Fit & Gesund Gesundheitsbeilage
Freitag, 25. Mai 2018
Sommergefühle Der bislang wunderbare Frühling weckt schon richtige Sommergefühle in vielen von uns.
2 Fit & Gesund
Freitag, 25. Mai 2018 Vorarlberger Nachrichten
Sperre im Kreuz
Den Hexenschuss richtig behandeln. WIEN Plötzlich auftretende Schmerzen im Bereich der Len denwirbelsäule sind meist ein Zei chen für einen Hexenschuss. Der Rücken sendet damit ein Warn signal, das oft auf eine schwa che Rückenmuskulatur zurück zuführen ist. Schon die kleinste Bewegung kann in diesem Fall die höllisch stechenden Schmerzen auslösen. Max Böhler, Facharzt für Orthopädie und orthopädische Chirurgie, klärt über die häufigs
„Falsches Sitzen hat nachhaltig negative Auswirkungen auf die Bandscheiben.“ Max Böhler Orthopäde
ten Ursachen, Symptome und bes ten Behandlungsmethoden auf. Wer ständig sitzt und keine Ba lance mit Sport und Bewegung schafft, leidet meist an einer schwachen Rückenmuskulatur. Eine einzige, ungünstige Bewe gung kann da bereits zu dem star ken, einschießenden Schmerz führen. Deshalb ist es wichtig, für den Rücken einen Ausgleich zum Büroalltag zu schaffen. „Schon einfache Aktivitäten wie Treppen steigen, Zufußgehen und häufige res Aufstehen und Dehnen tragen zu einer Stärkung des Rückens bei. Wer besonders viel Zeit im Büro verbringt, sollte immer eine gesunde Haltung vor dem Com puterbildschirm einnehmen, da stundenlanges, falsches Sitzen eine nachhaltig negative Auswir kung auf die Bandscheiben hat“,
erklärt Böhler. Eine kräftige und gesunde Rückenmuskulatur dient zur Unterstützung der Wirbel säule, weshalb die Stärkung der Bauch- und Rückenmuskulatur essenziell ist, um einen Hexen schuss vorzubeugen. Für ein ge zieltes Training dieser Bereiche eignen sich besonders gelenkund rückenschonende Sportarten und zyklische Bewegungsabläufe wie beim Wandern, Schwimmen, Radfahren und Yoga. Auch die Kombination von Übungen mit einem Theraband oder kleinen Hanteln können die Rückenmus kulatur positiv beeinflussen und stärken. Ebenso ist das richtige Bücken und Aufstehen wichtig, um den Rücken gesund zu halten.
Richtig reagieren Bei einem Hexenschuss ist es wichtig, dass sich die Betroffenen trotz Schmerzen bewegen und den Rücken nicht zu sehr scho nen. „Natürlich kommt es auf die Art des Schmerzes an und jeder Hexenschuss ist verschieden. Die richtige Behandlung sollte des halb unbedingt mit einem Arzt ab geklärt werden, um eine negative Beeinflussung zu vermeiden“, be tont Böhler. Um aus der Schonhal tung zu kommen, können Betrof fene für einen kurzen Zeitraum schmerzstillende Medikamente einsetzen und die Wirkungsdau er für kleinere Bewegungsabläu fe nutzen. Ebenso tragen Wärme oder Kälte zur Schmerzlinderung bei. Sind die Beschwerden nach drei Tagen nicht verschwunden, sollte unbedingt ein Arzt auf gesucht werden.
IMPRESSUM REDAKTION Marlies Mohr, Tel. 0676 88005-385, E-Mail: marlies.mohr@vn.at ANZEIGENBERATUNG Russmedia Verlag GmbH, Gutenbergstraße 1, 6858 Schwarzach BEITRÄGE, FOTOS UND QUELLEN Marlies Mohr, AFP, Christine Flatz-Posch, Health.com, Philipp Steurer, Roland Paulitsch, Shutterstock VERLEGER (MEDIENINHABER) UND HERSTELLER Russmedia Verlag GmbH, 6858 Schwarzach, Gutenbergstraße1, Redaktion und Anzeigen: 6858 Schwarzach, Gutenbergstraße 1
Editorial
Marlies Mohr
Naturgenuss Haben Sie schon reichlich von diesem wunderbaren Frühling inhaliert? Die ersten Köstlichkeiten aus dem Eissalon genossen? Die ersten Runden im Freibad gedreht? Das Aufgehen der Blumen und Sträucher bewundert? Es gibt so viele
„Einmal weg mit den Schuhen und alles unter den Fußsohlen spüren, was die Natur zu bieten hat.“ Möglichkeiten, jede Jahreszeit auf ihre Weise auszukosten. Es wäre deshalb schade, das nicht zu tun oder nicht tun zu können, weil etwas zwickt, etwa der Rücken. Der Hexenschuss beispielsweise ist so eine vermaledeite Sache, die uns behindert. Deshalb ist es wichtig, ihn zu behandeln. Noch besser wäre es, den Bewegungsapparat zu kräftigen, damit solches Übel weniger Chancen hat. Wie das gehen kann, lesen Sie auf dieser Seite des Journals. Einen weiteren guten Tipp finden Sie auf Seite 4. Da geht es ums Barfußgehen. Sie wissen ja, wenn kein „r“ mehr im Monat aufscheint, dürfen die Füße an die frische Luft. Also einmal weg mit den Schuhen und alles
unter den Fußsohlen spüren, was die Natur zu bieten hat. Die Monate mit „r“ holen uns schnell genug wieder ein. Und tanken Sie Sonne. Das ist gut für die Knochengesundheit und fürs Wohlbefinden insgesamt. Aber schützen Sie sich gut, denn allzu viel davon lässt die Haut schneller altern und birgt auch sonstige Risiken. Das Thema Hautalterung steht auch bei der letzten MedKonkret-Veranstaltung vor der Sommerpause im Mittelpunkt. Referent ist Primar Robert Strohal (Seite 7). Unsere Expertin für die Seele, Sabine Fleisch, erklärt, wie sich Herausforderungen leichter bewältigen lassen (Seite 10) und Homöopathie-Fachfrau Elisabeth Majhenic zeigt auf, wie Sie die Füße schön und gesund erhalten (Seite 4). In der warmen Jahreszeit zeigt man diese ja gerne. Da sollten sie auch entsprechend gepflegt sein. Ebenfalls nicht zu unterschätzen ist die Herzgesundheit. Zwei Extrembergsteiger stellen sich in den Dienst dieser und nehmen derzeit an einer ganz besonderen Studie teil (Seite 14). Viel Spaß beim Lesen. MARLIES MOHR marlies.mohr@vn.at 05572 501-385
GEWINNERIN – Im Rahmen des „VN Fit & Gesund“-Gewinnspiels hat Michaela Heim aus Bludenz drei Übernachtungen inklusive Gourmet-Halbpension für zwei Erwachsene in der Sportresidenz Zillertal ****s Uderns gewonnen. Auf Frau Heim und ihre Begleitung wartet zudem eine karibische Ganzkörpermassage im hoteleigenen Spabereich. Sabrina Moosbrugger überreichte der glücklichen Gewinnerin (l.) den Gutschein.
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Durchs Leben schwimmen Resilienz macht Kinder stark und widerstandsfähiger.
BREGENZ Mit Resilienz ist die psychische Widerstandsfähigkeit gemeint, durch die auch belastende Lebensumstände erfolgreich bewältigt werden können. „Das Leben ist wie ein Fluss, manchmal sanft dahinplätschernd, dann wieder voller Stromschnellen“, erklärte Sibylle Fischer im Rahmen ihres Vortrags aus der Reihe „Wertvolle Kinder“ des Vorarlberger Kinderdorfs. Den Eltern und Erziehenden empfahl sie, Kinder zu guten Schwimmern zu machen. Das würden sie vor allem durch das Erleben von Freiheit, Autonomie und Selbstwirksamkeit. Laut Fischer ist Resilienz nicht angeboren, sondern erlernbar, eine gute Balance zwischen Schutz- und Risikofaktoren, zwischen Sicherheit und Freiheit vorausgesetzt.
Resilienz ist Beziehungssache Resilienz wird im Umgang mit anderen Menschen erworben und
Immer schön über Wasser bleiben.
zeigt sich laut Fischer erst in der Krise. Die Hürden, die das Leben zwangsläufig mit sich bringt, sind sozusagen die Nagelproben für resilientes Verhalten. Erst dann wird klar, ob unsere seelische Elastizität ausreicht, um Störungen auszuhalten. Das Konzept der
Bewegung und Ernährung SCHWARZACH In Österreich sind
aktuell etwa 700.000 Menschen von Osteoporose betroffen. Die schleichende Erkrankung, die zu vermehrter Knochenbrüchigkeit führt, wird von Ärzten und Patienten häufig erst spät erkannt. Die Folgen sind fatal und mit einer erhöhten Sterblichkeit verbunden. „Da eine bereits manifeste Osteoporose nur schwer, wenn über-
Körperliche Aktivität stärkt die Knochen.
haupt, behandelt werden kann, sollten idealerweise bereits in jungen Jahren alle zur Verfügung stehenden Maßnahmen ergriffen werden, um die Entwicklung dieser Erkrankung zu verhindern. Dabei lassen sich nur generelle Ratschläge geben, da die individuellen Lebensumstände der Menschen sehr variieren“, erklärt Univ.-Prof. Kurt Widhalm, Präsident des Akademischen Instituts für Ernährungsmedizin. Einen zentralen Stellenwert haben regelmäßige körperliche Aktivität und eine gesunde, ausgewogene Ernährung. Weiters spielt die Zufuhr von Kalzium und Vitamin D eine wesentliche Rolle in der Vermeidung von Osteoporose, aber auch in der Behandlung von Zuständen, wo Knochen abgebaut wird. Mittlerweile mehren sich auch die Hinweise dafür, dass Vitamin K2 in Verbindung mit Vitamin D und Kalzium eine wichtige Rolle im Zusammenhang mit Osteoporose bzw. Osteoporoseprävention spielen kann.
Resilienz geht auf Emmy Werner zurück. Sie untersuchte in einer 40 Jahre dauernden Längsschnittstudie die Entwicklung von 689 Kleinkindern, die 1955 auf der Insel Kauai geboren wurden. Zum Zeitpunkt der letzten von sechs Erhebungen waren die untersuchten Personen 32 Jahre alt. Ein Drittel wurde zur Gruppe der „Risikokinder“ gezählt. Auf sie trafen Faktoren wie pränataler Stress, chronische Armut oder elterliche Alkoholsucht zu. Wiederum ein Drittel der Risikokinder war hochgradig resilient, das heißt sie entwickelten sich trotz ihrer alles andere als optimalen Lebensumstände äußerst positiv, absolvierten erfolgreiche Bildungskarrieren etc.
gewandte Bezugsperson verlässlich da war. Zudem hatten diese Kinder die Möglichkeit zu vielen außerfamiliären Kontakten. Sie waren in ein soziales Umfeld, in Vereine und Bildungseinrichtungen eingebunden, bei Bedarf holte sich die Familie Unterstützung. Problemlösungskompetenz als wesentlicher Resilienzfaktor entwickle sich dann, wenn wir Kindern die Lösung nicht vorwegnehmen, wenn wir sie selber denken und machen lassen.
An Widrigkeiten wachsen Werner fand heraus, dass für alle resilienten Kinder aus der Risikogruppe eine stabile, emotional zu-
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Barfußgehen ist gesund Das belegt eine neue Vergleichsstudie von Sportmedizinern.
HAMBURG Die Forscher aus Deutschland und Südafrika untersuchten und vermaßen die Füße von insgesamt 1015 Kindern und Jugendlichen im Alter von sechs bis 18 Jahren in beiden Ländern. In der südafrikanischen Westkap-Provinz um die Stadt Stellenbosch sei das Barfußgehen bei Kindern und Jugendlichen sehr verbreitet, unabhängig vom sozialen Status, sagte der Hamburger Sportmediziner Karsten Hollan-
der, der das Forschungsprojekt zusammen mit seiner Jenaer Kollegin Astrid Zech leitete. „Auch die Studenten gehen barfuß zur Uni.“ Die Versuchsteilnehmer in Deutschland tragen die meiste Zeit des Jahres Schuhe. Die Forscher beobachteten die Schüler in beiden Ländern zwischen März 2015 und Juni 2016 beim Gehen, Laufen, Weitspringen und Balancieren. In ihren Messmodellen berücksichtigten sie die Unter-
schiede in Gewicht, Geschlecht, ethnischem Hintergrund und körperlicher Aktivität. Die Studie wurde kürzlich von der Fachzeitschrift „Nature“ veröffentlicht. Bei einem 20-Meter-Lauf erfassten sie das Aufsetzen des Fußes mit einer hochauflösenden Kamera. Dabei zeigte sich, dass die normalerweise barfuß gehenden Versuchsteilnehmer im Alter von sechs Jahren zu 75 Prozent vermehrt mit der Ferse aufsetzen. Die meist beschuhten Kinder aus Norddeutschland machten das nur zu drei Prozent, bevorzugten also das Auftreten mit dem Vorfuß. Der Unterschied zwischen beiden Gruppen verringere sich erst im Alter der Pubertät.
Neigung zu Plattfüßen
Lassen Sie den Füßen im Sommer doch öfter einmal freien Lauf.
Die Messung des Fußgewölbes mit einem traditionellen Messschieber und einer Druckmessplatte ergab, dass Schuh-Kinder eher zu Plattfüßen neigen. Ihr Fußgewölbe war im Schnitt um acht bis zwölf Prozent flacher als das der Barfuß-Kinder. Die südafrikanischen Schüler konn-
ten zudem aus dem Stand drei Zentimeter weiter springen und machten beim Balancieren auf einem dünnen Balken weniger Fehler. Hollander schlussfolgert aus den Ergebnissen: „Ob man barfuß aufwächst, hat großen Einfluss auf die Fußentwicklung, das Gangbild und die körperliche Leistungsfähigkeit.“ Der Sportmediziner rät Eltern, ihre Kinder barfuß gehen zu lassen. „Es reicht schon, für eine gewisse Zeit beim Spielen im Garten oder im Sand auf dem Spielplatz die Schuhzeiten zu unterbrechen.“ Hollander sieht auch die Gefahren. Der Schuh habe eine Schutzfunktion. „Ich glaube aber, dass die Vorteile des Barfußgehens überwiegen“, sagte er. Wer Verletzungen fürchte, könne Schuhe mit dünner, flexibler Sohle tragen, die das Gefühl, barfuß zu gehen vermitteln. Zudem mache Kindern die Bewegung ohne Schuhe Spaß, weil Füße auch ein Tastorgan seien. Ursprünglich hätten Füße genauso viele Nervenzellen wie Hände, nur seien sie zum Teil verkümmert.
HOMÖOPATHIE BEI NAGELPILZ – Expertentipp von Elisabeth Majhenic LINDAU Ein Nagelpilz ist ein sichtbares Zeichen dafür, dass ein tieferliegendes, inneres Leiden seinen Ausdruck an der Oberfläche sucht. Somit gilt es bei der homöopathischen Behandlung nicht nur das eine Symptom an der Oberfläche zu betrachten, sondern das passende Mittel aufgrund der Gesamtsympotmatik des Patienten zu wählen. Hier stellen wir vier Arzneien vor. Graphites ist eines der Hauptmittel bei Nagelpilzerkrankungen. Die Nägel sind dick, brüchig, gewellt und blättern ab. An den Füßen zeigen sich Hornhautschwielen und tiefe Risse in den Fersen. Nicht selten tritt bei Patienten, die Graphites benötigen, der Nagelpilz infolge von unterdrückten Hautausschlägen oder Ischialgien auf. Typisch für dieses Mittelbild sind krustige Hautauschläge mit honigartiger Absonderung. Werden diese etwa mit Cortisonsalben unterdrückt,
verlagert sich die Erkrankung von der Haut nach innen und es entstehen Bandscheiben- oder Ischiasbeschwerden. Der Typ, welcher nach diesem Mittel verlang, ist praktisch und bodenständig. Sepia ist das Mittel der Wahl, wenn sich gelblich verfärbte, spröde, abblätternde Nägel zeigen, die hier und da auch weißen Flecken aufweisen können. Im fortgeschrittenen Stadium deformieren und verkrüppeln sich die verdick-
ten, brüchigen Nägel. Meistens zeigen sich diese äußeren Anzeichen als erstes beim Großzehen. Sobald diese äußeren Zeichen sichtbar werden, hat auch im Inneren eine Veränderung stattgefunden, die sich nicht nur auf die körperliche Ebene beschränken muss. Die Leiden im emotionalen Bereich zeigen sich häufig lange vor den oberflächlichen Nagelpilzsymptomen. Menschen, die Sepia benötigen, leiden unter einer geschäftigen Getriebenheit. Sie beschäftigen sich gerne alleine, machen alleine Sport. Es besteht großes Verlangen nach Schokolade und sauren Speisen. Bei stark abblätternden Nägeln kann Secale cornutum helfen, wenn der Patient außerdem unter Durchblutungsstörungen mit rotblauen Verfärbungen leidet. Die Extremitäten sind kalt, wenn man sie anfasst. Der Betroffene selbst allerdings nimmt sie als warm oder sogar heiß wahr. Die
Beschwerden sind von intensivem Durst begleitet und verschlimmern sich durch Hitze. Kaltanwendungen bessern deutlich. Thuja ist ein weiteres homöopathisches Mittel, welches bei Nagelpilz zum Einsatz kommt. Die Symptome können von weichen oder dicken Nägeln über deformierte Nägel mit Längsoder Querrillen bis hin zu abblätternden oder bröckeligen Nägeln reichen. Das hervorstechendste Symptom im Gemütsbereich ist der heftige Zorn des Patienten, wenn Dinge nicht nach seinem Willen verlaufen. Es besteht ein Verlangen nach rohen Zwiebeln. Nachdem es sich aus homöopathischer Sicht beim Nagelpilz nicht um eine Akuterkrankung zur Selbstbehandlung handelt, wenden Sie sich bitte an den Homöopathen Ihres Vertrauens. Mehr Infos auf www. homoeopathie-institut.com
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Den Frühling wieder hören halb zögern Menschen mit Hörminderung oft, bis sie den Schritt tatsächlich wagen. Die Angehörigen nehmen hier häufig eine sehr wichtige Rolle ein“, sagt die Neuroth-Hörakustikexpertin.
Nur wer gut hört, kann die schönen Seiten des Lebens voll genießen. Umso wichtiger ist es, sich im Falle einer Hörminderung rechtzeitig helfen zu lassen. Die Sonne bahnt sich ihren Weg durch die Baumspitzen. Die Vögel stimmen ein Konzert an. Darunter mischen sich vertraute Stimmen, wenn man gemeinsam mit der Familie oder Bekannten einen Bach entlang spaziert und sich unterhält. Aus vielen einzelnen Geräuschen setzt sich ein einzigartiges Klangpuzzle zusammen – ein besonderes Hörerlebnis, das man nur mit einem guten Gehör in vollen Zügen genießen kann. Als ob alles verschwimmt Denn wenn das Gehör ab 40 altersbedingt Schritt für Schritt nachlässt, wird auch das alltägliche Klangbild langsam unvollständig. Aus Gesprächen und Umgebungslauten entsteht ein Geräusche-Chaos. „Meistens setzt eine Hörminderung schleichend
Hören mit Hörminderung.
Hören ohne Hörminderung.
ein. Die Umgebung klingt zunehmend anders – als ob alles verschwimmt“, erklärt Hörgeräteakustik-Meisterin Melanie Marchetti von Neuroth in Bregenz. Nach und nach verabschieden sich gewisse Laute und Silben, die aber für das Sprachverstehen essenziell sind. Im Alter sind es in erster Linie Konsonanten bzw. hochfrequente Laute, wie „s“, „f“ und „sch“, die man nur mehr schwer wahr-
nehmen kann. Aus „schön“ wird somit schnell der „Föhn“ – und das Vogelgezwitscher ist auch nicht mehr zu hören.
„Hören wie frü üher Technologie von Mit den Akku-Hörgerä äten vo Siie das Leben ohne Battterie
Vertrauensvolle Begleitung wichtig Umso wichtiger ist es, sich so früh wie möglich kompetente Unterstützung zu holen – zuerst von einem HNO-Facharzt, dann von einem Hörgeräteakustiker. „Hören ist etwas sehr Persönliches. Des-
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Schritt für Schritt Wieder gut hören zu können, ist jedoch ein Prozess, der nicht von heute auf morgen passiert, sondern Geduld erfordert. „Jedes Gehör ist anders. Hörgeräte müssen deshalb auch sehr individuell auf den jeweiligen Träger und seine Bedürfnisse eingestellt werden“, sagt Marchetti. Schritt für Schritt muss sich das Gehirn erst wieder daran gewöhnen, alle Geräusche zu verarbeiten und wie früher hören zu können. Die erfahrenen Hörgeräteakustiker von Neuroth unterstützen dabei und sorgen dafür, dass das Klangpuzzle wieder vervollständigt wird. Mehr Informationen gibt es auch online unter www.neuroth.at oder unter der kostenlosen Info-Tel. 00800 8001 8001.
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DAS WISSEN DER DROGISTEN
Fit und vital in den Tag mit Hildegard Der richtige Start entscheidet maßgeblich über den Verlauf des restlichen Tages. Ihn ruhig und entspannt anzugehen ist dabei genauso wichtig wie ein ausgewogenes Frühstück. Kraftvoll Hildegard von Bingen beschäftigte sich bereits vor 900 Jahren mit gesunden Rezepten. Dabei betonte sie immer wieder, „was“ und „wie“ gefrühstückt werden soll. „Solange ein Mensch nüchtern ist, soll er zunächst ein Gericht zu sich nehmen, das aus Früchten und Mehl zubereitet ist, weil dies eine trockene Speise ist und dem Menschen gesunde Stärke verleiht. Auch soll er zuerst eine warme Speise verzehren, damit sein Magen warm wird.“ Der Bio-Habermus-Brei aus der „Gewusst wie Hildegard“Produktlinie ergibt ein perfektes warmes Frühstück für einen kraftvollen Start in den Tag. Er ist wohltuend für Magen und Darm und hinterlässt ein angenehmes Gefühl von Sättigung. Verfeinert mit Äpfeln, Birnen, Rosinen, Marillen und ausgesuchten Gewürzen schmeckt er gut und tut auch gut, auch als Zwischenmahlzeit.
Herzenskraft Auch den Petersil-Honig-Trank, auch „Herzwein“ genannt, möchten wir Ihnen ans Herz legen! Er ist ein bewährtes und beliebtes Mittel aus der Klosterheilkunde nach Hildegard von Bingen. Der Kräuterhonigwein ist der ideale Trunk bei Herz- und
„Verzichten Sie auf Bohnenkaffee und starten Sie stattdessen mit einer Tasse Dinkelkaffee in den Tag. Er enthält weder die magenreizende Kaffeesäure noch das in zu hohen Mengen schädliche Koffein.“ MICHAEL JOCHUM Drogerie Jochum, Hard
Kreislauf-Beschwerden. Er stärkt aber auch bei „Herzleid“ wie Liebeskummer oder nach Kränkungen. Quittenkraft Die Quitte findet sich in der Hildegard-Lehre in vielen Rezepten wieder. Sie ist besonders reich an Bitterund Gerbstoffen sowie an Vitamin C, Kalium, Natrium, Zink und Eisen. Der Hildegard-Bio-Quitten-Sirup von „Gewusst wie“ wird ganz ohne Zuckerzusatz, gesüßt nur mit Bio-Apfelsaftkonzentrat, hergestellt – und ist ein fruchtiger Durstlöscher für die ganze Familie. Ihre Fachdrogist(inn)en beraten Sie hierzu gerne. ANZEIGE
Mal doch mal Bio
Farben Morscher bietet Alternativen. WEILER Leider ist das nicht ganz
so einfach. Bio ist ein schwieriges und umstrittenes Thema, da der Begriff „Bio“ gerne extrem gedehnt oder gar missbraucht wird. Doch was zeichnet „Bio“-Farben aus? Worauf muss der Konsument achten? Ist auch „Bio“ drin, wenn „Bio“ draufsteht? Wobei:
Albrecht Hansjörg
Wenn „Bio“ draufsteht, ist die Wahrscheinlichkeit doch um ein Vielfaches höher, dass „Bio“ drin ist. Wenn es nicht draufsteht, wird es wohl auch nicht drin sein.
Fachhandel gibt Antworten Wenn Sie auf „Bio“ Wert legen, informieren Sie sich über Inhaltsstoffe und auch Hersteller. Im Fachhandel erhalten Sie ausführliche Antworten und können an Hand dieser entscheiden, welches Produkt Ihnen am besten zusagt. „Bio ist nicht jedermanns Sache, doch immer mehr Men-
schen achten auf die Umwelt und ihre Gesundheit. Dem werden wir mit unserer Bio-Schiene gerecht“, erklärt Hansjörg Albrecht, Geschäftsführer des Bereichs Vertrieb bei Farben Morscher in Weiler.
Silikatfarbe ist „Bio“ Silikatfarbe zählt zu den interessantesten Möglichkeiten der Wandgestaltung. Unkompliziert, ohne Geruch, mühelos übermalbar und dabei gesund, natürlich, nachhaltig und umweltbewusst: So lassen sich ihre Vorteile kurz und bündig beschreiben. Silikatfarben bestehen aus Kalium-Wasserglas, einem mineralischen Bindemittel, das durch Verkieselung (also Kieselsäure) eine natürliche, höchst beständige Verbindung zum Untergrund herstellt. Sind Silikatfarben zudem noch „Bio“zertifiziert, sind auch die verwendeten Pigmente und Zusatzstoffe unter nachhaltigen und ökologischen Aspekten hergestellt. Es ist nicht immer ganz einfach, den gesunden Weg zu gehen. Oftmals spielen Bequemlichkeit, Einkaufsmöglichkeiten oder auch der Preis eine Rolle, um zu herkömmlichen Produkten zu greifen. Der Umwelt und der eigenen Gesundheit zuliebe lohnt es sich aber, im Fachhandel nach „Bio“-Produkten zu fragen.
Die Nachfrage im Fachhandel nach gesunden Wandfarben lohnt sich.
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Wenn die Haut altert
MedKonkret informiert über harmlose und krankhafte Veränderungen.
Primar Robert Strohal im Dienst von MedKonkret.
19. Juni 2018, im Montforthaus in Feldkirch stattfindet. Primar Robert Strohal, Leiter der Dermatologie im LKH Feldkirch, gibt Antworten auf die Fragen, welche Hautveränderungen harmlos bzw. welche als gefährliche Krankheit angesehen werden müssen. Im Vorfeld bietet die Firma Neuroth kostenlose Hörtests an.
Innen und außen Was die Hautalterung betrifft, wird zwischen einer inneren und äußeren Alterung unterschieden. Die innere Alterung wird vor allem durch das Nachlassen der Produktionsleistung der Zellen verursacht. „Die Oberhaut wird trocken, sie verliert ihre straffe, jugendliche Konsistenz, und die Mittelhaut wird dünner, weil ihre Strukturfasern nicht mehr gebildet werden können“, erklärt Robert Strohal. So eine Haut kann zu massivem Juckreiz führen,
Vorsicht im Umgang mit Fetten DORNBIRN Die Ernährung, das
Körpergewicht, Rauchen und Stress gehören zu jenen Faktoren, die das schlechte, also das LDL-Cholesterin und damit das Herz-Kreislauf-Gesamtrisiko in die Höhe treiben können. Auch eine erbliche Vorbelastung kann sich negativ auswirken. „Wie viel Cholesterin, insbesondere LDLCholesterin, in unserem Körper zirkuliert, wird zum Teil aber auch durch äußere Faktoren beeinflusst“, erklärt Diätologin Erna Maylandt.
Kleine Menge genügt So lässt etwa fettreiche Ernährung den LDL-Wert steigen. Daher gilt es, tierische Lebensmittel wie Fleisch-, Wurst- oder Milchprodukte mit Bedacht zu verwenden, da sie besonders viele gesättigte Fette enthalten, die den LDLSpiegel erhöhen können. „Stattdessen vermehrt ungesättigte Fette zu sich nehmen“, rät die Expertin. Solche sind beispielsweise in pflanzlichen Ölen, Nüssen und
Fischen wie Lachs, Hering oder Makrele enthalten. Gesündere Alternativen sind außerdem mageres Fleisch wie Geflügel. „Garen Sie Fisch oder Geflügel im Ofen oder dünsten Sie es. Beim Anbraten in der Pfanne gehen Sie sorgsam mit Fetten um. Meistens genügt eine kleine Menge, vor allem, wenn Sie eine beschichtete Pfanne verwenden“, lautet eine weitere Empfehlung von Erna Maylandt.
weshalb auch die alternde Haut einer guten Pflege bedarf. Ursache der äußeren Hautalterung ist die UV-Strahlung der Sonne. Sie führt zum Verlust der elastischen Fasern, wie auch zu einer viel dünneren faltenreichen Oberhaut.
Selbstbeobachtung Langfristige Zellschädigung geht im Körper immer auch mit der Entstehung von Krebs einher. Im Fall von UV-Licht handelt es sich um den sehr gefährlichen schwarzen Hautkrebs (Melanom). Die häufigste Krebsform ist aber der helle Hautkrebs, der oftmals mit krustigen, blutig besetzten Vorläuferveränderungen am Kopf, im Gesicht und auf den Handrücken, einhergeht. Da diese Veränderungen zu großen Tumoren führen können, ist es wichtig, sie frühzeitig zu behandeln, wobei eine breite Anzahl an Therapiemöglichkeiten zur Verfügung steht.
Da der Hautkrebs sichtbar ist, bedarf es der Selbstbeobachtung. Die Präsentation wird im Detail klären, wie ein früher schwarzer Hautkrebs von einem harmlosen Muttermal unterschieden werden kann. Auch der Weg zum Hautarzt, zur Begutachtung der Haut auf mögliche Tumore, ist auf jeden Fall notwendig, umso mehr, als im Laufe des Alters auch eine Vielzahl an neuen Wucherungen der Haut auftreten, die überwiegend als gutartig und harmlos einzustufen sind. MEDKONKRET VERÄNDERUNGEN DER ALTERNDEN HAUT REFERENT: Primar Robert Strohal, Dermatologie LKH Feldkirch TERMIN: Dienstag, 19. Juni 2018, Montforthaus Feldkirch BEGINN: 19 Uhr, Einlass ab 18 Uhr EINTRITT FREI
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Sportliche Betätigung Außerdem gilt: Viel und vor allem regelmäßig bewegen, da sportliche Betätigung das „gute“ Cholesterin (HDL) erhöht und zudem hilft, das Gewicht zu regulieren bzw. das Wohlfühlgewicht zu halten. Alltagsbewegungen wie Treppensteigen oder Sportarten wie Wandern, Radfahren, Nordic Walking, Joggen oder Schwimmen treiben den Puls ein bisschen in die Höhe und steigern gleichzeitig damit auch die Herz-Kreislauf-Fitness.
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FELDKIRCH Falten, Flecken, lichtes Haar: Wenn wir älter werden, sieht man es uns an - ob wir wollen oder nicht. Wie schnell wir äußerlich altern, hängt neben unseren Genen wesentlich davon ab, wie wir uns verhalten, wo wir leben und wie wir mit unserer Umwelt umgehen. Die Veränderungen der alternden Haut stehen auch im Mittelpunkt der letzten MedKonkret-Veranstaltung vor der Sommerpause, die am Dienstag,
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10 Fit & Gesund
Freitag, 25. Mai 2018 Vorarlberger Nachrichten
EXPERTENTIPP. Sabine Fleisch, Psychologische und Psychotherapeutische Praxis
Herausforderungen gut meistern Mit neuer Ein stellung gegenüber sich selbst und dem Leben gelingt es.
Einstellung sich selbst und dem Leben gegenüber, nämlich jene, die von Empathie, Milde und Ver ständnis getragen ist.
Handlungsoptionen
KLAUS Die 18-jährige Melanie
fühlt sich überfordert. Sie steht kurz vor Abschluss der Matura und hat das Gefühl, dem Druck nicht länger Stand zu halten. Nun reagiert sie auch körperlich mit Kopfschmerzen und Schlaflosig keit. Die Gymnasiastin befürch tet, den schulischen Ansprüchen nicht mehr gerecht werden zu können und würde am liebsten alles hinschmeißen. Dagegen spricht jedoch die Erwartungs haltung der Eltern, die auf einen positiven Abschluss bestehen. Es gibt Situationen, in denen man das Gefühl hat, dass das Leben einfach zu viel von einem verlangt. Auch wenn es wichtig ist, eine Bereitschaft zu entwi ckeln, für seine Ziele einzustehen, gibt es Grenzen für diese Art des Vorgehens. Nicht selten ist der
Medicinicum be fasst sich mit der Kunst, richtig zu genießen.
Körper jene Instanz, welche sig nalisiert, dass es auf diese Weise nicht mehr länger funktioniert. Dann gewinnt die Angst die Ober hand, denn in unseren Köpfen gilt es, Scheitern um jeden Preis zu verhindern. So werden die letz ten Energiereserven mobilisiert, physische Symptome so lang wie möglich unterdrückt bzw. medi kamentös behandelt. Spitzt sich die Lage zu, sodass man wirklich nicht mehr „kann“, ist jegliches Ankämpfen gegen Tatsachen zwecklos. Wenn also Disziplin und Konsequenz nicht mehr wei terbringen, braucht es eine neue
Um erfolgreich und glücklich zu sein, benötigt der Mensch beide Handlungsoptionen und vor al lem die Weisheit zu entscheiden, welcher zum jeweiligen Zeitpunkt der Vorrang zu geben ist. Dazu ist wichtig zu überprüfen, ob die aktuellen Anforderungen die re ellen Möglichkeiten tatsächlich übersteigen, oder ob es sich nur kurzfristig so anfühlt. Braucht es im „Hier und Jetzt“ definitiv ei nen anderen Kurs, oder genügt eine Pause bzw. ein Perspektiven wechsel, um den eingeschlagenen Weg vollenden zu können? Dies ist immer eine sehr individuelle Entscheidung, bei der hauptsäch lich das Gefühl sowie der Körper, als Kompass dienen. Um aber gar nicht erst so weit an die per sönlichen Grenzen vorzustoßen, ist im Alltag ein ausgewogener
Lebensstil zwischen Pflichten und gesundem Freizeitverhalten wichtig. Dabei kommt es nicht auf die zeitliche Dauer des Ausgleichs an, sondern auf die Qualität und das bewusste Empfinden dabei. Gerade in herausfordernden Le bensphasen neigen wir aber dazu, unsere sogenannten „Luxus motive“ zugunsten der Leistungs bereitschaft zu streichen. Häufig ist es auch hilfreich, die aktuelle Herausforderung in ei nem größeren Kontext zu sehen, oder sie zeitlich auf Distanz zu bringen, indem man sich fragt, welche Tragweite der Ausgang der jeweiligen Situation für das Leben insgesamt haben wird. Auch das Zulassen der Möglich keit des Scheiterns kann der ak tuellen Situation ihre Brisanz neh men und versöhnlich stimmen. Gelingt es also, die Freiheit im Umgang mit den jeweiligen Her ausforderungen wahrzunehmen, erkennt man, dass diese letztlich nur jene Macht haben, die man ihnen selbst zuschreibt.
Genuss – Sucht – Gesundheit
LECH Zwischen gesundheitsför derndem Genuss und krankma chender Sucht bewegt sich das diesjährige Medicinicum, das vom 5. bis 8. Juli 2018 in Lech stattfindet. Dabei wird das Thema von verschiedenen Referenten vielseitig beleuchtet und dem Pu blikum praxisnah und allgemein verständlich nähergebracht. „Richtig zu genießen heißt zu gleich, gesund zu genießen. Es fördert nicht nur das Wohlgefühl, sondern auch die Gesundheit“, bringt der wissenschaftliche Leiter des Medicinicums, Prof. Markus M. Metka einen Kern gedanken auf den Punkt. Dessen zahlreiche Aspekte lässt bereits der Untertitel anklingen: „Über
die vielfältige Kunst, richtig und gesund zu genießen.“ So erfuhr die Kunst des richtigen Genusses in den unterschiedlichen Kultu ren, Religionen und Regionen jeweils eigene Ausprägungen, ob bezogen auf die Ernährungs- oder auch Weinkultur, ob in Hinblick auf die Bewegungs- und Kör per- oder Hygiene- und Gesund heitskultur. Das Gegenteil ist die Sucht. Als unstillbares Verlangen nach einem bestimmten Erleb niszustand beeinträchtigt sie die freie Entfaltung der Persönlich keit und die sozialen Chancen eines Individuums. Zudem führt Sucht oft zu Folgeerkrankungen und verkürzt das Leben. Wie weit Suchterkrankungen verbreitet sind, wird unter Berücksichtigung der substanzunabhängigen wie Internet-, Shopping-, Spiel-, Sex sucht usw. augenfällig. Auch diese werden beim Medicinicum einge hend thematisiert.
Das Spannungsfeld zwischen gesundheitsförderndem Genuss und krankmachender Sucht wird sowohl aus medizinischer und neurologischer als auch aus psy chologischer, philosophischer und kulturwissenschaftlicher Perspektive in den Fokus genom men. Damit wird das Medicini
Reinhard Haller ist einer der Referenten.
cum Lech einem ganzheitlichen Ansatz gerecht, ermöglicht Fach leuten diverser Disziplinen einen Austausch und auch den allge mein Interessierten ein fundiertes Verständnis der Zusammenhän ge, samt praktischer Anregungen. Wie jedes Jahr fungieren Aspekte des Anti-Aging sowie der Präven tiv- und Ernährungsmedizin als roter Faden. Derart umfassend aufbereitet, erweist sich das heu rige Thema als ein Schlüssel zur körperlichen und geistigen Ge sundheit wie auch des Savoir-viv re und Lebensglücks. Der Auftakt erfolgt wie üblich am Donnerstagnachmittag um 15 Uhr. Dann folgen die Referate und Diskussionen. Auch ein abwechs lungsreiches Rahmenprogramm ist eingeplant. Kontakt und Anmeldung unter www.medicinicum.at; speziell für Berufstätige gibt es Halbtageskarten ab 69 Euro.
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Informationsabende zur Augenlaserbehandlung Freitag, 25. Mai, 19:00 Uhr, Augenlaserzentrum Bregenz Referent: Dr. med. Adrian Arbunescu-Pecher Donnerstag, 7. Juni, 19:00 Uhr, Augenlaserzentrum Bregenz Referent: Dr. med. Stephan Maschauer Anmeldung unter 05574/58179 oder info@oculovision.at. Alle Infoabende finden Sie stets aktuell auf unserer Website www.oculovision.at.
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12 Fit & Gesund
Freitag, 25. Mai 2018 Vorarlberger Nachrichten
Sauna senkt Schlaganfallrisiko Niedrigerer Blutdruck trägt zur Risikominimierung bei.
Gute Nachrichten für alle, die das ganze Jahr über in die Sauna gehen: Wer mehrmals wöchentlich sauniert, kann das Schlaganfallrisiko um bis zu 61 Prozent senken. Zu diesem Ergebnis kommen Forscher der Medizin-Uni Innsbruck und der Universität Ostfinnland in einer gemeinsamen Studie, die das Sauna-Verhalten von über 1600 Männern und Frauen unter die Lupe genommen hat. Das renommierte Fachjournal Neurology berichtet. Unabhängig von anderen Parametern wie Alter, Geschlecht, Lebensstil, Body-Mass-Index und kardiovaskulären Vorerkrankungen stellt die Frequenz von Saunabädern einen relevanten Einflussfaktor auf das Schlaganfallrisiko dar. Der Nachweis dieses Zusammenhangs gelang Peter Willeit, Epidemiologe an der UniKlinik für Neurologie der MedUni Innsbruck gemeinsam mit Kollegen der Universität Ostfinnland und weiteren Partnern anhand von Daten einer finnischen Studie sowie der Befragung von 1628 Männern und Frauen zwischen 53 und 74 Jahren, die regelmäßig die Sauna besuchen. Eruiert wurden die Häufigkeit und die Dauer des Saunabesuchs, wobei durchwegs die finnische Saunavariante mit hohen Temperaturen von 80 bis 100 Grad Celsius, niedriger Luftfeuchtigkeit und häufigem Auf-
INNSBRUCK
guss in Betracht gezogen wurde. So konnten die befragten finnischen Probanden schließlich in drei Klassen eingeteilt werden: jene, die einmal pro Woche, jene, die zwei bis drei Mal pro Woche und jene, die vier bis sieben Mal pro Woche in der Sauna schwitzen.
Eindeutiger Zusammenhang „Der Abgleich dieser Frequenzklassen mit den Daten der über 15 Jahre laufenden Beobachtungsstudie zeigte, dass das Risiko, einen Schlaganfall zu erleiden mit der Häufigkeit von Saunabesuchen sinkt“, berichtet Peter Willeit. Das heißt im Detail: Ein zwei bis drei Mal wöchentlicher Saunabesuch verringert das Schlagan-
fallrisiko gegenüber einem einmal wöchentlichen Saunabad um 14 Prozent; Personen, die vier bis sieben Mal pro Woche saunieren, haben bereits ein um 61 Prozent niedrigeres Risiko. Die Ergebnisse gelten für Männer und Frauen gleichermaßen. Die Frage nach der Kausalität und den zugrundeliegenden Mechanismen dieses Zusammenhangs wird zum Teil durch einen analytischen Blick auf allgemeine Risiken für Herz-Kreislauf-Erkrankungen beantwortet. So konnten vorangegangene Untersuchungen im Rahmen der finnischen Studie bereits zeigen, dass häufige Saunagänge mit einem niedrigeren Risiko für andere Herz-KreislaufErkrankungen und für Bluthoch-
Erfreuliche Nachrichten gibt es für alle Fans des Saunierens.
druck behaftet sind, was wiederum mit einem entsprechenden Effekt auf das Schlaganfallrisiko verbunden sein könnte. Auch die Stimulierung des Immunsystems, der positive Einfluss auf das autonome Nervensystem und die Reduktion von oxidativem Stress nach Saunagängen liefern entsprechende Erklärungen.
Keine generelle Empfehlung In einer aktuell laufenden experimentellen Untersuchung untermauern dieselben Forscher die jüngste Erkenntnis mit dem Nachweis der kurzfristigen Auswirkungen des Saunierens. So belegen zahlreiche Messungen verschiedener Gefäßfunktionsparameter kurz vor, unmittelbar nach dem Saunagang sowie nach einer 30-minütigen Ruhephase, dass die Steifigkeit der Gefäße abnimmt und damit der Blutdruck günstig beeinflusst werden kann. Dieser Kurzzeiteffekt könnte längerfristig zur Senkung des Blutdrucks beitragen, so die Forscher. Eine generelle Empfehlung für häufiges Saunieren sprechen die Wissenschaftler trotzdem nicht aus. „Menschen mit kardialen Vorerkrankungen sollten unbedingt mit ihrem Arzt Rücksprache halten, ob und in welchem Ausmaß Saunabesuche für sie möglich sind“, rät der Epidemiologe Peter Willeit.
Der Häsle & Girls Run – Mama, meld‘ mich an!
Neues Angebot beim BodenseeFrauenlauf.
BREGENZ Immer wieder einmal wurden die Organisatorinnen des Bodensee-Frauenlaufs, Verena Eugster und Patricia Zupan, gefragt, ob nicht auch jüngere Mädchen am Frauenlauf teilnehmen können. Nun ist es am Freitag, den 1. Juni 2018, tatsächlich so weit: Als besondere Neuheit bietet der diesjährige Bodensee-Frauenlauf auch einen Bewerb speziell für Nachwuchs-Läuferinnen, näm-
lich den „Häsle & Girls Run“ an. Auf die jungen Teilnehmerinnen warten viele tolle Überraschungen, so beispielsweise ein eigenes Starterbag, ein Finisherbag im Ziel, eine eigene Siegerehrung auf der Werkstattbühne des Festspielhauses, eine Medaille sowie eine Online-Urkunde. Da der Spaß und die Freude an der Bewegung bei dieser Veranstaltung im Vordergrund stehen sollen, wird es keine offizielle Zeitmessung geben. Alle Infos zur Strecke und zum Zeitplan gibt es unter www.bodensee-frauenlauf. com/häsle-girls-run
Auch die Kleinen unter den Laufbegeisterten können beim Frauenlauf dabei sein.
2. JUNI
2018 JA, ICH WILL! DANN REIN IN DIE LAUFSCHUHE UND BEIM 5- ODER 10-KILOMETERLAUF VON LOCHAU NACH BREGENZ MITMACHEN! Freu dich auf einen Tag voller Emotionen und Erlebnisse und jeder Menge Shopping-Highlights mit tausenden Frauen und Mädchen. Ob Running-Queen, Gelegenheitsjoggerin oder Lauf-Debütantin – alle Ladies kommen hier als Siegerin durchs Ziel. Mit Spaß und Freude geht eben alles! Auf der zweitätigen Laufmesse heißt es dann staunen, stöbern, shoppen und die tollen Angebote großer Marken entdecken!
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MEDIENPARTNER:
14 Fit & Gesund AYURVEDA AKTUELL
Veronika Forster
Im Ayurveda ist Schönheit ein innerer und äußerer Ausdruck des ganzen Menschen, seiner Ausstrahlung und seelischen Harmonie. Schönheit misst sich nicht in Größen und Formen. Sie ist ein Zustand, der aus dem Inneren kommt und uns ein Gefühl von Zufriedenheit und Glück gibt. Nehmen wir frische und bekömmliche Nahrung zu uns und genießen regelmäßig Bewegung, gewinnen wir alle vitalen Aufbaustoffe, die der Körper für einen aktiven Stoffwechsel und zur substanziellen Zellerneuerung benötigt. Während der gewebeaufbauenden Prozesseerneuern sich nicht nur unsere Zellen, sondern wir gewinnen auch die essenzielle Lebensenergie, „Ojas“, das so viel wie Strahlen heißt. Ojas ist maßgeblich für unsere Stimmung verantwortlich. Es bringt die Augen zum Strahlen, die Haut zum Schimmern und bewirkt eine unwiderstehliche Anziehungskraft. Freude, Glück und Liebe sind ebenfalls Gefühle, die mit Ojas einhergehen. Erfahren wir diese Gefühle von außen, wird Ojas in uns angeregt. Und produziert der Körper viel Ojas, erscheint uns das Leben in einem goldenen Glanz. Zu den klassischen Rasayana (Aufbau)Therapien zählen vitalisierende Regeln der ayurvedischen Lebenskunde, spezielle Ernährungsempfehlungen, Reinigungsübungen und Heilkräuter. Begleitet werden diese Maßnahmen von ayurvedischen Ölbehandlungen und Massagen, die sich durch langsame Ausstreichungen, Berührungsqualität und eine entspannende Wirkung auszeichnen. Besonders die ayurvedische Mukabhyanga (Gesichts-, Kopfund Nackenmassage) ist mehr als nur eine Wellnessmassage oder ein Anti-Aging. Im Ayurveda wird der Kopf als „Tor des Himmels“ bezeichnet. Beinahe alle Sinnesorgane befinden sich im Gesicht und werden gestärkt. Durch diese Massage wird die Haut erfrischt und lässt das Gesicht erstrahlen. www.pension-sonnblick.at
Freitag, 25. Mai 2018 Vorarlberger Nachrichten
Höhenluft in Bodennähe
Profibergsteiger stellen sich für Herzstudie zur Verfügung. KÖLN Fünf Wochen lang werden die Profibergsteiger Ralf Dujmovits und Nancy Hansen Höhenluft schnuppern. Eigentlich nicht ungewöhnlich: Ralf Dujmovits hat bereits auf allen 14 Achttausendern der Welt gestanden und arbeitet als staatlich geprüfter Berg- und Skiführer. Die Kanadierin Nancy Hansen bezeichnet sich selbst als „sehr enthusiastische Bergsteigerin“ und stand bereits auf etlichen Gipfeln im HimalajaGebirge. Seit dem 15. Mai 2018 sind die Bedingungen allerdings etwas anders: In der Forschungsanlage des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) werden die beiden bei deutlich reduziertem Sauerstoffgehalt wie in einer Höhe von bis zu 7000 Metern leben.
Regenerationsmechanismen Mediziner des DLR, des Krankenhauses Köln-Merheim und weiterer Partner wollen herausfinden, ob ein längerer Aufenthalt unter starkem Sauerstoffmangel die Herzmuskelzellen zur Teilung anregt, und die beiden Bergsteiger sind die Probanden für die erste Studie. Bestätigt sich die Annahme, könnte in Zukunft mit dieser Therapie die Herzfunktion von Patienten etwa nach einem
Herzinfarkt verbessert werden. Prof. Jens Tank führt die Studie mit Ulrich Limper von der Klinik für Anästhesie und operative Intensivmedizin am Krankenhaus Köln-Merheim durch. Mit den beiden Bergsteigern soll zunächst am gesunden Menschen untersucht werden, ob die sauerstoff arme Umgebung die Herzfunktion verbessert und vielleicht auch die menschlichen Herzmuskelzellen zur Teilung anregt. „Interessanterweise teilen sich Herzmuskelzellen noch bei ungeborenen Säugetieren und Menschen. Der Sauerstoffgehalt im Blut der Ungeborenen ist sehr viel niedriger als nach der Geburt. Durch die Reduktion auf acht Prozent Sauerstoff erzeugt man im Menschen einen ähnlichen Sauerstoffdruck und versucht damit, diese sehr frühen Regulationsmechanismen der Zellen wieder zu aktivieren“, erläutert Limper.
Erfahrungen mit der Höhe Für Ralf Dujmovits und Nancy Hansen bedeutet dies: Die Bergwelt wird gegen mehrere Räume in der Atmosphärenkammer des DLR getauscht, in denen der Sauerstoffgehalt nach und nach reduziert wird. Die letzten 14 Tage wird der Sauerstoff in der Umge-
bungsluft nur noch bei acht Prozent liegen: ein Gehalt, der einem Aufenthalt in etwa 7000 Metern Höhe entspricht. Die beiden Probanden haben zwar noch nicht eine so lange Zeit in dieser Höhe gelebt, bringen aber ihre Erfahrungen mit. Die Nebenwirkungen von Sauerstoffmangel kennen sie von ihren herausfordernden Bergexpeditionen: „Das Denken wurde jeweils anstrengend und langsamer, die Reaktionen ebenso, und das Hunger- und Durstgefühl geht komplett zurück. Ich fühlte mich aber körperlich und mental jeweils o.k.“, erzählt Dujmovits. „Sowohl ein Zuviel als auch ein Zuwenig an Sauerstoff ist schädlich für den Körper“, betont Limper. „Der Mensch toleriert Schwankungen im Sauerstoffgehalt seiner Umgebung nur in einem ziemlich engen Bereich.“ Ein Zuviel an Sauerstoff beispielsweise bei Patienten auf der Intensivstation kann schwere Lungenschäden verursachen. Ein Zuwenig kann verursachen, dass Organ- und Gewebezellen ihre Funktion nicht mehr ausreichend erfüllen. „Unter bestimmten Umständen kann die Reduktion des Sauerstoffs aber auch die Organfunktion, zum Beispiel des Herzens, verbessern.“
Der Mount Everest weckt bei vielen Alpinisten große Begehrlichkeit. Doch nicht jedem ist eine Besteigung vergönnt.
MedKonkret Treffpunkt Gesundheit
Prim. Prof. Dr. Robert Strohal
Veränderungen der alternden Haut Dienstag, 19. Juni 2018, 19 Uhr Montforthaus Feldkirch Die Präsentation zur Hautalterung möchte klären, welche der vielen typischerweise im Alter auftretenden Hautveränderungen harmlos sind, bzw., welche als gefährliche Krankheit angesehen werden, sodass ein Hautarzt aufgesucht werden soll.
Moderation: VN-Redakteurin Marlies Mohr. Eintritt frei.
16 Fit & Gesund
Freitag, 25. Mai 2018 Vorarlberger Nachrichten | Anzeigen
Es läuft nicht immer wie man will Jung, fit, mobil ... – so nehmen sich die Menschen gern wahr. Das ist auch gut so. Was heute allerdings noch diesem Selbstbild entspricht, kann morgen für jeden von uns, für einen Freund, eine Freundin, einen Kollegen oder ein Familienmitglied ganz anders sein. Sei es durch den Alterungsprozess, eine plötzlich auftretende Erkrankung oder eine körperliche Einschränkung, mit der man konfrontiert ist.
schreibungsschein bei der VGKK ein ganzes Jahr gilt. Das System der VGKK mache es außerdem möglich, dass benötigte Hilfsmittel nicht persönlich abgeholt werden müssen, sondern zugeschickt oder wenn notwendig sogar zugestellt werden. „Wenn ich etwa feststellen würde, dass wir nur noch wenige Katheder im Haus haben, dann genügt ein Anruf. Ich habe weder lange Wege noch irgendeinen bürokratischen Aufwand zu bewältigen“, zeigt sich Alexander Taucher mit dem Ablauf zufrieden.
Der 10-jährige Max ist ein aufgeweckter, aktiver, an seiner Umwelt interessierter Junge. Er spielt Tennis, fährt Ski und Handbike. Erst vor Kurzem war er bei einem Rennen in Frankreich im Einsatz. Das klingt alles ganz selbstverständlich, ist es aber nicht. Denn Max kam mit einem offenen Rücken zur Welt. Aufgrund der Rückenmarksschädigung hat er mehrere körperliche Beeinträchtigungen. Seine ständigen Begleiter sind Krücken und Rollstuhl. Mit letzterem macht er den großzügigen Konferenzraum der VGKK zu seiner Rennstrecke, nascht ein wenig von der Schokolade, die er geschenkt bekommen hat, und langweilt sich dann ganz offensichtlich. Verständlich: Für einen 10-jährigen ist hier ganz einfach viel zu wenig los.
Verlust bedauerlich Neben dem umfangreichen Angebot bzw. Service kann die VGKK ihren Versicherten
Alexander Taucher beschreibt die Zusammenarbeit mit bzw. den Zugang zur Vorarlberger Gebietskrankenkasse als sehr angenehm und niederschwellig. „Es wäre schade, wenn das künftig nicht mehr möglich wäre“, würde er den Verlust der Ausgabestelle bei einer Zentralisierung der Krankenkassen sehr bedauern. Max rollt neben seinem Vater zum Fahrstuhl, der ihn in das Untergeschoß bringen wird. Dort möchte er sich bevor es nach Hause geht noch einen kleinen Wunsch erfüllen. Nämlich, den Arbeitsplatz von Philipp Bonadimann, dem Leiter der Ausgabestelle, den Max vom Sportverein kennt, sehen. Das ist an diesem Tag die leichteste Übung.
Foto: VGKK
Unkomplizierte Wege wichtig Alexander Taucher wirft seinem Sohn einen kurzen Blick zu. Für die Familie, zu der neben den Eltern und Max noch ein Mädchen gehört, ist die körperliche Beeinträchtigung des 10-jährigen eine Herausforderung. Das Leben ist komplizierter und aufwendiger. Jede Erleichterung, jede Unterstützung ist deshalb willkommen. Eine solche Erleichterung stellt zum Beispiel die Ausgabestelle der Vorarlberger Gebietskrankenkasse dar. „Wenn jemand im Rollstuhl sitzt, hat man ohnehin schon mehr zu tun“, erklärt Alexander Taucher. „Wir, meine Frau und ich, sind beide berufstätig und haben noch eine Tochter. Da sind unkomplizierte Wege einfach wichtig. Und die Ausgabestelle der VGKK ist für uns dafür ein gutes Beispiel.“ Vorteilhaft ist für Familie Taucher, dass ein ärztlicher Ver-
In der Ausgabestelle der VGKK, die es in dieser Weise in keinem anderen Bundesland gibt, lagern mehr als 2000 Produkte. Das sind Artikel zum Beispiel zur Inkontinenzversorgung (Windeln, Einlagen), Stoma-Produkte (bei künstlichem Darmausgang), Diabetikerversorgung, Rollstühle, Badelifter, Sauerstoffkonzentratoren, diverse Erzeugnisse zur Problem-Wundversorgung etc.
die benötigten Behelfe zudem zu einem wesentlich günstigeren Preis anbieten, da sie direkt beim Großhandel einkauft. Dieser Vorteil wirkt sich dementsprechend auf den gesetzlichen Selbstbehalt für Patientinnen/ Patienten aus und wird von der VGKK eins zu eins weitergegeben.
www.vgkk.at