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Bludenz_Journal_KW23

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BLUDENZ Sommer 2022

EINKAUFEN & ERLEBEN


Klimaschutz, leistbares Wohnen, Verkehrsentwicklung – das sind Themen, die auch die Stadt Bludenz beschäftigen.

Von der Zukunft der Alpenstadt Die Stadt Bludenz feiert bald ihr 750-jähriges Bestehen - "oder so". Für Bürgermeister Simon Tschann ist das nur ein Grund, um in die Zukunft zu blicken und sich zu fragen: Wie soll sich die Stadt weiterentwickeln und wie wird sie in Zukunft aussehen?

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ustav Heinemann (1899– 1976), ehemaliger Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland, meinte einst: „Wer nichts verändern will, wird auch das verlieren, was er bewahren möchte." Veränderungen treibt der Bludenzer Bürgermeister, Simon Tschann, einige in der Alpenstadt voran. Bei einem Treffen im Gasthaus Löwen erzählt er, von aktuellen Herausforderungen und zukunftsträchtigen Projekten. Simon Tschann, schön, dass wir uns in einem ungezwungenen Ambiente unterhalten dürfen. Geht der Bludenzer Bürgermeister öfter aus?

Simon Tschann: Wir haben ganz viele tolle Lokale in Bludenz und der Umgebung. Als Bürgermeister versuche ich da selbstverständlich keinen zu bevorzugen. Allerdings gehe ich auch nicht jeden Tag essen. Das geht auch nicht. Einen Favoriten gibt es nicht?

Simon Tschann: Als ehemaliger Traube-Mitarbeiter wird es wohl immer das Hotel Traube in Braz bleiben. Da habe ich einen besonderen Bezug dazu. Sonst bin ich gern in der Stadt unterwegs. Wir haben einige tolle Lokale in Bludenz, auch wenn die Coronakrise die Situation vieler Gastronomen nicht gerade vereinfacht hat. Viele haben sich schon zuvor schwergetan, Personal zu finden.

Simon Tschann: Das ist so. Zu meiner Zeit hat man um die Lehrstellen noch gestritten. Heute müssen sich die Betriebe regelrecht bei den Mitarbeitern bewerben. Das ist 2

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nicht nur in der Gastronomie so. Ich habe gehört, andere Gemeinden zahlen ihren Mitarbeitern ein iPad. Da finde ich persönlich das Klimaticket interessanter ... Das Klimaticket-Angebot für Bludenzer Studenten gibt es erst seit Kurzem. Wie kommt es an?

Simon Tschann: Ganz abschät-

zen können wir die Nachfrage noch nicht, da das Ticket erst ab Herbst gilt. Die Resonanz bisher ist grandios. Nicht nur von den Studenten selbst. Viele Eltern und auch Großeltern finden es super, wenn das Kind beziehungsweise der Enkel öfter nach Hause kommt. Andere Gemeinden haben sich uns als Vorbild genommen, und wollen das

nun auch umsetzen. Klar: Studenten, die nicht in Bludenz wohnen, haben Wind vom Angebot bekommen und fordern das in ihren Gemeinden nun ebenfalls. Die Stadt Bludenz ist da ja bewusst vorangegangen.

Simon Tschann: Absolut. Wir wollten mit dem Verkehrsverbund Vorarlberg (VVV) vorangehen. Wir investieren jedes Jahr viel Geld in den öffentlichen Verkehr, in Bus und Bahn. Da ist es uns schon recht, wenn die Leute das Angebot am Nutzen und nicht im Auto sitzen. Außerdem wollen wir, dass die Studenten die Nähe zur Heimatstadt nicht verlieren. Wir brauchen auch in Bludenz gut ausgebildete Leute. Mit dem Klimaticket bleiben sie mit ihrer Heimat eher verbunden. Und am Ende des Tages zählt selbstverständlich auch der Umweltgedanke. Und der ist groß beim Bludenzer Bürgermeister.

Simon Tschann: An dem Thema kommt man nicht mehr vorbei. Dementsprechend haben wir uns verschiedene Ziele gesetzt. Abgesehen vom Klimaticket und der Mission Zero, die wir beschlossen haben, arbeiten wir an einer KlimawandelAnpassungsstrategie. Wir haben auch einen Klimafonds eingerichtet, in den wir jedes Jahr 50.000 Euro als echte Rücklage zur Seite legen. So können wir genug Geld für mögliche Umweltereignisse zurücklegen. Auf dem Dach der Remise soll in diesem Jahr noch eine Photovoltaikanlage installiert werden. Und die Schule in Außerbraz soll energetisch saniert werden. Für

mich als junger Bürgermeister ist es außerdem wichtig, dass wir in der Gemeinde mit gutem Beispiel vorangehen. Besonders betonen will ich an dieser Stelle unsere JobBike-Aktion im vergangenen Jahr: Dabei konnten wir einige Mitarbeiter motivieren, sich ein Fahrrad anzuschaffen und damit zur Arbeit zu kommen.

Für mich als junger Bürgermeister ist es außerdem wichtig, dass wir in der Gemeinde mit gutem Beispiel vorangehen. Sogar das neue Dienstauto wurde umweltfreundlicher – nicht ohne Diskussion.

Simon Tschann: Ja, das stimmt. Das Auto war auch Teil unserer Mission Zero. Wobei ich betonen möchte, dass es sich um ein reines Dienstauto handelt. Und wie fährt es sich?

Simon Tschann: Gut und sicher – schnell traue ich mich jetzt nicht sagen (lacht). Allerdings bin ich überwiegend in der näheren Umgebung unterwegs. Und da lasse ich das Auto gern stehen. Und privat?

Simon Tschann: Privat besitze ich gar kein Auto. Da bin ich mit Bus und Bahn unterwegs. Kürzere Distanzen lege ich zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurück. Wenn ich doch einmal weiter wegfahre, leihe ich mir ein Auto aus. Früher sind wir zum Beispiel in den Ferien noch gern Campen gefahren. Dafür


haben wir den Campingbus von meinem Vater gern genutzt. Sonst habe ich eigentlich nie ein Auto gebraucht. Sie verstehen die junge Generation also, wenn diese kein Interesse mehr an einem eigenen Auto hat?

Simon Tschann: Durchaus. Erstens kostet es viel Geld. Und zweitens ist unser Netz an öffentlichen Verkehrsmitteln sehr gut und wird noch weiter ausgebaut.

Leistbares Wohnen ist ein Begriff, der derzeit viel gebraucht wird, für den es aber noch wenig Lösungsansätze gibt. Wie steht es um den Verkehr in Bludenz?

Simon Tschann: Wir haben gewisse Brennpunkte. Das will ich nicht abstreiten. Ich tue mir allerdings schwer damit, zu sagen, dass wir ein Verkehrsproblem haben. Da schaut es in anderen Städten schlimmer aus. Wir haben sicher Zonen, die nicht ideal gelöst sind. Der Postbühel ist zum Beispiel eine davon. Leider haben wir auch nicht die perfekte Lösung parat. Eine Ampel ist es in meinen Augen nicht. Ein Kreisverkehr geht sich vom Platz her nicht aus. Den Verkehr um die Stadt herumzuleiten, war auch schon Thema.

Simon Tschann: Da gibt es Ideen, aber keine spruchreifen. Dazu handelt es sich hier um Landstraßen. Das müsste sich also das Land mit uns anschauen. Außerdem müssen wir uns bewusst sein, dass wir nie

alle Autos aus der Stadt bringen werden. Das ist auch nicht das Ziel. Was wir aber wollen, ist, dass jene, die auf dem Fahrrad sitzen, zu Fuß gehen oder die Öffis nutzen wollen, ein attraktives Angebot haben. In Bludenz wird aktuell abseits der Straßen an mehreren Großprojekten gearbeitet, wie zum Beispiel dem Brunnenbachviertel oder der Südtiroler Siedlung.

Simon Tschann: Das stimmt. Wir haben einige Projekte am Laufen und schon wieder in der Planung. Am Brunnenbachviertel wird bereits gearbeitet. Schon jetzt ist es kaum wiederzuerkennen. Das Projekt wird vom Lustenauer Unternehmen Haberl Bau gestaltet. Es ist ein besonderes Bauprojekt. Nicht nur, dass es selten vorkommt, dass ein einziger Bauträger ein ganzes Viertel neu gestaltet. Auch ist das Planungsverfahren innerhalb eines Jahres, also extrem schnell und vor allem reibungslos, über die Bühne gegangen. Das ist ein Paradebeispiel dafür, dass sich eine gute Planung und Absprache mit allen Beteiligten im Vorfeld lohnt. Von Anfang an wurden die Anrainer mit ins Boot geholt. Dasselbe erhoffen Sie sich auch bei der Südtiroler Siedlung?

Simon Tschann: Ja. Auch da haben wir bereits erste Gespräche mit den Bewohnern geführt. Weitere sind bereits geplant. Es freut uns sehr, dass wir bei diesem Projekt mitwirken können. Die Südtiroler Siedlung ist ja im Besitz der Alpenländischen Gemeinnützigen Wohnbau GmbH und nicht der Stadt Bludenz. Selbstverständlich wollen wir da aber nicht nur mitreden, sondern auch finanziell einen Bei-

trag leisten. Weil die Siedlung für die Stadt Bludenz wichtig ist. Jetzt geht es vor allem darum, die ersten zwei Musterhäuser zu sanieren und die Wünsche und Bedürfnisse der Bewohner abzuholen. Was wünschen sich diese?

Simon Tschann: Die Bevölkerung hat sich klar für eine Sanierung ausgesprochen. Das heißt, dass die Siedlung ihren Charakter behalten soll. Es geht vor allem darum, die Gebäude energetisch auf Vordermann zu bringen. Man muss kein Experte oder Bautechniker sein, um zu sehen, dass das nötig ist. Hier gilt es, die beste Lösung zu finden. Das ist auch der Punkt, bei dem ich sage: Bürgerbeteiligung ist wichtig. Für die Bewohner ist vor allem leistbares Wohnen ein zentrales Thema.

Simon Tschann: Absolut. Derzeit sind die Mieten überschaubar. Jeder der die Wohnungen kennt, weiß warum. Viele der Bewohner wären sogar bereit, mehr zu bezahlen, wenn sich die Qualität in Sachen Dämmung, Heizsystem und Nachhaltigkeit verbessert. Die Kosten müssen aber überschaubar bleiben. Das ist die Herausforderung. Leistbares Wohnen ist ein Begriff, der derzeit viel gebraucht wird, für den es aber noch wenig Lösungsansätze gibt. Die aktuelle Lage macht es nicht einfacher. Die Baukosten steigen. Das merken wir bei den eigenen Bauvorhaben. Doch wir haben eine gewisse Verantwortung und der wollen wir nachkommen. Verfolgt die Stadt Bludenz im Bereich des leistbaren Wohnens konkrete Ansätze?

Simon Tschann: Wir haben in Vorarlberg einige gemeinnützige Wohnbauträger, die gewisse Möglichkeiten bieten. Übrigens sind auch in der Stadt Bludenz viele gemeinnützige Wohnbauträger aktiv. Wir sind sogar mit der Landeshauptstadt gleichauf, was den sozialen Wohnbau betrifft. Ich selbst sitze auch im Aufsichtsrat der Alpenländischen. Da wir gerade von Projekten und Quartiersentwicklungen sprechen: Die Stadt Bludenz kauft ja das Würbel-Areal ...

Simon Tschann: Da sind wir tatsächlich mit Frau Würbel einig, so viel darf ich verraten. Das WürbelAreal passt super ins Konzept einer Quartiersentwicklung. Die Besitzerin möchte das Gebäude und ebenso den Garten öffentlich zugänglich machen. Das wäre genau in unserem Sinne. Daneben ist die Remise und auf der anderen Seite der Stadtsaal ... Eine ideale Begegnungszone.

Simon Tschann: Genau. Für uns stellt sich die Frage, wie wir ein geschlossenes Quartier daraus machen, beleben und bespielen wollen. Es wäre ein großer Meilenstein für die Stadtentwicklung. Welche weiteren Meilensteine stehen in Bludenz an?

Simon Tschann: Den nächsten Meilenstein feiern wir bereits am kommenden Dienstag, den 14. Juni. Dann wird das Stadtmuseum wieder der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Es wurde saniert und hat einen modernen Stil bekommen – ganz edel. Es wird gewisse Fixpunkte geben, aber auch temporäre Sachen, die

man bespielen kann. Die Besucher sollen immer wieder neues entdecken dürfen. Im Herbst starten wir mit der Erweiterung der VS-Mitte mit 22 Millionen Euro Baukosten, das größte Einzelbauvorhaben der Stadt Bludenz. Wir befassen uns momentan ebenfalls intensiv mit der mittelfristigen Projektplanung. Immerhin wartet 2024 ein besonderes Jahr auf uns: "750 Jahre Bludenz – oder so". Da wollen wir den Fokus auf die Stadtgeschichte legen. Allerdings soll es nicht nur ein Rückblick werden. Als junger Bürgermeister stellt sich mir die Frage: wo soll es in den nächsten Jahrzehnten hingehen? Die Bereiche Umwelt, Digitalisierung und Bildung sind für mich ganz klar die Themen der Zukunft.

Das Würbel-Areal würde super ins Konzept einer Quartiersentwicklung passen.

An welchen zukunftsträchtigen Projekten arbeitet die Stadt Bludenz?

Simon Tschann: Derzeit läuft eine Machbarkeitsstudie von den Vorarlberger Kraftwerken zu einem Fernwärmeprojekt, das wir gern verwirklichen würden. Ein riesen Projekt, das – wenn wir es realisieren können – Bludenz und Bürs mit Energie versorgen könnte und dabei nur halb so groß wäre wie jenes in Lech. Das wäre eine grandiose Geschichte. Mehr will ich an dieser Stelle aber noch nicht verraten.

Impressum Medieninhaber und Hersteller: Russmedia Verlag GmbH, Gutenbergstraße 1, 6858 Schwarzach; Texte und Fotos: Stephanie Fleisch, Julia Böcken, Monika Bischof, Henning Heilmann, Oliver Lerch, Roland Paulitsch, Stadt Bludenz, WIGE Bludenz, Stadtmarketing Bludenz; Redaktion: Stephanie Fleisch; Umsetzung: Khrysstine Galias; Anzeigenberatung: Brigitte Moser, Melanie Bertsch; Erscheinungstermin: Freitag, 10. Juni 2022

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Bludenz braucht mehr Vielfalt Natascha Arzberger ist neue Leiterin des Stadtmarketings und legt ihren Fokus auf Betriebsansiedlungen, Leerstandsmanagement und Wirtschaftsservice.

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ch arbeite und schlafe, mehr nicht“, sagt Natascha Arzberger und lacht. Seit Anfang Mai ist sie neue Geschäftsführerin des Bludenzer Stadtmarketings. Die gebürtige Wienerin ist wieder zu ihren Wurzeln in Bludenz zurückgekehrt, nachdem sie 35 Jahre im In- und Ausland gearbeitet hat, zuletzt als Standortmanagerin beim Interkommunalen Gewerbepark Karnische Region in Kärnten, wo sie für Wirtschaftsansiedlungen zuständig war. Als selbstständige Unternehmensberaterin legt sie ihren Schwerpunkt beim Stadtmarketing vor allem auf das Leerstandsmanagement und Betriebsansiedlungen, denn das Stadtmarketing will zu einem Wirtschaftsservice heranwachsen. Man müsse proaktiv hinausgehen und vor allem Pop-ups unterstützen, für sie eine Anlaufstelle sein. „Wir vermarkten Pop-ups, stellen ihnen Hilfe bereit und vernetzen sie mit anderen Unternehmen“, erklärt Natascha Arzberger die Funktion des Stadtmarketings. In Bludenz gebe es „eine dynamische Unternehmermasse, der es aber an Initiative fehlt“. Es gebe so viele Leute, die handwerklich begabt sind. Diese könnten ihre Produkte in den Schaufenstern von Geschäften ausstellen. Es sollen Kooperationen zwischen Unternehmen und Kleingewerben entstehen, um sich kennenzulernen. Daher hat Natascha Arzberger letzten Monat auch ein WIGE-Wichteln veranstaltet, bei dem ein Unternehmer per Los einem anderen zugeteilt wurde, um alte Strukturen aufzubrechen und neue Aktivitäten entstehen zu lassen. „Man soll offener für neue Ideen werden“, sagt die Bludenzerin. „Dann

Natascha Arzberger wünscht sich mehr Vielfalt für Bludenz.

können Dinge entstehen, die die Innenstadt zu keinem Einzeleinkauf, sondern zu einem Erlebnis machen.“ Hirschengarten hat Priorität In der Gastronomie werde sich viel tun, ist Natascha Arzberger überzeugt und spricht damit unter anderem den Mittagstisch an, der sich gut in Bludenz etablieren könnte. Die Mühlgasse habe viel Charme mit dem Café Fritz und der Sammy’s Snack Bar daneben, während die Sturnengasse im Dornröschenschlaf verweilt. Die Reaktivierung des Hirschengartens hat für Natascha Arzberger besonders hohe Priorität. „Es gibt so viel Potenzial.“ Doch man muss das Thema behutsam angehen. Sie wolle den Immobilienbesitzern nur Möglichkeiten aufzeigen

und kreative Vorschläge anstoßen, aber keinen Druck ausüben und nicht ungeduldig sein. „Das braucht Vertrauen und Überzeugungskraft“, weiß sie aus Erfahrung. Die Stadt müsse sich in einer „Boutiquequalität“ präsentieren. Was fehlt, seien Manufakturen, ein Küchenstudio, Dienstleister im Handelsbereich, Parfümerien und Kosmetikgeschäfte. Gewünscht sind familiengeführte Kleinketten und Fachhandelsbetriebe, doch stattdes-

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sen stehen zwei Top-Standorte in der Bludenzer Innenstadt leer, bedauert Natascha Arzberger, einmal Marios bayerischer Garten und das Alfredo gegenüber Tyrolia. Bludenz sei ein guter Wirtschaftsstandort, doch hip werde die Alpenstadt nicht mehr. „Wir haben hier den Weltmarkt für Textil, aber keine Hightech-Startups.“ Dafür bekomme Bludenz mit dem Milkawerk den Stempel einer Schokoladenstadt aufgedrückt. Ginge es nach Natascha Arzberger, könnte Bludenz viel mehr mit diesem Merkmal spielen und Chocolatiers in die Stadt holen. Mehr spezifischere Märkte Natascha Arzberger könne sich auch spezifischere Märkte vorstellen, wie einen Kärntner Markt oder einen

Friaul-Markt, um die Altstadt weiter zu beleben. „Das sind Bereiche, die sich gut organisieren lassen“, sagt die begeisterte Regional-Einkäuferin. „Wir haben eine große Markttradition in Bludenz. Märkte sind große Frequenzbringer.“ Nicht nur aus den fünf Tälern könnten Anbieter kommen, sondern auch aus dem Bregenzerwald zum Beispiel. „Wir wollen in Zukunft mehr eine regionale (Verkaufs-)Vitrine sein.“ Bei jedem Markt sollen zwei Aussteller einen kostenlosen Stand bekommen. „Wir gehen aktiv auf die Aussteller zu und laden sie im Namen des Stadtmarketings ein“, erklärt Natascha Arzberger. Nach 35 Jahren außerhalb von Vorarlberg kehrt sie nun zu ihren Eltern zurück, um für sie da zu sein und ihnen etwas zurückzugeben. „Den Gedanken, nach Vorarlberg zurückzukommen, hatte ich schon sehr lange. Die Mentalität in Vorarlberg hat mir gefehlt. Mir taugt’s hier. Ich bin unheimlich froh, wieder hier zu sein“, sagt sie. Dass die Kärntner und Vorarlberger zwei verschiedene Völker sind, hat sie gleich gemerkt. „Das Vernetzungsgen ist in Vorarlberg viel stärker ausgeprägt.“ Dafür sei in Kärnten der Neid auf andere Unternehmer größer. Die Kärntner vertreiben lieber die Gäste/Kunden der anderen, während sich die Vorarlberger die Konkurrenz erst einmal anschauen und sich dann überlegen, was man selbst besser machen kann. Auch an das Du musste sie sich erst wieder gewöhnen. Aber: „Seit dem ersten Moment fühle ich mich hier echt gut aufgehoben“, ist Natascha Arzberger glücklich, wieder in ihrer Heimat zu sein.

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Modestadt Mailand im Miniformat Claudia und Wilfried Heim eröffneten mit insgehHeim ihr nunmehr drittes Modegeschäft in Bludenz. In ihrem Angebot findet sich Mode für jeden Geschmack.

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s ist das nunmehr dritte Modegeschäft, das Claudia und Wilfried Heim im vergangenen Frühjahr eröffnet haben. Das insgehHeim liegt mitten in der Bludenzer Altstadt, gegenüber des Nepomuk-Brunnens. Mit dem Ursprungsgeschäft Heim Moden am Ende der Wichnerstraße und dem erst vor drei Jahren eröffneten Geschäft Schmuckstück bieten die jeweiligen Geschäfte des erfolgreichen Ehepaares eine modeträchtige Achse quer durch Bludenz. „Wir bilden sozusagen die Modestadt Mailand im Miniformat“, meint Wilfried Heim humorvoll. Im neuen Geschäft wird qualitätsvolle Mode in allen Größen, also von Größe 34 bis 48, in einer eher günstigeren Preisklasse angeboten. „Mit der Marke Monari präsentieren wir im insgehHeim unter anderem auch eine eher frech, aktuell wirkende Bekleidung, die sehr gut angenommen wird“, führt Wilfried Heim weiter aus. „Und vom Größenspektrum her ist für jede Frau nun wirklich etwas dabei.“

Im neuen Modegeschäft insgeHeim finden Kundinnen und Kunden qualitätsvolle Stücke für jeden Geschmack.

Beste Qualität Die Eröffnung fand aufgrund der Covid-19-Pandemie vorerst nur als Soft Opening statt. Für den September ist eine große Eröffnungsparty geplant. Doch vorerst werden alle Kunden und Kundinnen an einer kleinen, feinen Bar mit Prosecco oder Bier versorgt. Kundenfreundlichkeit steht bei den Modefachleuten Heim an erster Stelle. So finden sich auch in den beiden anderen

Geschäften solche Bars, an denen sich die Kunden gemütlich unterhalten und nebenher so manches Kleidungsstück probieren können. Im „Schmuckstück“ steht vor allem Exklusivität im Vordergrund: „Von einem Kleid gibt es bei uns maximal zwei Stück. Das gesamte Sortiment wird in Europa und sogar in Vorarlberg produziert, wie etwa die Modemarke Moya“, betont Claudia Heim. Bei

Heim Moden liegen aktuell Anzüge im Jogging-Dress-Style des renommierten Herstellers Zuitable voll im Trend. „Alle unsere Anzüge sind hochwertig und edel verarbeitet“, sagt Wilfried Heim. Claudia und Wilfried Heim feiern gern – und das auch mit ihren Kunden. Nicht zuletzt aus diesem Grund findet am 11. Juni ab 10 Uhr vormittags ein Event zum Vatertag statt. Während am Vormittag die Stadtmusik Bludenz mit einem bunten Potpourri an musikalischen Darbietungen zu Gast ist, sorgt am Nachmittag ein Überraschungsgast für gute Stimmung. „Selbstverständlich ist auch für eine kulinarische Begleitung und ein umfangreiches Getränkesortiment gesorgt“, freut sich Wilfried Heim bereits auf die Veranstaltung, die seinen Kunden gewidmet ist.

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Nachhaltig in die Eisenbahnzukunft Der Bahnhof Bludenz feiert sein 150-jähriges Bestehen. Einst hieß es hier: Endstation. Heute ist der Bahnhof eine wichtige Mobilitätsdrehscheibe.

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m 1. Juli wird die Eisenbahn in Vorarlberg 150 Jahre alt. Von Beginn an war auch die Alpenstadt Bludenz an das Vorarlberger Eisenbahnnetz angebunden. Wo heute eine Mobilitätsdrehscheibe zur Weiterfahrt einlädt, war jedoch einst Endstation: Am Bahnhof Bludenz hieß es: „Alle aussteigen“. Ein buntes Jubiläumsprogramm mit vielen Events, Ausstellungen und Nostalgiefahrten erinnert zurück an diese Zeit. Der erste Zug „Endlich kam der Zug zur Station Bludenz, wo ein paar Tausend Menschen dem daherbrausenden Dampfrosse entgegen jubelten. Die Bludenzer Musikbande in schöner Adjustierung war hier aufgestellt und spielte lustige Weisen.“ So wird über die Premiere des Eisenbahnbetriebs auf der Strecke Lindau–Bludenz im Jahr 1872 berichtet. Was weitermusste, wie die Post, wurde mit der Pferdepost über den Arlberg befördert. Schon früh hatte der später als wichtigster Vertreter des Eisenbahnbaus in Vorarlberg bezeichnete Unternehmer Carl Ganahl die Bedeutung einer Bahnstrecke durch Vorarlberg erkannt. Mit der Eröffnung der Ludwig-Süd-Nord-Bahn

bis Lindau wurde dafür ein wichtiger Grundstein gelegt. Der Bau der ersten Bahnstrecke Vorarlbergs von Lochau nach Bludenz begann 1870. Zwei Jahre später startete der Betrieb mit der Dampflok.

über den Brenner nach Italien. Mit Eröffnung der Montafonerbahn im

Bahnhof Bludenz Postkarte um 1900.

Andere Zeiten Im Gründungsjahr der Vorarlberger Bahn stand die Bahnreise von Lindau nach Bludenz im Dampfbetrieb noch mit über drei Stunden im Fahrplan. Auch zum Bodensee hinab war die Lokomotive fast drei Stunden unterwegs. Lediglich drei Züge am Tag kamen 1872 aus Lindau in Bludenz an, einer in der Früh, einer am Nachmittag und einer erst in der Nacht. Nach Lindau fuhren nur zwei Züge am Tag, einer vormittags und einer erst am Abend. Der einstige Endbahnhof auf der Linie Lindau–Bludenz entwickelte sich schon bald zur Mobilitätsdrehscheibe, als die Arlbergbahn und die Montafoner Bahn eröffneten und damit Bludenz mit Restösterreich und dem wirtschaftlich bedeutenden Seitental verbanden. Mit der Eröffnung der Arlbergbahn 1884 wurde Bludenz und Vorarlberg nicht nur ans übrige Österreich angeschlossen, es entstand auch eine neue Verbindung vom Bodensee

längst im bequemen Halbstundentakt. In Zukunft soll die Bahninfrastruktur in Vorarlberg und ab Bahnhof Bludenz im Jahr 1968 bei der dem Bahnhof BluSchneeräumung. denz weiter ausgebaut werden. Das ist im Mobilitätskonzept Vorarlberg 2019 Jahr 1905 wurde das Montafon an klar verankert. Angestrebt wird die Bludenz angeschlossen und die Bedeutung des Bahnhofs wuchs nochVerdichtung des REX Bludenzmals. Bregenz auf Halbstundentakt (heute Stundentakt) mit stündlicher Attraktiver Takt Durchbindungsmöglichkeit RichEine Bahnreise von Bludenz nach tung Friedrichshafen. Somit wären, Lindau ist heute in rund einer Stunergänzt durch die S-Bahn, stündlich de möglich, selbst die S-Bahn mit vier Züge nach Bregenz unterwegs. allen Haltestationen braucht für Im Fernverkehr sind Wien, Zürich, die gesamte Strecke nur 25 MinuBudapest und Bratislava direkt mit ten länger. Die S-Bahn verkehrt im Railjet ab Bludenz erreichbar. Halbstundentakt zumindest bis BreZukunftsprojekte genz, zusätzlich fahren REX-Züge Auf der Agenda stehen in engem mit kürzerer Fahrzeit und Halt an Austausch mit den ÖBB aktuell den wichtigsten Stationen zumeist noch weitere Vorhaben. Dazu zählt bis Lindau Insel. Ins Montafon der zweigleisige Ausbau der Osteinverkehren die Züge nach Schruns

fahrt des Bahnhofs Bludenz am Klosterbogen. Hierbei sollen die Einfahrtssituation in den Bahnhof Bludenz verbessert und zugleich Gefahrenstellen für Fußgänger und Radfahrer beseitigt werden. Damit soll eine höhere Fahrplanstabilität und Pünktlichkeit des Fernverkehrs gewährleistet werden. Den betroffenen Anrainern stellen die ÖBB neue Lärmschutzwände in Aussicht. Ein wichtiges Projekt für die Alpenstadt Bludenz ist die Erweiterung der Abstellanlagen am Bahnhof. „Als Mobilitätsdrehpunkt möchte Bludenz eine entsprechende Infrastruktur für Pendelnde und Besuchende bieten. Dazu zählt auch, dass der Bahnhofsvorplatz genügend Abstellmöglichkeiten für Fahrräder und Pkws vorweisen kann. Hier müssen wir im Sinne unseres Mission ZeroGedankens mit den ÖBB weiter in klimaschonende und nachhaltige Zukunftspläne investieren“, erläutert Bürgermeister Simon Tschann.

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Eine gute Sensorik ist das Um und Auf Felix Schiffner hat seine Leidenschaft zum Beruf gemacht. Der begeisterte Biersommelier ist seit Anfang Jänner Braumeister in der Brauerei Fohrenburg.

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ie Brauerei Fohrenburg hat seit Anfang dieses Jahres mit Felix Schiffner einen neuen Braumeister. Der gebürtige Oberösterreicher bringt viel Fachkenntnis und Innovationskraft in seinen neuen Aufgabenbereich mit. In Bludenz fühlt er sich wohl – sowohl beim Brauen als auch beim Erkunden der Region mit seinem Rennrad. Herr Schiffner, die Begeisterung für Bier wurde Ihnen quasi in die Wiege gelegt. Worin bestand die familiäre Vorbildwirkung?

Felix Schiffner: Meine Eltern betreiben ein Gasthaus, das sich schon seit über 30 Jahren mit dem Thema Bier beschäftigt. Dort gibt es über 150 verschiedene Bierspezialitäten zu Verkosten. Ich bin mit einer großen Biervielfalt aufgewachsen und das hat mich immer schon fasziniert. Sie haben sich zuerst für einen anderen Ausbildungsweg entschieden, der Ihnen nun aber in Ihrer neuen Funktion als

Braumeister ebenfalls zugutekommt.

Felix Schiffner: Die Zeit im Skigymnasium war prägend für mich und die Lebensschule Leistungssport hilft einem in vielen beruflichen Situationen. Dass ich später einmal um den Weltmeistertitel im Bierverkosten kämpfe, habe ich mir damals allerdings nicht gedacht. In welchen Schritten erfolgte die Ausbildung zum Braumeister?

Felix Schiffner: Nach Abschluss meines Betriebswirtschaftsstudiums wollte ich tiefer in die Technologie der Bierherstellung eintauchen und habe meinen Braumeister in München drangehängt. Neben der schulischen Ausbildung lernt man im Alltag der Brauerei ständig dazu und kann auf viele Erfahrungen zurückgreifen. Ihre Ausbildung zum Braumeister war umfangreich. Was beinhaltete diese?

Felix Schiffner: Es ist eine vielfältige Ausbildung, die von Rohstoffkunde, Bierherstellung und Abfüllung bis hin zur Qualitätssicherung reicht. Man sollte sich auch in den naturwissenschaftlichen Fächern wie Chemie, Physik und Mathematik wohlfühlen. Was fasziniert Sie am Bierbrauen am meisten?

Felix Schiffner: Bier ist ein natürliches Produkt, das trotz weniger Zutaten eine enorme Vielfalt bieten kann. Aus Wasser, Hopfen, Malz und Hefe entsteht ein breites Spektrum verschiedenster Spezialitäten. Ihr persönliches Lieblingsbier?

Felix Schiffner: Es kommt immer auf den Anlass an, ob man zum Beispiel Bier als erfrischenden Durstlöscher oder in Kombination mit Speisen trinkt. Es gibt auf alle Fälle zu jedem Zeitpunkt ein passendes Bier. Generell mag ich jene mit einer zarten Hopfenaromatik gern, wie zum Beispiel unser Bio-Hofbier. Wie wichtig ist die Sensorik bei der Biererzeugung?

Felix Schiffner: Neben den analytischen Methoden, die wir im Labor durchführen, spielt die Sensorik eine wichtige Rolle. Sie ist das Um und Auf beim Brauen. Wir haben in der Brauerei ein eigenes Sensorik

Team, das jede Abfüllcharge verkostet, bevor sie freigegeben wird. Sie sind außerdem Biersommelier. Können Sie bitte kurz erklären, was das ist? Üblicherweise ist ja der Weinsommelier eher bekannt ...

Felix Schiffner: Der Biersommelier ist ein Botschafter der Bierkultur. Unser Ziel ist seit jeher, den Stellenwert des Bieres zu erhöhen und den Genuss in den Vordergrund zu stellen. Wie sieht Ihr Aufgabengebiet in der Brauerei Fohrenburg aus?

Felix Schiffner: Das Aufgabengebiet ist sehr umfangreich. Man arbeitet mit vielen Abteilungen zusammen und das macht den Beruf äußerst abwechslungsreich. Am wichtigsten ist, dass das Team funktioniert. Jeder Mitarbeiter trägt einen Teil zum Erfolg bei und gemeinsam sorgen wir für besten Vorarlberger Biergenuss. Welche Projekte sind aktuell in Planung?

Felix Schiffner: Als erste grüne Brauerei Vorarlbergs werden wir uns auch in Zukunft vermehrt mit grünen Agenden beschäftigen. Einiges ist in Planung und derzeit wird schon fleißig unser neues Logistikzentrum in Bludenz gebaut.

Sie sind sehr sportlich und nutzen die Umgebung von Bludenz für Ausflüge mit dem Rennrad. Wie gefällt Ihnen das Wohnen in Bludenz – abgesehen vom Sport?

Felix Schiffner: Ich bin gern in den Bergen unterwegs und nutze die traumhafte Vorarlberger Landschaft zum Ausgleich. Auch sonst gefällt mir Bludenz sehr gut. Man hat alles, was man braucht, vor Ort – da fällt es einem nicht schwer, sich wohlzufühlen.

Felix Schiffner Geboren 15. Februar 1992 Familie In einer Partnerschaft mit Angelika Wohnort Bludenz und Feldkirchen an der Donau (Nähe Linz) Beruflicher Werdegang Oberstufe Skigymnasium in Saalfelden (Pinzgau), Studium BWL in Salzburg, Braumeisterausbildung in München, 2016 Braumeisterabschluss, verschiedene berufliche Stationen, seit 1. Jänner Braumeister in der Fohrenburg Bludenz Des Weiteren Aktiver Biersommelier, 2017 Vizeweltmeister Biersommelier, 2021 österreichischer BiersommelierStaatsmeister Hobbys Skifahren, Langlaufen und Rennradfahren Motto Auch Wasser wird zum edlen Tropfen, vermischt man es mit Malz und Hopfen.

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Preisgekrönte Pralinen Mario Kurzamann vom Café Fritz in Bludenz erhielt gleich drei Prämierungen für seine Pralinenkreationen.

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ch habe heuer das erste Mal am Wettbewerb der Konditor-Innung in Linz teilgenommen und war völlig überrascht, gleich zwei Gold- und eine Silbermedaille zu gewinnen“, freut sich Mario Kurzamann. Der umtriebige Konditor hatte vor drei Jahren das traditionsreiche Café Fritz in der Bludenzer Mühlgasse übernommen. Rasch entwickelte sich das Café unter seiner Leitung zu einem beliebten Treffpunkt bei den Bludenzern. Die qualitätsvollen Produkte, seine Kreativität und die freundliche Bedienung ziehen mittlerweile auch Besucher aus den umliegenden Regionen und dem Unterland an. Sehr beliebt sind die runden Törtchen: „Ich wechsle die Törtchen laufend. Manchmal gibt es eine Kreation nur zwei Wochen, andere bleiben mitunter länger im Angebot.“ Für die Törtchen werden ausschließlich frische Früchte aus der Region verwendet: „Mir ist auch der saisonale Aspekt wichtig. Erdbeeren schmecken

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nur wirklich gut, wenn sie zum Beispiel aus dem Bodenseeraum kommen.“ Einheitliche Formen Pralinen hat Mario Kurzamann schon während seiner Berufstätigkeit für das Gourmet-Restaurant Tian in Wien erzeugt. „Als ich das Café Fritz eröffnet habe, habe ich anfangs noch Pralinen aus der Schweiz zugekauft. Vor einigem Monaten, konkret im Jänner, war es dann so weit. Da habe ich mich entschieden, selbst Pralinen herzustellen“, erzählt er. Mit einem verschmitz-

ten Lächeln ergänzt der gebürtige Klostertaler: „Ich habe mich sogleich für den Wettbewerb angemeldet. Ich dachte mir: Probieren kann ich es ja.“ An ein derartig großartiges Ergebnis hatte er zu diesem Zeitpunkt nicht gedacht. Seine Pralinen haben alle die gleiche Form, nämlich die von sehr ansprechenden Halbkugeln. Optisch unterscheiden sich diese nur durch unterschiedliche Farben: „Unsere Kunden waren zuerst wegen der einheitlichen Halbkugelform ein wenig skeptisch. Mittlerweile sind sie jedoch begeistert.“ Die Herstellung der Pralinen in Halbkugelform ist eine Herausforderung, denn die Temperatur der Schokolade und der jeweiligen Füllung muss genau beachtet werden, ebenso wie die benötigte Wartezeit: „Die Pralinen werden in fixen Formen hergestellt. Wenn ich sie zu schnell herausnehme, bleiben sie kleben. Es braucht das nötige Feingefühl für den richtigen Zeitpunkt.“ Kreativität gefragt Seine Pralinenkreationen zeichnen sich auch durch relativ ungewöhnliche Zutaten wie etwa Kardamom oder Yuzu-Blütenpfeffer aus.

Mario Kurzamann begeistert mit klassischen sowie neuen Geschmackskreationen.

„Selbstverständlich bieten wir auch Pralinen mit klassischen Zutaten wie Eierlikör, dunkler Schokolade oder Champagner an“, betont der Konditorei-Experte. Es liegt ihm viel an einer Ausgewogenheit in seiner Produktvielfalt. Für die Entwicklung neuer Kuchenund Pralinenkreationen studiert er alte Kochbücher oder recherchiert im Internet: „Manchmal wandle ich auch bestehende Rezepturen

ab. Ich möchte meinen Gästen Abwechslung in unserem Angebot bieten. Die Entwicklung von neuen Geschmackserlebnissen liegt mir, ich finde das sehr spannend.“ Seine Lieblingssorten sind, so viel verrät er nach mehrmaligem Fragen doch, Salzkaramell und Passionsfruchtkaramell. „Aber mir schmecken grundsätzlich alle Produkte, die wir erzeugen, sehr gut“, betont er lachend.


Der etwas andere Figaro Manuel Günster liebt seinen Beruf. Der Friseurmeister eröffnete mit Angel Hair by Mario Günster seinen neuen Friseursalon in der Bludenzer Herrengasse.

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n meinem Beruf sind Kreativität und gute Menschenkenntnis ausgesprochen wichtig“, betont Friseurmeister Manuel Günster. Denn es gelte, für jeden Kunden und jede Kundin die passende Frisur zu finden: „Schon bei meiner Ausbildung hat meine Lehrmeisterin immer wieder gesagt, dass ich ein tolles Augenmaß dafür habe, welcher Schnitt und welche Form zum jeweiligen Gesicht passen.“ Dafür brauche es eben das nötige Feingefühl, betont der Inhaber des neuen Friseurgeschäfts Angel Hair by Manuel Günster in der Herrengasse in Bludenz. Der rührige, nie um einen coolen Spruch verlegene Frisur-Fachmann hat schon seit zwölf Jahren ein Friseurgeschäft in der Nähe von Aschaffenburg in Deutschland inne. Außerdem war er zweifacher Unterfränkischer Juniorenmeister im

Angel Hair by Manuel Günster Herrengasse 21, 6700 Bludenz Tel. 05552 21821 Web www.angel-hairguenster.eu Mail angel.hair.guenster2@ gmail.com Öffnungszeiten Montag bis Freitag von 9 bis 18 Uhr

Damenfach. „Eigentlich wollte ich zuerst Zahnarzthelfer werden, aber Blut war dann doch nicht so mein Ding. Deshalb bin ich ins Friseurfach gewechselt. Diese Entscheidung habe ich zu keinem Zeitpunkt bereut.“ Nach Vorarlberg kam er der Liebe wegen: „Mein Mann stammt aus Klösterle, dort wohnen wir auch. Wir haben vor einem Jahr hier geheiratet und ich fühle mich sehr wohl in Vorarlberg. Das Geschäft in Deutschland führt nun eine Kollegin mit einer Angestellten weiter.“ Wohlfühlfaktor wichtig Ein großes Anliegen ist ihm, eine ausführliche Beratung zu bieten: „Die Leute müssen zum Teil erst Vertrauen zu ihrem Friseur gewinnen. Viele hatten schon schlechte Erfahrungen und trauen sich nicht, Kritik zu äußern. Einige hatten schon ähnliche Erfahrungen mit ihrem Zahnarzt. Ich möchte, dass sich meine Kunden hier bei mir wie zu Hause fühlen.“ So bietet der Haarspezialist auch Selbstföhnkurse an: „Die Kunden bringen ihre eigenen Utensilien wie Föhn, Bürste und Pflegeprodukte mit. Somit kann ich beurteilen, wo vielleicht Hilfe nötig ist. Mit ein paar Tipps von mir können sie sich selbst so stylen wie beim Friseur.“ Ein besonderes Augenmerk lege er auf die Beratung von Kindern: „Die Effilierschere wird dann

Manuel Günster möchte für jeden Kunden eine besondere Wohlfühlatmosphäre schaffen.

zum Beispiel zur Krokodilschere. Ich erkläre jeden einzelnen Handgriff beim Schneiden, damit keine Angst entsteht.“ Eine Haar- und Kopfhautanalyse ist der erste Schritt vor einem Schnitt: „Ich mache das sehr gründlich und habe dadurch auch schon ein Melanom oder eine Schuppenflechte bei Kunden entdeckt, die glücklicherweise durch die frühzeitige Diagnose gut behandelt werden konnten.“ Mit Liebe zum Detail Der sehr harmonisch gestaltete Friseursalon besticht durch liebevolle

Details in der Ausstattung und Dekoration. Eine freundliche Buddha-Figur steht hinter dem Pult, der große Raum wird durch einige zarte Lichteräste abgetrennt und vermittelt somit Offenheit, aber auch eine gewisse Intimität. Alles wirkt edel und doch heimelig. In einem schlichten Holzregal werden die Eigenmarken von Manuel Günster wie Shampoos, Handcremes, Duschgels und weitere Pflegeprodukte stilge-

recht präsentiert: „Alle Produkte sind von der Zusammensetzung her auch für Allergiker geeignet.“ Manuel Günster führt einen Einmann-Betrieb, nicht zuletzt aus diesem Grund kann man sich über seine Homepage online für einen Termin anmelden. Wenn er sich einem Kunden widmet, dann voll und ganz. Der stets rührige Friseurmeister hat zudem eine Ausbildung zum kosmetischen Fußpfleger und zum Masseur für Teil- und Ganzkörpermassagen absolviert: „Wenn ich Menschen mit schlecht gepflegten Füßen oder einer absolut unpassenden Frisur sehe, dann muss ich sie einfach darauf ansprechen, denn mit einer mitunter kleinen Veränderung ihres Stils könnten sie so viel besser aussehen und sich wohler fühlen.“ Da Manuel Günster seine Kritikpunkte immer wohlwollend und mit dem ihm eigenen Humor vorbringt, erzielen sie meist ihre Wirkung: „Ich habe schon so viele begeisterte Rückmeldungen bekommen, was mich sehr freut. Denn ich möchte, dass sich alle wohlfühlen.“

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Top-Events in Bludenz 2022 Programm-Highlights (Änderungen vorbehalten) Samstag, 11. Juni, 20 Uhr

30 Jahre Bludenzer Sängerrunde im Stadtsaal Bludenz mit Bildern von Bludenz und Umgebung – damals bis heute

Mittwoch, 15. Juni

Musikschule Bludenz Schlusskonzert im Stadtsaal Bludenz

Samstag, 18. Juni, ab 10.30 Uhr

Gasthaus Fuchs: Frühshoppen

in der Sturnengasse mit der Bauernkapelle der Stadtmusik Bludenz und der Militärmusik Vorarlberg

Freitag, 24. Juni

Musikschule Bludenz

Tanzveranstaltung im Stadtsaal Bludenz

Sonntag, 26. Juni, ab 8.30 Uhr (Ersatztermin: Sonntag, 3. Juli)

Turnerschaft Bludenz

Landesjugendturnfest „Bludenz bewegt die Jugend" in der Sparkassen Sportarena Bludenz

Donnerstag, 30. Juni, 11 bis 22 Uhr Freitag, 1. Juli, 9 bis 22 Uhr Samstag, 2. Juli, 9 bis 22 Uhr

Weizer-Mulbratl-Fest Altstadt Bludenz

Samstag, 2., bis Sonntag, 10. Juli

Tennisclub Bludenz

7. Bludenz European Junior Open 2022

Samstag, 9. Juli

24. Silvretta Classic Rallye Montafon in der Altstadt Bludenz

Samstag, 9. Juli, ab 19.30 Uhr

Parkfest der Stadtmusik Bludenz im Plettenberg-Park

Donnerstag, 21. Juli, ab 18 Uhr

Beats & Beer

mit „Bebejukes" live in der Altstadt Bludenz

Freitag, 5. August, ab 17 Uhr

Café Fritz

Sommernachtsfest in der Mühlgasse

Samstag, 6., bis Sonntag, 14. August

Tennisclub Bludenz

7. Bludenz European Junior Open 2022

Donnerstag, 18. August, ab 18 Uhr

Beats & Beer

mit „Rubberneckers" live in der Altstadt Bludenz

Freitag, 2. September, 10 bis 19 Uhr Samstag, 3. September, 9 bis 16 Uhr

26. Bludenzer Klostermarkt in der Altstadt Bludenz

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Summerfeeling, Beats & Tastings Durch die Altstadt-Arkaden flanieren, Boutiquen entdecken, durch Restaurants, Cafés und Konditoreien degustieren oder kühle Cocktails bei groovigen Klängen genießen – das ist der Sommer in Bludenz.

D

ie Bludenzer Altstadt rüstet sich für einen unvergesslichen Sommer. Noch glauben wir es kaum: Flanieren und verweilen mit Freunden und Familie, abendliche Grooves mit einem Bier, der Cocktail mit „Mehr-Charakter“ oder ein Abendessen unter Nepomuks wohlwollendem Blick. All das bietet Vorarlbergs Südstern unter den historischen Städten und macht ab sofort das Bludenzer Stadterlebnis zum Fixpunkt im Kalender. Klangerlebnisse für alle Die Vielfalt der musikalischen Momente 2022 ertönt aus allen Gassen und Plätzen der Altstadt wie auch von der nahen gelegenen Remise oder den Stadtpark-Oasen. Blasmusik, Jazz und Klassik – jeder kann im Laufe des Sommers seinen persönlichen Favoriten küren. Die Künstler sind mehr als bereit, ihre Stücke zum Besten zu geben. Highlights? Jede Woche ein neues. Die Bludenzer Flaniermeilen unter den Altstadtarkaden lassen selbst um 12 Uhr mittags die Shop-

und einfach mit einer kleinen Gaumenfreude die eigenen Lebensgeister wieder wecken.

pinglaune nicht dahinschmelzen. Das genüssliche Vorselektieren der Kleidungsstücke oder das Bestaunen feiner Wohnaccessoires sind

bei jeder Witterung ungetrübt möglich. Selbst in den Abendstunden lassen sich Boutiquebesitzer und Gastro-

nomen besondere Erlebnisse einfallen. Wer sich eine Pause gönnen will, kann in die bekannten Stadtcafés und Konditoreien ausweichen

Freunde unter sich Z’Bludaz ist Gastfreundschaft Teil der Geschichte. Hier werden alle mit offenen Armen empfangen: Friedrichs mit leeren Taschen, mondäne Weltreisende aus Lech und Zürs, Festspielbesucher, die Oberländer Grün bewundern, eben jeder. Natürlich auch alle aus den fünf Talschaften, die in Bludenz ihren gemeinsamen Treffpunkt finden. Oft ist man in den großen Einkaufszentren verwirrt, das gleichgeschaltete Angebot allerorts lässt wenig Raum für Überraschungen und WOW-Momente. Hier kann die Vielfalt der Altstadt einiges bieten. Wer sich Zeit zum Entdecken nimmt, findet nicht nur in den Läden Besonderes wie „Spitzenkreationen“ aus echter Spitze, sondern entdeckt auch am Wochenmarkt unsere „with compliments“ – Stände, wo lokale Kreative ihre Kunstund Gebrauchsstücke feilbieten.

Ein Gemeinschaftsprojekt der besonderen Art Äußerst erfolgreiches Use-what-you-have-Festival im Würbel-Areal.

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ch bin überglücklich, dass dieser wunderschöne Ort im Herzen von Bludenz mit Leben und Seele erfüllt wird“, zeigte sich Gertrud Würbel, Inhaberin des gleichnamigen Areals in Bludenz, anlässlich des dort erstmals stattfindenden beUse-what-you-have-Festivals geistert. Das breit gefächerte kulturelle Angebot zog zahlreiche Besucher an. „2700 Besucher haben wir an den Festivaltagen gezählt. Die Resonanz war enorm. Ich sah nur glückliche Gesichter. Und was mir vor allem gut gefallen hat, war, dass so viele junge Familien mit Kindern und Babys kamen“, führte Gertrud Würbel weiter aus. Und auch Kulturstadtrat Cenk Dogan stimmte in die Begeis-

terung ein: „Ich finde es großartig, dass dieses Festival in diesem Jahr im Würbel-Areal stattfindet. Diese Kombination hat sich gesucht und gefunden.“ Ein Kleinod mitten in Bludenz Neben Miriam Wolf, Theresa Bubik und Lisa Vesely gehörte auch Jasmin Türk zum Organisationsteam: „Mir gefällt besonders, dass sich so viele unterschiedliche Akteure wie Marktleute, Künstler und freiwillige Helfer für dieses Festival, das ganz im Zeichen der Nachhaltigkeit steht, zusammengefunden haben. Es ist ein Gemeinschaftsprojekt, das von vielen getragen wird.“ Die Programmbreite erstreckte sich über Workshops, ein Markt-

angebot mit originellen Produkten, ein Kinderprogramm bis hin zu musikalischen und kulinarischen Darbietungen. So trat zum Beispiel die Band Bauernfänger auf, die auf stimmige Weise den Event begleitete. „Das Festival ist schlichtweg perfekt und zukunftsträchtig. Denn es gilt, uns bewusst zu machen, was wir wirklich brauchen und von der Wegwerfgesellschaft wegzukommen“, betonte Künstlerin Heidi Comploj. Sie bezeichnete das weitläufige Würbel-Areal als verwunschen wirkenden Ort mitten in der Stadt, dem eine Natürlichkeit innewohne. Dem stimmte auch Reingard Sturm, die in Begleitung ihrer Familie kam, zu: „Das Würbel-Areal ist ein richtiges Kleinod in

Jürgen Hartmann aus Schlins zeigte beim Use-what-you-have-Festival die Kunst des Weidenruten-Flechtens.

Bludenz.“ Auch Amrei Witwer, eine der ausstellenden Künstlerinnen, betonte: „Heuer wurde erstmals Künstlern eine Ausstellungsmöglichkeit bei diesem wunderbaren Festival geboten, was ich eine sehr

schöne Ergänzung finde.“ Und Verena Burtscher, Geschäftsführerin der Villa Falkenhorst, meinte: „So ein cooler Ort, ein ganz besonderer Platz – und damit kenne ich mich aus.“

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Wanddrucke im Stadtmuseum Bludenz.

Stefan Stachniß, Christof Thöny und Nikola Bartenbach.

Wertschätzung für das Vergangene Am 14. Juni findet rechtzeitig zum 100-jährigen Jubiläum die Neueröffnung des nunmehr zeitgemäß adaptierten Stadtmuseums Bludenz statt.

Fokus auf das Obere Tor Durch bauhistorische und dendrochronologische Forschungsarbeiten konnten im Rahmen des Projekts wichtige neue Erkenntnisse zur Geschichte des bemerkenswerten Gebäudes und der Stadtgründung von Bludenz gewonnen werden. Das um 1500 errichtete Obere Tor steht sinnbildlich für die einstige Wehrhaftigkeit der Stadt. Bestandteile der Anfang des 14. Jahrhunderts errichteten Stadtmauer verlaufen im

östlichen Bereich durch das Gebäude. Dabei konnte ein „Sichtfenster“ auf das historische Mauerwerk freigelegt werden, das nun einen Blick in die Vergangenheit erlaubt. Dies ist ein wesentlicher Bestandteil der neuen Ausstellung. Im Mittelpunkt stehen neben der Gründung der Stadt Bludenz und ihrer Geschichte bis in die frühe Neuzeit auch die Geschichte des Oberen Tores und die einstige Funktion des Gebäudes. Die Anzahl der ausgestellten Objekte wurde gegenüber der bisherigen Ausstellung wesentlich reduziert. Bei der Auswahl spielten vor allem Geschichten eine Rolle, die zeitlich zum Oberen Tor als Teil der einstigen Befestigungsanlage der Stadt Bludenz pas-

Eines der drei originalen Fenster, die in früheren Schießscharten eingebettet waren.

sen. Das architektonische Konzept stammt vom Büro Zottele.Mallin. Alle Renovierungsarbeiten wurden vom Amt der Stadt Bludenz koordiniert und mit dem Bundesdenkmalamt abgestimmt. Neue Formen Nach der offiziellen Eröffnung am 14. Juni veranstaltet die Stadt Bludenz einen Tag der offenen Tür, um die neue Dauerausstellung möglichst vielen Interessierten näherbringen zu können. In Kooperation mit dem Bundesgymnasium Bludenz werden derzeit auch Workshopformate zur Stadtgeschichte entwickelt. Jugendliche werden dabei zu Kulturvermittlerinnen und -vermittlern ausgebildet, um – ausgehend vom Oberen Tor – Kindern die Bludenzer Geschichte veranschaulichen zu können. „Das Museum zeigt sich von einer ganz neuen Seite. Ich bin stolz, meinen Teil dazu beigetragen zu haben. Die Designsprache ist schlicht und einfach gehalten. Die Botschaften sollen klar und deutlich vermittelt werden“, zeigt sich Nikola Bartenbach von der Kulturabteilung der Stadt Bludenz begeistert. Auch Historiker Stefan Stachniß, Mitarbeiter im Stadtarchiv Bludenz, stimmt zu: „Es freut mich, dass ich bei der Neugestaltung des Bludenzer Stadt-

Ein Kasten aus der Barockzeit im Montafoner Stil, wie es zu dieser Zeit für die Ausgestaltung der Stuben üblich war.

museums unterstützend zur Seite stehen durfte. Der kreative Prozess, die historischen Schätze für ein vielseitiges Publikum zugänglich zu machen, hat mich begeistert. Dabei standen stets die Besucherinnen

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und Besucher im Fokus. Neben einem interessanten und spannenden Erlebnis soll die Wertschätzung für das Vergangene, die Geschichte von Bludenz, vermittelt werden und die Begeisterung daran wecken."

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achdem das aus dem Leader-Programm der Europäischen Union geförderte Projekt „Stadtmuseum Bludenz – neues Leben in alten Räumen“ mit dem 30. April beendet worden ist, steht nunmehr am 14. Juni die Neueröffnung der Dauerausstellung im Oberen Tor an. 100 Jahre nach seiner Eröffnung präsentiert sich das von der Stadt Bludenz geführte Museum mit einem neuen Konzept. Stadtarchivar Christof Thöny freut sich: „Ich glaube, dass wir mit der neuen Ausstellung im Oberen Tor eine zeitgemäße Form der Vermittlung der Bludenzer Geschichte des Mittelalters und der Neuzeit schaffen konnten. Dadurch kann das historische Gebäude ein Ausgangspunkt für die Erkundung der Altstadt werden.“


Zeitsprünge verdeutlichen Historiker Otto Schwald brachte mit „Bludenz einst & jetzt“ ein neues Buch heraus, das sich inhaltlich markanten Veränderungen von Stadtteilen und einzelnen Gebäuden in Bludenz widmet.

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eschichte ist so ein breites Betätigungsfeld, mir wird nie langweilig“, erklärt Otto Schwald, Pädagoge und Historiker, anlässlich der Herausgabe seines neuen Buches „Bludenz einst & jetzt“ im Sutton-Verlag. Es ist bereits das vierte Buch zu diesem Themenkreis. Während in den vorigen Ausgaben Handel und Gewerbe, Restaurants und Industriebauten in historischen Fotos im Fokus standen, widmet sich das neue Buch den Zeitsprüngen (städte)baulicher Veränderungen in Bludenz. „Ich habe alte Fotos von Bludenz ausgewählt und neue Fotos aus der gleichen Perspektive aufgenommen und konnte somit die markanten Veränderungen aufzeigen. Viele Häuser in der Innenstadt haben jedoch ihren Grundcharakter bis heute beibehalten“, erläutert der Autor seine Herangehensweise. Hierfür habe er in den Sommermonaten des vergangenen Jahres sehr fotoviel grafiert: „Ich war wochenlang bei schönem Wetter unterwegs. Teilweise

Im Wandel der Zeit: Die fotografischen Vergleiche von Otto Schwald zeigen die städtebaulichen Veränderungen von Bludenz im Laufe der Zeit.

habe ich auch professionelle Hilfe in Anspruch genommen, wie etwa bei Drohnenfotos von Toni Meznar.“ Historischer Kontext Die Ursprungsfotos sind größtenteils sehr alt: „Mir war es vor allem wichtig, die Veränderungen in der Stadt anhand von einzelnen Gebäuden zu dokumentieren.“ Sehr schwierig gestaltete sich, wie schon bei den vorhergehenden Bänden, die Selektion der Bilder: „Es boten sich viele Gestaltungsmöglichkeiten an.

Ich fand es aber sinnvoll, den historischen Kontext der jeweiligen Gebäude zu berücksichtigen, wie zum Beispiel beim ehemaligen Schlachthof, der sich unter der Übergangsbrücke nach Bürs befand. Dort hat mein Großvater noch FreibankFleisch eingekauft. Heute ist dort ein Parkplatz.“ Weitere besondere Gebäude sind etwa der Milchhof Bludenz oder, ganz signifikant, die Postkreuzung, die auf dem Titelbild zu sehen ist: „Wenn man bedenkt, dass hier früher das Hotel ‚Weißes Kreuz‘ stand und welche Sicht sich nun mit dem neuen Bürogebäude bietet – das ist eine doch sehr auffallende Veränderung.“ Um den historischen Kontext zu berücksichtigen, sei viel Archivar-

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beit nötig gewesen, um ein aussagekräftiges Buch zu gestalten. „Ich habe bei meinen Recherchen viele interessante Hintergründe entdeckt, die es aufzuarbeiten gilt“, betont der engagierte Historiker. Schwierige Selektion Der Sutton-Verlag hat sich ganz auf Regionalgeschichte spezialisiert. Für das Buch „Bludenz einst & jetzt“ wurde Otto Schwald direkt vom Verlag angefragt und auch das nächste Buchprojekt ist bereits im Entstehen: „Der Verlag hat sich mein Portfolio angesehen und mich mit der Aufgabe betraut, im nächsten Buch 55 Meilensteine der Vorarlberger Geschichte zu beschreiben. Auch hierfür fiel mir die Auswahl nicht leicht. Ich habe vorab mit zwei His-

torikerkollegen sowie mit meinen Kindern Christiane und Sebastian, die beide ebenfalls Geschichte studiert haben, besprochen, welche Kriterien bei der Auswahl berücksichtigt werden sollen. Das war sehr hilfreich.“ Auch für dieses Buch ist viel Archivarbeit vonnöten, da es eher textlastig gestaltet ist. Der Band soll bereits im Herbst erscheinen. „Ich habe eindeutig das richtige Studienfach gewählt, darüber bin ich sehr glücklich. So habe ich nach meiner langjährigen Unterrichtstätigkeit keinen Pensionsschock erlitten“, meint Otto Schwald und lacht. Für Bludenz und seine Bewohner bilden seine aufwendigen fotografischen Dokumentationen jedenfalls eine wertvolle Erinnerung an frühere Zeiten im Städtle.

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Lebenslanges Lernen im Fokus Patrick Burtscher hat vor Kurzem die Leitung der Volkshochschule Bludenz übernommen. Für sein neues Aufgabengebiet bringt er vielseitige Erfahrungen mit.

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atrick Burtscher ist ein äußerst positiv eingestellter Mensch. Der Großwalsertaler stellt die persönliche Verkörperung des Begriffs „Lebenslanges Lernen“ dar. Der Pädagoge hat mit seiner Familie für 14 Jahre in Australien gelebt und dort ein erfolgreiches Unternehmen gegründet. Seit drei Jahren ist er nun wieder zurück in Vorarlberg, unterrichtet wieder und hat zudem die Geschäftsführung der Volkshochschule Bludenz am 1. März übernommen. Sein neues, umfangreiches Aufgabengebiet hat er mit viel Engagement und Tatkraft angetreten. Herr Burtscher, Sie sind ein begeisterter Pädagoge. Derzeit unterrichten Sie an der Volksschule Mitte in Bludenz. Was ist Ihnen im Unterricht besonders wichtig?

Burtscher: Es ist schön, wenn Sie mir die Begeisterung anmerken. Das ist genau das, was ich den Kindern in der Schule und allen Erwachsenen in der VHS vermitteln will: Begeisterung am Wissenserwerb und die Freude am Lernen und Leben. Es gibt nichts Schöneres als das Leuchten in den Augen der Schüler, wenn sie für sich etwas Neues entdeckt haben. Seit Anfang März sind Sie bei der Volkshochschule Bludenz für die Erwachsenenbildung zuständig. Unterscheidet sich grundsätzlich die Herangehensweise im Unterrichten oder gibt es Gemeinsamkeiten?

Burtscher: Das Lehren unterscheidet sich natürlich zwischen Volks- und Volkshochschule. Die Themen sind ganz andere. In der Erwachsenenbildung steht das persönliche Interesse, auf einem Gebiet Neues zu lernen, im Vordergrund. In der Schule bestimmt der

Lehrplan die Themen. Die Prinzipien aber, die ich angesprochen habe, gelten für alle Altersklassen. Ich glaube, wir dürfen als Menschen nie aufhören, neugierig zu sein – also wirklich gierig auf Neues zu sein. Und als Pädagoge habe ich den Auftrag, diese Neugier zu entfachen und zu erhalten. Sie treten nach der vorherigen Geschäftsführerin Elisabeth Schwald in große Fußstapfen. Welche Voraussetzungen bringen Sie mit, um den Erwartungen gerecht zu werden?

Burtscher: Dass ich in große Fußstapfen trete, habe ich seit meiner Zusage Anfang des Jahres schon oft gehört, aber auch gewusst. Elisabeth ist selbstverständlich eine Ikone an der VHS und in Bludenz. Sie hat die VHS von einer kleinen Bildungseinrichtung zum größten Erwachsenenbildungsinstitut im Bezirk gemacht. Das ist eine Riesenleistung. An mir liegt es, diese Position beizubehalten. Beim Schneeschuhlaufen zum Beispiel ist es ja ein Vorteil, in bereits gemachten Fußspuren zu laufen. Insofern hoffe ich, dass ich Elisabeths gelegtes Fundament nutzen kann und dass mit der Zeit meine eigenen Spuren sichtbar werden. Meine langjährige Geschäftserfahrung und meine Studien im Ausland sowie meinen Beruf als Lehrer empfinde ich als eine gute Kombination für die Leitung der VHS.

Inwiefern finden Sie lebenslanges Lernen für die Persönlichkeitsentwicklung wichtig?

Burtscher: Unser Leben ist unglaublich schnell geworden – in jeder Hinsicht. Wir sind steten Veränderungen ausgesetzt und nichts bleibt, wie es ist. Das fordert uns alle. Je mehr ich lerne und weiß, desto eher finde ich mich im Leben zurecht. Nicht zuletzt deshalb möchte ich immer wieder und immer mehr lernen. Je mehr ich weiß, über die Geschehnisse in der Welt, über die Geschichte und über mich, desto eher meistere ich die Herausforderungen des Lebens. Welche Rolle spielen fundierte Sprachkenntnisse in Ihrem Leben?

Burtscher: Lustigerweise hatte ich bereits als Jugendlicher den Gedanken, dass bilinguale Kinder einen entscheidenden Vorteil haben oder hätten. Damals hatte ich natürlich keine Ahnung, dass ich selbst einmal Vater von zweisprachigen Kindern sein würde oder selbst zwei Sprachen sprechen würde. In Deutsch und Englisch kommuniziere ich täglich. Abgesehen davon finde ich zum Beispiel im Internet viele interessante Artikel zu allen Themen aus Großbritannien, aus Amerika oder Australien in englischer Sprache. Es ist unglaublich spannend zu sehen, wie unterschiedlich verschiedene Länder an dieselben Herausforderungen herangehen. Sie haben 13 Jahre lang mit Ihrer Familie in Melbourne gelebt. Fiel es Ihnen schwer, wieder nach Vorarlberg zurückzukommen?

Burtscher: Ich hatte gemischte Gefühle. Ich ging als junger Lehrer aus einem kleinen Tal weg und kam als Mann mit vielen Erfahrungen und Eindrücken aus einer Großstadt zurück. Wie stark man sich selbst verändert, merkt man, glaube ich, erst, wenn man „zur Wiege“ zurückkehrt. Ich bin aber gerne zurück-

gekommen. Australien ist schon weit weg und anders. Wie sehr ich meine Heimat vermisst hatte, wurde mir erst einige Zeit nach der Rückkehr bewusst. Und das erachte ich als großes Geschenk – ich weiß, was wir hier haben. Stichwort Nordic-Walking: Sie haben diese Sportart in Australien bekannt gemacht und ein Unternehmen gegründet?

Burtscher: 2005 war meine australische Freundin bei mir in Österreich. Damals ging es hier gerade mit Nordic Walking los. Sie wollte zurück nach Australien und wir überlegten, ob wir nicht im sportbegeisterten Melbourne Nordic Walking einführen könnten. Ich erinnere mich, als wir im Oktober 2005 nach Australien (aus)gewandert sind, kaufte ich zwei Tage nach der Ankunft Computer und Drucker und wir fingen mit dem eigenen Geschäft an. Anfangs quasi als Personal Trainer. Daneben bauten wir eine Akademie für Nordic-Walking auf und bildeten mehr als 500 „health professionals“ in ganz Australien und Neuseeland zu Nordic Walking Trainern aus. Ich fand alles sehr spannend. Als ausgebildeter Volksschullehrer hatte ich bis dahin keinerlei Erfahrung in geschäftlichen Belangen gesammelt. Wie wichtig ist Bewegung generell in Ihrem Leben?

Burtscher: Ungemein wichtig. Und das in zweierlei Hinsicht: nämlich körperlicher und geistiger Bewegung. Ganz nach dem Motto: „Mens sana in corpore sano.“ („Ein gesunder Geist, wohnt in einem gesunden Körper“, Anm.) Ich laufe gern und spiele Tennis. Speziell bei einem Bürojob ist körperlicher Ausgleich wichtig. Außerdem kommt man beim Laufen in der Natur auf andere Gedanken, was sich positiv auf die mentale Gesundheit auswirkt. Ihr neues Aufgabengebiet als Geschäftsführer der VHS ist umfangreich. Worin sehen Sie die wichtigste Herausforderung?

Burtscher: Im Moment bin ich noch der Lernende. Ich sehe eine große Herausforderung in der langfristigen Profitabilität/Rentabilität

und damit dem Weiterbestehen der VHS. Der Wettbewerb an Angeboten für Erwachsene ist immens groß. Da geht es nicht nur um Bildung, sondern um alle Aktivitäten, die Erwachsene neben ihrem Beruf ausüben. Wir möchten ein breit gefächertes Angebot für alle bieten und arbeiten darauf hin, dass lebenslanges Lernen für möglichst viele Menschen ein Ziel und Grundsatz ist. Die VHS Bludenz bedient ein großes Einzugsgebiet und bietet auch Kurse außerhalb von Bludenz an. Planen Sie, das Angebot in den Außenstellen auszuweiten?

Burtscher: Das stimmt. Im Vergleich zu den anderen VHS im Land sind wir für sechs Talschaften zuständig. Als einer aus dem Tal ist es mir ein besonderes Anliegen, Kurse in allen Talschaften des Bezirks anzubieten. Wenn ich darf, rufe ich hier alle auf: Meldet euch bei uns mit Wünschen und Anregungen für Kurse. Mein Team und ich freuen uns. Welche Vorhaben möchten Sie zuerst umsetzen?

Burtscher: Ich bin ein sehr organisierter Mensch und überzeugt von der Notwendigkeit von Strukturen, Systemen und Strategien in einem Geschäft. Indem ich versuche, das Geschäft „VHS Bludenz“ in Bezug auf diese Dinge zu analysieren, lerne ich das Ganze auch am besten kennen.

Patrick Burtscher Geboren 20. Februar 1973 Familie zwei Kinder (7 und 12 Jahre) Beruflicher Werdegang Pädagogische Akademie, Lehrer in Fontanella, im Montafon und Bregenzerwald, dazwischen ein Auslandsjahr in England, 2003 acht Monate Auszeit in Australien, 2005 Übersiedlung nach Australien, Gründung eines eigenen Unternehmens, 2019 Rückkehr nach Vorarlberg und in den Schuldienst, seit 1. März Geschäftsführer der VHS Bludenz Hobbys Sport, Sprachen, Psychologie und Kultur Lebensmotto Ich versuche, heute besser zu sein, als ich es gestern war.

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Rund 150 Tennisspielerinnen und -spieler werden beim Wettkampf erwartet.

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7. Bludenz European Junior Open 2022 Der Tennisclub Bludenz lädt zum internationalen Kinder- und Jugend-Tennisturnier in die Alpenstadt – ein Großevent der besonderen Art und Ansporn für die Nachwuchsathletinnen und -athleten.

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um siebten Mal ruft der Tennisclub Bludenz das größte internationale Tennisturnier Vorarlbergs aus. Vom 2. bis 10. Juli spielt die Nachwuchs Elite im Herzen der Alpenstadt um wichtige Turnierpunkte. In neun Spieltagen entscheidet sich, wer am europäischen Tennishorizont die Kategorien U14 und U18 dominiert. An die 150 Athletinnen und Athleten aus 20 Nationen werden erwartet.

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Nachwuchstennis auf höchstem Niveau steht Anfang Juli in der Tennisarena Bludenz auf dem Spielplan. Der Tennisclub Bludenz, rund um Obmann Kurt Tschofen, setzt mit den 7. Bludenz European Junior Open erneut starke Akzente im Nachwuchssport. Vo r a r l b e r g s einziges internationales Tennisturnier

geht vom 2. bis 10. Juli, einen Monat früher als in den vergangenen Jahren, auf der roten Asche im Unterstein über die Bühne. Erstmals wird die U18 Meisterschaft als ITF (International Tennis Federation) Turnier ausgetragen. Sie gilt als höchste europäische Spielserie und dient als Sprungbrett in die internationale Weltrangliste. Parallel dazu wird der „Tennis Europe“ U14 Wettbewerb ausgeführt. Somit ist Bludenz eine von vier Austragungsstätten in Österreich. Bei diesem mitreißenden Tennisevent können heimische Talente

wie Mia Liepert, Sydney Stark, Joel Schwärzler oder Anna Payer hautnah erlebt werden, die sich an einem internationalen Teilnehmerfeld messen. Über 300 Spiele, packende Ballwechsel und zahlreiche Zuschauerinnen und Zuschauer machen die 7. Bludenz European Junior Open zu einem außergewöhnlichen Sporterlebnis. Umrahmt wird dieses von attraktiven Side Events wie Tischtennis oder Speed Tennis und einem breiten kulinarischen Angebot. Nur der Einsatz und das Engagement von vielen ehrenamtlichen

Mitarbeitenden ermöglicht eine Veranstaltung dieser Größenordnung, die als besonderer Ansporn für den Tennisnachwuchs und Karrierechance für junge Athletinnen und Athleten gilt.

7. Bludenz European Junior Open 2022 Termin Samstag, 2. Juli bis Mittwoch, 10. Juli 2022 Wo Tennisplätze Bludenz Schmittenstraße 35, 6700 Bludenz

23.05.2022 08:24:26

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Kleidung für besondere Anlässe Carmen Müller eröffnete Anfang Februar in der Mühlgasse ihr Schneideratelier. Ihr Label „Atelier Feinsein – bridal & more“ ist dabei zugleich Programm.

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ie Räume des Schneiderateliers von Carmen Müller vermitteln ein feines, angenehmes Flair. Sie sind hell, leicht und wirken von der Einrichtung her sehr harmonisch. Ältere Bludenzer können sich noch erinnern, dass sich in diesen Räumlichkeiten früher das Stoffgeschäft Seelos befand. Ausgesuchte und edel verarbeitete Stoffe bilden auch die Basis für die Angebotspalette der kreativen Jungunternehmerin. „Bei den Materialien gehe ich keine Kompromisse ein. Ich verwende ausschließlich Stoffe aus Naturmaterialien, die regional oder aus Europa bezogen werden“, betont Carmen Müller. Aus diesem Grund besucht sie regelmäßig Fachmessen und wählt die entsprechenden Stoffe selbst aus. „Spitze mit einem hohen Baumwollanteil fühlt sich auf der Haut angenehmer an.“

Atelier Feinsein – bridal & more Mail atelier@feinsein.at Web www.feinsein.at Tel. 0699 12298651 Öffnungszeiten Dienstag bis Freitag: 9 bis 12.30 Uhr und 14 bis 18 Uhr Samstag: 9 bis 12.30 Uhr sowie nach Terminvereinbarung

Bludenz – eine Stadt mit Charme und Potenzial Mit der Eröffnung ihres Schneiderateliers unter dem Label „Atelier Feinsein – bridal & more“ hat sich die gebürtige Thüringerin einen Lebenstraum erfüllt. Nach acht intensiven Ausbildungs- und Arbeitsjahren in Wien kehrte sie nach Vorarlberg zurück, worüber sie sehr glücklich ist: „Bludenz ist eine Stadt mit viel Charme und Potenzial. Als das Geschäftslokal hier in der Mühlgasse frei wurde, konnte ich mir sofort vorstellen, hier mein Schneideratelier zu eröffnen.“ Die handwerklichen Fähigkeiten hat die diplomierte Kindergartenpädagogin im Rahmen ihres Studiums am Kolleg für Modedesign in der Wiener Herbststraße erworben. Die Damenmeisterklasse Haute Couture inklusive Meisterprüfung folgte. Einem Praktikum beim exklusiven Label „Elfenkleid“ folgte eine Anstellung: „Es war für mich eine sehr wertvolle Erfahrung, in dem exquisiten Brautmoden-Salon in allen Bereichen vom Zuschnitt bis zu Endfertigung und Verkauf arbeiten zu können.“ In Wien habe sie gerne gelebt, bis dann die Coronapandemie kam: „Wien war super und vor allem kulturell sehr vielseitig. Durch die Maßnahmen im Zuge der Pande-

Carmen Müller verwirklicht in ihrem Atelier „Feinsein – bridal & more“ die Träume ihrer Kundinnen.

mie waren die Vorzüge leider weg.“ Die zierliche junge Frau sehnte sich nach ihrer Familie in Vorarlberg, vor allem nach ihrer Zwillingsschwester Sara, aber auch nach der Natur. Und so wuchs auch der Wunsch, selbstständig zu werden. Individuelle Beratung Eine individuelle Beratung ist ihr besonders wichtig: „Ich finde es schön, gemeinsam mit der Braut deren ganz

persönlichen Stil für das Hochzeitskleid zu finden.“ Dafür nimmt sich Carmen Müller viel Zeit. Jedes Detail muss sitzen. Neben ihrer eigenen Kollektion präsentiert sie auch Brautkleider von „Elfenkleid“. Ihre Modelle sind so konzipiert, dass Oberteile und Rock kombiniert werden können. Aber auch individuelle Wunschvorstellungen von Kundinnen werden in der eigenen Maßschneiderei

verwirklicht. In ihrem Angebot befinden sich nicht nur Brautkleider, sondern auch Kleider für Hochzeitsgäste oder Kleider für andere besondere Anlässe. „Ich erhalte viel positive Resonanz für meine Kreationen. Das freut mich natürlich sehr.“ Grundlegend sehe sie einen Trend in Richtung Handwerk und Nachhaltigkeit: „Zeitloses Design und hochwertige Materialen sind gefragt.“

Visuelle Kommunikation Das Design- und Fotostudio „Ludwina“ in der Bludenzer Mühlgasse wurde im Jänner von Tabea Martin eröffnet.

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as Design- und Fotostudio „Ludwina“ von Tabea Martin befindet sich in der Mühlgasse gleich neben dem ebenfalls neu eröffneten Schneideratelier von Carmen Müller. Beide Jungunternehmerinnen kannten sich zuvor nicht, verstehen sich aber gut. Das Atelier „Ludwina“ ist in den Farben Schwarz und Weiß gestaltet, selbst Hund Oskar passt farblich dazu. Nicht zuletzt durch das Kreuzgewölbe an der Decke entsteht ein ganz besonderes Flair. Die gebürtige Brazerin bietet

Tabea Martin mit Hund Oskar.

Dienstleistungen in zwei Bereichen an, nämlich einerseits in der grafischen Gestaltung, wobei ihr Fokus vorwiegend im Branding liegt, und andererseits in der Fotografie. Das nötige Rüstzeug hat sich Tabea Martin im Rahmen ihres Studiums „Communication Arts and Interactive Media“ mit dem Schwerpunkt Fotografie in Hamburg erarbeitet. Ihre Kunden kommen aus der Gastronomie, dem Tourismus, dem Sport und aus unterschiedlichen Gewerbebetrieben. Dabei bietet sie bei jedem Auftrag ihre indivi-

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Ästhetik ganz zentral Künstlerin Chantal Boso ist nach langjährigen Auslandsaufenthalten wieder nach Vorarlberg zurückgekehrt. Ihr Atelier befindet sich im Würbel-Areal.

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eichnen und Malen zählten immer schon zu den Lieblingsbeschäftigungen von Chantal Boso. Bereits in ihrer Kindheit vertiefte sie sich stundenlang ins Malen. „Ich war von Farben fasziniert. Und wenn ich gemalt habe, dann war ich ganz in meiner Welt. Für mich gab es kaum etwas Schöneres“, erinnert sich die gebürtige Bludenzerin. Bildnerische Erziehung zählte damit auch zu ihren Lieblingsfächern am Bundesgymnasium Bludenz. So fiel bei ihr bereits mit 15 Jahren die Entscheidung, Kunst zu studieren: „Ich habe im Internet nach einer geeigneten Schule gesucht und entdeckte eine Schule in Florenz, die genau das bot, was ich mir vorgestellt habe.“ Ihre Eltern haben sie immer in ihrem Wunsch, Kunst zu studieren, unterstützt: „Dafür bin ich ihnen dankbar, denn viele Eltern möchten nicht, dass ihre Kinder dieses Studienfach wählen.“ Breit gefächerte Ausbildung Mit 18 Jahren war es dann so weit. Auf den Maturaabschluss folgte der Umzug nach Florenz. Dort besuchte die kreative junge Frau zunächst die Angel Academy of Art, später vertiefte sie ihre Kenntnisse im Porträtzeichnen am Cecil Studio. Insgesamt vier Jahre verbrachte Chantal Boso in Florenz. „Das war eine spannende Zeit, in der ich viel gelernt habe. An der Angel Academy hatte ich viele Kommilitonen aus England und Amerika. Leider habe ich diese Zeit nicht genutzt, um Italienisch zu lernen, denn wir unterhielten uns hauptsächlich auf Englisch.“

Kunstwerke müssen mich optisch ansprechen, damit sie mich berühren. Chantal Boso Künstlerin

Während ihrer Studienzeit in Italien lernte sie auch ihren Partner Bharat kennen. Er ist ebenfalls Künstler, mit indischen Wurzeln. Vor der Rückkehr nach Hause wurde allerdings ein fünfmonatiger Zwischenstopp in Polen gemacht. Dort hat die weltoffene Vorarlbergerin am Film „The peasants“ mitgearbeitet: „Der Film besteht aus aneinandergereihten Ölbildern. Für eine Szene von 16 Sekunden braucht es rund 400 Bilder.“ Dabei wurde mit der Stop-motion-Technik gearbeitet. Dabei wird ein Bild angefertigt, dann Farbe weggenommen und mit einer kleinen Veränderung wieder neu aufgetragen. Es war eine spannende, aber auch eine herausfordernde Aufgabe, der sich Chantal Boso mit diesem Auftrag stellte, für die Aufnahme wurde ein ganzer Monat eingerechnet. Der Trailer des Films wurde vor Kurzem bei den Filmfestspielen in Cannes gezeigt. „Nachdem wegen des Angriffskrie-

ges der russischen Armee in der Ukraine die Studios geschlossen wurden, kamen viele Filmschaffende nach Polen. Auch dort haben wir uns vorwiegend auf Englisch verständigt“, erzählt sie. Atelier im Würbel-Areal Vor rund drei Wochen kehrte die Künstlerin nach Vorarlberg zurück. Gertrud Würbel, die Inhaberin des gleichnamigen Areals in Bludenz, stellte ihr einen hellen, lichtdurchfluteten Raum als Atelier zur Verfügung: „Ich bin derzeit noch Alleinbesitzerin und habe die Absicht, das ganze Areal zu verkaufen. Daher möchte ich nicht mehr groß investieren. Nicht zuletzt aus diesem Grund möchte ich jungen, kreativen Leuten eine Startmöglichkeit für ihre Vorhaben bieten. Chantal passt mit ihren wunderbaren Ölbildern bestens in dieses Konzept“, erzählt Gertrud Würbel. Chantal Boso ist von ihrem Atelier begeistert: „Es ist ein Raum, der einladend wirkt. Gertrud hat mir sogar einige Möbel zur Verfügung gestellt, die dem Atelier eine besondere Note verleihen.“ Momentan hat sie einige Porträts als Auftragsarbeiten anzufertigen. Ende des Sommers widmet sich die sympathische Künstlerin wieder eigenen Werken. „Beim Porträtmalen sind die Lichtreflexe in den Augen entscheidend. Der Lichteinfall muss einfach passen.“ Für ein Porträt benötigt sie rund zwei Wochen, wie sie erzählt. „Wenn ich Menschen live male, wird das Porträt meist besser, weil ich so die Lichtverhältnisse beurteilen kann.“ Das Malen eines Porträts von einem Foto als Vorlage dauere entsprechend länger. Bei all ihren Bildern steht eine ausgewogene Ästhetik ganz zentral: „Kunstwerke müssen mich optisch ansprechen, damit sie mich berühren.“ Sie malt in der sogenannten CaravaggioTechnik, die sie in Florenz erlernt hat: „Bei dieser Technik wird auf einem warmen Untergrund gemalt. Lichteinfälle werden mit weißer Farbe als Untergrund gestaltet, dann kommt die Farbe darüber.“ Diese spezielle Technik, die sich auch Chiaroscuro nennt, möchte Chantal Boso im Herbst in Kursen an Interessierte weitervermitteln. Grundsätzlich ist sie froh, wieder in Vorarlberg zu sein: „Mich freut es sehr, nach der langen Zeit in Italien und Polen wieder hier sein zu können. Das Atelier liegt zentral, ich fühle mich wirklich sehr wohl hier.“

Chantal Boso Geboren 20. Dezember 1998 Familie In einer Partnerschaft mit Bharat Wohnort Schlins Hobbys Bücher lesen, Filme schauen, Zeichnen und Malen Motto Mein größtes Hobby ist mein Beruf. Web www.chantal-boso-flores.at

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Kulturelle Höhepunkte in Bludenz Die historische Alpenstadt wird im Sommer wieder zur Bühne kultureller und musikalischer Veranstaltungen.

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ach langen Monaten des Verzichts ist auch die Alpenstadt aus dem Dornröschenschlaf erwacht. Als ausgezeichnetes Mitglied der Kleinen Historischen Städte gehört Bludenz zu jenen, die sich die Einzigartigkeit vergangene Zeiten bewahrt haben und zugleich nicht in der Vergangenheit stehengeblieben sind. So bieten nicht nur kulturelle Institutionen wie zum Beispiel die Remise eine ideale Bühne für kulturelle Veranstaltungen. Die Altstadt selbst wird mit ihren Gassen und Arkaden ein unvergleichliches Ambiente und bietet so

mancher Veranstaltung die passende Kulisse. Diesen Sommer wartet die Stadt Bludenz mit einer bunten Auswahl an kulturellen Höhepunkten auf. Kein Wunder, immerhin gibt es so einiges zu feiern. Zum Beispiel freut man sich über das 50-Jahr-Jubiläum des Kinderbuchklassikers „Das kleine Ich bin Ich“ von Mira Lobe und Susi Weigel. Das Jubiläum wird mit einem vielseitigen Programm gleich mehrfach gefeiert. Doppelt so alt ist mittlerweile das Stadtmuseum, das nach der aufwendigen Sanierung in wenigen Tagen neu eröffnet wird.

Neben historischen Events lädt die Alpenstadt auch wieder zu einigen musikalischen Highlights. Die Bühne im Café Remise lockt zum Beispiel regelmäßig hochrangige nationale und internationale Künstler. Das nächste Konzert findet bereits kommenden Freitag statt. Dann nehmen Alex Sutter & Band die Gäste mit auf eine musikalische Reise von Reggae bis Rock und von Funk bis Soul. Im Juli wird der Vorplatz des Kulturzentrums erneut Veranstaltungsort der Ö3 Silent Disco und im August lädt das beliebte Jazz & Groove Festival zum Verweilen ein.

Nicht verpassen: Die nächsten Events in Bludenz Samstag, 11.06. | 16 Uhr | Café Remise Remise Calling – DJ & Party Freitag, 17.06. | 20 Uhr | Remise Alex Sutter & Band Dienstag, 21.06. | 19 Uhr | Remise Literarischer Salon: Lesung mit Evelyn Schlag „In den Kriegen“ Freitag, 24.06. | Remise TIMELESS Donnerstag, 30.06. | Galerien allerArt Vernissage Friederike Feldmann und Alexander Wagner

„Das kleine Ich bin Ich“ wird 50 Jahre alt – Jubiläumsprogramm in Bludenz Der Kinderbuchklassiker „Das kleine Ich bin Ich“ von Mira Lobe und Susi Weigel wird heuer 50 Jahre alt. Von Mai bis November widmet das Bludenzer Kulturbüro dem bunten Tier, dessen Illustratorin rund 30 Jahre lang in Bludenz gelebt hat, eine Veranstaltung pro Monat. Den Anfang haben bereits Isolde Adamek und Hannah Juriatti mit einer Kamishibai-Lesung im Mai im Würbel-Areal gemacht. Das weitere Programm im Überblick: Samstag, 25.06. | 9.30 Uhr Mehrsprachige Kinderlesung (Deutsch-Türkisch-BKS) „Das kleine Ich bin Ich“ | ATIB Moschee Bludenz Sonntag, 31.07. | 14 & 15.30 Uhr „Das kleine Ich bin Ich und seine Malerin“ – Ein wahres Märchen erzählt von Monika Hehle | Würbel-Areal Freitag, 12.08. | 13 Uhr Alpinale Workshop: „Ich nähe mein kleines Ich bin Ich“ | Remise Samstag, 17.09. | 10 & 11 Uhr Kinderlesung „Das kleine Ich bin Ich“ mit Hanno Dreher | Würbel-Areal Dienstag, 04.10. | 19 Uhr Susi Weigel – ein Weltstar der Kinderliteratur in Bludenz – ein Gespräch mit Isolde Adamek, Stefania Pitscheider Soraperra und Christof Thöny | WürbelAreal Freitag, 04.11. | 15 Uhr Kindertheater „Das kleine Ich bin Ich“ | Remise

CONNLA – Celtic Summer Night Freitag, 01.07. | Remise Vor einigen Jahren waren sie die überraschende Entdeckung der jungen irischen Szene – nun kehren sie als gefeierte Stars des zeitgenössischen Irish/Celtic Folk zurück. Connla aus Nordirland gelten als eine der aufregendsten neuen Bands im Irish Folk Crossover. Die Arrangements alter und neuer Titel sowie ihre frischen Eigenkompositionen sind voll junger Energie und klingen doch nach langer Erfahrung. Neben dem traditionellen Gesang ist auch die Besetzung anspruchsvoll: frühlingshaft schwirrende Flöten, akustische Gitarre und eine keltische Harfe, die sich elegant mit dem wuchtigen Sound des irischen Dudelsacks paart. Den knackigen „Groove“ verdankt das Ensemble dem Meister-Perkussionisten Dermot Moynagh aus Belfast auf seiner Bodhran.

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Bands Bands Bands – Das sind die Herbst-Highlights in der Remise

Ö3 Silent Disco Samstag, 22.07. | Remise Vorplatz Stell dir vor, du bist von hunderten singenden und tanzenden Menschen umgeben, obwohl keine Musik zu hören ist. Eine Silent Disco, eine stille Disco, ist ein einzigartiges Club-Konzept, bei dem allen Teilnehmer(innen) kabellose Kopfhörer zur Verfügung gestellt werden. Zwei DJs spielen gleichzeitig auf zwei unterschiedlichen Kanälen, zwischen denen selbst am Kopfhörer ausgewählt werden kann, sodass alle die Musik hören, auf die sie gerade Lust haben. Mit über 200.000 Besucher(innen) in ganz Österreich, Kroatien, Türkei, Italien und der Schweiz hat sich die Silent Disco vom kleinen Nischenkonzept aus Vorarlberg zu einer der größten Eventreihen im deutschsprachigen Raum entwickelt. Im Juli macht die Silent Disco nun zum ersten Mal am Remise-Vorplatz in Bludenz Halt. Die Silent Disco findet nur bei Schönwetter statt, Ausweichtermin ist Freitag, 29. Juli.

ALPINALE – 31. Kurzfilmfestival in Bludenz Dienstag, 9., bis Samstag, 13.08. | Remise Vorplatz Zwischen 9. und 13. August findet das internationale ALPINALE Kurzfilmfestival statt. Filmschaffende aus aller Welt präsentieren von Dienstag bis Freitag ihre Kurzfilme und wollen am Samstag das „Goldene Einhorn” gewinnen. Die Kurzfilme werden vor und in der Remise (bzw. im Stadtsaal) in Bludenz gezeigt. Während der Festivalwoche gibt es eine Sonderschau für innovative Virtual-Reality-Produktionen. Am Mittwoch und Donnerstag sind ab 18 Uhr Vorarlberger Produktionen zu sehen. Am Freitag gibt es ein Kinderkino mit Rahmenprogramm. Kurz vor Mitternacht sorgen am Freitag Horror-Filme noch für Alpträume.

Freitag, 02.09. | Hearts Hearts & Junipa Gold Am Ende von drei Jahren intensiver Albumproduktion und über 80 begonnenen Songs steht „Love Club Members“ – das neue Album von Hearts Hearts. „Love Club Members“ ist in seinem Spektrum stilistischer Formen und Andeutungen überaus breit und darin hauptverantwortlich für das Grundgefühl einer größeren Veränderung und popmusikalischen Öffnung. Bei Junipa Gold kollidiert die gefühlvolle Stimme von Frontfrau Mia mit musikalischen Arrangements ihrer Musikerkollegen Fabio, Sascha und Pascal. Zusammen nehmen sie ihr Publikum mit auf eine Reise in ihre Welt – eine Verbindung von Wildem und Zahmen, Erwachen und Träumen. Freitag, 16.09 | Pippo Pollina Mit über 4000 Konzerten europaweit gehört er zu einem der beliebtesten italienischen Liedermacher. Pollina besticht durch seine unbändige Kreativität, mit der er seit mehr als 35 Jahren auch seine vielen treuen Fans immer wieder überrascht – sei es mit lyrischen Balladen, poetischen Protestliedern oder rockigen Songs. Dienstag, 27. 09. | Soap&Skin Die österreichische Musikerin und Produzentin Anja Plaschg alias Soap&Skin hat mit „From Gas to Solid“ ihr drittes Album veröffentlicht und geht jetzt – nach der pandemiebedingten Pause – wieder auf Tour. Die musikalische Brandbreite reicht von stiller Elektronik über militärisch anmutende Trommelwirbel bis hin zu Choral-Stimmung mit imposanter, dynamischer Schönheit. Freitag, 25.11. | Buntspecht Das Sextett biegt sich seine Sprache zurecht und bettet sie in eine surreale Kulisse ein. Buntspecht bedeutet, seine eigene kreative Vision voranzutreiben. Aus der Pandemie-Zeit hat die Wiener Band einen Rucksack voll neuer Lieder mitgebracht. Und so kann auch beim aktuellen Album „Spring, bevor du fällst“ mit Fug und Recht behauptet werden, dass Buntspecht ihrer Linie treu geblieben sind – eingängige tanzbare Musik, poetische deutschsprachige Texte, Straßenkunst-Romantik und ausgelassener Charme.

Jazz & Groove Festival Donnerstag, 25., bis Samstag, 27.08. | Altstadt & Remise Vorplatz Drei Abende mit heimischen und internationalen Größen der Jazz-, Funk- und Bluesszene! Der Verein muscon sorgt am Donnerstag mit einem „Fierobad Jazz Special“ für einen fulminanten Festivalauftakt bei freiem Eintritt. Nach dem Start des Devigili/Middelton Quartet steht der Freitagabend ganz im Zeichen der Jazzlegende Ella Fitzgerald: Gemeinsam mit ihrer Pocket Big Band macht Karin Bachner, selbst zu den besten Jazzsängerinnen Österreichs gehörend, eine Zeitreise in die swingende Zeit der Jahrhundertstimme Fitzgerald. Samstags geht es bluesig mit dem Paul Pichler Quartett weiter, bevor der Hot Pants Road Club gemeinsam mit dem Remise-Publikum seinen 30. Geburtstag feiert. Über die letzten Jahrzehnte entwickelte der HPRC einen unvergleichlichen Sound, der sich auf eine schnörkellose Rhythmusgruppe, funkig-jazzige Bläsersätze und seelenvollen Sologesang gründet.

Mittwoch, 30.11 | Der Nino aus Wien Der Nino aus Wien, österreichischer Liedermacher und Literat, prägt die deutschsprachige Musikszene mit seiner ureigenen Form des „Wienerlieds“ und seinem „Hirschstettner Soul“. Der „Bob Dylan vom Praterstern“ spielt an die 100 Konzerte pro Jahr, quer verteilt im deutschsprachigen Raum, vom Wiener Konzerthaus bis hin zur Hamburger Elbphilharmonie.

Donnerstag, 25.08. | Altstadt Bludenz Fierobad Jazz Special Freitag, 26.08. | Remise Vorplatz Devigili/Middelton Quartet, Karin Bachner & Pocket Big Band Samstag, 27.08. | Remise Vorplatz Paul Pichler Quartett, Hot Pants Road Club

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Do 25 bis Sa 27/AUG JAZZ & GROOVE FESTIVAL Remise Vorplatz & Altstadt Do 25/AUG Altstadt Bludenz Fierobad Jazz Special Fr 26/AUG Remise Vorplatz Devigili/Middelton Quartet Karin Bachner & Pocket Big Band Sa 27/AUG Remise Vorplatz Paul Pichler Quartett Hot Pants Road Club

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