Fit & Gesund Gesundheitsbeilage
Freitag, 28. Juni 2019
Abtauchen Nach einem anfänglich doch kühlen Juni steht nun dem Badevergnügen nichts mehr im Weg.
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Lebensqualität ohne Brille Da ich nur auf die Weite scharf sehen konnte, musste ich im Job permanent die Brille aufund absetzen. Nach der Behandlung in Bregenz war die lästige Sehhilfe Geschichte und ich konnte schon am nächsten Tag wieder meiner Arbeit nachgehen. Auch die Lebensqualität beim Autofahren ist nicht zu vergleichen. Ich kann definitiv sagen, dass ich ein neuer Mensch bin.
Claudia Prossegger-Steffani, Langen bei Bregenz
Informationsabende zur Augenlaserbehandlung Freitag, 12. Juli, 19:00 Uhr, Augenlaserzentrum Bregenz Referent: Dr. med. Adrian Arbunescu-Pecher Donnerstag, 01. August, 19:00 Uhr, Augenlaserzentrum Bregenz Referent: Dr. med. Stephan Maschauer Anmeldung unter 05574/58179 oder info@oculovision.at. Alle Infoabende finden Sie stets aktuell auf unserer Website www.oculovision.at.
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Mithilfe präziser und technologisch modernster Methoden führen unsere Laserchirurgen und Fachärzte für Augenheilkunde jährlich rund 800 Behandlungen durch. Behandelt werden dabei Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit, Hornhautverkrümmung und Altersweitsichtigkeit.
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Mentale Stärke mit Brain Food Unser Gehirn ist komplex zusammengesetzt und erfüllt die Prinzipien eines Hochleistungscomputers. Bis zu 25 Prozent an Energie (500 kcal) verbraucht das ca. 1,4 kg schwere Organ, welches täglich rund um die Uhr aktiv ist. Milliarden von Nervenzellen sind miteinander vernetzt und verarbeiten die Informationen, die ununterbrochen auf uns einwirken. Smartphone & Co liefern Informationsfluten, welche für unser Gehirn anstrengend sind und es stark beanspruchen. BREGENZ
Wirkungsvoll Für den richtigen Schutz sowie eine optimale Funktion braucht unser Gehirn wichtige Nährstoffe. Sie beinhalten Wirk- und Schutz-
ENERGIEKUGELN Rezept für ca. 15 Stück ZUTATEN 75 g Marillen getrocknet 50 g Haferflocken 50 g Mandeln, gemahlen 2 TL Walnussöl, 1 EL Wasser Zimt ZUBEREITUNG Die Marillen fein würfeln und mit den restlichen Zutaten zu einem festen Teig verarbeiten. Kugeln formen und in Nüssen, Kokosraspeln oder Fruchtpulver wälzen.
stoffe und können Einfluss auf die Funktion, die Konzentrationssowie die Leistungsfähigkeit des Gehirns nehmen. Wird das Gehirn nicht ausreichend mit Nährstoffen versorgt, bleibt für die geistige Arbeit wenig Energie übrig. Folglich sinken die Konzentration sowie die Leistungsfähigkeit.
Nüsse und Co „Brain Food“ beinhaltet nun Lebensmittel, die sich positiv auf die Denkleistung unseres Gehirns auswirken. Dazu gehören Obst, EXPERTENTIPP
ERNÄHRUNG Gemüse, Fisch, mageres Fleisch, Eier, Hülsenfrüchte, Vollkorn und Nüsse. Die Vitamine E, Beta-Carotin (Vitamin A) sowie Vitamin C schützen unser Gehirn und sind in Brokkoli, Paprika, Weizenkeimen, Karotten sowie in Fenchel und Aprikosen enthalten. Auch eine ausreichende Zufuhr von Flüssigkeit begünstigt die Sauerstoff- und Nährstoffversorgung der Gehirnzellen und fördert damit Leistungsfähigkeit und Konzentration. Zusätzlich zur gesunden Ernährung sind auch erholsame Pausen an der frischen Luft sowie ausreichend Schlaf wichtig. Sie wappnen uns, um bevorstehende Prüfungen sowie den Alltag gut zu meistern. Evelyn Konrad ist Diätologin bei der aks gesundheit GmbH – mehr Infos unter www.aks.ar.at
IMPRESSUM REDAKTION Heidemarie Netzer Tel. 05552 62471-14, E-Mail: heidemarie.netzer@vn.at ANZEIGENBERATUNG Russmedia Verlag GmbH, Gutenbergstraße 1, 6858 Schwarzach BEITRÄGE, FOTOS, QUELLEN Fotolia, APA, ÖRK/Jürgen Hammerschmid, Oliver Lerch, Dietmar Stiplovsek VERLEGER (MEDIENINHABER) UND HERSTELLER Russmedia Verlag GmbH, 6858 Schwarzach, Gutenbergstraße1, Redaktion und Anzeigen: 6858 Schwarzach, Gutenbergstraße 1
Editorial
Heidemarie Netzer
Zurück zum Laufen Noch reihe ich mich in meinem Aktivsein eher bei den raschen Gehern als den klassischen Läufern, geschweige denn Barfußläufern ein. Doch spätestens seit ich auf den alternativen Barfußlauf gestoßen bin und nun auch
„Barfuß oder mit Minimalschuhen zu laufen, verspricht ein ganz ureigenes Körpergefühl.“ die Ausführungen und Vorführungen eines begeisterten Barfußläufers, konkret Günter Schmid, interessiert verfolgt und miterlebt habe (Seite 4 und 5), erwärmen sich auch meine Füße für das bloße Laufgefühl. Denn die Aussichten auf einen aufgerichteten Körper, sensibilisierte Fußzonen versprechen vieles, aber mir vor allem die Entwicklung zu einer „geschmeidigen“ Mittelfußläuferin. Eine Tatsache, die mich zum optimalen Laufstil führt, wie die Expertise von Laufprofi und Leistungsdiagnostiker Günter Ernst (Seite 5) bestätigt. Unterwegssein, das ist auch das Stichwort für den aktuellen Familienschwerpunkt. Denn mit der nahenden Ferienzeit
bricht auch die große Urlaubswelle an. Doch bevor und damit Kinder und Eltern gemeinsam in ihrer wohlverdienten Freizeit entspannen können, braucht es gewisse Vorkehrungen und Verhaltensweisen (Seite 12 und 13). So kann das Unterfangen „Familienurlaub“ gelingen und endet nicht im absoluten Chaos und damit in seelischen Nöten. Und dass es bei einer der Lieblingsbeschäftigungen der Österreicher, nämlich dem Werkeln im eigenen Garten, nicht zu körperlich schmerzlichen Erfahrungen kommt, geben die Sicherheitsexperten des Kuratoriums für Verkehrssicherheit wertvolle Tipps (Seite 6). Apropos körperliche Grenzen: Neueste Erkenntnisse zeigen, dass Burn-out und Arbeitssucht nahe beieinander liegen: Dem einen wie dem anderen liegen ähnliche Ursachen und Symptome zu Grunde (Seite 15). In diesem Sinne wünsche ich Ihnen, gerade auch wenn Sie jetzt Ihren Urlaub genießen können, geruhsame Tage und ein ebenfalls entspanntes Lesevergnügen. HEIDEMARIE NETZER heidemarie.netzer@vn.at 05552 62471-14
GEWINNER – Im Rahmen des „VN Fit & Gesund“Gewinnspiels hat Manuela Baur aus Lustenau die Relaxtage im Hotel Die Wälderin in Mellau gewonnen. Auf Frau Baur und ihre Begleitung warten drei Übernachtungen mit Verwöhnpension im Doppelzimmer Premium inklusive Nutzung der Sauna-Wellnessund Badewelt. Christina Dörler überreichte der glücklichen Gewinnerin (l.) den Gutschein.
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Auf Tuchfühlung mit der Laufstrecke Nackte Tatsachen:Barfuß laufen steigert die Aufmerksamkeit und fördert das Körpergefühl.
DORNBIRN Reif fürs Barfußlau-
fen? Eine Frage, die sich dieser Tage immer mehr Laufbegeisterte stellen. Denn das „auf Tuchfühlung mit dem Boden gehen“ rückt zusehends in den Lauffokus. Auf der Spurensuche nach der richtigen Technik trafen wir Laufprofi Günter Schmid aus Dornbirn, seines Zeichens Mitglied der LSG (Laufsportgemeinschaft Vorarlberg). Er beschäftigt sich schon seit vier Jahren mit diesem Laufstil, der nicht nur mehr Be-
wegungsgefühl, eine gestärkte Muskulatur und eine gesteigerte Laufleistung verspricht, sondern und vor allem den Körper sprichwörtlich aufrichtet.
Das Wie ist entscheidend Voraussetzung dafür ist aber nicht die Frage, ob man barfuß laufen kann oder nicht, vielmehr steht das Wie im Vordergrund. Unbestritten ist, dass dieser Laufstil der natürlichste von allen ist. „Wer seinen Fuß mit Schuhen
TROCKENTRAINING FÜRS BARFUSSLAUFEN EINBEINSTAND Verteilen Sie Ihr Gewicht gleichmäßig auf Vor- und Rückfuß. Nun heben Sie abwechselnd die Beine an und halten die Position jeweils für 30 Sekunden. Zur Steigerung werfen Sie einen Ball in die Höhe und fangen diesen wieder oder lassen Sie sich diesen im Einbeinstand zuwerfen. HOCKE Wieder stellen Sie Ihren Fuß flach auf den Boden. Nun gehen Sie in eine tie fe Hocke – die Knie sind entgegen der Skifahrerhocke nicht nur im rechten Winkel gebeugt, vielmehr sollte die Hocke entspannt beinahe einen 180 Grad Winkel erreichen, das Gesäß berührt dabei fast den Boden, der Fuß bleibt großflächig auf den Boden gedrückt.
BEWEGLICHKEIT DER ZEHEN Am Anfang steht die Fähigkeit den Großzehen kontrolliert zu bewegen: Stellen Sie Ihren Fuß flach auf den Boden und legen ein Lineal unter ih ren Großzehen. Nun heben Sie diesen mit dem Lineal an und drücken ab einem Winkel von 60 Grad mit dem Zeh dagegen. In Folge versuchen Sie, den Großzehen ohne Hilfsmittel und ohne, dass sich die anderen Zehen mitbewegen, vom Boden abzuheben. FUSSREFLEXZONEN Legen Sie unter Ihren Fuß einen Ball in der Größe eines Tennisballes. Nun lassen Sie Ihren Fuß abwechselnd den Ball mittig entlang gleiten, üben Sie dabei einen leichten Druck auf den Ball aus. Diese Übung lässt Ihre Fußreflexzonen beleben.
umgibt, bewegt sich automatisch anders“, bringt Günter Schmid die Tatsache auf den Punkt, dass man dann schwerpunktmäßig auf der Ferse auftritt. Barfußläufer oder Läufer mit sogenannten Minimalschuhen (Barfußschuhe) hingegen tendieren auf dem Vorbzw. Mittelfuß zu landen. Eine Tatsache, die vor allem der fehlenden Schutzfunktion der Schuhe geschuldet ist. Denn im Bewusstsein, dass der Untergrund geschützt betreten wird, wird die Aufmerksamkeit auf diesen vermindert und gleichzeitig die neuronale Stimulation und somit das Laufverhalten verändert.
Klar, diese Art zu laufen ist gewöhnungsbedürftig, ja anfangs ein wenig sonderbar anzuschauen. Einem Anschleichen gleich, setzt der Laufprofi einen Fuß vor den anderen. Seine Minimalschuhe sind dabei mit Noppen ausgestattet, die jeden Auftritt dämpfen und doch die absolute Sensibilität für den Untergrund zulassen. „Man merkt jedes Steinchen, jede Wurzel, jede Unebenheit“, bringt Günter Schmid das bloße Gefühl auf den Punkt. Feuer gefangen für das Barfußlaufen hatte er Anfang 2010 mit dem Buch „Born to run“ und vor
Komplexes Konstrukt
ZUR PERSON
Doch ist mein Fuß bestehend aus 30 Knochen, beinahe 30 Gelenken, 60 Muskeln, mehr als 100 Bändern und 200 Sehnen überhaupt geeignet, sich den nackten Tatsachen auszusetzen? „Mit der richtigen Technik auf jeden Fall“, sagt Schmid und spricht dabei von flexibler Achillessehne, sicherem Stand und gemittetem Körperschwerpunkt. „Bei der Umstellung aufs Barfußlaufen oder Laufen mit Minimalschuhen sind gerade diese drei Komponenten gefordert“, sagt er und zeigt es auch gleich in der Natur vor.
GÜNTER SCHMID läuft schon seit seiner Schulzeit. 2011 wurde er Mitglied der Laufsportgemeinschaft Vorarlberg und bestreitet seither regelmäßig Wettbewerbe; im Jahr 2015 star tete er seine Barfußlaufkarriere. BERUF Programmierer GEBOREN 1962 WOHNORT Dornbirn, direkt an unzähligen Laufstrecken FAMILIE verheiratet, 2 Kinder HOBBYS Laufen, Gitarre spielen
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VN-INTERVIEW. Laufprofi Günter Ernst (47)
Die Varianten des Laufens FELDKIRCH Gleich vorneweg: Laufen ist nicht gleich Laufen. Ausgehend davon, dass wir das Gehen (erster Bodenkontakt mit der Ferse) und das Sprinten (erster Bodenkontakt auf den Zehenballen) hier außen vorlassen, verbleibt als dritte Fortbewegungsart das Laufen, bei der nun wiederum Vorfuß, Mittelfuß oder Ferse die Hauptrollen spielen. Günter Ernst, selbst passionierter Marathonläufer, Leistungsdiagnostiker und Rennleiter des Sparkasse 3-Länder-Marathons, nimmt folgend die verschiedenen Laufstile unter die Lupe.
allem, weil er seiner Gesundheit zuträglich agieren wollte. Denn allzu oft hatte er schon von Problemen mit Sehnen, Bändern und Co in Läuferkreisen gehört und auch am eigenen Leib gespürt. So kam es dann auch, dass er sich vor vier Jahren, erstmals bloßfüßig, na gut mit sogenannten Barfußschuhen, auf den Weg machte. „Vorerst nur eine halbe Stunde pro Woche“, erinnert er sich, gerade auch an die anfänglichen Muskelkater, die er trotz regelmäßigen Lauftrainings dann doch spürte. „Ein Umstand, der auf der Beanspruchung anderer Muskeln basiert“, weiß er.
Gezielte Vorbereitung Daher standen mit der Neuorientierung auch begleitende „Trockenübungen“ auf seinem Programm: Der Einbeinstand, gezielte Übungen für die separate Beweglichkeit jedes einzelnen Zehens, die tiefe Hocke für eine gestreckte Achillessehne sowie das Abrollen des Fußes entlang eines Tennisballes begleiteten ihn in den kommenden Wochen und Monaten – und auch heute noch – täglich. Zeitgleich steigerten sich langsam die Barfußlaufeinheiten. Nach einem halben Jahr war er so weit, dass er schon ein bis zwei
Stunden in diesem Sinne unterwegs sein konnte, ohne schmerzliche muskuläre Nebenerscheinungen. Heute greift der passionierte Läufer abwechselnd zum Profi- oder Minimallaufschuh. „50 zu 50 Prozent“, sagt Schmid und nennt dabei sein wöchentliches Laufpensum von plus minus 70 Kilometern. Kein Wunder, der Programmierer will fit sein. Denn
„Barfuß laufen heißt vor allem sich bewusst und natürlich zu bewegen.“ Günter Schmid Laufprofi
gerade auch im Rahmen seines aktiven Tuns in der Laufsportgemeinschaft bestreitet er regelmäßig größere nationale und internationale Challenges, übrigens im Tal und auch auf den Berg, wie schon bei einer mehrtägigen Alpenüberquerung per pedes. Auf seinem Erfolgsregister stehen auch bestrittene Marathonläufe – Unterfangen, die er jedoch in bewährter Manier in Qualitätsschuhen mit mehr oder weniger Dämpfung bestreitet.
Wie läuft nun die Bewegung beim Vorfußlaufen ab und wann eignet sich dieser Laufstil? ERNST Beim Vorfußlaufen erfolgt der erste Bodenkontakt mit dem Zehenballen unter dem Körperschwerpunkt. Er ist von folgenden Komponenten gekennzeichnet: kurze Bodenkontaktzeit, aktiver Abdruck, hohe Schrittfrequenz. Der Oberkörper ist leicht vorne, die Arme stabilisieren den Rumpf. Dieser Laufstil kommt vorzugsweise bei kurzen Distanzen, z. B. beim Sprinten, zum Einsatz, möglich ist dieser aber auch auf längere Distanzen. Generell ist die Belastung auf Sehnen, Gelenke und Muskulatur hier von allen Fortbewegungsarten am höchsten, bei längeren Distanzen erhöht sich die Verletzungsgefahr. Bein- und Rumpfmuskulatur sowie die Gelenke sollten darauf vorbereitet werden. Was passiert beim Fersenlauf?
ERNST Wie er schon besagt: Hier
wird kommt die Ferse als erstes in Bodenkontakt. Das spüren wir in der Regel nicht, da wir gut gedämpfte und gestützte Laufschuhe haben. Gerade diese Unterstützung ist es leider, die uns unseren natürlichen Laufstil wieder wegnimmt und unseren Körper anfällig für Verletzungen macht. Der Fußaufsatz passiert mit gestrecktem Bein, weit vor dem Körper. In Folge sind auch Kopf und Oberkörper zu weit vorne. Der Rumpf setzt
sich sprichwörtlich hinten hinein, der nach hinten verlagerte Schwerpunkt macht das Laufen anstrengend. Auch die Schrittfrequenz wird niedriger. Es braucht mehr Energie, um vom Boden wieder wegzukommen. An möglichen Schwachstellen, wie Rücken, Knie und Hüfte, können Beschwerden auftreten. Und nun zum Mittelfußlauf
ERNST Die Landung auf dem
Mittelfuß verdeutlicht den idealsten, natürlichsten und schonendsten Laufstil. Er muss aber auch wieder neu gelernt und regelmäßig trainiert werden. Die Merkmale dieses Laufstils sind: Oberkörper ist aufrecht, gerade, Fußaufsatz erfolgt unter dem Körperschwerpunkt, Unterschenkel sind senkrecht zum Boden, Arme (90-Grad-Winkel) stabilisieren den Rumpf. Damit ist eine höhere Schrittfrequenz (170 bis 180/Minute) und ein lockeres Laufen möglich. Durch den aufrechten Oberkörper wird der Schritt nach vorne kürzer und der Fußaufsatz flach. Der Druck wird verteilt und unsere natürlichen Dämpfungsmechanismen wie das Fußgewölbe, Achillessehne und die Muskulatur schalten sich ein. Die höhere Schrittfrequenz sorgt wiederum für eine kurze Bodenkontaktzeit, dadurch sind die Belastungen geringer und der nächste Schritt wird früher eingeleitet. Fußgewölbe, Gelenke, Muskulatur werden stärker und dadurch können langfristig Laufschuhe mit weniger Dämpfung verwendet werden. Übrigens: Krafttraining unterstützt den Prozess positiv.
Günter Ernst bietet in Feldkirch Sportund Leistungsdiagnostik an.
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EXPERTENTIPP
Vitalpilze – seit Jahrtausenden geschätzt Pilze zählen zu den ältesten Lebewesen der Welt. Seit 1,2 Milliarden Jahren leben Pilze an Land. Sie besitzen ein unglaubliches Potenzial. Es gibt geschätzt 1,5–2 Millionen Pilzarten, weniger als 5 % sind bis heute beschrieben. Vitalpilze werden im asiatischen Raum seit Jahrtausenden als Medizin angewendet. Zu uns nach Europa kam der Boom verstärkt mit der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) in den letzten Jahren . Der pro Kopf Verbrauch an Pilzen liegt in Europa bei 3 kg jährlich, in asiatischen Ländern bei 70 kg pro Jahr. Pilze sind eine hochwertige Eiweißquelle und enthalten wertvolle Polysaccharide. Einige der wichtigsten Vitalpilze in der chinesischen Medizin sind unter anderem der Raupenpilz (Cordyceps sinensis). Dieser aktiviert die körpereigenen T-Helferzellen und natürliche Killerzellen und verlängert die Lebensdauer der weißen Blutkörperchen und wirkt somit entzündungshemmend und antiviral. Der Austernpilz enthält Folsäure, Vitamin B und C und wird zur Triglycerideund Cholesterinsenkung verwendet. Der Igel-Stachelbart enthält essenzielle Aminosäuren zur Regeneration der Haut und Schleimhäute (Ekzeme, Neurodermitis, Rosaceae, …). Der Mandelpilz enthält Pantothensäure und Folsäure zur Blutdrucksenkung, wirkt immunmodulierend und beugt Allergien sowie
einem geschwächten Immunsystem vor. Der Reishi (Ling Zhi) enthält die Vitamine B, D, E, Eisen, Magnesium, Kupfer, Zink und wirkt entzündungshemmend, leberentgiftend und moduliert das Immunsystem. Der Schmetterlingstrompetenpilz enthält Polysaccharide sowie
Bei der Gartenarbeit sollte keine Hektik herrschen, vielmehr gilt es ein aus reichendes Zeitpolster für das Werkeln im Grünen einzuplanen.
Sicher durchs Gartenjahr
KFV warnt vor drohenden Unfallrisiken bei der Gartenarbeit. „Im Forschungszentrum ‚Mushroom Research Center Austria‘ wird eine umfangreiche Kultivierung von Speise- und Medizinalpilzen betrieben. Auf 800 m² werden Pilz-Spezialitäten ‚made in Austria‘ gezüchtet“. GUDRUN ALBERT natur & reform Albert GmbH, Feldkirch
Ergosterin und wirkt entgiftend, leberstärkend und entzündungshemmend. Der Shiitake enthält ebenfalls viele Polysaccharide, wirkt cholesterinsenkend und gleichzeitig präventativ für Arteriosklerose, Arthritis sowie für Grippeprophylaxe. Die Einnahme der Vitalpilze ist am einfachsten und effektivsten durch Pilzpulver-kapseln. Achten Sie beim Kauf auf Bio-Qualität und vermeiden Sie asiatische Importware, da diese hohen Wirkstoffschwankungen unterworfen ist. Die Vorarlberger Fachdrogerien sowie die Reformhäuser beraten Sie gerne dazu. ANZEIGE
BREGENZ Bereits seit dem Frühjahr wuselt und fuselt es wieder in Vorarlbergs Gärten. Nicht nur dass allerlei Insekten fleißig von Blüte zu Blüte ziehen, auch der Mensch erfreut sich über so manchen prächtigen Lohn harter Gartenarbeit. Dabei zeigt sich auch, dass diese gar nicht so ungefährlich ist. Jedes Jahr – gerade auch zur intensiven Anfangszeit – verletzen sich durchschnittlich 70 Österreicher pro Tag beim Werkeln in ihrem geliebten Garten, so berichten Experten der Sportund Freizeitsicherheitsforschung beim Kuratorium für Verkehrssicherheit. Studien zeigen in diesem Zusammenhang, dass insgesamt ca. 4,4 Millionen Österreicher ab 18 Jahren zumindest gelegentlich im eigenen Grünbereich Hand anlegen. Die KFV-Experten wissen aber auch von vielen Verletzungen bei diesem Tun. „In den Monaten Mai und Juni rechnen wir mit mehr als 4000 Verletzten, die in einem Spital behandelt werden müssen.“ Die Sicherheitsexperten raten daher zur Vorsicht und warnen: „Die häufigsten Blessuren sind auf Unfälle zurückzuführen, die unter Zeitdruck passieren.“ Ähnlich wie in vielen anderen Lebensbereichen fordert aber auch die Gartenarbeit höchste Kon-
zentration ab und verlangt nach einem angemessenen Zeitbudget. Denn Hektik und Ablenkung sind die häufigsten Verletzungsursachen. Erst dann folgen Fehleinschätzungen, Überforderung, mangelnde Sicherheitsausrüstung etc. Nachfolgend gibt das Expertenteam beim KFV nun Tipps, wie man idealerweise sicher und verletzungsfrei durch die geliebte Gartensaison kommt. TIPPS FÜR DIE SICHERHEIT » Überprüfen Sie vorher alle Geräte auf Funktion und Sicherheit. » Machen Sie sich mit neuen Geräten durch das Lesen der Bedienungsanleitung (inkl. Gefahrenhinweise) vertraut. » Entfernen Sie alle potenziellen Stolperfallen aus Ihrem Arbeitsbereich (z. B. Gartenschlauch). » Sichern Sie Ihren Arbeitsbereich ab, wenn Sie von einer Fahrbahn aus arbeiten. » Legen Sie funktionelle Kleidung inklusive Handschuhe und festes Schuhwerk an. » Tragen Sie eine Schutzbrille. » Vermeiden Sie Hektik, indem Sie ausreichend Zeit einkalkulieren. » Bevor Sie auf eine Leiter steigen, achten Sie auf einen stabilen Stand und auf feste, rutschfeste Tritte. » Achten Sie vor allem bei höheren Temperaturen auf außreichende Flüssigkeitszufuhr.
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Stärkende Alleskönner FELDKIRCH, LAUTERACH
Von der medizinischen Seite her gesehen wurde die Verbesserung von Wohlbefinden und Gesundheit durch Krafttraining lange Zeit unterschätzt. Man dachte bei Krafttraining in erster Linie an Leistungssport und den Aufbau der Muskeln. Das hat sich im Laufe der letzten 20 Jahre aber grundlegend gewandelt. EXPERTENTIPP
FITNESS Eine Vielzahl sportmedizinischer Studien belegen heute eindeutig den gesundheitlichen Nutzen von Krafttraining, gerade
auch in Bezug auf das Wohlbefinden. Im Fokus der Übungen in dieser Jo u r n a lau sgab e stehen nun zwei Grundübungen für ein effektives Krafttraining zu Hause, die jederzeit und allerorts ausgeführt werden können: Dies sind die Liegestütze und die Kniebeuge. Diese zwei Übungen decken dabei den Großteil der Trainingseinheiten für die Hauptmuskelgruppen ab. Ideal ist es dabei, diese jeden zweiten Tag zweibis dreimal und mit jeweils 10 Wiederholungen zu absolvieren. Der Erfolg wird sich bald einstellen und der Gesundheit wie auch dem körperlichen Wohlbefinden zuträglich sein.
Anleitungen von Bewegungstherapeut Manfred Scheel und Physiotherapeut Andrew Mixson – mehr unter www.life-fitness. at oder www.vitalplus.biz
LIEGESTÜTZE TRAINIERTE MUSKULATUR Brust, Schulter, Trizeps, Rumpf START UND ENDE Ober- und Unterkörper bilden eine Gerade, Hände etwas mehr als schulterbreit auf dem Boden, Finger zeigen nach vorne; Gesäß und den Bauch anspannen AUSFÜHRUNG Körper langsam absenken, Ellenbogen in Position halten und nicht weiter nach außen drehen
KNIEBEUGE TRAINIERTE MUSKULATUR Beine, Po und Rückenstrecker START UND ENDE schulterbreit aufstellen, Bauchmuskulatur anspannen, im unteren Rücken ein leichtes Hohlkreuz bilden, Arme nach vorne ausstrecken AUSFÜHRUNG Beine beugen, Rücken gerade halten, Abwärtsbewegung erst stoppen, wenn diese Position nicht mehr gehalten werden kann; kurz halten, dann wieder nach oben drücken; Arme bleiben während der gesamten Übung nach vorne gestreckt
Darüber reden, statt darunter leiden
Inkontinenz bleibt nicht selten aus Schamgründen zu lange unbehandelt.
schaft Österreich (MKÖ) als allgemeine Anlaufstelle. Seit Neuestem wird nun auch spezielles Infomaterial für Menschen mit anderem kulturellen Hintergrund und meist auch anderer Sprache bereitgestellt. Ebenso werden in neu erstellten Videos der MKÖ Themen wie Stuhl- und Harninkontinenz sowie das Training für den Beckenboden verständlich von Experten erklärt und mit dem entsprechenden Einfühlungsvermögen angesprochen. Gleichzeitig wird damit auch ein eigener YouTube-Kanal gestartet, der laufend mit weiteren Beiträgen zu Aufklärung über die Häufigkeit, Ursachen und vielfältigen Behandlungsoptionen geschlechterspezifisch gefüllt wird: Dort geben wiederum Experten Statements zu Fragen rund um Blasen- und Darmschwäche, richtiges Trainieren des Beckenbodens, Fachvorträge etc. ab. Weiterreichende Informationen sind im Internet unter www. kontinenzgesellschaft.at jederzeit abrufbar.
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WIEN Inkontinenz ist eine der häufigsten Volkskrankheiten, etwa 15 Prozent der Österreicher, hier mehr Frauen als Männer, leiden unter einer Form. Dennoch ist es eine Krankheit, über die kaum jemand spricht. So suchen viele Betroffene ersten Rat bevorzugt anonym und in geschützter Atmosphäre. Hierfür agiert die Medizinische Kontinenzgesell-
Spa, Sport & Natur
Hotel Post Bezau: Kleine Auszeit vom Alltag Wer sich in den Bregenzerwald aufmacht, wird etwa die letzte halbe Stunde an grünen Wiesen, Kuhweiden und Bauernhöfen vorbeifahren. Seit jeher herrscht in der Region eine nachhaltige Lebensweise vor. Dieser hat sich auch das Hotel Post Bezau by Susanne Kaufmann verschrieben. Seit dem 2. Juni 2019 ist das Hotel Post Bezau by Susanne Kaufmann wieder eröffnet. „Unser Fokus liegt nach wie vor auf Natur, Spa, Genuss und Nachhaltigkeit. Unser Leitstern in der Neuausrichtung ist dabei die enge Verbundenheit mit der Region“, erklärt Inhaberin Susanne Kaufmann. Das Hotel vereint fünf Generationen familiärer Gastfreundschaft und Tradition mit der Gesundheits-, Spa- und Beauty-Kompetenz von Hotelière- und Kosmetikexpertin Susanne Kaufmann. Mit diesem ganzheitlichen Blick wurden die Stärken der letzten 25 Jahre neu gebündelt und nach Themenschwerpunkten in spezifischen Retreats zusammengefasst. Bewährtes und Neues Im Bregenzerwald ist Platz genug für Bewährtes und Neues. Das seit vielen hundert Jahren bedeutende
Retreats: • Holistic Beauty • Discovery • Detox • Body Shaping • Yoga & Pilates • Tennis
Hotel Post Bezau by Susanne Kaufmann Brugg 35 6870 Bezau E-Mail: office@hotelpostbezau.com Tel.: +43 (0)5514 22 07-0 www.hotelpostbezau.com
Bregenzerwälder-Haus inspiriert zu neuer Holzarchitektur, alte Handwerkskunst findet sich in neuem Design wieder und überliefertes Wissen wird mit neuen Erkenntnissen kombiniert. „Auf dieser Gemeinschaft,
die genau diese intensive Zusammengehörigkeit und Naturverbundenheit zu schätzen weiß, bauen wir auf“, weiß Susanne Kaufmann. Gemeinsam mit Hoteldirektorin Stephanie Rist kombiniert sie im
In den puristisch schönen Zimmern und Suiten dominieren Materialien wie Holz, Leder und Filz.
neuen Hotelkonzept noch stärker die Besinnung auf das Regionale mit der Kraft der Natur und der Gesundheitsprävention mit dem Ziel, einen aufmerksamen und inspirierenden Raum zu schaffen, um eine positive Lebens- und Körperveränderung zu bewirken. „Unser Hotel ist ein Ort für anspruchsvolle Reisende, die ihre Gesundheit optimieren und ihr inneres Gleichgewicht wiederherstellen möchten“, erzählt Stephanie Rist. Die Säulen des Hotelkonzepts Das Hotel Post Bezau by Susanne Kaufmann vereint eine Auszeit vom Alltag mit der Regeneration von Körper und Geist. In sogenannten Retreats werden eine gesunde Ernährung, ausreichend Bewegung und Schlaf sowie ganzheitliche Behand-
Spa, Sport & Natur lungen im hauseigenen Spa kombiniert. Das „Susanne Kaufmann“-Spa ist dabei das Herzstück des Hotels und basiert auf Kosmetikexpertise, professionell geschulten Therapeutinnen, einem Ärzteteam und bewährten Produkten und Treatments. Daneben spielt auch der richtige und vor allem gesunde Schlaf eine wichtige Rolle: Ausgewählte Samina-
„Wir schreiben unsere 150-jährige Hotelgeschichte mit Ihnen weiter.“ Susanne Kaufmann, Inhaberin
Detox-Sleep-Rooms im Hotel Post Bezau by Susanne Kaufmann sind mit dem exklusiven Samina-Schlafsystem ausgestattet. Es berücksichtigt alle bioenergetischen und orthopädischen Anforderungen. Gleichzeitig werden die Entgiftungsprozesse im Körper während der Nacht gefördert und helfen dem Körper wieder seine Balance zu finden. Farm to Table In der Küche des Hotels Post Bezau by Susanne Kaufmann geht es um den kreativen Umgang mit Lebensmitteln, die Verarbeitung saisonaler Produkte und um die ressourcenschonende Produktion von liebevoll zubereiteten Gerichten. Ein 4000 Quadratmeter großer Garten gegenüber dem Hotel verleiht der Definition von „Farm to Table“ eine weitere Dimension und stellt einen wichtigen Bezug zum Nachhaltigkeitskonzept im Hotel her.
Discovery Retreat 3 Übernachtungen für 2 Personen im Samina Detox Sleep Room inklusive Discovery Retreat sowie wahlweise 1x Susanne Kaufmann Alkaline Detox oder eine Ganzkörpermassage. Darüber hinaus inklusive: wahlweise Irma Signature Cuisine, Detox Cuisine oder Weight Management und die Teilnahme am Aktivprogramm.
ab 715 EUR pro Person
Gewinnspiel „VN Fit & Gesund“-Leser können drei Nächte für zwei Personen (Package wie oben angeführt) gewinnen – mit der richtigen Antwort und mit etwas Glück. Die Gewinnspielfrage lautet:
Wann feierte das Hotel Post Wiedereröffnung? Antwort: Per E-Mail an fitundgesund@russmedia.com oder per Post an Russmedia GmbH, Gutenbergstraße 1, 6858 Schwarzach. Einsendeschluss: 16. Juli 2019. Mit der Teilnahme am Gewinnspiel erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihre persönlichen Daten verarbeitet und Sie über weitere Aktionen des Hotels Post Bezau by Susanne Kaufmann sowie der Russmedia GmbH informiert werden. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Der/die Gewinner(in) wird telefonisch informiert und in der nächsten Ausgabe von „Fit & Gesund“ präsentiert. Das oben angeführte Angebot ist gültig bis 2022.
Im Restaurant warten regionale Genussmenüs auf Sie.
Das „Susanne Kaufmann“-Spa: Für eine positive Lebens- und Körperveränderung.
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Rettende Blutspende Weltblutspendetag (14. Juni) und beginnende Urlaubszeit: Das Rote Kreuz erinnert gerade jetzt an die Bedeutung von Blut als Notfallmedikament und somit ans Blutspenden. Dieses können alle gesunden Menschen ab 18 Jahren, die gewisse medizinische
und gesetzliche Kriterien erfüllen. Übrigens: Wer einen Erstspender anwirbt und zur Blutspende mitbringt, erhält eine der künstlerisch gestalteten Schultertaschen (siehe Bild). Alle Infos zur Blutspende sowie Termine gibt es unter www.blut.at oder Tel. 0800 190190.
Endlich Sommerpause!
Zur Halbzeit des Jahres und zugleich an jenem Punkt, an dem die Kraft der Sonne am Zenit angekommen ist, schenkt uns der Sommer eine Pause von Schule, Arbeit und Alltag. Für viele ist es die Möglichkeit innezuhalten und seinen Hobbys und Bedürfnissen Raum zu geben oder einen Tapetenwechsel vorzunehmen. Hier finden Sie einige Anregungen für Ihre persönliche Urlaubs-Auszeit. KLAUS
Keine überzogenen Erwartungen Eines vorweg: Je realistischer die Erwartungen, umso eher halten sich auch etwaige Enttäuschungen in Grenzen. Dies bedeutet, sich angemessen an den Möglichkeiten zu orientieren und bewusst Prioritäten zu setzen. Denn ehrlich, was man sich selbst über Monate an Bedürfnissen „schuldig“ geblieben ist, wird man in der Sommerpause nicht gänzlich wettmachen – so wie auch ein Low-Budget-Angebot nicht dem Standards einer Fünf-Sterne-Rei-
se entsprechen kann. Vergleichbar mit dem Alltag, ist auch in der Ferienzeit weniger manchmal mehr. Denn neben den Highlights sind es besonders die Pausen, die das Hier und Jetzt intensiv erleben lassen. Sinnvoll ist es, sich bereits im Vorfeld zu überlegen, was im Urlaub auf keinen Fall fehlen darf und welche Bedürfnisse warten können. Zudem ist Kompromissbereitschaft gefragt, sofern Sie die freie Zeit nicht allein verbrinEXPERTENTIPP
LEBENSBERATUNG gen. Achten Sie jedoch darauf – je nach Persönlichkeit – nicht stets das Eigene zugunsten der Wünsche anderer Familienmitglieder zurückzustellen oder aber mit Nachdruck durchsetzen zu wollen. Denn letztlich sollte es für jeden Einzelnen möglich sein, auf seine Kosten zu kommen.
Was Sie wirklich wollen Spüren Sie gut in sich hinein und lassen Sie getrost die Vorstellun-
gen und Bilder von Urlaub in ihrem Kopf los, um wahrzunehmen, was Sie im bevorstehenden Sommer wirklich wollen. Selbst wenn die Destination bereits feststeht, gibt es innerhalb dieses Rahmens immer Gestaltungsspielraum. So gilt es etwa die Zeit zu dosieren, die man gemeinsam verbringt, und jene, die man für persönlichen Rückzug nutzt.
Drei Ebenen betrachten Fragen Sie sich zudem, welche der folgenden drei Ebenen aktuell Ihre besondere Zuwendung braucht, und in welcher Form. Verlangt der Körper eher nach Abenteuer und Aktivität oder mehr nach Ruhe und Entspannung? Und wie steht es um Ihren Geist? Ist er rege und auf der Suche nach Abwechslung bzw. neuen Eindrücken oder sehnt er sich nach einer gedanklichen Auszeit? Wie ist es weiters um Ihre seelische Verfassung bestellt? Ist die Grundstimmung stabil und ausgeglichen oder fahren die Gefühle gerade Achterbahn und fordern zur Klärung bestimmter Lebens bereiche auf?
Vertrauen Sie dem, was Sie spüren, anerkennen Sie dies als Ihre gegenwärtige Realität und lassen Sie sich von ihr leiten wie von einem persönlichen Kompass. Schärfen Sie Ihre Sinne sowohl für Ihr Bauchgefühl als auch dafür, was Sie umgibt – im Bemühen, das Innen und Außen möglichst in Einklang miteinander zu bringen. Selbst wenn nicht alles so läuft wie geplant, lassen Sie sich dadurch die Laune nicht verderben und halten Sie die Augen offen für den Zauber, der auch allen nicht perfekten Dinge innewohnt. Und falls es Ihnen schwerfällt, den Zauber zu erkennen, werden Sie selbst zum „Wolkenschieber“ und malen Sie einfach einen Regenbogen in den nassen Himmel. So lassen auch Sie an jenen Orten etwas von sich selbst zurück und verwandeln „trübes Wetter“ mit einem Hauch von Sonnenschein. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen allen eine gelungene Sommerpause!
Mag. Sabine Fleisch MSc ist Psychologin und Psychotherapeutin – mehr Infos unter www.sabinefleisch.com
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12 Fit & Gesund
Freitag, 28. Juni 2019 Vorarlberger Nachrichten
Wenn Familien eine Reise tun
Dann ist besonders Organisationstalent, aber auch Flexibilität gefragt. SCHWARZACH Mit der Ferienzeit
rollt auch die große Reisewelle der Familien an. Darum sollten, wenn noch nicht erledigt, jetzt die letzten Reisevorbereitungen getroffen werden. Und egal ob sich der Familienrat für einen gut durchstrukturierten Badeurlaub im Club, einen lockeren Campingurlaub am See oder doch für eine abenteuerliche Reise in eine Stadt entschieden hat, ausschlaggebend für ein Gelingen ist eine gut durchdachte Planung, An- und Abreise, aber auch die gewisse Leichtigkeit des Seins am Urlaubsort selbst. Hier nun ein paar Tipps für eine gelingende Familienreise.
Auf längere Busfahrten sollte gänzlich verzichtet werden, besser den Zug oder das Auto nehmen. Bei längeren Autofahrten gilt das Prinzip „Schritt für Schritt“ oder besser „Etappe für Etappe“, entsprechender Sonnenschutz, Nackenkissen, Spielemöglichkeiten und Pausen inklusive. Kurze Flugreisen kann man untertags zurücklegen und somit dem Tagesrhythmus des Kindes anpassen; auf der Langstrecke bieten sich Nachtflüge an, idealerweise nonstop. Und um unnötigen Stress beim Einchecken zu vermeiden, könnte schon vorab die Onlinevariante gewählt werden. Übrigens: Babyfläschen und
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Wenn sich Mama, Papa und der Nachwuchs auf Reisen begeben, dann sollten viele
fertige Babynahrung dürfen im Handgepäck mitgeführt werden, und Kinder ab zwei Jahren haben Anspruch auf einen eigenen Sitzplatz; für kleinere gibt es meist die Möglichkeit, ein Babybettchen vorab zu reservieren.
Qualität bevorzugen Apropos Reservierung: Beim Buchen der Unterkunft gilt „Qualität hat Vorrang“. Denn anders als bei
Single- oder Pärchenreisen verbringt man als Familie viel mehr Zeit im Zimmer (Mittagsschlaf, Rückzugsort, ...). Zudem machen sich die Kleinen auch gerne barfüßig auf Erkundungstour, vorzugsweise auf allen Vieren am Boden entlang. Was zum nächsten Punkt führt: Auch wenn die Urlaubsdestination viele Attraktionen bietet, ist es besser, sich auf wenige, altersabhängig, zu konzentrieren
TIPPS FÜR DEN FAMILIENURLAUB VORAB » Reisedistanz auf das Alter der Kinder abstimmen » Bei längerer An- und Abreise Etappen einplanen » Unterkunft bewusst nach den Bedürfnissen der Kleinen auswählen – Qualität ist hier mehr, denn das Zimmer ist nicht nur Schlafgelegenheit, sondern vielmehr Aufenthaltsraum » Organisatorisches wie gültiger Reisepass (Kinder müssen einen eigenen haben), Reiseversicherung, Reiseapotheke (speziell auf Kinder abgestimmt) abchecken » Genügend Freizeit einplanen – weniger Sehenswürdigkeiten, mehr Spielmöglichkeiten » Reiseziel dem Kind anhand von Reiseführern, Bildern etc. erklären AUF DER REISE » Längere Busfahrten vermeiden » Längere Autofahrten etappenweise in Angriff nehmen » Reise mit dem Zug bedeutet Bewegungsmöglichkeit » Flugreisen am besten nonstop – Fernreisen idealerweise nachts
» Kleines Spielzeug mitführen » Kleine Snacks und Getränke bereithalten » Leichtes Gepäck – eine helfende Hand der Eltern sollte immer frei sein » Mittel gegen Reiseübelkeit griffbereit halten AM URLAUBSORT » Jetlag beachten » Tagesrhythmus an die Zeit vor Ort anpassen » Gepäck verstauen – für die Orientierung bekommt alles seinen festen Platz » Platz für Eroberungen am Urlaubsort einräumen » Ferienanlage mit dem Kind erkunden » Spontanität beweisen – Tagesstruktur nur grob definieren, so kann auf die Tagesverfassung der Kinder reagiert werden » Hygiene großschreiben – öfters die Hände waschen, nur geschältes Obst essen, bestenfalls auf Salat verzichten, kein Wasser aus dem Hahn oder Getränke mit Eiswürfeln versehen trinken
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Freitag, 28. Juni 2019 Vorarlberger Nachrichten
Michael Thaler Leiter der ifs Familienberatung
Sommerferien Liebe Leserinnen und Leser, die Sommerferien stehen vor der Tür. Damit verbunden sind oftmals Vorstellungen, was alles passieren soll(te). Am Ende der Ferienzeit müssen wir dann nicht selten erkennen, dass Geplantes nicht oder nur teilweise umgesetzt wurde. Manchmal sogar wird das Wort „katastrophal“ mit Erlebtem in Verbindung gebracht.
Bedürfnisse unter einen Hut gebracht werden – eine gute Planung und dabei flexibel bleiben, heißt nun das Gebot der Stunde.
und idealerweise immer wieder reine Badetage mit ungezwungenen Spielmöglichkeiten einzuplanen. Gerade auch deshalb, weil Kinder ihre neu erworbenen Eindrücke am besten beim Spielen verarbeiten und so wieder Kraft für neue Abenteuer sammeln.
die die Darmflora wieder in Ordnung bringen. Und auch wenn der Nachwuchs in Sachen Essen etwas heikler ist, viele Hotels bieten die heiß begehrten Spaghetti,
Gelassenheit Ein großes Thema auf Reisen ist klarerweise die Ernährung. Hier gilt es auf jeden Fall so viel wie möglich zu trinken, aber weniger stark gesüßte Limonaden als Wasser, natürlich aus der versiegelten Flasche und am besten mit einem Trinkhalm und ohne Eiswürfel. In Sachen kulinarische Genüsse sollte bestenfalls auf Salat verzichtet und das Obst nur im geschälten Zustand verzehrt werden. Notfalls helfen spezielle Arzneimittel,
Foto: pixabay
» ELTERN BILDUNG
Reis oder Pommes an. Auch gegen ein Eis schon vormittags oder einen Kuchen zum Abendessen ist nichts einzuwenden. Denn bedenken Sie: Es ist Urlaubszeit, die
Zügel können etwas lockerer gelassen werden. Die ganze Palette an Nahrungsmitteln gibt es dann eben wieder zu Hause. Eine etwas entspanntere Einstellung im Urlaub ist generell gefragt, dann ist nämlich nicht die Zeit für große Erziehungsmaßnahmen. Reisen bedeutet bestenfalls unbeschwerte Freizeit für alle. Denn wenn schon die Eltern nervös, gereizt und gestresst sind, überträgt sich das auf das Kind. Mit der Folge: Supergau. Also viel besser Gelassenheit an den Tag legen, Humor beweisen. Denn was macht eine Reise mehr aus, als die kleinen Hoppalas und die mit unzähligen Erinnerungen angefüllten Koffer, die dann noch lange an den Urlaub erinnern und vielleicht für den einen oder anderen Lacher sorgen.
Auf ins Abenteuer! Kleine Menschen stellen große Fragen. Kann ich, darf man, sollen wir …? Eltern brauchen Antworten.
Und ja, manchmal haben wir darauf keinen Einfluss. Aber in vielen Fällen ist unser Erwarten und unser Verhalten ausschlaggebend. Denn selbst wenn Erwartung und Realität nicht zusammenfinden, so liegt es doch vielmehr an uns, das Positive hervorzuheben. Und das ist nicht immer ganz einfach: Gelangweilte Kinder, Konflikte in der Beziehung, erkrankt am Ferienort – das alles zerrt an den Nerven. Weitere erschwerende Umstände wie finanzielle Engpässe, fehlende Kinderbetreuungsmöglichkeiten oder mangelnder Urlaubsanspruch lassen die Sommerferien zur Belastungsprobe werden. Anfang September wird dann nicht selten der Ausspruch „Gott sei Dank sind die Sommerferien zu Ende“ ausgeschnauft. Schade, denn häufig benötigt es nicht viel, um tolle Erlebnisse für die Familie, aber auch für sich selbst zu schaffen. Es gilt darauf zu achten, dass jedes Familienmitglied seine Bedürfnisse befriedigen kann, manchmal auch nur teilweise. Dabei ist auf eine Balance zwischen Wunschumsetzung und Kompromissleistung, zwischen Fordern und Geben zu achten. Die Umsetzung, diese findet in der Familie statt, manchmal aber auch für sich alleine. Ich wünsche Ihnen einen entspannten Start in die SommerANZEIGE ferien!
elternbildung@kath-kirche-vorarlberg.at l www.elternbildung-vorarlberg.at
Infos unter www.ifs.at
14 Fit & Gesund
Freitag, 28. Juni 2019 Vorarlberger Nachrichten
Wohltuendes für die Augen KRUMBACH
„Es fühlt sich an, als hätte ich Sand in den Augen.“ So ähnlich erleben Menschen mit trockenen, gereizten Augen ihre Beschwerden. Ursachen sind meist UV-Licht, Computerarbeit und häufig auch trockene Raumluft. Von trüben Augen wird gemeinhin gesprochen, wenn es den Augen an Glanz fehlt. Nicht immer müssen dann gesundheitliche Störungen vorliegen, manchmal gehören trübe Augen zur Konstitution. Gesund leben heißt nun, die jeweilige Konstitution zu unterstützen und im Gleichgewicht zu halten. So gehören trockene, trübe und glanzlose Augen, oftmals auch dunkle Augenringe, zu den typischen Vata-Erkrankungen. Dahingegen wirken die Augen der Kapha-Menschen durch das reine, feuchte und große Augenweiß klar und glänzend. Feurige, klare Augen, mit einer scharf einEXPERTENTIPP
AYURVEDA gerahmten Iris gehören zu den typischen Merkmalen eines PittaMenschen. Da die Augen im Ayurveda dem Pitta-Dosha zugeordnet werden, leiden Pitta-Menschen auch häufig an Augenproblemen und Sehschwächen, sofern das PittaDosha aus dem Gleichgewicht geraten ist. Nach ayurvedischem Wissen haben verschiedene Heilpflanzen eine klärende Wirkung; diese werden unter Berücksichtigung der jeweiligen Konstitution ausgewählt. So wird bei trockenen oder brennenden Augen oft Gheegeklärte Butter verwendet. Dem Ghee wird eine entzündungshemmende und kühlende Wirkung zugeschrieben. Ebenso wird dem Kampfer eine kühlende, reinigende Wirkung nachgesagt. Kampfer stärkt in kleinen Dosen den Geist und öffnet die Sinne. Sehr wohltuend sind auch Pads in Rosenwasser getränkt und dies auf die geschlossenen Augen gelegt. Veronika Forster ist dipl. Ayurveda-Praktikerin – www.pension-sonnblick.at
Am Ziel angekommen öffnet sich ein unbeschreiblicher Rund- und Ausblick.
Die Rheintaler Triumphfahrt
Auch mit dem E-Bike lässt sich diese Tour problemlos machen. RÜTHI Viele Biker werden ge-
radezu magisch von einer der schönsten und gleichzeitig anforderungsreichsten Biketouren in der Ostschweiz angezogen und sie strömen aus der ganzen Ostschweiz, vor allem auch aus ganz Vorarlberg heran. Die Tour startet im Dorf Rüthi am Fuße des Hohen Kasten. Gleichmäßig ansteigend führt die asphaltierte Straße von Rüthi hinauf zum Brunnenberg, gleichzeitig auch Wanderparkplatz für Fahrzeuge. Die Alpe Brunnenberg lädt zum Verweilen ein, bevor es an das Steilstück und da vorbei an der Abzweigung zum Montlinger
Schwamm und der herrlich gelegenen Rüthner Inneralpe geht. Dort eröffnet sich südwärts ein fantastischer Ausblick in die Vorarlberger, Liechtensteiner und EXPERTENTIPP
TOUREN Bündner Bergwelt sowie Richtung Norden in das weite Rheintal mit dem Bodensee am Horizont.
Lohnender Aufstieg Vorbei an den satten Weiden der Rüthner- und Oberrieteralpen ge-
DETAILS ZUR TRIUMPHFAHRT KÜRZERE VARIANTE Ausgangsort Brunnenberg Mit dem Auto ab Rüthi zum Restaurant Hirschen und hinauf zum Brunnenberg bis zum Fahrverbot (großer Parkplatz); Brunnenberg – Oberkamor Bikedepot und zurück zum Brunnenberg: 16 km, 1.50 Stunden, 808 Höhenmeter.
STRECKENBESCHREIBUNG Rüthi-Kirche – Bahnschranke – Staatsstraße nach rechts – Gasthaus Hirschen – Bikewegweiser links hinauf – Brunnenberg – Ruschwald Richtung Hoher Kasten – Inneralp – Unterkamor – Oberkamor – Militäranlage (Ende Bikestrecke) 23 km, 2.45 Stunden.
LÄNGERE VARIANTE Ausgangsort Kirche Oberriet Mit dem Bike entlang der Hauptstraße Richtung Altstätten, beim Dorfausgang Wegweiser „Montlingerschwamm“, der Aufstieg via Bergrestaurant. Montlingerschwamm ist angenehmer und weniger steil, die Tour verlängert sich aber um ca. 5 km und 30 Minuten.
ANFORDERUNGEN Es sind über 1000 Höhenmeter zu bewältigen. Die Tour erfordert etwas Kondition und Durchhaltewillen. Die gesamte Tour ist auch mit dem E-Bike problemlos zu bewältigen. Einkehren Berggasthaus Montlinger Schwamm, Montag Ruhetag; Berggasthaus Hoher Kasten, kein Ruhetag.
winnen wir schnell an Höhe. Nach kurzer Zeit erreichen wir schon den Unterkamor, wo sich erstmals der Blick ins Appenzellerland öffnet. Nun beginnt die eigentliche Triumphfahrt zum Oberkamor, der schönst gelegenen Alpe im Rheintal. Die Belohnung für den relativ steilen Aufstieg ist außerordentlich. Nirgends im Rheintal ist die Aussicht beeindruckender als vom Oberkamor respektive Hohen Kasten. Von der prächtigen Aussichtskuppel des Kamors reicht die Sicht über das Appenzellerland bis weit über den Bodensee. Die Vorarlberger- und Allgäuer Berge können fast als Ganzes bewundert werden. Absolut lohnenswert ist der gut 20-minütige Aufstieg zu Fuß auf den Hohen Kasten (100 Höhenmeter). Das Bike wird am Ende der Fahrstraße bei der Militäranlage abgestellt. Die Abfahrt hinunter zurück nach Rüthi darf schließlich als Dessert der Tour bezeichnet werden. MARLIES MOHR marlies.mohr@vn.at 05572 501-385 Die Biketour stammt aus dem Buch „Bike- und E-Bike-Erlebnisse“ von Oskar Gächter; mehr Infos unter www.bikefuehrervorarlberg.at
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Freitag, 28. Juni 2019 Vorarlberger Nachrichten
Grauschattierte Schaffensseite Österreichische Ärztetage: Arbeitssucht und Burn-out sind ziemlich ident.
GRADO Erstmals gibt es aus einer
repräsentativen Umfrage konkrete Zahlen zum Burn-out in Österreich. Diese „totale Erschöpfung“ ist in wesentlichen Merkmalen fast ident mit der Arbeitssucht, für welche wiederum ganz ähnliche Kriterien gelten wie für eine Substanzabhängigkeit. Dies erklärt Michael Musalek, Ärztlicher Leiter des Anton Proksch Instituts.
Drei Burn-out-Stadien Eine repräsentative Umfrage hat laut Musalek erstmals für Österreich unter rund 1000 Erwachsenen beiderlei Geschlechts seriös die Häufigkeit von Burn-out belegt. Demnach sind 52 Prozent als gesund zu betrachten. 19 Prozent befinden sich in einem frühen „Problemstadium“, 17 Prozent in einem „Übergangsstadium“ (Stadium II), schließlich acht Prozent im Stadium III, also krank. Vier Prozent der Bevölkerung seien schließlich „rein depressiv“. Während nun im Stadium I des Burn-out die Überlastung vom Betroffenen zumeist unerkannt bleibt, wird das im Stadium II
Wenn Arbeit zur Belastung oder Sucht wird, reagiert der Körper unweigerlich.
zwar erkannt, aber mit einer völligen Zentrierung auf die Arbeit beantwortet. Aus Reizbarkeit wird ständige Gereiztheit, erklärte der Psychiater. Das Hochfahren aller emotionalen und physischen Systeme führt zu Hypertonie und anderen körperlichen Symptomen, aber auch zu sozialer Isolation. Der Zusammenbruch der Überaktivierung im Stadium III (Krankheit) bewirkt schließlich die völlige Erschöpfung, Arbeitsunfähigkeit, Depressionen, etc.
„Das alles kann man nicht ‚simulieren‘. Da müssen Sie zehn Jahre lang zu viel arbeiten. Da müssen Sie ihre Beziehung zerstörten. Es gibt keinen Burn-out zwischen 10 und 18 Uhr“, betont Musalek und wendet sich damit gegen Ansichten, die immer wieder von „Simulantentum“ sprechen.
Süchtig nach Arbeit Die Zentrierung auf die Arbeitswelt kann auch in der Form der
Arbeitssucht eine dem Burn-out ähnliche Erscheinung psychischer Probleme darstellen. Die Konsequenz kann auch der Burn-out sein. „Jedes Suchtmittel ist großartig. Es hat eine große Attraktivität. Das gilt auch für solche Verhaltenssüchte“, sagt der Experte. Arbeitssucht unterscheidet sich laut Musalek nicht von der Abhängigkeit von Substanzen wie Alkohol, Kokain, Heroin oder PsychoMedikamenten: Craving (starker Wunsch/Zwang nach Konsum), Kontrollverlust als zentrales Merkmal, körperliche und psychische Abhängigkeit, Toleranzentwicklung und Entzugssyndrom. Im Endeffekt aber dürften sowohl Burn-out als auch Arbeitssucht in den meisten Fällen nicht die Ursache, sondern die Folge anderer psychischer Störungen und Erkrankungen sein: von Depressionen, Angststörungen, Persönlichkeitsstörungen und mehr. „Diese lassen offenbar erst die Problematik von Suchtmitteln oder substanzunabhängigen Abhängigkeiten aufkommen“, so der Experte abschließend.
Natürliche Hilfe bei Lebensmittelvergiftungen Das beliebteste homöopathische Arzneimittel bei Magen-DarmErkrankungen aufgrund von Lebensmittelvergiftungen nach Verzehr von Obst, Fleisch- und Wurstwaren sowie Alkohol oder Eiscreme ist Arsen. Symptome dafür sind brennende oder krampfartige Magen- und Darmschmerzen sowie wässriger, scharfer, fast wundmachender Stuhlgang. Die Patienten sind total entkräftet und geschwächt. Sie frieren schnell und haben das Verlangen nach Wärme sowie kleinen Mengen an warmen Getränken. Durchfall, Übelkeit und Erbrechen sind meist nachts nach Mitternacht bis 2 Uhr am schlimmsten. Ruhelosigkeit und Ängstlichkeit begleitet diesen Zustand. LINDAU
Bei Nahrungsmittelunverträglichkeit, die von Blähungen, reichlichem, unverdautem Durchfall begleitet wird, ist das Arzneimittel China angezeigt. Der Zustand ist vor allem durch hohen Flüssigkeitsverlust geprägt. Vorzugsweise entsteht dieser Krankheitszustand nach dem Verzehr von EXPERTENTIPP
HÖMOPATHIE verdorbenem Fisch oder Fleisch, aber auch Milchshakes und Obst. Die schmerzhaften, eingeklemmten Blähungen bessern sich durch festen Druck ins Abdomen, leichte Berührungen hingegen verschlechtern den Zustand. Das homöopathische Arzneimittel Veratrum album zeigt hingegen häufig Wirkung bei Übelkeit, Erbrechen und Durchfall,
der vorwiegend nach Genuss von Gurken oder Obst auftritt. Die Betroffenen fühlen sich elend, so als ob sie jeder Zeit kollabieren könnten. Das Gesicht ist blass, fahl und eingefallen. Der kalte Stirnschweiß, die eisige Kälte der Nasenspitze, des Gesichts, der Arme und Hände sowie der Beine und Füße ist wahlanzeigend; das Verlagen nach großen Mengen, kalten, sauren Getränken ist groß. Carbo vegetabilis kommt bei Lebensmittelvergiftungen, die besonders nach Verzehr von kalten Speisen wie Eiscreme, kalten Getränken oder Milchshakes auftreten zur Anwendung. Der Zustand der Betroffenen ist von schwerer Diarrhoe und einem kollapsartigen Gefühl gekennzeichnet. Dem Patienten ist kalt, er friert und dennoch verlangt er nach frischer Luft. Auftreibungen und Blähun-
gen werden durch das Aufstoßen erleichtert. Als letztes Mittel ist noch Sulphur zu nennen. Diese Menschen lieben Bier und Süßes, welches sie aber leider nicht vertragen. Der Durchfall treibt Sie morgens zwischen 5 und 6 Uhr aus dem Bett; dieser riecht dabei sehr übel, wie faule Eier. Die Patienten sind durstig und hitzig. Einnahme des homöopathischen Arzneimittels: 3 Globuli in der Potenz C200 unter der Zunge zergehen lassen. Anschließend 3 weitere Globuli in einer Tasse mit ¼ l kaltem Wasser auflösen und davon dreimal täglich (für die Dauer von 2 Tagen) einen Schluck einnehmen. Elisabeth Majhenic ist Therapeutin und Dozentin in klassischer Homöopathie – Infos unter www.homoeopathieinstitut.com
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Freitag, 28. Juni 2019 Vorarlberger Nachrichten | Anzeigen
Der Sommer kommt Die EKVK gilt im gesamten EU- und EWRRaum sowie in der Schweiz, in Mazedonien, Montenegro, Serbien und Bosnien-Herzegowina (in den drei letztgenannten Ländern ist sie beim zuständigen Sozialversicherungsträger gegen eine gültige Anspruchsberechtigung umzutauschen). Die EKVK kann bei allen Vertragsärztinnen und Vertragsärzten sowie in öffentlichen Spitälern verwendet werden. Wichtig ist, die Karte gleich vor Behandlungsbeginn vorzuweisen. Der ausländische Krankenver-
sicherungsträger rechnet normalerweise direkt mit der VGKK ab. Manchmal wird die EKVK – trotz anderslautender Bestimmungen – nicht akzeptiert und eine Barzahlung verlangt. Sollte dies passieren, muss man sich unbedingt eine detaillierte Rechnung ausstellen lassen. Dies gilt auch für private Kliniken und Privatärztinnen bzw. Privatärzte. Gegen Vorlage der Rechnung gibt es von der VGKK eine Kostenerstattung.
len anderen Reisezielen sind sämtliche ärztliche Leistungen selbst zu bezahlen. Wer sein Urlaubsbudget nicht zusätzlich belasten möchte, sollte in jedem Fall eine private Reisekrankenversicherung abschließen. Viele Leistungen im Urlaub sind oft auch über Zusatzangebote bei Automobilklubs oder Kreditkartenfirmen abgedeckt. Wichtig für eine Kostenerstattung Die VGKK benötigt eine detaillierte Rechnung. Auf dieser sollten alle medizinischen Leistungen, Medikamente, Heilbehelfe etc. samt ihren einzelnen Honoraren angeführt sein. Ebenso ist ein Zahlungsnachweis erforderlich. Die Kostenerstattung erfolgt nach inländischen Tarifen (nicht in Rechnungshöhe). Dabei kann es zu großen Differenzen kommen, da die ausländischen Sozialversicherungen andere Tarife haben und private Behandler die Preise frei bestimmen können. Wer eine private Reiseversicherung abgeschlossen hat, kann von der VGKK eine Bestätigung über die Kostenerstattung verlangen und mit dieser dann die Restkosten bei der Privatversicherung geltend machen.
Außerhalb Europas Für Reisen in die Türkei gibt es nach wie vor einen Urlaubskrankenschein, der bei der Arbeitsstelle oder bei der VGKK aufliegt. Der Urlaubskrankenschein muss vor Beginn der ärztlichen Behandlung beim ausländischen Krankenversicherungsträger in einen ortsüblichen Krankenschein eingetauscht werden. Erst dann werden ärztliche Behandlung, Medikamente oder Spital auf Kosten der Krankenkasse gewährt. Bei al-
Rückerstattung Für die Rückerstattung ist eine detaillierte Rechnung notwendig. Auf dieser sollten die Diagnose, alle medizinischen Leistungen, Medikamente etc. samt den einzelnen Honoraren angeführt sein (wenn möglich in deutscher Sprache). Ebenso ist ein Zahlungsnachweis erforderlich.
Foto: pitopia/Robert Kneschke
... und mit ihm der nächste Urlaub. Im Reisegepäck nicht fehlen darf dabei die e-card. Nicht nur in ganz Österreich ist man damit krankenversichert, sondern auch in den meisten europäischen Ländern. Dies ist gewährleistet durch die EKVK (Europäische Krankenversicherungskarte), die sich auf der Rückseite der e-card befindet.
Die Kostenerstattung erfolgt nach inländischen Tarifen (Achtung: ist nicht identisch mit der Rechnungshöhe). Dabei kann es mitunter zu größeren Differenzen kommen, da ausländische Sozialversicherungsträger andere Tarife haben und private Behandler die Preise frei bestimmen können.
www.vgkk.at