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Fit_Gesund_August_2019

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Fit & Gesund Gesundheitsbeilage

Freitag, 30. August 2019

Herzhafter Snack Schulbeginn und gesunde Jause liegen heute so nah beieinander wie Apfel und Stamm.


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Lebensqualität ohne Brille Ich habe mich vom ersten Gespräch an bei OculoVision gut aufgehoben gefühlt. Die Behandlung selber war schnell und schmerzfrei. Am Abend konnte ich schon wieder einen Termin wahrnehmen. Ich würde die Behandlung jederzeit wieder machen. Beim Spielen mit den Kindern, beim Sport, in der Sonne: Ich könnte noch 100 Dinge aufzählen, die seither leichter fallen. Sigrid Drexel, Hohenems

Informationsabende zur Augenlaserbehandlung Freitag, 06. September, 19:00 Uhr, Augenlaserzentrum Bregenz Referent: Dr. med. Adrian Arbunescu-Pecher Donnerstag, 26. September, 19:00 Uhr, Augenlaserzentrum Bregenz Referent: Dr. med. Stephan Maschauer Anmeldung unter 05574/58179 oder info@oculovision.at. Alle Infoabende finden Sie stets aktuell auf unserer Website www.oculovision.at.

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Mithilfe präziser und technologisch modernster Methoden führen unsere Laserchirurgen und Fachärzte für Augenheilkunde jährlich rund 800 Behandlungen durch. Behandelt werden dabei Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit, Hornhautverkrümmung und Altersweitsichtigkeit.


Fit & Gesund 3

Freitag, 30. August 2019 Vorarlberger Nachrichten

Sommer auf dem Teller Ob grün oder gelb, ob rund, groß oder im Miniformat – Zucchini schmecken leicht nussig, aber zurückhaltend, sehr mild und ist dabei ein Allrounder in der Küche: Roh zum Dippen oder als Salat, eingelegt BREGENZ

REZEPT Überbackene Zucchini (2 Personen) (aus „Richtige Ernährung im Büroalltag“ AGES) ZUTATEN ½ Zwiebel 100 g Karotten 50 g Stangensellerie 100 g Paprika 200 g geschälte Tomaten 2 Zucchini 1 TL Olivenöl Salz, Pfeffer, Basilikum 100 g Schafkäse ZUBEREITUNG Zwiebel schälen und fein hacken. Gemüse waschen und putzen. Karotten, Sellerie, Paprika und Tomaten in kleine Stücke schneiden. Zucchini der Länge nach halbieren, mit dem Löffel aushöhlen und das Fruchtfleisch ebenfalls klein schneiden. Öl in einer beschichteten Pfanne erhitzen, zuerst Zwiebel, dann Karotten, Sellerie und klein geschnittene Zucchini anbraten, Tomaten hinzufügen und bei mittlerer Hitze kochen, bis das Wurzelgemüse weich ist, mehrmals umrühren und mit Salz, Pfeffer und Basilikum würzen. Nun die Masse in die ausgehöhlten Zucchinihälften füllen, mit Schafkäse bestreuen, anschließend in eine beschichtete feuerfeste Form legen und im vorgeheizten Backrohr bei 180 °C ca. 15 Minuten backen.

süßsauer, in Suppenform, gegrillt als Beilage, als Hauptdarsteller eines Gerichts wie überbackene Zucchini oder in süßer Form als Kuchen zum Kaffeegenuss – kaum ein anders Gemüse lässt sich vielfältiger verarbeiten. Die Zucchini gehört der Familie der Kürbisgewächse an und ist eine Art der Gartenkürbisse. Erntezeit ist von Juni bis Oktober; das zarteste Fruchtfleisch haben sie, wenn man die Kürbisgewächse mit maximal 15 bis 20 Zentimetern abnimmt. Auch die Zucchiniblüten sind eine beliebte EXPERTENTIPP

ERNÄHRUNG Zutat vieler Gemüsegerichte. Mit gerade mal 19 Kalorien pro 100 g hat sie ihren festen Platz in der leichten Sommerküche. Zucchini liefern dabei Kalium, Magnesium, Eisen, B-Vitamine, Vitamin A ­sowie Vitamin C. Wer beim Genuss von Zucchinigerichte einen bitteren Geschmack wahrnimmt, sollte das Gericht, die betroffene Frucht und bei Selbstanbau auch die gesamte Pflanze schnellstmöglich entsorgen. Denn dies ist ein klares Zeichen für die giftigen Bitterstoffe Cucurbitacine, welche die Magen- und Darmschleimhaut angreifen. Die Bitterstoffe können auch durch das Kochen nicht zerstört werden. Julia Giacomuzzi ist Diätologin bei der aks ­gesundheit GmbH – mehr Infos unter www.aks.ar.at

IMPRESSUM REDAKTION Heidemarie Netzer, Tel. 05552 62471-14, E-Mail: heidemarie.netzer@vn.at ANZEIGENBERATUNG Lisa Fröwis , Tel. 0676 88005440, E-Mail: lisa.froewis@russmedia.com BEITRÄGE, FOTOS, QUELLEN VN/Mohr, www.hebammen.at, Fotolia, APA VERLEGER, MEDIENINHABER UND HERSTELLER Russmedia Verlag GmbH, 6858 Schwarzach, Gutenbergstraße­1 ERSCHEINUNGSTAG 30. August 2019

Editorial

Heidemarie Netzer

Erste Vertraute Die Geburt ist in aller Hinsicht unbeschreiblich: allgewaltig intensiv und kompromisslos offenbarend zugleich. Schier unfassbare Energieflüsse und unbeschreibliche Gefühle liegen so eng beieinander, als dass kein Quäntchen Gleichgül-

„Seit Urgedenken unterstützen Hebammen Gebärende, Urvertrauen und Urkraft zu erfahren.“ tigkeit mehr Platz hätte. Und genau in diesem Moment, im Augenblick der Niederkunft eines Menschenlebens, gipfelt die kostbare Unterstützung einer Hebamme. Dabei beginnt ihre Arbeit, bestenfalls, schon in den Wochen der Schwangerschaft und findet im folgenden Wochenbett ihren krönenden Abschluss. Eine 1:1-Betreuung von Mutter und Kind in dieser intensiven Zeit durch eine Hebamme des Vertrauens scheint dabei unerlässlich – und auch ich kann die unbedingte Relevanz aus persönlicher Erfahrung nur bestätigen. Doch die Zahlen – wie dies eine aktuelle Umfrage und auch die Ausführungen der Landesgeschäftsstellenleite-

rin des Hebammengremiums bestätigen – zeigen ein anderes Bild: Mehr als 10 Prozent der befragten Eltern konnten keine Hebamme finden bzw. spricht man in Hebammenkreisen aktuell von einem Engpass (Seite 4 und 5). Grund zum Handeln? Unbedingt. Denn eine Hebamme agiert in der heutigen Zeit nicht mehr nur als Geburtshelferin. Vielmehr ist sie Wegbegleiterin, Informantin, Ratgeberin, Ansprechpartnerin, Vertraute – kurz gesagt, der sichere Hafen in einer Zeit der tiefen Gefühle und vielen Unsicherheiten. Eine gewisse Ungewissheit kursiert wohl dieser Tage auch in den Reihen der angehenden, aber auch erfahrenen Schüler. Wie Nachwuchs und Eltern die letzten freien Tage, vor allem auch die Herausforderungen des kommenden Schuljahrs am besten angehen, das lesen Sie im Familienschwerpunkt (Seite 10 und 11), in dem Experten Anregungen für einen gelingenden Schulstart geben. Dafür und beim Lesen dieser Ausgabe wünsche ich Ihnen nun jedenfalls viel Vergnügen. HEIDEMARIE NETZER heidemarie.netzer@vn.at 05552 62471-14

GEWINNER – Im Rahmen des „VN Fit & Gesund“Gewinnspiels hat Monika Meier aus Nüziders einen Kurzurlaub im Fünfsternehotel Aurelio inklusive Halbpension gewonnen. Auf Frau Meier und ihre Begleitung warten zwei Übernachtungen inklusive einer Flasche Champagner und Nutzung des 1000 m² großen Spabereichs. Christina Dörler überreichte der glücklichen Gewinnerin (l.) den Gutschein.


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VN-INTERVIEW. Helga Hartmann (50), dipl. Hebamme und Landesgeschäftsstellenleiterin des Hebammengremiums Österreichs

Am Nabel des Wunders Mensch

Hebammenunterstützung mehr als je gefragt und gefordert. Nichts verbindet ­ rkraft und Urvertrauen mehr als U das Menschwerden und der fol­ gende Urschrei eines Babys. Und wer das tief bewegende Ereignis einer Geburt schon einmal (mit) erlebt hat, weiß um die essenziel­ le Bedeutung der unterstützenden Hände einer Hebamme. Nicht nur, dass in Österreich die Beizie­ hungspflicht einer Hebamme bei einer Geburt gilt, auch und vor allem wünschen sich Gebärende durchwegs die Unterstützung ei­ ner Hebamme. Das belegt einmal

THÜRINGEN

mehr eine in Österreich durch­ geführte Online-Umfrage zur Hebammenarbeit (lesen Sie mehr anbei). Fit&Gesund sprach nun mit der diplomierten Hebamme Helga Hartmann über die Bedeu­ tung der helfenden Hände rund um die Geburt, über HebammenMangel und mögliche Ängste. Gleich vorneweg: Hebammen unterstützen in einer Situation, die das Leben neu definiert – welche Worte geben Sie werdenden Eltern mit auf den Weg?

HARTMANN ... dass sie die Zeit der Schwangerschaft als eine Zeit der guten Hoffnung erleben dür­ fen, dass aber auch Unsicherheit und Ängste auftreten können, bei denen wir Hebammen ihnen gerne als Fachfrauen zur Seite stehen. Eine breite Palette an Ge­ fühlen ist völlig normal in dieser neuen Lebenssituation, die ja für die werdenden Eltern eine span­ nende Reise in ihre Zukunft als Familie bedeutet.

Gleichzeitig mit der freudigen Nachricht einer Schwangerschaft tauchen Hunderte Fragen auf, ebenso viele Antworten werden gesucht, mitunter Ängste geschürt – gerade auch in den verschiedensten Medien – wie sehen Sie die Entwicklung, zu welchen Info­quellen raten Sie? HARTMANN Die beste Informa­ tion bekommt man von einer fachlich qualifizierten Person in einem persönlichen Gespräch, sei es der Arzt oder die Hebamme. In der 18. bis 22. SSW sollte die Mög­ lichkeit eines kostenlosen Heb­ ammenberatungsgespräches laut Mutter-Kind-Pass in Anspruch genommen werden. Bei diesem Gespräch können alle persönli­ chen Fragen rund um Schwan­ gerschaft, Geburt, Wochenbett, Stillen, Ernährung, Information über mögliche Unterstützungs­ möglichkeiten in schwierigen, belastenden Situationen und noch vieles mehr auf die eigenen ­Bedürfnisse abgestimmt bespro­ chen und beantwortet werden. Auch die Hebammenbroschüre bietet neben ausführlicher, fach­ licher Information unter ande­ rem eine Liste aller freiberuflich tätigen Hebammen mit Kontakt­ daten. Und noch eines: Gerade in Zeiten, da alle Lebenssituationen am liebsten geplant und abgesichert sein wollen – gehören terminierte

Hebammen geben in der Zeit von

Entbindungen heute mehr denn je zum Alltag bzw. haben Geburten per geplantem Kaiserschnitt zugenommen? HARTMANN Zum Thema Wunschkaiserschnitt gibt es nicht genug Statistiken oder Zahlen. Was sich aber klar sagen lässt: Die Gesamtzahl der Kaiserschnitt­ rate hat zugenommen. So wird im Durchschnitt fast jedes 3. Kind per Kaiserschnitt zur Welt gebracht. Hier würde ich mir für alle Schwangeren wünschen, dass ausschließlich bei medizinisch notwendig indizierten Situationen zum Messer gegriffen wird. Weder ein höheres Alter der Gebärenden noch eine Zwillingsschwanger­ schaft, Steißlage oder ein voran­ gegangener Kaiserschnitt sind zwingende medizinische Gründe für einen Kaiserschnitt. Viele die­ ser Frauen können eine Spontan­ geburt haben. Jede Schwangere sollte die Möglichkeit nützen, um mit einer vertrauten fachlich qualifizierten Person über die verschiedenen Möglichkeiten ei­ ner Geburt zu sprechen. Allein wenn eine Gebärende über die verschiedenen Phasen der Geburt Bescheid weiß und ihr die unter­ schiedlichen Unterstützungsmög­ lichkeiten bekannt sind, kann sie sich auf das lange herbeigesehn­ te Ereignis „Geburt“ einlassen. Frauen sollen mehr darauf ver­ trauen, dass sie unbeschreibliche


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Hebammenarbeit im Umfrage-Fokus WIEN FOKUS KIND Medien, MAM Babyartikel und HebPlus initiierten (Februar bis März 2019) gemeinsam die bislang größte österreichweite Umfrage zum Hebammenberuf, mit Unterstützung des Österreichischen Hebammengremiums. Teilnehmer waren Frauen und Männer, die bereits Kinder haben, aktuell ein Kind erwarten oder einen Kinderwunsch hegen. Die Ergebnisse der Befragung von 8183 Teilnehmer zeigen, dass Hebammen – noch vor Familie, Freunden und Ärzten – als wichtige Ansprechpartnerinnen rund um die Geburtshilfe fungieren. Die Suche nach einer geeigneten Hebamme erfolgt heute oftmals online, gestaltet sich für rund ein Drittel aller Befragten schwierig. Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett wertvolle Informationen und Unterstützung.

Kräfte freisetzen können und ausreichend Energie fließt, um spontan zu entbinden. Außerdem gibt es die Möglichkeit einer PDA, keine Frau muss mehr vor unerträglichen Schmerzen Angst haben, sollte sie während der Geburt an ihre eigene persönliche Grenze gelangen, so kann gut mit verschiedenen Mitteln geholfen werden. Sie sind eine von derzeit 116 Hebammen in Vorarlberg – sehen Sie einen aktuellen bzw. kommenden Engpass? HARTMANN Dass wir bereits einen Hebammenengpass ha­ ben, ist zweifelsohne spürbar. Immer mehr Anfragen von Schwangeren über eine Nachbetreuung nach der Geburt müssen abgesagt werden. Das Aufgabengebiet einer Hebamme ist sehr vielseitig, und das macht sich jetzt im Vergleich zu vor 10 Jahren bemerkbar. War damals noch ein Großteil der Hebammen fast ausschließlich angestellt und einige ausschließlich freiberuflich tätig, so zeigt sich heute ein anderes Bild: Ca. zwei Drittel der Hebammen sind sowohl angestellt als auch frei­beruflich tätig. Im Jahr 2010 waren ca. 95 Hebammen in Vorarlberg gemeldet – heute sind es 116 Hebammen – und es gibt noch immer ein Mehrbedarf an Hebammen. Zwei Hebammen

bieten in Vorarlberg die Hausgeburt an. Was wäre die Lösung? HARTMANN Eines unserer großen Anliegen ist die Überarbeitung der derzeitigen Stellenpläne in den Krankenhäusern – diese sind veraltet und entsprechen nicht den heutigen Anforderungen einer guten und sicheren Geburtsbegleitung. Eine 1:1-Betreuung durch eine Hebamme während der Geburt ist nachweislich die sicherste Geburtsbegleitung. Übrigens: Die Hebammenausbildung ist ein dreijähriges Bachelorstudium an derzeit sieben Fachhochschulen in Österreich, in Vorarlberg wird ZUR PERSON HELGA HARTMANN ist diplomierte Hebamme, arbeitet als Elternberaterin bei Connexia, ist auch freiberuflich als Wahl­ hebamme tätig und leitet die Ge­ schäftsstelle des Österreichischen Hebammengremiums in Vorarlberg DIPLOMIERT 1992 in Innsbruck GEBOREN 27. Februar 1969 FAMILIE verheiratet, 3 erwachsene Kinder HOBBYS Puzzlen, Singen, Hebam­ merei MOTTO Schritt für Schritt ans Ziel

EINIGE FAKTEN

dieses Studium nicht angeboten. Die Fachhochschule Innsbruck hat auf den Hebammenmangel reagiert und bietet jetzt im Zweijahresrhythmus einen Ausbildungslehrgang an. Das bedeutet jedoch nicht, dass dadurch auch mehr Vorarlberger einen Studienplatz in Innsbruck erhalten. Und zu guter Letzt: Es gibt ja die Möglichkeit, eine Hebamme für die persönliche Betreuung zu buchen – wie kann dies erfolgen? HARTMANN Die Kontaktaufnahme zu einer Hebamme ist recht unkompliziert: Entweder man sucht sich die Hebamme im Internet über www.hebammen.at oder man kann im Mutter-Kind-Pass den dort beigelegten Hebammenfolder zur Suche beiziehen. Der optimale Zeitpunkt für die Kontaktaufnahme für die Nachsorge ist sicher zwischen der 12. bis 18. SSW. Bei der Betreuung durch eine Kassenvertragshebamme entstehen keine Kosten. Bei der Betreuung durch eine Wahlhebamme werden 80 Prozent vom Kassatarif rückerstattet. Die beste Idee ist, man lässt sich eine Hebammenbetreuung schenken – das wäre ein absolut einzigartiges, wertvolles, persönliches und i­ ndividuelles Geschenk. Weiterreichende Infos unter www.hebammen.at

»9 0 Prozent gaben an, Hebam­ menleistungen in Anspruch nehmen zu wollen oder bereits in Anspruch genommen zu haben. »B ei Fragen rund um das Neu­ geborene, Stillen, Ernährung sowie Pflege werden Hebammen als erste Ansprechpartnerin mit 88,7 Prozent gewählt, gefolgt von Freunden, Familie (59,6 Prozent) und Kinderärzten (54 Prozent). » I m Wochenbett würden 87,6 Prozent eine Hebamme zurate ziehen bzw. haben dies getan; während der Schwangerschaft sind dies 77,8 Prozent, der Geburt 68,3 Prozent. »A ls wichtigste Hebammenleis­ tungen gelten Hausbesuche im Wochenbett (91,7 Prozent), die Geburtsvorbereitung (89,6 Pro­ zent) und die Begleitung bei der Geburt (87,4 Prozent). »D ie Versorgung durch eine Heb­ amme tatsächlich sicherstellen zu können, empfinden 41,2 Prozent als „schwierig“, 8,1 Prozent mei­ nen, sie sei „sehr schwierig“. »3 6,4 Prozent der Befragten haben ihre Hebamme online gefunden; knapp gefolgt von 36,2 Prozent, die einer Empfehlung von Freun­ den und Familie vertraut haben. »2 8,7 Prozent bezeichnen die erfolgreiche Suche nach einer Hebamme als „schwierig“, 5,8 Prozent gar als „sehr schwierig“. »1 2,8 Prozent gaben an, dass sie sich keine Hebamme für die Geburtshilfe leisten können oder konnten; 31,7 Prozent meinten, dass sie nicht wussten, dass die Krankenkasse für einzelne Heb­ ammenleistungen aufkommt.


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Freitag, 30. August 2019 Vorarlberger Nachrichten

Gegen das Kreuz mit dem Kreuz FELDKIRCH, LAUTERACH

Viele Menschen klagen (sprichwörtlich) vom „Kreuz mit dem Kreuz“. Probleme entstehen dabei dadurch, dass die Bewegungsgeo metrie, also die Gesamtheit der Muskulatur, unförmig wird. Wenn nun die verschiedenen Kräfte harmonisch und ausbalanciert wirken und arbeiten, ist der „Biomechanismus“ auch gesund. FinEXPERTENTIPP

FITNESS den Menschen zum natürlichen Bewegungsmuster zurück, sorgt der Körper für Leistungsfähigkeit, Wohlbefinden und dem für

die Gesundheit so wichtigen bio­ mechanischen Gleichgewicht. Man muss sich dabei auch vergegenwärtigen, dass die Körperhaltung bzw. die Haltung zum Körper bestimmen, wie man auf Mitmenschen wirkt und welche Möglichkeiten im Leben zur Verfügung stehen. In dieser Ausgabe zeigen die Experten zwei essenzielle Übungen, die mit der aufrechten Körperhaltung zu tun haben. Durch die Dehnung der Hüftbeuger und Hüftstrecker sowie der Beinbeuger werden die Kräfte, die auf das Becken und die Wirbelsäule wirken, wieder ins Gleichgewicht gebracht. Dadurch reduzieren sich die Probleme, gerade in den für die Haltung wichtigen Hüft-, Becken- und Lendenwirbelsäulenbereichen.

Anleitungen von Bewegungstherapeut Manfred Scheel und Physiotherapeut Andrew Mixson – mehr unter www.life-fitness. at oder www.vitalplus.biz

DEHNUNG DES ­HÜFTBEUGERS

Stellen Sie sich im Ausfallschritt hin. Machen Sie mit Ihrem linken Bein einen großen Schritt nach vorne; das rechte Bein bleibt stehen. Nun lassen Sie sich auf Ihr rechtes Knie sinken und schieben Ihr Becken nach vorne, so weit Sie können. Ihr Oberkörper bleibt dabei aufrecht. Halten Sie diese Position ca. 30 bis 40 Sekunden. Jetzt wiederholen Sie die Übung auf der anderen Seite.

DEHNUNG DER BEINBEUGER UND HÜFTSTRECKER Legen Sie sich auf den Rücken und winkeln Sie die Knie an. Jetzt das rechte Bein strecken, das linke so weit nach oben nehmen, wie Sie können (optimalerweise ca. 90 Grad zur Hüfte). Arme und Hände unterstützen, indem diese das linke Bein gestreckt Richtung Oberkörper ziehen. Position ca. 30 bis 40 Sekunden halten, dann auf der anderen Seite wiederholen.

Männer bleiben Vorsorgemuffel

Prostata-Krebs: Spezielles Angebot, neue Broschüre.

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WIEN 5245 Männer erhielten 2016 in Österreich die Diagnose Prostatakrebs. Damit ist dies die häufigste Krebserkrankung bei Männern und deren häufigste Krebstodesursache. Nun rücken der Europäische Tag der Prostata (15. September) und die Aktion „Loose Tie“ (lockere Krawatte) die Thematik „Männergesundheit“ einmal mehr in den Fokus. Doch bei allem bleibt das „starke Geschlecht“ bis dato weitgehend Vorsorgeignorant: Stress, zu viele Termine und nicht zuletzt der Irrglaube, es träfe ohnedies immer nur „die anderen“ führen dazu, dass die Thematik ausgeblendet wird beziehungsweise Ausreden und Erklärungen breit gefächert sind. Die Österreichische Krebs­hilfe ruft daher gemeinsam mit der Österreichischen Gesellschaft für

Urologie und dem Berufsverband der österreichischen Urologen alle Männer ab einem Alter von 45 Jahren auf, sich Zeit für diesen wichtigen Termin zu nehmen und beruhigt gleichzeitig: „Nicht jeder Tumor muss gleich operiert oder bestrahlt werden. Oftmals wird über einen langen Zeitraum engmaschig überwacht. Die Therapie wird heute auf den jeweiligen ­Patienten maßgeschneidert.“ Ein wichtiger Aspekt sei zudem die psychoonkologische Begleitung: Vor allem ältere Männer hätten oft große Schwierigkeiten, sich „Fremden“ anzuvertrauen oder auch konkrete Fragen über ihre Behandlung zu stellen. Es folge nicht selten ein Kontrollverlust, der ein Gefühl der Hilflosigkeit erzeugen kann. Die Krebshilfe hat daher ein spezielles Angebot für männliche Krebspatienten entwickelt. Desweiteren informiert die neue Broschüre „Aus Liebe zum Leben. Krebsvorsorge für Männer“ umfassend und räumt mit vielen Mythen auf.


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Wellness & Spa

Herrlicher Panoramablick und Wohlgefühl Jetzt ist genau die richtige Zeit um ein paar Tage zu entspannen und zu genießen. Ein Geheimtipp dafür ist das Wellnesshotel Linde in Sulzberg. Traumhafte Tage, erholsame Nächte, unvergessliche Augenblicke, die Ruhe und die atemberaubende Aussicht verzaubern und öffnen den Geist. Highlights des ****Wellnesshotels Linde auf einen Blick: • elegantes Sunset Spa in modernem Design mit Wellnessbad und Saunawelt • Whirlpool im blühenden Sommergarten • herrliches Panorama, Traumaussicht und wohltuende Ruhe • unvergessliche Sonnenuntergänge • ausgesuchte Wohlfühlprogramme für Entspannung pur • kreative Küche – liebevoll zubereitete Speisen • Grillabende im Freien • feines Hotel – familiär und herzlich • 10 Minuten zum Golfpark Bregenzerwald (30 % GreenfeeErmäßigung).

Wellnesshotel Linde**** Wellnesshotel Linde GmbH Familie Frick 6934 Sulzberg Tel. +43 5516 2025-0 linde@bregenzerwaldhotels.at www.wellnesshotellinde.at

Gesundheit und Entspannung: Massagen, Soft-Packungen, Körperbehandlungen Wellness: Elegantes Sunset Spa mit Saunawelt, Wellnessbad und Whirlpool im Garten, herrliche Liegewiese mit Aussicht Restaurant: Exzellente Küche! Heimischregionales wird modern interpretiert. Aktivitäten: Wandern, Relaxen, Golfen und Genießen

Wohltuend in jeder Hinsicht Das ****Wellnesshotel Linde liegt im vorderen Bregenzerwald auf einem sanften Hügel inmitten der Natur. Die Zimmer sind geräumig und gemütlich ausgestattet und bieten einen herrlichen Panoramablick. Besonders wohltuend ist die familiäre und herzliche Atmosphäre im Hotel, wunderbar erholsam die Ruhe auf der Sonnenterrasse. Geheimtipp Ein besonderes Highlight ist das elegante Sunset SPA mit Wellnessbad, Saunawelt und Whirlpool im Garten.

Natürliche Materialien, Wärme und Licht prägen das moderne Design. Die große Fensterfront zeigt das herrliche Panorama und die Weite des Horizonts. Der Blick reicht über die sanfte Landschaft des vorderen Bregenzerwaldes bis hin zu den Alpengipfeln am Horizont. Die romantischen Sonnenuntergänge sind unvergesslich. Neue Kraft sammeln Hier lautet das Motto ganz klar: Neue Kraft sammeln und sich rundum verwöhnen lassen! Eine wohltuende Massage oder eine pflegende Soft-


Wellness & Spa pack-Schwebeliege-Anwendung das ist Entspannung pur.

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Gute Aussichten für Wanderer In Sulzberg gibt es eine Vielzahl an Wandermöglichkeiten. Zumeist sind es Höhenwanderwege mit Aussicht über das Tal auf die Bergwelt. Gehen Sie mit bei der geführten Wanderung vom Hotel z. B. ins Wildrosenmoos.

„Wellness drinnen und draußen. Hier können Sie den Alltag vergessen. Einfach eintauchen und genießen!“ Mag. Jutta Frick, Gastgeberin

Golf Golfer sind hier genau richtig. Der 18-Loch Golfpark Bregenzerwald ist nur zehn Autominuten vom Hotel entfernt. Er zählt zu den schönsten im ganzen Bodenseeraum. Kulinarische Freuden Ein weiterer Höhepunkt des Wellnesshotels Linde ist die exzellente Küche. Die liebevoll zubereiteten Speisen sind eine wahre Gaumen-

freude. Der langjährige Küchenchef legt Wert auf gesunde, natürliche Produkte aus der Region. Eine Einstellung, die er mit viel Hingabe umsetzt – und das schmeckt köstlich. Genuss von morgens bis abends Die Verwöhnpension startet am Morgen mit einem reichhaltigen Frühstücksbuffet. Die Milch kommt vom benachbarten Bauern. Am Mittag/ Nachmittag gibt es ein feines Buffet und abends das Genießermenü mit Salatbuffet. Erholsamer Tagesausflug Tagesgäste, die sich zwischendurch erholen möchten, finden im Wellnesshotel Linde den idealen Ort für eine kurze „Auszeit“ vom Alltag. Zur Auswahl stehen hierfür beispielsweise ein Wellnesstag unter dem Motto „Entspannung pur“ oder ein „Wellnesstag de luxe“. Jeden Mittag gibt es ein köstliches Buffet mit frisch zubereiteten Speisen und herrlichen Kuchen. Schauen Sie vorbei Wer in seinem Urlaub Ruhe, Erholung, Wellness, Kulinarik, Golf und ein herrliches Panorama sucht, wird im Wellnesshotel Linde glücklich. Ob spontan als Tagesgast oder für ein paar Tage Erholung und Entspannung. Aktuelle Packages und Anwendungen sowie Bilder finden Sie auch online unter www.wellnesshotellinde.at

Im Wellnesshotel Linde fühlen sich die Gäste einfach wohl.

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Gewinnspiel „VN-Fit und Gesund“-Leser können einen Aufenthalt für 2 Personen für 2 Nächte (einzulösen von So. - Do.) mit Verwöhnpension im ****Wellnesshotel Linde in Sulzberg mit uneingeschränktem Zutritt in das lichtdurchflutete Wellnessbad mit Panoramablick sowie in die moderne Saunawelt mit Whirlpool im Garten gewinnen – mit der richtigen Antwort und mit etwas Glück. Die Gewinnspielfrage lautet:

Wie lautet das Motto im Wellnesshotel Linde? Antwort: Per E-Mail an fitundgesund@russmedia.com oder per Post an Russmedia GmbH, Gutenbergstraße 1, 6858 Schwarzach. Einsendeschluss: 17. September 2019. Mit der Teilnahme am Gewinnspiel erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihre persönlichen Daten verarbeitet und Sie über weitere Aktionen des Hotels Linde sowie der Russmedia GmbH informiert werden. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Der/die Gewinner(in) wird telefonisch informiert und in der nächsten Ausgabe von „Fit & Gesund“ präsentiert.


10 Fit & Gesund

Freitag, 30. August 2019 Vorarlberger Nachrichten

DIE FAMILIE IN DEN FOKUS GERÜCKT

KÖRPER GESUNDER SCHLAFRHYTHMUS Schon einige Tage vor dem Schulstart sollte sich das Kind daran gewöhnen, am Morgen nicht zu lange zu schlafen. Entspannung am Abend hilft leichter einzuschlafen. Bis spät in der Nacht mit dem Handy oder Computer zu spielen, zu chatten oder fernzusehen, regt die Gehirnaktivität an und kann das Einschlafen erschweren. NAHRHAFTE JAUSE Generell: Das Frühstück ist eine wichtige Voraussetzung für einen guten Schultag; Frühstücksverweigerer sollten zumindest ein Glas Milch, Kakao, verdünnten Saft oder Tee drinken. Wird am Morgen nur eine Kleinigkeit gegessen, sollte die Jause größer ausfallen – die Vormittagsmahlzeit besteht idealerweise aus einer Getränke-, Getreide-, Obst-, Gemüse- und Milchkomponente. Hier einige Vorschläge: Neben Wasser eignen sich ungesüßte Kräuter- oder Früchtetees; koffeinhaltige Getränke sowie Energydrinks sind nicht geeignet. Vollkornbrot, Müsli oder andere Cerealien (gerade hier auf den Zucker- und Fettgehalt achten) decken die Getreidekomponente ab. Beim Obst gilt: saisonal und regional bevorzugen; Fruchtsäfte ohne Zuckerzusatz schmecken meist auch Obstmuffeln. Joghurt, Käse, Frisch- oder Hüttenkäse oder Topfen gleichen den Milchbedarf aus. BEWEGTER SCHULWEG Einige Male gemeinsam mit Mama oder Papa vorab zur Schule zu gehen bzw. zu fahren, gibt dem Kind Sicherheit. So kann zum Beispiel das Verhalten am Schulweg bei gefährlichen Stellen geübt werden. Auch bietet die aks gesundheit mit ihren Aktionen „Schoolwalker“ und „Kinderzügle“ wertvolle Angebote, die es dem Nachwuchs erleichtert, sich per pedes auf den Weg zu machen: So werden Sozialkontakte gepflegt, das Selbstvertrauen positiv beeinflusst, die Kreativität gefördert und gleichzeitig die körperliche Fitness getrimmt und das Immunsystem gestärkt. GEPOLSTERTE SCHULTASCHE Bei einer Schultasche mit 15 Liter Innenvolumen sollte das Leergewicht maximal 1,2 kg betragen, die Tragegurte sollten zumindest 4 cm breit, ausreichend gepolstert sowie einfach zu verstellen sein; der ideale Sitz ist, wenn die Oberkante des Ranzens auf Höhe der Schultern abschließt. Die Schultasche wird idealerweise am Vorabend gepackt und nur mit den wirklich benötigten Utensilien befüllt – Schweres gehört unten bzw. rückennah verstaut.

GEIST WIEDERHOLEN DES STOFFES Die letzten Ferientage sollten dazu genutzt werden, sich wieder auf die verschiedenen Gegenstände vorzubereiten. Wer die wichtigsten Schwerpunkte des vergangenen Schuljahres wiederholt, hat einen besseren Start ins neue Schuljahr und verhindert, gleich am Anfang den Anschluss zu verlieren oder sich überfordert zu fühlen. GEMEINSAME BESORGUNGEN Der Schulbeginn ist die Zeit der Besorgungen und auch der richtige Zeitpunkt für eine gründliche Bestandsaufnahme. Dazu zählen nicht nur Hefte, Stifte und andere Schulmaterialien, sondern auch Kleidung, Schuhe und dergleichen. Besorgen Sie rechtzeitig vor Schulbeginn alles Notwendige und beziehen Sie Ihr Kind in den Vorbereitungsprozess mit ein. RECHTZEITIG AUFSTEHEN Passen Sie den Tagesablauf wieder an das Schulleben an. Achten Sie darauf, wie viel Schlaf Ihr Kind wirklich braucht, um in der Früh ausgeschlafen zu sein, und planen Sie ausreichend Zeit für den Morgen ein. Optimal ist ein gemeinsames Frühstück, bei dem der Tagesablauf besprochen werden kann. IDEALE VORBEREITUNG Schulanfänger, aber auch ältere Kinder, brauchen die Mithilfe eines Erwachsenen. Besprechen Sie am Abend gemeinsam den nächsten Tag und unterstützen Sie am Anfang beim Packen der Schultasche. Oft sind Checklisten hilfreich, anhand derer man überprüft, ob alles da ist. Das Abhaken dieser Listen bringt Sicherheit und Ordnung ins Schulleben. GUTE LERNBEDINGUNGEN Eine gute Lernumgebung ist wichtig und unterstützt die Kinder beim Lernen. Am Ende der F ­ erien sollte der Schreibtisch bereit und aufgeräumt sein. Ausreichend Platz und Licht sind für das Erledigen der Hausübungen essenziell. Der Tisch sollte nicht mit anderen Dingen, die ablenken und zum Spielen verleiten, beladen sein. SCHULKALENDER FÜHREN Hängen Sie einen Kalender auf, auf dem alle wichtigen Termine des Schuljahrs wie Klassenfahrten, Schularbeiten und mehr eingetragen sind. So können Sie Ihr Kind rechtzeitig erinnern und sind auf dem Laufenden, was in der Schule ansteht.

SEELE SCHRITTWEISE UMSTELLUNG Gerade für Tafelklässler bedeutet es die größte Umstellung, einen Teil ihrer flexiblen Spielezeit zugunsten schulischer Pflichten aufzugeben und eine Leistungshaltung zu entwickeln. Zudem wird von ihnen verlangt, ihren spontanen Bewegungsdrang zu kontrollieren und sich sozial in eine neue Gruppe einzugliedern. Durch die Tatsache Noten zu bekommen, brauchen Kinder ein gewisses Frustrationsvermögen. Deshalb ist es gerade bei dieser Altersgruppe wichtig, Zeit für die neuen Entwicklungsschritte zu geben. GELEBTER RHYTHMUS Ein konstanter Rhythmus, was Lernzeit und Freizeit anlangt, hat sich als sinnvoll erwiesen und erspart so manch nervenraubende Diskussion. In aller Regel bewährt sich die Einteilung in „Zuerst die Arbeit, dann das Spiel“, da es dadurch ausreichend Puffer gibt, selbst wenn die Hausaufgaben einmal mehr als üblich sind, oder deren Bewältigung länger als geplant dauert. ENTSPANNTE PAUSEN Geben Sie in den Auszeiten Möglichkeit, sich wirklich zu entspannen. Handy, Laptop und andere Medien dienen bestenfalls zur Ablenkung, keinesfalls jedoch machen sie den Kopf frei. Proaktive Pausen bestehen zum Beispiel darin, sich körperlich zu betätigen, zu musizieren, kreativ zu sein oder eine Entspannungsübung zu machen. Oft genügen wenige Minuten, um neue Energie zu tanken. Unter dem Motto „Weniger ist mehr“: Halten Sie unverplante Stunden im Kalender offen, um Raum für Spontanität zu haben. MOTIVIERENDES LOB Loben Sie Ihr Kind für seinen Einsatz und dafür, was es gut kann. Erfolgserlebnisse schaffen oft erst die Motivation, sich auch Aufgaben zu stellen, die herausfordernd und schwierig sind. Ermutigen Sie Ihr Kind von der Schule zu erzählen, zeigen Sie Interesse an seiner Lebenswelt und fördern Sie die Neugierde daran, Neues zu lernen und zu entdecken. DURCHDACHTE WERTIGKEIT Setzen Sie die Erwartungen nicht zu hoch an, und haben Sie getrost auch „den Mut zur Lücke“. Mit einer Portion Gelassenheit und Vertrauen bekommt das Thema Schule jenen Stellenwert, der ihm auch zusteht. Sie ist eine wichtige Säule im Leben von Kindern und Jugendlichen, aber eben nicht die einzige.


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Freitag, 30. August 2019 Vorarlberger Nachrichten

Michael Thaler Leiter der ifs Familienberatung

Sommerferien

Wenn die Schulglocke wieder täglich läutet

Dann sind Nachwuchs und Eltern gleichermaßen gefordert. en neigen sich dem Ende zu, der Schulbeginn steht quasi vor der Türe. Nach neun Wochen Pause ist es aber oft gar nicht so einfach, wieder im Schulalltag anzukommen. Dabei ist nicht nur der Nachwuchs gefordert, vielmehr gilt es für die ganze Familie sich neuen Herausforderungen zu stellen, den (wieder) geregelten Alltag in Angriff zu nehmen und die vielfäl-

» ELTERN BILDUNG

tigen Anforderungen gemeinsam zu meistern. Experten (Rat auf Draht, Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz, AUVA, unter anderem auch Psychotherapeutin Sabine Fleisch) geben in den folgenden Ausführungen Tipps und Anregungen rund um einen gelingenden Schulstart – im Sinne von Körper, Geist und Seele.

Wiedereinstieg mit Familie(n)! Freude - Spaß - Info Purzelbaum Eltern-Kind-Gruppen leiten

Mehr zum Lehrgang unter: elternbildung@kath-kirche-vorarlberg.at www.kath-kirche-vorarlberg.at/purzelbaum

© KBW / Eva Ilzer

SCHWARZACH Die Sommerferi-

Liebe Leserinnen und Leser, „Sommerferien sind etwas Tolles“ – diesen Ausspruch hört man oftmals von Kindern. Und manchmal macht dieser Satz Eltern zu schaffen. „Schulstart ist etwas Tolles“ – diesen Ausspruch hört man oftmals von Eltern. Und manchmal macht dieser Satz Kindern zu schaffen. Denn zu Schulbeginn können Unbehagen und Sorge entstehen. Eventuell aufgrund des Übergangs vom Kindergarten in die Schule, eines anstehenden Schulwechsels oder des Wiederholens der Schulstufe. Hier rate ich Eltern, selbst ruhig zu bleiben, die Sorge zu thematisieren und dem Kind Möglichkeiten im Umgang damit anzubieten. Gelegentlich kann aus einer Sorge heraus auch Angst entstehen. Hier gilt es dann genauer hinzuhören, worin die Angst begründet ist. Dies ist manchmal durch das Kind schwer beschreibbar. In solchen Fällen empfehle ich, Fachpersonen hinzuzuziehen, um die Angst verstehbar und damit behandelbar zu machen. Auch kann in solchen Fällen eine Information an den Lehrkörper von Nutzen sein, sodass das Kind von mehreren Seiten gemeinsame Unterstützung erlebt. Ein paar Tage vor dem eigentlichen Schulbeginn empfiehlt es sich, die Schlafroutine der Schulzeit anzupassen. Gerade jüngeren Kindern fällt am Anfang die Umstellung auf fixe Schlafens- und Aufstehzeiten schwer. Und auch die bevorstehenden Abläufe am Abend und am Morgen sollten geübt werden, denn Routine erspart Konflikte und schont die Nerven. Mit Schulstart gilt auch zu bedenken, dass wieder eine Ausgewogenheit von Schule, Hobby und freier Zeit geschaffen wird. Dann bleiben Überforderung und Erschöpfungszustände fern. Ich wünsche allen Familien einen guten Start ANZEIGE ins neue Schuljahr! Infos unter www.ifs.at


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Fit & Gesund 13

Freitag, 30. August 2019 Vorarlberger Nachrichten

Folgenschwerer Druck im Auge Grüner Star (Glaukom): Mythen im Internet und deren oft irreführenden Infos.

WIEN Viele Glaukom-Erblindungen wären bei rechtzeitiger Diagnose vermeidbar. Für das frühe Erkennen der Erkrankung stehen heute zahlreiche moderne diagnostische Methoden zur Verfügung. Von diesem technischen und medizinischen Fortschritt profitiert aber nur der, der auch regelmäßig – ab dem 40. Lebensjahr einmal pro Jahr – zur Vorsorgeuntersuchung geht.

Irreführende Infos Ab 40 Jahren sollten die Augen einmal jährlich untersucht werden.

chischen Ophthalmologischen Gesellschaft, klärt auf: „Die häufigste irreführende Information ist der Hinweis, dass Betroffene die Gesichtsfeldausfälle als ‚schwarze Flecken‘ wahrnehmen. Dies stimmt in den meisten Fällen nicht. Frühe Gesichtsfelddefekte werden vom gesunden Auge

ausgeglichen. Außerdem ergänzt unser Gehirn die Umgebung in die Gesichtsfeldausfälle hinein. Daher wird kein ‚schwarzer Fleck‘ wahrgenommen, sondern bestenfalls ein ‚unscharfes Areal‘ oder ‚verschwommenes Sehen‘ beschrieben. Auch der sogenannte Tunnelblick wird nur in ganz sel-

AnzCons 19/08

Neue Technologien haben aber auch Schattenseiten. Diese zeigen sich vor allem im Internet. Leider sind viele dort gebotene Informationen falsch, unvollständig, irreführend oder sogar erzeugend. OA Dr. Anton angst­ Hommer, Facharzt für Augenheilkunde und Optometrie, u. a. auch Vorsitzender der Glaukom-Kommission der Österrei-

tenen Fällen von den Betroffenen beschrieben.“ Hommer warnt zudem: „Es gibt keine validen Studien, die belegen, dass mit Nahrungsergänzungsmitteln oder Akkupunktur der Augendruck gesenkt und das Glaukom behandelt werden kann. Bei Cannabis gibt es zwar einige Publikationen, die einen gewissen augendrucksenkenden Effekt beschreiben, dieser ist aber nicht ausreichend therapeutisch sinnvoll ausgeprägt, um die Einnahme zu rechtfertigen, da man alle drei Stunden THC in einer Dosis zu sich nehmen müsste, die eine Teilnahme am täglichen Leben wohl eher ausschließt. Im Vergleich dazu muss man herkömmliche Augentropfen nur alle 12 bis 24 Stunden anwenden – mit wesentlich weniger und kaum das tägliche Leben einschränkenden Nebenwirkungen.“

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14 Fit & Gesund

Freitag, 30. August 2019 Vorarlberger Nachrichten

Wanderung mit hochalpinem Flair

Gestärkt in die kühlere Jahreszeit KRUMBACH In­

teressanterwei­ se ist aus ayur­ vedischer Sicht die Sommerzeit für den Körper anstrengender als der Herbst. Die Wärme im Sommer lässt zwar Pitta ansteigen, zugleich werden aber das Körperfeuer Agni und damit unsere Verdauung und der Stoffwechsel geschwächt. Da­ durch haben sich Schlacken und Toxine gebildet; diese werden durch ein paar Entschlackungsta­ ge wieder ausgeschieden. In der kommenden kühleren Jahreszeit wird die Verdauungskraft stär­ ker und das körperliche Energie­ niveau liegt wieder höher. Durch nahrhaftes Essen stabilisieren wir dann den Körper; mit Bewegung halten wir uns fit. Auch beginnt jetzt die Vata-Zeit. Um diese entspannt und gesund zu erleben und um uns auf die kühle Jahreszeit vorzubereiten, sind Vata ausgleichende Metho­ den sehr wichtig. Hier sind einige EXPERTENTIPP

AYURVEDA Tipps: Starten Sie den Morgen mit einer Ganzkörper-Öl-Selbstmas­ sage; warmes Sesamöl beruhigt die Nerven und bringt Stabilität in den Körper. Bauen Sie ein leichtes Fitnessprogramm unter Einsatz von Yoga in den Alltag ein. Trin­ ken Sie viel Ingwertee, er stärkt das Immunsystem. Regelmäßige warme Mahlzeiten sollten in Ruhe genossen werden; einige Minuten Entspannung danach gehören zu den Vata reduzierenden Maßnah­ men. Jetzt kommt auch wieder die Suppenzeit; die Geschmacks­ richtungen sind süß und salzig. Warmes und mit hochwertigen Fetten wie Ghee (geklärte Butter) zubereitetes Essen beruhigt Vata. Vermeiden Sie unnötige Hektik, achten Sie auf ausreichend Schlaf, mindestens sieben Stunden. Zu viel Rohkost und kalte Speisen sollten Sie ebenfalls vermeiden. Verwenden Sie viel wärmende Gewürze wie Zimt, Nelken, Mus­ kat, Pfeffer, Chili und Ingwer. Veronika Forster ist dipl. Ayurveda-Praktikerin – www.pension-sonnblick.at

Golmer Höhenweg führt auch zu einem Platz des Erinnerns. Wer die Geschich­ te hinter dem Gipfelkreuz am Kreuzjoch oberhalb von Vandans kennt, wird ihm wohl immer mit Ehrfurcht, vor allem aber De­ mut begegnen, denn es symbo­

VANDANS

EXPERTENTIPP

TOUREN lisiert wie kaum ein anderes, wie schnell sich das Blatt im Leben Menschen wen­ eines ­ den kann. Valentin Alge, ehemals Zivildiener bei der Diözese Feldkirch, hatte im Zusammen­ hang mit deren 50-JahrJubiläum die Idee, einen noch freien Gipfel im Land mit einem Gipfel­ kreuz zu adeln. Es sollte für möglichst viele Men­ schen leicht zugänglich sein. Seit Oktober des vergangenen Jahres ragt es nun groß und mäch­ tig in den Himmel am Kreuzjoch. Es ist jenem kleinen Gebetskreuz nachempfunden, das Vi­ Angekommen am Kreuzjoch mit neuem Kreuz kar Carl Lampert wäh­ bietet sich ein unvergesslicher Ausblick. rend seiner Gefangen­ schaft in Halle aus Draht formte. Valentin Alge sollte die auf die stolzen Gipfel des Räti­ Realisierung seines Planes nicht konstocks eröffnet. Der Weg ist mehr vergönnt sein. Im Gipfel­ zwar steinig, aber insgesamt gut kreuz am Kreuzjoch lebt er jedoch in Schuss. Es geht, wie auf Grat­ weiter, genauso wie Carl Lampert. wanderungen so üblich, auf und ab. Es gibt zwei Anstiege, jener Eine Tour der Erinnerung. zum Latschätzkopf (2219 m) und Ein Auf und Ab jener zum Kreuzjoch (2261 m), Wir waren schon auf dem Kreuz­ aber beide stellen keine beson­ joch, aber da stand das Gipfel­ dere Herausforderung dar. Gutes kreuz noch nicht. Deshalb wollte Schuhwerk und Trittsicherheit ich noch einmal dort hin. Außer­ dem lässt sich daraus eine schöne FAKTEN Rundwanderung kreieren. Wir starten in Vandans, fahren mit LAUFZEIT ca. 3 bis 3,5 Stunden HÖHENMETER 570 der Bahn zum Grüneck hinauf EINKEHRMÖGLICHKEITEN Panoraund marschieren in Richtung des marestaurant Grüneck, Berggasthof auf 2094 Metern gelegenen Gol­ Matschwitz (Mittelstation) mer Jochs, wo uns das erste Gip­ UNTERHALTUNG Waldrutschenfelkreuz empfängt. Dort beginnt park, Alpine Coaster, Flying Fox, auch der Golmer Höhenweg, Waldseilpark der unvergleichliche Aussichten

Der Aufstieg führt über den Golmer Höhenweg.

sind jedoch auch auf dieser relativ einfachen Bergwanderung kein Schaden.

Zwei Möglichkeiten Am Kreuzjoch verweilen wir ein bisschen, und meine Gedanken schweifen an meine Begegnung mit Valentin Alge ab. Das Schick­ sal kann grausam sein, aber ... – ich wende mich wieder der Ge­ genwart zu. Wir beschließen, den Weg über das Platziser Joch und die Golmer Seen weiterzugehen. Die Alpe dort ist gut bestückt, jede Menge Kühe, doch sie halten ihre Mittagsruhe und lassen sich dabei nicht stören. Nicht einmal von un­ serem Hund, den wir stramm an der kurzen Leine führen. Bei den Golmer Seen nehmen wir eine Querung, die uns zum Hütten­ kopflift und von dort wieder nach Grüneck hinunterbringt. Wer es ausführlicher mag, folgt dem Weg nach Außergolm weiter. Er endet ebenfalls am Ausgangspunkt in Grüneck. Fazit: Eine schöne Wan­ derung mit hochalpinem Flair, die auch mit Kindern und Hunden gut gemacht werden kann. MARLIES MOHR marlies.mohr@vn.at 05572 501-385


Med Konkret Treffpunkt Gesundheit

Eine Veranstaltungsreihe von

Prim. Dr. Philipp Werner

Schlaganfall – Es trifft mich der Schlag Dienstag, 17. September 2019, 19 Uhr Panoramasaal LKH Feldkirch Jährlich erleiden ca. 1100 Menschen in Vorarlberg einen Schlaganfall – österreichweit alle 22 Minuten. Es kann jeden immer und überall treffen! Wie lässt sich ein Schlaganfall erkennen? Was soll man tun? Wie ist die Versorgung in Vorarlberg aufgestellt? Welche neuen Behandlungsmethoden gibt es?

Moderation: VN-Redakteurin Marlies Mohr Der Panoramasaal fasst max. 380 Besucher (280 Sitz-/100 Stehplätze). Eintritt frei. Parken in der LKH-Tiefgarage kostenlos.

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16 Fit & Gesund

Freitag, 30. August 2019 Vorarlberger Nachrichten | Anzeigen

Foto: pitopia/Robert Kneschke

Bewegung für die Seele

VGKK bietet Programm zur Förderung der psychischen Gesundheit an Bewegung ist gut für Körper und Geist. Daneben wirkt sich Sport positiv auf die psychische Gesundheit aus. Die VGKK hat deshalb ein Projekt entwickelt. Dieses spricht Menschen an, deren psychisches Befinden leicht bis mittelgradig beeinträchtigt ist. Zudem spielt in deren Leben Sport und Bewegung derzeit keine Rolle. Diese Menschen erhalten mit dem Projekt eine niederschwellige Möglichkeit zum (Wieder-) Einstieg in Sport und Bewegung. Das Projekt ist so angelegt, dass Betroffene in einem Erstgespräch mit VGKK-Psychologen Mag. Martin Galehr ihre Ausgangssituation sowie ihre individuellen Interessen und persönlichen Ziele besprechen. Diesem Gespräch folgt ein achtwöchiges Bewegungsprogramm in der Gruppe. Dieses Programm umfasst verschiedene Einheiten.

Diese sind auf die Bedürfnisse und Möglichkeiten der Gruppe abgestimmt. Das können sein: Spazieren, schnelles Gehen, Wandern, Atemübungen etc. Entspannungsübungen Eingeübt werden außerdem Elemente von Entspannungstechniken. Dazu kommen noch Elemente der Psychoedukation. In deren Rahmen erhalten die Teilnehmerinnen/ Teilnehmer Informationen über verschiedene psychische Erkrankungen (Symptome, Entstehung, Therapiemöglichkeiten und Kontaktadressen bei Erkrankungen wie Depression, Ängsten, stressbedingte Erkrankungen). Damit sollen sie in ihrer Selbsthilfefähigkeit gestärkt werden, um künftig besser mit psychischen Krisen umgehen zu können. Am Ende des Bewegungsprogrammes steht ein Abschlussgespräch mit Mag. Martin Galehr. Dabei werden die nächsten Schritte besprochen, z. B. eine Wieder-

holung des Programms, die Anmeldung bei einem Sportverein etc. Drei Monate nach der Absolvierung des Bewegungsprogramms findet ein Rückmeldungsgespräch statt. Es dient dazu zu sehen, inwieweit die Ziele erreicht wurden bzw. welche Unterstützungsmaßnahmen noch notwendig sind. Das Projekt wird aus Mitteln des Landesgesundheitsförderungsfonds gefördert. In der Umsetzung setzt die VGKK auf die Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Ärzten. Die VGKK lädt Betroffene ein, das Angebot in Anspruch zu nehmen. Und damit die positiven Effekte des Programms auf die eigene Gesundheit zu nutzen. Kontakt Mag. Martin Galehr Tel.+43 (0)50 84 55-1654 E-Mail: bewegung@vgkk.at

www.vgkk.at


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