Eröffnung Huber Uhren und Schmuck
Weisser Würfel Zeitlose Eleganz von Uhren und Schmuck in moderner Architektur.
Interieurdesigner Tino Zervudachi
Das gute Gefühl für Raum und Zeit. Weisser Würfel Vaduz
Eine weise Entscheidung.
Uhren und Schmuck lösen Emotionen aus und brauchen Licht und Grosszügigkeit um ihre Einzigartigkeit zu entfalten. Der Weisse Würfel hat es.
3 WILLKOMMEN
Wir heissen Sie im Weissen Würfel willkommen. In der Geschichte von Huber Uhren und Schmuck waren Neubauten immer wieder Meilensteine der Firmenge schichte: 1928 hat meine Grossmutter Wiggi Thöny Jules Huber, einen Wanderuhrmacher aus Thun, geheiratet. Als Mitgift wurde dem jungen Ehepaar von der Familie Thöny das Grundstück «Im Städtle 34» geschenkt. 1953 erfolgte ein Neubau, welcher fast 60 Jahre lang das «Home of Fine Watches & Juwellery» war. Nach 87 Jahren schliesst sich nun mit dem «Weissen Würfel» der Kreis und aus dem «House of Brands» wird selber ein «branded House». Vor fünf Jahren, als wir mit den Überlegungen zum neuen Gebäude begannen, wollten wir aber nicht einfach ein neues Ladengeschäft bauen, nein wir haben uns im Kopf völlig frei gemacht, um etwas gänzlich Neues schaffen zu können. Auch Michael Hilti wollte in der Nähe des Kunstmuseums für seine Hilti Art Foundation ein neues Gebäude errichten. Zusammen haben wir nun ein Haus errichten können, das eine eigentliche Brücke zwischen Kunst und Manufakturen, zwischen hochwertigen Uhren und Schmuckstücken und wertvollen Gemälden darstellt – eine Symbiose von bildender Kunst und handwerk licher Kunst. Obwohl die beiden Unternehmen ganz unterschiedliche Zielsetzungen verfolgen, verbindet uns der Bezug zu schönen Objekten, an denen sich die Menschen erfreuen. Mit dem «Weissen Würfel» können wir nun auch den Herausforderungen, vor denen das traditionelle Fach geschäft steht, besser begegnen. Denn nur mit radi kalem und neuem Denken können wir gegen e-shops und anderen Einkaufsmöglichkeiten bestehen, können wir dem Wandel vom Bedürfnis-Kauf zum EreignisKonsum erfolgreich begegnen. Und ein Ereignis wird schon der erste Schritt in den Weissen Würfel sein – dafür garantiert die Inneneinrichtung, die edlen Mate rialien und warmen Farben, die der bekannte Innen architekt Tino Zervudachi eingesetzt hat. Sie bringen die wertvollen Uhren und edlen Schmuckstücke noch mehr zum Glänzen. Wir freuen uns auf Sie.
Herzlichst,
Ihr Norman J. Huber
Huber Uhren und Schmuck Eröffnung Weisser Würfel, Vaduz Samstag, 23. Mai 2015, 9 – 16 Uhr Sonntag, 24. Mai 2015, 9 – 16 Uhr
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Weisser Würfel, Vaduz Das gute Gefühl für Raum und Zeit. Interview mit Interieurdesigner Tino Zervudachi.
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Ein Interieur funktioniert für Tino Zervudachi wie ein Schneckenhaus: Eine perfekt geschnittene Hülle mit Wohlfühlqualitäten. Als Partner von Mlinaric, Henry & Zervudachi, einem der führenden Büros für Interieurdesign mit Standorten in Paris, London und New York, kennt er die Bedürfnisse seiner prominenten Kunden genau. Für Norman J. Huber designt Zervudachi die Innenausstattung des Weissen Würfels. Ein Gespräch über häusliche Dialoge, revolutionäre Möbel und kulturelle Brückenschläge. Text Norman Kietzmann Fotos Mlinaric, Henry & Zervudachi
versuchen, ist die Verbindung zur Architektur. Ein Interieur sollte nicht völlig losgelöst von seinem Aussenraum erscheinen, sondern passend für den Ort sein.
Herr Zervudachi, Sie gehören zu den ein flussreichsten Innenarchitekten und gestalten Villen, Apartments, Hotels und Geschäfte rund um den Globus. Gibt es eine geheime Formel, mit der sich ein neues Zuhause tat sächlich wie ein Zuhause anfühlt? Es hängt natürlich stark von den Bedürfnissen und Lebensvorstellungen der Kunden ab. Schliesslich ist jedes Interieur massgeschnei dert. Wir erhalten nur in den seltensten Fällen ein konkretes Briefing. Darum ist es wichtig, am Anfang erst einmal mit den Kunden Zeit zu verbringen. So können wir sie besser verstehen und herausfinden, wie ihre Häuser funktionieren sollen. Es gibt also immer ein psychologisches Element in unserer Arbeit. Wenn auf diese Weise ein Dialog entsteht, dann geht ein Projekt in die richtige Richtung.
Der Stil Ihrer Interieurs reicht von historisch bis zeitgenössisch. Gibt es eine Epoche, die Sie besonders inspiriert? Ich habe grossen Respekt für das späte 18. Jahrhundert in Frankreich, allen voran für das «Directoire» (Mode und Einrichtungsstil in der Spätphase der Französischen Revolution von 1795 bis 1799, Anm. d. Red.). Dessen geradlinige Formen sind wirklich bemerkens wert. Doch ich interessiere mich auch für alle anderen Epochen. Wichtig ist, dass Möbel und Objekte ihren eigenen Ausdruck besitzen und natürliche Eleganz versprühen.
Wie flexibel gehen Sie dabei vor: Ist es ein Problem, wenn jemand darauf besteht, ein sonderbares Erbstück in seine neue Woh nung mitzunehmen? Nein, ganz und gar nicht. Wir mögen es, wenn die Kunden eigene Ideen einbringen oder ihnen bestimmte Möbel besonders wichtig sind. Das macht ein Zuhause umso persönlicher. In diesem Falle übernehmen wir mehr die Aufgabe eines Vermittlers. Lassen sich die Kunden dagegen stärker leiten, kommen sämtliche Vorschläge von uns. Ein Kriterium, das wir dabei immer zu erfüllen
Wie gehen Sie beim Einrichten vor: Wo fin den Sie die Möbelstücke, wenn Sie sie nicht selbst entwerfen? Wir kaufen in Antiquitätengeschäften, auf Märkten, in Showrooms oder direkt bei Sammlern – je nachdem, was wir für ein Projekt für richtig halten. Unser Büro unterhält zudem eine Galerie im Pariser Jardin du Palais Royal. Wir präsentieren dort einen kleinen Vorrat an Objekten, die wir während eines Jahres ankaufen und von denen wir denken, dass sie unseren Kunden gefallen werden. In gewisser Weise ist die Galerie ein Schau
fenster für unsere Arbeit, die ja meistens im Verborgenen bleibt. Bei den Objekten handelt es sich sowohl um Einzelstücke als auch um limitierte Editionen, die in Zusammenarbeit mit zeitgenössischen Künstlern, Bildhauern und Fotografen entstehen. Bei einigen Interieurs arbeiten wir mit externen Kunstberatern zusammen, sofern an dieser Stelle Bedarf besteht. Doch die meisten Kunden erwerben ihre Kunstwerke selbst. Unsere Aufgabe besteht dann darin, sie stimmig in den neuen Räumen einzufügen.
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Wie sind Sie zum Interieurdesign gekommen? Das geschah im Grunde aus Zufall (lacht). Ich habe mich zwar schon früh für Möbel und Interieurs interessiert. Doch anfangs überwog das Interesse an der Fotografie. Als ich achtzehn Jahre alt war, habe ich als Assistent für einen Fotografen gearbeitet, der sich auf Interieurs spezialisiert hatte. So kam ich mit der Materie immer intensiver in Berührung. Plötzlich wusste ich: Genau das will ich machen. Ich habe dann einige Zei chenklassen besucht und in einem Büro für Innenausstattung gearbeitet. So hat Anfang der achtziger Jahre alles begonnen. Ihr Gespür für räumliche Qualitäten haben Sie ebenso mit der Einrichtung des Juwe liergeschäfts Huber in Lech am Arlberg unter Beweis gestellt. Derzeit planen Sie das
Interieur für den Weissen Würfel in Vaduz, der im Frühjahr 2015 eröffnet wird. Inwieweit wer den sich die beiden Geschäfte voneinander unterscheiden? In Vaduz planen wir eine komplett andere Atmosphäre als in Lech, wo wir alpine Motive auf eine zeitgenössische Weise interpretiert haben. Das neue Geschäft befindet sich im Erweiterungsbau des Liechtensteiner Kunstmuseums, dem sogenannten «Weis sen Würfel». Er liegt direkt neben dem Schwarzen Kubus des bisherigen Museums. Daher haben wir uns als gestalterisches Motiv für einen starken Hell-Dunkel-Kontrast entschieden, um das Interieur der Architektur anzupassen und keinen abrupten Bruch zu erzeugen. Schliesslich sollen die Menschen ein Gefühl dafür bekommen, wo sie sich gerade befinden. Insofern würde ich sagen,
dass das neue Geschäft eher eine urbane und weniger alpine Atmosphäre erzeugt. Dennoch wollen wir der Architektur ein emo tionales, einladendes und sinnliches Gefühl entgegenbringen. Wie wollen Sie das erreichen? Wir haben zunächst sehr warme Farben aus gewählt und sie mit hochwertigen, exotischen Hölzern wie Palmholz kombiniert, die eine ebenso charakteristische Färbung besitzen. Ein wichtiges Element ist die Treppe, die das Erdgeschoss und Untergeschoss mitein ander verbindet. Wir haben sie als Wendel treppe mit einer grossen Öffnung konzipiert, um so viel Tageslicht wie möglich ins Unter geschoss zu holen und die beiden Etagen somit zu verbinden. Auf diese Weise können wir Privatsphäre bewahren und dennoch eine einladende Geste nach aussen vermitteln. Haben Sie hierbei auch einige Ihrer Erfahrun gen aus dem Wohnen mit einfliessen lassen? Häuser und Apartments sind natürlich eine gute Schule, um Komfort und Wohlbefin den zu verstehen. Vor allem die Beziehung zwischen den Raumproportionen und dem Lichteinfall ist extrem wichtig, um Intimität zu erzeugen. In diesem Falle haben wir uns sehr lange mit den Grundrissen beschäftigt, um herauszufinden, wo genau die Verkaufsorte der Uhren und Schmuckobjekte platziert
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werden sollen. Dann haben wir verschiedene Oberflächen für die Wände, Böden und Möbel ausprobiert. Wir waren dabei von Anfang an mit den Architekten in Kontakt, um uns in technischen und formalen Aspekten abzustimmen. Schliesslich sollen sich Interi eur und Exterieur später gegenseitig treffen. Beschreiben Sie die Arbeitsweise in Ihrem Büro. Ausser dem von Ihnen geleiteten Standort in Paris unterhalten Sie ebenso Niederlassungen in London und New York. Wir führen die Büros zwar separat, doch bei grossen Projekten arbeiten mitunter auch zwei Büros zusammen. Die Standorte in Paris und London sind ungefähr gleich gross mit 16 bis 18 Mitarbeitern. Das Büro in New York ist deutlich kleiner mit derzeit vier Mitarbeitern. Wenn wir mit einem neuen Projekt beginnen, stelle ich zunächst ein Team zusammen. Danach machen wir mehrere Workshops, in denen ich meine Ideen vorstelle und wir dann die genaue Richtung definieren. Normalerweise organisieren wir zuerst den Raum. Danach bestimmen wir die Farben, Materialien und Oberflächen. Am Anfang arbeiten wir oft mit schnellen Skizzen. Je wei ter ein Projekt voranschreitet, umso präziser werden die Pläne. Normalerweise wird die Möblierung und Dekoration von einem Team übernommen, während die Innenarchitektur von einem anderen Team geplant wird.
An welchen Projekten arbeiten Sie zurzeit? Wir entwerfen gerade ein grosses Town house in New York und ein Apartment in Toronto. Weitere Interieurs planen wir in Eng land, Südfrankreich, Deutschland, Spanien und Griechenland. Unser bislang grösstes Projekt ist das Regent Hotel in Porto Monte negro, bei dem wir sämtliche Zimmer, Suiten und Apartments eingerichtet haben. Der Hotel- und Wohnkomplex ist erst im August eröffnet worden. Das Spannende an diesem Beruf liegt genau an dieser Stelle: Er gibt uns Gelegenheit, immer wieder in einer anderen Umgebung zu arbeiten und dabei neue Orte, Kulturen und Menschen kennenzulernen. Wir nehmen ja an keinen anonymen Wett bewerben teil, sondern werden von unseren Kunden persönlich beauftragt. Wenn sie zufrieden sind und uns weiterempfehlen, ist das das beste Kompliment, das wir erhalten können. Vielen Dank für das Gespräch.
Vita: Kulturelle Brückenschläge liegen Tino Zervudachi im Blut. Der Sohn eines griechischen Vaters und einer irischen Mutter ist in London aufgewachsen. Im Alter von zwölf Jahren begann er die Flohmärkte an der Themse für sich zu entdecken und fuhr jeden Samstag mit dem Fahrrad zur Portobello Road. Einen Teil seiner Expertise verdankt er seinem Grossonkel Peter Zervudachi, dem das Antiquitätengeschäft Galerie du Lac im schweizerischen Vevey gehörte. Heute ist Tino Zervudachi Partner von Mlinaric, Henry & Zervudachi, einem der führenden Büros für Interieurdesign mit Standorten in Paris, London und New York. Zu den Kunden gehören Persönlichkeiten wie Mick Jagger und Sir Evelyn de Rothschild. www.mhzlondon.com
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Eine weise Entscheidung. Weisser Würfel Vaduz.
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Er verströmt eine besondere Aura. Bei Sonnenschein leuchtet und strahlt er wie ein Diamant. Selbst bedeckter Himmel kann seine Kraft und Ruhe nicht stören, dann wärmt er in sanftem Weiss in der Mitte des Geschehens. Der Weisse Würfel im Zentrum von Vaduz – die neue, gemeinsame Heimat von Huber Uhren Schmuck und der Hilti Art Foundation im Städtle 34 wird Schönheit und Emotionen nach innen und aussen tragen. Text Eva Engel Fotos Roland Korner, Eddy Risch, Adolf Bereuter
Der Weisse Würfel schafft inhaltliche Synergien mit dem Kunstmuseum Liechtenstein und wird über die Grenzen hinweg auf einzigartige Weise kostbare Uhren und wertvollen Schmuck präsentieren. Er wird von nun an auch optisch eine Ergänzung schaffen, eine Lücke füllen und das Stadtbild vollkommen machen. Wir haben die beiden Wegbereiter dieses Bauwerks – Herrn Michael Hilti und Norman J. Huber – vor der Eröffnung beim Gang durch den Weissen Würfel begleitet. Erinnern Sie sich an das erste Gespräch, bei welchem Sie beide beschlossen haben, gemeinsame Sache zu machen – ein gemeinsames Haus zu bauen? Wie kam es dazu? Michael Hilti: Eigentlich hatten wir nie die Absicht, ein eigenes Museum zu bauen. Aber unsere erste Ausstellung 2005 im Kunstmuseum Liechtenstein mit zahlreichen Exemplaren aus der Sammlung der Hilti Art Foundation stiess auf grosse Resonanz. So entwickelte sich langsam die Idee zu eigenen Museumsräumlichkeiten. Als zweckmässigste Lösung sahen wir eine Verbindung mit dem Kunstmuseum Liechtenstein. Wenn man die städtebauliche Lage wie auch die innere räumliche Struktur des Kunstmuseums betrachtet, war eine Lösung gemeinsam mit Norman Huber die sinnvollste Option. Da sich Norman als sehr kreativer Mensch selbst
Viel Grund zur Freude: Mit rund dreieinhalb Jahren Verspätung erfolgte am 5. November 2012 die Grundsteinlegung zum Weissen Würfel; v.l.n.r.: Norman J. Huber, Uwe Wieczorek, Johannes Matt und Michael Hilti
bereits mit der Idee eines Ausstellungsraums in seinem Geschäft beschäftigt hatte, waren wir uns relativ schnell einig, dieses doch recht ungewöhnliche und ambitiöse Projekt gemeinsam anzugehen. Norman J. Huber: Ja, das stimmt, wir waren uns sehr rasch im Klaren, dass dieses Projekt ein gemeinsames werden soll. Bereits beim ersten Gespräch mit Michael war ich
positiv angetan. Vorbild und Inspiration für mich war eine Galerie, die im Juwelierladen eines Freundes geführt wird. Die spannende Symbiose aus Uhren, Schmuck und Kunst hat mir sehr gefallen. Ich empfinde die Grenzen zwischen bildender Kunst und hoher Handwerkskunst überhaupt seit jeher als ineinander übergreifend, somit war das für mich ein absolut stimmiges Bild.
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Gebrüder Hilti AG ist mir ja auch nicht ganz unbekannt und ein sehr zuverlässiger und erfahrener Partner. Es gab einige kritische Momente, aber das Schöne daran war, dass diese meistens bereits gelöst waren, als ich informiert wurde.
Dass wir dennoch eine so grosse Eleganz in einer gemeinsamen Lösung gefunden haben, ist auf die vielen intensiven und kreativen Diskussionen mit allen an diesem Projekt Beteiligten zurückzuführen. Norman J. Huber: Es war von Anfang an klar, dass es getrennte Räume geben muss. Sicherheitstechnisch ist das für beide Seiten unbedingt notwendig. Das Korsett ist sozusagen der Kubus, dem sich alles unterwirft. Für mich – im Gegensatz zur Hilti Art Foundation – war es zudem wichtig, viel Tageslicht in unsere Verkaufs- und Ausstellungsräume zu bekommen. Nun haben wir auf zwei Stockwerken rund 300 m2 Verkaufsfläche. Im Parterre und in dem von aussen nicht einsehbaren Teil des Geschäftes befinden sich Ausstellungsräume für die Präsentationen unterschiedlicher Manufakturen. Ein spezieller Bereich ist bei uns zudem für Ausstellungen reserviert. Das 2. Stockwerk mit einer Fläche von zusätzlich 150 m2 bietet uns eine ideale Plattform für Events und Anlässe.
Welche Situationen empfanden Sie persönlich als kritisch, über welchen Moment haben Sie sich besonders gefreut? Norman J. Huber: Wir haben mit Gebrüder Hilti als Generalunternehmen und Arthur Willi als Bauherrenvertreter zwei echte Profis am Werk gehabt, die mich immer gut schlafen liessen. Dafür war und bin ich sehr dankbar. Jetzt, wo wir in die Endphase kommen, wird der Zeitdruck für mich mehr spürbar. Den Weissen Würfel als Solitär zu sehen war ein guter Moment, ansonsten freue ich mich jetzt auf die Zeit der Inneneinrichtung. Ich entwickle da mehr Gefühle, weil es Teil von mir ist. Nachdem die Architektur des Weissen Würfels eher kühl und futuristisch anmutet, war es mir wichtig, im Innenbereich einen modernen Kontrast zu schaffen – was uns mit dem Einsatz edler Materialien und warmer Farben sehr gut gelungen ist. Verantwortlich für das Interieurdesign zeichnete wieder Tino Zervudachi von Mlinaric, Henry und Zervudachi in Paris. Ihm habe ich bereits die Inneneinrichtung unseres Geschäftes in Lech am Arlberg übertragen und ich wusste daher, dass er auch diese Aufgabe zu meiner vollsten Zufriedenheit lösen wird. Michael Hilti: Was mich besonders gefreut hat? Das war der Moment, an dem man das Gebäude in seiner Konzeption und städtebaulichen Einbindung wirklich wahrnehmen konnte. Gefreut hat mich auch das grosse Verständnis unserer direkten Nachbarn, denn wir alle wissen, dass so ein Bauvorhaben vor der Tür und bei diesen prekären Platzverhältnissen nicht gerade immer Freude macht. Aber diese Zeiten sind ja mit der Eröffnung im Mai dann endlich vorüber.
Der Weisse Würfel war in jeder Hinsicht ein sehr anspruchsvolles Bauprojekt. Die Baustelle stand auf dem denkbar schlechtesten Baugrund – sehr beengt, mitten im Zentrum, mit hohem Hangdruck. Wie ruhig schläft man da als Bauherr selbst? Michael Hilti: Ich selbst habe immer gut geschlafen, dies vor allem im Bewusstsein, mit einem hochqualifizierten und hochmotivierten Team zusammenarbeiten zu können. Mit unserem Projektleiter Arthur Willi wie auch mit Meinrad Morger habe ich beim Bau des Kunstmuseums Liechtenstein bereits ausgezeichnet zusammengearbeitet. Die Baufirma
Sie beide sind in jungen Jahren aus ähnlichen Gründen in das jeweilige Familienunternehmen eingestiegen. Beide Unternehmen sind Paradebeispiele für Tradition und Wertbeständigkeit. Ist der Weisse Würfel ein Symbol für die Leistungskraft der Liechtensteiner Wirtschaft? Was wünschen Sie sich aus wirtschaftlicher und kultureller Sicht für Liechtenstein? Michael Hilti: Inwieweit der Weisse Würfel Symbol für die Leistungskraft der Liechtensteiner Wirtschaft ist, kann ich nicht ganz beurteilen. Was er aber auf jeden Fall darstellt, ist ein Zeugnis, dass man Visionen zur
Bauherr Norman J. Huber mit Freundin Christine de Rouvre, Generalunternehmer Kaspar Hilti und Bauleiter Köbi Steiger von der Gebr. Hilti AG
Der Weisse Würfel ist das optische Pendant zum Kunstmuseum, dem Schwarzen Kubus. Von wem stammt die zündende Idee zu diesem städtebaulichen Ausnahmepaar? Michael Hilti: Diese Idee der beiden Kuben im Dialog miteinander stammt von Prof. Meinrad Morger von Morger und Dettli Architekten AG, der bereits das Kunstmuseum Liechtenstein entworfen hatte. Wir wollten mit dem neuen Gebäude keine Konkurrenz zum bestehenden Kunstmuseum schaffen, sondern eine Stärkung des Gesamtauftritts erreichen. Das ist uns sicher sehr gut gelungen. Der Weisse Würfel beinhaltet streng genommen zwei völlig getrennte Gebäude. Es gibt keine räumliche Verbindung untereinander. Wie wichtig war diese strikte Trennung für Ihre beiden Unternehmen? Wie kam es zu dieser doch überraschend eleganten Lösung innen wie aussen? Michael Hilti: Eine Trennung war von Anfang an Voraussetzung, da wir zwei ganz unterschiedliche Zielsetzungen verfolgen. Ein Juwelier- und Uhrengeschäft und öffentliche Museumsräumlichkeiten lassen sich einfach nicht verbinden. So unterscheiden wir uns klar auch in der Bezeichnung des Gebäudes. Dort wo die Huber AG vom Weissen Würfel spricht und damit wirbt, sprechen wir von Museumsräumlichkeiten der Hilti Art Foundation. Was uns aber verbindet, ist der Bezug zu schönen Objekten, an denen sich Menschen erfreuen. Denn Kunden der Huber AG interessieren sich sicherlich auch für gute Kunst, genau wie unsere Ausstellungsbesucher hochwertigen Schmuck und Uhren schätzen.
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Der Weisse Würfel wird über die Grenzen hinaus für Aufsehen sorgen. Welches Gebäude oder Bauwerk – weltweit gesehen – hat Sie selbst in den letzten Jahren besonders beeindruckt und warum? Michael Hilti: Aufgrund unserer Nähe zum Baugewerbe und auf meinen zahlreichen Reisen habe ich viele sehr interessante Gebäude auf der Welt gesehen, die mich alle auf unterschiedliche Weise beeindruckt haben. Das Faszinierende am Kunstmuseum Liechtenstein ist jedoch nicht nur eine aussergewöhnliche Architektur, sondern auch die hohe Benutzerfreundlichkeit des Gebäudes. Und das macht es am Ende aus. Denn Aufsehen alleine nützt nichts, wenn es
Realität werden lassen kann, auch wenn man unkonventionelle Wege einschlagen muss und man gefordert ist, über den üblichen Tellerrand hinauszudenken. Norman J. Huber: Ich denke, dass vor allem der Tourismus von diesem Gebäude profitieren wird. Obwohl Vaduz niemals eine Weltstadt sein wird, überrascht das Fürstentum doch mit einer Fülle an Ausstellungen, Aktionen und Museen. Ich bin selbst immer wieder angenehm überrascht über die Qualität der Veranstaltungen, die sich durchaus auf Weltstadt-Niveau bewegen. Dass sich Vaduz in diese Richtung entwickelt, ist äusserst positiv zu sehen – selbstverständlich auch für die Wirtschaft und den Handel.
in der Konzeption nicht für die Menschen gestaltet wurde, die es besuchen sollen. So ein Gebäude darf kein Egotrip oder ein Monument eines Architekten sein, sondern muss vor allem die gewünschten Ziele und Zwecke erfüllen. Norman J. Huber: Das kürzlich eröffnete Museum der Louis Vuitton Foundation in Paris, entworfen von Frank Gehry, ist ein eindrückliches Kunstwerk. Was mich seit Jahren immer wieder fasziniert, ist die Glaspyramide des Louvre von Jan Pye in Paris. Die Schlichtheit dieser modernen Glaskonstruktion und ihre Wirkung inmitten der klassizistischen Gebäude ist einfach einzigartig.
Abbruch Fussgängerbrücke Postgass
Abbruch Gebäude Huber
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Huber Uhren und Schmuck, Städtle 34, 9490 Vaduz, T +423 237 14 14, welcome@huber.li, www.huber.li Weisser Würfel / World of Watches / Watch Boutique / Flagship, Lech am Arlberg