Bewusst leben
APA/GEORG HOCHMUTH
4. Juni 2019
Öko-Wende durch kollektives Bewusstsein für Naturgesetze
Anlagegeschäft Der 16. Juni ist wirksamster Hebel ist „Tag der blühenden für den Klimaschutz Landschaft“
2 Bewusst leben
Dienstag, 4. Juni 2019 Vorarlberger Nachrichten
VN-INTERVIEW. Josef Burtscher (58), Geschäftsführer des Vorarlberger Energieinstituts
„Tun wir, was wir heute tun können!“
Fordert Energieinstitut-Chef Josef Burtscher im VN-Interview über die Öko-Wende. penverbot: Auch wenn sich da viele aufgeregt haben, ist es jetzt so, dass sich niemand mehr Gedanken darüber machen muss, ob seine Beleuchtung effizient ist, oder nicht. Es gibt schlicht keine andere mehr. Das muss natürlich nicht immer über Verbote laufen. Es können auch Anreize sein. Insbesondere aber halte ich die Politik bei jenen Entscheidungen gefordert, die sich über Jahre oder Jahrzehnte auswirken. Gebäude, die wir heute sanieren oder errichten, ragen buchstäblich bis 2050. Da wollen wir ja die Energieautonomie erreicht haben. Der Energieträger, den wir heute für unsere Heizung wählen, begleitet uns die nächsten zwei bis drei Jahrzehnte. Diese Entscheidungen müssen klug und umsichtig getroffen werden. Und ich befürworte Rahmenbedingungen, die kluge Entscheidungen unterstützen.
DORNBIRN Jugendproteste, Anforderungen an die Politik und die Wirksamkeit des Engagements der Bürger sind vordergründige Themen der Stunde.
Seit dem heißen Sommer letztes Jahr hat die Diskussion um die Erderhitzung wieder zugenommen und auch der Umgang mit Ressourcen ist stärker in den Fokus gerückt. Haben diese Themen wieder Konjunktur? BURTSCHER Die mediale Wahrnehmung lässt den Schluss zu. In der täglichen Arbeit merken wir aber ein seit mehreren Jahren steigendes Interesse an nachhaltigen Lösungen in allen Bereichen: Von Unternehmen, Gemeinden, Bauleuten, Konsumentinnen und Konsumenten. Die Energieautonomie ist in den Vorarlberger Köpfen offenbar angekommen.
duziert werden, dann gibt es keinen Grund, auf diesen Straßen nicht auf Tempo 30 zu setzen. Das klingt aber nicht nach dem Bohren dünner Bretter. Was tun wir zwischenzeitlich? BURTSCHER Jeder, was er kann. Und zwar jetzt! Viele von uns können morgen mit dem Rad oder den Öffis zur Arbeit fahren. Oder freiwillig 100 auf der Autobahn. Beim Einkauf frische Lebensmittel der
Welche könnten das sein? BURTSCHER Zum Beispiel Rahmenbedingungen, die uns davon abhalten, in der Entscheidung nur die momentan anfallenden Kosten zu berücksichtigen. Wir wissen aus mehreren sorgfältig begleiteten Projekten, dass bei Gebäuden, die nicht nur nach Errichtungs- sondern nach Lebenszykluskosten betrachtet werden, jene am wirtschaftlichsten sind, die sehr wenig Energie verbrauchen. Dazu haben wir in Forschungsprojekten Zigtausende Varianten gerechnet. Das kann nicht jede Bauherrschaft für sich tun. Aber man kann die Erkenntnisse, die ja auch für sie gelten und ihr zu einem kostenoptimalen Gebäude verhelfen, in ein Baurecht gießen und einen niedrigen Energiestandard festlegen, weil davon ja jeder profitiert. Oder wenn ich weiß, dass auf Straßen, auf denen ein niedriges Geschwindigkeitsniveau herrscht, der Zeitverlust für Autofahrer gering ist, aufgrund des steigenden Sicherheitsgefühls mehr mit dem Rad gefahren wird und Spritverbrauch, Lärm- und Feinstaubbelastungen deutlich re-
„Die Politik ist dort gefragt, wo uns im Strudel des Alltags der Kopf fehlt.“ Josef Burtscher GF Energieinstitut V
Den Jugendlichen, die im Rahmen der Fridays for Future demonstrieren, aber noch nicht genug. BURTSCHER Es ist ja völlig legitim, dass sich diejenigen, für die wir „Enkeltauglichkeit“ in vielen Bereichen fordern, selbst zu Wort melden und sagen: Das geht uns nicht schnell und nachdrücklich genug. Die Politik soll es richten? BURTSCHER Ich glaube, die Politik ist vor allem dort gefragt, wo uns im Strudel des Alltags der Kopf fehlt, über jede einzelne Entscheidung nachzudenken. Beispiel Glühlam-
Saison kaufen, die nicht von Übersee eingeflogen wurden. Oder eine Gemüsekiste abonnieren. Überlegen, ob die Kleidung ein weiteres Mal getragen werden kann. Ökostrom bestellen. Und wer das zwei Jahre alte Smartphone noch zwei weitere Jahre behält, hat schon 50% Ressourcen gespart! Wenn wir das 1,5- oder 2-Grad-Ziel erreichen wollen, ist der CO2-Absenkpfad ein steiler. Aber wenn jeder in seiner Rolle und in seinem Verantwor-
Langfristige Entscheidungen klug zu treffen, ist eine Stärke der e5-Gemeinden. Das zeigt sich an den vielen nachhaltigen öffentlichen Gebäude im Land.
tungsbereich diesen Pfad geht, sei es als Einzelperson, als Familienoberhaupt, als Eigentümerin einer Firma oder als Bürgermeister, dann ergibt das in Summe die erforder lichen Maßnahmen. Und die große Herausforderung auf dem Weg zur Energieautonomie? BURTSCHER Bis 2050 wollen wir unseren Energieverbrauch in Vorarlberg so weit gesenkt haben, dass wir ihn mit regional verfügbaren, erneuerbaren Energieträgern abdecken können. Da wir die nicht unbegrenzt ausbauen können, müssen wir für jede Kilowattstunde, die wir die Erneuerbaren ausbauen, gleichzeitig um vier Kilowattstunden mit dem Verbrauch runter. Dann treffen sich Produktion und Verbrauch und wir haben die Energieautonomie. Die Herausforderung dabei: Nur die Hälfte der Reduktion erreichen wir durch verbesserte Effizienz. Die zweite Hälfte allein durch Verhaltensänderung. Und besonders letztere bedarf einer großen kollektiven Anstrengung. Das Wichtigste ist, und zwar unabhängig davon, ob das die Amerikaner, Chinesen oder unsere Nachbarn auch tun, oder nicht: Je länger eine Handlung nachwirkt, umso bedachter muss sie gesetzt werden. Und was wir heute schon tun können, müssen wir heute auch tun. www.energieinstitut.at
IMPRESSUM
Die Hälfte der Energieeinsparung auf dem Weg zur Energieautonomie muss durch Verhaltensänderung erzielt werden. In Repair-Cafés wird Altes repariert.
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Details und Anmeldung www.energieinstitut.at/fachkongress
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Dienstag, 4. Juni 2019 Vorarlberger Nachrichten
„Wir wissen alles, wir müssen nur handeln“
Der „Wetterbericht für die Welt“ ist schlecht – wir können etwas tun. „Schwere Gewitter sind angesagt. Starkregenfälle, orkan artige Stürme, Hagel. Mit heftigen Überflutungen wird gerechnet. Nor male Reaktion: ,Hoffentlich trifft es nicht uns!‘ oder: ,Es wird schon nicht so schlimm werden‘. Trifft es die einen dann doch, ist die Katas trophe da - bleiben die anderen verschont, sagen sie ,Gottseidank, gut gegangen!‘. Seit 1992, seit der großen Konferenz in Rio über Um welt und Entwicklung wissen wir: Der „Wetterbericht“ für die Welt ist schlecht, das Klima kippt und die Artenvielfalt geht dramatisch zu rück“, beschreibt Umweltlandesrat Johannes Rauch die globale Situati on, die uns alle angeht.
Verena Daum
Globalisierung NEU Eine Globalisierung, die unseren Planeten und seine Lebewesen nachhaltig zerstört, kann niemand wirklich wollen. Der System-Change hat längst begonnen – in den Regionen seitens der Zivilgesellschaft. Es ist bereits 5 nach 12 für die Europa- und Welt-
BREGENZ
„Bestenfalls 15 Jahre“ „Und jede Konferenz seither, jeder Expertenbericht sagt, es ist nicht besser, sondern schlechter, be drohlicher geworden. Inzwischen geben uns die optimistischen Pro gnosen noch zehn, bestenfalls fünf zehn Jahre, um eine Trendwende einzuleiten. Die Jugendlichen von ,Fridays for Future‘ haben das ver standen, deshalb gehen sie auf die Straße. Was wir endlich kapieren müssen ist dies: Kampf gegen die dramatische Klimaveränderung und das Verschwinden der Arten vielfalt ist keine Drohbotschaft, sondern eine Frohbotschaft: Wir können die Welt besser machen – wir müssen es nur wollen! Wenn Steuern so eingehoben werden,
Editorial
Im Rheinhof-Kindi vom BSBZ in Hohenems lernen die Kinder hautnah, wo unsere gesunden und regionalen Lebensmittel herkommen – und das mit viel Spaß.
wie es gerecht wäre, das Steuersys tem so gestaltet wäre, dass Arbeit deutlich weniger, nicht erneuerbare Ressourcen deutlich höher besteu ert werden, dann geht das“, führt der Umweltlandesrat aus.
„Wir müssen endlich begreifen, dass es um die Zukunft unserer Kinder geht.“ Johannes Rauch Umweltlandesrat
Lösungen gibt es! „Wenn Landwirtschaft wieder zu rückkehrt zur guten Landbewirt schaftung und weg von der indus triellen Produktion, dann geht das. Wenn Verbrennungsmotoren bis 2030 einfach nicht mehr eingesetzt werden und Mobilität so organisiert wird, wie es beispielsweise Kopen hagen macht, dann geht das. Wenn wir endlich begreifen, dass es um die Zukunft unserer und aller Kin der und Enkelkinder geht, dann geht das. Aber nur dann“, bringt es Johannes Rauch auf den Punkt.
„Pflegen wir achtsamen und empathischen Umgang mit unserem Planeten und unseren Mitwesen.“ politik, endlich nachzuziehen und die nötigen Rahmenbedingungen zu schaffen für die Ressourcen-, Energie- und Agrarwende. Regenwaldabholzung, Glyphosat, Massentierhaltung und -qual, Vermüllung der Ozeane und das Verseuchen der Gewässer müssen sofort gestoppt werden. Bekanntlich befindet sich der Mensch am Ende der Nahrungskette. Das finanzkapitalistische System, indem Europa toxisch belasteten Mais und Soja aus Südamerika importiert und seiner perversen Industrietierhaltung zuführt, die Milch- und Fleischabfälle als Überschuss in den globalen Süden „subventioniert“ und dort die regionalen Märkte vernichtet, ist ein Irrweg. Eine perfide Ausblühung dieser Katastrophe ist etwa
die „Herodes-Prämie“, die es in Deutschland gab: Für die Tötung neugeborener Stierkälber erhielten Milchproduzenten Geld. Oder das Schreddern von männlichen Küken, das in der industriellen Massenaufzucht praktiziert wird. Wir müssen gemeinsam in den Regionen der Welt die „Globalisierung NEU“ gestalten. Pflegen wir miteinander einen achtsamen und empathischen Umgang mit unserem Planeten und unseren Mitwesen. Nützen wir sinnvoll all unseren technischen Fortschritt in Harmonie mit der Natur und den planetarischen Kreisläufen. Die „Krönung der Schöpfung“ als Konsum- und Wegwerfgesellschaft eine „Panne der Evolution“? Der entstandene kollektive Egoismus tötet. Nur unser kollektives Bewusstsein für Naturgesetze und -kreisläufe – für das Prinzip von Ursache und Wirkung – schafft die Wende. Darum lud Arnold Schwarzenegger mit Greta Thunberg Entscheidungsträger zum Austrian World Summit nach Wien. Und darum laden wir im Rahmen des Projekts „VN-Klimaschutzpreis 2020“ am 3. September 2019 zur Podiumsdiskussion „Abfallvermeidung/Recycling“ auf die Alte Fähre in Lochau! VERENA DAUM redaktion@vn.at 05572 501-263
Thomas M. mit seinem Sohn Henry im Auwald an der Bregenzerach
Vorarlbergs Naturvielfalt entdecken, erleben, erhalten
Die Natur ist unser wertvollster Lebensraum. Sie schenkt uns Schönheit, Erholung und neue Kräfte. Sorgen wir gemeinsam dafür, dass der Reichtum und die Vielfalt unserer Natur für die nächsten Generationen erhalten bleiben. Was wir alle dafür tun können, erfahren Sie auf unserer Website und auf Facebook.
/naturvielfalt.vorarlberg www.vorarlberg.at/naturvielfalt und www.naturvielfalt.at
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Dienstag, 4. Juni 2019 Vorarlberger Nachrichten
Tag der blühenden Landschaft im Ländle
Blüten- und Bienenfreunde sind am Sonntag, 16. Juni, eingeladen. DORNBIRN Das Netzwerk blühendes Vorarlberg lädt im Rahmen der Vorarlberger Umweltwoche zum ersten Mal zum „Tag der blühenden Landschaft“ ein. Zu sehen gibt es Blühflächen und Blumenwiesen im ganzen Land, die besonders wertvoll für bestäubende Insekten und die heimische Artenvielfalt sind. Es werden Bildungsprogramme entwickelt, Pilotprojekte initiiert, Informations- und Öffentlichkeitsarbeit geleistet, praktische Umsetzungen unterstützt und die dabei gewonnenen Erfahrungen miteinander ausgetauscht.
Ökosystem in Gefahr Das Insektensterben ist eine große Gefahr für unsere Ökosysteme, denn sie bestäuben unsere Nahrungs- und Wildpflanzen und bilden in der Nahrungskette die Basis für die Artenvielfalt der Tiere. Für die Wissenschaft eine globale Biodiversitätskrise. Heimische Pflanzen sollten daher wachsen blühende Sträucher, Bäume, Blumenwiesen und Säume, Wald- und Wegränder, Ackerrandstreifen ... Tiere und Pflanzen haben sich in enger Verbindung miteinander entwickelt und sich optimal an den jeweiligen Standort und die klimatischen Bedingungen angepasst. Vor allem die mageren und mäßig fetten Blumenwiesen sind im Verschwinden begriffen. Wie in Gär-
ALLES AUF EINEN BLICK BESICHTIGUNG Lauterach Volksschule mit grünem Klassenzimmer am Dach, VS Lauterach, Schulstraße 5, 6923 Lauterach, ab 10 bis 13 Uhr EXKURSIONEN Bludesch Die „Siegerwiesen“ der Familie Pfefferkorn, Gemeindeamt, Hauptstraße 9, 6719 Bludesch, um 14 Uhr Bürserberg Auf Ziegenpfaden und Kuhwegen, Hummelhof, Außerberg 33, 6707 Bürserberg, um 10 Uhr Düns Biotopexkursion Schöne alte Wiesenwelt, Kirchplatz Düns, 6822 Düns, um 14 bis 16 Uhr, Raggal Biotopexkursion Lebensraum Moor und Magerwiesen, Dorfbrunnen, 6741 Raggal, um 13 Uhr bis ca. 16 Uhr FREIE BESICHTIGUNG Dornbirn Essbare Stadt, Kulturhauspark, 6850 Dornbirn, von 10 bis 17 Uhr
Blühende Ortschaften und Flächen im ganzen Land.
ten, auf öffentlichen Flächen, in Betriebsgebieten, in der Land- und Forstwirtschaft, entlang von Gewässern und im Siedlungsbau Nahrungsangebote und Nistplätze für Insekten geschaffen werden können, darüber informiert das Netzwerk blühendes Vorarlberg. Seit der Gründung dieser Gemeinschaftsinitiative im Jahr 2011 haben schon viele interessierte Menschen an den Exkursionen, Seminaren und Praxisworkshops teilgenommen und bereits zum vierten Mal findet der Lehrgang blühende Landschaft statt, der alle Teilnehmenden zu Botschaftern und Botschafterinnen für Blütenreichtum qualifiziert. Tipps für Balkon- und Hobbygärtner, Imker, Land- und Forstwirte,
Gemeinden, Schulen, Tourismusvereine, Unternehmen, Planer und alle, die Lebensmittel einkaufen, sind: „Mit gutem Beispiel vorangehen!“ Nutz- und Ziergärten, Felder, Äcker, Waldränder, Straßenränder, Uferböschungen, öffentliche und gewerbliche Flächen können Paradiese für Blütenbesucher werden. „Beim Einkauf auf ökologische Zusammenhänge achten!“ Und: „Die Initiative bekannt machen und das Wissen weitergeben!“ Miteinander macht die Umsetzung noch mehr Freude. „Das Know-how des Vorarlberger Netzwerks nützen!“ Die praktischen Erfahrungen, die Merkblätter, Musterbepflanzungen, Exkursionen, Erstberatungen und vieles mehr.
FÜHRUNGEN Bezau Der Blütenreichtum am Ölberg, Schießstand neben den Wirtschaftsschulen, Greben 176, 6870 Bezau, um 17 Uhr Bregenz Der bunte Schulhof der VS Augasse, Volksschule, Augasse 6-8, 6900 Bregenz, um 13 und um 16 Uhr Bregenz Der blühende Wald, Fluher Straße, Abzweigung Gebhardsberg (Haltestelle 12c), 6900 Bregenz, um 9 bis ca. 12 Uhr Buch Vielfältiger Biobauernhof, Biohof Kohler, Schwarzen 41, 6960 Buch, um 13 und um 15 Uhr Dornbirn Dreierlei Natur, Inatura Haupteingang, Jahngasse 9, 6850 Dornbirn, um 14 bis 16 Uhr Dünserberg Obstgarten, Magerwiese und Permakultur, Bassig 1, 6822 Dünserberg, um 10.30, um 13.30 und um 15 Uhr Göfis Meisterhaft bewirtschaftete Wiesen, Badidastraße 25, 6811 Göfis, von 13.30 bis 17 Uhr Göfis Ein blühendes Gemeindezentrum, Gemeindeamt, Kirchstraße 2,
6811 Göfis, um 10.30 bis 12 Uhr Götzis Der bienenfreundliche Staudengarten in St. Arbogast, Montfortstraße 88, 6840 Götzis, um 10.30 Uhr Götzis Die Blühflächen der Götzner Kirche, Kirche Götzis, Hauptstraße 16, 6840 Götzis,um 14 Uhr Hittisau Biobauernhof mit Permakultur und Blühflächen, Wirt 19, 6952 Hittisau, um 10, um 12 und um 14 Uhr Laterns Wiesenmeditation, Oberer Bonacker 11, 6830 Laterns, um 10 Uhr Lustenau Von Blumen und Schmetterlingen, Spielplatz Wiesenrain, PhilippKrapf-Str. 1, 6890 Lustenau, um 14 Uhr Mäder Blumenwiesen im Ortszentrum, Sparmarkt Mäder, Neue Landstraße 40, 6841 Mäder, um 9 bis 11 Uhr Mittelberg Eine Oase für Bienen und Insekten, Parkplatz Kanzelwandbahn, Walserstraße 77, 6991 Riezlern , um 10 Uhr Nenzing Blütenreichtum für Mensch und Tier, Fußballplatz/Walgaubad, 6710 Nenzing, um 10 Uhr Rankweil Naturnahes Betriebsgelände NIGGBUS GmbH, Churer Straße 35, 6830 Rankweil, ab 10 bis 17 Uhr Röthis Begrüntes Stalldach, Streuobstwiesen und Naturgarten, Rautenastraße 40, 6832 Röthis, um 11 und um 15 Uhr INFORMATION Raggal Wir schaffen gemeinsam Bienenlebensräume rund ums Jahr, Gemeindezentrum Raggal/Dorfplatz, 6741 Raggal, von 10 bis 12 Uhr RADWANDERUNG Rankweil Mit dem Fahrrad durch die Blumen, Bahnhof Ostseite/Zehentstraße, 6830 Rankweil, um 10 und um 15 Uhr WANDERUNG Doren Privatgarten und Gemeinschafts acker, Kirchdorf 128, 6933 Doren, um 11 und um 14 Uhr
www.blühtag.at
STATEMENTS „Blühendes Vorarlberg“
„Seit 10 Jahren werden in Rankweil mit Erfolg auf Grünflächen, entlang von Straßen und in Betriebsgebieten bunte Blumenwiesen angelegt. Die Bürger sind begeistert und auch die Tier- und Pflanzenwelt profitiert. Zudem ist die naturnahe Gestaltung von öffentlichen Flächen in der Erhaltung kostengünstiger und entlastet das Gemeindebudget. Diesem Beispiel sind schon viele Kommunen im In- und Ausland gefolgt.“ Ing. Martin Summer, Imker und ehem. Bgm. Rankweil
Tag der blühenden Landschaft So. 16. Juni 2019
„Die Aktion „Tag der blühenden Landschaft“ zeigt auf liebevolle Art wie schön unser Ländle sein kann. Es wird aufgezeigt, dass ein blühendes Vorarlberg für unsere Zukunft steht. Nur wenn wir es schaffen, aus diesem Land wieder ein blühendes zu machen, können wir dem Artenschwund und damit dem Schwund unserer Lebensgrundlagen entgegentreten. Blühende Landschaften für ein enkeltaugliches Vorarlberg!“ Ing. Rainer Siegele, Bgm. Mäder, Obmann Umweltverband
„Das Artensterben ist auf der ganzen Welt bedrohlich und geht uns alle an – und wir alle können etwas tun, jeder in seinem Umfeld und in der Region: Jede Blühfläche, ob klein auf dem Fenstersims oder groß auf der Wiese oder auf dem Dach, hilft unseren Bienen und allen Insekten und damit der Artenvielfalt bei Tieren und Pflanzen in unserem schönen Land, das es zu erhalten und zu pflegen gilt.“ Landesrat Johannes Rauch, Umwelt und Mobilität
„Mit dem Projekt BE[E]Kleinwalsertal leisten wir einen Beitrag, um dem Bienen- und Insektensterben entgegenzuwirken! Es geht um Sensibilisierung von Einheimischen und Gästen ebenso wie konkrete Blühwiesenprojekte und Veranstaltungen. Der Wert der Natur steht im Fokus unseres Leitprojektes „Natur bewusst erleben“. Dabei geht’s um Naturraum, seine „Ökosystemleistungen“ und unserem Umgang damit.“ Ole Ipsen, Produktmanagement Kleinwalsertal Tourismus eGen
„Mit dem Netzwerk blühendes Vorarlberg setzen wir uns in Praxiskursen, Vorträgen und der Ausbildung von Blühbotschafter(inne)n im ganzen Land seit vielen Jahren für die Artenvielfalt ein. Es ist ein toller gemeinsamer Erfolg, dass wir inzwischen schon so viele gute Beispiele präsentieren können. Wir wünschen uns viele Nachahmer in der Verbreitung von Blütenreichtum und Schaffung von Lebensräumen.“ DI Simone König, Netzwerk blühendes Vorarlberg
Nutzen Sie diesen Aktionstag. Lassen Sie sich inspirieren von der Vielfalt und der Schönheit der blühenden Landschaft! Eine hohe Artenvielfalt und eine blühende Landschaft kommen Mensch und Natur zu Gute. Darauf zu achten und sich dafür einzusetzen ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die nur im guten Miteinander zu meistern ist.
Mach mit, bringen wir das Land zum Blühen! www.blühtag.at
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Regionalität und Transparenz sind gefragt Diese gesellschaftliche Entwicklung ist eine Chance für die kleinstrukturierte Vorarlberger Landwirtschaft.
„In den letzten Jahren haben das Bewusstsein und die Sehnsucht in der Bevölkerung nach regionalen Lebensmitteln und transparenten Kreisläufen zugenommen“, informiert Landesrat Christian Gantner im Hinblick auf den Vorarlberger Weg in Sachen regionale Lebensmittel, Zusammenarbeit zwischen Landwirtschaft, Tourismus und Gastronomie sowie „essbare und blühende Orte“, Tierwohl/Tierschutz, Vielfalt statt Einfalt und politische Maßnahmen für entsprechende Rahmenbedingungen. „Wir sehen diese gesellschaftliche Entwicklung als Chance für die kleinstrukturierte Vorarlberger Landwirtschaft und tun unser Bestes, diesem Wunsch Rechnung zu tragen. Der Vorarlberger Weg mit der Landwirtschaftsstrategie „Landwirt.schafft.Leben“ ist daher ein offener, mit Blick in die Zukunft gerichtet und orientiert sich sowohl an den Bedürfnissen der Konsumentinnen und Konsumenten als auch jenen der Bäuerinnen und Bauern.“
ein ehrlicher und offener Umgang mit unserer Bevölkerung wichtig. Daher möchte ich den Dialog zwischen der Landwirtschaft und Gesellschaft vertiefen. So nehme ich die ,FleischZukunftVorarlberg‘ mit dem Leuchtturmprojekt ,Ländle Kalbsbratwurst‘ sowie das Tierwohl mit dem vorbildlichen Vorarlberger Tierschutzpreis sehr ernst. Wir haben daher auch die TaskForceKälbertransporte eingesetzt, welche im Speziellen Möglichkeiten zur Reduktion von Tiertransporten bei gleichzeitigem Aufzeigen von praktischen Alternativvarianten im Land erarbeitet“, betont Christian Gantner.
BREGENZ
Landesrat Christian Gantner: „Möchte eine moderne, vielfältige Landwirtschaft, die allen nützt.“
bensqualität in der Region erhalten, bäuerliche Einkommen werden gestärkt“, führt Landesrat Gantner aus. „Qualitativ hochwertige Lebensmittel kommen der Gesundheit zugute. Seit 2017 wurden bereits zahlreiche Gemeinschaftsküchen, welche Pflegeheime, Schulen oder Kindergärten in Vorarlberg be-
liefern, mit einer ,Vorarlberg am Teller‘-Plakette ausgezeichnet. Diese Küchen garantieren ein Mehr an regionalen und Biolebensmitteln in ihren Menüs. Dadurch entstehen wertvolle Partnerschaften zwischen regionalen Produzenten, Küchen und Konsumenten. Neben diesen Kooperationen entstehen selbstverständlich auch Partner-
schaften zwischen Landwirtschaft und Gastronomie, welche sich durchwegs positiv auf den Tourismus in Vorarlberg auswirken. Hotellerie und Gastronomie veredeln die Qualitätsprodukte zu genussvollen Speisen und bringen Einheimischen und Gästen unsere lebendigen Regionen und Naturschätze näher. Mir persönlich ist
Anmelden zum Tierschutzpreis 2019 noch bis zum 14. Juni via tierschutzpreis@vn.at
Entgeltliche Einschaltung des Landes Vorarlberg | Foto: ©Adolf Bereuter
Höhere Lebensqualität „Unsere Landwirtschaft ist Produzent hochwertiger Lebensmittel u. a. für Hotellerie und Gastronomie sowie Garant für eine gepflegte Kulturlandschaft sowohl im Tal als auch in den Berggebieten und auf den Alpen unseres Landes. Die Vorteile regionaler Lebensmittel liegen auf der Hand: Neben kurzen Transportwegen, welche Frische und weniger CO2-Ausstoß garantieren, bleiben Arbeitsplätze sowie Le-
Gute Zusammenarbeit „Solche und ähnliche Aktivitäten werden von der Bevölkerung als positiv empfunden, da es dabei um Heimat und Regionalität geht und diese Begriffe mit mehr Lebensqualität verbunden werden. Schließlich möchte ich anmerken, dass wir in Vorarlberg stolz sein können auf unseren österreichweit führenden Anteil an ökologisch wertvollen Flächen und unsere Schritte in die Richtung einer offenen, modernen und vielfältigen Landwirtschaft, die allen nützt. Mein Dank gilt dabei allen Bäuerinnen und Bauern, den Verarbeitern, Vermarktern, dem Handel, der Gastronomie und dem Tourismus sowie den Konsumentinnen und Konsumenten für die zukunftsfähige, partnerschaft liche Zusammenarbeit.“
Gesunde Lebensmittel Fabienne schafft‘s. Als eine von 200 Vorarlberger Gemüse- und Obstproduzentinnen.
Vorarlberger Landwirtschaftsstrategie 2020
Unsere Bäuerinnen und Bauern sind Garanten für eine attraktive Kulturlandschaft. Sie produzieren und vermarkten gesunde Lebensmittel. Mit bestem Fleisch, Obst, Gemüse und Milchprodukten sorgen sie für Lebensqualität in der Region. www.vorarlberg.at/landwirtschafftleben
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„Es ist genug für alle da“
Der Klimawandel wird – und das ist gut so – immer mehr zum Thema. DORNBIRN „Weniger erfreulich sind die Ursachen dieser Thematisierung: Die Häufung von Wirbelstürmen, Zyklonen, Starkregen und Überschwemmungen, Dürren und Wassermangel, vor allem aber die Tatsache, dass viele dieser Ereig-
„Unsere Ausstellung gibt Einblick in die Herkunft unserer Nahrungsmittel.“ Michael Zündel Caritas Auslandshilfe
nisse in einem extremen Ausmaß auftreten. Trotzdem sind die Maßnahmen, die für den globalen Klimaschutz getroffen werden leider mehr als zögerlich, nationale Interessen bremsen sie immer wieder ein und verhindern sinnvolle Vorgehensweisen unnötig lange. Dabei gilt es, keine Zeit mehr zu verlieren“, sagt der Bildungsbeauftragte
Als Wiederkäuer baut sie Zellulose ab und stellt hochwertiges Eiweiß her. BUCH Zellulose ist die häufigste organische Substanz auf der Erde. 30 Prozent des Grases bestehen aus Zellulose, weite Teile der Erdoberfläche sind Grasland, das einen äußerst wichtigen Kohlenstoffspeicher für die Menschheit darstellt. Dieses Gras dann von einer Kuh abweiden zu lassen, ist eine unglaublich effiziente Symbiose, nicht nur für die Kuh, sondern global betrachtet auch für die Ernährung der Menschheit, da diese Kuh ja nicht in Konkurrenz zur menschlichen Ernährung frisst“, klären Claudia und Bertram Martin vom Martinshof in Buch diese Komplexität auf. Den Regenwald abzuholzen und daraus Weideland oder Sojaanbaufläche für Kühe zu machen, degradiert
der Caritas Auslandshilfe Michael Zündel, Mitinitiator und -umsetzer der Ausstellung „Wir essen die Welt“ in der Inatura Dornbirn. „Wie es gehen kann, zeigt die schwedische Schülerin und Klimaaktivistin Greta Thunberg. Ihr mutiger Einsatz für eine konsequente Klimapolitik findet nicht nur in ihrem Heimatland Schweden Beachtung, sondern weltweit. Die „Schulstreiks für das Klima“ sind inzwischen zur globalen Bewegung „Fridays for Future“ angewachsen. Auch wenn sich manche daran stören, dass diese Schülerstreiks an Freitagen, also an Schultagen, stattfinden – sind wir doch ehrlich: Unsere Jugend hat jedes Recht dazu, für aktiven Klimaschutz auf die Straße zu gehen! Es ist ihr Planet, auf dem sie in den nächsten Jahrzehnten lebenswert leben können wollen, das wiegt die paar versäumten Unterrichtsstunden wohl mehr als auf “, sagt Zündel.
„Wir essen die Welt“ Es geht um das Sensibilisieren zum bewussten Umgang mit Nahrung. In Zusammenarbeit mit der Inatura in Dornbirn zeigt die Caritas seit Oktober 2018 bis 8. September 2019
Pestizide und Monokulturen vernichten natürliche Kreisläufe und führt zu einer massiven Zerstörung des fruchtbaren Bodens.
die Sonderausstellung „Wir essen die Welt“. Der Name ist Programm: Durch die virtuelle Begegnung mit Menschen aus fünf exemplarischen Ländern dieser Welt erhalten die Besucherinnen und Besucher auf eindrucksvolle Weise wichtige Informationen und Einblicke zur Herkunft unserer Nahrungsmittel, woher sie kommen, wie viele Tansportkilometer diese Nahrungsmittel hinter sich haben und wie klimaschonend diese Lebensmittel
letztlich produziert worden sind. „Obwohl die Ressourcen unseres Planeten begrenzt sind, würden sie dennoch ausreichen, um die gesamte derzeitige Weltbevölkerung zu ernähren. Trotzdem hungern über 800 Millionen Menschen weltweit. Warum? – Weil wir in Europa beispielsweise die dreifache Menge an Ressourcen verbrauchen, die uns zusteht, und weil die Menschheit, vor allem die industrielle Landwirtschaft, den Planeten plündert,
Im „Lebensmittelladen“ in der Inatura erfahren die Besucher beim Einscannen der Produkte den Preis und Infos zu Umweltverträglichkeit, Regionalität und Fairness.
Die Kuh in effizienter Symbiose diese dann aber fälschlich zum Klimakiller. Im Gegensatz dazu stiftet dieses Tier in Vorarlberg mit 23 Prozent alpinem Grasland/Alpen einen großen Nutzen für die Lebensmittelproduktion, für das Offenhalten der Kulturlandschaft und fördert die Beweidung und Speicherung von Kohlenstoff. Auf unserem Hof leben Kühe im Verbund mit ihren Kälbern, welche die Muttermilch trinken, im Winter Heu fressen und ab dem Vegetationsbeginn auf unseren Wiesen, im Sommer dann auf der Alpe weiden. Unser Low-InputSystem ohne Fütterung von Getreide, Soja und Mais lässt bei einer Betrachtung aller systemrelevanten Faktoren, trotz des unerwünschten und klimaschädlichen Nebenproduktes Methan beim Wiederkäuer, die Gesamtbilanz gut aussehen. Mit dem Fleisch unserer Tiere beliefern wir zahlreiche Haushalte in Vorarlberg. Das macht Kälberexporte unnötig und vereint Tierwohl mit
MARTINSHOF URDINKEL
Klimaschutz“, führen Claudia und Bertram Martin aus. „Bei knapper werdenden Ressourcen und klimatischen Veränderungen gewinnt künftig die Input-Output Bilanz eines Produktes an Bedeutung. So wandeln sich automatisch auch Forschung und Entwicklung in Richtung mehr Nachhaltigkeit. Auch in der breiten Gesellschaft ist dieses
Bewusstsein angekommen und die Ernährungsgewohnheiten werden hinterfragt. Die menschliche Ernährung benötigt eine Unmenge an Ressourcen. Selbst die vegane Ernährung, die bezüglich Klimaschutz wesentlich besser abschneidet, tut dies. In unserem ,veganen Bereich‘, dem Getreideanbau, blicken wir inzwischen auf knapp 20
Familie Martin: „Auf unserem Hof leben Kühe im Verbund mit ihren Kälbern, die Muttermilch trinken. Sie weiden auf den Alpen und bekommen im Winter Heu.“
inatura-SONDERAUSSTELLUNG
über unser Essen und wie wir damit die Welt verändern
Regional und 100 Prozent klimaneutral 02. Oktober 2018 – 08. September 2019 Helles Dinkelmehl (Type 700)
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www.caritas-vorarlberg.at
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Jahre zurück. Mit inzwischen mehr als 60 Partnerbauern bauen wir zwischen Möggers und Nüziders auf 150 Hektar Dinkel an. Dieses dem Standort angepasste und frei abblühende Getreide gedeiht bei uns tadellos. Mit unseren Partnern haben wir vertraglich vereinbart, dass weder ,kurz spritzen‘, noch die Verwendung von Pflanzenschutzmitteln und Mineraldünger erlaubt sind. Dass viele Berufskollegen diesen Weg mit uns gehen zeigt, dass auch in der Landwirtschaft ein starkes Bewusstsein für Nachhaltigkeit da ist. Kunden schließen dann diesen regionalen Kreislauf und unterbrechen schon teilweise den Strom an Getreideimporten. Sie leisten damit einen wichtigen Beitrag fürs Klima und gehen einen Schritt in Richtung mehr Ernährungssicherung.“ www.martinshof.at; anmelden für den Tierschutzpreis 2019: tierschutzpreis@vn.at
Ein Gemeinschaftsprojekt mit der
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statt sparsam und verantwortlich mit den vorhandenen Ressourcen zu haushalten. Auch wenn Konzerne wie Monsanto & Co Gentechnik als Wundermittel gegen den Hunger versprochen haben, wurden diese Verheißungen allesamt nicht eingelöst. ,Agrarökologie und eine vielfältige Landwirtschaft mit lokal angepasstem Saatgut bieten bessere Chancen für die Bekämpfung des Hungers in Zeiten des Klimawandels‘, bringt es Maria Heubuch, Grüne Abgeordnete des EUParlaments und selbst Landwirtin, klar auf den Punkt“, führt Michael Zündel aus. Die Sonderausstellung „Wir essen die Welt“ macht betroffen, sie zeigt aber auch Möglichkeiten zur Veränderung. Sie informiert über Menschen der Region, die die Zeichen der Zeit erkannt haben und nachhaltig Schritte setzen, um über bewussten Umgang mit Lebensmitteln und deren natürliche landwirschaftliche Produktion der Ressourcenvernichtung auf unserem Planeten Erde entgegenzuwirken.
Dinkel Grieß
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VN-INTERVIEW. illwerke-vkw-Vorstand Christof Germann (57) und Helmut Mennel (58)
Ein enkeltaugliches Zukunftsprogramm „Ökonomische und ökologische Nachhaltigkeit als Lebensgrundlage absichern.“
BREGENZ „Der Ausbau erneuerba rer Energie, Versorgungssicherheit und Ausbildung sind Schwerpunk te unserer Arbeit“, betont der Vor stand der illwerke vkw, Christof Germann und Helmut Mennel, im VN-Interview. Sie informieren über den Weg in eine ökologische und daher enkeltaugliche Zukunft.
Es sind heuer 188 Millionen an Investitionen geplant. Für welche Projekte und mit welchem Ziel wird dieses Geld eingesetzt? GERMANN/MENNEL Im Geschäfts feld Wasserkraft fließen dieses Jahr noch 30 Millionen Euro in die Fertigstellung des Pumpspeicher kraftwerkes Obervermuntwerk II. Rund 7 Millionen werden 2019 in die Errichtung des Kleinkraftwer kes Argenbach in Au investiert. 47 Millionen Euro werden im Netz bereich in die Erhaltung der hohen Versorgungssicherheit investiert. Mit dem Neubau der Lehrwerk stätte in Rodund bekennen wir uns zudem klar zum Ausbildungsstand ort Montafon und stärken unsere Position als attraktiver Arbeitgeber und Ausbildner. Alle drei Aspekte – Ausbau erneuerbarer Energie, Ver sorgungssicherheit und Ausbildung – sind auch zukünftig wesentliche Schwerpunkte unserer Arbeit.
Germann/Mennel: „Es ist nur eine Frage der Zeit, bis Elektromobile die Verbrennungsmotoren in größerem Ausmaß verdrängen.“
geben wir im Geschäftsfeld Tou rismus ein klares Bekenntnis zum
Montafon und zu unseren Einrich tungen im Brandnertal ab. Oberstes
illwerke-vkwVorstand Helmut Mennel (l.) und Christof Germann
Wie wird die Montafoner Bergwelt sauber und enkeltauglich für uns alle und den Tourismus erschlossen? GERMANN/MENNEL Mit einem nachhaltigen Zukunftsprogramm
Credo für die Entwicklung ist, den Tourismus unter den Vorgaben der ökonomischen und ökologischen Nachhaltigkeit als wichtige Lebens grundlage abzusichern. Der Ausbau zur Ganzjahresdestination bringt wirtschaftliche Stabilität und neue, ganzjährige Beschäftigungsmög lichkeiten. Dabei gehen wir mit Augenmaß vor. Beispiel ist die an stehende technische Erneuerung der Lünerseebahn, bei der es uns wichtig ist, dass der Naturraum um den Lünersee in seiner heutigen Ausprägung erhalten bleibt.
Die VLOTTE hat Geburtstag – ein Rückblick und ein Ausblick – wie geht es mit der E-Mobilität im Ländle weiter? GERMANN/MENNEL Illwerke vkw hat zehn Jahre lang wertvolle Pio nierarbeit geleistet. Wir konnten zeigen, dass Elektromobilität all tagstauglich ist. Wenn wir uns an schauen, wie viele Milliarden die Automobilhersteller in neue Fabri ken investieren und wie viele neue rein batterieelektrisch betriebene Fahrzeuge in den nächsten Mona ten präsentiert werden sollen, dann ist es für uns aber nur eine Frage der Zeit, bis Elektromobile die Verbren nungsmotoren in größerem Aus maß verdrängen. Mit unserer schon jetzt sehr gut ausgebauten Ladein frastruktur und attraktiven Ange boten für Private und Unternehmen sind wir in Vorarlberg jedenfalls gut vorbereitet.
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Energiezukunft gestalten.
8 Bewusst leben
Dienstag, 4. Juni 2019 Vorarlberger Nachrichten
VN-INTERVIEW. Vorstand Michel Haller (47), Hypo Vorarlberg
Zahlreiche Vorbilder in Sachen Natur- und Klimaschutz wurden 2018 in Mäder ausgezeichnet. Für den Klimaschutzpreis 2020 anmelden unter Klima.vol.at!
„Anlagegeschäft ist der größte Hebel“
„Das sukzessive ,Divestment‘, der Abzug von Geldern aus CO2-intensiven Branchen, ist wichtig für Klimaschutz.“ BREGENZ „Jeder von uns sollte ökologische Verantwortung übernehmen“, sagt Michel Haller.
Welche Maßnahmen setzt die Hypo Vorarlberg in Sachen Ressourcen-, Energie- und Agrarwende im Rahmen ihrer Möglichkeiten? HALLER Als Gründungsmitglied beim „Klimaneutralitätsbündnis 2025“ bekennen wir uns zu aktivem Umwelt- und Klimaschutz. So verpflichten wir uns im Rahmen des Bündnisses freiwillig zur Reduk tion unseres CO2-Ausstoßes. Durch sparsameren Ressourcenverbrauch und die Umsetzung von Effizienzmaßnahmen reduzieren wir fortlaufend den Energieverbrauch und damit unseren CO2-Fußabdruck (Details im Nachhaltigkeitsbericht auf www.hypovbg.at). Zudem haben wir uns selbst eine jährliche Reduktion von 1 % des CO2-Ausstoßes gegenüber dem Vorjahr zum Ziel gesetzt. Den nicht vermeidbaren CO2-Ausstoß kompensieren wir durch den Ankauf von ausgewählten, internationalen Klimaschutz-
Zertifikaten mit höchsten Standards. Die Auswahl der damit unterstützten globalen Projekte wie Aufforstung, Strom aus Biomasse oder Windenergie erfolgt durch namhafte Klimaschutzexperten. Seit 2016 sind wir nach den Krite-
„Das Jahr 2019 steht bei der Hypo-Landesbank unter dem Motto ,plastikfrei leben‘!“ Michel Haller Hypo-Vorstand
rien des Klimaneutralitätsbündnisses 2025 im gesamten Konzern klimaneutral. Zudem wurden 2017 auf den Dächern der Hypo Vorarlberg in Bregenz (Zentrale und Hypo Office Bregenz) sowie in Dornbirn
(Hypo Office Dornbirn) Photovoltaikanlagen errichtet. Im Jahr 2018 konnten damit ca. 184.000 kWh an sauberem Strom aus Sonnenenergie erzeugt werden. Dadurch leistet die Bank einen Beitrag zur Reduktion von CO2-Emissionen im Konzern und unterstützt zudem das Land Vorarlberg auf dem Weg zur Energieautonomie. Ziel der Hypo Vorarlberg ist es auch, nachhaltige Anlage- und Investmentlösungen für verschiedene Kundengruppen auszubauen. Bei unseren Eigenemissionen auf Einzeltitelbasis verzichten wir u. a. Spekulationen oder Investitionen in Agrarrohstoffe. In unseren Vermögensverwaltungen und ausgewählten Fonds auf Einzeltitelebene (Aktien, Anleihen) sind beispielsweise Unternehmen im Bereich Gentechnik/GVO (Gentechnisch veränderte Organismen) ausgenommen. Was wird in Sachen Bewusstseinsbildung getan – für Mitarbeiter und Kunden –, um die globalen Systemfehler, besonders im Agrarbereich,
aufzuzeigen und Lösungen anzubieten, die für ökologisch-soziale Wirtschaftsethik und eine enkeltaugliche Zukunft stehen? HALLER Von unserem Nachhaltigkeitsteam werden laufend Maßnahmen zur Mitarbeitersensibilisierung umgesetzt, zudem werden im Rahmen eines internen Jahresschwerpunkts – 2019 unter dem Motto „plastikfrei leben“ – interne Filmvorführungen und Vorträge organisiert. Außerdem sind unsere Mitarbeiter angehalten, lange Dienstreisen (u.a. Schulungen) möglichst emissionsarm zu gestalten, z. B. durch Zugreisen oder verstärkt durch Videokonferenzen zu ersetzen. Neben den intern gesetzten Maßnahmen zur Energieeinsparung versucht die Hypo Vorarlberg auch im Finanzierungs- und Anlagegeschäft einen Beitrag zu leisten, da hier für eine Bank der mit Abstand größte Impact und Hebel liegt. Das sukzessive „Divestment“ – also der bewusste Abzug von Geldern – aus CO2-intensiven Branchen spielt dabei eine immer
größere Rolle im internationalen Klimaschutz.
Mit neuen Ökotechnologien, energieeffizienter Ausrichtung von Unternehmen, dem Einsatz erneuerbarer Energie zur Vermeidung von CO2Emissionen stellen mutige Ökopioniere als Wegbereiter die Weichen in die ökologisch bewusste Epoche. BERTSCHenergy ist Technology Provider, der der Industrie auf dem Weg zur Erreichung der Klimaziele modernste, hocheffiziente Technologie zur Verfügung stellt. Als Komplettanbieter effizienter Biomasse-Wirbelschichtkraftwerke hat sich BERTSCHenergy an Europas Spitze etabliert, ist topfit für die Ära der erneuerbaren Energien und leistet einen wichtigen Beitrag zur Erreichung der Pariser Klimaziele. Nachhaltige Energienutzung aus Abfallaufbereitungsprozessen im Wasser-Dampf-Kreislauf garantieren der BERTSCH-Abhitzekessel mit Nachbrennkammer und Dampfturbine inklusive Steuerung. Ing. Hubert Bertsch, CEO BERTSCHgroup
Es ist ein Gebot der Stunde, dass wir anstatt Erdöl zu verbrennen, recycelbare Fasern herstellen und vernünftig mit allen Ressourcen umgehen! Wir setzen seit den 90er-Jahren gerade als erfolgsorientierter Großhandel auf bio- und naturbelassene Textilien, einerseits als 1st Fair Wear-Member im Heimtextilienbereich und zudem freiwillig mit den Global Organic Textile Standards (GOTS), denn das eine bedingt das andere. Bei der Fair Wear Foundation stehen die Menschenrechte im Vordergrund, bei GOTS der Natur- und Umweltschutz und daher Menschenschutz. Und das fängt beim Saatgut an. Unsere Bemühungen sind ein Transformationsprozess mit dem Ziel, den Großteil des Sortiments in Bio anzubieten. Je größer die Nachfrage seitens der Kunden ist, umso besser. Das Preisargument ist dabei zu vernachlässigen, der Unterschied ist marginal. GF Stefan Grabher, Mary Rose/Paptex
Warum ist es wichtig, mit gutem Beispiel voranzugehen und z. B. beim Klimabündnis, Klimaneutralitätsbündnis, VN-Klimaschutzpreis, VN-Tierschutzpreis usw. eigeninitiativ zu sein und mitzumachen? HALLER Ich bin überzeugt, dass jeder von uns ökologische Verantwortung übernehmen sollte – ob als Privatperson oder als Unternehmen. Wir warten nicht auf Lösungen aus der Politik, sondern gehen Herausforderungen aktiv an. Darum unterstützen wir auch seit Jahren den Klimaschutzpreis der Vorarlberger Nachrichten als Sponsor, denn hier werden innovative Projekte der Vorarlberger Bevölkerung zum Klimaschutz ausgezeichnet. Neben den Auszeichnungen ist vor allem die Vorbildwirkung, die durch kleine und große Maßnahmen in Sachen Klimaschutz gesetzt wird, wichtig. Anmeldungen für den Klimaschutzpreis 2020 auf klima.vol.at
STATEMENTS Klimaschutz: Innovative Unternehmen
11er ist Gründungsmitglied des Klimaneutralitätsbündnisses 2025 und hat die neue Biogasanlage in Betrieb genommen. Mit dieser Anlage kann das Unternehmen den ökologischen Fußabdruck um jährlich bis zu 5500 Tonnen CO2 verringern. Der Effizienzgrad wird laufend optimiert. Wir werten das entstandene Biogas anschließend auf Erdgasqualität auf und speisen es in das VKW-Erdgasnetz ein. Mit einem Teil wird die Lkw-Flotte mit dem eigenen Biogastreibstoff betankt. Eine Tankfüllung reicht aus, um die Hin- und Rückfahrt zu unserem Lager sicherzustellen. Die eigene Biogastankstelle schließt so einen umfassenden Energiekreislauf, der auf dem Kartoffelfeld beginnt. Klimaschutz und Energieeffizienz sind als wichtiger Beitrag zur Energieautonomie Vorarlberg seit vielen Jahren mit unserer Unternehmens-DNA verknüpft. Mag. Thomas Schwarz, 11er-Geschäftsführer
Die Ankündigung, durch Holz- und Systembau die Branche revolutionieren und eine „neue Art des Bauens“ einläuten zu wollen, stieß noch vor zehn Jahren größtenteils auf Skepsis. Ich war meiner Zeit voraus. Vor allem preislich mussten wir mit dem HolzHybrid-System für Wohnhäuser und Gewerbebauten im wahrsten Sinn des Wortes „dicke Bretter“ bohren. Zwar bewies Rhomberg schon 2011 mit dem LifeCycleTower 1 (LTC ONE) in Dornbirn, dem weltweit ersten HolzHybrid-Hochhaus, sowie dem illwerkeZentrum Montafon in Vandans nur ein knappes Jahr später, dass sich das Konzept wirtschaftlich darstellen ließ. Folgeaufträge kamen dennoch nur schleppend. Inzwischen haben wir – um im Bild der „dicken Bretter“ zu bleiben – den Durchbruch geschafft, mit derzeit zwei Großaufträgen. Klimaschutz ist im Bau angekommen. DI Hubert Rhomberg, CEO Rhomberg Gruppe
Der Umweltgedanke ist zentraler Bestandteil unserer Firmenphilosophie. Bereits bei der Planung unseres Neubaus im Jahr 2000 war uns der Natur-, Umwelt- und Klimaschutz sehr wichtig. So heizen wir im Winter bzw. kühlen im Sommer unser Gebäude mit Hilfe von 430 Energiepfählen. Der Umfang unseres Energiepfählesystems ist einzigartig in unserer Region. Über Jahrzehnte hat unser Unternehmen die Geschäfts- und Produktionsprozesse im Sinne des ökonomischen und ökologischen Gedankens optimiert und ausgebaut. Gemeinsam mit unseren Kunden wollen wir umweltfreundliche Druckerzeugnisse forcieren. Über natureOffice bieten wir seit zehn Jahren klimaneutrales Drucken an. Seit 2013 arbeiten wir mit Climate Partner zusammen. Wir sind FSC- und PEFC-zertifiziert, was auf nachhaltige Forstwirtschaft für den Rohstoff abzielt. GF Christine SchwarzFuchs, Buchdruckerei Lustenau
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Dienstag, 4. Juni 2019 Vorarlberger Nachrichten | Anzeigen
Bewusstsein für regionale Produkte Bewusst leben bedeutet mit der Natur und somit auch mit den hochwertigen Lebensmitteln, die in der Landwirtschaft täglich frisch erzeugt werden, achtsam umzugehen und diese zu genießen. Aus der kulinarischen Landkarte Vorarlbergs sind die Spezialitäten der kleinstrukturierten bäuerlichen Familienbetriebe nicht mehr wegzudenken. Gerade die regionalen Produkte stehen für Qualität und Glaubwürdigkeit, denn jeder kann sich persönlich von der Herkunft und Entstehung der frischen Produkte vor Ort auf dem Bauernhof überzeugen. Der Konsument lernt auf den Familienbetrieben oder auf den regionalen Vermarktungseinrichtungen die Personen kennen, die hinter den landwirtschaftlichen Produkten stehen. Wohl aus diesem Grund legen immer mehr Menschen
zwischen spezialisierten Personen aus der Landwirtschaft und der Bevölkerung. Green Care eröffnet eine Chance für die Weiterentwicklung des Familienbetriebes Bauernhof, nebenbei eine zusätzliche Einkommensquelle und somit einen zusätzlichen Beitrag zum Erhalt der kleinstrukturierten Vorarlberger Landwirtschaft.
Josef Moosbrugger LK-Präsident
Eine Herausforderung sind die zunehmenden Standards in der Produktion. Wir sehen es in der Landwirtschaft als eine Chance, weil wir auf eine faire Partnerschaft mit der Bevölkerung setzen. Dies ist aber nur dann akzeptabel, wenn alle Produkte im Einkaufsregal auch unter denselben Bedingungen produziert und angeboten werden.
Die Bauern im Ländle produzieren viele verschiedene Lebensmittel. Dies erfordert eine KreislaufFoto: derFotograf-AndreasKünk wirtschaft zwischen Mensch, Tier und Natur. Wert darauf zu wissen, wo die Lebensmittel, die sie täglich konsumieren, herkommen und wie sie produziert werden.
Das Bewusstsein für eine gesunde Ernährung steigt. Foto: Lisa Mathis
Regionalität wird geschätzt Das Bewusstsein für gesunde Ernährung steht heute mehr denn je im Fokus einer breiten Bevölkerungsschicht, die vor allem die Regionalität und Saisonalität – die unsere Bauern garantieren – schätzt. Dass der Erzeuger – und damit ist jeder einzelne Bauernbetrieb gemeint – auch von den Lebensmitteln, die er nachhaltig produziert, Leben kann, setzt voraus, dass der Preis passt. Ohne Zweifel sind zwischen-
zeitlich viele Konsumenten bereit, für frische Qualitätsprodukte und faire Lebensmittel tiefer in die Tasche zu greifen. Die Landwirte brauchen mehr denn je faire Preise, damit auch die nachkommenden Generationen von der Landwirtschaft leben können. Kreislaufwirtschaft Vorarlbergs Bauern produzieren eine breite Vielfalt an Lebensmitteln. Dies erfordert eine konsequente Kreislaufwirtschaft zwischen Mensch, Tier und Natur. Auf ökologische Weise werden die pflanzlichen und tierischen Substanzen und Nährstoffe
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dem Boden wieder zurückgeführt. Unser Lebensraum Vorarlberg wird durch diesen Prozess in einem hohen ökologischen Maße erhalten und gepflegt. Green Care Einen großen Beitrag für die bäuerliche Gesellschaft stellt mittlerweile das mit Green Care eröffnete soziale Angebot dar. Dabei geht es um die konkrete Förderung der körperlichen und seelischen Gesundheit, der sozialen Gegebenheiten, aber auch um pädagogische Maßnahmen und die der persönlichen Entwicklung. Dieser soziale Beitrag bildet eine ideale Brücke
Tourismus als Indikator Unaufhaltsam kamen sich in den letzten Jahrzehnten auch Landwirtschaft und Tourismus näher. Die Tourismusbranche setzt vor allem auf kulinarischer Ebene zunehmend auf frische, regionale Produkte. Neben dem von den Bauern gepflegten Lebensraum Vorarlberg, der dem Touristen auch als Erholungsraum dient, schätzt der Gast auch die typische regionale Kulinarik, die in vielen Küchen in den letzten Jahren wieder ANZEIGE Einzug fand.
Daten & Fakten 3400 bäuerliche Betriebe 470 davon sind Biobetriebe Milchbetriebe im Durchschnitt: 20 Milchkühe Eigenversorgungsgrad Vorarlberg: • 147% Käse (inkl. Export) • 60% Rind/Kalbfleisch • 30% Eier • 19% Konsummilch • 7% Gemüse
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Dienstag, 4. Juni 2019 Vorarlberger Nachrichten
Kollektives Bewusstsein
… schafft die Öko-Wende: Podiumsdiskussion „Abfallvermeidung/ Recycling“ am 3. September auf der Alten Fähre in Lochau. Vermüllte Ozeane, verseuchtes Wasser, verpestete Luft, vernichtete Regenwälder und Klimakatastrophen sind traurige Realität. Im Rahmen des Projekts „VN-Klimaschutzpreis 2020“ diskutieren am 3. September von 18 bis 20 Uhr Experten am Podium auf der Alten Fähre in Lochau zum Thema „Müllvermeidung/Recycling“ und werden aufzeigen, dass unser kollektives Bewusstsein für Naturkreisläufe die Wende bringt. „Sortenrein gesammelte Kunststoffabfälle sind unbegrenzt recyclingfähig“, betont der Chef des VorSCHWARZACH
arlberger Umweltverbands, Rainer Siegele. Er wird nach einem Kurzreferat ebenso am Podium Platz nehmen wie der Lachauer Bürgermeister Michael Simma, Umweltlandesrat Johannes Rauch und DI Christoph Ortner aus dem Führungsteam von Loacker Recycling, verantwortlich für Umwelt, Sicherheit und Qualität: „Wir leben derzeit in einer Wegwerfgesellschaft. Die Langlebigkeit der Produkte wird nicht mehr priorisiert. Darum ist es wichtig, vor der Verwertung eine sortenreine Trennung der Abfälle zu gewährleisten“, ergänzt DI
Ortner zur Thematik, wie der Verwertungskreislauf geschlossen werden kann.
Verwertungseffizienz „Auch Aufbereitungsmaßnahmen, wie Loacker diese anbietet, tragen zur Erhöhung der Verwertungseffizienz bei. So wird eine Vielzahl von Abfällen wieder zu Rohstoffen und kann effizient und nachhaltig zu Produkten verarbeitet werden. Bestes Beispiel sind Metalle, Glas, Kunststoff, Papier etc. Wir versuchen unseren Beitrag auch im Bereich der Sammlung zu leisten“, führt DI Ortner aus. „Wir schaffen zwei Sammelfahrzeuge mit Gasantrieb an, die mit Biogas – erzeugt aus unserer betriebseigenen Bioabfallvergärungsanlage – betankt werden. Somit schließen wir auch hier den Kreislauf für eine CO2-neutrale Sammlung. Wenn das funktioniert, dann sollte unser Fuhrpark sukzessive auf Gasantrieb umgestellt werden.“ Zusammenarbeit wichtig „Die Zusammenarbeit mit dem Umweltverband funktioniert ausgezeichnet“, freut sich DI Ortner. „Er ist der größte Kunde aus dem ,nichtindustriellen’ Bereich. Eines der obersten Ziele muss es sein, sich bei der Produktgestaltung im Vorfeld bereits Gedanken zu machen, wie diese Produkte recycelt werden können. Die Entsorgungswirtschaft wird oft erst eingebunden, wenn die Produkte entsorgt bzw. recycelt werden müssen. Bestes Beispiel sind die Lithium-IonenAkkus. Die Industrie muss in dieser Sache mehr in die Pflicht genommen werden. Auch die Politik ist hier gefordert.“
In der Umweltwoche wird das Bewusstsein für Naturkreisläufe geschärft.
Nach 100 Prozent grünem Bahnstrom schlagen die ÖBB das nächste Kapitel beim Klimaschutz auf. WIEN, BREGENZ Bahnhöfe, Büros, Werkstätten, Containerkräne – alles mit 100 % Strom aus erneuerbarer Energie. Die verkehrsbedingten Treibhausgasemissionen sind in Österreich seit 1990 immer weiter gestiegen. Im Sommer 2018 verkündeten die ÖBB die Umstellung auf 100 Prozent grünen Bahnstrom.
Die Klimaschutzpreis-Podiumsdiskussion zum Thema „Littering-Müllvermeidung-Recycling“ findet am 3. September auf der Alten Fähre in Lochau statt. Anmelden für den Klimaschutzpreis: klima.vol.at
Am 15. Juni in der Feldkircher Neustadt die Vielfalt Vorarlberger Bio-Produkte genießen.
„Bio macht Sinn!“
Bio-Fest am 15. Juni von 10 bis 14 Uhr in der Feldkircher Neustadt.
Bio macht grundsätzlich Sinn, Bio aus der Region macht noch mehr Sinn, so sieht es die größte Vereinigung der österreichischen Biobauern BIO AUSTRIA. Gerade die Kombination von regionaler Herkunft und biologischer Qualität liefert besonders hochwertige Lebensmittel, auf die sich Konsument(inn)en verlassen können. In Vorarlberg wirtschaften insgesamt etwa 500 Bäuerinnen und Bauern biologisch, mehr als die Hälfte davon nach den strengen BIO AUSTRIA-Standards. Die FELDKIRCH
Vielfalt der Vorarlberger Bio-Landwirtschaft können Sie am Bio-Fest am Samstag, dem 15.Juni 2019, zwischen 10 und 14 Uhr in der Feldkircher Neustadt erleben. Dort gibt es eine bunte Palette an Bio-Produkten, Musik, Kinderunterhaltung und einer „grünen“ Modeschau. „Wer auf der Suche nach ,Nachhaltigem‘ ist, wird auf dem Bio-Fest Feldkirch garantiert fündig. Hier treffen sich Bio-Begeisterte aus ganz Vorarlberg. Und am besten kann man die Vorarlberger Bio-Landwirtschaft sowieso durch den Magen erleben. Also kommen Sie vorbei und kosten sie die tollen Vorarlberger Bio-Lebensmittel“, lädt Florian Timmerman von der Bio Austria Vorarlberg zum Bio-Fest in Feldkirch ein.
„Hier treffen sich Bio-Begeisterte aus ganz Vorarlberg“, sagt Florian Timmermann.
Das nächste Kapitel beim Klimaschutz Als größtes Klimaschutzunternehmen setzten die ÖBB damit in Österreich einen weiteren Schritt für die Umwelt. Daher wollen die ÖBB langfristig auch die vorgelagerten Emissionen kompensieren. Kein Kubikmeter Gas, keine Kohle sollen mehr verbraucht werden, um den Strom zu erzeugen, der Züge, Fahrgäste und Güter bewegt. Als Teil der Lösung im Kampf gegen den Klimawandel erspart der nachhaltige Verkehr mit der Bahn jährlich rund bis zu 3,5 Millionen Tonnen CO2. Eine Menge, die einen Wald in der Größe Vorarlbergs benötigen würde, um wieder aufgenommen
zu werden. Ein Drittel des benötigten Bahnstroms wird von den eigenen Wasserkraftwerken erzeugt. Im niederösterreichischen Wilfleinsdorf betreiben die ÖBB das weltweit erste Solarkraftwerk für Bahnstrom. Der Rest des grünen Stroms wird aus Partnerkraftwerken bezogen. Die Eigenproduktion von grünem Strom soll aber weiter gesteigert und der Ausbau der eigenen Kraftwerke in Österreich vorangetrieben werden. Klimaschutz ist eine Kompetenz der ÖBB. Mit über 90 Prozent Wasserkraft im Bahnstrommix sind die ÖBB-Infrastruktur einer der umweltfreundlichsten
Eisenbahn-Infrastrukturbetreiber in Europa. Mit der Umstellung auf Strom aus erneuerbarer Energie für Bahnhöfe, Büros, Werkstätten und Containerkräne erreichen die ÖBB 2019 den nächsten Meilenstein im Klimaschutz. Dabei achtet das Unternehmen darauf, dass es schon heute eine umweltfreundliche Infrastruktur gestaltet, die einen nachhaltigen Beitrag für Folgegenerationen leistet. So gesehen kann man sagen: Wer mit der Bahn fährt, schont Ressourcen, spart Energie, verringert Lärm- und Emissionsbelastung und leistet einen wertvollen Beitrag
7000 Solarpaneele speisen im weltweit ersten Solarkraftwerk südlich von Wien die gewonnene Energie direkt in die Oberleitung ein. So werden die Züge mit Ökostrom versorgt.
für eine lebenswerte Zukunft. Die Bahnstrecken ermöglichen außerdem einen sehr flächeneffizienten Verkehr. Bei gleicher Transportleistung braucht die Schiene im Vergleich zur Straße nur ein Drittel bis ein Sechstel der Fläche. Während man für eine zweigleisige elektrifizierte Hochleistungsbahnstrecke mit einer Breite von maximal 14 Meter auskommt, benötigt eine Autobahn mit derselben Kapazität drei Fahrspuren je Richtung und rund 37 Meter Breite. Damit beträgt der Flächenbedarf für die Gleisanlagen in Österreich nur 0,13 Prozent der Staatsfläche (107 km2), die Straßen nehmen jedoch mehr als 2600 km2 in Anspruch. Ein wesentlicher Schritt zur weiteren CO2-Reduktion ist auch die Elektrifizierung weiterer Bahnstrecken. Als Beispiel: Bis Ende 2019 elektrifiziert die ÖBBInfrastruktur AG die verbleibenden 14.390 Meter der Außerfernbahn zwischen dem Bahnhof Reutte in Tirol und der Staatsgrenze bei Schönbichl. Das langfristige Ziel ist, dass das gesamte Schienennetz der ÖBB in Tirol dadurch zu 100 Prozent mit umweltfreundlichem Strom betrieben wird. Südlich von Wien steht das europaweit erste Bahnstrom-Solarkraftwerk. 7000 Solarpaneele speisen die gewonnene Energie direkt in die Oberleitung ein. Damit werden Züge umweltfreundlich mit Ökostrom versorgt.
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Dienstag, 4. Juni 2019 Vorarlberger Nachrichten
Mehr als 1500 regionale Partner „B’sundrig wird man nur gemeinsam“ lautet das Motto bei Sutterlüty.
Beim Bregenzerwälder Lebensmittelhändler Sutterlüty wird regionale Zusammenarbeit großgeschrieben. „Wir kennen und respektieren die Bedingungen, unter denen Landwirte arbeiten“, sagt etwa der Frische/Regionalität-Einkaufsleiter Klaus Kohler und: „Die meisten Vereinbarungen besiegeln wir auch heute noch per Handschlag“, ergänzt Category-Manager Franzjosef Natter. Flexibilität und Transparenz bis zum Hersteller in der Region spielen bei der regio nalen Qualitätsmarke eine wesentliche Rolle. EGG
Beste Partnerschaft „Selbst während der Hochsaison kann ich manchmal erst am Morgen sagen, wie viel Ware wir liefern können“, erklärt Peter Winder von Winder Beeren in Dornbirn. „Bei Sutterlüty kann ich dann am gleichen Nachmittag liefern“, betont Winder die partnerschaftliche Flexibilität. „Anders als bei vielen anderen Eigenmarken legen wir großen Wert darauf, den herstellenden Betrieben eine Bühne zu bieten“, sagt Klaus Kohler. „Schließlich wollen und sollen die Kunden wissen, wer das Produkt wo und wie hergestellt hat.“ Auch b’sundrige Ideen sind bei Sutterlüty gefragt. Ein aktuelles Beispiel ist der erst im vergangenen Jahr entwickelte Sutterlüty’s Bio-Heumilch-Camembert. Diese
Käsespezialität aus Vorarlberger Heumilch in Bio-Qualität wird von der Feinkäserei Bantel hergestellt, einem Partner, der bereits seit vielen Jahren mit Sutterlüty zusammenarbeitet.
Zutaten aus der Region Ein anderes Beispiel ist Sutterüty’s EisGenuss, von der Eis-Manufaktur
EisGenuss von der Eis-Manufaktur Dolce Vita in Hohenems.
Martin Winder bietet bei Sutterlüty seine edlen Produkte an.
Dolce Vita in Hohenems. „Ein wirklich regionales Eis gab es damals nicht, deshalb wollten wir hier ein Angebot schaffen“, erinnert sich Klaus Kohler. Selbstverständlich, dass es nicht genügt, Eis einfach nur in einem Vorarlberger Betrieb herzustellen: „Natürlich müssen auch die Zutaten aus der Region kommen“, betont Klaus Kohler. Eine Herausforderung für Andrew Nussbaumer und sein Team. Hier allerdings konnte Sutterlüty mit einer breiten Palette an Lieferanten für hervorragende regionale Milch, Beeren und sogar Schokolade den Start erleichtern. Fairness und Engagement auf beiden Seiten, der klare Fokus auf regionale Zutaten und der Wille, die Dinge immer ein bisschen b’sundriger zu machen als alle anderen – das sind die wichtigsten Zutaten, aus denen erfolgreiche Partnerschaften gemacht sind.
Qualität durch Regionalität Daher ist Regionalität bei Sutterlüty kein schneller Trend, sondern dauerhafte Qualitätsgarantie. „Unsere Kunden vertrauen der Marke Sutterlüty’s – und damit uns als Lebensmittelmarkt und unseren regionalen Produzenten gleichermaßen. Unsere gemeinsame Aufgabe besteht darin, diesem Vertrauen auch weiterhin gerecht zu werden“, betont Klaus Kohler.
Kunden freuen sich über frische Erdbeeren von Beeren Winder.
Nachhaltig verbunden mit der Region Unsere Partner in der Region wissen noch, wie man aus dem Besten der Natur etwas Besonderes – „eatz B’sundrigs“ – macht. Doch regional ist auch noch aus vielerlei anderen Gründen genial. Gelebte regionale Genusskultur
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Einkaufen wie direkt ab Hof 1500 Vorarlberger Bauern und Manufakturen produzieren für unsere Ländlemärkte.
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Echte Genießer finden in den Sutterlüty Ländlemärkten ein unvergleichliches Sortiment an regionalen Spezialitäten.
Unsere Bauern leisten wertvolle Arbeit auf Feld und Flur.
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Erhalt der Vorarlberger Kulturlandschaft
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Nachvollziehbare Herkunft Vorarlberger Produkte sind an den Ländle-Herzen klar erkennbar.
Weniger CO2 Wertschöpfung bleibt im Land Regionale Produkte sichern Arbeitsplätze und Wertschöpfung in Vorarlberg.
34 % Umsatzanteil der Ländle-Produkte
Kurze Transportwege und saisonale Erzeugung sind gut fürs Klima.
Jeder dritte bei Sutterüty ausgegebene Euro fließt zurück ins Ländle.
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LÄNDLE
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