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Blickpunkt Bregenzerwald Mai 2021

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Bregenzerwald BLICKPUNKT.

Donnerstag, 27. Mai 2021

Neues Fahrzeug für die Feuerwehr Au Mit dem neuen Tanklöschfahrzeug kann die Freiwillige Feuerwehr Au nun noch schlagkräftiger agieren. >> Seite 18

Auszeichnung für das Frauenmuseum Die Direktorin des Frauenmuseums Hittisau Stefania Pitscheider Soraperra spricht im Interview über den EYMA-Preis. >> Seite 22

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BLICKPUNKT. Bregenzerwald

Donnerstag, 27. Mai 2021

Das Bach-Hus gehört zur Langenegger Geschichte. Es spielt sowohl bei der Vereinigung von Ober- und Unterlangenegg als auch bei der Entwicklung der Nahversorgung eine bedeutende Rolle. Foto: @Gemeinde Langenegg

Ein Haus mit Symbolkraft

Seit 25 Jahren prägt das Haus Bach Nr. 57 als Nahversorgungszentrum „Bach-Hus“ die Gemeinde Langenegg. LANGENEGG Das Haus Bach Nr. 57 hat eine wechselhafte Geschichte hinter sich und spielte im Laufe der Jahrzehnte eine prägende und verbindendende Rolle für Langenegg – besonders, seit es 1996 nach einer Generalsanierung neu eröffnet wurde. Ursprünglich war es das Wohnhaus von Johann Georg Fuchs. Der kinderlose Bauer verfügte in seinem Testament, Haus und Hof sowie einen weiteren landwirtschaftlichen Hof an den Armenfonds von Langenegg zu vererben, wenn sich Unter- und Oberlangenegg zu einer Gemeinde – Langenegg – zusammenschließen würden. Die Beschlüsse der Gemeindevertretungen fielen in seinem Sinne aus und so fusionierten die beiden Gemeinden mit 1. Jänner 1924 zur neuen Gemeinde Langenegg. 70 Jahre später beschloss die Gemeindevertretung von Langenegg, das mittlerweile denkmalgeschützte Gebäude aus der Zeit um 1870 zu erhalten. Es sollte generalsaniert werden und eine neue Aufgabe bekommen. 1996 zog in das „Bach-Hus“ neues Leben ein und es entwickelte sich zum Zentrum für Nahversorgung, Symbol für mutige

Dorfentwicklung und Vorzeigeprojekt in vielfacher Hinsicht. Stärkung der Dorfgemeinschaft Nach dem Beschluss zum Erhalt des geschichtsträchtigen Hauses begann die Suche nach den passenden Nahversorgern. Als erste Nutzer zogen eine praktische Ärztin, ein Zahnarzt, eine Friseurin, ein Geschenklädele und ein Schuh- und Bekleidungsgeschäft ins Bach-Hus ein. Einigen, wie den Ärzten oder dem Friseurladen, gelang es sich langfristig zu etablieren, andere mussten aus wirtschaftlichen Gründen das Haus früher oder später wieder verlassen. Die Gemeindeverantwortlichen erkannten, dass es zu wenig war, nur ein neues Angebot bereitzustellen. Neues braucht oft seine Zeit und so entschied sich die Gemeindevertretung, die Bewusstseinsbildung in der Bevölkerung zur Nutzung des Nahversorgerangebotes voranzutreiben. Die vom Land Vorarlberg ins Leben gerufene Initiative „Lebenswert leben“ (LWL) gab den Anstoß, in diese Richtung mit Bürgerbeteiligung aktiv zu werden. Ein LWL-Kernteam zur Stärkung der Dorfgemeinschaft wurde gegründet und nahm 1998 seine Arbeit auf.

Die Nahversorger im Bach-Hus gaben dem Gewerbe in Langenegg neuen Schwung und stärkten die Wirtschaftstreibenden im Ort. Die Gemeinde Langenegg gründete zusammen mit engagierten Unternehmern die „Wirtschaftsgemeinschaft Langenegg“. Die WIGE begleitet und unterstützt heute rund 40 Mitgliedsbetriebe mit verschiedenen Dienstleistungen. Bedeutung für Langenegg Die im Bach-Hus eingebaute ökologische Nahwärmeversorgung befeuerte auch den Beitritt der Gemeinde zur e5-Initiative des Landes. Das in der Folge gegründete e5-Team wurde für seine zukunftsweisenden Projekte zur Energieeffizienz vielfach ausgezeichnet. „Die Bedeutung des Bach-Hus für die Langenegger kann mit drei wichtigen Pfeilern, die in ursächlicher Verbindung mit dem Bach-Hus stehen, beschrieben werden. Nämlich Bewusstseinsbildung zur Stärkung des Wir-Gefühls (Lebenswert Leben Team), umweltbewusstes Denken und Handeln (e5-Team) sowie die Stärkung der Wirtschaft und Nahversorgung (Wirtschaftsgemeinschaft Langenegg)“, sagt Bürgermeister Thomas Konrad. Er ist sich sicher, dass die jüngere Entwicklung Langeneggs zu

Bürgermeister Thomas Konrad. Foto: @Mario Nussbaumer einem Dorf mit besonderer Lebensqualität diesem Umstand zu verdanken ist. Dem umfassenden Ansatz der Dorfentwicklung hat Langenegg auch die Auszeichnung mit dem Europäischen Dorferneuerungspreis im Jahre 2010 zu verdanken. Das aktuelle Motto „Langenegg bewusst Zukunft“ zeigt für Bürgermeister Thomas Konrad, dass in Langenegg nicht Aktionismus, sondern bewusste Entwicklung gesucht, gefördert und auch gefordert wird.


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BLICKPUNKT. Bregenzerwald

Das Ensemble spielt immer wieder an besonderen Orten und baut sein mobiles Theater auch im Freien auf. Fotos: @Café Fuerte

Donnerstag, 27. Mai 2021

Café Fuerte ist ein grenzübergreifend tätiger Verein mit Sitz in Hittisau und wird von Danielle Fend-Strahm und Tobias Fend geleitet.

Café Fuerte stellt seine weißen Stühle auf Für die kommenden Monate hat das Erzähltheaterensemble große Pläne. HITTISAU Mit ihrem aktuellen Stück „Pakete, Pakete“ hat die Theatertruppe Café Fuerte ein Thema unserer Zeit aufgegriffen. Nie wurden so viele Pakete um die Welt geschickt wie heute. In der Pandemie hat der Versandhandel noch deutlich zugelegt und 2021 werden es 287 Millionen Pakete sein, die in österreichische Haushalte geliefert werden. Im Stück von Tobias Fend geht es um Konsum, Ausbeutung und diejenigen, die unsere ganzen Waren schleppen. Absurde Komödie Am 1. Juli feiert dann schon das nächste Stück Premiere. „Auf nach Alang“ ist eine absurde Komödie auf einem verlassenen Kreuzfahrtschiff. Regie führt Danielle Fend-Strahm. Es gibt viel

Musik von Café-Fuerte-Hausmusiker Florian Wagner und von Kontrabassist Nikolaus Feinig, der zum ersten Mal dabei ist. Das Stück ist von Tobias Fend, es spielen Jeanne Devos und Tobias Fend. Darum geht es: Eine Frau und ein Mann sind plötzlich allein auf einem riesigen Kreuzfahrtschiff. Sie wollte lesen und ist kurz eingenickt, er war im Solarium. Danach sind plötzlich alle anderen Menschen weg. Das Kreuzfahrtschiff pflügt weiter friedlich durch das blaue Mittelmeer. Wie kann das sein? Ist das normal? Sind alle auf Landgang in Dubrovnik? Und was sollen sie jetzt machen? Rudermaschine, Deckstuhl oder französisches Spezialitätenbuffet? „Auf nach Alang!“ ist ein Stück über Einsamkeit und Gemeinsamkeit, über Sprache und Missverständnis, über Unterhaltung und Zerstreuung, über

den Umgang mit der Realität und darum vielleicht auch über Lockdowns und die Pandemie. Für Jung und Alt Ende Dezember wird das Ensemble das Stück „Truck Stop“ spielen. Es ist eine Zusammenarbeit mit der Abteilung für Europaangelegenheiten des Landes Vorarlberg und mit der Sibratsgfäller Künstlerin Ronja Svaneborg. Es handelt von einem Zöllner und einem Lkw-Fahrer, der an der Grenze hängengeblieben ist. Gespielt wird an Vorarlberger Grenzen und rund um einen Lkw. Die letzte Premiere des Jahres wird „Der schwarze Hund“ sein – ein Familienstück nach dem Kinderbuch von Levi Pinfold. Die Hauptrolle spielt dabei eine Hundepuppe, die von mehreren Spielern bedient wird. Besondere Orte „Wir werden wieder an besonderen Orten und natürlich im Freien unser mobiles Theater aufbauen. Hittisau ist für uns Basis und Zentrum, wir haben ein tolles Stammpublikum hier und gute Arbeitsbedingungen. Darum wollen wir noch jedes unserer Stücke hier spielen“, betont Tobias Fend. Ein zweites Standbein hat das Ensemble im Appenzell, ist dort fester Teil der Appenzeller Theaterwelt und arbeitet mit Schweizer Schauspielern zusammen. Café Fuerte geht immer auf Tour – in Lustenau, im mittleren Rheintal oder im Montafon sind die Stücke auch begehrt und das Interesse ist groß. „Überall dort, wo wir unsere weißen Stühle

aufstellen, kann ein Theater sein. Es ist schön zu spüren, dass die Menschen nach wie vor und besonders jetzt ein Bedürfnis nach Kultur haben. Sie wollen gemeinschaftlich etwas Echtes erleben, wie eben Theater“, freut sich der Theatermacher. Dass das Ensemble immer schon draußen gespielt hat, erleichtert vielen jetzt den Zugang. Auch die Modellregion Vorarlberg war für die Theaterschaffenden eine besondere Chance. „Vorarlberg war lang der einzige Ort im ganzen deutschen Sprachraum, wo man regulär Theaterspielen konnte“, freut sich Tobias Fend. Café Fuerte ist ein grenzübergreifend tätiger Verein mit Sitz in Hittisau und wird von Danielle Fend-Strahm und Tobias Fend geleitet. Infos und Termine findet man unter www.cafefuerte.at


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BLICKPUNKT. Bregenzerwald

Donnerstag, 27. Mai 2021

Moorschutz ist aktiver Klimaschutz Im Hochmoor Fohramoos wurden Renaturierungsmaßnahmen durchgeführt. SCHWARZENBERG Moore und Feuchtgebiete sind für den Klimaund Naturschutz lebenswichtig. 3 % Moorflächen auf der Welt speichern doppelt so viel Kohlenstoff wie die ge­samte­­ Biomasse aller Wälder. Moore speichern und filtern Wasser, kühlen durch Verdunstung, sind Lebensraum für seltene Arten, sind Arten- und Kulturarchive, liefern Streue und sind faszinierend schön. Seltene Lebensräume Vorarlberg hat in Relation zum österreichischen Staatsgebiet einen überproportional hohen Anteil von Moorflächen. Nach derzeitigem Stand der Erhebungen sind mit über 900 Moorgebieten rund 5600 ha Moorflächen in Vorarlberg vorhanden. Innerhalb Vorarlbergs ist der Bregenzerwald mit knapp 360 Moorgebieten auf rund 3000 ha neben Rheintal und Walgau einer der Hotspots der Moorverbreitung. Das Biotopinventar Vorarlberg führt allein für Schwarzenberg rund 50 Moor- und Riedflächen an. Beinahe unbekannt ist, dass darin auch Flächen genannt werden, die beispielsweise mit dem Stephansdom, Schönbrunn, Großglockner oder anderen Orten von nationaler Bedeutung verglichen werden können. Der Moorschutzkatalog des Umweltbundesamtes weist dem „Fohra“ und dem „Fohramoos“ am Bödele jedenfalls diese nationale Bedeutung zu und sie sind damit äußerst schutzwürdig und erhaltenswert. Der Moorkomplex des Fohramoos wurde 1974 als Naturschutzgebiet verordnet und nach Beitritt zur EU

ins Natura 2000 Schutzgebietsnetz aufgenommen. Es besteht aus hydrologisch noch weitgehend intakten Hochmoorgesellschaften und Moorwäldern. „Hochmoore wie das Fohramoos sind bemerkenswerte und in Mitteleuropa selten gewordene Lebensräume für eine Vielzahl gefährdeter Pflanzen und Tiere mit speziellen Ansprüchen. Hier lässt sich noch erahnen, warum unsere Vorfahren Mooren mit Respekt, ja mit Furcht begegneten“, sagt Martin Bösch vom Regionsmanagement Natura 2000. Wichtige Sanierungsmaßnahmen Alte Entwässerungsmaßnahmen der 20er-Jahre des vorigen Jahrhunderts sowie eine quer durch das Moor verlegte, nicht mehr genutzte Trinkwasserleitung wirkten sich allerdings negativ auf die Qualität der Moorlebensräume aus. Das Amt der Vorarlberger Landesregierung, Abteilung Umwelt- und Klimaschutz (IVe), führte daher gemäß dem Managementplan für das Schutzgebiet vor Kurzem eine Renaturierung degradierter Hochmoorflächen durch. In entwässerten Mooren ist das erste Ziel den moortypischen Wasserhaushalt und die standorttypische Vegetation (Torfmoose) wieder zu etablieren. Der bestehende Torfkörper soll durch Wasserrückhalt erhalten und neue Torfbildung gefördert werden. Die entwässernde Wirkung von Gräben muss daher wieder bautechnisch saniert und der Abfluss aus dem Moor reduziert werden. Ein Schlitzgrabensystem im südlichen Teil des Moores (ehemalige Torfstichvorbereitung) wurde mit 29 Dämmen,

Der Moorkomplex des Fohramoos wurde als Naturschutzgebiet verordnet und ins Natura 2000 Schutzgebietsnetz aufgenommen. Fotos: @Martin Bösch

27 davon mit Spundwandbau, saniert. In einem zweiten Grabenverlauf der ehemaligen Trinkwasserleitung Richtung Bödelesee wurden weitere 17 Dämme gebaut. Die Entnahme von Gehölzen und Bäumen, das sogenannte Entkusseln, fördert zudem den Wasserüberschuss auf den Moorflächen. Der Wasseranstau in den Gräben konnte bereits im Zuge der Bauarbeiten beobachtet werden. Ob sich die ökologischen Verbesserungen ebenfalls wie geplant einstellen, wird sich aber erst nach Jahren zeigen. Weitere Erkenntnisse Moore sind sehr komplexe Lebensräume und wachsen bzw. regenerieren sich äußerst langsam. Um vertiefende Kenntnisse über die Wirkungen zu erlangen, werden auch hydrologische Untersuchungen mit Messpegel gemacht. Als weitere Ergänzung wird ein 3,5 Meter langer Moorbohrkern mit

Pollen aus 17 verschiedenen Pflanzengruppen von einer Studentin an der Uni Wien untersucht. Daraus können Erkenntnisse zur Klima- und Vegetationsgeschichte am Bödele seit der letzten Eiszeit gewonnen werden. Eine wichtige Rolle für den Bregenzerwald spielt auch der Naturpark Nagelfluhkette. Hier werden Führungen mit den Rangern zum Thema Moore angeboten, außerdem wird das Thema in den vier Naturparkschulen sowie in den Junior Ranger Camps vermittelt. In Krumbach-Salgenreute ist eine Moorsanierung für 2022 geplant. Weitere Informationen zum Naturschutzgebiet Fohramoos findet man unter www.naturvielfalt.at/schutzgebiet/fohramoos. Informationen zu geführten Wanderungen durch das Fohramoos mit Kräuterpädagogin/ Wanderführerin Katharina Moosbrugger gibt es unter www.naturerfahren. at

Ob sich die ökologischen Verbesserungen nach den Bauarbeiten wie geplant einstellen, wird sich erst zeigen.


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BLICKPUNKT. Bregenzerwald

Jährlich findet in Hittisau eine Tagung im interaktiven Format zu aktuellen Fragen des dörflichen Zusammenlebens statt.

Donnerstag, 27. Mai 2021

Die Land|Gespräche|Hittisau finden im Ritter-von-Bergmannsaal statt und sind für Teilnehmende kostenlos. Fotos: @Markus Faißt

Über die Zukunft des Älterwerdens Die vierten Land|Gespräche|Hittisau beschäftigen sich mit der „bio-psycho-sozialen“ Gesundheit. HITTISAU Nach den Themen „Wohnformen der Zukunft“, „Bildung“ und „Mobilität“ gehen die Land|Gespräche in Hittisau diesmal den Fragen des Älterwerdens auf den Grund. Für die im Oktober geplante Tagung laufen die Vorbereitungen schon jetzt auf Hochtouren. „Als Fachleute konnten wir bereits Erika Geser-Engleitner von der FH Vorarlberg sowie Heike Bischoff-Ferrari und Ludwig Hasler von der Universität Zürich gewinnen. Diese Experten werden mit Praktikern aus der Region über umsetzbare Ansätze reden und Beispiele für neue Wege präsentieren – mit dem Ziel aller Land|Gespräche, ,Vom Reden ins Tun‘ zu kommen“, berichtet Hermann Hagspiel vom Organisationsteam. Betreuung in Zukunft Wie gehe ich mit dem Älterwerden um? Welchen Freundeskreis habe ich über die berufliche Tätigkeit hinaus

– auch in der „dritten Lebensphase“? Wo finde ich sinnvolle Aufgaben, in denen meine Kenntnisse und Erfahrungen zur Geltung kommen, die mir Freude machen und wo ich Anerkennung finden kann? Wie beuge ich gesundheitlichen Problemen vor, und wer hilft mir, wenn Einschränkung auftreten? – werden einige der Fragen sein, auf die man gemeinsam Antworten sucht. Auch das aktuelle Betreuungsangebot wird beleuchtet vor dem Hintergrund, dass derzeit über 60.000 ausländische 24-Stunden-Hilfskräfte in Österreich arbeiten. Diese werden jedoch kaum auf Dauer zur Verfügung stehen – und was passiert dann? Sollen Roboter die Betreuung und Pflege der demnächst in großer Zahl ins Alter kommenden Jahrgänge übernehmen? Fällt die Verantwortung dann wieder verstärkt auf die Familien zurück? Oder werden digitale Plattformen, private Vereine, eventuell auch die Senioren wechselseitig Unterstützungsleistungen übernehmen (müs-

sen), wenn den öffentlichen Diensten Personal und Geldmittel fehlen? Wie kann jeder selbst vorsorgen? Und welche Besonderheiten bringt das Älterwerden auf dem Land mit sich? „Die Gesundheitsversorgung – präventiv wie kurierend – sowie die sozialen Beziehungen bestimmen wesentlich, wie gut es uns im jungen, reifen und hohen Alter gehen wird – und auch unseren Familien. Ziel wäre ein positives Miteinander, ohne eine Seite zu vernachlässigen oder die andere zu überfordern“, ist Hagspiel überzeugt. Damit das funktioniert, werden manche Rollen hinterfragt und neu definiert werden müssen. Interaktives Format Die „Land|Gespräche|Hittisau“ verstehen sich als Veranstaltungsreihe. Jährlich findet in der Bregenzerwälder Gemeinde eine Tagung im interaktiven Format zu aktuell wichtigen Fragen des dörflichen Zusammenlebens statt. Die Land|Gespräche|Hittisau

sind eine private Initiative von Johann Steurer, Markus Faißt und Hermann Hagspiel, unterstützt von der Gemeinde. Eingeladen sind alle Interessierten aus dem Bregenzerwald und aus der weiteren Region. Die Tagung findet am Samstag, dem 9. Oktober 2021, ab 13 Uhr im Rittervon-Bergmann-Saal in Hittisau statt und ist für Teilnehmende kostenlos. Sie soll niederschwellig und kosteneffizient sein – ohne Belastung der öffentlichen Haushalte. Die finanzielle und auch inhaltliche Unabhängigkeit ist den Organisatoren wichtig und nur möglich dank des ehrenamtlichen Engagements vieler Beteiligter sowie der Sponsoren aus der Wirtschaft, die die Finanzmittel für die Abdeckung der unweigerlich anfallenden Kosten in großzügiger Weise zur Verfügung stellen. Mehr Information, auch zu den bisherigen Veranstaltungen, auf: www. hittisau.at/kultur/sehenswer tes/ land-gespraeche-hittisau


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BLICKPUNKT. Bregenzerwald

Bildnis von Joseph Johann Graf Fries 1787.

Donnerstag, 27. Mai 2021

Im Angelika Kauffmann Museum hat die neue Ausstellung eröffnet.

Fotos: @Wien Museum Birgit/Peter Kainz

Die große Tour von Angelika Kauffmann Das Angelika Kauffmann Museum hat seine Tore mit der neuen Ausstellung wieder geöffnet. SCHWARZENBERG Die neue Sommerausstellung im Angelika Kauffmann Museum in Schwarzenberg erweckt bei dem einen oder anderen Besucher mit Sicherheit ein wenig Reiselust oder gar Fernweh. Die Ausstellung „Nach Italien! Angelika Kauffmann und die Grand Tour“ konnte nun endlich eröffnet werden, zwar ohne große Eröffnungsfeier, aber dennoch sind Besuche im Angelika Kauffmann Museum wieder möglich. Bis Ende Oktober dürfen Kunstbegeisterte in der von Thomas Hirtenfelder

kuratierten Ausstellung neben Werken von Angelika Kauffmann auch Bilder ihrer Zeitgenossen wie dem deutschen Landschaftsmaler Jakob Philipp Hackert, dem genialen Zeichner Giovanni Battista Piranesi oder dem aus Krems stammenden Michael Wutky bewundern. Nach Italien Angelika Kauffmann (1741–1807) war zeitlebens viel unterwegs und pflegte Freundschaften mit der politischen, kulturellen und wissenschaftlichen Elite in ganz Europa. Bereits in jun-

Diese Landauer Kutsche wurde erworben und aufwendig restauriert. Foto: @Angelika Kauffmann Museum

gen Jahren reiste sie mit ihrem Vater durch Italien und studierte die „Alten Meister“. Später lebte sie in London und Rom. Weit herumgekommen waren auch ihre wohlhabenden Auftraggeber, für die es im 18. Jahrhundert zum guten Ton gehörte, sich auf eine ausgedehnte Bildungsreise zu begeben, die als „Grand Tour“ bekannt wurde. Italien mit seiner langen Kunsttradition, den antiken Stätten und malerischen Landschaften war das bevorzugte Ziel. Den in Rom oder Neapel lebenden Künstlerinnen und Künstlern bescherte dieser frühe Tourismusboom viele Aufträge. Die Ausstellung widmet sich anhand von Originalwerken der Künstlerin und ihrer Zeitgenossen, den Sehnsuchtsorten im Süden, den Reisenden, ihren Geschichten und den nach Hause mitgebrachten Souvenirs. Als Vorläufer von Ansichtskarten und Selfies erinnern uns die Bildzeugnisse der „Grand Tour“ an eine Epoche, in der das Fernweh so groß war wie heute – und nehmen uns mit auf eine Reise in das Italien des 18. Jahrhunderts. Historische Landauer Kutsche Genau zum richtigen Zeitpunkt ist es dem „Verein Freunde Angelika Kauffmann Museum“ gelungen, eine aus Schwarzenberg stammende, historische Landauer Kutsche für das Museum zu erwerben. Diese Art von

Kutschen war im 18. Und 19. Jahrhundert in allen europäischen Ländern ein bevorzugter Reisewagen und galt als Statussymbol der begüterten Kreise. Am Eröffnungstag konnte die Landauer Kutsche direkt vor Ort besichtigt werden. Das Angelika Kauffmann Museum möchte sich mit diesem Stück Heimatgeschichte als lebendiges, bewegtes Museum präsentieren. Die erworbene Kutsche kann von jetzt an für besondere Anlässe gemietet werden und wird damit der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt. Freiwillige Beiträge Über freiwillige Beiträge zum Erhalt und Finanzierung der historischen Landauer Kutsche wäre der Förderverein sehr dankbar. Spenden werden auf dem Vereinskonto „Freunde Angelika Kauffmann Museum“ IBAN: AT12 3742 3000 0102 1807, BIC: RVVGAT2B423 dankend entgegengenommen.

Daten & Fakten Öffnungszeiten: Di. bis So., 10–17 Uhr Eintritt: Erwachsene 9 € Ermäßigt 8 € Freier Eintritt für Kinder und Jugendliche bis 19 Jahre Öffentliche Führungen: Di. 15.30 Uhr und So. 10.30 Uhr – 5 € (+ Eintritt)


BLICKPUNKT. Bregenzerwald

Donnerstag, 27. Mai 2021

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BLICKPUNKT. Bregenzerwald

Donnerstag, 27. Mai 2021

Wochenmarkt setzt auf Regionalität Treffpunkt Bezauer Dorfplatz – wöchentliches Sommer-Highlight für Jung und Alt. BEZAU Der witus-Wochenmarkt wird inzwischen zum sechsten Mal eröffnet. Über die Sommermonate, bis hinein in den Herbst verwandelt sich der Bez­ auer Dorfplatz immer freitags zum Marktplatz, wo regionale Händler und Produzenten den Marktbesuchern ein umfangreiches Sortiment an kulinarischen Köstlichkeiten und regionale Besonderheiten anbieten. An einheitlich geplanten und regional hergestellten Marktständen finden die Marktbesucher teilweise neue Aussteller, aber auch gewohnte, fast schon zur Tradition gewordene „Marktständler“. Wie schon in den vergangenen Marktsaisonen kann bei Roman Natter erntefrisches Gemüse, welches direkt vom Feld auf den Markt kommt, erworben werden. Genauso gibt es reifes Weishaupt Obst vom Bodensee. Gleich nebenan am Gemeinschaftsstand der Bäcker steigt den Besuchern der Geruch von frischem Marktbrot in die Nase, welches abwechselnd von der Bäckerei Kleber, der Bäckerei Künz und er Spar-Bäckerei Mellau gebacken und angeboten wird. Kulinarische Besonderheiten können bei Der Jogi erworben werden, ebenfalls leckeren Speck und feine Wurstware gibt es bei Natter – dem Hofmetzger. Weiters dürfen alle Käseliebhaber am Marktstand der Sennerei Schnepfau verweilen und sich an den köstlichen Käse- und Milchprodukten erfreuen. Landwirtschaftliche Produkte der Alpe Wildmoos oder zur Abwechslung spezielle Köstlichkeiten vom Schafmilchbetrieb Gmeiner aus

Der Wochenmarkt – ein Fixtermin am Bezauer Dorfplatz. Bizau könnten auf dem Einkaufszettel stehen und „s‘zNüni Eosso“ verfeinern. Oder weil ja der Freitag Fischtag ist, darf natürlich der frische Fisch oder eine geräucherte Gaumenfreude von Markus Isenberg auf dem Speisezettel nicht fehlen. Außergewöhnliches gibt es bei Brenn. – Bartholomäus Fink. Mit Spirituosen und feinen Bränden, die der Meisterdestillateur in seiner Brennerei in Bizau kreiert, füllt er seinen Marktstand und steht jederzeit gerne im Austausch mit den Kunden. Beim regen Markttreiben ist für viele der Marktbesucher ein guter Kaffee ein willkom-

Die Marktbesucher freuen sich schon wieder auf frische, regionale Produkte.

mener Genuss. Am Marktstand der Lebenshilfe darf über die Kaffeebohnen von Trevo.coffee philosophiert werden, dort gibt es die verschiedenen, eigens im Bregenzerwald gerösteten Kaffeesorten zum Kennenlernen. Was wäre ein Marktgeschehen ohne Blumen, für floristische Kunstwerke und natürliche Deko sorgen abwechselnd der Sennhus Blumenladen und Jasmin Berkmann Floristik. Auch auf die Gartenfreunde Bezau-Reuthe, den Weltladen Bezau und besonders den Überraschungsstand darf man gespannt sein. Ganz neu in diesem Jahr präsentiert sich der Foodtruck „EU-

Fotos: @witus

GEN“ der Wirtschaft Dornbirn. Für alle Hungrigen wird bis 13 Uhr ein leckerer und abwechslungsreicher Mittagstisch am Bezauer Dorfplatz angeboten. Außerdem gibt es spannende Höhepunkte während der ganzen Marktsaison, beginnend mit einer Markteröffnung mit Alphornklängen und erfrischender Limo mit Honig, zu 100 % aus dem Bregenzerwald. Das und vieles mehr erwartet die Marktbesucher wöchentlich vom 4. Juni bis zum 15. Oktober 2021 von 9 bis 12 Uhr auf dem Bezauer Dorfplatz beim witus-Wochenmarkt.

Floristik und andere Überraschungen werden auf dem Markt an geboten.


BLICKPUNKT. Bregenzerwald

Donnerstag, 27. Mai 2021

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BLICKPUNKT. Bregenzerwald

Donnerstag, 27. Mai 2021

Beheiztes Gewächshaus für Bio-Gemüse Auf dem Dorner Hof in Sibratsgfäll steht Nachhaltigkeit schon seit Langem an erster Stelle. SIBRATSGFÄLL Das Leben und Arbeiten auf dem Hof von Markus Dorner findet im Einklang mit der Natur statt. Grundwerte wie Tierwohl, Fairness, Transparenz, Regionalität und die Nutzung von Synergien sind eine Selbstverständlichkeit. Dort sind Begriffe wie Bio, Nachhaltigkeit und Natur keine Marketingschlagworte, sondern eine Lebenseinstellung. Für das Team vom Dorner Hof gehören Natur und Zukunft zusammen, deshalb liegt ihnen ein umweltfreundliches Wirtschaften und respektvoller Umgang mit Ressourcen besonders am Herzen. Um ihr Sortiment an gesunden und regionalen Lebensmitteln zu erweitern, setzt Familie Dorner neben Fleisch, Wurstwaren, Eiern und Bio-Nudeln, Spirituosen und Keksen nun auch auf erntefrisches Gemüse. Mit dem Bau eines Gewächshauses wurde ein weiterer großer Schritt in Richtung Selbstversorger gemacht. Bio-Saatgut – Bio-Gemüse Die Vision von einem beheizten Gewächshaus ist nun Wirklichkeit geworden. 10 Meter Breite und eine Länge von 30 Metern misst das neue Gewächshaus, welches seit Kurzem von der jungen Obst- und Gemüsebäuerin Nadine Nigsch bewirtschaftet wird. Inzwischen konnten schon die ersten Kräuter und Salate geerntet werden und es wächst und gedeiht. Alles aus eigener Anzucht mit Bio-Saatgut, ohne Industriedünger, mit null Pestiziden und das Potenzial alter Gemüsesorten wird genutzt

und somit bewahrt. Neben all dem Gemüse und den Kräutern wurden zusätzlich 30 Ursorten Obstbäume gepflanzt, dadurch wird im Gewächshaus auch auf den Erhalt alter Obstsorten geachtet. Eigenwärme nutzen Auch im Energiebereich hat der Dorner Hof mit einem eigenen Biomasseheizwerk und einem Sonnenkraftwerk eine ökologische Variante gewählt. Das Gewächshaus wird mit Wärme vom Biomasseheizwerk beheizt und der Strom wird über die neuen PV-Module auf dem Dorner Hof gewonnen. In Eigenregie wurden gesamt 100 Module ans Netz bzw. größtenteils für die Eigenversorgung angeschlossen. Beide Anlagen bringen eine Leistung von 32 kWp und sorgen für eine autonomere Energieversorgung. Somit sind die Pflanzen im neuen Gewächshaus nicht witterungsbedingt von der Außentemperatur abhängig und können regelmäßig mit Wärme versorgt werden. Der im Frühjahr angelegte Kräutergarten im Freien beinhaltet einen ganzjährigen, vielfältigen Kräuteranbau. Zudem wird vom Kräuterpädagogen Oliver Huber der Kräuterlehrgang gehegt und gepflegt. Aus den verschiedensten Kräutern werden Salze, Senfvariationen, Teesorten, Tinkturen und Essenzen herstellt. All das, viel mehr und natürlich erntefrisches, saisonales Gemüse sind jederzeit ab Hof erhältlich, zudem in Gustl’s Laden und in Zukunft auch im Hofladen in Egg. Dieser wird demnächst am neuen Standort in Egg eröffnet.

Jungpflanzen sprießen im Dorner-Hof-Gewächshaus.

Bio-Bäuerin Nadine Nigsch betreut das neue Gewächshaus.

Wärme kommt aus dem hauseigenen Biomasseheizwerk.

30 Ursorten Obstbäume wurden gepflanzt.

Fotos: @Dorner Hof


BLICKPUNKT. Bregenzerwald

Donnerstag, 27. Mai 2021

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BLICKPUNKT. Bregenzerwald

Donnerstag, 27. Mai 2021

Neues Tanklöschfahrzeug der Feuerwehr Au Nach gut drei Jahrzehnten hat das alte Tanklöschfahrzeug seinen Dienst getan und wird abgelöst. AU Das Tanklöschfahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr Au ist allmählich in die Jahre gekommen. Mit der Anschaffung des Einsatzfahrzeugs Baujahr 1987 bestückte die Feuerwehr Au vor gut drei Jahrzehnten ihren Fuhrpark mit der neuesten Technik. Der damals hochmoderne Tankwagen leistete viele Jahre gute Dienste, nun weist das Fahrzeug altersbedingte Schäden auf. Fast vier Jahre Vorlaufzeit hat es gebraucht, bis das neue Tanklöschfahrzeug in Au angekommen und in die Feuerwehrgarage eingefahren ist. Der erste Schriftverkehr erfolgte bereits 2017, ein Fahrzeugausschuss wurde gebildet, Eckdaten wurden evaluiert und ein einstimmiger Beschluss der Gemeindevertretung für eine nahtlose Ersatzbeschaffung eines neuen Tanklöschfahrzeuges wurde gefasst. Mit ca. 60 Wochen Lieferzeit wurde die Bestellung des neuen Einsatzfahrzeugs schon Anfang des vergangenen Jahres in Auftrag gegeben. Der Fahrzeugausschuss der Feuerwehr Au hatte im Vorfeld ein Leistungsverzeichnis ausgearbeitet. Zusammen mit dem Experten des Vorarlberger Umweltverbandes und dem Landesfeuerwehrverband wurde eine EU-weite Ausschreibung erstellt. Vor Kurzem wurde das laut Ausschreibung und nach speziellen Wünschen angefertigte Fahrzeug geliefert. Wunschfahrzeug Das neue Tanklöschfahrzeug wurde von der Firma Rosenbauer auf einem Volvo-FMX-Fahrgestell aufgebaut.

Große Freude auch bei den Feuerwehrkommandanten von 1983 bis 2021. Ausgestattet mit einem 3000-Liter-Wassertank, 200-Liter-Schaummittel-Tank mit einem modernen Schaumzumischsystem. Mit der Besatzung 1:8 ist eine der Besonderheiten ein gut durchdachtes Beladungssystem, durch welches im Mannschaftsraum Platz für 6 Atemschutzgeräte geschaffen wurde. Durch zwei elektrische Leiterabsenkungen auf dem Dach und einem eingebauten Stromgenerator wurde das Einsatzfahrzeug auf die Bedürfnisse der Auer Feuerwehr abgestimmt. Aufgrund des in der Nähe liegenden Schnepfauer Tunnels musste das Fahrzeug mit einer speziellen Ausrüstung für Tunneleinsätze ausgestattet werden. Dazu zählen unter anderem

Das neue Tanklöschfahrzeug ist für Tunneleinsätze ausgerüstet.

eine integrierte Wärmebildkamera am Fahrzeug, Ultraschallsensoren und eine Verkehrsleiteinrichtung im Heck. Um einen zuverlässigen Einsatz zu gewährleisten, wird die gesamte Mannschaft, insbesondere aber die Maschinisten, vom Fahrzeugausbildungsteam eingeschult. Inzwischen konnten die intensiven Schulungen abgeschlossen werden und das neue Tanklöschfahrzeug ist einsatzbereit. Ehrenamt Die Freiwillige Feuerwehr Au besteht derzeit aus 86 Mitgliedern. Unter den aktiven 60 Mitgliedern befinden sich auch zwei Feuerwehrfrauen, die ihren männlichen Kollegen in nichts nachstehen. Auch der Nachwuchs liegt der

Fotos: @Feuerwehr Au

Feuerwehr Au sehr am Herzen. Interessierte Mädchen und Buben ab 10 Jahren sind jederzeit herzlich willkommen. Wöchentliche Feuerwehrproben, Wettbewerbe und die Teilnahmen an Fortbildungen stehen neben ca. 20 bis 30 Einsätzen auf dem Jahresprogramm der Feuerwehrler Au. Als Stützpunktfeuerwehr mit hydraulischem Rettungsgerät geht ihr Zuständigkeitsbereich von Mellau bis Warth bzw. bis zum Faschina- und Furkapass. Die Feuerwehr Au freut sich schon darauf mit einem geplanten Einweihungsfest ihr neues Tanklöschfahrzeug der Öffentlichkeit zu präsentieren. Wann es so weit sein wird, wird je nach Entwicklung der coronabedingten Situation entschieden werden.

Der Fahrzeugausschuss hat lobenswerte Vorarbeit geleistet.


BLICKPUNKT. Bregenzerwald

Donnerstag, 27. Mai 2021

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Im Podcast „Schritt für Schritt: Die heilende Kraft des Wanderns“ erzählt Reinhard Haller, was das Wandern mit uns macht. Foto: @Huber Images - Damüls-Faschina Tourismus

Donnerstag, 27. Mai 2021

Zum Thema „Schindeln – das Goretex der Architektur?“ spricht der mehrfach ausgezeichnete Architekt Bernardo Bader. Foto: @Ian Ehm - friendship.is

Akustische Reise durch den Bregenzerwald Unter dem Motto „Wald und Welt“ stellt der Bregenzerwald-Podcast Persönlichkeiten aus der Region vor. BREGENZERWALD Der Berg ruft – mit dem Frühling ist auch die Wandersaison gestartet. Vielen geht es dabei wie dem passionierten Wanderer Reinhard Haller – sie bekommen den Kopf frei, finden zu sich und schmieden Pläne. Was genau das Wandern mit uns macht und wieso es nicht nur die körperliche Gesundheit fördert, darüber spricht der bekannte Vorarlberger Psychiater und Psychotherapeut im Podcast „Schritt für Schritt: Die heilende Kraft des Wanderns“. Dabei geht es nicht nur um die beglückende Bewegung in der heimischen Bergwelt, sondern auch um therapeutisches Wandern. Während das Wandern bei gesunden Menschen prophylaktische Effekte hat,

kann es bei Menschen, die unter psychischen Störungen leiden, tatsächlich antidepressiv und angstlösend wirken. „Ich kenne keinen Kummer, dem man nicht davonlaufen kann“, haben schon berühmte Philosophen gesagt. Dr. Reinhard Haller spricht im Podcast über die Möglichkeiten, aber auch die Grenzen des therapeutischen Wanderns, über die richtige Dosis und über die Wirkung der Landschaft auf die Psyche. Er sucht Antworten auf die Frage „Was macht der Berg mit dem Menschen?“ und verrät, wie er selbst bereits als Kind durch die Kanisfluh geprägt wurde. Impressionen aus dem Bregenzerwald geben auch andere Persönlichkeiten in den neuen „Wald und Welt“ Podcasts zum Besten. Sie sprechen über

Über „Das kulturelle Potential einer Region“ sprechen Bettina Steindl (Projektbüro Dornbirn), Alfred Vogel (Bezau Beatz) und Guido Flatz (Regionalplanungsgemeinschaft Bregenzerwald). Foto: @Bezau Tourismus

ihr kreatives Schaffen, blicken über den Tellerrand hinaus und tiefer in den Bregenzerwald hinein. Dialektwörter erklärt auf humorvolle Weise das „Wälder Wörterbuch“. Unterschiedliche Persönlichkeiten Acht Podcast-Episoden sind bisher erschienen. Zum Thema „Schindeln – das Goretex der Architektur?“ spricht der mehrfach ausgezeichnete Architekt Bernardo Bader über die Eleganz, Langlebigkeit und ressourcenschonende Qualität von Holzschindeln. Wer ein von Bernardo Bader geplantes Gebäude anschauen möchte, sieht zum Beispiel an der Kapelle Salgenreute in Krumbach wie Schindeln in Würde altern. Mit „Varianten im Schnee“ ist Gigi Rüf bestens vertraut. Einer der besten Freeride-Snowboarder der Welt entführt seine Zuhörer in den Schnee und in ein Metier, das Verspieltheit und höchste Präzision vereint. In „Werkzeuge eines Dichters“ nimmt sich der aus dem Bregenzerwald stammende Philosoph Peter Natter eine „Waldauszeit“ und sinniert anhand der Duineser Elegien von Rainer Maria Rilke über das Zu-Hause-Sein – in sich und in der Welt. „Geht nicht, gibt‘s nicht“, das sagt Ingo Metzler von Metzler naturhautnah. Bei einem Besuch auf seinem Bauernhof in Egg spricht er über Bauchgefühl und Hartnäckigkeit und erzählt, wie er als vermeintlich typischer Bregenzerwälder Bauer durch ein Nebenprodukt wie Molke zu

einem atypischen Unternehmer geworden ist. Der Bregenzerwälder Organist und Komponist Alexander Moosbrugger begibt sich mit „Widerständige Töne“ auf die Spuren von Franz Michael Felder, Autor und Rebell (1839–1869), und spricht über seine eigenen widerständigen Töne und sein kreatives Schaffen. Über „Das kulturelle Potenzial einer Region“ und mehr sprechen Projektbüro-Dornbirn-Leiterin Bettina Steindl, Bezau-Beatz-Initiator Alfred Vogel und Obmann der Regionalplanungsgemeinschaft Bregenzerwald Guido Flatz. „Die Aufsuchung der Teufel“ heißt der neueste Podcast: Der Journalist, Publizist und Autor Armin Thurnher liest, mit musikalischer Unterstützung des Nachwuchspianisten Aaron Pilsan, ein Kapitel aus seinem Roman „Der Übergänger“. Redewendungen und Dialektwörter Zum Ausklang einiger Podcast-Episoden erklärt der Musiker Philipp Lingg im „Wälder Wörterbuch“ typische Redewendungen und Dialektwörter. Da erfährt man zum Beispiel, was es mit „Das glichot amol eats“ oder mit „Meor ehrod das Ault und grüssod das Nü“ auf sich hat. Anhören kann man den Podcast unter www.bregenzerwald.at/podcast und auf den gängigen Podcast-Plattformen. Wer informiert sein will, sobald eine neue Folge erscheint, abonniert den Podcast-Newsletter auf: www. bregenzerwald.at/podcast-newsletter


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Donnerstag, 27. Mai 2021

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Donnerstag, 27. Mai 2021

Große Ehre für das Frauenmuseum HITTISAU Mit der Auszeichnung fand das Hittisauer Museum internationale Anerkennung – die Direktorin des Frauenmuseums Stefania Pitscheider Soraperra erklärt im Interview, was der Preis für die weitere Arbeit des Museums bedeutet. Außerdem verrät sie, was die Besucher in den kommenden Monaten im Frauenmuseum erwartet.

Foto: @Lisa Mathis

Was ist der EYMA Award? Stefania Pitscheider Soraperra: Der EMYA – European Museum of the Year Award – ist die höchste Auszeichnung für Museen in Europa. Am 6. Mai wurde er heuer für die Jahre 2020 und 2021 gleichzeitig vergeben. Das Frauenmuseum Hittisau war eines von 88 nominierten Museen.

Österreich sind es 780. Es ist daher unglaublich schön, berührend und motivierend, zu den wenigen europäischen Museen zu gehören, die einen EMYA Preis erhalten haben. Das zeigt nicht zuletzt, wie sehr der ländliche Raum für eine demokratische Gesellschaft relevant ist und wie wichtig es immer noch ist, den Themen Geschlechtergerechtigkeit und Gleichbehandlung auch im Rahmen der Kulturarbeit Sichtbarkeit zu geben. Das war nur möglich, weil das Frauenmuseum von einem großartigen Kulturvermittlerinnenteam getragen wird. Wir wollen auch weiterhin ein Ort der Begegnung und der gesellschaftspolitischen Auseinandersetzung sein, komme was wolle. Viele von uns haben Geschichte als eine Abfolge von Heldentaten, großen Männern und großen Schlachten gelernt. Geschichte ist aber viel mehr: Geschichte ist Frauengeschichte, Geschlechtergeschichte, Alltagsgeschichte – und darum geht es im Frauenmuseum Hittisau. Dieser Preis ist wirklich eine große Ehre. Nicht nur für uns, für alle Frauenmuseen dieser Welt.

Welchen Preis hat das Frauenmuseum erhalten? Stefania Pitscheider Soraperra: Das Frauenmuseum Hittisau hat die „Special Commendation“ erhalten. Dieser Preis geht an Museen, die Neues und Innovatives für ihr Publikum leisten und von denen andere europäische Museen lernen können. Die Jury hatte uns sogar in den Dreiervorschlag für den Hauptpreis des Europäischen Rats nominiert – gemeinsam mit dem Gulag Museum in Moskau und den CosmoCaixa in Barcelona. Letztlich wird der Preis aber nicht von der Jury vergeben, sondern vom Europäischen Rat. Dass die Wahl auf das Gulag Museum gefallen ist, ist wichtig, weil es gilt, gerade in Russland die demokratischen Kräfte zu stärken.

Würden Sie sich auch auf regionaler Ebene mehr Anerkennung oder Förderung für das Frauenmuseum wünschen? Stefania Pitscheider Soraperra: In der Tat ist es so, dass das Frauenmuseum Hittisau immer noch merklich unterfinanziert ist, vor allem angesichts der Dichte des Programms und der Relevanz, die das Haus entwickelt hat. Dabei ist es gerade im ländlichen Raum wichtig, die Situation von Frauen nicht aus den Augen zu verlieren. Denn, wenn Frauen gehen, stirbt das Land. Daher brauchen Frauen im ländlichen Raum gute Arbeitsmöglichkeiten mit flexiblen Arbeitszeiten, gute Rahmenbedingungen, um Beruf und Familie zu vereinen und ein gut ausgebautes Mobilitätsnetz. Sie brauchen aber auch – und das ist immens wichtig – politische und kulturelle Teilhabe. Und diese kulturelle Teilhabe bietet das Frauenmuseum. Daher brauchen wir höhere Investitionen in das Museum seitens der öffentlichen Hand, vor allem auf Landes- und Bundesebene.

Was bedeutet diese Auszeichnung für das Museum? Stefania Pitscheider Soraperra: Es gibt in Europa Tausende Museen. Allein in

Was erwartet den Besucher aktuell im Frauenmuseum? Stefania Pitscheider Soraperra: Wir konnten unsere Jubiläumsausstellung

Foto: @Frauenmuseum

Das Frauenmuseum Hittisau wurde im Rahmen des Europäischen Museumspreises ausgezeichnet.

zur Geburtskultur bis 31. Oktober verlängern, eine wirklich sehenswerte Ausstellung. Das Thema Geburt geht uns alle an. Wie der Tod betrifft Geburt ausnahmslos jeden Menschen. Geburtskultur beleuchtet den Umgang einer Gesellschaft mit dem Start ins Leben sowie jene Rahmenbedingungen, in die eine Geburt eingebettet ist. Dabei spielen medizinische, gesundheitspolitische, anthropologische, philosophische und kulturhistorische Aspekte eine wesentliche Rolle. Welche Highlights bringt der Sommer? Stefania Pitscheider Soraperra: Im Sommer erwarten uns zwei wichtige Höhepunkte: Zum einen trifft sich ab 31. August die internationale Welt der Frauenmuseen in Hittisau. Rund 60 Museen gehören der IAWM an, der International Association of Women’s Museums. Nach Konferenzen in Meran, Buenos Aires, Istanbul, Alice Springs und Mexico City wird Hittisau im Jahr 2021 Gastgeberin sein. Museumsfrauen aus der ganzen Welt werden erwartet, wobei wir nicht wissen, wie viele wegen der Pandemie tatsächlich anreisen können. Die anderen werden aber digital dabei sein. Der 31. August und der 1. September sind jedenfalls Tage, die für die Öffentlichkeit zugänglich sind. Dabei wird das Thema der jetzigen Ausstellung aufgegriffen und durch Vorträge rund um die Themen Schwangerschaft, Geburt und Hebammenkunst vertieft. Zum anderen erarbeiten wir gerade ein kleines, feines und spartenübergreifendes Open-Air-Festival mit dem Titel „einer libelle leichtes glück“. Sie-

ben Künstler/Künstlerinnen setzen sich dafür mit dem Start ins Leben auseinander. Das Projekt entwickeln wir gemeinsam mit unseren Kooperationspartnern IG Geburtskultur a-z, Im_flieger Wien und netzwerkTanz Vorarlberg. Welchem Thema wird sich die nächste Sonderausstellung widmen? Stefania Pitscheider Soraperra: Im November und Dezember werden wir aufgrund von Baumaßnahmen der Gemeinde Hittisau gewissermaßen ausfliegen. In enger Zusammenarbeit mit der IFS Gewaltschutzstelle zeigen wir in der Arbeiterkammer in Feldkirch die Ausstellung „Die rote Linie“, bei der es um sexualisierte Gewalt geht. Danach zeigen wir die Ausstellung „Verfolgt. Verlobt. Verheiratet. Scheinehen ins Exil“. Im März 1938 begann für österreichische Jüdinnen und Juden ein Wettlauf gegen die Zeit. Einige Jüdinnen retteten sich durch eine Scheinehe mit einem ausländischen Staatsbürger. 13 Frauenschicksale berichten von den unterschiedlichen Lebensgeschichten sowie den Chancen und Risiken einer Scheinehe als Überlebensstrategie – mit unterschiedlichem Ausgang. Vielen Dank für das Gespräch.

Daten & Fakten Frauenmuseum Hittisau Platz 501 / 6952 Hittisau / T 05513 20537 kontakt@frauenmuseum.at www.frauenmuseum.at Geöffnet: Dienstag bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr


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Donnerstag, 27. Mai 2021

Frühjahrsgefühle im Hause Raufußhuhn Im Naturpark Nagelfluhkette leben vier Arten von Raufußhühnern: Hasel-, Auer-, Birk- und Schneehuhn. NATURPARK Raufußhühner sind Hühnervögel der kalten und gemäßigten Klimazone auf der Nordhalbkugel – sie sind bekannt für ihre spektakulären Paarungsrituale. Für kurze Zeit werden aus scheuen Hähnen mutige Tänzer, Sänger und Schauflieger, die um die Gunst der Hennen wetteifern. Im Naturpark Nagelfluhkette geht die Frühjahrsbalz langsam dem Ende zu. Für die Raufußhühner beginnt die nächste sensible Phase – die Jungenaufzucht. Achtung, liebestoller Auerhahn Es kann vorkommen, dass Auerhähne während der Balzzeit aufdringlich gegenüber Wanderern werden. Der Auerhahn ist ein streng geschützter, vom Aussterben bedrohter Vogel, der in der Fortpflanzungszeit lediglich sein Revier verteidigen will. Trotz seines Imponiergehabes handelt es sich um ein störungsempfindliches Tier. Wird die Balz durch unachtsames Publikum gestört, kommt der liebestolle Auerhahn nicht zum Zug, da die Hennen den Trubel meiden. „Sollte es zu einer Begegnung mit einem Auerhahn kommen, ist es wichtig, sich ruhig zu verhalten, nicht in seinen Lebensraum vorzudringen, keine Bilder mit Ortsangaben im Internet zu veröffentlichen und den besonderen Moment aus respektvollem Abstand zu

genießen. Denn wo gibt es sie noch – die beeindruckende Balz des ‚Großen Hahns‘?“, erklärt Naturpark-Rangerin Lisa Klocker. Angepasst, aber gefährdet Im Naturpark Nagelfluhkette kommen vier Arten von Raufußhühnern vor – das Hasel-, Auer-, Birk- und Schneehuhn. Ihren Namen verdanken sie den befiederten und oft mit Hornplatten versehenen Zehen, die wie natürliche Schneeschuhe die Auftrittsfläche vergrößern und so das Einsinken im Schnee verhindern. Während andere Vögel weite Wanderungen auf sich nehmen, um dem Winter auszuweichen, sind die seltenen Wildhühner bestens für Extremstandorte mit rauem Klima und karger Kost gerüstet. Sie trotzen Minusgraden in kalten Bergwäldern oder in Höhlen, die sie in den Schnee graben und können im Winter dank eines speziell angepassten Verdauungssystems von nährstoffarmen Fichten- und Tannennadeln leben. Damit sie die kalte Jahreszeit überstehen, müssen sie ihren Energiehaushalt auf ein Minimum reduzieren. Raufußhühner sind daher im Winter, aber auch während der Balz und der Jungenaufzucht besonders störungsempfindlich. Der Verlust von geeigneten Lebensräumen, fehlende „Brückengebiete“, welche die einzelnen Vorkommen miteinander verbinden, erhöhter Druck durch die Freizeitnutzung und der Klimawan-

del haben europaweit zu einem starken Rückgang der Raufußhühner geführt. „Die Anpassungskunst hat auch ihre Grenzen – umso wichtiger ist der gezielte Schutz unserer Wildhühner“, sagt Lisa Klocker. Hier kommen u. a. auch die Ranger des Naturparks ins Spiel. Sie kennzeichnen mit mobilen Hinweisschildern besonders sensible Lebensräume und informieren Freizeitsportler im Gelände über naturverträgliche Touren, ausgewiesene Schutzgebiete und störanfällige Wildtiere. Die Ranger beteiligen sich auch an lebensraumverbessernden Maßnahmen, wie z. B. dem gezielten Freischneiden von Zwergstrauchbeständen. Auerhuhnmonitoring in Vorarlberg Das Land Vorarlberg hat gemeinsam mit der Vorarlberger Jägerschaft, der BOKU Wien und einem erfahrenen Team von Wildökologen eine Grundlagenstudie gestartet, die Klarheit über die Situation des Auerhuhns in Vorarlberg schaffen soll. Ziel ist es, die Bestände zu sichern, deren Lebensräume zu verbessern und ein Monitoring für weitere Jahre zu entwickeln. Die Ranger im Vorderwälder Teil des Naturparks Nagelfluhkette beteiligten sich in Zusammenarbeit mit den Revierjägern an der Datenerhebung und waren punktuell im Gelände unterwegs, um Kotproben und Federn für genetische Analysen und Lebensraummodellierungen zu sammeln.

Die Hähne können 4 bis 5kg schwer werden und sind die größten Hühnervögel Europas. Fotos: @Naturpark Nagelfluhkette

Die frischen Losungswalzen werden tiefgekühlt und für genetische Untersuchungen herangezogen.

Hier kreuzen sich die Spuren eines Schitourengehers mit denen eines balzenden Auerhahns.


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Donnerstag, 27. Mai 2021

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Mit modernen, aber leistbaren Modellen wird der Umstieg auf elektrifizierte Antriebe leichtgemacht. Um die Qualität seiner Produkte zu unterstreichen, bietet die Marke MG eine der besten derzeit gültigen Garantie für seine Neuwagen an – nämlich 7 Jahre bzw. 150.000 Kilometer. Zudem erreichen alle Modelle von MG beim Euro NCAP-Crashtest mit einer 5-Sterne-Bewertung die Bestnote.

Zwei attraktive SUV Für den einfachen Einstieg in den elektrischen Lifestyle hat das Autohaus Rehm aktuell zwei attraktive SUV im Programm: der vollelektrische MG ZS EV und der MG EHS Plug-in-Hybrid. Mit einer E-Reichweite von 263 Kilometern ist der MG ZS EV nach Abzug des E-Mobilitätsbonus ab 24.590 € erhältlich. Der MG EHS Plug-In-Hybrid hat zwei EMotoren und einen VierzylinderBenzinmotor an Bord und wird mit

Sebastian Dünser Geschäftsführer/Verkaufsleiter

Elektro Allrad SUV – Elektro Kombi Noch in diesem Jahr werden zwei weitere völlig neue Modelle erhältlich sein: Der neue MG Marvel R Electric – ein luxuriöser Hightech-LifestyleSUV (auch mit Allradantrieb erhältlich!) und der neue MG5 Electric - der weltweit erste 100% elektrische Kombi. Mit beiden Modellen wird man mit einer Akkuladung elektrische Reichweiten von ca. 400 Kilometern ANZEIGE zurücklegen können.

Daten & Fakten Autohaus Rehm Bundesstrasse 1038, 6863 Egg T: +43 5512 2789, M: +43 664 5350999 www.rehm.at Öffungszeiten Mo - Do: 8-12 Uhr & 13-17 Uhr Fr: 8-12 Uhr & 13-15.30 Uhr

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BLICKPUNKT. Bregenzerwald

Gravelbikes gehören zu den angesagtesten Trends im Fahrradbereich – Anfang Juli widmet sich ein ganzes Festival der neuen Trendsportart.

Donnerstag, 27. Mai 2021

Bei „into the wold“ geht es darum, den Bregenzerwald in all seinen Facetten zu erkunden. Highlight ist eine große gemeinsame Ausfahrt.

Einzigartiges Gravelbike-Erlebnis

„into the wold“ heißt ein Fahrrad- und Genussfestival rund um das Thema Gravelbiken vom 1. bis 4. Juli. MELLAU Gravelbikes gehören zu den angesagtesten Trends im Fahrradbereich – Anfang Juli widmet sich ein ganzes Festival der neuen Trendsportart. Bei „into the wold“ geht es darum, den Bregenzerwald in all seinen Facetten zu erkunden. Das Highlight ist eine große gemeinsame Ausfahrt, bei der die Teilnehmer sportlich gefordert werden, die aber ebenso Platz und Zeit bietet, um die eindrucksvolle Natur der Region zu genießen. Regionale Spitzengastronomen sorgen für die Verpflegung. „Müde Beine, volle Bäuche und offene Herzen“, so sollen sich die Teilnehmer nach Meinung der Veranstalter Harald Triebnig, Matthias Köb und Philipp Altenberger nach der Teilnahme fühlen. Im Fokus stehen dabei die Gravelbikes. Die Räder – vereinfacht gesagt eine Mischung aus Rennrad und Mountainbike – eröffnen ganz neue Möglichkeiten und Routen. „Gravelbikes sind für uns der Inbegriff von Grenzenlosigkeit. Egal ob auf Schotter, Asphalt oder durch den Wald, man kommt praktisch überall hin. Diese Vielfalt zieht sich auf verschiedenen Ebenen über das ganze Wochenende“, sagt Matthias Köb. Erleben und genießen Das Highlight der Veranstaltung ist die große gemeinsame Ausfahrt am Samstag. Ausgehend von Mellau gibt es zwei unterschiedlich lange Routen, die die Teilnehmer in die schönsten Ecken der Region führen. Auf der langen Variante warten rund 95 Kilometer und 2500 Höhenmeter, auf der kurzen rund 60 Kilometer und 1200 Höhenmeter.

Schon vor dem Start gibt es ein regionales Frühstück vom Hotel Bären in Mellau, an den sogenannten Labestationen warten Spitzengastronomen mit hochwertigen Snacks und Speisen auf die hungrigen Radfahrer. „Bei vielen Radveranstaltungen wird man mit der klassischen Sportlernahrung abgespeist, die zwar den Zweck erfüllt, aber nicht unbedingt super schmeckt. Wir wollen jedoch auch hier den Genuss-Aspekt nicht zu kurz kommen lassen“, so Altenberger. Unter anderem mit dabei sein wird Haubenkoch Wolfgang Mätzler (Wolfgang fairkocht). Ganz wichtig ist den Organisatoren, dass es sich nicht um ein Rennen, sondern um eine Ausfahrt handelt. „Es geht nicht darum, wer der oder die Schnellste ist, sondern gemeinsam etwas zu erleben.“ Wer sich trotzdem mit anderen Teilnehmern messen will, kommt selbstverständlich auch auf seine Kosten. Denn den Auftakt am Donnerstagabend bildet eine Sprint-Chal-

lenge beim Sportplatz in Mellau. „Wir sind ja selber Radfahrer und stellen meist den Genuss in den Vordergrund, aber ab und zu will man sich dann doch ein bisschen mit anderen vergleichen“, sagt Triebnig. Gemütlicher geht es am Freitag zur Sache: Mit einer Routenempfehlung im Gepäck können sich die Teilnehmer selbstständig auf Erkundungstour begeben. Auf der Strecke warten ein paar Überraschungen. Ausklingen lässt man den Freitag mit einem Freiluftkino in Kooperation mit dem Verein Hans Bach Lichtspiele, bei dem alle herzlich willkommen sind. Spannendes Rahmenprogramm Überhaupt soll „into the wold“ nicht ausschließlich Gravelbike-Fans begeistern. Dafür sorgt ein vielfältiges Programm. So gibt es jeweils am Freitag und am Samstag Yogasessions. Zudem am Freitag eine geführte Architektur-Ausfahrt, für die es keine

radfahrerische Vorerfahrung braucht und am Samstag einen kulinarischen Workshop mit Kochbuchautorin Jessica Lerchenmüller. Ab dem späten Nachmittag sollen dann am Samstag alle zusammenkommen, also sowohl die Teilnehmer der Ausfahrt als auch jene des Workshops oder sonst Interessierte. Gekocht wird vor dem Dorfsaal Mellau vom Küchenteam des Hotel Hirschen rund um Koch Jonathan Burger. „Für uns ist es einfach wichtig, dass es neben dem Programm auch Gelegenheiten gibt, bei denen man mit Gleichgesinnten ins Gespräch kommen und Freundschaften knüpfen kann“, erklärt Köb. Deshalb wird der Platz vor dem Dorfsaal auch während der gesamten vier Tage zum „Gravel Café“, bewirtet von der Trevo Coffee Roastery aus Au. Wer während der drei Tage neue Freundschaften geschlossen hat, kann sich am Sonntag nach einem Espresso im „Gravel Café“ noch einmal mit einer Routenempfehlung selbstständig auf den Weg machen. Das Festival ist vom 1. bis 4. Juli 2021 geplant. Die Anzahl der Startplätze für „into the wold“ ist begrenzt, der Vorverkauf ist am 19. Mai gestartet. Informationen finden Interessierte unter www.intothewold.at

IMPRESSUM:

Neben dem Programm gibt es Gelegenheiten, bei denen man mit Gleichgesinnten ins Gespräch kommen kann. Fotos: @Martin Granadia - buero balanka - Bregenzerwald Tourismus

Redaktion: Laurence Feider, Marianna Moosbrugger Umsetzung: Daniela Unger, Russmedia GmbH Layout: Nicol Metzler Anzeigen: Fabian Glanznig, Boris Sinn, Russmedia


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Autohaus Rehm Bundesstraße 1038, A-6863 Egg Tel. +43 (0) 5512 2789 www.rehm.at

* Unverbindl. empf. Listenpreis. Preis beinhaltet € 2.400,– (ZS EV) bzw. € 1.500,– (EHS) E-Mobilitätsbonus inkl. MwSt. sowie € 3.000,– (ZS EV) bzw. € 1.250,– (EHS) Förderung seitens Bundesministerium Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie, sämtliche Details dazu unter www.umweltfoerderung.at. E-Mobilitätsbonus gültig für E-PKW mit reinem Elektroantrieb (BEV). Für Plug-in-Hybride (PHEV) gilt ein reduzierter E-Mobilitätsbonus. Der Preisvorteil bezieht sich auf die Höhe des E-Mobilitätsbonus (Herstelleranteil + staatlicher Anteil). ° Hersteller-Garantie von 7 Jahren oder 150.000 km (je nachdem, was zuerst eintrifft). Diese gilt auch auf definierte HV-Komponenten, Antriebsbatterie und Durchrostung. Nähere Infos bei Ihrem MG Partner. Symbolabbildung. Satz- und Druckfehler vorbehalten. ZSEV: Stromverbrauch: 17 kWh / 100 km. Elektrische Reichweite nach WLTP: 263 km. EHS: CO2 gewichtet: 43 g/km, Verbrauch: 1,8 l Benzin/100 km, Elektrische Reichweite nach WLTP: 52 km. (Alle Angaben nach WLTP)


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Keller auf, Grill an Wir machen jetzt auch ein Kellerbier. Und zwar: unfiltriert, ungeniert, handwerklich gebraut und kompromisslos echt. Wie das dann schmeckt? Kräftig und einzigartig. Wir glauben ja, es wird nicht lange in euren Kellern bleiben. Schließlich wird es ja auch wärmer und wärmer und die erste Grillage ist nicht mehr weit. Und dazu passt unser süffiges Kellerbier natürlich mehr als gut.


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