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Mitwoch, 8. Mai 2019 Vorarlberger Nachrichten | Anzeigen
D4 Mein Haus. Meine Zukunft.
Ein Haus wie ein Baum: von den Vorteilen des Baustoffs Holz Wer neu baut, der trägt auch Verantwortung für die Zukunft. Nach dem Wissensstand von heute und den Erfahrungen der vergangenen Jahre ist es ein Leichtes, Neubauten nach ökonomischen und ökologischen Gesichtspunkten modern auszurichten.
Baustoff, der in fast jeder Bausituation eingesetzt werden kann. Wer von vornherein bei der Planung darauf achtet, dass das Holz, das eingebaut werden soll, nach einem möglichen Regen wieder abtrocknen kann, für den ist das Wetter kein Thema.
Niedrige Energiebilanzen, umweltverträgliche Materialien, Langlebigkeit und flexible Raumgestaltung machen etwa den Holzbau für das neue Gebäude interessant. Auch später anstehende Veränderungen innerhalb des Gebäudes oder Erweiterungen bzw. Anbauten bis hin zu Aufstockungen sind durch vorausschauendes Planen in der Zukunft kein Problem. Für alle Bauvorhaben ist zudem eines gleich: Die Bauzeit soll möglichst kurz, die Planung flexibel und vielfältig sein. Holz bietet Architekten, Bauherren und Zimmerern viele Gestaltungsmöglichkeiten. Vieles spricht für den Baustoff Holz.
Schutz der Umwelt Im Ganzen betrachtet wird allgemein bei der Holzverarbeitung weniger Energie aufgewendet als bei alternativen Baustoffen wie Stahl, Glas und Beton. Dies führt in der Energiedebatte unter anderem auch durch seine guten Dämmeigenschaften dazu, dass dem nachwachsenden Rohstoff die Zukunft gehört. Aber nicht nur Energie und CO2 sind umweltrelevante Stichworte. Was passiert beim Rückbau eines Gebäudes? Auch hier trumpft Holz gegenüber anderen Baustoffen auf. Kaum ein anderes Material lässt sich so umweltverträglich recyceln. Und wieder mit deutlich weniger Energieaufwand als bei anderen Materialien. Doch am überzeugendsten ist wohl die Tatsache, dass jeder gefällte Baum an derselben Stelle einen neuen Baum hervorbringen kann: Wenn ein 50 Jahre alter Baum zu Bauholz in einem Einfamilienhaus verarbeitet wird, davon auszugehen ist, dass dieses Haus mindestens eine Generation steht, wächst in der gleichen Zeit ein neuer, ebenso starker Baum nach.
Wärmeschutz und Bauzeit Holz ist ein schlechter Wärmeleiter und durch seine Beschaffenheit ein hervorragender Wärmeschutz im Winter und im Sommer. Im Holz sind die Zellen mit Luft gefüllt, damit wird dieses Material anders als beispielsweise Stein oder Beton zu einem trägen Wärmeleiter. Die Temperaturschwankungen sind ver-
Holz ist ein langlebiger Baustoff mit vielen Vorteilen. zögert. So ist die Energieeinsparung beim Bauen und beim Wohnen durch eine gute Wärmedämmung im Holzhaus natürlich gewährleistet. Der Fertigbau hat sich zudem längst etabliert und wird gerade im Holzbau schon seit Jahrzehnten eingesetzt. Mit diesen Erfahrungen ist ein hoher Vorfertigungsgrad keine Qualitätsfrage mehr. Alles ist dort möglich. Mit der Vorfertigung werden kurze Bauzeit, termingenaue Planung und schneller Bezug möglich – im Privatbau, Gewerbebau und im Kommu-
nalbau. Der natürliche Baustoff Holz wirkt auf Menschen angenehm und beruhigend. Allgemein sorgt dieses Material mit seinen Eigenschaften für ein gesundes Raumklima, eine optimale Luftfeuchtigkeit und einen hohen Wohlfühlfaktor – ganz gleich ob in der Familie oder am Arbeitsplatz. Trumpf des Holzbaus sind weiters nahezu unbegrenzte planerische Gestaltungsmöglichkeiten. Holz gehört zu den leichten Baustoffen, die jedoch stark belastet werden beziehungs-
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weise eine hohe Traglast aufnehmen können. Modern und langlebig Manche sagen, ein Holzbau ist zeitlos und andere wiederum empfinden diesen als modern. In jedem Falle ist dieses Material langlebig. Dies lässt sich durch viele Gebäudetypen nachweisen, wie beispielsweise den Fachwerkbau, der seit über 300 Jahren Bestand hat und viele Städte heute noch prägt. So kann für die Werthaltigkeit beim Holzbau bzw. Holzhäusern von „ganz normal“ ge-
sprochen werden. Holzhäuser sind gerade durch den „flexiblen“ Baustoff belastbar und viele Jahre unverändert schön. Holz ist planbar, berechenbar und vor allem flexibel. Wer das Haus beispielsweise mit einem ausreichend auskragenden Dachvorsprung plant, der muss sich vor Wind und Wetter nicht fürchten. Die auskragende Fläche sorgt dafür, dass darunterliegende Fassadenteile nicht in Mitleidenschaft gezogen werden, egal, ob es regnet, stürmt oder schneit. Holz ist ein prädestinierter
Die intelligente Heizungssteuerung im Smarthome Logischerweise wird im Sommer die Heizung fast immer abgestellt, im Winter läuft diese dann auf Hochtouren.
fügung stehen, können per Smartphone von unterwegs bedient werden – oder regeln das Heizverhalten selbst.
Dazwischen liegen Jahreszeiten, in denen – auch im Ergebnis des Klimawandels – ziemlich hohe Temperaturschwankungen feststellbar sind. Smarte Thermostate, die mittlerweile für alle gängigen Heizkörpervarianten zur Ver-
Unterschiedliche Systeme Manche Hersteller setzen etwa auf die Geofencing-Technologie: der Thermostat schaltet sich automatisch aus, wenn niemand zu Hause ist und heizt energiesparend auf, sobald sich ein Bewohner dem
Haus nähert. Über andere Thermostate wird das Heizverhalten auf Basis von Nutzungsgewohnheiten analysiert und diese passen sich nach einer Selbstlernphase daran an. Heizkostenersparnis Egal, welche smarte Heizungssteuerung gewählt wird, der Bewohner muss sich keine Gedanken mehr um Wohlfühltemperaturen machen. Die
Heizkostenersparnis liegt nach Herstellerangaben und Studien bei über 30 Prozent. Mit der Verbreitung von Sprachassistenten wie Apples Siri oder Amazons Alexa sind auch immer mehr Thermostate kompatibel mit Apple HomeKit, Google-Home oder dem Amazon-Echo – diesen reicht dann ein Sprachbefehl zur Regulierung der Heizungen im ganzen Haus aus.
Den Langfingern die Diebestour verwehren Sicherheit am und ums Haus ist ein Gebot der Stunde. Vor allem Türen und Fenster sollten entsprechend aufgerüstet werden. Experten empfehlen, bei Neuoder Umbau direkt in sogenannte Sicherheitstüren zu investieren.
Vorsorgliches Auf- bzw. Nachrüsten von Türen und Fenstern kann dabei helfen, Einbrüche zu verhindern.
Insgesamt gibt es hier sechs Widerstandsklassen. Je höher die Klasse, desto größer ist der Schutz für das Zuhause. Versicherungen akzeptieren übrigens häufig nur Türen ab der Widerstandsklasse 3 als Sicherheitstür. Wer nicht gleich in eine Sicherheitstür investieren will, kann die Eingangstür neben Scherengittern oder Sicherheitsrollläden auch mit Sicherheitsschlössern nachrüsten. Dafür gibt es mehrere Möglichkeiten. So können etwa Mehrfachverriegelungen nachträglich
eingebaut werden. Oder aber an entscheidet sich für Zusatzschlösser wie Querriegelschlösser, die an Türen mit tragfähigen Türbändern montiert werden können. Eine weitere Möglichkeit sind Magnetschlösser, die das Visier sichern oder aber es werden elektronische Sicherungen (akustische Trittmatte, AlarmTürstopper) angebracht. Auch ein aufbohr-, nachsperr- und abreißsicherer Sicherheitszylinder schützt in Kombination mit einem Sicherheitsbeschlag gegen unbefugte mechanische Manipulation und sorgt für erhöhten Einbruchschutz. Einbruchschutz für Fenster Wer neu baut oder eine umfangreiche Sanierung plant, der tut gut daran, direkt in einbruch-
hemmende Fenster zu investieren. Sicherheitsfenster zeichnen sich dadurch aus, dass sämtliche Komponenten wie Rahmen, Verriegelung, Beschläge, Griffe und Glas aufeinander abgestimmt sind. Außerdem wird der Fensterrahmen für einen effektiven Einbruchschutz nicht nur eingeschäumt, sondern fest mit dem Mauerwerk verschraubt. Einbruchhemmende Fenster gibt es in den Widerstandsklassen 1 bis 4. Wer ältere Fenster hat und nicht in einen umbauen möchte, kann mit Fenster-Alarmgeräten, Fensterschlössern (Zahlen-, Fenster-Stangen-, Dachfensteroder Doppelflügelschloss), zusätzlichen Sperrriegeln, Fensterkipp-Sicherung und anderen Nachrüstungen, Einbrechern den Zugang vergällen.
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Mein Haus. Meine Zukunft. D5
Haus und „Innenleben“ stets im Griff haben Von unterwegs aus die Heizung steuern oder die Waschmaschine starten, aus dem Urlaub die heimischen Jalousien herunterlassen oder die Lampen an- und ausschalten – dies sind nur einige Anwendungsbeispiele für sogenannte „Smarthome“-Systeme. Smarthome gehört – wie die Digitalisierung – zu den heute wohl am meisten gebrauchten Worten all jener, die in sein wollen. Dabei ist das alles gar nicht so neu. Denn bereits in den 1970er-Jahren gab es die ersten kabelgebundenen Varianten vernetzter Haushalte, die zentral gesteuert und überwacht werden konnten. Richtigen Aufwind bekam die Hausautomation jedoch erst mit zwei technologischen Fortschritten: Das sind einerseits bidirektionale Funkstandards, wie WLAN und Bluetooth, die Haushalts- und Multimediageräte dazu befähigen, Informationen nicht nur zu empfangen, sondern auch zu senden. Kurz: Dinge können mit den Menschen und untereinander kommunizieren. Andererseits sind es Smartphone oder Tablet, die als „Fernbedienung“ des intelligenten Hauses in Aktion getreten sind. Mit der Verbreitung dieser Standards ist die Hausautomation nun ohne großen Aufwand für jeden realisierbar. Für die funkbasierte Vernetzung smarter Geräte und Gadgets setzte sich dann
auch der Begriff Smarthome durch. Hintergrund ist, dass im Smarthome völlig unterschiedliche vernetzte Geräte untereinander kommunizieren, mit dem Ziel, Lebensqualität, Sicherheit und Komfort der Bewohner zu steigern. Lampen oder Thermostate reagieren dabei etwa auf die Messwerte von Sensoren wie Bewegungsmeldern. Unterhaltungselektronik wird sprachsteuerbar und die Heizung passt sich selbstständig den Außentemperaturen an. Neue Fragen Mit der neuen Technologie kommen neue Fragen auf: Was ist Smarthome eigentlich genau? Wie funktioniert es? Wo ist der Einsatz von Smarthome-Produkten sinnvoll? Und vor allem: Wie kann Smarthome praktisch umsetzt werden? Als Smarthome wird ein Haushalt bezeichnet, in dem Haushalts- und Multimediageräte interagieren und zentral ferngesteuert werden können. Durch die Smarthome-Technologie werden einerseits Alltagsvorgänge automatisiert, andererseits können die Geräteeinstellungen, beispielsweise von Heizung, Licht und Lautsprechern, per Computer oder Smartphone schnell an die persönlichen Bedürfnisse angepasst werden – direkt zu Hause oder auch von unterwegs. Auch die endgerätlose Steuerung, etwa über Sprachbefehle oder
Smartphone oder Tablet funktionieren im intelligenten Haus wie eine „Fernbedienung“. Handzeichen, gewinnt zunehmend an Bedeutung. Die neue Generation der Hausautomation wird immer interessanter. Programme und Apps Möglich wird die Fernsteuerung von Haushaltsgeräten, Haustechnik, Musik- und Multimediageräten durch ei-
ne Internetanbindung der Geräte beziehungsweise der vorgeschalteten Steckdosen und Zeitschaltuhren sowie durch entsprechende Steuerungsprogramme und Apps. Energiesparpotenzial Was für manchen nach unnötiger Technik-Spielerei klin-
gen mag, hat jedoch auch ernsthafte Hintergründe: Das vernetzte, intelligente Haus kann dazu beitragen, Energie und Ressourcen zu sparen – in der heutigen Zeit ein nicht unerheblicher Vorteil, der sowohl der Umwelt als auch dem Börserl guttut. Außerdem erhoffen sich Entwickler
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neue Lösungen für die Wohnprobleme von alten Menschen und Menschen mit Behinderung. Aus diesem Grund kümmern sich nicht nur Hersteller um die Entwicklung neuer Funktionen, sondern auch renommierte Forschungsinstitute im Inund Ausland.
W I L H E L M + M AY E R
Die Konzentration des Wohnbereichs ist auf den vor dem Haus zur Verfügung stehenden Garten ausgerichtet. Die überdachte Terrasse und die raumhohen Verglasungen öffnen sich zum Freiraum der Wiese. Durch die geschlossenen Flügelwände und die massiv ausgeführte Balkonbrüstung erscheint das Gebäude als geradlinige und kubische Einheit.
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