Fit & Gesund Gesundheitsbeilage
Freitag, 28. Jänner 2022
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Lebensqualität ohne Brille Lästig! Dieses Wort fällt mir ein, wenn ich an die Zeit mit Brille und Kontaktlinsen zurück denke. Ich bin sportlich sehr aktiv: Im Winter bin ich Trainer und Skilehrer, das ganze Jahr über spiele ich Fußball. Außerdem reise ich gerne. Natürlich kann man das alles mit Sehhilfen auch machen. Aber seit der Augenlaserbehandlung bei OculoVision ist es einfach unkomplizierter.
Patrick Brugger, Hohenems
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Fit & Gesund 3
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Sicherheit beim Indoor-Sport
Gutes Aufwärmen ist schon die halbe Miete. DORNBIRN Der Jahreswechsel veranlasst uns
zu überdenken, was wir ändern möchten. Stress reduzieren, gesündere Ernährung, mehr Sport sind die Klassiker unter den Neujahrsvorsätzen. Die Umsetzung fällt jedoch oft schwer. Zeitmangel, schlechtes Wetter, unzureichende körperliche Fitness oder die Angst vor Verletzungen halten davon ab. Das muss nicht sein. Sicheres Vorarlberg erklärt, was beim IndoorSport zu beachten ist. Jeder Motor braucht eine Aufwärmzeit, um ideal laufen zu können, so auch der menschliche Körper. Aufgewärmte Muskeln sind elastischer, belastbarer und damit weniger verletzungsanfällig. Durch gezielte Übungen zur Muskeldehnung und Mobilisierung der Gelenke werden Zerrungen und Abnützungsschäden des Knorpels entgegengewirkt. Während des Aufwärmprozesses steigt außerdem die Temperatur in den Muskeln, Herz-Kreislauf-System und Atmung werden angeregt. Beginne dein Warm-up mit Ganzkörperübungen, gefolgt von sportartspezifischen Technikübungen. Überfordere dich aber während des Aufwärmens nicht, denn dies führt im weiteren Trainingsverlauf zu Überlastung und frühzeitiger Ermüdung der Muskulatur!
Gerätesicherheit » Achte bei Sport an Geräten besonders darauf, dass sie intakt und regelmäßig gewartet sind. Außerdem ist eine gute Einschulung wichtig. Bei falscher Verwendung können sich langfristig Verletzungen einschleichen. » Wenn du Kinder in den Aufbau von Sportgeräten oder Parcours miteinbeziehst, gib ihnen genaue Anweisungen, wie die Geräte richtig eingesetzt werden. Vermeide Stolperfallen, wie abgelegte Kleidungsstücke oder Trinkflaschen.
GEWINNER – Zwei glückliche Gewinnerinnen gab es beim letzten „VN Fit & Gesund“Gewinnspiel. Eva Voncina aus Altach (im Bild, links mit Ramona Lo Russo) und Martina Barbisch aus Braz dürfen sich über je 2 Tageskarten für das Skigebiet Golm freuen. Am Erlebnisberg im Montafon erwarten sie abwechslungsreiche Abfahrten aller Schwierigkeitsgrade, Erholung, Spaß und Sport pur inmitten der beeindruckenden Bergwelt des Rätikons.
Durch Sport lernen wir unseren Körper besser kennen und erfahren auch Grenzen.
» Mach alle Übungen in dem für dich passenden Ausmaß. Dies ist abhängig von der körperlichen und psychischen Verfassung, dem Alter und der sportlichen Erfahrung. Eine geeignete Sportausrüstung ist Voraussetzung, Schmuck, Haarspangen und falsches Schuhwerk können zu Verletzungen führen. » Hol dir Tipps von Experten. Qualifizierte Trainer helfen mit Know-how und können bewegungs- und situationsentsprechende Hilfestellung geben. » Bei Sport mit Kindern ist es wichtig, sie zu bewusstem Umgang mit dem Risiko anzuregen und die Bedeutung von Disziplin, Ordnung und Konzentration beim Training aufzuzeigen. Ein abwechslungsreiches Training mit einer guten Balance zwischen Anspannung und Entspannung ist empfehlenswert. Sport kann Balsam für Körper und Seele sein.
Editorial
Marlies Mohr
Wenn der Beruf auch Berufung ist Es gibt Menschen, die brennen geradezu für ihren Beruf. Drei von ihnen durfte ich unlängst kennenlernen. Alle sind sie schon Jahre und Jahrzehnte in der Langzeitpflege beschäftigt, und keiner von ihnen hat das Bedürfnis, den Job hinzuschmeißen. Im Gegenteil. Sie reden von einer wunderschönen Arbeit, davon, wie befriedigend es ist, Menschen zu begleiten, ob in der letzten Lebensphase oder in die berufliche Zukunft. Probleme? Die gibt es natürlich, und nicht zu knapp. Besonders der Personalmangel macht Pflegeheimen zu schaffen. „Da geht das Gute, das dort geleistet wird, in der Öffentlichkeit leider unter“, bedauern sie. Dabei hat sich in den Pflegeheimen viel getan. Sie sind zu sozialen Zentren geworden, haben sich geöffnet, holen Kinder hinein, bieten für ihre Bewohnerinnen und Bewohner vom Fitnesstraining bis zur gemütlichen Jasspartie beinahe alles. Die Betreuung ist auch eine andere geworden. Sie orientiert sich an dem, was die Bewohner brauchen und möchten. Dafür sorgen rund 2500 Mitarbeitende jeden Tag. Lesen Sie auf den Seiten 8 und 9, was sich in der Langzeitpflege alles getan hat. Woraus die Österreicher ihren Lebenswert schöpfen, erfahren Sie auf Seite 4 dieser Ausgabe, und was es an Kaffeetrends im neuen Jahr gibt, steht auf Seite 11 geschrieben. Und wir versorgen Sie auch wieder mit Fitnesstipps (3 und 4), die sich auf Verspannungen im Nacken konzentrieren, sowie Ernährungshinweisen, die besonders dem Wohlbefinden von Senioren zuträglich sind (5). Wie immer darf ich Ihnen viel Vergnügen beim Lesen wünschen. MARLIES MOHR marlies.mohr@vn.at 05572 501-385
IMPRESSUM Redaktion Marlies Mohr, 0676 88005-385, marlies.mohr@vn.at Anzeigenberatung Ramona Lo Russo, 0676 88005-437, ramona.lorusso@russmedia.com Beiträge, Fotos, Quellen Shutterstock, Roland Paulitsch, Kaffeeverband/Lorenz, Sicheres Vorarlberg Verleger (Medieninhaber) und Hersteller Russmedia Verlag GmbH, 6858 Schwarzach, Gutenbergstraße1
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Ziemlich lebenswert
Für die Österreicher sind Familie und Gesundheit von elementarer Bedeutung. WIEN 71 Prozent der Österreicher empfinden ihr derzeitiges Leben als „sehr“ oder „ziemlich lebenswert“. Nach einer anfänglichen Schockstarre im ersten Lockdown 2020 hätten die Österreicher rasch wieder eine positive Sicht nach vorne an den Tag gelegt und sich auf elementare Werte wie Familie und Gesundheit besonnen, resümiert Michael Miskarik, Leiter der HDI Lebensversicherung, bei der Präsentation der „Lebenswert“-Studie 2021 in Wien. Durchschnittlich betrug der errechnete Lebenswert nach dem Index von HDI im Vorjahr 7,36 (auf einer Skala von eins bis zehn). Das entspricht fast exakt dem Ergebnis der Studie von 2019. Das ergab eine repräsentative Online-Umfrage (1549 Befragte) des Wissma Marktforschungsinstituts im Auftrag von HDI im Dezember 2021.
Finanzielle Sicherheit Die Corona-Pandemie hat vor allem bei der Bundesländer-Auswertung ihre Spuren hinterlassen: Lag Wien 2019 im LebenswertIndex mit 8,12 noch vor den anderen Bundesländern (Schnitt: 7,39), ist es aktuell aufgrund beengter Lebensverhältnisse (Home
Die Familie geht den Österreichern über alles. Sie macht einen großen Teil des eigenen Lebenswerts aus.
office und Home Schooling auf kleineren Wohnflächen) und eingeschränkter Erholungsmöglichkeiten im Grünen hinter die Bundesländer zurückgefallen. Bei der Frage, welche Faktoren den eigenen Lebenswert ausmachen, antworteten 53 Prozent mit Familie gefolgt von Gesundheit
(46 Prozent) und Freunde (28 Prozent). Erst danach folgten die eigenen vier Wände und finanzielle Sicherheit (je 25 Prozent). Hier zeigte sich, dass nur 18 Prozent daran glauben, mit der staatlichen Pension einen lebenswerten Ruhestand finanzieren zu können. Dennoch können oder wollen 28
VN/SERRA
Prozent monatlich kein Geld zur Seite legen. Generell bleibt die Lebensversicherung (36 Prozent) die beliebteste Altersvorsorge, gefolgt von Sparbüchern (29 Prozent), Fonds und Immobilien (je 22 Prozent). Durchschnittlich werden 132 Euro pro Monat für den Ruhestand zurückgelegt.
FITNESSTIPP. Bewegungstherapeut Manfred Scheel und Physiotherapeut Andrew Mixson
Aktiv gegen Nacken- und Kopfschmerzen
Verspannungen: Wenn Belastungen zu groß werden.
FELDKIRCH, LAUTERACH Schmerzen
entstehen, wenn die Bewegungsgeometrie und damit die Gesamtheit der Muskelaktivitäten unförmig werden. Gesundheit hingegen ist dann gegeben, wenn die Kräfte harmonisch ausbalanciert sind. Deshalb gilt der Grundsatz: Blei-
AUSGANGSPOSITION Setzten Sie sich mit den Fersen auf den Boden (alternativ: auf einen Stuhl). Der Rücken ist dabei in aufrechter Position. Verschränken Sie die gestreckten Hände hinter Ihrem Gesäß und spannen die Arme nach unten.
ben Sie kontinuierlich in Bewegung. Tun Sie etwas. Entwickeln Sie Ihre Fähigkeiten. Die Folge
AUSFÜHRUNG Nehmen Sie beide Hände an den Hinterkopf und ziehen den Kopf vorsichtig, aber so intensiv wie möglich, in die Dehnung. Der Rücken bleibt gerade. Halten Sie die Stellung 4 Atemzüge lang. Übung zweimal wiederholen.
daraus ist eine höhere Lebensqualität. Heute wollen wir Ihnen eine Übung gegen Nacken- und
Kopfschmerzen zeigen, die Sie zu Hause oder im Büro ganz einfach machen können.
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ERNÄHRUNGSTIPP. Maria-Magdalena Wetzinger
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BREGENZ Eine ausgewogene Ernährung mit einer gesundheitsfördernden Speisenauswahl sowie eine angepasste Zubereitung beeinflussen die Gesundheit betagter Senioren positiv. Genussvolle Speisenangebote ermöglichen es, eine Vielfalt der Auswahl aller Lebensmittelgruppen beizubehalten und einer Mangelernährung vorzubeugen.
Im Lauf der Zeit Da durch das Altern Veränderungen im Stoffwechsel erfolgen, ist zwar der Energiebedarf vermindert, der Bedarf an Nährstoffen bleibt jedoch gleich oder steigt sogar. Aus diesem Grund ist eine geschickte Lebensmittelauswahl mit hoher Nährstoffdichte besonders wichtig. Deshalb empfiehlt sich die Verwendung von Vollkornprodukten, hochwertigen pflanzlichen Ölen sowie der Verzehr von Nüssen. Gönnen Sie sich ebenso drei Handfüllungen Gemüse und Salat täglich, und genießen Sie zwei Hände voll Obst. Der tatsächliche Energiebedarf ist abhängig von der körperlichen Aktivität. Bei weniger Bewegung braucht der Körper dementsprechend weniger Kalorien, jedoch mindestens gleich viel Eiweiß (Empfehlung: 0,8 - 1 g/kg Körpergewicht), Vitamine und Mineralstoffe wie in jungen Jahren. Wer sich im Alter viel bewegt, hat einen höheren Energiebedarf. Unter- und Übergewicht können die Lebensqualität vermindern und steigern das Krankheitsrisiko. Einer Mangelernährung durch unerwünschte Gewichtsabnahme sollte jedenfalls vorgebeugt werden. Oft nimmt die Wahrnehmung von Geruch und Geschmack ab, was durch die Einnahme von
Medikamenten oder in Folge von Krankheit verstärkt werden kann. Nutzen Sie deshalb Kräuter und Gewürze, um den Appetit anzuregen, Vitamine und Mineralstoffe zu liefern und Erinnerungen zu wecken.
Alles beginnt im Mund Um genussvoll essen zu können, empfiehlt es sich den Zahnstatus bzw. die Prothese regelmäßig überprüfen zu lassen. Optimale Mundhygiene mindert das Risiko von schmerzhaften Entzündungen. Bei bestehenden Kauproblemen sollte darauf geachtet werden, dass die Lebensmittelauswahl nicht dauerhaft eingeschränkt wird, da es sonst zu Mangelernährung und Kraftverlust kommen kann. Bei Gewichtsverlust sollte sofort reagiert werden. Verteilen Sie Mahlzeiten auf mehrere kleine Portionen über den Tag. Genießen Sie vermehrt ihre Lieblingsgerichte und reichern Sie Speisen mit Fett an. Eiweiß dient dem Erhalt der Muskel- und Knochenmasse und stärkt die Immunabwehr. Es ist auch auf eine ausreichende ungesüßte Flüssigkeitszufuhr zu achten.
Foto: Adolf Bereuter
Ausgewogene Ernährung beeinflusst Gesundheit von Senioren positiv.
„Hohe Cholesterinspiegel stellen eine große Belastung für den Organismus dar. Roter Hefereis unterstützt als pflanzliche Alternative einen gesunden Cholesterinspiegel.“ Gudrun Albert, Natur & Reform Albert GmbH in Feldkirch
Haben Sie Ihre Cholesterinwerte im Griff? Hohe Cholesterinwerte treten in unserer heutigen Gesellschaft sehr häufig auf. Liegen im Detail die Diagnosen einer Hypertriglyceridämie oder eines hohen LDL-Cholesterinwertes vor, so steigen in der Theorie auch die Risiken für Herz-Kreislauferkrankungen und andere Gefäßoder Organerkrankungen. Kommen genetische Faktoren, Bewegungsarmut, Rauchen, falsche Ernährung etc. hinzu, belastet dies den Organismus umso mehr und eine Erkrankung wird forciert. Pflanzliche Alternative Die heutigen Essgewohnheiten der Bevölkerung beinhalten eine Vielzahl an Produkten, die in hohem Maße gesättigte Fettsäuren enthalten. Dieses aufgenommene Fett stellt eine große Belastung für den Organismus dar und treibt den Cholesterinspiegel, insbesondere LDL- und Triglyceridspiegel,
nach oben. Der Großteil unseres Cholesterins wird tatsächlich vom Körper selbst produziert, da Cholesterin einen wichtigen Baustein für Zellwände, aber auch die Vorstufe von vielen anderen Stoffen in unserem Organismus darstellt. Roter Hefereis ist das Fermentationsprodukt eines speziellen Hefepilzes (Monascus purpureus), der auf Reis wächst. Seit geraumer Zeit machte man sich dieses Pilzprodukt in Asien als Farbstoff und in der Heilkunst zunutze. Mit fortlaufender Erforschung der Inhaltsstoffe wurde mehr und mehr bekannt, welch großes Potenzial in rotem Reismehl steckt. Am bedeutendsten war die Entdeckung des Monacolin K. Seine Struktur ist identisch mit dem eines Statins. Roter Hefereis unterstützt als pflanzliche Alternative die Aufrechterhaltung eines gesunden Cholesterinspiegels. Lassen Sie sich in Ihrer Fachdrogerie beraten. ANZEIGE
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Pflege als Miteinander Vielfalt in Betreuung und Unterstützung.
DORNBIRN Warm, satt, sauber:
So hieß es früher, wenn von Pflegeheimen die Rede war. Zudem wurden sie häufig mit Armenhäusern gleichgesetzt. Diese Zeiten sind lange vorbei. So vielfältig wie die Lebenssituationen von Bewohnerinnen und Bewohnern, so vielfältig sind inzwischen die Möglichkeiten der Unterstützung. Mehr noch: Die Arbeit ist zu einem Miteinander von Pflegenden und Pflegebedürftigen geworden. „Demenzerkrankungen brachten uns vor 15 Jahren noch an Grenzen. Inzwischen haben wir gelernt damit umzugehen“, nennt Daniel Siegl, Hausleiter im Sozialzentrum der SeneCura in Bludenz, ein Beispiel.
Gewohnten Alltag erhalten Ein Weiteres ist die Palliativpflege, die in den Heimen Einzug gehalten hat, um Menschen in ihrer
letzten Lebensphase gut begleiten zu können. Dazu kommen Modelle, die sich an der Biografie der Bewohner orientieren und ihnen ein großes Stück gewohnten Alltags erhalten. „Es gibt aber nicht das eine Konzept, sondern es geht
„Wir haben einen wunderbaren Beruf, mit Menschen zu tun und dürfen sie begleiten.“ Daniel Siegl Hausleitung SeneCura
darum, das Beste aus allem herauszunehmen“, ergänzt Simon Weber, Haus- und Pflegeleiter im Haus Tosters in Feldkirch. Als besonders wertvoll wird die psychiatrische Unterstützung beschrieben, die Pflegeheime für ihre Bewohner in Anspruch nehmen
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Die Langzeitpflege ist auch durch eine familiäre Atmosphäre geprägt.
Perspektiven in die Arbeit einbringen. Dafür benötige es aber auch Führungskräfte, die junge Leute zu begeistern vermögen. „Wir haben einen wunderbaren Beruf, wir haben mit Menschen zu tun, und wir dürfen Menschen ein Stück ihres Wegs begleiten. Was gibt es Schöneres?“ Wiltrud Oberhofer vom Sozialzentrum Wolfurt, Daniel Siegl und Simon Weber kennen die Antwort.
Gut angeleitet die Praxis erleben
In Pflegeheimen hat sich die Praxisbegleitung bewährt.
DORNBIRN Ein wichtiger Aspekt
Eigeninitiative
Herzlichkeit
können, zumal herausfordernde Verhaltensweisen immer mehr zunehmen. Gerontopsychiatrie in der Pflege gibt es aber auch als Lehrgang für Mitarbeitende aus dem stationären Pflege- und Betreuungsbereich. Er vermittelt den Teilnehmerinnen und Teilnehmern das nötige Rüstzeug, um mit solchen Situationen umgehen zu können. Auf Fort- und Weiterbildung wird in der Langzeitpflege insgesamt großer Wert gelegt. „Wir brauchen gut ausgebildete Mitarbeitende, denn sie sind der Schlüssel zum Erfolg. Sie füllen Konzepte mit und erhalten sie über Jahre am Leben“, sagt Daniel Siegl. Wichtig sei ein gesunder Mix aus älteren und erfahrenen Mitarbeitenden sowie jüngeren Beschäftigten, welche die Philosophie eines Pflegeheims weitertragen und gleichzeitig neue
im Rahmen der Personalführung bzw. Personalgewinnung ist die Praxisbegleitung. Das soll jungen Betreuungs- und Pflegefachkräften einen guten Berufseinstieg ermöglichen mit dem Ziel, sie auch längerfristig zu binden. Das nötige Wissen vermittelt ein von der connexia angebotener und von der Landesregierung unterstützter Lehrgang. Fachkräfte erhalten die Befähigung, am Pflegeberuf interessierte Frauen und Männer durch ein Praktikum zu begleiten. „Eine gute Begleitung ist die Zukunft“, sagt etwa Wiltrud Oberhofer, Pflegedienstleiterin im Seniorenheim Wolfurt. Selbst, wenn sich die Schülerinnen und Schüler nach Abschluss der Ausbildung nicht für eine Tätigkeit in der Langzeitpflege entscheiden, könnten sie vielleicht
später dafür gewonnen werden. Gezielt auf die Praktikanten zuzugehen, macht für die Verantwortlichen in jedem Fall Sinn. „Auf diese Weise können wir ihnen hautnah vermitteln, was Langzeitpflege bedeutet und welche Möglichkeiten gegeben sind“, erläutert Oberhofer. Als sehr positiv wird außerdem gewertet, dass die Praxisanleitung finanziell abgegolten wird. Im Plan ist auch, die Verteilung der Praktikanten zu verbessern. Dafür soll eine eigene Stelle eingerichtet werden. Die Praxis sieht dann so aus, dass mit den Praktikanten jeweils Ziele nach den Vorgaben der Schule vereinbart und diese in Zwischenbesprechungen immer wieder einmal evaluiert werden. „Es ist uns außerdem wichtig, dass Praktikantinnen und Praktikanten ein gutes Lernumfeld vorfinden“, betont Wiltrud Oberhofer. Deshalb richten Pflegeheime sogenannte dritte Lernorte ein, die ein Üben unter Praxisbedingungen ermöglichen.
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Eine wichtige Konstante
In der Langzeitpflege gibt es auch viele Langzeitbeschäftigte. DORNBIRN In Vorarlberg gibt es
51 Pflegeheime, in denen sich rund 2500 Beschäftigte um gut 2000 Bewohnerinnen und Bewohner kümmern. Deren Struktur hat sich in den vergangenen Jahren jedoch deutlich verändert. „Wir haben es heute mit den unterschiedlichsten Krankheitsbildern und Altersgruppen zu tun“, erklärt Daniel Siegl und berichtet von „seinem“ jüngsten Bewohner, einem erst 25-jährigen Mann. Den Gegebenheiten entsprechend hat sich auch die Langzeitpflege enorm weiterentwickelt. Das gilt nicht nur für Betreuungskonzepte und Beschäftigungsangebote, sondern ebenso für die Ausstattung mit technischen und anderen Hilfsmitteln. Das erleichtert den Mitarbeitenden vieles.
Erreichtes motiviert Herausfordernd bleibt die Arbeit in der Langzeitpflege dennoch, aber: „Das Erreichte motiviert immer wieder“, bekräftigt Simon Weber. Dieser Bereich biete so viele Entwicklungsmöglichkeiten, und „wir können etwas verändern“. Wiltrud Oberhofer hat eine andere, positive Botschaft: „Es gibt in den Pflegeheimen viele Mitarbeiterinnen und Mit-
arbeiter, die schon sehr lange dabei und eine wichtige Konstante sind.“ Sie selbst war bis 2007 in der Akutpflege eines Krankenhauses beschäftigt. Dann wechselte Oberhofer ins Seniorenheim Wolfurt, wo sie mittlerweile mit ganzem Herzen als Pflegedienstleiterin arbeitet.
Leben hereinholen Die Pflegeheime sind auch bemüht, mit ebenso professionellen wie ansprechenden Webseiten ihre Arbeit und ihr Angebot einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. „Wir sind offen, wollen Leben in unsere Häuser hereinholen“, betont Daniel Siegl, der sich zusätzlich im Landesverband der Heim- und Pflegeleitungen engagiert. Kampagnen des Landes wie die Geschichtenreihe „Pflege berührt“ bilden die Leistungen der Langzeitpflege ebenfalls auf sympathische Art und Weise ab. Nicht zuletzt beweisen Auszeichnungen, dass die Bemühungen tatsächlich Früchte tragen. Das Sozialzentrum Bürs etwa wurde für sein Projekt „Packt die Badesachen ein!“, welches aus er biografischen Arbeit mit Bewohnern entstand, mit dem Teleios 2019 geehrt.
„Ich will endlich wieder gut schlafen!“ Ein Wunsch, den viele Österreicher teilen. Immer mehr Betroffene sind hier auf der Suche nach natürlicher Unterstützung. Man liegt im Bett, das Gedankenkarussell will einfach nicht stillstehen und ans Einschlafen ist nicht zu denken. Und selbst wenn man es endlich in den wohlverdienten Schlaf geschafft hat, wacht man häufig in den frühen Morgenstunden wieder auf und alles beginnt von vorne. Solche Schlafprobleme sind meist eine weitverbreitete „Nebenwirkung“ unseres stressigen Alltags und werden in Zeiten von ständiger Erreichbarkeit akuter denn je.
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Verständlich, dass der eine oder andere überlegt, sich beim Arzt Schlafmittel verschreiben zu lassen. Jedoch sollte man unerwünschte Effekte wie die Gefahr einer Abhängigkeit nicht unterschätzen. Für all jene, die in einem ersten Schritt sanfte Unterstützung suchen, gibt es in der Apotheke auch natürliche Alternativen.
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Frisch gemixt ist besser
Fertige Smoothies können wahre Zuckerbomben sein. LINZ Püriertes Obst und Gemüse
klingt gut, doch wie gesund ein fertig gemixter roter Smoothie aus der Flasche wirklich ist, zeigt sich erst auf den zweiten Blick. Die Arbeiterkammer Oberösterreich hat 20 solcher Produkte in etlichen Geschmacksrichtungen untersucht und dabei rund zwei Drittel als Zuckerbomben mit mehr als der Hälfte des Tagesbedarfs entlarvt. Smoothies sind lebensmittelrechtlich nicht klar definiert. Im Allgemeinen versteht man darunter ein Mischgetränk aus Fruchtsaft und püriertem Obst und/oder Gemüse, das eine sämige Konsis-
tenz aufweist. Für den Test kauften die Experten 20 Fläschchen mit einer Füllmenge zwischen 237 und 300 Milliliter in verschiedenen Geschäften. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) setzt für einen guten Smoothie einen Anteil von mindestens 50 Prozent an „ganzem“ Obst oder Gemüse als stückige Bestandteile oder Pürees voraus. Im Test enthielt einer der günstigsten Smoothies den mit 71 Prozent größten Anteil an Fruchtpüree bzw. -mark. Laut den DGE-Empfehlungen sollten in den Smoothies auch keine Zusätze wie Zucker, Aromen oder iso-
Selbst zubereitete Smoothies sind zu bevorzugen, auch weil man in diesem Fall sicher weiß, was darin enthalten ist.
lierte Nährstoffe zu finden sein. Zucker ist in den Mischungen immer enthalten, auch wenn keiner zugesetzt wird, kommen rund 23 bis 32,5 Gramm fruchteigener Zucker vor. Das ist laut den Experten nicht wenig, bedenkt man die WHO-Empfehlung von maximal zehn Prozent der Gesamtenergiezufuhr, was bei 2000 Kilokalorien am Tag maximal 50 Gramm
Zucker bedeute. Zwei von drei Testprodukten enthielten mehr als die Hälfte der Tagesdosis. So gesehen sollten Smoothies nur gelegentlich eine Portion Obst oder Gemüse am Tag ersetzen. Empfohlen wird ohnehin, Smoothies aus frischem, saisonalem, ungeschältem Obst und Gemüse selbst zu machen, um alle wertvollen Inhaltsstoffe zu erhalten.
HOMÖOPATHIE. Elisabeth Majhenic, Therapeutin und Dozentin in klassischer Homöopathie
Appetitlosigkeit bei alten Menschen
Es gibt verschiedenste Möglichkeiten der Unterstützung.
LINDAU Appetitlosigkeit bei unentschlossenen, schüchternen alten Menschen mit Mangel an Selbstvertrauen, die an Verdauungsstörungen und Erschöpfung leiden, benötigen Barium carbonicum: Ein wichtiges, wahlanzeigendes Symptom ist ein Spasmus in der Speiseröhre, der bei diesen älteren Menschen dazu führt, dass sie nur Flüssigkeiten mit Leichtigkeit schlucken können. Die Beschwerden entstehen oft durch Verlegenheit. Ambra grisea ist ebenfalls bei fehlendem Appetit alter Menschen angezeigt. Vor allem dann, wenn sie unter Schwindel und oder Kopfschmerzen leiden. Auffällig ist, dass sie sichtbar zittern beim Hören von Musik, und nicht
Ausgewählte Mittel können bei mangelnder Essenslust hilfreich sein.
zuletzt leiden diese Menschen an Stuhlverhalten, wenn sie nicht ungestört und in Ruhe ihr Geschäft verrichten können. Deutlich sind Verschlimmerungen durch Anwesenheit von Fremden und in Gesellschaft. All diese Symptome können durch Kummer oder Sorgen entstehen. Alte Frauen, die appetitlos sind und über bitteren Mundgeschmack klagen bei sauberer Zunge, lässt uns an Carbo vegetabilis
denken. Sie leiden unter schwacher Verdauung. Das einfachste Essen verursacht Blähungen im Oberbauch, was durch Aufstoßen besser wird. Enge Kleidung um die Taille und der Bauchregion ist nicht zu ertragen. Durch die Blähungen entsteht oft auch Asthma, welches sich durch Hinlegen verschlechtert und durch zugefächelte Luft bessert. Die Betroffenen sind gereizt und schwerfällig. Geistige Erschöpfung und Erwar-
tungsspannung kann diese Personen belasten. Phosphor ist angezeigt bei alten Menschen mit Appetitlosigkeit trotz Hunger mit Durst, meist auf große Mengen kalter Getränke. Durchfall wechselt sich ab mit Verstopfung, Flatulenzen sind häufig. Die Langsamkeit dieser Personen ist offensichtlich. Das Mitgefühl für andere sowie die Angst vor Krankheit ist groß. Phosphor-Menschen sind schnell erregt, was oft im ursächlichen Zusammenhang mit ihrer Beschwerde steht. Einnahme des homöopathischen Arzneimittels: 3 Globuli in der Potenz C200 unter der Zunge zergehen lassen. Anschließend 3 weitere Globuli in einer Tasse mit ¼ l kaltem Wasser auflösen und davon 3 x täglich, 2 Tage lang einen Schluck einnehmen, davor vor jedem Schluck einige Male umrühren. Die Wiederholung erfolgt bei Rückfall frühestens nach 2 Wochen. Insgesamt sollte das Mittel nur 3-mal geben werden.
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Freitag, 28. Jänner 2022 Vorarlberger Nachrichten
Coffee-Tonic und Single Source Die Österreicher bevorzugen immer öfter Kaffeespezialitäten.
WIEN Qualität, Convenience und
Experimentierfreudigkeit sind die treibenden Kräfte hinter den wichtigsten Kaffeetrends des Jahres 2022. Gleichzeitig soll das Lieblingsgetränk der Österreicher gut schmecken und gesund für den Körper und auch den Planeten sein. „Kaffee verbindet auf wundervolle Weise Tradition und Innovation. Die Pandemie hat dazu geführt, dass Kaffeetrinken als wichtiges und vertrautes Ritual im Alltag eine noch höhere Bedeutung zukommt. Das Wissen um das Trendgetränk wächst - von der Herkunft über die Röstung bis hin zur Zubereitung. Gleichzeitig gewinnt das Thema nachhaltiger Kaffeegenuss laufend an Bedeutung. Multiplikator des neuen Kaffeebewusstseins sind die Sozialen Medien. Sie spielen eine wichtige Rolle. Sie regen zur Auseinandersetzung mit dem Produkt und zu
Kaffee zählt zu den Lieblingsgetränken in der Alpenrepublik, und die Einwohner wissen ihn in immer neuen Facetten zu genießen.
kreativen und interessanten Kaffeekreationen an“, erklärt Marcel Löffler, Präsident des Österreichischen Kaffeeverbandes. Bereits seit einigen Jahren spielen kalte bzw. gekühlte Kaffeekre-
ationen eine immer größere Rolle, allen voran der „Cold Brew“, der bereits eine beachtliche Popularität unter den österreichischen Kaffeetrinkern genießt. Eisgekühlte Kaffeegetränke bedienen
Ihre Ohren in besten Händen. Denn besser hören fängt mit gutem Hören an. Wir laden Sie zum kostenlosen Hörtest ein, um eine Hörminderung rechtzeitig zu erkennen.
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zudem den Konsumentenwunsch nach Erfrischung. Dies spiegelt sich auch in Kreationen wie etwa der Coffee-Tonic wieder. Der österreichische Konsument wünscht sich zudem Transparenz, Fairness und Ressourcenschonung. Dies zeigt sich in der steigenden Nachfrage nach zertifiziertem Kaffee. So zählt Spezialitätenkaffee zu den größten Trends. Dies beginnt mit der Herkunft bis hin zu den unterschiedlichen Brühverfahren. Ein typisches Beispiel dafür ist der Single Origin oder Single-Source Kaffee, der aus einer einzigen Ernte, einem einzigen Land oder einer einzigen Region geerntet wird und der die einzigartigen Geschmacksnoten seiner Herkunft trägt. Single-Source-Kaffee ist zwar noch kein Massenphänomen, aber er zeigt, dass Kaffeetrinkern individuelle Bedürfnisse immer wichtiger werden.
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Medizin 4.0 – das DaVinci Operationsrobotersystem Dienstag, 22. Februar 2022, 18 Uhr Mit dem DaVinci Operationsrobotersystem ist eine Verbesserung der Ergebnisse für Patient(inn)en während und nach der Operation exzellent gelungen. Die Referent(inn)en werden über diese revolutionäre Technik berichten. Moderation: VN-Redakteurin Marlies Mohr. Teilnahme kostenlos. Informationen & Anmeldung: www.vol.at/medkonkret So funktionierts: Bitte einwählen per Computer oder Smartphone über diese Internetadresse: http://VN.AT/sul95k
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