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Fit_Gesund_Dezember_2018

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Fit & Gesund Gesundheitsbeilage

Freitag, 21. Dezember 2018

Fromme WĂźnsche ... mit diesen ausgestattet, kommen Sie gesund und fit ins neue Jahr!


2 Fit & Gesund

Freitag, 21. Dezember 2018 Vorarlberger Nachrichten

Bewusst genießen Die Weihnachtszeit ist eine Zeit, um mit Freunden und Familie zu genießen und zu feiern. Dabei sind in der Regel genügend Möglichkeiten, sich mit Keksen, Glühwein und Co die Zeit besonders schmackhaft zu machen. Für die gesunde Ernährung ist diese Zeit daher oft eine Herausforderung. Auch für die gesunde Ernährung gilt es, den Stress zu reduzieren. Anstatt sich rund um die Uhr um Kalorien zu sorgen, hilft es die Ernährungsgewohnheiten feiertagstauglich mit kleinen Tricks anzupassen. Die Weihnachtszeit ist eine Zeit, in der wir oft für Einkäufe und Ähnliches unterwegs sind. Ein gesunder Snack in der Handtasche oder im Auto wie z.B. eine Handvoll Nüsse oder ein Stück Obst helfen für den Hunger zwischendurch und verhindern gedankenlose Griffe in die Keksdose. BREGENZ

Mit Bedacht aussuchen Das Buffet auf der Weihnachtsfeier fällt besonders üppig aus? Am besten erstmal das ganze Buffet ansehen und erst dann die Lieblingsspeisen aussuchen. Dabei dient der Teller ideal als Portionseinheit, indem der Teller nur einmal mit Besonderheiten der Weihnachtszeit gefüllt wird, die während dem Rest des Jahres nicht angeboten werden. Eine Gemüsebeilage zur deftigen Lieblingsspeise, ein Glas Wasser zwischen

Editorial

Heidemarie Netzer

Im Ganzen betrachtet Die Freude ist groß: Das Christkind steht in den Startlö­ chern, die letzten Erledigungen sind getan, allmählich beruhigt sich das hektische Wuseln auf den Straßen, Gassen und in den Wohnzimmern. Wir können uns zurücklehnen. Wären da

An den Festtagen gilt es mit Bedacht, aber ohne Reue zu genießen.

(alkoholischen) Getränken und langsames Essen helfen unserem Körper zudem bei der Verdauung. Auch Kekse und Desserts dürfen genossen werden. Bei großen Portionen, am besten mit Freunden und Familie teilen und gemeinsam genießen. Zudem hilft es, wenn man sich feste Zeiten für süße Versuchungen reserviert, anstatt bei jeder Möglichkeit neue Keksvariationen zu testen. Wichtig ist bei allem, sich keine Verbote auszusprechen und sich stattdessen lieber gesunde Ziele zu setzen. Dabei steht die Zeit mit Familie und Freunden mehr im Fokus als das Festessen. Ursula Waheed- Hutter ist Projektleiterin der Ernäh­ rungsberatung und Diätologie bei der aks gesundheit GmbH – mehr Wissenswertes im Internet unter www.aks.or.at

IMPRESSUM REDAKTION Heidemarie Netzer Tel. 05552 62471-14, E-Mail: heidemarie.netzer@vn.at ANZEIGENBERATUNG Russmedia Verlag GmbH, Gutenberg­straße 1, 6858 Schwarzach BEITRÄGE, FOTOS, QUELLEN Heidemarie Netzer, Roland Paulitsch, Frederik Sams, Fuge, Fotolia, KHBG VERLEGER (MEDIENINHABER) UND HERSTELLER Russmedia Verlag GmbH, 6858 Schwarzach, Gutenbergstraße­1, Redaktion und Anzeigen: ­6858 Schwarzach, Gutenbergstraße 1

„Feiern Sie Weihnachten bewusst und starten Sie ebenso ins neue Jahr. Ich danke für Ihre Treue.“ nicht der lästige Husten, die verstopfte Nase. Wieder einmal hat mich eine Erkältung mit der kalten Schulter erwischt und zwingt mich, das eine oder an­ dere Pülverchen zu schlucken. So plagen mich Fragen wie: Habe ich zu ungesund gelebt, habe ich meine Hände einmal zu wenig gewaschen, habe ich etwa eine schwerwiegende Krankheit? Eben diesen Fragen, die uns im erkälteten Alltag beschäftigen, widmet sich der Schwerpunkt dieser Ausgabe. Antworten geben Allgemein­ mediziner und Apothekerin (Seite 4 und 5); sie wissen, was dahintersteckt und wie man im Alltag gegen Viren und Bakte­ rien am besten vorgeht.

Auf anderen Seiten wird es zur Neige des alten Jahres besinnlich: Da spricht die Psychotherapeutin von den etwas anderen Wünschen des Christkinds (Seite 8) in unseren Tagen, da begleitet uns die Kräuterexpertin durch das Ritual der ganzheitlichen Rauhnächte (Seite 7). Ein Ganzes soll auch die Sportbrille auf Skipisten und Co darstellen. Denn gerade bei Fehlsichtigkeit ist die passende Unterstützung ein Muss (Seite 3). Unserem Sehorgan widmet sich zudem die Rubrik „Leser fragen, Experten antworten“ (Seite 12) – hier findet der Augenarzt aufklärende Worte zur AMD, konkret der feuchten altersbedingten Makuladege­ neration. Weiters widmet sich die Ausgabe der effektiven Mundhygiene, gerade für Träger von Zahnregulierungen (Seite 14), die ja besonders gefordert und im Kindheitsund Jugendalter neu finanziell gefördert werden. Freuen Sie sich jedenfalls auf ein umfassendes Werk zum Schmökern, vielleicht in ihren wohlverdienten Urlaubstagen. HEIDEMARIE NETZER heidemarie.netzer@vn.at 05552 62471-14

GEWINNER – Im Rahmen des „VN Fit & Gesund“-Gewinnspiels hat André Konzet aus Lustenau zwei Übernachtungen für zwei Personen im Alpine Lifestyle Hotel „DAS KRONTHALER“ gewonnen. Auf Herrn Konzet und seine Frau warten ein All-inclusive-Paket, 2500 Quadratmeter Wellness-Oase sowie das Aktivprogramm mit einem Vitalcoach. Stellvertretend für Herrn Konzet nahm seine Frau Ingrid (r.) den Gutschein entgegen.


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Weitsicht auf Piste und Co Zur Sicherheit: Korrektionsgläser auch im Wintersport.

HÖCHST Nichts wie rein ins Win-

tersportvergnügen. Damit dieses aber sprichwörtlich nicht ins Auge geht, dafür braucht es die richtige Hard- und Software, gerade für unser Sehorgan. Denn gutes Sehen erhöht maßgeblich die Sicherheit auf Piste und Co. Besonders alpine Sportarten stellen das Sehvermögen dabei vor große Herausforderungen. Hohe Geschwindigkeit, schnelle Licht-Schatten-Wechsel, Nebel, Schneefall mit kontrastarmen Sichtbedingungen oder aber reflektierender Schnee verlangen den Augen Höchstleistungen ab. Eine passende Wintersportbrille ist da ein absolutes Muss. „Selbstverständlich an das Sehvermögen EINE GUTE WINTERSPORTBRILLE ... … SITZT BEQUEM Die Sportbrille sollte mit Nasenpads, Schaumstoffauflagen und verstellbarem Bügel mit Grip für Komfort und festen Sitz ausgestattet sein. … HAT EIN GROSSES SICHTFELD Stark gebogene Gläser mit einem Sichtfeld von circa 160 Grad gewährleisten gute Rundumsicht. … IST BRUCHSICHER Gläser und Fassung müssen aus bruchsicherem Kunststoff sein. Das minimiert die Verletzungsgefahr bei Unfällen. … SORGT FÜR BELÜFTUNG Belüftungssysteme, Doppelverglasung und Antifog-Beschichtungen sorgen für beschlagfreie Gläser. … HAT GETÖNTE GLÄSER Spezielle Glastönungen verhindern Blendung und verstärken die Kontraste: Tönungsstufe 4 für Gletschertouren, Stufe 3 für Abfahrten. Braune Gläser für reale Farbwiedergabe, Rot und Orange für stärkere Kon­ traste, Gelb bei trübem Wetter und in der Dämmerung.Optimal sind Sportbrillen mit Wechselgläsern. … SCHÜTZT 100 PROZENT VOR UV-STRAHLEN Schnee reflektiert 80 bis 95 Prozent der Sonnenstrahlen; besonders UV-Strahlen sind gefährlich für die Augen, pro 1000 Meter Höhe steigt die Belastung um 15 Prozent (UV-400-Kennzeichnung). MEHR INFOS Kuratorium Gutes Sehen e.V. unter www.sehen.de

angepasst“, sagt Optikermeister Herbert Netzer (58, Höchst) und ergänzt: „Ideal sind hier bruchsichere Sportbrillen oder die Kombination mit Kontaktlinsen.“ Der Optikermeister nennt auch gleich die möglichen Varianten: „Generell gelten für Skifahrer, Skitourengeher oder Snowboarder der perfekte Halt und die Rundumsicht als wesentliche Voraussetzungen. In Sachen Korrektionsbrille gibt es die Möglichkeit, die Ski- oder Maskenbrille mit in Maßarbeit gefertigten Einstärken- oder Gleitsichtgläsern auszustatten. Die Originalgläser werden dann per Adapter mit den eingeschliffenen Gläsern getauscht. Auch gibt es Clip-in-Systeme. Hier werden kleinere Korrektionsgläser innen ins Schutzglas geklickt.“ Gerade diese Ausführungen sorgten für ein uneingeschränktes Sichtfeld. „Beinahe 180 Grad“, sagt Netzer. Auch gebe es mittlerweile tolle Helme mit Visier oder sogenannte OGT-Brillen (over the glasses), die Maskenbrillen gleichkämen und im Inneren ausreichend Platz für die eigene Brille bieten. „Doch“, betont der Optiker, „sollte auch hier zu einer bruchsicheren Korrektionssportbrille gegriffen werden. Das Verletzungsrisiko ist ansonsten zu groß.“

Tönung, UV-Schutz Eine weitere sichere Variante biete die Kombination aus Kontakt-

linsen und der Sportbrille. „Der Vorteil von Kontaktlinsen beim Sport liegt dabei darin, dass diese nicht beschlagen“, führt der Optikermeister weiter aus. Was

gerade auch beim oft schweißtreibenden Langlaufen von Vorteil ist. Hier sollte auf eine gute Belüftung und – im Gegensatz zu den optimal schließenden Ski­brillen – eine leichte Bauweise der Korrektionssportbrille geachtet werden. Noch eines möchte Netzer betonen: „Die Gläser der Sportbrille werden optimaler Weise den entsprechenden Sichtverhältnissen angepasst. Tönungen garantieren dies. Und klarerweise schützen sie gegen die UVStrahlung.“ Abschließend rät er generell beim Kauf einer Sportbrille gleich den Helm mitzubringen: „Damit dann beim Sportvergnügen auch wirklich nichts drückt.“ Mehr Infos: Kuratorium Gutes Sehen e.V. unter www.sehen.de

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Was kann ich gegen einen „Frosch im Hals“ machen? Kommt der Kloß im Hals infolge einer vermehrten Schleimbildung und Entzündung in den oberen Atemwegen, so sollte darauf ge­ achtet werden, die Schleimhäu­ te feucht zu halten. Dazu eignen sich besonders Gurgellösungen, viel trinken, Lutschpastillen und Inhalieren. Auf alle Fälle sollten Sie das Reden reduzieren und das Rauchen ganz sein lassen.

Was, wie, wann, warum

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Was bewirkt eine Dampfin­ halation? Eine Dampfinhalation befeuchtet die Schleimhäute in der Nase und in den oberen Atemwegen. Gut befeuchtete Schleimhäute sind weniger angreifbar gegenüber Krankheitserregern. Im Rahmen einer Dampfinhalation können ätherische Öle wie Thymian oder Salbei angewendet werden, die ihrerseits direkt die Krankheits­ erreger bekämpfen.

Fragen, die unseren Lesern in Sachen Erkältung, Grippe und Co auf der Zunge brennen – Apothekerin Mag.pharm. Su­ sanne Schützinger-Österle, ihres Zeichens Vizepräsidentin der Vorarlberger Apothekerkammer, weiß die Antworten.

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Wie bekomme ich meine Nase dauerhaft frei? Bei einem Schnupfen schwellen die Nasenschleimhäute an. Kurz­ fristig, maximal 10 Tage lang, können abschwellende Nasen­ sprays verwendet werden. Vor­ sicht bei der Anwendung dieser Sprays ist jedoch bei Kindern unter 6 Jahren und Personen mit Bluthochdruck geboten. In der er­ kältungsreichen Zeit kann durch regelmäßige Verwendung einer Nasendusche einem Schnupfen vorgebeugt werden.

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Nützt ein Schnäpschen gegen eine aufsteigende Erkältung? Um Viren, die Verursacher von Erkältungen abzutöten, wäre ein sehr hochprozentiger Alkohol not­ wendig. So hoch konzentrierter Alkohol würde aber die Schleim­ häute angreifen. Schnäpsen, Likö­ ren und ähnlichen alkoholischen Getränken kann also keine vor­ beugende Wirkung zugeschrie­ ben werden. Im Gegenteil Alko­ hol schwächt das Immunsystem und deshalb sollte man lieber die Finger davon lassen, wenn man schon angeschlagen ist.

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Wieso eine Nasendusche? Bei einer Nasenspülung mit Hilfe einer Nasendusche werden die Schleimhäute mit einer wässri­ gen Flüssigkeit gespült. Dazu eig­ net sich am besten eine sogenann­

te isotonische Kochsalzlösung, die dem Salzgehalt der Schleim­ haut und Tränenflüssigkeit sehr ähnlich ist. Durch das Spülen wer­ den die Schleimhäute befeuchtet und Erkältungskrankheiten kann vorgebeugt werden, da sich Viren auf trockenen Schleimhäuten we­ sentlich leichter ansiedeln als auf gut befeuchteten. Zudem wird die Wundheilung der entzündeten Schleimhäute begünstigt.

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Wieso ist der Schnupfen am Abend am schlimmsten? Bei einer Erkältung arbeitet das Immunsystem auf Hochtouren, um die Krankheitserreger im Kör­ per zu bekämpfen. Zudem nimmt selbst bei einem gesunden Men­ schen die körpereigene Produk­ tion von entzündungshemmen­ den Stoffen gegen Abend hin ab und die Körpertemperatur steigt ein wenig. Es ist also nicht ver­ wunderlich, dass wir uns bei ei­ ner Erkältung abends erschöpft und müde fühlen und Husten und Schnupfen stärker wahrnehmen.

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Sind Fieberblasen ein Anzei­ chen einer Erkältung?

Fieberblasen können sich z.B. bil­ den, wenn das Immunsystem ge­ schwächt ist oder nach intensiver Sonnenbestrahlung oder unter Stress oder aus einigen anderen Gründen. Bei einer Erkältung ist das Immunsystem gefordert und somit bekommen manche nicht selten infolge einer Erkältung auch noch Fieberblasen. Die vor­ beugende Einnahme von Zink und L-Lysin kann helfen die Ent­ stehung der Fieberblasen zu ver­ hindern.

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Kann ich Grippostad und Co bedenkenlos neben meinen Medikamenten einnehmen? Arzneimittel sollten nie beden­ kenlos eingenommen werden. Auch vor der Einnahme rezept­ freier Arzneimittel, also solcher, die sie selber in der Apotheke kaufen, sollten sie sich ausführ­ lich von ihrem Apotheker beraten lassen, gerade über eventuelle Unverträglichkeiten mit anderen von ihnen eingenommen Medika­ menten. So kann z.B. Aspirin mit blutverdünnenden Arzneimitteln eine schwerwiegende Wechsel­ wirkung eingehen.

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Kann eine Erkältung zu schwerwiegenden Folgen führen? Ein akut auftretender Husten ist zumeist das erste Anzeichen ei­ nes banalen Atemwegsinfekts. Normalerweise klingen die Er­ kältungssymptome nach 7 bis 10 Tagen wieder ab. Sollten sie al­ lerdings länger dauern oder von Fieber begleitet sein, ist dringend eine fachliche Abklärung notwen­ dig. Das Gleiche gilt, wenn Sie durch Husten Atemnot verspüren oder einen blutigen, gelb oder grün verfärbten Auswurf haben.

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Ist Schnäuzen gut? Darüber gibt es unter­ schiedliche Meinungen. Ich bin allerdings der Ansicht, dass ein sanftes Schnäuzen besser ist. Dazu hält man am besten ein Nasenloch zu, während man das andere sanft durchbläst. Zudem entsteht dabei ein kleiner Luft­ wirbel im Rachen. Dieser verhin­ dert, dass die Keime in die tiefe­ ren Atemwege gelangen können. Hingegen beim Hochziehen des Schleims können die Erreger in den Rachen und eventuell sogar in die oberen Atemwege gelan­ gen, bevor er geschluckt wird.

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Soll oder kann ich trotz Erkältung Sport betreiben? Starke sportliche Belastungen stellen eine Belastung für den ohnehin durch eine Erkältung schon geschwächten Körper dar. Von einem Marathonlauf oder einem Training an den persönli­ chen Leistungsgrenzen würde ich also dringend abraten. Sollten sie Fieber haben, ist Sport ebenfalls tabu! Bei einer leichten Erkältung ohne Fieber spricht meines Erach­ tens nichts gegen zügiges Spazier­ engehen an der frischen Luft oder ein moderates Training, solange sie sich dabei wohl fühlen. Nach dem Sport ist es ratsam, warme trockene Kleidung anzuziehen und in der Wärme zu bleiben.

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Kann ich mein Haustier mit einer Erkältung anstecken? Die menschlichen Krankheitser­ reger von Husten, Schnupfen oder Grippe können normalerweise ih­ rem Hund oder ihrer Katze nichts anhaben. Hunde und Katzen ha­ ben ihre „eigenen“ Erkrankungen wie beispielsweise den Zwinger­ husten bei Hunden oder den Kat­ zenschnupfen.


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VN-INTERVIEW. Dr. Joachim Hechenberger (43), Allgemein- und Komplementärmediziner

Grippales Geflüster

Oder von klaren Definitionen und alltagstauglichen Gegenstrategien. HOHENEMS Das Immunsystem zu stärken, gilt als Faustregel gegen Erkältung, Grippe und Co. Doch allen Bemühungen zum Trotz holen uns Viren und Bakterien alljährlich mit Beginn der kalten Jahreszeit ein, schlagen auf unser Wohlbefinden, unser Gemüt. Dabei stellen sich uns immer wieder dieselben Fragen. Fit & Gesund machte sich auf die Suche nach Antworten und sprach mit Dr. Joachim Hechenberger, mit Praxis für Allgemein- und Komplementärmedizin in Hohenems.

Es klingt so simpel, wenn es darum geht, das Immunsystem zu stärken. Doch in unserem meist gehetzten Leben, nicht selten fremd bestimmten Ernährungsalltag sind die wohlgemeinten Empfehlungen im Alltag nicht immer so einfach umzusetzen. Wozu raten Sie? DR. HECHENBERGER Gesundheit ist kein Zufall. Zugegeben – manches Mal ist es auch Glück, aber meistens ist es in unserem Land auch ein Ergebnis wie wir leben. Eine gute Gesundheit ist die beste Vorkehrung für ein stabiles Immunsystem. Leben sie gesund mit gesunder Ernährung, viel Bewegung, frei von Nikotin oder anderen Substanzen, wenig Alkohol, normalem Gewicht und vor allem glücklich. Ein großes Thema ist auch meist die Darmgesundheit: Was hat ein gesunder Darm mit meinem Immunsystem zu schaffen? DR. HECHENBERGER Der Darm ist das Zentrum des Immunsystems und gleichzeitig Ort von Billionen, meist nützlichen Bakterien. Für ein gutes Immunsystem ist eine richtige Zusammensetzung an Bakterien entscheidend. Dafür gibt es ein einfaches Rezept. Der Darm ist wie ein Acker mit einem gesunden Boden. Die Ernährung spielt hier die Rolle schlechthin. Nahrungsergänzungsmittel sind meistens nicht notwendig. Eine gesunde Ernährung auf pflanzlicher Basis mit vielen Ballaststoffen, beispielsweise in Vollkorn-

schen mit einem erhöhten Risiko können sie gefährlich sein. Ganz besonders sollte man bei Kleinkindern, älteren Menschen oder Menschen mit chronischen Erkrankungen vorsichtig sein. Fieberzustände, Nachtschweiß oder starkes Krankheitsgefühl sind nach 2 bis 3 Tagen gute Gründe, den Hausarzt aufzusuchen.

Mit einer ernsthaften Grippe geht meist hohes Fieber einher.

produkten und unverarbeiteten Lebensmitteln, ist wie ein natürlicher Dünger für einen gesunden Boden. Wie lauten Ihre alltagstauglichen Vorschläge in puncto Vorsorge? DR. HECHENBERGER Es ist natürlich sinnvoll sich die Hände regelmäßig zu waschen, einen entsprechenden Abstand einzuhalten, im Ernstfall auch weniger Hände zu schütteln oder Begrüßungsküsse in akuten Zeiten zu vermeiden. Und generell: Wenn Sie selber krank sind, übernehmen Sie Verantwortung für ihre Mitmenschen und bleiben Sie lieber zu Hause. Wie kann ich als Laie zwischen grippalem Infekt, Erkältung und der Grippe unterscheiden? DR. HECHENBERGER Die Grippe wird durch Influenzaviren verursacht. Meist erkranken die Patienten plötzlich einhergehend mit hohem Fieber, starken Kopf- und Gliederschmerzen, trockenem Husten und starkem Krankheitsgefühl. Grippale Infekte beginnen häufig langsamer mit typischen Symptomen von Erkältung mit Schnupfen, eher mit wenig Fieber und Krankheitsgefühl. Im Falle von viralen Infekten braucht es dabei höchstens Medikamente, um Symptome zu lindern. Hingegen können auch bakterielle Infekte ähnliche Symptome verursachen. Diese müssen meist mit Antibiotika behandelt werden. Ihr Hausarzt ist Spezialist für die genaue Diagnose von Infekten.

Wann sollte ich einen Arzt konsultieren? DR. HECHENBERGER Die meisten Infekte sind harmlos. Dennoch sollte man die Gefahr nicht unterschätzen, denn für spezielle Bevölkerungsgruppen oder Men-

Wie gelingt es einem Mediziner gesund zu bleiben? DR. HECHENBERGER Für normale Atemwegsinfekte ist unser Immunsystem durch den täglichen Kontakt mit Erregern gut trainiert. Über die Jahre baut sich so das Immunsystem auf und wir erkranken seltener und weniger lange. Nur: Menschen werden krank und Ärzte sind ja auch Menschen.

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Freitag, 21. Dezember 2018 Vorarlberger Nachrichten

DAS WISSEN DER DROGISTEN

Die bittere Wahrheit Wir nehmen täglich Salziges, Saures und Süßes zu uns, der bittere Geschmack jedoch fehlt völlig. Ganz offensichtlich haben wir aus unserer Ernährung bittere Substanzen weitgehend eliminiert. Auch die Lebensmittelindustrie verzichtet immer mehr darauf; Gemüsesorten wie z.B. Chicoree, Endivie oder Radiccio werden so gezüchtet, dass sie kaum Bitterstoffe enthalten. Ganz allgemein wirken Bitterstoffe auf die Leber, die ja für unsere Gesundheit von allergrößter Wichtigkeit ist. Einfach ausgedrückt ist sie das große Stoffwechsellabor unseres Körpers, unser Leben hängt davon ab, dass sie richtig funktioniert. Gute Laune und gute Verdauung Bitterstoffe aktivieren die Stoffwechselvorgänge, regen die Leber zu vermehrter Entgiftungstätigkeit an und fördern gleichzeitig die Ausscheidungsprozesse in den Nieren und im Darm. Bei Völlegefühl, Blähungen und Verstopfung, besonders bei älteren Menschen, die unter Verdauungsproblemen leiden, aktivieren Bitterstoffe die Verdauungsorgane auf sehr harmonische Weise. Bekannte Heilkräuterexperten wie Maria Treben mit ihrem Schwedenbitter oder Hildegard von Bingen mit Bittertropfen erkannten deren Wichtigkeit.

Reinigende Kräuter „Bitter im Mund macht den Magen gesund“– das wusste auch der deutsche Pflanzen- und Naturheilkundler Bertrand Heidelberger. Er hat ein Kräuterpulver zusammengestellt, bestehend aus 7 Kräuter, die pulveIm Fitnesscenter passieren gerade aus Unerfahrenheit und Unachtsamkeit immer wieder Unfälle.

Immer mit Bedacht

„Bitter im Mund ist für den Magen gesund. Bitterstoffe sind für unsere Verdauung und Wohlbefinden unverzichtbar.“ Alpendrogerie Beer Au MARION BÄR-BEER

risiert werden und allesamt bitter sind. Das Pulver besteht aus Wermutkraut, Anisfrüchten, Kümmelfrüchten, Fenchelfrüchten, Schafgarbenkraut, Bibernellwurzeln und Wacholderbeeren. Wer das Pulver zum ersten Mal einnimmt, wird sich über den bitteren Geschmack nicht sehr freuen, aber der Gaumen gewöhnt sich relativ schnell daran. Die Kräuter wirken entgiftend und reinigend. Der gesamte Stoffwechsel wird angeregt, Leber und Niere werden entlastet. Die Heilkräuter wirken außerdem blutreinigend und begünstigen den Gesundheitszustand von Speichel- und Schilddrüse. Wer häufig Bitterstoffe zu sich nimmt, tut seinem Körper etwas Gutes. Fachkundige Beratung über die Dosierung erhalten Sie in Ihrer Fachdrogerie. ANZEIGE

Verletzungen im Fitnessstudio vermeiden. WIEN Sobald die kältere Jahreszeit ins Land gezogen ist, verlegen gerade Hobbysportler das Training gerne nach innen. Im Fitnessstudio ist man zwar vor Wind und Wetter geschützt – nicht jedoch vor Unfällen, denn bei falscher oder zu hoher Belastung können sich die positiven Effekte des Trainings schnell ins Gegenteil verkehren. „Vor allem unter Fitnesscenter-Neulingen herrscht teilweise ein Mangel an Wissen über die sachgemäße Benutzung von Geräten und die korrekte Ausführung der Übungen. Im besten Fall bleibt der gewünschte Trainingserfolg dann aus – im schlimmsten Fall sind

Überlastungen und Verletzungen die Folge“, warnt Dipl.-Ing. Christian Kräutler, Leiter des Bereichs Haushalts-, Freizeit- und Sportsicherheit im KFV. Im Jahr 2017 verletzten sich rund 1600 Personen in Österreichs Fitnessbetrieben so schwer, dass sie behandelt werden mussten. Sehnen- und Muskelverletzungen traten dabei am häufigsten auf (48 %), gefolgt von Frakturen und Knochenbrüchen (32 %). Vor allem Männer tendieren dazu, sich beim Sport zu sehr zu verausgaben (76 %). „Die meisten Unfälle passieren durch Überbelastung, falsche Selbsteinschätzung und Unachtsamkeit“, so Kräutler.

TIPPS FÜR EINEN ERFOLGREICHEN TRAININGSBEGINN Sicherheitsregeln für Neu- und Wiedereinsteiger im Fitnesscenter: » Ein FITNESS-CHECK beim Sportoder Hausarzt gibt Aufschluss über das aktuelle Fitnesslevel und den idealen Trainingsplan. » Eine INDIVIDUELLE EINSCHULUNG durch fachkundiges Personal ist Voraussetzung für ein effektives und sicheres Training. Eine Trainingssunde ermöglicht, die Geräte und ihre korrekte Benützung kennenzulernen. » AUFWÄRMEN VOR DEM TRAINING ist Pflicht, um Verletzungen vorzubeugen. » Auf die RICHTIGE AUSRÜSTUNG achten – rutschfestes und sauberes

Schuhwerk sowie atmungsaktive Kleidung sind die Trainingsbegleiter. » AUSREICHEND TRINKEN – Flüssigkeitsmangel mindert die körperliche ebenso wie die geistige Leistungs­ fähigkeit. » Das TRAINING LANGSAM BEGINNEN und die Intensität erst nach und nach steigern. Ausdauer, eine gute Koordination und Technik brauchen ZEIT. Daher lieber lang und moderat als kurz und heftig trainieren. » Den PERSÖNLICHEN TRAININGSRHYTHMUS finden – für Beginner und Wiedereinsteiger sind Regenerationspausen von 2 bis 3 Tagen ideal. » Nach dem Training das DEHNEN nicht vergessen.


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Geheimnis Raunächte SONNTAG Zwi-

schen Weihnachten und Dreikönige soll während der 12 Raunächte Rückschau gehalten und auf das neue Jahr vorbereitet werden. Diese Zeit kann zu einer heiligen Zeit werden, in der man nachspüren, innehalten und den Samen für das Neue legen kann. In dieser Zeit jenseits der Zeit wurden schon immer Kräuter, Wurzeln und Harze geräuchert. Die

Menschen hüllten sich in ihren Schutz und Segensrauch und empfingen heilende und stärkende Kräfte. In Räucherungen mit bestimmten Kräutern empfingen sie Visionen und innere Bilder. Träume konnten erkannt und gedeutet werden; sie erlangten Einblick in verworrene Situationen und gelangten zur Einsicht und Klärung. In Vorbereitung auf die bedeutungsvollen Raunächte stehen da die Rückschau auf das vergangene

1. Raunacht

6. Raunacht

Räucherwerk: Meisterwurz Die Wurzel wirkt beim Räuchern reinigend und klärend, schirmt alles Bedrohliche ab und stärkt unsere ureigenen Selbstheilungskräfte.

Räucherwerk: Alant Dieses Räucherwerk hüllt unseren Körper, die ganze Wohnung mit balsamischem Wohlgeruch ein und vermag, innere und äußere Wunden zu heilen. Alant stärkt unsere Lungen und lässt tief durchatmen. Es unterstützt jeden Heilungsprozess. Die geräucherte Wurzel schenkt innere Erneuerung, wirkt entzündungshemmend, reinigend, aufbauend, stärkend und schenkt innere Wärme.

2. Raunacht Räucherwerk: Süßgras Dieses Räucherwerk möchte in die Stille führen, in der wir in Berührung mit unseren inneren Geistesgaben kommen. Süßgras erinnert beim Räuchern an die reiche Erdmutter, ihre duftenden Wiesen. Es wirkt tiefenentspannend und fördert die Intuition.

3. Raunacht Räucherwerk: Quendel Quendel öffnet den Brustbereich und lässt uns neu durchatmen, macht den Geist klar und hüllt uns in einen aromatischen Mantel. Dieser schenkt Vertrauen in die innere Führung. Die Blüten verbreiten beim Räuchern einen desinfizierenden Rauch, der den Geist klärt und wendig macht.

4. Raunacht Räucherwerk: Johanniskraut Das Räucherwerk möchte uns als hohe Lichtpflanze an das Christuslicht in uns erinnern und uns mit unserem inneren Urquell in Berührung bringen. Blüten, Früchte und Blättchen wirken beim Räuchern entspannend und schenken einen energetischen Schutz.

5. Raunacht Räucherwerk: Rosenherz Rosenherz möchte unser Herz öffnen, damit Liebe fließen kann. Rosenblätter in Verbindung mit Harzen fördern die Kunst der Hingabe und der Vergebung; sie schenken Milde und Güte.

7. Raunacht Räucherwerk: Rosmarin Als Hochzeitskraut möchte Rosmarin uns zu unserer inneren heiligen Hochzeit rufen: die Vereinigung der Gegensätze, die Vermählung von Licht und Dunkel, Stärke und Schwäche, dem weiblichen und männlichen Aspekt in uns selbst. Die ätherischen Öle der Nadeln wirken durchblutend, erwärmend und ausgleichend. Das Räucherwerk unterstützt Trauer- und Abschiedsprozesse.

8. Raunacht Räucherwerk: Engelwurz Dieses Räucherwerk möchte uns zu unseren ureigenen Wurzeln führen und diese stärken. Um diesem Ur-

und Absichten für das kommende Jahr, geschrieben in ein kleines Raunacht-Buch. Um in diese Haltungen zu kommen, braucht es jedoch die Absicht, sich einzulassen und zu öffnen. Räucherkräuter aus der Schatztruhe der heimischen Natur helfen uns dabei.

Susanne Türtscher ist Kräuterexpertin und begleitet uns mit ihren Ausführungen durch die Raunächte. Mehr Wissenswertes unter www.susanne-tuertscher.at

Erkältungszeit Erhöhte Ansteckungsgefahr – jetzt Selbstheilungskräfte aktivieren.

sprünglichen begegnen zu können, müssen die Machthaber in uns entmachtet werden. Die Wurzel regt psychische Stoffwechselprozesse an, wirkt transformierend, stärkend und verdauungsfördernd.

9. Raunacht Räucherwerk: Tanne, Nadel und Harz Der heilige Rauch der Tanne öffnet den heilbringenden Raum und begleitet den Weg zur Vollendung. Das Harz desinfiziert innere und äußere Wunden, öffnet den Geist und lässt eine Himmelsleiter entstehen.

10. Raunacht Räucherwerk: Kiefer, Harz und Nadeln Die Kiefer, als wintergrüner Baum, der in kargen Felsen wächst, ist sie ein schönes Sinnbild für das Leben, das durch den Winter, durch schwere Zeiten getragen wird. Räucherungen schenken Ausdauer und Durchhaltevermögen und bergen reinigende, vitalisierende und ermutigende Kräfte.

11. Raunacht Räucherwerk: Flechten Das Räucherwerk schenkt tiefes Wohlbefinden und balsamische Wärme, dabei erfrischende Klarheit und steht für die Erneuerung der Gedanken. Es vermag in Gruppen einen neuen Geist des Miteinanders entstehen zu lassen.

12. Raunacht Räucherwerk: Lavendel Lavendel führt in die Tiefenentspannung und fördert die Hingabe, hilft, sich dem Leben anzuvertrauen. Das Räucherwerk birgt reinigende, entspannende Segenskraft, schenkt Geborgenheit. Es wehrt allen Kräften, die vereinnahmen oder manipulieren möchten.

Die ersten Erkältungs-Symptome, wie laufende Nase oder Kratzen im Hals, treten auf, sobald das Immunsystem die für den Infekt verantwortlichen Viren als Krankheitserreger erkennt und mit dem Abwehrkampf beginnt. Jetzt gilt es, den Infekt schnell und gezielt zu bekämpfen und die die körpereigenen Selbstheilungskräfte zu aktivieren. Zur effektiven Behandlung der ersten Anzeichen einer Erkältung hat sich Meditonsin® über Jahrzehnte bewährt. Durch den nur in Meditonsin® enthaltenen natürlichen Tri-Komplex erhält der Organismus gezielt Impulse zur Aktivierung der Selbstheilungskräfte. Frühzeitig eingenommen kann Meditonsin® dafür sorgen, dass Erkältungsbeschwerden gar nicht erst richtig zum Ausbruch kommen. Halsschmerzen, Husten und Schnupfen werden spürbar gelindert. Die Wirksamkeit von Meditonsin® ist durch eine Vielzahl von Studien belegt. Neben den Tropfen gibt es den Tri-Komplex seit Kurzem auch als Globuli. Aufgrund der guten Verträglichkeit sind die neuen Globuli – genau wie die Tropfen – bereits für Kinder ab 2 Jahren und somit für die ganze Familie bestens geeignet. ANZEIGE Bezeichnung des Arzneimittels: Meditonsin® Tropfen/Meditonsin® Globuli. Wirkstoff: Aconitinum D5, Atropinum sulfuricum D5, Atropinum sulfuricum D5, Hydrargyrum bicyanatum D8. Anwendungsgebiete: Akute Beschwerden des Hals-, Nasen- und Rachenraumes, beginnende Erkältungskrankheiten und grippale Infekte. Meditonsin® Tropfen enthält 6 Vol.-% Alkohol. Meditonsin® Globuli enthält Sucrose. Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Gebrauchsinformation und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker; Stand der Information: 12/2017 (Tropfen) bzw. 02/2018 (Globuli). Vertrieb: Medice Arzneimittel GmbH, Römerstrasse 14, A-5400 Hallein

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Das Christkind braucht Hilfe KLAUS Es wa-

ron auf die Zeilen von Jana gestoßen, deren Katze heuer gestorben ist und die sich nun eine neue wünscht. Wissen Sie, unsere Minka hat vor einigen Wochen Junge zur Welt gebracht – nur für den Fall, dass ...“

ren die letzten Tage vor der Heiligen Nacht, die dem Christkind zunehmend Kopfzerbrechen bereiteten. Heuer stand Weihnachten nämlich unter einem völlig anderen Stern. Während auf den Wunschzetteln der Kinder in vergangenen Jahren Spielzeug und Leckereien ganz oben standen, so fielen ihm nun Bittbriefe anderer Natur in seine Hände.

Licht für andere werden

Die etwas anderen Wünsche David, der Junge aus dem roten Backsteinhaus, machte sich Sorgen um seine geliebte alte Oma, die immer kraftloser wurde. Und Lilly fühlte sich so unendlich einsam in der neuen Stadt, dass sie das Christkind aus tiefster Seele um Freunde anflehte. Daniel bat um ein Ende der Streitigkeiten zwischen seinen Eltern und Frieden im Haus. Jakob vermisste seinen Vater, der aufgrund seiner Arbeit immer weniger mit ihm unternahm. Und Aysel wollte nichts anderes als an Weihnachten mit ihrer Familie vereint sein zwei Jahre nach ihrer Flucht in ein fremdes Land. Mylonas wünschte sich eine ruhige, sichere Nacht

Die Weihnachtsbotschaft beinhaltet vor allem auch, zum Lichtbotschafter für andere zu werden.

und Pause von Kriegsturbulenzen. Das Christkind wurde von einem Brief zum nächsten immer trauriger. Die Bitten kamen aus tiefstem Herzen und die Kinder brauchten dringend Hilfe, soviel stand fest. Doch wie konnte es dieser großen Not allein nur gerecht werden? Wie gingen die Menschen auf dieser Erde miteinander um? Vor lauter Fragen und damit verbundener Ratlosigkeit schüttelte es seinen Kopf. Seine blonden Locken wackelten, als plötzlich das Himmelstelefon läutete. Der Anruf kam von Aarons

Mutter, jenem Buben mit den lustigen Sommersprossen, der auf einem Bauernhof lebte. „Entschuldigen Sie bitte“, meinte die Frau etwas verlegen, „aber ich glaube Ihnen ist ein kleines Missgeschick passiert.“ Das Christkind schluckte erstmal und lauschte gespannt weiter. „Als die Weihnachtspost unseres Sohnes abgeholt wurde, sind wohl versehentlich Wunschzettel anderer Kinder aus Ihrer Tasche gefallen. Da unser Sohn kein Briefgeheimnis kennt, hat er sie auch gelesen.“ Das Christkind schluckte und rang nach Luft, als die Dame am anderen Ende der Leitung fortfuhr: „Dabei ist Aa-

Das Christkind atmete tief durch und spürte wie sein Herz weiter wurde. „Das wäre wirklich eine große Hilfe“, nahm es das Angebot dankend an. „Wissen Sie, heuer ist alles anders und ich kann jede Unterstützung brauchen. Viele Kinder sind in Not. Sie sehnen sich nach intakten Beziehungen, Verbundenheit und Liebe; das kann ich ihnen jedoch alleine und vom Himmel aus nur bedingt geben.“ So beschlossen Aarons Mutter und das Christkind, einige Wünsche zurück in Menschenhand zu legen. Sie verteilten gezielt die gesammelten Weihnachtsbriefe an Eltern, Verwandte, Nachbarn und Freunde, verbunden mit der Botschaft, selbst ein Licht für andere zu werden. Für wen und womit wollen Sie dazu beitragen, dass es heuer wahrlich Weihnachten wird? Mag. Sabine Fleisch MSc ist Psychologin und Psychotherapeutin – mehr Wissenswertes im Internet unter www.sabinefleisch.com

Achtsamkeit mit strahlenden Aussichten

Zwei kleine Ratgeber fürs Körperbewusstsein.

Bücher können wertvolle Begleiter im oft nicht einfachen und gehetzten Alltag sein. Wir stellen Ihnen stellvertretend für die unzähligen Ratgeber in dieser Ausgabe (vielleicht eine Anregung für Weihnachten), zwei Sammelsurien vor, mit deren Inhalt Sie gerade Ihr Rundumwohlfühlgefühl steigern können. Das Buch mit dem Titel „natürlich.zeitlos.schön“ bietet dabei eine ganzheitliche Schönheitsstrategie, die sich vor allem durch eine einzigartige Mischung aus

modernstem westlichen Wissen und traditionellen asiatischen Verjüngungsmethoden auszeichnet. Die beiden Autorinnen, Bettina Unden und Heidi Gregor,

zeigen in ihrem gemeinsamen Buchwerk, wie man die Macht der Gedanken, Akupressur, Ernährung, Bewegung, Kosmetik und vieles mehr ideal einsetzen kann,

natürlich.zeitlos.schön Bettina Unden, Heidi Gregor

Mindful Me Patricia Schatzlmayr, Heidi Artmann

SCHWARZACH

um zeitlose Schönheit zu schaffen, die keine Grenzen kennt.

Achtsam durchs Jahr Der neue Ratgeber der Autorinnen Patricia Schatzlmayr (Ernährungscoach) und Heidi Artmann (dipl. Lebens- und Sozialberaterin) mit dem Titel „Mindful Me“ zeigt wiederum, wie man mehr Achtsamkeit in seinen Alltag integrieren kann und welchen enormen Nutzen man daraus zieht. Geordnet nach den Jahreszeiten liefert das Werk köstliche Rezepte, wohltuende Home-Spa Anwendungen, viele Atem- und Körperübungen sowie zahlreiche Tipps und Ideen für einen acht­ samen Alltag.


lindbergh.at

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Lebensqualität ohne Brille Haben Sie als Brillenträger schon einmal bei Schneefall Ketten montiert? Fast unmöglich! Ich als Busfahrer stand allerdings sehr häufig vor diesem Problem. Als ich dann mit meinem Mountainbike auch noch einen Unfall hatte, weil ich den Boden ohne Brille nicht gut erkennen konnte, stand für mich fest: Ich lasse meine Augen lasern! Seitdem habe ich unendlich an Lebensqualität gewonnen. Und die Ketten montieren sich (fast) von alleine.

Helmut Urbansky, Lauterach

Informationsabende zur Augenlaserbehandlung Donnerstag, 17. Januar, 19:00 Uhr, Augenlaserzentrum Bregenz Referent: Dr. med. Stephan Maschauer Freitag, 8. Februar, 19:00 Uhr, Augenlaserzentrum Bregenz Referent: Dr. med. Adrian Arbunescu-Pecher Anmeldung unter 05574/58179 oder info@oculovision.at. Alle Infoabende finden Sie stets aktuell auf unserer Website www.oculovision.at.

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Mithilfe präziser und technologisch modernster Methoden führen unsere Laserchirurgen und Fachärzte für Augenheilkunde jährlich rund 800 Behandlungen durch. Behandelt werden dabei Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit, Hornhautverkrümmung und Altersweitsichtigkeit.


Wellness & Spa

Ein entspannter Start ins neue Jahr Aussteigen im doppelten Sinn: Im DAS SCHÄFER****s im Großen Walsertal steigen Termingehetzte, Pflichtbewusste, Fremdgesteuerte, Dauergestresste aus dem Alltag aus. Gönnen Sie sich nach dem Keksmarathon über die Feiertage ein paar Tage, um den Körper wieder in Balance zu bringen. Achtsamkeit, Regionalität und authentische Gastfreundschaft übernehmen den Kurs im Retreat-Hotel. Längst sind die einfachen Dinge des Lebens – echte freie Zeit, wirkliche Ruhe, ein feines Essen, eine schöne Schneeschuhwanderung – das wahrlich Exklusive geworden. Christine und Rainer Schäfer bieten Gästen genau diesen Luxus der Einfachheit in ihrem Vier-Sterne-Superior-Refugium.

Schlichtheit als Qualitätsversprechen „Wir erlauben uns, schnörkellos und unkompliziert zu sein“, erklärt Christine Schäfer. Das Auge erkennt sofort, was gemeint ist. Die Architektur ist bewusst regional und bodenständig. Steinfassaden aus Quarzit und Schindeln passen sich der beeindruckenden Bergkulisse an. Weißtöne von hell bis zu Eierschalentönen und dezente Grautöne dominieren Stoffe und De-

Gesunde Auszeit für Körper und Geist: Herzstück des DAS SCHÄFER ist das BergSpa. Hier erwartet die Gäste ein Ort der Erholung, der Inspiration und Verlangsamung. Spezielle Rituale und Massagen, die man nur im DAS SCHÄFER findet, machen die Naturschätze des alpinen Tals erlebbar und spürbar. Geruht wird in kuscheligen Schafwolldecken.

Berghotel DAS SCHÄFER****s Wellness in Vorarlberg Kirchberg 77 6733 Fontanella T +43 (0)5554 5228 hotel@dasschaefer.at www.dasschaefer.at

koration. Gekalkte Eichendielen und heimisches Weißtannenholz akzentuieren die ruhigen, naturnahen Farben in den Zimmern. Von den Walsertaler Bauern kommt das Beste in die Küche. Gesunde, regionale,

leckere Gerichte werden mit den Kräutern aus dem eigenen Pfarrgarten verfeinert. Der Tag beginnt mit einem basisch vitalen Bademantelfrühstück im Bergbistro und klingt bei einem feinen Glas

Wein in der gemütlichen Walserbar aus. Das Küchenteam ist sich einig: „Am besten schmeckt es, wenn es aus der Gegend kommt.“ Es geht um die gute, alte Gastfreundschaft im DAS SCHÄFER. Schon im Namen der Gastgeberfamilie steckt die Assoziation mit der Hege und Pflege der Herde, mit einem rücksichtsvollen Umgang mit der Landschaft und mit dem Leben im Kreislauf der Natur.

Wohltuende Wirkung

Umgeben vom herrlichen Bergpanorama lässt man den Stress und den Alltag schnell hinter sich.

Regionalität ist auch im BergSpa für den Gast spür- und erlebbar. Bewusst verzichtet man hier auf exotische Massagen und Anwendungen. Vielmehr steht im Vordergrund, was im hoteleigenen Pfarrgarten und auf den Hängen im Biosphärenpark gedeiht: Latschenkiefer,


Wellness & Spa

Erlauben Sie sich mit dem „Fit & Gesund“-Angebot eine wohltuende Auszeit

Die verschneiten Berge laden zu ausgiebigen Schneeschuhwanderungen ein und sorgen für viel Bewegung an der frischen Luft.

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Aktion und Entspannung

Welche Anwendung im BergSpa gleicht einer Höhenwanderung über die Walser Gipfel?

Für viel Bewegung in der frischen Luft läd Sie das Hotelteam im Winter täglich zu einer geführten Schneeschuhwanderung ein. Anschließend können Sie sich während einer wirksamen Faszien-Behandlung im BergSpa entspannen. Dabei werden durch manuelle Weichgewebe-Techniken tief liegende Verspannungen und verklebte Faszien gelöst und gleichzeitig die natürliche Körperstatik, Körperdynamik und Körperhaltung wiederhergestellt.

Antwort: Per E-Mail an fitundgesund@russmedia.com oder per Post an Russmedia GmbH, Gutenbergstraße 1, 6858 Schwarzach. Einsendeschluss: 15. Jänner 2019. Mit der Teilnahme am Gewinnspiel erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihre persönlichen Daten verarbeitet und Sie über weitere Aktionen des DAS SCHÄFER sowie der Russmedia GmbH informiert werden. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Der/die Gewinner(in) wird schriftlich oder telefonisch informiert und in der nächsten Ausgabe von „Fit & Gesund“ präsentiert. Das oben angeführte Angebot ist vom 6.1. bis 1.2.2019 buchbar. Die Anreise ist täglich möglich.

Bilder: DAS SCHÄFER/ Matthias Rhomberg

Wacholder, Arnika, Johanniskraut, Heublumen und Wurzeln entfalten ihre wohltuende Wirkung auf Körper und Geist. In eigens für DAS SCHÄFER hergestellten Massageölen und Kräuterstempeln kommen die Naturschätze zur Anwendung. Eine der speziellen Behandlungen nennt sich „Die 7 Walser“. Hier wird für den Gast der Bezug zur Tradition und Regionalität eindrucksvoll erlebbar und spürbar gemacht. Sie gleicht einer Höhenwanderung über die schneebedeckten Walser Gipfel.

Das ausgewogene Sportprogramm hält Sie auch im Winter fit.


12 Fit & Gesund

Freitag, 21. Dezember 2018 Vorarlberger Nachrichten

LESER FRAGEN, EXPERTEN ANTWORTEN. Prof. Dr. Stefan Mennel (48), Leiter Augenheilkunde-Abteilung LKH Feldkirch

Schwindendes Augenlicht Und mehr über die feuchte altersabhängige Makuladegeneration.

FELDKIRCH Der 71-jährige Otto kann es kaum glauben: Noch vor einer Woche las er die Zeitung, zwar mit Brille, doch ohne Probleme. Heute jedoch verschwimmen die Buchstaben vor seinen Augen, der Blick ist verzerrt, ein Lesen ist nicht mehr möglich. Nach dem Besuch eines Augenarztes stand fest: Er leidet an der sogenannten feuchten altersbedingten Makuladegeneration (AMD). Nun möchte er mehr wissen: Wird er sein Augenlicht verlieren? Fit & Gesund fragte nach und Augenarzt Prof. Dr. Stefan Mennel, Leiter der Augenheilkunde-Abteilung am Landeskrankenhaus Feldkirch, gab Antworten.

tivität das Risiko der Erkrankung signifikant senken können. Wie wird diese Krankheit diagnostiziert? DR. MENNEL Für den Patienten ist die Frühform der AMD oft nicht bemerkbar. Die feuchte AMD führt zu typischen subjektiven Beschwerden. Innerhalb von Tagen – so berichten die Patienten – reduziert sich die Sehkraft, das Lesen ist nicht mehr mit der gewohnten Qualität möglich, die Buchstaben verziehen sich und gerade Linien sind verzogen. Typisch ist dies bei Karomustern auf einem

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Blatt Papier oder bei Fliesen für den Patienten bemerkbar. Dies ist der richtige und notwendige Zeitpunkt für die augenärztliche Konsultation. Der Augenarzt untersucht die Sehkraft und mittels Mikroskop die Netzhaut und die Makula. Eine neue, sehr wichtige Untersuchungsmethode ist die OCT Untersuchung. Dabei wird ohne Berührung des Auges mittels Laserscan die Netzhaut tomografisch dargestellt und es können auch sehr geringe Schwellungen und Frühformen der feuchten AMD effektiv dargestellt werden. Für spezielle Fälle ist eine Angio­

Worum handelt es sich bei der feuchten AMD? DR. MENNEL Hier kommt es zur Neubildung von krankhaft veränderten, undichten Gefäßen, aus denen es blutet, weiters kommt es zu Abhebungen und Rissen des Pigmentepithels der Netzhaut und schließlich zur Narbenbildung im Bereich des gelben Flecks. Diese Form der Makula­ degeneration ist überwiegend für schwere Sehbehinderungen verantwortlich. Neuere wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass die feuchte AMD meist aus der trockenen AMD hervorgeht – und somit eine von zwei Verlaufsformen im Spätstadium dieser AMD-Form darstellt.

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Welche Ursachen liegen dieser Augenerrkrankung zugrunde? DR. MENNEL Die Hauptursache ist das zunehmende Alter, die AMD kommt erst nach dem 55. Lebensjahr vor. Studien haben aufgezeigt, dass als Hauptgrund für die Erkrankung genetische Ursachen bestimmend sind. Rauchen kann die Entstehung und Entwicklung massiv negativ beeinflussen und die Häufigkeit deutlich steigern. Klinische Verlaufsbeobachtungen konnten nachweisen, dass gute Ernährung mit ausreichend Vitaminen und tägliche sportliche Ak-

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grafie notwendig, dabei wird ein Farbstoff in die Vene injiziert und die Gefäße der Netzhaut und Aderhaut werden dargestellt. Neugebildete Gefäße und Flüssigkeitsaustritt können bildlich diagnostiziert werden. Welche Möglichkeiten der Behandlung gibt es? DR. MENNEL Seit 2008 hat sich die chirurgische Einbringung von Wachstumshemmern in das geninnere etabliert. Hierbei Au­ werden die neugebildeten Gefäße und die Schwellung der Makula medikamentös behandelt. Das Medikament wird mit einer hauchdünnen Nadel in das Augeninnere eingebracht. Die Therapie ist sehr effektiv, aber die Wirksamkeit auf wenige Wochen limitiert. Abhängig von der Makulaschwellung und den neugebildeten Gefäßen muss die Behandlung oft monatlich erfolgen. Durchschnittlich ist die Behandlung im ersten Jahr 7- bis 8-mal und im zweiten Jahr noch 5- bis 7-mal notwendig – in den meisten Fällen über Jahre hinweg. An der Augenabteilung in Feldkirch werden diese operativen Medikamenteneingaben 3000-mal pro Jahr durchgeführt, wobei es aktuell möglich ist, die Sehkraft bei 80 Prozent der Betroffenen zu stabilisieren oder sogar etwas zu verbessern. Selten entstehen ausgedehnte Blutungen durch die neugebildeten Gefäße. In diesen Fällen sind mikrochirugische Operationen an der Makula notwendig, um diese Blutungen zeitnah entfernen zu können.

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Gibt es Chancen, die Sehfähigkeit zu erhalten? DR. MENNEL Die aktuelle Therapie der operativen Eingabe von anti-VEGF Wachstumshemmern in das Augeninnere ermöglicht in 80 Prozent eine Stabilisierung oder eine geringgradige Sehverbesserung. Diese neue Therapieoption ist für die Patienten eine enorme Verbesserung der Lebensqualität.

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Prof. Dr. Stefan Mennel, seines Zeichens Leiter der Augenheilkunde am LKH Feldkirch, gibt allen Betroffenen Hoffnung.


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Freitag, 21. Dezember 2018 Vorarlberger Nachrichten

Gereizter Darm?

Bei Neuschnee macht die Tour auf das Wannaköpfle besonderen Spaß.

Eine Tour für alle Fälle Das Wannaköpfle ist nicht nur zum Jahresausklang einen Aufstieg wert.

BARTHOLOMÄBERG Es gibt Dinge, die, wenn sie Körper und Seele guttun, nach Wiederholung rufen. Mein Partner und ich haben vor ein paar Jahren angefangen, das alte Jahr mit einer Tour ausklingen zu lassen. Es gibt fast nichts Schöneres, als am Silvestertag dem Trubel im Tal zu entfliehen und auf irgendeinem Berg mit einem Gläschen Prosecco (aber nur eines) das, was war, zu verabschieden und auf das, was kommt, anzustoßen. Je nach Schneelage gibt es entweder eine Ski- oder Schneeschuhtour. Für Skitourengeher und Schneeschuhwanderer gleichermaßen attraktiv ist das Wannaköpfle (2032 m) oberhalb von Bartholomäberg. Unscheinbar, aber sehr idyllisch am Sonnenbalkon des Montafons gelegen, bietet sich Aufsteigern eine grandiose Fernsicht auf die wunderbare Bergwelt des Tales.

Relativ lawinensicher Die Tour beginnt im Dorf neben der Kirche, wo sich auch ein Parkplatz befindet. Im unteren Teil steigen wir über Wiesen und zwischen Häusern und Gehöften in Richtung „Fritzensee“ auf. Danach geht es durch einen lich-

ten Wald gemächlich weiter. Wer nicht gerade in aller Herrgottsfrühe aufbricht, findet meist eine gespurte Route vor. Die Tour ist zudem relativ lawinensicher, was aber nicht heißt, dass die Sicherheitsausrüstung zu Hause bleiben kann. Die muss immer mit. Bevor wir auf das dem Wannaköpfle vorgelagerte Plateau kommen, machen wir noch einen kurzen Abstecher zum Monteneu (1883 m). Hier gibt es sogar ein Gipfelkreuz. Anschließend zieht sich die Spur flach zum Wannaköpfle hinauf, das eher einer Kuppe, denn einem Gipfel gleicht. Es wird zudem ein Gipfelsieg ohne Gipfelkreuz, aber was soll’s. Das eindrucksvolle Panorama, das sich hier oben erschließt, macht dieses Manko vergessen. Nach dem Genuss landschaftlicher Schönheiten stellen wir unser Visier auf Abfahrt ein. Die erfolgt entlang der Aufstiegsspur. Bis ins INFOS AUFSTIEG ca. drei Stunden ABFAHRT ca. eine Stunde (bei Skitour) EINKEHRMÖGLICHKEITEN im Dorf

Tal reiht sich ein schöner Hang an den nächsten. So lässt es sich gut ins neue Jahr und den Winter gleiten.

Tipp fürs Christkind Schneeschuhwanderer kommen bei dieser Tour ebenfalls auf ihre Kosten. Der Abstieg dauert allerdings etwas länger. Immerhin sind knapp 1000 Höhenmeter zu bewältigen. Für sie empfiehlt sich ein Abstecher zum Alpengasthof „Rellseck“, ebenfalls einer der schönsten Aussichtspunkte im Montafon. Zurück geht es über die Straße, die bei entsprechender Schneelage als Rodelbahn genützt wird. Weil es um diese Zeit ordentlich kalt sein kann, braucht es entsprechende Kleidung, vor allem darunter. Deshalb hier noch ein wärmender Tipp fürs Christkind: Skiwäsche von Icebreaker. Die neue zeichnete ­Bodyfit-Generation sich durch ein weiches Tragefühl und kuschelige Wärme aus, ohne dabei ins Muffeln zu geraten. Mein Test ist jedenfalls äußerst positiv ausgefallen. MARLIES MOHR marlies.mohr@vn.at 05572 501-385

Was kann bei einem Reizdarmsyndrom helfen? Etwa 15% der Erwachsenen in Österreich leiden am sogenannten Reizdarmsyndrom (RDS). RDS bezeichnet eine Störung der Darmfunktion, bei der die Betroffenen immer wieder an unangenehmen Symptomen wie Blähungen, Durchfall, Bauchschmerzen oder Verstopfung leiden. Für sie bedeutet dies häufig eine enorme Einschränkung der Lebensqualität. Fachgesellschaften gehen davon aus, dass eine fehlbesiedelte Darmflora Ursache des Reizdarmsyndroms sein kann und weisen daher der Therapie durch bestimmte Probiotika eine entsprechend hohe Bedeutung zu. Seit Kurzem ist in Österreich Alflorex® zur Behandlung von Personen mit Reizdarmsyndrom erhältlich. Alflorex® ist das einzige Produkt in Europa, welches den einzigartigen Bakterienstamm Bifidobacterium infantis 35624® enthält. Bifidobacterium infantis 35624® kann helfen, die intestinale Mikrobiota (körpereigene Darmflora) wieder ins Gleichgewicht zu bringen. In Studien konnte bewiesen werden, dass Bifidobacterium infantis 35624® wirksam ist und die typischen RDS Symtome signifikant lindern kann. Auf diesen Studien basiert auch die Empfehlung der Welt Gastroenterologen-Organisation (WGO), die in ihrer Leitlinie erwähnt: „Der Stamm B. infantis 35624® besitzt derzeit die beste Studienlage für die Wirksamkeit ANZEIGE bei RDS.“

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14 Fit & Gesund Fit für die kalte Jahreszeit Je nach DoshaKonstitution reagieren wir unterschiedlich auf das Wetter und die Jahreszeiten. Während des frühen Winters ist unser Stoffwechsel sehr stark; auch baut unser Körper Kapha auf, um das Immunsystem zu stärken. Der kalte Wind hält unser Agni (Verdauungsfeuer) in Gang. Aus Sicht des Ayurveda ist somit die kalte Jahreszeit die Vata-Zeit. Um deren negative Einflüsse auf das Vata-Dosha zu stoppen, helfen Ölmassagen, warme Kleidung und warme, nährende Speisen und Getränke. Sogar der Genuss von Rotwein wird erlaubt; auch arbeiten jetzt unsere Hormone und Fortpflanzungsorgane besonders gut. Bei hohem Vata und starkem Agni sind alle warmen, süßen und aufbauenden Speisen, Gerichte mit Wurzelgemüse, Risottos, Desserts und Kuchen sehr gut verträglich. Vorsicht ist bei zu viel Milchprodukten geboten; sie führen zu Verschleimung der Zirkulationskanäle und können Erkältungskrankheiten fördern.

Freitag, 21. Dezember 2018 Vorarlberger Nachrichten

VN-INTERVIEW. Dr. Georg Rüscher (60), Zahnarzt und Prophylaxebeauftragter

KRUMBACH

Veronika Forster ist dipl. Ayurveda-Praktikerin – www. pension-sonnblick.at AROMATISCHE ROTE BEETE ZUTATEN 600 g Randig (Rote Bete), 1 kleine Zwiebel, 1 EL Ghee (Butterschmalz), 6–10 Pimentkörner, 5 Nelken, 1 TL Koriandersamen, 1 TL Ingwerpulver, ½ TL Kurkuma, 250 ml Wasser, Salz und Pfeffer, Saft einer halben Zitrone, 1 TL Meerrettich oder frischer Ingwer, ½ TL Garam Masala, ½ Bund frisches Basilikum, Blattpetersilie oder Dill ZUBEREITUNG Ghee im Topf erhitzen und die Pimentkörner, Nelken und Koriandersamen darin aufspringen lassen. Die fein gehackten Zwiebeln zu den Gewürzen geben, anbräunen lassen. Rote Beete schälen und schneiden, zusammen mit Kurkuma und Ingwerpulver untermischen, salzen, mit etwas Wasser aufgießen, köcheln lassen und mit Meerrettich (Ingwer), Garam Masala, Zitronensaft und Kräutern abschmecken.

Vom ersten Milchzahn an

Zahnprophylaxe: Sonderbehandlung bei jungen Patienten. BREGENZ Das Ziel der modernen Zahnmedizin ist es, Krankheiten wie Karies, Zahnfleischentzündungen und anderen so früh wie möglich vorzubeugen. Gezielte Maßnahmen wie regelmäßige Kontrolluntersuchungen und professionelle Mundhygiene sollen demnach bereits von Kindesbeinen an erfolgen. Dr. Georg Rüscher, Zahnarzt mit Praxis in Bregenz und Prophylaxebeauftragter in der Vorarlberger Zahnärztekammer, weiß um die Bedeutung einer akuraten und frühzeitigen Vorsorge.

Ab welchem Alter sollte mit den Vorsorgeuntersuchungen begonnen werden? DR. RÜSCHER Es ist eine langjährige Forderung (Vorschlag) der VZÄK die Zahnuntersuchung in den Mutterkindpass aufzunehmen. Für uns Zahnärzte wäre eine Vorsorge ab dem ersten Zahn wünschenswert. In welchem Rhythmus soll dabei die Mundhygiene stattfinden? DR. RÜSCHER Ich empfehle Mundhygienesitzungen bei Kindern und Jugendlichen zweimal jährlich, einmal ist ein absolutes Muss und bei Erwachsenen mit gesundem Zahnfleisch 1- bis 2-mal jährlich, bei Parodontalproblemen je nach individueller Situation auch öfter. Bei festsitzenden Zahnspangen ist zumindest zweimal jährlich sinnvoll, da die Zahnreinigung bei Zahnregulierungen deutlich schwieriger ist.

Was wird gemacht? DR. RÜSCHER Bei einer Mundhygienesitzung erheben wir zuerst die Effektivität der häuslichen Zahnpflege. Durch Anfärben der Zähne können wir dem jungen Patienten Putzdefizite sichtbar machen und so die selbstständige Zahnreinigung optimieren. Danach werden die Zähne professionell gereinigt und der Zahnschmelz durch lokale Fluoridierungsmaßnahmen gestärkt. Je nach individueller Situation findet auch eine fundierte Ernährungsberatung statt. Eine erweiterte Vorsorgemaßnahme im Kindes- und Jugendalter stellt die Versiegelung der neu durchgebrochenen, bleibenden Backenzähne dar. Darüber hinaus haben wir im Rahmen der Mundhygiene die Gelegenheit, den Zahnstatus zu kontrollieren und Kariesbefall sowie Zahn- und Kieferfehlstellungen frühzeitig zu erkennen. In Zeiten, da es verstärkt Zahnregulierungen und damit Zahnspangenträger gibt – was gilt es für diese im Besonderen zu beachten?

DR. RÜSCHER Die Zahnreinigung

bei festsitzenden Zahnregulierungen ist deutlich aufwändiger und zeitintensiver. Der Umgang mit den nötigen Hilfsmitteln wie mit Zwischenraumbürstchen mag gelernt sein. Wir Zahnärzte empfehlen den Betroffenen mindestens zwei Mundhygienesitzungen pro Jahr.

Es gibt ja eine neue Regelung in Hinsicht auf kostenlose Mundhygiene für Kinder – wie gestaltet sich diese? DR. RÜSCHER Hinsichtlich der Mundhygiene gibt es seit dem Sommer eine sehr fortschritt­ liche Regelung mit der Sozialversicherung, die es den VertragsZahnärzten erlaubt, Jugendlichen zwischen dem 10. und 18. Lebensjahr einmal jährlich und bei festsitzender Zahnregulierung zweimal jährlich die Zahnprophylaxe kostenfrei anzubieten. Bei Wahlzahnärzten wie ich einer bin, gilt die bekannte Refundierungsregelung, das heißt 80 Prozent des Tarifes von derzeit 52 Euro werden

WERTVOLLE TIPPS DREIMAL TÄGLICH ZÄHNE PUTZEN – vor oder nach dem Frühstück bzw. die Einhaltung von Wartezeiten nach neuesten Erkenntnissen nicht mehr relevant WICHTIG VOR DEM SCHLAFEN GEHEN – danach keine Nahrungsmittel mehr, Speichelfluss ist in der Nacht reduziert, Karies kann leichter entstehen 2 X TGL. ZAHNBÜRSTE (Hand, elektrische oder Schallzahnbürste) zusätzlich 1 x täglich Zahnzwischenraumreinigung mit diversen Hilfsmitteln FLUORIDIERTE ZAHNPASTA (keine Raucher-, Zahn-Weiß-Macher-Zahnpasten) MUNDWASSER – wenn nicht vom Zahnarzt angeordnet (bei starken Entzündungen spezielle Mundspüllösungen) nicht notwendig; für Kinder und Jugendliche mit festsitzender Zahnspange fluoridierte Mundwasser sinnvoll


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Weihnachten wärmt HERZ und Seele. st,

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16 Fit & Gesund

Freitag, 21. Dezember 2018 Vorarlberger Nachrichten

Die Rolle von Schmerzen

MedKonkret informiert über das Schmerzmanagement bei Operationen. FELDKIRCH In Österreich werden jährlich rund 1,2 Millionen Operationen durchgeführt. Was für Ärzte eine Routine ist, bedeutet für Patienten etwas Außergewöhnliches, oft auch Bedrohliches. „Deshalb ist es uns ein großes Anliegen, schon bei der Aufklärung vor einem Eingriff auf die Möglichkeiten einer Schmerztherapie hinzuweisen“, betont Primaria Ruth Krumpholz, Leiterin der Anästhesie und Intensivmedizin im Landeskrankenhaus Bludenz. Der MedKonkret-Vortrag am Dienstag, 15. Jänner, ab 19 Uhr im Panoramasaal des LKH Feldkirch informiert über die Rolle von Schmerzen in diesem medizinischen Bereich.

Leitlinien für Schmerztherapie Schmerz ist etwas sehr Individuelles. Auch kleine Eingriffe können starke Schmerzen verursachen und müssen dementsprechend behandelt werden. „Es ist also sinnvoll, SchmerztherapieLeitlinien für bestimmte Operationsarten zu erstellen“, erläutert Krumpholz. Abgestufte, das heißt von der Größe und der Art eines operativen Eingriffs abhängige Konzepte erleichtern die Entscheidungsprozesse für die behandelnden Ärzte und die Pflege.

Der Erfolg einer Operation hängt nämlich zu einem großen Teil auch von einer guten postoperativen Schmerztherapie ab. „Wer schmerzfrei ist, kann schneller mobilisiert werden. Wer rasch auf den Beinen ist, hat ein geringeres Risiko für eine Lungenentzündung oder Thrombose“, begründet die Expertin.

Auch in der Intensivmedizin Das gilt auch für die Betreuung von Patienten auf der Intensivstation. Während früher fast alle Patienten in einen Tiefschlaf versetzt wurden, geht es heute hauptsächlich darum, den Schmerz zu bekämpfen. Die Vorteile sind auch hier die frühere Mobilisierung und weniger psychische Veränderungen während und nach dem Aufenthalt auf der Intensivstation. MEDKONKRET Schmerztherapie bei Anästhesie & Intensivmedizin REFERENTIN Primaria Ruth Krumpholz, LKH Bludenz TERMIN Dienstag, 15. Jänner 2019, Panoramasaal LKH Feldkirch BEGINN 19 Uhr, Einlass ab 18 Uhr EINTRITT FREI ebenso das Parken in der LKH-Parkgarage

Hand in Hand für die Ganzheitlichkeit LINDAU Die Suche nach der richtigen Ursache – nicht immer ist die Seele die Quelle der Probleme. Auch Homöopathen ziehen die Schulmedizin zurate. Und so möchte ich am Ende des Jahres von meiner ganzheitlichen Erfahrung berichten. Wie gewöhnlich erledigte ich abends noch Anstehendes: etwas lesen, schreiben, korrigieren und auf Facebook oder Instagram posten. Doch da, ein „Glockenschlag“. Ein schlagendes, nacheinander folgendes Geräusch im rechten Ohr. Mein erster Gedanke: ein Tinnitus – habe ich es übertrieben? Auch eine Übung in Sachen Lagenschwindel brachte keine Linderung. Irgendwie musste ich mich beruhigen. Atemübungen und dann schlief ich ein. Mit dem gefühlten „Schütteln von 1000 Münzen in einer Blechdose“ erwachte ich am nächsten Morgen. Mein Kopf war hohl, alles hallte nach innen – Panik kam in mir auf. Ich zog in Sachen Homöopathie alle Register: Mein Arzneimittel, das ich gewöhnlich bei Stress und Kummer einnehme, verschaffte mir selbst in der höheren Potenz nur 2 bis 3 Tage Erleichterung. Nach einer Woche suchte ich dann schlussendlich einen HNO-Arzt zur diagnostischen Abklärung auf. Eine Ohrspülung und ein Hörtest folgten mit dem Ergebnis: Es war Gott

sei Dank kein Hörsturz. Doch das immerwährende Geräusch in meinem rechten Ohr blieb. Für eine sieben Tage andauernde Cortison-Therapie konnte ich mich nicht entscheiden, auch war kein passendes homöopatisches Arzneimittel zu finden. Meine Verzweiflung wurde immer größer. Vitamin B12, Akupunktur, Zink, Ginko usw. halfen ebenso nicht. Die Frage nach einem Burn-out kam in mir auf. Doch dann fiel es mir wie Schuppen von den Augen: Mein kranker Zahn. Ich hatte, trotz gegenteiliger Empfehlung mein Zahnarzt gebeten, ihn zu erhalten. Ein Fehler. Denn nach der Entfernung des kranken Zahnes, der Einnahme von Antibiotika, um die tiefliegende Entzündung im Knochen zu heilen, aber auch homöopathischer Arznei wie Arnika C200 (vor der Operation) und Staphisagria C200 (danach) konnte ich wieder aufatmen. Das Geräusch in meinem rechten Ohr war wieder verschwunden. Meine Erkenntnis lautete: Der Tinnitus war die Antwort auf die Unachtsamkeit gegenüber meinem kranken Zahn. Und geholfen hat letztlich das Zusammenwirken von Schulmedizin und Homöopathie, also die ganzheitliche Betrachtungsweise und Therapie. Elisabeth Majhenic ist Therapeutin und Dozentin in klassischer Homöopathie – mehr Wissenswertes im Internet unter www.homoeopathie-institut.com

Wertvolle Unterstützung nach Krebserkrankung

Krebshilfe initiierte spezielles Coachingprogramm.

WIEN Verbesserte Maßnahmen zu Vorsorge und Früherkennung sowie weitreichende Fortschritte bei medizinischen Behandlungsmethoden verbessern die Perspektive eines Lebens mit und nach Krebs entscheidend. Immer mehr Krebspatienten haben dadurch die Möglichkeit, wieder

an ihren Arbeitsplatz zurückzukehren. Die Österreichische Krebshilfe hat dazu die Initiative „UNTERNEHMEN LEBEN!“ ins Leben gerufen, die es Unternehmen erleichtert, Mitarbeitern mit Krebs in den Job zu reintegrieren.

Verunsicherung „Mehr als 25 Jahre Beratungs­ tätigkeit bestätigen, dass gerade der Zeitpunkt nach Beendigung der Therapien ein besonders heikler ist. Das private wie beruf-

liche Umfeld erwartet, dass nun möglichst schnell wieder Normalität eintritt“, weiß Univ.-Prof. Dr. Paul Sevelda, Präsident der Österreichischen Krebshilfe. Um hier professionell und zielgerichtet zu unterstützen, wurde ein psychoonkologisches Coachingprogramm speziell für den Wiedereinstieg entwickelt. Im Rahmen des Maßnahmenpakets werden Unternehmen bei der Entwicklung eines individuellen (Re)Integrationsplans beraten, lösungsori-

entierte Coachinggespräche mit allen Beteiligten geführt und eine allfällige Nachbetreuung angeboten. Das Coaching erfolgt durch eigens geschulte klinische Psychologen und Gesundheits- sowie Arbeitspsychologen. Die Broschüre der Öster­ reichischen Krebshilfe „UNTERNEHMEN LEBEN!“ ist kostenlos bei der Krebshilfe oder als Download auf www. krebshilfe.net erhältlich.


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Freitag, 21. Dezember 2018 Vorarlberger Nachrichten

Geschulterter Nacken FELDKIRCH, LAUTERACH

Wenn man von Rückenschmerzen spricht, dann muss i n sb es o n de re der Belastungsbereich genau betrachtet werden. Während wir uns nun im November-Journal dem Bereich der Lendenwirbelsäule widmeten, geben Bewegungstherapeut Manfred Scheel und Physiotherapeut Andrew Mixson in dieser Ausgabe wichtige Tipps, wie der Bereich der Halswirbelsäule mit gezielten Übungen gestärkt werden kann. Gerade durch unsere beruflich bedingten, einseitigen Belastungen, beispielsweise am Schreibtisch oder vor dem Computer, entstehen oft Schmerzen im Schulter- und Nackenbereich. Um gegen diese Beschwerden effektiv angehen zu können, lautet auch hier der Schlüssel zur Beschwerdefreiheit, die muskuläre Beweglichkeit und die volle Nutzung der Bewegungsmöglichkeiten wiederherzustellen. Die nachfolgen-

ÜBUNG 1 SCHRITT 1: Setzen Sie sich auf Ihre Fersen auf den Boden (alternativ auf einen Stuhl). Verschränken Sie Ihre Hände bei gestreckten Armen hinter Ihrem Rücken und spannen diese nach unten. Beugen Sie Ihren Kopf maximal nach vorne, das Kinn in Richtung Brustbein, Ihr Rücken bleibt gerade. Halten Sie diese Position ca. 30 Sekunden lang. SCHRITT 2: Nehmen Sie Ihre Hände an den Hinterkopf und ziehen Ihren Kopf vorsichtig, aber so intensiv wie möglich in die Dehnung. Ihr Rücken bleibt dabei gerade. Halten Sie diese Position ca. 30 Sekunden lang.

ÜBUNG 2

den zwei Übungen zeigen dabei auf, wie man am Arbeitsplatz, im Büro auf dem Schreibtischstuhl oder aber zu Hause das Training unkompliziert und gleich einmal zwischendurch machen kann; idealerweise sollen die Übungen dann 1 bis 3 Mal am Tag wiederholt werden. Anleitungen von Bewegungstherapeut Manfred Scheel und Physiotherapeut Andrew Mixson – mehr Wissenswertes im Internet unter www.life-fitness.at oder www. vitalplus.biz

SCHRITT 1: Setzen Sie sich auf einen Stuhl, Ihre rechte Hand umfasst die Stuhlunterkannte. Ihr linkes Ohr ist maximal in Richtung der linken Schulter geneigt. Der gesamte Oberkörper neigt sich nach links. SCHRITT 2: Ihre linke Hand greift über den Kopf oberhalb des rechten Ohres und zieht diesen mit dem gesamten Oberkörper so intensiv wie möglich nach links. Halten Sie diese Position ca. 30 Sekunden lang. Wiederholen Sie die gleiche Übung mit der anderen Seite.

Hämorrhoiden: Das geheime Leiden

Beschwerdelinderung durch natür­ liche Pflege.

WIEN Eine von drei Personen leidet unter Hämorrhoidal­ beschwerden wie Jucken, Brennen, Schmerzen und Blutungen im Analbereich. Besonders Schwangere sind betroffen. Als Therapie der ersten Wahl eignen sich pflegende Salben, Cremen und Sitzbäder sowie milde Reinigungsprodukte mit natürlichen Inhaltsstoffen (frei von Kortison). Bei Bedarf können zusätzlich auch medikamentöse Therapien sowie – eher selten – Operationen notwendig sein. Der Plexus hämorrhoidalis besteht aus Gefäßpölstern, die bei jedem Menschen vorhanden sind

und ihre Funktion in einer Unterstützung der Kontinenz haben, da sie den Analkanal zusätzlich zur Muskulatur „abdichten“. In manchen Fällen kann es zu einer Vergrößerung dieser Gefäßpolster kommen.

gen eines Vorfalls in vier Stadien eingeteilt, wobei zunächst immer eine konservative Therapie von den Experten empfohlen wird. Im Vordergrund stehen hier kortisonfreie pflanzliche Präparate mit

Beschwerden „Meist treten beim Stuhlgang u. a. Juckreiz, Nässen, Brennen und Schmerzen sowie hellrote Blutungen auf “, erklärt Dr. Michael Elnekheli, Präsident des Berufsverbands der österreichischen Gynäkologen. „Allerdings sind fachärztliche Untersuchungen für eine Diagnosestellung erforderlich, da viele Krankheitsbilder zu ähnlichen Symptomen wie ein Hämorrhoidalleiden führen können. Hämorrhoiden werden dabei nach ihrer Größe und dem Vorlie-

Hämorrhoidenleiden können meist mit spezieller Pflege therapiert werden.

entzündungshemmenden, desinfizierenden, kühlenden, pflegenden und zusammenziehenden Eigenschaften. Bewährte Heilpflanzen sind v. a. Kamille, Ringelblume, Kornblume, Rosskastanie und Asiatischer Wassernabel. Auch wird in Apotheken ein spezielles 3-Phasen-Pflege­system angeboten, das aus Creme, Schaum und Reinigungs- sowie Pflegetücher besteht. Zum Spektrum der konservativen Therapien zählen zudem zwei invasive Verfahren, die sich ausschließlich für Hämorrhoiden der Stadien I und II eignen: die Verödung durch Injektion sklerosierender Substanzen sowie die Gummibandligatur. Und zu guter Letzte: Nur bei etwa 20 Prozent der Patienten mit Hämorrhoidalleiden ist eine Operation notwendig.


18 Fit & Gesund

Freitag, 21. Dezember 2018 Vorarlberger Nachrichten

Rauchfrei ins Jahr Für alle mit großen Vorsätzen: Wussten Sie, dass das kostenfreie „Rauchfrei Telefon“, eine Initiative der Sozialversicherungsträger, der Länder und des Bundesministeriums für Gesundheit, allen, die sich der Last des Rauchens entledigen wollen, anonym unter der Tel. 0800 810 013 von Montag bis Freitag, jeweils von 10 bis 18 Uhr, in Fragen der Tabakentwöhnung zur Verfügung steht? Ergänzend sind Infos unter www. rauchfrei.at oder info@ rauchfrei.at sowie www. facebook.com/RauchfreiTelefon erhältlich.

Reine Männersache

Prostataerkrankungen und ihre Behandlung; zur Vorsorge wird dringend geraten. FELDKIRCH Je älter „Mann“ wird, desto häufiger hat er Probleme mit der Prostata. „Dabei muss betont werden, dass die subjektiv wahrgenommenen Probleme beim Wasserlassen im Wesentlichen mit der gutartigen Prostatavergrößerung in Zusammenhang stehen“, klärt Oberarzt Priv.-Doz. Dr. Andreas Berger (44), Urologe am Landeskrankenhaus Feldkirch, auf. Die

Prostata verursacht zwar nur wenige verschiedene Krankheitsbilder, alle kommen aber sehr häufig vor, nämlich Prostatakarzinom (Prostatakrebs), gutartige Prostatavergrößerung (BPH – benigne Prostatahyperplasie), Prostataentzündung (Prostatitis).

Je früher, desto besser Das Prostatakarzinom ist dabei die am häufigsten auftretende

Je früher ein Prostatakarzinom diagnostiziert wird, desto größer sind die Chancen auf Heilung; deshalb rät der Experte zur Vorsorgeuntersuchung.

Krebsart bei Männern, jährlich erkranken österreichweit rund 4900 Männer daran, von denen pro Jahr circa 1100 an ihrer Krankheit versterben. In Vorarlberg werden etwa 300 Neuerkrankungen pro Jahr diagnostiziert, wobei das Prostatakarzinom erst im fortgeschrittenen Stadium Beschwerden verursacht. Urologen raten daher zur regelmäßigen Vorsorgeuntersuchung der Prostata ab einem Alter von 45 Jahren, bei bestimmten Risikofaktoren mitunter bereits ab 40, denn: Je früher eine Erkrankung erkannt wird, desto besser sind die Behandlungschancen. Dennoch müssen bei der Therapie Risiko und Nutzen der Behandlung stets mit dem Patienten genau besprochen werden. Am LKH Feldkirch bieten die Abteilungen für Urologie und Radioonkologie folgende etablierte und anerkannte Behandlungsmethoden nach einer Diagnose des Prostatakarzinoms an: Neben der radikalen Prostatektomie (operative und vollständige Entfernung der Prostata) kommen auch die perkutane Strahlentherapie (Einsatz von hochenergetischen

Röntgenstrahlen, um Krebszellen zu zerstören; Strahlentherapie außerhalb des Körpers) oder die Brachytherapie (besondere Form der Bestrahlung, bei welcher die Tumorherde innerhalb oder direkt auf der Körperoberfläche in kur-

„In Vorarlberg werden etwa 300 Prostatakarzinom-Neuerkrankungen pro Jahr diagnostiziert.“ OA Dr. Andreas Berger Urologe am LKH Feldkirch

zer Entfernung mittels radioaktiver Strahlung bestrahlt werden), zur Anwendung. Die Entscheidung für die jeweilige Therapie ist abhängig vom Gesundheitszustand des betroffenen Patienten sowie dessen individuellem Erkrankungsstadium.


MedKonkret Treffpunkt Gesundheit

Prim.a Dr.in Ruth Krumpholz

Schmerztherapie bei Anästhesie & Intensivmedizin Dienstag, 15. Jänner 2019, 19 Uhr, Panoramasaal LKH Feldkirch Gerade vor, während oder nach der OP-Narkose oder bei Patienten in der Intensivstation bringt das exakte Management von Schmerzmedikation eine Erleichterung. Der Vortrag informiert über die Rolle von Schmerzen in Anästhesie oder Intensivmedizin.

Nächste Veranstaltungen Prim. Prof. Dr. Königsrainer und Prim. Doz. Dr. Rumpold: Krebsbehandlung – Qualität durch Interdisziplinarität Dienstag, 19. Februar 2019, 19 Uhr, Panoramasaal LKH Feldkirch Prim. Doz. Dr. Alexander De Vries: Radioonkologie – Strahlentherapie bei Krebs Dienstag, 19. März 2019, 19 Uhr, Halle 12, Messequartier Dornbirn

Moderation: VN-Redakteurin Marlies Mohr. Eintritt frei.


20 Fit & Gesund

Freitag, 21. Dezember 2018 Vorarlberger Nachrichten | Anzeigen

Dr. Erich Rigger Leitender Arzt, VGKK

Neuer Leitender Arzt bei der VGKK Dr. med. Erich Rigger MPH übernimmt die Funktion Vorstand und Kontrollversammlung der Vorarlberger Gebietskrankenkasse haben Dr. Erich Rigger zum neuen Leitenden Arzt bestellt. Er hat die Tätigkeit mit 1. 12. 2018 aufgenommen. Dr. Rigger ist Allgemeinmediziner und seit 1989 bei der VGKK beschäftigt. Seit 2011 arbeitet er im Arbeitsfeld des Leitenden Arztes mit. Bei dessen Abwesenheit erledigte er bereits bisher dessen Aufgaben. Die Neubesetzung erfolgte aufgrund der Pensionierung des bisherigen Leitenden Arztes, Dr. Günter Winkler. Zur Person von Dr. Erich Rigger MPH: Geboren 1960 in Dornbirn

VGKK öffnet ihre Türen

Studium der Medizin an der Humanmedizin Innsbruck Turnusausbildung am Krankenhaus Dornbirn Kassenvertragsarzt in Dornbirn (bis 1989) Kontrollarzt bei der VGKK

Freitag, 1. Februar 2019, von 10 bis 16 Uhr Die Vorarlberger Gebietskrankenkasse lädt ihre Versicherten und alle Interessierten ein, die neu gestalteten bzw. neu errichteten Räumlichkeiten in der Hauptstelle in Dornbirn zu besichtigen. Gelegenheit dazu besteht bei einem Tag der offenen Tür am Freitag, 1. Februar 2019. Auf Sie wartet ein Programm, das von der „Gesundheitsmesse“ bis zur Blutspendeaktion, von Kinderschminken bis zu Zauberer Tomaselli reicht. Außerdem erwartet die Besucherinnen und Besucher ein Gewinnspiel mit attraktiven Preisen.

Programm 10 bis 16 Uhr

10 bis 12 Uhr 13 bis 16 Uhr 13 bis 16 Uhr

Führungen durch die VGKK „Gesundheitsmesse“ – Informationen über Bewegung, Ernährung und vieles mehr Einblick in Erste Hilfe Blutspendeaktion des Roten Kreuzes Kinderschminken und Zauberer Tomaselli

Wir, die Geschäftsleitung, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der VGKK, freuen uns auf Ihren Besuch.

www.vgkk.at

Ausbildung zum Arbeitsmediziner Universitätslehrgang zum Master of Public Health an der Meduni Graz Der Ärztliche Dienst der VGKK hat eine zentrale Bedeutung für die medizinische Versorgung. Die Ärztinnen und Ärzte erledigen unter anderem die Bewilligungen für Medikamente, Therapien und Untersuchungen sowie Begutachtungen von Arbeitsunfähigkeiten. Darüber hinaus steht der Ärztliche Dienst den Versicherten für Beratungen in medizinischen Fragen zur Verfügung.


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