INFORMATION
11. DRAMATIKERINNENBÖRSE
Veranstalter Verein Luaga & Losna Künstlerische Leitung Johannes Rausch Programmgestaltung Michael Mittermayer, Johannes Rausch, Sabine Wöllgens Organisationsleitung Veronika Heingärtner Technik Ivo Rausch, Bruno Mbayabo, Florian Lehner Kooperation Marktgemeinde Nenzing/Mag. Susanne Mathis Stadt Bludenz/Mag. Wolfgang Maurer
in Zusammenarbeit mit – der IG AutorInnen/Wien, – dem Kinder- und Jugendtheaterzentrum in der Bundesrepublik Deutschland und – der Astej-Schweizerische Vereinigung für professionelle Theaterschaffende im Kinder- und Jugendtheater.
EINTRITTSPREISE Tagesvorstellungen Familien ab 3 Personen Abendvorstellungen mit Jugendcard/360 card mit RFI-Karte Festivalfamilienpass
4,00 3,50 8,00 4,50 4,00 37,00
ADRESSEN Ramschwagsaal, Ramschwagplatz Provinzwerkstatt, Gamperdonaweg 2 Artenne, Kirchgasse 6 Festivalclub, „Romantikhütte“ beim Gasthof Kreuz, Grienegg 1
MODERATION: GERHARD RUISS Auch zum 18. Luaga & Losna Festival sind wieder Autorinnen und Autoren aus Österreich, Deutschland und der Schweiz geladen, die bei den täglichen AutorInnen-Theater-Dialogen mit den BühnenkünstlerInnenn diskutieren und in Lesungen ihre eigenen Werke vorstellen. Diese Veranstaltungen sind auch für das interessierte Publikum öffentlich.
VORSCHAU DIENSTAG, 20. JUNI 20.00 Uhr, Festivalclub AutorInnen-Theater-Dialog MITTWOCH, 21. JUNI 17.00 Uhr, Festivalclub “Playwriting in Austria“, Luaga & Losna meets Interplay Europe 21.30 Uhr, Festivalclub AutorInnen-Theater-Dialog
LUAGA & LOSNA – 5. BIS 9. SEPTEMBER 2006 18. Internationales Theaterfestival für ein junges Publikum im Vorarlberger Oberland und 5. Symposion Theater und Kunst, Remise Bludenz
DONNERSTAG, 22. JUNI 13.00 bis 16.00 Uhr, Provinzwerkstatt Lesungen 20.00 Uhr, Festivalclub AutorInnen-Theater-Dialog
LUAGA & LOSNA MEETS INTERLAY EUROPE
FREITAG, 23. JUNI 12.00 Uhr, Treffpunkt: Rettungszentrum Nenzing. Abfahrt zur Alpe Gamp (1.564 m) Anmeldungen erforderlich!
in Zusammenarbeit mit – dem Interplay Europe e.V. in Frankfurt/D und – dem Theater am Kirchplatz in Schaan/FL
13.00 Uhr, Alpe Gamp “Nature an Creativity“, Luaga & Losna meets Interplay Europe 15.00 Uhr, unter freiem Himmel oder im Berghaus Mattajoch “Nature and Scripts“, Lesungen in englischer Sprache
Das Festival Interplay Europe lässt die neuen Stimmen der europäischen dramatischen Literatur zu Wort kommen. 50 Künstlerinnen und Künstler aus 15 Ländern treffen sich alle zwei Jahre, um mit professionellen Tutoren und Theaterexperten eine Woche lang an ihren Werken zu arbeiten. Die jungen DramatikerInnen zwischen 18 und 26 Jahren besuchen an zwei Tagen die Vorstellungen des Festivals Luaga & Losna, diskutieren mit den TeilnehmerInnen der DramatikerInnenbörse und stellen auf der Alpe Gamp ihre Arbeit vor.
MIT FREUNDLICHER UNTERSTÜTZUNG
MEETS INTERPLAY EUROPE
SAMSTAG, 24. JUNI 10.00 bis 12.00 Uhr, Provinzwerkstatt, Lesungen 13.00 bis 16.00 Uhr, unter freiem Himmel oder Provinzwerkstatt Lesungen Diese Veranstaltungen sind auch für das interessierte Publikum öffentlich.
INFORMATION UND KARTENRESERVIERUNG Luaga & Losna Festivalbüro Veronika Heingärtner Gamperdonaweg 2, A 6710 Nenzing T/F 0043.(0)5525.62575 luaga-losna@theater-der-figur.at www.theater-der-figur.at/luagalosna
Hochbau - Tiefbau - Betonfertigteilbau - Wohnbau - Innenausbau - Baumarkt Gewerbestraße 1 - A 6710 Nenzing - Tel 05525-62214-0 - Fax 05525-62214-11 Ihr s t a r k e r Partner am Bau
Ferienparadies Nenzing – Gurtis Nenzinger Himmel – Alpe Gamp Ideales Familienwandergebiet. Ausgangspunkt für viele Tagesausflüge. Fordern Sie unser spezielles Bergprogramm an. Tourismusverein Nenzing/Gurtis, Landstraße 1, A 6710 Nenzing, T, F 0043-(0)552563031. Öffnungszeiten: Montag - Freitag 15.00 - 18.00 Uhr Gestaltung: Michael Mittermayer. Druck: Die Druckerei Egger GmbH Fotonachweis: Bei den Theatern
18. Internationales Theaterfestival für ein junges Publikum im Vorarlberger Oberland 11. DramatikerInnenbörse
GRUSSWORTE
DIENSTAG, 20. JUNI 2006
MITTWOCH, 21. JUNI 2006
Gedanken zum 18. Luaga & Losna-Festival Siebzehn Festivals bedeuten ca. 245 Theatergruppen, ca. 326 Vorstellungen, ca. 20.000 Besucher, Gespräche, Diskussionen, Lesungen, Wanderungen … Wunderbare Erlebnisse, manchmal auch Enttäuschungen, in jedem Fall lustvolle Auseinandersetzungen mit dem Theater und eine Einladung an alle, unsere Gäste zu sein. Auch heuer beim achtzehntenmal haben wir uns wieder bemüht, ein Programm zusammenzustellen, das auch internationalen Ansprüchen gerecht werden kann, und unseren jungen und alten Gästen Theater vom Feinsten garantiert. Dafür bedanke ich mich bei meinen Mitarbeitern in der Planung und Durchführung: Veronika Heingärtner, Sabine Wöllgens und Michael Mittermayer, aber auch bei Manfred Tschol als strengem Finanzreferent, Franz Bickel als eifrigem Schriftführer und Gerhard Ruiss als souveränem Leiter der DramatikerInnenbörse. Besonderer Dank gilt auch der Marktgemeinde Nenzing und der Stadt Bludenz, die all diese Jahre hinter uns gestanden sind und dem Festival eine Heimstatt geboten haben. Dass wir die TeilnehmerInnen von „Interplay Europe“ an zwei Festivaltagen in Nenzing begrüßen dürfen, ist für uns eine besondere Freude und internationale Aufwertung des Festivals. Ich hoffe, dass es uns auch heuer wieder gelingen wird, jungen und alten Besuchern die Freude am Theater zu vermitteln, die wir selber haben, und dass es auch noch ein neunzehntes, zwanzigstes und … und …Festival Luaga & Losna geben wird. Johannes Rausch Obmann des Vereins Luaga & Losna
10.00 Uhr, Nenzing, Ramschwagsaal Minimus Maximus/A DER FLIEGENDE KOFFER Nach H.C. Andersen. Text und Spiel: Sabine Wöllgens. Regie: Johannes Rausch. 50 min. 4+
10.00 Uhr, Nenzing, Ramschwagsaal Theaterhaus Alpenrod/D PEZZETTINO – DAS KLEINE ICH BIN ICH Nach Motiven des Kinderbuches von Leo Leonni. Spiel: Petra Schuff. Musik: Wolfgang Borggrefe. Regie: Claudia Olma. 45 min. 2,5+ Österreichische Erstaufführung
Herzlich Willkommen in Nenzing Wenn heuer nun schon zum 18. Mal das Kinder - und Jugendtheaterfestival Luaga & Losna in Nenzing stattfindet, unterstreicht dies eindrucksvoll den Erfolg dieses Veranstaltungskonzeptes. Dies freut mich deshalb ganz besonders, weil es zeigt, dass Kinder- und Jugendtheater Zukunft hat und der Scheinwelt der Medien durchaus Paroli bieten kann, wenn es auf hohem Niveau wie hier in Nenzing gemacht wird. Für diese Qualität aber auch den Charme der Veranstaltung zeichnet seit vielen Jahren Herr Johannes Rausch mit seinem Team verantwortlich, dem ich meinen herzlichen Dank für seine Arbeit aussprechen möchte. Im Wettbewerb der internationalen Künstleragenturen und kulturellen Großveranstaltungen kann sich eine Gemeinde glücklich schätzen, ein Festival beheimatet zu haben, bei dem es nicht um Quoten und rein kommerzielle Gesichtspunkte geht, sondern um die ehrliche Auseinandersetzung mit dem Gesehenen und Gehörten. Und wenn seit Jahren auch viele Erwachsene zum Stammpublikum zählen, dann glaube ich festzustellen zu können, dass diese Welt auch für uns Erwachsene nichts von ihrer Faszination verloren hat. Ich wünsche dem Festival einen erfolgreichen Verlauf, den Künstlern einen schönen Aufenthalt in Nenzing und allen großen und kleinen Gästen viele schöne Eindrücke und Erfahrungen in der Welt des Theaters. Labg. Florian Kasseroler Bürgermeister der Marktgemeinde Nenzing
Die siebenjährige Theresa lebt in einem kleinen Dorf in den Alpen. Eines Tages werden die Kinder des Dorfes von Unbekannten entführt. Theresa bleibt als Einzige zurück … Nun begibt sie sich auf die Suche nach den entführten Kindern und entdeckt dabei eine unbekannte Welt. Sie trifft unter anderem auf schreckhafte Eismurmler, einen verwegenen Schulbusfahrer, die Königin von Schneegypten, die verrückte Alpenkapelle und die gefährlichen Schatten aus dem Alpenglühen. Doch wo sind die Kinder? Kann Theresa ihre Freunde noch retten und wird sie alle Gefahren überstehen? „Theresas Traum“ ist ein interaktives Theater-Abenteuer zwischen Sprache, Geräusch, Musik, Schauspiel und Zeichentrick-Animation.
Drei Tage gereist ist die Erzählerin, von einer kleinen dänischen Insel bis nach Nenzing. Auf dieser Insel beginnt die Geschichte des jungen Frederik Nielsen, ein Kaufmannssohn, der von seinem Vater eine Villa, einen Hafen mit sieben Schiffen und ein Vermögen erbt. Schnell gibt er alles aus, besitzt nichts mehr als ein Paar Pantoffeln und einen Schlafrock. Sein letzter Freund schenkt ihm einen Koffer mit der Botschaft: „Pack ein!“ Da er nichts einzupacken hat, setzt er sich selbst hinein und fliegt davon. Aus dem Reisegepäck der Erzählerin entstehen die Insel, fremde Länder, eine Stadt, ein Palast. Hier landet er nach drei abenteuerlichen Flugtagen und lernt die Prinzessin seines Herzens kennen. Doch bevor König und Königin ihm ihre Tochter versprechen, muss Frederik noch eine schwierige Aufgabe lösen. 17.00 Uhr, Nenzing, Ramschwagsaal Oral Office/A THERESAS TRAUM Von Christian Reiner und dem Ensemble. Stimme: Christian Reiner. Musik: Jo Ambros, Mathias Koch, Richard Koch. Animationen, LiveZeichnungen: Markus Dorninger. Visuals: Matthias Fritz. 55 min. 6+ In Coproduktion mit dem Dschungel Wien.
Im Anschluss lädt das Festival alle BesucherInnen herzlichst zum Mitfeiern am kalten Buffet ein!
Pezzettino ist der allerbeste, allerkleinste Freund der Erzählerin, die durch die Geschichte begleitet. Spielerisch entführt sie die Kinder in seine Bilder- und Gedankenwelt. „Bin ich ein Stückchen von dir?“ fragt er den starken Elefanten, den tanzenden Hund, den kecken Vogel, die schlaue Katze und den schnellen Fisch. Doch alle behaupten, Stück für Stück sie selbst zu sein. Dann erlebt Pezzettino, dass auch er aus vielen Stücken besteht und nun ist er sich ganz sicher, Stück für Stück Pezzettino zu sein. „Ich bin ich“ ruft er überglücklich. Aus gerissenem Papier nach Motiven von Paul Klee, farbigen Folienschnipseln, aus flüssiger Farbe und mit Stiften gemalt, entstehen die verschiedenen Bühnenbilder vor den Augen der Zuschauer, klettern sogar aus der Bilderwand, wandern, tanzen, springen, fliegen, schwimmen durchs Publikum. 14.00 Uhr, Gemeindesaal Eschen, Liechtenstein Theater Kunstdünger/D EVA UND DIE SCHLANGE BLEIBEN AM BALL (Beschreibung siehe Donnerstag) Erstmals ist eine Produktion des Festivals auch in Liechtenstein zu sehen! 15.00 Uhr, Nenzing, Ramschwagsaal Theater Grüne Sosse/D PLUMPSACK Von Katharina Schlender. Spiel: Kathrin Marder, Friederike Schreiber, Willy Combecher, Sigi Herold, Detlef Köhler. Regie: Taki Papaconstantinou. 50 min. 8+ Österreichische Erstaufführung Was ist denn das für eine Familie? Vier Geschwister leben da mit ihrer Mutter zusammen. Der Vater ist gestorben und nichts ist wie es sein sollte. Die Mutter kocht Essen, das scheußlich schmeckt, verteilt ihre Liebe in Form von Ohrfeigen und kichert ständig. Da müssen doch wenigstens die Geschwister zusammen halten! Irgendwann müssen auch die Kleinen groß sein, denkt sich die Kleinste und beschließt alles auf den Kopf zu stellen … Zu stimmungsvollen, choreografischen Bildern und mit einer ganz eigenen Komik zeigt das TheaterGrueneSosse in diesem anrührenden Stück Theater um Verlust, Trauer und Lebensmut, wie Geschwister miteinander und für sich in einer unmöglichen Familie größer werden und ihren Weg finden: man kümmert sich umeinander und gibt nicht auf.
20.00 Uhr, Nenzing, Artenne, (Kirchgasse 6) Akademietheater Ulm/D SPOONFACE STEINBERG Von Lee Hall. Spiel: Reihaneh Youzbashi Dizaji. Regie: Manfred Jahnke. 65 min. 14+
17.00 Uhr, Nenzing, Ramschwagsaal Theater Kunstdünger/D EVA UND DIE SCHLANGE BLEIBEN AM BALL Idee und Spiel: Christiane Ahlhelm. Musik und Spiel: Andrea Pancur. Regie: Annette Geller. 50 min. 5+ Österreichische Erstaufführung
Spoonface Steinberg ist ein autistisches jüdisches Mädchen, das von sich erzählt: wie sie zur Belastung für die Eltern wird, die mit der Situation nicht klar kommen. Wie der Krebs sie in den Fängen hält. Warum sie statt Robbie Williams die Arien der Maria Callas hört... Vor allen Dingen aber erzählt Spoonface von ihrer Einzigartigkeit. Von der Schönheit auch, die ihrem Leben einen Sinn gibt. Trotz der Nähe zum Tod gibt Spoonface nicht auf, sie liebt das Leben und die Kunst. Spoonface Steinberg ist ein berührendes Stück Theater, das seine Zuschauer in seiner Suche nach dem Sinn des Lebens bestärken möchte. Ein Stück darüber, wie schön es ist zu leben, auch, wenn man sterben muss.
Wie eine Zirkusdirektorin beginnt die Schlange die Erzählung der Schöpfungsgeschichte und fühlt sich dabei mächtig wichtig. Eva stolpert unbedarft herein und hat ihre eigenen Ansichten. Spielen Verboten! Aber Eva und die Schlange spielen trotzdem. Die Schlange ist schlecht und Eva gut, aber wer weiß schon immer, was gut und schlecht ist? Mit dieser neuen Erkenntnis lernen sie sich erst richtig kennen und müssen sich eine eigene Meinung bilden. Das stellt ihre Freundschaft auf die Probe. Clownesk, komisch, musikalisch, phantastisch, doch voller Respekt für religiöse Gefühle erleben und erzählen die beiden diese uralte Geschichte und zeigen, dass gut oder schlecht, wahr oder falsch, schwarz oder weiß auch eine Frage des Standpunktes ist.
Im Garten der Artenne: Im Bienenstock Eine Soundarbeit von Günther Zechberger. Jedes heute lebende Bienenvolk ist ein Lebewesen, das ununterbrochenGeräusche von sich gibt, Schab-, Kratz- oder Kaugeräusche, Geräusche vibrierender Waben, zitternder Flügel, sich reibender Körper, das Piepen der Prinzessinnen. All diese Geräusche waren bereits vor Millionen von Jahren zu hören. Wer immer sein Ohr an einen Bienenstock legt, hört in eine Vergangenheit hinein, für die uns jedes Zeitgefühl fehlt. Aber er hört auch in eine Zukunft hinein, in der der Mensch längst von dieser Erde verschwunden sein wird. DONNERSTAG, 22. JUNI 2006 10.00 Uhr, Nenzing, Ramschwagsaal Theater Katerland/CH MÄDCHEN IM BAUM Von Staffan Göthe. Spiel: Nora Vonder Mühll, Cathrine Villiger, Jan von Rennenkampff. Regie: Taki Papaconstantinou. 50 min. 10+ Österreichische Erstaufführung Da war einmal ein Mädchen, das wollte nicht mitmachen, und sie konnte nie richtig sagen, warum. Wollte nicht. Einfach so. Was den anderen so einfiel, war ihr zu blöd, zu kindisch vor allem, so unheimlich kindisch. Sie fand einen Baum und kletterte hinauf. Einfach so. Hier kann man sitzen – genau so gut wie irgendwo anders. Hier kann man die Welt von oben betrachten. „Mädchen im Baum“ ist ein kraftvolles, temporeiches und bildstarkes Stück mit Musik. Die Schauspielerinnen lassen lustvoll in losen Episoden Geschehnisse, Situationen und Erinnerungen vorbeiziehen. Wir begleiten das Mädchen in seinem Scheitern, in seiner Mutlosigkeit und seiner aufkeimenden Kraft und vor allem in seinem Wunsch, Stellung zu beziehen und sich Ungerechtigkeiten, Ausgrenzung und Gewalt entgegenzustellen.
FREITAG, 23. JUNI 2006 10.00 Uhr, Nenzing, Ramschwagsaal Dalang Puppen Company/CH DAMIT ICH DICH BESSER SEHEN KANN Ensembleproduktion. Spiel: Frida Leon Beraud, Frauke Jacobi, Julius Griesenberg. Musik: Simon Hostettler. Regie: Beatrix Bühler. 75 min. 9+ Österreichische Erstaufführung Als Opa Fritz so alt war wie ich, hat er einen Wolf gezähmt. Jetzt kämpft er jeden Sonntag zum Nachtisch mit dem Puddinglöwen. Meine Oma Erna wollte Opernsängerin werden und ist Friseuse geworden. Opa Oskar hat sie verlassen, weil er das leichte Mädchen Irene liebt. Als ich sieben war, habe ich meine Sachen gepackt und bin bei Oma Lila und Opa Ruben eingezogen. Opa Ruben war ein wunderschöner Mann, jetzt hat er eine Glatze. Wenn Oma die Haare aufmacht, hängen sie ganz lang und dünn runter. Silberhaar, wie bei einer Fee. Oder wie bei einem Gespenst. Oma schrumpft, ich wachse. Mit liebevollem Blick aufs Älterwerden, auf die Vergänglichkeit des Lebens und des Körpers stöbern drei Enkelkinder in alten Familienfotos herum und entdecken ihre Großeltern. 20.00 Uhr, Nenzing, Ramschwagsaal Kulturwerkstatt Kaufbeuren/D NORWAY.TOD@Y Von Igor Bauersima. Spiel: Franziska Theiner, Maximilian Ulbrich. Regie: Sarah Schmidtbauer, Thomas Garmatsch. 120 min. 13+ Julie und August treffen sich auf einer Internetseite für Todessüchtige und beschließen, zusammen Selbstmord zu begehen. Ausgestattet
mit Zelt, Proviant und einer Videokamera lagern sie hoch über einem norwegischen Fjord am Rand einer Klippe. Als ein Polarlicht über den Nachthimmel flackert, kommt das für August einer Erleuchtung gleich. Und als Julie ausrutscht und über dem Abgrund baumelt, bittet sie August um Rettung. Vorsichtig beginnen sie, die Hülle einer digitalen Erlebniswelt zu verlassen. Ein Abschiedsvideo wird gedreht, ein Durchspielen verschiedener Möglichkeiten. Dann geht das Sterben plötzlich nicht mehr. Und warum man weitermachen will, weiß man auch noch nicht. Die Idee für das Stück gab eine Zeitungsnotiz: ein junger Norweger sucht per Internet jemanden für den gemeinsamen Selbstmord. Bereits zehn Tage später springt er mit einer jungen Österreicherin vom norwegischen Prekestolen Rock in den 600 m tiefen Abgrund. SAMSTAG, 24. JUNI 2006 17.00 Uhr, Nenzing, Ramschwagsaal Theater Grüne Sosse/D FEUERFEST Von Heiner Kondschak. Spiel: Sandra Vieth, Willy Combecher, Sigi Herold, Daniel Maier. Musik: Till Nicklas. Komposition und Regie: Heiner Kondschak. 65 min. 7+ Österreichische Erstaufführung Leute aus brennenden Häusern retten, Großbrände löschen, Katzen vom Kirchturm holen – wer von uns wollte nicht schon gerne einmal Feuerwehrmann sein, ein Held eben! Doch der Alltag auf der Feuerwache sieht anders aus und besteht nicht nur aus Heldentaten. Harald, Jörg, Frank und Rudi sind schon etliche Jahre bei der Feuerwehr. Nicht zuletzt ihre gemeinsamen Einsätze haben sie zu einer eingespielten Gruppe gemacht, eigentlich zu Freunden. Doch dann bekommen sie einen Lehrling auf ihre Wache, der das Gefüge ordentlich durcheinander bringt, nicht zuletzt deshalb, weil dieser Lehrling eine Frau ist … „Feuerfest“ ist eine Komödie mit Musik über die Feuerwehr, über Freundschaft, und darüber, dass es zwar schwer, aber lohnend ist, alte Strukturen, Hierarchien und Denkweisen zu durchbrechen, um zu einem gleichberechtigten Miteinander zu kommen. Tägliche AutorInnen-Theater-Dialoge unter der Leitung von Gerhard Ruiss (Geschäftsführung IG AutorInnen Wien)