Fit & Gesund Gesundheitsbeilage
Freitag, 27. April 2018
Der Sonne entgegen Die warme Jahreszeit lockt hinaus ins Freie. Dort sind die sport lichen Möglichkeiten besonders vielfältig.
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Freitag, 27. April 2018 Vorarlberger Nachrichten
Schuhwahl und Laufanalyse Damit richtiges Laufen funktioniert.
WIEN Zum Beginn der Laufsaison nimmt sich so mancher Hobbysportler zu viel vor. Vor allem beim richtigen Lauftempo überschätzen sich viele. „Man sollte gerade einmal so schnell laufen, dass man nebenher auch ruhig sprechen kann, ohne außer Atem zu kommen“, erklärt der Sportwissenschaftler Andreas Kranzl vom Orthopädischen Spital Speising. Um dies unter Kontrolle zu haben, ist es am besten, mit einem Partner zu laufen. Zu schnelles Laufen treibt nämlich den Puls zu stark nach oben und kann letztlich zu Milchsäureproduktion und Verhärtung der Muskulatur führen. Ein schneller Leistungseinbruch und somit Frustration beim Läufer können die Folgen sein. Neben dem Tempo sollte auch die Wahl des Untergrunds im Auge behalten werden. Kranzl rät, abwechselnd auf harten und weichen Böden zu laufen, um einseitige Belastungen auf Knie und
Füße möglichst zu minimieren. Wichtig ist dabei die Wahl der Schuhe: Für Läufer ohne medizinische Probleme am Fuß sind die im Trend liegenden „BarfußSchuhe“ ideal. Sie passen sich an die natürliche Fußform an, haben kaum Materialverstärkungen und nur eine dünne Sohle. Sie imitieren somit das bloßfüßige Laufen, das medizinisch immer noch als am gesündesten gilt.
Laufanalyse zeigt auf Bei Verletzungen oder sonstigen Beeinträchtigungen am Fuß sollten Hobbyläufer jedoch in Sachen Schuhauswahl die Expertenmeinung von Medizinern oder Sportwissenschaftlern zu Rate ziehen, etwa im Rahmen einer Laufanalyse. Dabei erhält der Läufer ein genaues Profil seines Laufstils. Das Fazit von Sportwissenschaftler Kranzl: „Laufen ist nur gesund, wenn man viele Aspekte berücksichtigt und es nicht übertreibt.“
Die richtigen Laufschuhe sind Voraussetzung, dass die Füße gut mithalten.
IMPRESSUM REDAKTION Marlies Mohr, Tel. 0676 88005-385, E-Mail: marlies.mohr@vn.at ANZEIGENBERATUNG Russmedia Verlag GmbH, Gutenbergstraße 1, 6858 Schwarzach BEITRÄGE, FOTOS UND QUELLEN Marlies Mohr, Forum Gesundheit, Philipp Steurer, Roland Paulitsch, Frederick Sams, Shutterstock VERLEGER (MEDIENINHABER) UND HERSTELLER Russmedia Verlag GmbH, 6858 Schwarzach, Gutenbergstraße1, Redaktion und Anzeigen: 6858 Schwarzach, Gutenbergstraße 1
Editorial
Marlies Mohr
„Ich bin dabei!“ Ich bin dabei: Diese Schlagzeile lachte mir unlängst vom Titelblatt einer Sonntags zeitung entgegen. Das Foto, das die Botschaft verstärkte, zeigte eine attraktive junge Frau in Laufdress und vollem Tempo. Es war also unschwer
„Es ist immer wieder schön zu sehen, wie begeistert die Tausenden von Frauen mitmachen.“ zu erraten, worum es ging. Die Laufsaison hat wieder begonnen, und aller Orten stehen die Laufveranstaltungen in den Startlöchern. Ich möchte Ihnen mit dieser Ausgabe insgesamt Lust auf Bewegung machen. Deshalb ist dieses Journal besonders sportlich ausgefallen. Aber nicht nur. Wer sich jetzt wieder mehr an der frischen Luft aufhält, sollte auch an den Sonnenschutz denken. Sie wissen ja, die Haut vergisst keinen Sonnenbrand, und die Rache für exzessives „Grillen“ kommt spätestens im Alter. Kinder brauchen einen speziellen Schutz, denn ihre Haut ist noch empfindlicher als die Erwachsener (Seite 3). Radfahren zählt bekanntermaßen ebenfalls zu
den Lieblingsbeschäftigungen der Vorarlberger. Sie zählen österreichweit zu den fleißigsten Pedalrittern. Auch in der Freizeit dreht sich das Rad munter weiter. Damit radeln dem Bewegungsapparat gut bekommt, sollten Gefährt und Fahrer aber unbedingt zusammenpassen (Seite 6). Oder wie wäre es einmal mit Pilates? Im Mai gibt es einen Pilates-Tag, bei dem dieses Bewegungsprogramm vorgestellt wird und selbstredend ausprobiert werden kann. Neues zu entdecken kann nie schaden. Abgesehen davon hält Neugier jung (Seite 10). Es ist zwar nur ein Solobild, dafür jedoch ein buntes und Lebensfreude verbreitendes. Damit möchte ich Ihnen, liebe Leserinnen, Appetit auf den 9. Bodensee-Frauenlauf machen, der am 2. Juni 2018 stattfindet. Für mich ist die Veranstaltung schon zum Fixtermin geworden. Nicht nur, weil ich gerne darüber berichte, sondern auch, weil es schön ist zu sehen, wie begeistert die Teilnehmerinnen immer sind. Sagen deshalb auch Sie: „Ich bin dabei!“ Viel Spaß beim Lesen. MARLIES MOHR marlies.mohr@vn.at 05572 501-385
GEWINNER – Im Rahmen des „VN Fit & Gesund“-Gewinnspiels hat Michael Pfister aus Ludesch „Gesunde Tage“ in Bad Reuthe gewonnen. Ehefrau Tamara Pfister nahm den Gewinn im Namen ihres Mannes entgegen. Auf die beiden warten 4 Übernachtungen im DZ Hangspitz inkl. Halbpension sowie eine Packung Moor und Benützung der Badelandschaft. Anna Seyfried überreichte Tamara Pfister (r.) den Gutschein.
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Früher Sonnenbrand, späte Reue Wie man sich und seine Kinder vor den Spätfolgen der UV-Strahlung schützt.
WIEN Bereits jetzt, im Frühjahr, zieht es viele ans Meer. Strand und Sonnenbaden sind angesagt, um gut vorgebräunt in die heimi sche Sommersaison zu starten. Das Risiko, dem man sonnen entwöhnte Haut damit aussetzt, wird allerdings immer noch unter schätzt. Dabei ist beim Baden am Meer besondere Vorsicht gebo ten: Oberflächen wie Wasser oder
„Beim Sonnenschutz mittel geben sich viele Menschen viel zu sparsam.“ Gerald Rehor Hautarzt
Sand reflektieren das Sonnenlicht und verstärken damit die UVStrahlung um bis zu 85 Prozent, also fast ums Doppelte.
Weißer Hautkrebs im Vormarsch Wissenschaftlich ist längst er wiesen, dass die UV-Strahlung der Sonne die größte Gefahr für sämtliche Formen von Hautkrebs darstellt. Die Haut vergisst nicht, vor allem nicht Sonnenbrände im Kindes- und Jugendalter. Erwie sen ist auch: Je intensiver die UVStrahlung, der man in jungen Jah ren ausgesetzt war, und je mehr Muttermale die Haut aufweist,
desto höher ist die Wahrschein lichkeit, in späteren Jahren an schwarzem oder weißem Haut krebs zu erkranken. Statistiken sprechen für sich: Die Zahl der Neuerkrankungen an Hautkrebs ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen, was nicht nur, aber vor allem auf die drastische Zunahme von hellem bzw. wei ßem Hautkrebs (Basaliome und Spinaliome) zurückzuführen ist. Fast 30.000 neue Fälle sind jähr lich in Österreich zu verzeichnen. Da heller Hautkrebs seltener zu Metastasen neigt als das Mela nom, der schwarze Hautkrebs, werden die Hautveränderungen oft lange ignoriert oder unter schätzt. „Allerdings wächst das Basaliom lokal zerstörend und kann im fortgeschrittenen Stadi um die Entfernung größerer Ge websareale erfordern“, erläutert Prof. Rainer Kunstfeld, leitender Hautarzt am Dermatologikum in Wien. Der häufig nicht wahrgenom mene helle Hautkrebs bildet sich im Gegensatz zum Melanom vorzugsweise dort, wo sich viele besonders gerne bräunen lassen: „Über 80 Prozent der Basaliome finden sich im Gesicht, also ge rade dort, wo man sich jahrelang mithilfe von Sonne ein vitaleres, attraktiveres Aussehen erhoffte“, warnt Frank-Hendric Kretschmer aus Marburg (D). Zu gut kennt der Spezialist für Mund-, Kiefer- und plastische Gesichtschirurgie die möglichen Spätfolgen: „Bei fort geschrittenen Basaliomen muss mit dem Tumor auch immer aus
Auf die empfindliche Kinderhaut muss besondere Rücksicht genommen werden.
Die regelmäßige Hautvorsorge wird noch immer viel zu wenig genützt.
reichend viel gesundes Gewebe entfernt werden. Speziell im Ge sicht erfordert dies im Anschluss oft aufwendige rekonstruktive Techniken, um kosmetische, aber auch funktionelle Beeinträchti gungen zu minimieren“, so der Gesichtschirurg.
Ursachenvermeidung Am besten man baut deshalb auf Ursachenvermeidung. Speziell für die sensible Kinderhaut sollte sicherer Sonnenschutz ein Gebot der Stunde sein. „Sonnenmiss brauch bei Kindern zuzulassen, indem man sie nicht ausreichend gut schützt, kommt einer Ver nachlässigung der Aufsichts pflicht nahe“, stellt Kunstfeld fest. „Da Kinderhaut dünner und emp findlicher ist als die Erwachsener, empfiehlt es sich, einen hohen Lichtschutzfaktor (LSF 50 oder höher) zu wählen, diesen ausrei chend dick aufzutragen und re gelmäßig nachzucremen. Wichtig ist, dass keine zusätzlichen Kon servierungsstoffe und unnötige Zusatzstoffe enthalten sind, die das Allergiepotenzial erhöhen“, erklärt der Vorarlberger Haut arzt Gerald Rehor. Dazu kommt: „Beim Sonnenschutzmittel geben sich viele Menschen zu sparsam, tragen also viel zu wenig auf “, erläutert Rehor: „Als Faustregel gelten 2 ml pro cm2. Mit anderen Worten: Ein Erwachsener sollte rund 40 ml Sonnenschutzmittel mit hohem Lichtschutzfaktor am ganzen Körper verteilt auftragen.“ Bei einer Tube mit 120 ml bedeu
tet das bei einmaliger Anwendung bzw. pro Tag eine Reichweite von drei Tagen. Die meisten Men schen aber kommen mit einer Tube dieser Größe einen ganzen Urlaub lang aus, verwenden also zu wenig.
Regelmäßig zum Hautcheck Alle Hautkrebsformen sind heil bar, wenn sie frühzeitig erkannt und entsprechend behandelt wer den. Regelmäßige Vorsorgeun tersuchungen beim Hautarzt sind daher dringend zu empfehlen. Mithilfe moderner diagnostischer Geräte ist schwarzer und weißer Hautkrebs heutzutage rasch und sicher festzustellen. TIPPS ZUM SONNENBADEN SONNENHUT, HOSE UND T-SHIRT sind allein kein zuverlässiger Schutz, wenn das textile Gewebe nicht einen sogenannten UV-Protektionsfaktor (UPF) von mindestens 30 aufweist. KINDER UNTER EINEM JAHR sollten überhaupt nicht an die pralle Sonne OB SONNENBADEN, Radfahren oder Wandern: Absolut zu meiden ist die Mittagssonne zwischen 11 und 15 Uhr. Auch im Schatten eincremen, da auch dort immer noch bis zu 50 Prozent der UV-Strahlung wirksam werden können. SELBST CREMES mit sehr hohem Lichtschutzfaktor sollte man – je nach Hauttyp – bei stundenlangem Aufenthalt im Freien wiederholt auftragen. AUCH EIN GUTER LICHTSCHUTZFAKTOR ist kein Freibrief zum „Braten“ in der Sonne.
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Entspannte Ferien
Eine gut sortierte Reiseapotheke sollte in keinem Gepäck fehlen. SCHWARZACH Wer die Ferien
genießen und entspannt verreisen will, sorgt mit einer gut sortierten Reiseapotheke optimal für Krankheitsfälle oder kleinere medizinische Notfälle vor. Die Apothekerinnen und Apotheker empfehlen je nach Reiseziel, welche Medikamente und Arzneimittel in den Urlaub mitgenommen werden sollen. Die Apotheken sind mit einem speziellen EDVSystem ausgestattet, das für jedes Urlaubsland die empfohlenen Reiseimpfungen und die richtige Reiseapotheke vorschlägt. Das persönliche Beratungsservice der Apotheken kann jederzeit in Anspruch genommen werden.
Richtige Zusammenstellung „Oft werden im Urlaub Arzneien benötigt. Das gewohnte Medikament ist im Ausland manchmal nur unter einem anderen Namen bekannt oder im schlimmsten Fall nicht erhältlich. Dann zu einem unbekannten Präparat zu greifen, kann ein Gesundheitsrisiko darstellen. Ein Besuch in Ihrer Apotheke vor dem Urlaub lohnt sich daher in jedem Fall“, empfiehlt Mag. pharm. Raimund Podroschko , Vizepräsident der Österreichischen Apothekerkammer. Die Apothekerinnen und Apotheker beraten im Vorfeld individuell über die richtige Zusam-
menstellung der Reiseapotheke und die notwendigen Reiseimpfungen. Zur Standardausrüstung gehören Pflaster und Blasenpflaster, Verbandszeug, eine elastische Binde und Kühlkompressen sowie Schere, Pinzette, Wunddesinfektionsmittel, eine Wund- und Heilsalbe sowie Insektenschutz. Es empfiehlt sich, Arzneimittel gegen Reiseübelkeit, gegen Verdauungsprobleme wie Durchfall, Verstopfung, Übelkeit und Erbrechen, gegen Schmerzen und Fieber sowie gegen Allergien und Juckreiz einzupacken. Auch Medikamente gegen Husten, Heiserkeit, Halsschmerzen und Schnupfen sowie Augen-, Ohren-, Nasentropfen, ein Elektrolytpräparat, eine Salbe gegen Prellungen und Verstauchungen sowie ein Fieberthermometer dürfen in der Reiseapotheke nicht fehlen. Wer mit Kindern verreist, sollte die Reiseapotheke auf die Bedürfnisse der Kleinen abstimmen und gegen Fieber und Schmerzen eigene Arzneimittel und Präparate für Kinder mitnehmen. Da manche Kinder auf das Essen im Urlaubsort mit Durchfall oder Erbrechen reagieren, empfehlen die Apothekerinnen und Apotheker die Mitnahme von speziellen Elektrolytpräparaten, um gegebenenfalls ein „Austrocknen“
In vielen Urlaubsländern tut ein guter Mückenschutz dringend Not.
zu verhindern. Ins Reisegepäck gehören selbstverständlich die E-Card, medizinische Dokumente wie Impfpass, Diabetikerpass oder Allergiepass und alle Medikamente, die regelmäßig eingenommen werden müssen oder zu Hause häufig gebraucht werden.
Tipps zum Transport Transportieren Sie Ihre Reiseapotheke möglichst kühl, trocken und lichtgeschützt. Wenn Sie mit dem Flugzeug verreisen, geben Sie die Hauptbestandteile Ihrer Reiseapotheke am besten ins Handgepäck (Achtung auf die Bestimmungen bezgl. Flüssigkeiten, Scheren etc.) und nicht in den Koffer, damit Sie die wichtigsten
Ein kleiner Fehltritt, beispielsweise beim Wandern, kann schon ausreichen, um Hilfe in Anspruch nehmen zu müssen.
Arzneimittel immer griffbereit haben. Am Urlaubsort deponieren Sie Ihre Reiseapotheke am besten in einem dunklen, trockenen Kleiderschrank und setzen sie nicht direkter Sonneneinstrahlung aus. Meist ist nicht Hitze der Killer für empfindliche Substanzen, sie reagieren vielmehr sensibel auf zu viel UV-Licht bzw. auf Gefrierschranktemperaturen. Im Zweifelsfall fragen Sie einfach Ihre Apothekerin bzw. Ihren Apotheker. Im Sommer muss die Haut vor Sonnenschäden geschützt werden. In der Apotheke gibt es eine große Auswahl an Sonnenschutzmitteln in verschiedenen Stärken, die auf den jeweiligen Hauttyp abgestimmt sind und je nach individuellen Bedürfnissen und Vorlieben als Lotion, Gel oder Spray erhältlich sind. Eine gute Sonnenschutzcreme mit sehr hohem Schutzfaktor trägt man am besten schon eine Stunde vor dem Aufenthalt in der Sonne auf und erneuert sie regelmäßig. Auch wasserfeste Produkte müssen nach dem Schwimmen neuerlich aufgetragen werden, um tatsächlich den vollen Schutz nützen zu können. After-Sun-Produkte beruhigen und pflegen die Haut nach jedem Sonnenbad. Wenn es trotz eines Sonnenschutzes zu brennenden Rötungen der Haut kommt, lindert ein kühlendes Gel gegen Sonnenbrand die Beschwerden und hilft der Haut sich zu regenerieren.
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Jedes Lebensalter als Start-up Der Gewinn an Lebenszeit sollte genutzt werden.
WIEN Die Menschen leben immer
länger und sollten den Gewinn an Lebenszeit nutzen, meinen der Hamburger Zukunftsforscher Horst W. Opaschowski und sein österreichischer Kollege Peter Zellmann. In ihrem neuen Buch „Du hast fünf Leben!“ betonten die Wissenschaftler, dass es in jeder Lebensphase weitergeht, wenn nicht nur materiell, sondern auch körperlich, geistig und sozial vorgesorgt wurde.
sind für Opaschowski und Zellmann die „Lebensplaner“. Was für sie besonders zählt sind Arbeit, Wohnen und moderne Mobilitätsangebote. Die sogenannten Best-Ager ab 40 nehmen sich die Zeit zum Leben, wollen Urlaube genießen. Beruflich haben es die Menschen in dieser Lebenspha-
Aufgaben ohne Ende „In einer Du-hast-fünf-LebenGesellschaft wird jedes Lebensalter zum Start-up für ein Leben mit immer neuen Anfängen und Aufgaben ohne Ende“, erklärte Opaschowski. Mit dem Alter wandeln sich aber die Prioritäten: Die unter 20-Jährigen legen überdurchschnittlichen Wert auf Medien und Kommunikation. Die Angehörigen der Ü20-Generation
Immer in Bewegung bleiben Jede Lebensstufe sollte „blühen“, zitieren die Autoren Hermann Hesse. Dafür müsse man sich immer wieder eine neue Herausforderung suchen. Das könne ein Job, ein Ehrenamt oder das Erreichen eigener Gesundheitsziele sein. „Die Altersgrenze können
Cholesterin – ein ewig junges Thema DORNBIRN Cholesterin ist immer
wieder ein Thema. Dabei erfüllt es im Körper viele wichtige Aufgaben. Allerdings sollte die Menge stimmen. Ein Zuviel im Blut des schlechten LDL-Cholesterins sollte vermieden werden, weil es die Gefäßverkalkung fördert. Im Gegensatz dazu bildet ein hoher Gehalt an gesundem Cholesterin, dem HDL-Cholesterin, einen Schutz. „Es ist also nicht die Höhe des Gesamt-Cholesterinspiegels im Blut relevant, sondern diejenige von LDL und HDL“, erklärt die Dornbirner Diätologin Erna Maylandt.
se geschafft oder sich arrangiert, stellen die Autoren fest. „Die mittlere Generation ist die, die am besten lebt“, sagt Opaschowski. Die 60plus-Generation besteht aus den „Lebenserfahrenen“. Priorität hat für sie die Pflege der Generationenbeziehungen und der Zusammenhalt von Jung bis Alt. Die über 80-Jährigen gelten Opaschowski und Zellmann als „Beziehungsförderer“. Die Hochbetagten entdeckten den Wert der Familie neu, weil sie am meisten auf die familiäre Unterstützung angewiesen seien.
zu einem Teil durch äußere Faktoren beeinflusst“, betont Maylandt. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass schon einfache Lebensstiländerungen wie eine Ernährungsumstellung, mehr Bewegung und der Verzicht auf Nikotin bei der Senkung des LDL-Spiegels helfen und damit auch das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen senken können.
Sie vergessen!“, sagt Opaschowski. Die Forscher erkennen aber an, dass es für die über 80-Jährigen schwieriger wird, das Leben bewusst zu leben. Der Freundeskreis werde kleiner, Zeit zu haben sei nicht mehr so wertvoll wie in jüngeren Jahren. Besonders beim Verlust des Partners beginnen Hochbetagte nachzudenken. Opaschowski (77) und Zellmann (70) raten zur Flucht nach vorn: „Körperlich und geistig beweglich bleiben und alles tun, um die Generationenbeziehungen zu fördern und möglichst allen durch Ruhe, Ausgeglichenheit und Weisheit ein Vorbild zu sein.“ BUCHTIPP Horst Opaschowski, Peter Zellmann, „DU HAST FÜNF LEBEN!“, Manz Verlag, Wien 2018, ISBN: 978-3-214-12639-1, 178 Seiten, Preis: 21,90 Euro
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Bei der Bildung von LDL-Cholesterin spielen Ernährung, Körpergewicht, Rauchen und Stress eine bedeutende Rolle. Sie können dieses Lipoprotein ansteigen lassen. „Wenngleich Cholesterin hauptsächlich vom Körper selbst gebildet wird: Wie viel Cholesterin, insbesondere LDL, in unserem Körper zirkuliert, wird zumindest
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DAS WISSEN DER DROGISTEN
Natürlicher Schutz bei Blasenentzündungen Blasenentzündungen zählen neben Erkältungskrankheiten zu den häufigsten Infektionskrankheiten bei Frauen. Männer sind eher seltener betroffen. 50 % der Frauen haben mindestens einmal im Leben damit zu kämpfen, 20 % aller Frauen leiden unter wiederkehrenden Entzündungen und haben drei oder mehr Blasenentzündungen pro Jahr. Häufigste Auslöser sind Bakterien (Eschericha coli), welche von außen über die Harnröhre in die Harnblase gelangen und dort eine Infektion auslösen. Häufiger Harndrang, Brennen beim Wasserlassen und/oder übelriechender Urin sind typische Symptome. Natürliche Alternative Obwohl die D-Mannose noch relativ unbekannt ist, ist es eines der wirksamsten Mittel bei bakteriellen Harnwegsinfekten und eine mögliche Alternative zur antibiotischen Behandlung. D-Mannose Pulver kann
Wissenswertes Weitere Tipps bei Blasenentzündungen: •
Täglich mindestens zwei Liter Flüssigkeit trinken (Heilkräutertees aus Bärentraubenblatt, Birkenblatt, Goldrute oder indischer Nierentee, zuckerfreier Preiselbeersaft).
•
Eine milde Intim-Waschlotion mit einem PH-Wert von ca. 5 benutzen. So wird bei der Anwendung der Säureschutzmantel geschont und zugleich die Erhaltung eines abwehrstarken Milieus unterstützt.
•
Bei Fieber oder anhaltenden Beschwerden bitte den Arzt aufsuchen.
Fahrer und Rad als Team So profitiert auch die Gesundheit.
SCHWARZACH Bewegung an der
„D-Mannose kann bei akuten Blasenentzündungen sowie vorbeugend bei wiederkehrenden Entzündungen eingenommen werden.“ Alpendrogerie Beer MARION BÄR-BEER
sowohl bei akuten oder vorbeugend bei wiederkehrenden Blasenentzündungen eingenommen werden. Im Gegensatz zu herkömmlichen Therapien hat die Einnahme keine Nebenwirkungen, beeinträchtigt die Darmflora nicht und begünstigt daher auch keine Pilzinfektionen, wie sie bei Antibiotikatherapien oft auftreten können. Ihre beeindruckende Wirkung erzielt D-Mannose durch ihre natürliche Struktur. Sie bindet auf dem Weg durch die Blase jene Bakterien, die Harnwegsinfekte verursachen. Diese werden dann mit dem Urin aus dem Körper gespült. Tatsächlich wurde auch nachgewiesen, dass D-Mannose die Anzahl der Bakterien bereits an einem Tag erheblich reduzieren kann. D-Mannose ist ein natürlicher Zucker, der strukturell mit Glukose verwandt ist. Sie wird vom Körper nicht verstoffwechselt, hat somit keine Auswirkung auf den Blutzucker und ist daher auch für Diabetiker sehr gut geeignet. Über die einzunehmende Dosis informiert Sie gerne Ihre Fachdrogerie. ANZEIGE
frischen Luft füllt nicht nur die Vitamin-D-Speicher auf, sondern versorgt den Körper auch mit Sauerstoff und hebt die Stimmung. Vor allem Radfahren erfreut sich in den warmen Monaten großer Beliebtheit. Auch der Rücken profitiert vom Fahrradfahren. „Entscheidend ist allerdings, dass Rad und Fahrer optimal zusammenpassen“, so Tanja Cordes von der Aktion Gesunder Rücken. Um Fehlbelastungen und Schmerzen zu verhindern, muss sich das Rad an die individuellen körperlichen Voraussetzungen des Radlers anpassen lassen.
Sitzhöhe „Eine rückenschonende Sitzhöhe ist dann gegeben, wenn die Beine beim Treten nie vollständig durchgestreckt sind“, erklärt Tanja Cordes von der AGR. Ist der Sattel zu hoch, kippt das Becken zur Seite, und die Lendenwirbelsäule wird belastet. Ein zu niedrig positionierter Sattel strapaziert die Knie.
Sitzhaltung Wer den Rücken beim Radfahren entlasten möchte, sollte auf eine aufrechte, leicht nach vorn geneigte Sitzhaltung achten. Wer sich zu weit nach vorne beugt, riskiert eine Überstreckung der
Halswirbelsäule sowie eine Überlastung der Handgelenke.
Lenkereinstellung Neben dem Sattel sollte sich auch der Lenker in Höhe und Neigung einstellen lassen. Der Lenker ist optimal eingestellt, wenn die Arme leicht angewinkelt und die Handgelenke nicht abgeknickt sind.
E-Bikes bieten Unterstützung Wer lange Strecken zurücklegt oder gesundheitlich eingeschränkt ist, für den sind E-Bikes eine Alternative. Denn sobald der Radler in die Pedale tritt, springt der Hilfsmotor an und sorgt für zusätzlichen Antrieb sowie eine schonende Fortbewegung.
Stepper-Fahrrad als Alternative Wer aus gesundheitlichen Gründen auf das Sitzen beim Radfahren verzichten muss, für den ist ein Stepper-Fahrrad eine gute Möglichkeit. Es sieht aus wie ein Fahrrad ohne Sattel, wird also im Stehen gefahren. Die Bewegung kommt durch die Auf- und Abbewegung der Pedale, die voneinander unabhängig funktionieren. Der Oberkörper bleibt beim Fahren aufrecht und ist ständig aktiv, um das Gleichgewicht zu halten. So trainiert man die tiefliegenden Muskeln im Bereich der Wirbelsäule, die für einen schmerzfreien Rücken sorgen.
Das Radfahren genießt in Vorarlberg einen besonders hohen Stellenwert.
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Den Durchblick bewahren MedKonkret-Vortrag mit Tipps zur Erhaltung der Sehkraft.
DORNBIRN Gutes Sehen ist für
viele eine Selbstverständlichkeit. Erst beim Auftreten von akuten Sehproblemen oder Augenschmerzen wird vielen die enorme Bedeutung des Sehorganes so richtig bewusst. Mit den Augen nehmen wir etwa 80 Prozent der für uns wichtigen Informationen aus der Umwelt auf. Und: Das Auge ist auch das Sinnesorgan, das die meisten Informationen an das Gehirn weiterleitet. Den Durchblick möglichst lange zu bewahren und die Augen gesund zu erhalten ist deshalb von eminenter Bedeutung.
Infos vom Experten Wie das gelingen kann, erklärt Primar Stefan Mennel, Leiter der Abteilung für Augenheilkunde im Landeskrankenhaus Feldkirch, beim MedKonkret-Vortrag am Dienstag, 15. Mai 2018, ab 19 Uhr im Messequartier (Halle 11) in
Dornbirn. Im Vorfeld bietet die Firma Neuroth für interessierte
Primar Stefan Mennel informiert umfassend.
MedKonkret-Besucher wie immer kostenlose Hörtests an.
Drei wesentliche Faktoren Drei Faktoren sind für das Sehen wesentlich. Die Entwicklung in den ersten Lebensjahren ist Voraussetzung für ein gutes Sehen. Dann gilt es, die Sehkraft durch Schutz der Augen und eine gesun-
de Lebensweise zu erhalten. „Der dritte wichtige Faktor ist die Vorsorge mit Augenuntersuchungen sowie das frühzeitige Erkennen von Erkrankungen und die zeitgerechte Behandlung“, listet Stefan Mennel auf. Allerdings müssen mitunter auch die Augen dem Alter Tribut zollen. Grauer und Grüner Star, Netzhautablösung oder Makuladegeneration: Diese Erkrankungen sind häufig. Bei einer rechtzeitigen Behandlung lassen sich bleibende Schäden oder gar Erblindung aber verhindern. „Neue Forschungsergebnisse und enorme Verbesserungen bei den technischen Geräten mit hochauflösender Bilddarstellung von Netzhaut, Aderhaut, Glaskörper, Linse und Hornhaut erlauben es, erste Symptome klar zuzuordnen und Therapien rasch einzusetzen“, lautet die gute Botschaft des Augenfacharztes. Was den allgemeinen Schutz der Augen
Aktiver Lebensstil gegen Hexenschuss & Co.
Blockierte Wirbel Der Hexenschuss wird ausgelöst, indem eines oder mehrere der kleinen Gelenke zwischen den Wirbeln hängenbleibt. Diese blockieren dann, wodurch sich die Muskeln zusammenziehen und damit einen Nerv bedrängen oder einklemmen. Betroffen von der Gelenksblockade ist meist die Lendenwirbelsäule, also der untere Rücken. Auch die Halswirbelsäule ist häufig betroffen. Ebenso wie der Hexenschuss ist auch Ischias gekennzeichnet von heftigen Schmerzen. Diese ziehen meist von der Lendenwirbelsäule
über das Gesäß und die Rückseite der Oberschenkel bis zum Knie, oder weiter bis in den Fuß. Häufig ist ein gereizter Nerv schuld an den Schmerzen. Auch Gefühls störungen, Taubheitsgefühle, Kribbeln bis hin zu Lähmungserscheinungen sind möglich.
DIE SEHKRAFT ERHALTEN – WAS MUSS ICH TUN? REFERENT: Primar Stefan Mennel, LKH Feldkirch TERMIN: Dienstag, 15. Mai 2018, Halle 11, Messequartier Dornbirn BEGINN: 19 Uhr, Einlass ab 18 Uhr PARKEN für MedKonkret-Besucher frei
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Gezieltes Muskeltraining Um Problemen mit dem Rücken vorzubeugen, ist eine aktive Lebensführung wichtig: Konkret heißt das in Bewegung bleiben, Sport zu betreiben sowie gezieltes Muskeltraining und Muskeldehnung durchführen. Ebenso wichtig ist eine aufrechte Körperhaltung, die Verwendung von anatomischen, also körpergerechten Stühlen und Normalgewicht. Diese Maßnahmen gelten auch nach einer Ischias- oder Hexenschusstherapie, um den Rücken zu stabilisieren und um weitere Vorfälle zu verhindern. Auch sogenannte Nervennährstoffe können zur Regeneration malträtierter Nerven beitragen.
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Wenn der Rücken schmerzt, kann das viele verschiedene Ursachen haben. Häufige Schmerzauslöser sind beispielsweise der sogenannte Hexenschuss und der Ischiasnerv. Beide ähneln sich, doch anders als der Hexenschuss, der sich vornehmlich im Nacken manifestiert, schießt der Ischiasschmerz direkt ins Bein und in den Fuß.
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betrifft, so sollte ein Übermaß an UV-Strahlung durch Sonne und Solarium vermieden werden. Ab dem 40. Lebensjahr empfiehlt sich ein Besuch beim Augenarzt. Nur so kann etwa ein möglicherweise Grüner Star, der in diesem Lebensabschnitt oft noch keine Beschwerden bereitet, erkannt werden. Auch eine gesunde Lebensweise mit ausgewogener Ernährung, Sport und Nikotinabstinenz sind dem Sehorgan zuträglich.
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modernem modernemKomfort Komfortund undzeitgemäzeitgemäßer ßerÄsthetik Ästhetikzuzuverbinden. verbinden.Die DieSahSahnehäubchen nehäubchenobendrauf obendrauf– –auch auchwewegen gender derAussicht Aussichtauf aufdie dieZillertaler Zillertaler Alpen Alpen– –sind sinddie diePenthouse PenthouseSuite Suite(70 (70 2 2 ) mit ) mitprivater privaterPanoramasauna Panoramasaunaund und mm 2 2 ) mit ) mitInnenInnendie dieAlbatros AlbatrosSuite Suite(90 (90mm sauna saunaund undzwei zweiSchlafzimmern. Schlafzimmern. Entspannen Entspannenauf aufWolke Wolke77 Nach Nacheinem einemerlebnisreichen erlebnisreichenTag Taglässt lässt esessich sichvorzüglich vorzüglichimimSpa-Bereich Spa-Bereichzur zur „Cloud7“ „Cloud7“abheben. abheben.Eine EineBioBio-und und eine einefinnische finnischeSauna Saunasowie sowieein einSoleSoleDampfbad Dampfbad sorgen sorgen für für MuskelentMuskelentspannung spannung und und wohliges wohliges Relaxen. Relaxen. könnensich sichauch auch Gäste Gästeder derSuiten Suitenkönnen ihreigenes, eigenes,ganz ganzprivates privatesSpa Spa ininihr zurückziehen.Wer Wersich sichnoch nochnicht nicht zurückziehen. ausgelastetfühlt, fühlt,arbeitet arbeitetimimhotelhotelausgelastet eigenenFitnessraum Fitnessraumweiter weiteranander der eigenen
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10 Fit & Gesund
Freitag, 27. April 2018 Vorarlberger Nachrichten
EXPERTENTIPP. Sabine Fleisch, Psychologische und Psychotherapeutische Praxis
Die Kraft der Vergebung Macht und Kont rolle über Gefühle zurückgewinnen. KLAUS Obwohl die Scheidung
von Frau S. bereits Jahre zurück liegt und sie in der Blüte ihres Le bens steht, findet sie einfach kein Glück in der Liebe. Was auch im mer sie versucht, Mr. Right lässt auf sich warten. Langsam wird die Mittdreißigerin ungeduldig und beginnt mit ihrer Situation zu ha dern. Beinahe jeder kennt vergange ne, schmerzvolle Situationen und Begebenheiten, die an ihm nagen, und die er wie einen Rucksack mit sich herumträgt. Auch wenn man es für unmöglich halten mag, kön nen scheinbar lange vergessene Ereignisse bis zum heutigen Tag wirken und tun dies auch oft auf verdeckte Art und Weise. Manche dieser emotionalen Verletzungen zeigen sich in Form von körper lichen bzw. psychischen Beein trächtigungen oder ganz real im Alltag, indem sie einen am Vor ankommen bzw. der Realisierung
beruflicher wie privater Wünsche oder Ziele hindern. Nur selten werden jene Symptome jedoch mit ihrem ursprünglichen Aus löser in Verbindung gebracht.
Botschaft hinter dem Leid Ein möglicher Hinweis auf solch eine „biografische Spur“ ist, wenn sich bestimmte Themen bzw. Krankheiten wiederholen oder gar zum Dauerzustand werden. Dann lohnt es sich, genauer auf die Botschaft hinter dem Leid zu blicken. Dies vermeidet man je doch oft lieber, denn wer möchte sich schon freiwillig unangeneh men Gefühlen und emotionalen Wunden stellen? Dennoch gibt
es nur einen Weg, sich davon zu befreien, nämlich jenen direkt hindurch. Nicht einfach, dafür aber nachhaltig. Häufig wird man dabei mit seinen Schattenseiten, etwa seiner Wut oder Ohnmacht, dem Gefühl der Ungerechtigkeit und dem Wunsch nach Ausgleich konfrontiert. Auch wenn all dies menschlich nachvollziehbar ist, bringt es nicht weiter, im Ge genteil. Je mehr Energie man in bereits vergangene Tatsachen steckt, desto länger leidet man nur selbst darunter.
Die Macht entziehen Um diesem Schmerz zu entsagen, gibt es nur ein Mittel, nämlich Ver gebung. Der erste Schritt in die sem Prozess ist erfahrungsgemäß der schwierigste, da der Verstand einem einzureden versucht, der „Schuldige“ müsse wohl auf einen zukommen. Mit dieser Haltung „lieber Recht zu haben, als glück lich zu sein“, können Monate oder gar Jahre wertvoller Lebenszeit verstreichen, ohne, dass Verände rung stattfindet. Manchmal hilft es, sich zu verdeutlichen, dass Ver
gebung primär etwas ist, das man um seiner selbst willen macht und nicht so sehr für den „Leidverur sacher“. Das Ziel besteht darin, die eigene Macht und Kontrolle über seine Gefühle zurückzuge winnen und damit jenem, der den Schaden zugefügt hat, die Macht zu entziehen. Auf diese Weise löst man jede negative emotiona le Bindung an die andere Person auf, wird frei und kann wieder auf allen Ebenen heilen. Vergebung bedeutet konkret auch unabhän gig vom Verhalten des anderen zu werden, denn man braucht ihn nicht dazu. Die Möglichkeit zu diesem Schritt liegt allein in der eigenen Hand ohne Erwartung jeglicher Form von Wiedergut machung oder Entschuldigung. Dadurch wird man fähig, auf die Situation von damals zu blicken und sie so anzunehmen, wie sie eben ist, um sie dann loslassen zu können. Dies erfordert eine Groß zügigkeit des eigenen Herzens und auch dem Menschen gegen über, die letztlich über Krieg oder Frieden entscheidet – im Kleinen wie im Großen.
Bewegung für Körper, Geist und Seele
Österreichweiter Pilates-Tag gibt Einblicke.
HOHENEMS Am 5. Mai 2018 orga nisiert der Pilates Verband Aust ria anlässlich des internationalen Pilates-Tages gemeinsam mit sei nen Mitgliedern den zweiten ös terreichweiten Pilates-Tag. Unter dem Motto: „Pilates – vollständi ge Koordination von Körper, Geist und Seele“ werden kostenlose Schnupperstunden und Vorträge rund um die Trainingsmethode angeboten. Jeder, der Pilates ausprobieren oder sich über die Trainingsme thode näher informieren möchte, ist willkommen, mitzumachen. Zertifizierte Trainerinnen und Trainer sowie Mitglieder des Pila tes Verbands Austria informieren
über die positiven Auswirkungen der Pilates-Methode. Es werden dabei Möglichkeiten geboten, praktische Erfahrungen zu sam meln, aktiv mitzumachen und in Gesprächen Kenntnisse über Pi lates mitzunehmen. „Ziel der Ver anstaltung ist es, das Pilates-Kon zept einer breiteren Öffentlichkeit zu vermitteln und Interessierte zu motivieren, die Trainingsmetho de umfassend kennenzulernen und auszuprobieren“, erklärt der Präsident des Pilates Verbands Austria, Norbert Plass. Pilates ist eine Trainingsme thode, die Joseph Hubert Pilates Anfang des 20. Jahrhunderts ent wickelte. Egal ob Alt oder Jung, trainiert oder untrainiert: Jeder kann mit diesem besonderen Work-out seinen gesamten Kör per gesund kräftigen. Auch als sanfte Rehabilitation nach Ver
letzungen und bei Rückenprob lemen sowie zur Vorbeugung von Rückenschmerzen kommt Pilates zum Einsatz. In Vorarlberg beteiligt sich Beate Luger in Hohenems am
Pilates-Tag. Kontakt: Beate Luger, Tel. 06649283205, E-Mail: info@ pilates-luger.at und www.pilatesluger.at, Programm: 10 bis 13 Uhr, Informationen zur Pilates-Metho de mit Gerätevorstellung.
Pilates ist eine schonende Möglichkeit, seinen Körper beweglich zu halten.
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Lebensqualität ohne Brille Ich rolle jeden Tag die Yogamatte aus, denn durch die Praxis finde ich Ruhe und Ausgleich zu meinem Job als Kommunikationsberaterin. Die Brille hat mich dabei immer gestört. Meist habe ich sie gar nicht getragen, was mich oft „wackeln“ ließ. Seit der Augenlaserbehandlung bei OculoVision habe ich an Sicherheit gewonnen und kann mich auf die wesentlichen Dinge konzentrieren – beim Yoga wie im Leben an sich.
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12 Fit & Gesund
Freitag, 27. April 2018 Vorarlberger Nachrichten
Auf geht‘s zum Frauenlauf BREGENZ Der 9. Bodensee-Frauenlauf wirft unübersehbar seine Schatten voraus. Am 2. Juni 2018 werden wieder Tausende von Mädchen und Frauen gemeinsam dem Laufsport frönen. Dabei sein ist alles, lautet die Devise. Denn es kommt weniger auf die Zeit an als vielmehr auf den Spaß. Zur Auswahl stehen eine 5- sowie eine 10-Kilometer-Strecke. Der Start erfolgt traditionell Am Kaiserstrand in Lochau. Auf der kürzeren Strecke geht es direkt ins Casino-Stadion in Bregenz, die „Langläuferinnen“ müssen noch eine zusätzliche Runde entlang des Mehrerauer Ufers drehen. Aber allen ist ein toller Empfang im Ziel gewiss. Im Vorfeld des Bodensee-Frauenlaufs findet auf der Werkstattbühne wie gewohnt die Frauenlaufmesse mit zahlreichen Attraktionen statt. Anmeldungen für die Laufveranstaltung sind auf der Webseite www.bodenseefrauenlauf.com möglich.
HOMÖOPATHIE BEI HEUSCHNUPFEN – Expertentipp von Elisabeth Majhenic LINDAU Endlich ist er da, der Frühling. Doch leider wird die Freude über das warme Wetter getrübt, wenn der Pollenflug für Heuschnupfen-Geplagte zur Qual wird. Liebevolle, weinerliche, trostbedürftige Personen, die an Heuschnupfen leiden, benötigen häufig das homöopathische Arzneimittel Pulsatilla. Sie leiden an heftigem Augenjucken und Tränenfluss, beides bessert sich durch Kaltanwendungen. Die Absonderungen aus Nase oder Augen können gelb oder wässrig sein, aber immer von mildem Charakter, so wie auch das Wesen dieser Menschen. Die Symptome verschlimmern sich durch Überhitzung, Bettwärme, Sonne und im Freien. Eine Klimaanlage bessert sie, da sie pollenreine Luft spendet. Allgemein sind diese Menschen durstlos. Natrium muriaticum ist bei Heuschnupfen angezeigt, der mit reichlicher Absonderung von eiweißartigem Sekret und Tränenfluss einhergeht. Die Symptome verschlimmern sich im Freien, durch frische Luft oder bei Wind. Betroffene leiden unter Schnupfen trotz verstopfter Nase sowie
Niesanfällen, die sie aus Verlegenheit zurückhalten. Allgemein ist Verlegenheit bei diesen Menschen ein großes Thema. Sie empfinden außerdem einen Mangel an emotionaler Zuwendung von Seiten der Menschen, auf die sie zählen. Die Lippen sind trocken und aufgesprungen, in den Mundwinkeln finden sich Risse. Hitze und Sonne können diese Menschen nur schlecht vertragen. Sie haben ein starkes Verlangen nach Salz und großen Durst. Plagen Schnupfen und Niesanfälle den gestressten Workaholik vor allem morgens nach dem Aufstehen, kann Nux vomica Abhilfe schaffen. Die Nase ist einseitig verstopft, mal links, mal rechts.
Tagsüber herrscht Fließschnupfen vor, welcher sich in warmen Räumen verstärkt. In der Nacht ist die Nase verstopft, roh und trocken. Durch Frischluft und nach dem Essen verschlimmern sich die Heuschnupfensymptome, warme Getränke und Anwendungen bessern. Dieses Mittel hilft überarbeiteten Geschäftsleuten, die Angst haben, aufgrund ihrer Erkrankung nicht mehr funktionieren zu können. Sulfur hilft HeuschnupfenGeplagten, die ein starkes Ego besitzen, eingebildet und ichbezogen sind. Sie theoretisieren und diskutieren gerne, sind sehr fantasievoll und erfinderisch und von Natur aus warmblütige Personen. Morgens leiden sie unter rotentzündeten, verkrusteten, trockenen Augen – sie haben das Gefühl, als seien ihre Augen voller Sand. Beim Schnupfen wechselt sich gelbe, dicke Absonderung ab mit klarer Flüssigkeit, manchmal auch übelriechendem Schleim. Die rechte Nasenseite ist verstopft; Niesanfälle verschlimmern sich abends. Die Betroffenen erfahren eine Verschlimmerung im Freien, im warmen Zimmer oder durch Überhitzung. Sie haben
großen Durst und verlangen nach kohlensäurehaltigen Getränken. Silicea kommt zum Einsatz, wenn sich neben dem Heuschnupfen im Gemütsbereich eine starke Erwartungsspannung zeigt. Diese schüchternen Menschen sind sehr organisiert, ernsthaft und korrekt. Sie wirken nachgiebig, weil sie niemals offen widersprechen, aber im Inneren halten sie dennoch starr an ihrer Meinung fest. Es ist ihnen sehr wichtig, dass andere Personen eine gute, unerschütterliche Meinung von ihnen haben. Aus der chronisch verstopften Nase kommen dicke Absonderungen. Abkühlung nach einer Überhitzung verschlimmert ihre Symptome deutlich. Einnahme des homöopathischen Arzneimittels: 3 Globuli in der Potenz C200 unter der Zunge zergehen lassen. Anschließend 3 weitere Globuli in einer Tasse mit ¼ l kaltem Wasser auflösen und davon 3x täglich (für die Dauer von 2 Tagen) einen Schluck einnehmen. Die Wiederholung des Mittels erfolgt bei Rückfall frühestens nach 2 Wochen. Mehr Infos auf www. homoeopathie-institut.com
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MEDIENPARTNER:
14 Fit & Gesund AYURVEDA AKTUELL
Veronika Forster
Immer erreich bar, mehrfach belastet, digital vernetzt und überall im Ein satz: So sieht das Leben vieler Menschen heute aus. Ein bisschen Stress gehört dazu, aber auch auf ausreichend Ruhezeiten darf nicht vergessen werden. Wir müssen lernen, nicht nur unsere Zeit, sondern vor allem unsere Energie zu managen. Dabei kann uns das jahrtausendalte Heilwissen des Ayurveda effektiv unterstützen. Die Grundpfeiler für ein Leben in Balance sind Stressabbau, rich tige Ernährung, Bewegung und regelmäßige Entgiftung. Schaffen Sie sich gezielt „Raum dazwi schen“, indem Sie sich immer wieder Atempausen gönnen. Ein paar Minuten reichen schon für ein paar bewusste Atemübungen oder für eine kurze Meditation. Das Hören eines Mantras oder die Zubereitung und der Genuss eines duftenden Tees wirken wahre Wunder. Um das Energie konto wieder zu füllen bedarf es auch der typgerechten Ernäh rung. Die Nahrungsmittel sollten frisch, leicht, natürlich, reich an Vitalstoffen sein und mit Liebe zubereitet werden. Ein gutes Mittel zum Stressabbau ist Bewegung in der Natur. Au ßerdem verhilft sie zu mehr Kraft und Ausdauer. Auch Yogaübun gen helfen. Ölmassagen tragen dazu bei, den Körper zu entgiften, Stresshormone zu senken und das Immunsystem zu stärken. Ayurveda kennt eine Vielzahl verschiedener Massagen, die bei der Erhaltung des inneren Gleich gewichts und der Belebung des Organismus helfen. Einige davon können Sie selbst durchführen. Verwöhnen Sie den Körper regelmäßig mit Ölbehandlungen. Das Ölige verbindet, es erwärmt und vertreibt das Trockene. Öl einreibungen vor dem Duschen, das abendliche Massieren der Fußsohlen, aber auch gute Öle beim Kochen sind einige Beispie le dafür. Die Tagesrhythmik lässt sich noch unterstreichen, indem man sich feste Rituale schafft. www.pension-sonnblick.at
Freitag, 27. April 2018 Vorarlberger Nachrichten
Wenn die Knochen nicht mehr können
Überbelastung kann zu Ermüdungsbrüchen führen. WIEN Knochenbrüche entstehen nicht immer nur durch äußere Einwirkungen. Auch eine wieder holte Überbelastung, zum Bei spiel durch intensives Training, kann zu Rissen im Knochen füh ren, die im schlimmsten Fall ei nen Bruch zur Folge haben. Von sogenannten Ermüdungsbrüchen sind verstärkt Sportler, Frauen und Kinder betroffen. Der Ortho päde Max Böhler klärt über die wichtigsten Faktoren auf.
Bruch ist nicht gleich Bruch Es gibt zwei Arten des Ermü dungsbruchs: die Stressfraktur und die Insuffizienzfraktur. Die Stressfraktur entsteht durch eine anhaltende Überbelastung von gesunden Knochen. Etwa 70 Pro zent aller Stressfrakturen treten bei Leistungs- und Laufsportarten auf und machen rund ein Fünftel aller Verletzungen in der Sport medizin aus. Nicht nur dauerhafte Überbelastung ist ein Auslöser für eine Stressfraktur, auch die häufi ge, lange oder falsche Belastung kann zu einem Ermüdungsbruch führen. Die zweite Art, die Insuf fizienzfraktur, entsteht durch die Überbelastung bereits erkrankter Knochen wie bei Osteoporose. Die Grunderkrankung greift die Knochen an, sodass diese porös werden und bereits bei normalen Belastungen brechen.
Bei beiden Arten sind plötzliche Schmerzen bei Belastung erste Anzeichen, meist tauchen diese gemeinsam mit Rötungen und spürbaren Schwellungen auf. In fortgeschrittenen Stadien sind die Schmerzen auch in Ruhephasen zu spüren. „Am gefährdetsten für die Stressfraktur sind Leistungs sportler und Läufer, da diese ihre Knochen kontinuierlich stark belasten. Zusätzlich gefährdet sind Sportler über 40 Jahre, die ihr Training erhöhen, vor allem, wenn sie vorher lange Zeit kaum Sport betrieben haben. Da sollte man vorsichtig sein und das Trai ning nur sehr langsam erhöhen“, empfiehlt Böhler. Oft kommen zur Überbelastung noch orthopä dische Probleme hinzu, wie ange borene Fehlstellungen der Füße oder Beine, welche zusätzlich zu einer Fehlbelastung des Kno chens beitragen. Belastungsbrü che sind aber nicht nur im höhe ren Alter eine Gefahr, oft erleiden auch Kinder und Jugendliche in der Wachstumsphase eine Stress fraktur, da die Knochen noch sehr sensibel sind.
Die richtige Behandlung Ebenso sind Frauen, da sie häu figer unter Osteoporose und hor monellen Störungen leiden, rund zehnmal häufiger betroffen als Männer. „Bemerkt man die ersten
Symptome bei Brüchen richtig deuten.
Anzeichen einer Über belastung, sollten die betroffenen Knochen unbedingt entlastet und sport liche Aktivitäten umgehend ein gestellt werden. Die Ruhephase sollte im besten Fall sechs bis acht Wochen dauern, damit sich die Knochen vollständig erholen kön nen. Die genaue Dauer und Art der Behandlung muss aber un bedingt mit einem Arzt abgeklärt werden“, betont Max Böhler. Am häufigsten kommen Ermüdungs brüche im unteren Körperbereich vor, vorwiegend an Schienbein, Fuß, Oberschenkel und Waden bein, aber auch die Knochen des Beckengürtels sind oft betroffen. Wichtig ist, dass man die Sympto me nicht als Prellung, Stauchung oder Sehnenscheidenentzündung abstempelt.
Gute Abklärung wichtig
Ob nach einem Ermüdungsbruch ein Gipsverband nötig ist, muss der Arzt entscheiden.
Für die richtige Diagnose ist es senziell, den Zusammenhang mit dem verstärkten Training mit einem Orthopäden abzuklären, damit eine richtige Behandlung empfohlen werden kann. „Ge gebenenfalls kann man mithilfe einer Kernspintomografie eine Schwellung im Knochen oder eine Flüssigkeitsansammlung in der Knochenhaut, mit der der Körper versucht, den Schaden zu repa rieren, bereits erkennen, bevor der Knochen bricht“, erläutert der Experte.
MedKonkret Treffpunkt Gesundheit
Prim. Prof. Dr. Stefan Mennel
Die Sehkraft erhalten – was muss ich tun? Dienstag, 15. Mai 2018, 19 Uhr, Halle 12, Messequartier Dornbirn Welchen Einfluss haben Sonne, Rauchen, Vitamine, Ernährung und Sport auf das Sehen? Mit dem Alter nimmt das Risiko für Makuladegeneration, Glaukom, Grauer Star und Netzhautablösung zu! Prim. Prof. Dr. Mennel gibt Ihnen Tipps zur Erhaltung Ihrer Sehkraft.
Nächste Veranstaltung Prim. Prof. Dr. Robert Strohal: Veränderungen der alternden Haut Dienstag, 19. Juni 2018, 19 Uhr, Montforthaus Feldkirch
Moderation: VN-Redakteurin Marlies Mohr. Eintritt frei.
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Freitag, 27. April 2018 Vorarlberger Nachrichten | Anzeigen
Seit über 40 Jahren kann sich zum Beispiel das Vorarlberger Kompetenzzentrum für Suchterkrankungen, die Stiftung Maria Ebene, auf die Unterstützung der VGKK verlassen. Die Krankenkasse ist zweitgrößter Stifter der Maria Ebene und wird von Verwaltungsdirektor Mag. Günter Amann als unverzichtbar gesehen. „Ich schätze es extrem, dass ein Krankenversicherungsträger sich aktiv an einer Einrichtung beteiligt, die gesellschaftspolitisch wichtige Suchterkrankungen behandelt. Und zwar ohne, dass er sich operativ einbringt, aber immer da ist, wenn man ihn braucht“, beschreibt Günter Amann das enge Verhältnis. In den Jahren der Zusammenarbeit wurden zahlreiche innovative Projekte initiiert, die auch österreichweit auf Interesse stießen und teilweise von anderen Bundesländern übernommen wurden. So zum Beispiel „Niko-
Teen“, ein mehrstufiges Tabakpräventionsprogramm für Vorarlberger Jugendliche, das 2015 vom Europäischen Forum Alpbach ausgezeichnet wurde. Ein weiteres Erfolgsprojekt ist für den Verwaltungsdirektor der Maria Ebene „Wieder frei atmen“, ein 2013 ins Leben gerufenes Raucherentwöhnungsprogramm, finanziert von VGKK und Land. Ursprünglich als Pilotprojekt gestartet ist es heute im Regelbetrieb der Stiftung. Versicherte an erster Stelle „Wir haben festgestellt, dass die VGKK, wenn es um Vorteile für ihre Versicherten geht, oft über ihren Schatten springt und sich dementsprechend auch in intramuralen Fragen einbringt, bei denen sie sagen könnte, das geht sie nichts an“, konstatiert Günter Amann. „Sinnvolle Angebote, die zu 100 Prozent Vorarlbergerinnen und Vorarlbergern zugute kommen, finden und fanden immer Unterstützung.“
Verwaltungsdirektor Mag. Günter Amann den. „Man kennt sich, man weiß sich einzuschätzen, man vertraut sich“, fasst er seine Erfahrungen zusammen. So könnten sinnvolle Projekte dem Umfeld angepasst, entwickelt und umgesetzt werden.
Der Verwaltungsdirektor der Maria Ebene ist überzeugt, der entscheidende Erfolgsfaktor für die gute Zusammenarbeit ist, dass Entscheidungen direkt vor Ort und nicht irgendwo an einem Schreibtisch gefällt wür-
In seiner Funktion als Arbeitgeber hat er mit der VGKK auch nur gute Erfahrungen gemacht, wie er sagt. „Wir können in Dornbirn anrufen, wenn es um die Bewertung von Arbeitsverhältnissen geht. Der Fall wird gemeinsam besprochen und was dabei vereinbart wird, das hält auch“, spricht Günter Amann der Verwaltung ein Lob aus. „Ich kann nur jedem Arbeitgeber empfehlen, diesen Service zu nutzen.“
Foto: pitopia/convisum
Die von der Regierung infrage gestellte Existenz der VGKK in ihrer jetzigen Form sorgt für Sorgenfalten bei Partnern der Krankenkasse. Sie sehen die funktionierende, auf ständige Verbesserungen für die Versicherten ausgerichtete Arbeit durch die Pläne gefährdet.
Die berufliche Zusammenarbeit ist ein Aspekt, der dem Verwaltungsdirektor der Maria Ebene ein Anliegen ist. Nicht unerwähnt lassen möchte er jedoch, dass er zudem aus persönlicher Erfahrung besonders die Ausgabestelle für Hilfs- und Heilmittel der VGKK sehr schätzt. „Man fährt hin, bekommt was man braucht und kann alles sofort mitnehmen“, beschreibt er seine Erfahrungen. Auf allen genannten Ebenen – Stiftung, Verwaltung, privat – will er sich nicht vorstellen, dass die VGKK in ihrer jetzigen, eigenständigen Form nicht mehr existieren könnte.
www.vgkk.at
Foto: Stiftung Maria Ebene
VGKK ist 100 Prozent Vorarlberg