Kultur und Freizeit während der Bregenzer Festspiele
1. Ausgabe Juli 2018
BE ATRI CE CEN CI Berthold Goldschmidts dramatische Oper im Festspielhaus
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Interview mit Elisabeth Sobotka Kinderchor als Verstärkung Kultur rund um den See
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SAISONSTART BEI DEN FESTSPIELEN
Starke Frauen prägen das Programm der diesjährigen Bregenzer Festspiele. und menschliche Gewalt freuen. Auch abseits der großen Bühnen wird bis zum 19. August wieder viel Programm geboten. Alles dazu und viele Hintergrundinformationen sowie ein großes Interview mit Festspiel-Intendantin Elisabeth Sobotka finden Sie in dieser Ausgabe der Festspielzeitung.
Mit gleich zwei starken Frauen auf den Bühnen der Bregenzer Festspiele setzt Intendantin Elisabeth Sobotka in der 73. Festspielsaison den Frauen ein Denkmal. Während Georges Bizets Oper Carmen und deren temperatmetvolle und selbstbewusste Titelfigur beim Spiel auf dem See bereits in die zweite erfolgreiche Saison geht, rächt sich die starke Beatrice Cenci im Opernhaus an ihrem gewalttätigen Vater. Die 1945 von Berthold Goldschmidt geschriebene Oper ist somit gerade in Zeiten von #metoo brandaktuell. Die Besucher dürfen sich an drei Terminen auf eine fantastische Aufführung rund um kirchliche Korruption
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen eine schöne Zeit bei den Bregenzer Festspielen! Herzlichst Ihre
Beate R homberg
INHALT
Spiel auf dem See Carmen geht in die zweite Saison
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Bühnenbild: Ein Blick hinter die Kulissen der Seebühne
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Beatrice Cenci: Berthold Goldschmidts spannende Oper im Festspielhaus
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Spannendes Making of vom Bregenzer Finale bei Carmen
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Interview mit Festspiel-Intendantin Elisabeth Sobotka
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Ausstellung: Werke von David Claerbout im Kunsthaus Bregenz
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Kinderchor aus Bregenz unterstützt Spiel auf dem See
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Gastgeberstadt Bregenz Kultur und Erholung am See
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Impressum
Festspielzeitung. Herausgeber: Russmedia Verlag GmbH; Layout: Nicol Metzler; Redaktion und Umsetzung: Beate Rhomberg (beate.rhomberg@ russmedia.com); Fotos: Beate Rhomberg (Titelbild), Philipp Steurer, Bregenzer Festspiele, Klaus Hartinger, Lisa Mathis, Sabine Burger, Alain Kaiser, Tauchsportclub Friedrichshafen, Paul Gärtner, Jim Wright, Andreas Hornoff, Sebastian Alouf, Bernhard Strauss, Markus Tretter, visitbregenz, Othmar Heidegger, Udo Mittelberger. Anzeigenberatung: Manfred Schmid (manfred.schmid@russmedia.com), Boris Sinn (boris.sinn@russmedia.com). Die nächste Ausgabe erscheint am 27. Juli 2018. Festspielzeitung :: Kultur und Freizeit während der Bregenzer Festspiele
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Fotos: Beate Rhomberg
CARMEN ALS SPIEL AUF DEM SEE Georges Bizets erfolgreiche Oper Carmen startet in eine zweite erfolgreiche Festspielsaison.
Sie wird von allen begehrt und fasziniert die Wachsoldaten in ihrem Alltag zwischen Rauchen und Kartenspielen: Carmen. Eigentlich soll der Soldat Don José sie nach einer Auseinandersetzung verhaften, doch sie wickelt ihn um den Finger. Für seine Schwäche wird er verhaftet, kommt aber schnell wieder frei. Die Blume, die Carmen ihm zugeworfen hat, versteht er als Zeichen ihrer Liebe und träumt von einer gemeinsamen Zukunft, wofür er sogar seine Stellung aufs Spiel setzt. Er verschanzt sich mit ihrer Schmugglerbande,
überhört Micaëlas mahnende Worte und sieht sich selbst dem stolzen Stierkämpfer Escamillo überlegen. Dieser hat aber längst Carmen erobert und bringt Don Josés Eifersucht zum Rasen ...
Schicksal und Besessenheit“ von „zwei Menschen, die als Außenseiter behandelt werden, deren Wege sich kreuzen und die sich in einer leidenschaftlichen, aber ungesunden Beziehung aneinanderklammern“.
SCHICKSALHAFTE KARTEN Der schicksalsgeladene Moment, in dem Carmen die Karten in die Luft wirft, gab Es Devlin die Idee für ihr Bühnenbild im Bodensee. Der glühenden Liebe des Soldaten Don José verlieh der französische Komponist Georges Bizet ebenso eine unsterblich gewordene Melodie wie der Titelfigur Carmen, wenn sie von ihrer Arbeit aus der Zigarettenfabrik tritt und in ihrer Habanera die Widerspenstigkeit der Liebe besingt. Auch ihr wilder Tanz in Lillas Pastias Bar, die Seguidilla, Escamillos Couplet und der Einmarsch in die Stierkampfarena wurden zu weltweiten Ohrwürmern.
„Carmen“ von Georges Bizet
LEIDENSCHAFTLICHE BEZIEHUNG Für den dänischen Regisseur Kasper Holten handelt diese „Oper über 4
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Musikalische Leitung: Antonino Fogliani, Jordan de Souza Inszenierung: Kasper Holten Bühne: Es Devlin Kostüme: Anja Vang Kragh Chorleitung: Lukáš Vasilek, Benjamin Lack Dramaturgie: Olaf A. Schmitt Carmen: Gaëlle Arquez, Lena Belkina, Annalisa Stroppa Don José: Daniel Johansson, Martin Muehle, David Pomeroy Escamillo: Andrew Foster-Williams, Kostas Smoriginas Micaëla: Mojca Bitenc, Cristina Pasaroiu, Corinne Winters Frasquita: Cornelie Isenbürger, Léonie Renaud Aufführungen: jeweils um 21.15 Uhr: 19., 20., 21., 22., 24., 25., 26., 27., 28., 29., 31. Juli; jeweils um 21 Uhr: 1., 2., 3., 4., 5., 7., 8., 9., 10., 11., 12., 14., 15., 16., 17., 18., 19., 20. August
OPER IM HAUS: BEATRICE CENCI Die Bregenzer Festspiele zeigen die deutsche Version von Berthold Goldschmidts Oper „Beatrice Cenci“ an drei Terminen. Mit Beatrice Cenci bringt Intendantin Elisabeth Sobotka nicht nur eine Opernrarität, die aus ihrer Zeit gefallen ist, im Festspielhaus zur Aufführung. Sie sieht gleichermaßen ihren Anspruch erfüllt, das richtige Team für die Umsetzung zu haben, das das Stück mit aller Kraft über einen langen Zeitraum auf der Bühne erarbeitet hat.
„Beatrice Cenci“ Berthold Goldschmidt Musikalische Leitung: Johannes Debus Inszenierung: Johannes Erath Bühne: Katrin Connan Kostüme: Katharina Tasch Licht: Bernd Purkrabek Wiener Symphoniker Prager Philharmonischer Chor Graf Francesco Cenci Christoph Pohl Lucrezia Dshamilja Kaiser Beatrice Gal James Bernardo Christina Bock, Bianca Andrew Kardinal Camillo Per Bach Nissen Aufführungen: 18. Juli (Premiere), 19.30 Uhr 22. Juli, 11 Uhr; 30. Juli, 19.30 Uhr
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SPANNUNGSGELADENE OPER Diese spannungsgeladene Oper um kirchliche Korruption und menschliche Gewalt wird von Johannes Erath inszeniert. 2016 erntete der Regisseur für seine Interpretation von Miroslav Srnkas Make No Noise auf der Werkstattbühne ein vielbeachtetes Echo beim Publikum und der Presse. In den vergangenen Jahren inszenierte er unter anderem an der Oper Frankfurt, Semperoper Dresden, Bayerischen Staatsoper und Oper Graz. Gemeinsam mit der Bühnenbildnerin Katrin Connan und der Kostümbildnerin Katharina Tasch wird er nun Beatrice Cenci als österreichische Erstaufführung auf die
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Bühne des Festspielhauses bringen. Am Dirigentenpult ist Johannes Debus zu erleben, der dem Publikum der Bregenzer Festspiele durch seine Interpretation von Jacques Offenbachs Hoffmanns Erzählungen in Erinnerung ist. 1988 URAUFGEFÜHRT Der deutsche Komponist Berthold Goldschmidt vertonte die wahre Geschichte der 1577 geborenen Tochter des römischen Edelmanns Francesco Cenci. 1949 ermöglichte ihm die Teilnahme an einem britischen Opernwettbewerb, den Text nach Percy Bysshe Shelleys Drama The Cenci zu vertonen. Seit 1935 lebte der jüdische Komponist in London, wo er 1996 starb. Obwohl die Wettbewerbsjury Goldschmidts Entwurf prämierte, wurde die Oper damals nicht aufgeführt. Erst 1988 wurde das Werk konzertant in London uraufgeführt. Eine „richtige Belcanto-Oper“ sei es geworden, sagte Goldschmidt über sein Werk, das mit einem ergreifenden Requiem für die beiden hingerichteten Frauen endet.
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EIN DENKMAL FÜR DIE FRAU
Mit Carmen und Beatrice sind dieses Jahr gleich zwei Heldinnen auf den Bühnen der Bregenzer Festspiele. Mit Beatrice Cenci der Opernrari tät des Komponisten Berthold Gold schmidt (19031996), werden die diesjährigen Bregenzer Festspiele am 18. Juli eröffnet. Was gab den Aus schlag für die Wahl dieses Werkes? Elisabeth Sobotka: Die Dramatik des Stoffes und die Qualität der Musik... Wir suchen für die Hausoper immer ein besonderes Stück oder eine besondere Kombination aus Team und Stück, und dieses Stück ist ein bisschen aus der Zeit gefallen. Berthold Goldschmidt hat es in den Jahren 1949 und 1950 komponiert, seinen Stil weiterführend aus der Zwischenkriegszeit. Er musste vor den Nazis nach England fliehen, hat seine Wurzeln verloren und dann für einen Wettbewerb nach dem Krieg Beatrice Cenci geschrieben. Er hat den Wettbewerb gewonnen, aber das Stück wurde damals nicht aufgeführt. Und er sagt selbst, er sei ein bisschen aus der Zeit gefallen. Er hat einen ganz eigenen Stil für dieses Stück geprägt. Mit Rückgriff auf Formen aus der Renaissance, Tanzrhythmen und einer sehr klangreichen Partitur hat er seine Oper für Sänger geschrieben. 8
Das Interesse von Johannes Erath, Regisseur, und Johannes Debus, Dirigent, das Stück zur Aufführung zu bringen, haben uns dann komplett
„Und das ist ja das Be sondere, dass man das Gefühl hat, dass Beatri ce trotz der Misshand lungen, die sie erfahren hat, den Stolz behält.“ ELISABETH SOBOTKA Intendantin, Bregenzer Festspiele
überzeugt. Ursprünglich hat es der Dramaturg Olaf Schmitt zur Diskussion gestellt. Es hat mich sehr interessiert und so haben wir uns auf das Abenteuer eingelassen. Was stand am Anfang der Überle gungen? Elisabeth Sobotka: Wenn ich den Spielplan mache, beginne ich natürlich bei der Auswahl der Stücke, die ich aufführen möchte. Aber es ist mir mindestens ebenso wichtig,
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dafür Künstler zu finden, die diese umsetzen wollen, denen ich auch die Kreativität und die Kraft zutraue und auch das Interesse. Und so war das Erste, als ich mir überlegt habe, Beatrice Cenci zu machen, nachzudenken, wer aus meiner Sicht der ideale Regisseur ist, und der hat dann Gott sei Dank auch ja gesagt. Erzählt wird die Geschichte von Beatrice Cenci, einer römischen Patrizierin aus dem 16. Jahrhun dert. Im Alter von 22 Jahren wird sie wegen des von ihr angestifteten Mordes an ihrem sie misshandeln den Vater hingerichtet. Muten Sie dem Publikum bewusst Szenen von Grausamkeiten und Gewalt zu, verkörpert durch einen Verbrecher, als der der Graf Francesco Cenci auch bezeichnet wird? Worauf legt Regisseur Johannes Erath in der In szenierung am meisten Gewicht? Elisabeth Sobotka: Der Schwerpunkt liegt in der Dichte des Geschehens. Es ist nicht Berthold Goldschmidts ursächliche Anliegen gewesen, die Grausamkeiten und die Gewalt darzustellen, sondern den Seelenzustand der Frauen. »
Fotos: Philipp Steurer
Und es ist leider ein sehr aktuelles Stück, Machtmissbrauch ist einfach immer aktuell. Wieso ich dem Publikum das zumute? Weil es ganz einfach Realität ist. Und wir in dem Spiegel auch etwas erfahren können über uns selbst und uns selbst wiederfinden können in Strukturen, die jetzt nicht so schrecklich sein müssen wie auf der Bühne, aber wo man ein Gespür dafür bekommt, dass das uns alle bewegt, dass das Momente, Gefühle, Situationen sind, denen man sich nicht entziehen kann. Wie reagieren Menschen, wenn sie von der Familie und von der Gesellschaft all ihrer Eigenständigkeit und ihres Stolzes beraubt werden? Das ist das Besondere, dass man das Gefühl hat, dass Beatrice ihren Stolz behält. Natürlich begeht sie ein Verbrechen, indem sie den Mord an ihrem Vater in Auftrag gibt, aber die Sympathie von Berthold Goldschmidt gehört Beatrice dafür, dass sie diesen Schritt wagt für den Moment der Befreiung, der sehr kurz ist, denn sie wird daraufhin eingesperrt und hingerichtet. Aber die 10
Kraft, die Stärke, die sie entwickelt, obwohl sie in so einem Korsett ist und sie wirklich misshandelt wird. Das ist der Kern des Stückes und es endet – tröstlich ist zu viel gesagt – aber es ist ein Requiem für Beatrice und ein Andenken, ein Denkmal dieser besonderen Frau.
„Es gibt durchaus auch Ideen, mal was anderes zu machen, Dinge zu wagen.“ ELISABETH SOBOTKA Intendantin, Bregenzer Festspiele
Ein Denkmal für die Frau. Können Sie das näher erläutern? Elisabeth Sobotka: Wir haben zwei sehr starke Frauengestalten auf dem Programm, eine ist die Carmen auf der Seebühne, die andere ist Beatrice im Haus. Sie sind ganz unterschiedlich und kämpfen um ihre Freiheit. So gesehen Denkmal, dass die Kraft, der es bedarf, die-
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ser unausweichlichen Situation zu entfliehen, dargestellt wird, es wird ihre Seele vor uns ausgebreitet. Beatrice Cenci ist in Rom immer noch bekannt. Sie ist eine Volksheldin, weil sie einen gerechten Kampf gekämpft hat. Allein gelassen von allen, sowohl von der Gesellschaft, als auch von der politischen Struktur, besteht sie trotzdem. Das ist soweit das Denkmal. Wie kann man sich den Prozess von der Erarbeitung des Stücks vorstel len? Elisabeth Sobotka: Im Prozess ist das Team ganz frei. Natürlich, wenn man mit Künstlern zusammenarbeitet, die man gut kennt, die man schätzt und mit denen man im Austausch ist, erfährt man sehr viel und es gibt sicher auch Dinge, die ich beeinflusst habe. Aber es ist aus meiner Sicht meine Aufgabe, den schaffenden Künstlern den Freiraum zu geben, ihre Vision umzusetzen, nicht meine. Bei der Auswahl der Künstler und Künstlerinnen habe ich natürlich eine Vorstellung.
Wie viel Zeit wird im Vorfeld benö tigt? Elisabeth Sobotka: Es ist unterschiedlich. Wir haben schon vor zwei oder zweieinhalb Jahren begonnen. Die Uraufführung, „Das Jagdgewehr“, habe ich 2012 mit Thomas Larcher angefangen zu besprechen. Bei dem Werk, das auf der Werkstattbühne zur Aufführung kommt, haben wir wirklich bei null angefangen. Mit dem Auftrag haben wir gemeinsam das zu vertonende Libretto und alle weiteren Details besprochen. Diese Entwicklung hat sechs Jahre gebraucht. Natürlich habe ich ursprünglich gesagt, ich will das Stück gleich für 2015, wenn ich in Bregenz anfange (lacht). Jetzt setzen wir es für 2018 um. Der finanzielle Erfolg einer Spiel saison hängt maßgeblich vom Spiel auf dem See ab, von den verkauften Tickets und schließlich vom Wetter. Carmen geht auf der Seebühne in das zweite Jahr. Können Sie sich da ganz entspannt zurücklehnen? Wie gut ist die Buchungslage? Elisabeth Sobotka: Die ist sehr gut. Rund 5 Prozent der Karten sind derzeit noch verfügbar, das entspricht aber immerhin 10.000 Karten, die Interessierte noch kaufen können. Insgesamt zeigen wir Carmen an 29 Abenden. In puncto Kartenverkauf kann ich mich also beruhigt zurücklehnen. Also da sind wir sicher, eine sehr gute Saison zu haben. Das Wetter bleibt spannend (lacht). Sie sind bekannt als mutige In tendantin, die das Vertrauen des Festspielpräsidenten HansPeter Metzler und des kaufmännischen Direktors Michael Diem genießt. Ist
das ein guter Boden für ganz neue Ideen, die Sie in Bregenz umsetzen werden? Elisabeth Sobotka: In dieser Beziehung war das allerschönste Neue die Kinder-Carmen dieses Jahr. Diese drei Aufführungen, die wir für 3500 Kinder gemacht haben. Die Möglichkeit, dass ich außerhalb der Festspielzeit ein relativ aufwendiges, verrücktes Projekt durchsetzen kann, die bekomme ich natürlich, weil ich das Vertrauen von beiden habe. Es ist eine sehr, sehr schöne und auch im besten Sinne kreative Auseinandersetzung. Wir sind sehr gut abgestimmt, man kann es auf den saloppen Punkt bringen: Michael Diem hält das Geld zamm, und ich gebe es wieder aus. Aber ich spüre da immer das Interesse am Inhalt, an der Sache und auch das Vertrauen. Und genauso habe ich großes Vertrauen in seine Expertise, die das Geld, die Finanzen und die Verwaltung betrifft. Also da finde ich ergänzen wir uns großartig. Es macht viel Spaß und dadurch kann man eben Dinge vollkommen neu entwickeln. Haben Sie Lust dazu, wieder Ver rücktes zu wagen? Auch einen an deren Aufführungsort im Land zu bespielen? Elisabeth Sobotka: Das hängt ein bisschen mit den Ressourcen zusammen. Wir spielen sozusagen auf allen Pfeifen, die unsere Orgel hat. Etwas Verrücktes ja, es gibt durchaus auch Ideen, was anderes zu machen, Dinge zu wagen. Wo ich glaube, wo Vorsicht geboten ist, ist das Spiel auf dem See. Da gibt es auch immer wieder Überlegungen. Könnte man im Jahreswechsel spie-
len, oder könnte man ein Stück schreiben lassen für die Seebühne. Da fürchte ich im Moment noch, das könnte nur ein Musical werden und das will ich nicht. Also ich kann mir nicht vorstellen, dass es gelingt, heute einen Stoff zu finden und eine Oper zu schreiben, die am See funktioniert. Aber das ist so eine Idee, die schlummert in mir.
„Wir sind im Theater, wie an der Oper, an ei ner kreativen Schaltstel le und da wird immer Neues, Unvorgesehenes passieren.“ ELISABETH SOBOTKA Intendantin, Bregenzer Festspiele
Wir alle wünschen uns, dass Sie ei nen sehr langen Zeitrahmen für Ihre Arbeit bei den Bregenzer Festspielen eingeplant haben. Worauf dürfen sich die Besucher in den nächsten Jahren freuen? Schwebt Ihnen auch etwas nie Dagewesenes vor? Elisabeth Sobotka: Womit sie rechnen können, ist seit Kurzem bekannt. Am See ist das Rigoletto und Madame Butterfly (2021/22). Was ich spannend finde, ist immer unterschiedliche Konzepte für den See auszuprobieren. Es ist immer ein sehr großer Unterschied zwischen den einzelnen Produktionen. Das wird auch weitergeführt werden und das Großartige ist ja, wir sind in einer Entwicklung. Wir sind im Theater, wie in der Oper, an einer kreativen Schaltstelle, und da wird immer Neues, Unvorhergesehenes und auch Provokantes entstehen.
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Lisa Wertl und Patrick Schleiert proben in ihrer Freizeit fleißig für die Aufführungen.
Fotos: Bregenzer Festspiele/Lisa Mathis
BEGEISTERUNG UND VIEL DISZIPLIN Ein Kinderchor bereichert einmal mehr das Spiel auf dem See. Zwei davon sind Lisa Wertl und Patrick Schleichert.
Lisa Wertl und Patrick Schleichert wirken erstaunlich abgeklärt. Knapp 7000 Zuschauer auf der voll besetzten Seebühne machen die beiden 14-jährigen Schüler kaum nervös. Sie sind heuer zum zweiten Mal Teil des Kinderchors beim Spiel auf dem See. Patrick erinnert sich gerne ans Vorjahr: „Besonders die Seeproben waren immer lustig. Wir hatten viel Spaß mit unseren Betreuern, aber auch mit den Sängern und mit Regisseur Kasper Holten.“ SING- UND SPIELCHOR 40 Kinder und Jugendliche im Alter zwischen zehn und 14 Jahren umfasst der Chor unter der Leitung von Wolfgang Schwendinger. Der Bregenzer Musikpädagoge stellt für Carmen zwei gleich große Gruppen zusammen. Eine steht im Festspielhaus neben dem Dirigenten und wird live übertragen, so wie die Wiener Symphoniker und der Prager Philharmonische Chor. Die andere Gruppe ist auf der Seebühne zu se12
hen und zunächst bei der Ouvertüre schauspielerisch gefragt. Ihre Gesangspartien folgen bei der Wachablösungsszene. ABGANG MIT TARNKAPPE Jene 20 Kinder, die draußen singen und spielen, schleichen sich nach Ende ihres Einsatzes mit schwarzen Zwergen-Kutten verkleidet über den seitlich gelegenen Steg von der Seebühne. Es ist bereits dunkel, und die Kutten dienen sozusagen als Tarnkappe. So können die Chormitglieder vom Publikum praktisch nicht gesehen werden und stören die noch laufende Oper nicht. Die Gruppen wechseln sich täglich ab. DISZIPLIN UND TEAMFÄHIGKEIT Während viele Schulkollegen in ihren Sommerferien verreisen, bleiben Lisa und Patrick zu Hause. „Du musst mit dem Herzen dabei sein“, sagt Schwendinger, der auch auf Disziplin und Teamfähigkeit setzt. Lisa hat bereits im Alter von fünf Jahren
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Geige in einem Orchester gespielt. „Ich stehe gerne auf der Bühne“, sagt sie. Kein Wunder, dass ihre schriftliche Bewerbung für den Kinderchor erfolgreich war. Es gibt eine Aufwandsentschädigung sowie Karten für Carmen. KINDERCHOR ERSTMALS 1981 An insgesamt sieben Operninszenierungen der Bregenzer Festspiele hat der Kinderchor der Musikmittelschule Bregenz-Stadt bereits mitgewirkt. Los ging es 1981 mit Otello bei der Oper im Festspielhaus. Nach Turandot 2015/16 ist er seit letztem Jahr bei Carmen wieder dabei. Da Kinder- und Jugendschutz bei den Bregenzer Festspielen großgeschrieben wird, alle Kinder und Jugendlichen werden nach der Vorstellung mit Taxis nach Hause gebracht – „und zwar direkt vor die Haustür“, betont der Chorleiter. Mit dem Abschminken zu Hause gehen dann für Lisa, Patrick und ihre Kollegen unvergessliche Abende zu Ende.
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Foto: Sabine Burger
MARIA DE BUENOS AIRES Eine Liebeserklärung an den Tango.
Programm Maria de Buenos Aires Astor Piazzolla Eine Tango-Oper (1968) Text von Horacio Ferrer Gesang/Rezitation: Christiane Boesinger folksmilch Akkordeon und Perkussion: Christian Bakanic Violine und Mandola: Klemens Bittmann Kontrabass und Gesang: Eddie Luis Konzept Olivier Tambosi Aufführungen: 21. Juli, 20 Uhr (Premiere) 22. Juli, 20 Uhr 14
Die einzige Oper des argentinischen Komponisten Astor Piazzolla ist eine Liebeserklärung an den Tango und seine Heimatstadt Buenos Aires. María wird „an einem Tag, als Gott betrunken war“ geboren und macht sich aus den ärmlichen Vororten auf ins Zentrum der Stadt. Dort erliegt sie der Verführung des Tangos und wird zur Prostituierten. In einer Schwarzen Messe wird sie von Dieben, Zuhältern und Mördern getötet. Die zweite Hälfte des Stückes findet nach ihrem Tod statt: Sie wurde in eine Hölle verdammt, die wiederum die Stadt selbst ist. Als ihr eigener Schatten durchstreift sie nun Buenos Aires, schreibt Briefe an die Bäume und Kamine der Stadt und gerät in einen grotesken „Zirkus der Psy-
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choanalytiker“. Schließlich gebiert sie wieder eine María, vielleicht sogar sich selbst ... VERSCHIEDENE STILE DES TANGOS Maria ist die Verkörperung des Tangos. In raffinierter Verschmelzung mit den verschiedenen Stilen des Tangos, der klassischen Musik und des Jazz erlebt sie ihre Verwandlungen: Doch der Tango stirbt nicht und so kommt es am Ende zur spektakulären Wiedergeburt. Piazzollas María ist keine Oper im herkömmlichen Sinn. Es ist eher ein Liederzyklus mit lose zusammenhängenden Nummern, die zwar von einer durchgehenden Thematik bestimmt sind, aber trotzdem keine Handlung im traditionellen Sinn aufweisen.
CROSSCULTURE NIGHT
Kurz vor dem offiziellen Start der Festspielsaison fand das Highlight des alljährlichen CrosscultureProgramms statt: die Crossculture Night. Die Bregenzer Festspiele öffneten einen Tag exklusiv für Jugendliche ihre Pforten. Zahlreiche Programmpunkte und Workshops fanden im und um das Festspielhaus statt. Besonders gut kamen auch der Besuch im Kunsthaus Bregenz und im Vorarlberg Museum an. Krönung war aber die Aufführung der Oper Carmen auf der Seebühne, die dem jungen Publikum ein vielfältiges Erlebnis bot. SPIELERISCHER ZUGANG Das Kinder- und Jugendprogramm ermöglicht einen spielerischen Zu-
Foto: Anja Köhler
Das Kinder und Jugendprogramm erreichte am Samstag seinen Höhepunkt.
gang zur Kunst. Junge Menschen sind eingeladen, ihre Kreativität auszuleben, Ideen zu verwirklichen und die Wahrnehmung zu schulen. Erstmals fand 2018 auch eine Car-
men-Aufführung speziell für Kinder statt. Die Mitmach-Oper „Carmen. Der Star im Zirkus Sevilla“ wurde Ende Mai aufgeführt und war ein voller Erfolg.
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PROGRAMMPLAN 18. JULI – 19. AUGUST 2018 Infos und Tickets erhalten Sie unter Tel. +43 5574 407-6 • www.bregenzerfestspiele.com Termin Mi. 18. Juli Mi. 18. Juli Do. 19. Juli Fr. 20. Juli Sa. 21. Juli Sa. 21. Juli So. 22. Juli So. 22. Juli So. 22. Juli So. 22. Juli So. 22. Juli Mo. 23. Juli Di. 24. Juli Mi. 25. Juli Mi. 25. Juli Do. 26. Juli Do. 26. Juli Fr. 27. Juli Sa. 28. Juli So. 29. Juli So. 29. Juli So. 29. Juli So. 29. Juli Mo. 30. Juli Di. 31. Juli Di. 31. Juli Mi. 1. August Do. 2. August Fr. 3. August Sa. 4. August So. 5. August So. 5. August Mo. 6. August Di. 7. August Mi. 8. August Do. 9. August Fr. 10. August Sa. 11. August So. 12. August So. 12. August So. 12. August Mo. 13. August Di. 14. August Di. 14. August Mi. 15. August Mi. 15. August Do. 16. August Do. 16. August Fr. 17. August Fr. 17. August Sa. 18. August Sa. 18. August Sa. 18. August So. 19. August So. 19. August 18
10.30 Uhr 19.30 Uhr 21.15 Uhr 21.15 Uhr 20.00 Uhr 21.15 Uhr 9.30 Uhr 11.00 Uhr 19.30 Uhr 20.00 Uhr 21.15 Uhr 19.30 Uhr 21.15 Uhr 19.30 Uhr 21.15 Uhr 19.30 Uhr 21.15 Uhr 21.15 Uhr 21.15 Uhr 9.30 Uhr 11.00 Uhr 19.30 Uhr 21.15 Uhr 19.30 Uhr 20.00 Uhr 21.15 Uhr 21.00 Uhr 21.00 Uhr 21.00 Uhr 21.00 Uhr 19.30 Uhr 21.00 Uhr 19.30 Uhr 21.00 Uhr 21.00 Uhr 21.00 Uhr 21.00 Uhr 21.00 Uhr 9.30 Uhr 11.00 Uhr 21.00 Uhr 19.30 Uhr 19.30 Uhr 21.00 Uhr 20.00 Uhr 21.00 Uhr 19.30 Uhr 21.00 Uhr 20.00 Uhr 21.00 Uhr 19.30 Uhr 20.00 Uhr 21.00 Uhr 11.00 Uhr 21.00 Uhr
Veranstaltung Eröffnung Beatrice Cenci, Premiere Carmen Carmen Maria de Buenos Aires, Premiere Carmen Festspielfrühstück Beatrice Cenci Musik & Poesie Maria de Buenos Aires Carmen Orchesterkonzert Carmen Böhm, Premiere Carmen Böhm Carmen Carmen Carmen Festspielfrühstück Orchestermatinee Musik & Poesie Carmen Beatrice Cenci Konzert im KUB Carmen Carmen Carmen Carmen Carmen Musik & Poesie Carmen Orchesterkonzert Carmen Carmen Carmen Carmen Carmen Festspielfrühstück Brass Italiano Carmen Der Barbier von Sevilla, Premiere Der Barbier von Sevilla Carmen Das Jagdgewehr, Premiere Carmen Der Barbier von Sevilla Carmen Das Jagdgewehr Carmen Der Barbier von Sevilla Das Jagdgewehr Carmen Orchestermartinee Carmen
Veranstaltungsort Festspielhaus Festspielhaus Seebühne/Festspielhaus Seebühne/Festspielhaus Werkstattbühne Seebühne/Festspielhaus Seefoyer Festspielhaus Seestudio Werkstattbühne Seebühne/Festspielhaus Festspielhaus Seebühne/Festspielhaus Theater am Kornmarkt Seebühne/Festspielhaus Theater am Kornmarkt Seebühne/Festspielhaus Seebühne/Festspielhaus Seebühne/Festspielhaus Seefoyer Festspielhaus Seestudio Seebühne/Festspielhaus Festspielhaus Kunsthaus Bregenz Seebühne/Festspielhaus Seebühne/Festspielhaus Seebühne/Festspielhaus Seebühne/Festspielhaus Seebühne/Festspielhaus Seestudio Seebühne/Festspielhaus Festspielhaus Seebühne/Festspielhaus Seebühne/Festspielhaus Seebühne/Festspielhaus Seebühne/Festspielhaus Seebühne/Festspielhaus Seefoyer Festspielhaus Seebühne/Festspielhaus Theater am Kornmarkt Theater am Kornmarkt Seebühne/Festspielhaus Werkstattbühne Seebühne/Festspielhaus Theater am Kornmarkt Seebühne Festspielhaus Werkstattbühne Seebühne/Festspielhaus Theater am Kornmarkt Werkstattbühne Seebühne/Festspielhaus Festspielhaus Seebühne/Festspielhaus
Festspielzeitung :: Kultur und Freizeit während der Bregenzer Festspiele
MIT BUS UND BAHN ZU DEN FESTSPIELEN Das Festspielticket ist gleich zeitig eine Gratisfahrkarte für Bus und Bahn. Genuss bereits bei der Anreise garantiert das Festspielticket: Es gilt als Gratisfahrkarte für Bus und Bahn in ganz Vorarlberg sowie ab Lindau am Tag des Aufführungsbesuchs. Bequem und entspannt erreichen Festspielgäste den Bahnhof Bregenz, der nur drei Gehminuten von der Seebühne entfernt liegt.Nach Vorstellungsende bringen die „Öffis“ die Besucherinnen und Besucher zum Ausgangspunkt zurück, teilweise stehen dafür Sonderlinien zur Verfügung. Neu sind eine Gültigkeit auch für Scheidegg im Allgäu sowie eine um zwanzig Minuten kürzere Fahrzeit in den Bregenzerwald.
EINFÜHRUNGEN Um 19 und um 19.30 Uhr vor dem Spiel auf dem See geben Beteiligte der Aufführung auf der Seebühne einen Überblick über die Entstehungsgeschichte, die Handlung und die Komposition des Werks. Gäste erfahren Geheimnisse der Inszenierung und technische Details.
Der Klügere surft highspeed. Der Hotspot bei den Bregenzer Festspielen
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Foto: © Philipp Steurer
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Fotos: Beate Rhomberg
EINE MANIKÜRE FÜR CARMEN Nach dem kalten Winter mussten die trockenen Hände wieder auf Vordermann gebracht werden. Bevor das Bühnenbild von Es Devlin für die zweite Saison startklar war, musste nach dem langen, kalten Winter erst alles wieder auf Vordermann gebracht werden. Ganz wie im richtigen Leben hinterließen die kalten Monate ihre Spuren besonders an Carmens Händen, die deshalb von Festspiel-Kosmetiker Robert Grammel mit einer Pediküre wieder geschmeidig gemacht werden mussten. Es war ein Bild, das sich Spaziergängern nicht jeden Tag bietet. In 20 Meter Höhe hing Robert Grammel festverzurrt am Kletterseil oberhalb des fünf Meter langen Daumens der linken CarmenHand. Mit Farbe, Styropor und Fingerspitzengefühl machten er und sein Kompagnon Matthias Trostberger aus Carmen wieder eine theatrale Schönheit. „Grundsätzlich ist das ein Routinevorgang wie nach jedem Winter. Aber Maniküre gab’s noch nie“, erzählt Technikchef Wolfgang Urstadt. 20
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Erfahrung mit Hautimitationen als Bestandteil der Opernkulissen konnte die Festspielmannschaft allerdings bereits mehrfach machen, zuletzt bei Aida und auch bei André Chénier mit dem aus dem Bodensee ragenden Männertorso. BÜHNENBILDNERIN ES DEVLIN Entworfen wurde das Bühnenbild von Es Devlin. Für Georges Bizets Liebesdrama Carmen entwarf sie ein besonderes Setting. Eine filigrane Szenerie, die Raum für den Hauptdarsteller lässt, nämlich den See mit all seinen wunderschönen, wetterbedingten Bildern. Zwei Frauenhände mit roten Fingernägeln an Unterarmen mit zarten Rosentattoos halten ein Kartenspiel. Oder eher: Sie versuchen die Karten zu halten, vielleicht probieren sie aber auch den berühmten Fächertrick, diesen rasanten Wechsel der Spielkarten von einer in die andere Hand.
RIESIGE PROJEKTIONSFLÄCHEN Die Karten stellten Techniker vor eine Herausforderung.
Drei Kategorien von Karten unterscheiden die Bühnenbauer beim Spiel auf dem See: die Flying Cards, die am unsichtbaren Stahlbaum, quasi zwischen den Händen schweben. Die Beach Cards auf dem Boden, die in leichter Neigung zum Wasser hinunterführen und das sogenannte Mesh, das Gitter mit seinem, rutschfesten, rauen Gitterkarten unter der Wasseroberfläche. In der Bühnenmitte, auf einer eigens konstruierten Drehbühne von zehn Meter Durchmesser, stehen zwei weitere Karten, die einzigen, die mechanisch bewegt werden können. Bei allen anderen ist die Mobilität computergeneriert. 2,5 TONNEN SCHWER Jede dieser 59 Karten würde mit ihren 30 Quadratmetern ein kleines Appartement ausfüllen, es bräuchte jedoch einen Riesen, sie zu bewegen, denn die Karten sind im Ursprung massive Holzplatten, von denen jede etwa 2,5 Tonnen wiegt. Die Karten zeigen dem Publikum ihre sorgfältig gestaltete Rückseite. Ein feines, orientalisch anmutendes Muster in zarten Beigetönen auf weißem Untergrund bietet je nach Tageszeit
und Lichteinfall magische Schattenspiele. Bei der Vorstellung werden die Karten zu Projektionsflächen, Videoprojektionen erwecken sie zum Kartenleben. Herz oder Karo, schwarz oder rot, Liebe, Leidenschaft, Tod. RIESIGE SOUNDWÄNDE Die Flying Cards haben noch eine Zusatzfunktion als Soundwände. Wie in den Händen und Armen sind in den Karten Lautsprecher versteckt. Die Kunst der Kascheure macht die Membranen für das Publikum unsichtbar. „Sie müssen auf die Ferne wirken, aber auch der Betrachtung durch Teleobjektiv und Opernglas standhalten“, beschreibt Wolfgang Urstadt die Herausforderung für die Kaschur. GROSSE HERAUSFORDERUNG UNTER WASSER Eine besondere Aufgabe für das Technikteam war das Aufschichten der Beach Cards, die aussehen sollen wie hingeworfen. Es galt, die verschiedenen übereinanderliegenden Ebenen der Karten so auszugleichen, dass sie von den Darstellerinnen und Darstellern ge-
fahrlos bespielt werden können. Die Gitterkarten wiederum bekamen einen besonderen Putzanstrich, der weder Tanzende noch Sänger rutschen lässt. „Es gibt einige Szenen im und unter Wasser, da muss die Sicherheit der Künstler gewährleistet sein“, so Technikdirektor Wolfgang Urstadt. Wie von Zauberhand werden die Unterwasserkarten bewegt und können mühelos dem sich ändernden Wasserstand angepasst werden. „Das klingt einfach und ist es auch. Aber man muss erst mal draufkommen. So was schafft nur unsere Spezialfirma für Steuerungstechnik“, betont Urstadt. HYDRAULIK IM HINTERGRUND Für das Absenken des Gitters wurde ein eigener Umlenkantrieb, dessen Seile in Piloten verborgen sind, entwickelt. Die Hydraulik befindet sich im Bühnenhintergrund. Die Unterwasserwelt des Bodensees bekommt bei Kasper Holtens „Carmen-Inszenierung“ eine dramatische Bedeutung. Besonders das Ende der Oper, mit Carmens Tod durch Ertränken, der sich vom regulären Ende unterscheidet, ist perfekt an den Spielort angepasst.
„PROFESSIONELL, ABER ENTSPANNT“ Fünf Fragen an Sébastien Soulès, der bereits vor elf Jahren zum ersten Mal bei den Bregenzer Festspielen dabei war.
Wie im Vorjahr wird der in Orléans geborene Schauspieler und Sänger Sébastien Soulès (45) sowohl bei der Oper im Festspielhaus als auch auf der Seebühne zu sehen sein. Bei Carmen schlüpft er einmal mehr in die Rolle von Zuniga, bei der Hausoper Beatrice Cenci spielt er den Olimpio. An besondere Festspiel-Momente vor zehn Jahren, als er beim JamesBond-Dreh dabei war, denkt der sympathische Bassbariton aus Frankreich gerne zurück. Monsieur Soulès, Sie waren 2008 bei den Dreharbeiten zum James BondFilm „A quantum of solace“ dabei und traten kurz als Tosca Bösewicht Scarpia auf. Wie kam es dazu? Sébastien Soulès: Im November 2007 rief mich das Künstlerische Betriebsbüro an, ob ich mir vorstellen könne mitzuspielen. Ich war total überrascht und sagte natürlich gleich zu. Als ich Freunden davon erzählte, dachten sie, ich wolle sie auf den Arm nehmen (lacht). Welche Erinnerungen haben Sie an die Dreharbeiten vor mittlerweile zehn Jahren? Sébastien Soulès: Das war eine verrückte Zeit. Unser Rhythmus war total verschoben. Wir probten eine Woche lang immer abends und nachts. Dann folgten vier oder fünf Drehnächte. Tagsüber schliefen wir. Ich erinnere mich noch gut an die RegieAnweisung: „Achtet nicht auf die Kameras. Tut so, als wären sie gar nicht da.“ Daniel Craig war total abgeschirmt, an ihn kam man überhaupt nicht heran. Das verstehe ich, solche Topstars muss man schützen. Ganz anders war das bei meinem Landsmann Mathieu Amalric, der Bonds 22
Sébastien Soulès war auch schon 2017 bei Carmen dabei.
Gegner Dominic Greene spielte. Mit ihm konnte ich ganz locker plaudern. Ein Jahr zuvor hatten Sie Ihr erstes Engagement in Bregenz. Wie war damals Ihr erster Eindruck? Sébastien Soulès: Ich habe mich gleich in Bregenz verliebt. Die Natur und das Riviera-Flair hier mag ich sehr. Ich stand noch am Anfang meiner Karriere, war noch sehr unsicher und etwas überfordert. Bei der ersten Generalprobe, als ich das erste Mal vor 7000 Zuschauern stand, sprang mir fast das Herz heraus. Hat sich das in der Zwischenzeit verändert? Sébastien Soulès: Ja, mittlerweile bin ich etwas abgeklärter. Bei der ersten Probe zu Beatrice Cenci ging
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Foto: Philipp Steurer
es einer jungen Kollegin ganz ähnlich wie mir damals. Ich habe versucht, ihr die Nervosität etwas zu nehmen und sie ein bisschen zu beruhigen. Was zeichnet die Bregenzer Fest spiele aus Ihrer Sicht aus? Gibt es Unterschiede zu anderen Häusern? Sébastien Soulès: Zum einen ist es die sensationell gute Stimmung, die das Haus und die Umgebung verbreiten. Zum anderen die hohe Qualität in allen Details und Abteilungen, von den Musikern bis zu Maske und Requisite. Ich muss mich hier nur um meinen eigenen Part kümmern, alles andere funktioniert einfach. Das ist wirklich Luxus. Die Bregenzer Festspiele sind in Sachen Professionalität einfach spitze – und dabei dennoch entspannt. Das ist die Kunst.
DIE VORBEREITUNGEN LAUFEN Ein Festspielsommer in 65 Minuten. Was vor der großen Eröffnungsfeier alles beachtet werden muss.
Das Programm der Bregenzer Festspiele ist umfangreich und vielfältig. Nicht nur den rund 2000 Gästen der Eröffnungsfeier soll ein betörender Vorgeschmack geboten werden, auch die Fernsehzuschauer zu Hause sollen Appetit auf die 73. Saison am Bodensee bekommen. Nur: Was stellt man in dieses internationale Schaufenster, wenn die Live-Übertragung am kommenden Mittwoch unerbittlich auf 65 Minuten begrenzt ist? Als „Eröffnungs“-Projektleiterin bereitet Katja Nawka bereits seit Herbst den optimalen Ablauf vor. KNAPPES ZEITMANAGEMENT Die Eröffnungsfeier ist der Höhepunkt jeder Festspielsaison. Eine regelrechte Inszenierung auf anspruchsvollem Niveau. Fünf TVKameras übertragen sie via ORF2 und 3Sat in die Wohnzimmer und zum Public Viewing auf den Festspielhausvorplatz. „Der größte Nervenkitzel“, sagt Katja Nawka, „wird wieder sein, wie diszipliniert sich die drei
Redner an die vereinbarte Zeitvorgabe halten, um nicht das enge, durch die Fernsehübertragung vorgegebene Zeitkorsett zu gefährden.“ Auch beim fünften Mal bleibt das für die Projektleiterin die einzige Unbekannte. Alles andere ist generalstabsmäßig getaktet. Der Countdown läuft. DIE EINMALIGE GELEGENHEIT Sonntag vor der Eröffnung fand bereits eine erste Durchlaufprobe im Original-Setting, aber noch ohne Orchester, sondern mit Klavierbegleitung und fast allen Beteiligten, statt. Die Generalprobe folgt Dienstagabend in Originalkostümen. Denn es ist eine einmalige Gelegenheit, mit Ausschnitten die bis 20. August folgenden Stücke und Konzerte zu bewerben. Nawka: „Die Eröffnungsfeier ist ein Potpourri aus allem, was die Bregenzer Festspiele zu bieten haben.“ Da hat gar nicht alles Platz. Also mussten sogenannte Striche (Ausschnitte, Kürzungen, Anm.) mit den Wiener Symphoni-
kern abgesprochen werden. Immer wieder wurden im Frühjahr Noten zwischen Bregenz und Wien hin und her geschickt. WIE IM SPIONAGETHRILLER Die Generalprobe am Dienstag ist die letzte Gelegenheit, noch kleine Änderungen vorzunehmen, Bewegungsabläufe „telegener“ zu arrangieren. Es ist auch der Zeitpunkt für den Uhrenvergleich zwischen Bregenzer Festspielen und ORF – wie im Spionagethriller. Der ORF wird alle Musikbeiträge aufzeichnen und kann sie über das Live-Bild legen, falls am Eröffnungstag ein technisches Problem auftauchen sollte. Sicher ist sicher. Für jede Eventualität ist vorgesorgt. Freigebliebene Sitze schauen im Fernsehen nicht gut aus. Ein gutes Dutzend Personen der Bregenzer Festspiele ist deshalb samt Kleiderordnung dazu bestimmt, mögliche Lücken zu schließen, sollten eingeladene Gäste kurzfristig verhindert sein.
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RITTER VON TRAURIGER GESTALT Vor dem Start der diesjährigen Festivalsaison sind auch die Planungen für das nächstjährige Programm schon weit fortgeschritten. Als Oper im Festspielhaus zeigen die Bregenzer Festspiele im Sommer 2019 Jules Massenets Don Quichotte. Die 1910 in Monte Carlo uraufgeführte „Comédie héroïque“ feiert am 18. Juli 2019 Premiere am Bodensee, es folgen zwei weitere Aufführungen. Am Vortag eröffnet das Spiel auf dem See Rigoletto die 74. Bregenzer Festspiele. Derzeit sind insgesamt 25 Seebühnenaufführungen geplant. GRUNDLAGE STAMMT VON MIGUEL DE CERVANTES Der selbsternannte „Ritter von der traurigen Gestalt“ gehört seit Jahrhunderten zu einer der faszinierendsten Gestalten der Weltliteratur. Auf der Opernbühne machte ihn der französische Komponist zum leidenschaftlich Liebenden. Die Stoffgrundlage schuf der spanische Schriftsteller Miguel de Cervantes Anfang des 17. Jahrhunderts. Das Li-
Foto: Alain Kaiser
„Don Quichotte“ wird 2019 als Oper im Haus gezeigt.
bretto stammt von Henri Cain nach Jacques Le Lorrains Le Chevalier de la longue figure (1904). Don Quichottes Großzügigkeit, seine Moral, aber auch seine Fantasie, mit der er eigene Welten erschafft, beeindruckt und inspiriert Künstlerinnen und Künstler unterschiedlicher Prägung. Sein Kampf gegen die Windmühlen, in denen er furchtbare Riesen erkennt, wurde zum Symbol seiner Identität. Für die Inszenierung zeichnet Mariame Clément verantwortlich, die erstmals bei den Bre-
genzer Festspielen arbeitet und in den vergangenen Jahren unter anderem am Royal Opera House Covent Garden, im Theater an der Wien, beim Glyndebourne Festival und an der Opéra national du Rhin tätig war. SPIEL AUF DEM SEE 2021 Auch die Planung für 2021 und 2022 schreiten bereits voran. Als Spiel auf dem See zeigt das Festival in den beiden Sommern Madame Butterfly von Giacomo Puccini.
MUSIK & POESIE
Musikalische Welten treffen im Festspielhaus auf literarische Dimensionen. Das Altenberg Trio aus Wien, ein häufiger Gast bei den Bregenzer Festspielen, widmet sich am 22. Juli, um 19.30 Uhr im Seestudio unter dem Titel „Exil – Heimat“ Komponisten im Spannungsfeld von Exil und Heimat. Die Komponisten Berthold Goldschmidt und Hans Gál mussten beide vor den Nationalsozialisten aus dem deutschsprachigen Raum nach England fliehen, der polnische Komponist Mieczysław 24
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Weinberg nach Russland. Zwischen den Werken gibt einer der profiliertesten Kenner dieser Komponisten, der Pianist und Forscher Michael Haas, faszinierende Einblicke in die Arbeit unter anderem mit Goldschmidt. Als Produzent verantwortet Haas zahlreiche Entdeckungen und Ersteinspielungen ihrer Werke, darunter auch die bislang einzige Aufnahme von Goldschmidts Beatrice Cenci.
Foto: Tauchsportclub Friedrichshafen
SPANNENDES MAKING-OF
Das Bregenzer Finale von Carmen ist dramatisch. Ein Makingof der Bregenzer Festspiele zeigt, wie es funktioniert. Eine gefühlte Ewigkeit lang wird Carmen von Don José auf der Bregenzer Seebühne unter Wasser gedrückt, bis sich nach wildem, vergebenem Umsich-Schlagen ihr Schicksal besiegelt. Carmen stirbt den Ertrinkungstod. Rund 7000 Festspielbesucher sind Abend für Abend Zeugen und fragen sich: Wie machen die das? Bereits in der ersten Saison wurde viel über die Art und Weise spekuliert, wie Don José auf offener Bühne Carmen durch Ertränken zu Tode bringt. Die Bregenzer Festspiele produzierten deshalb ein kurzes „Making-of-Video“ der spektakulären Schlussszene. Neugierige können es in den nächsten Wochen auf der Homepage der Bregenzer Festpiele sehen. Vorweg: Die Sicherheit der Carmen-Sängerinnen – die Titelrolle ist für die insgesamt 29 Auffüh-
rungen dreifach besetzt – hat absolute Priorität. Entsprechend strikt sind die Vorkehrungen getroffen und der Ablauf von allen Beteiligten vielfach geprobt. Dazu gehört auch ein unmissverständliches Notsignal. TODESSZENE BEGEISTERT Das Ertrinken setzt mehr und längere schaudernde Emotionen frei als der konventionelle Dolchstoß. Das Ensemble liebt die Bregenzer Todesvariante. Lena Belkina (Carmen) und Martin Muehle (Don José) haben daher gerne die außertourliche Mühe für ein „Making-of“ auf sich genommen. Mitglieder der Fotogruppe des Tauchclubs Friedrichshafen sind bereits mit Unterwasserkameras in Stellung, während bei Lena Belkina noch einmal die unter dem speziell angefertigten Kostüm versteckte Pressluftflasche überprüft wird. Über ein halbes
Dutzend Film- und Fotokameras halten dann aus verschiedenen Perspektiven fest, was das Publikum bei einer Aufführung eben nicht sehen soll. Etwa den Neoprenanzug oder wie Carmen hinter einer Rose am Kleid die Verbindung zur Pressluftflasche hervorholt und noch im Fall ins knietiefe Wasser das Mundstück ansetzt. SCHWERE LAST ZU TRAGEN Nicht zu unterschätzen ist auch die Last, die Carmen mit dem vollgesogenen Kostüm zu tragen hat. Das Gewicht des mit Wasser vollgesogenen Kostüms macht nach dem nassen Tod das Aufstehen jedes Mal zur Kraftanstrengung. „Es braucht einen Karren, um es von der Bühne zu transportieren“, erklärt Patric Barthel von der Kostümabteilung, „es ist so schwer, dass man es selbst zu zweit nicht tragen kann.“
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MUSIKGENUSS AM ALTEN RHEIN
Das Szene Openair bringt wieder internationale Künstler nach Lustenau. Vom 2. bis 4. August verwandelt sich die Wiese am Alten Rhein in Lustenau nahe der Schmittergrenze wieder in ein Eldorado für alle Festival- und Musikliebhaber. Fast drei Jahrzehnte Szene Openair prägen inzwischen Generationen der Vorarlberger Jugendmusikkultur und für die 29. Festival-Edition stehen Publikumsmagneten wie Bilderbuch, Kraftclub und die Beatsteaks auf der Mainstage. Zur musikalischen Traumreise laden diesmal auch Käptn Peng & die Tentakel von Delphi, Leoniden, SXTN, Her, Oh Wonder, das Ski-Schuh-Tennis Orchestra, Turbobier, Moon Hooch oder Adam Angst ein, um nur einige wenige Highlights zu nennen.
Foto: Jim Wright
Foto: Andreas Hornoff
NEUES UND ALTBEWÄHRTES Erstmals dürfen sich die Besucher statt dem bisherigen „Mohrenzirkus“ über eine zweite Openair-Büh-
Informationen Conrad Sohm Kultursommer-Festival 7. Juni bis 27. August Conrad Sohm Dornbirn, Boden 1 www.conradsohm.com 26
Die österreichische Band Bilderbuch gastiert dieses Jahr beim Szene Openair. Foto: Paul Gärtner
ne mitten im Geschehen freuen: Die Szene Bühne. Wie immer bekommen hier auch regionale und noch weniger bekannte Bands wieder die Möglichkeit vor dem Szene-Publikum aufzutreten. Die kultige Tagesbühne auf dem Campinggelände darf dieses Jahr natürlich nicht fehlen. In
der Nacht geht die Festival-Feierei diesmal in der neuen Fohrenburgund in der Rock-City, steil weiter. Für die staufreie und bequeme Anund Abreise sorgen Shuttlebusse ab Hohenems und Lustenau sowie der gesicherte Fahrradparkplatz auf dem Gelände. www.szeneopenair.at
KULTURSOMMER
Das Conrad Sohm KultursommerFestival. Bereits zum 7. Mal und noch bis 27. August findet im Dornbirner Conrad Sohm das Kultursommer-Festival statt. Während in Bregenz am 18. Juli die Festspiele eröffnet werden, sind im Conrad Sohm an diesem Abend die Indie Rocker „Clap Your Hands Say Yeah“ zu Gast. Ebenfalls auf der Bühne des legendären Prachtclubs sind in den nächsten Wochen Soulfly oder „Cannibal Corpse“ – DIE Death-Metal Band schlechthin. BAD RELIGION AM 9. AUGUST Eines der Highlights des diesjährigen Festivals steht noch bevor: Am 9. August gastiert niemand Geringerer
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als die wohl berühmteste noch amtierende US-Punkband im Conrad Sohm. „Bad Religion“ feiern diesen Sommer ihr Jubiläum „30 Years of Suffer“ und haben bestimmt eine geniale Show im Gepäck, wenn sie in Dornbirn ihre größten Hits zum Besten geben. Nach dem Konzert von „Kettcar“ am 16. August wird spätestens, wenn „Shantel und das Bucovina Club Orkestar“ die Bühne betreten, kein T-Shirt mehr trocken und kein Bein mehr ruhig bleiben, denn tanzen ist an diesem Abend garantiert. Den Abschluss am 27. August machen die wunderbaren „Cigarettes After Sex“.
WERKRAUM ZU GAST IN BREGENZ PopupStores in Bregenz zeigen Stücke des Werkraum Bregenzerwald.
Vom 15. Juli bis 19. August 2018 präsentiert die Bregenzer Bürgergemeinschaft ihr erstes Projekt, ein Leerstandmanagement auf Bregenzer Art: Die Pop-Up-Stores „Best of Werkraum“ in der Bregenzer Maurachgasse 1 und am Kornmarktplatz 5. Ziel des bunt gemischten Haufens aus Hausbesitzer und kreativen Bregenzer ist es, die Leerstände in Bregenz mit Ideen zu füllen. In den Shops werden von Mittwoch bis Sonntag, jeweils von 16 bis 19 Uhr große und kleine Klassiker, aber auch neue Stücke des Werkraum Bregenzerwald – zusammengestellt von Rudolf Sagmeister – ausgestellt und zum Verkauf angeboten. „Die Eigeninitiative von engagierten Bregenzern ihre Auswahl von ‚Best of Werkraum‘ auszustellen und in
Der Werkraum Bregenzerwald befindet sich in Andelsbuch und ist zu Gast in Bregenz.
einem Concept Store als Zwischennutzung zu verkaufen, freut uns sehr. So kann nicht nur im Werkraumhaus im Bregenzerwald, sondern auch in der Landeshauptstadt Einheimi-
schen wie Gästen einen Einblick in die regionale Handwerkskunst geboten werden“, erklärt Thomas Geisler, Geschäftsführer Werkraum Bregenzerwald.
„NONOISMUS“ IN LOCHAU
Die Künstlerinnen Mercedes und Franziska Welte schaffen mit ihren NONOS unverwechselbare Skulpturen. Die zeitgenössischen Arbeiten der Schwestern sind eine interessante Auseinandersetzung mit „Form und Farbe“, die gleichzeitig die Charakteristika ihrer NONOS-Skulpturen sowie deren Erschafferinnen selbst bilden.
Aus Stahl, Fieberglas, Epoxydharz sowie lichtechten Pigmenten entstehen Skulpturen, die tanzend Bewegung und Farbe zu einer fließenden Form der Sinnlichkeit, purer Lebensfreude und Weiblichkeit verbinden. Durch die dynamische Bearbeitung sowie das Spiel mit Farb-, Material- und Lichtflächen umhüllt die NONOS eine ganz eigene, verletzliche Leichtigkeit. Während der Bregenzer Festspiele stellen sie ihre Werke in ihren Arbeits- und Ausstellungsräumen im Ansitz Wellenstein in Lochau mit wunderschönem Blick auf den Bodensee aus. Lassen Sie sich verzaubern und genießen Sie Kunst im Skulpturengarten sowie im beinahe 500-jährigen Anwesen.
Informationen 23. Juli bis 20. August Öffnungszeiten: Mo. bis Fr., 14 bis 20 Uhr, Sa., 10 bis 16 Uhr (ausg. 4. August) Wellenstein 1, 6911 Lochau NONOS art.design.gallery Mercedes und Franziska Welte www.nonos.at; gallery@nonos.at
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Programm FOENX Festival 2018 19. Juli bis 19. August
Kabarett 19. Juli, 21 Uhr Eure Mütter „Das fette Stück fliegt wie ´ne Eins“ 3. August, 21 Uhr Tina Häussermann „Futschikato“ 16. August, 21 Uhr Uta Köbernick „Grund für Liebe“ Slam 28. Juli, 21 Uhr Puppetry Slam Spinnerei 8. August, 21 Uhr Mundwerk Crew Kinder 29. bis 31. August, 9 bis 12 Uhr Workshop Sing and Dance Tickets Karten sind an der Abendkassa sowie im VVK bei Musikladen, Ländleticket sowie allen Sparkassen und Raiffeisenbanken erhältlich. Reservierungen telefonisch unter +43 (0)5574 6970 oder +43 (0)5574 82731 sowie per Mail an kammgarn@hard.at
Parkmöglichkeiten Bitte den Seeparkplatz nutzen bzw. mit dem Fahrrad oder Bus anreisen. Bushaltestelle Linie 17, Haltestelle Sägewerkstraße Alle weiteren Infos auf www.kammgarn.at/foen-x 28
Foto: Sebastien Alouf
Musik 21. Juli, 21 Uhr GlasBlasSing 25. Juli, 21 Uhr Otto Lechner 27. Juli, 21 Uhr Hi5 Minimal Jazz Chamber Music 1. August, 21 Uhr Anavantou – Forró 11. August, 21 Uhr Meena Cryle & The Cris Fillmore Band 14. August, 21 Uhr Benni Bilgeri 18. August, 21 Uhr Thomas Blug feat. Ralf Gutske
FOEN-X FESTIVAL IN HARD Das Harder Kleinkunstfestival FOENX bietet vom 19. Juli bis 19. August ein tolles Programm.
Das kleine, aber feine Festival FOEN-X in Hard am Bodensee bietet im Juli und August wie gewohnt ein wunderbares Sommerprogramm. Von Rock, Jazz, Weltmusik über Kabarett und Comedy bis hin zum Kindermusikworkshop ist ein breites Spektrum abgedeckt. Kulturgenuss für alle ist garantiert. KABARETT, MUSIK UND SLAM FOEN-X 2018 lässt gleich zu Beginn „Eure Mütter“ auf das Kabarettpublikum los. Mit „Das fette Stück fliegt wie ’ne Eins!“ bieten die drei Milfs ihr bereits sechstes Programm an. Die Klavierkabarettistin Tina Häussermann regt sich in „Futschikato“ über die Sandkörner im Getriebe des Alltags auf, während Uta Köbernick mit ihren verwirrenden, überraschenden Wortspielen den „Grund für Liebe“ sucht. Die Leerguttruppe GlasBlasSing hat durchaus auch kabarettistische Züge, wenn sie musikalische Klassiker mit ihrem Flascheninstrumentarium interpretiert. Auch Meena Cryle & The Chris Fillmore Band setzen auf Vintage Sound, allerdings in völlig neuen
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Interpretationen. Weltmusik aus dem Magreb oder aus Brasilien liefern Otto Lechner und der marokkanische Sänger Kadero Rai mit „PerceOreille“ bzw. Anavantou mit Forró. Für den Jazz sind dieses Jahr die vier Tiroler von Hi5 zuständig, während Benny Bilgeri und Thomas Blug mit ihren Formationen das FOEN-X-Publikum rocken werden. NEUES FORMAT „SPINNEREI“ In der neuen Schiene „Spinnerei“ zeigt die Mundwerk Crew, was Hip-Hop live zu bieten hat. Ebenfalls neu ist das Format des Puppetry Slams, das erstmals in Österreich zu sehen sein wird. Figuren- und Objekttheater in kurzen Stücken im Wettbewerb. Wie immer soll das FOEN-X aber ein Fest für alle Sinne sein. Ob bei einem guten Glas Wein, einem kühlen Bier oder einem erfrischenden Sommerdrink und mit kleinen Leckereien aus der Kammgarnküche ergeben sich das eine oder andere gute Gespräch oder angeregte Diskussionen im lauschigen FOEN-XGastgarten, der an Veranstaltungstagen ab 19.30 Uhr geöffnet ist.
AUGUST MACKE – FLANEUR IM GARTEN DER KUNST Werke des Expressionisten August Macke im Stadtmuseum Lindau – bis 26. August 2018.
Bis zum 26. August wird mit „August Macke“ der wohl beliebteste deutsche Künstler des 20. Jahrhunderts im Rahmen einer Sonderausstellung im Lindauer Stadtmuseum präsentiert. August Macke (1887 – 1914) fertigte in einer kurzen Schaffenszeit bahnbrechende Kunstwerke der Klassischen Moderne, bevor er mit nur 27 Jahren im Ersten Weltkrieg an der französischen Front fiel. Mit leuchtenden Farben malte der in Köln und Bonn aufgewachsene Künstler zeitlose und heiter wirkende Kompositionen, die zu den Meisterstücken des Expressionismus zählen. ZENTRALE ASPEKTE SEINER KUNST Anhand ausgewählter Arbeiten aus den für Macke charakteristischen Themenkreisen beleuchtet die Lindauer Ausstellung zentrale Aspekte seines Werkes. So vereint Macke in seinen Bildern häufig Stadtmilieu und Naturidylle. Die Schau stellt daher sowohl die Bedeutung des modernen urbanen Lebens für August Macke dar – die Flaneure in der Stadt mit ihren Boulevards, Schaufenstern, den Parkanlagen und Zoologischen Gärten – als auch seine häufigen Aufenthalte in der Natur und an ländlichen Orten. Andere Werke nehmen Bezug auf seine Kunstreisen, wie etwa die legendäre Tunisreise mit Paul Klee und Louis Moilliet im April 1914, sowie auf den Kreis seiner Familie. Ein wichtiger Schwerpunkt des Ausstellungsprogramms liegt auch 2018 bei der Vermittlungsarbeit im Rahmen von Besucherführungen und museumspädagogischen Angeboten für Kinder und Jugendliche.
Die Präsentation mit Arbeiten von August Macke ist für den Kurator Prof. Dr. Roland Doschka die ideale Fortsetzung seiner Lindauer Ausstellungsserie zur Klassischen Moderne, die seit 2011 mehr als 400.000 Besucher ins Stadtmuseum gelockt hat. Alexander Warmbrunn, Kulturamtsleiter der Stadt Lindau, freut sich, dass Prof. Dr. Roland Doschka bereits zum achten Mal in Folge eine Ausstellung für Lindau kuratiert. Bevor im Zuge der Cavazzensanierung das Stadtmuseum ab September für längere Zeit geschlossen wird, lädt die Sonderausstellung noch einmal zur Begegnung mit einer Künstlerpersönlichkeit ein, die den Umbrüchen der damaligen Zeit hoffnungsfrohe und von Glücksvorstellungen geprägte Bilder in einer eigenständigen Kunstsprache entgegenzusetzen vermochte. Innerhalb einer kurzen Zeitspanne von zehn Jahren schuf August Macke ein exzeptionelles Œuvre, von dem er selbst sagte: „Das Kunstwerk (…) ist ein Gesang von der Schönheit der Dinge.“
August Macke, Frau, eine Blumenschale tragend, 1910. Horst und Gabriele SiedleKunststiftung. Foto: Bernhard Strauss
Ausstellung August Macke Flaneur im Garten der Kunst. Stadtmuseum Lindau 24. März bis 26. August 2018 Mo.–So. 10–18 Uhr Öffentliche Führungen Mo.–So. 10.30 und 14 Uhr Gruppenführungen nach Vereinbarung, T 08382 260033 museum@kultur-lindau.de
August Macke, Markt in Tunis I, 1914. Privatsammlung Norddeutschland, courtesy Thole Rotermund Kunsthandel Hamburg
Stadtmuseum Lindau Marktplatz 6, 88131 Lindau T 08382 944073 www.kultur-lindau.de Festspielzeitung :: Kultur und Freizeit während der Bregenzer Festspiele
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Foto: Markus Tretter/KUB
Die reine Notwendigkeit / The Pure Necessity, 2016. Installationsansicht Fassade, Kunsthaus Bregenz, 2018. Courtesy of David Claerbout
DAVID CLAERBOUT IM KUB
Als Sommerausstellung 2018 präsentiert das Kunsthaus Bregenz mit David Claerbout einen der wichtigsten Künstler der Gegenwart. Wer in diesem Sommer das Erdgeschoß des Kunsthauses Bregenz betritt, sieht sich einer großen Leinwand gegenüber. Eine Abfolge von Bildern geht in das weiche Umgebungslicht des berühmten Gebäudes von Peter Zumthor über. Die Videoarbeit The Quiet Shore, 2011, scheint wie für diesen Raum gemacht. Es ist ein Werk des Belgiers David Claerbout, einer der wichtigsten Künstler der Gegenwart, dessen Video- und Soundarbeiten das Kunsthaus Bregenz als Sommerausstellung zeigt.
Informationen David Claerbout 14. Juli bis 7. Oktober 2018 Sommeröffnungszeiten 14. Juli bis 31. August täglich 10 bis 20 Uhr kunsthaus-bregenz.at 30
KEIN BILD IST GESEHEN David Claerbouts Kunst folgt der Faszination für die Zyklen der Natur und den Ideen von Behutsamkeit und Zeit. Seine Werke erfordern Empfindsamkeit für Licht und Schatten, für Ferne und Fokus, für Ruhe und Vergehen. Charakteristisch sind Bildfolgen ohne Filmschnitt. Tatsächlich sind die Eindrücke
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digital hergestellt. Alle Einstellungen gehen auf aufwendige Rechenverfahren am Computer zurück. Kein Bild ist gesehen, jedes ist konstruiert. DSCHUNGELBUCH ERWACHT Wenn die Ausstellung abends schließt, erwacht die KUB-Fassade mit der Außenprojektion von Claerbouts „Die reine Notwendigkeit/The Pure Necessity, 2016“, zum Leben. Der Videoarbeit liegt der Filmklassiker Das Dschungelbuch (1967) zugrunde. Doch in Claerbouts Film singen, sprechen und tanzen Balu, Baghira und Kaa nicht, er zeigt Bär, Panther und Schlange in ihrem artgerechten Verhalten. Sie sind nicht länger vermenschlicht. Die Arbeit ist auch technisch eine Ausnahme: Statt digital gerechnet, sind bei diesem Video die Einstellungen Einzelbild für Einzelbild im Stil des originalen Animationsfilms nachgezeichnet.
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1 Romantischer Fischersteg am See. 2 Der Martinsturm in der Bregenzer Oberstadt. 3 Das Museumscafé im Vorarlberg Museum. 4 Pfänderbahn. 5 Das Festspielhaus mit dem Platz der Wiener Symphoniker. 6 Der Kornmarktplatz. 7 Sonne genießen bei den Sunsetstufen am Bodensee.
KULTUR, NATUR UND GENUSS
Bregenz steht auch abseits der Festspiele für Kultur, Emotionen und Erlebnisse. In Bregenz gibt es viel Kunst und Kultur zu erleben. Vom Leutbühel kann man beispielsweise gemütlich über die Maurachgasse in die historische Oberstadt schlendern, wo die ältesten Gebäude von Bregenz zu bewundern sind, wie etwa das Wahrzeichen der Landeshauptstadt, der Martinsturm, mit dem größten Zwiebelturm im Bodenseeraum. Auf dem Weg zurück in die Innenstadt zahlt sich zum Beispiel ein Besuch im Künstlerhaus Palais Thurn & Taxis aus, das eine spannende Sommerausstellung bietet. Zeitgenössische Kunst und Architektur findet man auch im Kunsthaus Bregenz
TIPPS DER REDAKTION
Das sollten Sie gesehen haben!
(KUB), im Vorarlberg Museum und im Festspielhaus. PFÄNDER UND BODENSEE Wer lieber Natur erleben möchte, macht eine Schifffahrt oder fährt mit der Pfänderbahn auf den Hausberg von Bregenz. Sportliche können natürlich auch zu Fuß gehen und werden auf 1064 Meter mit einem traumhaften Panoramablick auf den Bodensee, auf Bregenz und in den Bregenzerwald belohnt. Bregenz bietet neben kulturellen Highlights auch kulinarische Gaumenfreuden. Zahlreiche Restaurants in der Innenstadt und am Bodenseeufer laden ein, sich
noch einmal zu stärken, bevor es zu einer Aufführung von Georges Bizets Carmen auf der Seebühne geht. BUMMELN IN BREGENZ In kleinen, aber feinen Boutiquen und einigen Concept-Stores finden Shoppingbegeisterte alles, wonach ihr Herz begehrt. Die Erlebnisqualitäten reichen von einem hochwertigen Gastronomieangebot bis hin zu gemütlichen Bars und Cafés. Historische Straßenzüge wie die AntonSchneider-Straße oder die Kirchstraße bieten neben dem modernen Kornmarktplatz eine wunderschöne Kulisse für einen Einkaufstag.
Top-Sonnenuntergänge beispielsweise vom Fischersteg aus, am Badesteg an der Pipeline oder auf einem der Schiffe.
Fotomotiv: Die schmalste Hausfassade Europas – mit nur 57 Zentimetern – finden Sie in der Kirchstraße 29. Ein echter Hingucker!
Martinsturm in der Oberstadt: Das Wahrzeichen von Bregenz – und zugleich die größte Turmzwiebel Europas.
Das Kloster Mehrerau ist das bedeutendste Zisterzienserkloster am Bodensee: Die jahrhundertealte Bibliothek und die prächtigen Räume sind beeindruckend.
Die älteste Badeanstalt am Bodensee „Milli“ strahlt ein besonderes und erlebenswertes Flair aus. Hier kann man sich an heißen Tagen im Bodensee erfrischen.
Panoramawanderung auf den Pfänder: Viele Wege führen auf den Pfänder. Einer davon von Lochau aus über den Haggen mit vielen tollen Blicken auf den Bodensee.
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