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www.unser-holz.com

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Waldarbeit statt Fitness-Studio Plenterwald – schon einmal gehört? Eschensterben – warum? Wie hält sich ein Mann des Waldes fiit? Über diese und andere Fragen habeen wir uns mit DI Peter Feuersinger, Ab bteiiluung gsleitter für Forstwesen, unterhalten.

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Holzkonstruktionen in allen Formen Free Forms – kling gut, sieht noch besser aus: Holzformen geschwungen, rund, filigran, aber stanndfest und gebaut für eine kleine Ewigkeit. Wirr haben uns mit Katharina Lehmann von Blumeer-L Lehmann, den Spezialisten für Free Foorms, unterhalten.

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Ein Dorf aus Holz Am Anfang war die Idee. Diese Idee lag viele Jahre lang brach. Und dann der Durchbruch: Seit Juni 2017 steht es – das Dorf aus Holz inn Wald d am Arlberg. Wie es aussieht, was es kaann und wo seine Vorzüge liegen, haben wir unss angescchaut.

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Von Bienen und Läusen

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Bieneen, Läuse und Honig – was haben diese drei gemeinsam? Ohne Bienen kein Honig, guut, das ist bekannt. Was aber die Läuse in diesem Zusammenhang für eine Rolle einnehm men, ist woohl nicht ganz klar. Wir lüften das Geheimnis.

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#02 »Ich glaube, Holz ist für uns alle faszinierend. Holz ist unser kultureller Lebensbegleiter seit der Geschichte der Menschheit.«1

»Holz ist grundsätzlich sehr dauerhaft, die ältesten Holzhäuser sind über 1.000 Jahre alt, die ältesten Betonbrücken dagegen erst etwa 70 Jahre. Das heißt, dieser Baustoff muss erst beweisen, dass er langlebiger als der Naturbaustoff Holz ist«, meint Katharina Lehmann von Blumer-Lehmann. Auch das Team von My Esel hat bewiesen, wie gut Holz im Alltag verwendet werden kann – sie haben ein Holzfahrrad gebaut.

Dieses Zitat von Univ.-Prof. DDipl.-Ing. Michael Flach vom Institut für Konstruktion und Materialwissenschaften der Universität Innsbruck beschreibt unsere Philosophie sehr treffend. Wir kommen ursprünglich vom Holz und sind diesen unseren Wurzeln immer treu geblieben.

Ein weiteres Thema dieser Ausgabe ist ein Besuch im Chalet-Dorf in Wald am Arlberg, wo für Naturliebhaber ein ökologisch verträgliches Projekt, das sich harmonisch in die Landschaft einfügt, umgesetzt wurde.

In Zeiten des Klimawandels und der sich verändernden Umweltbedingungen sind wir täglich vor neue Herausforderungen gestellt. Der Klimaschutz und ein ressourcenschonender Umgang mit den Rohstoffen sind daher ein Muss, damit wir unseren Beitrag zur Verbesserung der momentanen Situation leisten können. Kernstück des Klimaschutzes sind dabei der Wald und das Holz. Holz nimmt gerade in der Baubranche eine immer wichtigere Rolle als nachwachsende Ressource ein. Und das aus mehreren Gründen: Holz ist ein universell einsetzbarer Baustoff, ob als Trägermaterial, als Dämmstoff oder im Innenausbau.

Dass unsere Bemühungen auch immer von Fachleuten begleitet werden, unterstreicht das Gespräch mit Peter Feuersinger, der sich im Interview zu der Zukunft unseres heimischen Waldes Gedanken gemacht hat. Das und noch vieles mehr ist Thema der zweiten Ausgabe von UNSER HOLZ. Lassen Sie sich überraschen.

»Wir haben vieles in Holz umsetzen können, auch vieles, das nicht in Holz angedacht war, und bisher hat es immer funktioniert.«2

Viel Spaß bei der Lektüre.

DI Reinhard Schertler i+R

Dass es zahlreiche Möglichkeiten gibt, Holz in unser Leben zu integrieren, beweisen nicht nur Michael Flach und seine StudentInnen, sondern auch ein Besuch in Gossau bei der Firma Blumer-Lehmann AG, die mit ihren Free Forms immer wieder aufs Neue beweisen, was mit Holz möglich ist.

Bmstr. DI Joachim Alge i+R

1 www.meinbezirk.at/westliches-mittelgebirge/lokales/holz-baustoff-der-zukunft-und-klimaschutz-kernstueck-d1643272.html 2 www.meinbezirk.at/westliches-mittelgebirge/lokales/holz-baustoff-der-zukunft-und-klimaschutz-kernstueck-d1643272.html

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Waldarbeit statt Fiitness-Studio

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My Esel – ht blöd gar nich

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Von Bienen und Läusen

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Holzkonstruktionen in allen Forrmen

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Ein Dorf aus Holz

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Karriere mit Holz – Ingo Feiichter

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Waldarbeit statt Fitness-Studio

Peter Feuersinger in Aktion bei der Arbeit in seinem Wald.

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ders bei jungen Bäumen gestartet, da diese noch weniger mit der Krankheit umgehen können als ältere, weil sie weniger Grünmasse haben.

uns große Tradition und wurde über Generationen hinweg besonders im Bregenzerwald gepflegt. Du bist von Berufs weg gen ein ausg gewiesener Fachmann in Frag gen des Waldes. Was bedeutet persönlich der Wald für dich? Ich besitze an der Ostseite des Pfänders einige Hektar eigenen Waldes, den ich mit meinem Sohn selbst betreue. Für mich sind der Wald und die Arbeit in der Natur eine kontemplative Beschäftigung, in der ich mich selber spüren kann. Die Arbeit ist schwer, aber wir machen sie gerne, da damit neben der körperlichen Betätigung auch ein großes Stück Verantwortung verbunden ist. Zudem stellt der Wald für uns eine Einnahmequelle dar und die Bäume sind unser stehendes Kapital.

Wie können solche Eschen identifiziert werden? Die Suche nach resistenteren Eschen gestaltet sich sehr frustrierend, da deren Prozentsatz sehr gering ist. Wir gehen nach Stammdurchmesser und Kronenbeschreibung vor, aber wir finden pro Tag manchmal nur ein bis zwei Stück. Die Frage, ob sich die Esche langfristig selber anpasst, können wir nicht beantworten, da unsere Lebenserwartung nicht so hoch ist wie die von Bäumen und Wäldern. Natürlich richtet sich die Natur über kurz oder lang auf die herrschenden Gegebenheiten ein. Doch wir müssen uns auch die Frage stellen, ob diese Baumart auf diese Dauer verzichtbar ist.

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I Peter Feuersinger ist Abteilungsleiter der Abteilung Forstwesen an der BH Bregenz. Neben seinem Beruf, der ihn tagtäglich in die Natur führt, hat er sich auch privat der Liebe zum Wald verschrieben. Mit seinem Sohn Silvan betreut er mehrere Hektar am Pfänder.

Zu Beg ginn eine allg gemeine Frag ge für unsere Leser: Welche Grundfunktionen hat der Wald? Rund die Hälfte des Vorarlberger Waldes, ca. 49.000 ha, ist Schutz- und Bannwald. Dieser bewahrt Siedlungen und Verkehrswege vor Muren, Lawinen und Steinschlag. Gäbe es diese Schutzwälder nicht, wären mehr als zwei Drittel der Landesfläche bedroht. Es liegt in unserer Verantwortung, durch geeignete Waldbehandlung den Schutz für diese Gebiete zu erhalten.

Aber wir dürfen nicht vergessen, dass es heute noch immer Schadstoffe gibt, die die Umwelt belasten. Derzeit befindet sich zu viel Stickstoff im Waldsystem. Erkennbar wird das an der starken Bodenvegetation, besonders an den stickstoffliebenden Pflanzen wie beispielsweise den Brombeeren, die sich massiv ausbreiten. Deshalb können Jungpflanzen nicht mehr so aufkommen wie nötig. Das führt dann in weiterer Folge zur Zerstörung der Wurzelverpilzung der Bäume – Myykorrhiza – und damit zu Nährstoff- und Wasserengpässen der Bäume.

Wie sieht es mit dem Artenreichtum in Vorarlberg gs Wäldern aus? Im Land gibt es praktisch keine »Urwälder« mehr. Die Artenvielfalt ist in Vorarlbergs Wäldern ähnlich beschaffen wie in vergleichbaren Gebieten: In tieferen Bereichen finden wir Buchenwälder, kommen wir höher, so herrscht ein Mischwald aus Fichten, Tannen und Buchen vor. In mittleren Höhenlagen finden sich Fichten- und Tannenwälder und die Laubgehölze verschwinden langsam. Im hochalpinen Raum herrschen Fichtenwälder vor.

Die Krankheit ist relativ neu und man wusste lange nicht, was das Eschentriebsterben hervorbringt.

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Plenterwald Ein Plenterwald ist ein im Plenterbetrieb bewirtschafteter Hochwald. Er ist ein sich stetig verjüngender Dauerwald, in dem Bäume aller Dimensionen (nicht Altersklassen!) kleinstflächig bis einzelstammweise vermischt sind. Im Plenterbetrieb werden einzelne Bäume gefällt und so ein permanenter Hochwald geschaffen. Trotz des vermeintlich urwaldähnlichen Charakters ist der Plenterwald ein bewirtschafteter Forst.

Wie funktioniert die Waldp pfleg ge bei uns im Ländle? Vorarlberg ist bekannt für seine naturnahe Waldwirtschaft, allen voran die Plenterwirtschaft. Auf diesem Gebiet hat Vorarlberg weltweit einen sehr guten Ruf. Bei der Plenterwald-Bewirtschaftung werden nur Einzelstämme nach ihrer Stärke aus dem Wald entnommen. Dadurch regeneriert sich der Wald von selbst und hat kein Alter und kein Ablaufdatum. Diese Art der Bewirtschaftung hat bei

Was kann dag geg gen unternommen werden? Laut Beobachtungen haben etwa 2 Prozent der Eschen eine erhöhte Resistenz. Das bedeutet nicht, dass die Bäume gesund sind, aber eben resistenter. In der Folge wird versucht, diese Bäume aufzuspüren und deren Samen auf Klonplantagen mit anderen Eschen zu kreuzen. Dieser Versuch wird beson-

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Als Mykorrhiza bezeichnet man eine Form der Symbiose von Pilzen und Pflanzen, bei der ein Pilz mit dem Feinwurzelsystem einer Pflanze in Kontakt ist.

Wenn man von solchen Krankheiten hört,, stellt man sich unweig gerlich die Frag ge,, wie es um die Vorarlberg ger Wälder bestellt ist. Was meint der Exp perte dazu? Grundsätzlich ist diese Frage nicht so einfach mit gut oder schlecht zu beurteilen. Viele Wälder sind in einem guten Zustand, andere wieder in weniger gutem Zustand. Manche Wälder sind baumartenverarmte Monokulturen, manche sind tolle Mischwälder, andere leiden unter verstärkten Wildschäden. Auch die Klimaerwärmung trägt das Ihre dazu bei, dass die Bäume Stress haben. Wenn sich die Temperatur um 2 Grad erhöht, wird es zu einer Wanderung der Waldgesellschaften oben kommen. Auch neue Baumarten werden sich bei uns ausbreiten – z. B. die Edelkastanie. Wichtig sind baumartenreiche Mischwälder, da diese die vielen Funktionen, die der Wald trägt, am Besten erfüllen können.

Was hat es mit dem Eschentriebsterben auf sich? Das Eschentriebsterben geht zurück auf einen Pilz, der aus der Mandschurei eingeschleppt wurde. Nach dem Befall stirbt die heimische Esche auf Raten ab, da sie jedes Jahr aufs Neue befallen wird.

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Mykorrhiza

Wie kann man einer solchen Entwicklung g entgeg genwirken? Wichtig wäre in diesem Zusammenhang eine Messung der Stickstoffwerte. Erst wenn wir Ergebnisse haben, können wir uns überlegen, was zu tun ist. Doch wenn man die Reaktionen der Pflanzen im Wald sieht, so deutet so manches auf eine Stickstoffüberbelastung hin. Ein Wald kann wie ein Buch gelesen werden, wenn man dessen Kreisläufe kennt.

Du hast davon gesp prochen, dass es in Vorarlberg g keine »Urwälder« mehr gibt. Mittlerweile gibt es Waldg gebiete, die aus der Bewirtschaftung g genommen wurden, u.a. in Hohenweiler und Mög ggers. Welche Vorteile bieten solche »Biotop pe«? Im Rohrach, das liegt im Gemeindegebiet von Möggers und Hohenweiler, gibt es ein sehr schönes Verurwaldungsprojekt. Ein solches Modell kann Antworten auf verschiedene Fragen geben, z. B. wie sich die Biodiversität in nicht bewirtschafteten Wald entwickelt, wie die Natur auf Umwelteinflüsse reagiert, welche Strategien sie entwickelt. Trotzdem ist auch ein solches Biotop nicht ausgenommen von menschlichen Einflüssen.

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Vielen Dank für das Gesp präch.

Ende der 70er Jahre ging g ein großer Aufschrei durch Europ pa. Das Waldsterben war allg geg genwärtig g. Wie ist diese Entwicklung g heute aus deiner Sicht zu beurteilen? Das Waldsterben war damals besonders ein Ergebnis der zu hohen Schwefelemissionen. Weil die Politik hier relativ rasch reagiert hat, konnte die Problematik des sauren Regens gestoppt werden. Durch diese Regulierung wurde der Hauptverursacher des Sterbens eliminiert, die Wälder konnten sich wieder erholen und man kann eigentlich von einer Erfolgsstory des Umweltschutzes sprechen.

»Nach dieser Arbeit brauchst du kein FitnessStudio mehr«, meint er. Wir haben uns mit ihm getroffen, um über Besonderheiten der heimischen Wälder zu sprechen.

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Weiterführende Informationen Wald in Vorarlberg:

www.vorarlberg.at/pdf/waldinvorarlberg_stand17_.pdf

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My Esel – gar nicht blöd

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Studiums täglich mit seinem Fahrrad zur Uni. Doch es gab einen großen Haken: Mit seinen 1,95 Metern bekam er bei jedem Fahrrad entweder Rücken- oder Knieprobleme.

y Esel - Fahrräder sind aus Holz gemacht, in Österreich produziert, nachhaltig gedacht. Holz ist ein nachwachsender Rohstoff. Der Rahmen, das Herzstück von My Esel, wird in Salzburg produziert. Zusammengebaut werden die Fahrräder von Hand in Linz, Oberösterreich, im Fahrradzentrum B7, einem ökosozialen Betrieb.

Bald wurde klar, es muss ein maßgefertigtes Fahrrad her. Doch wie es die Branche will: Für einen Studenten waren diese Customized Bikes nicht leistbar, hatten Lieferzeiten von mehreren Monaten. Deshalb machte sich Christoph selbst ans Werk und recherchierte, entwickelte und optimierte das My Esel-Bike 4 Jahre lang. 2017 wurde dann My Esel in Linz gegründet.

»My Esel ist ein disruptives Konzept in der Fahrrad-Branche. Es ist ein makelloses Beispiel für Mass Customization, also die Fertigung individueller Produkte in hoher Produktionszahl. Das Projekt ist hoch skalierbar. Trotzdem ist die Produktion lokal. Für mich ein extrem spannendes Startup mit hohem Potenzial.«

Dass die Idee von My Esel durchaus nachhaltigen Charakter hat, zeigen folgende Tatsachen: Die regionale Produktion des Produkts schafft Arbeitsplätze und Wertschöpfung, die in den letzten Jahrzehnten in Niedriglohnländer abgewandert sind, und bietet die Möglichkeit, gemeinsam mit Partnern wieder spezifisches Fahrrad – Know-how aufzubauen. My Esel arbeitet mit lokalen Partnern für Komponenten und Accessoires zusammen. Außerdem werden mit dem Modelabel Vresh aus Eferding, dem Taschenhersteller Herbert und dem Jeans – Label Verdandy aus Wien spezielle My Esel – Produkte angeboten.

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My Esel – ein Holzbike, das überrascht.

»My Esel ist das weltweit erste Maßrad, das in Massenproduktion gefertigt werden kann«, sagt Christoph Fraundorfer. Bei der Entwicklung der Software arbeitet das Startup mit dem Orthopädischen Spital in Wien-Speising, ausgewiesenen Experten in der Fahrrad-Ergonomie, zusammen. Holz für maximalen Fahrkomfort Die Individualität von My Esel - Fahrrädern wird u.a. durch den Rahmen aus Holz unterstrichen. Das Material sieht nicht nur extrem ungewöhnlich aus, sondern ist auch aus mechanischer Sicht spannend. Für die Rahmen von My Esel werden u.a. Furniere aus Birke und Esche verwendet: »Holz ist ein Faserwerkstoff, ganz ähnlich wie Carbon, aber im Gegensatz dazu organisch gewachsen und nachhaltig. Holz federt und ist trotzdem steif. Mit der richti-

Am Anfang waren Probleme Jede gute Geschichte beginnt mit einem konkreten Problem. Der Gründer von My Esel, Christoph Fraundorfer, radelte während seines Architektur-

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Das Konzept My Esel ist ein neues Fahrradkonzept für urbane Bikes. Ein Algorithmus berechnet Rahmenabmessungen und die Geometrie jedes Fahrrades vor der Produktion individuell für jeden Käufer. Die Produktionsdaten werden von der Software erstellt. Das bedeutet Maßfertigung trotz Serienproduktion. Das Fahrrad wird auf die Körperproportionen und den Fahrstil des Käufers abgestimmt – ein Vorgang, der bisher nur in Handarbeit vor allem im Rennradbereich zu sehr hohen Kosten umgesetzt werden konnte.

Das sagt einer, der es wissen muss: Michael Altrichter, Aufsichtsratsvorsitzender der startup300 AG und Business Angel bei »2 Minuten, 2 Millionen«. Bei der Puls4-Show »2 Minuten, 2 Millionen« konnte das Start-up My Esel mit seinen maßgefertigten Fahrrädern punkten. Das innovative Konzept bekam 250.000 Euro Investment.

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gen Verarbeitung ist es absolut alltagstauglich bei jedem Wetter. Kurz: Holz ist für einen Fahrradrahmen sehr gut geeignet«, erklärt Fraundorfer. Darüber hinaus können auch Farbe und Ausstattung des Rades individuell konfiguriert werden. So kann der potenzielle Käufer aus 540 verschiedenen DesignVarianten wählen. Diese hohe Zahl ergibt sich aus den verschiedenen Sitzhaltungen, den verschiedenen Komponenten, der Auswahl an Schaltungen etc.

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Weiterführende Informationen My Esel:

www.my-esel.com

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Die My Esel GmbH wurde 2017 in Linz gegründet. My Esel entwickelt, produziert und vertreibt die weltweit ersten Maß-Fahrräder für den Massenmarkt. Die Rahmen der aktuellen My Esel Fahrrad-Generation werden aus Holz in Österreich gefertigt. Weitere Fahrradrahmen-Entwicklungen mit innovativen Material-Kombinationen folgen. My Esel wurde von Christoph Fraundorfer gegründet und beschäftigt aktuell vier Mitarbeiter.

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euer fließt der Waldhonig. Warum? Rudi H örburger, ein Urgestein der i+ R - G e s c h i c h t e , h a t m i t u n s ü b e r s e i n H o b by g e s p r o c h e n . B i s z u s e i n e r P e n s i o n i e r u n g 2 0 1 7 ve r d i e n t e d e r K r u m b a c h e r s e i n e B r ö t c h e n i n L a u t e ra c h . A l s g e l e rn t e r T i s c h l e r ze i c h n e t e e r d a b e i j a h r z e h n t e l a n g f ü r d i e P r o d u k t i o n vo n F e n s t e r n – vo n g a n z b e s o n d e r e n F e n s t e r n – ve r a n t w o r t l i c h . D a s i s t d i e e i n e G e s c h i c h t e .

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Die andere Geschichte: Seit 1983, also mit 28 Jahren, begeistert er sich für die Imkerei. »Ich habe immer die Natur gesucht«, erzählt der rüstige 60-jährige über seine Leidenschaft. Zu Beginn nannte er drei Völker sein Eigen. Doch nur Imker zu sein war Rudi zu wenig, heute ist der gelernte Tischler Obmann des Imkervereins Krumbach, der 13 Mitglieder zählt. Was ihm dabei aufgefallen ist? »Zurzeit erlebt unser Hobby einen Boom, auch bei den Jungen«, weiß er zu berichten. Die genauen Gründe kann er nicht genau benennen, aber er vermutet dahinter den Wunsch, sich in einer Zeit zunehmender Globalisierung wieder der Natur zu nähern. »Imkerei bedeutet die Symbiose von Mensch, Tier und Umwelt. Ohne ein Miteinander geht es nicht«, erklärt er seine Philosophie.

Rottannen an und saugen den Siebröhrensaft ab. Dann »schwitzen« sie diesen Saft aus, der von den Bienen aufgenommen und in der Honigblase fermentiert wird. In der Folge wird er von den Sammlerinnen in den Stock gebracht, wo er erbrochen und von den Pflegebienen weiterverarbeitet wird. So entsteht der Waldhonig.

»Heute sind solche Naturvölker keine Selbstverständlichkeit mehr«, betont Hörburger. »Ihre bevorzugten Plätze, ein hohler Baum o.Ä., sind rar geworden, dazu kommt die gesunkene Lebensfähigkeit aufgrund der Varroa-Milbe. Sie ist nach wie vor ein großes Problem für unsere Völker. Wenn sie nicht innert der ersten Jahre behandelt werden, führt das unweigerlich zu deren Untergang. Der zweite Grund für das Bienensterben sind die zahlreichen Pestizide, die in der Landwirtschaft verwendet werden.«

»Das ist der Schlüssel unseres Lebens: Durch Respekt und Rücksichtnahme auf die Lebensräume und -gewohnheiten von Pflanzen, Tieren und Menschen entsteht eine für alle fruchtbare Symbiose«, meint Rudi Hörburger abschließend.

Wald- oder Blütenhonig Das ist die Gretchenfrage. Der Waldhonig ist an seiner dunkleren Färbung erkennbar. In unseren Breiten ist er viel häufiger als der Blütenhonig, denn die Zeit für dessen Herstellung sei einfach zu kurz bemessen.

Symbiotisches Miteinander »Durch die Imkerei lernst du beispielsweise die einzelnen Jahreszeiten viel besser kennen. Wann bringen die Bienen welche Pollen, wann beginnen sie zu schwärmen, wann findet der Hochzeitsflug statt und vieles mehr sind einem regelmäßigen Wandel unterworfen«, berichtet Hörburger. Um dann von der Beziehung des Imkers zu seinen Bienen zu erzählen:

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Noch vor hundert Jahren fand die Honigbiene optimale Lebensbedingungen in unserer Landschaft vor. Wegen der zunehmenden Intensivierung der Landnutzung und Verarmung vieler Gebiete gingen wertvolle Lebensräume verloren. Besonders gravierend ist die Verarmung der Feldflur, so dass den Bienen vielerorts kein ausreichendes Nahrungsangebot mehr zur Verfügung steht. Tatsächlich stellen heute Ortsrandbereiche und sogar Städte häufig bessere Bienenstandorte dar als die landwirtschaftliche Flur.

Die Honigbiene (Apis mellifera) war ursprünglich ein wildes Waldtier. Die veränderten Umweltbedingungen binden die Bienen heutzutage aber fest an die Imker. Die Situation hat sich während der letzten Jahrzehnte derart verschärft, dass ein Überleben von Bienenvölkern ohne Zutun des Menschen inzwischen nahezu aussichtslos erscheint.

Wälder sind aufgrund ihrer naturnahen Bewirtschaftung und Vielfalt ein an sich günstiger Lebensraum für die Honigbiene. Dennoch sind auch hier die Nahrungsbedingungen nicht immer optimal. Dunkle, dichte Fichtenwälder beispielsweise beherbergen nur wenige für Bienen relevante Nahrungspflanzen und sind daher bei großflächigem Vorkommen aus Bienensicht weitgehend uninteressant. Im Zuge einer naturgemäßen Waldbewirtschaftung gilt es also Strukturen zu schaffen, die den Bienen günstige Lebensbedingungen bieten. Durch Pflanzung oder gezielte Pflegemaßnahmen können Baumarten mit hohem Nektar- und Pollenangebot gefördert werden. Viele Baum- und Straucharten eignen sich hervorragend als Bienenweide.

»Naturschwärme sind für mich immer noch etwas Besonderes«, erzählt er: »Ein Volk teilt sich ab einer bestimmten Größe und Stärke im Frühling. Dabei bestimmt nicht die Königin, sondern das Volk den Auszug. Bevor diese schlüpft, formiert sich ein Teil des Volkes nach einer strengen Ordnung: Nur ein bestimmter Teil von Arbeiterbienen, Wächterbienen, Pflegebienen etc. zieht an einen anderen Platz, damit einerseits die Hierarchie im alten, andererseits die im neuen Staat gewahrt bleibt.«

Wussten Sie, dass ... ... eine Biene drei Mal um die Welt fliegen muss, um ein Kilo Honig zu produzieren? ... eine Königin am Tag bis zu 2.000 Eier – das Doppelte ihres Körpergewichts – legen kann? ... dass ein Volk aus 20.000 bis 60.000 Bienen besteht?

»Um einen echten Blütenhonig herzustellen, müsste schon alles zusammenpassen: das Wetter, die Blütezeit des Löwenzahns und der anderen Pflanzen und so viel mehr. Interessanterweise stammt der Waldhonig nur indirekt aus Pflanzennektar. Für ihn sind die Läuse des Waldes – Buchneria – zuständig. Sie zapfen die frischen Wipfel der Weiß- oder

Dabei ziehen die Bienen etwa 50 bis 100 m weiter weg, wo sie sich an einen Baum oder an einen Strauch hängen. Zum Schluss hat sich eine Traube von etwa 1,5 bis 4kg Bienen gebildet, in deren Mitte die Königinhängt.Jetzt»schöpft«derImkerdieTraubeund verstaut sie in einer vorbereiteten Kiste (Beuten).

... dass eine Königin eine Entwicklungszeit von 17 Tagen, eine Arbeiterin von 21 Tagen und eine Drohne von 24 Tagen hat? ... eine Königin nur einmal begattet wird und die Spermien bis zu drei Jahre fortpflanzungsfähig sind? ... Gelée royale ein Gemisch aus den Sekreten der Futtersaftdrüse und der Oberkieferdrüse der Arbeiterinnen ist?

Imker Rudi Hörburger bei der Arbeit im Bienenhaus.

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Kilden Performing Arts Center, Kristiansand, Norwegen

Katharina Lehmann, Blumer-Lehmann im Interview mit Klaus Feldkircher

Holzkonstruktionen in allen Formen

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n Gossau in der Schweiz, dort wo die Landschaft sanft hügelig dahinfließt, wo das satte Grün der Wiesen das Auge erfreut, wo die Kühe das fette Gras in Milch verwandeln, dort ist der Sitz der Lehmann Gruppe, zu der die Blumer-Lehmann AG gehört. Weltweit bekannt wurde die Firma mit den frei geformten Holzkonstruktionen, auch Free Forms genannt. Wir haben uns mit Katharina Lehmann, der Vorsitzenden des Verwaltungsrates, zum Gespräch getroffen.

Frau Lehmann, Free Forms bestechen durch ihre außerg gewöhnliche Op ptik und das scheinbar nicht Machbare, das Ihr Unternehmen trotzdem Realität werden lässt. Was ist der technische Ansatz der Free Forms? Wenn wir über digitale Fertigung wie bei den Free Forms sprechen, gibt es zwei Ansätze: Der erste: Man nimmt ein einfaches Bauteil und fügt dieses automatisch. Der zweite: Man verpackt möglichst viele Informationen in ein Modell, fertigt komplizierte Bauteile und montiert diese rasch. Und genau das ist unserer: Wir erarbeiten ein parametrisches 3D-Modell mit allen relevanten Informationen, das anschließend allen am Bau beteiligten Partnern als Planungsgrundlage dient. Oft sind solche Konstruktionen an Naturprinzipien angelehnt und bleiben sichtbarer Ausdruck der Architektur des Gebäudes.

Das Besondere am Familienunternehmen, das erst vor zwei Jahren seine ersten 140 Jahre feiern durfte? Nein, nicht nur die Leidenschaft zum Werkstoff Holz, das wäre dann doch zu trivial. Obschon diese in den Genen der Eigentümer und der Belegschaft verankert ist. Es ist vielmehr ein spezielles Geschäftsfeld, das die internationale Aufmerksamkeit nach Gossau lenkt: Die Free Form-Bauten des Unternehmens sorgen mehr und mehr für Beachtung. Zahlreiche internationale Referenzen haben den Ruf der Ostschweizer begründet, Spezialist für außergewöhnliche Baulösungen zu sein. Ob es ein Clubhaus für einen Golfclub in Südkorea ist oder das neue Swatch-Gebäude in Biel, der Blick des Betrachters bleibt immer wieder auf den so entstandenen Formen haften mit der Frage: Wie geht denn das? Auch uns hat diese Überlegung beschäftigt.

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Das kling gt an sich log gisch, aber sehr theoretisch. Können Sie uns diese Vorg gang gsweise anhand eines Beisp piels erläutern? Bei einem Projekt in Südkorea, dem Golfclub in Yeoju, entstand ein Gebäude, dessen Decke die Baumkronen eines Waldes symbolisiert. Die Kronenelemente sind aus fünf Schichten konstruiert. Um die Bauteile herzustellen, wurde ein NC-Code automatisiert generiert, anschließend wurden die Bauteile und alle Verbindungen gefräst. In Korea waren das ca. 3.500 Träger, die in Container verpackt und verschifft wurden. Das umgesetzte Bauwerk besteht aus 36 Kronen, gleiche Bauteile finden sich aber nur in der Mitte. Vor Ort wurden dann die Einzelteile zu Baumkronen zusammengefügt, und so entstand die fertige Konstruktion. Ausgangspunkt war – wie bei allen Free Forms – das parametrische Modell.

Wie dürfen wir uns den Ablauf von Planung g und Umsetzung g vorstellen? Der Architekt kommt zu uns und formuliert seine Vorstellungen. Die nun folgende Zusammenarbeit aller am Bau Beteiligten erfolgt interaktiv und iterativ. Bereits in der Planungsphase werden sämtliche Herausforderungen und Schnittstellen erörtert, beschrieben und gelöst. Die Planung erfolgt gleichzeitig, präzis und detailliert am Anfang eines Projektes. Als Resultat dieser Arbeit entsteht ein parametrisches Modell mit allen Informationen.

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Diese Vorg gehensweise ist sehr innovativ. Wie bekannt ist diese Methode und wie verläuft die Auftrag gserteilung g an Ihr Unternehmen? Am Anfang eines Projektes stehen in den meisten Fällen Architekten. Sie entwickeln Bauideen und entwerfen Skizzen, mit denen sie dann an uns herantreten. Wir prüfen anschließend die Machbarkeit, bereits in dieser Phase erfolgt die Arbeit am Projekt nicht mehr sequenziell, d.h. der Reihe nach, sondern gleichzeitig.

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Im Idealfall scheint diese Methode sehr effizient, worin aber lieg gen ihre Schwierig gkeiten? Wenn wir von konventionellem Bauen sprechen, meinen wir das sequenzielle Planen und Bauen: Jeder plant seinen Teil, es kommt zu einer starken Diversifizierung und im Anschluss werden die Disziplinen zusammengefügt. Das ist oft sehr ineffizient, da es zahlreiche Änderungsschleifen gibt.

gewünschten Form zu errichten? Wie können wir die komplexe Geometrie konstruieren, produzieren und montieren?

alle Aktivitäten im Bauwesen. Die Frage ist das Wie. Der Schlüssel sind koordinierte Planungsprozesse und die Zusammenarbeit mit den Produzenten, damit keine Fehler und Doppelspurigkeiten passieren und die Komponenten am Ende zusammenpassen. Wir können nicht von Industrialisierung und Digitalisierung reden, wenn wir wie vor 50 Jahren bauen und nichts vorfertigen.

Wir kauften also die notwendigen Maschinen und eigneten uns das Programmierungskönnen an. Der Beginn war natürlich mühsam, doch daraus resultierten neue Anfragen und Projekte. 2015 investierten wir erneut in unseren Maschinenpark und so wuchsen unsere Kompetenz, unsere Methoden und unser Know-how. Natürlich passieren immer noch Umwege, doch dadurch bleiben unsere Forschung und Entwicklung ein spannender Weg.

Wenn aber die Planung gleichzeitig, frühzeitig und präzise mit der netzwerkartigen Form der Zusammenarbeit passiert, haben wir viel an Effizienz gewonnen. Bei dieser Form des Bauens gibt es keine Hierarchie mehr. Wichtiger sind der Beitrag des Einzelnen zur Problemlösung, die effiziente Integration der verschiedenen Spezialdisziplinen sowie das Führen des Netzwerks.

Ein weiterer Schlüssel ist die Form der Zusammenarbeit. Die gegenseitige Wertschätzung und das Vertrauen sind unerlässliche Faktoren einer netzwerkartigen Zusammenarbeit. Dazu gehört, dass der Architekt dem Handwerker zuhört, dessen Fähigkeiten wertschätzt, weil er dessen Know-how für die Umsetzung braucht und umgekehrt. Bei unseren Projekten hat das stets funktioniert, und das hat mit den Architekten zu tun, die auf dieser Ebene kommunizierten. Dadurch entstand ein vertieftes Verständnis über den Prozess.

Mit den Free Forms geling gen ganz erstaunliche Formen und Rundung gen. Wie sind diese mit Holz machbar? Wir erreichen unsere Free Forms und Verwindung durch die Geometrie der Rohlinge und das Zerspanen und Fräsen. Bei der Optimierung des Prozesses stellt sich immer die Frage, ob wir das Bauteil aus einem geraden, einsinnigen oder zweisinnigen Rohling herstellen sollen. Bei der Herstellung aus einem geraden Stück ist der Materialverlust oft sehr hoch und statische Eigenschaften gehen verloren. Deshalb gilt es in jedem Fall abzuwägen, welche Beschaffungsstrategie sinnvoller ist. Krümmungen erreichen wir auch durch verschiedene Stärken der Brettschichtholz-Lamellen: Je gekrümmter das Bauteil, desto dünner müssen die eingesetzten Lamellen sein.

Die Führungsrolle könnte der Architekt einnehmen. Offene Fragen bleiben die Kompetenz und auch das Thema der Verantwortung. So kommt es also zu einem Paradigmenwechsel am Bau, die Rollen und Schnittstellen verändern sich. Architekten, Ingenieure, Bauherrn und Holzbauer müssen auf Augenhöhe miteinander kommunizieren. Wie finden Architekten und Bauherren zu Ihnen? In der Architekturwelt werden digitale Werkzeuge immer wichtiger. Führende Architekturbüros bauen zunehmend diese Kompetenz auf. Wir merken, dass bei vielen von ihnen ein starkes Interesse für diese Art des Bauens vorhanden ist. Wir müssen in der Folge die Sprache des Auftraggebers, des Produzenten und aller anderen Beteiligten verstehen und übersetzen, denn die Verbindungen zwischen Planung und Produktion sind heute anders als früher: Wir führen Dialoge. Deshalb bearbeiten wir einerseits Architekten aktiv, sie kontaktieren uns aber auch aufgrund ihrer Fragestellungen.

Es geht also am Ende nicht nur um Technologie und Prozesse, sondern auch um Menschen. Und das ist und bleibt gut so. Vielen Dank für das Gesp präch.

Times Eureka Kew Gardens Pavillon, London, Großbritannien

Auch die gewählte Holzart spielt eine Rolle. Für 90 % der Bauwerke verwenden wir Fichte und Tanne. Spezifische Anforderungen hängen vom Bauherrn bzw. den architektonischen oder technischen Anforderungen ab und sind auch eine Frage des Preises. Welche Rolle sp pielt dieses Geschäftsfeld in der Grup ppe? Die Free Forms sind dem Holzbau zugeordnet, was auch Teil unserer Philosophie ist. Unser Ursprung liegt in der Faszination von Holz. »Holz ist heimelig«, das ist das eine. Das andere: Die Verbindung der Natürlichkeit des Materials Holz mit Hightech interessiert uns enorm. Und das Dritte: Bekanntermaßen haben wir in der Schweiz ein Exportproblem. Deshalb müssen wir Lösungen finden, um Nischen zu besetzen, im Aus- wie im Inland. Das Firmengebäude für Swatch in Biel ist wiederum ein Meilenstein in unserer Entwicklung. Es setzt Maßstäbe, was in Holz möglich ist.

Holz ist Ihr Metier. Wie sieht es mit der Lang glebig gkeit der Konstruktionen bei den Freiformen aus? Holz ist grundsätzlich sehr dauerhaft, die ältesten Holzhäuser sind über 1.000 Jahre alt, die ältesten Betonbrücken dagegen erst etwa 70 Jahre. D.h. dieser Baustoff muss erst beweisen, dass er langlebiger als der Naturbaustoff Holz ist. Grundsätzlich erhalten bei unseren Konstruktionen die Dächer eine voll funktionsfähige Dachhaut und auch eine entsprechende Fassade. Die Free Forms sind ein wachsendes Geschäftsfeld in Ihrer Unternehmensg grup ppe. Wann und wie ist die Idee dafür entstanden? Die Idee, diese Schiene zu beschreiten, kam aus einer Anfrage 2009 aus Südkorea. Wir sollten ein unkonventionelles Gebäude für den Golfclub Yeoju errichten. Die Aufgabe interessierte uns, und als wir die Pläne sahen, erkannten wir, dass das mit konventionellem Holzbau nicht möglich ist. Daraus sind dann die Free Forms entstanden. Die Fragen, die sich dabei stellten, waren: Wie können wir die Prozesse organisieren, um das Gebäude in der

Free Forms sind Konstruktionen, die meistens nicht gerade sind, die sichtbar bleiben, die die Architektur bestimmen, die auf Naturprinzipien beruhen.

Weltweit werden die Freiformen sehr stark beachtet, besonders auch wegen unserer Methoden und Prozesse. Diese sind sehr interessant für die Bauwirtschaft, denn auch das Thema BIM (Building Information Modelling) erfordert neue Herangehensweisen. Die Freiformen zeigen auf, wie es gehen könnte, obwohl wir noch lange nicht am Ende sind. Denn die Bauwirtschaft steht vor der dringenden Herausforderung, die Produktivität zu steigern. Das gilt für

Weiterführende Informationen Blumer Lehmann – Free Forms:

Heasley Nine Bridges Golfclub, Yeoju Südkorea

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www.blumer-lehmann.ch/holzbau/free-forms

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Ein Dorf aus Holz

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em Bergvergnügen so nah – mit dem Projekt Arlberg Chalets in Wald am Arlberg konnte die ARL Chalets Development GmbH, eine Tochtergesellschaft der i+R Gruppe, diesen Traum für viele in die Realität umsetzen.

Grundstücksgröße: 10.000 m2 verbaute Nutzfläche: 6.000 m2 Chalets: 35 Wohnungen: 18 Tiefgaragenplätze: 70 Größe der Einheiten: 44 – 82 m2 Baubeginn: April 2016 Fertigstellung: Juni 2017 Geschäftsführer: Mag. Reinhard Wolf

Auf einer 10.000 m² großen Grundfläche wurden 6.000 m² Nutzfläche verbaut. So entstanden 18 Eigentumswohnungen, verteilt auf zwei Stockwerke, und bergseitig entlang des Hanges 35 Chalets unterschiedlicher Größe. In zwei Hauptgebäuden mit 70 Tiefgaragenplätzen und zugewiesenen Kellerabteilen wurden ein Restaurant mit 80 Sitzplätzen, ein Sport Shop, großzügige Skiräume und ein Wellnessbereich mit Saunen, Dampfbad und Swimming Pool errichtet.

Die Chalets liegen in der Mitte des Klostertals im Dorf Wald am Arlberg auf einer Höhe von 963 m. Nachdem das Projekt ab 2008 von mehreren Projektentwicklern nicht umgesetzt werden konnte, übernahm Mag. Reinhard Wolf von der Wolf Projektmanagement GmbH im Jahr 2015 die Leitung. Gemeinsam mit dem Büro ATO in Bregenz kam das Vorhaben auf den Prüfstand und wurde völlig umgeplant. Anfang Jänner 2017 wurden dann die ersten Einheiten bezogen, die Endfertigstellung erfolgte im Juni 2017.

sind ebenfalls in Fichtenholz gehalten. Wichtig für den Bauträger war neben einer ökologischen Bauweise die Ausführung der meisten Gewerke mit Handwerkern aus der Region, um die Transportwege kurz zu halten und die Wertschöpfung in der Region zu behalten. Punktuelle Aufforstung und großzügige Grünflächen unterstreichen den ökologischen Charakter des Feriendorfes, das sich unauffällig in die Topographie der Landschaft integriert. Das Verkehrskonzept beinhaltet eine autofreie Zone, die Logistik erfolgt über umweltfreundliche Carts.

Holz und Ökologie Die Wohnungen und Chalets wurden im alpinen Stil errichtet. Mit einer traditionellen Schindelfassade mit Natursteinverkleidung im Bereich des Erdgeschoßes fügen sie sich in den alpinen Baustil der Region. Die Dächer wurden mit Fichtenholz und Leimbindern als Doppeldach ausgeführt, die Balkone und Balkonbeläge

Impuls für die Region Die Chalets selbst verfügen über eine entsprechende Ferienwohnungswidmung und können sowohl vermietet als auch selbst genutzt werden. »Die überwiegende Mehrheit der Käufer bewohnt diese Ferieneinheiten nicht selbst, sondern stellt ihr Eigentum wechselnden Feriengästen zur Verfügung, was wiederum zu einer Refinanzierung beiträgt«, erklärt der Projektentwickler Reinhard Wolf. Die Weitervermietung, so Wolf, wird über einen Partner abgewickelt und soll dem Klostertal zusätzliche Nächtigungen und Frequenz bescheren und damit einen Impuls für die ganze Region geben.

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Weiterführende Informationen Arlberg Chalets:

Gemütliches Ambiente durch natürliche Materialien.

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www.arlberg-chalets.eu

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In unserem Online-Magazin finden Sie alles über die vorliegende Printausgabe und weiterführende Informationen zum Thema Holz.

www.unser-holz.com Impressum

Bildnachweis

Herausgeber: i+R Gruppe GmbH, Johann-Schertler-Str. 1, 6923 Lauterach, Österreich, www.ir-gruppe.at

Marcel A. Mayer (www.marcelmayer.com): S. 1, S. 3 (Waldarbeit statt Fitness-Studio, My Esel – gar nicht blöd, Eine Laus macht´s möglich, Karriere mit Holz – Ingo Feichter), S. 4, S. 5, S. 6, S. 7, S. 8, S. 10, S. 11, S. 15, S. 16 (Bilder von Ingo Feichter)

Konzeption und Redaktion: i+R Gruppe GmbH, studio spitzar (Bernhard Hafele, Marco Spitzar, Petra Fiel), althaus 7 (Klaus Feldkircher)

i+R (www.ir-gruppe.at): S. 2, S. 16 (Mag. Elena-Maria Lang)

Gestaltung: studio spitzar, Dornbirn (www.studio-spitzar.com) | Text: althaus 7, Lochau (www.althaus7.at) | Lektorat: Lektorat Martin Johler (www.verbosus.at) | Druck und Verteilung: Russmedia GmbH, Schwarzach (www.russmedia.com)

My - Esel (www.my-esel.com): S. 6 (Fahrrad weiß) Blumer-Lehmann AG (www.lehmann-gruppe.ch): S. 3, S. 12., S. 13

Stand: November 2017 | 2. Ausgabe | Alle Angaben trotz sorgfältiger Recherche ohne Gewähr auf Richtigkeit.

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Alex Kaiser (www.kpa.at): S. 3, S. 14

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Karriere mit Holz – Ingo Feichter G

elassen und lösungsorientiert – das sind die Eigenschaften, die ein Projektleiter im Holzbau mitbringen sollte. Meint Ingo Feichter. Und der muss es wissen. Warum? Weil er nach vielen Stationen als Projektleiter bei i+R im Holzbau seine Erfüllung gefunden hat.

Ingo Feichter – Projektleiter mit Leidenschaft.

Ingo, ein 82er Jahrgang, stammt aus Buch. 1997 begann er eine Lehre als Zimmerer, denn er habe schon immer »mit Holz schaffa wella«. Warum? Weil es ein schöner Baustoff ist, der vielseitig einsetzbar ist. Auf die Frage, warum er das Zimmererhandwerk erlernte und nicht als Tischler sein Glück versuchte, meint er: »Das hat schon auch mit den Verdienstmöglichkeiten zu tun. Als Zimmerer verdienst du mehr.« Auch deshalb sei diese Ausrichtung für Lehrlinge heutzutage interessanter. Nach den obligatorischen Schnuppertagen und einem Gespräch mit dem Lehrlingsausbildner war schnell klar, wohin der Weg führen sollte. Die drei Lehrjahre bei i+R Holzbau waren kurzweilig und schnell vorüber, mit 18 rief der Staat zum Dienst, danach zog es Ingo wieder zu i+R. Matura und Studium Doch sein Wissensdurst war noch lange nicht gestillt. Im Rahmen eines Kollegs holte Ingo an der HTL in Rankweil die Matura nach, bei einer Exkursion nach Graz an die TU wurde sein Interesse an einem Hochschulstudium geweckt. »Zuerst ging es nach Abschluss des Kollegs einmal ohne Plan nach Graz. Erst am letzten Tag entschloss ich mich zu inskribieren. Und was soll ich sagen? Nach fünf Jahren hatte ich meinen Dipl.-Ing.«, erzählt Ingo.

Ing go Feichter

Gelassenheit und Lösungsorientierung stehen ganz weit oben im Anforderungsprofil des Projektleiters. Da dürfen Kleinigkeiten wie Engpässe bei Materiallieferanten, oder dass ein Kran nicht zur Baustelle fahren kann, keine wirklichen Probleme darstellen. Daneben ist ein Gefühl für das Gesamte wichtig. Die Schnittstellen müssen immer ineinandergreifen und zusammenarbeiten. Da kommt es ganz besonders aufs Teamwork an.

Doch das Ländle ließ ihn nicht los, und so kehrte er seiner Studienstadt den Rücken, um wieder in Vorarlberg anzuheuern. Nach fünf Monaten in einem Ingenieurbüro zog es ihn wieder zu i+R, weil »ich wieder auf der Baustelle und nicht zu weit weg vom Projekt sein wollte«, erinnert er sich.

Position: Technischer Leiter Bei i+R Holzbau seit: 1997 Karrierestationen: • Lehre als Zimmerer bei i+R • Kolleg HTL Rankweil, Abschluss mit Matura • Studium an der TU Graz • Wiedereinstieg bei i+R Holzbau

Die Entwicklung des Holzbaus bleibt spannend Laut Ingo Feichter wird der Holzbau einen noch höheren Vorfertigungsgrad erreichen und sich dadurch mehr in die Halle verlagern, sodass die Bauzeit auf der Baustelle entsprechend kürzer wird. Der große Vorteil: Das Holz bleibt trocken.

Projektleiter mit Leib und Seele Ingo Feichter ist begeistert von dem, was er tut. Spannend macht die Arbeit als Projektleiter beim Holzbau, dass er in dieser Position viel näher am Geschehen ist. Er kann die Projekte selber betreuen und jeden Schritt vom Entwurf bis zur Fachwerkkonstruktion mitgestalten und verfolgen.

spannend. Ebenso die Entwicklung an den neuen Maschinen und die neuen Arbeitsprozesse sowie das gemeinsame Lernen mit den Mitarbeitern. Das Eruieren, was die Maschine kann, Zeichnungen und die Details zu erarbeiten und zu überlegen, das ist faszinierend für Ingo Feichter. Er ist sehr gerne bei i+R tätig - »Denn es ist jeden Tag aufs Neue interessant. Wenn man in die Halle geht, schmeckt alles nach Holz. Es ist ein wirklich schöner Beruf«, lächelt er zufrieden und gelassen.

Weitere Karriereziele Momentan passt es ihm in seiner Situation sehr gut. Die Anschaffung von zwei CNC-Anlagen ist gerade sehr

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Hast auch du Interesse, dich mit dem Thema Holz auseinanderzusetzen? Interessierst du dich für eine Karriere bei i+R? Suchst du eine sichere Lehrstelle, um voll durchzustarten? Du hast die Nase voll von deiner momentanen Tätigkeit und suchst eine neue Herausforderung? Dann ist die i+R Gruppe dein Ansprechpartner. Melde dich doch einfach bei Frau Elena-Maria Lang. Sie freut sich auf deine Kontaktaufnahme und hilft gerne weiter.

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Mag. Elena-Maria Lang HR Business Partner e.lang@ir-gruppe.com +43 (0)5574 / 6888-2834

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