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Fit_Gesund_August2018

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Fit & Gesund Gesundheitsbeilage Freitag, 31. August 2018

Naturgenuss Gerade im Spätsommer locken die angenehmen Temperaturen ins Freie.


Freitag, 31. August 2018 Vorarlberger Nachrichten

2 Fit & Gesund

Wenn es blitzt und donnert AUVA gibt Tipps im Falle eines Gewitters. WIEN Spannungen von über 100.000 Volt, Stromstärken jenseits von 100.000 Ampere und eine Temperatur von bis zu 30.000 Grad Celsius – das Phänomen Gewitter umschließt unglaubliche Kräfte, bedroht und fasziniert den Betrachter zugleich. Damit man in Fällen von beeindruckenden Blitzen und Donnern nicht vom Augenzeugen zum Opfer wird, hält die AUVA wichtige Tipps parat. Denn die ungeahnten Kräfte des Naturschauspiels können schwere Verletzungen verursachen oder gar tödlich verlaufen. „Vergehen zwischen Blitz und Donner weniger als zehn Sekunden, besteht bereits die unmittelbare Gefahr eines Blitzeinschlags

und man sollte gefährdete Bereiche verlassen und geschützte aufsuchen. Nach dem letzten Donner sollte man weitere 30 Minuten abwarten, bevor man seinen sicheren Unterschlupf verlässt“, rät AUVA-Experte Dr. Christian Troger und weiter: „Gefahrlos benutzt werden können Mobiltelefone, nicht geschützte Festnetztelefone sollte man hingegen nur im Notfall zu Hilfe nehmen.“ Und übrigens: Zu Beginn oder am Ende eines Gewitters kommt es am häuigsten zu Verletzungen durch Blitzschlag, weil hier die Gefahr oft unterschätzt und daher der schützende Bereich zu spät aufgesucht oder zu früh verlassen wird.

UND WENN ES DANN WIRKLICH ERNST WIRD . . . SICHEREN SCHUTZ BIETEN » Gebäude mit Blitzschutzanlage » Fahrzeuge mit Metallkarosserien » Tunnelanlagen BEDINGTEN SCHUTZ FINDET MAN » in ofenen Unterständen » in Gebäuden ohne Blitzschutzanlage; Fenster und Türen schließen » in ofenen Gebäuden; in der Mite des Raumes in der Hocke » tiefe Mulden, Hohlwege, Höhlen IM FREIEN MEIDEN » das Innere eines Waldes » die Nähe von hohen Objekten » Bereiche unter großen Brücken, Seile von Seilbahnen, Liften und Stromleitungen » Wasser (Seen, Schwimmbecken) » höher gelegene Punkte (Berggipfel) » Kletersteige » Menschenansammlungen IM FALLE EINES GEWITTERS » am besten drei Meter Abstand von

anderen Personen, Masten, Geländern und Zäunen halten - keinesfalls einander berühren » mit geschlossenen Füßen in Hockstellung gehen - nicht lach auf den Boden legen » keine Gegenstände tragen, die über den Körper hinausragen (z. B. Regenschirme) » von Bäumen einen Abstand von zirka zehn Metern einhalten ERSTE HILFE NACH BLITZSCHLAG » Bewusstsein, Atmung der vom Blitz getrofenen Person überprüfen » bei Bewusstlosigkeit die Retung rufen, die Person in stabile Seitenlage bringen und jede Minute eine HerzKreislauf-Kontrolle durchführen » bei Atem-Kreislauf-Stillstand Herzdruckmassage (30 x) und Beatmung (2 x) bis die Retung eintrift » wenn vorhanden, Deibrillator rasch zum Einsatz bringen

IMPRESSUM REDAKTION Heidemarie Netzer Tel. 05552 62471-14, E-Mail: heidemarie.netzer@vn.at ANZEIGENBERATUNG Russmedia Verlag GmbH, Gutenbergstraße 1, 6858 Schwarzach BEITRÄGE, FOTOS, QUELLEN Heidemarie Netzer, Frederik Sams, Philipp Steurer, Shuterstock, DATA-Sportnews, APA VERLEGER (MEDIENINHABER) UND HERSTELLER Russmedia Verlag GmbH, 6858 Schwarzach, Gutenbergstraße 1 Redaktion und Anzeigen: 6858 Schwarzach, Gutenbergstraße 1

Editorial

Heidemarie Netzer

Überlegter Aufbruch Während sich die einen gerne auf Meeresspiegelniveau tummeln, bewegen sich die anderen vorzugsweise in Bergeshöhen. Unbestriten, auch ich gehöre zur Gruppe der Letzteren und beobachte dabei, dass die Zahl der Erholungsu-

„In den Bergen unterwegs zu sein, bedeutet die Stärkung von Körper, Geist und vor allem der Seele.“ chenden in Geilden rund um prächtige Gipfel, erfrischende Wälder, einladende Alpen und Co. in den letzten Jahren zugenommen hat. Gerade in den Sommermonaten, in denen ansonsten eher das kühle Nass bei den Erholungsuchenden im Vordergrund stand. Mit eine Rolle spielen hierbei sicherlich die mitlerweile tropischen Temperaturen in unseren Breitengraden, die verstärkt, gerade Familien in kühlere Geilde locken. Dieser Entwicklung und dem vermehrten Angebot an Bergabenteuern widmet sich nun der Schwerpunkt dieser Ausgabe des Journals. Der Landesleiter der Bergretung, Martin Burger, weiß warum die

Berge als Urlaubsdestination immer beliebter werden, auch um die Folgen. Er verweist im großen Interview (Seite 3 und 4) auf Grundlegendes und sagt, was unbedingt in den Rucksack gehört, aber auch im Notfall getan werden sollte. Apropos Notfälle: Wenn es draußen so richtig blitzt und kracht, informiert die AUVA, wie und wo man Schutz indet, und was im Ernstfall zu tun ist (Seite 2). Dem geplagten Rücken wiederum widmet sich die Aktion „Gesunder Rücken“ und gibt in Zeiten von längeren (Urlaubs-)Fahrten Tipps für den idealen Autositz beziehungsweise die ideale Sitzposition (Seite 10). Selbstverständlich inden Sie in dieser Ausgabe auch wieder die geschätzten Beiträge unserer Expertinnen in Hinblick auf das Leben, die Homöopathie und Ayurveda. Wiederkehrend werde nun auch ich für Sie aktiv: In bewährter Weise informiere ich Sie gerne über Interessantes, Innovatives, Trendiges und Co. in Sachen Gesundheit und Fitness. Ich wünsche Ihnen jetzt schon viel Spaß beim Lesen. HEIDEMARIE NETZER heidemarie.netzer@vn.at 05552 62471-14

GEWINNER – Im Rahmen des „VN Fit & Gesund“-Gewinnspiels hat Elfriede Drexel aus Hard vier Übernachtungen für zwei Personen im Gesundhotel Bad Reuthe gewonnen. Das Hotel bietet eine großzügige Wellness- und Badelandschaft sowie ein umfangreiches Freizeitangebot. Leider war Frau Drexel am Tag der Gewinnübergabe verhindert. Das VN-Team wünscht ihr und ihrer Begleitung viel Freude beim Einlösen des Gutscheins.


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VN-INTERVIEW. Martin Burger (41), Geschäftsstellenleiter der Bergrettung Vorarlberg

Von der Lust aufs Wandern Mit dem PEAK-Bergcheck ideal vorbereitet und unterwegs, Rücksichtnahme inklusive. BREGENZ Das Wandern ist Allermanns Lust. Es gilt dabei als eine der gesündesten Sportarten, stärkt das Herz-Kreislauf-System und vor allem das seelische Wohlbeinden. Fit&Gesund sprach nun mit dem Landesleiter der Bergrettung Vorarlberg, Martin Burger, über griige Checklisten, das Zwiebelprinzip, die unbedingte Kontrolle und mehr.

Der Run auf die Berge wird offensichtlich immer beliebter, auch in den klassischen Sommermonaten. Was beobachten Sie? BURGER Der Tourismus hat in den

letzten Jahren auf den steigenden Boom reagiert, und es wurde viel in Themenwanderwege und andere Attraktionen investiert. So wurde neben einem klassischen ,Talwandern‘ und hochalpinem Bergsteigen eine Vielzahl von Wandermöglichkeiten in allen Höhenlagen geschafen. In Summe denke ich, dass Urlaub in oder nahe der Heimat durchaus wieder ,in‘ ist. Gefahren können jedoch auch beim Wandern entstehen. Oft wird die eigene Kondition überschätzt und die hohen Temperaturen im Sommer zollen in der Höhe ihren Tribut. Erschöpfungszustände können rasch entstehen und durch die sinkende Konzentration steigt auch die Gefahr, dass man umknickt oder durch stolpern ein Sturz verursacht wird.

Die willkommene Abwechslung in den Bergen lockt verstärkt Familien in die meist kühleren Höhen. Was liegt Ihnen in dieser Hinsicht am Herzen? BURGER Gerade bei Wanderungen mit Kindern soll man genau planen, mit welchen Trage- oder Transporthilfen die Wanderung gemacht werden kann. Bei Babytragen muss berücksichtigt werden, dass das Kind nicht direkten Kontakt zum Körper hat. Wenn ich viel schwitze, dann bekommt es mein Kind auch direkt ab und kann rascher überhitzen. Rückentragen sind erst ab einem ge-

In den Bergen unterwegs zu sein, wird auch in den Sommermonaten immer beliebter.

wissen Alter geeignet. Die Kleinen müssen auf alle Fälle schon selbstständig länger sitzen können. Ganz wichtig für Kleinkinder sind

„Die Belohnung am Gipfel ist die herrliche Aussicht und das Pfeifen der Bergdohlen.“ Martin Burger Bergretung Vorarlberg

ein Kopfschutz und eine gute Sonnencreme. Lieber kürzere Wanderungen in mittleren Höhenlagen planen, die für die kleinen Wande-

rer Erlebnisse bieten. Auch sollten ausreichend Pausen eingeplant werden. Nicht zu unterschätzen ist für Kleinkinder die Höhenlage. In der medizinischen Literatur steht, dass bereits ab 1600 Meter im Körper aufgrund der dünneren Luft Anpassungsreaktionen stattinden. Vor allem die rasche Überwindung von Höhenmetern mittels Seilbahnen ist der Akklimatisation nicht dienlich.

Nun generell: Was sind die wichtigsten Eckpunkte, die Wanderer beachten sollten? BURGER Am besten geht man

nach dem PEAK-Bergcheck vor, der von der Initiative Sicheres Vorarlberg zusammen mit der Bergrettung entwickelt wurde. Die Buchstaben stellen dabei die einzelnen Schritte für die Planung vor und während der Tour dar:

INFORMATIVE ADRESSEN IM INTERNET BUCHTIPP Kinderwagen- & Tragetouren in Vorarlberg (von Carina Kraus und Christine Meusburger, wandaverlag.at) WETTER www.zamg.ac.at/cms/de/aktuell; www.meteoschweiz.admin.ch/home. html?tab=overview; htps://weter.orf.at/vorarlberg/bergweter WANDERTIPPS www.vorarlberg.travel/aktivitaeten/familienurlaub-sommervorarlberg/wandern-mit-kindern-familienwandern-in-vorarlberg/ TIPPS ZU KURSEN UND FORTBILDUNGEN www.sicheresvorarlberg.at/ programm-angebote/ INFOS ZUR BERGRETTUNG www.bergretung-vorarlberg.at

Planung: Was habe ich vor? Einschätzung: Ist die geplante Wanderung für mich und meine Gruppe geeignet? Ausrüstung: Habe ich das Richtige dabei? Kontrolle: Bin ich noch gut unterwegs?

Konkret zur Planung ... BURGER Die Planung befasst sich

mit der Routenwahl, Länge und Dauer der Tour, Wetterbericht, Bekleidung und Schuhwerk. Mittels Wanderkarten, über das Internet, aber vor allem anhand von Infos vor Ort beim Tourismusbüro oder im Hotel bekomme ich wertvolle Infos. Dabei muss man klar einschätzen, ob die Tour für sich oder die Gruppe geeignet ist. Die Tour ist immer auf das schwächste Glied in der Kette auszurichten. So auch die Art der Wanderwege. Diese sind in Vorarlberg mittels Farbmarkierungen ausgewiesen (Gelb für leichte Spazier- oder Wanderwege, Rot für Bergwanderwege, Blau für alpine Steige). Dabei gilt: Der Weg ist das Ziel. Also lieber seinen Schritt gleichmäßig fortsetzen, als zu schnell unterwegs zu sein und öfters stehen bleiben zu müssen.

Wie steht es um die Ausrüstung? BURGER Da zur häuigsten Un-

fallursache am Berg Stolpern und


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4 Fit & Gesund Ausrutschen gehören, ist das ge­ eignete Schuhwerk sehr wichtig. Feste und knöchelhohe Schuhe mit einer rutschfesten Sohle bil­ den hier die Basis. Die Kleidung sollte dem Wetter angepasst sein; das Zwiebelprinzip hat sich hier sehr bewährt. Auch der Sonnen­ schutz mit Kappe, Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor und eine qualitativ hochwertige Sonnenbrille ist unerlässlich. Im Rucksack darf ein vollständig ge­ ladenes Handy und eine kleine Rucksackapotheke nicht fehlen. Vergessen darf man auch nicht den Regenschutz und warme Klei­ dung. Auch eine regionale Wan­ derkarte gehört mit ins Gepäck.

Und letztendlich die Kontrolle? BURGER Die Kontrolle während

der Tour ist ein wichtiger Be­ standteil. Die Müdigkeit führt zu Konzentrationsverlust und dies wiederum wirkt sich negativ auf die Trittsicherheit aus. Deshalb sind regelmäßige Rastpunkte zur Erholung und Aufnahme von Flüssigkeiten und Nahrung sehr wichtig. Dabei kann ich auch ei­ nen Blick in die Karte werfen und die Zeitplanung der Tour überprü­ fen. Lieber eine Tour rechtzeitig abbrechen und auf den markier­ ten Wegen bleiben, als bei einem Schlechtwettereinbruch überhas­ tet irgendwelche Abkürzungen im Gelände wählen.

Was im Notfall zu tun ist INFORMIEREN Sie immer Be­ kannte, Verwandte oder das Hotel, wohin die geplante Wanderung führen wird. Bitte nutzen Sie die Gipfelbücher und tragen Sie sich dort mit Ihrem Namen und auch der geplanten Route ein. Was ma­ che ich, wenn trotzdem was passiert? Wichtig ist der Schutz der Verletzten und Betrofenen vor weiteren Gefahren (wie Steinschlag) – unter dem Mot­ to: Nur wenn ich mich selbst schütze, kann ich auch Hilfe leisten. Mit der Rucksack­ apotheke leistet man Erste Hil­ fe und alarmiert die Rettungs­

kräfte über die Notrufnummer 144. Haben Sie keinen Han­ dyempfang, schalten Sie das Handy aus und ein. Wählen Sie ohne PIN die Nummer 112. Ihrem Telefonpartner geben Sie dann folgende Auskünf­ te: WAS ist passiert? WANN ist es passiert? WO ist es pas­ siert? WIE viele Verletzte gibt es? WER meldet den Unfall? Kommt ein Hubschrauber zum Unfallort, dann bildet man mit erhobenen Händen ein großes „Y“, damit die Hubschrauber­ crew dies gut sehen und den Unfallort als solchen erkennen kann.

Apropos Verpflegung: In Zeiten des großen Angebots, auch an isotonischen Getränken, was raten Sie für die flüssiger Labung? Und: Der Gebrannte am Ziel – Belohnung oder doch Leichtsinn? BURGER Auf alle Fälle rate ich

zu antialkoholischen Getränken. Auch Experimente mit noch nie zu mir genommenen Getränken sind nicht empfehlenswert. Li­ monaden können zwar kurzfris­ tig dem Körper Zucker zuführen, sind jedoch für den Ausgleich des Flüssigkeitshaushaltes ungeeig­ net. Ich persönlich trinke auf Tour meist ein gewohntes isotonisches Getränk oder leicht gezuckerten Tee. Wenn ich mit der Familie unterwegs bin, sind die Touren kürzer und ich habe normales Lei­ tungswasser mit. Bei Rückkehr auf die Hütte gönne ich mir dann einen gespritzten Apfelsaft oder ein alkoholfreies Weizenbier. Das füllt den Elektrolytspeicher wie­ der auf. Beim Gipfelschnäpsle ist es eben so: Die Dosis macht das Gift.

In der jüngsten Vergangenheit erobern auch immer mehr Biker die Wanderwege. Wie kann ein Miteinander gelingen? BURGER Mit Verständnis, Rück­

sicht und Respekt ist aus meiner Sicht vieles möglich. Die Ge­ schwindigkeit beim Biken ist so anzupassen, dass Wanderer nicht gefährdet werden. Bei schma­ len Wegen kann man ruhig auch

stehen bleiben, damit diese un­ gehindert passieren können. Im Zweifelsfall sind für den Kick ausgewiesene Bikestrecken oder Bikeparks zu bevorzugen.

In Zeiten der digitalen Welt können sich Wanderer auch jederzeit und allerorts im Internet kundig machen. BURGER Im Internet kann man

sich rasch und mittlerweile auch zuverlässig vor allem über das Wetter informieren; auch Touren­ informationen sind immer leich­ ter im Netz zu inden. Wichtig ist jedoch, dass ich prüfe, ob es seri­ öse Quellen sind. Das persönliche Gespräch mit dem Hüttenwirt oder einheimischen Bergfexen hat allerdings einen ganz ande­ ren Charme und kann durch kein Smartphone oder Internet ersetzt werden. ZUR PERSON MARTIN BURGER ist seit 2013 als Geschäftsstellenleiter der Bergretung Vorarlberg tätig; 2015 wurde er zum Landesleiter gewählt. GEBOREN 26. September 1976 FAMILIE verheiratet, 2 Kinder BERUF/WERDEGANG: Studium der internationalen Wirtschaftswissenschaften, 10 Jahre im Bereich Controlling und Depotbankfunktion für Investmentfonds, seit 2013 Geschäftsstellenleiter der Bergretung HOBBYS: alle Faceten des Bergsports, Radfahren

Das gehört eingepackt In den Rucksack kommen die Rucksackapotheke mit Verbandsmaterial, Retungsdecke, Blasenplaster, Traubenzucker, ein Biwaksack, Wechselkleidung, Sonnenschutz und Regenschutz sowie eine leicht bekömmliche Jause und ausreichend zum Trinken. Auf jeden Fall gehören das vollgeladene Handy und eine regionale ÖK-Karte mit; je nach Tour noch zusätzliche Ausrüstung, die benötigt wird (Helm, Seil, Gurt etc.).


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Lebensqualität ohne Brille Ich habe mich vom ersten Gespräch an bei OculoVision gut aufgehoben gefühlt. Die Behandlung selber war schnell und schmerzfrei. Am Abend konnte ich schon wieder einen Termin wahrnehmen. Ich würde die Behandlung jederzeit wieder machen. Beim Spielen mit den Kindern, beim Sport, in der Sonne: Ich könnte noch 100 Dinge aufzählen, die seither leichter fallen. Sigrid Drexel, Hohenems

Informationsabende zur Augenlaserbehandlung Freitag, 07. September, 19:00 Uhr, Augenlaserzentrum Bregenz Referent: Dr. med. Adrian Arbunescu-Pecher Donnerstag, 27. September, 19:00 Uhr, Augenlaserzentrum Bregenz Referent: Dr. med. Stephan Maschauer Anmeldung unter 05574/58179 oder info@oculovision.at. Alle Infoabende finden Sie stets aktuell auf unserer Website www.oculovision.at.

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Herrlicher Panoramablick und Wohlgefühl Jetzt ist genau die richtige Zeit um ein paar Tage zu entspannen und zu genießen. Ein Geheimtipp dafür ist das Wellnesshotel Linde in Sulzberg. Traumhafte Tage, erholsame Nächte, unvergessliche Augenblicke, die Ruhe und die atemberaubende Aussicht verzaubern und öffnen den Geist. Highlights des ****Wellnesshotels Linde auf einen Blick: • elegantes Sunset Spa in modernem Design mit Wellnessbad und Saunawelt • Whirlpool im blühenden Sommergarten • herrliches Panorama, Traumaussicht und wohltuende Ruhe • unvergessliche Sonnenuntergänge • ausgesuchte Wohlfühlprogramme für Entspannung pur • kreative Küche – liebevoll zubereitete Speisen • Grillabende im Freien • feines Hotel – familiär und herzlich • 10 Minuten zum Golfpark Bregenzerwald (30 % GreenfeeErmäßigung).

Wellnesshotel Linde**** Wellnesshotel Linde GmbH Familie Frick 6934 Sulzberg Tel. +43 5516 2025-0 linde@bregenzerwaldhotels.at www.wellnesshotellinde.at

Gesundheit und Entspannung: Massagen, Moorpackungen, Körperbehandlungen Wellness: Elegantes Sunset Spa mit Saunawelt, Wellnessbad und Whirlpool im Garten, herrliche Liegewiese mit Aussicht Restaurant: Exzellente Küche! Heimischregionales wird modern interpretiert. Aktivitäten: Wandern, Relaxen, Golfen und Genießen

Wohltuend in jeder Hinsicht Das ****Wellnesshotel Linde liegt im vorderen Bregenzerwald auf einem sanften Hügel inmitten der Natur. Die Zimmer sind geräumig und gemütlich ausgestattet und bieten einen herrlichen Panoramablick. Besonders wohltuend ist die familiäre und herzliche Atmosphäre im Hotel, wunderbar erholsam die Ruhe auf der Sonnenterrasse. Geheimtipp Ein besonderes Highlight ist das elegante Sunset SPA mit Wellnessbad, Saunawelt und Whirlpool im Garten.

Natürliche Materialien, Wärme und Licht prägen das moderne Design. Die große Fensterfront zeigt das herrliche Panorama und die Weite des Horizonts. Der Blick reicht über die sanfte Landschaft des vorderen Bregenzerwaldes bis hin zu den Alpengipfeln am Horizont. Die romantischen Sonnenuntergänge sind unvergesslich. Neue Kraft sammeln Hier lautet das Motto ganz klar: Neue Kraft sammeln und sich rundum verwöhnen lassen! Eine wohltuende Massage oder eine pflegende Soft-


Wellness & Spa pack-Schwebeliege-Anwendung das ist Entspannung pur.

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Gute Aussichten für Wanderer In Sulzberg gibt es eine Vielzahl an Wandermöglichkeiten. Zumeist sind es Höhenwanderwege mit Aussicht über das Tal auf die Bergwelt. Gehen Sie mit bei der geführten Wanderung vom Hotel z. B. ins Wildrosenmoos.

„Wellness drinnen und draußen. Hier können Sie den Alltag vergessen. Einfach eintauchen und genießen!“ Mag. Jutta Frick, Gastgeberin

Golf Golfer sind hier genau richtig. Der 18-Loch Golfpark Bregenzerwald ist nur zehn Autominuten vom Hotel entfernt. Er zählt zu den schönsten im ganzen Bodenseeraum. Kulinarische Freuden Ein weiterer Höhepunkt des Wellnesshotels Linde ist die exzellente Küche. Die liebevoll zubereiteten Speisen sind eine wahre Gaumen-

freude. Der langjährige Küchenchef legt Wert auf gesunde, natürliche Produkte aus der Region. Eine Einstellung, die er mit viel Hingabe umsetzt – und das schmeckt köstlich. Genuss von morgens bis abends Die Verwöhnpension startet am Morgen mit einem reichhaltigen Frühstücksbuffet. Die Milch kommt vom benachbarten Bauern. Am Mittag/ Nachmittag gibt es ein feines Buffet und abends das Genießermenü mit Salatbuffet. Erholsamer Tagesausflug Tagesgäste, die sich zwischendurch erholen möchten, finden im Wellnesshotel Linde den idealen Ort für eine kurze „Auszeit“ vom Alltag. Zur Auswahl stehen hierfür beispielsweise ein Wellnesstag unter dem Motto „Entspannung pur“ oder ein „Wellnesstag de luxe“. Jeden Mittag gibt es ein köstliches Buffet mit frisch zubereiteten Speisen und herrlichen Kuchen. Schauen Sie vorbei Wer in seinem Urlaub Ruhe, Erholung, Wellness, Kulinarik, Golf und ein herrliches Panorama sucht, wird im Wellnesshotel Linde glücklich. Ob spontan als Tagesgast oder für ein paar Tage Erholung und Entspannung. Aktuelle Packages und Anwendungen sowie Bilder finden Sie auch online unter www.wellnesshotellinde.at

Im Wellnesshotel Linde fühlen sich die Gäste einfach wohl.

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Gewinnspiel „VN-Fit und Gesund“-Leser können einen Aufenthalt für 2 Personen für 2 Nächte (einzulösen von So.–Do.) mit Verwöhnpension im ****Wellnesshotel LINDE in Sulzberg mit uneingeschränktem Zutritt in das lichtdurchflutete Wellnessbad mit Panoramablick sowie in die moderne Saunawelt mit Whirlpool im Garten gewinnen – mit der richtigen Antwort und mit etwas Glück. Die Gewinnspielfrage:

Wie lautet das Motto im Wellnesshotel Linde? Antwort: Per E-Mail an sabrina.moosbrugger@russmedia.com oder per Post an Russmedia GmbH, Gutenbergstr. 1, 6858 Schwarzach. Einsendeschluss: 14. 9. 2018. Mit der Teilnahme am Gewinnspiel erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihre persönlichen Daten verarbeitet und Sie über weitere Aktionen des Wellnesshotels Linde sowie der Russmedia GmbH informiert werden. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Der/die Gewinner(in) wird schriftlich oder telefonisch informiert und in der nächsten Ausgabe von „Fit & Gesund“ präsentiert.


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8 Fit & Gesund EXPERTENTIPP. Sabine Fleisch, Psychologische und Psychotherapeutische Praxis

Ein Leben in Fülle Mit der Erkenntnis Teil eines Ganzen zu sein, mit all den Qualitäten und Ressourcen. KLAUS Der Sommer hat uns heu-

er reichlich mit Sonnenstrahlen, Licht und Wärme beschenkt. Die Natur hat diese Kräfte gebündelt und in Hülle und Fülle Gemüse und Früchte hervorgebracht. Dies wurde jedoch erst durch das rechte Maß an Wasser und Plege, also durch das Zusammenwirken von Umwelt und Mensch, möglich. Wie können wir nun nach diesem Vorbild in den Lebensbereichen übers ganze Jahr hindurch handeln und wechselseitig fruchtbar werden? Jeder Mensch schenkt der Welt etwas Einzigartiges. So wie in der Natur setzt sich die wahrliche Fülle aus der Mischung der unterschiedlichsten Qualitäten zusammen, die in Summe verschiedener nicht sein können. Wie in einem bunt gewobenen Teppich seine einzelnen Farben erst durch den Kontrast zur Umgebung zum Tragen kommen, und die Abwechslung der Fäden das Gesamtbild beeinlusst, so gilt es herauszuinden, welche Fähigkeiten und Ressourcen jeder Einzelne von uns hat und in den Bereichen seines Alltag einbringen kann. Manche

selwirkung zueinander und beinden sich auch ständig im Austausch mit der Natur. Hat man dieses Prinzip einmal verstanden, gibt es nur mehr einen Weg sinnvollen Handelns, nämlich gemeinsam an einem Strang zu ziehen, um durch Mischung von Qualitäten einen Mehrwert für alle zu erreichen.

Mehr Lebenszufriedenheit Sabine Fleisch

Menschen unterschätzen jedoch ihre persönlichen Möglichkeiten und damit ihr Potenzial, oder nehmen es erst gar nicht wahr. Oft hindert auch ein negatives Selbstbild bzw. der Vergleich mit anderen, gepaart mit dem Streben ihnen ebenbürtig zu sein, den Blick auf die eigenen vorhandenen Ressourcen. Gelingt es, sich aus Zuschreibungen und subjektiven Urteilen über unterschiedliche Wertigkeiten zu lösen, und schätzt man das Individuelle, kann man erkennen, dass jeder und alles in der Welt seinen Platz und seine Funktion hat. Letztlich stehen Menschen stets in Wech-

Diese Haltung beeinlusst die persönliche Wahrnehmung in Richtung Öfnung hin zu dem, was auch über den eigenen Tellerrand hinaus gebraucht wird, wo man selbst zum Gebenden werden darf und auch wo man Unterstützung braucht. Diese Erkenntnis in die Tat umgesetzt, erlebt man sich als Person „geweitet“, als Teil des Ganzen, was das Gefühl der Verbundenheit stärkt und die Lebenszufriedenheit fördert. Gemeinschaftliches Handeln beginnt bei ganz alltäglichen Dingen und bezieht sich gleichermaßen auf materielle wie nicht materielle Mittel. Fragen Sie sich einfach wovon Sie mehr als ausreichend besitzen, und wer davon im Nah-

raum proitieren könnte. So ist zum Beispiel frei verfügbare Zeit eine Ressource, die sich im Laufe eines Lebens stark verändert, und wo manche darunter leiden, weil sie zu viel davon, und andere wiederum zu wenig davon haben. Oder aber auch sozialer Anschluss und ein gemeinsamer Begegnungsraum sind für viele keine Selbstverständlichkeit. Haben Sie eine bestimmte Begabung oder auch altes Wissen, von dem andere proitieren könnten? Und was gibt es an materiellen Dingen, deren Wert sich in der Welt vermehrt, wenn Sie sie teilen, ohne dabei selbst in Mangel zu verfallen? In welchem Bereich wären Sie um Unterstützung dankbar, und wen könnten Sie um eine helfende Hand fragen? Wichtig um in Balance zu bleiben, ist nämlich längerfristig darauf zu achten, dass das Verhältnis von Geben und Nehmen ausgewogen bleibt - denn wie in der Natur hält auch den Menschen die Abwechslung „fruchtbar“. So kann jeder einzelne von seinen Samen in die Welt tragen und aublühen für ein Leben in Fülle.

Die Gebirgssonne und ihre geballte Kraft Dermatologen empfehlen speziell hohen Schutz. SCHWARZACH Was beim Wan-

dern, gerade im Herbst, oft vergessen wird, ist ausreichender Sonnenschutz. Denn Wind und gemäßigtere Temperaturen in der Höhe täuschen leicht darüber hinweg, dass die UV-Strahlung dennoch präsent ist. Und zwar überproportional stark, denn die UV-B-Strahlungsintensität nimmt in höher gelegenen Gebieten durch die dünnen Luftschichten bis zu 20 Prozent pro 1000 Höhenmeter zu. Dazu kommt: Durch seitliche Relexion von Sonnenstrahlung an Wol-

In Bergeshöhen nimmt die UV-Strahlungsintensität überproportional zu.

ken kann selbst bei Bewölkung eine um bis zu 15 Prozent höhere UV-Bestrahlung auftreten als bei wolkenlosem Himmel. Nicht zu unterschätzen ist auch die Son-

nenlichtrelexion durch Gebirgsseen, Fels oder Schotter. All das verstärkt die Wirkung der Strahlung nochmals um 30 bis 70 Prozent und addiert sich mit der ver-

mehrten UV-B-Belastung. Daher rät DDr. Gerald Rehor Folgendes zu beachten: „Auch vorgebräunte Haut braucht spezielle Gebirgssonnencreme mit hohem UVAund UVB-Breitbandschutz. Gerade Kinder benötigen unbedingt eine Sonnenschutzcreme mit Lichtschutzfaktor von etwa 50“, erklärt der Dermatologe aus Vorarlberg. Weiters empiehlt er das Tragen von dichtgewebter Funktionskleidung mit einem UVProtektionsfaktor von mindestens 30, einer Kopbedeckung sowie hochwertige, enganliegende Sonnenbrillen. Bergwanderungen sollten zudem zeitlich so angelegt werden, dass man zwischen 11 und 14 Uhr möglichst viele Pausen im Schatten einlegen kann.


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Den Schmerz im Fokus MedKonkret startet mit einem Dreier­Vortrag in die neue Saison. FELDKIRCH Die neue MedKon­ kret­Stafel wartet schon zum Start mit einer Besonderheit für die Besucher auf: Erstmals treten die drei wissenschaftlichen Lei­ ter, Prof. Heinz Drexel, Primar Andreas Reissigl (LKH Bregenz) und Primar Wolfgang Hofmann (LKH Feldkirch) gemeinsam vor das Publikum. Vorab gibt es eine allgemeine Einführung zur The­ menwahl der kommenden Vorträ­ ge. In der Herbstrunde befassen sich Referenten mit Schmerz und Schmerzbehandlung, im Frühjahr mit Krebs und Krebsbehandlung. „Sowohl Schmerz als auch Krebs sind für Laien von großem Inte­ resse und erhielten daher Priori­ tät“, begründen die wissenschaft­ lichen Leiter. Der Auftakt bildet nun die Veranstaltung „Schmerz als Wegweiser für Patienten und Ärzte“ am Dienstag, 11. Septem­ ber, ab 19 Uhr im Messequartier in Dornbirn. Schmerz ist sinnvoll als Alarm­ symptom einer akuten Erkran­

Primar Andreas Reissigl.

kung, dauernder Schmerz aber nicht hilfreich. „Schmerz zerstört die Seele“, sagen Philosophen. Dauerschmerz kann der Gesund­ heit insgesamt schaden, indem er etwa Puls und Blutdruck erhöht. Es ist daher medizinisch sinnvoll, den Schmerz zu bekämpfen.

Bekämpfung der Ursache Die beste Schmerztherapie stellt die Bekämpfung der Ursache dar. Ist das nicht möglich, etwa bei

Krebsschmerz, kommt ein von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) entwickeltes Stufensche­ ma für Schmerzmittel zur Anwen­ dung. Ein sehr weites Aufgabengebiet, was die Schmerzbehandlung be­ trift, hat die Innere Medizin, die sich unter anderem mit Erkran­ kungen von Herz, Lunge, Leber und Darm beschäftigt. „Eine be­ sondere Herausforderung für den Internisten ist die Diagnose von noch unklaren Beschwerden“, sagt Heinz Drexel, der lange Jah­ re die Interne Abteilung im LKH Feldkirch leitete. Primar Wolf­ gang Hofmann, Vorstand der Ge­ fäßchirurgie, erklärt, warum eine Durchblutungsstörung weh tut: „Gelangt etwa zu wenig Sauer­ stof in die Muskelzellen, kommt es zu einer lokalen Übersäuerung, die als schmerzhaft empfunden wird.“ Ein häuiges Krankheitsbild in diesem Zusammenhang ist die Schaufensterkrankheit. Hier füh­ ren Verschlüsse oder Engstellen

in den Schlagadern zu einer Min­ derversorgung der Unterschen­ kelmuskulatur bei Belastung. Auch urologische Krankheitsbil­ der verursachen früher oder spä­ ter Beschwerden. „Lokalisation, Art, Dauer und Ausstrahlung der Schmerzen sind für viele Erkran­ kungen so charakteristisch, dass sie diagnostische Rückschlüsse ermöglichen“, erklärt Primar An­ dreas Reissigl, Leiter der Urologie im LKH Bregenz. Unterschieden werden drei Schmerzformen; Diagnose und Schmerzzustand entscheiden über die Therapie. MEDKONKRET SCHMERZ ALS WEGWEISER FÜR PATIENTEN UND ÄRZTE REFERENTEN Prof. Heinz Drexel, Primar Andreas Reissigl, Primar Wolfgang Hofmann TERMIN Dienstag, 11. September, Messequartier Dornbirn, Halle 12 BEGINN 19 Uhr, Einlass ab 18 Uhr EINTRITT frei

EXPERTENTIPP. Elisabeth Majhenic, Homöopathie bei Prostataleiden LINDAU In keinem anderen Be­ reich wird so schnell zu Antimyko­ tika (Arznei gegen Pilzerkrankun­ gen) oder Antibiotika gegrifen wie beim Thema männliche Se­ xualorgane, genauer gesagt der Prostata. Die für den Augenblick scheinbar rasch geheilten Be­ schwerden werden dadurch aber lediglich unterdrückt, um später langsam wieder in Erscheinung zu treten. Im schlimmsten Fall kann sich daraus auch ein dauerhaftes, chronisches Leiden entwickeln. Die Expertin rät nun: Conium ist hilfreich bei einer Prostatahypertrophie, die sich langsam, also über einen länge­ ren Zeitraum entwickelt. Es treten wiederkehrende Entzündungen auf, die bis zu einer steinigen Ver­ härtung der Prostatadrüse führen können. Aufallend ist die gestörte Harnabsonderung. Das Urinieren ist mehrmals unterbrochen (bis zu fünf Mal). Diese Menschen leiden meist unter sexueller Enthaltsam­ keit, weil ihr Partner womöglich

Elisabeth Majhenic

erkrankt oder verstorben ist und es dadurch kein regelmäßiges Sexualleben mehr gibt. Nux vomica ist das Mittel der Wahl bei einer Prostataentzün­ dung, die mit schmerzhaftem, vergeblichem Harndrang einher­ geht. Die Patienten pressen und pressen beim Urinieren, um nur wenige Tropfen zu lösen. Ist der Harn endlich entleert, stellt sich unwillkürliches Nachtröpfeln ein. Ein Leitsymptom dieses Mittels ist das Auftreten schmerzhaften Harnverhaltens um 3 Uhr nachts

oder nach dem Genuss von Bier. Sitzen auf kaltem Untergrund wie Steintreppen verschlimmert die Beschwerden. Diese Menschen sind sehr geschäftstüchtig und da­ durch belastet. Sie lieben Alkohol, was ihren Zustand aber noch ver­ schlechtert. Das homöopathische Arznei­ mittel Selen kommt zur Anwen­ dung, wenn sich beim Patienten Schwäche und rasche Erschöp­ fung zeigen. Im Bereich der Pro­ stata äußert sich diese durch tröpfelnde Absonderung von Pro­ statasekret, vor allem durch Pres­ sen beim Stuhlgang. Betrofene klagen auch häuig über unwill­ kürliches Harntröpfeln und Sa­ menergüsse nachts im Schlaf. In diesem geschwächten Zustand ist eine Erektion oft nicht mehr mög­ lich. Das heiße, sonnige Wetter jetzt im Hochsommer schwächt diese Menschen in ihrer Mannes­ kraft noch zusätzlich. Sabal serrulata hat eine besonders gute Wirkung bei

schmerzhaftem Harnverhalten infolge einer Prostatahypertro­ phie. Die Patienten klagen über stechend scharfe, wandernde Schmerzen. Die Geschlechts­ teile fühlen sich kalt an. Erektion und Ejakulation sind von starken Schmerzen begleitet. Betrofene haben das Gefühl, als wäre die Samenlüssigkeit zu dick. Es folgt der Verlust der Potenz. Geist und Gemüt sind geprägt von Nervosi­ tät, Reizbarkeit und Depression. Die Einnahme des homöopathischen Arzneimittels erfolgt folgendermaßen: 3 Globuli in der Potenz C200 unter der Zunge zer­ gehen lassen; 3 weitere Globuli in einer Tasse mit ¼ l kaltem Wasser aulösen und davon 3 Mal täglich (für die Dauer von 2 Tagen) einen Schluck einnehmen. Die Wie­ derholung des Mittels erfolgt bei Rückfall frühestens nach zwei Wochen. Mehr Infos gibt es unter www. homoeopathie-institut.com


10 Fit & Gesund AYURVEDA AKTUELL

Veronika Forster Der goldene Herbst beschert uns heuer reichlich frisches Gemüse, sonnengereiftes Obst und aromatische Kräuter. Die perfekte Saison, um gesunde und vor allem typgerechte Kochkreationen mit heimischen Lebensmitteln auszuprobieren. Dafür kann gerade die ayurvedische Küche mit ihrer Vielfalt jede Menge Ideen liefern. Wobei sich die ayurvedische Ernährungslehre in den letzten Jahren zunehmend von ihrem rein therapeutischen Ansatz verabschiedet hat und immer öfter als kreativer Ideengeber für gesundheitsbewusstes Kochen dient. Jede Mahlzeit kann ayurvedisch zubereitet werden – nicht nur im fernen Indien, sondern auch bei uns in Europa. Speisen und Getränke werden dabei immer auf die Bedürfnisse und Beschwerden des Einzelnen abgestimmt. So wird Nahrung zur Medizin und die tägliche Ernährung zur Therapie. Deshalb ist der Gang zu einem ausgebildeten AyurvedaTherapeuten zu empfehlen. Dieser kann eine umfassende, typgerechte Diagnose stellen und neben weiteren Therapiemaßnahmen auch einen individuellen Speiseplan entwickeln. Egal ob aus purer Neugier oder ob man sich aus therapeutischem Interesse an die ayurvedische Küche wagt, man kommt nicht umhin, sich mit den Grundprinzipien und den Doshas auseinanderzusetzen. Obwohl: Für Hobbyköche ist es nahezu unmöglich, die Dosha-Wirkung jedes einzelnen Produkts herauszuinden. Deshalb gibt es, je nach Konstitutionstyp, Ernährungsempfehlungen. Diese sind eine Orientierungshilfe und beschreiben den Geschmack und die thermische Wirkung der Nahrungsmittel. Man sollte sie aber dennoch nicht als starre Vorgaben verstehen. Doch egal, welcher Typ man nun ist: Prinzipiell kann man davon ausgehen, was schmeckt und am besten vertragen wird, kann nicht schlecht sein. Nähere Infos gibt es unter www.pension-sonnblick.at

Freitag, 31. August 2018 Vorarlberger Nachrichten

Ergonomische Begleiter Stimmige Autositze gegen Rückenbeschwerden beim Autofahren. BREMERVÖRDE Laut einer Studie

verbringt jeder dritte Autofahrer an einem Werktag mehr als eine Stunde im Auto. Problematisch daran ist, dass die meisten Autositze gar nicht für so langes Sitzen ausgelegt sind. Die Folge: hartnäckige Verspannungen, Rückenschmerzen und andere Beschwerden. Durch die Wahl eines ergonomischen Sitzmodells in Verbindung mit einer korrekten Sitzeinstellung können Autofahrer solchen Rückenleiden vorbeugen. Immer mehr Hersteller reagieren und bieten ihren Kunden

die Möglichkeit, einen rückengerechten Autositz zu wählen. Nach wie vor muss sich der Körper des Autofahrers jedoch viel zu oft an den in seinem Auto verbauten Sitz anpassen. Rückenexperten der Aktion Gesunder Rücken (AGR) fordern aber genau das Gegenteil: „Der Sitz muss sich individuell so einstellen lassen, dass er den Bedürfnissen des Insassen gerecht wird.“ Die Grundstruktur eines Autositzes soll dabei fest sein und die natürliche Form der

SO STELLEN SIE IHREN AUTOSITZ RICHTIG EIN » Rutschen Sie mit dem Gesäß bis an die Sitzlehne und stellen den Sitz so ein, dass Ihre Beine bei durchgetretenen Pedalen leicht angewinkelt sind. » Neigen Sie die Rückenlehne so, dass das Lenkrad mit leicht angewinkelten Armen erreichbar ist (110 GradWinkel) und der Schulterkontakt zur Lehne auch bei Lenkbewegungen erhalten bleibt. » Sitzen Sie so hoch wie möglich: Zwischen Kopf und Dachhimmel sollte aber noch eine Hand breit Platz sein. » Stellen Sie die Sitzlächenneigung so ein, dass die Oberschenkel locker auf der Sitzläche auliegen und die Pedale ohne großen Kraftaufwand durchgetreten werden können. » Stellen Sie die Sitzlächenlänge so ein, dass zwischen Kniekehle und

Sitzvorderkante 2 bis 3 Finger breit Freiraum vorhanden ist. » Justieren Sie die Kopfstütze so, dass zwar der Kopf geschützt, der Nacken jedoch nicht gestützt wird. Idealerweise enden die Oberkanten von Kopfstütze und Kopf bündig. Vorsicht: Bei einem Heckaufprall kann eine zu tief eingestellte Kopfstütze schwerste Kopf- und Halswirbelverletzungen hervorrufen. » Die verstellbaren Seitenwangen sollten am Körper anliegen ohne einzuengen. » Die Lordosenstütze unterstützt die natürliche Form der Lendenwirbelsäule: Der wichtigste Abstützbereich ist der des Beckens (Gürtellinie) – führen Sie daher die Anpassung immer von unten nach oben durch.

Wirbelsäule unterstützen. Sowohl Rückenlehne als auch Sitzläche und Kopfstütze müssen ausreichend groß bemessen sein. Auch der Sitz selbst muss sich in seiner Höhe, Neigung und Längseinstellung verstellen und seine Sitzläche in ihrer Tiefe anpassen lassen. Die Ausstattung mit einer VierWege-Lordosenstütze, die den Bereich des unteren Rückens stabilisiert, ist ebenso Plicht wie die gute Erreichbarkeit aller Bedienelemente während der Fahrt. Nicht zwingend erforderlich, aber dennoch empfehlenswert, sind weitere Ausstattungsmerkmale wie ein Klimapaket mit Sitzheizung und Ventilationsfunktion, ein verstellbarer Lehnenkopf, einstellbare Seitenwangen an Rückenlehne und Sitzläche, ein Sitzdynamiksystem, eine Massagefunktion und eine Komfortkopfstütze. AGR-Geschäftsführer Detjen ergänzt: „Sinnvoll ist auch eine Memoryfunktion, mit der sich die individuellen Einstellungen abspeichern und auf Knopfdruck aktivieren lassen.“ Weitere Informationen unter www.agr-ev.de/autositz

Waldbaden im Trend Seinen Ursprung hat das Waldbaden in Japan, dabei wird bewusst jeder Geruch wahrgenommen und der weiche Untergrund gefühlt. Erwünschte Nebenwirkungen: innere Ruhe, Wohlbeinden, erholsamer Schlaf, starkes Immunsystem und Kreativität.


MedKonkret Treffpunkt Gesundheit

Univ.-Prof. Dr. Dr.h.c. Heinz Drexel Prim. Univ.-Prof. Dr. Andreas Reissigl Prim. Univ.-Doz. Dr. Wolfgang Hofmann

Schmerz als Wegweiser für Patienten und Ärzte Dienstag, 11. September 2018, 19 Uhr, Halle 12, Messequartier Dornbirn Die MedKonkret-Programmleiter stellen die Themenschwerpunkte vor und berichten aus dem eigenen medizinischen Fach: Herbst 2018: Schmerz & Schmerzbehandlung Frühjahr 2019: Krebs & Krebsbehandlung

Nächste Veranstaltungen Prim. Univ.-Doz. Dr. Dr. Oliver Ploder: Schmerzen im Mund-, Kiefer- und Gesichtsbereich Dienstag, 16. Oktober 2018, 19 Uhr, Panoramasaal LKH Feldkirch Prim. Dr. Dietmar Striberski: Ursachen und Behandlung von Weichteilschmerzen Dienstag, 13. November 2018, 19 Uhr, Panoramasaal LKH Feldkirch Prim. Dr. Wolfgang Elsäßer: Schmerzen und Beschwerden bei Hals, Nase oder Ohren Dienstag, 4. Dezember 2018, 19 Uhr, Halle 12, Messequartier Dornbirn Prim.a Dr.in Ruth Krumpholz: Schmerztherapie bei Anästhesie & Intensivmedizin Dienstag, 15. Jänner 2019, 19 Uhr, Panoramasaal LKH Feldkirch Moderation: VN-Redakteurin Marlies Mohr. Eintritt frei.


Freitag, 31. August 2018 Vorarlberger Nachrichten | Anzeigen

12 Fit & Gesund

Bewegung für die Seele VGKK-Programm zur Förderung der psychischen Gesundheit

Das Projekt ist so angelegt, dass Betroffene in einem Erstgespräch mit VGKK-Psychologen Mag. Martin Galehr ihre Ausgangssituation sowie ihre individuellen Interessen und persönlichen Ziele besprechen. Diesem Gespräch folgt ein achtwöchiges Bewegungsprogramm in der Gruppe. Dieses Programm umfasst verschiedene Einheiten, die auf die Bedürfnisse und Möglichkeiten der Gruppe abgestimmt sind. Das können sein: Spazieren, schnelles Gehen, Wandern, Atemübungen etc. Eingeübt werden außerdem verschiedene Entspannungstechniken wie z.B. Autogenes Training oder Tiefenentspannung. Dazu kommen noch Elemente der Psychoedukation im Rahmen derer die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Informationen über verschiedene psychische Erkrankungen (Symptome, Entstehung, Therapiemöglichkeiten und Kontaktadressen bei Erkrankungen wie Depression, Ängsten, stressbedingte Erkrankungen) erhalten. Damit sollen sie in ihrer Selbsthilfefähigkeit gestärkt werden, um künftig besser mit psychischen Krisen umgehen zu können. Am Ende des Bewegungsprogrammes steht ein Abschlussgespräch mit Mag. Martin Galehr. Dabei werden die nächsten Schritte besprochen, z. B. eine Wieder-

Foto: pitopia/Val Thoermer

Bewegung ist gut für Körper und Geist. Daneben wirkt sich Sport außerdem positiv auf die psychische Gesundheit aus. Die VGKK hat deshalb ein neues Projekt entwickelt für Menschen, deren psychisches Befinden leicht bis mittelgradig beeinträchtigt ist und in deren Leben Sport und Bewegung derzeit nicht stattfinden. Diese Menschen erhalten mit dem neuen Projekt eine niederschwellige Möglichkeit zum (Wieder-)Einstieg in Sport und Bewegung.

holung des Programms, die Anmeldung bei einem Sportverein etc. Evaluierungsgespräch Drei Monate nach der Absolvierung des Bewegungsprogramms findet ein Rückmeldungsgespräch statt, um zu sehen, inwieweit die Ziele erreicht wurden bzw. welche Unterstützungsmaßnahmen zur Erreichung der persönlichen Bewegungseinheiten noch notwendig sind. „Laut Weltgesundheitsorganisation nimmt die Zahl der Menschen mit psychischen Problemen zu“, stellt VGKK-Obmann Manfred Brunner fest. „Mit unserem Angebot wollen wir einen Beitrag dazu leisten, dass Menschen sich wieder wohler in ihrem Körper fühlen. Das Programm ist allerdings kein Ersatz für eine medikamentöse oder

psychotherapeutische Behandlung bei schweren psychischen Erkrankungen. Deshalb ist das Programm, wie schon erwähnt, nur für Menschen geeignet, die an leichten oder mittelschweren Erkrankungen leiden oder sich in einer psychischen Krise befinden.“ Das Projekt wird aus Mitteln des Landesgesundheitsförderungsfonds gefördert. In der Umsetzung setzt die VGKK auf die Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Ärzten. Die VGKK lädt Betroffene ein, das Angebot in Anspruch zu nehmen und die positiven Effekte des Programms auf die eigene Gesundheit zu nutzen. Ansprechpartner Mag. Martin Galehr, Tel. 050 84 55 – 1654, E-Mail: bewegung@vgkk.at

www.vgkk.at


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