts ändern, Immobilien sind und bleiben ein sicherer Hafen“, ist er überzeugt. Gemeinsam mit weiteren Immobilien-Expertinnen und -Experten präsentierte Malloth Ende Mai den druckfrischen Immobilienpreisspiegel 2012. Baugrundstück-Plus in Vorarlberg Am gefragtesten sind Wohnimmobilien und Baugrundstücke. Die Nachfrage hat auch Auswirkungen auf die Preise. In allen Bundesländern sind die Preise für Baugrundstücke auch 2011 wieder gestiegen: Das größte Plus gab es dabei mit 7,79% in Vorarlberg – hier kostete der Quadratmeter nun durchschnittlich 314,63 Euro. Die günstigsten Baugrundstücke waren in der Steiermark, im Burgenland sowie in Kärnten zu finden. Die Preise für Reihenhäuser sind 2011 – sieht man von einem marginalen Rückgang um 0,03% in Kärnten ab – ebenfalls deutlich gestiegen. Ein deutliches Aufwärtssignal gab es österreichweit auch bei Einfamilienhäusern: Am stärksten angezogen haben die Quadratmeterpreise in Wien (+5,08%), knapp dahinter liegt Tirol. In Vorarlberg stiegen diese um 3,21% auf durchschnittlich 2348,09 Euro.

Die deutlichste Preissteigerung um 6,42% pro Quadratmeter gab es in Wien, die moderateste im Burgenland. Auch in Tirol und Vorarlberg sind die Preise deutlich nach oben geschossen – und zwar um 7,61 Prozent auf durchschnittlich 2579,44 Euro bzw. um 7,07% auf 2964,48 Euro. Zweitteuerstes Pflaster war Salzburg, wo die Preise um 3,65% nach oben kletterten und somit bei 3153,78 Euro lagen.

Anstieg auch im Ländle

Stagnierende Büromieten

Eigentumswohnungen (Erstbezug) waren auch im Vorjahr eine beliebte Geldanlage – was neuerlich in allen Bundesländern zu einem Preisanstieg führte – die größten mit +9,72% wieder in Wien. Der durchschnittliche Quadratmeterpreis in der Bundeshauptstadt lag bei 3298,47 Euro – und war der höchste österreichweit. Bei Mieten für Wohnungen (freier Mietzins) zeigte die Kurve ebenfalls in allen Bundesländern nach oben.

Nachdem 2010 die Mieten für Büroimmobilien stagniert oder vielfach nachgegeben haben, hat sich dieses Segment im Vorjahr erholt. Markant angezogen haben die Durchschnittspreise in Salzburg (+8,02%), den zweithöchsten Anstieg gab es in Niederösterreich (+5,69%).

Die neuesten Erhebungen der Wirtschaftskammer zeigen fast durchgängig hohe Nachfragen.

Stagniert hat der durchschnittliche Quadratmeterpreis von 7,24 Euro in Vorarlberg. Auch bei Betriebsgrundstücken haben

sich die Preise nach oben entwickelt. Die Durchschnittspreise für Vorarlberger Betriebsgrundstücke (165,65 Euro) mit plus 4,54% haben deutlich angezogen. Anders die Situation bei Mieten für Geschäftslokale: Hier gab es in 6 von 9 Bundesländern einen Rückgang und nur in Niederösterreich (+1,05%), der Steiermark (+1,45%) und Wien (+4,57%) Steigerungen. Wo Licht ist, gibt es auch Schatten Für viele haben diese Entwicklungen aber auch Schattenseiten, „denn das hohe Preisniveau vor allem im städtischen Bereich und in den Speckgürteln ist – auch wenn derzeit niedrige Finanzierungszinsen die Schaffung von Eigentum begünstigen – für viele schon jetzt eine unüberwindliche Hürde.“ Malloth ist es ein Anliegen, „dass in den Stadtzentren durch Nachverdichtung z. B. Dachgeschoß-Ausbau mehr Wohnraum geschaffen wird. Das bringt dringend benötigten städtischen Wohnraum. Mit den richtigen Maßnahmen können die bestehenden Nutzflächen fast verdoppelt und der Heizwärmebedarf und der C02-Ausstoß trotzdem erheblich reduziert werden: Durch Sanierung des Altbestandes und DachgeschoßAusbauten wird Energie gespart – und weit mehr als durch den Neubau von Passivhäusern – und wertvoller Grünraum geschont.“ Vorarlberg-Tendenz

Städtischer Wohnraum wird vor allem aus Infrastruktur-Gründen stark nachgefragt.

Betrachtet man die Landeshauptstädte allein, so zeigt sich, dass der Aufwärtstrend anhält. Zwei Segmente haben in Bregenz einen Rückgang hinneh-

FOTOS: SHUTTERSTOCK

men müssen. Zum einen die Büroflächen, die ein Minus von 0,78% auf 7,67 Euro verzeichneten. Zum anderen die Mieten für Geschäftslokale – hier gingen die Durchschnittsmieten um 3,06% auf 11,04 Euro zurück. Ein starkes Plus gab es hingegen mit 9,18% bei Erstbezugs-Eigentumswohnungen, bei denen der durchschnittliche Quadratmeterpreis mit 3104,87 Euro zu Buche schlug. Auch Reihenhäuser wurden teurer – deren Preise stiegen um 8,69% auf 2109,53 Euro. Baugrundstücke wurden ebenfalls teurer: Sie legten um 8,36% auf 394,67 Euro zu.

Der Vorarlberger Immobilienpreisspiegel der Raiffeisenbank Raiffeisen Wohn Bausparen und Raiffeisen Immobilien hat österreichweit Daten von 60.000 Immobilien ausgewertet. Online können Durchschnittspreise in jedem Bundesland und jedem Bezirk für Wohnungen, Häuser und Grundstücke abgefragt werden. Bei Wohnungen sind auch die durchschnittlichen Mietpreise ersichtlich. Mehr auf www.immopreisatlas.at Vorarlberger Immopreisatlas:

Immobilienpreisspiegel 2012 – Bestellung Der Immobilienpreisspiegel wird vom Fachverband der Immobilien- und Vermögenstreuhänder in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) 2012 bereits zum 24. Mal herausgegeben. Der Immobilienpreisspiegel reflektiert nicht die erzielbaren Preise bezogen auf das Einzelobjekt, sondern den – basierend auf einer Mitgliederbefragung – statistisch errechneten Durchschnittspreis der im Jahr 2011 erzielten Immobilienpreise. Er enthält die Auswertungen verschiedener Liegenschaftsarten für alle politischen Bezirke Österreichs. Er ist zum Preis von 35 Euro (für WK-Mitglieder: 27 Euro) zzgl. MwSt. und Versandkosten beim Fachverband der Immobilienund Vermögenstreuhänder, Wiedner Hauptstraße 57/2/2/5, 1040 Wien, erhältlich. Bestellungen per E-Mail an office@wkimmo.at Mehr Informationen unter: www.wko.at

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2020 Euro Bregenz 1917 Euro Dornbirn 1820 Euro Feldkirch 1739 Euro Bludenz Wohnung neu/m2

3435 Euro Bregenz 3385 Euro Dornbirn 3216 Euro Feldkirch 2908 Euro Bludenz Miete/m2

8,19 Euro Bregenz 7,79 Euro Dornbirn 7,64 Euro Feldkirch 7,27 Euro Bludenz Haus/m2

2711 Euro Bregenz 2585 Euro Dornbirn 2453 Euro Feldkirch 2251 Euro Bludenz Baugrund/m2

332 Euro Bregenz 324 Euro Dornbirn 296 Euro Feldkirch 262 Euro Bludenz


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Ein Projekt der PRISMA Unternehmensgruppe, der ZM3 Immobiliengesellschaft, der SPEKTRA Zentrum für Wohn- und Lebensraumentwicklung, der VOGEWOSI und der Wohnbauselbsthilfe in Kooperation mit der Marktgemeinde Götzis.

Richtwerte für Grundstücken und Wohnungen Immobilienpreisspiegel bieten einen Überblick zur Orientierung. DURCHBLICK. Immobilienpreispiegel werden aus laufenden Marktbeobachtungen und Erfahrungswerten mit Sorgfalt erstellt, bieten jedoch lediglich einen Überblick über Durchschnittspreise inklusive Umsatzsteuer ohne Gewähr. Die Angaben sind in Euro pro Quadratmeter. Die Preisgestaltung ist komplex und differenziert. Städte und Seegemeinden zählen zu den hochpreisigsten Orten.

rung und Insiderwissen. Wer den genauen Wert seiner Immobilien wissen will kommt nicht umhin, sich an Experten zu wenden. Dafür stehen Makler, gerichtlich beeidete Gutachter, die Immobilienexperten von Banken u. a. zur Verfügung. Die nebenstehenden Tabellen wurden von der Hypo Immobilien GmbH erstellt und bieten folgenden Überblick:

Verschiedenste Faktoren beeinflussen den Wert einer Immobilie: Lage und Ausstattung, Umgebungsverbauung, Architektur, Alter und energetischer Zustand. Die konkrete Bewertung einer Immobilie erfordert viel Erfah-

Die Grundstücksgrößen sind im Schnitt zwischen 400 (Einfamilienhaus) 800 m2 (Doppelhaus). Gelistet wurden geeignete Baugrundstücke in Wohngebieten (Bauwohngebiet, Baumischgebiet) zur Verbauung mit Einfamilien- bzw.

Doppelhäusern unter Berücksichtigung der Lagekomponenten. Gebrauchte Eigentumswohnungen Die Werte werden ohne Autounterstellplatz/-abstellplatz angegeben. Die Erläuterung zu den Wohnwerten ist wie folgt: Einfacher

Baugrundstückspreise

Wohnwert: Einfache Ausstattung (keine Zentralheizung, Fenster mit Einfachverglasung), wenig bevorzugte Wohnlage.

Baugrundstücke für Einfamilien- und Doppelhäuser (400–800 m²) Ort

Durchschnittliche Lage

Gute Lage

Sehr gute Lage

Bregenz

250 – 290

290 – 400

400 – 600

Hard

250 – 270

270 – 340

340 – 450

Höchst

200 – 220

220 – 240

240 – 250

Egg

80 – 110

110 – 150

150 – 225

Lustenau

200 – 220

220 – 250

250 – 300

Dornbirn

230 – 250

250 – 330

150 – 225

Hohenems

160 – 180

180 – 240

240 – 320

Götzis

190 – 200

200 – 250

250 – 340

Feldkirch

190 – 220

220 – 270

270 – 370

Bludenz

150 – 190

190 – 270

270 – 370

Gaschurn

70 – 100

100 – 160

160 – 190

Angaben in Euro pro m² Grundfläche. Mittlerer

Wohnwert: gute Bausubstanz mit Verbundglasfenstern und Standardausstattung (Zentralheizung, Bad, WC).

Guter

Wohnwert: Gute Wohnlage mit üblicher Ausstattung (Zentralheizung, Isolierverglasung, Balkon, moderne Sanitäreinrichtungen), Öko-Standard*, barrierefrei, eventuell Lift, kein unmittelbarer Modernisierungsbedarf.

Sehr guter Wohnwert: Sehr gute

örtliche Wohnlage mit moderner Ausstattung, Parkett, Balkon, Lift, moderne Haustechnik, Öko-Standard*, barrierefrei.

Gebrauchte Wohnungen Einfacher Wohnwert

Mittlerer Wohnwert

Guter Wohnwert

Sehr guter Wohnwert

Bregenz

1.200

1.600

2.000

2.400 – 3.000

Hard

1.200

1.500

1.900

2.200

Höchst

1.200

1.500

1.900

2.200

Egg

1.100

1.400

1.800

2.100

Lustenau

1.100

1.450

1.700

2.100

Dornbirn

1.200

1.650

2.200

2.700 – 3.000

Ort

Hohenems

1.100

1.450

1.800

2.100

Götzis

1.200

1.550

2.050

2.300

Feldkirch

1.100

1.500

2.100

2.500

Bludenz

1.350

1.350 – 1.550

1.550 – 1.850

1.850 – 2.300

Gaschurn

1.100

1.100 – 1.300

1.300 – 1.500

1.500 – 1.800

Angaben in Euro pro m² Wohnnutzfläche. Quelle: Hypo Immobilien GmbH


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DIENSTAG, 12. JUNI 2012

Bauen auf kleinstem Raum Selbst auf wenig Grundstücksfläche entstehen dank geschickter Planung ansprechende Häuser RAUMWUNDER. Wenn Grundstücke rar werden, sind kreative Lösungen gefragt. Architekten und Planer realisieren selbst auf kleinstem Raum noch ansprechende Lösungen. Raum zum Bauen ist kostbar und die verdichtete Bauweise ein Gebot der Stunde. Demgegenüber steht der Wunsch der Vorarlbergerinnen und Vorarlberger, das „eigene Hüsle“ zu verwirklichen. So entstehen mittlerweile dank kreativer Planung auf „handtuchgroßen“ Grundstücken noch Häuser. Single-Häuser als kostengünstige und platzsparende Optionen finden immer mehr Freunde. 90-m2-Häuser sind keine Seltenheit mehr. Wer sich nicht mit dem Wohnen in einer Wohnanlage anfreunden kann, hat mit entsprechender Planung doch noch Chancen auf ein Traumhäuschen.

Beispiel in Hohenems Bei unserem Beispiel in Hohenems wurde auf nur 250 Quadratmeter ein ganzes Einfamilienhaus realisiert. Das Erstaunliche dabei: die überbaute Fläche beträgt inklusive Garage 145 m2! Die Umsetzung war allerdings nur durch allseitige Abstandsnachsichten zu allen Nachbarn möglich. Die unmittelbare Nähe der Verwandtschaft förderte den Plan der jungen Bauherrschaft, das Haus auf dem familieneigenen Grundstück zu errichten. Herausforderung für Planer Das Architekturbüro Heinrich Nussbaum setzte dieses „Bauen auf kleinstem Raum“ um. Die Planerstellung war eine Herausforderung für die erfahrenen Planer, die sie bravourös gelöst haben. Heinrich Nussbaum:

„Das jetzige Haus ist ein kleines Raumwunder. Auf einer relativ kleinen zu bebauenden Grundstücksfläche wurde das expressive Einfamilienhaus konzipiert. Charakteristisch dafür ist das Spiel der Baukörper miteinander: sie schneiden ein, sie stehen darüber, sie umfassen und sie verbinden. Das Resultat dieses Spieles ist ein Haus mit einer sehr modernen Architektursprache“. Das Wohngebäude mit zwei Obergeschoßen mit Flachdach und integrierter Garage wurde nicht unterkellert ausgeführt. Die Außenwände im Erd- und Obergeschoß wurden in Mauerwerk mit Wärmedämmung und Außenputz, die Garagenwände in Stahlbeton ohne Wärmedämmung errichtet. Die maximalen Abmessungen des Gebäudes betragen 19,21 x 8,6 m. Die Gebäudehöhe beträgt 6,72 m. Der überdachte Zugang zum

Direkt an die Grundstücksgrenze gesetzt, konnte das Haus realisiert werden.

Wohngebäude erfolgt nordostseitig im Anschluss an die Garage. Im Erdgeschoß befinden sich die Schlafräumlichkeiten sowie die Garage mit den Nebenräumen, im Obergeschoß wurden die Aufenthaltsräumlichkeiten positioniert. Das Erdgeschoß umfasst Diele, Gang, 2 Kinderzimmer, Schlafzimmer mit Ankleide und Bad/ WC. Von der Diele gibt es eine Zugangstüre in die Garage, welche Platz für 2 PkW und zum Einstellen von Gartengeräten bietet. Das Erdgeschoß weist eine Nutzfläche von 64 m2 auf, die Garage hat eine Fläche von 42 m2. Clevere Raumaufteilung

Das lediglich 250 m² große Rasengrundstück vor der Bebauung.

FOTOS: HEITERER

Über eine halbgewendelte Stahlbetontreppe in der Diele wird das Obergeschoß erschlossen. Dieses umfasst Gang, WC, Technikraum, Arbeitsraum, Wohnzimmer, Koch-/Esszimmer und Speis. Nordwestseitig schließt eine teil-

weise überdachte Terrasse an, welche vom Esszimmer erschlossen wird. Der südwestseitige Balkon wird vom Wohnzimmer erschlossen. Sowohl die Terrasse als auch der Balkon erhielten eine 1 m hohe Absturzsicherung aus Verbundsicherheitsglas. Terrasse zur Freizeitnutzung Da die verbleibende Grünraumfläche relativ gering ist, wurde im Obergeschoß eine großzügige Terrasse eingeplant und dem Wohnzimmer ein Wirtschaftsbalkon zugeordnet. Das Obergeschoß weist insgesamt eine Nutzfläche von 74,4 m2 auf, die Terrasse hat eine Fläche von 38 m2, wovon 17 m2 überdacht sind. Der Balkon hat eine Fläche von 9 m2 und ist nicht überdacht. Der gesamte Baukörper hat sich in die Umgebung nahtlos eingefügt. Als wäre er immer schon dort gestanden.


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DIENSTAG, 12. JUNI 2012

Holznutzung – praktischer Umweltschutz Architektur mit Holz ist das Aushängeschild Vorarlbergs.

LEBENDIG. Holz ist ein Baustoff, der hierzulande lange Tradition hat. Holz lebt, Holz atmet.

fixieren, sondern den bereits im Baum gespeicherten Kohlenstoff über ihre gesamte Lebensdauer in sich tragen. Ein Holzhaus speichert bis zu 30 Tonnen CO2: Ein Kubikmeter Holz wächst pro Sekunde nach, soviel, dass täglich 2160 Häuser gebaut werden könnten und 788.400 in einem Jahr.

Bauen mit Holz folgt unterschiedlichsten Aspekten: ökonomischen, ästhetischen, praktischen, gesundheitlichen sowie ökologischen. Der leicht zu verarbeitende heimische Baustoff ist anpassungsfähig und strahlt Wärme aus und Forschungsergebnisse halten fest: Gebäude und Räume in Holzbauweise haben auf die Personen, die hier leben, arbeiten und lernen eine eindeutig positive Wirkung. Die positiven Auswirkungen werden lt. Studien bezeichnet als:

Holz wächst und wächst und wächst ... Wussten Sie, dass die halbe Million grüner Nadeln einer 100 Jahre alten und 30 Meter hohen Rottanne der Oberfläche von zwei Fußballfeldern entspricht, und pro Tag fast 20 Kilogramm CO2 verarbeiten? Die Vorteile von Holz lassen sich zudem so zusammenfassen:

Schutz für das Herz Kreislauf wird geringer belastet Holz wirkt ausgleichend und

positiv auf unsere Psyche physiologische Wetterfühligkeit nimmt ab die Erholung im Schlaf ist größer die

ein

Holz vermittelt Geborgenheit

Als CO2-neutraler Baustoff unterstützt das Bauen mit Holz den Erhalt unseres Lebensraumes.

Der lebendige Werkstoff gleicht Temperatur- und Luftfeuchtigkeitsverhältnisse gut aus und vermittelt Geborgenheit. Holz ist einer der wenigen regenerierbaren Werkstoffe, die dem Menschen auf Dauer zur Verfügung stehen, solange Wälder vernünftig bewirtschaftet wer-

den. Zusätzlich übt Holz einen positiven Einfluss auf unser Klima aus. Es nimmt CO2 aus der Luft auf und reduziert den Treibhauseffekt. Vorarlberg ist holzreich. Vor allem die heimische Weißtanne kann in kurzen Wegen transportiert und weiterverarbeitet werden.

Auf der Baustelle lässt sich Holz so umweltfreundlich verarbeiten und entsorgen wie kein anderer Baustoff. Investiert wird quasi in das eigene Naherholungsgebiet den Vorarlberger Wald. Wer den Wald erhalten will, sollte Holz als Baustoff verwenden. Die Natur „dankt“ für das Setzen auf Holz. Zeit, Geld und Rohstoffe können bei der Errichtung erspart werden, laufende Heizkosten gespart und ein behagliches und gesundes Haus gewonnen werden.

FOTOS: SHUTTERSTOCK

Holzprodukte sind Kohlenstoffspeicher Im Fall von Holzprodukten spricht man im Gegensatz zu Wäldern nicht von »Kohlenstoffsenken« sondern von »Kohlenstoffspeichern«, da sie selbst kein CO2 aus der Atmosphäre

natürlicher Baustoff ohne künstlichen Zusatz Holz produziert keinen Abfall sehr gut zu be- und verarbeiten ein lebender und gesunder Baustoff Holz besitzt eine gute Dämmeigenschaft klimafreundlich Die bekannte Holzbauarchitektur Vorarlbergs beweist zudem: Holz ist attraktiv und designtauglich! Mehr Informationen unter: www.proholz.at

Zauberformel 1 Tonne CO2 wird in jedem Kubikmeter Holz gespeichert. Wie berechnet man den CSpeicherwert von Holz? Bäume nehmen als lebender Organismus Kohlendioxid (CO2) aus der Atmosphäre auf, wandeln es in harmlosen Kohlenstoff um und geben den freigewordenen Sauerstoff (O) wieder an die Umgebung ab.

Der Werkstoff ist flexibel und leicht verarbeitbar.

Holz lebt, atmet und verbreitet gute Atmosphäre.

Trends bei Massivholztreppen Bei den neuen Modellen ist klar eine ökologische Orientierung gefordert. SANIERUNG. Bei Massivholztreppen ist verstärkt der Trend zu einer besonders ökologischen Finishbehandlung zu verzeichnen. Geölte Stufen stehen mittlerweile in punkto Qualität und Abriebfestigkeit den Lackanstrichen fast gleichwertig gegenüber. Zudem bietet die geölte Oberflächenbehandlung noch ein Reihe weiterer Vorteile, zum Beispiel können stark beanspruchte Bereiche ohne großen Aufwand immer wieder partiell ausgebessert beziehungsweise nachgewachst werden. Geöltes Holz kommt vor allem aber dem Tastsinn sehr ent-

gegen, denn die natürliche Wärme des Holzes ist angenehm spürbar. Allerdings ist beim Ölen oder Wachsen darauf zu achten, welche Produkte verwendet werden, denn auch wenn die Angebotspalette mittlerweile sehr groß ist, so bedeutet dies noch lange nicht, dass jedes Öl oder Wachs den extrem hohen Anforderungen, die bei einer Holztreppe anzutreffen sind, über Jahre standhalten kann. Aktueller Technologiestand ist derzeit die UV-Trocknung, was zu einer optimalen Aushärtung des Öles und somit auch besonders strapazierfähigen Oberfläche führt.

Weitere Infos und zahlreiche Tipps zur Treppenplanung enthält der Ratgeber „Treppen-ABC“ der unter www.schraegle-treppen.at kostenlos angefordert werden kann. Auf Grund des wachsenden Interesses des Publikums, welches ein möglichst natürliches Wohnen in allen Bereichen bevorzugt, wurde „Prisma“ entwickelt, eine handwerklich perfekt verarbeitete Massivholztreppe, deren Finishbehandlung mit speziellem Fußbodenhartöl vorgenommen wird. Mehr Informationen unter: www.schraegle-treppen.at

Eine Holztreppe setzt attraktive Wohnraumakzente.

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DIENSTAG, 12. JUNI 2012

Checkliste Baueingabe Gut vorbereitete Unterlagen verkürzen die Verfahrensdauer deutlich. BAUANTRAG. Zur Erleichterung von Bauverfahren geben die Behörden Checklisten für die Baueingabe aus. Gemäß der Baueingabeverordnung sind nachstehende Plan- und Beschreibungsunterlagen einem Bauantrag beizulegen:

Wärmeschutz

Unsere Beispielliste dient lediglich als Hilfsmittel, um die Baueingabe für AntragstellerInnen zu vereinfachen, die Inhalte haben jedoch keine Rechtsverbindlichkeit. Die jeweiligen Bauämter halten die erforderlichen Unterlagen auch online bereit! Grundsätzliches zum Baugrundstück: Nachweis des Eigentums Zustimmungserklärung des

Grundeigentümers Zustimmungserklärung

zur Abstandsnachsicht Nachweis über die Zufahrt zum Grundstück Energieausweis Planunterlagen: Übersichtsplan 1:1000 Lageplan 1:500 Grundrisse der einzelnen

Geschoße 1:100 Schnitte 1:100 Ansichten 1:100

unter Berücksichtigung des Verlauf des Geländes vor und nach der Bauführung Außengestaltungsplan 1:200 Abstandsflächenplan 1:200 Erläuterungen: Alle Planunterlagen haben die Nordrichtung und den Maßstab anzugeben. Im Lageplan sind darzustellen: das

Baugrundstück und die Nachbargrundstücke mit den GST-Nummern Widmungsgrenzen nach dem RPG, Baulinien und Baugrenzen die bestehenden Gebäude bestehende und geplante Verkehrsflächen mit Breite und Bezeichnung die Verbindung des Baugrundstückes zu öffentlichen Verkehrsflächen die Draufsicht auf das Bauvorhaben mit den Dachvorsprüngen und allen ober- und unterirdischen Außenwänden, deren Hauptmaße sowie deren Abstände zu den Grundstücksgrenzen Anordnung und Abmessung der Abstellplätze für Kfz sowie Anordnung und Ausmaß der Kinderspielplätze Anordnung der Grünflächen einschließlich der Bepflanzung Im Grundrissplan sind darzustellen: Darstellung

und Maße der Wände und Tragkonstruktionen, der Tür- und Fensteröffnungen, der Stiegen und Rampen, der Rauch- und Abgasfänge sowie sonstiger Schächte, der Feuerstätten

Eine gut strukturierte Checkliste hilft dabei, den Überblick zu behalten.

und ortsfesten Lagerbehälter für flüssige Brennstoffe, der ortsfesten Maschinen und sonstigen ortsfesten technischen Einrichtungen sowie der Anlagen für die Abwasserund Oberflächenentwässerung Anzahl, Höhe und Breite der Stufen von Stiegen sowie die Gehlinie Zweckwidmung der Räume sowie deren Nutzflächen Anordnung der Einstellplätze und deren Abmessungen In den Schnitten sind darzustellen:

hen, der Dachneigungen, der Stufenverhältnisse bei Stiegen und des Gefälles bei Rampen Feuerstätten und ortsfeste Behälter für flüssige Brennstoffe Die Ansichten haben zu enthalten: die

äußeren Ansichten des Bauvorhabens; bei Zubauten einschließlich der Ansichten des Altbestandes den Verlauf des anstoßenden Geländes vor und nach der Bauführung Baubeschreibung:

Höhenlage

in bezug auf die absolute Höhe über dem Meeresspiegel oder einen unveränderlichen Fixpunkt Geländeverlauf in der Schnittebene vor und nach der Bauführung Wände, Decken und sonstige Tragkonstruktionen sowie die Stiegen, Rampen, Rauch- und Abgasfänge sowie Dachaufbauten Höhenmaße der Darstellungen einschließlich der Deckenstärke, der lichten Geschoßhö-

Flächenwidmung

des Baugrundstückes Ausmaß der Nettogrundfläche (NGF) Geschoßflächen Maß der festgesetzten und geplanten baulichen Nutzung entsprechend der BBV Ausmaß des umbauten Raumes (ÖNORM) Art der Verbindung mit den öffentlichen Verkehrsflächen, der Wasserversorgung sowie der Abwasser-, Oberflächen-

FOTOS: SHUTTERSTOCK

wasser- und Abfallbeseitigung des Baugrundes und Art der Gründung des Bauwerks Art der Ausführung aller wesentlichen Bauteile, Fundament, Wände, Dachkonstruktion, Decken, Stiegen u.dgl. Beschaffenheit

inklusive k-Wertberechnung Art des Schallschutzes Art der Feuchtigkeitsisolierung Material und Farbe von Dachhaut, Außenwänden, Vordachund Balkonverkleidungen u.dgl. Art der Türen, Fenster und sonstigen Belichtungsöffnungen sowie des Sonnenschutzes Art der Fußbodenbeläge in Aufenthaltsräumen, Nassräumen, Stiegenhäusern und Verbindungsgängen Art der Rauch- und Abgasfänge sowie deren lichte Querschnitte Art der Heizung und des zur Verwendung kommenden Heizmaterial; Kessel- und Brennertype; Heizleistung in kW; Sicherung gegen Zündschläge, Überfüllungen der Lagerbehälter und Brände; Bauart, Werkstoff und Größe der Lagerbehälter sowie der Rohrleitungen; bei Wärmepumpen überdies Art und Menge des verwendeten Kältemittels Art und Größe der Lüftungsund Klimaanlagen; Luft-, Wärme- und Kälteleistungen sowie Drehzahlen der dazugehörenden Aggregate; Lage der Ansaug- und Ausblasöffnungen; Art und Menge des verwendeten Kältemittels Art der zur Aufstellung kommenden ortsfesten Maschinen bzw. sonstigen ortsfesten technischen Einrichtungen sowie deren Verwendungszweck; Fundierung, Art, Drehzahl und Leistung des Antriebaggregates bei Verbrennungskraftmaschinen; Größe der Treibstoffbehälter sowie deren Abgasführung vorgesehene Maßnahmen zum Schutz gegen Blitzschlag und gegen Brandgefahr sowie Maßnahmen zur Verhinderung gefährlicher elektrischer Fehlerspannungen Ausstattung der Kinderspielplätze Zahl der Stellplätze Beginn und die Dauer der Bauführung Baukostensumme Die Baubehörde


DIENSTAG, 12. JUNI 2012

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Neue Energieausweis-Regelungen Kennzahlpflicht für Verkäufer und Vermieter ab 1. 12. 2012 NEUREGELUNG. Der österreichische Gesetzgeber hat ein neues Energieausweis-VorlageGesetz beschlossen, mit dem die Vorgaben der EU umgesetzt werden sollen. Branchenumfragen bestätigen die Erfahrungen vieler Marktteilnehmer: Weder beim Verkauf noch bei der Vermietung von Immobilien wird bislang der Energieausweis tatsächlich nachgefragt. Mit der Gebäuderichtlinie 2010/31/EU wird sich dies ändern. Es handelt sich auch nicht um eine völlig neue Verpflichtung, obwohl diese schon durch das EnergieausweisVorlage-Gesetz 2006 – bislang sanktionslos – erfolgt ist. Der österreichische Gesetzgeber hat vor wenigen Wochen ein neues Energieausweis-Vorlage-Gesetz beschlossen, mit dem die Vorgaben der EU umgesetzt werden sollen. Auch die inhaltliche Ausgestaltung des Energieausweises wurde neu gestaltet. Zeit zur Umstellung In der Gebäuderichtlinie 2012 wird mit dem neuen Energieausweis-Vorlage-Gesetz die Pflicht des Verkäufers oder Vermieters, beim Verkauf eines Gebäudes oder Nutzungsobjektes dem Käufer oder Mieter einen Energieausweis auszuhändigen, geregelt. Das Gesetz tritt mit 1. Dezember 2012 in Kraft, das zurzeit gültige

Energieausweis-Vorlage-Gesetz 2006 ist aber weiterhin auf Kaufund Bestandverträge anzuwenden, die vor dem 1. 12. 2012 abgeschlossen wurden. Immerhin ist dadurch ausreichend Zeit eingeräumt, um sich auf die geänderten Rahmenbedingungen, vor allem auf die deutliche Einschränkung der Ausnahmebestimmungen vorzubereiten. Die Übergangsbestimmungen stellen sicher, dass bereits erstellte Energieausweise auf die Dauer von zehn Jahren ab ihrer Erstellung weiterhin ihre Gültigkeit behalten und auch für die neue Informationspflicht in Inseraten verwendet werden können. Neue Kennzahl Gesamteffizienz-Faktor fGEE Neben dem bislang schon bekannten Heizwärmebedarf HWB (angegeben in KWh/m2a, d. h. Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr) wird ein neuer Kennwert auf der ersten Seite des Energieausweises auszuweisen sein: Der Gesamtenergieeffizienz-Faktor fGEE verdeutlicht die Relation des Endenergiebedarfs (zukünftiger Lieferbedarf) zur Anforderung an den Endenergiebedarf des Jahres 2007 bezogen auf das Referenzklima oder Standortklima. Diesem Wert ist keine physikalische Einheit zugeordnet, er soll dem Nutzer eine Orientierung geben.

Ab 1. Dezember 2012 ist der neue Energieausweis verpflichtend vorzulegen.

Für die grafische Darstellung des Gesamtenergieeffizienz-Faktors fGEE sind folgende Klassengrenzen festgelegt: Klasse A++ A+ A B C D E F G

fGEE ≤ 0,55 ≤ 0,70 ≤ 0,85 ≤ 1,00 ≤ 1,75 ≤ 2,50 ≤ 3,25 ≤ 4,00 > 4,00

FOTOS: SHUTTERSTOCK

Informationspflicht bei Anzeigen Zu den wesentlichen Neuerungen im Bereich des Energieausweises zählt die Verpflichtung, bereits in den Verkaufs- oder Vermietungsanzeigen in kommerziellen Medien den im Energieausweis angegebenen „Indikator der Gesamtenergieeffizienz“ des Gebäudes zu nennen. Dies verpflichtet den Verkäufer bzw. den Vermieter und den von diesen beauftragten Immobilienmakler dazu, bei einem Immo-

bilieninserat in einem Druckwerk oder einem elektronischen Medium den Heizwärmebedarf (HWB) und den neu geschaffenen Gesamtenergieeffizienz-Faktor (fGEE) anzugeben. Diese Angabe muss nicht – wie im Ministerialentwurf ursprünglich geplant – als färbige Abbildung der Skala erfolgen. In den erläuternden Bemerkungen zum EAVG 2012 findet sich folgendes Beispiel: „HWB 22, fGEE 0,93“. Mehr Informationen unter: www.ovi.at

Wohnungsgrößen und persönliche Wünsche WACHSTUM. Die Österreicher – insbesondere die Vorarlberger, benötigen immer mehr Wohnraum. Dies hat einerseits mit der Demographie, vor allem jedoch mit den wachsenden Ansprüchen der Bevölkerung zu tun.

Deutlich registrierbar sind wachsende Ansprüche an das Wohnen selbst, exemplarisch belegt durch die Zunahme der Wohnfläche pro Kopf der Bevölkerung. In den vergangenen 40 Jahren hat sich der entsprechende Wert von 22 m2 (1971) auf über 42 m2 (2006) fast verdoppelt. Der Wohnungsneubau erfährt nicht nur durch eine wachsende Wohnbevölkerung einen zusätzlichen Impuls, sondern

auch durch die gestiegenen Ansprüche. Käufer wie Mieter wollen ein Mehr an Fläche für das Wohnen für sich beanspruchen und sie sind dafür auch bereit, mehr zu bezahlen. In Zeiten vermehrter Inflationsangst und auch als Folge der angesparten Vermögenswerte über die man selbst verfügt oder die im Erbwege weitergegeben werden, ist man auch bereit, mehr in Immobilien zu investieren.

Entwicklung der Wohnungsgrößen von 1971–2010 99,1

100 85 +8

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90 +5

+9

85

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2001

2010

+ 11

66 60 40

77 66

66

1971

1981

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0 1991 Jahr durchschnittliche Wohnungsgröße

jährlicher Anstieg in m²

120 durchschnittliche Wohnnutzfläche pro Hauptwohnsitzwohnung [m²]

Zu den grundsätzlichen Trends im Zusammenhang mit Siedlungsentwicklung und Wohnen zählt das Wachstum der Wohnbevölkerung. In 20 Jahren wird Österreich 9 Mill. Einwohner zählen, in 40 Jahren 9,5 Mill. und bei einer höherer Geburtenzahl, einem Mehr an Zuwanderung und einer nochmals steigenden Lebenserwartung erreicht Österreich Mitte der 2030er-Jahre vielleicht sogar die 10-Mill.-Grenze. Eine wachsende Wohnbevölkerung führt zu einem Mehr an Haushalten und diese benötigen, unabhängig wie dieses Wachstum bewältigt wird, Wohnungen und Siedlungsflächen.

durchschnittliche Wohnungsgröße pro Hauptsitzwohnung [m²]

120

+9,1 +5

+8

100

85

+11

99,1 90

77

80 66 60

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DER VORARLBERGER IMMOBILIEN-MARKT

DIENSTAG, 12. JUNI 2012

Hideaways als Luxustrend Die Mischung aus Immobilienfonds, Club und Timesharing, bietet seinen Mitgliedern Ferien in Luxusappartements an. LUXUSURLAUB. In Östereich ist der Trend mittlerweile in Wien angekommen. Als „Hideaways“ werden jedoch auch Luxusappartements in der Arlbergregion angeboten. Bei diesem Geschäftsmodell erhalten finanziell gut ausgestattete Klienten gegen eine entsprechende „Eintrittsgebühr“ Zugang zu Luxusvillen, Nobelwohnungen und Chalets. Das unter dem Titel „Fractional Ownership“ bekannte Prinzip wird weltweit angeboten. Freunde dieser außergewöhnlichen Investmentvereinigung können je nach Mitgliedschaft zwischen Nobelpenthouse in Barcelona, smarter Wohnung in London oder Appartement in New York wählen.

Geschäftsleute bereits in den Neunzigerjahren zusammentaten, um gemeinsam teure Ferienimmobilien zu erstehen. Die Idee fasst in Europa erst langsam Fuß. So wird

in London etwa ein ehemaliges Hotel im Nobelstadtteil Mayfair für die Mitglieder genutzt. Wer die Eintrittsgebühr im Hideaways Club bezahlt hat, erhält dafür ein

Investment der besonderen Art

Viel Geld, wenig Zeit Das Konzept entstand in den Vereinigten Staaten, als sich betuchte

Recht auf eine bestimmte Anzahl an Nächten in der Luxusherberge sowie zusätzlich auch ConciergeServices u. a. Die österreichische Website gibt Auskunft über die Vorgeschichte der Hideaway-Idee.

Manche lassen sich den Luxusurlaub einiges kosten.

FOTO: SHUTTERSTOCK

Bei der Beschäftigung mit Zweitwohnungen kam den drei Gründern der Gedanke, dass es einen besseren Weg geben müsse, Immobilien im Ausland zu besitzen. Bei der Analyse mehrerer Clubs an verschiedenen Urlaubsorten der Welt zeigte sich, dass keiner von ihnen eine Investitionsmöglichkeit in Aktienform bot. Diese Erkenntnis wollten die Gründer auf den Kopf stellen, indem sie einen Club schufen, der zuallererst eine Investitionsmöglichkeit bot. Zusätzlich wollten sie einen exklusiven Club

einrichten, der seinen Mitgliedern einen beispiellosen Reise-Lifestyle ermöglicht – ohne die Umstände, die der Besitz einer Zweitimmobilie im Ausland mit sich bringt. Der Hideaways Club startete 2007 mit 10 Luxusvillen und besitzt nunmehr als 40 Immobilien und hat 250 Mitglieder in der Classic Collection. Nach dem Erfolg der Classic Collection rief der Hideaways Club im Juli 2011 die City Collection mit ihren eleganten City-Appartements ins Leben, die zurzeit über 16 Immobilien und 80 Mitglieder verfügt. ÖsterreichKontaktperson ist Markus Schmut, der diese Form als Kombination von Lifestyle, Investment und Werthaltung betrachtet. Mehr Informationen unter: www.thehideawaysclub.com

Ferienimmobilien an türkischer Mittelmeerküste Investitionen in erstklassige Anlagen weisen den Trend, die Nachfrage nach hochwertigen Immobilien im Ausland steigt TREND. Ferienimmobilien an der türkischen Mittelmeerküste erfreuen sich wieder einer regen Nachfrage. Investoren und Eigennutzer sichern sich vor allem hochwertige Immobilien in meernahen Lagen. Besonders bevorzugt sind Immobilien mit direktem Meerzugang. Rechtzeitig positioniert haben sich Investoren und Bauträger aus dem In- und Ausland, die in verschiedenen Regionen neue und hochwertige Hotel- und Ferienanlagenkonzepte entwickeln.

Erreichbarkeit und Infrastruktur. Der internationale Flughafen liegt nur 40 Autominuten entfernt. Als Beispiel für die wieder rege Bautätigkeit steht das Engagement des Stararchitekten Richard Meier. Der mit dem Pritzker Price ausgezeichnete Architekt setzte gemeinsam mit dem Investor Nicolas Berggruen den Bau von 21 Luxus-Villen um. Weitere interessante Projekte

sind der Ausbau eines Yachthafens für Superyachten, das neu entwickelte Aman Resort Hotel (Amanruya), das seine Türen im August öffnet, oder der Bau eines 18-Loch-Golfplatzes. Meeresblick lockt Auch Kalkan/Kalamar ist eine interessante Region. „Nationale und internationale Investment-

Gute Infrastruktur gefragt Besonders gefragt ist die Region um Bodrum an der ägäischen Küste im Südwesten der Türkei. Die Region setzt verstärkt auf Qualitätstourismus und entsprechend hochwertige Immobilien-, Gastronomie- und Freizeitangebote und bietet dazu eine gute

fonds haben den Trend rechtzeitig erkannt, Top-Lagen direkt am Meer gekauft und mit dem Bau von sehr luxuriösen Wohnanlagen begonnen“, sagt Matthias Hartinger von Engel & Völkers in Dornbirn. „Besonders Residenzen, also private Wohnungen oder Villen, die an ein exklusives Hotel angeschlossen sind, stehen hoch im Kurs.“ Im Gegenzug mussten Immobilien in weniger guten Lagen und mit schwacher Qualität hohe Abschläge auf ihre frühere Bewertung hinnehmen – ein Trend, der sich auch künftig eher noch verstärken dürfte. Türkei boomt

Dieses Objekt wird von Engel & Völkers vermittelt.

FOTOS: ENGEL & VÖLKERS

Die stärkste Nachfrage registrieren Makler aus der Türkei, gefolgt von Deutschland, Großbritannien, Skandinavien, Belgien und den Niederlanden. Neu hinzugekommen auf den bisher

„Auch in der Türkei ist der Immobilienerwerb rechtlich abgesichert.“ Matthias Hartinger, Engel & Völkers Vorarlberg

von Einheimischen und Kunden aus dem europäischen Ausland dominierten Markt sind zudem Anfragen aus Russland und aus dem Mittleren Osten. Dass Interessenten von Ferienimmobilien nicht zu lange mit einem Kauf warten sollten, zeigen Kaufpreisentwicklungen von 2000 bis 3500 Euro je Quadratmeter für Villen oder Einfamilienhäuser, die in den bevorzugten bis sehr guten Lagen mit direktem Zugang zum Meer werden schon auf bis zu 6000 Euro pro Quadratmeter klettern (Preisbasis Ende 2011).


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DER VORARLBERGER IMMOBILIEN-MARKT

DIENSTAG, 12. JUNI 2012

Kauf von Gewerbeimmobilien Als Käufer einer Gewerbeimmobilie will man sichergehen, ein passendes Objekt für sein Unternehmen zu finden. KRITERIENKATALOG. Dafür sind viele Aspekte, wie der Standort, die Widmung und die Gegebenheiten der Immobilie zu beachten. Genauigkeit in der Bedarfsanalyse und in der Begutachtung der Immobilie ist Voraussetzung für einen reibungslosen Kauf. Bedarfs- und Investitionsanalyse Beim Kauf einer Gewerbeimmobilie sind im ersten Schritt eine Bedarfs- und Investitionsanalyse zu erstellen. Fragen wie: Was möchte mein Unternehmen mit der Immobilie bezwecken, was für Anforderungen werden an die Immobilie gestellt, was ist mein Budget, werden dabei geklärt. Die daraus resultierenden Ergebnisse bilden die Basis für die Präzision der Kaufstrategie. Die Standortanalyse Sind die Bedarfs- und die Investitionsanalyse ausgearbeitet, stellt sich die Frage nach dem Standort. Wo ist der ideale Platz für mein Unternehmen und welche Vorteile bringt er mir? Ein idealer Betriebsstandort spart Kosten und ist ein erfolgseinwirkender Faktor. Hat ein Unternehmen viel An- und Ablieferung, ist beispielsweise ein Standort in der Nähe der Autobahnanbindung von Vorteil. Bei Verkehr mit schweren Lasten müssen die Zufahrtsgegebenheiten genauestens begutachtet werden. Gibt es Gewichts- oder Höhenbeschränkungen? Ist genügend Platz zum Ausweichen und Wenden für LkWs vorhanden? Herrschen Fahrverbotsregelungen? Für Unternehmen mit Kundenverkehr ist eine Frequenzlage in der Nähe von Wohngebieten attraktiv. Hingegen sollte ein Unternehmen mit starkem Emissionsausstoß, wie Lärm, Staub, Allergene oder sonstigen gesundheitlichen und umweltschädigenden Stoffen, einen Standort nicht direkt inmit-

ten eines Wohngebietes wählen. Somit können Streitigkeiten mit Nachbarn und daraus folgend Störungen in der Betriebstätigkeit vermieden werden. Objektauswahl In der entscheidenden Phase der Angebotseingrenzung ist das Kennen der jeweiligen Marktgegebenheiten von großem Vorteil. Eine erfolgsversprechende Immobilie ergibt sich nicht aus isolierter Objektbetrachtung, sondern aus einer professionellen Bewertung der Immobilie und einer verlässlichen Einschätzung der Potenziale. Wird eine Auswahl an attraktiven Objekten getroffen, sind diese genauestens unter die Lupe zu nehmen. Widmungsfragen beachten In erster Linie ist die Widmung der Immobilie zu überprüfen. Denn die Widmung bestimmt die Nutzungsmöglichkeiten der Immobilie und kann unter Umständen zu gravierenden Einschränkungen im Betrieb führen. Beispielsweise ist es nicht erlaubt, in einem Geschäftslokal einen Produktionsbetrieb anzusiedeln. Die Widmung ist in der Baugenehmigung festgehalten und kann nur unter bestimmten Umständen geändert werden. Betriebe können generell in Baumischgebieten, Betriebsgebieten Kategorie I und in Betriebsgebieten Kategorie II angesiedelt werden. Baumischgebiete sind Gebiete, in denen Wohngebäude, Anlagen und sonstige Gebäude zulässig sind, die das Wohnen nicht wesentlich stören. In Betriebsgebiete der Kategorie I können Betriebe angesiedelt werden, die keine wesentlichen Störungen für die Umgebung verursachen. In diesen Gebieten ist zudem erlaubt, Wohnungen und Einrichtungen für die Versorgung der Mitarbeiter zu errichten. Die Kategorie II der Betriebsgebiete ist für Betriebe, die

in der Kategorie I nicht errichtet werden dürfen, bestimmt. Wohnungen, ausgenommen betriebsnotwendige Wohnungen, Gebäude für Sport- und Freizeitzwecke sowie Gebäude und Anlagen für Zwecke des Handels (sofern der Handel nicht ausschließlich zum Weiterverkauf oder untergeordnet in Produktionsbetrieben zum Verkauf von Waren überwiegend eigener Produktion erfolgt) sind in dieser Kategorie verboten. Raumhöhe und Statik Stimmt die Widmung mit den Tätigkeiten des Unternehmens überein, müssen Eigenschaften wie Flächenaufteilung, Statik, Raumhöhe, Belichtung etc. überprüft werden. Zu empfehlen ist, dass sich der Käufer genau notiert, wie viel Büroflächen, Lagerflächen, Verkaufsflächen oder Produktionsflächen für den Betrieb notwendig sind. Ebenfalls müssen Raumhöhe, Bodenbelastbarkeit und Statik auf eventuelle Maschinen oder Lager angepasst sein. Nicht zu vergessen sind zudem Räumlichkeiten, Sanitäranlagen und Parkmöglichkeiten für Mitarbeiter und Kunden. Auch die Versorgung von

den notwendigen Ressourcen, wie Strom oder Wasser, muss gegeben sein. Hierbei sind gesetzliche Vorgaben zu berücksichtigen, damit keine nachträglichen und kostenaufwendigen Umbauarbeiten und Genehmigungsverfahren entstehen. Genehmigungsverfahren Zu beachten ist, dass bei einer Betriebsanlagengenehmigung nicht ausschließlich die unmittelbaren Nachbarn Parteienstellung einnehmen, sondern all jene, die von dem Emissionsausstoß des Unternehmens beeinträchtigt sind. Eine Betriebsanlagengenehmigung muss schon bei kleinen Änderungen im Betrieb, wie beispielswiese Arbeitszeiten, Betriebs- oder Öffnungszeiten, neu angefordert werden. Ein weiterer Schritt, neben der Überprüfung des IST-Zustandes, ist die Einschätzung des Potenzials der Immobilie. Können Flächen bei Bedarf aus- oder umgebaut werden? Gibt es in der Nachbarschaft eventuell interessante Freiflächen zur Erweiterung des Betriebes?

Generell ist für einen Laien die Beurteilung einer Gewerbeimmobilie besonders schwierig, da diese unter Umständen sehr komplex sein kann. Um böse Überraschungen nach dem Kauf oder eine Überzahlung zu vermeiden, empfiehlt es sich, einen Fachmann mit einem Verkehrswertgutachten zu beauftragen. Dieser ermittelt genau den Wert und die Eigenschaften der Immobilie. Eigenschaften der Immobilie sind Flächen, Bauweise, Höhen, Genehmigungen, Behördenauflagen, Bescheide, Versorgungs- und Entsorgungsleitungen, Zufahrten, Widmung etc. Für den Laien ist die Einholung all dieser Informationen mit sehr viel Aufwand verbunden. Zudem besteht die Gefahr, dass wichtige Details aufgrund fehlenden Fachwissens vergessen werden. Markus Maier von Hypo-Immobilien ist überzeugt: „Grundsätzlich muss ein Käufer für eine gebrauchte Gewerbeimmobilie Weitblick und einen bestimmten Grad an Flexibilität mitbringen. Denn das Finden der idealen Gewerbeimmobilie ist aufgrund der Individualität der Unternehmen nicht einfach.“

Details wie Raumhöhen, Statik und Lichtverhältnisse sind je nach Branche nicht unerhebliche Auswahlkriterien.

FOTOS: SUHTTERSTOCK


Dornbirn – Raiffeisenstraße

DIENSTAG, 12. JUNI 2012

DER VORARLBERGER IMMOBILIEN-MARKT

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