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2021_03_05_Extra Privat_Banking

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Private Banking

Bild: AP

5. März 2021

Börsen-Rallye Der richtige Mix aus Aktien und Anleihen

Inflation Aufschwung und Risiken

„Grüne Modelle“ Die Energiewende für die Geldanlagen nutzen


2 Private Banking

Freitag, 5. März 2021 Extra

Aufschwung und Inflationsrisiken Die Corona-Pandemie hat nicht nur die Weltwirtschaft im Rekordtempo abstürzen lassen, sondern auch der Verbraucherpreisinflation einen Dämpfer versetzt. Auch wenn von der Pandemie für einige Waren und Dienstleistungen preistreibende Effekte ausgehen (bspw. aufgrund gestörter Lieferketten oder Mehrausgaben wegen Hygiene- und Abstandsmaßnahmen), dominieren die preisdämpfenden Faktoren immer noch deutlich. „Die gesunkene Inflationsrate ist zu einem großen Teil das Ergebnis der stark gefallenen Ölpreise von rund 64 US-­ Dollar (pro Fass) auf unter 20 US-Dollar“, so Roland Rupprechter, MBA, Geschäfts­ führer/CEO der R&B Research und Vermögensmanagement Gesellschaft in Dornbirn im Gespräch mit den VN. Kurzfristig keine Gefahren Rupprechter weiter: „Aufgrund der strukturell dämpfenden Faktoren auf die Preisentwicklung wie Rezession, negative Output-Lücke oder Lohn- und Kaufzurückhaltung dürfte die Inflationsrate in diesem Jahr recht moderat ausfallen. So erwarten wir nach einem Rückgang der Inflationsrate auf 1,4 Prozent im Jahr 2020 einen Anstieg auf 2,2 Prozent bzw. 2,4 Prozent im

Roland Rupprechter CEO, R&B Research

Die Inflationsrate dürfte in diesem Jahr recht moderat ausfallen. Wir erwarten einen Anstieg auf 2,2 Prozent und 2,4 Prozent 2022.

Eine abrupte mögliche Entladung der derzeit aufgestauten Nachfrage könnte zumindest temporär zu kräftigen Preissteigerungen führen. Jahr 2021 bzw. 2022. Hauptausschlaggebend für den erwarteten Anstieg der Inflations­ rate dürften spürbar steigende Energiepreise sein.“ Mittel- bis langfristig, d. h. für die Zeit nach 2023, könnten aber ernsthafte Preisgefahren drohen. So könnte beispielsweise ein nachlassender Wettbewerbs- und Preisdruck – aufgrund einer möglichen Zunahme der Marktkonzen­ tration (Stichwort: mögliche Pleitewelle) – preissteigernd wirken. Aber auch eine ­abrupte, mögliche Entladung der derzeit aufgestauten Nach­frage könnte zumindest temporär in manchen Bereichen zu kräftigen Preis­ steigerungen führen. Ebenso gehen von der ultra-expansiven Geld- und Fiskalpolitik

tendenziell höhere Preis­ gefahren aus. Denn im Zuge der Corona-Krise hat eine wundersame Geldvermehrung stattgefunden. Die Geldmenge, also das im Umlauf befindliche Geld, ist dramatisch vergrößert worden, weil die Notenbanken des Eurosystems viel neues Geld geschaffen und in Umlauf gebracht ­haben, unter anderem durch den Aufkauf von Staatsanleihen. Die Folge ist für Rupprechter: „In der zweiten Jahreshälfte, wenn die Pandemie hoffentlich endgültig abgeebbt ist, wird in der Eurozone sechs Mal so viel Zentralbankgeld im Umlauf sein wie kurz vor dem Beginn der Eurokrise im Sommer 2008. Das ist insofern riskant, als dahinter kein Zuwachs der Wirtschafts-

leistung steht. Denn während die Zentralbankgeldmenge bis Mitte des Jahres auf mehr als 5000 Milliarden Euro ansteigen dürfte, wird die Wirtschaft der Eurozone kaum größer sein als 2008. Damals lag die Zentralbankgeldmenge ­jedoch nur bei 900 Milliarden Euro.“ Hinzu kommt, dass ein Großteil des Geldes derzeit überhaupt nicht zielgerichtet eingesetzt wird. „Vier von den fünf Billionen Euro sind eigentlich überflüssig und ­ werden von der Wirtschaft nicht für Transaktionen benötigt“, meint der Top-Ökonom Hans Werner Sinn, Präsident des ifo Instituts in München. Stattdessen horten Banken diese riesigen Bestände an Zentralbankgeld momentan

auf i­hren Konten. Mit einer anziehenden Wirtschaft könnte dieses geparkte Zentralbankgeld jedoch anfangen zu zirkulieren, da sich wieder mehr Unternehmen an kreditfinanzierte Investitionen herantrauen dürften. Wenn ­ dieses Geld dann in Umlauf ­ kommt, wird dies zu einer ­höheren Inflation führen. Was meint die EZB? Die Europäische Zentralbank schließt einen vorüber­ gehenden Anstieg der Infla­ tion nicht aus. Kurzfristig ­könne sich eine gewisse Dynamik bei der Teuerung entwickeln. Eine solche Entwicklung dürfe aber nicht mit einem an­haltenden Inflationsanstieg verwechselt werden. „Deshalb würde das unsere geld­

politischen Entscheidungen,­ die auf einen mittelfristigen Horizont ausgerichtet sind, nicht wesentlich beeinflussen“, sagte EZB-Direktoriumsmitglied Isabel Schnabel. Die Zukunft der Märkte „Da wir kurzfristig keine s teigenden ­ Zinsen und sprunghaft höhere Inflationsraten sehen, bleiben wir bei unserer positiven Einschätzung für die Aktienmärkte. Wir werden allerdings den Schwerpunkt auf Qualitäts­ aktien verschieben. Gold wird für uns wieder einen größeren Stellenwert ­ einnehmen. In Anleihen hingegen werden wir nur noch in Ausnahme­fällen investieren“, erläutert Rupprechter abschließend.

Fakten zum Thema Kryptowährungen Spätestens mit dem Sprung über psychologisch wichtige Marken ist Bitcoin wieder in aller Munde. Die älteste und wichtigste Cyberdevise hat binnen weniger Monate ihren Kurs verfünffacht. Nachfolgend eine Übersicht wichtiger Fakten rund um Kryptowährungen, die es erst seit etwas mehr als zehn Jahren gibt. Am Anfang stand die Krise Als Reaktion auf die Finanz­ krise entwickelte eine Person oder Gruppe mit dem Pseudonym Satoshi Nakamoto 2008 die erste Kryptowährung: ­Bitcoin. Anders als bei klassischen Devisen kontrollieren hier weder Staaten noch ­ Notenbanken den Wechselkurs. Er wird ­allein über An­gebot und Nachfrage ermittelt. Dadurch sind zweistellige prozentuale Kursausschläge keine Seltenheit.

Zwei Drittel der global notierten Kryptowährungen sind Bitcoin.

Zentral oder dezentral Kryptowährungen unterscheiden sich zunächst durch die Art, wie neue Digitalmünzen entstehen. Bei Bitcoin oder Ethereum stellen Nutzer Rechnerkapazität zur Verschlüsse-

lung der Transaktionen zur Verfügung. Entlohnt werden sie in der jeweiligen Cyber­ devise. Diese Methode nennt man „Schürfen“ oder „Mining“. Andere Kryptowährungen wie Ripple werden dagegen von einer Organisation – meist ein Unternehmen – ausgegeben. Sie dienen dazu, über ein ­sogenanntes Initial Coin Offering (ICO) Geld bei Investoren einzusammeln. Anschließend werden beide Arten von Cyberdevisen an speziellen ­ Börsen gehandelt. Das Volumen der weltweit ­notierten Kryptowährungen beläuft sich dem Branchendienst CoinMarketCap.com zufolge derzeit auf 1,5 Billionen Dollar. Etwa zwei Drittel davon ent­fallen auf Bitcoin. Schwankungsanfällig/stabil Die Schwankungsanfälligkeit von Bitcoin & Co gilt als einer der Gründe, warum sich ­Cyberdevisen bisher nicht als alternatives Zahlungsmittel durchgesetzt haben. Dem wollen sogenannte „Stablecoins“ begegnen. Dabei richtet sich der Kurs nicht nach Angebot und Nachfrage, sondern an einem Basiswert aus. Inzwischen gibt es Stablecoins, ­deren Wert an Gold oder Wäh-

rungen wie Euro oder Dollar gekoppelt ist. Legal oder illegal Kryptowährungen sind prinzipiell legal. Sie sind aber fast nirgendwo gesetzliches ­Zahlungsmittel. Das bedeutet, Firmen und Organisationen bleibt freigestellt, die Währung zu akzeptieren. Japan hat Bitcoin als gesetzliches Zahlungsmittel anerkannt. Schnell oder langsam Neben der Schwankungsanfälligkeit verhindert die geringe Transaktionsgeschwindigkeit die Verbreitung von Krypto­ währungen als Zahlungsmittel. Da bei nicht zentral kontrollierten Devisen wie Bitcoin jede Zahlung nicht nur verschlüsselt, sondern auch ­ verifiziert werden muss, steigt mit jedem zusätzlichen ­Nutzer der Rechenaufwand. Einige Kryptowährungen wie Litecoin versuchen mit modifizierter Software, dieses ­Problem zu lösen. Bisher erreichen die Transaktionsvolumina aber nur einen Bruchteil dessen, was klassische Finanzdienstleister wie die Kreditkartenunternehmen Visa und Mastercard weltweit abwickeln.

Investitionen gesucht.

Firmensitz im Land nötig Saudi-Arabien will ab 2024 nur noch Geschäfte mit Unternehmen machen, die ihren regionalen Firmensitz im Königreich haben. Das gelte für Aufträge, die von der Regierung kämen, sagte Finanzminister Mohammed al-Dschadan. Mit dem privaten Sektor im Land könnten Firmen aber sehr wohl noch zusammenarbeiten. Die Initiative soll mehr Investitionen und Arbeitsplätze in SaudiArabien schaffen. Der Technologiekonzern Bosch bestätigte in diesem Zusammenhang, eine Absichtserklärung unterschrieben zu haben, nach der Geschäftsmöglichkeiten in dem Land geprüft werden sollen.


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Mit der Anlage die Welt verbessern Vorarlberger sind bewusste Einkäufer. Kein Wunder, dass immer mehr nachhaltige Produkte in ihren Warenkörben landen. Der Trend macht auch vor den Banken nicht halt. Die Vorarlberger Anleger schauen bei ihren Invest­ ments genau hin. Sie wollen mit ihrer Anlage die Wirt­ schaft positiv beeinflussen. Und das gelingt ihnen. „Anlegerinnen und Anleger dürfen selbstbewusst sein“, betont Wilfried Hopfner, Vor­ standsvorsitzender der Raiffei­ senlandesbank Vorarlberg. „Sie haben es mit ihrem Geld in der Hand, auf Unterneh­ men einzuwirken.“ Fragen im­ mer mehr Menschen bei ihrer Bank um nachhaltige Anlage­ möglichkeiten an, steigt ganz automatisch der Druck für Unternehmen, tatsächlich nachhaltig zu handeln. Raiffei­ sen ist führend bei nachhal­ tigen Anlagemöglichkeiten und spürt die erhöhte Nach­ frage gerade in Vorarlberg

schon längst, wie Wilfried Hopfner betont: „Die Invest­ ments der Vorarlbergerinnen und Vorarlberger allein in die drei größten Nachhaltigkeits­ fonds von Raiffeisen stiegen 2020 um ein Drittel.“ Die Wirtschaft positiv zu be­ einflussen ist das eine, selbst­ verständlich wollen Anleger auch ihr Geld vermehren. Tatsächlich stehen Nachhal­ ­ tigkeitsfonds herkömmlichen Investmentmöglichkeiten um nichts nach. Im Gegenteil sind Unternehmen, die nachhaltig und damit langfristig denken, auch wirtschaftlich oft im ­Vorteil.

Der Umweltschutz spielt eine besonders große Rolle.

Auf der Suche nach Zinsen Es sind nicht die besten Zeiten für Sparer: Notenbanken flu­ ten mit Billionen die Märkte. Rund um den Globus stützen die Staaten ihre Wirtschaft mit Milliardenbeträgen, um die negativen Auswirkungen der Corona-Pandemie abzufe­ dern. Viele fragen sich daher, wie sie den Wert ihres Erspar­

ten vermehren oder zumin­ dest halten können. Sein Geld anzulegen, kann genau dafür die richtige Antwort sein. Von Nachhaltigkeit sprechen viele, wichtig ist, entspre­ chend zu handeln. Bei Raiffei­ sen werden die Unternehmen, in welche die eigenen Nach­ haltigkeitsfonds investieren, genau auf Transparenz, die Be­

N

Mit Innovationen Katastrophe verhindern.

Bill Gates bekämpft den Klimawandel Microsoft-Gründer Bill Gates will beim Kampf gegen den Klimawandel eingreifen und will dazu in den kommenden fünf Jah­ ren zwei Milliarden Dollar (1,65 Mrd. Euro) in entsprechende Start-ups und andere Pro­ jekte investieren. Es gelte, mit Innovationen eine Klimakatastrophe zu verhindern, sagte er. „Es ist nicht unmöglich, aber es ist sehr schwierig“, führte der Milliardär aus und forderte zugleich eine Verfünffachung staatlicher Forschungsinvestitionen welt­ weit in saubere Energien und andere Klima­ innovationen innerhalb des nächsten Jahr­ zehnts – nach seiner Schätzung jährlich mindestens 110 Milliarden Dollar. Anlass der Forderung ist Gates‘ neues Buch „Wie wir die Klimakatastrophe verhindern“. Darin fordert er das Absenken der CO2-Emis­ sionen bis 2050 auf null, um riesige Umweltund Wirtschaftsschäden zu vermeiden. „Wir müssen die physi­ kalische Wirtschaft in einem Tempo verändern, wie noch nie in der ­Geschichte zuvor.“ Dazu seien zum Beispiel CO2-Steu­ ern, Zertifikatehan­ del sowie alterna­ tive Energien wie ­Solar und Wind un­ Bill Gates investiert. verzichtbar.

30 Jahre Visegrád Die Wirtschaftsbeziehungen zwischen Ös­ terreich und den Visegrád-Ländern Polen, Slowakei, Tschechien und Ungarn haben sich in den letzten 30 Jahren deutlich ver­ tieft. Als Investor, Finanz- und Handelspart­ ner sicherte sich Österreich einen festen Platz. Das Engagement macht sich bezahlt: Die Profitabilität der österreichischen Inves­ titionen ist überdurchschnittlich hoch. Die EU-Transfers des Europäischen Aufbau­ plans in die Visegrád-Länder werden sich ebenfalls positiv auf Österreich auswirken.

heißt das Stichwort. Investiti­ onen in Atomkraft, Kohleberg­ bau, bedeutsame Kohle­ verstromung, Fracking, Öl­ sande sowie Waffen und Rüstung sind dagegen tabu. Unabhängige Analysten schauen genau hin, ob diese Kriterien eingehalten werden: Erst kürzlich zeichnete das Fo­ rum Nachhaltige Geldanlagen alle 14 Nachhaltigkeitsfonds von Raiffeisen mit ihrer Best­ note aus. Die Banken mit dem Giebelkreuz bewiesen sich da­ mit zum wiederholten Mal als Qualitätsführer bei der nach­ haltigen Geldanlage. Die Beratung zählt „Beim Investieren haben es die Anlegerinnen und Anleger selbst in der Hand, nicht nur Erträge zu erwirtschaften, sondern auch auszuwählen, wie diese zustande kommen“, appelliert Wilfried Hopfner an die Vorarlberger. Wer sein Geld nutzen möchte, um den Planeten und seine natür­ lichen Ressourcen für die

rücksichtigung von Arbeitsund Menschenrechten, Um­ weltschutz, Korruptions­ bekämpfung und einiges mehr untersucht. Auch ein intensiver Dialog mit Hunderten von Konzernen, wie sie nachhaltig und verant­ wortungsvoll wirtschaften können, gehört zum Pro­ gramm – Impact Investing

nachfolgenden Generationen zu erhalten und zugleich mehr Lebensqualität und Gerechtig­ keit für alle herbeizuführen, kann zu Nachhaltigkeitsfonds greifen. Eines gibt der Vor­ stand zu bedenken: „Geldanle­ gen ist keine Massenware. Ein individuelles und nachhaltig ausgerichtetes Veranlagungs­ konzept ist das Um und Auf – gerade in anspruchsvollen Zeiten wie heute.“

Vorstandschef W. Hopfner.

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Sowohl der private Konsum als auch die Investitionstätigkeit werden wesentlich von einer expansiven Fiskalpolitik auf nationaler und europäischer Ebene und der EZB unterstützt.

Die Lockdowns im Winter dämpfen Konjunkturerwartungen für 2021 Die österreichische Wirtschaft ist pandemiebedingt schwach ins Jahr 2021 gestartet. Der Konjunkturindikator sank im Jänner auf minus 1,6 Punkte und entspricht damit zu Jahresbeginn exakt dem Durchschnittswert des schwachen vierten Quartals 2020. „Das konjunkturelle Auf und Ab durch das Wechselspiel aus Lockerungen bzw. Verschärfungen von Maßnahmen gegen die Ausbreitung der ­ Pandemie setzte sich zu Jahresbeginn fort. Nach einer zwischenzeitlichen Verbesserung ist der „UniCredit Bank Austria“-Konjunkturindikator im Jänner auf minus 1,6 Punkte gesunken“, so Chef­ ökonom Stefan Bruckbauer. Die Schwerpunkte  Die Wachstumsprognose 2021 hat sich nach spürbarer Rezession über den Winter auf 2,6 Prozent verringert, dafür wird das Erholungstempo 2022 mit 5,7 Prozent voraussichtlich etwas höher ausfallen als bisher prognostiziert.  Die Erholung kommt mit Verspätung am Arbeitsmarkt an: Die Arbeitslosenquote für 2021 wird mit 9,5 Prozent er-

wartet. Ein stärkerer Rückgang auf 8,6 Prozent im Jahresdurchschnitt ist erst 2022 in Sicht.  Ein höherer Ölpreis und der Nachfragedruck in einigen Dienstleistungsbranchen lassen die Inflation im Verlauf dieses Jahres voraussichtlich zeitweise über zwei Prozent steigen, doch sollte die Teuerung im Jahresdurchschnitt mit zwei Prozent heuer und 1,9 Prozent im Jahr 2022 überschaubar bleiben. Bauwirtschaft optimistisch „Während mit der Stimmungsverschlechterung der Konsumenten der Pessimismus im Dienstleistungssektor zu Jahresbeginn wieder gestiegen ist, bleibt die Bauwirtschaft optimistisch und angesichts eines leicht verbesserten Exportumfelds ist die Situation in der Industrie weitgehend stabil“, meint Bruckbauer. Die vergleichsweise günstigsten Voraussetzungen zeigen sich zu Jahresbeginn in der Bauwirtschaft, trotz des etwas nachlassenden Optimismus. Angesichts gut gefüllter Auftragsbücher hat sich die Stimmung bei den Baunebengewerben sogar verbessert, die

Zuversicht ist jedoch im Tiefbau am höchsten. Die Verschärfung des Lockdowns hat die heimische ­Industrie im Jänner kaum belastet, da die globalen Rahmenbedingungen günstiger geworden sind. Das Export­ umfeld hat sich gemessen an der mit den österreichischen Handelsanteilen gewichteten internationalen Industriestimmung spürbar verbessert. Durch die Wachstumsimpulse vor allem aus dem asiatischen Raum sind die Voraussetzungen so günstig wie zuletzt vor zwei Jahren. Während zum Beispiel die Stahlindustrie

Stefan Bruckbauer Chefökonom

Die Situation in der Industrie ist weitgehend stabil, da die globalen Rahmenbedingungen wieder günstiger geworden sind.

wieder mehr Rückenwind spürt, sind weniger exportorientierte Bereiche der heimischen Industrie, wie die L ebensmittel­ und Getränkeindustrie, belastet. Die angespannte Lage am Arbeitsmarkt hat die Stim­ mung der Konsumenten zu Jahresbeginn erneut gedämpft. Zudem hat sich der Pessimismus im Dienstleis­ tungssektor aufgrund der behördlichen Einschränkungen für verschiedene Sparten, wie vor allem für den Handel sowie für Beherbergungs- und Bewirtungsbetriebe, wieder erhöht. Aufgrund der starken Auswirkungen des Lockdowns auf die österreichische Wirtschaftsentwicklung über den Winter sind trotz einsetzender Erholung die Wachstumsaussichten für das Gesamtjahr 2021 begrenzt. „Nach der Rezession im Winter ist – begünstigt durch die wärmere Jahreszeit und aufgrund der fortschreitenden Durchimpfung der Bevölkerung im zweiten Quartal – eine Gegenbewegung der Konjunktur zu erwarten, die allerdings vorerst nur von Nachholeffekten angetrieben werden wird. Erst im Verlauf des Sommers

sollte eine Entspannung der Pandemie weitreichende wirtschaftliche Lockerungen ermöglichen, die eine anhaltende Erholung in Gang setzen. Wir gehen von einem Wirtschaftswachstum von 2,6 Prozent für 2021 aus, das sich 2022 auf 5,7 Prozent beschleunigen dürfte“, meint Ökonom Walter Pudschedl. Erst Mitte 2022 sollte die österreichische Wirtschaft, deren Leistung aktuell rund 9,0 Prozent unter dem Vorkrisenniveau liegt, die Outputlücke wieder geschlossen haben. Inlandsnachfrage als Treiber Der Aufschwung wird in den kommenden beiden Jahren neben der Erholung des internationalen Handels vor allem vom Rebound der Inlandsnachfrage angetrieben werden. Nach einem besonders starken Einbruch wird insbesondere der private Konsum für Schwung sorgen, gestützt auf die während der Lockdowns angehäuften Sparvolumina sowie die schrittweise Entspannung der Lage am ­Arbeitsmarkt. Auch die Investitionsbereitschaft sollte angesichts aufgeschobener Investitionen und

Walter Pudschedl Ökonom

Wir gehen von einem Wirtschaftswachstum in Österreich von 2,6 Prozent für 2021 und von 5,7 Prozent für das Jahr 2022 aus. des anhaltend günstigen F ­ inanzierungsumfelds wieder deutlich anspringen, wenn auch in vielen Betrieben ein Schuldenabbau als Reaktion auf die während der Pandemie gestiegenen Verbindlichkeiten Vorrang haben dürfte und auch steigende Insolvenzzahlen die Investitionsdynamik beschränken könnten. Sowohl der private Konsum ­ als auch die Investitionstätigkeit werden dabei ganz wesentlich von einer expansiven Fiskalpolitik auf nationaler und europäischer Ebene und der lockeren Geldpolitik der EZB unterstützt.

Negativzinsen bei deutschen Banken Eine wachsende Zahl von Kreditinstituten gibt die Strafzinsen der Europäischen Zentralbank (EZB) an Kunden weiter.

Frühindikatoren steigen.

USA mit guten Aussichten

Die konjunkturellen Aussichten in den USA haben sich im Jänner erneut verbessert. Der Sammelindex der wirtschaftlichen Frühindikatoren stieg um 0,5 Prozent gegenüber dem Vormonat. Volkswirte hatten lediglich mit einem ­Anstieg um 0,4 Prozent gerechnet.

„Der Anteil der Banken in Deutschland, die ihre Kundeneinlagen im Durchschnitt ­negativ verzinsen, nahm 2020 weiter zu“, heißt es im ­Monatsbericht der Deutschen Bundesbank. Unternehmen sind seit geraumer Zeit von Minuszinsen auf Sichteinlagen wie Giround Tagesgeldkonten und auf Termineinlagen wie Festgeld betroffen. Auch bei Sichteinlagen von Privatkunden sei „ein bisher ungebrochener Aufwärts­ trend erkennbar“, schreibt die Bundesbank. Negativzinsen auf Termineinlagen seien hier bisher die Ausnahme. Nur rund 1 Prozent der Institute

aus einer Stichprobe von 212 Geldhäusern meldeten im ­Dezember 2020 demnach im Schnitt negative Zinsen auf Termineinlagen von Privatkunden. Festgeld und Co seien im Durchschnitt weiterhin p ­ ositiv verzinst.

Summen gibt, bleibt dies für die Branche eine Milliardenbelastung. Die Kosten geben immer mehr Geldhäuser ganz oder teilweise weiter und berechnen Kunden Negativ­ zinsen, vor allem bei größeren Summen.

Private Haushalte Bei Sichteinlagen privater Haushalte lag der Anteil der Finanzhäuser, die im Schnitt negative Zinsen erheben, ­Ende vergangenen Jahres bei 42 Prozent. Wie viele Banken in Deutschland negative Einlagenzinsen eingeführt haben, geht aus der Stichprobe nicht hervor. Geschäftsbanken müssen aktuell 0,5 Prozent Zinsen zahlen, wenn sie überschüssige Gelder bei der EZB parken. Auch wenn es inzwischen Freibeträge für bestimmte ­

„Übliche Praxis“ Negative Zinsen für Unternehmen beschränken sich der Bundesbank zufolge nicht mehr auf bestimmte Bankengruppen, „sondern scheinen mittlerweile eine übliche Praxis zu sein.“ Von Privatkunden erheben demnach vor allem Sparkassen und Genossenschaftsbanken Minuszinsen und weniger Großbanken und Regionalbanken. Kontoführungsgebühren, die zusätzlich oder stattdessen verlangt werden, sind nicht in der Statistik enthalten.

Strafzinsen der EZB werden an die Kunden weitergegeben.


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Chancen der aktuellen Börsen-Rallye Die Schoellerbank ist eine der führenden Privatbanken des Landes, die als Spezialist für Vermögens­anlage gilt. Sie ist eine 100-Prozent-Tochter der UniCredit Bank Austria und das Kompetenzzentrum des UniCredit Wealth Mana­ gements in Österreich. In Vorarlberg und Tirol ist das ­ Tradi­tionshaus in den Landeshauptstädten vor Ort. J­ ohannes Böhler, CFP, Landesdirektor der

Johannes Böhler, Direktor.

Schoellerbank, gibt den VN Auskunft über Börsen und ­Investmentchancen.

weiterhin auf den Aufwärts­ trend setzen? Zweifelsohne ist die Bewertung mancher Branchen sehr ambitioniert – etwa bei TechWerten. Doch auch hier finden unsere Experten immer noch fair bewertete, hochqualitative Aktien. Aus Bewertungssicht haben Value-­Aktien noch das größte A ­ufholpotenzial. Für den Ver­ mögenserhalt sind mittel- und langfristige Aktieninvestments im Null­ zinsumfeld w ­eiterhin alter­ nativlos.

Wie haben Sie die CoronaKrise in der Vermögensverwaltung bisher gemanagt? Für uns hat sich erneut bestätigt, dass in der Geldanlage unvorhersehbaren Krisenzeiten immer noch am besten mit einem kompromisslosen Qualitätsansatz und einem kühlen Kopf zu begegnen ist. Wir hatten bereits vor Ausbruch der Pandemie die ­Aktienquote reduziert, da die Marktstimmung zu euphorisch war. Als es dann an den Börsen deutliche Kurskorrekturen gab, haben wir wieder Qualitätswerte preiswert zugekauft. Mit einem reinen ­Aktiendepot konnten wir im Krisenjahr 2020 somit mehr als fünf Prozent Performance für unsere Kunden erzielen. Die Aktienmärkte haben seither eine rasante Rallye hingelegt. Können Anleger

Ifo für Korrektur bei den Corona-Hilfen Deutsche Wirtschaftsforscher fordern Korrekturen bei der Verwendung der Milliardenhilfen aus dem europäischen CoronaFonds. Es müssten mehr Projekte mit EUweiter Bedeutung und europäischem Mehrwert gefördert werden, sagte der Chef des Münchner Ifo-Instituts, Clemens Fuest. Er plädierte für grenzüberschreitende Technologie- und Infrastrukturprojekte. Die Nutzung des neuen Corona-Aufbaufonds RRF mit insgesamt 672,5 Mrd. Euro war Thema einer Online-Tagung der EUWirtschafts- und Finanzminister. Die 27 Länder stellen derzeit detaillierte Pläne auf, um mit den Milliardenhilfen ihre Wirtschaft anzukurbeln und gleichzeitig zu modernisieren. Dabei müssen mindes­tens 37 Prozent des Geldes für ­Klimaschutz ver­ plant werden und weitere 20 Prozent für Digitales. Fuest Clemens Fuest. und sein Mitarbeiter Florian Dorn schrieben in einer Analyse, zwar zielten die Ausgaben darauf, wichtige Schwerpunkte wie den klimafreundlichen Umbau der Wirtschaft zu fördern. Es sei aber kaum zu verhindern, dass europäische Mittel die nationalen ersetzten, wenn die Mitgliedsstaaten das wollten.

Der richtige Mix aus Aktien und Anleihen sorgt für eine erfolgreiche Veranlagung.

Sollten Anleger nicht lieber zuwarten und erst dann investieren, wenn die Kurse wieder günstiger sind? Niemand kann mit Sicherheit sagen, wie lange die ­Börsen-Rallye noch rollt. Doch in der Zwischenzeit verpassen Sparbuchsparer viele Chancen. Der richtige Mix aus ­Aktien und Anleihen ist weiterhin das Mittel der Wahl für eine erfolgreiche und nervenschonende Veranlagung.

Vertrauen. Ein Wert, der verdient sein will. Mit jedem Menschen, der uns vertraut, wächst unsere Verantwortung. Während einem Kinder blind vertrauen, verdienen wir uns das Vertrauen unserer Kunden über Jahrzehnte: mit sinnstiftendem Vermögensmanagement. Weil wir – wie unsere Kunden – Wert darauf legen, dass gutes Geld auch Gutes für Gesellschaft und Umwelt tut und dennoch an Wert gewinnt. Können wir Sie für ein Gespräch gewinnen?

Investmentfonds legten im Jänner zu Die heimischen Investmentfonds haben im Jänner im Plus notiert. Die durchschnittliche Einjahresperformance lag im arithmetischen Mittel bei plus 2,30 Prozent, nach minus 1,61 Prozent im Monat davor. Auf Fünfjahressicht gab es im Schnitt einen ­Zuwachs von 4,15 Prozent, nach plus 3,21 Prozent im November. Einmal mehr stand auf Einjahressicht der „s Generation“-Fonds der Sparkasse Ober­ österreich KAG mit plus 121,31 Prozent an der Spitze der Liste. Dahinter notierten der „Erste WWF Stock Environment“-Fonds der Erste Asset Management (EAM) mit plus 86,07 Prozent und der „WSS Europa“-Fonds der LBB Invest mit plus 72,72 Prozent. Am unteren Ende lagen dagegen der „IQAM Market Timing Europe“-Fonds der Spängler IQAM (minus 27,32 Prozent), der „DSC Equity Fund – Energy“-Fonds der Gutmann KAG (minus 26,47 Prozent), und der „Allianz-­ Invest-Osteuropafonds“ der Allianz Invest (minus 21,59 Prozent). Auf Fünfjahressicht führte der „Raiffeisen Technologie-Aktien“-Fonds der Raiffeisen KAG mit plus 27,14 Prozent die Kursliste an. Den zweiten und dritten Platz belegten der Erste WWF Stock Environment“-Fonds der EAM mit plus 25,49 Prozent sowie der „s Generation“-Fonds der Sparkasse Ober­ österreich KAG mit plus 24,69 Prozent.

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Kombination aus Wachstums- und Dividendenaktien verstärkt Portfolio „Wachstumsaktien entwickelten sich in den vergangenen Jahren deutlich besser als Dividendenaktien. Besonders im letzten Jahr ging die Schere noch weiter auseinander“, so Jürgen Rupp, Wertpapier- und APM-Consulting bei der Raiff­ eisenlandesbank Vorarlberg, gegenüber den VN.

auch regelmäßig an ihre ­ ktionäre ausschütten. WichA tig ist dabei, dass die Dividende aus den Einnahmen des laufenden ­ Geschäfts bezahlt wird und nicht aus der ­Substanz“, rät Rupp. Hat ein Unternehmen in seiner Geschichte die Dividende kontinuierlich gezahlt und angehoben, darf man davon ­ ausgehen, dass das Geschäfts­ modell funktioniert und die zukünftigen Zahlungsströme von Dauer sind. Wenn wachsende Ausschüttungen mit steigenden Unternehmens­ ­ ies gewinnen einhergehen, ist d ein Ausdruck einer soliden Entwicklung. Dividendenwerte bringen ein stetiges ­Einkommen. Die Divierfolgt unabdendenzahlung ­ hängig vom aktuellen Aktienkurs. Wer die ausgeschütteten ­Dividenden gleich wieder reinvestiert, bringt den Zinseszins­ effekt richtig ins Rollen.

Und weiter: „Wachstumsunternehmen wie Amazon, Facebook, Alphabet (Google) sowie Netflix hat die Pandemie nicht geschadet. Im Gegenteil. Während die meisten Unternehmen in der aktuellen CoronaKrise herbe Verluste hinnehmen müssen, vermelden die großen Tech-Konzerne gigantische Gewinnzuwächse.“ Amazon profitiert weiter davon, dass mehr Kunden als je zuvor im Internet einkaufen. Facebook profitiert im OnlineMarketing, da immer mehr Zeit im Internet verbracht wird. Bei Alphabet brummt das Werbegeschäft mit der ­Videoplattform YouTube. Bei Netflix sind die Abonnentenzahlen explodiert. Und auch bei Apple wächst in Zeiten der Arbeit im Homeoffice und Online-Lernen das Geschäft mit Mac-Computern und iPads. Der Technologiesektor Rupp: „Technologieaktien entwickelten sich schon in den Jahren zuvor zu einem interessanten Sektor, weil in den zugehörigen Unternehmen Innovation und Wachstum

Jürgen Rupp, RLB-Vorarlberg.

Auch an der bekanntesten Börse der Welt, der New Yorker Wallstreet, gibt es Schutzvorschriften bezüglich der Pandemie. stattfindet. Die aktuelle Entwicklung der Technologie­ aktien kann man mit der Technologieblase der Jahrtausendwende aber nicht vergleichen. Im Gegensatz zu damals ist die Branche etabliert und hochprofitabel. Daher investieren derzeit viele Anleger den Großteil ihres apitals in WachstumsunterK­ nehmen. Jedoch sollte man bei einem Investment in ­Aktien auch den Grundsätzen der Diversifikation folgen und sowohl Wachstums- als auch Dividendenaktien im Port­ folio berücksichtigen.“ Aufgrund der seit Jahren anhaltenden Outperformance von Wachstumsaktien gegenüber Dividendenaktien hat sich inzwischen ein deutlicher

Bewertungsunterschied aufgetan. So verkünden mittlerweile immer mehr Analysten, dass die Wachstumsaktien zu teuer und die Dividenden­ aktien zu günstig sind., Wer Wachstumsaktien kauft, macht dies nicht in Hinblick auf die aktuellen Gewinne des Unternehmens, sondern mit der Erwartung auf deutlich steigende Gewinne in der Zukunft und in Erwartung ­ neuer innovativer Produkte welche den Markt revolutionieren. Gefahr der „Überhitzung“ Das bedeutet aber nicht, dass die Aktien von Wachstumsunternehmen zu jeder Bewertung kaufenswert sind. Gerade in der aktuellen Phase sind

Sektoren, speziell im Bereich gewisser alter­ nativen Antriebsformen, astronomisch hoch bewertet. „Unternehmen, die stark wachsen, rechtfertigen zwar eine höhere Bewertung, bleiben aber dennoch eine Inves­ tition in die Zukunft und neigen im Verhältnis zu ­ ­typischen Dividendenaktien aber oft zu Überhitzungen“, stellt Rupp klar. Im Gegensatz dazu ist ein ­Dividendentitel eine Aktie mit weniger spektakulären Wachstumsaussichten und daher meist niedriger bewertet. Diese Unternehmen agieren ­ überwiegend in bereits etablierten Branchen, sind ­ daher defensiver und eignen sich gut zur Diversifikation des

­ktienrisikos. Eine stabile A ­Dividende ist ein Zeichen von hoher Ertragskraft. Folglich haben dividendenstarke Titel die Chance, i­ hre doppelte ­Stärke auszuspielen. Sie bieten Chancen auf Kursgewinne und zusätzlich einen höheren laufenden Cashflow aktien. Geneals Wachstums­ rell wird die A ­ ttraktivität einer Aktie maßgeblich von der ­ ­Dividende bestimmt. Im langfristigen Durchschnitt stammen rund 50 Prozent des ­Gesamtertrages einer Aktienanlage aus Dividenden­ zahlungen. „Entscheidend ist, die Dividendenaktien herauszu filtern, die nachhaltige Ge­ winne und stabile Erträge ­erwirtschaften und die diese

Dividendenaktien beimischen So erhält der Aktionär ohne frisches eigenes Geld immer mehr Aktien am Unter­ nehmen. In Zeiten, in denen die Zinsen minimal sind und die Inflation anzieht, können ­D ividendenaktien ­eine ­gewisse Kompensation schaffen. ­Jedoch gilt es zu bedenken, dass auch Dividendenaktien Schwankungen zeigen und ­ somit nicht für eine kurz­ fristige Haltedauer gedacht sind. Bekannte Beispiele für Unter­ ttraktiven nehmen mit einer a Dividendenrendite und einer langfristig steigenden Dividendenhistorie sind Coca ­Cola, Procter & Gamble, Johnson & Johnson, Sanofi, Novartis und Unilever. „So sollten sich langfristige Anleger nicht nur auf Wachstumsaktien konzentrieren, sondern auch Dividenden­ tien dem Portfolio beimiak­ schen. Es ist wichtig, den Grundsatz der Risikostreuung zu beachten und die aktuell attraktive Bewertung der Dividendenaktien zur Portfolio­ diversifika­ tion zu nützen“, so Jürgen Rupp abschließend.

Fondsbranche in Deutschland 2020 mit weiterem Rekordjahr Die rasche Erholung an den Börsen nach dem Crash zu Beginn der Pandemie hat der deutschen Fondsbranche ein weiteres Rekordjahr beschert. „Das von der Corona-Krise geprägte Börsenjahr 2020 hat sich deutlich besser ent­ wickelt, als vor einem Jahr ­erwartet“, bilanzierte der Präsident des Bundesverbandes Investment und Asset­ Management (BVI), Alexander Schindler, in F ­ rankfurt. 3850 Milliarden Euro „Die Erholung an den Wert­ papiermärkten trug dazu bei, dass die Fondsgesellschaften zum Jahresende mit 3850 Milliarden Euro eine neue Rekordmarke beim verwalteten Vermögen erreichten“, sagte Schindler. Ein Jahr zuvor waren es knapp 3400 Milliarden. „2020 war in Anbetracht der Corona-Krise ein sehr gutes Absatzjahr“, so Union-Investment-Manager. Unter dem

Strich steckten Anleger nach BVI-Angaben 127 Milliarden Euro frisches Geld in Investmentfonds. Das sei der dritthöchste Wert seit Aufzeichnung der Statis­

tik. Lediglich 2015 (193 Mrd. Euro) und 2017 (164 Mrd. Euro) verzeichneten die Anbieter in Europas größtem Fondsmarkt Deutschland demnach mehr Neugeschäft.

Das Neugeschäft bei den Publikumsfonds hat sich rasch erholt.

Knapp zwei Drittel (63 Prozent) des Neugeschäfts mit rund 80 Milliarden Euro steuerten Profianleger wie Versicherer und Pensionskassen mit Investments in offene Spezialfonds bei. Mit einem Vermögen von nun 1998 Milliarden Euro sind solche Spezialfonds die größte Fonds­ gruppe in Deutschland. Die Publikumsfonds Publikumsfonds, die sich an breitere Anlegerschichten richten, sammelten mit 43,2 Milliarden Euro unter dem Strich deutlich mehr neue Gelder ein als ein Jahr zuvor (17,3 Mrd Euro). Nachdem Anleger im Zuge des Kurssturzes an den Börsen im ersten Quartal 2020 Gelder abgezogen hatten, habe sich das Neu­ geschäft bei Publikumsfonds rasch erholt. Die Absatzliste in dieser Kategorie führten Aktienfonds an: Hier inves­ tierten Anleger netto 20,9 ­Milliarden Euro.

Die EIB investierte auch in Windparks.

EU-Investitionsbank: Kredite für Österreich Die Europäische Investitionsbank EIB war 2020 einmal mehr ein starker Kreditgeber in Österreich. ­ Verträge im Wert von 1,63 Mrd. Euro wurden unterschrieben, das waren gut 200 Mill. Euro mehr als im Schnitt der vergangenen fünf Jahre, teilte EIB-Vizepräsident Thomas Östros mit. Inklusive Geldern der EIB-Tochter Europäischer

Investitionsfonds erreichte das Finanzierungsvolumen in Österreich sogar 1,79 Mrd. Euro. Die EIB hat zuletzt mehr, aber dafür kleinere Kreditsummen vergeben. Das liege daran, dass die EIB sich mehr bei Start-ups engagiert, „von denen Öster­ reich eine ganze Reihe auf­ zuweisen hat“, wie Östros vermerkt.


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„Anleger sollten jetzt auch über den Tellerrand hinausblicken“ Wilfried Amann, Vorstandsmitglied der Hypo Vorarlberg, über die Situation an den Kapital- und Anlagemärkten angesichts der Corona-Pandemie, die Zinsentwicklung sowie die möglichen Herausforderungen im Anlagejahr 2021. Wie hat sich die Corona-Pandemie bis heute ausgewirkt? Wilfried Amann: Bald ist es genau ein Jahr her, dass das neuartige Virus das öffentliche Leben und auch die Wirtschaft quer über den Globus mehr oder weniger zum Stillstand gezwungen hat. Durch Covid-19 erlebt die Weltwirtschaft eine der schwersten Rezessionen seit dem Zweiten Weltkrieg und die weitere Entwicklung hängt immer mehr von staatlichen Unterstützungsmaßnahmen ab. Im Zinsumfeld sind weiterhin keine Änderungen erkennbar: Die Märkte gehen von längerfristig tiefen Zinsen und hoher Notenbankliquidität aus. Die Ankaufprogramme der Notenbanken laufen seit Jahresbeginn wieder auf Hochtouren; über die Ideen zur Rückführung der Staatsschulden, die sich auf absoluten Höchstniveaus befinden, wird allerdings noch nicht gesprochen. Die Deutsche Bundesbank erwartet das Vorkrisen-BIP bis Anfang 2022. Vieles hängt nun von der weiteren Entwicklung der Corona-Situation ab: Die Aussichten auf eine Normalisie-

rung sind aufgrund der Produktions- und Verteilungsprobleme bei den Impfstoffen, aber auch wegen der Verbreitung neuer Virusmutationen derzeit noch unsicher. Welche Trends sind aktuell zu beobachten? Bei der digitalen Währung Bitcoin gab es kürzlich Höhenflüge: Tesla-Chef Elon Musk ist ein Fan von Kryptowährungen, das Unternehmen hatte zuletzt für 1,5 Milliarden Dollar Bitcoins gekauft und den Kurs der bekanntesten Digitalwährung so weiter befeuert. Bitcoin weist diverse Charakterzüge von Geld, Rohstoffen und Wertpapieren auf und ist deshalb für den Investor schwierig einzustufen. Als hochspekulative Anlageklasse und aufgrund ihrer extremen Schwankungen sehen wir Kryptowährungen als Anlageform besonders kritisch. Inflation oder Deflation? Bis vor Kurzem waren sich Ökonomen und Investoren einig, dass die schon viele Jahre währende Niedrigzins-Welt mit überaus niedrigen Inflationsraten noch lange Bestand haben würde. An den Finanzmärkten steigt nun die Sorge, dass es infolge der Konjunkturerholung zu einem Comeback der Inflation kommen könnte – insbesondere durch das Programm der Biden-Regierung in den USA. Durch einen Nachfrageboom am Ende

keit, Gewinne aus dem investierten Geld zu erwirtschaften und somit das eigene Vermögen zu erhalten. Es muss aber auch erwähnt werden, dass bei einem Investment in Aktien hohe Schwankungen, bis hin zum Verlust des eingesetzten Kapitals, möglich sind.

Foto: Marcel Mayer

Wilfried Amann, Vorstandsmitglied der Hypo Vorarlberg. der Pandemie könnte die Teuerung kurzfristig steigen. Die Preise werden aber mittelfristig auch durch eine Deglobalisierung und höhere Staatsausgaben getrieben. Quer über den Globus spiegelt sich die Angst vor anziehender Inflation in steigenden Rohstoffpreisen wider und auch bei den Renditen für Anleihen sieht man Mehrmonatshochs. Wie sieht es an den Emerging Markets aus? Betrachtet man die Aktienmärkte der Schwellenländer seit Beginn der Pandemie, hat sich China mit Abstand am erfolgreichsten entwickelt, während Lateinamerika und Osteuropa das Nachsehen ha-

ben. Man könnte also sagen, dass Asien bzw. China die großen Gewinner der Pandemie sind. China ist die einzige Volkswirtschaft, die 2020 gewachsen ist und auch für 2021 wird dort ein deutliches Wirtschaftswachstum erwartet. Sein Vorteil ist ein sehr moderner Branchenmix und eine erfolgreiche Industrie. Die hohe Nachfrage stabilisiert zugleich die Wertschöpfungskette in Asien. Was können Anleger in dieser Situation tun? Es gibt Corona-Gewinner und -Verlierer. Nach einem starken Einbruch an den Börsen vor einem Jahr konnte die Pandemie die Aktienbörsen

KRISEN BEWÄLTIGT

aber bislang noch nicht nachhaltig aus der Ruhe bringen. Aktien sind im Moment wahrscheinlich noch alternativloser, als sie es bereits vor Corona waren. Das heißt aber nicht, dass es bei dieser Anlageklasse keine Risiken gibt. Diese Alternativlosigkeit ist nun scheinbar auch in der breiten Bevölkerung angekommen: Seit letztem Jahr gibt es einen starken Anstieg bei neuen Wertpapier-Investoren. Fraglich ist nun, ob sich die Aktienkultur tatsächlich geändert hat oder ob das nur ein kurzfristiger Trend ist. Da klassische Geldanlagen auf Tagesgeldkonten aber praktisch keine Zinsen mehr abwerfen, bieten Dividenden eine Möglich-

MAN AM BESTEN GEMEINSAM. GEMEINSAM GROSSES LEISTEN In einer Zeit, in der alles ungewiss scheint, wird eines immer klarer: mit der Verbundenheit, die uns Vorarlberger auszeichnet, werden wir diese Krise meistern. Ganz gleich, wie lang sie dauert. Und die Menschen und Unternehmen, die tagtäglich Solidarität und Ideenreichtum beweisen, werden wir mit allen Kräften unterstützen – so ambitioniert wie immer. Hypo Vorarlberg – Ihre persönliche Beratung in Vorarlberg, Wien, Graz, Wels und St. Gallen (CH). www.hypovbg.at

Was sind die größten Herausforderungen für 2021? 2020 wurde deutlich, dass sich die Wirtschaft inzwischen komplett von der Börse entkoppelt hat. Nach wie vor herrscht bei den Investoren eine gute Stimmung und auch die unterstützenden Maßnahmen der Notenbanken sind bestimmend für die Entwicklung der Börsen. Die Herausforderung wird nun sein, die richtigen Investments zu finden. Anleger tendieren dazu, sich bei Aktien primär auf ihren Heimatmarkt zu fokussieren. In der Post-Corona-Zeit wird es wichtiger denn je sein, in die richtigen Regionen und Sektoren zu investieren. D. h. Anleger sollten auch einmal über den Tellerrand, also über ihren Heimatmarkt, hinausblicken – am besten gemeinsam mit ihrem Berater. Zudem wird man sich aufgrund der sich rasch verändernden Informationslage in nächster Zeit wieder auf volatilere Märkte einstellen müssen. Marketingmitteilung im Sinne des WAG 2018


8 Private Banking

Freitag, 5. März 2021 Extra

Die Chancen des Kapitalmarktes für die Menschen nutzbar machen „Von der privaten Altersvorsor­ ge bis zur Unternehmensfinan­ zierung – ein starker Kapital­ markt geht uns alle an und ist das Fundament für die wirt­ schaftliche Stabilität eines Standortes sowie der Bürger­ innen und Bürger. Daran hat auch die Corona-Krise nichts geändert.“

reicher die Möglichkeiten eines modernen, attraktiven Kapitalmarktes optimal nut­ zen können. Knill: „Gerade in Anbetracht des anhaltenden Nullzinsum­ felds für Sparanlagen wäre die Einführung einer Behaltefrist von einem Jahr ein probates Mittel zur Stärkung der ­Anreize für den langfristigen Vermögensaufbau und die Veranlagung in Wertpapie­ ren.“ Aktienforum-Präsident Ottel sieht zudem „in der ­Mitarbeiterbeteiligung einen weiteren Schlüssel, der das Mindset der Menschen än­ dern kann und hervorragend funktioniert“, wie die Praxis zeige. Zudem habe die Corona-Krise deutlich gemacht, wie wichtig attraktive Finanzierungs­

Das betonte der Präsident der Industriellenvereinigung (IV), Georg Knill, mit Robert Ottel, dem Präsidenten des Aktien­ forums, und Meinungs­ forscher Peter Hajek. Dabei wurden u. a. die Ergeb­ nisse einer Studie präsentiert, die von der Peter Hajek Public Opinion Strategies GmbH im Auftrag des Aktienforums durchgeführt worden war. Im Fokus standen das Wissen der Menschen um den Umgang mit Wertpapieren, das gene­ relle Interesse am Kapital­

Georg Knill Industrie­ präsident

Ein starker Kapitalmarkt geht uns alle an. Wir brauchen gerade jetzt attraktive Rahmenbedingungen wie steuerliche Anreize.

angebote für österreichische ­Unternehmen sind. „Eine soli­ de Unternehmensliquidität ist der Garant für Investitionen von morgen und das schafft und sichert Arbeitsplätze“, so Ottel. Daher plädieren IV und Aktienforum dafür, dass Zin­ sen auf Eigenkapital steuerlich verwertet werden können. Interesse auf hohem Niveau Studienautor Hajek: „Das Inte­ resse nach Spar- bzw. Anlage­ möglichkeiten ist im Vergleich zu früher auf einem hohen Niveau. Demgegenüber ste­ hen eine selbstkritische Ein­ schätzung über das eigene Börsenwissen sowie Vorbe­ halte von Wertpapierinvest­ ments. Das heißt, es bedarf an Information und Aufklärung über die Chancen und Risiken.

Die zentralen Ergebnisse auf einen Blick:

Viele beklagen ein fehlendes Wissen über den Aktienmarkt. markt und wie die Corona-­ fikante Steigerungen. Und Krise die Sichtweise der trotzdem gibt gerade einmal jede Fünfte bzw. jeder Fünfte ­Menschen geändert hat. an, sich mit Veranlagungen an Wirtschaftsbildung verankern der Börse gut auszukennen. Laut Studienergebnissen ver­ „Wir orten bei der Wirtschaftsfügt jede Fünfte bzw. jeder und Finanzbildung klaren Fünfte alleine oder mit Part­ Aufholbedarf“, so Knill. Kon­ ner über Aktien- und Anleihe­ kret müssten Lehrmaterialien fonds und 14 Prozent investie­ überarbeitet und mit finanz­ ren in Anleihen. Im Vergleich relevanten Inhalten angerei­ zum Vorjahr gab es hier signi­ chert werden.

Insgesamt schlagen IV und Aktienforum vor, Wirtschaftsund Finanzbildung in den Schullehrplänen bereits ab Unterstufe oder Mittelschule stärker zu verankern. Einjährige Behaltefrist Zudem plädieren Aktien­ forum und IV für bessere Rah­ menbedingungen, damit die Österreicherinnen und Öster­

• Jede Vierte/jeder Vierte, der noch nicht an der Börse veranlagt ist, ist prinzipiell am Kauf von Aktien, Anleihen, Investmentfonds etc. interessiert. • Nur vier Prozent geben an, sich sehr gut mit Veranlagungen an der Börse auszukennen. • Für zwölf Prozent hat sich der Blick auf die Aktienmärkte in der Corona-Pandemie zum Kritischen verändert, nur für ­sieben Prozent zum Positiven. • Beinahe jede Vierte/jeder Vierte gibt an, dass sich ihr/sein Anlege- oder Sparverhalten in der Corona-Pandemie grundsätzlich verändert hat. 40 Prozent antworten, jetzt mehr zu sparen. • „Fehlendes Wissen über den Aktienmarkt“ als Vorbehalt, ­warum man nicht am Aktienmarkt aktiv wird, trifft für 40 Prozent „voll zu“ und weitere 20 Prozent „eher zu“. • 44 Prozent halten Wirtschaftsbildung für eine „sehr gute Idee“, um zu motivieren, an der Börse zu investieren.

Warnung vor höherer Risikobereitschaft Die Aussicht auf eine kräftige wirtschaftliche Erholung von der Pandemie lässt aus Sicht der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) Inves­ toren riskantere Investments an den Börsen eingehen. „Die erhöhte Risikobereit­ schaft zeigte sich in einem anhaltend starken Absatz von Unternehmensanleihen, insbesondere von Unterneh­ men mit einem niedrigeren Rating“, teilte die BIZ am Montag zu ihrem jüngsten Quartalsbericht mit. Ein niedrigeres Rating bedeu­ tet eine höhere Gefahr, dass eine Firma pleitegehen könnte und Investoren ihre Anlage nicht zurückbekom­ men könnten. Allerdings er­ halten sie für ihren Einsatz auch höhere Zinsen.

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Emisionsvolumen gestiegen Das Emissionsvolumen hoch­verzinslicher Papiere sei im ersten Jahresviertel mehr als doppelt so groß gewesen wie im Durchschnitt der Auf­ taktquartale 2010 bis 2019. Die in Basel ansässige BIZ gilt als Zentralbank der Noten­ banken und ist eine wichtige Denkschmiede für die Geld­ politik. Zu der gestiegenen Risiko­ bereitschaft hat aus Sicht der BIZ-Experten auch die Erwar­ tung beigetragen, dass die Notenbanken ihre Geld­ schleusen offen halten und in den USA ein massives kon­ junkturelles Hilfspaket auf den Weg gebracht werde. ­Anfang 2021 seien in den USA und in den Schwellenländern

die Finanzierungsbedin­ gungen konjunkturstüt­ zender gewesen als zu jedem Zeitpunkt in den vergange­ nen zehn Jahren. Dabei habe das Verhalten von Privatanlegern „Anzeichen von Überschwang“ gezeigt, erklärte die BIZ. Die Kapital­ flüsse in Aktien weckten laut BIZ „Erinnerungen an den Technologieboom Ende der 1990er-Jahre.“ So sei die Zahl der Börsengänge nach oben geschnellt. Auch der Anteil nicht profitabler Firmen, die den Finanzmarkt anzapften, habe zugenommen. EZB-Notenbanker besorgt In ihrem Quartalsbericht wies die BIZ auch auf den

jüngsten Anstieg der Rendi­ ten langlaufender Staats­ anleihen hin. Zu den Grün­ den zählte sie, dass Noten­ banken versprochen hätten, vor einer Straffung ihrer Geldpolitik erst abzuwarten, bis sich die Konjunktur voll­ ständig von der Pandemie erholt habe. „Das macht es wahrschein­ licher, dass die expansivere Fiskalpolitik und die jüngste Rallye bei Öl und anderen hochgradig zyklischen Roh­ stoffpreisen inflationäre Aus­ wirkungen hat“, schreiben die BIZ-Experten. In der Euro­ zone hatten sich zuletzt ­mehrere EZB-Notenbanker besorgt über den Anstieg der Anleihenrenditen gezeigt.

Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich in Basel.


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Freitag, 5. März 2021 Extra

„Den Anlagezielen treu bleiben“ Die unabhängige Bewertungsinstanz „firstfive“ zeichnete das Asset Management der Bank für Tirol und Vorarlberg AG (BTV) bereits zum 11. Mal in Folge für herausragende Ergebnisse aus. In den Kategorien „Top-Renditen“ und „Sharpe-Ratio“ erhielten die BTV Vermögensverwalter die Höchstnote von fünf Sternen und gehören

Dr. Robert Wiesner Leiter AssetMangagement

Unser Anspruch ist, auch in einem herausfordernden Umfeld eine ansprechende Rendite bei Kontrolle des Risikos zu erzielen.

­amit zu den besten im d deutschsprachigen Raum. Das Controlling- und Ratinginstitut „firstfive“ wertet fortlaufend mehr als 250 reale Depots aus, die von Banken ­ und Vermögensverwaltern des deutschsprachigen Raums gemanagt werden. Top-Renditen, Sharpe-Ratio In den Kategorien „Top-Renditen“ und „Sharpe-Ratio“ wurde das BTV Asset Management in der Risikoklasse „dynamisch“ und den Betrachtungszeiträumen von 12, 36 und 60 Monaten jeweils mit fünf Sternen (d. h. herausragende ­ E rgebnisse) ausgezeichnet. Das Depot befindet sich in der Bewertungskategorie im obers­ ten Fünftel der ausgewerteten Depots innerhalb einer Risikoklasse. Die SharpeRatio drückt aus, welche Überren­ dite ein Anleger für jede Einheit Risiko erhält. Je höher der Wert, umso erfolgreicher war das Management.

„Unser Anspruch ist, auch in einem herausfordernden Marktumfeld eine ansprechende Rendite bei gleichzeitiger Kontrolle des Risikos für

die Kunden zu erwirtschaften. Wir empfehlen unseren An­ legerinnen und Anlegern, ­ihren langfristigen Anlagezielen treu zu bleiben und

sich von zwischenzeitlichen Marktturbulenzen nicht verunsichern zu lassen“, erklärt Dr. Robert Wiesner, Leiter BTV Asset M ­ anagement, die

Das Hauptgebäude der BTV in Innsbruck.

Anlagestrategie. Dass dies sehr gut angenommen wird, belegen die ver­walteten Kundengelder in ­ Höhe von 2,7 Mrd. Euro im Jahr 2020. Die Bank für Tirol und Vor­ arlberg Aktiengesellschaft (BTV) ist ein Finanzdienstleis­ ter für exportorientierte, eigen­tümergeführte Unternehmer und Anleger mit Präsenz in Tirol, Vorarlberg, Wien, ­Bayern, Baden-Württemberg und der deutschsprachigen Schweiz. Kunden aus Nord­ italien werden von Österreich aus betreut. Rund 850 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kümmern sich mit dem Vorstand Gerhard Burtscher, Mario Pabst und Dr. Markus Perschl um das Bankgeschäft. BTV, Oberbank und BKS Bank bilden den Verbund der 3 Banken Gruppe. Zum BTV-Konzern gehören verschiedene Beteiligungen wie beispielsweise die Silv­ retta Montafon Holding GmbH oder die Mayrhofner Bergbahnen AG.

btv.at/privatkunden

Ökonomen rechnen bald mit einer Erholung.

Britische Wirtschaft mit größtem Einbruch seit dem Jahr 1945 Trotz eines Schlussspurts zum Jahresende ist die britische Wirtschaft 2020 so stark geschrumpft wie mindestens seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) brach um 9,9 Prozent ein, wie das nationale Statistikamt mitteilte. „Die heutigen Zahlen zeigen, dass die Wirtschaft durch die Pandemie einen schweren Schock erlitten hat, den Länder auf der ganzen Welt gespürt haben“, sagte Finanzminister Rishi Sunak. Die Konjunktur zog zwar zwischen Oktober und Dezember mit plus 1,0 Prozent doppelt so stark an wie von Ökonomen erwartet. Allerdings dürfte der aktuelle Lockdown Firmen und Verbraucher wieder bremsen. So rechnet die britische Notenbank für das laufende Quartal mit einem BIP-Rückgang um 4 Prozent. Die britische Wirtschaft schrumpfte im vergangenen Jahr doppelt so stark wie die deutsche, die nur um 5 Prozent einbrach. Das BIP im gesamten Euroraum fiel 2020 um 6,8 Prozent. Großbritannien muss nicht nur die Folgen des EU-Austritts wegstecken, sondern auch die Auswirkungen der V ­ iruspandemie.

Vermögen anvertrauen Ihr Vermögen verdient volle Aufmerksamkeit. Die Zukunft lässt sich nicht vorhersagen, aber mitgestalten. Auch in einem herausfordernden Marktumfeld bringen unsere Expertise und Erfahrung vielfach ausgezeichnete Portfolios hervor.

Aus Auszeichnungen und Erfolgen in der Vergangenheit kann nicht auf zukünftige Erfolge oder Wertentwicklungen geschlossen werden. Mehr Infos zu den Auszeichnungen erhalten Sie unter: www.btv.at/auszeichnungen. Diese Marketingmitteilung/Werbemitteilung ist keine individuelle Anlageempfehlung, kein Angebot zur Zeichnung bzw. zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten.

Nachteile auch durch den EU-Austritt. Impressum | Redaktion/Texte: ­Ernest F. Enzelsberger, Russmedia Verlag GmbH Umsetzung: Anja Schutti ­Bilder: Russmedia-Archiv, Shutterstock, Sparkasse, ­Bernadette Otter, Schletterer – BTV, Agenturbilder ­Anzeigen: Russ­media Verlag GmbH, G ­ utenberg­str. 1, 6858 Schwarzach


10 Private Banking

Freitag, 5. März 2021 Extra

Veranlagung im Nullzinsumfeld: „Erfolgsrezept mit neuen Zutaten“ Dr. Robert Löw, CEO der Liech­ tensteinischen Landesbank (Österreich) AG im Gespräch über erfolgreiche Veranlagung im Nullzinsumfeld, das ­Erfolgsgeheimnis seines Teams und die Krisenresilienz öster­ reichischer Familienunter­ nehmen. Sie sind seit über 25 Jahren im Banking tätig und seit 2016 an der Spitze der Liechtensteinischen Landesbank (Österreich) AG. Wie schätzen Sie die aktuellen Herausforderungen am Kapitalmarkt ein? Die Situation, in der sich die Kapitalmärkte aktuell befinden, ist mit nichts zu vergleichen, was wir in den letzten Jahrzehnten gesehen haben. Was 40 Jahre lang der Goldstandard war, ist heute unbrauchbar. Die aufgrund der Corona-Pandemie ultraexpansive Geldpolitik der Notenbanken hat das langdienende Erfolgsrezept eines Anlageportfolios mit hoher Gewichtung von Staats- und Unternehmensanleihen aus dem Gleichgewicht gebracht. Speziell konservativere Investoren, die ein Buy-and-Hold-Mischportfolio aus Aktien und Anleihen mit einer durchschnittlichen Aktienquote von einem Drittel oder weniger verfolgen, müssen sich im aktuellen Nullzinsumfeld mit einem Veranlagungsergebnis unter der Inflationsrate anfreunden

– oder aber ihre Strategie radikal umstellen.

Das klingt nicht gerade trivial. So ist es. Wir haben daher auch im letzten Jahr beobachtet, dass das Bedürfnis unserer Kunden nach persönlicher Beratung und Hilfestellung durch unsere Experten rasant gestiegen ist. Und das, obwohl wir immer mehr digitale Lösungen, wie etwa den digitalen Investmentmanager LLB Invest, anbieten.

Können Sie uns ein Beispiel geben? Deutsche zehnjährige inflationsgeschützte Staatsanleihen weisen aktuell eine sichere Realrendite von -1,6 Prozent pro Jahr auf. Unterstellen wir, dass der österreichische Verbraucherpreisindex auch zukünftig auf dem Durchschnitt der letzten zehn Jahre von 1,8 Prozent zum Erliegen kommt, so bedeutet ein In-

Dr. Robert Löw CEO der LLB (Österreich)

Wir versuchen immer mehr als One-Stop-Shop zu agieren und den Unternehmen mit den richtigen Experten zur Verfügung zu stehen. Das Bedürfnis der Kunden nach persönlicher Beratung ist gestiegen. vestment in eben diese deutschen Staatsanleihen einen jährlichen Kaufkraftverlust von 2,3 Prozent. Euro-Unternehmensanleihen von guter Bonität stellen mit einer durchschnittlichen Rendite von 0,25 Prozent bei einer Restlaufzeit von rund sechs

Jahren auch keine bessere ­ lternative dar. In Summe eiA ne bittere Pille für Investoren. Was raten Sie Ihren Kunden in den derzeit schwierigen Zeiten? Das ehemalige Erfolgsrezept bedarf im aktuellen Nullzins­

umfeld neuer Zutaten: Der offensichtliche Ausweg wäre ­ eine Veranlagung in Sachwerte, wovon Aktien aktuell die attraktivste Option darstellen. Diese können jedoch starken Schwankungen unterliegen. Für weniger risikofreudige Investoren empfiehlt sich des

Symbolbild

halb eine Kombination aus Sachwerten und intelligenten Portfoliodiversifikatoren wie Rohstoffen, das Nutzen von Kurs- und Schwankungsverläufen mit Trendfolge- oder Volatilitätsstrategien sowie ertragsbringenden Aktienabsicherungskonzepten.

In Ihrer Funktion sind Sie auch für den Bereich Family Services zuständig – wie geht es österreichischen Familienunternehmen in der Krise? Die gute Nachricht vor­weg: wir beobachten, dass die familiengeführten Unternehmen aufgrund der langfristigen ­ ­Ausrichtung tendenziell mehr Resilienz an den Tag legen als managementgeführte Unternehmen. Andererseits sind die Zeiten auf vielen Ebenen herausfordernd – unabhängig davon, ob es das operative ­Geschäft, die administrative Abwicklung von Hilfsmaßnahmen oder ­eine Anpassung der Veranlagungsstrategie betrifft. Wir versuchen daher umso mehr als One-Stop-Shop zu agieren und die Unternehmen dort wo wir können zu entlasten und mit den richtigen Experten – sei es aus dem Banking oder unserem Netzwerk im Bereich Recht und Steuern – zur Seite zu stehen.

Lagarde verspricht Planungssicherheit Die Europäische Zentralbank (EZB) verspricht den Unterneh­ men im Euroraum Planungs­ sicherheit bei den Finanzie­ rungsbedingungen während der Pandemie.

Christine Lagarde.

„Die EZB wird dafür Sorge tragen, dass Unternehmen und Familien Zugang zu den Finanzmitteln bekommen, die sie zur Überwindung der Krise

brauchen“, sagte NotenbankChefin Christine Lagarde in einer aufgezeichneten Rede für eine Veranstaltung des deutschen Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft. „Und dass sie die Mittel in dem Bewusstsein in Anspruch nehmen können, dass sich die Finanzierungsbedingungen nicht vorzeitig verschärfen werden“, fügte sie hinzu. Da-

mit gebe die EZB allen Sektoren weitestmögliche Planungssicherheit. „Hohe Unsicherheit“ Lagarde zufolge ist dank der Fortschritte in der Impfstofftechnologie inzwischen Licht am Ende des Tunnels zu erkennen. „Wie lang der Tunnel ist, wissen wir aber noch nicht genau“, sagte Lagarde. Bis

mehr Menschen gegen das ­ irus geimpft worden seien, V bestehe weiter eine hohe Unsicherheit. In dieser Situation müssten die Hilfsmaßnahmen für kleine und mittlere Unternehmen so lange wie möglich beibehalten werden. „Für viele Unternehmen ist die Realität gegenwärtig hart, die Zukunft weiterhin ungewiss“, sagte sie.

Die EZB hat selbst umfangreiche Hilfsprogramme aufgelegt, um die Finanzierungs­ bedingungen günstig und den Kreditfluss an die Wirtschaft am Laufen zu halten. Dazu gehören unter anderem ein inzwischen auf 1,85 Billionen Euro angelegtes Anleihekaufprogramm und sehr günstige langfristige Kreditspritzen für die Banken in der Eurozone.

Kennzahl zu „grünen Banken“ Die Bankenbehörde EBA hat Vorschläge zu technischen Standards veröffentlicht, wie Banken über ihre Risiken in Sachen Umwelt-, Sozial- und Unternehmensführungsbelan­ ge (ESG) berichten sollen. Geldhäuser in der EU sollen demnach künftig ihre Inves­ toren stärker über Fortschritte beim Thema Nachhaltigkeit und Umwelt informieren. Aktionären solle dadurch ­

ermöglicht werden, diese Ri­ siken und die nachhaltige Finanzstrategie von Banken ­ besser einzuschätzen, teilte die EBA mit. Zu den Standards ist eine öffentliche Anhörung in Form eines Webinars am 26. März geplant. Neue Kennziffer Teil der neuen Standards soll auch eine Kennziffer – Green Asset Ratio (GAR) – sein, mit der Banken den Anteil ihrer

klimafreundlichen Geschäfte messen sollen. Diese sollen die Institute ab dem nächsten Jahr in ihren Jahresberichten veröffentlichen. Mit dem Indikator will die EBA die Finanzaktivitäten von Geldhäusern erfassen, die sich unter Umweltgesichtspunkten als nachhaltig einstufen lassen wie ­etwa klimafreundliche Kredite und Schuldenpapiere. Laut EBA soll als Messlatte dafür die EU-Taxonomie für grüne

Die Banken sollen künftig den Anteil ihrer klimafreundlichen Geschäfte messen.

Investments herangezogen werden. „Es sei das erste Mal, dass Regulatoren eine solche Kennziffer fordern würden“, sagte Piers Haben, EBA-Direktor, zuständig für Banking, Märkte, Innovation und Verbraucher. Die Zahlen zum GAR-Indikator könnten für Geldhäuser zunächst einstellig ausfallen, daher werde Kontext wichtig sein. „Wenn eine Bank darüber spricht, wo sie 2030 stehen möchte, wird dies bei der Green Asset Ratio wirklich interessant sein“, sagte Haben. Erwartet wird, dass Investoren von den Instituten zunehmend fordern werden, anzugeben, welche Schritte sie zur Steigerung dieser Kennziffer unternehmen. Von den wenigsten Banken dürfte aber verlangt werden, dass sie 100 Prozent erreichen. Mit den technischen Standards reagiert die EBA auf eine Anfrage der EU-Kommission, wie neue umwelt- und klimabezogene Berichtspflichten umgesetzt werden sollen. Zahlreiche Experten hatten für heuer einen Boom bei nachhaltigen Anlagen vorausgesagt.

Züge aus der Schweiz sind ein begehrter Exportartikel.

Schweiz: Stimmung in Industrie besser Die Stimmung in der Schweizer Industrie hat sich zum Jahresbeginn trotz der aktuellen CoronaWelle weiter verbessert. Auch der Dienstleistungssektor hat wieder etwas Schwung aufgenommen – aber von einer deutlich niedrigeren Basis aus. Der Einkaufsmanager-Index (PMI) für die Schweizer Industrie stieg im Februar saisonbereinigt zum Vor-

monat um 1,8 auf 61,3 Punkte. Damit liege er auf dem höchsten Stand seit August 2018 und den siebenten Monat in Folge oberhalb der Wachstumsschwelle von 50 Punkten, teilte die Credit Suisse (CS) mit. Der Index misst, wie optimistisch die Einkaufs­ manager auf die zukünftige Wirtschaftsentwicklung blicken.


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Freitag, 5. März 2021 Extra

Die Energiewende für sich nutzen Der Klimawandel und seine Folgen zählen sicherlich zu den größten Herausforderungen der Menschheitsgeschichte. Dass nun Umweltthemen auch bei vielen Fondsanbietern Einzug halten, verschafft innovativen Umwelttechnologien das notwendige Kapital. Auf politischer Ebene sorgt der Green Deal der Europäischen Union sowie Joe Bidens

Martin Jäger Sprecher der Vorarlberger Sparkassen

Die Umwelttechnologie hat Fahrt aufgenommen. Bis ein Unternehmen in die Gewinnzone kommt, braucht es viel Zeit und Entwicklungsarbeit.

Wahlsieg in den USA zusätzlich für Rückenwind. Besonders gut konnte die Solar- und Windtechnologie dem Corona-Krisenjahr 2020 trotzen. Erneuerbare Energiequellen spielen bei der Erreichung der Pariser Klimaziele eine entscheidende Rolle. Wie beurteilen Sie die Branche? Kaum ein Wirtschaftssegment ist so facettenreich wie das Solarenergiegeschäft. Dabei variiert die Unternehmensgröße enorm. So erwirtschaftete beispielsweise Tesla im vergangenen Jahr rund 31,5 Milliarden US-Dollar Umsatz. Und obwohl die Geschäftsbereiche Solarzellenfertigung und Energiespeichersysteme bislang nur einen kleinen Teil zum Tesla-Erfolg beitrugen, erwirtschaftete der US-Elektrofahrzeughersteller damit immer noch mehr als die ebenfalls börsennotierte Vivint Solar, die für US-Privathaushalte Photovoltaikanlagen entwirft, installiert und

wartet. Außerdem gibt es da noch die „Yieldcos“. Hinter dieser Wortschöpfung stehen börsennotierte Unternehmen aus dem Bereich „erneuerbare Energien“, die hohe Einnahmen generieren. Windenergie spielt in Österreich eine eher untergeordnete Rolle. In den meisten anderen Ländern entfällt der Löwenanteil der erneuerbaren Energien auf die Windkraft. Wie sieht diese Branche aus? Zu den Top-Windkraftunternehmen weltweit zählt die dänische Vestas Wind Systems A/S, die mit rund 16 Prozent den Weltmarkt anführt und bereits seit 1979 Windturbinen herstellt. Die in Hamburg ansässige Nordex fertigt, errichtet und wartet Windkraftanlagen, stellt aber auch schlüsselfertige Windparks auf die grüne Wiese. Aufgrund der großen Nachfrage in Asien beginnen nun auch die dort ansässigen Energiekonzerne,

den Windenergiemarkt aufzumischen.

Die Windkraft stellt in vielen Ländern den Löwenanteil bei den erneuerbaren Energien.

Online-Veranstaltung Förderung der Solarenergie.

Heuer 217 Millionen für den Klimaschutz Für den Klima- und Energiefonds der Bundesregierung stehen heuer 217,3 Mill. Euro zur Verfügung. Der Löwenanteil fließt in Programme zum Ausbau erneuerbarer ­Energien, in den Umbau des Energie- und Mobilitätssystems und in die Dekarbonisierung der Industrie. Das Geld kommt aus dem Umweltschutzministerium sowie aus europäischen Fördertöpfen, teilte Ministerin Leonore Gewessler (Grüne) mit. „Mit unserem grünen Klimaschutzpaket sorgen wir für klimafreundliche Investitionen, schaffen viele weitere zukunftssichere Arbeitsplätze und kurbeln dabei die Wirtschaft an“, so die Umweltschutz­ ministerin. Zu den offenen Programmen für ­Privatpersonen gehören Solar- und Photovoltaikanlagen sowie die E-Mobilität. Im Vorjahr standen dem Klima- und Energiefonds 241 Mill. Euro zur Verfügung, hier waren auch Sondermittel aus dem CovidKonjunkturfonds dabei. 2019 wurden 101 Mill. Euro aufgewendet, das Jahr zuvor ­waren es 93 Mill. Euro. Seit der Gründung des Fonds im Jahr 2007 hat dieser 174.000 Projekte gefördert, die mit mehr als 1,6 Mrd. Euro unterstützt wurden, rechnete das ­Umweltministerium vor.

Umsatzrückgang bei der ZF Friedrichshafen wurde gebremst Kostensenkungen und die Erholung am globalen Automarkt im zweiten Halbjahr ­ haben den Zulieferer ZF Friedrichshafen vor einem operativen Verlust im vergangenen Jahr bewahrt. Die Erlöse seien 2020 um rund 11 Prozent auf 32,6 Mrd. Euro gesunken, teilte ZF auf Basis vorläufiger Zahlen mit. Der bereinigte Gewinn vor Steuern und Zinsen (Ebit) brach demnach um 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf rund eine Mrd. Euro ein.

Geld anlegen – Chancen trotz globalem Schuldendilemma Termin: 23.03.2021, 19:00 Uhr Kurzvorträge zu: • Zukunftstrends • Nachhaltig investieren • Volkswirtschaftlicher Ausblick Referenten Erste Asset Management: • Bernhard Selinger • Walter Hatak • Rainer Singer Anmeldung unter: www.sparkasse.at/vlbg-anmeldung

Hierbei handelt es sich um eine Werbemitteilung. Bitte beachten Sie, dass eine Veranlagung in Wertpapiere neben Chancen auch Risiken birgt.

Wie viel Innovation steckt im Markt? Dank technischer Verbesserungen und des massiven Ausbaus von Fertigungskapazitäten kostet Solarenergie, die ehemals teuerste Form regenerierbarer Energiequellen, mittlerweile nur mehr zwischen vier und fünf Cent pro Kilowattstunde. Die Umwelttechnologie hat Fahrt aufgenommen. Bis allerdings ein Unternehmen in die Gewinnzone kommt, braucht es viel Entwicklungsarbeit und Zeit. So erreichte Tesla – 2003 gegründet – erstmals 2020 die Gewinnschwelle. Wenn man sein Geld in Umwelttechnologieaktien anlegen möchte, so empfiehlt sich eine Streuung über möglichst viele Aktien und Geschäftszweige. Durch die großen Kursschwankungen eignen sich Umwelttechnologietitel für risikoorientierte Anleger.


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