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2023_09_08_Extra_Private_Banking

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Markteinschätzung

Prognosen für künftige Investitionen

Private Banking

Große Chancen

Mit KI kann man große Gewinne erzielen

Nachhaltige Anlagen

Viele Vorteile auf allen Ebenen für Anleger

8. September 2023 Bild: USA-Stocks/Angela Weiss

Die Künstliche Intelligenz KI bietet große Chancen für Investoren

„Das Konzept der Künstlichen Intelligenz (KI) beschäftigt den Menschen schon seit vielen Jahrzehnten. Künstliche Intelligenz als Wissenschaftsdisziplin ist seit den 1950er-Jahren bekannt.“

So Jürgen Rupp, Wertpapier Consulting bei der Raiffeisen Landesbank, im Gespräch mit den VN. Und weiter. „Der Brite Alan Turing entwickelte damals einen Test, mit dem man feststellen konnte, ob Computer menschenähnliches Denkvermögen haben. Das Prinzip: Mehrere Prüfer führen eine Unterhaltung mittels einer Tastatur und einen Bildschirm mit zwei unbekannten Kom­

munikationspartnern, einer davon ist eine Maschine. Wenn eine gewisse Anzahl an Prüfern nicht sicher unterscheiden kann, welcher die Maschine ist, wird der Test als bestanden angesehen. Somit wird dieser KI ein dem Menschen gleichgestelltes Denkvermögen unterstellt.

Rekord-Nutzeranwendungen

In Zeiten generativer Künstlicher Intelligenz, die wie ChatGPT 4 fließend parlieren kann, gilt dieser Test aber inzwischen als überholt. Nachdem OpenAI das System Ende 2022 öffentlich zugänglich gemacht hatte, meldeten sich innerhalb von fünf Tagen bereits eine Million Nutzer an. Somit hat ChatGPT den Rekord als schnellst wachsende Internetanwendung. Zum Vergleich: Instagram benötigte, um diese Nutzeranzahl zu erreichen, 2,5 Monate.

In der Folge machte ChatGPT immer wieder Schlagzeilen. Das System schrieb selbstständig wissenschaftliche Arbeiten, erledigte Hausaufgaben für Schüler und bewältigte zum Teil sogar Maturaarbeiten.

„Kaum einer Technologie wird so viel disruptives Potenzial zugetraut wie der KI. Der Weltwirtschaft wird ein gewaltiger

Innovations­ und Produktivitätsschub bevorstehen. Der KI­Fortschritt, den die Welt erlebt, fußt auf einem stabilen Fundament, nämlich der Kombination aus massiven Datenmengen und einer noch nie dagewesenen Rechenpower. Das ermöglicht Algorith­

Es besteht auch die Möglichkeit, z. B. über einen Technologiefonds, am Thema KI zu partizipieren.

men die Klassifizierung und Erkennung von neuen Mustern aus großen Datenmengen“, erläutert Rupp.

Wichtige Anwender

Netflix oder Spotify verwenden schon seit Längerem KI, um ihren Nutzer(inne)n passende Musik oder Filme vorzuschlagen. Plattformbetreiber wie Airbnb oder Booking. com setzen auf KI, um dynamische Preise anbieten zu können. Google investiert schon seit Längerem über sein auf KI­Forschung spezialisiertes Tochterunternehmen

Deepmind mehrere Milliarden US­Dollar. Microsoft hat eine hohe Beteiligung in OpenAI fixiert.

Enormes Potenzial

„Das enorme Potenzial der KI euphorisiert zurzeit auch die Anleger(innen). Chiphersteller profitieren maßgeblich von diesem neuen Trend, da gewaltige Mengen an Rechenkapazität und spezielle Chips dafür benötigt werden. Erhebliche Investitionen in die ITInfrastruktur sind erforderlich, will man bei KI­Anwendungen mitspielen. Nvidia als bedeutendster Hersteller von leistungsstarken Grafikchips ist derzeit klarer Marktführer auf diesem Gebiet. Die Aktien von Nvidia haben allein in diesem Jahr über 230 Prozent zugelegt. Die Bewertung der Aktie ist aber inzwischen auch ambitioniert“, so der Wertpapierexperte.

Analysten von Bloomberg Intelligence erwarten, dass der globale Markt für generative KI von heute 40 Mrd. US­Dollar auf 1,3 Bio. US­Dollar im heurigen Jahr wachsen wird. Das kommt einer jährlichen Wachstumsrate von über 40 Prozent gleich. Speziell die großen Chiphersteller wie Nvidia, Qualcomm und AMD profitieren davon. Auch die

Tech­Riesen wie Alphabet, Microsoft und Meta haben Künstliche Intelligenz in ihre Produkte und Dienstleistungen integriert und tätigen hohe Investitionen in diesem Bereich. Doch auch Unternehmen jenseits der Wertschöpfungskette für KI­Dienste werden profitieren. Alle Unternehmen, die KI sinnvoll und effizienzsteigernd in ihre Prozesse integrieren, werden zu den Profiteuren gehören. Ein Feld, in dem bereits viel passiert, ist die Pharmabranche.

Kürzere Entwicklungszeiten Durchschnittlich zehn bis zwölf Jahre dauert es, bis ein neues Medikament entwickelt ist. Morgan Stanley schätzt, dass mit dem Einsatz von KI neue Medikamente künftig schon innerhalb von drei Jahren entwickelt werden können. Die Pharmakonzerne Pfizer und Novartis verwenden bereits KI­Programme, um schnellere Erfolge zu erzielen. Biontech hat gerade die Übernahme eines auf KI spezialisierten Unternehmens abgeschlossen.

Pharma ist nur ein Bereich, dessen Prozesse KI künftig völlig neu gestalten wird. Praktisch sämtlichen Branchen, in denen Daten effizi­

Kartellwächter prüfen CS-Übernahme

Die Schweizer Kartellwächter nehmen die Übernahme der Großbank Credit Suisse durch die Konkurrentin UBS unter die Lupe.

„Wir bestätigen, dass die schweizerische Wettbewerbskommission die Übernahme der CS durch die UBS prüft und der Finma ihre Ergebnisse bis Ende September zukommen lassen wird“, erklärte die Behörde dazu. Weitere Informationen könnten derzeit nicht gegeben werden. Zuvor hatte die „Handelszeitung“ berichtet, dass die Wettbewerbskommission (Weko) momentan Anhörungen zu der Transaktion durchführe. Ob und gegebenenfalls welche Auflagen die Weko der Finanz­

marktaufsicht (Finma) empfehlen werde, sagte der Chef der Behörde, Patrik Ducrey, der Zeitung zufolge nicht.

Systemrelevante Bank

Die Finma hatte im März die von der Schweizer Regierung orchestrierte Not­Übernahme der schwer angeschlagenen

Credit Suisse durch die UBS ohne wettbewerbsrechtliche Prüfung genehmigt. FinmaPräsidentin Marlene Amstad hatte das mit der Sicherung der Finanzstabilität begründet. „Die Finanzmarktregulierung gibt uns die Kompetenz, in diesem Fall im Sinne der Finanzstabilität die Wettbewerbssituation zu überschreiben. Davon haben wir auch Gebrauch gemacht“, hatte

Amstad erklärt. Die Credit Suisse gehörte zu den 30 systemrelevanten Banken, die als zu groß gelten, als dass sie ohne Folgen für das ganze Finanzsystem umkippen dürften. Die UBS hatte die weltweit bedeutendste Bankenübernahme seit der Finanzkrise am 12. Juni vollzogen. Managementfehler und eine aggressive Strategie im Ausland hatten die CS in Schieflage gebracht, eine Reihe von Fehlschlägen und Skandalen das Vertrauen der Kunden in das Traditionshaus erschüttert und zum Abfluss dreistelliger Milliardensummen geführt. Um einen Bankensturm zu verhindern, fädelte die Regierung die Rettung durch den Branchenprimus UBS ein.

enter genutzt und Produktivitätszuwächse durch Prozessautomatisierung erreicht werden, wird langfristig ein Umbruch bevorstehen.

Rupp abschließend: „Doch wie frühere Innovationen zeigen, vergeht zu Effizienzsteigerungen auch immer eine gewisse Zeit. So sollte nicht überraschen, wenn die Früchte der KI erst gegen Ende dieses Jahrzehntes geerntet werden können.

Wer aber früh genug dabei ist, auf die richtigen Unternehmen und Technologien setzt, kann auch an der Börse entsprechend große Gewinne erzielen. Dabei kann es aber gerade in einem derartig schnelllebigen Technologiebereich sehr abrupt zu Entwicklungen kommen, die das Spielfeld neu aufstellen. Gedachte sichere Gewinner könnten dann ins Hintertreffen geraten. Somit ist eine fortlaufende und sorgfältige Beobachtung des Marktes entscheidend.

Für Anleger(innen) besteht die Möglichkeit über einen Technologiefonds oder über Artificial Intelligence ETFs und auch über Einzeltitel am Thema KI zu partizipieren. Bei den Einzeltiteln sollte jedenfalls auf eine gewisse Streuung über mehrere Aktientitel geachtet werden.“

Die Schäden steigen an

Angesichts zunehmender Unternehmensinsolvenzen in Deutschland müssen sich Banken und andere Gläubiger auf steigende Zahlungsausfälle einstellen. Die Summe der Gläubigerschäden von 36 Milliarden Euro im Vorjahr dürfte 2023 deutlich überschritten werden, sagte der Leiter Wirtschaftsforschung von Creditreform, Patrik­Ludwig Hantzsch. Die Auskunftei rechnet mit einer Verschärfung in den kommenden Monaten. Das Statistische Bundesamt hatte im Juli fast ein Viertel (23,8 Prozent) mehr Anträge von Firmen auf Regelinsolvenzverfahren als im Vorjahresmonat registriert.

Freitag, 8. September 2023 Extra 2 Private Banking
Jürgen Rupp, RLB-Vorarlberg. Erhebliche Investitionen in die IT-Infrastruktur sind erforderlich, wenn man bei Anwendungen von Künstlicher Intelligenz mitspielen will. Jürgen Rupp Raiffeisen Landesbank Die Übernahme wurde am 12. Juni 2023 vollzogen.

„Die nachhaltigen Anlagestrategien bringen Vorteile auf vielen Ebenen“

Die BTV bezeichnet sich als Bank mit Geist und Haltung. Was versteht man darunter?

Das bedeutet für die BTV, ein Geschäftspartner und Arbeitgeber mit Handschlagqualität zu sein – das Richtige zu erkennen und das Richtige zu tun. Aus dieser Überzeugung heraus beschäftigen sich die Verantwortlichen intensiv mit Zukunftsthemen und entwickeln nachhaltige Lösungen. Durch langfristiges, vorausschauendes und zuverlässiges Handeln leisten sie einen Beitrag zum Wohl zukünftiger Generationen. Die VN sprachen mit Robert Wiesner, dem Leiter des BTV-Asset-Management.

Spielt Nachhaltigkeit auch in der Geldanlage eine Rolle?

Der Trend geht dahin, dass Investor(inn)en nicht nur im

Alltag auf Nachhaltigkeit achten, sondern auch mit ihrem Vermögen Gutes tun wollen. Und das macht nach unserer Einschätzung auch Sinn, denn gerade über die Geldanlage kann viel bewirkt werden: Fließen Geldströme verstärkt in Unternehmen, die ökologische und soziale Belange in ihr Geschäftsmodell integrieren und Umweltrisiken minimieren, führt dies zu einem Umdenken in der Gesellschaft. Unternehmen werden die Anforderungen der Investor(inn)en ernst nehmen, um attraktiv zu bleiben. Bietet die BTV auch eine (nachhaltige) Vermögensverwaltung an?

Bei uns gibt es die Möglichkeit, eine Vermögensverwaltung in Anspruch zu nehmen. Das Asset Management bietet hierbei langfristig orientierten Anleger(inne)n global ausgerichtete Multi-Asset-Strategien mit unterschiedlichen Rendite-Risiko-Profilen. Je nach Bedarf lassen sich damit für unterschiedliche Anlageziele maßgeschneiderte Lösungen finden. Neben den traditionellen Mandaten werden auch nachhaltige Varianten angeboten. Hierbei werden neben Ertrag, Sicherheit und Liquidität explizit ESG-Kriterien (Umwelt, Soziales und Unternehmensführung) berücksichtigt.

Welche Vor- und Nachteile bietet eine nachhaltige Anlagestrategie für Investor(inn)en?

Für Investor(inn)en ergeben sich durch eine nachhaltige Anlagestrategie Vorteile auf mehreren Ebenen. Mit dem gezielten Einsatz bzw. Abzug des eigenen Kapitals kann ein großer Beitrag zu einer nachhaltigeren Gesellschaft erzielt werden. Betrachtet man die Chancen und Risiken des Investments per se, so werden Renditechancen durch den Nachhaltigkeitsaspekt nicht geschmälert, dafür aber soziale sowie Umweltrisiken verringert. Als Nachteil einer nachhaltigen Anlagestrategie

gilt die Einschränkung des Investmentuniversums, da gewisse Investments damit ausgeschlossen werden.

Bei nachhaltigen wie auch bei klassischen Investments können Kursschwankungen bzw. Vermögensverluste trotz Diversifikation natürlich nicht ausgeschlossen werden.

Wie sieht das aktuelle Portfolio des Asset Managements aus?

In den BTV-Asset-Management-Varianten verfolgen wir den Ansatz eines breit ge-

UnserGeldin unsererWelt

InvestierenmitGeistundHaltungbedeutet: Ressourcenschonen,sozialhandelnundfaire Geschäftetätigen.

Daswirktundbewirkt!

streuten Portfolios. Aktien gelten als Renditebringer, während Renten im Investment-Grade-Bereich als konstante Ertragsbringer fungieren, die auch als Absicherung gegen Rücksetzer im Aktiensegment gesehen werden können. Das Investment in Rohstoffe und alternative Investments sorgt für zusätzliche Diversifikation und Stabilität in turbulenten Marktphasen.

Die Bank für Tirol und Vorarlberg prüft ihr Informationsangebot sorgfältig. Den-

noch bitten wir um Verständnis, dass wir diese Informationen ohne Gewähr für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität zur Verfügung stellen.

Bei diesen Informationen handelt es sich um keine individuelle Anlageempfehlung, kein Angebot zur Zeichnung bzw. zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten.

Die in diesem Beitrag verwendeten Fach­ und Finanzbegriffe werden unter btv.at/glossar ausführlich erklärt.

btv.at/nachhaltigegeldanlage

Investoren achten nicht nur im Alltag auf Nachhaltigkeit,
Freitag, 8. September 2023 Extra 3
sondern wollen mit ihrem Vermögen Gutes tun.
Dr. Robert Wiesner, Leiter BTV Asset Management.

Das Privatvermögen ist nach der Pandemie 2022 weltweit gesunken

Nach Zuwächsen selbst in der Corona-Pandemie ist das Vermögen der Menschen rund um den Globus einer Studie zufolge erstmals seit der Finanzkrise 2008 wieder geschrumpft.

Das private Nettovermögen (abzüglich Schulden) verringerte sich um 2,4 Prozent auf geschätzt 454,4 Billionen Dollar (rund 416 Billionen Euro), wie aus der veröffentlichten gemeinsamen Vermögensstudie der Credit Suisse und der UBS hervorgeht.

Die Vermögensentwicklung erwies sich in der Covid-19-Ära als widerstandsfähig und brachte ein Rekordwachstum.

Verluste bei Aktien und Wechselkursänderungen hätten 2022 zum schlechtesten Jahr seit der Finanzkrise gemacht, sagte Ökonom Anthony Shorrocks.

Rekordwachstum 2021

„Die Vermögensentwicklung erwies sich in der Covid­19­Ära als widerstandsfähig und verzeichnete 2021 ein Rekordwachstum“, erläuterte Nannette Hechler­Fayd‘herbe, globale Leiterin Economics & Research bei Credit Suisse. „Die Inflation, steigende Zinsen

und eine Währungsabwertung führten 2022 jedoch zu einer Umkehrung.“ Hinzu kamen Kursstürze an den Aktienmärkten infolge des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine. Besonders betroffen von dem Vermögensrückgang waren demnach wohlhabendere Regionen wie Nordamerika und Europa, die zusammen 10,9 Billionen Dollar einbüßten. In Lateinamerika wur­

Vertrauen. EinWert, derverdient seinwill.

MitjedemMenschen,derunsvertraut, wächstunsereVerantwortung.

WährendeinemKinderblindvertrauen, verdienenwirunsdasVertrauen unsererKundenüberJahrzehnte: mit sinnstiftendemVermögensmanagement. Weilwir–wieunsere Kunden–Wertdarauflegen,dass gutesGeldauchGutesfürGesellschaft undUmwelttutunddennochan Wertgewinnt.KönnenwirSiefür einGesprächgewinnen?

de dagegen ein Vermögenszuwachs von 2,4 Billionen Dollar verzeichnet, begünstigt durch eine durchschnittliche Währungsaufwertung gegenüber dem Dollar.

„Bei konstanten Wechselkursen gegenüber dem Jahr 2021 wäre das Gesamtvermögen 2022 um 3,4 Prozent und das Vermögen pro Erwachsenem um 2,2 Prozent gestiegen“, sagte Shorrocks. Wäh­

rend das Finanzvermögen schrumpfte, blieb das nicht finanzielle Vermögen, vor allem Immobilien, trotz des deutlichen Zinsanstiegs den Angaben zufolge insgesamt robust.

Die Zahl der US­Dollar­Millionäre sank weltweit um 3,5 Millionen auf geschätzt 59,4 Millionen.

In Deutschland schrumpfte der Club der Reichen um 253.000 auf etwa 2,6 Millio­

nen Mitglieder. Deutlicher wäre der Rückgang ausgefallen, wenn diejenigen herausgerechnet würden, deren Vermögen allein wegen der hohen Inflation die Marke von einer Million knackte, erläuterte Shorrocks, der die Studie verfasst hatte. Gemessen am Vermögen pro Erwachsenem liegt die Schweiz mit 685.230 Dollar weiterhin an der Spitze, gefolgt von den USA. Deutschland kommt mit durchschnittlich 256.180 Dollar auf Platz 16. Bei den Superreichen mit einem Vermögen ab 500 Millionen Dollar liegt Deutschland auf Platz drei, nach den USA und China.

Club der Millionäre wächst Die Ökonomen, die den „Global Wealth Report“ seit 2010 jährlich vorlegen, rechnen da­

Daten & Fakten

Ursachen des Rückgangs

Inflation, steigende Zinsen und eine Währungsabwertung sowie Kursstürze an den Aktienmärkten infolge des Ukraine-Krieges, besonders betroffen waren Nordamerika und Europa, in Lateinamerika wurde dagegen ein Vermögenszuwachs verzeichnet.

Schweizer an der Spitze Beim Vermögen pro Erwachsenen liegt die Schweiz mit

In Deutschland schrumpfte der Club der Reichen um 253.000 auf etwa 2,6 Millionen Mitglieder.

mit, dass der Club der Millionäre weltweit in den kommenden fünf Jahren auf etwa 86 Mill. wachsen wird. Die Analyse umfasst das Vermögen privater Haushalte von rund 5,4 Milliarden Erwachsenen weltweit. Zuletzt veröffentlichte Studien bestätigen den Trend des vergangenen Jahres, auch wenn die Zahlen wegen Unterschieden in der Methodik nicht identisch sind.

685.230 Dollar an der Spitze, gefolgt von den USA.

Deutschland kommt mit durchschnittlich 256.180 Dollar auf Platz 16. Bei den Superreichen mit einem Vermögen über 500 Millionen Dollar liegt Deutschland nach den USA und China auf Platz 3. Ausblick

Der Club der Millionäre soll bis 2028 weltweit auf 86 Millionen wachsen.

Die Kriterien für den Erfolg der Geldanlage

Geldanlage erfordert besonders in Krisenzeiten Erfahrung und Weitsicht. Hierin liegt die Kernkompetenz der 1833 gegründeten Schoellerbank, laut Eigenangaben Österreichs führender und am meisten ausgezeichneten Privatbank.

In der Vermögensverwaltung wird dabei ein hochqualitativer Investmentansatz verfolgt. Johannes Böhler, Landesdirektor der Schoellerbank Vorarlberg führt dazu gegenüber den VN aus: Was bedeutet für Sie „Vermögensverwaltung“?

Unsere Kund(inn)en haben dabei die Möglichkeit, ihr Vermögen von unseren Anlageexpert(inn)en professionell investieren zu lassen. Am Beginn steht immer eine detaillierte Analyse der persönlichen Situation. Auf dieser Basis erstellen wir ein maßgeschneidertes Anlagekonzept. Bei besonders großen Investmentvolumen legen wir in unserer hauseigenen Kapitalanlagegesellschaft, der Schoellerbank Invest, auch ex klusive Spezialfonds auf.

Nach welchen Kriterien schätzen Ihre Expert(inn)en die Märkte ein?

Wir haben einen detail lierten Selektionsprozess für Investmentprodukte entwi ckelt, das Schoeller bank Rating, mit dem gewährleistet ist, dass nur ausge wählte Anlagepro dukte eine Emp

fehlung bekommen und Teil der Vermögensverwaltung werden.

Das erste Kriterium sind dabei die Bewertungen und Ertragssituationen der Unternehmen. Ein anderes wichtiges Kriterium ist die Anlegerstimmung. Gerade unsichere Zeiten bieten rückwirkend betrachtet oft gute Einstiegschancen, weshalb wir gerne antizyklisch investieren.

Was hat es mit der Anlagephilosophie „Investieren statt Spekulieren“ auf sich?

Der Grundsatz, bei allen Veranlagungen stets auf Sicherheit und Qualität zu achten, zieht sich wie ein roter Faden durch das Selbstverständnis unseres Hauses. Das Risikomanagement beginnt bei uns vor dem Kauf. Dank kluger Diversifizierung und unserem kompromisslosen Qualitätsanspruch konnten wir vermögensvernichtende Fehltritte während der vergangenen 30 Jahre und zahl­

stets vermeiden und gleichzeitig maßgeblich zum Wohlstand unserer Kund(inn)en beitragen.

Welchen Mehrwert kann eine professionelle Vermögensverwaltung gerade in Krisenzeiten leisten?

Emotionen verleiten Anleger(innen) zu impulsiven Handlungen oder einem Abweichen von vereinbarten Strategien. Wir als professioneller Vermögensverwalter sehen es als unsere Aufgabe, voreilige Schritte zu verhindern und rationale Aspekte einzubringen. Besonders in hitzigen Marktphasen ist es wichtig, einen kühlen Kopf zu bewahren und logische und rationale Entscheidungen zu treffen. Wie beurteilen Sie die aktuelle Situation für Investments?

Im jetzigen Anlageumfeld sind vor allem Unternehmen interessant, die über starke Wettbewerbsvorteile und Preisfestsetzungsmacht verfügen.

Johannes Böhler, Landesdirektor.

Diese sind in der Lage, die durch Inflation verursachten Kostensteigerungen weiterzugeben. Aktionäre/Aktionärinnen profitieren so von einem indirekten Inflationsschutz. Auch im Bereich der Anleihen gibt es Opportunitäten – Neueinsteiger(innen) bieten sich heute deutlich höhere Renditen als in den vergangenen Jahren, und inflationsgeschützte Anleihen zeigen weiterhin ein attraktives Chancen­Risiko­Profil.

Beim Vermögen pro Erwachsenen liegt die Schweiz, im Bild der Paradeplatz in Zürich, an der Spitze.
Freitag, 8. September 2023 Extra 4 Private Banking
Nannette Hechler-Fayd’herbe Credit Suisse
www.schoellerbank.at
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Aktuelle Markteinschätzung für das Anlegerjahr 2023

Ein exklusives Interview mit Dr. Wilfried Amann, Vorstandsmitglied der Hypo Vorarlberg, beleuchtet den jüngsten Aktienaufschwung und gibt Prognosen für zukünftige Investitionen.

Der Aktienmarkt erlebte im heurigen Jahr einen fulminanten Aufschwung. Wie nachhaltig ist diese Aktienrally?

Die Aufwärtsbewegung des Aktienmarktes wurde primär durch die großen amerikanischen Technologie-Unternehmen getragen. Zeitweise steuerten lediglich zehn Unternehmen zu mehr als 80 Prozent der „S&P 500 Performance“ bei. Zunächst bevorzugten die Investoren die „Big-Tech“-Aktien aufgrund der gesunden Kapitalausstattung und stabilen Umsätze. Denn in Zeiten steigender Zinsen werden Unternehmen mit hoher Verschuldung und folglich hohem Schuldendienst eher gemieden. Diese Marktdominanz konnten Aktienschwergewichte wie Apple, Meta oder auch Nvidia im Kontext der revolutionären Produktvorstellungen im Bereich der künstlichen Intelligenz (z. B. Chat GPT) nochmals ausbauen. Zeitweise machten die sieben größten Unternehmen des Technologie-Index Nasdaq etwa 55 Prozent des Index aus. Aufgrund dieses entstandenen Ungleichgewichts fühlte sich

der Indexbetreiber gar veranlasst, diesen US-Index am 24. Juli neu zu gewichten und den Gesamtanteil der großen Titel umzuverteilen. Auch in Deutschland, der größten Volkswirtschaft Europas, ist der starke Kursanstieg auf nur wenige große Unternehmen zurückzuführen. Denn der deutsche Leitindex DAX konnte im Juli ein neues Re-

kordhoch erklimmen, und dies, obwohl Deutschland konjunkturell in Europa aktuell zu den Nachzüglern gehört. Auch hier hat sich gezeigt, dass große Unternehmen in der Lage sind, sich allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklungen zu entziehen. Im Umkehrschluss bedeutet diese recht einseitige Rally, dass sich zahlreiche Aktien in noch kei-

GELDANLAGE IMBLICK?

WERVIELVORHAT,KOMMTZUUNS.

WasdieZukunftbringt,stehtnochindenSternen. MitachtsamerundzugleichambitionierterBeratungsorgen wirdafür,dassSiesichundIhrGeldgutaufgehobenwissen.

nem neuen Wachstumszyklus befinden und hier durchaus Chancen zu finden sind.

Die gestiegenen Zinsen lassen festverzinsliche Anlageformen wieder attraktiver erscheinen. Welchen Anlage-Mix empfehlen Sie Ihren Kunden und Kundinnen?

Die vorhin beschriebene ausgeprägte Schiefe des Ak-

tienmarktes verdeutlicht nochmals, dass eine breite Streuung nicht nur das Risiko reduziert, sondern auch renditemaximierend wirkt. Je nach Risikobereitschaft empfehlen wir deshalb auch weiterhin einen gesunden Mix aus den wichtigsten Anlageklassen. Neben Aktien sind aufgrund der gestiegenen Zinsen auch Anleihen wieder in den Fokus gerückt und eignen sich zur Portfoliobeimischung. Das kundenseitige Interesse an reinen Anleihen-Strategien bzw. gemischten Strategien mit höherem Anleihen-Anteil hat im heurigen Jahr spürbar zugenommen. Von perspektivisch fallenden Zinsen in den USA dürften besonders Wachstumsunternehmen profitieren. Im Bereich der thematischen Aktien-Investments setzen wir aktuell auf die Megatrends Elektromobilität und Kreislaufwirtschaft. Gerne unterstützen unsere Berater und Beraterinnen bei der professionellen Strukturierung von Kundenportfolios.

Wie geht es für die Wirtschaft und die globalen Märkte weiter?

Wir gehen davon aus, dass die Marktteilnehmer auch im weiteren Jahresverlauf ein starkes Augenmerk auf die Entwicklung der Inflation und der Zinsen legen werden. Eine Aufwärtsbewegung in der Breite wird nur möglich sein, wenn die globalen Inflations-

raten weiter fallen und die Notenbanken dadurch von ihrer restriktiven Geldpolitik abrücken. Aktuell geht der Marktkonsens davon aus, dass die amerikanische Notenbank FED keine weiteren Zinserhöhungen durchführen wird. In Europa sind wir aller Voraussicht nach noch nicht ganz am Zinsgipfel angelangt – ein weiterer kleiner Zinsschritt von 25 Basispunkten gilt als wahrscheinlich. Wie wichtig die Zinserwartung für die Investoren ist, zeigen die aktuellen Marktreaktionen auf veröffentlichte volkswirtschaftliche Daten. Gute Konjunkturnachrichten belasten derzeit die Aktienkurse, schlechte Nachrichten beflügeln die Kurse. Die Annahme dahinter ist, dass beispielsweise eine steigende Arbeitslosigkeit den Konsum bremst und somit auch die Teuerung weiter zurückgeht. Auch für das zweite Halbjahr erwarten wir interessante Chancen am Aktienmarkt. Das Risiko von Gewinnmitnahmen und zeitweisen Rücksetzern nach der aufgestellten Rekordjagd vieler Indizes ist aber sicherlich etwas größer geworden. Die Historie lehrt uns jedoch, dass statistisch gesehen die besten Voraussetzungen für positive Aktienjahre fallende Inflationsraten und Zinsen sind. Und ein derartiges Szenario sehen wir für die kommenden Jahre als wahrscheinlich an. Marketingmitteilung im Sinne des WAG 2018.

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Analyse und Prognose: Dr. Wilfried Amann gibt Einblicke in das Anlegerjahr 2023. Foto: A. Lamprecht HypoVorarlberg–IhrepersönlicheBeratunginVorarlberg, Wien,Graz,Wels,SalzburgundSt.Gallen(CH). www.hypovbg.at
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Die hohe Inflation schränkt die Frauen stärker ein als Männer

Die Finanz-Realität der Frau bleibt auch weiterhin trist. So verdienten im Jahr Frauen im Schnitt um 18,8 Prozent weniger als ihr männlicher Gegenpart.

Anders betrachtet heißt das, dass jede Frau 69 Tage pro Jahr unbezahlt arbeitet – oder jedes ganze 6. Jahr. Das bedeutet nicht nur kurzfristig ein geringeres Einkommen, sondern auch langfristig eine geringere Pension. So sind 26 Prozent aller Frauen dem Risiko der Altersarmut ausgesetzt.

Das Finanzwissen stärken

Dass sich Frauen jedoch dieser Tatsache bewusst sind und etwas dagegen tun wollen, zeigt eine IMAS-Studie. Nur 23 Prozent aller Frauen (31 Prozent der Männer) glauben, dass ihre Pension ausreichen wird, um sich ihren im Alter angestrebten Lebensstandard leisten zu können. Frauen (25 Prozent) machen sich daher auch häufiger Gedanken über die Alters- und Pensionsvorsorge als Männer (18 Prozent).

Der Stellenwert der finanziellen Unabhängigkeit ist für die Frauen in den letzten Jahren signifikant gestiegen.

IMAS-Studie zur Finanz-Realität der Frauen

Die aktuell hohe Inflation befeuert dieses Problem weiter, da die Inflation Frauen (29 Prozent) vergleichsweise stärker einschränkt als Männer (23 Prozent). Das eigene Finanzwissen zu stärken, verbessert aber nicht nur die eigenen finanziellen Möglichkeiten, sondern ermöglicht auch ein selbstbestimmtes Finanzleben. Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass immer mehr Frauen nach finanzieller Unabhängigkeit streben und

ihr Geldleben in die eigene Hand nehmen wollen. Es fehlt aber oft an Information.

Finanzielle Unabhängigkeit Dass den Frauen in Österreich diese Lage bewusst ist und sie etwas dagegen tun wollen, zeigt ein Trend in den Studienergebnissen der letzten Jahre, denn der Stellenwert der finanziellen Unabhängigkeit ist für Frauen in den letzten Jahren signifikant gestiegen. So geben 84 Prozent von ihnen

an, dass es ihnen „sehr wichtig“ sei, von anderen Personen finanziell unabhängig zu sein. Dass der Status der finanziellen Unabhängigkeit für viele Frauen jedoch noch weit entfernt ist, zeigt eine andere Zahl der IMAS-Studie: Jede vierte Frau gibt an, finanziell von der Familie abhängig zu sein, während es bei den Männern nur 12 Prozent sind. Ursächlich dafür sind neben Gender Pay Gap, Teilzeitquote, Karenzzeiten und Co. auch

Keine Aussicht auf Belebung

Die Schwächephase der österreichischen Wirtschaft geht in die Verlängerung.

Der „UniCredit Bank Austria“ Konjunkturindikator hat sich nach der kontinuierlichen Verschlechterung seit Jahresbeginn im Juli zwar stabilisiert und blieb im Vergleich zum Vormonat unverändert. Allerdings signalisiert der Indikator mit einem Wert von minus 2,9 Punkten eine Fortsetzung des Abschwungs der österreichischen Wirtschaft.

Nach einem schwachen ersten Halbjahr, das mit einem leichten Rückgang des BIP im zweiten Quartal endete, besteht unmittelbar keine Aussicht auf eine Belebung. Die Stimmung im Dienstleistungssektor hat sich zu Beginn des dritten Quartals spürbar ver-

Marketingprofi für Uniqa

„Wir freuen uns sehr, dass mit Mario Stadler ein höchst erfahrener Marketingprofi die Führung unserer Marke in allen Ländern der Gruppe übernehmen wird.“

So René Knapp, Vorstand für Human Resources, Marke und Nachhaltigkeit bei UNIQA Insurance Group AG. Stadler folgt in dieser Funktion auf Karin Reisinger, die seit 23 Jahren die Marke mitgestaltete.

schlechtert, wenngleich der Pessimismus der Konsumenten – auch angesichts der zurückgehenden Inflation –etwas nachgelassen hat.

Neben der Eintrübung im Dienstleistungssektor drückt die rückläufige Industrienachfrage insbesondere aus dem Ausland auf die Stimmung in der Wirtschaft.

Während die Abkühlung der europäischen Investitionskonjunktur unter anderem den Maschinenbau belastet, leiden die Holz- und Baustoffindustrie, die Kunststoff- und Metallwarenerzeuger sowie Teile der Elektroindustrie als stärker bauabhängige Industriebranchen unter dem Einbruch der Baukonjunktur. Angesichts der veränderten Finanzierungsbedingungen wird der Bausektor immer

mehr zum konjunkturellen Schlusslicht der österreichischen Wirtschaft.

Kein scharfer Einbruch

Der aktuelle Konjunkturindikator lässt für die Sommermonate – wie schon im zweiten Quartal – einen leichten Rückgang des BIP befürchten. Ein scharfer Einbruch der österreichischen Wirtschaft dürfte jedoch ausbleiben.

Das Wachstum des Welthandels wird sich in der zweiten Hälfte 2023 voraussichtlich abkühlen. Zum einen belasten die massiven gleichzeitigen Zinserhöhungen der Zentralbanken vor allem das verarbeitende Gewerbe und insbesondere die Gebrauchsgüterindustrie. Auch blieb der chinesische Fertigungssektor nach der Öffnung zu Beginn

des Jahres schwach und die vorgezogene Nachfrage der Konsumenten nach Waren während der Pandemie – anstelle des Konsums von Dienstleistungen – wird weltweit weiter ihren Tribut fordern.

Somit ruhen die Hoffnungen auf eine Erholung vorerst allein auf dem Dienstleistungssektor, der von der Verlangsamung der Teuerung und damit ab der zweiten Jahreshälfte auch von realen Lohnzuwächsen profitieren sollte.

Leichtes Wachstum für 2023

Die Konjunkturexperten erwarten dank eines statistischen Überhangs für 2023 weiterhin ein leichtes Wirtschaftswachstum von 0,7 Prozent, wenn auch mit deutlichem Risiko nach unten.

Nachholbedarf beim Interesse und der Informiertheit in Sachen Finanzthemen.

Frauen sind vorsichtiger Der Sicherheitsaspekt beim Sparen steht für Frauen (92 Prozent) deutlich mehr im Fokus als bei ihrem männlichen Gegenpart (81 Prozent). Das zeigen auch Produktzahlen. Frauen setzen im Vergleich zu Männern auf das Sparbuch und Bausparer und haben seltener ein Wertpapierdepot

oder einen Investmentplan. Für den langfristigen Vermögensaufbau eignet sich das Sparbuch aber nicht mehr. Deshalb gilt es einerseits das finanzielle Selbstvertrauen der Frauen zu stärken und die Vorteile alternativer Veranlagungsstrategien aufzuzeigen, aber gleichzeitig auch darauf

Die überwiegende Mehrheit beider Geschlechter schätzt als Informationsquelle die Expertise ihrer Bank.

IMAS-Studie zur Finanz-Realität der Frauen

aufmerksam zu machen, dass anlegen nicht nur etwas für „Reiche“ ist und schon 50 oder 100 Euro im Monat signifikant zum langfristigen Vermögensaufbau beitragen.

Die IMAS-Befragung gibt auch Aufschluss über die favorisierten Informations- und Beratungsquellen der Geschlechter: Männer stützen sich bei Finanzthemen eher auf Nachrichten in Zeitungen und Informationen aus Internet und Social Media. Frauen hingegen bevorzugen den persönlichen Kontakt und beziehen ihre Informationen über Familie und Freunde. Die überwiegende Mehrheit beider Geschlechter hingegen schätzt die Expertise ihrer Bank.

Swiss Re erfüllte Erwartungen

Geringere Aufwendungen für Naturkatastrophen haben dem Schweizer Rückversicherer

Swiss Re in den ersten sechs Monaten 2023 Schub verliehen.

Der Gewinn des Konzerns aus Zürich vervielfachte sich von 0,2 Mrd. Dollar in der Vorjahresperiode auf 1,45 Mrd. USDollar (1,3 Mrd. Euro). Damit erfüllte das Unternehmen die Analystenerwartungen.

Swiss Re bekräftigte sein Gewinnziel von mehr als drei Mrd. Dollar für das Gesamtjahr. „Ein stärkeres Risikobewusstsein und steigende Zinsen tragen zu günstigen Marktbedingungen für unsere Branche bei“, erklärte Konzernchef Christian Mumen-

thaler. Der Firmenumbau, der zu einer einfacheren Organi-

sationsstruktur führen solle, sei auf gutem Weg.

haben derzeit günstige Marktbedingungen.

Die Prämieneinnahmen steigerte die weltweite Nummer zwei der Rückversicherungsbranche um 4,4 Prozent auf gut 22 Mrd. Dollar. In der Schaden- und Unfall-Rückversicherung erneuerte Swiss Re mit 1. Juli Verträge mit einem Prämienvolumen von rund vier Mrd. Dollar. Insgesamt schraubte Swiss Re die Preise in dieser Erneuerungsrunde um 21 Prozent hoch. Die Kosten für Großschäden infolge von Naturkatastrophen beliefen sich im Halbjahr auf 634 Mill. Dollar. Aber nur ein geringer Teil der Naturkatastrophenschäden von 110 Mrd. Dollar in der ersten Jahreshälfte sind durch Versicherungen gedeckt.

Britische Inflation geht zurück

Der britische Finanzminister Jeremy Hunt rechnet auf mittlere Sicht mit einem deutlichen Rückgang der Inflation in Großbritannien.

Im September könne es wohl noch einen Ausrutscher geben, sagte Hunt der BBC. Aber danach dürfte die Jahresteuerung wie von der britischen Notenbank (BoE) prognostiziert auf rund fünf Prozent sinken.

Die Halbierung der Inflation war eines von fünf zentralen Versprechen, das der konservative Premierminister Rishi Sunak den Wählern für 2023 gemacht hat.

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Immer mehr Frauen streben nach finanzieller Unabhängigkeit und wollen ihr „Geldleben“ in die eigene Hand nehmen. Das Wachstum des Welthandels wird sich abkühlen. Die Rückversicherer, im Bild Swiss Re in Zürich,
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„Wir erleben eine neue Ära für sicherheitsorientierte Anleger ...“

Die noch immer andauernden Auswirkungen der CoronaPandemie und des RusslandUkraine-Kriegs beeinflussen weiterhin das Geschehen an den Finanzmärkten.

Zuletzt hat die Nachfrage nach Anleihen wieder deutlich angezogen, merkt Ralph Braun, Leiter des Private Banking der Volksbank Vorarlberg, an. „Auch im Rahmen unserer hauseigenen Vermögensverwaltung sind wir bei den Anleihen übergewichtet“, so Clemens Lengauer, Leiter der Vermögensverwaltung.

In den letzten Jahren hatten Anleihen einen schlechten Ruf, vor allem 2022 – eines der schlechtesten Anleihenjahre seit Jahrzehnten. Was waren die Gründe dafür?

Ralph Braun: Anleihen mussten tatsächlich eine lange

Clemens Lengauer, BBA Leiter der Vermögensverwaltung

Nun feiern Anleihen nach Jahren des Nullzinses ein Comeback und bieten auch sicherheitsorientierten Anlegern attraktive Renditen.

Anleihen mussten eine lange Durststrecke verzeichnen. Die Nullzinspolitik machte andere Vermögenswerte attraktiver.

Durststrecke verzeichnen. Die Nullzinspolitik in Europa seit März 2016 und in den USA seit März 2020 machte andere Vermögenswerte, vor allem Aktien, deutlich attraktiver. Im März 2022 startete die US­Notenbank einen der schnellsten und schärfsten Zinserhöhungszyklen der Nachkriegszeit. Auch die Europäische Zentralbank zog mit etwas Verzögerung im Juli 2022 nach, um die anhaltende Inflation zu bekämpfen. Diese schnellen Zinsanstiege führten im Jahr 2022 zu den starken Kursverlusten bei den bereits in den Vorjahren ausgegebenen Anleihen.

Was hat sich seither verändert?

Clemens Lengauer: Der Anstieg der Inflationsrate fiel in den letzten Monaten vielerorts nicht mehr so stark aus

Staatsanleihen und Unternehmensanleihen mit hoher Bonität bieten jetzt einen besseren Risikoschutz als Aktien.

und das Ende der Zinserhöhungen steht bei vielen Zentralbanken in den nächsten Monaten an. Die veränderte Zinslandschaft hat dazu geführt, dass die Verzinsung von Anleihen, teilweise sogar aus dem negativen Bereich, wieder angestiegen ist. In den USA ist die Realverzinsung von zehnjährigen Staatsanleihen sogar wieder leicht positiv. Nun feiern Anleihen nach Jahren des Nullzinses ein Comeback und bieten auch sicherheitsorientierten, kon­

servativen Anlegern wieder attraktive nominale Renditen.

Die hohe Inflation zwang viele Länder zur ersten Zinserhöhung seit Langem, was sich positiv auf Anleihenrenditen ausgewirkt hat. Was macht Anleihen aktuell sonst noch interessant?

Ralph Braun: Die geldpolitische Wende führt sinngemäß auch dazu, dass sich die Wirtschaft abkühlt. In der Regel dauert es einige Zeit, bis die volle Wirkung der strikten

Zinspolitik eintritt, weshalb weiterhin die Angst vor einer bevorstehenden Rezession an den Märkten mitschwingt. In so einem Umfeld können in der Regel besonders Staatsanleihen sowie Unternehmensanleihen mit hoher Bonität einen besseren Risikoschutz bieten als Aktien.

Welche Möglichkeiten bieten sich den „Private Banking“ Kundinnen und ­Kunden der Volksbank Vorarlberg aktuell im Anleihenbereich?

Ralph Braun: Auf unserer Beratungsliste befinden sich zahlreiche Einzelanleihen, Anleihenfonds und Anleihen­ETFs, die unseren Kundinnen und Kunden jederzeit zur Verfügung stehen.

Clemens Lengauer: In der Vermögensverwaltung können wir mit unserem Individualmandat maßgeschneiderte Lösungen nach den persönlichen Präferenzen unserer Kundinnen und Kunden anbieten. Dazu zählen auch sämtliche Produkte im Anleihenbereich.

Freitag, 8. September 2023 Extra 7
Mag. (FH) Ralph Braun Leiter Private Banking

Ein wirtschaftlicher Abschwung bedeutet immer auch neue Chancen

Ist der Aufschwung schon vorbei, schwächelt China, geht es mit den Zinsen weiter nach oben, ist die Inflation eingebremst und was bedeutet das alles für Geldanleger?

Wer sein Vermögen lukrativ anlegen will, steht derzeit vor vielen Fragen. Michael Alge, Vorstandsvorsitzender der Raiffeisen Landesbank Vorarlberg: „Mehr denn je ist kompetente Beratung gefragt.“

Die Finanzanalysten von Raiffeisen beschäftigen sich ständig mit der Entwicklung der internationalen Wirtschaft und ihren Auswirkungen auf die Finanz- und Kapitalmärkte. „Es sind turbulente Zeiten“, bestätigt Michael Alge. Er appelliert an Anleger: „Gerade in Phasen wie diesen gilt es, die Kompetenz seiner Bank auf den Prüfstand zu stellen. Anlegerinnen

Unsere Analysten beschäftigen sich ständig mit der Entwicklung der Wirtschaft und den Wirkungen auf die Finanz- und Kapitalmärkte.

und Anleger müssen nicht über sämtliche wirtschaftliche Entwicklungen Bescheid wissen, aber ihre Bank sollte es und so den Anlegerinnen und Anlegern die richtigen Empfehlungen geben.“ Die Konjunkturaussichten in der hei-

mischen Industrie trübten sich in den vergangenen Wochen immer mehr ein. Die gesamte Palette der Indikatoren deutet auf einen Abschwung hin – vom Stimmungsbarometer bis zu den Auftragseingängen und Auftragsbeständen. Neben der Industrie schwächelt auch der Dienstleistungssektor. In der Eurozone schaut es nicht viel besser aus: Auch dort deuten sowohl in der Industrie als auch im Dienstleistungssektor die Zeichen eher auf einen Abschwung hin. Michael Alge dazu: „Ein wirtschaftlicher Abschwung in einem Sektor bedeutet zugleich auch immer Chancen für Anlegerinnen und Anleger. Steigen sie günstig ein, können sie die Erholung der Branche im vollen Ausmaß nutzen.“

Anlegen bei hohen Zinsen

Die derzeit hohen Zinsen machen vielen Kreditnehmern zu schaffen. Doch sie bremsen auch die Investitionen von Unternehmen.

Der Vorstand: „Hohe Zinsen bieten neue Möglichkeiten. Konservative Anlagesegmente gewinnen durch die aktuelle Situation wieder an Attraktivität.“ Die wieder neu aufgelegten Raiffeisen Vorarlberg Obligationen, Unternehmensanleihen oder Garantiezertifikate können solche Anlagemöglichkeiten sein. Auch klassische Sparformen können sich wieder lohnen. Weitere

Zinsschritte der EZB und ihres US-amerikanischen Pendants hält Michael Alge für möglich: „Die Inflation ist aktuell noch relativ hoch – speziell in Europa. Die EZB und die Fed behalten sich deshalb weitere Zinsschritte sowie eine weitere geldpolitische Straffung vor.“

China mit negativen Daten Negative Wirtschaftsdaten vermeldet aktuell China: Vor dem Sommer sind dort

sowohl die Verbraucher- als auch die Erzeugerpreise gesunken – zum ersten Mal seit zwei Jahren ging es mit beiden Indikatoren zugleich nach unten.

„Das Land steckt in einer für seine Verhältnisse handfesten Wirtschaftskrise“, beschreibt es Michael Alge. „Nach dem Ende der Corona-Pandemie erholt sich die chinesische Wirtschaft langsamer, als von den meisten Ökonomen er-

wartet.“ Für die internationale Wirtschaft habe diese Entwicklung jedoch noch geringe Auswirkungen, so Alge: „Das chinesische Finanzsystem ist weitgehend isoliert, doch Chinas Schwäche könnte dennoch zur Belastung für die globale Wirtschaft werden.“ Für Anleger sei die Situation nicht unbedeutend. „Auch hier gilt es, mit der Hausbank die richtigen Schlüsse für die persönliche Anlage zu ziehen.“

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raiba-privatebanking.at

Freitag, 8. September 2023 Extra 8 Private Banking
China steckt in einer für seine Verhältnisse handfesten Wirtschaftskrise. Die EZB könnte noch weitere Zinsschritte setzen.
GesundesWachstum, nachhaltigeErnte.

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