FA M I L I E N
S TA D T D O R N B I R N
F端nf Jahre Familienleitbild in Dornbirn.
Fünf Jahre Familienleitbild Vor fünf Jahren wurde das – damals osterreichweit einzigartige – Familienleitbild der Stadt Dornbirn beschlossen. Das Ziel, die Rahmenbedingungen, die Infrastruktur und damit die Situation der Familien in Dornbirn zu verbessern, wird seither schrittweise und konsequent verfolgt. Zahlreiche Projekte, große und kleine, wurden umgesetzt. Von einer umfangreichen Umstellung des Kindergartensystems bis zur Anschaffung neuer Geräte für die Spielplätze oder Bildungsmaßnahmen für Eltern, spannt sich der Bogen. Die Bilanz, die sich nach fünf Jahren Familienleitbild zeigt, kann sich sehen lassen. Fünf Jahre konsequente und konzeptionell durchgeführte Familienarbeit haben den Dornbirner Familien viele Verbesserungen gebracht. Bessere Infrastruktur für Familien, mehr und flexiblere Betreuungsmöglichkeiten für Kinder und familienfreundlichere Rahmenbedingungen sind daraus entstanden. Die Zwischenbilanz ist eine Standortbestimmung. Mit dem Rückblick auf bisher Erreichtes wird erkennbar, was noch zu tun ist. Ideen für weitere Maßnahmen aber auch die laufende Entwicklung bestehender Projekte
und Angebote werden für die kommenden Jahre Herausforderungen bieten. Mit dem Leitbild und den daraus abgeleiteten Strukturen ist die Stadt gut gerüstet. Wie ist das Familienleitbild entstanden? 1997 und 1998 war Dornbirn eine der ersten Pilotgemeinden des Landes bei der Initiative „Familiengerechte Gemeinde“. 2001 wurde Prof. Dr. Meinrad Perrez von der Universität Fribourg/CH mit der Erstellung eines Familienleitbildes und eines Maßnahmenplans beauftragt. 2003 wurde die Stadt als Familien- und Kinderfreundliche Gemeinde durch den Bund zertifiziert. Welche Überlegungen lagen dem Familienleitbild zugrunde? Mit dem Familienleitbild sollten die Ziele der Familienpolitik definiert werden. Ohne Familie geht es nicht - sie ist für die Mehrzahl der Menschen gewissermaßen das „Interface“ zwischen Individuum, Beruf und Gesellschaft. Ohne den Beitrag der Familie könnten weder Wirtschaft noch das öffentliche Gemeinwesen bestehen. Die sich vollziehende Pluralisierung der Familienformen,
die es im Übrigen bereits in früheren Jahrhunderten in unterschiedlicher Häufigkeit und Verteilung gegeben hat, wird daran nichts ändern. Eine zeitgerechte Familienpolitik wird sich um die Optimierung der Rahmenbedingungen für die Entfaltung der Familien bemühen, um für die heranwachsenden jungen Menschen angemessene Entwicklungsbedingungen und für die in Familien lebenden Erwachsenen angemessene Lebensbedingungen zu fördern.
befinden sich in permanenter Entwicklung, und der Lebenszyklus einer Familie lässt sich in Phasen einteilen, die sich durch eigene typische Aufgaben und Beanspruchungen charakterisieren. Der hier vorliegende Bericht konzentriert sich vorwiegend auf Familien mit Kindern bis 14 Jahre.
Konzentration auf Familien mit Kindern bis 14 Jahren. Die Politik kann nicht in die private Sphäre der Familie hineinwirken. Das ist nicht ihre Aufgabe. Sie kann Rahmenbedingungen für das Leben der Familien optimieren. Familien
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Die drei wesentlichen Bereiche bei der Umsetzung des Leitbildes: Strukturelle Verbesserungen Vereinbarkeit von Familienund Erwerbsleben Familienstärkung und Elternbildung
Strukturelle Verbesserungen Familienservice-Stelle Die Abteilung „Kinder und Familien“ im Rathaus ist die FamilienserviceStelle der Dornbirner Stadtverwaltung mit Infos rund um die Familie. Die Zusammenführung der Abt. Kindergärten und Familien zur Abt. Kinder und Familien im Jahre 2003 zu einer Fachstelle hat sich bestens bewährt. Seit damals wird auch die Kinder- und Schülerbetreuung von dieser Service-Stelle aus organisiert und koordiniert. Sie nimmt folgende Aufgaben wahr: • Information zu allen familienrelevanten Themen • Schaffung, Beratung und Vermittlung von Kinderbetreuungsplätzen • Organisation von Familiensommer, Spielefest, Rathaus-Adventkalender, Kinder-Ländle auf der Herbstmesse etc. • Prüfung von Familienverträglichkeit, erstmals beim Bau des Stadtbades und des Treffpunkt an der Ach • Strategische Weiterentwicklung Verein „Familienfreundliches Dornbirn“ Im Frühjahr 2007 wurde aus strategischen Gründen der Verein „Familienfreundliches Dornbirn“ gegründet, das Eltern-Kind-Zentrum mit mehr als 20 Ehrenamtlichen in diesen eingegliedert und der boomende Dornbirner Familiensommer durchführt. Grund für diesen stadtnahen Verein sind Flexibilität in der Führung des Eltern-Kind-Zentrums und
Durchführung von Projekten sowie verbesserte Sponsor-Möglichkeiten. Familienbeirat Seit dem Jahre 2007 unterstützt ein Familienbeirat die Aufgaben im Familienbereich durch Ideengebung, Beurteilung der verschiedenen Projekte und Begleitung in der inhaltlichen Steuerung. Familien-Team Das rathausinterne Familien-Team kümmert sich um die Initiierung, Durchführung und Begleitung der laufenden und geplanten Projekte im Familienbereich und trifft sich wöchentlich unter der Leitung der Familienstadträtin. Spielplätze Bei der Erstellung des Familienkonzeptes wurden auch die öffentlichen Spielplätze einer Analyse unterzogen. Als besonders wichtig wurden damals die Verbesserung der Bauund Kreativbereiche, damit verbunden der Abwechslungsreichtum und die Naturnähe erachtet. Im Rahmen eines Spielplatzkonzeptes wurden alle öffentlichen Spielplätze nach den gültigen EU-Normen überprüft, mit einer Spielplatzordnung gekennzeichnet, adaptiert bzw. weiterentwickelt. Neue Spielplätze wie z.B. Am Wall, im Zentrum Haselstauden und F.M. Hämmerle im Fischbach werden im kommenden Jahr entstehen. Die Anstellung eines eigenen Spielplatzbetreuers ab 2006 für die Spielplätze garantiert Qualität und Sicherheit für unsere Kinder.
Vereinbarkeit von Familienund Erwerbsleben Neue Förderrichtlinien für Kleinkinderbetreuungseinrichtungen Die Überarbeitung der Förderrichtlinien für Einrichtungen der Kleinkinderbetreuung soll die Infrastruktur in diesem Bereich unterstützen. Durch die Einführung eines Punktesystems werden auch verstärkt jene Kinderbetreuungseinrichtungen unterstützt, die jüngere Kinder aufnehmen, altersgemischte Gruppen führen oder sich um Kinder ohne Deutschkenntnisse bzw. mit erhöhtem Förderbedarf kümmern. Zusätzliche Förderungen gibt es für die Mittagsbetreuung inkl. Mittagstisch und Nachmittagsbetreuung. Eine weitere Unterstützung der Kleinkinderbetreuungseinrichtungen besteht in der Bereitstellung von Springerinnen aus dem städtischen Personalpool für kurzfristige Überbrückungen.
Kindergarten-Offensive Die Kindergärten der Stadt Dornbirn sind zwar ein freiwilliges Angebot, werden jedoch von nahezu allen der knapp 1000 Kinder im Alter von 4 bis 6 Jahren in Anspruch genommen. Mit der Umstellung auf ein neues, flexibles und damit familienfreundliches System war Dornbirn einmal mehr landesweit Vorreiter. Seit 2004 ist an allen 19 Dornbirner Kindergärten eine Betreuung der Kinder ab 3 Jahren zu flexiblen Kindergartenzeiten möglich. Neben den Kernzeiten mit 5 Vormittagen, der vom Großteil der Kinder in Anspruch genommen wird, gibt es ein zusätzliches bedarfsorientiertes Modulsystem mit sozialer Staffelung. Ca. 10% der Eltern buchen inzwischen aufgrund eines erhöhten Betreuungsbedarfes entweder nur den Mittagstisch oder auch einzelne Nachmittage dazu, dies betrifft ca. 100 Kinder.
2005 wurde im Schwefel ein neuer Kindergarten eröffnet. Dieser Kindergarten in einer Wohnanlage schließt den Betreuungsbedarf in einem Gebiet, in dem zahlreiche Betriebe mit attraktiven Arbeitsplätzen liegen. Erstmals ist es gelungen, durch Kooperation mit einem großen Dornbirner Wirtschaftsbetrieb eine Vereinbarung über den „Ankauf“ von Betreuungsplätzen abzuschließen. Aufgrund der Tatsache, dass sich jede Kindergartenpädagogin jedes Jahr mindestens vier Tage weiterbildet, wird an unseren Kindergärten gleich bleibende Qualität garantiert. Es wurde ein „Leitfaden für Elternarbeit im Kindergarten“ ausgearbeitet. Ab dem Jahre 2007 wird ähnlich den Elternsprechtagen an Schulen zusätzlich zu den normalen Elternkontakten zweimal jährlich ein individuelles Elterngespräch über die Entwicklung des Kindes angeboten. Ausbau der Schülerbetreuung Neben den zwei Schülertagesstätten Markt und Rohrbach ist inzwischen an fast allen Schulen eine Schülerbetreuung eingerichtet, bei Bedarf mit Mittagessen. Neben Hausaufgabenhilfe und Freizeitbetreuung ist auch für ein angenehmes Ambiente gesorgt. Insgesamt nehmen rund 260 Schüler eine der Schülerbetreuungen in Anspruch - davon knapp 100 Schüler in den beiden Schülertagesstätten. Ab Herbst 2007 hat die Schülerbetreuung der Innenstadt (Sala) in der Volksschule Markt nun eine ideale ständige Bleibe gefunden. Durch den Neubau des Sonderpädagogischen Zentrums werden dort mittelfristig weitere Räume frei.
Ferienbetreuung “á la carte” Neben der Betreuung in den Sommerferien wurde in den letzten Jahren das Angebot auch auf die Semester- und Osterferien ausgeweitet. Für die Drei- bis Sechsjährigen bietet der „Ferien-Hüslar-Garto“ ein kindgerechtes Umfeld für dzt. insgesamt rund 100 Kinder. Bei den Sechs- bis Vierzehnjährigen ist es der „FerienKlub“, der in den Ferien Abwechslung für dzt. ca. 50 Kinder bringt. Unterstützung der Familien bzw. Kinderbetreuung Zuhause In den vergangenen Jahren lag der Schwerpunkt im Ausbau der Kinderbetreuung und im Bereich Elternbildung. Eine große Herausforderung ist aber auch die Förderung von Familien, welche die Möglichkeit bzw. den Wunsch haben, ihre Kinder vor dem Kindergarten Zuhause zu betreuen. Dazu gibt es bis zweieinhalb Jahre das Kinderbetreuungsgeld und darüber hinaus den Familienzuschuss des Landes. Die Projekte „ElternChat“ des KBW und „FamilienEmpowerMent vom Vlbg. Kinderdorf sowie die Elternbildungsangebote sind erste Maßnahmen im Bereich familienunterstützende Maßnahmen. Durch eine Rahmenvereinbarung mit der Caritas können Familien in schwierigen Situationen tageweise oder auch länger Familienhelferinnen in Anspruch nehmen.
Familienstärkung und Elternbildung Erweiterung des Familien-Service • Kinder-Start-Paket mit Gutscheinheft, Baby-Ausstattung und Infos rund ums Baby • Information an Eltern mit 2-jährigen Kindern durch Zusendung der Elternbriefe des Bundes • Zusendung des Familienpasses für Familienermäßigungen statt langer Wartezeiten • Schüler-Start-Paket mit Gutscheinheft zum Schulbeginn als finanzielle Erleichterung Neue Positionierung des Eltern-Kind-Zentrums Im Jahre 2005 wurde mit der Leitung und den rund 20 Ehrenamtlichen des Eltern-Kind-Zentrums ein
neues Konzept mit einer Aufteilung von Bereichen und Zuständigkeiten erarbeitet. Im Herbst 2007gelang die Einbettung im Familien- und Sozialzentrum Treffpunkt an der Ach. Die Besonderheit dieses Treffpunktes liegt darin, dass durch den Umbau des Altersheimes erstmals verschiedenste Einrichtungen im Familienund Sozialbereich unter einem Dach vereinigt sind. Das Angebot reicht von der Geburtsvorbereitung über Beratungsdienste bis zur Tagesbetreuung älterer Menschen. Durch die Eingliederung in den Verein „Familienfreundliches Dornbirn“ übernimmt das EKZ weitere Aufgaben wie die Vergabe des Spielebus, der Spielekiste etc.
Kinderbetreuungseinrichtungen als Familientreffpunkte Ab Frühjahr 2008 werden vorerst zwei Kindergärten und die Schülerbetreuung Rohrbach zu dezentralen Familientreffpunkten weiterentwickelt, bei denen sich Eltern ganz zwanglos mit ihren Kindern außerhalb der normalen Öffnungszeiten an Wochentagen oder Wochenenden zum Spielen, zum Austausch oder auch zur Organisation zielgruppenrelevanter Veranstaltungen treffen können. Dazu wurde mit Unterstützung des Landes ein Konzept ausgearbeitet. Eine Gastgeberin an jeder Einrichtung sorgt dafür, dass Eltern sich einbringen und ihr je eigenes Programm miteinander entwickeln. Es gibt dazu einen Ideenkatalog als Anregung. Ziele dieser Treffpunkte: • Sie sollen Orte der Begegnung für Familien mit Kindern jedes Alters sein • Schaffung von Begegnungs- und Kommunikationsorten für Eltern • Stärkung der sozialen Netze der Familien • Aufbau von informellen und formellen Möglichkeiten für Elternbildung Konzept Elternbildung Im Jahre 2005 wurde ein eigenes Konzept erstellt, wie durch möglichst niederschwellige Angebote auch bildungsferne Eltern erreicht werden können. Inzwischen sind daraus diverse Angebote entstanden wie beispielsweise Vortragsreihen - Die Reihe „Fit für Familie“ in den Jahren 2005 und 2006 bzw. aktuell der „Familien-Herbst“
2007 sind Angebote für Familien, aber auch Kindergärten und Schulen, die im Rahmen einer landesweiten Kampagne mitfinanziert wurden. Eltern-Chat - Diese Fachgespräche von Eltern für Eltern werden vom Kath. Bildungswerk in Zusammenarbeit mit Supro organisiert. Es sind 15 ausgebildete Moderatorinnen im Einsatz, davon vier mit türkischem Hintergrund. Eine Gastgeberin lädt jeweils Nachbarn, Freunde und Bekannte ein, die Moderatorin führt mit Hilfe eines Kurzfilmes in ein Thema ein, worüber sich die Eltern anschließend austauschen. FamilienEmpowerMent - Ziel dieser vom Vorarlberger Kinderdorf gestarteten Initiative ist das Zusammenbringen von Familien und deren Anliegen – von Nachhilfe bis Fahrdiensten – mit Ehrenamtlichen, die sich im Rahmen eines abgesteckten Zeitrahmens dafür engagieren. Dornbirn scheint ein guter Boden dafür zu sein. Dutzende „Familienpaten“ sind schon im Einsatz. Erfreulich ist, dass diese Hilfe in hohem Ausmaß auch Migrantenfamilien zugute kommt und sich inzwischen manche private Familienfreundschaften entwickelt haben. Familien-Impuls-Cafe Schoren - Zwei Jahre lang trafen sich Eltern in gemütlicher Atmosphäre im Kindergarten Heinzenbeer zum gemütlichen Hock und Austausch über Familienthemen mit Kinderbetreuung. Diese Elterngruppe wird in naher Zukunft in den Familientreffpunkt des Kindergarten Heinzenbeer integriert. Angebote Treffpunkt an der Ach - Von der Geburtsvorbereitung, Stillinformation über Elternberatung, der
Initiative Lega, dem Selbsthilfeclub Antenne bis zum Gesundheitstraining und Sprachencafé gibt es weitere Angebote für interessierte Eltern. Kinder beteiligen Zu Ostern 2007 hat die Stadt Dornbirn mit Unterstützung des Landes und des Vereines „Welt der Kinder“ offiziell mit dem Thema Kinderbeteiligung begonnen. An fünf Workshops in der Volksschule Markt konnten sich über 70 begeisterte Kinder als Fotograf unterwegs, Stadt- Detektive, Stadtreporter und Zeitungsmacher, Schatzsucher und bei Dornbirner Spielen versuchen. Einige Ergebnisse wurden vor kurzem im Festspielhaus in Bregenz im Rahmen von „Kinder in die Mitte“ präsentiert. Im kommenden Jahr soll eine Schwerpunktwoche im Bezirk Oberdorf folgen.
Dornbirner Familien Sommer Der Familiensommer, an dem sich immer mehr Organisationen und Initiativen beteiligen, sorgt jedes Jahr mehr für Erlebnis, Bewegung, Kurzweil und Gemeinschaft. Der diesjährige Familiensommer hatte besondere Highlights: Die Familienolympiade zu Beginn des Sommers ist markanter Auftakt mit zahlreichen Spielstationen und schönen Familienpreisen im Stadion Birkenwiese. Der erstmalige Einsatz eines Spielebusses der bei trockener Witterung bei Siedlungs- und Spielplätzen Kinder zum Spielen und Bewegen motivierte, hat neue Möglichkeiten der Animation aufgezeigt. Der vorarlbergweit erste IndoorSpielplatz in der Stadthalle wurde bei Schlechtwetter von Kindern im Alter von 3 bis 8 Jahren in Begleitung Erwachsener sehr gut angenom-
men, sodass an eine Ausweitung auf andere Ferienzeiten gedacht wird. Das Spielefest zum Abschluss war der erfolgreiche Schlusspunkt des Familiensommers und zog 2007 über 7.000 Menschen in den Stadtgarten bei der Inatura. Stärkung von Migrantenfamilien - Förderung des interkulturellen Zusammenlebens Das fast zeitgleich entstandene Integrationsleitbild sieht verschiedene Maßnahmen vor, die direkt den Familien mit Migrationshintergrund zugute kommen und hier vor allem der türkischstämmigen Bevölkerung. In der Sprach- und Kulturvermittlung sind in den letzen Jahren verschiedene Projekte entstanden: Sprachförderung zum Kindergarteneintritt - Kinder, in Begleitung ihrer Eltern, erhalten dreimal pro Jahr 10 Wochen lang auf spielerische Art und Weise Anleitungen zum Erlernen der Sprache, auch für Zuhause. Die Mütter spielen dabei eine Schlüsselrolle. Diese Kurse sind voll ausgebucht und werden gerne in Anspruch genommen. Lernhilfe an Volks- und Hauptschulen - Dies ist ein spezielles Lernhilfean-
gebot für Kinder mit nichtdeutscher Muttersprache und anderen Kindern, die in der Schule Defizite haben. Dieses Projekt, vom Institut Inka organisiert, wird inzwischen auch in anderen Gemeinden angeboten und von Seiten der Stadt unterstützt. Sprach- und Orientierungskurse für Frauen - Dieser Kurs ist vor allem für türkische Frauen ein wichtiger Einstieg in Sprache und Kultur unseres Landes und läuft bereits im fünften Jahr ungebrochen erfolgreich an einem Vormittag an der Volksschule Haselstauden. Die Zertifikatsverleihung durch den Bürgermeister ist für diese Frauen eine Wertschätzung und Auszeichnung, die sie nicht vergessen. Kanapé-Teenachmittage für Frauen Bei diesen 14-tägigen lockeren Gesprächsrunden zu Fragen wie Gesundheit, Sicherheit im Haushalt, Gewalt in der Familie bzw. Vorstellung von Institutionen wie Familienverband, Krankenpflegeverein etc. werden ganz wesentliche Grundkenntnisse vermittelt. Durch die Teilnahme einer Dolmetscherin und begleitender Kinderbetreuung wird auch dieses Angebote sehr gut genutzt.
Vorhaben der nächsten Jahre Dornbirn hat im Rahmen der landesweiten Initiative „Kinder in die Mitte“ einige wichtige Projekte entwickelt, die in Planung bzw. Umsetzung sind. Ausbau der „Kinderbetreuungseinrichtungen als Familientreffpunkte“ Diese geplanten kleinen Familienzentren an möglichst vielen Kindergarten, Schülerbetreuungs- und Kleinkinderbetreuungseinrichtungen ermöglichen ein starkes Netz für Familien und Kinder, ganz im Sinne der Förderung des Miteinanders. Im Frühling 2008 soll an drei Standorten damit begonnen werden. Forcierung der Elternarbeit im Kindergarten Der Leitfaden für Elternarbeit ist Garant für ein flächendeckendes Qualitätsangebot in allen Kindergärten in Dornbirn. Die Qualität einer Kinderbetreuung lebt primär von den handelnden Personen und den vertrauensvollen Beziehungen von Eltern zu den Kindergartenpädagoginnen. Daher sind die diversen Kontakte des Personals mit den Eltern während des ganzen Jahres, sei es im Rahmen von persönlichen Gesprächen, Teilnahme an Veranstaltungen, durch Elternbriefe, bei Festen, Feiern etc. so wichtig. Unterstützung der Familien in ihrer Erziehungsarbeit Zuhause Die Projekte „Eltern-Chat“ des KBW und „FamilienEmpowerMent vom Vlbg. Kinderdorf sowie die Elternbildungsangebote sind erste
Maßnahmen im Bereich familienunterstützende Maßnahmen. Darüberhinaus ist geplant, durch weitere niederschwellige Bildungsangebote Eltern in ihrer Erziehungsaufgabe zu unterstützen. Der Ausbau unserer Kindergärten zu Familientreffpunkten ist auch eine Maßnahme, die Eltern mit Kindern zugute kommt. Angeregt wurde die Ausweitung der Babysitterbetreuung „Frau Holle“ durch den Familienverband. „Spiel- und Begegnungsräume“ in unserer Stadt – Öffnung der Kindergartenspielplätze Pro Bezirk soll in den nächsten Jahren ein integrativer, multifunktional nutzbarer Ort für Familien zur Verfügung stehen. Es geht dabei jedoch nicht nur um die geplanten, sondern auch um öffentliche Plätze, die sich zu Treffpunkten entwickelt haben bzw. als solche eignen. Noch heuer wird eine Erhebung von Räumen und Treffpunkten für Kinder-, Familien und Jugendliche durchgeführt. Diese sollen dann bewertet und in Form eines Kinder-/Jugendbzw. Familienstadtplanes sichtbar gemacht werden. Die Öffnung der Kindergarten-Spielplätze für Kinder unter Aufsicht auch außerhalb der Kindergartenzeiten ist im Frühjahr 2008 geplant und bringt auf Anhieb eine Verdoppelung der bisherigen öffentlichen Spielplätze. Im Jahre 2008 ist die Neuerrichtung des Spielplatzes Am Wall sowie in Haselstauden bei der Volksschule mit Elternbeteiligung geplant.
Ausbau der Kinderbeteiligung Die Durchführung eiens „Osterworkshops“ für Volksschulkinder ist auch in den kommenden Jahren geplant, 2008 im Oberdorf. Dazu kommt die Neuausrichtung der Rathausbesuche der 3. Klasse. Durch due enge Koordination mit dem bereits bestehenden Verein Jugendbeteiligung sind weitere Synergien zu erwarten. Weiterentwicklung der Familienservice-Stelle Durch die sehr dynamische Entwicklung des Familienbereiches ist die personelle Verstärkung und räumliche Verbesserung der Familien-Service-Stelle im Rathaus notwendig geworden. Dies soll bis Herbst 2008 abgeschlossen sein.
Alles in allem besteht nicht zuletzt dank der gut ausgebauten Infrastruktur im Verkehrs-, Wohn-, Freizeit-, Kultur-, Sport-, Jugendund Familienbereich ein sehr angenehmes und familienfreundliches Umfeld. Da Familien mehr als alles andere ein Querschnittsthema darstellen, kann in dieser Bilanz nicht auf die zahlreichen Maßnahmen im Bereich Umwelt, Stadt- und Raumplanung, Straßen- und Fahrradwege, Hochbau, Wohnungsbau und –vergabe usw. eingegangen werden. Die Maßnahmen zu den eingangs erwähnten Handlungsfeldern werden separat erfasst und dargestellt und würden den Rahmen dieser kurzen Bilanz sprengen.