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Fit_Gesund_Oktober_2018

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Fit & Gesund Gesundheitsbeilage

Freitag, 19. Oktober 2018

Farbenfroh Der heurige Bilderbuchherbst entfaltet dieser Tage seine volle Farbenpracht.


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Freitag, 19. Oktober 2018 Vorarlberger Nachrichten

WISSENSWERTES RUND UM ERNÄHRUNG

Evelyn Konrad, Diätologin der aks gesundheit GmbH

Rund um den Kürbis Kürbisse gehören zu den ältesten Kulturpflanzen der Welt, viel älter als Mais und Bohnen. Schon vor 10.000 Jahren galt der Kürbis in Mittel- und Südamerika als Nahrungsmittel sowie als Heilmittel. Es gibt über 200 verschiedene Arten von Speisekürbissen, die sich in einer beeindruckenden Farben- und Formenvielfalt präsentieren. Für die regionale Küche sind Kürbisse wahre Schätze, ob herzhafte oder süße Speisen der Kürbis ist ein Allroundtalent. Zu den beliebten Sorten gehören Hokkaido-, Butternuss-, Moschus-, Patisson- und Spaghettikürbis. Vorsicht geboten ist bei bitter schmeckenden Kürbissen, diese sind zur Herstellung von Speisen nicht geeignet. BREGENZ

Darmschmeichler Kürbisse sind sehr kalorienarm, da sie bis zu 90 Prozent aus Wasser bestehen. Das Fruchtfleisch und die Kerne enthalten Kalzium, Magnesium, Phosphor, Eisen, Zink, Selen und B-Vitamine. Die „große Beere“ und deren Kerne liefern ebenso wertvolle Fette sowie pflanzliche Hormone, die sich günstig auf unseren Cholesterinspiegel auswirken und vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen schützen. Der Mineralstoff Kalium wirkt harntreibend und Blutdruck regulierend. Das oran-

Gerade auch der Hokkaidokürbis eignet sich ideal für Suppen und Co.

gefarbene Fruchtfleisch stärkt unsere Sehkraft, da es Betacarotin, die Vorstufe von Vitamin A, enthält. Kürbisse gelten als „Darmschmeichler“, da nützliche Ballaststoffe für eine gesunde Darmflora sorgen. Enthaltene Carotinoide, Vitamin E, Selen und Vitamin C stärken unsere Abwehrkräfte für die kommende kältere Jahreszeit.

Kleiner, gesunder Snack Übrigens, wenn Sie Kürbisse verarbeiten, schmeißen Sie die Kürbiskerne nicht weg. Diese können ganz einfach zu einem gesunden Snack verarbeitet werden. Gesäuberte und abgetrocknete Kerne auf ein Stück Backpapier auflegen und bei 150 Grad Celsius im Ofen trocknen. Mit Olivenöl und etwas Salz/Chilli würzen und fertig rösten. Mehr Wissenswertes finden Sie im Internet unter www.aks.or.at

IMPRESSUM REDAKTION Heidemarie Netzer Tel. 05552 62471-14, E-Mail: heidemarie.netzer@vn.at ANZEIGENBERATUNG Russmedia Verlag GmbH, Gutenberg­straße 1, 6858 Schwarzach BEITRÄGE, FOTOS, QUELLEN Heidemarie Netzer, APA, Fotolia, Manfred Scheel, Philipp Steurer VERLEGER (MEDIENINHABER) UND HERSTELLER Russmedia Verlag GmbH, 6858 Schwarzach, Gutenbergstraße­1, Redaktion und Anzeigen: ­6858 Schwarzach, Gutenbergstraße 1

Editorial

Heidemarie Netzer

Mit Weitsicht Der unglaublich warme und sonnendurchflutete Herbst lässt kaum erahnen, dass wir eigentlich schon am Eingang zur kalten Jahreszeit stehen. Gut, im fernen Sölden bestreiten die Skiasse schon in einer Woche die ersten Weltcupren-

„Das Vergnügen beim Wintersport ist mit der körperlichen Fitness gleich ein viel größeres.“ nen. Doch unsere Bergwelt lädt eher zu Wanderungen als zu Schwüngen in weißer Pracht ein. Trotz alledem machen wir uns schon Gedanken, wie es wohl um unsere Fitness bestellt sein wird. Wie schaffen wir es wieder, die herrlichen Talabfahrten in unseren Skigebieten fit und gesund zu bewältigen? Wie die Kurve vom Couchpotato zum Wintersportler zu kriegen? Experten verraten uns, wie das gelingen kann. Mit smarten, simplen Übungen (Seite 5) geben sie die Anleitung hierfür. Und das Beste daran: Wir müssen uns nicht ins Getümmel stürzen, sondern können ganz einfach zu Hause unsere Fitness trainieren. Ob im Wohnzimmer oder auf

unserer Lieblingstrainingsstrecke in Wald und Flur – mit den Expertentipps können wir jeden einzelnen, erforderlichen Muskel trimmen. Gerüstet für die kalte Jahreszeit sollten wir auch in Sachen Schutz gegen die Influenza sein. Spätestens nachdem ich hautnah erfahren habe, wie sich die wirkliche Grippe anfühlt, überlege auch ich mich der entsprechenden Schutzimpfung zu unterziehen; Mediziner jedenfalls raten dezidiert dazu (Seite 3), gerade den Risikogruppen wie Kindern, älteren Menschen, Schwangeren und Co. Vorsorge ist auch in Sachen Augen ein Gebot der Stunde (Seite 12). Denn während der Zahnarzt, der Frauenarzt oder Internist regelmäßig konsultiert werden, steht der Termin beim Augenarzt erst bei Beschwerden auf dem Programm. Dabei könnte eine wiederkehrende Untersuchung in vielen Fällen vor unsagbaren Folgen, ja sogar Verlust der Sehfähigkeit bewahren. In diesem Sinne, schreiten Sie mit Durch- und Weitblick in die kalte Jahreszeit. HEIDEMARIE NETZER heidemarie.netzer@vn.at 05552 62471-14


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Schützende Impfung

Influenza: Gesunde Ernährung und Bewegung alleine sind kein ausreichender Schutz. WIEN Experten raten einmal mehr zur Influenza-Impfung. Da die Epidemie zumeist zwischen Dezember und Februar ausgerufen wird, sollte man sich rechtzeitig davor impfen lassen. Ab sofort sind die Influenza-Impfstoffe in allen Apotheken erhältlich und kosten knapp über 20 Euro. Empfohlen wird die Influenza-Impfung insbesondere Risikogruppen wie Schwangeren, Kleinkindern, Senioren und Menschen mit chronischen Erkrankungen wie Diabetes, COPD oder Herz-KreislaufErkrankungen.

Unterschätztes Risiko 1793 Grippe- und grippeähnliche Erkrankungen pro 100.000 Einwohner gab es am Höhepunkt der vergangenen Influenza-Saison. Dennoch glauben 57 Prozent der Österreicher laut einer Umfrage des Marktforschungsinstituts

Gerade Risikogruppen sollten das Angebot der Schutzimpfung wahrnehmen.

Integral, dass sie durch gesunde Ernährung und Bewegung ihr Immunsystem ausreichend vor eine Influenza-Infektion schützen können. Univ. Prof. Dr. Herwig Kollaritsch, Facharzt für Spezifische Prophylaxe und Tropenmedizin warnt jedoch: „Auch wenn sich fitte Erwachsene meist nach ein

bis zwei Wochen von den Symptomen wie Fieber, Kopf-, Hals-, und Gliederschmerzen sowie Husten erholen, für Risikogruppen gilt das oft nicht. Egal wie gesund sie leben.“ Auch im vom Sozialministerium herausgegebenen Impfplan wird darauf hingewiesen, dass Säuglinge, Kleinkinder und

ältere Menschen ab 65 Jahren besonders gefährdet sind, schwere Verläufe zu erleiden. Nach Auswertung aller verfügbaren Daten empfiehlt das österreichische Impfgremium heuer daher sowohl Kindern als auch Erwachsenen den Vierfachimpfstoff. Vergangene Saison wurde in den eingesendeten österreichischen Proben zu über 70 Prozent der sogenannte B/Yamagata-Virusstamm nachgewiesen. Dieser war und ist in der letzten Saison im erstmals produzierten Vierfachimpfstoff enthalten. Eine Besonderheit gibt es für Personen ab 65 und Immunsupprimierte: Für sie steht zusätzlich ein adjuvierter Impfstoff zur Verfügung. Einige Impfstoffe sind ab dem Alter von sechs Monaten zugelassen, für Kinder ab zwei Jahren gibt es auch die Variante einer Impfung mittels Nasenspray.


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VN-INTERVIEW. Manfred Scheel, Bewegungstherapeut (56) und Andrew Mixson, Physiotherapeut (53)

Das Training-Einmaleins

Vom optimalen Zeitpunkt, dem optimalen Ablauf und der optimalen Einstellung. LAUTERACH Die ersten weißen Berggipfel künden bereits von kommenden Wintersportfreuden und während die Hardware wie Ski, Snowboard, Tourenski und Co. bereits zurechtgerückt, die entsprechende Bekleidung griffbereit platziert werden, steht die große Frage nach der Software, der körperlichen Fitness, noch meist offen. Antworten geben Bewegungs­ therapeut Manfred Scheel vom Life Fitness Club 2.0 in Feldkirch und Physiotherapeut Andrew Mixson vom VitalPlus Fitnessund Gesundheitszentrum, beide für sich Experten, gemeinsam als Buch- und Projektautoren unterwegs.

FELDKIRCH,

Vorneweg: Wann ist der richtige Zeitpunkt, mit dem Work-out für Piste und Co. zu beginnen? SCHEEL Der optimale Zeitpunkt für die Vorbereitung ist jetzt. Ideal und noch besser ist es jedoch, das ganze Jahr mit einfachen, individuellen Übungen aktiv zu gestalten. Mit einem moderaten Zeitaufwand von 100 bis 150 Minuten pro Woche können hervorragende Ergebnisse erzielt werden. Mein Tipp: Zu zweit macht alles noch mehr Spaß und Regelmäßigkeit gilt als das „A und O“ für mehr Leistungsfähigkeit. Was sollte vor jeder Trainings­ einheit stehen? MIXSON Das Aufwärmen ist vor jeder Trainingseinheit und auch vor der Ausübung aller Wintersportarten immer ein wichtiges Thema. So sollten wir etwa beim Skifahren nie in unbeweglichem, kaltem Zustand einfach loslegen. Die Verletzungsgefahr bei einem Sturz würde sich um vieles erhöhen. Ein paar Bewegungen auf der Piste vor der ersten Abfahrt sind schon ausreichend, um Verletzungen zu vermeiden. Aufwärmen erhöht zudem die Elastizität der Bänder, Sehnen und der Muskulatur. Zudem können so die Gelenke mit Flüssigkeit versorgt und so besser ,geschmiert‘ werden.

Das ideale Trainingsprogramm soll auch regelmäßig eine Laufeinheit an der frischen Natur beinhalten.

Wie läuft das ideale Work-out ab? SCHEEL Nach dem unbedingten Aufwärmen kann mit dem individuellen Übungsprogramm gestartet werden. Dieses sollte und muss immer auf den jeweiligen Leistungsstand des Trainierenden angepasst sein. Das Übungsprogramm soll dabei vor allem die Attribute wie Ausdauer, Kraft,

Flexibilität und Koordination schulen beziehungsweise trainieren. Dabei gilt es insbesonders zu beachten: Eine saubere Technik der Übungsausführung steht immer vor der Übungsintensität. Und nicht zu vergessen, das jeweilige Übungsprogramm muss ganz klar auf die jeweilige Leistungsfähigkeit und Zielsetzung struktu-

ZUR PERSON MANFRED SCHEEL betreibt seit 1986 den Life Fitness Club 2.0 in FeldkirchAltenstadt GEBOREN 27. Dezember 1961 AUSBILDUNGEN geprüfter Bewegungstrainer/-therapeut und Rückenschultrainer nach Dr. Wolf sowie painfree-Trainer, allgemeiner Trainer, als auch Ernährungstrainer, Branchensprecher der Fitnessbranche Vorarlberg, Herausgeber eines Buches mit Andrew Mixson, Vorsitzender der Prüfungskommission für Lehre Fitnessbetreuer(in) FAMILIE verheiratet HOBBYS Bewegung in jeder Form, Familie, Hundeliebhaber, Lesen von Fachliteratur

ANDREW MIXSON betreibt seit 1995 das VitalPlus Fitness- und Gesundheitszentrum in Lauterach GEBOREN 13. November 1964 AUSBILDUNGEN Dipl. Physiotherapeut, Sportlehrer(D), Osteopath und Manualtherapeut; Herausgeber von Büchern, unter anderem in Zusammenarbeit mit Dr. Rüdiger Dahlke und Manfred Scheel, Herausgeber von Ratgebern zu Sport und Ernährung; Prüfer der Kommission zur Lehre Fitnessbetreuer(in) FAMILIE verheiratet, zwei Kinder im Alter von 15 und 17 Jahren HOBBYS Sport und Bewegung in jeder Form, Bräuche, Fachwissen und Lebensarten anderer Kulturen

riert angepasst sein. Zu den Leistungsgrenzen ist zu sagen, dass Überschätzung und falscher Ehrgeiz die schlechtesten Ratgeber sind. Die Trainingsplanung muss wie eine Stiege verlaufen, Stufe für Stufe, dann kommst du sicher oben an. Der optimale Abschluss gestaltet sich wie? SCHEEL Am Ende eines jeden Trainingsprogramms steht das lockere Auslaufen. Auch Auflockerungs- und Dehnungsübungen gehören zu einem optimalen Übungsprogramm wie der Hauptteil des jeweiligen Programms. Die entsprechenden Übungen leiten dabei optimal die Regeneration ein. Und apropos: Der Körper kann nur mit einer guten Regenerations- bzw. Erholungsphase leistungsfähiger, in einen besseren Zustand kommen und schneller werden. MIXSON Dehnungsübungen, wie mein Kollege schon erwähnt hat, erhalten insbesondere die Flexibilität und erhöhen den Bewegungsradius. Beides ist für die Verletzungsprophylaxe im Freizeitsport essenziell.


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SMART-Programm

Oder wie man mit fünf Übungen die Kurve in Sachen Wintersportfitness bekommt. FELDKIRCH, LAUTERACH Kraft-

volle Schwünge, lange Wintersporttage – ohne Muskelkater, totaler Erschöpfung und bestmöglich ohne bzw. bestens abgefederten Stürzen, wie diese

Herausforderungen gemeistert werden können, dafür steht das ganzheitliche Training von Muskulatur und Koordination. Bewegungstherapeut Manfred Scheel und Physiotherapeut Andrew

AM ANFANG STEHT DAS WARM-UP Zuerst locker im Stand für ca. 120 Sekunden joggen, dann folgen beidbeinige Seitsprünge ca. 60 Sekunden. Das einfache dynamische Aufwärmen aller Gelenksbereiche, ca. 120 Sekunden lang, komplettieren die Aufwärmübungen. NUN ZUM EIGENTLICHEN WORK-OUT Von jeder Übung sollen drei Durchgänge absolviert werden; dabei gilt es, bei jeder Einheit jeweils 20 bis 30 Wiederholungen oder diese 30 bis 60 Sekunden lang zu machen. ­Zwischen den Übungen Pausen von jeweils 20 bis 30 Sekunden einlegen.

Mixson verraten, wie mit fünf Übungen eben dieses Work-out gelingen kann. Ihr ausgearbeitetes Smart-Programm kann dabei bequem von zu Hause aus absolviert werden. Übrigens: Einmal

pro Woche bringt eine moderate Laufeinheit (30 bis 40 Minuten) in der Natur Abwechslung und schult und verbessert durch den Untergrund zusätzlich die ­Koordination.

VORGEBEUGTES RUDERN Beine leicht und den Oberkörper so weit nach vorne beugen, bis der Oberkörper und die Beine in einem 45-Grad-Winkel stehen. Der Rücken befindet sich in einem leichten Hohlkreuz mit Körperspannung, der Po ist nach hinten und die Brust nach vorne gestreckt. Die Arme „hängen“ senkrecht zum Boden, jetzt die gestreckten Arme seitlich nach hinten oben führen, die Arme wieder senken. Während der Übung in der Position bleiben – ein leichtes Gewicht kann als Zusatz verwendet werden.

Trainierte Muskulatur Breiter Rückenmuskel, hinterer Teil des Deltamuskels, Kapuzenmuskel und Trizeps

PLANK Auf die Knie gehen, mit den Unterarmen am Boden abstützen und die Beine lang machen. Zehenspitzen aufsetzen und den Po anheben, bis der Körper zwischen Rücken, Becken und Beinen eine gerade Linie bildet. Diese Position für eine bestimmte Zeit halten: Anfänger versuchen 30 bis 45 Sekunden durchzuhalten, Fortgeschrittene schaffen 60 Sekunden und mehr (3 Durchgänge pro Trainingseinheit mit einer Satzpause von ca. 30 Sekunden sind optimal). Trainierte Muskulatur Po-, Bein-, Schultermuskeln und nahezu die komplette Haltemuskulatur an Rumpf und Rücken.

BECKENHEBEN Auf den Rücken legen und die Beine anwinkeln, die Füße sind im Fersenstand am Boden. Die Arme neben den Körper legen, dies garantiert mehr Stabilität des Oberkörpers während der Übung. Jetzt das Becken nach oben anheben, bis Oberschenkel und Oberkörper eine gerade Linie bilden. Anschließend das Becken wieder langsam nach unten, bis fast auf den Boden, senken. Trainierte Muskulatur Beinbeuger, Beinbizeps, Wade, Po und Bauchmuskeln

KNIEBEUGE Aufrecht stehen, dabei ein leichtes Hohlkreuz bilden. Die Bauchmuskeln anspannen. Die Füße schulterbreit positionieren, die Arme „hängen“ locker seitlich am Körper. Jetzt den Po nach unten absenken, indem die Beine im Kniegelenk gebeugt werden, als ob man sich auf einen imaginären Stuhl setzen wollte. Während der Beugung die Arme gestreckt bis auf Höhe der Ohren heben. Darauf achten, dass die Knie stets hinter den Fußspitzen sind, maximal auf gleicher Höhe. Wenn die Oberschenkel parallel zum Boden sind, diese Stellung kurz

CHRUNCH Die Beine sind in der Rückenlage angewinkelt, Füße liegen flach am Boden. Der Abstand zwischen den Beinen ist maximal hüftbreit. Die Hände berühren mit den Fingerspitzen rechts und links den Kopf, die Ellenbogen zeigen zur rechten und linken Seite. Der Kopf ist in seiner natürlichen Position, mit Blick schräg nach oben. Den Oberkörper vom Boden abheben und Richtung der Kniegelenke bewegen. Im Anschluss den Oberkörper wieder nach hinten absenken. Um die Muskelspannung aufrechtzu­ erhalten, den Oberkörper nicht völlig absenken, sondern Kopf, Arme und Schultern in der Luft halten. Die Schulterblätter dürfen den Boden erst wieder berühren, wenn die Übung abgeschlossen ist.

Trainierte Muskulatur Gerade und schräge Bauch­ muskulatur

halten. Anschließend wieder in die Ausgangsposition kommen und die Arme wieder senken. Trainierte Muskulatur Vierköpfiger Oberschenkelmuskel, Beinbizeps, großer Gesäßmuskel und die Rückenstrecker

DAS COOL-DOWN BESCHLIESST DAS TRAINING Einbeinstand – abwechselnd auf dem linken und rechten Bein stehen und die Arme waagrecht nach vorne gestreckt mit den Handflächen nach oben halten und jeweils 20–30 Sekunden balancieren. Jetzt folgt noch ein leichtes Dehnen der Bein-, Brust- und Rückenmuskulatur.


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Schmerzen am Körper

MedKonkret informiert im November. FELDKIRCH Sogenannte Weichteilschmerzen sind weitverbreitet und die Auswirkungen auf Arbeitsfähigkeit und Lebensqualität beträchtlich. Bis zur endgültigen Diagnosestellung und Einleitung einer erfolgreichen Therapie vergehen nicht selten mehrere Jahre. Oft sind zahlreiche Untersuchungen und eine enge Zusammenarbeit von unterschiedlichen medizinischen Spezialisierungen erforderlich. Beim MedKonkretVortrag am Dienstag, 13. November, im LKH Feldkirch, informiert Primar Dietmar Stribersiki, Leiter der Internen Abteilung am LKH Bludenz, über Ursachen und Therapiemöglichkeiten. Die Statistik belegt das Ausmaß der Problematik. Mehr als 75 Prozent der Bevölkerung haben bis zum Erreichen des 75. Lebensjahres ein- oder mehrmals an solchen Schmerzen gelitten. Nicht selten führen die zu Grunde liegenden Erkrankungen zu vorzeitiger Arbeitsunfähigkeit, gelegentlich sogar zu Invalidität. Dabei können Erkrankungen wie Weichteilrheuma, Muskelentzündungen, Infektionen usw. heute sehr genau diagnostiziert und behandelt wer-

Primar Dietmar Striberski zeigt Therapiemöglichkeiten auf.

den. Eine Voruntersuchung durch den Hausarzt weist in der Regel den richtigen Weg. Der beigezogene Facharzt erstellt dann die genaue Diagnose und einen individualisierten Behandlungsplan. MEDKONKRET Ursachen und Behandlung von Weichteilschmerzen REFERENT Primar Dietmar Stribersik, LKH Bludenz TERMIN Dienstag, 13. November 2018, Uhr Panoramasaal LKH Feldkirch BEGINN 19 Uhr, Einlass ab 18 Uhr EINTRITT FREI ebenso das Parken in der LKH-Tiefgarage

TERMINE

Osteoporose-Infos

Messe mit Mehrwert

HOHENEMS Das OsteoporoseTeam am LKH Hohenems lädt anlässlich des WeltosteoporoseTages am heutigen Freitag, 19. Oktober, von 19.30 bis 21 Uhr zu einen Informationsabend zum Thema Osteoporose am LKH Hohenems. Mit dabei sind Fachärztin Dr. Angela Leisner-Möschl, Diätologin Daniela Hagen sowie Physiotherapeutin Julia Rein. Gemeinsam bieten sie Infos zur Krankheit sowie viele praktische Tipps im Umgang bzw. zur Vermeidung und Vorbeugung. Auch die Osteoporose-Selbsthilfegruppe ist anwesend.

RANKWEIL Im Rahmen des lan-

desweiten Projekts „Mehrwert für alle“ und in Kooperation mit dem Verein Ländle-Bur, dem Regionalmarkt Vorderland-Walgau-Bludenz und Gstach „sich sau wohlfühlen“ findet am Dienstag, 23. Oktober, von 16.30 bis 19 Uhr die Regional-Genuss-Messe im Vinomnasaal in Rankweil statt. Unter dem Motto „Küche trifft Landwirtschaft“ bieten 36 Aussteller ihre Produkte an. Auch kommen die Besucher in den Genuss von frisch zubereiteter Kulinarik; abwechslungsreiches Programm inklusive.


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Wellness & Spa

Spiel, Satz und Sieg im Westallgäu Das Sporthotel Tannenhof, Deutschlands bestes Tennishotel, ist ein Paradies für Sport- und Wellnesshungrige – ob aktiver Sportler, Wellnessliebhaber oder erholungssuchender Urlauber – das Hotel Tannenhof in Weiler ist der „Place to be“. Es bietet Sportbegeisterten von Tennis über Fitness bis hin zu verschiedenen Outdooraktivitäten eine breite Palette an Sportmöglichkeiten. Der 2400 m2 große SPABereich garantiert Entspannung pur. Darüber hinaus wartet der Familienbetrieb mit einem Wohlfühlambiente, kulinarischen Genüssen und einem abwechslungsreichen Wochenprogramm auf. Das Resort bietet Tennishallen- und Freiplätze sowie professionelle Tennislehrer und ein luxuriöses Umfeld. Nicht ohne Grund wurde der Tannenhof zum „besten Tennishotel Deutschlands“ gewählt. Zudem wartet das Hotel mit einem SquashCourt und einem großzügigen Fitness- und Gymnastikbereich auf.

HOTEL TANNENHOF Sport & Spa Lindenberger Straße 33 D-88171 Weiler im Allgäu Tel. +49 8387 1235 www.tannenhof.com hotel@tannenhof.com

Wellness: Panorama-Hallenbad, Whirlpool, Freibad, Saunalandschaft, Beautyfarm, Therapie- und Rehazentrum Kulinarik: Grill- und Hüttenabende Sport & Fun: Tennis, Golf, Fitnessstudio, Wandern, Aktivprogramm

Golf-Enthusiasten setzen auf eines der lukrativen Golf-Packages. Tägliche Morgen- und Wassergymnastik, Yoga-Sessions, Wanderungen sowie Ski- und Langlaufkurse runden das Sportangebot ab.

Nach Sport und Wellness finden Sie in modern möblierten Zimmern Ruhe und Entspannung.

Balsam für Körper und Seele Der außergewöhnliche SPA-Bereich wird auch höchsten Ansprüchen gerecht. Wasserratten kommen im Panorama-Hallenbad und in dem ganzjährig beheizten Freibad auf ihre Kosten. Wer es gerne heiß mag, entspannt in der großzügig angelegten Saunalandschaft. Einzigartig im gesamten Alpenraum: In der Microsalt-Anlage wird Meeresluft eingeblasen. Sand von der Nordsee verleiht Sylter Strandfeeling. Kom-


Wellness&&Spa Spa Wellness

AllgäuerVitaltage Vitaltage Allgäuer Übernachtungeninklusive inklusive¾-Pension ¾-Pensionvon vonFreitag Freitagbis bisSonntag Sonntag • •2 2Übernachtungen reichhaltigesBuffet-Frühstück Buffet-Frühstückbis bis10.30 10.30Uhr Uhr • •reichhaltiges leichteMittagsjause Mittagsjause(mit (mitSalaten, Salaten,PastaPasta-oder oderReisgerichten, Reisgerichten, • •leichte frischenKuchen Kuchenu.u.v.v.m.) m.) frischen Abendmenü(3(3Hauptgerichte Hauptgerichtezur zurWahl, Wahl,Salatbuffet) Salatbuffet) • •Abendmenü oderThemenbuffet Themenbuffet oder WohltuendeRückenRücken-und undNackenmassage Nackenmassage • •Wohltuende Gesichts-Entspannungsreise • •Gesichts-Entspannungsreise Tannenhof-SPAmit mitPanorama-Hallenbad, Panorama-Hallenbad,Saunen, Saunen,Dampfbad, Dampfbad, • •Tannenhof-SPA Warm-Sprudel-Thermeu.u.v.v.m.m. Warm-Sprudel-Therme Parkmit mitLiegewiese Liegewieseund undInfinity InfinityPool Pool • •Park Tannenhof-Inklusiv-Leistungen • •Tannenhof-Inklusiv-Leistungen

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Bilder: Hottell Tannenh hoff Bilder: Hottell Tannenh hoff


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DIE KLASSISCHE HOMÖOPATHIE UND IHRE WIRKUNGSWEISE

Elisabeth Majhenic, Therapeutin in der Homöopathie

Fokussierter Rücken LINDAU Heute widmen wir uns der wohl meist verbreiteten Volkskrankheit, dem Rückenschmerz, der unterschiedlichste Ursachen hat. Die Homöopathie bietet individuelle, dem Schmerzauslöser entsprechende Arzneimittel. Das beliebteste homöopathische Arzneimittel Bryonia hilft, wenn Menschen durch Wandern, Bergsteigen oder andere körperliche Überanstrengungen den Rücken überlasten. Durch das Schwitzen und die wiederum schnelle Abkühlung können heftige Schmerzen entstehen. Die Beweglichkeit ist schnell eingeschränkt. Jede kleinste Bewegung verursacht stechende Schmerzen, besonders im Lendenund Kreuzbeinbereich. Oft erstrecken sich die Schmerzen bis in den Oberschenkel. Druck und Wärme auf die betroffene Stelle bringen Linderung, ebenso das Liegen auf der schmerzhaften Seite. Wenn Kreuzschmerzen sich morgens zeigen, und das Aufstehen fast unmöglich machen, ist Staphisagria das Mittel der Wahl – vor allem, wenn sich die Schmerzen nach dem Aufstehen deutlich bessern. Die Schwäche in den Beinen ist oftmals ein Begleitsymptom dieser Rückenschmerzen. Meist sind dies liebevolle, nachgiebige Menschen, die ihren Ärger oder ihre Gefühlserregungen unterdrücken, was meist ursächlich für ihre Schmerzen sein kann. Thuja ist eines unserer wirkungsvollsten homöopathi-

schen Arzneimittel bei Rückenschmerzen durch Verletzungen der Wirbelsäule. Die vom Patienten beschriebenen „ziehenden Schmerzen“ im Kreuz verschlechtern sich durch geringste Erschütterungen; owie das Stehen, Sitzen oder Aufstehen vom Sitzen bereitet zunehmend Schmerzen. Das Gehen bzw. die Bewegung hingegen erleichtern. Menschen, die dieses Arzneimittel benötigen, sind verschlossen und haben oft ein großes Verlangen nach rohen Zwiebeln. Causticum sollten Menschen einnehmen, bei denen sich eine ausgeprägte Steifheit im Nacken und im mittleren Rückenbereich zeigt. Häufig tritt der Schmerz am inneren Rand des rechten Schulterblatts auf. Die Schmerzen sind schlimmer beim Sitzen und bessern sich deutlich nach dem Aufstehen. Die Bettwärme ist ebenso überzeugend gut. Ihre Persönlichkeit zeigt sich vor allem in der Empfindlichkeit bei Ungerechtigkeiten. Die Betroffenen haben eine Vorliebe für geräuchertes Fleisch, Speck, Salami oder Gepökeltes. Die Einnahme des homöopathischen Arzneimittels erfolgt folgendermaßen: 3 Globuli in der Potenz C200 unter der Zunge zergehen lassen. Anschließend 3 weitere Globuli in einer Tasse mit ¼ l kaltem Wasser auflösen und davon 3x täglich (für die Dauer von 2 Tagen) einen Schluck einnehmen. Die Wiederholung des Mittels erfolgt bei Rückfall frühestens nach zwei Wochen. Mehr Wissenswertes finden Sie im Internet unter www. homoeopathie-institut.com


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DIE SCHÄTZE UNSERER HEIMISCHEN NATUR

Susanne Türtscher, Kräuterpädagogin

Meisterin der Abschirmung

Die Meisterwurz, eine der bedeutendsten H e i l p fl a n z e n im Alpenraum, wächst im Hochgebirge, mit Vorliebe an sonnigen Jochübergängen, dort wo der Boden durch Gletscherschiebungen sehr tiefgründig und humusreich ist. Ihre Blätter sind von kraftvoll glänzender Natur und ihre weißen Dolden verraten ihr königliches Wesen. Nicht umsonst wird die Meisterwurz als „Imperatoria“ verehrt. Dem Träger eines Amuletts aus ihrer Wurzel verleiht sie diesen Glanz, der alles Bedrohliche abschirmt und ein strahlendes Selbstbewusstsein schenkt. Als Räucherpflanze gehört die Meisterwurz zu den weiß-magiSONNTAG

schen Schutzkräutern, mit denen früher die Häuser und Ställe geräuchert wurden, um sie vor krankmachenden Einflüssen zu schützen. Im übertragenen Sinn gilt das auch für unseren Körper. Die Meisterwurz geht dem Übel einer Krankheit an die Wurzel und zieht all die krankmachenden Gifte aus dem Körper heraus. So wurde sie bei eitrigen Entzündungen im Darm als Teeaufguss oder Honigwein (siehe Rezept) zu sich genommen.

Vielseitiges Heilgewächs Heute wissen wir, dass die Meisterwurz die Darmschleimhaut gesund erhält. Es wird dazu die hochwirksame Wurzel verwendet, die getrocknet zu Pulver zerstoßen zu den Mahlzeiten (ein Quäntchen 4 g) eingenommen

werden kann. Es ist auch erwiesen, dass die Meisterwurz unsere Lymphe unterstützt, die eine zentrale Rolle für ein intaktes MEDIZINWEIN ZUTATEN 3–5 Rhizome von der Meisterwurz, 1/4 kg Honig, 1 Liter Rotwein ZUBEREITUNG Wurzelrhizome waschen, frisch in kleine Stück schneiden. Rotwein bis 30° C erwärmen und darin den Honig auflösen und die Meisterwurz dazugeben. In einem dunklen Glas 6 Wochen in der Herbstsonne oder auf dem Kachelofen ausziehen lassen, dann abseihen und in Flaschen gießen. Als Kur zur Stärkung des Immunsystems drei Wochen lang 3 x täglich 1 Stamperl trinken.

Immunsystem spielen. Neueste Untersuchungen bestätigen ihre entkrampfende Wirkung gerade auch in Bezug auf Arteriosklerose. Die Pflanzen sollten im Alpenraum geschont werden. Man kann die Meisterwurz in einer Kräutergärtnerei erwerben und im eigenen Hausgarten oder in einem größeren Topf anpflanzen. Beim Wurzelgraben ist es wichtig, dass die Mutterpflanze geschont wird, nur die Seitenrhizome verwendet werden. Dabei halten wir uns an eine Jahrtausende alte Kräuterregel im Jahreskreis: Ernte vor der Frühlings-Tag-Nacht-Gleiche oder nach der Herbst-Tag-NachtGleiche. Zu diesen Zeiten birgt die Wurzel die stärkste Kraft. Mehr Wissenswertes finden Sie im Internet unter www.susanne-tuertscher.at


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Den Durchblick bewahren „Welttag des Sehens“: Stete Kontrolle für Augengesundheit.

WIEN Wer bis ins hohe Alter fit und jugendlich sein möchte, der sollte auch seine Augen einer regelmäßigen „Inspektion“ unterziehen. Spätestens ab dem 40. Lebensjahr wird unter anderem von der Österreichischen Ophthalmologischen Gesellschaft (ÖOG) eine jährliche augenärztliche Kontrolle empfohlen, um schwere Krankheiten rechtzeitig zu erkennen und somit gezielt behandeln zu können. Der jährliche Zahnarztbesuch, aber auch Brustkrebsvorsorge, Darmspiegelung oder die Gesunden-Untersuchung sind mittlerweile Standard. Wenige Menschen denken aber von sich aus an

die Augenvorsorge. Erst wenn das Auge brennt, sticht, juckt, rot ist oder wenn man schlechter sieht, kommt der Gedanke, wieder einmal zum Augenarzt zu gehen. Viele Sehprobleme lassen sich durch die Verordnung einer Brille beheben, aber das ist nicht immer so. Das Auge ist mit seinen Sehzellen und Sehnerven ein Anhangsgebilde des Gehirns. Sind Sehzellen oder Sehnervenfasern geschädigt oder abgestorben, so können diese nicht repariert, die bereits eingetretene Sehverschlechterung oder der Sehverlust meist nicht wieder rückgängig gemacht werden. Dabei verursachen Erkrankungen, die das

Eine jährliche Kontrolle der Augen sollte selbstverständlich sein.

Augenlicht bedrohen, lange keine Schmerzen und werden nicht wahrgenommen. Daher sollte man nicht zuwarten, bis man eine Sehverminderung bemerkt. Bei vielen Augenerkrankungen, die unentdeckt und unbehandelt zu schweren Sehschäden führen können – dazu zählen das Glaukom, die diabetische Retinopathie, die altersbedingte Makuladegeneration und Tumore – kann eine frühzeitige Diagnose mit zeitgerechter Therapie Sehverschlechterung und Sehverlust

weitgehend verhindern. Gerade in der Ophthalmologie stehen heute Möglichkeiten zur Frühsterkennung von beginnenden Veränderungen zur Verfügung. Risiken für Schäden oder Anzeichen können in sehr frühen Stadien diagnostiziert werden. Es stehen auch breite therapeutische Möglichkeiten zur Verfügung, diverse Augenerkrankungen zu behandeln. Weitere Infos auf der Website der Österreichischen Ophthalmologischen Gesellschaft (ÖOG) unter www.augen.at


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Freitag, 19. Oktober 2018 Vorarlberger Nachrichten

AUS DEM LEBEN GEGRIFFEN

Mag. Sabine Fleisch, MSc, Psychologin und Psychotherapeutin

Von Abschied und Neubeginn

Seien es geplatzte Hoffnungen, Träume, bestimmte Lebensabschnitte, die vorübergehende oder endgültige Trennung von nahestehenden Menschen bzw. Verlust­ erfahrungen durch Tod – all jene Ereignisse fordern auf, sich mit dem Wandel des Lebens und der Erfahrung von Endlichkeit aus­ einanderzusetzen. Die damit verbundenen Gefühle sind oft herausfordernd, brauchen Zeit. Um jedoch mit dem Strom des Lebens weiterschwimmen zu können, führt kein Weg daran vorbei, sich mit ihnen auseinanderzusetzen. Jeder Abschied fordert dabei jedes Mal aufs Neue heraus, sich den wehmütigen Gefühlen zuzuKLAUS

wenden. Es handelt sich um eine tiefe, innere Arbeit, die man viel weniger „machen“ als „zulassen“ kann. Voraussetzung dafür sind die persönliche Offenheit und Bereitschaft. Sodann bahnt sich die Trauer selbst ihren Weg, zeigt auf, woran das eigene Herz noch hängt. Jedes Loslassen ist ein Gehenlassen von Materie, konkreten Vorstellungsbildern oder gelebten Lebens, niemals jedoch von erlebten Werten oder Erfahrungen. Diese bleiben in der Schatzkiste der Erinnerungen wohlbehalten aufbewahrt, und spenden in schweren Zeiten Trost.

Persönlicher Rhythmus Diese Prozesse laufen in ihrem eigenen, persönlichen Rhythmus ab, dann und wann kurz und intensiv, manchmal auch im Hinter-

grund schwelgend. Wie sich ein Abschied gestaltet, hängt von seiner emotionalen Bedeutsamkeit ab und von der Möglichkeit, sich darauf vorzubereiten. Während man bei vorhersehbaren Ereignissen Stück für Stück das Loslassen üben kann, treffen einen spontane Schicksalsschläge oft wie ein Blitz, und fordern die ganze Kraft. Je weniger Widerstand es gelingt, in der jeweiligen Situation zu leisten, desto geringer ist der persönliche Schaden. Die Haltung von Akzeptanz gegenüber gesetzten Tatsachen ist dabei ein Zeichen von menschlicher Reife. In dieser Wahlfreiheit liegt die Möglichkeit, das zu jedem Zeitpunkt Wesentliche und Nötige zu tun – wohlwissend, dass in jedem Leben Dinge offenbleiben, nicht zu Ende gebracht werden

können oder einem wie entrissen werden. So darf man erkennen, wie alles, das man vermeintlich besitzt oder hat, letztlich vorübergehend geschenkt oder geliehen, nur sehr bedingt durch den Eigenwillen beeinflussbar ist und alles seine Zeit hat – die Zeit zum Säen, Ernten und Loslassen. Diese Erkenntnis hilft bewusster im Augenblick zu leben, die Feste zu feiern, wie sie fallen, sich die gegenwärtigen Freuden nicht nehmen zu lassen. Erst wenn man den Lebenskreislauf von Neuanfang und Abschied wahrlich verstanden und angenommen hat, kann es gelingen, sich von der Brüchigkeit wieder in die Fülle des Lebens fallen zu lassen. Mehr Wissenswertes finden Sie im Internet unter www.sabinefleisch.com


14 Fit & Gesund

Freitag, 19. Oktober 2018 Vorarlberger Nachrichten

AUF DEN SPUREN UND WEGEN UNSERER EINMALIGEN BERGWELT

Marlies Mohr

Eine Runde des Erinnerns

schiefes Haus“ besichtigen und dann die gut einstündige Wanderung über die Georunde absolvieren. Skulpturen zeigen auf, wie es sich anfühlt, wenn die Welt aus den Fugen gerät. Wohl niemand kann sich diesen Eindrücken entziehen, erst recht nicht, wenn sich rundum der Herbst in seinen schönsten Farben zeigt.

SIBRATSGFÄLL

Einmal waren wir bereits hier, im Spätwinter und mit Tourenskiern. Schon damals begeisterte mich die Landschaft rund um Sibratsgfäll. Jetzt waren wir wieder hier, im Herbst und in Wanderschuhen, und die Gegend hat nichts von ihrer Anziehungskraft verloren. Dennoch liegt über dieser Schönheit auch ein Hauch von Tragik. Die Ereignisse des Jahres 1999, als sich der Rindberg unaufhaltsam in Bewegung setzte, lassen sich kaum ausblenden. Die Sibratsgfäller wollen das auch nicht. Aus dem Wunsch, die Katastrophe zu verstehen und zu verarbeiten, entstand die Georunde Rindberg. Acht Stationen veranschaulichen die Kräfte der Natur, die da gewaltet haben.

Bewusstseinsbildung Für den Start empfiehlt sich „Felbers schiefes Haus“. Nach Voranmeldung gibt es auch Führungen, und die sind im wahrsten Sinne des Wortes eine schräge Sache.

Viele Möglichkeiten

Das Bild vermag nur einen kleinen Ausschnitt dessen zu zeigen, was das Wandern und seine Möglichkeiten rund um Sibratsgfälle so attraktiv macht. MM TIPPS » Der Geoweg Rindberg ist ganzjährig begehbar » Die Wildriesalpe hat noch bis 31. Oktober 2018 geöffnet (Mittwoch Ruhetag) » Die Burglhütte (1450 m) hat noch bis 4. November 2018 Betrieb (Montag und Dienstag Ruhetag) » Anmeldungen für Führungen in „Felbers schiefem Haus“: Tel. 05513 2112, Infos zur Georunde: www.georunde-rindberg.at

Robert Stadelmann hat im Jahr 2015 mit Gleichgesinnten den Verein „Bewegte Natur Sibratsgfäll“ gegründet. „Wir möchten alle Bestrebungen für den Erhalt der Lebensgrundlagen in unserer Gemeinde unterstützen“, erklärt er. So betreibt der Verein nicht nur Bewusstseinsbildung, sondern erarbeitet auch Informationen über die Landschaftsbewegungen. Wie sehr dieses Naturereignis bewegt, zeigt die Zahl von rund 3000 Besuchern, die alljährlich „Felbers

Doch das Leben ist in der 400-Seelen-Gemeinde weitergegangen, und auch wir gehen weiter. Von der Wildriesalpe steigen wir in Richtung Feuerstätterkopf (1650 m) auf. Da wir diesen Berg schon kennen, orientieren wir uns zum Renkknie (1420 m) und genießen die Aussicht, die sich auf die Nagelfluhkette sowie die heimische und Allgäuer Bergwelt bietet. Im Winter lässt sich die Gegend auch mit Schneeschuhen oder eben Tourenskiern erwandern. MARLIES MOHR marlies.mohr@vn.at 05572 501-385

AUS DER SICHT DER AYURVEDA-LEHRE

Veronika Forster, Dipl. Ayurveda-Praktikerin

Genussvoll im Gleichgewicht KRUMBACH Ge-

rade die Ernährung zählt zu den Grundlagen der ayurvedischen Lehre, die besagt, dass das Gleichgewicht von Körper, Geist und Seele hergestellt werden sollte. Besondere Aufmerksamkeit wird dabei dem Verdauungssystem geschenkt, da es als Auslöser vieler Krankheiten gilt. In der ayurvedischen Ernährungslehre gibt es nichts Schlimmeres, als nicht bewusst zu essen. Daher: Essen Sie ganz bewusst und langsam in einer entspannten Atmosphäre, ohne Ablenkung

durch Fernseher, Handy oder Tablet. Kauen Sie die Speisen gründlich. Essen sollte man nur, wenn man auch richtig Hunger hat. Nach dem Essen ist ein gemütlicher Verdauungsspaziergang sehr wohltuend. Zu den ayurvedischen Essensrichtlinien gehört auch, zur richtigen Zeit das Richtige zu essen. Zwischen 6 und 10 Uhr ist die Verdauung noch relativ schwach. Am besten wäre deshalb, das Frühstück in dieser Zeit so spät wie möglich einzunehmen. Wenn möglich, sollte man auf Kaffee oder schwarzem Tee verzichten und lieber einen Kräutertee trinken. Auf schwere Lebensmittel

wie Eier, Wurst, Käse, Joghurt sollte man lieber verzichten. Viel besser ist ein gekochtes, warmes mit Gewürzen gekochter Getreidebrei, gedünstete Früchte oder Reiswaffeln mit Honig. Sehr empfehlenswert ist auch eine Tasse heiße Milch mit Gewürzen und Honig. In der Zeit von 10 bis 14 Uhr sind wir voller Energie und Tatendrang, und das Verdauungssystem arbeitet in dieser Zeit besonders gut. Jetzt ist Zeit für die Hauptmahlzeit. Die Verdauungssäfte werden nun auch mit schweren Nahrungsmitteln fertig. Wichtig ist nur, eine täglich frisch zubereitete, warme Mahlzeit zu

essen und die Lebensmittel ihrer Konstitution und der Jahreszeit entsprechend auszuwählen. Nach dem Mittagessen empfiehlt es sich, eine kleine Ruhepause einzulegen, aber nicht zu schlafen. Nach 19 Uhr sollte man nichts mehr essen; das Abendessen sollte man möglichst vorher zu sich nehmen. Danach nimmt die Verdauungsstätigkeit schnell ab. Ganz wichtig ist es auch, dass man darauf achtet, leichte und warme Speisen zu essen. Zu empfehlen sind da Suppen, Gemüse- oder Nudelgerichte. Mehr Wissenswertes finden Sie im Internet unter www.pension-sonnblick.at


16 Fit & Gesund

Freitag, 19. Oktober 2018 Vorarlberger Nachrichten | Anzeigen


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