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Kultur und Freizeit während der Bregenzer Festspiele

1. Ausgabe Juli 2022

MADAME BUTTERFLY Giacomo Puccinis emotionale Oper als Spiel auf dem See.

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Sibirien: Kampf für die Liebe Alle Details zur Seebühne Kultur rund um den See

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Die lustigen

Weiber von Windsor Eine komisch-phantastische Oper von Otto Nicolai

Mit der Sinfonietta Vorarlberg

5.–20.August2022 Am Werdenberger See, Buchs dielustigenweiber22.ch Patronat:

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ZWISCHEN JAPAN UND SIBIRIEN Die Bregenzer Festspiele starten in eine spannende Saison.

mal das Stück für sich selbst sprechen, unterstreicht Intendantin Elisabeth Sobotka, die 2024 nach Berlin an die Staatsoper Unter den Linden wechseln wird. Das Publikum kann sich ab 20. Juli selbst ein Bild vom Spiel auf dem See machen, aber auch sonst tut sich diesen Sommer wieder viel am und um den Bodensee. Welche Ausstellungen, Konzerte und Events Sie auf keinen Fall verpassen sollten, lesen Sie auf den folgenden Seiten der Festspielzeitung.

Passend zum allgemeinen Reisefieber nach zwei Sommern Pandemie geht es auch bei den Bregenzer Festspielen heuer international zu. Während Puccinis berühmte Oper Madame Butterfly die Besucherinnen und Besucher auf der Seebühne nach Japan entführt, geht es bei der Oper im Haus mit Umberto Giordanos „Sibirien“ in kalte Gefielde. Die beiden Stücke verbindet eine tragische Liebesgeschichte, aber auch noch einiges mehr, wie Sie in dieser Ausgabe lesen können. Gerade bei Madame Butterfly wird es unter der Regie von Andreas Homoki heuer vor allem um eines gehen: Emotion. Denn anstelle eines technischen Spektakels soll die-

Herzlichst Ihre

Beate Rhomberg

INHALT

Madame Butterfly von Giacomo Puccini als Spiel auf dem See.

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Opernatelier: Ein neues Stück auf dem Weg zur Uraufführung.

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Sibirien. Umberto Giordanos Oper wird im Festspielhaus aufgeführt.

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Der Sturm von William Shakespeare im Theater am Kornmarkt.

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Bühnenbild: Ein Blatt Papier treibt leise auf dem Bodensee.

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Beauty: Die Künstler Sagmeister und Walsh im vorarlberg museum.

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Mehrfachbesetzung sorgt für Sicherheit beim Spiel auf dem See.

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Bregenz. Ein Kultur-Potpourri am Bodensee.

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Impressum

Herausgeber: Russmedia Verlag GmbH; Layout: Nicol Metzler; Redaktion und grafische Umsetzung: Beate Rhomberg (beate.rhomberg@ russmedia.com); Fotos: Dietmar Stiplovsek (Titelbild), Beate Rhomberg, Bregenzer Festspiele, Anja Köhler, Philipp Steurer, Dietmar Mathis, Armin Smailovic, Petra Rainer, Philip Nuernberger, Carina Antl, visitbregenz, Christiane Setz, Udo Mittelberger, Markus Tretter, Twentieth Century Fox. Anzeigenberatung: Manfred Schmid (manfred.schmid@russmedia.com), Boris Sinn (boris.sinn@russmedia.com). Die nächste Ausgabe der Festspielzeitung erscheint am 29. Juli 2022. Festspielzeitung :: Kultur und Freizeit während der Bregenzer Festspiele

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MADAME BUTTERFLY

Die japanische Tragödie von Giacomo Puccini ist erstmals in Bregenz als Spiel auf dem See zu sehen. Die japanische Geisha Cio-Cio-San, von allen nur Butterfly genannt, schwelgt im Glück, als der amerikanische Marineleutnant Pinkerton sie zur Frau nimmt. Die Liebe der beiden findet ihren musikalischen Höhepunkt in einem fulminanten Duett, aber schon kurz darauf bringt ein Kriegsschiff den Soldaten, der die Heirat bei Weitem nicht so ernst genommen hat wie Butterfly selbst, zurück in seine Heimat. AUS VERSCHIEDENEN WELTEN Welten und Werte prallen aufeinander, denn während sich Pinkerton weiterhin frei fühlt und bald

eine Amerikanerin heiratet, wartet Butterfly voller Liebe und Sehnsucht drei Jahre lang auf die Rückkehr ihres Mannes – zusammen mit dem gemeinsamen Kind, von dem Pinkerton bislang nichts weiß. In ihrer berühmten Arie „Un bel dì vedremo“ malt sie sich in schillernden Farben den Tag aus, an dem der Geliebte wieder vor ihr steht. Doch dann taucht Pinkerton an der Seite seiner amerikanischen Frau auf, um sein Kind nach Amerika zu holen. Cio-Cio-San fällt eine unumstößliche Entscheidung. Sie beschließt, ihm das Kind zu überlassen und sich selbst das Leben zu nehmen. ERSTMALS AUF DER SEEBÜHNE Puccinis Madame Butterfly ist heute eine der populärsten Opern und zum ersten Mal auf der Seebühne in Bregenz zu erleben. „Unser Team Andreas Homoki (Inszenierung), Michael Levine (Bühne) und Antony McDonald (Kostüme) haben eine sehr ästhetische, dringliche Sprache auf der Bühne für dieses Stück gefunden. Es wird, glaube ich, ein sehr,

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sehr bewegender Opernabend“, zeigt sich Festspielintendantin Elisabeth Sobotka begeistert. Die musikalische Leitung übernimmt Dirigent Enrique Mazzola, der bereits für die RigolettoEinstudierung zuständig war.

„Madame Butterfly“ von Giacomo Puccini Musikalische Leitung: Enrique Mazzola, Yi-Chen Lin Inszenierung: Andreas Homoki Bühne: Michael Levine Kostüme: Antony McDonald Licht: Franck Evin Video: Luke Halls Choreografie: Lucy Burge Ton: Alwin Bösch, Clemens Wannemacher Chorleitung: Lukáš Vasilek, Benjamin Lack Cio-Cio-San (genannt Butterfly): Celine Byrne, Elena Guseva, Barno Ismatullaeva Suzuki: Claudia Huckle, Aytaj Shikhalizada, Annalisa Stroppa Kate Pinkerton: Hamida Kristoffersen, Sabine Winter B. F. Pinkerton: Edgaras Montvidas, Otar Jorjikia, Łukasz Załęski Sharpless: Brian Mulligan, Brett Polegato, Yngve Søberg Goro: Michael Laurenz, Taylan Reinhard Der Fürst Yamadori: Omer Kobiljak, Patrik Reiter


Aus Liebe zur

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Fotos: Beate Rhomberg (8)

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Fotos: Beate Rhomberg

DER KAMPF FÜR DIE LIEBE

Die Bregenzer Festspiele zeigen in diesem Jahr Umberto Giordanos „Sibirien“ als Oper im Festspielhaus.

„Sibirien“ Umberto Giordano Stephana: Ambur Braid Nikona: Fredrika Brillembourg La fanciulla/Alte Frau: Clarry Bartha Vassili: Alexander Mikhailov Gleby: Scott Hendricks Fürst Alexis: Omer Kobiljak Ivan/Der Kosak: Manuel Günther Bankier Miskinsky/Der Invalide: Michael Mrosek Musikalische Leitung: Valentin Uryupin Inszenierung: Vasily Barkhatov Bühne: Christian Schmidt Kostüme: Nicole von Graevenitz Licht: Alexander Sivaev Prager Philharmonischer Chor Wiener Symphoniker 6

Mit dem international aufstrebenden Regisseur Vasily Barkhatov sowie Dirigent Valentin Uryupin, der in Bregenz bereits Eugen Onegin musikalisch leitete, bringen zwei junge Künstler aus Moskau die mitreißende und zu Unrecht vergessene Oper „Sibirien“ ins Festspielhaus. Zwischen der Oper von Umberto Giordano und dem neuen Spiel auf dem See, Giacomo Puccinis Madame Butterfly, gibt es gleich mehrere Verbindungen. Die auffälligste Gemeinsamkeit ist wohl, dass beide Luigi Illica als Librettisten aufführen. Zudem hätte Madame Butterfly im Dezember 1903 uraufgeführt werden sollen. Doch der 55 Jahre alte Komponist war wegen eines Autounfalls mit seiner sechsten Oper nicht rechtzeitig fertig geworden. Als Ersatz zog die Mailänder Scala kurzfristig die Uraufführung eines neuen Werks des um neun Jahre jüngeren Umberto Giordano im Spiel-

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plan nach vorn: Sibirien bzw. Siberia, wie es im Original heißt. Auf die Frage hin, warum das Interesse an „Sibirien“ im letzten Jahrhundert plötzlich abebbte, fand Intendantin Elisabeth Sobotka beim Werkstattgespräch folgende Antwort: „Es ist ein sehr rauer Stoff. Die Verbindung der beiden Verliebten findet auf Augenhöhe statt und das war damals vielleicht einfach zu modern.“ ZU SCHÖN, UM WAHR ZU SEIN Ebenfalls beim Werkstattgespräch anwesend war der Regisseur Vasily Barkhatov, der für die Aufführung der Oper eine neue Rolle kreiert hat, nämlich die der „alten Frau“, die das Publikum durch die Oper führen wird, um etwas mehr Realität in das Stück zu bringen. „In der Handlung gibt es sämtliche Zutaten: Gefängnis, sibirisches Lager, Liebe, Betrug, Hass … Doch Giordanos etwas zu schöne Musik verwandelt sie wie


„Die Begegnung der beiden Verliebten auf Augenhöhe war für damals vielleicht etwas zu modern.“ ELISABETH SOBOTKA Intendantin

in einen französischen Film aus den 1960er-Jahren, wo selbst die schrecklichsten Taten und Verhältnisse gut aussehen“, so der Regisseur, der mit der Geschichtenerzählerin etwas mehr Realität in das Stück bringen möchte. Umberto Giordano gilt als letzter Vertreter der klassischen italienischen Oper. Sein bekanntestes Werk André Chenier war 2011/12 als Spiel auf dem See zu erleben. ZUR HANDLUNG DER OPER Im Jahr 1903, als die Oper uraufgeführt wurde, hätte der Stoff durchaus der Realität entnommen sein können. Im Stück gibt Stephana ihr abgesichertes Leben als Kurtisane im eleganten Stadtpalais in St. Petersburg auf, um ihrer großen Liebe Vassili ins sibirische Straflager zu folgen. Dort, in der Verbannung, wandelt sich Stephana zur unerschütterlichen Kämpferin, sie setzt sich gegen Ungerechtigkeiten und Verleumdung zur Wehr. In der ausweglosen Situation der Gefangenen keimt Hoffnung, als die für unmöglich gehaltene Flucht des Paares zu gelingen scheint. Doch dann fällt ein Schuss. Dem Librettisten Luigi Illica und Umberto Giordano als Komponisten ging es in dieser Oper um Gegenpole. Während die meisten bei Sibirien sofort an Kälte und Unwirtlichkeit denken, erzählen sie an diesem Ort eine Liebesgeschichte. Als Vertreter der Stilrichtung Verismo wollten sie Opernstoffe nicht mehr im abgehobenen Adelsumfeld ansiedeln, sondern auf nachvollziehbareren Ebenen der einfachen Leute. HERAUSFORDERNDE ROLLE Die Rolle der von Regisseur Vasily Barkhatov erfundenen Geschichtenerzäh-

lerin verlangt Sängerin Clarry Bartha einiges ab. „Ich war anfangs etwas perplex, weil ich in der Rolle sehr viel schauspielern muss. Ich zeige den Zuseherinnen und Zusehern was ich sehe

„Die etwas zu schöne Musik lässt in dieser Oper selbst die schrecklichsten Taten gut aussehen.“ VASILY BARKHATOV Regisseur

und das ist in erster Linie viel Tragik und die Liebe zwischen meiner Mutter und meinem Vater, deren Spuren ich auf meiner Reise nach Russland suche“, so Bartha, die inzwischen mehr als glücklich ist, dass sie die Rolle angenommen hat. SPANNENDES BÜHNENBILD Ebenfalls gespannt sein darf das Publikum auf das Bühnenbild, für das Christian Schmidt verantwortlich zeichnet. „Wir haben diesmal ein sehr wandelbares Bühnenbild, das uns zu den unterschiedlichen Schauplätzen führen wird und unter anderem auch Videoprojektionen beinhaltet“, so Schmidt.

Aufführungen 21. Juli, 19.30 Uhr (Premiere), 24. Juli, 11 Uhr 1. August, 19.30 Uhr im Festspielhaus

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Fotos: Beate Rhomberg

EIN PAPIER TREIBT AUF DEM SEE

Das Bühnenbild, ein dünnes Blatt Papier, spiegelt die Seele der japanischen Geisha Cio-Cio-San, genannt Madame Butterfly, wider. Ruhig treibt das riesige Blatt Papier scheinbar schwerelos im Bodensee. Seine gewellte Form zeugt von einer langen Verweildauer in der Natur. Es droht zu zerreißen, wirkt zart und verletzlich. Genau wie die Seele der japanischen Geisha Cio-Cio-San, genannt Madame Butterfly, deren ergreifende Geschichte in den nächsten Wochen auf diesem einzigartigen Bühnenbild zu erleben sein wird. „Der kanadische Bühnenbildner Michael Levine hat für die Seebühne ein ikonenhaftes Bild entworfen. Es ist poetisch und voller Magie“, zeigt sich Wolfgang Urstadt, Technikdirektor der Bregenzer Festspiele beeindruckt. ZWEI WESENTLICHE ELEMENTE Aus den Ideen des Künstlers Levine ließen Urstadt und sein Team zusammen mit 33 Partnerfirmen das dreidimensionale Werk entstehen, das sich dieses Mal auf zwei wesentliche Elemente beschränkt. Zum einen gibt es das im Wasser treibende Stück Papier 8

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mit seiner feinsinnig gemalten, japanischen Landschaft, zum anderen gibt es ein Schiff, wie von Kinderhand aus Papier gefaltet und mit Elementen der amerikanischen Flagge bemalt. 117 unterschiedlich große Elemente wurden für die Bühnenskulptur im Nachbarort Lauterach gefertigt und mit Sondertransporten zum See gebracht. Wie ein Puzzle wurden die Teile dann auf die Unterkonstruktion aus Stahl gesetzt und zusammengefügt. So entstand eine blendend weiße, gewölbte Fläche in einer gigantischen Größe von 1340 Quadratmetern. GROSSE HERAUSFORDERUNGEN „Die größte Herausforderung aus meiner Sicht war der Vorderbühnenbereich, denn dieser befindet sich bei mittlerem und hohem Wasserstand unter Wasser. Und das hat dann extremen Auftrieb. Diesen Bereich muss man natürlich im Seegrund befestigen. Wir haben hier Anker 15 Meter tief in den Seegrund getrieben und die Stahlkonstruktion


an diesen Ankern befestigt, sodass der Bühnenbereich nicht hochkommt und Richtung Lindau davonschwimmt“, erklärt der Bühnenmeister der Bregenzer Festspiele, Manfred Achberger, die Herausforderungen. „Selbstverständlich haben wir mit größter Rücksichtnahme auf den Gewässerschutz gearbeitet, für den im Trinkwasserreservoir Bodensee sehr hohe Maßstäbe gelten“, fügt Wolfgang Urstadt hinzu.

EIN SPIEGEL DER SEELE Das Blatt Papier spiegelt die Seele von Madame Butterfly wider, erzählt Regisseur Andreas Homoki. Der 62-Jährige feiert mit der Inszenierung einer der bekanntesten Puccini-Opern sein Regiedebüt auf der Seebühne der Bregenzer Festspiele und zeigt sich mit dem Ergebnis des Bühnenbildes äußerst zufrieden: „Ich war schon lange fasziniert von dieser Bühne und habe mir gewünscht, hier einmal zu arbeiten, weil ich generell gerne in einem großen Maßstab inszeniere. Und da gibt es natürlich nichts, was diese Bühne hier überbieten könnte. Deswegen ist das eine tolle Herausforderung, der ich mich sehr gerne gestellt habe und auf die ich mich schon lange freue.“ Claude Monet, La maison à travers les roses, um 1925–26, Öl auf Leinwand, Courtesy Galer ie von Vertes, Zürich

LEICHTIGKEIT VERMITTELN Eine weitere Herausforderung beim Bühnenbild lag in der optischen Täuschung. „Wir wollten die Leichtigkeit eines dünnen Papierblattes vermitteln“, sagt Urstadt, „und das bei einem Gewicht von rund 300 Tonnen.“ Wie man das schafft? Mit einem einfachen Trick, den jeder Maler und jede Malerin beherrscht, und zwar mit Perspektive, erklärt der Technikdirektor. Die Bühnenflächen verjüngen sich nach außen hin und sehen somit für die Betrachter hauchdünn aus. Die statische

Umsetzung habe aber große Tüftelei erfordert: „Das Publikum soll ein dünnes Blatt Papier sehen, die Bühne muss aber Schneelast und Wind standhalten und vor allem dem Wellenschlag des Bodensees“, so der Profi.

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Herzlichen Glückwunsch zum gelungenen Bühnenbild! Wir waren verantwortlich für die Stahl- und Holzbauarbeiten des Papierbilds und bedanken uns herzlich für das entgegengebrachte Vertrauen. Biedenkapp Stahlbau GmbH | Am Rathausplatz 4 | 6850 Dornbirn www.biedenkapp-stahlbau.at


„AUS PUPLIKUMSSICHT BETRACHTEN“ Kascheur Frank Schulze weiß aus jahrzehntelanger Erfahrung, wie man auf der Seebühne ein perfektes Ergebnis erzielt.

Frank Schulze, Kascheur und Inhaber der Firma la mimesi, gestaltet bereits zum 25. Mal die Bühnenoberfläche bei den Bregenzer Festspielen. Trotzdem ist keine Bühne wie die andere. In der Verantwortung des Kascheurs liegt es, durch Modellieren und Kaschieren Bühnenillusionen zu schaffen. „Das Besondere an der Seebühne ist der Umgang mit dem Licht“, erklärt Schulze. WECHSELNDE LICHTVERHÄLTNISSE „Die Bühnenskulptur wird tagsüber durch ständig wechselnde Lichtverhältnisse ausgeleuchtet und muss diesen standhalten.“ Risse und Fehler würden sofort sichtbar. Entsprechend genau muss gearbeitet werden. „Um sicherzugehen, dass nicht gesehen wird, was nicht gesehen werden soll, muss man bei der Arbeit immer wieder ein paar Schritte zurücktreten und die Bühne aus Publikumsperspektive betrachten“, erklärt Schulze. Damit die Materialien über zwei Saisonen Wind und Wetter standhalten, wird ihre Verwendung sorgfältig

Von den Verbindungen zwischen den einzelnen Teilen ist inzwischen nichts mehr zu sehen.

geprüft. Unter anderem werden Prototypen der Bauteile in sogenannten Bewitterungskammern künstlichen Wetterbedingungen ausgesetzt. In sechs Wochen können so zwei Jahre Kälte, Hitze und Feuchtigkeit simuliert werden. DIGITALE BÜHNENEFFEKTE Damit auf der Bühne die gewünschte Magie entsteht, wird außerdem mit

digitalen Bühneneffekten gearbeitet werden. Verraten wird dazu bisher aber nur so viel: Eine ganze Woche lang dauerte die digitale Vermessung der Bühne, die die Basis für den Einsatz von Beleuchtung und Projektoren ist. Über die Effekte schweigt sich Technikdirektor Wolfgang Urstadt allerdings noch aus. Schließlich soll das Publikum von den Effekten überrascht werden.

Zahlen und Fakten zur Festspielbühne im Überblick Bauzeit: Von der Fertigung über die Montage bis hin zu technischen Endkorrekturen vergingen etwa zehn Monate. Die Planung erstreckte sich über zwei bis drei Jahre. Beteiligte: 33 Technikfirmen aus Österreich, Deutschland und der Schweiz waren an den anspruchsvollen Aufbauarbeiten beteiligt. Gleichzeitig waren auch 14 Festspieltechniker inklusive Kranführer mit dem Bühnenaufbau beschäftigt. Holzpfähle: Die Seebühne ist auf rund 119 Pfählen errichtet, die bis zu sechs Meter tief in den Seegrund gerammt sind. Sie bestehen entweder aus Fichtenholz oder aus Stahl. Papierbild: Das Papierbild misst an seiner höchsten Stelle 23,2 und an seiner breitesten Stelle 33 Meter. Die Oberfläche des 10

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Papierbildes beträgt insgesamt 1340 Quadratmeter. Von den insgesamt 117 Einzelteilen misst das Größte rund 17, das Kleinste rund sechs Quadratmeter. Insgesamt wiegt das Papierbild rund 300 Tonnen. Davon entfallen rund 288 Tonnen auf die Stahlund Holz-Unterkonstruktion. Rund zwölf Tonnen sind Styropor und Fassadenputz. Papierschiff: Das Papierschiff besteht aus einem Stahlgerippe, das mit Holzspanten verbunden und mit GFK (Glasfaserverstärkter Kunststoff) überzogen ist. Am höchsten Punkt misst es rund sechs Meter. Das Papierschiff ist rund elf Meter lang. Bewegt wird es über einen Windenzug. Alle Höhenangaben beziehen sich auf den durchschnittlichen, sogenannten „Wasserstand 2“, dieser entspricht dem Pegel Bregenz von 416 Zentimetern.


BLICK INS INNERE DER BÜHNE

Mithilfe des Online-Röntgenblicks kann man hinter die Fassade schauen. Was sich alles hinter dem Bühnenbild verbirgt, bleibt für die Zuseherinnen und Zuseher in der Regel unsichtbar. Mit dem Online-Röntgenblick ändert sich das: Interessierte Gäste können damit hinter die Fassade blicken und sich mit virtuellem Blick aus Perspektive der Tribüne über Aufbau, Technik und Funktionsweise der Bühne informieren.

auf Bewegungen des Smartphones reagiert, kann der Betrachter sowohl die echte Opernkulisse sehen als auch gleichzeitig in sie hineinblicken. Der Bildschirm zeigt jeweils

jenen Teil der Bühne, auf den das Smartphone gerichtet wird. Den Röntgenblick gibt es online auf https://vtour2022.bregenzerfestspiele.com

Gestaltung: saegenvier.at

SCHICHT FÜR SCHICHT In verschiedenen Einstellungen kann die Bühne Schicht für Schicht durchdrungen werden – das geht von der Außenansicht über die Unterkonstruktion der Kulisse bis hin zum Grund des Sees. Faszinierend ist die Funktion für Opernfans, die sich vor Ort auf der Seetribüne befinden: Da der Online-Röntgenblick dynamisch

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ALLER GUTEN DINGE SIND DREI

Blick hinter die Kulissen: Wie die wechselnden Besetzungen für das Spiel auf dem See fixiert werden und worauf es dabei ankommt. Bei der Premiere von Madame Butterfly wird Barno Ismatullaeva die Titelrolle singen, als Suzuki stehen Annalisa Stroppa, als B. F. Pinkerton Edgaras Montvidas und als Sharpless Brian Mulligan auf der Seebühne. Insgesamt 26 Mal wird Giacomo Puccinis Oper in diesem Jahr aufgeführt. Zu bewerkstelligen ist dies nur dank Merfachbesetzungen. Wer aber singt wann und wer entscheidet nach welchen Kriterien? KÖRPERLICHE BELASTUNG Weil beim Spiel auf dem See der Bregenzer Festspiele in kurzer Zeit sehr viele Aufführungen über die Bühne gehen, sind es bei Madame Butterfly

direktor der Bregenzer Festspiele, Michael Csar. „Hinzu kommen die äußeren Bedingungen. Wir spielen ja im Freien, das Wetter kann jeden Abend anders sein; die große, zum Teil steile Bühne mit ihren langen Wegen ... das ist alles sehr belastend.“ AUSFÄLLE ABDECKEN Auch wenn alle topfit sind, gegen Krankheit ist niemand gefeit. Es reicht eine Verkühlung, um pausieren zu müssen. Bei einer Dreifachbesetzung der großen und doppelter Besetzung der anderen Partien sitzt das Leading-Team ruhiger, wenn es weiß, es ist immer jemand da, der Ausfälle abdeckt. Die Mehrfachbesetzungen

Barno Ismatullaeva als Cio-Cio-San und Edgaras Motvidas als B. F. Pinkerton.

gleich vier große Rollen, die dreifach besetzt werden: Sharpless, Suzuki, B. F. Pinkerton und die der Geisha Cio-Cio-San, genannt Butterfly. „Das sind Partien, die man nicht sechsmal die Woche singen kann und sollte“, erklärt der künstlerische Betriebs12

Foto: Stiplovsek

sind, bei rund 7000 Besuchern pro Vorstellung, auch betriebswirtschaftlich sinnvoll, um Risiken zu reduzieren. Nach Probenbeginn bleiben rund drei Wochen Zeit herauszufinden, wer mit wem optimal harmoniert. Sowohl musikalisch als auch szenisch. „Es

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werden alle Konstellationen durchgespielt“, sagt Michael Csar, „wobei es da kein schlechter oder besser gibt. Aber bei einem Liebespaar sollte auch die Chemie zwischen Sängerin und Sänger stimmen.“ IN ENGER ABSTIMMUNG Die Entscheidung fällt in enger Abstimmung zwischen Intendantin Elisabeth Sobotka, Michael Csar, dem Dirigenten und dem Regieteam etwa zwei Wochen vor der Premiere. Zu den Kriterien gehört auch die Einschätzung, ob sich jemand auf der riesigen Seebühne bis an den Rand gefordert fühlt oder tiefenentspannt mit der Gesamtsituation zurechtkommt. Das kann das Regieteam aus der Nähe am besten beurteilen. Die Proben zu Madame Butterfly waren sehr herausfordernd: „Die ersten zwei Wochen waren sehr heiß. Nicht nur durch die direkte Sonne hatten alle mit der Hitze zu kämpfen – sie wurde auf dem weißen Bühnenbild zusätzlich reflektiert. Mit Gletscherbrillen, Sonnenhüten und diversen anderen schattenstiftenden Utensilien haben wir alle unterstützt so gut es ging,“ schildert Michael Csar die Bedingungen tagsüber. Bei den Proben ab 19 Uhr ging und geht es dann buchstäblich cooler zu. Dann verwandelt sich das noch zuvor blanke Papier auch in die japanischen Welten der Cio-Cio-San, auf die alle schon gespannt sind. In ihnen bleiben die drei in sich stimmigen Viererteams Sharpless, Suzuki, Pinkerton und Butterfly während der gesamten Festspielsaison zusammen. Wo es möglich ist, versuchen die Bregenzer Festspiele die Protagonisten im Intervall 1, 2, 3 singen zu lassen, also dass jeder jeden dritten Tag an der Reihe ist.


SCHMETTERLINGSEFFEKTE Japanische Klänge bei Musik & Poesie im Seestudio.

ENSEMBLE MODERN In Schmetterlingseffekte präsentieren Mitglieder des Ensemble Modern Musik japanischer Komponistinnen wie Malika Kishino und Yu Kuwabara – verwoben mit zeitgenössischer

Symbolbild Anja Köhler

Im Rahmen der Programmschiene Musik & Poesie wird es am 24. Juli unter dem Thema „Schmetterlingseffekte“ Melodien und Literatur aus Japan zu hören geben. Das Spiel auf dem See folgt in diesem Jahr der Geschichte der Geisha Cio-Cio-San, genannt Madame Butterfly, in ein imaginiertes Japan, in eine vermeintlich exotische Welt des anderen. Wie aber sehen Künstlerinnen vor Ort auf das Kaiserreich im Pazifischen Ozean, welche Erzählungen und Melodien haben dort ihr zu Hause?

Literatur. Klang- und Fantasiewelten Japans – nur einen Flügelschlag entfernt. Die Aufführung findet am 24. Juli um 19.30 Uhr im Seestu-

dio statt. Weitere Aufführungen der Schiene Musik & Poesie am 31. Juli (Thema Innenwelten) und am 7. August (Thema Fly Ganymed).

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Bundespräsident Alexander Van der Bellen und Puppenspieler Nikolaus Habjan waren auch 2021 schon bei der Eröffnung dabei.

EINE ERÖFFNUNG, DIE GUT GEPLANT SEIN WILL

Valerie Berger organisiert die Eröffnungsfeier der Bregenzer Festspiele. Langfristige Planung und kurzfristige Lösungen sind dabei essenziell. Das grobe Programm steht seit September, manche Details werden erst in den letzten Tagen fixiert. Der Anspruch der rund einstündigen Eröffnungsfeier der Bregenzer Festspiele am Mittwoch, 20. Juli, bleibt: die ganze Vielfalt des Programms zeigen, von der See- bis zur Werkstattbühne, vom klassischen Orchesterkonzert bis zur zeitgenössischen Oper, von Musik & Poesie bis zum Remake eines Stummfilms. Und die Reden dazwischen nicht zu vergessen. Es gibt eine ganze Menge zu bedenken – Valerie Berger bleibt aber gelassen. Konzentriert und entspannt erledigt sie ihre Arbeit. Im Vorjahr hat die persönliche Assistentin von Intendantin Elisabeth 14

Sobotka mitgeholfen, die Eröffnung zu organisieren. Heuer ist sie erstmals selbst Projektleiterin bei diesem so wichtigen Programmpunkt. EHRENGÄSTE UND FREUNDE Im Saal sitzen am Eröffnungstag rund 1800 Personen, darunter, wie schon die letzten Jahre, auch Bundespräsident Alexander Van der Bellen, der die Bregenzer Festspiele offiziell eröffnen wird, und sein Schweizer Amtskollege Ignazio Cassis. 160 Gäste haben eine ganz besondere Perspektive: Mitglieder des Freundevereins der Bregenzer Festspiele sind direkt auf der Bühne platziert. Und Valerie Berger selbst? „Solange alles gut läuft, werde ich

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das Geschehen auf dem Bildschirm vor dem Eingang des ‚Großen Saals‘ verfolgen. Ich würde mich nicht ruhig genug fühlen, um drinnen zu sitzen“, erzählt sie. Wie im Vorjahr führt Nikolaus Habjan, unter anderem auch mit einem Ausschnitt seiner musikalischen Lesung Fly Ganymed, mit der er 2022 selbst Teil der Bregenzer Festspiele ist, das Publikum durch den Vormittag. EXAKTES TIMING IST WICHTIG Der Anspruch an einen punktgenauen Ablauf ist hoch. Schließlich wird die Feier live auf ORF2, 3sat und myfidelio, dem Klassikportal des ORF, übertragen. Acht bis zehn Minuten haben die Redner jeweils


Zeit. Diesmal werden Bundespräsident Alexander Van der Bellen, Vizekanzler Werner Kogler und Festspielpräsident Hans-Peter Metzler an das Mikrofon treten. Dazwischen spielen die Wiener Symphoniker unter anderem unter der Leitung von Conductor in Residence Enrique Mazzola Auszüge aus dem Programm, das wie immer durch Auftritte von Solistinnen und Solisten ergänzt wird. Nach finalen Änderungen einige Tage vorher – darunter ein neuer Ausschnitt eines gewählten Musikstücks oder eine leicht abgewandelte Reihenfolge – setzt sich das Mosaik Eröffnungsfeier nun endgültig zusammen. „Der rote Faden ist wie auch im gesamten Programm das Thema Kind: angefangen von Madame Butterfly über die Erzählerin in der Oper im Festspielhaus Sibirien, die ihre Kindheitserinnerungen aufarbeitet, bis hin zu Kapitän Nemos Bibliothek mit den zwei Kindern als Protagonisten“, sagt Valerie Berger. Nach 68 Minuten schließt sich der Kreis: Gab es Landes- und Bundeshymne ganz zu Beginn der Feier, erklingt zum Abschluss die Europahymne, Beethovens „Ode an die Freude“. „Mit diesem Stück die Einigkeit Europas zu betonen, war ein Wunsch des Bundespräsidenten“, berichtet Berger. EMPFANG VOR DEM FESTSPIELHAUS Anschließend gehen die Feierlichkeiten mit dem Festspielempfang, der bisher „Volksempfang“ genannt und seit 2019 erstmals wieder durchgeführt wird, auf dem Platz der Wiener Symphoniker weiter. Die Organisation dieses Teils der Zeremonie liegt vor allem beim Land Vorarlberg. Valerie Berger sollte spätestens jetzt wieder einmal kräftig durchatmen können – und sich kurz darauf gut gelaunt ihren weiteren Aufgaben im künstlerischen Betriebsbüro widmen.

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BREGENZ

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A 22

SEHENSWÜRDIGKEITEN 1

Festspielhaus mit Seebühne

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Gefangenenhaus

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vorarlberg museum

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Ehreguta-Platz

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Kunsthaus Bregenz

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Deuringschlössle

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Theater am Kornmarkt

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Seeanlagen Stadtpfarrkirche St. Gallus

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Pfänder (Talstation)

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Oberstadt

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Herz-Jesu-Kirche

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Rathaus

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Seekapelle

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Leutbühel

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Nepomukkapelle

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Vorarlberger Landhaus

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Martinskapelle/Martinsturm

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Künstlerhaus Palais Thurn & Taxis

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Evangelische Kreuzkirche

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Altes Rathaus

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Strandbad

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CasinoStadion

Mehrerauer-Straße

VERANSTALTUNGEN A/1 Festspielhaus mit Seebühne Bregenzer Festspiele „Madame Butterfly“

J/3

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Hohentwiel Festspiel-Gourmetfahrten

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Casino Dinner & Casino

K/4 Theater am Kornmarkt Schauspiel, Bregenzer Festspiele „Armida“ (15., 17. und 19. August)

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BeachBar Bregenz beim Musikpavillon Strandbar mit Urlaubsfeeling. Geöffnet bis Mitte September

E/15 Seeanlagen Brunch mit Livemusik im Wirtshaus am See, BeachBar Bregenz und bewirteter Fischersteg F

KUB Billboards Künstler Jordan Wolfson (bis 9. Oktober)

G/2 vorarlberg museum Sonderausstellung „Beauty“ Sagmeister & Walsh bis 16. Oktober

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Sonnenkönigin Captains Brunch (24. 7.), Seenachtsfest Konstanz (13. 8.)

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ße s t ra l len

Magazin4 Ausstellung: „Taurus-Signatur 22“ von Gottfried Bechtold (bis 2. Oktober)

O/8 Leutbühel Jeden Mittwoch und Samstag findet ein regionaler Markt statt P

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M/5 Pfänder Alpenwildpark Pfänder bei freiem Eintritt.

Hard, CH

Galerie Arthouse Ausstellung: Jörg Bach (bis 13. August)

Q /6 Martinsturm/Oberstadt Sonderausstellung: „Frauen Bauen Stadt“ (bis 30. Oktober) R/10 Palais Thurn & Taxis „Randspiele. Erinnerung an einen kulturellen Aufbruch“ (bis 4. September)

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Bregenz Tourismus Tickets für die Bregenzer Festspiele und diverse andere Veranstaltungen

Galerie Lisi Hämmerle Paul Albert Leitner & Albert Weis (21. Juli bis 19. August)

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Kunsthaus Bregenz Ausstellung: Jordan Wolfson (bis 9. Oktober)

Dornbirn, Lauterach

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Lochau, Lindau (D)

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Wolfeggstraße

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Landeskrankenhaus Bregenz

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Hauptbahnhof Bregenz Sa n k

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PROGRAMMÜBERSICHT 20. JULI BIS 21. AUGUST 2022 Infos und Tickets erhalten Sie unter Tel. +43 5574 407-6 • www.bregenzerfestspiele.com Termin

MIT BUS UND BAHN ZU DEN FESTSPIELEN Das Festspielticket ist gleichzeitig eine Gratisfahrkarte für Bus und Bahn. Genuss bereits bei der Anreise garantiert das Festspielticket: Es gilt am Tag des Aufführungsbesuchs als Gratisfahrkarte für Bus und Bahn in ganz Vorarlberg sowie ab Lindau. Bequem und entspannt erreichen Festspielgäste so den Bahnhof Bregenz, der nur drei Gehminuten von der Seebühne entfernt liegt. Nach Vorstellungsende bringen die öffentlichen Verkehrsmittel die Besucherinnen und Besucher zum Ausgangspunkt zurück, teilweise stehen dafür auch Sonderlinien zur Verfügung. Genaue Fahrzeiten auf https://bregenzerfestspiele.com/de/ besuch/faq

Mi.

20. Juli

10.30 Uhr

Veranstaltungsort

Eröffnung

Festspielhaus

Mi.

20. Juli

21.15 Uhr

Madame Butterfly (Premiere)

Seebühne/Festspielhaus

Do.

21. Juli

19.30 Uhr

Sibirien (Premiere)

Festspielhaus

Fr.

22. Juli

21.15 Uhr

Madame Butterfly

Seebühne/Festspielhaus

Sa.

23. Juli

19.30 Uhr

Der Sturm (Premiere)

Theater am Kornmarkt

Sa.

23. Juli

21.15 Uhr

Madame Butterfly

Seebühne/Festspielhaus

So.

24. Juli

11.00 Uhr

Sibirien

Festspielhaus

So.

24. Juli

19.30 Uhr

Musik & Poesie

Seestudio

So.

24. Juli

21.15 Uhr

Madame Butterfly

Seebühne/Festspielhaus

Mo.

25. Juli

19.30 Uhr

Orchesterkonzert

Festspielhaus

Mo.

25. Juli

19.30 Uhr

Der Sturm

Theater am Kornmarkt

Di.

26. Juli

19.30 Uhr

Der Sturm

Theater am Kornmarkt

Di.

26. Juli

21.15 Uhr

Madame Butterfly

Seebühne/Festspielhaus

Mi.

27. Juli

20.00 Uhr

Kapitän Nemos Bibliothek

Werkstattbühne

Mi.

27. Juli

21.15 Uhr

Madame Butterfly

Seebühne/Festspielhaus

Do.

28. Juli

21.15 Uhr

Madame Butterfly

Seebühne/Festspielhaus

Fr.

29. Juli

20:00 Uhr

Kapitän Nemos Bibliothek

Werkstattbühne

Fr.

29. Juli

21.15 Uhr

Madame Butterfly

Seebühne/Festspielhaus

Sa.

30. Juli

19.30 Uhr

WS – ganz persönlich (Premiere)

Seestudio

Sa.

30. Juli

21.15 Uhr

Madame Butterfly

Seebühne/Festspielhaus

So.

31. Juli

09.30 Uhr

Festspielfrühstück

Seefoyer

So.

31. Juli

11.00 Uhr

Orchestermatinee

Festspielhaus

So.

31. Juli

19.30 Uhr

Musik & Poesie

Seestudio

So.

31. Juli

21.15 Uhr

Madame Butterfly

Seebühne/Festspielhaus

Mo. 1. August

19.30 Uhr

Sibirien

Festspielhaus

EINFÜHRUNGEN Um 19 Uhr und um 19.30 Uhr vor dem Spiel auf dem See geben Beteiligte der Aufführung auf der Seebühne einen Überblick über die Entstehungsgeschichte, die Handlung und die Komposition des Werks. Gäste erfahren Geheimnisse der Inszenierung und technische Details. 18

Veranstaltung

Festspielzeitung :: Kultur und Freizeit während der Bregenzer Festspiele


Veranstaltung

Veranstaltungsort

21.00 Uhr

Madame Butterfly

Seebühne/Festspielhaus

Di.

2. August

Mi.

3. August

17.00 Uhr

Fräulein Else

Festspielhaus

Mi. 3. August

21.00 Uhr

Madame Butterfly

Seebühne/Festspielhaus

Do. 4. August

21.00 Uhr

Madame Butterfly

Seebühne/Festspielhaus

Fr.

5. August

21.00 Uhr

Madame Butterfly

Seebühne/Festspielhaus

Sa.

6. August

19.30 Uhr

WS – ganz persönlich

Seestudio

Sa. 6. August

21.00 Uhr

Madame Butterfly

Seebühne/Festspielhaus

So.

7. August

19.30 Uhr

Musik & Poesie

Seestudio

So.

7. August

21.00 Uhr

Madame Butterfly

Seebühne/Festspielhaus

Mo. 8. August

19.30 Uhr

Orchesterkonzert

Festspielhaus

Di.

9. August

21.00 Uhr

Konzert im KUB

Kunsthaus Bregenz

Di.

9. August

21.00 Uhr

Madame Butterfly

Seebühne/Festspielhaus

Do. 11. August

21.00 Uhr

Madame Butterfly

Seebühne/Festspielhaus

Fr. 12. August

21.00 Uhr

Madame Butterfly

Seebühne/Festspielhaus

Sa. 13. August

19.30 Uhr

WS – ganz persönlich

Seestudio

Sa. 13. August

21.00 Uhr

Madame Butterfly

Seebühne/Festspielhaus

So. 14. August

09.30 Uhr

Festspielfrühstück

Seefoyer

So. 14. August

11.00 Uhr

Orchesterakademie

Festspielhaus

So. 14. August

21.00 Uhr

Madame Butterfly

Seebühne/Festspielhaus

Mo. 15. August

19.30 Uhr

Armida (Premiere)

Theater am Kornmarkt

Di. 16. August

21.00 Uhr

Madame Butterfly

Seebühne/Festspielhaus

Mi. 17. August

19.30 Uhr

Armida

Theater am Kornmarkt

Mi. 17. August

21.00 Uhr

Madame Butterfly

Seebühne/Festspielhaus

Do. 18. August

20.00 Uhr

Melencolia (Premiere)

Werkstattbühne

Fr.

19.30 Uhr

Armida

Theater am Kornmarkt

19. August

Fr. 19. August

21.00 Uhr

Madame Butterfly

Seebühne/Festspielhaus

Sa. 20. August

20.00 Uhr

Melancolia

Werkstattbühne

Sa. 20. August

21.00 Uhr

Madame Butterfly

Seebühne/Festspielhaus

So. 21. August

11.00 Uhr

Orchestermatinee

Festspielhaus

So. 21. August

21.00 Uhr

Madame Butterfly

Seebühne/Festspielhaus

Foto: Festspiele/Dietmar Mathis

Termin

ORCHESTERKONZERT IM FESTSPIELHAUS Die Konzerte der Wiener Symphoniker sind eine Reise durch das Festspielprogramm. Die Oper im Festspielhaus führt nach Sibirien und in den Orchesterkonzerten sind passend dazu Meisterwerke russischer Komponisten zu hören. Zu entdecken gibt es beim ersten von vier Orchesterkonzerten am 25. Juli um 19.30 Uhr im Festspielhaus die faszinierende Klangwelt des japanischen Instruments Koto, für das Malika Kishino ein Solokonzert schrieb. MUSIKALISCHE REISE Das Konzert ist eine musikalische Reise durch das Festspielprogramm: Von Prosperos verwunschener Insel führt das Orchesterkonzert über ein zauberklingendes Japan bis in die Weiten Russlands. Mit seiner SturmFantasie verbeugt sich Tschaikowski einmal mehr vor dem dramatischen Großmeister Shakespeare. Malika Kishinos Koto-Konzert eröffnet mit originär japanischen Klängen einen Dialog mit dem Blockbuster Madame Butterfly auf der Seebühne. Und Schostakowitschs 1953 uraufgeführte Symphonie lässt das Nachkriegs-Sibirien klanglich mehr als nur erahnen. Dirigent ist an diesem Abend Enrique Mazzola.

Festspielzeitung :: Kultur und Freizeit während der Bregenzer Festspiele

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Foto: Anja Köhler

SOBOTKA WECHSELT NACH BERLIN Die Intendanz ab 2024 wird nach der Sommersaison ausgeschrieben.

Die Bregenzer Festspielintendantin Elisabeth Sobotka wechselt im Herbst 2024 nach Berlin. Sie übernimmt mit der Intendanz der Staatsoper „Unter den Linden“ eines der weltweit führenden Opernhäuser. Ihren Vertrag mit den Bregenzer Festspielen erfüllt sie vereinbarungsgemäß bis zum Ende der Laufzeit nach dem Sommer 2024. Die aus Wien stammende Kulturmanagerin leitet seit 2015 das Sommerfestival am Bodensee. GROSSE ERFOLGE ERSCHAFFEN „Elisabeth Sobotka hat nicht nur auf der Seebühne große Erfolge erschaffen, sondern auch die weiteren Spielorte des Festivals künstlerisch profiliert. Obwohl noch drei gemeinsame Festspielsommer vor uns liegen, möchte ich schon jetzt meine große Anerkennung für ihre hervorragende künstlerische Arbeit aussprechen und zur neuen Position in Berlin gratulieren“, sagt Festspielpräsident Hans-Peter Metzler. „Ich freue mich 20

sehr über die neue Aufgabe in Berlin, wenngleich der Abschied aus Bregenz schwerfallen wird. Die Staatsoper ‚Unter den Linden‘ ist ein Haus voller wunderbarer Möglichkeiten,

„Ich werde diesen Ort mit seiner außergewöhnlichen Magie vermissen.“ ELISABETH SOBOTKA Intendantin Bregenzer Festspiele

gleichzeitig werde ich die Bregenzer Festspiele als einen außergewöhnlichen Ort mit einer außergewöhnlichen Magie vermissen“, sagt Elisabeth Sobotka. AUSSCHREIBUNG NACH DER SAISON Die frei werdende Position in Bregenz soll nach dem kommenden Festspielsommer zur Neubesetzung ausgeschrieben werden. „Genau-

Festspielzeitung :: Kultur und Freizeit während der Bregenzer Festspiele

so erfolgreich wie im Jahr 2012 mit der Designation von Elisabeth Sobotka werden wir nun gemeinsam im Stiftungsvorstand und Hand-inHand mit den zuständigen Gremien in einem professionellen Ausschreibungsprozess die ideale Kandidatin oder den idealen Kandidaten für die künstlerische Leitung der Bregenzer Festspiele finden“, sagt Festspielpräsident Hans-Peter Metzler. ERSTE NEUPRODUKTION 2026 Die erste Festspielsaison der neuen Intendantin oder des neuen Intendanten ist somit im Sommer 2025, die erste Neuproduktion des Spiels auf dem See unter der neuen künstlerischen Leitung wird im Sommer 2026 sein. Nach dem Spiel auf dem See Madame Butterfly der Jahre 2022 und 2023 steht in den Sommern 2024 und 2025 Carl Maria von Webers „Der Freischütz“ in der Regie von Rigoletto-Regisseur Philipp Stölzl auf dem Programm.


KÄSE UND KULTUR? ECHT? ECHT!

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OPERNATELIER: RAUM FÜR GEMEINSAME IDEEN Eine neue Reise auf dem Weg zur Uraufführung.

Fotos oben: Bereits im Jänner gab es erste Einblicke in das diesjährige Opernatelier. Foto rechts: Sir David Pountney, Éna Brennan, Hugo Canoilas, Olaf A. Schmitt. Fotos: Anja Köhler

Wie kann eine Oper im 21. Jahrhundert klingen, aussehen, zu erleben sein? Im Opernatelier eröffnen die Bregenzer Festspiele und das Kunsthaus Bregenz Künstlerinnen und Künstlern seit 2015, als Intendantin Elisabeth Sobotka das Opernatelier einführte, einen Raum für gemeinsame Ideen, Erkundungen und Gedanken, die zu einer Uraufführung auf der Werkstattbühne führen sollen. Das Publikum ist eingeladen, diesen Prozess über mehrere Jahre zu begleiten. Nach den Uraufführungen von To the Lighthouse 2017 und Wind 2021 begeben sich eine Entdeckerin und ein Rückkehrer auf eine neue Reise: die belgisch-irische Komponistin Éna Brennan und der britische Regisseur und Intendant David Pountney, der sich über das Wiedersehen in Bregenz freut.

akustisch-visuellen Musiktheater für die Werkstattbühne. David Pountney ist mit den vielfältigen Möglichkeiten dieses Theaterraums vertraut, entstanden doch dort unter seiner Intendanz der Bregenzer Festspiele von 2004 bis 2014 zahlreiche Projekte und Uraufführungen für diesen Raum. Einem großen Publikum ist der britische Regisseur durch seine spektakulären Inszenierungen von Der fliegende Holländer, Nabucco, Fidelio, Die Zauberflöte auf der Seebühne und der weltweit gespielten Oper Die Passagierin bekannt. Auch als Übersetzer und Librettist machte sich Pountney einen Namen, mehrere Operntexte schrieb er für Peter Maxwell Davies. Diese reichhaltige Erfahrung wird er in die Arbeit des Opernateliers einbringen.

ZWISCHEN VERSCHIEDENEN WELTEN Als Geigerin, Komponistin und Grafikdesignerin wandelt Éna Brennan zwischen verschiedenen Welten. Nach ihrem internationalen Schulabschluss in Brüssel übersiedelte sie nach Dublin, wo sie Komposition sowie Music and Drama studierte. In Konzerten tritt sie sowohl als Solistin mit Geige und elektronischen Klängen als auch mit ihrem Ensemble Dowry Strings auf. Zahlreiche Vokal- und Instrumentalensembles bringen mit ihr gemeinsam ihre Kompositionen und Arrangements auf die Bühne und führten sie unter anderem bereits in die Elbphilharmonie Hamburg, die Union Chapel London und ans Wexford Opera House. Ihre Kurzoper Rupture als Teil der 20 Shots of Opera an der Irish National Opera fand 2020 international Beachtung.

KÜNSTLER HUGO CANOILAS Der dritte Mitwirkende im aktuellen Opernatelier ist der portugiesische Künstler Hugo Canoilas. Er wurde von KUB-Direktor Thomas Trummer für die neue Produktion ausgewählt, in der ein Oktopus eine Rolle spielen und das Publikum nicht sitzen, sondern wandern und aktiv partizipieren soll. Ganz im Sinne der Grundidee des Opernateliers.

RÜCKKEHR FÜR DAVID POUNTNEY Gemeinsam mit David Pountney arbeitet Éna Brennan an einem besonderen 22

Festspielzeitung :: Kultur und Freizeit während der Bregenzer Festspiele

EINBLICK IN DIE ENTWICKLUNG Seit Beginn des Jahres 2022 kann das Publikum den Entstehungsprozess dieses neuen Opernprojekts bei den sogenannten Einblick-Veranstaltungen begleiten und darüber hinaus die Musik Éna Brennans kennenlernen. Nach dem ersten Einblick im Jänner 2022 folgt der zweite Einblick bereits am 9. August, um 19 Uhr im Kunsthaus Bregenz. Der Eintritt ist frei, Plätze können unter der Nummer +43 5574 407-6 reserviert werden.


DAS THEATER ALS SYMBOLISCHE INSEL DER MÖGLICHKEITEN Mit William Shakespeares „Der Sturm“ kommt das Deutsche Theater Berlin erneut nach Bregenz.

Die Theateraufführungen im Theater am Kornmarkt sind inzwischen wieder fixer Bestandteil im Programm der Bregenzer Festspiele. Mit William Shakespeares „Der Sturm“, einer Koproduktion mit dem Deutschen Theater Berlin, kommt am 23. Juli um 19.30 Uhr ein außergewöhnliches Stück zur Erstaufführung in dieser Übersetzung. „Der Sturm“ stammt aus dem Jahr 1611 und ist eines der letzten Werke William Shakespeares und sein ultimativer Schöpfungsmythos, welcher das Theater als symbolische Insel der Möglichkeiten betrachtet. Die Ausnahmesituation wird zum Experiment eines Neuanfangs: Was würd’ ich machen, wenn ich König wär’? Shakespeare streift dabei spielerisch Themenkomplexe wie Macht und Unterdrückung, Ausbeutung und Aneignung, Natur und Zivilisation.

Auf einer einsamen Insel lebt Prospero, vormals Herzog von Mailand. Jahre zuvor war er durch eine Intrige seines Bruders Antonio vom Thron gestürzt und in einem Boot auf offener See ausgesetzt worden. Wie durch ein Wunder rettete er sich gemeinsam mit Tochter Miranda auf diese Insel. Hier hat er eine neue Welt aufgebaut und herrscht uneingeschränkt über Wesen und Geister – wie Caliban oder den Luftgeist Ariel, die Ureinwohner des Eilands. Eines Tages sichtet Prospero die Flotte des Königs von Neapel Alonso, der auch sein Bruder Antonio und Königssohn Ferdinand angehören. Mit Ariels Hilfe entfesselt er einen Sturm, der sie kentern und stranden lässt. Durch diesen inszenierten Schiffbruch ist nun Prospero zurück in der mächtigen Position, hat die Chance auf späte Rache oder Versöhnung und zieht alle Schicksalsfäden neu zusammen.

Fotos: Armin Smailovic

SPEZIELLE NEUÜBERSETZUNG Jakob Noltes Zugriff auf „The Tempest“, wie das Stück im Original heißt, ist eine spezielle Neuübersetzung, die sich Wort für Wort durch das altenglische Original hangelt. Es entsteht eine Fantasiesprache, die sich über Melodie und Klang entschlüsselt und so bezaubernd seltsam ist wie die Bewohnerinnen und Bewohner jener Insel. Nach der erfolgreichen Aufführung von Don Quijote mit Ulrich Matthes und Wolfram Koch 2019 bringt Regisseur Jan Bosse erneut ein herausragendes Werk der Weltliteratur bei den Bregenzer Festspielen zur Premiere. Weitere Aufführungen am 25. und 26. Juli, jeweils um 19.30 Uhr im Theater am Kornmarkt.

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Festspielzeitung :: Kultur und Freizeit während der Bregenzer Festspiele


UNGLÜCK UND WAHNSINN

Am 27. Juli wird „Kapitän Nemos Bibliothek“ auf der Werkstattbühne gezeigt. Mit „Kapitän Nemos Bibliothek“ kommt ein Kompositionsauftrag und eine Koproduktion mit den Schwetzinger SWR Festspielen auf die Werkstattbühne. Es handelt sich dabei um eine ungewöhnliche Adaption des gleichnamigen Romans von Per Olov Enquist, welche zeitgenössisches Musiktheater, modernes Puppentheater und Neue Musik kombiniert. Inhaltlich folgt das Stück der Vorlage des Romans: In einem Dorf im Norden Schwedens wachsen zwei kleine Jungen auf. Spielkameraden, die unterschiedlicher kaum sein könnten: Die Mutter von Sonnenschein Johannes ist eine kalte, anrüchige Außenseiterin, während die Mutter des verschlossenen Ich-Erzählers ge-

sellschaftlich gut verankert ist. Als die Kinder sechs Jahre alt sind, entscheidet der Oberste Gerichtshof, dass sie bei der Geburt vertauscht wurden. Ihrer familiären Identität beraubt, müssen sie nun bei der jeweils anderen Mutter leben. Dieser gewaltsame Akt stürzt die Betroffenen in Unglück und Wahnsinn. In der unerträglichen Lebenssituation findet der Ich-Erzähler Zuflucht in seiner Fantasiewelt. Er taucht zur Bibliothek in Kapitän Nemos Unterseeboot Nautilus, das Jules Vernes Roman „Die geheimnisvolle Insel“ entnommen ist. SCHMERZ UND AUSWEGLOSIGKEIT Komponist Johannes Kalitzke und Librettistin Julia Hochstenbach blei-

KULINARIK. GENUSS. TRADITION.

ben dicht bei der Vorlage des schwedischen Romanciers Per Olov Enquist. Die fiktive Büchersammlung erzählen sie als einen Fluchtpunkt aus Schmerz und Ausweglosigkeit. Literatur wird zum Anker, der IchErzähler kreiert im künstlerischschöpferischen Raum ein neues Selbst, das ihm hilft, mit seinem Leid umzugehen. Regisseur Christoph Werner, Intendant des Puppentheaters Halle, und Ausstatterin Angela Baumgart fangen durch den Einsatz von Puppen das subtile Spiel zwischen Wirklichkeit und Fantasie ein und erforschen, wie wir alle eigene Realitäten und subjektive Wahrnehmungen erschaffen. Die zweite Aufführung findet am 29. Juli um 20 Uhr in der Werkstattbühne statt.

#deine Stimme kann mehr als du denkst

Die Arbeiterkammer vertritt die Interessen von fast 4 Millionen arbeitenden Menschen in ganz Österreich. Sie ist #deineStimme für Gerechtigkeit.

Maurachgasse 11 | 6900 Bregenz Tel. +43 5574 44446 | www.maurachbund.at Di – Do: ab 15:00 Uhr, Fr & Sa: ab 10:00 Uhr

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Foto: Petra Rainer

SAGMEISTER & WALSH: BEAUTY

Der in New York lebende Grafiker Stefan Sagmeister und die US-amerikanische Grafikdesignerin Jessica Walsh setzen ein Plädoyer für die Lust am Schönen. Mit ihrem Ausstellungsprojekt Beauty liefern der in New York lebende Vorarlberger Grafiker Stefan Sagmeister und die US-amerikanische Grafikdesignerin Jessica Walsh ein eindrucksstarkes multimediales Plädoyer für die Lust am Schönen. Die Ausstellung lotet aus, wovon sich Menschen angezogen fühlen und welche positiven Effekte Schönheit haben kann. Anhand von Beispielen aus den Bereichen Grafik, Produktdesign, Architektur und Stadtplanung demonstrieren Sagmeister & Walsh, dass schöne Objekte, Gebäude und Strategien nicht nur mehr Freude machen, sondern tatsächlich auch besser funktionieren. FUNKTIONAL STATT SCHÖN Die Moderne hat die Schönheit abgeschafft. Das ist eine Kernaussage der Ausstellung, bezogen auf gestalterische Fragen natürlich. Der moderne Städtebau, die Architektur, das Produktdesign – überall sehen Stefan Sagmeister und Jessica Walsh, wie Gestalterinnen und Gestalter die 26

Schönheit auf dem Altar der Funktionalität geopfert haben. Und funktional ist, was den Zweck erfüllt, und das möglichst billig. So treten heute der in Bregenz geborene, in New York lebende Stardesigner mit seiner ehemaligen Agenturpartnerin Jessica Walsh dem Zeitgeist mit einer Ausstellung entgegen, die Schönheit als zentralen und funktionalen Aspekt ansprechender Gestaltung erlebbar macht.

Ulrich Greiner von der ZEIT in einer früheren Besprechung. Aber man komme „beim Gang durch die Ausstellung ins schönste Nachdenken. Sie lädt zum Schlendern und Betrachten ein. Sie ist eine Schule der Wahrnehmung.“ Und irgendwann landet man im „Schönheitsarchiv“, das Stefan Sagmeister an jedem Ausstellungsort mit den Beständen der jeweiligen Sammlung gestaltet.

PARCOURS DER SINNE Durch den mit Projektionen bespielten Nebelvorhang Fog Screen betreten die Besucherinnen und Besucher die Ausstellung und werden von der riesigen Installation Two Hundred and Seventy (black) des deutschen Künstlers Nils Völker empfangen. 270 konkav angeordnete, schwarze Müllsäcke schweben über den Köpfen, werden im Rhythmus aufgeblasen und erzeugen dadurch einen eigentümlichen, beruhigenden Sound. Die Schau sei nicht für Theoretiker und Systematiker gedacht, urteilte

Sagmeister & Walsh: Beauty

Festspielzeitung :: Kultur und Freizeit während der Bregenzer Festspiele

Eine Ausstellung des MAK, Wien, und des Museum Angewandte Kunst, Frankfurt am Main. Ausstellungsdauer: bis 16. Oktober 2022 Ort: vorarlberg museum Kornmarktplatz 1 6900 Bregenz Öffnungszeiten: Di. bis So., 10 bis 18 Uhr Do. bis 20 Uhr Juli und August: täglich von 10 bis 18 Uhr, Do. bis 20 Uhr www.vorarlbergmuseum.at


MYTHOS NATUR – VON MONET BIS WARHOL Sonderausstellung im Lindauer Kunstmuseum.

„Mythos Natur – von Monet bis Warhol“ lautet der Titel der Sonderausstellung, die vom 30. April bis 3. Oktober 2022 im Kunstmuseum Lindau zu sehen ist. Eine Ausstellung, die ein großes Thema und viele großartige Künstler an den Bodensee bringt. LIEBLINGE DER MUSEUMSBESUCHER Nach einer ganzen Reihe monografischer Ausstellungen zur Malerei der klassischen Moderne zeigt das Kunstmuseum Lindau erstmals eine thematisch geprägte Sonderausstellung. Es sind die ganz großen Namen, die Lieblinge der Museumsbesucherinnen und -besucher, die in Lindau präsentiert werden: Monet und Manet, Cézanne und Gauguin, Picasso, Macke, Münter, Jawlensky, Warhol und viele andere. Gleichzeitig macht die Ausstellung, die rund 45 Werke von 25 Künstlerinnen und Künstlern zeigt, eine reiche Formen- und Farbvielfalt erfahrbar, die sich vom Impressionismus bis in die Moderne entfaltet. Denn für Maler aller Epochen bedeutet das Studium der Natur eine der wichtigsten Grundlagen ihres Schaffens.

Landschaften und Blumenstillleben sind seit jeher reizvolle Bildthemen, und Gärten wurden zu unerschöpflichen Inspirationsquellen für Maler und Poeten. So rückte der Garten besonders seit der Mitte des 19. Jahrhunderts in den Fokus der Künstler, um in der Freilichtmalerei neue bildnerische Möglichkeiten und Techniken zu erproben. HOCHKARÄTIGE EXPONATE Dabei bleibt das Museumsteam seinem Erfolgsrezept treu: Gezeigt werden in erster Linie Werke aus hochkarätigen Privatsammlungen – Exponate, die den Lindauern nur dank eines exklusiven Netzwerkes und langjähriger Kontakte zu Sammlerinnen, Sammlern und Stiftungen anvertraut werden. Mit der Ausstellung „Mythos Natur“ können sich Kunstbegeisterte beispielsweise auch auf Ölgemälde des Impressionisten Claude Monet freuen. So sind die Lindauer Sonderausstellungen mittlerweile Garant dafür, dass Schätze zu sehen sind, die sonst meist nur im Verborgenen schlummern – ein Muss für alle Kunst- und Naturfreunde.

Édouard Manet, Blumenkorb, 1880, Öl auf Leinwand, Courtesy Beck & Eggeling International Fine Art, Düsseldorf, Foto: Linda Inconi-Jansen.

Alexej von Jawlensky, Variation: Frühling, 1917, Öl auf leinwandkaschiertem Papier, auf Karton aufgezogen, Privatbesitz Foto: Ketterer Kunst GmbH & Co. KG

Informationen Kunstmuseum am Inselbahnhof Maximilianstraße 52, 88131 Lindau (B) museumskasse@kultur-lindau.de www.kultur-lindau.de Öffnungszeiten 5. Mai bis 31. Oktober 2022, täglich von 10 bis 18 Uhr Zeitfensterreservierung reservation.kultur-lindau.de

Claude Monet, La maison à travers les roses, um 1925-26, Öl auf Leinwand, Courtesy Galerie von Vertes, Zürich. Festspielzeitung :: Kultur und Freizeit während der Bregenzer Festspiele

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FESTIVALFEELING AM ALTEN RHEIN Das Szene Openair bringt wieder internationale Künstler nach Lustenau.

Vom 4. bis 6. August verwandelt sich das Gelände am Alten Rhein in Lustenau wieder in ein Mekka für Musikliebhaberinnen und Musikliebhaber, denn mit dem Szene Openair kommen einmal mehr zahlreiche hochkarätige Musikerinnen und Musiker zum größten Festival Vorarlbergs. Als Headliner konnten diesmal keine geringeren als Marteria (Donnerstag), Casper (Freitag) und die legendären Scooter (Samstag) gewonnen werden. Aber auch Bands wie Folkshilfe, BHZ, Provinz, Turbobier, Fiva, Sons of the East, Elderbrook, Princess Nokia oder Jeremias sowie Mavie Phoenix, Pippa, Bibiza und viele andere werden für grandiose Stimmung sorgen. KEINE BAND VERPASSEN Wie immer bekommen auf der Szenebühne auch lokale Bands die Chance, vor großem Publikum auf-

Die legendären Scooter treten am Samstag als Headliner auf.

zutreten. Das gute daran: Die beiden Bühnen werden abwechselnd bespielt. Die Besucher müssen also auf keinen Auftritt verzichten. Die kultige Tagesbühne auf dem Campinggelände mit den besten Clubs des Landes (präsentiert vom Conrad Sohm) darf dieses Jahr natür-

Foto: Philip Nuernberger

lich ebenfalls nicht fehlen. Fixer Bestandteil im Szeneprogramm ist der geschaffene Slot für die Szene Folk’n’Rock-Stars. 2022 wird der beliebte Vorarlberger Künstler Prinz Grizzley diesen Slot nutzen, um sich dem Szene-Openair-Publikum zu präsentieren. www.szeneopenair.at

KULTURSOMMER

Foto: Carina Antl

Faber und Josh. gastieren neben vielen anderen beim „Conrad Sohm“-Kultursommer-Festival.

Informationen „Conrad Sohm“-Kultursommer-Festival 1. Juni bis 27. August Tickets für alle Konzerte gibt es bei Ländleticket mit Raibaclub-Ermäßigung, V-Ticket.at, oeticket.com, eventim.de oder unter www.conradsohm.com 28

Das „Conrad Sohm“-KultursommerFestival bringt seit 1. Juni und noch bis 27. August internationale Künstlerinnen und Künstler in den Dornbirner Prachtclub Conrad Sohm. Zu den Highlights in diesem Sommer zählt unter anderem das Konzert von Josh., der am 25. August auf der Bühne stehen wird. Nach seinem Megahit „Cordula Grün“ konnte der Musiker auch auf seinem zweiten Album Teilzeitromantik wieder nachlegen und mit dem Song „Expresso & Tschianti“ in Österreich Platin holen. Aber nicht nur die Hits werden gespielt, denn Josh. probiert neue Stücke auch gerne mal live vor seinen Fans aus. So

Festspielzeitung :: Kultur und Freizeit während der Bregenzer Festspiele

darf sich das Publikum schon gedanklich darauf einstellen, auch den einen oder anderen unveröffentlichten neuen Titel zu hören. SONGWRITER FABER Nur einen Tag später, am 26. August, folgt das nächste Highlight beim Kultursommer-Festival: Kein geringerer als der Schweizer Songwriter Faber wird mit seinen pointierten Songs das Conrad Sohm beehren. Mit im Gepäck hat er sein neues Album „I fucking love my life“. Da sich auch seine Konzerte schnell ausverkaufen, wird geraten sich rechtzeitig Tickets zu sichern.


KUNST AM SEE ERLEBEN

Direkt am schönen Bodenseeufer können Gäste bei freiem Eintritt regelmäßig wechselnde Kunstausstellungen besuchen. Das Forum Würth Rorschach liegt direkt am wunderschönen Bodenseeradweg und lädt bereits im Freien mit dem Skulpturengarten ein, Kunst zu erkunden. Ob auf dem Fahrrad oder zu Fuß lassen sich die vielen verschiedenen Facetten der Skulpturen spielerisch entdecken. Für einen umfassenden Kunstgenuss führt der Weg in das Forum Würth Rorschach. Hier werden regelmäßig wechselnde Ausstellungen zeitgenössischer Kunst bei freiem Eintritt gezeigt. In entspannter Atmosphäre laden das KunstCafé und die längste Außenterrasse der Ostschweiz mit Blick auf den Bodensee zum Verweilen ein. Die Hauptausstellung „Lust auf mehr“ präsentiert eine Auswahl an Neuerwerbungen der Sammlung Würth der letzten Jahre. Die Gäste können sich auf eine Bandbreite internationaler Kunst seit den

1960er-Jahren bis zu zeitgenössischen Positionen freuen. ANNE HAUSNER – NATURSTÜCKE Die neue Ausstellung „Anne Hausner – Naturstücke. Sammlung Würth und Leihgaben“ lenkt den Blick auf das Wesenhafte. In technisch nahezu perfekter Umsetzung vermag Anne Hausner Himmel, Erde und sämtliche weiteren Elemente in ihrer Mannigfaltigkeit darzustellen und mit Aura zu versehen. KUNSTSHOP Ein breitgefächertes und abwechslungsreiches Sortiment erwartet unsere Besucherinnen und Besucher im Kunstshop. Dort finden die Gäste besondere Geschenke und kleine Aufmerksamkeiten. Schönes für den täglichen Gebrauch und vieles mehr aus den Bereichen Design, Style und Kunst.

Einblick in die Ausstellung „Anne Hausner“.

Forum Würth Rorschach Churerstraße 10, CH-9400 Rorschach Öffnungszeiten: April bis Sept.: tägl. von 10 bis 18 Uhr Okt. bis März: Di. bis So. von 11 bis 17 Uhr Eintritt frei! Tel. +41 71 225 10 70 rorschach@forum-wuerth.ch www.wuerth-haus-rorschach.ch

Festspielzeitung :: Kultur und Freizeit während der Bregenzer Festspiele

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KUB SOMMER-OPEN-AIR

Das Kunsthaus Bregenz zeigt drei Filme von Wes Anderson. Nach dem grandiosen Auftritt von Hearts Hearts geht das Open-AirProgramm beim Kunsthaus Bregenz nun mit Kino unter freiem Himmel weiter. Gezeigt werden auf dem KarlTizian-Platz vor dem Kunsthaus Bregenz an drei Mittwochabenden drei Filme von Wes Anderson. Den Anfang macht am 27. Juli um 21.15 Uhr der Klassiker „The Grand Budapest Hotel“. Der Film erzählt die abenteuerliche Geschichte von Gustave H. (Ralph Fiennes), dem legendären Hotelconcierge eines berühmten europäischen Hotels, und seinem Protegé, dem Hotelpagen Zero Moustafa (Tony Revolori). THE ROYAL TENNENBAUMS Am 3. August, um 21 Uhr kommt „The Royal Tennenbaums“ zur Auf-

Am 27. Juli wird der Film „The Grand Budapest Hotel“ zu sehen sein.

führung und am 10. August, ebenfalls um 21 Uhr, verwandelt sich der Platz vor dem Kunstmuseum in den Schauplatz für „The Frech Dispatch“. Alle Filme werden im Original mit

Foto: Twentieth Century Fox

deutschen Untertiteln gezeigt. Der Eintritt ist frei, keine Reservierung erforderlich. Die Aufführungen finden in Kooperation mit dem Filmforum Bregenz statt.

MODERNE KUNST TRIFFT BAROCKES AMBIENTE

Das Künstlerduo Franziska und Mercedes Welte bringt die Leichtigkeit des Seins in skulpturale Formen.

Informationen Öffnungszeiten: 20. 7. bis 21. 8. 2022 Tägl. 14 bis 19 Uhr oder auf Anfrage unter 0676 3308940 Adresse: Wellenstein 1, 6911 Lochau NONOS art.design.gallery Mercedes und Franziska Welte office@nonos.at www.nonos.at 30

Im stilvollen Ansitz Wellenstein am Bodensee findet in den Werken der Welte-Schwestern eine intensive Auseinandersetzung mit Form und Farbe statt, welche sich in einer Symbiose von Bewegung, Lebensfreude und purer Weiblichkeit materialisiert. Skulpturen aus Bronze, Fiberglas, Harz und lichtechten Pigmenten sowie plastische Objekte und abstrakte Bilder bringen ein Lebensgefühl zum Ausdruck, welches sich mit einem einzigen Wort beschreiben lässt: Freude. Jedes Werk ist ein Unikat und trägt eine unverwechselbare Handschrift.

Festspielzeitung :: Kultur und Freizeit während der Bregenzer Festspiele

Dank ihres einzigartigen Stils sind die Künstlerinnen bei der diesjährigen Biennale in Venedig mit zwei Bronzeskulpturen vertreten. Eine Auszeichnung, die nur wenigen österreichischen Künstlern zuteil wird. Ebenso imposant wie die italienischen Palazzi bietet das außergewöhnliche Flair des über 450 Jahre alten Schlösschens einen würdigen Rahmen für eine exquisite Selektion von Kunstwerken. Neben dem Skulpturengarten mit teils großen Figuren finden sich auch kleine feine Objekte als Erinnerung an einen unvergesslichen Aufenthalt.


Fotos: visitbregenz/Setz, Mittelberger, Tretter

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1 Die geschichtsträchtige Kirchstraße in Bregenz. 2 Der Martinsturm in der Oberstadt. 3 Kunsthaus Bregenz. 4 Den Sonnenuntergang in den See-

anlagen genießen. 5 Schifffahrt im Bregenzer Hafen starten. 6 Fahrt mit der Pfänderbahn. 7 Romantische Stimmung beim Fischersteg.

KULTUR-POTPOURRI AM BODENSEE

Bregenz bietet historisches Flair, moderne Architektur und ein reiches Kulturangebot. Das ganze Jahr über ist die Stadt Magnet für Kulturbegeisterte aus dem In- und Ausland – Hauptanziehungspunkt bilden dabei die Bregenzer Festspiele. Das Kunsthaus Bregenz oder das vorarlberg museum haben als moderne, architektonische Glanzstücke bereits auf den ersten Blick einiges zu bieten. Gibt man der Neugierde nach und begibt sich ins Innere, wird schnell klar, dass hier international anerkanntes Kunst- und Kulturprogramm dirigiert wird. Daneben gehören Spezialitätenmärkte und musikalische Events genauso zum Stadtleben wie der Spaziergang in den Bregenzer

TIPPS DER REDAKTION

Das sollten Sie gesehen haben!

Seeanlagen, die nur wenige Schritte vom Zentrum entfernt sind. NACH HERZENSLUST EINKAUFEN Der Einkaufsbummel in Bregenz gestaltet sich entspannt in der Fußgängerzone, sowie in vielen fußläufig zu erreichenden Straßenzügen rund ums Zentrum. Hier gibt es sie noch, die kleinen Boutiquen für Mode und Accessoires – zum Stöbern und Kramen. Daneben finden sich Concept Stores und Fachgeschäfte, für die einfach schönen oder auch praktischen Dinge im Leben. In der neu gestalteten Kirch- und Römerstraße reihen sich charmante Stores für

Mode, Interieur und Genuss. Die historisch anmutende Anton-Schneider-Straße bietet mit ihren Restaurants und Geschäften eine schöne Kulisse zum Verweilen. VIELFÄLTIGE GASTRONOMIE Die Gastronomieszene in Bregenz ist so vielfältig wie die Stadt selbst: Cafés, Bistros, Bars und Restaurants mit den unterschiedlichsten kulinarischen Wurzeln haben sich hier einen Namen gemacht. Von der ehrlichen, guten Gasthaus-Küche über Traditionskaffeehäuser bis hin zur asiatischen Fusionsküche bleiben keine Genuss-Wünsche offen.

Top-Sonnenuntergänge beispielsweise vom Fischersteg aus, am Badesteg an der Pipeline oder auf einem der Schiffe.

Fotomotiv: Die schmalste Hausfassade Europas – mit nur 57 Zentimetern – finden Sie in der Kirchstraße 29. Ein echter Hingucker!

Martinsturm in der Oberstadt: Das Wahrzeichen von Bregenz – und zugleich die größte Turmzwiebel Europas.

Das Kloster Mehrerau ist das bedeutendste Zisterzienserkloster am Bodensee: Die jahrhundertealte Bibliothek und die prächtigen Räume sind beeindruckend.

Die älteste Badeanstalt am Bodensee „Milli“ strahlt ein besonderes und erlebenswertes Flair aus. Hier kann man sich an heißen Tagen im Bodensee erfrischen.

Panoramawanderung auf den Pfänder: Viele Wege führen auf den Pfänder. Einer davon von Lochau aus über den Haggen mit vielen tollen Blicken auf den Bodensee.

Festspielzeitung :: Kultur und Freizeit während der Bregenzer Festspiele

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