Kultur und Freizeit während der Bregenzer Festspiele
3. Ausgabe August 2023
MADAME BUTTERFLY Endspurt für Giacomo Puccinis emotionales Spiel auf dem See.
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Judith von Simonig Eine Seebühne für den Garten Die Festspiele feiern Geburtstag
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Sammlung Würth
Bis 2. Juni 2024 ∙ Eintritt frei
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Carl Moll, Venedig, auf der Riva Schiavoni - Blick gegen den Giardino pubblico (Detail), um 1922, Sammlung Würth, Inv. 1879
Elementar- und Wetterphänomene in Werken der Sammlung Würth
Gunter Damisch Teile vom Ganzen
BREGENZ SETZT ZUM SCHLUSSAKT AN Einige Highlights stehen in den letzten Tagen der Saison noch bevor.
der Verteidigung der Würde des Individuums wird diese Oper sicherlich für Gesprächsstoff sorgen. Und wer hätte gedacht, dass die Seebühne auch in einem Garten in Bregenz zu finden ist? Wo genau, das lesen Sie auf den nächsten Seiten. Ich hoffe, Sie konnten in dieser Saison selbst die ein oder andere Aufführung besuchen. Die nächste Ausgabe der Festspielzeitung erscheint im Juli 2024, rechtzeitig zur Premiere von „Der Freischütz“. Bis dahin wünsche ich Ihnen eine gute Zeit!
Die Bregenzer Festspiele sind im Endspurt und mit jeder Aufführung wird klarer, dass Intendantin Elisabeth Sobotka ein gutes Händchen für die Wahl der Stücke bewiesen hat. Es sind nicht nur die großen Produktionen, die beeindrucken. Das Opernstudio zeigt mit „Werther“ eine neue, weibliche Perspektive auf den klassischen Stoff. Ihre Interpretationen bringen frischen Wind in die Opernwelt und zeigen, dass auch junge Talente die Bühne beherrschen können. Die Neuproduktion von Fabián Panisello, die auf Brechts „Judith von Shimoda“ basiert, verspricht ein weiteres Highlight der Festspiele zu werden. Mit einer kritischen Auseinandersetzung mit Machtmissbrauch und
Herzlichst Ihre
Beate Rhomberg
INHALT
Madame Butterfly ist noch acht Mal als Spiel auf dem See zu sehen.
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Geburtstag: Die Festspiele werden 77 Jahre alt. Ein Rückblick.
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Eine Stimme für Werther: Für Sängerin Sarah Shine geht ein Traum in Erfüllung
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Kulinarische Genüsse im Restaurant Maurachbund in Bregenz.
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Judith von Simonig. Fabián Panisellos Oper feiert Premiere.
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Ausstellung: Franziska und Mercedes Welte zeigen ihre neuesten Werke.
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Mini-Seebühne ziert den Garten von Ingrid Frischenschlager.
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Kunstmuseum Lindau zeigt bis 15. Oktober Werke des „King of Pop-Art". 23
Impressum
Herausgeber: Russmedia Verlag GmbH; Layout: Nicol Metzler; Redaktion und grafische Umsetzung: Beate Rhomberg (beate.rhomberg@russmedia.com); Fotos: Beate Rhomberg, Bregenzer Festspiele, Lisa Mathis, Philipp Steurer (Titelbild), Alejandro Garcia Ortiz, Timea Gisinger, Manuel Paul, Stadtmarketing Bregenz/A. van Stipelen, Sabrina Schneider, Angela Lamprecht, Anja Köhler; Anzeigenberatung: Manfred Schmid (manfred. schmid@russmedia.com), Boris Sinn (boris.sinn@russmedia.com). Festspielzeitung :: Kultur und Freizeit während der Bregenzer Festspiele
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BUTTERFLY BEZAUBERT PUBLIKUM Acht Mal gibt es noch die Gelegenheit, Madame Butterfly als Spiel auf dem See zu erleben.
In der malerischen Kulisse der Bregenzer Festspiele hat die Oper „Madame Butterfly“ in den vergangenen Wochen erneut das Publikum verzaubert. Bereits in der zweiten Saison bleibt diese Aufführung ein unbestrittener Publikumsliebling, und auch die Kritiken fallen durchwegs positiv aus. Die Schwäbische Zeitung betitelte das Stück als „Poesie für Auge und Herz“ und lobte die Inszenierung als einen Sog, dem man sich nicht entziehen kann. Und das zu Recht! Auch wenn das große Spektakel, das man von so mancher Inszenierung bei den Bregenzer Festspielen gewohnt ist, diesmal ausfällt, wird es in den gut zwei
Stunden auch für ungeübte Operngeher nicht langweilig. TRAGISCHE LIEBESGESCHICHTE Die tragische Liebesgeschichte zwischen der japanischen Geisha CioCio-San, genannt Butterfly, und dem amerikanischen Marineleutnant B. F. Pinkerton, wird durch wunderschöne Geishas und Geister, die über das große Blatt Papier gehen, und unterschiedliche Projektionen, die das Bühnenbild immer wieder in neuem Licht erscheinen lassen, lebendig gemacht. Ein Stunt, bei dem einer der Schauspieler in den See springt, ist beim Spiel auf dem See fast schon Tradition. Bis auf ein heranfahrendes Boot und das Vorbeiziehen des Fürsten Yamadori auf seinem Podest wird das Wasser diesmal allerdings wenig in das Stück einbezogen. AUCH FÜR OPERN-NEULINGE Für diejenigen, die sich weniger mit Opern auskennen, ist „Madame Butterfly“ eine emotionale, spannende und wunderschöne Einführung in die Welt der klassischen Musik. Die
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Liebe, die Sehnsucht und die unumstößliche Entscheidung von Butterfly werden in farbenprächtigen Klängen musikalisch nachgezeichnet. Das für Opern übliche Maß an Tragik fehlt natürlich auch nicht.
„Madame Butterfly“ von Giacomo Puccini Musikalische Leitung: Enrique Mazzola, Yi-Chen Lin Inszenierung: Andreas Homoki Bühne: Michael Levine Kostüme: Antony McDonald Licht: Franck Evin Video: Luke Halls Choreografie: Lucy Burge Ton: Alwin Bösch, Clemens Wannemacher Chorleitung: Lukáš Vasilek, Benjamin Lack Cio-Cio-San (genannt Butterfly): Elena Guseva, Barno Ismatullaeva, Anna Princeva Suzuki: Fleuranne Brockway, Aytaj Shikhalizada, Annalisa Stroppa Kate Pinkerton: Hamida Kristoffersen, Sabine Winter B. F. Pinkerton: Otar Jorjikia, Denys Pivnitskyi, Łukasz Załęski Sharpless: Domen Križaj, Brett Polegato, Yngve Søberg Goro: Spencer Lang, Taylan Reinhard Der Fürst Yamadori: Omer Kobiljak, Patrik Reiter
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Fotos: Beate Rhomberg (8)
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Sarah Shine (Mitte) wird in der Oper „Werther“ die Rolle der Sophie übernehmen.
Foto: Bregenzer Festspiele/Lisa Mathis
EINE STIMME FÜR WERTHER Sängerin Sarah Shine ist die Sophie in der Oper „Werther“. Für sie ist damit ein Traum wahr geworden. Seine eigenen Empfindungen stellt ein junger Mann über alles andere. Selbst als er erfährt, dass die von ihm umschwärmte Frau bereits einem anderen versprochen ist und diesen kurz darauf heiratet, wirbt er weiterhin leidenschaftlich um ihr Herz. Nachdem er schließlich erkannt hat, dass sie ihren Ehemann nicht verlassen wird, erscheint ihm sein eigener Tod als einziger Ausweg. Johann Wolfgang von Goethes skandalumwitterter Briefroman „Die Leiden des jungen Werther“ weckte mehr als 100 Jahre nach seiner Erstveröffentlichung das Interesse des französischen Komponisten Jules Massenet. Gemeinsam mit seinen Librettisten verlieh er sämtlichen Menschen, von denen bei Goethe in Werthers Briefen zu lesen ist, eine hörbare Stimme und erfand noch weitere hin6
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zu, darunter auch sechs Kinder, die den einzigen Chor in der Oper bilden. Die überschwängliche Liebe Werthers und die von Massenet verstärkte Zerrissenheit Charlottes werden dabei in farbenprächtigen Klängen musikalisch nachgezeichnet. EIN TRAUM ERFÜLLT SICH Für die jungen Sängerinnen und Sänger des Opernstudios der Bregenzer Festspiele erfüllt sich mit der Gelegenheit, in Massenets gefühlsgeladener Oper zu brillieren, manch ein Traum. Die Regisseurin Jana Vetten eröffnet gemeinsam mit der Ausstatterin Camilla Hägebarth ihnen und dem Publikum eine weibliche Perspektive auf den männlichen Subjektivismus und die Konsequenzen für die Menschen in dessen Umgebung. Die musikalische
Leitung übernimmt die Dirigentin Claire Levacher. SOPRANISTIN SARAH SHINE Die Sopranistin Sarah Shine aus Limerick ist eine von sieben jungen Sängerinnen und Sängern, die derzeit intensiv im Theater am Kornmarkt proben. Am 14. August feiert Jules Massenets Oper Werther hier Premiere. Für Shine ist es bereits das zweite Mal in wenigen Monaten, dass sie bei diesem Stück mitwirkt. Im Frühjahr war die Irin mit Werther auf einer Tournee durch ihre Heimat. Auch dort spielte sie Sophie, die 15-jährige Schwester von Charlotte. Da die Mutter früh gestorben ist, müssen Charlotte und sie früh Verantwortung für die sechs kleineren Geschwister übernehmen. NEUE PERSPEKTIVEN In Bregenz verschiebt Regisseurin Jana Vetten die Perspektive auf den Stoff, der auf Goethes aufsehenerregenden Briefroman „Die Leiden des jungen Werther“ zurückgeht, etwas. Sie rückt Charlotte und generell die Hinterbliebenen nach Werthers Selbstmord in den Vordergrund. Auch Sophie tritt etwas anders auf: „Sie ist unabhängiger, spielerischer, aber auch rebellischer. Disruptiv, aber in einem positiven Sinn“, erzählt Sarah Shine gut gelaunt in einer Probenpause. HILFREICHE VORBEREITUNG Schon im März nahm Shine an der Meisterklasse dieses Opernstudios teil – für sie ein großer Gewinn in doppelter Hinsicht: „Ich bin sehr dankbar, dass Elisabeth Sobotka uns die Möglichkeit gegeben hat, schon vor der Produktion einander kennenzulernen. Denn es hätte für uns Sängerinnen und Sänger nervenaufreibend werden können, uns erst im Juli bei einem der renommiertesten Sommerfestivals zu treffen.“ Und hinzu kam die langjährige Leiterin der Meisterklasse: Kammersängerin Brigitte Fassbaender, zu deren Repertoire nicht zuletzt die Charlotte in Werther zählte. „Damit ist für mich ein Traum wahr gewor-
den. Ich war so nervös“, erinnert sie sich. Aus den gemeinsamen vier Tagen habe sie vor allem mitgenommen, Dinge nicht zu verkomplizieren, sondern im Gegenteil einfacher zu machen. ANSPANNUNG UND ENTSPANNUNG Natürlich sei sie – wie fast alle ihre Kolleginnen und Kollegen – im Vorfeld eines so großen Auftritts wie in Bregenz unsicher. „Ich habe mich auch gefragt: Gehöre ich hierhin? Bin ich gut genug? Dafür hat mir die Arbeit mit Frau Fassbaender Auftrieb gegeben, genau wie die große Unterstützung nun hier vor Ort. Das nimmt viel Druck.“ Entspannung findet sie auch an ihrem freien Tag beim Wandern, Schwimmen oder Picknick, immer wieder mit Kolleginnen und Kollegen aus Werther. WEIBLICHE PERSPEKTIVE Goethes Briefroman hatte bei seiner Veröffentlichung 1774 für einen Skandal gesorgt. Schließlich begeht der Titelheld am Ende Selbstmord. In den darauffolgenden Jahren stieg die Suizidrate – noch heute kennt man den sogenannten „Werther-Effekt“. Der Titelheld akzeptiert Charlottes „Nein“, das sie mehrmals deutlich formuliert, einfach nicht. Jana Vetten ist es wichtig, den Fokus zu verschieben: Sie möchte sich auf Charlotte und die Hinterbliebenen generell konzentrieren. Schließlich bleiben mit Werthers Tod jede Menge Schuldgefühle zurück. „Das ist das Tolle an der Oper. Während der Briefroman nur Werthers Sicht wiedergibt, haben in der Oper alle Figuren eine Stimme“, sagt sie. Für die jungen Sängerinnen und Sänger des Opernstudios der Bregenzer Festspiele erfüllt sich mit der Gelegenheit, in Massenets gefühlsgeladener Oper zu brillieren, manch ein Traum. Die Regisseurin Jana Vetten eröffnet gemeinsam mit der Ausstatterin Camilla Hägebarth ihnen und dem Publikum eine weibliche Perspektive auf den männlichen Subjektivismus und die Konsequenzen für die Menschen in dessen Umgebung.
Oben: Brigitte Fassbaender unterstützte Sarah Shine bereits im März in der Meisterklasse. Unten: Sarah Shine im Gespräch mit WertherRegisseurin Jana Vetten. Fotos: Stiplovsek/Lisa Mathis
„Werther“ von Jules Massenet Oper in vier Akten und fünf Bildern (1892). Besetzung: Werther Raúl Gutiérrez Albert Yuriy Hadzetskyy Charlotte Kady Evanyshyn Sophie Sarah Shine Amtmann Lucas Cortoos Schmidt Timothy Veryser Johann Raoul Steffani Termine: Mo., 14. August (Premiere) Mi., 16., und Fr., 18. August, jeweils um 19.30 Uhr
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Der argentinische Komponist und Dirigent Fabián Panisello nutzte Brechts Theaterstück als Vorlage für seine Oper.
Foto: Alejandro Garcia Ortiz
ÜBER DIE WÜRDE DES INDIVIDUUMS Fabián Panisellos Oper handelt von Machtmissbrauch und der Verteidigung der Würde. Premiere am 17. August bei den Bregenzer Festspielen.
„Die Judith von Simonig“ von Fabian Panisello Libretto von Juan Lucas nach dem Schauspiel von Yamamoto Yuzo nach der nachgelassenen Bearbeitung von Bertold Brecht und Hella Wuolijoki Besetzung: Okichi Anna Davidson Saito Alexander Kaimbacher Ofuku | Clive Megan Kahts Tsurumatsu | Kito Martin Lechleitner Henry Heusken | Akimura Harald Hieronymus Hein Osai | Ray Gan-ya Ben-gur Akselrod Townsend Harris Timothy Connor Fürst Isa Karl Huml Termine: Do., 17. August (Premiere) Sa., 19. August jeweils um 20 Uhr in der Werkstattbühne In deutscher Sprache 8
Ein US-amerikanischer Konsul in Japan, in dessen Haus eine Geisha dient, um den unzufriedenen Amerikaner zu besänftigen. Was zunächst nach einer Abwandlung der Handlung von Giacomo Puccinis Madame Butterfly klingt, ist in Wahrheit ein Theaterstück, das Bertolt Brecht 1940 als Bearbeitung eines japanischen Textes anfertigte. Machtmissbrauch und die Instrumentalisierung eines Individuums für persönliche Vorteile standen für Brecht dabei im Mittelpunkt der Geschichte. Seine Mitarbeiterin Margarete Steffin übersetzte den Text ins Deutsche. Danach bearbeitete Brecht zusammen mit Wuolijoki das Stück für eine in Europa funktionierende Bühnenfassung, die allerdings zu Brechts Lebzeiten nicht zustande kam. In seinem Nachlass wurden lediglich fünf fertiggestellte Sze-
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nen anstatt der elf geplanten gefunden. Eine finnische Übersetzung der fehlenden Szenen fand sich im Nachlass der finnischen Schriftstellerin Hella Wuolijokis. Die zusammengestellte Gesamtfassung aus diesem Material von Hans Peter Neureuter erschien 2006 im Suhrkamp Verlag, nachdem die von Brecht hinterlassenen Teile schon 1997 erstmals am Berliner Ensemble auf die Bühne gekommen waren. Diese Spielfassung ist nun auch Grundlage für die neue Oper des argentinisch-spanischen Komponisten Fabián Panisello, die am 17. August bei den Bregenzer Festspielen Premiere feiert. ZUM INHALT DES STÜCKS Das 1929 von Yamamoto Yuzo geschriebene Original erzählt vom ersten amerikanischen Konsul, der 1856
im japanischen Shimoda eintrifft und bemängelt, dass er keine einheimische Dienerschaft bekommt. Als auch noch seine Gespräche über einen geplanten Handelsvertrag schwierig verlaufen, droht er, die Stadt beschießen zu lassen. Endlich erklärt sich die Geisha Okichi bereit, dem Konsul zu dienen, um ihre Heimatstadt zu retten. Für ihren Umgang mit dem Ausländer wird sie jedoch trotz ihrer Ehe mit einem Japaner geächtet, verfällt dem Alkohol und wird wieder Geisha. Brecht sah in diesem Stück das Potenzial für „eine japanische Judith“ und meinte damit „eine zu Ende erzählte Geschichte der großen Heldentat“. Mit dem Verweis auf die biblische Figur der Judith betonte Brecht die Verantwortung der Gesellschaft für Okichis Entwicklung.
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EIGENS ENTWICKELTES KLANGRAUMSYSTEM In Fabián Panisellos Lesart der Judith von Shimoda – mit dem Titel setzte Brecht die Figur der Okichi mit der alttestamentarischen Judith gleich – überträgt der Komponist den für Brecht charakteristischen Verfremdungseffekt auf klangliche Mittel. Mittels eines eigens entwickelten Klangraumsystems werden verschiedene akustische Räume erzeugt, in denen in der Inszenierung von Carmen Kruse acht Solistinnen und Solisten sowie der Wiener Kammerchor und das amadeus ensemble wien agieren. Die Geschichte der Okichi wird als Erzählung über die Verteidigung der Würde des Individuums gezeigt, verkörpert durch eine bemerkenswerte Frau, die geistig ausgelöscht wird durch die Gleichgültigkeit eines Staates, der nur seine eigenen pragmatischen Interessen verfolgt, und durch eine Gesellschaft, der es an grundlegendem Respekt gegenüber Frauen fehlt. Fabián Panisello ist international auf der Bühne der zeitgenössischen Musik für die hohe Qualität seiner Arbeit bekannt. Der deutsche Komponist Karlheinz Stockhauser sagte: „Panisello ist voller Ideen, intensiv und voller Energie.“ Er ist Gründer und Dirigent des PluralEnsemble sowie Mitglied der Academia de Bellas Artes in Argentinien, Mitglied des akademischen Komitees der Fundación Osaac Albéniz und Mitglied des Beirats des Teatro Real in Madrid. INSZENIERUNG DURCH CARMEN C. KRUSE Nach den erfolgreichen Aufführungen von „Staatsoperette – Die Austrotragödie“ sowie „Reigen“ führen die Bregenzer Festspiele ihre Zusammenarbeit mit der Neuen Oper Wien fort. Regisseurin Carmen C. Kruse übernahm Mitte Juli kurzfristig die Inszenierung des Stücks von Philipp M. Krenn, der aus privaten Gründen absagen musste. An Kruses Seite entwirft die junge Ausstatterin Susanne Brendel sowohl das Bühnenbild als auch Kostüme und Video. Am 17. und 19. August, um jeweils 19.15 Uhr, findet ein Einführungsvortrag statt. Kostenfreie Eintrittskarten können im Webshop der Bregenzer Festspiele reserviert werden.
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EINE SEEBÜHNE IM GARTEN
Manche Menschen fühlen sich so mit den Bregenzer Festspielen verbunden, dass sie die Seebühne bei sich zu Hause inszenieren. Ingrid Frischenschlager bringt seit vielen Sommern Passantinen und Passanten dazu, in der Bregenzer Ankergasse stehen zu bleiben und ihr Handy zu zücken. Fotomotiv: Die jeweilige SeebühnenMiniatur in ihrem Garten. 2022 hatte Ingrid Frischenschlager das Bühnenbild der Madame Butterfly zentral zwischen Haus und Straße platziert, doch dieses Jahr wird es am Abend sogar in verschiedene Lichtstimmungen versetzt. Frischenschlagers 16-jähriger Enkel Emilio hat rund um das Blatt Papier einen LED-Streifen geklebt und unterm Sonnenschirm einen kleinen Projektor installiert. „Emilio ist auch ein Ideengeber“, ist die Oma hörbar stolz. ÜBER DEN GARTENZAUN HINWEG Zusammenarbeit gibt es auch über den Gartenzaun hinweg: „Das Bühnenbild entsteht immer auch mit meiner Nachbarin Elfriede. Sie hat für die Butterfly die Boote und Schiffe gemacht.“ Nützlich ist, dass Ingrid Frischenschlagers Vater eine „g’hörige Werkstatt“ hinterlassen hat. Alle zwei Jahre stellt sich nun die Frage, wie das
Foto: Timea Gisinger
Ingrid Frischenschlager baut Seebühnen-Miniaturen in ihrem Garten.
neue Bühnenbild vom See im Kleinen nachgebaut werden kann. Das kann durchaus abenteuerlich werden: „Für die Carmen haben wir meine Hände eingegipst ... und dann nicht mehr rausgebracht!“ Auf weitere Details geht Ingrid Frischenschlager nicht ein, viel lieber erzählt sie etwas zur Madame Butterfly. Als Grundgerüst hat sie einen Maschendrahtzaun verwendet, und um die Schattierungen der Berge wiederzugeben, wurden mehrere Bleistifte zerbrochen und die Graphitminen zerrieben. Nicht jedes Ergebnis der gemeinsamen Überle-
gungen von Ingrid, Elfriede und Emilio verstaubt nach zwei Saisonen im Keller. So haben die bunten Miniaturdrachen der Zauberflöte weit entfernt eine neue Bleibe gefunden. Eine Urlauberin musste jeden Tag in der Ankergasse vorbei, weil ihr Bub so fasziniert von den Figuren im Garten war. Schließlich sprach die Mutter Ingrid Frischenschlager an. Sie würde ihren Sohn gerne mit den Figuren zum Geburtstag überraschen. Gefragt, getan. „Seither stehen die Drachenhunde in einem Kinderzimmer in Wien“, sagt Ingrid Frischenschlager bewegt.
ORCHESTERKONZERTE
Das vierte Konzert wird dirigiert von Leo McFall. Am 20. August findet das vierte und für diese Saison letzte Orchesterkonzert statt. Zu Gast ist diesmal das Symphonieorchester Vorarlberg mit dem Dirigenten Leo McFall. Das Programm ist abwechslungsreich: Walt Disneys Zeichentrickfilm „Fantasia“ machte Paul Dukas’ funkelndes Orchesterscherzo „Der Zauber10
lehrling“ weltberühmt, unbestritten ein musikalischer Geniestreich mit prägnanten Themen, farbiger Instrumentierung und effektvoller Dramatik. Auch Dmitri Schostakowitschs zweites Cellokonzert begeisterte 1966 auf Anhieb das Publikum, insbesondere das Scherzo. Mit seinem unvergleichlichen grotesken Humor
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verarbeitete der russische Komponist darin den aus „Odessa“ stammenden Schlager „Brötchen, kauft meine Brötchen“. Ungebrochenen Optimismus verströmen demgegenüber die schwungvollen Themen und böhmischen Melodien in Antonín Dvoráks achter Symphonie, die ebenfalls auf dem Programm steht.
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Magazin4 Ausstellung: „Das große Fressen“ (bis 15. Oktober)
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Bregenz Tourismus Tickets für die Bregenzer Festspiele und diverse andere Veranstaltungen
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Festspielzeitung :: Kultur und Freizeit während der Bregenzer Festspiele
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Kunsthaus Bregenz Michael Armitage, Anna Jermolaewa (bis 29. Oktober)
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Lochau, Lindau (D)
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VOM KIESKAHN ZUR OPERNBÜHNE Die Bregenzer Festspiele feiern ihren 77. Geburtstag. Ein kleiner Einblick in die Entstehungsgeschichte. Einen konkreten Festspiel-Gründer sucht man in Bregenz vergebens. Es gab damals verschiedene Gruppen, die mit der Festspiel-Idee unterschiedliche Ziele verfolgten: Stadtrat Adolf Salzmann wollte den Tourismus ankurbeln, Landeskulturreferent Eugen Leissing ging es um Erbauung. Etwas Feierliches sollte die Bevölkerung von ihren Sorgen ablenken. Und der Wiener Kurt Kaiser, der zu der Zeit die neu gegründete Vorarlberger Landesbühne leitete, suchte nach Arbeit für die vielen Künstler und Kulturschaffenden, die 1945 aus der russischen Besatzungszone im Osten Österreichs nach Vorarlberg geflohen waren. Die kulturaffine französische Besatzungsbehörde unterstützte das Projekt und lehnte ein ähnliches Vorhaben in Lindau ab. Ihr ging es um den wirtschaftlichen Wiederaufbau und vor allem um die Wiederherstellung eines österreichischen Nationalbewusstseins durch die Anknüpfung an die Kulturtradition des Landes. Die französische Besatzungsbehörde und der Kanton St. Gallen stimmten einer Grenzöffnung zu, was entscheidend für den Erfolg der Festwoche war: Von den rund 25.500 Besuchern kamen 22.400 mit einem Tagespassierschein aus der Schweiz. Viele verließen Bregenz allerdings enttäuscht, weil sie sich ein Volksfest erwartet hatten. Die Grenze zu Deutschland öffnete sich 1948. DIE ERSTE BREGENZER FESTWOCHE Die Stadt war Veranstalterin der ersten Bregenzer Festwoche, wobei der Stadtrat erst im Juni 1946 seine Zustimmung gab. Die Festspiel-Initiatoren suchten zu dieser Zeit noch nach Auftrittsorten. Überall wurde improvisiert, die Bevölkerung über Zeitungsinserate um Mithilfe gebeten. Es fehlten Zimmer für Sportler und Künstler, viele kamen bei 14
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Bauern in der Umgebung unter. Technisches Gerät kam im Tausch gegen Lebensmittel von den Wiener Bundestheatern. Vom 4. bis 11. August 1946 fanden neben Sportveranstaltungen unter anderem Lesungen, ein Gastspiel der Vorarlberger Landesbühne und ein „Promenadenkonzert“ am See auf Kieskähnen im Gondelhafen statt. Es spielte das 1945 gegründete Vorarlberger Rundfunkorchester. Den eigentlichen Höhepunkt bildeten zwei Orchesterkonzerte der Wiener Symphoniker. Über 420 Künstler und 280 Sportler wirkten an der ersten Festwoche mit. Sie wurde zu einem Erfolg: 25.500 Besucher kamen, Reingewinn: 4000 Schilling. DIE SPIELSTÄTTEN Für ein Festival fehlte in Bregenz die Infrastruktur. Die französische Besatzungsbehörde ließ im Frühjahr 1946 für eigene Zwecke eine Sporthalle am See errichten. Rechtzeitig zur Festspieleröffnung wurde die Holzkonstruktion fertig. Für große Bühnenwerke war sie ungeeignet, diese mussten im Freien aufgeführt werden. Man dachte nach dem Vorbild anderer Festivals an die Treppe am Fuß der Herz-Jesu-Kirche oder an einen Steinbruch, ehe die Idee mit einer Bühne auf dem Wasser entstand. Ein Alleinstellungsmerkmal mit großen Vorteilen: Die Bühne auf zwei Kieskähnen war kostengünstig, mit dem nahen Bahnhof verkehrstechnisch gut gelegen und nutzte das Wasser als natürlichen Schallverstärker. Der Standort der Seebühne änderte sich bis 1979 noch drei Mal. Bis heute, 77 Jahre später, hat das Spiel auf dem See nichts von seinem Zauber von damals verloren. Heute wie damals begeistern die Festspiele ihr Publikum von nah und fern unterm Sternenhimmel.
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MAURACHBUND STADTHEURIGER
Kulinarik – Genuss – Tradition. Österreichische Köstlichkeiten von heute serviert im behutsam modernisierten Flair von einst. Seit 1864 kümmert man sich im Maurachbund um das leibliche Wohl der Gäste. Seither hat das historische Haus am Fuß der Bregenzer Oberstadt einige Wandel durchgemacht, zuletzt wurde das altehrwürdige Gebäude 2019 restauriert.
Kontakt Maurachbund Stadtheuriger 6900 Bregenz Maurachgasse 11 Sonntag und Montag Ruhetag Tel.: +43 5574 44446 www.maurachbund.at 16
IM TRADITIONELLEN RAHMEN Geboten wird im Maurachbund Kulinarik und Genuss im traditionellen Rahmen. Der gemütliche Gastgarten mit seiner einzigartigen Laube lädt zum Verweilen und Genießen ein. Auf den Teller kommen hausgemachte österreichische Schmankerl, die Produkte stammen von heimischen Lieferanten und Produzenten. Von der Jausenplatte und dem Kümmelbraten bis
Festspielzeitung :: Kultur und Freizeit während der Bregenzer Festspiele
zum Kaiserschmarren bietet die Karte Köstlichkeiten, die für alle etwas Passendes bereithält. Begleitet wird das Speisenangebot von einer feinen Weinauswahl. EINZIGARTIGES AMBIENTE In einem einzigartigen Ambiente mit gemütlichem Flair erlebt man hier Gastlichkeit und Genuss der besonderen Art. Ob im Gastgarten, in der Laube oder im denkmalgeschützten Haus – als Gast fühlt man sich hier stets wohl und herzlich willkommen. Unabhängig von Lebensgeschichte oder Hintergrund treffen sich im Maurachbund in Bregenz die unterschiedlichsten Menschen und erleben gelebte Gastlichkeit – ein Genuss!
LIMITIERTE BIER-SPEZIALITÄT FÜR BREGENZER FESTSPIELE Mohrenbrauerei präsentiert anlässlich der Festspiele eine exklusive Kellerbier-Kreation. Dunkler Bernstein und cremig-sahniger Schaum: Die Mohrenbrauerei kreierte ein einzigartiges Kellerbier für die Festspieloper „Madame Butterfly“. Die handgebraute Spezialität besticht mit „fruchtigen Noten und einem Hauch Pfirsich, einer feinen Bittere und einem spritzigen Abgang.“ 24.000 Flaschen sind während der Festspielsaison in der umliegenden Gastronomie und im Lädele der Mohrenbrauerei erhältlich. „Mit unserem dritten Festspielbier stoßen wir auf eine mehr als 20 Jahre lange, erfolgreiche Zusammenarbeit mit den Bregenzer Festspielen an und bieten dem Publikum ein einzigartiges Genusserlebnis“, freut sich Thomas Pachole, Geschäftsführer der Mohrenbrauerei. UNGETRÜBTER GENUSS BEI „MADAME BUTTERFLY“ „Die Karamellnoten, kombiniert mit einer feinen Bittere, sind eine wahre Symphonie. Den letzten Akt beschließt das Bier mit einem ausdauernd fruchtigen Nachhall“, beschreibt Braumeister Tim Gröger die durchaus musikalische Qualität der kalt gehopften Kreation. Den ausgesuchten Tango-Hopfen bezieht das Familienunternehmen vom Hopfenbaubetrieb Bentele aus Tettnang. „Wir bauen auf regionale Qualität, innovative Braukunst, langjährige Partnerschaften und ein familiäres Miteinander. Das macht uns zum Vorarlberger Bier Nummer eins“, betont Pachole. WERBUNG
Michael Diem, kaufmännischer Direktor Festspiele, Intendantin Elisabeth Sobotka, Präsident Hans-Peter Metzler und MohrenbrauereiGeschäftsführer Thomas Pachole. Foto: Sabrina Schneider
MUSIKALISCHE POWER Am 4. November sind auf der Festspielbühne in Bregenz große Emotionen garantiert. Die Show „Ludwig meets Falco“ vereint am 4. November auf der Festpielbühne Falcos größte Hits und die wunderschönen Melodien des Musicals Ludwig². Als LudwigProtagonist steht der gefeierte Darsteller Matthias Stockinger auf der Bühne. Falco verkörpert kein geringerer als der Falco-Imitator unserer Zeit: Alexander Kerbst, bekannt aus dem Falco-Musical. Erfahren Sie wie sich Ludwig von der Außenwelt abschottet und zum Egoisten wird oder wie der Komissar umgeht und Jeanny verschollen gefunden wird … WERBUNG
PROGRAMMÜBERSICHT 11. BIS 20. AUGUST 2023 Infos und Tickets erhalten Sie unter Tel. +43 5574 407-6 • www.bregenzerfestspiele.com
Foto: Philipp Steurer
Termin
MIT BUS UND BAHN ZU DEN FESTSPIELEN Das Festspielticket ist gleichzeitig eine Gratisfahrkarte für Bus und Bahn. Genuss bereits bei der Anreise garantiert das Festspielticket: Es gilt am Tag des Aufführungsbesuchs als Gratisfahrkarte für Bus und Bahn in ganz Vorarlberg sowie ab Lindau. Bequem und entspannt erreichen Festspielgäste so den Bahnhof Bregenz, der nur drei Gehminuten von der Seebühne entfernt liegt. Nach Vorstellungsende bringen die öffentlichen Verkehrsmittel die Besucherinnen und Besucher zum Ausgangspunkt zurück, teilweise stehen dafür auch Sonderlinien zur Verfügung. Genaue Fahrzeiten auf https://bregenzerfestspiele.com/de/ besuch/faq
EINFÜHRUNGEN Um 19 Uhr und um 19.30 Uhr vor dem Spiel auf dem See geben Beteiligte der Aufführung auf der Seebühne einen Überblick über die Entstehungsgeschichte, die Handlung und die Komposition des Werks. Gäste erfahren Geheimnisse der Inszenierung und technische Details. 18
Veranstaltung
Veranstaltungsort
Fr. 11. August
21.00 Uhr
Madame Butterfly
Seebühne/Festspielhaus
Sa. 12. August
19.30 Uhr
WS – ganz persönlich
Seestudio
Sa. 12. August
21.00 Uhr
Madame Butterfly
Seebühne/Festspielhaus
So. 13. August
09.30 Uhr
Festspielfrühstück
Seefoyer
So. 13. August
11.00 Uhr
Brass Appassionato
Festspielhaus
So. 13. August
21.00 Uhr
Madame Butterfly
Seebühne/Festspielhaus
Mo. 14. August
19.30 Uhr
Werther (Premiere)
Theater am Kornmarkt
Di. 15. August
21.00 Uhr
Madame Butterfly
Seebühne/Festspielhaus
Mi. 16. August
19.30 Uhr
Werther
Theater am Kornmarkt
Mi. 16. August
21.00 Uhr
Madame Butterfly
Seebühne/Festspielhaus
Do. 17. August
20.00 Uhr
Die Judith von Shimoda
Werkstattbühne
Fr.
19.30 Uhr
Werther
Theater am Kornmarkt
18. August
Fr. 18. August
21.00 Uhr
Madame Butterfly
Seebühne/Festspielhaus
Sa. 19. August
19.30 Uhr
Werther
Theater am Kornmarkt
Sa. 19. August
20.00 Uhr
Die Judith von Shimoda
Werkstattbühne
Sa. 19. August
21.00 Uhr
Madame Butterfly
Seebühne/Festspielhaus
So. 20. August
11.00 Uhr
Symphonieorchester Vorarlberg
Festspielhaus
So. 20. August
21.00 Uhr
Madame Butterfly
Seebühne/Festspielhaus
BRASS APPASSIONATO Am 13. August werden im Festspielhaus junge Talente auf der Bühne stehen.
Erneut kommen in der Festspielsaison 2023 junge Musikerinnen und Musiker aus unterschiedlichen Ländern nach Vorarlberg, um unter der Leitung von Martin Kerschbaum, Dirigent und Schlagzeuger der Wiener Symphoniker, ein großes symphonisches Blasorchester zu bilden. Bereits zum sechsten Mal findet das Abschlusskonzert – diesmal am 13. August um 11 Uhr – im Festspielhaus statt. Das diesjährige Thema lautet „Brass Appassionata“. Dabei werden unter anderem Werke von Giuseppe Verdi, Giacomo Puccini und Richard Strauss erklingen, deren Musik auch im aktuellen Festspielprogramm zu hören ist, sowie Werke von Harold
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Arlen, Gustav Holst, Alfred Reed und John Williams. Für die jungen Talente ist das Camp nicht nur ein Konzerterlebnis, sondern auch eine Möglichkeit, mehr über das eigene Instrument zu lernen.
Dirigent Martin Kerschbaum. Foto: Anja Köhler
AUSSTELLUNG IM BAROCKSAAL Die Künstlerinnen Franziska und Mercedes Welte zeigen ihre neuesten Werke. Lassen Sie sich verzaubern von moderner Kunst, umgeben vom 16. Jahrhundert. Es erwartet Sie ein spannender Einblick in das gesamte Schaffenswerk der Künstlerinnen Franziska und Mercedes Welte. Neben Skulpturen zeigen die Schwestern großformatige Bilder, abstrakte Werke und Objekte. Genießen Sie Kunst vom Kellergewölbe über den Barocksaal bis ins Dachgeschoß und den wunderschönen Skulpturenpark. SCHAFFENSSPEKTRUM In Handarbeit mit viel Gefühl und Liebe zum Detail werden alle Werke vor
Ort kreiert. Hier beginnen die Charaktere zu reifen, die Farben zu leuchten und die Formen zu leben. Ein Tanz der Gefühle – die Kombination von klaren Linien und freien Formen. Das ist es, was die beiden Künstlerinnen ausmacht. INTERNATIONALE AUSSTELLUNGEN Die Künstlerinnen können auf ein breites und internationales Ausstellungsspektrum zurückblicken. Neben ihrer Ausstellungstätigkeit in Galerien haben sich die Schwestern auf Kunstkonzepte im Privaten sowie Unternehmen spezialisiert. WERBUNG
Informationen Öffnungszeiten: 20. 7. bis 20. 8. 2023, 14 bis 19 Uhr Private Termine auf Anfrage unter +43 676 3308940 Adresse: Wellenstein 1, 6911 Lochau NONOS art.design Mercedes und Franziska Welte www.nonos.at
KULINARIK. GENUSS. TRADITION.
#deineStimme
macht dich stark Maurachgasse 11 | 6900 Bregenz Tel. +43 5574 44446 | www.maurachbund.at MI bis SA: ab 10:30 Uhr Festspielsaison zusätzlich DI: 16 – 22 Uhr
Die AK vertritt deine Rechte. ak.at/deinestimme
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EINE MILLION FÜR DIE REGION
Seit über 125 Jahren teilt die Hypo Vorarlberg ihren wirtschaftlichen Erfolg mit den Menschen, die Vorarlberg mitgestalten und hier leben. Die Hypo Vorarlberg bekennt sich seit ihrer Gründung zum Prinzip des nachhaltigen Handelns, übernimmt gesellschaftliche Verantwortung und leistet einen Beitrag zum Erhalt der Lebensqualität in Vorarlberg sowie in den Regionen, in denen sie vertreten ist. In diesem Sinne investiert die Bank jährlich über eine Million Euro im Zuge von Partnerschaften und Sponsorings als auch über ihren Spendenfonds in eine zukunftsorientierte Entwicklung in ihren Marktgebieten.
TALENTEFÖRDERUNG Die Hypo Vorarlberg leistet aber nicht nur einen Beitrag, um Kunst und Kultur in die Mitte der Gesellschaft zu bringen, sondern auch Exzellenz in den Bereichen Musik, Architektur und Bildender Kunst zu fördern. So unterstützt sie seit 2009 junge Talente der Stella Vorarlberg Privathochschule für Musik. Highlight der Partnerschaft sind zwei jährlich stattfindende Konzerte für rund 2000 Kundinnen und Kunden der Bank. Mit ihrem Bauherrenpreis zeichnet die Hypo Vorarlberg seit über 30 Jahren in Kooperation mit dem vai Vorarlberger Architektur Institut Gebäude aus, die von besonders hoher architektonischer, städte- und ortsbaulicher sowie ökologischer Qua-
lität sind. Seit 1984 wird der Kunstpreis der Hypo Vorarlberg verliehen, in dessen Rahmen die Bank ausgewählte Kunstwerke für ihre eigene, mittlerweile 400 Werke umfassende Kunstsammlung erwirbt. Am 18. September startet die Ausschreibung für den nächsten Kunstpreis, der am 21. Februar 2024 verliehen wird. SPENDENFONDS Nicht zuletzt teilt die Bank ihren wirtschaftlichen Erfolg mit den Menschen in der Region. So wird jährlich ein Teil des erzielten Gewinnes in den Spendenfonds der Hypo Vorarlberg einbezahlt, um Menschen, die unverschuldet in Not geraten sind, unbürokratisch zu helfen oder unterstützungswürdige Projekte zu fördern. Sie kennen jemanden der Unterstützung benötigt? Dann reichen Sie Ihre Spendenanfrage direkt online über die Homepage der Hypo Vorarlberg ein.
Foto: Angela Lamprecht
SPONSORINGENGAGEMENT Gerade Kunst und Kultur wird dabei herausragende Bedeutung beigemessen, entsprechend umfangreich gestaltet sich das Engagement in diesem Bereich. Als Sponsor pflegt die Bank schon mehr als 35 Jahre, seit 2013 als Hauptsponsor, eine beständige Partnerschaft mit den Bregenzer Festspielen. Erst kürzlich wurde
der Vertrag bis Ende 2025 verlängert. Darüber hinaus ist sie langjähriger Partner und seit 2017 Hauptsponsor der Vorarlberger Kulturhäuser.
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GENUSS IN SCHÖNER KULISSE
Im Seerestaurant Glashaus in Höchst lassen sich das ganze Jahr über Genuss und Naturerlebnis verbinden. Wunderschön im Naturschutzgebiet Rohrspitz gelegen und mit bester Aussicht auf den Bodensee befindet sich in Höchst das Seerestaurant Glashaus. Während man hier im Frühling auf der Terrasse die ersten wärmenden Sonnenstrahlen genießen kann, setzt man sich im Sommer am besten in den beschatteten Gastgarten und erfreut sich am wunderbaren Blick auf den See. Am Abend genießen die Gäste hier ein traumhaftes Farbenspiel, wenn die Sonne langsam vor ihren Augen in den See eintaucht. Ist die Hitze des Sommers vorbei, bringt die Natur am Rohrspitz nach und nach die bunten Farben des Spätsommers zum Vorschein. Ideal, um sich im Glashaus bei einem schönen Sonnen-NebelSpiel mit saisonalen Gerichten zu erfreuen. Aber auch der Winter spielt in dieser einzigartigen Lage mit seinen Reizen. Nach dem winterlichen
Spaziergang am See, der sich jetzt noch einmal von einer ganz eigenen Seite zeigt, kann man sich im Seerestaurant bei einer hausgemachten Suppe wieder aufwärmen. REGIONALE PRODUKTE Im Seerestaurant Glashaus kann man bis 11 Uhr ein köstliches Frühstück genießen. Die Räumlichkeiten eignen sich zudem bestens für Geburtstage oder Firmenfeiern. Regionalität wird in der Küche großgeschrieben. Das Fleisch sowie die Milchprodukte kommen dabei stets von Bauern aus der Region, Gemüse und Salat gibt es Großteils direkt aus dem Rheindelta. Die Früchte für den hauseigenen Apfelsaft und die Apfelsaftvariationen, die ausgezeichneten Schnäpse und Desserts stammen von eigenen Obstwiesen. Besonders köstlich sind aber auch die Bodenseefische, die direkt von
den Fischern aus dem Rheindelta stammen. Die Liebe zum Detail und das Bekenntnis für Qualität standen im Seerestaurant Glashaus immer an erster Stelle. Dass weder Geschmacksverstärker noch Fertigprodukte auf den Tisch kommen, sondern alles frisch gekocht wird, ist hier selbstverständlich. KONTAKT Seerestaurant Glashaus Am See 1, 6973 Höchst T +43 (0) 5578 72590 glashaus@ggassner.at www.seerestaurant-glashaus.at Öffnungszeiten: Dienstag bis Samstag: 10–24 Uhr Sonntag und Feiertag: 9–24 Uhr Montag Ruhetag (außer feiertags) Warme Küche: Täglich von 11.30–21 Uhr
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KUNST AM SEE ERLEBEN
Direkt am schönen Bodenseeufer können Gäste bei freiem Eintritt in die vielfältige Welt der Kunst eintauchen.
Einblick in die Ausstellung „Wasser, Wolken, Wind”.
Forum Würth Rorschach Churer Straße 10, CH-9400 Rorschach Öffnungszeiten: April bis Sept.: tägl. von 10 bis 18 Uhr Okt. bis März: Di. bis So. von 11 bis 17 Uhr. Eintritt frei! Tel. +41 71 225 10 70 rorschach@forum-wuerth.ch www.wuerth-haus-rorschach.ch 22
Das Forum Würth Rorschach lädt Kunst- und Naturliebhaber gleichermaßen ein, die faszinierende Welt der Kunst am See zu erkunden. Direkt am Bodenseeradweg gelegen, bietet das Forum Würth Rorschach bereits im Freien mit seinem beeindruckenden Skulpturengarten die Möglichkeit, Kunstwerke zu Fuß oder mit dem Rad spielerisch zu entdecken. Für einen umfassenden Kunstgenuss führt der Weg schließlich ins Forum Würth Rorschach. Hier werden regelmäßig wechselnde Ausstellungen moderner und zeitgenössischer Kunst präsentiert, und das Beste daran: Der Eintritt ist frei. In einer entspannten Atmosphäre laden das KunstCafé und die herrliche Terrasse mit Blick auf den Bodensee zum Verweilen ein. ELEMENTE, DIE DAS KLIMA PRÄGEN Die Hauptausstellung mit dem Titel „Wasser, Wolken, Wind – Elementarund Wetterphänomene in Werken der Sammlung Würth“ widmet sich den
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Elementen, die das Klima unseres Planeten Erde prägen und zu unserem alltäglichen Leben gehören. In den Werken der Sammlung Würth findet sich eine Vielzahl an Bezügen auf diese Naturphänomene Wasser, Wolken und Wind, von denen nun eine Auswahl im Forum Würth Rorschach ausgestellt wird. AUSSTELLUNG GUNTER DAMISCH Parallel dazu eröffnet das Forum Würth Rorschach im Rahmen seines Jubiläumsjahres bereits die 17. FoyerAusstellung mit dem Titel „Gunter Damisch – Teile vom Ganzen. Sammlung Würth“. In dieser neuen Ausstellung stehen naturnahe und abstrakte Kunstwerke im Fokus, die bisweilen an einen Blick durch ein Mikroskop erinnern. Die Werke von Gunter Damisch zeichnen sich durch ihre dominanten Farben, ihre vorherrschende Dynamik und die aussagekräftigen Titel aus, die dem Betrachter Hinweise auf die Entschlüsselung der Kunstwerke geben.
ANDY WARHOL STARS & STORIES
Das Kunstmuseum Lindau zeigt bis 15. Oktober Werke des „King of Pop-Art“. Sein Werk ist gewaltig, seine Bilder sind ikonisch: Andy Warhol gilt als einer der bedeutendsten Künstler des 20. Jahrhunderts. Mit der Ausstellung „Andy Warhol – Stars & Stories“ macht das Lindauer Kunstmuseum 2023 die Bühne frei für den „King of Pop-Art“. Bis zum 15. Oktober sind rund 100 seiner Werke in Lindau zu sehen. Darunter Exponate mit Seltenheitswert, denn präsentiert werden neben filigranen Zeichnungen auch spannende ModeDesigns. Aber natürlich trifft man auch auf seine berühmten Siebdrucke, die Marilyns – in Lindau werden alle zehn Farbvariationen präsentiert – und auch die legendären Suppendosen. Aktuell haben bereits rund 35.000 Menschen die Ausstellung besucht.
sich der Malerei, Fotografie, Filmkunst und Druckgrafik widmet. 1962 gründet er in New York seine Factory als Produktionsstätte seiner Werke. Ziel wird es dabei immer mehr, seine eigene Handschrift verschwinden zu lassen und Serienprodukte zu schaffen. In den Räumen der Factory kommt es im Juni 1968 auch zu dem Attentat, bei dem Warhol angeschossen und lebensgefährlich verletzt wird. Weggefährten sagen, nach dem Anschlag habe Warhol sich niemals ganz erholt. Er stirbt 1987 nach einer Routineoperation unter Umständen, die bis heute nicht abschließend geklärt sind. Unsterblich geworden ist er aber durch seine einzigartige Selbstvermarktung, mit der es ihm gelungen ist, selbst zum Kultobjekt zu werden.
ZWISCHEN KUNST UND KOMMERZ Warhols Bilder zeigen unterschiedlichste Motive – von der Alltagswelt bis zur Sphäre der Superstars – und faszinieren Menschen in der ganzen Welt bis heute. Immer wieder erhebt Warhol dabei Alltägliches und Triviales zur Kunst. Gleichzeitig wird Kunst trivial und alltäglich. Hinter den endlosen Wiederholungen, den knalligen Farben, und dem schönen Schein verbergen sich oft Tragödien, verschwimmen die Grenzen zwischen Kunst und Kommerz bis hin zum Kitsch.
GROSSE KUNST IM KLEINEN LINDAU Dass es Jahr für Jahr gelingt, großartige Bilder wie die von Andy Warhol in eine kleine Stadt wie Lindau zu holen, ist dem Netzwerk von Kurator Professor Dr. Roland Doschka zu verdanken. „In diesem Jahr war es aber eine besondere Herausforderung und eine neue Erfahrung“, so Doschka. „Die Sammler der Pop-Art leben oft mit ihren Werken. Die Bilder sind Teil ihres täglichen Lebens, Teil ihres Interieurs. Diese Einstellung entspricht auch der Kunstauffassung von Warhol, denn sein Ziel war es ja gerade, den Alltag und die Kunst miteinander zu verbinden.“
DIE STORY DES „KING OF POP-ART” Mit der Ausstellung „Stars & Stories“ erzählt das Kuratoren-Team um Prof. Dr. Roland Doschka nicht nur die Geschichten zahlreicher Stars, sondern auch die Story des „King of Pop-Art“: Andy Warhol kommt 1928 in Pittsburgh als Andrew Warhola auf die Welt. Er wächst in ärmlichen Verhältnissen auf und arbeitet zunächst als Werbegrafiker, bevor er
INFORMATIONEN Kunstmuseum Lindau Maximilianstraße 52, 88131 Lindau museumskasse@kultur-lindau.de Öffnungszeiten: 22. April bis 15. Oktober 2023 täglich von 10 bis 18 Uhr www.kultur-lindau.de
Bildnachweis: Andy Warhol, Marilyn Monroe (Marilyn), 1967, Farbserigrafie, Museum Ulm, Foto: Armin Buhl, Ulm © 2023 The Andy Warhol Foundation for the Visual Arts, Inc./Licensed by Artists Rights Society (ARS), New York
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Hauptsponsor der
GROSSE LEISTUNGEN
BRAUCHEN STABILE PARTNERSCHAFTEN. WER VIEL VORHAT, KOMMT ZU UNS.
Die Hypo Vorarlberg verbindet gesellschaftliches Engagement und wirtschaftlichen Erfolg. Dabei leisten wir mehr als nur einen finanziellen Beitrag: Wir bewegen, fördern und gestalten mit – so ambitioniert wie unsere Partnerinnen und Partner. Hypo Vorarlberg – Ihre persönliche Beratung in Vorarlberg, Wien, Graz, Wels, Salzburg und St. Gallen (CH). www.hypovbg.at