Fit & Gesund Gesundheitsbeilage
Freitag, 30. M채rz 2018
Heut mit eine e m zu Pfleg Spezial Betreuue und ng.
Fr체hlingsgef체hle Egal wie das Wetter wird, der Fr체hling ist da und weckt Lust und Lebensgeister.
2 Fit & Gesund
Freitag, 30. März 2018 Vorarlberger Nachrichten
Das Gehirn braucht Schlaf Qualität ist wichtiger als Quantität.
Rund 45 Prozent der Weltbevölkerung leiden an Schlafstörungen, in Österreich ist bereits jeder Vierte betroffen. Dabei ist ausreichender und qua litätsvoller Schlaf eine wichtige Voraussetzung für die menschli che Gesundheit. Insbesondere die Bedeutung des Schlafes für das Gehirn wird häufig unterschätzt, erklärt Birgit Högl, Leiterin des Schlaflabors an der Uniklinik für Neurologie in Innsbruck. Ein gesunder Schlaf ist auch Voraussetzung für ein gut funk tionierendes Gehirn. Neueste Erkenntnisse belegen den Zu sammenhang von neurodegene rativen Erkrankungen und Schlaf störungen. „Ausreichender Schlaf ist notwendig, damit Abbaupro dukte, die sich im Gehirn ansam meln, abtransportiert werden können“, erklärt Birgit Högl. Die Forscherin leitet das Schlaflabor an der Uniklinik für Neurologie in Innsbruck. „Der Schlaf dient dazu, das Gehirn wirksam toxisch zu reinigen. Das ist sehr wichtig,
INNSBRUCK
Editorial
Marlies Mohr
Endlichkeiten
für die Erhaltung der Gehirn gesundheit.“ Dauerhafte Schlaf störungen können darüber hin aus zu Übergewicht oder einem geschwächten Immunsystem führen. Studien zeigen allerdings, dass die Schlafqualität wesentlich wichtiger ist als die -quantität.
Das Leben ist endlich. Das wissen wir alle. Andererseits werden die Menschen immer älter. Jeder bemüht sich irgendwie, die letzte Phase des irdischen Daseins möglichst gesund zu verbringen. Doch immer gelingt das nicht. Krank-
Blick ins Gehirn
„Vor allem das Leben selbst kann einem unbeschwerten Le bensabend entgegen stehen.“
Das Innsbrucker Schlaflabor ist an mehreren internationalen Forschungsprojekten beteiligt. Derzeit sind rund 100 Schlafstö rungen bekannt, die in der Regel behandelbar sind. Durch eine Un tersuchung im Schlaflabor ist es auch möglich, neurodegenerative Erkrankungen früh zu erkennen. „Während unserer Untersuchung des Schlafverhaltens werfen wir einen Blick ins Gehirn“, erklärt Högl die Vorteile einer frühzei tigen Untersuchung von gravie renden Schlafstörungen. Das Schlaflabor an der Uniklinik für Neurologie hat im Jahr 2017 knapp 4000 Patientenbesuche bzw. Auf enthalte verzeichnet.
In einem modernen Schlaflabor sind tiefe Einblicke in das Gehirn möglich.
IMPRESSUM REDAKTION Marlies Mohr, Tel. 0676 88005-385, E-Mail: marlies.mohr@vn.at ANZEIGENBERATUNG Russmedia Verlag GmbH, Gutenbergstraße 1, 6858 Schwarzach BEITRÄGE, FOTOS UND QUELLEN Marlies Mohr, Heidemarie Netzer, Health.com, Philipp Steurer, Roland Paulitsch, Benevit (3), Shutterstock VERLEGER (MEDIENINHABER) UND HERSTELLER Russmedia Verlag GmbH, 6858 Schwarzach, Gutenbergstraße1, Redaktion und Anzeigen: 6858 Schwarzach, Gutenbergstraße 1
heiten, Unfälle, vor allem aber das Alter selbst kann einem unbeschwerten Lebensabend entgegenstehen und eine Pflege bzw. Betreuung durch andere erforderlich machen. Glücklicherweise verfügt Vorarlberg über ein gut ausgebautes Netz an ambulanten und stationären Betreuungsangeboten. Dem immer wichtiger werdenden Thema „Pflege und Betreuung“ ist in diesem Fit & GesundJournal ein Schwerpunkt gewidmet , der Informationen zu den verschiedensten Bereichen beinhaltet (Seiten 14 bis 21). Aber auch abseits von Pflege und Betreuung erfahren Sie wieder viel Wissenswertes zu Gesundheit und Wohlbefinden. Auf Seite 3 beispielsweise
finden sich Tipps für Pollen allergiker, die Betroffene gut in den Alltag integrieren können. Apropos Alter: Schlagen Sie ihm doch mit körperlicher und geistiger Bewegung ein Schnippchen. Es gibt tolle Projekte im ganzen Land. Eines davon stellen wir Ihnen auf Seite 4 dieser Ausgabe vor. Oder wie wäre es, wenn Sie Ihrem Rücken zur Abwechslung einmal ein Work-out in der Natur gönnen würden (Seite 5). Gar keine schlechte Idee, oder? Und: Haben Sie gewusst, dass selbst gesunde Früchte gar nicht so gesund sein müssen? Wenn es nach deren Verzehr ständig im Bauch grummelt, könnte eine Fruktoseintoleranz vorliegen. Was das genau ist und was sich dagegen unternehmen lässt, erklärt Ernährungswissenschaftlerin Angelika Stöckler (Seite 7). Und weil jetzt wieder die Zeit gekommen ist, in der man bei entsprechenden Temperaturen gerne Bein zeigt, klären wir über die gängisten Mythen zur Entstehung von Krampfadern auf (Seite 22). Viel Freude beim Lesen, wünsche ich Ihnen. MARLIES MOHR marlies.mohr@vn.at 05572 501-385
GEWINNERIN – Im Rahmen des „VN Fit & Gesund“-Gewinnspiels hat Andrea Türtscher aus Muntlix „Zeit zu zweit“ im Genießer- & Kuschelhotel Gams in Bezau gewonnen. Auf Frau Türtscher und ihre Begleitung warten 3 kuschelige Übernachtungen mit Frühstück, 3 romantische Genießermenüs, 1 x Champagner & Chocolat d‘Amour u. v. m. Ellen Nenning (Gams-Geschäftsführerin) überreichte der Gewinnerin (r.) den Gutschein.
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Tipps für Pollenallergiker Mit einfachen Mitteln gut gerüstet in die Pollensaison.
WIEN Der Frühling ist da und somit auch die von vielen zu Recht gefürchtete Pollenzeit. Tropfende Nasen und tränende Augen sind dann wieder die Folge für rund eine Million Menschen in Österreich, die unter einer Pollenallergie leiden. Neben einer medizinischen Behandlung können auch einfache Mittel helfen, die Belastung und damit die Beschwerden zu verringern.
haben. Es grünt so grün … Bei erhöhtem Pollenflug sollten Allergiker den Weg nach draußen in betroffenen Gebieten möglichst meiden. Doch selbst dann gibt es Tricks, die man beachten kann. „In jedem Fall sollten nach einem Aufenthalt im Freien Haare und Gesicht gewaschen und die Kleider gewechselt werden“, rät Wolfgang Schreiber.
Allergietest als erster Schritt
Zu Hause ist es hilfreich, die Fenster geschlossen zu halten oder Pollenschutzgitter anzubringen. Auch für Autos gibt es Pollenfilter. Über den Pollenwarndienst (www.pollenwarndienst.at) der Medizinischen Universität Wien und der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik können sich Betroffene zudem tagesaktuell informieren, wo es in Österreich eine Pollenbelastung gibt.
Für Betroffene ist es wichtig zu wissen, dass und wogegen sie allergisch sind. „Wenn ein bisher gesunder Mensch plötzlich eine verstopfte Nase und Niesreiz hat und seine Augen jucken, sollte er einen Arzt aufsuchen. Ein Allergietagebuch, in dem die Symptome festgehalten werden, kann dabei helfen, die Allergie zu identifizieren und zu behandeln“, erklärt
Fenster geschlossen halten
Heuschnupfen kann das Wohlbefinden im Frühling gründlich trüben.
Wolfgang Schreiber, Chefarzt des Österreichischen Roten Kreuzes. Obwohl sich Pollenallergien in der Regel bereits im Kindesalter ausprägen, können diese auch bei Erwachsenen erstmalig auftreten. Kinder und Jugendliche, die
in Raucherhaushalten leben, sind zusätzlich gefährdet. Diagnostiziert und behandelt werden Allergien in der Regel von Hautärzten, HNO-Ärzten, Lungenärzten oder Allgemeinmedizinern, die sich in Richtung Allergologie qualifiziert
Schlanker mit Morgensport
Allergiefreie Kinder
am Abend durchgeführt werden. 48 übergewichtige Frauen nahmen an der Studie teil und führten sechs Wochen lang entweder morgens oder abends AerobicÜbungen durch. Die Auswertung der Ergebnisse zeigte, dass die Frauen, die morgens sportlich aktiv waren, mehr Kalorien einsparten, als die Frauen, die abends die Aerobic-Übungen durchführten. Darüber hinaus wurden bei den Frauen in der morgendlichen
SCHWARZACH Immer mehr Men-
Damit lässt sich eher ein Gewichtsverlust erzielen.
SCHWARZACH Personen, die ei-
nen Gewichtsverlust anstreben, sind gut beraten, eine Kombination aus gesteigerter körperlicher Aktivität und gesunder Ernährung anzuwenden. Bewegung kann zu einer negativen Energiebilanz führen, d. h. dass mehr Kalorien verbraucht als zugeführt werden (eine positive Energiebilanz führt zu einer Gewichtszunahme, da mehr Kalorien zugeführt als verbraucht werden). Zusätzlich scheint Bewegung einen appetitmindernden Einfluss zu haben.
Sportgruppe Verbesserungen von Körpergewicht, Body-Mass-Index (BMI), Bauchumfang und der Hautdicke am Bauch festgestellt. Zusammenfassend deutet die Studie darauf hin, dass übergewichtige Frauen eher einen Gewichtsverlust erzielen, wenn sie morgens sportlich aktiv sind als abends. Allerdings werden noch Studien mit längerer Laufzeit benötigt, um diese Ergebnisse auch entsprechend abzusichern.
Mehr Kalorien eingespart Die Studie von Alizadeh und Kollegen aus dem vergangenen Jahr untersuchte, ob es hinsichtlich der Auswirkungen auf Appetit und Parameter der Körperzusammensetzung, das sind sogenannte anthropometrische Paramater, einen Unterschied gibt, ob Aerobic-Übungen am Morgen oder
Für eine gute Figur lohnt es sich offenbar, früh aus den Federn zu springen.
schen leiden an Nahrungsmittel unverträglichkeiten, auch viele Kinder sind betroffen. Aktuelle Studien beschreiten im Umgang mit Nahrungsmittelallergien bei Säuglingen und Kleinkindern neue Wege, die das Problem wirksam angehen. Eine anerkannte Expertin auf diesem Gebiet ist die amerikanische Wissenschaftsund Gesundheitsjournalistin Robin Nixon Pompa, die in ihrem Buch „Allergiefreie Kinder“ (Unimedica im Narayana Verlag, Erscheinungstermin April 2018) die richtige Vorgehensweise erläutert, um Allergien in den ersten fünf Lebensjahren vorzubeugen bzw. auf lange Sicht zu lösen. Im Mittelpunkt ihres Konzepts steht die Desensibilisation, also die gezielte Gewöhnung an Allergene. Robin Nixon Pompa erklärt ausführlich, wie Eltern betroffener Kinder im Alltag vorgehen sollten und worauf besonders geachtet werden sollte. Zudem stellt sie über 70 kindgerechte Speisen vor, die sich unkompliziert nachkochen und einfrieren lassen.
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Rundum bewegt im Alter
Angebot „Alt.Jung.Sein“ steht für Lebensqualität für Menschen ab 60 Jahren. SULZ Neun Damen, schön frisiert,
bequem, aber doch mondän gekleidet, trudeln der Reihe nach im Pfarrsaal in Sulz ein. Es wird herzlich begrüßt, gelacht und geplaudert. Das gemeinsame Ziel der Frauen lautet, im Rahmen des Alt.Jung.-Sein-Kurses, einem Angebot des Katholischen Bildungswerks Vorarlberg, miteinander eineinhalb Stunden zu verbringen, Körper, Geist und Seele zu aktivieren und einfach Spaß und Freude dabei zu haben.
Ganzheitliche Fitness Inmitten der Damen im Alter von 70 Jahren aufwärts bewegt sich Silvia Frick. Zur Begrüßung reicht die ausgebildete AJS-Trainerin ein Gläschen „Steinriesling“. „Ein klares Tröpfchen Wasser, an Steinen gereift“, sagt die 57-Jährige Sulnerin schmunzelnd und ergänzt: „Die ideale Einstimmung auf die gemeinsame Zeit im Zeichen der ganzheitlichen Fitness.“ Ganz in diesem Sinne beginnt die Einheit. Die zuvor im Kreis zurechtgerückten Stühle werden nun belegt. In der Mitte thront ein Korb mit frischem Obst und Nüssen; eine Karaffe mit kühlem Wasser steht ebenfalls bereit. „Einen gute Morgen“, wünscht nun Silvia Frick in die Runde der gut gelaunten Frauen und lädt mit den Worten „Spielen macht schlau“ zu Aufwärmübungen ein. Es wird auf die Schenkel geklopft, in die Hände geklatscht und an den Hinterkopf gegriffen. Lautstark machen die Teilnehmerinnen mit und stel-
len sich gleichzeitig der Herausforderung, die Satzteile beliebig zu tauschen und auch die Abfolge der Klatschübungen zu variieren.
Spielerisch fit bleiben Beim anschließenden Tanz „Schön, dass du da bist!“ bewegen sich die munteren Damen im Kreis, beachten ganz genau die Schrittfolge und wechseln so von einer zur anderen; mit dem Ergebnis, jede Einzelne per Handschlag und Winken begrüßt zu haben. Die Stimmung ist ausgelassen, man ist ein wenig aus der Puste. Wieder auf den Sesseln niedergelassen, pullt sich jede Dame einen
„Wichtig ist, dass die Teilnehmer Spaß beim gemeinsamen Tun haben.“ Silvia Frick AJS-Trainerin
Noppenball aus einem Beutel. „Diesen knetet ihr nun in eurer Hand. Ganz nebenbei nennt ihr eine dem Anfangsbuchstaben eures Vornamens entsprechende Lieblingsspeise“, erläutert Silvia Frick und startet gleich durch: „Ich bin Silvia, und ich esse gerne Salat.“ Reihum wird fortgesetzt.
„Schön, dass du da bist.“ – die tanzende Begrüßung forderte Körper und Geist.
Beim Jonglieren von Buchstaben bewiesen die Damen Kreativität.
Die kleine Schwierigkeit dabei: Jede Teilnehmerin ist aufgefordert, alle Namen und die dazugehörige Speise in der Abfolge aufzuzählen und dann ihre eigenen Daten hinzuzufügen. Taucht eine kleine Gedächtnislücke auf, blickt man dem Gegenüber tief in die Augen, bittet um einen Anstupser. Es wird gelacht – miteinander und nicht übereinander. Margit Baldauf beendet die Runde mit ihrem geliebten Maissalat. Die 72-jährige Sulnerin hatte bereits im vergangenen Jahr zwei Alt.Jung.Sein-Kurse belegt. Für sie war klar, dass sie heuer wieder mit dabei ist. Sie schätzt die Runde. Manche ihrer Mitstreiterinnen kennt sie, andere lernt sie kennen. Und nach anfänglich gemischten Gefühlen hat sie hier eine willkommene Abwechslung und ganz viel Spaß.
Miteinander lachen Spaß und Freude am gemeinsamen Tun, das steht im Pfarrsaal Sulz im Vordergrund. Eine weitere spielerische Übung folgt: In Paaren formiert, gilt es mit dem ersten Buchstaben des Vornamens Wörter zu Sätzen zu formen. Die 70-Jährige Resi Graber – dies hier ist schon ihr 14. Kurs, Langeweile kam dabei nie auf – tritt vor die Runde und verkündet: „Resi riecht reine Raumluft.“ Es wird geklatscht, anerkennend mit dem Kopf genickt. Auch als die „kleine Lustübung für zu Hause“, wie sie Trainerin Frick nennt, gemeinsam durchgegangen wird. Es sollte mit den Buchstaben eines vorgegebenen Wortes ein neues gebildet werden. So war etwa aus Zitronen-
saft der Fronteinsatz entstanden. Fleißig vergleichen die Damen ihre Ergebnisse, stecken die Köpfe zusammen, lachen und berichten von kleinen Schwierigkeiten. Doch schon wartet die nächste Herausforderung. Die AJS-Trainerin teilt neben anderen Gedächtnisübungen auch Zettel mit dem senkrecht geschriebenen Wort „Menuevorschlag“ aus. „Zu jedem Anfangsbuchstaben drei Wörter, nur aus Buchstaben des vorgegebenen Wortes“, gibt Silvia Frick ihren Damen die neue „Lustübung“ mit auf den Weg. Einer Challenge, der sich die Frauen gerne und mit viel Eifer stellen. Dabei freuen sie sich schon auf die nächste gesellige Runde, wenn sie Körper, Geist und Seele Gutes tun können; viel Spaß inklusive. Infos zum Projekt Alt.Jung. Sein gibt Dr. Evelyn Pfanner unter Tel. 05522 3485-102, evelyn-pfanner@kath-kirche-vorarlberg.at oder www.altjungsein.at ALT.JUNG.SEIN Die Sulnerin Silvia Frick ist eine von aktuell 40 speziell ausgebildeten und halb ehrenamtlich tätigen Trainer(inne)n, die sich im Rahmen des Alt.Jung.Sein-Programms der Herausforderung stellen, gemeinsam mit Menschen über 60 Jahren präventiv aktiv zu sein. So zielt das Angebot des Katholischen Bildungswerkes in Zusammenarbeit mit dem Bildungshaus Batschuns, der Caritas und der Schule für Sozialberufe, unterstützt vom Land Vorarlberg, darauf ab, ein selbstständiges und selbstbestimmtes Leben von älteren Menschen zu ermöglichen; derzeit finden Kurse in knapp 30 Gemeinden statt.
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Natur als Ort der Genesung Bei Rückenschmerzen eignet sich auch ein Work-out im Freien. Bandscheiben zu Schmerzen. In jedem Fall sollten alle Faktoren mit einem Arzt abgeklärt werden, um die richtige Therapie zu finden.
Kostengünstig und effektiv Da physische und psychische Faktoren gleichermaßen Einfluss auf
fung oder Durchfall: Wenn’s im Bauch rumort, kann es ungemütlich werden. Rund die Hälfte der Bevölkerung schlägt sich mehr oder weniger oft mit Verdauungsproblemen herum. Mit dem Alter nehmen solche Beschwerden zu. Sie sind lästig, aber nicht in jedem Fall ein gesundheitliches Problem. So gilt ein Stuhlgang von drei Mal pro Woche bis drei Mal täglich noch als normal. Eine der häufigsten Formen der Verdauungsstö-
Darmprobleme können schmerzhaft sein.
durchgeführt werden. Wichtig ist, dass das Training individuell auf den Patienten abgestimmt und mit einem Arzt abgeklärt ist“, betont Max Böhler, Facharzt für Orthopädie und orthopädische Chirurgie. Ein weiterer Bonus des Work-outs in der Natur: Sonnenlicht und frische Luft tragen nicht nur positiv zu einer gesunden Psyche bei, sondern wirken sich dank der Vitamin-D-Aufnahme auch gut auf die gesamte Knochengesundheit aus.
Bewegung trotz Schmerzen
Yoga ist eine Entspannungsart, die sich gut in der Natur durchführen lässt.
Wenn es im Bauch rumort
SCHWARZACH Egal ob Verstop-
chronische Schmerzen haben, bietet sich eine Therapie an der frischen Luft an: Bewegung in der Natur beeinflusst nicht nur den Körper, sondern wirkt auch Wunder auf den Geist. „Ein Trainingsprogramm in der Natur ist kostengünstig und effektiv und kann vom Patienten zu jeder Tageszeit
rung ist die Verstopfung. Sie kann durch einen zu langsamen Stuhltransport oder durch eine Blockade der Stuhlentleerung verursacht werden. Zieht sich das Problem über einen längeren Zeitraum, sprich mindestens drei Monate, besteht die Gefahr der Chronifizierung. Oft helfen einfache Mittel wie Bewegung, ausreichend Flüssigkeit und ballaststoffreiche Kost, um das Leiden zu lindern. Gelingt das nicht, kommen Medikamente zum Einsatz, welche die Darmtätigkeit anregen. Bei Durchfall handelt es sich um eine Störung im Darm, die zu vermehrtem Wassergehalt des Stuhls führt. Vielfach stecken verdorbene Lebensmittel, Infektionen und Bakterien oder Viren dahinter, die relativ einfach zu behandeln sind. Der mit Durchfall verbundene Flüssigkeitsverlust darf aber nicht unterschätzt werden. Immer wichtig bei Durchfall sind Hygienemaßnahmen. Eine Sonderform des Verdauungsproblems ist das Reizdarmsyndrom. Es äußerst sich sowohl durch Verstopfung als auch Durchfall und Blähungen.
Wichtig ist es, sich trotz Schmerzen zu bewegen und den Rücken nicht zu sehr zu schonen. Grundsätzlich rät der Orthopäde zu gleichmäßigen Bewegungen, die Verspannungen lockern. Wandern, Schwimmen, Yoga und Nordic Walking sind meist ein passendes Training, das optimal in der Natur gemacht werden kann.
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WIEN Rückenbeschwerden sind eine der häufigsten Ursachen für Arbeitsunfähigkeit in Österreich, fast jeder vierte Erwachsene gibt an, unter chronischen Rückenschmerzen zu leiden. Die häufigsten Ursachen sind verspannte oder verkürzte Muskeln, überbeanspruchte Gelenke, degenerierte Bandscheiben, Abnützungen und Fehlbildungen der Wirbelsäule und Haltungsschäden. Neben den physischen Ursachen wird ein Faktor oft nicht wahrgenommen: Auch die Psyche des Patienten spielt eine wesentliche Rolle. Wer an chronischen Schmerzen leidet, sollte sein seelisches Wohlbefinden deshalb nicht außer Acht lassen. Faktoren wie Stress und Leistungsdruck können zum Beispiel eine Muskelanspannung verursachen, welche zu Rückenschmerzen führt. Ebenso führen rheumatische Erkrankungen und Entzündungen von Wirbeln und
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DAS WISSEN DER DROGISTEN
Heilkraft aus dem Pazifischen Ozean Die Inhaltsstoffe der Grünlippmuschel reduzieren Schmerzen, Steifheit und Schwellungen der Gelenke. Die enthaltenen Fettsäuren schmieren die Knorpel und Gelenke.
se Substanzen werden direkt in die Gelenkschmiere eingebaut und erhöhen ihre Zähflüssigkeit. Die Gleitfähigkeit wird dadurch wieder hergestellt. Der Knorpel erhält daraufhin über die Schmiere wieder
Die ersten Anzeichen der Arthritis sind steife Gelenke und Schmerzen nach dem Aufstehen am Morgen oder langem sitzen. Aber auch Gelenkschwellungen sowie Schmerzen der Halswirbelsäule und der Finger deuten auf eine Arthritis hin.
Tradition und Moderne
Helfe verbindet bei Produkten beides. FELDKIRCH Wer kennt sie nicht, die Helfe-Mitizyn-Creme: Für Generationen von Familien im Land war sie „die Creme für alles“. Auch heute noch ist das Produkt eine Art Flaggschiff des Helfe-Labors in Feldkirch, wenngleich sich
der Produktion von hochwertigen Pflanzenextrakten. Wolfgang Heller oblag es, Helfe wirtschaftlich auszubauen und die Produkte durch technische Innovationen weiter zu verbessern. Ingrid Heller wiederum brachte sich in der Produktentwicklung ein. Irgendwann wurde das ursprüngliche Labor zu klein, der Neubau im Jahre 2000 in der Runastraße realisiert. Dort beschäftigt Helfe heute zehn Mitarbeiter.
Einfache Anwendbarkeit Verbesserte Gleitfähigkeit Es entzündet sich die Innenhaut der Gelenke, die Gelenksflüssigkeit als Schmiere fehlt, der Knorpel beginnt zu verkümmern. Bei der klassischen Behandlung setzt man hauptsächlich auf Schmerzmittel und entzündungshemmende Medikamente, man sollte aber gleichzeitig auch auf eine biologische Erneuerung des Knorpels mit der neuseeländischen Grünlippmuschel achten. Sie liefert wertvolle Nährstoffe aus dem Meer, die im Organismus zum Aufbau von Haut, Bindegewebe, Knorpel und Gelenkflüssigkeit benötigt werden. Sie enthält einen sehr hohen Anteil an Glykosaminglykonen. Die-
„Grünlippmuscheln enthalten unterschiedliche Antioxidantien, die aktiv entzündliche Prozesse der Gelenke hemmen können.“ GURDUN ALBERT „natur & reform“, Feldkirch
lebensnotwendige Nährstoffe und kann sich schließlich wieder regenerieren. Das Muschelfleisch wird in Neuseeland schonend verarbeitet, sodass es angenehm als Kapsel geschluckt werden kann. Es gibt auch einen Grünlippmuschel Balsam zur äußerlichen Anwendung zur Pflege der schmerzenden Gelenke. Nicht nur für Menschen Auch für unsere vierbeinigen Freunde kommt die Grünlippmuschel zum Einsatz, denn auch Hunde und Katzen leiden häufig an Arthritis. Man mischt ihnen einfach je nach Größe 0,5 bis 1 Gramm Grünlippmuschel unters Futter. Ihre Fachdrogist(inn)en beraten Sie gerne über weitere wirksame Produkte zu diesem Thema. ANZEIGE
Dauerbrenner der Produktpalette.
die Angebotspalette inzwischen deutlich vergrößert hat. Ebenso unumstritten ist für Alexander Heller, der das Unternehmen seit 2016 in vierter Generation leitet, der Standort. „Heller gehört zu Feldkirch, hier soll die Produktion bleiben“, betont er. Schließlich steht auch der Firmenname „Helfe“ für Heller und Feldkirch.
Neubau in der Runastraße Gegründet wurde das Helfe-Labor 1927 von Josef Heller, dem Urgroßvater von Alexander Heller. Im Labor der Herz-Jesu-Apotheke rührte er die inzwischen legendäre Helfe-Mitizyn-Creme zusammen. Sie begründete den Erfolg der Firma. Auf Josef Heller folgte Rüdiger Heller. Er begann mit
Mit dem Unternehmen wuchs das Angebot. Neben dem Alleskönner Mitizyn-Creme setzt Helfe auch auf Badezusätze, Körperpflegeprodukte sowie Naturkosmetik. Großer Wert wird auf eine naturnahe Verarbeitung der Produkte gelegt. „Mit alter Heilkunst und neuen Technologien holen wir das Maximum an Wirkung aus den Pflanzen heraus“, erklärt Alexander Heller. Neben Apotheken in Österreich, Deutschland und der Schweiz zählen Krankenhäuser zu den Hauptabnehmern von HelfeProdukten. Der Grund liegt in ihrer einfachen Anwendbarkeit. Helfe setzt aber auch auf Nachhaltigkeit. So wird etwa zur Kühlung der Maschinen das Regenwasser verwendet und Verpackungsmaterial wie Karton selbstredend wiederverwertet. Mehr Infos und Onlineverkauf unter www.helfe.com
Alexander Heller hat das Ruder bei der Firma Heller übernommen.
Diese Früchte sehen lecker aus, können aber auch Darmprobleme verursachen.
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Schmerzen durch Früchte Unverträglichkeit auf Fruchtzucker?
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Fruchtzucker oder Fruktose ist ein Einfachzucker, der in vielen pflanzlichen Lebensmitteln vorkommt. Besonders fruktosereich sind Trauben und Steinobstsorten wie Zwetschken und Kirschen. Außerdem ist Fruktose auch Bestandteil des Haushaltszuckers Saccharose. „Den überwiegenden Teil an Fruchtzucker nehmen wir daher mit Getränken, Obst und Süßwaren auf “, sagt Stöckler. Werden die Grenzen der Fruktosezufuhr überschritten, bleibt Fruchtzucker im Dünndarm und gelangt in den Dickdarm. Dort vorhandene Bakterien machen aus dem Zucker kurzkettige Fettsäuren, die die Darmbewegungen fördern. Zusätzlich kommt es zu einer verstärkten Gasbildung, und die entstehenden Blähungen und Durchfälle können massive Beschwerden verursachen.
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Massive Beschwerden
Liegt eine Unverträglichkeit vor, geht es laut Angelika Stöckler darum, die Fruchtzuckerzufuhr vorübergehend zu reduzieren, ohne die Nahrungsauswahl einzuschränken. Dieses Ziel erreicht man am besten unter professioneller Ernährungsberatung mit einer gemüsebetonten Mischkost ohne Einschränkung der Fettzufuhr. Sind die Beschwerden abgeklungen, werden schrittweise Obstsorten wie Pfirsiche, Kiwis, Himbeeren eingeführt und die Ernährung wird wieder möglichst vielseitig gestaltet. „Sich Pauschalverbote aufzuerlegen, verschlechtert die Situation“, betont die Expertin. Entscheidend ist, die Phase der Einschränkung so kurz wie möglich zu halten, denn eine längerfristige Meidung von Fruchtzucker reduziert die Transportkapazität aus dem Darm ins Blut und die Verträglichkeit kann sogar noch sinken. Wichtig zu wissen ist auch, dass die Verträglichkeit fruktosehaltiger Lebensmittel besser ist, wenn gleichzeitig Fett- und Eiweiß verzehrt werden. Betroffene sollten außerdem auf Fruchtsäfte und getrocknete Früchte, die besonders reich an Fruchtzucker sind, besser verzichten. Weiters sollten sie Sorbit und daraus hergestellte Süßwaren lieber meiden, da Sorbit die Aufnahme von Frucht zucker hemmt.
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LAUTERACH „Dass immer mehr Menschen den Fruchtzucker nicht vertragen, liegt vor allem an veränderten Trink- und Ernährungsgewohnheiten. Die Zufuhr von Fruchtzucker ist deutlich angestiegen. Unser Körper hat jedoch nur eine begrenzte Kapazität, um diesen aus dem Dünndarm ins Blut aufzunehmen“, liefert die Gesundheits- und Ernährungswissenschaftlerin Angelika Stöckler die Erklärung dazu.
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Fruchtzucker als Ursache.
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EXPERTENTIPP. Sabine Fleisch, Psychologische und Psychotherapeutische Praxis
Die vielen Gesichter der Angst Häufig gibt es für diesen Zustand mehrere Ursachen. KLAUS Lina ist Studentin und
kämpft im Alltag immer wieder mit Angst- und Unruhegefühlen. Obwohl in der Ausbildung alles planmäßig läuft und sie sich auch familiär unterstützt und sozial integriert fühlt, treten diese Symptome in letzter Zeit immer häufiger auf. Um ihren für sich unerklärlichen Zustand zu verbessern sucht sie professionelle Hilfe auf.
Oft nicht erklärbar Viele Menschen leiden unter körperlichen Symptomen, die medizinisch nicht erklärbar sind, weil organisch bedingt keine Beeinträchtigungen vorliegen. Um rasch Linderung zu erfahren, hilft oft eine medikamentöse Therapie, die jedoch nicht an der Wurzel des Problems ansetzt und deshalb keine dauerhafte Heilung bringen kann. Physische Begleiterscheinungen von Angst
zeigen sich häufig im Bereich des Herzens mit erhöhtem Puls oder dem Gefühl von Herzstolpern, der Atmung, verbunden mit der Wahrnehmung, zu wenig Luft zu bekommen, einer Enge bzw. Druck im Brustraum, oder auch in Form von Magenbeschwerden. In diesem Zusammenhang treten häufig auch körperliche Verspannungen oder Schwindel auf. Angst ist also ein Phänomen mit vielen Gesichtern, das einen oft völlig unerwartet überrascht. Auch wenn zu allererst körperliche Ursachen abgeklärt werden müssen, bedeutet ein unauffälliger Befund aber nicht, dass wirklich auch alles in Ordnung ist. An
der Stelle gilt es, auf anderer Ebene genauer hinzusehen und psychische Komponenten in Betracht zu ziehen, denn hinter jedem Symptom verbirgt sich eine Ursache. Deshalb wird man früher oder später nicht umhinkommen, sich aktiv als Person zu erforschen und seinen Lebensstil zu hinterfragen. Dieser erste Schritt setzt voraus, die Symptome zu allererst einmal anzunehmen, anstatt dazu in Widerstand zu gehen. Sie sind im Grunde Verbündete, die immer das Gesamtwohl des Menschen zum Ziel haben und bestrebt sind, auf Störzonen hinzuweisen.
Mut und Aufrichtigkeit Neben einer Portion Mut und Aufrichtigkeit sich selbst gegenüber, können folgende Fragen als relevant und betrachtungswürdig gelten: Mag ich grundsätzlich so leben, wie ich lebe? Fühle ich mich frei, meinen Alltag in Einklang mit meinen Bedürfnissen und Fähigkeiten zu gestalten? In welchen Bereichen und in Gegenwart welcher Menschen erlebe ich mich ängstlich und unsicher? Wel-
che inneren Glaubenssätze trage ich in mir, die mich blockieren oder einschränken? Folge ich eher einem äußeren Zwang oder fremden Erwartungen? Wie ist es um mein Selbstvertrauen und meine Selbstliebe bestellt, und kann ich mich von meinen Gefühlen leiten lassen? Häufig liegt eine Kombination von mehreren Ursachen für die Entstehung von Angst- und Unruhezuständen vor, wobei zumeist ein Grundthema besonders tragend ist. So auch bei Lina, die im Laufe der Gespräche erkennen konnte, dass sie die Leistungsansprüche an sich selbst so hoch angesetzt hatte, um den unausgesprochenen Erwartungen ihres Vaters auch gerecht zu werden. Aus diesem selbst auferlegtem Druck heraus und der Tatsache, dass sie die Studienwahl primär aus Vernunftgründen getroffen hatte, erklärte sich die Funktion ihrer Angst. Diese machte sie zunehmend darauf aufmerksam, dass sie zu stark in der Anpassung war und zu wenig ihrem eigenen, inneren Gefühl gefolgt ist.
HOMÖOPATHIE unter Berücksichtigung der erbgenetischen Vorbelastung – Expertentipp von Elisabeth Majhenic LINDAU Um tiefgreifende chronische Erkrankungen wie etwa Asthma homöopathisch behandeln und heilen zu können, gilt es grundsätzlich, die erbgenetische Vorbelastung eines Menschen zu erkennen. Als Nächstes muss das Umfeld eines Menschen berücksichtigt werden. Wie verläuft die Beziehung zwischen Eltern und Kind? Gibt es Konflikte zwischen Vater und Mutter? Welche elterlichen Wesenszüge trägt das Kind? Mithilfe dieser Informationen können wir feststellen, welcher Umstand oder welches Ereignis zum Ursprung einer Erkrankung führt. Um chronische Krankheiten erfolgreich behandeln zu können, ist eine leitsymptomatische Verschreibung wie bei Akuterkrankungen nicht genug. Ein oder mehrere tiefergreifende Arzneimittel sind notwendig, um einen Menschen von einem langjährigen Leiden zu befreien. Nicht zu-
letzt gilt es, Weg und Verlauf einer Krankheit zu erfassen. Häufig beginnt dieser Weg schon im Kleinkindalter mit einem harmlosen Hautausschlag wie einem Milchschorf am Kopf. Später zeigt sich dann ein neurodermitischer Hautausschlag, der an verschiedenen Stellen auftreten kann. Spätestens hier gilt es zu erkennen, dass dieser Hautausschlag nur ein Symptom der Gesamterkrankung ist,
welches nun nach außen sichtbar wird. Leider wird gleich eine Salbe verabreicht, welche den Hautausschlag verdrängen soll, was auch meist gelingt. In weiterer Folge aber zeigt sich die Entzündung nicht mehr auf der Haut, sondern auf einer tieferen Ebene. Das Kind leidet etwa an wiederkehrenden Mittelohrentzündungen, Mandelentzündungen oder chronischem Husten, der schließlich nicht mehr mit dem unterdrückten Hautausschlag in Verbindung gebracht und als „eigenständige“ Erkrankung angesehen wird. Dieser Husten endet nicht selten in einer Bronchitis, welche dann mit einer entzündungshemmenden Arznei behandelt wird. Die Symptome vergehen, doch schon nach ein paar Wochen stellt sich erneut hartnäckiger Husten ein und setzt sich in der Brust fest. Abermals erfolgt die Antibiotikagabe. Nach einigen Wiederholungen endet
es schließlich damit, dass sich ein chronisches Asthma oder eine andere tiefergreifende Erkrankung einstellt. An diesem Beispiel erkennen wir, dass die Erkrankung sich erstmals im Symptom eines Hautausschlages oder einer realtiv harmlosen Akuterkrankung gezeigt hat. Durch stetige Unterdrückungsmaßnahmen können diese Erkrankungen chronifizieren. Wären Haut- oder Akuterkrankungen bereits zu Beginn mit dem korrekten homöopathischen Arznei mittel behandelt worden, hätte man den weiteren, tieferen Krankheitsverlauf unterbrechen können. Dem Patienten wäre damit die Manifestation der schwer wiegenderen Erkrankungen und ein unnötiger Leidensweg erspart geblieben. Mehr Infos auf www. homoeopathie-institut.com
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Sich öfter etwas Gutes tun Wellness bietet vielfältige Möglichkeiten für Körper, Geist und Seele.
BLUDENZ Wellness ist ein Begriff, der viele Eigenschaften umfasst. Vor allem aber sollte es immer darum gehen, sich selbst etwas Gutes zu tun, um Gesundheit und Wohlbefinden zu stärken. Kein Mensch kann den zahlreichen Belastungen des Alltags standhalten, wenn er zwischendurch nicht auch die Muße pflegt. Wellness ist ein Prozess ganzheitlichen Wohlbefindens im Kontext gesundheitsfördernder Faktoren, anders gesagt: genussvoll gesund leben. Wellness bedeutet aber ebenso alles rund um Schönheit, Entspannung und Erholung.
Das Wohlbefinden steigern Heutzutage versteht man unter Wellness in erster Linie Methoden und Anwendungen, die das körperliche, geistige und seelische Wohlbefinden steigern. Wellness ist nicht geschützt und hat somit keine festgelegte Definition. Jedoch sind sich alle Experten einig,
dass sich Wellness durch die folgenden sechs Bereiche auszeichnet: körperliche Fitness, geistige Beweglichkeit, seelische Belastbarkeit, Einklang mit der Natur, positive Arbeitseinstellung und harmonisches Privatleben. Tourismusunternehmen wie Hotels, Badeanstalten oder Kureinrichtungen bieten unter dem Begriff Wellness Massagen, Bäder oder auch Tages- und Wochenprogramme an. Eine ganz neue Anlage für Wellnessfans bietet etwa die Stadt Bludenz. In nur zehn Monaten Bauzeit wurde die Saunalandschaft im Val Blu zu einem neuen Refugium erweitert und umgebaut. Nun sind unter der Dachmarke Val Blu das Hallenbad, die Saunaanlage, ein Hotel und das Freibad zusammengefasst. Zwanzig Jahre alt sind inzwischen das Hallenbad und die Sauna. Grund genug für die Stadt, zu investieren. Die Saunaanlage wurde nun deutlich erweitert.
Rund 3,9 Millionen Euro hat die Stadt mit Landes- und Tourismusförderung in die Anlage investiert.
Stündliche Aufgusszeremonien Der öffentliche Spa umfasst fünf Saunen im Innen- und Außenbereich, darunter eine finnische Sauna, Dampfbad und eine Zir-
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10 Fit & Gesund
Freitag, 30. März 2018 Vorarlberger Nachrichten
Für eine gesunde Lunge
MedKonkret informiert über Maßnahmen zur Gesunderhaltung. FELDKIRCH „Einmal tief durchatmen“: Der Titel des MedKonkret-Vortrags von Primar Peter Cerkl, Leiter der Pulmologie im Landeskrankenhaus Hohenems, sagt schon alles. Es geht um die Lunge, die uns mehr als nur atmen lässt. Sie ist auch ein Spiegel der Seele. „Mit jedem Atemzug kommunizieren wir mit unserer Umwelt, aber auch allem, was sie belastet und das auch uns zuweilen den Atem raubt“, beschreibt MEDKONKRET EINMAL TIEF DURCHATMEN – DIE GESUNDE LUNGE REFERENT: Primar Peter Cerkl, Pulomologie LKH Hohenems TERMIN: Dienstag, 17. April 2018, Panoramasaal LKH Feldkirch BEGINN: 19 Uhr, Einlass ab 18 Uhr EINTRITT FREI, ebenso das Parken in der LKH-Tiefgarage
Cerkl die Vielseitigkeit dieses Organs. Am Dienstag, 17. April 2018, informiert der Pulmologe über Möglichkeiten, die Lunge trotz allem lange fit zu halten. Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr und findet im Panoramasaal des Landeskrankenhauses Feldkirch statt. Im Vorfeld bietet die Firma Neuroth wie gewohnt kostenlose Hörtests an.
Mehr als nur Sauerstoff Die Lunge liefert mehr als nur Sauerstoff. Sie stellt mit ihren Abwehrzellen und Enzymen auch eine Barriere gegenüber Keimen und Schadstoffen dar. Um diese Aufgaben zu erfüllen, ist sie von Mutter Natur klug konstruiert worden. Würde man die gesamte Lunge ganz flach ausbreiten, würde sie mehr als einen halben Fußballplatz abdecken. „Das ist auch notwendig, damit wir pro Atem-
Die Lunge muss tagtäglich enorme Leistungen für die Gesundheit erbringen.
zug aus der Luft den für die Organe wichtigen Sauerstoff konzentrieren und liefern und gleichzeitig das Abbauprodukt Kohlendioxid abatmen können“, erläutert Cerkl. Allerdings wird der Lunge oft zu viel zugemutet, als dass ihre Schutzfunktionen ausreichen
könnten, etwa durch das Rauchen. Auch die COPD ist zu einer Volkskrankheit geworden. Daneben erschweren Asthma und Lungenkrebs der Lunge die Arbeit. Im Rahmen von MedKonkret geht es außerdem um Lungenfibrose und Lungentuberkulose.
Frühjahrsputz für den Körper
Dabei sollte vor allem der Leber große Aufmerksamkeit geschenkt werden.
WIEN Wir streben nach einem gesünderen Leben, mehr Bewegung im Alltag und eine ausgewogene Ernährung. Mit einer Zeit des Fastens erhält der Körper eine Chance, Schadstoffe und Gifte auszuleiten und sich selber reinigen zu können. Doch wie nutzt man eine solche „Auszeit“ von lukullischen Genüssen effizient und fühlt sich dabei trotzdem wohl? Sollte man die neueste Diät ausprobieren oder doch gleich vollständig auf feste Nahrung verzichten? Schwung in den Körper zu bringen und den Stoffwechsel zu unterstützen, das geht auch einfacher, indem man beispielsweise die Leberfunktion anregt. Denn die Leber ist insofern ein wichtiges Organ, als sie eine zentrale Rolle in unserem Stoffwechsel spielt. Sie ist unter anderem an der Verarbeitung und Speicherung von Nährstoffen sowie am
Abbau und der Ausscheidung von Giftstoffen beteiligt.
Support für die Leber Über 30.000 chemische Stoffe muss der Körper im Durchschnitt verarbeiten. Die Leber bildet dabei als „Fettmanagerin“ eine entscheidende Schaltstelle
Cécile Vennos rät zum vorübergehenden Verzicht auf Genussmittel.
für Gesundheit und Wohlbefinden. „Sie ist das wesentliche Organ des Stoffwechsels und kann als zentrale ‚Entgiftungsstation‘ unseres Körpers bezeichnet werden“, erklärt Cécile Vennos, wissenschaftliche Expertin bei der Schweizer Padma AG. Angesichts
der ständig steigenden Schadstoffbelastung wird die Leber extrem strapaziert. Stress für die Leber bedeutet gleichzeitig Stress für den Körper. Durch ihre hohe Leistungsfähigkeit ist die Leber im Normalfall ihren vielfältigen Aufgaben durchaus gewachsen. Wird ihr über lange Zeit konstant zu viel zugemutet, kann das auf Dauer jedoch die Entgiftungsfunktion schwächen. „Wer seinen Organismus während einer Fastenperiode unterstützen möchte, sollte neben einer ausgewogenen, kalorienarmen Diät auch Leberwickel und eine Entgiftungskur, beispielsweise mit tibetischen Kräutern in Erwägung ziehen“, empfiehlt Vennos. Mit einfachen Maßnahmen lässt sich Entschlacken und Entgiften auch in den Alltag integrieren: 1. Verzicht auf Genussmittel: Während einer Kur sollten Fleisch, Süßigkeiten, Kaffee, Alkohol, Nikotin und andere Genussmittel nicht auf der Speisekarte stehen. Sie erfreuen zwar kurzfristig Körper und Geist,
setzen sich jedoch ungeniert an Bauch und Hüfte fest. Auch der Stoffwechsel arbeitet träger. 2. Trink dich fit: Um die Giftstoffe und Schlacken auch aus dem Körper zu spülen ist es erforderlich, eine große Menge an Wasser, ungesüßtem Tee oder zuckerfreien Obstsäften zu sich zu nehmen. 3. Sport ist nicht Mord: Bewegung heißt das Zauberwort. Nehmen Sie die Stiegen statt den Lift, lassen Sie das Auto stehen, und setzen Sie auf das Rad. Integrieren Sie sportliche Aktivitäten in Ihren Alltag. Nur so hat der Körper die Möglichkeit, seinen Stoffwechsel in Schwung zu bringen. 4. Leberwickel als „Entgiftungsturbo“: Leberwickel sind für die Entgiftung optimal geeignet. Zuerst ein warmes, feuchtes Tuch auf die Haut in Höhe der Leber (unter dem rechten Rippenbogen) platzieren, dann eine Wärmeflasche auflegen und mit einem trockenen Tuch zudecken. 20 Minuten entspannen. Somit können Schlacken vom Körper leichter abtransportiert werden.
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Lebensqualität ohne Brille Lästig! Dieses Wort fällt mir ein, wenn ich an die Zeit mit Brille und Kontaktlinsen zurück denke. Ich bin sportlich sehr aktiv: Im Winter bin ich Trainer und Skilehrer, das ganze Jahr über spiele ich Fußball. Außerdem reise ich gerne. Natürlich kann man das alles mit Sehhilfen auch machen. Aber seit der Augenlaserbehandlung bei OculoVision ist es einfach unkomplizierter.
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14 Fit & Gesund
Freitag, 30. März 2018 Vorarlberger Nachrichten
Heute Spezial m e n i e mit und e g e fl P zu ng. Betreuu
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Spezial informiert über Themen zu den Bereichen Pflege und Betreuung. SCHWARZACH Die Fakten sind
mehr als deutlich. Bis zum Jahr 2030 steigt die Zahl der alten Menschen auch in Vorarlberg erheblich an: bei den 70- bis 79-Jährigen um beachtliche 51 Prozent, bei den 80- bis 89-Jährigen um 79 Prozent und bei den 90-Jährigen sowie darüber gleich um satte 226 Prozent. Dass auch der Pflegebedarf zunehmen wird, versteht sich
angesichts dieser Prognosen von selbst. Glücklicherweise verfügt Vorarlberg über ein gut und stark ausgebautes Netz an stationären und ambulanten Pflege- bzw. Betreuungsmodellen. Auf diese Weise ist es möglich, dass nach wie vor rund 80 Prozent der Pflege- und Betreuungsbedürftigen zu Hause in ihrer gewohnten Umgebung begleitet werden können.
Diese Arbeit übernehmen vorwiegend Angehörige. Von jenen, die Pflegegeld erhalten, nutzen 30 bis 40 Prozent ergänzende Leistungen der Hauskrankenpflege und bzw. des Mobilen Hilfsdienstes, acht Prozent haben eine 24-Stunden-Betreuung und 13 Prozent befinden sich in einem Pflegeheim in Dauerpflege. „Gut alt werden in Vorarlberg“
lautet das Motto. Auch dieses Fit & Gesund-Spezial widmet sich den Themen Pflege und Betreuung. Wie sieht es mit Pflegegeld aus, wie mit einer Pflegevorsorge? Wie lässt es sich lange selbstbestimmt wohnen? Welche Möglichkeiten der Ausbildung im Pflegebereich gibt es? Das sind nur einige Fragen, die auf den nächsten Seiten beantwortet werden.
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Freitag, 30. März 2018 Vorarlberger Nachrichten
Wohlfühlen in der Benevit Über 300 Menschen mit Unterstützungsbedarf werden an den sechs BENEVIT-Standorten von bestens geschulten Mitarbeiter/innen gepflegt und betreut. Die Vorarlberger Pflegemanagement Gesellschaft ist zudem ein unverzichtbarer Partner der Gemeinden im Pflege- und Betreuungsbereich. Neben der guten Pflege und Betreuung legt BENEVIT auch großen Wert auf die Gesundheit und das Wohlbefinden ihrer Mitarbeiter/ innen. Die Belastungen steigen und damit auch die Anforderungen an die Pflege- und Betreuungskräfte. Hintergründe sind demografische Veränderungen mit einer immer älter werdenden Bevölkerung und einem zunehmenden Pflege- und Betreuungsbedarf in den stationären Einrichtungen. „Wir schulen unsere Teams sehr intensiv. Dadurch sind sie den großen Herausforderungen im Alltag gewachsen. Zudem reduzieren wir die physischen und psychischen Belastungen durch eine systematische betriebliche Gesundheitsförderung. Für diese Bemühungen wurde uns 2017 das Vorarlberger Gesundheits-Gütesiegel SALVUS GOLD verliehen“, so BENEVIT-Geschäfts-
BENEVIT-GF: Thomas Scharwitzl und Carmen Helbok-Föger.
Kompetente und engagierte Mitarbeiter/innen kümmern sich um die Fotos: BENEVIT Bewohner/innen in den sechs BENEVIT-Einrichtungen. führerin Carmen Helbok-Föger, MSc, MBA.
Möglichkeit, in Altersteilzeit zu gehen.
Entlastung für professionelle Pflegeteams Beispielsweise hat BENEVIT an allen sechs Vorarlberger Standorten Ergonomie-Konzepte eingeführt. Durch intensive Schulungen der Pflegefachkräfte im ergonomischen Bewohnerhandling und dem professionellen Einsatz von Hilfsmitteln werden die Belastungen für Pflegeteams beim Heben und Bewegen von Bewohner/innen reduziert. Ebenso stark entlastet wurde die Arbeit in Bereichen, welche die Pflege und Betreuung unterstützen wie z. B. die Reinigung oder die Wäscherei. „Ein weiteres großes Anliegen ist uns die Wiedereingliederung von Mitarbeiter/innen, wenn sie zum Beispiel aufgrund einer längeren Krankheit nicht mehr voll arbeitsfähig sind“, so Carmen HelbokFöger. Für ältere Mitarbeiter/innen schafft das Unternehmen die
Begleitung im letzten Lebensabschnitt Höchsten Wert misst die BENEVIT seit jeher der Pflege und Betreuung von Menschen in ihrem letzten Lebensabschnitt bei, welchen sie in Wohngruppen mit 12 bis 17 Personen verbringen. Die Bewohner/innen werden von speziell geschulten Pflegefachkräften in palliativen Situationen, sowie auch bei physischen und psychischen Erkrankungen professionell begleitet. In der Gestaltung ihres Alltags werden sie zusätzlich von Aktivierungsassistenten unterstützt. Einen wichtigen Beitrag zur Lebensqualität der Bewohner/innen in den Einrichtungen leisten die zahlreichen ehrenamtlichen Mitarbeiter/innen und Hospizbegleiter/innen. In allen Einrichtungen wird täglich frisch gekocht, somit können individuelle Wünsche zeitnah erfüllt werden.
Orte zum Wohlfühlen ... … bieten wir als gemeinnützige Gesellschaft des Gemeindeverbandes.
… für die Lebensqualität unserer Bewohner/innen und die Arbeitsqualität unserer Mitarbeiter/innen.
BENEVIT - Die Vorarlberger Pflegegesellschaft Marktstraße 51a · 6850 Dornbirn E-Mail: office@benevit.at
Mehr erfahren Sie unter:
www.benevit.at
Unverzichtbarer Partner der Gemeinden BENEVIT ist ein gemeinnütziges Vorarlberger Unternehmen im Eigentum des Vorarlberger Gemeindeverbandes, welches auf die Pflege und Betreuung von Menschen mit Unterstützungsbedarf spezialisiert ist. „Wir verstehen uns daher als qualifizierter und transparenter Partner der Gemeinden in diesem Bereich. Das gibt den Kommunen weiterhin die Sicherheit, ihre sozialpolitischen Ziele zu erreichen“, so Geschäftsführer Thomas Scharwitzl. Er hat im Zusammenhang mit dem Neubau des Pflegeheims in Höchst/Fußach ein eigenes Beteiligungsmodell für Kommunen entwickelt. BENEVIT übernimmt dabei die Mehrheitsanteile der Betreibergesellschaft, während beteiligte Gemeinden ihre sozialpolitischen und finanziellen Interessen beispielsweise im Zuge von Beiratssitzungen einbringen können.
Daten & Fakten Firmierung: Benevit Pflegemanagement gGmbH Pflegeheime: 6 stationäre Einrichtungen in Alberschwende, Hittisau, Höchst, Innerbraz, Langen und Weidach Consulting: IAP-Ludesch Heimbetten: 253 Betreutes Wohnen: 50 Einheiten Personal: ca. 315 Mitarbeiter/innen, ca. 130 ehrenamtliche Mitarbeiter/innen, 58 Schüler/innen Auszeichnungen: Salvus in Gold, E-Qalin Qualitätshaus, Inklusionsfreundlicher Betrieb
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Freitag, 30. März 2018 Vorarlberger Nachrichten
Maßgeschneiderte Hilfe Ambulant vor stationär hat in der Pflege nach wie vor Gültigkeit.
SCHWARZACH Eines ist klar: Pfle
gebedürftige Menschen möch ten so lange wie möglich in ihren eigenen vier Wänden wohnen bleiben. Dank zahlreicher ambu lanter Projekte, die in den vergan genen Jahren realisiert wurden, kann dies sehr gut bewerkstelligt werden. Dennoch stellt sich bei vielen irgendwann die Frage, ob eine ambulante Betreuung noch reicht oder ein Platz im Pflege heim nicht doch die bessere Lö sung wäre. Die Antwort darauf hat sich seit der Abschaffung des Pflegeregresses deutlich verän dert. Um den erwarteten Druck auf die Pflegeheime abzumildern, sind Aufnahmen ins Pflegeheim künftig nur noch ab der Pflegestu fe 4 möglich, bei schwerer Pflege bedürftig auch ab Pflegestufe 3.
sogenannte Case Management in Kooperation mit Heimen. Ziel ist es, durch die qualifizierte Be ratung und Begleitung pflege bedürftiger Menschen und ihrer Angehörigen eine maßgeschnei derte Unterstützung zu vermit teln und dadurch die häusliche
Pflege zu entlasten. Seit 2015 ist in Vorarlberg flächendeckend ein regionales Case Management eingerichtet. Die Stellen finden sich bei Krankenpflegevereinen, Sozialsprengeln, Gemeinde und Städten sowie Sozialzentren. Derzeit teilen sich 43 Mitarbei
Flächendeckend vorhanden Die Clearingfunktion in diesem Zusammenhang übernimmt das
Ob ambulant oder stationär: Wichtig ist die Hinwendung zu den Menschen.
terinnen und Mitarbeiter 12,5 Voll zeitstellen. Noch heuer erfolgt eine Aufstockung auf 15,2 Vollzeit äquivalente. Damit wird künftig eine Person für 25.000 Einwoh ner zuständig sein. Bisher lag die Grenze bei 30.000 Einwohnern. In die Stärkung des Case Manage ments investiert das Land rund 1,2 Millionen Euro, die aus Mitteln des Bundespflegefonds fließen. Damit werden hauptsächlich die Personalkosten abgedeckt. Für das Jahr 2016 weist die Statistik 1507 Klienten aus, für die eine maßgeschneiderte Unterstüt zung organisiert wurde. Das ergab 23.500 Einsatzstunden. Erfreuliche Nachricht: In Vor arlberg soll der Vermögensregress auch für den ambulanten Bereich abgeschafft werden. Auf der Webseite www.betreuungundpflege.at ist eine Liste mit den aktuellen CaseManagement-Kontakten abrufbar.
Unsere Stärke. Unser Angebot Betreuung und Pflege zu Hause funktioniert dann gut, wenn sie eingebettet ist in das ambulante Betreuungs- und Pflegenetz. Ein gemeinsam getragenes Betreuungs- und Pflegenetz gibt Klient/-innen bzw. Patient/-innen Sicherheit. Veränderungen in einer Betreuungsbzw. Pflegesituation können gemeinsam besprochen, aufeinander abgestimmt und organisiert werden.
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Freitag, 30. März 2018 Vorarlberger Nachrichten
Vorsorgen fürs Leben Pflegebedürftigkeit kann jeden treffen.
SCHWARZACH Unfall, Krankheit
oder Alter: Werden Menschen pflegebedürftig, steigt meist auch der finanzielle Aufwand, wenn eine entsprechende Betreuung gewährleistet werden soll. Allerdings klafft zwischen den tatsächlichen Kosten und dem staatlichen Pflegegeld meist eine enorme Lücke, die Angehörige stark belastet. Die Versicherungswirtschaft hat Produkte zur bestmöglichen Pflegevorsorge entwickelt. Etwa ein Drittel aller Österreicher wird, meist im Alter, aber auch aufgrund von Krankheit oder nach einem Unfall pflegebedürftig. Mit dem staatlichen Pflegegeld leistet das österreichische Sozialsystem im Ernstfall eine wichtige Unterstützung. Doch zum Erhalt des Lebensstandards reicht das Geld nicht immer. Oft stellen Familienangehörige zusätzliche Mittel zur Verfügung oder helfen tatkräftig, vor allem
schiede zum staatlichen Pflegegeld. Zudem sollten die Prämienzahlungen entfallen, sobald der Pflegefall eintritt, um die finanziellen Belastungen nicht weiter zu erhöhen.
jedoch unentgeltlich, bei der Pflege mit. Eine private Vorsorgeversicherung sichert ein selbstbestimmtes, nach den persönlichen Bedürfnissen orientiertes Leben im Pflegefall und entlastet die Angehörigen finanziell.
Erhaltung des Lebensstandards
Zusatz zum Pflegegeld Die Pflegevorsorge ist bei vielen Versicherungen ein Teil der Krankenversicherung. Meist kann aus verschiedenen Modulen gewählt und die Auszahlung individuell vereinbart werden, etwa ab welcher Pflegestufe man Leistungen aus der Versicherung beziehen möchte. Je nach Wunsch kann die staatliche Hilfe um 25, 50, 100 oder bis zu 200 Prozent erhöht werden. Bei einzelnen Versicherungen kann man bis zum Alter von 70 Jahren einsteigen. Aber: Je früher man sich für den Abschluss einer Pflegevorsorge entscheidet, desto günstiger ist die monatliche
Eine Betreuung kostet oft viel Geld.
Prämie. Wer eine Pflegeversicherung abschließt, sollte unbedingt danach fragen, ob die Leistung auch bei einem Spitalsaufenthalt weiter ausbezahlt wird und der Versicherte frei über den ausbezahlten Betrag verfügen kann. Das sind zwei wichtige Unter-
Im Bereich der Kranken- und Vorsorgeversicherungen ist die Produktpalette mittlerweile sehr umfangreich geworden. Im Vergleich zu weitgehend standardisierten Produkten wie Kfz- oder Haushaltsversicherungen besteht bei Kranken- und Vorsorgeversicherungen eine große Produktvielfalt mit teils großen Unterschieden bei den Leistungen. Wer seinen Lebensstandard im Pflegefall sicherstellen möchte, sollte deshalb unbedingt ein auf seine individuellen Bedürfnisse zugeschnittenes Angebot einholen und sich persönlich von der Versicherung beraten lassen.
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Freitag, 30. März 2018 Vorarlberger Nachrichten
Wichtiges zum Pflegegeld Finanzielle Unterstützung ist bei häuslicher Betreuung wichtig.
Für betreuende und pflegende Angehörige ist eine finanzielle Unterstützung wichtig. Dazu zählt das Pflegegeld. Neben jenem des Bundes leistet auch das Land einen Zuschuss, und zwar für Bezieher von Pflegegeld der Stufen 5, 6 oder 7, die überwiegend zu Hause gepflegt werden. Der Zuschuss beträgt 200 Euro monatlich. Der Anspruch erlischt, wenn die pflegebedürftige Person im Pflegeheim betreut wird oder die 24-Stunden-Betreuung in Anspruch genommen wird. Diese Änderung ist meldepflichtig. Anträge sind bei den Bezirkshauptmannschaften einzubringen. Weitere Details zum Pflegegeld:
SCHWARZACH
Voraussetzungen Pflegebedürftigkeit in der Dauer von voraussichtlich mindestens sechs Monaten und österreichische Staatsbürgerschaft oder Gleichstellung mit dieser. Die
Begutachtung erfolgt in der Regel im Rahmen eines Hausbesuchs durch einen eigens dafür beauftragten Arzt oder durch eine Pflegefachkraft. Der Hausbesuch wird rechtzeitig angekündigt bzw. vereinbart. Es ist möglich, bei der Begutachtung eine Vertrauensperson beizuziehen. Dies kann etwa die betreuende Person oder die Hauskrankenpflege sein, wenn diese in die Betreuung und Pflege involviert ist.
Antragstellung und Auszahlung Für die Antragstellung und Auszahlung ist für den weit überwiegenden Teil der pflegebedürftigen Personen die Pensionsversicherungsanstalt (PVA) die zuständige Stelle. Für einige wenige Berufsgruppen sind andere Bundesstellen zuständig. Bei der Antragsstellung ist die Beilage eines aktuellen ärztlichen Attests ratsam, weil dadurch das für die Entscheidung
nötige Verfahren vereinfacht werden kann.
Grundlage Gutachten, in dem ein Pflegebedarf von durchschnittlich mehr als 65 Stunden monatlich festgestellt wird, solange die Pflegebedürftigkeit gegeben ist. Während eines Krankenhaus- oder Kuraufenthaltes ruht das Pflegegeld. Beim Pflegegeld handelt es sich um einen pauschalierten Beitrag zur Abgeltung pflegebedingter Mehraufwendungen. Die Höhe richtet sich nach dem monatlichen Pflegebedarf und ist gestaffelt. Personen mit einer schweren geistigen oder psychischen Behinderung (ab dem 15. Lebensjahr), insbesondere einer demenziellen Erkrankung, erhalten einen zusätzlichen Stundenwert im Ausmaß von monatlich 25 Stunden (Erschwerniszuschlag). Einen Erschwerniszuschlag im Ausmaß
von 50 bzw. 75 Stunden monatlich erhalten auch schwerstbehinderte Kinder und Jugendliche. Das Pflegegeld ist eine für den Pflegeaufwand zweckgewidmete Geldleistung. Einspruchsmöglichkeiten gegen die Einstufung sind beim Arbeits- und Sozialgericht möglich. Auskünfte: PVA, Vorarlberg, Tel. 50303. PFLEGESTUFEN 1. STUFE mehr als 65 Stunden/Monat 157,30 Euro 2. STUFE mehr als 95 Stunden/Monat 290 Euro 3. STUFE mehr als 120 Stunden/Monat 451,80 Euro 4. STUFE mehr als 160 Stunden/Monat 677,60 Euro 5. STUFE mehr als 180 Stunden/Monat 920,30 Euro 6. STUFE mehr als 180 Stunden/Monat 1285,20 Euro 7. STUFE mehr als 180 Stunden/Monat 1688,90 Euro
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Schule NEU! Ab 2018 steht die Gesundheits- und Krankenpflegeschule Rankweil auf breiteren Beinen und bietet die allgemeine Ausbildung zum gehobenen Fachdienst für Gesundheits- und Krankenpflege an. Danach ist eine Spezialisierung auf sämtliche Fachbereiche möglich.
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Berufe mit Perspektiven
Neues und Bewährtes an den Krankenpflegeschulen Feldkirch und Rankweil. Schon jetzt sind Pflegefachkräfte dringend gesucht, mehr noch wird das in Zukunft der Fall sein, wie eine Bedarfserhebung des Landes bestätigte. Zuverlässige Partner in Sachen Personalrekrutierung für die Pflege sind die Gesundheitsund Krankenpflegeschulen in Feldkirch und Rankweil. Unlängst konnte die Einrichtung in Feldkirch ihr 50-jähriges Bestehen feiern. „Seit der Gründung 1968 haben 3285 Personen die Schule erfolgreich absolviert“, zieht Direktor Guntram Rederer eine positive Bilanz. In Rankweil wiederum gehen die Uhren künftig anders. Nach vierzig Jahren, in denen 900 Personen ausgebildet wurden, hört die Psychiatrische Krankenpflegeschule auf, in dieser Form zu existieren. Künftig wird es auch dort eine allgemeine Diplomausbildung mit einem Schwerpunkt „Psychiatrie in der
FELDKIRCH, RANKWEIL
Pflege“ geben. Für Direktor Mario Wölbitsch ist der Neubeginn mit Wehmut, aber ebenso mit Aufbruchsstimmung verbunden. „Der generalistische Ansatz passt, das Curriculum ebenso“, verspricht Wölbitsch eine tolle Ausbildung
Gute Aussichten So oder so, allen Absolventen eröffnen sich zukunftsträchtige Perspektiven. Angeboten werden die Ausbildung zur Pflegeassistenz sowie zur Pflegefachassistenz. Ab Herbst 2018 wird die Ausbildung zum gehobenen Dienst als Studium an der Fachhochschule Vorarlberg in Dornbirn starten. Aber nicht nur das Studium verspricht gute berufliche Aussichten. Wer nach der Basisausbildung noch Interesse an einer Weiterentwicklung hat, kann sich beispielsweise auf die psychia trische Pflege, die Pflege von
Dem Pflegepersonal wird im Job viel an Fingerspitzengefühl abverlangt.
Kindern und Jugendlichen oder den Intensiv- und OP-Bereich spezialisieren. „Den Absolventen unserer Pflegeschulen stehen also hochinteressante Möglichkeiten offen“, merkt Guntram Rederer zufrieden an. Zudem gibt es eine Kooperation mit der privaten Universität für Gesundheitswissen-
schaften (UMIT) in Hall, an der ein Bachelorstudium absolviert werden kann. Wer auch immer sich wofür entscheidet, die Anforderungen an eine Pflegeausbildung sind in jedem Fall hoch. Denn: „Gesundheits- und Krankenpflege ist auch Berufung“, meint Rederer.
Neue Ausbildung in der Gesundheits- und Krankenpflegeschule Feldkirch
Pflegeassistenz/PflegeFACHassistenz > Deine Chance! … In 1 bzw. 2 Jahren zur Berufsberechtigung im Pflegebereich … Je nach Ausbildungsabschluss bekommt man die Berechtigung zur Durchführung von interessanten Pflegemaßnahmen unter Anleitung und Aufsicht in Pflegeheimen, Krankenhäusern, Behinderteneinrichtungen und der Hauskrankenpflege.
> Sei dabei! … Anmelden bis 30. November 2018 www.krankenpflegeschulen.at oder T +43 (0)5522 303-5630 ... Aufnahmeverfahren absolvieren
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Gesundheits- und Krankenpflegeschule Feldkirch
> Was brauchst du? … Kenntnisse der deutschen Sprache (B2 Niveau) ... Für die PflegeFACHassistenz: positiv abgeschlossene 10. Schulstufe oder ein Lehrabschluss … Für die Pflegeassistenzausbildung: positiv abgeschlossene 9. Schulstufe und berufliche Erstausbildung (Lehre od. Fachschule)
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Unterstützung in Pflegefragen Zahlreiche Einrichtungen im Land helfen weiter.
BREGENZ Für betreuende und pflegende Angehörige ist eines von großer Bedeutung: möglichst rasch und umfassend über finanzielle Entlastungs- und Unterstützungsangebote informiert zu werden. Das ist die Basis, um nächste Schritte und Entscheidungen zu tätigen. Hier eine Übersicht.
ANLAUFSTELLEN PFLEGEGELD: Pensionsversicherungsanstalt, Landesstelle Vorarlberg, www.pensionsversicherung.at, Tel. +43 5 0303 ZUSCHÜSSE DES LANDES ZUM BUNDESPFLEGEGELD: Amt der Vorarlberger Landesregierung, Anita Kresser, Tel. 05574 511-24129 BARRIEREFREIES WOHNEN: ifs Menschengerechtes Bauen, Institut für Sozialdienste, Franz-Michael-Felder-Straße 6, Hohenems, Tel. +43 5 1755 537, E-Mail: menschengerechtes.bauen@ifs.at, Internet: www.ifs.at BEHINDERTENPASS: Sozialministeriumservice, Landesstelle Vorarlberg, Bregenz, Rheinstraße 32, Tel. 05574 6838, Internet: www.sozialministeriumservice.at PARKAUSWEIS: Sozialministeriumservice, Landesstelle Vorarlberg, Bregenz, Rheinstraße 32, Tel. 05574 6838, Internet: www.sozialministeriumservice.at PFLEGEKARENZ, FAMILIENHOSPIZ-HÄRTEAUSGLEICHSFONDS, PFLEGEKARENZGELD: Arbeiterkammer, AMS, Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz; Bundesministerium für Familien und Jugend, Sozialministeriumservice UNTERSTÜTZUNG FÜR PFLEGENDE ANGEHÖRIGE: Sozialministeriumservice, Landesstelle Vorarlberg, Bregenz, Rheinstraße 32, Tel. 05574 6838, Internet: www.sozialministeriumservice.at PENSIONSVERSICHERUNG FÜR PFLEGENDE ANGEHÖRIGE: Jeweils Pensionsversicherungsanstalt (der pflegenden Angehörigen); bei Personen, die noch nie beschäftigt waren, die Pensionsversicherungsanstalt; Arbeiterkammer KRANKENVERSICHERUNG FÜR PFLEGENDE ANGEHÖRIGE: Gebietskrankenkasse, Tel. +43 50 8455 KURZZEITPFLEGE: Abteilungen Soziales bei den Bezirkshauptmannschaften, Gemeinden, Pflegeheime FÖRDERUNG 24-STUNDEN-BETREUUNG: Sozialministeriumservice, Landesstelle Vorarlberg, Bregenz, Rheinstraße 32, Tel. 05574 6838, Internet: www.sozialministeriumservice.at URLAUB FÜR PFLEGENDE ANGEHÖRIGE: Bernadette Nussbaumer, AK Vorarlberg, Tel. +43 50 258 1516, E-Mail: bernadette.nussbaumer@ak-vorarlberg.at FOLDER „RUND UM DIE PFLEGE DAHEIM“, BESTELLADRESSE: Amt der Vorarlberger Landesregierung, Fachbereich Senioren und Pflegevorsorge, Römerstraße 15, Bregenz, Tel. 05574 511-24129, E-Mail: anita.kresser@vorarlberg.at
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Unter den Flügeln des Löwen.
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Sicher und gut wohnen
Mit entsprechender Hilfe ist lange ein selbstbestimmtes Leben möglich. Bis 2050 wird sich die Bevölkerungsstruktur in Vorarlberg drastisch verändern: Die Menschen werden das Leben noch länger genießen, in Ballungsräume ziehen und für diesen Lebensabschnitt zumindest teilweise selbst Sorge tragen müssen. Deshalb gilt schon jetzt in bestmöglicher Weise für diese Zeit vorzusorgen. wohn-iQ ist ein Wohnkonzept, das mögliche Service- und Pflegebedürfnisse zu einem frei wählbaren Zeitpunkt abdeckt ohne einzuschränken. So ermöglicht wohn-iQ ein zu 100 Prozent selbstbestimmtes Leben in der eigenen Wohnung.
(außerhalb der Dienstzeiten des örtlichen Krankenpflegevereins), Pflegebett sowie Haustechniker (für Reparaturdienste).
SCHWARZACH
Basis- und Zusatzleistungen wohn-iQ kann von Menschen ab 60 Jahren oder mit einer Pflegebedürftigkeit (Pflegestufe 1 bis 3) in Anspruch genommen werden. Wesentliche Inhalte des Basispakets sind: 24-Stunden-Notruf,
Optimale Eingliederung
Pflegebetten sind heute modern und auch zu Hause gut integrierbar.
Zugang zu den Aktivitäten der SeneCura-Pflegeheime wie Feiern, Ausflüge usw., vorhandene Einrichtungen (z.B. Fitnessräume) sind kostenfrei nutzbar, vorübergehende Pflege (etwa in Genesungsphasen); Zusicherung eines unmittelbaren Pflegeplatzes in einem Pflegeheim der SeneCura. Das Basispaket ist Voraussetzung
für den Bezug der Zusatzleistungen, welche beliebig und zeitlich flexibel zugebucht werden können. Möglich Zusatzleistungen sind etwa Reinigung der Wohnung, Wäschedienst, Verpflegung (Frühstück, Mittagessen, Abendessen wahlweise in der eigenen Wohnung oder im SeneCuraPflegeheim), Pflegeleistungen
Auch bei der Ausgestaltung einer Wohnung gibt es Möglichkeiten, die das Leben im Alter erleichtern. Stichwort Pflegebett: „Leider wird ein solches immer noch mit Pflegefall gleichgesetzt“, weiß Marco Beyweiss, Geschäftsführer des Sanitätshauses MontiSana in Schruns. Doch genau das Gegenteil ist der Fall. „Ein Bett, das sich in der Höhe verstellen lässt und in dem man sich bequem aufsetzen kann, gibt mehr Sicherheit und Selbstständigkeit zurück“, erklärt Beyweiss. Außerdem lasse sich ein modernes Pflegebett optimal in ein bestehendes Wohnkonzept eingliedern. Neben einem Kauf ist es übrigens auch möglich, ein Pflegebett zu mieten.
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MONTISANA Wir vermieten und verkaufen Pflegebetten und Spezialmatratzen sowie Hilfsmittel für die Pflege zu Hause
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22 Fit & Gesund AYURVEDA AKTUELL
Veronika Forster
In der westlichen Medizin werden Maßnahmen für alle Menschen gleich angewendet. Ebenso gilt der Gedanke: Die gleiche Form von Fasten sei für jeden gesunden, nicht untergewichtigen Menschen gleich gut. Ayurveda sieht das anders. Dort wird jede Maßnahme auf den individuellen Konstitutionstyp abgestimmt, der in Begriffen von drei Qualitäten erfasst wird. Die drei „Doshas“ sind Vata, Pitta und Kapha. Die Eigenschaften der Doshas werden beim Fasten berücksichtigt. Konstitutionstypen mit viel Kapha haben es beim Fasten leichter, weil sie Materie zu vergeben haben. Dagegen würde man im Ayurveda den Vata-Typ und den extremen VataPitta-Typ überhaupt nicht fasten lassen, wenn sie kein Übergewicht haben. Ayurveda ist davon überzeugt, dass fast alle inneren Krankheiten aufgrund einer Fehlfunktion des Verdauungsfeuers Angni entstehen. Anzeichen sind unter anderem Steifigkeit, Schweregefühl, Trägheit, Müdigkeit, Antriebslosigkeit, dicker Zungenbelag und Appetitlosigkeit. Empfehlenswert ist eine vegetarische Ernährung mit viel grünem, bitteren Gemüse. Nicht zu vergessen sind Gewürze wie Pfeffer, Chili, Ingwer, Kurkuma, Kreuzkümmel, Koriander. Am Abend sollte Rohkost gemieden werden. Jetzt, im Frühling ist es an der Zeit, den Körper zu entlasten und zu reinigen. Die optimale Kost ist das klassische ayurvedische Gericht Kitchari, bestehend aus Reis und Mungbohnen. Kitchari entlastet den Verdauungsapparat und unterstützt die Reinigung und Ausscheidung. Es ist leicht verdaulich und enthält außerdem vollwertige Kohlenhydrate, Eiweiße und Fette. Als kleine Reinigungskur kann Kitchari unbedenklich über mehrere Tage gegessen werden. Unterstützend sollten viel abgekochtes Wasser oder auch Detox-Tee getrunken werden. www.pension-sonnblick.at
Freitag, 30. März 2018 Vorarlberger Nachrichten
Sieben Mythen über Krampfadern Vieles, was sich hartnäckig hält, stimmt nicht.
WIEN 90 Prozent der Frauen und Männer in Mitteleuropa leiden unter Krampfadern und anderen venösen Veränderungen. Bei der Frage, wie es zum Entstehen der knotig-erweiterten Venen kommt, gehen die Meinungen auseinander. Viele Irrtümer über die Venenkrankheit halten sich hartnäckig. Experte Spiro Schuller erklärt, was es mit den häufigsten Mythen auf sich hat.
Mythos 1: Häufiges Überkreuzen der Beine verursacht Krampfadern: „An diesem Mythos ist nichts dran“, weiß Spiro Schuller, Facharzt für Dermatologie und Venerologie. „Ebenso wenig ist häufiges Sitzen oder Stehen für die Entstehung von Krampfadern verantwortlich“, betont Schuller.
Mythos 2: Fußbodenheizungen fördern Krampfadern: Wer eine Fuß bodenheizung hat oder häufig in die Sauna geht, hat keine erhöhte Wahrscheinlichkeit an Venenleiden zu erkranken. Andererseits haben Studien gezeigt, dass Wechselduschen eine stärkende Wirkung auf venöse Gefäße hat und somit Beschwerden lindern können. Außerdem gibt es keine Hinweise oder Studien darüber, dass Menschen in wärmeren Regionen der Erde öfter an Krampf-
adern erkranken als Menschen in kühleren Regionen.
Mythos 3: Rauchen führt zu Krampfadern: „Es wurde bisher nicht nachgewiesen, dass Rauchen der direkte Auslöser von Krampfadern ist“, sagt der Facharzt. Rauchen führt vor allem zu Verkalkungen der Arterien, welche zu Herzinfarkten, Schlaganfällen oder zum Verlust der Extremitäten führen können. Es ist nicht nur der häufigste Krebsverursacher, es schädigt auch die Lungenfunktion, und lässt die Haut altern.
Mythos 4: Gesunde Ernährung verhindert Krampfadern: Eine gesunde Ernährung ist Voraussetzung für ein gesundes Leben. Entscheidend für Venenleiden ist jedoch die genetische Veranlagung. „Auch ein ausgewogener Lebensstil kann erblich bedingte Venenbeschwerden nicht verhindern“, erklärt Schuller. Allerdings kann Übergewicht zur Verschlechterung be stehender Krampfadern führen.
Mythos 5: Sport verhindert Krampfadern: Besonders Joggen, Schwimmen und Radfahren werden häufig als effektive Mittel gegen Krampfadern genannt. Sport zur Vorbeugung von Krampfadern ist jedoch
Krampfadern sind genetisch bedingt.
ein Mythos. Schuller: „Auch Marathonläufer können Krampfadern haben. Sportliche Personen können die Beschwerden, die mit Krampfadern einhergehen, durch häufige Betätigung der unterstützenden Muskelpumpe jedoch etwas kompensieren.“
Mythos 6: Im Sommer darf man keine Venen operieren: Auch das kann widerlegt werden. „Der Sommer stellt keine Hürde für Venenoperationen dar, sondern es ist eine Frage der Technik“, erläutert der Venenspezialist. Da man früher Kompressionsstrümpfe oder Verbände nach einer Venenoperation monatelang tragen musste, war dies im Sommer unangenehm. Das hat sich laut Schuller aufgrund besserer OP-Techniken geändert.
Mythos 7:
Das Tragen von Stützstrümpfen nach einer OP muss oft nicht mehr sein.
Krampfadern sind nur ein kosmetisches Problem: Sobald Krampfadern auftreten, ist das ein Signal, dass die Venenklappen in bestimmten Gefäßabschnitten nicht mehr funktionieren. Selbst die sogenannten Besenreiser sind kein rein kosmetisches Problem: „Diese Äderchen an der Hautober fläche können ein erstes Zeichen einer venösen Insuffizienz und auch Ausgangspunkt von unangenehmen Varizenblutungen sein“, warnt Spiro Schuller.
MedKonkret Treffpunkt Gesundheit
Prim. Dr. Peter Cerkl
Einmal tief durchatmen – die gesunde Lunge Dienstag, 17. April 2018, 19 Uhr, Panoramasaal LKH Feldkirch Die Lunge ist ein Spiegel der Seele. Nicht umsonst sagt man in bedrückenden Situationen: „Es hat mir geradezu den Atem geraubt.“ Doch was kann uns daran hindern, „befreit“ durchzuatmen? Und was kann man tun, um die Lunge möglichst lange fit zu halten?
Nächste Veranstaltungen Prim. Prof. Dr. Stefan Mennel: Die Sehkraft erhalten – was muss ich tun? Dienstag, 15. Mai 2018, 19 Uhr, Halle 12, Messequartier Dornbirn Prim. Prof. Dr. Robert Strohal: Veränderungen der alternden Haut Dienstag, 19. Juni 2018, 19 Uhr, Montforthaus Feldkirch
Moderation: VN-Redakteurin Marlies Mohr. Eintritt frei.
24 Fit & Gesund
Freitag, 30. März 2018 Vorarlberger Nachrichten | Anzeigen
Starker Partner für die Pflege zu Hause Die Vorarlberger Gebietskrankenkasse nützt in allen Bereichen ihre Möglichkeiten als eigenständige Krankenversicherung, um ihren Versicherten die beste Versorgung anbieten zu können. Ein besonderes Alleinstellungsmerkmal der Vorarlberger GKK ist die vorhandene Ausgabestelle für mehr als 2000 Artikel, zum Beispiel zur Inkontinenzversorgung (Windeln, Einlagen), Stoma-Produkte (bei künstlichem Darmausgang), Diabetikerversorgung, Rollstühle, Badelifter, Sauerstoffkonzentratoren, diverse Erzeugnisse zur Problem-Wundversorgung etc. Das gibt es in dieser Weise in keinem anderen Bundesland und bei keinem anderen Krankenversicherungsträger. Kurt Blum, Pflegedienstleiter des Krankenpflegevereins Bregenz, schätzt die Möglichkeiten, die die VGKK in der Zusammenarbeit bietet. „Unsere Patientinnen und Patienten benötigen heute eine breite Palette an spezieller Betreuung“, stellt er fest. „Gerade hier leistet die VGKK mit ihrer Vielfalt an Produkten in hoher und höchster Qualität einen ganz wesentlichen Beitrag.“ Er betont den serviceorientierten Charakter der Einrichtung mit ausgedehnten Öffnungszeiten und der sowohl telefonisch als auch persönlich sehr guten Erreichbarkeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. „Welches Unternehmen steht schon mit seinen Dienstleistungen auch am Freitagnachmittag noch zur Verfügung?“ Wertvolles Angebot Während des Gesprächs in der VGKK-Ausgabestelle läutet ständig das Telefon, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter betreuen daneben Versicherte, die Sauerstoffkonzentratoren, Inkontinenzprodukte und andere Artikel persönlich abholen. Aus der Werkstatt der Ausgabestelle, dort, wo zum Beispiel Leihgeräte wie Rollstühle repariert und wieder für den nächsten Nutzer vorbereitet werden, ist ein leises Hämmern zu hören. Philipp Bonadimann, Lei-
Philipp Bonadimann (l.) und Kurt Blum ter der Ausgabestelle, grinst. „So läuft es bei uns den ganzen Tag.“ Für ihn und seine Leute sei es aber zu jedem Zeitpunkt wichtig, „ihren Kunden“ kompetent, freundlich und vor allem ohne bürokratische Hürden behilflich zu sein. Dass das der Fall ist, bestätigt Kurt Blum. Aus eigener Erfahrung mit Versicherten anderer Krankenversicherungsträger weiß er, wie wertvoll die eigene Ausgabestelle der VGKK ist. „Ich kann immer sofort herkommen und alles, was ich dringend für VGKK-Versicherte brauche, mitnehmen. Als Krankenpflegeverein dürfen wir auch vierteljährlich unser Lager mit diversen Produkten wie Einwegartikel und Verbandsmaterial auffüllen. Der Vorteil ist, dass wir nicht jedes Mal anrufen oder in Dornbirn vorbeikommen müssen.“ Für Versicherte, die keine Möglichkeit haben, ihre verordneten Heilbehelfe persönlich abzuholen, bietet die VGKK übrigens auch einen kostenlosen Zustellservice bis zur Haustür. Versicherte anderer Träger haben diesen Service nicht. Sie müssen mit ihrem Verordnungsschein selbst in ein Sanitätshaus fahren und die benötigten Produkte besorgen, auch für den Transport sind sie selbst zuständig, erzählt Kurt Blum von seinen Erkenntnissen. Günstige Preise Neben dem umfassenden Service kann die VGKK ihren Versicherten die benötigten
Behelfe zudem zu einem wesentlich günstigeren Preis anbieten, da sie direkt beim Großhandel einkauft. Dieser Vorteil wirkt sich dementsprechend auf den gesetzlichen Selbstbehalt für Patientinnen/Patienten aus und wird von der VGKK eins zu eins weitergegeben. „Und wir sprechen da nicht nur von ein paar Euro an Einsparungen“, bekräftigt Kurt Blum diese Tatsache. Er ist überzeugt, dass ohne die Vielzahl an Serviceleistungen der VGKK die allgemeine und spezielle Betreuungs- und Pflegesituation erschwert, wenn nicht sogar unmöglich wäre. Vor dem Hintergrund der laufenden Zusammenlegungsdiskussion um die Gebietskrankenkassen macht er sich Sorgen, dass die Ausgabestelle in der jetzigen Form nicht haltbar sein könnte. „Das wäre für uns eine massive Verschlechterung“, hofft er auf vernünftige Entscheidungen und den Erhalt der Eigenständigkeit der VGKK. „Die Nähe der VGKK zu ihren Versicherten, der Servicegedanke, die hohe Qualität und die Preiseffizienz wäre sonst nicht mehr möglich.“ Aus Kosten-Nutzen-Rechnungen der VGKK geht übrigens hervor, dass im Vergleich zu Krankenversicherungsträgern, die keine eigene Ausgabestelle haben, die Vorarlberger Gebietskrankenkasse einen jährlichen Kostenvorteil von rund 800.000 Euro (Stand: 2017) erzielt. Geldmittel, die in vollem Umfang wieder in die Versorgung der Versicherten fließen.
www.vgkk.at
Foto: VGKK
VGKK-Ausgabestelle unterstützt PatientInnen und Hauskrankenpflege mit Heilbehelfen.