Fit & Gesund
VORARLBERGER NACHRICHTEN
GESUNDHEITSBEILAGE DER VORARLBERGER NACHRICHTEN
FREITAG, 19. OKTOBER 2012
NEUER TREND
OSTEOPOROSE
FIT MIT CROSSFIT
SCHON FRÜH VORSORGEN
Sarah und Christof Trappel haben aus Amerika einen neuen Fitnesstrend mitgebracht. CrossFit verspricht Leistungsfähigkeit von Kopf bis Fuß.
Knochenvorsorge sollte bereits in der Kindheit beginnen. Denn schon ab 30 bauen die Knochen ab. Prävention ist deshalb das Um und Auf.
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VORARLBERGER NACHRICHTEN
Tipps für einen heiteren Winter
Kommentar
Marlies Mohr
Zwiespältiges Herbstgeflüster Hätten Sie gedacht, dass die Österreicher den Herbst nicht mögen? Das schmuddelige Wetter und die dicke Kleidung sollen viele übellaunig machen, will eine Umfrage herausgefunden haben (Seite 10). Deshalb bleiben die Damen und Herren um diese Jahreszeit lieber zu Hause und hocken vor dem Fernseher. Hinaus zieht es sie angeblich nur, wenn die Sonne scheint. Andererseits schwärmen die Befragten von den Naturschönheiten, die der Herbst neben all dem Grau ebenfalls im Köcher hat. Also irgendwie hört sich das sehr nach zwiespältigem Herbstgeflüster an. Aber gut, jeder wie er kann. Als Ausrede, sich nicht zu bewegen, sollte der Herbst jedoch nicht herhalten müssen. Es gibt tolle Sportarten, die in der Halle durchgeführt werden können, und die großen Spaß machen. Auf den Seiten 3 und 4 stelle ich Ihnen mögliche Alternativen vor. Andererseits haben die dunklen Monate tatsächlich ihre Tücken. Sensible Menschen etwa können mit Depressionen auf das nachlassende Tageslicht reagieren. Medikamente helfen da zwar, doch ungezügelt eingenommen, machen sie abhängig. Über den Weg aus der „Weißen Sucht“ erzählt ein Bericht auf Seite 6. Daneben finden Sie auch wieder viele Tipps zu den Themen Ernährung, Zeitumstellung, Stärkung des Immunsystems und wie sich Kinder zu Bewegung motivieren lassen. Der aktuelle Ärzte-Tipp informiert Sie über die neue Bereitschaftsdienstnummer 141, die Patienten an die richtige Stelle leitet. Viel Spaß beim Lesen und genießen Sie den Herbst in allen seinen Facetten.
Als Ausrede, sich nicht zu bewegen, sollte der Herbst nicht herhalten müssen.
In der Nacht vom 27. auf 28. Oktober beginnt wieder die Winterzeit. Die Uhr wird um eine Stunde zurückgestellt, es gibt eine Stunde mehr Schlaf. „Darüber freut sich aber längst nicht jeder“, sagt Dr. Neil Stanley, Schlafexperte bei ViSpring. Wenn es nämlich draußen kalt wird und die Tage kürzer werden, wirkt sich das bei vielen Menschen negativ auf die Stimmung aus. Der „Winterblues“ tritt jedes Jahr ungefähr um dieselbe Zeit auf. Saisonal bedingte Symptome können sein: Appetitstörungen und Gewichtszunahme, Konzentrationsschwierigkeiten sowie Schlafstörungen. Die verminderte Menge an Sonnenlicht im Herbst und Winter stört die innere Uhr des Körpers, die Schlaf- und Wachzeiten anzeigt. Die Balance des natürlichen Hormons Melatonin gerät aus dem Gleichgewicht. Wir werden müde, unsere Stimmung ist getrübt.
UMSTELLUNG.
Deshalb ist es jetzt besonders wichtig, auf erholsamen Schlaf zu achten. „Schlafstörungen zählen zu den häufigsten Symptomen bei Stimmungsschwankungen. Betroffene brauchen im Winter bis zu drei Stunden mehr Schlaf als im Sommer“, betont Dr. Neil Stanley. Qualität der Nachtruhe Der Grund für dieses erhöhte Schlafbedürfnis liegt in der Qualität der Nachtruhe: Der Schlaf in der kalten Jahreszeit ist sowohl leichter als auch weniger effizient. Damit aber muss man sich nicht abfinden. Stanley, der mit dem britischen Bettenhersteller Vi-Spring zusammenarbeitet, empfiehlt folgende Maßnahmen für einen gesunden Schlaf: ● Regelmäßiges Zubettgehen: Geistige Ruhe und körperliche Entspannung werden durch ein regelmäßiges Verhalten beim Schlafengehen gefördert. Auch Rituale wie warme Getränke oder ein ent-
spannendes Bad helfen uns, abschalten zu können. ● Ein ruhiges Schlafzimmer: Das Schlafzimmer soll ein Ort der Ruhe und des Rückzugs sein. Dunkelheit durch Vorhänge oder Rollläden und eine Raumtemperatur zwischen 16 und 18 Grad Celsius sorgen für einen erholsamen und tiefen Schlaf. ● Ein Bett, angepasst an individuelle Bedürfnisse: Eine Investition in ein gutes Bett zahlt sich aus, denn dort verbringen wir ein Drittel unseres Lebens. Jeder schläft anders, darum müssen Schlafumgebung und Bett individuell auf die Bedürfnisse des Einzelnen angepasst sein. Ein erholsamer und tiefer Schlaf hilft, den Winterblues zu vermeiden und die Stimmung zu heben.
marlies.mohr@vn.vol.at
Impressum Redaktion Marlies Mohr Tel. 0664 80588-385, E-Mail: marlies.mohr@vn.vol.at
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Beiträge, Fotos und Quellen: Marlies Mohr, Heidemarie Netzer, Bernd Hofmeister, Roland Paulitsch, Shutterstock Verleger (Eigentümer), Herausgeber, Medieninhaber und Hersteller: Eugen Russ Vorarlberger Zeitungsverlag und Druckerei Gesellschaft mbH, Herstellungs- und Verlagsort, alle 6858 Schwarzach, Gutenbergstraße 1, Redaktion und Anzeigen: Gutenbergstraße 1, 6858 Schwarzach
Ela aus Bregenz erwartet die Zeitumstellung mit einiger Gelassenheit.
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Ärzte-Tipp
Bereitschaftsnummer 141: Der Draht zur richtigen Stelle
Gut gesichert in der künstlichen Wand kann jeder zum Kletterprofi werden.
Das Klettern stärkt den Körper und den Geist Die Wand lockt Kletterfreaks, Familien und Senioren in die Kletterhalle. Mut zu neuen Herausforderungen, Freude an der Bewegung und Begeisterung im Team: Klettern bewegt – auch in Vorarlberg. In der K1-Kletterhalle in Dornbirn, einer der größten und modernsten Anlagen Österreichs, klettern immer mehr Menschen in allen Altersgruppen die Wände empor, um Körper und Geist fit zu halten. Der Trend zum Sportklettern boomt. Kinder und Jugendliche entdecken ihren Bewegungsdrang, auch Erwachsene und vermehrt Senioren wagen das Abenteuer und hängen immer öfter am Seil.
DORNBIRN.
Gut für den Rücken Klettern ist ein Ganzkörpersport, der Koordination, Konzentration und Beweglichkeit miteinander verknüpft wie kaum eine andere Sportart. Denn die Schritte und Griffe müssen gut überlegt sein und verlangen vollen Körpereinsatz. Abseits von Leistungsdenken und Erfolgsdruck fördern die Kletterbewegungen die Alltagsmotorik und Ausdauerleistung. Auch wenig beanspruchte Muskelgruppen werden gestärkt. Von regelmäßigen Einheiten an der Kletterwand profitiert vor allem die Rückenmuskulatur, wodurch Haltungsschäden vorgebeugt wird. „Immer größerer Beliebtheit erfreut sich das Klettern auch bei älteren Menschen, die fit und aktiv bleiben wollen. Die Freude und ihr Teamgeist reißen mit und bewegen. Wir freuen uns, speziell ihnen tolle Erlebnisse bereiten zu können“, sagt Wolfgang Vogl, Ge-
schäftsführer der K1-Kletterhalle Dornbirn. Lernfähiger Für Kinder und Jugendliche ist Klettern der ideale Ausgleich zum Schulalltag und zu intensiven Lernphasen, in denen sportliche Aktivitäten oft zu kurz kommen. Indem sie Geschicklichkeit und Koordination trainieren, werden Fähigkeiten und Potenziale spielerisch weiterentwickelt und ausgebaut. Gleichzeitig werden die körperliche Fitness und Motorik der Kinder aufgebaut. „Es ist beeindruckend, wie Kinder und Jugendliche zusammenhalten, um gemeinsam Ziele zu erreichen, wie sie sich gegenseitig unterstützen und einander vertrauen“, erzählt Wolfgang Vogl. Das wirkt sich positiv auf die Sozialkompetenz und den Umgang mit anderen Menschen aus. Ob für Kletterneulinge oder Könner – in der K1-Kletterhalle Dornbirn sorgen die unterschiedlichen Routen in allen Schwierigkeitsgraden und Neigungen für ein individuelles, auf die eigenen Fähigkeiten abgestimmtes Klettererlebnis. Die professionelle Betreuung und Aufsicht durch ausgebildete und erfahrene Kletterguides ermöglichen einen „gesicherten“ Nervenkitzel für Jung und Alt.
SERVICE. Wer in Vorarlberg dringend ärztliche Hilfe braucht und seinen Hausarzt nicht erreicht, dem steht seit Kurzem ein ganz besonderer Service zu Verfügung: Unter der zentralen Rufnummer 141 gibt die Rettungs- und Feuerwehrleitstelle (RFL) Auskunft über den ärztlichen Bereitschaftsdienst und vermittelt Anrufer, wenn notwendig, an einen ordinierenden bzw. diensthabenden Arzt für Allgemeinmedizin im jeweiligen Sprengel. Der Sprecher der niedergelassenen Ärzte, Dr. Harald Schlocker, verweist in diesem Zusammenhang einmal mehr auf die Versorgungspyramide. „Erste Anlaufstelle bei Gesundheitsproblemen ist der Hausarzt“, erklärt Schlocker. Dieser wird die Behandlung entweder selbst vornehmen oder im Bedarfsfall den Patienten weiterleiten. Das gilt auch für den Bereitschaftsdienst, der von den praktischen Ärzten im Übrigen freiwillig angeboten wird. „Wir sind gerne für unsere Patienten da“, betont Harald Schlocker. Gleichzeitig ersucht er um eine möglichst „bewusste Inanspruchnahme“ der neuen Rufnummer 141 in der Nacht. Denn: „Die Patienten wollen auch am Tag konzentrierte und aufmerksame Ärzte.“
Keine 24-Stunden-Anwesenheit Hintergrund für diesen Appell ist die Tatsache, dass beim Bereitschaftsdienst keine 24-Stunden-Anwesenheit in der diensthabenden Ordination besteht. Außerhalb der angegebenen Ordinationszeiten ist der Arzt ledig-
Erste Anlaufstelle bei Gesundheitsproblemen ist der Hausarzt. DR.HARALD SCHLOCKER
lich telefonisch erreichbar. Das heißt, er muss für jeden Patienten extra in die Praxis bzw. zum Hausbesuch gerufen werden, sollte es nicht möglich sein, das Anliegen des Anrufers telefonisch zu klären. „Eine durchaus anstrengende Sache, wie ich selbst weiß“, so Harald Schlocker. Schließlich verrichte der Arzt den Bereitschaftsdient zusätzlich zum normalen Arbeitspensum. Schon am nächsten Tag gehe die Arbeit wie gewohnt weiter und die nächtliche Erholungszeit fehle dann. „Für einen echten Akutfall sind wir freilich immer da.“ Was den Ärztevertreter zu einer weiteren Klarstellung veranlasst. „Der Bereitschaftsdienst ist kein Notdienst für lebensbedrohliche Fälle“, betont Dr. Harald Schlocker. Dafür gebe es die Rufnummer 144. Und es handle sich auch um keinen Ersatz für eine nicht durchgeführte Behandlung am Tag. Die richtige Vorgehensweise deshalb kurz zusammengefasst: Ist der Hausarzt nicht erreichbar und die Erkrankung derart akut, dass eine Behandlung nicht bis zum nächsten Tag warten kann, kommt die Bereitschaftsdienstnummer 141 ins Spiel und das Räderwerk der medizinischen Hilfe beginnt an der Basis zu laufen.
Weitere Infos: www.k1-dornbirn.at
Aktuelle Angebote ➔ Spielerisches Klettern – Freizeit, Fun und Events ➔ Firmenklettern ➔ Schnupper- und Familienklettern ➔ Junior-Cup für 5- bis 16-Jährige ➔ Therapieklettern (Ergo- und Physiotherapeuten) ➔ „Fit durch Klettern“
Die RFL-Mitarbeiter wurden speziell auf die neue Nummer eingeschult.
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Eine Stunde quer durch den Übungsgarten Der neue Fitnesstrend „CrossFit“ verspricht ganzheitliches Wohlbefinden. „Ich weiß an keinem Trainingstag, was mich erwartet“, sagt Walter. Erst ein Blick auf die große graue Schiefertafel verrät dem 42-Jährigen, welches schweißtreibende „Workout oft he Day“ diesmal angesagt ist. „Langeweile jedenfalls nicht“, weiß der Lustenauer. Seit ein paar Wochen frönt Walter dem „CrossFit“, einem neuen Fitnesstrend, den Sarah (28) und Christof Trappel (29) aus Amerika mitgebracht haben.
TREND.
Ein bunter Mix Das „CrossFit“ beschreibt ein ganzheitliches Kraftund Ausdauertraining, das aus verschiedensten Elementen besteht und durch eine hohe Intensität in der Ausführung besticht. „Das Ziel dieses jeweils einstündigen Trainings besteht darin, die allgemeine Fitness zu verbessern und die Teilnehmer auf diese Weise bestmöglich auf die körperlichen Herausforderungen des Alltags vorzubereiten“, erklärt Sarah Trappel. Wer nach spezifischen Übungen fragt, wird keine zufriedenstellende Antwort bekommen. Eben weil es nichts Spezifisches gibt. Was die Trainer vor-
geben, ist ein bunter Mix. Die Frauen und Männer, die sich in der Halle in der Flurstraße 19c in Lustenau versammelt haben, stemmen Gewichte, rollen Medizinbälle, schwitzen bei Situps, mühen sich dicke Taue empor und hängen in Seilen. Für einen Außenstehenden mutet es wirr an, die Sache hat jedoch System, das Sarah Trappel so beschreibt: „Alle Übungen konzentrieren sich auf die Stärkung der Körpermitte.“ Denn daraus entspringt jede Bewegung. Falsche Bewegungsmuster hingegen schwächen die Muskulatur und führen zu Beschwerden am Bewegungsapparat. Sarah Trappel bringt ihre Klientel mit verschiedensten Übungen kräftig ins Schwitzen.
Maximale Reize Anhand funktioneller Bewegungen werden beim „CrossFit“ richtige Bewegungsmuster geschult. Mit Elementen aus dem Gewichtheben etwa lässt sich das richtige Heben schwerer Gegenstände üben. Immer neue Trainingspläne vermeiden Einseitigkeit und bieten eine ständige Herausforderung. Die hohe Intensität der Übungen sorgt zudem für maximale Reize in kurzer Zeit, was den Trainingserfolg laut Trappel erheblich steigert. „Die Leistungsfähigkeit und das Bewegungsspektrum verbessern sich deutlich“, verspricht die Sportwissenschafterin. Der noch
Dieses Training mit dem Ball gibt kräftige Bauchmuskeln.
Die Leistungsfähigkeit verbessert sich deutlich.
beratung und Förderung der Gemeinschaft in der Gruppe.
in der Gruppe größer“, hat Katharina festgestellt. Silke (33) sieht das Training als Ausgleich zu ihrer beruflichen Belastung als Physiotherapeutin im neurologischen Bereich. „Da muss ich viel heben“, erzählt sie. Die Übungen verbessern ihre Grundstabilität. Und Florian (29) hat vom Fitnessstudio auch nicht nur deshalb auf „CrossFit“ umgesattelt, weil die Trappels gute Freunde von ihm sind. „Durch das Ganzkörpertraining fühle ich mich einfach fitter, sagt er.
etwas anderes wichtig ist, nämlich das Erlernen der richtigen Techniken einer jeden Übung. Das sollen kleine Gruppen von maximal 8 Personen und die ständige Anleitung durch einen Trainer während der gesamten Stunde garantieren. Weitere Komponenten, die bei „CrossFit“ eine Rolle spielen, sind Ernährungs-
Ausgleich zum Beruf Geeignet ist „CrossFit“ laut Christoph Trappel für alle, die mit körperlichen Aktivitäten etwas anfangen können. „Wir haben auch schon eine Seniorengruppe“, bemerkt er zufrieden. In diese Alterskategorie gehört Katharina (24) noch länger nicht. Das „CrossFit“-Training schätzt sie trotzdem. Die gute Kombination aus vielen Disziplinen sorge für Abwechslung und man werde korrigiert, wenn man etwas falsch mache. „Außerdem ist der Spaß
Florian bei einer allgemeinen Kräftigungsübung.
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Wenn das Heilende abhängig macht Medikamente können süchtig machen. Aber es gibt Wege aus der Abhängigkeit. So alt wie die Menschheitsgeschichte ist, so lange gibt es Substanzen, die in der Therapie von Krankheiten Anwendung finden. Wurden in Vorzeiten hauptsächlich Pflanzen verarbeitet, sind es heute vorzugsweise industriell gefertigte chemische Produkte. Doch Achtung: Manche Substanzen können physisch und psychisch abhängig machen. Suchtpotenzial bergen vor allem Schmerz-, Beruhigungs- und Schlafmittel. Offizielle Zahlen sprechen von mindestens 150.000 Betroffenen in Österreich, die Dunkelziffer dürfte jedoch höher sein. Viele nehmen Präparate heimlich, lassen sich Tabletten von verschiedenen Ärzten verschreiben oder beziehen Präparate übers Internet. Zudem scheint die „Weiße Sucht“ eine weibliche zu sein. Frauen sind zwei- bis dreimal häufiger betroffen. Anhaltspunkte für eine missbräuchliche Verwendung oder gar Sucht geben Dosis und Dauer. Dabei sind neben der fachärztlichen Beurteilung eine kritische Selbsteinschätzung und -beobachtung ausschlaggebend.
DOSIS.
Ein Griff mit Folgen Aber gerade in einer Zeit, in der Leistungsdruck, Überforderung, der Hang zum Perfektionismus und der Drang zum Glücklichsein nicht nur Schlagworte sondern Realität sind, geraten viele in einen teuflischen Kreislauf. Roland Wölfle, Leiter der Therapiestation Lukasfeld und stellvertretender Chefarzt des Krankenhauses Maria Ebene, weiß nur allzu gut darum und nennt ein Beispiel: „Es gibt Patienten, die nicht mehr zur Ruhe kommen und für einen erholsamen Schlaf immer wieder und über einen längeren Zeitraum zur Ta-
Zögern Sie nicht, Hilfe in Anspruch zu nehmen. DR. ROLAND WÖLFLE
blette greifen.“ Ein Griff mit Folgen. Denn mit der Regelmäßigkeit kommen das Verlangen nach Mehr – oft werden Beruhigungsund Schlafmittel schon vorbeugend geschluckt –, die Sucht und schlussendlich die körperliche Abhängigkeit. Schmerzpräparate Nicht weniger gefährliche Psychopharmaka sind Schmerzpräparate. Mitun-
Dauerdruck und Überforderung rauben vielen Menschen den Schlaf – Entspannung und Konzentrationsübungen bieten Alternativen. FOTOS: HP
ter nicht rezeptpflichtig, werden diese von Betroffenen auch selbstständig bezogen und dosiert. „Doch gerade diese Substanzen können Koffein, Valium oder Morphium enthalten“, weist Wölfle auf die psychisch wirksamen Stoffe hin. „Nicht zu vergessen die Auswirkungen auf den Körper“, spricht der Neurologe von weiterführenden Schäden, die etwa an Leber oder Niere auftreten können. „Rund 20 Prozent der Dialysepatienten haben eine Schmerzmittelvorgeschichte“, verdeutlicht Wölfle die Gefahr. Der Weg hinaus Wie nun aus einer „heillosen“ Situation heraus-
kommen? Dr. Roland Wölfle sagt: „Niemand nimmt Medikamente aus Jux und Tollerei. Es stehen immer Ängste und Nöte im Hintergrund. Ein Problem wird versucht mit Chemie zu überdecken.“ Daher sind für den Experten „Auslöser suchen, Konzentrationsund Entspannungsübungen, Änderung von Lebensgewohnheiten sowie Klärung von Konflikten“ vorrangig und das Annehmen von Hilfe und Unterstützung bedeutend. „Zögern Sie nicht einen Arzt des Vertrauens oder Beratungsstellen zu kontaktieren. Die Ambulanz und somit kompetente Ansprechpartner im KH Maria Ebene etwa sind te-
Schmerzen wie Migräne haben Abhängigkeitspotenzial.
Nach der Farbe der Mittel wird die Medikamentensucht auch „weiße Sucht“ genannt.
lefonisch rund um die Uhr erreichbar.“ Alternativ behandeln Ist das Problem „Sucht“ definiert, setzt der Facharzt weitere Schritte: Bei der körperlichen Entgiftung werden süchtig machende Mittel langsam durch nicht abhängig machende ersetzt. Damit einher geht eine Gesprächstherapie, in der die Betroffenen unter anderem erfahren, dass sie kein „Einzelfall“ sind. Sie sollen aber vor allem den „Auslöser“ erkennen und die Symptome alternativ behandeln lernen. Wölfle: „Abhängigkeit bedeutet Gefängnis. Aber jeder kann mit der richtigen Hilfe der Sucht entkommen.“
Auch im „Hausmittel“ lauert eine Gefahr VORSICHT Wie sieht es mit weit verbreiteten Mitteln wie Aspirin, Abführmitteln oder natürlichen Substanzen wie Bachblüten oder Klosterfrau Melissengeist aus? „Denken Sie in die Tiefe. Auch alternative Substanzen bergen bei regelmäßiger Einnahme Gefahren“, sagt Dr. Roland Wölfle: „Aspirin hat Nebenwirkungen. Bachblüten oder
Klosterfrau Melissengeist beinhalten die ‚Droge‘ Alkohol.“ Die nicht selten verwendeten Abführmittel schwächen den Darmmuskel, dieser bildet sich zurück. Daher ist auch bei regelmäßiger Einnahme sogenannter „Hausmittelchen“ Vorsicht geboten. Ausreichende Information und selbstkritische Handhabung sind oberstes Gebot.
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Die Entwicklung eines Kindes Welche Entwicklungsschritte sind normal und wann sollten Eltern reagieren? Grundsätzlich gilt, dass Kinder nicht nach Zeitplänen „funktionieren“. Dennoch gibt es Signale, bei denen eine weitere Abklärung durch den Kinder- oder Hausarzt empfohlen wird. Sechs Monate Mit Unterstützung kann zum Beispiel Ihr sechs Monate altes Baby schon kurzzeitig sitzen – machen Sie das aber nicht zu lange. Die Nervenbahnen sind noch nicht soweit entwickelt und die MuskulaMichael Rüscher MSc, Physiotherapeut, Osteopath
Fördern Sie bei Babys schon früh die Hüftbeweglichkeit indem Sie das Kind beispielsweise in einem Tragetuch tragen.
tur des Halte- und Stützapparates wird noch nicht ausreichend versorgt. Spätestens mit 8 Monaten sollte es versuchen, sich alleine aufzusetzen oder sich an Möbeln hochzuziehen. Neun Monate Erforschen und Ausprobieren – Ihr Baby ist jetzt ständig in Bewegung. Es sitzt nun ohne Hilfe und kann den Körper aus einer stabilen Sitzposition heraus drehen. Die Fortbewegung beginnt: krabbeln, rollen, robben, rutschen – alles ist möglich. Keine Angst, wenn die Kinder bei ihren Versuchen immer wieder auf den Popo fallen – das ist eine natürliche Stimulierung für die Entwicklung der Wirbelsäule! Die Feinmotorik beginnt sich zu entwickeln, es greift erfolgreich mit Daumen und Zeigefinger nach kleinen Gegenständen oder drückt auf Knöpfe und Schalter. Zwölf Monate Das Baby beginnt jetzt, sich an Möbeln in eine stehende Position zu ziehen, kann aber in der Regel noch nicht laufen. Babys laufen
starke O-Beine hat, dies ist ganz normal in diesem Alter. In dieser Zeit beginnt sich auch die Wirbelsäule aufzurichten und die Hüftbeweglichkeit muss sich dazu entsprechend entwickeln. Sie können dies fördern, wenn Sie Ihr Kind zum Beispiel in einem Tragetuch tragen. Die Abspreizung der Hüfte wird dadurch gefördert.
Kinder „funktionieren“ nicht nach Zeitplänen. im Durchschnitt mit 13 Monaten oder später. Das Kind stößt sich an allen Ecken und Kanten – keine Sorge, die Beulen gehören zur Entwicklung. Die Fortbewegung erfordert seine ganze Aufmerksamkeit, die Koordinierung der Bewegungen bleibt dabei auf der Strecke, aber durch diese Erfahrung lernt das Kind. Versuchen Sie daher nicht, Ihr Kind vor diesen Erfahrungen zu schützen! Machen Sie sich auch keine Sorgen, wenn Ihr Kind
Wann sollte man als Elternteil reagieren? - Ihr Kind schläft nie längere Zeit durch. - Das Kind weint ständig ohne erkenntliche Ursache. - Das Kind krabbelt nicht. - Beim Spielen verwendet das Kind nur eine Hand und es führt nicht beide Hände zusammen. - Das Kind ist eher antriebslos und reagiert nicht auf Geräusche ANZEIGE oder Berührung.
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Knochenvorsorge fängt in der Kindheit an Kalzium, Bewegung und Sonnenlicht können Osteoporose vorbeugen. Knochenvorsorge fängt in der Kindheit an, denn die maximale Knochenmasse erreicht der Mensch schon im Alter von etwa 30 Jahren. Danach beginnt schleichend der Knochenabbau. Umso wichtiger ist die Prävention. Stabile Knochen machen vor allem regelmäßige Bewegung im Freien und eine gute Kalziumversorgung. „Aber gerade Letzteres wird bei Frauen aller Altersgruppen als kritisch eingestuft“, zitiert Angelika Stöckler, Ernährungswissenschafterin der aks gesundheit, aus dem aktuellen Österreichischen Ernährungsbericht.
PRÄVENTION.
Krankhaft beschleunigt Bei Osteoporose ist der Abbau an Knochenmasse
krankhaft beschleunigt. Die Knochen verlieren an Festigkeit und Stabilität, wodurch schon harmlose Ursachen zu Knochenbrüchen führen können. Neben der erblichen Veranlagung begünstigen eine unzureichende Kalziumversorgung, Vitamin-DMangel, eine verminderte Östrogenproduktion und Bewegungsmangel die Knochenbrüchigkeit. Knochennahrung Kalzium Für stabile Knochen sollten Erwachsene täglich etwa 1000 mg Kalzium mit der Nahrung aufnehmen. Am leichtesten kann eine ausreichende Versorgung durch Milchprodukte sichergestellt werden. So decken ein Glas Milch, ein Becher Joghurt sowie 50 Gramm Hartkäse etwa den Tagesbedarf. Unter den pflanzlichen Lebensmitteln sind Brokkoli, Kohl und Mandeln besonders reich an Kalzium.
Risikogruppe Frauen Frauen, speziell jene mit einem sehr schlanken Körperbau, haben ein erhöhtes Risiko, an Osteoporose zu erkranken. „Sie sollten daher besonders auf eine gute Kalziumversorgung achten“, empfiehlt Angelika Stöckler. Günstig ist es, täglich Gemüse, Nüsse und Milchprodukte in den Speiseplan einzubauen. Auch wärmebehandelte Milch ist ein guter Kalziumlieferant. Bei der Herstellung von pasteurisierter, länger frischer oder ultrahocherhitzter Milch verbindet sich Kalzium zwar mit Phosphat, doch die Magensäure macht das Kalzium wieder verfügbar. Vitamin C, Fruchtsäuren und Milchzucker verbessern die Kalziumaufnahme aus dem Dünndarm. „Ideal ist es daher, Joghurt oder andere Milchprodukte mit frischen Früchten zu kombinieren“, rät die Er-
Gezieltes Krafttraining tut auch den weiblichen Knochen gut.
nährungswissenschafterin. Die Mineralisierung und Härtung der Knochen wird vor allem durch Vitamin D, das bei Sonnen-
einstrahlung in der Haut gebildet wird, gefördert. Bewegung regt die Bildung von Knochenmasse an und beugt vor.
Kalziumgehalt ausgewählter Lebensmittel (Richtwerte)
Lebensmittel mg Kalzium/100 g Parmesan 1400 Emmentaler 1200 Vollmilch 120 Joghurt 120 Topfen 90 Haferflocken 65 Kohl 210
Lebensmittel mg Kalzium/100 g Broccoli 100 Fenchel 100 Lauch 80 Haselnüsse 225 Mandeln 250 Walnüsse 70
EXPERTENTIPP: Mag. Sabine Fleisch, Psychologische und Psychotherapeutische Praxis, Klaus
Sinnvoll leben – (k)eine Frage des Alters?! RÜCKZUG. Herr Joachim ist 78 Jahre alt und leidet unter einer massiven H ö r b e e i nt r ä c ht i g u ng . Aufgrund dieser hat er sich aus seinem früheren Bekanntenkreis zurückgezogen und ist auch seinen Hobbys immer weniger nachgegangen. Sein Leben spielte sich in den letzten fünf Jahren hauptsächlich zu Hause an der Seite seiner Frau ab, welche nun überraschend verstorben ist. Mit ihrem Tod hat er auch die Freude am eigenen Leben verloren.
Neuorientierung Medizinischer Fortschritt und günstige Umweltbedingungen ermöglichen es uns heute älter zu werden. Das bringt aber auch neue Herausforderungen, was den Umgang mit etwaigen Begleiterschei-
nungen des „Älter-Werdens“ anbelangt. Damit sind vor allem körperliche und soziale Veränderungen gemeint. So müssen ältere Menschen erst einmal lernen, sich an die nachlassende Leistungsfähigkeit und Gesundheit anzupassen und ein neues, realistisches Bild von sich zu entwickeln. Neben Abnutzungserscheinungen an Gelenken sowie abnehmender Muskelkraft machen oft HerzKreislauf-Probleme oder chronische Schmerzen den Alltag schwer. Beeinträchtigungen der Sinnesorgane, vor allem des Seh- und Hörvermögens sind weit verbreitet und haben Auswirkungen auf das Freizeitverhalten und das soziale Leben. Besonders diese Bereiche sind jedoch im höheren Alter von großer Bedeutung,
da viele Kontakte aus der Arbeitswelt pensionsbedingt wegfallen. Oftmals vermeiden es beeinträchtigte, ältere Menschen sich öffentlichen Situationen auszusetzen, in denen ihre vermeintlichen Schwächen zutage treten könnten. Lieber treten sie den sozialen Rückzug an. Diese Vermeidungstendenz schlägt sich auch auf ihr Selbstwertgefühl, weil sie mangels positiver Erfah-
ren verlernen, sich Dinge zuzutrauen. Selbstverantwortung Was kann man selbst, was kann die Umwelt beitragen, damit der Prozess des Älter-Werdens gut zu bewältigen ist? Wichtig erscheint mir, bereits in jungen Jahren Selbstverantwortung für sich und seinen Körper wahrzunehmen. Das bedeutet auf eine gesunde Lebensweise zu achten. Weiters
Die Pflege von Freundschaften ist im Alter besonders wichtig.
hält geistige Aktivität das Gehirn fit und beugt einem frühzeitigen Abbau vor. Ebenso wirkt sich ein stabiler Selbstwert positiv aus. Fest steht auch, dass Menschen mit einem guten Selbstwertgefühl häufiger aktiv um Unterstützung fragen. Ermutigung und Zutrauen von Mitmenschen in noch vorhandene Fähigkeiten, Anleitung zur Selbsthilfe sowie das Initiieren von notwendigen Unterstützungsmaßnahmen für ein möglichst selbstbestimmtes Leben stehen dabei im Fokus. Und vielleicht gibt es von den Älteren auch für jüngere Generationen Sinnvolles zu lernen. Ihre Gelassenheit im Alltäglichen etwa oder auch in puncto Weisheit und Lebenserfahrung. Für Fragen: E-Mail: praxis@sabinefleisch.com
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Ein Leben ohne Zigaretten Wie wird man in fünf Stunden zum Nichtraucher? Arzt und TV-Coach Dr. Stefan Frädrich im Interview. In nur fünf Stunden zum Nichtraucher – wie genau soll das gehen? Ganz einfach! Jeder kennt doch jemanden, der von einer Minute auf die andere mit dem Rauchen aufgehört hat und nicht wieder angefangen hat. Der Punkt ist, dass kaum einer erklären kann, wie er das gemacht hat. Dazu brauchen wir die fünf Stunden. Das eigentliche „Aufhören“ dauert am Ende des Seminars keine fünf Minuten. Was genau passiert in diesen fünf Stunden? Die fünf Stunden sind eigentlich jeweils 50 Minuten Seminarvortrag mit anschließend 10 Minuten Rauchpause. Man sitzt entspannt zusammen und bekommt jede Menge Informationen. Dabei geht es nicht darum, dass rauchen krank macht etc. Raucher wissen selbst, dass rauchen nicht gesund ist, viel kostet und lästig ist. Es geht im Se-
minar um andere Dinge: Warum rauche ich? Wie entsteht das Gefühl, ich brauche eine Zigarette? Was macht das Nikotin mit meinen Nerven? Und dann natürlich: wie höre ich auf – ohne dass ich Entzugserscheinungen spüre oder dick werde?
müssen. Das Aufhören findet dann zum Schluss statt. Wie hoch ist die Erfolgsquote Ihres Nichtraucher-Seminars?
In Ihren Seminaren wird geraucht? Ja. Vor allem, weil Raucher sich sonst schwer tun, gedanklich beim Seminar zu bleiben, wenn sie ständig an die nächste Zigarette denke n Der Arzt und TV-Coach Dr. Stefan Frädrich mit Günter, dem inneren Schweinehund, den man in seinen Seminaren zu motivieren lernt.
Nichtraucher in 5 Stunden Am 17. 11. haben die Vorarlberger die letzte Chance in diesem Jahr, mit dem Rauchen aufzuhören: Dr. med. Stefan Frädrich kommt mit seinem Erfolgsseminar in die Kulturbühne Ambach in Götzis. Es klingt wie ein Märchen und wurde doch schon tausende Male Realität: In fünf Stunden zum Nichtraucher. Nach fünf Seminarteilen à 50 Minuten (mit je zehn Minuten Pause) rauchen
Sie Ihre letzte Zigarette – und das ohne Entzugserscheinungen. So einfach geht‘s Warum sollte es schwer sein, mit dem Rauchen aufzuhören? Kennen Sie nicht auch Ex-Raucher, die von einem Tag auf den anderen aufgehört haben? Auf die Teilnehmer warten weder Schockbilder noch Belehrungen. Mit Frädrich hören Sie ganz selbstverständlich zu rauchen auf. Ohne Hilfsmittel, ohne Gewichtszunahme, ohne Depressionen. So können auch Sie es schaffen!
Wir haben das von der Charité, der Uni-Klinik in Berlin, erheben lassen. In Deutschland lag die Erfolgsquote nach zwei Jahren bei rund 60 Prozent, ein sehr hoher Wert im internationalen Vergleich, angesichts von über 15.000 Seminarteilnehmern in Deutschland, der Schweiz und in Österreich. Dass jemand nach dem Seminar weiterraucht, habe ich noch nie erlebt. Aber es gibt schon einige, die später wieder anfangen. Oft sind es Ereignisse im Leben, wo man sich fälschlicherweise „Halt“ von der Zigarette verspricht. Wenn’s so einfach geht, müsste es ja jede(r) schaffen? Genau! Es ist dabei auch völlig egal, wie lange Sie schon rauchen und wie viel Sie rauchen. Die Menschen kommen oft mit Befürchtungen oder zumindest einer gehörigen Portion Skepsis zu mir ins Nichtraucher-Seminar. Nach zehn Minuten merke ich dann, wie eine Last von den Teilnehmern abfällt.
Fax 0512/56 17 41 Ja, reservieren Sie mir ..... Plätze für 17. 11. 2012, 13–18 Uhr in der Kulturbühne Ambach in Götzis. Preis: € 229,–/209,–* inkl. MwSt. ab 2 Personen: € 209,–/189,–* p. P. ab 4 Personen: € 189,–/169,–* p. P. ab 6 Personen: € 169,–/149,–* p. P.
Name, Vorname
Straße
PLZ/Ort
17. 11. 2012, 13–18 Uhr * VN-Abo.-Nr.: ....……………………………………
Das Erfolgsseminar mit Dr. Stefan Frädrich am 17. November in Götzis.
Video-Ausschnitte vom Seminar und alle Informationen finden Sie im Internet auf www.nichtraucher-in-5-Stunden.at VN-Abonnenten können um € 20,– günstiger teilnehmen. Einfach VN-Abonummer angeben. Fragen unter Tel. 0512/561740.
Stornobedingungen: bis 3 Tage vor dem Seminar 50%, danach 100%. Natürlich können Sie gerne einen Ersatzteilnehmer schicken.
Datum/Unterschrift
nichtraucher-in-5-stunden.at
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VORARLBERGER NACHRICHTEN
Hyaluronsäure kann bei Halsbeschwerden helfen Viel Sprechen, Schnarchen und Umweltfaktoren können zum Austrocknen der Schleimhaut im Hals- und Rachenraum führen. Ein Kratzen oder Brennen im Hals, Heiserkeit, Reizhusten, Schluckbeschwerden und Schmerzen beim Reden und Essen – und das oftmals über Tage – sind die unangenehmen Folgen. Die gute Nachricht: Ein neues Therapieverfahren mit Hyaluronsäure verspricht jetzt schnelle Hilfe bei Halsschmerzen.
HILFE.
Alltägliche Ursachen Halsschmerzen deuten in etwa der Hälfte aller Fälle auf eine beginnende Erkältung hin, in der anderen Hälfte liegen die Ursachen in unserem Alltag. Ein Beispiel: Ein geselliger Abend mit Freunden in einem gut besuchten Lokal. Hier kommen gleich vier Faktoren zusammen, die Halsschmerzen begünstigen: Zigarettenrauch, die trockene Luft (z. B. durch Klimaanlage oder Heizung), der Alkohol und die Überanstrengung der Stimme aufgrund des hohen Geräuschpegels. All diese Faktoren haben eines gemeinsam: Sie greifen die Schleimhäute der Atemwege an, reizen sie und führen zum Austrocknen. Eine weitere häufige Ursache für Halsbeschwerden ist das Schnarchen. Unter den akustischen
Turbulenzen leidet nämlich nicht nur der Bettnachbar, auch der Betroffene selbst spürt am Morgen die Folgen. Durch die verstärkte Mundatmung kann die Rachenschleimhaut austrocknen und so schnell ein Rauhigkeitsgefühl im Hals entstehen. Berufliche Strapazen Am stärksten betroffen sind Menschen, die ihre Stimme im Beruf brauchen, wie Lehrer und Dozenten, aber auch Krankenschwestern und Arzthelferinnen, Callcenter-Mitarbeiter, Moderatoren und Sänger. HNO-Ärzte registrieren immer mehr Patienten mit anhaltendem Reizhusten, die in ihren Berufen viel sprechen müssen und ihre Stimme daher oft überstrapazieren. Da viele Berufstätige ihre Stimme aber nicht tagelang schonen können, sind sie auf lang anhaltende Hilfe angewiesen. Hyaluronsäure ist eine natürliche, körpereigene Substanz und ein wichtiger Feuchtigkeitsspeicher im Organismus. Vor Kurzem fanden Experten heraus, dass Hyaluronsäure auch Halsbeschwerden wie Hustenreiz, Trockenheitsgefühl und Heiserkeit effektiv lindert. Mittlerweile sind auch bereits Tabletten zum Lutschen auf dem Markt, die es rezeptfrei in den Apotheken gibt.
Halsschmerzen können die Vorboten eines grippalen Infektes sein.
Das Farbenspiel der Blätter ist etwas, das Groß und Klein im Herbst erfreut.
Die Freuden und die Leiden mit dem Herbst Der Herbst ist den Österreichern nur die drittliebste Jahreszeit. GEFÜHL. Für die Bewohner der Alpenrepublik läutet nicht der Kalender, sondern die Natur den Herbst ein. Für den Großteil beginnt dieser gefühlsmäßig, wenn sich die Blätter bunt färben bzw. mit den ersten kühleren Tagen. Der Herbst ist den Österreichern allerdings nur die drittliebste Jahreszeit, dennoch freuen sich 69 Prozent zumindest teilweise darauf. Am meisten schätzen sie die Naturschönheiten, die angenehmen Temperaturen, die frische Luft und die gemütliche Stimmung. Demgegenüber würde das Gros der Österreicher gerne auf die frühe Dämmerung und das häufige Schlechtwetter verzichten.
Sommer bevorzugt Laut einer aktuellen Online-Studie von Marketagent.com bevorzugt jeder zweite Österreicher den Sommer (49 Prozent), den Frühling präferiert immerhin knapp mehr als jeder Dritte (36 Prozent). Unbeliebter als der Herbst ist nur der Winter, den 69 Prozent klar auf den letzten Platz wählten. Insofern überrascht es wenig,
dass nur zwei von fünf der befragten Österreicher (41 Prozent) den Wechsel der Jahreszeiten beibehalten würden, wenn sie es sich aussuchen könnten. 28 Prozent würden für sommerliche Temperaturen das ganze Jahr über plädieren. 24 Prozent der Befragten hätten tagein tagaus am liebsten Frühling und nur 7 Prozent würden sich für den Herbst als dominierende Jahreszeit entscheiden. Der Winter wäre nur 1 Prozent der Befragten 365 Tage im Jahr genehm. Farbenspiel der Blätter Am meisten schätzen die Österreicher am Herbst die sich auftuenden Naturschönheiten (79 Prozent) wie das Farbenspiel der Blätter oder die überall herum kullernden Kastanien. Etwa jeder Zweite sieht in den angenehmen Herbsttemperaturen (53 Prozent), der frischen, wohlriechenden Luft (53 Prozent) und der kuscheligen Stimmung (47 Prozent), die das Herbstwetter verbreitet, die Vorzüge dieser Jahreszeit. 43 Prozent schätzen das für Outdoor-Aktivitäten einladende Herbstwetter und 36 Prozent freuen sich schon auf die kulinarischen Köstlichkeiten im Herbst. Fast jeder Fünfte
erfreut sich an den saisonalen Feiern wie Erntedank oder Halloween (19 Prozent). Jedem zweiten Umfrage-Teilnehmer ist die dicke Herbstkleidung (52 Prozent) und die düstere, teilweise fast schon deprimierende Stimmung (50 Prozent) allerdings ein Dorn im Auge. 40 Prozent vermissen die vielen Sonnenstunden und 26 Prozent gehören zu jener Bevölkerungsgruppe, die sich an den kühlen Abendtemperaturen stören. Mehr Zeit im Haus Das Herbstwetter und die landschaftlichen Veränderungen wirken sich auch auf die Freizeitgestaltung der Österreicher aus. 41 Prozent der Befragten geben an, in dieser Jahreszeit wieder deutlich mehr vor dem Fernseher zu sitzen. Auch das Lesen bereitet den Österreichern wieder mehr Freude. Insgesamt verbringen die Menschen wieder mehr Zeit zu Hause. Die Lust am Rückzug in die eigenen vier Wände steigt mit dem Fallen der Temperaturen. Dazu gehört ebenso die Lust am Erholen und Rasten. Nach Draußen zieht es sie, wenn sich das Wetter zwischendurch von seiner schönen Seite zeigt.
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Das bringt die Abwehr des Körpers auf Trab
Auch das Husten will mitunter gelernt sein
Wenn Viren und Bakterien lauern, heißt es frühzeitig gegensteuern.
Vor allem bei Blasenschwäche empfiehlt sich eine entsprechende Technik.
IMMUNSYSTEM. Die nasskalte Jahreszeit fordert auch das Immunsystem. Schnupfen, Erkältungen, grippale Infekte und „echte“ Grippeviren wollen abgewehrt werden. Bewegung und eine ausgewogene Ernährung können helfen, die Abwehrkräfte des Körpers zu stärken.
Vitamin-Bomben im Winter In der kalten Jahreszeit haben Zitrusfrüchte wie Orangen, Zitronen und Mandarinen wieder Saison. Sie liefern reichlich Vitamin C und tragen so zu einem besseren Immunsystem bei. Bereits eine Grapefruit oder zwei kleine Orangen reichen für die empfohlene Tageszufuhr von 100 mg aus. Ein
beliebtes Hausmittel bei Erkältungskrankheiten ist die „heiße Zitrone“. Sie sollte aber nur leicht erwärmt werden, da heißes Wasser Teile des Vitamin C zerstören kann. Auch Beeren und Beerensäfte liefern reichlich Inhaltsstoffe, welche die Abwehrkräfte zusätzlich beleben. Ein echtes Allround-Talent Eine kleine Knolle, die es in sich hat, ist der Ingwer. Er fördert nicht nur die Durchblutung, sondern wirkt auch entkrampfend und antibakteriell. Ingwer ist damit ein perfekter Helfer für unser Immunsystem. Schon bei den ersten Anzeichen einer Erkältung sollte man zur Wurzel greifen. Einfach ein paar kleine Scheiben abschneiden, mit einem
Millionen Menschen leiden an Inkontinenz und kennen das Problem, wenn Husten, Niesen oder Lachen buchstäblich in die Hose geht. Trotzdem ist Blasenschwäche immer noch ein Tabuthema. Besonders Frauen sind von unkontrolliertem Harnverlust betroffen. Die Ursachen sind vielfältig: Übergewicht, Schwangerschaften, chronische Verstopfung, schwere körperliche Arbeit und hormonelle Einflüsse. Auch ständiger Husten, verursacht durch chronische Bronchitis oder starkes Rauchen, schwächt den Beckenboden auf Dauer und kann zu Inkontinenz führen.
INKONTINENZ.
halben Liter Wasser ca. 30 bis 45 Minuten köcheln lassen, Ingwerstücke herausnehmen und das warme Wasser trinken. Viren ausspülen Wenn es draußen kalt ist, wird drinnen meist viel geheizt, die Luft dadurch stickig und trocken. Dies ist vor allem für die Nasen- und Rachenschleimhäute ungünstig. Sie verlieren an Feuchtigkeit und können Viren und Bakterien nicht mehr optimal abhalten. Daher ist es unbedingt nötig, ausreichend zu trinken.
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Den Druck verringern Deshalb: „Husten Sie richtig“, empfehlen Experten. Sie raten, beim Husten den Beckenboden anzuspannen, um den Druck auf das Gewebe zu verringern. Sinnvoll ist es, sich aufzurichten und den Oberkörper zur Seite zu drehen, denn dies gleicht die Druckwelle aus und spannt gleichzeitig den Beckenboden an. Problematisch ist das Husten im Stehen oder Sitzen, wenn der Körper vorgebeugt wird, weil sich dadurch der Druck auf den Bauchraum erhöht und die Beckenbodenmuskulatur entspannt und öffnet. Das Husten oder Niesen im Liegen sollten Betroffene laut den Experten vermeiden, da sonst das Zwerchfell zusätzlich auf die Beckenbodenmuskulatur drückt.
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VORARLBERGER NACHRICHTEN
Tomaten-Farbstoff senkt Schlaganfallrisiko Der Verzehr von Tomaten kann laut einer finnischen Studie das Risiko eines Schlaganfalls deutlich senken. Entscheidend ist nach Ansicht der Forscher dabei das in den Tomaten enthaltene Lycopin, das den Tomaten ihre rote Farbe verleiht. Für ihre in der US-Fachzeitschrift „Neurology“ veröffentlichte Studie untersuchten Forscher der Universität von Ostfinnland in Kuopio mehr als 1000 Männer im Alter zwischen 46 und 65 über zwölf Jahre hinweg. Dabei fanden sie heraus, dass die Patienten mit dem höchsten Lycopin-Gehalt im Blut ein um 55 Prozent niedrigeres Schlaganfallrisiko hatten als diejenigen mit dem niedrigsten LycopinLevel.
STUDIE.
Lycopin sei ein „starkes Antioxidant“, sagte Hauptautor Jouni Karppi. Antioxidantien schützen Körperzellen vor Schäden durch aggressive Sauerstoff-Moleküle, die zu Krankheiten führen können. Die Studie sei ein weiterer Beleg dafür, dass eine Ernährung mit viel Obst und Gemüse das Risiko eines Gehirnschlags senke, sagte Karppi. Andere Forscher schränken ein, dass es nicht sicher sei, ob die Tomaten zum geringeren Schlaganfallrisiko geführt haben. Die aktuelle Studie enthalte keine Information über die Gesamternährung der Männer, sagte Larry Goldstein vom Duke University Medical Center. Dennoch stützten die Resultate die Empfehlungen für eine ausgewogene Ernährung.
Pflegen ist belastend STUDIE. Einen Krebspatienten zu pflegen, ist fast so kräfteraubend und belastend wie selbst an einer Krankheit wie Hepatitis C oder Arthrose erkrankt zu sein. Das zeigt eine Studie, die von Dr. Isabell Gilloteau von Bristol-Myers Squibb auf dem Europäischen Krebskongress in Wien vorgestellt wurde. Eine Befragung von fast 58.000 Erwachsenen hat gezeigt, dass Menschen, die Krebspatienten pflegen, im Vergleich zu Nicht-Pflegepersonen ei-
nen schlechteren körperlichen und psychischen Gesundheitsstatus haben. Sie blieben häufiger dem Arbeitsplatz fern, waren in ihren Aktivitäten stärker beeinträchtigt, hatten eine mehr als doppelt so hohe Krankenhauseinweisungsrate sowie ein um 50 Prozent erhöhtes Risiko für eine Depression, eine doppelt so hohe Wahrscheinlichkeit für Angst und Schlaflosigkeit und ein höheres Risiko für Migräne und Kopfschmerzen.
Beim „Kinderzügle“ werden wie in einer richtigen Eisenbahn auch Fahrkarten gezwickt.
Füße sind zum Laufen da „schoolwalker“ und „Kinderzügle“ bringen Bewegung in den Kinderalltag. ANGEBOTE. „Bewegung ist wichtig, gerade für Kinder. Die Herausforderung besteht darin, die körperliche Aktivität in den Alltag einzubauen“, weiß Stephan Schirmer, Bewegungsexperte der aks Gesundheitsbildung. Mit den Angeboten „schoolwalker“ und „Kinderzügle“ soll der Wert des Zufußgehens in die Schule bzw. den Kindergarten bewusst gemacht und Bewegung bei Eltern und Kindern zur Selbstverständlichkeit werden.
Bewegungskiller Alltag Dichte Terminpläne und hoher Zeitdruck betreffen nicht nur Erwachsene, sondern auch Kinder. War früher Zeit für den gemeinsamen Schul- oder Kindergartenweg, muss heute alles schnell passieren – meistens mit dem Auto. „Den Kindern wird damit jedoch die Chance auf Selbstständigkeit, Erlebnisse und Entdeckungen genommen, die genauso wichtig für die Entwicklung sind, wie es
Wir möchten Bewegung für Kinder alltäglich machen. STEPHAN SCHIRMER
die Bewegung ist“, erklärt Stephan Schirmer. Doch es gibt auch gute Beispiele. Schon mehrere Tausend „schoolwalker“ gehen ganz selbstverständlich zu Fuß in die Schule. Das Angebot „schoolwalker“ richtet sich an Vorarlberger Volksschulen, von denen bereits 30 teilnehmen. Zu Beginn des Projektes bekommt jedes Kind einen Schulwegausweis. Für jeden aktiv zurückgelegten Schulweg erhalten die Schüler Sticker, die im Ausweis gesammelt werden können. „Neben der Bewegung ist vor allem das Fördern der Selbstständigkeit und Eigenverantwortung Ziel des Projektes. Wer alleine in die Schule gehen kann, verzichtet in der Freizeit gerne auf das Taxi Mama“, so Schirmer. Zu Fuß in den Kindergarten Während die „schoolwalker“ alleine in die
Schule gehen, werden beim „Kinderzügle“ Kindergartenkinder von freiwilligen „Zügleführern“ auf ihrem Weg begleitet. Ein durch die Polizei geschulter Erwachsener holt die Kinder bei den „Kinderzügle“-Haltestellen ab und entwertet, wie in einem richtigen Zug, die vorher ausgeteilten Fahrkarten. Ein „Kinderzügle“ entsteht meist durch Elterninitiativen, die vom Kindergarten und der Gemeinde unterstützt werden. Ausbau der Angebote Die aks Gesundheitsbildung unterstützt Volksschulen, Kindergärten, Elterninitiativen und Gemeinden bei der Umsetzung der Projekte „schoolwalker“ und „Kinderzügle“ mit altersgerechten Materialien, Schulungen und fachlichem Wissen. „Wir möchten Bewegung so früh als möglich für die Kinder alltäglich machen und die Bewegungsprojekte deshalb flächendeckend anbieten“, erklärt Schirmer. Infos und kostenlose Anmeldung: www.aks.or.at
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Neue Behandlung bei Arthrose Die akute sowie chronische Schädigung des Knorpels ist für gewöhnlich ein natürlicher Prozess, der mit dem Älterwerden einhergeht. Bis zu einem gewissen Grad sind diese Veränderungen vom Körper selbst noch reparabel – schreitet die Veränderung jedoch fort, entwickelt sich das volle Krankheitsbild der Arthrose. Bisherige Therapien Bisher gab es zwei Möglichkeiten der Behandlung: 1. Nichtoperative, medikamentöse Therapie: Mit schmerz- und entzündungshemmenden Medikamenten sowie durch Vermeidung von Belastungsbewegungen wird das Symptom beseitigt, die Ursache jedoch nicht. Durch das Ausschalten des Schmerzes werden weitere Schäden an den Gelenken provoziert. 2. Operative Therapie: Die Methoden reichen von Gelenkspiegelung über Achsenumstellung an den Gelenken bis hin zum künstlichen Gelenkersatz wie z. B. Hüft- oder Knieprothese. Die neue Behandlungsmethode Bereits 1986 gelang es einer amerikanischen Forschergruppe, die Ursache von Knorpelschäden sowie der daraus resultierenden Arthrose zu analysieren. Sie fanden einen neuen Eiweißstoff (Interleukin – 1 RA), der in der Lage ist, Zerstörungsprozesse an den Gelenken zu stoppen. Grundsätzlich besitzt jeder Mensch diesen Stoff, bei einem fortgeschrittenen Knorpelschaden ist das natürliche Gleichgewicht zwischen dem Auslöser und dem Hemmstoff in der Gelenkflüssigkeit allerdings gestört. Dieses Ungleichgewicht kann nun von außen wieder reguliert werden. Solange noch gesunde Knorpelzellen vorhanden sind, können die von außen zugeführten Eiweißhemmstoffe ihre natürliche Aufgabe erfüllen. Der Einsatz von körpereigenen Eiweißstoffen nennt sich Orthokin. Methode der Orthokin-Therapie Mit vorgefertigten Spezialspritzen, in denen sich bestimmte Monozyten befinden, wird Blut aus einer Vene entnommen. Dieses aus eigenem Blut hergestellte angereicherte Serum wird anschließend tiefgefroren. Bei Bedarf des Patienten wird der Hemmstoff
Dr. Hermann Leidolf erwarb auf dem Gebiet der Sport- und Unfallchirurgie beste Qualifikationen und behandelt in seiner Privatpraxis alle Indikatio(Fotos: F. Schneider) nen rund um den Bewegungsapparat. direkt in das betroffene Gelenk injiziert. Die Wirksamkeit des neuen körpereigenen Eiweißhemmstoffes zeigt sich in der Regel nach sechs Wochen – die Schmerzen lassen spürbar nach, die Entzündung wird gehemmt. Die Beweglichkeit des Gelenks wird dadurch entscheidend ver-
bessert, was wiederum die natürliche Regeneration unterstützt. Bereiche und Erfolgsdauer Grundsätzlich können alle Gelenke versorgt werden, am häufigsten sind dies: Gelenke der Wirbelsäule, Knie-, Hüft-, Finger-, Schultersowie Sprunggelenke. Die Dauer
des Erfolges liegt bei mindestens drei bis fünf Jahren. Zusätzlich zur Orthokin-Therapie sollten unterstützende Maßnahmen durchgeführt werden wie Physiotherapie, Bewegung, gesunde Ernährung (Vitamine, Spurenelemente, Kalzium) sowie gegebenenfalls auch Gewichtsreduktion. Die Sicherheit und Verträglichkeit der neuen Orthokin-Therapie erklärt sich von selbst. Es handelt sich hierbei um eine persönliche Medizin des eigenen Körpers, hergestellt aus eigenem Blut. In seiner Praxis in Innsbruck führt Dr. Leidolf diese Arthrose-Therapie schon seit vielen Jahren erfolgreich durch und hat so mehr als 3000 Patient(inn)en geholfen.
Daten & Fakten Dr. Hermann Leidolf Facharzt für Unfallchirurgie dr.leidolf@gmx.net www.leidolf.at Praxis in Triesen: Landstraße 274, FL-9495 Triesen/ Liechtenstein; Tel. +423 (0) 3880192 Praxis in Innsbruck: Salurner Straße 15, A-6020 Innsbruck; Tel. +43 512 90 83 83
Prominente Mirjam Weichselbraun mit Dr. Leidolf.
Wissenswertes Entwicklungsstufen der Arthrose: 1. Gesundes Gelenk: Die Knorpelschicht (A) schützt den Knochen (B) und sorgt für reibungslose Bewegungen. 2. Mittleres Stadium: Die Knorpelschicht wird dünner, rauer und rissiger. Es entstehen Knorpelzerklüftungen, Bewegungen fangen an zu schmerzen. 3. Spätstadium: Die Knorpelschicht ist abgetragen, die Knochen haben sich verdichtet und verhärtet. Anbauten am Gelenkrand drücken gegen die Gelenkinnenhaut (C). Kalkablagerungen blockieren die Bewegung. Starke Schmerzen sind die Folge.
LEISTUNGSSPEKTRUM – Behandlung von akuten und chronischen Muskel-, Sehnenund Gelenksverletzungen, inklusive operative Behandlung – Arthroskopische Behandlung von Schulter-, Knie-, Handund Sprunggelenken – Behandlung von Sportverletzungen – Fußchirurgie, spezialisiert auf minimalinvasive Hallux-Operationen – Allgemein beeideter u. gerichtlich zertifizierter Gutachter – Spezialist für konservative und operative Arthrosetherapie (Knorpelzellverpflanzung) VORANKÜNDIGUNG: Vortrag Parkhotel Waldau, Waldaustraße 8, 9404 Rorschacherberg – Bodensee/Schweiz, am 14. 11. um 19 Uhr; Thema: Hallux valgus, Kleine Schnitte – große Wirkung; Minimalinvasive Operationstechnik bringt beste Ergebnisse sowie Thema: Neue Therapiemöglichkeiten bei Arthrose. Die Teilnahme ist kostenlos, aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahl bitten wir um Voranmeldung unter Tel. +43 512 908383 und +423 (0) 388-0192
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Tipps für die Bandscheibe Zur Gesundheit der Bandscheibe kann jeder aktiv seinen Teil beitragen. Hier finden Sie Tipps zur Unterstützung der Bandscheibenfunktion von der Bandscheiben Clinik Tirol. Obgleich modernster Behandlungstechniken bei Bandscheiben- und Wirbelsäulenproblemen bedarf es auch regelmäßiger Unterstützung der Bandscheibenfunktion durch wirbelsäulengerechtes Verhalten von Seiten des Patienten. Jeder Betroffene kann durch rückenschonendes Verhalten dazu beitragen, erneute Probleme zu vermeiden. Allerdings benötigt er dafür Durchhaltevermögen und Konsequenz, denn die Vorbeugemaßnahmen betreffen praktisch den gesamten Alltag und sollten daher in Fleisch und Blut übergehen: Heben, Bücken, Tragen Beim Bücken und Heben in die Hocke gehen. Gewichte sollten möglichst eng am Körper getragen werden. Haltung zeigen Wichtig ist eine aufrechte Haltung. Denn nur dann ist das Körpergewicht gleichmäßig auf die ganze Fläche verteilt. Bewegen Langes Stehen, Sitzen oder Liegen ist Gift für die Wirbelsäule. Daher sollte man im Tagesablauf häufig die Haltung ändern und regelmäßige Entlastungsphasen einplanen. Richtiges Sitzen Langes statisches Sitzen führt zur Erschlaffung der Bauchmuskulatur und verformt den Rücken zum Rundrücken. Bei „Schreibtischtätern“ sollte der Tisch möglichst hoch sein, damit man sich nicht ständig nach vorne neigt.
Die Fachärzte der Bandscheiben Clinik Tirol: Dr. Markus Donat (links) und Dr. Wolfgang Kreil, ärztlicher Leiter. Richtiges Stehen Langes Stehen mit durchgedrückten Beinen ist ungünstig, daher immer wieder zwischendurch Umhergehen. Richtiges Liegen Die optimale Lage zur Entlastung der Bandscheiben ist die Rückenoder Seitenlage auf fester und flacher Unterlage mit angewinkelten Hüft- und Kniegelenken, die sogenannte Embryonalhaltung. Sport Die einfachste und beste Bewegungstherapie für eine gesunde Wirbelsäule ist täglich 30 Minuten „Nordic Walken“.
Serviceleistung: Spezialordination in Dornbirn, Moosmahdstraße 15 Als besondere Serviceleistung für unsere Vorarlberger Patienten hält Dr. Wolfgang Kreil (ärztlicher Leiter der Bandscheiben Clinik Tirol) 14-tägig eine Spezialsprechstunde in Dornbirn ab. Dadurch kann sowohl neuen Patienten ein bequemerer Zugang zu unseren Leistungen ermöglicht als auch postoperative Kontrollen und Verlaufskontrollen ohne großen Aufwand für die Patienten durchgeführt werden. Wir hatten das große Glück im Dornbirner Stadtarzt Dr. Robert Spiegel einen Partner zu finden, der uns für die Durchführung der Sprechstunden seine Ordinationsräume im Ärztehaus Spiegel
zur Verfügung stellt. Termine werden über die Telefonnummer 05572 2243025 vereinbart. Unser freundliches Sekretariat wird Ihnen einen Termin zuteilen und Ihnen behilflich sein, dass Sie über alle notwendigen Untersuchungen und Befunde wie z. B. aktuelles Bildmaterial verfügen. Die Ordination findet vorab jeden zweiten Freitag ab 13.30 Uhr statt. Parkmöglichkeiten sind direkt beim Ärztehaus Dr. Spiegel, Mossmahdstraße 15, 6850 Dornbirn, vorhanden. Weitere Informationen erhalten Sie direkt bei der Bandscheiben Clinik Tirol, Marktplatz 7, 6410 Telfs, Tel. 05262 67205, www. bandscheibenclinik.at
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Die Sprache – das Tüpfelchen auf dem i Die Möglichkeiten der Logopädie bei Problemen in der Sprachentwicklung. Erst sind es Gesten, dann die Sprache, die eine zwischenmenschliche Kommunikation möglich machen. Kommt es in der Entwicklung und der Sprache zu Verzögerungen oder Problemen, kann die Logopädie, wörtlich übersetzt die Worterziehung, helfen. Ursula Alge, seit vier Jahren für die Kinderdienste der aks gesundheit in Lustenau tätig, spricht über Komplexität der Entwicklung und Förderung als Selbstverständlichkeit.
WORTERZIEHUNG.
Logopädie – was können wir darunter verstehen? ALGE: Die Logopädie berät, betreut und unterstützt Menschen und deren Bezugspersonen bei Auffälligkeiten im Sprechen, der Sprache bzw. des Sprachverständnisses, des Gehörs, der Stimme und bei Störungen in der Nahrungsaufnahme oder beim Schlucken. Eine Wissenschaft, die sich auf diese Bereiche beschränkt? ALGE: Die Sprachentwicklung ist Teil eines großen Ganzen und somit eng verknüpft mit der motorischen und persönlichen Entwicklung, der Wahr-
nehmungs- und Konzentrationsfähigkeit sowie dem Spielverhalten eines Kindes. Sprache baut auf all diese Fähigkeiten auf. Sprache ist das Endprodukt, das i-Tüpfelchen sozusagen. Wie können wir uns diese Komplexität vorstellen? ALGE: Lassen wir unser Kind an unserem Alltag teilhaben, binden wir es in unser Tun mit ein, stehen wir im ständigen Dialog mit ihm, kann es auch das Verständnis für Sprache entwickeln. Gleichzeitig entfaltet es seine Persönlichkeit, sein Selbstbewusstsein, seine Aufmerksamkeit wächst, es verbessert seine Motorik und sein Spielverhalten. Können Sie uns ein Beispiel nennen? ALGE: Stellen Sie sich vor, Sie pflanzen zusammen mit dem Kind einen Baum. Sie reden mit dem Kind, geben ihm einen Spaten in die Hand, lassen es mitarbeiten und erklären ihm gleichzeitig, was zu tun ist. Dabei lernt es komplex: Es schaufelt (Motorik), es greift Erde an (Wahrnehmung), benennt neben den Blättern, Ästen und dem Stamm auch die Wurzel eines Baumes (Wortschatz). Es sagt „wir pflanzen einen Baum“
Akustische und visuelle Reize können speziell Kinder im Vorschulalter kaum verarbeiten.
Kinder begreifen, wie sich „Wasser“ anfühlt, lernen die Hände zu einem Trinkgefäß zu formen und erweitern ihren Wortschatz. FOTOS: HP
und nicht „wir pflanzen ein Baum“ (Grammatik). Am Ende haben Sie es gemeinsam geschafft (Selbstbewusstsein). Sie haben Ihr Kind unbewusst bewusst gefördert – in allen Bereichen.
mehr werden nicht korrekt ausgesprochen oder durch andere ersetzt. Zudem widmen wir uns den Themen „Stimme“ und mit ihr der korrekten Atmung und Haltung sowie „Schlucken“.
Zum Thema Förderung: Wer erkennt Defizite oder Verzögerungen? ALGE: Heute gehen nicht nur Eltern mit dem Begriff „Entwicklung“ bewusster um. Auch im Bereich der Diagnostik gibt es mehr Möglichkeiten. Bereits bei den Mutter-Kind-Pass-Untersuchungen wird auf die allgemeine Entwicklung des Kindes und dessen Sprache geachtet. Auch in Spielgruppen und Kindergärten wird vermehrt Augenmerk darauf gelegt.
Sind Sprachstörungen vermehrt eine Erscheinung unserer Zeit? ALGE: Die Kinder werden immer besser behütet. Doch Kinder lieben es im Dreck zu wühlen, mit Wasser zu experimentieren und auf den Baum zu klettern. Sie wollen selbst Erfahrungen machen und sie brauchen das für ihre Entwicklung. Sie brauchen es, um die Fähigkeit zu erlangen, das Erlebte in Worte zu fassen und sich zu artikulieren. Noch eines „behindert“ sie zunehmend in ihren Ausdrucksmöglichkeiten. Die Medien mit Fernseher und Computer überfordern die Kleinen mit visuellen und akustischen Reizen. Diese laufen viel zu schnell ab, vieles wird gar nicht oder nur teilweise verstanden. Es findet kein Dialog statt. Schlussendlich verkümmert ihr Verständnis für Sprache und die Fähigkeit zu sprechen.
Können Sie uns spezielle Probleme in der Sprachentwicklung nennen? ALGE: Defizite können im Bereich Sprache in der Grammatik und dem Wortschatzbau bestehen. Daneben beschäftigen uns auch Probleme im flüssigen Sprechen wie Stottern oder Poltern und in der Artikulation – Konsonanten wie „r“, „s“ und
Werden Verzögerungen oder Probleme festgestellt, was passiert dann? ALGE: Wir werden auf Zuweisung eines Arztes tätig und erarbeiten einen individuellen Behandlungsplan. Wir fördern aber nicht nur die Grundlagen der Sprache und des Sprechens. Unsere Arbeit umfasst auch die Einschätzung von Spielverhalten, Wahrnehmung, Grob- und Feinmotorik und Konzentration. Bei Auffälligkeiten arbeiten wir eng mit weiteren aksTherapiebereichen bzw. Ärzten zusammen.
Beim Einkaufen lernen Kinder Waren zu benennen und tauchen in die Mengenlehre ein.
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Leistungen bei Freizeitunfällen
Manfred Brunner, VGKK-Obmann
Tipp Mit dem Erreichen der Volljährigkeit werden für junge Menschen einige Änderungen schlagend, die bei Nichtregelung zu Problemen führen können. Ein wichtiger Punkt ist der Wegfall des kostenlosen Krankenversicherungsschutzes über die Eltern. Im Normalfall endet dieses Versicherungsverhältnis mit der Vollendung des 18. Lebensjahres.
(Foto: pitopia/Jan Richter)
Immer wieder gibt es Unklarheiten hinsichtlich der Leistungen der gesetzlichen Sozialversicherung im Falle eines Freizeitunfalles. Dabei ist festzuhalten, dass es aus der gesetzlichen Unfallversicherung grundsätzlich keine Leistungen gibt, sehr wohl jedoch aus dem Titel der Krankenversicherung. Von der gesetzlichen Unfallversicherung sind ausschließlich Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten erfasst. Bei entsprechenden Versicherungsfällen werden aus dieser Versicherung Unfallrenten, umfassende medizinische, berufliche und soziale Rehabilitationsmaßnahmen etc. bezahlt. Seit 1. Jänner 2005 leistet die Allgemeine Unfallversicherungsanstalt (AUVA) einen freiwilligen Zuschuss für die Entgeltfortzahlung an den Arbeitgeber, wenn weniger als 51 Dienstnehmer beschäftigt sind. Diesem Zuschuss steht keine Beitragsleistung gegenüber und er wird sowohl bei Arbeits- als auch Freizeitunfällen gewährt. Bei der Krankenbehandlung – also einer Aufgabe der gesetzlichen Krankenversicherung – wird nicht zwischen Arbeits- und Freizeitunfällen unterschieden. Der Krankenhausaufenthalt, die ärztliche Hilfeleistung und Versorgung mit Heilbehelfen werden von der Krankenkasse – abgesehen von den jeweiligen Selbstbehalten – übernommen, wenn es sich um Vertragseinrichtungen des Krankenversicherungsträgers handelt. Bei Inanspruchnahme von Nichtvertragseinrichtungen leistet die Kasse nur eine teilweise Kostenerstattung. Zur Abdeckung der von der AUVA bei Freizeitunfällen nicht übernommen Kosten, z. B. für Hubschraubertransporte bei Unfällen in Ausübung von Sport und Touristik, ist der Abschluss einer privaten Versicherung zu empfehlen. Dafür bietet sich eine Unfallversicherung, eine Fördermitgliedschaft bei der Bergrettung etc. an. Nicht vergessen sollte man auch bei Freizeitaktivitäten die e-card im Gepäck.
www.vgkk.at
Für Schüler und Studenten ist eine weiterlaufende Mitversicherung bis zum 27. Lebensjahr möglich, wenn eine Schulbesuchs- bzw. Studienbestätigung vorgelegt wird. Wird für das Kind Familienbeihilfe bezogen, genügt eine Bestätigung des Finanzamtes über den Bezug. Besteht kein Anspruch auf Familienbeihilfe muss eine Schul- bzw. Studienbestätigung und ein Studienerfolgsnachweis bzw. im zweiten Studienabschnitt ein Nachweis über das positive Ablegen der 1. Diplomprüfung vorgelegt werden. Studierende, die keinen gesetzlichen Krankenversicherungsschutz haben und auch die Voraussetzungen für die kostenlose Mitversicherung nicht erfüllen, können sich bei der VGKK freiwillig versichern. Derzeit kostet das 50,15 Euro pro Monat. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Kundenbetreuung in Dornbirn sowie in den Servicestellen in Bregenz, Feldkirch, Schruns, Bludenz, Riezlern und Egg beraten Sie gerne.