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Extra_Klimaschutzpreis2022 KW 12

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Kein Plan(et) B Innovativ mit gutem Beispiel voran! 19. März 2022

Forest Cities Ökologisierung urbaner Räume PARTNER VN-KLIMASCHUTZPREIS 2022

C2C-Wirtschaft Vom Design bis zum Recycling

Öko-Kreislauf Gesunde Böden, Gewässer, Luft


2 VN-Klimaschutzpreis 2022

Samstag/Sonntag, 19./20. März 2022 Vorarlberger Nachrichten

SCHULE UND JUGEND.

Zukunftsenergie Wasserstoff Zwei HTL-Studentinnen kurbelten Inno­ vationen in Sachen Wasserstoff an.

SCHWARZACH „Wir müssen unseren Fokus auf die Technologieoffenheit lenken“, sagte der ehemalige Staatssekretär für „Klima, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovationen und Technologie“, Magnus Brunner, heute Finanzminister. Für entscheidend hält er Wasserstoff und E-Fuels. „Wasserstoff leistet als Langzeitspeicher einen immensen Beitrag zur Energie- und Verkehrswende. Mit nachhaltigen Treibstoffen wie E-Fuels können wir den Verkehr dekarbonisieren und nachhaltige Antriebsformen fördern. Das ist der einzig sinnvolle Weg zur Klimaneutralität“, sagt Brunner im Interview Dezember 2021 in der „Unternehmerin – für die Frau in der Wirtschaft“ (WKO).

„Fokus auf Technologieoffenheit­ legen – Wasserstoff ist ­ esentlich!“ w Magnus Brunner Finanzminister

Mit dem VN-Klimaschutzpreis 2020 in der Kategorie „Schule und Jugend“ wurden die HTL Dornbirn, die Bezauer Wirtschaftsschule und die HTL Rankweil ausgezeichnet. „Wasserstoff ist der Energieträger der Zukunft. Um diesen grünen Energieträger auch Privathaushalten zugänglich zu machen, ist ein effektives und leistbares Verfahren zur Herstellung von Wasserstoff erforderlich. Gerade in Kombination mit neuen – und auch bereits bestehenden – Photovoltaikanlagen entsteht ein großes Potenzial“, heißt es in der Projektbeschreibung von Leah Hartmann und Anna-Lena Schleszies von der HTL Dornbirn.

Grüne Brücken von RKW Architektur und vertikale Stadtwälder von Vincent Callebaut. DÜSSELDORF/TAIPEH Sie binden CO2, kühlen bei heißen Temperaturen und sorgen für saubere Stadtluft sowie entspannendes und erholsames Naturerleben im Alltag. Vertikaler Urban Forest von Vincent Callebaut Architectures, Agora Garden heißt der grüne Wolkenkratzer des Umweltarchitekten im Xinyin District in Taipeh. Neben komfortablem Wohnen steht das Waldhochhaus für die Reduktion der Klimaerwärmung, den Schutz der Natur und der Biodiversität, der Umwelt und von Lebensqualität sowie für Naturkreislaufmanagement natürlicher Ressourcen und Abfallverwertung. Zukunftsweisende Waldarchitektur von Callebaut sind etwa „Paris Smart City 2050“, „Dragonfly New York City“, „Hypérions – Ag-

„Bei der Wasserelektrolyse ist derzeit kostenintensives Platin im Einsatz, das weltweit nur an wenigen Standorten ineffizient, bei nur 0,0006 Prozent Platinanteil im Erz, unter menschenunwürdigen Bedingungen, abgebaut wird. Bislang gibt es keine andere zufriedenstellende Lösung. Die von uns verwendeten leitenden Fasern bilden eine günstige Alternative bei der Herstellung von Wasserstoff durch Elektrolyse, da sie im Vergleich zu herkömmlichen Elektroden­ materialien eine größere Oberfläche aufweisen. Durch den Verbund von erneuerbaren Energien mit der Wasserelektrolyse kann der erzeugte Gleichstrom direkt nach der Energiegewinnung weiterverwendet werden und es entfällt die Gleichrichtung verlustbehaftete von Wechselspannung. Somit kann überschüssige Energie aus sonnigen Perioden durch die Elektrolyse in chemische Energie, die im Wasserstoff gespeichert wird, umgewandelt und bei Bedarf abgerufen werden. In weiterer Folge kann durch bereits bestehende Verfahren beispielsweise Methan – oder durch eine Brennstoffzelle – elektrischer Strom erzeugt werden. Bisher wurden aussagekräftige Ergebnisse im kleinen Maßstab erzielt und es wird zuversichtlich an Optimierungen und einer vergrößerten Anlage gearbeitet. Wir sind getrieben von der Intention, mit diesem Projekt unseren Beitrag zu einer nachhaltigen Zukunft zu leisten.“ Die Freude über den VN-Klimaschutzpreis 2020 war groß: „Unsere Zukunft verbessern und die Umwelt schützen, damit auch unsere Nachkommen ein erstrebenswertes Leben auf unserem Planeten führen können. Das ist unsere Motivation und unser Ziel. Um es zur Realität zu machen, braucht es einen Beitrag jedes einzelnen Mitmenschen. Es ist eine Ehre und bedeutet uns von Green H2 viel, eine Auszeichnung wie den Klima-

BWS: Neben der Umstellung der Essgewohnheiten soll den Schüler(inne)n mit dem Moor-Projekt der Wert heimischer Ökosysteme bewusst gemacht werden.

HTL Rankweil: Das Projekt von Kumsal Boyraz, Merve Celikkaya, Eva Glettler und LauraSophie Schmid zumThema Müllvermeidung zeigt einfache Handlungsmöglichkeiten auf, um umwelt- und klimabewusster zu leben.

schutzpreis zu erhalten. Zugleich wird uns die erhoffte Möglichkeit geboten, über diese große Plattform unsere Nachricht in die Welt zu tragen: Lasst uns loslegen und gemeinsam eine lebenswerte und nachhaltige Zukunft gestalten!“

Von der Natur lernen Im Naturwissenschaftsunterricht von Mag. Johannes Kreutziger steht Freilanddidaktik hoch im Kurs. Wenige Gehminuten von der Wirtschaftsschule Bezau entfernt lernen die Schüler(innen) der HTL und GASCHT, wie man Biogemüse im Bregenzerwald anbaut. Die solidarische Landwirtschaft in Bezau ist Versorger von 20 Familien und ein lebendiges Beispiel für nachhaltigen Tourismus. Christoph Kaufmann ist der Gründer von „Land. Wird“ und Projektpartner der Schule. Die Schüler(innen) packen in regelmäßigen Abständen beim Gemüseanbau an. Dabei eignen

sie sich fundamentales Wissen an. Spielerisch bekommen sie tiefe Einblicke in die Planung, Organisation, Umsetzung und Schwierigkeiten ­eines solch ambitionierten Projektes. Die jungen Köche verarbeiten das frisch geerntete Biogemüse in der Schulküche und lernen dabei die hohe Qualität der Ware zu schätzen. Um die heimischen Ökosysteme geht es bei einem weiteren Projekt: Im Kampf gegen die Klimaerwärmung reicht die Umstellung der Essgewohnheiten und Verzicht auf industrielle Importprodukte nicht aus! Das Projekt „Vielfalter“, gestaltet von Naturführer Lukas Rinnhofer mit der inatura als Projektpartner, bringt Schwung ins Thema. Bei einer Exkursion zum Hochmoor in Reuthe werden selbstständiges und forschendes Lernen mit dem Klimaschutz in Einklang gebracht. Obwohl Moore nur 3 Prozent der Landoberfläche ausma-

Leah Hartmann und Anna-Lena Schleszies von der HTL Dornbirn: Wasserstoffherstellung für Privathaushalte.

chen, speichern diese doppelt so viel CO2 wie sämtliche Wälder zusammengenommen. Im SOPK-Unterricht (Soziale und personale Kompetenz) hat die Klasse 2bhbt 2019/20 der HTL Rankweil unter der Anleitung ihrer Lehrpersonen Mirijam Geßler und Andreas Neyer in mehreren Kleingruppen ein Videoprojekt zum Thema „Klimawandel – Klimaschutz“ im eigenen Lebensumfeld durchgeführt. Die einzige Vorgabe seitens der Lehrkräfte war, ein Video aus der persönlichen Lebensrealität der Schüler(innen) zu drehen. Das eingereichte Projekt von Kumsal Boyraz, Merve Celikkaya, Eva Glettler und Laura-Sophie Schmid widmet sich dem Thema Müllvermeidung als Beitrag zur Verminderung der eigenen CO2-Emissionen und zeigt einige einfache Handlungsmöglichkeiten auf, die Jugendliche in ihrem Alltag haben, um umwelt- und klimabewusster zu leben.

Zukunftsprojekt Urban Forest

Vision einer Green Bridge in Düsseldorf.

RKW.PLUS

roecology and Sustainable Food Systems growing up around Wooden Timber Towers – New Delhi“ oder „Aequorea Oceanscraper Rio De Janeiro“, um nur einige zu nennen.

Der Agora Tower von Vincent Callebaut in Taipeh wurde 2018 eröffnet. VINCENT.CALLEBAUT.ORG

Green Bridge Düsseldorf Für die in die Jahre gekommene Theodor-Heuss-Brücke in Düsseldorf gibt es ein interessantes Konzept für einen Neubau vom design. lab von RKW gemeinsam mit JLL: „Unser Initiativentwurf ,Green Bridge‘ verbannt den motorisierten Verkehr in eine vierspurige Röh-

re und macht stattdessen Platz für einen Landschaftspark über den Rhein, Radschnellweg inklusive. Zusätzlich bietet das ebenso spektakuläre wie nachhaltige Bauwerk Wohnraum, ein Hotel, Büroflächen und neue Blickwinkel auf die Stadt.“ https://vincent.callebaut.org/ category/projects/ https://vincent.callebaut.org/ object/110130_taipei/taipei/projects INITIATIVENTWURF Green Bridge Düsseldorf http://VN.AT/suldlK


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Klimaschutz braucht Biss

Landwirtschaftslandesrat Christian Gantner setzt auf „Landwirt.schafft.Leben“. BREGENZ Die Landwirtschaft ist Produzent hochwertiger Lebensmittel sowie Garant für die hohe Biodiversität einer gepflegten Kulturlandschaft, insbesondere in den Bergregionen unseres Landes“, betont LR Gantner. „Neben kurzen Transportwegen, welche Frische und weniger CO2-Ausstoß garantieren, bleiben Arbeitsplätze sowie Lebensqualität in der Region erhalten und bäuerliche Einkommen werden gestärkt. Und: Qualitativ hochwertige Lebensmittel kommen der Gesundheit zugute. Seit 2017 wurden bereits zahlreiche Gemeinschaftsküchen in Pflegeheimen, Schulen oder Kindergärten in Vorarlberg im Rahmen der Landesinitiative „Vorarlberg am Teller“ ausgezeichnet. Zahlreiche gut zusammenarbeitende Vorarlberger Initiativen in den Regionen wie die Käse­Straße Bregenzerwald, der Biosphärenpark Großes Walsertal, bewusstmontafon, Klostertaler Bauerntafel oder die Genussregion Kleinwalsertaler Wild und Rind bringen die Regionalität in die Vorarlberger ­Bevölkerung und zu unseren Gästen.“

Tierwohl-orientiert „Klimaschutz braucht Biss“, sagt Gantner. „Bei der Bewirtschaftung und Offenhaltung dieser Flächen spielt die landwirtschaftliche Tier-

Alle zwei Jahre wird der VN-Tierschutzpreis verliehen.

„Es geht darum, Kreislaufwirtschaft kleinbäuerlicher Betriebe zu sichern.“ Christian Gantner Landesrat

haltung eine zentrale Rolle. Die Wiederkäuer, also Rinder, Schafe oder Ziegen, können sich vom Gras ernähren und für uns wertvolle Lebensmittel liefern. Eine nachhaltige Beweidung fördert das Graswachstum und das ist wichtig für das Klima. Die große Wurzelmasse von Gräsern bindet durch die Photosynthese CO2 aus der Luft und daraus entsteht Humus: Eine Tonne Humus z. B. entlastet die Atmosphäre um rund 1,8 Tonnen CO2. Gras braucht also den Biss unserer Weidetiere, um stärker wachsen und noch mehr CO2 binden zu können. Nachhaltige Lebensmittelerzeugung im Naturkreislauf bei uns ist im internationalen Vergleich spitze. „Vorarlbergs Bäuerinnen und Bauern sind damit regionale Vorreiter und leisten einen wichtigen Beitrag für den Klimaschutz. Bis Ende 2022 wird die Landwirtschaftsstrategie ,Landwirt.schafft. Leben‘ weiterentwickelt und an neue Rahmenbedingungen, Entwicklungen und Trends angepasst – unter breiter Mitwirkung von unterschiedlichen Akteur(innen).“ IMPRESSUM | Leitung/Redaktion Verena Daum Fotos VN-Archiv, Handout/privat, Mary Rose/Paptex, Bertsch, Sutterlüty/ Christian Kerber, WKV, Rhomberg Bau, Verena Daum Umsetzung Stefan Eder

„Tierwohl ist Menschenwohl“, so lautet die Devise bei den inzwischen zahlreichen VNTierschutzpreisträger(innen).

Ideen, die bestehen. Rhomberg Bau

» Innovative Technologien zur nachhaltigen und effizienten Energieversorgung «

Kraftwerke

Abhitzesysteme

BERTSCHenergy und BERTSCHservice sichern eine stabile Energieversorgung für die Industrie und regionale Energieversorger. Die Anlagen sind auf die maximale Energieeffizienz sowie die Rücksichtnahme auf unsere Umwelt ausgelegt. Als Komplettanbieter liefern wir unseren Kunden alles aus einer Hand.

» Wir ermöglichen es unseren Kunden, Reststoffe energieoptimiert und umweltfreundlich zu verwerten. «

Mit unseren Anlagen und Systemen bieten wir Lösungen für Energieversorgung und Energierückgewinnung. Wir arbeiten permanent an innovativen Technologien und setzen damit Maßnahmen zur Erreichung der Klimaziele. www.bertsch.at

Heutemorgendenken Wir wissen nicht, wie die Zukunft aussieht. Aber wir können viel dafür tun, sie aktiv mitzugestalten – indem wir bereits heute an morgen und übermorgen denken. Nachhaltigkeit, ökologisch wie ökonomisch, der Einklang von Mensch und Natur über mehrere Generationen hinweg ist unser Anspruch bei allem, was wir tun.

www.rhomberg.com

Ob das die Renovierung eines bestehenden Gebäudes ist, der Bau einer modernen Wohnanlage oder die Entwicklung eines großen Industriekomplexes spielt dabei eine untergeordnete Rolle. Wir setzen auf eine nachhaltige Zukunft: mit Ideen, die bestehen.


4 VN-Klimaschutzpreis 2022

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BEWUSST LEBEN IM PRIVATEN HAUSHALT.

Achtsamkeit im Alltag

Corinna Amann, Alessandra Willingsdorfer, Elisabeth Bösch und Daniela Burgstaller wurden 2020 ausgezeichnet. „Es ist höchste Zeit für unsere Mutter Erde etwas zu tun. Der Klimaschutzpreis zeigt, dass es viele tolle Ideen gibt und auch jeder noch so kleine Schritt ein wichtiger Schritt ist. Wir brauchen nicht einige, die in allen Lebenslagen perfekt nachhaltig leben, sondern Tausende, die es zumindest mit kleinen Dingen versuchen“, sagt Corinna Amann aus Satteins. Aus dem Versuch, 130 Tage auf Plastik SCHWARZACH

Die Dornbirnerin Alessandra Willingsdorfer zeigt mit ihrem Genusskochbuch auch den Zusammenhang von Essverhalten und Klimaerwärmung auf.

Rhomberg Bau errichtet an der Bärenkreuzung ein HolzBürogebäude mit sieben Stockwerken.

Daniela Burgstaller aus Rankweil. „Die große Herausforderung für unser Theaterstück ,Weitblick‘ lag darin, die komplexen Umwelt­ thematiken einfach und darstellbar zu formulieren und zu gestalten und uns zu beschränken. Zudem wollten wir von unseren eigenen Erfahrungen als ältere Frauen unsere Hauptthemen ,Humus und die Naturvielfalt‘ und ,der sanfte Verkehr‘ einbringen. Unsere Regisseurin wollte zudem das soziale Thema ,Altersversorgung bei Frauen‘ inkludiert haben.“

zu verzichten, wurde alltägliche Lebensweise. Es folgten Vorträge und Workshops in Bibliotheken, an Schulen, in Kindergärten und Gemeinden. In der Garage wurde im September 2018 der „Unverpackt Laden“ eröffnet.

Unsere Essgewohnheiten Saisonal & Regional: Das nachhaltige Kochbuch der Dornbirnerin Alessandra Willingsdorfer mit 52 Meatless-Monday-Rezepten fördert das bewusste Essen und Leben. Die vegetarischen Gerichte sind nach saisonaler Verfügbarkeit der Zutaten aufgeführt. Die Klimaerwärmung, die durch rücksichtsloses Essen verschlimmert wird, kann laut der Autorin eingedämmt werden, in dem „CO2-hohe“ Lebensmittel gezielt mit saisonaler und regionaler Kost ersetzt werden. „Das Ziel meiner Initiative ist das Bewusstsein der Konsumenten zu schärfen und somit dem verantwortungslosen Verhalten und Produzieren ein Ende zu setzen. Das Buch enthält aufschlussreiche Fakten zur globalen Fleischproduktion in Bezug auf Waldrodung, Wassernutzung und Klimaerwärmung“, erläutert Alessandra Willingsdorfer. „Unser Lebensstil, insbesondere unsere Essgewohnheiten, die Nahrungsmittelproduktion und ihre Transportwege beeinflussen in hohem Maße die globale Erwärmung.“ „Es geht um den Umgang mit unserer Erde“, erläutern „Iris und Viola“, alias Elisabeth Bösch und

Infos: www.plastikfreier.com; Theaterstück „Weitblick“ buchen bei boesch.elisabeth@gmx.at; Kochbuch „Saisonal & Regional“ im Handel erhältlich. Familie Corinna Amann aus Satteins leistet einen nachhaltigen Beitrag pro Natur und Klima mit www.plastikfreier.com

„Iris und Viola“, alias Elisabeth Bösch und Daniela Burgstaller aus Rankweil, behandeln in ihrem Theaterstück „Weitblick“ Umwelt- und Lebensthemen.

Die Hypo Vorarlberg ist sich ihrer Verantwortung und Möglichkeiten als Finanzinstitut bewusst und leistet sowohl bei Umweltund Klimaschutz, der Art und Weise wie Geschäfte gemacht werden sowie nachhaltiger Produkt­ entwicklung auf vielen Ebenen einen Beitrag für eine lebenswerte Zukunft. Als Gründungsmitglied beim „Klimaneutralitätsbündnis 2025“ (heute: „turn to zero“) reduzieren wir kontinuierlich unseren ökologischen Fußabdruck und kompensieren nicht-vermeidbare Emissionen durch Investitionen in Klimaschutzprojekte. Mag. Michel Haller, Vorstandsvorsitzender Hypo Vorarlberg

Holzhochhaus-Premiere in Feldkirch Rhomberg Bau als Generalunternehmer dabei 750 m3 Holz, auch die Tragstruktur ist aus dem nachwachsenden Rohstoff. Dank des hohen Vorfertigungsgrades ist pro

Stockwerk eine Montagezeit von lediglich zwei Tagen vorgesehen. „Alle unsere Bauteile werden in Abbund-Zentren gefertigt und vor Ort wie Lego nurmehr zusammen-

gefügt“, erklärt Hubert Rhomberg. Zum Einsatz kommen ausschließlich zertifizierte Holzarten. Das gesamte Gebäude ist „Klimaaktiv Silber“-zertifiziert. Bis zur finalen

BREGENZ Als Holzbauspezialist und

-pionier hat sich Rhomberg Bau aus Bregenz mittlerweile weit über die Grenzen Vorarlbergs hinaus einen Namen gemacht. Und dieser Name wird jetzt um eine weitere Facette reicher: An der Feldkircher Bärenkreuzung errichtet der Familienbetrieb zurzeit das erste, reine HolzBürogebäude aus seiner neuen Holzproduktreihe „office ZERO“.

„Mit industriell gefertigten Systembauteilen errichten wir ressourcenschonende Gebäude.“ DI Hubert Rhomberg CEO Rhomberg Gruppe

Feldkirchs Bürgermeister Wolfgang Matt sowie Wirtschaftslandesrat Marco Tittler ließen es sich nicht nehmen, beim traditionellen Spatenstich dieses Prestigeprojekts Anfang Februar mit dabei zu sein. Für die Bauherren Elke Auer und Alexander Budasch, CityOffice Feldkirch Development, wird seitdem nach Plänen der Münchner Architekten Manfred Drescher und Dieter Kubina ein siebenstöckiges Holz-Bürohaus entstehen. Insgesamt verbaut die ausführende

PARTNERSTATEMENT

Nachhaltiges Gebäudesystem für Gewerbetreibende und Industrie: Das „office ZERO“ von Rhomberg Bau wird an der Feldkircher Bären­ kreuzung erstmals realisiert.

Übergabe im März 2023 werden gerade einmal 14 Monate vergangen sein.

Das „office ZERO“ Zum Einsatz kommt dabei erstmals „office ZERO“. Mit dem neuen Holzbaukonzept, das Rhomberg Bau aktuell entwickelt, bietet das Unternehmen auch Kund(inn)en aus Industrie und Gewerbe nachhaltige Gebäudekonzepte schlüsselfertig an. Steht das ganzheitliche Totalunternehmer-Angebot momentan vornehmlich der Wirtschaft in Rhombergs Heimmärkten Vorarlberg, Wien, Ostschweiz und Süddeutschland zur Verfügung, soll es über die CREE-Plattform schon bald Partnern weltweit zugänglich gemacht werden. Die einzelnen Elemente des Bauteilkataloges seien so flexibel aufeinander abgestimmt, dass sie ein hohes Maß an planerischen Freiheiten gewährten, erklärt Hubert Rhomberg, Geschäftsführer der Rhomberg Gruppe. Zudem sorge ein speziell für diese Zwecke entwickeltes statisches System mit einem einfachen Raster für freie und flexible Innenaufteilungen. Grundlage dafür, führt Rhomberg weiter aus, sei eine frühzeitige, umfassende Planung: „In unserem integralen Planungsteam arbeiten Architekt(inn)en und Ingenieure/ Ingenieurinnen aus der Bauplanung und Gebäudetechnik Hand in Hand. Hier trifft planerische Kompetenz auf interdisziplinäres Expertenwissen und viel Bau-Know-how, mit dem die Kund(inn)en von der Idee bis hin zur Inbetriebnahme begleitet werden.“ Außerdem sei der komplette Bauprozess digitalisiert worden. Auch das ist eine Premiere. Infos: www.rhomberg.com


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Gemeinsam für eine lebenswerte und enkeltaugliche Zukunft So wie auch die Gründung der Hypo Vorarlberg mit einer mutigen Vision ihren Anfang nahm, brauchen wir heute Menschen, die den Mut haben, die Zukunft mit ihren Ideen aktiv zu gestalten und nachhaltig zu verändern. Seit mittlerweile 125 Jahren verfolgt die Bank ein bodenständiges und achtsames Geschäftsmodell, das auf Stabilität und Nachhaltigkeit ausgerichtet ist. Passend zum Firmenjubiläum leistet die Hypo Vorarlberg darüber hinaus einen Beitrag für eine

Mag. Michel Haller Vorstandsvorsitzender Hypo Vorarlberg

Wir sind überzeugt, dass auch die Herausforderung hin zu einer enkeltauglichen Gesellschaft als kollektive Anstrengung und mit gemeinsamen Visionen gelingt. enkeltaugliche Zukunft und investiert 125.000 Euro in heimische Umweltprojekte. Unterstützt werden Initiativen, die den Lebensraum sowie die Artenvielfalt schützen und zu einer besseren Lebensqualität beitragen:

Initiative „Garta tuat guat“ Die Bank unterstützt die Vorarlberger Kinder- und Schulgarteninitiative des Obst- und Gartenbauvereins, welche jungen Menschen grundlegende Naturerfahrungen ermöglicht und diese Erfahrungen mit nachhaltigem Lebensstil in Bezug auf Klima und Ressourcen in Verbindung bringen soll. Renaturierungsmaßnahmen – Moorkomplex Langsee Der Naturschutzverein Verwall – Klostertaler Bergwälder kümmert sich um den Erhalt der wertvollen und bedrohten Lebensräume in den Natura 2000-Gebieten, wie jenes rund um den Langsee. Die Hypo Vorarlberg unterstützt bei der Verbesserung der bestehenden Weganlage, um weitere Trittschäden innerhalb des Moorkomplexes zu verhindern und die Regeneration der bisher beschädigten Bereiche zu ermöglichen. Errichtung von Flachteichen im Rheindelta Aufgabe des Naturschutzvereins Rheindelta ist die naturschutzfachliche Betreuung des Gebietes in Form von Pflege- und Sanierungsmaßnahmen sowie wissenschaftlicher Beobachtung und Zustandskontrolle. Zur Förderung von Laubfrosch, Kammmolch und Gelbbauchunke sowie weiteren aquatischen und semiaquatischen

Auf Stabilität und Nachhaltigkeit ist das Geschäftsmodell der Hypo Vorarlberg seit bereits 125 Jahren ausgerichtet. Arten werden mithilfe der Hypo Vorarlberg Flachteiche errichtet. Bestandserhebung und Schutzmaßnahmen für die Zwergohreule Um auch ein Projekt in ihrem Marktgebiet außerhalb Vorarlbergs zu unterstützen, hat

sich die Hypo Vorarlberg für ein Projekt in der Steiermark entschieden. BirdLife Österreich setzt sich dort für die Bewahrung der österreichischen Vogelschutzgebiete ein und betreibt unzählige Artenschutzprojekte. Neben einer Bestandserhebung werden zum Schutz der bedrohten

Zwergohreule zusätzliche Nistkästen in der Region angebracht. Aufforstungen mit klimafitten Baumarten Nachhaltig und sinnvoll in Vorarlberg verteilt, werden in einem einzigartigen Projekt des Waldvereins Auffors-

Foto: Angela Lamprecht

tungen mit klimafitten Baumarten sowie deren Pflege- und Umbaumaßnahmen in Richtung klimafitte Wälder unterstützt. Das Projekt wird zudem fachlich und aktiv durch die Vorarlberger Forstfachleute langfristig und intensiv begleitet. Die Hypo Vorarlberg unterstützt dabei. ANZEIGE

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Vieles von dem, was für uns heute selbstverständlich ist, war einst eine mutige Vision. Wir sind als Bank stark in der Region verwurzelt und unterstützen seit 1897 Menschen, die ihre Ideen verwirklichen wollen – mit ausgezeichneter Beratung und schnellen Entscheidungen. Gestern, heute und morgen. Hypo Vorarlberg – Ihre persönliche Beratung in Vorarlberg, Wien, Graz, Wels, Salzburg und St. Gallen (CH). www.hypovbg.at

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6 VN-Klimaschutzpreis 2022

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LANDWIRTSCHAFTLICHE VIELFALT.

Extensive Kreislauflandwirtschaft 2020 wurden der Martinshof Buch, der Permakulturhof Hittisau und der Yak Halden Hof Lochau ausgezeichnet.

SCHWARZACH Claudia und Bertram Martin: „Wir vermeiden und reduzieren den Ausstoß von CO2 durch eine Vielzahl an Maßnahmen: Seit über 15 Jahren erzeugen wir den gesamten thermischen Energiebedarf CO2-neutral mittels Hackschnitzel. Den Rohstoff dafür liefern die Bauern aus unserer Gemeinde. Der gesamte elektrische Energiebedarf wird mit Ökostrom abgedeckt. Rechnerisch wird dieser in der betriebseigenen 120 KWpPhotovoltaikanlage produziert. Alle Martinshof-Produkte werden ausschließlich in FSC-zertifizierte Verpackungen eingepackt. Martinshof-Teigwaren sind statt im Plastikbeutel in Zellulose verpackt.“

So kommen bei unseren 60 Partnerbauern im Getreideanbau keine Pestizide, Wachstumsregulatoren und auch kein Kunstdünger zum Einsatz. Auf sämtlichen Dächern unserer Partnerbauern im Eierbereich sind Photovoltaikanlagen installiert. Unsere Weiderinder stehen nicht in Konkurrenz zur menschlichen Ernährung. Sie fressen Gras, Heu und werden gealpt – kein Soja,

Kooperation unter Landwirten „Bei unseren Kooperationsprojekten legen wir größten Wert auf Nachhaltigkeit und Klimaschutz.

Jessica und Lukas: Naturkreislaufwirtschaft, Tierwohl sowie Verwertung „from nose to tail“ sind für Familie Hotz-Diem auf dem Yak Halden Hof in Lochau Selbstverständlichkeit.

kein Mais, kein Getreide! Wir haben mit der Zertifizierungsfirma ,nature office‘ den gesamten CO2-Fußabdruck unseres Betriebes und auch all unserer Produkte vom Acker bis auf den Teller erhoben.“

Nach dem C2C-Prinzip Sonja, David und Leo betreiben seit 2007 ihren zwei Hektar großen Permakulturhof in Hittisau und gehen neue Wege. In Bauern- und Projektgärten werden Gemüse und Salatkulturen angebaut. Es gibt Knoblauch, Getreide, Kartoffeln, Kürbis u. v. a. David ist ausgebildeter Baumwärter und betreut die über 100 Obstbäume und eine große Anzahl von verschiedenen Beerensträuchern. Sonja ist Kräuterpädagogin und konzentriert sich auf den Anbau von Kräutern und deren Verarbeitung zu verschiedenen Teemischungen, Salben, Tinkturen, Kräutersalzen, Pestos usw. Jungpflanzen werden mit biologischem Saatgut, hofeigener Erde und eigenem Kompost gezogen. Für Kinder, Schüler und alle Interessierten gibt’s Hofführungen, Seminare und Workshops. Die Produkte kann man im Hofladen kaufen. Glückliche Tiere In Naturkreislaufbewirtschaftung gibt es auf dem Lochauer Yak Halden Hof der Familie Hotz-Diem natürlich-gesunde tierische und pflanzliche Produkte für bewusste Konsumenten: „Auf unserem Hof halten wir Yaks, die wir vor allem zur Fleischproduktion nutzen. Aber auch Knochen, Innereien, Fell und

ÖKOPIONIERIN.

Familie Martin, Martinshof Buch: „Gerade regional erzeugte Lebensmittel müssen ressourcenschonend und klimafreundlich hergestellt werden.“

Leo Simma mit Sonja, David und Marc auf ihrem Permakulturhof Hittisau. Das Garten-EdenProjekt brachte die Permakulturprinzipien schon bis nach Äthiopien.

Hörner werden – ganz im Sinne der Gesamtverwertung – verwendet. Hühner, Gänse und Strauße tragen zur Vielfalt des Hofes bei und liefern Eier. Eine artgerechte Haltung mit viel Auslauf im Freien liegt uns besonders am Herzen“, informieren Jessica und Luki. „Obst wie Äpfel, Zwetschken, Trauben und Birnen verarbeiten wir zu Säften, Dörrobst, Marmelade und Musen. Tees, Kräutersalz und Gemüse runden das Sortiment ab. Unsere Produkte können direkt Ab-Hof erworben werden.“ Infos: www.yakhalden.at, www.permakulturhof-hittisau.at, www.martins-hof.at

PARTNERSTATEMENT Die Energiewende ist eine große Herausforderung. Der Weg in Richtung Energiezukunft auf Basis erneuerbarer Quellen wie Wasser, Sonne und Wind ist aberalternativlos, wenn wir die Klimaziele erreichen wollen. Der Klimaschutzpreis macht deutlich, dass jede und jeder einen Beitrag leisten kann. Und die Vielzahl an unterschiedlichen Initiativen gibt uns Hoffnung, dass wir unsere große Aufgabe erfüllen können. Dipl.-Ing. Helmut Mennel, Vorstandsmitglied der illwerke vkw

KLIMASCHUTZIDEE.

Umwelteinsatz seit 1985

Ingrid Benedikt: „Alles begann mit der BIONIK-Initiative in Dornbirn.“

„1985 initiierte ich die BIONIK-Gruppe, die sich darum kümmerte, dass der Müll getrennt wurde. Wir bekamen von der SCHWARZACH

Stadt Dornbirn die Möglichkeit, jeden ersten Samstag die getrennten Abfälle der Bevölkerung ehrenamtlich entgegenzunehmen“, erinnert sich die Umweltaktivistin, die 2020 als „Ökopionierin“ mit dem VNKlimaschutzpreis ausgezeichnet wurde. „2009 startete die Dornbirner WELTumWELTwoche rund um

den Weltumwelttag am 5. Juni. Ich bot da eine Plattform für Vereine, städtische Institutionen, Schulen, Kindergärten, Firmen … Insgesamt wurden in dieser Woche 88 Veranstaltungen durchgeführt. Die Idee war statt Zeigefingerpädagogik besser ,Lust auf Umwelt und Nachhaltigkeit‘ zu machen, d. h. die positiven Seiten, die Lebensqualität, den Genuss, die Freude … an umweltbewusstem, Klima schützendem und nachhaltigem Verhalten aufzuzeigen und den Menschen bewusst zu machen, dass niemand ,die Welt alleine retten muss‘, sondern dass jeder einzelne Mensch einen Beitrag leisten kann.“

Grün in die Stadt „In Zukunft braucht es auf jeden Fall die Unterstützung durch Vorgaben und Gesetze: weniger Bodenverbrauch und Grün in der Stadt bzw. in den Gemeinden durch städteplanerische Maßnahmen. Das wird gerade jetzt im Klimawandel immer wichtiger, wenn wir unsere Städte lebenswert erhalten wollen. Verbot von nachgewiesen schädlichen Stoffen, wie z. B. bei der Unkrautbekämpfung, Förderung von umweltschonenden Anbauarten, oft würden schon faire Preise reichen“, so Ingrid Benedikt. Verbindliche Vorgaben für „weniger Bodenverbrauch“, „Grün in die Stadt“, „Schluss mit Umweltgiften“ oder „faire Preise“ wären laut Ingrid Benedikt gut für Umwelt und Klima.

Infos: www.weltumweltwoche.at

Rikschafahrten für betagte Senior(inn)en bringen Lebensfreude.

Radeln ohne Alter

Der Verein von ­Obmann Karl Baur ­bietet Senioren­ ausfahrten an.

SCHWARZACH Rundfahrten für betagte Menschen mit eingeschränkter Mobilität mit ehrenamtlichen Fahrer(inne)n unterbrechen die Alltagsroutine, sind umweltfreundlich und steigern Lebensfreude und Lebensqualität im Freien. „Betagte Senior(inn)en werden seit Juli 2017 zu kostenlosen Ausflugsfahrten bzw. Rundfahrten durch die Stadt, zum See, an die Bregenzer Ache usw. eingeladen, um sie aus ihrer Isolation herauszuholen, ihnen ein Stück Mobilität zurückzugeben und wieder einmal ihre nahe Heimat bzw. bekannte Umgebung erleben zu können“,

lautet das Angebot des Vereins, dem Karl Baur vorsteht. Ausflüge in die Natur Freiwillige „Pilot(inn)en“ – sieben Frauen und sieben Männer – holen betagte Senior(inn)en daheim oder in den Pflegeheimen ab und machen mit „Fahrradrikschas“ kleine Ausflüge in die nahe Umgebung. Die Fahrradrikschas stehen ausschließlich Seniorinnen und Senioren mit eingeschränkter Mobilität zur Verfügung. Der soziale Gedanke steht im Mittelpunkt. „Taxifahrten“ werden nicht durchgeführt. Das Projekt wurde in verschiedenen Gemeinden Vorarlbergs schon erfolgreich umgesetzt, 1220 Personen und 12.977 Kilometer wurden bereits gefahren. Info: www.radelnohnealter.at


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So einfach geht E-Mobilität Klimafreundliche E-Mobilität ist ein wichtiger Baustein der Energiewende – die Nachfrage nach rein elektrisch angetriebenen Autos steigt deutlich. Ein wichtiger Faktor ist dabei die steigende Praktikabilität – es wird immer leichter, alle Komponenten im Überblick zu behalten. Immer mehr E-Fahrzeuge rollen über Vorarlbergs Straßen: Insgesamt sind über 5000 rein elektrische Autos unterwegs. Im vergangenen Jahr wurden sogar 1825 E-Autos angemeldet – das ist ein Plus von 110 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Für all jene, die gerne detaillierte Informatio-

nen rund um Ladevorgänge und -kosten unkompliziert abrufen möchten, gibt es eine ideale Gesamtlösung aus Vorarlberg: das vlotte Mobilitätsportal. Über das Portal können Privat- und Geschäftskundinnen und -kunden ihre Ladevorgänge, -tarife und Rechnungen einfach und bequem einsehen. Darüber hinaus ist es mit nur wenigen Klicks möglich, mittels „Ladeatlas“ die nächste Ladestation zu finden. Umfassende Monitoring- und Auswertungsmöglichkeiten sowie Support-Tickets bei Störungen oder Problemen werden ebenfalls zur Verfügung gestellt.

Auf Vorarlbergs Straßen sind aktuell insgesamt über 5000 rein elektrische Autos unterwegs – Tendenz steigend.

Das vlotte Mobilitätsportal bietet auf einen Blick detaillierte Informationen rund um Ladevorgänge und -kosten.

Wallbox statt Steckdose Eine eigene Wallbox zu Hause ist die bequemste und sicherste Art, das E-Auto zu laden. Mit dieser laden Kundinnen und Kunden bis zu zehnmal schneller als an einer herkömmlichen Steckdose. Und das Beste: Man bleibt vollkommen flexibel und unabhängig von öffentlichen Ladestationen und lädt das Fahrzeug, wann immer man will – bequem von zu Hause aus. Kund(inn)en stecken ihr E-Auto einfach über Nacht an und starten morgens entspannt mit vollem Akku in den Tag. Die Ladeleistung von bis zu 11 bzw. 22 kW kann bequem an die Begebenheiten angepasst wer-

den. Für zusätzlichen Komfort sorgt das fix montierte Ladekabel. Im Gegensatz zum Laden an einer herkömmlichen Steckdose schützt eine vlotte Wallbox effektiv vor Überlastung der elektrischen Leitungen. Wohnanlagen werden e-mobility ready Insbesondere bei Wohnanlagen braucht es Lösungen, um allen Bewohnern das Laden zu ermöglichen. Hierfür muss die notwendige Infrastruktur geschaffen werden. Die e-mobility-ready-Lösung von vkw vlotte bietet genau das: Alle notwendigen baulichen und technischen Vorkehrungen werden getroffen, damit jeder

Parkplatz dann schnell und einfach mit einer eigenen Wallbox ausgestattet werden kann. Dank einem Lastmanagementsystem mit intelligenter Steuerung wird die am jeweiligen Standort verfügbare Ladeleistung optimal verteilt und die Autos werden zuverlässig aufgeladen – auch zu Spitzenzeiten. In Vorarlberg sind mittlerweile rund 200 Wohnanlagen mit der e-mobility-ready-Lösung ausgestattet. Unter www.vlotte.at können Sie bequem überprüfen, ob auch Ihre Wohnanlage bereits e-mobility ready ist. Und auch für Geschäftskunden hat vkw vlotte die pasANZEIGE sende Ladelösung.

TEAM UP FOR THE PLANET

Wir unterstützen Unternehmen, Organisationen und Projekte darin, in ihrer Treibhausgas-Bilanz den Turnaround und schließlich null Emissionen zu erreichen. Für ihren individuellen Startpunkt können unsere Kunden aus verschiedenen Angeboten auswählen. Das Team von turn to zero bietet Ihnen als seriöser Partner maßgeschneiderte Beratungs- und Service-Leistungen, hochwertige Klimaschutzprojekte und ein engagiertes Netzwerk an. turntozero.com

Fotos: vlotte

Wissenswertes Förderungen warten • Die E-Mobilitätsoffensive des Klimaschutzministeriums (BMK) wird fortgesetzt: Sowohl der Kauf eines E-Autos als auch die Anschaffung und Installation einer Wallbox werden weiterhin vom Bund gefördert. • Wenn Sie Vorarlberger Ökostrom beziehen, unterstützt auch vkw den Kauf einer neuen vlotte Wallbox mit 100 Euro.

www.vlotte.at


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INNOVATIVE UNTERNEHMEN.

Regional und global aktiv!

Unsere innovativen Unternehmen sind der Schlüssel zur ökologisch-sozialen Wirtschaftsentwicklung. Sie entwickeln Ökotechnologien, betreiben aktiv gesamtheitliche Unternehmenstransformationen - durchzertifiziert nach dem „Cradle to Cradle“-Prinzip, sie leben zukunftsweisend Naturkreislaufwirtschaft vom Design über Produktionsprozesse bis zum Recycling und umweltneutraler Reststoffverwertung. Vorarlberger Firmen arbeiten regional und global vorbildlich für unternehmerischen Erfolg, Sicherung und Schaffung von notwendigen und sinnstiftenden Arbeitsplätzen, Fairness und sozialen Frieden und natürlich für die nachhaltige Ökologisierung von Lebens- und Wirtschaftsweise. In der Kategorie „innovative SCHWARZACH

Mit „10:0 fürs Klima“ ermöglicht Sutterlüty allen Kund(inn)en klimaneutrale Jahre – das Projektteam um Liselotte Schapmann und Christian Kerber pflanzt mit Lehrlingen in Togo „essbare Wälder“.

„10:0 ist ein sinnstiftendes Projekt, das soziale und gesellschaftliche Belange miteinbezieht.“ Jürgen Sutterlüty

Unternehmen“ wurden 2020 der Dorfelektriker Mittelberger Götzis, die Firma Sutterlüty mit Sitz in Egg und die Mary Rose/Paptex Textilhandels GmbH in Dornbirn mit dem VN-Klimaschutzpreis 2020 ausgezeichnet.

Erfolgreiche Kooperationen „Energie und Licht“ ist die Kernkompetenz der Firma Dorfelek­ triker Mittelberger GmbH Götzis, die sowohl die Verantwortung für Natur- und Klimaschutz sowie die Gesellschaft wahrnimmt. Durch Kooperationen mit Partnern eröffnet der Preisträger umfassende Angebote für seine Kunden und setzt dabei auf nachhaltige Produkte und erneuerbare Energie für maximale Energieeffizienz. Der Betrieb ist gemeinwohlzertifiziert und wurde mehrfach mit dem Ökoprofit-Preis ausgezeichnet. Mit dem SutterlütyProjekt „10:0 fürs Klima“ kann sich

Umweltministerin Gewessler zeigt sich beeindruckt vom Ländle-Einsatz für Umwelt und Klima. „Wir haben uns das große Ziel gesetzt, 2040 in Österreich klimaneutral zu sein. Dazu brauchen wir die Bevölkerung, die mit uns gemeinsam an einem Strang zieht“, sagt Umweltministerin Leonore Gewessler.

vom Rohstoffanbau über den gesamten Produktionsprozess bis hin zu Recycling/Kompostierfähigkeit unter Berücksichtigung bzw. Einhaltung von Naturkreisläufen umfasst die Firmenphilosophie und aktive Unternehmenstransformation. Gründer und Geschäftsführer Stefan Grabher setzt mit seinem Team und der Heimtextilien- und Wohnaccessoires-Eigenmarke „MaryRose“ auf das „4-Säulen- Prinzip der Nachhaltigkeit“, das unter anderem „Cradle to Cradle“-GOLD-Textilien beinhaltet. „Es gilt das Null-SchadstoffPrinzip von A–Z: Keine negativen Einflüsse während des gesamten Entstehungs- und Lebenszyklus’ der Ware“, erläutert Grabher im VN-Interview. „Wir wollen gemeinsam mit unseren Partnern und Kunden einer Gesinnung Rechnung tragen, die nicht nur wertvolle Qualitätsprodukte in schönem Design schafft, sondern in Naturkreisläufen und einem intakten Ökosystem etwa kompostierbare Nährstoffe ergibt, aus denen man wieder neue ,Bäume‘ wachsen lassen kann. Wo kein Negativ-Input, da auch kein Negativ-Output!“ www.maryrose.at, www.sutterluety.at, www.natureoffice. com/10zu0, www.dorfelektriker. at, www.conceptlicht.net

PARTNERSTATEMENT

Stefan Grabher, MaryRose/Paptex Textilhandels GmbH (mit Partnern in der Türkei): „Die Transformation ist ein riesiger Kraftakt mit vielen Risiken und Unbekannten, aber am Ende wird es sich lohnen.“

jede(r) für ein Jahr klimaneutral stellen lassen. Der Projektpartner natureOffice pflanzt für jedes bei Sutterlüty erworbene 10:0-Paket 40 heimische Bäume in Togo/ Westafrika und lässt damit auf 1000 Hektar Grund gemeinsam mit der Bevölkerung einen „essbaren“ Naturwald entstehen. „Sutterlüty als klimaneutrales Unternehmen und Gründungsmitglied des Klimaneutralitätsbündnisses 2025 hat mit dem Projekt ,10:0 fürs Klima‘ eine einfache Lösung geschaffen, Kunden für ein Jahr

klimaneutral zu stellen“, so die Projektleiter Liselotte Schapmann und Christian Kerber. Jürgen Sutterlüty unterstreicht die Ganzheitlichkeit des Engagements: „Bisher konnten durch SutterlütyKundenprojekte mehr als 100.000 Bäume in Togo gepflanzt werden. Insgesamt wurden seit 2016 übers Klimaneutralitätsbündnis und mit 10:0 mehr als 30.000 Tonnen CO2 kompensiert und um die 3000 Tonnen CO2 eingespart. Wir sehen dieses Engagement als sinnstiftendes Projekt, unsere Teammitglie-

Tim Mittelberger, Dorfelektriker Götzis: „Mit unserem innovativen, ressourcenschonenden Weg leisten wir unseren Klimaschutzbeitrag.“

der neben Klimaaktivitäten, auch in sozialen und gesellschaftlichen Belangen einzubinden. Wir handeln hier als verlängerter Arm einer großen Zahl von treuen Kunden, die uns bei diesem Engagement unterstützen.“

Die Textilienzukunft Kompostierbare Qualitätsstoffe sind das Ergebnis einer ganzheit­ lichen Unternehmenstransformation bei Mary Rose/Paptex Heimtextilien nach dem 4-Säulen-Prinzip. Ausschließlich positiver Impact

Der nachhaltige Umgang mit Natur, Ressourcen und Lebensraum ist die Grundbedingung unserer hohen Lebensqualität und damit auch ein zentrales Kriterium für den Wirtschaftsstandort. Mit einer innovativen, vorausschauenden und ambitionierten Umweltpolitik schaffen wir die Basis für die zukunftsfähige Entwicklung unserer Gesellschaft. Es ist daher entscheidend, gemeinsam an einem Strang zu ziehen, um auf die zentralen Themen Umwelt- und Klimaschutz aufmerksam zu machen und die Bewusstseinsbildung auf allen Ebenen zu fördern. Auch in unserem Strategieprozess Dis.Kurs Zukunft ist das Thema im Schwerpunkt #nachhaltigkeit unverzichtbarer Bestandteil. Hans Peter Metzler, WKV-Präsident

Vorarlberger Wandlungswille vorbildlich!

SCHWARZACH

Klima medial präsent „Ich bin begeistert über so viel konstruktives Engagement beim VNKlimaschutzpreis, wo sich Schüler, Unternehmer, Landwirte, Vereine und Private einbringen mit umsetzbaren Visionen und viel Kreativität. Sie alle zeigen beeindruckend auf, wie Klimaschutz im Alltag und in der Wirtschaft erfolgreich funktionieren kann. Herzliche Gratulation und vielen Dank auch dafür, dass Klimaschutz als Gesprächsthema medial präsent bleibt.“ KSP-Pro-

DieKSP-Jury: Juryvorsitzende Gabriele Greußing (Klimabündnis V), Elmar Weissenbach (Landwirt, BSBZ), Klimaschutzpreis-ProjektleiterinVerena Daum (VN), Naturschutzanwältin Katharina Lins, Karin Feurstein und Josef Burtscher (Energieinstitut Vorarlberg).

„Kreativität und Engagement im Rahmen des Klimaschutzpreises sind beeindruckend.“ Leonore Gewessler Umweltministerin

jektleiterin Verena Daum (VN): „Es ist uns wichtig darauf hinzuweisen, dass wir alle zwei Jahre VNKlimaschutzpreise verleihen, um den Einsatz und das Engagement für unsere Lebensgrundlage, die Natur mit ihren Kreisläufen und planetarischen Prozessen nicht nur zu würdigen, sondern auch als ,Motivation für alle‘ vor den Vorhang zu holen. Mit viel Spaß und Freude dranbleiben heißt daher die Devise. Wichtig herauszuheben sind etwa die Ganzheitlichkeit, das Le-

ben und Arbeiten so gut wie möglich nach dem ,Cradle to Cradle‘Prinzip sowie ein wichtiger Teil der Lösung fürs Große Ganze zu sein – jeder in seiner Profession und in seinem Wirkungsbereich. So entsteht ein breites Bewusstsein dafür richtig zu handeln – zum Wohle aller.“

Achtsamkeit leben „Wichtig sind uns Projekte, die einen ganzheitlichen Ansatz zeigen, die komplex und vernetzt angesetzt

sind, auch im Sinne einer konsequenten Kreislaufwirtschaft. Die Vorarlberger(innen) setzen sich in vielen Bereichen für einen bewussten Umgang mit Umwelt und Natur ein“, betont die Juryvorsitzende Gabriele Greußing (Klimabündnis). „Der Bogen der eingereichten Projekte reicht von globalen Ansätzen bis zu lokalen im eigenen Haushalt – ganz nach dem Motto eines einreichenden Jugendlichen: ,Keiner kann alles richtig machen, aber jeder kann etwas machen!‘“


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Samstag/Sonntag, 19./20. März 2022 Vorarlberger Nachrichten | Anzeigen

Die Wirtschaft ist Teil der Lösung „Klimaschutz“ ist kein Selbstläufer: Es muss stetig das Bewusstsein dafür gestärkt werden, dabei kommt es vor allem auf Kommunikation, Sichtbarkeit und Wahrnehmung an. Vorarlberg hat das Potenzial gleichermaßen marktfähige wie klima- und umweltfreundliche Prozesse, Produkte, Dienstleistungen und Konsummuster in die Welt zu tragen, regionale Wertschöpfung zu schaffen und so einen wesentlichen Beitrag zur Eindämmung des Klimawandels zu leisten. Vorarlberg soll eine international angesehene Modellregion für nachhaltige Entwicklung, Klimaschutz

und Energieeffizienz werden und seine wirtschaftliche Innovationskraft für enkeltaugliche Lösungen nutzen. Es geht nicht darum, weniger schädlich zu sein, es geht darum, nützlich zu sein und einen ökologischen Fußabdruck zu hinterlassen. Auf Vorarlberger Art Der Fokus liegt auf nachhaltigen Baustoffen und Materialien, Gebäude-, Umwelt- und Energietechnik, der Etablierung regionaler Kreisläufe, der Erarbeitung wirtschaftseigener Innovationsplattformen und vielem mehr. Damit geht natürlich auch eine Vielzahl an neuen Jobs und Ausbil-

Vorarlberg soll eine international angesehene Modellregion für nachhaltige Entwicklung, Klimaschutz und Energieeffizienz werden. spielen beispielsweise Netzwerke als geeignete Austauschplattformen für Betriebe eine zentrale Rolle – mit dem Ziel, voneinander zu lernen und gemeinsam Energie und CO2 einzusparen. Zudem besteht über die „Live-imBetrieb“-Serie des Energieinstituts Vorarlberg in Kooperation mit der WKV eine regelmäßige Austauschplattform für KMU. Auch über begleitende Ausbildungsprogramme wie den EUREM-Hochschullehrgang (European Energy Manager) wird zusätzlich wichtiges Know-how in den Betrieben implementiert. Die WKV unterstützt und begleitet Ökoprofit seit vielen Jahren als

Träger und ist selbst ein zertifizierter Ökoprofit-Betrieb. Bewusstsein stärken Die österreichische Wirtschaft bekennt sich klar zum Klimaschutz und begrüßt den Ansatz, Klimaschutz und Wirtschaftswachstum miteinander zu verknüpfen. Wir stehen hinter dem langfristigen Ziel der europäischen Klimapolitik, bis 2050 Treibhausgasneutralität zu erreichen. Dabei dürfen die Bemühungen auf dem Weg dorthin nicht zum Hemmschuh für den Wirtschaftsstandort und seine Unternehmen werden, dies gilt auch beim Thema Besteuerung.

„Es muss stetig das Bewusstsein dafür gestärkt werden, dabei kommt es vor allem auf Kommunikation, Sichtbarkeit und Wahrnehmung an. Der VN-Klimaschutzpreis ist eine tolle Möglichkeit, das so zentrale Thema noch stärker in die Breite zu tragen. Das gelingt durch den Klimaschutzpreis besonders gut, weil er nicht nur das große Verantwortungsbewusstsein und die vielfältigen innovativen Zugänge und Handlungsfelder der Preisträger würdig honoriert, sondern diese Bemühungen auch bestens dokumentiert und somit für überregionale Strahlkraft sorgt“, sagt WKVANZEIGE Präsident Metzler.

© iStock

„Regionale Wertschöpfung, nachhaltige Innovationen und der sparsame Umgang mit Ressourcen sind Schlüsselfaktoren zur Eindämmung des Klimawandels und zum Schutz unserer Umwelt“, so Fotos: WKV, Frederick Sams WKV-Präsident Hans Peter Metzler.

dungsmöglichkeiten einher. Dazu kommt, dass in Vorarlberg heute zudem um fast ein Drittel effizienter produziert wird als vor etwa zehn Jahren. Damit das auch so bleibt und wir weiterhin diesen besonderen „Klimaschutz auf Vorarlberger Art“ als Vorreiter weiterführen können, gilt es auch, beste Rahmenbedingungen zu schaffen und die Betriebe auf allen Ebenen bei ihren Bemühungen zu unterstützen, und ich bleibe dabei: Die Wirtschaft ist Teil der Lösung und nicht des Problems. Fortschritt bei Umweltschutz und Energieeffizienz ist auf Lern- und Innovationsprozesse angewiesen. Deshalb

MIT VERANTWORTUNG FÜR DAS GROSSE GANZE

www.wkv-media.at


10 VN-Klimaschutzpreis 2022

Samstag/Sonntag, 19./20. März 2022 Vorarlberger Nachrichten

GEMEINDEN UND ÖFFENTLICHKEIT.

Global Swift – die Welt im Wandel

Die Ausstellung der Bregenzer Kulturabteilung brachte das komplexe Thema auf den Punkt. Mit dem VN-Klimaschutzpreis 2020 in der Kategorie „Gemeinden und Öffentlichkeit“, ist diese Bregenzer Ausstellung, die Garten-Ikone Isabella Moosbrugger in Bezau und das Moor-Renaturierungs-Projekt der Stadt Hohenems ausgezeichnet worden. Mit der Global-Shift-Ausstellung gelang es der Bregenzer Kulturabteilung gemeinsam mit dem Projektpartner Ars Electronica Solutions zum zweiten Mal, eine Ausstellung auf die Beine zu stellen, die den Puls der Zeit trifft. In intensiver Zusammenarbeit und im Austausch der städtischen Abteilungen Soziales und Gesellschaft, Umwelt und Stadtgärtnerei, mit dem Land Vorarlberg und weiteren Partnern wie der inatura, dem Klimabündnis Vorarlberg und KlimaVOR widmeten sich

­SCHWARZACH

Preisträger Kulturabteilung Bregenz: Florian Guggenberger, StR. Mag. Michael Rauth, ­Marion Pfeiffer, Leiterin Mag. Jutta Dieing.

PARTNERSTATEMENT Die Energie- und Klimafrage gehört zu den ganz großen Themen unserer Zeit. Der weltweiten Herausforderung begegnet Vorarlberg als Region, die mit vorbildlichen Initiativen vorangeht und vorzeigt, was mit einer zukunftsorientierten Strategie, die konsequent umgesetzt wird, alles zu bewirken ist. Unser Anspruch in Vorarlberg ist jedenfalls hoch. So ist es unser Ziel, eine gute Balance zwischen wirtschaftlichem Erfolg, nachhaltigem Klimaschutz und sozialer Gesinnung zu halten. Erfreulicherweise wird der ehrgeizige energiepolitische Kurs über alle Parteigrenzen hinweg mitgetragen. Hinzu kommen eine breite Zustimmung und hohe Akzeptanz in Bevölkerung und Wirtschaft dank des ausgeprägten Bewusstseins für den notwendigen Umstieg in eine Energieversorgung, die – wo immer möglich – auf erneuerbare Energie setzt. Es geht um Klima­ zukunft und darum, die Abhängigkeit von Energieimporten zu verringern und Vorarlberg damit selbstbestimmter in Energiefragen zu machen. Auf soziale Fragestellungen darf bei diesen tiefgreifenden Transformationsprozessen keinesfalls vergessen werden! Die Politik hat dafür Sorge zu tragen, dass diesen Weg alle Menschen mitgehen können. Den Vorarlberger(inne)n danke ich, dass sie sich mit großem Engagement beteiligen.“ Mag. Markus Wallner, Landeshauptmann

„Gartenfreunde Reuthe Bezau“ - Obfrau Isabella Moosbrugger ist mit den Kindergärtlern, den Volks- und Mittelschulkindern mit viel Spaß am Gärtnern.

die Ausstellung und das dazugehörige Begleitprogramm den wichtigsten Themen unserer Zeit: Klimawandel, Ressourcenknappheit, Nachhaltigkeit, Digitalisierung, Konsum, Energieeffizienz, Globalisierung und das gesellschaftliche Zusammenleben.

Erhalt unserer Moore Die Renaturierung des Spirkenhochmoors Schollenschopf zeichnet Hohenems aus: Das Hochmoor ist seit 2000 ein örtliches Schutzgebiet im Gemeindegebiet. In der Vergangenheit wurden Entwässerungsgräben quer durch das gesamte Moor gegraben, um Torf zu gewinnen. Moore sind enorme CO2-

Speicher. Durch solche Entwässerungen werden große Mengen an dem gespeichertem Kohlenstoff freigesetzt. Durch die großangelegte Renaturierungsmaßnahme soll das Moor wieder in einen stabilen natürlichen Zustand gebracht, der Wasserhaushalt stabilisiert und somit der CO2-Ausstoß eingedämmt werden. Es bietet zudem zahlreichen speziellen Pflanzen und Tieren einen besonderen Lebensraum. Im Zuge der Renaturierungsarbeiten wurde auch ein frei zugänglicher Besuchersteg angelegt. Saskia Amann MSc, zuständig für Naturund Klimaschutz der Stadt Hohenems: „Der Preis motiviert und wir freuen uns, einen weiteren Schritt

in die richtige Richtung zu machen, damit Vorarlberg das Bundesland der Moore bleibt.“

Essbare Gärten Isabella Moosbrugger, Obfrau des Vereins Gartenfreunde Reuthe Bezau: „Unser Verein verfolgt das Ziel, die Gartenkultur wieder zu erlernen, beginnend im Schulgarten mit Volksschulkindern, wo vom Frühjahr bis zum Herbst jede Woche gemeinsam gegärtnert wird. Es gibt 40 Beete, zehn Blühstreifen, eine Kräutersonne und das Naschgartenlabyrinth. Die Mittelschule und der Kindergarten sind selbstverständlich auch mit dabei.“ Der Bahnhofsgarten Bezau, der Ge-

Renaturierung Hochmoor Hohenems: Bgm. Dieter Egger, MSc Saskia Amann (Naturund Klimaschutz) und StR. Gerhard Stoppel (Abfall und Umwelt).

meinschaftsgarten „Gemüse ohne Kilometer“ und der Erdkeller bilden die drei Säulen des Vereins. „Gartenspaß hat mit Genuss zu tun und der Erfolg steigert die mentale Gesundheit – wir schöpfen aus Mutter Erde Energie für Körper, Geist und Seele. Der Garten ist für uns ein Paradies und wir können unverfälschte Lebensmittel frisch auf den Tisch bringen. Unser Erdkeller ist eine Anschaffung auf weitere Generationen hinaus, er ist einfach wunderbar, hier kann das Gemüse und Obst auf natürliche Art ohne Energieaufwand gelagert werden.“ Infos: www.hohenems.at, www.bregenz.at, www.ogv.at, www.regio-v.at

Mary Rose: Fashion Revolution Week

Als Mitglied der Fair Wear Foundation setzt sich die Dornbirner Firma für soziale Fairness ein.

DORNBIRN Am 24. April 2013 stürz-

te die Rana Plaza, ein neustöckiges Gebäude in Bangladesch, ein. Beherbergt waren in diesem Gebäude unter anderem fünf Textilfabriken, über 2000 Verletze wurden aus den Trümmern geborgen, über 1000 Menschen starben bei diesem Unglück – unter ihnen vorwiegend Frauen, welche in den Fabriken arbeiteten. Dieser Einsturz ging als eine der schlimmsten industriellen Katastrophen in die Geschichte ein.

Mary Rose macht aufmerksam auf die Wichtigkeit von sozial fairen Arbeitsbedingungen.

18. bis 24. April Mit dem Fashion Revolution Day, der sich mittlerweile zu einer ganzen Fashion Revolution Week ent-

wickelt hat, wird seitdem jedes Jahr ein Zeichen gesetzt, um der Opfer zu gedenken und auf die oft miserablen Arbeits- und Sicherheitsbedingungen der weltweiten Kleider-, Textil- und Schuhindustrie aufmerksam zu machen. Auch Mary Rose setzt sich als Mitglied der Fair Wear Foundation bereits seit vielen Jahren für sozial faire Arbeitsbedingungen ein und schafft mit der Fashion Revolution Week vom 18. bis 24. April Aufmerksamkeit für die Wichtigkeit von sozial fairen Arbeitsbedingungen. On- wie offline werden Kund(inn)en informiert und auf eine Reise in die Textilhochburgen mitgenommen, eine Ausstellung mit exklusiven Blicken hinter die Kulissen führt durch das Geschäft in Dornbirn und erzählt die Geschichten der Menschen, die hinter den hochwertigen (Heim-) Textilien stecken. www.maryrose.at, https://shop. maryrose.at/


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Mit dem Umweltprogramm Ökoprofit zu nachhaltigem Wirtschaften Ausschreibungen punkten. Für viele die Hauptmotivation mit Ökoprofit zu beginnen, denn der Druck auf Betriebe nach umwelt- und klimafreundlichem Wirtschaften wird immer größer. Mit- und voneinander Lernen im großen Ökoprofit-Netzwerk bringt viele Betriebe dabei weiter. Im Juni beginnt wieder ein Programm für Einsteiger.

Ökoprofit dient Betrieben als Werkzeug, um Ökologie und Ökonomie sinnvoll zu verbinden und Betriebe dadurch zukunftsfit zu machen. Geeignet ist das Umweltprogramm für Betriebe aller Größen und Branchen. Ökoprofit ist ein einfaches und wirkungsvolles Umweltprogramm für Betriebe. Im Zentrum steht ein optimierter Ressourceneinsatz mit Umweltund wirtschaftlichem Nutzen. Das Programm wurde vor 26 Jahren nach Vorarlberg geholt. Über 300 Betriebe haben bis jetzt teilgenommen, aktuell sind rund 190 Vorarlberger Betriebe Ökoprofit-zertifiziert, Tendenz steigend.

Daten & Fakten Ökoprofit: Umweltprogramm für Betriebe Ein Basisprogramm für Einsteiger beginnt im Juni. Zertifizierung: € 5500,– Förderungen: € 1800,– bis € 3360,– Jährliche Re-Zertifizierung: € 395,– bis € 1020,–

Auch der Austausch im Ökoprofit-Netzwerk bringt Betrieben Vorteile. Services und Materialien. Kreisläufe in der eigenen Produktion werden geschlossen, nachhaltige Materialien verwendet und nachhaltige Produkte entwickelt bis hin zu ersten Cradle to Cradle-zertifizierten Produkten. Strategiewerkzeug für alle Branchen Ökoprofit wird als Kontrollinstrument für die eigene Umweltperformance eingesetzt, um Ziele konsequent zu verfol-

gen und sich kontinuierlich zu verbessern. Das Programm eignet sich für Betriebe aller Branchen und Größen. Große Ökoprofit-Betriebe mit langjähriger Teilnahme und einer langen Liste an Umweltleistungen findet man etwa in der Verpackungs-, Textil-, Beleuchtungs- oder auch in der Nahrungsmittelbranche. Im Handel fungieren ÖkoprofitBetriebe oftmals als Multiplikatoren für Nachhaltigkeit, in-

dem sie nachhaltige Produkte in Umlauf bringen. In der Baubranche bauen ÖkoprofitBetriebe vermehrt mit umweltfreundlichen Materialien, installieren nachhaltige Energiesysteme oder Gründächer und setzen nachhaltigen Fuhrpark und Baugeräte ein. Ähnlich die Maßnahmen bei Transportunternehmen: modernste Abgasklassen, Elektro- und Hybridbusse, spritsparendes Fahren, Routenplanung oder

Foto: Alexandra Serra

effiziente Waschanlagen. Speziell Organisationen im Jugend- oder Sozialbereich, Schulen, Banken, Dienstleister und öffentliche Betriebe tragen mit ihren engagierten Umweltleistungen vielfach auch zur Bewusstseinsbildung in der Gesellschaft bei.

Amt der Vorarlberger Landesregierung Abteilung Allgemeine Wirtschaftsangelegenheiten Mag. Verena Lässer-Kemple T +43 5574 511 26121 verena.laesser-kemple@ vorarlberg.at www.vorarlberg.at/oekoprofit

Punkten bei Kunden und Ausschreibungen Mit dem Zertifikat können viele Betriebe bei Kunden und

s a G d n u l Ö s u a s u a R Energieautonomie+ 2030 Klimaschutz in Vorarlberg umsetzen

Vorarlberg forciert den Ausstieg aus fossilen Energieträgern. Bund und Land erleichtern den Umstieg mit attraktiven Förderungen in Höhe von bis zu 13.500,- Euro. Ergänzend werden im neuen Förderprogramm „Sauber heizen für alle“ einkommensschwache Haushalte mit erhöhten Förderungen unterstützt. Details zu den Förderungen erhalten Sie Mo bis Fr, von 08:30 bis 12:00 Uhr am Energietelefon des Energieinstitut Vorarlberg T +43 5572 31202 112. www.vorarlberg.at/energieautonomie www.energieautonomie-vorarlberg.at/raus-aus-oel

Entgeltliche Einschaltung des Landes Vorarlberg; @Stuart Monk_stock.adobe.com

Umweltfreundliche Produktion und Produkte Ein jährliches Monitoring umweltrelevanter Stoffströme und davon abgeleitete Umweltmaßnahmen sind der Kern von Ökoprofit. Typische Maßnahmen in den Betrieben sind in der Folge optimierter Materialeinsatz, Energieeffizienzund Mobilitätsmaßnahmen, Abfallvermeidung, Investition in erneuerbare Energie und Elektro-Fuhrparks. Viele Ökoprofit-Betriebe reduzieren mit ihren Maßnahmen kontinuierlich ihren CO2-Fußabdruck, einige sind bereits klimaneutral. Neben umweltfreundlichen Prozessen rückt der Fokus in vielen Betrieben auch zunehmend auf umweltfreundliche und kreislauffähige Produkte,

ENTGELTLICHE EINSCHALTUNG DES LANDES VORARLBERG


12 VN-Klimaschutzpreis 2022

Samstag/Sonntag, 19./20. März 2022 Vorarlberger Nachrichten

Zukunftsweisende Papierherstellung Aus eigener Energie aus dem Papierrecyclingprozess - dank BERTSCHenergy.

BLUDENZ Der Onlinehandel hat in den letzten Jahren zu einem stetig wachsenden Bedarf von Verpackungsmaterialien geführt, welcher seit Ausbruch der Covid-19-Pandemie nie zuvor gesehene Ausmaße angenommen hat. Parallel dazu erhöht sich auch der Energiebedarf für die dazugehörenden Produktionsprozesse. Aus diesem Grund hat SAICA, ein internationaler Karton-Verpackungsmittel-Hersteller, die eigene Produktion in Venizel, Frankreich um ein Kraftwerk des Bludenzer Unternehmens BERTSCHenergy ergänzt. In diesem Zusammenhang spielt die Wiederverwertung von Karton und Altpapier eine zentrale Rolle. Moderne Anlagen können eine Papierfaser bereits über 20-mal recyceln, ehe die Faser für eine neuerliche Anwendung zu kurz wird und entsorgt werden muss. Die Entsorgung ist dennoch in vielen Fällen teuer und problematisch, denn zu den Papierfasern kommen sogenannte Rejekte hinzu. Als Rejekte werden die Reststoffe des Recyclingprozesses bezeichnet. Das sind zum Beispiel Klebebänder, Metallklammern, Plastikfolien und dergleichen.

Kosten- und energieeffizient Zuvor mussten die übrigen Papierfasern und Rejekte von SAICA oft lange Transportwege zurücklegen, bis sie in einer Müllverbrennungsanlage entsprechend entsorgt werden konnten. Bei einem jährlichen Recyclingaufkommen seitens SAICA von rund 3,5 Mio. Tonnen Altpapier sind das dementsprechend große Mengen. Jetzt werden die Papierfasern und Rejekte, die in Venizel anfallen, direkt am Ort im

sowohl für Produzenten als auch für Regionen in Zukunft von entscheidender Bedeutung sein.“ Die Verwertung der ohnehin anfallenden Papierfasern und Rejekte zur anteiligen Deckung des notwendigen Energiebedarfs der Produktion verringert direkt den Einsatz von fossilen Brennstoffen. Zudem kann im BERTSCHenergy-Wirbelschichtkessel gleichzeitig auch Biomasse eingesetzt werden. Konkret wird neben den Reststoffen auch Altholz, das nicht weiter recycelt werden kann, im Kraftwerk thermisch verwertet. Es wird also unter

Das BERTSCHenergy-Kraftwerk in Grün-Silber befindet sich in Venizel und versorgt die Produktion mit Energie aus Abfällen des Papierrecyclings und Biomasse.

eigenen Kraftwerk kosten- und energieeffizient sowie umweltEin zweites Kraftwerk an einem anderen Standort entsteht und wird für den Kunden weiter zur Energieautonomie beitragen.

190 Betriebe ökoprofit

Über 300 Betriebe haben das Umweltprogramm in ­Vorarlberg bisher absolviert.

freundlich verwertet. Die angewandte Technologie klassifiziert

gen Umwelt- und Klimaschutz in die Gesamt-Firmen-Strategie aufnehmen.“

Kundenanfragen „Betriebe berichten über vermehrt Kundenanfragen nach ihrer Umweltperformance. Ökoprofit hilft BREGENZ „Die Zertifizierungen ihnen, unkompliziert und niederfür 2022 laufen gerade“, informiert schwellig ein Umweltmanagement Ökoprofit-Leiterin Verena Läs- im Betrieb zu etablieren“, führt ser-Kemple. „Der Fokus bei den ­Verena Lässer-Kemple aus. „Es wird heurigen Audits liegt neben der kein Standard zertifziert, sondern altbewährten umfassenden Res- der Prozess zur kontinuierlichen sourcenoptimierung vor allem auf Verbesserung der Umweltleistung. CO2-Emissionen, Produktverant- Wir holen Betriebe dort ab, wo sie wortung, Kreislaufwirtschaft und gerade stehen. Wichtig ist uns, dass Biodiversität. Wenn alle Audits Betriebe ins Tun kommen, Tools erfolgreich sind, werden im Mai an die Hand bekommen, um die rund 200 Betriebe zertifiziert und Verbesserung zu messen und dran rezertifiziert. Das ist ein bisheriger zu bleiben. Im Juni startet wieder Höchstwert – trotz Pandemie! Es ein neues Einsteigerprogramm für zeigt, dass die Betriebe das Thema neue Betriebe. Wir haben bereits Umwelt- und Klimaschutz stark im einige Fixstarter, freuen uns aber Fokus haben. Wir beobachten auch, auch noch über weitere Interesdass immer mehr Geschäftsleitun- senten. Für die Betriebe, die schon länger dabei sind, werden wir „Wir helfen, Umweltüber Webinare management im und Veranstal­Betrieb zu etablieren.“ tungen fachliche Inputs und einen Verena Lässer-Kemple Ökoprofit Austausch unter­ einander zu den Schwerpunkten und aktuellen Themen organisieren und auch vorbildliche Betriebe anschauen: beispielsweise zur CO2-Steuer, Lieferketten, Kreislaufwirtschaft, erneuerbare Energie, naturnahe Flächen usw. Kooperationen mit anderen Vorarlberger Organisationen sind geplant.“ Kontakt: wirtschaft@vorarlberg.at

das Kraftwerk als Wirbelschichtverbrennungsanlage, welches die benötigte Wärme und den benötigten Dampf für die Kartonproduktion bereitstellt. Aufgrund des Erfolgs hinsichtlich Energieeffizienz, Energieautonomie und Reststoffverwertung des Kraftwerks sowie der daraus resultierenden Kostenreduktion hat SAICA BERTSCHenergy bereits mit der Errichtung eines weiteren, etwas größeren Kraftwerks an einem zweiten Standort beauftragt. Künftig werden derartige Kraftwerke ein Muss für Produzenten sein, um ihre Abfälle umweltfreundlich zu entsorgen. Zudem betont BERTSCHenergy CEO Thomas Smetana: „Die daraus resultierende Energieautonomie wird

„Energieautonomie der Regionen wird zukünftig von entscheidender Bedeutung sein.“ CEO Thomas Smetana BERTSCHenergy

anderem ein nachwachsender Rohstoff als Energiequelle eingesetzt und dadurch ein Teil grüner Energie erzeugt sowie CO2 reduziert. Ein wichtiges Augenmerk wird bei jedem Kraftwerk auf die Rauchgasreinigung gelegt. Diese entspricht stets dem neuesten Stand der Technik und besteht aus mehreren Komponenten, um die bedingungslose Einhaltung der strengen Grenzwerte sicherzustellen. Infos: www.bertsch.at

„Die Welt aus den Angeln“

Historiker und Autor Philipp Blom über die Zeit im ­Wandel und Zukunfts­ aussichten.

WIEN „Demokratien sind die historische Ausnahme, nicht das Ziel der Geschichte“, meint der Historiker Philipp Blom in seiner Geschichte der Kleinen Eiszeit („Die Welt aus den Angeln“). Das Klimaphänomen suchte die Nordhalbkugel während des 17. Jahrhunderts heim und wird verantwortlich gemacht für gesellschaftliche Verwerfungen aller Art, mit dem Dreißigjährigen Krieg als grausamem Höhepunkt. Eine Folie für die Klimakrise der Gegenwart, ihre Folgen und ihre Bewältigung? Zusammenbrüche sind nie das Ende, meint Blom; aus Krisen entsteht immer etwas Neues, auch wenn es unsere Weise zu leben und zu wirtschaften radikal in Frage stellen wird. „Was auf dem Spiel steht? Alles! Menschen lernen nicht aus der Geschichte, aber sie reagieren auf Traumata, sagt der in Wien lebende deutsche Journalist, Historiker und Philosoph Philipp Blom im Mai 2021 via SFR Kultur. „Die Lehren aus dem Dreißigjährigen Krieg haben wir verloren. Die Lehren aus dem Zweiten Weltkrieg verlieren wir gerade. Soziale Umverteilung, internationaler Zusammenhalt, Menschenrechte, Friedenssicherung werden Thema für zwei bis drei Generationen nach der Traumatisierung.“

Wir sind Teil der Natur Wir befinden uns laut Blom am Ende von 3000 Jahren Kulturgeschichte,

an deren Anfang das göttliche Gebot „Macht euch die Erde untertan!“ stand. Aufklärung, Industrialisierung und Kolonialismus folgten diesem Glauben. „Gerade im Westen haben wir uns dahin entwickelt, dass wir glauben, wir Menschen stehen über der Natur. Wir sehen uns nicht als Säugetiere oder Primaten, son-

„Wir brauchen Berührung, positive Zuwendung und eine Naturkreislaufwirtschaft.“ Dr. Philipp Blom Historiker/Philosoph

dern als etwas, das außerhalb steht. Wir haben kein instinktives Verhältnis zur Natur. Wir nehmen uns einfach heraus was wir brauchen. Doch die Natur schlägt zurück.“ Wir sind Teil der Natur, abhängig und verletzlich. Für Blom ist klar: „Unser Selbstbild und unser Wirtschafts-

system sind bankrott. Wir brauchen ein neues Lebensmodell für die Zukunft. Im einem endlichen System gibt es kein endloses Wachstum. Alle Errungenschaften in Forschung und Technik sind nichts, wenn wir unsere Lebensgrundlage zerstören.

Rechte sind Fiktion „Die ethischen Gesellschaften, die wir wollen, die hängen davon ab, ob wir in eine Naturkreislaufwirtschaft umsteuern können.“ Rechte sind für Blom Fiktion, wie etwa die Menschenrechte: „Umbruch wird sichtbar, wenn wir Natur­ gesetze erkennen, achten und mit ihnen leben. Welches Recht haben wir, Tiere in Produktionsfabriken zu stecken, Tiere leiden, warum hat das Ökosystem kein Recht zu funktionieren?“ In konstruktiver globaler Zusammenarbeit müssen unsere Lebensgrundlagen entgiftet und grüne Infrastruktur errichtet werden. „Wir stehen am Ende der 3000 Jahre ,macht euch die Erde untertan‘ mit Ausbeutung, Gewalt und Zerstörung. Wir haben Wissen und lernen über Organismen wie Bäume und Pilze, die existieren, weil sie zusammenarbeiten, sich ergänzen als Teil eines großen Ganzen. Das ist die Logik der Kollaboration, die Natur funktioniert so, auch wir müssen das als Teil der Natur, dann würden sich auch Menschenbild und Politik ändern – Kollaboration statt Domination.“ https://philipp-blom.eu

Philipp Blom am Puls der Zeit mit Blick in eine lebenswerte Zukunft. HANSER-LITERATURVERLAGE.DE

VIDEO Die Natur schlägt zurück http://VN.AT/suldfY


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Samstag/Sonntag, 19./20. März 2022 Vorarlberger Nachrichten

ErneuerbarenWärme-Gesetz

Umweltlandesrat Daniel Zadra fokussiert die Energiewende und 100 % Autonomie. Umweltgerechtes Wirtschaften ist ein Schwerpunkt im Arbeitsprogramm der Landesregierung. Nachhaltiger Ressourceneinsatz und eine ökologische Stoffflusswirtschaft durch Beratung, Information und Förderungen im Zusammenwirken mit Gemeinden, Umweltverband, Schulen, Kindergärten, Unternehmen und Industrie werden dabei forciert. „Die Frage der Energieversorgung ist nicht nur eine Frage des Klimaschutzes, sondern auch der Sicherheitspolitik. Der Krieg in der Ukraine macht deutlich, wie wichtig der Ausbau erneuerbarer Energien für unsere Unabhängigkeit ist“, betont Zadra. Dazu braucht es auch möglichst zeitnah den Beschluss des Erneuerbaren-Wärme-Gesetzes – klingt technisch, ist aber wichtig für den Umstieg auf klimafreundliche Energieformen.“ BREGENZ

Gürtel enger schnallen Bei allem geforderten Tempo in Sachen Ausbau von Eurneuerbaren kommen wir aber auch um Einsparungen nicht herum, stellt Daniel Zadra klar: „Nicht nur die Frage der Energiegewinnung ist entscheidend, sondern auch jene des Energiesparens. Das fängt bei der Raumwärme an, geht über die Frage des Fortbewegungsmittel bis hin zu Begrünung von Gebäuden und der Umgestaltung des öffent-

Zukunftsweisende Entwicklung: Naturerhalt und Renaturierung urbaner Räume.

lichen Raumes.“ Will heißen, eine Gesamtentwicklung hin zu einem Ende der Bodenversiegelung, zu „urban forrests“ und „Green Cities“, zu Wind, Wasser, Sonne, Geothermie und Biogas, zu grünen Antriebssystemen und einer generellen Naturkreislaufwirtschaft nach dem C2C-Prinzip. So der Plan - es gibt viel zu tun.

„Ausbau erneuerbarer Energien unumgänglich für Klimaschutz und Autonomie.“ Daniel Zadra Umweltlandesrat

Wasserkraft zur Energiegewinnung ist das eine. Wasserschutz und -kreisläufe haben im Arbeitsprogramm ebenfalls höchste Priorität. Schadstoffeinträge werden verhindert und Schutzgebiete ausgeweitet. Für die Krisensicherheit der öffentlichen Wasserversorgung werden neue Vorkommen erschlossen mit Unterstützung von Gemeindekooperationen und Verbundmaßnahmen.

So schmeckt

DER SOMMER

Nachhaltig

dynamowien | Foto: iStock

Es werden wieder neue Rezepte für EINFACH GENIESSEN gesucht.

Jetzt das Liebli ngsre ze einse nden pt und gewi nnen !

Ein Ö1 Dossier

Ist es die knusprige Bruschetta, die an den letzten Italienurlaub erinnert? Der Erdbeerkuchen von Oma? Oder der zarte Fisch vom Grill? Ja, es gibt Gerichte, die wir sofort mit Sommer verbinden. Die uns schon beim ersten Bissen Urlaubserinnerungen und genussvolle Abende zurückbringen. Welches Rezept gehört für euch unbedingt zur warmen Jahreszeit dazu? Verratet es uns und gewinnt mit etwas Glück einen tollen Preis! Verlost werden ein Grill vom BayWa Bau- & Gartenmarkt in Lauterach, ein Cocktailkurs für vier Personen in der Cocktailbar „Paschanga“ sowie „Vorarlberg isst...“-Genussgutscheine im Wert von 100 Euro.

Alle Ö1 Sendungen zum Thema dauerhaft auf: oe1.orf.at/nachhaltigleben

Einsendeschluss ist Mittwoch, 13. April 2022. Einsendung entweder online unter www.einfachgeniessen.at/rezeptaufruf oder per Post mit Name, vollständiger Adresse, Telefonnummer/E-Mail-Adresse sowie einem Porträtfoto des Einsenders an: Vorarlberger Nachrichten, Kennwort: „EINFACH GENIESSEN“, Gutenbergstraße 1, 6858 Schwarzach

Mit freundlicher Unterstützung

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24.02.22 22:07


Klimaschutz beginnt hier, mit mir! Sie engagieren sich für unsere Umwelt? Dann sind Sie vielleicht schon der nächste VN-Klimaschutzpreisträger.

#AKTIVWERDEN Wenn niemand beginnt, hört alles auf.

Bewerben Sie sich in einer der 5 Kategorien für den VN-Klimaschutzpreis 2022. Alle in Vorarlberg realisierten Projekte sind willkommen und werden von einer unabhängigen Fachjury bewertet. Nicht die Größe des Projektes ist entscheidend, sondern Innovation, Kreativität und Umsetzung. Pro Kategorie gibt es drei Preisträger.

1. Bewusst leben im privaten Haushalt 2. Schule und Jugend aktiv 3. Gemeinden und Öffentlichkeit 4. Innovative Unternehmen 5. Landwirtschaftliche Vielfalt Information und Anmeldung:

klima.vn.at PARTNER VN-KLIMASCHUTZPREIS 2022


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