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Fit gesund feb 2018

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Fit & Gesund Gesundheitsbeilage

Freitag, 23. Februar 2018

Aufbruch Der FrĂźhling naht, und das sorgt fĂźr Aufbruchsstimmung. Eva aus Lochau geht es am liebsten sportlich an.


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Freitag, 23. Februar 2018 Vorarlberger Nachrichten

Kinder lieben Abenteuer! Plädoyer für „Mut zum Risiko“.

INNSBRUCK Früher war die Na-

tur ein riesiger Spielplatz, heute hat sich der Radius, in dem sich Kinder unbeaufsichtigt bewegen dürfen, auf wenige hundert Meter verringert. Kinder werden an der Hand geführt und so nicht nur vor Gefahren bewahrt, sondern auch vor der eigenen Entwicklung. Die Alpenvereinsjugend geht andere Wege und setzt nun mit einer augenzwinkernden Kampagne eine Diskussion in Gang.

Freiräume für Entwicklung „Kinder brauchen Abenteuer. Sie müssen die Möglichkeit haben, die eigenen Kräfte in der Natur zu erproben und ihre Grenzen auszuloten. Wer ihnen diese Freiräume nimmt, nimmt ihnen auch die Chance, sich motorisch und koordinativ weiterzuentwickeln“, erklärt Nicole Slupetzky, Vizepräsidentin und Bundesjugendleiterin im ÖAV. Dieser Effekt leuchtet schon bei den ersten Schritten ein, verdeutlicht Jürgen Einwanger von der Alpenverein-Akade-

mie: „Kinder erlernen das Gehen, indem sie sich wackelig auf zwei Beine stellen, stürzen und es gleich danach mit derselben Freude wieder versuchen. So lange, bis es klappt. Würde man sie dabei immer an der Hand nehmen und sie am Umfallen hindern, würde man ihre Fortschritte deutlich verzögern.“ Das größte Risiko sei offenbar, wenn es beim Spielen kein Risiko mehr gebe. Laut einer Studie hat eine allzu sichere Spiel­ umgebung nicht nur negative Auswirkungen auf die körperliche Fitness, sondern auch auf die soziale, emotionale und intellektuelle Entwicklung.

Cartoons mit ernster Botschaft Mit einer humorvollen Bilderserie möchte der Alpenverein nun zum Nachdenken anregen. Die zehn Cartoons lassen neben dem Witz aber auch einen ernsten Kern erkennen. Dabei wird die CartoonFamilie des Alpenvereins mit viel Liebe zum Detail durch den Kakao gezogen.

IMPRESSUM REDAKTION Marlies Mohr, Tel. 0676 88005-385, E-Mail: marlies.mohr@vn.at ANZEIGENBERATUNG Russmedia Verlag GmbH, Gutenberg­straße 1, 6858 Schwarzach BEITRÄGE, FOTOS UND QUELLEN Marlies Mohr, Health.com, netdoktor.at, Philipp Steurer, Roland Paulitsch, VN-Archiv, Shutterstock VERLEGER (MEDIENINHABER) UND HERSTELLER Russmedia Verlag GmbH, 6858 Schwarzach, Gutenbergstraße­1, Redaktion und Anzeigen: ­6858 Schwarzach, Gutenbergstraße 1

Editorial

Marlies Mohr

Wohliges Gefühl Sie kennen sicher den wunderbaren Spruch „Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne“. Wird gerne verwendet, wenn einem das Leben eine gravierende Änderung aufzwingt und man irgendwie doch wieder die Kurve kriegt.

„Wenn die Tage wieder spürbar länger werden, hat das schon etwas von einem zauberhaften Neuanfang.“ Nun würde ich den Wechsel der Jahreszeiten nicht unbedingt als einschneidend bezeichnen, weil er uns ja ständig begleitet. Wenn die Tage aber wieder spürbar länger werden, hat das schon etwas von einem zauberhaften Neuanfang. Und viele sehen das auch so. Die Last der Dunkelheit weicht von den Schultern und macht der Freude Platz. Es fühlt sich zuweilen an, als ob das Leben neu beginnen würde. Tut es, zumindest in der Natur. Aber auch wir Menschen lassen uns von diesem wohligen Gefühl gerne leiten. Wie wäre es also, gewisse Gewohnheiten zu verändern, beispielsweise jene Gewohnheit, das Frühstück einfach ausfallen zu lassen?

Studien haben nämlich gezeigt, dass der Verzicht auf die erste Mahlzeit des Tages dem Körper auf Dauer nicht unbedingt bekommt. So steigt demnach das Risiko für Herzkreislauf-Erkrankungen (Seite 3). Sich Zeit für das Frühstück zu nehmen soll also kein Schaden sein. Wer regelmäßig sportelt tut zudem gut daran, hin und wieder seinen Eisenstatus prüfen zu lassen. Denn aktive Menschen haben einen höheren Bedarf an diesem Stoff (Seite 4). Ein immer aktuelles Thema ist auch die Augengesundheit. Viel zu lange laufen Menschen mit Sehproblemen herum. Dabei sind unsere Augen die wichtigsten Sinnesorgane. Es würde sich lohnen, gut darauf zu schauen (Seiten 6/7). Oder haben Sie sich schon einmal mit Naturkosmetik beschäftigt? Das ist ein interessantes Thema, vor allem, wenn man sieht, welch’ wundervolle Dinge entstehen können, wenn jemand dieses Handwerk beherrscht. Auch im kleinen Vorarlberg gibt es eine tolle Produktpalette (Seiten 10/11). Viel Spaß beim Lesen, wünsche ich. MARLIES MOHR marlies.mohr@vn.at 05572 501-385

GEWINNERIN – Im Rahmen des „VN Fit & Gesund“-Gewinnspiels hat Klaudia Düringer aus Röthis einen Kurzurlaub für zwei Personen mit drei Übernachtungen im Stanser Hotel Schwarzbrunn**** SUP gewonnen. Die Gewinnerin erwartet behagliches Wohlfühlambiente mit Tiroler Flair, kulinarischen Genüssen und ein 3000 m2 großes SPA. Anna Seyfried überreichte der glücklichen Gewinnerin (r.) den Gutschein.


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Das Frühstück macht den Tag Vor allem kann es ein Schutz gegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen sein.

toren, die in direktem Zusammenhang mit Herz-KreislaufErkrankungen stehen. So sind Diabetes, Übergewicht oder Bluthochdruck mit einem erhöhten Risiko für diese Erkrankungen verbunden. Viele Risikofaktoren können durch Umstellungen der Lebensgewohnheiten minimiert werden. Besonders durch die richtige Ernährung lässt sich vieles aktiv vermeiden. Hierbei spielen sowohl die Qualität als auch die Häufigkeit und die Zeiten der Nahrungsaufnahme eine Rolle. Es gibt bereits mehrere Hinweise darauf, dass das Frühstücks­ verhalten einen Einfluss auf HerzKreislauf-Erkrankungen hat.

stücksverhalten und der Entwicklung von Arteriosklerose gibt. Zu diesem Zweck wurden 4052 Büroangestellte, die zwischen 40 und 54 Jahre alt waren und bisher keine Herz-Kreislauf-Probleme hatten, nach ihrem Lebensstil befragt und auf Arteriosklerose unter-

Auslassen lohnt nicht

Lebensstil im Fokus In einer Studie eines internationalen Forscherteams wurde untersucht, ob es einen Zusammenhang zwischen dem Früh-

Gesünder leben mit einem Frühstück.

Eigenen Rhythmus respektieren Entwicklungsgeschichtlich gesehen ist Stress nichts anderes als eine körperliche Reaktion auf eine Belastungssituation. Der Körper wird in Alarmbereitschaft versetzt und auf die Bewältigung der Situation vorbereitet. Das Gehirn als Steuerzentrale sorgt in Sekundenbruchteilen dafür, dass Stresshormone ausgeschüttet werden: Der Körper wird mit Botenstoffen wie Adrenalin überflutet. Die Atemfrequenz erhöht sich, der Puls schnellt in die Höhe, die Muskulatur wird besser durchblutet. Der Organismus ist bereit, zu reagieren. Nach Abwendung der Gefahrensituation folgt eine Phase der Entspannung, in der sich die Körperfunktionen wieder normalisieren. Der abgelaufene Mechanismus bleibt ohne langfristige Folgen für den Körper. Erst wenn Stress im Übermaß auftritt und der Organismus keine ausreichende Möglichkeit zur Entspannung hat, wird er zum Gesundheitsrisiko. Die Auswirkungen einer lang andauernden Stresssituation spiegeln sich in nahezu allen Organsystemen wider:

SCHWARZACH

sucht. Je nach Art des Frühstücks konnten die Teilnehmer in drei verschiedene Gruppen eingeteilt werden: energiereiches Frühstück (mehr als 20 Prozent der täglichen Energiezufuhr), energiearmes Frühstück (zwischen fünf und 20 Prozent der täglichen Energie­ zufuhr) und kein Frühstück (weniger als fünf Prozent der täglichen Energiezufuhr). 27 Prozent der Teilnehmer nahmen täglich ein energiereiches Frühstück zu sich, 70 Prozent ein energiearmes, und drei Prozent der Teilnehmer ließen das Frühstück regelmäßig ausfallen.

Das Immunsystem wird langfristig geschwächt. Der Magen-DarmTrakt reagiert typischerweise mit Verdauungsproblemen, chronisch erhöhter Blutdruck als Folge der Dauerbelastung gilt zudem als Risikofaktor für Herzinfarkte. Ein dauerhaft erhöhter Stresshormonspiegel wirkt sich auch auf den Stoffwechsel aus: Stress führt zu erhöhten Blutzucker- und Cholesterinwerten. Entspannung und regelmäßige Pausen sind unerlässlich bei der Stressvermeidung und Stress­ bewältigung. Freizeit und Entspan­nung passieren aber nicht einfach: Sie müssen organisiert und eingefordert werden. Wer wartet, bis es im Job weniger stressig zugeht, oder hofft, dass er vom Chef einmal eine Ruhepause verordnet bekommt, wartet oft bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag. Respektieren Sie auch Ihren eigenen­ Rhythmus: Wenn man sich fit und leistungsfähig fühlt, kann man sich schwierigere Aufgaben vorknöpfen, wer abgeschlagen ist, sollte sich zunächst um weniger anspruchsvolle Aufgaben kümmern.

Bei den Teilnehmern, die nicht frühstückten, trat Arteriosklerose häufiger auf als bei den Menschen, die regelmäßig spätestens zwei Stunden nach dem Aufstehen und vor anderen Aktivitäten etwas aßen. Bei den Teilnehmern,

die nicht frühstückten, konnte bei 72,8 Prozent eine Arteriosklerose, die nicht die Koronararterien betraf, und bei 29,2 Prozent eine Arteriosklerose, bei der vier bis sechs verschiedene Stellen betroffen waren, festgestellt werden. Bei denen, die entsprechend energiearm frühstückten, waren es 62 bzw. 14,1 Prozent und bei denen, die energiereich frühstückten 54,8 bzw. zehn Prozent. Dies war unabhängig von anderen bekannten Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Ungesunder Lebensstil Das Auslassen des Frühstücks kann ein Zeichen für eine ungesunde Ernährung und einen ungesunden Lebensstil sein. Die Autoren wollen mit dieser Studie darauf aufmerksam machen, wie wichtig eine ausgewogene Ernährung und regelmäßiges Frühstücken für die Gesundheit ist.

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DAS WISSEN DER DROGISTEN

Hautprobleme und Freizeitaktivitäten Menschen mit Hautproblemen müssengenauerdaraufachten,mit welchen Produkten sie ihr größtes Organ schützen und pflegen. Menschen mit problemloser Haut kümmern sich naturgemäß etwas weniger bei Aktivitäten im Freien um den Schutz und die Pflege ihrer Haut. Die Auswahl an einschlägigen Produkten ist riesengroß und die Verkaufskanäle sind mannigfaltig. Diverse Symptome Bei empfindlicher Haut wird (schon) mehr Augenmerk auf die Pflege gelegt und die Kunden setzen sich mit den Produkten intensiver auseinander. Probleme können Trockenheit, temporäre Entzündungen oder höhere Empfindlichkeiten gegen Außeneinwirkungen wie Sonne, Kälte oder sonstige Beanspruchungen sein. Bei Unverträglichkeiten sowie Nebenwirkungen von Medikamenten kann die Hautempfindlichkeit spürbar gesteigert sein bzw. zunehmen. Abklären und ausprobieren Bei Fleckenbildung, Juckreiz und Hautveränderungen lassen Sie sich von Arzt, Apotheker und Drogis-

ten beraten und überprüfen Sie die von Ihnen bevorzugt verwendeten Hautpflege- und Sonnenschutzmittel. Probieren Sie gleiche oder ähnliche Produkte mit entsprechenden Eigenschaften wie beispielsweise

„Ihre Haut verändert sich immer wieder. Richten Sie die Pflege sowie den Schutz unbedingt nach deren Bedürfnissen aus.“ MARTIN MALIN Snik sun cosmetics, Feldkirch

höherer Fettgehalt, höherer Sonnschutzfilter, biologische Zusammensetzung etc. Fast alle Marken bieten ihre Produkte in verschiedenen Varianten an. Angepasster Schutz Es gibt auch Sonnenschutzcremen als Pflegecremen für die Jahreszeiten und verschiedene Anforderungen wie Strahlenfilter, bei Hitze oder Kälte, im Gebirge oder am Meer. Die Auswahl reicht von unterschiedlichen Strahlenfiltern bis hin zu Cremen und Lotionen, die für spezielle Bedürfnisse von z. B. trockener und empfindlicher Haut, jugendlicher und reiferer Haut geeignet sind. Ihre Fachdrogist(inn)en beraten Sie gerne über weitere wirksame Produkte zu diesem Thema. ANZEIGE

Leistung braucht Eisen

Sport erhöht Risiko von Eisenmangel. WIEN Was nur Wenige wissen: Sportler haben ein höheres Risiko, einen Eisenmangel zu entwickeln. Fehlt dem Körper Eisen, ist seine Leistungsfähigkeit beeinträchtigt. Daher empfiehlt es sich, den persönlichen Eisenstatus erheben zu lassen und bei Bedarf eine Eisenmangeltherapie durchzuführen, damit den sportlichen Ambitionen kein Strich durch die Rechnung gemacht wird. Fehlt dem Sportlerkörper Eisen, lassen die sportlichen Bestleistungen auf sich warten. Denn intensiver Sport, besonders Ausdauersport, erhöht den Bedarf an Eisen. Ursachen dafür sind die vermehrte Beanspruchung der Muskulatur und das intensive Schwitzen, wodurch dem Körper Eisen verloren geht sowie anspruchsvolle Trainingsphasen.

Spezielle Diäten als Risiko Dazu kommt, dass viele Sportler spezielle Diäten einhalten, die das Risiko eines Eisenmangels weiter erhöhen. Die einseitige Ernährung und der Verzicht auf rotes Fleisch fördern den Eisenmangel. Fleisch ist ein wichtiger Eisenlieferant. Das in pflanzlichen Nahrungsmitteln und Geflügel enthaltene Eisen reicht oft nicht aus, um den täglichen Bedarf zu decken. Sportlerinnen im gebärfähigen Alter sind durch ihre Regelblutungen einer zusätzlichen Eisenverlustquelle ausgeliefert. Deshalb sind sie besonders anfällig für Eisenmangel. Das Thema Diät spielt ebenfalls eine Rolle. Wird diese mit intensivem Training kombiniert, steigt auch das Eisenmangelrisiko. Ausdauersportler haben je nach Trainingsintensität einen täglichen Eisenbedarf von bis zu 20 mg bzw. Sportlerinnen von bis zu 30 mg. Wird dem Körper über längere Zeit nicht genügend Eisen zugeführt, reagiert er auf diesen Mangel mit den klassischen Symptomen eines Eisenmangels: Müdigkeit, Antriebslosigkeit, Haarausfall, brüchige Nägel. Bei

Sportlern macht sich der Mangel zudem durch eine reduzierte Ausdauerleistung, Kurzatmigkeit, Herzklopfen und häufig durch unerklärliche Leistungsknicks bemerkbar.

Eisenstatus checken Um einem Eisenmangel im Sport entgegenzuwirken, sollte einerseits der persönliche Eisenstatus regelmäßig durch einen fachkundigen Arzt kontrolliert werden. Andererseits können Sportler den Eisenhaushalt ihres Körpers durch eine ausgewogene Ernährung unterstützen. Wird bei der Kontrolle ein behandlungsbedürftiger Eisenmangel festgestellt, gibt es zwei Möglichkeiten: eine orale Therapie mit Eisenpräparaten. Wenn diese nicht vertragen werden oder keine Wirkung zeigen: die Verabreichung von Eisen über die Vene. Christian Schuberth, Sportmediziner in Wien, erklärt: „Die intravenöse Eisentherapie ist die rascheste Art, leere Eisenspeicher aufzufüllen. Dabei berechnet der Arzt die Dosis und verabreicht diese in einer einzigen oder in wenigen Behandlungen. Bei der Eiseninfusion steht dem Körper verlustfrei die gesamte Dosis sofort zur Verfügung. Viele Sportler berichten, dass sie nach einer Infusion sehr rasch eine deutliche Verbesserung bemerkt haben.“

Intensiver Sport fordert den Körper.


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Wenn die Knochen leiden

MedKonkret informiert über Osteoporose und Präventionsmaßnahmen. FELDKIRCH Osteoporose ist eine häufige Erkrankung: Man geht davon aus, dass mehr als eine halbe Million Menschen in Österreich daran leiden. Jede zweite Frau und jeder fünfte Mann über 50 erleiden einen osteoporotischen Knochenbruch, das sind weltweit jährlich 8,9 Millionen Knochenbrüche, was einem Bruch alle drei Sekunden entspricht. Bei mehr als der Hälfte der Krankenhausbehandlungen nach osteoporotischen Brüchen liegen Hüftbrüche vor.

Hohe Betroffenheit Bis zu 25 Prozent dieser Betroffenen versterben innerhalb eines Jahres. Primar Günter Höfle vom Landeskrankenhaus Hohenems informiert im Rahmen von MedKonkret am Dienstag, 20. März 2018, im Montforthaus in Feldkirch über Ursachen und vorbeu-

gende Maßnahmen. Im Vorfeld bietet die Firma Neuroth wieder kostenlose Hörtests an.

Operiert wird nur in speziellen Konstellationen, zum Beispiel, wenn die Gefahr einer Rückenmarksverletzung besteht oder therapieresistente Rückenschmerzen über einige Wochen vorliegen. „Um Osteoporose und ihre Komplikationen zu vermeiden, ist es von größter Wichtigkeit, prophylaktische Maßnahmen im Sinne ausreichender körperlicher Aktivität und knochengesunder Ernährung im Alltag umzusetzen“, betont Günter Höfle.

Knochendichtemessung Die Erkrankung entsteht immer dann, wenn zu viel Knochenmasse abgebaut wird, was unterschiedliche Ursachen haben kann. Die Diagnose wird anhand einer Knochendichtemessung gestellt. Bei hochgradiger Osteoporose reicht manchmal auch ein konventionelles Röntgenbild aus, um die Diagnose zu stellen. Die Basis der Therapie bilden Lebensstilmaßnahmen wie Bewegung, knochengesunde Ernährung, Sturzvermeidung und Nikotinabstinenz. Alkohol ist nur in sehr geringen Mengen erlaubt. Liegt ein hohes Knochenbruchrisiko vor oder ist bereits ein Knochenbruch aufgetreten, ist eine medikamentöse Therapie erforderlich.

Günter Höfle ist Osteoporose-Experte.

Treten Knochenbrüche auf, muss geklärt werden, ob der Bruch operativ zu behandeln ist oder nicht. Während Hüftbrüche fast immer so rasch wie möglich operiert werden sollen, ist die Situation bei Wirbelkörperbrüchen anders.

MEDKONKRET OSTEOPOROSE – WENN DIE KNOCHEN LEIDEN Referent: Primar Günter Höfle, Landeskrankenhaus Hohenems Termin: Dienstag, 20. März 2018, Montforthaus Feldkirch Beginn: 19 Uhr, Einlass ab 18 Uhr

KLASSISCHE HOMÖOPATHIE – Expertentipp von Elisabeth Majhenic LINDAU Homöopathie ist die Königin aller Heilkünste, weil sie Körper, Seele und Geist vereint behandelt. Die klassische Homöopathie ist eine ganzheitliche, alternativmedizinische Behandlungsmethode, die im 18. Jahrhundert durch den deutschen Arzt und Apotheker Samuel Hahnemann bekannt wurde. Er schlussfolgerte aus Eigenversuchen, dass man in jedem Krankheitsfall eine Arznei wählen muss, welche am Gesunden ein ähnliches Leiden hervorrufen kann, wie sie beim Kranken heilen soll. Hier sprach er vom Ähnlichkeitsprinzip, das bis heute den Grundstein der Homöopathie bildet: „Similia similibus curentur“, also Ähnliches wird durch Ähnliches geheilt. Für sämtliche Krankheitszeichen, die der Mensch hervorbringt, findet sich in der Natur das passende Heilmittel. Die Quelle aller homöopathischen Arzneien ist also die Natur. Das Pflanzenreich: Aconit (Eisenhut), Belladonna (Tollkirsche), Pulsatilla (Küchenschelle), Calendula (Ringelblume), Nux vomica (Brechnuss) usw. Das Mineralreich: Ferrum (Ei-

sen), Sulphur (Schwefel), Calcium (Kalk der Austernschale) usw. Das Tierreich: Tarentula (Tarantel, Spinne), Lachesis (Buschmeisterschlange), Apis (Biene), Formica rufa (Ameise) usw. An dieser Stelle wurden nur einige wenige Arzneien angeführt, denn so vielfältig wie die Natur ist auch das Repertoire an homöopathischen Heilmitteln. Das Studium dieser Arzneimittel ist sehr umfangreich und tiefgreifend. Zur Behandlung von Akuterkrankungen ist die leitsymtomatische Verschreibung sehr dienlich. Das heißt man wählt eine Arznei aufgrund des Krankheitsauslösers und der sonderbaren, eigentüm-

lichen, auffallenden Symptome, die aus einem Symptomenkomplex hervorstechen (in all den Homöopathiebeiträgen von Fit- & Gesund wurden diese hervorstechenden, mittelweisenden Symptomenkomplexe zur Akutbehandlung angeführt). Chronische Krankheitsprozesse wie Rheuma, Migräne oder Krebserkrankungen usw. zu behandeln und heilen, ist hingegen wesentlich schwieriger und erfordert ein tiefes Verständnis und ausführliches Studium der Homöopathie in ihren theoretischen und praktischen Grundlagen. Es gilt, den Patienten in seiner innersten Empfindlichkeit zu erkennen, seine Krankheitsgeschichte zu erfassen und damit auch den daraus resultierenden individuellen Symptomenausdruck zu behandeln.

Schulmedizin berücksichtigen Daneben ist es wichtig, sämtliche schulmedizinische Medikamente, die ein Patient mit chronischem Leiden oft schon jahrelang einnimmt, zu berücksichtigen. Häufig werden dadurch Symptome unterdrückt und verschwinden,

dafür aber werden neue Beschwerden wachgerüttelt, die oft schwerwiegender sind als die alten. Wenn der Patient in die Praxis kommt, muss der Homöopath verstehen, zu welchem Zeitpunkt seines Krankheitsgeschehens er den Patienten abholt bzw. welche Vorgeschichte der Patient mit sich bringt. Nach korrekt gewählter Arznei gilt es dann, den Behandlungsverlauf richtig einzuschätzen, welcher bei richtiger Vorgehensweise immer der „Heringschen Regel“ folgt: Die Heilung einer Krankheit erfolgt von innen nach außen oder von oben nach unten, schwerwiegende Symptome werden von weniger schwerwiegenden abgelöst und schließlich sollen die Symptome in umgekehrter Reihenfolge ihres Auftretens verschwinden. Abschließend möchten wir folgendes Zitat von Khalil Gibran mitgeben: „Derjenige, der versucht, den Körper vom Geist zu trennen oder den Geist vom Körper, steuert sein Herz hinweg von der Wahrheit.“ Mehr Infos auf www. homoeopathie-institut.com


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Den Durchblick bewahren

Augen- und Kontaktlinsenoptiker sind erste Ansprechpartner rund ums Sehen. DORNBIRN Grundsätzlich sind die

Augen- und Kontaktlinsenoptiker die ersten Ansprechpartner rund ums Sehen. Das gilt für Sehtests ebenso wie für sehspezifische Messungen und andere Maß­ nahmen das Auge betreffend und passende Sehbehelfe. Der Arzt hingegen ist für die therapeutische Behandlung von Erkrankungen des Sehapparates zuständig. Dies zeigt sich auch daran, dass Ärzte, die beispielsweise Kontaktlinsen am Patienten anpassen möchten, einen Gewerbeschein für die Kontaktlinsenoptik be­ nötigen.

Akademisches Niveau Derzeit gibt es in Vorarlberg insgesdamt 33 Augenoptiker und 43 Kontaktlinsenoptiker, wobei zahlreiche Betriebe zugleich Augenund Kontaktlinsenoptiker sind. Nun wird außerdem die Professionalisierung dieses viefältigen und interessanten Berufes durch ein neues akademisches Ausbildungsangebot angestrebt. So startet im Oktober 2018 der erste Bachelor-Studiengang Augenoptik an der Fachhochschule Ge-

Technik im Bereich der Optometrie erfordert ein vielschichtiges Wissen im Bereich Brillengläser und Kontaktlinsen. Aber auch die Entwicklung von neuen Mess- und Beobachtungsmethoden sowie der Einsatz von hochkomplexen medizinisch-technischen Geräten verlangt eine wissenschaftlich fundierte Ausbildung“, erklärt der designierte Studiengangsleiter Gustav Pöltner.

Masterlehrgang

Der Beruf des Augen- und Kontaktlinsenoptikers wird immer anspruchsvoller.

sundheit in Innsbruck. Vorerst 24 Personen werden dann damit beginnen, dieses Fach akademisch zu studieren. Eine Bewerbung ist noch bis 30. März 2018 möglich. „Mit diesem Schritt bringen wir die Ausbildung der Augenoptiker in Österreich auf ein akademisches Niveau und passen sie an internationale Standards an“, freut
 sich Landesinnungsmeister­ Rudi Präg. Innerhalb der EU war Österreich das letzte Land, in dem es keine Möglichkeit gab,

ein Hochschulstudium für Augenoptiker zu absolvieren, was zu jahrelangen Wettbewerbsnachteilen führte. Österreichische Augenoptiker mit „Meister-Titel“ durften in anderen Ländern nicht ihren Beruf ausüben, während Mitbewerber aus dem EU-Raum in Österreich durchaus Fuß fassen konnten. Aber auch aus fachlicher Sicht ist die Akademisierung ein längst überfälliger Schritt. „Der ständige Fortschritt in Forschung und

Das praxisorientierte und wissenschaftlich fundierte Studium bereitet die Studierenden auf eine professionelle und qualifizierte Berufsausübung in der Augenoptik vor und erfüllt die Zugangs­ voraussetzungen für die Gewerbe der Augenoptik und Kontaktlinsenoptik. Das Studium ersetzt die Unternehmerprüfung. Der nächste Schritt ist bereits geplant: Im Oktober 2019 wird ein berufsspezifischer Master-Lehrgang für Augenoptiker an der Fachhochschule Gesundheit folgen. Weitere Informationen unter www.fhg-tirol.ac.at

Zusatzvortrag bei MedKonkret FELDKIRCH Die Diagnose Krebs und Wohlbefinden bzw. Lebensgefühl passen von den Themen her kaum zusammen. So scheint es zumindest. Doch Betroffene und Angehörige können selbst viel dazu beitragen, dass es sich auch mit einer solchen schweren Erkrankung leben lässt. Der überfülle MedKonkret-Vortrag von Primar Holger Rumpold, Leiter der Interne II im Landeskrankenhaus Feldkirch, belegte, wie groß der Wunsch nach Informationen zu dieser speziellen Thematik ist. Da zahlreiche Besucher keinen Platz im Panoramasaal des LKH Feldkirch fanden, wird der Vortrag am 6. März 2018 wiederholt. Beginn ist um 19 Uhr, Veranstaltungsort wieder der Panoramasaal. Der Eintritt ist frei, ebenso das Parken für MedKonkret-Besucher in der LKH-Tiefgarage.


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Schlechtes Sehen hat Folgen Den einfachen Zugang zu Korrektionsmaßnahmen nützen

DORNBIRN Die Augen sind un-

ser wichtigstes Sinnesorgan. 80 Prozent aller Informationen nehmen wir mit ihnen auf und beschäftigen damit rund die Hälfte unseres Gehirns. Doch im Laufe des Lebens kann sich eine Fehlsichtigkeit entwickeln, die dafür sorgt, dass wir in einer bestimmten Entfernung nicht mehr scharf sehen. Dabei handelt es sich entweder um eine Hyperopie (Weitsichtigkeit), wenn ein Auge zu kurz gebaut ist bzw. eine Myopie (Kurzsichtigkeit), wenn das Auge zu lang gebaut ist. „Man spricht in diesem Fall von einer Anomalie, ähnlich wie ein kürzerer und ein längerer Fuß, und mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung ist davon betroffen“, erklärt Rudolf Präg, Landesinnungsmeister der Augenoptiker/Optometristen. Eine Brille oder Kontaktlinsen könnten das Problem lösen und die Augen unterstützen. Jedoch

klar messbar. Zusätzlich leiden persönliches Wohlbefinden, Sicherheitsgefühl und vor allem die Koordination“, weiß Rudolf Präg. So ist das Risiko zu stürzen siebenmal höher, wenn man schlecht sieht, die Beeinträchtigung der Lebensqualität kann bis hin zu Depressionen führen. Im Straßenverkehr kann eine nicht korrigierte Fehlsichtigkeit sogar lebensgefährlich sein. Man erkennt Hindernisse zu spät und kann Entfernungen schlechter einschätzen.

leben 2,5 Milliarden Menschen komplett ohne solche korrigierenden Maßnahmen oder mit einer nicht passenden Sehhilfe. Viele davon sind in Entwicklungsländern zu Hause und haben keinen Zugang zu Korrektionsmaßnahmen.

Schleichende Veränderung Doch auch in Österreich gibt es Tausende, deren eingeschränktes Sehvermögen nicht korrigiert ist. „Viele wissen nicht einmal, dass sie eine Sehhilfe benötigen oder ihre bestehende anpassen müssten“, sagt Präg und ergänzt: „Das liegt unter anderem daran, dass eine Veränderung der Sehstärke meist schleichend passiert.“

Höheres Sturzrisiko Schlechtes Sehvermögen ist die am weitesten verbreitete körperliche Einschränkung, doch die Auswirkungen davon werden von

Augenkontrollen können nie schaden.

der Gesellschaft nur selten bis gar nicht erkannt. Die Probleme beginnen schon in der Schulzeit – vom Blick auf die Tafel bis zum Schreiben – und setzen sich häufig im Arbeitsleben fort. „Die Auswirkungen einer Fehlsichtigkeit auf die Produktivität sind ganz

Sehschärfe prüfen „Jeder von uns sollte einmal im Jahr seine Sehschärfe überprüfen lassen, um Veränderungen zu erkennen und dadurch Einbußen in Sachen Lebensqualität zu vermeiden. Mit scharfem Blick geht man nicht nur sicherer, sondern auch positiver durchs Leben“, ist der Experte überzeugt.

Ein Optiker der einzigartig denkt Gleitsichtgläser werden oft nach dem Preis und nicht nach dem Bedarf verkauft. Diese Vorgehensweise will jetzt ein neuer Optiker in Götzis ändern. Im Bereich Brillengläser hat sich Ing. Roland Hausenbichler in jahrelanger Praxis den Ruf als einer der führenden Glasspezialisten erarbeitet. In seinem neuen

Ing. Roland Hausenbichler Inhaber OptikHaus Götzis

Das umgebaute Brillenstudio ist mit modernster Technik ausgestattet.

Als Spezialist für Gleitsichtgläser und Arbeitsplatzbrillen habe ich jahrelang Augenärzte und Optiker als Problemlöser beraten. Geschäft OptikHaus Götzis wollen er und sein Team dieses Wissen nun ihren Kunden weitergeben und bei optischen Fragen

bzw. Problemstellungen zur Seite stehen. Gleitsicht- und Kinderbrillen Besonderes Augenmerk legen die motivierten Fachoptiker des OptikHaus auf Gleitsicht- und Kinderbrillen. In ihrer Vergangenheit haben die Mitarbeiter oft die Erfahrung gemacht, dass in vielen Fällen das Teuerste als das beste Glas verkauft wurde. Jetzt will Ro-

land Hausenbichler mit seinem ersten Geschäft diese falsche Vorgehensweise ändern und seinen Kunden die perfekte und nicht die teuerste Brille anbieten. Denn die Vermessungen mit modernsten Geräten, die Erfahrung und das mit Sorgfalt abgestimmte Analyseverfahren ist der einzige und richtige Weg zum perfekten Ergebnis – egal, ob für Brillen, KontaktlinANZEIGE sen oder Hörgeräte.

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10 Fit & Gesund

Freitag, 23. Februar 2018 Vorarlberger Nachrichten

Vom Hunger nach Natürlichkeit

Monika Hofer und Beate Bösch stillen ihn mit der Naturkosmetikmarke „blubonbon“. LUSTENAU Wenn sie von ihrer kleinen Manufaktur in der Sonnenstraße erzählt, sprudeln Herz und Zunge von Monika Hofer geradezu über vor Leidenschaft. Mit ganzer Begeisterung widmet sie sich gemeinsam mit ihrer Freundin Beate Bösch seit geraumer Zeit der Herstellung von Naturkosmetik. „blubonbon“ haben die beiden Frauen ihre Linie genannt, deren Inhaltsstoffe, dem Produktnamen verpflichtend, ausschließlich vom Allerfeinsten sind. Was vorher nur einem persönlichen

In kleinen Flaschen finden sich ausgewählte Inhaltsstoffe.

Bedürfnis entsprang, nämlich dem Hunger nach größtmöglicher Natürlichkeit für Haut und Haar, ist inzwischen zur Marktreife gelangt. Nachdem sie in Salzburg die erforderliche Ausbildung absolviert hatte, meldete Monika Hofer im September 2016 das Gewerbe an. Seitdem zieht „blubonbon“ einem Stein im Wasser gleich immer weitere Kreise. Dabei ist Mundpropaganda der Unternehmerinnen liebste Werbung. „Denn diese Rückmeldungen

sind am ehrlichsten“, geben sich Monika Hofer und Beate Bösch überzeugt.

Geänderte Sichtweise Dabei hatte die Lustenauerin früher mit Naturkosmetik absolut gar nichts am Hut. Das änderte sich, als sie Bücher über Inhaltsstoffe von Kosmetika zu lesen begann. Die änderten ihre Sichtweise und weckten das Verlangen, Haut und Haar auf natürliche Weise zu pflegen. Monika Hofer war sich jedoch im Klaren, dass es zur Herstellung von Naturkosmetik gute Inhaltsstoffe und noch mehr Wissen braucht. Also belegte sie einschlägige Kurse. Das erste eigene Körperöl, das aus dem ersten Kurs entstand, brachte schließlich den Stein ins Rollen. Familie, Verwandte, Bekannte, Freunde: Von überall her kam der Wunsch nach mehr. „So sind die Öle entstanden“, schildert Monika Hofer den Beginn einer Unternehmerkarriere.

Von „mein“ zu „dein“ Zuerst tüftelten und rührten die Frauen lediglich für den Eigenbedarf. Doch es sprach sich schnell herum, und so entschlossen sich Hofer und Bösch, den Sprung von „meiner Haut“ zu „deiner Haut“ zu wagen. Der Erfolg gibt ihnen Recht. Geschäfte ihn Wien, Lech, Schwarzach, Hard, Feldkirch und Bludenz haben die in liebevoller Handarbeit gefertigten Öle, Cremes, Lotionen, Shampoos und Deodorants von „blubon-

Frisch wie der nahende Frühling sind die Erzeugnisse von „blubonbon“.

bon“ bereits im Sortiment. Aber so einfach kommt man mit den Damen nicht ins Geschäft. Sie legen größten Wert darauf, dass die Interessenten die Produkte zuerst selbst probieren. „Denn sie sollen dahinterstehen“, betont Monika Hofer. Sie jammert auch nicht über die strengen Vorgaben für reine Naturkosmetik. Sie erfüllt sie. Alle Artikel von „blubonbon“ werden frisch produziert und deshalb nur in kleinen Chargen ausgeliefert. Kaltgepresste Pflanzenöle und kostbare Essenzen von Blüten, Gewürzen, Kräutern, Blättern so-

wie Harzen bringen die Haut zum Strahlen. Anstatt mit Wasser und Füllstoffen sind die Fläschchen und Tiegel bis zum Rand voll mit wertvollen biologischen Wirkstoffen. Das macht sie entsprechend ergiebig. Außerdem ist ein Großteil dieser Kosmetikschätze veganer Natur. WEITERE INFOS WWW.BLUBONBON.COM Die Manufaktur in der Sonnen­ straße 14 in Lustenau ist jeweils am Freitagnachmittag geöffnet.

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Freitag, 23. Februar 2018 Vorarlberger Nachrichten

Genaues Hinschauen lohnt sich Naturkosmetika müssen zumindest einige bestimmte Kriterien erfüllen.

WIEN Umweltschonende nachhaltige Produktion, Bewahrung der Artenvielfalt, Schutz der natürlichen Ressourcen, Anwendung von hohen Tierschutzstandards, Produktion unter Verwendung natürlicher Bestandteile und einfache Herstellungsprozesse werden von Verbraucherinnen und Verbrauchern zunehmend auch bei kosmetischen Mitteln nachgefragt. Um die Interessen und das Vertrauen der Verbraucher zu wahren und einen lauteren Wettbewerb durch Transparenz, Kontrolle und Rückverfolgbarkeit zu gewährleisten, war es daher angebracht, Grundsätze und Regeln für die Herstellung und Kennzeichnung von „Bio- sowie Naturkosmetika“ zu formulieren.

Privatrechtliche Richtlinien Auf europäischer Ebene gibt es laut der Österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungs-

Qualitätsvolle Naturkosmetik bringt den Teint zum Strahlen.

sicherheit (AGES) keine einheitlichen gesetzlichen Definitionen zu den Begriffen Naturkosmetik und Biokosmetik. Es gibt diverse Naturkosmetik- und Bio-Gütesiegel, die auf privatrechtlichen Richtlinien basieren. Die dabei zugrundeliegenden Kriterien sind unterschiedlich, sodass diese Produkte keine einheitliche Norm erfüllen. In Österreich ist im Österreichischen Lebensmittelbuch ÖLMB zusammengefasst, was sich der

Natürliche AUSZEIT vom Alltagsstress Bei den Behandlungen im neuen Salon von AUSZEIT Naturfriseur & Naturkosmetik in Au stehen Entspannung und Wohlfühlen mit reinen Naturprodukten im Mittelpunkt. Die jungen Unternehmerinnen aus dem Bregenzerwald haben sich auf Haarpflege und Kosmetik mit biozertifizierten Naturprodukten spezialisiert – besonders interessant für alle, die auch bei ihrem Körper bewusst auf Synthetik verzichten möchten. Altes Wissen aus der Natur und moderne Hand-

werkskunst fließen in das ganzheitliche Pflegekonzept mit ein. „Uns ist es besonders wichtig, dass sich unsere Kunden rundum wohlfühlen und den Alltagsstress hinter sich lassen. Wir nehmen uns sehr viel Zeit, um in individuellen Beratungsgesprächen auf die persönlichen Wünsche einzugehen und diese von Anfang bis Ende in Einzelbetreuung umzusetzen“, erklären Monika Wilhelm und Elisabeth Muxel von AUSZEIT Naturfriseur & Naturkosmetik. ANZEIGE

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Konsument unter Naturkosmetik und Biokosmetik erwarten darf. Naturkosmetika sind Erzeugnisse aus natürlichen Rohstoffen pflanzlichen, tierischen und mineral­ischen Ursprungs. Für die Gewinnung und Weiterverarbeitung dieser Naturstoffe sind nur physikalische, mikrobiologische oder enzymatische Methoden anzuwenden. Chemische Gewinnungs- oder Verarbeitungsschritte sind nicht erlaubt. Ausnahmen bestehen, wie die AGES dazu mitteilt, lediglich für Konservierungsmittel (diese dürfen auch in naturidenter Qualität verwendet werden, das heißt sie können durch chemische Verfahren hergestellt werden) und Emulgatoren bzw. Tenside (dürfen einfach chemisch verarbeitet werden). Nur Kosmetika, die diesen Kriterien entsprechen, dürfen als „Naturkosmetik“ oder gleichsinnig bezeichnet werden.

WAS KANN DER KONSUMENT TUN? Die Abgabe in SPEZIFISCHEN GESCHÄFTEN wie Reformhäusern ist noch keine Garantie, dass es sich um Naturkosmetikprodukte handelt. Ein genaues Lesen und die ÜBERPRÜFUNG DER BESTANDTEILLISTE helfen bei der Einstufung, ob es sich tatsächlich um Naturprodukte handelt. Es gibt viele PRIVATRECHTLICHE SIEGEL im Bereich der Naturkosmetika. Der Konsument ist gut beraten sich anzusehen, nach welchem Siegel ein Produkt als Naturkosmetikum angepriesen wird und welche Kriterien sich dahinter verbergen. Die Kriterien können sich jedoch von den Anforderungen des in der Regel strengeren österreichischen Lebensmittelbuches unterscheiden. Das VERBOT des Einsatzes von Parabenen oder synthetischen UV-Filtern sowie Mineralölen haben jedoch beinahe alle Naturkosmetikdefinitionen gemeinsam.


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Freitag, 23. Februar 2018 Vorarlberger Nachrichten

EXPERTENTIPP. Sabine Fleisch, Psychologische und Psychotherapeutische Praxis

Ein Leben im Gleichgewicht Achtsamkeit sorgt für nachhaltiges Wohl­befinden. KLAUS Mit dem Ende der Fa-

schingszeit bietet sich eine gute Gelegenheit, den Blick wieder verstärkt auf die eigene Person zu richten. So eignet sich das herannahende Frühjahr besonders, neue Energie zu tanken. Bewusster Verzicht für ein „Mehr an Wohlbefinden“ lässt sich auf verschiedenen Ebenen realisieren. Damit sich ein Mensch ausgewogen und in Balance fühlt, müssen sich Körper, Geist und Seele in Harmonie befinden. Diese drei Instanzen stehen in unmittel­ barem Austausch und beeinflussen sich wechselseitig. Um das Gleichgewicht zu wahren bzw. die persönliche Mitte wieder zu finden, bedarf es eines gesunden Maßes an Aktivität und Entspannung sowie Bedürfniserfüllung und Verzicht. Ein achtsames Ver-

hältnis von Geben und Nehmen, Aufnehmen und Loslassen wirkt ausgleichend und trägt zu einem erfüllten Lebensstil bei. Hier ein paar Tipps, um sich frei zu machen für ein ganzheitliches und nachhaltiges Wohlbefinden: » Nehmen Sie die Signale ihres Körpers wahr, besonders auch jene, die Hunger und Sättigung betreffen und essen Sie möglichst nicht aus Stress oder Langeweile. » Wählen Sie Lebensmittel bewusst aus, denn alles, was den Weg mit nach Hause findet, landet schließlich auch im Körper.

» Ein kluger, maßvoller Umgang mit Zucker und Salz intensiviert den Eigengeschmack der Nahrung, spart nebenbei Kalorien und schont die Entgiftungsorgane. » Gelegentliches Dinner-Cancelling gilt als natürlicher Jungbrunnen und ist die Quelle von Wohlbefinden schlechthin. » Verwöhnen Sie Ihren Körper mit regelmäßiger Bewegung, tanken Sie frische Energie und lassen Sie alles, was Sie nicht mehr brauchen, beim Ausatmen einfach los. » Überprüfen Sie Ihre Gedanken und Glaubenssätze auf ihre Gültigkeit und ersetzen Sie jedes negative Muster durch ein freundlicheres, „Das kann nur mir passieren!“ durch „Da hab ich mich wohl gerade übertroffen!“ » Geben Sie Ihrem Geist die Möglichkeit, zur Ruhe zu kommen, indem Sie ihm „Medienpausen“ gönnen. » Vermeiden Sie Stress, indem sie den Mut aufbringen, gelegentlich Nein zu sagen.

» Lassen Sie in Ihrem Kalender

Freiräume für Tagträume oder planen sie aktiv persönliche Verwöhnzeiten. » Entscheiden Sie sich immer wieder aufs Neue für eine „positive Brille“ auf ihr Leben und die Umwelt. Gerade wenn Dinge schieflaufen, lohnt sich der Blick auf die vielen Glücksmomente, die jeder Tag auch mit sich bringt. » Verzichten Sie auf negative Emotionen, indem Sie jede einzelne davon durch Liebe, Mitgefühl oder Vergebung ersetzen. Wenn es nicht gleich klappt, nicht auf­ geben und nochmal versuchen. » Legen Sie sich die Latte nicht zu hoch und seien Sie großzügig mit sich selbst. Sie wissen doch, dass Ihr Wert nicht davon abhängt, was Sie im Außen erreichen, sondern davon, wer Sie wirklich sind. » Und zu guter Letzt: Nehmen Sie sich selbst nicht zu ernst. Mit einer Prise Humor und Gelassenheit bringen Sie mehr Leichtigkeit in Ihren Alltag und den anderer.

Österreich schwitzt sich gesund

Viele wollen Körper und Seele etwas Gutes tun.

WIEN Das online Markt- und Meinungsforschungsinstitut Marketagent.com hat im Rahmen einer aktuellen Studie die Beliebtheit des Saunierens bei Frau und Herrn Österreicher ergründet und den typischen Saunagang näher beleuchtet. Mehr als 500 Personen zwischen 14 und 69 Jahren standen dazu Rede und Antwort. Die Ergebnisse bestätigen: Die Österreicher schwitzen gerne in der Sauna, vor allem bei winterlichen Temperaturen steht das Saunieren bei vielen an oberster Stelle, um Körper und Seele etwas Gutes zu tun.

Am liebsten öffentlich Geschwitzt wird hierzulande am häufigsten öffentlich. Der österreichische Durchschnitts-Saunie-

rer ist nicht „gschamig“ und sucht am liebsten eine Nacktsauna ohne Geschlechtertrennung auf. Eine kalte Dusche danach sorgt für die nötige Abkühlung und stärkt obendrein das Immunsystem. Ein Saunabesuch steht bei 46 Prozent der Österreicher zumindest fallweise am Programm. Vor allem für Männer ist das Saunieren eine beliebte Freizeitbeschäftigung. Die Hauptgründe, die von einem Saunabesuch abhalten, sind das Unbehagen, sich nackt zu zeigen, der Zweifel an der wohltuenden Wirkung und Bedenken wegen der heißen Temperatur. Scham ist tendenziell stärker im Alter unter 40 Jahre eine Barriere, später verursacht der Gedanke, sich unbekleidet zu zeigen, weitaus weniger Kopfzerbrechen. Jeder dritte Österreicher besucht öffentliche Saunen. Knapp jeder Fünfte sauniert privat. Egal welche Art von Saunabad, am liebsten wird in Gesellschaft ge-

schwitzt. Nur drei von zehn Saunabesuchern suchen diese alleine auf, am häufigsten geht man mit dem Partner bzw. der Partnerin. Während Frauen fast ausschließlich nur gemeinsam mit ihrer besseren Hälfte saunieren, verbringt der Mann dort auch gerne Zeit mit Freunden. Üblich sind zwei Saunagänge pro Besuch (median), wobei die Österreicher mit fortgeschrittenem Alter die Anzahl der Saunagänge zunehmend steigern. Die durchschnittliche Verweildauer beträgt klassisch 15 Minuten. 60 bis 79 Grad werden von der Mehrheit der Österreicher präferiert. Besonderer Beliebtheit erfreuen sich Aufgüsse. Beinahe die Hälfte mag jede Art von Saunaaufguss. Nach dem Saunieren ist eine kalte Dusche die bevorzugte Abkühlungsart. Nicht umsonst besagt ein finnisches Sprichwort, die Sauna sei die Apotheke des armen Mannes.

Regelmäßige Schwitzkuren und das Wechselspiel zwischen heiß und kalt sind ideal zur Stärkung des Immunsystems. „Herr und Frau Österreicher saunieren vor allem wegen dem positiven Effekt auf die Gesundheit“, resümiert Thomas Schwabl, Geschäfts­ führer von Marketagent.com

Österreicher lieben die Sauna.


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Lebensqualität ohne Brille Ich habe mich vom ersten Gespräch an bei OculoVision gut aufgehoben gefühlt. Die Behandlung selber war schnell und schmerzfrei. Am Abend konnte ich schon wieder einen Termin wahrnehmen. Ich würde die Behandlung jederzeit wieder machen. Beim Spielen mit den Kindern, beim Sport, in der Sonne: Ich könnte noch 100 Dinge aufzählen, die seither leichter fallen. Sigrid Drexel, Hohenems, 40 Jahre

Informationsabende zur Augenlaserbehandlung Donnerstag, 8. März, 19.00 Uhr, Augenlaserzentrum Bregenz Referent: Dr. med. Stephan Maschauer Freitag, 16. März, 19.00 Uhr, Augenlaserzentrum Bregenz Referent: Dr. med. Adrian Arbunescu-Pecher Anmeldung unter 05574/58179 oder info@oculovision.at. Alle Infoabende finden Sie stets aktuell auf unserer Website www.oculovision.at.

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14 Fit & Gesund AYURVEDA AKTUELL

Veronika Forster

Die Winterzeit ist eine besondere Herausforderung für unsere körperlichen und geistigen Kräfte. Wer also der Erkältung oder Grippe entkommen möchte, der sollte sich vor einem Übermaß an kalten Eigenschaften des Klimas schützen und kalte Nahrungsmittel weglassen oder mit Erwärmen ausgleichen. Entsprechend unserer individuellen Konstitution neigen wir zu den dafür mehr oder weniger typischen Erkältungsbeschwerden. Trotz aller Typ-Unterschiede gibt es Gemeinsamkeiten in Prävention und Therapie: Immer dann, wenn ein Schnupfen oder eine Grippe drohen, ist dies gleichbedeutend mit einer Blockade der Leitbahnen (Srotas), vor allem derjenigen, die den Atem (Prana) weiterführen. Zur Vorbeugung und Behandlung aus ayurvedischer Sicht und für alle Doshas (Typen) geeignet, lässt sich aus einem ganzen Pool an Anwendungen schöpfen, beginnend mit einer Nasenspülung mit warmen Salzwasser und der Reinigung der Zunge. Danach folgt einige Minuten lang das Ölziehen im Mund mit Sesamöl. Über den Tag verteilt viel Ingwertee (frische Ingwerwurzel in Wasser 15 Minuten gekocht) trinken. Auch Kurkuma ist ein natürliches Antibiotikum und kann den Organismus reinigen und stärken. Wenn es doch zu einer Erkältungskrankheit kommt, ist es ratsam, eine kleine Schonkost-Kur einzulegen. Dabei sollten schwere und fettige Speisen wie Käse, Fleisch, Kuchen sowie rohe Nahrungsmittel für eine Zeit gemieden werden. Stattdessen warme Gemüsesuppen und Eintöpfe bevorzugen. Auch etwas schärfer gewürzte Gerichte mit viel Blatt- und Wurzelgemüse eignen sich. Ergänzt werden kann dies mit Heilkräutern wie Beifuß und Kurkuma sowie scharfen Gewürzen wie schwarzem Pfeffer, Ingwer, Gewürznelken und Zimt. Besonders flüssiger Waldhonig mit bitterer und scharfer Komponente ist zu empfehlen. www.pension-sonnblick.at

Freitag, 23. Februar 2018 Vorarlberger Nachrichten

Gesundheit ist auch Kopfsache

Gedanken haben starke Auswirkungen auf Befindlichkeit. WIEN Die Männer waren zwischen 75 und 80 Jahre alt. Sie kannten einander nicht und hatten im Reisegepäck alles dabei, was sie damals, als sie noch zwanzig Jahre jünger waren, gerne mochten. Die Musik aus dieser Zeit, wer noch hineinpasste und sie aufgehoben hatte, die Klamotten aus der Zeit,

gen nicht nur jünger, sie sahen auch auf den Vorher-NachherFotos rund drei Jahre jünger aus, und es konnten messbare Verbesserungen ihrer Gesundheit nach­gewiesen werden. Sogar das Gehör hatte sich bei den meisten verbessert, und die Gedächtnisleistungen waren gestiegen. Sie hatten messbar mehr Muskeln, und die Kraft in den Händen hatte­zugenommen. Allein die Tatsache, dass dem Gehirn dieser Männer suggeriert wurde, dass sie wieder jünger wären, genügte für diese Veränderungen.

Kraft der Gedanken

Renate Daimler.

und sie hatten noch eine Gemeinsamkeit: Die Altersforscherin Ellen Langer hatte sie per Inserat gefunden. „Dieses Experiment sollte richtungsweisend für die Gesundheits- und Altersvorsorge sein und uns allen zu denken geben“, wünscht sich Renate Daimler, die das Forschungsprojekt in ihrem aktuellen „Buch der Erlaubnis“ beschreibt.

Mehr Muskeln und Kraft Die Studienteilnehmer wurden fünf Tage in einem schönen Heim untergebracht, das so eingerichtet war wie vor zwanzig Jahren. Das Ziel war, sie ganz in diese Zeit zurückzuversetzen, um zu überprüfen, ob Körper und Geist diese Bewusstseinsveränderung mitmachen und sie sich wieder jünger fühlen würden. Es lagen Zeitschriften aus dieser Zeit herum, es wurden mit einem alten Radio Sendungen von damals eingespielt, und am Abend gab es Filme, die vor zwanzig Jahren gedreht worden waren. Das Ergebnis war verblüffend. Die Männer, deren körperlicher und psychischer Zustand vor der Studie genau untersucht worden war, fühlten sich nach diesen fünf Ta-

Immer mehr Hirnforscher beschäftigen sich mit den Auswirkungen unserer Gedanken auf unsere körperliche Befindlichkeit und sind fündig geworden: „Es gibt den wissenschaftlichen Nachweis, dass die Art und Weise, wie wir über unsere Gesundheit denken, einen großen Einfluss auf unsere körperliche und seelische Verfassung hat“, sagt Daimler. In ihrem Kapitel „Gesundheit im Kopf “, erzählt sie Geschichten von Menschen, die sich mit der Kraft ihrer Gedanken und einer konsequenten Arbeit mit sich selber heilen konnten. „Unser Gehirn nimmt Aufträge von uns entgegen. Wenn wir uns zum Beispiel ständig sagen: ‚Das schaffe ich nie, ich kann nicht gesund wer-

den, abnehmen, froh älter werden usw.‘, dann erfüllt unser Gehirn diesen Auftrag. Selbst vermeintlich positive Gedanken, wie ‚das muss ich noch machen, solange ich es kann‘, sind kontraproduktiv. Wir sagen uns damit ständig, dass es eine Zeit geben wird, wo wir das nicht mehr können. Weil wir zu krank oder zu alt sein werden. Das stimmt so nicht. Unser Körper lässt sich bis ins hohe Alter gerne neue Aufträge geben.“

Mit 90 auf dem Jakobsweg Wer sich also in der Fastenzeit wieder einmal vornimmt, das Leben auf der Couch zu beenden, hat gute Vorbilder. Ein lebender Beweis dafür ist „Oma Toppelreiter“, die wohl älteste Wanderin auf dem Jakobsweg. Daimler hat sie in ihrem Buch „Wir wilden weisen Frauen“ porträtiert. Eigentlich wollte sie schon sterben, denn nach dem Tod ihres Mannes, mit dem sie sechzig Jahre das Leben geteilt hatte, sah sie in ihrer Existenz keinen Sinn mehr. Ihr Enkel wollte das nicht akzeptieren und erinnerte sie an ihre Träume. Und so kam es, dass sie mit seiner Hilfe anfing, zu trainieren. Aus der Frau mit kaputten Knien, und Osteoporose wurde eine Sportlerin, die ihre Ernährung umstellte und die es schaffte, mit neunzig Jahren hundert Kilometer auf dem Jakobsweg zu gehen.

EMPFEHLUNGEN ÜBERPRÜFEN Sie Ihre Gedanken im Kopf, manche davon könnten alt sein HINTERFRAGEN Sie Ihre Gewohnheiten, und forschen Sie nach selbstauferlegten Begrenzungen. NEHMEN Sie Ihre Gesundheit selbst in die Hand und glauben sie nicht allen Prognosen der Ärzte automatisch. Eine Statistik über einen Krankheitsverlauf ist nur ein Durchschnitt. Sie sind einmalig. ÜBERLEGEN Sie, was Sie sich bisher nicht erlaubt haben, und streichen Sie Sätze wie „ich bin dafür zu dick, zu plump, zu alt“ aus Ihrem Vokabular NEHMEN Sie in Kauf, dass Sie belächelt werden, und lassen Sie sich davon nicht von Ihren Plänen abhalten. TRAINIEREN Sie Körper und Geist gleichermaßen, und lassen Sie die Seele baumeln. NEHMEN Sie wahr, wie kostbar Ihre Zeit ist, und lassen Sie den Gedanken an den Tod einen guten Ratgeber für Sie sein. ERLAUBEN Sie nicht, dass Sie mit negativen Geschichten zugemüllt werden, das dient Ihrer Gesundheit nicht.


MedKonkret Treffpunkt Gesundheit

Prim. Doz. Dr. Holger Rumpold

Lebensqualität trotz Krebserkrankung Dienstag, 6. März 2018, 19 Uhr, Panoramasaal LKH Feldkirch Der Lebensstil spielt eine wichtige Rolle für Gesundheit und Lebensqualität: So können z. B. Essgewohnheiten Einfluss haben auf Entstehung und Therapie von Krebsarten. Prim. Dr. Rumpold erklärt die Bedeutung von Ernährung bei Krebsrisiko und -therapie.

Nächste Veranstaltungen Prim. Doz. Dr. Günter Höfle: Osteoporose – wenn die Knochen leiden Dienstag, 20. März 2018, Montforthaus Feldkirch Prim. Dr. Peter Cerkl: Einmal tief durchatmen – die gesunde Lunge Dienstag, 17. April 2018, Panoramasaal LKH Feldkirch Prim. Prof. Dr. Stefan Mennel: Die Sehkraft erhalten – was muss ich tun? Dienstag, 15. Mai 2018, Halle 12, Messequartier Dornbirn Prim. Prof. Dr. Robert Strohal: Veränderungen der alternden Haut Dienstag, 19. Juni 2018, Montforthaus Feldkirch Moderation: VN-Redakteurin Marlies Mohr. Eintritt frei.

wegen Zusatztermin age großer Nachfr


16 Fit & Gesund

Freitag, 23. Februar 2018 Vorarlberger Nachrichten | Anzeigen

Foto: Bilderbox

Alle Medikamente auf einen Blick

e-Medikation seit 1. Februar in Vorarlberg im Regelbetrieb – mehr Sicherheit für Patienten. Als erstes Bundesland hat die VGKK die e-Medikation mit Jänner dieses Jahres flächendeckend eingeführt. Seit Anfang Februar ist sie im Regelbetrieb. Das heißt, alle niedergelassenen Vertragsärztinnen und -ärzte speichern alle verordneten Medikamente in einer e-Medikationsliste im Rahmen der elektronischen Gesundheitsakte (ELGA). Auf diese Liste können Ärztinnen und Ärzte im Behandlungsfall sowie Apotheken und künftig auch Spitäler bei Einlösung von Rezepten durch das Stecken der e-card Einsicht nehmen. Das bringt für die Patientinnen und Patienten mehr Sicherheit. Ärztinnen und Ärzte können durch die e-Medikation nämlich bei Verordnungen die Arzneimittel sofort auf mögliche unerwünschte Wechselwirkungen, Mehrfachverschreibungen oder eine Überdosierung von Wirkstoffen überprüfen und bei der Ausstellung der Rezepte entspre-

chend agieren. Die e-Medikationsliste kann auch in den Apotheken eingesehen werden, sofern die e-card gesteckt wird. Das ist zusätzlich sinnvoll im Hinblick auf nicht rezeptpflichtige Medikamente, die wechselwirkungsrelevant sein können.

berg, ermöglicht es uns immer wieder, österreichweit eine Vorreiterrolle einzunehmen. Das wollen wir auch in Zukunft sicherstellen“, betont VGKK-Obmann Manfred Brunner die Notwendigkeit eigenständiger Handlungsspielräume.

Vor allem für ältere Menschen und solche, die an Mehrfacherkrankungen leiden, sind Wechselwirkungen eine Gefahrenquelle. Aber auch junge Menschen oder Kinder können von Arzneimittelwirkungen betroffen sein. Das ist möglich durch die Einnahme von Erkältungsmitteln, Schmerzmitteln oder nur Hustensaft. Die Teilnahme an der e-Medikation macht also für alle Sinn.

Für die Versicherten ist die Teilnahme an der e-Medikation nicht verpflichtend. Sie haben – wie bei ELGA – jederzeit die Möglichkeit, sich ab- oder aber wieder anzumelden. Das ist möglich über das ELGA-Zugangsportal (www.elga.gv.at) oder schriftlich bei der Widerspruchsstelle (ELGA-Widerspruchsstelle, Postfach 180, 1021 Wien). Genauere Infos erhalten Sie bei der ELGAServiceline, Telefon 050 124 4411 und unter der E-Mail-Adresse info@elga-serviceline.at). Auch die Ausnahme einzelner Medikamente von der Speicherung kann beim verordnenden Arzt erfolgen.

„Für unsere Versicherten bedeutet die e-Medikation eine deutliche Verbesserung hinsichtlich der zuvor genannten Risiken. Mit der Umsetzung haben wir einmal mehr bewiesen, dass die VGKK innerhalb der Sozialversicherung eine innovative und richtungsweisende Rolle spielt. Die gute Zusammenarbeit mit den Partnern, Ärzte- und Apothekerkammer vor Ort, also in Vorarl-

Eine Abmeldung von ELGA ist aus Sicht der VGKK aufgrund der vielen Vorteile für die Patientinnen und Patienten nicht zu empfehlen.

www.vgkk.at


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