Mein Geld
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23. Oktober 2021
Beliebtes Bargeld Im Handel wichtigstes Zahlungsmittel
Anlagen für Frauen Breite Palette für einen Vermögensaufbau
Nachhaltigkeit Vorarlberger Banken bauen Angebot aus
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Samstag, 23. Oktober 2021 Extra
Ein gut diversifizierter globaler Aktienfonds bietet eine ausgezeichnete Möglichkeit, die Inflation dauerhaft zu entgehen.
„Nachhaltig die Inflation schlagen“ Nachdem sich die Inflations rate in den letzten Jahren über wiegend im Bereich von einem Prozent bewegt hat und im Corona-Jahr 2020 zwischenzeit lich sogar Deflation herrschte, liegt die Inflationsrate inzwi schen über dem von der Euro päischen Zentralbank (EZB) dauerhaft angestrebten Bereich um zwei Prozent. Steigende Energie- und Rohstoffpreise, Lieferkettenprobleme und eine Knappheit bei Mikrochips führten im Verlauf zuletzt zu einem starken Anstieg der Inflation. Auf Jahresbasis erreichte die Teuerung im September in der Eurozone mit 3,4 Prozent den höchsten Wert seit 2008. Hohe Teuerungswerte „Besonders stark verteuerte sich im September neuerlich Energie, die 17,4 Prozent teurer wurde als ein Jahr zuvor. Preise für Industriegüter stiegen um 2,1 Prozent. Lebens- und Genussmittel kosteten ebenfalls um 2,1 Prozent mehr als vor einem Jahr. Dienstleis tungen waren 1,7 Prozent teurer. Bei dem aktuell starken Anstieg der Verbraucherpreise spielen sogenannte Basis effekte eine Rolle, aber sie erklären nicht alles. Die von Volkswirten stark beachtete Kernteuerungsrate ohne Energie und Lebensmittel stieg ebenfalls. Sie erhöhte sich von 1,6 Prozent im August auf nun
1,9 Prozent. Die Kerninflation gilt vielen Ökonomen als zuverlässigere Messgröße für die Teuerung, da sie in der Regel weniger stark schwankt“, so skizziert Jürgen Rupp, Teamleiter Wertpapier- und APMConsulting bei der Raiffeisen Landesbank Vorarlberg, die aktuelle Situation. Und weiter: „Volkswirte erwarten zunächst auch keine Entspannung. Der Verbraucherpreisanstieg wird sich in den kommenden Monaten fortsetzen. Weiten sich die globalen Energieengpässe weiter aus und kommt es aufgrund von einer Lohn-Preis-Spirale zu Zweitrundeneffekten, wird die Inflationsrate 2022 kaum zum EZB-Ziel von zwei Prozent zurückkehren.“ Eine steigende Inflationsrate hat langfristig erhebliche Auswirkungen auf die Vermögen. Von Hyperinflation sind wir mit der jüngsten Teuerung von 3,2 Prozent in Österreich noch meilenweit entfernt. Dennoch sorgen sich Sparer nicht zu Unrecht um ihr Erspartes. Denn, wird das Geld zu einem Zinssatz angelegt der niedriger ist als die aktuelle Inflationsrate, verliert das Ersparte laufend an Kaufkraft. Und das passiert derzeit auf dem Sparbuch. Dort betragen die Zinsen gerade kaum mehr als null Prozent. Zudem werden von der EZB trotz steigender Inflationszahlen keine nennenswerten Zinserhöhungen in den nächsten Jah-
ren erwartet. In Verbindung mit dauerhaft niedrigen Zinsen lässt auch eine moderate Inflation von zwei Prozent die Kaufkraft eines Sparguthabens deutlich schrumpfen. So sind 10.000 Euro auf einem zinslosen Sparbuch nach zehn Jahren zwar immer noch 10.000 Euro, aber sie haben im Vergleich zu heute nur noch die Kaufkraft von rund 8200 Euro. Ausweg aus dem Dilemma „Aber“, so der Finanzexperte: „Aus diesem Dilemma gibt es jedoch einen lukrativen Ausweg. Und zwar eine langfris tige Veranlagung in den globalen Aktienmarkt. Eine Investition in den MSCI World Aktienindex brachte nach Berücksichtigung der Inflation
in den letzten 20 Jahren eine jährliche Rendite von rund fünf Prozent. Somit bietet ein gut diversifizierter globaler Aktienfonds eine ausgezeichnete Möglichkeit, die Inflation dauerhaft zu schlagen. Denn auch bei einer stärker steigenden Inflation schaffen es viele Konzerne ihre Gewinne trotz höherer Inputkosten zu steigern.“ Am besten sind Unternehmen mit führender Wettbewerbsposition, starken Marken, die dadurch über Preissetzungsmacht verfügen. Solche Konzerne können höhere Kosten im Einkauf oder in der Produktion in Form von Preiserhöhungen an ihre Kunden weitergeben. Steigen die Umsätze der Unternehmen stärker als die In-
Am besten sind Unternehmen mit führender Wettbewerbsposition.
putkosten, wird sich der Anstieg der Gewinnmargen in höheren Gewinnen niederschlagen. Höhere Gewinne der Unternehmen machen sich wiederum in steigenden Aktienkursen bemerkbar. Da Branchen unterschiedlich von der Inflation beeinflusst werden, ist es gerade in Phasen von überdurchschnittlicher Inflation wichtig, auf die Branchengewichtung zu achten. Daher ist es speziell in dieser Phase hilfreich auf ein aktives Asset Management zu setzen. Wer heute langfristig Vermögen aufbauen will, kommt an Aktien nicht vorbei. Es gibt gewisse Risiken „Aktieninvestment sind jedoch mintunter gewissen Risiken unterworfen. Die Kurse können aufgrund unerwarteter Ereignisse stark schwanken. Mit einem schrittweisen Einstieg oder auch einer laufenden Ansparung kann der Anleger diese Risiken jedoch gut in den Griff bekommen“, erläutert Rupp. Bei einem Sparplan mit fixer Investitionssumme sorgt der Cost-Average-Effekt häufig dafür, dass der Anleger Fonds anteile günstiger einkaufen kann als bei einer einmaligen Investition. „Zu einem bestimmten Stichtag werden jeweils die Fondsanteile zu einem fixen Betrag gekauft. Die einzelnen Kaufkurse liegen über dem günstigsten Kurs der angesparten Periode, aber auch unter dem
höchsten Kurs. So ergibt sich insgesamt ein Durchschnittskurs, zu welchem die Fondsanteile gekauft werden. An der Börse gibt es immer das Problem des richtigen Einstiegszeitpunktes. Mit dem CostAverage-Effekt wird dieses
Jürgen Rupp Raiffeisen Landesbank
Mit einem schrittweisen Einstieg oder auch einer laufenden Ansparung kann der Anleger Risiken gut in den Griff bekommen. Problem auf einen längeren Zeitraum ausgedehnt. Dadurch kann der Effekt zu einer höheren Rendite bei gleichem Investitionsbetrag führen. Generell ist immer ,jetzt‘ der beste Zeitpunkt mit einer längerfristigen schrittweisen Veranlagung in Aktienfonds zu beginnen. Wer zwei Fliegen mit einer Klatsche schlagen möchte, der kann mit Investitionen in einen nachhaltigen Aktienfonds die Inflation schlagen und zusätzlich einen Mehrwert für die Umwelt und Gesellschaft schaffen“, so Rupp abschließend.
Deutsche haben so viel Geld wie noch nie Stromknappheit dauert an.
Energiekrise Wegen des Energiemangels in China sind die chinesischen Erzeugerpreise im September ungewöhnlich stark gestiegen. Der Index des Statistikamtes kletterte um 10,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat.
Auch nach der schrittweisen Lockerung der Corona-Ein schränkungen haben die Men schen in Deutschland ihr Geld zusammengehalten.
jahr um 159 Milliarden Euro auf 7325 Milliarden Euro. Ökonomen rechnen mit einem weiteren Anstieg im Laufe des Jahres.
Zugleich profitierten sie von gestiegenen Börsenkursen – das Geldvermögen kletterte im zweiten Quartal auf ein Rekordhoch. Nach Angaben der Deutschen Bundesbank stieg das Vermögen der Privathaushalte aus Bargeld, Wertpapieren, Bankeinlagen sowie Ansprüchen gegenüber Versicherungen im Vergleich zum ersten Viertel-
Die größten Posten Zwar kurbelte die schrittweise Lockerung der Einschränkungen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie die Konsumlust der Verbraucher im zweiten Quartal an, die Sparquote sank nach Daten des Statistischen Bundesamtes. Dennoch legten die Menschen weiter Geld auf die hohe Kante. Bargeld und Bankeinlagen
etwa auf Giro- und Tagesgeldkonten machten mit gut 2910 Milliarden Euro Ende Juni weiter den größten Posten aus. Im zweiten Quartal kamen rund 52 Milliarden Euro hinzu. Sparer verdienen wegen der Zins flaute damit zwar nichts, können aber bei Bedarf rasch auf ihr Geld zugreifen. Zugleich trauen sich die Sparer in Deutschland zunehmend an den Aktienmarkt. So kauften die privaten Haushalte im zweiten Quartal Investmentfondsanteile für 24 Milliarden sowie Aktien für sieben Milliarden Euro.
Deutsche Sparer trauen sich zunehmend an den Aktienmarkt.
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Thema „Frauen und Geldanlage“ Geringeres Einkommen, schlechtere Versorgung im Alter und größere Abhängigkeit von anderen sind auch in Vorarlberg Teil weiblicher Finanzrealität.
Für die Investition in Wert papiere ist allerdings eine gewisse Risikobereitschaft notwendig, die den Vorarlbergerinnen weniger zu liegen scheint. So bezeichnen sich nur acht Prozent der weiblichen Befragten als risiko bereit (Männer: 19 Prozent). „Aus unserer Beratungspraxis wissen wir, dass sich Frauen in Geldangelegenheiten weniger zutrauen und ihr eigenes Wissen unterschätzen. Dabei zeigt sich immer wieder, dass auch sie ein gutes Händchen haben – gerade weil sie Risiken kalkuliert eingehen“, betont Süß.
Mit einem Gender Pay Gap von 27 Prozent zwischen Frauen und Männern und der Tatsache, dass Ländle-Rentnerinnen im Durchschnitt 48 Prozent weniger Pension als Rentner erhalten, besteht dringender Handlungsbedarf. Die Rahmenbedingungen „Die finanziellen Rahmenbedingungen sind für viele Frauen herausfordernd. Aus unserer Sicht sollten Frauen gerade deshalb frühzeitig Verantwortung für das eigene Finanzleben übernehmen, ausreichend Finanzwissen aufbauen, um eigenständige Entscheidungen treffen und zielgerichtet Vermögen aufbauen zu können“, empfiehlt Sparkassen-Filialleiterin Susanna Süß.
80 Prozent der Vorarlbergerinnen legen beim Geld großen Wert auf Unabhängigkeit. 80 Prozent der Vorarlbergerinnen, so eine Umfrage von Erste Bank und Sparkassen, legen sehr großen Wert auf Unabhängigkeit, wenn es ums Geld geht. Bei der Wahl der Anlageformen führt das Sparbuch immer noch die Hitliste
an. „Bestehen freie Mittel, könnten Wertpapiere gute Dienste leisten, um in Zeiten des Niedrigzinsniveaus Vermögen aufzubauen. Um unvorhersehbare Ausgaben des Alltags bestreiten zu können, eignen sich natürlich nach wie
vor etwa drei Monatsgehälter am Sparbuch“, betont die Finanzexpertin. Hätten die Vorarlbergerinnen mehr Wissen und Erfahrung, so würden sie – laut Studie – jedenfalls häufiger Wertpapiere in Betracht ziehen.
Nachhaltige Fonds im Trend Bei der Geldanlage in Wert papieren wird in jedem Beratungsgespräch die Risikoneigung vorab geklärt, sodass Frauen das Risiko direkt steuern können. „Für den Einstieg in den Kapitalmarkt eignen sich sicher Investmentfonds besser, denn sie investieren gezielt in unterschiedlichste Unternehmen und Regionen und
streuen so das Risiko. Für viele ist auch attraktiv, dass sie schon mit 50 Euro monatlich in Form von Fondssparplänen investieren können“, weiß die Filialleiterin: „Die breite Angebotspalette nachhaltiger Fonds kommt weiblichen Investmentinteressen sehr entgegen. Denn hier können wertvolle Zukunftsprojekte unterstützt und gleichzeitig Rendite erwirtschaftet werden.“
Finanzexpertin Susanna Süß, Filialleiterin Sparkasse.
China wird seine Nationalparks stärken.
China kündigt einen Artenschutzfonds an China will Entwicklungsländer im Kampf gegen das Artensterben mit einem Fonds von gut 200 Millionen Euro unterstützen. „Entwicklungsländer brauchen Hilfe und die Solidarität muss gestärkt werden, damit sie auf faire Weise gestärkt werden“, sagte Chinas Präsident Xi Jinping bei der Weltnaturschutzkonferenz im südchinesischen Kunming. Dies solle ein Anfang sein, weitere Geberländer seien willkommen. China werde zudem seine Nationalparks stärken, wo etwa 30 Prozent der Wildtierarten des Landes leben. Bereits zum Auftakt hatte das Gastgeberland der Konferenz angekündigt, man werde künftig in allen Entwicklungsplänen für seine Regionen die biologische Vielfalt berücksichtigen. China wird vorgeworfen, seine rasante w irtschaftliche Entwicklung in den vergangenen Jahren zulasten der Ökosysteme vorangetrieben und den Lebensraum für Wildtiere eingeengt zu haben. Dies könnte auch dazu beigetragen haben, dass Viren von Tieren leichter auf Menschen überspringen und Pandemien wie Corona auslösen.
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Insolvenzen dämpfen die Kreditqualität Anziehende Firmenpleiten in der Eurozone haben laut EZB-Chefbankenaufseher Andrea Enria die Qualität der ausstehenden Kredite der Geldhäuser bisher nur leicht gedämpft. Vorsicht sei aber angebracht, sagte Enria auf einer Veranstaltung des Ins tituts of International Finance (IIF). „Wir sehen, dass die Insolvenzen beginnen etwas zuzunehmen“, sagte der Bankenkontrolleur. Einige Indikatoren für die Verschlechterung der Darlehensqualität, wie gestundete Darlehen oder Kredite mit einem erhöhten R isiko (Stufe 2), seien im ersten und zweiten Quartal nach oben gegangen, so Enria.
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Die Wirtschaft schaltet bei hohem Erholungstempo einen Gang zurück Der UniCredit Bank Austria Konjunkturindikator sinkt im September auf 4,6 Punkte, übertrifft damit jedoch weiterhin deutlich den langjährigen Durchschnitt. Die Wachstumsprognose für 2021 und 2022 mit einem BIPAnstieg um 4,0 Prozent bzw. 5,1 Prozent bleibt unverändert hoch. Die Inflationsrisiken nehmen zu, der Ölpreisrückgang sollte 2022 jedoch für eine Trendwende sorgen. Indikator ist gesunken Nach der Hochstimmung in den Sommermonaten lässt der Optimismus in der heimischen Wirtschaft mittlerweile spürbar nach. „Mit Herbstbeginn hat die Konjunkturstimmung in Österreich begonnen, sich abzukühlen. Der UniCredit Bank Austria Konjunkturindikator ist im September auf 4,6 Punkte gesunken. Damit liegt der Indikator allerdings klar über dem langjährigen Durchschnitt und weist damit auf ein weiterhin sehr hohes Erholungstempo der österreichischen Wirtschaft hin“, meint Chefökonom Stefan Bruckbauer. Im Vergleich zur überschießenden Dynamik nach der Beendigung des Lockdowns im Frühjahr hat
Stefan Bruckbauer Chefökonom Bank Austria
Während die Bauwirtschaft mit Herbstbeginn einen Gang zulegen konnte, verlangsamt sich der Aufschwung in der Industrie. der Aufwärtstrend jedoch erwartungsgemäß an Schwung eingebüßt, da die starken Nachholeffekte auszulaufen beginnen. Die Verlangsamung der Konjunktur ist in allen Wirtschaftssektoren spürbar
Geringere Nachfrage nach Stahl Die Erholung der Stahlnachfrage wird heuer und 2022 nach Einschätzung des Weltstahlverbands geringer ausfallen als erwartet. Die Nachfrage werde 2021 um 4,5 Prozent ansteigen, teilte der Verband mit. Im April hatte er noch ein Wachstum von 5,8 Prozent in Aussicht gestellt. Für 2022 liegt die Prognose bei plus 2,2 anstatt 2,7 Prozent. China: Weniger Nachfrage Ursache hierfür sei vor allem die schwächere Nachfrage in China. Dort werde der Verbrauch heuer wohl um ein Prozent sinken, nachdem bisher ein Plus von drei Prozent erwartet wurde. China verbraucht etwa die Hälfte des weltweit hergestellten Stahls. In der Volksrepublik schwächelt der Immobilienmarkt, in die Schlagzeilen geraten ist vor allem der überschuldete Evergrande-Konzern.
Auch die Investitionstätigkeit wird, wenn auch etwas geringer als 2021, den anhaltenden Aufschwung stark mittragen. geworden, ausgenommen ist nur der Bau. Aufgrund der vollen Auftragsbücher und einer Entspannung der Pro bleme in den Lieferketten weht für die Bauwirtschaft wieder etwas stärkerer R ückenwind. Industrie verlangsamt „Während die Bauwirtschaft mit Herbstbeginn einen Gang zulegen konnte, verlangsamt sich mittlerweile der Aufschwung in der Industrie, da die internationale Unterstützung nachlässt und sich die Engpässe bei der Beschaffung einiger Vormaterialien nicht gelockert haben. Zudem schwindet der Optimismus in vielen Dienst leistungsbranchen, wie ins besondere dem Gastgewerbe, durch neuerliche Maßnahmen gegen die gestiegenen meint I nfekti onszahlen“, Bruck bauer. Die sehr unterschiedliche Entwicklung der einzelnen Wirtschaftssektoren, die die Erholung der österreichischen Wirtschaft aus der Pandemie kennzeichnet, wird sich in den kommen-
den Monaten fortsetzen. Die Erholung am Bau hält ihr Tempo und die Dynamik in der Industrie bleibt trotz Verlangsamung sehr hoch, da abgesehen von Engpässen in den Lieferketten eine starke Nachfrage für anhaltenden Auftrieb sorgen wird. Der Aufschwung im Dienstleistungssektor wird hingegen über den Winter, abhängig vom Pandemieverlauf, wieder gebremst werden mit besonders hohen Risiken für die körpernahen Dienst leistungsbranchen. Erholung hält aber an „Nach dem kräftigen Rebound im zweiten Quartal dieses Jahres mit einem Anstieg des BIP um 3,5 Prozent zum Vorquartal hat sich mit dem auslaufenden Sommer das Wachstumstempo bereits verlang samt. Wir gehen für das dritte Quartal von einem BIP-Anstieg um rund 2,0 Prozent zum Vorquartal aus, der sich zum Jahresende hin weiter verlangsamen sollte. Trotz geringerem Tempo über den Winter wird die Erholung anhalten, sodass wir für 2021 ins-
gesamt von einem sehr hohen Wirtschaftswachstum von 4,0 Prozent ausgehen“, so Uni Credit Bank Austria Ökonom Walter Pudschedl. Damit wird die österreichische Wirtschaft rund um den Jahreswechsel 2021/22 den wirtschaftlichen Einbruch während der Pandemie wettgemacht haben. Konsum wird treibende Kraft Trotz eines langsameren unterjährigen Erholungstempos wird das Wirtschaftswachstum im kommenden Jahr aufgrund eines statistischen Überhangs höher als 2021 ausfallen. „Wir erwarten für 2022 einen Anstieg des BIP von 5,1 Prozent, stärker als im heurigen Jahr gestützt auf den privaten Konsum, von dem die bestimmenden Impulse ausgehen werden. Doch auch die Investitions tätigkeit wird – wenn auch etwas geringer als 2021 – den anhaltenden Aufschwung stark mittragen. Z udem wird der Außenhandel 2022 nach zweijähriger Pause wieder positiv zum Wirtschaftswachs-
Walter Pudschedl Ökonom Bank Austria
Der österreichische Außenhandel wird 2022 nach zweijähriger Pause wieder positiv zum Wirtschaftswachstum beitragen können. tum beitragen können“, sagt Pudschedl. Geldpolitik bleibt locker „Die Europäische Zentralbank wird ihren unterstützenden geldpolitischen Kurs auch 2022 fortsetzen. Das KrisenWertpapier-Kaufprogramm PEPP dürfte im März zwar auslaufen, doch nicht ersatzlos. Wir gehen davon aus, dass das reguläre Kaufprogramm APP infolge aufgestockt und flexibler gestaltet wird, um günstige Finanzierungsbedin-
Pensionskassen „performen“ Die österreichischen Pensionskassen haben bis Ende des dritten Quartals im Durchschnitt einen Veranlagungsertrag von plus 5,55 Prozent erwirtschaftet. Das teilt der Fachverband der Pensionskassen mit. Damit sei die Performance nach dem „erfreulichen ersten Halbjahr“ weiter gesteigert worden. Bis Ende Juni lag der Veranlagungsertrag bei plus 4,78 Prozent. Die internationalen Finanzmärkte seien im dritten Quartal wei-
Andreas Zakostelsky.
terhin von einer positiven Konjunkturentwicklung geprägt gewesen. Die Erwartung, dass durch die Impffortschritte die Corona-Pandemie überwunden wird und ein neuerlicher Lockdown unwahrscheinlich erscheint, sei vorherrschend. 80 Prozent nachhaltig Die Pensionskassen veranlagten bereits mehr als 80 Prozent nachhaltig, so Fachverbands obmann Andreas Zakostelsky. „In diesem Bereich liegt aber noch weiteres Potenzial.“ Um dieses auszuschöpfen, soll eine Anlageform auf Basis einkommensteuerbefreiter Eigenbeiträge eingeführt werden, wenn eine nachhaltige Anlageform gewählt wird, bekräftigten die Pensionskassen heute. Derzeit haben rund eine Million Öster sterreicher reicherinnen und Ö Anspruch auf eine Firmenpension. Die acht Pensionskassen veranlagen ein Vermögen von über 26 Mrd. Euro und sind der größte private Pensionszahler Österreichs.
gungen zu erhalten“, meint Bruckbauer. Die EZB nähert sich schrittweise dem Ausstieg aus den Notfallmaßnahmen, wird aber vorerst keine Verschärfung der Geldpolitik vornehmen, da der derzeitige Inflationsausbruch als überwiegend temporär eingestuft wird. Hartnäckigere Inflation „Wie die EZB schätzen wir den Inflationsanstieg in Österreich auf mittlerweile über 3 Prozent im Jahresvergleich auch überwiegend als vorüber gehend ein, allerdings scheint er sich als hartnäckiger zu erweisen als ursprünglich angenommen. Die durch die Pandemie verursachten Engpässe auf der Angebotsseite werden wahrscheinlich bis weit in das Jahr 2022 hinein anhalten. Vorerst halten wir an unserer Inflationsprognose von 2,4 Prozent für 2021 und 2,1 Prozent für 2022 jedoch fest“, so Bruckbauer. Insbesondere der erwartete Rückgang des Ölpreises im Jahresverlauf 2022 dürfte eine Wende des Inflationstrends bewirken.
Japan schnürt Paket für die Konjunktur Die neue japanische Regierung will ungeachtet der hohen Staatsverschuldung ein milliardenschweres Konjunkturpaket im Kampf gegen die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie schnüren. Es soll mindestens 32 Billionen Yen (243,72 Mrd. Euro) groß sein. Das sei notwendig, um die Produktionslücke zu schließen und das Inflationsziel der Zentralbank von zwei Prozent zu erreichen, sagte Kozo Yamamoto, der als Architekt der „Abenomics“ genannten Konjunkturpolitik des ehemaligen Regierungschefs Shinzo Abe gilt.
Eine Million Österreicher haben Anspruch auf Firmenpension.
Impressum | Redaktion/Texte: Ernest F. Enzelsberger, Russmedia Verlag GmbH Umsetzung: Anja Schutti Bilder: Russmedia-Archiv, Philipp Steurer, Shutterstock, Dietmar Stiplovsek, Agenturbilder Anzeigen: Russmedia Verlag GmbH, Gutenbergstraße 1, 6858 Schwarzach
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Bargeld bleibt im Handel weiter das beliebteste Zahlungsmittel Die COVID-19-Pandemie hat rund ein Viertel der Österreicherinnen und Österreicher dazu bewegt, ihr Zahlungsverhalten anzupassen. „Die Pandemie hat unseren Alltag, unsere Arbeitsweise, aber besonders das Konsumund Zahlungsverhalten der
Eduard Schock Mitglied des OeNB-Direk toriums
Wir wollen auch weiterhin die Wahlfreiheit des Zahlungsmittels garantieren und setzen uns für die Akzeptanz von Bargeld ein. österreichischen Bevölkerung signifikant verändert. Laut jüngster Erhebung der OeNB im Jahr 2020 haben kontaktlose Kartenzahlungen im stationären Handel wesentlich an Bedeutung gewonnen“, sagt Eduard Schock, Mitglied des Direktoriums der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB). Bargeldnutzung ging zurück Die Bargeldnutzung ist während der Pandemie um 13 Prozentpunkte im Vergleich zu
2019 zurückgegangen. Ein ähnliches Bild zeigt sich auch beim Anteil des Gesamtwertes der Transaktionen am Point of Sale (POS), der sich von 58 Prozent im Jahr 2019 auf 51 Prozent verringert hat. Trotz einem sehr hohen Zahlungskartenbesitz (97 Prozent) bleibt Bargeld in Österreich weiterhin mit 66 Prozent aller Transaktionen am POS das beliebteste Zahlungsmittel. Trend bei Kartenzahlungen Insgesamt scheint die Pandemie aber den Trend zu Kartenzahlungen bei Verbraucherinnen und Verbrauchern beschleunigt zu haben. Transaktionen mit Debitkarten verzeichnen im Vergleich zu 2019 einen anteilsmäßigen Zuwachs von zehn Prozentpunkten auf 27 Prozent; mit Kreditkarten wurden dagegen lediglich zwei Prozent der Zahlungen abgewickelt. Andere unbare Zahlungsmittel kommen im stationären Handel dagegen kaum zum Einsatz. Debitkartenzahlungen Der Anteil kontaktloser Debitkartenzahlungen ohne PINEingabe ist gegenüber Daten der EZB aus 2019 von damals 28 Prozent deutlich um 16 Prozentpunkte gestiegen. „Wir nehmen an, dass dieser Anstieg auf eine gewisse Unsicherheit während der Pandemie und auf die Vereinfachung dieser Zahlungen durch
Trotz eines sehr hohen Zahlungskartenbesitzes bleibt Bargeld in Österreich mit 66 Prozenz am POS das beliebteste Zahlungsmittel. die Erhöhung des Transaktionslimits von 25 auf 50 Euro zurückzuführen ist“, meint Direktor Eduard Schock. Kleinbeträge in bar Zusätzlich zeigte die Untersuchung einen Rückgang von Kleinbetragszahlungen unter zehn Euro, die zumeist noch mit Banknoten und Münzen getätigt werden. „2019 waren noch 40 Prozent aller Trans
aktionen am POS unter zehn Euro, dieser Anteil ist im Jahr 2020 auf 33 Prozent gesunken. Der Anteil der Transaktionen zwischen zehn und 50 Euro stieg hingegen während der Pandemie um sechs Prozentpunkte auf 51 Prozent an. Zahlung beim Onlinekauf In der Umfrage geben rund 62 Prozent der Befragten an, in den letzten 12 Monaten Pro-
dukte im Internet gekauft oder bezahlt zu haben. Darüber hinaus bestätigt fast ein Drittel der Befragten seit Beginn der Pandemie deutlich (elf Prozent) oder etwas (19 Prozent) mehr im Internet eingekauft zu haben. Im Onlinehandel kommen als anteilsmäßig häufigstes Zahlungsmittel Überweisungen (31 Prozent) bzw. Internet bezahlverfahren (25 Prozent)
wie z. B. PayPal und Klarna zum Einsatz. Gleichzeitig ist der Anteil jener, die sich für die Erhaltung von Bargeld in seiner derzeitigen Form aussprechen, in Österreich weiterhin hoch (65 Prozent) und hat sich auch durch COVID-19 kaum verändert. Weitere Details unter: www.oenb.at/Presse/thema- imfokus/bargeld-kartenzahlungen
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„Gold steht trotz Anstieg der Inflation auf wackligen Beinen“ „Die traditionell besonders in flationssensiblen Österreicher und Deutschen haben ihre Schließfächer und Schatz kisten dieses Jahr im Rekord ausmaß mit Goldbarren und Goldmünzen gefüllt. Der Ab satz in Österreich und Deutsch land erreichte im 1. Halbjahr 2021 das höchste Niveau seit mindestens 2009. Das ergibt sich aus Daten des World Gold Council.“ So Roland Rupprechter, MBA, Geschäftsführer/CEO der R&B Research und Vermögensma nagement Gesellschaft in Dornbirn, im Gespräch mit den VN. Und er fährt fort: „In Deutsch land besitzen Privathaushalte die Rekordmenge von 9089 Tonnen des Edelmetalls. Mehr als die Hälfte davon (5194 Ton nen) sind Barren und Münzen, knapp 3900 Tonnen Gold schmuck. Österreich weist ei ne ähnliche Verteilung auf. Auf Barren und Münzen ent fallen knapp 600 Tonnen Gold.“ Derzeit hohe Inflation Nicht nur in Österreich und Deutschland, auch in der Eu rozone und den USA ist die Inflation im Moment unge wöhnlich hoch. Wie das euro päische Statistikamt Eurostat nach einer Schätzung mit teilte, lag die Inflationsrate im September bei 3,4 Prozent. Das ist der höchste Stand seit 13 Jahren. Noch Ende des vergangenen Jahres waren die monatlichen Inflationsraten negativ gewe sen. In den USA ist die Inflati onsrate im September über raschend auf 5,4 Prozent an gestiegen. Ungeachtet dessen fiel der Goldpreis in diesem Jahr um 5,5 Prozent auf 1794 US-Dollar. Offensichtlich ist die Inflation kein starkes Argument für einen nachhal
Käufe über längere Zeiträume verteilen und teilweise abseits der Rohstoffbörsen abwickeln. Beides hat eine schonende Auswirkung auf den Gold preis.“ In Indien sind die Goldimpor te im September sprunghaft auf 91 Tonnen angestiegen,
Roland Rupprechter R&B Ver mögens management
Der starke Anstieg der Energie- und Rohstoffpreise dürfte von vor übergehender Natur sein. U. a. weil die Nachfrage sinken wird.
Schrecken nehmen und zu einem erhöhten Druck auf den Goldpreis führen.
nach 12 Tonnen im Vormonat. Die weltweiten Notenbanken stockten ihre Goldreserven im ersten Halbjahr um 333 Ton nen auf, was 39 Prozent über dem fünfjährigen 1. Halbjahrdurchschnitt liegt. Beides führte zu keiner höheren Goldnotiz.
Mögliche Kurstreiber Welche Faktoren könnten An leger, die auf einen steigenden Goldpreis setzen, in die Hände spielen? Dazu Rupprechter: „Mögliche Kurstreiber wären eine Eintrübung der Konjunk tur sowie eine Wiederver schärfung der Corona-Situati on mit anhaltend expansiver Fiskal- und Notenbankpolitik. Die Schmuckindustrie und die Notenbanken sind zwar auch immer wieder für Schlagzei len gut, den Goldpreis bewe gen sie aber weniger stark als allgemein angenommen. Dies liegt unter anderem daran, dass die Notenbanken ihre
Die Schlussfolgerungen Aus diesen Fakten zieht Rupprechter zusammenfas send folgendes Fazit: „Das sich abzeichnende Auslaufen der US-Anleihekäufe, das die Real zinsen und den US-Dollar un ter Aufwärtsdruck setzt, sowie weiter leicht anziehende Ren diten bei US-Anleihen, birgt Abwärtsrisiken für das Gold. Als strategische Position in schwierigen Marktphasen bleibt das Edelmetall in phy sischer Form aber trotzdem weiterhin interessant. Wir empfehlen eine Portfoliobei mischungsquote von fünf Prozent.“
In Deutschland besitzen die Privathaushalte die Rekordmenge von 9089 Tonnen Gold. Die Hälfte sind Barren und Münzen.
Der Goldabsatz in Österreich und Deutschland erreichte im ersten Halbjahr ein äußerst hohes Niveau. Roland Rupprechter Geschäftsführer R&B
tig steigenden Goldpreis. Rup prechter: „Zwar gehen wir davon aus, dass der Teue rungsschub länger als ur sprünglich gedacht anhalten wird, im Kern dürfte er aber übergehendes Phäno ein vor men bleiben. Verantwortlich für den sprunghaften Anstieg ist die Erholung der Konjunk tur. Die preistreibenden Liefe
rengpässe, mit denen die Wirtschaft derzeit zu kämpfen hat, dürften zwar noch eine Zeit lang andauern. Im Laufe des nächsten Jahres sollten sie aber wieder abklingen.“ Auch der starke Anstieg der Energieund Rohstoffpreise dürfte von vorübergehender Natur sein. Schon heute zeichnet sich ab, dass die Nachfrage aufgrund der hohen Preise sinkt und auf der anderen Seite daran gear beitet wird, das Angebot aus zuweiten. Es stellt sich jetzt die Frage, ob der Goldpreis mangels unterstützender Kräfte nicht eher auf wack ligen Beinen steht. Steigende Renditen Dazu der Experte: „Dies nicht zuletzt auch deshalb, da wir
wie viele Marktteilnehmer steigende Renditen bei Anlei hen erwarten, was diese im Vergleich zu Gold, das keine laufenden Erträge abwirft, attraktiver werden lässt. Als Treiber dieses Zinsanstiegs se hen wir eine weitere globale Wirtschaftserholung sowie die vermutlich schon bald res triktiver werdenden Noten banken, welche über die Dros selung der Anleihenkäufe eine Normalisierung ihrer Geld politik einläuten werden. Die Renditen zehnjähriger US- Anleihen sind bereits auf über 1,5 Prozent angestiegen.“ Vermutlich weiter anziehende Anleiherenditen und mittel fristig sinkende Inflations raten werden den derzeit ne gativen Realzinsen ihren
Investmentfonds auch im dritten Quartal weiter gefragt Das österreichische Fondsvolu men der Wertpapier-Verwal tungsgesellschaften erhöhte sich seit Jahresbeginn um 10,2 Prozent auf rund 211,5 Mrd. Euro, wie die Vereinigung Österreichischer Investmentge sellschaften (VÖIG) mitteilte.
Mittel- und Osteuropa (plus 49,3 Prozent). Im Renten bereich war die Wertentwick lung in Fremdwährung mit
plus 3,18 Prozent am besten. Die beste Entwicklung über die letzten zehn Jahre gab es bei A ktienfonds mit Schwer
Die Nettomittelzuflüsse be trugen zum Ende des dritten Quartals elf Mrd. Euro. Davon entfielen 4,4 Mrd. Euro auf titutionelle Anleger und ins 6,6 Mrd. Euro auf den Publi kumsfondsbereich.
„Nachhaltige“: Hoher Zuspruch Bei den nachhaltigen Invest mentfonds habe es einen überproportional hohen Zuspruch gegeben, so die VÖIG. Das Fondsvolumen erhöhte sich seit Jahresbeginn um rund 6,9 Mrd. Euro oder 40 Prozent auf 24,3 Mrd. Euro. Die Ein-Jahres-Per formance der nachhaltigen Aktienfonds betrug 30,18 Prozent, gemischte nachhal tige Portfolios legten um 10,91 Prozent zu.
Die höchsten Zuflüsse Die höchsten Nettomittelzu flüsse erreichten die vermö gensverwaltenden Fonds mit rund 7,4 Mrd. Euro, gefolgt von den Aktienfonds mit rund 3,1 Mrd. Euro. Die Kursgewinne beliefen sich auf rund 9,3 Mrd. Euro, die Ausschüttungen auf 666 Mill. Euro. Die Performancesieger Performancesieger im EinJahres-Zeitraum waren Akti enfonds mit Veranlagungs schwerpunkt Österreich (plus 60,34 Prozent), gefolgt von Aktienfonds mit Veranla gungsschwerpunkt Europa ex. UK (plus 55,8 Prozent) und
punkt Nordamerika (14,49 Prozent p. a.), gefolgt von Akti enfonds Japan mit 8,41 Pro zent p.a. und Euroland mit 7,91 Prozent. Bei den Rentenfonds lagen Eurorentenfonds (vor wiegend) mit rund 2,71 Pro zent p. a. vor den Rentenfonds in Fremdwährung mit 2,21 Prozent p. a.
Performancesieger im Ein-Jahres-Zeitraum waren Aktienfonds mit dem Schwerpunkt Österreich.
Immobilien-Investmentfonds Die offenen Immobilien- Investmentfonds legten beim Fondsvolumen um 8,4 Pro zent auf rund 10,4 Mrd. Euro zu. Die Nettomittelzuflüsse beliefen sich auf 661 Mill. Eu ro, Ausschüttungen auf rund 32 Mill. Euro und Kursgewinne auf rund 175 Mill. Euro.
Die Europäische Zentralbank (EZB) in Frankfurt.
„Nicht überreagieren“ EZB-Chefin Christine Lagar de warnt vor überzogener Inflationsfurcht. „Einige Einflussfaktoren dürften bald wieder ver schwinden, etwa die preis treibenden Effekte, die sich aus gestörten Lieferketten ergeben oder aus der Rück nahme der Mehrwertsteu ersenkung in Deutschland“, sagte die Französin. Auf die se Phänomene habe die Geldpolitik ohnehin keinen direkten Einfluss. Sie gehe davon aus, dass die Effekte weitgehend vor übergehender Natur seien und die Inflation 2022 wie der sinke. „Aus diesem
Grund sollten wir jetzt nicht überreagieren.“ Lagarde ver glich die derzeitige Lage mit der Situation in Japan nach dem Tsunami 2011.
Christine Lagarde (EZB).
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Was das Geld alles bewirken kann Nachhaltigkeit ist im Alltag angekommen. Banken reagieren darauf und bauen deshalb nach und nach ihr nachhaltiges Angebot aus. Raiffeisen geht dabei voran, wie die Auszeichnung zur nachhaltigsten Fondsgesell schaft Österreichs durch das Wirtschaftsmagazin Euro be weist. Nachhaltigkeit ist vielen wichtig – gerade beim Einkau Wilfried Hopfner Vorstands vorsitzender der Raiffeisen Landesbank
Nachhaltigkeitsfonds versprechen gleich hohe Renditen wie die klassischen Fonds. Das beweisen eindrücklich zahl reiche Studien.
fen achten die Menschen da rauf, woher Produkte kom men und was sie bewirken. Dass sich jeder auch bei seiner Geldanlage für Nachhaltigkeit entscheiden kann, wissen jedoch noch nicht viele Inves toren. Bei Raiffeisen will man dies ändern. Wilfried Hopfner, Vorstandsvorsitzender der Raiffeisen Landesbank Vorarl berg, dazu: „Uns ist Nachhal tigkeit selbst ein großes Anlie gen. Deshalb wollen wir auf klären und den Menschen zeigen, was sie mit ihrem Geld – für sich und die Umwelt – bewirken können, wenn sie es gezielt einsetzen.“ Grün, fair und rentabel Nach einer aktuellen Studie des Marktforschungsinstituts Spectra geben nur 13 Prozent an, beim Anlegen auf Nach haltigkeit zu achten. Das ist zwar weitaus mehr als noch vor wenigen Jahren, doch es gibt Luft nach oben. „Wir wol len Bewusstsein dafür schaf fen, dass Menschen auch bei
beim nachhaltigen Geldanle gen um Rendite gehen darf und hat gute Nachrichten: „Nachhaltigkeitsfonds ver sprechen gleich hohe Rendi ten wie klassische Fonds, wie aktuelle Studien beweisen.“
Speziell die jüngere Generation will ihr Geld nachhaltig anlegen. der Geldanlage eine umwelt schonende Entwicklung be einflussen können. Denn hier geht es darum, miteinander Finanzströme gezielt umzu lenken und verantwortungs volles Wirtschaften durch nachhaltige Produkte zu för dern“, so Wilfried Hopfner.
Speziell die jüngeren Genera tionen wollen ihr Geld nach haltig anlegen: „Wir spüren hier eine Trendumkehr, die von jungen Menschen vor angetrieben und gleichzeitig von allen Generationen getra gen wird.“ Wilfried Hopfner betont jedoch, dass es auch
Große Vorbildwirkung Raiffeisen baut nicht nur die nachhaltige Fondspalette ste tig aus. Man setzt auch alles in Bewegung, den eigenen ökolo gischen Fußabdruck positiv zu beeinflussen. So ist die Raiffeisen Landes bank Vorarlberg kürzlich dem Klimaneutralitätsbündnis 2025 beigetreten und hat vor wenigen Tagen den Global Compact der Vereinten Natio nen unterzeichnet. Damit ver pflichtet man sich freiwillig, strenge Grenzwerte beim CO2Ausstoß und Ressourcenver brauch einzuhalten und seine eigene Klimabilanz transpa rent zu machen. Raiffeisen Vorstand Wilfried Hopfner un terstreicht: „Unser Engage ment im eigenen Unterneh
men zeigt die Ehrlichkeit un seres nachhaltigen Angebots für die Vorarlbergerinnen und Vorarlberger.“ Zertifizierungen sind wichtig Eine wichtige Entscheidungs hilfe beim verantwortungs vollen Investieren sind Zertifi zierungen: 41 Prozent der Österreicher sehen diese als wichtiges Kriterium beim Kauf. Das Wirtschaftsmagazin Euro hat deshalb jetzt getestet, welche Fondsgesellschaften bei grünen Anlagen wirklich punkten: Weltweit wurden Tausende Investmentfonds, ETFs und Unternehmen be wertet. Lediglich zwei Fondsgesell schaften bekamen das Ge samturteil „sehr gut“: Neben der französischen BNP Paribas auch Raiffeisen – das Giebel kreuz steht damit für die nachhaltigste Fondsgesell schaft in ganz Österreich und liegt damit weit vor den hei mischen Mitbewerbern am Markt.
Erste grüne EU-Anleihe bricht mehrere Rekorde Die Europäische Union hat gleich mit der Premiere ihrer ersten grünen Anleihe meh rere Rekorde aufgestellt. Sie sammelte mit dem Papier mit 15 Jahren Laufzeit rund zwölf Milliarden Euro ein, teilten mit der Platzierung beauftragte Banken mit. Das ist die bisher höchste Summe für eine grüne Staatsanleihe. Auch die Nachfrage nach dem Green Bond war einzigartig groß: Die Gebote der Investoren summierten sich auf 135 Milliarden Euro. Für die Platzierung hatte sich die EU Hilfe bei den Banken BofA Securities, Credit Agri cole, Deutsche Bank, Nomura und TD Secu rities geholt. Bis zu 250 Milliarden Euro sollen die grünen Wertpapiere bis 2026 in die Kassen spülen – fast ein Drittel des Corona-Wiederaufbau programms. „Das wird uns zum größten Emittenten grüner Anleihen der Welt ma chen“, sagte Haushaltskommissar Johannes Hahn jüngst bei der Vorstellung der Emissi onspläne. „Dies ist auch Ausdruck unseres Engagements für Nachhaltigkeit.“ Mit den Einnahmen sollen klimarelevante Aus gaben finanziert werden. Die EU will bis 2050 CO2-neutral werden.
EINE ZUKUNFT FÜR UNSERE ZUKUNFT:
Die EU will bis 2050 CO2-neutral werden.
DIE NACHHALTIGE L GELDANLAGE VON RAIFFEISEN. I WIR MACHT’S MÖGLICH.
Studie: Die Pandemie fördert das Sparen Mit der wirtschaftlichen Erholung und dem Rückgang der Arbeitslosigkeit leiden jetzt weniger Menschen als im vergangenen Jahr finanziell unter der Corona-Pandemie. Der starke Trend zum Sparen hat sich aber fort gesetzt: Nachdem der durchschnittliche monatliche Sparbetrag schon 2020 stark auf 272 Euro gestiegen war, gab es heuer noch einmal einen Sprung auf 344 Euro, wie eine IMAS-Umfrage für die Erste Bank zeigt. Wei ter stark gefragt sind auch Wohnkredite. Befragt wurden von Mitte Mai bis Mitte Juni 900 Personen über 15 Jahre.
wirmachtsmöglich.at
8 Mein Geld Anfällige EU-Importe Medizinprodukte oder Halbleiter für die Autoin dustrie: Die Corona-Pande mie hat laut Studie viele Lieferketten an ihr Limit gebracht. 30 Prozent aller in die Europäische Union importierten Güter weisen bei weltwirtschaftlichen Schocks ein „Verfügbar keitsrisiko“ auf. „Insbeson dere bei Hochtechnologie und Medizinprodukten stellen wir eine große Ab hängigkeit von asiatischen Produzenten fest, allen vo ran von China“, erklärte das WIIW. Während knapp ein Drittel der EU-Importe im Falle von Handelsturbu lenzen möglicherweise nicht mehr lieferbar waren, betrug dieser Anteil bei Im porten aus China fast die Hälfte (48,8 Prozent). Die aktuellen Lieferengpässe beurteilten die WIIW-For scher als „vergleichsweise harmlos“. Gefährlich wäre hingegen „ein Stopp von Exporten aus politischen Gründen im Rahmen eines Handelskonfliktes“.
Lieferketten am Limit.
Samstag, 23. Oktober 2021 Extra
Gute Bildung schafft Zukunft Die Geburt eines Kindes stellt die Welt von jungen Familien auf den Kopf. Neben den vielen Entscheidungen, die es zu treffen gilt, werden die in weiter Ferne liegenden Kosten für die Ausbildung dabei oft vergessen. Doch: Bildung beginnt nicht erst im Kindergarten, sondern bereits mit der richtigen Finanzvorsorge. Schon früh lassen sich die ent scheidenden Weichen für eine gute Ausbildung des Kindes stellen. Um für seinen Nach wuchs die besten Startchan cen ins Berufsleben bieten zu können, empfiehlt die Volks bank Vorarlberg das Bildungs sparen mit einem monat lichen Fondssparplan. Denn mit Bildungssparen kann die für das spätere Studium benö tigte Summe über einen langen Zeitraum angespart werden. „Die Zeit hilft dabei, das gewünschte Sparziel zu er reichen. Ich rate den Eltern, aber auch Großeltern, sich schon früh über das Thema zu in formieren und sich dann gemeinsam mit unseren Beratern eine ganzheitliche Strategie zusammenzustel len“, so Gerhard Hamel, Vorstandsvorsitzender der Volksbank Vorarlberg. Geld anlegen – aber richtig Die Bereitschaft zu neuen An lageformen steigt nachweis lich von Jahr zu Jahr. Doch noch immer wird das Spar buch oder Tagesgeld – unab hängig von der erwarteten Le benssituation – häufig zum Sparen genutzt. Eine Alterna tive zu den klassischen Spar formen können Investment
fonds bieten. Diese investie ren die Gelder an den Kapitalmärkten – etwa in Ak tien und verzinsliche Wertpa piere – und in andere Vermö gensgegenstände wie Immo bilien und Rohstoffe.
Gerhard Hamel Vorstands vorsitzender der Volksbank
Ich rate den Eltern, aber auch Großeltern, sich früh über das Thema „Bildungssparen“ bei unseren Beratern zu informieren. „Langfristig gesehen können sie entsprechende Ertrag schancen bieten, die die klass ischen Sparformen übertref fen“, betont Gerhard Hamel. Sinnvoll investieren Das Ansparen in Fonds über zeugt darüber hinaus durch Flexibilität und kann so genau auf die Wünsche des Spa renden angepasst werden. Wer nicht nur einmalig, son dern regelmäßig Geld zurück legen möchte, kann dies schon mit kleinen Beträgen ab 50 Euro monatlich tun. Ebenso besteht die Möglichkeit, die Sparraten zu senken und zu steigern oder bei Bedarf aus zusetzen. „Dass Fondssparen noch mehr kann sehen wir, wenn wir den Blick hin zur Nachhaltigkeit richten. Gelder
Schon früh lassen sich die Weichen für eine gute Ausbildung der Kinder und Enkel stellen. werden an die verschie densten Unternehmen dieser Welt verteilt. Jede und jeder Einzelne kann dabei durch sei ne Geldanlage entscheiden, ob das im Sinne der Nachhal
Jeder kann durch seine Geldanlage entscheiden, ob das im Sinne der Nachhaltigkeit geschieht oder nicht. Gerhard Hamel Vorstandsvorsitzender
Mein Geld macht schlau. Ihr Geld kann die Welt verändern – wenn Sie mit Ihrem Investment Unternehmen fördern, die sich zum Beispiel für Bildung engagieren. Und das geht übrigens schon mit kleinen Beträgen. Wir geben 8 auf Ihr Geld. Und auf die Welt.
Sinnvoll anlegen. Wir beraten Sie: 050 882-8000
tigkeit geschieht oder nicht“, so Gerhard Hamel. In die nachhaltigen Produkt lösungen der Volksbank Vor arlberg schaffen es nur Unter nehmen, die ö kologische Standards, gesellschaftliche Verantwortung und eine gute Unternehmensführung auf weisen. Für weitere Informati onen zum Fondssparen emp fiehlt die Volksbank Vorarlberg ein persönliches Beratungsge spräch, in dem auch die Risiken, wie etwa das Kurs- und Ertragsrisiko oder das Boni tätsrisiko einzelner Emittenten erläutert werden.
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